Unterricht
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Bildungsplan 2016
Deutsch
KULTUS UND
AMTSBLATT DES MINISTERIUMS FÜR KULTUS, JUGEND UND SPORT BADEN-WÜRTTEMBERG
UNTERRICHT
Der vorliegende Fachplan Deutsch ist als Heft Nr. 8 Bestandteil des Bildungsplans der Grundschule, der als
Bildungsplanheft 1/2016 in der Reihe A erscheint, und kann einzeln bei der Neckar-Verlag GmbH bezogen
werden.
Bildungsplan 2016 – Grundschule Deutsch
Inhaltsverzeichnis
1. Leitgedanken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
1.1 Bildungswert des Faches Deutsch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
1.2 Kompetenzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
1.3 Didaktische Hinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
2. Prozessbezogene Kompetenzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
2.1 Sprechen und Zuhören . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
2.2 Schreiben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
2.3 Lesen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
Inhaltsverzeichnis 1
Bildungsplan 2016 – Grundschule Deutsch
4. Anhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38
4.1 Übersicht über das Fach Deutsch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38
4.2 Übersicht verbindlicher Begriffe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39
4.3 Wortschatz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
4.4 Verweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
4.5 Abkürzungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43
4.6 Geschlechtergerechte Sprache . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
4.7 Besondere Schriftauszeichnungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
2 Inhaltsverzeichnis
Bildungsplan 2016 – Grundschule Deutsch
1. Leitgedanken
1.1 Bildungswert des Faches Deutsch
Die wichtigste Aufgabe des Deutschunterrichts in der Grundschule ist es, Freude im Umgang mit
Sprache und Schriftsprache zu wecken, um Kinder zum Sprechen, Lesen und Schreiben zu motivie-
ren und so die Sinnhaftigkeit der Sprache erfahrbar zu machen. Dabei sollen sie sich von Anfang an
als kompetent und erfolgreich erleben und ihre individuellen Potenziale entfalten können.
Das pädagogische und fachliche Handeln schließt an das Vorwissen und die Vorerfahrungen des ein-
zelnen Kindes in Hinblick auf den nächstmöglichen Lernschritt an. Die Vielfalt und die Heterogenität
der Lernausgangslagen werden stets als Chance und Herausforderung betrachtet und genutzt. Die
Unterschiedlichkeit der Kinder bestimmt den Unterricht und fordert Individualisierung und Differen-
zierung.
Der Deutschunterricht basiert auf Erkenntnissen aus der Schriftspracherwerbs-, Schreibprozess- und
Sprachentwicklungsforschung, auf den Ergebnissen aktueller wissenschaftlicher Studien zur Lese-
motivation, zur literarischen Sozialisation, zur Sprachbewusstheit und zum Rechtschreiben lernen.
Er bezieht sich auf Kompetenzstufenmodelle zum Lesen und Schreiben.
Kinder wachsen heute in vielfältigen Medienwelten auf. Deshalb ist es wichtig, die Medienerfahrun-
gen der Kinder in den Unterricht mit einzubeziehen und ihre Medienkompetenz zu entwickeln und
zu stärken.
Integrative Sprachförderung ist Bestandteil des Deutschunterrichts, aber auch eine übergeordnete
Aufgabe des Unterrichts aller Fächer. Sie erfordert deshalb die Zusammenarbeit aller Lehrkräfte und
pädagogischer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich grundsätzlich als sprachliche Vorbilder ver-
stehen. Ein durchgängiges Sprachbildungskonzept integriert alle Maßnahmen und Aktivitäten von
Schule und ihren Partnern, die auf die Entwicklung sprachlicher Kompetenzen abzielen. Neben den
unterrichtlichen Angeboten gehören auch Absprachen an den Übergängen in der Bildungsbiografie
dazu.
• Medienbildung (MB)
Der Deutschunterricht nimmt in vielfältiger Weise Teilaspekte der „Medienbildung“ auf. Bei der In-
formationsbeschaffung und der Wissensvermittlung, bei Textproduktionen und Präsentationen fin-
den Medien ihre Anwendung. Der Umgang mit Medien wird eingeübt und reflektiert, sodass die
Kinder Medien bewusster in ihre Lebensgestaltung integrieren können.
• Verbraucherbildung (VB)
Im Bereich der Leitperspektive „Verbraucherbildung“ kommt dem Einfluss der Medien große Be-
deutung zu. Zusammenhänge von Bedürfnissen und Wünschen sowie von Produkten und Konsum
werden beispielsweise durch geeignete Auswahl von Texten aufgegriffen und reflektiert. Der
Deutschunterricht unterstützt die Schülerinnen und Schüler dabei, für ihr Konsumverhalten Ver-
antwortung zu übernehmen.
1.2 Kompetenzen
Die Konzeption des Bildungsplans weist prozessbezogene Kompetenzen und Standards für inhalts-
bezogene Kompetenzen aus, die in vielfältiger Weise aufeinander bezogen sind. Sie sind stets zu-
sammen zu denken. In ihrer Zusammenführung werden sie zu einem tragfähigen Gewebe, das – be-
zogen auf die Situation vor Ort und auf die Bedürfnisse der Kinder – individuell verfeinert und wei-
ter gewoben wird.
Grundlage für die prozess- und inhaltsbezogenen Kompetenzen sind die Bildungsstandards im Fach
Deutsch für den Primarbereich (Beschluss der KMK vom 15.10.2004) sowie die „Empfehlungen zur
Arbeit in der Grundschule“ von 2015.
Prozess- und inhaltsbezogene Kompetenzen sind eng miteinander verwoben. (© Landesinstitut für Schulentwicklung)
Prozessbezogene Kompetenzen
Die Beschreibung der prozessbezogenen wie auch der inhaltsbezogenen Kompetenzen beinhaltet
bereits vielfältige didaktische Hinweise.
Kinder haben Erfahrungen mit Sprache als Mittel der Verständigung in ihren verschiedenen Erschei-
nungsformen und Färbungen (zum Beispiel Dialekte). Kinder erlernen in zunehmendem Maße, Spra-
che situationsadäquat einzusetzen, sodass auch Identität und soziale Kompetenzen gestärkt werden.
Ein sprachsensibler Unterricht ermöglicht den Kindern einen Zugang zur Bildungssprache, die die
Grundlage für eine gelingende Biografie ist.
Die mündliche Ausdrucksfähigkeit wird in vielfältigen Erzähl- und Gesprächssituationen geübt, auch
im Hinblick auf nonverbale Kommunikationsmöglichkeiten, in denen es um für Kinder relevante
Sprachhandlungen geht. Im Unterricht erhalten die Kinder unterschiedliche Möglichkeiten für
Gespräche. Unter anderem bietet das Aufgreifen und Reflektieren von Medieninhalten und Medie-
nerfahrungen dabei wertvolle Gesprächssituationen. Ein kreativer Umgang mit der Sprache wirkt
nicht nur motivierend, sondern ermöglicht auf spielerische Weise auch vielfältige grammatikalische
Sprachreflexionen. Dabei nutzen die Kinder zunehmend Fachbegriffe. Gesprächsregeln einzuhalten
erleben die Kinder dabei als Voraussetzung für gelungene Gesprächssituationen. Sie entwickeln Re-
geln weiter und reflektieren diese. Entscheidende Elemente sind das Trainieren des aktiven Zuhörens
und Varianten des Feedbacks. Unterstützend wirken dabei kooperative Methoden, bei denen die Kin-
der sich zuerst im geschützten Rahmen kleiner Gruppen erproben können.
Verlässliche Erzählzeiten bieten eine Übungssituation auch für aktives Zuhören, unterstützen das
Entwickeln innerer Bilder und bereiten auf das schriftliche Erzählen vor. Die Kinder entwickeln die
Fähigkeiten, sich auf verschiedene Sprechanlässe zu beziehen und Inhalte sachgerecht und adres-
satenbezogen einer Zuhörerschaft zu präsentieren. Dabei erstellen sie gemeinsam Qualitätskriterien
für kleine Vorträge und begleitende Übungen.
Kinder mit Deutsch als Zweitsprache werden behutsam in Gesprächssituationen einbezogen. In ei-
ner vertrauensvollen Atmosphäre können sie ihre sprachlichen Fertigkeiten entwickeln. Vorbildhaftes
und handlungsbegleitendes Sprechen der Lehrperson sowie sensible Rückmeldungen unterstützen
die Entwicklung des Spracherwerbs. Die Versprachlichung von Sachzusammenhängen führt zur Er-
weiterung des Wortschatzes und der Begriffsbildung.
Schreiben
Die Fähigkeit, Laute zu unterscheiden und ein Wort zunehmend genauer auf seinen Lautbestand hin
zu analysieren, ist Grundlage und Folge eines erfolgreichen Schriftspracherwerbs. Deshalb werden
von Anfang an alle Kinder gezielt beobachtet und gefördert. Der Schriftspracherwerb stellt eine ei-
genaktive (Re‑)Konstruktion der Schrift dar. Lautentsprechendes Schreiben unterstützt diesen Pro-
zess. In der gemeinsamen (re‑)konstruktiven Auseinandersetzung mit der Sprache erwerben Kinder
Strategien, wie Gesprochenes zunehmend normgerecht verschriftet werden kann. Die kontinuierli-
che ganzheitliche Spracharbeit – sowie das Vorlesen – führen sowohl zu vielseitiger Ausdrucksfähig-
keit als auch zur Fähigkeit adäquater schriftlicher Sprachproduktion.
Schreibproduktionen dienen auch der Diagnostik des Entwicklungsstandes des Kindes, die in eine
möglichst passgenaue Förderung mündet. Kenntnisse aus Schriftspracherwerbsmodellen fließen in
die Planung des individualisierten Unterrichts ein.
Ausgehend von verschiedensten Schreibanlässen erwerben die Kinder die Kompetenz, Texte zu pla-
nen, zu schreiben und kriterienorientiert zu überarbeiten. Hierbei erhalten persönliche Erfahrungen,
Erlebnisse und Interessen ein besonderes Gewicht.
Veröffentlichungen der Schreibprodukte verlangen zur besseren Lesbarkeit die Orientierung an or-
thografischen Normen. In zunehmendem Maße übernehmen die Kinder hier die Verantwortung ih-
ren Texten gegenüber selbst. Das Gespür für die Rechtschreibung wird nachhaltig in Rechtschreib-
gesprächen und durch Korrekturhinweise, die selbstständiges Redigieren ermöglichen, entwickelt.
Im experimentierenden Umgang entwickeln die Kinder aus der Druckschrift, die die Ausgangsschrift
ist, eine flüssige, gut lesbare persönliche Handschrift. Kriterien hierbei sind die Geläufigkeit des Schrei-
bens und die Formklarheit der Buchstaben, sodass der kommunikative und der ästhetische Aspekt ge-
währleistet sind. Das Kind wird in der diagnostizierten und von ihm bevorzugten Händigkeit gefördert.
Lesen
Die Förderung der Lesefreude und ‑motivation sind wichtige Voraussetzungen für den Auf- und Aus-
bau der Lesefähigkeit. Hierbei spielt die in der Schule institutionalisierte Lesekultur eine entschei-
dende Rolle. Ein breit gefächertes Zeitschriften- und Bücherangebot für unterschiedliche Interessen
und Lernausgangslagen, in denen motivationale, literarästhetische und den Schwierigkeitsgrad be-
treffende Aspekte berücksichtigt werden, unterstützt die Mädchen und Jungen in der Entwicklung
ihres Leseinteresses. Hierzu gehören auch Bücher in anderen Muttersprachen und bildliche Darstel-
lungen, welche die Begriffsbildung in der deutschen Sprache unterstützen.
Der Erstleseunterricht berücksichtigt die Unterschiede der Kinder hinsichtlich ihrer Leseerfahrung,
ihres Vorwissens und Entwicklungsstandes. Er knüpft an die individuellen Ausgangssituationen des
Kindes an und bildet grundlegende Lesefertigkeiten aus. Wichtige Kooperationspartner sind auch
die Eltern, die von der Schule bei der Schaffung eines lese- und kommunikationsfreundlichen Um-
felds zu Hause unterstützt werden.
Nachdem die alphabetische Strategie bei den Kindern weitgehend gesichert ist, finden Übungen
zum flüssigen Lesen regelmäßig statt.
Verlässliche schulische Lesezeiten mit freier Literaturwahl durch die Kinder tragen zur Lesemotiva-
tion und Leseförderung bei. Ein vielseitiges Angebot an schulischen Leseaktivitäten, bei denen frem-
de und eigene Texte gelesen oder gespielt werden, unterstützt die Leseförderung. Um die Entwick-
lung der Leseflüssigkeit wie auch die der Lesemotivation zu unterstützen, muss das Vorlesen vor
einer Gruppe gut vorbereitet und geübt werden.
Auch außerschulische Kooperationen zum Beispiel mit Bibliotheken, Kinder- und Jugendtheatern,
Autorinnen und Autoren tragen zur Leseförderung bei. Diese gemeinschaftlichen Leseerlebnisse und
der Austausch darüber spielen dabei eine zentrale Rolle. Ein medienintegrativer Unterricht unter-
stützt den Ausbau des Leseinteresses und die Weiterentwicklung der Medienkompetenz.
Weiterführende Lesestrategien – mit dem Ziel, das Textverstehen zu erleichtern – werden trainiert,
ausgebildet und vielfältig genutzt. Das Anwenden verschiedener Arbeitstechniken hilft insbesonde-
re Sachtexte zu erschließen.
Bei der Auswahl literarischer Texte sollte auf Vielfalt hinsichtlich der Autorinnen und Autoren, Gat-
tungen, Motive und kulturellen Perspektiven geachtet werden. Lebensweltbezogene, problemorien-
tierte und unterhaltsame Erzähltexte, Gedichte, dramatische Texte und Sachtexte tragen zur Entwick-
lung der Literalität der Kinder bei. Neben älteren und modernen Klassikern wird auch die aktuelle
Kinderliteratur mit einbezogen. Texterschließend-analytische und handlungs- und produktionsorien-
tierte Methoden werden ergänzt durch literarische Gespräche im Klassenverband, aber auch mit Le-
serinnen und Lesern und Autorinnen und Autoren von außerhalb. Mindestens eine verbindliche
Buchpräsentation ist in den Klassen 1/2 und in den Klassen 3/4 verpflichtend.
Inhaltsbezogene Kompetenzen
Mit Texten und anderen Medien umgehen
Die ausgeführten prozessbezogenen Kompetenzen sind leitend für den Erwerb der inhaltsbezoge-
nen Kompetenzen. Die Standards für inhaltsbezogene Kompetenzen sind in den Teilkompetenzen,
die nicht chronologisch – jedoch didaktisch gestuft – aufgeführt sind, beschrieben und umfassen
„Texte planen, schreiben und überarbeiten, Handschrift entwickeln, richtig Schreiben, Lesefähigkeit,
Leseerfahrung, Leseverstehen, Texterschließungsstrategien, Präsentieren“.
Ausgewählte Materialien und Medien, zum Beispiel Filme, Hörspiele, Bildmaterial und CD/DVD, kön-
nen den Erwerb und Ausbau der Lesefähigkeit und des Leseverstehens sowie die Anwendung von
Texterschließungsstrategien unterstützen. Sie bieten die Möglichkeit, Leseerfahrungen zu dokumen-
tieren und Präsentationen adressatenorientiert zu gestalten und darzubieten.
Die Schülerinnen und Schüler verfassen Texte funktions- und adressatengerecht und überprüfen die-
se auch hinsichtlich orthografischer Richtigkeit.
Der Deutschunterricht hilft, die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu entwickeln. Me-
dien selbst werden zum Unterrichtsgegenstand. Neben den Printmedien gehört auch der selbstver-
ständliche und reflektierte Umgang beispielsweise mit Hörbüchern, Literaturverfilmungen, literari-
schen CDs, Computer, Software und Internet zum Aufbau der Medienkompetenz.
Beim Vergleich von Erzählungen in Literatur und Medien vertiefen die Kinder ihre Einsicht in Text
sorten und Erzählstrukturen. Sie erwerben Bildlesekompetenzen, indem sie sich mit Filmausschnit-
ten und anderen bildlichen Darstellungen beschäftigen.
Der Unterricht nutzt die kindliche Entdeckerfreude für das gezielte Erforschen von Sprache, ihren
Mustern und Strukturen und ihren Varietäten (Dialekte, Herkunftssprachen). Ziel ist, dass die Kinder
ihre Sprache zunehmend bewusst einsetzen. Sprachproduktionen werden, wenn möglich, entde-
ckend untersucht, um so sprachliche Kategorien und deren Funktion zu ermitteln. Der Weg führt von
der Sprache zur Grammatik. Gezielte Sammel-, Sortier- und Sprachforscheraufgaben erzeugen ein
zunehmendes implizites und explizites Wissen über Sprache, wodurch das praktische Sprachhandeln
unterstützt wird. Dieses Wissen fließt in eigene Sprachproduktionen und in die Analyse und Erschlie-
ßung von Texten ein.
Kinder mit Deutsch als Zweitsprache können diese Prozesse durch Kenntnisse aus ihrer Herkunfts-
sprache bereichern.
Aufgaben, die die Interessen der Kinder aufgreifen, fördern und erhalten die Lernmotivation und
Lernhaltung der Schülerinnen und Schüler. Differenzierende Aufgaben bereichern die Aufgabenkul-
tur. Hierzu tragen auch verlässliche Erzähl-, Schreib- und Lesezeiten bei.
Für das Kind persönlich bedeutsame Themen und Inhalte erhalten im Unterricht auch ihren Raum.
Der Lebensweltbezug wird unter anderem durch die Einbindung außerschulischer Lernorte herge-
stellt.
2. Prozessbezogene Kompetenzen
2.1 Sprechen und Zuhören
Die Schülerinnen und Schüler können sich an Gesprächen beteiligen. Sie können funktions- und
situationsangemessen sprechen und zunehmend erkennen, wie sie sprechend ihre Handlungsab-
sichten verfolgen, um erhoffte Wirkungen zu erzielen. Sie entwickeln und nutzen Gesprächsregeln
und setzen Konfliktlösungsstrategien ein. Im Austausch mit anderen lernen sie verstehend zuzu-
hören und sich in vielfältigen Kontexten und Lebensbereichen zu erfahren. Sie nutzen unterschied-
liche, auch nonverbale, Ausdrucksformen, üben sie ein und reflektieren sie. Die Schülerinnen und
Schüler erproben ausdrucksvolles Sprechen und szenisches Spiel. Sie können Medien bewusst für
die Kommunikation einsetzen.
Gespräche führen
funktionsangemessen sprechen
10 Prozessbezogene Kompetenzen
Bildungsplan 2016 – Grundschule Deutsch
2.2 Schreiben
Die Schülerinnen und Schüler lernen sich schriftlich auszudrücken. Vielfältige Angebote nutzen
sie, um eigene Texte mit unterschiedlichen Absichten zu formulieren. Gemeinsam und individuell
überarbeiten sie ihre Texte. Ausgehend von lautgetreuen Verschriftlichungen entdecken sie Regel-
mäßigkeiten, entwickeln ein Rechtschreibbewusstsein und beachten dabei orthografische Phäno-
mene. Mit geeigneten Methoden prägen sie sich Merkwörter ein. Sie entwickeln – ausgehend von
der Druckschrift – eine verbundene Schrift, die zu einer individuellen, gut lesbaren und flüssigen
Handschrift führt.
Texte verfassen
1. eine Schreibidee entwickeln, planen und aufschreiben und auf die logische Reihenfolge achten
2. je nach Schreibanlass verständlich, strukturiert, adressaten- und funktionsgerecht schreiben
3. Texte an der Schreibaufgabe überprüfen
4. einen Text inhaltlich und sprachlich überarbeiten
5. Texte auf Verständlichkeit und Wirkung prüfen
6. Texte in Bezug auf sprachliche Gestaltung und auf die sprachliche Richtigkeit hin überprüfen
7. Texte in Bezug auf die äußere Gestaltung hin optimieren
8. Texte zweckmäßig und übersichtlich gestalten
9. Texte auf orthografische Richtigkeit überprüfen
richtig schreiben
flüssig schreiben
15. ausgehend von der Druckschrift eine verbundene Schrift schreiben, die sich zu einer gut
lesbaren Handschrift entwickelt
Prozessbezogene Kompetenzen 11
Bildungsplan 2016 – Grundschule Deutsch
2.3 Lesen
Die Schülerinnen und Schüler können Texte sinnverstehend erfassen und mit diesen umgehen.
Mithilfe von Lesestrategien erschließen sie sich unterschiedliche Texte. Um sich kreativ mit Texten
auseinanderzusetzen und diese zu präsentieren, verwenden die Kinder produktions- und handlungs-
orientierte Verfahren. Sie lernen, sich in Büchereien zurechtzufinden und entwickeln im Laufe ihrer
Grundschulzeit die Fähigkeiten, mit verschiedenen Medien bewusst umzugehen. So erweitern sie
ihre Leseerfahrungen und die Fähigkeit, diese zu reflektieren.
Lesefähigkeiten entwickeln
Leseerfahrungen ausbauen
Texte erschließen
Texte präsentieren
12 Prozessbezogene Kompetenzen
Bildungsplan 2016 – Grundschule Deutsch
Die Schülerinnen und Schüler kennen und nutzen verschiedene Schreibanlässe. Sie können Schreib
ideen entwickeln und zu Schreibimpulsen kurze Texte verfassen. Sie berücksichtigen Hinweise für
die Überarbeitung ihrer Texte. Sie können ihre Texte für die Veröffentlichung aufbereiten und dabei
Gestaltungsmerkmale beachten.
Denkanstöße Teilkompetenzen
Die Kinder dazu anregen, Ideen und sprach (1) sprachliche und gestalterische Ideen
liche Mittel zu sammeln und diese als Schreib- sammeln
anlässe zu nutzen.
2.1 Sprechen und Zuhören 1
A3 – D3 S. 135–138
Welche Gedanken und Geschichten werden (2) Schreibideen entwickeln und als
den Kindern angeboten? Schreibanlässe nutzen
2.2 Schreiben 1
Denkanstöße Teilkompetenzen
Welche konkreten Anlässe werden genutzt, bei (6) verschiedene Medien dem Schreibanlass
denen die Kinder ihre Texte veröffentlichen entsprechend nutzen
können?
(7) Texte für die Veröffentlichung aufbereiten
Materialien zur ästhetischen Gestaltung von und dabei auch mit Schrift gestalten
Texten zur Verfügung stellen.
2.2 Schreiben 5
Woran erkennen die Kinder, dass ihr Schreib- (8) Rückmeldungen für das Überarbeiten nutzen
produkt wichtig ist?
2.2 Schreiben 3, 5, 7
Wie wird ein wertschätzender und bedeutungs- MB Information und Wissen; Produktion und
Präsentation
voller Umgang mit Schriftstücken der Kinder
in der Schulstruktur etabliert?
Welche Anregungen greifen die Kinder auf,
um ihre Texte zu überarbeiten?
Die Schülerinnen und Schüler entwickeln – ausgehend von einer gedruckten Ausgangsschrift und einer
verbundenen Schrift – eine individuelle Handschrift. Sie schreiben Buchstaben zunehmend formstabil
und lesbar. Sie erproben unterschiedliche Schriftträger, Schreibwerkzeuge und Gestaltungsformen.
Denkanstöße Teilkompetenzen
Welche Gelegenheiten zur Erprobung von (1) mit Druckbuchstaben selbstständig Wörter
Schrift sind gegeben? und Texte aufschreiben
Welche unterschiedlichen Schriftvorbilder (2) Gestaltungsformen von Buchstaben erkennen
finden die Kinder vor? und erproben, die Buchstaben zunehmend form-
stabil, geläufig und lesbar ausführen
Vielfältige Materialien zur Verfügung stellen,
damit die Kinder im Schreibprozess ihre eigene (3) ausgehend von der Druckschrift eine
Schrift finden können. verbundene Schrift schreiben, die sich zu einer
gut lesbaren Handschrift entwickelt
Spezielle, individuelle Lernausgangslagen
wie Linkshändigkeit, grafomotorische Ein- 2.1 Sprechen und Zuhören 5
schränkungen, ungünstige Stifthaltung, 2.2 Schreiben 15
... beachten. BSS 3.1.1 Körperwahrnehmung
Welche Schreibanlässe auf der Wort‑/Satz‑/ (4) mit Schrift gestalten, unterschiedliche
Textebene gibt es? Schriftträger, Schreibwerkzeuge und Schriften
erproben
Ausstellungsflächen für die überarbeiteten
Schriftwerke zur Verfügung stellen. MB Produktion und Präsentation
2.2 Schreiben 8
KUW 3.1.1 Kinder zeichnen, drucken, malen
Die Schülerinnen und Schüler können lautentsprechend schreiben und dabei einige orthografische
Aspekte umsetzen.
Denkanstöße Teilkompetenzen
Durch Sammeln und Sortieren aus recht (4) erste rechtschriftliche Regelmäßigkeiten
schriftlichen Regelmäßigkeiten Strategien erkennen und dabei Strategien anwenden:
ableiten und zu diesen weiteres Wortmaterial lautentsprechend schreiben
finden. Verlängerungsregel
Ableitung ä – a, äu – au
Großschreibung von Nomen und Satzanfängen
2.2 Schreiben 10
Wie üben die Kinder die Schreibweise der (5) Wörter zu bestimmten orthografischen
Wörter ein? Aspekten sammeln und sortieren und ihre
Schreibweise einüben
Funktionswörter einüben, Modellwörter nutzen
und Klassenwortschatz entwickeln (siehe An- (6) weitreichende Regeln finden und sich
hang). Ausnahmen merken
Wie werden die Kinder für Fehlschreibungen (8) einen individuell angepassten Rechtschreib-
sensibilisiert? wortschatz nach Übung richtig schreiben
(zum Beispiel Wörterheft, Wörterkartei, Partner-
Die Kinder arbeiten mit dem Rechtschreib
übungen, Lückentexte, verschiedene Formen von
wortschatz.
Übungsnachschriften, individueller Rechtschreib-
Welche Unterstützungen erhalten die Kinder, ordner im PC – sobald vorhanden)
damit sie ihren Rechtschreibwortschatz sichern
können? 2.2 Schreiben 13
Denkanstöße Teilkompetenzen
Hilfen für das richtige Abschreiben anbieten (9) Wörter und kurze Texte methodisch sinnvoll
und Möglichkeiten des Kontrollierens abschreiben (zum Beispiel Lernplakat, in sinnvolle
einsetzen. sprachliche Einheiten gliedern, einprägen,
schreiben, überprüfen, berichtigen)
2.2 Schreiben 8
Welche Möglichkeiten bieten sich an, damit die (10) Rechtschreibhilfen verwenden –
Kinder mit dem Wörterbuch umgehen? Wörterlisten und Wörterbuch nutzen:
Wörter nach dem Alphabet sortieren
Wörter nach dem 2. Buchstaben ordnen
Nachschlagübungen
Wörterlisten führen
2.2 Schreiben 12
2.2 Schreiben 9
MB Produktion und Präsentation
PG Selbstregulation und Lernen
Die Schülerinnen und Schüler erwerben die Fähigkeit des Lesens. Sie können einfache Texte in
ihren Aussagen, in ihren Absichten und in ihrer formalen Struktur lesen und verstehen.
Denkanstöße Teilkompetenzen
Wie können beim Aufbau und bei der Festigung (1) die Laut- Buchstabenbeziehungen herstellen
von Buchstaben-Laut-Beziehung verschiedene (zum Beispiel optisch, akustisch)
Wahrnehmungsbereiche beziehungsweise
(2) Wörter in Silben gliedern
Sinneskanäle einbezogen werden?
Welche Leselernmethoden eignen sich für das (3) Wörter in Wortbausteine zerlegen
einzelne Kind? (4) erlesene Wörter verstehen
Denkanstöße Teilkompetenzen
2.3 Lesen 1
MUS 3.1.3 Musik umsetzen
Die Schülerinnen und Schüler können ihre Lesefähigkeit einschätzen und sich darüber mitteilen.
Sie können über ihre Leseerfahrungen sprechen und sie veranschaulichen.
Denkanstöße Teilkompetenzen
Den Kindern vielfältige Gelegenheiten bieten, (1) die eigene Lesefähigkeit zunehmend
ihr Leseinteresse und ihre Leseerfahrungen zu wahrnehmen
dokumentieren.
MB Kommunikation und Kooperation
2.3 Lesen 1, 16
Die Schülerinnen und Schüler lernen unterschiedliche Textarten kennen und verstehen. Sie können
den Inhalt wiedergeben und sich mit dem Text auseinandersetzen. Außerdem lernen sie verschie-
dene Medien kennen.
Denkanstöße Teilkompetenzen
Welches schulinterne Lesekonzept unterstützt (1) verschiedene Sorten von Sachtexten nutzen
die Kinder?
2.3 Lesen 12
Wie kann im Alltag eine regelmäßige freie (2) Textarten aus unterschiedlichen Medien
Lesezeit verankert werden? interessengeleitet auswählen (zum Beispiel aus
Bilderbüchern, Märchen, Sachbüchern, Kinder-
Wie werden den Kindern Möglichkeiten gegeben,
romanen, Lexika, Gedichtbänden und Comics)
ihrem Leseinteresse entsprechende Bücher
auszuwählen? (3) Vorstellungswelten zu Texten entwickeln
Den Kindern einen Einblick in die aktuelle und
2.3 Lesen 8
klassische Kinderliteratur geben. BTV Personale und gesellschaftliche Vielfalt
„Rund um das Buch“ schulische und außer- (4) zu selbstgewählten Büchern Titel und
schulische Programme, Projekte, Aktionen, Autorinnen/Autoren nennen und den Inhalt
Aufführungen, Wettbewerbe durchführen und vorstellen
besuchen.
2.3 Lesen 3
BNE Teilhabe, Mitwirkung, Mitbestimmung
Welche geeigneten Aufgaben werden an (5) handelnd mit Texten und Lyrik umgehen
geboten, die den kreativen und produktiven (zum Beispiel erzählen, illustrieren, inszenieren,
Umgang mit Texten anregen? umgestalten, collagieren)
Die unterschiedlichen Vorerfahrungen der 2.3 Lesen 4
Kinder aufgreifen und nutzen. BSS 3.1.6 Bewegungskünste
MB Information und Wissen; Produktion und Prä-
sentation
2.3 Lesen 13
SU 3.1.1.2 Arbeit und Konsum (1), (2)
A3 – D3 S. 135–138
Die Schülerinnen und Schüler verfügen über erste Strategien, die sie dazu befähigen, Texte zu
erschließen.
Denkanstöße Teilkompetenzen
Texte lesefreundlich aufbereiten entsprechend (1) die äußere Form von Texten mithilfe der
der Bedürfnisse der Kinder (zum Beispiel Begriffe Überschrift, Zeilen, Abschnitt, Kapitel
Zeilennummerierung zur Orientierung geben, beschreiben
Zeilenabstand berücksichtigen, leicht lesbare
(2) in kurzen Texten Informationen finden
Schriftart wählen).
Wie wird der Erwerb einfacher Texter (3) bei Verständnisschwierigkeiten Verstehens-
schließungsmethoden nachhaltig unterstützt? hilfen anwenden (nachfragen, nachlesen,
Wörter nachschlagen)
2.3 Lesen 1, 9
MB Produktion und Präsentation
PG Selbstregulation und Lernen
3.1.1.8 Präsentieren
Die Schülerinnen und Schüler planen und gestalten erste Präsentationen, die sie einem Publikum
vorstellen. Jedes Kind stellt mindestens ein Buch vor.
Denkanstöße Teilkompetenzen
Welche Gelegenheiten ergreifen die Kinder, um (1) kurze Texte – auch auswendig – vortragen
Texte vor kleinem Publikum vorzutragen, zu (zum Beispiel Geschichten, Gedichte und Dialoge,
verklanglichen, zu illustrieren? Gestaltendes Sprechen, Vorlesen, Vortragen,
szenisches Lesen)
2.3 Lesen 3
Gemeinsam mit den Kindern Kriterien für die (2) Kinderbücher selbst auswählen und
Buchvorstellung entwickeln. vorstellen
Denkanstöße Teilkompetenzen
Die Kinder probieren nonverbale Darstellungs- (3) Gestik und Mimik wahrnehmen
und Kommunikationsformen aus.
2.1 Sprechen und Zuhören 3
Wie sind theatrale Formen dauerhaft und (4) theatrale Formen ausprobieren und dabei die
wiederkehrend im Schulcurriculum verankert? Vielfalt theatraler Gestaltungsmittel erkennen
(zum Beispiel Tanz, Theaterspielen, Performance)
2.3 Lesen 14
KUW 3.1.5 Kinder spielen und agieren
MUS 3.1.3 Musik umsetzen
Die Schülerinnen und Schüler entdecken Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Sprachen und
setzen sich damit spielerisch auseinander.
Denkanstöße Teilkompetenzen
Wie und zu welchen Gelegenheiten werden (1) in einigen Situationen Standardsprache und
Dialekte aufgenommen und wertgeschätzt? Dialekt einsetzen (zum Beispiel Mundart
dichtung, Volkslieder)
Die Schülerinnen und Schüler nehmen wahr, dass gesprochene und geschriebene Sprache sich
unterscheiden. Sie erkennen die Bedeutung der nonverbalen Kommunikationsformen.
Denkanstöße Teilkompetenzen
Welche theatralen Spielformen eignen sich? (1) Zeiten und Wortformen in gesprochener und
geschriebener Sprache unterscheiden
Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit verschiedenen Formen der sprachlichen Verständi-
gung auseinander.
Denkanstöße Teilkompetenzen
Welche Anlässe regen die Kinder an, (1) sich an Gesprächen beteiligen und dabei
Gespräche miteinander zu führen? einfache Gesprächsregeln beachten
Wie werden Aspekte der Sprachförderung PG Selbstregulation und Lernen;
berücksichtigt? Wahrnehmung und Empfindung
Welche Situationen bieten sich an, damit die (2) aufmerksam zuhören
Kinder lernen, ihre Impulse zu kontrollieren?
PG Selbstregulation und Lernen
Welchen sprachlichen Vorbildern begegnen (3) eigene Meinungen und Anliegen situations-
die Kinder in Gesprächs- und Diskussions angemessen vorbringen
situationen?
SU 3.1.1.1 Leben in Gemeinschaft
BTV Konfliktbewältigung und Interessenausgleich
Denkanstöße Teilkompetenzen
Situationen schaffen, in denen die Kinder (4) die Bedeutung von Intonation, Klangfarbe,
Wahrnehmung, Emotion und Imagination Tonhöhe, Mimik und Gestik bei gesprochener
spielerisch ausprobieren und als einen Sprache wahrnehmen (zum Beispiel beim
persönlichen Ausdruck erfahren. Erzählen, im szenischen Spiel, beim Gedicht
vortrag, beim dialogischen Lesen, bei Theater
besuchen und Lesungen)
Wie erfahren die Kinder unterschiedliche (5) verschiedene Rollen in der Kommunikation
Rollen? und bei Texten erkennen (zum Beispiel Dialog,
Monolog, Kreisgespräche, Diskussionen,
Wie erproben sich die Kinder darin?
Fragerunden)
Die Schülerinnen und Schüler arbeiten an Wörtern, Sätzen und Texten. Dabei entdecken sie sprach-
liche Strukturen, deren Funktion und lernen Begriffe kennen. Sie lernen mit Sprache experimentell
und spielerisch umzugehen.
Denkanstöße Teilkompetenzen
Denkanstöße Teilkompetenzen
Wie legen die Kinder einen ersten Wortschatz an? (7) Wörter sammeln und ordnen
(zum Beispiel Wortschatzlisten, individueller
oder themenorientierter Wortschatz)
Welche Situationen ermöglichen den Kindern (8) Wortarten erkennen und unterscheiden:
den spielerischen Umgang mit Wortarten? Verb, Adjektiv, Nomen (Einzahl, Mehrzahl),
bestimmter und unbestimmter Artikel
Wie wird der richtige Gebrauch von Satz-
schlusszeichen geübt? (9) Satzarten erkennen und unterscheiden:
Situationen anbieten, in denen die Kinder die Aussagesatz, Fragesatz, Aufforderungssatz
kommunikative Funktion unterschiedlicher (10) Zeichensetzung beachten: Punkt, Frage
Satzarten ausprobieren. zeichen, Ausrufezeichen (zum Beispiel bei
theatralem Handeln, unterschiedliche
Betonung, Interviews, Fragen formulieren)
Die Schülerinnen und Schüler nutzen verschiedene Schreibanlässe. Sie können unter Berücksich-
tigung verschiedener Schreibabsichten Texte planen und schreiben. Sie überarbeiten ihre Texte im
Hinblick auf Inhalt, Sprache, Orthografie und Gestaltung. Dabei beziehen sie mündliche und schrift-
liche Kommentare in die Überarbeitungen ein.
Denkanstöße Teilkompetenzen
2.2 Schreiben 2
Eine schreibfördernde Lernumgebung gestalten. (2) nach Anregungen eigene Texte planen und
schreiben (zum Beispiel Texte, Musik, Bilder)
Den Kindern Schreibanlässe anbieten, die sie
zu unterschiedlichen Schreibformen animieren. (3) Erlebtes, Erfundenes, Gedanken, Gefühle,
Rituale für freie Schreibzeiten einrichten. Bitten, Wünsche, Aufforderungen, Verein
barungen, Erfahrungen und Sachverhalte
Die Kinder erfahren, dass ihre Schreibprodukte als Schreibanlässe nutzen
notwendig, wünschenswert und gewinn
bringend sind. PG Wahrnehmung und Empfindung
VB Bedürfnisse und Wünsche
Welche in digitalen Medien verwendeten Text (4) Texte mit erzählendem und informierendem
formen werden als Schreibanlässe berücksichtigt? Charakter adressatenorientiert verfassen: Briefe,
erzählende Texte, Beschreibungen, Berichte
Welche Schreibanreize werden den Kindern
angeboten? VB Bedürfnisse und Wünsche
Welche Strategien und Arbeitsformen unter-
(5) freie Schreibzeiten nutzen
stützen die Kinder bei der Überarbeitung ihrer
Texte? (6) Texte auf inhaltlichen Aufbau, Vollständigkeit
und logische Reihenfolge überarbeiten
Wörter sammeln, Wortfelder anlegen.
(zum Beispiel Schreibkonferenzen)
Rechtschreibung am Computer kontrollieren.
(7) Texte sprachlich hinsichtlich der Wortwahl,
der Satzanfänge, der Satzgrenzen, der Zeit
stufen, der Rechtschreibung überarbeiten
(zum Beispiel Schreibkonferenzen)
Denkanstöße Teilkompetenzen
2.2 Schreiben 3
MB Information und Wissen;
Produktion und Präsentation
Konkrete Anlässe schaffen, bei denen die (11) Texte für die Veröffentlichung überarbeiten
Kinder merken, dass die Veröffentlichung ihrer und dabei auch die Schrift als Gestaltungs
Arbeit wichtig ist und sie deshalb rechtschrift- mittel nutzen (zum Beispiel Klassentagebuch,
lich korrekt sein sollte. Geschichtenheft, Gedichtband, Klassenzeitung,
Blog, Homepagebericht)
2.2 Schreiben 5, 6, 7
BNE Teilhabe, Mitwirkung, Mitbestimmung
Die Schülerinnen und Schüler schreiben eine formstabile, flüssige, lesbare Handschrift und gestal-
ten Texte übersichtlich und zweckmäßig.
Denkanstöße Teilkompetenzen
Die Kinder erhalten Hilfen, um in ihrer (1) Gestaltungsformen von Buchstaben form-
individuellen Handschrift zu schreiben. stabil, geläufig und lesbar ausführen
Wie werden die besonderen Bedürfnisse der (2) in einer individuellen, flüssigen Handschrift
Kinder bezüglich ihrer Händigkeit berücksichtigt? gut lesbar schreiben
Hilfen für linkshändig schreibende Kinder (3) Schriften vergleichen (zum Beispiel arabisch,
anbieten. chinesisch, kyrillisch)
Die Kompetenzen der mehrsprachigen Kinder
(4) mit Schrift gestalten, unterschiedliche
nutzen.
Schriftträger, Schreibwerkzeuge und Schrift
zeichen erproben
2.2 Schreiben 8, 15
KUW 3.1.1 Kinder zeichnen, drucken, malen
MB Produktion und Präsentation
Die Schülerinnen und Schüler schreiben eigene Texte. Sie überprüfen ihre Texte auf orthografische
Richtigkeit und beachten dabei Rechtschreibmuster. Sie wenden Rechtschreibstrategien und Recht-
schreibwissen an.
Denkanstöße Teilkompetenzen
Wie werden Fehlschreibungen als Anlässe zu (1) eigene Texte unter zunehmender Beachtung
Rechtschreibgesprächen mit Förderhinweisen von Rechtschreibmustern schreiben
genutzt?
(2) selbstgeschriebene Texte nach einer Vorlage
oder mithilfe von Nachschlagewerken
überarbeiten
2.2 Schreiben 12
MB Produktion und Präsentation
2.2 Schreiben 10
PG Selbstregulation und Lernen
2.2 Schreiben 13
Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihre Lesefähigkeit. Sie können Texte in ihren Aussagen
und in ihren Absichten erfassen, verstehen und sinngestaltend vorlesen.
Denkanstöße Teilkompetenzen
In welcher Weise wird abwechslungsreiches, (1) die Bedeutung von Wörtern und Sätzen
vielfältiges und individuelles Üben im erschließen und erfassen
Leseunterricht gewährleistet?
(2) satzübergreifend semantische und
Wie wird das besondere Leseinteresse von syntaktische Bezüge herstellen
Mädchen und Jungen berücksichtigt?
(3) Texte flüssig und sinnverstehend lesen
Welche Möglichkeiten stehen der Schule zur
Verfügung, um feste Lesezeiten in den Schul (4) Texte leise für sich lesen und verstehen
alltag zu integrieren? (5) Texte gestaltend vorlesen
Wie können Lernprogramme – auch online (zum Beispiel szenisches Lesen)
basierte Lernsoftware – diesen Prozess unter
MB Produktion und Präsentation
stützen?
PG Wahrnehmung und Empfindung
Unterschiedliche Möglichkeiten zur Förderung
der Leseflüssigkeit anbieten.
Welche Hilfen werden den Kindern angeboten,
um zu einem vertieften Textverständnis zu
gelangen?
2.3 Lesen 2, 4
Die Schülerinnen und Schüler können ihre Lesefähigkeit einschätzen und sich darüber mitteilen.
Sie können ihre Leseerfahrungen beschreiben, reflektieren und dokumentieren.
Denkanstöße Teilkompetenzen
Wie wird die freie Lesezeit verankert? (1) die eigene Lesefähigkeit einschätzen
Welche Gelegenheiten nutzen die Kinder, um (2) die Lesefähigkeit weiterentwickeln
ihr Leseinteresse, ihre Lesegewohnheiten und
ihre Leseerfahrungen zu dokumentieren und (3) ihre Leseinteressen reflektieren
ihre Leseentwicklung zu reflektieren? (4) ihr eigenes Leseinteresse sichtbar machen
Welche Gelegenheiten bieten sich an, damit sich und sich darüber austauschen (zum Beispiel
die Kinder über das Gelesene austauschen? durch Reflexionsbögen, Leseportfolio, Lese-
pass, Lesetagebuch, Lesebegleitheft, Lesekiste,
Online-Leseportal – sobald vorhanden)
2.3 Lesen 16
Die Schülerinnen und Schüler können unterschiedliche Textarten sinnkonstruierend lesen. Sie nut-
zen die Inhalte der gelesenen Texte individuell und kooperativ zur Erweiterung ihrer Gedanken und
Handlungen. Die Schülerinnen und Schüler wählen bewusst und zielorientiert verschiedene Medi-
en aus.
Denkanstöße Teilkompetenzen
Den Kindern Zugang zu Büchern mit unter- (1) verschiedene Arten von Sachtexten unter
schiedlichen Textsorten und Schwierigkeits scheiden: Sachbücher, Lexika, Beschreibungen,
graden ermöglichen und dabei mögliche Gebrauchsanleitungen, Vorgangsbeschreibungen
Interessen berücksichtigen.
(2) Erzähltexte, lyrische und szenische Texte
erkennen und diese unterscheiden: Märchen,
Kinderromane, Gedichte, Theaterstücke, Comics
Denkanstöße Teilkompetenzen
In welchem Umfang werden Angebote von (4) Beiträge aus verschiedenen Medien nutzen:
öffentlichen Bibliotheken, Schulbibliotheken, Zeitungen und Zeitschriften, Hörfunk und
Medienzentren und des Internets in der Schule Fernsehen, Theater, Ton- und Bildträger sowie
integriert und mit dem schulischen Lese aus dem Netz – sobald vorhanden – und
konzept verbunden? begründet auswählen (zum Beispiel Projekte,
Aktionen, Wettbewerbe rund um das Buch,
Besuch in der Bücherei, Autorenlesung)
Die Kinder erhalten einen Einblick in die (6) exemplarisch Autorinnen und Autoren und
aktuelle und klassische Kinderliteratur, in Werke der Kinderliteratur nennen
Geschichten und Märchen eigener und anderer
(7) wesentliche Elemente des Inhalts von selbst
Kulturen und in Hörbücher.
gewählten Büchern schlüssig wiedergeben:
Wie wird das Vorlesen im schulinternen Buchpräsentation
Lesekonzept verankert?
(8) Vorstellungswelten zu Texten aufbauen und
Raum für kreative Ausdrucksmöglichkeiten beschreiben
schaffen.
(9) literarische Handlungsstränge nachvollziehen
und auf ihre persönliche Lebenswirklichkeit
beziehen
Denkanstöße Teilkompetenzen
Textproduktive, bildproduktive, inszenierende (11) handelnd mit Texten und Lyrik umgehen und
Verfahren mit den Kindern entwickeln. dadurch Inhalte erschließen und Wirkungen
erfahren: erzählen, illustrieren, inszenieren, um-
gestalten, collagieren – Film, Text, Bild, Hörspiel
Nutzen und Gefahren von Medien thematisieren. (15) eigene Medienerfahrungen beschreiben
und reflektieren
2.3 Lesen 5
SU 3.2.1.2 Arbeit und Konsum (1)
MB Kommunikation und Kooperation
Die Schülerinnen und Schüler kennen Strategien zur Texterschließung. Sie nutzen diese und set-
zen sie gezielt ein. Sie erfassen wesentliche Inhalte eines Textes und können diese wiedergeben.
Sie nehmen zu Texten Stellung und verbalisieren dabei ihre eigenen Gedanken.
Denkanstöße Teilkompetenzen
Die Anwendung von Lesestrategien bei den (1) Lesestrategien anwenden und nutzen:
Kindern kontinuierlich fördern. Vorwissen aktivieren
unbekannte Wörter klären (Recherche)
Schlüsselwörter finden
W-Fragen stellen
Antwortstellen suchen
Texte gliedern
Texte entsprechend den Bedürfnissen der (2) aus Texten gezielt Informationen entnehmen
Kinder aufbereiten:
(3) Inhalte anhand von Stichwörtern wiedergeben
Zeilen- und Textlänge kürzen, Zeilen
nummerierung zur Orientierung geben, (4) Informationen vergleichen
Zeilenabstand berücksichtigen,
Bilder als Verstehenshilfen, Schriftart VB Bedürfnisse und Wünsche
2.3 Lesen 5, 8, 11
SU 3.2.1 Demokratie und Gesellschaft
3.2.1.8 Präsentieren
Die Schülerinnen und Schüler kennen unterschiedliche Präsentationsformen und wenden diese
adressaten-, inhalts- und situationsgerecht an.
Denkanstöße Teilkompetenzen
Welche Gelegenheiten haben die Kinder, ihre (1) Geschichten, Gedichte und Dialoge vortragen
Texte vor Publikum vorzutragen?
PG Wahrnehmung und Empfindung
Nonverbale Darstellungsformen mit den Kindern (4) Gestik und Mimik bewusst einsetzen
entwickeln.
Gemeinsam mit den Kindern Kriterien für eine (5) einen Lesevortrag vorbereiten und halten
Buchpräsentation erarbeiten. (zum Beispiel Gestaltendes Sprechen, Vorlesen,
szenisches Lesen)
Denkanstöße Teilkompetenzen
In verschiedenen Situationen Unterschiede (1) Wörter aus Dialekten mit der Standard
zwischen Dialekt und Standardsprache sichtbar sprache in Beziehung setzen
machen. (2) Standardsprache und Dialekt situations-
und adressatenbezogen einsetzen
(3) Texte in verschiedenen Dialekten (Mundart-
dichtung, Volkslieder) vortragen
Denkanstöße Teilkompetenzen
In welcher Form und in welchen Situationen (4) Wörter unterschiedlicher Sprachen verstehen
wird den Kindern mit anderen Herkunfts (zum Beispiel Herkunfts- und Nachbarsprachen)
sprachen Gelegenheit gegeben, Geschichten und so interkulturelle Möglichkeiten nutzen
ihrer Heimat einzubringen? (zum Beispiel im Internet über eine andere
Sprache, eine andere Kultur recherchieren –
Welche Anregungen erhalten die Kinder, um sobald vorhanden)
sprachliche Fertigkeiten im Hör- und Lese
verstehen, beim Sprechen und Schreiben E 3.2.1 Kommunikative Fertigkeiten
auszubauen? E 3.2.3 Kulturelle Kompetenz
F 3.2.1 Kommunikative Fertigkeiten
Welche Sozialformen eignen sich in F 3.2.3 Kulturelle Kompetenz
kommunikativen Situationen in besonderer SU 3.2.1.1 Leben in Gemeinschaft
Weise, um Kinder mit geringen Sprach BNE Werte und Normen in Entscheidungssituationen
BTV Personale und gesellschaftliche Vielfalt; Toleranz,
kenntnissen zu motivieren? Solidarität, Inklusion, Antidiskriminierung
Ähnliche Wörter in verschiedenen Sprachen MB Information und Wissen
Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihre Kompetenz, sprachliche Verständigung zu untersu-
chen. Sie lernen die Unterschiede von gesprochener und geschriebener Sprache kennen. Sie erfas-
sen die Bedeutung von Sprachmitteln und erkennen Satzstrukturen. Sie wenden nonverbale Kom-
munikationsformen an.
Denkanstöße Teilkompetenzen
Erfahrungen der Kinder mit digitalen Medien (3) die Bedeutung elektronischer Kommunika
einbeziehen. tionsformen kritisch wahrnehmen und reflektieren
(zum Beispiel E-Mail, SMS, Skype, Chatrooms)
Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit verschiedenen Formen der sprachlichen Verständi-
gung auseinander und wenden diese situationsangemessen an. Sie nutzen dabei auch nonverbale
Kommunikationsformen.
Denkanstöße Teilkompetenzen
Strategien entwickeln, um Konflikte zu klären, (5) mit anderen diskutieren, eigene Meinungen
zu versachlichen und zu lösen. vertreten und Konflikte dialogisch klären
Welche Sprachvorbilder regen die Kinder an? (6) die Bedeutung von Intonation, Mimik und
Gestik bei gesprochener Sprache wahrnehmen
Welche Spracherfahrungen nutzen die Kinder?
und zunehmend einsetzen (zum Beispiel im
Wie können die Kinder unterstützt werden, Alltag, im szenischen Spiel, beim dialogischen
damit sie Gestik und Mimik in verschiedenen Lesen, bei Theaterbesuchen und Lesungen)
Sprachen einbeziehen?
(7) auf den Zusammenhang von Sprache und
Woran erkennen die Kinder den Zusammen- Körpersprache achten
hang von Sprache und Körpersprache?
BSS 3.2.1 Körperwahrnehmung
PG Wahrnehmung und Empfindung
Denkanstöße Teilkompetenzen
Sprachmittel in der Werbung untersuchen. (8) die Beziehung zwischen Absicht und Wirkung
anhand sprachlicher Merkmale untersuchen
BNE Demokratiefähigkeit
BTV Formen von Vorurteilen, Stereotypen, Klischees
MB Kommunikation und Kooperation
Die Schülerinnen und Schüler arbeiten an Wörtern, Sätzen und Texten. Sie entdecken sprachliche
Strukturen und deren Funktion, lernen Fachbegriffe kennen und wenden diese an, auch im Hin-
blick auf die Rechtschreibung. Sie gehen mit Sprache experimentell und handelnd um.
Denkanstöße Teilkompetenzen
Wie erhalten die Kinder die Gelegenheit, in (1) Wörter strukturieren und von Möglichkeiten
Sprachspielen Strukturen zu entdecken? der Wortbildung Gebrauch machen (Vorbaustein,
Nachbaustein)
Welche Sprachbeispiele erhalten die Kinder,
um Sprache reflektieren zu können? 2.2 Schreiben 6, 10
Denkanstöße Teilkompetenzen
2.2 Schreiben 13
4. Anhang
4.1 Übersicht über das Fach Deutsch
Deutsch
Leitgedanken zum Kompetenzerwerb
BNE BTV PG BO MB VB
Leitperspektiven
38 Anhang
Bildungsplan 2016 – Grundschule Deutsch
Silbe
Wortbaustein
Vorbaustein, Nachbaustein
Wortarten
Wortfamilien
Wortfelder
Wortstamm
Personalformen:
Zeitstufen:
Vergangenheit (gesprochene und
schriftliche Vergangenheit), Gegenwart,
Zukunft
Ableitungen
Zusammensetzungen bilden
Satzglieder:
Prädikat
Subjekt als Wer- oder Was-Ergänzung
Objekt als Wen- oder Was-Ergänzung
Objekt als Wem-Ergänzung
sprachliche Operationen:
umstellen, ersetzen, ergänzen, weglas-
sen
Anhang 39
Bildungsplan 2016 – Grundschule Deutsch
4.3 Wortschatz
Auch das bewusste Üben und Sich-Merken der Schreibweise von einzelnen Wörtern trägt zur Recht-
schreibkompetenz bei. Um eine hohe Wirksamkeit zu erzielen, werden die Übungswörter nach drei
Kriterien ausgewählt:
1. „Besonders häufig vorkommende Wörter“ sind vor allem Funktionswörter. Schon im Anfangs
unterricht ist es sinnvoll, diese mit den Kindern parallel zum lautentsprechenden Schreiben ein-
zuüben.
2. Individuelle Wörter sind die Wörter der einzelnen Kinder, die sie für ihre eigenen Geschichten
benötigen oder die ihnen beim Schreiben nicht leichtfallen. Diese ergänzen den Modellwortschatz,
der bedeutsame orthografische Elemente in den Fokus der Kinder rückt.
3. Wörter, die gerade im Klassenverband (durch Ereignisse, Projekte, …) eine wichtige Rolle spielen,
bilden den stets zu erweiternden Klassenwortschatz.
Funktionswörter
und, endlich, die, der, das, ist, doch, sehr, es, dann, in, so, alle, noch, bald, ein, auf, da, zu, ich, du,
er, sie, es, wir, ihr, mit, mir, habe, einmal, aber, im, einen, als, nicht, an, einem, nur, ohne, diese,
aus, nach, von, ganz, nämlich, wirklich, auch, am, um, vor, sehr, trotzdem, ein bisschen, weg, bei,
bin, schon, wenn, wann, immer, wie, uns, plötzlich, weil, über, nirgends, nächste, wieder, waren,
sich, kam, sah, wollte, alles, ins, dem, ging, haben, sagte, sich, einer, werden, wurde, stand, eines,
meinen
Klassenwortschatz
40 Anhang
Bildungsplan 2016 – Grundschule Deutsch
4.4 Verweise
Das Verweissystem im Bildungsplan 2016 unterscheidet zwischen fünf verschiedenen Verweisarten.
Diese werden durch unterschiedliche Symbole gekennzeichnet:
Symbol Erläuterung
Die Darstellungen der Verweise weichen im Web und in der Druckfassung voneinander ab.
Welche Beobachtungen aus der Natur (5) in der Natur Vorbilder für Erfin-
können die Kinder beim eigenen dungen entdecken, beschreiben
Erfinden anregen? und in eigenen Erfindungen
umsetzen (zum Beispiel Flugfrüch-
Welche Rahmenbedingungen und
te, Lotus-Effekt)
Lerngelegenheiten geben den Kindern
genug Raum für eigene Erfindungen? (6) eine eigene „Erfindung“ planen,
bauen und präsentieren
B3 S. 135, B4 S. 149
Darstellung der Verweise in der Webanansicht (Beispiel aus SU 3.1.3.3 „Bauten und Konstruktionen“)
Anhang 41
Bildungsplan 2016 – Grundschule Deutsch
Welche Beobachtungen aus der Natur können (5) in der Natur Vorbilder für Erfindungen
die Kinder beim eigenen Erfinden anregen? entdecken, beschreiben und in eigenen Erfin-
dungen umsetzen (zum Beispiel Flugfrüchte,
Welche Rahmenbedingungen und Lern
Lotus-Effekt)
gelegenheiten geben den Kindern genug Raum
für eigene Erfindungen? (6) eine eigene „Erfindung“ planen, bauen und
präsentieren
Darstellung der Verweise in der Druckansicht (Beispiel aus SU 3.1.3.3 „Bauten und Konstruktionen“)
Stehen Verweise in der letzten Zeile eines Kompetenzbereichs und sind durch eine durchgezogene
Linie von diesem getrennt, so beziehen sie sich auf den gesamten Kompetenzbereich.
Mit welchen Medien kann die Wahr (6) Körper beschreiben, untersuchen
nehmung der Kinder für geometrische und nach Eigenschaften sortieren
Strukturen gefördert werden? (Ecke, Kante, Fläche)
Den Kindern Gelegenheiten bieten,
... die Teilkompetenz (6)
um mithilfe von geeigneten Materiali-
en zu einer systematischen Vorge (7) Körper herstellen (zum Beispiel
hensweise zu gelangen Kantenmodell, Vollmodell, Flä
chenmodell)
Gültigkeitsbereich von Verweisen (Beispiel aus M 3.2.2.2 „Geometrische Figuren erkennen, benennen und darstellen“)
42 Anhang
Bildungsplan 2016 – Grundschule Deutsch
4.5 Abkürzungen
Leitperspektiven
Allgemeine Leitperspektiven
Themenspezifische Leitperspektiven
BO Berufliche Orientierung
MB Medienbildung
VB Verbraucherbildung
Abkürzung Fach
D Deutsch
E Englisch
F Französisch
KUW Kunst/Werken
M Mathematik
MUS Musik
SU Sachunterricht
Anhang 43
Bildungsplan 2016 – Grundschule Deutsch
• Überschriften, Tabellen, Grafiken, wenn dies aus layouttechnischen Gründen (Platzmangel) erfor-
derlich ist,
• Funktions- oder Rollenbezeichnungen beziehungsweise Begriffen mit Nähe zu formalen und juris
tischen Texten oder domänenspezifischen Fachbegriffen (zum Beispiel „Marktteilnehmer“,
„Erwerbstätiger“, „Auftraggeber“, „(Ver‑)Käufer“, „Konsument“, „Anbieter“, „Verbraucher“,
„Arbeitnehmer“, „Arbeitgeber“, „Bürger“, „Bürgermeister“),
Selbstverständlich sind auch in all diesen Fällen Personen jeglichen Geschlechts gemeint.
Beispiel 1: „Die Schülerinnen und Schüler können freie Schreibzeiten nutzen (zum Beispiel Klassen-
briefkasten, Briefpartnerschaften, Geschichten-, Gedichts- oder Witzbuch der Klasse, Einladungs-
schreiben, Plakate für Klassenevents).“
Hier dienen die Beispiele in der Klammer zur Verdeutlichung.
44 Anhang
Impressum
Kultus und Unterricht Amtsblatt des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
Ausgabe C Bildungsplanhefte
Herausgeber Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, Postfach 103442, 70029 Stuttgart
in Zusammenarbeit mit dem Landesinstitut für Schulentwicklung, Heilbronner Str. 172, 70191 Stuttgart
Internet www.bildungsplaene-bw.de
Verlag und Vertrieb Neckar-Verlag GmbH, Villingen-Schwenningen
Urheberrecht Die fotomechanische oder anderweitig technisch mögliche Reproduktion des Satzes beziehungsweise der Satzordnung
für kommerzielle Zwecke nur mit Genehmigung des Herausgebers.
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Soweit die vorliegende Publikation Nachdrucke enthält, wurden dafür nach bestem Wissen und Gewissen Lizenzen
eingeholt. Die Urheberrechte der Copyrightinhaber werden ausdrücklich anerkannt. Sollten dennoch in einzelnen
Fällen Urheberrechte nicht berücksichtigt worden sein, wenden Sie sich bitte an den Herausgeber.
Alle eingesetzten beziehungsweise verarbeiteten Rohstoffe und Materialien entsprechen den zum Zeitpunkt der
Angebotsabgabe gültigen Normen beziehungsweise geltenden Bestimmungen und Gesetzen der Bundesrepublik
Deutschland. Der Herausgeber hat bei seinen Leistungen sowie bei Zulieferungen Dritter im Rahmen der wirtschaft-
lichen und technischen Möglichkeiten umweltfreundliche Verfahren und Erzeugnisse bevorzugt eingesetzt.
Juni 2016
Bezugsbedingungen Die Lieferung der unregelmäßig erscheinenden Bildungsplanhefte erfolgt automatisch nach einem festgelegten
Schlüssel. Der Bezug der Ausgabe C des Amtsblattes ist verpflichtend, wenn die betreffende Schule im Verteiler
(abgedruckt auf der zweiten Umschlagseite) vorgesehen ist (Verwaltungsvorschrift vom 22. Mai 2008, K.u.U. S. 141).
Die Bildungsplanhefte werden gesondert in Rechnung gestellt.
Die einzelnen Reihen können zusätzlich abonniert werden. Abbestellungen nur halbjährlich zum 30. Juni
und 31. Dezember eines jeden Jahres schriftlich acht Wochen vorher bei der Neckar-Verlag GmbH, Postfach 1820,
78008 Villingen-Schwenningen.