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Gesunde Ernaehrung

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WISSENSWERTES ZUR GESUNDEN ERNÄHRUNG

Allgemeines Einheit der Energie

Unsere Lebensmittel bestehen aus kcal = Kilokalorie (umgangssprachlich: Kalorie)


drei verschiedenen Hauptnährstoffen, kJ = Kilojoule (hat sich nicht durchgesetzt)
die uns die Energie in Form von Die Menge der aufgenommenen Kilokalorien ist von mehreren
Kilokalorien zur Verfügung stellen. Einflussfaktoren abhängig. Bei der Kalorienzufuhr unterscheidet
man nach Grundumsatz und Aktivitätsumsatz.

Der Grundumsatz ist die Menge der Energie, die wir täglich
mindestens aufnehmen müssen, um alle grundlegenden Vorgänge
im Körper zu gewährleisten.

Jede zusätzliche Bewegung sollte auch mit zusätzlicher


Kalorienaufnahme ausgeglichen werden.

Kalorienaufnahme < Kalorienverbrauch Gewichtsreduktion


Kalorienaufnahme > Kalorienverbrauch Gewichtszunahme
Kalorienaufnahme = Kalorienverbrauch Gewicht bleibt konstant

Einflussfaktoren auf unseren Energiebedarf


Körperliche Aktivität (Beruf, Sport, Alltagsbewegung)
Körperzusammensetzung (Muskel- und Fettanteil)

Alter
Körpergröße
Körpergewicht } Daraus ergibt sich der BMI.
(Body-Mass-Index)

02
Energieliefernde Nährstoffe
Kohlenhydrate 1 g = 4 kcal / 17 kJ
Eiweiß 1 g = 4 kcal / 17 kJ
Fett 1 g = 9 kcal / 38 kJ

Kohlenhydrate
sind unser erster Energielieferant und sollten daher den Großteil un-
serer täglichen Nahrung ausmachen. Ca. ¾ unserer Nahrung sollte aus
kohlenhydratreichen, pflanzlichen Lebensmitteln stammen.

Man unterscheidet Kohlenhydrate nach ihrem Aufbau (und ihrer damit


zusammenhängenden Verdaulichkeit) in Einfachzucker (Fruchtzucker),
Zweifachzucker (Haushaltszucker) und Mehrfachzucker (Stärke). Je kom-
plexer der Aufbau, desto länger sättigen uns die Kohlenhydrate.

EiweiSS
ist unser Baustoff für die Zellen und wird in pflanzliches (Hülsenfrüchte,
Sojaprodukte) und tierisches Eiweiß (Milchprodukte, Fisch, Fleisch) un-
terteilt. Für eine gesunde Ernährung sollten vorrangig pflanzliche Ei-
weißträger konsumiert werden.

Fett
kommt in versteckter und sichtbarer Form in tierischen sowie in pflanz-
lichen Produkten vor. Die Auswahl der Fette sollte sich auch bei diesem
Nährstoff hauptsächlich auf die pflanzlichen Fette / Öle beschränken.

03
Ernährungsbedingte Erkrankungen
Durch einige Ernährungsfehler steigt das Risiko, an so genannten Zivilisationserkrankungen zu leiden.

Im Durchschnitt der deutschen Bevölkerung sind


folgende Risikofaktoren und deren Folgen zu sehen:

zu viel Zucker zu viel Fett


Übergewicht, denn unverbrauchte Kohlenhydrate Übergewicht
werden in Fett umgewandelt und gespeichert Arteriosklerose (Arterienverkalkungen)
Karies durch Cholesterinablagerungen
bei Diabetes mellitus überhöhter Blutzucker Folge: Schlaganfall und / oder Herzinfarkt
Empfehlung: max. 30 g / d in verarbeiteter Form Empfehlung: ca. 60 – 80 g / d

zu viel Salz zu viel tierisches EiweiSS


Bluthochdruck Übergewicht
Wassereinlagerungen Hyperuricämie (Gicht)
vermehrtes Durstgefühl Empfehlung: 20 % der Gesamtkalorienmenge
Empfehlung: max. 5 g Salz / d
zu wenig Vitamine und Mineralstoffe
zu viel Alkohol gestörtes Immunsystem
Leber- und / oder Nierenschädigungen hohes Risiko für Zivilisationserkrankungen
(„Metabolisches Syndrom“)

04
Fettstoffwechsel BMI = Body-Mass-Index
Triglyceridwert / Cholesterinwert
Maximal 200 mg / dl Beispiel für 1,75 m Körpergröße
und / oder Einnahme fettsenkender Mittel und einem Gewicht von 70 kg.
BMI = 70 ÷ (1,75 x 1,75) = 22,86
LDL-Cholesterin: Der BMI ist im Normalbereich.
niedriger als 130 mg / dl

HDL-Cholesterin:
Männer: höher als 40 mg / dl
Frauen: höher als 50 mg / dl

Zuckerstoffwechsel
Nüchternblutzucker (Plasmaglukose):
maximal 6,1 Millimol pro Liter (110 mg / dl)

Blutdruck:
mindestens 130 / 85 mm Hg
und / oder Einnahme blutdrucksenkender Mittel

Unsere modernen Lebensgewohnheiten –


URSACHEN ernährungsbedingter Krankheiten?

Mangelernährung mitten im Überfluss


Anbaumethoden Bauchumfang
industrielle Weiterverarbeitung
globalisierte Marktwirtschaft Männer maximal 102 cm
geänderte Lebensbedingungen Frauen maximal 88 cm
Zubereitung der Nahrung
05
10 Regeln der DGE
Wie sollte unsere Ernährung wirklich aussehen?

01 Lebensmittelvielfalt geniessen
02 Gemüse und Obst – nimm „5 am Tag“ 06
05
03 Vollkorn wählen
04 Mit tierischen lebensmitteln
01
die Auswahl ergänzen 04
05 Gesundheitsfördernde fette nutzen
06 Zucker und Salz einsparen
07 Am Besten Wasser trinken
07
08 Schonend zubereiten
09 Achtsam essen und geniessen 03

10 Auf das Gewicht achten

und in Bewegung bleiben 02

06
Lebensmittelgruppe Power-Nährstoff Kohlenhydrat
01 Hauptenergielieferant, sollte ca. 55 % unseres Gesamtenergie-
Getreide und Getreideprodukte, bedarfes ausmachen, vorwiegend enthalten in Getreideproduk-
Kartoffeln und Reis ten, Obst und Gemüse.

Getreideprodukte
enthalten hauptsächlich Kohlenhydrate und kleine Mengen Ei-
weiß, Fett, Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe (abhängig
von Höhe der verarbeitete Schalenanteil des Kornes).

Vollkornprodukte
Vollkornmehle erkennt man an einer hohen Type-Zahl
(z.B.: Weizenmehl 1050 heißt 1050 mg Mineralstoffe)

Die Vollkornmehle haben zudem eine dunklere Farbe durch den


höheren Schalenanteil und somit auch einen höheren Ballaststoff-,
Vitamin- und Mineralstoffanteil im Vergleich zu dem Weißmehl-
produkt.

Naturreis / Vollkornnudeln
besitzen wie die Mehlsorten einen höheren Ballaststoff-, Vitamin-
und Mineralstoffanteil. Diese Varianten der ballaststoffreichen
Lebensmittel haben sich im Vergleich zu Backwaren noch nicht so
stark durchgesetzt.

Falls auch Sie diese Produkte nicht gerne verzehren, dann sollten
Sie Ihren Ballaststoffkonsum mit Hilfe von Gemüse und Salaten
aufwerten.

07
Ballaststoffe –
viel mehr als nur Ballast
Was sind Ballaststoffe?

Ballaststoffe sind nicht verwertbare Kohlenhydrate,


aber nicht wertlos und sind sogenannte Pflanzenfasern.

Unterscheidung in lösliche und nicht lösliche Ballaststoffe,


binden viel Wasser (!Backen, Flüssigkeitsbedarf anpassen!).

Vorkommen auch in Obst und Gemüse.

LÖSLICHE BALLASTSTOFFE UNLÖSLICHE BALLASTSTOFFE


(Pektine u.a. Quellstoffe, lösliche Hemicellulosen) (Cellulose, unlösliche Hemicellulosen, Lignin)

von den Darmbakterien weitgehend abgebaut von den Darmbakterien


zu Essigsäure, Propionsäure u.a. nur teilweise abgebaut

vermehren binden
die Bakterienzellen im Dickdarm Wasser

Erhöhung des Stuhlgewichts und Verkürzung der Transitzeit

08
Lebensmittelgruppen Sekundäre Pflanzenstoffe
02 03
Gemüse / Salat und Obst
Bitterstoffe
enthalten in: Artischocken, Endivien, Chicoree
Wirkung: senken Blutfette, wirken beruhigend
Die Zufuhr von Obst und Gemüse sollte auf eine tägliche Carotinoide
Zufuhr von ca. 5 Portionen gebracht werden, um alle not- enthalten in: gelben, orangen und roten Gemüsen und
wendigen Vitalstoffe (Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstof- Früchten (Tomaten, Grapefruits) sowie in
fe und sekundären Pflanzenstoffe) zuzuführen. grünem Gemüse
Die Auswahl an Obst und Gemüse wird mit Hilfe der Wirkung: schützen vor Herzinfarkt, beugen Krebs vor,
„5 am Tag-Kampagne“ verschiedener Gesundheitsorga- stärken das Immunsystem
nisationen publik gemacht.
Glucosinolate
Inhalt der 5 am Tag-Kampagne enthalten in: Kohlgemüse, Broccoli, Kohlsprossen,
Kohlrüben, Kren, Kresse, Senf
Obst und Gemüse 5 mal pro Tag in Form von Frischkost,
Wirkung: senken das Cholesterin, beugen Krebs vor,
Tiefkühlware oder Säften. 2 Portionen Obst (ca. 240 g) und
wirken keimtötend
3 Portionen Gemüse / Salat (ca. 360 g) am Tag.
Phytinsäure
Der Farbanteil sollte wegen des Zusammenhangs zwischen
enthalten in: Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen
Farbe und Mineralstoffen / sek. Pflanzenstoffen den Ampel-
farben rot, gelb, grün entsprechen Wirkung: beugen Krebs vor und wirken antioxidativ

Verzehren Sie den Großteil der Portionen im rohen Zu- Phytoöstrogene


stand, da viele Mineralstoffe durch das Garen in Wasser enthalten in: Sojabohnen, Leinsamen, Vollkorngetreide
ausgeschwemmt werden und einige Vitamine nicht hitze- Wirkung: beugen Krebs vor und wirken antioxidativ
beständig sind.
09
Phytosterine Lebensmittelgruppe
enthalten in: kaltgepressten Pflanzenölen und Nüssen 04
Milch und Milchprodukte
Wirkung: senken Cholesterinwerte, beugen (Darm-) Krebs vor

Polyphenole (Flavonoide und Phenolsäuren)


enthalten in: roten Weintrauben (und auch Rotwein), Heidel-
beeren, roten Beerenfrüchten, Gemüse, Getreide, Auch bei Milchprodukten sollten Sie die Fett-
Zitrusfrüchten, Kaffee, Tee, Erdäpfeln, Knoblauch, menge im Auge behalten.
Zwiebeln
Es wird dabei unterschieden in:
Wirkung: schützen vor Herzinfarkt, stärken das Immunsystem,
hemmen die Krebsentwicklung, beeinflussen die Fett in der Trockenmasse (% Fett i. Tr.)
Blutgerinnung und wirken antioxidativ und blut- Fettanteil in 100 g Käse ohne Wasseranteil
zuckersenkend Fett absolut (% Fett)
Saponine Anteil des Fettes im Käse
enthalten in: Hülsenfrüchten, Spinat Vorsicht:
Wirkung: stärken das Immunsystem, senken die Schmelzkäse hat einen hohen Salzgehalt
Cholesterinwerte und beugen Krebs vor (Schmelzsalz bewirkt Streichfähigkeit)

Sulfide Empfohlener Fettgehalt:


enthalten in: Knoblauch, Zwiebeln 40 % Fett i. Tr. bzw. 20 % Fett absolut
Wirkung: beugen Krebs vor, wirken antioxidativ, verdauung-
fördernd, keimtötend und entzündungshemmend

Terpene
enthalten in: Kräutern und Gewürzen wie Kümmel und Minze
Wirkung: beugen Krebs vor
10
Lebensmittelgruppe Wichtige Bestandteile von Fleisch
05 für unsere Gesundheit
Fleisch, Fisch und Eier
Fleisch und Wurst sind Lieferanten von Eiweiß
(je fettärmer, desto mehr Eiweiß),
verstecktem Fett und Vitaminen sowie Mineralstoffen.
Empfohlene Verzehrmenge Vitamin B1 (für Muskeln und Nerven)
Fleisch- und 2 – 3 Portionen / Woche 1,2 mg / d 150 g entspricht 90 % des Tagesbedarfes
Wurstwaren: (entspricht 300 g – 600 g / Woche) Vitamin B2 (für Haut, Zellatmung)
Fisch: ca. 200 g / Woche 1,4 mg / d zweitbester Lieferant (20 % des Tagesbedarfs)
hoher Anteil an ungesättigten Fettsäuren Vitamin B12 (für Blutbildung, ZNS)
vor allem bei fettreichem Fisch 3 µg eine Portion deckt den Tagesbedarf 100 – 250 %ig
Eier: 2 – 3 Eier / Woche Kalium (Flüssigkeitshaushalt, Muskelfunktionen)
auch in verarbeiteter Form 500 mg / d eine Portion deckt den Tagesbedarf 100 %ig
(Teigwaren, Gebäcke)
Eisen (Blutbildung)
Die Auswahl sollte sich auf magere 10 mg / d Tagesbedarf zu 1 / 3 gedeckt
Fleisch- und Wurstwaren beschränken: Weitere Mineralstoffe:
Geflügel (ohne Haut) Wild Magnesium, Zink, Selen
Filet falsches Filet Da wir selbst tierischen Ursprungs sind, können wir die
Schinken Bratenaufschnitt Inhaltsstoffe aus tierischen Lebensmitteln besser resorbieren
Corned beef Aspik als aus pflanzlichen Lebensmitteln.
Kassler

11
Nachteile übermäSSigen Alternativen zu Fleisch
Fleischverzehrs
Fisch
Tierische Lebensmittel beinhaltet Eiweiß, Jod sowie einfach und mehrfach ungesättigte
sind auch Fettträger Fettsäuren, die wir für die Zellatmung und die Sauerstoffver-
Übergewicht sorgung benötigen.

Tierisches Eiweiß im Übermaß Hülsenfrüchte


erhöhte Harnsäurewerte, Gicht beinhalten wie Fleisch, Eiweiß, B-Vitamine, Kalium und Eisen. Zu-
dem liefern sie noch nützliche Ballaststoffe und sind fettfrei.
Zufuhr der gesättigten Fette bis 25 %
der täglichen Fettzufuhr, sonst: Sojaprodukte
beinhalten auch Eiweiß und haben außerdem wichtige Enzyme
Gefahr der Arterienverkalkungen,
und sekundäre Pflanzenstoffe. Auch der Fettgehalt ist niedrig.
eines Schlaganfalls und / oder Herzinfarktes.
Bevorzugen Sie auch bei Sojaprodukten ungesüßte Waren, um
unnötige Kalorien einzusparen.

Fazit
Eine bewusste Auswahl der Fleischsorten und eine ab-
wechslungsreiche Mischkost stehen einer vegetarischen
Ernährung an nichts nach. Im Gegenteil kann eine vegetari-
sche Ernährung evtl. Mangel an Vitamin B12 und Eisen sowie
Eiweiß bewirken.

12
Eier Lebensmittelgruppe
06
Eier enthalten viel Cholesterin (200 – 300 mg pro Ei) und Fette und Öle
sind damit eine große Gefahr für unsere Blutgefäße und
unser Herz. Aber erhöhen Eier wirklich unseren Choleste-
rinspiegel und begünstigen so Herzinfarkt?

Studien zeigen keinen Zusammenhang Je flüssiger ein Fett ist, desto mehr ungesättigte
zwischen Eierkonsum und Herzinfarktrisiko Fettsäuren enthält es (Rapsöl oder Olivenöl).

Bis heute sind sehr viele Studien erhoben worden, in denen


die Ursachen für die Entstehung der Arteriosklerose un-
tersucht wurden. Unter anderem ist immer wieder auch
der Cholesterinspiegel, die konsumierte Eiermenge sowie
die Zahl der an einem Herzinfarkt erkrankten und der auf-
grund eines Herzinfarktes verstorbenen Personen beo-
bachtet worden.

Das Ergebnis:
Zwischen der verzehrten Eiermenge und dem Herzinfarkt-
risiko konnten Forscher*innen keinen direkten Zusammen-
hang feststellen.

13
Gesundheitliche Aspekte Das richtige Fett für jeden Zweck
Gesättigte Fettsäuren
haben einen negativen Effekt auf den
Blutfettspiegel (Cholesterin).

Vorkommen: tierische Lebensmittel, Kokos


Kalte Küche für Dressings, Marinaden und Dips.
Ungesättigte Fettsäuren Fette: kalt gepresste Pflanzenöle, z.B.: Raps-, Lein-, Nussöl
können den Blutcholesterinspiegel senken, Hoher Anteil an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, aber
verbessern die Fließeigenschaften von Blut, auch an farb- und aromagebenden Fettbegleitstoffen, die beim Erhitzen
erweitern Gefäße, haben eine schlechte Schaden nehmen und zu Geschmacksbeeinträchtigungen führen.
Hitzebeständigkeit verändern ihre Struktur
Kalte Küche als Brotaufstrich.
bei zu hohen Temperaturen.
Fette: Butter, Margarine
Vorkommen: Kaltwasserfische, Rapsöl, Leinöl
Warme Küche zum Verfeinern von Gemüse und Suppen, zum Dünsten.
Empfehlungen für die Zufuhr Fette: Butter, Butterschmalz
30 % der Gesamtenergie (ca. 60 – 80 g / d)
Warme Küche zum Kochen.
sollten aus Fetten stammen. Der Hauptanteil
Fette: Butter, Butterschmalz, raffinierte Pflanzenöle
sollte aber aus pflanzlichem Fett / Öl gezogen
Butter sollte nicht über 100° C erhitzt werden, da sie Wasser
werden, da diese vermehrt die gesunden
enthält (spritzt bei höheren Temperaturen) sowie Milcheiweiß (gerinnt).
Fettsäuren beinhalten.
Warme Küche zum Braten, Schmoren, Backen, Frittieren.
Eine große Vielfalt verschiedener Fette / Öle
Fette: Raffinierte Pflanzenöle, Butterschmalz, Kokosfett
bringt Abwechslung und damit eine aus-
sind hitzebeständig bis 180° C, Butterschmalz sogar bis 190° C.
gewogene Zufuhr aller Fettsäuren.

14
Lebensmittelgruppe Die tägliche Flüssigkeitszufuhr sollte mind. 1,5 Liter
07 an kalorienfreier bzw. -armer Flüssigkeit betragen
Getränke (empfohlene Zufuhr : 20 – 45 ml / kg Körpergewicht).

Zur Flüssigkeitsbilanz zählen


Leitungswasser (bei guter Qualität)
Mineralwasser
Salzgehalt beachten!
salzarmes Wasser: < 20 mg Natium / Liter
ungesüßter Kräuter-, Grün- und Früchtetee
Saftschorlen

Je niedriger der Fruchtanteil, desto höher der Zuckergehalt.


Der Aufdruck „ohne Zuckerzusatz“ verspricht nur ein Ver-
zicht auf Haushaltszucker als Süßungsmittel; andere Zucker-
austauschstoffe / Süßstoffe dürfen verarbeitet werden.

Vorsicht vor „leeren“ Kalorien!


Colagetränke
Da wir über den gesamten Tag Flüssigkeit über Schweiß, Limonaden (3 % Frucht)
Atmung und Urin ausscheiden, ist eine kontinuierliche Flüs- Milchgetränke mit Zusätzen
sigkeitsaufnahme erforderlich. alkoholische Getränke
Wasser benötigen wir als Transportstoff und auch als Fruchtsaftgetränk (6 % Frucht)
Lösungsmittel vieler Vitamine und Mineralstoffe aus der Fruchtnektar (50 % Frucht)
Nahrung. Dass Trinken zum Essen schädlich sei und den Fruchtsäfte (100 % Frucht)
Verdauungsprozess negativ beeinflusse, ist ein Vorurteil.

15
Zufuhr der Vitamine

NAME (Abk.) TAGESBEDARF* Wirkungen Vorkommen

Retinol (A) 0,8 – 1,0 mg Beeinflussung der Sehkraft Milchprodukte, Leber,


und des Zellwachstums Karotten
als Vorstufe ß-Carotin

Calciferol (D) 5 mg Förderung der Kalziumaufnahme Milch, Hering, Eigelb

Tocopherole (E) 10 – 15 mg dient der Zellerneuerung, Pflanzliche Öle,


hemmt entzündliche Prozesse, Blattgemüse,
stärkt das Immunsystem Vollkornprodukte

Phyllochinon (K1) 0,001 – 2,0 mg erforderlich für die Bildung der Blutgerinnungs- Eier, Leber, Grünkohl
Phyllochinon (K1) faktoren. Es wird für die Calciumsynthese
Phyllochinon (K1) benötigt.

Fettlösliche Vitamine

Wasserlösliche Vitamine

*Tagesbedarf bezogen auf einen Erwachsenen

16
NAME (Abk.) TAGESBEDARF* Wirkungen Vorkommen

Thiamin (B1) 1,3 – 1,8 mg beeinflusst den Kohlenhydratstoffwechsel, Schweinefleisch, Erbsen,


wichtig für die Schilddrüsenfunktion Haferflocken
und für die Nerven

Riboflavin (B2) 1,8 – 2,0 mg Verwertung von Fetten, Eiweiß und Kohlen- Schweinefleisch, grünes
hydraten, gut für Haut und Nägel Blattgemüse, Vollkornprodukte

Niacin (B3) auch 15 – 20 mg gegen Migräne, fördert die Merkfähigkeit mageres Fleisch,
Nicotinsäure (pp) und Konzentration Fisch, Hefe

Pantothensäure (B5) 8 – 10 mg fördert die Wundheilung, Leber, Weizenkeime,


verbessert die Abwehrreaktion Gemüse

Pyridoxin (B6) 1,6 – 2,1 mg schützt vor Nervenschädigung, Leber, Kiwis, Kartoffeln
wirkt mit beim Eiweißstoffwechsel

Biotin (B7) 0,25 mg schützt vor Hautentzündungen, gut für Haut, Leber, Blumenkohl,
Haare und Nägel durch Darmbakterien

Folsäure (B9) 0,16 – 0,40 mg verhindert Missbildungen bei Neugeborenen, Leber, Weizenkeime,
gut für die Haut Kürbis

Cobalamin (B12) 5 μg bildet und regeneriert rote Blutkörperchen, Leber, Fisch, Milch,
appetitfördernd, wichtig für die Nervenfunktion Lupinen, Algen

Ascorbinsäure (C) 75 mg Schutz vor Infektionen, stärkt das Bindegewebe Zitrusfrüchte, Kiwis, Paprika

17
Zufuhr der Mineralstoffe

NAME TAGESBEDARF* Wirkungen Vorkommen

Calcium (ME*) 1000 mg Aufbau von Knochen und Zähnen, Durchlässig- Milch, Milchprodukte,
keit der Zellwände, Blutgerinnung, normale Eigelb, grünes Gemüse,
Erregbarkeit von Muskeln und Nerven Brot

Chlorid (ME*) 3,6 g Regulation der Gewebespannung, Kochsalz, Wurst, Käse


Wasserhaushalt, Salzsäurebildung im Magen

Chrom (SE*) 30 – 100 μg Die Funktionen von Chrom Fleisch, Leber, Ei, Tomaten,
sind noch weitgehend unerforscht. Haferflocken, Kopfsalat,
Kakao, Pilze

Eisen (SE*) 10 mg (Männer) Bestandteil des roten Blutfarbstoffes (Sauerstoff- Leber, Fleisch, Eidotter,
15 mg (Frauen) transport von den Lungen zu den Zellen) Gemüse, Brot, Backwaren

Fluorid (SE*) 3,8 mg (Männer) Härtung des Zahnschmelzes, Kariesverminderung Seefisch, Schwarzer Tee
3,1 mg (Frauen)

Jod (SE*) 200 μg Bestandteil des Schilddrüsenhormons, Fisch, Milch, Weizen, Salat
normaler Ablauf des Grundumsatzes

ME* = Mengenelement
SE* = Spurenelement
18
NAME (Abk.) TAGESBEDARF* Wirkungen Vorkommen

Kalium (ME*) 2000 mg Regulation der Gewebespannung Getreide, Obst, Gemüse, Kartoffeln

Kupfer (SE*) 1,0 – 1,5 mg Aufbau des roten Blutfarbstoff Leber, Eigelb, Fleisch, Fisch,
Roggenmehl

Magnesium (ME*) 300 – 350 mg Bestandteil von Enzymen, normale alle grünen Gemüsesorten
Erregbarkeit von Muskeln und Nerven (Blattgrün), Fleisch

Molybdän (SE*) 50 – 100 μg Bestandteil von Enzymen Hülsenfrüchte (Erbsen,


Linsen, Bohnen), Getreide

Mangan (SE*) 2 – 5 mg Bestandteil von Enzymen, beteiligt am Bindege- Tee, Lauch, Kopfsalat, Spinat,
websaufbau, an der Harnstoff-, Protein- u. Fett- Erdbeeren, Haferflocken
synthese und Melanin- und Dopaminproduktion

Natrium (ME*) 0,55 g Regulation der Gewebespannung, Kochsalz, Wurst, Käse


Wasserhaushalt

Phosphor (ME*) 700 mg Aufbau von Knochen und Zähnen, Kochsalz, Wurst, Käse
Bestandteil der Zellkerne, Bestandteil von
energieübertragenden Enzymen

Selen (SE*) 30 – 70 μg Bestandteil von Enzymen, besonders von Fleisch, Fisch, Eier,
antioxidativ wirkenden Enzymen Linsen, Spargel

Zink (SE*) 7 – 10 mg Aufbau von Insulin, Bestandteil von Enzymen Rindfleisch, Leber, Erbsen,
Hafer, Weizen
19
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