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Binominalverteilung

Das Dokument beschreibt die Binomialverteilung als diskrete Wahrscheinlichkeitsverteilung für Zufallsexperimente mit endlich vielen möglichen Ergebnissen und konstanter Wahrscheinlichkeit. Es werden die Formel, Eigenschaften und Berechnungen der Binomialverteilung erläutert sowie Beispiele für die Berechnung von Wahrscheinlichkeiten für diskrete Zufallsgrößen gegeben.

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Binominalverteilung

Das Dokument beschreibt die Binomialverteilung als diskrete Wahrscheinlichkeitsverteilung für Zufallsexperimente mit endlich vielen möglichen Ergebnissen und konstanter Wahrscheinlichkeit. Es werden die Formel, Eigenschaften und Berechnungen der Binomialverteilung erläutert sowie Beispiele für die Berechnung von Wahrscheinlichkeiten für diskrete Zufallsgrößen gegeben.

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Binomialverteilung

- Zufallsversuch (Bernoulli-Versuch) mit genau zwei Ausgängen


- Wertebereich enthält (nur endlich viele oder abzählbar unendlich viele) einzelne
diskrete Werte - diskrete Zufallsgröße
- konstante Wahrscheinlichkeit, Ausgänge unabhängig voneinander

Formel von Bernoulli


n
P(X=k) = ( k ) ∙ pk ∙ ( 1 – p )n - k = B(n,p,k) - Punktwahrscheinlichkeit

n: Länge der Bernoullikette – Anzahl der Versuche


p: Trefferwahrscheinlichkeit
X=k: Anzahl der Treffer,
P(X=k): Wahrscheinlichkeit für genau k Treffer

n !!
Binomialkoeffizient: ( k ) = $ !(&'()! , n! = n∙(n-1)∙(n-2)∙... ∙1
*! * ∙. ∙- ∙/ ∙+ ∙0
Beispiel: ( 6 ) = +! ∙-! = + ∙0 ∙- ∙/ ∙+ ∙0 = 15
2

Berechne: (5)= (6)=


3 5

(4)= (5)=
4 0

(8)= (9)=
3 2

Beispiel: Ein Test enthält vier Fragen mit jeweils drei Antwortmöglichkeiten, von denen
jeweils genau eine richtig ist.
0 0 +
Berechne P(X=2): n=4 , p= / k , k=2 => P(X=2)= ( 4 ) ∙ (/)2 ∙ (/)2
2
0 - +-
=6∙1∙1= 20
≈ 0,2963
P(X=3) =

P(X=4) =

n
Berechnungen mit CAS: ( k ) = nCr(n,k)
B(n,p,k) = binomPdf( n, p, k )

graphische Darstellung: Säulendiagramm


Beispiel: n = 4, p = 0,3

- Erwartungswert: E(x) = 𝜇 = n ∙ p ( Maximum )

- Standardabweichung: 𝜎(x) = &𝑛 ∙ 𝑝 ∙ (1 − 𝑝)

- Varianz: V(x) = (𝜎(x))2

Übung 2: Drehen eines Glückrades


geg.: n = 10, ges.: Diagramm der Wahrscheinlichkeits-
Treffer: Es kommt ROT, p = 0,4 verteilung
X = Anzahl der Treffer 𝜇, 𝜎(x), V(x)
Bedeutung der Parameter 𝜇 und 𝜎

Eigenschaften von Binomialverteilungen P(X=k) = B(n,p,k)

(1) Je größer p ist, umso weiter rechts liegt das Maximum der Verteilung.
(2) Für p = 0,5 liegt das Maximum mittig. Es gilt B(n, 0.5, k) = B(n, 0.5, n-k).
(3) Je größer n ist, umso breiter und flacher ist das Diagramm.
(4) Je größer n ist, umso weiter rechts liegt das Maximum.
(5) Je größer n ist, umso symmetrischer wird die Verteilung.

Übung 3
Intervallwahrscheinlichkeit

P(X ≤ k) = B(n,p,0) + B(n,p,1) + B(n,p,2) + ... + B(n,p,k) = F(n,p,k)

= ∑$345 B(n, p, i)

mit CAS: = binomCdf( n, p, k )

P(k1 ≤ X ≤ k2) = F(n,p,k1,k2) = binomCdf( n, p, k1, k2 )


( = F(n,p,k2) – F(n,p,k1-1) )

Beispiel: Ein Test enthält 20 Fragen mit jeweils 5 Antwortmöglichkeiten, von denen jeweils
genau eine richtig ist.

Wahrscheinlichkeit für höchstens 8 richtige Antworten:


P(X ≤ 8) = F(20,0.2,8) = binomCdf(20,0.2,8) ≈ 0,9900

Wahrscheinlichkeit für mindestens 6 richtige Antworten:

Wahrscheinlichkeit für 3 bis 8 richtige Antworten:

Wahrscheinlichkeit für genau 4 richtige Antworten:

Übung 4:
Beim Stehendschießen gibt ein Biathlet fünf Schüsse auf fünf Scheiben ab.
Die Trefferwahrscheinlichkeit liegt bei 80%.
a) Gib eine Wahrscheinlichkeitsverteilung der Zufallsgröße X „Anzahl der Treffer“ an.
b) Ermittle den Erwartungswert und die Varianz von X.
c) Zeichne den Graphen der Wahrscheinlichkeitsverteilung und beschreibe den Graphen.
d) Berechne P( X ≤ 2 ); P( X ≥ 4 ); P( 1 ≤ X ≤ 3 )
wahrscheinlichkeit p0,2 sprechenkann. z0,1074 + 0,2684 = 0,3758
Die Rechnung rechts liefert daher das fol- Resultat:
gende Näherungsresultat: P(Xs 1)=37,58%
► P(X< 1) = 0,3758 = 37,58%

Beispiel: Bestimmung der Länge einer Bernoulli-Kette


Ein Glücksrad hat vier gleich große Sektoren, drei weiße und einen roten. Berechnen Sie, wie
oft man das Rad mindestens drehen muss, wenn mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens
95% mindestens einmal ROT auftreten soll.

Lösung:
Es handelt sich hier um die recht beliebte Bestimmung der Kettenlänge n:
Mindestens-mindestens-mindestens-Auf- n: Anzahl der Drehungen des Rades
gabe, auf die man häufiger trifft. p=0,25: Trefferwahrscheinlichkeit für ROT

Da die Wahrscheinlichkeit für mindestens P(X2 1)>0,95 (Ansatz)


einen Treffer mindestens 0,95 betragen soll, 1-P(X=0) > 0,95
verwenden wirden Ansatz P (X 2 1) > 0,95.
Von dieser Ungleichung ausgehend, erhal-
ten wir nach nebenstehender Umformungs-
t P(X = 0) s 0,05
B (n; 0,25; 0) s 0,05
0.25°0,75" < 0,05
rechnung die Ungleichung n 10,41, wor-
0,75" s 0,05
aus sich für die Kettenlänge n 2 11 ergibt. ou log0,75® s log0,05
Resultat: Das Glücksrad muss mindestens
n log0,75 <log0,05 1: log0,75 < 0
n 10,41
11-mal gedreht werden, um mit mindestens
95% Wahrscheinlichkeit
► fer (ROT) zu erzielen.
1 oder mehr Tref-
be saas
Test

Binomialverteilung

1. Glücksrad
Beim abgebildeten Glücksrad mit fünf
gleich großen Sektoren wird nach dem
Drehen im Stillstand durch einen Pfeil
angezeigt, ob man einen Treffer (1) oder
eine Niete (0) erzielt hat. Das Glücksrad
wird zehnmal gedreht. Berechnen Sie die
Wahrscheinlichkeiten folgender Ereig-
nisse:
A: genau fünf Treffer B: höchstens zwei Treffer
C: mehr Treffer als Nieten D: erster Treffer im zehnten Versuch

2. Führerscheintest
Ein Führerschein-Test besteht aus 6 Fragen mit je 3 Antwortmöglichkeiten, von denen jeweils
genau eine richtig ist. Eine Testperson beantwortet jede Frage auf gut Glück.
X sei die Zufallsgröße, die die Anzahl der richtig beantworteten Fragen beschreibt.
a) Stellen Sie die Wahrscheinlichkeitsverteilung tabellarisch und graphisch dar.
b) Berechnen Sie den Erwartungswert, die Standardabweichung und die Varianz der Verteilung.
c)Berechnen Sie, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Kandidat den Test besteht, wenn er auf
gut Glück jeweils eine Antwort ankreuzt. Der Test gilt als bestanden, wenn mindestens 4
Fragen richtig beantwortet sind.

3. Münzwurfspiel
Ein Spieler rückt auf dem abgebildeten
Spielfeld vom Startpunkt ausgehend A
nach rechts vor, wenn er mit einer Mün-
ze Kopf wirft. Wirft er Zahl, rückt er
nach links vor. Nach vier Münzwürfen
Z
kommt er in einer der Positionen A bis
E an, womit das Spiel endet. C
a) Geben Sie alle Wurfserien an, die zu K
Position A bzw. zu Position C führen.
b) Berechnen Sie die Wahrscheinlich- D
keiten der folgenden Ereignisse:
E: ,Der Spieler erreicht A."
E
E:,Der Spieler erreicht C."
E: ,Der Spieler erreicht C oder D."
c)Ein Spieler führt 10 Spicle durch. Mit welcher Wahrscheinlichkeit erreicht er genau dreimal
Position C?
d) Untersuchen Sie, wie viele Spiele der Spieler mindestens machen muss, wenn mit einer
Wahrscheinlichkeit von mindestens 90% mindestens einmal Position A erreicht werden soll.

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