BASt B 78
BASt B 78
Wellstahlbauwerken
Berichte der
Bundesanstalt für Straßenwesen
Brücken- und Ingenieurbau Heft B 78
Sachstand
Bemessung von
Verstärkungsverfahren
Wellstahlbauwerken
– Verstärken
Vergleich nach den bisherigen
von Betonbrücken im
und den neuen Richtlinien
Bestand
von
Ulrike Kuhlmann
Hans-Peter Günther
Wolfgang Krauss
Universität Duisburg-Essen
Fakultät Ingenieurwissenschaften
Institut für Massivbau
Berichteder
Berichte der
Bundesanstalt
Bundesanstalt fürfür Straßenwesen
Straßenwesen
Brücken-
Brücken- undund Ingenieurbau Heft
Ingenieurbau HeftBB75
78
Die Bundesanstalt für Straßenwesen
veröffentlicht ihre Arbeits- und Forschungsergebnisse
in der Schriftenreihe Berichte der
Bundesanstalt für Straßenwesen. Die Reihe
besteht aus folgenden Unterreihen:
A - Allgemeines
B - Brücken- und Ingenieurbau
F - Fahrzeugtechnik
M - Mensch und Sicherheit
S - Straßenbau
V - Verkehrstechnik
Projektbetreuung
Jürgen Blosfeld
Thomas Mayer
Herausgeber
Bundesanstalt für Straßenwesen
Brüderstraße 53, D-51427 Bergisch Gladbach
Telefon: (0 22 04) 43 - 0
Telefax: (0 22 04) 43 - 674
Redaktion
Stabsstelle Presse und Öffentlichkeitsarbeit
ISSN 0943-9293
ISBN 978-3-86918-135-6
Bergisch Gladbach, Mai 2011
3
Design of corrugated steel culverts bolt connection and the verification at the inclined
side-cut of the culverts are included. Moreover, se-
Corrugated steel culverts have been approved to cond order analysis based on a typical framework
be economic and durable steel structures for the software have been performed in order to check
undercrossing of roads and highways during the the stability of the pipe’s crown and to the get an
last decades of years. Corrugated steel culverts impression on the overall stress behaviour in the
are built up from corrugated steel elements em- culvert during backfilling and under the design
bedded in the earth and used for several types of loads.
underground crossings. Their load carrying behav- Based on these investigations, the following find-
iour is characterized by an interaction of the flexi- ings and recommendations could be drawn which
ble steel culvert with the surrounding soil material. might be considered for the review of the design
In Germany, the design of corrugated steel culverts rules for corrugated steel culverts:
is currently regulated by the Allgemeinen Rund- Except of the stability limit state at the pipe’s
schreiben Straßenbau (ARS) Nr. 20/1997 und crown for h/s < 0.7, the change of the overall
Nr. 12/1998, published by the Federal Ministry of design concept towards the state of the art par-
Transportation. The design rules included in these tial safety concept indicated no significant
th
documents go back to the 1970 and are based on changes within the overall safety level. For this
the publication of (KLÖPPEL & GLOCK, 1970). limit state it is therefore recommended to keep
These rules are based on the formerly used so the higher safety requirements for h/s < 0.7 as
called global safety concept, which is not in line given in the old design recommendations, be-
with the basis of design as given in the European cause of the absence of more details investiga-
harmonized structural codes that comprises a safe- tions on this subject.
ty concept which uses partial safety factors.
The implementation of the new traffic load,
Within the implementation process of the common characterized by an increase from 45 kN/m as
2
1 Einleitung
1.1 Allgemeines
2.1 Wellstahlbauwerke
Blech- Quer- Träg- Wider- Biege- LER, 1984) dokumentiert. Nachfolgend wird das
dicke schnitts- heits- stands- steifig grundlegende Tragverhalten kurz zusammenge-
fläche moment moment keit fasst.
2 4 3 2
t [mm] A [cm /m] I [cm /m] W [cm /m] EI [kNm /m]
2,75 32,48 124,14 43,05 260,69 Die Lastabtragung eines in den Boden eingebette-
3,25 38,40 147,10 50,54 308,91
ten Rohres erfolgt hauptsächlich in Ringrichtung.
Durch die Wellung der Rohrwandung wird diese
4,00 47,29 181,89 61,66 381,91
Eigenschaft noch verstärkt. Die Lastabtragung in
4,75 56,18 217,08 72,66 455,97 Rohrlängsrichtung kann deshalb im Allgemeinen
5,50 65,09 252,68 83,53 530,63 vernachlässigt werden. Es reicht daher i.d.R. aus,
6,25 74,00 288,69 94,28 606,25 das Rohr als in den Boden eingebetteten Ring-
streifen zu betrachten.
7,00 82,93 325,10 104,90 682,71
8,00 94,72 368,72 117,05 774,40 Nach der Montage, d.h. dem Verschrauben der
einzelnen Fertigteilelemente zum Wellstahlrohr er-
Tab. 1. Statische Kenngrößen der Standard-Wellung folgt das lagenweise Einbringen und Verdichten
200 x 55 für Wellstahlbauwerke
des Rohres mit dem Hinterfüllmaterial. Beim Hin-
Kreisprofil Maulprofil
terfüllen müssen die in diesem Lastzustand im
Wesentlichen horizontal wirkenden Erddrücke über
den nur geringen Biegewiderstand des Rohres ab-
r1 getragen werden. Bereits in diesem Stadium ent-
r1 stehen dadurch große Biegemomente in der Rohr-
α1 h schale sowie große Verformungen. Bild 4 zeigt
r2 beispielhaft die Gesamtverformung und Gesamtbe-
r3 lastung eines bis zum Scheitel hinterfüllten Maul-
profils.
s s
Nachdem das Rohr vollständig in den Boden ein-
gebettet ist, kann die für diese Bauweise typische
Ellipsenprofil Unterführungsprofil Lastabtragung erfolgen. Die geringe Biegesteifig-
keit, die das Rohr ohne maßgebenden Boden als
r1
Tragwerk für die vertikale Belastung ungeeignet
r2 erscheinen lässt, ist für das Zusammenwirken des
r1
h α1 h eingebetteten Rohres mit dem umgebenden Bo-
den von großer Bedeutung. Die unter vertikaler
r3
Auflast entstehenden Radialverschiebungen sind
r2
im Scheitelbereich nach innen, und an den Seiten
s
sowie am Sohlbereich nach außen gerichtet. Der
s
Bogenprofil
r1 h
α1
2.2 Tragverhalten
2.2.1 Tragwirkung
über dem Rohrscheitel liegende Boden folgt dem Rohrumfang wirkende Belastung kommt einer
nachgiebigen Scheitel. Die dadurch ausgelösten Stützlinienbelastung sehr nahe. Im Grenzfall kann
Bodenbewegungen wecken Reibungskräfte im dann die elastisch gebettete Rohrwandung durch
Bodenmaterial, die den Rohrscheitel entlasten, eine elastisch gestützte Gelenkkette ersetzt wer-
während sie den Boden neben dem Rohr zusätz- den.
lich belasten.
Das in den Boden eingebettete, biegeweiche Rohr
Besitzt das, die Rohrwandung umgebende Bo- stellt also ein statisches System dar, bei dem ein
denmaterial elastische Eigenschaften, gekenn- Übergang vom M-N-System zum N-System mög-
zeichnet z.B. durch die Bettungszahl k, dann er- lich ist, ohne dass hierbei durch den Verlust der
zeugen die nach außen gerichteten Radialver- Biegesteifigkeit die Lastabtragung unmöglich ge-
schiebungen des Rohres Erdreaktionsdrücke macht wird. Die bei der Rohrverformung entste-
- auch als passive Erddrücke bezeichnet –, deren henden Biegespannungen können deshalb theore-
Größe proportional zu diesen Radialverschiebun- tisch als Zwängungsspannungen betrachtet wer-
gen ist. Die bei der Verformung entstehenden tan- den. Treten an einigen Stellen der Rohrwandung
gentialen nach unten gerichteten Verschiebungen infolge großer Biegemomente Fließgelenke auf,
der Rohrwandung lassen bei Vorhandensein eines dann ist die kontinuierlich gebettete Rohrwandung
Reibungskoeffizienten zwischen Rohr und Boden bei Bettungsverhältnissen, wie sie bei ausreichend
Tangentialdrücke entstehen, die diesen Verschie- verdichtetem Bodenmaterial vorliegen, auch wei-
bungen entgegenwirken und zur Folge haben, terhin in der Lage, Normalkräfte zu übertragen, da
dass die Normalkraft in der Rohrwandung zur Soh- der Abstand der Fließgelenke nicht unendlich klein
le hin abnimmt. ist. Die Größe der unter Belastung auftretenden
Biegespannungen stellt also kein Maß für die Trag-
Im Gegensatz zum biegesteifen Rohr besitzt das
fähigkeit der eingebetteten biegeweichen Rohr-
biegeweiche, in den Boden eingebettete Rohr die
konstruktionen dar. Eine Dimensionierung der
Eigenschaft sich unter der Belastung soweit zu
Rohre, die auf einer Spannungsberechnung nach
verformen, bis sich am Rohrumfang aus aktiver
Theorie II. Ordnung aufbaut, kann daher der Trag-
Belastung und den durch die Verformung entste-
fähigkeit dieser Rohre nicht gerecht werden.
henden Erdreaktionsdrücken (passiver Erddruck)
angenähert eine Stützlinienbelastung ausbildet,
vgl. Bild 5. Als Maß dafür, inwieweit die sich aus-
bildende Belastung einer Stützlinienbelastung
gleichkommt, kann nachfolgendes Steifigkeitsver-
hältnis α angesehen werden:
EI
α= 4
[−] (1)
k ⋅ r1
mit
EI Biegesteifigkeit der Rohrwandung in [kNm2/m]
k elastischer Bettungsmodul des Bodenmateri-
als in [kN/m3], der aus dem Steifemodul ES
[kN/m2] des Bodens wie folgt ermittelt werden
kann: k = 0,5⋅(ES/r1) Bild 5. Druckverteilung am Umfang eines beigeweichen Roh-
res gemäß (KLÖPPEL & GLOCK, 1970)
r1 Scheitelradius in [m]
Ist das dimensionslose Steifigkeitsverhältnis α sehr 2.2.2 Traglastgrenzen
groß (α ≥ 0,05), dann wird die Rohrverformung im
Wesentlichen durch die Biegesteifigkeit bestimmt Das biegeweiche Rohr erhält seine hohe Tragfä-
und die Ausbildung von Erdreaktionsdrücken in higkeit durch das Zusammenwirken der Rohrscha-
Richtung der Stützlinienbelastung des Rohres wird le mit dem umgebenden Boden. Die Tragfähigkeit
durch die Biegesteifigkeit behindert. Dieser Fall dieses Verbundsystems Wellstahlrohr – Boden ist
liegt bei biegesteifen Rohren vor. Ist hingegen das daher durch mögliche Versagensmechanismen
dimensionslose Verhältnis α sehr klein beider Tragelemente gekennzeichnet. Bei biege-
(α ≤ 0,0001), dann verliert die Biegesteifigkeit des weichen in den Boden eingebetteten Wellstahlroh-
Stahlrohres an Bedeutung, die Rohrverformung ist
primär vom Bettungsmodul abhängig und die am
11
ren werden daher im Allgemeinen nachfolgende duzierten sich somit auf die Berechnung eines ent-
Traglastgrenzen unterschieden: lang der Bogenlinie elastisch gebetteten und in
den Auflagern elastisch gelagerten Bogensystems.
1. Traglastgrenze des Wellstahlrohres
Als Ergebnis dieser Stabilitätsberechnungen ist in
Durchschlagen des Bauwerksscheitels (KLÖPPEL & GLOCK, 1970) die Durchschlags-
Bruch der Schraubenverbindung last pSD,k in grafischer Form angegeben, vgl. Bild
8. Entsprechend der Tragwirkung werden die
Biegebruch beim Hinterfüllen Durchschlagslasten in Abhängigkeit des Steifig-
2. Traglastgrenze des umgebenden Bodens keitsparameters α = (EI/k⋅r14) und des Lastausbrei-
tungsparameters ψB getrennt für Kreis- und Maul-
Grundbruch im Scheitelbereich profile angegeben.
Grundbruch im Sohlbereich
pSD,k EI
Im Folgenden werden diese Traglastgrenzen in = f 4 [ −] (2)
Anlehnung an (KLÖPPEL & GLOCK, 1970) und k ⋅ r1 k ⋅ r1
(GLOCK, 1976) aufgezeigt.
Bild 8. Durchschlagslasten pSD,k für Kreis- und Maulprofile gemäß (KLÖPPEL & GLOCK, 1970) und Anhang A gemäß (ZTV-ING
Teil 9-4, 2009)
Bild 9. Kritische Normalkräfte ND,k für den Nachweis der Schraubenverbindung bei Kreis- und Maulprofilen gemäß (KLÖP-
PEL & GLOCK, 1970) und Anhang A gemäß (ZTV-ING Teil 9-4, 2009)
13
2.2.4 Versagen der Schraubenverbindung Beim lagenweisen Hinterfüllen muss das Rohr in
der Lage sein, die primär horizontal wirkenden
Neben dem Durchschlagen des Bauwerksscheitels Erddrucklasten über den geringen Biegewider-
ist beim Stahlrohr auch ein Versagen durch Bruch stand abzutragen. Bild 10 zeigt die beim Hinterfül-
der Schraubenverbindung möglich. len auf das Rohr wirkenden Teilbelastungen inklu-
sive den zughörigen Bettungsbereichen in Anleh-
Die Tragfähigkeit der Schraubenverbindung wurde
nung an die statische Modellierung nach (KLÖP-
von unterschiedlichen Herstellern in Form von ex-
PEL & GLOCK, 1970). Bedingt durch das lagen-
perimentellen Untersuchungen ermittelt und ist in
weise Einbringen und Verdichten der Hinterfüllung
Traglasttabellen in Abhängigkeit der Blechdicke t
ändert sich in den Bereichen wo die Rohrwandung
und der Anzahl der Schrauben nS angegeben, vgl.
nach außen gedrückt wird und sich gegen das
auch Abschnitt 5.
vorhandene Erdreich abstützt die Größe der elasti-
Für die Bemessung der Schraubenverbindung wird schen Bettung. Da die Größe mit der Hinterfül-
als maßgebende Einwirkung die kritische Normal- lungshöhe variiert, liegt ein statisches System mit
kraft ND,k kurz vor dem Durchschlagen des Bau- veränderlichen Randbedingungen vor. Die endgül-
werksscheitels angenommen. Diese kritische Nor- tige maximale Beanspruchung beim Hinterfüllen
malkraft ist in (KLÖPPEL & GLOCK, 1970) eben- ergibt sich dann durch entsprechende Aufsummie-
falls in grafischer Form, vgl. Bild 9, und in Abhän- rung der Ergebnisse der einzelnen Teilsystembe-
gigkeit des Steifigkeitsparameters α = (EI/k⋅r14) an- trachtungen.
gegeben.
Bild 11 zeigt exemplarisch für ein Maulprofil mit
einem Scheitelradius von r1 = 3 m die Biege- und
ND,k EI
2
= f 4 [ −] (3) Normalkraftbeanspruchung sowie die Bettungs-
k ⋅ r1 k ⋅ r1 kräfte für drei unterschiedliche Anschüttniveaus
(H = 1,74 m, 3,61 m und 4,47 m). Das maximale
2.2.5 Biegebruch beim Hinterfüllen Biegemoment tritt unmittelbar im Scheitelbereich
auf und beträgt im vorliegenden Fall
Während sich die vorab genannten Traglastgren- M16 = 14,7 kNm/m. Die maximale Normalkraft im
zen auf das vollkommen eingebettete Rohr bezie- Sohlbereich ergibt sich zu N = 88,2 kN/m. Beim
hen, stellt der mögliche Biegebruch beim Hinterfül- Hinterfüllen kommt es zu einer Scheitelhebung von
len einen temporäre Traglastgrenze während des 9,5 cm.
Bauzustandes dar.
Bild 10. Beim Hinterfüllen wirkende Teilbelastungen mit den zugehörigen wirksamen Bettungsbereichen gemäß (KLÖP-
PEL & GLOCK, 1970)
14
In (KLÖPPEL & GLOCK, 1970) durchgeführte Pa- Bei Wellstahlbauwerken mit geringer Überdeckung
rameteruntersuchungen an unterschiedlichen besteht grundsätzlich die Gefahr eines möglichen
Querschnittsformen und unter Variation einzelner Grundbruchs im Scheitelbereich, vgl. Bild 13. Die-
Bodenkennwerte haben ergeben, dass für die Be- ser Bruch ist dadurch gekennzeichnet, dass nach
messung der Wellstahlrohre für Beanspruchungen Erschöpfen des seitlichen Erdwiderstandes und
beim Hinterfüllen bei einem Erddruckbeiwert von nach Erschöpfen des Biegewiderstandes der
K = 0,5 nachfolgende maximale Biegemomente Rohrwandung der seitliche Boden unter Bildung
zugrunde gelegt werden können: von Gleitfugen ausbricht und das Rohr einstürzt.
Bei symmetrischer Belastung bilden sich insge-
3 samt 3 Bruchkörper: zwei seitliche Bruchkörper
max M = fM ⋅ r1 [kNm/m] (4)
die nach oben ausweichen, und ein mittlerer
Bruchkörper der sich nach unten verschiebt.
mit
Weitere Untersuchungen zeigten aber, dass au-
fM = 1,60 [kNm/m4], Momentenfaktor für Kreisprofile ßermittig wirkende Oberflächenlasten ungünstigere
fM = 0,55 [kNm/m4], Momentenfaktor für Maulprofile Werte ergeben, weshalb bei der Bemessung
grundsätzlich eine halbseitige Belastung über dem
r1 Scheitelradius in [m] Bauwerksscheitel angenommen wird.
Ausgehend von der in Gleichung (4) ermittelten Bei der außermittigen Belastung kann der Boden
maximalen Biegebeanspruchung beim Hinterfüllen nur dann ausbrechen, wenn nach Erreichen des
erfolgt die Bemessung in Form eines Spannungs- Erdwiderstandes auch die durch den Biegewider-
nachweises unter Zugrundelegung elastischer stand des Rohres gegebene Lastreserve ver-
Querschnittswerte, d.h. des elastischen Wider- braucht ist, vgl. Bild 14. Nach Erschöpfen des
standsmomentes W, vgl. Tab. 1. Da es sich beim Erdwiderstandes wird bei außermittiger Belastung
Biegebruch beim Hinterfüllen lediglich um ein Trag-
fähigkeitskriterium im Bauzustand handelt, besteht
prinzipiell die Möglichkeit, die Beanspruchungen
und Verformungen beim Hinterfüllen planmäßig zu
reduzieren. Unter anderem besteht z.B. die Mög-
lichkeit die Seiten der Rohrwandung in horizontaler
Richtung gegenseitig Abzustützen oder Scheitel-
hebungen durch Auflast zu reduzieren, vgl. Bild
12. Die Erfordernis derartiger Maßnahmen ist von
der Spannweite und der Querschnittform abhängig
und wird im Allgemeinen bei größeren Spannwei- Bild 13. Grundbruchfiguren bei symmetrischer Belastung ge-
ten und höheren Querschnittsformen notwendig. mäß (KLÖPPEL & GLOCK, 1970)
15
der obere Rohrbereich als eingespannter Bogen α2M Momentenfaktor für den Punkt 2: 1,15 für
unter halbseitiger Belastung betrachtet, dessen Kreisprofile und 0,35 für Maulprofile, jeweils in
Tragfähigkeit mit der Bildung eines Fließgelenkes [kN/m3]
in Punkt 2 erreicht ist. In einem weiteren Schritt
β1N 0,4595 in [-]
wurde daher dieser zusätzliche Traglastanteil Δpo,k
unter Berücksichtigung der Vorbeanspruchung aus β2N 0,522 in [-]
der Hinterfüllung ermittelt. Die gesamte Grund-
β1M 0,0405 in [-]
bruchlast potr,k im Scheitelbereich lässt sich somit
gemäß (KLÖPPEL & GLOCK, 1970) entsprechend β2M 0,022 in [-]
nachfolgender Gleichung (5) ermittelten, wobei die
γ2M 0,041 in [-]
einzelnen Traglastkomponenten wiederum in grafi-
scher Form und in Abhängigkeit vom Scheitelradi- γ2N 0,541 in [-]
us r1, der Überdeckung hü und dem Reibungswin-
An dieser Stelle wird darauf hingewiesen, dass die
kel des Bodens ϕ‘k dargestellt sind, vgl. Bild 15
Darstellung des Momentenfaktors α1M für Maulpro-
und Bild 16.
file und des Faktors γ2M in (KLÖPPEL & GLOCK,
potr,k = pogr,k + Δpo,k [kN/m2] (5) 1970) einem Fehler unterliegt. Die oben angebe-
nen Werte sind entsprechend korrigiert.
mit Aufgrund der geringen Grundbruchgefahr bei ho-
hen Überdeckungen ist in (KLÖPPEL & GLOCK,
pogr,k Grundbruchwiderstand des Bodens in 1970) der Grundbruchwiderstand pogr,k in allgemei-
[kN/m2] ner Form nur bis zu bis zu einem Verhältnis
Δpo,k zusätzlicher Biegewiderstand des Well- hü ≤ ½⋅r1 angegeben, vgl. Bild 15. Für größere Ü-
stahlrohres in [kN/m2] berdeckungen lassen sich damit keine Kennwerte
für den Grundbruchwiderstand pogr,k aus der grafi-
Der zusätzliche Biegeanteil Δpo,k des Wellstahlpro- schen Diagrammdarstellung mehr ermitteln. Aus
fils beim Grundbruchnachweis im Scheitel lässt den Untersuchungen von (KLÖPPEL & GLOCK,
sich gemäß (KLÖPPEL & GLOCK, 1970) durch die 1970) ist jedoch bekannt, dass der Grundbruchwi-
beiden Traganteile Δp1 und Δp2 infolge Fließen im derstand in Abhängigkeit der Überdeckung expo-
Punkt 1 und Punkt 2, vgl. Bild 14, durch nachfol- nentiell ansteigt, vgl. Bild 17. Aus diesem Grund
gende Gleichungen (6) bis (8) berechnen. wird, für die in Kapitel 4 durchgeführten Ver-
gleichsberechnungen, bei hohen Überdeckungen
Δpo,k = Δp1 + Δp2 [kN/m2] (6)
von hü > ½⋅r1 eine lineare Interpolation ausgehend
von den in den Diagrammen von (KLÖPPEL &
mit GLOCK, 1970) aufgeführten Stützstellen von
3
hü = ¼⋅r1 und hü = ½⋅r1, für die Ermittlung des
f yk ⋅ W + α1M ⋅ r1 Grundbruchwiderstandes verwendet, vgl. Bild 17.
Δ p1 = (7)
2 W Dieses Vorgehen liegt für hohe Überdeckungen
β1M ⋅ r1 + β1N ⋅ r1 ⋅
A auf der sicheren Seite.
3 2 W
fyk ⋅ W − α 2M ⋅ r1 − β2M ⋅ Δp1 ⋅ r1 − β2N ⋅ r1 ⋅ Δp1 ⋅
Δp2 = A (8)
2 W
γ 2M ⋅ r1 + γ 2N ⋅ r1 ⋅
A
Pkt. 2
mit
Pkt. 1
fy,k Streckgrenze des Wellstahlprofils in [kN/cm2]
W elastisches Widerstandmoment des Well-
stahlprofils in [cm3/m]
A Querschnittsfläche des Wellstahlprofils in
[cm2/m]
α1M Momentenfaktor für den Punkt 1: 0,07 für Bild 14. Grundbruch und Rohrverformung nach Erschöpfung
des seitlichen Erdwiderstandes bei halbseitiger Belas-
Kreisprofile und -0,2 für Maulprofile, jeweils in tung gemäß (KLÖPPEL & GLOCK, 1970)
[kN/m3]
16
pogr,k
ϕ´k = 35°
Bild 15. Grundbruchwiderstand pogr,k des Bodens im Scheitelbereich bei halbseitiger Belastung gemäß (KLÖP-
PEL & GLOCK, 1970) und Anhang A gemäß (ZTV-ING Teil 9-4, 2009)
Δpo,k
Bild 16. Biegewiderstand Δpo,k von Maulprofilen gemäß (KLÖPPEL & GLOCK, 1970) und Anhang A gemäß (ZTV-ING Teil 9-4,
2009)
17
pogr,k
2
2 r1 = 3,0 m; ϕ‘k = 30°; γB,k = 20 kN/m ; K = 1,0 p2 N = p1⋅r1 = p2⋅r2 = p3⋅r3
[t/m ]
π/4 + ϕ‘/2 p1 = ps
B
p3
Bereich Tafelwerte
(KLÖPPEL & GLOCK, 1970)
hü ≤ ½ ⋅r1 π/4 - ϕ‘/2
lineare Interpolation
hü ≤ ¼ r1 hü ≤ ½ r1 Reibungswinkel Tragfähigkeitskennwerte
Bild 17. Grundbruchwiderstand pogr,k in Abhängigkeit von der ϕ‘k [°] Nc [-] Nd [-] NB [-]
Überdeckung hü gemäß (KLÖPPEL & GLOCK, 1970), 25,0 45,42 22,18 4,5
Tafel 5, Seite 325, Gewählte lineare Interpolation für
hü > ½⋅r1 27,5 58,72 31,57 7,0
30,0 77,19 45,57 10,0
2.2.7 Grundbruch im Sohlbereich 32,5 103,41 66,88 15,0
35,0 141,38 100,02 23,0
Bei Maul- und Unterführungsprofilen mit stark un-
terschiedlichen Radienverhältnissen und bei hohen 37,5 197,97 152,91 34,0
Überdeckungen ist auch ein Grundbruch im Sohl- 40,0 284,59 239,84 53,0
bereich möglich. Unzureichender Scherwiderstand
Tab. 2. Tragfähigkeitskennwerte für den Grundbruch im Ul-
des Untergrundes kann dazu führen, dass die ho- menbereich nach (GLOCK, 1976)
hen Eckdrücke einen Grundbruch auslösen, bei
dem die Ulmenbereiche seitlich nach unten und Bei Maul- und Unterführungsprofilen und bei set-
der Sohlenbereich nach oben ausweichen. zungsempfindlichen Untergründen kann durch
Die Grenzbelastung p2Gr,k für das Grundbruchprob- stärkere Setzungen der Eckbereiche die Krüm-
lem im Ulmenbereich erhält man nach mung der Sohle verloren gehen und ein Sohlauf-
(GLOCK, 1976) gemäß nachfolgender Glei- bruch stattfinden. Die Grenzbelastung p1C,k zur
chung (9). Hierbei handelt es sich um eine Nähe- Vermeidung eines Sohlaufbruches lässt sich nach
rungsgleichung unter Verwendung der Plastizitäts- (Glock, 1976) gemäß der Theorie des elastisch
theorie nach PRANDTL und unter Zugrundelegung gebetteten, gekrümmten Stabes wie folgt berech-
der in Bild 18 dargestellten geometrischen Situati- nen, vgl. auch Bild 19:
on für eine konstante Druckkraft im Rohr.
r1 ⋅ r2
p1C,k = 0,375 ⋅ k ⋅ [kN/m2] (10)
p2Gr,k = c k ⋅ Nc + p3 ⋅ Nd + γB,k ⋅ B ⋅ NB [kN/m2] (9) r3
mit mit
ck Kohäsion des Bodens im Ulmenbereich d
in [kN/m2] 1+ k
ES dS
γB,k Wichte des Bodens im Ulmenbereich in k= ⋅ [kN/m3] (11)
2 ⋅ r1 1 + ES ⋅ dk
[kN/m3]
Ek ⋅ d S
p3 Druckbeanspruchung im Sohlbereich
wobei gilt: p1 = ps und p1⋅r1 = p2⋅r2 = p3⋅r3 mit
in [kN/m2]
r1, r2, r3 Scheitel-, Eck-, und Bodenradius in [m]
B druckbeanspruchter Bereich B = 1,15⋅r2
in [m] ES Steifemodul der Ausgleichsschicht di-
rekt unter der Sohle in [kN/m2]
Nc, Nd, NB Tragfähigkeitskennwerte in [-] gemäß
Tab. 2 dS Schichtdicke der Ausgleichsschicht di-
rekt unter der Sohle in [m]
18
Um zukünftig eine gemäß den Anforderungen des Bei der Bemessung von Wellstahlbauwerken wird
europäischen Sicherheitskonzepts konforme Be- lediglich zwischen den ständigen Einwirkungen der
messung für Wellstahlbauwerke zu gewährleisten, Bodenmassen und den veränderlichen Verkehrs-
wurde von der BASt-AG 2.1.1 eine Umstellung des lasten unterschieden. Die Berücksichtigung des
Globalsicherheitskonzepts in das Teilsicherheits- Eigengewichts des Wellstahlbauwerks selbst darf
konzept vorgenommen. Auf Grund der bestehen- im Allgemeinen vernachlässigt werden.
den langjährigen Erkenntnisse und Erfahrungen im
Umgang mit dieser Bauweise, erfolgte die Umstel- 3.3.2 Verkehrslasten nach DIN 1072:1985 (Al-
lung des Sicherheitskonzepts nach der Maßgabe, tes Regelwerk)
dass – unter dem Ansatz identischer Einwirkun-
gen – die für die unterschiedlichen Grenzzustände Bis ins Jahr 2003 erfolgte nach ARS 20/97 die
bestehenden globalen Sicherheiten γGlobal mög- Bemessung von Wellstahlbauwerken unter Ansatz
lichst beibehalten werden sollten, und lediglich ei- der Lasten nach DIN 1072:1985 für die Brücken-
ne daran angepasste Aufteilung in Teilsicherheits- klasse 60/30 und der Militärlastenklasse MLC 100
beiwerte vorgenommen wird. nach STANAG 2021 mit dem konstanten Wert ei-
Mathematisch lässt sich die derart angestrebte ner gleichmäßig verteilten Flächenlast von
Beibehaltung des Sicherheitsniveaus unter Be- pov = 45 kN/m2. Gemäß (KLÖPPEL & GLOCK,
trachtung der bisherigen und zukünftigen Nach- 1970) stellt dieser Wert die Ersatzflächenlast der
weisgleichungen (12) und (13) wie folgt ausdru- alten Brückenklasse 60 gemäß DIN 1072:1967 in
cken: Form eines SLW 60 dar, für eine Belastungsfläche
von 3,0 m (Querrichtung) und 1,5 m (Längsrich-
γ Global ≅ γ F ⋅ γ M (14) tung), vgl. Bild 21. Ausgehend von den Achslasten
des SLW 60 erfolgte die Ermittlung der Ersatzflä-
Die endgültige Festlegung der neuen Teilsicher- che auf Grundlage detaillierter Untersuchungen in
heitsbeiwerte γF für die Einwirkungen erfolgte (KLÖPPEL & GLOCK, 1970) zur lastabtragenden
schließlich unter Verwendung der gemäß DIN- Wirkung des Oberbaus unter Verwendung der
Fachbericht 101:2009 definierten Teilsicherheits- Halbraumtheorie nach BOUSSINESQ (BOUS-
beiwerte γG und γQ. Die Festlegung der Teilsicher- SINESQ, 1885).
heitsbeiwerte für die Bauteilwiderstände γM erfolgte Die gleichmäßig wirkende Flächenlast pov durfte
im Rahmen eines Abwägungsprozesses unter Be- 20 cm unter der OK Fahrbahn in Ansatz gebracht
rücksichtigung der Teilsicherheitsbeiwerte in DIN- werden und quer zur Fahrtrichtung bis zur Ober-
Fachbericht 103:2009 (Stahlbau) und kante (OK) des Wellstahlbauwerks unter 60° zur
DIN 1054:2005 (Grundbau) sowie der in Glei- Horizontalen verteilt werden, vgl. Bild 22.
chung (14) aufgeführten und angestrebte Beibe-
haltung des bestehenden Sicherheitsniveaus. Tab. Zusätzlich war – mit Ausnahme des Grenzzustan-
6 enthält eine Zusammenstellung der bisherigen des „Grundbruch im Scheitel“ – der Schwingbei-
und zukünftigen Sicherheitsbeiwerte. wert ϕ für überschüttete Bauteile gemäß
DIN 1072:1985 in Ansatz zu bringen.
Grenzzustand / Altes Neues
Nachweis Regelwerk Regelwerk ϕ = 1,4 − 0,008 ⋅ lϕ − 0,1⋅ hü ≥ 1,0 [-] (15)
γGlobal γF γM
Durchschlagen 2,0 für h/s ≥ 0,7 mit
1,4
Bauwerksscheitel 2,5 für h/s < 0,7 gemäß DIN- lϕ maßgebende Länge in [m], bei Wellstahlbau-
Bruch Schrau- Fachbericht 101
benverbindung
2,5
mit
1,7 werken entspricht dies der Spannweite s in [m]
Grundbruch- γG = 1,35 hü Überdeckung in [m]
2,0 und 1,4
nachweise
Biegebruch Hin-
γQ = 1,5 In Bild 23 ist beispielhaft der Verlauf des Schwing-
terfüllen
1,0 1,1 beiwerts ϕ in Abhängigkeit der Spannweite s und
der Überdeckung hü dargestellt. Bei geringen Ü-
Tab. 6. Zusammenstellung der Sicherheitsbeiwerte gemäß
altem und neuem Regelwerk
berdeckungen und geringen Spannweiten liegt der
Schwingbeiwert im Bereich von 1,2 – 1,3.
21
Da die Einführung der Brückenklasse 60/30 mit ei- 3.3.3 Verkehrslasten nach DIN-Fach-
nem zusätzlichen SLW 30 in der Nebenspur erst bericht 101:2009 (Neues Regelwerk)
durch die DIN 1072:1985 (Ausgabe 1985) erfolgte,
war bisher in der gleichmäßig verteilten Flächen- Einwirkungen aus Verkehr auf Wellstahlbauwerke
last von pov = 45 kN/m2 der SLW 30 in der Neben- sind wie im DIN-Fachbericht 101:2009, Kapitel 4,
spur nicht berücksichtigt. Abschnitt 4.9.1 (1) für Hinterfüllungen gemäß dem
Lastmodell 1, bestehend aus Einzellasten und
Achslasten SLW 60 gleichmäßig verteilten Lasten, formuliert anzuneh-
der Brückenklasse 60 nach DIN 1072:1967 men. Die Lasten der Doppelachsen (2⋅αQ⋅Qk) dür-
fen dabei auf eine Belastungsfläche von 3,0 m
200kN kN (Querrichtung) mal 5,0 m (Längsrichtung) gleich-
200kN 200kN 200kN pov = = 44,4 2
1,5m⋅ 3m m mäßig verteilt angenommen werden. Je Fahrstrei-
fen ergeben sich so die in Tab. 7 zusammenge-
1,5m 1,5m 1,5m 1,5m stellten gleichmäßig verteilten Gesamtlasten qi aus
der Summe der Ersatzflächenlasten der Doppel-
0,5
achsen qeqi und den zusätzlich wirkenden gleich-
Fahrt- mäßig verteilten Belastungen qki, vgl. auch Bild 24.
2,0 3,0
richtung Für die einfache Anwendung wurde der in Tab. 7
0,5 und Bild 24 dargestellte Lastansatz für die beiden
1,5m Fahrstreifen weiter vereinfacht, in dem angenom-
men wird, dass sich im ungünstigsten Fall infolge
Bild 21. Umwandlung der Radlast für eine gleichmäßig verteil-
te Flächenlast eines SLW 60 der Brückenklasse 60
der vertikalen Lastausbreitung die Gesamtlasten qi
nach DIN 1072:1967 gemäß (KLÖP- der beiden Fahrsteifen am Scheitel des Wellstahl-
PEL & GLOCK 1970) bauwerks überlagern, vgl. Bild 25. Damit ergibt
sich der Maximalwert der gleichmäßig verteilten
3,0 OK Fahrbahn charakteristischen Ersatzlast nach Gleichung (16)
0,2 pov = 45 kN/m2
zu pov,k = 65 kN/m2, die nach dem neuen Regel-
werk als Verkehrslast anzusetzen ist, vgl. Bild 26.
60°
hü pov,k = q1 + q2 = 41,0 + 23,83 ≅ 65 kN/m2 (16)
GLOCK, 1970) für geringe Überdeckungen ein um dieser Stelle der charakteristische Wert für den
den Faktor 1,1 erhöhter Scheiteldruck rechnerisch Scheiteldruck nach neuem Regelwerk verwendet.
in Ansatz zu bringen ist, siehe Gleichung (20). Die-
ses Vorgehen wurde auch im neuen Regelwerk ps,k pB,k + pv,k
= [-] (23)
aufrecht erhalten, siehe Gleichung (22). ps pB + ϕ ⋅ pv
Wie bereits im vorherigen Abschnitt erwähnt, fällt
bei der Ermittlung des Scheiteldrucks gemäß neu- ps,k resultierender charakteristischer Wert des
em Regelwerk aufgrund der vorgenommenen Scheiteldrucks aus Bodenüberdeckung
Lastanpassung der Schwingbeiwert ϕ weg. Ent- und Verkehrslast gemäß neuem Regel-
sprechend dem Teilsicherheitskonzept erfolgt nach werk in [kN/m2]
neuem Regelwerk die Ermittlung der Bemes- ps resultierender Scheiteldruck aus Boden-
sungswerte der einwirkenden Beanspruchung un- überdeckung und Verkehrslast gemäß al-
ter Verwendung der Teilsicherheitsbeiwerte γG und tem Regelwerk, in [kN/m2]
γQ.
pB, pB,k Scheiteldruck infolge Bodenüberdeckung
Altes Regelwerk unter der Annahme einer Wichte von
Hohe Überdeckung: γ = γB,k = 20 kN/m3 gemäß altem bzw. neu-
em Regelwerk in [kN/m2]
ps = pB + ϕ ⋅ pv für pB > pov (19)
pv, pv,k Scheiteldruck infolge Verkehrslast pov bzw.
pov,k gemäß altem bzw. neuem Regelwerk
Geringe Überdeckung: in [kN/m2]
ps = 1,1⋅ (pB + ϕ ⋅ pv ) für pB ≤ pov (20) ϕ Schwingbeiwert gemäß DIN 1072:1985,
Einheit [-]
Neues Regelwerk
Bild 27 zeigt den Verlauf des Verhältniswerts der
Hohe Überdeckung: Scheiteldrücke nach Gleichung (23) für die Lasten
gemäß den jeweiligen Regelwerken. Der Verlauf
ps,d = γ G ⋅ pB,k + γ Q ⋅ pv,k für pB,k > pov,k (21)
zeigt zum Einen eine Abhängigkeit von der Über-
deckung hü bedingt durch die Zunahme der ständi-
Geringe Überdeckung: gen Einwirkungen (Überdeckung pB,k) in Relation
zu den veränderlichen Einwirkungen (Verkehrs-
ps,d = 1,1⋅ (γG ⋅ pB,k + γQ ⋅ pv,k ) für pB,k ≤ pov,k (22)
last pv,k). Infolge des zunehmenden Eigenge-
wichtsanteils nimmt der Wert ab. Zum Anderen ist
3.3.6 Vergleich der Einwirkungen / Lastan- der Verlauf bedingt durch den im alten Regelwerk
nahmen vorhandenen Schwingbeiwert ϕ nach
DIN 1072:1985 noch von der Spannweite s des
Im Vergleich zum alten Regelwerk hat sich die ver- Wellstahlbauwerks abhängig. Diese Abhängigkeit
einfacht anzusetzende gleichmäßig verteilte Flä- ist jedoch nur bis zu einer Überdeckung von ca.
chenlast aus dem Verkehr von pov = 45 kN/m2 auf 3,8 m vorhanden, darüber hinaus nimmt der
pov,k = 65 kN/m2 (charakteristischer Wert) erhöht. Schwingbeiwert gemäß DIN 1072:1985 den Wert
Dies entspricht einer nicht unerheblichen prozen- ϕ = 1,0 an und hat keinen weiteren Einfluss.
tualen Zunahme der einwirkenden Verkehrslast um
ca. 44% (Erhöhungsfaktor 1,44). Die Erhöhung der Insgesamt variiert der Verhältniswert des Scheitel-
Verkehrslasten ist vor allem als das Ergebnis der drucks im Bereich von 1,02 - 1,13. Das heißt, die
Anpassung der Lasten an den DIN- Anpassung der Einwirkungen von DIN 1072:1985
Fachbericht 101:2009 zu sehen. (altes Regelwerk) auf DIN-Fachbericht 101:2009
(neues Regelwerk) führt in Bezug auf den Schei-
Da mit Ausnahme des Grundbruchnachweises im teldruck lediglich zu einer effektiven Erhöhung der
Scheitel der Scheiteldruck ps,k bei vielen Nachwei- Beanspruchungen um den Faktor von 1,02 - 1,13.
sen als einwirkende Beanspruchung verwendet Die Anhebung der Einwirkungen fällt damit in Be-
wird, lassen sich die Auswirkungen der Anpassung zug auf den Scheiteldruck wesentlich geringer aus,
der Einwirkungen beim Übergang vom alten ins als dies infolge der Erhöhung der Verkehrslasten
neue Regelwerk am besten durch einen Vergleich von pov = 45 kN/m2 auf pov,k = 65 kN/m2 (Fak-
der Scheiteldrücke nach altem und neuem Regel- tor 1,44) zunächst vermutet wird. Die Ursache hier-
werk aufzeigen, siehe Gleichung (23). Für den Ver- für ist vor allem im Wegfall des Schwingbeiwerts ϕ
gleich der resultierenden Einwirkungen wird an begründet, wodurch bei geringen Überdeckungen
24
und daraus resultierenden hohen Schwingbeiwer- DIN EN 1993-1-1:2005 und DIN-Fachbericht 103
ten, vgl. Bild 23, die Erhöhung der Einwirkungen ist der charakteristische Wert der Streckgrenze ei-
beim Übergang vom alten ins neue Regelwerk nes S235 zu fy,k = 235 N/mm2 festgelegt (Blechdi-
deutlich kompensiert wird. cke t ≤ 40 mm). Dieser Wert entspricht nun auch
der Streckgrenze der Stahlblechelemente im neu-
1,2 en Regelwerk.
Die geringfügige Anpassung der Streckgrenze von
Verhältnis ps.k/ps [-]
240 N/mm2 auf 235 N/mm2 ist mit Blick auf die ein-
s in [m]
max = 1,13 zelnen Nachweise wie folgt zu beurteilen:
10
1,1
8
6
Durchschlagen des Bauwerksscheitels: Die für
4 den Nachweis zugrunde gelegten idealen Ver-
2
zweigungslasten sind unabhängig von der
Streckgrenze und lediglich von der Biegestei-
min = 1,02
figkeit EI abhängig, vgl. Gleichung (2). Die An-
1,0
passung der Streckgrenze ist daher für diesen
0 2 4 6 8 10 Nachweis ohne Auswirkung.
Überdeckung hü [m]
Bruch der Schraubenverbindung: Die Tragfä-
Bild 27. Verlauf des Verhältniswertes der Scheiteldrücke ge- higkeit der Schraubenverbindung wird insbe-
mäß neuem und altem Regelwerk sondere beim Versagensmodus „Lochleibung“
stark von der Streckgrenze des Stahlblechs ge-
prägt. Im Rahmen der Bemessung ist der Ein-
3.4 Änderungen der Bemessung fluss der Streckgrenze daher bei der Festle-
gung der experimentell zu ermittelten Tragfä-
3.4.1 Einleitung higkeiten bei der Auswertung der Versuchser-
gebnisse zu berücksichtigen, vgl. auch Ab-
Die Überarbeitung der Bemessungsregeln für Well- schnitt 5.
stahlbauwerke erfolgte, neben der Umstellung des
Sicherheitskonzeptes und der Anpassung der Ein- Biegebruch beim Hinterfüllen: Der Nachweis
wirkungen, im Wesentlichen unter Beibehaltung des Biegebruchs beim Hinterfüllen verwendet
der Bemessungskonzepte von (KLÖPPEL & die auf Grundlage der Streckgrenze ermittelten
GLOCK, 1970) als Grundlage für die Nachweisfüh- plastischen Querschnittswerte. Der Einfluss der
rungen. Nachfolgend werden daher, getrennt für Anpassung der Streckgrenze ist daher zu be-
die einzelnen Stahl- und Grundbaunachweise, die rücksichtigen.
Änderungen der Bemessungsregeln im Detail auf- Grundbruch im Scheitelbereich: Die Traglast-
gezeigt und verglichen. grenze für den Grundbruch im Scheitelberich
setzt sich aus dem Grundbruchwiderstand pogr,k
3.4.2 Anwendungsgrenze und dem Biegewiederstand Δpo,k des Stahl-
blechs zusammen, vgl. Gleichung (5). Da der
Die Anwendungsgrenze der Bemessungsregeln im Biegewiderstand des Stahlblechs von der
alten Regelwerk war auf den Spannweitenbereich Streckgrenze abhängig ist, ist beim Grund-
s ≤ 8 m und Überdeckungen hü ≤ 15 m begrenzt. Im bruchnachweis im Scheitelbereich die Streck-
neuen Regelwerk wurde aufgrund von Erfahrun- grenzenanpassung zu berücksichtigen, vgl.
gen unterschiedlicher Hersteller der Anwendungs- Gleichung (7) und (8).
bereich erweitert, in dem nun die Bemessung bis
s ≤ 10 m und Überdeckungen bis hü ≤ 20 m geregelt Grundbruch im Sohlbereich: Sowohl beim
ist. Grundbruch im Ulmenbereich als auch beim
Aufbruch der Sohle ist die Streckgrenze des
3.4.3 Werkstoff / Streckgrenze der Stahl- Stahlblechelements unbedeutend. Die Anpas-
blechelemente sung der Streckgrenze hat daher keine Auswir-
kungen.
Im bisherigen alten Regelwerk wurde auf Grundla-
ge eines St 37 die rechnerische Streckgrenze von
σF = 240 N/mm2 verwendet. Im Zuge der Einfüh-
rung der neuen Liefernormen für warmgewalzte
Baustähle nach DIN EN 10025:2005 sowie der eu-
ropäischen Bemessungsnormen für Stahlbauten
25
3.4.4 Durchschlagen des Bauwerksscheitels Gründe hierfür konnten bisweilen nicht geklärt
werden. Die im neuen Regelwerk vorgesehene
Einwirkungen und Nachweis Reduzierung des Sicherheitsniveaus sollte daher
näher untersucht und überprüft werden.
Abgesehen von der Erhöhung der Verkehrslasten
wurde der Nachweis „Durchschlagen des Bau-
3.4.5 Bruch der Schraubenverbindung
werksscheitels“ in seiner Form beibehalten. So-
wohl nach altem als auch nach neuem Regelwerk
Einwirkungen und Nachweis
sind auf der Widerstandsseite die in (KLÖPPEL &
GLOCK, 1970) aufgeführten Verzweigungslasten Sowohl nach dem bestehenden als auch dem zu-
zu verwenden. künftigen Regelwerk hat die Ermittlung der für den
Schraubennachweis maßgebenden Einwirkung
Sicherheitsfaktoren nach Theorie II. Ordnung zu erfolgen. In beiden
Fällen ist in Abhängigkeit des Steifigkeitsparame-
Die Anpassung der Sicherheitsfaktoren erfolgte
ters α die kritische Normalkraft ND kurz vor dem
gemäß der in Tab. 8 dargestellten Form. Im Unter-
Durchschlagen des Bauwerksscheitels gemäß
schied zum bisherigen Regelwerk ist zukünftig,
(KLÖPPEL & GLOCK, 1970) zu verwenden, vgl.
bedingt durch den einheitlichen Teilsicherheitsbei-
Bild 9.
wert von γM,Ep = 1,4 keine Unterscheidung des Si-
cherheitsniveaus in Abhängigkeit vom Verhältnis
Sicherheitsfaktoren
h/s (Höhe zu Spannweite des Wellstahlbauwerks)
mehr vorgesehen. Die Anpassung der Sicherheitsfaktoren ist in Tab.
9 dargestellt.
Sicherheits- Altes Regelwerk Neues Regelwerk
Sicherheits- Altes Regelwerk Neues Regelwerk
faktoren
faktoren
γG = 1,35
Einwirkung γG = 1,35
γGlobal = 2,5 für h/s < 0,7 γQ = 1,5 Einwirkung
γQ = 1,5
γGlobal = 2,0 für h/s ≥ 0,7 γGlobal = 2,5
Widerstand γM,Ep = 1,4
Widerstand γM = 1,7
Tab. 8. Anpassung der Sicherheitsfaktoren beim Nachweis
Durchschlagen des Bauwerksscheitels Tab. 9. Anpassung der Sicherheitsfaktoren beim Nachweis
Bruch der Schraubenverbindung
mit
fM Momentenfaktor für das maximale Biegemo-
ment beim Hinterfüllen in Abhängigkeit vom
Erddruckbeiwert K und der Querschnittsform
in [kNm/m4]
Mel elastisches Biegemoment in [kNm/m] unter
Verwendung der Streck-, bzw. Fließgrenze σF
σF Fließgrenze des Wellstahlprofils nach alter
Bild 28. Mindestabstand a für den Ansatz des Erddruckbei-
Richtlinie, σF = 240 N/mm2
wertes K = 0,4 gemäß neuem Regelwerk
Wel elastisches Widerstandsmoment des Well-
stahlprofils in [cm3/m], vgl. z.B. Tab. 1
27
Im neuen Regelwerk wird der Biegenachweis beim fM.neu Momentenfaktoren für den Nachweis beim
Hinterfüllen in Anlehnung an DIN EN 1993-1-1 Hinterfüllen gemäß neuem Regelwerk in
(Ausgabe 2005) und DIN-Fachbericht 103:2009 [kNm/m4], siehe Gleichung (24)
konsequent als Querschnittsnachweis unter Ver-
wendung von Teilsicherheitsbeiwerten geführt, in fM.alt Momentenfaktoren für den Nachweis beim
dem das maximal einwirkende Biegemomente Hinterfüllen gemäß neuem Regelwerk in
max |M| als ständige Einwirkung dem plastischen [kNm/m4], siehe Gleichung (4)
Bauteilwiderstand in Form von Mpl gegenüberge- Unter Auswertung von Gleichung (32) führt die
stellt wird, siehe Gleichung (29). Umstellung und Anpassung des Nachweises Bie-
gebruch beim Hinterfüllen gemäß neuem Regel-
Mpl
γ G ⋅ max M ≤ (29) werk für die beiden unterschiedlichen Quer-
γM schnittsformen (Kreis- und Maulprofil) lediglich zu
einem ca. 2-3% größeren maximalen Scheitelradi-
mit us r1.gr. Die Auswirkungen durch die Umstellung
des Nachweiskonzeptes und der Reduzierung des
Mpl = 1,24 ⋅ fy,k ⋅ Wel (30) Erddruckbeiwertes K fallen damit sehr gering aus.
Die Reduktion des Erddruckbeiwertes von ur-
Es ist zu erwähnen, dass bei der Bemessung für
sprünglich K = 0,5 (altes Regelwerk) auf K = 0,4
den Biegebruch beim Hinterfüllen, der sonst übli-
(neues Regelwerk) für einen Wandreibungswinkel
che Ansatz einer Korrosionsreserve von
von α = 0° basiert gemäß (GLOCK, 2010) in erster
Δt = 1,0 mm nicht in Ansatz gebracht werden muss.
Linie auf baupraktischen Erfahrungen durch Mes-
sungen von Scheitelhebungen und daraus resultie-
Beurteilung und Vergleich
renden Rückschlüssen auf den tatsächlich vorlie-
Die Umstellung der Nachweisform von dem Nach- genenden Erddruckbeiwert. Der neu gewählte Erd-
weis der Grenzspannweite sgr gemäß dem alten druckbeiwert von K = 0,4 orientiert sich dabei am
Regelwerk auf den Nachweis auf Basis von Quer- aktiven Erdruckbeiwert Kah und liegt auf der siche-
schnittswerten gemäß neuem Regelwerk verfolgt ren Seite. Der gewählte Ansatz scheint daher ins-
konsequent die moderne Bemessungspraxis der gesamt plausibel zu sein.
europäischen Regelwerke.
3.4.7 Grundbruch im Scheitelbereich
Überführt man Gleichung (29) analog dem Nach-
weis im alten Regelwerk auf die Einhaltung einer
Nachweis, Einwirkungen und Widerstand
Grenzspannweite bzw. eines Grenzradius r1.gr für
den Scheitel, so ergibt sich gemäß neuem Regel- Der Grundbruchnachweis im Scheitel ist im alten
werk nachfolgende Darstellung in Gleichung (31). Regelwerk nicht im Detail geregelt. Es wird dort le-
diglich auf den Grundbruchwiderstand des Well-
1,24 ⋅ fy,k ⋅ Wel stahlbauwerks potr verwiesen, der sich aus dem
r1.gr = 3 (31) Grundbruchwiderstand des Bodens pogr und dem
γ G ⋅ fM ⋅ γM
Biegewiederstand des Wellstahlprofils Δpo zu-
sammensetzt und gemäß den Tafeln und Formeln
Unter Verwendung von Gleichung (26) und (31) nach (KLÖPPEL & GLOCK, 1970) zu ermitteln ist,
lassen sich somit durch Vergleich der Grenzra- vgl. Abschnitt 2.2.6. Das heißt, die Größe der Ein-
dien r1.gr die Unterschiede beim Nachweis in Ab- wirkungen ist im alten Regelwerk nicht explizit ge-
hängigkeit von der Querschnittsform (Maul- und klärt. Auf Basis der Angaben in (KLÖP-
Kreisprofil) in allgemein gültiger Form gemäß Glei- PEL & GLOCK, 1970) lässt sich jedoch schließen,
chung (32) darstellen. dass als maßgebende Einwirkung die gleichmäßig
verteilte Flächenlast pov aus Verkehr in Ansatz zu
1,24 ⋅ fy,k ⋅ Wel bringen ist, während das Eigengewicht der Über-
3
r1.gr.Neu γ G ⋅ fM.neu ⋅ γM deckung pB = γB⋅hü als Reduzierung des Grund-
= [-] (32) bruchwiderstandes potr zu verstehen ist. Der Nach-
r1.gr.Alt σF ⋅ Wel
3 weis ist dann entsprechend Gleichung (33) zu füh-
fM.alt
ren.
Mit R potr − γ B ⋅ hü
= ≥ γ Global (33)
E pov
28
Sicherheitsfaktoren
mit
Die Anpassung der Sicherheitsfaktoren ist in Tab.
γQ = 1,5; Teilsicherheitsbeiwert für ungünstige
11 dargestellt. Im neuen Regelwerk ist für die Ver-
veränderliche Einwirkungen im LF 1, GZ 1B
kehrslast der Teilsicherheitsbeiwert von γQ = 1,5 zu
nach DIN 1054:2005.
verwenden und für den Grundbruchwiderstand der
Teilsicherheitsbeiwert von γM,Gr = 1,4. γG = 1,35; Teilsicherheitsbeiwert für ständige
Einwirkungen, Bodenbeanspruchungen aus
Sicherheits- Altes Regelwerk Neues Regelwerk ständigen Einwirkungen (Eigengewicht der
faktoren Überdeckung) im LF 1, GZ 1B nach
Einwirkung γQ = 1,5
DIN 1054:2005.
γGlobal = 2,0 γM,Gr = 1,4; Teilsicherheitsbeiwert für den Grund-
Widerstand γM,Gr = 1,4 bruchwiderstand im LF 1, GZ 1B nach
Tab. 11. Anpassung der Sicherheitsfaktoren für den Grund-
DIN 1054:2005.
bruchnachweis im Scheitel γM,0 = 1,0; Teilsicherheitsbeiwert für den Quer-
schnittswiderstand bei Zug- oder Druckbe-
Biegewiderstand des Wellstahlprofils anspruchung falls lokales und globales Sta-
Bei der Ermittlung des Biegewiderstands des Well- bilitätsversagen ausgeschlossen werden
stahlprofils Δpo ist die im neuen Regelwerk vorge- kann nach DIN-Fachbericht 103:2009 und
nommene Anpassung der Streckgrenze von DIN EN 1993-1-1:2005.
240 N/mm2 auf 235 N/mm2 zu berücksichtigen. Im Die im neuen Regelwerk vorhandene Einschrän-
neuen Regelwerk wurde dies durch die entspre- kung des Nachweises für geringe Überdeckungen
chende Auswertung der Formeln von (KLÖP- (hü/r1 < 0,5) beruht auf Erfahrungen und stellt für
PEL & GLOCK, 1970) sowie deren grafische Auf- die Bemessung eine Vereinfachung dar. Diese
arbeitung vorgenommen, vgl. Bild 16. Vereinfachung wird im Rahmen der in Ab-
schnitt 4.5.7 durchgeführten Untersuchungen nä-
her betrachtet und beurteilt.
29
Die Anpassung der Streckgrenze von 240 N/mm2 Sicherheits- Altes Regelwerk Neues Regelwerk
auf 235 N/mm2 hat insgesamt nur äußerst geringe faktoren
Auswirkungen auf den Nachweis und ist im neuen Einwirkung
γG = 1,35
Regelwerk im Rahmen der Anpassung des An- γQ = 1,5
γGlobal = 2,0
hangs bereits berücksichtigt. Widerstand γGr = 1,4
3.4.8 Grundbruchnachweise im Sohlbereich Tab. 12. Anpassung der Sicherheitsfaktoren für die Grund-
bruchnachweise im Sohlbereich
Allgemeines
Widerstand
Im Unterschied zum alten Regelwerk, innerhalb
dessen keine konkreten Angaben zur Führung der Die Grundbruchwiderstände für den Sohlbereich
Grundbruchnachweise im Sohlbereich gemacht folgen den Vorschlägen von (GLOCK, 1976) ent-
wurden, sind im neuen Regelwerke konkrete sprechend Abschnitt 2.2.7, Gleichung (9) für den
Nachweisgleichungen für den Grundbruch im Ul- Grundbruchwiderstand p2Gr,k im Ulmenbereich und
menbereich und den Aufbruch der Sohle angege- Gleichung (10) für den Bodenwiderstand p1C,k ge-
ben. Analog dem bestehenden Regelwerk wird gen den Aufbruch der Sohle.
auch im neuen Regelwerk an der Bedingung fest-
gehalten, dass die Nachweise ausschließlich für Beurteilung
gedrungene bzw. flache Querschnittsformen mit Für die Grundbruchnachweise im Sohlbereich
einem Verhältnis von h/s < 0,7 erforderlich sind. werden im Rahmen der neuen Richtlinie erstmals
Die im neuen Regelwerk aufgeführten Grund- konkrete Nachweisgleichungen angegeben, die
bruchnachweise für den Sohlbereich folgen den den bisherigen Stand der Technik repräsentieren.
Vorschlägen von (GLOCK, 1976) entsprechend Durch die Anpassung der Nachweisgleichungen
Abschnitt 2.2.7. Sofern das Teilsicherheitskonzept an das Teilsicherheitskonzept genügen die Nach-
angewendet wird, können alternativ die Grund- weise den Anforderungen der aktuellen Grund-
bruchnachweise im Sohlbereich auch auf Basis der baubemessung nach DIN 1054:2005 auch hin-
Untersuchungen von (FEDER, 1984) geführt wer- sichtlich der gewählten Teilsicherheitsbewerte.
den.
3.5 Konstruktive Änderungen
Einwirkungen
Sowohl für den Grundbruch im Ulmenbereich als 3.5.1 Mindestüberdeckung hü.min
auch für den Aufbruch der Sohle wird als maßge-
bende Einwirkung der sich aus dem Eigengewicht Im alten Regelwerk war die Mindestüberde-
der Überdeckung und der Verkehrslast zusam- ckung hü.min wie folgt festgelegt:
mensetzende Scheiteldruck ps,d, nach den Glei-
chungen (19) bis (22) verwendet. Für den Nach- s
hü,min = und hü,min ≥ 0,6 m (37)
weis im Ulmenbereich wird der Scheiteldruck in die 6
maßgebende Beanspruchung im Ulmenbereich p2
des Wellstahlbauwerks entsprechend dem Ra- Die Anforderungen hinsichtlich der Mindestüberde-
dienverhältnis umgerechnet: ckung wurden, mit Ausnahme der Maul- und Bo-
genprofile, im neuen Regelwerk gemäß Glei-
r1 chung (37) beibehalten. Für Maul- und Bogenprofi-
p 2,d = ps,d ⋅ (36)
r2 le wurden hingegen die Mindestüberdeckungen
entsprechend nachfolgender Gleichung (38) etwas
Sicherheitsfaktoren reduziert.
weiten von s ≤ 3,6 m sind die Anforderungen iden- konkreten Einbausituation grundlegende Auswir-
tisch. kungen und Tendenzen aufzeigt werden können.
Schließlich werden die allgemeingültigen Betrach-
1.8 tungen mit den Ergebnissen der Parameterunter-
Mindestüberdeckung hü [m]
1.6
Altes Regelwerk suchungen überprüft und beurteilt.
Neues Regelwerk
1.4
1.2
4.2 Auswahl des Parameterfeldes
1.0
0.8
4.2.1 Parameter
0.6
4 Vergleichende Berechnungen
an Wellstahlbauwerken
s
4.1 Einleitung Bild 30. Allgemeine Einbausituation von Wellstahlbauwerken
Bild 31 und Bild 32 zeigen eine Auswertung der Querschnittsform Rel. Häufigkeit Bauwerke*
Ergebnisse im Häufigkeitsdiagramm getrennt für hoch 29%
die Spannweite s und die Höhe h. Maulprofil
flach 25%
Hinsichtlich der Spannweite lässt sich eine große hoch 5%
Häufigkeit im Bereich von s = 2 – 5 m feststellen. Unterführungsprofil
flach 9%
Hierbei handelt es sich nach Angaben des Herstel-
Kreisprofil 14%
lers zufolge im Wesentlichen um kleinere Bach-
durchlässe für die i.d.R. Maulprofile verwendet Kreisbogenprofil 10%
werden. Im Spannweitenbereich s > 5 m kommen Elliptische Profil 4%
hingegen häufig Unterführungsprofile zum Einsatz. Sonderprofil 4%
Bezüglich der Höhe der Durchlässe zeigt sich eine * Gesamtanzahl an Wellstahlbauwerken n = 28
Häufigkeit im Bereich von h = 2 – 5 m.
Tab. 14. Relative Häufigkeit von Querschnittsformen von ver-
Tab. 14 und Bild 33 zeigen eine Auswertung von bauten Wellstahlbauwerken, Datenquelle: Fa. HAM-
Herstellerdaten aufgeteilt nach Querschnittsfor- CO, Dinslaken
men. Gemessen an der Gesamtanzahl der ausge-
führten Wellstahlbauwerke kommen Maulprofile mit 4% 4%
über 50% am Häufigsten vor, gefolgt von den Un- 10%
terführungs- und Kreisprofilen mit jeweils 14%.
14%
12 54%
n = 28
10 r1
absolute Häufigkeit [-]
h 14%
s
6
Maulprofile Unterführungsprofile
4
Kreisprofile Kreisbogenprofile
Elliptische Profile Sonderprofile
2
Bild 33. Relative Häufigkeit von verbauten Wellstahlquer-
0 schnitten, Datenquelle: Fa. HAMCO, Dinslaken
2 4 6 8 10 12
8
h
Spannweite Über- Bodenkennwerte Ein Vergleich der Varianten „Alt“ mit „Neu“ ermög-
deckung Steifemodul Reibungswinkel licht somit eine Aussage über die Auswirkungen
s hü ES ϕ ‘k der vorgesehenen Umstellung vom alten ins neue
[m] [m] [kN/m2] [°]
Regelwerk, im Rahmen derer sowohl die Anpas-
< ¼ ⋅s 20.000 30 sung des Nachweiskonzeptes als auch die Anpas-
<5
> ¼ ⋅s 30.000 28 sung der Einwirkungen beinhaltet sind. Ein Ver-
< ¼ ⋅s 20.000 32 gleich der Varianten „Alt“ mit „AN“ ermöglicht hin-
>5 gegen – unter Beibehaltung des Nachweiskonzep-
> ¼ ⋅s 30.000 30
tes – unmittelbar eine Aussage über die Auswir-
Tab. 18. Einsatzempfehlungen von Wellstahlbauwerken ge- kungen der Lastanpassung. Dagegen erlaubt der
mäß (HAMCO, 2005) Vergleich der Varianten „Neu“ mit „AN“ eine Aus-
sage über das Sicherheitsniveau – unter Beibehal-
Ausgehend von diesem Parameterfeld wurden für tung gleicher Einwirkungen – beim Übergang vom
die Vergleichsberechnungen schließlich insgesamt alten ins neue Regelwerk.
59 einzelne Einbausituationen in Abstimmung mit
dem Auftraggeber festgelegt. Tab. 17 gibt hierzu Für jede der in Tab. 17 aufgeführten Einbausituati-
einen vollständigen Überblick im Detail. Der Groß- on wurde jeweils eine Berechnung nach den drei
teil der Untersuchungen erfolgte ausgehend vom Varianten durchgeführt.
Standardbeispiel an Maulprofilen. Die Festlegung
der jeweiligen Bodenkennwerte orientierte sich an 4.3.2 Vergleichskenngröße
den Angaben in Tab. 18.
Im Zuge der Bearbeitung des Projekts hat es sich
für den Vergleich der Berechnungsergebnisse als
4.3 Vergleichsvarianten, Vergleichs- zweckmäßig erwiesen, in Abhängigkeit des Nach-
kenngrößen und Berechnungsan- weiskonzeptes den so genannten Ausnutzungs-
nahmen grad η gemäß nachfolgenden Definitionen zu ver-
wenden.
4.3.1 Vergleichsvarianten
erforderli che Sicherheit
η Alt = (39)
Im Rahmen der Anpassung der Regelwerke für vorhandene Sicherheit
Wellstahlbauwerke wurden von der BASt AG 2.1.1
nachfolgende Änderungen vorgenommen: Bemessungs wert der Einwirkung E d
ηNeu = (40)
Bemessungs wert des Widerstan des R d
• Umstellung des Nachweiskonzeptes vom Glo-
balsicherheitskonzept im altem Regelwerk (ARS
20/97) auf das Teilsicherheitskonzept im neuen Ist der Ausnutzungsgrad η ≤ 1,0 bedeutet dies,
Regelwerk (ZTV-ING Teil 9-4) und dass sowohl nach altem als auch nach neuem Si-
cherheitskonzept der Nachweis erfüllt ist. Auf
• Anpassung veränderlichen Einwirkungen (Ver- Grundlage der so definierten Ausnutzungsgrade ist
kehrslast) von DIN 1072:1985 gemäß altem Re- damit, mit und ohne Variation der Einwirkungen,
gelwerk auf den DIN-Fachbericht 101:2009 ge- ein direkter Vergleich der Ergebnisse möglich.
mäß neuem Regelwerk, vgl. Kapitel 3.3.
4.3.3 Berechnungsannahmen
Um die Auswirkungen der oben genannten Anpas-
sungen darstellen zu können wurden für die Ver- Ausgehend von den in Tab. 17 festgelegten Para-
gleichsberechnungen nachfolgende drei Varianten metern wurden bei den Berechnungen die freien,
gewählt, die sich hinsichtlich des im jeweiligen Re- d.h. die sich nach den statischen Erfordernissen
gelwerk verankerten Nachweiskonzeptes und dem ergebenden Parameter: die Blechdicke t in [mm]
Ansatz der Einwirkungen unterscheiden: und die Anzahl Schrauben nS in [Stk/m] gemäß
Variante „Alt“: Altes Regelwerk & Alte Einwir- nachfolgenden Grundsätzen ermittelt:
kungen Minimierung der Blechdicke t in dem prakti-
Variante „AN“: Altes Regelwerk & Neue cha- schen Raster von 2,75 / 3,25 / 4,00 / 4,75 / 5,00 /
rakteristische Einwirkungen oh- 6,25 / 7,0 mm derart, dass alle Einzelnachweis
ne Schwingbeiwert für die Berechnungsvariante „Alt“ erfüllt sind,
d.h. η ≤ 1,0.
Variante „Neu“: Neues Regelwerk & Neue Ein-
wirkungen Minimierung der Anzahl der Schrauben im typi-
schen Bereich nS = 10, 15 und 20 Stk/m.
34
In Fällen bei denen der Nachweis „Bruch der ENeu,d Bemessungswert der Einwirkung nach
Schraubenverbindung“ bemessungsbestimmend neuem Regelwerk
war, wurde aus wirtschaftlichen Gründen primär
RNeu,d Bemessungswert des Widerstands nach
die Blechdicke t zu Lasten der Anzahl der Schrau-
neuem Regelwerk
ben nS minimiert.
ENeu,k charakteristische Einwirkung ohne
Innerhalb der Berechnungen wurden hinsichtlich
Schwingbeiwert nach neuem Regelwerk
der Streckgrenze die im entsprechenden Regel-
werk festgelegten Werte, d.h. σF = 240 N/mm2 ge- Die Umstellung des Nachweiskonzepts wurde in
mäß altem Regelwerk und fy,k = 235 N/mm2 gemäß Bezug auf den Bauteilwiderstand weiterhin derart
neuem Regelwerk verwendet. durchgeführt, dass die im alten Regelwerk aufge-
führten Bauteilwiderstände gemäß (KLÖP-
Für die Grundbruchnachweise im Scheitel wurde
PEL & GLOCK, 1970) im neuen Regelwerk um
bei hohen Überdeckungen von hü > ½⋅r1 auf der si-
den jeweiligen Teilsicherheitsbeiwert γM bzw. γM.Gr
cheren Seite liegend die in Kapitel 2.2.6 und Bild
reduziert worden sind:
17 aufgeführte lineare Interpolation verwendet.
R Alt
R Neu,d = (45)
4.4 Allgemeingültige Vergleichsbe- γM
trachtungen
mit
4.4.1 Allgemein
γM Teilsicherheitsbeiwert für den Widerstand
gemäß neuem Regelwerk für den betreffen-
Die Umstellung des Regelwerks wurde von der
den Nachweis
BASt-AG 2.1.1 unter der Maßgabe durchgeführt,
dass beim Übergang vom alten Regelwerk (Varian- Unter Verwendung und Umstellung der Gleichun-
te „Alt“) ins neue Regelwerk (Variante „Neu“) das gen (41) - (45) lässt sich schließlich nachfolgender
Sicherheitsniveau weitestgehend erhalten bleiben allgemein gültiger Zusammenhang das Verhältnis
soll. Mathematisch lässt sich dies, unter Verwen- der Ausnutzungsgrade für die Varianten „Alt“ und
dung der in Gleichung (39) und (40) definierten „Neu“ herleiten:
Ausnutzungsgrade ηAlt und ηNeu, durch nachfol-
gende Bedingung ausdrücken: ηNeu ENeu,d γ
= ⋅ M ≥ 1,0 (46)
η Alt E Alt γ Global
ηNeu
ηNeu ≈ ≥ ηAlt ≥ 1,0 (41)
ηAlt Gleichung (46) besagt, dass unter Kenntnis der Si-
cherheitsbeiwerte γM und γGlobal und des Quotienten
Durch Einführung von Einwirkungen E, Widerstän- der Einwirkungen ENeu,d /EAlt eine allgemein gültige
den R und Sicherheitsfaktoren γ lassen sich die Aussage über das Sicherheitsniveau bzw. das
Ausnutzungsgrade ηAlt, ηNeu sowie auch ηAN wie Verhältnis der Ausnutzungsgrade ηNeu/ ηAlt beim
folgt darstellen: Übergang vom alten ins neue Regelwerk getroffen
werden kann.
γ Global
η Alt = (42) In Tab. 19 sind für die unterschiedlichen Nachwei-
R Alt / E Alt
se bzw. Grenzzustände der globale Sicherheits-
beiwerte γGlobal nach altem Regelwerk, der Teilsi-
ENeu,d cherheitsbeiwert γM nach neuem Regelwerk sowie
ηNeu = (43)
R Neu,d der Quotient der beiden Werte γM /γGlobal aus Glei-
chung (46) zusammengestellt.
γ Global
η AN = (44)
R Alt / ENeu,k
mit
γGlobal globaler Sicherheitsfaktor gemäß altem
Regelwerk
EAlt, RAlt Einwirkung und Widerstand nach altem
Regelwerk
35
Nachweis / Altes Neues Quo- mäß Tab. 19, lassen sich schließlich für die unter-
Grenzzustand Regelwerk Regelwerk tient schiedlichen Nachweise die Verhältnisse der Aus-
γGlobal γM γM / γGlobal nutzungsgrade ηNeu/ηAlt beim Übergang vom alten
1,4 0,56 ins neue Regelwerk gemäß Gleichung (46) in Bild
Durchschla- h/s < 0,7 2,5
gen Scheitel h/s ≥ 0,7 35 grafisch aufzeigen. Für die Darstellung wurde
2,0 1,4 0,70
eine Spannweite von s = 4,0 m gewählt. Für Über-
Bruch Schrauben-
verbindung
2,5 1,7 0,68 deckungen hü < 3,8 m sind die Ergebnisse von der
Spannweite s abhängig, während für größere Ü-
Grundbruch Scheitel 2,0 1,4 0,70
berdeckungen hü ≥ 3,8 m die Ergebnisse unabhän-
Grundbruch Sohle 2,0 1,4 0,70 gig von der Spannweite s des Querschnitts sind,
Tab. 19. Überblick Sicherheitsbeiwerte vgl. Bild 34.
Aus Bild 35 lässt sich ableiten, dass sich beim
4.4.2 Vergleich der Berechnungsvarianten Übergang vom alten ins neue Regelwerk für die
„Alt“ mit „Neu“ Grenzzustände „Durchschlagen des Bauwerk-
scheitels“ für h/s ≥ 0,7 und „Aufbruch der Sohle“ bis
Wie bereits in Abschnitt 3.3.5 erwähnt, wird bei der zu Überdeckungen von hü ≤ 6 m maximal 12% hö-
Bemessung von Wellstahlbauwerken i.d.R. der here Ausnutzungsgrade bzw. Sicherheiten erge-
Scheiteldruck ps nach altem Regelwerk bzw. ps,d ben, während sich für höhere Überdeckungen von
nach neuem Regelwerk als maßgebende Einwir- hü > 6 m etwas geringere Sicherheiten ergeben. Ein
kung für den Nachweis verwendet. Lediglich für ähnliches Verhalten zeigt sich für den Grenzzu-
den Grundbruch im Scheitel wird die gleichmäßig stand „Bruch der Schraubenverbindung“. Für den
verteilte Flächenlast aus Verkehr pov bzw. pov,k als Grenzzustand „Durchschlagen des Bauwerks-
Einwirkung benützt. Das in Gleichung (46) aufge- scheitels“ für h/s < 0,7 ergeben sich durchgehend
führte Verhältnis Ed,Neu/EAlt lässt sich somit in Ab- um 10-20% geringere Sicherheiten nach neuem
hängigkeit der maßgebenden Einwirkungsgröße Regelwerk. Dies ist auf das nun einheitliche Si-
wie folgt ermitteln: cherheitsniveau beim Durchschlagnachweis ge-
Fall 1: Scheiteldruck als maßgebende Einwir- mäß neuem Regelwerk zurückzuführen, vgl. Ab-
kung schnitt 3.4.4.
Bild 35 zeigt, dass sich für den Grenzzustand
ENeu,d p s,d γ G ⋅ pB,k + γ Q ⋅ p v,k
= = [-] (47) „Grundbruch im Scheitel“ beim Übergang vom al-
E Alt ps pB + ϕ ⋅ p v ten ins neue Regelwerk ein um den Faktor 1,52
(= 2,17 x 0,7) höherer Ausnutzungsgrad bzw. Si-
Fall 2: Verkehrslast als maßgebende Einwir- cherheit ergibt. Das heißt, bei diesem Nachweis
kung wird durch die Umstellung des Regelwerks und die
Anpassung der Einwirkungen das Sicherheitsni-
ENeu,d p ov,d γ Q ⋅ p ov,k 1,5 ⋅ 65 veau um ca. 50% angehoben. Die Ursache hierfür
= = = = 2,17 [-] (48)
E Alt p ov p ov 45 liegt vor allem durch den bei diesem Nachweis auf
gleichmäßig verteilte Verkehrslast pov anstelle des
Während für den Fall 2 (Verkehrslast als maßge- sonst üblichen Scheiteldrucks ps. Während beim
bende Einwirkung) das Verhältnis der Einwirkun-
1,7
gen einen konstanten Wert von 2,17 annimmt, ist s in [m]
das Verhältnis für den Fall 1 (Scheiteldruck als 10 max = 1,65
8
Verhältnis ps.d/ps [-]
6
maßgebende Einwirkung) abhängig von der Über- 1,6 4
2
deckung hü, und bedingt durch den Schwingbei-
wert ϕ im alten Regelwerk von der Spannweite s.
1,5
Bild 34 zeigt für den Fall 1 eine grafische Darstel-
lung des Quotienten der einwirkenden Scheiteldrü-
cke ps,d/ps nach altem und neuen Regelwerk. Der 1,4
min = 1,38
Verhältniswert liegt insgesamt in einem Bereich
von 1,38 – 1,65 und ist bis zu einer Überdeckung
von hü = 3,8 m von der Spannweite s des Well- 1,3
0 2 4 6 8 10
stahlbauwerks abhängig.
Überdeckung hü [m]
Ausgehend von den beiden Quotienten der Einwir- Bild 34. Verhältnis des Scheiteldrucks ps,d/ps nach neuem und
kungen in Gleichung (47) und (48) sowie dem altem Regelwerk
Quotienten der Sicherheitsbeiwerte γM/γGlobal ge-
36
1,0
In Abhängigkeit der für den jeweiligen Nachweis
0,9
maßgebenden Einwirkungsgröße (Scheiteldruck ps
0,8
gültig für s = 4 m unabhängig von s
bzw. Verkehrslast pov) wird für das Verhältnis der
0,7 Einwirkungen wiederum nachfolgende Fallunter-
0 2 4 6 8 10
scheidung vorgenommen.
Überdeckung hü [m]
Fall 1: Scheiteldruck als maßgebende Einwir-
Durchschlagen Scheitel (h/s ≥ 0,7)
Aufbruch der Sohle
kung
Bruch Schraubenverbindung
ENeu,d p s,d γ G ⋅ pB,k + γ Q ⋅ p v,k
Grundbruch Scheitel = = [-] (50)
ENeu,k p s,k pB,k + p v,k
Durchschlagen Scheitel (h/s < 0,7)
Bild 35. Allgemein gültiger Vergleich des Verhältnisses des Fall 2: Verkehrslast als maßgebende Einwir-
Ausnutzungsgrades für die unterschiedlichen Nach- kung
weise „Neu“ und „Alt“ beim Übergang vom alten ins
neue Regelwerk, Spannweite s = 4 m ENeu,d p ov,d γ Q ⋅ p ov,k 1,5 ⋅ 65
= = = = 1,5 [-] (51)
ENeu,k p ov,k p ov,k 65
Scheiteldruck die Erhöhung der Verkehrslast pov
bedingt durch den Wegfall des Schwingbeiwer-
tes ϕ und durch das Eigengewicht der Überde- Ausgehend von den Quotienten der Einwirkungen
ckung größtenteils kompensiert wird, vgl. Bild 27, in Gleichung (50) und (51) sowie dem Quotienten
ist diese beim Nachweis des „Grundbruch im der Sicherheitsbeiwerte γM/γGlobal gemäß Tab. 19,
Scheitel“ bedingt durch den einwirkungsseitig vor- lassen sich schließlich für die unterschiedlichen
handenen Bezug auf die Verkehrslast pov nicht der Nachweise die Verhältnisse der Ausnutzungsgrade
Fall. Die Anhebung der Verkehrslast von ηNeu/ηAN gemäß Gleichung (49) in Bild 36 grafisch
pov = 45 kN/m2 (altes Regelwerk) auf aufzeigen.
pov,k = 65 kN/m2 (neues Regelwerk) widerspiegelt Ist das Verhältnis der Ausnutzungsgrade
sich nahezu unmittelbar im Nachweis in Form einer ηNeu/ηAN > 1,0, so ergeben sich durch die Umstel-
Erhöhung des Ausnutzungsgrades bzw. der Si- lung des Nachweiskonzeptes höhere Sicherheiten
cherheit. und umgekehrt.
Es ist anzumerken, dass sich der Grenzzustand Wie Bild 36 entnommen werden kann, führt unter
„Grundbruch im Ulmenbereich“ nicht durch die Beibehaltung der Einwirkungen die alleinige Um-
dargestellten Betrachtungen erfassen lässt. Der stellung des Sicherheitskonzeptes – vom Globalsi-
Grenzzustand „Grundbruch im Ulmenbereich“ ver- cherheitskonzept gemäß altem Regelwerk ins Teil-
wendet zwar auf der Einwirkungsseite als Refe- sicherheitskonzept gemäß neuem Regelwerk – le-
renzgröße den Scheiteldruck ps, dieser wird jedoch diglich zu einer geringen Veränderung des Sicher-
gleichzeitig auch zur Ermittlung des Grundbruch- heitsniveaus. Mit Ausnahme des Nachweises
widerstandes p2Gr,k auf der Widerstandsseite in „Durchschlagen im Bauwerksscheitel für h/s < 0,7“
Form von p3 = ps⋅(r1/r3) verwendet, siehe Glei- liegt das Verhältnis der Ausnutzungsgrade in ei-
chung (9). nem Bereich von (ηNeu/ηAN) ≅ 0,93 - 1,05. Für den
Nachweis „Durchschlagen im Bauwerksscheitelf
4.4.3 Vergleich der Berechnungsvarianten für h/s < 0,7“ wird hingegen das Sicherheitsniveau
„AN“ mit „Neu“ um ca. 20 - 25% reduziert.
In analoger Weise zum vorherigen Abschnitt lässt
sich auch für den Vergleich der Berechnungsvari-
ante „Neu“ mit „AN“ eine allgemeingültige Aussage
über das Verhältnis der Ausnutzungsgarde und
damit über die Veränderung des Sicherheitsni-
veaus infolge der alleinigen Umstellung des Nach-
37
1,1
0,4
0,7 0,35
0,32 0,32 0,32
0 2 4 6 8 10 0,23 0,22
0,25 0,25
0,2
Überdeckung hü [m]
0,0
Durchschlagen Scheitel (h/s ≥ 0,7) Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
Aufbruch der Sohle Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
Die Durchführung der Berechnungen erfolgte unter Beim Grenzzustand „Durchschlagen des Bau-
Anwendung der Software MATHCAD Version 14. werksscheitels“ ergibt sich gemäß neuem Re-
In diesem Programm wurde der Berechnungsalgo- gelwerk eine um den Faktor 0,87 (= 0,50/0,57)
rithmus mathematisch umgesetzt. Die einzelnen geringere Ausnutzung in der Nachweisführung.
Berechnungsparameter und die daraus resultie- Dieses Ergebnis stimmt mit den in Ab-
renden Berechnungsergebnisse sind im Detail im schnitt 4.4.2 durchgeführten allgemein gültigen
Anhang 1 zusammengestellt. Betrachtungen überein und ist in Bild 38 darge-
stellt. Der geringere Ausnutzungsgrad ist Ergeb-
Der Richtigkeit des benutzten Berechnungsalgo- nis des Wegfalls des höheren Sicherheitsniveaus
rithmus wurde stichprobenartig durch unabhängige für h/s < 0,7 im neuem Regelwerk, das im vorlie-
Vergleichsberechungen überprüft. Es konnte eine genden Fall mit h/s = 2,44/3,7 = 0,66 zutrifft.
hinreichende Übereinstimmung der Ergebnisse mit
Abweichungen unter 5% erzielt werden. Im An- Die höchste Ausnutzung ergibt sich für den
hang 2 zum Bericht sind exemplarisch für das Grenzzustand „Bruch der Schraubenverbindung“.
Standardbeispiel die einzelnen Berechnungsschrit- Gemäß altem Regelwerk beträgt der Ausnut-
te gemäß einer Bemessung nach den jeweiligen zungsgrad ηAlt = 0,82 und nach neuem Regelwerk
Varianten dargestellt. ist der Ausnutzungsgrad ηNeu = 0,87 um den Fak-
tor 1,06 (6%) höher. Auch dieser Wert stimmt mit
4.5.2 Ergebnisse des Standardbeispiels den allgemein gültigen Betrachtungen in Ab-
schnitt 4.4.2 überein, vgl. Bild 38.
Für das Standardbeispiel des Maulprofils MA8 Für den Grenzzustand „Biegebruch beim Hinter-
(s = 3,7 m, h = 2,44 m, hü = 2,0 m, r1 = 1,87 m) sind in füllen“ ergeben sich im vorliegenden Fall deutli-
Bild 37 die Ergebnisse für die drei untersuchten che Unterschiede in Bezug auf den Ausnut-
Varianten „Alt“, „AN“ und „Neu“ in Form der Aus- zungsgrad. Die Ursache dieser starken Unter-
nutzungsgrade η für die einzelnen Grenzzustände schiede ist jedoch lediglich in den für den Nach-
dargestellt. Die Ausnutzungsgrade beziehen sich weis unterschiedlichen Bezugsgrößen zu sehen.
auf die im alten Regelwerk festgelegte Mindest- Während im alten Regelwerk der Nachweis auf
Basis des Grenzradius r1.gr, vgl. Gleichung (26),
38
Unter Beibehaltung des Nachweiskonzepts können Bild 40. Verhältnis des Scheiteldrucks ps,k/ps nach neuem und
die Auswirkungen der Anpassung der Einwirkun- altem Regelwerk, Vergleich der Einwirkungen der Va-
rianten „Alt“ und „AN“
gen, durch Erhöhung der gleichmäßig verteilten
Verkehrslast von pov = 45 kN/m2 auf pov,k = 65 kN/m2
4.5.3 Einfluss der Änderung der Mindest-
gemäß Bild 37 durch Vergleich der Ausnutzungs-
blechdicke
grade der Varianten „Alt“ mit „AN“ erfolgen und
lassen sich wie folgt interpretieren:
Die in Bild 37 dargestellten Ausnutzungsgrade ba-
Für die Grenzzustände „Durchschlagen des sieren auf der nach dem altem Regelwerk definier-
Bauwerksscheitel“, „Bruch der Schraubenverbin- ten Mindestblechdicke tmin = 4 mm. Im neuen Re-
dung“ und „Aufbruch der Sohle“ führt die Anhe- gelwerk wurde die Mindestblechdicke jedoch auf
bung der Verkehrslast in allen Fällen lediglich zu tmin = 3,25 mm reduziert. In der nachfolgenden Dar-
einer Erhöhung der Ausnutzungsgrade um den stellung in Bild 41 ist diese Änderung berücksich-
Faktor 1,1. Da die vorab genannten Grenzzu- tigt, indem die Blechdicken an die Mindestwerte
stände als maßgebende Einwirkung für den des entsprechenden Regelwerks angepasst wur-
Nachweis jeweils den Scheiteldruck ps,k verwen- den. Bild 41 zeigt, dass die reduzierte Mindest-
den, steht das Ergebnis im Einklang mit den be- blechdicke im neuen Regelwerk unter Einhaltung
reits in Abschnitt 3.3.6 durchgeführten Betrach- des Grenzzustandes „Bruch der Schrauben“ nur in
tungen, vgl. Bild 40. Die im Vergleich zur Last- Verbindung mit einer größeren Anzahl von
anpassung resultierende geringe Erhöhung des Schrauben nS = 15 Stk/m möglich ist. Weiterhin
Ausnutzungsgrades ergibt sich durch den Weg- führt die geringere Mindestblechdicke im Vergleich
falls des Schwingbeiwerts ϕ und durch die Über- zu Bild 37 zu einer ca. 10%igen Erhöhung der
lagerung der Verkehrslasten mit den ständigen Ausnutzungsgrade bei den Nachweisen „Durch-
Lasten aus der Bodenauflast. schlagen des Bauwerksscheitels“ und „Grundbruch
im Scheitel“ sowie einer ca. 20%igen Erhöhung
Beim Grenzzustand „Grundbruch im Scheitel“
des Ausnutzungsgrades beim Nachweis „Biege-
stellt sich eine Erhöhung des Ausnutzungsgrades
bruch beim Hinterfüllen“, die alle von der Blechdi-
um den Faktor 0,51/0,35 = 1,45 ein. Da der
cke abhängig sind.
Grundbruchnachweis im Scheitel als maßgeben-
de Einwirkung die gleichmäßig verteilte Verkehrs-
last pov bzw. pov,k verwendet, wiederspiegelt die-
ser Faktor unmittelbar das Verhältnis pov,k /pov =
40
Nr. 1, Standardbeispiel, Maulprofil MA8 genauerer Betrachtung wird deutlich, dass es sich
1,2 bei den Vergleichsberechnungen mit ηNeu/ηAN ≅ 0,8
tmin = 4 mm, nS= 10 Stk/m
0,97 um Querschnitte handelt mit h/s < 0,7 für die sich
1,0 tmin = 3,25 mm, nS= 15 Stk/m
Ausnutzung Nachweis η [-]
0,57
0,62
0,59
ten ergeben, und für die Fälle ηNeu/ηAN ≅ 1,0 um
Querschnitte mit h/s ≥ 0,7. Die Ergebnisse stehen
0,6 0,54
0,4 0,35
daher im Einklang mit den Betrachtungen in Ab-
0,32
schnitt 4.4.3.
0,32
0,28
0,25
0,22
0,2
Für den Vergleich der Berechnungsvarianten „Neu“
0,0
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
mit „Alt“ (ηNeu/ηAlt) wird mit Ausnahme der lfd. Nr. 4,
Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
23, 25, 26, 28, 56, 58 und 59 deutlich, dass das
„Alt“ (altes Regelwerk & alte Einwirkungen) Verhältnis in einem Streuband von 1,0 ± 0,2 liegt
„Neu“ (neues Regelwerk & neue Einwirkungen)
und auch mit den allgemein gültigen Betrachtun-
Bild 41. Vergleich Ausnutzungsgrade Variante „Alt“ mit „Neu“, gen in Abschnitt 4.4.2 übereinstimmt. Bei genaue-
Änderung der Mindestblechdicke, Standardbeispiel rer Betrachtung der vorab genannten Ausnahmen
Maulprofil MA8 fällt jedoch auf, dass es sich hier jeweils um eine
Überdeckung von hü = 3,0 m handelt, vgl. Tab. 17.
Der Einfluss der Mindestblechdicke wird daher, für Die Traglastgrenze beim Nachweis „Durchschla-
alle davon betroffenen Varianten, jeweils in Form gen des Bauwerksscheitels“ ist neben dem dimen-
einer separaten Darstellung wie hier am Standard- sionslosen Steifigkeitsparameter α = EI/(k⋅r13) und
beispiel dargestellt, aufgezeigt. der Querschnittsform auch von dem so genannten
Die Vergleichsberechungen zeigen, dass die Än- Lastangriffsparameter ψB abhängig, vgl. Bild 8.
derung der Mindestblechdicke einen ausgeprägten Der Lastangriffsparameter ist wiederum von der
Einfluss auf den Nachweis „Bruch der Schrauben“ Überdeckung hü abhängig und wie folgt festgelegt:
hat, und im Allgemeinen im Vergleich zum alten ψ B = 2,36 für pB,k > pov,k hohe Überdeckung (52)
Regelwerk bei geringeren Blechdicken zu einer
Erhöhung der Anzahl der Schrauben führt.
ψ B = 1,57 für pB,k ≤ pov,k geringe Überdeckung (53)
4.5.4 Durchschlagen des Bauwerksscheitels
Bild 43 zeigt den von der Überdeckung abhängi-
Unter Verwendung der Ausnutzungsgrade lassen gen Verlauf des Lastangriffsparameters ψB gemäß
sich Änderungen bei den Nachweisen durch den altem und neuem Regelwerk. Bedingt durch die
Verhältniswert der Ausnutzungsgrade der einzel- Erhöhung der Verkehrslast von pov = 45 kN/m2 auf
nen Berechnungsvarianten darstellen. Für den pov,k = 65 kN/m2 ändert sich der Lastangriffspara-
Nachweis „Durchschlagen des Bauwerksscheitels“ meter nach altem Regelwerk bei hü = 2,25 m und
zeigt Bild 42 zusammenfassend die Ergebnisse nach neuem Regelwerk bei hü = 3,25 m. Diese Än-
der Vergleichsberechnungen für die einzelnen derung hat wiederum Auswirkungen auf den
Einbausituationen die mit den lfd. Nummern 1 - 59 Durchschlagswiderstand, da sich für ψB = 1,57 ge-
gekennzeichnet sind. Dargestellt ist das Verhältnis ringere Durchschlaglasten ergeben als für
der Ausnutzungsgrade: ψB = 2,36. Da die Überdeckung von hü = 3,0 m ge-
nau in diesem Übergang liegt, führt dies bei den
ηNeu/ηAlt für den Vergleich der Berechnungsvari- vorab genannten Vergleichsberechnungen nach
anten „Neu“ mit „Alt“ im Rahmen dessen die neuem Regelwerk zu geringeren Durchschlagslas-
Auswirkungen der Änderungen des Nachweis- ten, die als Resultat einen höheren Ausnutzungs-
konzepts und der Anpassung der Einwirkungen grad verursachen.
dargestellt werden und
Die Untersuchungen machen deutlich, dass sich
ηNeu/ηAN für den Vergleich der Berechnungsva- bei einer Überdeckung im Bereich von
rianten „Neu“ mit „AN“ im Rahmen dessen unter 2,25 m < hü < 3,25 m, bedingt durch die Änderung
Beibehaltung der Einwirkungen lediglich die des Lastangriffsparameters ψB, größere Unter-
Auswirkungen der Änderungen der Umstellung schiede beim Durchschlagnachweis ergeben, der-
des Nachweiskonzepts dargestellt werden. art dass dies im neuen Regelwerk zu deutlich grö-
ßeren Ausnutzungsgraden führt, die um den Faktor
Für den Vergleich der Berechnungsvarianten „Neu“ 1,25 - 1,8 über den Werten des alten Regelwerks
mit „AN“ ist liegt das Verhältnis der Ausnutzungs- liegen.
grade ηNeu/ηAN in einem Bereich von 0,8 - 1,0. Bei
41
Nachweis "Durchschlagen des Bauwerksscheitels" berechnungen mit den lfd. Nummern 23, 25, 26,
2,0 28, 56, 58 und 59 sind wiederum auf die Unter-
Verhältnis Ausnutzung [-]
1,8
schiede infolge des Lastangriffsparameters ψB zu-
1,6
rückzuführen, vgl. Bild 43, da wie beim Durch-
1,4
1,2
schlagen des Scheitels auch die kritische Normal-
1,0
kraft ND,k für den Nachweis der Schraubenverbin-
0,8 dung vom Lastangriffsparameter ψB abhängt, vgl.
0,6 Bild 9.
ηNeu/ηAlt (Variante „Neu“ mit „Alt“)
0,4
0,2 ηNeu/ηAN (Variante „Neu“ mit „AN“) Der in Bild 44 dargestellte Vergleich der Ausnut-
0,0 zungsgrade macht auch deutlich, dass kein signifi-
0 3 6 9 12 15 18 21 24 27 30 33 36 39 42 45 48 51 54 57 60
kanter Einfluss der Querschnittsform (Maulprofil,
Lfd. Nr. Vergleichsberechung [-]
Kreisprofil,….) zu erkennen ist.
Bild 42. Verhältnis der Ausnutzungsgrade für den Nachweis
„Durchschlagen des Bauwerksscheitels“ Nachweis "Bruch der Schraubenverbindung"
1,4
2,5 0,8
ψB = 2,36
0,6
2,0 0,4
ηNeu/ηAlt (Variante „Neu“ mit „Alt“)
0,2 ηNeu/ηAN (Variante „Neu“ mit „AN“)
ψB = 1,57
1,5 0,0
0 3 6 9 12 15 18 21 24 27 30 33 36 39 42 45 48 51 54 57 60
Bild 43. Verlauf des Lastangriffsparameters in Abhängigkeit 4.5.6 Biegebruch beim Hinterfüllen
der Überdeckung
Auf eine vergleichende Darstellung der Ausnut-
4.5.5 Bruch der Schraubenverbindung zungsgrade für den Nachweis „Biegebruch beim
Hinterfüllen“ wird an dieser Stelle verzichtet, da es
Bild 44 zeigt das Verhältnis der Ausnutzungsgrade sich hierbei lediglich um einen Bauzustand han-
ηNeu/ηAlt (Variante „Neu“ zu „Alt“) und ηNeu/ηAN (Va- delt, für den bei Nichteinhaltung des Nachweises
riante „Neu“ zu „AN“) für den Nachweis „Bruch der entsprechende Maßnahmen (z.B. Scheitelauflast)
Schraubenverbindung. auf der Baustelle vorzunehmen sind. Die grundle-
Das Verhältnis der Ausnutzungsgrade ηNeu/ηAN genden Änderungen der Nachweisführung sind be-
liegt für alle Vergleichsberechnungen in einem Be- reits in Abschnitt 3.4.6 dargestellt. Die Ergebnisse
reich von 0,93 – 1,0 nahe 1,0. Dies ist gleichbe- der Vergleichsberechnungen können bei Bedarf im
deutend mit der Tatsache, dass sich die Nachwei- Anhang 1 eingesehen werden.
se nur geringfügig unterscheiden und die Umstel-
lung des Nachweiskonzeptes unter Beibehaltung 4.5.7 Grundbruch im Scheitelbereich
der Einwirkungen nur geringfügige Auswirkungen
hat. Überprüfung der Anwendungsbedingung
Das Verhältnis der Ausnutzungsgrade ηNeu/ηAlt liegt Der Nachweis „Grundbruch im Scheitel“ ist nach
für den Großteil der Vergleichsberechnungen in neuem Regelwerk formal nur für die Bedingung
einem Bereich von 0,95 – 1,10, d.h. die Nachweise hü < 0,5⋅r1, (geringe Überdeckung) zu führen, wäh-
unterscheiden sich nur geringfügig. Dies ist gleich- rend nach altem Regelwerk der Nachweis noch
bedeutend mit der Tatsache, dass sich beim Über- unabhängig von der Überdeckung zu führen war.
gang vom alten ins neue Regelwerk, durch die Än- Die im neuen Regelwerk vorhandene Einschrän-
derung des Nachweiskonzeptes und die Anpas- kung des Nachweises für geringe Überdeckungen
sung der Einwirkungen keine großen Unterschiede (hü/r1 < 0,5) beruht auf Erfahrungen und stellt für
ergeben. Die über den Wert von ηNeu/ηAlt > 1,1 hi- die Bemessung eine Vereinfachung dar.
nausgehenden Abweichungen für die Vergleichs-
42
hü < 0,53⋅r1. Die im neuen Regelwerk getroffene Lfd. Nr. Vergleichsberechung [-]
Vereinfachung in der Nachweisführung kann damit Bild 46. Verhältnis des maximalen Ausnutzungsgrades zum
nicht bestätigt werden. Auf Grundlage der durch- Ausnutzungsgrad für den Nachweis „Grundbruch im
geführten Untersuchungen scheint eine Anpas- Scheitel“, Berechnungsvariante „Neu“
sung auf das Verhältnis hü < 0,55⋅r1 möglich.
Bild 48 zeigt für diese Fälle ein Vergleich der Min-
Vergleich der Ausnutzungsgrade
destüberdeckungen hü,min. Infolge der Abhängigkeit
Bild 47 zeigt das Verhältnis der Ausnutzungsgrade des Grundbruchwiderstands von der Überdeckung,
ηNeu/ηAlt (Variante „Neu“ zu „Alt“) und ηNeu/ηAN (Va- führt die geringere Mindestüberdeckung gemäß
riante „Neu“ zu „AN“) für den Nachweis „Grund- dem neuen Regelwerk zu einem geringeren
bruch im Scheitel“ Grundbruchwiderstand pogr,k, vgl. Bild 50, gleich-
bedeutend mit einer höheren Ausnutzung des
Das Verhältnis der Ausnutzungsgrade ηNeu/ηAN
Nachweises im Vergleich zum alten Regelwerk.
liegt mit Ausnahme der Vergleichsberechnungen
mit der lfd. Nr. Nr. 19, 22, 27 und 55 in einem Be- In Bild 47 liegt das Verhältnis der Ausnutzungs-
reich von 0,97 – 1,08 nahe 1,0. Dies ist gleichbe- grade ηNeu/ηAlt für den Vergleich der Variante „Neu“
deutend mit der Tatsache, dass sich für diese Fälle mit „Alt“ in den meisten Fällen in einem Bereich
die Nachweise nur geringfügig unterscheiden und von ca. 1,5. Das bedeutet, dass sich durch die
die Umstellung des Nachweiskonzeptes unter Bei- Umstellung des Nachweiskonzeptes und die An-
behaltung der Einwirkungen nur geringfügige Aus- passung der Einwirkungen ein um den 1,5 höhere
wirkungen hat. Ausnutzung bzw. Sicherheit nach neuem Regel-
werk ergibt. Dieses Ergebnis steht im Einklang mit
Bei den in Bild 47 dargestellten größeren Abwei-
den allgemein gültigen Betrachtungen des Ab-
chungen, bei denen das Verhältnis der Ausnut-
schnitts 4.4.2. Die deutlich über Faktor
zungsgrade ηNeu/ηAN > 1,33 ist (Vergleichsberech-
ηNeu/ηAlt > 1,5 hinausgehenden Fälle sind, wie be-
nungen mit den lfd. Nr. 19, 22, 27 und 55), fällt auf,
reits erwähnt, von der Änderung der Mindestüber-
dass es sich hierbei ausschließlich um Maul- und
deckung betroffen, vgl. Bild 48.
Bogenprofile mit Spannweiten s > 5 m handelt, bei
denen gemäß neuem Regelwerk die neuen Regeln
zur Mindestüberdeckungen greifen, vgl. Bild 29.
43
1.2
2.2 1.12
t = 7 mm
2.0
1.8 1.0 nS = 10 Stk/m
1.0
0.6
0.8 0.48
0.52
0.6
ηNeu/ηAlt (Variante „Neu“ mit „Alt“) 0.4 0.37
0.4 0.33 0.32
0.2 ηNeu/ηAN (Variante „Neu“ mit „AN“)
0.0 0.2
0 3 6 9 12 15 18 21 24 27 30 33 36 39 42 45 48 51 54 57 60
0.00 0.00 0.00 0.00
Lfd. Nr. Vergleichsberechung [-] 0.0
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
Bild 47. Verhältnis der Ausnutzungsgrade für den Nachweis Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
1.50
Insgesamt zeigt sich eine deutliche Verschärfung
1.25
in der Nachweisführung beim Grundbruchnachweis
im Scheitel im neuen Regelwerk, das zum Einen
1.00 auf die Anpassung der Einwirkungen und zum An-
0.75
deren auf die Änderungen der Mindestüberde-
ckung bei den Maul- und Bogenprofilen zurückzu-
0.50 führen ist. Wie bereits in Abschnitt 3.4.7 aufgeführt,
0 3 6 9 12 15 18 21 24 27 30 33 36 39 42 45 48 51 54 57 60
steht das im neuen Regelwerk vorhandene Nach-
Lfd. Nr. Vergleichsberechung [-]
weisformat, vgl. Gleichung (34), nicht im Einklang
Bild 48. Vergleich Mindestüberdeckung hü.min mit den allgemeinen Anforderungen der
DIN 1054:2005 und DIN EN 1990:2002 im Sinne
pogr,k [kN/m2] des Teilsicherheitskonzeptes und der Trennung
von Einwirkungen und Widerständen. Aus diesem
Grund wurde ebenfalls im Abschnitt 3.4.7 mit der
Gleichung (35) ein in Anlehnung an diese Normen
harmonisiertes Nachweisformat vorgeschlagen, in
hü=1/3⋅r1 (Alt) dem die Einwirkungen und Widerstände getrennt
sind und mit den jeweils zutreffenden Teilsicher-
hü=1/4⋅r1 (Neu) heitsbeiwerten multipliziert werden. Um die Aus-
wirkungen dieser vorgeschlagenen Anpassung des
Nachweisformats zu überprüfen wurden separate
Vergleichsberechungen durchgeführt. Die Ergeb-
r1 [m]
nisse dieser Vergleichsberechungen sind in Bild
Bild 49. Reduzierung des Grundbruchwiderstands pogr,k durch 51 zusammengefasst. Dargestellt sind, für die
geringere Mindestüberdeckung hü, am Beispiel mit nach neuem Regelwerk relevanten Fälle
der lfd. Nr. 27, Maulprofil MA41, Spannweite s = 10 m, (hü/r1 < 0,5), die jeweiligen Ausnutzungsgrade für
r1 = 5,0 m ϕ‘k = 35°
den Grundbruchnachweis im Scheitel gemäß den
Nachweisformaten nach Gleichung (34) entspre-
Betreffend den Grundbruchnachweisen im Scheitel
chend dem neuen Regelwerk und gemäß Glei-
ist weiterhin zu erwähnen, dass bei der Vergleichs-
chung (35) entsprechend dem Neuvorschlag. Ins-
rechnung mit der lfd. Nr. 40 (Unterführungspro-
gesamt zeigt sich in Bezug auf die Abweichungen
fil UF10) der Nachweis gemäß neuem Regelwerk
kein konsistentes Erscheinungsbild. Der Neuvor-
trotz maximaler Blechdicke von t = 7 mm und ma-
schlag führt sowohl zu größeren als auch teilweise
ximalen Bodenkennwerten (ES = 40.000 kN/m2 und
deutlich geringeren Ausnutzungsgraden im Ver-
ϕ‘k = 35°) nicht erbracht werden konnte, vgl. Bild
gleich zum bestehenden Nachweisformat im neuen
50.
Regelwerk. Eine ggf. vorgesehene Anpassung des
Nachweisformates kann nicht ohne weiteres emp-
fohlen werden. Es sind entsprechend weiterge-
hende Untersuchungen erforderlich.
44
1,4
Vorschlag neues Nachweisformat
1,2 beim Übergang vom alten ins neue Regelwerk zu
1,0
beobachten.
0,8 Hinsichtlich den Grundbruchnachweisen im Sohl-
0,6 bereich ist weiterhin festzustellen, dass diese
0,4 Grenzzustände im Vergleich zu den anderen
0,2 Nachweisen in keinem Fall bemessungs-
0,0
bestimmend sind. Die maximale Ausnutzung ηNeu
0 3 6 9 12 15 18 21 24 27 30 33 36 39 42 45 48 51 54 57 60 nach neuem Regelwerk (Variante „Neu“) lag im
Lfd. Nr. Vergleichsberechung [-] Bereich von 0,4, vgl. Bild 53, und ist somit deutlich
kleiner als 1,0. Dem Grundbruch im Sohlbereich ist
Bild 51. Vergleich Ausnutzungsgrade für den Nachweis
Grundbruch im Scheitel gemäß neuem Regelwerk
daher bei der Untersuchung der hier gewählten
(Variante „Neu“) und Variation des Nachweisformats Einbausituationen weniger Bedeutung zuzuordnen.
gemäß den Gleichungen (34) und (35)
4.5.9 Zusammenfassung der Vergleichsbe-
Nachweis "Grundbruch im Sohlbereich" rechnungen
1.4
1.2
gleichsberechungen für das repräsentativ gewählte
1.0
Parameterfeld von insgesamt 59 unterschiedlichen
0.8
Einbausituationen von Wellstahlbauwerken zusam-
0.6 mengefasst.
0.4
Vergleich der Berechnungsvarianten „Neu“ mit
Aufbruch Sohle
0.2
Grundbruch Ulmenbereich
„Alt“
0.0
Die Umstellung des Sicherheits- bzw. Nachweis-
0 3 6 9 12 15 18 21 24 27 30 33 36 39 42 45 48 51 54 57 60
Lfd. Nr. Vergleichsberechung [-] konzepts und die Anpassung der Verkehrslasten
beim Übergang vom alten ins neue Regelwerk
Bild 52. Verhältnis der Ausnutzungsgrade Variante „Neu“ mit
„Alt“ für alle Vergleichsberechnungen
(Vergleich der Variante „Neu“ mit „Alt“) führt zu fol-
genden Veränderungen:
Nachweis "Grundbruch im Sohlbereich" 1) Durchschlagen des Bauwerksscheitels
Ausnutzung Nachweis ηNeu [-]
1.2
Aufbruch Sohle (hü ≤ 2,25 m oder hü ≥ 3,25 m) und h/s ≥ 0,7:
1.0 Grundbruch Ulmenbereich Die Umstellung des Regelwerks führt zu kei-
0.8 nen wesentlichen Veränderungen des Sicher-
heitsniveaus im Vergleich zum bestehenden
0.6
Regelwerk. Bei allen Vergleichsberechnungen
0.4 lag das Verhältnis der Ausnutzungsgrade in
einem – nach Meinung der Autoren akzeptab-
0.2
len – Bereich von 0,9 – 1,1.
0.0
0 3 6 9 12 15 18 21 24 27 30 33 36 39 42 45 48 51 54 57 60
(hü ≤ 2,25 m oder hü ≥ 3,25 m) und h/s < 0,7:
Lfd. Nr. Vergleichsberechung [-] Das neue Regelwerk führt zu einem 10 - 20%
Bild 53. Ausnutzungsgrade nach neuem Regelwerk für die
geringeren Sicherheitsniveau. Ursache hierfür
Grundbruchnachweise im Sohlbereich ist das im neuen Regelwerk vorhandene kon-
stante Sicherheitsniveau unabhängig vom
4.5.8 Grundbruch im Sohlbereich Verhältnis h/s.
(2,25 m < hü < 3,25 m): In diesem Überde-
Bild 52 zeigt das Verhältnis der Ausnutzungsgrade ckungsbereich führt die Umstellung des Si-
ηNeu/ηAlt (Vergleich Variante „Neu“ mit „Alt“) für die cherheitskonzepts und die Anpassung der
Grundbruchnachweise im Sohlbereich. Das Ver- Verkehrslasten zu größeren Veränderungen
hältnis liegt in einem Bereich von 0,96 – 1,2. Ten- der Ausnutzungsgrade bzw. des Sicherheits-
denziell sind beim Nachweis „Aufbruch der Sohle“ niveaus. Nach neuem Regelwerk ergeben
gemäß neuem Regelwerk höhere Ausnutzungs- sich – auf der sicheren Seite liegend – um
grade zu beobachten, während beim Nachweis
45
den Faktor 1,3 – 1,8 höhere Ausnutzungsgra- werk – vor allem bei geringen Überdeckungen –
de im Vergleich zum bestehenden Regelwerk. durch den Wegfall des Schwingbeiwerts ϕ nach
Die Ursache hierfür liegt in der Festlegung DIN 1072:1985 teilweise kompensiert wird, ist
des vom Beanspruchungsverhältnis pB,k/pov,k dies beim Grundbruchnachweis im Scheitel
abhängigen Lastangriffsparameters ψB. Die nicht der Fall. Als Folge ergeben sich beim
Anhebung der Verkehrslasten führt zu einer neuen Regelwerk speziell bei diesem Nachweis
Veränderung der Abgrenzung zwischen wesentlich höhere Ausnutzungsgrade und da-
ψB = 1,57 (für pB,k ≤ pov,k) und ψB = 2,36 (für mit höhere Sicherheitsanforderungen, die nicht
pB,k > pov,k). im Einklang mit den vorgenommenen Anpas-
sungen der anderen Grenzzustände stehen.
Will man das vorhandene Sicherheitsniveau,
entsprechend der Zielsetzung einer möglichst Will man, wie bei den anderen Nachweisen
gleichbleibenden Sicherheit aufrechterhalten, trotz Anpassung der Verkehrslasten die Aus-
so könnte dies z.B. durch eine von der Über- nutzung gemäß altem und neuem Regelwerk
deckung hü abhängigen Definition des Last- entsprechend den Zielvorstellungen der BASt-
angriffsparameters ψB erfolgen: AG 2.1.1 in etwa identisch halten, so empfehlen
die Autoren die Tragfähigkeit in Anlehnung an
1,57 für hü < 2,25m den Vorschlag von (GLOCK, 2009), unter Bei-
ψB = (54) behaltung der im neuen Regelwerk aufgeführ-
2,36 für hü ≥ 2,25m
ten Teilsicherheitsbeiwerte und Einwirkungen,
zu erhöhen. Dies sollte jedoch durch weiterge-
2) Bruch der Schraubenverbindung hende Betrachtungen und Untersuchungen ge-
Die Umstellung des Regelwerks führt zu keinen prüft werden.
wesentlichen Veränderungen des Sicherheits- Die im neuen Regelwerk vorhandene Ein-
niveaus. Für den Überdeckungsbereich von schränkung des Nachweise für geringe Über-
hü ≤ 2,25 m oder hü ≥ 3,25 m liegt das Verhältnis deckungen (hü/r1 < 0,5) beruht auf Erfahrungen
der Ausnutzungsgrade in einem Bereich von und stellt für die Bemessung eine Vereinfa-
0,95 – 1,1. Für den Überdeckungsbereich von chung dar. Die Plausibilität dieser Einschätzung
2,25 m < hü < 3,25 m ergeben sich aufgrund der konnte im Rahmen der Vergleichsrechnungen
bereits vorab genannten Änderung des Lastan- nicht vollumfänglich bestätigt werden. Aufgrund
griffsparameters ψB nach neuem Regelwerk bis der durchgeführten Berechnungen scheint je-
zu 1,2-fach höhere Ausnutzungsgrade. doch eine Anpassung dieses Anwendungskrite-
3) Grundbruch im Scheitel rium auf hü/r1 < 0,55 möglich.
Die Umstellung des Sicherheitskonzepts und Untersuchungen im Sinne einer möglichen An-
die Anpassung der Verkehrslasten führen zu passung der Nachweisgleichung in Anlehnung
einer deutlichen Veränderung der Ausnut- an das Vorgehen in DIN 1054:2005 und
zungsgrade bzw. des Sicherheitsniveaus. Nach DIN EN 1990:2002 haben ergeben, dass dies
neuem Regelwerk ergeben sich um den Faktor teilweise zu deutlichen Änderungen bezüglich
1,5 – 2,2 höhere Ausnutzungsgrade im Ver- Ausnutzungsgrade bzw. des Sicherheitsniveaus
gleich zum bestehenden Regelwerk, was in führt. Eine Anpassung des Nachweisformates
Einzelfällen dazu führt, dass trotz Anhebung kann daher nicht ohne weitergehende Untersu-
der Bodenkenngrößen auf praxisgerechte Ma- chungen erfolgen.
ximalwerte, der Nachweis nicht mehr erbracht 4) Grundbruch im Sohlbereich
werden kann.
Die Grundbruchnachweise im Sohlbereich wa-
Die Ursache hierfür liegt zum Einen in Anpas- ren in keiner der durchgeführten Vergleichsbe-
sung der Einwirkungen und zum Anderen bei rechnung bemessungs-bestimmend. Die Aus-
Maul- und Bogenprofielen in der geänderten nutzungsgrade nach neuem Regelwerk lagen
Definition der Mindestüberdeckung hü,min. stets unter 0,4. Für die im Rahmen der hier un-
Der Nachweis „Grundbruch im Scheitel“ wird im tersuchten Einbausituationen mit tragfähigen
Gegensatz zu allen anderen Nachweisen nicht Untergründen sind die Grundbruchnachweis im
unter Bezug auf den Scheiteldruck ps,k als Ein- Sohlbereich von untergeordneter Bedeutung.
wirkung geführt, sondern unter Verwendung der Bei weniger tragfähigen Untergründen ist zu
gleichmäßig verteilten Verkehrslast pov,k. Wäh- erwarten, dass die Grundbruchnachweise im
rend bei der Ermittlung des Scheiteldrucks ps,k Sohlbereich an Bedeutung gewinnen. Untersu-
die Erhöhung der Einwirkung im neuen Regel- chungen hierzu wurden nicht durchgeführt.
46
5.1 Einleitung
α v ⋅ fub ⋅ A
Fv,Rd = [kN] (55)
abgerundeter γ M2
Schraubenkopf
mit
αv = 0,6 für die Festigkeitsklasse 8.8 mit Gewin-
de in der Scherfuge in [-]
Bild 55. Sonderschrauben zur Verbindung von Wellstahlele-
fub Zugfestigkeit der Schraube, fub = 800 N/mm2
menten, Quelle: Fa. HAMCO, Dinslaken
für die Festigkeitsklasse 8.8
Die Mutter der Schraubverbindung befindet sich A Spannungsquerschnitt A der Schraube für
stets auf der Innenseite des Wellstahlbauwerks. den Fall, dass das Gewinde in der Scherfuge
Obwohl es sich um eine SL-Verbindung handelt, liegt, A = 2,45 cm2 für M20
werden die Schrauben üblicherweise mit einem
γM2 = 1,25 Teilsicherheitsbeiwert für die Bean-
spezifizierten Drehmoment angezogen.
spruchbarkeit einer Schraubenverbindung
Lochleibung:
5.3 Tragfähigkeit und Bemessung von
Schraubenverbindungen k1 ⋅ α b ⋅ fu ⋅ d ⋅ t
Fb,Rd = [kN] (56)
γ M2
5.3.1 Tragfähigkeit von Schraubenverbin-
dungen
k1 Faktor zur Berücksichtigung der Loch- und
Randabstände quer zur Kraftrichtung in [-]
Die Tragfähigkeit einer SL-Schraubenverbindung
ist, bei nicht planmäßiger Beanspruchung auf Zug αb Faktor zur Berücksichtigung der Loch- und
in Richtung der Schraubenachse, durch die beiden Randabstände in Kraftrichtung sowie des Fes-
Versagensformen: tigkeitsverhältnisses Schraube zu Grundmate-
rial fub/fu in [-]
Abscheren der Schraube (maßgebend sind der
Schraubendurchmesser und die Schraubenfes- fu Zugfestigkeit des Grundwerkstoffs bzw.
tigkeit) und Blechs, fu = 360 N/mm2 für die Stahlsorte
S235
Lochleibung (entspricht einer Stauchung und
Ausquetschung des Grundmaterials am Loch- d Nenndurchmesser der Schraube, d = 20 mm
rand; maßgebend sind die Blechdicke, die für M20
Blechfestigkeit und der Schaftdurchmesser)
t Maßgebende Blechdicke der zu verbindenden
gekennzeichnet, wobei die kleinere der beiden Elemente in [mm]
Tragfähigkeiten für die Bemessung maßgebend ist.
γM2 = 1,25 Teilsicherheitsbeiwert für die Bean-
Detaillierte Hintergründe zum Tragverhalten und
spruchbarkeit einer Schraubenverbindung
zur Bemessung von Schrauben können z.B. (PE-
TERSEN, 1994) oder (HASSELMANN & VAL-
Bei großem Lochspiel (2 mm < Δd ≤ 4 mm bei M20)
TINAT, 2002) entnommen werden.
ist der Bemessungswert der Lochleibungstragfä-
higkeit mit dem Beiwert 0,8 zu reduzieren.
49
Bild 56 zeigt exemplarisch den von der Blechdi- 5.4 Statistische Auswerteverfahren
cke t abhängigen Verlauf der Bemessungstragfä- nach DIN EN 1990
higkeit FR,d einer einschnittigen Schraubenverbin-
dung M20 8.8 nach DIN EN 1993-1-8:2005. Für 5.4.1 Allgemeines
die von den Rand- und Lochabständen abhängi-
gen Kenngrößen k1 und αb wurden jeweils die Ma- Die Festlegung von Bemessungswerten von Bau-
ximalwerte angenommen, die im Fall der Schrau- teilwiderständen auf Basis von Versuchsergebnis-
benverbindungen bei Wellstahlbauwerken zutref- sen ist in DIN EN 1990:2002, Anhang D „Ver-
fend erscheinen. In Anlehnung an die Situation bei suchsgestützte Bemessung“ festgelegt. Es werden
Wellstahlbauwerken wurde die Lochleibungstrag- zwei Methoden unterschieden:
fähigkeit gemäß Gleichung (56) für den Fall „über-
große Löcher“ um den Faktor 0,8 reduziert. Statistische Bestimmung einer einzelnen Ei-
genschaft (Methode )
Bis zu einer Blechdicke von t ≅ 8 mm ist der Versa-
gensmodus „Lochleibung“ maßgebend. Deutlich zu Statistische Bestimmung eines Widerstands-
erkennen ist die lineare Abhängigkeit der Tragfä- modells (Methode )
higkeit von der Blechdicke. Für Blechdicken
t > 8 mm wird die Tragfähigkeit durch das Absche- 5.4.2 Statistische Bestimmung einer einzel-
ren der Schraube begrenzt. nen Eigenschaft
Die Bemessungsregeln in DIN EN 1993-1-8:2005 Hierbei handelt es sich um ein Verfahren, dass
basieren auf umfangreichen Versuchen sowie de- hauptsächlich im Zulassungswesen von Baupro-
ren statistische Auswertung in Anlehnung an dukten zur Anwendung kommt. Eine spezielle Ei-
DIN EN 1990:2002. Die Versuche wurden vor- genschaft, z.B. die Tragfähigkeit einer Schrauben-
nehmlich an herkömmlichen Sechskantschrauben verbindung in einer besonderen Anwendungssitua-
unter Variation der maßgebenden Einflussparame- tion, soll auf Basis einer definierten Anzahl von
ter durchgeführt. Sonderschrauben und Muttern Versuchen festgelegt werden.
wie sie im vorliegenden Fall bei den Wellstahlbau-
werken zum Einsatz kommen, liegen daher formal Der charakteristische Bauteilwiderstand Rx,k der
außerhalb des Anwendungsbereiches. Ebenso ist Eigenschaft x ist hierbei als 5%-Fraktilwert mit
der Einfluss der Wellung nicht im Rahmen der be- 75%igen Konfidenzintervall unter Annahme einer
stehenden Bemessungsmodelle abgesichert. Der Normal- oder log-Normalverteilung definiert, vgl.
nachfolgend aufgeführte Vergleich von bestehen- Bild 57.
den Versuchsergebnissen an Schraubenverbin-
dungen von Wellstahlbauwerken mit den Bemes- R x, k = m x − k n ⋅ s x (57)
sungstragfähigkeiten nach DIN EN 1993-1-8:2005
stellt daher lediglich ein allgemeine Betrachtung mit
dar. mx Mittelwert der Eigenschaft x
120 sx Standardabweichung der Eigenschaft x
Traglast Schraube FR,d [kN]
Lochleibung
100 Abscheren kn Fraktilenwert zur Bestimmung des charakte-
94,1kN
ristischen Wertes (5%-Fraktile), vgl.
80 DIN EN 1990:2002, Anhang D, Tabelle D.1
60 Durch die statistischen Kenngrößen: Mittelwert mx
und Standardabweichung sx einer Versuchserie
40 F F
kann so in einfacher Weise in Abhängigkeit der
20 M20 8.8; S235 Anzahl der Versuche n der charakteristische
k1= 1,0; αb= 2,5 Wert Rx,k für die Bemessung ermittelt werden. Lie-
0 gen für die zu beurteilende Bauteileigenschaft auf
2 3 4 5 6 7 8 9
Basis von vergleichbaren Versuchen bereits um-
Blechdicke t [mm]
fangreiche Kenntnisse vor, wie z.B. hinsichtlich der
Bild 56. Bemessungswert der Tragfähigkeit einer einschnitti- Streckgrenze bei Stählen, so lässt sich der Be-
gen Schraubenverbindung M20 8.8, S235, übergroße messungswert Rd,k durch Festlegung eines aner-
Löcher kannten Teilsicherheitsbeiwertes für den Wider-
stand γM ableiten.
50
r = f ( x 1, x 2 ,... x i ) (59)
fR(x)
Verteilungsfunktion
mx
fR(x) Widerstand 2) Vergleich der experimentellen Werte re mit den
mx... Mittelwert
theoretischen Ergebnissen rt der in Pkt. 1) defi-
sx….Standardabweichung nierten Widerstandsfunktion, vgl. Bild 58.
sx kn….Fraktilenwert
kn⋅sx
3) Ermittlung der so genannten Mittelwertkorrek-
tur b und des Variationskoeffizienten Vrt aus
dem Vergleich in Pkt. 2) inklusive Plausibilitäts-
x
char. Widerstand Rx,k prüfung.
(5%-Fraktile)
4) Festlegung von Variationskoeffizienten für die
Bild 57. Ableitung von Bauteilwiderständen auf Basis von Basisvariablen xi.
Versuchsergebnissen nach DIN EN 1990:2002
5) Ermittlung der charakteristischen Werte rk der
Alternativ hierzu besteht nach DIN EN 1990:2002 Widerstandsfunktion.
auch die Möglichkeit, den Bemessungswert der Ei-
6) Ermittlung der Bemessungswerte rd der Wider-
genschaft x direkt unter Anwendung des Fraktilen-
standsfunktion.
wertes kd,n gemäß nachfolgender Gleichung (58)
zu ermitteln. 7) Ableitung des Teilsicherheitsbeiwertes γM = rd/rk
für die Widerstandsfunktion.
R d,k = m x − k d,n ⋅ s x (58)
mit
5.5 Versuchsergebnisse zur Schrau-
bentragfähigkeit
kd,n Fraktilenwert zur Bestimmung von Bemes-
sungswerten für den Tragfähigkeitsnachweis, 5.5.1 Allgemeines
vgl. DIN EN 1990:2002, Anhang D, Tabel-
le D.2 Für die Überprüfung der Schraubentragfähigkeit
Tab. 20 zeigt eine Auswahl typsicher Fraktilenwer- wurden vom Auftraggeber die Versuchsergebnisse
te gemäß DIN EN 1990:2002. von zwei Herstellern von Wellstahlbauwerken zur
Verfügung gestellt. Die Hersteller werden im Fol-
n 2 3 4 5 6 8 10 20 genden als Hersteller und bezeichnet. Von
kn 2,01 1,89 1,83 1,80 1,77 1,74 1,72 1,68 beiden Herstellern wurden die Versuche in einem
kd,n 3,77 3,56 3,44 3,37 3,33 3,27 3,23 3,16 Zeitraum von 1975 - 1985 durchgeführt. Versuche
neueren Datums liegen nicht vor.
n… Anzahl Versuche
Tab. 20. Fraktilenwerte kn und kd,n nach DIN EN 1990:2002, 5.5.2 Versuchskörper, Versuchsaufbau und
Anhang D, Variationskoeffizient bekannt Versuchsparameter
5.4.3 Statistische Bestimmung eines Wider- Die Versuche der beiden Hersteller erfolgten na-
standsmodells hezu mit der identischen Versuchskörperform und
unter vergleichbarem Aufbau.
Hierbei handelt es sich um ein Verfahren zur Fest-
legung und Kalibrierung von Widerstands- bzw.
re
Bemessungsmodellen in funktionaler Form, wie es
im Allgemeinen für normative Zwecke im Sinne der
re = b⋅rt
Bemessung der Fall ist.
Die Hintergründe und statistischen Bestimmungs-
gleichungen bei Anwendung dieses Verfahren sol-
len hier nicht näher erläutert werden. Die Vorge-
hensweise ist in folgende Einzelschritte unterglie-
dert: θ
rt
1) Modellfindung bzw. Festlegung einer geeigne-
ten Widerstandsfunktion, die den Bauteilwider- Bild 58. Vergleich der Versuchsergebnisse re mit den theoreti-
stand r in Abhängigkeit der maßgebenden Ein- schen Ergebnissen rt des Widerstandsmodells nach
DIN EN 1990:2002
flussparameter xi (= Basisvariablen) möglichst
zutreffend beschreibt.
51
2000
Hersteller
Traglast Verbindung RV [kN/m]
Hersteller
1500
B-B
1000
Abscheren
Lochleibung
500
A-A 10 Schrauben/lfd. m
M20, 8.8, S235
0
2 3 4 5 6 7 8
2500 180
Traglast Verbindung RV [kN/m]
Bild 62. Traglasten von Schraubenverbindungen von Well- Bild 64. Bezogene Tragfähigkeit je Schrauben, Hersteller ,
blechstößen, 15 Schrauben/lfd. m, zentrische Belas- zentrische Belastung
tung
180
3500 Traglast je Schraube RS [kN] 10 Schrauben
Traglast Verbindung RV [kN/m]
2000 90
1500 60 Abscheren
Abscheren Lochleibung
1000 Lochleibung
30
Hersteller
500 20 Schrauben/lfd. m
M20, 8.8, S235 0
0 2 3 4 5 6 7 8
2 3 4 5 6 7 8 Nennblechdicke t [mm]
Nennblechdicke t [mm]
Bild 65. Bezogene Tragfähigkeit je Schrauben, Hersteller ,
Bild 63. Traglasten von Schraubenverbindungen von Well- zentrische Belastung
blechstößen, 20 Schrauben/lfd. m, zentrische Belas-
tung Da die Versuchskörper nur einen ca. 0,6 - 0,8 m
langen Ausschnitt der geschraubten Längsverbin-
Bild 64 zeigt für die Daten des Herstellers eine dung der Wellstahlbauwerke repräsentieren, wurde
vergleichende Darstellung aller Versuchsergebnis- vom Hersteller auch der Einfluss der Randaus-
se, in dem für alle untersuchten Lochbilder (10, 15 bildung untersucht. Hierfür wurden die in Bild 66
und 20 Schrauben/lfd. m) die Tragfähigkeiten be- dargestellten Varianten „mit Randsteife“ und „ohne
zogen auf jeweils eine einzelne Schraube RS dar- Randsteife“ experimentell überprüft. Die Anord-
gestellt ist. Im vorliegenden Fall fällt auf, dass – mit nung der Randsteifen war u.a. auch versuchstech-
Ausnahme von t = 6 mm (im Übergangsbereich nisch begründet, da in Folge der Druckbeanspru-
Lochleibung – Abscheren) – der Einfluss des chung an den unausgesteiften Rändern teilweise
Lochbildes eher gering ausfällt. Es lassen sich ein Beulen beobachtet worden war, mit entspre-
leichte Tendenzen erkennen, dass mit einer größe- chend traglastminderndem Einfluss auf den Trag-
ren Anzahl von Schrauben die auf die einzelne fähigkeit der Schraubenverbindung. Bild 67 zeigt
Schraube bezogene Tragfähigkeit etwas geringer die Ergebnisse. Bei der Blechdicke von t = 4 mm ist
wird. Vergleichbare Ergebnisse lassen sich auch für den Fall „ohne Randsteife“ die bezogene Trag-
für die Daten des Herstellers erzielen, vgl. Bild fähigkeit der Schraube um ca. 25% geringer als im
65. In beiden Fällen liegen die erzielten Abscher- Fall „mit Randsteifen“. Für alle anderen Blechdi-
kräfte in einem Bereich von ca. 140 - 160 kN je cken wurden hingegen vergleichbare Werte erzielt.
Schraube.
Insgesamt wird bei der versuchstechnischen Er-
mittlung der Schraubentragfähigkeit die Anordnung
einer Randsteife als sinnvoll erachtet, da hierdurch
zum Einen unmittelbar die Tragfähigkeit der
Schraubenverbindung selbst ermittelt wird, d.h.
ohne Einfluss eines möglichen Blechbeulens, und
zum anderen in der realen Einbausituation eben-
53
falls ein Stützung des Randes durch die fortlaufen- keine statistische Auswertung im eigentlichen Sin-
de Wellung vorliegt. Der Fall „ohne Randsteife“ ne statt.
kommt hingegen lediglich an den Bauwerksenden
vor, wo die statischen Beanspruchungen i.d.R. ge- 2000
10 Schrauben/lfd. m
500
Versuchsergebnisse
Tragfähigkeit nach Angaben des Herstellers
0
2 3 4 5 6 7 8 9
Im bestehenden Regelwerk wurden die Traglasten Die Ableitung der Tragfähigkeit gemäß dieser Me-
der Schraubenverbindungen nach Kenntnis der thode erfordert im Allgemeinen eine ausreichende
Autoren als Mittelwerte in Verbindung mit der für Anzahl von Versuchsergebnissen, die eine zuver-
den Schraubennachweis erforderlichen Sicherheit lässige statistische Auswertung der betreffenden
von γGlobal = 2,5 festgelegt. Bild 68 zeigt hierzu ei- Eigenschaft ermöglicht. Das heißt, Versuche mit
nen Vergleich der Versuchsergebnisse mit den unterschiedlichen Blechdicken lassen sich z.B.
Tragfähigkeitsangaben des Herstellers . Die nicht gemeinsam auswerten, sondern stellen je-
Vorgehensweise der Angabe von Mittelwerten wird weils eine weitere „Einzeleigenschaft“ dar.
in diesem Fall zumindest für den Versagensmodus Bei der statistischen Auswertung nach dieser Me-
„Lochleibung“ für t < 6 mm bestätigt. Bei der Aus- thode werden die Versuchsergebnisse üblicher-
wertung der Versuche wurden ausschließlich die weise auch auf die Nenn- bzw. Mindestkennwerte
Ergebnisse für den Fall „mit Randsteife“ herange- der maßgebenden Einflussparameter korrigiert.
zogen. Mit Ausnahme der Mittelwertbildung fand Dies erfolgt i.d.R. durch einen so genannten Nor-
54
mierungsbeiwert α, der das Versuchsergebnis d.h. schaft“ darstellen, sind zusammenfassend die sta-
den Ist-Werte auf die normativen Nennwerte an- tistischen Parameter für die Tragfähigkeit je
passt. Gleichung (60) zeigt dies am Beispiel der Schraube aufgeführt.
Blechdicke. Entsprechendes gilt z.B. auch für die
Festigkeitskennwerte der Schraube bzw. des Die Bestimmung des Bemessungswertes RS,d der
Blechwerkstoffs. Schraubentragfähigkeit kann auf Grundlage der in
Tab. 21 enthaltenen Ergebnisse entweder auf Ba-
t Nen sis der 5%-Fraktile (charakteristische Tragfähig-
αt = [-] (60)
tIst keit RS,k) in Verbindung mit einem vorgegebenen
Teilsicherheitsbeiwert γM erfolgen, oder direkt über
mit den entsprechenden Fraktilenbeiwert kd,n, vgl. Ab-
schnitt 5.4.2. Tab. 22 enthält für beide Fälle die so
αt Normierungsfaktor für die Blechdicke, [-] ermittelten Bemessungswerte der Schraubentrag-
tNen Nennblechdicke gemäß Liefernorm in [mm] fähigkeit RS,d. Die Werte stimmen hinreichend gut
überein. Bild 68 zeigt für beide Auswerteverfahren
tIst gemessene Ist-Blechdicke im Versuch in [mm] einen Vergleich der ermittelten Schraubentragfä-
higkeit mit den Bemessungswerten der Tragfähig-
Bei der Durchsicht der Versuchsergebnisse zur keit nach DIN EN 1993-1-8:2005 (Eurocode 3). Es
Ermittlung der Schraubentragfähigkeit der beiden fällt auf, dass im vorliegenden Fall die Versuchser-
Hersteller ist aufgefallen, dass mit Ausnahme der gebnisse vergleichsweise gut mit den Schrauben-
Blechdicke nicht alle Kenngrößen, insbesondere tragfähigkeiten gemäß DIN EN 1993-1-8:2005 kor-
die Festigkeitskennwerte der Schrauben und Ble- relieren. Bei t = 3,0 mm liegen geringfügige Unter-
che, dokumentiert sind. schreitungen in Höhe von 5% vor. Bei den größe-
ren Blechdicken, insbesondere für t = 7,0 mm er-
Statistische Auswertung geben sich jedoch ca. 20 – 40% höhere Tragfähig-
Beispielhaft wird hier die statistische Auswertung keiten.
der Versuchsergebnisse des Herstellers aufge-
zeigt. Insgesamt wurden 45 Einzelversuche durch- Statistische Blechdicke t in [mm]
Kenngröße
geführt. Variiert wurden 5 Blechdicken 3,0 4,0 5,0 6,0 7,0
(t = 3, 4, 5, 6 und 7 mm) in Kombination mit Mittelwert mx
52,5 79,4 109,7 120,7 136,2
[kN]
3 Lochbildern (10, 15 und 20 Schrauben je lfd. m).
Standardab-
Je Serie wurden 3 identische Einzelversuche ge- weichung sx [kN]
6,8 5,8 16,3 11,1 6,5
prüft (5⋅3⋅3 = 45). Variationskoeffi-
13 7 15 9 5
zient Vx [%]
Die statistische Auswertung erfolgt unter Verwen-
dung der Formeln und Beiwerte in Abschnitt 5.4.2. Tab. 21. Statistische Kenngrößen der Tragfähigkeiten RS je
Weiterhin werden folgende Annahmen getroffen: Schraube basierend auf den Versuchsergebnissen
des Herstellers
Der Einfluss des Lochbildes ist von untergeord-
neter Bedeutung, vgl. Bild 64. Das heißt, je
Blechdicke steht für die Auswertung ein Stich-
probenumfang von n = 9 zur Verfügung.
Die Normierung der Ergebnisse auf die Nenn-
blechdicken erfolgt unter Kenntnis der gemes-
sen Blechdicken nach Gleichung (60).
Für die Normierung der Ergebnisse auf die
Nennfestigkeiten wird ein pauschalen Faktor
von αf = 0,85 angenommen, da die entspre-
chenden Kennwerte in den zur Verfügung ste-
henden Unterlagen nicht dokumentiert sind.
Es werden die aus den Versuchen umgerech-
neten Tragfähigkeiten der einzelnen Schrauben
verwendet.
Tab. 21 zeigt die Ergebnisse dieser statistischen
Auswertung. Für die unterschiedlichen Blechdi-
cken t, die im vorliegenden Fall die „Einzeleigen-
55
dells nach Eurocode 3 und einem Teilsicherheits- die in Tab. 24 aufgeführten Tragfähigkeiten für ei-
beiwert von γM2 = 1,25 sicher bemessen werden ne einzelne Schraube.
kann.
Tragfähig- Blechdicke t [mm]
Bild 70 zeigt in grafischer Form die Gegenüber- keit
stellung der experimentell ermittelten Tragfähigkei- 2,75 3,25 4,00 4,75 5.50 6,25 7,00
ten re mit den theoretischen Ergebnissen des Wi- RS,k [kN] 40 47 58 68 79 90 101
derstandsmodells rt. Das Verhältnis re/rt streut in RS,d [kN] 32 37 46 55 63 72 81
einem Bereich von 0,9 – 1,2 und zeigt, dass das
γM = γM2 = 1,25
gewählte Widerstandsmodell rt die Versuchsergeb- αv = 0,6; k1 = 2,5; αb = 1,0
nisse re hinreichend gut beschreibt und für die sta- großes Lochspiel
tistische Auswertung als geeignetes Modell ver- Tab. 24. Tragfähigkeit je Schraube einer einschnittigen
wendet werden kann. Schraubenverbindung M20 8.8, S235 nach
DIN EN 1993-1-8
Kenngröße Ergebnis
Anzahl Versuche n 35 Um eine Aussage über die Veränderung der
) Nachweisführung gemäß altem und neuem Re-
Fraktilenkennwert kn* 1,67
gelwerk zu erhalten, wird auf die bereits in Ab-
)
Fraktilenkennwert kd,n* 3,11 schnitt 4.4.1 dargestellte allgemein gültige Betrach-
Mittelwertabweichung b 1,136 tungsweise zurückgegriffen. Das Verhältnis der
Standardabweichung der Streugröße sΔ 0,098
Ausnutzungsgrade beim Übergang vom alten ins
neue Regelwerk lässt sich unter Verwendung der
Charakteristische Tragfähigkeit rk 0,786
Gleichungen (42), (43), (45) und (46) für den
Bemessungstragfähigkeit rd 0,645 Nachweis der Schraubenverbindung wie folgt dar-
Teilsicherheitsbeiwert γM 1,22 stellen:
Widerstandsfunktion r(fu,d,t) = k1⋅αb⋅fu⋅d⋅t mit k1 = 1,0 und αb = 2,5
)
* gemäß DIN EN 1990, Anhang D, Tabelle D.1 und D.2 ηNeu ENeu, d R Alt γ
= ⋅ ⋅ M2 [-] (61)
Tab. 23. Ergebnisse der statistischen Auswertung der Ver-
η Alt E Alt RNeu,k γ Global
suchsergebnisse des Herstellers
mit
1.8
1.6
RAlt Tragfähigkeit der Schraubenverbindung
gemäß altem Regelwerk (Mittelwert der
1.4
Versuchsergebnisse) in [kN]
re/ rt [-]
1.2
1993-1-8:2005 und unter Berücksichtigung der an- hier untersuchten Datensätze der beiden unter-
gepassten Einwirkungen - der Ausnutzungsgrad schiedlichen Hersteller und den darin festgeleg-
der Schraubenverbindung in Abhängigkeit von der ten Anwendungsbedingungen. Eine Übertra-
Überdeckung um ca. 10 - 20% erhöht wird. Dieses gung dieser Erkenntnisse auf Schraubenver-
Ergebnis steht im Einklang mit den allgemein gülti- bindungen anderer Hersteller, abweichende
gen Betrachtungen des Abschnitts 4.4 und zeigt, Schraubendurchmesser oder Festigkeitswerte
dass bei einer Verwendung der Schraubentragfä- der Bleche und Schrauben ist im jedem Fall se-
higkeit nach DIN EN 1993-1-8:2005 oder durch parat zu untersuchen.
Auswertung der Versuchsergebnisse nach
2. Die Auswertung der bestehenden Versuche hat
DIN EN 1990:2005 das globale Sicherheitsniveau
gezeigt, dass die Tragfähigkeit der Schrauben-
beim Übergang vom alten ins neue Regelwerk wei-
verbindung maßgeblich durch die Blechdicke t
testgehend erhalten bleibt.
beeinflusst wird. Bis zu einer Blechdicke von
1,4
ca. t = 6 mm ist das Versagen durch Lochlei-
bung gekennzeichnet. Darüber hinaus treten
1,2 Mischbrüche aus einer Kombination von Loch-
Verhältnis ηNeu / ηAlt [-]
1,0
leibung und/oder Abscheren auf. Für die maxi-
male Blechdicke von t = 7 mm dominiert das
0,8 Versagen durch Abscheren der Schraube. Ein
0,6
bedeutender Einfluss des Lochbildes, d.h. der
Anzahl der Schrauben je lfd. m konnte bei der
10 Schrauben pro m; t = 4mm; s = 4m
0,4 Auswertung nicht festgestellt werden. Tenden-
10 Schrauben pro m; t = 7mm; s = 8m
0,2 20 Schrauben pro m; t = 4mm; s = 4m ziell wurden jedoch bei beiden Herstellern et-
20 Schrauben pro m; t = 7mm; s = 8m was höhere Tragfähigkeiten für das Lochbild
0,0 mit 10 Schrauben/lfd. m festgestellt. Im Rah-
0 2 4 6 8 10
men der hier durchgeführten statistischen Aus-
Überdeckung hü [m]
wertung wurde auf eine separate Auswertung
Bild 71. Vergleich der Ausnutzungsgrade für den Schrauben- der Ergebnisse in Abhängigkeit des Lochbildes
nachweis nach neuen Regelwerk und altem Regel- verzichtet.
werk; Ermittlung der Schraubenwiderstände nach
DIN EN 1993-1-8:2005 3. Die Untersuchungen zeigen, dass es im Zuge
der Umstellung der Regelwerke sinnvoll er-
scheint, die Festlegung der Tragfähigkeit der
5.9 Zusammenfassung Auswertung Schraubenverbindung gemäß den europäisch
Schraubenversuche harmonisierten Regeln und dem damit begrün-
deten Verfahren nach DIN EN 1990:2002
Die Ergebnisse der Untersuchungen zur Schrau- durchzuführen.
bentragfähigkeit lassen sich wie folgt zusammen-
4. Für die Durchführung und die statistische Aus-
fassen:
wertung von Versuchen zur Festlegung von
1. Die statistische Auswertung der vom Auftrag- Tragfähigkeitskennwerten für die Schrauben-
geber zur Verfügung gestellten Versuchsergeb- verbindungen von Wellstahlbauwerken wird
nisse hat ergeben, dass die experimentell er- nachfolgende Vorgehensweise empfohlen:
mittelten Tragfähigkeiten gut mit den Angaben
Vereinbarung des Versuchsaufbaus und der
für die Tragfähigkeiten von Schraubenverbin-
Versuchskörper in Anlehnung an Bild 59
dungen nach DIN EN 1993-1-8:2005 für den
und Bild 60.
Fall „große Löcher“ korrelieren. Dies konnte
sowohl bei der einfachen statistischen Auswer- Statistische Auswertung der Versuchser-
tung nach dem Verfahren „Bestimmung einer gebnisse nach DIN EN 1990:2002 mit dem
Einzeleigenschaft“ als auch beim etwas auf- Verfahren „Statistische Bestimmung einer
wändigeren Verfahren „Bestimmung eines Wi- Einzeleigenschaft“.
derstandsmodells“ festgestellt werden. Es zeigt
Vereinbarung eines Teilsicherheitsbeiwerts
sich, dass die Tragfähigkeit der bei Wellstahl-
von γM = γM2 = 1,25 in Anlehnung an
bauwerken zur Anwendung kommenden Son-
DIN EN 1993-1-8:2005.
derschraubenverbindung zuverlässig mit den
Bemessungsmodellen nach DIN EN1993-1-8 Überprüfung des Einflusses des Lochbildes
vorhergesagt werden kann. Die Gültigkeit die- auf die Tragfähigkeit.
ser Feststellung beschränkt sich jedoch auf die
58
β
gezeigt werden.
Bauwerks
-achse
6.2 Bemessung der Schrägschnitte α
nach Regelwerk
β
Die Regelungen zur Bemessung der Schrägschnit- LS,G
te haben sich beim Übergang vom alten ins neue
Regelwerk nicht geändert. Unter Einhaltung nach- Bild 72. Allgemeine Situation am Schrägschnitt von Wellstahl-
folgender konstruktiver Randbedingen: bauwerken
L S, G =
(h − x ) ⋅ m + s ⋅ tan (90 ° − α ) [m] für β = α (63)
(FEDER, 1984) davon aus, dass der Bauwerksab-
sin( α ) 2 schlusswinkel und der Kreuzungswinkel identisch
sind (β = α) und die Schnittansatzhöhe Null ist
(x = 0 m), vgl. Bild 72.
mit
Unter den getroffenen Annahmen und auf Grund-
h Querschnittshöhe in [m]
lage von Parameteruntersuchungen an unter-
x vertikale Schnittansatzhöhe in [m] schiedlichen Querschnittsformen konnte schließ-
lich nachfolgende Gleichung (64) für die nähe-
m Steigung der Böschung [-]
rungsweise Ermittlung der maximalen, im Well-
s Spannweite des Querschnitts in [m] stahlprofil auftretenden Spannung aufgestellt wer-
den:
β Bauwerksabschlusswinkel in [°]
1,5 1,5
α Kreuzungswinkel in [°] γ h 7,0 mm
max σ = C1 ⋅ B,k ⋅ ⋅
kN 3,0 m t
6.3.3 Nachweis am Schrägschnitt nach (FE- 19 3
m
DER, 1984)
5 ⋅C 2
1
L S,F
Die Untersuchungen von (FEDER, 1984) zum ⋅ ⋅ [kN/cm2] (64)
6,0 m sin(α )
Nachweis des Schrägschnittes basieren auch auf
FEM-Analysen an Wellstahlprofilen mit der Stan-
dard-Wellung von 200 x 55. Die Berechnungen ge- mit
hen von einer zulässigen Spannung von 14 kN/cm2 max σ maximal zulässige Spannung in [kN/cm2];
aus, die gemäß DIN 4114:1952 der zulässigen max σ ≤ 14,0 kN/cm2
Spannung eines St37 (S235) entspricht. Im Unter-
schied zu (GLOCK, 1974) wird die Länge des γB,k Wichte des Bodens in [kN/m3]
Schrägschnittes LS,F in der Falllinie der Böschung h Höhe des Wellstahlquerschnitts in [m]
gemessen. In seinem Berechnungsmodell geht
t Blechdicke des Wellstahlprofils in [mm]
60
LS,F auf die Böschungsfalllinie projizierte heißt, in Gleichung (70) wird die Querschnittshö-
Schrägschnittlänge in [m], vgl. Bild 72. he h im Zähler durch den Ausdruck (h - x) ersetzt.
α Kreuzungswinkel in [°] für eine Böschungs- Für Böschungssteigungen die von dem in Glei-
neigung von 1:1,5; für abweichende Bö- chung (64) angenommen Wert von 1:1,5 abwei-
schungsneigungen siehe Gleichung (71) chen, schlägt (FEDER, 1984) vor, den Kreuzungs-
und (72). winkel α durch α gemäß nachfolgenden Gleichun-
gen (71) und (72) zu ersetzten:
C1, C2 profilabhängige Parameter, vgl. Tab. 27
1 m
α = arcsin ⋅ sin (α ) [°] für m > 1,5 (71)
Querschnittsform Parameter
C1 C2 1 1,5
2
[kN/cm ] [-]
Bogenprofil 4,5⋅(s/h)* 1,25 α = α [°] für m ≤ 1,5 (72)
Maulprofil 3,2 1,00
Unterführungsprofile 3,7 1,00 mit
Kreisprofile 3,7 1,00 m Steigung der Böschung 1:m [-]
* s…. Spannweite; h….. Höhe, vgl. Bild 3 α Kreuzungswinkel in [°]
Tab. 27. Profilabhängige Parameter für den Standsicherheits-
nachweis am Schrägschnitt nach (FEDER, 1984)
6.4 Vergleich der bestehenden Nach-
Gemäß (FEDER, 1984) unterliegt die in Glei- weisverfahren
chung (64) aufgeführte Näherungsgleichung fol-
genden Gültigkeitsgrenzen: Ein direkter Vergleich der beiden Nachweisverfah-
ren ist nicht uneingeschränkt möglich, da beide
16 kN/m3 ≤ γB,k ≤ 24 kN/m3 (65) Verfahren teilweise mit nicht identischen Ein-
gangsparametern arbeiten. So ist z.B. beim Nach-
2,7 mm ≤ t ≤ 7,0 mm (66) weis nach (GLOCK, 1974) die Schrägschnittlänge
als die auf die Horizontale in Bauwerkslängsrich-
h < 6,0 m für Kreis- und Unterführungsprofile (67) tung projizierte Länge definiert, während nach
(FEDER, 1984) der Schrägschnitt in der Falllinie
h < 5,0 m für Maulprofile (68) der Böschung gemessen wird. Unterschiede sind
auch bei der Berücksichtigung der maßgebenden
h < 3,5 m für Bogenprofile (69) Querschnittskenngrößen festzustellen. Neben der
Blechdicke ist beim Nachweis nach (FE-
Entsprechend den geometrischen Abmessungen DER, 1984) die Höhe h des Querschnitts von
in Bild 72 lässt sich nach (FEDER, 1984) die in die maßgebender Bedeutung, während in der Nach-
Falllinie der Böschung projizierte Schrägschnittlän- weisgleichung von (GLOCK, 1974) der Scheitelra-
ge LS.F für den Fall α = β (Kreuzungswinkel = Bau- dius r1 als maßgebende Größe Eingang findet. Aus
werksabschlusswinkel) gemäß nachfolgender diesem Grund werden die beiden unterschiedli-
Gleichung (70) ermitteln. chen Verfahren für den Nachweis am Schräg-
schnitt an vier Querschnittsformen mit Spannwei-
h
L S,F = [m] (70) ten von s ≥ 5 m verglichen. Die Vergleichsuntersu-
1 chungen umfassen in Anlehnung an die Parame-
sin arctan
m teruntersuchungen des Abschnitts 4 zwei Maulpro-
file (MB14 und MB24) und zwei Unterführungspro-
mit file (UF10 und UF16), vgl. Tab. 17.
h Querschnittshöhe des Wellstahlbauwerks in [m] In Tab. 28 sind für die untersuchten Querschnitts-
formen die erforderlichen Blechdicken für den
m Böschungsneigung 1:m in [-] Nachweis am unausgesteiften Schrägschnitt zu-
Obwohl in (FEDER, 1984) nicht explizit auf die Be- sammengefasst. Neben den unterschiedlichen
handlung einer möglichen Schnittansatzhöhe hin- Querschnittsformen wurde, sofern dies mit der ma-
gewiesen wird, erfolgt dies in der Praxis durch Re- ximalen Blechdicke von t = 7,0 mm möglich war,
duzierung der Querschnittshöhe h um den ent- der Kreuzungswinkel α bzw. der Bauwerksab-
sprechenden Wert der Schnittansatzhöhe x. Das schlusswinkel β variiert. Für den Vergleich wurde
die übliche Böschungsneigung von 1:1,5 ange-
61
7 Stabwerksberechnungen
6.5 Ergebnisse
7.1 Einleitung / Anlass
Die durchgeführten stichprobenartigen Untersu-
chungen zum Nachweis am Schrägschnitt an vier
Die Vergleichsbetrachtungen und –untersuch-
verschiedenen Querschnitten zeigen, dass die
ungen der vorangegangenen Abschnitte haben
beiden unterschiedlichen Verfahren nach
gezeigt, dass es beim Übergang vom alten ins
(GLOCK, 1974) und (FEDER, 1984) für α = β und
neue Regelwerk vor allem beim Nachweis „Durch-
einer gewählten typischen Schnittansatzhöhe für
schlagen des Bauwerksscheitels“ für flache Quer-
einen Kreuzungswinkel von α = 90° zu vergleich-
schnitte mit h/s < 0,7, trotz Erhöhung der Verkehrs-
baren Ergebnissen führen. Für hiervon abwei-
lasten, zu einer Reduktion des Sicherheitsniveaus
chende Kreuzungswinkel sind teilweise größere
im Bereich von 10 - 20% gekommen ist.
Unterschiede bis zu zwei Nennblechdicken er-
kennbar. Es fällt auch auf, dass das Nachweisver- Aufgrund der bei Stabilitätsproblemen typischer-
fahren nach (FEDER, 1984) für Maulprofile im weise auftretenden nichtlinearen Zusammenhänge
Vergleich zum Nachweisverfahren nach zwischen der Einwirkungen und dem Widerstand,
62
ps
Ein exakter Stabilitätsnachweis für in den Boden
eingebettete biegeweiche Rohre ist äußerst kom-
pliziert und streng genommen nur nach Theorie I-
II. Ordnung (Berücksichtigung großer Systemver-
formungen) und unter Berücksichtigung materieller
Nichtlinearitäten im Rahmen derer z.B. die Bildung
ψ r1
λ ⋅ ps von Fließgelenkbildung erfasst werden kann, mög-
lich. Als weitere Schwierigkeit kommt die Interakti-
ψB
π⋅ψ on des Stahlrohrs mit der elastischen Bettung des
λ = cos
2 ⋅ ψB Erdreichs hinzu, das ebenfalls einen starken Ein-
fluss auf das Stabilitätsverhalten hat.
Trotz erheblicher technischer Fortschritte im Be-
reich nichtlinearer Berechnungsmethoden, ist die
Modellierung derartiger Systeme mit momentan in
Bild 74. Belastung aus Überdeckung und Verkehr als Schei-
der Ingenieurpraxis vorhandenen Software-
teldruck ps gemäß (KLÖPPEL & GLOCK, 1970)
Programmen kaum möglich. Derartige Untersu-
chungen sind i.d.R. sehr aufwändig und wissen-
7.4 Berechnungsverfahren und – schaftlichen Betrachtungen vorbehalten. Unter An-
optionen derem aus diesen Gründen wurde bei den Unter-
suchungen von (KLÖPPEL & GLOCK, 1970) der
7.4.1 Berechnungen beim Hinterfüllen Stabilitätsnachweis auf Basis von Verzweigungs-
lasten geführt.
Beim Hinterfüllen werden in Bereichen in denen Der Nachweis „Durchschlagen des Bauwerks-
die Wandung nach außen gegen das teilweise scheitels“ wird daher in Anlehnung an (KLÖP-
vorhandene Erdreich gedrückt wird, Erdreaktions- PEL & GLOCK, 1970) auch unter Verwendung der
drücke, die eine seitliche Abstützung bzw. elasti- Verzweigungslast geführt. Hierzu wird folgender-
sche Bettung in den betreffenden Rohrbereichen maßen vorgegangen:
bewirken, hervorgerufen. Da die Größe dieser Bet-
tungsbereiche sich mit der Anschüttungshöhe ver- 1. Ermittlung der Querschnittsverformungen aus
ändert, liegt hier ein statisches System mit verän- dem Hinterfüllvorgang.
derlichen Randbedingungen vor. Zur Berücksichti- 2. Belastung des Systems mit der cosinusförmi-
gung dieser Tatsache wurde bei der Berechnung gen Beanspruchung durch den Scheitel-
des Hinterfüllvorgangs für jede Anschütthöhe ein druck ps, vgl. Bild 74.
separates Teilsystem mit entsprechenden Teilbe-
lastungen gemäß Bild 10 berechnet und im An- 3. Programmtechnisch iterative Ermittlung der
schluss die Gesamtbeanspruchungen aufsum- Verzweigungs- und Durchschlagslast.
miert. Die Verformungen wurden jeweils als Ein-
gangsgrößen in das nachfolgende statische Sys- Es ist zu erwähnen, dass bei dieser Vorgehens-
tem übertragen. weise lediglich die aus dem Hinterfüllvorgang ent-
stehenden Verformungen bei der Ermittlung der
Bei den Berechnungen für den Hinterfüllvorgang Verzweigungslast abgebildet werden. Die aus dem
wird in Anlehnung an (KLÖPPEL & GLOCK, 1970) Hinterfüllvorgang resultierenden Beanspruchungen
das Eigengewicht der Stahlblechelemente ver- werden nicht erfasst.
nachlässigt.
Höhe h [m]
wurden die Einwirkungen ohne Teilsicherheitsbei- 4
h1 = 3,31 m
werte versehen.
3
Kenngrößen Wert
Spannweite s [m] 6,0 2
Global-
geometrie Höhe h [m] 6,0
1
Typ [-] Kreisprofil
Erddruckbeiwert 20
[-] 0,5
K
10
Anschüt- Anschütthöhen
[m] 3,31 / 5,12 / 6,00 0 ϕ [°]
tung h1, h2, h3
0 45 90 135 180
-10
Tab. 29. Kenngrößen Vergleichsbeispiel
-20
In Bild 75 ist für die drei Anschütthöhen der Ver- -30 ϕ
lauf der Querschnittsverformungen dargestellt. Es -40
ergibt sich eine maximale Scheitelhebung von
-50
vS = 0,427 m. Dieser Wert stimmt sehr gut mit den
Angaben in (KLÖPPEL & GLOCK, 1970) von
Bild 76. Mittels Stabstatik berechneter Biegemomentenverlauf
vS = 0,43 m überein.
beim Anschütten
Bild 76 zeigt für die drei Anschütthöhen den über
den halben Umfang abgewickelten Biegemo- 7.5.2 Verzweigungslasten
mentenverlauf. Am Scheitel ergibt sich ein maxi-
males Moment von MS = 39,4 kNm/m. Auch dieser Für die Überprüfung des statischen Modells wird
Wert stimmt sehr gut mit den Angaben in (KLÖP- wiederum das im vorangegangenen Abschnitt zu-
PEL & GLOCK, 1970) von MS = 39,9 kNm/m über- grunde gelegte Kreisprofil verwendet. Da der Sta-
ein. bilitätsnachweis im Bauwerksscheitels vorwiegend
bei hohen Überdeckungen und daraus resultieren-
Weitere hier nicht dargestellte Vergleichsberech- den großen Normalkräften maßgebend wird, wird
nungen an einem Maulprofil (Typ MA 22 der Firma der Lastangriffsparameter zu ψB = 2,36 gewählt.
Hamco) mit einem Scheitelradius von r1 = 3,0 m Die Belastung erfolgt gemäß Bild 74, in Form einer
führten zu Abweichungen im Bereich von ca. 10% Einheitslast in Höhe von ps = 1 kN/m2. Alle weiteren
im Vergleich zu den Angaben in (KLÖP- Angeben entsprechen den Werten in Tab. 29.
PEL & GLOCK, 1970).
Bild 77 zeigt als Ergebnis der Berechnungen die
Die Vergleichsberechnungen machen deutlich, Verzweigungsfigur beim Durchschlagen des Schei-
dass das hier verwendete Stabwerkmodell in der tels, die im vorliegenden Fall durch ein einwelliges
Lage ist die Beanspruchungen und Verformungen Durchschlagen gekennzeichnet ist. Der programm-
beim Hinterfüllen im Vergleich zu den Untersu- technisch ermittelte Verzweigungslastfaktor liegt
chungen in (KLÖPPEL & GLOCK, 1970) plausibel bei fNki = 421, gleichbedeutend mit einer Durch-
wiederzugeben. schlagslast von pSD ≅ 421 kN/m2. Im Vergleich hier-
zu ergibt sich nach (KLÖPPEL & GLOCK, 1970)
für den vorliegenden Steifigkeitsparameter
65
Kenngrößen Wert
elastische Bettung
Mmax = 8,8 kNm/m k = 8.021 kN/m3
elastische Bettung
3
k = 8.021 kN/m
Bild 78. Mittels Stabstatik berechneter Momentenverlauf infol- Bild 79. Mittels Stabstatik berechneter Verlauf der elastischen
ge Überdeckung und Verkehr, Maulprofil MA8, gerin- Stützung des Stahlrohrs durch das Erdreich, Maulpro-
ge Überdeckung hü = 2,0 m fil MA8, geringe Überdeckung hü = 2,0 m
67
übersteigen das plastische Biegemoment des elastischen Bettungszahl auf einen Wert von
Querschnitts um den Faktor 2,9. Es wird deutlich, k = 10.000 kN/m3 erzielt werden. Bild 83 zeigt hier-
dass bereits für eine geringe Überdeckung eine zu den Momentenverlauf. Für dieses System lie-
zutreffende numerische Abbildung des Tragverhal- gen die Normalkräfte im Bereich von 885 kN/m,
tens nur unter Berücksichtigung materieller Nichtli- das maximale Biegemoment beträgt
nearitäten in Form von Fließgelenken möglich ist. Mmax = 127 kNm/m und liegt um den Faktor 5 über
Die Berechnungen für den Scheiteldruck nach al- dem plastischen Biegemoment des Querschnitts.
tem Regelwerk in Höhe von ps = 68 kN/m2 führen
Es ist davon auszugehen, dass sich die hier unter-
hingegen zu deutlich geringeren Biegebeanspru-
suchten hohen Scheiteldrücke für große Überde-
chungen die nur geringfügig über dem plastischen
ckungen aufgrund einer möglichen Gewölbewir-
Biegemoment liegen.
kung des Erdreichs oberhalb des Scheitels i.d.R.
Bild 82 zeigt exemplarisch den Bereich der elasti- nicht einstellen werden. Grundliegende Erkennt-
schen Stützung des Stahlrohres bei dem die Ver- nisse und Untersuchungsergebnisses hierzu liegen
formungen des Querschnitts nach außen gerichtet allerdings nicht vor.
sind. Die elastische Stützung erstreckt sich in etwa
über 2/3 der Querschnittshöhe. 2
pS,d = 112 kNm
Aufgrund der bei der geringen Überdeckung be-
111.70
111.70
Biegemoment im Scheitel
8,01 Z
Y X
MS in [kNm/m]
Durchschlagsberechnung
Bild 81. Mittels Stabstatik berechneter Momentenverlauf infol-
geringe hohe ge Überdeckung und Verkehr, Maulprofil MB24, ge-
2
Durchschlaglast pSD [kN/m ] Überdeckung Überdeckung
ringe Überdeckung hü = 1,0 m
hü = 1,0 m hü = 6,0 m
Stabstatik 267 486
(KLÖPPEL & GLOCK, 1970) 230 420
Berechnungen unter Ansatz des Scheiteldrucks pS
Altes Neues
Geringe Überdeckung
Regelwerk Regelwerk
hü = hü,min = 1,0 m 2 2
pS = 69 kN/m pS.d= 112 kN/m
Biegemoment Mmax in [kNm/m] 30 74
elastische Bettung
Normalkraft Nmax in [kN/m] 256 459 k = 3.505 kN/m3
1)
Scheitelsenkung vS in [m] 0,22 0,26
Z
Altes Neues
Y X
Hohe Überdeckung 2) 3)
Regelwerk Regelwerk
hü = 6,0 m 2 2
Bild 82. Mittels Stabstatik berechneter Verlauf der elastischen
pS = 134 kN/m pS.d= 192 kN/m
Stützung des Stahlrohrs durch das Erdreich, Maulpro-
Biegemoment Mmax in [kNm/m] 132 127
fil MB24, geringe Überdeckung hü = 1,0 m
Normalkraft Nmax in [kN/m] 632 885
4)
Scheitelsenkung vS in [m] 0,65 0,22
1)
unter Ansatz des charakteristischen Wertes des Scheiteldrucks von
pS.k = 78 kN/m2
2)
unter Ansatz einer elastischen Bettung von k = 3.505 kN/m3
3)
unter Ansatz einer elastischen Bettung von k = 10.000 kN/m3
4)
unter Ansatz des charakteristischen Wertes des Scheiteldrucks von
pS.k = 140 kN/m2
Kenngrößen Wert
192.00
192.00
pS,d = 192 kNm2
Global- Spannweite s [m] 9,29
geometrie Höhe h [m] 8,19
166.27 166.27
Unterführungsprofil,
166.27 166.27
Typ [-]
hoch
Quer- Radien r1 / r2 / r3 [m] 4,65 / 2,15 / 12,30
Mmax = 127 kNm/m schnitt
Wanddicke t* [mm] 7,0
Streckgrenze [N/mm2] 235
2
96.00
96.00
96.00
96.00 Steifemodul ES [kN/m ] 30.000
elastische Bettung 3
k = 10.000 kN/m
3
Wichte γB,k [kN/m ] 20
Boden Elastische 3
Z
[kN/m ] 3.226
Bettung k
Y X
Erddruck-
Bild 83. Mittels Stabstatik berechneter Momentenverlauf infol- [-] 0,4
beiwert K
ge Überdeckung und Verkehr, Maulprofil MB24,hohe
Überdeckung hü = 6,0 m Anschüt- Anschütthöhen
[m] 3,23 / 6,48
tung h1, h2
Über- Überdeck-
[m] 1,55
7.8 Untersuchungen am Unterfüh- deckung ung hü = hü,min
rungsprofil UH35 Belastung
Scheitel-
[kN/m ]
2
117
druck ps,d
7.8.1 Allgemeines * inkl. Korrosionszuschlag von 1 mm
vmax = 0,12 m
Für das Unterführungsprofil UH35 liegen hinsicht-
lich dem Scheitelradius r1 und der elastischen Bet- 26.00
Mmax = 26 kNm/m 129.9 26.00
h1 = 3,23 m
tung k ähnliche Verhältnisse wie beim Maulprofil
MB24 vor. Entsprechend ergibt sich eine ähnliche
Durchschlagslast. Die mit den Stabwerksberech-
nungen ermittelte Durchschlagslast liegt ca. 10%
über den Angaben von (KLÖPPEL & GLOCK,
Z
26.00 Y X 26.00
1970).
Bild 86 zeigt exemplarisch den Verlauf des Bie- Bild 85. Mittels Stabstatik berechnete Verformungen bei der
gemomentes für den Bemessungswert des Schei- zweiten Anschüttstufe von 6,48 m, Unterführungsprofil
UH35, mit Auflast
teldrucks in Höhe von ps = 117 kN/m2 wie er sich
für den Fall der Mindestüberdeckung von
pS,d = 117 kNm2
hü,min = 1,55 m nach neuem Regelwerk ergibt. Das 112.00
112.00
-1.16 -1.16
1.17
4.06 1.17
4.06
0.41 0.41
her ist. Dies deutet auf eine für den Kräfteverlauf -3.09
-0.21
-2.81
-3.09
-0.21
-2.81
0.36 0.36
-3.69
-4.97 -3.69
-4.97
-6.74
-9.70
-3.69
-8.72
-6.74
-6.74
-9.70
-4.82
elastische Bettung -4.82
Durchschlagsberechnung
h2 = 6,48 m
2
Berechnungsmethode Durchschlaglast pSD [kN/m ]
65.00 65.00
Stabstatik 351
(KLÖPPEL & GLOCK, 1970) 320
h1 = 3,23 m
26.00 26.00
Berechnungen unter Ansatz des Scheiteldrucks pS
Mmax = 97 kNm/m
Altes Neues
Geringe Überdeckung Regelwerk Regelwerk
hü = hü,min = 1,55 m 2 2
pS = 72 kN/m pS.d = 117 kN/m
Biegemoment Mmax in [kNm/m] 21 56
Z
Bild 84. Mittels Stabstatik berechnete Verformungen bei der Scheitelsenkung vS in [m] 0,14 0,16*
zweiten Anschüttstufe von 6,48 m, Unterführungsprofil * unter Ansatz des charakteristischen Wertes des Scheiteldrucks von
UH35, ohne Auflast pS.k = 81 kN/m2
neare Berechnung möglich ist. Da derartige Be- der Einwirkungen und zum Anderen in Form von
rechnungsmethoden im Umgang viel Erfahrung umfangreichen Parameteruntersuchungen an 11
erfordern, und derzeit in der Ingenieurpraxis nur verschiedenen Querschnitten und insgesamt
sehr begrenzt im Einsatz sind, wird empfohlen 59 unterschiedlichen Einbausituationen von Well-
auch zukünftig die Bemessung von Wellstahl- stahlbauwerken. Die Ergebnisse der Vergleichsbe-
werken gemäß den Untersuchungen von rechnungen können wie folgt zusammengefasst
(KLÖPPEL & GLOCK, 1970) entsprechend dem werden:
neuen Regelwerk durchzuführen.
Umstellung des Sicherheits- und Nachweis-
konzeptes
8 Zusammenfassung und Aus- Die Umstellung der Nachweise vom alten Globalsi-
blick cherheitskonzept auf das moderne, dem Stand der
Normung entsprechende Teilsicherheitskonzept er-
folgte derart, dass der Globalsicherheitsbeiwert im
8.1 Allgemeines alten Regelwerk γGlobal in etwa dem Produkt der
Teilsicherheitsbeiwerte für die Einwirkungen γE und
Bei Wellstahlbauwerken handelt es sich um sehr dem Widerstand γM im neuen Regelwerk ent-
wirtschaftliche und dauerhafte Ingenieurbauwerke spricht. Die Festlegung der Teilsicherheitsbeiwerte
für die Unterführung von Verkehrswegen die sich für die Einwirkungen erfolgte hierbei gemäß den
seit Jahrzehnten in der Anwendung bewährt ha- Angaben im DIN-Fachbericht 101:2009. Die Fest-
ben. legung der Teilsicherheitsbeiwerte für die Bauteil-
Im Zuge der nationalen Einführung der europäi- widerstände γM erfolgte hingegen im Rahmen ei-
schen Bemessungsnormen (Eurocodes) in Form nes Abwägungsprozesses unter Berücksichtigung
der DIN-Fachberichte werden derzeit die beste- der Teilsicherheitsbeiwerte in DIN-
henden Bemessungsrichtlinien für Wellstahlbau- Fachbericht 103:2009 (Stahlbau) und
werke überarbeitet und sollen zukünftig in die ZTV- DIN 1054:2005 (Grundbau) sowie der angestreb-
ING, Teil 9, Abschnitt 4 aufgenommen werden. Die ten Beibehaltung des bestehenden Sicherheitsni-
Überarbeitung der Bemessungsregeln für Well- veaus im alten Regelwerk. Für die Grundbruchwi-
stahlbauwerke umfasst zum Einen die Umstellung derstände ergaben sich so Teilsicherheitsbeiwerte
der Nachweise vom Globalsicherheitskonzept auf von γM = 1,4 die mit den Angaben im
das Teilsicherheitskonzept und zum Anderen die DIN 1054:2005 in Einklang stehen. Die Teilsicher-
Anpassung der Einwirkungen von DIN 1072:1985 heitsbeiwerte für die Stahlbaunachweise (Durch-
auf DIN-Fachbericht 101:2009 und wurde von der schlagen des Bauwerksscheitels und Bruch der
BASt-AG 2.1.1 mit dem Ziel vorgenommen, dass Schraubenverbindung) ließen sich hingegen nicht
- unter Beibehaltung der Tragsicherheitsnachweise vollständig in Einklang mit den Angaben im DIN-
nach (KLÖPPEL & GLOCK, 1970) - das bestehen- Fachbericht 103:2009 bzw. dem Eurocode 3 brin-
de Sicherheitsniveau weitestgehend erhalten blei- gen, hierfür wurden entsprechend angepasste
ben soll. Werte verwendet.
Aufgrund der Überarbeitung der bestehenden Die im Rahmen des Berichts durchgeführten Ver-
Richtlinien für Wellstahlbauwerke wurden im Rah- gleichsberechungen haben insgesamt gezeigt,
men dieses Forschungsvorhabens vergleichende dass unter der Annahme gleichbleibender Einwir-
Betrachtungen und Berechnungen vorgenommen, kungen die vorgenommene Umstellung des Si-
mit dem Ziel die Anwendung der neuen Bemes- cherheits- bzw. Nachweiskonzeptes für die einzel-
sungsrichtlinien zu erproben, sowie das dabei vor- nen Grenzzustände zu keinen wesentlichen Ände-
liegende Sicherheitsniveau im Vergleich zu den rungen des Sicherheitsniveaus führt. Es kann da-
bisher bestehenden Bemessungsrichtlinien festzu- mit festgestellt werden, dass die von der BASt-
stellen und zu bewerten. Arbeitsgruppe 2.1.1 angestrebte Beibehaltung des
Sicherheitsniveaus bei der Umstellung des Regel-
werks – unter der Annahme gleichbleibender Ein-
8.2 Ergebnisse der Vergleichsbere- wirkungen – erfolgreich erzielt wurde. Einzige Aus-
chungen nahme bildet der Nachweis „Grundbruch im Bau-
werksscheitel“. Hier führt die im neuen Regelwerk
Die Überprüfung der neuen Bemessungsrichtlinien vorgenommene Aufhebung des höheren Sicher-
für Wellstahlbauwerke erfolgte zum Einen in Form heitsniveaus für gedrungene Profilquerschnitte mit
von allgemein gültigen Betrachtungen zur Umstel- h/s < 0,7 im Vergleich zum Nachweis im alten Re-
lung des Sicherheitskonzeptes und der Anpassung
73
gelwerk zu einer Reduzierung der Sicherheit um ten mit geringeren Blechdicken jedoch mit mehr
ca. 20-25%. Schrauben zu rechnen.
mit einer ausreichenden Genauigkeit rechnerisch gebnisse hinsichtlich der bei Schrauben typischer-
bestätigt werden. weise zu beobachtenden Versagensmodi „Absche-
ren der Schraube“ und „Lochleibung“ qualitativ als
Auf Grundlage der hier durchgeführten einfachen
auch quantitativ gut im Einklang mit den Regelun-
Stabilitätsberechnungen nach Theorie II. Ordnung
gen im Eurocode 3 Teil 1-8:2005 stehen.
kann keine Aussage über die ursprünglich initiier-
ten Fragestellungen zu den Auswirkungen der Insgesamt hat sich gezeigt, dass die bisher prakti-
Verkehrslasterhöhung und der Reduzierung des zierte Vorgehensweise nach dem alten Regelwerk
Sicherheitsniveaus für h/s < 0,7 beim Übergang (Verwendung der Mittelwerte der Versuchsergeb-
vom alten ins neue Regelwerk getroffen werden. nisse entsprechend den Traglasttabellen der Her-
Derartige Erkenntnisse können nur durch weiter- steller in Verbindung mit einem Teilsicherheitsbei-
gehende und aufwändige geometrisch und mate- wert von γM = 1,7) den Anforderungen an Bauteil-
riell nichtlineare Berechnungen erzielt werden. widerstände gemäß der harmonisierten europäi-
schen Norm DIN EN 1990:2002 genügt. Im Zuge
Wenngleich der im neuen Regelwerk festgelegte
der Umstellung der Regelwerke erscheint es je-
Teilsicherheitsbeiwert von γM.Ep = 1,4 nicht im Ein-
doch sinnvoll, die Festlegung der Tragfähigkeit der
klang mit den Angaben im DIN-Fach-
Schraubenverbindung gemäß den europäisch
bericht 103:2009 und dem Eurocode 3 steht
harmonisierten Regeln und dem damit begründe-
(γM1 = 1,1 für Stabilitätsversagen), wird es ange-
ten Verfahren nach DIN EN 1990:2002 durchzu-
sichts der vorab genannten Schwierigkeiten bei
führen.
der Führung eines möglichst exakten Durch-
schlagnachweises und aufgrund der bestehenden
Nachweis „Biegebruch beim Hinterfüllen“
Erfahrungen mit der Bauweise als sinnvoll erach-
tet, den vorgeschlagenen Teilsicherheitsbeiwert Im alten Regelwerk wurde der Biegebruch beim
beizubehalten. Hinterfüllen als Nachweis der Grenzspannweite
geführt. Das im neuen Regelwerk enthaltene
Nachweis „Bruch der Schraubenverbin- Nachweiskonzept auf Basis von Querschnittswer-
dung“ ten verfolgt konsequent die moderne Bemes-
sungspraxis der europäischen Regelwerke.
Der im neuen Regelwerk aufgeführte Nachweis für
die Schraubenverbindung unter Verwendung der Die Vergleichsberechungen haben ergeben, dass
Mittelwerte der Versuchsergebnisse entsprechend sich trotz geringfügiger Anpassungen z.B. hinsicht-
den Traglasttabellen der Hersteller in Verbindung lich des Erdruckbeiwertes keine wesentlichen Än-
mit einem Teilsicherheitsbeiwert von γM = 1,7 führt, derungen ergeben.
trotz Umstellung des Sicherheitskonzepts und An-
passung der Verkehrslasten, zu keinen wesentli- Nachweis „Grundbruch im Scheitelbereich“
chen Veränderungen bzgl. des Sicherheitsniveaus.
Für den Grenzzustand „Grundbruch im Scheitel“
Was den Schraubennachweis betrifft, ist sowohl haben die Vergleichsrechnungen (Vergleich der
nach altem als auch neuem Regelwerk die Festle- Berechnungsvariante „Alt“ mit „neu“) gezeigt, dass
gung der Tragfähigkeit auf Grundlage von experi- die Umstellung des Sicherheitskonzepts und die
mentellen Untersuchungen durch ein anerkanntes Anpassung der Verkehrslasten zu deutlichen Ver-
Prüfinstitut zu belegen. Im Zuge der Harmonisie- änderungen der Ausnutzungsgrade und damit zu
rung der europäischen Regelwerke wird jedoch Verschiebungen des Sicherheitsniveaus führt.
auch die Ableitung von Bemessungswerten von Nach neuem Regelwerk ergeben sich um den Fak-
Bauteilwiderständen auf Basis von Versuchser- tor 1,5 – 2,2 höhere Ausnutzungsgrade im Ver-
gebnissen – wie es hier bei den Schraubenverbin- gleich zum bestehenden Regelwerk, das in Einzel-
dungen der Fall ist – durch ein einheitliches statis- fällen dazu führt, dass trotz Anhebung der Boden-
tisches Auswerteverfahren in DIN EN 1990:2002 kenngrößen auf praxisgerechte Maximalwerte der
festgelegt. Aus diesem Grund wurden in Kapitel 5 Nachweis nicht mehr erbracht werden kann. Die
umfangreiche Untersuchungen zur Festlegung von Ursache hierfür liegt zum Einen in der Art der
Bemessungswerten für die Schraubentragfähigkeit Nachweisführung selbst und zum Anderen bei
gemäß den Vorgaben in DIN EN 1990:2002 „Ver- Maul- und Bogenprofilen in der geänderten Defini-
suchsgestützte Bemessung“ durchgeführt. Hierzu tion der Mindestüberdeckung sowie der Mindest-
wurden Versuchsergebnisse von unterschiedlichen blechdicke.
Herstellern zur Tragfähigkeit der Schraubenverbin-
Der Nachweis „Grundbruch im Scheitel“ wird im
dungen bei Wellstahlbauwerken statistisch ausge-
Gegensatz zu allen anderen Nachweisen nicht un-
wertet. Die Auswertung der Schraubenversuche
ter Bezug auf den Scheiteldruck ps als Einwirkung
hat ergeben, dass die vorliegenden Versuchser-
75
geführt, sondern unter Verwendung der gleichmä- Ausnutzungsgrades bzw. des Sicherheitsniveaus
ßig verteilten Verkehrslast pov bzw. pov,k. Während führt. Eine Anpassung des Nachweisformates kann
bei der Ermittlung des Scheiteldrucks ps die Erhö- daher nicht ohne weitergehende Untersuchungen
hung der Einwirkung im neuen Regelwerk – vor al- erfolgen.
lem bei geringen Überdeckungen – durch den
Wegfall des Schwingbeiwerts ϕ nach Grundbruch im Sohlbereich
DIN 1072:1985 teilweise kompensiert wird, ist dies
Für die Grundbruchnachweise im Sohlbereich
beim Grundbruchnachweis im Scheitel durch die
wurden im neuen Regelwerk erstmalig konkrete
Verwendung der Verkehrslast als maßgebende
Bemessungsgleichungen angegeben, die den Vor-
Einwirkung nicht der Fall, da in der Bemessungs-
schlägen von (GLOCK, 1976) folgen. Die Parame-
praxis nach altem Regelwerk bisher auf die Be-
teruntersuchungen haben gezeigt, dass die
rücksichtigung des Schwingbeiwertes bei diesem
Grundbruchnachweise im Sohlbereich in keinem
Nachweis verzichtet wurde. Als Folge ergeben sich
Fall bemessungs-bestimmend waren. Der Grund
im neuen Regelwerk speziell bei diesem Nachweis
hierfür ist darin zu sehen, dass in diesen Bereichen
wesentlich höhere Ausnutzungsgrade und damit
sowohl nach alter als auch neuer Richtlinie stets
höhere Sicherheitsanforderungen, die in etwa dem
Böden mit ausreichender Scherfestigkeit einzu-
Verhältnis der Anhebung der Verkehrslasten von
bauen sind. Die Grundbruchnachweise im Sohlbe-
pov,k/pov = 65/45 = 1,44 entsprechen. Die angestreb-
reich sind daher bei der Bemessung von Well-
te Beibehaltung des Sicherheitsniveaus kann hier
stahlbauwerken für ausreichend tragfähige Böden
für den Übergang vom alten ins neue Regelwerk
i.d.R. von untergeordneter Bedeutung.
im Vergleich zu den anderen Nachweisen nicht
aufrecht erhalten werden. Die Änderungen des Si-
Schrägschnitte
cherheitsniveaus ist im Wesentlichen das Ergebnis
der Anpassung der Einwirkungen und der Ände- Der Nachweis am unausgesteiften Schrägschnitt
rungen der Definition der Mindestüberdeckung und ist sowohl im alten als auch neuen Regelwerk für
der Mindestblechdicke, jedoch nicht der vorge- einen bestimmten Anwendungsbereich durch die
nommen Umstellung des Nachweiskonzeptes. So Festlegung von konstruktiven Randbedingungen in
haben z.B. die Vergleichsberechungen in Abschnitt einfacher Weise geregelt. Können diese Anforde-
4.4.3 gezeigt, dass unter Beibehaltung der Einwir- rungen nicht eingehalten werden, sind ergänzende
kungen die im neuen Regelwerk vorgenommene Standsicherheitsnachweise zu führen, die nicht im
Umstellung des Nachweiskonzepts (vom Globalsi- Detail geregelt sind. In der Praxis kommen vor-
cherheitskonzept in das Teilsicherheitskonzept) le- nehmlich die beiden Nachweisverfahren nach
diglich zu einer geringen Erhöhung des Ausnut- (GLOCK, 1974) und (FEDER, 1984) zur Anwen-
zungsgrades von ca. 5% führt. dung. Die Vergleichsuntersuchungen in Kapitel 6
haben gezeigt, dass die beiden unterschiedlichen
Will man zukünftig, wie bei den anderen Nachwei-
Nachweisverfahren für einen Kreuzungswinkel von
sen, beim Übergang vom alten ins neue Regelwerk
α = 90° zu vergleichbaren Ergebnissen führen. Für
entsprechend den Zielvorstellungen, infolge der
hiervon abweichende Kreuzungswinkel ergeben
Anpassung der Verkehrslasten und der Änderung
sich tendenziell nach (FEDER, 1984) geringere er-
der Mindestblechdicke, ein gleichbleibendes Si-
forderliche Blechdicken.
cherheitsniveau aufrecht erhalten, so sind weitere
Maßnahmen vorzunehmen. Bei Anwendung des Verfahrens nach
(GLOCK, 1974) wird empfohlen, die plastischen
Die im neuen Regelwerk neu eingeführte Ein-
Querschnittswerte unter Ansatz einer Streckgrenze
schränkung des Nachweises für geringe Überde- 2
von fy,k = 235 N/mm zu verwenden.
ckungen (hü/r1 < 0,5) beruht auf Erfahrungen und
stellt für die Bemessung eine Vereinfachung dar.
Werkstofffestigkeit
Die Plausibilität dieser Einschätzung konnte im
Rahmen der Vergleichsrechnungen nicht vollum- Beim Übergang vom alten ins neue Regelwerk ist
fänglich bestätigt werden. Auf Grundlage der Ver- es zu einer geringen Anpassung der Streckgrenze
gleichsberechungen scheint jedoch eine Anhebung der Stahlblechelemente von σF = 240 N/mm2 auf
des Grenzwertes auf z.B. hü/r1 < 0,55 möglich. fy,k = 235 N/mm2 gekommen. Weiterhin ist zu er-
wähnen, dass in der ursprünglichen Veröffentli-
Untersuchungen im Sinne einer möglichen Anpas-
chung von (KLÖPPEL & GLOCK, 1970) die Nach-
sung der Nachweisgleichung in Anlehnung an das
weise teilweise noch mit einer infolge der Kaltum-
Vorgehen in DIN 1054:2005 und
formung erhöhten Streckgrenze von
DIN EN 1990:2002 haben ergeben, dass dies teil-
σF = 340 N/mm2 geführt wurden. Eine Überprüfung
weise zu deutlichen Änderungen bezüglich des
hat ergeben, dass in der aktuellen Fassung des
76
Regelwerks der gegenwärtige Wert der Streck- heitsbeiwerte im Einklang mit den Vorgaben des
grenze von fy,k = 235 N/mm2 in allen davon betrof- DIN-Fachberichts 101:2009 und der
fenen Nachweisen konsequent berücksichtigt und DIN 1054:2005 stehen. Abweichungen hiervon
umgesetzt wurde. lassen sich deshalb nicht sinnvoll und stichhaltig
begründen. Es wird daher empfohlen, mechanisch
nachvollziehbar den Grundbruchwiderstand gemäß
8.3 Empfehlung für die weitere Über- dem Vorschlag von (GLOCK, 2009) anzuheben. In
arbeitung des Regelwerks (GLOCK, 2009) wird vorgeschlagen, den Grund-
bruchwiderstand durch: 1) Reduktion des Erd-
Soll für Wellstahlbauwerke beim Übergang vom al- druckbeiwerts beim Hinterfüllen von K = 0,5 auf
ten ins neue Regelwerk das Sicherheitsniveau K = 0,4 und 2) durch Aktivierung der plastischen
gemäß den Zielvorstellungen der BASt-AG 2.1.1 Querschnittsreserven des Wellstahlprofils zu erhö-
weitestgehend erhalten bleiben, so werden für die hen. Da bei Wellstahlbauwerken das Tragverhalten
weitere Überarbeitung der Richtlinie, basierend auf maßgeblich auf der Aktivierung von Verformungen
den im Rahmen dieses Projekts durchgeführten des Wellstahlprofils in das umgebende Erdreich
Untersuchungen und Vergleichsberechnungen, beruht, das i.d.R. mit einer Ausnutzung von plasti-
nachfolgende Anpassungen empfohlen. schen Querschnittkennwerten (Fließgelenkbildun-
gen) verbunden ist, vgl. z.B. Kapitel 7, sollte die in
Durchschlagen des Bauwerksscheitels (GLOCK, 2009) vorgeschlagene weitere Ausnut-
Aufgrund der Schwierigkeiten bei der Führung ei- zung der plastischen Querschnittsreserven noch-
nes möglichst exakten Stabilitätsnachweises wird mals geprüft werden. Dies kann z.B. durch einen
entsprechend dem alten Regelwerk empfohlen, Vergleich der im System auftretenden Verformun-
auch im neuen Regelwerk die erhöhten Sicher- gen bzw. Momentenrotationen mit der vorhande-
heitsanforderungen für flache Querschnitte mit nen Rotationskapazität des Querschnitts erfolgen.
h/s < 0,7 aufrecht zu erhalten. Dies könnte in Form Im Stahlbau hat sich diese Vorgehensweise im Be-
eines höheren Teilsicherheitsbeiwertes von reich der Traglasttheorie von Systemen und Ver-
γM,Ep = 1,75 für h/s < 0,7 erfolgen. bindungen in jüngster Zeit als sinnvoll und zutref-
fend erwiesen, vgl. z.B. (KUHLMANN, 2009).
Schraubennachweis Die Untersuchungen zum Grundbruch im Bau-
Es wird empfohlen die Festlegung der Schrauben- werksscheitel haben auch gezeigt, dass ist die Än-
tragfähigkeit entsprechend den Vorgaben zur sta- derung des Sicherheitsniveaus beim Übergang
tistischen Auswertung nach DIN EN 1990:2002 vom alten ins neue Regelwerk ebenso durch die
Anhang D „Vereinfachtes Verfahren“ europäisch Reduzierung der Mindestüberdeckung bei Maul-
einheitlich festzulegen. In Anlehnung an Euroco- und Bogenprofilen verursacht wird. Bei der Über-
de 3 bzw. DIN EN 1993-1-8:2005 wird bei der arbeitung des Regelwerks sollte daher nochmals
Festlegung des Bauteilwiderstandes ein Teilsi- überprüft werden, ob diese Anpassung der Min-
cherheitsbeiwert von γM = 1,25 vorgeschlagen. Bei destüberdeckung technisch sinnvoll ist, da in vie-
der Anerkennung bestehender Versuchsergebnis- len Fällen die geringere Mindestüberdeckung nur
se, als auch bei der Durchführung weiterer Versu- durch Verwendung und den Einbau von hochtrag-
che empfehlen die Autoren auf eine möglichst ein- fähigen Böden in Verbindung mit großen Profil-
heitliche und vergleichbare Versuchsdurchführung blechdicken möglich ist.
zu achten. Details hierzu sind z.B. in Abschnitt 5.9
aufgeführt. Lastangriffsparameter
Im neuen Regelwerk kommt es infolge der Erhö-
Grundbruch im Scheitel hung der Verkehrslast pov,k in einem Überde-
Beim Grundbruchnachweis im Scheitel ist es zu ckungsbereich von 2,25 m < hü < 3,25 m zu einer
wesentlichen Veränderungen gekommen, in der Veränderung der Definition der Überdeckung (ge-
Form, dass die Ausnutzungsgrade im neuen Re- ringe Überdeckung ↔ hohe Überdeckung). Diese
gelwerk deutlich gestiegen sind. Will man, wie bei Veränderung hat wiederum Auswirkungen auf den
den anderen Nachweisen, das bestehende Si- Lastangriffsparameter ψB, wodurch sich beim
cherheitsniveau weitestgehend beibehalten, so Nachweis „Durchschlagen des Bauwerksscheitels“
könnte dies theoretisch durch Reduzierung der und „Bruch der Schraubenverbindung“ deutlich
Einwirkungen und/oder der Teilsicherheitsbeiwerte höhere Ausnutzungsgrade nach neuem Regelwerk
γE und γM erfolgen. Dies scheint jedoch nicht sinn- ergeben. Will man das vorhandene Sicherheitsni-
voll, da die in der aktuellen Richtlinie aufgeführten veau aufrechterhalten, so könnte dies z.B. durch
Angaben für die Einwirkungen und die Teilsicher-
77
GLOCK, D.: Mitteilung im Rahmen eines Telefon- SATTLER, K.: Bemessungsverfahren für Durch-
gespräches am 17.03.2010. lässe aus Stahlrohren mit sinusähnlicher Wel-
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KLÖPPEL, K. , GLOCK, D.: Theoretische und ex- WALLISCH, W., SCHLEGEL, R.: Numerische Si-
perimentelle Untersuchungen zu den Traglast- mulation rohrförmiger Tragwerke im Boden mit
problemen biegeweicher, in die Erde eingebet- ANSYS-Multiplas. Tagungsbeitrag zur 24th
teter Rohre. Veröffentlichung des Institutes für CADFEM Users‘ Meeting 2006, 25.-27, Oktober
Statik und Stahlbau der Technischen Hoch- 2006, Fellbach/Stuttgart.
schule Darmstadt, Heft 10, 1970.
WINDELS R.: Spannungstheorie II. Ordnung für
KÖNIG, G.; HOSSER, D.; SCHOBBE, W.: Sicher- den teilweise gebetteten Kreisring. Die Bau-
heitsanforderungen für die Bemessung von technik 43 (1966), Heft 8, S. 265.
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NABau – eine Erläuterung. Bauingenieur, 57 ZIEGLER, M.: Geotechnische Nachweise nach
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Berlin, 2006.
KUHLMANN, U., RYBINSKI, M., RÖLLE, L.: An-
schlüsse im Stahl- und Verbundbau, Der Prüf-
ingenieur, Ausgabe 32, 04/2008, Bundesverei- 10 Danksagung
nigung der Prüfingenieure für Bautechnik e.V.,
2008. Das Forschungsvorhaben wurde unter Mitwirkung
KUHLMANN, U., RASCHE, C., FROSCHMEIER, des BASt-Betreuungsausschusses bestehend aus
B., EULER, M.: Anpassung des DIN- den Mitgliedern:
Fachberichts 103 "Stahlbrücken" an endgültige Herr Dipl.-Ing. J. Blosfeld (Fachbetreuer),
Eurocodes und nationale Anhänge einschließ-
lich Vergleichsrechnungen. Schlussbericht zum Herr Dipl.-Ing. T. Mayer,
BASt-Vorhaben FE 15.0452/2007/FRB, 2009. Herr Dipl.-Ing. Schäfer und
PETERSEN, C.: Stahlbau. 3. Überarbeitet und er- Herr Dipl.-Ing. Duran
weiterte Auflage 1993, Verlag Vieweg, korrigier-
ter Nachdruck 1994. sowie der BASt-Projektbetreuerin:
REUSCH, D.: Berechnung von dünnwandigen ein- Frau Sändker-Sporken
geerdeten Rohren. Bautechnik 66 (1989), Heft durchgeführt. All diesen Beteiligten sei für die an-
6, S. 190-192. regenden Diskussionen und Hinweise recht herz-
lich gedankt. Sie haben zum Gelingen des For-
schungsvorhabens wesentlich beigetragen.
80
Anhang 1
Zusammenstellung Vergleichsberechnungen
A1.1 Eingangsgrößen
Lfd. Querschnitts- Querschnitts- Spann- Höhe Überde- Steife- Reibungs- Radius Winkel
Nr. Bezeichnung form weite ckung modul winkel
s h hü Es ϕ ‘k r1 α1
2
[m] [m] [m] [kN/m ] [°] [m] [°]
1 MA8 / HAMCO Maulprofil 3,70 2,44 2,00 30.000 30 1,87 158,05
2 MA8 / HAMCO Maulprofil 3,70 2,44 min 20.000 30 1,87 158,05
3 MA8 / HAMCO Maulprofil 3,70 2,44 1,00 20.000 30 1,87 158,05
4 MA8 / HAMCO Maulprofil 3,70 2,44 3,00 30.000 30 1,87 158,05
5 MA8 / HAMCO Maulprofil 3,70 2,44 4,00 30.000 30 1,87 158,05
6 MA8 / HAMCO Maulprofil 3,70 2,44 5,00 30.000 30 1,87 158,05
7 MA8 / HAMCO Maulprofil 3,70 2,44 6,00 30.000 30 1,87 158,05
8 MA8 / HAMCO Maulprofil 3,70 2,44 2,00 40.000 30 1,87 158,05
9 MA8 / HAMCO Maulprofil 3,70 2,44 2,00 20.000 35 1,87 158,05
10 MA8 / HAMCO Maulprofil 3,70 2,44 min 20.000 35 1,87 158,05
11 MA8 / HAMCO Maulprofil 3,70 2,44 6,00 30.000 35 1,87 158,05
12 MA8 / HAMCO Maulprofil 3,70 2,44 min 30.000 30 1,87 158,05
13 MA8 / HAMCO Maulprofil 3,70 2,44 6,00 40.000 30 1,87 158,05
14 MA8 / HAMCO Maulprofil 3,70 2,44 min 30.000 35 1,87 158,05
15 MA8 / HAMCO Maulprofil 3,70 2,44 6,00 40.000 35 1,87 158,05
16 MA3 / HAMCO Maulprofil 2,28 1,73 min 30.000 30 1,18 136,72
17 MA3 / HAMCO Maulprofil 2,28 1,73 2,00 30.000 30 1,18 136,72
18 MA3 / HAMCO Maulprofil 2,28 1,73 6,00 30.000 30 1,18 136,72
19 MB14 / HAMCO Maulprofil 5,89 3,53 min 20.000 35 3,17 127,50
20 MB14 / HAMCO Maulprofil 5,89 3,53 2,00 30.000 30 3,17 127,50
21 MB14 / HAMCO Maulprofil 5,89 3,53 6,00 30.000 30 3,17 127,50
22 MB24 / HAMCO Maulprofil 7,94 4,53 min 30.000 35 4,28 128,90
23 MB24 / HAMCO Maulprofil 7,94 4,53 3,00 30.000 30 4,28 128,90
24 MB24 / HAMCO Maulprofil 7,94 4,53 6,00 40.000 30 4,28 128,90
25 MB24 / HAMCO Maulprofil 7,94 4,53 3,00 30.000 35 4,28 128,90
26 MB24 / HAMCO Maulprofil 7,94 4,53 3,00 40.000 30 4,28 128,90
27 MA41 / HAMCO Maulprofil 10,01 7,37 min 30.000 35 5,01 177,46
28 MA41 / HAMCO Maulprofil 10,01 7,37 3,00 30.000 30 5,01 177,46
29 MA41 / HAMCO Maulprofil 10,01 7,37 6,00 30.000 30 5,01 177,46
30 K20 / Voest Kreisprofil 2,99 2,99 min 20.000 30 1,496 ---
31 K20 / Voest Kreisprofil 2,99 2,99 2,0 30.000 30 1,496 ---
32 K20 / Voest Kreisprofil 2,99 2,99 4,0 30.000 30 1,496 ---
33 K20 / Voest Kreisprofil 2,99 2,99 6,0 30.000 30 1,496 ---
34 K20 / Voest Kreisprofil 2,99 2,99 4,0 30.000 35 1,496 ---
35 UH3 / Voest Unterführungsprofil 3,37 3,10 min 20.000 30 1,687 231,50
36 UH3 / Voest Unterführungsprofil 3,37 3,10 2,0 30.000 30 1,687 231,50
37 UH3 / Voest Unterführungsprofil 3,37 3,10 4,0 30.000 30 1,687 231,50
38 UH3 / Voest Unterführungsprofil 3,37 3,10 6,0 30.000 30 1,687 231,50
39 UH3 / Voest Unterführungsprofil 3,37 3,10 2,0 30.000 35 1,687 231,50
40 UF10 / Voest Unterführungsprofil 4,96 4,00 min 40.000 35 2,482 211,60,
41 UF10 / Voest Unterführungsprofil 4,96 4,00 2,0 30.000 30 2,482 211,60
42 UF10 / Voest Unterführungsprofil 4,96 4,00 4,0 30.000 30 2,482 211,60
43 UF10 / Voest Unterführungsprofil 4,96 4,00 6,0 30.000 30 2,482 211,60
44 UF10 / Voest Unterführungsprofil 4,96 4,00 4,0 30.000 35 2,482 211,60
45 UF16 / Voest Unterführungsprofil 6,44 5,39 min 40.000 35 3,219 204,96
46 UF16 / Voest Unterführungsprofil 6,44 5,39 2,0 30.000 30 3,219 204,96
47 UF16 / Voest Unterführungsprofil 6,44 5,39 4,0 30.000 30 3,219 204,96
48 UF16 / Voest Unterführungsprofil 6,44 5,39 6,0 30.000 30 3,219 204,96
49 UF16 / Voest Unterführungsprofil 6,44 5,39 4,0 30.000 35 3,219 204,96
50 UH35 / Voest Unterführungsprofil 9,29 8,19 min 20.000 35 4,645 234,81
51 UH35 / Voest Unterführungsprofil 9,29 8,19 2,0 20.000 30 4,645 234,81
52 UH35 / Voest Unterführungsprofil 9,29 8,19 4,0 30.000 30 4,645 234,81
53 UH35 / Voest Unterführungsprofil 9,29 8,19 6,0 30.000 30 4,645 234,81
54 UH35 / Voest Unterführungsprofil 9,29 8,19 4,0 30.000 35 4,645 234,81
55 KB128 / Hamco Bogenprofil 9,00 3,54 min 20.000 35 4,63 152,67
56 KB128 / Hamco Bogenprofil 9,00 3,54 3,0 30.000 30 4,63 152,67
57 KB128 / Hamco Bogenprofil 9,00 3,54 6,0 30.000 30 4,63 152,67
58 KB128 / Hamco Bogenprofil 9,00 3,54 3,0 30.000 35 4,63 152,67
59 KB128 / Hamco Bogenprofil 9,00 3,54 3,0 40.000 35 4,63 152,67
81
A1.2 Berechnungsergebnisse
Lfd. Blech- Anzahl Ausnutzungsgrade η für die unterschiedlichen Grenzzustände
Nr. dicke Schrau-
Durchschla- Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch
t ben
gen Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich Sohle
[mm] [Stk/lfd m]
Alt AN Neu Alt AN Neu Alt AN Neu Alt AN Neu Alt AN Neu Alt AN Neu
1 4,00 10 0,57 0,63 0,50 0,82 0,90 0,87 0,62 0,62 0,23 0,35 0,51 0,53 0,32 0,32 0,32 0,22 0,25 0,25
2 4,00 10 0,69 0,75 0,62 0,71 0,77 0,77 0,62 0,62 0,23 0,71 1,03 1,11 0,31 0,32 0,33 0,30 0,32 0,33
3 4,00 10 0,70 0,77 0,63 0,72 0,78 0,78 0,62 0,62 0,23 0,55 0,79 0,84 0,31 0,32 0,32 0,30 0,33 0,33
4 4,00 10 0,46 0,73 0,58 0,89 1,05 1,00 0,62 0,62 0,23 0,26 0,37 0,39 0,32 0,32 0,32 0,24 0,29 0,28
5 4,00 15 0,54 0,59 0,46 0,81 0,88 0,83 0,62 0,62 0,23 0,20 0,29 0,31 0,32 0,33 0,32 0,28 0,30 0,30
6 4,00 15 0,64 0,68 0,52 0,96 1,02 0,95 0,62 0,62 0,23 0,17 0,24 0,25 0,33 0,33 0,32 0,33 0,35 0,34
7 4,00 20 0,74 0,78 0,60 0,84 0,88 0,82 0,62 0,62 0,23 0,14 0,21 0,22 0,33 0,33 0,32 0,38 0,40 0,38
8 4,00 10 0,46 0,50 0,40 0,83 0,92 0,89 0,62 0,62 0,23 0,35 0,51 0,55 0,32 0,32 0,32 0,17 0,18 0,18
9 4,00 10 0,78 0,86 0,69 0,80 0,88 0,85 0,62 0,62 0,23 0,26 0,38 0,40 0,14 0,15 0,14 0,34 0,37 0,37
10 4,00 10 0,69 0,75 0,62 0,71 0,77 0,77 0,62 0,62 0,23 0,60 0,87 0,94 0,14 0,14 0,15 0,30 0,32 0,33
11 4,00 20 0,74 0,78 0,60 0,84 0,88 0,82 0,62 0,62 0,23 0,10 0,15 0,15 0,15 0,15 0,14 0,38 0,40 0,38
12 4,00 10 0,51 0,55 0,45 0,72 0,78 0,78 0,62 0,62 0,23 0,71 1,03 1,11 0,31 0,32 0,33 0,20 0,21 0,22
13 4,00 20 0,58 0,61 0,47 0,84 0,87 0,82 0,62 0,62 0,23 0,14 0,21 0,22 0,33 0,33 0,32 0,29 0,30 0,29
14 4,00 10 0,51 0,55 0,45 0,72 0,78 0,78 0,62 0,62 0,23 0,60 0,87 0,94 0,14 0,14 0,15 0,20 0,21 0,22
15 4,00 20 0,58 0,61 0,47 0,84 0,87 0,82 0,62 0,62 0,23 0,10 0,15 0,15 0,15 0,15 0,14 0,29 0,30 0,29
16 4,00 10 0,30 0,32 0,33 0,45 0,48 0,48 0,39 0,39 0,06 0,33 0,48 0,51 --- --- --- --- --- ---
17 4,00 10 0,34 0,37 0,37 0,50 0,55 0,53 0,39 0,39 0,06 0,24 0,34 0,34 --- --- --- --- --- ---
18 4,00 10 0,47 0,49 0,47 0,91 0,95 0,89 0,39 0,39 0,06 0,13 0,19 0,20 --- --- --- --- --- ---
19 6,25 15 0,87 0,96 0,78 0,52 0,57 0,56 0,92 0,92 0,73 0,60 0,86 1,15 0,12 0,12 0,12 0,25 0,28 0,28
20 4,00 20 0,81 0,90 0,72 0,81 0,90 0,87 1,06 1,06 1,11 0,41 0,59 0,62 0,26 0,27 0,26 0,19 0,21 0,21
21 5,50 20 0,91 0,95 0,73 0,86 0,90 0,84 0,96 0,96 0,82 0,12 0,17 0,18 0,28 0,28 0,27 0,32 0,34 0,32
22 7,00 15 0,77 0,86 0,68 0,60 0,67 0,65 1,20 1,20 1,62 0,54 0,78 1,15 0,14 0,15 0,15 0,22 0,24 0,24
23 4,75 20 0,67 1,22 0,95 0,86 1,07 1,02 1,35 1,35 2,32 0,23 0,33 0,32 0,33 0,34 0,33 0,25 0,31 0,30
24 6,25 20 0,81 0,85 0,65 0,95 0,99 0,93 1,24 1,24 1,80 0,10 0,14 0,15 0,35 0,35 0,33 0,31 0,32 0,31
25 5,50 20 0,65 1,17 0,91 0,70 0,87 0,83 1,29 1,29 2,02 0,16 0,24 0,25 0,15 0,15 0,15 0,25 0,31 0,30
26 4,75 20 0,53 0,97 0,76 0,85 1,06 1,01 1,35 1,35 2,32 0,21 0,31 0,32 0,33 0,34 0,33 0,19 0,23 0,23
27 4,75 20 0,79 0,89 0,85 0,90 1,02 0,95 1,59 1,59 3,72 0,36 0,52 0,83 --- --- --- --- --- ---
28 6,25 20 0,55 1,00 0,98 0,68 0,85 0,81 1,46 1,46 2,88 0,19 0,28 0,29 --- --- --- --- --- ---
29 7,00 20 0,87 0,91 0,88 0,96 1,00 0,93 1,41 1,41 2,60 0,08 0,12 0,12 --- --- --- --- --- ---
30 4,00 10 0,32 0,35 0,36 0,58 0,62 0,62 0,71 0,71 0,33 0,56 0,81 0,85 --- --- --- --- --- ---
31 4,00 10 0,27 0,30 0,30 0,65 0,71 0,69 0,71 0,71 0,33 0,32 0,47 0,50 --- --- --- --- --- ---
32 4,00 10 0,24 0,26 0,25 0,76 0,82 0,78 0,71 0,71 0,33 0,20 0,29 0,31 --- --- --- --- --- ---
33 4,00 15 0,32 0,34 0,33 0,80 0,84 0,78 0,71 0,71 0,33 0,15 0,21 0,22 --- --- --- --- --- ---
34 4,00 10 0,24 0,26 0,25 0,76 0,82 0,78 0,71 0,71 0,33 0,15 0,21 0,22 --- --- --- --- --- ---
35 4,00 10 0,52 0,56 0,58 0,64 0,69 0,69 0,56 0,56 0,17 0,77 1,11 1,16 --- --- --- --- --- ---
36 4,00 10 0,43 0,47 0,47 0,72 0,80 0,77 0,56 0,56 0,17 0,37 0,54 0,57 --- --- --- --- --- ---
37 4,00 10 0,41 0,45 0,43 0,96 1,04 0,98 0,56 0,56 0,17 0,21 0,31 0,33 --- --- --- --- --- ---
38 4,75 15 0,54 0,57 0,54 0,78 0,81 0,76 0,53 0,53 0,14 0,14 0,21 0,22 --- --- --- --- --- ---
39 4,00 10 0,43 0,47 0,47 0,72 0,80 0,77 0,56 0,56 0,17 0,28 0,40 0,42 --- --- --- --- --- ---
40 7,00 10 0,33 0,37 0,37 0,48 0,53 0,52 0,70 0,70 0,32 0,74 1,07 1,12 --- --- --- --- --- ---
41 4,00 15 0,55 0,61 0,61 0,86 0,95 0,92 0,83 0,83 0,53 0,46 0,66 0,70 --- --- --- --- --- ---
42 4,75 15 0,48 0,52 0,51 0,82 0,89 0,84 0,79 0,79 0,45 0,21 0,31 0,33 --- --- --- --- --- ---
43 4,75 20 0,66 0,69 0,66 0,84 0,88 0,82 0,79 0,79 0,45 0,14 0,20 0,21 --- --- --- --- --- ---
44 4,75 15 0,48 0,52 0,51 0,82 0,89 0,84 0,79 0,79 0,45 0,15 0,22 0,23 --- --- --- --- --- ---
45 6,25 10 0,41 0,46 0,47 0,70 0,77 0,76 0,94 0,94 0,76 0,67 0,97 1,01 --- --- --- --- --- ---
46 4,75 15 0,62 0,69 0,69 0,84 0,94 0,91 1,02 1,02 0,99 0,41 0,59 0,62 --- --- --- --- --- ---
47 4,75 20 0,55 0,60 0,58 0,79 0,85 0,80 1,02 1,02 0,99 0,18 0,26 0,28 --- --- --- --- --- ---
48 5,50 20 0,73 0,77 0,73 0,87 0,91 0,85 0,97 0,97 0,86 0,12 0,17 0,18 --- --- --- --- --- ---
49 4,75 20 0,55 0,60 0,58 0,79 0,85 0,80 1,02 1,02 0,99 0,13 0,19 0,20 --- --- --- --- --- ---
50 7,00 15 0,91 1,02 1,03 0,67 0,75 0,74 1,30 1,30 2,07 0,40 0,58 0,61 --- --- --- --- --- ---
51 7,00 15 0,97 1,09 1,08 0,71 0,80 0,77 1,30 1,30 2,07 0,37 0,53 0,56 --- --- --- --- --- ---
52 5,50 20 0,65 0,70 0,68 0,90 0,97 0,92 1,40 1,40 2,58 0,14 0,20 0,21 --- --- --- --- --- ---
53 7,00 20 0,84 0,88 0,84 0,89 0,93 0,87 1,30 1,30 2,07 0,09 0,13 0,13 --- --- --- --- --- ---
54 5,50 20 0,65 0,70 0,68 0,90 0,97 0,92 1,40 1,40 2,58 0,11 0,16 0,17 --- --- --- --- --- ---
55 7,00 15 0,96 1,08 0,84 0,65 0,73 0,69 1,85 1,85 5,85 0,42 0,61 0,92 0,01 0,02 0,02 0,04 0,04 0,04
56 7,00 15 0,62 1,01 0,80 0,70 0,91 0,87 1,85 1,85 5,85 0,20 0,29 0,31 0,03 0,04 0,03 0,03 0,04 0,04
57 7,00 20 1,01 1,06 0,81 0,84 0,88 0,82 1,85 1,85 5,85 0,09 0,13 0,13 0,04 0,04 0,04 0,05 0,05 0,05
58 5,50 20 0,68 1,11 0,87 0,71 0,93 0,89 2,00 2,00 7,31 0,16 0,23 0,24 0,02 0,02 0,02 0,03 0,04 0,04
59 5,50 20 0,57 0,91 0,72 0,71 0,93 0,89 2,00 2,00 7,31 0,16 0,23 0,24 0,02 0,02 0,02 0,02 0,03 0,03
Alt…… Berechnungsvariante: altes Regelwerk & alte Einwirkungen
AN…… Berechnungsvariante: altes Regelwerk & neue charakteristische Einwirkungen ohne Schwingbeiwert
Neu…. Berechnungsvariante: neues Regelwerk & neue Einwirkungen
…. Nachweis nach neuem Regelwerk formal nicht erforderlich, da hü/r1 ≥ 0,5
82
0,90 0.89
0,87
0,82
0,8 0.8
0.73
0,0 0.0
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
„Alt“ (altes Regelwerk & alte Einwirkungen) „Alt“ (altes Regelwerk & alte Einwirkungen)
„AN“ (altes Regelwerk & neue char. Einwirkungen) „AN“ (altes Regelwerk & neue char. Einwirkungen)
„Neu“ (neues Regelwerk & neue Einwirkungen) „Neu“ (neues Regelwerk & neue Einwirkungen)
0.88
0.81 0.83
0.8 0.75 0.77 0.77 0.8
0.69 0.71 0.71
0.4 0.4
0.31 0.32 0.33 0.32 0.33 0.32 0.33 0.32
0.30 0.29 0.31 0.28
0.30 0.30
0.23 0.23
0.20
0.2 0.2
0.0 0.0
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
„Alt“ (altes Regelwerk & alte Einwirkungen) „Alt“ (altes Regelwerk & alte Einwirkungen)
„AN“ (altes Regelwerk & neue char. Einwirkungen) „AN“ (altes Regelwerk & neue char. Einwirkungen)
„Neu“ (neues Regelwerk & neue Einwirkungen) „Neu“ (neues Regelwerk & neue Einwirkungen)
0.84
0.79
0.8 0.77 0.78 0.78 0.8
0.70 0.72
0.68
0.64 0.62 0.62
0.63 0.62 0.62
0.6 0.55 0.6
0.52
0.4 0.4
0.33 0.33 0.33 0.33 0.32 0.33 0.35 0.34
0.31 0.32 0.32 0.30
0.23 0.24 0.25
0.23
0.2 0.2 0.17
0.0 0.0
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
„Alt“ (altes Regelwerk & alte Einwirkungen) „Alt“ (altes Regelwerk & alte Einwirkungen)
„AN“ (altes Regelwerk & neue char. Einwirkungen) „AN“ (altes Regelwerk & neue char. Einwirkungen)
„Neu“ (neues Regelwerk & neue Einwirkungen) „Neu“ (neues Regelwerk & neue Einwirkungen)
83
0.0 0.0
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
„Alt“ (altes Regelwerk & alte Einwirkungen) „Alt“ (altes Regelwerk & alte Einwirkungen)
„AN“ (altes Regelwerk & neue char. Einwirkungen) „AN“ (altes Regelwerk & neue char. Einwirkungen)
„Neu“ (neues Regelwerk & neue Einwirkungen) „Neu“ (neues Regelwerk & neue Einwirkungen)
0.92
0.89 0.88
0.83 0.84 0.82
0.8 0.8 0.74
0.78
0.23 0.23
0.2 0.17 0.18 0.18 0.2 0.15 0.15 0.14
0.15 0.15
0.10
0.0 0.0
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
„Alt“ (altes Regelwerk & alte Einwirkungen) „Alt“ (altes Regelwerk & alte Einwirkungen)
„AN“ (altes Regelwerk & neue char. Einwirkungen) „AN“ (altes Regelwerk & neue char. Einwirkungen)
„Neu“ (neues Regelwerk & neue Einwirkungen) „Neu“ (neues Regelwerk & neue Einwirkungen)
0.86 0.88
0.85
0.78 0.80 0.78 0.78
0.8 0.8
0.72 0.71
0.69
0.62 0.62 0.62 0.62
0.6 0.6 0.55
0.51
0.45
0.0 0.0
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
„Alt“ (altes Regelwerk & alte Einwirkungen) „Alt“ (altes Regelwerk & alte Einwirkungen)
„AN“ (altes Regelwerk & neue char. Einwirkungen) „AN“ (altes Regelwerk & neue char. Einwirkungen)
„Neu“ (neues Regelwerk & neue Einwirkungen) „Neu“ (neues Regelwerk & neue Einwirkungen)
84
0.87
0.84 0.82
0.8
0.4
0.33 0.33 0.32
0.29 0.30 0.29
0.23 0.21 0.22
0.2 0.14
0.0
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
0.94
0.87
0.78 0.78
0.8
0.72
0.62 0.62
0.60
0.6 0.55
0.51
0.45
0.4
0.23 0.22
0.20 0.21
0.2 0.14 0.14 0.15
0.0
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
0.87
0.84 0.82
0.8
0.4
0.29 0.30 0.29
0.23
0.2 0.15 0.15 0.15 0.15 0.14
0.10
0.0
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
0.8
0.6
0.51
0.48 0.48 0.48
0.45
0.39 0.39
0.4
0.32 0.33 0.33
0.30
0.2
0.06
0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00
0.0
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
0.8
0.39 0.39
0.4 0.34
0.37 0.37
0.34 0.34
0.24
0.2
0.06
0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00
0.0
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
0.91
0.89
0.8
0.6
0.47 0.49 0.47
0.39 0.39
0.4
0.19 0.20
0.2
0.13
0.06
0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00
0.0
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
0.92 0.92
0.87 0.86
0.8 0.78
0.73
0.60
0.6 0.57 0.56
0.52
0.4
0.28 0.28
0.25
0.2
0.12 0.12 0.12
0.0
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
0.90 0.90
0.87
0.81 0.81
0.8
0.72
0.590.62
0.6
0.41
0.4
0.26 0.27 0.26
0.19 0.21 0.21
0.2
0.0
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
0.95
0.91 0.90
0.86 0.84 0.82
0.8
0.73
0.6
0.4
0.32 0.34 0.32
0.28 0.28 0.27
0.2 0.170.18
0.12
0.0
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
0.91
0.87
1.0 0.83
0.8
0.86 0.70
0.78 0.65
0.8 0.77
0.68 0.67 0.6
0.65
0.60
0.6 0.54
0.4
0.31 0.30
0.240.25 0.25
0.4
0.2 0.16 0.15 0.15 0.15
0.24 0.24
0.22
0.2 0.14 0.15 0.15
0.0
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
0.0 Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
„Alt“ (altes Regelwerk & alte Einwirkungen)
„Alt“ (altes Regelwerk & alte Einwirkungen) „AN“ (altes Regelwerk & neue char. Einwirkungen)
„AN“ (altes Regelwerk & neue char. Einwirkungen) „Neu“ (neues Regelwerk & neue Einwirkungen)
„Neu“ (neues Regelwerk & neue Einwirkungen)
1.22 1.06
1.2 1.01
nS = 20 Stk/m 1.0 0.97
Ausnutzung Nachweis η [-]
1.07
1.02 0.85
1.0 0.95
0.8 0.76
0.86
0.8
0.67 0.6 0.53
0.6
0.4 0.33 0.34 0.33
0.310.32
0.99
1.0 0.95 0.93
0.85
0.81
0.8
0.65
0.6
0.2 0.140.15
0.10
0.0
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
1.02
1.0 0.95
0.89 0.90
0.85
0.83
0.79
0.8
0.6
0.52
0.4 0.36
0.2
1.00 0.98
1.0
0.85
0.81
0.8
0.68
0.6 0.55
0.4
0.28 0.29
0.19
0.2
1.00
1.0 0.96 0.93
0.91
0.87 0.88
0.8
0.6
0.4
0.2
0.12 0.12
0.08
0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00
0.0
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
0.80 0.78
0.8
0.85 0.71 0.71
0.81
0.8
0.71 0.71
0.6
0.620.62
0.6 0.58 0.56
0.4
0.32 0.34 0.33 0.33
0.2
0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00
0.0
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00
0.0 Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
„Alt“ (altes Regelwerk & alte Einwirkungen)
„Alt“ (altes Regelwerk & alte Einwirkungen) „AN“ (altes Regelwerk & neue char. Einwirkungen)
„AN“ (altes Regelwerk & neue char. Einwirkungen) „Neu“ (neues Regelwerk & neue Einwirkungen)
„Neu“ (neues Regelwerk & neue Einwirkungen)
1.0 nS = 10 Stk/m
Ausnutzung Nachweis η [-]
0.82
0.8 0.76 0.78
0.71 0.71
0.8
0.71 0.71 0.71
0.69 0.6
0.65
0.6
0.50 0.4
0.47 0.33
0.2
0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00
0.0
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00
0.0 Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
„Alt“ (altes Regelwerk & alte Einwirkungen)
„Alt“ (altes Regelwerk & alte Einwirkungen) „AN“ (altes Regelwerk & neue char. Einwirkungen)
„AN“ (altes Regelwerk & neue char. Einwirkungen) „Neu“ (neues Regelwerk & neue Einwirkungen)
„Neu“ (neues Regelwerk & neue Einwirkungen)
0.82
0.8 0.76 0.78
0.71 0.71
0.6
0.4
0.33
0.29 0.31
0.24 0.26 0.25
0.20
0.2
0.81
0.8 0.78 0.76
0.8 0.77
0.69 0.69 0.6 0.54
0.57
0.54
0.53 0.53
0.64
0.56 0.56
0.6 0.56 0.58
0.52
0.4
0.4
0.210.22
0.2 0.14 0.14
0.2 0.17
0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00
0.0
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00
0.0 Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
„Alt“ (altes Regelwerk & alte Einwirkungen)
„Alt“ (altes Regelwerk & alte Einwirkungen) „AN“ (altes Regelwerk & neue char. Einwirkungen)
„AN“ (altes Regelwerk & neue char. Einwirkungen) „Neu“ (neues Regelwerk & neue Einwirkungen)
„Neu“ (neues Regelwerk & neue Einwirkungen)
1.0 nS = 10 Stk/m
Ausnutzung Nachweis η [-]
0.80
0.8 0.77
0.72
0.80
0.8 0.77
0.72 0.56 0.56
0.6
0.56 0.56 0.47 0.47
0.6 0.54
0.57 0.43
0.400.42
0.47 0.47 0.4
0.43
0.28
0.4 0.37
0.2 0.17
0.2 0.17
0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00
0.0
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00
0.0 Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
„Alt“ (altes Regelwerk & alte Einwirkungen)
„Alt“ (altes Regelwerk & alte Einwirkungen) „AN“ (altes Regelwerk & neue char. Einwirkungen)
„AN“ (altes Regelwerk & neue char. Einwirkungen) „Neu“ (neues Regelwerk & neue Einwirkungen)
„Neu“ (neues Regelwerk & neue Einwirkungen)
1.04
tmin = 4,0 mm
1.0 0.96 0.98 nS = 10 Stk/m
Ausnutzung Nachweis η [-]
0.8
0.56 0.56
0.6
0.45 0.43
0.41
0.4
0.310.33
0.21
0.2 0.17
0.6 0.45
0.53 0.52
0.48 0.4
0.4 0.33
0.37 0.37
0.32 0.200.21
0.2 0.14
0.2
0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00
0.0
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00
0.0 Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
„Alt“ (altes Regelwerk & alte Einwirkungen)
„Alt“ (altes Regelwerk & alte Einwirkungen) „AN“ (altes Regelwerk & neue char. Einwirkungen)
„AN“ (altes Regelwerk & neue char. Einwirkungen) „Neu“ (neues Regelwerk & neue Einwirkungen)
„Neu“ (neues Regelwerk & neue Einwirkungen)
0.89
1.0 nS = 15 Stk/m 0.84
Ausnutzung Nachweis η [-]
0.8
0.66
0.70 0.6
0.52 0.51
0.61 0.61 0.48
0.6 0.45
0.55 0.53
0.46
0.4
0.4 0.220.23
0.2 0.15
0.2
0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00
0.0
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00
0.0 Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
„Alt“ (altes Regelwerk & alte Einwirkungen)
„Alt“ (altes Regelwerk & alte Einwirkungen) „AN“ (altes Regelwerk & neue char. Einwirkungen)
„AN“ (altes Regelwerk & neue char. Einwirkungen) „Neu“ (neues Regelwerk & neue Einwirkungen)
„Neu“ (neues Regelwerk & neue Einwirkungen)
0.89
0.82 0.84
0.79 0.79
0.8
0.6
0.52 0.51
0.48
0.45
0.4
0.310.33
0.21
0.2
0.8 0.77
0.73
0.73
0.6
0.4
0.46 0.47
0.41
0.4
0.2 0.170.18
0.12
0.2
0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00
0.0
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00
0.0 Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
„Alt“ (altes Regelwerk & alte Einwirkungen)
„Alt“ (altes Regelwerk & alte Einwirkungen) „AN“ (altes Regelwerk & neue char. Einwirkungen)
„AN“ (altes Regelwerk & neue char. Einwirkungen) „Neu“ (neues Regelwerk & neue Einwirkungen)
„Neu“ (neues Regelwerk & neue Einwirkungen)
1.02 1.02
0.99
1.0 nS = 15 Stk/m 0.85
Ausnutzung Nachweis η [-]
0.94
0.91 0.79 0.80
0.84
0.8
0.8
0.69 0.69 0.60 0.58
0.6 0.55
0.62 0.62
0.59
0.6
0.4
0.41
0.4
0.190.20
0.2
0.13
0.2
0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00
0.0
0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
0.0 Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
„Alt“ (altes Regelwerk & alte Einwirkungen)
„Alt“ (altes Regelwerk & alte Einwirkungen) „AN“ (altes Regelwerk & neue char. Einwirkungen)
„AN“ (altes Regelwerk & neue char. Einwirkungen) „Neu“ (neues Regelwerk & neue Einwirkungen)
„Neu“ (neues Regelwerk & neue Einwirkungen)
0.85
0.79 0.80
0.8
0.60 0.58
0.6 0.55
0.4
0.260.28
0.18
0.2
1.4
2.07 tmin = 5,5 mm
1.30 1.30
1.2
tmin = 7,0 mm nS = 20 Stk/m
0.93
1.02 1.03 0.88 0.89 0.87
0.84 0.84
1.0
0.91 0.8
0.8 0.750.74
0.67
0.6
0.580.61
0.6
0.4
0.40
0.4
0.2 0.130.13
0.09
0.2 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00
0.0
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
0.00 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00
0.0 Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
„Alt“ (altes Regelwerk & alte Einwirkungen)
„Alt“ (altes Regelwerk & alte Einwirkungen) „AN“ (altes Regelwerk & neue char. Einwirkungen)
„AN“ (altes Regelwerk & neue char. Einwirkungen) „Neu“ (neues Regelwerk & neue Einwirkungen)
„Neu“ (neues Regelwerk & neue Einwirkungen)
1.2
nS = 15 Stk/m 1.0 0.97
Ausnutzung Nachweis η [-]
0.6 0.530.56
0.4
0.4 0.37
0.2 0.160.17
0.11
1.0 0.97
0.90 0.92
0.8
0.70 0.68
0.65
0.6
0.4
0.200.21
0.2 0.14
tmin = 5,5 mm
1.2
1.11 nS = 20 Stk/m
1.08
0.6
1.0 0.96
0.92
0.84
0.4
0.8 0.73
0.69 0.230.24
0.65
0.61 0.2 0.16
0.6
0.02 0.02 0.02 0.03 0.04 0.04
0.42
0.0
0.4
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
0.2
0.04 0.04 0.04
„Alt“ (altes Regelwerk & alte Einwirkungen)
0.01 0.02 0.02
0.0 „AN“ (altes Regelwerk & neue char. Einwirkungen)
Durchschlagen
Scheitel
Bruch
Schrauben
Biegebruch
Hinterfüllen
Grundbruch
Scheitel
Grundbruch Aufbruch Sohle
Ulmenbereich „Neu“ (neues Regelwerk & neue Einwirkungen)
tmin = 5,5 mm
1.2
nS = 20 Stk/m
Ausnutzung Nachweis η [-]
1.06
1.01
1.0
0.88
0.84 0.82
0.81
0.8
0.6
0.4
0.2 0.130.13
0.09
0.04 0.04 0.04 0.05 0.05 0.05
0.0
Durchschlagen Bruch Biegebruch Grundbruch Grundbruch Aufbruch Sohle
Scheitel Schrauben Hinterfüllen Scheitel Ulmenbereich
r3 = 5,06 [m]
96
A2.2.8 Bettungsmodul des Bodens Schwingbeiwert nach DIN 1072:1985, Abs. 3.3.4
ES ϕ = 1,4 − 0,008 ⋅ s − 0,1⋅ hü
k = 0,5 ⋅ = 8.021,4 [kN/m3]
r1
ϕ = 1,4 − 0,008 ⋅ 3,70 − 0,1⋅ 2,0 = 1,17 [-]
A2.3.1 Geltungsbereich
Spannweite: s = 3,7 [m] Durchschlagslast pSD
1,5 [m] ≤ s ≤ 8,0 [m] → i. O. Ursprüngliche Ermittlung über Tafel 57, Seite 295
in (KLÖPPEL & GLOCK 1970). Die Ermittlung er-
folgt hier alternativ unter Verwendung des Dia-
gramms in Bild A 9.4.3 gemäß Entwurf Anhang zu
Überdeckung: hü = 2,0 [m]
ZTV-ING Teil 9-4 vom 28.10.2009.
hü ≤ 15 [m] → i. O.
Profiltyp: Mauprofil
Steifigkeitsverhältnis: Lastangriffsparameter:
EI ψB = 1,57 [-] (geringe Überdeckung)
4
= 0,0029 ≤ 0,05 [-] → i. O.
k ⋅ r1
Eingangsgröße
A2.3.2 Einwirkungen / Belastung EI
4
≅ 0,0029 [-]
ARS 20/1997, Abs. 5 k ⋅ r1
Ständige Last:
→ Tafelwert für Maulprofil mit ψB = 1,57:
pB = γB,k ⋅ hü = 20 ⋅ 2,0 = 40 [kN/m2]
p SD
4
= 0,023 [-]
k ⋅ r1
Verkehrslast: 4 2
p SD = 0,023 ⋅ k ⋅ r1 = 342,2 [kN/m ]
pov = 45 [kN/m2]
Erforderliche Sicherheit
Verkehrslast am Bauwerksscheitel infolge Last-
ausbreitung h/s = 2,44/3,7 = 0,66
3m νerf,Global ≥ 2,5
p v = pov ⋅ =
3m + 2 ⋅ (hü − 0,2m) ⋅ tan(30°)
Erforderliche Sicherheit
Traglast der Schraubenverbindung
Für die Traglast der Schraubenverbindung werden νerf ≥ 1,0
die Angaben der Firma HAMCO in Dinslaken zug- r1,gr
rundegelegt. Für die gewählte Anzahl von 10 υ erf = ≥ 1,0
r1
Schrauben pro lfd. m ergibt sich für die effektive
Blechdicke von t = 3,00 mm nachfolgende Schrau-
bentraglast DTrag.
Nachweis
D Trag = 672,5 kN/m
Vorhandene Sicherheit
Bei dem angegebenen Tragfähigkeitswert handelt
r1,gr 3,00
es sich im Wesentlichen um den Mittelwert einer υ vorh = = = 1,60 ≥ 1,0 → i. O.
Versuchsreihe für die bettreffende Blechdicke und r1 1,87
einer Anzahl von 10 Schrauben M20 pro lfd. m.
Vorhandener Ausnutzungsgrad
υ erf 1,0
Erforderliche Sicherheit η vorh = = = 0,62 < 1,0 → i. O.
υ vorh 1,6
νerf,Global ≥ 2,5
98
σ F ⋅ W + α 1M ⋅ r1
3 Grundbruchwiderstand für hü = ½⋅r1, ϕ‘k = 30°
Δ p1 =
2 W 2
Δp ogr ,0.5 ≈ 92 [kN/m ]
β1M ⋅ r1 + β1N ⋅ r1 ⋅
A
Interpolation für hü = 1,07⋅r1, ϕ‘k = 30°
cm3
kN kN
+ − 0,2 3 ⋅ (1,87m)
3 2
24 2
⋅ 46,7 Δp ogr ≈ 212,85 [kN/m ]
cm m m
Δp1 =
cm3
46,7
0,0405 ⋅ (1,87m) + 0,4595 ⋅ 1,87m ⋅ m
2
cm 2 Grundbruchwiderstand Δpotr
35,5 2
m p otr = p ogr + Δp o = 84,59 + 212,85 = 297,44 [kN/m ]
Δp1 = 64,75 [kN/m2]
Erforderliche Sicherheit
3 2 W νerf,Global ≥ 2,0
σF ⋅ W − α 2M ⋅ r1 − β 2M ⋅ Δp1 ⋅ r1 − β 2N ⋅ r1 ⋅ Δp1 ⋅
Δp 2 = A
2 W
γ 2M ⋅ r1 + γ 2N ⋅ r1 ⋅
A Nachweis
cm3
Der Grundbruchnachweis wird gemäß Ab-
24
kN
cm2
⋅ 46,7
cm3
m
kN 3 kN 2 kN
− 0,35 3 ⋅ (1,87m) − 0,022 ⋅ 64,75 2 ⋅ (1,87m) − 0,522 ⋅ 1,87m ⋅ 64,75 2 ⋅
46,7
m
cm2
schnitt 3.4.7 dieses Berichts geführt, in dem von
m m m
Δp 2 =
35,5
m dem Grundbruchwiderstand potr das Eigengewicht
cm3
0,041⋅ (1,87m) + 0,541⋅ 1,87m ⋅
2
46,7
m der Überdeckung abgezogen wird.
cm2
35,5
m
Vorhandene Sicherheit
Δp 2 = 19,84 [kN/m2]
potr − γ B,k ⋅ hü 297,44 − 20 ⋅ 2,0
υvorh = = =
Δpo = 64,75 + 19,84 = 84,59 [kN/m2] pov 45
= 5,72 ≥ 2,0 → i. O.
Grundbruchlast Δpogr Vorhandener Ausnutzungsgrad
Ursprüngliche Ermittlung über Tafel 58, Seite 296 υerf ,Global 2,0
in (KLÖPPEL & GLOCK 1970). Die Ermittlung er- ηvorh = = = 0,35 < 1,0 → i. O.
υvorh 5,72
folgt hier alternativ unter Verwendung des Dia-
gramms in Bild A 9.4.4 gemäß Entwurf Anhang zu
ZTV-ING Teil 9-4 vom 28.10.2009.
A2.3.7 Grundbruch im Sohlbereich
Eingangsgrößen:
ARS 20/1997, Abs. 6.2.2.2
hü = 1,07 ⋅ r1
Vorhandener Ausnutzungsgrad
Grundbruchwiderstand des Bodens p2Gr υerf ,Global 2,0
ηvorh = = = 0,32 < 1,0 → i. O.
p2Gr = cB ⋅ Nc + p3 ⋅ Nd + γB,k ⋅ B⋅ NB υ vorh 6,30
mit
A2.3.7.3 Aufbruch der Sohle
Kohäsion des Bodens im Ulmenbereich
Die entsprechenden Gleichungen sind in Ab-
cB = 0 [kN/m2] schnitt 2.2.7 in diesem Bericht aufgeführt. Die
Gleichungen im Entwurf Anhang zu ZTV-ING
Teil 9-4 vom 28.10.2009 sind fehlerhaft.
Wichte des Bodens im Ulmenbereich
γB,k = 20 [kN/m3]
Bodenwiderstand p1C
r1 ⋅ r2
Druckbeanspruchung im Sohlbereich p1C,k = 0,375 ⋅ k ⋅
r3
p1 ⋅ r1 p s ⋅ r1 78,22 ⋅ 1,87
p3 = = = = 28,91 [kN/m2] mit
r3 r3 5,06
dk
1+
E dS
k= S ⋅
Druckbeanspruchter Bereich 2 ⋅ r1 ES ⋅ dk
1+
B = 1,15 ⋅ r2 = 1,15 ⋅ 0,63m = 0,72 [m] Ek ⋅ dS
und
Tragfähigkeitskennwerte gemäß Tabellenangaben r1, r2, r3 Scheitel-, Eck-, und Bodenradius in [m]
(Tabelle A 9.4.2 im Entwurf Anhang zu ZTV-ING ES Steifemodul der Ausgleichsschicht di-
Teil 9-4 vom 28.10.2009 bzw. Tab. 2 dieses Be- rekt unter der Sohle in [kN/m2]
richts) für ϕ‘k = 30°
dS Schichtdicke der Ausgleichsschicht di-
NC = 77,19 [-] rekt unter der Sohle in [m]
Nd = 45,47 [-]
Ek Steifemodul des Bodens im Untergrund
NB = 10,00 [-] in [kN/m2]
100
Vorhandener Ausnutzungsgrad
Einwirkende Beanspruchung im Sohlbereich p2
υ 2,0
ηvorh = erf ,Global = = 0,51 < 1,0 → i. O. p1 ⋅ r1 p s,k ⋅ r1 86,24 ⋅ 1,87
υ vorh 3,96 p2 = = = =
r2 r2 0,63
= 255,97 [kN/m2]
A2.4.7 Grundbruch im Sohlbereich
ARS 20/1997, Abs. 6.2.2.2
Erforderliche Sicherheit
νerf,Global ≥ 2,0
A2.4.7.1 Grundbruch im Ulmenbereich
Siehe Anhang A2.3.7.2.
Nachweis
Vorhandene Sicherheit
Grundbruchwiderstand des Bodens p2Gr
p 2Gr,k 1.597,23
υ vorh = = = 6,24 ≥ 2,0 → i. O.
p2Gr,k = cB ⋅ Nc + p3 ⋅ Nd + γB,k ⋅ B⋅ NB p2 255,97
Vorhandener Ausnutzungsgrad
mit
υerf ,Global 2,0
Kohäsion des Bodens im Ulmenbereich ηvorh = = = 0,32 < 1,0 → i. O.
υ vorh 6,24
cB = 0 [kN/m2]
Bodenwiderstand p1C
Druckbeanspruchung im Sohlbereich
p1C,k = 700,35 [kN/m2]
p ⋅r p ⋅r 86,24 ⋅ 1,87
p 3 = 1 1 = s,k 1 = = 31,87 [kN/m2]
r3 r3 5,06
Maßgebende einwirkende Druckbeanspru-
chung p1
Druckbeanspruchter Bereich
p1 = ps,k = 86,24 [kN/m2]
B = 1,15 ⋅ r2 = 1,15 ⋅ 0,63m = 0,72 [m]
Erforderliche Sicherheit
Tragfähigkeitskennwerte gemäß Tabellenangaben
(Tabelle A 9.4.2 im Entwurf Anhang zu ZTV-ING νerf,Global ≥ 2,0
Teil 9-4 vom 28.10.2009 bzw. Tab. 2 dieses Be-
richts) für ϕ‘k = 30°
Nachweis
NC = 77,19 [-]
Vorhandene Sicherheit
Nd = 45,47 [-]
NB = 10,00 [-] p1C,k 700,35
υ vorh = = = 8,12 ≥ 2,0 → i. O.
p1 86,24
A2.5.1 Geltungsbereiche
Spannweite: s = 3,7 [m]
p s,d = 1,1⋅ (γ G ⋅ pB,k + γ Q ⋅ p v,k )
s ≤ 10,0 [m] → i. O.
p s,d = 1,1⋅ (1,35 ⋅ 40 + 1,50 ⋅ 38,40 ) = 122,76 [kN/m ]
2
Steifigkeitsverhältnis:
EI Durchschlagslast pSD,k
4
= 0,0029 ≤ 0,05 [-] → i. O.
k ⋅ r1 Siehe Anhang A2.3.3.
2
p SD,k = 342,2 [kN/m ]
Teilsicherheitsbeiwert 342 ,2
= 244 ,43 ≥ 122,76 → i. O.
γG = 1,35 [-] 1,4
ND , k = 274,7 [kN⋅cm/m]
4
= 0,034 [-]
k ⋅ r1
4
Plastisches Moment des Profilquerschnitts
ND,k = 0,034 ⋅ k ⋅ r1 = 956 [kN/m]
Mpl = 1,24 ⋅ f y,k ⋅ Wel
N 956
RII = D,k = = 2,80 [m] mit Wel = W(tN) (elastisches Widerstandsmoment
pSD,k 342,2
des Profilquerschnitts unter Annahme der nomina-
len Wanddicke, d.h. ohne Berücksichtigung der
N d = p S,d ⋅ R II = 122 ,76 ⋅ 2,80 = 343,7 [kN/m]
Korrosionsreserve)
kN cm 2
Mpl = 1,24 ⋅ 23,5 ⋅ 61,5 = 1.791,8 [kN⋅cm/m]
Traglast der Schraubenverbindung NR,k cm 2 m
Siehe Anhang A2.3.4.
NR,k = D Trag = 672,5 [kN/m] Nachweis
Mpl
MH ⋅ γ F ≤
Nachweis γM
NR,k mit
≥ Nd
γM γF = 1,35
mit γM = 1,10
γM = 1,70
1 .791,8
274 ,7 ⋅ 1,35 ≤
672 ,5 1,1
= 395 ,6 ≥ 343 ,7 → i. O.
1,7 370,8 ≤ 1.628,9 → i. O.
Ausnutzungsgrad η
Nd 343,7
η= = = 0,87 < 1,0 → i. O.
NR,k / γ M 672,5 / 1,7
105
Ausnutzungsgrad η 3
f y,k ⋅ W − α 2M ⋅ r1 − β 2M ⋅ Δp1 ⋅ r1 − β 2N ⋅ r1 ⋅ Δp1 ⋅
2 W
Δp 2 = A
MH ⋅ γ F 274,7 ⋅ 1,35 W
η= = = 0,23 < 1,0 → i. O. 2
γ 2M ⋅ r1 + γ 2N ⋅ r1 ⋅
Mpl / γ M 1.791,8 / 1,1 A
cm 3
A2.5.6 Grundbruch im Scheitelbereich 23,5
kN
⋅ 46,7
cm 3 kN kN kN
− 0,35 3 ⋅ (1,87m )3 − 0,022 ⋅ 64,75 2 ⋅ (1,87m )2 − 0,522 ⋅ 1,87m ⋅ 64,75 2 ⋅
46,7
m
cm 2 m m m m cm 2
35,5
ZTV-ING Teil 9-4, Abschnitt 5.2.3.1 Δp 2 =
46,7
cm3
m
Anwendungsgrenze
Der Nachweis ist lediglich bei einem Verhältnis von Δp 2 = 19,22 [kN/m2]
hü/r1 < 0,5 zu führen.
hü 2,0 Δp o,k = 63,22 + 19,22 = 84,44 [kN/m ]
2
= = 1,07 ≥ 0,5 → i. O.
r1 1,87
Ausnutzungsgrad η
γ Q ⋅ p ov,k 1,5 ⋅ 65
η=
(potr,k − γ B,k ⋅ hü ) / γ M (297,29 − 20 ⋅ 2,0) / 1,4 =
=
mit
γGr = 1,40
700 ,35
= 500 ,25 ≥ 122,76 → i. O.
1,4
Ausnutzungsgrad η
p s,d 122,76
η= = = 0,25 < 1,0 → i. O.
p1C,k / γ Gr 700,35 / 1,4
Schriftenreihe 2002
B 35: Bewährung von Brückenbelägen auf Betonbauwerken
Berichte der Bundesanstalt Wruck 11,50
für Straßenwesen B 36: Fahrbahnübergänge aus Asphalt
Wruck 11,00
Unterreihe „Brücken- und Ingenieurbau“ B 37: Messung der Hydrophobierungsqualität
Hörner, von Witzenhausen, Gatz 11,00
1999 B 38: Materialtechnische Untersuchungen beim Abbruch der Tal-
brücke Haiger
B 18: Erprobung und Bewertung zerstörungsfreier Prüfmethoden Krause, Wiggenhauser, Krieger 17,00
für Betonbrücken
Krieger, Krause, Wiggenhauser 16,50 B 39: Bewegungen von Randfugen auf Brücken
Eilers, Wruck, Quaas 13,00
B 19: Untersuchung von unbelasteten und künstlich belasteten
Beschichtungen
Schröder 11,00 2003
B 20: Reaktionsharzgebundene Dünnbeläge auf Stahl B 40: Schutzmaßnahmen gegen Graffiti
Eilers, Ritter 12,50 von Weschpfennig 11,50
B 21: Windlasten für Brücken nach ENV 1991-3 B 41: Temperaturmessung an der Unterseite orthotroper Fahr-
Krieger 10,50 bahntafeln beim Einbau der Gussasphalt-Schutzschicht
Eilers, Küchler, Quaas 12,50
2000 B 42: Anwendung des Teilsicherheitskonzeptes im Tunnelbau
Städing, Krocker 12,00
B 22: Algorithmen zur Zustandsbewertung von Ingenieurbauwerken
Haardt 11,50 B 43: Entwicklung eines Bauwerks Management-Systems für das
deutsche Fernstraßennetz – Stufen 1 und 2
B 23: Bewertung und Oberflächenvorbereitung schwieriger Un- Haardt 13,50
tergründe
B 44: Untersuchungen an Fahrbahnübergängen zur Lärmminderung
Schröder, Sczyslo 11,00
Hemmert-Halswick, Ullrich 12,50
B 24: Erarbeitung einer ZTV für reaktionsharzgebundene Dünn-
B 45: Erfahrungssamlungen:
beläge auf Stahl
Stahlbrücken – Schäden – wetterfeste Stähle Seile
Eilers, Stoll 11,00
Teil 1: Dokumentation über Schäden an Stahlbrücken
B 25: Konzeption eines Managementsystems zur Erhaltung von Teil 2: Dokumentation und Erfahrungssammlung mit Brücken
Brücken- und Ingenieurbauwerken aus wetterfesten Stählen
Haardt 12,50 Teil 3: Erfahrungssammlung über die Dauerhaftigkeit von Brük-
kenseilen und -kabeln
B 26: Einsatzmöglichkeiten von Kletterrobotern bei der Bauwerk- Hemmert-Halswick 13,00
sprüfung
Krieger, Rath, Berthold 10,50
B 27: Dynamische Untersuchungen an reaktionsharzgebunde- 2004
nen Dünnbelägen B 46: Einsatzbereiche endgültiger Spritzbetonkonstruktionen im
Eilers, Ritter, Stoll 11,00 Tunnelbau
Heimbecher, Decker, Faust 12,50
2001
B 28: Erfassung und Bewertung von reaktionsharzgebundenen
2005
Dünnbelägen auf Stahl B 47: Gussasphaltbeläge auf Stahlbrücken
Eilers 11,00 Steinauer, Scharnigg 13,50
B 29: Ergänzende Untersuchungen zur Bestimmung der Karbo-
natisierungstiefe und des Chloridgehaltes von Beton 2006
Gatz, Quaas 12,00
B 48: Scannende Verfahren der zerstörungsfreien Prüfung von
B 30: Materialkonzepte, Herstellungs- und Prüfverfahren für elu- Brückenbauwerken
tionsarme Spritzbetone Holst, Streicher, Gardei, Kohl, Wöstmann,
Heimbecher 11,00 Wiggenhauser 15,00
B 31: Verträglichkeit von reaktionsharzgebundenen Dünnbelä- B 49: Einfluss der Betonoberflächenvorbereitung auf die Haftung
gen mit Abdichtungssystemen nach den ZTV-BEL-ST von Epoxidharz
Eilers, Stoll 10,50 Raupach, Rößler 13,50
B 32: Das Programm ISOCORRAG: Ermittlung von Korrosivitäts- B 50: Entwicklung eines Bauwerks-Management-Systems für
kategorien aus Massenverlustraten das deutsche Fernstraßennetz, Stufe 3
Schröder 11,50 Holst 13,50
B 33: Bewährung von Belägen auf Stahlbrücken mit orthotropen B 51: Hydrophobierungsqualität von flüssigen und pastösen Hy-
Fahrbahnplatten drophobierungsmitteln
Eilers, Sczyslo 17,00 Panzer, Hörner, Kropf 12,50
B 34: Neue reaktionsharzgebundene Dünnbeläge als Fahrbahn- B 52: Brückenseile mit Galfan-Überzug – Untersuchung der Haft-
beläge auf einem D-Brücken-Gerät festigkeit von Grundbeschichtungen
Eilers, Ritter 13,00 Friedrich, Staeck 14,50
109
B 53: Verwendung von selbstverdichtendem Beton (SVB) im Brü- B 69: Berücksichtigung der Belange behinderter Personen bei
cken- und Ingenieurbau an Bundesfernstraßen Ausstattung und Betrieb von Straßentunneln
Tauscher 14,50 Wagener, Grossmann, Hintzke, Sieger 18,50
B 54: Nachweis des Erfolges von Injektionsmaßnahmen zur Män- B 70: Frost-Tausalz-Widerstand von Beton in Brücken und Ingeni-
gelbeseitigung bei Minderdicken von Tunnelinnenschalen eurbauwerken an Bundesfernstraßen
Dieser Bericht liegt nur in digitaler Form vor und kann kostenpflich- Tauscher 14,50
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Rath, Berthold, Lähner 12,50
2010
2007 B 71: Empfehlungen für geschweißte KK-Knoten im Straßenbrü-
ckenbau
B 55: Überprüfung des Georadarverfahrens in Kombination mit Kuhlmann, Euler 22,50
magnetischen Verfahren zur Zustandsbewertung von Brücken-
fahrbahnplatten aus Beton mit Belagsaufbau B 72: Untersuchungen zur Dauerhaftigkeit von permanenten
Dieser Bericht liegt nur in digitaler Form vor und kann kostenpflich- Anti-Graffiti-Systemen
tig unter www.nw-verlag.de heruntergeladen werden. Weschpfennig, Kropf, von Witzenhausen 13,50
Krause, Rath, Sawade, Dumat 14,50
B 73: Brand- und Abplatzverhalten von Faserbeton in Straßen-
B 56: Entwicklung eines Prüfverfahrens für Beton in der Exposi- tunneln
tionsklasse XF2 Dieser Bericht liegt nur in digitaler Form vor und kann kostenpflich-
Dieser Bericht liegt nur in digitaler Form vor und kann kostenpflich- tig unter www.nw-verlag.de heruntergeladen werden.
tig unter www.nw-verlag.de heruntergeladen werden. Dehn, Nause, Juknat, Orgass, König 21,00
Setzer, Keck, Palecki, Schießl, Brandes 19,50
B 74: Verwendung von Anti-Graffiti-Systemen auf Mauerwerk
B 57: Brandversuche in Straßentunneln – Vereinheitlichung der Müller 14,00
Durchführung und Auswertung
Dieser Bericht liegt nur in digitaler Form vor und kann kostenpflich- B 75: Sachstand Verstärkungsverfahren – Verstärken von Beton-
tig unter www.nw-verlag.de heruntergeladen werden. brücken im Bestand
Steinauer, Mayer, Kündig 26,50 Schnellenbach-Held, Peeters, Scherbaum 13,50
B 58: Quantitative Risikoanalysen für Straßentunnel
Sistenich 14,50 2011
B 76: Instandsetzung und Verstärkung von Stahlbrücken unter
2008 Berücksichtigung des Belagssystems
B 59: Bandverzinkte Schutzplankenholme Sedlacek, Paschen, Feldmann, Geßler, Möller,
Schröder 12,50 Steinauer, Scharnigg 17,00
B 60: Instandhaltung des Korrisionsschutzes durch Teilerneue- B 77: Anpassung von DIN-Fachberichten „Brücken“ an Euro-
rung – Bewährung codes
Schröder 13,50 Teil 1: DIN-FB 101 „Einwirkung auf Brücken“
Teil 2: DIN-FB 102 „Betonbrücken“
B 61: Untersuchung von Korrision an Fußplatten von Schutzplan-
Teil 3: DIN-FB 103 „Stahlbrücken“
kenpfosten
Teil 4: DIN-FB 104 „Verbundbrücken“
Schröder, Staeck 13,00
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B 62: Bewährungsnachweis von Fugenfüllungen ohne Unterfüllstoff tig unter www.nw-verlag.de heruntergeladen werden.
Eilers 12,00 Freundt, Böning, Maurer, Arnold, Gedwien, Müller,
B 63: Selbstverdichtender Beton (SVB) im Straßentunnelbau Schrick, Tappe, Kuhlmann, Rasche, Froschmeier,
Dieser Bericht liegt nur in digitaler Form vor und kann kostenpflich- Euler, Hanswille, Brauer, Bergmann 29,50
tig unter www.nw-verlag.de heruntergeladen werden.
Heunisch, Hoepfner, Pierson (†), Dehn, Orgass, Sint 17,50 B 78: Bemessung von Wellstahlbauwerken – Vergleich nach den
B 64: Tiefenabhängige Feuchte- und Temperaturmessung an ei- bisherigen und den neuen Richtlinien
ner Brückenkappe der Expositionsklasse XF4 Dieser Bericht liegt nur in digitaler Form vor und kann kostenpflich-
Brameshuber, Spörel, Warkus 12,50 tig unter www.nw-verlag.de heruntergeladen werden.
Kuhlmann, Günther, Krauss 18,50
2009
B 65: Zerstörungsfreie Untersuchungen am Brückenbauwerk A1
Hagen/Schwerte
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tig unter www.nw-verlag.de heruntergeladen werden. Alle Berichte sind zu beziehen beim:
Friese, Taffe, Wöstmann, Zoega 14,50
B 66: Bewertung der Sicherheit von Straßentunneln Wirtschaftsverlag NW
Zulauf, Locher, Steinauer, Mayer, Zimmermann, Verlag für neue Wissenschaft GmbH
Baltzer, Riepe, Kündig 14,00
Postfach 10 11 10
B 67: Brandkurven für den baulichen Brandschutz von Straßentunneln D-27511 Bremerhaven
Blosfeld 17,50
Telefon: (04 71) 9 45 44 - 0
B 68: Auswirkungen des Schwerlastverkehrs auf die Brücken der
Bundesfernstraßen – Teile 1-4 Telefax: (04 71) 9 45 44 77
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Kaschner, Buschmeyer, Schnellenbach-Held, Lubasch, Grünberg,
Hansen, Liebig, Geißler 29,50 Dort ist auch ein Komplettverzeichnis erhältlich.