Deutschland ist eine repräsentative Demokratie.
Das bedeutet, dass politische
Entscheidungen nicht direkt vom Volk, sondern von gewählten Vertretern getroffen
werden. Wahlen für den Bundestag finden zum Beispiel alle vier Jahre statt, aber
wie funktionieren sie genau?
Grundsätzlich gilt bei allen Wahlen in Deutschland, dass sie allgemein,
unmittelbar, frei, gleich und geheim sind. So steht es im Grundgesetz. Das
bedeutet, dass alle Wahlberechtigten in Deutschland zur Wahl gehen dürfen –
unabhängig von Geschlecht, Einkommen, Religion, Beruf und politischer Überzeugung.
Die Wählerinnen und Wähler wählen die Abgeordneten direkt – unmittelbar – und
dürfen frei entscheiden, wen sie wählen wollen. Bei der Wahl werden alle Stimmen
gleich bewertet. Es gibt niemanden, dessen Stimme mehr wert ist als die einer
anderen Person. Und bei der Wahl können die Wähler und Wählerinnen ihre Stimmen
unbeobachtet, also geheim, abgeben. Das gilt natürlich auch für die Bundestagswahl,
bei der das deutsche Parlament gewählt wird.
Alle Wähler und Wählerinnen müssen mindestens 18 Jahre alt sein, um an der
Bundestagswahl teilzunehmen. Bei der Wahl haben sie zwei Stimmen. Mit der
Erststimme wählen sie eine bestimmte Person von der Kandidatenliste ihres
Wahlkreises. Die Person auf der Liste mit den meisten Stimmen erhält einen Sitz im
Bundestag. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass jede Region auch im Bundestag
vertreten ist.
Mit der Zweitstimme entscheidet man sich für eine Partei. Abhängig davon, wie viele
Stimmen jede Partei dadurch bekommt, werden die insgesamt 598 Sitze im Bundestag
verteilt. Damit eine Partei überhaupt im Bundestag vertreten sein kann, muss sie
mindestens fünf Prozent der Zweitstimmen erhalten oder über die Erststimme drei
Wahlkreise gewinnen.
Für die Regierungsbildung ist eine absolute Mehrheit, also mehr als 50 Prozent der
Stimmen, erforderlich. Da das nur selten vorkommt, bilden meist mehrere Parteien
gemeinsam eine Regierungskoalition. Wer schließlich Bundeskanzler oder
Bundeskanzlerin wird, wird von allen Abgeordneten durch eine Wahl entschieden.
Dabei schlägt der Bundespräsident oder die Bundespräsidentin einen Kandidaten oder
eine Kandidatin vor. Um Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin zu werden, muss sich
mehr als die Hälfte der Bundestagsabgeordneten für den Kandidaten oder die
Kandidatin entscheiden.
Die Macht im Staat liegt jedoch nicht allein beim Bundestag. Bevor Gesetze
beschlossen werden können, die der Bundestag vorgeschlagen hat, ist die Zustimmung
des Bundesrates, der Vertretung der Bundesländer, nötig.
Das Bundesverfassungsgericht stellt sicher, dass das Grundgesetz eingehalten wird.
Es prüft zum Beispiel auch, ob neue Gesetze überhaupt dem Grundgesetz entsprechen.
Und die Verwaltungen von Städten, Gemeinden und Landkreisen sind dafür zuständig,
die Gesetze auszuführen – zum Beispiel durch die Polizei oder das Finanzamt.
Neben den Bundestagswahlen können die Wählerinnen und Wähler ihre Stimme auch bei
der Europawahl, bei Landtagswahlen und Kommunalwahlen abgeben. Bei den Landtags-
und Kommunalwahlen dürfen in verschiedenen Bundesländern schon 16-Jährige wählen
gehen. Aber nur wer 18 Jahre oder älter ist, darf als Kandidat oder Kandidatin für
ein politisches Amt gewählt werden.
Schon gewusst? Das Ruhrgebiet ist eine Region in Nordrhein-Westfalen. Bekannte
Städte sind Dortmund, Essen, Duisburg und Bochum.
Wie andere Länder und Regionen in Europa veränderte sich auch Deutschland im
Verlauf des 19. Jahrhunderts stark durch die Industrialisierung. Bisher hatten die
Menschen vor allem vom Handwerk und der Landwirtschaft gelebt. Durch den Einsatz
von Maschinen konnten nun Waren in großer Menge hergestellt werden.
In Deutschland trieb vor allem der Eisenbahnbau diesen Prozess voran. Dafür wurde
viel Kohle und Stahl gebraucht. Die Industrialisierung konzentrierte sich in
Deutschland auf bestimmte Gebiete. Kohle- und andere Rohstoffvorkommen oder
günstige Verkehrsbedingungen spielten dabei eine große Rolle. So entstanden zum
Beispiel im Ruhrgebiet zahlreiche Bergwerke zur Förderung von Steinkohle. Auch in
Sachsen, im Raum Chemnitz, wurde Kohle abgebaut. Hier gab es außerdem große
Fabriken des Fahrzeug- und Maschinenbaus.
Mit der Industrialisierung veränderte sich auch die Gesellschaft. Viele Menschen
zogen aus ländlichen Gegenden in die Industrieregionen, um Arbeit in den Fabriken
zu finden. Aus kleineren Orten wurden auf diese Weise Städte. Die im 19.
Jahrhundert entstandene Struktur ist bis heute an großen Ballungszentren wie dem
Ruhrgebiet oder sehr ländlichen dünn besiedelten Regionen wie Mecklenburg sichtbar.
Arbeits- und Lebensbedingungen für die Arbeiter und Arbeiterinnen waren zur Zeit
der Industrialisierung schlecht. Die Menschen mussten auf engstem Raum
zusammenleben und an ihren Arbeitsplätzen gefährliche Tätigkeiten ausführen – viele
Stunden lang. Arbeiterparteien und erste Gewerkschaften entstanden, die sich für
die Rechte der Arbeiter und Arbeiterinnen einsetzten. In die Zeit der
Industrialisierung fällt auch die Einführung der gesetzlichen Kranken- und
Unfallversicherung sowie einer Invaliden- und Altersversicherung, durch die die
Arbeiter und Arbeiterinnen abgesichert werden sollten.
German has 2 ways to build the conditional. You can either use the verbs
conjunctive forms or you can use the auxiliary werden.
Here's an example for "present conditional"
Ich würde einen Kaffee trinken.
Ich tränke einen Kaffee.
Both ways do express the same idea and which is used depends mainly on the verb
itself. Haben, sein, the modal verbs as well as some common regular verbs tend to
be used with their own form while others are always build using werden.
German verbs do not have their own form to express "past conditional". So to
include the idea of past you always need an auxiliary (either haben or sein). This
then gets to carry the information about conditional. And since haben and sein
mostly use their own form you end up with
Ich hätte einen Kaffee getrunken.
instead of
Ich würde einen Kaffee getrunken haben.
There are some subtle differences between those two sentences. They have to do with
the difference between the preterit and the perfect tense but for the most part
they mean the same and the first version is just way more colloquial.