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TBR Recht Lernzettel

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Grundzüge der Rechtswissenschaft

1. Grundbegriffe des Rechts

Privatrecht
-Regelung der Beziehungen der Bürger untereinander
→ Beispiele: Bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht

Öffentliches Recht/Strafrecht
-Regelung der Beziehungen innerhalb Staates + des Staates zum Bürger
→ Beispiele: Staatsorganisationsrecht und Grundrechte, Verwaltungsrecht, Strafrecht, Prozessrecht

Materielles Recht
-alle Normen, die bestimmen, ob und wie eine Rechtsposition besteht
→ Beispiel: BGB regelt wann Eigentum, Anspruch besteht

Formelles Recht
-alle Normen, die festlegen, auf welchem Weg das (materielle) Recht festgestellt und gegebenenfalls
durchgesetzt wird

Aufgaben und Funktionen des Privatrechts


-Festlegung von rechtlichen Positionen der Menschen, die innerhalb der Gesellschaft zusammenleben.
-Verfahren zur friedlichen Austragung von Interessenkonflikten
-Schutzfunktionen des Privatrechts: Bestandsschutz, Erwerbsschutz

Rechtssubjekt
-Rechtssubjekte sind die Träger von Rechten: Alle Menschen, Juristische Personen
(von der Rechtsordnung als rechtsfähig anerkannte Personenvereinigungen oder Vermögensmassen)

Rechtsobjekt
-Rechtsobjekte sind Bezugspunkte von Rechten: Alle Gegenstände, also Sachen und Rechte

Objektives Recht
-Gesamtheit der Rechtsordnung, insbesondere: Verfassungsrecht und Europäisches Unionsrecht, Völkerrecht
Einfaches nationales Recht (formelle und materielle Gesetze), Richterliche Rechtsfortbildung, Gewohnheitsrecht

Subjektives Recht
-dem Einzelnen von Rechtsordnung verliehene Rechtspositionen, wie z.B. Persönlichkeitsrechte, Eigentum,
Ansprüche, Gestaltungsrechte

Absolute und relative Rechte


→ subjektive Rechte lassen sich weiter unterteilen in:
-Absolute Rechte: bestehen gegenüber jedermann (z.B. Eigentum, Persönlichkeitsrechte)
-Relative Rechte: bestehen nur im Verhältnis zu einem Vertragspartner (z.B. vertragliche Ansprüche)

2. Das Deutsche Privatrecht

Entstehungsgeschichte BGB
1874: Einberufung der ersten Kommission
1888: Vorlage des ersten Entwurfs des BGB
1890: Einberufung der zweiten Kommission
1895: Vorlage des zweiten Entwurfs des BGB
1896: Reichstag beschließt über leicht modifizierten dritten Entwurf
1900: Inkrafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuches
→ BGB diente später unter anderem als Vorbild für die Rechtsordnungen von Griechenland und Japan
Systematik des BGB
Aufteilung in fünf Bücher:
-Allgemeiner Teil (Normen über Personen, Sachen, Rechtsgeschäfte)
-Schuldrecht (Sonderverbindungen zwischen einzelnen Personen)
-Sachenrecht (Beziehung Person-Sache)
-Familienrecht (Ehe, Verwandtschaft, Vormundschaft, Betreuung, Pflegschaft)
-Erbrecht (Vermögensrechtliche Folgen des Todes eines Menschen)
→ Abstraktion (Ausklammerung) und Verweisung als grundlegende Gesetzestechnik
-Gemeinsame Regeln, die für das gesamte BGB Geltung haben, sind im „Allgemeinen Teil“ (1. Buch des BGB)
zusammengefasst

Vorrang der spezielleren Norm


-allgemeine Regelungen werden der Materie der einzelnen Schuldverhältnisse nicht immer völlig gerecht
→deswegen in „Besonderen Teilen“ Spezialnormen, durch die die allgemeinen Regelungen für den Einzelfall
modifiziert werden → allgemeinen Regeln müssen dahinter zurückstehen
⇒ Daraus ergibt sich der wichtige Grundsatz ,,Die speziellere Norm verdrängt die allgemeinere!’’

3. Das Rechtsgeschäft

Rechtsfähigkeit
-Fähigkeit einer Person, Träger von Rechten und Pflichten zu sein
Unbeschränkt rechtsfähig sind:
-Natürliche Personen
-juristische Personen z.B. Aktiengesellschaft, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Stiftung

Geschäftsfähigkeit
-Fähigkeit, selbstständig im Rechtsverkehr aufzutreten und wirksam rechtsgeschäftliche Handlungen vornehmen
zu können
→ unterscheiden zwischen Geschäftsunfähigen und beschränkt Geschäftsfähigen:
1.Geschäftsunfähige: Ihre Willenserklärungen sind nichtig (§105) = Kinder unter 7, dauerhaft Geisteskranke
2.Beschränkt Geschäftsfähige: Minderjährige zwischen 7-18 → Wirksamkeit ihrer Willenserklärungen von
Einwilligung eines gesetzlichen Vertreters abhängig
3.Unbeschränkte Geschäftsfähige: alle anderen Personen

Bedeutung des Rechtsgeschäfts


-Tatbestand, der aus mindestens einer Willenserklärung und teilweise weiteren Elementen besteht und an den
Rechtsordnung eine Rechtsfolge knüpft
-Ziel des Rechtsgeschäfts ist Herbeiführung eines rechtlichen Erfolgs → rechtliche Situation soll also regelmäßig
verändert werden
→ Beispiele: Abschluss/Aufhebung eines Vertrag, Übertragung von Eigentum

Einseitige Rechtsgeschäfte
-bedürfen nur der rechtsgeschäftlichen Handlung einer Person, Mitwirkung eines anderen ist entbehrlich
→ Beispiele: Errichtung Testaments, Aneignung herrenloser Sachen

Zweiseitige Rechtsgeschäfte
-zwei Parteien nötig, um rechtlichen Erfolg herbeizuführen = Verträge
- Unterschied zwischen: einseitig verpflichtenden Verträgen (z.B.Schenkung), zweiseitig verpflichtenden
Verträgen, gegenseitigen Verträgen (z.B. Kaufvertrag)

Verpflichtungsgeschäfte
-Rechtsgeschäfte, durch die eine Verpflichtung zu einer Leistung begründet wird
→ Beispiel: Abschluss eines Kaufvertrages
Verfügungsgeschäfte
-Wirken auf bestehende Rechte ein, indem diese aufgehoben, übertragen, belastet oder inhaltlich verändert
werden
→ Beispiele: Übertragung des Eigentums, Belastung eines Grundstücks mit einer Hypothek, Aufgabe des
Eigentums
-Verpflichtung bildet regelmäßig die Grundlage einer Verfügung, meist wird also verfügt, weil man sich dazu
vorher verpflichtet hat

Trennungsprinzip
-Verpflichtungsgeschäft und Verfügungsgeschäft in ihrer rechtlichen Behandlung streng voneinander zu
unterscheiden

Abstraktionsprinzip
-Unwirksamkeit eines Geschäfts berührt die Wirksamkeit des anderen Geschäfts NICHT.

4. Willenserklärung

Definition
-private Willensäußerung, die auf Herbeiführung einer Rechtsfolge gerichtet ist
→ Willenserklärungen sind daher nicht:
-öffentlich- rechtliche Erklärungen von Behörden
-auf Herbeiführung eines tatsächlichen Erfolgs gerichtete Erklärungen

Abgrenzung
-Realakte sind Handlungen, an die die Rechtsordnung unabhängig vom entsprechenden Willen des Handelnden
Rechtsfolgen knüpft
-Geschäftsähnliche Handlungen sind Willensäußerungen, an die das Gesetz Rechtsfolgen anknüpft, auch ohne
dass diese vom Äußernden gewollt sind

Bestandteile einer Willenserklärung


a) Objektiver (äußerer) Tatbestand
-Verhalten des Erklärenden, das ein Beobachter als Äußerung des Willens auffasst, dass der Erklärende eine
bestimmte Rechtsfolge herbeiführen will
-kann ausdrücklich (durch Wort oder Schrift) + schlüssiges Verhalten (z.B. durch Kopfnicken) abgegeben werden
→ Schweigen keine Willenserklärung
b) Subjektiver (innerer) Tatbestand
-inneres Element (der Wille) muss vorliegen für Wirksamkeit
-In 3 Teilelemente aufgeteilt: (Fehlen einzelne der drei Teile, sind die Rechtsfolgen jedoch unterschiedlich)
1. Handlungswille → Handelnder muss Tat bewusst sein
→ Rechtsfolge bei Fehlen = keine wirksame W.e.
2. Erklärungsbewusstsein →H. muss bewusst sein, durch Handlung rechtlich Relevantes zu erklären
→ Rechtsfolge bei Fehlen = W.e. wirksam, aber anfechtbar (gibt Ausnahmen)
3. Geschäftswille → bezieht sich auf bestimmten rechtlichen Erfolg
→ Rechtsfolge bei Fehlen = W.e. wirksam, aber anfechtbar

Abgabe und Zugang von Willenserklärungen


a) Abgabe
-willentliche Entäußerung einer Erklärung in Rechtsverkehr
→ W.e. abgegeben, wenn sie formuliert ist, mündlich oder schriftlich
b) Zugang
- liegt schriftlichen W.e. vor, wenn sie in Machtbereich des Empfängers gelangt oder Empfänger unter normalen
Umständen Kenntnis erlangen konnte
-bei mündlicher W.e. zusätzlich nötig, dass Empfänger Erklärung versteht

Widerruf einer Willenserklärung


-Eine unter Abwesenden abgegebene W.e. wird nicht wirksam, wenn vor Zugang oder gleichzeitig mit dem
Zugang auch ein Widerruf des Erklärenden beim Empfänger zugeht
Schweigen als Willenserklärung
-keine rechtliche Wirkung → streng zu unterscheiden ist Schweigen jedoch von schlüssigem Handeln (z.B. dem
wortlosen Betreten eines Busses)

Auslegung einer Willenserklärung


Auslegung einer Willenserklärung § 133
-Bei Auslegung einer W.e. ist wirklicher Wille zu erforschen und nicht an dem buchstäblichen Sinne des
Ausdrucks zu haften
Auslegung von Verträgen § 157
-Verträge sind so auszulegen, wie Treu und Glauben mit Rücksicht auf die Verkehrssitte es erfordern

Hauptanwendungsfall der Willenserklärung


Der Vertragsschluss
Bindung an den Antrag § 145
-Wer einem anderen die Schließung eines Vertrags anträgt, ist an den Antrag gebunden, es sei denn, dass er die
Gebundenheit ausgeschlossen hat
Erlöschen des Antrags § 146
-Antrag erlischt, wenn er dem Antragenden gegenüber abgelehnt oder wenn er nicht diesem gegenüber nach
den §§ 147 bis 149 rechtzeitig angenommen wird

Vertrag
-zweiseitiges Rechtsgeschäft, das aus inhaltlich übereinstimmenden, mit Bezug aufeinander abgegebenen
Willenserklärungen mindestens zweier Personen besteht → a)Angebot (Antrag) + b)Annahme
-Vertrag kommt nur zustande, wenn zwischen den Vertragsparteien eine Einigung (Konsens) über die
wesentlichen Punkte des Vertrages erzielt wird

a) Angebot
-ist die Erklärung, einen Vertrag bestimmten Inhalts mit dem Empfänger schließen zu wollen
→ Mit Zugang des Angebots (einer Willenserklärung!) wird dieses zunächst für den Anbietenden bindend (§ 145)

b) Annahme
-kann nur erfolgen, solange das Angebot noch wirksam ist
-nicht mehr möglich, wenn das Angebot bereits abgelehnt wurde oder wenn die Annahme nicht rechtzeitig erfolgt
(§ 146)

c) Bedingung und Befristung


-bei Bedingung wird eine Rechtsfolge von einem ungewissen Ereignis abhängig gemacht
→ (Beispiel: Bedingung der vollständigen Kaufpreiszahlung)
-Befristung = Bestimmung, durch die eine Rechtsfolge von einem sicheren, Zukünftigen Ereignis abhängig
gemacht wird
→ (Beispiel: Vereinbarungen auf den Tod sind immer befristet, da der Tod eines Menschen sicher ist)

d) Allgemeine Geschäftsbedingungen
-AGB = Vertragsbedingungen, die für Vielzahl von Fällen vorformuliert wurde und die eine Vertragspartei der
anderen bei Vertragsabschluss stellt (§ 305 )
-Um zu verhindern, dass Verwender der AGB Rechte des Vertragspartners zu sehr einschränkt, sieht das BGB
verschiedene Schutzmechanismen vor:
-Nichteinbeziehung überraschender Klauseln
-Inhaltskontrolle
Handeln Dritter
Botenschaft
-Boten übermitteln fremde W.e. und haben keine eigenen Entscheidungsspielraum
Stellvertretung
-Stellvertreter geben eigene W.e. ab
-wenn Voraussetzung der Stellvertretung erfüllt ist, kann Vertreter mit eigener W.e. Vertretenen verpflichten
-Stellvertreter kann jeder mind. beschränkt Geschäftsfähige sein
-für Wirksamkeit der Stellvertretung 4 Voraussetzungen:
1.keine Höchstpersönlichkeit
2.Abgabe einer eigenen Willenserklärung, nicht nur W.e. des Vertretenen
3.Offenkundigkeit: Vertreter macht deutlich, nicht für sich, sondern für Dritten zu handeln
4.Vertretungsmacht: Vertreter kann für Vertretenen rechtlich bindende W.e. nur abgeben, wenn ihm
Vertretungsmacht eingeräumt wurde → durch Rechtsgeschäft (Vollmacht) oder Gesetz

Mängel von WIllenserklärungen


I.Nichtigkeit
-(nichtige W.e.) und Vernichtbarkeit (vernichtbare W.e.)
II.Nichtigkeitsgründe
-Scheingeschäft §117, Gesetzliches Verbot §134, Sittenwidrigkeit §138, Formfrage
III.Vernichtbarkeit durch Anfechtung
IV.Verbraucherschutz und Widerruf

Minderjährigenrecht
I.Schwebende Unwirksamkeit
-W.e. Minderjähriger bedürfen für Wirksamkeit Einwilligung des gesetz. Vertreters
II.Rechtlich lediglich vorteilhafte W.e.
-Wenn sie Rechtsstellung des Minderjährigen verbessert, ohne Zustimmung gesetzlicher Vertreter wirksam
III.Genehmigung durch gesetz.Vertreter
-Wirksamkeit von W.e.Minderjährigens hängt seiner Genehmigung ab
IV. Taschengeldparagraph
-Mittel die von g.Vertreter. Minderjährigen für freie Verfügung überlassen worden
→ verwendet Minderjähriger diese Mittel und schließt Vertrag ist dieser wirksam

Verjährung
-Ansprüche von einem anderen ein Tun oder Unterlassen zu verlangen, unterliegen der Verjährung (§ 194)
-Beruft sich Schuldner rechtmäßig auf Verjährung, kann er Erfüllung verweigern
-Grund für Verjährungsregelung ist Rechtssicherheit
-Mit zunehmendem zeitlichen Abstand erhöhen sich Schwierigkeiten, Sachverhalt zu rekonstruieren und zu
beweisen
→ Parteien sollen dadurch angehalten werden, innerhalb angemessener Fristen ihre Rechte geltend zu machen
-Verjährungsfristen: regelmäßige Verjährungsfrist 3 Jahre (§195), Dreißigjährige Verjährungsfrist (§197)
-Fristberechnung: §186ff. enthält allg. Regeln zur Berechnung von Fristen
-Rechtsfolge: BGB gestaltet Verjährung als Einrede, muss vom Gunstenwirkenden geltend gemacht werden

5. Vertragliche Schuldverhältnisse/Vertragstypen

Schuldrecht (§2)
-zwischen zwei oder mehreren Personen bestehende rechtliche Sonderbeziehungen
-Schuldverhältnisse wirken relativ, zwischen den beteiligten Parteien
-Keine absoluten Rechte, die gegenüber jedermann wirken (z. B. Eigentum)
-Schuldverhältnisse können entstehen aufgrund:
→privatautonomer Entscheidung der Parteien (vertragliche Schuldverhältnisse)
→vorvertraglicher Sonderbeziehungen (vorvertragliche Schuldverhältnisse)
→ gesetzliche Anordnung (gesetzliche Schuldverhältnisse).
Vertragliche Schuldverhältnisse

I. Primäransprüche
-Ansprüche einer Partei, die sich aus Vertrag ergeben z.B. Pflicht des Werkunternehmers, Werk herzustellen
-von Sekundäransprüchen zu unterscheiden → erst wenn in Schuldverhältnis Störung auftritt

1.Kaufvertrag
a) Ansprüche des Käufers
-Erfüllung der Hauptleistungspflicht: Übergabe und Übereignung der mangelfreien Kaufsache
-Erfüllung von Nebenpflichten: z.B. Aufklärungs- und Auskunftspflichten
-Erfüllung nicht-leistungsbezogener Nebenpflichten: Schutzpflichten
b) Ansprüche des Verkäufers
-Erfüllung der Hauptleistungspflicht: Zahlung des Kaufpreises
-Erfüllung von Nebenpflichten: z.B. Aufklärungs- und Auskunftspflichten

2.Fortfall der Primäransprüche


a) Erfüllung
-Idealfall wird Anspruch erfüllt
b) Aufrechnung
-Schuldner stehen vers.Erfüllungssurrogate (= Ersatz) zur Verfügung → wichtigstes Surrogate = Aufrechnung
→ dadurch kann Schuldner seine Verpflichtung unter Voraussetzungen zum Erlöschen bringen
c) Unmöglichkeit
Niemand kann zu unmöglichen Leistungen verpflichtet werden
d) Unmöglichkeit bei Stück- und Gattungsschulden
-Stückschuld wird eine konkrete Sache geschuldet z.B. ein ganz bestimmter, gebrauchter PKW
-Gattungsschuld wird nur der Gattung nach bestimmte Sache geschuldet z.B. ein Dutzend Flaschen Wein eines
bestimmten Jahrgangs
e) Erlassvertrag / Vertragsaufhebung

3.weitere Vertragstypen
a) Mietvertrag
b) Dienst-/Werkvertrag
c) Darlehensvertrag
d) Auftrag/Geschäftsbesorgungsvertrag

6. Sekundäransprüche, insbesondere Schadensersatz

II. Sekundäransprüche

1.Schadensersatz
-verletzt Schuldner eine Pflicht aus gegen ihn gerichteten Primäransprüchen des Gläubigers, so kann dies zur
Entstehung von Sekundäransprüchen des Gläubigers führen
→ Pflichtverletzungen
-Schuldner leistet überhaupt nicht
-Schuldner leistet verspätet
-Schuldner leistet schlecht
-Schuldner schädigt im Rahmen des Vertragsverhältnisses andere Rechtsgüter des Gläubigers
a)Unterteilung Schadensersatz
-Schadensersatz statt Leistung
-Schadensersatz neben der Leistung, trotz Erbringung der geschuldeten Leistung
b) Schadensersatz statt Leistung
-Fällige Leistungspflicht des Schuldners
-Schuldner erbringt Leistung gar nicht oder nicht wie geschuldet
-Fristsetzung und Ablauf der gesetzten Frist
c) Schadensersatz neben der Leistung
wegen Pflichtverletzung:
-kann verlangt werden, wenn andere Rechtsgüter des Gläubigers als die schuldvertragliche
Primärleistungspflicht verletzt werden, die Schwelle zur Unzumutbarkeit aber nicht erreicht ist
wegen Verzögerung der Leistung:
-kann verlangt werden, wenn sich Schuldner in Verzug befindet, der Gläubiger aber weiterhin ein Interesse an
der Leistung hat
d) Vertretenmüssen
-vertraglicher Schadensersatzanspruch kommt nur in Betracht, wenn Schuldner die Pflichtverletzung auch zu
vertreten hat
e) Schaden und Kausalität
-Schaden Unterschied zwischen „Soll-“ und „Istzustand“
-Pflichtverletzung muss kausal für Entstehung des Schadens gewesen sein, um eine solche Kausalität zu
bestimmen, bedient sich das Zivilrecht zweier Formeln:
-Äquivalenztheorie: jedes Ereignis kausal, das nicht hinweggedacht werden kann, ohne dass Erfolg in seiner
konkreten Gestalt entfiele
-Adäquanztheorie: Schädiger muss nicht für solche Ereignisse einstehen, die nach normalen Lebensanschauung
eines objektiven, informierten Dritten außerhalb Erfahrung und Erwartung liegen
f) Rechtsfolge
-Schadensrecht geht vom Grundsatz der Naturalrestitution aus→ Schädiger hat den Zustand herzustellen, der
ohne die Pflichtverletzung bestanden hätte

2.Rücktritt
Für Grundfall des Rücktritts, nämlich die Nicht- oder Schlechtleistung, hat Rücktritt Voraussetzungen
a)Voraussetzungen
-Bestehen eines wirksamen Schuldverhältnisses
-Pflichtverletzung in Form der Nicht- oder Schlechtleistung
-Fristsetzung und Ablauf der gesetzten Frist
b) Rechtsfolge
-wandelt das Schuldverhältnis in ein Rückgewährschuldverhältnis → Leistungspflichten erlöschen, sofern bereits
Leistungen erbracht worden, sind diese zurückzugewähren (wenn nicht möglich, Wert der Leistung ersetzen)

7. kaufrechtliche Mängelgewährleistung, Gesetzliche Schuldverhältnisse

Besonderheiten des kaufrechtlichen Mängelgewährleistungsrechts


-für einige besondere (vertragliche) Schuldverhältnisse vom Gesetz modifiziert
→ z.B. kaufrechtliche Mängelgewährleistungsrecht → zum Teil zusätzliche Sekundärrechte geschaffen, aber
auch Voraussetzungen der bekannten Sekundärrechte angepasst
a) Sachmangel
-liegt Sachmangel vor, ist Anwendungsbereich des Mängelgewährleistungsrecht eröffnet
b) Nacherfüllung
-Käufer hat nach §437 Recht, Nacherfüllung (Nachbesserung/Nachlieferung) zu verlangen → erst nach Scheitern
Schadensersatz möglich → Kosten müssen Verhältnismäßig sein
c) Schadensersatz, Rücktritt und Minderung
-nach Mangel und scheitern der Nacherfüllung kann Käufer → vom Kaufvertrag zurücktreten, Schadensersatz
verlangen oder Kaufpreis mindern

Gesetzliche Schuldverhältnisse

I. Bereicherungsrecht
-Vermögenszuwächse, die ohne rechtlichen Grund erfolgt sind, herausgegeben werden
wichtigster Herausgabeanspruch → Leistungskondiktion
-keine Sanktionsfunktion, nur rechtsgrundlos erlangte Vorteile abschöpfen
II. Deliktsrecht
-Schädigungen der Individualrechtsgüter ausgeglichen und gleichzeitig präventiv durch Haftungsdrohung
verhindert werden → 3 Grundtatbestände:
1.Rechtsgutverletzung: Geschädigte in Rechtsgütern oder Rechte verletzt z.B. Leben,Körper,Freiheit,Eigentum..
2.Verletzung eines Schutzgesetzes: Verletzt Schädiger schuldhaft ein Gesetz, das Schutzwirkung zugunsten des
Geschädigten entfaltet, so ist Schädiger zum Ersatz des entstehenden Schadens verpflichtet
(Schutzgesetze verletzt im Sinne von z.B. Mord und Totschlag, Diebstahl, Sachbeschädigung …)
3.Vorsätzliche Sittenwidrige Schädigung: setzt nicht voraus, dass bestimmtes Rechtsgut oder Recht verletzt wird
→ Schädigungshandlung muss vorsätzlich erfolgen und gegen guten Sitten verstoßen

8.Sachenrecht
-Regelung von dinglichen Rechten (z.B. Eigentum)
-Aufgaben: inhaltliche Bestimmung und Abgrenzung der Rechte
-Regelung der Entstehung, Übertragung, Änderung, Belastung, Erlöschen der Rechte
-Schutz der Rechte

A.Grundprinzipien des Sachenrechts


I.Abstraktions- und Trennungsprinzip
-nach Trennungsprinzip sind in schuldrechtliche Verpflichtungsgeschäft und sachenrechtliche
Verfügungsgeschäft streng zu trennen
-nach Abstraktionsprinzip sind Verpflichtungs- und Verfügungsgeschäft streng getrennt voneinander zu
beurteilen, Mängel und Fehler in einem Geschäft hat keinen unmittelbaren Einfluss auf andere Geschäft

II.Absolutheitsgrundsatz
-dingliche Rechte entfalten Wirkung gegenüber jedem, mit absoluter Wirkung einhergehende Herrschaftsmacht
erfährt zum Schutz Dritter und Interesse des Rechtsverkehrs verschiedene Durchbrechungen

III.Bestimmtheitsgrundsatz
-​​dingliche Rechte und Verfügungen müssen sich auf konkrete Gegenstände beziehen, absolute Wirkung der
dinglichen Rechte erfordert, dass Rechtsverhältnisse in Bezug auf einen Gegenstand klar erkennbar sind

IV.Publizitätsprinzip
-Zweck, Klarheit über Rechtslage zu schaffen
-Verfügungen erfordern über dingliche Rechte nach außen erkennbaren Publizitätsakt, um Rechtsänderung
herbeizuführen

V.Numerus Clausus des Sachenrechts


-zur Verfügung stehenden dinglichen Berechtigungen sind nach Art (Typenzwang) und nach Inhalt
(Typenfixierung) durch Gesetz und Gewohnheitsrecht geregelt

B.Besitz
-tatsächliche Sachherrschaft über eine Sache, die von natürlichen Besitzwillen getragen wird-

I.Relevante Funktionen des Besitzes


-Schutzfunktion
-Übertragungswirkung
-Vermutungswirkung
-Gutglaubenswirkung

II.Mittelbarer Besitz
-Figur des mittelbaren Besitzes soll die oben beschriebenen Funktionen des unmittelbaren Besitzes auch einem
Dritten zugute kommen lassen → für Erwerb von Rechten relevant

III.Besitzdienerschaft
-unmittelbare Sachherrschaft hat der Besitzdiener (z.B. Arbeiter bzgl. der Maschinen, Chauffeur bzgl. eines
Fahrzeugs) keinen Besitz → Besitzer bleibt der Besitzherr
C.Eigentum

I.Grundlagen
-Recht zur umfassenden Sachherrschaft → Recht nicht uneingeschränkt gewährleistet
-Eigentum an Sachen kann von mehreren Personen gleichzeitig gehalten werden

II.Ansprüche aus dem Eigentum


1.Herausgabeanspruch = gibt Eigentümer einer Sache Herausgabeanspruch gegen Besitzer dieser Sache
2.Beseitigungs-/Unterlassungsanspruch = Soll Eigentümer ermöglichen Eigentümerrechte zu verteidigen

III.Übertragung des Eigentums


-allg.Voraussetzungen: Einigung, Publizitätsakt, Berechtigung
-Besonderheit bei beweglichen Sachen: Bei Übertragung dieser Sache muss Erwerber auf Veranlassung des
Veräußerers Besitz an Sache erlangen und Veräußerer Besitz verlieren
-Besonderheit bei unbeweglichen Sachen: Einigung muss in Anwesenheit von Erwerber und Veräußerer
geschehen → Grundstück bei Notar

IV.Gutgläubiger Erwerb
1. Allgemein
-nur Berechtigte über das Eigentum verfügen
- auch Nichtberechtigte Erwerbende schutzbedürftig sein, wenn davon ausgeht, mit Berechtigten zu tun zu haben
→ für gutgläubigen Erwerb 2 Voraussetzungen → Gutglaubensträger + Gutgläubigkeit des Erwerbers
2. bei beweglichen Sachen
-Gutglaubensträger ist danach der Besitz einer Sache
-Gutgläubigkeit des Erwerbers nicht gültig wenn ihm bekannt war, dass Veräußerer zur Eigentumsübertragung
nicht berechtigt war
3. bei unbeweglichen Sachen
-Gutglaubensträger ist hier staatlich geführtes Grundbuch
-Gutgläubigkeit des Erwerbers nicht gültig wenn ihm bekannt war, dass Unrichtigkeiten im Grundbuch waren

9. Kapitel: Kreditsicherungsrechte

I.Grundbegriffe
Kreditsicherungsrechte
-zeitweise Überlassung von Kaufkraft z.B. Gelddarlehen → wichtig für Wirtschaft
Personalsicherheiten
-Haftung der Sicherungsgeber, hängt von Bonität des Gebers ab
Realsicherheiten
-Sicherungsgeber stellt Vermögensgegenstand als Sicherungsmittel
Akzessorietät / Akzessorische Sicherungsmittel
-Bestand und Durchsetzbarkeit vom Bestand und Durchsetzbarkeit der gesicherten Forderung abhängig

II.Übersicht

Personalsicherheiten Realsicherheiten

An beweglichen An Grundstücken An Rechten


Sachen

Akzessorisch Bürgschaft Pfandrecht Hypothek Pfandrecht an


(§§765 ff BGB) (§§1204 ff BGB) (§§1113ff BGB) Rechten
(§§1273ff BGB)

Nicht-akzessorisch Abstraktes Schuldversprechen Sicherungsübereignung Grundschuld Sicherungszession


(§780 BGB) (§§929, 930 BGB) (§§1191 ff BGB) (§398 BGB)
III.Akzessorische Sicherungsmittel
1.Bürgschaft
-Bürge stellt sich bereit, für Verbindlichkeiten eines Dritten mit seinem Vermögen einzustehen
-Voraussetzung: Bestehen von sichernden Hauptforderung + Bürgschaftsvertrag zwischen Gläubiger und Bürge
-Schicksal der Bürgschaft an Hauptforderung gekoppelt (Akzessorietät)
2.Hypothek
-gibt Gläubiger Recht, Duldung der Zwangsvollstreckung in ein Grundstück des Sicherungsgebers/Schuldners zu
verlangen, wenn Hauptforderung fällig ist
3.Pfandrecht
-kann Gegenständen des Schuldners bestellt werden, Verpfändbar bewegliche Sachen und Rechte , verpfändete
Sache wird dinglich belastet

IV.Nicht-Akzessorische Sicherungsmittel
1.Grundschuld
-Grundpfandrecht, Gläubiger kann Zwangsvollstreckung in Grundstück des Eigentümers verlangen
-Bestand der Sicherheit vom Bestand der gesicherten Forderung unabhängig
2.Sicherungsübereinstimmung
-Sicherungsnehmer wird Volleigentümer des Sicherungsgegenstandes, nach Tilgung zurück übertragen

V.Eigentumsvorbehalt
-Gläubiger behält sein Eigentum an gelieferten Sache zurück, bis Kaufpreis vollständig gezahlt wurde

10. Handelsrecht

A.Bedeutung des Handelsrechts


Sonderprivatrecht der Kaufleute
-Modifizierung des Handelsrechts für allg.Normen für Handelsverkehr → stärkeres Gewicht auf Privatautonomie

B.Kaufmannseigenschaft
-beide oder eine Partei muss Kaufmann sein
-Istkaufmann: Handelsgewerbetreibender
-Kannkaufmann: Gewerbetreibender (nicht Handelsgewerbe), der sich selber in Handelsregister einträgt
-Formkaufmann: juristische Personen, z.B. AG, GmbH
-Scheinkaufmann: nach außen gerichtetes Verhalten das Anschein erweckt, er betreibe ein kaufmännisches
Unternehmen

C.Firmenrecht
-Firma = Handelsname, unter dem Kaufmann auftritt
1.Grundsätze des Firmenrechts
-Firmenwahrheit
-Firmenbeständigkeit
-Firmenunterscheidbarkeit
-Firmeneinheit
-Firmenöffentlichkeit
2.Firmenfortführung
-Erwerber eines Handelsgeschäfts erlaubt Firma fortzuführen, mit Zustimmung alter Geschäftsinhaber

D.Handelsregister
-für Vertrauen im Handelsverkehr, zu Informieren
-Wirkung der Eintragung: rechtsgebundene Wirkung
-Publizitätswirkung: wenn Rechtslage nicht mehr passt, so kann man in Grenzen trotzdem darauf vertrauen
→ neg./pos.Publizität

E.Prokura
-bei Zunahme des Handelsgeschäfts wichtig, dass Mitarbeiter Inhaber rechtsgeschäftlich vertreten können
→ Vertretung durch Stellvertretungsregeln (werden oft verändert) → Prokura = rechtsgeschäftliche
Vertretungsmacht mit gesetzlich umschriebenen Umfang
F. Einzelne Handelsrechtsinstitute
-Gutglaubenserwerb: nur guter Glaube bei Eigentum des Veräußernden geschützt, Verfügungsmacht nicht
-Annahmeverzug beim Handelskauf: Handelskauf = Handelsgeschäft, was Kaufvertrag zum Gegenstand hat
Voraussetzungen → mind. einseitiges Handelsgeschäft + Annahmeverzug des Käufers
-Rügeobliegenheit beim Handelskauf: Käufer muss Ware sofort auf Mängel untersuchen und Verkäufer melden

11. Recht der Personengesellschaften


Allg.: -enge Zusammenarbeit der Gesellschaft, große Flexibilität in Gestaltung des Gesellschaftsverhältnisses
-unbeschränkte persönliche Haftung der Gesellschafter

I.GbR
-kann als reine Innengesellschaft und Außengesellschaft im Rechtsverkehr tätig sein
→Außengesellschaften kommt Teilrechtsfähigkeit zu
-Voraussetzungen: mehrere Personen, Gesellschaftsvertrag, gemeinsamer Zweck
-fehlerhafte Gesellschaft: bei fehlerhaften Willenserklärungen
-Geschäftsführungsbefugnis: für Gesellschaft zu handeln → Geschäftsführung übertragbar
-Vertretung: handelnde Person braucht Vertretungsmacht
-Haftung der Gesellschafter: Gesellschafter haften primär und Gesellschaftsvermögen
-Eintritt neuer Gesellschafter durch Aufnahmevertrag der bisherigen
-Gesellschafter kann jederzeit kündigen, nicht zu Unzeiten
-Ausschluss durch wichtigen Grund z.B. Pflichtverletzung
-Auflösung der Gesellschaft durch z.B. Kündigung, Zweckerreichung, Insolvenz

II.oHG (offene Handelsgesellschaft)


-Modifikation der GbR
-gleiche Voraussetzungen für Gründung
-Einzelgeschäftsführung jedes Gesellschafters
-nach außen unbeschränkte Vertretungsmacht jedes Gesellschafters
-Haftung und Eintritt wie bei GbR
-Fristgerechte Kündigung von 6 Monaten
-Ausschluss nur unter weitergehenden Voraussetzungen als bei GbR

III.KG (Kommanditgesellschaft)
-zwei Gesellschaftertypen → Komplementäre (persönlich haftende) und Kommanditisten (beschränkt haftend)
-Geschäftsführung durch Komplementäre

IV.Sonderform: GmbH & Co. KG


-keine eigenständige Rechtsform
-steuerliche Vorteile
-Recht der KG anwendbar, Geschäftsführung und Vertretung durch Komplementär

12. Recht der Körperschaften

I.GmbH
1.Grundlagen
-Gläubigerschutz durch Stammkapital → GmbH = Kapitalgesellschaft
-GmbH ist Formkaufmann + juristisch Person mit eigener Rechtspersönlichkeit
-mehr zwingende Regelungen als Personengesellschaften, jedoch flexibler als Recht der AG

2.Gründung
-notarieller Gesellschaftsvertrag
-Eintragung in Handelsregister
-Gründungsvorgang hat 3 Stadien → Vorgründungsgesellschaft (vor n.Gesellschaftsvertrag), Vor-GmbH
(nach n.Gesellschaftsvertrag), GmbH (nach Eintragung)
3.Kapitalaufbringung
-mind. 25.000€
-Einlagefähig jeder Vermögensgegenstand, keine Dienstleistungen

4.Kapitalerhaltung
-für Verhinderung, dass Stammkapital später an Gesellschafter geht, gibt es umfangreiches Kapitalschutzsystem
-schützt Gläubiger vor unerlaubten Rückzahlungen an Gesellschafter

5.Organisationsverfassung
-Führung nicht zwingend Gesellschafter, sondern berufene Geschäftsführer
-Oberstes Organ ist Gesellschafterversammlung

6.Mitgliedschaftsrechte
-Vermögensrechte → Anspruch auf Bilanzgewinn
-Mitverwaltungsrechte → Stimmrecht bei Gesellschafterversammlung
-Kontrollrechte → Einssichtsrechte
-Anfechtungsrechte → um gegen fehlerhafte Beschlüsse vorzugehen

7.Übertragung der Mitgliedschaft


-Anteile übertragbar, Beachtung des Abstraktions-/Trennungsprinzips

8.Auflösung
-Gründe: Zeitablauf, Auflösungsbeschluss der Gesellschafter, Auflösungsurteil, Insolvenz, Vermögenslosigkeit

9.Unternehmergesellschaft
-UG = Unterform der GmbH

II. AG
1.Grundlagen
-nach Leitbild des Gesetzes AG für Großunternehmen
-möglicher Zugang der AG zum organisierten Kapitalmarkt

2.Gründung
-drei Stadien wie bei GmbH
-Satzungsstrenge → Vorschriften der AG nur abweichbar, wenn Gesetz zulässt

3.Aufteilung Grundkapital in Aktien


-mind. 50.000€ Kapital in Aktien
-zwei Formen → Inhaber-/Namensaktie oder Stück-/Nennbetragsaktie

4.Vorstand
-Leitorgan ist Vorstand, anderen Organen in AG nicht gebunden
-Vorstandsmitglieder durch Aufsichtsrat bestellt, max alle 5 Jahre
-Vorstand haftet bei Pflichtverletzungen

5.Aufsichtsrat
-Aufgabe ist Bestellung und Überwachung des Vorstands
-Mitglieder durch Hauptversammlung gewählt
-bei Rechtsstreitigkeiten zwischen Vorstand und Gesellschaft wird Gesellschaft durch Aufsichtsrat vertreten

6.Hauptversammlung
-Zentralorgan, einberufen durch Vorstand
-von Entscheidung über Geschäftsführung ausgeschlossen
-Aufgaben: Wahl Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat + Entscheidung über Verwendung von Bilanzgewinn +
Entlastung Vorstand und Aufsichtsrat + Entscheidung von Satzungsänderungen

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