Lehrstuhl für Schaltungsentwurf
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
Technische Universität München
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2 Unterschrift
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5 Hinweise zur Personalisierung:
6 • Kreuzen Sie Ihre Matrikelnummer an (mit führender Null). Diese wird maschinell
ausgewertet.
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Matrikelnummer
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Elektronische Schaltungen
Klausur: EI00420 / Modulprüfung Datum: Donnerstag, 5. August 2021
Prüfer: Prof. Dr.-Ing. Ralf Brederlow Uhrzeit: 08:00 – 09:30
A1 A2 A3 A4 A5 A6 A7 A8
II
Bearbeitungshinweise
• Diese Klausur umfasst 16 Seiten mit insgesamt 8 Aufgaben.
Bitte kontrollieren Sie jetzt, dass Sie eine vollständige Angabe erhalten haben.
• Die Gesamtpunktzahl in dieser Prüfung beträgt 90 Punkte.
• Das Heraustrennen von Seiten aus der Prüfung ist untersagt.
• Als Hilfsmittel sind zugelassen:
– ein nicht-programmierbarer Taschenrechner
– ein DIN A4 Zettel, beidseitig beschriftet.
• Mit * gekennzeichnete Teilaufgaben sind ohne Kenntnis der Ergebnisse vorheriger Teilaufgaben lösbar.
• Es werden nur solche Ergebnisse gewertet, bei denen der Lösungsweg erkennbar ist. Auch
Textaufgaben sind grundsätzlich zu begründen, sofern es in der jeweiligen Teilaufgabe nicht aus-
drücklich anders vermerkt ist.
• Schreiben Sie weder mit roter / grüner Farbe noch mit Bleistift.
• Schalten Sie alle mitgeführten elektronischen Geräte vollständig aus, verstauen Sie diese in Ihrer
Tasche und verschließen Sie diese.
Hörsaal verlassen von bis / Vorzeitige Abgabe um
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Aufgabe 1 Allgemeine Fragen (10 Punkte)
0 a)* Wie wird eine Gleichstromquelle im Kleinsignal-Ersatzschaltbild dargestellt?
0 b)* Zeichen Sie das Kleinsignal-Ersatzschaltbild eines NMOS. Vernachlässigen Sie dabei nicht die Kanal-
längenmodulation!
1 Hinweis: Beschriften Sie die Knoten und Bauelemente.
2
0 c)* Wie groß ist die Spannungsverstärkung einer Drainschaltung in erster Näherung?
0 d)* Bei welcher Phasenverschiebung zwischen Eingang und Ausgang fängt ein rückgekoppelter Verstärker
an auf jeden Fall zu schwingen?
1
0 e)* Geben Sie drei Schaltungs-Nichtidealitäten bei eines Operationsverstärkers an.
0 f)* Welche System-Blöcke braucht ein DA-Wandler?
0 g)* Nennen Sie einen Vor - und einen Nachteil eines Quarz-Oszillator!
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Aufgabe 2 Kleinsignal-Ersatzschaltbild (8 Punkte)
R1
Vout
R2
Vin M1
Abbildung 2.1: Sourceschaltung mit einen Feedback
Eine Sourceschaltung mit einen Feedback wird nun untersucht.
Hinweis: Vernachlässigen Sie die Kanallängenmodulation!
a)* Zeichnen Sie das Kleinsignal-Ersatzschaltbild der Schaltung. 0
b)* Wie wird der Eingang beschaltet wenn man den Kleinsignal-Ausgangswiderstand rout berechnen will? 0
Begründen Sie Ihre Antwort!
1
c) Drücken Sie den Kleinsignal-Ausgangswiderstand rout in abhängigkeit von R1 und R2 aus. 0
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Aufgabe 3 Großsignal (13.5 Punkte)
Vin M1
Vout
M2
Abbildung 3.1: Schaltung mit aktiver Last
Eine Grundschaltung mit aktiver Last wird nun untersucht. Gegeben sind folgende Parameter:
• VDD = 1,8 V • CL = 2 pF
• Vin = 1,5 V • Vout = 0,9 V
• BW = 100 MHz
Hinweise: Vernachlässigen Sie die Kanallängenmodulation! Eingangs-Transkonduktanz: gm,M1 = 2πBWCL
Technology: 65nm-Technology, kn = 300 µA/V2 , kp = 25 µA/V2 , λ = 0,1 V−1 , Vth = 0,5 V
0 a)* Welche Grundschaltung haben wir hier? (Drainschaltung, Gateschaltung, Sourceschaltung)
0 b)* Wie nennt man die Verschaltung von M2?
0 c)* Sind die Transistoren M1 und M2 in sättigung? Beweisen Sie es!
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d)* Berechnen Sie die Eingangs-Transkonduktanz! 0
e) Berechnen Sie den Strom der Schaltung! 0
W
f) Berechnen Sie die Weite zu Längen Verhältniss L
von M1! 0
W
g) Berechnen Sie die Weite zu Längen Verhältniss L
von M2! 0
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Aufgabe 4 Verstärkung (18 Punkte)
M2a M2b
Vout,a Vout,b
Vin,a M1a M1b Vin,b
Vx
Ibias
Abbildung 4.1: Differentieller Verstärkerschaltung mit aktiver Last
Eine differentielle Verstärkerschaltung mit aktiver Last wird nun untersucht. Gegeben sind folgende Parame-
ter:
• VDD = 1,8 V • Vx = 0,2 V
• Vin = 0,8 V • Vout = 0,5 V
• LM 1a, b = 1 µm • LM 2a, b = 30 µm
• Ibias = 30 µA
Technology: 65nm-Technology, kn = 300 µA/V2 , kp = 25 µA/V2 , λ = 0,1 V−1 , Vth = 0,5 V
0 a)* Zeichnen Sie die vereinfachte Kleinsignal-Ersatzschaltbild des Verstärkers!
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b)* Geben Sie die Verstärkungsgleichung an! 0
c)* Berechnen Sie die Eingangs-Transkonduktanz gm . Berücksichtigen Sie die Kanallängenmodulation λ! 0
d)* Berechnen Sie die Transkonduktanz gm von M2! 0
W
e) Berechnen Sie das Weite zu Längen Verhältnis L
von M1a bzw. M1b! 0
W
f) Berechnen Sie das Weite zu Längen Verhältniss L
von M2a bzw. M2b! 0
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0 g) Berechnen Sie den Ausgangsleitwert gds von M1a bzw. M1b!
0 h) Berechnen Sie die Verstärkung in dB!
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Aufgabe 5 Ideale OpAmp Konfiguration (8 Punkte)
R1 I
V1
1 R3
V2 I3
R2 I2
Vout
Abbildung 5.1: Verstärkerschaltung
Eine verstärkerschaltung wird nun untersucht. Gegeben sind folgende Parameter:
• V1 = 0,1 V • V2 = 0,2 V
• R1 = 20 kΩ • R2 = 30 kΩ
• R3 = 70 kΩ
Hinweis: OpAmp soll ideal angenohmen werden!
a)* Geben Sie den Strom I1 in abhängigkeit von V1 an! 0
b)* Geben Sie den Strom I2 in abhängigkeit von V2 an! 0
c)* Geben Sie die Spannung Vout in abhängigkeit von I3 an! 0
d)* Geben Sie den Strom I3 in abhängigkeit von I1 und I2 an. Beachten Sie die Pfeilrichtung! 0
e) Geben Sie die Spannung Vout in abhängigkeit von V1 und V2 an! 0
f)* Wie nennt man solch eine Konfiguration? 0
g) Berechnen Sie die Ausgangsspannung! 0
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Aufgabe 6 ADC (14 Punkte)
Vref
Code Iref
Vin
aR
0.8125 Vout3
3 Vr3
bR
2 ideale
Vout2
Vr2
0.3155
1 reale
cR
0 Vin/Vref Vr1
Vout1
0 0.25 0.5 0.75
dR
Abbildung 6.1: ADC Transfer Funktion (links) sowie Schaltung (rechts)
Eine ADC Schaltung wird nun untersucht. Gegeben sind folgende Parameter:
• R = 10 kΩ • Vref = 1 V
Hinweis: aR + bR + cR + dR = 4R
0 a)* Berechnen Sie den Strom Iref .
0 b)* Geben Sie die Spannung Vr1 ,Vr2 und Vr3 an!
0 c) Geben Sie die Konstanten a ,b ,c und d !
0 d)* Berechnen Sie den idealen Quantisierungsschritt ∆ (auch VLSB genannt)!
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e) Berechnen Sie alle vier Differenzielle Nichtlinearitäten (DNL). 0
f) Berechnen Sie alle drei Integrale Nichtlinearitäten (INL). 0
g)* Haben wir einen fehlenden Code am Ausgang? 0
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Aufgabe 7 Lineare Spannungsreglung (6 Punkte)
Vbat
Q1
Vref
Iout
Vout
R1 R2 I2
Cout
Abbildung 7.1: Verstärkerschaltung
Eine Lineare Spannungsreglung wird nun untersucht. Gegeben sind folgende Parameter:
• R1 = 10 kΩ • R2 = 50 kΩ
• VDD = 1,8 V • Vref = 1 V
Hinweis: OpAmp soll ideal angenohmen werden!
0 a)* Geben Sie den Strom I2 in abhängigkeit von Vref an.
0 b) Geben Sie die Spannung über R1 in abhängigkeit von Vref an.
0 c) Geben Sie die Ausgangspannung Vout in abhängigkeit von Vref und den Widerstäden an.
0 d) Berechnen Sie die Ausgnagsspannung Vout !
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Aufgabe 8 Zeitdiskreten Tiefpassfilter (12.5 Punkte)
fclk fclk
Vin Vout
CS CF
Abbildung 8.1: Zeitdiskreter passiver Tiefpass filter
Ein zeitdiskreter passiver lowpass filter wird nun untersucht. Gegeben sind folgende Parameter:
• CS = 10 nF • CF = 0,1 nF
• fclk = 1 MHz • Vin = 0,9 V + 0.1 sin(ωsig · t)
• fsig = 200 kHz
a)* Berechnen Sie die Grenzfreuqenz (auch genannt 3-dB Eckfrequenz) dieser Schaltung. 0
b)* Zeichnen Sie die beiden äquivalente Schaltung bei der beiden Phasen eines Taktes! 0
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0 c) Berechnen Sie die Ausgangsspannung Vout bei den ersten 3 Halbtaken. (Zwei Halbtakte sind ein Phase)
Hinweis: Bei Zeitpunkt null ist am Ausgang sowie am Eingang 0,9 V.
1
Zusätzlicher Platz für Lösungen. Markieren Sie deutlich die Zuordnung zur jeweiligen Teilaufgabe.
Vergessen Sie nicht, ungültige Lösungen zu streichen.
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