Pronominaladverbien (Präpositionaladverbien)
Pronominaladverbien werden mit da-(r)-, wo-(r)– und hier- + Präposition gebildet.
Deshalb werden sie auch als Präpositionaladverbien bezeichnet.
Beispiel: Pronominaladverb
da+r+Präpositionen (die mit einem Vokal beginnen): daran, darauf, daraus, darin,
darüber, darunter/ danach, dafuer, dabei, davon, etc.
wo+r+Präpositionen (die mit einem Vokal beginnen): woran, worauf, woraus, worin,
worüber, worunter / Wovon, wofuer, womit
hier+ Präpositionen: hieran, hierauf, hieraus, hierbei, hierdurch, hierfür, hiergegen
unsw.
Gebrauch als Pronomen
1. Ersatz einer lokalen, temporalen oder modalen Ergänzung
Pronominaladverbien werden anstelle einer lokalen, temporalen oder modalen
Ergänzung verwendet.
• Beispiel: lokale Ergänzung
Der Schrank steht an der Wand. Ich stelle das Sofa vor den Schrank.
Der Schrank steht an der Wand. Ich stelle das Sofa davor.
Wovor stellst du das Sofa? – Vor den Schrank.
• Beispiel: temporale Ergänzung
Ich frühstücke gerne lange. Beim Frühstücken vergesse ich immer die Zeit.
Ich frühstücke gern lange. Dabei vergesse ich immer die Zeit.
Wobei vergisst du immer die Zeit? – Beim Frühstücken.
• Beispiel: modale Ergänzung
Ich hole einen Hammer. Mit dem Hammer kannst du den Nagel in die Wand
schlagen.
Ich hole einen Hammer. Damit kannst du den Nagel in die Wand schlagen.
Womit kann ich den Nagel in die Wand schlagen? – Mit dem Hammer.
2. Ersatz einer festen Präpositionalergänzung
➢ Beispiel: Verb mit Präposition(alergänzung)
Wartest du auf die Pause? – Nein, ich warte nicht auf die Pause.
Wartest du auf die Pause? – Nein, darauf warte ich nicht. / Nein, ich warte nicht
darauf.
Worauf wartest du? – Auf einen Anruf.
Auf wen wartest du? – Auf meinen Bruder.
Mit wem hast du gesprochen? - Mit meiner Freundin.
Worueber sprichst du? – Ueber unsere Pruefung.
➢ Beispiel: Nomen mit Präposition
Hast du Angst vor dem Fliegen? – Nein, ich habe keine Angst vor dem Fliegen.
Hast du Angst vor dem Fliegen? – Nein, davor habe ich keine Angst.
Wovor hast du Angst? – Vor Gewittern.
➢ Beispiel: Adjektiv/Adverb mit Präposition
Bist du gut in Mathematik? – Nein, ich bin nicht gut in Mathematik.
Bist du gut in Mathematik? – Nein, darin bin ich nicht gut.
Worin bist du gut? – In Sprachen.
3. Bezug auf einen Satz
Pronominaladverbien können sich nicht nur pronominal für einzelne Ergänzungen,
sondern auch für ganze Sätze verwendet werden.
Beispiel:
Sie hat die Prüfung nicht bestanden. Damit hat sie nicht gerechnet.
Er hatte ihren Geburtstag vergessen. Darüber war sie sehr enttäuscht.
Sie hat einen sehr viel älteren Mann geheiratet. Dafür hatten ihre Eltern überhaupt
kein Verständnis.