Gesunde Ernaehrung
Gesunde Ernaehrung
Der Grundumsatz ist die Menge der Energie, die wir täglich
mindestens aufnehmen müssen, um alle grundlegenden Vorgänge
im Körper zu gewährleisten.
Alter
Körpergröße
Körpergewicht } Daraus ergibt sich der BMI.
(Body-Mass-Index)
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Energieliefernde Nährstoffe
Kohlenhydrate 1 g = 4 kcal / 17 kJ
Eiweiß 1 g = 4 kcal / 17 kJ
Fett 1 g = 9 kcal / 38 kJ
Kohlenhydrate
sind unser erster Energielieferant und sollten daher den Großteil un-
serer täglichen Nahrung ausmachen. Ca. ¾ unserer Nahrung sollte aus
kohlenhydratreichen, pflanzlichen Lebensmitteln stammen.
EiweiSS
ist unser Baustoff für die Zellen und wird in pflanzliches (Hülsenfrüchte,
Sojaprodukte) und tierisches Eiweiß (Milchprodukte, Fisch, Fleisch) un-
terteilt. Für eine gesunde Ernährung sollten vorrangig pflanzliche Ei-
weißträger konsumiert werden.
Fett
kommt in versteckter und sichtbarer Form in tierischen sowie in pflanz-
lichen Produkten vor. Die Auswahl der Fette sollte sich auch bei diesem
Nährstoff hauptsächlich auf die pflanzlichen Fette / Öle beschränken.
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Ernährungsbedingte Erkrankungen
Durch einige Ernährungsfehler steigt das Risiko, an so genannten Zivilisationserkrankungen zu leiden.
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Fettstoffwechsel BMI = Body-Mass-Index
Triglyceridwert / Cholesterinwert
Maximal 200 mg / dl Beispiel für 1,75 m Körpergröße
und / oder Einnahme fettsenkender Mittel und einem Gewicht von 70 kg.
BMI = 70 ÷ (1,75 x 1,75) = 22,86
LDL-Cholesterin: Der BMI ist im Normalbereich.
niedriger als 130 mg / dl
HDL-Cholesterin:
Männer: höher als 40 mg / dl
Frauen: höher als 50 mg / dl
Zuckerstoffwechsel
Nüchternblutzucker (Plasmaglukose):
maximal 6,1 Millimol pro Liter (110 mg / dl)
Blutdruck:
mindestens 130 / 85 mm Hg
und / oder Einnahme blutdrucksenkender Mittel
01 Lebensmittelvielfalt geniessen
02 Gemüse und Obst – nimm „5 am Tag“ 06
05
03 Vollkorn wählen
04 Mit tierischen lebensmitteln
01
die Auswahl ergänzen 04
05 Gesundheitsfördernde fette nutzen
06 Zucker und Salz einsparen
07 Am Besten Wasser trinken
07
08 Schonend zubereiten
09 Achtsam essen und geniessen 03
06
Lebensmittelgruppe Power-Nährstoff Kohlenhydrat
01 Hauptenergielieferant, sollte ca. 55 % unseres Gesamtenergie-
Getreide und Getreideprodukte, bedarfes ausmachen, vorwiegend enthalten in Getreideproduk-
Kartoffeln und Reis ten, Obst und Gemüse.
Getreideprodukte
enthalten hauptsächlich Kohlenhydrate und kleine Mengen Ei-
weiß, Fett, Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe (abhängig
von Höhe der verarbeitete Schalenanteil des Kornes).
Vollkornprodukte
Vollkornmehle erkennt man an einer hohen Type-Zahl
(z.B.: Weizenmehl 1050 heißt 1050 mg Mineralstoffe)
Naturreis / Vollkornnudeln
besitzen wie die Mehlsorten einen höheren Ballaststoff-, Vitamin-
und Mineralstoffanteil. Diese Varianten der ballaststoffreichen
Lebensmittel haben sich im Vergleich zu Backwaren noch nicht so
stark durchgesetzt.
Falls auch Sie diese Produkte nicht gerne verzehren, dann sollten
Sie Ihren Ballaststoffkonsum mit Hilfe von Gemüse und Salaten
aufwerten.
07
Ballaststoffe –
viel mehr als nur Ballast
Was sind Ballaststoffe?
vermehren binden
die Bakterienzellen im Dickdarm Wasser
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Lebensmittelgruppen Sekundäre Pflanzenstoffe
02 03
Gemüse / Salat und Obst
Bitterstoffe
enthalten in: Artischocken, Endivien, Chicoree
Wirkung: senken Blutfette, wirken beruhigend
Die Zufuhr von Obst und Gemüse sollte auf eine tägliche Carotinoide
Zufuhr von ca. 5 Portionen gebracht werden, um alle not- enthalten in: gelben, orangen und roten Gemüsen und
wendigen Vitalstoffe (Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstof- Früchten (Tomaten, Grapefruits) sowie in
fe und sekundären Pflanzenstoffe) zuzuführen. grünem Gemüse
Die Auswahl an Obst und Gemüse wird mit Hilfe der Wirkung: schützen vor Herzinfarkt, beugen Krebs vor,
„5 am Tag-Kampagne“ verschiedener Gesundheitsorga- stärken das Immunsystem
nisationen publik gemacht.
Glucosinolate
Inhalt der 5 am Tag-Kampagne enthalten in: Kohlgemüse, Broccoli, Kohlsprossen,
Kohlrüben, Kren, Kresse, Senf
Obst und Gemüse 5 mal pro Tag in Form von Frischkost,
Wirkung: senken das Cholesterin, beugen Krebs vor,
Tiefkühlware oder Säften. 2 Portionen Obst (ca. 240 g) und
wirken keimtötend
3 Portionen Gemüse / Salat (ca. 360 g) am Tag.
Phytinsäure
Der Farbanteil sollte wegen des Zusammenhangs zwischen
enthalten in: Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen
Farbe und Mineralstoffen / sek. Pflanzenstoffen den Ampel-
farben rot, gelb, grün entsprechen Wirkung: beugen Krebs vor und wirken antioxidativ
Terpene
enthalten in: Kräutern und Gewürzen wie Kümmel und Minze
Wirkung: beugen Krebs vor
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Lebensmittelgruppe Wichtige Bestandteile von Fleisch
05 für unsere Gesundheit
Fleisch, Fisch und Eier
Fleisch und Wurst sind Lieferanten von Eiweiß
(je fettärmer, desto mehr Eiweiß),
verstecktem Fett und Vitaminen sowie Mineralstoffen.
Empfohlene Verzehrmenge Vitamin B1 (für Muskeln und Nerven)
Fleisch- und 2 – 3 Portionen / Woche 1,2 mg / d 150 g entspricht 90 % des Tagesbedarfes
Wurstwaren: (entspricht 300 g – 600 g / Woche) Vitamin B2 (für Haut, Zellatmung)
Fisch: ca. 200 g / Woche 1,4 mg / d zweitbester Lieferant (20 % des Tagesbedarfs)
hoher Anteil an ungesättigten Fettsäuren Vitamin B12 (für Blutbildung, ZNS)
vor allem bei fettreichem Fisch 3 µg eine Portion deckt den Tagesbedarf 100 – 250 %ig
Eier: 2 – 3 Eier / Woche Kalium (Flüssigkeitshaushalt, Muskelfunktionen)
auch in verarbeiteter Form 500 mg / d eine Portion deckt den Tagesbedarf 100 %ig
(Teigwaren, Gebäcke)
Eisen (Blutbildung)
Die Auswahl sollte sich auf magere 10 mg / d Tagesbedarf zu 1 / 3 gedeckt
Fleisch- und Wurstwaren beschränken: Weitere Mineralstoffe:
Geflügel (ohne Haut) Wild Magnesium, Zink, Selen
Filet falsches Filet Da wir selbst tierischen Ursprungs sind, können wir die
Schinken Bratenaufschnitt Inhaltsstoffe aus tierischen Lebensmitteln besser resorbieren
Corned beef Aspik als aus pflanzlichen Lebensmitteln.
Kassler
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Nachteile übermäSSigen Alternativen zu Fleisch
Fleischverzehrs
Fisch
Tierische Lebensmittel beinhaltet Eiweiß, Jod sowie einfach und mehrfach ungesättigte
sind auch Fettträger Fettsäuren, die wir für die Zellatmung und die Sauerstoffver-
Übergewicht sorgung benötigen.
Fazit
Eine bewusste Auswahl der Fleischsorten und eine ab-
wechslungsreiche Mischkost stehen einer vegetarischen
Ernährung an nichts nach. Im Gegenteil kann eine vegetari-
sche Ernährung evtl. Mangel an Vitamin B12 und Eisen sowie
Eiweiß bewirken.
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Eier Lebensmittelgruppe
06
Eier enthalten viel Cholesterin (200 – 300 mg pro Ei) und Fette und Öle
sind damit eine große Gefahr für unsere Blutgefäße und
unser Herz. Aber erhöhen Eier wirklich unseren Choleste-
rinspiegel und begünstigen so Herzinfarkt?
Studien zeigen keinen Zusammenhang Je flüssiger ein Fett ist, desto mehr ungesättigte
zwischen Eierkonsum und Herzinfarktrisiko Fettsäuren enthält es (Rapsöl oder Olivenöl).
Das Ergebnis:
Zwischen der verzehrten Eiermenge und dem Herzinfarkt-
risiko konnten Forscher*innen keinen direkten Zusammen-
hang feststellen.
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Gesundheitliche Aspekte Das richtige Fett für jeden Zweck
Gesättigte Fettsäuren
haben einen negativen Effekt auf den
Blutfettspiegel (Cholesterin).
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Lebensmittelgruppe Die tägliche Flüssigkeitszufuhr sollte mind. 1,5 Liter
07 an kalorienfreier bzw. -armer Flüssigkeit betragen
Getränke (empfohlene Zufuhr : 20 – 45 ml / kg Körpergewicht).
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Zufuhr der Vitamine
Phyllochinon (K1) 0,001 – 2,0 mg erforderlich für die Bildung der Blutgerinnungs- Eier, Leber, Grünkohl
Phyllochinon (K1) faktoren. Es wird für die Calciumsynthese
Phyllochinon (K1) benötigt.
Fettlösliche Vitamine
Wasserlösliche Vitamine
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NAME (Abk.) TAGESBEDARF* Wirkungen Vorkommen
Riboflavin (B2) 1,8 – 2,0 mg Verwertung von Fetten, Eiweiß und Kohlen- Schweinefleisch, grünes
hydraten, gut für Haut und Nägel Blattgemüse, Vollkornprodukte
Niacin (B3) auch 15 – 20 mg gegen Migräne, fördert die Merkfähigkeit mageres Fleisch,
Nicotinsäure (pp) und Konzentration Fisch, Hefe
Pyridoxin (B6) 1,6 – 2,1 mg schützt vor Nervenschädigung, Leber, Kiwis, Kartoffeln
wirkt mit beim Eiweißstoffwechsel
Biotin (B7) 0,25 mg schützt vor Hautentzündungen, gut für Haut, Leber, Blumenkohl,
Haare und Nägel durch Darmbakterien
Folsäure (B9) 0,16 – 0,40 mg verhindert Missbildungen bei Neugeborenen, Leber, Weizenkeime,
gut für die Haut Kürbis
Cobalamin (B12) 5 μg bildet und regeneriert rote Blutkörperchen, Leber, Fisch, Milch,
appetitfördernd, wichtig für die Nervenfunktion Lupinen, Algen
Ascorbinsäure (C) 75 mg Schutz vor Infektionen, stärkt das Bindegewebe Zitrusfrüchte, Kiwis, Paprika
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Zufuhr der Mineralstoffe
Calcium (ME*) 1000 mg Aufbau von Knochen und Zähnen, Durchlässig- Milch, Milchprodukte,
keit der Zellwände, Blutgerinnung, normale Eigelb, grünes Gemüse,
Erregbarkeit von Muskeln und Nerven Brot
Chrom (SE*) 30 – 100 μg Die Funktionen von Chrom Fleisch, Leber, Ei, Tomaten,
sind noch weitgehend unerforscht. Haferflocken, Kopfsalat,
Kakao, Pilze
Eisen (SE*) 10 mg (Männer) Bestandteil des roten Blutfarbstoffes (Sauerstoff- Leber, Fleisch, Eidotter,
15 mg (Frauen) transport von den Lungen zu den Zellen) Gemüse, Brot, Backwaren
Fluorid (SE*) 3,8 mg (Männer) Härtung des Zahnschmelzes, Kariesverminderung Seefisch, Schwarzer Tee
3,1 mg (Frauen)
Jod (SE*) 200 μg Bestandteil des Schilddrüsenhormons, Fisch, Milch, Weizen, Salat
normaler Ablauf des Grundumsatzes
ME* = Mengenelement
SE* = Spurenelement
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NAME (Abk.) TAGESBEDARF* Wirkungen Vorkommen
Kalium (ME*) 2000 mg Regulation der Gewebespannung Getreide, Obst, Gemüse, Kartoffeln
Kupfer (SE*) 1,0 – 1,5 mg Aufbau des roten Blutfarbstoff Leber, Eigelb, Fleisch, Fisch,
Roggenmehl
Magnesium (ME*) 300 – 350 mg Bestandteil von Enzymen, normale alle grünen Gemüsesorten
Erregbarkeit von Muskeln und Nerven (Blattgrün), Fleisch
Mangan (SE*) 2 – 5 mg Bestandteil von Enzymen, beteiligt am Bindege- Tee, Lauch, Kopfsalat, Spinat,
websaufbau, an der Harnstoff-, Protein- u. Fett- Erdbeeren, Haferflocken
synthese und Melanin- und Dopaminproduktion
Phosphor (ME*) 700 mg Aufbau von Knochen und Zähnen, Kochsalz, Wurst, Käse
Bestandteil der Zellkerne, Bestandteil von
energieübertragenden Enzymen
Selen (SE*) 30 – 70 μg Bestandteil von Enzymen, besonders von Fleisch, Fisch, Eier,
antioxidativ wirkenden Enzymen Linsen, Spargel
Zink (SE*) 7 – 10 mg Aufbau von Insulin, Bestandteil von Enzymen Rindfleisch, Leber, Erbsen,
Hafer, Weizen
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