Es war ein ganz normaler Tag, ein ganz normaler Morgen.
Wie immer ging ich
duschen und zog mir anschließend meine Uniform an. Ich schaue in den Spiegel
und beschließe,mich heute ein wenig zu schminken. Nicht viel. Nur ein wenig.
Langsam ging ich durch den Flur, Richtung Tür. Als meine Hand die Türklinke
berührte überfuhr mich ein Schauer. Ich muss ich kurz setzen. Keine Ahnung, was
das jetzt war. Nach einer Weile richte ich mich wieder auf und öffne die Haustür.
Auf Arbeit angekommen betreteicvdas Flugzeug und bereite mit meinen Kollegen
den Flug vor. Nach und nach begrüßen wir die ersten Fluggäste. Ein Herr
fällthieraber besonders auf. Er scheint nicht so entspannt wie die anderen zu
sein. Flugangst würde ich es aber auch nicht nennen. An seinem Platz
angekommen klappt er sofort den Sitz runter. Es dauert eine ganze Weile bis wir
starten können,da ein Schneesturm über uns her zieht. Ganz gelassen teilte ich
die Zeitungen aus. Endlich ging es los. Das Flugzeug schwankt heute ein wenig
mehr als sonst, aber das hat sicher nichts zu bedeuten. Nur wenige Zeit später
muss ich das erste Essen austeilen. Wie ich herausfinden konnte, heißt der Mann
von vorhin Faber. Ich stelle ihm seine Boullion hin und lächel in an. Sein Blick
blieb in diesem Moment kühl. Sehr unfreundlich dachte ich mir. Mir macht das
aber nicht sonderlich was aus, unfreundliche Passagiere gibt es immer und
überall. Nach und nach ging ich bei den Leuten vorbei und nahm die leeren
Schüsseln weg. Leise schleiche ich die gänge entlang unerfüllt dennoch wachen
Passagieren ihre Wünsche. Als endlich auch der letzte eingeschlafen ist, kann ich
mir auch ein wenig Ruhe gönnen. Stunden später serviere ich den ersten Leuten
ihr Frühstück. So auch Herrn Faber. Seine Sitznachbar scheint immer wieder ein
Gespräch mit ihm aufbauen zu wollen,doch soweit ich es sehen kann, scheint
Herr Faber das ganz und gar nicht zu wollen. Ich war echt froh,als es endlich Zeit
für unsere Zwischenlandung war, da ich nicht so oft, so lange Flüge begleite. Ich
warte bis alle Passagiere ausgestiegen sind und vertrete mir ein wenig die Beine.
Zu mindest so lange, bis ich zum Schalter muss, da es schon wieder weiter geht.
Ich mache mir ein wenig Sorgen, um Herrn Faber. Nirgendwo ist er zu sehen.
Immer und immer wieder rufe ich ihn auf deutsch und englisch aus. Eine Kollegin
kam zu mir und meinte, dass wir uns los müssten. Mir ist zwar bewusst, dass
letzter Aufruf letzter Aufruf heißt, aber ich musste ihn einfach suchen gehen.
Immer wieder fragte ich einige Leute, ob sie einen großen grimmigen Mann
gesehen hätten, bis eine Frau mir sagte, in welche Richtung er ging. Ich lief
schneller und schneller, bis ich ihn endlich finden konnte. Ich merkte sofort, dass
er nicht weiter fliegen wollte, da er sich mit allen möglichen Ausreden versuchte
raus zu reden. Das wichtigste jedoch war dass er mir jetzt endlich zum Flugzeug
folgte und ich mir nicht von meinem Vorgsetzten anhören musste, einen
passagier verloren zu haben. Tatsächlich ist es mir sogar egal, wie wütend die
anderen Passagiere jetzt sein mussten, da sie nur durch mich auf Herrn Faber
warten mussten. Ich schloss die Tür und setzte mich. Dann ging es endlich weiter
und ich dachte, dass nun alles gut werde.