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BNF Bulletin 2006 Ger

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1

/ BNF Bulletin No. 1 / Sommer 2006


Biomedizin - Naturwissenschaft - Forschung
Ein nationales Qualifizierungsprogramm der Universität Bern
/ Dr. Barbara Huse & Tanja Brülisauer
Kompetenzteam BNF

Zielsetzung
Das nationale Qualifizierungsprogramm BNF (Biomedi- terstützung sichern unsere Personalberater den Erfolg.
zin - Naturwissenschaft - Forschung) fördert die rasche Ein Arbeitszeugnis und Kursbestätigungen dokumentieren
und nachhaltige berufliche Integration von hoch qua- nach dem Ende eines Einsatzes das Engagement der Teil-
lifizierten Stellenlosen mit wissenschaftlicher Ausbil- nehmenden.
dung. Unser Angebot besteht aus Projektarbeit in einer
renommierten Institution, integrierter Weiterbildung und Projekte
individuellem Coaching. Unsere Berater vermitteln anspruchsvolle Projekte in der
Die Projektarbeit ermöglicht, die fachlichen Qualifikati- ganzen Schweiz. Die Dauer eines Projekteinsatzes betrug
onen und das berufliche Netzwerk auszubauen. Die inte- im Jahr 2005 durchschnittlich 5 Monate. Die Projektar-
grierte Weiterbildung und das Coaching entwickeln und beit erweitert und erhält die fachlichen Qualifikationen.
stärken die Sozial- und Fachkompetenzen. Unsere Berater In den Alltag renommierter Institutionen integriert, er-
legen grossen Wert auf die persönliche Betreuung; sie halten die Teilnehmenden auch die Möglichkeit, ihre
erarbeiten für die Stellenlosen und zusammen mit den sozialen Kompetenzen zu stärken und ihr persönliches
Stellenlosen individuelle Lösungen. Netzwerk zu erweitern. Unsere Personalberater verfügen
über eine fundierte wissenschaftliche Ausbildung; sie
Ablauf kennen den Wissenschaftsbetrieb, die Anforderungen des
Mit den Teilnehmenden erarbeiten unsere Berater die Arbeitsmarktes und verfügen über ausgezeichnete Kon-
fachlichen und persönlichen Ziele. Sie bieten, vom beruf- takte. Sie öffnen für die Stellensuchenden und mit den
lichen und persönlichen Profil sowie den Erfordernissen Stellensuchenden Türen, die ihnen bis anhin verschlossen
des Arbeitsmarktes ausgehend, eine Auswahl von Pro- blieben.
jektplätzen an. Ist ein Projektplatz gefunden, optimieren Im April 2006 bestand unser Angebot aus 744 Projekten
unsere Berater den Einsatz: Sie empfehlen, stets an den in über 540 Institutionen. Wir arbeiten mit folgenden
individuellen Bedürfnissen der Teilnehmenden orientiert, Institutionen zusammen: Universitäten, Hoch- und Fach-
die bestmögliche fachliche und persönlichkeitsorientierte hochschulen samt dazugehörigen Einrichtungen (z.B. Uni-
Weiterbildung. Unsere Personalberater suchen den engen versitätsspitäler), eidgenössische Forschungsanstalten,
Kontakt zu den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren Bundes-, Kantons- und Gemeindeämter, Stiftungen,
(RAV); sie halten Rücksprache und informieren über alle Verbände und weitere Non-Profit Organisationen. Als Bei-
Aspekte des Einsatzes. Mit dem Erstellen einer Zielver- spiele seien genannt: die Universitäten Bern, Fribourg, Zü-
einbarung, regelmässiger Evaluation, Betreuung und Un- rich, Basel, Lausanne, Genève und Neuchâtel, ETH Zürich
EPF Lausanne; Fachhochschulen Bern, Zürich, Nordwest-
schweiz, Zentralschweiz und Westschweiz, EMPA (Düben-
dorf oder Thun), Istituto di Ricerca in Biomedicina (IRB,
Bellinzona), Bundesamt für Gesundheit (BAG, Bern); Bun-
desamt für Umwelt (BAFU, Bern); MétéoSuisse (Payerne),
World Meteorological Organisation (WMO, Genève).

Zielgruppen
Unsere Kernkompetenz liegt in der Förderung von Stel-
lenlosen mit Abschlüssen von Universitäten und Fach-
hochschulen sowie von Fachpersonal (z.B. Laborantinnen
und Laboranten). Die Stellenlosen sind in der Regel bei
einem RAV als arbeitslos gemeldet und verfügen über ge-
nügend Taggeldanspruch. Unsere Schwerpunkte sind:
Biologie, Medizin, Pharmazie, Chemie, Geologie, Geo-
graphie, Physik, Mathematik, Ingenieurwissenschaften,
Agronomie, Umwelt- und Lebensmittelwissenschaften
sowie Informatik. Akademikerinnen und Akademiker an-
derer Fachrichtungen können in begrenzter Anzahl am
Programm teilnehmen.

Organisation
BNF existiert seit 1996. Heute befinden sich die Geschäfts-
leitung und die zentrale Administration in Bern; die Be-
treuung der Arbeitslosen erfolgt über die Zweigstellen in
Bern, Zürich, Basel und Lausanne. Wir werden als nationale
arbeitsmarktliche Massnahme (AMM) vom Staatssekreta-
riat für Wirtschaft (seco) finanziert und sind als Drittmit-
telprojekt der Universität Bern angegliedert. Im laufenden
Jahr 2006 beläuft sich die genehmigte Aufnahmekapazität
auf 120 Jahresplätze.
Leitbild

Wir sind ein nationales Programm zur Förderung der beruflichen Integration von hoch qua-
lifizierten Stellensuchenden.
Die allgemeine Wirtschaftslage zeichnet sich seit geraumer Zeit dadurch aus, dass auch
unter den hoch qualifizierten Fachleuten viele mit dem Problem der Stellenlosigkeit kon-
frontiert sind. Hoch qualifizierten Stellensuchenden durch gezielte Förderungsmassnahmen
eine dauerhafte Wiedereingliederung in die Arbeitswelt zu ermöglichen oder zu erleichtern,
bildet Hauptanliegen und Spezialität unseres Programms.

Unsere Förderungsmassnahmen haben ihre Schwerpunkte in der fachkundigen Beratung, der


Durchführung von qualitativ hochwertigen Projekten und der zielgerechten Weiterbildung.
Beratung: Die uns zugewiesenen Stellensuchenden werden von Betreuungspersonen, die
über eine wissenschaftliche Ausbildung und Erfahrungen in Berufsfeldern für hoch Qua-
lifizierte verfügen, mit Umsicht und Gründlichkeit beraten. Die aktuelle Situation jeder
stellensuchenden Person wird näher beleuchtet, und gemeinsam werden weiterführende
berufliche Perspektiven erarbeitet.
Projektarbeit: Besondere Bedeutung kommt der Projektarbeit zu, welche jede am Programm
teilnehmende Person leistet. Zusammen mit der teilnehmenden Person wird ein Projekt
ausgewählt, dessen Bearbeitung es ihr ermöglicht, ihre Fähigkeiten und Kompetenzen zu
aktivieren und in Ausrichtung auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes weiter zu entwickeln.
Die jeweilige Projektleitung betreut und unterstützt die teilnehmende Person in ihrer Pro-
jektarbeit und bei der Suche nach einer neuen Stelle. Unser Programm kann mit Hunderten
von qualitativ hochwertigen Projekten im Forschungs- und Non-Profit-Bereich dienen; und
es kommen stetig neue hinzu.
Weiterbildung und Coaching: Unser Programm bietet eine Reihe von anspruchsvollen Kursen
an, welche geeignet sind, die teilnehmenden Personen in fachlicher Hinsicht zu fördern
und sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen. Zu unserem Leistungsangebot
zählt ausserdem ein massgeschneidertes Einzel-Coaching.
Vernetzung: Sowohl im Rahmen der Weiterbildung als auch im Zusammenhang der Projektar-
beit bieten sich Gelegenheiten, das berufliche Beziehungsnetz zu pflegen und auszubauen.

Wir begegnen den stellenlosen Personen mit Respekt und professioneller Hilfsbereit-
schaft. Im Umgang mit unseren Mitarbeitenden sind wir modernen unternehmensethischen
Prinzipien verpflichtet.
Wir behandeln die an unserem Programm teilnehmenden oder interessierten stellenlosen
Personen als selbständige Individuen und lassen Achtung vor ihren Fähigkeiten und Kompe-
tenzen erkennen. Wir lassen ebenfalls erkennen, dass unsere Hilfs- und Stützungsangebote
institutionalisiert und von professioneller Art sind.
Mit unseren Mitarbeitenden pflegen wir einen Umgang, der ihre persönliche Integrität, ihre
Würde und ihre Eigenheiten achtet. Wir legen grossen Wert auf ein gutes Betriebsklima.
Wir sorgen für fähigkeitsgerechte Aufgabenzuweisungen; wir geben der Entwicklung indivi-
dueller Kompetenzen Raum; und wir bieten unseren Mitarbeitenden neben aufgabenspezifi-
schen Schulungen auch weiterführende anspruchsvolle Bildungsmöglichkeiten an.
Unser Programm orientiert sich an Prinzipien der koopera-
tiven Führung – und an modernen Qualitätsmanagement-
Systemen.
Die Führung unseres Programms versteht es, die allesamt
gut ausgebildeten Mitarbeitenden ihren individuellen
Fähigkeiten und Kompetenzen entsprechend einzuset-
zen und sie in motivierender Weise anzuleiten. Für die
meisten Programmaufgaben arbeitet sie gemeinsam mit
den involvierten Mitarbeitenden Strategien zur Aufga-
benlösung aus. Klarheit in der Delegation von Verantwor-
tung ist ihr ein Anliegen, und entsprechend gewährt sie
Selbständigkeit in der Wahrnehmung von Verantwortung.
Die Führung ist stetig bemüht, die Qualität der Pro-
grammaktivitäten zu sichern und zu verbessern; dabei
orientiert sie sich an modernen einschlägigen Qualitäts-
management-Systemen. Eine Unternehmenskultur dieser
Art bietet gute Voraussetzungen für sachgerechte Inno-
vationen und für flexible Anpassungen des Leistungsan-
gebots an veränderte Rahmenbedingungen.

Wir pflegen einen professionellen und kooperativen Umgang


mit unseren institutionellen und persönlichen Partnern.
Unser Programm wird vom Staatssekretariat für Wirtschaft
(seco) bewilligt und finanziert. Träger des Programms
ist die Universität Bern. Die Leistungsvereinbarung mit
dem seco, die Auflagen der Kantone sowie die einschlägi-
gen Gesetze und Verordnungen bilden die Grundlage der
Programmaktivitäten.
Mit den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren, insbe-
sondere mit den Beraterinnen und Beratern, die uns die
Stellensuchenden zuweisen, stehen wir in engem Kon-
takt. Die Leiterinnen und Leiter der Projekte unseres
Programms betreuen die bei ihnen arbeitenden Stellen-
suchenden – und sind verantwortlich für die Qualität der
Projekte. Die Lehrkräfte unserer Weiterbildungskurse er-
füllen hohe Ansprüche und sind in der Lage, auch indivi-
duellen Bedürfnissen Rechnung zu tragen. Im Umgang mit
all diesen Institutionen und Personen sind wir auf Pro-
fessionalität und gedeihliche Zusammenarbeit bedacht.

Dieses Leitbild wurde im Spätsommer 2005 erarbeitet. Die


Geschäftsleitung hat es am 7. 12. 2005 in Kraft gesetzt. Es
wird in gemeinsamen Lernprozessen umgesetzt und spä-
testens im Jahre 2007 grundsätzlich überprüft.
Zu Besuch im Inselspital - Erfahrungen einer Projektleitung

Ein drei- bis sechsmonatiger BNF -Einsatz bei der Division of Nephrology and Hypertension am
Inselspital in Bern kann ein hervorragendes Sprungbrett in ein erfolgreiches Berufsleben sein.
Frau Prof. Brigitte M. Frey-von Matt und Herr Dr. Alex Odermatt empfangen uns bei sich
in ihrer Abteilung. Seit bald 10 Jahren arbeiten sie als Projektleiter mit BNF zusammen,
nehmen stellenlose Biologen, Laborantinnen, Pharmazeuten und Chemikerinnen in ihre
multidisziplinär arbeitende Forschungsabteilung auf und integrieren sie temporär in ihr
20-köpfiges Team. Und das mit gutem Erfolg, wie die beiden Projektleiter uns mitteilen.
18 Personen profitierten in den letzten Jahren von dem Angebot in der Forschungsgruppe
von Frau Frey-von Matt und Herrn Odermatt. Alle haben während oder nach dem BNF-Ein-
satz eine passende Stelle gefunden. Zwei Personen wurden im eigenen Institut angestellt;

/ Prof. Brigitte M. Frey-von Matt


& Dr. Alex Odermatt
andere haben vom intakten Netzwerk der Abteilung profitiert und durch entsprechende
Beziehungen eine Stelle gefunden. Als sehr nützlich und hilfreich hat sich erwiesen, dass
Stellensuchende ihre Tätigkeit in der Forschungsgruppe als Referenz erwähnen können.
Die beiden Projektleiter haben hauptsächlich gute Erfahrungen mit den Teilnehmenden
gemacht. Wichtig sei, dass man motivierte und engagierte Leute aufnehme und diese gut in
ihre Arbeit einführe und betreue. Um diese Betreuung zu gewährleisten, sollte die Einsatz-
dauer mindestens 6 Monate betragen können. Schliesslich erwähnen die beiden auch, dass
der durch BNF geleistete Zuschuss von Fr. 400.- zu den Laborverbrauchsmaterialkosten eine
willkommene Unterstützung sei, da auch in der Forschung die Mittel knapp werden.
Unser Besuch machte insgesamt deutlich, wie wichtig und nützlich BNF für alle Beteiligten ist.
Resultate aus BNF-Einsätzen

«Developmental Biology»
R. B., dipl. Molekularbiologe, realisierte seinen Einsatz in
einem Projekt für Grundlagenforschung. Aufgrund seiner
Arbeit wurde der Teilnehmer als Co-Autor in eine wis-
senschaftliche Publikation über Augengene bei Quallen
miteinbezogen. Diese Referenz bot eine hervorragende
Ergänzung des Curriculum und war damit für die erfolg-
reiche Stellensuche sehr nützlich.

«Stiftungsparadies Schweiz»
V. L., dipl. Geographin, konnte als Projektleiterin die Pu-
blikation eines Referenzbuches über die schweizerische
Stiftungslandschaft realisieren.
«Wenn einem einmal der Einstieg in ein berufliches Netz-
werk ermöglicht wurde, kann man davon nur profitieren.»

«Einstein-Pfad Bern»
Auch Projekte wie der Einstein-Pfad in Bern konnten von
der kompetenten und professionellen Unterstützung durch
Teilnehmende des BNF-Programms profitieren. Der publi-
zierte Stadtplan und das dazu gehörende Buch über Ein-
steins Berner Jahre stellen überzeugende Referenzen dar.

«Bits for Brains»


Bits for Brains ist eine Einstiegshilfe ins ETH-Leben, prä-
sentiert von ETH Life, der Web-Zeitung der ETH. Diese
CD-ROM wurde von einem mehrköpfigen Team erarbeitet
und ermöglichte einem Informatiker im Rahmen eines
BNF-Projekteinsatzes, als Co-Autor einen wichtigen Bei-
trag zu leisten.
Die integrierte Weiterbildung

Die integrierte Weiterbildung ist fester Bestandteil des Anstellung wegen Mobbing aufgeben musste. Durch die
Programms. Sie hat das Ziel, vorhandene Lücken durch gezielte Gruppenarbeit und praxisbezogene Rollenspiele
Ergänzung der fachlichen Kenntnisse zu schliessen. Wei- konnte ich den besseren Umgang mit Konflikten erler-
ter fördert sie die methodischen und sozialen Kompeten- nen. Jetzt, in meiner neuen Anstellung, kommuniziere
zen in Hinblick auf ein konkretes berufliches Ziel und ich dadurch viel mutiger, erkenne Konflikte oft schon an
unterstützt die Entwicklung von Eigeninitiative. Dafür der Wortwahl meiner Gesprächspartner und kann sicherer
stehen den Teilnehmenden mindestens 10% ihrer Arbeits- darauf reagieren. Ich bin froh, dass ich diesen ausgezeich-
zeit zur Verfügung. Durch das Engagement von fachlich neten Kurs kostenlos besuchen durfte und dadurch mein
und didaktisch kompetenten externen Kursleitern und Selbstbewusstsein stärken konnte. In Kombination mit dem
durch kleine Gruppen (nicht mehr als 12 Teilnehmende Marketingkurs erhielt ich das richtige Rüstzeug für meine
pro Kurs) ist eine individuelle Betreuung immer gewähr- neue Position als Projektleiterin für Umweltprojekte.»
leistet. Das Kursangebot umfasst die folgenden Gebiete:
Wir sind eduQua zertifiziert
Modern Strategies in Job Hunting Seit dem November 2004 sind wir eduQua zertifiziert.
Bewerbungsstrategien, Persönliche Positionierung, Per- EduQua ist eine Qualitätsnorm für Institutionen im Bil-
sönliches Auftreten, Teammanagement und Kommunika- dungsbereich, die vom seco und vom Bundesamt für
tion, Mentaltraining. Berufsbildung und Technologie ausgearbeitet wurde.
Die Zertifizierung erfolgte durch die Schweizerische Ver-
Informatik einigung für Qualitäts- und Management-Systeme (SQS),
Photoshop, Excel Advanced, Layout, Powerpoint, Access. Zollikofen.

Fachspezifische Kurse Aus dem Auditbericht


Introduction to Molecular Biology, Management of Scien- «Die Institution bietet eine bedarfsgerechte, marktorien-
tific Literature, Grundlagen Biosicherheit. tierte Qualifikation für arbeitslose Akademiker an. Das
Programm ist eng mit der wissenschaftlichen Praxis ver-
Fachübergreifende Kurse netzt und einzigartig auf dem Markt. Das Angebot ist
Präsentationstechniken, Projektmanagement, projektbe- transparent und zielgruppenorientiert, das Bewusstsein
zogenes Konfliktmanagement, elektronisches Projektma- für qualitative Belange hoch.»
nagement, Marketing, Unternehmensgründung, Sozial-
versicherungen.

Weitere Veranstaltungen
Seminare der Teilnehmenden über ihre Projekte, Betriebs-
besichtigungen und Informationstage.

Eine immer grössere Anzahl von Kursen wird parallel


in Deutsch und Französisch angeboten, fachspezifische
Kurse auch in Englisch.

Kursbesucherin B. H. aus Rümlang


«Ich durfte an zwei Kursen teilnehmen, die für meine Stellen-
suche von grosser Bedeutung waren: Projektbezogenes Kon-
fliktmanagement und Marketing. Den Kurs Projektbezogenes
Konfliktmanagement wählte ich, weil ich kurz zuvor eine
Coaching

Kursbezogenes Coaching
Ein individuelles Coaching während oder im Anschluss an einen Kurs erleichtert, das Er-
lernte direkt für die Projektarbeit und die individuellen persönlichen Bedürfnisse zu
verwenden.

Zielgerichtete Begleitung (4 - 6 Sitzungen à 90 min)


* Die IST-Situation auf mehreren Ebenen wahrnehmen und erkennen
* Lösungen und Alternativen entwickeln und verwirklichen

Persönlichkeitsprofil (2 mal 4 Stunden)


* Bewerbungstechniken durch verbesserte Selbsterkenntnis optimieren
* Persönliche Stärken kennen lernen
* Stellensuche auf die individuellen Ziele ausrichten

Einzelbegleitung vor Aussteuerung (4 Stunden)


Ein wichtiger Bestandteil dieser Begleitung ist die Suche nach Kompetenzen, die vorüber-
gehende alternative Beschäftigungsfelder aufdecken.

M. S. aus Bern
ist Maschineningenieur HTL, 44 Jahre alt, seit einem Jahr arbeitslos. Er arbeitete als
Geschäftsführer in einer Firma mit 100 Mitarbeitenden, als er aus strukturellen Gründen
entlassen wurde. Er hat gute Referenzen und Zeugnisse.
«In einem zwei Monate dauernden Einzelcoaching konnte ich einen realistischeren Bezug zu
meiner Stellensuche erarbeiten. Ich kenne meine Stärken und Schwächen besser und habe
mein Dossier überarbeitet und angepasst. Mein persönliches Auftreten bei Bewerbungsgesprä-
chen konnte ich verbessern und insgesamt fühle ich mich sicherer. Aber das Wichtigste ist,
dass ich eine gewisse Lethargie und Mutlosigkeit überwinden konnte.»

NEU: Intensive Vorabklärung

Seit 2006 bieten wir nach Bedarf zusätzlich eine intensive Vorabklärung für Interessentin-
nen und Interessenten an. Die Vorabklärung in Form einer zielgerichteten Einzelbegleitung
wird von einem ausgebildeten Coach durchgeführt. Dabei werden die Bedürfnisse der Stel-
lensuchenden erfasst und konkrete Massnahmen definiert, um einen optimalen Projektplatz
zu finden.
Rückblick

1996 Gründung des Programms unter dem Namen «Molekulare


-Medizinische Diagnostik» (MMD) durch Dr. Beat Wyler.
Er vermittelt Naturwissenschaftler, Pharmazeuten, Ärzte
und Laboranten in Einsatzplätze an Universitäten, Spi-
tälern und Bundesämtern. Der Kanton Bern ist Auftrag-
geber, das Programm arbeitet interkantonal. Träger des
Programms ist das Departement Klinische Forschung (DKF)
der Universität Bern.

1998 Die Zweigstelle Lausanne wird am Pharmazeutischen


Institut der Universität Lausanne eröffnet. Ein Weiterbil-
dungsangebot wird ins Programm integriert.

1999 Neuer Auftraggeber ist das Staatsekretariat für Wirt-


schaft seco (damals BWA). Es initiiert die Fusion des MMD
mit dem Programm Naturwissenschaften der Universität
Fribourg unter dem neuen Namen «Biomedizinische und
Naturwissenschaftliche Forschung» (BNF).

2001 Gründung der Zweigstelle Zürich mit Sitz an der ETH Zürich.

2003 Gründung der Zweigstelle Basel an der Universität Basel


(Biozentrum – Pharmazentrum).

2004 Bedingt durch den rasanten Anstieg der Teilnehmerzahl


wird die integrierte Weiterbildung ausgebaut und neu
strukturiert. Seit November sind wir eduQua-zertifiziert.

2005 Restrukturierung des Programms. Konzentration auf die


ursprüngliche Zielgruppe. Im Zuge der klareren Trennung
von Kern- und Supportprozessen wird die Zweigstelle
Bern mit Dr. Beat Wyler als Zweigstellenleiter gegründet.
Die Geschäftsleitung des neu strukturierten Programms
übernehmen Dr. Barbara Huse und Tanja Brülisauer. Zu
den Neuerungen zählen unter anderem die Einführung
eines systematischen Qualitätsmanagements auf Pro-
grammebene und die Neudefinition und der Ausbau der
Beratertätigkeit. Ein neues Leitbild wird erarbeitet.

2006 Zur Unterstützung der BNF-Berater steht neu ein Coach


zur Verfügung, der falls nötig die vorhandenen Ressour-
cen der Stellensuchenden vertieft abklärt. BNF steht
neu für: Biomedizin - Naturwissenschaft - Forschung. Die
SVOAM-Zertifizierung wird angestrebt.
/ Dr. Beat Wyler

Interview mit Dr. B. Wyler, Gründer des Programms BNF

Was hat Sie dazu gebracht, vor 10 Jahren das Programm zu gründen?
Aus gesundheitlichen Gründen musste ich mich 1996 als Biochemiker beruflich umorien-
tieren. Zu Beginn hatte ich die Idee, ein eigenständiges Labor für Auftragsforschung im
Bereich Medizinische Diagnostik zu gründen, welches mit stellensuchenden Akademikern
besetzt werden sollte. Das Inselspital hat mein Gesuch an das Departement Klinische For-
schung (DKF) der Universität Bern weitergeleitet. Es war dem DKF jedoch nicht möglich, ein
freies Labor zur Verfügung zu stellen. So entstand die Idee, Forscher in die bestehenden
Labors zu integrieren. Mit der Unterstützung von Prof. Reichen, Ko-Direktor des DKF, gelang
es 10 Gruppen innerhalb des DKF zu überzeugen, Stellensuchende in ihre Labors aufzuneh-
men und ihnen interessante Projekte zu ermöglichen. Damit waren die Voraussetzungen zur
Gründung eines Programms mit Stellennetz gegeben.

Hatten Sie mit Startschwierigkeiten zu kämpfen?


Vor den Sommerferien 1996 habe ich das Gesuch für 17 Jahresplätze beim damaligen KIGA
(heute beco) des Kantons Bern eingereicht. Das Gesuch wurde gutgeheissen, und per
1. 9. 1996 konnte ich starten. Die Auslastung des Programms bis Ende Jahr zu erreichen,
stellte eine Herausforderung dar. Damals gab es auch noch keine Regionalen Arbeitsver-
mittlungszentren (RAV). Ich musste direkt mit den Arbeitsämtern der Gemeinden zusam-
menarbeiten. Bis Ende Jahr wurde eine Auslastung von 19 Jahresplätzen erreicht. Eine
weitere Schwierigkeit war die Vorfinanzierung der Löhne, die damals den Teilnehmenden
ausbezahlt wurden. Mit Hilfe der Universitätsverwaltung, insbesondere durch den Einsatz
der Personalabteilung, konnte jedoch eine Lösung erarbeitet werden.
Im Jahr 1997 wurde das Gesuch mit 32 Jahresplätzen eingereicht. Innerhalb von kürzester
Zeit mussten damals neue Projektplätze akquiriert werden. Da das Programm schon zu
Beginn interkantonal arbeitete, wurden neue Projektplätze in den Kantonen Basel, Genf,
Waadt und Zürich geschaffen.
Anzahl Teilnehmende
1996 - 2005

700 7

600 6

500 5

400 4

Arbeitslosenquote in %
Anzahl Teilnehmende

300 3

200 2

100 1

0 0
1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005

Teilnehmende Total im Jahr


Stellenantritte im Jahr
Arbeitlosenquote in % im Jahr

Welche Erlebnisse haben Sie in den letzen zehn Jahren


besonders geprägt?
Die Vermittlung in den 1. Arbeitsmarkt macht immer wie-
der Freude. Vor allem wenn auch ältere Teilnehmende über
den Umweg durch unser Programm den Wiedereinstieg in
die Forschung bzw. in die Privatwirtschaft schaffen. Auch
Dankesbriefe von Teilnehmenden waren immer wieder ein
Antrieb für die Arbeit.

Wo sehen Sie BNF in Zukunft?


Wirtschaftlich gesehen wird voraussichtlich eine Sockel-
arbeitslosigkeit bestehen bleiben. Deshalb kann ich mir
gut vorstellen, dass in den nächsten 5 Jahren ein Bedarf
für das Programm gegeben ist. Wenn sich die Ausrichtung
des Programms nicht ändert, wird das Programm jedoch
kleiner werden. Damit die 120 Jahresplätze in Zukunft
ausgelastet werden können, ist eine Öffnung des Pro-
gramms für weitere akademische Fachrichtungen unab-
dingbar. Politisch kann sich auch vieles ändern. Die Ar-
beitslosenkasse ist stark verschuldet. Bis Ende 2007 wird
mit einem Defizit von 5 Milliarden Franken gerechnet. In
welcher Form die Sanierung durchgeführt wird, ist offen.
Das Programm sollte auf diese äusseren Faktoren weiter-
hin so flexibel reagieren wie bisher.

Dem Departement Klinische Forschung danken wir für die


ideelle und materielle Unterstützung in all den Jahren seit
Bestehen; der Universitätsverwaltung danken wir für ihr
Engagement.
Das BNF-Team

Dr. Barbara Huse Tanja Brülisauer Dr. Beat Wyler Dr. Jean-Louis Arni
Geschäftsleitung Geschäftsleitung Leiter Zweigstelle Bern Leiter Zweigstelle Zürich

Dr. Jürg Spring Dr Alexandre Noël Roland Rammelt Dr. Peter Finckh
Leiter Zweigstelle Basel Leiter Zweigstelle Lausanne Zweigstelle Bern Zweigstelle Zürich
Kamila Neupert Dr. Michael Altjohann Peter Diserens Andreas Wittwer
Zweigstelle Zürich Zweigstelle Basel Zweigstelle Lausanne Finanzen

Cornelia Keel Odette Litopoulos Luana Greco Barbara Gafner


Administration Administration Kurswesen Kurswesen

Sabina Hilty Jean-Claude Summermatter Karen Almeida Yvonne Choquard


Personalwesen Informatik Informatik Visuelle Kommunikation
Statistiken 2005

Anzahl Teilnehmende und Jahresplätze (ALV) nach Kantonen


1 Jahresplatz = fiktive Belegung eines Einsatzplatzes zu 100 % während eines Jahres
Anzahl Teilnehmende Total: 437
Anzahl Jahresplätze Total: 126.6

0.4 / 1 : Thurgau

Basel-Stadt : 11 / 3.6 27.9 / 89 : Zürich

Basel-Land : 4 / 0.7 6.2 / 19 : Aargau

Solothurn : 3 / 1 1.5 / 5 : St-Gallen

Luzern : 5 / 1.4 1.6 / 7 : Zug

Neuchâtel : 8 / 2.3 0.9 / 3 : Schwyz

Bern : 159 / 40.9 0.4 / 1 : Uri

Fribourg : 29 / 8.0

Waadt : 82 / 26.2

Genf : 8 / 2.5 0.7 / 2 : Tessin

Wallis : 1 / 0.4

BNF-Hauptsitz und Zweigstelle Bern


BNF-Zweigstellen Zürich, Basel, Lausanne Kantone mit BNF-Teilnehmenden

Anzahl Teilnehmende nach Berufsgruppen


Gruppen 1 bis 4: Abschluss UNI / ETH / FH. 8 der 445 Teilnehmende ausschliesslich über
Sozialämter oder kantonale Anschlussprogramme finanziert.

Situation bei Programmaustritt 1. Biowissenschaften & Medizin

2. Übrige Naturwissenschaften

3. Technische Wissenschaften

4. Andere Akademiker

5. Laboranten
46 % 54 %
6. Andere Nichtakademiker
arbeitslos Stellenantritt /
und beim RAV andere Lösung Anzahl Teilnehmende 0 20 40 60 80 100
gemeldet
= Kerngruppe
Anteile
Frauen, Schweizer, Hochschulabsolventen

100 %

75 %

50 %

Kennzahlen 25 %
* Finanzierung ausschliesslich durch Sozialämter oder
kantonale Anschlussprogramme 0%
2000 2001 2002 2003 2004 2005
* * Berechnungsbasis: Massnahmentage der ausgetretenen
Personen dividiert durch 21.7
Schweizer Hochschulabschluss Frauen
* * * Teilzeit als Teilzeit verbucht, aber zusätzlich
anrechenbare Massnahmentage berücksichtigt

2004 2005 Bewertung der Kurse


Teilnehmerbefragung bei Kursende
Anzahl Teilnehmende Total wurden 109 Kurse zu 22 Kursthemen durchgeführt
ALV Arbeitslosenversicherung 617 437
25
* Anzahl Teilnehmende
Sozialämter & Kantone 10 8 20
Anzahl der Kursthemen

* * Aufenthaltsdauer (in Monaten) 15


der Teilnehmenden im Durchschnitt 5.0 5.1
10
Stellenantritt während des Pro-
gramms oder im Anschluss daran 57 % 44 % 5

* * * Kosten (in Fr.) pro Tag und Teil- 0


nehmendem für den Programmteil 47.70 61.80 sehr gut gut ungenügend
Anteil Kurse: Anteil Programmzeit Kompetenz der Kursleitung
in der integrierten Weiterbildung 6.3 % 6.6 %
Inhalt des Kurses

Schätzen Sie den BNF -Einsatz als qualitativ hochstehend Ist Ihr BNF-Einsatz bei der Stellensuche besonders
ein? Teilnehmerbefragung vom 2. Halbjahr 2005 nützlich? Teilnehmerbefragung vom 2. Halbjahr 2005

70 70

60 60

50 50

40 40

30 30
Anzahl Antworten

Anzahl Antworten

20 20

10 10

0 0
ja ziemlich teilweise eher nein nein ja ziemlich teilweise eher nein nein

Befragung Deutsch Befragung Deutsch


Befragung Französisch Befragung Französisch
Organigramm
Supportprozesse

Geschäftsleitung BNF
Dr. Barbara Huse Qualitätsmanagement
Tanja Brülisauer

Sekretariat
Kurskoordination Dienste Personalwesen
Finanzen
IT

Coaching

Kurse

Zweigstelle Bern Zweigstelle Zürich Zweigstelle Basel Zweigstelle Lausanne


Dr. Beat Wyler PD Dr. Jean-Louis Arni PD Dr. Jürg Spring Dr Alexandre Noël
Kernprozesse

(Leitung & Beratung) (Leitung & Beratung) (Leitung & Beratung) (Leitung & Beratung)
Roland Rammelt Dr. Peter Finckh Dr. Michael Altjohann Peter Diserens
(Beratung) (Beratung) (Beratung) (Beratung)
Hier finden Sie uns Zweigstellen

Geschäftsleitung Bern
Dr. Barbara Huse & Tanja Brülisauer Zweigstellenleitung: Dr. Beat Wyler
[email protected]
BNF, Universität Bern
BNF, Zweigstelle Bern
Tiefenaustrasse 126
Universität Bern
Tiefenaustrasse 126
CH-3004 Bern
CH-3004 Bern
Tel. 031 308 80 31
Tel. 031 308 80 35
Fax. 031 308 80 90
Fax 031 308 80 90
[email protected]
[email protected]
www.bnf.unibe.ch
Zürich
Zweigstellenleitung: PD Dr. Jean-Louis Arni
[email protected]

BNF, Zweigstelle Zürich


ETH Zentrum, HG D 60.2
CH- 8092 Zürich
Tel. 044 632 61 43
Fax 044 632 13 98
[email protected]

Basel
Zweigstellenleitung: PD Dr. Jürg Spring
[email protected]

BNF, Zweigstelle Basel


Biozentrum Raum 679
Klingelbergstrasse 50/ 70
CH- 4056 Basel
Tel. 061 267 09 27
Fax 061 267 16 27
[email protected]

Lausanne
Zweigstellenleitung: Dr Alexandre Noël
[email protected]
Impressum
Herausgeber: BNF, Universität Bern BNF, Succursale de Lausanne
Projektleitung: Barbara Huse, Roland Rammelt Rue Centrale 15
Redaktion: Michael Altjohann, Tanja Brülisauer, CH-1003 Lausanne
Barbara Huse, Roland Rammelt, Josef Reinhardt Tel. 021 351 37 25
Gestaltung: Yvonne Choquard Fax 021 351 37 27
Auflage: 2000 Deutsch, 1000 Französisch [email protected]
Erscheinungsdatum: August 2006

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