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Mel - Wikipedia

Das Dokument beschreibt die physikalische und psychoakustische Größe Mel, die die wahrgenommene Tonhöhe von Sinustönen misst. Die Mel-Skala wurde 1937 eingeführt und korreliert nichtlinear mit der Frequenz. Das Gehör bestimmt die Tonhöhe über die Zeitstruktur bei niedrigen und über den Ort auf der Basilarmembran bei hohen Frequenzen.

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Mel - Wikipedia

Das Dokument beschreibt die physikalische und psychoakustische Größe Mel, die die wahrgenommene Tonhöhe von Sinustönen misst. Die Mel-Skala wurde 1937 eingeführt und korreliert nichtlinear mit der Frequenz. Das Gehör bestimmt die Tonhöhe über die Zeitstruktur bei niedrigen und über den Ort auf der Basilarmembran bei hohen Frequenzen.

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20.05.

24, 21:19 Mel – Wikipedia

Mel
Das Mel (vom englischen Wort melody) ist die Physikalische Einheit
Maßeinheit für die psychoakustische Größe
Tonheit mit dem Formelzeichen Z (oder z) Einheitenname Mel
und beschreibt die wahrgenommene Tonhöhe Einheitenzeichen
von Sinustönen, also die
Tonhöhenwahrnehmung. Die Mel-Skala wurde Physikalische Größe Tonheit
1937 von Stanley Smith Stevens, John Formelzeichen
Volkman und Edwin Newmann vorgeschlagen.
Dimension
Benannt nach englisch melody
Inhaltsverzeichnis
Definitionen
Zusammenhang mit der Frequenz
Gehörmechanismen zur
Tonheitsbestimmung
Empfindungsstufen
Literatur
Siehe auch
Weblinks
Einzelnachweise

Definitionen
Allgemein gilt für die Tonheit: ein Ton, der doppelt so hoch wahrgenommen wird, erhält den
doppelten Tonheitswert, ein Ton, der als halb so hoch wahrgenommen wird, den halben
Tonheitswert. So kann mit Hilfe psychoakustischer Versuche die Tonheitsskala bestimmt werden.

Für die Mel-Skala gibt es zwei Definitionen, die sich im Referenzwert unterscheiden:

Basis der ursprünglichen Definition nach Stanley Smith Stevens ist der Ton mit der Frequenz f
= 1000 Hertz, ihm wird die Tonheit Z = 1000 mel zugeordnet.[1]

Diese Mel-Skala kann mit folgender Formel approximativ beschrieben werden[1][2][3][4]:

https://de.wikipedia.org/wiki/Mel 1/4
20.05.24, 21:19 Mel – Wikipedia

Eberhard Zwicker definierte später eine Mel-Skala basierend auf der Bark-Skala mit dem
musikalischen Ton c als Basis. Diesem Ton mit der Frequenz f = 131 Hertz wird die Tonheit Z =
131 mel zugeordnet. Später wurde erneut auf 125 Hz geändert. Auf diese Definition bezieht
sich der restliche Artikel.

Zusammenhang mit der Frequenz


Für den Zusammenhang zwischen Tonheit und Frequenz gilt:

Für Frequenzen bis ca. 500 Hz verlaufen die


Frequenzskala und die Mel-Skala nahezu proportional.
Eine Verdopplung der Frequenz von 100 Hz auf 200 Hz
führt somit zu einer Verdopplung der Tonheit von 100 mel
auf 200 mel. D. h. ein musikalisches Intervall von einer
Oktave entspricht hier einer Verdopplung der empfundenen
Tonhöhe.
Für Frequenzen größer als 500 Hz stehen Frequenz und
Tonheit in einem nichtlinearen Zusammenhang (1000 Hz = Zusammenhang zwischen
[5]
850 mel, 8000 Hz = 2100 mel). So muss z. B. die wahrgenommener Tonhöhe (Tonheit
Frequenz eines Tons von 1500 Hz auf 10.000 Hz erhöht in Mel) und Frequenz
werden, um eine Verdopplung der Tonheit von 1100 mel auf
2200 mel zu erreichen; hier ist für eine Verdopplung der
empfundenen Tonhöhe also ein musikalisches Intervall von mehr als 2,5 Oktaven erforderlich.
D. h. in diesem Frequenzbereich werden Tonintervalle kleiner wahrgenommen, als sie es
musikalisch gesehen sind.
Die wahrgenommene Tonhöhe von komplexen Tönen unterscheidet sich von derjenigen der
bisher beschriebenen rein harmonischen Sinustöne. Bis zu einer Frequenz von 5 kHz ist sie –
mit geringen Abweichungen – proportional zum Logarithmus der Frequenz. In diesem Bereich
ist die „gerade noch wahrnehmbare Abweichung“ (JND, just noticable difference) für komplexe
Töne approximativ konstant.[6]

Gehörmechanismen zur Tonheitsbestimmung


Das Gehör wendet unterschiedliche Mechanismen an, um
Tonhöhen wahrzunehmen:

bei Frequenzen unterhalb von 500…800 Hz wird vor allem


die Zeitstruktur der Ohrsignale ausgewertet und zur
Tonhöhenempfindung herangezogen. Hier folgt die
Tonhöhenempfindung sehr genau der musikalischen
Tonhöhe.
bei Frequenzen oberhalb von 1600 Hz ist das Gehör nicht
mehr in der Lage, die Zeitstruktur der Ohrsignale zu Zusammenhang zwischen Ort auf
verfolgen. Hier wird die Tonhöhenempfindung aus der der Basilarmembran, Tonheit in Mel
Position des Erregungsmaximums auf der Basilarmembran und Frequenz eines Tons
des Innenohrs abgeleitet, indem zwischen der Tonheit und
dem Ort maximaler Schwingungsamplitude der
Basilarmembran ein linearer Zusammenhang angenommen wird: gleichen Strecken auf der
Basilarmembran entsprechen gleiche Tonheitsdifferenzen.
bei Frequenzen etwa zwischen 800 und 1600 Hz überlappen sich die beiden beschriebenen
Mechanismen.

Empfindungsstufen

https://de.wikipedia.org/wiki/Mel 2/4
20.05.24, 21:19 Mel – Wikipedia

Im gesamten Hörbereich von 16 Hz bis 19.000 Hz lassen sich 620 Empfindungsstufen der Tonheit
mit einer konstanten Breite von 3,9 mel unterscheiden. Damit umfasst der Hörbereich 2400 mel.

Ein weiteres Maß der Tonheit ist das Bark: 1 Bark = 100 mel 1 mel = 0,01 Bark.[7] Es ist die
Basis der Bark-Skala für kritische Bänder (Frequenzgruppen). Eine weitere Frequenzgruppen-
Skala ist die ERB-Skala.[8]

Literatur
Ernst Terhardt: Zur Tonhöhenwahrnehmung von Klängen I, Psychoakustische Grundlagen;
Acustica 26, (1972). S. 173–186
Stanley Smith Stevens, John Volkman, Edwin Newman: A scale for the measurement of the
psychological magnitude of pitch. In: The Journal of the Acoustical Society of America. Band 8,
Nr. 3. Acoustical Society of America, 1937, S. 185–90 (englisch).
Ville Pulkki, Matti Karjalainen: Communication Acoustics: An Introduction to Speech, Audio and
Psychoacoustics. John Wiley & Sons, 2015, ISBN 978-1-118-86654-2.

Siehe auch
Phon
Sone
Universalien der Musikwahrnehmung

Weblinks
Commons: Mel scale (https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Mel_scale?
uselang=de) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Tonhöhenwahrnehmung - Zeitlicher Abriss der Forschung - pdf (http://www.informatik.uni-ulm.d
e/ni/Lehre/SS04/HSSH/pdfs/TonhoehenI.pdf) (606 kB)

Einzelnachweise
1. Beat Pfister, Tobias Kaufmann: Sprachverarbeitung: Grundlagen und Methoden der
Sprachsynthese und Spracherkennung. 2008, ISBN 3-540-75910-7, S. 95 (eingeschränkte
Vorschau (https://books.google.de/books?id=rMkOIs94EDkC&pg=PA95&q=Mel+Tonheit#v=on
epage) in der Google-Buchsuche).
2. A COMPARATIVE STUDY OF PERFORMANCE OF FPGA BASED MEL FILTER BANK &
BARK FILTER BANK, Debalina Ghosh, Depanwita Sarkar Debnath, Saikat Bose, Department
of Microelectronics & VLSI Design, Techno India, SaltLake, Kolkata PDF (http://arxiv.org/ftp/arx
iv/papers/1206/1206.1450.pdf)
3. Prof. Bryan Pellom, “Automatic Speech Recognition : From Theory to Practice” Department of
Computer Science Center for Spoken Language Research University of Colorado PDF (https://
web.archive.org/web/20140802012527/http://www.cs.tut.fi/~puhtunn/lecture-03.pdf) (Memento
des Originals (https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.cs.tut.fi%2F%7Epuht
unn%2Flecture-03.pdf) vom 2. August 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde
automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne
dann diesen Hinweis.
4. Jan Robert Stadermann: Automatische Spracherkennung mit hybriden akustischen Modellen.
(tum.de (https://mediatum.ub.tum.de/doc/601648/601648.pdf) [PDF]).
5. Grundbegriffe - Akustische Phonetik, Universität zu Köln (http://phonetik.phil-fak.uni-koeln.de/2
40.html)

https://de.wikipedia.org/wiki/Mel 3/4
20.05.24, 21:19 Mel – Wikipedia

6. „Ein interessantes Phänomen stellt die sogenannte virtuelle Tonhöhe dar. Diese entsteht
dadurch, dass das Gehör bei komplexen Schallen aus dem vielfachen vorhandenen
Spektraltonhöhen eine virtuelle Tonhöhe ermittelt [Zwicker 1982]“ Gerhard Müller, Michael
Möser: Taschenbuch der Technischen Akustik. 2004, ISBN 3-540-41242-5, S. 821
(eingeschränkte Vorschau (https://books.google.de/books?id=99_004Seq0AC&pg=PA86&q=Z
ur+Tonh%C3%B6henwahrnehmung+von+Kl%C3%A4ngen#v=onepage) in der Google-
Buchsuche).
7. Peter Vary, Ulrich Heute, Wolfgang Hess: Digitale Sprachsignalverarbeitung. 2003, ISBN 3-
519-06165-1, S. 34 (eingeschränkte Vorschau (https://books.google.de/books?id=Rmpp91y5Z
EIC&pg=PA34&q=Mel+Tonheit#v=onepage) in der Google-Buchsuche).
8. Gert Tickheit, Theo Herrmann, Werner Deutsch: Psycholinguistics. 2003, ISBN 3-11-011424-0,
S. 207 (eingeschränkte Vorschau (https://books.google.de/books?id=-91scIqVmuIC&pg=PA20
7&q=Umrechnung+von+Frequenz+Bark+und+Mel#v=onepage) in der Google-Buchsuche).

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