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Weihnachten

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WEIHNACHTEN IN DEUTSCHLAND

Weihnachten ist das wichtigste Fest im Christentum. Die Geburt Jesu Christi wird gefeiert, die Geburt
des Retters der Menschen. Die meisten der typischen Weihnachtssymbole haben christlichen
Ursprung, viele sogar einen direkten Bezug zur biblischen Weihnachtsgeschichte.

Nikolaus – ein wichtiger Tag in der Vorweihnachtszeit


Der Nikolaustag am 6. Dezember ist ein wichtiger Tag in der Vorweihnachtszeit. An diesem Tag stellen
Kinder traditionell am Vorabend ihre Schuhe hin oder hängen einen Strumpf auf und entdecken am
Nikolausmorgen Leckereien und kleine Geschenke darin. Dieser Brauch geht auf 340 nach Christus
zurück. Damals verschenkte Sankt Nikolaus alles, was er hatte, an Arme und Kinder. Und ihm wird an
seinem Todestag, dem 6. Dezember, gedacht. Übrigens erhalten nur Kinder, die lieb und artig waren,
etwas vom Nikolaus. Den anderen droht eine Rute von seinem finsteren Gesellen Knecht Ruprecht.
In Deutschland gibt es zwei Weihnachtsfeiertage, den 25. und den 26. Dezember. Der 24.
Dezember, Heiligabend, teilt sich für viele in einen hektischen Vormittag und einen festlichen Teil am
Abend.
Sobald die vierte Kerze auf dem Adventskranz angezündet wurde, ist es nicht mehr lange bis
Heiligabend am 24. Dezember. Dieser Tag ist der Höhepunkt der Weihnachtszeit in Deutschland. An
diesem Tag oder etwas eher wird der Weihnachtsbaum aufgestellt und geschmückt. Viele Haushalte
stellen außerdem eine Krippe auf. In der Küche wird das Weihnachtsessen vorbereitet.
Für die gläubigen Deutschen geht es an Heiligabend oft in die Kirche in den Weihnachtsgottesdienst.
Familien mit Kindern gehen am Nachmittag dorthin, Ältere, Alleinstehende oder Kinderlose gehen
gerne in die Christmette am Abend. Der Gottesdienst ist in der Regel sehr festlich.
Nach dem Kirchenbesuch am Nachmittag und vor dem großen Weihnachtsessen findet am frühen
Abend die Bescherung statt. Nicht selten bekommen die Kinder gleich mehrere Geschenke. In
manchen Familien bringt das Christkind die Geschenke, in anderen der Weihnachtsmann.
Zwei weitere ruhige Tage
Der erste und zweite Weihnachtstag (25. und 26. Dezember) sind Feiertage. Die beiden Feiertage
nutzen viele Menschen, um mit der gesamten Familie zusammenzukommen. Es gibt Kaffee und
Kuchen oder ein gemeinsames Abendessen. Oftmals werden auch noch kleine Geschenke
übergeben, zum Beispiel von den Großeltern. Die Weihnachtsfeiertage werden gemütlich und
harmonisch verbracht, bevor am nächsten Werktag der große Sale in den Geschäften losgeht und die
Vorbereitungen auf die Silvesterfeier anstehen.

WEIHNACHTENSYMBOLE

Adventskalender / Adventskranz
Die Adventskalender-Geschichte beginnt 1838. Johann Heinrich Wichern, Leiter des evangelischen
Knabenrettungshauses „Rauhes Haus“ bei Hamburg, hatte wahrscheinlich genug von der Frage, wann
endlich Weihnachten sei. So entwickelte er eine Idee zur Darstellung der verbleibenden Tage. Er
nahm sich ein altes Wagenrad und einen Holzkranz und steckte 20 kleine rote und vier große weiße
Kerzen darauf. Bei den täglichen Andachten, zu denen alle gemeinsam Adventslieder sangen, durften
die Kinder eine rote Kerze anzünden, an den Adventssonntagen zusätzlich eine weiße.
Genaugekommen kann also der Adventsleuchter als Vorgänger des heutigen Adventskranzes gelten.

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Der Adventskalender ist eine schöne Tradition. Nicht nur für Kinder ist er ein Must-have, auch für
Erwachsene gibt es die unterschiedlichsten Adventskalender zu kaufen. Der Adventskalender hat 24
Türchen. Das erste Türchen wird am 1. Dezember geöffnet, das letzte am 24. Dezember, also an
Heiligabend. Es gibt nicht nur Schokoladen-Adventskalender zu kaufen, auch Adventskalender mit
Kosmetik oder Snacks werden angeboten. Wer gerne kreativ ist, bastelt und befüllt einen
Adventskalender selbst.

Der klassische Adventskranz ist ein aus Tannenzweigen geflochtener Kranz, der mit Schleifen oder
anderem Schmuck, auf jeden Fall aber mit vier Kerzen geschmückt wurde. Diese vier Kerzen werden
nacheinander entzündet, an jedem Adventssonntag eine weitere. Je näher das Weihnachtsfest rückt,
desto heller wird es – und so steht der Adventskranz in seiner Symbolik für das Warten auf Jesus
Christus, das Licht der Welt.

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Adventskalender

Krippe im heutigen Sinn – typischerweise ein Miniaturstall, in dem sich Figuren von Maria und Josef,
von Ochse und Esel, und natürlich die namensgebende Krippe mit dem Jesuskind befinden – gibt es
bereits seit dem 16. Jahrhundert.
Der Ursprung der Weihnachtspyramide lässt sich ins deutsche Erzgebirge zurückverfolgen. Im Winter
waren die Bergleute arbeitslos und übten sich in Schnitzereien. So bekamen ihre Kinder trotz der
bitteren Armut Weihnachtsgeschenke.

Die langen, dunklen Winterzeiten ließen so viel Zeit für das Herstellen von Weihnachtspyramiden,
dass diese von den Herstellern verkauft wurden. Die Drehung durch Kerzenwärme ist der
Fördertechnik von Schachtanlagen im erzgebirgischen Bergbau entnommen.

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Stern
Die Bibel erzählt von den Heiligen Drei Königen, die einer Himmelserscheinung, einem Stern, folgten,
um zu dem neugeborenen Jesuskind zu gelangen.

Der Herrnhuter Stern


Vor über 160 Jahren im Schloss der Herrnhuter Brüdergemeine entstanden, gilt der Herrnhuter Stern
als Ursprung aller Weihnachtssterne. Benannt ist er nach der Herrnhuter Brüdergemeine, die ihren
Stammsitz in Herrnhut in der Oberlausitz hat.
Der Ort wurde von den Nachfahren der Evangelischen Brüderunität Mähren am 17. Juni 1722
gegründet. Anfang des 19. Jahrhunderts leuchtete der erste Stern aus Papier und Pappe in den
Farben Rot und Weiß in den Internatsstuben der Brüdergemeine. Von einem Erzieher im
Mathematikunterricht gebaut, sollte er helfen, ein besseres geometrisches Verständnis zu
vermitteln. Nur echt mit 25 Zacken

Engel – himmlische Botschafter

In der biblischen Weihnachtserzählung spielen Engel eine wichtige Rolle – als Himmelsboten. Es ist
ein Engel, der Maria die frohe Botschaft verkündet. Ein Engel erscheint Josef im Traum, um zu
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erklären, dass seine Frau Gottes Sohn das Leben schenken würde. Und ebenso sind es Engel, die den
Hirten auf dem Feld von der Geburt des Heilands kündeten. So ist das Engelsmotiv zu einem beliebten
Weihnachtssymbol geworden, wenngleich Engel, meist als geflügelte Wesen dargestellt, in vielen
Religionen als Gottesboten bekannt sind.

Christbaum – Symbol für Licht und Leben

In christlicher Tradition ist der Baum ein Symbol für das Leben – ein mit Kerzen geschmückter
Weihnachtsbaum wird ein Symbol für Licht und Leben. Für Jesus Christus.

Den Brauch, zu Weihnachten einen Nadelbaum festlich zu schmücken, entstand Anfang des 17.
Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum. Vor ungefähr 200 Jahren verbreitete er sich über die
ganze Welt – und seither ist der Christbaum eines der verbreitetsten Weihnachtssymbole.

Rot & Grün – Tod & Hoffnung

Zur Advents- und Weihnachtszeit sind die beiden Farben Rot und Grün vorherrschend. Rot steht für
das Blut, das Jesus Christus vergossen hat, um die Seelen der Menschen zu retten. Grün symbolisiert
traditionell die Farbe der Hoffnung und steht für neues Leben.

Das Essen und Gebäck zum Weihnachten


LEBKUCHEN
Es geht auf einen sehr alten christlichen Brauch zurück, dass in Deutschland Plätzchen und süßes
Gebäck zu Weihnachten traditionell dazugehören: Schon im 15. und 16. Jahrhundert wurde am Ende
der Messfeier gesegnetes Brot an die Gläubigen verteilt. Weil es mit einem christlichen Stempel
versehen waren, bekam das Gebäck aus Aachen beispielsweise den Namen „Printen“, der sich vom
englischen „print“ beziehungsweise dem niederländischen „prent“ ableitet, was für Aufprägen oder
Abdruck steht. Von Anfang des 19. Jahrhunderts an wurden die Rezepte raffinierter, auch wenn sie
immer noch eher an Vollwertgebäck erinnern. In den Klöstern wurden die Kekse dann nach und nach
verfeinert – die Mönche kannten süßes Gebäck aus dem Orient und Italien und besaßen die dafür
notwendigen Gewürze. Seit 1820 steht der Name „Aachener Printen“ für eine bestimmte Sorte
Lebkuchen. Sie wurden nicht nur an Weihnachten, sondern auch zu Ostern, zu Hochzeiten oder zu
Taufen verschenkt.

Kuchen ohne Mehl


Lebkuchen werden heute manchmal auch „Pfefferkuchen“ genannt, da sie neben zahlreichen
Gewürzen auch Pfeffer enthalten. Neben Honig als Süßungsmittel und den orientalischen Gewürzen

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Zimt, Nelken, Anis, Kardamom, Koriander, Ingwer und Muskat ist typisch für den Lebkuchen, dass er
ohne Hefe gebacken wird. Stattdessen wird Hirschhornsalz oder Pottasche verwendet, was dem
rohen Teig einen bitteren Geschmack gibt. Heute gibt es eine Vielzahl verschiedener
Lebkuchensorten: mit und ohne Oblaten, aus Honigkuchen- oder Nussteig, mit Mandeln,
Haselnüssen oder Walnüssen, mit und ohne Glasur und Verzierungen. Die bekannteste
Lebkuchensorte ist der Elisenlebkuchen. Er besteht nur aus Nüssen, Eiern, Honig und Gewürzen. Eine
Zutat kommt im Elisenlebkuchen sicher nicht vor: Mehl.

Herkunft des Christstollens


Ursprünglich basiert der Christstollen auf den keltischen Opferbroten, welche mit der
Christianisierung (hierzulande im 8. bis 10. Jahrhundert nach Christus) von den
mittelalterlichen Klosterbäckereien übernommen wurden. Die erste urkundliche Erwähnung des
Stollens erfolgte sschon vor rund 700 Jahren, doch vermutlich ist das Gebäck noch weitaus älter –
wobei der frühere Stollen mit dem heutigen nur die Form verbindet, nicht die Rezeptur.

Woher kommt das Wort „Stollen“?


Zur Herkunft des Wortes „Stollen“ gibt es vier Theorien. So soll der Name „Stollen“ manchen Quellen
nach von einer Ableitung des Wortes „Stulle“ kommen, was für „Stück“ steht. Andere vermuten eine
Ableitung des Wortes „Stulno“, was soviel wie „groß und mächtig“ bedeutet. Demnach hätte der
Stollen die Bedeutung „mächtiger Festkuchen“. Eine dritte Version geht davon aus, dass der „Stollen“
die Stützen der Wiege des Christkindes meint – was aber unwahrscheinlich ist, weil dieses nicht in
einer Wiege lag, sondern laut der Bibel in einer Krippe. Die verbreitetste Theorie vermutet eine
Wortherkunft aus dem Bergbau, wo der „Stollen“ (althochdeutsch: Stollo) einen tragenden Pfosten
meint. Damit sollte im christlichen Glauben die tragende Kraft Jesu symbolisiert werden. Aus den
historischen Quellen lässt sich die tatsächliche Herkunft des Wortes nicht eindeutig erschließen, so
dass jede der Theorien richtig sein kann oder auch nicht.

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Warum essen Deutsche an Heiligabend Kartoffelsalat?
In alter christlicher Tradition war vom Martinstag am 11. November bis 24. Dezember Fastenzeit.
Deshalb kommt an Heiligabend ein einfaches Gericht auf den Tisch, zum Beispiel Karpfen, denn Fisch
ist die symbolische Fastenspeise. Aber am beliebtesten im ganzen Land ist Kartoffelsalat mit
Würstchen; das gibt es laut einer Umfrage von 2021 bei 34 Prozent der Deutschen.
Am ersten oder zweiten Weihnachtsfeiertag wird am festlich gedeckten Tisch üppig geschlemmt. Das
traditionelle Weihnachtsessen ist Gänsebraten mit Kartoffelklößen und Rotkohl.

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