Kopiervorlage Preussler Hotzenplotz
Kopiervorlage Preussler Hotzenplotz
Der Räuber
Hotzenplotz
Kommentar und Kopiervorlagen für den Unterricht
(Klasse 3 bis Klasse 4)
Thienemann
Parallel zu den Unterrichtsmaterialien
ist im Thienemann Verlag eine broschierte Schulausgabe
von Otfried Preußlers „Der Räuber Hotzenplotz“ erschienen
(ISBN 978 3 522 17935 5).
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Inhaltsverzeichnis
Kopiervorlagen:
Das Material ist so angelegt, dass die Kinder ein Lesetagebuch führen, in dem außer den
angebotenen Seiten Raum für zusätzliches Arbeiten ist. Die Kinder können im Rahmen
der Freiarbeit (Arbeitsplan, Wochenplan, Werkstattunterricht, Stationen zum Buch „Der
Räuber Hotzenplotz“) oder zu festgesetzten individuellen (einzeln, Stillezeit) und/oder
gemeinsamen Lesezeiten in ihrem Lesetagebuch und der Schulausgabe arbeiten. Wenn
Sie die Kopiervorlagen an Stationen anbieten, empfiehlt es sich, ein Lösungsblatt (z. B.
in einer anderen Farbe) bereitzuhalten. So können die Kinder ihre Arbeit selber kontrol-
lieren, das genaue Hinschauen wird zusätzlich gefordert und gefördert.
Am Ende jeder Stunde oder Literaturzeit sollte ein Austausch über die Arbeit stattfin
den. Arbeitsergebnisse werden vorgestellt und auch im Klassenraum oder Schulhausflur
ausgestellt. Sie können später wieder dem eigenen Lesetagebuch zugeordnet werden.
Dieses kann zum Abschluss der Unterrichtseinheit aus den produzierten Einzelblättern
gemeinsam mit den Kindern gebunden werden.
Einen Vorschlag für ein Titelblatt eines solchen Lesetagebuches finden Sie in diesem
Werk. Bis zu diesem Zeitpunkt empfiehlt es sich, die Blätter in einer dafür vorgesehenen
4
Klarsichtfolie zu sammeln. Falls Ihnen das zu viele Blätter werden, können die Einzel-
seiten auch immer direkt nach Erstellung und Besprechung in ein Blanko-DIN-A4-Heft
geklebt werden (die einzelnen Kopiervorlagen müssten dann ein wenig beschnitten wer
den, sodass diese nicht über den Heftrand hinausragen).
Ho tze np lot z
De r Rä ub er
Lesedatum:
Kapitel:
Das kam in meinem Text
vor:
ußler
von Otfried Pre
Meine Lesetagebuch-S
eite:
h von:
Lesetagebuc 10
© Thienemann Verlag, Stuttgart/Wien
9
art/Wien
Verlag, Stuttg
© Thienemann
Neben Aufgaben zum Lesen finden Sie in dem Material kreative Aufgaben aus den Berei
chen Musik und Kunst, Aufgaben zum Verfassen von Texten, Hinweise und Vorlagen
zu Rollenspielen und Übungen zu den Bereichen Rechtschreiben/Sprache untersuchen.
Eine Differenzierung für die Kinder kann durch die Auswahlmöglichkeit unterschied
licher Angebote oder durch das Erledigen eines Teils der vorgeschlagenen Aufgaben
(„Suche dir 5 der Lesefragen aus und beantworte sie“) stattfinden.
In Hinblick auf informierendes Lesen (Sinnentnahme aus Texten) bietet das Material
einen ersten Lesetest zur Feststellung des Ist-Standes der Lesekompetenz Ihrer Schüler
und Schülerinnen an.
Nach dem Lesen des Buches ermöglicht es ein zweiter Test herauszufinden, bei welchem
Kind eine Leistungssteigerung stattgefunden hat. Die Ergebnisse sind vornehmlich für
den Lehrer gedacht, können aber auch mit der Klasse oder einzelnen Kindern in einem
Reflexionsgespräch thematisiert werden (s. auch Umgang mit den Lesetests).
5
Umgang mit den Lesetests
Um den Ist-Zustand der Kinder bezüglich ihrer Lesegeschwindigkeit und ihrer Sinnent-
nahme aus Texten zu erhalten, empfiehlt es sich, einen Lesetest durchzuführen.
Die Durchführung erfolgt am besten an einem Tisch mit 4 Kindern. Während der Rest
der Klasse mit einer leisen Leseaufgabe beschäftigt ist (oder auch: Arbeitsplanarbeit,
Stationenarbeit), bespricht die Lehrperson mit den Kindern das „Experiment“.
Auf ihr Kommando beginnen die Kinder mit dem Lesen. Die Lehrperson stoppt die Zeit,
und wenn ein Kind fertig ist (Vereinbarung: Es hebt die Hand), notiert sie die Zeit auf
dem Blatt. Danach bearbeitet das Kind die Auswahlantworten durch Ankreuzen.
Bei der Auswertung wird die Anzahl der richtig angekreuzten Aussagen gezählt. Sie gibt
Auskunft darüber, was das Kind vom Text behalten hat.
Aus der Lesezeit kann die Lesegeschwindigkeit in Wörter pro Minute (WPM) berechnet
werden (Helge Weinrebe).
Dieser Wert hilft, die Lesegeschwindigkeit von Mal zu Mal auch mit Texten vergleichen
zu können, die einen anderen Wortumfang haben. Bei einer Auswertung (z. B. in einer
Excel-Tabelle) können die Daten schnell nach Anzahl der richtigen Aussagen und
errechneter Lesegeschwindigkeit in WPM sortiert werden.
Im anschließenden Reflexionsgespräch sollte zunächst auf die richtigen Aussagen ein-
gegangen werden. Manchen Kindern kann man anhand ihrer Werte raten, langsamer zu
lesen, um den Sinn besser zu erfassen. Andere Kinder lesen langsam und erfassen den
Sinn auch nicht. Hier gilt es besonders genau zu schauen, ob sich Ursachen für dieses
Verhalten erkennen lassen.
Nach Auswertung des zweiten Lesetests (am Ende der Unterrichtseinheit) können Sie
sicher bei vielen Kindern Forschritte feststellen.
Les etes t 1
1
Le se tes t 1
Lies die Fragen genau.
2 Kreuze die richtigen Antwor
ten an.
1. Kasperls Großmutter
saß
n auf einer Bank.
n auf einem Stuhl.
n in einem Sessel.
6
„Der Räuber Hotzenplotz“ – Einstiegsmöglichkeiten
Das Buch, „Der Räuber Hotzenplotz“ von Otfried Preußler , erzählt vom gerissenen Räu
ber Hotzenplotz, der eines Tages die Kaffeemühle der Großmutter raubt. Der Verlust
dieser besonderen Kaffeemühle (beim Kurbeln ertönt Großmutters Lieblingslied „Alles
neu macht der Mai“) schmerzt die Großmutter sehr, zumal sie diese von Kasperl und
Seppel zum Geburtstag geschenkt bekommen hat.
Da die Polizei, vertreten durch Wachtmeister Dimpfelmoser, mit der Jagd auf den Räu-
ber ein wenig überfordert ist, beschließen Kasperl und Seppel, die Jagd selber in die
Hand zu nehmen. Doch leider werden sie vom Räuber Hotzenplotz erwischt und von
ihm gefangen genommen. Seppel (vom Hotzenplotz irrtümlicherweise mit Kasperl ver-
wechselt) muss für den Räuber in der Räuberhöhle arbeiten, während Kasperl (den der
Räuber Hotzenplotz für den Seppel hält) vom Räuber an den bösen Zauberer Petrosilius
Zwackelmann verkauft wird. Auf dessen Zauberschloss gefangen, muss Kasperl ständig
Kartoffeln schälen, da geschälte Kartoffeln etwas sind, was der Zauberer nicht herbei-
zaubern kann.
Eines Tages kommt Kasperl in Abwesenheit des Zauberers hinter dessen Geheimnis: In
seinem Keller hält er die gute Fee Amaryllis, in eine Unke verzaubert, gefangen. Kasperl
hilft ihr, den Zauber aufzuheben und sich in eine Fee zurückzuverwandeln. Darüber
zutiefst erschrocken, stürzt der Zauberer nach seiner Rückkehr in den Unkenpfuhl und
stirbt.
Vor seinem Tod hatte der Zauberer aus Wut den Räuber Hotzenplotz in einen G impel
(Dompfaff) verwandelt. Kasperl und Seppel können den Räuber deshalb in einem Vogel-
käfig gefangen halten. Zum Dank für ihre Befreiung bekommen Kasperl und Seppel
einen Wunschring von der Fee, mit dem sie drei Wünsche frei haben. Auf dem Nach-
hauseweg wünschen sie sich Großmutters Kaffeemühle zurück, außerdem eine neue
Zipfelmütze für Kasperl und verwandeln, mithilfe des dritten Wunsches, den Gimpel auf
dem Polizeipräsidium zurück in den Räuber Hotzenplotz, der daraufhin eingesperrt wird.
gibt.
Reißaus nahme Seppel sofort und Galle ... tobte vor Zorn
n flüchteten
S. 26 ohne Unterlass S. 101 List
ohne Unterbrechun Trick
g
S. 36 Kälberstrick S. 102 eilends
dickes Seil schnell
von außen angewiesen zu sein. Es empfiehlt sich, das Lese- © Thienemann Verlag, Stuttgart/W
ien
13
zeichen zu laminieren.
7
Einstiegsmöglichkeiten in die Thematik
1. Vielleicht besitzen Sie eine alte Kaffeemühle oder haben die Möglichkeit, eine
auszuleihen. Zur Einstimmung auf die Geschichte kann die Mühle als stummer Impuls
in die Sitzkreismitte gestellt werden. Sicherlich wissen einige Kinder schon, was es mit
dieser Kaffeemühle in der Geschichte vom Räuber Hotzenplotz auf sich hat, und können
anderen Kindern davon berichten.
2. Die Lehrperson kann das erste Kapitel bis zu der Stelle, an der der Räuber auftaucht,
vorlesen und die Kinder vermuten lassen, wie die Geschichte weitergeht. Anschließend
kann sie die Bücher an die Klasse austeilen und gemeinsam kann weitergelesen werden.
3. Ein vergrößertes Bild des Räubers Hotzenplotz kann an der Tafel angebracht werden.
In Form eines Clusters kann um das Räuberbild herum gesammelt werden, was den
Kindern alles zu dem Wort „Räuber“ einfällt.
4. Mit dem rhythmischen Sprechgesang: „Wer hat den Hotzenplotz im Wald geseh’n?“
(nach „Wer hat den Keks aus der Dose geklaut?“) kann die Unterrichtstunde eröffnet
werden.
Ein Kind (V) spricht Teile des Textes vor, die anderen Kinder (A für alle) wiederholen.
Ein Kind wird immer konkret als „Übeltäter“ angesprochen.
V: Wer hat den Hotzenplotz im Wald geseh’n?
A: Wer hat den Hotzenplotz im Wald geseh’n?
V: Leon hat den Hotzenplotz im Wald geseh’n!
A: Leon hat den Hotzenplotz im Wald geseh’n!
Leon: Wer? Ich?
A: Ja! Du!
Leon: Niemals!
A: Wer dann?
Leon: Anne hat den Hotzenplotz im Wald geseh’n!
A: Anne hat den Hotzenplotz im Wald geseh’n?
...
Beliebig lang fortsetzen.
8
Der Räuber Hotzenplotz
Lesetagebuch von:
Lesedatum:
Kapitel:
Meine Lesetagebuch-Seite:
© Francis Koenig
Otfried Preußler kam am 20. Oktober 1923 im nordböhmischen Reichenberg
auf die Welt.
Diese Stadt heißt heute anders, nämlich Liberec, und liegt in Tschechien.
Geschichten waren in der Familie von Otfried Preußler immer wichtig.
Auch sein Vater sammelte schon Geschichten aus seiner Heimat. Als Otfried
Preußler zwölf Jahre alt war, schrieb er schon eigene Geschichten und malte
auch eigene Bilder dazu. Damals wollte er entweder Maler oder Schriftsteller
werden.
Später musste er aber erst einmal zum Militär. Er kam im Zweiten Weltkrieg
als Soldat in Gefangenschaft. Nach der Gefangenschaft wurde er Lehrer.
Immer schrieb er Geschichten, viele auch für seine drei Töchter.
Otfried Preußlers erstes Buch erschien 1956. Es heißt „Der kleine Wasser-
mann“. Das Buch hatte großen Erfolg. Danach, im Jahr 1957, erschien „Die
kleine Hexe“. Viele Kinder fanden auch dieses Buch toll.
Weitere Geschichten kamen dazu: 1962 erschien „Der Räuber Hotzenplotz“,
1966 „Das kleine Gespenst“, 1972 „Die dumme Augustine“.
Insgesamt hat der Autor über 25 Bücher geschrieben. Sie sind in viele S
prachen
übersetzt worden und daher auf der ganzen Welt bekannt.
Otfried Preußler starb am 18. Februar 2013 in Prien am Chiemsee.
© Francis Koenig
1. Der Autor des Buches
„Der Räuber Hotzenplotz“ heißt:
4. Wie alt war der Autor, als er die ersten Geschichten schrieb?
5. Diesen Beruf lernte Otfried Preußler:
Name: Name:
S. 4 ... ließ sich nicht ... ließ sich keine Angst S. 83 Zoll um Zoll Stück für Stück
Bange machen einjagen
S. 84 Unkenpfuhl Teich, Tümpel
S. 8 gellenden lauten
S. 94 Ochsenziemer Peitsche
S. 13 Miene Gesichtsausdruck
S. 94 dreschen schlagen
S. 14 rege Mithilfe große Mithilfe
S. 101 ... spuckte Gift ... tobte vor Zorn
S. 25 ... dass Kasperl und ... dass Kasperl und und Galle
Seppel sofort Seppel sofort flüchteten
Reißaus nahmen S. 101 List Trick
S. 46 verdrossen mürrisch, schlecht gelaunt S. 114 ... ermannte sich ... endlich redete
Petrosilius Petrosilius Zwackelmann.
S. 54 beschwichtigte beruhigte Zwackelmann.
Einmal saß Kasperls Großmutter auf der Bank vor ihrem Häuschen in der
Sonne und mahlte Kaffee. Kasperl und Seppel hatten ihr zum Geburtstag
eine neue Kaffeemühle geschenkt, die hatten sie selbst erfunden. Wenn man
daran kurbelte, spielte sie: „Alles neu macht der Mai“, das war Großmutters
Lieblingslied.
Seit Großmutter die neue Kaffeemühle hatte, trank sie doppelt so viel Kaffee
wie früher.
Auch heute hatte sie die Kaffeemühle schon zum zweiten Mal aufgefüllt und
eben wollte sie weitermahlen – da rauschte und knackte es plötzlich in den
Gartensträuchern und eine barsche Stimme rief: „Her mit dem Ding da!“
Großmutter blickte verwundert auf und rückte an ihrem Zwicker.
Vor ihr stand ein fremder Mann mit einem struppigen schwarzen Bart und
einer schrecklichen Hakennase im Gesicht. Auf dem Kopf trug er einen
Schlapphut, an dem eine krumme Feder steckte, und in der rechten Hand hielt
er eine Pistole. Mit der Linken zeigte er auf Großmutters Kaffeemühle.
„Her damit, sage ich!“
Aber Großmutter ließ sich nicht Bange machen. „Erlauben Sie mal!“, rief
sie entrüstet. „Wie kommen Sie da herein – und was fällt Ihnen ein, mich so
anzuschreien? Wer sind Sie denn eigentlich?“
187 Wörter
10
Der Mann mit
Kapitel 1:
den sieben Messern
Einmal saß Großmutter auf der Bank vor ihrem Kennst Häuschen in der Sonne und
mahlte Kaffee. Kasperl und sein Freund Seppel hatten ihr zum Geburtstag eine neue
Kaffeemühle geschenkt, die du hatten sie selbst erfunden. Wenn man daran kurbelte,
spielte sie: „Alles neu schon macht der Mai“, das war Großmutters Lieblingslied.
Seit Großmutter die neue Kaffeemühle hatte, machte ihr das Kaffeemahlen solchen den
Spaß, dass sie doppelt so viel Kaffee trank wie früher.
Auch heute hatte sie die Kaffeemühle schon zum zweiten Mal aufgefüllt und eben wollte
sie weitermahlen – da gefährlichen rauschte und knackte es plötzlich in den Garten
sträuchern und eine barsche Stimme rief:
„Her mit dem Ding da!“
Großmutter blickte verwundert auf und rückte an ihrem Zwicker.
Vor ihr stand ein fremder Mann mit einem struppigen schwarzen Bart und einer schreck-
lichen Hakennase Räuber im Gesicht. Auf dem Kopf trug er einen Schlapphut, an dem
eine krumme Feder steckte, und in der rechten Hand hielt er eine Pistole. Mit Hotzen-
plotz der Linken zeigte er auf Großmutters Kaffeemühle.
1 A E A E
2 I E O E
3 O A
4 A
5 A E E
6 A
7 E E
8 A U
9 I O E
10 E U A
11 E I E
Waagerecht:
1 Das hat der Räuber Hotzenplotz im Gesicht. 2 Name des Wachtmeisters
3 Am Ende des Kapitels fällt die Großmutter in ... . 4 Diese Farbe hat der Räuberhut.
5 Das wird in Großmutters Mühle gemahlen. 6 Darauf sitzt die Großmutter.
7 Freund von Kasperl 8 Das trägt der Räuber Hotzenplotz auf dem Kopf.
9 Eine Waffe des Räubers 10 Großmutter bekam die Kaffeemühle an ihrem... geschenkt.
11 Großmutter hatte die Kaffemühle an diesem Tag schon zum ... Mal aufgefüllt.
Senkrecht:
Name des Räubers
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Lösungswort:
2. Was holte Kasperl, nachdem sie den Deckel auf die Kiste gelegt hatten?
11. Warum machte sich Kasperl einen großen Knoten in sein Taschentuch?
N L X S T R E I C H H O L Z Ö
P K K A F F E E M Ü H L E G G
X P V E R S T E C K F A R B E
N A G E L P I N S E L L O C H
P Y T A S C H E N M E S S E R
S A N D M X W N I L P F E R D
H V D E C K E L R Ä U B E R D
G O L D Q U K K N O T E N A N
K A R T O F F E L K I S T E X
U W D A U M E N W K E L L E R
P P F L A U M E N K U C H E N
K O P F D V H A M M E R Y U I
B X Y T A S C H E N T U C H Q
T O P F X W A L D B O D E N S
S C H U P P E N G A R T E N X
das Gold,
Der Räuber Hotzenplotz nahm es mit
seinem Beruf sehr genau. Auch heute Und der andere?
lag er seit acht Uhr morgens hinter Nun, wenn der eine von beiden der
den Ginsterbüschen am Waldrand Kasperl war, konnte der andere nur
auf der Lauer und beobachtete durch sein Freund Seppel sein.
sein Fernrohr die Landstraße.
Der eine war übrigens dieser Kasperl, Draußen auf der Landstraße bogen
ihn erkannte man ja von Weitem an zwei Leute mit einem Handwagen um
seiner Zipfelmütze. die Waldecke. Auf dem Handwagen lag
eine große Kiste.
Text 1 Bild 1
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Text 6 Bild 6
Text 7 Bild 7
Text 8 Bild 8
schlüpften,
schlüpften – schlüpfen,
So mochten sie bald eine Stunde gelaufen sein, da blieb Kasperl, der vorneweg ging,
auf einmal stehen.
„Was ist?“, fragte Seppel.
Die Spur auf dem Waldboden teilte sich! War das möglich? Statt einer Spur gab es
plötzlich zwei Sandspuren! Die eine führte nach rechts und die andere nach links.
Kasperl und Seppel losten mit einem Geldstück. Seppel warf zweimal Adler und einmal
Zahl. Das bedeutete, dass er nach links gehen musste.
Sp ge
re
i ln
Hotzenplotz-Feld:
Einmal aussetzen.
Dimpfelmoser-Feld:
Noch mal würfeln.
Ihr könnt auch eigene
Spielregeln erfinden.
Start
© Thienemann Verlag, Stuttgart 27
Kapitel 6: Ein Schuss aus
der Pfefferpistole
DerRäuberHotzenplotzstrichsichgrinsenddenschwarzenBart.
HoffentlichwarenKasperlundSeppelsounvorsichtigundtrenntensich!
KaltblütighoberdiePfefferpistoleundzielte.
WiedasbrannteundkratzteundindieAugenbiss!
JetzthattederRäuberHotzenplotzleichtesSpielmitihm.
HotzenplotzlachtedröhnendundpatschtesichaufdieSchenkel.
1. Das Kapitel handelt von 5. Nach dem Sturz rieb sich Kasperl
Seppel. den Kopf.
Kasperl. das Hinterteil.
Großmutter. die Stirn.
Und was hatte K________ inzwischen erlebt? Seit er sich von Seppel
in den Nacken s_________ und noch oft rutschte ihm Seppels g_______
und Prasseln gab und Kasperl samt Seppels Hut in eine der v________, mit
gute Kasperl, und r_____ sich das Hinterteil. Ein Glück nur, dass er sich
nichts g___________ hatte! Das hätte leicht sein können bei dem t_______
Fall und dem h________ Aufprall. „Zu dumm!“, dachte K_________ und
schaute sich in der Grube um. „Vier s_____________ glatte Wände und
Schuhkarton
Den Rest des Tages Petrosilius Zwackelmann über den Flur ein kleines Zimmer.
Aber Kasperls Kammer lag ebenso und suchte nach einen Durchschlupf.
Wenn man zum Fenster hinausschaute an diesem Abend bei bester Laune war.
Auf allen vieren kroch Kasperl den Zaun entlang wie die Küche im Erdgeschoss.
„Heute muss ich dich hier allein lassen, denn ich reise zu einem Kollegen in
Buxtehude und werde erst in den späten Abendstunden zurückkehren.
Merke dir, was du tun sollst: Erstens sechs Eimer Kartoffeln schälen und klein schnippeln
für das Abendbrot; zweitens drei Klafter Holz zersägen, spalten und aufstapeln; drittens
den Fußboden in der Küche schrubben; und viertens im Kräutergarten die leeren Beete
umstechen. Wiederhole es!“
„Halt ein! Aufhören mit dem Quatsch, auf der Stelle aufhören!“
„Wieso aufhören?“
„Weil du alles verwechselst und durcheinanderbringst. Fang noch mal von vorn an!“
„Sehr gern, großer Zauberer Reprozilius Fackelspan! Ich soll erstens sechs
Eimer Kartoffeln umstechen, zweitens den Fußboden in der Küche zersägen, spalten
und aufstapeln, drittens im Kräutergarten die leeren Beete schrubben und viertens ...
(nachdenklich) Was war doch das Vierte gleich?“
„Wieso?“
„Wieso? Weil du dumm bist! Strohdumm bist du! Nicht einmal die einfachsten
Arbeiten kannst du dir merken! Es ist zum Verzweifeln mit dir! Zum Ver-zwei-feln!“
(richtet sich zum Publikum und flüstert) „Den habe ich ganz schön reingelegt!“
gelegen.
__ __ __ __ __ __ __ __ __ __ __ Stiefeln helfen.
4. Während er __ __ __ __ den Spieß drehte, stieg ihm der Bratenduft in die Nase.
5. Dann aß er den __ __ __ __ __ __ __ __ Vogel ratzeputz auf und Seppel ging leer aus.
l p l ö ü s c h l e i f e n p
l g g k r i e c h e n x p p z
m x j a b n a g e n s a g e n
l e g e n l i e g e n h v d r
e s s e n v e r l a s s e n ä
r u p f e n k b e s o r g e n
e n p a s s e n d e n k e n l
h e l f e n ä h a c k e n x x
q a b s t r e i f e n d v z ä
o b p u t z e n t f ü l l e n
ä q y a u f h e i t e r n s s
b r a t e n w e r f e n r n p
k c k ü v e r t r a g e n c p
l a u f e n g e f a l l e n n
a n z ü n d e n m a h l e n s
Dann trank er ein Gläschen Buttermilch und schließlich schnitt er sich eine Scheibe Sala-
mi ab. Denn auch Würste und Schinken gab es in Zwackelmanns Speisekammer, vieler-
lei Würste in jeder Länge und Dicke. Sie baumelten von der Decke herab, er brauchte
bloß zuzugreifen.
Es klang schauerlich dumpf und traurig – so traurig, dass Kasperl vom bloßen Hören der
Appetit verging. Da war wirklich jemand! Jemand, der schrecklichen Kummer zu haben
schien.
„Ob ich ihm helfen kann?“, überlegte Kasperl. „Ich muss herauskriegen, was da los ist!
Das kann ich mir auf die Dauer nicht anhören, davon wird man ja trübsinnig!“ Kasperl
lauschte, aus welcher Richtung das Schluchzen kam. Er folgte ihm aus der Speisekam
mer zurück in die Küche, von dort auf den Flur hinaus und dann weiter zur Kellertür.
„Wie im Schlaraffenland!“, dachte Kasperl. Aber wie er so dastand und zu den Würsten
emporschaute, hörte er plötzlich ein dumpfes Schluchzen: „Uh-chuchu-chuuuh!“
Der Schreck fuhr ihm in die Glieder. War er denn nicht allein im Zauberschloss? Gab es
hier außer ihm noch jemanden – und wer war das?
Gleich vorn in der Speisekammer fand er ein Fässchen mit Salzgurken. „Sauer macht
lustig!“, dachte er. „Also ist das die richtige Medizin für mich!“
Er verzehrte drei Salzgurken. Danach fühlte er sich bedeutend leichter und kostete nach
einander von den verschiedenen Marmeladen, die Topf an Topf im Regal standen.
„Ach was!“, dachte Kasperl. „Es kann mir gleich sein!“ Er säbelte ein Stück Pfefferwurst
ab und steckte es in den Mund. Da vernahm er von Neuem das Schluchzen: „Uh-chuchu-
chuuuh!“
te
stemm Abgrun
d
Fußboden
Rücken
e
ern
La
t
perl
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ole unterirdisch
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Handb Gew
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Schein
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Kaffee
ftab
ak
Ge Schritt
he
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nis
1 Male die Wörter der ersten Kapitelseite an. Fünf Wörter gehören nicht dazu.
1. Kasperl ließ sich den Weg nach der Hohen Heide Kasperl genau beschreiben.
2. Kasperl erhob sich und müden winkte mit seiner Laterne der Unke im Unkenpfuhl zu.
3. Dann nahm er aus Zauberer Zwackelmanns Wasser Speisekammer ein Brot und
zwei Würste mit und brach auf.
4. Er kletterte durch das Kammerfenster hinaus kalten in den Kräutergarten.
5. Hier mussten drei Birken stehen, von denen die seine mittlere einen gespaltenen
Stamm hatte.
6. Zum Zeitvertreib aß er das ließ Brot und die beiden Würste auf.
7. Er bemühte sich, nicht an den großen baumeln Zauberer Petrosilius Zwackelmann
zu denken, doch das gelang ihm nicht.
8. Ob Zwackelmann schon zurück im war aus Buxtehude?
9. Wenn Beine mich Zwackelmann findet, bevor ich das Feenkraut pflücken konnte,
ist alles aus.
1 Lest den Text und denkt euch bei (*** ) Geräusche, Klänge mit Instrumenten
oder Bewegungen aus.
2 Führt eure Klanggeschichten auf.
Der große und böse Zauberer Petrosilius Zwackelmann (***) brachte einen
Bärenhunger (*** ) mit, als er zwischen acht und halb neun Uhr abends auf
anstrengenden Tag hinter sich, aber nun war er wieder daheim und konnte
sich satt essen (***). Hoffentlich waren die Bratkartoffeln (***) schon fertig.
Der große Zauberer (*** ) begab sich hinab in den Speisesaal (***). Er nahm
an der Tafel Platz (*** ), band sich eine Serviette um (*** ), klatschte dann in
die Hände (*** ) und rief: „Seppel, auftragen!“ Es rührte sich nichts.
„Na warte, du Schlafmütze“, schimpfte der große Zauberer (***). „Soll ich
dir Beine machen?“ Er schnackelte mit den Fingern (***) und wünschte sich
Dann rannte er in die Küche (***) und wetterte: „Her da, du Satansbraten! Ich
prügle dich grün und blau!“ In seinem Zorn schlug der große Zauberer mit
dem Ochsenziemer (*** ) ein paar Mal wild auf den Küchentisch. Dann erst
merkte er, dass da noch immer drei Eimer Kartoffeln (*** ) standen, die nicht
geschält (*** ) waren. „Was?“, rief er. „Wie? Du bist weggelaufen (***) von dei-
ner Arbeit? Potz Schwefel und Höllenfeuer (*** ), das sollst du mir nicht noch
Abrakadabra
–1–
schnell herbei
–2– –3–
Simsalabim
– 11 –
–1–
–2– –3–
– 11 –
1 E
2 E
3 E
4 E
5 E
6 E
7 E
8 E
9 E
10 E
11 E
12 E
13 E
14 E
15 E
1 Petrosilius schnackelte mit seinen ... . 2 Kasperl reichte das Feenkraut der ... im Wasser.
3 Das ... machte Kasperl unsichtbar. 4 Das Feenkraut in der rechten Hand und die Hand
in der ... , trat Kasperl den Rückzug an. 5 Der ... fiel zu Boden. 6 Petrosilius hatte bemerkt,
dass die ... offenstand. 7 Der Zauberer bestieg seinen ... und sauste los. 8 Das Feenkraut
leuchtete unter den ... der alten Wetterfichte. 9 Um in der Dunkelheit besser sehen zu
können, setzte der Zauberer seine ... auf. 10 Kasperl sah in der Finsternis wie mit ... .
11 Immer drei Stufen auf einmal nehmend, rannte der Zauberer die ... hinunter. 12 Im ...
erreichte Kasperl wohlbehalten das Zauberschloss. 13 Petrosilius Zwackelmann stand
wie vom ... gerührt an der Kellerwand. 14 Kasperl lief durch den finsteren Gang ohne ... .
15 Die Fee leuchtete wie die ... .
.llov nerhO eid leppeS etrehcstiwz dnu redein dnu fua etrettalf rE
.nedroweg hcaw raw gifäklegoV mi lepmiG red hcuA
.neguA eid hcis beir dnu ehcüK red ni nedobßuF med fua nun re ßas aD
.netlaheghcaw nhi ettah rerebuaZ neßorg med rov tsgnA eiD
.nekcinuznie thcin iebad ,tetsokeg ehüM ehcilkcerhcs nhi ettah sE
1
Schreibe auf, welche drei Wünsche du hättest:
2
Welche von deinen Wünschen kann man zeichnen? Zeichne sie:
_______ bei ihm. ____________ hatte er endlich eine gute ___________ für sie!
„________ Sie etwas von Kasperl und Seppel ___________ können, ______
„Nein“, ______________ der _______________. „ Tut mir leid, dass ich Ihnen
_______ anderes ________ kann, Großmutter. Von den beiden _______ jede
„Das __________ , was wir von ihnen gefunden haben, ist dieser ____________
Kasperl und Seppel saßen in Großmutters guter Stube und strahlten. Wie gut,
dass sie endlich wieder daheim waren! Nicht zu fassen, dass nur drei Tage
dazwischenlagen, seit sie das letzte Mal hier beisammengesessen hatten!
Großmutter strahlte auch. Sie deckte geschwind den Kaffeetisch, dann lief
sie hinaus in die Speisekammer und brachte ein großes Blech mit Pflaumen-
kuchen hereingeschleppt. Auch eine Schüssel voll Schlagsahne stellte sie auf
den Tisch.
„Aber Großmutter!“, staunte Kasperl. „Ist heute denn Sonntag?“
„Gewiss!“, sagte die Großmutter. „Heute ist Sonntag bei uns, wenn auch
anderswo Mittwoch ist!“
Sie trat an den Spiegel und rückte an ihrem Häubchen, dann eilte sie zur Tür.
„Du willst weg?“, fragte Kasperl.
„Ach bloß zu Frau Meier hinüber, ich leihe mir ihre Kaffeemühle. Ohne
Kaffeemühle geht es nicht ...“
„Nein“, sagte Kasperl und schmunzelte, „ohne Kaffeemühle geht es wirklich
nicht. – Bitte sehr!“ Er zog die Kaffeemühle unter dem Rock hervor, stellte sie
auf den Tisch und war mächtig gespannt, was Großmutter sagen würde.
Großmutter sagte zunächst überhaupt nichts. Sie nahm die Kaffeemühle in
die Hand und begann zu kurbeln. Und die Kaffeemühle spielte zweistimmig
„Alles neu macht der Mai ...“
Kasperl und Seppel verhielten sich mäuschenstill.
„Oh!“, sagte Großmutter endlich. „Wie schön! Wisst ihr, wie ich mir vor
komme?“
„Wie denn?“
„Wie wenn ich Geburtstag hätte – und Weihnachten wäre außerdem!“
214 Wörter
2. Es waren
drei Tage vergangen.
zwei Tage vergangen.
sieben Tage vergangen.
3. Großmutter brachte ein großes Blech mit 6. Kasperl zog die Kaffeemühle
Streußelkuchen. unter seinem Rock hervor.
Apfelkuchen. aus seiner Tasche.
Pflaumenkuchen. aus Seppels Hut.
4. Auf dem Tisch stand eine Schüssel mit 7. Kasperl und Seppel verhielten sich
Schlagsahne. mucksmäuschenstill.
Waldbeeren. ruhig.
Honig. mäuschenstill.