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Diff&Ind

Differenzierung individualisierung

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Maras, 2020: Altmannsberger, 2001:

Äußere Differenzierung: angemessener Umgang mit Rechtlich


Definition (Kiel & Syrig, 2018): Formen der Heterogenität GG, Art. 2: “Jeder hat das Recht auf freie Entfaltung
“Alle Maßnahmen auf institutioneller bzw. Differenzierung unterstützt Entwicklung der seiner Persönlichkeit”
schulorganisatorischer Maßnahmen.” Selbstständigkeit, UN-BRK, GG Art. 2 & 3: Differenzierung ermöglicht
3 Dimensionen: Selbstverantwortung & Chancengleichheit
interschulisch: Aufteilung nach Leistung Selbstkonzept Bay. Verf. Art. 128: “Jeder hat Anspruch darauf, eine
dreigliedriges Schulsystem Voraussetzung für Bereitschaft für seinen erkennbaren Fähigkeiten und seiner inneren
intraschulisch: innerhalb Schule LLL Berufung entsprechende Ausbildung zu erhalten.”
Klafki, 1996:
(organisatorische Ebene) Individuelle Lernmöglichkeiten Lern- und motivationspsychologisch
Chancengleichheit kann nur durch Ungleichheit der
A-, B-, ... Kurse nach Leistung kennenlernen & nutzen traditioneller Frontalunterricht kann unterschiedlichen
Lernangebote gewährleistet werden
Prolbildungsdimension: Schulprofil der fördert individuelle Fähigkeiten & Eingangsgegebenheiten der SuS nicht gerecht werden
Innere Differenzierung: (d.h.) Unterrichtsgestaltung, die den
Einzelschulen Interessen interindividuelle Unterschiede: Spracherwerb;
(Binnendifferenzierung/didaktische Differenzierung/Unterrichtsdifferenzierung) Lernausgangslagen der SuS, durch
musisch-künstlerisch Behebung von Lerndefiziten Vorerfahrungen, häusliche Arbeitsbedingungen;
Definition (Klafki, 1994): unterschiedliche Lernangebote gerecht wird ist
bilingual Leistungsmotivation, Belastbarkeit; Interessen,
“All jene Differenzierungsformen, die innerhalb unabdingbar
... Neigungen, Bedürfnisse; Lerntempi, Lerntypen;
einer gemeinsam unterrichteten Klasse oder Kritik (Schröder, 1995):
Lerngruppe vorgenommen werden, im Begründung Konzentrationsfähigkeit, Leistungsvermögen.
Vorteile: Bohl et al., 2012: intraindividuelle Unterschiede: Gute Aufsätze,
Unterschied zu allen Formen sog. äußerer Differenzierung
homogene Leistungsgruppen merkmalsbezogene Gruppierung in der schlechte Rechtschreibung
Differenzierung.” ermöglichen angemessene
Merkmale (Inckemann, 2014): Lerngruppe/Klasse Orientierung an imaginären Durchschnittsschüler =>
Lernanforderungen Differenzierung erhöht Wahrscheinlichkeit der Passung Unter-/Überforderung
unterschiedliche Angebote für verschiedene Anpassung von Inhalt und Methode Voraussetzungen
Gruppen innerhalb der Klasse bereitstellen auf individuelle Voraussetzungen Lösungen:
gleichmäßigere Bewältigung des Stoffes Lehrerseite (Schittko, 1984)
kann in verschiedenen Unterrichtsphasen optimale Passung, Heckenhausen, 1989
in der Lerngruppe Offenheit ggü. Kind und seinen
stattfinden Zone of Proximal Development, Vygotsky, 1978
Verminderung von Frustration Definition, Saalfrank, 2012: Möglichkeiten
Fundamentum vs. Additum Pädagogisch
Nachteile: “Differenzierung bezeichnet alle Maßnahmen schul- und diagnostische Kompetenzen
F= Grundlagen, die alle SuS erreichen Chancengleichheit über gezielte Förderung der
Homogenität - erreichbar? unterrichtsorganisatorischer Art, die zur Förderung von Kenntnisse über differenzierende
müssen individuellen Anlagen anstreben
sozialisationsspezifische Trennung SuS Schülerinnen und Schülern oder von Lerngruppen aufgrund Maßnahmen + pädagogisch-
A = zusätzliche Inhalte/Vertiefung Unterricht soll
Chancen von Heterogenität gehen unterschiedlicher Neigungen, Begabungen, Interessen, didaktische Kompetenz zur
Dimensionen & Möglichkeiten (Kiel & Syrig, 2018): kompensatorisch individuellen Lern- und
verloren Schwächen und Stärken unter Berücksichtigung des Durchführung
D nach Lernvoraussetzungen Leistungsdifferenzen entgegenwirken &
Motivationsprobleme in unteren Gruppen jeweiligen Entwicklungsstandes ergriffen werden, was zu SuSseite (Geppert & Preuss, 1980
Interessen möglichst alle Kinder zu Ich-, Sach- und
einer Individualisierung des Unterrichts beiträgt.” kognitiver (Vorwissen),
Vorwissen & Lernvermögen Sozialkompetenz führen
sozialer (Koop.bereitschaft,
Lern- & Anstrengungsbereitschaft Gesellschaftlich/Sozialisationstheoretisch
Rücksichtnahme,
Lerntempo Veränderte Kindheit:
eigenverantwortliches Arbeiten),
D nach Angeboten: Familienformen & Erwerbstätigkeit der Mütter
personaler (Leistungsmotivation,
Ziele & Kompetenzen: Mediatisierung
Lernausdauer,
Fach-, Methoden-, Sozial-, Selbst-, &
Handlungskompetenz
Differenzierung Konzentrationsfähigkeit,
Selbstständigkeit),
Einflüsse der multikulturellen Gesellschaft
Bewegungsmangel
Lehr-Lern-Arrangements: Konsum vs. Kreativität
instrumenteller (Arbeits- und
Unterrichtsform Leistungsgesellschaft
Lerntechniken) Entwicklungsstand
Methoden Anthropologisch
Sozialformen/Organisationsformen
EA, PA, GA
Inhalte Ziele: Herausforderungen (Wiater, 2001):
Raum & Zeit Studien:
Bönsch, 1995: didaktisch:
Medien DESI-Studie, (Klieme, 2006):
jeden S entsprechend Individualität & spezifischen Interessen fördern klare Bestimmung von Fundamentum und Additum oftmals schwierig
Aufgaben Differenzierende U-Formen weit
Bedürfnisse und Lernvoraussetzungen berücksichtigen (=> Recht auf freie Schereneffekt (leistungsstarke & -schwache SuS) durch Additum
verbreitet
Entfaltung der Persönlichkeit ernst nehmen) hohe pädagogisch-soziale Kompetenzen bei Durchführung nötig
Wochenplanarbeit, Freiarbeit,
Möglichkeiten (Riedl, 2008): Möglichkeiten der Bildungs- und Lebenschancen eröffnen organisatorisch:
Gruppierungen
inhaltlich (thematisch-intentional) unverschuldete soziale Benachteiligung abbauen mehr Arbeit für Lehrkräfte durch umfassende organisatorische Arbeit
Auswirkung leistungsbezogener
methodisch Meyer, 2002: Grenzen bei Arbeitsmaterialien, Räumlichkeiten, Lernzeitbedarf
Differenzierung auf das
medial kognitiv: diagnostisch:
Selbstkonzept (Lipowsky, 2011):
sozial gemeinsamer Grundbestand an Wissen und Können für alle SuS Voraussetzung Diff = Lernstandsdiagnose
ausgeprägte
Förderungsmöglichkeiten für leistungsstärkere SuS detaillierte Kenntnisse von Lehrkraft über Entwicklung und Umfeld
Differenzierungspraxis geht mit
Differenzierung im Unterricht, Grundsätze Behebung individueller Lerndefizite motivational:
höherem Zuwachs im
(Kaiser, 2007) personal: äußere Differenzierung: nicht alle SuS profitieren von Homogenität
Selbstkonzept einher
(ausgewählt) Forderung nach Selbstkompetenz leistungsschwache am wenigsten
ausgeprägte
Heterogenität verlangt Differenzierung, aber Selbsterfahrung ermöglichen negatives Selbstbild durch Zuweisung
Differenzierungspraxis geht mit
alle Kinder sollten beim gemeinsamen Inhalt Eigenaktivität und Eigenständigkeit bzgl Lernbemühungen unterstützen Leistungsbeurteilung
schwächerem Fischteicheffekt
bleiben Förderung der freien Entfaltung der Persönlichkeit jedes Einzelnen Einzelleistung in GA schwierig
einher
Das Ausmaß der Lernhilfen muss, allen soziokommunikativ: Vglbarkeit => kriterialer Bewertungsmaßstab wird nicht jeden Kind gerecht
FTE = höhere
Kindern erlauben ihre Lernfortschritte Forderung nach Sozialkompetenz spezifisch homogene Lerngruppen:
Klassenleistung, geringeres
wahrzunehmen Auflösung des starren Systems des Klassenverbandes Konkurrenzdruck
Selbstkonzept
Lernaufgaben müssen zum gemeinsamen Entwicklung kooperativer Sensibilität und entsprechender Versagensängste
Lernen beitragen oder dorthin führen Verhaltensformen soziale Abgrenzung
Helmke, 2012: Bohl et al., 2012: Abgrenzung - Innendifferenzierung: Wocken, 1998:
Speck-Hamdan, 2014:
Lehrkraftgesteuerte Individualisierung 6 Handlungsbereiche zur Verwirklichung von Bohl, et al. 2012: Fokus auf gemeinsamer Lernsituation
Gemeinsame Lernaufgaben & Lernumgebungen
Ausrichtung des Unterrichts auf individuelle Individualisierung Differenzierung zielt nicht zwangsläufig (nicht Lerngegenstand)
=> individuelles Lernen nimmt seinen Ausgang bei
Lernvoraussetzungen 1. Festlegung von Zielen/Inhalten/Kompetenzen auf das Individuum ab dynamische Balance individueller und
gemeinsamen Themen & Lernaufgaben
SuSgesteuerte Individualisierung 2. Diagnose der Lernvoraussetzungen Inckemann, 2014: kooperativer Lernformen
GL für proaktive Nutzung von Heterogenität geeignet
Individualisierung ermöglichende Szenarien, bei 3. Bereitstellung passender Lernangebote BD erhöht die Wahrscheinlichkeit den integrativer/inklusiver Unterricht muss
denen SuS aktiv werden, indem sie selbst für sie 4. individuelle Förderpläne individuellen Lernvoraussetzungen der der Dialektik Gleichheit-Differenz der
passende bzw. interessierende Aufgaben wählen & 5. individuelle Begleitung während des Lernens SuS gerecht zu werden Lerngruppe gerecht werden
Lernprozesse selbst regulieren 6. Überprüfung individueller Ergebnisse ABER: nicht jede BD = Individualisierung Brügelmann, 2011:
Offener Unterricht; Kooperatives Lernen Gemeinsames Lernen ≠ gleiches Lernen
Inklusion & Optimale Unterstützung/Förderung des
Einzelnen => unmöglich ohne Individualisierung
Definition, Bohl et al., 2012: Individualisierung beinhaltet
Individualisierung von unten/oben Individualisierung “ nimmt die zuvor erfassten
(Brügelmann, 2011): gemeinsame Aktivitäten
Formen der Lernvoraussetzungen und/oder Interessen intensives Lernen mit- und voneinander
von oben: einzelner SuS als Ausgangspunkt und stellt Gemeinsames Lernen
Individualisierung Unterschiede = Chance
z.B. jedem SuS ein anderes Arbeitsblatt zur Verfügung daraufhin passende individuelle Lernangebote
stellen ist auf Begegnung & Austausch angewiesen
zur Verfügung” ≠ Isolierung in EA!
Unterricht bleibt inhaltlich lehrerzentriert
Ziel bleibt Lösung einer bestimmten Aufgabe
von unten:
organisatorische, methodische & inhaltliche Öffnung des
Unterrichts
Veränderung der Art der Aufgaben & Aktivitäten Phasen individualisierten/ differenzierten Unterrichts
(Maras, 2020):
1. Einführungsphase
Individualisierung 2. Arbeits- und Produktionsphase
a. Alleinarbeit
(individuelle Förderung/ b. Wahldifferenzierung
Effekte/Effektivität: individuelles Lernen) c. differenzierte Lerngruppe
Tillmann & Wischer, 2006 3. Präsentations- & Auswertungsphase
“Der Erfolg des Unterrichts in heterogenen Lerngruppen hängt sehr stark davon 4. Dokumentationsphase
ab, ob es den Lehrkräften gelingt, einen fachlich kompetenten & zugleich
methodisch vielfältigen Unterricht zu realisieren, der kontinuierlich
binnendifferenzierende Elemente enthält.”
Hattie, 2009:
äußere und innere Differenzierung sind weder förderlich noch schädlich
wenn profitieren leistungsstarke SuS von BD
Lehrgänge (Meyer, 2012):
Lernen in Kleingruppen ist effektiv Didaktik der Lernwege (Bönsch, 2018): Lehrgang = planmäßige Abfolge von Unterrichtseinheiten
Wellenreuther & Roßbach 2002 didaktische Modelle, die bei den tatsächlichen Lernvorausetzungen der nach “innerer Gesetzmöglichkeit” des jeweiligen
Methoden der Leistungsdifferenzierung schaffen lediglich Rahmen für wirksame SuS ansetzen und sie bewusst in ihrem eigenen Lernfortschritt begleiten Lerngegenstandes
pädagogische Maßnahmen sind nötig Ausgangspunkt eines Lehrgangs:
Munser-Kiefer, 2014: Lehrplanung und Lehrerhandeln soll sich mehr als bisher an den Durchschnittsschüler
nicht Unterrichtsform an sich, sondern ihre Realisierung ist entscheidend Lernwegen der Kinder orientieren und um ein stimmiges Verhältnis erwartetes Können und Wissen wird an curricularen
Lotz & Lipowsky (2014): zwischen Zielgerichtetheit des Unterrichts und den situativen Kriterien des vorausgegangenen Stoffes gemessen
Forderung der Kombination aus sus- und lehrergelenkten Unterrichtsphasen Ausgangsbedingungen bemühen
Dimensionen der Unterrichtsqualität müssen berücksichtigt werden Es kann zu Schulbeginn in der GS nicht von einheitlichen
Lernvoraussetzungen ausgegangen werden 6 Lehrgangsformen (Meyer, 2012):
pädagogischer Anspruch der Einführung in schulisches Lernen & Arbeiten: 1. additiv logisch-systematischer Lehrgang
so früh wie möglich Verantwortung für das eigene Lernen in den a. auf einzigen Durchgang hin angelegt
Mittelpunkt stellen 2. konzentrische Kreise
a. Ansetzen bei Erfahrungserweiterung des Kindes
Grundschema: b. Prinzip “vom Nahen zum Fernen”
1. subjektbezogener Ansatz: 3. Spirallehrgang:
Kritische Betrachtung
a. an den konkreten Vorkenntnisse, Vorerfahrungen und a. Stoffzusammenhänge werden auf höherer Ebene
Eigenkonstruktionen der Kinder ansetzen wiederholt und Grundbegriffe vertieft angewendet
b. individuelle Interessen und Zugänge zu den Lerninhalten 4. ganzheitlicher Lehrgang:
thematisieren a. beginnt mit überschaubar sinnvollen Einheiten, dann folgt
2. Kommunikation der Lerngemeinschaft: die Analyse der Einzelelemente
Chancen (Einsiedler, 1996):
Herausforderungen (Einsiedler, 1996): a. im sozialen Austausch zwischen S und L verschiedene Vorstellungen, 5. exemplarischer Lehrgang:
Ausgleich der Defizite durch Leistungsschwächen
Unterrichten ist im Klassenverband eingeschränkt Begriffsverwendungen, Zugangsweisen und Lernwege vergleichen a. thematisches Vorgehen, das mit einem weitreichenden
oder Schulversäumnisse
Organisation komplizierter & aufwändiger 3. Annäherung an die “objektive” Sach- und Fachstruktur: Grundproblem als Einstig beginnt
Förderung individueller Fähigkeiten, Fertigkeiten,
hohe diagnostische und organisatorische a. wenn die Lerngemeinschaft an ihre Grenzen stößt werden anerkannte 6. genetischer Lehrgang:
Begabungen & Interessen
Anforderungen Fachkompetenzen, gängiges Sachwissen und Erklärungsweisen a. setzt den Unterrichtsgegenstand in einen Prozess um und
individuellen Lernprozessen gerecht werden
Leistungsbewertung einbezogen vollzieht den Gang einer Entwicklung nach
Berücksichtigung der Lerntempi, Menge & Niveau

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