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Vorwort

Grundlegende
Sicherheitshinweise 1

Einführung 2
SINUMERIK
Bedienen mit Gesten (840D
sl) 3
SINUMERIK 840D sl/828D
Fräsen
Maschine einrichten 4

Im Handbetrieb bearbeiten 5
Bedienhandbuch

Werkstück bearbeiten 6

Bearbeitung simulieren 7

G-Code-Programm erstellen 8

ShopMill-Programm erstellen 9
Technologische Funktionen
programmieren (Zyklen) 10

Mehrkanalansicht 11
Kollisionsvermeidung (nur
840D sl) 12

Werkzeuge verwalten 13
Gültig für:
SINUMERIK 840D sl / 840DE sl / 828D
Programme verwalten 14
Software Version
CNC-Systemsoftware für 840D sl/ 840DE sl V4.7 SP2 Alarm-, Fehler- und
SINUMERIK Operate für PCU/PC V4.7 SP2 Systemmeldungen 15
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6FC5398-7CP40-5AA3
Siemens AG Dokumentbestellnummer: 6FC5398-7CP40-5AA3 Copyright © Siemens AG 2008 - 2015.
Division Digital Factory Ⓟ 08/2015 Änderungen vorbehalten Alle Rechte vorbehalten
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90026 NÜRNBERG
DEUTSCHLAND
Fortsetzung

Arbeiten mit Manuelle


Maschine 16

Programm teachen 17

HT 8 18
SINUMERIK 840D sl/828D
Fräsen
Ctrl-Energy 19

Easy Message (nur 828D) 20


Bedienhandbuch

Easy Extend (nur 828D) 21

Service Planer (nur 828D) 22


PLC-Anwenderprogramm
bearbeiten (nur 828D) 23

Anhang A
Rechtliche Hinweise
Warnhinweiskonzept
Dieses Handbuch enthält Hinweise, die Sie zu Ihrer persönlichen Sicherheit sowie zur Vermeidung von
Sachschäden beachten müssen. Die Hinweise zu Ihrer persönlichen Sicherheit sind durch ein Warndreieck
hervorgehoben, Hinweise zu alleinigen Sachschäden stehen ohne Warndreieck. Je nach Gefährdungsstufe werden
die Warnhinweise in abnehmender Reihenfolge wie folgt dargestellt.

GEFAHR
bedeutet, dass Tod oder schwere Körperverletzung eintreten wird, wenn die entsprechenden
Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

WARNUNG
bedeutet, dass Tod oder schwere Körperverletzung eintreten kann, wenn die entsprechenden
Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

VORSICHT
bedeutet, dass eine leichte Körperverletzung eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht
getroffen werden.

ACHTUNG
bedeutet, dass Sachschaden eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen
werden.
Beim Auftreten mehrerer Gefährdungsstufen wird immer der Warnhinweis zur jeweils höchsten Stufe verwendet.
Wenn in einem Warnhinweis mit dem Warndreieck vor Personenschäden gewarnt wird, dann kann im selben
Warnhinweis zusätzlich eine Warnung vor Sachschäden angefügt sein.
Qualifiziertes Personal
Das zu dieser Dokumentation zugehörige Produkt/System darf nur von für die jeweilige Aufgabenstellung
qualifiziertem Personal gehandhabt werden unter Beachtung der für die jeweilige Aufgabenstellung zugehörigen
Dokumentation, insbesondere der darin enthaltenen Sicherheits- und Warnhinweise. Qualifiziertes Personal ist auf
Grund seiner Ausbildung und Erfahrung befähigt, im Umgang mit diesen Produkten/Systemen Risiken zu erkennen
und mögliche Gefährdungen zu vermeiden.
Bestimmungsgemäßer Gebrauch von Siemens-Produkten
Beachten Sie Folgendes:

WARNUNG
Siemens-Produkte dürfen nur für die im Katalog und in der zugehörigen technischen Dokumentation vorgesehenen
Einsatzfälle verwendet werden. Falls Fremdprodukte und -komponenten zum Einsatz kommen, müssen diese von
Siemens empfohlen bzw. zugelassen sein. Der einwandfreie und sichere Betrieb der Produkte setzt sachgemäßen
Transport, sachgemäße Lagerung, Aufstellung, Montage, Installation, Inbetriebnahme, Bedienung und
Instandhaltung voraus. Die zulässigen Umgebungsbedingungen müssen eingehalten werden. Hinweise in den
zugehörigen Dokumentationen müssen beachtet werden.

Marken
Alle mit dem Schutzrechtsvermerk ® gekennzeichneten Bezeichnungen sind eingetragene Marken der
Siemens AG. Die übrigen Bezeichnungen in dieser Schrift können Marken sein, deren Benutzung durch Dritte für
deren Zwecke die Rechte der Inhaber verletzen kann.
Haftungsausschluss
Wir haben den Inhalt der Druckschrift auf Übereinstimmung mit der beschriebenen Hard- und Software geprüft.
Dennoch können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden, so dass wir für die vollständige Übereinstimmung
keine Gewähr übernehmen. Die Angaben in dieser Druckschrift werden regelmäßig überprüft, notwendige
Korrekturen sind in den nachfolgenden Auflagen enthalten.

Siemens AG Dokumentbestellnummer: 6FC5398-7CP40-5AA3 Copyright © Siemens AG 2008 - 2015.


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Vorwort

SINUMERIK-Dokumentation
Die SINUMERIK-Dokumentation ist in folgende Kategorien gegliedert:
● Allgemeine Dokumentation
● Anwender-Dokumentation
● Hersteller/Service-Dokumentation

Weiterführende Informationen
Unter dem Link www.siemens.com/motioncontrol/docu finden Sie Informationen zu folgenden
Themen:
● Dokumentation bestellen / Druckschriftenübersicht
● Weiterführende Links für den Download von Dokumenten
● Dokumentation online nutzen (Handbücher/Informationen finden und durchsuchen)
Bei Fragen zur Technischen Dokumentation (z. B. Anregungen, Korrekturen) senden Sie bitte
eine E-Mail an folgende Adresse:
[email protected]

My Documentation Manager (MDM)


Unter folgendem Link finden Sie Informationen, um auf Basis der Siemens Inhalte eine OEM-
spezifische Maschinen-Dokumentation individuell zusammenzustellen:
www.siemens.com/mdm

Training
Informationen zum Trainingsangebot finden Sie unter:
● www.siemens.com/sitrain
SITRAIN - das Training von Siemens für Produkte, Systeme und Lösungen der
Automatisierungstechnik
● www.siemens.com/sinutrain
SinuTrain - Trainingssoftware für SINUMERIK

FAQs
Frequently Asked Questions finden Sie in den Service&Support Seiten unter Produkt Support.
http://support.automation.siemens.com

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Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 5
Vorwort

SINUMERIK
Informationen zu SINUMERIK finden Sie unter folgendem Link:
www.siemens.com/sinumerik

Zielgruppe
Die vorliegende Dokumentation wendet sich an den Bediener von Fräsmaschinen, auf denen
die Software SINUMERIK Operate läuft.

Nutzen
Das Bedienhandbuch macht die Anwender mit den Bedienelementen und Bedienkommandos
vertraut. Es befähigt die Anwender bei auftretenden Störungen gezielt zu reagieren und
entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Standardumfang
In der vorliegenden Dokumentation ist die Funktionalität des Standardumfangs beschrieben.
Ergänzungen oder Änderungen, die durch den Maschinenhersteller vorgenommen werden,
werden vom Maschinenhersteller dokumentiert.
Es können in der Steuerung weitere, in dieser Dokumentation nicht erläuterte Funktionen
ablauffähig sein. Es besteht jedoch kein Anspruch auf diese Funktionen bei der Neulieferung
bzw. im Servicefall.
Ebenso enthält diese Dokumentation aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht sämtliche
Detailinformationen zu allen Typen des Produkts und kann auch nicht jeden denkbaren Fall
der Aufstellung, des Betriebes und der Instandhaltung berücksichtigen.

Begriffe
Im Folgenden wird die Bedeutung einiger grundlegender Begriffe in dieser Dokumentation
festgelegt.

Programm
Ein Programm ist eine Folge von Anweisungen an die CNC-Steuerung, die insgesamt die
Erzeugung eines bestimmten Werkstücks an der Maschine bewirkt.

Kontur
Mit Kontur wird zum einen der Umriss eines Werkstücks bezeichnet. Zum anderen wird auch
der Teil des Programms Kontur genannt, in dem aus einzelnen Elementen ein Umriss eines
Werkstücks definiert wird.

Zyklus
Ein Zyklus, z.B. Rechtecktasche fräsen, ist ein von SINUMERIK Operate vorgegebenes
Unterprogramm zur Ausführung eines wiederholt auftretenden Bearbeitungsvorganges.

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6 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Vorwort

Technical Support
Landesspezifische Telefonnummern für technische Beratung finden Sie im Internet unter http://
www.siemens.com/automation/service&support

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Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 7
Vorwort

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8 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Inhaltsverzeichnis

Vorwort.........................................................................................................................................................5
1 Grundlegende Sicherheitshinweise............................................................................................................23
1.1 Allgemeine Sicherheitshinweise.............................................................................................23
1.2 Industrial Security...................................................................................................................24
2 Einführung..................................................................................................................................................25
2.1 Produktübersicht....................................................................................................................25
2.2 Bedientafelfronten..................................................................................................................26
2.2.1 Übersicht................................................................................................................................26
2.2.2 Tasten der Bedientafel...........................................................................................................28
2.3 Maschinensteuertafeln...........................................................................................................35
2.3.1 Übersicht................................................................................................................................35
2.3.2 Bedienelemente der Maschinensteuertafel............................................................................36
2.4 Bedienoberfläche...................................................................................................................39
2.4.1 Bildschirmeinteilung...............................................................................................................39
2.4.2 Statusanzeige........................................................................................................................40
2.4.3 Istwerte-Fenster.....................................................................................................................43
2.4.4 T,F,S-Fenster.........................................................................................................................44
2.4.5 Aktuelle Satzanzeige..............................................................................................................46
2.4.6 Bedienung über Softkeys und Tasten....................................................................................48
2.4.7 Parameter eingeben oder auswählen....................................................................................49
2.4.8 Taschenrechner.....................................................................................................................52
2.4.9 Kontextmenü..........................................................................................................................52
2.4.10 Touch-Bedienung...................................................................................................................53
2.4.11 Sprache der Bedienoberfläche umstellen..............................................................................53
2.4.12 Chinesische Schriftzeichen eingeben....................................................................................54
2.4.12.1 Funktion - Eingabeeditor........................................................................................................54
2.4.12.2 Chinesische Schriftzeichen eingeben....................................................................................56
2.4.12.3 Wörterbuch bearbeiten...........................................................................................................57
2.4.13 Koreanische Schriftzeichen eingeben....................................................................................59
2.4.14 Schutzstufen..........................................................................................................................61
2.4.15 Online-Hilfe in SINUMERIK Operate......................................................................................63
3 Bedienen mit Gesten (840D sl)..................................................................................................................67
3.1 Übersicht................................................................................................................................67
3.2 Fingergesten..........................................................................................................................68
4 Maschine einrichten....................................................................................................................................71
4.1 Ein- und Ausschalten.............................................................................................................71
4.2 Referenzpunkt anfahren.........................................................................................................72
4.2.1 Achsen referenzieren.............................................................................................................72
4.2.2 Anwenderzustimmung............................................................................................................73

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 9
Inhaltsverzeichnis

4.3 Betriebsarten..........................................................................................................................74
4.3.1 Allgemein...............................................................................................................................74
4.3.2 Betriebsartengruppen und Kanäle.........................................................................................76
4.3.3 Kanalumschaltung..................................................................................................................76
4.4 Einstellungen für die Maschine..............................................................................................77
4.4.1 Koordinatensystem (MKS/WKS) umschalten.........................................................................77
4.4.2 Maßeinheit umschalten..........................................................................................................78
4.4.3 Nullpunktverschiebung setzen...............................................................................................79
4.5 Werkzeug messen.................................................................................................................81
4.5.1 Übersicht................................................................................................................................81
4.5.2 Bohr- und Fräswerkzeug manuell messen.............................................................................82
4.5.3 Bohr- und Fräswerkzeug mit Bezugspunkt Werkstück messen.............................................82
4.5.4 Bohr- und Fräswerkzeug mit Bezugspunkt Festpunkt messen..............................................83
4.5.5 Radius bzw. Durchmesser messen........................................................................................84
4.5.6 Festpunkt abgleichen.............................................................................................................85
4.5.7 Bohr- und Fräswerkzeug Länge mit elektrischen Werkzeugmesstaster messen..................86
4.5.8 Elektrischen Werkzeugmesstaster abgleichen......................................................................88
4.5.9 Drehwerkzeug manuell messen (bei Fräs-/Drehmaschine)...................................................89
4.5.10 Drehwerkzeug mit Werkzeugmesstaster messen (bei Fräs-/Drehmaschine)........................91
4.5.11 Messergebnisse für Werkzeug protokollieren........................................................................93
4.6 Werkstücknullpunkt messen..................................................................................................94
4.6.1 Übersicht................................................................................................................................94
4.6.2 Arbeitsabfolge........................................................................................................................99
4.6.3 Beispiele mit manuellem Schwenken.....................................................................................99
4.6.4 Elektronischen Werkstückmesstaster abgleichen (kalibrieren)............................................101
4.6.5 Kante setzen........................................................................................................................102
4.6.6 Kante messen......................................................................................................................104
4.6.7 Ecke messen........................................................................................................................106
4.6.8 Tasche und Bohrung messen..............................................................................................109
4.6.9 Zapfen messen....................................................................................................................112
4.6.10 Ebene ausrichten.................................................................................................................118
4.6.11 Messfunktionsauswahl festlegen.........................................................................................119
4.6.12 Korrekturen nach Messen des Nullpunkts...........................................................................120
4.6.13 Messergebnisse für Werkstücknullpunkt protokollieren.......................................................122
4.7 Einstellungen für Messergebnisprotokoll.............................................................................123
4.8 Nullpunktverschiebungen.....................................................................................................124
4.8.1 Aktive Nullpunktverschiebung anzeigen..............................................................................126
4.8.2 Nullpunktverschiebung "Übersicht" anzeigen......................................................................126
4.8.3 Basisnullpunktverschiebung anzeigen und bearbeiten........................................................128
4.8.4 Einstellbare Nullpunktverschiebungen anzeigen und bearbeiten........................................128
4.8.5 Details der Nullpunktverschiebungen anzeigen und bearbeiten..........................................129
4.8.6 Nullpunktverschiebung löschen...........................................................................................131
4.8.7 Werkstücknullpunkt messen................................................................................................132
4.9 Achs- und Spindeldaten überwachen..................................................................................133
4.9.1 Arbeitsfeldbegrenzung festlegen..........................................................................................133
4.9.2 Spindeldaten ändern............................................................................................................134
4.10 Settingdatenlisten anzeigen.................................................................................................135
4.11 Handrad zuordnen...............................................................................................................135

Fräsen
10 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Inhaltsverzeichnis

4.12 MDA.....................................................................................................................................137
4.12.1 MDA-Programm aus Programm-Manager laden.................................................................137
4.12.2 MDA-Programm speichern...................................................................................................138
4.12.3 MDA-Programm editieren / abarbeiten................................................................................139
4.12.4 MDA-Programm löschen......................................................................................................140
5 Im Handbetrieb bearbeiten.......................................................................................................................141
5.1 Allgemein.............................................................................................................................141
5.2 Werkzeug und Spindel anwählen.........................................................................................141
5.2.1 T,S,M-Fenster......................................................................................................................141
5.2.2 Werkzeug anwählen.............................................................................................................143
5.2.3 Spindel manuell starten und stoppen...................................................................................144
5.2.4 Spindel positionieren............................................................................................................145
5.3 Achsen verfahren.................................................................................................................145
5.3.1 Achsen um feste Schrittweite verfahren...............................................................................146
5.3.2 Achsen um variablen Schrittwert verfahren.........................................................................147
5.4 Achsen positionieren............................................................................................................147
5.5 Schwenken...........................................................................................................................148
5.6 Manuelles Freifahren...........................................................................................................152
5.7 Werkstück einfach planfräsen..............................................................................................153
5.8 Einfache Werkstückbearbeitung bei Fräs-/Drehmaschinen................................................156
5.8.1 Werkstück einfach planfräsen (Fräs-/Drehmaschine)..........................................................156
5.8.2 Werkstück einfach abspanen (bei Fräs-/Drehmaschine).....................................................158
5.9 Voreinstellungen für den Handbetrieb..................................................................................161
6 Werkstück bearbeiten...............................................................................................................................163
6.1 Bearbeitung starten und stoppen.........................................................................................163
6.2 Programm wählen................................................................................................................164
6.3 Programm einfahren............................................................................................................165
6.4 Aktuellen Programmsatz anzeigen......................................................................................166
6.4.1 Aktuelle Satzanzeige............................................................................................................166
6.4.2 Basissatz anzeigen..............................................................................................................168
6.4.3 Programmebene anzeigen...................................................................................................168
6.5 Programm korrigieren..........................................................................................................169
6.6 Achsen rückpositionieren.....................................................................................................171
6.7 Bearbeitung an bestimmter Stelle starten............................................................................172
6.7.1 Satzsuchlauf verwenden......................................................................................................172
6.7.2 Programm ab Suchziel fortsetzen........................................................................................174
6.7.3 Einfache Suchzielvorgabe....................................................................................................175
6.7.4 Unterbrechungsstelle als Suchziel vorgeben.......................................................................175
6.7.5 Suchziel über Suchzeiger eingeben.....................................................................................176
6.7.6 Parameter für Satzsuchlauf im Suchzeiger..........................................................................177
6.7.7 Satzsuchlaufmodus..............................................................................................................178
6.8 Programmablauf beeinflussen.............................................................................................180

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 11
Inhaltsverzeichnis

6.8.1 Programmbeeinflussungen..................................................................................................180
6.8.2 Ausblendsätze......................................................................................................................182
6.9 Überspeichern......................................................................................................................183
6.10 Programm editieren..............................................................................................................184
6.10.1 Suche in Programmen.........................................................................................................185
6.10.2 Programmtext austauschen.................................................................................................187
6.10.3 Programmsatz kopieren / einfügen / löschen.......................................................................188
6.10.4 Programm neu nummerieren...............................................................................................189
6.10.5 Programmblock anlegen......................................................................................................190
6.10.6 Weitere Programme öffnen..................................................................................................192
6.10.7 Einstellungen für Editor........................................................................................................193
6.11 Mit DXF-Dateien arbeiten.....................................................................................................196
6.11.1 Übersicht..............................................................................................................................196
6.11.2 CAD-Zeichnungen anzeigen lassen.....................................................................................196
6.11.2.1 DXF-Datei öffnen.................................................................................................................196
6.11.2.2 DXF-Datei bereinigen...........................................................................................................196
6.11.2.3 CAD-Zeichnung vergrößern und verkleinern.......................................................................197
6.11.2.4 Ausschnitt verändern...........................................................................................................198
6.11.2.5 Ansicht drehen.....................................................................................................................199
6.11.2.6 Informationen zu Geometrie-Daten anzeigen / bearbeiten..................................................199
6.11.3 DXF-Datei in Editor einlesen und bearbeiten.......................................................................200
6.11.3.1 Allgemeines Vorgehen.........................................................................................................200
6.11.3.2 Bezugspunkt festlegen.........................................................................................................200
6.11.3.3 Bearbeitungsebene zuweisen..............................................................................................201
6.11.3.4 Toleranz einstellen...............................................................................................................201
6.11.3.5 Bearbeitungsbereich auswählen / Bereich und Element löschen........................................202
6.11.3.6 DXF-Datei abspeichern........................................................................................................203
6.11.3.7 Bohrpositionen übernehmen................................................................................................204
6.11.3.8 Konturen übernehmen.........................................................................................................207
6.12 Anwendervariablen anzeigen und bearbeiten......................................................................209
6.12.1 Übersicht..............................................................................................................................209
6.12.2 R-Parameter.........................................................................................................................210
6.12.3 Globale GUDs anzeigen......................................................................................................211
6.12.4 Kanal GUDs anzeigen..........................................................................................................213
6.12.5 Lokale LUDs anzeigen.........................................................................................................214
6.12.6 Programm PUDs anzeigen..................................................................................................214
6.12.7 Anwendervariablen suchen..................................................................................................215
6.13 G- und Hilfsfunktionen anzeigen..........................................................................................216
6.13.1 Ausgewählte G-Funktionen..................................................................................................216
6.13.2 Alle G-Funktionen................................................................................................................218
6.13.3 G-Funktionen für Formenbau...............................................................................................219
6.13.4 Hilfsfunktionen......................................................................................................................220
6.14 Überlagerungen anzeigen....................................................................................................221
6.15 Formenbauansicht...............................................................................................................223
6.15.1 Formenbauansicht starten...................................................................................................226
6.15.2 Programmsatz gezielt anspringen........................................................................................227
6.15.3 Programmsätze suchen.......................................................................................................227
6.15.4 Ansicht ändern.....................................................................................................................228
6.15.4.1 Grafik vergrößern und verkleinern.......................................................................................228

Fräsen
12 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Inhaltsverzeichnis

6.15.4.2 Ausschnitt verändern...........................................................................................................229


6.16 Laufzeit anzeigen und Werkstücke zählen...........................................................................230
6.17 Einstellung für den Automatikbetrieb...................................................................................231
7 Bearbeitung simulieren.............................................................................................................................235
7.1 Übersicht..............................................................................................................................235
7.2 Simulieren vor der Bearbeitung des Werkstücks.................................................................242
7.3 Mitzeichnen vor der Bearbeitung des Werkstücks...............................................................243
7.4 Mitzeichnen während der Bearbeitung des Werkstücks......................................................244
7.5 Verschiedene Ansichten des Werkstücks............................................................................244
7.5.1 Draufsicht.............................................................................................................................245
7.5.2 3D-Ansicht............................................................................................................................245
7.5.3 Seitenansichten....................................................................................................................245
7.6 Simulationsanzeige bearbeiten............................................................................................246
7.6.1 Rohteil-Eingabe....................................................................................................................246
7.6.2 Werkzeugbahn aus- und einblenden ..................................................................................247
7.7 Programmsteuerung während der Simulation......................................................................247
7.7.1 Vorschub ändern .................................................................................................................247
7.7.2 Programm satzweise simulieren..........................................................................................248
7.8 Simulationsgrafik verändern und anpassen.........................................................................249
7.8.1 Grafik vergrößern und verkleinern.......................................................................................249
7.8.2 Grafik verschieben...............................................................................................................250
7.8.3 Grafik drehen.......................................................................................................................250
7.8.4 Ausschnitt verändern...........................................................................................................251
7.8.5 Schnittebenen festlegen.......................................................................................................252
7.9 Simulationsalarme anzeigen................................................................................................252
8 G-Code-Programm erstellen....................................................................................................................255
8.1 Grafische Programmierführung............................................................................................255
8.2 Programmansichten.............................................................................................................255
8.3 Programmaufbau.................................................................................................................260
8.4 Grundlagen..........................................................................................................................260
8.4.1 Bearbeitungsebenen............................................................................................................260
8.4.2 Aktuelle Ebenen in Zyklen und Eingabemasken..................................................................261
8.4.3 Programmierung eines Werkzeugs (T)................................................................................261
8.5 G-Code-Programm erstellen................................................................................................262
8.6 Rohteileingabe.....................................................................................................................263
8.7 Bearbeitungsebene, Fräsrichtung, Rückzugsebene, Sicherheitsabstand und Vorschub
(PL, RP, SC, F)....................................................................................................................265
8.8 Auswahl der Zyklen über Softkey.........................................................................................266
8.9 Technologische Funktionen aufrufen...................................................................................270
8.9.1 Ausblenden von Zyklenparametern.....................................................................................270
8.9.2 Einstelldaten für Zyklen........................................................................................................270

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 13
Inhaltsverzeichnis

8.9.3 Überprüfung von Zyklenparametern....................................................................................271


8.9.4 Variablenprogrammierung....................................................................................................271
8.9.5 Zyklenaufruf ändern.............................................................................................................271
8.9.6 Kompatibilität bei Zyklenunterstützung...............................................................................272
8.9.7 Weitere Funktionen in den Eingabemasken........................................................................272
8.10 Messzyklenunterstützung.....................................................................................................273
9 ShopMill-Programm erstellen...................................................................................................................275
9.1 Programmansichten.............................................................................................................275
9.2 Programmaufbau.................................................................................................................281
9.3 Grundlagen..........................................................................................................................282
9.3.1 Bearbeitungsebenen............................................................................................................282
9.3.2 Polarkoordinaten..................................................................................................................283
9.3.3 Absolut- und Inkrementalmaß..............................................................................................284
9.4 ShopMill-Programm anlegen................................................................................................285
9.5 Programmkopf......................................................................................................................286
9.6 Programmkopf (bei Fräs-/Drehmaschine)............................................................................288
9.7 Programmsätze erstellen.....................................................................................................291
9.8 Werkzeug, Korrekturwert, Vorschub und Spindeldrehzahl (T, D, F, S, V)...........................292
9.9 Maschinenfunktionen festlegen............................................................................................294
9.10 Nullpunktverschiebungen aufrufen.......................................................................................295
9.11 Programmsätze wiederholen...............................................................................................296
9.12 Stückzahl angeben...............................................................................................................297
9.13 Programmsätze ändern........................................................................................................298
9.14 Programmeinstellungen ändern...........................................................................................299
9.15 Auswahl der Zyklen über Softkey.........................................................................................301
9.16 Technologische Funktionen aufrufen...................................................................................306
9.16.1 Weitere Funktionen in den Eingabemasken........................................................................306
9.16.2 Variablenprogrammierung....................................................................................................306
9.16.3 Überprüfung von Eingabeparametern..................................................................................307
9.16.4 Einstelldaten für Technologische Funktionen......................................................................307
9.16.5 Zyklenaufruf ändern.............................................................................................................308
9.16.6 Kompatibilität bei Zyklenunterstützung...............................................................................308
9.17 Messzyklenunterstützung.....................................................................................................308
9.18 Beispiel Standardbearbeitung..............................................................................................309
9.18.1 Werkstückzeichnung............................................................................................................310
9.18.2 Programmierung..................................................................................................................310
9.18.3 Ergebnisse/Simulationstest..................................................................................................322
9.18.4 G-Code-Bearbeitungsprogramm..........................................................................................324
10 Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)..............................................................................327
10.1 Bohren..................................................................................................................................327
10.1.1 Allgemeines..........................................................................................................................327

Fräsen
14 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Inhaltsverzeichnis

10.1.2 Zentrieren (CYCLE81).........................................................................................................328


10.1.3 Bohren (CYCLE82)..............................................................................................................330
10.1.4 Reiben (CYCLE85)..............................................................................................................333
10.1.5 Tieflochbohren 1 (CYCLE83)...............................................................................................335
10.1.6 Tieflochbohren 2 (CYCLE830).............................................................................................339
10.1.7 Ausdrehen (CYCLE86)........................................................................................................350
10.1.8 Gewindebohren (CYCLE84, 840)........................................................................................352
10.1.9 Bohrgewindefräsen (CYCLE78)...........................................................................................359
10.1.10 Positionen und Positionsmuster...........................................................................................363
10.1.11 Beliebige Positionen (CYCLE802).......................................................................................364
10.1.12 Positionsmuster Reihe (HOLES1)........................................................................................368
10.1.13 Positionsmuster Gitter oder Rahmen (CYCLE801)..............................................................369
10.1.14 Positionsmuster Kreis oder Teilkreis (HOLES2)..................................................................371
10.1.15 Positionen ein- und ausblenden...........................................................................................374
10.1.16 Positionen wiederholen........................................................................................................375
10.2 Fräsen..................................................................................................................................376
10.2.1 Planfräsen (CYCLE61).........................................................................................................376
10.2.2 Rechtecktasche (POCKET3)...............................................................................................379
10.2.3 Kreistasche (POCKET4)......................................................................................................386
10.2.4 Rechteckzapfen (CYCLE76)................................................................................................394
10.2.5 Kreiszapfen (CYCLE77).......................................................................................................398
10.2.6 Mehrkant (CYCLE79)...........................................................................................................402
10.2.7 Längsnut (SLOT1)................................................................................................................406
10.2.8 Kreisnut (SLOT2).................................................................................................................413
10.2.9 Offene Nut (CYCLE899)......................................................................................................419
10.2.10 Langloch (LONGHOLE) - nur für G-Code Programme........................................................428
10.2.11 Gewindefräsen (CYCLE70)..................................................................................................430
10.2.12 Gravur (CYCLE60)...............................................................................................................433
10.3 Konturfräsen.........................................................................................................................439
10.3.1 Allgemeines..........................................................................................................................439
10.3.2 Darstellung der Kontur.........................................................................................................439
10.3.3 Neue Kontur anlegen...........................................................................................................441
10.3.4 Konturelemente erstellen.....................................................................................................443
10.3.5 Kontur ändern......................................................................................................................447
10.3.6 Konturaufruf (CYCLE62) - nur bei G-Code-Programm........................................................448
10.3.7 Bahnfräsen (CYCLE72).......................................................................................................449
10.3.8 Konturtasche/Konturzapfen (CYCLE63/64).........................................................................453
10.3.9 Konturtasche vorbohren (CYCLE64)...................................................................................455
10.3.10 Konturtasche fräsen (CYCLE63)..........................................................................................458
10.3.11 Konturtasche Restmaterial (CYCLE63)...............................................................................464
10.3.12 Konturzapfen fräsen (CYCLE63).........................................................................................465
10.3.13 Konturzapfen Restmaterial (CYCLE63)...............................................................................469
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine..............................................................................................471
10.4.1 Allgemeines..........................................................................................................................471
10.4.2 Abspanen (CYCLE951)........................................................................................................471
10.4.3 Einstich (CYCLE930)...........................................................................................................475
10.4.4 Freistich Form E und F (CYCLE940)...................................................................................480
10.4.5 Freistich Gewinde (CYCLE940)...........................................................................................486
10.4.6 Gewindedrehen (CYCLE99) - nur G-Code..........................................................................492
10.4.7 Gewindekette (CYCLE98)....................................................................................................519
10.4.8 Abstich (CYCLE92)..............................................................................................................528

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 15
Inhaltsverzeichnis

10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine....................................................................................532


10.5.1 Allgemeines..........................................................................................................................532
10.5.2 Darstellung der Kontur.........................................................................................................533
10.5.3 Neue Kontur anlegen...........................................................................................................534
10.5.4 Konturelemente erstellen.....................................................................................................536
10.5.5 Kontur ändern......................................................................................................................542
10.5.6 Konturaufruf (CYCLE62)......................................................................................................542
10.5.7 Abspanen (CYCLE952)........................................................................................................544
10.5.8 Abspanen Rest (CYCLE952)...............................................................................................555
10.5.9 Stechen (CYCLE952)...........................................................................................................559
10.5.10 Stechen Rest (CYCLE952)..................................................................................................568
10.5.11 Stechdrehen (CYCLE952)...................................................................................................572
10.5.12 Stechdrehen Rest (CYCLE952)...........................................................................................582
10.6 Weitere Zyklen und Funktionen...........................................................................................586
10.6.1 Schwenken Ebene/Werkzeug (CYCLE800).........................................................................586
10.6.2 Schwenken Werkzeug (CYCLE800)....................................................................................594
10.6.2.1 Schwenken Werkzeug/Anstellen von Fräswerkzeugen - nur bei G-Code-Programm
(CYCLE800).........................................................................................................................594
10.6.3 Ausrichten von Drehwerkzeugen (CYCLE800) - Fräs-/Drehmaschine................................596
10.6.4 High Speed Settings (CYCLE832).......................................................................................600
10.6.5 Unterprogramme..................................................................................................................602
10.7 Weitere Zyklen und Funktionen ShopMill.............................................................................604
10.7.1 Transformationen.................................................................................................................604
10.7.2 Verschiebung.......................................................................................................................606
10.7.3 Rotation................................................................................................................................607
10.7.4 Skalierung............................................................................................................................608
10.7.5 Spiegelung...........................................................................................................................608
10.7.6 Zylindermanteltransformation...............................................................................................609
10.7.7 Gerade oder kreisförmige Bearbeitungen............................................................................612
10.7.8 Gerade programmieren........................................................................................................614
10.7.9 Kreis mit bekanntem Mittelpunkt programmieren.................................................................615
10.7.10 Kreis mit bekanntem Radius programmieren.......................................................................616
10.7.11 Helix.....................................................................................................................................617
10.7.12 Polarkoordinaten..................................................................................................................618
10.7.13 Gerade polar........................................................................................................................619
10.7.14 Kreis polar............................................................................................................................620
10.7.15 Hindernis..............................................................................................................................621
11 Mehrkanalansicht.....................................................................................................................................623
11.1 Mehrkanalansicht.................................................................................................................623
11.2 Mehrkanalansicht im Bedienbereich "Maschine".................................................................623
11.3 Mehrkanalansicht bei großen Bedientafeln..........................................................................625
11.4 Mehrkanalansicht einstellen.................................................................................................627
12 Kollisionsvermeidung (nur 840D sl)..........................................................................................................629
12.1 Kollisionsvermeidung einschalten........................................................................................629
12.2 Kollisionsvermeidung einstellen...........................................................................................630

Fräsen
16 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Inhaltsverzeichnis

13 Werkzeuge verwalten...............................................................................................................................633
13.1 Listen zur Verwaltung der Werkzeuge.................................................................................633
13.2 Magazinverwaltung..............................................................................................................634
13.3 Werkzeugtypen....................................................................................................................634
13.4 Werkzeugvermaßung...........................................................................................................636
13.5 Werkzeugliste.......................................................................................................................643
13.5.1 Weitere Daten......................................................................................................................647
13.5.2 Neues Werkzeug anlegen....................................................................................................648
13.5.3 Werkzeug messen...............................................................................................................649
13.5.4 Mehrere Schneiden verwalten.............................................................................................650
13.5.5 Werkzeug löschen................................................................................................................651
13.5.6 Werkzeug laden und entladen.............................................................................................651
13.5.7 Magazin anwählen...............................................................................................................653
13.5.8 Codeträgeranbindung (nur 840D sl).....................................................................................654
13.5.9 Werkzeug in Datei verwalten...............................................................................................657
13.6 Werkzeugverschleiß.............................................................................................................659
13.6.1 Werkzeug reaktivieren.........................................................................................................662
13.7 Werkzeugdaten OEM...........................................................................................................663
13.8 Magazin................................................................................................................................663
13.8.1 Magazin positionieren..........................................................................................................665
13.8.2 Werkzeug umsetzen............................................................................................................666
13.8.3 Alle Werkzeuge entladen / beladen / umsetzen...................................................................667
13.9 Werkzeugdetails...................................................................................................................668
13.9.1 Werkzeugdetails anzeigen...................................................................................................668
13.9.2 Werkzeugdaten....................................................................................................................669
13.9.3 Schneidendaten...................................................................................................................670
13.9.4 Überwachungsdaten............................................................................................................671
13.10 Werkzeugtyp ändern............................................................................................................672
13.11 Grafische Darstellung...........................................................................................................672
13.12 Listen der Werkzeugverwaltung sortieren............................................................................674
13.13 Listen der Werkzeugverwaltung filtern.................................................................................675
13.14 Gezielte Suche in den Listen der Werkzeugverwaltung.......................................................677
13.15 Einstellungen zu Werkzeuglisten.........................................................................................678
14 Programme verwalten..............................................................................................................................681
14.1 Übersicht..............................................................................................................................681
14.1.1 NC-Speicher.........................................................................................................................684
14.1.2 Lokales Laufwerk.................................................................................................................684
14.1.3 USB Laufwerke....................................................................................................................686
14.1.4 FTP Laufwerk.......................................................................................................................686
14.2 Programm öffnen und schließen..........................................................................................687
14.3 Programm abarbeiten..........................................................................................................689
14.4 Verzeichnis/Programm/Jobliste/Programmliste anlegen......................................................690

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 17
Inhaltsverzeichnis

14.4.1 Neues Verzeichnis anlegen.................................................................................................690


14.4.2 Neues Werkstück anlegen...................................................................................................691
14.4.3 Neues G-Code-Programm anlegen.....................................................................................692
14.4.4 Neues ShopMill-Programm anlegen....................................................................................693
14.4.5 Neue beliebige Datei anlegen..............................................................................................694
14.4.6 Jobliste anlegen...................................................................................................................695
14.4.7 Programmliste anlegen........................................................................................................696
14.5 Vorlagen erstellen................................................................................................................697
14.6 Verzeichnisse und Dateien suchen......................................................................................698
14.7 Programm in Vorschau anzeigen lassen.............................................................................699
14.8 Mehrere Verzeichnisse/Programme markieren....................................................................700
14.9 Verzeichnis/Programm kopieren und einfügen....................................................................701
14.10 Verzeichnis/Programm löschen...........................................................................................703
14.10.1 Programm/Verzeichnis löschen...........................................................................................703
14.11 Datei- und Verzeichniseigenschaften ändern......................................................................704
14.12 Laufwerke einrichten............................................................................................................706
14.12.1 Übersicht..............................................................................................................................706
14.12.2 Laufwerke einrichten............................................................................................................706
14.13 PDF-Dokumente betrachten................................................................................................712
14.14 EXTCALL.............................................................................................................................713
14.15 Abarbeiten vom externen Speicher (EES)...........................................................................716
14.16 Daten sichern.......................................................................................................................716
14.16.1 Archiv erstellen im Programm-Manager...............................................................................716
14.16.2 Archiv erstellen über Systemdaten......................................................................................717
14.16.3 Archiv einlesen im Programm-Manager...............................................................................720
14.16.4 Archiv einlesen aus Systemdaten........................................................................................721
14.17 Rüstdaten.............................................................................................................................722
14.17.1 Rüstdaten sichern................................................................................................................722
14.17.2 Rüstdaten einlesen..............................................................................................................724
14.18 V24.......................................................................................................................................726
14.18.1 Archive über serielle Schnittstelle ein- und auslesen...........................................................726
14.18.2 V24 einstellen in Programm-Manager..................................................................................728
14.19 Mehrfachaufspannung.........................................................................................................730
14.19.1 Mehrfachaufspannung.........................................................................................................730
14.19.2 Programmkopf-Einstellung "Aufspannung"..........................................................................731
14.19.3 Mehrfachaufspannungsprogramm erstellen.........................................................................732
15 Alarm-, Fehler- und Systemmeldungen....................................................................................................735
15.1 Alarme anzeigen..................................................................................................................735
15.2 Alarmprotokoll anzeigen.......................................................................................................736
15.3 Meldungen anzeigen............................................................................................................737
15.4 Alarme, Fehler und Meldungen sortieren.............................................................................738
15.5 Bildschirmabzüge erstellen..................................................................................................739

Fräsen
18 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Inhaltsverzeichnis

15.6 PLC- und NC-Variablen.......................................................................................................740


15.6.1 PLC- und NC-Variablen anzeigen und bearbeiten...............................................................740
15.6.2 Masken speichern und laden...............................................................................................743
15.7 Version.................................................................................................................................744
15.7.1 Versionsdaten anzeigen.......................................................................................................744
15.7.2 Informationen speichern.......................................................................................................745
15.8 Logbuch...............................................................................................................................746
15.8.1 Logbuch anzeigen und bearbeiten.......................................................................................747
15.8.2 Logbucheintrag vornehmen / suchen...................................................................................748
15.9 Ferndiagnose.......................................................................................................................749
15.9.1 Fernzugriff einstellen............................................................................................................749
15.9.2 Modem erlauben..................................................................................................................751
15.9.3 Ferndiagnose anfordern.......................................................................................................751
15.9.4 Ferndiagnose beenden........................................................................................................752
16 Arbeiten mit Manuelle Maschine..............................................................................................................753
16.1 Manuelle Maschine..............................................................................................................753
16.2 Manuelle Maschine - Fräs-/Drehmaschine..........................................................................754
16.3 Werkzeug messen...............................................................................................................755
16.4 Werkstücknullpunkt messen................................................................................................756
16.5 Nullpunktverschiebung setzen.............................................................................................756
16.6 Anschlag setzen...................................................................................................................757
16.7 Einfache Werkstückbearbeitung..........................................................................................758
16.7.1 Achsen verfahren.................................................................................................................758
16.7.2 Winkelfräsen........................................................................................................................759
16.7.3 Gerade und kreisförmige Bearbeitung.................................................................................760
16.7.3.1 Gerade fräsen......................................................................................................................760
16.7.3.2 Kreis fräsen..........................................................................................................................761
16.8 Komplexere Bearbeitung......................................................................................................762
16.8.1 Bohren mit Manuelle Maschine............................................................................................764
16.8.2 Fräsen mit Manuelle Maschine............................................................................................765
16.8.3 Konturfräsen mit Manuelle Maschine...................................................................................766
16.8.4 Drehen mit Manuelle Maschine - Fräs-/Drehmaschine........................................................766
16.9 Simulation und Mitzeichnen.................................................................................................767
17 Programm teachen...................................................................................................................................769
17.1 Übersicht..............................................................................................................................769
17.2 Allgemeiner Ablauf...............................................................................................................769
17.3 Satz einfügen.......................................................................................................................770
17.3.1 Eingabeparameter bei Teachsätzen....................................................................................771
17.4 Teachen über Fenster..........................................................................................................772
17.4.1 Allgemein.............................................................................................................................772
17.4.2 Eilgang G0 teachen..............................................................................................................773
17.4.3 Gerade G1 teachen..............................................................................................................773
17.4.4 Kreiszwischen- und Kreisendpunkt CIP teachen.................................................................774

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 19
Inhaltsverzeichnis

17.4.5 A-Spline teachen..................................................................................................................774


17.5 Satz ändern..........................................................................................................................776
17.6 Satz anwählen......................................................................................................................777
17.7 Satz löschen.........................................................................................................................778
18 HT 8..........................................................................................................................................................781
18.1 HT 8 Übersicht.....................................................................................................................781
18.2 Verfahrtasten........................................................................................................................783
18.3 Maschinensteuertafel-Menü.................................................................................................785
18.4 Virtuelle Tastatur..................................................................................................................786
18.5 Touch Panel kalibrieren.......................................................................................................787
19 Ctrl-Energy...............................................................................................................................................789
19.1 Übersicht..............................................................................................................................789
19.2 Energieverbrauch anzeigen.................................................................................................789
19.3 Energieverbrauch messen und speichern............................................................................791
19.4 Langzeitmessung des Energieverbrauches.........................................................................792
19.5 Messkurven anzeigen..........................................................................................................793
19.6 Energiesparprofile bedienen................................................................................................794
20 Easy Message (nur 828D)........................................................................................................................797
20.1 Übersicht..............................................................................................................................797
20.2 Easy Message aktivieren.....................................................................................................798
20.3 Benutzerprofil anlegen / bearbeiten.....................................................................................799
20.4 Ereignisse einrichten............................................................................................................801
20.5 Aktiven Benutzer anmelden und abmelden.........................................................................802
20.6 SMS-Protokolle anzeigen.....................................................................................................803
20.7 Einstellungen für Easy Message vornehmen.......................................................................804
21 Easy Extend (nur 828D)...........................................................................................................................807
21.1 Übersicht..............................................................................................................................807
21.2 Gerät freischalten.................................................................................................................807
21.3 Gerät aktivieren und deaktivieren........................................................................................808
21.4 Erstinbetriebnahme von Zusatzaggregaten.........................................................................809
22 Service Planer (nur 828D)........................................................................................................................811
22.1 Wartungsaufgaben durchführen und beobachten................................................................811
23 PLC-Anwenderprogramm bearbeiten (nur 828D).....................................................................................813
23.1 Einleitung.............................................................................................................................813
23.2 PLC-Eigenschaften anzeigen und bearbeiten......................................................................813

Fräsen
20 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Inhaltsverzeichnis

23.2.1 PLC-Eigenschaften anzeigen...............................................................................................813


23.2.2 Bearbeitungszeit zurücksetzen............................................................................................814
23.2.3 Geändertes PLC-Anwenderprogramm laden.......................................................................814
23.3 PLC- und NC-Variablen anzeigen und bearbeiten...............................................................815
23.4 PLC-Signale in Statusliste anzeigen und bearbeiten...........................................................819
23.5 Ansicht der Programmbausteine..........................................................................................820
23.5.1 Informationen zu Programmbausteinen anzeigen...............................................................820
23.5.2 Aufbau der Bedienoberfläche...............................................................................................821
23.5.3 Bedienmöglichkeiten............................................................................................................822
23.5.4 Programmstatus anzeigen...................................................................................................823
23.5.5 Anzeige von Adressen ändern.............................................................................................824
23.5.6 Kontaktplan vergrößern, verkleinern....................................................................................825
23.5.7 Programmbaustein...............................................................................................................825
23.5.7.1 Programmbaustein anzeigen und bearbeiten......................................................................825
23.5.7.2 Lokale Variablentabelle anzeigen........................................................................................826
23.5.7.3 Programmbaustein anlegen.................................................................................................827
23.5.7.4 Programmbaustein in Fenster öffnen...................................................................................829
23.5.7.5 Zugriffsschutz anzeigen / aufheben.....................................................................................829
23.5.7.6 Bausteineigenschaften nachträglich editieren......................................................................830
23.5.8 Programmbaustein bearbeiten mit "Ladder Editor"..............................................................830
23.5.8.1 PLC-Anwenderprogramm editieren......................................................................................830
23.5.8.2 Programmbaustein bearbeiten.............................................................................................831
23.5.8.3 Programmbaustein löschen.................................................................................................833
23.5.8.4 Netzwerk einfügen und bearbeiten......................................................................................833
23.5.8.5 Netzwerkeigenschaften editieren.........................................................................................835
23.5.9 Netzwerk Symbol Informationstabelle anzeigen..................................................................836
23.6 Symboltabellen anzeigen.....................................................................................................836
23.7 Querverweise anzeigen.......................................................................................................837
23.8 Operanden suchen...............................................................................................................838
A Anhang.....................................................................................................................................................841
A.1 Dokumentationsübersicht 840D sl.......................................................................................841
Index.........................................................................................................................................................843

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 21
Inhaltsverzeichnis

Fräsen
22 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Grundlegende Sicherheitshinweise 1
1.1 Allgemeine Sicherheitshinweise

WARNUNG
Lebensgefahr durch Nichtbeachtung von Sicherheitshinweisen und Restrisiken
Durch Nichtbeachtung der Sicherheitshinweise und Restrisiken in der zugehörigen Hardware-
Dokumentation können Unfälle mit schweren Verletzungen oder Tod auftreten.
● Halten Sie die Sicherheitshinweise der Hardware-Dokumentation ein.
● Berücksichtigen Sie bei der Risikobeurteilung die Restrisiken.

WARNUNG
Lebensgefahr durch Fehlfunktionen der Maschine infolge fehlerhafter oder veränderter
Parametrierung
Durch fehlerhafte oder veränderte Parametrierung können Fehlfunktionen an Maschinen
auftreten, die zu Körperverletzungen oder Tod führen können.
● Schützen Sie die Parametrierungen vor unbefugtem Zugriff.
● Beherrschen Sie mögliche Fehlfunktionen durch geeignete Maßnahmen (z. B. NOT-HALT
oder NOT-AUS).

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 23
Grundlegende Sicherheitshinweise
1.2 Industrial Security

1.2 Industrial Security

Hinweis
Industrial Security
Siemens bietet Produkte und Lösungen mit Industrial Security-Funktionen an, die den sicheren
Betrieb von Anlagen, Lösungen, Maschinen, Geräten und/oder Netzwerken unterstützen. Sie
sind wichtige Komponenten in einem ganzheitlichen Industrial Security-Konzept. Die Produkte
und Lösungen von Siemens werden unter diesem Gesichtspunkt ständig weiterentwickelt.
Siemens empfiehlt, sich unbedingt regelmäßig über Produkt-Updates zu informieren.
Für den sicheren Betrieb von Produkten und Lösungen von Siemens ist es erforderlich,
geeignete Schutzmaßnahmen (z. B. Zellenschutzkonzept) zu ergreifen und jede Komponente
in ein ganzheitliches Industrial Security-Konzept zu integrieren, das dem aktuellen Stand der
Technik entspricht. Dabei sind auch eingesetzte Produkte von anderen Herstellern zu
berücksichtigen. Weitergehende Informationen über Industrial Security finden Sie unter dieser
Adresse (http://www.siemens.com/industrialsecurity).
Um stets über Produkt-Updates informiert zu sein, melden Sie sich für unseren
produktspezifischen Newsletter an. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter dieser
Adresse (http://support.automation.siemens.com).

WARNUNG
Gefahr durch unsichere Betriebszustände wegen Manipulation der Software
Manipulationen der Software (z. B. Viren, Trojaner, Malware, Würmer) können unsichere
Betriebszustände in Ihrer Anlage verursachen, die zu Tod, schwerer Körperverletzung und
zu Sachschäden führen können.
● Halten Sie die Software aktuell.
Informationen und Newsletter hierzu finden Sie unter dieser Adresse (http://
support.automation.siemens.com).
● Integrieren Sie die Automatisierungs- und Antriebskomponenten in ein ganzheitliches
Industrial Security-Konzept der Anlage oder Maschine nach dem aktuellen Stand der
Technik.
Weitergehende Informationen finden Sie unter dieser Adresse (http://www.siemens.com/
industrialsecurity).
● Berücksichtigen Sie bei Ihrem ganzheitlichen Industrial Security-Konzept alle
eingesetzten Produkte.

Fräsen
24 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Einführung 2
2.1 Produktübersicht
Die SINUMERIK-Steuerung ist eine CNC-Steuerung (Computerized Numerical Control) für
Bearbeitungsmaschinen (z. B. Werkzeugmaschinen).
Mit der CNC-Steuerung können Sie u. a. folgende Grundfunktionen in Verbindung mit einer
Werkzeugmaschine realisieren:
● Erstellen und Anpassen von Teileprogrammen,
● Abarbeiten von Teileprogrammen,
● Handsteuerung,
● Zugriff auf interne und externe Datenträger,
● Editieren von Daten für Programme,
● Verwalten von Werkzeugen, Nullpunkten und weiteren, in Programmen benötigten
Anwenderdaten,
● Diagnose von Steuerung und Maschine.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 25
Einführung
2.2 Bedientafelfronten

Bedienbereiche
Die Grundfunktionen sind in der Steuerung zu folgenden Bedienbereichen zusammengefasst:

%HGLHQEHUHLFKH

7HLOHSURJUDPPDEDUEHLWHQ+DQGVWHXHUXQJ 0$6&+,1(

(GLWLHUHQYRQ'DWHQI¾U3URJUDPPH 3$5$0(7(5
:HUN]HXJYHUZDOWXQJ

(UVWHOOHQXQG$QSDVVHQYRQ7HLOHSURJUDPPHQ 352*5$00

=XJULIIDXILQWHUQHXQGH[WHUQH'DWHQWU¦JHU 352*5$00
0$1$*(5

$ODUPDQ]HLJH6HUYLFHDQ]HLJH ',$*126(

$QSDVVHQGHU1&'DWHQDQGLH0DVFKLQH ,1%(75,(%
6\VWHPHLQVWHOOXQJ 1$+0(

2.2 Bedientafelfronten

2.2.1 Übersicht

Einleitung
Über die Bedientafelfront erfolgt die Anzeige (Bildschirm) und Bedienung (z.B. Hard- und
Softkeys) der Bedienoberfläche von SINUMERIK Operate.
Anhand der Bedientafel OP 010 werden die Komponenten exemplarisch dargestellt, die zur
Bedienung der Steuerung und der Bearbeitungsmaschine zur Verfügung stehen.

Fräsen
26 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Einführung
2.2 Bedientafelfronten

Bedien- und Anzeigeelemente

1 Alpha-Block
Bei gedrückter <Shift>-Taste sprechen Sie die Sonderzeichen auf doppelt belegten Tasten an
und schreiben Großbuchstaben.
Hinweis: Je nach Konfiguration Ihrer Steuerung werden grundsätzlich Großbuchstaben ge‐
schrieben
2 Numerik–Block
Bei gedrückter <Shift>-Taste sprechen Sie die Sonderzeichen auf doppelt belegten Tasten an.
3 Steuertasten–Block
4 Hotkey-Block
5 Cursor-Block
6 USB-Schnittstelle
7 Menu Select-Taste
8 Menüfortschalt–Taste
9 Maschinenbereichs-Taste
10 Menürückschalt-Taste
11 Softkeys

Bild 2-1 Ansicht Bedientafelfront OP 010

Literatur
Eine genauere Beschreibung sowie eine Ansicht der weiteren einsatzfähigen
Bedientafelfronten finden Sie in folgender Literatur:
Gerätehandbuch Bedienkomponenten und Vernetzung; SINUMERIK 840D sl

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 27
Einführung
2.2 Bedientafelfronten

2.2.2 Tasten der Bedientafel


Zur Bedienung der Steuerung und der Bearbeitungsmaschine stehen folgende Tasten und
Tastenkombinationen zur Verfügung.

Tasten und Tastenkombinationen

Taste Funktion

<ALARM CANCEL>
Löscht Alarme und Meldungen, die mit diesem Symbol gekennzeich‐
net sind.
<CHANNEL>
Schaltet bei mehreren Kanälen weiter.
<HELP>
Ruft die kontextsensitive Online-Hilfe zum angewählten Fenster
auf.
<NEXT WINDOW> *
● Schaltet zwischen Fenstern hin und her.
● Wechselt bei Mehrkanalansicht bzw. bei Mehrkanalfunktionalität
innerhalb einer Kanalspalte zwischen oberem und unterem
Fenster.
● Wählt in Auswahllisten und in Auswahlfeldern den ersten Eintrag.
● Bewegt den Cursor an den Beginn eines Textes
* auf USB-Tastaturen verwenden Sie die Taste <Home> bzw. <Pos
1>
<NEXT WINDOW> + <SHIFT>

● Wählt in Auswahllisten und in Auswahlfeldern den ersten Eintrag.
● Bewegt den Cursor an den Beginn eines Textes.
● Markiert eine zusammenhängende Auswahl von der aktuellen
Cursor-Position bis zur Zielposition.
● Markiert eine zusammenhängende Auswahl von der aktuellen
Cursor-Position bis zum Anfang eines Programmblocks.
<NEXT WINDOW> + <ALT>

● Bewegt den Cursor zum ersten Objekt.
● Bewegt den Cursor in die erste Spalte einer Tabellenzeile.
● Bewegt den Cursor an den Beginn eines Programmsatzes.
<NEXT WINDOW> + <CTRL>

● Bewegt den Cursor an den Anfang eines Programms.
● Bewegt den Cursor in die erste Zeile der aktuellen Spalte.

Fräsen
28 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Einführung
2.2 Bedientafelfronten

<NEXT WINDOW> + <CTRL> + <SHIFT>


 
● Bewegt den Cursor an den Anfang eines Programms.
● Bewegt den Cursor in die erste Zeile der aktuellen Spalte.
● Markiert eine zusammenhängende Auswahl von der aktuellen
Cursor-Position bis zur Zielposition.
● Markiert eine zusammenhängende Auswahl von der aktuellen
Cursor-Position bis zum Anfang des Programms.
<PAGE UP>
Blättert in einem Fenster um eine Seite nach oben.
<PAGE UP> + <SHIFT>

Markiert im Programm-Manager und im Programmeditor von der
Cursorposition aus Verzeichnisse bzw. Programmsätze bis zum An‐
fang des Fensters.
<PAGE UP> + <CTRL>

Positioniert den Cursor auf die oberste Zeile eines Fensters.
<PAGE DOWN>
Blättert in einem Fenster um eine Seite nach unten.
<PAGE DOWN> + <SHIFT>

Markiert im Programm-Manager und im Programmeditor von der
Cursorposition aus Verzeichnisse bzw. Programmsätze bis zum En‐
de des Fensters.
<PAGE DOWN> + <CTRL>

Positioniert den Cursor auf die unterste Zeile eines Fensters.
<Cursor rechts>
● Editierfeld
Öffnet ein Verzeichnis oder Programm (z. B. Zyklus) im Editor.
● Navigation
Bewegt den Cursor um ein Zeichen weiter nach rechts.
<Cursor rechts> + <CTRL>

● Editierfeld
Bewegt den Cursor um ein Wort weiter nach rechts.
● Navigation
Bewegt den Cursor in einer Tabelle zur nächsten Zelle nach
rechts.
<Cursor links>
● Editierfeld
Schließt ein Verzeichnis oder Programm (z. B. Zyklus) im
Programmeditor. Haben Sie Änderungen vorgenommen, werden
diese übernommen.
● Navigation
Bewegt den Cursor um ein Zeichen weiter nach links.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 29
Einführung
2.2 Bedientafelfronten

<Cursor links> + <CTRL>



● Editierfeld
Bewegt den Cursor um ein Wort weiter nach links.
● Navigation
Bewegt den Cursor in einer Tabelle zur nächsten Zelle nach
links.
<Cursor oben>
● Editierfeld
Bewegt den Cursor ins nächste obere Feld.
● Navigation
– Bewegt den Cursor in einer Tabelle zur nächsten Zelle nach
oben.
– Bewegt den Cursor in einem Menü-Bild nach oben.
<Cursor oben> + <CTRL>

● Bewegt den Cursor in einer Tabelle an den Tabellenanfang.
● Bewegt den Cursor an den Anfang eines Fensters.
<Cursor oben> + <SHIFT>

Markiert im Programm-Manager und im Programmeditor eine zu‐
sammenhängende Auswahl von Verzeichnissen bzw. Programm‐
sätzen.
<Cursor unten>
● Editierfeld
Bewegt den Cursor nach unten.
● Navigation
– Bewegt den Cursor in einer Tabelle zur nächsten Zelle nach
unten.
– Bewegt den Cursor in einem Fenster nach unten.
<Cursor unten> + <CTRL>

● Navigation
– Bewegt den Cursor in einer Tabelle an das Tabellenende.
– Bewegt den Cursor an das Ende eines Fensters.
● Simulation
Verringert den Override.
<Cursor unten> + <SHIFT>

Markiert im Programm-Manager und im Programmeditor eine zu‐
sammenhängende Auswahl von Verzeichnissen bzw. Programm‐
sätzen.
<SELECT>
Schaltet in Auswahllisten und in Auswahlfeldern zwischen mehreren
vorgegebenen Möglichkeiten weiter.
Aktiviert Kontrollkästchen.
Wählt im Programmeditor und im Programm-Manager einen Pro‐
grammsatz bzw. ein Programm aus.

Fräsen
30 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Einführung
2.2 Bedientafelfronten

<SELECT> + <CTRL>

Schaltet bei der Markierung von Tabellenzeilen zwischen selektiert
und nicht selektiert.
<SELECT> + <SHIFT>

Wählt in Auswahllisten und in Auswahlfeldern den vorhergehenden
Eintrag bzw. den letzten Eintrag.
<END>
Bewegt den Cursor auf das letzte Eingabefeld in einem Fenster, an
das Ende einer Tabelle oder eines Programmblocks.
Wählt in Auswahllisten und in Auswahlfeldern den letzten Eintrag.

<END> + <SHIFT>

Bewegt den Cursor zum letzten Eintrag.
Markiert eine zusammenhängende Auswahl von der Cursor-Positi‐
on bis zum Ende eines Programmblocks.
<END> + <CTRL>

Bewegt den Cursor zum letzten Eintrag in die letzte Zeile der aktu‐
ellen Spalte oder an das Ende eines Programms.
<END> + <CTRL> + <SHIFT>
 
Bewegt den Cursor zum letzten Eintrag in die letzte Zeile der aktu‐
ellen Spalte oder an das Ende eines Programms.
Markiert eine zusammenhängende Auswahl von der Cursor-Positi‐
on bis zum Ende eines Programmblocks
<BACKSPACE>
● Editierfeld
Löscht links vom Cursor ein markiertes Zeichen.
● Navigation
Löscht links vom Cursor alle markierten Zeichen.
<BACKSPACE> + <CTRL>

● Editierfeld
Löscht links vom Cursor ein markiertes Wort.
● Navigation
Löscht links vom Cursor alle markierten Zeichen.
<TAB>
● Rückt den Cursor im Programmeditor jeweils um ein Zeichen ein.
● Bewegt den Cursor im Programm-Manager zum nächsten
Eintrag rechts.
<TAB> + <SHIFT>

● Rückt den Cursor im Programmeditor jeweils um ein Zeichen ein.
● Bewegt den Cursor im Programm-Manager zum nächsten
Eintrag links.
<TAB> + <CTRL>

● Rückt den Cursor im Programmeditor jeweils um ein Zeichen ein.
● Bewegt den Cursor im Programm-Manager zum nächsten
Eintrag rechts.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 31
Einführung
2.2 Bedientafelfronten

<TAB> + <SHIFT> + <CTRL>


 
● Rückt den Cursor im Programmeditor jeweils um ein Zeichen ein.
● Bewegt den Cursor im Programm-Manager zum nächsten
Eintrag links.
<CTRL> + <A>
 $
Wählt alle Einträge im aktuellen Fenster aus (nur im Programmeditor
und Programm-Manager).
<CTRL> + <C>
&
Kopiert den markierten Inhalt.
<CTRL> + <E>
 (
Ruft die Funktion "Ctrl Energy" auf.
<CTRL> + <F>
 )
Öffnet in Maschinendaten- und Settingdatenlisten, beim Laden und
Speichern im MDA-Editor sowie im Programm-Manager und in den
Systemdaten den Such-Dialog.
<CTRL> + <G>
 *
● Wechselt im Programmeditor bei ShopMill- bzw. ShopTurn-
Programmen zwischen Arbeitsplan und grafischer Ansicht.
● Wechselt in der Parametermaske zwischen Hilfebild und
grafischer Ansicht.
<CTRL> + <L>
 /
Wechselt die aktuelle Bedienoberfläche nacheinander durch alle in‐
stallierten Sprachen.
<CTRL> + <SHIFT> + <L>
  /
Wechselt die aktuelle Bedienoberfläche durch alle installierten Spra‐
chen in umgekehrter Reihenfolge.
<CTRL> + <M>
 0
Wählt während der Simulation den maximalen Vorschub von 120%.
<CTRL> + <P>
 3
Erstellt von der aktuellen Bedienoberfläche einen Bildschirmabzug
und speichert ihn als Datei.
<CTRL> + <S>
 6
Schaltet in der Simulation den Einzelsatz ein bzw. aus.
<CTRL> + <V>
 9
● Fügt Text aus der Zwischenablage an die aktuelle Cursorposition
ein.
● Fügt Text aus der Zwischenablage an die Stelle eines markierten
Textes ein.
<CTRL> + <X>
 ;
Schneidet markierten Text aus. Der Text befindet sich in der Zwi‐
schenablage.
<CTRL> + <Y>
 <
Reaktiviert zurückgesetzte Änderungen (nur im Programmeditor).

Fräsen
32 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Einführung
2.2 Bedientafelfronten

<CTRL> + <Z>
 =
Macht die letzte Aktion rückgängig (nur im Programmeditor).
<CTRL> + <ALT> + <C>
  &
Erzeugt ein komplettes Standardarchiv (.ARC) auf einem externen
Datenträger (USB-FlashDrive) (bei 840D sl/828D)
Hinweis:
Die Komplettsicherung über diese Tastenkombination ist nur für Di‐
agnosezwecke geeignet.
Hinweis:
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.
<CTRL> + <ALT> + <S>
  6
Erzeugt ein komplettes Standardarchiv (.ARC) auf einem externen
Datenträger (USB-FlashDrive) (bei 840D sl).
Erzeugt ein komplettes Easy Archive (.ARD) auf einem externen
Datenträger (USB-FlashDrive) (bei 828D).
Hinweis:
Die Komplettsicherung (.ARC) über diese Tastenkombination ist nur
für Diagnosezwecke geeignet.
Hinweis:
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.
<CTRL> + <ALT> + <D>
  '
Sichert die Protokolldateien auf den USB-FlashDrive. Wenn kein
USB-FlashDrive gesteckt ist, werden die Dateien in den Hersteller‐
bereich der CF-Card gesichert.
<SHIFT> + <ALT> + <D>
  '
Sichert die Protokolldateien auf den USB-FlashDrive. Wenn kein
USB-FlashDrive gesteckt ist, werden die Dateien in den Hersteller‐
bereich der CF-Card gesichert.
<SHIFT> + <ALT> + <T>
  7
Startet "HMI Trace".
<SHIFT> + <ALT> + <T>
  7
Beendet "HMI Trace".
<ALT> + <S>
 6
Öffnet den Editor zur Eingabe asiatischer Schriftzeichen.
<ALT> + <Cursor oben>

Verschiebt im Editor Blockanfang bzw. Blockende nach oben.
<ALT> + <Cursor unten>

Verschiebt im Editor Blockanfang bzw. Blockende nach unten.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 33
Einführung
2.2 Bedientafelfronten

<DEL>
● Editierfeld
Löscht das erste Zeichen rechts vom Cursor.
● Navigation
Löscht alle Zeichen.
<DEL> + <CTRL>

● Editierfeld
Löscht das erste Wort rechts vom Cursor.
● Navigation
Löscht alle Zeichen.
<Leertaste>
● Editierfeld
Fügt ein Leerzeichen ein
● Schaltet in Auswahllisten und in Auswahlfeldern zwischen
mehreren vorgegebenen Möglichkeiten weiter.
<Plus>

● Öffnet ein Verzeichnis, das Elemente enthält.
● Vergrößert die grafische Ansicht bei Simulation und Trace-
Aufzeichnungen.
<Minus>
● Schließt ein Verzeichnis, das Elemente enthält.
● Verkleinert die grafische Ansicht bei Simulation und Trace-
Aufzeichnungen.
<Istgleich>
Öffnet den Taschenrechner in Eingabefeldern.
<Sternchen>
Öffnet ein Verzeichnis mit sämtlichen Unterverzeichnissen.
<Tilde>
a
Ändert das Vorzeichen einer Zahl zwischen Plus und Minus.
<INSERT>
● Öffnet ein Editierfeld im Einfügemodus. Drücken Sie die Taste
erneut, verlassen Sie das Feld und die Eingaben werden
rückgängig gemacht.
● Öffnet ein Auswahlfeld und zeigt die Auswahlmöglichkeiten an.
● Fügt im Arbeitsschrittprogramm eine leere Zeile für G-Code ein.
● Wechselt im Doppeleditor bzw. in der Mehrkanalansicht aus dem
Editiermodus in den Bedienmodus. Durch nochmaliges Drücken
der Taste gelangt man wieder in den Editiermodus.
+ <INSERT> + <SHIFT>
Schaltet bei G-Code Programmierung für einen Zyklenaufruf den
Editier-Modus ein bzw. aus.

Fräsen
34 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Einführung
2.3 Maschinensteuertafeln

<INPUT>
● Schließt die Eingabe eines Werts im Eingabefeld ab.
● Öffnet ein Verzeichnis oder ein Programm.
● Fügt einen leeren Programmblock ein, wenn der Cursor am Ende
eines Programmblocks positioniert ist.
● Fügt ein Zeichen zur Markierung einer neuen Zeile wird eingefügt
und der Programmblock wird in 2 Teile geteilt.
● Fügt im G-Code nach dem Programmsatz eine neue Zeile ein.
● Fügt im Arbeitsschritt-Programm eine neue Zeile für G-Code e
● Wechselt im Doppeleditor bzw. in der Mehrkanalansicht aus dem
Editiermodus in den Bedienmodus. Durch nochmaliges Drücken
gelangt man wieder in den Editiermodus.
<ALARM> - nur OP 010 und OP 010C
Ruft den Bedienbereich "Diagnose" auf.
<PROGRAM> - nur OP 010 und OP 010C
Ruft den Bedienbereich "Programm-Manager" auf.
<OFFSET> - nur OP 010 und OP 010C
Ruft den Bedienbereich "Parameter" auf.
<PROGRAM MANAGER> - nur OP 010 und OP 010C
Ruft den Bedienbereich "Programm-Manager" auf.
Menüfortschalt-Taste
Schaltet in die erweiterte horizontale Softkey-Leiste weiter.
Menürückschalt-Taste
Schaltet in das übergeordnete Menü zurück.
<MACHINE>
Ruft den Bedienbereich "Maschine" auf.
<MENU SELECT>
Ruft das Grundmenü zur Anwahl der Bedienbereiche auf.

2.3 Maschinensteuertafeln

2.3.1 Übersicht
Die Werkzeugmaschine kann mit einer Maschinensteuertafel von Siemens oder mit einer
spezifischen Maschinensteuertafel des Maschinenherstellers ausgerüstet sein.
Über die Maschinensteuertafel lösen Sie Aktionen an der Werkzeugmaschine aus, wie
beispielsweise Achsen verfahren oder die Bearbeitung des Werkstücks starten.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 35
Einführung
2.3 Maschinensteuertafeln

2.3.2 Bedienelemente der Maschinensteuertafel


Anhand der Maschinensteuertafel MCP 483C IE werden die Bedien- und Anzeigeelemente
einer Siemens Maschinensteuertafel exemplarisch dargestellt.

Übersicht

         

(1) Not-Aus-Taster
(2) Einbauplätze für Befehlsgeräte (d = 16 mm)
(3) RESET
(4) Programmsteuerung
(5) Betriebsarten, Maschinenfunktionen
(6) Kundentasten T1 bis T15
(7) Verfahrachsen mit Eilgangüberlagerung und Koordinatenumschaltung
(8) Spindelsteuerung mit Overrideschalter
(9) Vorschubsteuerung mit Overrideschalter
(10) Schlüsselschalter (vier Stellungen)

Bild 2-2 Vorderansicht Maschinensteuertafel (Ausführung Fräsen)

Bedienelemente

Not-Aus-Taster

Den Taster in Situationen betätigen, wenn:


● Menschenleben in Gefahr sind,
● Gefahr besteht, dass die Maschine oder das Werkstück beschädigt wird.
Alle Antriebe werden mit größtmöglichem Bremsmoment still gesetzt.

Maschinenhersteller
Zu weiteren Reaktionen durch die Betätigung des Not-Aus-Tasters beachten Sie bitte
die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
36 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Einführung
2.3 Maschinensteuertafeln

RESET

● Bearbeitung des aktuellen Programms abbrechen.


Die NCK-Steuerung bleibt synchron mit der Maschine. Sie ist in der
Grundstellung und bereit für einen neuen Programmablauf.
● Alarm löschen.

Programmsteuerung

<SINGLE BLOCK>
Einzelsatzmodus ein-/ausschalten.
<CYCLE START>
Die Taste wird auch als NC-Start bezeichnet.
Die Abarbeitung eines Programms wird gestartet.
<CYCLE STOP>
Die Taste wird auch als NC-Stop bezeichnet.
Die Abarbeitung eines Programms wird gestoppt.

Betriebsarten, Maschinenfunktionen

<JOG>
Betriebsart "JOG" wählen.
<TEACH IN>
Unterbetriebsart "Teach In" wählen.
<MDA>
Betriebsart "MDA" wählen.
<AUTO>
Betriebsart "AUTO" wählen.
<REPOS>
Rückpositionieren, Kontur wieder anfahren.
<REF POINT>
Referenzpunkt anfahren.
Inc <VAR> (Incremental Feed Variable)
Schrittmaß mit variabler Schrittweite fahren.
Inc (Incremental Feed)
Schrittmaß mit vorgegebener Schrittweite von 1, ..., 10000 Inkrementen
fahren.
...

Maschinenhersteller
Die Bewertung des Inkrementenwertes ist von einem Maschi‐
nendatum abhängig.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 37
Einführung
2.3 Maschinensteuertafeln

Verfahrachsen mit Eilgangüberlagerung und Koordinatenumschaltung

Achstasten
;
Achse anwählen.

...


Richtungstasten
Die zu verfahrende Richtung anwählen.

...


<RAPID>
Achse im Eilgang verfahren bei gedrückter Richtungstaste.
<WCS MCS>
Zwischen Werkstückkoordinatensystem (WKS) und Maschinenkoordina‐
tensystem (MKS) umschalten.

Spindelsteuerung mit Overrideschalter

<SPINDLE STOP>
Spindel stoppen.
<SPINDLE START>
Spindel wird freigegeben.

Vorschubsteuerung mit Overrideschalter

<FEED STOP>
Bearbeitung des laufenden Programms stoppen und Achsantriebe stillset‐
zen.
<FEED START>
Freigabe zur Abarbeitung des Programms im aktuellen Satz sowie Freiga‐
be zum Hochfahren auf den vom Programm vorgegebenen Vorschubwert.

Fräsen
38 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Einführung
2.4 Bedienoberfläche

2.4 Bedienoberfläche

2.4.1 Bildschirmeinteilung

Übersicht

 


 

 



 




1 Aktiver Bedienbereich und Betriebsart


2 Alarm-/Meldezeile
3 Programmname
4 Kanalzustand und Programmbeeinflussung
5 Kanalbetriebsmeldungen
6 Positionsanzeige der Achsen im Istwerte-Fenster

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 39
Einführung
2.4 Bedienoberfläche

7 Anzeige für
● aktives Werkzeug T
● momentanen Vorschub F
● aktive Spindel mit momentanen Zustand (S)
● Spindelauslastung in Prozent
● Namen des aktiven Werkzeugträgers mit Anzeige einer Drehung in Raum und Ebene
● Name der aktiven Kinematischen Transformation
8 Arbeitsfenster mit Programmsatzanzeige
9 Anzeige aktiver G-Funktionen , aller G-Funktionen , Hilfsfunktionen sowie Eingabefenster für verschiedene Funkti‐
onen (z.B. Ausblendsätze , Programmbeeinflussung).
10 Dialogzeile für die Übergabe zusätzlicher Benutzerhinweise.
11 Horizontale Softkeyleiste
12 Vertikale Softkeyleiste

Bild 2-3 Bedienoberfläche

2.4.2 Statusanzeige
Die Statusanzeige enthält die wichtigsten Informationen zum aktuellen Maschinenstatus und
zum Status der NCK. Außerdem werden Alarme sowie NC- bzw. PLC-Meldungen angezeigt.
Je nachdem, in welchem Bedienbereich Sie sich befinden, setzt sich die Statusanzeige aus
mehreren Zeilen zusammen:
● Große Statusanzeige
Im Bedienbereich "Maschine" setzt sich die Statusanzeige aus drei Zeilen zusammen.
● Kleine Statusanzeige
In den Bedienbereichen "Parameter", "Programm", "Programm-Manager", "Diagnose" und
"Inbetriebnahme" besteht die Statusanzeige aus der ersten Zeile der großen Anzeige.

Statusanzeige des Bedienbereichs "Maschine"

Erste Zeile
Ctrl-Energy - Leistungsanzeige

Anzeige Bedeutung
Die Maschine arbeitet nicht produktiv.

Die Maschine arbeitet produktiv und es wird Energie verbraucht.

Die Maschine speist Energie ins Netz zurück.

DIe Leistungsanzeige in der Statuszeile muss eingeschaltet werden.


Hinweis
Informationen zur Konfiguration erhalten Sie in folgender Literatur:
Systemhandbuch "Ctrl-Energy", SINUMERIK 840D sl / 828D

Fräsen
40 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Einführung
2.4 Bedienoberfläche

Aktiver Bedienbereich

Anzeige Bedeutung
Bedienbereich "Maschine"
Bei Touch-Bedienung, können Sie hier den Bedienbereich um‐
schalten.
Bedienbereich "Parameter"

Bedienbereich "Programm"

Bedienbereich "Programm-Manager"

Bedienbereich "Diagnose"

Bedienbereich "Inbetriebnahme"

Aktive Betriebsart bzw. Unterbetriebsart

Anzeige Bedeutung
Betriebsart "JOG"

Betriebsart "MDA"

Betriebsart "AUTO"

Unterbetriebsart "TEACH In"

Unterbetriebsart "REPOS"

Unterbetriebsart "REF POINT"

Alarme und Meldungen

Anzeige Bedeutung
Alarmanzeige
Die Alarmnummern werden in weißer Schrift auf rotem Hinter‐
grund angegeben. Der zugehörige Alarmtext wird in roter Schrift
angegeben.
Ein Pfeil zeigt an, dass mehrere Alarme aktiv sind.
Ein Quittierungssymbol zeigt an, dass der Alarm quittiert bzw.
gelöscht werden kann.
NC- bzw. PLC-Meldung
Die Meldungsnummern und -texte werden in schwarzer Schrift
angegeben.
Ein Pfeil zeigt an, dass mehrere Meldungen aktiv sind.
Meldungen aus NC-Programmen haben keine Nummern und
werden in grüner Schrift angegeben.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 41
Einführung
2.4 Bedienoberfläche

Zweite Zeile

Anzeige Bedeutung
Programmpfad und Programmname

Die Anzeigen in der zweiten Zeile sind projektierbar.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Dritte Zeile

Anzeige Bedeutung
Anzeige des Kanalzustands.
Sind an der Maschine mehrere Kanäle vorhanden, wird auch der
Kanalname angezeigt.
Ist nur ein Kanal vorhanden, wird nur "Reset" als Kanalzustand
angezeigt.
Bei Touch-Bedienung, können Sie hier den Kanal umschalten
Anzeige des Kanalzustands:
Das Programm wurde mit "Reset" abgebrochen.
Das Programm wird abgearbeitet.
Das Programm wurde mit "Stop" unterbrochen.
Anzeige der aktiven Programmbeeinflussungen:
PRT: keine Achsbewegung
DRY: Probelaufvorschub
RG0: reduzierter Eilgang
M01: programmierter Halt 1
M101: programmierter Halt 2 (Bezeichnung variabel)
SB1: Einzelsatz grob (Programm stoppt nur nach Sätzen, die
eine Maschinenfunktion ausführen)
SB2: Rechensatz (Programm stoppt nach jedem Satz)
SB3: Einzelsatz fein (Programm stoppt auch in Zyklen nur nach
Sätzen, die eine Maschinenfunktion ausführen)
Kanalbetriebsmeldungen:
Halt: Es ist i.d.R. eine Bedienhandlung erforderlich.
Warten: Es ist keine Bedienhandlung erforderlich.

Welche Programmbeeinflussungen angezeigt werden, hängt von den Einstellungen des


Maschinenherstellers ab.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
42 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Einführung
2.4 Bedienoberfläche

2.4.3 Istwerte-Fenster
Es werden die Istwerte der Achsen sowie ihre Positionen angezeigt.

WKS/MKS
Die angezeigten Koordinaten beziehen sich entweder auf das Maschinen- oder das
Werkstückkoordinatensystem. Das Maschinenkoordinatensystem (MKS) berücksichtigt im
Gegensatz zum Werkstückkoordinatensystem (WKS) keine Nullpunktverschiebungen.
Die Anzeige können Sie über den Softkey "Istwerte MKS" zwischen Maschinen- und
Werkstückkoordinatensystem umschalten.
Die Istwertanzeige der Positionen kann sich auch auf das ENS-Koordinatensystem beziehen.
Die Ausgabe der Positionen geschieht aber weiter im WKS.
Das ENS-Koordinatensystem entspricht dem WKS-Koordinatensystem, vermindert um
bestimmte Anteile ($P_TRAFRAME, $P_PFRAME, $P_ISO4FRAME, $P_CYCFRAME), die
vom System während der Bearbeitung gesetzt und wieder rückgesetzt werden. Durch die
Verwendung des ENS-Koordinatensystem werden Sprünge in der Istwertanzeige vermieden,
die durch die zusätzlichen Anteile hervorgerufen würden.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Vollbildanzeige

Drücken Sie die Softkeys ">>" und "Zoom Istwert".

Übersicht der Anzeige

Anzeige Bedeutung
Spalten der Kopfzeile
WKS / MKS Anzeige der Achsen im gewählten Koordinatensystem.
Position Position der angezeigten Achsen.
Restweganzeige Während das Programm läuft wird der Restweg für den aktuellen
NC-Satz angezeigt.
Vorschub/Override In der Vollbildversion wird der auf die Achsen wirkende Vorschub
sowie Override angezeigt.
Repos-Verschiebung Die im Handbetrieb verfahrene Wegdifferenz der Achsen wird an‐
gezeigt.
Diese Information wird nur angezeigt, wenn Sie sich in der Unter‐
betriebsart "Repos" befinden.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 43
Einführung
2.4 Bedienoberfläche

Anzeige Bedeutung
Kollisionsüberwachung Die Kollisionsvermeidung ist für die Betriebsarten JOG
(nur 840D sl) und MDA bzw. AUTOMATIK eingeschaltet.
Hinweis:
Abhängig vom Maschinendatum $MN_JOG_MO‐
DE_MASK kann die Anzeige des Symbols fehlen.
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des
Maschinenherstellers.
Die Kollisionsvermeidung ist für die Betriebsarten JOG
und MDA bzw. AUTOMATIK ausgeschaltet.
Fußzeile Anzeige der aktiven Nullpunktverschiebungen und Transformatio‐
nen.
In der Vollbildversion werden zusätzlich die T,F,S-Werte angezeigt.

Siehe auch
Übersicht (Seite 94)
Nullpunktverschiebungen (Seite 124)

2.4.4 T,F,S-Fenster
Im T,F,S, - Fenster werden die wichtigsten Daten zum aktuellen Werkzeug, zu Vorschub
(Bahnvorschub, bzw. Achsvorschub in JOG) und zur Spindel angezeigt.

Neben dem Fensternamen "T,F,S" werden Ihnen zusätzliche folgende Informationen


angezeigt:

Anzeige Bedeutung
BC (Beispiel) Name des aktiven Werkzeugträger (Toolcarrier)
Drehen (Beispiel) Name der aktiven Kinematischen Transformation
Aktiver Werkzeugträger in der Ebene gedreht

Aktiver Werkzeugträger im Raum geschwenkt

Werkzeugdaten

Anzeige Bedeutung
T
Werkzeugname Name des aktuellen Werkzeugs
Platz Platznummer des aktuellen Werkzeugs

Fräsen
44 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Einführung
2.4 Bedienoberfläche

Anzeige Bedeutung
D Schneidennummer des aktuellen Werkzeugs
Das Werkzeug wird mit dem dazugehörigen Werkzeugtyp-Symbol entspre‐
chend dem aktuellen Koordinatensystem in der gewählten Schneidenlage
angezeigt.
Wird das Werkzeug geschwenkt, wird das in der Anzeige der Schneidenlage
berücksichtigt.
Bei DIN-ISO-Mode wird statt der Schneidennummer die H-Nummer ange‐
zeigt.
H H-Nummer (Werkzeugkorrekturdatensatz bei DIN-ISO-Mode)
Gibt es eine gültige D-Nummer des aktuellen Werkzeugs, wird diese zusätz‐
lich angezeigt.
Ø Durchmesser des aktuellen Werkzeugs
R Radius des aktuellen Werkzeugs
L Länge des aktuellen Werkzeugs
Z Z-Wert des aktuellen Werkzeugs
X X-Wert des aktuellen Werkzeugs

Vorschubdaten

Anzeige Bedeutung
F
Vorschubsperre

Vorschub Istwert
Wenn mehrere Achsen verfahren, wird angezeigt bei:
● Betriebsart "JOG": Achsvorschub der fahrenden Achse
● Betriebsart "MDA" und "AUTO": Programmierter Achsvorschub
Eilgang G0 ist aktiv
0.000 Kein Vorschub ist aktiv
Override Anzeige in Prozent

Spindeldaten

Anzeige Bedeutung
S
S1 Spindelauswahl, Kennzeichnung mit Spindelnummer und Hauptspindel
Drehzahl Istwert (wenn Spindel dreht, Anzeige größer)
Sollwert (wird immer angezeigt, auch beim Positionieren)
Symbol Spindelzustand
Spindel nicht freigegeben
Spindel dreht rechts
Spindel dreht links
Spindel steht still

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 45
Einführung
2.4 Bedienoberfläche

Anzeige Bedeutung
Override Anzeige in Prozent
Spindelauslastung Anzeige zwischen 0 und 100 %
Der obere Grenzwert kann größer als 100 % sein.
Beachten Sie dazu die Angaben des Maschinenherstellers.

Hinweis
Anzeige von logischen Spindeln
Wenn der Spindelumsetzer aktiv ist, werden im Werkstückkoordinatensystem logische
Spindeln angezeigt. Bei der Umschaltung ins Maschinenkoordinatensystem werden die
physikalischen Spindeln angezeigt.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

2.4.5 Aktuelle Satzanzeige


Im Fenster der aktuellen Satzanzeige erhalten Sie eine Anzeige der momentan in Abarbeitung
befindlichen Programmsätze.

Darstellung des aktuellen Programms


Bei laufendem Programm erhalten Sie folgende Informationen:
● In der Titelzeile wird der Werkstück- bzw. Programmname angegeben.
● Der Programmsatz, der gerade abgearbeitet wird, ist farblich hinterlegt.

Darstellung der Bearbeitungszeiten


Wenn Sie in den Einstellungen für den Automatikbetrieb festlegen, dass Bearbeitungszeiten
erfasst werden, werden die gemessenen Zeiten am Ende der Zeile folgendermaßen
dargestellt:

Darstellung Bedeutung
Hellgrün hinterlegt Gemessene Bearbeitungszeit des Programmsatzes (Automatikbetrieb)

Grün hinterlegt Gemessene Bearbeitungszeit des Programmblocks (Automatikbetrieb)

Hellblau hinterlegt Geschätzte Bearbeitungszeit des Programmsatzes (Simulation)

Fräsen
46 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Einführung
2.4 Bedienoberfläche

Darstellung Bedeutung
Blau hinterlegt Geschätzte Bearbeitungszeit des Programmblocks (Simulation)

Gelb hinterlegt Wartezeit (Automatikbetrieb oder Simulation)

Hervorhebung ausgewählter G-Code-Befehle oder Schlüsselwörter


In den Einstellungen des Programmeditors legen Sie fest, ob ausgewählte G-Code-Befehle
farblich hervorgehoben werden. Standardmäßig werden dann folgende Farbkodierungen
genutzt:

Darstellung Bedeutung
Blaue Schrift D-, S-, F-, T-, M- und H-Funktionen

Rote Schrift Bewegungsbefehl "G0"

Grüne Schrift Bewegungsbefehl "G1"

Blaugrüne Schrift Bewegungsbefehl "G2" oder "G3"

Graue Schrift Kommentar

Maschinenhersteller
In der Konfigurationsdatei "sleditorwidget.ini" haben Sie die Möglichkeit, weitere Her‐
vorhebungen zu definieren.
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 47
Einführung
2.4 Bedienoberfläche

Programm direkt Editieren


Im Reset-Zustand haben Sie die Möglichkeit, das aktuelle Programm direkt zu editieren.

1. Drücken Sie die Taste <INSERT>.

2. Positionieren Sie den Cursor an die gewünschte Stelle und editieren Sie
den Programmsatz.
Das direkte Editieren ist nur für G-Codesätze im NC-Speicher möglich,
nicht bei Abarbeiten von extern.
3. Drücken Sie die Taste <INSERT>, um das Programm und den Editier-
Modus wieder zu verlassen.

Siehe auch
Einstellung für den Automatikbetrieb (Seite 231)

2.4.6 Bedienung über Softkeys und Tasten


Bedienbereiche / Betriebsarten
Die Bedienoberfläche besteht aus verschiedenen Fenstern, in denen es jeweils 8 horizontale
und 8 vertikale Softkeys gibt.
Die Softkeys bedienen Sie über die Tasten, die sich neben den Softkeys befinden.
Über die Softkeys können Sie jeweils ein neues Fenster aufblenden oder Funktionen
ausführen.
Die Bedien-Software gliedert sich in 6 Bedienbereiche (Maschine, Parameter, Programm,
Programm-Manager, Diagnose, Inbetriebnahme) und in 5 Betriebsarten bzw.
Unterbetriebsarten (JOG, MDA, AUTO, TEACH IN, REF POINT, REPOS).

Bedienbereich wechseln

Drücken Sie die Taste <MENU SELECT> und wählen Sie über die horizontale
Softkeyleiste den gewünschten Bedienbereich.

Den Bedienbereich "Maschine" können Sie auch direkt über die Taste auf der Bedientafel
aufrufen.

Drücken Sie die Taste <MACHINE>, um den Bedienbereich "Maschine" zu


wählen.

Fräsen
48 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Einführung
2.4 Bedienoberfläche

Betriebsart wechseln
Eine Betriebsart bzw. Unterbetriebsart können Sie direkt über die Tasten auf der
Maschinensteuertafel oder über die vertikalen Softkeys im Grundmenü anwählen.

Allgemeine Tasten und Softkeys

Wenn auf der Bedienoberfläche in der Dialogzeile rechts das Symbol er‐
scheint, können Sie innerhalb eines Bedienbereichs die horizontale Softkey‐
leiste ändern. Drücken Sie hierfür die Menüfortschalt-Taste.
Das Symbol zeigt an, dass Sie sich in der erweiterten Softkeyleiste befin‐
den.
Bei nochmaligem Drücken der Taste erscheint wieder die ursprüngliche hori‐
zontale Softkeyleiste.
Mit dem Softkey ">>" öffnen Sie eine neue vertikale Softkeyleiste.

Mit diesem Softkey "<<" gelangen Sie wieder zurück in die vorherige vertikale
Softkeyleiste.
Mit dem Softkey "Zurück" schließen Sie ein geöffnetes Fenster.

Mit dem Softkey "Abbruch" verlassen Sie ein Fenster, ohne die eingegebenen
Werte zu übernehmen und gelangen ebenfalls zurück in das übergeordnete
Fenster.
Wenn Sie alle notwendigen Parameter richtig in die Parametermaske eingege‐
ben haben, können Sie das Fenster mit dem Softkey "Übernehmen" schließen
und speichern. Die eingegebenen Werte werden in ein Programm übernommen.
Mit dem Softkey "OK" lösen Sie sofort eine Aktion aus, z.B. ein Programm um‐
benennen oder löschen.

2.4.7 Parameter eingeben oder auswählen


Beim Einrichten der Maschine und bei der Programmierung müssen Sie jeweils für
verschiedene Parameter Werte in die Eingabefelder eingeben. Die farbliche Hinterlegung der
Felder gibt Auskunft über den Zustand des Eingabefeldes.

Oranger Hintergrund Das Eingabefeld ist angewählt


Hell-oranger Hintergrund Das Eingabefeld befindet sich im Edit-Modus
Rosa Hintergrund Der eingegebene Wert ist fehlerhaft

Parameter auswählen
Bei einigen Parametern können Sie im Eingabefeld aus mehreren vorgegebenen
Möglichkeiten auswählen. In diese Felder können Sie selbst keine Werte eingeben.
Im Tooltipp wird das Auswahlsymbol angezeigt:

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 49
Einführung
2.4 Bedienoberfläche

Zugehörige Auswahlfelder
Bei verschiedenen Parametern gibt es Auswahlfelder:
● Auswahl zwischen Einheiten
● Umschalten zwischen Absolut- und Inkrementalmaß

Vorgehensweise

1. Drücken Sie die Taste <SELECT> so oft, bis die gewünschte Einstellung,
bzw. Einheit gewählt ist.

Die Taste <SELECT> ist nur wirksam, wenn mehrere Auswahlmöglich‐


keiten bestehen.
- ODER -
Drücken Sie die Taste <INSERT>.
Die Auswahlmöglichkeiten werden in einer Liste angezeigt.
2. Mit den Tasten <Cursor unten> und <Cursor oben> wählen Sie die ge‐
wünschte Einstellung.

3. Geben Sie bei Bedarf im zugehörigen Eingabefeld einen Wert ein.


4. Drücken Sie die Taste <INPUT>, um die Parametereingabe abzuschlie‐
ßen.

Parameter ändern oder berechnen


Möchten Sie einen Wert in einem Eingabefeld nicht vollständig überschreiben, sondern nur
einzelne Zeichen ändern, können Sie in den Einfügemodus wechseln.
In diesem Modus können Sie auch einfache Rechenausdrücke eingeben, ohne explizit den
Taschenrechner aufzurufen. Sie können die vier Grundrechenarten ausführen, mit
geklammerten Ausdrücken arbeiten sowie Wurzelziehen und Quadrat bilden.

Hinweis
Wurzelziehen und Quadrat bilden
In den Parametermasken der Zyklen und Funktionen im Bedienbereich "Programm" stehen
Ihnen die Funktionen Wurzelziehen und Quadrat bilden nicht zur Verfügung.

Fräsen
50 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Einführung
2.4 Bedienoberfläche

Drücken Sie die Taste <INSERT>.


Der Einfügemodus ist aktiviert.
Mit den Tasten <Cursor links> und <Cursor rechts> können Sie sich in‐
nerhalb des Eingabefeldes bewegen.

Mit den Tasten <BACKSPACE> und <DEL> können Sie einzelne Zeichen
löschen.

+ <*> Mit den Tasten <SHIFT> + <*> geben Sie das Multiplikationszeichen ein.

+ </> Mit den Tasten <SHIFT> + </> geben Sie das Divisionszeichen ein.

Mit den Tasten <SHIFT> + <(> und <SHIFT> + <)> geben Sie Klammer‐
ausdrücke ein.

+ <)>

+ <Zahl> Geben Sie "r" oder "R" sowie die Zahl x ein, aus der Sie die Wurzel ziehen
5 wollen.

+ <Zahl> Geben Sie "s" oder "S" sowie die Zahl x ein, mit der Sie das Quadrat bilden
6 wollen.

Mit der Taste <INPUT> schließen Sie die Werteingabe ab und das Er‐
gebnis wird im Feld übernommen.

Parameter übernehmen
Wenn Sie alle notwendigen Parameter richtig eingegeben haben, können Sie das Fenster
schließen und speichern.
Sie können die Parameter nicht übernehmen, solange Sie diese unvollständig oder grob
fehlerhaft eingegeben haben. In der Dialogzeile können Sie dann sehen, welche Parameter
fehlen oder fehlerhaft eingegeben wurden.

Drücken Sie den Softkey "OK".

- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 51
Einführung
2.4 Bedienoberfläche

2.4.8 Taschenrechner

Vorgehensweise

1. Positionieren Sie den Cursor auf das gewünschte Eingabefeld.


2. Drücken Sie die Taste <=>.

Der Taschenrechner wird eingeblendet.


3. Geben Sie die Rechenanweisung ein.
Sie können die Rechensymbole, Zahlen und Kommas verwenden.
4. Drücken Sie das Istgleich-Zeichen des Taschenrechners.

- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Berechnen".

- ODER -
Drücken Sie die Taste <INPUT>.
Der Wert wird berechnet und im Eingabefeld des Taschenrechners an‐
gezeigt.
5. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".
Der errechnete Wert wird in das Eingabefeld des Fensters übernommen
und angezeigt.

Hinweis
Eingabefolge bei Funktionen
Wenn Sie die Funktionen Wurzelziehen bzw. Quadrat bilden verwenden, achten Sie darauf,
dass Sie zunächst die Funktionstasten "R" bzw. "S" drücken, bevor Sie die Zahlen eingeben.

2.4.9 Kontextmenü
Bei Klick auf die rechte Maustaste öffnet sich das Kontextmenü und bietet folgende Funktionen
an:
● Ausschneiden
Cut Ctrl+X
● Kopieren
Copy Ctrl+C
● Einfügen
Paste Ctrl+V

Fräsen
52 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Einführung
2.4 Bedienoberfläche

Programmeditor
Im Editor stehen Ihnen zusätzliche Funktionen zur Verfügung
● Letzte Änderung rückgängig machen
Undo Ctrl+Z
● Rückgängig gemachte Änderungen wieder ausführen
Redo Ctrl+Y
Es können bis zu 50 Änderungen rückgängig gemacht werden.

2.4.10 Touch-Bedienung
Verfügen Sie über eine Bedientafel mit Touch Screen, haben Sie die Möglichkeit, folgende
Funktionen über Touch-Bedienung auszuführen:

Bedienbereichswechsel

Durch Touch-Bedienung des Anzeigesymbols für den aktiven Bedienbereich in


der Statusanzeige blenden Sie das Bedienbereichsmenü ein.

Kanalumschaltung

Durch Touch-Bedienung der Kanalanzeige in der Statusanzeige schalten


Sie auf den nächsten Kanal um.

2.4.11 Sprache der Bedienoberfläche umstellen

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Inbetriebnahme" an.

2. Drücken Sie den Softkey "Change language".


Das Fenster "Sprachauswahl" wird geöffnet. Die zuletzt eingestellte Spra‐
che ist angewählt.
3. Positionieren Sie den Cursor auf die gewünschte Sprache.
4. Drücken Sie den Softkey "OK ".

- ODER -

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 53
Einführung
2.4 Bedienoberfläche

Drücken Sie die Taste <INPUT>.

Die Bedienoberfläche wird in die gewählte Sprache umgestellt.

Hinweis
Sprache aus Eingabemasken direkt umschalten
Sie haben die Möglichkeit, direkt aus der Bedienoberfläche heraus zwischen den an der
Steuerung zur Verfügung stehenden Oberflächensprachen zu wechseln, indem Sie die
Tastenkombination <CTRL + L> drücken.

2.4.12 Chinesische Schriftzeichen eingeben

2.4.12.1 Funktion - Eingabeeditor


Mit dem Eingabeeditor IME (Input Method Editor) können Sie asiatische Schriftzeichen
auswählen, deren Laute Sie eingeben. Diese Schriftzeichen werden in die Bedienoberfläche
übernommen.

Hinweis
Aufruf Eingabeeditor mit <Alt + S>
Der Eingabeeditor kann nur dort aufgerufen werden, wo die Eingabe asiatischer Schriftzeichen
zulässig ist.

Der Editor steht für folgende asiatische Sprachen zur Verfügung:


● Simplified Chinese
● Traditional Chinese

Eingabearten

Eingabeart Beschreibung
Pinyin-Eingabe Lateinische Buchstaben werden so zusammengesetzt, dass der Laut des Schriftzei‐
chens wiedergegeben wird.
Der Editor bietet alle Zeichen aus dem Wörterbuch zur Auswahl an.
Zhuyin-Eingabe Nichtlateinische Zeichen werden so zusammengesetzt, dass der Laut des Schriftzei‐
(nur Traditional Chinese) chens wiedergegeben wird.
Der Editor bietet alle Schriftzeichen aus dem Wörterbuch zur Auswahl an.
Eingabe lateinischer Buchstaben Die eingegebenen Zeichen werden direkt in das Eingabefeld übernommen, aus dem
der Editor aufgerufen wurde.

Fräsen
54 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Einführung
2.4 Bedienoberfläche

Aufbau des Editors

/DXWDXVZDKODXV /HUQIXQNWLRQGHV:¸UWHUEXFKV )XQNWLRQVDXVZDKO


:¸UWHUEXFK

$QJHERWHQH6FKULIW]HLFKHQ /DXWHLQJDEH

Bild 2-4 Beispiel: Pinyin-Eingabe

/DXWDXVZDKODXV $QJHERWHQH6FKULIW]HLFKHQ )XQNWLRQVDXVZDKO


:¸UWHUEXFK I¾U(LQJDEHIHOG

$QJHERWHQH=HLFKHQ I¾U/DXWHLQJDEH /DXWHLQJDEH

Bild 2-5 Beispiel: Zhuyin-Eingabe

Funktionen

Pinyin-Eingabe
Eingabe von lateinischen Buchstaben
Bearbeitung des Wörterbuchs

Wörterbücher
Die mitgelieferten Wörterbücher für Simplified Chinese und Traditional Chinese können
erweitert werden:
● Wenn Sie neue Laute eingeben, bietet der Editor eine neue Zeile an. Der eingegebene
Laut wird in bekannte Laute zerlegt. Für jeden Bestandteil wählen Sie das zugehörige
Schriftzeichen. In der zusätzlichen Zeile werden die zusammengesetzten Zeichen
angezeigt. Mit der Taste <Input> übernehmen Sie das neue Wort in das Wörterbuch und
in das Eingabefeld.
● Sie können neue Laute mit jedem Unicode Editor in eine Textdatei erfassen. Beim nächsten
Start des Eingabeeditors werden diese Laute in das Wörterbuch importiert.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 55
Einführung
2.4 Bedienoberfläche

2.4.12.2 Chinesische Schriftzeichen eingeben

Voraussetzung
Die Steuerung ist auf die chinesische Sprache umgestellt.

Vorgehen

Schriftzeichen editieren mit der Pinyin-Methode


1. Öffnen Sie die Maske und positionieren Sie den Cursor auf das Einga‐
$ befeld.
Drücken Sie die Tasten <Alt +S>.
+
Der Editor wird eingeblendet.

2. Geben Sie den gewünschten Laut in lateinischen Buchstaben ein. Bei


Traditional Chinese nutzen Sie das obere Eingabefeld.
3. Drücken Sie die Taste <Cursor unten>, um in das Wörterbuch zu gelan‐
gen.

4. Durch weiteres Drücken der Taste <Cursor unten> lassen Sie sich alle
eingetragenen Laute und die dazugehörige Auswahl an Schriftzeichen
anzeigen.
5. Drücken Sie die Taste <BACKSPACE>, um eingegebene Laute zu lö‐
schen.

6. Drücken Sie die Nummerntaste, um das dazugehörige Schriftzeichen


einzufügen.
Wird ein Zeichen ausgewählt, speichert der Editor die Auswahlhäufigkeit
lautspezifisch und bietet diese Zeichen nach wiederholtem Öffnen des
Editors vorrangig an.
Schriftzeichen editieren mit der Zhuyin-Methode (nur Traditional Chinese)
1. Öffnen Sie die Maske und positionieren Sie den Cursor auf das Einga‐
$ befeld.
Drücken Sie die Tasten <Alt +S>.
+
Der Editor wird eingeblendet.

2. Geben Sie den gewünschten Laut mithilfe des Ziffernblocks ein.


Jeder Ziffer sind eine Anzahl von Buchstaben zugeordnet, die durch das
ein- oder mehrmalige Betätigen der Zifferntaste ausgewählt werden kön‐
nen.
3. Drücken Sie die Taste <Cursor unten>, um in das Wörterbuch zu gelan‐
gen.

Fräsen
56 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Einführung
2.4 Bedienoberfläche

4. Durch weiteres Drücken der Taste <Cursor unten> lassen Sie sich alle
eingetragenen Laute und die dazugehörige Auswahl an Schriftzeichen
anzeigen.
5. Drücken Sie die Taste <BACKSPACE>, um eingegebene Laute zu lö‐
schen.

6. Drücken Sie die Tasten <Cursor rechts> oder <Cursor links>Nummern‐


taste, um das dazugehörige Schriftzeichen auszuwählen.

7. Drücken Sie die Taste <Input>, um das Schriftzeichen einzufügen.

2.4.12.3 Wörterbuch bearbeiten

Lernfunktion des Eingabeeditors

Voraussetzung:
Die Steuerung ist auf die chinesische Sprache umgestellt.
Im Eingabeeditor wurde ein unbekannter Laut eingegeben.

1. Der Editor bietet eine weitere Zeile an, in der die zusammengesetzten
Schriftzeichen und Laute angezeigt werden.
Im Feld für die Lautauswahl aus dem Wörterbuch wird der erste Teil des
Lauts angezeigt. Zu diesem Laut werden verschiedene Schriftzeichen
angeboten.
2. Drücken Sie die Nummerntaste, um das dazugehörige Schriftzeichen in
der zusätzlichen Zeile einzufügen.
Im Feld für die Lautauswahl aus dem Wörterbuch wird der nächste Teil
des Lauts angezeigt.
3. Wiederholen Sie Schritt 2., bis der gesamte Laut zusammengesetzt wur‐
de.
Drücken Sie die Taste <TAB>, um zwischen dem Feld zusammenge‐
setzte Laute und Lauteingabe zu wechseln.
Zusammengesetzte Schriftzeichen können über die Taste <BACK‐
SPACE> gelöscht werden.

4. Drücken Sie die Taste <Input>, um den zusammengesetzten Laut ins


Wörterbuch und in das Eingabefeld zu übernehmen.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 57
Einführung
2.4 Bedienoberfläche

Wörterbücher importieren
Ein Wörterbuch kann mit jedem Unicode Editor erstellt werden, indem der Pinyin-Lautschrift
die entsprechenden chinesischen Zeichen angefügt werden. Wenn die Lautschrift mehrere
chinesische Zeichen beinhaltet, darf die Zeile keine weitere Entsprechung enthalten. Falls
mehrere Entsprechungen zu einer Lautschrift existieren, müssen diese zeilenweise im
Wörterbuch angegeben werden. Ansonsten können mehrere Zeichen pro Zeile angegeben
werden.
Die erstellte Datei ist im UTF8-Format unter dem Namen dictchs.txt (vereinfachtes Chinesisch)
oder dictcht.txt (traditionelles Chinesisch) zu speichern.
Zeilenaufbau:
Pinyin Lautschrift <TAB> chinesische Zeichen <LF>
ODER
Pinyin Lautschrift <TAB> chinesisches Zeichen1<TAB> chinesisches Zeichen2 <TAB> …
<LF>
<TAB> - Tabulator
<LF> - Zeilenumbruch
Legen Sie das erstellte Wörterbuch in einem der folgenden Pfade ab:
../user/sinumerik/hmi/ime/
../oem/sinumerik/hmi/ime/
Mit dem nächsten Aufruf des chinesischen Editors fügt dieser den Inhalt des Wörterbuchs in
das Systemwörterbuch ein.
Beispiel:

Fräsen
58 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Einführung
2.4 Bedienoberfläche

2.4.13 Koreanische Schriftzeichen eingeben


Mit dem Eingabeeditor IME (Input Method Editor) können Sie koreanische Schriftzeichen in
Eingabefelder einfügen.

Hinweis
Zur Eingabe von koreanischen Schriftzeichen benötigen Sie eine spezielle Tastatur. Wenn
diese nicht zur Verfügung steht, können Sie die Zeichen mithilfe einer Matrix eingeben.

Koreanische Tastatur
Zur Eingabe von koreanischen Schriftzeichen benötigen Sie eine Tastatur mit der unten
dargestellten Tastaturbelegung. Diese Tastatur entspricht bezüglich der Tastenbelegung einer
englischen QWERTY- Tastatur, wobei die erhaltenen Events in Silben zusammengefasst
werden müssen.

Aufbau des Editors

Funktionen

Schriftzeichen mithilfe einer Matrix editieren


Schriftzeichen mit der Tastatur editieren

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 59
Einführung
2.4 Bedienoberfläche

Eingabe koreanischer Zeichen


Eingabe lateinischer Buchstaben

Voraussetzung
Die Steuerung ist auf die koreanische Sprache umgestellt.

Vorgehen

Schriftzeichen mit der Tastatur editieren


1. Öffnen Sie die Maske und positionieren Sie den Cursor auf das Einga‐
$ befeld.
Drücken Sie die Tasten <Alt +S>.
+
Der Editor wird eingeblendet.

2. Wechseln Sie in das Auswahlfeld "Tastatur - Matrix".

3. Wählen Sie die Tastatur aus.

4. Wechseln Sie in das Funktionsauswahlfeld.

5. Wählen Sie die Eingabe von koreanischen Zeichen aus.

6. Geben Sie die gewünschten Zeichen ein.


7. Drücken Sie die Taste <Input>, um die Schriftzeichen in das Eingabefeld
einzufügen.

Schriftzeichen mithilfe einer Matrix editieren


1. Öffnen Sie die Maske und positionieren Sie den Cursor auf das Einga‐
$ befeld.
Drücken Sie die Tasten <Alt +S>.
+
Der Editor wird eingeblendet.

2. Wechseln Sie in das Auswahlfeld "Tastatur - Matrix".

3. Wählen Sie die "Matrix" aus.

Fräsen
60 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Einführung
2.4 Bedienoberfläche

4. Wechseln Sie in das Funktionsauswahlfeld.

5. Wählen Sie die Eingabe von koreanischen Zeichen aus.

6. Geben Sie die Nummer der Zeile ein, in der sich das gewünschte Zeichen
befindet.
Die Zeile wird farblich hervorgehoben.
7. Geben Sie die Nummer der Spalte ein, in der sich das gewünschte Zei‐
chen befindet.
Die Zeichen wird kurzzeitig farblich hervorgehoben und in das Feld
Schriftzeichen übernommen.
Drücken Sie die Taste <BACKSPACE>, um eingegebene Laute zu lö‐
schen.

8. Drücken Sie die Taste <Input>, um das Schriftzeichen in das Eingabefeld


einzufügen.

2.4.14 Schutzstufen
Das Eingeben bzw. Verändern von Daten der Steuerung ist an sensiblen Stellen durch ein
Kennwort geschützt.

Zugriffsschutz über Schutzstufen


Das Eingeben bzw. Verändern von Daten bei folgenden Funktionen ist von der eingestellten
Schutzstufe abhängig:
● Werkzeugkorrekturen
● Nullpunktverschiebungen
● Settingdaten
● Programmerstellung / Programmkorrektur
Hinweis
Zugriffsstufen für Softkeys projektieren
Sie haben die Möglichkeit, Softkeys mit Schutzstufen zu versehen oder ganz auszublenden.

Literatur
Weitere Informationen entnehmen Sie folgender Literatur:
Inbetriebnahmehandbuch SINUMERIK Operate (IM9) / SINUMERIK 840D sl

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 61
Einführung
2.4 Bedienoberfläche

Softkeys

Bedienbereich Maschine Schutzstufe


Anwender
(Schutzstufe 3)

Bedienbereich Parameter Schutzstufe


Listen der Werkzeugverwaltung
Schlüsselschalter 3
(Schutzstufe 4).

Bedienbereich Diagnose Schutzstufe


Schlüsselschalter 3
(Schutzstufe 4)
Anwender
(Schutzstufe3 )
Anwender
(Schutzstufe3 )
Hersteller
(Schutzstufe 1)
Anwender
(Schutzstufe3 )
Service
(Schutzstufe 2)

Bedienbereich Inbetriebnahme Schutzstufen


Anwender
(Schutzstufe 3)
Schlüsselschalter 3
(Schutzstufe 4)
Schlüsselschalter 3
(Schutzstufe 4)
Schlüsselschalter 3
(Schutzstufe 4)
Schlüsselschalter 3
(Schutzstufe 4)
Anwender
(Schutzstufe 3)

Fräsen
62 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Einführung
2.4 Bedienoberfläche

Bedienbereich Inbetriebnahme Schutzstufen


Anwender
(Schutzstufe 3)
Anwender
(Schutzstufe 3)

2.4.15 Online-Hilfe in SINUMERIK Operate


In der Steuerung ist eine umfangreiche kontextsensitive Online-Hilfe hinterlegt.
● Für jedes Fenster erhalten Sie eine Kurzbeschreibung sowie ggf. eine Schritt-für-
Schrittanleitung für Bedienabläufe
● Im Editor erhalten Sie zu jedem eingegebenen G-Code eine detaillierte Hilfe. Sie haben
zusätzlich die Möglichkeit, sich alle G-Funktionen anzeigen zu lassen und einen
ausgewählten Befehl direkt aus der Hilfe in den Editor zu übernehmen.
● In der Zyklenprogrammierung erhalten Sie in der Eingabemaske eine Hilfeseite mit
sämtlichen Parametern.
● Listen der Maschinendaten
● Listen der Settingdaten
● Listen der Antriebsparameter
● Liste aller Alarme

Vorgehensweise

Kontextsensitive Online-Hilfe aufrufen


1. Sie befinden sich in einem beliebigen Fenster eines Bedienbereiches.
2. Drücken Sie die Taste <HELP> oder bei einer MF2-Tastatur die Taste
<F12>.
Die Hilfe-Seite des aktuell angewählten Fensters wird in einer Teilbildan‐
zeige geöffnet.
3. Drücken Sie den Softkey "Vollbild", um die gesamte Oberfläche für die
Anzeige der Online-Hilfe zu nutzen.
Drücken Sie den Softkey "Vollbild" erneut, um zur Teilbildanzeige zu‐
rückzukehren.
4. Werden weitere Hilfen zur Funktion, bzw. zu verwandten Themen ange‐
boten, positionieren Sie den Cursor auf den gewünschten Link und drü‐
cken Sie den Softkey "Verweis folgen".
Die gewählte Hilfe-Seite wird angezeigt.
5. Drücken Sie den Softkey "Verweis zurück", um in die vorhergehende Hilfe
zurückzuspringen.

Thema in Inhaltsverzeichnis aufrufen

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 63
Einführung
2.4 Bedienoberfläche

1. Drücken Sie den Softkey "Inhaltsverzeichnis".


Je nachdem, in welcher Technologie Sie sich befinden, erhalten Sie die
Bedienhandbücher "Bedienen Fräsen", "Bedienen Drehen" bzw. "Bedie‐
nen Universal", sowie das Programmierhandbuch "Programmieren" an‐
gezeigt.
2. Wählen Sie mit Hilfe der Tasten <Cursor unten> und <Cursor oben> das
gewünschte Buch.

3 Drücken Sie die Taste <Cursor rechts>, bzw. <INPUT> oder Doppelkli‐
cken Sie, um das Buch und die Kapitel zu öffnen.

4. Navigieren Sie mit der Taste "Cursor unten" zum gewünschten Thema.

5. Drücken den Softkey "Verweis folgen" oder die Taste <INPUT>, um die
Hilfeseite zum gewählten Thema anzeigen zu lassen.

6. Drücken Sie den Softkey "Aktuelles Thema", um wieder in die ursprüng‐


liche Hilfe zu gelangen.

Thema suchen
1. Drücken Sie den Softkey "Suchen".
Das Fenster "Suchen in Hilfe nach: " wird geöffnet.
2. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen "Volltext", um in allen Hilfeseiten zu
suchen.
Aktivieren Sie das Kontrollkästchen nicht, wird im Inhaltsverzeichnis so‐
wie im Index gesucht.
3. Geben Sie in das Feld "Text" das gewünschte Stichwort ein und drücken
Sie den Softkey "OK".
Geben Sie den Suchbegriff an der Bedientafel ein, ersetzen Sie einen
Umlaut durch ein Sternchen (*) als Platzhalter.
Alle eingegebenen Begriffe und Sätze werden mit einer UND-Verknüp‐
fung gesucht. Es werden damit nur Dokumente und Einträge angezeigt,
die alle Suchkriterien erfüllen.
4. Um sich nur den Index von Bedien- und Programmierhandbuch anzeigen
zu lassen, drücken Sie den Softkey "Stichwortverzeichnis".

Alarm-Beschreibungen und Maschinendaten anzeigen lassen

Fräsen
64 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Einführung
2.4 Bedienoberfläche

1. Stehen in den Fenstern "Alarme", "Meldungen", bzw. "Alarmprotokoll"


Meldungen bzw. Alarme an, positionieren Sie den Cursor auf die fragliche
Anzeige und drücken Sie die Taste <HELP> oder die Taste <F12>.
Die zugehörige Alarm-Beschreibung wird angezeigt.
2. Befinden Sie sich im Bedienbereich "Inbetriebnahme" in den Fenstern
zur Anzeige der Maschinen-, Setting- und Antriebsdaten, positionieren
Sie den Cursor auf das gewünschte Maschinendatum, bzw. Antriebspa‐
rameter und drücken Sie die Taste <HELP> oder die Taste <F12>.
Die zugehörige Datenbeschreibung wird angezeigt.

G-Code-Befehl im Editor anzeigen und einfügen


1. Ein Programm ist im Editor geöffnet.
Positionieren Sie den Cursor auf den gewünschten G-Code-Befehl und
drücken Sie die Taste <HELP> oder die Taste <F12>.
Die zugehörige G-Code-Beschreibung wird angezeigt.
2. Drücken Sie den Softkey "Alle G-Funkt. Anzeigen".

3. Wählen Sie z.B. mit Hilfe der Suchfunktion den gewünschten G-Code-
Befehl.
4. Drücken Sie den Softkey "Übernahme in Editor".
Die gewählte G-Funktion wird an die Position des Cursors in das Pro‐
gramm übernommen.
5. Drücken Sie den Softkey "Hilfe beenden", um die Hilfe zu beenden.

Siehe auch
Weitere Funktionen in den Eingabemasken (Seite 272)

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 65
Einführung
2.4 Bedienoberfläche

Fräsen
66 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Bedienen mit Gesten (840D sl) 3
3.1 Übersicht
Die Bedienung von SINUMERIK Operate auf einem Multitouch-Panel wird durch die Nutzung
von Fingergesten schneller. Sämtliche Aktionen werden über Fingergesten ausgeführt
werden.

Software-Option
Für die Bedienung des Multitouch-Panels benötigen Sie die Option "SINUMERIK extended
touch".

Multitouch-Panels
Bei folgenden Bedientafelfronten ist die Bedienung über Gesten möglich:
● SINUMERIK OP 015 Black
● SINUMERIK OP 019 Black

Verwendung von Handschuhen


Verwenden Sie zum Bedienen der berührungssensitiven Glasoberfläche möglichst keine
dicken Handschuhe.
Tragen Sie Handschuhe aus Baumwolle oder Handschuhe für berührungssensitive
Glasoberflächen mit kapazitiver Berührungsfunktion.
Folgende Handschuhe ermöglichen die Bedienung der berührungssensitiven Glasoberfläche
des Operator Panel:
● Dermatril L
● Camatril Velours Art. 730
● Uvex Profas Profi ENB 20A
● Comasec PU 900 (4342)
● Camapur Comfort Art. 619
● Camapur Comfort Antistatik Art 625
● KCL Men at Work Art. 301
● Carex Art. 1505 / k (Leder)
● Thermoplus KCL Art. 955
● Mehrweg-Handschuhe Mittel Weiß Baumwolle: BM Polyco (RS Best.-Nr. 562-952)

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 67
Bedienen mit Gesten (840D sl)
3.2 Fingergesten

Hinweis
Bedienung mit dickeren Handschuhe
Die Liste der empfohlenen Handschuhe enthält auch dickere Arbeitshandschuhe.
Um mit den Arbeitshandschuhen das Touch-Panel zu bedienen, drücken Sie etwas mehr
Druck aus.

Literatur
Weitere Hinweise zur Bedienung der Multitouch-Panels entnehmen Sie bitte folgender
Literatur:
Gerätehandbuch Bedientafelfront: OP 015 black bzw. Gerätehandbuch Bedientafelfront: OP
019 black; SINUMERIK 840D sl

3.2 Fingergesten

Antippen (Tap)
● Fenster auswählen
● Objekt auswählen (z.B. NC-Satz)
● Eingabefeld aktivieren
– Wert eingeben bzw. überschreiben
– Erneut tippen zum Ändern des Werts

Vertikal Wischen mit 1 Finger (Flick)


● Scrollen in Listen (z.B. Programme, Werkzeuge,
Nullpunkte
● Scrollen in Dateien (z.B. NC-Programm)

Vertikal Wischen mit 2 Fingern (Flick)


● Seitenweise Scrollen in Listen (z.B. NPV)
● Seitenweise Scrollen in Dateien (z.B. NC-Programme)

Fräsen
68 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Bedienen mit Gesten (840D sl)
3.2 Fingergesten

Vertikal Wischen mit 3 Fingern (Flick)


● An Anfang oder Ende von Listen scrollen
● An Anfang oder Ende von Dateien scrollen

Horizontes Wischen mit 1 Finger (Flick)


● Scrollen in Listen mit vielen Spalten

Vergrößern (Spread)
● Vergrößern von Grafikinhalten (z.B. Simulation,
Formenbauansicht)

Verkleinern (Pinch)
● Verkleinern von Grafikinhalten (z.B. Simulation,
Formenbauansicht)

Verschieben mit 1 Finger (Pan)


● Verschieben von Grafikinhalten (z.B. Simulation,
Formenbauansicht)
● Verschieben von Listeninhalten

Verschieben mit 2 Fingern (Pan)


● Drehen von Grafikinhalten (z.B. Simulation,
Formenbauansicht)

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 69
Bedienen mit Gesten (840D sl)
3.2 Fingergesten

Antippen und drücken


● Objekt zum Ändern öffenen (z.B. NC-Satz)

Antippen mit 2 Fingern (Tap)


● Kontextmenü aufrufen (z.B. Kopieren, Einfügen)

Antippen mit 2 Zeigefingern (Tap)


● Mit zwei Fingern gleichzeitig in die rechte und linke Ecke
tippen, um das TCU-Menü zu öffnen

Fräsen
70 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten 4
4.1 Ein- und Ausschalten

Hochlauf

Nach dem Hochlauf der Steuerung öffnet sich das Grundbild in Abhängigkeit von der vom
Maschinenhersteller vorgegebenen Betriebsart, im Regelfall ist dies das Grundbild der
Unterbetriebsart "REF POINT".

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 71
Maschine einrichten
4.2 Referenzpunkt anfahren

4.2 Referenzpunkt anfahren

4.2.1 Achsen referenzieren


Ihre Werkzeugmaschine kann mit einem absoluten oder inkrementalen Wegmesssystem
ausgestattet sein. Eine Achse mit inkrementalem Wegmesssystem muss nach dem
Einschalten der Steuerung referenziert werden, eine absolute dagegen nicht.
Beim inkrementalen Wegmesssystem müssen alle Maschinenachsen daher zunächst einen
Referenzpunkt anfahren, dessen Koordinaten bezogen auf den Maschinennullpunkt bekannt
sind.

Reihenfolge
Die Achsen müssen sich vor dem Referenzpunktfahren auf einer Position befinden, von wo
aus der Referenzpunkt kollisionsfrei angefahren werden kann.
Die Achsen können, abhängig von den Einstellungen des Maschinenherstellers auch alle
gleichzeitig den Referenzpunkt anfahren.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

ACHTUNG
Kollisionsgefahr
Falls die Achsen nicht auf einer kollisionsfreien Position stehen, müssen Sie die Achsen in
der Betriebsart "JOG" bzw. "MDA" zunächst entsprechend positionieren.
Achten Sie dabei unbedingt auf die Achsbewegungen direkt an der Maschine!
Ignorieren Sie die Istwertanzeige, solange die Achsen nicht referenziert sind!
Software-Endschalter sind nicht wirksam!

Vorgehensweise

1. Drücken Sie die Taste <JOG>.

2. Drücken Sie die Taste <REF. POINT>.

3. Wählen Sie die zu verfahrende Achse an.


;

Fräsen
72 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten
4.2 Referenzpunkt anfahren


4. Drücken Sie die Tasten <-> bzw. <+>.
Die angewählte Achse fährt auf den Referenzpunkt.
Haben Sie die falsche Richtungstaste gedrückt, wird die Bedienung nicht
 angenommen, es erfolgt keine Bewegung.

Neben der Achse wird ein Symbol eingeblendet, wenn diese den Refe‐
renzpunkt erreicht hat.

Nach Erreichen des Referenzpunktes ist die Achse referenziert. Die Istwertanzeige wird auf
den Referenzpunktwert gesetzt.
Ab diesem Zeitpunkt sind Wegbegrenzungen, wie z.B. Softwareendschalter, wirksam.
Sie beenden die Funktion über die Maschinensteuertafel durch Anwahl der Betriebsart "AUTO"
bzw. "JOG".

4.2.2 Anwenderzustimmung
Wenn Sie an Ihrer Maschine Safety Integrated (SI) einsetzen, müssen Sie beim Referenzpunkt
fahren bestätigen, dass die angezeigte aktuelle Position einer Achse mit der tatsächlichen
Position an der Maschine übereinstimmt. Diese Zustimmung ist dann Voraussetzung für
weitere Funktionen von Safety Integrated.
Die Anwenderzustimmung für eine Achse können Sie erst geben, wenn Sie die Achse vorher
auf den Referenzpunkt gefahren haben.
Die angezeigte Position der Achse bezieht sich immer auf das Maschinenkoordinatensystem
(MKS).

Option
Für die Anwenderzustimmung bei Safety Integrated benötigen Sie eine Software-Option.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine" an.

2. Drücken Sie die Taste <REF POINT>.

3. Wählen Sie die zu verfahrende Achse an.


;

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 73
Maschine einrichten
4.3 Betriebsarten


4. Drücken Sie die Tasten <-> bzw. <+>.
Die angewählte Achse fährt auf den Referenzpunkt und hält an. Die
Koordinate des Referenzpunktes wird angezeigt.
 Die Achse wird mit gekennzeichnet.

5. Drücken Sie den Softkey "Anwenderzustim.".


Das Fenster "Anwenderzustimmung" öffnet sich.
Es wird eine Liste aller Maschinenachsen mit deren aktuellen und SI-
Position angezeigt.
5. Positionieren Sie den Cursor in das Feld "Zustimmung" der gewünsch‐
ten Achse.
6. Aktivieren Sie die Zustimmung durch Drücken der Taste <SELECT>.

Die gewählte Achse ist in der Spalte "Zustimmung" durch ein Kreuz‐
symbol als "sicher referiert" gekennzeichnet.
Durch nochmaliges Drücken der Taste <SELECT> deaktivieren Sie die
Zustimmung wieder.

4.3 Betriebsarten

4.3.1 Allgemein
Sie können unter drei verschiedenen Betriebsarten arbeiten.

Betriebsart "JOG"
Die Betriebsart "JOG" ist für folgende vorbereitende Tätigkeiten vorgesehen:
● Referenzpunkt anfahren, d.h. die Achse der Maschine wird referenziert
● Maschine für das Abarbeiten eines Programms im Automatikbetrieb vorbereiten, d.h.
Werkzeuge messen, Werkstück messen und ggf. im Programm verwendete
Nullpunktverschiebungen definieren
● Achsen verfahren, z.B. während einer Programmunterbrechung
● Achsen positionieren

"JOG" anwählen

Drücken Sie die Taste <JOG>.

Fräsen
74 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten
4.3 Betriebsarten

Betriebsart "REF POINT"


Die Betriebsart "REF POINT" dient zur Synchronisation von Steuerung und Maschine. Sie
fahren dazu in der Betriebsart "JOG" den Referenzpunkt an.

"REF POINT" anwählen

Drücken Sie die Taste <REF POINT>.

Betriebsart "REPOS"
Die Betriebsart "REPOS" dient dem Rückpositionieren an eine definierte Position. Sie fahren
nach einer Programmunterbrechung (z.B. zur Korrektur von Werkzeugverschleißwerten) in
der Betriebsart "JOG" das Werkzeug von der Kontur weg.
Im Istwerte-Fenster werden die in "JOG" verfahrenen Wegdifferenzen als "Repos"-
Verschiebung angezeigt.
Die "REPOS"-Verschiebung kann im Maschinenkoordinatensystem (MKS) oder im
Werkstückkoordinatensystem (WKS) angezeigt werden

"Repos" anwählen

Drücken Sie die Taste <REPOS>.

Betriebsart "MDA" (Manual Data Automatic)


In der Betriebsart "MDA" können Sie satzweise G-Code-Befehle eingeben und abarbeiten
lassen, um die Maschine einzurichten oder Einzelaktionen durchzuführen.

"MDA" anwählen

Drücken Sie die Taste <MDA>.

Betriebsart "AUTO"
Im Automatikbetrieb können Sie ein Programm ganz oder nur teilweise abarbeiten.

"AUTO" anwählen

Drücken Sie die Taste <AUTO>.

Betriebsart "TEACH IN"


"TEACH IN" steht Ihnen in der Betriebsart "AUTO" und "MDA" zur Verfügung.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 75
Maschine einrichten
4.3 Betriebsarten

Sie können dort Teileprogramme (Haupt- wie Unterprogramme) für Bewegungsabläufe oder
einfache Werkstücke durch Anfahren und Abspeichern von Positionen erstellen, verändern
und abarbeiten.

"Teach In" anwählen

Drücken Sie die Taste <TEACH IN>.

4.3.2 Betriebsartengruppen und Kanäle


Jeder Kanal verhält sich wie eine eigenständige NC. Es kann je Kanal maximal ein
Teileprogramm abgearbeitet werden.
● Steuerung mit 1 Kanal
Es existiert eine Betriebsartengruppe.
● Steuerung mit mehreren Kanälen
Kanäle können zu mehreren Betriebsartengruppen zusammengefasst werden.

Beispiel
Steuerung mit 4 Kanälen, wobei in 2 Kanälen bearbeitet und in 2 weiteren Kanälen der
Transport neuer Werkstücke geregelt wird.
BAG1 Kanal 1 (Bearbeitung)
Kanal 2 (Transport)
BAG2 Kanal 3 (Bearbeitung)
Kanal 4 (Transport)

Betriebsartengruppen (BAG)
Technologisch zusammengehörende Kanäle können zu einer Betriebsartengruppe (BAG)
zusammengefasst werden.
Achsen und Spindeln einer BAG können von 1 oder mehreren Kanälen gesteuert werden.
Eine BAG befindet sich entweder in der Betriebsart "Automatik", "JOG" oder "MDA", d.h.
mehrere Kanäle einer Betriebsartengruppe können gleichzeitig keine unterschiedlichen
Betriebsarten annehmen.

4.3.3 Kanalumschaltung
Bei mehreren Kanälen ist eine Kanalumschaltung möglich. Da einzelne Kanäle
unterschiedlichen Betriebsartengruppen (BAG) zugeordnet sein können, erfolgt mit der
Kanalumschaltung implizit auch eine Umschaltung auf die entsprechende BAG.
Bei vorhandenem Kanalmenü werden alle Kanäle auf Softkeys angezeigt und können so
umgeschaltet werden.

Fräsen
76 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten
4.4 Einstellungen für die Maschine

Kanal umschalten

Drücken Sie die Taste <CHANNEL>.

Es wird auf den nächsten Kanal umgeschaltet.


- ODER -
Ist das Kanalmenü vorhanden wird eine Softkeyleiste eingeblendet. Der
aktive Kanal wird hervorgehoben dargestellt.
Durch Drücken eines anderen Softkeys kann auf einen anderen Kanal
umgeschaltet werden.

Literatur
Inbetriebnahmehandbuch SINUMERIK Operate (IM9) / SINUMERIK 840D sl

Kanalumschaltung über Touch-Bedienung


Beim HT 8 sowie bei Verwendung einer Bedientafel mit Touch Screen haben Sie die
Möglichkeit in der Statusanzeige durch Touch-Bedienung der Kanalanzeige auf den nächsten
Kanal umzuschalten bzw. das Kanalmenü aufzublenden.

4.4 Einstellungen für die Maschine

4.4.1 Koordinatensystem (MKS/WKS) umschalten


Die Koordinaten in der Istwertanzeige beziehen sich entweder auf das Maschinen- oder das
Werkstückkoordinatensystem.
Standardmäßig ist als Bezug für die Istwertanzeige das Werkstückkoordinatensystem
eingestellt.
Das Maschinenkoordinatensystem (MKS) berücksichtigt im Gegensatz zum
Werkstückkoordinatensystem (WKS) keine Nullpunktverschiebungen, Werkzeugkorrekturen
und Koordinatendrehungen.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine" an.

2. Drücken Sie die Taste <JOG> oder <AUTO>.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 77
Maschine einrichten
4.4 Einstellungen für die Maschine

3. Drücken Sie den Softkey "Istwerte MKS".

Das Maschinenkoordinatensystem ist angewählt.


Der Titel des Istwerte-Fensters ändert sich in MKS.

Maschinenhersteller
Der Softkey zur Umschaltung des Koordinatensystems kann ausgeblendet sein. Be‐
achten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

4.4.2 Maßeinheit umschalten


Als Maßeinheit für die Maschine können Sie Millimeter oder Inch festlegen. Die Umschaltung
der Maßeinheit erfolgt jeweils für die gesamte Maschine. Alle erforderlichen Angaben werden
dadurch automatisch in die neue Maßeinheit umgerechnet, so z.B.:
● Positionen
● Werkzeugkorrekturen
● Nullpunktverschiebungen

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie im Bedienbereich "Maschine" die Betriebsart <JOG>, bzw.


<AUTO> an.

2. Drücken Sie die Menüfortschalt-Taste und den Softkey "Einstellungen".


Eine neue vertikale Softkeyleiste wird eingeblendet.

3. Drücken Sie den Softkey "Umschalten inch".


Es erfolgt eine Rückfrage, ob die Maßeinheit tatsächlich umgeschaltet
werden soll.
4. Drücken Sie den Softkey "OK".

Fräsen
78 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten
4.4 Einstellungen für die Maschine

Der Text des Softkeys ändert sich in "Umschalten metrisch".


Die Maßeinheit wird für die ganze Maschine angepasst.
5. Drücken Sie den Softkey "Umschalten metrisch", um die Maßeinheit der
Maschine wieder metrisch einzustellen.

4.4.3 Nullpunktverschiebung setzen


Sie haben die Möglichkeit, für die einzelnen Achsen einen neuen Positionswert in die
Istwertanzeige einzugeben, wenn eine einstellbare Nullpunktverschiebung aktiv ist.
Die Differenz zwischen Positionswert im Maschinenkoordinatensystem MKS und dem neuen
Positionswert im Werkstückkoordinatensystem WKS wird in die gerade aktive
Nullpunktverschiebung (z.B. G54) dauerhaft gespeichert.

Relativer Istwert
Sie haben darüber hinaus die Möglichkeit, Positionswerte im relativen Koordinatensystem
einzugeben.

Hinweis
Der neue Istwert wird nur angezeigt. Der relative Istwert hat keinen Einfluss auf die
Achspositionen und die aktive Nullpunktverschiebung.

Relativen Istwert zurücksetzen

Drücken Sie den Softkey "REL löschen".

Die Istwerte werden gelöscht.


Der Softkeys zum Nullpunkt setzen im relativen Koordinatensystem stehen nur zur Verfügung,
wenn das entsprechende Maschinendatum gesetzt ist.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Voraussetzung
Die Steuerung befindet sich im Werkstückkoordinatensystem.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 79
Maschine einrichten
4.4 Einstellungen für die Maschine

Der Istwert wird im Reset-Zustand gesetzt.

Hinweis
NPV setzen in Stopp-Zustand
Geben Sie den neuen Istwert im Stopp-Zustand ein, werden die vorgenommenen Änderungen
erst nach dem Weiterlaufen des Programms sichtbar und wirksam.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie im Bedienbereich "Maschine" die Betriebsart "JOG" an.

2. Drücken Sie den Softkey "NPV setzen".

- ODER -
Drücken Sie die Softkeys ">>", "Istwerte REL" und "Rel. setzen", um Po‐
sitionswerte im relativen Koordinatensystem zu setzen.

3. Geben Sie den gewünschten neuen Positionswert für X, Y bzw. Z direkt


in die Istwertanzeige ein (mit den Cursortasten können Sie zwischen den
Achsen wechseln) und drücken Sie die Taste "Input", um die Eingaben
zu bestätigen.
- ODER -
Drücken Sie die Softkeys "X=0", "Y=0" oder "Z=0", um die gewünschte
Position auf Null zu setzen.
...

- ODER -
Drücken Sie de Softkey "X=Y=Z=0", um die Achspositionen gleichzeitig
auf Null zu setzen.

Istwert wieder zurücksetzen

Drücken Sie den Softkey "aktive NVP löschen".


Die Verschiebung wird dauerhaft gelöscht.

Fräsen
80 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten
4.5 Werkzeug messen

Hinweis
Aktive Nullpunktverschiebung irreversibel
Die aktuell aktive Nullpunktverschiebung wird durch diese Aktion unwiderruflich gelöscht.

4.5 Werkzeug messen

4.5.1 Übersicht
Bei der Abarbeitung eines Teileprogramms müssen die Geometrien des bearbeitenden
Werkzeuges berücksichtigt werden. Diese sind als Werkzeugkorrekturdaten in der
Werkzeugliste hinterlegt. Bei jedem Aufruf des Werkzeugs berücksichtigt die Steuerung dann
die Werkzeugkorrekturdaten.
Bei der Programmierung des Teileprogramms müssen Sie nur die Werkstückmaße aus der
Fertigungszeichnung eingeben. Die Steuerung errechnet daraufhin selbstständig die
individuelle Werkzeugbahn.

Bohr- und Fräswerkzeuge


Die Werkzeugkorrekturdaten, d.h. Länge und Radius bzw. Durchmesser können Sie entweder
manuell oder automatisch mittels Werkzeugmesstaster bestimmen.

Drehwerkzeuge (nur bei Fräs-/Drehmaschine)


Die Werkzeugkorrekturdaten, d.h. die Länge können Sie entweder manuell oder automatisch
mittels Werkzeugmesstaster bestimmen.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Messergebnis protokollieren
Nach einer abgeschlossenen Messung, haben Sie die Möglichkeit, die angezeigten Werte in
einem Protokoll auszugeben. Dabei legen Sie fest, ob die erzeugte Protokolldatei bei jeder
neuen Messung fortlaufend geschrieben oder überschrieben wird.

Siehe auch
Messergebnisse für Werkzeug protokollieren (Seite 93)
Einstellungen für Messergebnisprotokoll (Seite 123)

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 81
Maschine einrichten
4.5 Werkzeug messen

4.5.2 Bohr- und Fräswerkzeug manuell messen


Beim manuellen Messen fahren Sie das Werkzeug manuell an einen bekannten Bezugspunkt
heran, um die Werkzeuglänge und den Radius bzw. Durchmesser zu ermitteln. Aus der
Position des Werkzeugträgerbezugspunkts und des Bezugspunkts berechnet die Steuerung
dann die Werkzeugkorrekturdaten.

Bezugspunkt
Beim Messen der Werkzeuglänge können Sie entweder das Werkstück oder einen Festpunkt
im Maschinenkoordinatensystem, z.B. eine mechanische Messdose oder einen Festpunkt in
Verbindung mit einer Abstandslehre, als Bezugspunkt verwenden.
Bei der Bestimmung des Radius/Durchmessers dient immer das Werkstück als Bezugspunkt
Über ein Maschinendatum legen Sie fest, ob Radius oder Durchmesser des Werkzeugs
gemessen wird.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Hinweis
Die Position des Werkstücks geben Sie während der Messung an.
Die Position des Festpunkts müssen Sie dagegen vor der Messung bekannt geben.

4.5.3 Bohr- und Fräswerkzeug mit Bezugspunkt Werkstück messen

Vorgehensweise

1. Wechseln Sie das zu messende Werkzeug in die Spindel ein.


2. Wählen Sie im Bedienbereich "Maschine" die Betriebsart "JOG".

3. Drücken Sie die Softkeys "Werkz. messen" und "Länge Manuell".


Das Fenster "Länge Manuell" wird geöffnet.

4. Wählen Sie die Schneidennummer D und die Nummer des Schwester‐


werkzeugs ST des Werkzeugs.

Fräsen
82 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten
4.5 Werkzeug messen

5. Wählen sie den Bezugspunkt "Werkstück" an.


6. Fahren Sie in Z-Richtung an das Werkstück heran, kratzen mit drehender
Spindel an und geben die Sollposition Z0 der Werkstückkante ein.
7. Drücken Sie den Softkey "Länge setzen".
Die Werkzeuglänge wird automatisch berechnet und in die Werkzeugliste
eingetragen.

Hinweis
Das Werkzeugmessen ist nur mit einem aktiven Werkzeug möglich.

4.5.4 Bohr- und Fräswerkzeug mit Bezugspunkt Festpunkt messen

Vorgehensweise

1. Wechseln Sie das zu messende Werkzeug in die Spindel ein.


2. Wählen Sie im Bedienbereich "Maschine" die Betriebsart "JOG".

3. Drücken Sie die Softkeys "Werkz. messen" und "Länge Manuell".


Das Fenster "Länge Manuell" wird geöffnet.
...

4. Drücken Sie den Softkey "Werkzeug" und wählen Sie in der sich öffnen‐
den Werkzeugliste das gewünschte Werkzeug und drücken Sie "In Ma‐
nuell".
Sie kehren ins Fenster "Länge Manuell" zurück.

5. Wählen Sie die Schneidennummer D und die Nummer des Schwester‐


werkzeugs ST des Werkzeugs.
6. Wählen Sie den Bezugspunkt "Festpunkt" an.

7. Wenn Sie mit einer Messdose messen, geben Sie für den Korrekturwert
"DZ" den Wert 0 ein, und fahren Sie in Z-Richtung an den Festpunkt
heran.
Es wird mit drehender Spindel in umgekehrter Drehrichtung herangefah‐
ren. Die Messdose zeigt automatisch an, wann die genaue Position er‐
reicht ist.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 83
Maschine einrichten
4.5 Werkzeug messen

- ODER -
Wenn Sie eine Abstandslehre verwenden, fahren Sie möglichst nahe an
den Festpunkt heran, bestimmen Sie den Spalt mit der Abstandslehre
und geben Sie den Wert in "DZ" ein.
Es wird mit stehender Spindel an die Abstandslehre herangefahren.
8. Drücken Sie den Softkey "Länge setzen".
Die Werkzeuglänge wird automatisch berechnet und in die Werkzeugliste
eingetragen.

4.5.5 Radius bzw. Durchmesser messen

Vorgehensweise

1. Wechseln Sie das zu messende Werkzeug in die Spindel ein.


Wählen Sie im Bedienbereich "Maschine" die Betriebsart "JOG".

2. Drücken Sie in den Softkey "Werkz. messen".

3. Drücken Sie den Softkey "Radius Manuell" bzw. "Durchm. Manuell".

4. Wählen Sie die Schneidennummer D und die Nummer des Schwester‐


werkzeugs ST.

5. Fahren Sie in X- oder Y-Richtung an das Werkstück heran und kratzen


Sie mit in umgekehrter Drehrichtung drehender Spindel an.
6. Geben Sie die Sollposition X0 oder Y0 der Werkstückkante ein.
7. Drücken Sie den Softkey "Radius setzen" bzw. "Durchm. setzen".
Der Werkzeugradius bzw. -durchmesser wird automatisch berechnet und
in die Werkzeugliste eingetragen.

Hinweis
Das Werkzeugmessen ist nur mit einem aktiven Werkzeug möglich.

Fräsen
84 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten
4.5 Werkzeug messen

4.5.6 Festpunkt abgleichen


Wenn Sie beim manuellen Messen der Werkzeuglänge als Bezugspunkt einen Festpunkt
verwenden möchten, müssen Sie vorher die Position des Festpunkts in Bezug auf den
Maschinennullpunkt ermitteln.

Messdose
Als Festpunkt können Sie beispielsweise eine mechanische Messdose verwenden. Die
Messdose montieren Sie auf dem Maschinentisch im Bearbeitungsraum der Maschine. Als
Distanz geben Sie Null ein.

Abstandslehre
Sie können aber auch einen beliebigen Festpunkt an der Maschine in Verbindung mit einer
Abstandslehre verwenden. Sie geben dabei die Dicke des Plättchens als "DZ" ein.
Zum Abgleich des Festpunkts verwenden Sie entweder ein Werkzeug mit bekannter Länge
(d.h. die Werkzeuglänge muss in der Werkzeugliste eingetragen sein) oder direkt die Spindel.
Die Position des Festpunkts kann auch schon durch den Maschinenhersteller bestimmt
worden sein.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers

Vorgehensweise

1. Fahren Sie das Werkzeug bzw. die Spindel an den Festpunkt heran.
2. Drücken Sie in der Betriebsart "JOG " den Softkey "Werkz. messen ".

3. Drücken Sie den Softkey "Abgleich Festpunkt".

4. Geben Sie einen Korrekturwert "DZ" an.


Wenn Sie eine Abstandslehre verwenden, geben Sie hier die Dicke des
verwendeten Plättchens ein.
5. Drücken Sie den Softkey "Abgleichen".

6. Die Abstandsmaße zwischen Maschinennullpunkt und Festpunkt werden


ermittelt und in einem Maschinendatum abgelegt.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 85
Maschine einrichten
4.5 Werkzeug messen

4.5.7 Bohr- und Fräswerkzeug Länge mit elektrischen Werkzeugmesstaster messen


Beim automatischen Messen ermitteln Sie mithilfe eines Werkzeugmesstasters
(Tischtastsystem) die Länge und den Radius bzw. Durchmesser des Werkzeugs. Aus den
bekannten Positionen des Werkzeugträgerbezugspunkts und des Werkzeugmesstasters
berechnet die Steuerung dann die Werkzeugkorrekturdaten.
Über Softkey wählen Sie, ob Sie die Länge oder den Radius bzw. den Durchmesser des
Werkzeugs messen wollen.
Für das automatische Vermessen von Werkzeugen können die entsprechenden Fenster an
Messaufgaben angepasst werden.

Anpassung der Bedienoberfläche an Abgleich- und Messfunktionen


Folgende Auswahlmöglichkeiten können ein- bzw. ausgeschaltet werden:
● Kalibrierebene, Messebene
● Messtaster
● Abgleichvorschub (Messvorschub)

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Voraussetzungen
● Nach der Installation der Messzyklen sind keine funktionsbezogenen Einstellungen
notwendig.
● Tragen Sie die ungefähren Werte für Länge, Radius oder Durchmesser des Werkzeugs
vor dem eigentlichen Messvorgang in die Werkzeugliste ein.
● Vorher nehmen Sie einen Messtasterabgleich vor.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Werkzeugversatz
Einige Werkzeugtypen benötigen für eine korrekte Längenmessung einen Versatz.

Fräsen
86 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten
4.5 Werkzeug messen

Folgende Einstellungen stehen Ihnen zur Verfügung:


● auto
Bei einem Werkzeug, das größer als der Messtaster ist, wird die Werkzeugkante auf die
Tastermitte gestellt.
Im Eingabefeld ΔV haben Sie die Möglichkeit, eine Versatzkorrektur vorzugeben. Im
nebenstehenden Auswahlfeld wählen Sie Richtung und Achse.
● ja
Die Werkzeugkante wird mittig auf den Messtaster positioniert.
Im Eingabefeld ΔV haben Sie die Möglichkeit, eine Versatzkorrektur vorzugeben. Im
nebenstehenden Auswahlfeld wählen Sie Richtung und Achse.
● nein
Das Werkzeug wird mittig auf den Messtaster positioniert.
Die Felder für Versatzkorrektur und Angabe von Achse und Richtung stehen nicht zur
Verfügung.

Wenn beim Messen der Länge der Werkzeugdurchmesser größer ist als der
Messtasterdurchmesser, wird automatisch mit drehender Spindel gemessen.

Zähne einzeln prüfen


Sie haben die Möglichkeit, vor bzw. nach der Bearbeitung zu prüfen, ob einzelne Schneiden
des Fräswerkzeugs ausgebrochen sind.
Wenn bei der Überprüfung der Schneiden festgestellt wird, dass nicht mehr alle Schneiden
bzw. Zähne vorhanden sind, erhalten Sie eine entsprechende Meldung.

Vorgehensweise

1. Wechseln Sie das Werkzeug ein, das Sie messen wollen.


2. Wählen Sie im Bedienbereich "Maschine" die Betriebsart "JOG".

3. Drücken Sie den Softkey "Werkz. messen".

4. Drücken Sie den Softkey "Länge Auto", wenn Sie die Länge des Werk‐
zeugs messen wollen.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Radius Auto" bzw. "Durchm. Auto", wenn Sie
Radius oder Durchmesser des Werkzeugs messen wollen.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 87
Maschine einrichten
4.5 Werkzeug messen

5. Wählen Sie die Schneidennummer D und die Nummer des Schwester‐


werkzeugs ST aus.

6. Wählen Sie in "Zähne einzeln prüfen" den Eintrag "ja", wenn Sie die
Schneiden eines Fräswerkzeugs kontrollieren wollen.
7. Wenn Sie einen Werkzeugversatz wünschen, wählen Sie in "Werkzeug‐
versatz" den Eintrag "ja" bzw. "auto".
8. Geben Sie den Werkzeugversatz "ΔV" ein und wählen Sie die Richtung
sowie die Achse.
9. Drücken Sie die Taste <CYCLE START>.
Der automatische Messvorgang wird gestartet. Bei der Messung des
Werkzeugradius bzw. Durchmessers wird der Messvorgang mit in umge‐
kehrter Richtung drehender Spindel vorgenommen.
Die Werkzeuglänge bzw. der Werkzeugradius oder -durchmesser wird
automatisch berechnet und in die Werkzeugliste eingetragen.

Hinweis
Das Werkzeugmessen ist nur mit einem aktiven Werkzeug möglich.

4.5.8 Elektrischen Werkzeugmesstaster abgleichen


Wenn Sie Ihre Werkzeuge automatisch vermessen möchten, müssen Sie vorher die Position
des Werkzeugmesstasters auf dem Maschinentisch in Bezug auf den Maschinennullpunkt
ermitteln.
Werkzeugmesstaster haben typischerweise die Form eines Würfels oder einer zylindrischen
Scheibe. Den Werkzeugmesstaster montieren Sie im Bearbeitungsraum der Maschine (z.B.
auf dem Maschinentisch) und richten ihn relativ zu den Bearbeitungsachsen aus.
Zum Abgleich des Werkzeugmesstasters müssen Sie ein Kalibrierwerkzeug vom Typ Fräser
verwenden. Die Länge und den Radius/Durchmesser des Kalibrierwerkzeugs müssen Sie
vorher in die Werkzeugliste eintragen.

Kalibrieren eines Werkzeugmesstasters mit Umschlag


Um Rundlauffehler der Spindel bzw. Lageabweichungen des Kalibrierwerkzeugs beim
Kalibrieren des Werkzeugmesstasters zu kompensieren, haben Sie die Möglichkeit, den
Werkzeugmesstaster mit Umschlag zu kalibrieren. Dies führt zu genaueren Kalibrierwerten
des Messtasters und somit zu genaueren Messwerten.

Fräsen
88 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten
4.5 Werkzeug messen

Beim Kalibrieren wird nach dem ersten Antasten der Messtaster zurückgezogen, die Spindel
um 180° gedreht und erneut angetastet. Aus beiden Werten wird anschließend ein Mittelwert
ermittelt und eingetragen.

Hinweis
Schutzstufe setzen
Die Funktion "Abgleich Messtaster" steht nur zur Verfügung, wenn eine ausreichende
Schutzstufe gesetzt ist.
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Vorgehensweise

1. Fahren Sie das Kalibrierwerkzeug ungefähr über die Mitte der Messfläche
des Werkzeugmesstasters.
2. Wählen Sie im Bedienbereich "Maschine" die Betriebsart "JOG" und drü‐
cken Sie den Softkey "Messen Werkz.".

3. Drücken Sie den Softkey "Abgleich Messtaster".

4. Wählen Sie, ob Sie nur die Länge oder Länge und Durchmesser abglei‐
chen wollen.

5. Wählen Sie, im Auswahlfeld "Spindelumschlag" den Eintrag "ja", wenn


Sie die Kalibrierung mit Umschlag" durchführen wollen.

6. Drücken Sie die Taste <CYCLE START>.


Der Kalibriervorgang läuft automatisch mit Messvorschub ab. Die Ab‐
standsmaße zwischen Maschinennullpunkt und Werkzeugmesstaster
werden ermittelt und in einem internen Datenbereich abgelegt.

4.5.9 Drehwerkzeug manuell messen (bei Fräs-/Drehmaschine)


Beim manuellen Messen fahren Sie das Werkzeug manuell an einen bekannten Bezugspunkt
heran, um die Werkzeugabmessungen in X und Z-Richtung zu ermitteln. Aus der Position des
Werkzeugträgerbezugspunkts und des Bezugspunkts berechnet die Steuerung dann die
Werkzeugkorrekturdaten.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 89
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4.5 Werkzeug messen

Bezugspunkt
Die Werkstückkante dient bei der Messung von Länge X und Länge Z als Bezugspunkt. Bei
der Messung in Z-Richtung kann auch das Futter der Haupt- bzw. Gegenspindel verwendet
werden.
Die Position der Werkstückkante geben Sie während der Messung an.

Hinweis
Fräs-/Drehmaschinen mit B-Achse (nur 840D sl)
Bei Fräs-/ Drehmaschinen mit B-Achse führen Sie Werkzeugwechsel und -ausrichtung im T,
S, M-Fenster vor dem Messen durch.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie im Bedienbereich "Maschine" die Betriebsart "JOG".

2. Drücken Sie den Softkey "Werkz. messen".

3. Drücken Sie den Softkey "Manuell".

4. Drücken Sie den Softkey "Werkzeug auswählen".


Das Fenster "Werkzeugauswahl" wird geöffnet.
5. Wählen das Werkzeug aus, das Sie vermessen wollen.
Die Schneidenlage des Werkzeugs muss bereits in die Werkzeugliste
eingetragen sein.
6. Drücken Sie den Softkey "OK".
Das Werkzeug wird in das Fenster "Messen: Länge Manuell" übernom‐
men.
7. Drücken Sie den Softkey "X" oder "Z", je nach dem welche Werkzeuglän‐
ge Sie vermessen möchten.

8. Kratzen Sie die gewünschte Kante mit dem Werkzeug an.

Fräsen
90 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten
4.5 Werkzeug messen

9. Wenn Sie das Werkzeug nicht an der Werkstückkante stehen lassen wol‐
len, dann drücken Sie den Softkey "Position merken".
Die Position des Werkzeugs wird gespeichert und das Werkzeug kann
vom Werkstück weggefahren werden. Dies kann z.B. sinnvoll sein, wenn
der Durchmesser des Werkstücks erst noch nachgemessen werden
muss.
Kann das Werkzeug an der Werkstückkante stehen bleiben, so können
Sie nach dem Ankratzen direkt mit Schritt 11 fortfahren.
10. Geben Sie die Position der Werkstückkante in X0 bzw. Z0 ein.
Sobald für X0 bzw. Z0 kein Wert eingetragen ist, wird der Wert aus der
Istwertanzeige übernommen.
11. Drücken Sie den Softkey "Länge setzen".
Die Werkzeuglänge wird automatisch berechnet und in die Werkzeugliste
eingetragen. Dabei werden Schneidenlage und Werkzeugradius bzw. -
durchmesser automatisch mit berücksichtigt.

Hinweis
Das Werkzeugmessen ist nur mit einem aktiven Werkzeug möglich.

4.5.10 Drehwerkzeug mit Werkzeugmesstaster messen (bei Fräs-/Drehmaschine)


Beim automatischen Messen ermitteln Sie mit Hilfe eines Messtasters die
Werkzeugabmessungen in X- und Z-Richtung.
Sie haben die Möglichkeit, ein Werkzeug mittels orientierbarer Werkzeugträger (Toolcarrier,
Schwenken) zu vermessen.
Die Funktion "Messen mit orientierbaren Werkzeugträger" ist für Drehmaschinen mit einer
Schwenkachse um Y und zugehöriger Werkzeugspindel realisiert. Mit der Schwenkachse kann
das Werkzeug in der X/Z-Ebene ausgerichtet werden. Bei der Vermessung von
Drehwerkzeugen kann die Schwenkachse um Y beliebige Stellungen einnehmen. Bei Fräs-
und Bohrwerkzeugen sind 90°-Vielfache erlaubt. Bei der Werkzeugspindel sind
Positionierungen von 180°-Vielfachen möglich.

Hinweis
Fräs-/Drehmaschinen mit B-Achse (nur 840D sl)
Bei Fräs-/Drehmaschinen mit B-Achse führen Sie Werkzeugwechsel und -ausrichtung im T,
S, M-Fenster vor dem Messen durch.

Anpassungen der Bedienoberfläche an Abgleich- und Messfunktion


Aus der bekannten Position des Werkzeugträgerbezugspunktes und des Messtasters werden
die Werkzeugkorrekturdaten berechnet.
Für das automatische Vermessen von Werkzeugen können die entsprechenden Fenster an
die Messaufgaben angepasst werden.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 91
Maschine einrichten
4.5 Werkzeug messen

Folgende Auswahlmöglichkeiten können ein- bzw. ausgeschaltet werden:


● Kalibrierebene, Messebene
● Messtaster
● Abgleichvorschub (Messvorschub)

Literatur
Weitergehende Informationen zu Fräs-/Drehmaschinen mit B-Achse entnehmen Sie bitte
folgender Literatur:
Inbetriebnahmehandbuch SINUMERIK Operate / SINUMERIK 840D sl

Voraussetzungen
● Wenn Sie Ihre Werkzeuge mit einem Werkzeugmesstaster vermessen möchten, müssen
hierfür vom Maschinenhersteller spezielle Messfunktionen parametriert werden.
● Vor dem eigentlichen Messvorgang tragen Sie die Schneidenlage und den Radius bzw.
Durchmesser des Werkzeugs in die Werkzeugliste ein. Wird das Werkzeug unter
Verwendung eines orientierbaren Werkzeugträgers vermessen, so muss in die
Werkzeugliste die Schneidenlage entsprechend der Werkzeugträgergrundstellung
eingetragen werden.
● Nehmen Sie vorher einen Messtasterabgleich vor.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Vorgehensweise

1. Wechseln Sie das Werkzeug ein, das Sie messen wollen.


Wenn das Werkzeug unter Verwendung eines orientierbaren Werkzeugt‐
rägers vermessen werden soll, so ist das Werkzeug an dieser Stelle so
auszurichten, wie es anschließend vermessen werden soll.
2. Wählen Sie im Bedienbereich "Maschine" die Betriebsart "JOG".

3. Drücken Sie die Softkeys "Werkz. messen" und "Länge Auto".

4. Drücken Sie den Softkey "X" oder "Z", je nach dem welche Werkzeuglän‐
ge Sie vermessen möchten.

Fräsen
92 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten
4.5 Werkzeug messen

5. Positionieren Sie das Werkzeug manuell in der Nähe des Werkzeug‐


messtasters, so dass der Werkzeugmesstaster in der entsprechenden
Richtung kollisionsfrei angefahren werden kann.
6. Drücken Sie die Taste <CYCLE START>.
Der automatische Messvorgang wird gestartet, d.h. das Werkzeug wird
mit Messvorschub an den Taster heran und wieder zurück gefahren.
Die Werkzeuglänge wird berechnet und in die Werkzeugliste eingetragen.
Dabei werden Schneidenlage und Werkzeugradius bzw. -durchmesser
automatisch mit berücksichtigt.
Werden Drehwerkzeuge mit orientierbaren Werkzeugträger unter Ver‐
wendung von beliebigen Stellungen (nicht 90°-Vielfache) der Schwenk‐
achse um Y vermessen, so ist zu berücksichtigen, dass das Drehwerk‐
zeug in beiden Achsen X/Z, sofern dies möglich ist, mit der gleichen
Werkzeugstellung vermessen wird.

4.5.11 Messergebnisse für Werkzeug protokollieren


Sie haben die Möglichkeit, nach der Messung eines Werkzeugs die ermittelten Werte in einem
Protokoll auszugeben.
Folgende Daten werden erfasst und protokolliert:
● Datum / Uhrzeit
● Protokollname mit Pfad
● Messvariante
● Eingabewerte
● Korrekturziel
● Sollwerte, Messwerte und Differenzen

Hinweis
Protokollieren aktiv
Die Messergebnisse können erst in einem Protokoll erfasst werden, wenn der Messvorgang
komplett abgeschlossen ist.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 93
Maschine einrichten
4.6 Werkstücknullpunkt messen

Vorgehensweise

1. Sie befinden sich in der Betriebsart "JOG" und Sie haben den Softkey
"Werkz. messen" gedrückt.
Der Softkey "Messprotokoll" ist nicht bedienbar.
2. Wechseln Sie das Werkzeug ein, wählen Sie die Messvariante und mes‐
sen Sie wie gewohnt das Werkzeug.
Wenn die Messung vollkommen abgeschlossen ist, werden die Werk‐
zeugdaten angezeigt.
3. Drücken Sie den Softkey "Messprotokoll", um die Messergebnisse als
Protokoll auszugeben.
Der Softkey "Messprotokoll" ist wieder inaktiv.

4.6 Werkstücknullpunkt messen

4.6.1 Übersicht
Der Bezugspunkt bei der Programmierung eines Werkstücks ist immer der
Werkstücknullpunkt. Die Bestimmung des Werkstücknullpunkts können Sie an folgenden
Werkstück-Elementen durchführen:
● Kante (Seite 104)
● Ecke (Seite 106)
● Tasche und Bohrung (Seite 109)
● Zapfen (Seite 112)

Messmethoden
Den Werkstücknullpunkt können Sie manuell oder automatisch messen.

Manuell messen
Beim manuellen Messen des Nullpunkts müssen Sie Ihr Werkzeug manuell an das Werkstück
heranfahren. Sie können Kantentaster, Messtaster oder Messuhren verwenden, deren Radius
und Länge jeweils bekannt ist. Alternativ können Sie auch ein beliebiges Werkzeug mit
bekanntem Radius und bekannter Länge einsetzen.
Die zum Messen verwendeten Werkzeuge dürfen keine elektronischen Messtaster sein.

Automatisch messen
Für automatische Messungen verwenden Sie ausschließlich elektronische
Werkstückmesstaster vom Werkzeug-Typ 710/712. Die elektronischen Werkstückmesstaster
müssen Sie vorher kalibrieren.

Fräsen
94 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten
4.6 Werkstücknullpunkt messen

Beim automatischen Messen positionieren Sie den Werkstückmesstaster zunächst manuell


vor. Nach Start mit der Taste <CYCLE START> wird der Werkstückmesstaster automatisch
mit Messvorschub an das Werkstück herangefahren. Die Rückzugsbewegung vom Messpunkt
erfolgt in Abhängigkeit von einem Settingdatum mit Eilganggeschwindigkeit oder einer
anwenderspezifischen Positioniergeschwindigkeit.

Messergebnisse protokollieren
Nach einer abgeschlossenen Messung haben Sie die Möglichkeit, die angezeigten Werte in
einem Protokoll auszugeben. Dabei legen Sie fest, ob die erzeugte Protokolldatei bei jeder
neuen Messung fortlaufend geschrieben oder überschrieben wird.

Messen mit Umschlag


Mit der Funktion "Messen mit Umschlag" haben Sie die Möglichkeit, ohne vorhergehendes
Kalibrieren und ohne Eingabe eines zu verwendenden Kalibrierdatensatzes zu messen.
Dazu benötigen eine positionierbare Spindel sowie einen elektronischen 3D-
Werkstückmesstaster. Der Radius der Messtasterkugel des elektronischen Messtasters muss
durch Kalibrieren einmalig ermittelt werden und in den Werkzeugdaten eingetragen werden.

Spindelrichten des Messtasters in Messrichtung


Um sehr genaue Messergebnisse zu erhalten, haben Sie die Möglichkeit, den elektronischen
3D-Messtaster in die Messrichtung auszurichten, in der Abweichungen zur
rotationssymmetrischen Schaltcharakteristik vermieden werden. Das Ausrichten des
Messtasters erfolgt durch Positionieren der Arbeitsspindel in die der Messtaster gespannt ist.
Dazu benötigen Sie eine positionierbare Spindel sowie einen elektronischen 3D-
Werkstückmesstaster.

Messtaster in nicht positionierbarer Arbeitsspindel bzw. an Maschine fixiert


Sie haben die Möglichkeit auch auf Maschinen ohne SPOS-fähiger Spindel Werkstücke mit
elektronischen Messtastern zu vermessen.
Dazu benötigen Sie einen 3D-Messtaster (Multitaster Typ 710). Diese Messmethode setzt
voraus, dass die Messaufgabe keine Spindelpositionierung erfordert.

Anpassung der Bedienoberfläche an Abgleich- und Messfunktionen


Folgende Auswahlmöglichkeiten aktivieren Sie mittels Settingdaten:
● Kalibrierebene, Messebene
● Abgleichvorschub (Messvorschub)
● Nullpunktverschiebung als Grundlage des Messvorganges
● Nummer des Messtaster-Kalibrierdatensatzes
● Korrekturziel, einstellbare Nullpunktverschiebung
● Korrekturziel, Basisbezug

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 95
Maschine einrichten
4.6 Werkstücknullpunkt messen

● Korrekturziel, globale Basis-Nullpunktverschiebung


● Korrekturziel, kanalspezifische Basis-Nullpunktverschiebung
● Standard-Messmethode
● Messen mit Spindelumschlag
● Messtaster ausrichten
● Messmethode tasterabhängig

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Hinweis
"Nur Messen" bei Automatisch messen
Wird als Korrekturziel "nur Messen" ausgewählt, dann wird an Stelle des Softkeys "NPV
setzen" der Softkey "Berechnen" angezeigt.
Eine Ausnahme bilden die Messvarianten "Kante setzen", "Rechtecktasche",
"Rechteckzapfen", "1 Kreiszapfen" und "1 Bohrung". Bei diesen Einpunktmessungen wird bei
"nur Messen" weder der Softkey "NPV setzen" noch der Softkey "Berechnen" angeboten.

Voraussetzungen
● Das automatische Messen in der Betriebsart JOG, ist in der Defaulteinstellung der
Steuerung vollständig installiert und funktionsfähig.
● Bei aktivem Werkzeug-Typ 710/712 werden immer die Funktionen des automatischen
Messens in der Betriebsart JOG ausgeführt.
● Anwenderspezifische Einstellungen (z.B. Positioniergeschwindigkeit in der Arbeitsebene
oder Werkzeugachse, Länge des Messweges) legen Sie über entsprechende Parameter
fest.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Literatur
Informationen zu anwenderspezifischen Einstellungen finden Sie im Kapitel "Messen in der
Betriebsart JOG".
Inbetriebnahmehandbuch SINUMERIK Operate (IM9) / SINUMERIK 840D sl

Fräsen
96 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten
4.6 Werkstücknullpunkt messen

Auswahl der Messebene


Zur flexiblen Anpassung an Messaufgaben, kann die Messebene (G17,18,19) aktuell
ausgewählt werden. Ist die Auswahl der Messebene nicht aktiviert, erfolgt die Messung auf
Grundlage der aktuell aktiven Messebene.

Auswahl Messtasternummer und Kalibrierdatensatznummer


Hiermit können Werkstückmesstaster-Kalibrierdatenfelder ausgewählt werden. Für
unterschiedliche Messsituationen kann es zur Gewährleistung einer hohen Messgenauigkeit
erforderlich sein, die entsprechenden Kalibrierdaten in unterschiedliche Datenfelder
abzulegen, welche für die Messaufgaben dann jeweils auswählbar sind.
Ist die Auswahl der Messtasternummern nicht aktiviert, wird immer die Messtasternummer
"Eins" verwendet.

Eingabe des Abgleichvorschub


In diesem Eingabefeld kann der aktuelle Abgleichvorschub (Kalibriervorschub) vorgegeben
werden. Der Abgleichvorschub wird in den Kalibrierdaten abgelegt und für die Messungen
verwendet.
Ist das Eingabefeld nicht vorhanden, wird der Abgleichvorschub von einem zentralen
Parameter verwendet.

Auswahl Nullpunktverschiebung als Grundlage der Messung


Zur flexiblen Anpassung an Messaufgaben kann eine Nullpunktverschiebung als
Messgrundlage aktuell ausgewählt werden.
Ist die Auswahl der Nullpunktverschiebung als Messgrundlage nicht aktiviert, bezieht sich die
Messung auf die aktuell aktive Nullpunktverschiebung.

Messreihenfolge
Um die gewünschten Messergebnisse zu erhalten, muss in der Regel die Reihenfolge der
Messpunkte beachtet werden, die in den Hilfebildern dargestellt ist.
Messpunkte können widerrufen werden und anschließend wiederholt gemessen werden. Dies
geschieht durch Betätigung des jeweils aktiv dargestellten Softkeys (Messwertes).

Nur Messen
Wenn Sie den Werkstücknullpunkt "nur Messen" möchten, werden die gemessenen Werte
berechnet und angezeigt, ohne das Koordinatensystem zu verändern.

Nullpunktverschiebung
In der Regel speichern Sie den gemessenen Werkstücknullpunkt in einer
Nullpunktverschiebung. Der HMI erlaubt es Drehungen und Verschiebungen zu messen.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 97
Maschine einrichten
4.6 Werkstücknullpunkt messen

Nullpunkt
Die Messwerte für die Verschiebungen werden in der Grobverschiebung hinterlegt und die
entsprechenden Feinverschiebungen werden gelöscht. Wird der Nullpunkt in eine nicht aktive
Nullpunktverschiebung gespeichert, wird ein Aktivierungs-Fenster aufgeblendet, mit dessen
Hilfe Sie diese Nullpunktverschiebung direkt aktivieren können.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Ausrichten
Das Ausrichten kann entweder durch Drehung des Koordinatensystems oder durch Drehung
des Werkstücks mit Hilfe einer Rundachse erfolgen. Wenn Ihre Maschine über zwei
Rundachsen verfügt und die Funktion "Schwenken" eingerichtet ist, können Sie auch eine
schräge Ebene ausrichten.

Rundachsen
Verfügt Ihre Maschine über Rundachsen, können diese Rundachsen in den Mess- und
Einrichtvorgang mit einbezogen werden. Wenn Sie den Werkstücknullpunkt in einer
Nullpunktverschiebung speichern, können in folgenden Fällen Rundachspositionierungen
erforderlich werden.
● Die Korrektur der Nullpunktverschiebung erfordert eine Positionierung der Rundachsen,
um das Werkstück parallel zum Koordinatensystem auszurichten, z.B. bei "Kante
ausrichten".
● Die Korrektur der Nullpunktverschiebung bewirkt Drehungen des Werkstück-
Koordinatensystems, in deren Folge das Werkzeug senkrecht zur Ebene ausgerichtet
werden soll, z.B. bei "Ebene ausrichten".
Bei der Positionierung der Rundachsen werden Sie durch ein bzw. zwei Aktivierungs-Fenster
unterstützt (siehe "Korrekturen nach Messen des Nullpunkts (Seite 120)").
Die Auswahl "Rundachse <Name der Rundachse>" für den Parameter "Winkelkorr." ist nur
möglich, wenn Rundachsen an der Maschine eingerichtet sind.
Zusätzlich muss eine Zuordnung zu Geometrieachsen über Maschinendaten vorgenommen
werden.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Siehe auch
Messergebnisse für Werkstücknullpunkt protokollieren (Seite 122)

Fräsen
98 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten
4.6 Werkstücknullpunkt messen

4.6.2 Arbeitsabfolge
Zur Messung des Werkstücknullpunkts muss der Werkstückmesstaster immer senkrecht zur
Messebene (Bearbeitungsebene) stehen bzw. gestellt werden (z.B. mit "Ebene ausrichten").
Bei den Messvarianten "Kante setzen", "Abstand 2 Kanten", "Rechtecktasche" und
"Rechteckzapfen", muss das Werkstück vorher parallel zum Koordinatensystem ausgerichtet
werden.
Um diese Voraussetzungen zu erfüllen, kann es notwendig sein, den Messvorgang in
mehreren Schritten vorzunehmen.

Mögliche Schrittfolgen
1. "Ebene ausrichten" (Werkstückmesstaster senkrecht zur Ebene ausrichten)
2. "Kante ausrichten" (Werkstück parallel zum Koordinatensystem ausrichten)
3. "Kante setzen" oder "Abstand 2 Kanten" oder "Rechtecktasche" oder
"Rechteckzapfen", um den Werkstücknullpunkt festzulegen.
- ODER -
1. "Ebene ausrichten" (Werkstückmesstaster senkrecht zur Ebene ausrichten)
2. "Ecke" oder "2 Bohrungen" oder "2 Zapfen", um das Koordinatensystem parallel zum
Werkstück auszurichten und den Werkstücknullpunkt zu ermitteln.

Vorpositionieren
Wenn Sie vor dem Messen mit "Kante ausrichten" eine Rundachse vorpositionieren möchten,
verfahren Sie die Rundachse so, dass Ihr Werkstück ungefähr parallel zum Koordinatensystem
liegt.
Setzen Sie über "NPV setzen" den entsprechenden Rundachswinkel zu Null. Die Messung
mit "Kante ausrichten" wird dann den Wert für die Rundachsverschiebung korrigieren bzw. bei
der Koordinatendrehung berücksichtigen und die Werkstückkante präzise ausrichten.
Wenn Sie Ihr Werkstück vor dem Messen mit "Ebene ausrichten" vorpositionieren möchten,
können Sie unter "Schwenken Manuell " die gewünschten Winkelwerte einstellen. Mit
"Nullebene setzen" übernehmen Sie die resultierenden Drehungen in die aktive
Nullpunktverschiebung.
Die Messung mit "Ebene ausrichten" wird dann die Werte für die Koordinatendrehungen
korrigieren und das Werkstück präzise ausrichten.
Wenn an Ihrer Maschine die Funktion "Schwenken Manuell" eingerichtet ist, empfiehlt es sich,
vor dem Messen ggf. einen Schwenk auf Null durchzuführen. So stellen Sie sicher, dass die
Rundachspositionen mit dem aktuellen Koordinatensystem zusammen passen.

4.6.3 Beispiele mit manuellem Schwenken


Zwei typische Beispiele demonstrieren das Zusammenspiel und die Verwendung von
"Werkstück Messen" und "Schwenken Manuell" zur Messung und Ausrichtung von
Werkstücken.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 99
Maschine einrichten
4.6 Werkstücknullpunkt messen

Erstes Beispiel
Folgende Schritte sind bei der Nachbearbeitung an einem Zylinderkopf mit 2 Bohrungen auf
einer schrägen Ebene nötig.
1. Werkstück aufspannen
2. T,S,M
Messtaster einwechseln und die gewünschte Nullpunktverschiebung aktivieren.
3. Werkstück vorpositionieren
Rundachsen manuell drehen bis die schräge Fläche ungefähr senkrecht zur
Werkzeugachse liegt.
4. Schwenken Manuell
Schwenken "direkt" wählen, Softkey "Rundachsen teachen" und Taste <CYCLE START>
drücken.
5. Schwenken Manuell
"Nullebene setzen" anwenden, um die resultierenden Drehungen in der
Nullpunktverschiebung zu speichern.
6. Messen Werkstück
"Ebene ausrichten" anwenden, um die Ausrichtung des Werkstücks zu korrigieren.
7. Messen Werkstück
"2 Bohrungen" anwenden, um die Drehung und Verschiebung in der XY-Ebene zu
definieren.
8. Messen Werkstück
"Kante setzen Z" anwenden, um die Verschiebung in Z zu definieren.
9. Teileprogramm zur Nachbearbeitung unter AUTO starten.
Das Programm mit Schwenk Null beginnen.

Zweites Beispiel
Vermessen von Werkstücken in geschwenkten Zuständen. Das Werkstück soll in X-Richtung
angetastet werden, obwohl der Taster auf Grund einer Störkante (z.B. durch Spannpratzen)
nicht in X-Richtung an das Werkstück heranfahren kann. Mit Hilfe eines Schwenks kann jedoch
die Messung in X-Richtung durch eine Messung in Z-Richtung ersetzt werden.
1. Werkstück aufspannen.
2. T,S,M
Messtaster einwechseln und die gewünschte Nullpunktverschiebung aktivieren.
3. Schwenken Manuell
Bei Schwenken "direkt" die gewünschten Rundachspositionen oder bei "achsweise" die
gewünschten Drehungen eingeben (z.B. Y=-90) und <CYCLE START> drücken.
4. Messen Werkstück
"Kante setzen Z" anwenden: Die gemessene Verschiebung in Z wird umgerechnet und als
X-Wert in die gewünschte Nullpunktverschiebung eingetragen.

Fräsen
100 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten
4.6 Werkstücknullpunkt messen

4.6.4 Elektronischen Werkstückmesstaster abgleichen (kalibrieren)


Beim Einwechseln der elektronischen Messtaster in die Spindel treten in den meisten Fällen
Einspanntoleranzen auf. Diese können zu Fehlern bei den Messungen führen.
Weiterhin müssen Sie die Schaltpunkte des Messtasters in Bezug auf die Spindelmitte
(Triggerpunkte) ermitteln.
Daher müssen Sie den elektronischen Messtaster abgleichen. Der Abgleich des Radius erfolgt
in einem Einstellring (Kalibrierring) oder einer Bohrung, der Abgleich der Länge an einer
Fläche. Der Durchmesser des Einstellrings und das Maß der Fläche in Z - Richtung (bei G17)
muss genau bekannt sein und wird in das entsprechende Eingabefeld bei Abgleich Messtaster
eingetragen. Der Durchmesser der Werkstückmesstasterkugel und dessen Länge 1 muss in
der Werkzeugliste hinterlegt sein.

Vorgehensweise

1. Wechseln Sie den Werkstückmesstaster in die Spindel ein.


2. Tragen Sie Länge und Radius grob in die Werkzeugdaten ein.
Kalibrierung Radius
3. Fahren Sie den Werkstückmesstaster in die Bohrung hinein und positio‐
nieren Sie ihn ungefähr in der Mitte der Bohrung.
4. Wählen Sie im Bedienbereich "Maschine" die Betriebsart "JOG".

5. Drücken Sie die Softkeys "Nullp. Werkst" und "Abgleich Messtaster".


Das Fenster "Abgleich: Messtaster" wird geöffnet.

6. Drücken Sie den Softkey "Radius".

7. Geben Sie in ∅ entsprechend den Durchmesser der Kalibrierbohrung ein.


8. Drücken Sie die Taste <CYCLE START>.
Die Abgleich wird gestartet.
Beim Radiusabgleich wird zunächst der genaue Mittelpunkt der Bohrung
ermittelt. Anschließend werden 4 Schaltpunkte an der Innenwand der
Bohrung angefahren.
Dieser Ablauf erfolgt automatisch zweimal: zunächst mit 180° (auf die
Ausgangsposition der Arbeitsspindel) und anschließend in deren Aus‐
gangslage.
Kalibrierung Länge
9. Fahren Sie den Werkstückmesstaster über der Fläche.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 101
Maschine einrichten
4.6 Werkstücknullpunkt messen

10. Wählen Sie im Bedienbereich "Maschine" die Betriebsart "JOG" und drü‐
cken Sie die Softkeys "Nullp. Werkst" und "Abgleich Messtaster".
Das Fenster "Abgleich Taster" wird geöffnet.
11. Drücken Sie den Softkey "Länge".

12. Geben Sie den Bezugspunkt Z0 der Fläche, z.B. des Werkstücks oder
des Maschinentischs ein.
13. Drücken Sie die Taste <CYCLE START>.
Die Abgleich wird gestartet.
Beim Längenabgleich wird die Länge des Werkstückmesstasters berech‐
net und in die Werkzeugliste eingetragen.

Hinweis
Anwenderspezifische Vorbelegungen
● "Einstellringdurchmesser"
Für das Eingabefeld "Durchmesser Einstellring" (Durchmesser Bezugsstück) können auf
Parametern separat für jede Messtasternummer (Kalibrierdatensatznummer) feste Werte
vorgeben werden. Sind diese Parameter belegt, werden die dort hinterlegten Werte im
Eingabefeld "Durchmesser Einstellring" angezeigt, lassen sich darüber aber nicht mehr
verändern.
● "Höhe der Bezugsfläche in der Zustellachse"
Für das Eingabefeld "Höhe der Bezugsfläche" können auf Parametern separat für jede
Messtasternummer (Kalibrierdatensatznummer) feste Werte vorgeben werden. Sind diese
Parameter belegt, werden die dort hinterlegten Werte im Eingabefeld "Höhe der
Bezugsfläche" angezeigt, lassen sich darüber aber nicht mehr verändern.
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

4.6.5 Kante setzen


Das Werkstück liegt parallel zum Koordinatensystem auf dem Arbeitstisch. Sie messen einen
Bezugspunkt in einer der Achsen (X, Y, Z).

Voraussetzung
Ein beliebiges Werkzeug ist zum Ankratzen in die Spindel eingesetzt, wenn Sie den
Werkstücknullpunkt manuell messen.
- ODER -
Ein elektronischer Werkstückmesstaster ist in die Spindel eingesetzt und aktiviert, wenn Sie
den Werkstücknullpunkt automatisch messen.

Fräsen
102 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten
4.6 Werkstücknullpunkt messen

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine" an und drücken Sie die Taste
<JOG>.

2. Drücken Sie die Softkeys "Nullp. Werkst" und "Kante setzen".


Das Fenster "Kante setzen" wird geöffnet.

3. Wählen Sie "nur Messen", wenn Sie sich die gemessenen Werte nur an‐
zeigen lassen möchten.

- ODER -
4. Wählen Sie im Auswahlfeld die gewünschte Nullpunktverschiebung aus,
in die der Nullpunkt gespeichert werden soll.

- ODER -
Drücken Sie den Softkey "NPV auswählen", um eine einstellbare Null‐
punktverschiebung auszuwählen.
Im Fenster "Nullpunktverschiebung – G54 … G599" wählen Sie eine Null‐
punktverschiebung aus, in die der Nullpunkt gespeichert werden soll, und
drücken den Softkey "In Manuell".
Sie kehren in das Messfenster zurück.

5. Wählen Sie über Softkey an, in welcher Achs-Richtung Sie zuerst an das
Werkstück heranfahren möchten.
...

6. Wählen Sie die Messrichtung (+ oder -) an, in der Sie an das Werkstück
heranfahren.
Bei Z0 wird immer in Z-Minusrichtung an das Werkstück gefahren.
7. Geben Sie in X0, Y0 bzw. Z0 die Sollposition der Werkstückkante an.
Die Sollposition entspricht z.B. der Maßangabe der Werkstückkante aus
der Werkstückzeichnung.
8. Fahren Sie den Werkstückmesstaster in die Nähe der Werkstückkante,
die Sie messen möchten, und drücken Sie die Taste <CYCLE START>,
um den Werkstücknullpunkt automatisch zu messen.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 103
Maschine einrichten
4.6 Werkstücknullpunkt messen

Hinweis
Einstellbare Nullpunktverschiebungen
Die Beschriftung die Softkeys für die einstellbaren Nullpunktverschiebungen variiert, d.h. es
werden die an der Maschine konfigurierten einstellbaren Nullpunktverschiebungen angezeigt
(Beispiele: G54…G57, G54…G505, G54…G599).
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

4.6.6 Kante messen


Beim Messen an einer Kante haben Sie folgende Möglichkeiten:

Kante ausrichten
Das Werkstück liegt beliebig, d.h. nicht parallel zum Koordinatensystem auf dem Arbeitstisch.
Durch Messung zweier Punkte an der von Ihnen gewählten Werkstückbezugskante ermitteln
Sie den Winkel zum Koordinatensystem.

Abstand 2 Kanten
Das Werkstück liegt parallel zum Koordinatensystem auf dem Arbeitstisch. Sie messen den
Abstand L zweier paralleler Werkstückkanten in einer der Achsen (X, Y oder Z) und ermitteln
dessen Mitte.

Voraussetzung
Ein beliebiges Werkzeug ist zum Ankratzen in die Spindel eingesetzt, wenn Sie den
Werkstücknullpunkt manuell messen.
- ODER -
Ein elektronischer Werkstückmesstaster ist in die Spindel eingesetzt und aktiviert, wenn Sie
den Werkstücknullpunkt automatisch messen.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine" an und drücken Sie die Taste
<JOG>.

2. Drücken Sie den Softkey "Nullp. Werkst".

3. Drücken Sie den Softkey "Kante ausrichten".

Fräsen
104 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten
4.6 Werkstücknullpunkt messen

- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Abstand 2 Kanten".

- ODER -
Wenn diese Softkeys nicht angeboten werden, drücken Sie einen belie‐
bigen vertikalen Softkey (außer "Kante setzen") und wählen Sie in der
Auswahlliste die gewünschte Mess-Variante.
4. Wählen Sie "nur Messen", wenn Sie sich die gemessenen Werte nur
anzeigen lassen möchten.

- ODER -
5. Wählen Sie im Auswahlfeld die gewünschte Nullpunktverschiebung aus,
in die der Nullpunkt gespeichert werden soll.

- ODER -
Drücken Sie den Softkey "NPV auswählen", um eine einstellbare Null‐
punktverschiebung auszuwählen.
Im Fenster "Nullpunktverschiebung – G54 … G599" wählen Sie eine
Nullpunktverschiebung aus, in die der Nullpunkt gespeichert werden soll,
und drücken den Softkey "In Manuell".
Sie kehren in das Messfenster zurück.

6. Wählen Sie in Messachse die gewünschte Achse, in der Sie an das


Werkstück heranfahren möchten, sowie die Messrichtung (+ oder -).

7. Geben Sie den Sollwinkel zwischen Werkstückkante und Bezugsachse


an.
8. Fahren Sie das Werkzeug an die Werkstückkante heran.
9. Drücken Sie den Softkey "P1 speichern".

10. Positionieren Sie das Werkzeug neu und wiederholen Sie den Messvor‐
gang (Schritte 7) für die Messung des zweiten Punktes und drücken Sie
den Softkey "P2 speichern".
11. Drücken Sie den Softkey. "Berechnen".
Der Winkel zwischen Werkstückkante und Bezugsachse wird berechnet
und angezeigt.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "NPV setzen".
Bei "NPV setzen" entspricht die Werkstückkante nun dem Sollwinkel.
Die berechnete Rotation wird in der Nullpunktverschiebung gespeichert.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 105
Maschine einrichten
4.6 Werkstücknullpunkt messen

Hinweis
Einstellbare Nullpunktverschiebungen
Die Beschriftung die Softkeys für die einstellbaren Nullpunktverschiebungen variiert, d.h. es
werden die an der Maschine konfigurierten einstellbaren Nullpunktverschiebungen angezeigt
(Beispiele: G54…G57, G54…G505, G54…G599).
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Automatisch messen

1. Bereiten Sie die Messung vor (s.o. Schritte 1 bis 5).


2. Fahren Sie den Werkstückmesstaster in die Nähe der Werkstückkante,
an der Sie messen möchten, und drücken Sie die Taste <CYCLE
START>.
Der automatische Messvorgang wird gestartet. Die Position des Mes‐
spunktes 1 wird gemessen und gespeichert.
Der Softkey "P1 gespeichert" wird aktiv.
3. Wiederholen Sie den Vorgang, um den P2 zu messen und zu speichern.

4. Drücken Sie den Softkey "Berechnen".


Der Winkel zwischen Werkstückkante und Bezugsachse wird berechnet
und angezeigt.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "NPV setzen".
Bei "NPV setzen" entspricht die Werkstückkante nun dem Sollwinkel.
Die berechnete Rotation wird in dem von Ihnen ausgewählten Korrektur‐
ziel gespeichert.

4.6.7 Ecke messen


Sie haben die Möglichkeit, Werkstückecken, welche durch einen rechten (90°) oder beliebigen
Innenwinkel definiert sind, zu messen.

Rechtwinklige Ecke messen


Die zu messende Werkstückecke besitzt einen 90° Innenwinkel und ist beliebig auf dem
Arbeitstisch gespannt. Durch Messung von 3 Punkten ermitteln Sie den Eckpunkt
(Schnittpunkt der Winkelseiten) in der Arbeitsebene und den Winkel α zwischen der
Werkstückbezugskante (Linie durch P1 und P2) und der Bezugsachse in der Arbeitsebene (1.
Geometrieachse der Arbeitsebene).

Fräsen
106 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten
4.6 Werkstücknullpunkt messen

Beliebige Ecke messen


Die zu messende Werkstückecke besitzt einen beliebigen (nicht rechtwinkligen) Innenwinkel
und ist beliebig auf dem Arbeitstisch gespannt. Durch Messung von 4 Punkten ermitteln Sie
den Eckpunkt (Schnittpunkt der Winkelseiten) in der Arbeitsebene und den Winkel α zwischen
der Werkstückbezugskante (Linie durch P1 und P2) und der Bezugsachse in der Arbeitsebene
(1.Geometrieachse der Arbeitsebene) und der Innenwinkel β der Ecke.

Hinweis
Das in den Hilfebildern angezeigte Koordinatensystem bezieht sich immer auf das aktuell
eingestellte Werkstückkoordinatensystem.
Beachten Sie dies bitte, wenn Sie geschwenkt haben oder in anderer Form das WKS geändert
haben.

Voraussetzung
Ein beliebiges Werkzeug ist zum Ankratzen in die Spindel eingesetzt, wenn Sie den
Werkstücknullpunkt manuell messen.
- ODER -
Ein elektronischer Werkstückmesstaster ist in die Spindel eingesetzt und aktiviert, wenn Sie
den Werkstücknullpunkt automatisch messen.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine" an und drücken Sie die Taste
<JOG>.

2. Drücken Sie die Softkeys "Nullp. Werkst".

3. Drücken Sie den Softkey "Rechtwinklige Ecke", wenn das Werkstück ei‐
ne rechtwinklige Ecke hat.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Beliebige Ecke", wenn Sie eine Ecke mit einem
Winkel ungleich 90° messen möchten.
- ODER -
Wenn diese Softkeys nicht angeboten werden, drücken Sie einen belie‐
bigen vertikalen Softkey (außer "Kante setzen") und wählen Sie in der
Auswahlliste die gewünschte Mess-Variante.
4. Wählen Sie "nur Messen", wenn Sie sich die gemessenen Werte nur
anzeigen lassen möchten.

- ODER -

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 107
Maschine einrichten
4.6 Werkstücknullpunkt messen

5. Wählen Sie im Auswahlfeld die gewünschte Nullpunktverschiebung aus,


in die der Nullpunkt gespeichert werden soll.

- ODER -
Drücken Sie den Softkey "NPV auswählen", um eine einstellbare Null‐
punktverschiebung auszuwählen.
Im Fenster "Nullpunktverschiebung – G54 … G599" wählen Sie eine
Nullpunktverschiebung aus, in die der Nullpunkt gespeichert werden soll,
und drücken den Softkey "In Manuell".
Sie kehren in das Messfenster zurück.

6. Wählen Sie die Ecke (Innenecke oder Außenecke), die Sie vermessen
möchten und deren Lage (Lage 1... Lage 4).
Im Hilfebild wird die Lage der Messpunkte angezeigt
7. Geben Sie die Sollposition der Werkstückecke (Z0, X0) an, die Sie ver‐
messen möchten.
8. Fahren Sie das Werkzeug (laut Hilfebild) an den ersten Messpunkt P1
heran, wenn Sie manuell messen.
9. Drücken Sie den Softkey "P1 speichern".
Die Koordinaten des ersten Messpunktes werden gemessen und gespei‐
chert.
10. Positionieren Sie die Spindel mit dem Werkzeug jeweils neu, fahren Sie
an die Messpunkte P2 und P3 und drücken Sie die Softkeys "P2 spei‐
chern" und "P3 speichern".

11. Wiederholen Sie den Vorgang, um den vierten Messpunkt zu messen


und zu speichern, wenn Sie eine beliebige Ecke messen.
12. Drücken Sie den Softkey "Berechnen".
Der Eckpunkt und der Winkel α werden berechnet und angezeigt.
- ODER -
13. Drücken Sie den Softkey "NPV setzen".
Der Eckpunkt entspricht nun der Sollposition. Die berechnete Verschie‐
bung wird in der Nullpunktverschiebung gespeichert.

Hinweis
Einstellbare Nullpunktverschiebungen
Die Beschriftung die Softkeys für die einstellbaren Nullpunktverschiebungen variiert, d.h. es
werden die an der Maschine konfigurierten einstellbaren Nullpunktverschiebungen angezeigt
(Beispiele: G54…G57, G54…G505, G54…G599).
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
108 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten
4.6 Werkstücknullpunkt messen

Automatisch messen

1. Bereiten Sie die Messung vor (s.o. Schritte 1 bis 6).


2. Fahren Sie den Werkstückmesstaster in die Nähe des Messpunktes P1
und drücken Sie die Taste <CYCLE START>.
Der automatische Messvorgang wird gestartet. Die Position des Mes‐
spunktes 1 wird gemessen und gespeichert.
Der Softkey "P1 gespeichert" wird aktiv.

3. Wiederholen Sie den Vorgang, um die Punkte P2 und P3 zu messen und


zu speichern.

Wenn Sie eine Ecke mit einem Winkel ungleich 90° messen, wiederholen
Sie den Vorgang, um den Punkt P4 zu messen und zu speichern.
4. Drücken Sie den Softkey "Berechnen".
Der Eckpunkt und der Winkel α werden berechnet und angezeigt.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "NPV setzen".
Der Eckpunkt entspricht nun der Sollposition. Die berechnete Verschie‐
bung wird in dem von Ihnen ausgewählten Korrekturziel gespeichert

4.6.8 Tasche und Bohrung messen


Sie haben die Möglichkeit, Rechtecktaschen sowie eine oder mehrere Bohrungen zu
vermessen und anschließend das Werkstück auszurichten.

Rechtecktasche messen
Die Rechtecktasche ist rechtwinklig zum Koordinatensystem auszurichten. Durch
automatische Messung von 4 Punkten innerhalb der Tasche werden deren Länge, Breite und
Mittelpunkt ermittelt.

1 Bohrung messen
Das Werkstück mit der zu messenden Bohrung ist beliebig auf dem Arbeitstisch gespannt. In
der Bohrung werden 4 Punkte automatisch gemessen und daraus der Durchmesser und
Mittelpunkt der Bohrung ermittelt.

2 Bohrungen messen
Das Werkstück mit den zu vermessenden zwei Bohrungen, ist beliebig auf dem Arbeitstisch
gespannt. In beiden Bohrungen werden jeweils 4 Punkte automatisch gemessen und daraus
die Bohrungsmittelpunkte berechnet. Aus der Verbindungslinie zwischen beiden Mittelpunkten
und der Bezugsachse wird der Winkel α berechnet sowie der neue Nullpunkt bestimmt, der
dem Mittelpunkt der 1. Bohrung entspricht.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 109
Maschine einrichten
4.6 Werkstücknullpunkt messen

3 Bohrungen messen
Das Werkstück mit den zu vermessenden drei Bohrungen ist beliebig auf dem Arbeitstisch
gespannt. In den drei Bohrungen werden jeweils 4 Punkte automatisch gemessen und daraus
die Bohrungsmittelpunkte berechnet. Durch die drei Mittelpunkte wird ein Kreis gelegt. Von
diesem Kreis werden der Mittelpunkt und der Durchmesser ermittelt. Dieser Mittelpunkt stellt
den neuen zu ermittelnden Werkstücknullpunkt dar. Bei Anwahl einer Winkelkorrektur kann
zusätzlich die Grunddrehung α ermittelt werden.

4 Bohrungen messen
Das Werkstück mit den zu vermessenden vier Bohrungen ist beliebig auf dem Arbeitstisch
gespannt. In den vier Bohrungen werden jeweils 4 Punkte automatisch gemessen und daraus
die Bohrungsmittelpunkte berechnet. Es werden jeweils zwei Bohrungsmittelpunkte diagonal
verbunden. Aus den beiden entstandenen Linien wird der Schnittpunkt ermittelt. Dieser
Schnittpunkt stellt den neuen zu ermittelnden Werkstücknullpunkt dar. Bei Anwahl einer
Winkelkorrektur kann zusätzlich die Grunddrehung α ermittelt werden.

Hinweis
"Nur Messen" bei Automatisch messen
Wird als Korrekturziel "nur Messen" ausgewählt, dann wird an Stelle des Softkeys "NPV
setzen" der Softkey "Berechnen" angezeigt.
Eine Ausnahme bilden die Messvarianten "Rechtecktasche" und "1 Bohrung". Bei diesen
Einpunktmessungen wird bei "nur Messen" weder der Softkey "NPV setzen" noch der Softkey
"Berechnen" angeboten.

Hinweis
2, 3 und 4 Bohrungen können Sie nur automatisch messen.

Voraussetzung
Ein beliebiges Werkzeug ist zum Ankratzen in die Spindel eingesetzt, wenn Sie den
Werkstücknullpunkt manuell messen.
- ODER -
Ein elektronischer Werkstückmesstaster ist in die Spindel eingesetzt und aktiviert, wenn Sie
den Werkstücknullpunkt automatisch messen

Fräsen
110 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten
4.6 Werkstücknullpunkt messen

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine" an und drücken Sie die Taste
<JOG>.

2. Drücken Sie die Softkeys "Nullp. Werkst".

3. Drücken Sie den Softkey "Rechtecktasche".

- ODER -
Drücken Sie den Softkey "1 Bohrung".

- ODER -
Wenn diese Softkeys nicht angeboten werden, drücken Sie einen belie‐
bigen vertikalen Softkey (außer "Kante setzen") und wählen Sie in der
Auswahlliste die gewünschte Mess-Variante.
4. Wählen Sie "nur Messen", wenn Sie sich die gemessenen Werte nur an‐
zeigen lassen möchten.

- ODER -
5. Wählen Sie im Auswahlfeld die gewünschte Nullpunktverschiebung aus,
in die der Nullpunkt gespeichert werden soll.

- ODER -
Drücken Sie den Softkey "NPV auswählen", um eine einstellbare Null‐
punktverschiebung auszuwählen.
Im Fenster "Nullpunktverschiebung – G54 … G599" wählen Sie eine Null‐
punktverschiebung aus, in die der Nullpunkt gespeichert werden soll, und
drücken den Softkey "In Manuell".
Sie kehren in das Messfenster zurück.

6. Geben Sie die Sollpositionen (X0/Y0) des Taschenmittelpunktes, bzw.


Bohrungsmittelpunktes an.
7. Fahren Sie das Werkzeug an den ersten/nächsten Messpunkt heran,
wenn Sie manuell messen.
8. Drücken Sie den Softkey "P1 speichern".
Der Punkt wird gemessen und gespeichert.
9. Wiederholen Sie die Schritte 6 und 7, um die Messpunkte P2, P3 und P4
zu messen und zu speichern.
...

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 111
Maschine einrichten
4.6 Werkstücknullpunkt messen

10. Drücken Sie den Softkey "Berechnen".


Länge, Breite und Mittelpunkt der Rechtecktasche, bzw. Durchmesser
und Mittelpunkt der Bohrung werden berechnet und angezeigt.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "NPV setzen".
Die Sollposition des Mittelpunkts wird bei "NPV setzen" als neuer Null‐
punkt gespeichert. Der Werkzeugradius wird hierbei automatisch mit ein‐
gerechnet.

Hinweis
Einstellbare Nullpunktverschiebungen
Die Beschriftung die Softkeys für die einstellbaren Nullpunktverschiebungen variiert, d.h. es
werden die an der Maschine konfigurierten einstellbaren Nullpunktverschiebungen angezeigt
(Beispiele: G54…G57, G54…G505, G54…G599).
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

4.6.9 Zapfen messen


Sie haben die Möglichkeit, Rechteckzapfen sowie einen und mehrere Kreiszapfen zu
vermessen und auszurichten:

Rechteckzapfen messen
Der Rechteckzapfen ist rechtwinklig zum Koordinatensystem auszurichten. Durch Messung
von vier Punkten am Zapfen ermitteln Sie Länge, Breite und Mittelpunkt des Zapfens.
Beachten Sie, dass die Geraden zwischen den Punkten P1 und P2 bzw. P3 und P4 sich
schneiden müssen, damit ein Messergebnis angezeigt wird.

1 Kreiszapfen messen
Das Werkstück liegt beliebig auf dem Arbeitstisch und hat einen Zapfen. Sie ermitteln über 4
Messpunkte den Durchmesser und den Mittelpunkt des Zapfens.

2 Kreiszapfen messen
Das Werkstück liegt beliebig auf dem Arbeitstisch und hat zwei Zapfen. An den beiden Zapfen
werden jeweils 4 Punkte automatisch gemessen und daraus die Zapfenmittelpunkte
berechnet. Aus der Verbindungslinie zwischen beiden Mittelpunkten und der Bezugsachse
wird der Winkel α berechnet sowie der neue Nullpunkt bestimmt, der dem Mittelpunkt des
ersten Zapfens entspricht.

3 Kreiszapfen messen
Das Werkstück liegt beliebig auf dem Arbeitstisch und hat drei Zapfen. An den drei Zapfen
werden jeweils 4 Punkte automatisch gemessen und daraus die Zapfenmittelpunkte
berechnet. Es wird ein Kreis durch die drei Mittelpunkte gelegt und der Kreismittelpunkt und
der Kreisdurchmesser werden ermittelt.
Bei Anwahl einer Winkelkorrektur kann zusätzlich die Grunddrehung α ermittelt werden.

Fräsen
112 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten
4.6 Werkstücknullpunkt messen

4 Kreiszapfen messen
Das Werkstück liegt beliebig auf dem Arbeitstisch und hat vier Zapfen. An den vier Zapfen
werden jeweils 4 Punkte automatisch gemessen und daraus die Zapfenmittelpunkte
berechnet. Es werden jeweils zwei Zapfenmittelpunkte diagonal verbunden und dann wird der
Schnittpunkt der beiden Linien ermittelt. Bei Anwahl einer Winkelkorrektur kann zusätzlich die
Grunddrehung α ermittelt werden.

Hinweis
"Nur Messen" bei Automatisch messen
Wird als Korrekturziel "nur Messen" ausgewählt, dann wird an Stelle des Softkeys "NPV
setzen" der Softkey "Berechnen" angezeigt.
Eine Ausnahme bilden die Messvarianten "Rechteckzapfen" und "1 Kreiszapfen". Bei diesen
Einpunktmessungen wird bei "nur Messen" weder der Softkey "NPV setzen" noch der Softkey
"Berechnen" angeboten.

Hinweis
2, 3 und 4 Kreiszapfen können Sie nur automatisch messen.

Voraussetzung
Ein beliebiges Werkzeug ist zum Ankratzen in die Spindel eingesetzt, wenn Sie den
Werkstücknullpunkt manuell messen.
Ein elektronischer Werkstückmesstaster ist in die Spindel eingesetzt und aktiviert, wenn Sie
den Werkstücknullpunkt automatisch messen.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine" an und drücken Sie die Taste
<JOG>.

2. Drücken Sie den Softkey "Nullp. Werkst".

3. Drücken Sie den Softkey "Rechteckzapfen".

- ODER -
Drücken Sie den Softkey "1 Kreiszapfen".

- ODER -

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 113
Maschine einrichten
4.6 Werkstücknullpunkt messen

Wenn diese Softkeys nicht angeboten werden, drücken Sie einen belie‐
bigen vertikalen Softkey (außer "Kante setzen") und wählen Sie in der
Auswahlliste die gewünschte Mess-Variante.
4. Wählen Sie "nur Messen", wenn Sie sich die gemessenen Werte nur an‐
zeigen lassen möchten.

- ODER -
Wählen Sie die gewünschte Nullpunktverschiebung aus, in die der Null‐
punkt gespeichert werden soll (z.B. Basisbezug).

- ODER -
Drücken Sie den Softkey "NPV auswählen" und wählen Sie in dem sich
öffnenden Fenster "Nullpunktverschiebung – G54 … G599 " die Null‐
punktverschiebung aus, in die der Nullpunkt gespeichert werden soll und
drücken Sie den Softkey "In Manuell".
Sie kehren in das Fenster "1 Kreiszapfen" zurück.
Die Auswahl Nullpunktverschiebungen kann unterschiedlich sein.
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

5. Geben Sie die Sollpositionen (X0/Y0) des Zapfenmittelpunktes P0 an.


6. Fahren Sie das Werkzeug an den ersten Messpunkt heran.
7. Drücken Sie den Softkey "P1 speichern".
Der Punkt wird gemessen und gespeichert.
8. Wiederholen Sie die Schritte 6 und 7, um die Messpunkte P2, P3 und P4
zu messen und zu speichern.

9. Drücken Sie den Softkey "Berechnen".


Durchmesser und Mittelpunkt des Zapfens werden berechnet und ange‐
zeigt.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "NPV setzen".
Die Sollposition des Mittelpunkts wird bei "NPV setzen" als neuer Null‐
punkt gespeichert. Der Werkzeugradius wird hierbei automatisch mit ein‐
gerechnet.

Hinweis
Einstellbare Nullpunktverschiebungen
Die Beschriftung die Softkeys für die einstellbaren Nullpunktverschiebungen variiert, d.h. es
werden die an der Maschine konfigurierten einstellbaren Nullpunktverschiebungen angezeigt
(Beispiele: G54…G57, G54…G505, G54…G599).
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
114 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten
4.6 Werkstücknullpunkt messen

Automatisch messen

1. Wählen Sie die Funktion "Werkstücknullpunkt messen" an (s.o. Schritte


1 und 2).
2. Drücken Sie den Softkey "Rechteckzapfen".

- ODER -
Drücken Sie den Softkey "1 Kreiszapfen".

- ODER -
Drücken Sie den Softkey "2 Kreiszapfen".

- ODER -
Drücken Sie den Softkey "3 Kreiszapfen".

- ODER -
Drücken Sie den Softkey "4 Kreiszapfen".

- ODER -
Wenn diese Softkeys nicht angeboten werden, drücken Sie einen belie‐
bigen vertikalen Softkey (außer "Kante setzen") und wählen Sie in der
Auswahlliste die gewünschte Mess-Variante.
3. Fahren Sie den Werkstückmesstaster ungefähr mittig über den Recht‐
eck- bzw. Kreiszapfen, bzw. bei mehreren über den ersten zu messenden
Zapfen.
4. Legen Sie fest, ob Sie "nur Messen" möchten oder in welcher Nullpunkt‐
verschiebung Sie den Nullpunkt speichern möchten.
Rechteck- 5. ● Geben Sie in "DZ" den Zustellwert ein, um die Messtiefe festzulegen.
zapfen ● Geben Sie im Feld "L" die Länge (1.Geometrieachse der
Arbeitsebene) und im Feld "W" die Breite (2.Geometrieachse der
Arbeitsebene) des Zapfens ein.
- ODER -
1 Kreis- ● Geben Sie in "ØZapfen" den ungefähren Durchmesser des Zapfens
zapfen ein.
● Geben Sie in "Antastwinkel" einen Winkel ein. Mit dem Antastwinkel
kann die Verfahrrichtung des Tasters um einen beliebigen Winkel
gedreht werden.
- ODER -

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 115
Maschine einrichten
4.6 Werkstücknullpunkt messen

2 Kreis- ● Geben Sie in "ØZapfen" den ungefähren Durchmesser des Zapfens


zapfen ein.
● Geben Sie in "DZ" den Zustellwert ein, um die Messtiefe festzulegen.
● Wählen Sie in "Winkelkorr." den Eintrag "Koor. Drehung" oder
"Rundachse A, B,C".
● Geben Sie den Sollwinkel an.
● Geben Sie die Sollpositionen (Z0/X0) für den Mittelpunkt des ersten
Zapfens ein.
Der Sollwinkel bezieht sich auf die 1. Achse der Arbeitsebene (X/Y-Ebe‐
ne).
Die Eingabefelder für die Sollpositionen sind nur aktiv, wenn Sie die Win‐
kelkorrektur über Koordinatendrehung angewählt haben.
- ODER -
3 Kreis- ● Geben Sie in "ØZapfen" den ungefähren Durchmesser des Zapfens
zapfen ein.
● Geben Sie in "DZ" den Zustellwert ein, um die Messtiefe festzulegen.
● Wählen Sie in "Winkelkorr." den Eintrag "nein" oder wählen Sie in
"Winkelkorr." den Eintrag "ja", wenn eine Ausrichtung durch
Koordinatendrehung erfolgen soll.
● Geben Sie den Sollwinkel an, wenn Sie für "Winkelkorr." den Eintrag
"ja" gewählt haben.
● Geben Sie die Sollpositionen Z0 und X0 ein, um den Mittelpunkt des
Kreises, auf dem die Mittelpunkte der drei Zapfen liegen, zu
bestimmen.
Der Sollwinkel bezieht sich auf die 1. Achse der Arbeitsebene (X/Y-Ebe‐
ne). Die Eingabefelder ist nur vorhanden, wenn Sie für "Winkelkorr." den
Eintrag "ja" gewählt haben.
- ODER -
4 Kreis- ● Geben Sie in "ØZapfen" den ungefähren Durchmesser des Zapfens
zapfen ein.
● Geben Sie in "DZ" den Zustellwert ein, um die Messtiefe festzulegen.
● Wählen Sie in "Winkelkorr." den Eintrag "ja", wenn eine Ausrichtung
durch Koordinatendrehung erfolgen soll oder wählen Sie in
"Winkelkorr." den Eintrag "nein".
● Geben Sie den Sollwinkel an.
● Geben Sie die Sollpositionen X0 und Y0 ein, um den Schnittpunkt der
Verbindungslinien zwischen den Zapfenmittelpunkten zu bestimmen.
Der Sollwinkel bezieht sich auf die 1. Achse der Arbeitsebene (X/Y-Ebe‐
ne). Das Eingabefeld ist nur vorhanden, wenn Sie für "Winkelkorr." den
Eintrag "ja" gewählt haben.

Fräsen
116 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten
4.6 Werkstücknullpunkt messen

4. Drücken Sie die Taste <CYCLE START>.


Der automatische Messvorgang wird gestartet. Das Werkzeug tastet au‐
tomatisch nacheinander 4 Punkte der Rechteck- oder. Zapfenaußen‐
wand bzw. die Außenwand des ersten Zapfens bei mehreren zu mes‐
senden Zapfen.
Nach erfolgreicher Messung wird die Mitte des Zapfens ermittelt und der
Softkey "P1 gespeichert" wird aktiv.

5 Messen Sie mehrere Zapfen fahren Sie anschließend das Werkzeug je‐
weils ungefähr mittig über den zweiten, dritten und vierten Zapfen und
drücken Sie die Taste <CYCLE START>.
Nach erfolgreicher Messung werden die Messwerte P2, P3 und P4 ge‐
speichert und die Softkeys "P2 gespeichert", "P3 gespeichert" und "P4
gespeichert" werden aktiv.

6. Drücken Sie den Softkey "Berechnen", bzw. "NPV setzen ".

Rechteck- Länge, Breite und Mittelpunkt der Rechteckzapfens werden berechnet


zapfen und angezeigt.
Bei "NPV setzen " wird die Sollposition des Mittelpunkts als neuer Null‐
punkt gespeichert. Der Werkzeugradius wird automatisch mit eingerech‐
net.
1 Zapfen Durchmesser und Mittelpunkt des Zapfens werden berechnet und ange‐
zeigt.
Bei "NPV setzen " wird die Sollposition des Mittelpunkts als neuer Null‐
punkt gespeichert. Der Werkzeugradius wird automatisch mit eingerech‐
net.
2 Zapfen Der Winkel zwischen der Verbindungslinie der Mittelpunkte und der Be‐
zugsachse wird berechnet und angezeigt.
Bei "NPV setzen " entspricht der Mittelpunkt des ersten Zapfens nun der
Sollposition. Die berechnete Rotation wird in der Nullpunktverschiebung
gespeichert.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 117
Maschine einrichten
4.6 Werkstücknullpunkt messen

3 Zapfen Der Mittelpunkt und der Durchmesser des Kreises, auf dem die drei Zap‐
fenmittelpunkte liegen, werden berechnet und angezeigt. Haben Sie in
"Koor. Drehung" den Eintrag "ja" gewählt, wird zusätzlich der Winkel α
berechnet und angezeigt.
Bei "NPV setzen" entspricht der Mittelpunkt des Kreises nun der Sollpo‐
sition. Die berechnete Rotation wird in der Nullpunktverschiebung ge‐
speichert.
4 Zapfen Die Zapfenmittelpunkte werden diagonal verbunden und der Schnittpunkt
der beiden Verbindungslinien wird berechnet und angezeigt. Haben Sie
in "Koor. Drehung" den Eintrag "ja" gewählt, wird zusätzlich der Winkel
α berechnet und angezeigt.
Bei NPV setzen entspricht der Schnittpunkt nun der Sollposition. Die be‐
rechnete Rotation wird in der Nullpunktverschiebung gespeichert.

4.6.10 Ebene ausrichten


Sie können eine räumlich schräge Ebene eines Werkstücks vermessen und dabei die
Drehungen α und β ermitteln. Durch eine anschließende Koordinatendrehung ist damit die
senkrechte Ausrichtung der Werkzeugachse auf die Werkstückebene möglich.
Für die Bestimmung der Lage der Ebene im Raum wird in der Werkzeugachse an drei
verschiedenen Punkten gemessen. Zur senkrechten Ausrichtung der Werkzeugachse muss
die Funktion "Schwenken" oder die 5 Achstransformation (TRAORI) an der Maschine
eingerichtet sein.
Damit die Ebene gemessen werden kann, muss die Fläche plan sein.

Voraussetzung
Ein beliebiges Werkzeug ist zum Ankratzen in die Spindel eingesetzt, wenn Sie den
Werkstücknullpunkt manuell messen.
Ein elektronischer Werkstückmesstaster ist in die Spindel eingesetzt und aktiviert, wenn Sie
den Werkstücknullpunkt automatisch messen.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine" an und drücken Sie die Taste
<JOG>.

2. Drücken Sie die Softkeys "Nullp. Werkst" und "Ebene ausrichten".


Das Fenster "Ebene ausrichten" wird geöffnet.

Fräsen
118 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten
4.6 Werkstücknullpunkt messen

3. Wählen Sie "nur Messen", wenn Sie sich die gemessenen Werte nur
anzeigen lassen möchten.

- ODER -
Wählen Sie die gewünschte Nullpunktverschiebung aus, in die der Null‐
punkt gespeichert werden soll (z.B. Basisbezug).

- ODER -
Drücken Sie den Softkey "NPV auswählen" und wählen Sie in dem sich
öffnenden Fenster "Nullpunktverschiebung – G54 … G599" die Nullpunkt‐
verschiebung aus, in die der Nullpunkt gespeichert werden soll und drü‐
cken Sie den Softkey "In Manuell".
Sie kehren in das entsprechende Messfenster zurück

Sie kehren in das Fenster "Ebene ausrichten" zurück.


Die Auswahl Nullpunktverschiebungen kann unterschiedlich sein.
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.
4. Fahren Sie das Werkzeug an den ersten Messpunkt, den Sie bestimmen
möchten.
5. Drücken Sie den Softkey "P1 speichern".

6. Fahren Sie anschließend das Werkzeug an den zweiten und dritten


Messpunkt und drücken Sie die Softkeys "P2 speichern" und "P3 spei‐
chern".

7. Drücken Sie den Softkey "NPV setzen" bzw. "Berechnen".


Die Winkel α und β werden berechnet und angezeigt.
Bei "NPV setzen" wird die Winkelverschiebung in der Nullpunktverschie‐
bung gespeichert.

Siehe auch
Korrekturen nach Messen des Nullpunkts (Seite 120)

4.6.11 Messfunktionsauswahl festlegen


In der Funktion "Werkstücknullpunkt messen" werden Ihnen in der zugehörigen vertikalen
Softkey-Leiste die Messvarianten "Kante setzen", "Kante ausrichten", "Rechtwinklige Ecke",
"1 Bohrung" und "1 Kreiszapfen" angeboten.
Sie haben die Möglichkeit, diese durch Softkeys mit anderen Messvarianten zu ersetzen.

Softkey "Kante setzen"


Der Softkey "Kante setzen" kann nicht mit dem Softkey einer anderen
Messvariante belegt werden.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 119
Maschine einrichten
4.6 Werkstücknullpunkt messen

Software-Option
Für die Messfunktionsauswahl benötigen Sie die Option "Erweiterte Bedienfunktionen"
(nur für 828D).

Vorgehensweise

1. Die Funktion "Werkstücknullpunkt messen" ist angewählt.

2. Drücken Sie den Softkey, den Sie mit einer neuen Messvariante belegen
möchten, z.B. "1 Kreiszapfen".
Das Fenster "1 Kreiszapfen" wird geöffnet.
3. Öffnen Sie die Liste der Messvarianten, wählen Sie mit Hilfe der Taste
<Cursor unten> und der Taste <Input> die gewünschte Messvariante.

- ODER -

3. Wählen Sie mit der Taste <Select> in der Auswahlliste die gewünschte
Messvariante, z.B. "Ebene ausrichten".
Das Fenster "Ebene ausrichten" wird geöffnet.
4. Geben Sie nötigen Parameter, um wie gewohnt die Messung vorzuneh‐
men.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Zurück".

Der ausgewählte Softkey wird mit der neuen Messvariante, hier "Ebene
ausrichten", belegt.

4.6.12 Korrekturen nach Messen des Nullpunkts


Wenn Sie den gemessenen Werkstücknullpunkt in eine Nullpunktverschiebung speichern,
können in folgenden Fällen Änderungen des Koordinatensystems oder der Achspositionen
erforderlich werden:
● Korrektur der Nullpunktverschiebung bewirkt Drehung des Werkstück-
Koordinatensystems, in deren Folge das Werkzeug senkrecht zur Ebene ausgerichtet
werden kann
● Korrektur der Nullpunktverschiebung erfordert Positionierung der Rundachse, um das
Werkstück parallel zum Koordinatensystem auszurichten

Fräsen
120 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten
4.6 Werkstücknullpunkt messen

Zur Anpassung des Koordinatensystems bzw. der Achspositionen werden Sie durch
Aktivierungs-Fenster unterstützt.

Vorgehensweise

Nullpunktverschiebung aktivieren
Sie haben den Werkstücknullpunkt in eine Nullpunktverschiebung ge‐
speichert, die beim Messen nicht aktiv war.
1. Nach Betätigung des Softkeys "NPV setzen" wird das Aktivierungs-Fens‐
ter mit der Abfrage "Die Nullpunktverschiebung Gxxx jetzt aktivieren?"
geöffnet.
2. Drücken Sie den Softkey "OK", um die korrigierte Nullpunktverschiebung
zu aktivieren.

Werkzeug ausrichten und Freifahren (bei Ebene ausrichten)


Durch die Drehung des Werkstück-Koordinatensystems ist eine neue
Ausrichtung des Werkzeugs zur Ebene erforderlich.
Das Aktivierungs-Fenster mit der Abfrage "Den Messtaster senkrecht auf
die Ebene stellen?" wird aufgeblendet.
1. Wählen Sie "ja", wenn Sie in die Ebene einschwenken möchten.
Die Abfrage "Positionieren durch Schwenken! Freifahren?" wird aufgebl‐
endet.
2. Wählen Sie die gewünschte Freifahrvariante.

3. Drücken Sie die Taste <CYCLE START>.


Nach dem Freifahren der Achsen wird das Werkzeug mit Hilfe des
Schwenkzyklus neu ausgerichtet.
Sie können nun erneut messen.
Rundachse positionieren und Vorschub eingeben
Nach dem Messen des Werkstücknullpunkts ist eine neue Positionierung
der Rundachse erforderlich.
Hinweis:
Fahren Sie den Messtaster sicher frei, bevor die Rundachse verfahren
soll.
Das Aktivierungs-Fenster mit der Abfrage "Zum Ausrichten Rundachse
X positionieren?" wird aufgeblendet.
1. Wählen Sie "ja", wenn die Rundachse positioniert werden soll.
Ein Eingabefenster für den Vorschub und der Softkey "Eilgang" werden
aufgeblendet.
2. Drücken Sie den Softkey "Eilgang", um den Vorschub im Eilgang einzu‐
tragen.
- ODER -

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 121
Maschine einrichten
4.6 Werkstücknullpunkt messen

Geben Sie den gewünschten Vorschub in das Eingabefeld "F" ein.


3. Drücken Sie die Taste <CYCLE START>.
Die Rundachse wird neu positioniert.

4.6.13 Messergebnisse für Werkstücknullpunkt protokollieren


Sie haben die Möglichkeit, die bei der Messung des Werkstücknullpunkts ermittelten Werte in
einem Protokoll auszugeben.
Folgende Daten werden erfasst und protokolliert:
● Datum / Uhrzeit
● Protokollname mit Pfad
● Messvariante
● Eingabewerte
● Korrekturziel
● Sollwerte, Messwerte und Differenzen
Sie haben die Möglichkeit, das Protokoll als Textdatei (*.txt) oder im Tabellenformat (*.csv)
auszugeben.

Hinweis
Messergebnisse weitervearbeiten

Das Tabellenformat ist ein Ausgabeformat, welches von Excel (oder anderen
Tabellenprogrammen) importiert werden kann. Damit wird eine statistische Weiterverarbeitung
von Messergebnisprotokollen ermöglicht.

Hinweis
Protokollieren aktiv
Die Messergebnisse können erst in einem Protokoll erfasst werden, wenn der Messvorgang
komplett abgeschlossen ist.

Fräsen
122 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten
4.7 Einstellungen für Messergebnisprotokoll

Vorgehensweise

1. Sie befinden sich in der Betriebsart "JOG" und Sie haben den Softkey
"Nullp. Werkst" gedrückt.
Der Softkey "Messprotokoll" ist nicht bedienbar.
2. Wählen Sie die gewünschte Messvariante und messen Sie wie gewohnt
den Werkstücknullpunkt.
Wenn die Messung abgeschlossen ist, werden die ermittelten Werte an‐
gezeigt.
3. Drücken Sie den Softkey "Messprotokoll", um die Messergebnisse als
Protokoll auszugeben.
Der Softkey "Messprotokoll" ist wieder inaktiv.

Siehe auch
Einstellungen für Messergebnisprotokoll (Seite 123)

4.7 Einstellungen für Messergebnisprotokoll


Im Fenster "Einstellungen für Messprotokoll" nehmen Sie folgende Einstellungen vor:
● Protokollformat
– Textformat
Das Protokoll im Textformat lehnt sich an die Darstellung Messergebnisses am
Bildschirm an.
– Tabellenformat
Bei Auswahl des Tabellenformats werden die Messergebnisse so gespeichert, dass die
Daten in ein Tabellenkalkulationsprogramm (z. B. Microsoft Excel) importiert werden
können. Damit wird eine statistische Weiterverarbeitung von Messergebnisprotokollen
ermöglicht.
● Protokolldaten
– neu
Das Protokoll der aktuellen Messung wird unter dem angegebenen Namen erstellt.
Bereits vorhandene Protokolle gleichen Namens werden dabei überschrieben.
– anhängen
Das erstellte Protokoll wird jeweils an das vorherige Protokoll angehängt.
● Protokollablage
Das erstellte Protokoll wird in ein vorgegebenes Verzeichnis abgelegt.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 123
Maschine einrichten
4.8 Nullpunktverschiebungen

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine" an.

2. Drücken Sie die Taste <JOG>.

3. Drücken Sie die Menüfortschalt-Taste und den Softkey "Einstellungen".

4. Drücken Sie den Softkey "Messprotokoll".


Das Fenster "Einstellungen für Messprotokoll" wird geöffnet.
5. Positionieren Sie den Cursor auf das Feld Protokollformat und wählen
Sie den gewünschten Eintrag.

6. Positionieren Sie den Cursor auf das Feld Protokolldaten und wählen Sie
den gewünschten Eintrag.

7. Positionieren Sie den Cursor auf das Feld Protokollablage und drücken
Sie den Softkey "Verzeichnis auswählen".
8. Navigieren Sie in das gewünschte Verzeichnis für die Protokollablage.
9. Drücken Sie den Softkey "OK" und geben Sie den Namen für die Proto‐
kolldatei ein.

Siehe auch
Messergebnisse für Werkstücknullpunkt protokollieren (Seite 122)
Messergebnisse für Werkzeug protokollieren (Seite 93)

4.8 Nullpunktverschiebungen
Die Istwertanzeige der Achskoordinaten bezieht sich nach dem Referenzpunktfahren auf den
Maschinennullpunkt (M) des Maschinenkoordinatensystems (MKS). Das Programm zur
Abarbeitung des Werkstücks bezieht sich dagegen auf den Werkstücknullpunkt (W) des
Werkstückkoordinatensystems (WKS). Maschinennullpunkt und Werkstücknullpunkt müssen
nicht identisch sein. Abhängig von der Art und der Aufspannung des Werkstücks kann die
Distanz zwischen Maschinennullpunkt und Werkstücknullpunkt variieren. Diese
Nullpunktverschiebung wird bei der Programmbearbeitung berücksichtigt und kann sich aus
verschiedenen Verschiebungen zusammensetzen.
Die Istwertanzeige der Achskoordinaten bezieht sich nach dem Referenzpunktfahren auf den
Maschinennullpunkt des Maschinenkoordinatensystems (MKS).
Die Istwertanzeige der Positionen kann sich auch auf das ENS-Koordinatensystem beziehen.
Dabei wird die Position des aktiven Werkzeugs relativ zum Werkstücknullpunkt angezeigt.

Fräsen
124 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten
4.8 Nullpunktverschiebungen

: :.6

.RRUGLQDWHQWUDQVIRUPDWLRQ
*HVDPWYHU (16
VFKLHEXQJ
1XOOSXQNWYHUVFKLHEXQJIHLQ

1XOOSXQNWYHUVFKLHEXQJJURE

%DVLV9HUVFKLHEXQJ 0.6

Bild 4-1 Nullpunktverschiebungen

Wenn der Maschinennullpunkt nicht mit dem Werkstücknullpunkt identisch ist, gibt es
mindestens eine Verschiebung (Basis-Verschiebung oder eine Nullpunktverschiebung), in der
die Position des Werkstücknullpunkts gespeichert ist.

Basis-Verschiebung
Die Basis-Verschiebung ist eine Nullpunktverschiebung, die immer wirksam ist. Haben Sie
keine Basis-Verschiebung definiert, dann ist diese null. Die Basis-Verschiebung legen Sie im
Fenster "Nullpunktverschiebung - Basis" fest.

Grob- und Feinverschiebung


Nullpunktverschiebungen (G54 bis G57, G505 bis G599) bestehen jeweils aus einer Grob-
und einer Feinverschiebung. Sie können die Nullpunktverschiebungen aus jedem beliebigen
Programm aufrufen (Grob- und Feinverschiebung werden dabei addiert).
In der Grobverschiebung können Sie beispielsweise den Nullpunkt des Werkstücks speichern.
Und in der Feinverschiebung können Sie dann den Versatz hinterlegen, der beim Einspannen
eines neuen Werkstücks zwischen altem und neuem Werkstücknullpunkt entsteht.

Hinweis
Feinverschiebung abwählen (nur bei 840D sl)
Sie haben die Möglichkeit, die Feinverschiebung über das Maschinendatum MD18600
$MN_MM_FRAME_FINE_TRANS abzuwählen.

Siehe auch
Istwerte-Fenster (Seite 43)

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 125
Maschine einrichten
4.8 Nullpunktverschiebungen

4.8.1 Aktive Nullpunktverschiebung anzeigen


Im Fenster "Nullpunktverschiebung - Aktiv" werden folgende Nullpunktverschiebungen
angezeigt:
● Nullpunktverschiebungen, für die aktive Verschiebungen enthalten, bzw. für die Werte
eingetragen sind
● einstellbare Nullpunktverschiebungen
● Gesamt-Nullpunktverschiebung
Das Fenster dient in der Regel nur der Beobachtung.
Die Verfügbarkeit der Verschiebungen ist abhängig von der Einstellung.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Parameter" an.

2. Drücken Sie den Softkey "Nullp.versch."


Das Fenster "Nullpunktverschiebung - Aktiv" wird geöffnet.

Hinweis
Weitere Details für Nullpunktverschiebungen
Möchten Sie zu den angegebenen Verschiebungen weitere Details erfahren oder möchten
Sie Werte für Drehung, Skalierung und Spiegelung ändern, drücken Sie den Softkey "Details".

4.8.2 Nullpunktverschiebung "Übersicht" anzeigen


Im Fenster "Nullpunktverschiebung - Übersicht" werden für alle eingerichteten Achsen die
aktiven Verschiebungen bzw. Systemverschiebungen angezeigt.
Neben der Verschiebung (grob und fein) wird auch die darüber definierte Drehung, Skalierung
und Spiegelung angezeigt.
Das Fenster dient in der Regel nur der Beobachtung.

Fräsen
126 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten
4.8 Nullpunktverschiebungen

Anzeige der aktiven Nullpunktverschiebungen

Nullpunktverschiebungen
Istwert MKS Anzeige des Istwerts im Maschinenkoordinatensystem.
kin. Trans. Werkstück Anzeige der mit $P_TRAFRAME_P programmierten zusätz‐
lichen Nullpunktverschiebungen.
kin. Trans. Werkzeug Anzeige der mit $P_TRAFRAME_T" programmierten zu‐
sätzlichen Nullpunktverschiebungen.
DRF Anzeige der Handrad-Achsverschiebung.
Überlagerung $AA_OFF Anzeige der mit $AA_OFF programmierten überlagerten
Bewegung.
Basisbezug Anzeige der mit $P_SETFRAME programmierten zusätzli‐
chen Nullpunktverschiebungen.
Der Zugriff auf Systemverschiebungen ist über Schlüssel‐
schalter geschützt.
Externe NPV Frame Anzeige der mit $P_EXTFRAME programmierten zusätzli‐
chen Nullpunktverschiebungen.
Gesamt Basis NPV Anzeige aller wirksamen Basisverschiebungen.
G500 Anzeige der mit G54 - G599 aktivierten Nullpunktverschie‐
bungen.
Unter bestimmten Umständen können Sie über "NPV set‐
zen" die Daten ändern, d.h. Sie können einen gesetzten
Nullpunkt korrigieren.
Werkzeugbezug Anzeige der mit $P_TOOLFRAME programmierten zusätz‐
lichen Nullpunktverschiebungen.
Werkstückbezug Anzeige der mit $P_WPFRAME programmierten zusätzli‐
chen Nullpunktverschiebungen.
Trafobezug Anzeige der mit $P_TRAFRAME programmierten zusätzli‐
chen Nullpunktverschiebungen.
Programmierte NPV Anzeige der mit $P_PFRAME programmierten zusätzlichen
Nullpunktverschiebungen.
Zyklenbezug Anzeige der mit $P_CYCFRAME programmierten zusätzli‐
chen Nullpunktverschiebungen.
Gesamt NPV Anzeige der wirksamen Nullpunktverschiebung, die aus der
Summe aller Nullpunktverschiebungen resultiert.
WKZ: Anzeige des aktiven Werkzeugs.
Istwert WKS Anzeige des Istwerts im Werkstückkoordinatensystems.

Die Anzeige der Nullpunktverschiebungen ist abhängig von den Einstellungen.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 127
Maschine einrichten
4.8 Nullpunktverschiebungen

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Parameter" an.

2 Drücken Sie die Softkeys "Nullp.versch." und "Übersicht".


Das Fenster "Nullpunkverschiebungen - Übersicht" wird geöffnet.

4.8.3 Basisnullpunktverschiebung anzeigen und bearbeiten


Im Fenster "Nullpunktverschiebung - Basis" werden für alle eingerichteten Achsen die
definierten kanalspezifischen und globalen Basisverschiebungen, aufgeteilt in Grob und
Feinverschiebung, angezeigt.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Parameter" an.

2. Drücken Sie den Softkey "Nullp.versch."

3. Drücken Sie den Softkey "Basis".


Das Fenster "Nullpunktverschiebung - Basis" wird geöffnet.
4. Nehmen Sie die Änderungen der Werte direkt in der Tabelle vor.

Hinweis
Basisverschiebungen wirksam setzen
Die hier eingegeben Verschiebungen sind sofort wirksam.

4.8.4 Einstellbare Nullpunktverschiebungen anzeigen und bearbeiten


Im Fenster "Nullpunktverschiebung - G54..G599" werden alle einstellbaren Verschiebungen,
aufgeteilt in Grob- und Feinverschiebung, angezeigt.

Fräsen
128 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten
4.8 Nullpunktverschiebungen

Es werden Drehungen, Skalierung und Spiegelung angezeigt.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Parameter" an.

2. Drücken Sie den Softkey "Nullp.versch.".

3. Drücken Sie den Softkey "G54…G599".


Das Fenster "Nullpunktverschiebung - G54..G599" wird geöffnet.
Hinweis
Die Beschriftung die Softkeys für die einstellbaren Nullpunktverschiebun‐
gen variiert, d.h. es werden die an der Maschine konfigurierten einstell‐
baren Nullpunktverschiebungen angezeigt (Beispiele: G54…G57, G54…
G505, G54…G599).
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers..
4. Nehmen Sie die Änderungen der Werte direkt in der Tabelle vor.

Hinweis
Einstellbare Nullpunktverschiebungen wirksam setzen
Die einstellbaren Nullpunktverschiebungen wirken sich erst aus, wenn sie im Programm
angewählt sind.

4.8.5 Details der Nullpunktverschiebungen anzeigen und bearbeiten


Zu jeder Nullpunktverschiebung können Sie sich für alle Achsen alle Daten anzeigen lassen
und bearbeiten. Außerdem können Sie Nullpunktverschiebungen löschen.
Je Achse werden Werte für folgende Daten angezeigt:
● Grob- und Feinverschiebung
● Drehung
● Skalierung
● Spiegelung

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 129
Maschine einrichten
4.8 Nullpunktverschiebungen

Hinweis
Die Angaben zu Drehung, Skalierung und Spiegelung werden hier festgelegt und können nur
hier geändert werden.

Werkzeugdetails
Sie haben die Möglichkeit, sich für Werkzeuge folgende Details zu Werkzeug- und -
verschleißdaten anzeigen zu lassen:
● TC
● Adaptermaß
● Länge / Länge-Verschleiß
● Einrichtekorrektur EC
● Summenkorrektur SC
● Gesamtlänge
● Radius / Radius-Verschleiß

Sie können zusätzlich zwischen der Anzeige der Werkzeugkorrekturwerte im


Maschinen- und Werkstückkoordinatensystem wechseln.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Parameter" an.

2. Drücken Sie den Softkey "Nullp.versch."

3. Drücken Sie die Softkeys "Aktiv", "Basis" oder "G54…G599".


Das zugehörige Fenster wird geöffnet.

4. Positionieren Sie den Cursor auf die gewünschte Nullpunktverschiebung,


zu der Sie sich Details anzeigen lassen möchten.

Fräsen
130 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten
4.8 Nullpunktverschiebungen

5. Drücken Sie den Softkey "Details".

Je nach angewählter Nullpunktverschiebung öffnet sich ein Fenster, z.B.


"Nullpunktverschiebung - Details: G54...G599".
6. Nehmen Sie die Änderungen der Werte direkt in der Tabelle vor.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "NPV löschen", um alle eingetragenen Werte
zurückzusetzen.

Drücken Sie den Softkey "NPV +", bzw. "NPV -", um innerhalb des ge‐
wählten Bereiches ("Aktiv", "Basis", "G54 ...G599") direkt die nächste
bzw. vorherige Nullpunktverschiebung anzuwählen, ohne vorher in das
... Übersichtsfenster wechseln zu müssen.
Ist das Bereichsende (z.B. G599) erreicht, wird auf den Bereichsanfang
gewechselt (z.B. G54).

Die Änderungen der Werte sind im Teileprogramm sofort oder nach "Reset" verfügbar.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Drücken Sie den Softkey "Zurück", um das Fenster zu schließen.

4.8.6 Nullpunktverschiebung löschen


Sie haben die Möglichkeit, die Nullpunktverschiebungen zu löschen. Dabei werden die
eingetragenen Werte zurückgesetzt.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Parameter" an.

2. Drücken Sie den Softkey "Nullp.versch.".

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 131
Maschine einrichten
4.8 Nullpunktverschiebungen

3. Drücken Sie die Softkeys "Übersicht", Basis" oder "G54...G599".

...

4. Drücken Sie den Softkey "Details".

5. Positionieren Sie den Cursor auf die Nullpunktverschiebung, die Sie lö‐
schen möchten.
6. Drücken Sie den Softkey "NPV löschen".
Sie erhalten eine Sicherheitsabfrage, ob Sie wirkich die Nullpunktver‐
schiebung löschen wollen.
7. Drücken Sie den Softkey "OK", um den Löschvorgang zu bestätigen.

4.8.7 Werkstücknullpunkt messen

Vorgehensweise

Tabelle 4-1

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Parameter" an und drücken Sie den


Softkey "Nullp.versch.".

2. Drücken Sie den Softkey G54...G599" und wählen Sie die Nullpunktver‐
schiebung aus, in die der Nullpunkt gespeichert werden soll.
3. Drücken Sie den Softkey "Nullpunkt Werkstück".

Sie wechseln in das Fenster "Kante setzen" in der Betriebsart "JOG".

4. Wählen Sie über Softkey an, in welcher Achs-Richtung Sie zuerst an das
Werkstück heranfahren möchten.
...

5. Wählen Sie die Messrichtung (+ oder -) an, in der Sie an das Werkstück
heranfahren.
Für Z0 ist keine Auswahl der Messrichtung möglich.

Fräsen
132 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten
4.9 Achs- und Spindeldaten überwachen

6. Geben Sie in X0, Y0, bzw. Z0 die Sollposition der Werkstückkante an,
die Sie anfahren.
Fahren Sie das Werkzeug an die Werkstückkante heran und drücken Sie
den Softkey "NPV setzen", um den Werkstücknullpunkt zu messen.

4.9 Achs- und Spindeldaten überwachen

4.9.1 Arbeitsfeldbegrenzung festlegen


Mit der Funktion "Arbeitsfeldbegrenzung" lässt sich der Arbeitsbereich, in dem ein Werkzeug
verfahren werden soll, in allen Kanalachsen begrenzen. Hierdurch lassen sich im Arbeitsraum
Schutzzonen einrichten, die für Werkzeugbewegungen gesperrt sind.
So schränken Sie den Verfahrbereich der Achsen zusätzlich zu den Endschaltern ein.

Voraussetzungen
In der Betriebsart "AUTO" können Sie Änderungen nur im Reset-Zustand vornehmen. Diese
wirken dann sofort.
In der Betriebsart "JOG" können Sie Änderungen jederzeit vornehmen. Diese wirken aber erst
mit Beginn einer neuen Bewegung.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Parameter" an.

2. Drücken Sie den Softkey "Settingdaten".

Das Fenster "Arbeitsfeldbegrenzung" wird geöffnet.

3. Positionieren Sie den Cursor in das gewünschte Feld und geben Sie über
die numerische Tastatur die neuen Werte ein.
Die Unter- bzw. Obergrenze der Schutzzone ändert sich entsprechend
den Eingaben.
4. Klicken Sie das Kontrollkästchen "aktiv" an, um die Schutzzone zu akti‐
vieren.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 133
Maschine einrichten
4.9 Achs- und Spindeldaten überwachen

Hinweis
Im Bedienbereich "Inbetriebnahme" finden Sie unter "Maschinendaten" über die
Menüfortschalttaste sämtliche Settingdaten.

4.9.2 Spindeldaten ändern


Im Fenster "Spindeln" werden die eingestellten Drehzahlgrenzen für die Spindeln angezeigt,
die nicht unter- bzw. überschritten werden dürfen.
Sie haben die Möglichkeit, die Spindeldrehzahlen in den Feldern "Minimum" und "Maximum"
innerhalb der in den entsprechenden Maschinendaten festgelegten Grenzwerte
einzuschränken.

Spindeldrehzahlbegrenzung bei konstanter Schnittgeschwindigkeit


Im Feld "Spindeldrehzahlbegrenzung bei G96" wird die zusätzlich zu den ständig wirksamen
Begrenzungen programmierte Drehzahlgrenze bei konstanter Schnittgeschwindigkeit
angezeigt.
Diese Drehzahlbegrenzung verhindert, dass beispielsweise beim Abstechen oder bei sehr
kleinen Bearbeitungsdurchmessern die Spindel bei konstanter Schnittgeschwindigkeit (G96)
bis auf ihre max. Spindeldrehzahl der aktuellen Getriebestufe hochdreht.

Hinweis
Der Softkey "Spindeldaten" erscheint nur, wenn eine Spindel vorhanden ist.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Parameter" an.

2. Drücken Sie die Softkeys "Settingdaten" und "Spindeldaten".


Das Fenster "Spindeln" wird geöffnet.

3. Wenn Sie die Spindeldrehzahl ändern möchten, positionieren Sie den


Cursor in das Feld "Maximum", "Minimum" oder "Spindeldrehzahlbegren‐
zung bei G96" und geben Sie den neuen Wert ein.

Fräsen
134 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten
4.11 Handrad zuordnen

4.10 Settingdatenlisten anzeigen


Sie haben die Möglichkeit, sich Listen mit konfigurierten Settingdaten anzeigen zu lassen.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Parameter" an.

2. Drücken Sie die Softkeys "Settingdaten" und "Datenlisten".


Das Fenster "Settingdatenlisten" wird geöffnet.

3. Drücken Sie den Softkey "Datenliste auswählen" und wählen Sie in der
Liste "Sicht" die gewünschte Liste mit Settingdaten.

4.11 Handrad zuordnen


Über Handräder können Sie Achsen im Maschinenkoordinatensystem (MKS) oder
Werkstückkoordinatensystem (WKS) verfahren.

Software-Option
Für die Handrad-Verschiebung benötigen Sie die Option "Erweiterte Bedien‐
funktionen" (nur für 828D).

Für die Zuordnung der Handräder werden Ihnen alle Achsen in folgender Reihenfolge
angeboten:
● Geometrieachsen
Die Geometrieachsen berücksichtigen beim Verfahren den aktuellen Maschinenzustand
(z.B. Drehungen, Transformationen). Alle Kanalmaschinenachsen, die aktuell der
Geometrieachse zugeordnet sind, werden dabei gleichzeitig verfahren.
● Kanalmaschinenachsen
Kanalmaschinenachsen sind dem jeweiligen Kanal zugeordnet. Sie können nur einzeln
verfahren werden, d.h. der aktuelle Maschinenzustand hat keinen Einfluss.
Das gilt auch für die Kanalmaschinenachsen, die als Geometrieachsen deklariert sind.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 135
Maschine einrichten
4.11 Handrad zuordnen

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine" an.

Drücken Sie die Taste <JOG>, <AUTO> oder <MDA>.

2. Drücken Sie die Menüfortschalt-Taste und den Softkey "Handrad".


Das Fenster "Handrad" wird geöffnet.
Es wird für jedes angeschlossene Handrad ein Feld für die Zuordnung
einer Achse angeboten.

3. Positionieren Sie den Cursor in das Feld neben dem Handrad, dem Sie
die Achse zuordnen möchten (z.B. Nr. 1).
4. Drücken Sie den entsprechenden Softkey, um die gewünschte Achse zu
wählen (z.B. "X").
- ODER
Öffnen Sie das Auswahlfeld "Achse" mit Hilfe der Taste <INSERT>", na‐
vigieren Sie zur gewünschten Achse und drücken Sie die Taste <INPUT>.
Die Auswahl einer Achse aktiviert auch das Handrad (z.B. "X" ist dem
Handrad Nr. 1 zugeordnet und sofort aktiv).

5. Drücken Sie erneut den Softkey "Handrad".

- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Zurück".
Das Fenster "Handrad" wird geschlossen.

Handrad deaktivieren

1. Positionieren Sie den Cursor auf das Handrad, dessen Zuordnung Sie
aufheben möchten (z.B. Nr. 1).
2. Drücken Sie erneut den Softkey der zugeordneten Achse (z.B. "X").

- ODER -
Öffnen Sie das Auswahlfeld "Achse" mit Hilfe der Taste <INSERT>, na‐
vigieren Sie zum Leerfeld und drücken Sie die Taste <INPUT>.
Die Abwahl einer Achse deaktiviert auch das Handrad (z.B. "X" wird für
das Handrad Nr. 1 abgewählt und nicht mehr aktiv).

Fräsen
136 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten
4.12 MDA

4.12 MDA
In der Betriebsart "MDA" (Manual Data Automatic) haben Sie die Möglichkeit, zum Einrichten
der Maschine satzweise G-Code-Befehle oder Standardzyklen einzugeben und diese sofort
abarbeiten.
Sie haben die Möglichkeit, ein MDA-Programm oder ein Standardprogramm mit Standard-
Zyklen direkt aus dem Programm-Manager in den MDA-Puffer zu laden und zu editieren.
Im MDA-Arbeitsfenster erstellte bzw. geänderte Programme legen Sie im Programm-Manager
z.B. in einem eigens angelegten Verzeichnis ab.

Software-Option
Für das Laden und Speichern von MDA-Programmen benötigen Sie die Option
"Erweiterte Bedienfunktionen" (für 828D).

4.12.1 MDA-Programm aus Programm-Manager laden

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine" an.

2. Drücken Sie die Taste <MDA>.

Der MDA-Editor wird geöffnet.


3. Drücken Sie den Softkey "MDA Laden".

Es erfolgt ein Wechsel in den Programm-Manager.


Das Fenster "Laden in MDA" wird geöffnet. Darin erhalten Sie die Ansicht
des Programm-Managers.
4. Positionieren Sie den Cursor auf den entsprechenden Ablageort, drücken
Sie den Softkey "Suchen" und geben Sie im Such-Dialog den gewünsch‐
ten Suchbegriff ein, wenn Sie nach einer bestimmten Datei suchen möch‐
ten.
Hinweis: Die Platzhalter "*" (ersetzt eine beliebige Zeichenfolge) und "?"
(ersetzt ein beliebiges Zeichen) erleichtern Ihnen die Suche.
5. Markieren Sie das Programm, das Sie im MDA-Fenster bearbeiten bzw.
abarbeiten möchten.
6. Drücken Sie den Softkey "OK".
Das Fenster wird geschlossen und das Programm steht zur Bearbeitung
bereit.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 137
Maschine einrichten
4.12 MDA

4.12.2 MDA-Programm speichern

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine" an.

2. Drücken Sie die Taste <MDA>.

Der MDA-Editor wird geöffnet.


3. Erstellen Sie das MDA-Programm, indem Sie die Befehle als G-Code
über die Bedientastatur eingeben.
4. Drücken Sie den Softkey "MDA Speich.".
Das Fenster "Speichern aus MDA : Ablageort auswählen" wird geöffnet.
Darin erhalten Sie die Ansicht des Programm-Managers.
5. Wählen Sie das Laufwerk, auf dem das erstellte MDA-Programm abge‐
legt werden soll und positionieren Sie den Cursor in das Verzeichnis, in
dem das Programm gespeichert werden soll.
- ODER -
Positionieren Sie den Cursor auf den gewünschten Ablageort, drücken
Sie den Softkey "Suchen" und geben Sie im Such-Dialog den gewünsch‐
ten Suchbegriff ein, wenn Sie nach einem bestimmten Verzeichnis bzw.
Unterverzeichnis suchen wollen.
Hinweis: Die Platzhalter "*" (ersetzt eine beliebige Zeichenfolge) und "?"
(ersetzt ein beliebiges Zeichen) erleichtern Ihnen die Suche.
6. Drücken Sie den Softkey "OK".

Stehen Sie mit dem Cursor auf einem Ordner, öffnet sich ein Fenster,
das Sie auffordert, einen Namen zu vergeben.
- ODER -
Stehen Sie mit dem Cursor auf einem Programm, erhalten Sie eine Ab‐
frage, ob die Datei überschrieben werden soll.
7. Geben Sie den Namen für das erstellte Programm ein und drücken Sie
den Softkey "OK".
Das Programm wird unter dem angegebenen Namen im gewählten Ver‐
zeichnis abgelegt.

Fräsen
138 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Maschine einrichten
4.12 MDA

4.12.3 MDA-Programm editieren / abarbeiten

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine" an.

2. Drücken Sie die Taste <MDA>.


Der MDA-Editor wird geöffnet.
3. Geben Sie die gewünschten Befehle als G-Code über die Bedientastatur
ein.
- ODER -
Geben Sie einen Standardzyklus ein, z.B. CYCLE62 ().
G-Code-Befehle / Programmsätze editieren
4. Korrigieren Sie die G-Code-Befehle direkt im Fenster "MDA".
- ODER -
Markieren Sie den gewünschten Programmsatz (z.B. CYCLE62) und
drücken Sie die Taste <Cursor rechts>, geben Sie die gewünschten Wer‐
te ein und drücken Sie auf "OK".

Bei der Bearbeitung des Zyklus lassen Sie sich wahlweise das Hilfebild
oder die grafische Ansicht anzeigen.
5. Drücken Sie die Taste <CYCLE START>.

Die Steuerung arbeitet die eingegebenen Sätze ab.


Bei der Abarbeitung der G-Code-Befehlen und Standardzyklen haben Sie die Möglichkeit, den
Ablauf folgendermaßen zu beeinflussen:
● Programm satzweise abarbeiten
● Programm testen
Einstellungen unter Programmbeeinflussung
● Probelauf-Vorschub einstellen
Einstellungen unter Programmbeeinflussung

Siehe auch
Programmbeeinflussungen (Seite 180)

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 139
Maschine einrichten
4.12 MDA

4.12.4 MDA-Programm löschen

Voraussetzung
Im MDA-Editor befindet sich ein Programm, das Sie im MDA-Fenster erstellt haben oder aus
dem Programm-Manager geladen haben.

Vorgehensweise

Drücken Sie den Softkey "Sätze löschen".

Die im Programmfenster angezeigten Programmsätze werden gelöscht.

Fräsen
140 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Im Handbetrieb bearbeiten 5
5.1 Allgemein
Die Betriebsart "JOG" nutzen Sie immer dann, wenn Sie die Maschine für die Abarbeitung
eines Programms einrichten oder einfache Verfahrbewegungen an der Maschine durchführen
möchten:
● Synchronisieren des Messsystems der Steuerung mit der Maschine (Referenzpunktfahren)
● Einrichten der Maschine, d.h. Sie können über die vorgesehenen Tasten und Handräder
an der Maschinensteuertafel handgeführte Bewegungen an der Maschine auslösen
● Während der Unterbrechung eines Programms können Sie über die vorgesehenen Tasten
und Handräder an der Maschinensteuertafel handgeführte Bewegungen an der Maschine
auslösen

5.2 Werkzeug und Spindel anwählen

5.2.1 T,S,M-Fenster
Für die vorbereitenden Tätigkeiten im Handbetrieb erfolgen die Werkzeuganwahl und die
Spindelsteuerung jeweils zentral in einer Maske.
Im Handbetrieb können Sie ein Werkzeug entweder über den Namen oder die Platznummer
anwählen. Geben Sie eine Zahl ein, wird erst nach einem Namen und dann nach der
Platznummer gesucht. D.h. wenn Sie z.B. "5" eingeben und kein Werkzeug mit dem Namen
"5" existiert, wird das Werkzeug von Platznummer "5" angewählt.

Hinweis
Über die Platznummer können Sie so auch einen leeren Platz in die Bearbeitungsposition
schwenken und dann bequem ein neues Werkzeug montieren.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 141
Im Handbetrieb bearbeiten
5.2 Werkzeug und Spindel anwählen

Parameter

Parameter Bedeutung Einheit


T Eingabe des Werkzeugs (Name oder Platznummer)
Über den Softkey "Werkzeug auswählen" haben Sie die Möglichkeit, ein Werkzeug aus
der Werkzeugliste auszuwählen.
D Schneidennummer des Werkzeugs (1 - 9)
ST Schwesterwerkzeugnummer (1 - 99 bei Ersatzwerkzeugstrategie)
Spindel Spindelauswahl, Kennzeichnung mit Spindelnummer
Spindel M-Funkti‐ Spindel aus: Spindel wird gestoppt
on
Rechtslauf: Spindel dreht sich im Uhrzeigersinn
Linkslauf: Spindel dreht sich im Gegenuhrzeigersinn
Spindelpositionierung: Spindel wird in die gewünschte Position gebracht.

sonstige M-Funkti‐ Eingabe von Maschinenfunktionen


onen Entnehmen Sie einer Tabelle vom Maschinenhersteller die Zuordnung zwischen Be‐
deutung und Nummer der Funktion.
Nullpunktverschie‐ Auswahl der Nullpunktverschiebung (Basisbezug, G54 - 57)
bung G Über den Softkey "Nullpunktversch." haben Sie die Möglichkeit, Nullpunktverschiebun‐
gen aus der Liste der einstellbaren Nullpunktverschiebungen auszuwählen.
Maßeinheit Auswahl der Maßeinheit inch
Die die hier getroffene Einstellung wirkt sich auf die Programmierung aus. mm
Bearbeitungsebe‐ Auswahl der Bearbeitungsebene (G17(XY), G18 (ZX), G19 (YZ))
ne
Getriebestufe Festlegung der Getriebestufe (auto, I - V)
Stop-Position Eingabe der Spindelposition Grad

Hinweis
Spindelpositionierung
Mit dieser Funktion kann die Spindel auf eine bestimmte Winkelstellung positioniert werden,
z.B. beim Werkzeugwechsel.
● Bei stehender Spindel wird auf kürzestem Weg positioniert.
● Bei drehender Spindel wird die aktuelle Drehrichtung beibehalten und positioniert.

Zusätzliche Parameter für Fräs-/Drehmaschinen


Für Fräs-/Drehmaschinen werden zusätzliche Parameter zum Ausrichten der Drehwerkzeuge
anzeigt:
● wenn im Feld "T" ein Drehwerkzeug ausgewählt wurde.
- oder -
● wenn das T-Feld leer ist und ein Drehwerkzeug aktuell aktiv ist.

Fräsen
142 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Im Handbetrieb bearbeiten
5.2 Werkzeug und Spindel anwählen

Parameter Bedeutung Einheit


TC Name des Schwenkdatensatzes
β Winkel des Werkzeugs zur Drehachse Grad
Null Grad
90 Grad
Werteinga‐ freie Eingabe des gewünschten Winkels
be
Hirthverzahnung β auf nächste Hirthverzahnung runden
β auf nächste Hirthverzahnung aufrunden
β auf nächste Hirthverzahnung abrunden
Werkzeug Position der Werkzeugspitze beim Schwenken
nachführen
Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens beibe‐
halten.
nicht nachführen
Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens nicht
beibehalten.
γ Drehwinkel des Werkzeugs um sich selbst Grad
αC Ausrichtung der Drehebene in der Polstellung Grad

5.2.2 Werkzeug anwählen

Vorgehensweise

1. Wählen Sie die Betriebsart "JOG".

2. Drücken Sie den Softkey "T,S,M".

3. Geben Sie im Eingabefeld den Namen oder die Nummer des Werkzeugs
T ein.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Werkzeug auswählen".
Das Fenster Werkzeugauswahl wird geöffnet.
Positionieren Sie den Cursor auf das gewünschte Werkzeug und drücken
Sie den Softkey "OK".
Das Werkzeug wird in das "T, S, M...-Fenster" übernommen und im Feld
des Werkzeugparameters "T" angezeigt.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 143
Im Handbetrieb bearbeiten
5.2 Werkzeug und Spindel anwählen

4. Wählen Sie die Werkzeugschneide D aus oder geben Sie die Nummer
direkt in das Feld "D" ein.

5. Wählen Sie das Schwesterwerkzeug ST aus oder geben Sie die Nummer
direkt in das Feld "ST" ein.

6. Drücken Sie die Taste <CYCLE START>.


Das Werkzeug wird in die Spindel eingewechselt.

5.2.3 Spindel manuell starten und stoppen

Vorgehensweise

1. Wählen Sie die Betriebsart "JOG" an.

2. Drücken Sie den Softkey "T,S,M".

3. Wählen Sie die gewünschte Spindel (z.B. S1) aus und geben Sie im ne‐
benstehenden Eingabefeld die gewünschte Spindeldrehzahl (U/min) ein.
Die Spindel bleibt weiterhin stehen.
4. Stellen Sie die Getriebestufe ein (z.B. auto), falls die Maschine über ein
Getriebe für die Spindel verfügt.

5. Wählen Sie im Feld "Spindel M-Funktion" die gewünschte Spindeldreh‐


richtung (rechts oder links).

6. Drücken Sie die Taste <CYCLE START>.


Die Spindel dreht sich.
7. Wählen Sie im Feld "Spindel M-Funktion" die Einstellung "stop".

Drücken Sie die Taste <CYCLE START>.


Die Spindel stoppt.

Hinweis
Spindeldrehzahl ändern
Geben Sie die Drehzahl bei laufender Spindel in das Feld "Spindel" ein, wird die neue Drehzahl
übernommen.

Fräsen
144 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Im Handbetrieb bearbeiten
5.3 Achsen verfahren

5.2.4 Spindel positionieren

Vorgehensweise

1. Wählen Sie die Betriebsart "JOG".

2. Drücken Sie den Softkey "T, S, M".

3. Wählen Sie im Feld "Spindel M-Funktion" die Einstellung "Stop-Pos.".


Das Eingabefeld "Stop-Pos." erscheint.
4. Geben Sie die gewünschte Spindel-Stop-Position ein.
Die Spindelposition wird in Grad angegeben
5. Drücken Sie die Taste <CYCLE START>.

Die Spindel wird in die gewünschte Position gebracht.

Hinweis
Mit dieser Funktion kann die Spindel auf eine bestimmte Winkelstellung positioniert werden,
z.B. beim Werkzeugwechsel:
● Bei stehender Spindel wird auf kürzestem Weg positioniert.
● Bei drehender Spindel wird die aktuelle Drehrichtung beibehalten und positioniert.

5.3 Achsen verfahren


Die Achsen können Sie im Handbetrieb über die Inkrement- bzw. Achstasten oder Handräder
verfahren.
Beim Verfahren über Tastatur bewegt sich die angewählte Achse im programmierten
Einrichtevorschub, beim Inkrementverfahren um eine festgelegte Schrittweite.

Einrichtevorschub einstellen
Im Fenster "Einstellungen für manuellen Betrieb" legen Sie fest, mit welchem Vorschub die
Achsen im Einrichtebetrieb verfahren werden.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 145
Im Handbetrieb bearbeiten
5.3 Achsen verfahren

5.3.1 Achsen um feste Schrittweite verfahren


Die Achsen können Sie im Handbetrieb über die Inkrement- und Achstasten oder Handräder
verfahren.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine" an.

2. Drücken Sie die Taste <JOG>.

3. Drücken Sie die Tasten 1, 10, …, 10000, um die Achse in einer festen
Schrittweite (Inkrement) verfahren zu können.
Die Zahlen auf den Tasten geben den Verfahrweg in Mikrometern bzw.
Mikro-Inch an.
Beispiel: Bei einer gewünschten Schrittweite von 100 μm (= 0,1 mm)
drücken Sie die Taste "100".
4. Wählen Sie die zu verfahrende Achse.
;


5. Drücken Sie die Tasten <+> bzw. <->.
Bei jedem Drücken wird die gewählte Achse um die feste Schrittweite
verfahren.
 Vorschub- und Eilgangkorrekturschalter können wirksam sein.

Hinweis
Nach dem Einschalten der Steuerung können Achsen bis in den Grenzbereich der Maschine
bewegt werden, da die Referenzpunkte noch nicht angefahren sind. Dabei können Not-
Endschalter ausgelöst werden.
Die Software-Endschalter und die Arbeitsfeldbegrenzung sind noch nicht wirksam!
Die Vorschubfreigabe muss gesetzt sein.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
146 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Im Handbetrieb bearbeiten
5.4 Achsen positionieren

5.3.2 Achsen um variablen Schrittwert verfahren

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine" an.

Drücken Sie die Taste <JOG>.

2. Drücken Sie den Softkey "Einstellungen".


Das Fenster "Einstellungen für den manuellen Betrieb" wird geöffnet.
3. Geben Sie den gewünschten Wert für den Parameter "Variables Schritt‐
maß" ein.
Beispiel: Bei einer gewünschten Schrittweite von 500 μm (0,5 mm) geben
Sie 500 ein.
4. Drücken Sie die Taste <Inc VAR>.

5. Wählen Sie die zu verfahrende Achse.


6. Drücken Sie die Tasten <+> bzw. <->.
Bei jedem Drücken wird die gewählte Achse um die eingestellte Schritt‐
weite verfahren.
 Vorschub- und Eilgangkorrekturschalter können wirksam sein.

5.4 Achsen positionieren


Im Handbetrieb können Sie einzelne oder mehrere Achsen auf bestimmte Positionen fahren,
um einfache Bearbeitungsabläufe zu realisieren.
Während des Verfahrens wirkt der Vorschub-/Eilgangoverride.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie, falls erforderlich, ein Werkzeug an.


2. Wählen Sie die Betriebsart "JOG" an.

3. Drücken Sie den Softkey "Position".

4. Geben Sie den gewünschten Wert für den Vorschub F an.


- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Eilgang".
Im Feld "F" wird Eilgang angezeigt.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 147
Im Handbetrieb bearbeiten
5.5 Schwenken

5. Geben Sie die Zielposition, bzw. den Zielwinkel für die zu verfahrende(n)
Achse(n) ein.
6. Drücken Sie die Taste <CYCLE START>.
Die Achse wird auf die angegebene Zielposition gefahren.
Wurden Zielpositionen für mehrere Achsen angegeben, werden die Ach‐
sen gleichzeitig verfahren.

5.5 Schwenken
Das manuelle Schwenken in der Betriebsart JOG stellt Funktionen zur Verfügung, die das
Einrichten, Vermessen und Bearbeiten von Werkstücken mit schrägen, geschwenkten
Flächen erheblich erleichtern.
Wenn Sie eine Schräglage herstellen oder korrigieren möchten, werden die gewünschten
Drehungen des Werkstückkoordinatensystems um die Geometrieachsen (X, Y, Z) automatisch
in geeignete Positionen der Maschinenkinematik umgerechnet.
Alternativ können Sie auch die Schwenkachsen der Maschine "direkt" programmieren und ein
zu diesen Schwenkachspositionen passendes Werkstückkoordinatensystem erzeugen
lassen. Nach dem Schwenken steht die Werkzeugachse (bei G17 Z) immer senkrecht auf der
Arbeitsebene (bei G17 XY).
Im Reset-Zustand und auch nach Power-On bleiben die geschwenkten Koordinaten erhalten,
wenn die Maschinendaten durch den Maschinenhersteller entsprechend eingestellt worden
sind. Sie können mit diesen Einstellungen nach einem Programmabbruch z.B. durch Rückzug
in +Z-Richtung aus einer schrägen Bohrung herausfahren.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Wichtige Parameter
● TC - Name des Schwenkdatensatzes
Hier wählen Sie den Schwenkdatensatz an.
● Freifahren
Vor dem Schwenken der Achsen können Sie das Werkzeug auf eine sichere
Freifahrposition fahren. Welche Freifahrvarianten Ihnen zur Verfügung stehen, wird bei der
Inbetriebnahme des Schwenkdatensatzes im Parameter "Freifahrposition" festgelegt.
"Freifahren" entspricht dem Parameter _FR des CYCLE800.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers. Wegen weiterer
Schwenkdatensätze (z.B. bei Werkzeugwechsel) können zusätzliche Freifahrvarian‐
ten freigegeben sein.

Fräsen
148 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Im Handbetrieb bearbeiten
5.5 Schwenken

WARNUNG
Wählen Sie die Freifahrposition so, dass beim Schwenken keine Kollision zwischen
Werkzeug und Werkstück erfolgen kann.

● Schwenkebene
Die Schwenkebene können Sie "neu" oder "additiv" auf eine schon aktive Schwenkebene
programmieren.
● Schwenkmodus
Das Schwenken kann achsweise oder direkt erfolgen.
– Das achsweise Schwenken bezieht sich auf das Koordinatensystem des Werkstücks
(X, Y, Z). Die Reihenfolge der Koordinatenachsen ist frei wählbar. Die Drehungen wirken
in der ausgewählten Reihenfolge. Daraus wird die Drehung der beiden Rundachsen (A,
B, oder C) berechnet.
– Beim direkten Schwenken werden die gewünschten Positionen der Rundachsen
angegeben. Daraus wird ein geeignetes neues Koordinatensystem berechnet. Die
Werkzeugachse wird in Z-Richtung ausgerichtet. Die sich ergebende Richtung der X-
und Y-Achse können Sie durch Verfahren der Achsen ermitteln.
Hinweis
Die jeweils positive Drehrichtung bei den unterschiedlichen Schwenk-Varianten können
Sie den Hilfebildern entnehmen.

● Richtung
"Richtung" entspricht dem Parameter _DIR des CYCLE800.
Bei Schwenksystemen mit 2 Drehachsen kann eine bestimmte Ebene ggf. auf zwei
verschiedene Arten erreicht werden. Im Parameter "Richtung" können Sie zwischen den
zwei unterschiedlichen Stellungen wählen. Das +/- entspricht hierbei dem größeren oder
kleineren Wert einer Drehachse. Dies kann Auswirkungen auf den Arbeitsraum haben.
Für welche Drehachse die beiden Stellungen gewählt werden können, wird bei der
Inbetriebnahme des Schwenkdatensatzes im Parameter "Richtung" festgelegt.
Kann eine der beiden Stellungen aus mechanischen Gründen nicht erreicht werden, wird
automatisch die alternative Stellung angewählt, unabhängig von der Einstellung im
Parameter "Richtung".

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

● Werkzeug nachführen
"Werkzeug" entspricht dem Parameter _ST=1x (Nachführen Werkzeugspitze) des
CYCLE800.
Zur Vermeidung von Kollisionen können Sie mit Hilfe der 5-Achs-Transformation (Software-
Option) die Position der Werkzeugspitze beim Schwenken beibehalten.
Bei der Inbetriebnahme der Funktion "Schwenken Manuell" durch den Maschinenhersteller
muss "Nachführen WZ" frei gegeben werden.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 149
Im Handbetrieb bearbeiten
5.5 Schwenken

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

● Nullebene
Die Nullebene entspricht der Werkzeugebene (G17, G18, G19) einschließlich der aktiven
Nullpunktverschiebung (G500, G54, ...). Drehungen der aktiven Nullpunktverschiebung
und der Rundachsen werden beim manuellen Schwenken berücksichtigt.
Von der Funktion "Schwenken Manuell" werden Drehungen entweder im Werkstückbezug
($P_WPFRAME) oder in die aktive Nullpunktverschiebung geschrieben.
Sie können die Funktion "Schwenken Manuell" nicht nur zur Bearbeitung, sondern auch
zum Einrichten nutzen.
– Mit dem Softkey "Grundstellung" und der Taste <CYCLE START> können Sie die
Maschine in die Ausgangsstellung fahren. Enthält die aktuelle Nullpunktverschiebung
keine Drehung, werden die Rundachsen des Schwenkdatensatzes auf Null gefahren.
Das Werkzeug steht senkrecht auf der Bearbeitungsebene.
Wenn Sie beim Einrichten Ihres Werkstücks die aktuell eingeschwenkte Ebene als
Bezugsebene verwenden möchten, müssen Sie diese Ebene als Nullebene definieren.
– Mit "Nullebene setzen" wird die aktuelle Schwenkebene in der aktiven
Nullpunktverschiebung als Nullebene gespeichert. Dabei werden die Drehungen in der
aktiven Nullpunktverschiebung überschrieben.
– Mit "Nullebene löschen" werden die Drehungen in der aktiven Nullpunktverschiebung
auf Null gesetzt.
Hinweis
Das Gesamtkoordinatensystem bleibt bei "Nullebene setzen" und "Nullebene löschen"
unverändert.

Maschinenhersteller
Grundstellung der Maschinenkinematik bei "Schwenken Manuell" und "5-Achstrans‐
formation".
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine" an.

2. Drücken Sie die Taste <JOG>

3. Drücken Sie den Softkey "Schwenken".

4. Geben Sie die gewünschten Werte für die Parameter ein und drücken
Sie die Taste <CYCLE START>.
Der Zyklus "Schwenken" wird gestartet.

Fräsen
150 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Im Handbetrieb bearbeiten
5.5 Schwenken

Drücken Sie den Softkey "Grundstellung" und die Taste <CYCLE


START>, um die Maschine in die Ausgangsstellung zu fahren.
Enthält die aktuelle Nullpunktverschiebung keine Drehung, werden die
Rundachsen des Schwenkdatensatzes auf Null gefahren. Das Werkzeug
steht senkrecht auf der Bearbeitungsebene.
Nutzen Sie dies z.B., wenn Sie das Koordinatensystem wieder in die
ursprüngliche Lage zurück schwenken möchten.
Drücken Sie den Softkey "Nullebene setzen", wenn Sie die aktuelle
Schwenkebene als neue Nullebene setzen möchten.
Drücken Sie den Softkey "Nullebene löschen", wenn Sie die aktuelle
Schwenkebene löschen möchten.

Parameter Beschreibung Einheit


TC Name des Schwenkdatensatzes
0: Schwenkkopf entfernen, Schwenkdatensatz abwählen
keine Eingabe: Keine Änderung des eingestellten Schwenkdatensatzes
Freifahren nein kein Freifahren vor dem Schwenken
Freifahren inkremental in Werkzeugrichtung
Eingabe des Freifahrweges im Parameter ZR
Freifahren maximal in Werkzeugrichtung

Freifahren in Richtung der Maschinenachse Z

Freifahren in Richtung der Maschinenachse Z und dann in X, Y

ZR Freifahrweg- (nur bei Freifahren inkremental in Werkzeugrichtung)


Schwenkebene ● neu: neue Schwenkebene
● additiv: additive Schwenkebene
Schwenkmodus ● achsweise: Koordinatensystem achsweise drehen
● direkt: Rundachsen direkt positionieren
Positionieren der Rundachsen des aktiven Schwenkdatensatzes
Drehwinkel in der Ebene um die Werkzeugachsen
Z Drehwinkel in der Ebene (nur im Schwenkmodus "direkt") Grad
Achsreihenfolge Reihenfolge der Achsen, um die gedreht wird:
XYZ, XZY, YXZ, YZX, ZXY, ZYX
X Drehung um X Grad
Y Drehung um Y Grad
Z Drehung um Z Grad
Name Rundachse 1 Achswinkel bei Schwenken direkt Grad
Name Rundachse 2 Achswinkel bei Schwenken direkt Grad
Richtung Vorzugsdrehrichtung bei 2 Alternativen (achsweises Schwenken)
größerer Winkel der Achse auf der Skala des Schwenkkopfes/-tisches

kleinerer Winkel der Achse auf der Skala des Schwenkkopfes/-tisches

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 151
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5.6 Manuelles Freifahren

Parameter Beschreibung Einheit


Werkzeug Position der Werkzeugspitze beim Schwenken
nachführen
Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens beibe‐
halten.
nicht nachführen
Die Position der Werkzeugspitze ändert sich während des Schwenkens.

5.6 Manuelles Freifahren


Sie haben die Möglichkeit, nach einer Unterbrechung einer Gewindebohrbearbeitung (G33/
G331/G332) oder allgemein einer Bearbeitung mit Bohrwerkzeug (Werkzeug 200 bis 299)
durch Netzausfall oder einen RESET an der Maschinensteuertafel das Werkzeug in der
Betriebsart JOG in Werkzeugrichtung frei zu fahren, ohne das Werkzeug oder das Werkstück
zu beschädigen.
Die Rückzieh-Funktion ist besonders dann hilfreich, wenn das Koordinatensystem geschwenkt
ist, d.h. wenn die Zustellachse nicht senkrecht steht.

Hinweis
Gewindebohren
Beim Gewindebohren wird der Formschluss zwischen Gewindebohrer und Werkstück
berücksichtigt und die Spindel entsprechend dem Gewinde bewegt.
Für das Rückziehen beim Gewinde kann sowohl die Z-Achse, als auch die Spindel verwendet
werden.

Die Funktion "Rückziehen" muss vom Maschinenhersteller eingerichtet werden.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Vorgehensweise

1. Die Energiezufuhr der Maschine ist unterbrochen bzw. ein laufendes Tei‐
leprogramm wird mit <RESET> unterbrochen.
2. Nach einer Stromunterbrechung schalten Sie die Steuerung ein.
3. Wählen Sie die Betriebsart JOG.

4. Drücken Sie die Menüfortschalt-Taste.

Fräsen
152 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
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5.7 Werkstück einfach planfräsen

5. Drücken Sie den Softkey "Rückziehen".


Das Fenster "Werkzeug rückziehen" wird geöffnet.
Der Softkey steht nur zur Verfügung, wenn ein aktives Werkzeug sowie
Rückzugsdaten vorhanden sind.
6. Wählen Sie das Koordinatensystem "WKS" an der Maschinensteuertafel
an.

7. Verfahren Sie das Werkzeug entsprechend der im Fenster "Werkzeug


= rückziehen" angezeigten Rückzugsachse über Verfahrtasten (z.B. Z +)
aus dem Werkstück heraus.
8. Drücken Sie den Softkey "Rückziehen" erneut, wenn das Werkzeug auf
der gewünschten Position steht, um das Fenster zu verlassen.

5.7 Werkstück einfach planfräsen


Mit dem Zyklus kann ein beliebiges Werkstück plan abgefräst werden. Dabei wird immer eine
rechteckige Fläche bearbeitet.

Bearbeitungsrichtung wählen
Über die SELECT-Taste wählen Sie im Feld "Richtung" die gewünschte Bearbeitungsrichtung:
● Gleiche Bearbeitungsrichtung
● Wechselnde Bearbeitungsrichtung

Begrenzungen wählen
Über die entsprechenden Softkeys wählen Sie die Begrenzung:

links

unten

oben

rechts

Rückzugsebene / Sicherheitsabstand
Rückzugsebene und Sicherheitsabstand werden über die Maschinendaten
$SCS_MAJOG_SAFETY_CLEARANCE bzw. $SCS_MAJOG_RELEASE_PLANE eingestellt.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 153
Im Handbetrieb bearbeiten
5.7 Werkstück einfach planfräsen

Spindeldrehrichtung
Wenn die Option "ShopTurn/ShopMill" aktiviert ist, wird die Spindeldrehrichtung aus den in
der Werkzeugliste eingetragenen Werkzeugparametern übernommen.
Ist die Option "ShopTurn/ShopMill" nicht gesetzt, wählen Sie die Spindeldrehrichtung in der
Eingabemaske.

Siehe auch
Planfräsen (CYCLE61) (Seite 376)

Voraussetzung
Für das einfache Abspanen eines Werkstücks im Handbetrieb muss sich ein vermessenes
Werkzeug in der Bearbeitungsposition befinden.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine".

2. Drücken Sie die Taste <JOG>.

3. Drücken Sie den Softkey "Planfräsen".

4. Drücken Sie die entsprechenden Softkeys, um die seitlichen Begrenzun‐


gen des Werkstücks anzugeben.

5. Wählen Sie im Feld "Bearbeitung" die Bearbeitungsart (z.B. Schrup‐


pen).

6. Wählen Sie im Feld "Richtung" die Bearbeitungsrichtung.

7. Geben Sie alle weiteren Parameter in der Eingabemaske ein.


8. Drücken Sie den Softkey "OK".
Die Parametermaske wird geschlossen.
9. Drücken Sie die Taste <CYCLE START>.
Der Planfräsenzyklus wird gestartet.
Sie können jederzeit in die Parametermaske zurückkehren, um Eingaben
zu kontrollieren und zu korrigieren

Fräsen
154 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Im Handbetrieb bearbeiten
5.7 Werkstück einfach planfräsen

Hinweis
Die Funktion "Repos" können Sie während des Planfräsens nicht nutzen.

Parameter Beschreibung Einheit


T Werkzeugname
D Schneidennummer
F Vorschub mm/min
mm/U
S/V Spindeldrehzahl oder konstante Schnittgeschwindigkeit U/min
m/min
Spindel M-Funktion Spindeldrehrichtung (nur wenn ShopMill nicht aktiv)


Bearbeitung Folgende technologische Bearbeitungen sind wählbar:
● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
Richtung Gleiche Bearbeitungsrichtung

Wechselnde Bearbeitungsrichtung


X0 Eckpunkt 1 der Fläche in X-Richtung (abs. oder ink) mm
Y0 Eckpunkt 1 der Fläche in Y-Richtung (abs. oder ink) mm
Z0 Höhe Rohteil (abs. oder ink) mm
X1 Eckpunkt 2 der Fläche in X-Richtung (abs. oder ink) mm
Y1 Eckpunkt 2 der Fläche in Y-Richtung (abs. oder ink) mm
Z1 Höhe Fertigteil (abs. oder ink) mm
DXY Max. Zustellung in der XY-Ebene (abhängig vom Fräserdurchmesser) mm
Alternativ kann die Ebenenzustellung auch in %, als Verhältnis → Ebenenzustellung %
(mm) zu Fräserdurchmesser (mm) angegeben.
DZ Max. Zustellung in Z-Richtung - (nur bei Schruppen) mm
UZ Schlichtaufmaß Tiefe mm

Hinweis
Beim Schlichten muss das gleiche Schlichtaufmaß wie beim Schruppen eingetragen werden.
Das Schlichtaufmaß wird beim Positionieren zum Freifahren des Werkzeugs verwendet.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 155
Im Handbetrieb bearbeiten
5.8 Einfache Werkstückbearbeitung bei Fräs-/Drehmaschinen

Siehe auch
Werkzeug, Korrekturwert, Vorschub und Spindeldrehzahl (T, D, F, S, V) (Seite 292)

5.8 Einfache Werkstückbearbeitung bei Fräs-/Drehmaschinen

5.8.1 Werkstück einfach planfräsen (Fräs-/Drehmaschine)

Mit dem Zyklus kann ein beliebiges Werkstück plan abgefräst werden. Dabei wird immer eine
rechteckige Fläche bearbeitet.

Bearbeitungsrichtung wählen
Über die SELECT-Taste wählen Sie im Feld "Richtung" die gewünschte Bearbeitungsrichtung:
● Gleiche Bearbeitungsrichtung
● Wechselnde Bearbeitungsrichtung

Begrenzungen wählen
Über die entsprechenden Softkeys wählen Sie die Begrenzung:

links

unten

oben

rechts

Rückzugsebene / Sicherheitsabstand
Rückzugsebene und Sicherheitsabstand werden über die Maschinendaten
$SCS_MAJOG_SAFETY_CLEARANCE bzw. $SCS_MAJOG_RELEASE_PLANE eingestellt.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Spindeldrehrichtung
Wenn die Option "ShopTurn/ShopMill" aktiviert ist, wird die Spindeldrehrichtung aus den in
der Werkzeugliste eingetragenen Werkzeugparametern übernommen.
Ist die Option "ShopTurn/ShopMill" nicht gesetzt, wählen Sie die Spindeldrehrichtung in der
Eingabemaske.

Fräsen
156 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
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5.8 Einfache Werkstückbearbeitung bei Fräs-/Drehmaschinen

Voraussetzung
Für das einfache Planfräsen eines Werkstücks im Handbetrieb muss sich ein vermessenes
Werkzeug in der Bearbeitungsposition befinden.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine".

2. Drücken Sie die Taste <JOG>.

3 Drücken Sie die Softkeys "Bearbeiten" und "Planfräsen".

4. Drücken Sie die entsprechenden Softkeys, um die seitlichen Begrenzun‐


gen des Werkstücks anzugeben.

5. Wählen Sie im Feld "Bearbeitung" die Bearbeitungsart (z.B. Schrup‐


pen).

6. Wählen Sie im Feld "Richtung" die Bearbeitungsrichtung.

7. Geben Sie alle weiteren Parameter in der Eingabemaske ein.


8. Drücken Sie den Softkey "OK".
Die Parametermaske wird geschlossen.
9. Drücken Sie die Taste <CYCLE START>.
Der Planfräsenzyklus wird gestartet.
Sie können jederzeit in die Parametermaske zurückkehren, um Eingaben
zu kontrollieren und zu korrigieren

Hinweis
Die Funktion "Repos" können Sie während des Planfräsens nicht nutzen.

Parameter Beschreibung Einheit


T Werkzeugname
D Schneidennummer
F Vorschub mm/min
mm/U

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 157
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5.8 Einfache Werkstückbearbeitung bei Fräs-/Drehmaschinen

Parameter Beschreibung Einheit


S/V Spindeldrehzahl oder konstante Schnittgeschwindigkeit U/min
m/min
Spindel M-Funktion Spindeldrehrichtung (nur wenn ShopMill nicht aktiv)


Bearbeitung Folgende technologische Bearbeitungen sind wählbar:
● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
Richtung Gleiche Bearbeitungsrichtung

Wechselnde Bearbeitungsrichtung


X0 Eckpunkt 1 der Fläche in X-Richtung (abs. oder ink) mm
Y0 Eckpunkt 1 der Fläche in Y-Richtung (abs. oder ink) mm
Z0 Höhe Rohteil (abs. oder ink) mm
X1 Eckpunkt 2 der Fläche in X-Richtung (abs. oder ink) mm
Y1 Eckpunkt 2 der Fläche in Y-Richtung (abs. oder ink) mm
Z1 Höhe Fertigteil (abs. oder ink) mm
DXY Max. Zustellung in der XY-Ebene (abhängig vom Fräserdurchmesser) mm
Alternativ kann die Ebenenzustellung auch in %, als Verhältnis → Ebenenzustellung %
(mm) zu Fräserdurchmesser (mm) angegeben.
DZ Max. Zustellung in Z-Richtung - (nur bei Schruppen) mm
UZ Schlichtaufmaß Tiefe mm

Hinweis
Beim Schlichten muss das gleiche Schlichtaufmaß wie beim Schruppen eingetragen werden.
Das Schlichtaufmaß wird beim Positionieren zum Freifahren des Werkzeugs verwendet.

5.8.2 Werkstück einfach abspanen (bei Fräs-/Drehmaschine)

Einige Rohteile besitzen keine glatte bzw. ebene Oberfläche. Nutzen Sie den Abspanzyklus,
um z.B. die Stirnfläche des Werkstücks vor der eigentlichen Bearbeitung plan zu drehen.

Fräsen
158 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Im Handbetrieb bearbeiten
5.8 Einfache Werkstückbearbeitung bei Fräs-/Drehmaschinen

Wenn Sie mit dem Abspanzyklus ein Futter ausdrehen möchten, können Sie in der Ecke einen
Freistich (XF2) programmieren.

VORSICHT
Kollisionsgefahr
Das Werkzeug fährt auf direktem Weg zum Startpunkt des Abspanens.
Fahren Sie das Werkzeug vorher auf eine sichere Position, um beim Anfahren Kollisionen
zu vermeiden.

Rückzugsebene / Sicherheitsabstand
Rückzugsebene und Sicherheitsabstand werden über die Maschinendaten
$SCS_MAJOG_SAFETY_CLEARANCE bzw. $SCS_MAJOG_RELEASE_PLANE eingestellt.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Spindeldrehrichtung
Wenn die Option "ShopMill/ShopTurn" aktiviert ist, wird die Spindeldrehrichtung aus den in
der Werkzeugliste eingetragenen Werkzeugparametern übernommen.
Ist die Option "ShopMill/ShopTurn" nicht gesetzt, wählen Sie die Spindeldrehrichtung in der
Eingabemaske.

Hinweis
Die Funktion "Repos" können Sie während des einfachen Abspanens nicht nutzen.

Voraussetzung
Für das einfache Abspanen eines Werkstücks im Handbetrieb ist muss sich ein vermessenes
Werkzeug in der Bearbeitungsposition befinden.

Vorgehensweise

1. Drücken Sie den Bedienbereich "Maschine".

2. Drücken Sie die Taste <JOG>.

3. Drücken Sie die Softkeys "Bearbeiten" und "Abspanen".

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 159
Im Handbetrieb bearbeiten
5.8 Einfache Werkstückbearbeitung bei Fräs-/Drehmaschinen

4. Geben Sie die gewünschten Werte für die Parameter ein.


5. Drücken Sie den Softkey "OK".
Die Parametermaske wird geschlossen.
6. Drücken Sie die Taste <CYCLE START>.
Der Zyklus "Abspanen" wird gestartet.
Sie können jederzeit in die Parametermaske zurückkehren, um Eingaben
zu kontrollieren und zu korrigieren.

Tabelle 5-1

Parameter Beschreibung Einheit


T Werkzeugname
D Schneidennummer
TC Name des Schwenkdatensatzes
β Winkel des Werkzeugs zur Drehachse Grad
β = 0°
β = 90°
Werteingabe Freie EIngabe des gewünschten Winkels
Hirthverzahnung
β auf nähste Hirthverzahnung runden
β auf nähste Hirthverzahnung aufrunden
β auf nähste Hirthverzahnung abrunden
Werkzeug Werkzeugspitze beim Schwenken
● nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens beibehalten.


● nicht nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens nicht


beibehalten.
γ Drehwinkel des Werkzeugs um sich selbst Grad
αC Ausrichtung der Drehebene in der Polstellung Grad
F Vorschub mm/U
S/V Spindeldrehzahl oder konstante Schnittgeschwindigkeit U/min
m/min
Spindel M-Funktion Spindeldrehrichtung (nur wenn ShopMill nicht aktiv)

Fräsen
160 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Im Handbetrieb bearbeiten
5.9 Voreinstellungen für den Handbetrieb

Parameter Beschreibung Einheit


Bearbeitung ● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)

Lage Lage der Bearbeitung

Bearbeitungs- ● plan
richtung ● längs

X0 Bezugspunkt ∅ (abs) mm
Z0 Bezugspunkt (abs) mm
X1 Endpunkt X ∅ (abs) oder Endpunkt X bezogen auf X0 (ink) mm
Z1 Endpunkt Z (abs) oder Endpunkt Z bezogen auf X0 (ink) mm
FS1...FS3 oder R1...R3 Fasenbreite (FS1...FS3) oder Verrundungsradius (R1...R3) mm

XF2 Freistich (alternativ zu FS2 oder R2) mm


D Zustelltiefe (ink) – (nur beim Schruppen) mm
UX Schlichtaufmaß in X-Richtung (ink) – (nur beim Schruppen) mm
UZ Schlichtaufmaß in Z-Richtung (ink) – (nur beim Schruppen) mm

5.9 Voreinstellungen für den Handbetrieb


Im Fenster "Einstellungen für manuellen Betrieb" legen Sie Konfigurationen für den
Handbetrieb fest.

Voreinstellungen

Einstellungen Bedeutung
Vorschubart Hier wählen Sie die Vorschubart
● G94: Achsvorschub/Linearvorschub
● G95: Umdrehungsvorschub
Einrichtevorschub G94 Hier geben Sie den gewünschten Vorschub in mm/min ein.
Einrichtevorschub G95 Hier geben Sie den gewünschten Vorschub in mm/U.
Variables Schrittmaß Hier geben Sie die gewünschte Schrittweite für das Verfahren der Achsen
bei variabler Schrittweite ein.
Spindelgeschwindigkeit Hier geben Sie die Spindelgeschwindigkeit in U/min ein.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 161
Im Handbetrieb bearbeiten
5.9 Voreinstellungen für den Handbetrieb

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine" an.

2. Drücken Sie die Taste <JOG>.

3. Drücken Sie die Menüfortschalt-Taste und den Softkey "Einstellungen".


Das Fenster "Einstellungen für manuellen Betrieb" wird geöffnet.

Fräsen
162 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkstück bearbeiten 6
6.1 Bearbeitung starten und stoppen
Bei der Abarbeitung eines Programms wird das Werkstück entsprechend der Programmierung
an der Maschine bearbeitet. Nach dem Programmstart im Automatikbetrieb läuft die
Werkstückbearbeitung dann automatisch ab.

Voraussetzungen
Folgende Voraussetzungen müssen vor der Abarbeitung eines Programms erfüllt sein:
● Das Messsystem der Steuerung ist mit der Maschine referiert.
● Notwendige Werkzeugkorrekturen und Nullpunktverschiebungen sind eingegeben.
● Notwendige Sicherheitsverriegelungen vom Maschinenhersteller sind aktiviert.

Allgemeiner Ablauf

1. Wählen Sie im Programm-Manager das gewünschte Programm.

2. Wählen Sie unter "NC", "Lokal. Laufwerk", "USB" oder eingerichteten


Netzlaufwerken das gewünschte Programm aus.

3. Drücken Sie den Softkey "Anwahl".


Das Programm wird zur Abarbeitung angewählt und automatisch in den
Bedienbereich "Maschine" gewechselt.
4. Drücken Sie die Taste <CYCLE START>.
Das Programm wird gestartet und abgearbeitet.

Hinweis
Programm in beliebigem Bedienbereich starten
Befindet sich die Steuerung in der Betriebsart "AUTO", kann das angewählte Programm auch
gestartet werden, wenn Sie sich in einem beliebigen Bedienbereich befinden.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 163
Werkstück bearbeiten
6.2 Programm wählen

Bearbeitung anhalten

Drücken Sie die Taste <CYCLE STOP>.


Die Bearbeitung stoppt sofort, einzelne Programmsätze werden nicht
bis zum Ende abgearbeitet. Beim nächsten Start wird die Bearbeitung
an der Stelle fortgesetzt, an der sie angehalten wurde.

Bearbeitung abbrechen

Drücken Sie die Taste <RESET>.


Die Abarbeitung des Programms wird abgebrochen. Beim nächsten Start
beginnt die Bearbeitung von vorn.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

6.2 Programm wählen

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm-Manager" an.


Die Verzeichnisübersicht wird geöffnet.

2. Wählen Sie den Ablageort des Programms an (z. B. "NC")


3. Positionieren Sie den Cursor auf das Verzeichnis, in dem Sie ein Pro‐
gramm anwählen möchten.
4. Drücken Sie die Taste <INPUT>

-ODER -
Drücken Sie die Taste <Cursor rechts>.

Der Verzeichnisinhalt wird angezeigt.


5. Positionieren Sie den Cursor auf das gewünschte Programm.
6. Drücken Sie den Softkey "Anwahl".
Das Programm wird angewählt.
Bei erfolgreicher Programmanwahl erfolgt ein automatischer Wechsel in
den Bedienbereich "Maschine".

Fräsen
164 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkstück bearbeiten
6.3 Programm einfahren

6.3 Programm einfahren


Beim Einfahren eines Programms kann das System die Bearbeitung des Werkstücks nach
jedem Programmsatz, der eine Bewegung oder Hilfsfunktion an der Maschine auslöst,
unterbrechen. So können Sie beim ersten Durchlauf eines Programms an der Maschine das
Bearbeitungsergebnis satzweise kontrollieren.

Hinweis
Einstellungen für den Automatikbetrieb
Für das Einfahren bzw. für das Testen eines Programms stehen Ihnen Eilgangreduzierung
und Probelaufvorschub zur Verfügung.

Einzelsatz fahren
Sie haben die Möglichkeit unter "Programmbeeinflussung" verschiedene Varianten der
Satzabarbeitung zu wählen:

SB-Modus Wirkungsweise
SB1 Einzelsatz Die Bearbeitung stoppt nach jedem Maschinensatz (außer in Zyklen)
grob
SB2 Rechensatz Die Bearbeitung stoppt nach jedem Satz, d.h. auch bei Rechensätzen (außer
in Zyklen)
SB3 Einzelsatz fein Die Bearbeitung stoppt nach jedem Maschinensatz (auch in Zyklen)

Voraussetzung
Ein Programm ist zur Abarbeitung in der Betriebsart "AUTO" oder "MDA" angewählt.

Vorgehensweise

1. Drücken Sie den Softkey "Prog. Beeinf" und wählen Sie im Feld "SBL"
die gewünschte Variante.
2. Drücken Sie die Taste <SINGLE BLOCK>.

3. Drücken Sie die Taste <CYCLE START>.


Je nach Abarbeitungsvariante wird der erste Satz abgearbeitet. Danach
stoppt die Bearbeitung.
In der Zeile Kanalzustand erscheint der Text "Halt: Satz im Einzelsatz
beendet".
4. Drücken Sie die Taste <CYCLE START>.
Das Programm wird je nach Modus bis zum nächsten Halt weiter abge‐
arbeitet.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 165
Werkstück bearbeiten
6.4 Aktuellen Programmsatz anzeigen

5. Drücken Sie erneut die Taste <SINGLE BLOCK>, wenn die Bearbeitung
nicht mehr satzweise erfolgen soll.
Die Taste ist wieder abgewählt.
Wenn Sie nun erneut die Taste <CYCLE START> drücken, wird das
Programm ohne Unterbrechungen bis zum Ende abgearbeitet.

6.4 Aktuellen Programmsatz anzeigen

6.4.1 Aktuelle Satzanzeige


Im Fenster der aktuellen Satzanzeige erhalten Sie eine Anzeige der momentan in Abarbeitung
befindlichen Programmsätze.

Darstellung des aktuellen Programms


Bei laufendem Programm erhalten Sie folgende Informationen:
● In der Titelzeile wird der Werkstück- bzw. Programmname angegeben.
● Der Programmsatz, der gerade abgearbeitet wird, ist farblich hinterlegt.

Darstellung der Bearbeitungszeiten


Wenn Sie in den Einstellungen für den Automatikbetrieb festlegen, dass Bearbeitungszeiten
erfasst werden, werden die gemessenen Zeiten am Ende der Zeile folgendermaßen
dargestellt:

Darstellung Bedeutung
Hellgrün hinterlegt Gemessene Bearbeitungszeit des Programmsatzes (Automatikbetrieb)

Grün hinterlegt Gemessene Bearbeitungszeit des Programmblocks (Automatikbetrieb)

Hellblau hinterlegt Geschätzte Bearbeitungszeit des Programmsatzes (Simulation)

Blau hinterlegt Geschätzte Bearbeitungszeit des Programmblocks (Simulation)

Gelb hinterlegt Wartezeit (Automatikbetrieb oder Simulation)

Fräsen
166 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkstück bearbeiten
6.4 Aktuellen Programmsatz anzeigen

Hervorhebung ausgewählter G-Code-Befehle oder Schlüsselwörter


In den Einstellungen des Programmeditors legen Sie fest, ob ausgewählte G-Code-Befehle
farblich hervorgehoben werden. Standardmäßig werden dann folgende Farbkodierungen
genutzt:

Darstellung Bedeutung
Blaue Schrift D-, S-, F-, T-, M- und H-Funktionen

Rote Schrift Bewegungsbefehl "G0"

Grüne Schrift Bewegungsbefehl "G1"

Blaugrüne Schrift Bewegungsbefehl "G2" oder "G3"

Graue Schrift Kommentar

Maschinenhersteller
In der Konfigurationsdatei "sleditorwidget.ini" haben Sie die Möglichkeit, weitere Her‐
vorhebungen zu definieren.
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Programm direkt Editieren


Im Reset-Zustand haben Sie die Möglichkeit, das aktuelle Programm direkt zu editieren.

1. Drücken Sie die Taste <INSERT>.

2. Positionieren Sie den Cursor an die gewünschte Stelle und editieren Sie
den Programmsatz.
Das direkte Editieren ist nur für G-Codesätze im NC-Speicher möglich,
nicht bei Abarbeiten von extern.
3. Drücken Sie die Taste <INSERT>, um das Programm und den Editier-
Modus wieder zu verlassen.

Siehe auch
Einstellung für den Automatikbetrieb (Seite 231)

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 167
Werkstück bearbeiten
6.4 Aktuellen Programmsatz anzeigen

6.4.2 Basissatz anzeigen


Wenn Sie beim Einfahren oder während der Abarbeitung des Programms genauere
Informationen zu Achspositionen und wichtigen G-Funktionen haben möchten, können Sie die
Basissatzanzeige einblenden. So können Sie z.B. bei der Verwendung von Zyklen prüfen, wie
die Maschine tatsächlich verfährt.
Über Variablen oder R-Parameter programmierte Positionen werden in der Basissatzanzeige
aufgelöst und durch den Variablenwert ersetzt angezeigt.
Die Basissatzanzeige können Sie sowohl im Testbetrieb als auch während der tatsächlichen
Bearbeitung des Werkstücks an der Maschine nutzen. Für den gerade aktiven Programmsatz
werden im Fenster "Basissätze" alle G-Code-Befehle angezeigt, die eine Funktion an der
Maschine auslösen:
● Absolute Achspositionen
● G-Funktionen der ersten G-Gruppe
● Weitere modale G-Funktionen
● Weitere programmierte Adressen
● M-Funktionen

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Vorgehensweise

1. Ein Programm ist zur Abarbeitung angewählt und im Bedienbereich "Ma‐


schine" geöffnet.
2. Drücken Sie den Softkey "Basissätze".
Das Fenster "Basissätze" wird eingeblendet.
3. Drücken Sie die Taste <SINGLE BLOCK>, wenn Sie das Programm satz‐
weise abarbeiten möchten.

4. Drücken Sie die Taste <CYCLE START>, um die Abarbeitung des Pro‐
gramms zu starten.
Im Fenster "Basissätze" werden zum gerade aktiven Programmsatz die
tatsächlich anzufahrenden Achspositionen, modale G-Funktionen usw.
angezeigt.
5. Drücken Sie den Softkey "Basissätze" erneut, um das Fenster wieder
auszublenden.

6.4.3 Programmebene anzeigen


Während der Abarbeitung eines umfangreichen Programms mit mehreren
Unterprogrammebenen, können Sie sich anzeigen lassen, auf welcher Programmebene sich
die Bearbeitung gerade befindet.

Fräsen
168 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkstück bearbeiten
6.5 Programm korrigieren

Mehrmalige Programmdurchläufe
Haben Sie mehrere Programmdurchläufe programmiert, d.h. werden Unterprogramme durch
Angabe des zusätzlichen Parameters P mehrfach hintereinander ausgeführt, werden im
Fenster "Programmebenen" während der Bearbeitung die noch abzuarbeitenden
Programmläufe angezeigt.

Programmbeispiel
N10 Unterprogramm P25
Wird mindestens in einer Programmebene ein Programm noch mehrmals durchlaufen,
erscheint eine horizontale Bildlaufleiste, um die Ansicht des Durchlaufzählers P im rechten
Teil des Fensters zu ermöglichen. Steht kein mehrmaliger Durchlauf mehr an, verschwindet
die Bildlaufleiste.

Anzeige der Programmebene


Sie erhalten folgende Informationen:
● Ebenennummer
● Programmname
● Satznummer, bzw. Zeilennummer
● Restliche Programmdurchläufe (nur bei mehrmaligen Programmdurchläufen)

Voraussetzung
Ein Programm ist zur Abarbeitung in der Betriebsart "AUTO" angewählt.

Vorgehensweise

Drücken Sie den Softkey "Programmebenen".


Das Fenster "Programmebenen" wird geöffnet.

6.5 Programm korrigieren


Sobald die Steuerung einen Syntaxfehler im Teileprogramm erkennt, wird die Abarbeitung des
Programms angehalten und der Syntaxfehler in der Alarmzeile angezeigt.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 169
Werkstück bearbeiten
6.5 Programm korrigieren

Korrekturmöglichkeiten
Je nachdem, in welchem Zustand die Steuerung sich befindet, können Sie folgende
Korrekturen mit Hilfe der Funktion Programmkorrektur vornehmen.
● Stopp-Zustand
Es können nur die Zeilen geändert werden, die noch nicht abgearbeitet wurden.
● Reset-Zustand
Alle Zeilen können geändert werden.
Hinweis
Die Funktion "Programmkorrektur" ist auch bei Abarbeiten von extern verfügbar, jedoch
muss für Programmänderungen der NC-Kanal in den Reset-Zustand gebracht werden.

Voraussetzung
Ein Programm ist zur Abarbeitung in der Betriebsart "AUTO" angewählt.

Vorgehensweise

1. Das zu korrigierende Programm befindet sich in Stopp- bzw. Reset-Zu‐


stand.
2. Drücken Sie den Softkey "Prog.korr."
Das Programm wird im Editor geöffnet.
Es werden der Programmvorlauf sowie der aktuelle Satz angezeigt. Der
aktuelle Satz wird auch im laufenden Programm aktualisiert, der ange‐
zeigte Programmausschnitt jedoch nicht, d.h. der aktuelle Satz wandert
aus dem angezeigten Programmausschnitt.
Wird ein Unterprogramm abgearbeitet, so wird dieses nicht automatisch
geöffnet.
3. Nehmen Sie die gewünschten Korrekturen vor.
4. Drücken Sie den Softkey "NC Abarbeiten".
Das System wechselt wieder in den Bedienbereich "Maschine" und wählt
die Betriebsart "AUTO" an.
5. Drücken Sie die Taste <CYCLE START>, um die Programmbearbeitung
fortzusetzen.

Hinweis
Verlassen Sie den Editor über den Softkey "Schließen", gelangen Sie in den Bedienbereich
"Programm-Manager".

Fräsen
170 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkstück bearbeiten
6.6 Achsen rückpositionieren

6.6 Achsen rückpositionieren


Nach einer Programmunterbrechung im Automatikbetrieb (z.B. nach Werkzeugbruch) können
Sie das Werkzeug im Handbetrieb von der Kontur wegfahren.
Dabei werden die Koordinaten der Unterbrechungsposition gespeichert. Die im Handbetrieb
verfahrenen Wegdifferenzen der Achsen werden im Istwertfenster angezeigt. Diese
Wegdifferenz wird als "Repos-Verschiebung" bezeichnet.

Abarbeitung des Programms fortsetzen


Mit der Funktion "Repos" können Sie das Werkzeug wieder an die Kontur des Werkstücks
heranfahren, um die Abarbeitung des Programms fortzusetzen.
Die Unterbrechungsposition können Sie nicht überfahren, da dies von der Steuerung gesperrt
ist.
Der Vorschub-/Eilgangoverride ist wirksam.

ACHTUNG
Kollisionsgefahr
Beim Rückpositionieren fahren die Achsen mit dem programmierten Vorschub und
Linearinterpolation, d.h. auf einer Geraden von der aktuellen Position auf die
Unterbrechungsstelle. Fahren Sie die Achsen daher vorher auf eine sichere Position, um
Kollisionen zu vermeiden.
Wenn Sie die Funktion "Repos" nach einer Programmunterbrechung und anschließendem
Verfahren der Achsen im Handbetrieb nicht nutzen, fährt die Steuerung die Achsen beim
Wechsel in den Automatikbetrieb und anschließendem Start der Bearbeitung automatisch
auf einer Geraden auf die Unterbrechungsstelle zurück.

Voraussetzung
Folgende Voraussetzungen müssen beim Rückpositionieren der Achsen erfüllt sein:
● Das Abarbeiten des Programms wurde mit <CYCLE STOP> unterbrochen.
● Die Achsen wurden im Handbetrieb von der Unterbrechungsposition auf eine andere
Position verfahren.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 171
Werkstück bearbeiten
6.7 Bearbeitung an bestimmter Stelle starten

Vorgehensweise

1. Drücken Sie die Taste <REPOS>.

2. Wählen Sie jede zu verfahrende Achse nacheinander an.


;


3. Drücken Sie die Tasten <+> bzw. <-> für die entsprechende Richtung.
Die Achsen werden auf die Unterbrechungsposition gefahren.

6.7 Bearbeitung an bestimmter Stelle starten

6.7.1 Satzsuchlauf verwenden


Wenn Sie nur einen bestimmten Abschnitt eines Programms an der Maschine ausführen
möchten, müssen Sie die Abarbeitung des Programms nicht zwingend am Anfang beginnen.
Sie können die Bearbeitung auch ab einem bestimmten Programmsatz starten.

Anwendungsfälle
● Abbruch bzw. Unterbrechung bei der Abarbeitung eines Programms
● Angabe einer bestimmten Zielposition, z.B. bei der Nachbearbeitung

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172 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
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6.7 Bearbeitung an bestimmter Stelle starten

Suchziel bestimmen
● Komfortable Suchzielvorgabe (Suchpositionen)
– Direkte Angabe des Suchziels durch Positionierung des Cursors in angewähltem
Programm (Hauptprogramm)
– Suchziel über Textsuche
– Suchziel ist Unterbrechungsstelle (Haupt- und Unterprogramm)
Die Funktion steht nur Verfügung, wenn eine Unterbrechungsstelle vorhanden ist. Nach
Programmunterbrechung (CYCLE STOP, RESET oder Power off ) speichert die
Steuerung die Koordinaten der Unterbrechungsstelle.
– Suchziel ist die höhere Programmebene bei Unterbrechungsstelle (Haupt- und
Unterprogramm)
Ein Wechsel der Ebenen ist nur möglich, wenn vorher eine Unterbrechungsstelle
angewählt werden konnte, die in einem Unterprogramm liegt. Die Programmebene kann
dann bis zur Hautprogrammebene und wieder zurück bis zur Ebene der
Unterbrechungsstelle gewechselt werden.
● Suchzeiger
– Direkte Eingabe des Programmpfads
Hinweis
Mit dem Suchzeiger haben Sie die Möglichkeit, gezielt eine Stelle in Unterprogrammen
zu suchen, wenn keine Unterbrechungsstelle vorhanden ist.

Software-Option
Für die Funktion "Suchzeiger" benötigen Sie die Option "Erweiterte Bedienfunk‐
tionen" (nur für 828D).

Kaskadierter Suchlauf
Sie haben die Möglichkeit, aus dem Zustand "Suchziel gefunden" einen weiteren Suchlauf zu
starten. Die Kaskadierung kann nach jedem gefundenen Suchziel beliebig oft fortgesetzt
werden.

Hinweis
Nur wenn das Suchziel gefunden wurde, kann aus der gestoppten Programmbearbeitung ein
weiterer kaskadierter Satzsuchlauf gestartet werden.

Literatur
Funktionshandbuch Grundfunktionen; Satzsuchlauf

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Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 173
Werkstück bearbeiten
6.7 Bearbeitung an bestimmter Stelle starten

Voraussetzungen
● Sie haben das gewünschte Programm angewählt.
● Die Steuerung befindet sich im Reset-Zustand.
● Der gewünschte Suchlaufmodus ist ausgewählt.

ACHTUNG
Kollisionsgefahr
Achten Sie auf eine kollisionsfreie Startposition und zutreffende aktive Werkzeuge und
sonstige technologische Werte.
Gegebenfalls fahren Sie manuell eine kollisionsfreie Startposition an. Wählen Sie den
Zielsatz unter Beachtung der angewählten Satzsuchlaufart aus.

Wechsel zwischen Suchzeiger und Suchpositionen

Drücken Sie den Softkey "Suchzeiger" erneut, um aus dem Suchzeiger-


Fenster zurück in das Programmfenster zur Festlegung von Suchpositio‐
nen zu gelangen.
-ODER-
Drücken Sie den Softkey "Zurück".
Sie verlassen den Satzsuchlauf komplett.

Siehe auch
Programm wählen (Seite 164)

6.7.2 Programm ab Suchziel fortsetzen


Um das Programm an der gewünschten Stelle fortzuführen, drücken Sie 2-mal die Taste
<CYCLE START>.
● Mit dem ersten CYCLE START werden die im Suchlauf aufgesammelten Hilfsfunktionen
ausgegeben. Das Programm befindet sich anschließend im Stoppzustand.
● Vor dem zweiten CYCLE START haben Sie die Möglichkeit, die Funktion "Überspeichern"
zu verwenden, um für die weitere Programmabarbeitung notwendige, aber noch nicht
vorhandene Zustände herzustellen.
Außerdem haben Sie die Möglichkeit, durch Wechsel in die Betriebsart JOG REPOS das
Werkzeug von Hand von der aktuellen Position zur Sollposition zu fahren, wenn die
Sollposition nicht automatisch durch Programmstart angefahren werden soll.

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174 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkstück bearbeiten
6.7 Bearbeitung an bestimmter Stelle starten

6.7.3 Einfache Suchzielvorgabe

Voraussetzung
Das Programm ist angewählt und die Steuerung befindet sich im Reset-Zustand.

Vorgehensweise

1. Drücken Sie den Softkey "Satzsuchl."

2. Positionieren Sie den Cursor auf den gewünschten Programmsatz.


-ODER-
Drücken Sie den Softkey "Text suchen", wählen Sie die Suchrichtung,
geben Sie den zu suchenden Text ein und bestätigen Sie mit "OK".

3. Drücken Sie den Softkey "Suchlauf starten".

Der Suchlauf wird gestartet. Dabei wird der von Ihnen vorgegebene
Suchlaufmodus berücksichtigt.
Sobald das Ziel gefunden ist, wird der aktuelle Satz im Programmfens‐
ter angezeigt.
4. Entspricht das gefundene Ziel (z.B. bei der Suche über Text) nicht dem
gesuchten Programmsatz, drücken Sie den Softkey "Suchlauf starten"
erneut, bis das gewünschte Ziel erreicht ist.
Drücken Sie 2-mal die Taste <CYCLE START>.
Die Bearbeitung wird an der gewünschten Stelle fortgeführt.

6.7.4 Unterbrechungsstelle als Suchziel vorgeben

Voraussetzung
In der Betriebsart "AUTO" ist ein Programm angewählt und wurde bei der Abarbeitung durch
CYCLE STOP oder RESET unterbrochen.

Software-Option
Sie benötigen die Option "Erweiterte Bedienfunktionen" (nur für 828D).

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Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 175
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6.7 Bearbeitung an bestimmter Stelle starten

Vorgehensweise

1. Drücken Sie den Softkey "Satzsuchl.".

2. Drücken Sie den Softkey "Unterbrech.stelle".


Die Unterbrechungsstelle wird geladen.
3. Wenn die Softkeys "Ebene höher", bzw. "Ebene tiefer" zur Verfügung
stehen, drücken Sie diese, um die Programmebene zu wechseln.

4. Drücken Sie den Softkey "Suchlauf starten".

Der Suchlauf wird gestartet. Dabei wird der von Ihnen vorgegebene
Suchlaufmodus berücksichtigt.
Die Suchlaufmaske schließt sich.
Sobald das Ziel gefunden ist, wird der aktuelle Satz im Programmfenster
angezeigt.
5. Drücken Sie 2-mal die Taste <CYCLE START>.
Die Bearbeitung wird an der Unterbrechungsstelle fortgeführt.

6.7.5 Suchziel über Suchzeiger eingeben


Im Fenster "Suchzeiger" geben Sie die gewünschte Programmstelle ein, zu der Sie direkt
vorlaufen möchten.

Software-Option
Für die Funktion "Suchzeiger" benötigen Sie die Option "Erweiterte Bedienfunk‐
tionen" (nur für 828D).

Voraussetzung
Das Programm ist angewählt und die Steuerung befindet sich im Reset-Zustand.

Eingabemaske
Jede Zeile steht für eine Programmebene. Die Anzahl der tatsächlich im Programm
vorhandenen Ebenen richtet sich nach der Schachtelungstiefe des Programms.
Die 1. Ebene entspricht immer dem Hauptprogramm und alle weiteren Ebenen entsprechen
Unterprogrammen.
Je nach dem in welcher Programmebene sich das Ziel befindet, müssen Sie in die
entsprechende Zeile des Fensters das Ziel eingeben.
Befindet sich das Ziel beispielsweise im Unterprogramm, das direkt vom Hauptprogramm
aufgerufen wird, müssen Sie das Ziel in die 2. Programmebene eintragen.

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176 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
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6.7 Bearbeitung an bestimmter Stelle starten

Die Zielangabe muss immer eindeutig sein. D.h. beispielsweise, dass Sie zusätzlich in der 1.
Programmebene (Hauptprogramm) ein Ziel angeben müssen, wenn das Unterprogramm im
Hauptprogramm an 2 verschiedenen Stellen aufgerufen wird.

Vorgehensweise

1. Drücken Sie den Softkey "Satzsuchl."

2. Drücken Sie den Softkey "Suchzeiger".

3. Geben Sie den vollständigen Pfad des Programms und ggf. auch der
Unterprogramme in die Eingabefelder ein.
4. Drücken Sie den Softkey "Suchlauf starten".

Der Suchlauf wird gestartet. Dabei wird der von Ihnen vorgegebene
Suchlaufmodus berücksichtigt.
Das Suchlauffenster schließt sich. Sobald das Ziel gefunden ist, wird der
aktuelle Satz im Programmfenster angezeigt.
5. Drücken Sie 2-mal die Taste <CYCLE START>.
Die Bearbeitung wird an der gewünschten Position fortgeführt.

Hinweis
Unterbrechungsstelle
Sie können im Suchzeiger-Modus die Unterbrechungsstelle laden.

6.7.6 Parameter für Satzsuchlauf im Suchzeiger

Parameter Bedeutung
Nummer der Programmebene
Programm: Der Name des Hauptprogramms wird automatisch eingetragen.
Ext: Dateiendung
P: Unterprogrammdurchlaufzahl
Wird ein Unterprogramm mehrmals durchlaufen, können Sie hier die Nummer
des Durchlaufs angeben, bei dem die Bearbeitung fortgesetzt werden soll.
Zeile: Wird bei einer Unterbrechungsstelle automatisch ausgefüllt

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Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 177
Werkstück bearbeiten
6.7 Bearbeitung an bestimmter Stelle starten

Parameter Bedeutung
Typ " " Suchziel in dieser Ebene wird nicht beachtet
N-Nr. Satznummer
Marke Sprungmarke
Text Zeichenkette
U-Prg. Unterprogrammaufruf
Zeile Zeilennummer
Suchziel Programmstelle, ab der die Bearbeitung starten soll

6.7.7 Satzsuchlaufmodus
Im Fenster "Suchlaufmodus" stellen Sie die gewünschte Suchvariante ein.
Der eingestellte Modus bleibt nach dem Ausschalten der Steuerung erhalten. Aktivieren Sie
nach Wiedereinschalten der Steuerung die Funktion "Suchlauf" erneut, wird in der Titelzeile
der aktuelle Suchlaufmodus angezeigt.

Suchvarianten

Satzsuchlaufmodus Bedeutung
mit Berechnung Dient dazu, um in beliebigen Situationen eine Zielposition (z.B. Werkzeug‐
- ohne Anfahren wechselposition) anfahren zu können.
Es wird der Endpunkt des Zielsatzes bzw. die nächste programmierte Posi‐
tion unter Verwendung der im Zielsatz gültigen Interpolationsart angefahren.
Es werden nur die im Zielsatz programmierten Achsen gefahren.
Hinweis:
Wenn das Maschinendatum 11450.1=1 gesetzt ist, werden nach dem Satz‐
suchlauf die Rundachsen des aktiven Schwenkdatensatzes vorpositioniert.
mit Berechnung Dient dazu, in beliebigen Situationen an die Kontur anfahren zu können.
- mit Anfahren Mit <CYCLE START> wird die Endposition des Satzes vor dem Zielsatz an‐
gefahren. Das Programm wird identisch zur normalen Programmabarbeitung
abgefahren.
Hinweis:
Bei einem ShopMill-Programm erfolgt der Suchlauf ausschließlich auf G-
Code-Sätze.
mit Berechnung Dient dazu, den Suchlauf mit Berechnung bei einer Verwendung von EXT‐
- extcall überspringen CALL-Programmen zu beschleunigen: EXTCALL-Programme werden nicht
mitberechnet.
Achtung: Wichtige Informationen, z.B. modale Funktionen, die im EXTCALL-
Programm stehen, werden nicht berücksichtigt. Das Programm ist in diesem
Fall nach gefundenem Suchziel nicht lauffähig. Solche Informationen sollten
im Hauptprogramm programmiert sein.

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178 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
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6.7 Bearbeitung an bestimmter Stelle starten

Satzsuchlaufmodus Bedeutung
ohne Berechnung Dient dem schnellen Suchen im Hauptprogramm.
Während des Satzsuchlaufs werden keine Berechnungen durchgeführt, d.h.
die Berechnung wird bis zum Zielsatz übersprungen.
Ab dem Zielsatz müssen alle für die Abarbeitung nötigen Einstellungen (z.B.
Vorschub, Drehzahl, etc.) programmiert sein.
mit Programmtest Mehrkanaliger Satzsuchlauf mit Berechnung (SERUPRO).
Während des Satzsuchlaufs werden alle Sätze berechnet. Es werden kei‐
nerlei Achsbewegungen ausgeführt, jedoch sämtliche Hilfsfunktionen ausge‐
geben.
Die NC startet das angewählte Programm im Modus Programmtest. Erreicht
die NC im aktuellen Kanal den angegeben Zielsatz, dann stoppt die NC am
Beginn des Zielsatzes und wählt den Modus Programmtest wieder ab. Die
Hilfsfunktionen des Zielsatzes werden nach Programmfortsetzung mit NC-
Start (nach REPOS Bewegungen) ausgegeben.
Bei einkanaligen Systemen wird die Koordination mit parallel laufenden
Ereignissen, wie z.B. Synchronaktionen, unterstützt.
Hinweis
Die Suchlaufgeschwindigkeit ist von MD-Einstellungen abhängig.

Hinweis
Suchlauf-Modus für ShopMill-Programme
● Über das MD 51024 kann die Suchlaufvariante für ShopMill-Arbeitsschrittprogramme
festgelegt werden. Dies gilt nur für die ShopMill - Einkanalansicht.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Literatur
Weitere Informationen entnehmen Sie folgender Literatur:
Inbetriebnahmehandbuch SINUMERIK Operate (IM9) / SINUMERIK 840D sl

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Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 179
Werkstück bearbeiten
6.8 Programmablauf beeinflussen

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine an.

2. Drücken Sie die Taste <AUTO>.

3. Drücken Sie die Softkeys "Satzsuchl." und "Suchlauf Modus".


Das Fenster "Suchlauf Modus" wird geöffnet.

6.8 Programmablauf beeinflussen

6.8.1 Programmbeeinflussungen
In den Betriebsarten "AUTO" und "MDA" können Sie den Ablauf eines Programms verändern.

Abkürzung / Programmbe‐ Wirkungsweise


einflussung
PRT Das Programm wird gestartet und mit Hilfsfunktionsausgaben und Verweilzeiten abgearbeitet.
keine Achsbewegung Die Achsen werden dabei nicht verfahren.
Die programmierten Achspositionen sowie die Hilfsfunktionsausgaben eines Programms wer‐
den so kontrolliert.
Hinweis: Die Programmbearbeitung ohne Achsbewegungen kann auch zusammen mit der
Funktion "Probelaufvorschub" aktiviert werden.
DRY Die Verfahrgeschwindigkeiten, die in Verbindung mit G1, G2, G3, CIP und CT programmiert
Probelaufvorschub sind, werden durch einen festgelegten Probelaufvorschub ersetzt. Der Probelaufvorschubwert
gilt auch anstelle des programmierten Umdrehungsvorschubs.
Vorsicht: Bei aktiviertem "Probelaufvorschub" darf keine Werkstückbearbeitung erfolgen, da
durch die geänderten Vorschubwerte die Schnittgeschwindigkeiten der Werkzeuge überschrit‐
ten bzw. das Werkstück oder die Werkzeugmaschine zerstört werden könnte.
RG0 Die Verfahrgeschwindigkeit der Achsen wird im Eilgangmodus auf den in RG0 eingegebenen
Reduzierter Eilgang Prozentwert reduziert.
Hinweis: Den reduzierten Eilgang definieren Sie in Einstellungen für Automatikbetrieb.
M01 Die Programmbearbeitung hält jeweils bei den Sätzen an, in denen die Zusatzfunktion M01
Programmierter Halt 1 programmiert ist. So überprüfen Sie während der Bearbeitung eines Werkstücks zwischen‐
durch das bereits erzielte Ergebnis.
Hinweis: Um die Abarbeitung des Programms fortzusetzen, drücken Sie erneut die Taste <CY‐
CLE START>.

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180 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkstück bearbeiten
6.8 Programmablauf beeinflussen

Abkürzung / Programmbe‐ Wirkungsweise


einflussung
Programmierter Halt 2 Die Programmbearbeitung hält bei den Sätzen an, in denen "Zyklusende" (z.B. mit M101)
(z.B. M101) programmiert ist.
Hinweis: Um die Abarbeitung des Programms fortzusetzen, drücken Sie erneut die Taste <CY‐
CLE START>.
Hinweis: Die Anzeige kann geändert sein. Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschi‐
nenherstellers.
DRF Ermöglicht während der Bearbeitung im Automatik–Betrieb mit dem elektronischen Handrad
Handrad-Verschiebung eine zusätzliche inkrementelle Nullpunktverschiebung.
Es kann damit der Werkzeugverschleiß innerhalb eines programmierten Satzes korrigiert wer‐
den.
Hinweis: Für die Verwendung der Handrad-Verschiebung benötigen Sie die Option "Erweiterte
Bedienfunktionen" (für 828D).
SB Einzelsätze sind folgendermaßen konfiguriert.
Einzelsatz grob: Das Programm stoppt nur nach Sätzen, die eine Maschinenfunktion ausführen.
Rechensatz: Das Programm stoppt nach jedem Satz.
Einzelsatz fein: Das Programm stoppt auch in Zyklen nur nach Sätzen, die eine Maschinen‐
funktion ausführen.
Sie wählen die gewünschte Einstellung mit Hilfe der Taste <SELECT>.
SKP Ausblendsätze werden bei der Bearbeitung übersprungen.
GCC Ein Jobshop-Programm wird beim Abarbeiten in ein G-Code-Programm konvertiert.
MRD Die Anzeige des Messergebnisbildes wird im Programm während der Bearbeitung eingeschal‐
tet.

Programmbeeinflussungen aktivieren
Durch An- und Abwahl der entsprechenden Kontrollkästchen beeinflussen Sie den Ablauf der
Programme in der gewünschten Art und Weise.

Anzeige / Rückmeldung der aktiven Programmbeeinflussung


Ist eine Programmbeeinflussung aktiviert, wird als Rückmeldung das Kürzel der
entsprechenden Funktion in der Statusanzeige angezeigt.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine an.

2. Drücken Sie die Taste <AUTO> bzw. <MDA>.

3. Drücken Sie den Softkey "Prog.Beeinf".


Das Fenster "Programmbeeinflussung" wird geöffnet.

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Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 181
Werkstück bearbeiten
6.8 Programmablauf beeinflussen

6.8.2 Ausblendsätze
Programmsätze, die nicht bei jedem Programmdurchlauf ausgeführt werden sollen, können
ausgeblendet werden.
Diese Ausblendsätze werden mit dem Zeichen "/" (Schrägstrich) bzw. "/x (x = Nummer der
Ausblendebene) vor der Satznummer gekennzeichnet. Es können auch mehrere Sätze in
Folge ausgeblendet werden.
Die Anweisungen in den ausgeblendeten Sätzen werden nicht ausgeführt, d.h. das Programm
wird mit dem jeweils nächsten nicht ausgeblendeten Satz fortgeführt.
Wie viele Ausblendebenen nutzbar sind, ist abhängig von einem Maschinendatum.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Software-Option
Um mehr als zwei Ausblendebenen zur Verfügung zu haben, benötigen Sie bei
828D die Option "Erweiterte Bedienfunktionen".

Ausblendebenen aktivieren
Markieren Sie das entsprechende Kontrollkästchen, um die gewünschte Ausblendebene zu
aktivieren.

Hinweis
Das Fenster "Programmbeeinflussung - Ausblendsätze" steht nur zur Verfügung, wenn mehr
als eine Ausblendebene eingerichtet ist.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine" an.

2. Drücken Sie die Taste <AUTO> bzw. <MDA>.

3 Drücken Sie die Softkeys "Prog. Beeinf" und "Ausblendsätze".


Das Fenster "Programmbeeinflussung" wird geöffnet und zeigt eine Liste
der Ausblendebenen.

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182 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkstück bearbeiten
6.9 Überspeichern

6.9 Überspeichern
Mit Überspeichern haben Sie die Möglichkeit, technologische Parameter (z.B. Hilfsfunktionen,
Achsvorschub, Spindeldrehzahl, programmierbare Anweisungen, etc.) vor dem eigentlichen
Programmstart ausführen zu lassen. Diese Programmanweisungen wirken so, als ob sie im
regulären Teileprogramm stehen. Diese Programmanweisungen sind aber nur für einen
Programmdurchlauf gültig. Das Teileprogramm wird dadurch nicht dauerhaft verändert. Beim
nächsten Start wird das Programm wie ursprünglich programmiert abgearbeitet.
Nach einem Satzsuchlauf kann man mit Überspeichern die Maschine in einen Zustand bringen
(z.B. M-Funktionen, Werkzeug, Vorschub, Drehzahl, Achspositionen etc.), in dem das reguläre
Teileprogramm erfolgreich fortgesetzt werden kann.

Software-Option
Für das Überspeichern benötigen Sie die Option "Erweiterte Bedienfunktionen"
(für 828D).

Voraussetzung
Das Programm befindet sich in Stopp- bzw. Reset-Zustand.

Vorgehensweise

1. Öffnen Sie das Programm in der Betriebsart "AUTO".

2. Drücken Sie den Softkey "Überspeich".


Das Fenster "Überspeichern" wird geöffnet.
3. Tragen Sie die gewünschten Daten bzw. den gewünschten NC-Satz ein.

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Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 183
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6.10 Programm editieren

4. Drücken Sie die Taste <CYCLE START>.


Die eingegebenen Sätze werden abgearbeitet. Sie können die Abarbei‐
tung im Fenster "Überspeichern" verfolgen.
Nachdem die eingegebenen Sätze abgearbeitet sind, können Sie erneut
Sätze anhängen.
Solange Sie sich im Überspeicher-Modus befinden, ist ein Wechsel der
Betriebsart nicht möglich.
5. Drücken Sie den Softkey "Zurück".
Das Fenster "Überspeichern" wird geschlossen.
6. Drücken Sie erneut die Taste <CYCLE START>.
Das vor dem Überspeichern angewählte Programm läuft weiter.

Hinweis
Satzweise abarbeiten
Die Taste <SINGLE BLOCK> wirkt auch im Überspeichermodus. Sind mehrere Sätze im
Überspeicherpuffer eingetragen, werden diese nach jedem NC-Start satzweise abgearbeitet

Sätze löschen

Drücken Sie den Softkey "Sätze löschen", um eingegebene Programm‐


sätze zu löschen.

6.10 Programm editieren


Mit dem Editor haben Sie die Möglichkeit, Teileprogramme zu erstellen, zu ergänzen und zu
ändern.

Hinweis
Maximale Satzlänge
Die maximale Satzlänge beträgt 512 Zeichen.

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184 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
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6.10 Programm editieren

Aufruf des Editors


● Im Bedienbereich "Maschine" wird der Editor über den Softkey "Programmkorrektur"
aufgerufen. Wenn Sie dieTaste <INSERT> drücken, können Sie das Programm direkt
ändern.
● Im Bedienbereich "Programm-Manager" wird der Editor über den Softkey "Öffnen" sowie
mit den Tasten <INPUT> oder <Cursor rechts> aufgerufen.
● Im Bedienbereich "Programm" öffnet sich der Editor mit dem zuletzt bearbeiteten
Teileprogramm, sofern er vorher nicht explizit über den Softkey "Schließen" beendet wurde.
Hinweis
● Beachten Sie, dass Änderungen von im NC-Speicher abgelegten Programmen sofort
wirksam sind.
● Editieren Sie auf lokalem Laufwerk oder externen Laufwerken, haben Sie die
Möglichkeit, je nach Einstellung den Editor auch ohne Speichern zu verlassen.
Programme im NC-Speicher werden immer automatisch gespeichert.
● Verlassen Sie den Programmkorrektur-Modus über den Softkey "Schließen", gelangen
Sie in den Bedienbereich "Programm-Manager".

Siehe auch
Einstellungen für Editor (Seite 193)
Programm öffnen und schließen (Seite 687)
Programm korrigieren (Seite 169)
G-Code-Programm erstellen (Seite 262)

6.10.1 Suche in Programmen

Damit Sie beispielsweise in sehr großen Programmen schnell an die Stelle gelangen, an der
Sie Änderungen vornehmen möchten, können Sie die Suchfunktion verwenden.
Dabei stehen Ihnen verschiedene Suchoptionen zur Verfügung, die ein gezieltes Suchen
ermöglichen.

Suchoptionen
● Ganze Wörter
Aktivieren Sie diese Option und geben Sie einen Suchbegriff ein, wenn Sie Texte / Begriffe
suchen wollen, die genau in dieser Form als Wort vorhanden sind.
Geben Sie hier z.B. den Suchbegriff "Schlichter" ein, werden nur alleinstehende Wörter
"Schlichter" angezeigt. Wortverbindungen wie "Schlichter_10" werden nicht gefunden.
● Exakter Ausdruck
Aktivieren Sie diese Option, wenn Sie nach Begriffen mit Zeichen suchen möchten, die
auch als Platzhalter für andere Zeichen verwendet werden können, z.B. "?" und "*".

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Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 185
Werkstück bearbeiten
6.10 Programm editieren

Hinweis
Suche mit Platzhaltern
Bei der Suche nach bestimmten Programmstellen haben Sie die Möglichkeit, Platzhalter zu
verwenden:
● "*": ersetzt eine beliebige Zeichenfolge
● "?": ersetzt ein beliebiges Zeichen

Voraussetzung
Das gewünschte Programm ist im Editor geöffnet.

Vorgehensweise

1. Drücken Sie den Softkey "Suchen".


Eine neue vertikale Softkey-Leiste wird eingeblendet.
Gleichzeitig öffnet sich das Fenster "Suchen".
2. Geben Sie in das Feld "Text" den gewünschten Suchbegriff ein.
3. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen "Ganze Wörter", wenn der eingege‐
bene Text nur als ganzes Wort gesucht werden soll.
- ODER -
Aktivieren Sie das Kontrollkästchen "Exakter Ausdruck", wenn Sie z.B.
nach Platzhaltern ("*", "?") in Programmzeilen suchen wollen.
4. Positionieren Sie den Cursor in das Feld "Richtung" und wählen Sie über
die Taste <SELECT> die Suchrichtung (vorwärts, rückwärts).

5. Drücken Sie den Softkey "OK", um die Suche zu starten.

Wird der gesuchte Text gefunden, wird die entsprechende Zeile markiert.
6. Drücken Sie den Softkey "Weitersuchen", wenn der im Suchlauf gefun‐
dene Text nicht der gewünschten Stelle entspricht.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Abbruch", wenn die Suche abgebrochen wer‐
den soll.

Weitere Suchmöglichkeiten

Softkey Funktion
Der Cursor wird auf das erste Zeichen im Programm gesetzt.

Der Cursor auf das letzte Zeichen im Programm gesetzt.

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186 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkstück bearbeiten
6.10 Programm editieren

6.10.2 Programmtext austauschen

Sie können in einem Schritt einen gesuchten Text durch einen Ersatztext austauschen lassen.

Voraussetzung
Das gewünschte Programm ist im Editor geöffnet.

Vorgehensweise

1. Drücken Sie den Softkey "Suchen".


Eine neue vertikale Softkey-Leiste wird eingeblendet.
2. Drücken Sie den Softkey "Suchen + Ersetzen".
Das Fenster "Suchen und Ersetzen" wird geöffnet.
3. Geben Sie in das Feld "Text" den gewünschten Suchbegriff ein und in
das Feld "Ersetzen mit" den gewünschten Text ein, den Sie bei der Suche
automatisch einfügen lassen möchten.
4. Positionieren Sie den Cursor in das Feld "Richtung" und wählen Sie über
die Taste <SELECT> die Suchrichtung (vorwärts, rückwärts).

5. Drücken Sie den Softkey "OK", um die Suche zu starten.


Wird der gesuchte Text gefunden, wird die entsprechende Zeile markiert.
6. Drücken Sie den Softkey "Ersetzen", um den Text auszutauschen.

- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Alle ersetzen", wenn alle Texte der Datei, die
dem Suchbegriff entsprechen, ausgetauscht werden sollen.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Weitersuchen", wenn der im Suchlauf gefun‐
dene Text nicht ausgetauscht werden soll.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Abbruch", wenn die Suche abgebrochen wer‐
den soll.

Hinweis
Texte ersetzen
● Readonly-Zeilen (;*RO*)
Wenn Treffer gefunden werden, werden die Texte nicht ausgetauscht.
● Konturzeilen (;*GP*)
Wenn Treffer gefunden werden, werden die Texte ausgetauscht, soweit es nicht Readonly-
Zeilen sind.
● Verborgene Zeilen (;*HD*)
Wenn im Editor verborgene Zeilen angezeigt und Treffer gefunden werden, werden die
Texte ausgetauscht, soweit es nicht Readonly-Zeilen sind. Verborgene Zeilen, die nicht
angezeigt werden, werden nicht ersetzt.

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Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 187
Werkstück bearbeiten
6.10 Programm editieren

Siehe auch
Einstellungen für Editor (Seite 193)

6.10.3 Programmsatz kopieren / einfügen / löschen

Voraussetzung
Das Programm ist im Editor geöffnet.

Vorgehensweise

1. Drücken Sie den Softkey "Markieren".

- ODER -
Drücken Sie die Taste <SELECT>.

2. Selektieren Sie mit Hilfe von Cursor- bzw. Mausbedienung die gewünsch‐
ten Programmsätze.
3. Drücken Sie den Softkey "Kopieren", um die Auswahl in den Zwischen‐
speicher zu kopieren.
4. Positionieren Sie den Cursor an die gewünschte Einfügeposition im Pro‐
gramm und drücken Sie den Softkey "Einfügen".
Der Inhalt des Zwischenspeichers wird eingefügt.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Ausschneiden", um die selektierten Programm‐
sätze zu löschen und in den Zwischenspeicher zu kopieren.
Hinweis: Editieren Sie ein Programm, können Sie nicht mehr als 1024
Zeilen kopieren bzw. ausschneiden. Während ein Programm, das sich
nicht auf der NC befindet, geöffnet wird (Fortschrittsanzeige kleiner
100%), können Sie nicht mehr als 10 Zeilen kopieren bzw. ausschneiden
bzw. 1024 Zeichen einfügen.
Nummerierung der Programmsätze

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188 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkstück bearbeiten
6.10 Programm editieren

Wenn Sie für den Editor die Option "Automatisch nummerieren" gewählt
haben, erhalten die neu hinzugefügten Programmsätze jeweils eine Satz‐
nummer (N-Nummer).
Dabei gelten folgende Regeln:
● Beim Anlegen eines neuen Programms bekommt die erste Zeile die
"Erste Satznummer".
● Wenn das Programm bisher keine N-Nummer enthält, erhält der
eingefügte Programmsatz die im Eingabefeld "Erste Satznummer"
festgelegte Anfangssatznummer.
● Wenn vor und nach der Einfügestelle eines neuen Programmsatzes
bereits N-Nummern existieren, wird die N-Nummer vor der
Einfügestelle um 1 erhöht.
● Wenn vor oder nach der Einfügestelle keine N-Nummer existiert, dann
wird die maximale N-Nummer im Programm um die in den
Einstellungen festgelegte "Schrittweite" erhöht.
Hinweis:
Sie haben die Möglichkeit, nach dem Editieren des Programms die Pro‐
grammsätze neu durch zu nummerieren.

Hinweis
Der Inhalt des Zwischenspeichers bleibt auch nach dem Schließen des Editors erhalten,
sodass Sie den Inhalt auch in ein anderes Programm einfügen können.

Hinweis
Aktuelle Zeile kopieren / ausschneiden
Um die aktuelle Zeile, in welcher der Cursor steht, zu kopieren und auszuschneiden, ist es
nicht nötig, sie zu markieren bzw. zu selektieren. Über Editoreinstellungen haben Sie die
Möglichkeit, den Softkey "Ausschneiden" nur für markierte Programmteile bedienbar zu
machen.

Siehe auch
Weitere Programme öffnen (Seite 192)

6.10.4 Programm neu nummerieren


Sie haben die Möglichkeit, die Satz-Nummerierung des im Editor geöffneten Programms
nachträglich zu ändern.

Voraussetzung
Das Programm ist im Editor geöffnet.

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Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 189
Werkstück bearbeiten
6.10 Programm editieren

Vorgehensweise

1. Drücken Sie den Softkey ">>".


Eine neue vertikale Softkey-Leiste wird eingeblendet.
2. Drücken Sie den Softkey "Neu nummerieren".
Das Fenster "Neu nummerieren" wird geöffnet.
3. Geben Sie die Werte für die erste Satznummer sowie für die Schrittweite
der Satznummer ein.
4. Drücken Sie den Softkey "OK".
Das Programm wird neu durchnummeriert.

Hinweis
● Wenn Sie nur einen Abschnitt neu nummerieren möchten, markieren Sie vor dem
Funktionsaufruf die Programmsätze, deren Satznummerierung Sie bearbeiten möchten.
● Wenn Sie für die Schrittweite den Wert "0" eingeben, werden alle vorhandenen
Satznummern aus dem Programm bzw. aus dem markierten Bereich gelöscht.

6.10.5 Programmblock anlegen


Um Programme zu strukturieren und so für eine größere Übersichtlichkeit zu sorgen, haben
Sie die Möglichkeit mehrere Sätze (G-Code und/oder ShopMill-Arbeitsschritte) zu
Programmblöcken zusammenzufassen.
Programmblöcke können zweistufig angelegt werden. Das heißt Sie können innerhalb eines
Blocks weitere Blöcke bilden.
Anschließend haben Sie die Möglichkeit, diese Blöcke je nach Bedarf auf- und zuzuklappen.

Anzeige Bedeutung
Text Bezeichnung des Blocks
Spindel ● Auswahl der Spindel
Sie legen fest, an welcher Spindel ein Programmblock ausgeführt wird.
Einfahr-Zusatzcode ● ja
Für den Fall, dass der Block nicht ausgeführt wird, da die angegebene
Spindel nicht bearbeitet werden soll, ist es möglich einen so genannten
"Einfahr – Zusatzcode" temporär zuzuschalten.
● nein
Automat. Rückzug ● ja
Blockanfang und Blockende wird auf den Werkzeugwechselpunkt gefahren,
d.h. das Werkzeug wird in Sicherheit gebracht.
● nein

Fräsen
190 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
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6.10 Programm editieren

Programme strukturieren
● Erstellen Sie vor der eigentlichen Programmerstellung ein Programmgerüst durch leere
Blöcke.
● Strukturieren Sie mit Hilfe der Blockbildung bereits vorhandene G-Code- oder ShopMill-
Programme.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm-Manager" an.

2. Wählen Sie den Ablageort und legen Sie ein Programm an bzw. öffnen
Sie ein Programm.
Der Programmeditor wird geöffnet.

3. Markieren Sie die gewünschten Programmsätze, die Sie zu einem Block


zusammenfassen möchten.
4. Drücken Sie den Softkey "Block bilden".
Das Fenster "Neuen Block bilden" wird geöffnet.
5. Geben Sie eine Bezeichnung für den Block ein, ordnen Sie die Spindel
zu, wählen Sie ggf. den Einfahr-Zusatzcode und den automatischen
Rückzug, und drücken Sie den Softkey "OK".
Blöcke öffnen und schließen
6. Drücken Sie die Softkeys ">>" und "Ansicht".

7. Drücken Sie den Softkey "Blöcke aufklappen", wenn Sie das Programm
mit allen Sätzen anzeigen lassen wollen.
8. Drücken Sie den Softkey "Blöcke zuklappen", wenn Sie das Programm
wieder in strukturierter Form anzeigen lassen wollen.
Block auflösen
9. Öffnen Sie den Block.
10. Positionieren Sie den Cursor auf dem Blockende.
11. Drücken Sie den Softkey "Block auflösen".

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 191
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6.10 Programm editieren

Hinweis
Sie können Blöcke auch mit der Maus oder mit den Cursor-Tasten öffnen und schließen:
● <Cursor rechts> öffnet den Block, auf dem der Cursor steht
● <Cursor links> schließt den Block, wenn der Cursor auf dem Blockanfang oder Blockende
steht
● <ALT> und <Cursor links> schließt den Block, wenn der Cursor innerhalb des Blocks steht

Hinweis
DEF-Anweisungen in Programmblöcken oder Blockbildungen im DEF-Teil eines
Teileprogramms/Zyklus sind nicht zulässig.

6.10.6 Weitere Programme öffnen


Sie haben die Möglichkeit, sich mehrere Programme gleichzeitig im Editor zu betrachten und
zu bearbeiten.
So können Sie zum Beispiel Programmsätze bzw. Bearbeitungsschritte eines Programms
kopieren und in das andere Programm einfügen.

Mehrere Programme öffnen


Sie haben die Möglichkeit, bis zu 10 Programme zu öffnen.

1. Markieren Sie im Programm-Manager die Programme, die Sie im Mehr‐


facheditor zur Ansicht öffnen wollen und drücken Sie auf den Softkey
"Öffnen".
Der Editor wird geöffnet und die beiden ersten Programme werden an‐
gezeigt.
2. Drücken Sie die Taste <NEXT WINDOW>, um zum nächsten geöffneten
Programm zu wechseln.

3. Drücken Sie den Softkey "Schließen", um das aktuelle Programm zu


schließen.

Hinweis
Programmsätze einfügen
JobShop-Arbeitsschritte können nicht in ein G-Code-Programm kopiert werden.

Voraussetzung
Sie haben ein Programm im Editor geöffnet.

Fräsen
192 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
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6.10 Programm editieren

Vorgehensweise

1. Drücken Sie die Softkeys ">>" und "Weiteres Prog. öffnen".

Das Fenster "Weiteres Programm auswählen" wird geöffnet.

2. Wählen Sie das bzw. die Programme, die Sie sich neben dem bereits
geöffneten Programm anzeigen lassen wollen.
3. Drücken Sie den Softkey "OK".

Der Editor öffnet sich und zeigt beide Programme nebeneinander an.

Siehe auch
Programmsatz kopieren / einfügen / löschen (Seite 188)

6.10.7 Einstellungen für Editor


Im Fenster "Einstellungen" geben Sie Voreinstellungen an, die beim Öffnen des Editors
automatisch wirksam sind.

Voreinstellungen

Einstellung Bedeutung
Automatisch numme‐ ● Ja: Nach jedem Zeilenwechsel wird automatisch eine neue Satznummer
rieren vergeben. Dabei gelten die Festlegungen, die unter "Erste Satznummer"
und "Schrittweite" getroffen werden.
● Nein: keine automatische Nummerierung
Erste Satznummer Legt die Anfangssatznummer eines neu erstellten Programms fest.
Das Feld ist nur sichtbar, wenn unter "Automatisch nummerieren" der Eintrag
"ja" vorhanden ist.
Schrittweite Legt die Schrittweite der Satznummern fest.
Das Feld ist nur sichtbar, wenn unter "Automatisch nummerieren" der Eintrag
"ja" vorhanden ist.
Verborgene Zeilen ● Ja: Versteckte Zeilen, die mit ",*HD*" (hidden) gekennzeichnet sind, werden
anzeigen eingeblendet.
● Nein: Es werden keine mit ";*HD*" gekennzeichneten Zeilen angezeigt.
Hinweis:
Bei der Funktion "Suchen" bzw. "Suchen und Ersetzen" werden nur sichtbare
Programmzeilen berücksichtigt.
Satzende als Symbol Das Symbol "LF" (Line feed) ¶ wird am Satzende angezeigt.
anzeigen

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 193
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6.10 Programm editieren

Einstellung Bedeutung
Zeilenumbruch ● Ja: Lange Zeilen werden umgebrochen.
● Nein: Wenn das Programm lange Zeilen enthält, wird eine horizontale
Bildlaufleiste (Scrollbalken) eingeblendet. So können Sie den
Bildschirmausschnitt horizontal bis ans Ende der Zeile verschieben.
Zeilenumbruch auch ● Ja: Wenn die Zeile eines Zyklenaufrufs zu lang wird, wird sie mehrzeilig
in Standardzyklen dargestellt.
● Nein: Der Zyklusaufruf wird abgeschnitten.
Das Feld ist nur sichtbar, wenn unter "Zeilenumbruch" der Eintrag "ja" vorhan‐
den ist.
Sichtbare Program‐ ● 1 - 10
me Auswahl, wie viele Programme im Editor nebeneinander angezeigt werden
können.
● Auto
Legt fest, dass die Anzahl der in einer Jobliste eingetragenen Programme
oder bis zu 10 ausgewählte Programme nebeneinander sichtbar angezeigt
werden.
Breite Programm mit Hier geben Sie die Breite des Programms, das den Eingabefokus besitzt, im
Fokus Editor in Prozent der Fensterbreite an.
Automatisch spei‐ ● Ja: Wenn Sie in einen anderen Bedienbereich wechseln, werden
chern (nur lokales vorgenommene Änderungen automatisch gespeichert.
und externe Laufwer‐
● Nein: Wenn Sie in einen anderen Bedienbereich wechseln, erhalten Sie
ke)
eine Abfrage, ob Sie speichern möchten. Über die Softkeys "Ja", bzw.
"Nein" speichern bzw. verwerfen Sie die Änderungen.

Ausschneiden nur ● Ja: Das Ausschneiden von Programmteilen ist nur dann möglich, wenn
nach Markieren Programmzeilen markiert sind, d.h. der Softkey "Ausschneiden" wird erst
dann bedienbar.
● Nein: Die Programmzeile, in der der Cursor steht, kann ohne Markieren
ausgeschnitten werden.
Bearbeitungszeiten Legt fest, welche Programmlaufzeiten in der Simulation ermittelt werden:
ermitteln ● Aus
● Blockweise: Die Laufzeiten werden für jeden Programmblock ermittelt.
● Satzweise: Die Laufzeiten werden auf NC-Satzebene ermittelt.
Nach der Simulation werden die benötigten Bearbeitungszeiten im Editor an‐
gezeigt.
Bearbeitungszeiten Legt fest, wie die ermittelten Bearbeitungszeiten weiterverarbeitet werden.
speichern ● Ja
Im Verzeichnis des Teileprogramms wird ein Unterverzeichnis mit dem
Namen "GEN_DATA.WPD" angelegt. Dort werden die ermittelten
Bearbeitungszeiten in einer ini-Datei mit dem Namen des Programms
gespeichert.
● Nein
Die ermittelten Bearbeitungszeiten werden nur im Editor angezeigt.

Fräsen
194 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
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6.10 Programm editieren

Einstellung Bedeutung
Zyklen als Arbeits‐ ● Ja: Die Zyklenaufrufe in G-Code-Programmen werden als Klartext
schritt darstellen angezeigt.
● Nein: Die Zyklenaufrufe in G-Code-Programmen werden in NC-Syntax
dargestellt.
Ausgewählte G- Legt die Darstellung von G-Code-Befehlen fest.
Code-Befehle hervor‐ ● Nein
heben Alle G-Code-Befehle werden in der Standardfarbe angezeigt.
● Ja
Ausgewählte G-Code-Befehle oder Schlüsselwörter werden farblich
hervorgehoben. In der Konfigurationsdatei sleditorwidget.ini legen Sie die
Regeln für die Farbzuweisung fest.
Hinweis: Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.
Hinweis
Diese Einstellung wirkt sich auch auf die Darstellung der aktuellen Satzanzeige
aus.
Schriftgröße Legt die Schriftgröße für den Editor und die Darstellung des Programmablaufs
fest.
Hinweis
Diese Einstellung wirkt sich auch auf die Darstellung der aktuellen Satzanzeige
aus.

Hinweis
Alle Eingaben, die Sie hier vornehmen, sind sofort wirksam.

Voraussetzung
Sie haben ein Programm im Editor geöffnet.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm" an.

Drücken Sie den Softkey "Edit".

2. Drücken Sie die Softkeys ">>" und "Einstellungen".


Das Fenster "Einstellungen" wird geöffnet.

3. Nehmen Sie die gewünschten Änderungen vor und drücken Sie den
Softkey "OK", um die Einstellungen zu bestätigen.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 195
Werkstück bearbeiten
6.11 Mit DXF-Dateien arbeiten

Siehe auch
Programmtext austauschen (Seite 187)

6.11 Mit DXF-Dateien arbeiten

6.11.1 Übersicht
Mt der Funktion "DXF-Reader" haben Sie die Möglichkeit, in einem CAD-System erstellte
Dateien in SINUMERIK Operate direkt zu öffnen und Konturen sowie Bohrpositionen direkt in
G-Code und ShopMill-Programme zu übernehmen und abzuspeichern.

Software-Option
Um diese Funktion zu nutzen benötigen Sie die Software-Option "DXF-Reader".

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

6.11.2 CAD-Zeichnungen anzeigen lassen

6.11.2.1 DXF-Datei öffnen

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm-Manager".

2. Wählen Sie den gewünschten Ablageort und positionieren Sie den Cur‐
sor auf die DFX-Datei, die Sie sich anzeigen lassen wollen.
3. Drücken Sie den Softkey "Öffnen".
Die ausgewählte CAD-Zeichnung wird mit allen Layers, d.h. mit allen
Grafikebenen angezeigt.
4. Drücken Sie den Softkey "Schließen", um die CAD-Zeichnung zu schlie‐
ßen und in den Programm-Manager zurückzukehren.

6.11.2.2 DXF-Datei bereinigen


Beim Öffnen einer DXF-Datei werden alle enthaltenen Layer dargestellt.

Fräsen
196 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkstück bearbeiten
6.11 Mit DXF-Dateien arbeiten

Sie haben die Möglichkeit, Layer, die keine kontur- oder positionsrelevanten Daten enthalten,
aus- und wieder einzublenden.

Voraussetzung
Die DXF-Datei ist im Programm-Manager bzw. im Editor geöffnet.

Vorgehensweise

1. Drücken Sie die Softkeys "Bereinigen" und "Layerauswahl", wenn Sie


bestimmte Ebenen ausblenden wollen.
Das Fenster "Layerauswahl" wird geöffnet.

2. Deaktivieren Sie die gewünschten Ebenen und drücken Sie auf den Soft‐
key "OK".
- ODER -
6. Drücken Sie den Softkey "Automat. bereinigen", um alle nicht relevanten
Ebenen auszublenden.
7. Drücken Sie den Softkey "Automat. bereinigen", wenn Sie die Ebenen
wieder einblenden wollen.

6.11.2.3 CAD-Zeichnung vergrößern und verkleinern

Voraussetzung
Die DXF-Datei ist im Programm-Manager geöffnet

Vorgehensweise

Drücken Sie die Softkeys "Details" und "Zoom +", wenn Sie den Ausschnitt
vergrößern wollen.

- ODER -
Drücken Sie die Softkeys "Details" und "Zoom -", wenn Sie den Ausschnitt
verkleinern wollen.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 197
Werkstück bearbeiten
6.11 Mit DXF-Dateien arbeiten

- ODER -
Drücken Sie die Softkeys "Details" und "Autozoom", wenn Sie den Aus‐
schnitt automatisch an die Fenstergröße anpassen wollen.

- ODER -
Drücken Sie die Softkeys "Details" und "Zoom Elem. Auswahl", wenn Sie
Elemente, die sich in einer Selektionsmenge befinden, automatisch zoo‐
men wollen.

6.11.2.4 Ausschnitt verändern


Möchten Sie den Ausschnitt der Zeichnung verschieben, vergrößern oder verkleinern, um z.B.
Details anzuschauen oder später wieder die komplette Zeichnung anzuzeigen, nutzen Sie die
Lupe.
Mit der Lupe können Sie den Ausschnitt selbst bestimmen und dann vergrößern oder
verkleinern.

Voraussetzung
Die DXF-Datei ist im Programm-Manager bzw. im Editor geöffnet.

Vorgehensweise

1. Drücken Sie die Softkeys "Details" und "Lupe".


Eine Lupe in Form eines rechteckigen Rahmens wird eingeblendet.

2. Drücken Sie die Taste <+>, um den Rahmen zu vergrößern.




- ODER -
Drücken Sie die Taste <->, um den Rahmen zu verkleinern.

- ODER -
Drücken Sie eine der Cursor-Tasten, um den Rahmen nach oben, links,
rechts oder unten zu verschieben.

3. Drücken Sie den Softkey "OK", um den gewählten Ausschnitt zu überneh‐


men.

Fräsen
198 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkstück bearbeiten
6.11 Mit DXF-Dateien arbeiten

6.11.2.5 Ansicht drehen


Sie haben die Möglichkeit, die Lage der Zeichnung zu drehen.

Voraussetzung
Die DXF-Datei ist im Programm-Manager bzw. im Editor geöffnet.

Vorgehensweise

1. Drücken Sie die Softkeys "Details" und "Bild drehen".

2. Drücken Sie den Softkey "Pfeil nach rechts", "Pfeil nach links", "Pfeil nach
oben", "Pfeil nach unten", "Pfeil rechts bzw. "Pfeil links drehen", um die
... Lage der Zeichnung zu verändern.

6.11.2.6 Informationen zu Geometrie-Daten anzeigen / bearbeiten

Voraussetzung
Die DXF-Datei ist im Programm-Manager bzw. im Editor geöffnet.

Vorgehensweise

1. Drücken Sie die Softkeys "Details" und "Geometrie Info".


Der Cursor erhält die Form eines Fragezeichens.

2. Positionieren Sie den Cursor auf das Element, für das Sie sich Geometrie-
Daten anzeigen lassen wollen und drücken Sie den Softkey "Element
Info".
Wenn Sie beispielsweise eine Gerade gewählt haben, öffnet sich das
Fenster "Gerade auf Layer: ...". Sie erhalten die Koordinaten entspre‐
chend dem aktuellen Nullpunkt im ausgewählten Layer angezeigt: Start‐
punkt für X und Y, Endpunkt für X und Y sowie die Länge.
4. Wenn Sie sich im Editor befinden, drücken Sie den Softkey "Element
Edit".
Die Koordinatenwerte werden editierbar.
3. Drücken Sie den Softkey "Zurück", um das Anzeigefenster zu schließen.

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Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 199
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6.11 Mit DXF-Dateien arbeiten

Hinweis
Geometrieelement editieren
Mit dieser Funktion nehmen Sie kleinere Änderungen in der Geometrie vor, z.B. bei fehlenden
Schnittpunkten.
Größere Änderungen nehmen Sie in der Eingabemaske des Editors vor.
Änderungen, die Sie über "Element Edit" vornehmen können nicht rückgängig gemacht
werden.

6.11.3 DXF-Datei in Editor einlesen und bearbeiten

6.11.3.1 Allgemeines Vorgehen


● G-Code- bzw. ShopMill-Programm anlegen / öffnen
● Zyklen "Konturfräsen" aufrufen und "Neue Kontur" anlegen
- ODER -
● Unter "Bohren" Zyklus "Positionen/Positionsmuster" aufrufen
● DXF-Datei importieren
● Kontur bzw. Bohrpositionen in DXF-Datei bzw. CAD-Zeichnung auswählen und mit "OK"
in den Zyklus übernehmen
● Programmsatz mit "Übernehmen" in das G-Code- bzw. ShopMill-Programm einfügen

6.11.3.2 Bezugspunkt festlegen


Da der Nullpunkt der DXF-Datei in der Regel vom Nullpunkt der CAD-Zeichnung abweicht,
legen Sie hier einen Bezugspunkt fest.

Vorgehensweise

1. Die DXF-Datei ist im Editor geöffnet.


2. Drücken Sie die Softkeys ">>" und "Bezugsp. festlegen".

3. Drücken Sie den Softkey "Element Anfang", um den Nullpunkt auf den
Anfang des ausgewählten Elementes zu legen.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Element Mitte", um den Nullpunkt auf die Mitte
des ausgewählten Elementes zu legen.
- ODER -

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200 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkstück bearbeiten
6.11 Mit DXF-Dateien arbeiten

Drücken Sie den Softkey "Element Ende", um den Nullpunkt auf das Ende
des ausgewählten Elementes zu legen.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Bogen Mittelpunkt", um den Nullpunkt auf den
Mittelpunkt eines Bogens zu legen.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Cursor", um den Nullpunkt durch eine beliebige
Cursor-Position festzulegen.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Freie Eingabe", um das Fenster "Bezugspunkt
Eingabe" zu öffnen und dort die Werte für die Positionen (X, Y) einzuge‐
ben.

6.11.3.3 Bearbeitungsebene zuweisen


Sie haben die Möglichkeit, die Bearbeitungsebene auszuwählen, in der sich die mit dem DXF-
Reader erstellte Kontur befinden soll.

Vorgehensweise

1. Die DXF-Datei ist im Editor geöffnet.


2. Drücken Sie den Softkey "Ebene auswählen".
Das Fenster "Ebene auswählen" wird geöffnet.
3. Wählen Sie die gewünschte Ebene und drücken Sie den Softkey "OK".

6.11.3.4 Toleranz einstellen


Um auch mit ungenau erstellten Zeichnungen zu arbeiten, d.h. um Lücken in der Geometrie
auszugleichen, haben Sie die Möglichkeit, einen Fangradius in Millimeter einzugeben. Damit
werden Elemente noch als zusammengehörig erkannt.

Hinweis
Großer Fangradius
Je größer der Fangradius eingestellt ist, desto mehr Nachfolgeelemente sind verfügbar.

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Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 201
Werkstück bearbeiten
6.11 Mit DXF-Dateien arbeiten

Vorgehensweise

1. Die DXF-Datei ist im Editor geöffnet.


2. Drücken Sie die Softkeys "Details" und "Toleranz".
Das Fenster "Toleranz Eingabe" wird geöffnet.

3. Geben Sie den gewünschten Wert ein und drücken Sie den Softkey "OK".

6.11.3.5 Bearbeitungsbereich auswählen / Bereich und Element löschen


Sie haben die Möglichkeit, in der DXF-Datei Bereiche auszuwählen und somit die Elemente
zu reduzieren. Nach der Übernahme der 2.Position wird nur der Inhalt des ausgewähltes
Rechtecks dargestellt (Konturen werden auf das Rechteck abgeschnitten).

Voraussetzung
Die DXF-Datei ist im Editor geöffnet.

Vorgehensweise

Bearbeitungsbereich aus DXF-Datei auswählen


1. Drücken Sie die Softkeys "Bereinigen" und "Bereich auswählen", wenn
Sie bestimmte Bereiche der DXF-Datei auswählen wollen.
Ein orangefarbenes Rechteck wird eingeblendet.

2. Drücken Sie den Softkey "Bereich +", um den Ausschnitt zu vergrößern


bzw. drücken Sie den Softkey "Bereich -", um den Ausschnitt zu verklei‐
nern.

3. Drücken den Softkey "Pfeil nach rechts", "Pfeil nach links", "Pfeil nach
oben" bzw. "Pfeil nach unten", um das Auswahlwerkzeug zu verschieben.

4. Drücken Sie den Softkey "OK".


Der Bearbeitungsausschnitt wird angezeigt.
Mit dem Softkey "Abbruch" kehren Sie in das vorherige Fenster zurück.

5. Drücken Sie den Softkey "Bereich abwählen", um die Auswahl des Be‐
arbeitungsbereichs wieder rückgängig zu machen.
Die DXF-Datei wird auf die ursprüngliche Darstellung zurückgesetzt.

Ausgewählte Bereiche und Elemente der DXF-Datei löschen

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202 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkstück bearbeiten
6.11 Mit DXF-Dateien arbeiten

6. Drücken Sie den Softkey "Bereinigen".

Bereich löschen
7. Drücken Sie den Softkey "Bereich löschen", um Bereiche auszuwählen,
die Sie löschen wollen.
Ein blaues Rechteck wird eingeblendet.
8. Drücken Sie den Softkey "Bereich +", um den Ausschnitt zu vergrößern
bzw. drücken Sie den Softkey "Bereich -", um den Ausschnitt zu verklei‐
nern.

9. Drücken den Softkey "Pfeil nach rechts", "Pfeil nach links", "Pfeil nach
oben" bzw. "Pfeil nach unten", um das Auswahlwerkzeug zu verschieben.

- ODER -
Element lö‐
schen
10. Drücken Sie den Softkey "Element löschen" und wählen Sie mit Hilfe des
Auswahlwerkzeugs das Element aus, das Sie löschen wollen.
11. Drücken Sie auf "OK".

6.11.3.6 DXF-Datei abspeichern


Sie haben die Möglichkeit, DXF-Dateien, die Sie bereinigt und bearbeitet haben
abzuspeichern.

Voraussetzung
Die DXF-Datei ist im Editor geöffnet.

Vorgehensweise

1. Bereinigen Sie die Datei nach Ihren Bedürfnissen und / oder wählen Sie
Arbeitsbereiche aus.

- ODER -

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 203
Werkstück bearbeiten
6.11 Mit DXF-Dateien arbeiten

2. Drücken Sie die Softkeys "Zurück" und ">>".

3. Drücken Sie den Softkey "DXF speichern".

4. Geben Sie in dem Fenster "DXF Daten speichern" den gewünschten Na‐
men ein und drücken Sie auf "OK".
Das Fenster "Speichern unter" wird geöffnet.
5. Wählen Sie den gewünschten Ablageort.
6. Drücken Sie bei Bedarf den Softkey "Neues Verzeichnis", geben Sie im
Fenster "Neues Verzeichnis" den gewünschten Namen ein und drücken
Sie den Softkey "OK", um ein Verzeichnis anzulegen.
7. Drücken Sie den Softkey "OK".

6.11.3.7 Bohrpositionen übernehmen

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Bohren".

3. Drücken Sie den Softkey "Positionen".

4. Drücken Sie den Softkey "Beliebige Postionen"


Das Eingabefenster "Positionen" wird geöffnet.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Linie".
Das Eingabefenster "Positionsreihe" wid geöffnet.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Gitter".
Das Eingabefenster "Positionsgitter" wird geöffnet.
- ODER
Drücken Sie den Softkey "Rahmen".
Das Eingabefenster "Positionsrahmen" wird geöffnet.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Kreis".
Das Eingabefenster "Positionskreis" wird geöffnet.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Teilkreis".
Das Eingabefenster "Positionsteilkreis" wird geöffnet.

Fräsen
204 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkstück bearbeiten
6.11 Mit DXF-Dateien arbeiten

Bohrpositionen auswählen

Voraussetzung
Sie haben ein Positionsmuster gewählt.

Vorgehensweise

DXF-Datei öffnen
1. Drücken Sie den Softkey "Aus DXF importieren".

2. Wählen Sie den Ablageort und positionieren Sie den Cursor auf die ge‐
wünschte DXF-Datei..
Mit Hilfe der Suchfunktion können Sie in umfangreichen Ordnern und Ver‐
zeichnissen z.B. direkt nach einer DXF-Datei suchen.
3. Drücken Sie den Softkey "OK".
Die CAD-Zeichnung wird geöffnet und kann zur Auswahl von Bohrpositi‐
onen bearbeitet werden.
Der Cursor nimmt eine Kreuzform an.
Datei bereinigen
4. Sie haben die Möglichkeit, vor der Auswahl der Bohrpositionen eine
Layerauswahl zu treffen und die Datei zu bereinigen.
Bezugspunkt festlegen
5. Legen Sie bei Bedarf einen Nullpunkt fest.
Abstand / Abstände festlegen (bei Positionsmuster "Reihe" / "Beliebige Positionen" und
"Kreis" / "Teilkreis"
6. Drücken Sie den Softkey "Element auswählen" und navigieren Sie das
orange Auswahlsymbol durch wiederholtes Drücken zu der gewünschten
Bohrposition.
7. Drücken Sie den Softkey "Element übernehmen", um die Position zu
übernehmen.

Wiederholen Sie die Schritte 6 und 7, um für "Beliebige Positionen" wei‐


tere Bohrpositionen festzulegen.
Abstand mit 2. Abstand festlegen (bei Positionsmuster "Rahmen", "Gitter")
8. Nachdem der Bezugspunkt festgelegt ist, drücken Sie den Softkey "Ele‐
ment auswählen" und navigieren Sie durch wiederholtes Drücken des
Softkeys zur gewünschten Bohrposition, um den Abstand festzulegen.
9. Drücken Sie den Softkey "Element übernehmen".
Es wird ein rechtlwinkliges Fadenkreuz eingeblendet.
10. Drücken Sie den Softkey "Element auswählen" und navigieren Sie durch
wiederholtes Drücken zur gewünschten Bohrposition auf der eingeblen‐
deten Linie.
Um den 2. Abstand bestimmen zu können, müssen sich Bohrpositionen
auf der Linie befinden.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 205
Werkstück bearbeiten
6.11 Mit DXF-Dateien arbeiten

11. Drücken Sie den Softkey "Element übernehmen"


Es wird ein Rahmen bzw. Gitter eingeblendet.
Größe (bei Positionsmuster "Reihe", "Rahmen", "Gitter")
12. Nachdem der Bezugspunkt und Abstände festgelegt sind, drücken Sie
den Softkey "Element auswählen" und drücken den Softkey wiederholt.
Es werden Ihnen alle Ausdehnungen des Rahmens bzw. des Gitters ein‐
geblendet.
13. Drücken Sie den Softkey "Element übernehmen", um den ausgewählten
Rahmen bzw. das ausgewählte Gitter zu bestätigen.
Wenn alle Elemente von Positionsreihe bzw. von Positionsrahmen und
Positionsgitter gültig sind, werden die Bohrpositionen mit blauen Punkten
angezeigt.
Kreisrichtung (bei Kreis und Teilkreis)
Nachdem der Bezugspunkt und Abstand festgelegt sind, drücken Sie den
Softkey "Element auswählen" und drücken Sie den Softkey wiederholt.
Der eingeblendete Kreis wird Ihnen in den möglichen Ausrichtungen ein‐
geblendet.
Drücken Sie den Softkey "Element auswählen", um den ausgewählten
Kreis bzw. Teilkreis zu bestätigen.
Wenn alle Elemente des Kreises bzw. Teilkreises gültig sind, werden die
Bohrositionen mit blauen Punkten angezeigt.
Aktionen zurück setzen
Mit Rückgängig haben Sie die Möglichkeit, die letzten Aktionen zurückzu‐
setzen.
Bohrpositionen in den Zyklus und ins Programm übernehmen
4. Drücken Sie auf den Softkey "OK", um die Werte der Positionen zur über‐
nehmen.
Sie kehren in die jeweilige Parametermaske zurück.
Drücken Sie den Softkey "Übernehmen", um die Bohrpositionen ins Pro‐
gramm zu übernehmen.

Bedienung mit Maus und Tastatur


Neben der Bedienung über die Softkeys, haben Sie die Möglichkeit die Funktionen mit der
Tastatur sowie mit der Maus zu bedienen.

Fräsen
206 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkstück bearbeiten
6.11 Mit DXF-Dateien arbeiten

6.11.3.8 Konturen übernehmen

Aufruf des Zyklus

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Kontur fräsen".

3. Drücken Sie den Softkey "Neue Kontur".

Kontur auswählen
Bei der Konturverfolgung werden Start- und Endpunkt festgelegt.
Auf einem selektierten Element wird der Anfangspunkt und die Richtung ausgewählt. Die
automatische Konturverfolgung übernimmt ab dem Anfangspunkt alle nachfolgenden
Elemente einer Kontur, bis es keine nachfolgende Elemente mehr gibt oder bis zu Schnitten
mit anderen Elementen der Kontur.

Hinweis
Enthält eine Kontur mehr Elemente als verarbeitet werden kann, wird Ihnen angeboten, die
Kontur als reinen G-Code in das Programm zu übernehmen.
Eine Bearbeitung dieser Kontur im Editor ist dann nicht mehr möglich.

Mit Hilfe des Softkeys "Rückgängig" haben Sie die Möglichkeit, Ihre Kon‐
turauswahl bis zu einem beliebigen Punkt wieder zurückzunehmen.

Vorgehensweise

DXF-Datei öffnen
1. Geben Sie in das Fenster "Neue Kontur" den gewünschten Namen ein.
2. Drücken Sie die Softkeys "Aus DXF-Datei" und "Übernehmen".
Das Fenster "DXF-Datei öffnen" wird eingeblendet.

3. Wählen Sie den Ablageort und positionieren Sie den Cursor auf die ge‐
wünschte DXF-Datei.
Mit Hilfe der Suchfunktion können Sie in umfangreichen Ordnern und Ver‐
zeichnissen z.B. direkt nach einer DXF-Datei suchen.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 207
Werkstück bearbeiten
6.11 Mit DXF-Dateien arbeiten

4. Drücken Sie den Softkey "OK".


Die CAD-Zeichnung wird geöffnet und kann zur Konturauswahl bearbeitet
werden.
Der Cursor nimmt eine Kreuzform an.

Bezugspunkt festlegen
5. Legen Sie bei Bedarf einen Nullpunkt fest.
Konturverfolgung
6. Drücken Sie die Softkeys ">>" und "Automatisch", wenn Sie möglichst viele
Elemente einer Kontur übernehmen wollen.
Damit übernehmen Sie schnell Konturen, die aus vielen einzelnen Elemen‐
ten bestehen.

- ODER -
Drücken Sie "Nur bis 1. Schnitt", wenn Sie nicht ganze Konturelemente auf
einmal übernehmen wollen.
Die Kontur wird bis zum ersten Schnitt des Konturelementes verfolgt.
Startpunkt festlegen
7. Wählen Sie mit "Element auswählen" das gewünschte Element.

8. Drücken Sie den Softkey "Element übernehmen".

9. Drücken Sie den Softkey "Element Startpunkt", um den Anfang der Kontur
auf den Startpunkt des Elementes zu legen.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Element Endpunkt", um den Anfang der Kontur
auf den Endpunkt des Elementes zu legen.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Element Mitte", um den Anfang der Kontur auf
die Mitte des Elementes zu legen.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Cursor", um den Anfang des Elements mit dem
Cursor auf einen beliebigen Punkt festzulegen.
9. Drücken Sie auf den Softkey "OK", um die Auswahl zu bestätigen

10. Drücken Sie den Softkey "Element übernehmen", um die angebotenen


Elemente zu übernehmen.
Der Softkey ist, so lange übernehmbare Elemente vorhanden sind, bedien‐
bar.
Endpunkt festlegen
11. Drücken Sie die Softkeys ">>" und Endpunkt festlegen", wenn Sie nicht
den Endpunkt des ausgewählten Elementes übernehmen wollen.

Fräsen
208 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkstück bearbeiten
6.12 Anwendervariablen anzeigen und bearbeiten

12. Drücken Sie den Softkey "Aktuelle Position", wenn Sie die gerade gewählte
Position, als Endpunkt festlegen wollen.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Element Mitte", um das Ende der Kontur auf die
Mitte des Elementes zu legen.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Element Mitte", um das Ende der Kontur auf das
Ende des Elementes zu legen.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Cursor", um den Anfang des Elements mit dem
Cursor auf einen beliebigen Punkt festzulegen.
Kontur in in den Zyklus und ins Programm übernehmen
Drücken Sie den Softkey "OK".
Die ausgewählte Kontur wird in die Kontur Eingabemaske des Editors
übernommen.
Drücken Sie den Softkey "Kontur übernehmen".
Der Programmsatz wird ins Programm übernommen

Bedienung mit Maus und Tastatur


Neben der Bedienung über die Softkeys, haben Sie die Möglichkeit die Funktionen mit der
Tastatur sowie mit der Maus zu bedienen.

6.12 Anwendervariablen anzeigen und bearbeiten

6.12.1 Übersicht
Die von Ihnen definierten Anwendervariablen können Sie sich in Listen anzeigen lassen.
Folgende Variablen können definiert sein:
● Rechenparameter-(R-Parameter)
● Globale Anwendervariablen (GUD) gelten in allen Programmen
● Lokale Anwendervariablen (LUD) gelten in dem Programm, in dem sie definiert wurden
● Programmglobale Anwendervariablen (PUD) gelten in dem Programm, in dem sie definiert
wurden sowie in allen von diesem Programm aufgerufenen Unterprogrammen
Kanalspezifische Anwendervariablen können jeweils für jeden Kanal mit einem
unterschiedlichen Wert definiert werden.

Eingabe und Darstellung von Parameterwerten


Es werden bis zu 15 Stellen (inkl. der Nachkomma-Stellen) ausgewertet. Geben Sie eine Zahl
mit mehr als 15 Stellen ein, wird diese in Exponentialdarstellung geschrieben (15 Stellen +
EXXX).

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Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 209
Werkstück bearbeiten
6.12 Anwendervariablen anzeigen und bearbeiten

LUD oder PUD


Es können immer nur lokale oder programmglobale Anwendervariablen angezeigt werden.
Ob die Anwendervariablen LUD oder PUD zur Verfügung stehen, hängt von der aktuellen
Steuerungskonfiguration ab.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Hinweis
Lesen und Schreiben von Variablen geschützt
Das Lesen und Schreiben der Anwendervariablen ist über Schlüsselschalter und Schutzstufen
geschützt.

Anwendervariablen suchen
Sie haben die Möglichkeit, innerhalb der Listen mittels beliebigen Zeichenfolgen gezielt nach
Anwendervariablen zu suchen.
Wie Sie die angezeigten Anwendervariablen bearbeiten können, lesen Sie nach in Kapitel
"Anwendervariablen definieren und aktivieren".

6.12.2 R-Parameter
R-Parameter (Rechenparameter) sind kanalspezifische Variablen, die Sie innerhalb eines G-
Code-Programms verwenden können. R-Parameter können von G-Code-Programmen
gelesen und geschrieben werden.
Die Werte bleiben auch nach Ausschalten der Steuerung erhalten.

Anzahl der kanalspezifischen R-Parameter


Ein Maschinendatum legt die Anzahl der kanalspezifischen R-Parameter fest.
Bereich: R0 – R999 (abhängig von Maschinendatum).
In dem Bereich treten keine Lücken in der Nummerierung auf.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
210 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkstück bearbeiten
6.12 Anwendervariablen anzeigen und bearbeiten

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Parameter" an.

2. Drücken Sie den Softkey "Anwen.variable".

3. Drücken Sie den Softkey "R-Parameter".


Das Fenster "R-Parameter" wird geöffnet.

R-Parameter löschen

1. Drücken Sie die Softkeys ">>" und "Löschen".


Das Fenster "R-Parameter löschen" wird geöffnet.

2. Tragen Sie den bzw. die R-Parameter ein, deren kanalspezifischen Werte
Sie löschen möchten, und drücken Sie den Softkey "OK".
Die Werte der gewählten R-Parameter, bzw. aller R-Parameter werden
mit 0 belegt.

6.12.3 Globale GUDs anzeigen

Globale Anwendervariablen
Globale GUDs sind NC-globale Anwenderdaten (Global User Data), die auch über das
Ausschalten der Maschine hinaus erhalten bleiben.
GUDs gelten in allen Programmen.

Definition
Eine GUD-Variable wird durch folgende Angaben definiert:
● Schlüsselwort DEF
● Gültigkeitsbereich NCK
● Datentyp (INT, REAL, ….)
● Variablen-Namen
● Wertzuweisung (optional)

Beispiel
DEF NCK INT ZAEHLER1 = 10

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Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 211
Werkstück bearbeiten
6.12 Anwendervariablen anzeigen und bearbeiten

GUDs werden in Dateien mit der Endung DEF definiert. Folgende reservierte Dateinamen sind
dazu vorhanden:

Dateiname Bedeutung
MGUD.DEF Definitionen für globale Daten des Maschinenherstellers
UGUD.DEF Definitionen für globale Daten des Anwenders
GUD4.DEF Frei definierbare Daten des Anwenders
GUD8.DEF, GUD9.DEF Frei definierbare Daten des Anwenders

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Parameter" an.

2. Drücken Sie den Softkey "Anwend.variable".

3. Drücken Sie die Softkeys "Globale GUD"

Das Fenster "Globale Anwendervariablen" wird geöffnet. Sie erhalten


eine Liste mit den definierten UGUD-Variablen angezeigt.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "GUD Auswahl" sowie die Softkeys "SGUD" ...
"GUD6", wenn Sie SGUD, MGUD, UGUD sowie GUD4 bis GUD 6 der
globalen Anwendervariablen anzeigen lassen möchten.

- ODER -
Drücken Sie die Softkeys "GUD Auswahl" und ">>" sowie die Softkeys
"GUD7" ... "GUD9", wenn Sie die GUD 7 und GUD 9 der globalen An‐
wendervariablen anzeigen lassen möchten.

Hinweis
Nach jedem Hochlauf wird Ihnen im Fenster "Globale Anwendervariablen" wieder die Liste mit
den definierten UGUD-Variablen angezeigt.

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212 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkstück bearbeiten
6.12 Anwendervariablen anzeigen und bearbeiten

6.12.4 Kanal GUDs anzeigen

Kanalspezifische Anwendervariablen
Die kanalspezifischen Anwendervariablen gelten wie die GUDs in allen Programmen pro
Kanal. Sie haben jedoch im Unterschied zu den GUDs spezifische Werte.

Definition
Eine kanalspezifische GUD-Variable wird durch folgende Angaben definiert:
● Schlüsselwort DEF
● Gültigkeitsbereich CHAN
● Datentyp
● Variablen-Namen
● Wertzuweisung (optional)

Beispiel
DEF CHAN REAL X_POS = 100.5

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Parameter" an.

2. Drücken Sie den Softkey "Anwend.variable".

3. Drücken Sie die Softkeys "Kanal GUD" und "GUD Auswahl".

Eine neue vertikale Softkeyleiste wird eingeblendet.


4. Drücken Sie die Softkeys "SGUD" ... "GUD6", wenn Sie SGUD, MGUD,
UGUD sowie GUD4 bis GUD 6 der kanalspezifischen Anwendervariablen
anzeigen möchten.

- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Weiter" und die Softkeys "GUD7" ... "GUD9",
wenn Sie die GUD 7 und GUD 9 der kanalspezifischen Anwendervariab‐
len anzeigen möchten.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 213
Werkstück bearbeiten
6.12 Anwendervariablen anzeigen und bearbeiten

6.12.5 Lokale LUDs anzeigen

Lokale Anwendervariablen
LUDs gelten nur in dem Programm oder Unterprogramm, in dem sie definiert wurden.
Die Steuerung zeigt bei der Abarbeitung des Programms die LUDs nach dem Start an. Die
Anzeige bleibt bis zum Ende der Programmabarbeitung erhalten.

Definition
Eine lokale Anwendervariable wird durch folgende Angaben definiert:
● Schlüsselwort DEF
● Datentyp
● Variablen-Namen
● Wertzuweisung (optional)

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Parameter" an.

2. Drücken Sie den Softkey "Anwend.variable".

3. Drücken Sie den Softkey "Lokale LUD".

6.12.6 Programm PUDs anzeigen

Programmglobale Anwendervariablen
PUDs sind Teileprogramm-globale Variablen (Program User Data). Die PUDs gelten in Haupt-
und allen Unterprogrammen und können dort geschrieben und gelesen werden.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
214 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkstück bearbeiten
6.12 Anwendervariablen anzeigen und bearbeiten

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Parameter" an

2. Drücken Sie den Softkey "Anwend.variable".

3. Drücken Sie den Softkey "Programm PUD".

6.12.7 Anwendervariablen suchen


Sie haben die Möglichkeit, gezielt nach R-Parametern oder Anwendervariablen zu suchen.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Parameter" an.

2. Drücken Sie die Softkeys "R-Parameter", "Globale GUD", "Kanal GUD",


"Lokale GUD" oder "Programm PUD", um die Liste zu wählen, in der Sie
nach Anwendervariablen suchen möchten.

3. Drücken Sie den Softkey "Suchen".


Das Fenster "R-Parameter suchen", bzw. "Anwendervariable suchen"
öffnet sich.
4. Geben Sie den gewünschten Suchbegriff ein und drücken Sie auf "OK".

Der Cursor wird automatisch auf den gesuchten R-Parameter, bzw. die
gesuchte Anwendervariable positioniert, wenn diese existieren.
Durch Editieren einer Datei vom Typ DEF/MAC, können vorhandene Definitions-/
Makrodateien geändert bzw. gelöscht oder neue hinzugefügt werden.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Inbetriebnahme" an.

2. Drücken Sie den Softkey "Systemdaten".

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 215
Werkstück bearbeiten
6.13 G- und Hilfsfunktionen anzeigen

3. Wählen Sie im Datenbaum den Ordner "NC-Daten" und öffnen Sie dort
den Ordner "Definitionen".
4. Wählen Sie die Datei, die Sie bearbeiten möchten.
5. Doppelklicken Sie auf die Datei
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Öffnen".

- ODER -
Drücken Sie die Taste <INPUT>.

- ODER -
Drücken Sie die Taste <Cursor rechts>.
Die gewählte Datei wird im Editor geöffnet und kann dort bearbeitet wer‐
den.
6. Definieren Sie die die gewünschte Anwendervariable.
7. Drücken Sie den Softkey "Schließen", um den Editor zu schließen.

Anwendervariablen aktivieren

1. Drücken Sie den Softkey "Aktivieren".

Eine Rückfrage wird aufgeblendet.


2. Wählen Sie, ob die bisherigen Werte der Definitionsdateien erhalten blei‐
ben sollen
- ODER -
Wählen Sie, ob die bisherigen Werte der Definitionsdateien gelöscht wer‐
den sollen.
Dabei werden die Definitionsdateien mit den Initialwerten überschrieben.
3. Drücken Sie den Softkey "OK", um den Vorgang fortzusetzen.

6.13 G- und Hilfsfunktionen anzeigen

6.13.1 Ausgewählte G-Funktionen


Im Fenster "G-Funktionen" werden 16 ausgewählte G-Gruppen angezeigt.
Innerhalb einer G-Gruppe wird jeweils die gerade in der Steuerung aktive G-Funktion
eingeblendet.
Einige G-Codes (z.B. G17, G18, G19) sind nach Einschalten der Maschinensteuerung sofort
aktiv.

Fräsen
216 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkstück bearbeiten
6.13 G- und Hilfsfunktionen anzeigen

Welche G-Codes immer aktiv sind, hängt von Einstellungen ab.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Standardmäßig angezeigte G-Gruppen

Gruppe Bedeutung
G-Gruppe 1 Modal wirksame Bewegungsbefehle (z.B. G0 , G1, G2, G3)
G-Gruppe 2 Satzweise wirksame Bewegungen, Verweilzeit (z.B. G4, G74, G75)
G-Gruppe 3 Programmierbare Verschiebungen, Arbeitsfeldbegrenzung und Polprogramm‐
mierung (z.B. TRANS, ROT, G25, G110)
G-Gruppe 6 Ebenenwahl (z.B. G17, G18)
G-Gruppe 7 Werkzeugradiuskorrektur (z.B. G40, G42)
G-Gruppe 8 Einstellbare Nullpunktverschiebung (z.B. G54, G57, G500)
G-Gruppe 9 Unterdrückung von Verschiebungen (z.B. SUPA, G53)
G-Gruppe 10 Genauhalt - Bahnsteuerbetrieb (z.B. G60, G641)
G-Gruppe 13 Werkstückvermaßung Inch/metrisch (z.B. G70, G700)
G-Gruppe 14 Werkstückvermaßung absolut/inkremental (G90)
G-Gruppe 15 Vorschubtyp (z.B. G93, G961, G972)
G-Gruppe 16 Vorschubkorrektur an Innen- und Außenkrümmung (z.B. CFC)
G-Gruppe 21 Beschleunigungsprofil (z.B. SOFT, DRIVE)
G-Gruppe 22 Werkzeugkorrekturtypen (z.B. CUT2D, CUT2DF)
G-Gruppe 29 Radius- /Durchmesser-Programmierung (z.B. DIAMOF, DIAMCYCOF)
G-Gruppe 30 Compressor ein/aus (z.B. COMPOF)

Standardmäßig angezeigte G-Gruppen (ISO-Code)

Gruppe Bedeutung
G-Gruppe 1 Modal wirksame Bewegungsbefehle (z.B. G0, G1, G2, G3)
G-Gruppe 2 Satzweise wirksame Bewegungen, Verweilzeit (z.B. G4, G74, G75)
G-Gruppe 3 Programmierbare Verschiebungen, Arbeitsfeldbegrenzung und Polprogramm‐
mierung (z.B. TRANS, ROT, G25, G110)
G-Gruppe 6 Ebenenwahl (z.B. G17, G18)
G-Gruppe 7 Werkzeugradiuskorrektur (z.B. G40, G42)
G-Gruppe 8 Einstellbare Nullpunktverschiebung (z.B. G54, G57, G500)
G-Gruppe 9 Unterdrückung von Verschiebungen (z.B. SUPA, G53)
G-Gruppe 10 Genauhalt - Bahnsteuerbetrieb (z.B. G60, G641)
G-Gruppe 13 Werkstückvermaßung Inch/metrisch (z.B. G70, G700)
G-Gruppe 14 Werkstückvermaßung absolut/inkremental (G90)
G-Gruppe 15 Vorschubtyp (z.B. G93, G961, G972)
G-Gruppe 16 Vorschubkorrektur an Innen- und Außenkrümmung (z.B. CFC)
G-Gruppe 21 Beschleunigungsprofil (z.B. SOFT, DRIVE)
G-Gruppe 22 Werkzeugkorrekturtypen (z.B. CUT2D, CUT2DF)

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Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 217
Werkstück bearbeiten
6.13 G- und Hilfsfunktionen anzeigen

Gruppe Bedeutung
G-Gruppe 29 Radius- /Durchmesser-Programmierung (z.B. DIAMOF, DIAMCYCOF)
G-Gruppe 30 Compressor ein/aus (z.B. COMPOF)

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine" an.

2. Drücken Sie die Taste <JOG>, <MDA> bzw. <AUTO>.

...

3. Drücken Sie den Softkey "G-Funktionen".


Das Fenster "G-Funktionen" wird geöffnet.
4. Drücken Sie den Softkey "G-Funktionen" erneut, um das Fenster wieder
auszublenden.

Die im Fenster "G-Funktionen" angezeigte Auswahl an G-Gruppen kann unterschiedlich sein.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Literatur
Weitere Informationen zur Projektierung der angezeigten G-Gruppen finden Sie in folgender
Literatur:
Inbetriebnahmehandbuch SINUMERIK Operate (IM9) / SINUMERIK 840D sl

6.13.2 Alle G-Funktionen


Im Fenster "G-Funktionen" werden sämtliche G-Gruppen mit ihren Gruppennummern
aufgelistet.
Innerhalb einer G-Gruppe wird jeweils nur die gerade in der Steuerung aktive G-Funktion
eingeblendet.

Zusätzliche Informationen in der Fußzeile


In der Fußzeile werden folgende Zusatzinformationen angezeigt:
● Aktuelle Transformationen

Fräsen
218 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkstück bearbeiten
6.13 G- und Hilfsfunktionen anzeigen

Anzeige Bedeutung
TRANSMIT Polar-Transformation aktiv
TRACYL Zylindermanteltransformation aktiv
TRAORI Orientierungstransformation aktiv
TRAANG Transformation Schräge-Achse aktiv
TRACON Kaskadierte Transformation aktiv
Bei TRACON werden zwei Transformationen (TRAANG und TRACYL bzw.
TRAANG und TRANSMIT) hintereinander geschaltet.

● Aktuelle Nullpunktverschiebungen
● Spindeldrehzahl
● Bahnvorschub
● Aktives Werkzeug

6.13.3 G-Funktionen für Formenbau


Im Fenster "G-Funktionen" lassen Sie sich wichtige Informationen bei der Bearbeitung von
Freiformflächen mit der Funktion "High Speed Settings" (CYCLE832) anzeigen.

Software-Option
Um diese Funktion zu nutzen, benötigen Sie die Software-Option "Advanced Sur‐
face".

High Speed Cutting-Informationen


Neben den Informationen, die Sie im Fenster "Alle G-Funktionen" enthalten sind, werden Ihnen
die programmierten Werte folgender spezifischer Informationen eingeblendet:
● CTOL
● OTOL
● STOLF
Die Toleranzen für G0 werden nur angezeigt, wenn sie auch aktiv sind.
Besonders wichtige G-Gruppen werden hervorgehoben dargestellt.
Sie haben die Möglichkeit zu konfigurieren, welche G-Funktionen hervorgehoben dargestellt
werden.

Literatur
● Weiterführende Informationen zu finden Sie in folgender Literatur:
Funktionshandbuch Grundfunktionen; Kapitel "Kontur-/Orientierungstoleranz"
● Informationen zur Projektierung der angezeigten G-Gruppen finden Sie in folgender
Literatur:
Inbetriebnahmehandbuch SINUMERIK Operate (IM9) / SINUMERIK 840D sl

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 219
Werkstück bearbeiten
6.13 G- und Hilfsfunktionen anzeigen

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine"

2. Drücken Sie die Taste <JOG>, <MDA> bzw. <AUTO>.

3. Drücken Sie die Softkeys ">>" und "Alle G-Funktionen".


Das Fenster "G-Funktionen" wird geöffnet.

6.13.4 Hilfsfunktionen
Zu den Hilfsfunktionen zählen vom Maschinenhersteller festgelegte M- und H-Funktionen, die
Parameter an die PLC übergeben und dort vom Maschinenhersteller definierte Reaktionen
auslösen.

Angezeigte Hilfsfunktionen
Im Fenster "Hilfsfunktionen" werden bis zu 5 aktuelle M-Funktionen und 3 H-Funktionen
angezeigt.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine" an.

2. Drücken Sie die Taste <JOG>, <MDA> bzw. <AUTO>.

...

3. Drücken Sie den Softkey "H-Funktionen".


Das Fenster "Hilfsfunktionen" öffnet sich.
4. Drücken Sie den Softkey "H-Funktionen" erneut, um das Fenster wieder
auszublenden.

Fräsen
220 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkstück bearbeiten
6.14 Überlagerungen anzeigen

6.14 Überlagerungen anzeigen


Im Fenster "Überlagerungen" haben Sie die Möglichkeit, sich Handrad-Achsverschiebungen
oder programmierte überlagerte Bewegungen anzeigen zu lassen.

Eingabefeld Bedeutung
Werkzeug aktuelle Überlagerung in Werkzeugrichtung
Min Minimalwert für Überlagerung in Werkzeugrichtung
Max Maximalwert für Überlagerung in Werkzeugrichtung
DRF Anzeige der Handrad-Achsverschiebung

Die im Fenster "Überlagerung" angezeigte Auswahl an Werten kann unterschiedlich sein.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine" an.

2. Drücken Sie die Taste <AUTO>, <MDA> oder <JOG>.

...

3. Drücken Sie die Softkeys ">>" und "Überlagerung".


Das Fenster "Überlagerung" wird geöffnet.

4. Geben Sie die gewünschten neuen Minimal- oder Maximalwerte für Über‐
lagerung ein und drücken Sie die Taste "Input", um die Eingaben zu be‐
stätigen.
Hinweis: Sie können die Überlagerungswerte nur in der Betriebsart "JOG"
ändern.
5. Drücken Sie den Softkey "Überlagerung" erneut, um das Fenster wieder
auszublenden.

Zur Diagnose von Synchronaktionen können Sie sich im Fenster "Synchronaktionen"


Statusinformationen anzeigen lassen.
Sie erhalten eine Liste mit allen zurzeit wirksamen Synchronaktionen.
In der Liste wird die Programmierung der Synchronaktionen in derselben Form wie im
Teileprogramm angezeigt.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 221
Werkstück bearbeiten
6.14 Überlagerungen anzeigen

Literatur
Programmieranleitung Arbeitsvorbereitung (PGA), Kapitel: Bewegungssynchronaktionen

Status der Synchronaktionen


Der Spalte "Zustand" können Sie entnehmen, in welchem Status sich die Synchronaktionen
befinden:
● wartend
● aktiv
● gesperrt
Satzweise wirksame Synchronaktionen werden nur durch die Anzeige ihres Zustands
kenntlich gemacht. Sie werden nur während der Abarbeitung angezeigt.

Synchronisationstypen

Synchronisationstypen Bedeutung
ID=n Modal wirksame Synchronaktionen im Automatik-Betrieb bis Programmen‐
de, programmlokal; n = 1... 254
IDS=n Statisch wirksame Synchronaktionen, modal wirksam in jeder Betriebsart,
auch über Programmende; n = 1... 254
ohne ID/IDS Satzweise wirksame Synchronaktionen im Automatik-Betrieb

Hinweis
Die Nummern aus dem Nummernbereich 1 - 254 dürfen, unabhängig für welche
Identifikationsnummer, immer nur einmal vergeben werden.

Anzeige der Synchronaktionen


Über Softkeys haben Sie die Möglichkeit, die Anzeige der aktivierten Synchronaktionen
einzuschränken.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine" an.

2. Drücken Sie die Taste <AUTO>, <MDA> oder <JOG>

Fräsen
222 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkstück bearbeiten
6.15 Formenbauansicht

3. Drücken Sie die Menüfortschalt-Taste und den Softkey "Synchr.aktion."


Das Fenster "Synchronaktionen" wird geöffnet.
Sie erhalten alle aktivierten Synchronaktionen angezeigt.

4. Drücken Sie den Softkey "ID", wenn Sie die im Automatikbetrieb modal
wirksamen Synchronaktionen ausblenden wollen.

- UND / ODER -
Drücken Sie den Softkey "IDS", wenn Sie die statischen Synchronaktio‐
nen ausblenden wollen.
- UND / ODER -
Drücken Sie den Softkey "Satzweise", wenn Sie die satzweise wirksamen
Synchronaktionen im Automatikbetrieb ausblenden wollen.
5. Drücken Sie die Softkeys "ID", "IDS" oder "Satzweise", um die entsprech‐
enden Synchronaktionen wieder einzublenden.
...

6.15 Formenbauansicht
Bei großen Formenbau-Programmen, wie sie von CAD-Systemen bereitgestellt werden,
haben Sie die Möglichkeit, sich mithilfe einer Schnellansicht die Bearbeitungsbahnen anzeigen
zu lassen und sich so einen schnellen Überblick über das Programm zu verschaffen und es
evtl. zu korrigieren.

Maschinenhersteller
Die Formenbauansicht kann ausgeblendet werden. Beachten Sie hierzu die Angaben
des Maschinenherstellers.

Programmkontrolle
Sie können z.B. kontrollieren, ob
● das programmierte Werkstück die richtige Form hat,
● es grobe Verfahrfehler gibt,
● wenn ja, welcher Satz korrigiert werden muss,
● wie an- und abgefahren wird.

Gleichzeitige Ansicht von Programm und Formenbauansicht


Im Editor schalten Sie neben der Anzeige der Programmsätze die grafische Ansicht zu.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 223
Werkstück bearbeiten
6.15 Formenbauansicht

Setzen Sie links im Editor den Cursor auf einen NC-Satz mit Positionsangaben, wird dieser
NC-Satz in der Grafikansicht markiert.
Wählen Sie rechts in der grafischen Ansicht einen Punkt, wird umgekehrt der NC-Satz im
linken Teil des Editors markiert. So springen Sie direkt an die Stelle des Programms, um
beispielsweise einen Programmsatz zu editieren.

Fräsen
224 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkstück bearbeiten
6.15 Formenbauansicht

Interpretierbare NC-Sätze
Folgende NC-Sätze werden bei der Formenbauansicht unterstützt.
● Typen
– Linien
G0, G1 mit X Y Z
– Kreise
G2, G3 mit Mittelpunkt I, J, K oder Radius CR, abhängig von der Arbeitsebene G17,
G18, G19, CIP mit Kreispunkt I1, J1, K1 oder Radius CR
– Polynome
POLY mit X, Y, Z oder PO[X] PO[Y] PO[Z]
– B-Splines
BSPLINE mit Grad SD (SD < 6) Knoten PL Gewichte PW
– Inkrementalangabe IC und Absolutangabe AC möglich
– Bei G2, G3 und unterschiedlichem Radius in Start und Ende wird archimedische Spirale
genutzt
● Orientierung
– Rundachsprogrammierung mit ORIAXES oder ORIVECT per ABC bei G0, G1, G2, G3,
CIP, POLY
– Rundachsprogrammierung mit ORIAXES oder ORIVECT per PO[A] PO[B] PO[C] bei
POLY
– Orientierungsvektorprogrammierung mit ORIVECT per A3, B3, C3 bei G0, G1, G2, G3,
CIP
– Orientierungskurve mit ORICURVE per XH, YH, ZH, bei G0, G1, G2, G3, CIP, POLY,
BSPLINE
– Orientierungskurve mit ORICURVE per PO[XH] PO[YH] PO[ZH] bei POLY
– Rundachsen können per DC angegeben werden
● G-Codes
– Arbeitsebenen (zur Kreisdefinition G2, G3): G17 G18 G19
– Inkremental- oder Absolutangabe: G90 G91
Folgende NC-Sätze werden bei der Formenbauansicht nicht unterstützt.
● Helixprogrammierung
● Rationale Polynome
● Andere G-Codes bzw. Sprachbefehle
Alle nichtinterpretierbaren Sätze werden einfach überlesen

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 225
Werkstück bearbeiten
6.15 Formenbauansicht

Formenbauansicht ändern und anpassen


Wie bei Simulation und Mitzeichnen haben Sie die Möglichkeit, die Simulationsgrafik zur
optimalen Betrachtung zu ändern und anzupassen.
● Grafik vergrößern und verkleinern
● Grafik verschieben
● Grafik drehen
● Ausschnitt ändern

6.15.1 Formenbauansicht starten

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm-Manager" an.

2. Wählen Sie den Ablageort und positionieren Sie den Cursor auf das Pro‐
gramm, das Sie sich in der Formenbauansicht anzeigen lassen wollen.
3. Drücken Sie den Softkey "Öffnen".
Das Programm wird im Editor geöffnet.
4. Drücken Sie die Softkeys ">>" und "Formenbauansicht".
Der Editor teilt sich in zwei Bereiche.

In der linken Hälfte des Editors werden die G-Code-Sätze angezeigt.


In der rechten Hälfte des Editors wird die Grafik des Werkstücks ange‐
zeigt.
In der Darstellung der Grafik werden alle im Teileprogramm program‐
mierten Punkte und Bahnen abgebildet.
5. Drücken Sie den Softkey "Linien G1" oder "Linien G0", um die entsprech‐
enden Linienelemente der Grafik auszublenden.

- ODER -
Drücken Sie Softkey "Punkte ausblenden", um die Punkte der Grafik
auszublenden.
Hinweis:
Sie haben die Möglichkeit, G1- und G0-Linien gleichzeitig auszublenden.
In diesem Fall wird der Softkey "Punkte ausblenden" deaktiviert.
6. Drücken Sie den Softkey "Grafik", um die Grafik auszublenden und wie
gewohnt das Programm im Editor zu betrachten

Fräsen
226 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkstück bearbeiten
6.15 Formenbauansicht

- ODER -
Drücken Sie den Softkey "NC Sätze", um die G-Code-Sätze auszublen‐
den und somit nur die Grafik anzuzeigen.

6.15.2 Programmsatz gezielt anspringen


Entdecken Sie in der Grafik eine Auffälligkeit oder einen Fehler, können Sie von dieser Stelle
aus direkt zu dem betroffenen Programmsatz springen, um das Programm evtl. zu editieren.

Voraussetzungen
● Das gewünschte Programm ist in der Formenbauansicht geöffnet.
● Der Softkey "Grafik" ist aktiv.

Vorgehensweise

1. Drücken Sie die Softkeys ">>" und "Punkt wählen".


Ein Fadenkreuz zur Auswahl eines Punktes wird in der Grafik eingeblen‐
det.

2. Verschieben Sie das Fadenkreuz mit Hilfe der Cursor-Tasten auf die
fragliche Position in der Grafik.

3. Drücken Sie den Softkey "NC-Satz anwählen".


Der Cursor springt im Editor zu dem zugehörigen Programmsatz.

6.15.3 Programmsätze suchen


Sie können mithilfe der "Suchen"-Funktion gezielt nach Programmsätzen suchen sowie
Programme editieren, indem Sie in einem Schritt einen gesuchten Text durch einen Ersatztext
austauschen lassen.

Voraussetzung
● Das gewünschte Programm ist in der Formenbauansicht geöffnet.
● Der Softkey "NC Sätze" ist aktiv.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 227
Werkstück bearbeiten
6.15 Formenbauansicht

Vorgehensweise

1. Drücken Sie den Softkey "Suchen".


Eine neue vertikale Softkey-Leiste wird eingeblendet.

Siehe auch
Suche in Programmen (Seite 185)
Programmtext austauschen (Seite 187)

6.15.4 Ansicht ändern

6.15.4.1 Grafik vergrößern und verkleinern

Voraussetzung
● Die Formenbauansicht ist gestartet.
● Der Softkey "Grafik" ist aktiv.

Vorgehensweise

1. Drücken Sie die Taste <+> bzw. <->, wenn Sie die aktuelle Grafik ver‐
 größern bzw. verkleinern wollen.
Die Grafik wird aus der Mitte heraus vergrößert bzw. verkleinert.
...

- ODER -
Drücken Sie die Softkeys "Details" und "Zoom +", wenn Sie den Aus‐
schnitt vergrößern wollen.

- ODER -
Drücken Sie die Softkeys "Details" und "Zoom -", wenn Sie den Aus‐
schnitt verkleinern wollen.

- ODER -

Fräsen
228 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkstück bearbeiten
6.15 Formenbauansicht

Drücken Sie die Softkeys "Details" und "Autozoom", wenn Sie den Aus‐
schnitt automatisch an die Fenstergröße anpassen wollen.
Die automatische Größenanpassung berücksichtigt die größten Ausdeh‐
nungen des Werkstücks in den einzelnen Achsen.

Hinweis
Gewählter Ausschnitt
Die gewählten Ausschnitte und Größenanpassungen bleiben solange erhalten wie das
Programm angewählt ist.

6.15.4.2 Ausschnitt verändern


Möchten Sie den Ausschnitt der Formenbauansicht verschieben, vergrößern oder verkleinern,
um z.B. Details anzuschauen oder später wieder das komplette Werkstück anzuzeigen, nutzen
Sie die Lupe.
Mit der Lupe können Sie den Ausschnitt selbst bestimmen und dann vergrößern oder
verkleinern.

Voraussetzung
● Die Formenbauansicht ist gestartet.
● Der Softkey "Grafik" ist aktiv.

Vorgehensweise

1. Drücken Sie den Softkey "Details".

2. Drücken Sie den Softkey "Lupe".


Eine Lupe in Form eines rechteckigen Rahmens wird eingeblendet.
3. Drücken Sie den Softkey "Lupe +" oder die Taste <+>, um den Rahmen
zu vergrößern.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Lupe -" oder die Taste <->, um den Rahmen
zu verkleinern.
- ODER -

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 229
Werkstück bearbeiten
6.16 Laufzeit anzeigen und Werkstücke zählen

Drücken Sie eine der Cursor-Tasten, um den Rahmen nach oben, links,
rechts oder unten zu verschieben.

4. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen", um den gewählten Ausschnitt


zu übernehmen.

6.16 Laufzeit anzeigen und Werkstücke zählen


Damit Sie sich einen Überblick über die Programmlaufzeit sowie die Anzahl der gefertigten
Werkstücke verschaffen können, rufen Sie das Fenster "Zeiten, Zähler" auf.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Angezeigte Zeiten
● Programm
Beim ersten Drücken des Softkeys wird angezeigt, wie lange das Programm bereits läuft.
Bei jedem weiteren Programm-Start wird die Zeit angezeigt, die beim ersten Durchlauf für
den gesamten Programmdurchlauf benötigt wurde.
Wird das Programm oder der Vorschub verändert, so wird die neue Programmlaufzeit nach
dem ersten Durchlauf korrigiert.
● Programmrest
Es wird angezeigt, wie lange das aktuelle Programm noch läuft. Zusätzlich können Sie
an Hand einer Programmfortschrittsanzeige den Fertigungsgrad des aktuellen
Programmdurchlaufs in Prozent verfolgen.
Die Anzeige erscheint erst beim zweiten Durchlauf eines Programms.
Arbeiten Sie ein Programm von extern ab, erscheint hier der Ladefortschritt des Programms.
● Beeinflussung der Zeitmessung
Gestartet wird die Zeitmessung mit dem Start des Programms und endet mit dem
Programmende (M30) oder mit einer vereinbarten M-Funktion.
Bei laufendem Programm wird die Zeitmessung mit CYCLE STOP unterbrochen und mit
CYCLE START fortgesetzt.
Mit RESET und anschließendem CYCLE START beginnt die Zeitmessung von vorne.
Bei CYCLE STOP oder einen Vorschub-Override = 0 hält die Zeitmessung an.

Werkstücke zählen
Sie haben die Möglichkeit, sich die Programmwiederholungen, bzw. die Anzahl der gefertigten
Werkstücke anzeigen zu lassen. Für die Werkstückzählung geben Sie Ist- und Soll-Zahlen der
Werkstückzahlen an.

Fräsen
230 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkstück bearbeiten
6.17 Einstellung für den Automatikbetrieb

Werkstückzählung
Die Zählung der gefertigten Werkstücke kann über das Programmende (M30) oder über einen
M-Befehl vorgenommen werden.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine" an.

2. Drücken Sie die Taste <AUTO>.

3. Drücken Sie den Softkey "Zeiten, Zähler".


Das Fenster "Zeiten, Zähler" wird eingeblendet.
4. Wählen Sie unter "Werkstücke zählen" den Eintrag "ja", wenn Sie die
Zählung der gefertigten Werkstücke wünschen.

5. Geben Sie im Feld "Werkstücke Soll" die Zahl der benötigten Werkstücke
ein.
In "Werkstücke Ist" werden die bereits erstellten Werkstücke angezeigt.
Dieser Wert kann bei Bedarf korrigiert werden.
Nachdem die definierte Anzahl an Werkstücken erreicht ist, wird die An‐
zeige der aktuellen Werkstücke automatisch wieder auf Null gestellt.

Siehe auch
Stückzahl angeben (Seite 297)

6.17 Einstellung für den Automatikbetrieb


Vor der Bearbeitung eines Werkstücks können Sie das Programm testen, um frühzeitig Fehler
in der Programmierung zu erkennen. Hierfür verwenden Sie einen Probelaufvorschub.
Außerdem haben Sie die Möglichkeit, die Verfahrgeschwindigkeit bei Eilgang zusätzlich zu
begrenzen, damit es beim Einfahren eines neuen Programms mit Eilgang nicht zu
unerwünscht hohen Verfahrgeschwindigkeiten kommt.

Probelaufvorschub
Der hier eingegebene Vorschub ersetzt den programmierten Vorschub bei der Abarbeitung,
wenn Sie unter Programmbeeinflussung "DRY Probelaufvorschub" angewählt haben.

Reduzierter Eilgang
Der hier eingegebene Wert reduziert den Eilgang auf den eingegebenen Prozentwert, wenn
Sie unter Programmbeeinflussung "RG0 reduzierter Eilgang" angewählt haben.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 231
Werkstück bearbeiten
6.17 Einstellung für den Automatikbetrieb

Messergebnis anzeigen
In einem Teileprogramm können Sie über ein MMC-Kommando Messergebnisse anzeigen
lassen:
Folgende Einstellungen können Sie festlegen:
● Die Steuerung springt bei Erreichen des Kommandos automatisch in den Bedienbereich
"Maschine" und das Fenster mit Messergebnissen wird angezeigt
● Das Fenster mit Messergebnissen wird durch Betätigen des Softkeys "Messergebnis"
geöffnet

Bearbeitungszeiten aufnehmen
Zur Unterstützung bei der Erstellung und Optimierung eines Programms haben Sie die
Möglichkeit, sich die Bearbeitungszeiten anzeigen zu lassen.
Sie legen fest, ob die Zeitermittlung während der Werkstückbearbeitung eingeschaltet ist.
● aus
Während der Werkstückbearbeitung ist die Zeitermittlung ausgeschaltet, d. h. es werden
keine Bearbeitungszeiten ermittelt.
● satzweise
Für jeden Verfahrsatz eines Hauptprogramms werden die Bearbeitungszeiten ermittelt.
● blockweise
Für alle Blöcke werden Bearbeitungszeiten ermittelt.

Hinweis
Ressourcenverbrauch
Je mehr Bearbeitungszeiten Sie sich anzeigen lassen, desto mehr Ressourcen werden hierzu
verbraucht.
So werden bei der satzweisen Einstellung mehr Bearbeitungszeiten ermittelt und gespeichert,
als bei der blockweisen Einstellung.

Hinweis
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Bearbeitungszeiten speichern
Hier legen Sie fest, wie die ermittelten Bearbeitungszeiten weiterverarbeitet werden.
● ja
Im Verzeichnis des Teileprogramms wird ein Unterverzeichnis mit dem Namen
"GEN_DATA.WPD" angelegt. Dort werden die ermittelten Bearbeitungszeiten in einer ini-
Datei mit dem Namen des Programms gespeichert.
● nein
Die ermittelten Bearbeitungszeiten werden nur in der Programmsatzanzeige angezeigt.

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232 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkstück bearbeiten
6.17 Einstellung für den Automatikbetrieb

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine" an.

2. Drücken Sie die Taste <AUTO>.

3. Drücken Sie die Menüfortschalt-Taste und den Softkey "Einstellungen".


Das Fenster "Einstellungen für automatischen Betrieb" wird geöffnet.

4. Geben Sie im Feld "Probelaufvorschub DRY" die gewünschte Probelauf‐


geschwindigkeit ein.
5. Geben Sie im Feld "reduzierter Eilgang RG0" den gewünschten Prozent‐
satz an.
Ändern Sie den vorgegebenen Betrag von 100 % nicht, ist RG0 ohne
Wirkung.
6. Wählen Sie im Feld "Messergebnis anzeigen" den gewünschten Eintrag:
● "automatisch", wenn das Messergebnis-Fenster automatisch
geöffnet werden soll.
● "manuell", wenn das Messergebnis-Fenster durch Drücken des
Softkeys "Messergebnis" geöffnet werden soll.
7. Wählen Sie im Feld "Bearbeitungszeiten aufnehmen" und gegebenen‐
falls im Feld "Bearbeitungszeiten speichern" den gewünschten Eintrag.

Literatur
Programmierhandbuch Messzyklen / 840D sl/828D

Hinweis
Die Vorschubgeschwindigkeit kann während des laufenden Betriebs geändert werden.

Siehe auch
Aktuelle Satzanzeige (Seite 46)

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 233
Werkstück bearbeiten
6.17 Einstellung für den Automatikbetrieb

Fräsen
234 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Bearbeitung simulieren 7
7.1 Übersicht
In der Simulation wird das aktuelle Programm vollständig berechnet und das Ergebnis grafisch
dargestellt. Ohne die Maschinenachsen zu verfahren, wird so das Ergebnis der
Programmierung kontrolliert. Falsch programmierte Bearbeitungsschritte werden frühzeitig
erkannt und Fehlbearbeitungen am Werkstück verhindert.

Grafische Darstellung
Die Simulation verwendet zur Darstellung am Bildschirm die richtigen Proportionen des
Werkstücks und der Werkzeuge.
Bei der Simulation an Fräsmaschinen steht das Werkstück fest im Raum. Unabhängig von der
Maschinenbauart bewegt sich nur das Werkzeug.

Rohteildefinition
Für das Werkstück werden die Rohteilabmessungen verwendet, die im Programmeditor
eingegeben werden.
Das Rohteil wird mit Bezug auf das Koordinatensystem eingespannt, das zum Zeitpunkt der
Rohteildefinition gültig ist. Vor der Rohteildefinition in G-Code-Programmen müssen also die
gewünschten Ausgangsbedingungen hergestellt werden, z.B. durch Anwahl einer geeigneten
Nullpunktverschiebung.

Rohteilprogrammierung (Beispiel)
G54 G17 G90
CYCLE800(0,"TISCH", 100000,57,0,0,0,0,0,0,0,0,0,-1,100,1)
WORKPIECE(,,,"Box",112,0,-50,-80,00,155,100)
T="NC-ANBOHRER_D16

Hinweis
Rohteilverschiebung bei geänderter Nullpunktverschiebung
Das Rohteil wird immer in der Nullpunktverschiebung angelegt, die gerade aktiv ist.
Wählen Sie anschließend eine andere Nullpunktverschiebung, wird das Koordinatensystem
umgerechnet, die Darstellung des Rohteils wird allerdings nicht angepasst.

Hinweis
Rohteil-Aufspannung
Wenn Ihre Maschine über verschiedene Aufspannungsmöglichkeiten des Rohteils verfügt,
geben Sie die gewünschte Aufspannung im Programmkopf bzw. in der Rohteilmaske angeben.
Beachten Sie hierzu auch die Hinweise des Maschinenherstellers.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 235
Bearbeitung simulieren
7.1 Übersicht

Darstellung der Verfahrwege


Die Verfahrwege werden farbig dargestellt. Eilgang rot und Vorschub grün.

Tiefendarstellung
Die Tiefenzustellung wird als Farbabstufung dargestellt. Die Tiefendarstellung gibt Ihnen das
aktuelle Tiefenniveau wieder in der sich die Bearbeitung momentan befindet. Für die
Tiefendarstellung gilt: "je tiefer, desto dunkler".

MKS-Bezüge
Die Simulation ist als Werkstücksimulation ausgelegt, d.h. es wird nicht vorausgesetzt, dass
die Nullpunktverschiebung schon exakt angekratzt oder bestimmt sein muss.
Dennoch gibt es in der Programmierung unvermeidbare MKS-Bezüge wie etwa der
Werkzeugwechselpunkt im MKS, die Freifahrposition beim Schwenken und die Tischanteile
einer Schwenkkinematik. Diese MKS-Bezüge könnten je nach aktueller
Nullpunktverschiebung in ungünstigen Fällen dazu führen, dass in der Simulation Kollisionen
gezeigt werden, die bei einer realistischen Nullpunktverschiebung nicht auftreten würden, oder
umgekehrt Kollisionen nicht dargestellt werden, die bei einer realistischen
Nullpunktverschiebung auftreten würden.

Programmierbare Frames
Bei der Simulation werden alle Frames und Nullpunktverschiebungen berücksichtigt.

Hinweis
Manuell geschwenkte Achsen
Beachten Sie, dass Schwenks in der Simulation und beim Mitzeichnen auch dargestellt
werden, wenn die Achsen beim Start manuell geschwenkt sind.

Simulationsdarstellung
Sie haben die Wahl zwischen folgenden Darstellungsarten:
● Abtragssimulation
Bei der Simulation bzw. beim Mitzeichnen verfolgen Sie direkt den Spanabtrag vom
definierten Rohteil.
● Bahndarstellung
Sie haben die Möglichkeit, zusätzlich eine Bahndarstellung einzublenden. Dabei wird die
programmierte Werkzeugbahn dargestellt.
Hinweis
Werkzeugdarstellung in der Simulation und bei Mitzeichnen
Damit eine Werkstücksimulation auch mit nicht vermessenen oder unvollständig
eingegebenen Werkzeugen möglich ist, werden bestimmte Annahmen zur
Werkzeuggeometrie gemacht.
Die Länge eines Fräsers oder Bohrers wird beispielsweise auf einen Wert proportional zum
Werkzeugradius gesetzt, damit ein Abtrag simuliert werden kann.

Fräsen
236 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Bearbeitung simulieren
7.1 Übersicht

Hinweis
Keine Darstellung der Gewindegänge
Bei Gewinde- und Bohrgewindefräsen werden in der Simulation und beim Mitzeichnen die
Gewindegänge nicht dargestellt.

Darstellungsvarianten
Sie können bei der grafischen Darstellung zwischen drei Varianten wählen:
● Simulieren vor der Bearbeitung des Werkstücks
Vor der Bearbeitung des Werkstücks an der Maschine können Sie die Abarbeitung des
Programms im Schnelldurchlauf grafisch am Bildschirm darstellen.
● Mitzeichnen vor der Bearbeitung des Werkstücks
Vor der Bearbeitung des Werkstücks an der Maschine können Sie die Abarbeitung des
Programms mit Programmtest und Probelauf-Vorschub grafisch am Bildschirm darstellen.
Die Maschinenachsen bewegen sich dabei nicht, wenn Sie "keine Achsbewegungen"
angewählt haben.
● Mitzeichnen während der Bearbeitung des Werkstücks
Während das Programm an der Maschine abgearbeitet wird, können Sie die Bearbeitung
des Werkstücks auch am Bildschirm mitverfolgen.

Ansichten
Bei allen drei Varianten stehen Ihnen folgende Ansichten zur Verfügung:
● Draufsicht
● 3D-Ansicht
● Seitenansichten

Statusanzeige
Die aktuellen Achskoordinaten, der Override, das aktuelle Werkzeug mit Schneide, der
aktuelle Programmsatz, der Vorschub und die Bearbeitungszeit werden angezeigt.
In allen Ansichten läuft während der grafischen Abarbeitung eine Uhr mit. Die Bearbeitungszeit
wird in Stunden, Minuten und Sekunden angezeigt. Sie entspricht annähernd der Zeit, die das
Programm für die Abarbeitung inklusive der Werkzeugwechsel benötigt.

Software-Optionen
Für die 3D Ansicht benötigen Sie die Option "3D-Simulation des Fertigteils".
Für die Funktion "Mitzeichnen" benötigen Sie die Option "Mitzeichnen (Echt‐
zeitsimulation)".

Ermittlung der Programmlaufzeit


Beim Durchlauf der Simulation wird die Programmlaufzeit ermittelt. Die Programmlaufzeit wird
im Editor temporär am Programmende angezeigt.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 237
Bearbeitung simulieren
7.1 Übersicht

Eigenschaften von Mitzeichnen und Simulation

Verfahrwege
Bei der Simulation werden die angezeigten Verfahrwege in einem Ringpuffer gespeichert.
Wenn dieser Puffer voll ist, wird mit jedem neuen Verfahrweg der älteste Verfahrweg gelöscht.

Optimierte Darstellung
Wenn die Simulationsbearbeitung angehalten oder abgeschlossen wurde, wird die Darstellung
noch einmal in ein hochauflösendes Bild umgerechnet. In einigen Fällen ist dies nicht möglich.
In diesem Fall erhalten Sie die Meldung: "Hochauflösendes Bild kann nicht erzeugt werden".

Arbeitsraumbegrenzung
In der Werkstücksimulation sind keine Arbeitsraumbegrenzungen und Software-Endschalter
wirksam.

Startposition bei Simulation und Mitzeichnen


Bei der Simulation wird die Startposition über die Nullpunktverschiebung auf das
Werkstückkoordinatensystem umgerechnet.
Das Mitzeichnen startet auf der Position, auf der die Maschine sich gerade befindet.

Einschränkungen
● Traori: 5-achsige Bewegungen werden linear interpoliert. Komplexere Bewegungen
können nicht dargestellt werden.
● Referenzieren: G74 aus einem Programmablauf funktioniert nicht.
● Der Alarm 15110 "Satz REORG nicht möglich" wird nicht angezeigt.
● Compilezyklen werden nur teilweise unterstützt.
● Keine PLC-Unterstützung.
● Keine Unterstützung von Achscontainern.

Randbedingungen
● Alle vorhandenen Datensätze (Toolcarrier / TRAORI, TRACYL) werden ausgewertet und
müssen für eine korrekte Simulation richtig in Betrieb genommen sein.
● Die Maschinenkinematik bei TRAFOOF wird nicht beachtet.
● Transformationen mit geschwenkter Linearachse (TRAORI 64 - 69) sowie OEM-
Transformationen (TRAORI 4096 - 4098) werden nicht unterstützt.
● Änderungen an Toolcarrier- oder Transformations-Daten werden erst nach Power On
wirksam.
● Transformationswechsel und Schwenkdatensatzwechsel werden unterstützt. Nicht
unterstützt werden jedoch echte Kinematikwechsel, bei denen ein Schwenkkopf
physikalisch ausgewechselt wird.
● Die Simulation von Formenbauprogrammen mit sehr kurzen Satzwechselzeiten kann
länger dauern als die Bearbeitung, da die Rechenzeitverteilung bei dieser Anwendung zu
Gunsten der Bearbeitung und zu Lasten der Simulation ausgelegt ist.

Fräsen
238 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Bearbeitung simulieren
7.1 Übersicht

Beispiele
Einige Beispiele für unterstützte Maschinenbauarten:

Schwenkkopf 90°/90°

Schwenkkopf 90°/45°

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 239
Bearbeitung simulieren
7.1 Übersicht

Schwenktisch 90°/90°

Schwenktisch 90°/45°

Fräsen
240 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Bearbeitung simulieren
7.1 Übersicht

Schwenkkombination 90°/90°

Schwenkkombination 45°/90°

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 241
Bearbeitung simulieren
7.2 Simulieren vor der Bearbeitung des Werkstücks

7.2 Simulieren vor der Bearbeitung des Werkstücks


Sie haben die Möglichkeit, vor der Bearbeitung des Werkstücks an der Maschine die
Abarbeitung des Programms im Schnelldurchlauf grafisch am Bildschirm darzustellen. Sie
kontrollieren so auf einfache Weise das Ergebnis der Programmierung.

Vorschub-Override
Der Drehschalter (Override) an der Steuertafel beeinflusst nur die Funktionen des
Bedienbereichs "Maschine".
Um die Simulationsgeschwindigkeit zu ändern, nutzen Sie den Softkey "Programmsteuerung".
Sie haben die Möglichkeit, den Simulationsvorschub im Bereich von 0 - 120% zu wählen.

Vorgehensweise

Tabelle 7-1

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm-Manager" an.

2. Wählen Sie den Ablageort und positionieren Sie den Cursor auf das zu
simulierende Programm.
3. Drücken Sie die Taste <INPUT> oder die Taste <Cursor rechts>.

- ODER -
Doppelklicken Sie auf das Programm.
Das gewählte Programm wird im Bedienbereich "Programm" geöffnet.
4. Drücken Sie den Softkey "Simulation".
Die Abarbeitung des Programms wird grafisch am Bildschirm dargestellt.
Die Maschinenachsen bewegen sich dabei nicht.

5. Drücken Sie den Softkey "Stop", wenn Sie die Simulation anhalten möch‐
ten.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Reset", um die Simulation abzubrechen.

6. Drücken Sie den Softkey "Start", um die Simulation erneut zu starten oder
fortzusetzen.

Fräsen
242 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Bearbeitung simulieren
7.3 Mitzeichnen vor der Bearbeitung des Werkstücks

Hinweis
Bedienbereichswechsel
Wechseln Sie in einen anderen Bedienbereich, wird die Simulation beendet. Starten Sie die
Simulation erneut, beginnt diese wieder am Programmanfang.

7.3 Mitzeichnen vor der Bearbeitung des Werkstücks


Vor der Bearbeitung des Werkstücks an der Maschine können Sie die Abarbeitung des
Programms grafisch am Bildschirm darstellen, um das Ergebnis der Programmierung zu
kontrollieren.

Software-Option
Für das Mitzeichnen benötigen Sie die Option "Mitzeichnen (Echtzeitsimulati‐
on)".
Sie können den programmierten Vorschub durch einen Probelaufvorschub ersetzen, um die
Abarbeitungsgeschwindigkeit zu beeinflussen und den Programmtest wählen, um die
Achsbewegung auszuschalten.
Wenn Sie statt der grafischen Darstellung wieder die aktuellen Programmsätze anschauen
möchten, können Sie zur Programmansicht schalten.

Vorgehensweise

1. Laden Sie ein Programm in die Betriebsart "AUTO".


2. Drücken Sie den Softkey "Prog. Beeinf" und aktivieren Sie die Kontroll‐
kästchen "PRT keine Achsbewegung" und "DRY Probelaufvorschub".
Die Abarbeitung erfolgt ohne Achsbewegung. Die programmierte Vor‐
schubgeschwindigkeit wird durch eine Probelaufgeschwindigkeit ersetzt.
3. Drücken Sie den Softkey "Mitzeichnen".

4. Drücken Sie die Taste <CYCLE START>.


Die Abarbeitung des Programms wird grafisch am Bildschirm dargestellt.
5. Drücken Sie den Softkey "Mitzeichnen" erneut, um den Aufzeichnungs‐
vorgang zu beenden.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 243
Bearbeitung simulieren
7.5 Verschiedene Ansichten des Werkstücks

7.4 Mitzeichnen während der Bearbeitung des Werkstücks


Wenn der Blick auf den Arbeitsraum während der Bearbeitung des Werkstücks z.B. durch
Kühlmittel versperrt ist, können Sie die Programmabarbeitung auch am Bildschirm
mitverfolgen.

Software-Option
Für die das Mitzeichen benötigen Sie die Option "Mitzeichnen (Echtzeitsimula‐
tion)".

Vorgehensweise

1. Laden Sie ein Programm in die Betriebsart "AUTO".


2. Drücken Sie den Softkey "Mitzeichnen".

3. Drücken Sie die Taste <CYCLE START>.


Die Bearbeitung des Werkstücks an der Maschine wird gestartet und gra‐
fisch am Bildschirm dargestellt.
4. Drücken Sie den Softkey "Mitzeichnen" erneut, um den Aufzeichnungs‐
vorgang zu beenden.

Hinweis
● Schalten Sie das Mitzeichnen ein, nachdem die Rohteilinformationen bereits im Programm
verarbeitet sind, werden nur Verfahrwege und Werkzeug gezeigt.
● Schalten Sie das Mitzeichnen während der Bearbeitung aus und schalten die Funktion
später wieder zu, werden Ihnen die in der Zwischenzeit erzeugten Verfahrwege nicht
gezeigt.

7.5 Verschiedene Ansichten des Werkstücks


Bei der grafischen Darstellung können Sie zwischen verschiedenen Ansichten wählen, um
immer die aktuelle Bearbeitung am Werkstück optimal betrachten zu können oder Einzelheiten
bzw. die Gesamtansicht des fertigen Werkstücks einzublenden.
Folgende Ansichten stehen Ihnen zur Verfügung:
● Draufsicht
● 3D-Ansicht
● Seitenansichten

Fräsen
244 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Bearbeitung simulieren
7.5 Verschiedene Ansichten des Werkstücks

7.5.1 Draufsicht

1. Starten Sie die Simulation.


2. Drücken Sie den Softkey "Draufsicht".
Das Werkstück wird von oben in der Draufsicht dargestellt.

Darstellung ändern
Sie können die Simulationsgrafik vergrößern, verkleinern und verschieben, sowie den
Ausschnitt verändern.

7.5.2 3D-Ansicht

1. Starten Sie die Simulation.


2. Drücken Sie die Softkeys "Weitere Ansichten" und "3D-Ansicht".

Software-Option
Für die Simulation benötigen Sie die Option "3D-Simulation (Fertigteil)".

Darstellung ändern
Sie können die Simulationsgrafik vergrößern, verkleinern, verschieben und drehen, sowie den
Ausschnitt verändern.

Schnittebenen anzeigen und verschieben


Sie können sich die Schnittebenen X, Y und Z anzeigen lassen und verschieben.

Siehe auch
Schnittebenen festlegen (Seite 252)

7.5.3 Seitenansichten

1. Starten Sie die Simulation.


2. Drücken Sie den Softkey "Weitere Ansichten".

3. Drücken Sie den Softkey "Von vorne", wenn Sie sich das Werkstück von
vorne betrachten wollen.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 245
Bearbeitung simulieren
7.6 Simulationsanzeige bearbeiten

- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Von hinten", wenn Sie sich das Werkstück von
hinten betrachten wollen.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Von links", wenn Sie sich das Werkstück von
links betrachten wollen.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Von rechts", wenn Sie sich das Werkstück von
rechts betrachten wollen.

Darstellung ändern
Sie können die Simulationsgrafik vergrößern, verkleinern und verschieben, sowie den
Ausschnitt verändern.

7.6 Simulationsanzeige bearbeiten

7.6.1 Rohteil-Eingabe
Sie haben die Möglichkeit, das im Programm definierte Rohteil zu ersetzen oder ein Rohteil
für Programme zu definieren, in denen eine Rohteildefinition nicht eingefügt werden kann.

Hinweis
Die Rohteileingabe ist nur möglich, wenn sich Simulation oder Mitzeichnen im Reset-Zustand
befinden.

Vorgehensweise

1. Die Simulation bzw. das Mitzeichnen ist gestartet.


2. Drücken Sie die Softkeys ">>" und "Rohteil".
Das Fenster "Rohteileingabe" öffnet sich und zeigt die vorbelegten Werte.

3. Geben Sie die gewünschten Werte für die Maße ein.


4. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen", um Ihre Eingaben zu bestäti‐
gen. Das neu definierte Werkstück wird dargestellt.

Fräsen
246 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Bearbeitung simulieren
7.7 Programmsteuerung während der Simulation

7.6.2 Werkzeugbahn aus- und einblenden


Mit der Bahndarstellung verfolgen Sie die programmierte Werkzeugbahn des angewählten
Programms. Die Bahn wird in Abhängigkeit der Werkzeugbewegung ständig aktualisiert. Die
Werkzeugbahnen können jederzeit ein- und ausgeblendet werden.

Vorgehensweise

1. Die Simulation bzw. das Mitzeichnen ist gestartet.


2. Drücken Sie den Softkey ">>".
Die Werkzeugbahnen sind in der aktiven Ansicht eingeblendet.
3. Drücken Sie den Softkey, um die Werkzeugbahnen auszublenden.
Im Hintergrund werden die Werkzeugbahnen weiterhin erzeugt und kön‐
nen durch ein erneutes Drücken des Softkeys eingeblendet werden.
4. Drücken Sie den Softkey "WKZ-Bahn löschen".
Alle bisher aufgezeichneten Werkzeugbahnen werden gelöscht.

7.7 Programmsteuerung während der Simulation

7.7.1 Vorschub ändern


Sie können während der Simulation den Vorschub jederzeit verändern.
In der Statuszeile können Sie die Änderungen verfolgen.

Hinweis
Arbeiten Sie mit der Funktion "Mitzeichnen", wird der Drehschalter (Override) an der
Steuertafel benutzt.

Vorgehensweise

1. Die Simulation ist gestartet.


2. Drücken Sie den Softkey "Programmsteuerung".

3. Drücken Sie den Softkey "Override +" bzw. "Override -", um den Vor‐
schub jeweils um 5% zu vergrößern bzw. zu verringern.

- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Override 100%", um den Vorschub auf 100%
zu stellen.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 247
Bearbeitung simulieren
7.7 Programmsteuerung während der Simulation

- ODER -
Drücken Sie den Softkey "<<", um in das Grundbild zurückzukehren und
die Simulation mit verändertem Vorschub ablaufen zu lassen.

Zwischen "Override +" und "Override -" wechseln


Drücken Sie die Tasten <CTRL> und <Cursor unten> bzw. <Cursor

oben>, um zwischen den Softkeys "Override +" und "Override -" zu wech‐
seln.

Maximalen Vorschub wählen


Drücken Sie die Tasten <CTRL> und <M>, um den maximalen Vorschub
 0 von 120% zu wählen.

7.7.2 Programm satzweise simulieren


Wie bei der Abarbeitung eines Programms können Sie während der Simulation den
Programmablauf steuern, d.h. ein Programm z.B. Satz für Satz ablaufen lassen.

Vorgehensweise

1. Die Simulation ist gestartet.


2. Drücken Sie die Softkeys "Programmsteuerung" und "Einzelsatz".

3. Drücken Sie die Softkeys "Zurück" und "Start SBL".


Der anstehende Satz des Programms wird simuliert und stoppt anschlie‐
ßend.

4. Drücken Sie den "Start SBL" so oft, wie Sie einen einzelnen Programm‐
satz simulieren möchten.
5. Drücken Sie den Softkey "Programmsteuerung" sowie den Softkey "Ein‐
zelsatz ", um den Einzelsatzmodus wieder zu verlassen.

Hinweis
Einzelsatz ein-/ausschalten

Fräsen
248 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Bearbeitung simulieren
7.8 Simulationsgrafik verändern und anpassen

Drücken Sie die Tasten <CTRL> und <S> gleichzeitig, um den Einzel‐
satzmodus ein- und wieder auszuschalten.

7.8 Simulationsgrafik verändern und anpassen

7.8.1 Grafik vergrößern und verkleinern

Voraussetzung
Die Simulation bzw. das Mitzeichnen ist gestartet.

Vorgehensweise

1. Drücken Sie die Taste <+> bzw. <->, wenn Sie die aktuelle Grafik ver‐
 größern bzw. verkleinern wollen.
Die Grafik wird aus der Mitte heraus vergrößert bzw. verkleinert.
...

- ODER -
Drücken Sie die Softkeys "Details" und "Zoom +", wenn Sie den Aus‐
schnitt vergrößern wollen.

- ODER -
Drücken Sie die Softkeys "Details" und "Zoom -", wenn Sie den Aus‐
schnitt verkleinern wollen.

- ODER -

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 249
Bearbeitung simulieren
7.8 Simulationsgrafik verändern und anpassen

Drücken Sie die Softkeys "Details" und "Autozoom", wenn Sie den Aus‐
schnitt automatisch an die Fenstergröße anpassen wollen.
Die automatische Größenanpassung berücksichtigt die größten Ausdeh‐
nungen des Werkstücks in den einzelnen Achsen.

Hinweis
Gewählter Ausschnitt
Die gewählten Ausschnitte und Größenanpassungen bleiben solange erhalten wie das
Programm angewählt ist.

7.8.2 Grafik verschieben

Voraussetzung
Die Simulation bzw. das Mitzeichnen ist gestartet.

Vorgehensweise

1. Drücken Sie eine Cursor-Taste, wenn Sie die Grafik nach oben, unten,
links oder rechts verschieben wollen.

7.8.3 Grafik drehen


In der 3D-Ansicht haben Sie die Möglichkeit, die Lage des Werkstücks zu drehen, um es so
von allen Seiten zu betrachten.

Voraussetzung
Die Simulation ist gestartet und die 3D-Ansicht ist angewählt.

Fräsen
250 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Bearbeitung simulieren
7.8 Simulationsgrafik verändern und anpassen

Vorgehensweise

1. Drücken Sie den Softkey "Details".

2. Drücken Sie den Softkey "Ansicht drehen".

3. Drücken Sie den Softkey "Pfeil nach rechts", "Pfeil nach links", "Pfeil nach
oben", "Pfeil nach unten", "Pfeil rechts drehen" und "Pfeil links drehen",
um die Lage des Werkstücks zu verändern.
...

- ODER -
...

Halten Sie die <Shift>-Taste gedrückt und drehen Sie über die entsprech‐
enden Cursor-Tasten das Werkstück in die gewünschte Richtung.

7.8.4 Ausschnitt verändern


Möchten Sie den Ausschnitt der grafischen Darstellung verschieben, vergrößern oder
verkleinern, um z.B. Details anzuschauen oder später wieder das komplette Werkstück
anzuzeigen, nutzen Sie die Lupe.
Mit der Lupe können Sie den Ausschnitt selbst bestimmen und dann vergrößern oder
verkleinern.

Voraussetzung
Die Simulation bzw. das Mitzeichnen ist gestartet.

Vorgehensweise

1. Drücken Sie den Softkey "Details".

2. Drücken Sie den Softkey "Lupe".


Eine Lupe in Form eines rechteckigen Rahmens wird eingeblendet.
3. Drücken Sie den Softkey "Lupe +" oder die Taste <+>, um den Rahmen
zu vergrößern.
- ODER -

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 251
Bearbeitung simulieren
7.9 Simulationsalarme anzeigen

Drücken Sie den Softkey "Lupe -" oder die Taste <->, um den Rahmen
zu verkleinern.
- ODER -
Drücken Sie eine der Cursor-Tasten, um den Rahmen nach oben, links,
rechts oder unten zu verschieben.

4. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen", um den gewählten Ausschnitt


zu übernehmen.

7.8.5 Schnittebenen festlegen


In der 3D-Ansicht haben Sie die Möglichkeit, das Werkstück "aufzuschneiden" und sich so
bestimmte Ansichten anzeigen zu lassen und um versteckte Konturen sichtbar zu machen.

Voraussetzung
Die Simulation bzw. das Mitzeichnen ist gestartet.

Vorgehensweise

1. Drücken Sie den Softkey "Details".

2. Drücken Sie den Softkey "Schnitt".

Das Werkstück wird in aufgeschnittenem Zustand angezeigt.

3. Drücken Sie den entsprechenden Softkey, um die Schnittebene in die


gewünschte Richtung zu verschieben.

7.9 Simulationsalarme anzeigen


Während der Simulation können Alarme auftreten. Tritt während eines Simulationslaufes ein
Alarm auf, wird ein Fenster für die Anzeige im Arbeitsfenster eingeblendet.

Fräsen
252 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Bearbeitung simulieren
7.9 Simulationsalarme anzeigen

Die Alarmübersicht enthält folgende Informationen:


● Datum und Uhrzeit
● Löschkriterium
gibt an, mit welchem Softkey der Alarm quittiert wird
● Alarmnummer
● Alarmtext

Voraussetzung
Die Simulation läuft und ein Alarm ist aktiv.

Vorgehensweise

1. Drücken Sie die Softkeys "Programmsteuerung" und "Alarm".


Das Fenster "Simulation Alarme" wird geöffnet und Sie erhalten eine Liste
aller anstehenden Alarme.

Drücken Sie den Softkey "Alarm quittieren", um die mit Reset- oder Can‐
cel-Symbol gekennzeichneten Alarme der Simulation zurückzusetzen.
Die Simulation kann fortgesetzt werden.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Simulation Power On", um einen mit Power
On-Symbol gekennzeichneten Alarm der Simulation zurückzusetzen.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 253
Bearbeitung simulieren
7.9 Simulationsalarme anzeigen

Fräsen
254 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
G-Code-Programm erstellen 8
8.1 Grafische Programmierführung

Funktionen
Folgende Funktionalitäten stehen zur Verfügung:
● Technologieorientierte Programmschrittauswahl (Zyklen) über Softkeys
● Eingabefenster zur Parameterversorgung mit animierten Hilfebildern
● Kontextsensitive Online-Hilfe für jedes Eingabefenster
● Unterstützung für die Kontureingabe (Geometrieprozessor)

Aufruf- und Rückkehrbedingungen


● Die vor Zyklusaufruf wirksamen G-Funktionen und der programmierbare Frame bleiben
über den Zyklus hinaus erhalten.
● Die Startposition ist vor dem Zyklusaufruf im übergeordneten Programm anzufahren. Die
Koordinaten programmieren Sie in einem rechtsdrehenden Koordinatensystem.

8.2 Programmansichten
Ein G-Code Programm können Sie in unterschiedlichen Ansichten darstellen.
● Programmansicht
● Parametermaske wahlweise mit Hilfebild oder Grafische Ansicht

Hinweis
Hilfebilder / Animationen
Bitte beachten Sie, dass bei Hilfebildern und Animationen der Zyklenunterstützung nicht alle
denkbaren Kinematiken dargestellt werden können.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 255
G-Code-Programm erstellen
8.2 Programmansichten

Programmansicht
Die Programmansicht im Editor gibt einen Überblick über die einzelnen Bearbeitungsschritte
eines Programms.

Bild 8-1 Programmansicht eines G-Code-Programms

Hinweis
In den Einstellungen des Programmeditors legen Sie fest, ob Zyklenaufrufe als Klartext oder
in NC-Syntax dargestellt werden. Außerdem können Sie die Erfassung der Bearbeitungszeiten
konfigurieren.

Darstellung der Bearbeitungszeiten

Darstellung Bedeutung
Hellgrün hinterlegt Gemessene Bearbeitungszeit des Programmsatzes (Automatikbetrieb)

Grün hinterlegt Gemessene Bearbeitungszeit des Programmblocks (Automatikbetrieb)

Hellblau hinterlegt Geschätzte Bearbeitungszeit des Programmsatzes (Simulation)

Fräsen
256 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
G-Code-Programm erstellen
8.2 Programmansichten

Darstellung Bedeutung
Blau hinterlegt Geschätzte Bearbeitungszeit des Programmblocks (Simulation)

Gelb hinterlegt Wartezeit (Automatikbetrieb oder Simulation)

Hervorhebung ausgewählter G-Code-Befehle oder Schlüsselwörter


In den Einstellungen des Programmeditors legen Sie fest, ob ausgewählte G-Code-Befehle
farblich hervorgehoben werden. Standardmäßig werden dann folgende Farbkodierungen
genutzt:

Darstellung Bedeutung
Blaue Schrift D-, S-, F-, T-, M- und H-Funktionen

Rote Schrift Bewegungsbefehl "G0"

Grüne Schrift Bewegungsbefehl "G1"

Blaugrüne Schrift Bewegungsbefehl "G2" oder "G3"

Graue Schrift Kommentar

Maschinenhersteller
In der Konfigurationsdatei "sleditorwidget.ini" haben Sie die Möglichkeit, weitere Her‐
vorhebungen zu definieren.
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Synchronisation von Programmen an Mehrkanalmaschinen


An mehrkanaligen Maschinen werden spezielle Befehle (z. B. GET und RELEASE) verwendet,
um die Programme untereinander zu synchronisieren. Diese Befehle werden durch ein
Uhrensymbol hervorgehoben.
Wenn die Programme mehrerer Kanäle angezeigt werden, werden zusammengehörige
Befehle in einer Zeile dargestellt.

Darstellung Bedeutung
Synchronisationsbefehl

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 257
G-Code-Programm erstellen
8.2 Programmansichten

In der Programmansicht bewegen Sie sich mit den Tasten <Cursor oben>
und <Cursor unten> zwischen den Programmsätzen.

Parametermaske mit Hilfebild

Drücken Sie die Taste <Cursor rechts>, um in der Programmansicht ei‐


nen selektierten Programmsatz bzw. Zyklus zu öffnen.
Die jeweils zugehörige Parametermaske mit Hilfebild wird aufgeblendet.

Bild 8-2 Parametermaske mit Hilfebild

Die animierten Hilfebilder werden immer lagerichtig zum eingestellten Koordinatensystem


angezeigt. Die Parameter werden dynamisch in die Grafik eingeblendet. Der angewählte
Parameter wird in der Grafik hervorgehoben.

Die farbigen Symbole


Roter Pfeil = Werkzeug fährt im Eilgang
Grüner Pfeil = Werkzeug fährt im Bearbeitungsvorschub

Fräsen
258 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
G-Code-Programm erstellen
8.2 Programmansichten

Parametermaske mit grafischer Ansicht

Mit dem Softkey "Grafische Ansicht" schalten Sie in der Maske zwischen
Hilfebild und grafischer Ansicht um.

Hinweis
Umschalten zwischen Hilfebild und grafischer Ansicht
Für den Wechsel zwischen Hilfebild und grafischer Ansicht steht zusätzlich die
Tastenkombination <CTRL> + <G> zur Verfügung.

Bild 8-3 Parametermaske mit grafischer Ansicht eines G-Code-Programmsatzes

Siehe auch
Einstellungen für Editor (Seite 193)

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 259
G-Code-Programm erstellen
8.4 Grundlagen

8.3 Programmaufbau
G-Code-Programme können grundsätzlich frei programmiert werden. Die wichtigsten Befehle,
die in der Regel enthalten sind:
● Einstellung einer Bearbeitungsebene
● Aufruf eines Werkzeugs (T und D)
● Aufruf einer Nullpunktverschiebung
● technologische Werte wie Vorschub (F), Vorschubart (G94, G95 , …), Drehzahl und
Drehrichtung der Spindel (S und M)
● Positionen und Aufrufe technologischer Funktionen (Zyklen)
● Programmende
Bei G-Code-Programmen müssen vor dem Aufruf von Zyklen ein Werkzeug angewählt und
die benötigten Technologiewerte F, S programmiert werden.
Für die Simulation kann ein Rohteil vorgegeben werden.

Siehe auch
Rohteileingabe (Seite 263)

8.4 Grundlagen

8.4.1 Bearbeitungsebenen
Jeweils zwei Koordinatenachsen legen eine Ebene fest. Die dritte Koordinatenachse
(Werkzeugachse) steht jeweils senkrecht auf dieser Ebene und bestimmt die Zustellrichtung
des Werkzeugs (z.B. für 2½ D - Bearbeitung).
Beim Programmieren ist es erforderlich, der Steuerung mitzuteilen, in welcher Ebene
gearbeitet wird, damit Werkzeugkorrekturwerte richtig verrechnet werden. Ebenso hat die
Ebene für bestimmte Arten der Kreisprogrammierung und bei Polarkoordinaten eine
Bedeutung.

=
<
=
<
 
*
=
;
*

;
*  <


Fräsen
260 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
G-Code-Programm erstellen
8.4 Grundlagen

Arbeitsebenen
Die Arbeitsebenen sind folgendermaßen festgelegt:

Ebene Werkzeugachse
X/Y G17 Z
Z/X G18 Y
Y/Z G19 X

8.4.2 Aktuelle Ebenen in Zyklen und Eingabemasken


Jede Eingabemaske erhält ein Auswahlfeld für die Ebene, sofern die Ebene nicht per NC-
Maschinendatum vorgegeben ist.
● leer (wegen Kompatibilität zu Eingabemasken ohne Ebene)
● G17 (XY)
● G18 (ZX)
● G19 (YZ)
Es gibt Parameter in den Zyklenmasken, deren Benennung von dieser Ebeneneinstellung
abhängen. Das sind in der Regel Parameter, die sich auf Positionen der Achsen beziehen wie
z.B. Bezugspunkt eines Positionsmusters in der Ebene oder Tiefenangabe beim Bohren in
der Werkzeugachse.
Bezugspunkte in der Ebene werden bei G17 mit X0 Y0 benannt, bei G18 mit Z0 X0 und bei
G19 mit Y0 Z0. Die Tiefenangabe in der Werkzeugachse wird bei G17 mit Z1, bei G18 mit Y1
und bei G19 mit X1 benannt.
Bleibt das Eingabefeld leer, so werden die Parameter, die Hilfebilder und die Strichgrafik in
der Defaultebene (einstellbar über Maschinendaten) dargestellt:
● Drehen: G18 (ZX)
● Fräsen: G17 (XY)
Die Ebene wird den Zyklen als neuer Parameter übergeben. Im Zyklus wird die Ebene
ausgegeben, d.h. der Zyklus läuft in der eingegebenen Ebene ab. Es ist auch möglich die
Ebenenfelder leer zu lassen und damit ein ebenenunabhängiges Programm zu erstellen.
Die eingegebene Ebene wirkt nur für diesen Zyklus (nicht modal)! Nach Ende des Zyklus wirkt
wieder die Ebene aus dem Hauptprogramm. Hierdurch kann ein neuer Zyklus in ein Programm
eingefügt werden, ohne die Ebene für den weiteren Programmablauf zu verändern.

8.4.3 Programmierung eines Werkzeugs (T)

Werkzeug aufrufen
1. Sie befinden sich im Teileprogramm
2. Drücken Sie den Softkey "Werkzeug auswählen".
Das Fenster "Werkzeugauswahl" wird geöffnet.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 261
G-Code-Programm erstellen
8.5 G-Code-Programm erstellen

3. Positionieren Sie den Cursor auf das gewünschte Werkzeug und drücken
Sie den Softkey "ins Programm".
Das angewählte Werkzeug wird in den G-Code-Editor übernommen. An
der aktuellen Cursorposition im G-Code-Editor erscheint z.B. folgender
Text: T="SCHRUPPER100"
-ODER-
4. Drücken Sie die Softkeys "Werkzeugliste" und "Neues Werkzeug".

5. Wählen Sie anschließend mit den Softkeys der vertikalen Softkeyleiste


ein gewünschtes Werkzeug aus, parametrieren Sie es und drücken Sie
den Softkey "Ins Programm".
Das gewählte Werkzeug wird in den G-Code-Editor übernommen.
6. Programmieren Sie anschließend den Werkzeugwechsel (M6), die Spin‐
deldrehrichtung (M3/M4), die Spindeldrehzahl (S...), den Vorschub (F),
die Vorschubart (G94, G95,...), das Kühlmittel (M7/M8) und ggf. weitere
werkzeugspezifischen Funktionen.

8.5 G-Code-Programm erstellen


Für jedes neue Werkstück, das Sie fertigen möchten, legen Sie ein eigenes Programm an.
Das Programm enthält die einzelnen Bearbeitungsschritte, die zur Fertigung des Werkstücks
durchgeführt werden müssen.
Teileprogramme im G-Code können unter dem Ordner "Werkstück" oder unter dem Ordner
"Teileprogramme" angelegt werden.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm-Manager" an.

2. Wählen Sie den gewünschten Ablageort.

Neues Teileprogramm anlegen


3. Positionieren Sie den Cursor auf den Ordner "Teileprogramme" und drü‐
cken Sie den Softkey "Neu".
Das Fenster "Neues G-Code Programm" wird geöffnet.

Fräsen
262 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
G-Code-Programm erstellen
8.6 Rohteileingabe

4. Geben Sie den gewünschten Namen ein und drücken Sie den Softkey
"OK".
Der Name darf max. 28 Zeichen enthalten (Name + Punkt + 3 Zeichen
für Endung). Erlaubt sind alle Buchstaben (außer Umlaute), Ziffern und
Unterstriche (_).
Der Programmtyp (MPF) wird vorgegeben.
Das Teileprogramm wird angelegt und der Editor geöffnet.
Neues Teileprogramm für Werkstück anlegen
5. Positionieren Sie den Cursor auf den Ordner "Werkstücke" und drücken
Sie den Softkey "Neu".
Das Fenster "Neues G-Code Programm" wird geöffnet.

6. Wählen Sie den Dateityp (MPF oder SPF), geben Sie den gewünschten
Namen des Programms ein und drücken Sie den Softkey "OK".
Das Teileprogramm wird angelegt und der Editor geöffnet.
7. Geben Sie die gewünschten G-Code-Befehle ein.

Siehe auch
Zyklenaufruf ändern (Seite 271)
Neues Werkstück anlegen (Seite 691)

8.6 Rohteileingabe

Funktion
Das Rohteil wird für die Simulation und das Mitzeichnen verwendet. Nur mit einem Rohteil,
das dem realen Rohteil möglichst genau entspricht, ist eine sinnvolle Simulation möglich.
Für jedes neue Werkstück, das Sie fertigen möchten, legen Sie ein eigenes Programm an.
Das Programm enthält die einzelnen Bearbeitungsschritte, die zur Fertigung des Werkstücks
durchgeführt werden.
Für das Rohteil des Werkstücks definieren Sie die Form (Quader, Rohr, Zylinder, N-Eck oder
Quader mittig) und ihre Abmessungen.

Rohteil händisch umspannen


Wenn das Rohteil händisch beispielsweise von der Haupt- in die Gegenspindel gebracht
werden soll, löschen Sie das Rohteil.
Beispiel
● Rohteil Hauptspindel Zylinder
● Bearbeitung
● M0 ; Rohteil händisch umspannen
● Rohteil Hauptspindel löschen

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 263
G-Code-Programm erstellen
8.6 Rohteileingabe

● Rohteil Gegenspindel Zylinder


● Bearbeitung
Die Rohteileingabe bezieht sich immer auf die aktuelle, an der Stelle im Programm wirksame
Nullpunktverschiebung.

Hinweis
Schwenken
Bei Programmen die "Schwenken" verwenden, muss vorher ein Schwenk 0 erfolgen und erst
dann die Rohteildefinition.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm" an.

2. Drücken Sie die Softkeys "Diverses" und "Rohteil".


Das Eingabefenster "Rohteileingabe" wird geöffnet.

Parameter Beschreibung Einheit


Daten für Auswahl der Spindel für Rohteil
● Hauptspindel
● Gegenspindel
Hinweis:
Besitzt die Maschine keine Gegenspindel, entfällt das Eingabefeld "Daten für".
Aufspannung Auswahl des Aufspannungsortes des Rohteils
● Tisch
Alle Aufspannungen sind auf einem Tisch montiert.
Hinweis: Bei Auswahl "Tisch" können im Programm keine Drehzyklen verwendet
werden.
● C1...
Alle Aufspannungen sind auf einer Rundachse montiert.

Hinweis:Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
264 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
G-Code-Programm erstellen
8.7 Bearbeitungsebene, Fräsrichtung, Rückzugsebene, Sicherheitsabstand und Vorschub (PL, RP, SC, F)

Parameter Beschreibung Einheit


Rohteil Auswahl des Rohteils
● Quader
● Rohr
● Zylinder
● N-Eck
● Quader mittig
● löschen
X0 1. Rechteckpunkt X - (nur bei Quader)
Y0 1. Rechteckpunkt Y - (nur bei Quader)
X1 2. Rechteckpunkt X (abs) oder 2. Rechteckpunkt X bezogen auf X0 (ink) - (nur bei Quader)
Y1 2. Rechteckpunkt Y (abs) oder 2. Rechteckpunkt Y bezogen auf Y0 (ink) - (nur bei Quader)
ZA Anfangsmaß
ZI Endmaß (abs) oder Endmaß bezogen auf ZA (ink)
ZB Bearbeitungsmaß (abs) oder Bearbeitungsmaß bezogen auf ZA (ink)
XA Außendurchmesser - (nur bei Rohr und Zylinder) mm
XI Innendurchmesser (abs) oder Wandstärke (ink) -(nur bei Rohr) mm
N Anzahl der Kanten - (nur bei N-Eck)
SW oder L Schlüsselweite oder Kantenlänge - (nur bei N-Eck)
W Breite des Rohteils - (nur bei Quader mittig) mm
L Länge des Rohteils - (nur bei Quader mittig) mm

8.7 Bearbeitungsebene, Fräsrichtung, Rückzugsebene,


Sicherheitsabstand und Vorschub (PL, RP, SC, F)
Die Zykleneingabemasken haben im Programmkopf allgemeine, immer wiederkehrende
Parameter. Die folgenden Parameter finden Sie in jeder Eingabemaske für einen Zyklus in
einem G-Code-Programm.

Parameter Beschreibung Einheit


PL Jede Eingabemaske hat ein Auswahlfeld für die Ebene, sofern die Ebene nicht per NC-
Maschinendatum vorgegeben ist.
Bearbeitungsebene:
● G17 (XY)
● G18 (ZX)
● G19 (YZ)
Fräsrichtung Bei Fräsbearbeitungen werden der Bearbeitungsdrehsinn (Gleichlauf oder Gegenlauf)
und die Spindeldrehrichtung in der Werkzeugliste beachtet. Die Tasche wird dann im
Uhrzeigersinn oder im Gegenuhrzeigersinn bearbeitet.
Beim Bahnfräsen bestimmt die programmierte Richtung der Kontur die Bearbeitungsrich‐
tung.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 265
G-Code-Programm erstellen
8.8 Auswahl der Zyklen über Softkey

Parameter Beschreibung Einheit


RP Rückzugsebene (abs) mm
Bei der Bearbeitung fährt das Werkzeug im Eilgang vom Werkzeugwechselpunkt zur
Rückzugsebene und anschließend zum Sicherheitsabstand. Auf dieser Höhe wird in den
Bearbeitungsvorschub umgeschaltet. Ist die Bearbeitung abgeschlossen, fährt das Werk‐
zeug im Bearbeitungsvorschub aus dem Werkstück bis auf Höhe des Sicherheitsabstan‐
des. Vom Sicherheitsabstand zur Rückzugsebene und weiter zum Werkzeugwechsel‐
punkt wird im Eilgang verfahren.
Die Rückzugsebene wird absolut eingegeben.
In der Regel haben der Bezugspunkt Z0 und die Rückzugsebene RP unterschiedliche
Werte. Im Zyklus wird davon ausgegangen, dass die Rückzugsebene vor dem Bezugs‐
punkt liegt.
SC Sicherheitsabstand (ink) mm
Der Sicherheitsabstand gibt an, ab welchem Abstand zum Material nicht mehr mit Eilgang
gefahren wird. Die Richtung, in welcher der Sicherheitsabstand wirkt, wird vom Zyklus
automatisch bestimmt. Er wirkt in der Regel in mehreren Richtungen.
Der Sicherheitsabstand wird inkremental (ohne Vorzeichen) eingegeben.
F Vorschub
Der Vorschub F, auch Bearbeitungsvorschub genannt, gibt die Geschwindigkeit an, mit
der sich die Achsen während der Bearbeitung des Werkstücks bewegen. Die Einheit des
Vorschubs (mm/min, mm/U, mm/Zahn usw.) bezieht sich immer auf die vor Zyklusaufruf
programmierte Vorschubart.
Die maximale Vorschubgeschwindigkeit ist über Maschinendaten festgelegt.

8.8 Auswahl der Zyklen über Softkey

Überblick über Bearbeitungsschritte


Folgende Softkeyleisten stehen Ihnen zum Einfügen von Bearbeitungsschritten zur Verfügung.
In dieser Darstellung werden alle in der Steuerung vorhandenen Zyklen/Funktionen gezeigt.
An einer konkreten Anlage sind jedoch nur die entsprechend der eingestellten Technologie
möglichen Schritte auswählbar.

Fräsen
266 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
G-Code-Programm erstellen
8.8 Auswahl der Zyklen über Softkey

⇒ ⇒

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 267
G-Code-Programm erstellen
8.8 Auswahl der Zyklen über Softkey

⇒ ⇒

Drehzyklen nur bei Fräs-/Drehmaschine


⇒ ⇒

Fräsen
268 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
G-Code-Programm erstellen
8.8 Auswahl der Zyklen über Softkey

⇒ ⇒

Hinweis:
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

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Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 269
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8.9 Technologische Funktionen aufrufen

⇒ Einen Menübaum mit allen verfügbaren Messvarianten der Messzyklen‐


funktion "Werkstück messen" finden Sie in folgender Literatur:
Programmierhandbuch Messzyklen / SINUMERIK 840D sl/828D
⇒ Einen Menübaum mit allen verfügbaren Messvarianten der Messzyklen‐
funktion "Werkzeug messen" finden Sie in folgender Literatur:
Programmierhandbuch Messzyklen / SINUMERIK 840D sl/828D

8.9 Technologische Funktionen aufrufen

8.9.1 Ausblenden von Zyklenparametern


Die Dokumentation beschreibt bei den Zyklen jeweils alle möglichen Eingabeparameter. In
Abhängigkeit von Einstellungen des Maschinenherstellers können bestimmte Parameter
jedoch in den Masken ausgeblendet sein, also nicht angezeigt werden. Diese werden dann
mit entsprechenden Vorbesetzungswerten beim Zyklusaufruf generiert.
Weitere Informationen entnehmen Sie folgender Literatur:
Inbetriebnahmehandbuch SINUMERIK Operate / SINUMERIK 840D sl

Zyklenunterstützung

Beispiel
1. Wählen Sie über Softkey aus, ob Sie eine Unterstützung für die Program‐
mierung von Konturen, Bohr- oder Fräs-Zyklen möchten.

2. Wählen Sie über Softkey den gewünschten Zyklus aus.

3. Geben Sie die Parameter ein und drücken Sie den Softkey "Übernehmen".

Der Zyklus wird als G-Code in den Editor übernommen.

8.9.2 Einstelldaten für Zyklen


Zyklenfunktionen können über Maschinen- bzw. Settingdaten beeinflusst und konfiguriert
werden.
Weitere Informationen entnehmen Sie folgender Literatur:
Inbetriebnahmehandbuch SINUMERIK Operate / SINUMERIK 840D sl

Fräsen
270 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
G-Code-Programm erstellen
8.9 Technologische Funktionen aufrufen

8.9.3 Überprüfung von Zyklenparametern


Bei der Programmerstellung werden die eingegebenen Parameter bereits überprüft, um
Falscheingaben zu verhindern.
Erhält ein Parameter einen unzulässigen Wert, wird dieser in der Eingabemaske wie folgt
gekennzeichnet:
● Das Eingabefeld wird mit einer Farbunterlegung (Hintergrundfarbe rosa) gekennzeichnet.
● In der Kommentarzeile wird ein Hinweis angezeigt.
● Ist das Parametereingebefeld mit dem Cursor angewählt wird der Hinweis auch als Tooltipp
angezeigt.
Die Programmierung kann erst nach Korrektur des falschen Wertes abgeschlossen werden.
Auch zur Laufzeit der Zyklen werden fehlerhafte Parameterwerte durch Alarme überwacht.

8.9.4 Variablenprogrammierung
Grundsätzlich können in den Eingabefeldern der Masken statt konkreter Zahlenwerte auch
Variablen oder Ausdrücke verwendet werden. Hiermit können Programme sehr flexibel erstellt
werden.

Eingabe von Variablen


Beachten Sie folgende Punkte bei der Verwendung von Variablen:
● Werte von Variablen und Ausdrücken werden nicht überprüft, da die Werte zum Zeitpunkt
der Programmierung nicht bekannt sind.
● In Feldern, die einen Text erwarten, können keine Variablen und Ausdrücke verwendet
werden (z.B. Werkzeugname).
Eine Ausnahme bildet die Funktion "Gravur", bei der Sie im Textfeld den gewünschten Text
als
"variablen Text" über eine Variable zuordnen können.
● Auswahlfelder können generell nicht variabel programmiert werden.

Beispiele
VAR_A
VAR_A+2*VAR_B
SIN(VAR_C)

8.9.5 Zyklenaufruf ändern


Sie haben im Programmeditor über Softkey den gewünschten Zyklus aufgerufen, die
Parameter eingegeben und mit "Übernehmen" bestätigt.

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G-Code-Programm erstellen
8.9 Technologische Funktionen aufrufen

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den gewünschten Zyklenaufruf und drücken Sie die Taste
<Cursor rechts>.
Die zugehörige Eingabemaske des markierten Zyklenaufrufs wird geöff‐
net.
- ODER -
Drücken Sie die Tastenkombination <SHIFT + INSERT>.
Damit kommen Sie in den Edit-Modus für diesen Zyklenaufruf und können
ihn wie einen normalen NC-Satz editieren. Auf diese Weise ist es möglich,
einen Leersatz vor dem Zyklenaufruf zu erzeugen, um so beispielsweise
vor einen Zyklus, der am Programmanfang steht, noch etwas einzufügen.
Hinweis: Im Edit-Modus kann der Zyklenaufruf so verändert werden, dass
er nicht mehr in die Parametermaske rückübersetzbar ist.
Durch erneutes Drücken der Tastenkombination <SHIFT + INSERT>,
verlassen Sie den Änderungsmodus.

- ODER -
Sie befinden sich im Änderungsmodus und drücken die Taste <INPUT>.
Eine neue Zeile wird nach der Cursor-Position angelegt.

Siehe auch
G-Code-Programm erstellen (Seite 262)

8.9.6 Kompatibilität bei Zyklenunterstützung


Grundsätzlich ist die Zyklenunterstützung aufwärtskompatibel, d.h. Zyklenaufrufe in NC-
Programmen können immer mit einer höheren Softwareversion rückübersetzt und geändert
werden und danach wieder ablaufen.
Beim Übertragen von NC-Programmen auf eine Maschine mit einer niedrigeren
Softwareversion kann die Änderbarkeit des Programms durch Rückübersetzen von
Zyklenaufrufen jedoch nicht garantiert werden.

8.9.7 Weitere Funktionen in den Eingabemasken

Auswahl von Einheiten

Kann in einem Feld z.B. die Einheit umgeschaltet werden, so wird diese hinterlegt, sobald
der Cursor auf dem Element steht. Hiermit erkennt der Bediener die Abhängigkeit.
Zusätzlich wird im Tooltip das Auswahlsymbol mit angezeigt.

Fräsen
272 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
G-Code-Programm erstellen
8.10 Messzyklenunterstützung

Anzeige von abs oder ink


Die Abkürzungen "abs" bzw. "ink" für absoluten bzw. inkrementellen Wert werden hinter den
Eingabefeldern angezeigt, wenn für das Feld eine Umschaltung möglich ist.

Hilfebilder
Für die Parametrierung der Zyklen werden Grafiken in 2D-, 3D- oder Schnittdarstellung
angezeigt.

Online-Hilfe
Wenn Sie nähere Informationen über bestimmte G-Code-Befehle oder Zyklen-Parameter
erhalten möchten, können Sie kontextsensitiv eine Online-Hilfe aufrufen.

8.10 Messzyklenunterstützung
Messzyklen sind allgemeine Unterprogramme zur Lösung bestimmter Messaufgaben, die über
Parameter an das konkrete Problem angepasst werden können.

Software-Option
Für die Verwendung der Messzyklen benötigen Sie die Option "Messzyklen".

Literatur
Eine genauere Beschreibung der Anwendung von Messzyklen finden Sie in:
Programmierhandbuch Messzyklen / SINUMERIK 840D sl/828D

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 273
G-Code-Programm erstellen
8.10 Messzyklenunterstützung

Fräsen
274 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
ShopMill-Programm erstellen 9
Der Programmeditor bietet eine grafische Programmierung für die Erstellung von Arbeitsschritt-
Programmen an, die Sie direkt an der Maschine erstellen.

Software-Option
Für die Erstellung von ShopMill Arbeitsschritt-Programmen benötigen Sie die
Option "ShopMill/ShopTurn".

Programmschleifen
Beim Öffnen eines ShopMill-Programms wird immer ein Programmtest ausgeführt. Dies kann
bei großen Programmschleifen oder verschachtelten Programmschleifen im Editor zu
Problemen mit der Performance führen. Programmieren Sie deshalb
Programmwiederholungen immer im Programmendesatz.

Funktionen
Folgende Funktionalitäten stehen zur Verfügung:
● Technologieorientierte Programmschrittauswahl (Zyklen) über Softkeys
● Eingabefenster zur Parameterversorgung mit animierten Hilfebildern
● Kontextsensitive Online-Hilfe für jedes Eingabefenster
● Unterstützung für die Kontureingabe (Geometrieprozessor)

Siehe auch
Programmsätze wiederholen (Seite 296)

9.1 Programmansichten
Ein ShopMill-Programm können Sie in verschiedenen Ansichten darstellen:
● Arbeitsplan
● Grafische Ansicht
● Parametermaske wahlweise mit Hilfebild oder grafischer Ansicht

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 275
ShopMill-Programm erstellen
9.1 Programmansichten

Hinweis
Hilfebilder / Animationen
Bitte beachten Sie, dass bei Hilfebildern und Animationen der Zyklenunterstützung nicht alle
denkbaren Kinematiken dargestellt werden können.

Arbeitsplan
Der Arbeitsplan im Editor gibt einen Überblick über die einzelnen Bearbeitungsschritte eines
Programms.

Bild 9-1 Arbeitsplan eines ShopMill-Programms

Hinweis
In den Einstellungen des Programmeditors legen Sie fest, ob die Bearbeitungszeiten erfasst
werden.

Fräsen
276 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
ShopMill-Programm erstellen
9.1 Programmansichten

Darstellung der Bearbeitungszeiten

Darstellung Bedeutung
Hellgrün hinterlegt Gemessene Bearbeitungszeit des Programmsatzes (Automatikbetrieb)

Grün hinterlegt Gemessene Bearbeitungszeit des Programmblocks (Automatikbetrieb)

Hellblau hinterlegt Geschätzte Bearbeitungszeit des Programmsatzes (Simulation)

Blau hinterlegt Geschätzte Bearbeitungszeit des Programmblocks (Simulation)

Gelb hinterlegt Wartezeit (Programmabarbeitung und Simulation)

Hervorhebung ausgewählter G-Code-Befehle oder Schlüsselwörter


In den Einstellungen des Programmeditors legen Sie fest, ob ausgewählte G-Code-Befehle
farblich hervorgehoben werden. Standardmäßig werden dann folgende Farbkodierungen
genutzt:

Darstellung Bedeutung
Blaue Schrift D-, S-, F-, T-, M- und H-Funktionen

Rote Schrift Bewegungsbefehl "G0"

Grüne Schrift Bewegungsbefehl "G1"

Blaugrüne Schrift Bewegungsbefehl "G2" oder "G3"

Graue Schrift Kommentar

Maschinenhersteller
In der Konfigurationsdatei "sleditorwidget.ini" haben Sie die Möglichkeit, weitere Her‐
vorhebungen zu definieren.
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 277
ShopMill-Programm erstellen
9.1 Programmansichten

Synchronisation von Programmen an Mehrkanalmaschinen


An mehrkanaligen Maschinen werden spezielle Befehle (z. B. GET und RELEASE) verwendet,
um die Programme untereinander zu synchronisieren. Diese Befehle werden durch ein
Uhrensymbol hervorgehoben.
Wenn die Programme mehrerer Kanäle angezeigt werden, werden zusammengehörige
Befehle in einer Zeile dargestellt.

Darstellung Bedeutung
Synchronisationsbefehl

1. Im Arbeitsplan bewegen Sie sich mit den Tasten <Cursor oben>


und <Cursor unten> zwischen den Programmsätzen.

2. Drücken Sie die Softkeys ">>" und "Grafische Ansicht", um die gra‐
fische Ansicht einzublenden.

Hinweis
Umschalten zwischen Hilfebild und grafischer Ansicht
Für den Wechsel zwischen Hilfebild und grafischer Ansicht steht zusätzlich die
Tastenkombination <CTRL> + <G> zur Verfügung.

Fräsen
278 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
ShopMill-Programm erstellen
9.1 Programmansichten

Grafische Ansicht
Die grafische Ansicht zeigt die Kontur des Werkstücks als dynamische Strichgrafik. Der im
Arbeitsplan markierte Programmsatz ist in der grafischen Ansicht farbig hervorgehoben.

Bild 9-2 Grafische Ansicht eines ShopMill-Programms

Parametermaske mit Hilfebild

Drücken Sie die Taste <Cursor rechts>, um im Arbeitsplan einen


selektierten Programmsatz bzw. Zyklus zu öffnen.
Die jeweils zugehörige Parametermaske mit Hilfebild wird aufgebl‐
endet.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 279
ShopMill-Programm erstellen
9.1 Programmansichten

Bild 9-3 Parametermaske mit Hilfebild

Die animierten Hilfebilder werden immer lagerichtig zum eingestellten Koordinatensystem


angezeigt. Die Parameter werden dynamisch in die Grafik eingeblendet. Der angewählte
Parameter wird in der Grafik hervorgehoben.

Die farbigen Symbole


Roter Pfeil = Werkzeug fährt im Eilgang
Grüner Pfeil = Werkzeug fährt im Bearbeitungsvorschub

Parametermaske mit grafischer Ansicht

Mit dem Softkey "Grafische Ansicht" schalten Sie in der Maske zwischen
Hilfebild und grafischer Ansicht um.

Hinweis
Umschalten zwischen Hilfebild und grafischer Ansicht
Für den Wechsel zwischen Hilfebild und grafischer Ansicht steht zusätzlich die
Tastenkombination <CTRL> + <G> zur Verfügung.

Fräsen
280 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
ShopMill-Programm erstellen
9.2 Programmaufbau

Bild 9-4 Parametermaske mit grafischer Ansicht

Siehe auch
Einstellungen für Editor (Seite 193)

9.2 Programmaufbau
Ein Arbeitsschritt-Programm gliedert sich in drei Teilbereiche:
● Programmkopf
● Programmsätze
● Programmende
Diese Teilbereiche bilden einen Arbeitsplan.

Programmkopf
Der Programmkopf enthält Parameter, die über das gesamte Programm wirken, wie z. B.
Rohteilabmessungen oder Rückzugsebenen.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 281
ShopMill-Programm erstellen
9.3 Grundlagen

Programmsätze
In den Programmsätzen legen Sie die einzelnen Bearbeitungsschritte fest. Dabei geben Sie
u. a. Technologiedaten und Positionen an.

Verkettete Sätze
Bei den Funktionen "Konturfräsen", "Fräsen" und "Bohren" programmieren Sie
Technologiesätze und Konturen bzw. Positioniersätze getrennt. Diese Programmsätze
werden von der Steuerung automatisch verkettet und im Arbeitsplan durch eckige Klammern
verbunden.
In den Technologiesätzen geben Sie an, wie und in welcher Form die Bearbeitung erfolgt, z. B.
erst zentrieren und dann bohren. In den Positioniersätzen legen Sie die Positionen für die
Bohr- bzw. Fräsbearbeitungen fest.

Programmende
Das Programmende signalisiert der Maschine, dass die Bearbeitung des Werkstücks beendet
ist. Außerdem stellen Sie hier ein, ob die Abarbeitung des Programms wiederholt wird.

Hinweis
Anzahl der Werkstücke
Über das Fenster "Zeiten, Zähler" können Sie die Anzahl der benötigten Werkstücke vorgeben.

9.3 Grundlagen

9.3.1 Bearbeitungsebenen
Jeweils zwei Koordinatenachsen legen eine Ebene fest. Die dritte Koordinatenachse
(Werkzeugachse) steht jeweils senkrecht auf dieser Ebene und bestimmt die Zustellrichtung
des Werkzeugs (z.B. für 2½ D - Bearbeitung).
Beim Programmieren ist es erforderlich, der Steuerung mitzuteilen, in welcher Ebene
gearbeitet wird, damit Werkzeugkorrekturwerte richtig verrechnet werden. Ebenso hat die
Ebene für bestimmte Arten der Kreisprogrammierung und bei Polarkoordinaten eine
Bedeutung.

Fräsen
282 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
ShopMill-Programm erstellen
9.3 Grundlagen

=
<
=
<
 
*
=
;
*

;
*  <


Arbeitsebenen
Die Arbeitsebenen sind folgendermaßen festgelegt:

Ebene Werkzeugachse
X/Y G17 Z
Z/X G18 Y
Y/Z G19 X

9.3.2 Polarkoordinaten
Das rechtwinklige Koordinatensystem eignet sich, wenn die Fertigungszeichnung rechtwinklig
bemaßt ist. Bei Werkstücken, die mit Kreisbögen oder Winkelangaben vermaßt sind, ist es
sinnvoller, Positionen mit Polarkoordinaten festzulegen. Dies ist möglich, wenn Sie eine
Gerade oder einen Kreis programmieren.
Polarkoordinaten haben ihren Nullpunkt im "Pol".

Beispiel

<

3
3


r 
 r

3RO


;


Die Punkte P1 und P2 könnte man dann – bezogen auf den Pol – folgendermaßen beschreiben:
P1: Radius =100 / Winkel =30°
P2: Radius =60 / Winkel =75°

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 283
ShopMill-Programm erstellen
9.3 Grundlagen

9.3.3 Absolut- und Inkrementalmaß


Absolutmaß
Beim Absolutmaß beziehen sich alle Positionsangaben immer auf den gerade gültigen
Nullpunkt. Im Hinblick auf die Werkzeugbewegung bedeutet das: Die Absolutmaßangabe
beschreibt die Position, auf die das Werkzeug fahren soll.

Beispiel

<

3

3


3



;




Die Positionsangaben für die Punkte P1 bis P3 im Absolutmaß lauten bezogen auf den
Nullpunkt:
P1: X20 Y35
P2: X50 Y60
P3: X70 Y20

Inkrementalmaß
Für Fertigungszeichnungen, bei denen sich die Maße nicht auf den Nullpunkt, sondern auf
einen anderen Werkstückpunkt beziehen, gibt es die Möglichkeit der Inkrementalmaßeingabe
(Kettenmaß).
Bei der Inkrementalmaßeingabe bezieht sich eine Positionsangabe auf den jeweils vorher
programmierten Punkt.

Beispiel
Y

P2

20
P1

15 P3

20
X

20 30 20

Fräsen
284 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
ShopMill-Programm erstellen
9.4 ShopMill-Programm anlegen

Die Positionsangaben für die Punkte P1 bis P3 im Kettenmaß lauten:


P1: X20 Y35 ;(bezogen auf den Nullpunkt)
P2: X30 Y20 ;(bezogen auf P1)
P3: X20 Y-35 ;(bezogen auf P2)

9.4 ShopMill-Programm anlegen


Für jedes neue Werkstück, das Sie fertigen möchten, legen Sie ein eigenes Programm an.
Das Programm enthält die einzelnen Bearbeitungsschritte, die zur Fertigung des Werkstücks
durchgeführt werden müssen.
Wenn Sie ein neues Programm anlegen, wird automatisch ein Programmkopf und ein
Programmende erstellt.
ShopMill-Programme können in einem neuen Werkstück oder unter dem Ordner
"Teileprogramme" angelegt werden.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm-Manager" an.

2. Wählen Sie den gewünschten Ablageort und positionieren Sie den Cur‐
sor auf den Ordner "Teileprogramme", bzw. unter dem Ordner "Werkstü‐
cke" auf das Werkstück, für das Sie ein Programm anlegen wollen.
3. Drücken Sie die Softkeys "Neu" und "ShopMill".
Das Fenster " Neues Schrittkettenprogramm " wird geöffnet.

4. Geben Sie den gewünschten Namen ein und drücken Sie den Softkey
"OK".
Der Name darf max. 28 Zeichen enthalten (Name + Punkt. + 3 Zeichen
für Endung). Erlaubt sind alle Buchstaben (außer Umlaute), Ziffern und
Unterstriche (_). Der Programmtyp "ShopMill" ist ausgewählt.
Der Editor wird geöffnet und die Parametermaske "Programmkopf" auf‐
geblendet.
Programmkopf ausfüllen
5. Wählen Sie eine Nullpunktverschiebung aus und geben Sie die Abmes‐
sungen des Rohteils und die Parameter ein, welche über das gesamte
Programm wirken, z.B. Maßeinheit in mm oder inch, Werkzeugachse,
Rückzugsebene, Sicherheitsabstand und Bearbeitungsdrehsinn.
6. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".
Der Arbeitsplan wird angezeigt. Programmkopf und Programmende sind
als Programmsätze angelegt.
Das Programmende ist automatisch definiert.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 285
ShopMill-Programm erstellen
9.5 Programmkopf

Siehe auch
Programmeinstellungen ändern (Seite 299)
Neues Werkstück anlegen (Seite 691)

9.5 Programmkopf
Im Programmkopf stellen Sie folgende Parameter ein, die über das gesamte Programm
wirken.

Parameter Beschreibung Einheit


Maßeinheit Die Einstellung der Maßeinheit (mm oder inch) im Programmkopf bezieht sich nur auf mm
die Positionsangaben im aktuellen Programm. Alle weiteren Angaben wie Vorschub inch
oder Werkzeugkorrekturen geben Sie in der Maßeinheit ein, die Sie für die gesamte
Maschine eingestellt haben.
Nullpunktv Nullpunktverschiebung, in der der Nullpunkt des Werkstücks gespeichert ist.
Sie können die Voreinstellung des Parameters auch löschen, wenn Sie keine Null‐
punktverschiebung angeben möchten.
Aufspannung Auswahl des Aufspannungsortes des Rohteils bei Mehrfachaufspannung
● Tisch
Alle Aufspannungen sind auf einem Tisch montiert.
Hinweis: Bei Auswahl "Tisch" können im Programm keine Drehzyklen verwendet
werden
● C1...
Alle Aufspannungen sind auf einer Rundachse montiert.
Hinweis:
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.
Rohteil Form und Abmessungen des Werkstücks definieren
● Zylinder
∅A Außendurchmesser ∅ mm
● N-Eck
N Anzahl der Kanten
SW / L Schlüsselweite mm
Kantenlänge
● Quader mittig
W Breite des Rohteils mm
L Länge des Rohteils mm
● Quader
X0 1. Eckpunkt X mm
Y0 1. Eckpunkt Y mm
X1 2. Eckpunkt X (abs) oder 2. Eckpunkt X bezogen auf X0 (ink) mm
Y1 2. Eckpunkt Y (abs) oder 2. Eckpunkt Y bezogen auf Y0 (ink) mm
ZA Anfangmaß
ZI Endmaß (abs) oder Endmaß bezogen auf ZA (ink)
● Rohr

Fräsen
286 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
ShopMill-Programm erstellen
9.5 Programmkopf

Parameter Beschreibung Einheit


∅A Außendurchmesser ∅ mm
∅I Innendurchmesser ∅ (abs) oder Wandstärke (ink) mm
● ohne
ohne Rohteilverwendung
HA Anfangsmaß mm
- nicht bei Rohteil "Qua‐
der" und "ohne"
HI Endmaß (abs) oder Endmaß bezogen auf HA (ink) mm
- nicht bei Rohteil "Qua‐
der" und "ohne"
PL Bearbeitungsebene
G17 (XY)
G18 (ZX)
G19 (YZ)
Hinweis: Die Ebeneneinstellung kann festliegen. Damit das Auswahlfeld zur Verfü‐
gung steht, fragen Sie den Maschinenhersteller.
Rückzugsebene RP Ebenen über dem Werkstück.
Sicherheitsabstand SC: Bei der Bearbeitung fährt das Werkzeug im Eilgang vom Werkzeugwechselpunkt zur
Rückzugsebene (RP) und anschließend zum Sicherheitsabstand (SC). Auf dieser
Höhe wird in den Bearbeitungsvorschub umgeschaltet. Ist die Bearbeitung abge‐
schlossen, fährt das Werkzeug im Bearbeitungsvorschub aus dem Werkstück bis auf
Höhe des Sicherheitsabstandes. Vom Sicherheitsabstand zur Rückzugsebene und
weiter zum Werkzeugwechselpunkt wird im Eilgang verfahren. Die Rückzugsebene
wird absolut eingegeben.
Der Sicherheitsabstand wird inkremental (ohne Vorzeichen) eingegeben.
Bearbeitungsdrehsinn Bei Bearbeitung einer Tasche, einer Längsnut oder einem Zapfen werden der Bear‐
beitungsdrehsinn (Gleichlauf oder Gegenlauf) und die Spindeldrehrichtung in der
Werkzeugliste beachtet. Die Tasche wird dann im Uhrzeigersinn oder im Gegenuhr‐
zeigersinn bearbeitet.
Beim Bahnfräsen bestimmt die programmierte Richtung der Kontur die Bearbeitungs‐
richtung
Rückzug Positionsmus‐ ● optimiert
ter Bei der Bearbeitung mit optimiertem Rückzug fährt das Werkzeug konturabhängig
mit Bearbeitungsvorschub im Sicherheitsabstand (SC) über das Werkstück.
● auf RP
Beim Rückzug auf RP fährt das Werkzeug nach der Bearbeitung auf die
Rückzugsebene zurück und stellt auf die neue Position zu. Damit verhindert man
eine Kollision mit Werkstückhindernissen beim Herausziehen und Zustellen des
Werkzeugs, z.B. beim Fertigen von Bohrungen in Taschen oder Nuten auf
unterschiedlichen Ebenen und Positionen.

Siehe auch
Programmkopf-Einstellung "Aufspannung" (Seite 731)

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 287
ShopMill-Programm erstellen
9.6 Programmkopf (bei Fräs-/Drehmaschine)

9.6 Programmkopf (bei Fräs-/Drehmaschine)


Im Programmkopf stellen Sie folgende Parameter ein, die über das gesamte Programm
wirken.

Parameter Beschreibung Einheit


Maßeinheit Die Einstellung der Maßeinheit (mm oder inch) im Programmkopf bezieht sich nur auf mm
die Positionsangaben im aktuellen Programm. Alle weiteren Angaben wie Vorschub inch
oder Werkzeugkorrekturen geben Sie in der Maßeinheit ein, die Sie für die gesamte
Maschine eingestellt haben.
Nullpunktv Nullpunktverschiebung, in der der Nullpunkt des Werkstücks gespeichert ist.
Sie können die Voreinstellung des Parameters auch löschen, wenn Sie keine Null‐
punktverschiebung angeben möchten.
Aufspannung Auswahl des Aufspannungsortes des Rohteils
● Tisch
Alle Aufspannungen sind auf einem Tisch montiert.
Hinweis: Bei Auswahl "Tisch" können im Programm keine Drehzyklen verwendet
werden
● C1...
Alle Aufspannungen sind auf einer Rundachse montiert.
Hinweis:
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.
Rohteil Form und Abmessungen des Werkstücks definieren
● Zylinder
ØA Außendurchmesser ∅ mm

● N-Eck
N Anzahl der Kanten
SW / L Schlüsselweite mm
Kantenlänge
● Quader mittig
W Breite des Rohteils mm
L Länge des Rohteils mm
● Quader
X0 1. Eckpunkt X mm
Y0 1. Eckpunkt Y mm
X1 2. Eckpunkt X (abs) oder 2. Eckpunkt X bezogen auf X0 (ink) mm
Y1 2. Eckpunkt Y (abs) oder 2. Eckpunkt Y bezogen auf Y0 (ink) mm
ZA Anfangsmaß mm
ZI Endmaß (abs) oder Endaß bezogen auf ZI (ink) mm
● Rohr
∅A Außendurchmesser ∅ mm
ØI Innendurchmesser ∅ (abs) oder Wandstärke (ink) mm
● ohne
ohne Rohteilverwendung

Fräsen
288 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
ShopMill-Programm erstellen
9.6 Programmkopf (bei Fräs-/Drehmaschine)

Parameter Beschreibung Einheit


HA Anfangsmaß mm
- nicht bei Rohteil "Qha‐
der" und "ohne"
HI Endmaß (abs) oder Endmaß bezogen auf HA (ink) mm
- nicht bei Rohteil "Qua‐
der" und"ohne"

PL Auswahl der Bearbeitungsebene


● Bearbeitungsebenen bei Fräsen
G17 (XY)
G18 (ZX)
G19 (YZ)
● Bearbeitungsebene bei Drehen
G18 (ZX)
Rückzug Fräsen Rückzugsbenen über dem Werkstück.
- nur bei Rohteil "Qua‐ Bei der Bearbeitung fährt das Werkzeug im Eilgang vom Werkzeugwechselpunkt zur
der" Rückzugsebene (RP) und anschließend zum Sicherheitsabstand (SC). Auf dieser
Höhe wird in den Bearbeitungsvorschub umgeschaltet. Ist die Bearbeitung abge‐
schlossen, fährt das Werkzeug im Bearbeitungsvorschub aus dem Werkstück bis auf
Höhe des Sicherheitsabstandes. Vom Sicherheitsabstand zur Rückzugsebene und
weiter zum Werkzeugwechselpunkt wird im Eilgang verfahren. Die Rückzugsebene
wird absolut eingegeben.
Der Sicherheitsabstand wird inkremental (ohne Vorzeichen) eingegeben.
Hinweis:
"Rückzug Fräsen" wirkt nicht bei Drehanwendungen.
Rückzug Drehen
Der Rückzugsbereich markiert den Bereich, außerhalb dessen ein kollisionsfreies
- nur bei Rohteil "Zylin‐ Verfahren der Achsen möglich sein muss.
der", "Rohr", Quader
mittig", "N-Eck" und "oh‐
ne"
● einfach
XRA Rückzugsebene X außen ∅ (abs) oder
Rückzugsebene X bezogen auf HA (ink)
XRI - nur bei Rohteil "Rohr"
Rückzugsebene X innen ∅ (abs) oder
Rückzugsebene X bezogen auf HI (ink)
ZRA Rückzugsebene Z vorne (abs) oder
Rückzugsebene Z bezogen auf HA (ink)
● erweitert - nicht bei Rohteil "Rohr"
XRA Rückzugsebene X außen ∅ (abs) oder
Rückzugsebene X bezogen auf HA (ink)
XRI Rückzugsebene X innen ∅ (abs) oder
Rückzugsebene X bezogen auf HI (ink)
ZRA Rückzugsebene Z vorne (abs) oder
Rückzugsebene Z bezogen auf HA (ink)
● alle

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 289
ShopMill-Programm erstellen
9.6 Programmkopf (bei Fräs-/Drehmaschine)

Parameter Beschreibung Einheit


XRA Rückzugsebene X außen ∅ (abs) oder
Rückzugsebene X bezogen auf HA (ink)
XRI Rückzugsebene X innen ∅ (abs) oder
Rückzugsebene X bezogen auf HI (ink)
ZRA Rückzugsebene Z vorne (abs) oder
Rückzugsebene Z bezogen auf HA (ink)
ZRI Rückzugsebene Z hinten

● nein
Es können keine Drehzyklen verwendet werden.

Reitstock ● ja
- nicht beiRückzug: ● nein
nein"

XRR Rückzugsebene Reitstock – (nur bei Reitstock "ja")


- nicht beiRückzug:
nein"
S1 Drehzahlgrenze für G96 beim Drehen
- nicht beiRückzug:
nein"
PL Bearbeitungsebene bei Fräsen:
G17 (XY)
G18 (ZX)
G19 (YZ)
Hinweis: Die Ebeneneinstellung kann festliegen. Damit das Auswahlfeld zur Verfü‐
gung steht, fragen Sie den Maschinenhersteller

Bearbeitungsebene bei Drehen:


G18 (ZX)
SC Der Sicherheitsabstand definiert, wie nah das Werkzeug im Eilgang an das Werkstück
heranfahren darf.
Hinweis
Geben Sie den Sicherheitsabstand ohne Vorzeichen im Inkrementalmaß ein.

Fräsen
290 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
ShopMill-Programm erstellen
9.7 Programmsätze erstellen

Parameter Beschreibung Einheit


Bearbeitungsdrehsinn Bei Bearbeitung einer Tasche, einer Längsnut oder einem Zapfen werden der Bear‐
beitungsdrehsinn (Gleichlauf oder Gegenlauf) und die Spindeldrehrichtung in der
Werkzeugliste beachtet. Die Tasche wird dann im Uhrzeigersinn oder im Gegenuhr‐
zeigersinn bearbeitet.
Beim Bahnfräsen bestimmt die programmierte Richtung der Kontur die Bearbeitungs‐
richtung
Rückzug Positionsmus‐ ● optimiert
ter Bei der Bearbeitung mit optimiertem Rückzug fährt das Werkzeug konturabhängig
mit Bearbeitungsvorschub im Sicherheitsabstand (SC) über das Werkstück.
● auf RP
Beim Rückzug auf RP fährt das Werkzeug nach der Bearbeitung auf die
Rückzugsebene zurück und stellt auf die neue Position zu. Damit verhindert man
eine Kollision mit Werkstückhindernissen beim Herausziehen und Zustellen des
Werkzeugs, z.B. beim Fertigen von Bohrungen in Taschen oder Nuten auf
unterschiedlichen Ebenen und Positionen.

9.7 Programmsätze erstellen


Nach dem ein neues Programm angelegt und der Programmkopf ausgefüllt ist, definieren Sie
in Programmsätzen die einzelnen Bearbeitungsschritte, die für die Fertigung des Werkstücks
notwendig sind.
Die Programmsätze können Sie nur zwischen Programmkopf und Programmende erstellen.

Vorgehensweise

Technologische Funktion auswählen


1. Positionieren Sie den Cursor im Arbeitsplan auf die Zeile, hinter der ein
neuer Programmsatz eingefügt werden soll.
2. Wählen Sie über Softkeys die gewünschte Funktion an. Die zugehörige
Parametermaske wird eingeblendet.
...

3.
Programmieren Sie zunächst Werkzeug, Korrekturwert, Vorschub und
Spindeldrehzahl (T, D, F, S, V) und geben Sie anschließend die Werte
für die übrigen Parameter ein.
Werkzeug aus Werkzeugliste auswählen
4. Drücken Sie den Softkey "Werkzeug auswählen", um das Werkzeug für
den Parameter "T" zu wählen.
Das Fenster "Werkzeugauswahl" wird geöffnet.
5. Positionieren Sie den Cursor auf das Werkzeug, das Sie für die Bearbei‐
tung verwenden möchten und drücken Sie den Softkey "Ins Programm".
Das ausgewählte Werkzeug wird in die Parametermaske übernommen.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 291
ShopMill-Programm erstellen
9.8 Werkzeug, Korrekturwert, Vorschub und Spindeldrehzahl (T, D, F, S, V)

- ODER -
Drücken Sie die Softkeys "Werkzeugliste" und "Neues Werkzeug".

Wählen Sie anschließend mit den Softkeys der vertikalen Softkeyleiste


ein gewünschtes Werkzeug mit den Daten aus und drücken den Softkey
"Ins Programm".
Das ausgewählte Werkzeug wird in die Parametermaske übernommen.
Der Arbeitsplan wird aufgeblendet, der neu erstellte Programmsatz ist
markiert.

9.8 Werkzeug, Korrekturwert, Vorschub und Spindeldrehzahl (T, D, F, S,


V)
Folgende Parameter sind in der Regel für einen Programmsatz einzugeben.

Werkzeug (T)
Für jede Bearbeitung des Werkstücks müssen Sie ein Werkzeug programmieren. Die Anwahl
des Werkzeugs erfolgt über den Namen und ist bereits in alle Parametermasken der
Bearbeitungszyklen integriert, ausgenommen Gerade/Kreis.
Sobald das Werkzeug eingewechselt ist, werden die Werkzeuglängenkorrekturen aktiv.
Die Werkzeuganwahl wirkt bei Gerade/Kreis selbsthaltend (modal), d.h. wenn mehrere
Bearbeitungsschritte hintereinander mit demselben Werkzeug folgen, müssen Sie nur bei der
1. Gerade/Kreis ein Werkzeug programmieren.

Schneide (D)
Für Werkzeuge mit mehreren Schneiden existieren für jede Schneide eigene
Werkzeugkorrekturdaten. Bei diesen Werkzeugen müssen Sie die Schneidennummer
auswählen oder angeben, mit der Sie die Bearbeitung durchführen möchten.

ACHTUNG
Kollisionsgefahr
Wenn Sie bei einigen Werkzeugen (z.B. Flachsenker mit Führungszapfen oder Stufenbohrer)
die falsche Schneidennummer angeben und das Werkzeug verfahren, kann es zu Kollisionen
kommen. Achten Sie immer darauf, dass Sie die richtige Schneidennummer eingeben.

Fräsen
292 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
ShopMill-Programm erstellen
9.8 Werkzeug, Korrekturwert, Vorschub und Spindeldrehzahl (T, D, F, S, V)

Werkzeuglängenkorrektur
Werkzeuglängenkorrekturen werden sofort aktiv, sobald das Werkzeug eingewechselt ist.
Jedem Werkzeug mit mehreren Schneiden können jeweils verschiedene
Werkzeugkorrektursätze zugeordnet werden.
Die Werkzeuglängenkorrektur des Spindelwerkzeugs bleibt auch nach abarbeiten des
Programms (RESET) aktiv.

Radiuskorrektur
Die Werkzeugradiuskorrektur wird automatisch bei allen Bearbeitungszyklen einberechnet,
ausgenommen bei Bahnfräsen.
Bei Bahnfräsen und Gerade/Kreis können Sie die Bearbeitung wahlweise mit oder ohne
Radiuskorrektur programmieren. Die Werkzeugradiuskorrektur wirkt bei Gerade/Kreis
selbsthaltend (modal), d.h. Sie müssen die Radiuskorrektur wieder abwählen, wenn Sie ohne
Radiuskorrektur verfahren möchten.

Radiuskorrektur rechts von der Kontur


Radiuskorrektur links von der Kontur
Radiuskorrektur aus
Radiuskorrektur bleibt wie vorher eingestellt erhalten

Vorschub (F)
Der Vorschub F, auch Bearbeitungsvorschub genannt, gibt die Geschwindigkeit an, mit der
sich das Werkzeug während der Bearbeitung des Werkstücks bewegen. Der
Bearbeitungsvorschub wird in mm/min, mm/U oder in mm/Zahn eingegeben. Bei den
Fräszyklen wird der Vorschub sowohl beim Wechsel von mm/min nach mm/U als auch in
umgekehrter Richtung automatisch umgerechnet.
Die Eingabe des Vorschubs in mm/Zahn ist nur bei Fräsern möglich und stellt sicher, dass
jede Schneidkante des Fräsers unter bestmöglichen Bedingungen zerspant. Der Vorschub
pro Zahn entspricht dem linearen Weg, den der Fräser beim Eingriff eines Zahns zurücklegt.
Bei Fräszyklen bezieht sich der Vorschub beim Schruppen auf den Fräsermittelpunkt. Beim
Schlichten auch, ausgenommen bei Konturen mit Innenkrümmungen, dort bezieht sich der
Vorschub auf den Berührungspunkt zwischen Werkzeug und Werkstück.
Die maximale Vorschubgeschwindigkeit ist über Maschinendaten festgelegt.

Umrechnung des Vorschubs (F) bei Bohren und Fräsen


Bei den Bohrzyklen wird der eingegebene Vorschub sowohl beim Wechsel von mm/min nach
mm/U als auch in umgekehrter Richtung anhand des gewählten Werkzeugdurchmessers
automatisch umgerechnet.
Bei den Fräszyklen wird der eingegebene Vorschub sowohl beim Wechsel von mm/Z auf mm/
min als auch in umgekehrter Richtung automatisch anhand des gewählten
Werkzeugdurchmessers automatisch umgerechnet.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 293
ShopMill-Programm erstellen
9.9 Maschinenfunktionen festlegen

Spindeldrehzahl (S) / Schnittgeschwindigkeit (V)


Sie haben die Möglichkeit entweder die Spindeldrehzahl (S) oder die Schnittgeschwindigkeit
(V) zu programmieren. Die Umschaltung erfolgt mit der Taste <SELECT>.
Bei den Fräszyklen wird dabei automatisch die Spindeldrehzahl in die Schnittgeschwindigkeit
umgerechnet und umgekehrt.
● Spindeldrehzahl und Schnittgeschwindigkeit bleiben solange aktiv, bis ein neues Werkzeug
programmiert wird.
● Die Spindeldrehzahl wird in U/min programmiert.
● Die Schnittgeschwindigkeit wird in m/min programmiert
● Die Drehrichtung eines Werkzeugs ist in der Werkzeugliste einstellbar.
Umrechnung der Spindeldrehzahl (S) / Schnittgeschwindigkeit (V) bei Fräsen.

9.9 Maschinenfunktionen festlegen


Zwischen den einzelnen Bearbeitungsschritten können Sie das Kühlmittel einschalten oder
die Bearbeitung stoppen.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Sie haben die Möglichkeit, Maschinenfunktionen zu definieren sowie eigene Texte im Fenster
"Maschinenfunktionen" festzulegen.

Literatur
Eine Beschreibung der Konfigurationsmöglichkeiten finden Sie in
Inbetriebnahmehandbuch SINUMERIK Operate / SINUMERIK 840D sl

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende ShopMill-Programm ist angelegt und Sie befinden


sich im Editor.
2. Drücken Sie die Menüfortschalt-Taste und den Softkey "Gerade Kreis".

3. Drücken Sie den Softkey "Maschinenfunktionen".


Das Fenster "Maschinenfunktionen" wird geöffnet.
4. Geben Sie die gewünschten Parameter ein.
5. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".

Fräsen
294 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
ShopMill-Programm erstellen
9.10 Nullpunktverschiebungen aufrufen

Siehe auch
Spindel manuell starten und stoppen (Seite 144)

Tabelle 9-1

Parameter Beschreibung Einheit


Spindel M-Funktion, bestimmt die Spindeldrehrichtung bzw. Spindelposition

● Spindel aus
● Spindel dreht rechts
● Spindel dreht links
● Spindel positioniert
Stop-Position Spindel Stop-Position - (nur bei Spindel M-Funktion SPOS) Grad
Sonstige M-Funktion Maschinenfunktionen, wie z. B. "Tür schließen", die vom Maschinenhersteller
zusätzlich zur Verfügung gestellt werden.
Kühlmittel 1 Auswahl Kühlmittel (Schaltet Kühlmittel 1 ein- bzw. aus)
● mit
● ohne
Kühlmittel 2 Auswahl Kühlmittel (Schaltet Kühlmittel 2 ein- bzw. aus)
● mit
● ohne
WZ. spez. Funktion 1 Anwender Maschinenfunktionen ein/aus
WZ. spez. Funktion 2 Anwender Maschinenfunktionen ein/aus
WZ. spez. Funktion 3 Anwender Maschinenfunktionen ein/aus
WZ. spez. Funktion 4 Anwender Maschinenfunktionen ein/aus
DT Verweilzeit in Sekunden s
Zeitraum, nach dem die Bearbeitung an der Maschine fortgesetzt wird.
Programmierter Halt Programmierter Halt ein
Stoppt die Bearbeitung an der Maschine, wenn unter Maschine im Fenster
"Programmbeeinflussung" das Kontrollkästchen "programmierter Halt" akti‐
viert wurde.
Halt Halt ein
Stoppt die Bearbeitung an der Maschine.

9.10 Nullpunktverschiebungen aufrufen


Nullpunktverschiebungen (G54 usw.) können Sie aus jedem Programm aufrufen.
Die Nullpunktverschiebungen definieren Sie in den Nullpunktverschiebungslisten. Dort können
Sie auch die Koordinaten der gewählten Verschiebung einsehen.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 295
ShopMill-Programm erstellen
9.11 Programmsätze wiederholen

Vorgehensweise

1. Drücken Sie die Softkeys "Diverses", "Transformationen" und "Nullpunkt‐


verschiebung".
Das Fenster "Nullpunktverschiebung" wird geöffnet.

2. Wählen Sie die gewünschte Nullpunktverschiebung (z.B. G54).

3. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".


Die Nullpunktverschiebung wird in den Arbeitsplan übernommen.

9.11 Programmsätze wiederholen


Müssen bei der Bearbeitung eines Werkstücks bestimmte Schritte mehrfach ausgeführt
werden, dann reicht es, wenn Sie diese Bearbeitungsschritte nur einmal programmieren. Sie
haben die Möglichkeit, Programmsätze zu wiederholen.

Hinweis
Mehrere Werkstücke anfertigen
Die Programmwiederholung ist nicht geeignet, um eine Teilewiederholung zu programmieren.
Um wiederholt gleiche Werkstücke (Seite 297) anzufertigen, programmieren Sie dies mit dem
Programmende.

Start- und Endmarke


Die Programmsätze, die Sie wiederholen möchten, müssen Sie durch eine Start- und eine
Endmarke kennzeichnen. Diese Programmsätze können Sie dann bis zu 200-mal innerhalb
eines Programms wieder aufrufen. Die Marken müssen eindeutige, d.h. unterschiedliche
Namen erhalten. Es dürfen keine im NCK benutzten Namen verwendet werden.
Marken und Wiederholungen können Sie auch nachträglich setzen, nicht aber innerhalb von
verketteten Programmsätzen.

Hinweis
Ein und dieselbe Marke können Sie sowohl als Endmarke vorhergehender Programmsätze
als auch als Startmarke für nachfolgende Programmsätze verwenden.

Fräsen
296 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
ShopMill-Programm erstellen
9.12 Stückzahl angeben

Vorgehensweise

1. Positionieren Sie den Cursor auf den Programmsatz, hinter dem ein Pro‐
grammsatz folgen soll, der wiederholt wird.
2. Drücken Sie die Softkeys "Diverses".

3. Drücken Sie die Softkeys ">>" und "Programm wiederhol."

4. Drücken Sie die Softkeys "Marke setzen" und "Übernehmen".


Hinter dem aktuellen Satz wird eine Startmarke eingefügt.

5. Geben Sie die Programmsätze ein, die Sie später wiederholen möchten.
6. Drücken Sie erneut die Softkeys "Marke setzen" und "Übernehmen".
Hinter dem aktuellen Satz wird eine Endmarke eingefügt.

7. Setzen Sie die Programmierung bis zu der Stelle fort, an der die Pro‐
grammsätze wiederholt werden sollen.
8. Drücken Sie die Softkeys "Diverses" und "Programm wiederhol."

9. Geben Sie die Namen der Start- und Endmarke sowie die Anzahl der
Wiederholungen ein.
10. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".
Die markierten Programmsätze werden wiederholt.

9.12 Stückzahl angeben


Wenn Sie eine bestimmte Anzahl des gleichen Werkstücks fertigen wollen, legen Sie am
Programmende fest, dass Sie das Programm wiederholen wollen.
Über das Fenster "Zeiten, Zähler" steuern Sie die Programmwiederholung. Geben Sie über
die Soll-Zahl die Anzahl der benötigten Werkstücke ein. Im Ist-Zahlen-Fenster verfolgen Sie
die Anzahl der gefertigten Werkstücke.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 297
ShopMill-Programm erstellen
9.13 Programmsätze ändern

Steuerung der Programmwiederholung

Programmende: Zeiten, Zähler:


Wiederholung Werkstücke zählen
nein nein Für jedes Werkstück ist CYCLE START notwendig.
nein ja Für jedes Werkstück ist CYCLE START notwendig.
Die Werkstücke werden gezählt.
ja ja Das Programm wird ohne erneuten CYCLE START wie‐
derholt, bis die gewünschte Anzahl an Werkstücken ge‐
fertigt ist.
ja nein Das Programm wird ohne erneuten CYCLE START un‐
endlich wiederholt.
Mit <RESET> brechen Sie den Programmdurchlauf wie‐
der ab.

Vorgehensweise

1. Öffnen Sie den Programmsatz "Programmende", wenn Sie mehr als 1


Werkstück bearbeiten wollen.
2. Wählen Sie im Feld "Wiederholung" den Eintrag "ja".
3. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".
Wenn Sie das Programm später starten, wird die Abarbeitung des Pro‐
gramms wiederholt.
Je nach Einstellungen im Fenster "Zeiten, Zähler", wird das Programm
wiederholt, bis die Werkstücke fertig gestellt sind.

Siehe auch
Laufzeit anzeigen und Werkstücke zählen (Seite 230)

9.13 Programmsätze ändern


Die Parameter in den programmierten Sätzen können Sie nachträglich optimieren oder an
neue Situationen anpassen, z.B. wenn Sie den Vorschub erhöhen oder eine Position
verschieben möchten. Dabei können Sie alle Parameter in sämtlichen Programmsätzen direkt
in der zugehörigen Parametermaske ändern.

Fräsen
298 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
ShopMill-Programm erstellen
9.14 Programmeinstellungen ändern

Vorgehensweise

1. Wählen Sie im Bedienbereich "Programm-Manager" das Programm aus,


das Sie ändern möchten.

2. Drücken Sie die Taste <Cursor rechts> oder <INPUT>.


Der Arbeitsplan des Programms wird aufgeblendet.

3. Positionieren Sie den Cursor im Arbeitsplan auf den gewünschten Pro‐


grammsatz und drücken Sie die Taste <Cursor rechts>.
Die Parametermaske des angewählten Programmsatzes wird aufgeblen‐
det.
4. Geben Sie die Änderungen ein.
5. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".

- ODER -
Drücken Sie die Taste <Cursor links>.

Die Änderungen werden ins Programm übernommen.

9.14 Programmeinstellungen ändern

Funktion
Alle im Programmkopf festgelegten Parameter, ausgenommen die Maßeinheit, können Sie an
beliebigen Stellen im Programm ändern.
Die Einstellungen im Programmkopf sind selbsthaltend, d.h. sie wirken solange, bis sie
geändert werden.
Für die Simulation und das Mitzeichnen verwenden Sie ein Rohteil. Nur mit einem Rohteil, das
dem realen Rohteil möglichst genau entspricht, ist eine sinnvolle Simulation möglich.
Für das Rohteil des Werkstücks definieren Sie die Form (Quader, Rohr, Zylinder, N-Eck oder
Quader mittig) und ihre Abmessungen.
Die Rohteileingabe bezieht sich immer auf die aktuelle, an der Stelle im Programm wirksame
Nullpunktverschiebung.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 299
ShopMill-Programm erstellen
9.14 Programmeinstellungen ändern

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm" an.

2. Drücken Sie die Softkeys "Diverses" und "Einstellungen".


Das Eingabefenster "Einstellungen" wird geöffnet.

Tabelle 9-2

Parameter Beschreibung Einheit


Aufspannung Auswahl des Aufspannungsortes des Rohteils
● Tisch
Das Rohteil ist auf einem Tisch montiert.
● C1...
Das Rohteil ist auf einer Rundachse montiert.
Hinweis:
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.
Rohteil Auswahl des Rohteils:
● Zylinder
● Rohr
● Quader mittig
● Quader
● N-Eck
● ohne
● Zylinder
∅A Außendurchmesser ∅ mm
● Rohr
∅A Außenduchmesser ∅ mm
ØI Innendurchmesser Ø (abs) oder Wandstärke (ink) mm
● Quader mittig
W Breite des Rohteils mm
L Länge des Rohteils mm
● Quader
X0 1. Eckpunkt X mm
Y0 1. Eckpunkt Y mm
X1 2. Eckpunkt X (abs) oder 2. Eckpunkt X bezogen auf X0 (ink) mm
Y1 2. Eckpunkt X (abs) oder 2. Eckpunkt X bezogen auf X0 (ink) mm
ZA Anfangmaß mm

Fräsen
300 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
ShopMill-Programm erstellen
9.15 Auswahl der Zyklen über Softkey

Parameter Beschreibung Einheit


ZI Endmaß (abs) oder Endmaß bezogen auf ZA (ink) mm
● N-Eck
N Anzahl der Kanten
SW Schlüsselweite mm
L Kantenlänge

● ohne
Keine Rohteilverwendung
HA Anfangsmaß mm
HI Endmaß (abs) oder Endmaß bezogen auf HA (ink) mm
PL Bearbeitungsebene
● G17 (XY)
● G18 (ZX)
● G19 (YZ)
RP Rückzugsebene (abs) mm
SC Sicherheitsabstand (ink) mm
Wirkt bezüglich des Bezugspunkts. Die Richtung, in welcher der Sicherheitsabstand wirkt,
wird vom Zyklus automatisch bestimmt.
Bearbeitungs- Fräsrichtung
drehsinn ● Gleichlauf
● Gegenlauf
Rückkzug Positi‐ Abhebemodus vor erneuter Zustellung mm
onsmuster ● Auf RP
● optimiert

9.15 Auswahl der Zyklen über Softkey

Überblick über Bearbeitungsschritte


Folgende Bearbeitungsschritte stehen Ihnen zum Einfügen von Bearbeitungsschritten zur
Verfügung.
In dieser Darstellung werden alle in der Steuerung vorhandenen Zyklen/Funktionen gezeigt.
An einer konkreten Anlage sind jedoch nur die entsprechend der eingestellten Technologie
möglichen Schritte auswählbar.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 301
ShopMill-Programm erstellen
9.15 Auswahl der Zyklen über Softkey

⇒ ⇒

Fräsen
302 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
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9.15 Auswahl der Zyklen über Softkey

Drehzyklen nur bei Fräs-/Drehmaschine


Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 303
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9.15 Auswahl der Zyklen über Softkey

⇒ ⇒

Hinweis:
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
304 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
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9.15 Auswahl der Zyklen über Softkey

⇒ ⇒

⇒ ⇒

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 305
ShopMill-Programm erstellen
9.16 Technologische Funktionen aufrufen

⇒ Einen Menübaum mit allen verfügbaren Messvarianten der Messzyklen‐


funktion "Werkstück messen" finden Sie in folgender Literatur:
Programmierhandbuch Messzyklen / SINUMERIK 840D sl/828D
⇒ Einen Menübaum mit allen verfügbaren Messvarianten der Messzyklen‐
funktion "Werkzeug messen" finden Sie in folgender Literatur:
Programmierhandbuch Messzyklen / SINUMERIK 840D sl/828D

9.16 Technologische Funktionen aufrufen

9.16.1 Weitere Funktionen in den Eingabemasken

Auswahl von Einheiten

Kann in einem Feld z.B. die Einheit umgeschaltet werden, so wird diese hinterlegt, sobald
der Cursor auf dem Element steht. Hiermit erkennt der Bediener die Abhängigkeit.
Zusätzlich wird im Tooltip das Auswahlsymbol mit angezeigt.

Anzeige von abs oder ink


Die Abkürzungen "abs" bzw. "ink" für absoluten bzw. inkrementellen Wert werden hinter den
Eingabefeldern angezeigt, wenn für das Feld eine Umschaltung möglich ist.

Hilfebilder
Für die Parametrierung der Zyklen werden Grafiken in 2D-, 3D- oder Schnittdarstellung
angezeigt.

Online-Hilfe
Wenn Sie nähere Informationen über bestimmte G-Code-Befehle oder Zyklen-Parameter
erhalten möchten, können Sie kontextsensitiv eine Online-Hilfe aufrufen.

9.16.2 Variablenprogrammierung
Grundsätzlich können in den Eingabefeldern der Masken statt konkreter Zahlenwerte auch
Variablen oder Ausdrücke verwendet werden. Hiermit können Programme sehr flexibel erstellt
werden.

Fräsen
306 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
ShopMill-Programm erstellen
9.16 Technologische Funktionen aufrufen

Eingabe von Variablen


Beachten Sie folgende Punkte bei der Verwendung von Variablen:
● Werte von Variablen und Ausdrücken werden nicht überprüft, da die Werte zum Zeitpunkt
der Programmierung nicht bekannt sind.
● In Feldern, die einen Text erwarten, können keine Variablen und Ausdrücke verwendet
werden (z.B. Werkzeugname).
Eine Ausnahme bildet die Funktion "Gravur", bei der Sie im Textfeld den gewünschten Text
als
"variablen Text" über eine Variable zuordnen können.
● Auswahlfelder können generell nicht variabel programmiert werden.

Beispiele
VAR_A
VAR_A+2*VAR_B
SIN(VAR_C)

9.16.3 Überprüfung von Eingabeparametern


Bei der Programmerstellung werden die eingegebenen Parameter bereits überprüft, um
Falscheingaben zu verhindern.
Erhält ein Parameter einen unzulässigen Wert, wird dieser in der Eingabemaske wie folgt
gekennzeichnet:
● Das Eingabefeld wird mit einer Farbunterlegung (Hintergrundfarbe rosa) gekennzeichnet.
● In der Kommentarzeile wird ein Hinweis angezeigt.
● Ist das Parametereingebefeld mit dem Cursor angewählt wird der Hinweis auch als Tooltipp
angezeigt.
Die Programmierung kann erst nach Korrektur des falschen Wertes abgeschlossen werden.
Auch zur Laufzeit der Zyklen werden fehlerhafte Parameterwerte durch Alarme überwacht.

9.16.4 Einstelldaten für Technologische Funktionen


Technologische Funktionen können über Maschinen- bzw. Settingdaten beeinflusst und
konfiguriert werden.
Weitere Informationen entnehmen Sie folgender Literatur:
Inbetriebnahmehandbuch SINUMERIK Operate / SINUMERIK 840D sl

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 307
ShopMill-Programm erstellen
9.17 Messzyklenunterstützung

9.16.5 Zyklenaufruf ändern


Sie haben im Programmeditor über Softkey den gewünschten Zyklus aufgerufen, die
Parameter eingegeben und mit "Übernehmen" bestätigt.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den gewünschten Zyklenaufruf und drücken Sie die Taste
<Cursor rechts>.
Die zugehörige Eingabemaske des markierten Zyklenaufrufs wird geöff‐
net.
- ODER -
Drücken Sie die Tastenkombination <SHIFT + INSERT>.
Damit kommen Sie in den Edit-Modus für diesen Zyklenaufruf und können
ihn wie einen normalen NC-Satz editieren. Auf diese Weise ist es möglich,
einen Leersatz vor dem Zyklenaufruf zu erzeugen, um so beispielsweise
vor einen Zyklus, der am Programmanfang steht, noch etwas einzufügen.
Hinweis: Im Edit-Modus kann der Zyklenaufruf so verändert werden, dass
er nicht mehr in die Parametermaske rückübersetzbar ist.
Durch erneutes Drücken der Tastenkombination <SHIFT + INSERT>,
verlassen Sie den Änderungsmodus.

- ODER -
Sie befinden sich im Änderungsmodus und drücken die Taste <INPUT>.
Eine neue Zeile wird nach der Cursor-Position angelegt.

9.16.6 Kompatibilität bei Zyklenunterstützung


Grundsätzlich ist die Zyklenunterstützung aufwärtskompatibel, d.h. Zyklenaufrufe in NC-
Programmen können immer mit einer höheren Softwareversion rückübersetzt und geändert
werden und danach wieder ablaufen.
Beim Übertragen von NC-Programmen auf eine Maschine mit einer niedrigeren
Softwareversion kann die Änderbarkeit des Programms durch Rückübersetzen von
Zyklenaufrufen jedoch nicht garantiert werden.

9.17 Messzyklenunterstützung
Messzyklen sind allgemeine Unterprogramme zur Lösung bestimmter Messaufgaben, die über
Parameter an das konkrete Problem angepasst werden können.

Software-Option
Für die Verwendung der Messzyklen benötigen Sie die Option "Messzyklen".

Fräsen
308 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
ShopMill-Programm erstellen
9.18 Beispiel Standardbearbeitung

Literatur
Eine genauere Beschreibung der Anwendung von Messzyklen finden Sie in:
Programmierhandbuch Messzyklen / SINUMERIK 840D sl/828D

9.18 Beispiel Standardbearbeitung

Allgemeines
Das nachstehende Beispiel ist detailliert als ShopMill-Programm beschrieben. Das Erstellen
eines G-Code-Programmes erfolgt in gleicher Weise, wobei jedoch einige Unterschiede zu
beachten sind.
Wenn Sie das unten aufgelistete G-Code-Programm kopieren, in die Steuerung einlesen und
im Editor öffnen, können Sie die einzelnen Programmschritte nachvollziehen.

Maschinenhersteller
Beachten Sie dabei unbedingt die Hinweise des Maschinenherstellers.

Werkzeuge
In der Werkzeugverwaltung sind folgende Werkzeuge hinterlegt:

Werkzeugname Werkzeugdurchmesser Schneidstoff Zähnezahl


Planfräskopf D80 mm HM Z=8
Schaftfräser D20 mm HM Z=3
Schaftfräser D10 mm HM Z=3
Schaftfräser D8 mm HM Z=3
Zentrierer D10 mm HM -
(NC-Anbohrer)
Spiralbohrer D10 mm HSS -

Die Korrekturwerte für Länge und Radius sowie Spitzenwinkel für Bohrer und Zähnezahlen
bei Fräswerkzeugen sind in die Werkzeugliste einzutragen. Arbeiten Sie mit ShopMill, geben
Sie zusätzlich Spindeldrehrichtung und Kühlmittel an.
Passen Sie die Schnittdaten an die verwendeten Werkzeuge und die konkreten
Einsatzbedingungen an.

Rohteil
Abmessungen: 185 x 185 x 50
Werkstoff: Aluminium

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 309
ShopMill-Programm erstellen
9.18 Beispiel Standardbearbeitung

9.18.1 Werkstückzeichnung




 


 
5


 

5
5






5 

5
R


 
5



7LHIH
 R





5
5



R
5

 





 6WDUWSXQNW
<


;

    


9.18.2 Programmierung

1. Programmkopf

1. Legen Sie das Rohteil fest.


Maßeinheit mm
Nullpunktv. G54
Rohteil Quader
X0 -2.5abs
Y0 -2.5abs
X1 182.5abs
Y1 182.5abs
ZA 1abs

Fräsen
310 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
ShopMill-Programm erstellen
9.18 Beispiel Standardbearbeitung

ZI -50abs
PL G17 (XY) Ebenenauswahl, wenn MD
52005 = 0
RP 100
SC 1
Bearbeitungsdrehsinn Gleichlauf
Rückzug Positionsmuster optimiert
2. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".
Der Arbeitsplan wird angezeigt. Programmkopf und Programmende sind
als Programmsätze angelegt.
Das Programmende ist automatisch definiert.

2. Rechteckzapfen planfräsen

1. Drücken Sie die Softkeys "Fräsen" und "Planfräsen".

2. Geben Sie folgende technologische Parameter ein:


T Planfraeser_80mm D1 F 0.10 mm/Zahn V 750 m/min
3. Geben Sie folgende Parameter ein:
Bearbeitung Schruppen (∇)
Richtung

X0 -2.5abs
Y0 -2.5abs
Z0 1abs
X1 185abs
Y1 185abs
Z1 0abs
DXY 80%
DZ 2.0
UZ 0
4. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 311
ShopMill-Programm erstellen
9.18 Beispiel Standardbearbeitung

3. Außenkontur des Werkstücks

1. Drücken Sie die Softkeys "Fräsen", "Zapfen Mehrkant" und "Rechteck‐


zapfen".

2. Geben Sie folgende technologische Parameter ein:


T Schaftfrae‐ D1 F 0.140 mm/Zahn V 240 m/min
ser_20mm
3. Geben Sie folgende Parameter ein:
Lage Bezugspunkt
Bearbeitung Schruppen (∇)
Positionsart Einzelposition
X0 0abs
Y0 0abs
Z0 0abs
W1 185(fiktives Rohteilmaß)
L1 185(fiktives Rohteilmaß)
W 180abs
L 180abs
R 10abs
α0 0Grad
Z1 20ink
DZ 5
UXY 0
UZ 0
4. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".

4. Außenkontur Inseln
Um die gesamte Fläche außerhalb der Insel einfach zerspanen zu können, definieren Sie um
das Rohteil eine Konturtasche und programmieren danach die Insel. Damit wird die gesamte
Fläche abgespant und es bleibt kein Restmaterial stehen.

Fräsen
312 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
ShopMill-Programm erstellen
9.18 Beispiel Standardbearbeitung

Außenkontur der Tasche

1. Drücken Sie die Softkeys "Kontur fräsen", "Kontur" und "Neue Kontur".
Das Eingabefenster "Neue Kontur" wird geöffnet.

2. Geben Sie den Konturnamen (hier: Teil_4_TASCHE) ein.


Die als NC-Code berechnete Kontur wird als internes Unterprogramm
zwischen einer Anfangs- und einer Endmarke geschrieben, die den ein‐
gegebenen Konturnamen enthält.
3. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".
Das Eingabefenster "Startpunkt" wird geöffnet.
4. Legen Sie den Startpunkt der Kontur an.
X -10abs Y -1abs
0
5. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".

6. Geben Sie folgende Konturelemente ein und bestätigen Sie jeweils mit
dem Softkey "Übernehmen".
6.1. X 190abs

6.2. Y 190abs

6.3. X -10abs

6.4. Drücken Sie die Softkeys ">>" und "Kontur schließen", um die Kontur
abzuschließen.

7. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 313
ShopMill-Programm erstellen
9.18 Beispiel Standardbearbeitung

Außenkontur der Insel

1. Drücken Sie die Softkeys "Kontur fräsen", "Kontur" und "Neue Kontur".
Das Eingabefenster "Neue Kontur" wird geöffnet.

2. Geben Sie den Konturnamen (hier: Teil_4_INSEL) ein.


Die als NC-Code berechnete Kontur wird als internes Unterprogramm
zwischen einer Anfangs- und einer Endmarke geschrieben, die den ein‐
gegebenen Konturnamen enthält.
3. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".
Das Eingabefenster "Startpunkt" wird geöffnet.
4. Legen Sie den Startpunkt der Kontur an.
X 90abs Y 25abs
5. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".

6. Gebe Sie folgende Konturelemente ein und bestätigen Sie jeweils mit
dem Softkey "Übernehmen".
6.1. X 25abs FS 15

6.2. Y 115abs R 20

6.3. X 15abs Y 135abs

6.4. Y 155abs R 10

6.5. X 60abs R 15

6.6. Y 135abs R 20

7. Drehrichtung

8. R 25 X 110abs

9.1 Y 155abs R 15

9.2 R 0

9.3 X 165abs Y 95abs α1290 Grad R 0

Fräsen
314 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
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9.18 Beispiel Standardbearbeitung

9.4 X 155abs α1 240 Grad R 28

9.5 FS 0

9.6 X 140abs Y 25 abs α1225 Grad R 0

10. Drücken Sie die Softkeys ">>" und "Kontur schließen", um die Kontur
abzuschließen.

11. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".

Konturfräsen/Ausräumen

1. Drücken Sie die Softkeys "Kontur fräsen" und "Tasche".

2. Geben Sie folgende technologische Parameter ein:


T Schaftfrae‐ D1 F 0.1 mm/Zahn V 240 m/min
ser_20mm
3. Geben Sie folgende Parameter ein:
Bearbeitung ∇
Z0 0abs
Z1 10ink
DXY 40%
DZ 3.5
UXY 0mm
UZ 0
Startpunkt auto
Eintauchen helikal
EP 1.0
ER 2.0
Abhebemodus Auswählen, z. B. auf Rückzugsebene
4. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".

Hinweis
● Bitte beachten Sie bei der Wahl des Fräserwerkzeuges, dass die Größe des
Werkzeugdurchmessers das Ausräumen der gedachten Tasche erlaubt. Im Fehlerfall
erscheint eine Meldung.
● Falls geschlichtet werden soll, müssen die Parameter UXY und UZ entsprechend ausgefüllt
werden und ein zweiter Ausräumzyklus zum Schlichten angehängt werden.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 315
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9.18 Beispiel Standardbearbeitung

5. Rechtecktasche fräsen (groß)

1. Drücken Sie die Softkeys "Fräsen", "Tasche" und "Rechtecktasche".


Das Eingabefenster "Rechtecktasche" wird geöffnet.

2. Geben Sie folgende technologische Parameter ein:


T Schaftfrae‐ D1 F 0.04 mm/Zahn V 260 m/min
ser_10mm
3. Geben Sie folgende Parameter ein:
Bezugspunkt
Bearbeitung Schruppen (∇)
Bearbeitungsposition Einzelposition
X0 90abs
Y0 60abs
Z0 0abs
W 40
L 70
R 10
α0 15Grad
Z1 4ink
DXY 40%
DZ 4
UXY 0
UZ 0
Eintauchen helikal
EP 1
ER 2
Ausräumen Komplettbearbeitung
4. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".

Fräsen
316 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
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9.18 Beispiel Standardbearbeitung

6. Rechtecktasche fräsen (klein)

1. Drücken Sie die Softkeys "Fräsen", "Tasche" und "Rechtecktasche".


Das Eingabefenster "Rechtecktasche" wird geöffnet.

2. Geben Sie folgende technologische Parameter ein:


T Schaftfrae‐ D1 F 0.04 mm/Zahn V 260 m/min
ser_10mm
3. Geben Sie folgende Parameter ein:
Bezugspunkt
Bearbeitung Schruppen (∇)
Bearbeitungsposition Einzelposition
X0 90abs
Y0 60abs
Z0 -4abs
W 20
L 35
R 5
α0 15Grad
Z1 2ink
DXY 40%
DZ 2
UXY 0
UZ 0
Eintauchen pendelnd
EW maximaler Eintauch‐
winkel
Ausräumen Komplettbearbeitung
4. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".

7. Kreisnut fräsen

1. Drücken Sie die Softkeys "Fräsen", "Nut" und "Kreisnut".


Das Eingabefenster "Kreisnut" wird geöffnet.

2. Geben Sie folgende technologische Parameter ein:

Fräsen
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9.18 Beispiel Standardbearbeitung

T Schaftfrae‐ D1 F 0.018 mm/Zahn FZ 0.010 mm/Zahn


ser_8mm
V 230 m/min
3. Geben Sie folgende Parameter ein:
Bearbeitung Schruppen (∇)
Kreismuster Teilkreis
X0 85abs
Y0 135abs
Z0 0abs
N 1
R 40
α0 180Grad
α1 180Grad
W 10
Z1 3ink
DZ 3
UXY 0mm
4. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".

8. Bohren/Zentrieren

1. Drücken Sie die Softkeys "Bohren" und "Zentrieren".


Das Eingabefenster "Zentrieren" wird geöffnet.

2. Geben Sie folgende technologische Parameter ein:


T Zentrierer_10mm0 D1 F 1000 mm/min S 12000 U/min
3. Geben Sie folgende Parameter ein:
Durchmesser/Spitze Durchmesser
∅ 5
DT 0.6 s
4. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".

Fräsen
318 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
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9.18 Beispiel Standardbearbeitung

9. Bohren/Reiben

1. Drücken Sie die Softkeys "Bohren", "Bohren Reiben" und "Bohren".


Das Eingabefenster "Bohren" wird geöffnet.

2. Geben Sie folgende technologische Parameter ein:


T BOHERER10 D1 F 500 mm/min S 1600 U/min
3. Geben Sie folgende Parameter ein:
Durchmesser/Spitze Spitze
Z1 -25abs
Anbohren nein
Durchbohren nein
DT 0
4. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".

10. Positionen

1. Drücken Sie die Softkeys "Bohren", "Positionen" und "Bohren Positionen".


Das Eingabefenster "Beliebige Positionen" wird geöffnet.

2. Geben Sie folgende Parameter ein:


rechtwinklig
Z0 -10abs
X0 15abs
Y0 15abs
X1 165abs
Y1 15abs
3. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".

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9.18 Beispiel Standardbearbeitung

11. Hindernis

1. Drücken Sie die Softkeys "Bohren", "Positionen" und "Hindernis".


Das Eingabefenster "Hindernis" wird geöffnet.

2. Geben Sie folgende Parameter ein:


Z 2abs
3. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".

Hinweis
Wird dieser Hinderniszyklus nicht eingefügt, so wird mit dem Bohrer die rechte Ecke der
Inselkontur verletzt. Eine andere Möglichkeit wäre eine Erhöhung des Sicherheitsabstandes.

12. Positionen

1. Drücken Sie die Softkeys "Bohren", "Positionen" und "Bohren Positionen".


Das Eingabefenster "Beliebige Positionen" wird geöffnet.

2. Geben Sie folgende Parameter ein:


rechtwinklig
Z0 -10abs
X2 165abs
Y2 165abs
X3 15abs
Y3 165abs
3. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".

Fräsen
320 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
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9.18 Beispiel Standardbearbeitung

13. Kreistasche fräsen

1. Drücken Sie die Softkeys "Fräsen", "Tasche" und "Kreistasche".


Das Eingabefenster "Kreistasche" wird geöffnet.

2. Geben Sie folgende technologische Parameter ein:


T Schaftfrae‐ D1 F 0.018 mm/Zahn V 230 m/min
ser_8mm
3. Geben Sie folgende Parameter ein:
Bearbeitung Schruppen (∇)
Bearbeitungsart ebenenweise
Bearbeitungsposition Einzelposition
X0 85abs
Y0 135abs
Z0 -10abs
Durchmesser 30
Z1 12ink
DXY 40%
DZ 5
UXY 0mm
UZ 0
Eintauchen helikal
EP 1.0
ER 2.0
Ausräumen Komplettbearbeitung
4. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".

Die 4 Senkungen ∅16 und 4 tief programmieren Sie ebenfalls mittels Kreistasche und
Wiederholung der Positionen 2 3 und 4.

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9.18.3 Ergebnisse/Simulationstest

Bild 9-5 Programmiergrafik

Bild 9-6 Arbeitsplan

Programmtest mittels Simulation


In der Simulation wird das aktuelle Programm vollständig berechnet und das Ergebnis grafisch
dargestellt.

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322 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
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9.18 Beispiel Standardbearbeitung

Bild 9-7 3D-Ansicht

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9.18 Beispiel Standardbearbeitung

9.18.4 G-Code-Bearbeitungsprogramm

G17 G54 G71


WORKPIECE(,,"","BOX",112,1,-20,-100,-2.5,-2.5,182.5,182.5)
;****************Werkzeugwechsel****************
T="PLANFRAESER" D1 M6
G95 FZ=0.1 S3000 M3 M8
CYCLE61(50,1,1,0,-2.5,-2.5,185,185,2,80,0,0.1,31,0,1,10)
G0 Z200 M9
;****************Werkzeugwechsel****************
T="FRAESER20" D1 M6
G95 FZ=0.14 S3900 M3 M8
CYCLE76(50,0,1,,20,180,180,10,0,0,0,5,0,0,0.14,0.14,0,1,185,185,1,2,2100,1,101)
;CYCLE62(,2,"MA1","MA0")
CYCLE62(,2,"E_LAB_A_TEIL_4_TASCHE","E_LAB_E_TEIL_4_TASCHE")
CYCLE62(,2,"E_LAB_A_TEIL_4_INSEL","E_LAB_E_TEIL_4_INSEL")
CYCLE63("TEIL_4_GEN_01",11,50,0,1,10,0.1,0.3,40,3.5,0,0,0,0,0,2,1,15,1,2,,,,0,101,111)
G0 Z200 M9
;****************Werkzeugwechsel****************
T="FRAESER10" D1 M6
G95 FZ=0.04 S8500 M3 M8
POCKET3(50,0,1,4,70,40,10,90,60,15,4,0,0,0.04,0.2,0,21,40,8,3,15,2,1,0,1,2,11100,11,111)
POCKET3(50,-4,1,2,35,20,6,90,60,15,2,0,0,0.04,0.2,0,31,40,8,3,15,10,2,0,1,2,11100,11,111)
G0 Z200 M9
;****************Werkzeugwechsel****************
T="FRAESER8" D1 M6
G95 FZ=0.018 S9000 M3 M8
SLOT2(50,0,1,,3,1,180,10,85,135,40,180,90,0.01,0.018,3,0,0,2001,0,0,0,,0,1,2,100,1001,101)
G0 Z200 M9
;****************Werkzeugwechsel****************
T="ZENTRIERER10" D1 M6
G94 F1000 S12000 M3 M8
MCALL CYCLE81(50,-10,1,5,,0,10,1,11)
POS_1: CYCLE802(111111111,111111111,15,15,165,15,165,165,15,165,,,,,,,,,,,0,0,1)
MCALL
G0 Z200 M9
;****************Werkzeugwechsel****************
T="BOHRER10" D1 M6
G94 F500 S1600 M3 M8
MCALL CYCLE82(50,-10,1,-25,,0,0,1,12)
REPEATB POS_1 ;#SM
MCALL
G0 Z200 M9
;****************Werkzeugwechsel****************
T="FRAESER8" D1 M06

Fräsen
324 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
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9.18 Beispiel Standardbearbeitung

G95 FZ=0.018 S12000 M3 M8


POCKET4(50,-10,1,12,30,85,135,5,0,0,0.018,0.01,0,21,40,9,15,2,1,0,1,2,10100,111,111)
MCALL POCKET4(50,-10,1,4,16,0,0,5,0,0,0.018,0.018,0,11,40,9,15,0,2,0,1,2,10100,111,111)
REPEATB POS_1 ;#SM
MCALL
G0 Z200 M9
;****************Werkzeugwechsel****************
;Kontur Anfasen
T="ZENTRIERER10" D1 M6
G94 F500 S8000 M3 M8
CYCLE62(,2,"E_LAB_A_TEIL_4_INSEL","E_LAB_E_TEIL_4_INSEL")
CYCLE72("",100,0,1,20,2,0.5,0.5,500,100,305,41,1,0,0.1,1,0,0,0.3,2,101,1011,101)
POCKET3(50,0,1,4,70,40,10,90,60,15,4,0,0,500,0.2,0,25,40,8,3,15,2,1,0,0.3,2,11100,11,111)
POCKET3(50,-4,1,2,35,20,6,90,60,15,2,0,0,500,0.2,0,35,40,8,3,15,10,2,0,0.3,2,11100,11,111)
SLOT2(50,0,1,,3,1,180,10,85,135,40,180,90,0.01,500,3,0,0,2005,0,0,0,,0,0.3,2,100,1001,101)
POCKET4(50,-10,1,12,30,85,135,5,0,0,500,0.01,0,15,40,9,15,0,2,0,0.3,2,10100,111,111)
MCALL POCKET4(50,-10,1,4,16,0,0,5,0,0,500,0.025,0,15,40,9,15,0,2,0,0.3,4,10100,111,111)
REPEATB POS_1 ;#SM
MCALL
G0 Z200 M9
M30
;*******************Konturen********************
E_LAB_A_TEIL_4_TASCHE: ;#SM Z:5
;#7__DlgK contour definition begin - Don't change!;*GP*;*RO*;*HD*
G17 G90 DIAMOF;*GP*
G0 X-10 Y-10 ;*GP*
G1 X190 ;*GP*
Y190 ;*GP*
X-10 ;*GP*
Y-10 ;*GP*
;CON,0,0.0000,4,4,MST:0,0,AX:X,Y,I,J;*GP*;*RO*;*HD*
;S,EX:-10,EY:-10;*GP*;*RO*;*HD*
;LR,EX:190;*GP*;*RO*;*HD*
;LU,EY:190;*GP*;*RO*;*HD*
;LL,EX:-10;*GP*;*RO*;*HD*
;LA,EX:-10,EY:-10;*GP*;*RO*;*HD*
;#End contour definition end - Don't change!;*GP*;*RO*;*HD*
E_LAB_E_TEIL_4_TASCHE:
;
E_LAB_A_TEIL_4_INSEL: ;#SM Z:2
;#7__DlgK contour definition begin - Don't change!;*GP*;*RO*;*HD*
G17 G90 DIAMOF;*GP*
G0 X90 Y25 ;*GP*
G1 X25 CHR=15 ;*GP*
Y115 RND=20 ;*GP*

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 325
ShopMill-Programm erstellen
9.18 Beispiel Standardbearbeitung

X15 Y135 ;*GP*


Y155 RND=10 ;*GP*
X60 RND=15 ;*GP*
Y135 ;*GP*
G3 X110 I=AC(85) J=AC(135) ;*GP*
G1 Y155 RND=15 ;*GP*
X143.162 ;*GP*
X165 Y95 ;*GP*
X155 Y77.679 RND=28 ;*GP*
Y40 ;*GP*
X140 Y25 ;*GP*
X90 ;*GP*
;CON,0,0.0000,14,14,MST:0,0,AX:X,Y,I,J;*GP*;*RO*;*HD*
;S,EX:90,EY:25;*GP*;*RO*;*HD*
;LL,EX:25;*GP*;*RO*;*HD*
;F,LFASE:15;*GP*;*RO*;*HD*
;LU,EY:115;*GP*;*RO*;*HD*
;R,RROUND:20;*GP*;*RO*;*HD*
;LA,EX:15,EY:135;*GP*;*RO*;*HD*
;LU,EY:155;*GP*;*RO*;*HD*
;R,RROUND:10;*GP*;*RO*;*HD*
;LR,EX:60;*GP*;*RO*;*HD*
;R,RROUND:15;*GP*;*RO*;*HD*
;LD,EY:135;*GP*;*RO*;*HD*
;ACCW,EX:110,RAD:25;*GP*;*RO*;*HD*
;LU,EY:155,AT:0;*GP*;*RO*;*HD*
;R,RROUND:15;*GP*;*RO*;*HD*
;LR;*GP*;*RO*;*HD*
;LA,EX:165,EY:95,ASE:290;*GP*;*RO*;*HD*
;LA,EX:155,ASE:240;*GP*;*RO*;*HD*
;R,RROUND:28;*GP*;*RO*;*HD*
;LD;*GP*;*RO*;*HD*
;LA,EX:140,EY:25,ASE:225;*GP*;*RO*;*HD*
;LA,EX:90,EY:25;*GP*;*RO*;*HD*
;#End contour definition end - Don't change!;*GP*;*RO*;*HD*
E_LAB_E_TEIL_4_INSEL:

Fräsen
326 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen) 10
10.1 Bohren

10.1.1 Allgemeines

Allgemeine Goemetrieparameter
● Rückzugsebene RP und Bezugspunkt Z0
In der Regel haben Bezugspunkt Z0 und Rückzugsebene RP unterschiedliche Werte. Im
Zyklus wird davon ausgegangen, dass die Rückzugsebene vor dem Bezugspunkt liegt.
Hinweis
Bei identischen Werten für Bezugspunkt und Rückzugsebene ist eine relative
Tiefenangabe nicht zulässig. Es erfolgt Fehlermeldung "Referenzebene falsch definiert"
und der Zyklus wird nicht ausgeführt.
Diese Fehlermeldung erfolgt auch dann, wenn die Rückzugsebene nach dem Bezugspunkt
liegt, der Abstand zur Endbohrtiefe also kleiner ist.

● Sicherheitsabstand SC
Wirkt bezüglich des Bezugspunktes. Die Richtung, in welcher der Sicherheitsabstand wirkt,
wird vom Zyklus automatisch bestimmt.
● Bohrtiefe
Bei Zyklen mit Auswahlfeld bezieht sich die programmierte Bohrtiefe je nach Auswahl auf
den Bohrerschaft oder die Bohrerspitze bzw. den Zentrierungsdurchmesser:
– Spitze (Bohrtiefe bezogen auf die Spitze)
Es wird so tief eingetaucht, bis die Bohrerspitze den programmierten Wert Z1 erreicht
hat.
– Schaft (Bohrtiefe bezogen auf den Schaft)
Es wird so tief eingetaucht, bis der Bohrerschaft den programmierten Wert Z1 erreicht
hat. Dabei wird der in der Werkzeugliste eingegebene Winkel berücksichtigt.
– Durchmesser (Zentrierung bezogen auf den Durchmesser, nur bei CYCLE81)
Unter Z1 wird der Durchmesser der Zentrierbohrung programmiert. In der Werkzeugliste
muss in diesem Fall der Spitzenwinkel des Werkzeuges angegeben werden. Das
Werkzeug taucht dann soweit ein, bis der vorgegebene Durchmesser erreicht ist.

Bohrpositionen
Der Zyklus setzt die eingefahrenen Bohrungskoordinaten der Ebene voraus.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 327
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Die Bohrungsmittelpunkte sind deshalb vor oder nach dem Zyklusaufruf wie folgt zu
programmieren (siehe auch Kapitel Zyklen auf Einzelposition oder Positionsmuster (MCALL):
● Eine Einzelposition ist vor Zyklusaufruf zu programmieren
● Positionsmuster (MCALL) sind nach Zyklusaufruf zu programmieren
– als Bohrbildzyklus (Linie, Kreis usw.) oder
– als Folge von Positioniersätzen zu den Bohrungsmittelpunkten

10.1.2 Zentrieren (CYCLE81)

Funktion
Mit dem Zyklus "Zentrieren" bohrt das Werkzeug mit der programmierten Spindeldrehzahl und
Vorschubgeschwindigkeit wahlweise
● bis auf programmierte Endbohrtiefe oder
● so tief bis der programmierte Durchmesser der Zentrierung erreicht ist
Der Werkzeugrückzug erfolgt nach Ablauf einer programmierbaren Verweilzeit.

An-/Abfahren
1. Das Werkzeug fährt mit G0 auf Sicherheitsabstand vom Bezugspunkt.
2. Mit G1 und dem programmierten Vorschub F wird in das Werkstück eingetaucht, bis die
Tiefe oder der Zentrierdurchmesser erreicht ist.
3. Nach Ablauf einer Verweilzeit DT zieht das Werkzeug mit Eilgang G0 auf die
Rückzugsebene zurück.

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Bohren".

3. Drücken Sie den Softkey "Zentrieren".


Das Eingabefenster "Zentrieren" wird geöffnet.

Fräsen
328 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


PL Bearbeitungsebene T Werkzeugname
RP Rückzugsebene mm D Schneidennummer
SC Sicherheitsabstand mm F Vorschub mm/min
mm/U
S/V Spindeldrehzahl oder konstante U/min
Schnittgeschwindigkeit m/min
Hinweis:
Beachten Sie hierzu die Hinwei‐
se Ihres Maschinenherstellers.

Parameter Beschreibung Einheit


Bearbeitungs-po‐ ● Einzelposition
sition (nur bei Bohrung auf programmierte Position bohren
G-Code)
● Positionsmuster
Position mit MCALL
Z0 (nur bei G- Bezugspunkt Z mm
Code)
Zentrierung ● Durchmesser (Zentrierung bezogen auf den Durchmesser)
Es wird der in der Werkzeugliste eingegebene Winkel des Zentrierbohrers
berücksichtigt.
● Spitze (Zentrierung bezogen auf die Tiefe)
Das Werkzeug taucht so tief ein, bis die programmierte Eintauchtiefe erreicht ist.
∅ Es wird so tief eingetaucht, bis der Durchmesser erreicht ist. - (nur bei Zentrierung mm
Durchmesser)
Z1 Bohrtiefe (abs) oder Bohrtiefe bezogen auf Z0 (ink) mm
Es wird so tief eingetaucht, bis Z1 erreicht ist. - (nur bei Zentrierung Spitze)
DT ● Verweilzeit (auf Endbohrtiefe) in Sekunden s
U
● Verweilzeit (auf Endbohrtiefe) in Umdrehungen
Anbohren ● ja
● nein
ZA Tiefe Anbohren (abs) oder Tiefe Anbohren bezogen auf den Bezugspunkt (ink) - (nur bei mm
Anbohren "ja")
FA Vorschub Anbohren - (nur bei Anbohren "ja") %
F7min
F/U

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 329
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

10.1.3 Bohren (CYCLE82)

Funktion
Mit dem Zyklus "Bohren" bohrt das Werkzeug mit der programmierten Spindeldrehzahl und
Vorschubgeschwindigkeit bis zur eingegebenen Endbohrtiefe (Schaft oder Spitze).
Der Werkzeugrückzug erfolgt nach Ablauf einer programmierbaren Verweilzeit.

Eingabe einfach
Sie haben die Möglichkeit, die Fülle der Parameter für einfache Bearbeitungen mit Hilfe des
Auswahlfeldes "Eingabe" auf die wichtigsten Parameter zu reduzieren. In diesem Modus
"Eingabe einfach" erhalten die ausgeblendeten Parameter einen festen, nicht einstellbaren
Wert.

Maschinenhersteller
Verschiedene festgelegte Werte können über Settingdaten vorbelegt werden.
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.
Wenn es die Programmierung eines Werkstücks erfordert, können Sie über "Eingabe komplett"
sämtliche Parameter einblenden und verändern.

An-/Abfahren
1. Das Werkzeug fährt mit G0 auf Sicherheitsabstand vom Bezugspunkt.
2. Das Werkzeug taucht mit G1 und dem programmierten Vorschub F in das Werkstück ein,
bis die programmierte Endtiefe Z1 erreicht ist.
3. Nach Ablauf einer Verweilzeit DT zieht das Werkzeug mit Eilgang G0 auf die
Rückzugsebene zurück.

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Bohren".

3. Drücken Sie den Softkey "Bohren Reiben".

4. Drücken Sie den Softkey "Bohren".


Das Eingabefenster "Bohren" wird geöffnet.

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330 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Parameter im Modus "Eingabe komplett"

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● komplett
PL Bearbeitungsebene T Werkzeugname
RP Rückzugsebene mm D Schneidennummer
SC Sicherheitsabstand mm F Vorschub mm/min
mm/U
S/V Spindeldrehzahl oder konstante U/min
Schnittgeschwindigkeit m/min

Parameter Beschreibung Einheit


Bearbeitungs-po‐ ● Einzelposition
sition (nur bei Bohrung auf programmierte Position bohren
G-Code)
● Positionsmuster
Position mit MCALL
Z0 (nur bei G- Bezugspunkt Z mm
Code)
Bohrtiefe ● Schaft (Bohrtiefe bezogen auf den Schaft)
Es wird so tief eingetaucht, bis der Bohrerschaft den programmierten Wert Z1 erreicht
hat. Dabei wird der in der Werkzeugliste eingegebene Winkel berücksichtigt.
● Spitze (Bohrtiefe bezogen auf die Spitze)
Es wird so tief eingetaucht, bis die Bohrerspitze den programmierten Wert Z1 erreicht
hat.
Z1 Bohrtiefe (abs) oder Bohrtiefe bezogen auf Z0 (ink) mm
Es wird so tief eingetaucht, bis Z1 erreicht ist.
Anbohren ● ja
● nein
ZA - (nur bei An‐ Anbohrtiefe (abs) oder Anbohrtiefe bezogen auf den Bezugspunkt (ink) mm
bohren "ja")

FA - (nur bei An‐ Reduzierter Vorschub beim Anbohren in Prozent vom Bohrvorschub mm/min
bohren "ja") %
Vorschub zum Anbohren (ShopMill) mm/min oder
mm/U
Vorschub zum Anbohren (G-Code) Weg/min
oder Weg/U
Durchbohren ● ja
Durchbohren mit Vorschub FD
● nein
ZD - (nur bei Tiefe für Vorschubreduktion (abs) oder Tiefe für Vorschubreduktion bezogen auf Z1 (ink) mm
Durchbohren "ja")

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Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 331
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Parameter Beschreibung Einheit


FD - (nur bei Reduzierter Vorschub zum Durchbohren bezogen auf Bohrvorschub F %
Durchbohren "ja") Vorschub zum Durchbohren (ShopTurn) mm/min oder
mm/U
Vorschub zum Durchbohren (G-Code) Weg/min
oder Weg/U
DT - (nur bei ● Verweilzeit auf Endtiefe in Sekunden s
Durchbohren U
● Verweilzeit auf Endtiefe in Umdrehungen
"nein")

Parameter im Modus "Eingabe einfach"

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● einfach

RP Rückzugsebene mm T Werkzeugname
D Schneidennummer
F Vorschub mm/min
mm/U
S/V Spindeldrehzahl oder kon‐ U/min
stante Schnittgeschwindig‐ m/min
keit

Parameter Beschreibung
Bearbeitungs-posi‐ ● Einzelposition
tion (nur bei G- Bohrung auf programmierte Position bohren
Code)
● Positionsmuster
Position mit MCALL
Z0 (nur bei G-Code) Bezugspunkt Z mm
Bohrtiefe ● Schaft (Bohrtiefe bezogen auf den Schaft)
Es wird so tief eingetaucht, bis der Bohrerschaft den programmierten Wert Z1
erreicht hat. Dabei wird der in der Werkzeugliste eingegebene Winkel berücksichtigt.
● Spitze (Bohrtiefe bezogen auf die Spitze)
Es wird so tief eingetaucht, bis die Bohrerspitze den programmierten Wert Z1 erreicht
hat.
Z1 Bohrtiefe (abs) oder Bohrtiefe bezogen auf Z0 (ink) mm
Es wird so tief eingetaucht, bis Z1 erreicht ist.
DT ● Verweilzeit (auf Endbohrtiefe) in Sekunden s
U
● Verweilzeit (auf Endbohrtiefe) in Umdrehungen

Fräsen
332 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Ausgeblendete Parameter
Folgende Parameter sind ausgeblendet. Sie werden mit festen bzw. über Settingdaten
einstellbaren Werten vorbesetzt.

Parameter Beschreibung Wert In SD einstellbar


PL (nur bei G- Bearbeitungsebene In MD 52005
Code) festgelegt
SC (nur bei G- Sicherheitsabstand 1 mm x
Code)
Anbohren
ZA Tiefe Anbohren
FA Reduzierter Vorschub Anbohren
Durchbohren
ZD Tiefe für Vorschubreduktion
FD Reduzierter Vorschub Durchbohren

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

10.1.4 Reiben (CYCLE85)

Funktion
Mit dem Zyklus "Reiben" fährt das Werkzeug mit der programmierten Spindeldrehzahl und
dem unter F programmierten Vorschub in das Werkstück ein.
Ist der Wert Z1 erreicht und die Verweilzeit abgelaufen, wird beim Reiben mit dem
programmierten Rückzugsvorschub auf die Rückzugsebene zurückgefahren.

An-/Abfahren
1. Das Werkzeug fährt mit G0 auf Sicherheitsabstand vom Bezugspunkt.
2. Das Werkzeug taucht mit dem programmierten Vorschub F in das Werkstück ein, bis die
Endtiefe Z1 erreicht ist.
3. Verweilzeit DT auf Endbohrtiefe.
4. Rückzug auf Rückzugsebene mit programmierten Rückzugsvorschub FR.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 333
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Bohren".

3. Drücken Sie den Softkey "Bohren Reiben".

4. Drücken Sie den Softkey "Reiben"


Das Eingabefenster "Reiben" wird geöffnet.

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


PL Bearbeitungsebene T Werkzeugname
RP Rückzugsebene mm D Schneidennummer
SC Sicherheitsabstand mm F Vorschub mm/min
mm/U
F Vorschub * S/V Spindeldrehzahl oder konstante U/min
Schnittgeschwindigkeit m/min

Parameter Beschreibung Einheit


Bearbeitungs-po‐ ● Einzelposition
sition (nur bei Bohrung auf programmierte Position bohren
G-Code)
● Positionsmuster
Position mit MCALL
Z0 (nur bei G- Bezugspunkt Z mm
Code)
FR (nur bei G- Vorschub beim Rückzug *
Code)
FR (nur bei Shop‐ Vorschub beim Rückzug mm/min
Mill) mm/U
Z1 Bohrtiefe (abs) oder Bohrtiefe bezogen auf Z0 (ink) mm
Es wird so tief eingetaucht, bis Z1 erreicht ist. - (nur bei Zentrierung Spitze)
DT ● Verweilzeit (auf Endbohrtiefe) in Sekunden s
U
● Verweilzeit (auf Endbohrtiefe) in Umdrehungen

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

Fräsen
334 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

10.1.5 Tieflochbohren 1 (CYCLE83)

Funktion
Mit dem Zyklus "Tieflochbohren 1" taucht das Werkzeug mit programmierter Spindeldrehzahl
und Vorschubgeschwindigkeit in mehreren Zustellschritten in das Werkstück ein, bis die Tiefe
Z1 erreicht ist. Sie haben die Möglichkeit, folgende Zustellschritte vorzugeben:
● Anzahl der Zustellungen konstant oder abnehmend (über programmierbaren
Degressionsfaktor)
● Spänebrechen ohne Abheben bzw. Entspanen mit Werkzeugrückzug
● Vorschubfaktor für 1. Zustellung zur Vorschubreduzierung oder Vorschuberhöhung (z. B.
wenn die Bohrung bereits vorgebohrt ist)
● Verweilzeiten
● Tiefe bezogen auf Bohrerschaft oder Bohrerspitze

Eingabe einfach
Sie haben die Möglichkeit, die Fülle der Parameter für einfache Bearbeitungen mit Hilfe des
Auswahlfeldes "Eingabe" auf die wichtigsten Parameter zu reduzieren. In diesem Modus
"Eingabe einfach" erhalten die ausgeblendeten Parameter einen festen, nicht einstellbaren
Wert.

Maschinenhersteller
Verschiedene festgelegte Werte können über Settingdaten vorbelegt werden.
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Wenn es die Programmierung eines Werkstücks erfordert, können Sie über "Eingabe komplett"
sämtliche Parameter einblenden und verändern.

An-/Abfahren beim Späne brechen


1. Das Werkzeug fährt mit G0 auf Sicherheitsabstand vom Bezugspunkt.
2. Das Werkzeug bohrt mit programmierter Spindeldrehzahl und Vorschubgeschwindigkeit
F = F · FD1 [%] bis zur 1. Zustelltiefe.
3. Verweilzeit auf Bohrtiefe DTB.
4. Das Werkzeug fährt zum Späne brechen um den Rückzugsbetrag V2 zurück und bohrt mit
programmierter Vorschubgeschwindigkeit F bis zur nächsten Zustelltiefe.
5. Schritt 4. wird solange wiederholt, bis die Endbohrtiefe Z1 erreicht ist.
6. Verweilzeit auf Endbohrtiefe DT.
7. Das Werkzeug fährt mit Eilgang auf die Rückzugsebene zurück.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 335
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

An-/Abfahren beim Entspanen


1. Das Werkzeug fährt mit G0 auf Sicherheitsabstand vom Bezugspunkt.
2. Das Werkzeug bohrt mit programmierter Spindeldrehzahl und Vorschubgeschwindigkeit
F = F · FD1 [%] bis zur 1. Zustelltiefe.
3. Verweilzeit auf Bohrtiefe DTB.
4. Das Werkzeug fährt zum Entspanen mit Eilgang auf den Sicherheitsabstand aus dem
Werkstück heraus.
5. Verweilzeit im Anfangspunkt DTS.
6. Anfahren der letzten Bohrtiefe mit G0, verringert um den Vorhalteabstand V3.
7. Danach wird bis auf die nächste Zustelltiefe gebohrt.
8. Schritt 4. bis 7. wird solange wiederholt, bis die programmierte Endbohrtiefe Z1 erreicht ist.
9. Verweilzeit auf Endbohrtiefe.
10.Das Werkzeug fährt mit Eilgang auf die Rückzugsebene zurück.

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Bohren".

3. Drücken Sie die Softkeys "Tieflochbohren" und "Tieflochbohren 1".

Das Eingabefenster "Tieflochbohren 1" wird geöffnet.

Parameter im Modus "Eingabe komplett"

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● komplett

PL Bearbeitungsebene T Werkzeugname
RP Rückzugsebene mm D Schneidennummer
SC Sicherheitsabstand mm F Vorschub mm/min
mm/U
S/V Spindeldrehzahl oder kon‐ U/min
stante Schnittgeschwindig‐ m/min
keit

Fräsen
336 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Parameter Beschreibung Einheit


Bearbeitungs- ● Einzelposition
position Bohrung auf programmierte Position bohren.
(nur G-Code) ● Positionsmuster
Position mit MCALL
Z0 (nur G-Code) Bezugspunkt Z mm
Bearbeitung ● Entspanen
Der Bohrer fährt zum Entspanen aus dem Werkstück heraus.
● Spänebrechen
Der Bohrer zieht um Rückzugsbetrag V2 zum Späne brechen zurück.
Bohrtiefe ● Schaft (Bohrtiefe bezogen auf den Schaft)
Es wird so tief eingetaucht, bis der Bohrerschaft den programmierten Wert Z1 erreicht
hat. Dabei wird der in der Werkzeugliste eingegebene Winkel berücksichtigt.
● Spitze (Bohrtiefe bezogen auf die Spitze)
Es wird so tief eingetaucht, bis die Bohrerspitze den programmierten Wert Z1 erreicht
hat.
Z1 Bohrtiefe (abs) oder Bohrtiefe bezogen auf Z0 (ink) mm
Es wird so tief eingetaucht, bis Z1 erreicht ist.
D - (nur G-Code) 1. Bohrtiefe (abs) oder 1. Bohrtiefe bezogen auf Z0 (ink) mm

D - (nur ShopMill) maximale Tiefenzustellung mm


FD1 Prozentsatz für den Vorschub bei der ersten Zustellung %
DF Zustellung:
● Degressionsbetrag, um den jede weitere Zustellung reduziert wird mm
%
● Prozentsatz für jede weitere Zustellung
DF = 100 %: Zustellungsbetrag bleibt gleich
DF < 100 %: Zustellungsbetrag wird in Richtung Endbohrtiefe reduziert
Beispiel: letzte Zustellung war 4 mm; DF beträgt 80 %
nächste Zustellung = 4 x 80 % = 3.2 mm
nächste Zustellung = 3.2 x 80 % = 2.56 mm usw.
V1 minimale Tiefenzustellung - (nur bei DF in %) mm
Der Parameter V1 ist nur dann vorhanden, wenn DF<100 programmiert wurde.
Wird der Zustellungsbetrag sehr klein, kann mit Parameter "V1" eine Mindestzustellung
programmiert werden.
V1 < Zustellungsbetrag: Es wird um den Zustellungsbetrag zugestellt
V1 > Zustellungsbetrag: Es wird mit dem unter V1 programmierten Wert zugestellt.
V2 Rückzugsbetrag nach jeder Bearbeitung – (nur bei Spänebrechen) mm
Betrag, um den der Bohrer beim Spänebrechen zurückgezogen wird.
V2 = 0: Das Werkzeug zieht nicht zurück, sondern bleibt für eine Umdrehung stehen.
Vorhalteabstand ● manuell
(nur bei Entspa‐ Der Vorhalteabstand ist manuell einzugeben.
nen) ● automatisch
Der Vorhalteabstand wird vom Zyklus berechnet.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 337
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Parameter Beschreibung Einheit


V3 Vorhalteabstand mm
(nur bei Entspa‐
nen und Vorhal‐
teabstand "manu‐
ell")
DTB - ● Verweilzeit auf Bohrtiefe in Sekunden s
(nur G-Code) U
● Verweilzeit auf Bohrtiefe in Umdrehungen
DT ● Verweilzeit auf Endbohrtiefe in Sekunden s
U
● Verweilzeit auf Endbohrtiefe in Umdrehungen
DTS - (nur bei Ent‐ ● Verweilzeit zum Entspanen in Sekunden s
spanen) U
● Verweilzeit zum Entspanen in Umdrehungen
(nur G-Code)

Parameter im Modus "Eingabe einfach"

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● einfach

RP Rückzugsebene mm T Werkzeugname
D Schneidennummer
F Vorschub mm/min
mm/U
S/V Spindeldrehzahl oder kon‐ U/min
stante Schnittgeschwindig‐ m/min
keit

Parameter Beschreibung
Bearbeitungs- ● Einzelposition
position Bohrung auf programmierte Position bohren.
● Positionsmuster
Position mit MCALL
Bearbeitung ● Entspanen
Der Bohrer fährt zum Entspanen aus dem Werkstück heraus.
● Spänebrechen
Der Bohrer zieht um Rückzugsbetrag V2 zum Späne brechen zurück.
Z0 (nur bei G-Code) Bezugspunkt Z mm
Z1 Bohrtiefe (abs) oder Bohrtiefe bezogen auf Z0 (ink)
Es wird so tief eingetaucht, bis Z1 erreicht ist.
D - (nur bei G- 1. Bohrtiefe (abs) oder 1. Bohrtiefe bezogen auf Z0 (ink) mm
Code)
D - (nur bei Shop‐ maximale Tiefenzustellung mm
Mill)

Fräsen
338 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Ausgeblendete Parameter
Folgende Parameter sind ausgeblendet. Sie werden mit festen bzw. über Settingdaten
einstellbaren Werten vorbesetzt.

Parameter Beschreibung Wert In SD einstellbar


PL (nur bei G- Bearbeitungsebene In MD 52005
Code) festgelegt
SC (nur bei G- Sicherheitsabstand 1 mm x
Code)
Bohrtiefe Bohrtiefe bezogen auf die Spitze Spitze
FD1 Prozentsatz für den Vorschub bei der ersten Zustellung 90 % x
DF Prozentsatz für jede weitere Zustellung 90 % x
V1 minimale Zustellung 1.2 mm x
V2 Rückzugsbetrag nach jeder Bearbeitung 1.4 mm x
Vorhalteabstand Der Vorhalteabstand wird vom Zyklus berechnet automatisch
DBT Verweilzeit auf Bohrtiefe 0.6 s x
DT Verweilzeit auf Endbohrtiefe 0.6 s x
DTS (nur bei G- Verweilzeit zum Entspanen (nur bei Entspanen) 0.6 s x
Code)

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

10.1.6 Tieflochbohren 2 (CYCLE830)

Funktion
Der Zyklus „Tieflochbohren 2“ deckt die komplette Funktionalität des „Tieflochbohren 1“ ab.
Zusätzlich bietet der Zyklus folgende Funktionen:
● Anbohren mit reduziertem Vorschub
● Berücksichtigung einer Pilotbohrung
● Weicher Anschnitt bei Eintritt ins Material
● Bohren auf Endtiefe mit einem Schnitt
● Durchbohren mit reduziertem Vorschub
● Steuerung für Kühlmittel ein- und ausschalten

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 339
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Eingabe einfach
Sie haben die Möglichkeit, die Fülle der Parameter für einfache Bearbeitungen mit Hilfe des
Auswahlfeldes "Eingabe" auf die wichtigsten Parameter zu reduzieren. In diesem Modus
"Eingabe einfach" erhalten die ausgeblendeten Parameter einen festen, nicht einstellbaren
Wert.

Maschinenhersteller
Verschiedene festgelegte Werte können über Settingdaten vorbelegt werden.
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.
Wenn es die Programmierung eines Werkstücks erfordert, können Sie über "Eingabe komplett"
sämtliche Parameter einblenden und verändern.

An-/Abfahren beim Späne brechen


1. Das Werkzeug fährt mit G0 auf Sicherheitsabstand vom Bezugspunkt.
2. Das Werkzeug bohrt mit programmierter Spindeldrehzahl und Vorschubgeschwindigkeit
F = F · FD1 [%] bis zur 1. Zustelltiefe.
3. Verweilzeit auf Bohrtiefe DTB.
4. Das Werkzeug fährt zum Späne brechen um den Rückzugsbetrag V2 zurück und bohrt mit
programmierter Vorschubgeschwindigkeit F bis zur nächsten Zustelltiefe.
5. Schritt 4. wird solange wiederholt, bis die Endbohrtiefe Z1 erreicht ist.
6. Verweilzeit auf Endbohrtiefe DT.
7. Das Werkzeug fährt mit Eilgang auf die Rückzugsebene zurück.

An-/Abfahren beim Entspanen


1. Das Werkzeug fährt mit G0 auf Sicherheitsabstand vom Bezugspunkt.
2. Das Werkzeug bohrt mit programmierter Spindeldrehzahl und Vorschubgeschwindigkeit
F = F · FD1 [%] bis zur 1. Zustelltiefe.
3. Verweilzeit auf Bohrtiefe DTB.
4. Das Werkzeug fährt zum Entspanen mit Eilgang auf den Sicherheitsabstand aus dem
Werkstück heraus.
5. Verweilzeit im Anfangspunkt DTS.
6. Anfahren der letzten Bohrtiefe mit G0, verringert um den Vorhalteabstand V3.
7. Danach wird bis auf die nächste Zustelltiefe gebohrt.
8. Schritt 4. bis 7. wird solange wiederholt, bis die programmierte Endbohrtiefe Z1 erreicht ist.
9. Das Werkzeug fährt mit Eilgang auf die Rückzugsebene zurück.

Fräsen
340 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Tieflochbohren am Bohrungseintritt
Folgende Varianten stehen Ihnen beim Tieflochbohren 2 zur Verfügung:
● Tielflochbohren mit / ohne Anbohren
● Tielflochbohren mit Pilotbohrung.

Hinweis
Anbohren oder Pilotbohrung schließen einander aus.

Anbohren
Beim Anbohren wird bis zur Anbohrtiefe (ZA) mit reduziertem Vorschub (FA) gearbeitet und
anschließend mit Bohrvorschub. Beim Bohren mit mehreren Zustellungen muss die
Anbohrtiefe zwischen dem Bezugspunkt und der 1. Bohrtiefe liegen.

Durchbohren
Bei einer Durchgangsbohrung wird ab der Restbohrtiefe (ZD) mit reduziertem Vorschub (FD)
gearbeitet.

Pilotbohrung
Der Zyklus berücksichtigt wahlweise die Tiefe einer Pilotbohrung. Diese kann wahlweise mit
abs/ink oder als Vielfaches des Bohrungsdurchmessers (typisch ist z.B. 1.5 bis 5*D)
programmiert werden und wird als vorhanden vorausgesetzt.
Bei vorhandener Pilotbohrung muss die 1. Bohrtiefe zwischen Pilotbohrung und Endbohrtiefe
liegen. In die Pilotbohrung wird mit reduziertem Vorschub und reduzierter Drehzahl
eingefahren, diese Werte sind programmierbar.

Spindeldrehrichtung
Die Drehrichtung der Spindel, mit der in die Pilotbohrung ein- bzw. herausgefahren wird, ist
folgendermaßen programmierbar:
● mit stehender Spindel
● mit rechtsdrehender Spindel
● mit linksdrehender Spindel
Damit wird bei der Verwendung von langen, dünnen Bohrern ein Bohrerbruch vermieden.

Waagerecht Bohren
Beim waagerechten Bohren mit Spiralbohrern gelingt das Eintauchen in die Pilotbohrung
besser, wenn die Schneiden des Bohrers ebenfalls waagerecht stehen. Um das zu
unterstützen, kann die Ausrichtung des Bohrers in der Spindel auf eine bestimmt Position
(SPOS) programmiert werden.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 341
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Vor Erreichen der Pilotbohrungstiefe wird der Vorschub gestoppt, die Drehzahl auf die
Drehzahl beim Bohren erhöht und das Kühlmittel eingeschaltet.

Weicher Anschnitt ins Material


Je nach Werkzeug und Material kann der Eintritt ins Material beeinflusst werden.
● Auf einer programmierbaren ersten Wegstrecke wird der Anbohrvorschub eingehalten.
● Eine weitere programmierbare Wegstrecke dient zur stufenlosen Erhöhung des Vorschubs
(mit FLIN) auf Bohrvorschub.
● Bei Spänebrechen/Entspanen wirkt dieser Mechanismus bei jedem Anschnitt erneut. Das
bedeutet, beim Entspanen wirkt kein Vorhalteabstand (V3) und beim Spänebrechen
wirkt nicht der Rückzugsbetrag (V2). Diese Parameter werden in der Maske nicht
angezeigt. In diesen Fällen wirkt die Tiefe (ZS1) vom weichen Anschnitt als
„Vorhalteabstand“ bzw. als „Rückzugsbetrag“.

Tieflochbohren am Bohrungsaustritt
Wenn beim Durchbohren der Austritt schräg zur Werkzeugachse liegt, ist es zweckmäßig, den
Vorschub zu reduzieren.
● Durchbohren „nein“
Bis auf die Endbohrtiefe wird mit Bearbeitungsvorschub gebohrt. Sie haben dann die
Möglichkeit, eine Verweilzeit auf Bohrtiefe zu programmieren.
● Durchbohren „ja“
Bis zur Restbohrtiefe programmieren Sie das Bohren mit Bohrvorschub, ab dann mit
reduziertem Vorschub .
Der Vorschub wird nicht gestoppt, sondern es wird mit FLIN (Vorschub verläuft
linear) gearbeitet, um ein Aufschwingen des Bohrers zu verhindern.

Rückzug
Der Rückzug kann wahlweise auf Pilotbohrtiefe oder auf Rückzugsebene erfolgen.
● Der Rückzug auf Rückzugsebene erfolgt mit G0 oder Vorschub, programmierbarer
Drehzahl sowie Drehrichtung bzw. stehender Spindel.
● Bei Rückzug auf Pilotbohrtiefe erfolgen anschließend Herausfahren und Hineinfahren mit
den gleichen Daten.
Hinweis
Spindeldrehrichtung
Die Spindeldrehrichtung wird nicht umgekehrt, jedoch ggf. angehalten.

Fräsen
342 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Kühlmittel
Die Technologie und Werkzeuge erfordern es, dass auch im G-Code die Steuerung für das
Kühlmittel unterstützt wird.
● Kühlmittel ein
Auf Z0 + Sicherheitsabstand bzw. auf Pilotbohrtiefe (wenn mit Pilotbohrung gearbeitet wird)
einschalten
● Kühlmittel aus
Immer auf Endbohrtiefe ausschalten
● Programmierung im G-Code
Ein ausführbarer Satz (M-Befehl oder UP- Aufruf), der als String programmiert werden kann.

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Bohren".

3. Drücken Sie die Softkeys "Tieflochbohren" und "Tieflochbohren 2".

Das Eingabefenster "Tieflochbohren 2" wird geöffnet.

Parameter im Modus "Eingabe komplett"

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● komplett

PL Bearbeitungsebene
RP Rückzugsebene mm T Werkzeugname
SC Sicherheitsabstand mm D Schneidennummer
F Vorschub mm/min F Vorschub mm/min
mm/U mm/U
S/V S/V Spindeldrehzahl oder konstan‐ U/min
te Schnittgeschwindigkeit m/min
Spindeldrehrichtung
Spindeldrehzahl oder kon‐ U/min
stante Schnittgeschwindig‐ Weg/min
keit

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 343
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Parameter Beschreibung Einheit


Bearbeitungs- ● Einzelposition
position Bohrung auf programmierte Position bohren
(nur G-Code) ● Positionsmuster mit MCALL
Z0 (nur G- Bezugspunkt Z mm
Code)
Bohrtiefe ● Schaft (Bohrtiefe bezogen auf den Schaft)
Es wird so tief eingetaucht, bis der Bohrerschaft den programmierten Wert Z1
erreicht hat. Dabei wird der in der Werkzeugliste eingegebene Winkel
berücksichtigt.
● Spitze (Bohrtiefe bezogen auf die Spitze)
Es wird so tief eingetaucht, bis die Bohrerspitze den programmierten Wert Z1
erreicht hat.
Z1 Endbohrtiefe (abs) oder Endbohrtiefe bezogen auf Z0 (ink) mm
Es wird so tief eingetaucht, bis Z1 erreicht ist.
Kühlmittel ein - M-Funktion zum Einschalten des Kühlmittels
(nur G-Code)
Technologie Auswahl des Bohrvorschubs
am Bohrungs‐ ● ohne Anbohren
eintritt Bohren mit Vorschub F
● mit Anbohren
Anbohren mit Vorschub FA
● mit Pilotbohrung
Eintauchen in Pilotbohrung mit Vorschub FP
ZP - ( nur bei Pi‐ Tiefe der Pilotbohrung als Faktor des Bohrdurchmessers *Ø
lotbohrung) Tiefe der Pilotbohrung bezogen auf Z0 (ink) oder Tiefe der Pilotbohrung (abs) mm

FP - ( nur bei Anschnittvorschub in Prozent vom Bohrschub %


Pilotbohrung) Anschnittvorschub (ShopMill) mm/U oder mm/min
Anschnittvorschub (G-Code) Weg/min oder Weg/
U
SP Spindelposition beim Anfahren (Spindel aus) Grad
(nur bei Pilot‐
bohrung)
ZA - (nur bei An‐ Anbohrtiefe (abs) oder Anbohrtiefe bezogen auf Z0 (ink) mm
bohren)

FA - (nur bei An‐ Vorschub Anbohren in Prozent vom Bohrvorschub %


bohren) Vorschub zum Anbohren (ShopMill) mm/min oder mm/U
Vorschub zum Anbohren (G-Code) Weg/min oder Weg/
U
Weicher An‐ ● ja
schnitt Weicher Anschnitt mit Vorschub FS
● nein
Anschnitt mit Bohrvorschub

Fräsen
344 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Parameter Beschreibung Einheit


ZS1 Tiefe jedes Anschnitts mit konstantem Anschnittsvorschub FS (ink) mm
(nur bei Wei‐
cher Anschnitt
"ja")
ZS2 Tiefe jedes Anschnitts für die Vorschuberhöhung (ink) mm
(nur bei Wei‐
cher Anschnitt
"ja")
FS Anschnittvorschub in Prozent vom Bohrvorschub %
(nur bei Wei‐ Anschnittvorschub (ShopTurn) mm/min oder mm/U
cher Anschnitt
"ja") Anschnittvorschub (G-Code) Weg/min oder Weg/
U

Bohr- ● 1 Schnitt
unterbrechung ● Spänebrechen
● Entspanen
● Spänebrechen und Entspanen
D 1. Bohrtiefe (abs) oder 1. Bohrtiefe bezogen auf Z0 (ink) mm
FD1 Prozentsatz für den Vorschub bei der ersten Zustellung %
DF Zustellung:
● Degressionsbetrag, um den jede weitere Zustellung reduziert wird mm
%
● Prozentsatz für jede weitere Zustellung
DF = 100 %: Zustellungsbetrag bleibt gleich
DF < 100 %: Zustellungsbetrag wird in Richtung Endbohrtiefe reduziert
Beispiel: letzte Zustellung war 4 mm; DF beträgt 80 %
nächste Zustellung = 4 x 80 % = 3.2 mm
nächste Zustellung = 3.2 x 80 % = 2.56 mm usw.
V1 minimale Zustellung - (nur bei DF in %) mm
Der Parameter V1 ist nur dann vorhanden, wenn DF<100 programmiert wurde.
Wird der Zustellungsbetrag sehr klein, kann mit Parameter "V1" eine Mindestzustel‐
lung programmiert werden.
V1 < Zustellungsbetrag: Es wird um den Zustellungsbetrag zugestellt
V1 > Zustellungsbetrag: Es wird mit dem unter V1 programmierten Wert zugestellt.
V2 Rückzugsbetrag nach jeder Bearbeitung mm
(nur bei Späne‐ Betrag, um den der Bohrer beim Spänebrechen zurückgezogen wird.
brechen und V2 = 0: Das Werkzeug zieht nicht zurück, sondern bleibt für eine Umdrehung stehen.
Weicher An‐
schnitt "nein")
DTB ● Verweilzeit auf Bohrtiefe in Sekunden s
U
● Verweilzeit auf Bohrtiefe in Umdrehungen
Vorhalteab‐ ● manuell
stand Der Vorhalteabstand ist manuell einzugeben.
(nur bei Entspa‐ ● automatisch
nen und Wei‐ Der Vorhalteabstand wird vom Zyklus berechnet.
cher Anschnitt
"nein")

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 345
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Parameter Beschreibung Einheit


V3 - (nur bei Vorhalteabstand (ink) mm
Vorhalteab‐
stand "manu‐
ell")
N - ( nur bei Anzahl der Spanbrechhübe vor jedem Entspanen
"Spänebrechen
und Entspa‐
nen")
Rückzug zum ● Entspanen auf Pilotbohrungstiefe
Entspanen ● Entspanen auf Sicherheitsabstand
DTS ● Verweilzeit zum Entspanen in Sekunden s
U
● Verweilzeit zum Entspanen in Umdrehungen
Durchbohren ● ja
Durchbohren mit Vorschub FD
● nein
ZD - (nur bei Tiefe für Vorschubreduktion (abs) oder Tiefe für Vorschubreduktion bezogen auf Z1 mm
Durchbohren (ink)
"ja")
FD - (nur bei Vorschub zum Durchbohren bezogen auf Bohrvorschub F %
Durchbohren Vorschub zum Durchbohren (ShopTurn) mm/min oder mm/U
"ja")
Vorschub zum Durchbohren (G-Code) Weg/min oder Weg/
U
DT - (nur bei ● Verweilzeit auf Endtiefe in Sekunden s
Durchbohren U
● Verweilzeit auf Endtiefe in Umdrehungen
"nein")
Rückzug ● Rückzug auf Pilotbohrungstiefe
● Rückzug auf Rückzugsebene
FR Rückzug im Eilgang
Spindeldreh‐ ●
richtung beim Rückzug mit stehender Spindel
Rückzug


SR / VR ● Spindeldrehzahl beim Rückzug bezogen auf die Bohrdrehzahl %
(nur bei ausge‐ ● Spindeldrehzahl beim Rückzug U/min
wählter Spindel‐
● konstante Schnittgeschwindigkeit VR beim Rückzug m/min
drehrichtung)

Kühlmittel aus - M-Funktion zum Ausschalten des Kühlmittels


(nur G-Code)

Fräsen
346 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Parameter im Modus "Eingabe einfach"

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● einfach

RP Rückzugsebene mm T Werkzeugname
D Schneidennummer
F Vorschub mm/min F Vorschub mm/min
mm/U mm/U
S/V Spindeldrehzahl oder U/min S/V Spindeldrehzahl oder kon‐ U/min
konstante Schnittge‐ m/min stante Schnittgeschwindig‐ m/min
schwindigkeit keit

Parameter Beschreibung Einheit


Bearbeitungs- ● Einzelposition
position Bohrung auf programmierte Position bohren.
(nur bei G- ● Positionsmuster mit MCALL
Code)
Z0 (nur bei G- Bezugspunkt Z
Code)
Z1 Endbohrtiefe (abs) oder Endbohrtiefe bezogen auf Z0 (ink) mm
Es wird so tief eingetaucht, bis Z1 erreicht ist.
Kühlmittel ein - M-Funktion zum Einschalten des Kühlmittels
(nur G-Code)
ZP Tiefe der Pilotbohrung als Faktor des Bohrdurchmessers *Ø
Tiefe der Pilotbohrung bezogen auf Z0 (ink) oder Tiefe der Pilotbohrung (abs) mm
FP Anschnittvorschub in Prozent vom Bohrschub - (nur bei Pilotbohrung) %
Anschnittvorschub (ShopMill) mm/U oder mm/
Anschnittvorschub (G-Code) min
Weg/min oder
Weg/U
SP Spindelposition beim Anfahren (Spindel aus) Grad
(nur bei Pilotboh‐
rung)
Weicher An‐ ● ja
schnitt Weicher Anschnitt mit Vorschub FS
● nein
Anschnitt mit Bohrvorschub
ZS1 - (nur bei Anschnittstiefe (abs) oder Tiefe des Anschnitts mit konstantem Anschnittsvorschub mm
Weicher An‐ FS (ink)
schnitt "ja")

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 347
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Parameter Beschreibung Einheit


ZS2 -(nur bei Anschnittstiefe (abs) oder Tiefe jedes Anschnitts für die Vorschuberhöhung (ink) mm
Weicher An‐
schnitt "ja")

FS Anschnittvorschub in Prozent vom Bohrvorschub %


mm/min oder mm/
U
Weg/min oder
Weg/U
Durchbohren ● ja
Durchbohren mit Vorschub FD
● nein
ZD - (nur bei Tiefe für Vorschubreduktion (abs) oder Tiefe für Vorschubreduktion bezogen auf Z1 mm
Durchbohren (ink)
"ja")

FD - (nur bei Vorschub zum Durchbohren (abs) oder mm/min


Durchbohren Vorschub zum Durchbohren bezogen auf Bohrvorschub F %
"ja")

Kühlmittel aus - M-Funktion zum Ausschalten des Kühlmittels


(nur G-Code)

Ausgeblendete Parameter
Folgende Parameter sind ausgeblendet. Sie werden mit festen bzw. über Settingdaten
einstellbaren Werten vorbesetzt.

Parameter Beschreibung Wert In SD einstellbar


PL (nur bei G- Bearbeitungsebene In MD 52005
Code) festgelegt
SC (nur bei G- Sicherheitsabstand 1 mm x
Code)
Bohrtiefe Bohrtiefe bezogen auf den Schaft oder Spitze Spitze
Bohrungseintritt Technologie am Bohrungseintritt mit Pilotboh‐
rung
ZA Tiefe Anbohren (ink) 1mm
FA Vorschub Anbohren 50 %
Bohr- ● 1 Schnitt
unterbrechung ● Spänebrechen
● Entspanen
● Spänebrechen und Entspanen
D 1. Bohrtiefe bezogen auf Z0 (ink) 10 mm

Fräsen
348 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Parameter Beschreibung Wert In SD einstellbar


FD1 Prozentsatz für den Vorschub bei der ersten Zustellung
DF Prozentsatz für den Vorschub für jede weitere Zustellung 90 %
Zustellungsbetrag wird in Richtung Endbohrtiefe immer weiter
reduziert
V1 minimale Zustellung 2 mm
V1 < Zustellungsbetrag: Es wird um den Zustellungsbetrag
zugestellt
V1 > Zustellungsbetrag: Es wird mit dem unter V1 program‐
mierten Wert zugestellt.
V2 Rückzugsbetrag nach jeder Bearbeitung 1 mm
Vorhalteabstand Der Vorhalteabstand wird vom Zyklus berechnet. automatisch
DTB Verweilzeit auf jeder Bohrtiefe 0,6 s
N - ( nur bei "Spä‐ Anzahl der Spanbrechhübe vor jedem Entspanen 1
nebrechen und Ent‐
spanen")
Rückzug zum Ent‐ Entspanen auf Pilotbohrungstiefe oder Sicherheitsabstand Sicherheits‐
spanen abstand
DTS Verweilzeit zum Entspanen in Sekunden 0,6 s
DT - (nur bei Durch‐ Verweilzeit auf Endtiefe in Sekunden 0,6 s
bohren "nein")
Rückzug Rückzug auf Pilotbohrungstiefe oder auf Rückzugsebene Pilotboh‐
rungstiefe
FR Rückzug im Eilgang
Spindeldrehrich‐ M5
tung beim Rückzug

SR (nur bei ausge‐ Spindeldrehzahl beim Rückzug bezogen auf die Bohrdrehzahl 10 %
wählter Spindel‐
drehrichtung)

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Abgaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 349
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

10.1.7 Ausdrehen (CYCLE86)

Funktion
Mit dem Zyklus "Ausdrehen" fährt das Werkzeug unter Berücksichtigung von Rückzugsebene
und Sicherheitsabstand mit Eilgang auf die programmierte Position. Danach taucht das
Werkzeug mit dem programmierten Vorschub (F) bis zur programmierten Tiefe (Z1) ein. Es
erfolgt ein orientierter Spindelhalt mit dem SPOS-Befehl. Nach Ablauf einer Verweilzeit erfolgt
der Werkzeugrückzug wahlweise mit oder ohne Abheben des Werkzeugs.

Hinweis
Wird vor der Bearbeitung zum Beispiel mittels CYCLE800 geschwenkt oder wurde gespiegelt,
dann ist der SPOS-Befehl so anzupassen, dass die Spindelposition synchron wirkt mit DX und
DY.

Abheben
Beim Abheben bestimmen Sie den Abhebebetrag D und den Werkzeugorientierungswinkel α.

Hinweis
Der Zyklus "Ausdrehen" kann dann angewendet werden, wenn die zum Bohren vorgesehene
Spindel technisch in der Lage ist, in den lagegeregelten Spindelbetrieb zu gehen.

An-/Abfahren
1. Das Werkzeug fährt mit G0 auf Sicherheitsabstand vom Bezugspunkt.
2. Fahren auf Endbohrtiefe mit G1 und der vor Zyklusaufruf programmierten Drehzahl und
Vorschubgeschwindigkeit.
3. Verweilzeit auf Endbohrtiefe.
4. Orientierter Spindelhalt auf der unter SPOS programmierten Spindelposition.
5. Bei Auswahl "Abheben" fährt die Schneide in bis zu 3 Achsen mit G0 vom Bohrungsrand
frei.
6. Rückzug mit G0 auf den Sicherheitsabstand vom Bezugspunkt.
7. Rückzug auf Rückzugsebene mit G0 auf Bohrposition in den beiden Achsen der Ebene
(Koordinaten des Bohrungsmittelpunktes).

Fräsen
350 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Bohren".

3. Drücken Sie den Softkey "Ausdrehen".


Das Eingabefenster "Ausdrehen" wird geöffnet.

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


PL Bearbeitungsebene T Werkzeugname
RP Rückzugsebene mm D Schneidennummer
SC Sicherheitsabstand mm F Vorschub mm/min
mm/U
S/V Spindeldrehzahl oder konstante U/min
Schnittgeschwindigkeit m/min

Parameter Beschreibung Einheit


Bearbeitungs-po‐ ● Einzelposition
sition (nur bei Bohrung auf programmierte Position bohren
G-Code)
● Positionsmuster
Position mit MCALL
Z0 (nur bei G- Bezugspunkt Z mm
Code)
DIR Drehrichtung
(nur bei G- ●
Code) ●
Z1 Bohrtiefe (abs) oder Bohrtiefe bezogen auf Z0 (ink) mm
DT ● Verweilzeit auf Endbohrtiefe in Sekunden s
U
● Verweilzeit auf Endbohrtiefe in Umdrehungen
SPOS Spindel Stop-Position Grad
Abhebemodus ● nicht abheben
Die Schneide fährt nicht frei, sondern fährt mit Eilgang auf die Rückzugsebene zurück.
● abheben
Die Schneide fährt vom Bohrungsrand frei und zieht dann auf Sicherheitsabstand
vom Bezugspunkt zurück und positioniert anschließend auf Rückzugsebene und
Bohrungsmittelpunkt.
DX (nur G-Code) Abhebebetrag in X-Richtung (inkrementell) - (nur bei abheben) mm
DY (nur G-Code) Abhebebetrag in Y-Richtung (inkrementell) - (nur bei abheben) mm
DZ (nur G-Code) Abhebebetrag in Z-Richtung (inkrementell) - (nur bei abheben) mm
D (nur ShopMill) Abhebebetrag (inkrementell) - (nur bei abheben) mm

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 351
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

10.1.8 Gewindebohren (CYCLE84, 840)

Funktion
Mit dem Zyklus "Gewindebohren" können Sie ein Innengewinde bohren.
Das Werkzeug fährt mit der aktiven Drehzahl und Eilgang auf Sicherheitsabstand. Es erfolgt
Spindelstop, Spindel und Vorschub werden synchronisiert. Anschließend taucht das
Werkzeug mit der programmierten Drehzahl (abhängig von %S) in das Werkstück ein.
Sie können wählen, ob Sie in einem Schnitt bohren, Späne brechen oder zum Entspanen aus
dem Werkstück herausfahren möchten.
Je nach Auswahl im Feld "Modus Ausgleichsfutter" werden alternativ folgende Zyklenaufrufe
generiert:
● mit Ausgleichsfutter: CYCLE840
● ohne Ausgleichsfutter: CYCLE84
Beim Gewindebohren mit Ausgleichsfutter wird das Gewinde in einem Schnitt hergestellt. Der
CYCLE84 ermöglicht das Gewindebohren in mehreren Schnitten wenn die Spindel mit einem
Messsystem ausgestattet ist.

Eingabe einfach (nur bei G-Code-Programmen)


Sie haben die Möglichkeit, die Fülle der Parameter für einfache Bearbeitungen mit Hilfe des
Auswahlfeldes "Eingabe" auf die wichtigsten Parameter zu reduzieren. In diesem Modus
"Eingabe einfach" erhalten die ausgeblendeten Parameter einen festen, nicht einstellbaren
Wert.

Maschinenhersteller
Verschiedene festgelegte Werte können über Settingdaten vorbelegt werden.
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.
Wenn es die Programmierung eines Werkstücks erfordert, können Sie über "Eingabe komplett"
sämtliche Parameter einblenden und verändern.

An-/Abfahren CYCLE840 - mit Ausgleichsfutter


1. Das Werkzeug fährt mit G0 auf Sicherheitsabstand vom Bezugspunkt.
2. das Werkzeug bohrt mit G1 und programmierter Spindeldrehzahl und -drehrichtung bis auf
Tiefe Z1. Der Vorschub F wird aus Drehzahl und Steigung zyklusintern berechnet.
3. Es erfolgt Drehrichtungsumkehr.
4. Verweilzeit auf Endbohrtiefe.
5. Rückzugsbewegung bis auf Sicherheitsabstand mit G1.
6. Drehrichtungsumkehr oder Spindelstop.
7. Rückzug auf Rückzugsebene mit G0.

Fräsen
352 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

An-/Abfahren CYCLE84 - ohne Ausgleichsfutter im Modus "1 Schnitt"


1. Fahren mit G0 auf Sicherheitsabstand vom Bezugspunkt.
2. Spindel wird synchronisiert und mit der programmierten Drehzahl (abhängig von %S)
eingeschaltet.
3. Gewindebohren bei Spindel-Vorschub-Synchronisation bis Z1.
4. Spindelstop und Verweilzeit auf Bohrtiefe.
5. Spindelreversieren nach Ablauf der Verweilzeit.
6. Rückzug mit aktiver Spindelrückzugsdrehzahl (abhängig von %S) auf Sicherheitsabstand
7. Spindelstop.
8. Rückzug auf Rückzugsebene mit G0.

An-/Abfahren CYCLE84 - ohne Ausgleichsfutter im Modus "Entspanen"


1. Das Werkzeug bohrt mit der programmierten Spindeldrehzahl S (abhängig von %S) bis zur
1. Zustelltiefe (maximale Zustelltiefe D).
2. Spindelstop und Verweilzeit DT.
3. Das Werkzeug fährt zum Entspanen mit der Spindeldrehzahl SR auf den
Sicherheitsabstand aus dem Werkstück heraus.
4. Spindelstop und Verweilzeit DT.
5. Anschließend bohrt das Werkzeug mit Spindeldrehzahl S bis auf die nächste Zustelltiefe.
6. Schritte 2. bis 5. werden solange wiederholt, bis die programmierte Endbohrtiefe Z1 erreicht
ist.
7. Nach Ablauf der Verweilzeit DT fährt das Werkzeug mit der Spindeldrehzahl SR bis auf
Sicherheitsabstand heraus. Es erfolgt Spindelstop und Rückzug auf Rückzugsebene.

An-/Abfahren CYCLE84 - ohne Ausgleichsfutter im Modus "Spänebrechen"


1. Das Werkzeug bohrt mit der programmierten Spindeldrehzahl S (abhängig von %S) bis zur
1. Zustelltiefe (maximale Zustelltiefe D).
2. Spindelstop und Verweilzeit DT.
3. Das Werkzeug fährt zum Späne brechen um den Rückzugsbetrag V2 zurück.
4. Danach bohrt das Werkzeug mit der Spindeldrehzahl S (abhängig von %S) bis zur nächsten
Zustelltiefe.
5. Schritte 2. bis 4. werden solange wiederholt, bis die programmierte Endbohrtiefe Z1 erreicht
ist.
6. Nach Ablauf der Verweilzeit DT fährt das Werkzeug mit der Spindeldrehzahl SR bis auf
Sicherheitsabstand heraus. Es erfolgt Spindelstop und Rückzug auf Rückzugsebene.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 353
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Bohren".

3. Drücken Sie die Softkeys "Gewinde" und "Gewinde bohren".


Das Eingabefenster "Gewindebohren" wird geöffnet.

Parameter im Modus "Eingabe komplett"

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe (nur bei G-Code) ● komplett

PL Bearbeitungsebene T Werkzeugname
RP Rückzugsebene mm D Schneidennummer
SC Sicherheitsabstand mm S/V Spindeldrehzahl oder konstante U/min
Schnittgeschwindigkeit m/min

Parameter Beschreibung Einheit


Modus Aus‐ ● mit Ausgleichsfutter
gleichsfutter ● ohne Ausgleichsfutter

Bearbeitungs-po‐ ● Einzelposition
sition (nur bei Bohrung auf programmierte Position bohren
G-Code)
● Positionsmuster
Position mit MCALL
Z0 (nur bei G- Bezugspunkt Z mm
Code)
Z1 Endpunkt des Gewindes (abs) oder Gewindelänge (ink) mm
Es wird so tief eingetaucht, bis Z1 erreicht ist.

Fräsen
354 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Parameter Beschreibung Einheit


Bearbeitung - (mit Folgende technologische Bearbeitungen bei Gewindebohren sind wählbar:
Ausgleichsfutter) ● mit Geber
Gewindebohren mit Spindelgeber
● ohne Geber
Gewindebohren ohne Spindelgeber - folgende Felder werden eingeblendet:
– Auswahl des Parameters "Steigung" (nur G-Code)
– Eingabe des Parameters "DT" (nur ShopMill)
Hinweis:
Bei ShopMill wird das Auswahlfeld nur angezeigt, wenn Gewindebohren ohne Geber
freigegeben ist.
Beachten Sie hierzu die Hinweise Ihres Maschinenherstellers.
SR (nur bei Shop‐ Spindeldrehzahl für Rückzug - (nur bei S) U/min
Mill)
VR (nur bei Shop‐ konstante Schnittgeschwindigkeit für Rückzug - (nur bei V) m/min
Mill)
Steigung - (nur ● Anwendereingabe
Bearbeitung ohne Steigung ergibt sich aus der Eingabe
Geber)
● aktiver Vorschub
(nur bei G-Code) Steigung ergibt sich aus dem Vorschub

Gewinde Drehrichtung des Gewindes


● Rechtsgewinde
(nur bei G-Code) ● Linksgewinde
(nur im Modus "ohne Ausgleichsfutter")
Tabelle Auswahl der Gewindetabelle:
● ohne
● ISO metrisch
● Whitworth BSW
● Whitworth BSP
● UNC
Auswahl Auswahl Tabellenwert: z. B.
● M3; M10; usw. (ISO metrisch)
● W3/4"; usw. (Whitworth BSW)
● G3/4"; usw. (Whitworth BSP)
● 1" - 8 UNC; usw. (UNC)
P Gewindesteigung ...
- (Auswahl- ● in MODUL: MODUL = Steigung/π MODUL
möglichkeit nur Gänge/"
● in Gänge pro Zoll: Beispielsweise üblich bei Rohrgewinden.
bei Tabelle Aus‐
Bei der Eingabe pro Zoll tragen Sie in das erste Parameterfeld die ganze Zahl vor
wahl "ohne")
dem Komma ein und in das zweite und dritte Feld die Nachkommazahl als Bruch. mm/U
● in mm/U in/U
● in inch/U
Die Gewindesteigung ist abhängig vom verwendeten Werkzeug.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 355
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Parameter Beschreibung Einheit


αS Startwinkelversatz - (nur bei Gewindebohren ohne Ausgleichsfutter) Grad
(nur bei G-Code)
S Spindeldrehzahl - (nur bei Gewindebohren ohne Ausgleichsfutter) U/min
(nur bei G-Code)
Bearbeitung Folgende technologische Bearbeitungen sind wählbar:
● 1 Schnitt
(nicht im Modus Das Gewinde wird in einem Schnitt, ohne Unterbrechung gebohrt.
"mit Ausgleichs‐ ● Spänebrechen
futter") Der Bohrer zieht um Rückzugsbetrag V2 zum Spänebrechen zurück.
● Entspanen
Der Bohrer fährt zum Entspanen aus dem Werkstück heraus.
D maximale Tiefenzustellung - (nur bei ohne Ausgleichsfutter, Entspanen oder Spänebre‐ mm
chen)
Rückzug Rückzugsbetrag - (nur bei Spänebrechen)
● manuell
Rückzugsbetrag nach jeder Bearbeitung (V2)
● automatisch
Das Werkzeug zieht um eine Umdrehung zurück.
V2 Rückzugsbetrag nach jeder Bearbeitung - (nur bei ohne Ausgleichsfutter, Spänebrechen mm
und Rückzug manuell)
Betrag, um den der Bohrer beim Späne brechen zurückgezogen wird.
DT (bei ShopMill Verweilzeit in Sekunden: s
nur im Modus "mit ● ohne Ausgleichfutter
Ausgleichfutter
ohne Geber") – 1 Schnitt: Verweilzeit auf Endbohrtiefe
– Spänebrechen: Verweilzeit auf Bohrtiefe
– Entspanen: Verweilzeit auf Bohrtiefe und nach Rückzug
● mit Ausgleichfutter
– mit Geber: Verweilzeit nach dem Bohren
– ohne Geber: Verweilzeit auf Endbohrtiefe
SR (nur bei G- Spindeldrehzahl für Rückzug - (nur bei ohne Ausgleichsfutter) U/min
Code)
SDE (nur bei G- Drehrichtung nach Zyklusende:
Code) ●

Fräsen
356 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Parameter Beschreibung Einheit


Technologie Anpassung der Technologie:
● ja
– Genauhalt
– Vorsteuerung
– Beschleunigung
– Spindel
● nein
Hinweis:
Die Technologiefelder werden nur angezeigt, wenn deren Anzeige freigeschaltet ist.
Beachten Sie hierzu die Hinweise Ihres Maschinenherstellers.
Genauhalt (nur ● leer: Verhalten wie es vor dem Zyklusaufruf war
bei Technologie ● G601: Satzweiterschaltung bei Genauhalt fein
ja)
● G602: Satzweiterschaltung bei Genauhalt grob
● G603: Satzweiterschaltung wenn Sollwert erreicht ist
Vorsteuerung ● leer: Verhalten wie es vor dem Zyklusaufruf war
(nur bei Technolo‐ ● FFWON: mit Vorsteuerung
gie ja)
● FFWOF: ohne Vorsteuerung
Beschleunigung (nur im Modus "ohne Ausgleichsfutter")
(nur bei Technolo‐ ● leer: Verhalten wie es vor dem Zyklusaufruf war
gie ja)
● SOFT: ruckbegrenzte Beschleunigung der Achsen
● BRISK: sprunghafte Beschleunigung der Achsen
● DRIVE: reduzierte Beschleunigung der Achsen
Spindel (nur bei (nur im Modus "ohne Ausgleichsfutter")
Technologie ja) ● drehzahlge.: Spindel bei MCALL: Drehzahlgeregelter Betrieb
● lagegeregelt: Spindel bei MCALL: Lagegeregelter Betrieb

Parameter im Modus "Eingabe einfach" (nur bei G-Code-Programm)

Parameter G-Code Programm


Eingabe (nur bei G-Code) ● einfach

RP Rückzugsebene mm

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 357
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Parameter Beschreibung
Modus Ausgleichs‐ ● mit Ausgleichsfutter
futter
● ohne Ausgleichsfutter
Bearbeitungs- ● Einzelposition
position Bohrung auf programmierte Position bohren.
● Positionsmuster
Position mit MCALL
Z0 Bezugspunkt Z mm
Z1 Endpunkt des Gewindes (abs) oder Gewindelänge (ink) mm
Es wird so tief eingetaucht, bis Z1 erreicht ist.
Bearbeitung - (mit ● mit Geber
Ausgleichsfutter) Gewindebohren mit Spindelgeber
● ohne Geber
Gewindebohren ohne Spindelgeber; Auswahl:
- Parameter "Steigung" festlegen
SR Spindeldrehzahl für Rückzug - (nur bei S) U/min
VR konstante Schnittgeschwindigkeit für Rückzug - (nur bei V) m/min
Steigung - (nur Be‐ ● Anwendereingabe
arbeitung ohne Ge‐ Steigung ergibt sich aus der Eingabe
ber)
● aktiver Vorschub
Steigung ergibt sich aus dem Vorschub
Gewinde Drehrichtung des Gewindes
● Rechtsgewinde
● Linksgewinde
(nur im Modus "ohne Ausgleichsfutter)
Auswahl Auswahl Tabellenwert: z.B.
● M3; M10; usw. (ISO metrisch)
● W3/4; usw. (Whitworth BSW)
● G3/4; usw. (Withworth BSP)
● 1" - 8 UNC; usw. (UNC)
P Gewindesteigung ...
● in MODUL: MODUL = Steigung/π MODUL
Gänge/"
● in Gänge pro Zoll: Beispielsweise üblich bei Rohrgewinden.
Bei der Eingabe pro Zoll tragen Sie in das erste Parameterfeld die ganze Zahl vor
dem Komma ein und in das zweite und dritte Feld die Nachkommazahl als Bruch. mm/U
in/U
● in mm/U
● in inch/U
Die Gewindesteigung ist abhängig vom verwendeten Werkzeug
S Spindeldrehzahl - (nur bei Gewindebohren ohne Ausgleichsfutter)

Fräsen
358 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Parameter Beschreibung
Bearbeitung Folgende technologische Bearbeitungen sind wählbar:
(nicht bei "mit Aus‐ ● 1 Schnitt
gleichsfutter") Das Gewinde wird in einem Schnitt, ohne Unterbrechung gebohrt.
● Spänebrechen
Der Bohrer zieht um Rückzugsbetrag V2 zum Spänebrechen zurück.
● Entspanen
Der Bohrer fährt zum Entspanen aus dem Werkstück heraus.
D 1. Bohrtiefe (abs) oder 1. Bohrtiefe bezogen auf Z0 (ink) mm
SR Spindeldrehzahl für Rückzug - (nur bei "ohne Ausgleichsfutter) U/min

Ausgeblendete Parameter
Folgende Parameter sind ausgeblendet. Sie werden mit festen bzw. über Settingdaten
einstellbaren Werten vorbesetzt.

Parameter Beschreibung Wert In SD einstellbar


PL Bearbeitungsebene In MD 52005
festgelegt
SC Sicherheitsabstand 1 mm x
Tabelle Auswahl der Gewindetabelle ohne
αS Startwinkelversatz 0°
Rückzug Ohne Rückzugsbetrag nach jeder Bearbeitung - (nur bei Spä‐ automatisch
nebrechen)
DT Verweilzeit auf Endbohrtiefe 0.6 s x
SDE Drehrichtung nach Zyklusende

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

10.1.9 Bohrgewindefräsen (CYCLE78)

Funktion
Mit einem Bohrgewindefräser kann ein Innengewinde mit bestimmter Tiefe und Steigung in
einem Arbeitsgang hergestellt werden. D.h. für das Bohren und Gewindefräsen wird dasselbe
Werkzeug verwendet, ein zusätzlicher Werkzeugwechsel entfällt.
Das Gewinde kann als Rechts- oder Linksgewinde gefertigt werden.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 359
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

An-/Abfahren
1. Das Werkzeug fährt mit Eilgang auf den Sicherheitsabstand.
2. Wenn ein Anbohren gewünscht ist, fährt das Werkzeug mit verringertem Bohrvorschub auf
die in einem Settingdatum festgelegte Anbohrtiefe (ShopMill/ShopTurn). Bei G-Code-
Programmierung ist die Anbohrtiefe über einen Eingabeparameter programmierbar.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

1. Das Werkzeug bohrt mit Bohrvorschub F1 auf die erste Bohrtiefe D. Ist die Endbohrtiefe
Z1 noch nicht erreicht, fährt das Werkzeug zum Entspanen mit Eilgang zur
Werkstückoberfläche zurück. Anschließend positioniert das Werkzeug mit Eilgang bis 1
mm über die bisher erreichte Bohrtiefe, um mit Bohrvorschub F1 mit der nächsten
Zustellung weiter zu bohren. Ab der 2. Zustellung wird der Parameter "DF" berücksichtigt
(siehe Tabelle "Parameter").
2. Wird zum Durchbohren ein anderer Vorschub FR gewünscht, wird die Restbohrtiefe ZR
mit diesem Vorschub gebohrt.
3. Wenn gewünscht, fährt das Werkzeug vor dem Gewindefräsen mit Eilgang zum Entspanen
zurück zur Werkstückoberfläche.
4. Das Werkzeug fährt auf die Startposition für das Gewindefräsen.
5. Das Gewindefräsen (Gleichlauf, Gegenlauf oder Gegenlauf + Gleichlauf) mit Fräsvorschub
F2 wird durchgeführt. Der Fräsereinlauf und -auslauf in das Gewinde erfolgt auf einem
Halbkreis mit gleichzeitiger Zustellung in der Werkzeugachse.

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkeys "Bohren".

3. Drücken Sie die Softkeys "Gewinde" und "Bohrgew. fräsen".


Das Eingabefenster "Bohrgewindefräsen" wird geöffnet.

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


PL Bearbeitungsebene T Werkzeugname
RP Rückzugsebene mm D Schneidennummer
SC Sicherheitsabstand mm F Vorschub mm/min
mm/U
S/V Spindeldrehzahl oder konstante U/min
Schnittgeschwindigkeit m/min

Fräsen
360 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Parameter Beschreibung Einheit


Bearbeitungs-po‐ ● Einzelposition
sition (nur bei Bohrung auf programmierte Position bohren
G-Code)
● Positionsmuster
Position mit MCALL
F1 Bohrvorschub mm/min
(nur bei G-Code) mm/U

Z0 (nur bei G- Bezugspunkt Z mm


Code)
Z1 Gewindelänge (ink) oder Endpunkt des Gewindes (abs) mm
D maximale Tiefenzustellung mm
● D ≥ Z1: eine Zustellung auf Endbohrtiefe
● D < Z1: Mehrere Zustellungen mit Entspänen
DF ● Prozentsatz für jede weitere Zustellung %
DF=100: Zustellungsbetrag bleibt gleich
DF<100: Zustellungsbetrag wird in Richtung Endbohrtiefe Z1 reduziert
Beispiel: letzte Zustellung 4 mm; DF 80%
nächste Zustellung = 4 x 80% = 3.2 mm
mm
übernächste Zustellung = 3.2 x 80% = 2.56 mm usw.
● Betrag für jede weitere Zustellung
V1 minimale Zustellung - (nur bei DF, Prozentsatz für jede weitere Zustellung) mm
Der Parameter V1 ist nur dann vorhanden, wenn DF<100 programmiert wurde.
Wird der Zustellungsbetrag sehr klein, kann mit Parameter "V1" eine Mindestzustellung
programmiert werden.
● V1 < Zustellungsbetrag: Es wird um den Zustellungsbetrag zugestellt
● V1 > Zustellungsbetrag: Es wird mit dem unter V1 programmierten Wert zugestellt.
Anbohren Anbohren mit verringertem Vorschub
● ja
● nein
Der verringerter Bohrvorschub ergibt sich wie folgt:
Bohrvorschub F1 < 0,15 mm/U: Anbohrvorschub = 30% von F1
Bohrvorschub F1 ≥ 0,15 mm/U: Anbohrvorschub = 0,1 mm/U
ZA Tiefe Anbohren mit reduziertem Bohrvorschub (ink) - (nur bei Anbohren "ja") mm
Durchbohren Restbohrtiefe mit Bohrvorschub
● ja
● nein
ZD Tiefe für Vorschubreduktion - (nur beim Durchbohren "ja") mm
FD Vorschub zum Durchbohren - (nur beim Durchbohren "ja") mm/mm
mm/U
Entspanen Entspanen vor Gewindefräsen
● ja
● nein
Vorm Gewindefräsen zum Entspanen an die Werkzeugoberfläche zurückfahren.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 361
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Parameter Beschreibung Einheit


Gewinde Drehrichtung des Gewindes
● Rechtsgewinde
● Linksgewinde
F2 Vorschub für Gewindefräsen mm/min
mm/Zahn
Tabelle Auswahl der Gewindetabelle:
● ohne
● ISO metrisch
● Whitworth BSW
● Whitworth BSP
● UNC
Auswahl - (nicht Auswahl Tabellenwert: z. B.
bei Tabelle "oh‐ ● M3; M10; usw. (ISO metrisch)
ne")
● W3/4"; usw. (Whitworth BSW)
● G3/4"; usw. (Whitworth BSP)
● N1" - 8 UNC; usw. (UNC)
P Gewindesteigung ...
- (Auswahl- ● in MODUL: MODUK = Steigung/π MODUL
möglichkeit nur
● in Gänge pro Zoll: Beispielsweise üblich bei Rohrgewinden. Gänge/"
bei Tabelle Aus‐
wahl "ohne") Bei der Eingabe pro Zoll tragen Sie in das erste Parameterfeld die ganze Zahl vor
dem Komma ein und in das zweite und dritte Feld die Nachkommazahl als Bruch. mm/U
● in mm/U in/U
● in inch/U
Die Gewindesteigung ist abhängig vom verwendeten Werkzeug.
Z2 Rückzugsbetrag vor Gewindefräsen mm
Mit Z2 wird die Gewindetiefe in Richtung der Werkzeugachse festgelegt. Z2 bezieht sich
dabei auf die Werkzeugspitze.
∅ Nenndurchmesser mm
Fräsrichtung ● Gleichlauf: Gewinde in einem Umlauf fräsen.
● Gegenlauf: Gewinde in einem Umlauf fräsen.
● Gleichlauf - Gegenlauf: Gewinde in 2 Umläufen fräsen, wobei ein Vorfräsen im
Gegenlauf mit festgelegtem Aufmaß und ein anschließendes Fertigfräsen mit dem
Fräsvorschub FS im Gleichlauf durchgeführt wird.
FS Schlichtvorschub - (nur bei Gleichlauf - Gegenlauf) mm/min
mm/Zahn

Fräsen
362 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

10.1.10 Positionen und Positionsmuster

Funktion
Nachdem die Technologie (Zyklusaufruf) programmiert ist, werden die Positionen
programmiert. Dazu stehen verschiedene Positionsmuster zur Verfügung:
● Beliebige Positionen
● Positionieren auf einer Reihe, auf einem Gitter oder einem Rahmen
● Positionieren auf Vollkreis oder Teilkreis
Es können mehrere Positionsmuster hintereinander programmiert werden. Sie werden in der
programmierten Reihenfolge abgefahren.

Hinweis
Die Anzahl der Positionen, die in einem Schritt "Positionen" programmiert werden kann, ist
auf maximal 600 begrenzt!

Positionsmuster in ShopMill programmieren


Es können mehrere Positionsmuster hintereinander programmiert werden (max. 20
Technologien und Positionsmuster zusammen). Sie werden in der programmierten
Reihenfolge abgefahren.
Die vorher programmierten Technologien und die nachfolgend programmierten Positionen
werden automatisch verkettet.

Positionen ein- und ausblenden


Sie können beliebige Positionen ein- oder ausblenden (Kapitel "Positionen ein- und
ausblenden (Seite 374)").

An-/Abfahren
1. Innerhalb eines Positionsmusters sowie beim Anfahren des nächsten Positionsmusters
wird auf Rückzugsebene herausgefahren und anschließend die neue Position bzw. das
neue Positionsmuster im Eilgang angefahren.
2. Bei technologischen Folgeoperationen (z. B. Zentrieren - Bohren - Gewindebohren) werden
nach Aufruf des nächsten Werkzeugs (z. B. Bohrer) der jeweilige Bohrzyklus und
unmittelbar danach der Aufruf des abzuarbeitenden Positionsmusters porgrammiert.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 363
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Werkzeugverfahrweg
● ShopMill
Die programmierten Positionen werden mit dem zuvor programmierten Werkzeug (z. B.
Zentrierer) abgearbeitet. Die Bearbeitung der Positionen beginnt immer am Bezugspunkt.
Beim Gitter wird zuerst in Richtung der 1. Achse und dann schlingenförmig weiter
bearbeitet. Rahmen und Kreis bzw. Teilkreis werden entgegen dem Uhrzeigersinn weiter
bearbeitet.
● G-Code
Bei G-Code wird bei Reihen/Rahmen/Gitter immer an der nächstliegenden Ecke des
Rahmens oder Gitters bzw. Ende der Reihe begonnen. Rahmen und Kreis bzw. Teilkreis
werden entgegen dem Uhrzeigersinn weiter bearbeitet.

Wenn an Ihrer Maschine eine A- bzw. B-Achse eingerichtet ist, wird diese beim Bohren
(beliebige Positionsmuster, Vollkreis und Teilkreis) unterstützt.
Sie stellen ein, welche Rundachse als Auswahl in Positionsmustern angeboten wird.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Bei A- oder B-Achse definieren Sie eine Nullpunktverschiebung:


X / Y = Stirnfläche des Zylinders (X bei A-Achse / Y bei B-Achse)
Y / X = Mittelpunkt des Zylinders (Y bei A-Achse / X bei B-Achse)
Z = Mittelpunkt des Zylinders
"Zylinder" entspricht einem beliebigem Teil, das in der A-/B-Achse eingespannt ist.

Zylindermanteltransformation
Achten Sie beim Arbeiten mit der Zylindermanteltransformation darauf, dass die A-Achse bzw.
B-Achse nicht in allen Fällen unterstützt wird. Die Programmierung einer beliebigen Position
in der XYA-Ebene ist bei aktivierter Zylindermanteltransformation nicht möglich.

Hinweis
Eine Nullpunktverschiebung in der Rundachse A bzw. B wirkt auch bei aktivierter
Zylindermanteltransformation.

10.1.11 Beliebige Positionen (CYCLE802)

Funktion
Mit der Funktion "Beliebige Positionen" programmieren Sie beliebige Positionen, rechtwinklig
bzw. polar vermaßt. Die einzelnen Positionen werden in der programmierten Reihenfolge
angefahren.
Mit dem Softkey "Alle löschen" werden alle programmierten X/Y-Positionen gelöscht.

Fräsen
364 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Rundachse

XA-Ebene
Sie programmieren in XA, wenn die Y-Achse während der Bearbeitung nicht verfahren werden
soll.
Wenn die Bohrungen auf den Mittelpunkt des "Zylinders" zeigen sollen, müssen Sie die Y-
Achse vorher mittig über dem "Zylinder" positionieren.

<

Bild 10-1 Bohrungen zeigen auf den Mittelpunkt

;
˂<

<

Bild 10-2 Y-Achse steht nicht mittig über dem Zylinder

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 365
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

XYA-Ebene
Sie programmieren in XYA, wenn die Y-Achse mit verfahren werden soll. Für jede Position
kann ein Wert angegeben werden Zusätzlich zu den Möglichkeiten mit XA kann z. B. noch
folgendes realisiert werden.

;
< <

<

Bild 10-3 Y-Achse wird verfahren (Y0, Y1)

Siehe auch
Positionen und Positionsmuster (Seite 363)

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Bohren".

3. Drücken Sie den Softkey "Positionen".


Das Eingabefenster "Positionen" wird geöffnet.

Parameter Beschreibung Einheit


LAB - (nur bei G- Sprungmarke für Position wiederholen
Code)
PL - (nur bei G- Bearbeitungsebene
Code)

Fräsen
366 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Parameter Beschreibung Einheit


Achsen Auswahl der beteiligten Achsen
● XY (1. und 2. Achse der Ebene)
● XA (1. Rundachse und zugeordnetert Linearachse)
● XYA (1. Rundachse und beide Achsen der Ebene)
● YB (2. Rundachse und zugeordnete Linearachse)
● XYB (2. Rundachse und beide Achsen der Ebene)
Hinweis:
Rundachsen werden im Auswahlfeld nur angezeigt, wenn sie für die Verwendung im
Positionsmuster freigegeben sind.
Beachten Sie hierzu die Hinweise Ihres Maschinenherstellers.
Auswahl Koordinatensystem ( nur bei Achsauswahl XY) mm
● rechtwinklig
● polar
Z0 Z-Koordinate des Bezugspunkts (abs) mm
Achsen: XY / Koordinatensystem – polar
XP X-Koordinate des Bezugspunktes – Pol (abs) mm
YP Y-Koordinate des Bezugspunktes – Pol (abs) mm
L0 Länge (abs) – Abstand der 1. Position vom Pol mm
C0 Winkel (abs) – Winkel der 1. Position bezogen auf die Bezugsachse Grad
L1 ... L7 Längen weiterer Positionen (abs oder ink) mm
C1 ... C7 Winkel weiterer Positionen (abs oder ink) Grad
(nur bei ShopMill) Achsen: XY / Koordinatensystem – rechtwinklig
X0 X-Koordinate der 1. Position (abs) mm
Y0 Y-Koordinate der 1. Position (abs) mm
X1 ... X8 X-Koordinate weiterer Positionen (abs oder ink) mm
Y1 ... Y8 Y-Koordinate weiterer Positionen (abs oder ink) mm
(nur bei G-Code) (nur "rechtwinklig")
X0 X-Koordinate der 1. Position (abs) mm
Y0 Y-Koordinate der 1. Position (abs) mm
X1 ... X8 X-Koordinate weiterer Positionen (abs oder ink mm
Y1 ... Y8 Y-Koordinate weiterer Positionen (abs oder ink mm
Achsen: XA
X0 X-Koordinate der 1. Position (abs) mm
A0 A-Koordinate (Winkel) der 1. Position (abs) Grad
X1 ... X8 X-Koordinaten weiterer Positionen (abs oder ink) mm
A1 ... A8 A-Koordinaten (Winkel) weiterer Positionen (abs oder ink) mm
Achsen: YB
Y0 Y-Koordinate der 1. Position (abs) mm
B0 B-Koordinate (Winkel) der 1. Position (abs) Grad
Y1 ... Y8 Y-Koordinaten weiterer Positionen (abs oder ink) mm
B1 ... B8 B-Koordinaten (Winkel) weiterer Positionen (abs oder ink) mm

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 367
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Parameter Beschreibung Einheit


Achsen: XYA
X0 X-Koordinate der 1. Position (abs) mm
Y0 Y-Koordinate der 1. Position (abs) mm
A0 A-Koordinate (Winkel) der 1. Position (abs) Grad
X1 ... X5 X-Koordinaten weiterer Positionen (abs oder ink) mm
Y1 ... Y5 Y-Koordinaten weiterer Positionen (abs oder ink) mm
A1 ... A5 A-Koordinaten (Winkel) weiterer Positionen (abs oder ink) Grad
Achsen: XYB
X0 X-Koordinate der 1. Position (abs) mm
Y0 Y-Koordinate der 1. Position (abs) mm
B0 B-Koordinate (Winkel) der 1. Position (abs) Grad
X1 ... X5 X-Koordinaten weiterer Positionen (abs oder ink) mm
Y1 ... Y5 Y-Koordinaten weiterer Positionen (abs oder ink) mm
B1 ... B5 B-Koordinaten (Winkel) weiterer Positionen (abs oder ink) Grad

10.1.12 Positionsmuster Reihe (HOLES1)

Funktion
Mit der Funktion "Positionsmuster Reihe" programmieren Sie eine beliebige Anzahl von
Positionen, die im gleichen Abstand auf einer Linie liegen.

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Bohren".

3. Drücken Sie die Softkeys "Positionen" und "Reihe".

Das Eingabefenster "Positionsreihe" wird geöffnet.

Parameter Beschreibung Einheit


LAB Sprungmarke für Position wiederholen
(nur bei G-Code)
PL Bearbeitungsebene
(nur bei G-Code)
Z0 (nur bei Shop‐ Z-Koordinate des Bezugspunkts Z (abs) mm
Mill)

Fräsen
368 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Parameter Beschreibung Einheit


X0 X-Koordinate des Bezugspunkts X (abs) mm
Beim 1. Aufruf muss diese Position absolut programmiert werden.
Y0 Y-Koordinate des Bezugspunkts Y (abs) mm
Beim 1. Aufruf muss diese Position absolut programmiert werden.
α0 Drehwinkel der Linie, bezogen auf die X-Achse Grad
Positiver Winkel: Linie wird gegen den Uhrzeigersinn gedreht.
Negativer Winkel: Linie wird im Uhrzeigersinn gedreht.
L0 Abstand der 1. Position zum Bezugspunkt mm
L Abstand zwischen den Positionen mm
N Anzahl der Positionen

10.1.13 Positionsmuster Gitter oder Rahmen (CYCLE801)

Funktion
● Mit der Funktion "Positionsmuster Gitter" (CYCLE801) programmieren Sie eine beliebige
Anzahl von Positionen, wenn die Positionen im gleichen Abstand auf einer oder mehreren
parallelen Geraden liegen.
Möchten Sie ein rautenförmiges Gitter programmieren, geben Sie den Winkel αX bzw. αY
ein.
● Rahmen
Mit der Funktion "Positionsmuster Rahmen" (CYCLE801) programmieren Sie eine
beliebige Anzahl von Positionen, wenn die Positionen im gleichen Abstand auf einem
Rahmen liegen. Der Abstand kann in beiden Achsen unterschiedlich sein.
Möchten Sie einen rautenförmigen Rahmen programmieren, geben Sie den Winkel αX bzw.
αY ein.

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Bohren".

3. Drücken Sie den Softkey "Positionen".

4. Drücken Sie den Softkey "Gitter".


- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Rahmen".

Das Eingabefenster "Positionsgitter" oder "Positionsrahmen" wird geöff‐


net.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 369
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Parameter - Positionsmuster "Gitter"

Parameter Beschreibung Einheit


LAB Sprungmarke für Position wiederholen
(nur bei G-Code)
PL Bearbeitungsebene
(nur bei G-Code)
Z0 (nur bei Shop‐ Z-Koordinate des Bezugspunkts Z (abs) mm
Mill)
X0 X-Koordinate des Bezugspunkts X (abs) mm
Beim 1. Aufruf muss diese Position absolut programmiert werden.
Y0 Y-Koordinate des Bezugspunkts Y (abs) mm
Beim 1. Aufruf muss diese Position absolut programmiert werden.
α0 Drehwinkel der Linie, bezogen auf die X-Achse Grad
Positiver Winkel: Linie wird gegen den Uhrzeigersinn gedreht.
Negativer Winkel: Linie wird im Uhrzeigersinn gedreht.
αX Scherwinkel X Grad
αY Scherwinkel Y Grad
L1 Abstand der Spalten mm
L2 Abstand der Zeilen mm
N1 Anzahl der Spalten
N2 Anzahl der Zeilen

Parameter - Positionsmuster "Rahmen"

Parameter Beschreibung Einheit


LAB Sprungmarke für Position wiederholen
(nur bei G-Code)
PL Bearbeitungsebene
(nur bei G-Code)
Z0 (nur bei Shop‐ Z-Koordinate des Bezugspunkts Z (abs) mm
Mill)
X0 X-Koordinate des Bezugspunkts X (abs) mm
Beim 1. Aufruf muss diese Position absolut programmiert werden.
Y0 Y-Koordinate des Bezugspunkts Y (abs) mm
Beim 1. Aufruf muss diese Position absolut programmiert werden.

Fräsen
370 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Parameter Beschreibung Einheit


α0 Drehwinkel der Linie, bezogen auf die X-Achse Grad
Positiver Winkel: Linie wird gegen den Uhrzeigersinn gedreht.
Negativer Winkel: Linie wird im Uhrzeigersinn gedreht.
Rahmen
αX Scherwinkel X Grad
αY Scherwinkel Y Grad
L1 Abstand der Spalten mm
L2 Abstand der Zeilen mm
N1 Anzahl der Spalten
N2 Anzahl der Zeilen

10.1.14 Positionsmuster Kreis oder Teilkreis (HOLES2)

Funktion
Mit den Funktionen "Positionsmuster Kreis" und "Positionsmuster Teilkreis" programmieren
Sie Bohrungen auf einen Vollkreis bzw. Teilkreis mit definiertem Radius. Der Grunddrehwinkel
(α0) für die 1. Position bezieht sich auf die X-Achse. Die Steuerung fährt je nach Anzahl von
Bohrungen um einen errechneten Winkel weiter. Dieser Winkel ist für alle Positionen gleich
groß.
Das Werkzeug kann auf einer Geraden oder auf einer Kreisbahn die nächste Position anfahren.

Siehe auch
Positionen und Positionsmuster (Seite 363)

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Bohren".

3. Drücken Sie den Softkey "Positionen".

4. Drücken Sie den Softkey "Kreis".


- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Teilkreis".

Das Eingabefenster "Positionskreis" bzw. "Positionsteilkreis" wird geöff‐


net.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 371
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Parameter - Positionsmuster "Kreis"

Parameter Beschreibung Einheit


LAB Sprungmarke für Position wiederholen
(nur bei G-Code)
PL Bearbeitungsebene
(nur bei G-Code)
Achsen Auswahl der beteiligten Achsen
● XY (1. und 2. Achse der Ebene)
● XA (1. Rundachse und zugeordnetert Linearachse)
● YB (2. Rundachse und zugeordnete Linearachse)
Hinweis:
Rundachsen werden im Auswahlfeld nur angezeigt, wenn sie für die Verwendung im
Positionsmuster freigegeben sind.
Beachten Sie hierzu die Hinweise Ihres Maschinenherstellers.
Z0 (nur bei Shop‐ Z-Koordinate des Bezugspunkts mm
Mill)
Achsen XY (rechtwinklig)
X0 X-Koordinate des Bezugspunkts X (abs) mm
Y0 Y-Koordinate des Bezugspunkts Y (abs) mm
α0 Startwinkel für erste Position. Grad
Positiver Winkel: Vollkreis wird gegen den Uhrzeigersinn gedreht.
Negativer Winkel: Vollkreis wird im Uhrzeigersinn gedreht.
R Radius
N Anzahl der Positionen mm
positionieren Positionierbewegung zwischen den Positionen
● Gerade
Nächste Position wird auf einer Geraden im Eilgang angefahren.
● Kreis
Nächste Position wird auf einer Kreisbahn mit dem über Maschinendatum
festgelegten Vorschub angefahren.
Achsen: XA
X0 X-Koordinate des Bezugspunktes (abs) mm
A0 Startwinkel der A-Achse (abs) Grad
N Anzahl der Positionen
Achsen: YB
Y0 Y-Koordinate des Bezugspunktes (abs) mm
B0 Startwinkel der B-Achse (abs) Grad
N Anzahl der Positionen

Fräsen
372 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Parameter - Positionsmuster "Teilkreis"

Parameter Beschreibung Einheit


LAB Sprungmarke für Position wiederholen
(nur bei G-Code)
PL Bearbeitungsebene
(nur bei G-Code)
Achsen Auswahl der beteiligten Achsen
● XY (1. und 2. Achse der Ebene)
● XA (1. Rundachse und zugeordnetert Linearachse)
● YB (2. Rundachse und zugeordnete Linearachse)
Hinweis:
Rundachsen werden im Auswahlfeld nur angezeigt, wenn sie für die Verwendung im
Positionsmuster freigegeben sind.
Beachten Sie hierzu die Hinweise Ihres Maschinenherstellers.
Z0 Z-Koordinate des Bezugspunkts mm
Achsen XY (rechtwinklig)
X0 X-Koordinate des Bezugspunkts X (abs) mm
Y0 Y-Koordinate des Bezugspunkts Y (abs) mm
α0 Startwinkel für erste Position. Grad
Positiver Winkel: Vollkreis wird gegen den Uhrzeigersinn gedreht.
Negativer Winkel: Vollkreis wird im Uhrzeigersinn gedreht.
α1 Fortschaltwinkel Grad
Nachdem die erste Bohrung fertig gestellt ist, werden alle weiteren Positionen um diesen
Winkel weiter positioniert.
Positiver Winkel: weitere Positionen werden gegen den Uhrzeigersinn gedreht.
Negativer Winkel: weitere Positionen werden im Uhrzeigersinn gedreht.
R Radius mm
N Anzahl der Positionen
positionieren Positionierbewegung zwischen den Positionen
● Gerade
Nächste Position wird auf einer Geraden im Eilgang angefahren.
● Kreis
Nächste Position wird auf einer Kreisbahn mit dem über Maschinendatum
festgelegten Vorschub angefahren.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 373
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Parameter Beschreibung Einheit


Achsen: XA
X0 X-Koordinate des Bezugspunktes (abs) mm
A0 Startwinkel der A-Achse (abs) Grad
A1 Fortschaltwinkel der A-Achse (ink) Grad
N Anzahl der Positionen
Achsen: YB
Y0 Y-Koordinate des Bezugspunktes (abs) mm
B0 Startwinkel der B-Achse (abs) Grad
B1 Fortschaltwinkel der B-Achse (ink) Grad
N Anzahl der Positionen

10.1.15 Positionen ein- und ausblenden

Funktion
Sie können in folgenden Positionsmustern beliebige Positionen ausblenden:
● Positionsmuster Linie
● Positionsmuster Gitter
● Positionsmuster Rahmen
● Positionsmuster Vollkreis
● Positionsmuster Teilkreis
Die ausgeblendeten Positionen werden bei der Bearbeitung übersprungen.

Darstellung
Die programmierten Positionen des Positionsmusters sind in der Programmiergrafik
folgendermaßen dargestellt:

x Position aktiviert = eingeblendet (Position als Kreuz dargestellt)


o Position deaktiviert = ausgeblendet (Position als Kreis dargestellt)

Auswahl der Positionen


Sie haben die Möglichkeit Positionen sowohl mittels Tastatur als auch mit Hilfe der Maus in
der eingeblendeten Positionstabelle durch aktivieren der Kontrollkästchen ein- oder
auszublenden.

Fräsen
374 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.1 Bohren

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie die Softkeys "Bohren" und "Positionen".

3. Drücken Sie die Softkeys "Linie/Gitter/Rahmen" oder "Vollkreis/Teilkreis".

4. Drücken Sie den Softkey "Position ausblenden".


Über der Eingabemaske des Positionsmusters öffnet sich das Fenster
"Position ausblenden". Die Positionen werden in einer Tabelle angezeigt.
Es werden die Nummern der Positionen, deren Winkel(α) sowie ein Kon‐
trollkästchen mit dem Zustand (aktiviert = Häkchen gesetzt / deaktiviert
= ohne Häkchen) angezeigt.
In der Grafik wird die ausgewählte Position farblich hervorgehoben.
5. Wählen Sie mit Hilfe der Maus die gewünschte Position und deaktivieren
bzw. aktivieren Sie das Kontrollkästchen, um die Position aus- bzw. wie‐
der einzublenden.
In der Grafik werden ausgeblendete Positionen durch einen Kreis und
eingeblendete (aktive) Positionen durch einen Kreuz dargestellt.
Hinweis: Sie haben die Möglichkeit, einzelne Positionen mit Hilfe der
Taste <Cursor oben> bzw. <Cursor unten> anzuwählen und mit der Taste
<SELECT> ein- bzw. auszublenden.

Alle Positionen auf einmal aus- bzw. einblenden

1. Drücken Sie den Softkey "Alle ausblenden", um alle Positionen auszu‐


blenden.
2. Drücken Sie den Softkey "Alle einblenden", um alle Positionen wieder
einzublenden.

10.1.16 Positionen wiederholen

Funktion
Möchten Sie bereits programmierte Positionen noch einmal anfahren, können Sie dies mit der
Funktion "Position wiederholen" schnell realisieren.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 375
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Dazu muss die Nummer des Positionsmusters angegeben werden. Diese Nummer vergibt der
Zyklus automatisch (bei ShopMill). Sie finden diese Positionsmusternummer im Arbeitsplan
(Programmansicht) bzw. G-Code-Programm nach der Satznummer.

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie die Softkeys "Bohren" und "Position wiederh.".
Das Eingabefenster "Position wiederholen" wird geöffnet.

3. Nach Eingabe des Label bzw. der Positionsmusternummer, z. B. 1, drü‐


cken Sie den Softkey "Übernehmen". Das gewählte Positionsmuster wird
dann noch einmal angefahren.

Parameter Beschreibung Einheit


LAB (nur bei G- Sprungmarke für Position wiederholen
Code)
Position (nur bei Nummer Positionsmuster eintragen
ShopMill)

10.2 Fräsen

10.2.1 Planfräsen (CYCLE61)

Funktion
Mit dem Zyklus "Planfräsen" können Sie ein beliebiges Werkstück plan abfräsen.
Dabei wird immer eine rechteckige Fläche bearbeitet.
Es können Werkstücke mit und ohne Begrenzungen plan gefräst werden.

An-/Abfahren
1. Der Startpunkt liegt bei senkrechter Bearbeitung immer oben bzw. unten. Bei waagrechter
Bearbeitung liegt er rechts bzw. links.
Im Hilfebild wird der Startpunkt kenntlich gemacht.
2. Die Bearbeitung erfolgt von außen her.

Fräsen
376 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Bearbeitungsart
Der Zyklus unterscheidet zwischen Schruppen und Schlichten:
● Schruppen:
Fräsen der Fläche
Werkzeug wendet über der Werkstück-Kante
● Schlichten:
Einmaliges Fräsen der Fläche
Werkzeug wendet beim Sicherheitsabstand in der X/Y-Ebene
Freifahren des Fräsers
Die Tiefenzustellung wird immer außerhalb des Werkstücks durchgeführt.
Haben Sie ein Werkstück mit Kantenbruch vorgesehen, wählen Sie den
Rechteckzapfenzyklus.
Beim Planfräsen ist der effektive Fräserdurchmesser für ein Werkzeug vom Typ "Fräser" in
einem Maschinendatum hinterlegt.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Bearbeitungsrichtung wählen
Wählen Sie im Feld "Richtung" solange die Bearbeitungsrichtung aus, bis das Symbol für die
gewünschte Bearbeitungsrichtung erscheint.
● Gleiche Bearbeitungsrichtung
● Wechselnde Bearbeitungsrichtung

Begrenzungen wählen
Drücken Sie für jede gewünschte Begrenzung den entsprechenden Softkey.

links

oben

unten

rechts

Die angewählten Grenzen werden im Hilfebild und in der Strichgrafik angezeigt.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 377
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Fräsen".

3. Drücken Sie die Softkeys "Planfräsen".


Das Eingabefenster "Planfräsen" wird geöffnet.

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


PL Bearbeitungsebene T Werkzeugname

RP Rückzugsebene mm D Schneidennummer
SC Sicherheitsabstand mm F Vorschub mm/min
mm/Zahn

F Vorschub * S/V Spindeldrehzahl oder konstante U/min


Schnittgeschwindigkeit m/min

Parameter Beschreibung Einheit


Bearbeitung Folgende technologische Bearbeitungen sind wählbar:
● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
Richtung Gleiche Bearbeitungsrichtung


Wechselnde Bearbeitungsrichtung


Die Positionen beziehen sich auf den Bezugspunkt:
X0 Eckpunkt 1 in X mm
Y0 Eckpunkt 1 in Y mm
Z0 Höhe Rohteil mm
X1 Eckpunkt 2X (abs) oder Eckpunkt 2X bezogen auf X0 (ink) mm
Y1 Eckpunkt 2Y (abs) oder Eckpunkt 2Y bezogen auf Y0 (ink) mm
Z1 Höhe Fertigteil (abs) oder Höhe Fertigteil bezogen auf Z0 (ink) mm
DXY maximale Ebenenzustellung mm
Alternativ kann die Ebenenzustellung auch in %, als Verhältnis → Ebenenzustellung %
(mm) zu Schneidenfräserdurchmesser (mm) angegeben werden.
DZ maximale Tiefenzustellung – (nur bei Schruppen) mm
UZ Schlichtaufmaß Tiefe mm

Fräsen
378 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

Hinweis
Beim Schlichten muss das gleiche Schlichtaufmaß wie beim Schruppen eingetragen werden.
Das Schlichtaufmaß wird beim Positionieren zum Freifahren des Werkzeugs verwendet.

10.2.2 Rechtecktasche (POCKET3)

Funktion
Mit dem Zyklus "Rechtecktasche fräsen" fräsen Sie eine beliebige Rechtecktasche.
Folgende Bearbeitungsvarianten stehen zur Verfügung:
● Rechtecktasche aus dem Vollen fräsen.
● Rechtecktasche zuerst in der Mitte vorbohren, wenn beispielsweise der Fräser nicht über
Mitte schneidet (nacheinander die Programmsätze Bohren, Rechtecktasche und Position
programmieren).
● Vorgearbeitete Rechtecktasche bearbeiten (siehe Parameter "Ausräumen"):
– Komplettbearbeitung
– Nachbearbeitung
Je nach dem, wie die Rechtecktasche in der Werkstückzeichnung bemaßt ist, können Sie
einen entsprechenden Bezugspunkt für die Rechtecktasche wählen.

Hinweis
Vorbohren
Ergeben die programmierten Eingabeparameter abweichend vom Pocket3 eine Längsnut oder
ein Langloch, so wird zyklusintern aus dem Pocket3 der entsprechende Zyklus zur
Nutbearbeitung (Slot1 oder Longhole) aufgerufen. In diesen Fällen können die Eintauchpunkte
vom Taschenmittelpunkt abweichen.
Beachten Sie diese Besonderheit, wenn Sie vorbohren wollen.

Eingabe einfach
Sie haben die Möglichkeit, die Fülle der Parameter für einfache Bearbeitungen mit Hilfe des
Auswahlfeldes "Eingabe" auf die wichtigsten Parameter zu reduzieren. In diesem Modus
"Eingabe einfach" erhalten die ausgeblendeten Parameter einen festen, nicht einstellbaren
Wert.

Maschinenhersteller
Verschiedene festgelegte Werte können über Settingdaten vorbelegt werden.
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 379
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Wenn es die Programmierung eines Werkstücks erfordert, können Sie über "Eingabe komplett"
sämtliche Parameter einblenden und verändern.

An-/Abfahren
1. Das Werkzeug fährt im Eilgang auf Höhe der Rückzugsebene den
Rechtecktaschenmittelpunkt an und stellt auf Sicherheitsabstand zu.
2. Das Werkzeug taucht in Abhängigkeit von der gewählten Strategie in das Material ein.
3. Die Bearbeitung der Rechtecktasche erfolgt mit der gewählten Bearbeitungsart immer von
innen nach außen.
4. Das Werkzeug zieht im Eilgang auf den Sicherheitsabstand zurück.

Bearbeitungsart
● Schruppen
Beim Schruppen werden nacheinander von der Mitte aus die einzelnen Ebenen der
Rechtecktasche bearbeitet bis die Tiefe Z1 erreicht ist.
● Schlichten
Beim Schlichten wird immer zuerst der Rand bearbeitet. Dabei wird der
Rechtecktaschenrand im Viertelkreis angefahren, der in den Eckenradius einmündet. Bei
der letzten Zustellung wird aus der Mitte heraus der Boden geschlichtet.

Fräsen
380 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

● Schlichten Rand
Das Schlichten Rand erfolgt wie das Schlichten, lediglich die letzte Zustellung (Boden
schlichten) entfällt.
● Anfasen
Beim Anfasen wird die Kante am oberen Rand der Rechtecktasche gebrochen.

SC SC

ZFS

Bild 10-4 Geometrien beim Anfasen von Innenkonturen

Hinweis
Beim Anfasen von Innenkonturen können folgende Fehlermeldungen auftreten:
● Sicherheitsabstand im Programmkopf zu groß
Diese Fehlermeldung kommt, wenn das Anfasen mit den eingegebenen Parametern für
FS und ZFS prinzipiell möglich wäre, der Sicherheitsabstand dann jedoch nicht mehr
eingehalten werden könnte
● Eintauchtiefe zu groß
Diese Fehlermeldung kommt, wenn das Anfasen durch die Verringerung der
Eintauchtiefe ZFS möglich wäre.
● Werkzeugdurchmesser zu groß
Diese Fehlermeldung kommt, wenn das Werkzeug beim Eintauchen bereits die Kanten
verletzen würde. In diesem Fall muss die Fase FS verkleinert werden.

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Fräsen".

3. Drücken Sie die Softkeys "Tasche" und " Rechtecktasche".


Das Eingabefenster "Rechtecktasche" wird geöffnet.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 381
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Parameter im Modus "Eingabe komplett"

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● komplett
PL Bearbeitungsebene T Werkzeugname

Fräsrichtung D Schneidennummer
RP Rückzugsebene mm F Vorschub mm/min
mm/Zahn

SC Sicherheitsabstand mm S/V Spindeldrehzahl oder konstante U/min


Schnittgeschwindigkeit m/min

F Vorschub *

Parameter Beschreibung Einheit


Bezugspunkt Folgende verschiedene Lagen des Bezugspunktes sind wählbar:
● (Mitte)
● (unten links)
● (unten rechts)
● (oben links)
● (oben rechts)
Der Bezugspunkt (blau markiert) wird im Hilfebild angezeigt.
Bearbeitung Folgende technologische Bearbeitungen sind wählbar:
● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
● ∇∇∇ Rand (Schlichten am Rand)
● Anfasen
Bearbeitungs- ● Einzelposition
position Rechtecktasche auf programmierte Position (X0, Y0, Z0) fräsen.
● Positionsmuster
Position mit MCALL
Die Positionen beziehen sich auf den Bezugspunkt:
X0 Bezugspunkt X – (nur Einzelposition) mm
Y0 Bezugspunkt Y – (nur Einzelposition) mm
Z0 Bezugspunkt Z – (nur Einzelposition und G-Code Positionsmuster) mm
W Breite der Tasche mm
L Länge der Tasche mm
R Eckenradius mm
α0 Drehwinkel Grad
Z1 Tiefe bezogen auf Z0 (ink) oder Taschentiefe (abs) - (nur bei ∇, ∇∇∇ oder ∇∇∇ Rand) mm

Fräsen
382 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Parameter Beschreibung Einheit


DXY ● maximale Ebenenzustellung mm
%
● maximale Ebenenzustellung als Prozentsatz des Fräserdurchmessers
- (nur bei ∇ und ∇∇∇)
DZ maximale Tiefezustellung – (nur bei ∇, ∇∇∇ oder ∇∇∇ Rand) mm
UXY Schlichtaufmaß Ebene – (nur bei ∇, ∇∇∇ oder ∇∇∇ Rand) mm
UZ Schlichtaufmaß Tiefe – (nur bei ∇ oder ∇∇∇) mm
Eintauchen Folgende Eintauchmodi sind wählbar – (nur bei ∇, ∇∇∇ oder ∇∇∇ Rand):
● vorgebohrt: (nur bei G-Code)
Mit G0 wird der Taschenmittelpunkt auf Höhe der Rückzugsebene angefahren und
anschließend ebenfalls mit G0 auf dieser Position auf die um den Sicherheitsabstand
vorverlegten Bezugspunkt gefahren. Die Bearbeitung der Rechtecktasche erfolgt
dann entsprechend der gewählten Eintauchstrategie und unter Berücksichtigung der
programmierten Rohmaße.
● senkrecht: Senkrecht auf Taschenmitte eintauchen
Die errechnete aktuelle Zustelltiefe wird in der Taschenmitte in einem Satz
ausgeführt. Bei dieser Einstellung muss der Fräser über Mitte schneiden oder es
muss vorgebohrt werden.
● helikal: Eintauchen auf Spiralbahn
Der Fräsermittelpunkt verfährt auf der durch den Radius und die Tiefe pro Umdrehung
bestimmten Spiralbahn (Helixbahn). Ist die Tiefe für eine Zustellung erreicht, wird
noch ein voller Kreis ausgeführt, um die schräge Bahn des Eintauchens zu beseitigen.
● pendelnd: Eintauchen pendeln auf Mittelachse der Rechtecktasche
Der Fräsermittelpunkt pendelt auf einer Gerade hin- und her bis er die
Tiefenzustellung erreicht hat. Ist die Tiefe erreicht, wird der Weg noch einmal ohne
Tiefenzustellung ausgeführt, um die Schräge Bahn des Eintauchens zu beseitigen.
FZ Zustellvorschub Tiefe - (nur bei Eintauchen senkrecht) *
(nur bei G-Code)
FZ Zustellvorschub Tiefe - (nur bei Eintauchen senkrecht) mm/min
(nur bei ShopMill) mm/Zahn
EP maximale Steigung der Helix – (nur bei Eintauchen helikal) mm/U
ER Radius der Helix – (nur bei Eintauchen helikal) mm
Der Radius darf nicht größer als der Fräserradius sein, da sonst Material stehen bleibt.
EW maximaler Eintauchwinkel – (nur bei Eintauchen pendeln) Grad
Ausräumen - (nur ● Komplettbearbeitung
bei Schruppen) Die Rechtecktasche wird aus dem vollen Material gefräst.
● Nachbearbeitung
Es ist bereits eine kleinere Rechtecktasche oder eine Bohrung vorhanden, welche in
einer oder mehreren Achsen vergrößert werden soll. Dann müssen die Parameter
AZ, W1 und L1 programmiert werden.
AZ Tiefe der Vorbearbeitung – (nur bei Nachbearbeitung) mm
W1 Breite der Vorbearbeitung – (nur bei Nachbearbeitung) mm
L1 Länge der Vorbearbeitung – (nur bei Nachbearbeitung) mm
FS Fasenbreite für Anfasen – (nur bei Anfasen) mm
ZFS Eintauchtiefe Werkzeugspitze (abs oder ink) – (nur bei Anfasen) mm

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 383
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Parameter im Modus "Eingabe einfach"

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● einfach

Fräsrichtung T Werkzeugname
RP Rückzugsebene mm D Schneidennummer
F Vorschub * F Vorschub mm/min
mm/U
S/V Spindeldrehzahl oder kon‐ U/min
stante Schnittgeschwindig‐ m/min
keit

Parameter Beschreibung
Bearbeitung Folgende technologische Bearbeitungen sind wählbar:
● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
● ∇∇∇ Rand (Schlichten am Rand)
● Anfasen
Die Positionen beziehen sich auf den Bezugspunkt:
X0 Bezugspunkt X – (nur Einzelposition) mm
Y0 Bezugspunkt Y – (nur Einzelposition) mm
Z0 Bezugspunkt Z – (nur Einzelposition und G-Code Positionsmuster) mm
W Breite der Tasche mm
L Länge der Tasche mm
R Eckenradius mm
Z1 Tiefe bezogen auf Z0 (ink) oder Taschentiefe (abs) - (nur bei ∇, ∇∇∇ oder ∇∇∇ Rand) mm
DXY ● maximale Ebenenzustellung mm
%
● maximale Ebenenzustellung als Prozentsatz des Fräserdurchmessers
- (nur bei ∇ und ∇∇∇)
DZ maximale Tiefezustellung – (nur bei ∇, ∇∇∇ oder ∇∇∇ Rand) mm
UXY Schlichtaufmaß Ebene – (nur bei ∇, ∇∇∇ oder ∇∇∇ Rand) mm
UZ Schlichtaufmaß Tiefe – (nur bei ∇ oder ∇∇∇) mm

Fräsen
384 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Parameter Beschreibung
Eintauchen Folgende Eintauchmodi sind wählbar – (nur bei ∇, ∇∇∇ oder ∇∇∇ Rand):
● vorgebohrt: (nur bei G-Code)
Mit G0 wird der Taschenmittelpunkt auf Höhe der Rückzugsebene angefahren und
anschließend ebenfalls mit G0 auf dieser Position auf die um den Sicherheitsabstand
vorverlegten Bezugspunkt gefahren. Die Bearbeitung der Rechtecktasche erfolgt
dann entsprechend der gewählten Eintauchstrategie und unter Berücksichtigung der
programmierten Rohmaße.
● senkrecht: Senkrecht auf Taschenmitte eintauchen
Die errechnete aktuelle Zustelltiefe wird in der Taschenmitte in einem Satz
ausgeführt. Bei dieser Einstellung muss der Fräser über Mitte schneiden oder es
muss vorgebohrt werden.
● helikal: Eintauchen auf Spiralbahn
Der Fräsermittelpunkt verfährt auf der durch den Radius und die Tiefe pro
Umdrehung bestimmten Spiralbahn (Helixbahn). Ist die Tiefe für eine Zustellung
erreicht, wird noch ein voller Kreis ausgeführt, um die schräge Bahn des Eintauchens
zu beseitigen.
● pendelnd: Eintauchen pendeln auf Mittelachse der Rechtecktasche
Der Fräsermittelpunkt pendelt auf einer Gerade hin- und her bis er die Tiefenzustellung
erreicht hat. Ist die Tiefe erreicht, wird der Weg noch einmal ohne Tiefenzustellung
ausgeführt, um die Schräge Bahn des Eintauchens zu beseitigen.
FZ Zustellvorschub Tiefe - (nur bei Eintauchen senkrecht) *
(nur bei G-Code)
FZ Zustellvorschub Tiefe - (nur bei Eintauchen senkrecht) mm/min
(nur bei ShopMill) mm/Zahn
EP maximale Steigung der Helix – (nur bei Eintauchen helikal) mm/U
ER Radius der Helix – (nur bei Eintauchen helikal) mm
Der Radius darf nicht größer als der Fräserradius sein, da sonst Material stehen bleibt.
EW maximaler Eintauchwinkel – (nur bei Eintauchen pendeln) Grad
FS Fasenbreite für Anfasen – (nur bei Anfasen) mm
ZFS Eintauchtiefe Werkzeugspitze (abs oder ink) – (nur bei Anfasen) mm

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

Ausgeblendete Parameter
Folgende Parameter sind ausgeblendet. Sie werden mit festen bzw. über Settingdaten
einstellbaren Werten vorbesetzt.

Parameter Beschreibung Wert In SD einstellbar


PL (nur bei G- Bearbeitungsebene In MD 52005
Code) festgelegt
SC (nur bei G- Sicherheitsabstand 1 mm x
Code)
Bezugspunkt Lage des Bezugpunktes: Mitte

Bearbeitungs- Rechtecktasche auf programmierte Position (X0, Y0, Z0) frä‐ Einzelposition
position sen.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 385
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Parameter Beschreibung Wert In SD einstellbar


α0 Drehwinkel 0°
Ausräumen Die Rechtecktasche wird aus dem vollen Material gefräst - Komplett-
(nur bei Schruppen) bearbeitung

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

10.2.3 Kreistasche (POCKET4)

Funktion
Mit dem Zyklus "Kreistasche" fräsen Sie eine beliebige Kreistasche.
Dabei stehen Ihnen folgende Bearbeitungsvarianten zur Verfügung:
● Kreistasche aus dem Vollen fräsen.
● Kreistasche zuerst in der Mitte vorbohren, wenn beispielsweise der Fräser nicht über Mitte
schneidet (nacheinander die Programmsätze Bohren, Kreistasche und Position
programmieren).
● Vorgearbeitete Kreistasche bearbeiten (siehe Parameter "Ausräumen").
– Komplettbearbeitung
– Nachbearbeitung
Für das Fräsen mit der Funktion "Kreistasche" stehen Ihnen folgende Bearbeitungsarten zur
Verfügung:
● ebenenweise
● helikal

Eingabe einfach
Sie haben die Möglichkeit, die Fülle der Parameter für einfache Bearbeitungen mit Hilfe des
Auswahlfeldes "Eingabe" auf die wichtigsten Parameter zu reduzieren. In diesem Modus
"Eingabe einfach" erhalten die ausgeblendeten Parameter einen festen, nicht einstellbaren
Wert.

Maschinenhersteller
Verschiedene festgelegte Werte können über Settingdaten vorbelegt werden.
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.
Wenn es die Programmierung eines Werkstücks erfordert, können Sie über "Eingabe komplett"
sämtliche Parameter einblenden und verändern.

Fräsen
386 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

An-/Abfahren beim ebenenweisen Ausräumen


Beim ebenenweisen Ausräumen der Kreistasche wird das Material "schichtweise" horizontal
abgetragen.
1. Das Werkzeug fährt im Eilgang auf Höhe der Rückzugsebene auf den Taschenmittelpunkt
und stellt auf Sicherheitsabstand zu.
2. Das Werkzeug taucht in Abhängigkeit von der gewählten Strategie in das Material ein.
3. Die Bearbeitung der Kreistasche erfolgt mit der gewählten Bearbeitungsart immer von
innen nach außen.
4. Das Werkzeug zieht im Eilgang auf den Sicherheitsabstand zurück.

An-/Abfahren beim helikalen Ausräumen


Beim helikalen Ausräumen wird das Material in einer Helixbewegung bis auf Taschentiefe
abgetragen.
1. Das Werkzeug fährt im Eilgang auf Höhe der Rückzugsebene auf den Taschenmittelpunkt
und stellt auf Sicherheitsabstand zu.
2. Zustellung auf den ersten Bearbeitungsdurchmesser.
3. Die Bearbeitung der Kreistasche erfolgt mit der gewählten Bearbeitungsart auf
Taschentiefe bzw. bis auf Taschentiefe mit Schlichtaufmaß.
4. Das Werkzeug zieht im Eilgang auf den Sicherheitsabstand zurück.
5. Seitliche Zustellung auf nächsten Bearbeitungsdurchmesser.

Bearbeitungsart: ebenenweise
Beim Fräsen der Kreistasche können Sie diese Methode beim für folgende Bearbeitungen
wählen:
● Schruppen
Beim Schruppen werden nacheinander von der Mitte aus die einzelnen Ebenen der
Kreistasche bearbeitet, bis die Tiefe Z1 erreicht ist.
● Schlichten
Beim Schlichten wird immer zuerst der Rand bearbeitet. Dabei wird der Taschenrand im
Viertelkreis angefahren, der in den Taschenradius einmündet. Bei der letzten Zustellung
wird aus der Mitte heraus der Boden geschlichtet.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 387
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

● Schlichten Rand
Das Schlichten Rand erfolgt wie das Schlichten, lediglich die letzte Zustellung (Boden
schlichten) entfällt.
● Anfasen
Beim Anfasen wird die Kante am oberen Rand der Kreistasche gebrochen.

SC SC

ZFS

Bild 10-5 Geometrien beim Anfasen von Innenkonturen

Hinweis
Beim Anfasen von Innenkonturen können folgende Fehlermeldungen auftreten:
● Sicherheitsabstand im Programmkopf zu groß
Diese Fehlermeldung kommt, wenn das Anfasen mit den eingegebenen Parametern für
FS und ZFS prinzipiell möglich wäre, der Sicherheitsabstand dann jedoch nicht mehr
eingehalten werden könnte
● Eintauchtiefe zu groß
Diese Fehlermeldung kommt, wenn das Anfasen durch die Verringerung der
Eintauchtiefe ZFS möglich wäre.
● Werkzeugdurchmesser zu groß
Diese Fehlermeldung kommt, wenn das Werkzeug beim Eintauchen bereits die Kanten
verletzen würde. In diesem Fall muss die Fase FS verkleinert werden.

Fräsen
388 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Bearbeitungsart: helikal
Beim Fräsen der Kreistasche können Sie diese Methode für folgende Bearbeitungen wählen:
● Schruppen
Beim Schruppen wird die Kreistasche mit helikalen Bewegungen von oben nach unten
bearbeitet.
Auf Taschentiefe wird ein Vollkreis ausgeführt, um Restmaterial zu entfernen.
Das Werkzeug wird von Taschenrand und Grund im Viertelkreis frei gefahren und mit
Eilgang auf Sicherheitsabstand zurückgezogen.
Dieser Ablauf wiederholt sich schalenweise von innen nach außen, bis die Kreistasche
komplett bearbeitet ist.
● Schlichten
Beim Schlichten wird zuerst der Rand mit einer helikalen Bewegung bis zum Grund
bearbeitet.
Auf Taschentiefe wird ein Vollkreis ausgeführt, um Restmaterial zu entfernen.
Der Boden wird spiralförmig von außen nach innen abgefräst.
Von der Taschenmitte wird mit Eilgang auf Sicherheitsabstand zurückgezogen.
● Schlichten Rand
Beim Schlichten Rand wird zuerst der Rand mit einer helikalen Bewegung bis zum Grund
bearbeitet.
Auf Taschentiefe wird ein Vollkreis ausgeführt, um Restmaterial zu entfernen.
Das Werkzeug wird von Taschenrand und Grund im Viertelkreis frei gefahren und mit
Eilgang auf Sicherheitsabstand zurückgezogen.

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Fräsen".

3. Drücken Sie die Softkeys "Tasche" und "Kreistasche".


Das Eingabefenster "Kreistasche" wird geöffnet.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 389
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Parameter im Modus "Eingabe komplett"

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● komplett
PL Bearbeitungsebene T Werkzeugname

Fräsrichtung D Schneidennummer
RP Rückzugsebene mm F Vorschub mm/min
mm/Zahn

SC Sicherheitsabstand mm S/V Spindeldrehzahl oder konstante U/min


Schnittgeschwindigkeit m/min

F Vorschub *

Parameter Beschreibung Einheit


Bearbeitung ● ∇ (Schruppen, ebenenweise oder helikal)
● ∇∇∇ (Schlichten, ebenenweise oder helikal)
● ∇∇∇ Rand (Schlichten am Rand, ebenenweise oder helikal)
● Anfasen
Bearbeitungsart ● ebenenweise
Kreistasche ebenenweise bearbeiten
● helikal
Kreistasche helikal bearbeiten
Bearbeitungsposi‐ ● Einzelposition
tion Es wird eine Kreistasche auf die programmierte Position (X0, Y0, Z0)
gefräst.
● Positionsmuster
Es werden mehrere Kreistaschen auf einem Positionsmuster
(z. B. Vollkreis, Teilkreis, Gitter usw.) gefräst.
Die Bezugspunkte beziehen sich auf den Mittelpunkt der Kreistasche:
X0 Bezugspunkt X - (nur bei Einzelposition) mm
Y0 Bezugspunkt Y - (nur bei Einzelposition) mm
Z0 Bezugspunkt Z - (nur bei Einzelposition und G-Code Positionsmuster) mm
∅ Durchmesser der Tasche mm
Z1 Taschentiefe (abs) oder Tiefe bezogen auf Z0 (ink) - (nur bei ∇, ∇∇∇ und mm
∇∇∇ Rand)

DXY ● maximale Ebenenzustellung In


%
● maximale Ebenenzustellung als Prozentsatz des Fräserdurchmessers
- (nur bei ∇ und ∇∇∇)
DZ maximale Tiefenzustellung - (nur bei ∇, ∇∇∇ und ∇∇∇ Rand) mm
UXY Schlichtaufmaß Ebene - (nur bei ∇, ∇∇∇ und ∇∇∇ Rand) mm

Fräsen
390 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Parameter Beschreibung Einheit


UZ Schlichtaufmaß Tiefe - (nur bei ∇ und ∇∇∇) mm
Eintauchen Verschiedene Eintauchmodi sind wählbar - (nur bei Bearbeitungsvariante
"ebenenweise" und bei ∇, ∇∇∇ und ∇∇∇ Rand):
● vorgebohrt (nur bei G-Code)
● senkrecht: Senkrecht auf Taschenmitte eintauchen
Die errechnete Zustelltiefe wird in der Taschenmitte senkrecht
ausgeführt.
Vorschub: Zustellvorschub wie unter FZ programmiert
● helikal: Eintauchen auf Spiralbahn
Der Fräsermittelpunkt verfährt auf der durch den Radius und die Tiefe
pro Umdrehung bestimmten Spiralbahn. Ist die Tiefe für eine Zustellung
erreicht, wird noch ein voller Kreis ausgeführt, um die schräge Bahn des
Eintauchens zu beseitigen.
Vorschub: Bearbeitungsvorschub
Hinweis: Beim senkrecht auf Taschenmitte eintauchen muss der Fräser
über Mitte schneiden oder es muss vorgebohrt werden.
FZ Zustellvorschub Tiefe - (nur bei Eintauchen und senkrecht) *
(nur bei G-Code)
FZ Zustellvorschub Tiefe - (nur bei Eintauchen und senkrecht) mm/min
(nur bei ShopMill) mm/Zahn
EP maximale Steigung der Helix - (nur bei Eintauchen helikal) mm/U
Die Steigung der Helix kann auf Grund der geometrischen Verhältnisse ge‐
ringer sein.
ER Radius der Helix - (nur bei Eintauchen helikal) mm
Der Radius darf nicht größer als der Fräserradius sein, da sonst Material
stehen bleibt. Achten Sie außerdem darauf, dass die Kreistasche nicht ver‐
letzt wird.
Ausräumen ● Komplettbearbeitung
Die Kreistasche soll aus dem vollen Material gefräst werden (z. B.
Gussteil).
● Nachbearbeitung
Es ist bereits eine Kreistasche oder eine Bohrung vorhanden, welche
vergrößert werden soll. Die Parameter AZ, und ∅1 müssen programmiert
werden.
FS Fasenbreite für Anfasen - (nur bei Anfasen) mm
ZFS Eintauchtiefe Werkzeugspitze (abs oder ink) - (nur bei Anfasen) mm

AZ Tiefe der Vorbearbeitung- (nur bei Nachbearbeitung) mm


∅1 Durchmesser der Vorbearbeitung - (nur bei Nachbearbeitung) mm

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 391
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Parameter im Modus "Eingabe einfach"

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● einfach

Fräsrichtung T Werkzeugname
RP Rückzugsebene mm D Schneidennummer
F Vorschub * F Vorschub mm/min
mm/U
S/V Spindeldrehzahl oder kon‐ U/min
stante Schnittgeschwindig‐ m/min
keit

Parameter Beschreibung
Bearbeitung Folgende technologische Bearbeitungen sind wählbar:
● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
● ∇∇∇ Rand (Schlichten am Rand)
● Anfasen
Bearbeitungsart ● ebenenweise
Kreistasche ebenenweise bearbeiten
● helikal
Kreistasche helikal bearbeiten
Die Positionen beziehen sich auf den Bezugspunkt:
X0 Bezugspunkt X – (nur Einzelposition) mm
Y0 Bezugspunkt Y – (nur Einzelposition) mm
Z0 Bezugspunkt Z – (nur Einzelposition und G-Code Positionsmuster) mm
∅ Durchmesser der Tasche mm
Z1 Tiefe bezogen auf Z0 (ink) oder Taschentiefe (abs) - (nur bei ∇, ∇∇∇ oder ∇∇∇ Rand) mm
DXY ● maximale Ebenenzustellung mm
%
● maximale Ebenenzustellung als Prozentsatz des Fräserdurchmessers
- (nur bei ∇ und ∇∇∇)
DZ maximale Tiefezustellung – (nur bei ∇, ∇∇∇ oder ∇∇∇ Rand) mm
UXY Schlichtaufmaß Ebene – (nur bei ∇, ∇∇∇ oder ∇∇∇ Rand) mm
UZ Schlichtaufmaß Tiefe – (nur bei ∇ oder ∇∇∇) mm

Fräsen
392 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Parameter Beschreibung
Eintauchen Verschiedene Eintauchmodi sind wählbar - (nur bei Bearbeitungsvariante "ebenenwei‐
se" und bei ∇, ∇∇∇ und ∇∇∇ Rand):
● vorgebohrt (nur bei G-Code)
● senkrecht: Senkrecht auf Taschenmitte eintauchen
Die errechnete Zustelltiefe wird in der Taschenmitte senkrecht ausgeführt.
Vorschub: Zustellvorschub wie unter FZ programmiert
● helikal: Eintauchen auf Spiralbahn
Der Fräsermittelpunkt verfährt auf der durch den Radius und die Tiefe pro
Umdrehung bestimmten Spiralbahn. Ist die Tiefe für eine Zustellung erreicht, wird
noch ein voller Kreis ausgeführt, um die schräge Bahn des Eintauchens zu
beseitigen.
Vorschub: Bearbeitungsvorschub
Hinweis: Beim senkrecht auf Taschenmitte eintauchen muss der Fräser über Mitte
schneiden oder es muss vorgebohrt werden.
FZ Zustellvorschub Tiefe - (nur bei Eintauchen senkrecht) *
(nur bei G-Code)
FZ Zustellvorschub Tiefe - (nur bei Eintauchen senkrecht) mm/min
(nur bei ShopMill) mm/Zahn
EP maximale Steigung der Helix - (nur bei Eintauchen helikal) mm/U
Die Steigung der Helix kann auf Grund der geometrischen Verhältnisse geringer sein.
ER Radius der Helix - (nur bei Eintauchen helikal) mm
Der Radius darf nicht größer als der Fräserradius sein, da sonst Material stehen bleibt.
Achten Sie außerdem darauf, dass die Kreistasche nicht verletzt wird.
FS Fasenbreite für Anfasen - (nur bei Anfasen) mm
ZFS Eintauchtiefe Werkzeugspitze (abs oder ink) - (nur bei Anfasen) mm

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

Ausgeblendete Parameter
Folgende Parameter sind ausgeblendet. Sie werden mit festen bzw. über Settingdaten
einstellbaren Werten vorbesetzt.

Parameter Beschreibung Wert In SD einstellbar


PL (nur bei G- Bearbeitungsebene In MD 52005
Code) festgelegt
SC (nur bei G- Sicherheitsabstand 1 mm x
Code)
Bearbeitungs- Kreistasche auf programmierte Position (X0, Y0, Z0) fräsen. Einzelposition
position
Ausräumen Die Kreistasche wird aus dem vollen Material gefräst Komplett-
bearbeitung

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 393
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

10.2.4 Rechteckzapfen (CYCLE76)

Funktion
Mit dem Zyklus "Rechteckzapfen" können Sie verschiedene Rechteckzapfen fräsen.
Dabei stehen Ihnen folgende Formen mit oder ohne Eckenradius zur Verfügung:

Je nach dem, wie der Rechteckzapfen in der Werkstückzeichnung bemaßt ist, können Sie
einen entsprechenden Bezugspunkt für den Rechteckzapfen wählen.
Zusätzlich zum gewünschten Rechteckzapfen, müssen Sie noch einen Rohteilzapfen
definieren. Der Rohteilzapfen legt den Bereich fest, außerhalb dessen kein Material steht, d.
h. dort wird mit Eilgang gefahren. Der Rohteilzapfen darf benachbarte Rohteilzapfen nicht
überschneiden und wird vom Zyklus automatisch mittig um den Fertigteilzapfen gelegt.
Der Rechteckzapfen wird mit nur einer Zustellung bearbeitet. Wenn Sie die Bearbeitung mit
mehreren Zustellungen durchführen möchten, müssen Sie den Zyklus "Rechteckzapfen"
mehrmals mit immer kleinerem Schlichtaufmaß programmieren.

Eingabe einfach
Sie haben die Möglichkeit, die Fülle der Parameter für einfache Bearbeitungen mit Hilfe des
Auswahlfeldes "Eingabe" auf die wichtigsten Parameter zu reduzieren. In diesem Modus
"Eingabe einfach" erhalten die ausgeblendeten Parameter einen festen, nicht einstellbaren
Wert.

Maschinenhersteller
Verschiedene festgelegte Werte können über Settingdaten vorbelegt werden.
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.
Wenn es die Programmierung eines Werkstücks erfordert, können Sie über "Eingabe komplett"
sämtliche Parameter einblenden und verändern.

Ablauf
1. Das Werkzeug fährt im Eilgang auf Höhe der Rückzugsebene auf den Startpunkt und stellt
auf Sicherheitsabstand zu. Der Startpunkt liegt auf der um α0 gedrehten positiven X-Achse.
2. Das Werkzeug fährt die Zapfenkontur seitlich im Halbkreis mit Bearbeitungsvorschub an.
Es erfolgt zuerst die Zustellung auf Bearbeitungstiefe, danach die Bewegung in der Ebene.
Der Rechteckzapfen wird abhängig vom programmierten Bearbeitungsdrehsinn
(Gegenlauf/Gleichlauf) im Uhrzeigersinn oder im Gegenuhrzeigersinn bearbeitet.
3. Ist der Rechteckzapfen einmal umfahren, verlässt das Werkzeug die Kontur im Halbkreis
und die Zustellung auf die nächste Bearbeitungstiefe erfolgt.

Fräsen
394 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

4. Der Rechteckzapfen wird wieder im Halbkreis angefahren und einmal umfahren. Dieser
Vorgang wird solange wiederholt, bis die programmierte Zapfentiefe erreicht ist.
5. Das Werkzeug zieht im Eilgang auf den Sicherheitsabstand zurück.

Bearbeitungsart
● Schruppen
Beim Schruppen wird der Rechteckzapfen umfahren, bis das programmierte
Schlichtaufmaß erreicht ist.
● Schlichten
Haben Sie ein Schlichtaufmaß programmiert, wird der Rechteckzapfen umfahren, bis die
Tiefe Z1 erreicht ist.
● Anfasen
Beim Anfasen wird die Kante am oberen Rand des Rechteckzapfens gebrochen.

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Fräsen".

3. Drücken Sie die Softkeys "Zapfen Mehrkant" und "Rechteckzapfen".


Das Eingabefenster "Rechteckzapfen" wird geöffnet.

Parameter im Modus "Eingabe komplett"

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● komplett
PL Bearbeitungsebene T Werkzeugname

Fräsrichtung D Schneidennummer
RP Rückzugsebene mm F Vorschub mm/min
mm/Zahn

SC Sicherheitsabstand mm S/V Spindeldrehzahl oder konstante U/min


Schnittgeschwindigkeit m/min

F Vorschub *

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 395
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Parameter Beschreibung Einheit


FZ Zustellvorschub Tiefe *
(nur bei G-Code)
Bezugspunkt Folgende verschiedene Lagen des Bezugspunktes sind wählbar:
● (Mitte)
● (unten links)
● (unten rechts)
● (oben links)
● (oben rechts)
Bearbeitung ● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
● Anfasen
Bearbeitungsposi‐ ● Einzelposition
tion Es wird ein Rechteckzapfen auf die programmierte Position (X0, Y0, Z0) gefräst.
● Positionsmuster
Es werden mehrere Rechteckzapfen auf einem Positionsmuster
(z. B. Vollkreis, Teilkreis, Gitter usw.) gefräst.
Die Positionen beziehen sich auf den Bezugspunkt:
X0 Bezugspunkt X - (nur bei Einzelposition) mm
Y0 Bezugspunkt Y - (nur bei Einzelposition) mm
Z0 Bezugspunkt Z - (nur bei Einzelposition und G-Code Positionsmuster) mm
W Breite des Zapfens mm
L Länge des Zapfens mm
R Eckenradius mm
α0 Drehwinkel Grad
Z1 Zapfentiefe (abs) oder Tiefe bezogen auf Z0 (ink) - (nur bei ∇ und ∇∇∇) mm

DZ maximale Tiefenzustellung - (nur bei ∇ und ∇∇∇) mm


UXY Schlichtaufmaß Ebene auf die Länge (L) des Rechteckzapfens und Breite (W) des Rech‐ mm
teckzapfens.
Eine kleinere Rechteckzapfenabmessung wird erzielt, indem der Zyklus nochmals auf‐
gerufen und mit verringertem Schlichtaufmaß programmiert wird. - (nur bei ∇ und ∇∇∇)
UZ Schlichtaufmaß Tiefe (Werkzeugachse) - (nur bei ∇ und ∇∇∇) mm
W1 Breite des Rohteilzapfens (Wichtig zum Bestimmen der Anfahrposition) - (nur bei ∇ und mm
∇∇∇)
L1 Länge des Rohteilzapfens (Wichtig zum Bestimmen der Anfahrposition) - (nur bei ∇ und mm
∇∇∇)
FS Fasenbreite für Anfasen - (nur bei Anfasen) mm
ZFS Eintauchtiefe Werkzeugspitze (abs oder ink) - (nur bei Anfasen) mm

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

Fräsen
396 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Parameter im Modus "Eingabe einfach"

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● einfach

Fräsrichtung T Werkzeugname
RP Rückzugsebene mm D Schneidennummer
F Vorschub * F Vorschub mm/min
mm/U
S/V Spindeldrehzahl oder kon‐ U/min
stante Schnittgeschwindig‐ m/min
keit

Parameter Beschreibung
FZ (nur bei G- Zustellvorschub Tiefe *
Code)
Bearbeitung Folgende technologische Bearbeitungen sind wählbar:
● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
● Anfasen
Die Positionen beziehen sich auf den Bezugspunkt:
X0 Bezugspunkt X – (nur Einzelposition) mm
Y0 Bezugspunkt Y – (nur Einzelposition) mm
Z0 Bezugspunkt Z – (nur Einzelposition und G-Code Positionsmuster) mm
W Breite des Zapfens mm
L Länge des Zapfens mm
R Eckenradius mm
Z1 Tiefe bezogen auf Z0 (ink) oder Zapfentiefe (abs) - (nur bei ∇ und ∇∇∇ Rand) mm
DZ maximale Tiefenzustellung – (nur bei ∇ und ∇∇∇) mm
UXY Schlichtaufmaß Ebene auf die Länge (L) des Rechteckzapfens und Breite (W) des mm
Rechteckzapfens.
Eine kleinere Rechteckzapfenabmessung wird erzielt, indem der Zyklus nochmals auf‐
gerufen und mit verringertem Schlichtaufmaß programmiert wird. - (nur bei ∇ und ∇∇∇).
UZ Schlichtaufmaß Tiefe (Werkzeugachse)– (nur bei ∇ oder ∇∇∇) mm
W1 Breite des Rohteilzapfens (Wichtig zum Bestimmen der Anfahrposition) - (nur bei ∇ und mm
∇∇∇)
L1 Länge des Rohteilzapfens (Wichtig zum Bestimmen der Anfahrposition) - (nur bei ∇ und mm
∇∇∇)
FS Fasenbreite für Anfasen - (nur bei Anfasen) mm
ZFS Eintauchtiefe Werkzeugspitze (abs oder ink) - (nur bei Anfasen) mm

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 397
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Ausgeblendete Parameter
Folgende Parameter sind ausgeblendet. Sie werden mit festen bzw. über Settingdaten
einstellbaren Werten vorbesetzt.

Parameter Beschreibung Wert In SD einstellbar


PL (nur bei G- Bearbeitungsebene In MD 52005
Code) festgelegt
SC (nur bei G- Sicherheitsabstand 1 mm x
Code)
Bezugspunkt Lage des Bezugpunktes: Mitte

Bearbeitungs- Rechteckzapfen auf programmierte Position (X0, Y0, Z0) frä‐ Einzelposition
position sen.
α0 Drehwinkel 0°

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

10.2.5 Kreiszapfen (CYCLE77)

Funktion
Mit dem Zyklus "Kreiszapfen" können Sie verschiedene Kreiszapfen fräsen.
Zusätzlich zum gewünschten Kreiszapfen müssen Sie noch einen Rohteilzapfen definieren.
Der Rohteilzapfen legt den Bereich fest, außerhalb dessen kein Material steht, d. h. dort wird
mit Eilgang gefahren. Der Rohteilzapfen darf benachbarte Rohteilzapfen nicht überschneiden
und wird automatisch mittig um den Fertigteilzapfen gelegt.
Der Kreiszapfen wird mit nur einer Zustellung bearbeitet. Wenn Sie die Bearbeitung mit
mehreren Zustellungen durchführen möchten, müssen Sie die Funktion "Kreiszapfen"
mehrmals mit immer kleinerem Schlichtaufmaß programmieren.

Eingabe einfach
Sie haben die Möglichkeit, die Fülle der Parameter für einfache Bearbeitungen mit Hilfe des
Auswahlfeldes "Eingabe" auf die wichtigsten Parameter zu reduzieren. In diesem Modus
"Eingabe einfach" erhalten die ausgeblendeten Parameter einen festen, nicht einstellbaren
Wert.

Maschinenhersteller
Verschiedene festgelegte Werte können über Settingdaten vorbelegt werden.
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.
Wenn es die Programmierung eines Werkstücks erfordert, können Sie über "Eingabe komplett"
sämtliche Parameter einblenden und verändern.

Fräsen
398 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

An-/Abfahren
1. Das Werkzeug fährt im Eilgang auf Höhe der Rückzugsebene auf den Startpunkt und stellt
auf Sicherheitsabstand zu. Der Startpunkt liegt immer auf der positiven X-Achse.
2. Das Werkzeug fährt die Zapfenkontur seitlich im Halbkreis mit Bearbeitungsvorschub an.
Es erfolgt zuerst die Zustellung auf Bearbeitungstiefe, danach die Bewegung in der Ebene.
Der Kreiszapfen wird abhängig vom programmierten Bearbeitungsdrehsinn (Gegenlauf/
Gleichlauf) im Uhrzeigersinn oder im Gegenuhrzeigersinn bearbeitet.
3. Ist der Kreiszapfen einmal umfahren, verlässt das Werkzeug die Kontur im Halbkreis und
die Zustellung auf die nächste Bearbeitungstiefe erfolgt.
4. Der Kreiszapfen wird wieder im Halbkreis angefahren und einmal umfahren. Dieser
Vorgang wird solange wiederholt, bis die programmierte Zapfentiefe erreicht ist.
5. Das Werkzeug zieht im Eilgang auf den Sicherheitsabstand zurück.

Bearbeitungsart
Beim Fräsen des Kreiszapfens können Sie die Bearbeitungsart frei wählen:
● Schruppen
Beim Schruppen wird der Kreiszapfen umfahren, bis die das programmierte
Schlichtaufmaß erreicht ist.
● Schlichten
Haben Sie ein Schlichtaufmaß programmiert, wird der Kreiszapfen umfahren, bis die Tiefe
Z1 erreicht ist.
● Anfasen
Beim Anfasen wird die Kante am oberen Rand des Kreiszapfens gebrochen.

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Fräsen".

3. Drücken Sie die Softkeys "Zapfen Mehrkant" und "Kreiszapfen".


Das Eingabefenster "Kreiszapfen" wird geöffnet.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 399
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Parameter im Modus "Eingabe komplett"

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● komplett
PL Bearbeitungsebene T Werkzeugname

Fräsrichtung D Schneidennummer
RP Rückzugsebene mm F Vorschub mm/min
mm/Zahn

SC Sicherheitsabstand mm S/V Spindeldrehzahl oder konstante U/min


Schnittgeschwindigkeit m/min

F Vorschub *

Parameter Beschreibung Einheit


FZ Zustellvorschub Tiefe *
(nur bei G-Code)
Bearbeitung ● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
● Anfasen
Bearbeitungsposi‐ ● Einzelposition
tion Es wird ein Kreiszapfen auf die programmierte Position (X0, Y0, Z0) gefräst.
● Positionsmuster
Es werden mehrere Kreiszapfen auf einem Positionsmuster
(z. B. Vollkreis, Teilkreis, Gitter usw.) gefräst.
Die Positionen beziehen sich auf den Bezugspunkt:
X0 Bezugspunkt X - (nur bei Einzelposition) mm
Y0 Bezugspunkt Y - (nur bei Einzelposition) mm
Z0 Bezugspunkt Z - (nur bei Einzelposition und G-Code Positionsmuster) mm
∅ Durchmesser des Zapfens mm
Z1 Zapfentiefe (abs) oder Tiefe bezogen auf Z0 (ink) - (nur bei ∇ und ∇∇∇) mm
DZ maximale Tiefenzustellung - (nur bei ∇ und ∇∇∇) mm
UXY Schlichtaufmaß Ebene auf die Länge (L) des Kreiszapfens und Breite (W) des Kreiszap‐ mm
fens.
Eine kleinere Kreiszapfenabmessung wird erzielt, indem der Zyklus nochmals aufgerufen
und mit verringertem Schlichtaufmaß programmiert wird. - (nur bei ∇ und ∇∇∇)
UZ Schlichtaufmaß Tiefe (Werkzeugachse) - (nur bei ∇ und ∇∇∇) mm
∅1 Durchmesser des Rohteilzapfens (Wichtig zum Bestimmen der Anfahrposition) - (nur bei mm
∇ und ∇∇∇)
FS Fasenbreite für Anfasen - (nur bei Anfasen) mm
ZFS Eintauchtiefe Werkzeugspitze (abs oder ink) - (nur bei Anfasen) mm

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

Fräsen
400 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Parameter im Modus "Eingabe einfach

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● einfach

Fräsrichtung T Werkzeugname
RP Rückzugsebene mm D Schneidennummer
F Vorschub * F Vorschub mm/min
mm/U
S/V Spindeldrehzahl oder kon‐ U/min
stante Schnittgeschwindig‐ m/min
keit

Parameter Beschreibung
FZ (nur bei G- Zustellvorschub Tiefe *
Code)
Bearbeitung Folgende technologische Bearbeitungen sind wählbar:
● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
● Anfasen
Die Positionen beziehen sich auf den Bezugspunkt:
X0 Bezugspunkt X mm
Y0 Bezugspunkt Y mm
Z0 Bezugspunkt Z mm
∅ Durchmesser des Zapfens mm
∅1 Durchmesser des Rohteilzapfens (wichtig beim Bestimmen der Anfahrposition) - (nur mm
bei ∇ und ∇∇∇)
Z1 Tiefe bezogen auf Z0 (ink) oder Zapfentiefe (abs) - (nur bei ∇ und ∇∇∇) mm
DZ maximale Tiefenzustellung – (nur bei ∇ und ∇∇∇) mm
UXY Schlichtaufmaß Ebene mm
Eine kleinere Kreiszapfenabmessung wird erzielt, indem der Zyklus nochmals aufgeru‐
fen und mit verringertem Schlichtaufmaß programmiert wird. - (nur bei ∇ und ∇∇∇).
UZ Schlichtaufmaß Tiefe (Werkzeugachse)– (nur bei ∇ oder ∇∇∇) mm
FS Fasenbreite für Anfasen - (nur bei Anfasen) mm
ZFS Eintauchtiefe Werkzeugspitze (abs oder ink) - (nur bei Anfasen) mm

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 401
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Ausgeblendete Parameter
Folgende Parameter sind ausgeblendet. Sie werden mit festen bzw. über Settingdaten
einstellbaren Werten vorbesetzt.

Parameter Beschreibung Wert In SD einstellbar


PL (nur bei G- Bearbeitungsebene In MD 52005
Code) festgelegt
SC (nur bei G- Sicherheitsabstand 1 mm x
Code)
Bearbeitungs- Kreiszapfen auf programmierte Position (X0, Y0, Z0) fräsen. Einzelposition
position

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

10.2.6 Mehrkant (CYCLE79)

Funktion
Mit dem Zyklus "Mehrkant" können Sie einen Mehrkant mit beliebiger Kantenzahl fräsen.
Dabei stehen Ihnen u. a. folgende Formen mit oder ohne Eckenradius bzw. Fase zur
Verfügung:

Hinweis
Einsatz von Scheibenfräser und Säge
Beim Einsatz eines Scheibenfräsers (Typ 150) und einer Säge (Typ 151) wird die erste
Zustellung so gewählt, dass die Oberkante des Werkzeugs genau den Bezugspunkt Z0
berührt. Am Ende der Bearbeitung wird komplett aus dem Rohteilzapfen herausgezogen.
Hiermit kann auf einer Welle ein innenliegender Mehrkant erzeugt werden.

Fräsen
402 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Eingabe einfach
Sie haben die Möglichkeit, die Fülle der Parameter für einfache Bearbeitungen mit Hilfe des
Auswahlfeldes "Eingabe" auf die wichtigsten Parameter zu reduzieren. In diesem Modus
"Eingabe einfach" erhalten die ausgeblendeten Parameter einen festen, nicht einstellbaren
Wert.

Maschinenhersteller
Verschiedene festgelegte Werte können über Settingdaten vorbelegt werden.
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.
Wenn es die Programmierung eines Werkstücks erfordert, können Sie über "Eingabe komplett"
sämtliche Parameter einblenden und verändern.

An-/Abfahren
1. Das Werkzeug fährt im Eilgang auf Höhe der Rückzugsebene auf den Startpunkt und stellt
auf Sicherheitsabstand zu.
2. Das Werkzeug fährt den Mehrkant im Viertelkreis mit Bearbeitungsvorschub an. Es erfolgt
zuerst die Zustellung auf Bearbeitungstiefe, danach die Bewegung in der Ebene. Der
Mehrkant wird abhängig vom programmierten Bearbeitungsdrehsinn (Gegenlauf/
Gleichlauf) im Uhrzeigersinn oder im Gegenuhrzeigersinn bearbeitet.
3. Ist die erste Ebene bearbeitet, verlässt das Werkzeug die Kontur im Viertelkreis und die
Zustellung auf die nächste Bearbeitungstiefe erfolgt.
4. Der Mehrkant wird wieder im Viertelkreis angefahren. Dieser Vorgang wird solange
wiederholt, bis die programmierte Tiefe des Mehrkants erreicht ist.
5. Das Werkzeug zieht im Eilgang auf Sicherheitsabstand zurück.
Hinweis
Ein Mehrkant mit mehr als zwei Kanten wird spiralförmig umfahren, bei einem Ein- und
Zweikant wird jede Kante einzeln bearbeitet.

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Fräsen".

3. Drücken Sie die Softkeys "Zapfen Mehrkant" und "Mehrkant".


Das Eingabefenster "Mehrkant" wird geöffnet.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 403
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Parameter im Modus "Eingabe komplett"

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● komplett
PL Bearbeitungsebene T Werkzeugname

Fräsrichtung D Schneidennummer
RP Rückzugsebene mm F Vorschub mm/min
mm/Zahn

SC Sicherheitsabstand mm S/V Spindeldrehzahl oder konstante U/min


Schnittgeschwindigkeit m/min

F Vorschub *

Parameter Beschreibung Einheit


FZ Zustellvorschub Tiefe *
(nur bei G-Code)
Bearbeitung ● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
● ∇∇∇ Rand (Schlichten Rand)
● Anfasen
Bearbeitungsposi‐ ● Einzelposition
tion Es wird ein Mehrkant auf die programmierte Position (X0, Y0, Z0) gefräst.
● Positionsmuster
Es werden mehrere Mehrkante auf das programmierte Positionsmuster (z. B.
Teilkreis, Gitter, Linie) gefräst.
Die Positionen beziehen sich auf den Bezugspunkt:
X0 Bezugspunkt X - (nur bei Einzelposition) mm
Y0 Bezugspunkt Y - (nur bei Einzelposition) mm
Z0 Bezugspunkt Z - (nur bei Einzelposition und G-Code Positionsmuster) mm
∅ Durchmesser des Rohteilzapfens mm
N Anzahl der Kanten
SW oder L Schlüsselweite oder Kantenlänge mm
α0 Drehwinkel Grad
R1 oder FS1 Verrundungsradius oder Fasenbreite mm
Z1 Mehrkanttiefe (abs) oder Tiefe bezogen auf Z0 (ink.) - (nur bei ∇, ∇∇∇ und ∇∇∇ Rand) mm
DXY ● maximale Ebenenzustellung mm
%
● maximale Ebenenzustellung als Prozentsatz des Fräserdurchmessers
- (nur bei ∇ und ∇∇∇)
DZ maximale Tiefenzustellung - (nur bei ∇ und ∇∇∇) mm
UXY Schlichtaufmaß Ebene - (nur bei ∇, ∇∇∇ und ∇∇∇ Rand) mm
UZ Schlichtaufmaß Tiefe - (nur bei ∇ und ∇∇∇) mm

Fräsen
404 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Parameter Beschreibung Einheit


FS Fasenbreite für Anfasen - (nur bei Anfasen) mm
ZFS Eintauchtiefe Werkzeugspitze (abs oder ink) - (nur bei Anfasen) mm
%

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

Parameter im Modus "Eingabe einfach"

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● einfach

Fräsrichtung T Werkzeugname
RP Rückzugsebene mm D Schneidennummer
F Vorschub * F Vorschub mm/min
mm/U
S/V Spindeldrehzahl oder kon‐ U/min
stante Schnittgeschwindig‐ m/min
keit

Parameter Beschreibung
FZ (nur bei G- Zustellvorschub Tiefe *
Code)
Bearbeitung Folgende technologische Bearbeitungen sind wählbar:
● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
● ∇∇∇ Rand (Schlichten Rand)
● Anfasen
Die Positionen beziehen sich auf den Bezugspunkt:
X0 Bezugspunkt X mm
Y0 Bezugspunkt Y mm
Z0 Bezugspunkt Z mm
∅ Durchmesser des Rohteilzapfens mm
N Anzahl der Kanten
SW oder L Schlüsselweite oder Kantenlänge mm
R1 und FS1 Verrundungsradius oder Fasenbreite
Z1 Mehrkanttiefe (abs) oder Tiefe bezogen auf Z0 (ink.) - (nur bei ∇, ∇∇∇ und ∇∇∇ Rand) mm
DXY ● maximale Ebenenzustellung mm
%
● maximale Ebenenzustellung als Prozentsatz des Fräserdurchmessers
- (nur bei ∇ und ∇∇∇)
DZ maximale Tiefenzustellung – (nur bei ∇ und ∇∇∇) mm
UXY Schlichtaufmaß Ebene - (nur bei ∇, ∇∇∇ und ∇∇∇ Rand) mm
UZ Schlichtaufmaß Tiefe (nur bei ∇ und ∇∇∇) mm

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 405
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Parameter Beschreibung
FS Fasenbreite für Anfasen - (nur bei Anfasen) mm
ZFS Eintauchtiefe Werkzeugspitze (abs oder ink) - (nur bei Anfasen) mm

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

Ausgeblendete Parameter
Folgende Parameter sind ausgeblendet. Sie werden mit festen bzw. über Settingdaten
einstellbaren Werten vorbesetzt.

Parameter Beschreibung Wert In SD einstellbar


PL (nur bei G- Bearbeitungsebene In MD 52005
Code) festgelegt
SC (nur bei G- Sicherheitsabstand 1 mm x
Code)
Bearbeitungs- Mehrkant auf programmierte Position (X0, Y0, Z0) fräsen Einzelposition
position
α0 Drehwinkel 0°

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

10.2.7 Längsnut (SLOT1)

Funktion
Mit dem Zyklus "Längsnut" können Sie eine beliebige Längsnut fräsen.
Dabei stehen Ihnen folgende Bearbeitungsvarianten zur Verfügung:
● Längsnut aus dem Vollen fräsen.
Je nach dem, wie die Längsnut in der Werkstückzeichnung bemaßt ist, können Sie einen
entsprechenden Bezugspunkt für die Längsnut wählen.
● Längsnut zuerst vorbohren, wenn beispielsweise der Fräser nicht über Mitte schneidet (z.B.
bei ShopMill nacheinander die Programmsätze Bohren, Rechtecktasche und Position
programmieren).
Wählen Sie in diesem Fall die Vorbohrposition entsprechend dem Parameter "Eintauchen",
"senkrecht" (siehe "Vorgehensweise").

Fräsen
406 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Eingabe einfach
Sie haben die Möglichkeit, die Fülle der Parameter für einfache Bearbeitungen mit Hilfe des
Auswahlfeldes "Eingabe" auf die wichtigsten Parameter zu reduzieren. In diesem Modus
"Eingabe einfach" erhalten die ausgeblendeten Parameter einen festen, nicht einstellbaren
Wert.

Maschinenhersteller
Verschiedene festgelegte Werte können über Settingdaten vorbelegt werden.
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.
Wenn es die Programmierung eines Werkstücks erfordert, können Sie über "Eingabe komplett"
sämtliche Parameter einblenden und verändern.

An-/Abfahren
1. Das Werkzeug fährt im Eilgang auf die Rückzugsebene und stellt dann auf
Sicherheitsabstand zu.
2. Das Werkzeug taucht in Abhängigkeit von der gewählten Strategie in das Material ein.
3. Die Bearbeitung der Längsnut erfolgt mit der gewählten Bearbeitungsart immer von innen
nach außen.
4. Das Werkzeug zieht im Eilgang auf den Sicherheitsabstand zurück.

Bearbeitungsart
Beim Fräsen der Längsnut können Sie die Bearbeitungsart frei wählen:
● Schruppen
Beim Schruppen werden nacheinander die einzelnen Ebenen der Nut bearbeitet, bis die
Tiefe Z1 erreicht ist.
● Schlichten
Beim Schlichten wird immer zuerst der Rand bearbeitet. Dabei wird der Nutrand im
Viertelkreis angefahren, der in den Eckenradius einmündet. Bei der letzten Zustellung wird
aus der Mitte heraus der Boden geschlichtet.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 407
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

● Schlichten Rand
Das Schlichten Rand erfolgt wie das Schlichten, lediglich die letzte Zustellung (Boden
schlichten) entfällt.
● Anfasen
Beim Anfasen wird die Kante am oberen Rand der Längsnut gebrochen.

SC SC

ZFS

Bild 10-6 Geometrien beim Anfasen von Innenkonturen

Hinweis
Beim Anfasen von Innenkonturen können folgende Fehlermeldungen auftreten:
● Sicherheitsabstand im Programmkopf zu groß
Diese Fehlermeldung kommt, wenn das Anfasen mit den eingegebenen Parametern für
FS und ZFS prinzipiell möglich wäre, der Sicherheitsabstand dann jedoch nicht mehr
eingehalten werden könnte
● Eintauchtiefe zu groß
Diese Fehlermeldung kommt, wenn das Anfasen durch die Verringerung der
Eintauchtiefe ZFS möglich wäre.
● Werkzeugdurchmesser zu groß
Diese Fehlermeldung kommt, wenn das Werkzeug beim Eintauchen bereits die Kanten
verletzen würde. In diesem Fall muss die Fase FS verkleinert werden.

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Fräsen".

3. Drücken Sie die Softkeys "Nut" und "Längsnut".


Das Eingabefenster "Längsnut (SLOT1)" wird geöffnet.

Fräsen
408 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Parameter im Modus "Eingabe komplett"

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● komplett
PL Bearbeitungsebene T Werkzeugname

Fräsrichtung D Schneidennummer
RP Rückzugsebene mm F Vorschub mm/min
mm/Zahn

SC Sicherheitsabstand mm S/V Spindeldrehzahl oder konstante U/min


Schnittgeschwindigkeit m/min

F Vorschub *

Parameter Beschreibung Einheit


Bezugspunkt Lage des Bezugspunktes:
● (linker Rand)

● (links innen)

● (Mitte)

● (rechts innen)

● (rechter Rand)

Bearbeitung ● ∇ Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
● ∇∇∇ Rand (Schlichten Rand)
● Anfasen
Bearbeitungsposi‐ ● Einzelposition
tion Es wird eine Nut auf die programmierte Position (X0, Y0, Z0) gefräst.
● Positionsmuster
Es werden mehrere Nuten auf das programmierte Positionsmuster (z. B. Teilkreis,
Gitter, Linie) gefräst.
Die Positionen beziehen sich auf den Bezugspunkt:
X0 Bezugspunkt X - (nur bei Einzelposition) mm
Y0 Bezugspunkt Y - (nur bei Einzelposition) mm
Z0 Bezugspunkt Z - (nur bei Einzelposition und G-Code Positionsmuster) mm

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 409
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Parameter Beschreibung Einheit


W Breite der Nut mm
L Länge der Nut mm
α0 Drehwinkel Grad
Z1 Nuttiefe (abs) oder Tiefe bezogen auf Z0 (ink) - (nur bei ∇, ∇∇∇ und ∇∇∇ Rand) mm

DXY ● maximale Ebenenzustellung mm


(nur bei ShopMill) %
● maximale Ebenenzustellung als Prozentsatz des Fräserdurchmessers
- (nur bei ∇ und ∇∇∇)
DZ maximale Tiefenzustellung - (nur bei ∇, ∇∇∇ und ∇∇∇ Rand) mm
UXY Schlichtaufmaß Ebene - (nur bei ∇, ∇∇∇ und ∇∇∇ Rand) mm
UZ Schlichtaufmaß Tiefe (Nutboden) - (nur bei ∇ und ∇∇∇) mm
Eintauchen Es können folgende Eintauchmodi ausgewählt werden: mm
● vorgebohrt: (nur bei G-Code)
Anfahren des um den Sicherheitsabstand vorverlegten Bezugspunkts mit G0.
● senkrecht:
ShopMill: Abhängig von der wirksamen Fräserbreite (Fräserdurchmesser x DXY[%])
oder DXY [mm] wird in der Taschenmitte bzw. am Taschenrand auf die Zustelltiefe
gefahren.
– Am Rand der Längsnut ("links innen"): Wirksame Fräserbreite >= halbe Nutbreite.
– Auf Längsnutmitte: Wirksame Fräserbreite < halbe Nutbreite.
G-Code: Es wird im Bezugspunkt "links innen" auf die Zustelltiefe gefahren
Hinweis: Bei dieser Einstellung muss der Fräser über Mitte schneiden.
● helikal: Eintauchen auf Spiralbahn (nur bei G-Code)
Der Fräsermittelpunkt verfährt auf der durch den Radius und die Tiefe pro Umdrehung
bestimmten Spiralbahn (Helixbahn). Ist die Tiefe für eine Zustellung erreicht, wird
noch eine volle Längsnut ausgeführt, um die schräge Bahn des Eintauchens zu
beseitigen.
● pendelnd: Pendelnd auf Mittelachse der Längsnut eintauchen
Der Fräsermittelpunkt pendelt auf einer Geraden, bis er die Tiefenzustellung erreicht
hat. Ist die Tiefe erreicht, wird der Weg noch einmal ohne Tiefenzustellung ausgeführt
um die schräge Bahn des Eintauchens zu beseitigen.
FZ Zustellvorschub Tiefe - (nur bei Eintauchen senkrecht) *
(nur bei G-Code)
FZ Zustellvorschub Tiefe - (nur bei Eintauchen senkrecht) mm/min
(nur bei ShopMill) mm/Zahn
EP maximale Steigung der Helix – (nur bei Eintauchen helikal) mm/U
(nur bei G-Code)
ER Radius der Helix – (nur bei Eintauchen helikal) mm
(nur bei G-Code) Der Radius darf nicht größer als der Fräserradius sein, da sonst Material stehen bleibt.
EW maximaler Eintauchwinkel - (nur bei Eintauchen pendelnd) Grad
FS Fasenbreite für Anfasen (ink) - (nur bei Anfasen) mm
ZFS Eintauchtiefe Werkzeugspitze (abs oder ink) - (nur bei Anfasen) mm

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

Fräsen
410 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Parameter im Modus "Eingabe einfach"

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● einfach

Fräsrichtung T Werkzeugname
RP Rückzugsebene mm D Schneidennummer
F Vorschub * F Vorschub mm/min
mm/U
S/V Spindeldrehzahl oder kon‐ U/min
stante Schnittgeschwindig‐ m/min
keit

Parameter Beschreibung
Bearbeitung Folgende technologische Bearbeitungen sind wählbar:
● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
● ∇∇∇ Rand (Schlichten Rand)
● Anfasen
Die Positionen beziehen sich auf den Bezugspunkt:
X0 Bezugspunkt X mm
Y0 Bezugspunkt Y mm
Z0 Bezugspunkt Z mm
W Breite der Nut mm
L Länge der Nut mm
α0 Drehwinkel Grad
Z1 Nuttiefe (abs) oder Tiefe bezogen auf Z0 (ink.) - (nur bei ∇, ∇∇∇ und ∇∇∇ Rand) mm
DXY ● maximale Ebenenzustellung mm
(nur bei ShopMill) %
● maximale Ebenenzustellung als Prozentsatz des Fräserdurchmessers
- (nur bei ∇ und ∇∇∇)
DZ maximale Tiefenzustellung – (nur bei ∇, ∇∇∇ und ∇∇∇ Rand) mm
UXY Schlichtaufmaß Ebene - (nur bei ∇, ∇∇∇ und ∇∇∇ Rand) mm
UZ Schlichtaufmaß Tiefe (Nutboden) - (nur bei ∇ und ∇∇∇) mm

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 411
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Parameter Beschreibung
Eintauchen Es können folgende Eintauchmodi ausgewählt werden:
● vorgebohrt: (nur bei G-Code)
Anfahren des um den Sicherheitsabstand vorverlegten Bezugspunkts mit G0.
● senkrecht:
ShopMill: Abhängig von der wirksamen Fräserbreite (Fräserdurchmesser x DXY[%])
oder DXY [mm] wird in der Taschenmitte bzw. am Taschenrand auf die Zustelltiefe
gefahren.
– Am Rand der Längsnut ("links innen"): Wirksame Fräserbreite >= halbe Nutbreite.
– Auf Längsnutmitte: Wirksame Fräserbreite < halbe Nutbreite.
G-Code: Es wird im Bezugspunkt "links innen" auf die Zustelltiefe gefahren
Hinweis: Bei dieser Einstellung muss der Fräser über Mitte schneiden.
● helikal: Eintauchen auf Spiralbahn (nur bei G-Code)
Der Fräsermittelpunkt verfährt auf der durch den Radius und die Tiefe pro
Umdrehung bestimmten Spiralbahn (Helixbahn). Ist die Tiefe für eine Zustellung
erreicht, wird noch eine volle Längsnut ausgeführt, um die schräge Bahn des
Eintauchens zu beseitigen.
● pendelnd: Pendelnd auf Mittelachse der Längsnut eintauchen
Der Fräsermittelpunkt pendelt auf einer Geraden, bis er die Tiefenzustellung erreicht
hat. Ist die Tiefe erreicht, wird der Weg noch einmal ohne Tiefenzustellung
ausgeführt um die schräge Bahn des Eintauchens zu beseitigen.
FZ Zustellvorschub Tiefe - (nur bei Eintauchen senkrecht) *
(nur bei G-Code)
FZ Zustellvorschub Tiefe - (nur bei Eintauchen senkrecht) mm/min
(nur bei ShopMill) mm/Zahn
EP maximale Steigung der Helix – (nur bei Eintauchen helikal) mm/U
(nur bei G-Code)
ER Radius der Helix – (nur bei Eintauchen helikal) mm
(nur bei G-Code) Der Radius darf nicht größer als der Fräserradius sein, da sonst Material stehen bleibt.
EW maximaler Eintauchwinkel - (nur bei Eintauchen pendelnd) Grad
FS Fasenbreite für Anfasen (ink) - (nur bei Anfasen) mm
ZFS Eintauchtiefe Werkzeugspitze (abs oder ink) - (nur bei Anfasen) mm

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

Ausgeblendete Parameter
Folgende Parameter sind ausgeblendet. Sie werden mit festen bzw. über Settingdatum
einstellbaren Werten vorbesetzt.

Parameter Beschreibung Wert In SD einstellbar


PL (nur bei G- Bearbeitungsebene In MD 52005
Code) festgelegt
SC (nur bei G- Sicherheitsabstand 1 mm x
Code)
Bezugspunkt Lage des Bezugpunktes: Mitte

Fräsen
412 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Parameter Beschreibung Wert In SD einstellbar


Bearbeitungs- Nut auf programmierte Position (X0, Y0, Z0) fräsen Einzelposition
position
α0 Drehwinkel 0°

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

10.2.8 Kreisnut (SLOT2)

Funktion
Mit dem Zyklus "Kreisnut" können Sie eine oder mehrere gleich große Kreisnuten auf einem
Voll- oder Teilkreis fräsen.

Werkzeuggröße
Beachten Sie, dass der Fräser bei der Bearbeitung der Kreisnut eine Mindestgröße nicht
unterschreiten darf:
● Schruppen:
1⁄2 Nutbreite W – Schlichtaufmaß UXY ≤ Fräserdurchmesser
● Schlichten:
1⁄2 Nutbreite W ≤ Fräserdurchmesser
● Schlichten Rand:
Schlichtaufmaß UXY ≤ Fräserdurchmesser

Ringnut
Wenn Sie eine Ringnut erzeugen möchten, müssen Sie für die Parameter Anzahl N und
Öffnungswinkel α1 folgende Werte eingeben:
N=1
α1 = 360°

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 413
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Eingabe einfach
Sie haben die Möglichkeit, die Fülle der Parameter für einfache Bearbeitungen mit Hilfe des
Auswahlfeldes "Eingabe" auf die wichtigsten Parameter zu reduzieren. In diesem Modus
"Eingabe einfach" erhalten die ausgeblendeten Parameter einen festen, nicht einstellbaren
Wert.

Maschinenhersteller
Verschiedene festgelegte Werte können über Settingdaten vorbelegt werden.
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.
Wenn es die Programmierung eines Werkstücks erfordert, können Sie über "Eingabe komplett"
sämtliche Parameter einblenden und verändern.

An-/Abfahren
1. Das Werkzeug fährt im Eilgang auf Höhe der Rückzugsebene auf den Mittelpunkt des
Halbkreises am Nutende und stellt auf Sicherheitsabstand zu.
2. Danach taucht das Werkzeug mit Bearbeitungsvorschub in das Werkstück ein, wobei die
max. Zustellung in Z-Richtung sowie das Schlichtaufmaß berücksichtigt werden. Die
Kreisnut wird abhängig vom Bearbeitungsdrehsinn (Gegenlauf oder Gleichlauf) im
Uhrzeigersinn oder Gegenuhrzeigersinn bearbeitet.
3. Ist die erste Kreisnut fertig, fährt das Werkzeug mit Eilgang auf die Rückzugsebene.
4. Die nächste Kreisnut wird auf einer Geraden oder Kreisbahn angefahren und anschließend
bearbeitet.
5. Das Werkzeug zieht im Eilgang auf den Sicherheitsabstand zurück.

Bearbeitungsart
Beim Fräsen der Kreisnut können Sie die Bearbeitungsart frei wählen:
● Schruppen
Beim Schruppen werden nacheinander vom Mittelpunkt des Halbkreises am Nutende aus
die einzelnen Ebenen der Nut bearbeitet, bis die Tiefe Z1 erreicht ist.
● Schlichten
Beim Schlichten wird immer zuerst der Rand bearbeitet, bis die Tiefe Z1 erreicht ist. Dabei
wird der Nutrand im Viertelkreis angefahren, der in den Radius einmündet. Mit der letzten
Zustellung wird vom Mittelpunkt des Halbkreises am Nutende aus der Boden geschlichtet.

Fräsen
414 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

● Schlichten Rand
Das Schlichten Rand erfolgt wie das Schlichten, lediglich die letzte Zustellung (Boden
schlichten) entfällt.
● Anfasen
Beim Anfasen wird die Kante am oberen Rand der Kreisnut gebrochen.

SC SC

ZFS

Bild 10-7 Geometrien beim Anfasen von Innenkonturen

Hinweis
Beim Anfasen von Innenkonturen können folgende Fehlermeldungen auftreten:
● Sicherheitsabstand im Programmkopf zu groß
Diese Fehlermeldung kommt, wenn das Anfasen mit den eingegebenen Parametern für
FS und ZFS prinzipiell möglich wäre, der Sicherheitsabstand dann jedoch nicht mehr
eingehalten werden könnte
● Eintauchtiefe zu groß
Diese Fehlermeldung kommt, wenn das Anfasen durch die Verringerung der
Eintauchtiefe ZFS möglich wäre.
● Werkzeugdurchmesser zu groß
Diese Fehlermeldung kommt, wenn das Werkzeug beim Eintauchen bereits die Kanten
verletzen würde. In diesem Fall muss die Fase FS verkleinert werden.

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Fräsen".

3. Drücken Sie die Softkeys "Nut" und "Kreisnut".


Das Eingabefenster "Kreisnut" wird geöffnet.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 415
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Parameter im Modus "Eingabe komplett"

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● komplett
PL Bearbeitungsebene T Werkzeugname

Fräsrichtung D Schneidennummer
RP Rückzugsebene mm F Vorschub mm/min
mm/Zahn

SC Sicherheitsabstand mm S/V Spindeldrehzahl oder konstante U/min


Schnittgeschwindigkeit m/min

F Vorschub *

Parameter Beschreibung Einheit


FZ Zustellvorschub Tiefe (nur bei ∇ und ∇∇∇) mm/min
(nur bei ShopMill) in/Zahn
FZ Zustellvorschub Tiefe (nur bei ∇ und ∇∇∇) *
(nur bei G-Code)
Bearbeitung ● ∇ Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
● ∇∇∇ Rand (Schlichten Rand)
● Anfasen
Kreismuster ● Vollkreis
Die Kreisnuten werden auf einem Vollkreis positioniert. Der Abstand von einer
Kreisnut zur nächsten Kreisnut ist immer gleich und wird durch die Steuerung
berechnet.
● Teilkreis
Die Kreisnuten werden auf einem Teilkreis positioniert. Der Abstand von einer
Kreisnut zur nächsten Kreisnut kann über den Winkel α2 bestimmt werden.
Die Positionen beziehen sich auf den Mittelpunkt:
X0 Bezugspunkt X mm
Y0 Bezugspunkt Y mm
Z0 Bezugspunkt Z mm
N Anzahl der Nuten
R Radius der Kreisnut mm
α0 Startwinkel Grad
α1 Öffnungswinkel der Nut Grad
α2 Fortschaltwinkel - (nur bei Teilkreis) Grad
W Breite der Nut mm
Z1 Nuttiefe (abs) oder Tiefe bezogen auf Z0 (ink) - (nur bei ∇, ∇∇∇ und mm
∇∇∇ Rand)

Fräsen
416 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Parameter Beschreibung Einheit


DZ maximale Tiefenzustellung - (nur bei ∇, ∇∇∇ und ∇∇∇ Rand) mm
FS Fasenbreite für Anfasen (ink) - (nur bei Anfasen), mm
ZFS Eintauchtiefe Werkzeugspitze (abs. oder ink) - (nur bei Anfasen), mm
UXY Schlichtaufmaß Ebene - (nur bei ∇, ∇∇∇ und ∇∇∇ Rand) mm
positionieren Positionierbewegung zwischen den Nuten:
● Gerade:
Nächste Position wird auf einer Geraden im Eilgang angefahren.
● Kreis:
Nächste Position wird auf einer Kreisbahn mit dem über Maschinendatum
festgelegten Vorschub angefahren.

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

Parameter im Modus "Eingabe einfach"

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● einfach

Fräsrichtung T Werkzeugname
RP Rückzugsebene mm D Schneidennummer
F Vorschub * F Vorschub mm/min
mm/U
S/V Spindeldrehzahl oder kon‐ U/min
stante Schnittgeschwindig‐ m/min
keit

Parameter Beschreibung
FZ Zustellvorschub Tiefe (nur bei ∇ und ∇∇∇) *
(nur bei G-Code)
FZ Zustellvorschub Tiefe (nur bei ∇ und ∇∇∇) mm/min
(nur bei ShopMill) in/Zahn
Bearbeitung Folgende technologische Bearbeitungen sind wählbar:
● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
● ∇∇∇ Rand (Schlichten Rand)
● Anfasen
Kreismuster ● Vollkreis
Die Kreisnuten werden auf einem Vollkreis positioniert. Der Abstand von einer
Kreisnut zur nächsten Kreisnut ist immer gleich und wird durch die Steuerung
berechnet.
● Teilkreis
Die Kreisnuten werden auf einem Teilkreis positioniert. Der Abstand von einer
Kreisnut zur nächsten Kreisnut kann über den Winkel α2 bestimmt werden.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 417
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Parameter Beschreibung
Die Positionen beziehen sich auf den Mittelpunkt:
X0 Bezugspunkt X mm
Y0 Bezugspunkt Y mm
Z0 Bezugspunkt Z mm
N Anzahl der Kanten
R Radius der Kreisnut mm
α1 Öffnungswinkel der Nut Grad
α2 Fortschaltwinkel - (nur bei Teilkreis) Grad
W Breite der Nut mm
Z1 Nuttiefe (abs) oder Tiefe bezogen auf Z0 (ink.) - (nur bei ∇, ∇∇∇ und ∇∇∇ Rand) mm
DZ maximale Tiefenzustellung – (nur bei ∇ und ∇∇∇ Rand) mm
FS Fasenbreite für Anfasen - (nur bei Anfasen) mm
ZFS Eintauchtiefe Werkzeugspitze (abs oder ink) - (nur bei Anfasen) mm
UXY Schlichtaufmaß Ebene - (nur bei ∇, ∇∇∇ und ∇∇∇ Rand) mm
positionieren Positionierbewegung zwischen den Nuten:
● Gerade:
Nächste Position wird auf einer Geraden im Eilgang angefahren.
● Kreis:
Nächste Position wird auf einer Kreisbahn mit dem über Maschinendatum
festgelegten Vorschub angefahren.

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

Ausgeblendete Parameter
Folgende Parameter sind ausgeblendet. Sie werden mit festen bzw. über Settingdaten
einstellbaren Werten vorbesetzt.

Parameter Beschreibung Wert In SD einstellbar


PL (nur bei G- Bearbeitungsebene In MD 52005
Code) festgelegt
SC (nur bei G- Sicherheitsabstand 1 mm x
Code)
α0 Drehwinkel / Startwinkel 0°

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
418 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

10.2.9 Offene Nut (CYCLE899)

Funktion
Wenn Sie offene Nuten ausräumen möchten, nutzen Sie die Funktion "Offene Nut".
Je nach Werkstück- und Maschinenbeschaffenheit wählen Sie zum Schruppen zwischen
folgenden Bearbeitungsstrategien:
● Wirbelfräsen
● Tauchfräsen
Zur vollständigen Bearbeitung der Nut stehen Ihnen diese Folgebearbeitungsarten zur
Verfügung:
● Schruppen
● Vorschlichten
● Schlichten
● Schlichten Boden
● Schlichten Rand
● Anfasen

Wirbelfräsen
Speziell bei gehärteten Materialien wird dieses Verfahren zum Schruppen und zur
Konturbearbeitung mit beschichteten VHM-Fräsern genutzt.
Als bevorzugte Strategie für das HSC-Schruppen stellt das Wirbelfräsen sicher, dass das
Werkzeug nie ganz eintaucht. Dadurch wird die eingestellte Überlappung genau eingehalten.

Tauchfräsen
Das Tauchfräsen gilt als bevorzugte Strategie zum Ausräumen von Nuten für "instabile"
Maschinen und Werkstückgeometrien. Bei dieser Strategie wirken im Wesentlichen nur Kräfte
längs der Werkzeugachse, d.h. senkrecht zur Oberfläche der auszuräumenden Tasche/Nut
(bei XY-Ebene in Z-Richtung). Das Werkzeug unterliegt deshalb nahezu keiner Verbiegung.
Durch die axiale Belastung des Werkzeugs, besteht auch bei labilen Werkstücken kaum
Gefahr, dass Vibrationen auftreten.
Die Spantiefe kann deutlich erhöht werden. Sie erreichen durch so genannte Tauchfräser eine
höhere Standzeit durch weniger Vibration bei großen Auskraglängen.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 419
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Eingabe einfach
Sie haben die Möglichkeit, die Fülle der Parameter für einfache Bearbeitungen mit Hilfe des
Auswahlfeldes "Eingabe" auf die wichtigsten Parameter zu reduzieren. In diesem Modus
"Eingabe einfach" erhalten die ausgeblendeten Parameter einen festen, nicht einstellbaren
Wert.

Maschinenhersteller
Verschiedene festgelegte Werte können über Settingdaten vorbelegt werden.
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.
Wenn es die Programmierung eines Werkstücks erfordert, können Sie über "Eingabe komplett"
sämtliche Parameter einblenden und verändern.

An-/Abfahren beim Wirbelfräsen


1. Das Werkzeug fährt im Eilgang auf den Anfangspunkt vor die Nut und hält dabei den
Sicherheitsabstand ein.
2. Das Werkzeug stellt auf Schnitttiefe zu.
3. Die Bearbeitung der offenen Nut erfolgt mit der gewählten Bearbeitungsart immer über die
komplette Nutlänge.
4. Das Werkzeug zieht im Eilgang auf den Sicherheitsabstand zurück.

An-/Abfahren beim Tauchfräsen


1. Das Werkzeug fährt im Eilgang auf den Anfangspunkt vor die Nut auf Sicherheitsabstand
zu.
2. Die Bearbeitung der offenen Nut erfolgt mit der gewählten Bearbeitungsart immer über die
komplette Nutlänge.
3. Das Werkzeug zieht im Eilgang auf den Sicherheitsabstand zurück.

Bearbeitungsart Schruppen Wirbelfräsen


Das Schruppen erfolgt in kreisförmiger Bewegung des Fräsers.
Während dieser Bewegungen wird der Fräser kontinuierlich immer weiter in der Ebene
zugestellt. Ist der Fräser die gesamte Nut abgefahren, fährt der Fräser ebenfalls in
kreisförmiger Bewegung wieder zurück und nimmt so die nächste Schicht (Zustelltiefe) in Z-

Fräsen
420 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Richtung ab. Dieser Vorgang wiederholt sich so oft, bis die voreingestellte Nuttiefe plus
Schlichtaufmaß erreicht ist.

Wirbelfräsen: Gleichlauf oder Gegenlauf Wirbelfräsen: Gleichlauf-Gegenlauf

Randbedingungen beim Wirbelfräsen


● Schruppen
1/2 Nutbreite W – Schlichtaufmaß UXY ≤ Fräserdurchmesser
● Nutbreite
mindestens 1,15 x Fräserdurchmesser + Schlichtaufmaß
höchstens 2 x Fräserdurchmesser + 2 x Schlichtaufmaß
● Radiale Zustellung
mindestens 0,02 x Fräserdurchmesser
höchstens 0,25 x Fräserdurchmesser
● Maximale Zustelltiefe ≤ Schnitthöhe des Fräsers
Beachten Sie, dass die Schnitthöhe des Fräsers nicht geprüft werden kann.
Die maximale radiale Zustellung ist vom Fräser abhängig.
Wählen Sie für harte Werkstoffe eine geringere Zustellung.

Bearbeitungsart Schruppen Tauchfräsen


Das Schruppen der Nut erfolgt sequenziell längs der Nut durch senkrechte
Eintauchbewegungen des Fräsers mit Arbeitsvorschub. Danach erfolgen ein Rückzug und
eine Positionierbewegung zum nächsten Eintauchpunkt.
Abwechselnd wird längs der Nut um den halben Zustellbetrag versetzt jeweils an der linken
und der rechten Wand eingetaucht.
Die erste Eintauchbewegung erfolgt am Rand der Nut mit einem Eingriff des Fräsers von einer
halben Zustellung abzüglich des Sicherheitsabstandes. (Ist der Sicherheitsabstand größer als
die Zustellung also im Freien.) Die maximale Breite der Nute muss für diesen Zyklus kleiner
als die doppelte Breite des Fräsers + Schlichtaufmaß sein.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 421
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Nach jeder Eintauchbewegung hebt der Fräser ebenfalls mit Arbeitsvorschub um den
Sicherheitsabstand ab. Dies geschieht nach Möglichkeit im so genannten Retract-Verfahren,
d.h. bei einer Umschlingung des Fräsers von weniger als 180° hebt er unter 45ー in
Gegenrichtung der Winkelhalbierenden des Umschlingungsbereiches vom Grund ab.
Anschließend fährt der Fräser mit Eilgang über das Material.

Randbedingungen beim Tauchfräsen


● Schruppen
1/2 Nutbreite W - Schlichtaufmaß UXY ≤ Fräserdurchmesser
● Maximale radiale Zustellung
Die maximale Zustellung ist abhängig von der Schneidenbreite des Fräsers.
● Schrittweite
Die seitliche Schrittweite ergibt sich aus der gewünschten Nutbreite, dem
Fräserdurchmesser und dem Schlichtaufmaß.
● Rückzug
Der Rückzug erfolgt mit Abfahren unter einem Winkel von 45°, wenn der
Umschlingungswinkel kleiner 180° ist. Ansonsten erfolgt ein senkrechter Rückzug wie beim
Bohren.
● Abfahren
Das Abfahren erfolgt senkrecht zur umschlungenen Fläche.
● Sicherheitsabstand
Fahren Sie den Sicherheitsabstand über das Ende des Werkstückes hinaus, um
Verrundungen der Nutwände an den Enden zu vermeiden.
Beachten Sie, dass die Schneidenbreite des Fräsers für die maximale radiale Zustellung nicht
geprüft werden kann.

Bearbeitungsart Vorschlichten
Bleibt zu viel Restmaterial an den Nutwänden stehen, werden überflüssige Ecken auf das
Schlichtmaß abgetragen.

Fräsen
422 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Bearbeitungsart Schlichten
Beim Schlichten der Wände fährt der Fräser entlang der Nutwände, wobei er wie beim
Schruppen in Z-Richtung ebenfalls wieder Schrittweise zugestellt wird. Hierbei fährt der Fräser
um Sicherheitsabstand über den Nutanfang und das Nutende hinaus, um auf der gesamten
Länge der Nut eine gleichmäßige Oberfläche der Nutwand zu gewährleisten.

Bearbeitungsart Schlichten Rand


Das Schlichten Rand erfolgt wie das Schlichten, lediglich die letzte Zustellung (Boden
schlichten) entfällt.

Bearbeitungsart Schlichten Boden


Beim Schlichten Boden fährt der Fräser in der fertigen Nut einmal hin und einmal zurück.

Bearbeitungsart Anfasen
Beim Anfasen wird die Kante am oberen Rand der Nut gebrochen.

SC SC

ZFS

Bild 10-8 Geometrien beim Anfasen von Innenkonturen

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 423
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Hinweis
Beim Anfasen von Innenkonturen können folgende Fehlermeldungen auftreten:
● Sicherheitsabstand im Programmkopf zu groß
Diese Fehlermeldung kommt, wenn das Anfasen mit den eingegebenen Parametern für
FS und ZFS prinzipiell möglich wäre, der Sicherheitsabstand dann jedoch nicht mehr
eingehalten werden könnte
● Eintauchtiefe zu groß
Diese Fehlermeldung kommt, wenn das Anfasen durch die Verringerung der Eintauchtiefe
ZFS möglich wäre.
● Werkzeugdurchmesser zu groß
Diese Fehlermeldung kommt, wenn das Werkzeug beim Eintauchen bereits die Kanten
verletzen würde. In diesem Fall muss die Fase FS verkleinert werden.

Weitere Randbedingungen
● Schlichten
1/2 Nutbreite W ≤ Fräserdurchmesser
● Schlichten Rand
Schlichtaufmaß UXY ≤ Fräserdurchmesser
● Anfasen
Spitzenwinkel muss in Werkzeugtabelle eingetragen sein.

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Fräsen".

3. Drücken Sie die Softkeys "Nut" und "Offene Nut".


Das Eingabefenster "Offene Nut" wird geöffnet.

Fräsen
424 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Parameter im Modus "Eingabe komplett"

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● komplett
PL Bearbeitungsebene T Werkzeugname

RP Rückzugsebene mm D Schneidennummer
SC Sicherheitsabstand mm F Vorschub mm/min
mm/Zahn

F Vorschub * S/V Spindeldrehzahl oder konstante U/min


Schnittgeschwindigkeit m/min

Parameter Beschreibung Einheit


Bezugspunkt Lage des Bezugspunkt:
● (linker Rand)

● (Mitte)

● (rechter Rand)

Bearbeitung ● ∇ Schruppen)
● ∇∇ (Vorschlichten)
● ∇∇∇ (Schlichten)
● ∇∇∇ Boden (Schlichten Boden)
● ∇∇∇ Rand (Schlichten Rand)
● Anfasen
Technologie ● Wirbelfräsen
Kreisförmige Bewegung des Fräsers durch die Nut und wieder zurück.
● Tauchfräsen
Sequenzielle Bohrbewegungen längs der Werkzeugachse.
Fräsrichtung: - (außer Tauchfräsen)
● Gleichlauf
● Gegenlauf
● Gleichlauf-Gegenlauf

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 425
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Parameter Beschreibung Einheit


Bearbeitungsposi‐ ● Einzelposition
tion Eine Nut auf programmierter Position (X0, Y0, Z0) fräsen.
● Positionsmuster
Mehrere Nuten auf einem programmierten Positionsmuster (z. B. Vollkreis oder
Gitter) fräsen.
Die Positionen beziehen sich auf den Bezugspunkt:
X0 Bezugspunkt X - (nur bei Einzelposition) mm
Y0 Bezugspunkt Y - (nur bei Einzelposition) mm
Z0 Bezugspunkt Z - (nur bei Einzelposition und G-Code Positionsmuster) mm
W Breite der Nut mm
L Länge der Nut mm
α0 Drehwinkel der Nut Grad
Z1 Nuttiefe (abs) oder Tiefe bezogen auf Z0 (abs) - (nur bei ∇, ∇∇∇, ∇∇∇ Boden und ∇∇∇ mm
Vor)
DXY ● maximale Ebenenzustellung mm
%
● maximale Ebenenzustellung als Prozentsatz des Fräserdurchmessers
- (nur bei ∇)
DZ maximale Tiefenzustellung - (nur bei ∇, ∇∇∇ Vor, ∇∇∇ und ∇∇∇ Rand) mm
- (nur bei Wirbelfräsen)
UXY Schlichtaufmaß Ebene (Nutrand) - (nur bei ∇, ∇∇∇ Vor und ∇∇∇ Boden) mm
UZ Schlichtaufmaß Tiefe (Nutboden) - (nur bei ∇, ∇∇∇ Vor und ∇∇∇ Rand) mm
FS Fasenbreite für Anfasen (ink) - (nur bei Anfasen) mm
ZFS Eintauchtiefe Werkzeugspitze (abs oder ink) - (nur bei Anfasen) mm

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

Parameter im Modus "Eingabe einfach"

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● einfach

Fräsrichtung T Werkzeugname
RP Rückzugsebene mm D Schneidennummer
F Vorschub * F Vorschub mm/min
mm/U
S/V Spindeldrehzahl oder kon‐ U/min
stante Schnittgeschwindig‐ m/min
keit

Fräsen
426 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Parameter Beschreibung
Bearbeitung Folgende technologische Bearbeitungen sind wählbar:
● ∇ (Schruppen)
● ∇∇ (Vorschlichten)
● ∇∇∇ (Schlichten)
● ∇∇∇ Boden (Schlichten Boden)
● ∇∇∇ Rand (Schlichten Rand)
● Anfasen
Technologie ● Wirbelfräsen
Kreisförmige Bewegung des Fräsers durch die Nut und wieder zurück.
● Tauchfräsen
Sequenzielle Bohrbewegungen längs der Werkzeugachse.
Fräsrichtung: - (außer Tauchfräsen)
● Gleichlauf
● Gegenlauf
● Gleichlauf-Gegenlauf
Die Positionen beziehen sich auf den Bezugspunktpunkt:
X0 Bezugspunkt X mm
Y0 Bezugspunkt Y mm
Z0 Bezugspunkt Z mm
W Breite der Nut
L Länge der Nut mm
Z1 Nuttiefe (abs) oder Tiefe bezogen auf Z0 (ink.) mm
DXY ● maximale Ebenenzustellung mm
%
● maximale Ebenenzustellung als Prozentsatz des Fräserdurchmessers (nur bei ∇)
DZ maximale Tiefenzustellung – (nur bei ∇, ∇∇ Vorschlichten, ∇∇∇ und ∇∇∇ Rand) - (nur mm
bei Wirbelfräsen)
UXY Schlichtaufmaß Ebene (Nutboden) - (nur bei ∇, ∇∇ Vorschlichten und ∇∇∇ Boden) mm
UZ Schlichtaufmaß Ebene (Nutrand) - (nur bei ∇, ∇∇ Vorschlichten und ∇∇∇ Rand) mm
FS Fasenbreite für Anfasen (ink) - (nur bei Anfasen) mm
ZFS Eintauchtiefe Werkzeugspitze (abs oder ink) - (nur bei Anfasen) mm

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

Ausgeblendete Parameter
Folgende Parameter sind ausgeblendet. Sie werden mit festen bzw. über Settingdaten
einstellbaren Werten vorbesetzt.

Parameter Beschreibung Wert In SD einstellbar


PL (nur bei G- Bearbeitungsebene In MD 52005
Code) festgelegt
SC (nur bei G- Sicherheitsabstand 1 mm x
Code)

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 427
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Parameter Beschreibung Wert In SD einstellbar


Bezugspunkt Lage des Bezugpunktes: Mitte

Bearbeitungs- Nut auf programmierter Position (X0, Y0, Z0) fräsen Einzelposition
position
α0 Drehwinkel 0°

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

10.2.10 Langloch (LONGHOLE) - nur für G-Code Programme

Funktion
Im Gegensatz zur Nut wird die Breite des Langloches durch den Werkzeugdurchmesser
bestimmt.
Zyklusintern wird ein optimaler Verfahrweg des Werkzeuges ermittelt, der unnötige Leerwege
ausschließt. Sind zur Bearbeitung eines Langloches mehrere Tiefenzustellungen nötig, so
erfolgt die Zustellung abwechselnd an den Endpunkten. Die in der Ebene abzufahrende Bahn
entlang der Längsachse des Langloches ändert nach jeder Zustellung die Richtung. Der Zyklus
sucht selbständig den kürzesten Weg beim Übergang zum nächsten Langloch.

Hinweis
Der Zyklus erfordert einen Fräser mit einem "Stirnzahn über Mitte schneidend" (DIN 844).

An-/Abfahren
1. Mit G0 wird die Ausgangsposition für den Zyklus angefahren. In den beiden Achsen der
aktuellen Ebene wird der nächstliegende Endpunkt des ersten zu bearbeitenden Langlochs
auf Höhe der Rückzugsebene in der Werkzeugachse angefahren und danach auf den um
den Sicherheitsabstand vorverlegten Bezugspunkt abgesenkt.
2. Jedes Langloch wird in einer Pendelbewegung ausgefräst. Die Bearbeitung in der Ebene
erfolgt mit G1 und dem programmierten Vorschubwert. An jedem Umkehrpunkt erfolgt die
Zustellung auf die nächste zyklusintern berechnete Bearbeitungstiefe mit G1 und dem
Vorschub, bis die Endtiefe erreicht ist.
3. Rückzug auf die Rückzugsebene mit G0 und Anfahren des nächsten Langloches auf dem
kürzesten Weg.
4. Nach Beendigung der Bearbeitung des letzten Langloches wird das Werkzeug auf der
zuletzt erreichten Position in der Bearbeitungsebene bis auf die Rückzugsebene mit G0
gefahren und der Zyklus beendet.

Fräsen
428 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Fräsen".

3. Drücken Sie die Softkeys "Nut" und "Langloch".


Das Eingabefenster "Langloch" wird geöffnet.

Parameter Beschreibung Einheit


PL Bearbeitungsebene
RP Rückzugsebene (abs)
SC Sicherheitsabstand (ink)
F Vorschub *
Bearbeitungsart ● ebenenweise mm
Es wird in der Taschenmitte auf die Zustelltiefe gefahren.
Hinweis: Bei dieser Einstellung muss der Fräser über Mitte schneiden.
● pendelnd
Pendelnd auf Mittelachse der Längsnut eintauchen:
Der Fräsermittelpunkt pendelt auf einer Geraden, bis er die Tiefenzustellung erreicht
hat. Ist die Tiefe erreicht, wird der Weg noch einmal ohne Tiefenzustellung ausgeführt
um die schräge Bahn des Eintauchens zu beseitigen.
Bezugspunkt Lage des Bezugspunktes:

Bearbeitungsposi‐ ● Einzelposition
tion Es wird ein Langloch auf die programmierte Position (X0, Y0, Z0) gefräst.
● Positionsmuster
Es werden mehrere Langlöcher auf das programmierte Positionsmuster (z. B.
Teilkreis, Gitter, Linie) gefräst.
Die Positionen beziehen sich auf den Bezugspunkt:
X0 Bezugspunkt X - (nur bei Einzelposition) mm
Y0 Bezugspunkt Y - (nur bei Einzelposition) mm
Z0 Bezugspunkt Z mm
L Länge des Langlochs mm
α0 Drehwinkel Grad
Z1 Langlochtiefe (abs) oder Tiefe bezogen auf Z0 (ink) mm

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 429
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Parameter Beschreibung Einheit


DZ maximale Tiefenzustellung mm
FZ Zustellvorschub Tiefe *

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

10.2.11 Gewindefräsen (CYCLE70)

Funktion
Mit einem Gewindefräser können Innen- oder Außengewinde gleicher Steigung hergestellt
werden. Das Gewinde kann als Rechts- oder Linksgewinde gefertigt werden, die Bearbeitung
erfolgt von oben nach unten oder umgekehrt.
Bei metrischen Gewinden (Gewindesteigung P in mm/U) belegt der Zyklus den Parameter
Gewindetiefe H1 mit einem aus der Gewindesteigung berechneten Wert vor. Diesen Wert
können Sie ändern. Die Vorbelegung muss über ein Maschinendatum aktiviert werden.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Der eingegebene Vorschub wirkt an der Werkstückkontur, d.h. er bezieht sich auf den
Gewindedurchmesser. Angezeigt wird jedoch der Vorschub des Fräsermittelpunktes. Daher
wird bei Innengewinden ein kleinerer Wert und bei Außengewinden ein größerer Wert
angezeigt als eingegeben.

An-/Abfahren beim Fräsen von Innengewinden


1. Positionieren auf Rückzugsebene mit Eilgang.
2. Startpunkt des Einfahrkreises in der aktuellen Ebene mit Eilgang anfahren.
3. Zustellen auf einen steuerungsinternen berechneten Startpunkt in der Werkzeugachse mit
Eilgang.
4. Einfahrbewegung auf Gewindedurchmesser an einen steuerungsinternen errechneten
Einfahrkreis im programmierten Vorschub, unter Berücksichtigung von Schlichtaufmaß und
maximaler Ebenenzustellung.
5. Gewindefräsen auf einer Spiralbahn im Uhrzeigersinn oder im Gegenuhrzeigersinn
(abhängig von Links-/Rechtsgewinde, bei Anzahl der Schneidezähne einer Fräsplatte (NT)
≥ 2 nur 1 Umlauf, versetzt in Z-Richtung).
Um die programmierte Gewindelänge zu erreichen, wird abhängig von den
Gewindeparametern unterschiedlich weit über den Z1-Wert hinaus verfahren.
6. Ausfahrbewegung auf einer Kreisbahn mit derselben Drehrichtung und dem
programmierten Vorschub.
7. Bei einer programmierten Anzahl Gewindegänge pro Schneide NT > 2 wird das Werkzeug
um die Anzahl NT-1 in Z-Richtung zugestellt (versetzt). Die Punkte 4 bis7 wiederholen sich,
bis die programmierte Gewindetiefe erreicht ist.

Fräsen
430 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

8. Ist die Ebenenzustellung kleiner als die Gewindetiefe, werden die Punkte 3 bis 7 solange
wiederholt, bis Gewindetiefe + programmiertes Aufmaß erreicht ist.
9. Rückzug auf den Gewindemittelpunkt und anschließend auf die Rückzugsebene in der
Werkzeugachse im Eilgang.
Beachten Sie, dass das Werkzeug beim Fräsen eines Innengewindes folgenden Wert nicht
überschreiten darf:
Fräserdurchmesser < (Nenndurchmesser - 2 · Gewindetiefe H1)

An-/Abfahren beim Fräsen von Außengewinden


1. Positionieren auf Rückzugsebene mit Eilgang.
2. Startpunkt des Einfahrkreises in der aktuellen Ebene mit Eilgang anfahren.
3. Zustellen auf einen steuerungsinternen berechneten Startpunkt in der Werkzeugachse mit
Eilgang.
4. Einfahrbewegung auf Gewindekerndurchmesser an einen steuerungsinternen errechneten
Einfahrkreis im programmierten Vorschub, unter Berücksichtigung von Schlichtaufmaß und
maximaler Ebenenzustellung.
5. Gewindefräsen auf einer Spiralbahn im Uhrzeigersinn oder im Gegenuhrzeigersinn
(abhängig von Links-/Rechtsgewinde, bei NT ≥ 2 nur 1 Umlauf, versetzt in Z-Richtung).
Um die programmierte Gewindelänge zu erreichen, wird abhängig von den
Gewindeparametern unterschiedlich weit über den Z1-Wert hinaus verfahren.
6. Ausfahrbewegung auf einer Kreisbahn in entgegen gesetzter Drehrichtung mit dem
programmierten Vorschub.
7. Bei einer programmierten Anzahl Gewindegänge pro Schneide NT > 2 wird das Werkzeug
um die Anzahl NT-1 in Z-Richtung zugestellt (versetzt). Die Punkte 4 bis7 wiederholen sich,
bis die programmierte Gewindetiefe erreicht ist.
8. Ist die Ebenenzustellung kleiner als die Gewindetiefe, werden die Punkte 3 bis 7 solange
wiederholt, bis Gewindetiefe + programmiertes Aufmaß erreicht ist.
9. Rückzug auf die Rückzugsebene in der Werkzeugachse im Eilgang

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Fräsen".

3. Drücken Sie den Softkey "Gewindefräsen".


Das Eingabefenster "Gewindefräsen" wird geöffnet.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 431
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


PL Bearbeitungsebene T Werkzeugname

RP Rückzugsebene mm D Schneidennummer
SC Sicherheitsabstand mm F Vorschub mm/min
mm/Zahn

F Vorschub * S/V Spindeldrehzahl oder konstante U/min


Schnittgeschwindigkeit m/min

Parameter Beschreibung Einheit


Bearbeitung ● ∇ Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
Bearbeitungsrichtung:
● Z0 → Z1
Bearbeitung von oben nach unten
● Z1 → Z0
Bearbeitung von unten nach oben
Drehrichtung des Gewindes:
● Rechtsgewinde
Es wird ein Rechtsgewinde gefräst.
● Linksgewinde
Es wird ein Linksgewinde gefräst.
Lage vom Gewinde:
● Innengewinde
Es wird ein Innengewinde gefräst.
● Außengewinde
Es wird ein Außengewinde gefräst.
NT Anzahl Zähne pro Schneide
Es können ein- oder mehrzähnige Fräsplatten verwendet werden. Die erforderlichen
Bewegungen werden vom Zyklus intern so ausgeführt, dass bei Erreichen der Gewin‐
deendposition die Spitze des unteren Zahns einer Fräsplatte mit der programmierten
Endposition übereinstimmt. Je nach Schneidengeometrie der Fräsplatte ist ein Freifahr‐
weg am Grund des Werkstücks zu berücksichtigen.
Bearbeitungsposition:
● Einzelposition
(nur bei G-Code)
● Positionsmuster (MCALL)
Die Positionen beziehen sich auf den Mittelpunkt:
Bezugspunkt X - (nur bei Einzelposition) mm
X0
Bezugspunkt Y - (nur bei Einzelposition) mm
Y0
Bezugspunkt Z mm
Z0
(nur bei G-Code)

Fräsen
432 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Parameter Beschreibung Einheit


Z1 Endpunkt des Gewindes (abs) oder Gewindelänge (ink) mm
Tabelle Auswahl der Gewindetabelle:
● ohne
● ISO metrisch
● Whitworth BSW
● Whitworth BSP
● UNC
Auswahl - (nicht Auswahl Tabellenwert: z. B.
bei Tabelle "oh‐ ● M3; M10; usw. (ISO metrisch)
ne")
● W3/4"; usw. (Whitworth BSW)
● G3/4"; usw. (Whitworth BSP)
● N1" - 8 UNC; usw. (UNC)
P Anzeige der Gewindesteigung zu der Parametereingabe im Eingabefeld "Tabelle" und MODUL
"Auswahl". Gänge/"
mm/U
inch/U
P Gewindesteigung ...
- (Auswahl- ● in MODUL: Beispielsweise üblich bei Schnecken, die in ein Zahnrad greifen. MODUL
möglichkeit nur Gänge/"
bei Tabelle Aus‐ ● pro Zoll: Beispielsweise üblich bei Rohrgewinden.
wahl "ohne") Bei der Eingabe pro Zoll tragen Sie in das erste Parameterfeld die ganze Zahl vor
dem Komma ein und in das zweite und dritte Feld die Nachkommazahl als Bruch.
● in mm/U mm/U
in/U
● in inch/U
Das verwendete Werkzeug ist abhängig von der Gewindesteigung.
∅ Nenndurchmesser, mm
Beispiel: Nenndurchmesser von M12 = 12 mm
H1 Gewindetiefe mm
αS Startwinkel Grad
U Schlichtaufmaß in X und Y - (nur bei ∇) mm

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

10.2.12 Gravur (CYCLE60)

Funktion
Mit der Funktion "Gravur" können Sie an einem Werkstück einen Text entlang einer Linie oder
eines Kreisbogens gravieren.
Den gewünschten Text können Sie direkt als "festen Text" in das Textfeld eingeben oder als
"variablen Text" über eine Variable zuordnen.
Beim Gravieren wird eine proportionale Schrift verwendet, d. h. die einzelnen Zeichen sind
unterschiedlich breit.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 433
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

An-/Abfahren
1. Das Werkzeug fährt im Eilgang auf Höhe der Rückzugsebene auf den Startpunkt und stellt
auf Sicherheitsabstand zu.
2. Das Werkzeug fährt mit Zustellvorschub FZ auf die Bearbeitungstiefe Z1 und fräst das
Zeichen.
3. Das Werkzeug zieht im Eilgang auf Sicherheitsabstand zurück und fährt auf einer Geraden
zum nächsten Zeichen.
4. Schritt 2 und 3 werden solange wiederholt, bis der vollständige Text gefräst ist.
5. Das Werkzeug fährt mit Eilgang auf die Rückzugsebene.

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Fräsen".

3. Drücken Sie den Softkey "Gravur".


Das Eingabefenster "Gravur" wird geöffnet.

Gravurtext eingeben

4. Drücken Sie den Softkey "Sonderzeichen", wenn Sie ein Zeichen benö‐
tigen, das nicht auf den Eingabetasten vorhanden ist.
Das Fenster "Sonderzeichen" wird geöffnet.
● Positionieren Sie den Cursor auf das gewünschte Zeichen.
● Drücken Sie den Softkey "OK".
Das angewählte Zeichen wird an der Cursorposition in den Text eingefügt.
5. Drücken Sie nacheinander die Softkeys "Text löschen" und "Löschen",
wenn Sie den gesamten Text löschen möchten.

6. Drücken Sie den Softkey "Kleinschrift", wenn Sie Kleinbuchstaben ein‐


geben möchten. Bei nochmaligem Drücken können Sie wieder Groß‐
buchstaben eingeben.
7. Drücken Sie die Softkeys "Variable" und "Datum", wenn Sie jeweils das
aktuelle Datum gravieren möchten.

Fräsen
434 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Das Datum wird im europäischen Format (<DD>.<MM>.<YYYY>) einge‐


fügt.
Um eine andere Schreibweise zu erhalten, müssen Sie das im Textfeld
vorgegebene Format entsprechend anpassen. Damit das Datum z.B. in
amerikanischer Schreibweise (Monat/Tag/Jahr => 8/16/04) graviert wird,
ändern Sie das Format in <M>/<D>/<YY> .
7. Drücken Sie die Softkeys "Variable" und "Uhrzeit", wenn Sie jeweils die
aktuelle Uhrzeit gravieren möchten.
Die Uhrzeit wird im europäischen Format (<TIME24>) eingefügt.
Um die Uhrzeit in amerikanischer Schreibweise zu erhalten, ändern Sie
das Format in <TIME12>.
Beispiel:
Texteingabe: Zeit: <TIME24> Ausführung: Zeit: 16.35
Zeit: <TIME12> Ausführung: Zeit: 04.35 PM
7. ● Drücken Sie die Softkeys "Variable" und "Stückzahl 000123", wenn
Sie eine Stückzahl mit einer festen Stellenzahl und mit führenden
Nullen gravieren möchten.
Der Formattext <######,_$AC_ACTUAL_PARTS> wird eingefügt
und Sie kehren zum Gravurfeld mit der Softkeyleiste zurück.
● Legen Sie die Stellenzahl fest, indem Sie die Zahl der Platzhalter (#)
im Gravurfeld anpassen.
Sollte die angegebene Stellenzahl (z.B. ## ) zur Darstellung der
Stückzahl nicht ausreichen, erhöht der Zyklus die erforderliche
Stellenzahl automatisch.
-ODER
7. ● Drücken Sie die Softkeys "Variable" und "Stückzahl 123", wenn Sie
eine Stückzahl ohne führende Nullen gravieren möchten.
Der Formattext <#,_$AC_ACTUAL_PARTS> wird eingefügt und Sie
kehren zum Gravurfeld mit der Softkeyleiste zurück.

● Legen Sie die Stellenzahl fest, indem Sie die Zahl der Platzhalter im
Gravurfeld anpassen.
Sollte die angegebene Stellenzahl zur Darstellung der Stückzahl (z.B.
123) nicht ausreichen, erhöht der Zyklus die erforderliche Stellenzahl
automatisch.
7. ● Drücken Sie die Softkeys "Variable" und "Zahl 123.456", wenn Sie
eine beliebige Zahl in einem bestimmten Format gravieren möchten.
Der Formattext <#.###,_VAR_NUM> wird eingefügt und Sie kehren
zum Gravurfeld mit der Softkeyleiste zurück.
● Legen Sie mit Hilfe der Platzhalter #.### fest, in welchem
Stellenformat die unter _VAR_NUM definierte Zahl graviert werden
soll.
Haben Sie unter _VAR_NUM beispielsweise 12.35 hinterlegt, haben
Sie folgende Möglichkeiten, die Variable zu formatieren.
Eingabe Ausgabe Bedeutung
<#,_VAR_NUM> 12 Vorkommastellen nicht formatiert,
keine Nachkommastellen

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 435
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

<####,_VAR_NUM> 0012 4 Vorkommastellen, führende Nul‐


len, keine Nachkommastellen
< #,_VAR_NUM> 12 4 Vorkommastellen, führende Leer‐
zeichen, keine Nachkommastellen
<#.,_VAR_NUM> 12.35 Vor- und Nachkommastellen nicht
formatiert
<#.#,_VAR_NUM> 12.4 Vorkommastellen nicht formatiert,
1 Nachkommastelle (gerundet)
<#.##,_VAR_NUM> 12.35 Vorkommastellen nicht formatiert,
2 Nachkommastellen (gerundet)
<#.####,_VAR_NUM> 12.3500 Vorkommastellen nicht formatiert,
4 Nachkommastellen (gerundet)
Sollte der Platz vor dem Dezimalpunkt zur Darstellung der eingegebenen
Zahl nicht ausreichend sein, wird er automatisch erweitert. Ist die ange‐
gebene Stellenzahl größer als die zu gravierende Zahl, dann wird das
Ausgabeformat automatisch mit der entsprechenden Anzahl vor- und
nachlaufender Nullen aufgefüllt.
Zum Formatieren vor dem Dezimalpunkt können Sie auch wahlweise
Leerzeichen verwenden.
Sie können statt _VAR_NUM auch eine beliebige andere Zahlenvariable
verwenden (z.B. R0).
7. Drücken Sie die Softkeys "Variable" und "variabler Text", wenn Sie den
zu gravierenden Text (max. 200 Zeichen) aus einer Variablen überneh‐
men möchten.
Der Formattext <Text, _VAR_TEXT> wird eingefügt und Sie kehren zum
Gravurfeld mit der Softkeyleiste zurück.
Sie können statt _VAR_TEXT auch eine beliebige andere Textvariable
verwenden.

Hinweis
Gravurtext eingeben
Es ist eine Eingabe nur einzeilig und ohne Zeilenumbruch zulässig!

Fräsen
436 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Variable Texte
Sie haben verschiedene Möglichkeiten, variable Texte zu gestalten:
● Datum und Uhrzeit
Sie können Werkstücke beispielsweise mit dem Fertigungsdatum und der aktuellen Uhrzeit
versehen. Die Werte für Datum und Uhrzeit werden aus dem NCK ausgelesen.
● Stückzahl
Mit Hilfe der Stückzahlvariablen haben Sie die Möglichkeit, Werkstücke mit einer
fortlaufenden Seriennummer zu versehen.
Dabei können Sie das Format (Anzahl der Stellen, führende Nullen) festlegen.
Mit Hilfe von Platzhaltern (#) formatieren Sie die Stellenzahl, an der die ausgegebenen
Stückzahlen beginnen.
Wenn Sie für das erste Werkstück nicht die Stückzahl 1 ausgeben möchten, können Sie
einen additiven Wert angeben (z. B. (<#,$AC_ACTUAL_PARTS + 100>). Die ausgegebene
Stückzahl wird dann um diesen Wert erhöht (z. B. 101, 102, 103,...).
● Zahlen
Bei der Ausgabe von Zahlen (z. B. Messergebnisse) können Sie das Ausgabeformat (Vor-
und Nachkommastellen) der zu gravierenden Zahl frei wählen.
● Text
Anstatt einen festen Text in das Gravur-Textfeld einzugeben, können Sie den zu
gravierenden Text auch mit einer Textvariablen (z. B. _VAR_TEXT="ABC123") vorgeben.

Spiegelschrift
Sie haben die Möglichkeit, den Text gespiegelt auf dem Werkstück aufzubringen.

Vollkreis
Möchten Sie die Zeichen gleichmäßig auf einem Vollkreis verteilen, so geben Sie den
Öffnungswinkel α2=360° ein. Der Zyklus verteilt dann automatisch die Zeichen gleichmäßig
auf dem Vollkreis.

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


PL Bearbeitungsebene T Werkzeugname

RP Rückzugsebene mm D Schneidennummer
SC Sicherheitsabstand mm F Vorschub mm/min
mm/Zahn

F Vorschub * S/V Spindeldrehzahl oder konstante U/min


Schnittgeschwindigkeit m/min

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 437
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.2 Fräsen

Parameter Beschreibung Einheit


FZ Zustellvorschub Tiefe *
(nur bei G-Code)
FZ Zustellvorschub Tiefe mm/min
(nur bei ShopMill) mm/Zahn
Ausrichtung ● (Lineare Ausrichtung)
● (Gebogene Ausrichtung)
● (Gebogene Ausrichtung)
Bezugspunkt Lage des Bezugspunktes
● Links unten
● unten mitte
● rechts unten
● links oben
● mitte oben
● rechts oben
● links Rand
● mitte
● rechts Rand
Spiegelschrift ● ja
Der Text wird in Spiegelschrift auf dem Werkstück graviert.
● nein
Der Text wird ohne Spiegelung auf dem Werkstück graviert.
Gravurtext maximal 100 Zeichen
X0 oder R Bezugspunkt X (abs) oder Bezugspunkt Länge polar mm
– (in ShopMill nur bei gebogener Ausrichtung)
Y0 oder α0 Bezugspunkt Y (abs) oder Bezugspunkt Winkel polar mm oder
– (in ShopMill nur bei gebogener Ausrichtung) Grad
X0 Bezugspunkt Y (abs) mm
(nur bei linearer Ausrichtung)
Y0 Bezugspunkt Y (abs) mm
(nur bei linearer Ausrichtung)
Z0 Bezugspunkt Z (abs) mm
Z1 Gravurtiefe (abs) oder Tiefe bezogen auf Z0 (ink) mm
W Zeichenhöhe mm
DX1 oder α2 Zeichenabstand oder Öffnungswinkel – (nur bei gebogener Ausrichtung) mm oder
Grad
DX1 oder DX2 Zeichenabstand oder Gesamtbreite – (nur bei linearer Ausrichtung) mm
α1 Textrichtung (nur bei linearer Ausrichtung) Grad
XM oder LM Mittelpunkt X (abs) oder Mittelpunkt Länge polar mm
(nur bei G-Code) – (nur bei gebogener Ausrichtung)
YM oder αM Mittelpunkt Y (abs) oder Mittelpunkt Winkel polar mm oder
(nur bei G-Code) – (nur bei gebogener Ausrichtung) Grad

Fräsen
438 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.3 Konturfräsen

Parameter Beschreibung Einheit


XM Mittelpunkt X (abs) mm
(nur ShopMill) – (nur bei gebogener Ausrichtung)
YM Mittelpunkt Y (abs) mm
(nur ShopMill) – (nur bei gebogener Ausrichtung)

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

10.3 Konturfräsen

10.3.1 Allgemeines

Funktion
Mit den Zyklen "Konturfräsen" können Sie einfache oder komplexe Konturen fräsen. Sie
können offene Konturen oder geschlossene Konturen (Taschen, Inseln, Zapfen) definieren.
Eine Kontur setzt sich aus einzelnen Konturelementen zusammen, wobei mindestens zwei
und maximal 250 Elemente eine definierte Kontur ergeben. Als Konturübergangselemente
stehen Radien, Fasen und tangentiale Übergänge zur Verfügung.
Der integrierte Konturrechner berechnet die Schnittpunkte der einzelnen Konturelemente unter
Berücksichtigung der geometrischen Zusammenhänge und ermöglicht Ihnen dadurch die
Eingabe von nicht ausreichend bemaßten Elementen.
Beim Konturfräsen müssen Sie immer zuerst die Geometrie der Kontur programmieren und
anschließend die Technologie.

10.3.2 Darstellung der Kontur

G-Code-Programm
Im Editor wird die Kontur in einem Programmabschnitt mit einzelnen Programmsätzen
dargestellt. Öffnen Sie einen einzelnen Satz, so wird die Kontur geöffnet.

ShopMill-Programm
Der Zyklus stellt eine Kontur im Programm als einen Programmsatz dar. Öffnen Sie diesen
Satz, werden die einzelnen Konturelemente symbolisch aufgelistet und als Strichgrafik
angezeigt.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 439
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.3 Konturfräsen

Symbolische Darstellung
Die einzelnen Konturelemente der Kontur werden in der eingegebenen Reihenfolge
symbolisch neben dem Grafikfenster dargestellt.

Konturelement Symbol Bedeutung


Startpunkt Startpunkt der Kontur

Gerade nach oben Gerade im 90°-Raster


Gerade nach unten Gerade im 90°-Raster

Gerade nach links Gerade im 90°-Raster


Gerade nach rechts Gerade im 90°-Raster

Gerade beliebig Gerade mit beliebiger Steigung

Kreisbogen nach rechts Kreis


Kreisbogen nach links Kreis

Pol Gerade diagonal oder Kreis in


Polarkoordinaten
Konturabschluss END Ende der Konturbeschreibung

Die unterschiedliche Farbe der Symbole gibt Auskunft über ihren Status:

Vordergrund Hintergrund Bedeutung


schwarz blau Cursor auf neuem Element
schwarz orange Cursor auf aktuellem Element
schwarz weiß Normales Element
rot weiß Element wird z. Zt. nicht betrach‐
tet (Element wird erst betrachtet,
wenn es mit dem Cursor ange‐
wählt wird)

Grafische Darstellung
Synchron zur fortlaufenden Eingabe der Konturelemente wird im Grafikfenster der Fortschritt
der Konturprogrammierung in einer Strichgrafik angezeigt.
Das erzeugte Konturelement kann dabei unterschiedliche Linienarten und Farben annehmen:
● schwarz: Programmierte Kontur
● orange: Aktuelles Konturelement
● grün gestrichelt: Alternatives Element
● blau gepunktet: Teilbestimmtes Element

Fräsen
440 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.3 Konturfräsen

Die Skalierung des Koordinatensystems passt sich an die Veränderung der gesamten Kontur
an.
Die Lage des Koordinatensystems wird mit im Grafikfenster angezeigt.

10.3.3 Neue Kontur anlegen

Funktion
Für jede Kontur, die Sie fräsen möchten, müssen Sie eine eigene Kontur anlegen.
Die Konturen werden am Ende des Programms gespeichert.

Hinweis
Bei der G-Code Programmierung ist darauf zu achten, dass die Konturen nach der
Programmende-Kennung stehen müssen!

Wenn Sie eine neue Kontur anlegen, müssen Sie als erstes einen Startpunkt festlegen. Geben
Sie die Konturelemente ein. Der Konturprozessor definiert dann automatisch das Konturende.
Ändern Sie die Werkzeugachse, passt der Zyklus automatisch die zugehörigen
Startpunktachsen an. Für den Startpunkt können Sie beliebige Zusatzbefehle (max. 40
Zeichen) in Form von G-Code eingeben.

Zusatzbefehle
Über zusätzliche G-Code-Befehle können Sie beispielsweise Vorschübe und M-Befehle
programmieren. Die Zusatzbefehle (max. 40 Zeichen) tragen Sie in der erweiterten
Parametermaske ein (Softkey "Alle Parameter"). Es ist aber darauf zu achten, dass die
Zusatzbefehle nicht mit dem generierten G-Code der Kontur kollidieren. Verwenden Sie
deshalb keine G-Code-Befehle der Gruppe 1 (G0, G1, G2, G3), keine Koordinaten in der
Ebene und keine G-Code-Befehle, die einen eigenen Satz benötigen.

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie die Softkeys "Konturfräsen" und "Neue Kontur".
Das Eingabefenster "Neue Kontur" wird geöffnet.

3. Geben Sie einen Konturnamen ein


4. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".
Die Eingabemaske für den Startpunkt der Kontur wird aufgeblendet. Sie
können die Koordinaten kartesisch oder polar angeben.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 441
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.3 Konturfräsen

Startpunkt kartesisch

1. Geben Sie den Startpunkt der Kontur ein.


2. Geben Sie, falls gewünscht, Zusatzbefehle in Form von G-Code ein.
3. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".

4. Geben Sie die einzelnen Konturelemente ein.

Startpunkt polar

1. Drücken Sie den Softkey "Pol".

2. Geben Sie die Polposition in kartesischen Koordinaten ein.


3. Geben Sie den Startpunkt der Kontur in Polarkoordinaten ein.
4. Geben Sie, falls gewünscht, Zusatzbefehle in Form von G-Code ein.
5. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".

6. Geben Sie die einzelnen Konturelemente ein.

Parameter Beschreibung Einheit


PL Bearbeitungsebene
kartesisch:
X Startpunkt X (abs) mm
Y Startpunkt Y (abs) mm
polar:
X Position Pol (abs) mm
Y Position Pol (abs) Grad
Startpunkt
L1 Abstand zum Pol, Endpunkt (abs) mm
ϕ1 Polarwinkel zum Pol, Endpunkt (abs) Grad
Zusatzbefehle Beim Schlichten der Kontur wird im Bahnsteuerbetrieb (G64) gefahren. D.h. Konturüber‐
gänge wie Ecken, Fasen oder Radien werden evtl. nicht exakt bearbeitet.
Wenn Sie dies verhindern möchten, gibt es die Möglichkeiten bei der Programmierung
Zusatzbefehle zu nutzen.
Beispiel: Programmieren Sie für eine Kontur erst die Gerade X-parallel und geben Sie
für den Parameter Zusatzbefehl "G9" (Genauhalt satzweise) ein. Programmieren Sie
anschließend die Gerade Y-parallel. Die Ecke wird exakt bearbeitet, da der Vorschub
am Ende der Gerade X-parallel kurzzeitig Null ist.
Hinweis:
Die Zusatzbefehle wirken sich nur beim Bahnfräsen aus!

Fräsen
442 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.3 Konturfräsen

10.3.4 Konturelemente erstellen

Nachdem Sie eine neue Kontur angelegt und den Startpunkt festgelegt haben, definieren Sie
die einzelnen Konturelemente, aus denen sich die Kontur zusammensetzt.
Folgende Konturelemente stehen Ihnen zur Definition einer Kontur zur Verfügung:
● Gerade vertikal
● Gerade horizontal
● Gerade diagonal
● Kreis/Kreisbogen
● Pol
Für jedes Konturelement füllen Sie eine eigene Parametermaske aus.
Die Koordinaten für eine horizontale oder vertikale Gerade geben Sie kartesisch ein, bei den
Konturelementen Gerade diagonal und Kreis/Kreisbogen können Sie dagegen zwischen
kartesischen und polaren Koordinaten wählen. Wenn Sie Polarkoordinaten eingeben möchten,
müssen Sie vorher einen Pol definieren. Falls Sie schon für den Startpunkt einen Pol definiert
haben, können Sie die Polarkoordinaten auch auf diesen Pol beziehen. D. h. in diesem Fall
müssen Sie keinen weiteren Pol definieren.

Zylindermanteltransformation
Bei Konturen (z.B. Nuten) auf Zylindern werden häufig Winkelangaben für die Längen
angegeben. Wenn die Funktion "Zylindermanteltransformation" aktiviert ist, können Sie auf
einem Zylinder die Längen von Konturen (in Umfangsrichtung der Zylindermantelfläche) auch
durch Winkelangaben bestimmen. D.h. statt X, Y und I, J geben Sie Xα, Yα und Iα, Jα ein.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Parametereingabe
Bei der Eingabe der Parameter unterstützen Sie verschiedene Hilfebilder, die diese Parameter
erläutern.
Geben Sie in einige Felder keine Werte ein, geht der Geometrieprozessor davon aus, dass
diese Werte unbekannt sind und versucht diese aus anderen Parametern zu berechnen.
Bei Konturen, bei denen Sie mehr Parameter eingegeben haben, als unbedingt notwendig,
kann es zu Widersprüchen kommen. Versuchen Sie in diesem Fall, weniger Parameter
einzugeben und so viele Parameter wie möglich vom Geometrieprozessor berechnen zu
lassen.

Konturübergangselemente
Zwischen zwei Konturelementen können Sie als Übergangselement einen Radius oder eine
Fase wählen. Das Übergangselement wird stets am Ende eines Konturelements angefügt. Die
Anwahl eines Konturübergangselements erfolgt in der Parametermaske des jeweiligen
Konturelements.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 443
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.3 Konturfräsen

Ein Konturübergangselement können Sie immer dann verwenden, wenn es einen Schnittpunkt
der beiden angrenzenden Elemente gibt und dieser aus den Eingabewerten berechnet werden
kann. Andernfalls müssen Sie die Konturelemente Gerade/Kreis verwenden.
Eine Ausnahme bildet das Konturende. Dort können Sie, obwohl kein Schnittpunkt mit einem
anderen Element existiert, auch einen Radius oder eine Fase als Übergangselement zum
Rohteil definieren.

Weitere Funktionen
Bei der Programmierung einer Kontur stehen folgende weitere Funktionen zur Verfügung:
● Tangente an Vorgängerelement
Den Übergang zum Vorgängerelement können Sie als Tangente programmieren.
● Dialogauswahl
Ergeben sich aus bisher eingetragenen Parametern zwei verschiedene
Konturmöglichkeiten, müssen Sie eine davon auswählen.
● Kontur schließen
Von der aktuellen Position können Sie die Kontur mit einer Geraden zum Startpunkt
schließen.

Vorgehensweise Konturelemente eingeben

1. Das Teileprogramm bzw. der Arbeitsplan ist geöffnet. Stellen Sie den
Cursor an die gewünschte Eingabeposition.
2. Kontureingabe mittels Konturunterstützung:
2.1 Drücken Sie die Softkeys "Konturfräsen", "Kontur" und "Neue Kontur".

2.2 Geben Sie im geöffneten Eingabefenster einen Namen für die Kontur ein,
z. B. Kontur_1.
Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".
2.3 Es öffnet sich die Eingabemaske zur Kontureingabe, in der Sie zunächst
den Startpunkt der Kontur eingeben. Dieser wird in der linken Navigati‐
onsleiste mit dem Symbol "+" gekennzeichnet.
Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".
3. Geben sie die einzelnen Konturelemente der Bearbeitungsrichtung ein.
Wählen Sie über Softkey ein Konturelement aus.
Das Eingabefenster "Gerade (z. B. X)" wird geöffnet.

-ODER
Das Eingabefenster "Gerade (z. B. Y)" wird geöffnet.

Fräsen
444 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.3 Konturfräsen

-ODER
Das Eingabefenster "Gerade (z. B. XY)" wird geöffnet.

-ODER
Das Eingabefenster "Kreis" wird geöffnet.

-ODER
Das Eingabefenster "Poleingabe" wird geöffnet.

4. Geben Sie in die Eingabemaske alle Daten ein, welche aus der Werk‐
stückzeichnung hervorgehen (z. B. Länge der Geraden, Endposition,
Übergang zum Folgeelement, Steigungswinkel usw.).
5. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".
Das Konturelement wird zur Kontur hinzugefügt.
6. Während der Dateneingabe eines Konturelementes) können Sie den
Übergang zum Vorgängerelement als Tangente programmieren.
Drücken Sie den Softkey "Tangente an Vorg.". Im Eingabefeld des Para‐
meters α2 erscheint die Auswahl "tangential".
7. Wiederholen Sie den Vorgang, bis die Kontur vollständig ist.
8. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".
Die programmierte Kontur wird in den Arbeitsplan (Programmansicht)
übernommen.
9. Wenn Sie bei einzelnen Konturelementen weitere Parameter anzeigen
lassen wollen, z. B. um noch Zusatzbefehle einzugeben, drücken Sie den
Softkey "Alle Parameter".

Konturelement "Gerade, z.B. X"

Parameter Beschreibung Einheit


X Endpunkt X (abs oder ink) mm
α1 Startwinkel z. B. zur X-Achse Grad
α2 Winkel zum Vorgängerelement Grad
Übergang zum Folge‐ Art des Übergangs
element ● Radius
● Fase
Radius R Übergang zum Folgeelement - Radius mm
Fase FS Übergang zum Folgeelement - Fase mm
Zusatzbefehle Zusätzliche G-Code-Befehle

Fräsen
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10.3 Konturfräsen

Konturelement "Gerade, z.B. Y"

Parameter Beschreibung Einheit


Y Endpunkt Y (abs oder ink) mm
α1 Startwinkel zur X-Achse Grad
Übergang zum Folge‐ Art des Übergangs
element ● Radius
● Fase
Radius R Übergang zum Folgeelement - Radius mm
Fase FS Übergang zum Folgeelement - Fase mm
Zusatzbefehle Zusätzliche G-Code-Befehle

Konturelement "Gerade, z.B. XY"

Parameter Beschreibung Einheit


X Endpunkt X (abs oder ink) mm
Y Endpunkt Y (abs oder ink) mm
L Länge mm
α1 Startwinkel z. B. zur X-Achse Grad
α2 Winkel zum Vorgängerelement Grad
Übergang zum Folge‐ Art des Übergangs
element ● Radius
● Fase
Radius R Übergang zum Folgeelement - Radius mm
Fase FS Übergang zum Folgeelement - Fase mm
Zusatzbefehle Zusätzliche G-Code-Befehle

Konturelement "Kreis"

Parameter Beschreibung Einheit


Drehrichtung

● Drehrichtung rechts

● Drehrichtung links
R Radius mm
z. B. X Endpunkt X (abs oder ink) mm
z. B. Y Endpunkt Y (abs oder ink) mm
z. B. I Kreismittelpunkt I (abs oder ink) mm
z. B. J Kreismittelpunkt J (abs oder ink) mm

Fräsen
446 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.3 Konturfräsen

Parameter Beschreibung Einheit


α1 Startwinkel zur X-Achse Grad
α2 Winkel zum Vorgängerelement Grad
β1 Endwinkel zur Z-Achse Grad
β2 Öffnungswinkel Grad
Übergang zum Folge‐ Art des Übergangs
element ● Radius
● Fase
Radius R Übergang zum Folgeelement - Radius mm
Fase FS Übergang zum Folgeelement - Fase mm
Zusatzbefehle Zusätzliche G-Code-Befehle

Konturelement "Pol"

Parameter Beschreibung Einheit


X Position Pol (abs) mm
Y Position Pol (abs) mm

Konturelement "End"
In der Parametermaske "Ende" werden die Angaben zum Übergang am Konturende des
vorhergehenden Konturelementes angezeigt.
Die Werte sind nicht editierbar.

10.3.5 Kontur ändern

Funktion
Eine bereits erstellte Kontur können Sie nachträglich noch verändern.
Möchten Sie eine Kontur anlegen, die einer bereits vorhandenen ähnlich sein soll, können Sie
auch die alte Kontur kopieren, umbenennen und nur ausgewählte Konturelemente ändern.
Sie können einzelne Konturelemente
● anfügen,
● ändern,
● hinzufügen oder
● löschen.

Fräsen
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Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.3 Konturfräsen

Vorgehensweise Konturelement ändern

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm öffnen.


2. Wählen Sie mit dem Cursor den Programmsatz aus, wo Sie die Kontur
ändern möchten. Öffnen Sie den Geometrieprozessor.
Die einzelnen Konturelemente werden aufgelistet.
3. Positionieren Sie den Cursor an die Stelle zum Einfügen bzw. Ändern.
4. Wählen Sie mit dem Cursor das gewünschte Konturelement aus.
5. Geben Sie die Parameter in die Eingabemaske ein oder löschen Sie das
Element und wählen ein neues Element aus.
6. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".
Das gewünschte Konturelement wird an die Kontur eingefügt bzw. geän‐
dert.

Vorgehensweise Konturelement löschen

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm öffnen.


2. Positionieren Sie den Cursor auf das Konturelement, das Sie löschen
möchten.
3. Drücken Sie den Softkey "Element löschen".

4. Drücken Sie den Softkey "Löschen".

10.3.6 Konturaufruf (CYCLE62) - nur bei G-Code-Programm

Funktion
Durch die Eingabe wird ein Verweis auf die ausgewählte Kontur erstellt.
Es sind vier Auswahlmöglichkeiten des Konturaufrufs vorhanden:
1. Konturname
Die Kontur befindet sich im aufrufenden Hauptprogramm.
2. Labels
Die Kontur befindet sich im aufrufenden Hauptprogramm und wird durch die eingegebenen
Labels begrenzt.
3. Unterprogramm
Die Kontur steht in einem Unterprogramm im gleichen Werkstück.
4. Labels in Unterprogramm
Die Kontur befindet sich in einem Unterprogramm und wird durch die eingegebenen Labels
begrenzt.

Fräsen
448 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.3 Konturfräsen

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm ist angelegt und Sie befinden sich


im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Konturfräsen"

3. Drücken Sie die Softkeys "Kontur" und "Konturaufruf"


Das Eingabefenster "Konturaufruf" wird geöffnet.

4. Parametrieren Sie die Konturauswahl.

Parameter Beschreibung Einheit


Konturauswahl ● Konturname
● Labels
● Unterprogramm
● Labels im Unterprogramm
Konturname CON: Konturname
Labels ● LAB1: Label 1
● LAB2: Label 2
Unterprogramm PRG: Unterprogramm
Labels im Unterpro‐ ● PRG: Unterprogramm
gramm ● LAB1: Label 1
● LAB2: Label 2

10.3.7 Bahnfräsen (CYCLE72)

Funktion
Mit dem Zyklus "Bahnfräsen" können Sie entlang einer beliebig programmierten Kontur fräsen.
Die Funktion arbeitet mit Fräserradiuskorrektur. Die Bearbeitung kann in beliebiger Richtung,
d. h. in oder entgegen die programmierte Konturrichtung vorgenommen werden.
Die Kontur muss nicht zwingend geschlossen sein. Es sind folgende Bearbeitungen möglich:
● Innen- oder Außenbearbeitung (links oder rechts der Kontur).
● Bearbeiten auf der Mittelpunktsbahn
Für die Bearbeitung in entgegen gesetzter Richtung dürfen Konturen aus maximal 170
Konturelementen bestehen (inkl. Fasen/Radien). Besonderheiten (außer Vorschubwerten) der
freien G-Code-Eingabe werden beim Bahnfräsen entgegen der Konturrichtung nicht beachtet.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 449
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.3 Konturfräsen

Programmierung von beliebigen Konturen


Die Bearbeitung beliebiger offener oder geschlossener Konturen programmieren Sie
üblicherweise wie folgt:
1. Kontur eingeben
Die Kontur setzen Sie nacheinander aus verschiedenen Konturelementen zusammen.
Definieren Sie die Kontur in einem Unterprogramm oder im Bearbeitungsprogramm, z.B.
nach dem Programmende (M02 oder M30).
2. Konturaufruf (CYCLE62)
Sie wählen die zu bearbeitende Kontur aus.
3. Bahnfräsen (Schruppen)
Die Kontur wird unter Berücksichtigung unterschiedlicher An- und Abfahrstrategien
bearbeitet.
4. Bahnfräsen (Schlichten)
Haben Sie beim Schruppen ein Schlichtaufmaß programmiert, wird die Kontur nochmals
bearbeitet.
5. Bahnfräsen (Anfasen)
Haben Sie einen Kantenbruch vorgesehen, fasen Sie das Werkstück mit einem speziellen
Werkzeug.

Bahnfräsen links oder rechts der Kontur


Eine programmierte Kontur kann mit Fräserradiuskorrektur rechts oder links bearbeitet
werden. Dabei kann der Anwender verschiedene An- und Abfahrmodi sowie verschiedene An-
und Abfahrstrategien wählen.

An-/Abfahrmodus
Die Kontur kann im Viertelkreis, Halbkreis oder in einer Geraden an- bzw. abgefahren werden.
● Beim Viertel- oder Halbkreis muss der Radius der Fräsermittelpunktsbahn angegeben
werden.
● Bei der Geraden muss der Abstand der Fräseraußenkante zum Konturstartpunkt bzw.
Konturendpunkt angegeben werden.
Es ist auch eine gemischte Programmierung möglich, z. B. Anfahren im Viertelkreis, Abfahren
im Halbkreis.

Fräsen
450 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.3 Konturfräsen

An-/Abfahrstrategie
Sie können zwischen ebenen An-/Abfahren und räumlichen An-/Abfahren wählen:
● Ebenes Anfahren:
es wird zuerst auf Tiefe und anschließend in der Bearbeitungsebene angefahren.
● Räumliches Anfahren:
es wird in Tiefe und Bearbeitungsebene gleichzeitig angefahren.
● Das Abfahren erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.
Eine gemischte Programmierung ist möglich, z. B. Anfahren in der Berabeitungsebene,
Abfahren räumlich.

Bahnfräsen auf der Mittelpunktsbahn


Eine programmierte Kontur kann auch auf der Mittelpunktsbahn bearbeitet werden, wenn die
Radiuskorrektur ausgeschaltet wurde. Das An- und Abfahren ist hierbei auf einer Geraden
oder Senkrechten möglich. Das senkrechte An-/Abfahren können Sie z. B. bei geschlossenen
Konturen verwenden.

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie die Softkeys "Konturfräsen" und "Bahnfräsen".
Das Eingabefenster "Bahnfräsen" wird geöffnet.

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


PL Bearbeitungsebene T Werkzeugname
RP Rückzugsebene mm D Schneidennummer
SC Sicherheitsabstand mm F Vorschub mm/min
mm/Zahn

F Vorschub * S/V Spindeldrehzahl oder konstante U/min


Schnittgeschwindigkeit m/min

Parameter Beschreibung Einheit


Bearbeitung ● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
● Anfasen
Bearbeitungs- Bearbeitung in der programmierten Konturrichtung
richtung ● vorwärts:
Die Bearbeitung erfolgt in der programmierten Konturrichtung
● rückwärts:
Die Bearbeitung erfolgt entgegen der programmierten Konturrichtung

Fräsen
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Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.3 Konturfräsen

Parameter Beschreibung Einheit


Radiuskorrektur ● links (Bearbeitung links von der Kontur)

● rechts (Bearbeitung rechts von der Kontur)

● aus

Eine programmierte Kontur kann auch auf der Mittelpunktsbahn bearbeitet werden. Das
An- und Abfahren ist hierbei auf einer Geraden oder Senkrechten möglich. Das senk‐
rechte An-/Abfahren können Sie z.B. bei geschlossenen Konturen verwenden.
Z0 Bezugspunkt Z (abs oder ink)
Z1 Endtiefe (abs) oder Endtiefe bezogen auf Z0 (ink) - (nur bei ∇ und ∇∇∇) mm
DZ maximale Tiefezustellung - (nur bei ∇ und ∇∇∇) mm
UZ Schlichtaufmaß Tiefe - (nur bei ∇) mm
FS Fasenbreite für Anfasen (ink) - (nur bei Anfasen) mm
ZFS Eintauchtiefe Werkzeugspitze (abs oder ink) - (nur bei Anfasen) mm
UXY Schlichtaufmaß Ebene - (nur bei ∇ und G-Code, nicht bei Radiuskorrektur aus) mm
Anfahren Anfahrmodus Ebene
● Gerade:
Schräge im Raum
● Viertelkreis:
Teil einer Spirale (nur bei Bahnfräsen links und rechts von der Kontur)
● Halbkreis:
Teil einer Spirale (nur bei Bahnfräsen links und rechts von der Kontur)
● Senkrecht:
Senkrecht zur Bahn (nur bei Bahnfräsen auf der Mittelpunktsbahn)
Anfahrstrategie ● achsweise

● räumlich (nur bei Anfahren "Viertelkreis, Halbkreis oder Gerade")

R1 Anfahrradius - (nur bei Anfahren "Viertelkreis oder Halbkreis") mm


L1 Anfahrlänge - (nur bei Anfahren "Gerade") mm
Abfahren Abfahrmodus Ebene
● Gerade
● Viertelkreis:
Teil einer Spirale (nur bei Bahnfräsen links und rechts von der Kontur)
● Halbkreis:
Teil einer Spirale (nur bei Bahnfräsen links und rechts von der Kontur)

Fräsen
452 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.3 Konturfräsen

Parameter Beschreibung Einheit


Abfahrstrategie ● achsweise

● räumlich (nicht bei Anfahrmodus Senkrecht)

R2 Abfahrradius - (nur bei Abfahren "Viertelkreis oder Halbkreis") mm


L2 Abfahrlänge - (nur bei Abfahren "Gerade") mm
Abhebemodus Wenn mehrere Tiefenzustellungen erforderlich sind, Rückzugshöhe angeben, auf die
das Werkzeug zwischen den einzelnen Zustellungen (beim Übergang vom Ende der
Kontur zum Anfang) zurückzieht.
Abhebemodus vor erneuter Zustellung
● Z0 + Sicherheitsabstand
● um Sicherheitsabstand
● auf RP
● kein Rückzug
FZ Zustellvorschub Tiefe - (nur bei Anfahrstrategie achsweise) mm/min
(nur bei ShopMill) mm/Zahn
FZ - (nur bei G- Zustellvorschub Tiefe - (nur bei Anfahrstrategie achsweise) *
Code)
FS Fasenbreite für Anfasen - (nur bei Bearbeitung Anfasen) mm
ZFS Eintauchtiefe Werkzeugspitze (abs oder ink) - (nur bei Bearbeitung Anfasen) mm

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

Hinweis
Zylindermanteltransformation mit Nutwandkorrektur
Bei Zylindermanteltransformation mit angewählter Nutwandkorrektur und An- oder Abfahren
im Viertelkreis oder Halbkreis, muss der An-/Abfahrradius größer als "Versatz zur
programmierten Bahn - Werkzeugradius" sein.

10.3.8 Konturtasche/Konturzapfen (CYCLE63/64)

Konturen für Taschen oder Inseln


Konturen für Taschen oder Inseln müssen geschlossen sein, d. h. Start- und Endpunkt der
Kontur sind identisch. Sie können auch Taschen fräsen, die innen eine oder mehrere Inseln
enthalten. Die Inseln dürfen auch teilweise außerhalb der Tasche liegen oder sich
überschneiden. Die erste angegebene Kontur wird als Taschenkontur interpretiert, alle
weiteren als Inseln.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 453
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.3 Konturfräsen

Startpunkt automatisch berechnen / manuell eingeben


Sie haben die Möglichkeit mit "Startpunkt automatisch" den optimalen Punkt zum Eintauchen
errechnen zu lassen.
Wählen Sie "Startpunkt manuell" legen Sie den Eintauchpunkt in der Parametermaske fest.
Ergibt sich aus der Taschenkontur, den Inseln und dem Fräserdurchmesser, dass man an
verschiedenen Stellen eintauchen muss, so bestimmt die manuelle Eingabe nur den ersten
Eintauchpunkt, die Restlichen werden wieder automatisch berechnet.

Konturen für Zapfen


Konturen für Zapfen müssen geschlossen sein, d. h. Start- und Endpunkt der Kontur sind
identisch. Sie können mehrere Zapfen definieren, die sich auch überschneiden können. Die
erste angegebene Kontur wird als Rohteilkontur interpretiert, alle weiteren als Zapfen.

Bearbeitung
Die Bearbeitung von Konturtaschen mit Inseln/Rohteilkontur mit Zapfen programmieren Sie
z. B. wie folgt:
1. Taschenkontur/Rohteilkontur eingeben
2. Inseln-/Zapfenkontur eingeben
3. Konturaufruf für Taschenkontur/Rohteilkontur oder Inseln/Zapfenkontur (nur bei G-Code-
Programm)
4. Zentrieren (nur bei Taschenkontur möglich)
5. Vorbohren (nur bei Taschenkontur möglich)
6. Tasche /Zapfen ausräumen/bearbeiten - Schruppen
7. Restmaterial ausräumen/bearbeiten - Schruppen
8. Schlichten (Boden/Rand)
9. Anfasen
Hinweis
Beim Anfasen von Innenkonturen können folgende Fehlermeldungen auftreten:
Sicherheitsabstand im Programmkopf zu groß
Diese Fehlermeldung kommt, wenn das Anfasen mit den eingegebenen Parametern für
FS und ZFS prinzipiell möglich wäre, der Sicherheitsabstand dann jedoch nicht mehr
eingehalten werden könnte.
Eintauchtiefe zu groß
Diese Fehlermeldung kommt, wenn das Anfasen durch die Verringerung der Eintauchtiefe
ZFS möglich wäre.
Werkzeugdurchmesser zu groß
Diese Fehlermeldung kommt, wenn das Werkzeug beim Eintauchen bereits die Kanten
verletzen würde. In diesem Fall muss die Fase FS verkleinert werden.

Fräsen
454 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.3 Konturfräsen

Software-Option
Für das Ausräumen von Restmaterial benötigen Sie die Option "Restmaterial‐
erkennung und -bearbeitung".

Namenskonvention
Bei mehrkanaligen Systemen wird an die Namen der zu generierenden Programme von den
Zyklen ein "_C" und eine zweistellige Nummer des konkreten Kanals angehängt, z.B. für Kanal
1 "_C01". Deshalb darf der Name des Hauptprogramms nicht auf "_C" und eine zweistellige
Nummer enden. Dies wird von den Zyklen überwacht.
Bei Systemen mit einem Kanal wird von den Zyklen keine Namenserweiterung bei den zu
generierenden Programmen vorgenommen.

Hinweis
G-Code Programme
Bei G-Code Programmen werden die zu generierenden Programme die keine Pfadangabe
enthalten in dem Verzeichnis abgelegt, in dem sich das Hauptprogramm befindet. Dabei ist
zu beachten, dass vorhandene Programme im Verzeichnis, die den gleichen Namen wie die
zu generierenden Programme haben, überschrieben werden.

10.3.9 Konturtasche vorbohren (CYCLE64)

Funktion
Neben Vorbohren besteht mit dem Zyklus die Möglichkeit des Zentrierens. Hierfür werden vom
Zyklus generierte Zentrier- bzw. Vorbohrprogramme aufgerufen.
Die Anzahl und die Positionen der nötigen Vorbohrungen hängen von den speziellen
Gegebenheiten ab, wie z. B. Art der Konturen, Werkzeug, Ebenenzustellung, Schlichtaufmaße.
Wenn Sie mehrere Taschen fräsen und unnötige Werkzeugwechsel vermeiden möchten, ist
es sinnvoll, erst alle Taschen vorzubohren und anschließend auszuräumen. In diesem Fall
müssen Sie beim Zentrieren/Vorbohren auch die Parameter ausfüllen, die zusätzlich
erscheinen, wenn Sie den Softkey "Alle Parameter" drücken. Diese müssen den Parametern
von dem zugehörigen Ausräumschritt entsprechen.

Programmierung
Bei der Programmierung müssen Sie dann wie folgt vorgehen:
1. Kontur Tasche 1
2. Zentrieren
3. Kontur Tasche 2
4. Zentrieren

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 455
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.3 Konturfräsen

5. Kontur Tasche 1
6. Vorbohren
7. Kontur Tasche 2
8. Vorbohren
9. Kontur Tasche 1
10.Ausräumen
11.Kontur Tasche 2
12.Ausräumen
Wenn Sie eine Tasche komplett bearbeiten, d. h. zentrieren, vorbohren und ausräumen direkt
hintereinander, und die zusätzlichen Parameter beim Zentrieren/Vorbohren nicht ausfüllen,
übernimmt der Zyklus diese Parameterwerte vom Bearbeitungsschritt Ausräumen
(Schruppen). Bei der G-Code Programmierung sind diese Werte speziell wieder einzugeben.

Hinweis
Abarbeiten von externen Medien
Wenn Sie Programme von einem externen Laufwerk (z.B. lokales Laufwerk oder Netzlaufwerk)
abarbeiten lassen wollen, benötigen Sie die Funktion Execution from External Storage (EES).
Weitere Informationen entnehmen Sie folgender Literatur:
Inbetriebnahmehandbuch SINUMERIK Operate (IM9) / SINUMERIK 840D sl

Vorgehensweise Zentrieren

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie die Softkeys "Konturfräsen", "Vorbohren" und "Zentrieren".
Das Eingabefenster "Zentrieren" wird geöffnet.

Fräsen
456 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.3 Konturfräsen

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


PRG Name für das zu generierende Programm T Werkzeugname
PL Bearbeitungsebene D Schneidennummer

Fräsrichtung ● Gleichlauf F Vorschub mm/min


mm/Zahn
● Gegenlauf

RP Rückzugsebene mm S/V Spindeldrehzahl oder konstante U/min


Schnittgeschwindigkeit m/min

SC Sicherheitsabstand mm
F Vorschub mm/min

Parameter Beschreibung Einheit


TR Referenzwerkzeug. Werkzeug, das im Bearbeitungsschritt "Ausräumen" verwendet wird.
Dient zur Ermittlung der Eintauchposition.
Z0 Bezugspunkt Z mm
Z1 Tiefe bezogen auf Z0 (ink) mm
DXY ● maximale Ebenenzustellung mm
%
● maximale Ebenenzustellung als Prozentsatz des Fräserdurchmessers

UXY Schlichtaufmaß Ebene mm


Abhebemodus Abhebemodus vor erneuter Zustellung
Sind bei der Bearbeitung mehrere Eintauchpunkte erforderlich, kann die Rückzugshöhe
auf die zurückgezogen werden soll, wie folgt gewählt werden: mm
● auf Rückzugsebene mm
● Z0 + Sicherheitsabstand
Sind im Taschenbereich keine Elemente größer als Z0, kann als Abhebemodus Z0 +
Sicherheitsabstand programmiert werden.

Vorgehensweise Vorbohren

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie die Softkeys "Konturfräsen", "Vorbohren" und "Vorbohren".
Das Eingabefenster "Vorbohren" wird geöffnet.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 457
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.3 Konturfräsen

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


PRG Name für das zu generierende Programm T Werkzeugname
PL Bearbeitungsebene D Schneidennummer

Fräsrichtung ● Gleichlauf F Vorschub mm/min


mm/Zahn
● Gegenlauf

RP Rückzugsebene mm S/V Spindeldrehzahl oder konstante U/min


Schnittgeschwindigkeit m/min

SC Sicherheitsabstand mm
F Vorschub mm/min

Parameter Beschreibung Einheit


TR Referenzwerkzeug. Werkzeug, das im Bearbeitungsschritt "Ausräumen" verwendet wird.
Dient zur Ermittlung der Eintauchposition.
Z0 Bezugspunkt in der Werkzeugachse Z mm
Z1 Taschentiefe (abs) oder Tiefe bezogen auf Z0 (ink) mm
DXY ● maximale Ebenenzustellung mm
%
● maximale Ebenenzustellung als Prozentsatz des Fräserdurchmessers

UXY Schlichtaufmaß Ebene mm


UZ Schlichtaufmaß Tiefe mm
Abhebemodus Abhebemodus vor erneuter Zustellung
Sind bei der Bearbeitung mehrere Eintauchpunkte erforderlich, kann die Rückzugshöhe
auf die zurückgezogen werden soll, wie folgt gewählt werden: mm
● auf Rückzugsebene mm
● Z0 + Sicherheitsabstand
Sind im Taschenbereich keine Elemente größer als Z0, kann als Abhebemodus Z0 +
Sicherheitsabstand programmiert werden.

10.3.10 Konturtasche fräsen (CYCLE63)

Funktion
Vor dem Ausräumen einer Tasche mit Inseln muss die Kontur der Tasche und der Inseln
eingegeben werden. Die erste angegebene Kontur wird als Taschenkontur interpretiert, alle
weiteren als Inseln.
Aus den programmierten Konturen und der Eingabemaske zum Ausräumen erstellt der Zyklus
ein Programm mit dem die Tasche mit Inseln konturparallel von innen nach außen ausgeräumt
wird.

Fräsen
458 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.3 Konturfräsen

Die Inseln dürfen auch teilweise außerhalb der Tasche liegen oder sich überschneiden.

Hinweis
Abarbeiten von externen Medien
Wenn Sie Programme von einem externen Laufwerk (z.B. lokales Laufwerk oder Netzlaufwerk)
abarbeiten lassen wollen, benötigen Sie die Funktion Execution from External Storage (EES).
Weitere Informationen entnehmen Sie folgender Literatur:
Inbetriebnahmehandbuch SINUMERIK Operate (IM9) / SINUMERIK 840D sl

Eingabe einfach
Sie haben die Möglichkeit, die Fülle der Parameter für einfache Bearbeitungen mit Hilfe des
Auswahlfeldes "Eingabe" auf die wichtigsten Parameter zu reduzieren. In diesem Modus
"Eingabe einfach" erhalten die ausgeblendeten Parameter einen festen, nicht einstellbaren
Wert.

Maschinenhersteller
Verschiedene festgelegte Werte können über Settingdaten vorbelegt werden.
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.
Wenn es die Programmierung eines Werkstücks erfordert, können Sie über "Eingabe komplett"
sämtliche Parameter einblenden und verändern.

Bearbeitungsart
Beim Ausräumen können Sie die Bearbeitungsart (Schruppen, Schlichten) wählen. Möchten
Sie schruppen und anschließend schlichten, müssen Sie den Bearbeitungszyklus zweimal
aufrufen (1. Satz = schruppen, 2. Satz = schlichten). Die programmierten Parameter bleiben
beim zweiten Aufruf erhalten.
Beim pendelnden Eintauchen kommt die Meldung "Rampenweg zu kurz", wenn sich das
Werkzeug auf dem Rampenweg um weniger als den Fräserdurchmesser vom Eintauchpunkt
entfernt oder die Bearbeitungstiefe nicht erreicht.
● Verringern Sie den Eintauchwinkel, wenn das Werkzeug zu nahe am Eintauchpunkt bleibt.
● Vergrößern Sie den Eintauchwinkel, wenn das Werkzeug die Bearbeitungstiefe nicht
erreicht.
● Verwenden Sie ggf. ein Werkzeug mit einem kleineren Radius oder wählen Sie einen
anderen Eintauchmodus.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 459
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.3 Konturfräsen

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie die Softkeys "Konturfräsen" und "Tasche".
Das Eingabefenster "Tasche fräsen" wird geöffnet.

Parameter im Modus "Eingabe komplett"

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● komplett
PRG Name für das zu generierende Programm T Werkzeugname
PL Bearbeitungsebene D Schneidennummer

Fräsrichtung ● Gleichlauf F Vorschub mm/min


mm/Zahn
● Gegenlauf

RP Rückzugsebene mm S/V Spindeldrehzahl oder konstante U/min


Schnittgeschwindigkeit m/min

SC Sicherheitsabstand mm
F Vorschub mm/min

Parameter Beschreibung Einheit


Bearbeitung Folgende technologische Bearbeitungen sind wählbar:
● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ Boden (Schlichten am Boden)
● ∇∇∇ Rand (Schlichten am Rand)
● Anfasen
Z0 Bezugspunkt in der Werkzeugachse Z mm
Z1 Taschentiefe (abs) oder Tiefe bezogen auf Z0 (ink) mm
- (nur bei ∇, ∇∇∇ Boden oder ∇∇∇ Rand)
DXY ● maximale Ebenenzustellung mm
%
● maximale Ebenenzustellung als Prozentsatz des Fräserdurchmessers
- (nur bei ∇ oder ∇∇∇ Boden)
DZ maximale Tiefezustellung – (nur bei ∇ oder ∇∇∇ Rand) mm
UXY Schlichtaufmaß Ebene – (nur bei ∇, ∇∇∇ Boden oder ∇∇∇ Rand) mm
UZ Schlichtaufmaß Tiefe – (nur bei ∇ oder ∇∇∇ Boden) mm

Fräsen
460 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.3 Konturfräsen

Parameter Beschreibung Einheit


Startpunkt ● manuell
Startpunkt wird manuell vorgegeben
● automatisch
Startpunkt wird automatisch berechnet
- (nur bei ∇ oder ∇∇∇ Boden)
XS Startpunkt X - (nur bei Startpunkt "manuell") mm
YS Startpunkt Y - (nur bei Startpunkt "manuell") mm
Eintauchen Folgende Eintauchmodi sind wählbar – (nur bei ∇, ∇∇∇ Boden oder ∇∇∇ Rand ):
● senkrechtes Eintauchen
An der errechneten Position bei Startpunkt "automatisch" oder an der angegebenen
Position bei Startpunkt "manuell" wird die errechnete aktuelle Zustelltiefe ausgeführt.
Hinweis:
Bei dieser Einstellung muss der Fräser über Mitte schneiden oder es muss vorgebohrt
werden.
● Helikales Eintauchen
Der Fräsermittelpunkt verfährt auf der durch den Radius und die Tiefe pro Umdrehung
bestimmten Spiralbahn (Helixbahn). Ist die Tiefe für eine Zustellung erreicht, wird
noch ein voller Kreis ausgeführt, um die schräge Bahn des Eintauchens zu beseitigen.
● Pendelndes Eintauchen
Der Fräsermittelpunkt pendelt auf einer Gerade hin- und her bis er die
Tiefenzustellung erreicht hat. Ist die Tiefe erreicht, wird der Weg noch einmal ohne
Tiefenzustellung ausgeführt, um die Schräge Bahn des Eintauchens zu beseitigen.
FZ (nur bei Zustellvorschub Tiefe - (nur bei Eintauchen senkrecht und ∇) mm/min
ShopMill) mm/Zahn
FZ (nur bei G- Zustellvorschub Tiefe - (nur bei Eintauchen senkrecht und ∇) *
Code)
EP maximale Steigung der Helix – (nur bei Eintauchen helikal) mm/U
ER Radius der Helix – (nur bei Eintauchen helikal) mm
Der Radius darf nicht größer als der Fräserradius sein, da sonst Material stehen bleibt.
EW maximaler Eintauchwinkel – (nur bei Eintauchen pendelnd) Grad
Abhebemodus Abhebemodus vor erneuter Zustellung - (nur bei ∇, ∇∇∇ Boden oder ∇∇∇ Rand)
Sind bei der Bearbeitung mehrere Eintauchpunkte erforderlich, kann die Rückzugshöhe
auf die zurückgezogen werden soll, wie folgt gewählt werden:
● auf Rückzugsebene mm
mm
● Z0 + Sicherheitsabstand
Sind im Taschenbereich keine Elemente größer als Z0, kann als Abhebemodus Z0 +
Sicherheitsabstand programmiert werden.
FS Fasenbreite für Anfasen - (nur bei Bearbeitung Anfasen) mm
ZFS Eintauchtiefe Werkzeugspitze (abs oder ink) - (nur bei Bearbeitung Anfasen) mm

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 461
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.3 Konturfräsen

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

Hinweis
Der Startpunkt kann bei manueller Eingabe auch außerhalb der Tasche liegen. Dies kann z.
B. beim Ausräumen einer seitlich offenen Tasche sinnvoll sein. Die Bearbeitung beginnt dann
ohne Eintauchen mit einer geraden Bewegung in die offene Seite der Tasche hinein.

Parameter im Modus "Eingabe einfach"

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● einfach

PRG Name für das zu generierende Programm T Werkzeugname


Fräsrichtung ● Gleichlauf D Schneidennummer
● Gegenlauf
RP Rückzugsebene mm F Vorschub mm/min
mm/U
F Vorschub * S/V Spindeldrehzahl oder kon‐ U/min
stante Schnittgeschwindig‐ m/min
keit

Parameter Beschreibung
Bearbeitung Folgende technologische Bearbeitungen sind wählbar:
● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ Boden (Schlichten am Boden)
● ∇∇∇ Rand (Schlichten am Rand)
● Anfasen
Z0 Bezugspunkt in der Werkzeugachse Z mm
Z1 Taschentiefe (abs) oder Tiefe bezogen auf Z0 (ink) - (nur bei ∇, ∇∇∇ Boden oder ∇∇∇ mm
Rand)
DXY ● maximale Ebenenzustellung mm
%
● maximale Ebenenzustellung als Prozentsatz des Fräserdurchmessers
(nur bei ∇ oder ∇∇∇ Boden)
DZ Maximale Tiefenzustellung - (nur bei ∇ und ∇∇∇ Rand) mm
UXY Schlichtaufmaß Ebene - (nur bei ∇, ∇∇∇ Boden oder ∇∇∇ Rand) mm
UZ Schlichtaufmaß Tiefe - (nur bei ∇ oder ∇∇∇ Boden) mm

Fräsen
462 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.3 Konturfräsen

Parameter Beschreibung
Eintauchen Folgende Eintauchmodi sind wählbar - (nur bei ∇, ∇∇∇ Boden oder ∇∇∇ Rand):
● senkrecht
An der errechneten Position wird die errechnete aktuelle Zustelltiefe ausgeführt.
Hinweis:
Bei dieser Einstellung muss der Fräser über Mitte schneiden oder es muss
vorgebohrt werden.
● helikal
Der Fräsermittelpunkt verfährt auf der durch den Radius und die Tiefe pro
Umdrehung bestimmten Spiralbahn (Helixbahn). Ist die Tiefe für eine Zustellung
erreicht, wird noch ein voller Kreis ausgeführt, um die schräge Bahn des Eintauchens
zu beseitigen.
● pendelnd
Der Fräsermittelpunkt pendelt auf einer Gerade hin- und her bis er die
Tiefenzustellung erreicht hat. Ist die Tiefe erreicht, wird der Weg noch einmal ohne
Tiefenzustellung ausgeführt, um die Schräge Bahn des Eintauchens zu beseitigen.
FZ (nur bei Zustellvorschub Tiefe - (nur bei Eintauchen senkrecht und ∇) mm/min
ShopMill) mm/Zahn
FZ (nur bei G- Zustellvorschub Tiefe - (nur bei Eintauchen senkrecht und ∇) *
Code)
EP maximale Steigung der Helix – (nur bei Eintauchen helikal) mm/U
ER Radius der Helix – (nur bei Eintauchen helikal) mm
Der Radius darf nicht größer als der Fräserradius sein, da sonst Material stehen bleibt.
EW maximaler Eintauchwinkel - (nur bei Eintauchen pendelnd) Grad
FS Fasenbreite für Anfasen (ink) - (nur bei Anfasen) mm
ZFS Eintauchtiefe Werkzeugspitze (abs oder ink) - (nur bei Anfasen) mm

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

Ausgeblendete Parameter
Folgende Parameter sind ausgeblendet. Sie werden mit festen bzw. über Settingdaten
einstellbaren Werten vorbesetzt.

Parameter Beschreibung Wert In SD einstellbar


PL (nur bei G- Bearbeitungsebene In MD 52005
Code) festgelegt
SC (nur bei G- Sicherheitsabstand 1 mm x
Code)
Startpunkt Startpunkt wird automatisch berechnet - (nur bei ∇ und ∇∇∇ automatisch
Boden)
Abhebemodus Abhebemodus vor erneuter Zustellung - (nur bei ∇, ∇∇∇ Boden Auf RP
oder ∇∇∇ Rand)

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 463
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.3 Konturfräsen

10.3.11 Konturtasche Restmaterial (CYCLE63)

Funktion
Wenn Sie eine Tasche (mit/ohne Inseln) ausgeräumt haben und dabei Restmaterial stehen
geblieben ist, wird dies automatisch erkannt. Mit einem geeigneten Werkzeug können Sie
dieses Restmaterial entfernen, ohne nochmals die gesamte Tasche zu bearbeiten, d. h. Sie
vermeiden unnötige Leerwege. Material, das durch das Schlichtaufmaß stehen bleibt, ist kein
Restmaterial.
Die Berechnung des Restmaterials erfolgt auf Grundlage des beim Ausräumen verwendeten
Fräsers.
Wenn Sie mehrere Taschen fräsen und unnötige Werkzeugwechsel vermeiden möchten, ist
es sinnvoll, erst alle Taschen auszuräumen und anschließend das Restmaterial zu entfernen.
In diesem Fall müssen Sie beim Restmaterial ausräumen auch den Parameter
Referenzwerkzeug TR angeben, der beim ShopMill-Programm zusätzlich erscheint, wenn Sie
den Softkey "Alle Parameter" drücken. Bei der Programmierung müssen Sie dann wie folgt
vorgehen:
1. Kontur Tasche 1
2. Ausräumen
3. Kontur Tasche 2
4. Ausräumen
5. Kontur Tasche 1
6. Restmaterial ausräumen
7. Kontur Tasche 2
8. Restmaterial ausräumen

Software-Option
Für das Ausräumen von Restmaterial benötigen Sie die Option "Restmaterial‐
erkennung und -bearbeitung".

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie die Softkeys "Konturfräsen" und "Tasche Restmat.".
Das Eingabefenster "Tasche Restmaterial" wird geöffnet.

3. Drücken Sie den Softkey "Alle Parameter" beim ShopMill-Programm,


wenn Sie zusätzliche Parameter eingeben möchten.

Fräsen
464 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.3 Konturfräsen

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


PRG Name für das zu generierende Programm T Werkzeugname
PL Bearbeitungsebene F Vorschub mm/min
mm/Zahn

Fräsrichtung ● Gleichlauf S/V Spindeldrehzahl oder konstante U/min


Schnittgeschwindigkeit m/min
● Gegenlauf

RP Rückzugsebene mm
SC Sicherheitsabstand mm
F Vorschub mm/min

Parameter Beschreibung Einheit


Bearbeitung Folgende technologische Bearbeitungen sind wählbar:
∇ (Schruppen)
TR Referenzwerkzeug. Werkzeug, das im Bearbeitungsschritt "Ausräumen" verwendet wird.
Dient zur Ermittlung des Restmaterials.
D Schneidennummer
Z0 Bezugspunkt in der Werkzeugachse Z mm
Z1 Taschentiefe (abs) oder Tiefe bezogen auf Z0 (ink) mm
DXY ● maximale Ebenenzustellung mm
%
● maximale Ebenenzustellung als Prozentsatz des Fräserdurchmessers
DZ maximale Tiefenzustellung mm
UXY Schlichtaufmaß Ebene mm
UZ Schlichtaufmaß Tiefe mm
Abhebemodus Abhebemodus vor erneuter Zustellung
Sind bei der Bearbeitung mehrere Eintauchpunkte erforderlich, kann die Rückzugshöhe
auf die zurückgezogen werden soll, wie folgt gewählt werden:
mm
● auf Rückzugsebene
mm
● Z0 + Sicherheitsabstand
Sind im Taschenbereich keine Elemente größer als Z0, kann als Abhebemodus Z0 +
Sicherheitsabstand programmiert werden.

10.3.12 Konturzapfen fräsen (CYCLE63)

Funktion
Mit dem Zyklus "Zapfen fräsen" können Sie einen beliebigen Zapfen fräsen.
Bevor Sie den Zapfen fräsen, müssen Sie erst eine Rohteilkontur und dann eine oder mehrere
Zapfenkonturen eingeben. Die Rohteilkontur legt den Bereich fest, außerhalb dessen kein

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 465
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.3 Konturfräsen

Material steht, d. h. dort wird mit Eilgang gefahren. Zwischen Rohteil- und Zapfenkontur wird
dann Material entfernt.

Hinweis
Abarbeiten von externen Medien
Wenn Sie Programme von einem externen Laufwerk (z.B. lokales Laufwerk oder Netzlaufwerk)
abarbeiten lassen wollen, benötigen Sie die Funktion Execution from External Storage (EES).
Weitere Informationen entnehmen Sie folgender Literatur:
Inbetriebnahmehandbuch SINUMERIK Operate (IM9) / SINUMERIK 840D sl

Eingabe einfach
Sie haben die Möglichkeit, die Fülle der Parameter für einfache Bearbeitungen mit Hilfe des
Auswahlfeldes "Eingabe" auf die wichtigsten Parameter zu reduzieren. In diesem Modus
"Eingabe einfach" erhalten die ausgeblendeten Parameter einen festen, nicht einstellbaren
Wert.

Maschinenhersteller
Verschiedene festgelegte Werte können über Settingdaten vorbelegt werden.
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.
Wenn es die Programmierung eines Werkstücks erfordert, können Sie über "Eingabe komplett"
sämtliche Parameter einblenden und verändern.

Bearbeitungsart
Beim Fräsen können Sie die Bearbeitungsart (Schruppen, Schlichten Boden, Schlichten Rand,
Anfasen) wählen. Möchten Sie schruppen und anschließend schlichten, müssen Sie den
Bearbeitungszyklus zweimal aufrufen (1. Satz = schruppen, 2. Satz = schlichten). Die
programmierten Parameter bleiben beim zweiten Aufruf erhalten.

An-/Abfahren
1. Das Werkzeug fährt im Eilgang auf Höhe der Rückzugsebene auf den Startpunkt und stellt
auf Sicherheitsabstand zu. Der Startpunkt wird vom Zyklus berechnet.
2. Das Werkzeug stellt erst auf Bearbeitungstiefe zu und fährt dann die Zapfenkontur seitlich
im Viertelkreis mit Bearbeitungsvorschub an.
3. Der Zapfen wird konturparallel von außen nach innen frei geräumt. Die Richtung wird durch
den Bearbeitungsdrehsinn (Gegen- bzw. Gleichlauf) bestimmt.
4. Ist der Zapfen in der einen Ebene frei geräumt, verlässt das Werkzeug die Kontur im
Viertelkreis und die Zustellung auf die nächste Bearbeitungstiefe erfolgt.
5. Der Zapfen wird wieder im Viertelkreis angefahren und konturparallel von außen nach innen
frei geräumt.
6. Schritt 4 und 5 werden solange wiederholt, bis die programmierte Zapfentiefe erreicht ist.
7. Das Werkzeug zieht im Eilgang auf den Sicherheitsabstand zurück.

Fräsen
466 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.3 Konturfräsen

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie die Softkeys "Konturfräsen" und "Zapfen".
Das Eingabefenster "Zapfen fräsen" wird geöffnet.

3. Wählen Sie die Bearbeitungsart "Schruppen".

Parameter im Modus "Eingabe komplett"

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● komplett
PRG Name für das zu generierende Programm T Werkzeugname
PL Bearbeitungsebene D Schneidennummer

Fräsrichtung ● Gleichlauf F Vorschub mm/min


mm/Zahn
● Gegenlauf

RP Rückzugsebene mm S/V Spindeldrehzahl oder konstante U/min


Schnittgeschwindigkeit m/min

SC Sicherheitsabstand mm
F Vorschub mm/min

Parameter Beschreibung Einheit


Bearbeitung Folgende technologische Bearbeitungen sind wählbar:
● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ Boden (Schlichten am Boden)
● ∇∇∇ Rand (Schlichten am Rand)
● Anfasen
Z0 Bezugspunkt in der Werkzeugachse Z mm
Z1 Taschentiefe (abs) oder Tiefe bezogen auf Z0 (ink) mm
- (nur bei ∇, ∇∇∇ Boden oder ∇∇∇ Rand)
DXY ● maximale Ebenenzustellung mm
%
● maximale Ebenenzustellung als Prozentsatz des Fräserdurchmessers
- (nur bei ∇ und ∇∇∇ Boden)
DZ maximale Tiefezustellung – (nur bei ∇ oder ∇∇∇ Rand) mm
UXY Schlichtaufmaß Ebene – (nur bei ∇, ∇∇∇ Boden oder ∇∇∇ Rand) mm
UZ Schlichtaufmaß Tiefe – (nur bei ∇ oder ∇∇∇ Boden) mm

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 467
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.3 Konturfräsen

Parameter Beschreibung Einheit


Abhebemodus Abhebemodus vor erneuter Zustellung
Sind bei der Bearbeitung mehrere Eintauchpunkte erforderlich, kann die Rückzugshöhe
auf die zurückgezogen werden soll, wie folgt gewählt werden: mm
● auf Rückzugsebene mm
● Z0 + Sicherheitsabstand mm
Sind im Taschenbereich keine Elemente größer als Z0 (X0), kann als Abhebemodus Z0
(X0) + Sicherheitsabstand programmiert werden.
FS Fasenbreite für Anfasen - (nur bei Bearbeitung Anfasen) mm
ZFS Eintauchtiefe Werkzeugspitze (abs oder ink) - (nur bei Bearbeitung Anfasen) mm

Parameter im Modus "Eingabe einfach

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● einfach

PRG Name für das zu generierende Programm T Werkzeugname


Fräsrichtung ● Gleichlauf D Schneidennummer
● Gegenlauf
RP Rückzugsebene mm F Vorschub mm/min
mm/U
F Vorschub * S/V Spindeldrehzahl oder kon‐ U/min
stante Schnittgeschwindig‐ m/min
keit

Parameter Beschreibung
Bearbeitung Folgende technologische Bearbeitungen sind wählbar:
● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ Boden (Schlichten am Boden)
● ∇∇∇ Rand (Schlichten am Rand)
● Anfasen
Z0 Bezugspunkt in der Werkzeugachse Z mm
Z1 Zapfentiefe (abs) oder Tiefe bezogen auf Z0 (ink) - (nur bei ∇, ∇∇∇ Boden und ∇∇∇ Rand) mm
DXY ● maximale Ebenenzustellung mm
● maximale Ebenenzustellung als Prozentsatz des Fräserdurchmessers (nur bei ∇ und %
∇∇∇ Boden)
DZ Maximale Tiefenzustellung - (nur bei ∇ und ∇∇∇ Rand) mm
UXY Schlichtaufmaß Ebene - (nur bei ∇, ∇∇∇ Boden oder ∇∇∇ Rand) mm
UZ Schlichtaufmaß Tiefe - (nur bei ∇ oder ∇∇∇ Boden) mm
FS Fasenbreite für Anfasen (ink) - (nur bei Anfasen) mm
ZFS Eintauchtiefe Werkzeugspitze (abs oder ink) - (nur bei Anfasen) mm

Fräsen
468 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.3 Konturfräsen

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

Ausgeblendete Parameter
Folgende Parameter sind ausgeblendet. Sie werden mit festen bzw. über Settingdaten
einstellbaren Werten vorbesetzt.

Parameter Beschreibung Wert In SD einstellbar


PL (nur bei G- Bearbeitungsebene In MD 52005
Code) festgelegt
SC (nur bei G- Sicherheitsabstand 1 mm x
Code)
Abhebemodus Abhebemodus vor erneuter Zustellung - (nur bei ∇, ∇∇∇ Boden Auf RP
oder ∇∇∇ Rand)

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

10.3.13 Konturzapfen Restmaterial (CYCLE63)

Funktion
Wenn Sie einen Konturzapfen gefräst haben und dabei Restmaterial stehen geblieben ist, wird
dies automatisch erkannt. Mit einem geeigneten Werkzeug können Sie dieses Restmaterial
entfernen, ohne nochmals den gesamten Zapfen zu bearbeiten, d. h. Sie vermeiden unnötige
Leerwege. Material, das durch das Schlichtaufmaß stehenbleibt, ist kein Restmaterial.
Die Berechnung des Restmaterials erfolgt auf Grundlage des beim Freiräumen verwendeten
Fräsers.
Wenn Sie mehrere Zapfen fräsen und unnötige Werkzeugwechsel vermeiden möchten, ist es
sinnvoll, erst alle Zapfen frei zu räumen und anschließend das Restmaterial zu entfernen. In
diesem Fall müssen Sie beim Restmaterial ausräumen auch den Parameter
Referenzwerkzeug TR angeben, der beim ShopMill-Programm zusätzlich erscheint, wenn Sie
den Softkey "Alle Parameter" drücken. Bei der Programmierung müssen Sie dann wie folgt
vorgehen:
1. Kontur Rohteil 1
2. Kontur Zapfen 1
3. Zapfen 1 frei räumen
4. Kontur Rohteil 2
5. Kontur Zapfen 2
6. Zapfen 2 frei räumen
7. Kontur Rohteil 1

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 469
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.3 Konturfräsen

8. Kontur Zapfen 1
9. Restmaterial Zapfen 1 ausräumen
10.Kontur Rohteil 2
11.Kontur Zapfen 2
12.Restmaterial Zapfen 2 ausräumen

Software-Option
Für das Ausräumen von Restmaterial benötigen Sie die Option "Restmaterial‐
erkennung und -bearbeitung".

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie die Softkeys "Konturfräsen" und "Zapfen Restmat.".
Das Eingabefenster "Zapfen Restmaterial" wird geöffnet.

3. Drücken Sie den Softkey "Alle Parameter" beim ShopMill-Programm,


wenn Sie zusätzliche Parameter eingeben möchten.

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


PRG Name für das zu generierende Programm T Werkzeugname
PL Bearbeitungsebene F Vorschub mm/min
mm/Zahn

Fräsrichtung ● Gleichlauf S/V Spindeldrehzahl oder konstante U/min


Schnittgeschwindigkeit m/min
● Gegenlauf

RP Rückzugsebene mm
SC Sicherheitsabstand mm
F Vorschub mm/min

Parameter Beschreibung Einheit


TR Referenzwerkzeug. Werkzeug, das im Bearbeitungsschritt "Ausräumen" verwendet wird.
Dient zur Ermittlung der Restecken.
D Schneidennummer
Z0 Bezugspunkt in der Werkzeugachse Z mm
Z1 Taschentiefe (abs) oder Tiefe bezogen auf Z0 (ink) mm
DXY ● maximale Ebenenzustellung mm
%
● maximale Ebenenzustellung als Prozentsatz des Fräserdurchmessers

Fräsen
470 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


DZ maximale Tiefezustellung mm
Abhebemodus Abhebemodus vor erneuter Zustellung
Sind bei der Bearbeitung mehrere Eintauchpunkte erforderlich, kann die Rückzugshöhe
auf die zurückgezogen werden soll, wie folgt gewählt werden: mm
● auf Rückzugsebene mm
● Z0 + Sicherheitsabstand
Sind im Taschenbereich keine Elemente größer als Z0, kann als Abhebemodus Z0 +
Sicherheitsabstand programmiert werden.

10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

10.4.1 Allgemeines
Bei allen Drehzyklen außer Konturdrehen (CYCLE95) besteht im kombinierten Betrieb
Schruppen und Schlichten die Möglichkeit, den Vorschub beim Schlichten prozentual zu
reduzieren.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte auch die Angaben des Maschinenherstellers.

10.4.2 Abspanen (CYCLE951)

Funktion
Mit dem Zyklus "Abspanen" spanen Sie Ecken an Außen- oder Innenkonturen längs oder plan
ab.

Hinweis
Ecke abspanen
Der Sicherheitsabstand wird bei diesem Zyklus zusätzlich durch Settingdaten begrenzt. Für
die Bearbeitung wird jeweils der kleinere Wert genommen.
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 471
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Bearbeitungsart
● Schruppen
Beim Schruppen werden achsparallele Schnitte bis zum programmierten Schlichtaufmaß
erzeugt. Haben Sie kein Schlichtaufmaß programmiert, so wird beim Schruppen bis auf die
Endkontur abgespant.
Der Zyklus verkleinert beim Schruppen ggf. die programmierte Zustelltiefe D so, dass gleich
große Schnitte erstellt werden. Beträgt die Gesamtzustelltiefe z. B. 10 und haben Sie eine
Zustelltiefe von 3 angegeben, würden Schnitte von 3, 3, 3 und 1 entstehen. Der Zyklus
verkleinert die Zustelltiefe nun auf 2.5, damit 4 gleich große Schnitte erzeugt werden.
Ob das Werkzeug am Ende jedes Schnittes um die Zustelltiefe D an der Kontur nachzieht,
damit Restecken entfernt werden, oder sofort abhebt, ist abhängig vom Winkel zwischen
Kontur und Werkzeugschneide. Ab welchem Winkel nachgezogen wird, ist in einem
Maschinendatum hinterlegt.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Zieht das Werkzeug am Ende des Schnittes nicht an der Kontur nach, hebt es mit Eilgang um
den Sicherheitsabstand oder einen in Maschinendaten festgelegten Wert ab. Der Zyklus
berücksichtigt immer den kleineren Wert, da es sonst beispielsweise beim Abspanen an
Innenkonturen zu Konturverletzungen kommen kann.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

● Schlichten
Das Schlichten erfolgt in derselben Richtung wie das Schruppen. Der Zyklus wählt die
Werkzeugradiuskorrektur beim Schlichten automatisch an- und wieder ab.

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Drehen".

3. Drücken Sie den Softkey "Abspanen".


Das Eingabefenster "Abspanen" wird geöffnet.
4. Wählen Sie über Softkey einen der drei Abspanzyklen aus:
Einfacher Abspanzyklus Gerade.
Das Eingabefenster "Abspanen 1" wird geöffnet.
- ODER -
Abspanzyklus Gerade mit Radien oder Fasen.
Das Eingabefenster "Abspanen 2" wird geöffnet.

Fräsen
472 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

- ODER -
Abspanzyklus mit Schrägen, Radien oder Fasen.
Das Eingabefenster "Abspanen 3" wird geöffnet.

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


PL Bearbeitungsebene T
SC Sicherheitsabstand mm D Schneidennummer
F Vorschub * F Vorschub mm/min
mm/U
S/V Spindeldrehzahl oder konstante U/min
Schnittgeschwindigkeit m/min

Parameter Beschreibung Einheit


Freifahren nein Vor dem Schwenken wird nicht Freigefahren
(bei ShopMill-Pro‐ Freifahren in Richtung der Maschinenachse Z
gramm)
Freifahren in Richtung der Maschinenachse Z und dann in Richtung X,
Y
Maximales Freifahren (bis Softwareendlage) in Werkzeugrichtung

Inkrementales Freifahren (angegebener Freifahrweg, bis maximal Soft‐


wareendlage) in Werkzeugrichtung
Bei Freifahren in Werkzeugrichtung können im geschwenkten Zustand der Maschi‐
ne mehrere Achsen verfahren.
ZR Freifahrweg - nur bei Freifahren inkremental in Werkzeugrichtung
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Werkzeug über Beta- und Gammawinkel ausrichten
β Werkzeug mit Schwenkachsen ausrichten Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● Werteingabe
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
● β = 0°

● β = 90°

γ ● 0° Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● 180°
gramm)
● freie Eingabe des gewünschten Winkels

Rundachsen direkt positionieren


B1 Werkzeug mit Schwenkachsen direkt ausrichten: Grad
(bei ShopMill-Pro‐ Freie Eingabe des gewünschten Winkels
gramm)

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 473
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


C1 Freie Eingabe des gewünschten Winkels Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
αC Drehposition bei einer Polstellung Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Hirth-Verzahnung (bei ● Bei minimaler Beta-Abweichung auf nächste Hirthverzahnung runden
ShopMill-Programm)

● Beta aufrunden

● Beta abrunden

Hinweis:
Bei Maschinen mit Hirth-Verzahnung
Werkzeug Werkzeugspitze beim Schwenken
● nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens beibehalten.


● nicht nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens nicht


beibehalten.
Vorzugsrichtung (bei Vorzugsrichtung der Schwenkachse bei mehreren möglichen Ausrichtungen der
ShopMill-Programm) Maschine

Bearbeitung ● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
Lage Abspanlage:

Fräsen
474 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


Bearbeitungs- Abspanrichtung (Plan oder Längs) im Koordinatensystem
richtung parallel zur Z-Achse (Längs) Parallel zur X-Achse (Plan)
außen innen außen innen

X0 Bezugspunkt in X ∅ (abs, immer Durchmesser) mm


Z0 Bezugspunkt in Z (abs) mm
X1 Endpunkt X (abs) oder Endpunkt X bezogen auf X0 (ink) mm
Z1 Endpunkt Z ∅ (abs) oder Endpunkt Z bezogen auf Z0 (ink) mm
D Maximale Tiefenzustellung – (nicht bei Schlichten) mm
UX Schlichtaufmaß in X– (nicht bei Schlichten) mm
UZ Schlichtaufmaß in Z– (nicht bei Schlichten) mm
FS1...FS3 oder R1...R3 Fasenbreite (FS1...FS3) oder Verrundungsradius (R1...R3) - (nicht bei mm
Abspanen 1)
Parameterauswahl Zwischenpunkt
Der Zwischenpunkt kann durch Positionsangabe oder Winkel bestimmt werden.
Folgende Kombinationen sind möglich - (nicht bei Abspanen 1 und 2)
● XM ZM
● XM α1
● XM α2
● α1 ZM
● α2 ZM
● α1 α2
XM Zwischenpunkt X ∅ (abs) oder Zwischenpunkt X bezogen auf X0 (ink) mm
ZM Zwischenpunkt Z (abs oder ink) mm
α1 Winkel der 1. Kante Grad
α2 Winkel der 2. Kante Grad

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

10.4.3 Einstich (CYCLE930)

Funktion
Mit dem Zyklus "Einstich" fertigen Sie symmetrische und asymmetrische Einstiche an
beliebigen geraden Konturelementen.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 475
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Sie haben die Möglichkeit, Außen- oder Inneneinstiche längs oder plan zu bearbeiten. Mit den
Parametern Einstichbreite und Einstichtiefe bestimmen Sie die Form des Einstiches. Ist ein
Einstich breiter als das aktive Werkzeug, wird die Breite in mehreren Schnitten abgespant.
Dabei wird das Werkzeug bei jedem Einstich um (maximal) 80% der Werkzeugbreite
verschoben.
Für den Einstichgrund und die Flanken können Sie ein Schlichtaufmaß angeben, bis auf das
beim Schruppen abgespant wird.
Die Verweilzeit zwischen Einstechen und Zurückziehen ist in einem Settingdatum festgelegt.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte auch die Angaben des Maschinenherstellers.

An-/Abfahren beim Schruppen


Zustelltiefe D > 0
1. Das Werkzeug fährt mit Eilgang erst auf den zyklusintern errechneten Startpunkt.
2. Das Werkzeug sticht in der Mitte um die Zustelltiefe D ein.
3. Das Werkzeug zieht mit Eilgang um D + Sicherheitsabstand zurück.
4. Das Werkzeug sticht neben dem 1. Einstich um die Zustelltiefe 2 · D ein.
5. Das Werkzeug zieht mit Eilgang um D + Sicherheitsabstand zurück.
6. Das Werkzeug sticht wechselseitig im 1. und 2. Einstich jeweils um die Zustelltiefe 2 · D
ein, bis die Endtiefe T1 erreicht ist.
Zwischen den einzelnen Einstichen zieht das Werkzeug mit Eilgang jeweils um
D + Sicherheitsabstand zurück. Nach dem letzten Einstich zieht das Werkzeug mit Eilgang
auf den Sicherheitsabstand zurück.
7. Alle weiteren Einstiche werden wechselseitig direkt bis zur Endtiefe T1 gefertigt. Zwischen
den einzelnen Einstichen zieht das Werkzeug mit Eilgang jeweils zurück auf den
Sicherheitsabstand.

An-/Abfahren beim Schlichten


1. Das Werkzeug fährt mit Eilgang erst auf den zyklusintern berechneten Startpunkt.
2. Das Werkzeug fährt mit Bearbeitungsvorschub an einer Flanke runter und am Boden weiter
bis zur Mitte.
3. Das Werkzeug zieht mit Eilgang zurück auf den Sicherheitsabstand.
4. Das Werkzeug fährt mit Bearbeitungsvorschub an der anderen Flanke entlang und am
Boden weiter bis zur Mitte.
5. Das Werkzeug zieht mit Eilgang zurück auf den Sicherheitsabstand.

Fräsen
476 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Drehen".

3. Drücken Sie den Softkey "Einstich".


Das Eingabefenster "Einstich" wird geöffnet.
4. Wählen Sie über Softkey einen der drei Einstichzyklen aus:
Einfacher Einstichzyklus
Das Eingabefenster "Einstich 1" wird geöffnet.
- ODER -
Einstichzyklus mit Schrägen, Radien oder Fasen
Das Eingabefenster "Einstich 2" wird geöffnet.
- ODER -
Einstichzyklus an einer Schrägen mit Schrägen, Radien oder Fasen
Das Eingabefenster "Einstich 3" wird geöffnet.

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


PL Bearbeitungsebene T
SC Sicherheitsabstand mm D Schneidennummer
F Vorschub * F Vorschub mm/min
mm/U
S/V Spindeldrehzahl oder konstante Schnitt‐ U/min
geschwindigkeit m/min

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 477
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


Freifahren ● nein
(bei ShopMill-Pro‐ Vor dem Schwenken wird nicht freigefahren
gramm) ● Z

Freifahren in Richtung der Maschinenachse Z


● Z,X,Y

Bearbeitungsachsen vor dem Schwenken auf Freifahrposition fahren


● Werkzeugrichtung max.

Maximales Freifahren (bis Softwareendlage) in Richtung Werkzeugrichtung


● Werkzeugrichtung ink.

Inkrementales Freifahren (angegebener Freifahrweg, bis maximal


Softwareendlage) in Werkzeugrichtung
Bei Freifahren in Werkzeugrichtung können im geschwenkten Zustand der Maschi‐
ne mehrere Achsen verfahren.
ZR Freifahrweg - nur bei Freifahren inkremental in Werkzeugrichtung mm
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Werkzeug über Beta- und Gammawinkel ausrichten
β Werkzeug ausrichten Grad
(bei ShopMil-Pro‐ ● Werteingabe
gramm) Freie EIngabe des gewünschten Winkels
● β = 90°

β = 0°

γ ● 0°
(bei ShopMill-Pro‐ ● 180°
gramm)
● Freie Eingabe des gewünschten Winkels

Rundachsen direkt positionieren


B1 Werkzeug mit Schwenkachsen direkt ausrichten: Grad
(bei ShopMill-Pro‐ Freie Eingabe des gewünschten Winkels
gramm)
C1 Werkzeug mit Schwenkachsen direkt ausrichten: Grad
(bei ShopMill-Pro‐ Freie Eingabe des gewünschten Winkels
gramm)

Fräsen
478 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


αC Drehposition bei einer Polstellung
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Hirth-Verzahnung ● Auf nächste Hirth-Verzahnung runden
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
● Auf Hirth-Verzahnung aufrunden

● Auf Hirth-Verzahnung abrunden

Werkzeug Werkzeugspitze beim Schwenken


● nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens beibehalten.


● nicht nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens nicht


beibehalten.
Vorzugsrichtung (bei Vorzugsrichtung der Schwenkachse bei mehreren möglichen Ausrichtungen der
ShopMill-Programm) Maschine

Bearbeitung ● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
● ∇ + ∇∇∇ (Schruppen und Schlichten)
Lage Einstichlage/Bezugspunkt:

X0 Bezugspunkt in X ∅ mm
Z0 Bezugspunkt in Z mm
B1 Einstichbreite mm
T1 Einstichtiefe ∅ (abs) oder Einstichtiefe bezogen auf X0 oder Z0 (ink) mm
α1, α2 Flankenwinkel 1 bzw. Flankenwinkel 2 - (nur bei Einstich 2 und 3) Grad
Durch getrennte Winkel können asymmetrische Einstiche beschrieben werden. Die
Winkel können Werte zwischen 0 und < 90° annehmen.
α0 Winkel der Schrägen - (nur bei Einstich 3) Grad

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 479
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


FS1...FS4 oder R1...R4 Fasenbreite (FS1...FS4) oder Verrundungsradius (R1...R4) - (nur bei Einstich 2 und mm
3)
D ● Maximale Tiefenzustellung beim Eintauchen – (nur bei ∇ und ∇ + ∇∇∇) mm
● Bei Null: Eintauchen in einem Schnitt – (nur bei ∇ und ∇ + ∇∇∇)
D = 0: 1. Schnitt wird direkt bis auf Endtiefe T1 vollzogen
D > 0: Der 1. und 2. Schnitt werden wechselseitig um die Zustelltiefe D ausgeführt,
um einen besseren Spanabfluss zu erreichen und Werkzeugbruch zu vermeiden,
siehe An-/Abfahren beim Schruppen.
Ein wechselseitiger Schnitt ist nicht möglich, wenn das Werkzeug den Einstichgrund
nur an einer Position erreichen kann.
UX oder U Schlichtaufmaß in X oder Schlichtaufmaß in X und Z – (nur bei ∇ und ∇ + ∇∇∇) mm
UZ Schlichtaufmaß in Z – (bei UX, nur bei ∇ und ∇ + ∇∇∇) mm
N Anzahl der Einstiche (N = 1....65535)
DP Abstand der Einstiche (ink) mm
Bei N = 1 wird DP nicht angezeigt

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

10.4.4 Freistich Form E und F (CYCLE940)

Funktion
Mit den Zyklen "Freistich Form E" oder "Freistich Form F" drehen Sie Freistiche nach DIN 509
der Formen E oder F.

An-/Abfahren
1. Das Werkzeug fährt mit Eilgang erst auf den zyklusintern berechneten Startpunkt.
2. Der Freistich wird in einem Schnitt mit Bearbeitungsvorschub beginnend an der Flanke bis
zum Planzug VX gefertigt.
3. Das Werkzeug zieht mit Eilgang zurück auf den Startpunkt.

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Drehen".

3. Drücken Sie den Softkey "Freistich".


Das Eingabefenster "Freistich" wird geöffnet.
4. Wählen Sie über Softkey einen der folgenden Freistichzyklen aus:

Fräsen
480 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Drücken Sie den Softkey "Freistich Form E".


Das Eingabefenster "Freistich Form E (DIN 509)" wird geöffnet
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Freistich Form F".
Das Eingabefenster "Freistich Form F (DIN 509)" wird geöffnet

Parameter G-Code Programm (Freistich Form E)


PL Bearbeitungsebene T
SC Sicherheitsabstand mm D Schneidennummer
F Vorschub * F Vorschub mm/min
mm/U
S/V Spindeldrehzahl oder U/min
konstante Schnittgeschwindigkeit m/min

Parameter Beschreibung Einheit


Freifahren ● nein
(bei ShopMill-Pro‐ Vor dem Schwenken wird nicht freigefahren
gramm) ● Z

Freifahren in Richtung der Maschinenachse Z


● Z,X,Y

Bearbeitungsachsen vor dem Schwenken auf Freifahrposition fahren


● Werkzeugrichtung max.

Maximales Freifahren (bis Softwareendlage) in Richtung Werkzeugrichtung


● Werkzeugrichtung ink.

Inkrementales Freifahren (angegebener Freifahrweg, bis maximal


Softwareendlage) in Werkzeugrichtung
Bei Freifahren in Werkzeugrichtung können im geschwenkten Zustand der Maschi‐
ne mehrere Achsen verfahren.
ZR Freifahrweg - nur bei Freifahren inkremental in mm
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Werkzeug über Beta- und Gammawinkel ausrichten

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 481
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


β Werkzeug mit Schwenkachsen ausrichten Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● Werteingabe
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
● β = 0°

● β = 90°

γ ● 0° Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● 180°
gramm)
● freie Eingabe des gewünschten Winkels

Rundachsen direkt positionieren


B1 Werkzeug mit Schwenkachsen direkt ausrichten: Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
C1 Freie Eingabe des gewünschten Winkels Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
αC Drehposition bei einer Polstellung Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Hirth-Verzahnung ● Auf nächste Hirth-Verzahnung runden

● Auf Hirth-Verzahnung aufrunden

● Auf Hirth-Verzahnung abrunden

Hinweis:
Bei Maschinen mit Hirth-Verzahnung
Werkzeug Werkzeugspitze beim Schwenken
● nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens beibehalten.


● nicht nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens nicht


beibehalten.

Fräsen
482 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


Vorzugsrichtung (bei Vorzugsrichtung der Schwenkachse bei mehreren möglichen Ausrichtungen der
ShopMill-Programm) Maschine

Lage Lage der Bearbeitung Form E:

Freistichgröße nach DIN-Tabelle:


z. B.: E1.0 x 0.4 (Freistich Form E)
X0 Bezugspunkt X ∅ mm
Z0 Bezugspunkt Z mm
X1 Aufmaß in X ∅ (abs) oder Aufmaß in X (ink) mm

UX Planzug ∅ (abs) oder Planzug (ink) mm

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

Parameter G-Code Programm (Freistich Form F)


PL Bearbeitungsebene T Werkzeugname
SC Sicherheitsabstand mm D Schneidennummer
F Vorschub * F Vorschub mm/min
mm/U
S/V Spindeldrehzahl oder U/min
konstante Schnittgeschwindigkeit m/min

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 483
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


Freifahren ● nein
(bei ShopMill-Pro‐ Vor dem Schwenken wird nicht freigefahren
gramm) ● Z

Freifahren in Richtung der Maschinenachse Z


● Z,X,Y

Bearbeitungsachsen vor dem Schwenken auf Freifahrposition fahren


● Werkzeugrichtung max.

Maximales Freifahren (bis Softwareendlage) in Richtung Werkzeugrichtung


● Werkzeugrichtung ink.

Inkrementales Freifahren (angegebener Freifahrweg, bis maximal


Softwareendlage) in Werkzeugrichtung
Bei Freifahren in Werkzeugrichtung können im geschwenkten Zustand der Maschi‐
ne mehrere Achsen verfahren.
ZR Freifahrweg - nur bei Freifahren inkremental in mm
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Werkzeug über Beta- und Gammawinkel ausrichten
β Werkzeug mit Schwenkachsen ausrichten Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● Werteingabe
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
● β = 0°

● β = 90°

γ ● 0° Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● 180°
gramm)
● freie Eingabe des gewünschten Winkels

Rundachsen direkt positionieren


B1 Werkzeug mit Schwenkachsen direkt ausrichten: Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
C1 Freie Eingabe des gewünschten Winkels Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)

Fräsen
484 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


αC Drehposition bei einer Polstellung Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Hirth-Verzahnung ● Auf nächste Hirth-Verzahnung runden

● Auf Hirth-Verzahnung aufrunden

● Auf Hirth-Verzahnung abrunden

Hinweis:
Bei Maschinen mit Hirth-Verzahnung
Werkzeug Werkzeugspitze beim Schwenken
● nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens beibehalten.


● nicht nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens nicht


beibehalten.
Vorzugsrichtung (bei Vorzugsrichtung der Schwenkachse bei mehreren möglichen Ausrichtungen der
ShopMill-Programm) Maschine

Lage Lage der Bearbeitung Form F:

Freistichgröße nach DIN-Tabelle:


z. B.: F0.6 x 0.3 (Freistich Form F)
X0 Bezugspunkt X ∅ mm
Z0 Bezugspunkt Z mm
X1 Aufmaß in X ∅ (abs) oder Aufmaß in X (ink) mm
Z1 Aufmaß in Z (abs) oder Aufmaß in Z (ink) - (nur bei Freistich Form F) mm
VX Planzug ∅ (abs) oder Planzug (ink) mm

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 485
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

10.4.5 Freistich Gewinde (CYCLE940)

Funktion
Mit den Zyklen "Freistich Gewinde DIN" oder "Freistich Gewinde" programmieren Sie
Gewindefreistiche nach DIN 76 für Werkstücke mit metrischem ISO-Gewinde oder frei
definierbare Gewindefreistiche.

An-/Abfahren
1. Das Werkzeug fährt mit Eilgang erst auf den zyklusintern berechneten Startpunkt.
2. Der 1. Schnitt wird mit Bearbeitungsvorschub beginnend an der Flanke entlang der Form
des Gewindefreistichs bis zum Sicherheitsabstand durchgeführt.
3. Das Werkzeug fährt mit Eilgang auf die nächste Startposition.
4. Die Schritte 2 und 3 werden solange wiederholt, bis der Gewindefreistich komplett gefertigt
ist.
5. Das Werkzeug zieht mit Eilgang zurück auf den Startpunkt.
Beim Schlichten fährt das Werkzeug bis zum Planzug VX.

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Drehen".

3. Drücken Sie den Softkey "Freistich".

4. Drücken Sie den Softkey "Freistich Gew. DIN".


Das Eingebefenster "Freistich Gewinde (DIN 76)" wird geöffnet.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Freistich Gewinde".
Das Eingebefenster "Freistich Gewinde" wird geöffnet.

Parameter G-Code Programm (Freistich Gewinde DIN) Parameter ShopMill-Programm


PL Bearbeitungsebene T
SC Sicherheitsabstand mm D Schneidennummer
F Vorschub * F Vorschub mm/min
mm/U

Fräsen
486 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter G-Code Programm (Freistich Gewinde DIN) Parameter ShopMill-Programm


S/V Spindeldrehzahl oder U/min
konstante Schnittgeschwindigkeit m/min

Parameter Beschreibung Einheit


Freifahren ● nein
(bei ShopMill-Pro‐ Vor dem Schwenken wird nicht freigefahren
gramm) ● Z

Freifahren in Richtung der Maschinenachse Z


● Z,X,Y

Bearbeitungsachsen vor dem Schwenken auf Freifahrposition fahren


● Werkzeugrichtung max.

Maximales Freifahren (bis Softwareendlage) in Richtung Werkzeugrichtung


● Werkzeugrichtung ink.

Inkrementales Freifahren (angegebener Freifahrweg, bis maximal


Softwareendlage) in Werkzeugrichtung
Bei Freifahren in Werkzeugrichtung können im geschwenkten Zustand der Maschi‐
ne mehrere Achsen verfahren.
ZR Freifahrweg - nur bei Freifahren inkremental in mm
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Werkzeug über Beta- und Gammawinkel ausrichten
β Werkzeug mit Schwenkachsen ausrichten Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● Werteingabe
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
● β = 0°

● β = 90°

γ ● 0° Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● 180°
gramm)
● freie Eingabe des gewünschten Winkels

Rundachsen direkt positionieren

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 487
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


B1 Werkzeug mit Schwenkachsen direkt ausrichten: Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
C1 Freie Eingabe des gewünschten Winkels Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
αC Drehposition bei einer Polstellung Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Hirth-Verzahnung ● Auf nächste Hirth-Verzahnung runden

● Auf Hirth-Verzahnung aufrunden

● Auf Hirth-Verzahnung abrunden

Hinweis:
Bei Maschinen mit Hirth-Verzahnung
Werkzeug Werkzeugspitze beim Schwenken
● nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens beibehalten.


● nicht nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens nicht


beibehalten.
Vorzugsrichtung (bei Vorzugsrichtung der Schwenkachse bei mehreren möglichen Ausrichtungen der
ShopMill-Programm) Maschine

Bearbeitung ● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
● ∇ + ∇∇∇ (Schruppen und Schlichten)

Fräsen
488 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


Lage Lage der Bearbeitung:

Bearbeitungs- ● längs
richtung ● konturparallel
Form ● normal (Form A)
● kurz (Form B)
P Gewindesteigung (aus vorgegebener DIN-Tabelle auswählen oder eingeben) mm/U
X0 Bezugspunkt X ∅ mm
Z0 Bezugspunkt Z mm
α Eintauchwinkel Grad
VX Planzug ∅ (abs) oder Planzug (ink) - (nur bei ∇∇∇ und ∇ + ∇∇∇) mm
D maximale Tiefenzustellung – (nur beim ∇ und ∇ + ∇∇∇) mm
U oder UX Schlichtaufmaß in X oder Schlichtaufmaß in X und Z – (nur bei ∇ und ∇ + ∇∇∇) mm
UZ Schlichtaufmaß in Z – (nur bei UX, ∇ und ∇ + ∇∇∇) mm

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

Parameter G-Code Programm (Freistich Gewinde) Parameter ShopMill-Programm


PL Bearbeitungsebene T
SC Sicherheitsabstand mm D Schneidennummer
F Vorschub * F Vorschub mm/min
mm/U
S/V Spindeldrehzahl oder U/min
konstante Schnittgeschwindigkeit m/min

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 489
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


Freifahren ● nein
(bei ShopMill-Pro‐ Vor dem Schwenken wird nicht freigefahren
gramm) ● Z

Freifahren in Richtung der Maschinenachse Z


● Z,X,Y

Bearbeitungsachsen vor dem Schwenken auf Freifahrposition fahren


● Werkzeugrichtung max.

Maximales Freifahren (bis Softwareendlage) in Richtung Werkzeugrichtung


● Werkzeugrichtung ink.

Inkrementales Freifahren (angegebener Freifahrweg, bis maximal


Softwareendlage) in Werkzeugrichtung
Bei Freifahren in Werkzeugrichtung können im geschwenkten Zustand der Maschi‐
ne mehrere Achsen verfahren.
ZR Freifahrweg - nur bei Freifahren inkremental in mm
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Werkzeug über Beta- und Gammawinkel ausrichten
β Werkzeug mit Schwenkachsen ausrichten Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● Werteingabe
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
● β = 0°

● β = 90°

γ ● 0° Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● 180°
gramm)
● freie Eingabe des gewünschten Winkels

Rundachsen direkt positionieren


B1 Werkzeug mit Schwenkachsen direkt ausrichten: Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
C1 Freie Eingabe des gewünschten Winkels Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)

Fräsen
490 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


αC Drehposition bei einer Polstellung Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Hirth-Verzahnung ● Auf nächste Hirth-Verzahnung runden

● Auf Hirth-Verzahnung aufrunden

● Auf Hirth-Verzahnung abrunden

Hinweis:
Bei Maschinen mit Hirth-Verzahnung
Werkzeug Werkzeugspitze beim Schwenken
● nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens beibehalten.


● nicht nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens nicht


beibehalten.
Vorzugsrichtung (bei Vorzugsrichtung der Schwenkachse bei mehreren möglichen Ausrichtungen der
ShopMill-Programm) Maschine

Bearbeitung ● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
● ∇ + ∇∇∇ (Schruppen und Schlichten)
Bearbeitungs- ● längs
richtung ● konturparallel
Lage Lage der Bearbeitung:

X0 Bezugspunkt X ∅ mm

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 491
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


Z0 Bezugspunkt Z mm
X1 Freistichtiefe bezogen auf X ∅ (abs) oder Freistichtiefe bezogen auf X (ink)
Z1 Aufmaß Z (abs oder ink)
R1 Verrundungsradius 1 mm
R2 Verrundungsradius 2 mm
α Eintauchwinkel Grad
VX Planzug ∅ (abs) oder Planzug (ink) - (nur bei ∇∇∇ und ∇ + ∇∇∇)
D maximale Tiefenzustellung – (nur beim ∇ und ∇ + ∇∇∇) mm
U oder UX Schlichtaufmaß in X oder Schlichtaufmaß in X und Z – (nur bei ∇ und ∇ + ∇∇∇) mm
UZ Schlichtaufmaß in Z – (nur bei UZ, ∇ und ∇ + ∇∇∇) mm

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

10.4.6 Gewindedrehen (CYCLE99) - nur G-Code

Funktion
Mit dem Zyklus "Gewinde Längs", "Gewinde Kegel" oder "Gewinde Plan" drehen Sie Außen-
oder Innengewinde mit konstanter oder variabler Steigung.
Die Gewinde können sowohl ein- als auch mehrgängig sein.
Bei metrischen Gewinden (Gewindesteigung P in mm/U) belegt der Zyklus den Parameter
Gewindetiefe H1 mit einem aus der Gewindesteigung berechneten Wert vor. Diesen Wert
können Sie ändern.
Die Vorbelegung muss über das Settingdatum SD 55212
$SCS_FUNCTION_MASK_TECH_SET aktiviert werden.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Der Zyklus setzt eine drehzahlgeregelte Spindel mit Wegmesssystem voraus.

Unterbrechung des Gewindeschnitts


Sie haben die Möglichkeit, den Gewindeschnitt zu unterbrechen (z.B. wenn die Schneidplatte
gebrochen ist).
1. Drücken Sie die Taste <CYCLE STOP>.
Das Werkzeug wird aus dem Gewindeschnitt herausgezogen und die Spindel wird
angehalten.
2. Tauschen Sie die Schneidplatte und drücken Sie die Taste <CYCLE START>.
Die abgebrochene Gewindebearbeitung wird mit dem abgebrochenen Schnitt auf
derselben Tiefe erneut gestartet.

Fräsen
492 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Gewindenachbearbeitung
Sie haben die Möglichkeit, Gewinde nachträglich zu bearbeiten. Dazu wechseln Sie in die
Betriebsart "JOG" und nehmen eine Gewindesynchronisierung vor.

Eingabe einfach
Sie haben die Möglichkeit, die Fülle der Parameter für einfache Bearbeitungen mit Hilfe des
Auswahlfeldes "Eingabe" auf die wichtigsten Parameter zu reduzieren. In diesem Modus
"Eingabe einfach" erhalten die ausgeblendeten Parameter einen festen, nicht einstellbaren
Wert.

Maschinenhersteller
Verschiedene festgelegte Werte können über Settingdaten vorbelegt werden.
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Wenn es die Erstellung eines Programms erfordert, können Sie über "Eingabe komplett"
sämtliche Parameter einblenden und verändern.

An-/Abfahren
1. Das Werkzeug fährt mit Eilgang auf den zyklusintern berechneten Startpunkt.
2. Gewinde mit Vorlauf:
Das Werkzeug fährt mit Eilgang auf die um den Gewindevorlauf LW vorverlegte erste
Startposition.
Gewinde mit Einlauf:
Das Werkzeug fährt mit Eilgang auf die um den Gewindeeinlauf LW2 vorverlegte
Startposition.
3. Der 1. Schnitt wird mit der Gewindesteigung P bis zum Gewindeauslauf LR gefertigt.
4. Gewinde mit Vorlauf:
Das Werkzeug fährt mit Eilgang auf den Rücklaufabstand VR und dann auf die nächste
Startposition.
Gewinde mit Einlauf:
Das Werkzeug fährt mit Eilgang auf den Rücklaufabstand VR und dann wieder auf die
Startposition.
5. Die Schritte 3 und 4 werden solange wiederholt, bis das Gewinde komplett gefertigt ist.
6. Das Werkzeug zieht mit Eilgang zurück auf die Rückzugsebene.
Eine Unterbrechung der Gewindebearbeitung ist mit der Funktion "Schnellabheben" jederzeit
möglich. Sie gewährleistet, dass das Werkzeug den Gewindegang beim Abheben nicht
beschädigt.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 493
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Vorgehensweise bei Gewinde Längs, Gewinde Kegel oder Gewinde Plan

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Drehen".

3. Drücken Sie den Softkey "Gewinde".


Das Eingabefenster "Gewinde" wird geöffnet.
4. Drücken Sie den Softkey "Gewinde Längs".
Das Eingabefenster "Gewinde Längs" wird geöffnet.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Gewinde Kegel".
Das Eingabefenster "Gewinde Kegel" wird geöffnet.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Gewinde Plan".
Das Eingabefenster "Gewinde Plan" wird geöffnet.

Parameter im Modus "komplett" (Gewinde Längs)

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● komplett
PL Bearbeitungsebene T Werkzeugname
SC Sicherheitsabstand mm D Schneidennummer
S/V Spindeldrehzahl oder U/min
konstante Schnittgeschwindigkeit m/min

Fräsen
494 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


Freifahren ● nein
(bei ShopMill-Pro‐ Vor dem Schwenken wird nicht freigefahren
gramm) ● Z

Freifahren in Richtung der Maschinenachse Z


● Z,X,Y

Bearbeitungsachsen vor dem Schwenken auf Freifahrposition fahren


● Werkzeugrichtung max.

Maximales Freifahren (bis Softwareendlage) in Richtung Werkzeugrichtung


● Werkzeugrichtung ink.

Inkrementales Freifahren (angegebener Freifahrweg, bis maximal


Softwareendlage) in Werkzeugrichtung
Bei Freifahren in Werkzeugrichtung können im geschwenkten Zustand der Maschi‐
ne mehrere Achsen verfahren.
ZR Freifahrweg - nur bei Freifahren inkremental in mm
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Werkzeug über Beta- und Gammawinkel ausrichten
β Werkzeug mit Schwenkachsen ausrichten Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● Werteingabe
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
● β = 0°

● β = 90°

γ ● 0° Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● 180°
gramm)
● freie Eingabe des gewünschten Winkels

Rundachsen direkt positionieren


B1 Werkzeug mit Schwenkachsen direkt ausrichten: Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
C1 Freie Eingabe des gewünschten Winkels Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 495
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


αC Drehposition bei einer Polstellung Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Hirth-Verzahnung ● Auf nächste Hirth-Verzahnung runden

● Auf Hirth-Verzahnung aufrunden

● Auf Hirth-Verzahnung abrunden

Hinweis:
Bei Maschinen mit Hirth-Verzahnung
Werkzeug Werkzeugspitze beim Schwenken
● nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens beibehalten.


● nicht nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens nicht


beibehalten.
Vorzugsrichtung (bei Vorzugsrichtung der Schwenkachse bei mehreren möglichen Ausrichtungen der
ShopMill-Programm) Maschine

Tabelle Auswahl der Gewindetabelle:


● ohne
● ISO metrisch
● Whitworth BSW
● Whitworth BSP
● UNC
Auswahl - (nicht bei Ta‐ Angabe Tabellenwert, z. B. M10, M12, M14, ...
belle "ohne")
P Auswahl der Gewindesteigung/-gänge bei Tabelle "ohne" bzw. Angabe der Gewin‐ mm/U
desteigung/-gänge entsprechend der Auswahl der Gewindetabelle: in/U
● Gewindesteigung in mm/Umdrehung Gänge/"
MODUL
● Gewindesteigung in inch/Umdrehung
● Gewindegänge pro Zoll
● Gewindesteigung in MODUL

Fräsen
496 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


G Änderung der Gewindesteigung pro Umdrehung - (nur bei P = mm/U oder in/U) mm/U2
G = 0: Die Gewindesteigung P ändert sich nicht.
G > 0: Die Gewindesteigung P vergrößert sich pro Umdrehung um den Wert G.
G < 0: Die Gewindesteigung P verkleinert sich pro Umdrehung um den Wert G.
Sind die Anfangs- und Endsteigung des Gewindes bekannt, kann die zu program‐
mierende Steigungsänderung wie folgt berechnet werden:
|Pe2 - P2 |
G = ----------------- [mm/U2]
2 * Z1
Dabei bedeuten:
Pe: Endsteigung des Gewindes [mm/U]
P: Anfangssteigung des Gewindes [mm/U]
Z1: Gewindelänge [mm]
Eine größere Steigung bewirkt einen größeren Abstand zwischen den Gewindegän‐
gen auf dem Werkstück.
Bearbeitung ● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
● ∇ + ∇∇∇ (Schruppen und Schlichten)
Zustellung (nur bei ∇ ● Linear:
und ∇ + ∇∇∇) Zustellung mit konstanter Schnitttiefe
● Degressiv:
Zustellung mit konstantem Spanquerschnitt
Gewinde ● Innengewinde
● Außengewinde
X0 Bezugspunkt X aus Gewindetabelle ∅ (abs) mm
Z0 Bezugspunkt Z (abs) mm
Z1 Endpunkt des Gewindes (abs) oder Gewindelänge (ink) mm
Inkrementalmaß: Das Vorzeichen wird mit ausgewertet.
Balligkeit Aufmaß zur Kompensation des Durchhangs (- nur bei Außengewinde und G=0)
● XS mm
Segmenthöhe balliges Gewinde
● RS mm
Radius balliges Gewinde
Positive Werte: Außenballigkeit (konvex)
Negative Werte: Innenballigkeit (konkav)
Hinweis:
Die Änderung der Gewindesteigung pro Umdrehung "G" muss gleich "0" sein

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 497
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


LW Gewindevorlauf (ink) mm
Gewinde-Startpunkt ist der um den Gewindevorlauf W vorverlegte Bezugspunkt (X0,
Z0). Den Gewindevorlauf können Sie nutzen, wenn Sie die einzelnen Schnitte etwas
früher beginnen möchten, um auch den Gewindeanfang exakt zu fertigen.
oder Gewindeeinlauf (ink) mm
LW2 Den Gewindeeinlauf können Sie nutzen, wenn Sie nicht seitlich an das zu fertigende
Gewinde heranfahren können, sondern ins Material eintauchen müssen (Beispiel
Schmiernut auf einer Welle). mm
oder Gewindeeinlauf = Gewindeauslauf (ink)
LW2 = LR

LR Gewindeauslauf (ink) mm
Den Gewindeauslauf können Sie nutzen, wenn Sie am Gewindeende schräg he‐
rausfahren wollen (Beispiel Schmiernut auf einer Welle).
H1 Gewindetiefe aus Gewindetabelle (ink) mm
DP Zustellschräge als Flanke (ink) – (alternativ zu Zustellschräge als Winkel)
DP > 0: Zustellung entlang der hinteren Flanke
oder DP < 0: Zustellung entlang der vorderen Flanke
αP Zustellschräge als Winkel – (alternativ zu Zustellschräge als Flanke) Grad
α > 0: Zustellung entlang der hinteren Flanke
α < 0: Zustellung entlang der vorderen Flanke
α = 0: rechtwinklig zur Schnittrichtung zustellen
Soll entlang der Flanken zugestellt werden, darf der Absolutwert dieses Parameters
maximal den halben Flankenwinkel des Werkzeuges betragen.
Zustellung entlang der Flanke
Zustellung mit wechselnder Flanke (alternativ)
Anstatt entlang einer Flanke können Sie auch mit wechselnder Flanke zustellen, um
nicht immer dieselbe Werkzeugschneide zu belasten. Dadurch können Sie die
Standzeit des Werkzeugs erhöhen.
α > 0: Start an der hinteren Flanke
α < 0: Start an der vorderen Flanke
D1 oder ND Erste Zustelltiefe oder Anzahl der Schruppschnitte mm
(nur bei ∇ und Beim Umschalten zwischen der Anzahl der Schruppschnitte und der ersten Zustel‐
∇ + ∇∇∇) lung wird jeweils der zugehörige Wert angezeigt.
U Schlichtaufmaß in X und Z – (nur bei ∇ und ∇ + ∇∇∇) mm
NN Anzahl Leerschnitte - (nur bei ∇∇∇ und ∇ + ∇∇∇)
VR Rücklaufabstand (ink) mm

Fräsen
498 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


Mehrgängig Nein
α0 Startwinkelversatz Grad
Ja
N Anzahl Gewindegänge
Die Gewindegänge werden gleichmäßig auf den Umfang des Dreh‐
teils verteilt, wobei der 1. Gewindegang immer bei 0° platziert wird.
DA Gangwechseltiefe (ink) mm
Erst alle Gewindegänge nacheinander bis zur Gangwechseltiefe
DA bearbeiten, dann alle Gewindegänge nacheinander bis zur Tie‐
fe 2 · DA bearbeiten usw. bis die Endtiefe erreicht ist.
DA = 0: Gangwechseltiefe wird nicht berücksichtigt, d.h. jeden Gang
fertig bearbeiten, bevor nächster Gang bearbeitet wird.
Bearbeitung: ● Komplett oder
● ab Gang N1
N1 (1...4) Startgang N1 = 1...N oder
● nur Gang NX
NX (1...4) 1 aus N Gängen

Parameter im Modus "Eingabe einfach" (Gewinde Längs)

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● einfach
T Werkzeugname
D Schneidennummer
S/V Spindeldrehzahl oder U/min
konstante Schnittgeschwindigkeit m/min

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 499
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


Freifahren ● nein
(bei ShopMill-Pro‐ Vor dem Schwenken wird nicht freigefahren
gramm) ● Z

Freifahren in Richtung der Maschinenachse Z


● Z,X,Y

Bearbeitungsachsen vor dem Schwenken auf Freifahrposition fahren


● Werkzeugrichtung max.

Maximales Freifahren (bis Softwareendlage) in Richtung Werkzeugrichtung


● Werkzeugrichtung ink.

Inkrementales Freifahren (angegebener Freifahrweg, bis maximal


Softwareendlage) in Werkzeugrichtung
Bei Freifahren in Werkzeugrichtung können im geschwenkten Zustand der Maschi‐
ne mehrere Achsen verfahren.
ZR Freifahrweg - nur bei Freifahren inkremental in mm
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Werkzeug über Beta- und Gammawinkel ausrichten
β Werkzeug mit Schwenkachsen ausrichten Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● Werteingabe
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
● β = 0°

● β = 90°

γ ● 0° Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● 180°
gramm)
● freie Eingabe des gewünschten Winkels

Rundachsen direkt positionieren


B1 Werkzeug mit Schwenkachsen direkt ausrichten: Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
C1 Freie Eingabe des gewünschten Winkels Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)

Fräsen
500 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


αC Drehposition bei einer Polstellung Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Hirth-Verzahnung ● Auf nächste Hirth-Verzahnung runden

● Auf Hirth-Verzahnung aufrunden

● Auf Hirth-Verzahnung abrunden

Hinweis:
Bei Maschinen mit Hirth-Verzahnung
Werkzeug Werkzeugspitze beim Schwenken
● nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens beibehalten.


● nicht nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens nicht


beibehalten.
Vorzugsrichtung (bei Vorzugsrichtung der Schwenkachse bei mehreren möglichen Ausrichtungen der
ShopMill-Programm) Maschine

P Auswahl der Gewindesteigung/-gänge:


● Gewindesteigung in mm/Umdrehung mm/U
in/U
● Gewindesteigung in inch/Umdrehung
Gänge/"
● Gewindegänge pro Zoll MODUL
● Gewindesteigung in MODUL
Bearbeitung ● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
● ∇ + ∇∇∇ (Schruppen und Schlichten)
Zustellung (nur bei ∇ ● Linear:
und ∇ + ∇∇∇) Zustellung mit konstanter Schnitttiefe
● Degressiv:
Zustellung mit konstantem Spanquerschnitt
Gewinde ● Innengewinde
● Außengewinde
X0 Bezugspunkt X aus Gewindetabelle ∅ (abs) mm
Z0 Bezugspunkt Z (abs) mm

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 501
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


Z1 Endpunkt des Gewindes (abs) oder Gewindelänge (ink) mm
Inkrementalmaß: Das Vorzeichen wird mit ausgewertet.
LW Gewindevorlauf (ink) mm
Gewinde-Startpunkt ist der um den Gewindevorlauf W vorverlegte Bezugspunkt (X0,
Z0). Den Gewindevorlauf können Sie nutzen, wenn Sie die einzelnen Schnitte etwas
früher beginnen möchten, um auch den Gewindeanfang exakt zu fertigen.
oder Gewindeeinlauf (ink) mm
LW2 Den Gewindeeinlauf können Sie nutzen, wenn Sie nicht seitlich an das zu fertigende
Gewinde heranfahren können, sondern ins Material eintauchen müssen (Beispiel
Schmiernut auf einer Welle). mm
oder Gewindeeinlauf = Gewindeauslauf (ink)
LW2 = LR

LR Gewindeauslauf (ink) mm
Den Gewindeauslauf können Sie nutzen, wenn Sie am Gewindeende schräg he‐
rausfahren wollen (Beispiel Schmiernut auf einer Welle).
H1 Gewindetiefe aus Gewindetabelle (ink) mm
DP Zustellschräge als Flanke (ink) – (alternativ zu Zustellschräge als Winkel)
DP > 0: Zustellung entlang der hinteren Flanke
oder DP < 0: Zustellung entlang der vorderen Flanke
αP Zustellschräge als Winkel – (alternativ zu Zustellschräge als Flanke) Grad
α > 0: Zustellung entlang der hinteren Flanke
α < 0: Zustellung entlang der vorderen Flanke
α = 0: rechtwinklig zur Schnittrichtung zustellen
Soll entlang der Flanken zugestellt werden, darf der Absolutwert dieses Parameters
maximal den halben Flankenwinkel des Werkzeuges betragen.
Zustellung entlang der Flanke
Zustellung mit wechselnder Flanke (alternativ)
Anstatt entlang einer Flanke können Sie auch mit wechselnder Flanke zustellen, um
nicht immer dieselbe Werkzeugschneide zu belasten. Dadurch können Sie die
Standzeit des Werkzeugs erhöhen.
α > 0: Start an der hinteren Flanke
α < 0: Start an der vorderen Flanke
D1 oder ND Erste Zustelltiefe oder Anzahl der Schruppschnitte mm
(nur bei ∇ und Beim Umschalten zwischen der Anzahl der Schruppschnitte und der ersten Zustel‐
∇ + ∇∇∇) lung wird jeweils der zugehörige Wert angezeigt.
U Schlichtaufmaß in X und Z – (nur bei ∇ und ∇ + ∇∇∇) mm
NN Anzahl Leerschnitte - (nur bei ∇∇∇ und ∇ + ∇∇∇)

Fräsen
502 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Ausgeblendete Parameter
Folgende Parameter sind ausgeblendet. Sie werden mit festen bzw. über Settingdaten
einstellbaren Werten vorbesetzt.

Parameter Beschreibung Wert In SD einstellbar


PL Bearbeitungsebene In MD 52005
festgelegt
Tabelle Auswahl der Gewindetabelle ohne
G Änderung der Gewindesteigung pro Umdrehung - (nur bei P 0
= mm/U oder in/U):
ohne Gewindesteigungsänderung
VR Rücklaufabstand 2 mm x
Mehrgängig 1 Gang nein
α0 Startwinkelversatz 0°

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Parameter im Modus "komplett" (Gewinde Plan)

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● komplett
PL Bearbeitungsebene T Werkzeugname
D Schneidennummer
S/V Spindeldrehzahl oder U/min
konstante Schnittgeschwindigkeit m/min

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 503
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


Freifahren ● nein
(bei ShopMill-Pro‐ Vor dem Schwenken wird nicht freigefahren
gramm) ● Z

Freifahren in Richtung der Maschinenachse Z


● Z,X,Y

Bearbeitungsachsen vor dem Schwenken auf Freifahrposition fahren


● Werkzeugrichtung max.

Maximales Freifahren (bis Softwareendlage) in Richtung Werkzeugrichtung


● Werkzeugrichtung ink.

Inkrementales Freifahren (angegebener Freifahrweg, bis maximal


Softwareendlage) in Werkzeugrichtung
Bei Freifahren in Werkzeugrichtung können im geschwenkten Zustand der Maschi‐
ne mehrere Achsen verfahren.
ZR Freifahrweg - nur bei Freifahren inkremental in mm
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Werkzeug über Beta- und Gammawinkel ausrichten
β Werkzeug mit Schwenkachsen ausrichten Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● Werteingabe
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
● β = 0°

● β = 90°

γ ● 0° Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● 180°
gramm)
● freie Eingabe des gewünschten Winkels

Rundachsen direkt positionieren


B1 Werkzeug mit Schwenkachsen direkt ausrichten: Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
C1 Freie Eingabe des gewünschten Winkels Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)

Fräsen
504 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


αC Drehposition bei einer Polstellung Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Hirth-Verzahnung ● Auf nächste Hirth-Verzahnung runden

● Auf Hirth-Verzahnung aufrunden

● Auf Hirth-Verzahnung abrunden

Hinweis:
Bei Maschinen mit Hirth-Verzahnung
Werkzeug Werkzeugspitze beim Schwenken
● nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens beibehalten.


● nicht nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens nicht


beibehalten.
Vorzugsrichtung (bei Vorzugsrichtung der Schwenkachse bei mehreren möglichen Ausrichtungen der
ShopMill-Programm) Maschine

P ● Gewindesteigung in mm/Umdrehung mm/U


in/U
● Gewindesteigung in inch/Umdrehung
Gänge/"
● Gewindegänge pro Zoll MODUL
● Gewindesteigung in MODUL

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 505
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


G Änderung der Gewindesteigung pro Umdrehung - (nur bei P = mm/U oder in/U) mm/U2
G = 0: Die Gewindesteigung P ändert sich nicht.
G > 0: Die Gewindesteigung P vergrößert sich pro Umdrehung um den Wert G.
G < 0: Die Gewindesteigung P verkleinert sich pro Umdrehung um den Wert G.
Sind die Anfangs- und Endsteigung des Gewindes bekannt, kann die zu program‐
mierende Steigungsänderung wie folgt berechnet werden:
|Pe2 - P2 |
G = ----------------- [mm/U2]
2 * Z1
Dabei bedeuten:
Pe: Endsteigung des Gewindes [mm/U]
P: Anfangssteigung des Gewindes [mm/U]
Z1: Gewindelänge [mm]
Eine größere Steigung bewirkt einen größeren Abstand zwischen den Gewindegän‐
gen auf dem Werkstück.
Bearbeitung ● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
● ∇ + ∇∇∇ (Schruppen und Schlichten)
Zustellung (nur bei ∇ ● Linear:
und ∇ + ∇∇∇) Zustellung mit konstanter Schnitttiefe
● Degressiv:
Zustellung mit konstantem Spanquerschnitt
Gewinde ● Innengewinde
● Außengewinde
X0 Bezugspunkt X ∅ (abs, immer Durchmesser) mm
Z0 Bezugspunkt Z (abs) mm
X1 Endpunkt des Gewindes ∅ (abs) oder Gewindelänge (ink) mm
Inkrementalmaß: Das Vorzeichen wird mit ausgewertet.
LW Gewindevorlauf (ink) mm
Gewinde-Startpunkt ist der um den Gewindevorlauf W vorverlegte Bezugspunkt (X0,
Z0). Den Gewindevorlauf können Sie nutzen, wenn Sie die einzelnen Schnitte etwas
früher beginnen möchten, um auch den Gewindeanfang exakt zu fertigen.
oder Gewindeeinlauf (ink) mm
LW2 Den Gewindeeinlauf können Sie nutzen, wenn Sie nicht seitlich an das zu fertigende
Gewinde heranfahren können, sondern ins Material eintauchen müssen (Beispiel
Schmiernut auf einer Welle). mm
oder Gewindeeinlauf = Gewindeauslauf (ink)
LW2 = LR

LR Gewindeauslauf (ink) mm
Den Gewindeauslauf können Sie nutzen, wenn Sie am Gewindeende schräg he‐
rausfahren wollen (Beispiel Schmiernut auf einer Welle).
H1 Gewindetiefe (ink) mm

Fräsen
506 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


DP Zustellschräge als Flanke (ink) – (alternativ zu Zustellschräge als Winkel)
DP > 0: Zustellung entlang der hinteren Flanke
oder DP < 0: Zustellung entlang der vorderen Flanke
αP Zustellschräge als Winkel – (alternativ zu Zustellschräge als Flanke) Grad
α > 0: Zustellung entlang der hinteren Flanke
α < 0: Zustellung entlang der vorderen Flanke
α = 0: rechtwinklig zur Schnittrichtung zustellen
Soll entlang der Flanken zugestellt werden, darf der Absolutwert dieses Parameters
maximal den halben Flankenwinkel des Werkzeuges betragen.
Zustellung entlang der Flanke
Zustellung mit wechselnder Flanke (alternativ)
Anstatt entlang einer Flanke können Sie auch mit wechselnder Flanke zustellen, um
nicht immer dieselbe Werkzeugschneide zu belasten. Dadurch können Sie die
Standzeit des Werkzeugs erhöhen.
α > 0: Start an der hinteren Flanke
α < 0: Start an der vorderen Flanke
D1 oder ND Erste Zustelltiefe oder Anzahl der Schruppschnitte mm
(nur bei ∇ und Beim Umschalten zwischen der Anzahl der Schruppschnitte und der ersten Zustel‐
∇ + ∇∇∇) lung wird jeweils der zugehörige Wert angezeigt.
U Schlichtaufmaß in X und Z – (nur bei ∇ und ∇ + ∇∇∇) mm
NN Anzahl Leerschnitte - (nur bei ∇∇∇ und ∇ + ∇∇∇)
VR Rücklaufabstand (ink) mm
Mehrgängig Nein
α0 Startwinkelversatz Grad
Ja
N Anzahl Gewindegänge
Die Gewindegänge werden gleichmäßig auf den Umfang des Dreh‐
teils verteilt, wobei der 1. Gewindegang immer bei 0° platziert wird.
DA Gangwechseltiefe (ink) mm
Erst alle Gewindegänge nacheinander bis zur Gangwechseltiefe
DA bearbeiten, dann alle Gewindegänge nacheinander bis zur Tie‐
fe 2 · DA bearbeiten usw. bis die Endtiefe erreicht ist.
DA = 0: Gangwechseltiefe wird nicht berücksichtigt, d.h. jeden Gang
fertig bearbeiten, bevor nächster Gang bearbeitet wird.
Bearbeitung: ● Komplett oder
● ab Gang N1
N1 (1...4) Startgang N1 = 1...N oder
● nur Gang NX
NX (1...4) 1 aus N Gängen

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 507
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter im Modus "Eingabe einfach" (Gewinde Plan)

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● einfach
T Werkzeugname
D Schneidennummer
S/V Spindeldrehzahl oder U/min
konstante Schnittgeschwindigkeit m/min

Parameter Beschreibung Einheit


Freifahren ● nein
(bei ShopMill-Pro‐ Vor dem Schwenken wird nicht freigefahren
gramm) ● Z

Freifahren in Richtung der Maschinenachse Z


● Z,X,Y

Bearbeitungsachsen vor dem Schwenken auf Freifahrposition fahren


● Werkzeugrichtung max.

Maximales Freifahren (bis Softwareendlage) in Richtung Werkzeugrichtung


● Werkzeugrichtung ink.

Inkrementales Freifahren (angegebener Freifahrweg, bis maximal


Softwareendlage) in Werkzeugrichtung
Bei Freifahren in Werkzeugrichtung können im geschwenkten Zustand der Maschi‐
ne mehrere Achsen verfahren.
ZR Freifahrweg - nur bei Freifahren inkremental in mm
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Werkzeug über Beta- und Gammawinkel ausrichten
β Werkzeug mit Schwenkachsen ausrichten Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● Werteingabe
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
● β = 0°

● β = 90°

Fräsen
508 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


γ ● 0° Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● 180°
gramm)
● freie Eingabe des gewünschten Winkels

Rundachsen direkt positionieren


B1 Werkzeug mit Schwenkachsen direkt ausrichten: Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
C1 Freie Eingabe des gewünschten Winkels Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
αC Drehposition bei einer Polstellung Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Hirth-Verzahnung ● Auf nächste Hirth-Verzahnung runden

● Auf Hirth-Verzahnung aufrunden

● Auf Hirth-Verzahnung abrunden

Hinweis:
Bei Maschinen mit Hirth-Verzahnung
Werkzeug Werkzeugspitze beim Schwenken
● nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens beibehalten.


● nicht nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens nicht


beibehalten.
Vorzugsrichtung (bei Vorzugsrichtung der Schwenkachse bei mehreren möglichen Ausrichtungen der
ShopMill-Programm) Maschine

P Auswahl der Gewindesteigung/-gänge:


● Gewindesteigung in mm/Umdrehung mm/U
in/U
● Gewindesteigung in inch/Umdrehung
Gänge/"
● Gewindegänge pro Zoll MODUL
● Gewindesteigung in MODUL

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 509
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


Bearbeitung ● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
● ∇ + ∇∇∇ (Schruppen und Schlichten)
Zustellung (nur bei ∇ ● Linear
und ∇ + ∇∇∇) Zustellung mit konstanter Schnitttiefe
● Degressiv
Zustellung mit konstantem Spanquerschnitt
Gewinde ● Innengewinde
● Außengewinde
X0 Bezugspunkt X aus Gewindetabelle ∅ (abs) mm
Z0 Bezugspunkt Z (abs) mm
X1 Endpunkt des Gewindes ∅ (abs) oder Gewindelänge (ink) mm
Inkrementalmaß: Das Vorzeichen wird mit ausgewertet.
LW Gewindevorlauf (ink) mm
Gewinde-Startpunkt ist der um den Gewindevorlauf W vorverlegte Bezugspunkt (X0,
Z0). Den Gewindevorlauf können Sie nutzen, wenn Sie die einzelnen Schnitte etwas
früher beginnen möchten, um auch den Gewindeanfang exakt zu fertigen.
oder Gewindeeinlauf (ink) mm
LW2 Den Gewindeeinlauf können Sie nutzen, wenn Sie nicht seitlich an das zu fertigende
Gewinde heranfahren können, sondern ins Material eintauchen müssen (Beispiel
Schmiernut auf einer Welle). mm
oder Gewindeeinlauf = Gewindeauslauf (ink)
LW2 = LR

LR Gewindeauslauf (ink) mm
Den Gewindeauslauf können Sie nutzen, wenn Sie am Gewindeende schräg he‐
rausfahren wollen (Beispiel Schmiernut auf einer Welle).
H1 Gewindetiefe aus Gewindetabelle (ink) mm
DP Zustallschräge als Flanke (ink) – (alternativ zu Zustellschräge als Winkel)
DP > 0: Zustellung entlang der hinteren Flanke
oder DP < 0: Zustellung entlang der vorderen Flanke
αP Zustellschräge als Winkel – (alternativ zu Zustellschräge als Flanke) Grad
α > 0: Zustellung entlang der hinteren Flanke
α < 0: Zustellung entlang der vorderen Flanke
α = 0: rechtwinklig zur Schnittrichtung zustellen
Soll entlang der Flanken zugestellt werden, darf der Absolutwert dieses Parameters
maximal den halben Flankenwinkel des Werkzeuges betragen.
Zustellung entlang der Flanke
Zustellung mit wechselnder Flanke (alternativ)
Anstatt entlang einer Flanke können Sie auch mit wechselnder Flanke zustellen, um
nicht immer dieselbe Werkzeugschneide zu belasten. Dadurch können Sie die
Standzeit des Werkzeugs erhöhen.
α > 0: Start an der hinteren Flanke
α < 0: Start an der vorderen Flanke

Fräsen
510 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


D1 oder ND Erste Zustelltiefe oder Anzahl der Schruppschnitte mm
(nur bei ∇ und Beim Umschalten zwischen der Anzahl der Schruppschnitte und der ersten Zustel‐
∇ + ∇∇∇) lung wird jeweils der zugehörige Wert angezeigt.
U Schlichtaufmaß in X und Z – (nur bei ∇ und ∇ + ∇∇∇) mm
NN Anzahl Leerschnitte - (nur bei ∇∇∇ und ∇ + ∇∇∇)

Ausgeblendete Parameter
Folgende Parameter sind ausgeblendet. Sie werden mit festen bzw. über Settingdaten
einstellbaren Werten vorbesetzt.

Parameter Beschreibung Wert In SD einstellbar


PL Bearbeitungsebene In MD 52005
festgelegt
G Änderung der Gewindesteigung pro Umdrehung - (nur bei P 0
= mm/U oder in/U):
ohne Gewindesteigungsänderung
VR Rücklaufabstand 2 mm x
Mehrgängig 1 Gang nein
α0 Startwinkelversatz 0°

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Parameter im Modus "komplett" (Gewinde Kegel)

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● komplett
PL Bearbeitungsebene T Werkzeugname
D Schneidennummer
S/V Spindeldrehzahl oder U/min
konstante Schnittgeschwindigkeit m/min

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 511
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


Freifahren ● nein
(bei ShopMill-Pro‐ Vor dem Schwenken wird nicht freigefahren
gramm) ● Z

Freifahren in Richtung der Maschinenachse Z


● Z,X,Y

Bearbeitungsachsen vor dem Schwenken auf Freifahrposition fahren


● Werkzeugrichtung max.

Maximales Freifahren (bis Softwareendlage) in Richtung Werkzeugrichtung


● Werkzeugrichtung ink.

Inkrementales Freifahren (angegebener Freifahrweg, bis maximal


Softwareendlage) in Werkzeugrichtung
Bei Freifahren in Werkzeugrichtung können im geschwenkten Zustand der Maschi‐
ne mehrere Achsen verfahren.
ZR Freifahrweg - nur bei Freifahren inkremental in mm
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Werkzeug über Beta- und Gammawinkel ausrichten
β Werkzeug mit Schwenkachsen ausrichten Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● Werteingabe
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
● β = 0°

● β = 90°

γ ● 0° Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● 180°
gramm)
● freie Eingabe des gewünschten Winkels

Rundachsen direkt positionieren


B1 Werkzeug mit Schwenkachsen direkt ausrichten: Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
C1 Freie Eingabe des gewünschten Winkels Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)

Fräsen
512 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


αC Drehposition bei einer Polstellung Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Hirth-Verzahnung ● Auf nächste Hirth-Verzahnung runden

● Auf Hirth-Verzahnung aufrunden

● Auf Hirth-Verzahnung abrunden

Hinweis:
Bei Maschinen mit Hirth-Verzahnung
Werkzeug Werkzeugspitze beim Schwenken
● nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens beibehalten.


● nicht nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens nicht


beibehalten.
Vorzugsrichtung (bei Vorzugsrichtung der Schwenkachse bei mehreren möglichen Ausrichtungen der
ShopMill-Programm) Maschine

P ● Gewindesteigung in mm/Umdrehung mm/U


in/U
● Gewindesteigung in inch/Umdrehung
Gänge/"
● Gewindegänge pro Zoll MODUL
● Gewindesteigung in MODUL

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 513
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


G Änderung der Gewindesteigung pro Umdrehung - (nur bei P = mm/U oder in/U) mm/U2
G = 0: Die Gewindesteigung P ändert sich nicht.
G > 0: Die Gewindesteigung P vergrößert sich pro Umdrehung um den Wert G.
G < 0: Die Gewindesteigung P verkleinert sich pro Umdrehung um den Wert G.
Sind die Anfangs- und Endsteigung des Gewindes bekannt, kann die zu program‐
mierende Steigungsänderung wie folgt berechnet werden:
|Pe2 - P2 |
G = ----------------- [mm/U2]
2 * Z1
Dabei bedeuten:
Pe: Endsteigung des Gewindes [mm/U]
P: Anfangssteigung des Gewindes [mm/U]
Z1: Gewindelänge [mm]
Eine größere Steigung bewirkt einen größeren Abstand zwischen den Gewindegän‐
gen auf dem Werkstück.
Bearbeitung ● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
● ∇ + ∇∇∇ (Schruppen und Schlichten)
Zustellung (nur bei ∇ ● Linear:
und ∇ + ∇∇∇) Zustellung mit konstanter Schnitttiefe
● Degressiv:
Zustellung mit konstantem Spanquerschnitt
Gewinde ● Innengewinde
● Außengewinde
X0 Bezugspunkt X ∅ (abs, immer Durchmesser) mm
Z0 Bezugspunkt Z (abs) mm
X1 oder Endpunkt X ∅ (abs) oder Endpunkt bezogen auf X0 (ink) oder mm oder
X1α Gewindeschräge Grad
Inkrementalmaß: Das Vorzeichen wird mit ausgewertet.
Z1 Endpunkt Z (abs) oder Endpunkt bezogen auf Z0 (ink) mm
Inkrementalmaß: Das Vorzeichen wird mit ausgewertet.
LW Gewindevorlauf (ink) mm
Gewinde-Startpunkt ist der um den Gewindevorlauf W vorverlegte Bezugspunkt (X0,
Z0). Den Gewindevorlauf können Sie nutzen, wenn Sie die einzelnen Schnitte etwas
früher beginnen möchten, um auch den Gewindeanfang exakt zu fertigen.
oder Gewindeeinlauf (ink) mm
LW2 Den Gewindeeinlauf können Sie nutzen, wenn Sie nicht seitlich an das zu fertigende
Gewinde heranfahren können, sondern ins Material eintauchen müssen (Beispiel
Schmiernut auf einer Welle). mm
oder Gewindeeinlauf = Gewindeauslauf (ink)
LW2 = LR

LR Gewindeauslauf (ink) mm
Den Gewindeauslauf können Sie nutzen, wenn Sie am Gewindeende schräg he‐
rausfahren wollen (Beispiel Schmiernut auf einer Welle).
H1 Gewindetiefe (ink) mm

Fräsen
514 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


DP Zustellschräge als Flanke (ink) – (alternativ zu Zustellschräge als Winkel)
DP > 0: Zustellung entlang der hinteren Flanke
oder DP < 0: Zustellung entlang der vorderen Flanke
αP Zustellschräge als Winkel – (alternativ zu Zustellschräge als Flanke) Grad
α > 0: Zustellung entlang der hinteren Flanke
α < 0: Zustellung entlang der vorderen Flanke
α = 0: rechtwinklig zur Schnittrichtung zustellen
Soll entlang der Flanken zugestellt werden, darf der Absolutwert dieses Parameters
maximal den halben Flankenwinkel des Werkzeuges betragen.
Zustellung entlang der Flanke
Zustellung mit wechselnder Flanke (alternativ)
Anstatt entlang einer Flanke können Sie auch mit wechselnder Flanke zustellen, um
nicht immer dieselbe Werkzeugschneide zu belasten. Dadurch können Sie die
Standzeit des Werkzeugs erhöhen.
α > 0: Start an der hinteren Flanke
α < 0: Start an der vorderen Flanke
D1 oder ND Erste Zustelltiefe oder Anzahl der Schruppschnitte mm
(nur bei ∇ und Beim Umschalten zwischen der Anzahl der Schruppschnitte und der ersten Zustel‐
∇ + ∇∇∇) lung wird jeweils der zugehörige Wert angezeigt.
U Schlichtaufmaß in X und Z – (nur bei ∇ und ∇ + ∇∇∇) mm
NN Anzahl Leerschnitte - (nur bei ∇∇∇ und ∇ + ∇∇∇)
VR Rücklaufabstand (ink) mm
Mehrgängig Nein
α0 Startwinkelversatz Grad
Ja
N Anzahl Gewindegänge
Die Gewindegänge werden gleichmäßig auf den Umfang des Dreh‐
teils verteilt, wobei der 1. Gewindegang immer bei 0° platziert wird.
DA Gangwechseltiefe (ink) mm
Erst alle Gewindegänge nacheinander bis zur Gangwechseltiefe
DA bearbeiten, dann alle Gewindegänge nacheinander bis zur Tie‐
fe 2 · DA bearbeiten usw. bis die Endtiefe erreicht ist.
DA = 0: Gangwechseltiefe wird nicht berücksichtigt, d.h. jeden Gang
fertig bearbeiten, bevor nächster Gang bearbeitet wird.
Bearbeitung: ● Komplett oder
● ab Gang N1
N1 (1...4) Startgang N1 = 1...N oder
● nur Gang NX
NX (1...4) 1 aus N Gängen

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 515
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter im Modus "Eingabe einfach" (Gewinde Kegel)

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● einfach
T Werkzeugname
D Schneidennummer
S/V Spindeldrehzahl oder U/min
konstante Schnittgeschwindigkeit m/min

Parameter Beschreibung Einheit


Freifahren ● nein
(bei ShopMill-Pro‐ Vor dem Schwenken wird nicht freigefahren
gramm) ● Z

Freifahren in Richtung der Maschinenachse Z


● Z,X,Y

Bearbeitungsachsen vor dem Schwenken auf Freifahrposition fahren


● Werkzeugrichtung max.

Maximales Freifahren (bis Softwareendlage) in Richtung Werkzeugrichtung


● Werkzeugrichtung ink.

Inkrementales Freifahren (angegebener Freifahrweg, bis maximal


Softwareendlage) in Werkzeugrichtung
Bei Freifahren in Werkzeugrichtung können im geschwenkten Zustand der Maschi‐
ne mehrere Achsen verfahren.
ZR Freifahrweg - nur bei Freifahren inkremental in mm
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Werkzeug über Beta- und Gammawinkel ausrichten
β Werkzeug mit Schwenkachsen ausrichten Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● Werteingabe
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
● β = 0°

● β = 90°

Fräsen
516 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


γ ● 0° Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● 180°
gramm)
● freie Eingabe des gewünschten Winkels

Rundachsen direkt positionieren


B1 Werkzeug mit Schwenkachsen direkt ausrichten: Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
C1 Freie Eingabe des gewünschten Winkels Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
αC Drehposition bei einer Polstellung Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Hirth-Verzahnung ● Auf nächste Hirth-Verzahnung runden

● Auf Hirth-Verzahnung aufrunden

● Auf Hirth-Verzahnung abrunden

Hinweis:
Bei Maschinen mit Hirth-Verzahnung
Werkzeug Werkzeugspitze beim Schwenken
● nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens beibehalten.


● nicht nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens nicht


beibehalten.
Vorzugsrichtung (bei Vorzugsrichtung der Schwenkachse bei mehreren möglichen Ausrichtungen der
ShopMill-Programm) Maschine

P Auswahl der Gewindesteigung/-gänge:


● Gewindesteigung in mm/Umdrehung mm/U
in/U
● Gewindesteigung in inch/Umdrehung
Gänge/"
● Gewindegänge pro Zoll MODUL
● Gewindesteigung in MODUL

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 517
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


Bearbeitung ● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
● ∇ + ∇∇∇ (Schruppen und Schlichten)
Zustellung (nur bei ∇ ● Linear
und ∇ + ∇∇∇) Zustellung mit konstanter Schnitttiefe
● Degressiv
Zustellung mit konstantem Spanquerschnitt
Gewinde ● Innengewinde
● Außengewinde
X0 Bezugspunkt X aus Gewindetabelle ∅ (abs) mm
Z0 Bezugspunkt Z (abs) mm
X1 oder Endpunkt des Gewindes ∅ (abs) oder Gewindelänge (ink) mm
X1α Inkrementalmaß: Das Vorzeichen wird mit ausgewertet. Grad

Z1 Endpunkt Z (abs) oder Endpunkt bezogen auf Z0 (ink) mm


LW Gewindevorlauf (ink) mm
Gewinde-Startpunkt ist der um den Gewindevorlauf W vorverlegte Bezugspunkt (X0,
Z0). Den Gewindevorlauf können Sie nutzen, wenn Sie die einzelnen Schnitte etwas
früher beginnen möchten, um auch den Gewindeanfang exakt zu fertigen.
oder Gewindeeinlauf (ink) mm
LW2 Den Gewindeeinlauf können Sie nutzen, wenn Sie nicht seitlich an das zu fertigende
Gewinde heranfahren können, sondern ins Material eintauchen müssen (Beispiel
Schmiernut auf einer Welle). mm
oder Gewindeeinlauf = Gewindeauslauf (ink)
LW2 = LR

LR Gewindeauslauf (ink) mm
Den Gewindeauslauf können Sie nutzen, wenn Sie am Gewindeende schräg he‐
rausfahren wollen (Beispiel Schmiernut auf einer Welle).
H1 Gewindetiefe aus Gewindetabelle (ink) mm
DP Zustellschräge als Flanke (ink) – (alternativ zu Zustellschräge als Winkel)
DP > 0: Zustellung entlang der hinteren Flanke
oder DP < 0: Zustellung entlang der vorderen Flanke
αP Zustellschräge als Winkel – (alternativ zu Zustellschräge als Flanke) Grad
α > 0: Zustellung entlang der hinteren Flanke
α < 0: Zustellung entlang der vorderen Flanke
α = 0: rechtwinklig zur Schnittrichtung zustellen
Soll entlang der Flanken zugestellt werden, darf der Absolutwert dieses Parameters
maximal den halben Flankenwinkel des Werkzeuges betragen.

Fräsen
518 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


Zustellung entlang der Flanke
Zustellung mit wechselnder Flanke (alternativ)
Anstatt entlang einer Flanke können Sie auch mit wechselnder Flanke zustellen, um
nicht immer dieselbe Werkzeugschneide zu belasten. Dadurch können Sie die
Standzeit des Werkzeugs erhöhen.
α > 0: Start an der hinteren Flanke
α < 0: Start an der vorderen Flanke
D1 oder ND Erste Zustelltiefe oder Anzahl der Schruppschnitte mm
(nur bei ∇ und Beim Umschalten zwischen der Anzahl der Schruppschnitte und der ersten Zustel‐
∇ + ∇∇∇) lung wird jeweils der zugehörige Wert angezeigt.
U Schlichtaufmaß in X und Z – (nur bei ∇ und ∇ + ∇∇∇) mm
NN Anzahl Leerschnitte - (nur bei ∇∇∇ und ∇ + ∇∇∇)

Ausgeblendete Parameter
Folgende Parameter sind ausgeblendet. Sie werden mit festen bzw. über Settingdaten
einstellbaren Werten vorbesetzt.

Parameter Beschreibung Wert In SD einstellbar


PL Bearbeitungsebene In MD 52005
festgelegt
G Änderung der Gewindesteigung pro Umdrehung - (nur bei P 0
= mm/U oder in/U):
ohne Gewindesteigungsänderung
VR Rücklaufabstand x
Mehrgängig 1 Gang nein
α0 Startwinkelversatz 0°

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

10.4.7 Gewindekette (CYCLE98)

Funktion
Der Zyklus ermöglicht Ihnen die Herstellung mehrerer aneinander gereihter Zylinder- oder
Kegelgewinde mit konstanter Steigung in Längs- und Planbearbeitung, deren
Gewindesteigung unterschiedlich sein kann.
Die Gewinde können sowohl ein- als auch mehrgängig sein. Bei mehrgängigen Gewinden
werden die einzelnen Gewindegänge nacheinander bearbeitet.
Ein Rechts- oder Linksgewinde bestimmen Sie durch die Drehrichtung der Spindel und die
Vorschubrichtung.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 519
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Die Zustellung erfolgt automatisch mit konstanter Zustelltiefe oder konstantem


Spanquerschnitt.
● Bei konstanter Zustelltiefe vergrößert sich der Spanquerschnitt von Schnitt zu Schnitt. Das
Schlichtaufmaß wird nach dem Schruppen in einem Schnitt abgetragen.
Bei kleinen Gewindetiefen kann eine konstante Zustelltiefe zu besseren
Schnittbedingungen führen.
● Bei konstantem Spanquerschnitt bleibt der Schnittdruck über alle Schruppschnitte konstant
und die Zustelltiefe verkleinert sich.
Der Vorschuboverride ist während der Verfahrsätze mit Gewinde unwirksam. Der
Spindeloverride darf während der Gewindeherstellung nicht verändert werden.

Unterbrechung des Gewindeschnitts


Sie haben die Möglichkeit, den Gewindeschnitt zu unterbrechen (z.B. wenn die Schneidplatte
gebrochen ist).
1. Drücken Sie die Taste <CYCLE STOP>.
Das Werkzeug wird aus dem Gewindeschnitt herausgezogen und die Spindel wird
angehalten.
2. Tauschen Sie die Schneidplatte und drücken Sie die Taste <CYCLE START>.
Die abgebrochene Gewindebearbeitung wird mit dem abgebrochenen Schnitt auf
derselben Tiefe erneut gestartet.

Eingabe einfach
Sie haben die Möglichkeit, die Fülle der Parameter für einfache Bearbeitungen mit Hilfe des
Auswahlfeldes "Eingabe" auf die wichtigsten Parameter zu reduzieren. In diesem Modus
"Eingabe einfach" erhalten die ausgeblendeten Parameter einen festen, nicht einstellbaren
Wert.

Maschinenhersteller
Verschiedene festgelegte Werte können über Settingdaten vorbelegt werden.
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.
Wenn es die Programmierung eines Werkstücks erfordert, können Sie über "Eingabe komplett"
sämtliche Parameter einblenden und verändern.

An-/Abfahren
1. Anfahren des zyklusintern ermittelten Startpunktes am Beginn des Einlaufweges für den
ersten Gewindegang mit G0.
2. Zustellung zum Schruppen entsprechend der festgelegten Zustellart.
3. Gewindeschneiden wird entsprechend der programmierten Anzahl der Schruppschnitte
wiederholt.
4. Im folgenden Schnitt wird mit G33 das Schlichtaufmaß abgespant.
5. Entsprechend der Anzahl der Leerschnitte wird dieser Schnitt wiederholt.
6. Für jeden weiteren Gewindegang wird der gesamte Bewegungsablauf wiederholt.

Fräsen
520 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Vorgehensweise bei Gewinde Kette

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm ist angelegt und Sie befinden sich


im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Drehen".

3. Drücken Sie den Softkey "Gewinde".


Das Eingabefenster "Gewinde" wird geöffnet.
4. Drücken Sie den Softkey "Gewinde Kette".
Das Eingabefenster "Gewinde Kette" wird geöffnet.

Parameter im Modus "komplett"

Parameter G-Code Programm (Gewinde Kette) Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● komplett
PL Bearbeitungsebene T Werkzeugname
D Schneidennummer
S/V Spindeldrehzahl oder U/min
konstante Schnittgeschwindigkeit m/min

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 521
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


Freifahren ● nein
(bei ShopMill-Pro‐ Vor dem Schwenken wird nicht freigefahren
gramm) ● Z

Freifahren in Richtung der Maschinenachse Z


● Z,X,Y

Bearbeitungsachsen vor dem Schwenken auf Freifahrposition fahren


● Werkzeugrichtung max.

Maximales Freifahren (bis Softwareendlage) in Richtung Werkzeugrichtung


● Werkzeugrichtung ink.

Inkrementales Freifahren (angegebener Freifahrweg, bis maximal


Softwareendlage) in Werkzeugrichtung
Bei Freifahren in Werkzeugrichtung können im geschwenkten Zustand der Maschi‐
ne mehrere Achsen verfahren.
ZR Freifahrweg - nur bei Freifahren inkremental in mm
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Werkzeug über Beta- und Gammawinkel ausrichten
β Werkzeug mit Schwenkachsen ausrichten Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● Werteingabe
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
● β = 0°

● β = 90°

γ ● 0° Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● 180°
gramm)
● freie Eingabe des gewünschten Winkels

Rundachsen direkt positionieren


B1 Werkzeug mit Schwenkachsen direkt ausrichten: Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
C1 Freie Eingabe des gewünschten Winkels Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)

Fräsen
522 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


αC Drehposition bei einer Polstellung Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Hirth-Verzahnung ● Auf nächste Hirth-Verzahnung runden

● Auf Hirth-Verzahnung aufrunden

● Auf Hirth-Verzahnung abrunden

Hinweis:
Bei Maschinen mit Hirth-Verzahnung
Werkzeug Werkzeugspitze beim Schwenken
● nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens beibehalten.


● nicht nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens nicht


beibehalten.
Vorzugsrichtung (bei Vorzugsrichtung der Schwenkachse bei mehreren möglichen Ausrichtungen der
ShopMill-Programm) Maschine

Bearbeitung ● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
● ∇ + ∇∇∇ (Schruppen und Schlichten)
Zustellung (nur bei ∇ ● Linear:
und ∇ + ∇∇∇) Zustellung Schnitttiefe konstant
● Degressiv:
Zustellung Spanquerschnitt konstant
Gewinde ● Innengewinde
● Außengewinde
X0 Bezugspunkt X ∅ (abs, immer Durchmesser) mm
Z0 Bezugspunkt Z (abs) mm
P0 Gewindesteigung 1 mm/U
in/U
Gänge/"
MODUL

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 523
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


X1 oder X1α ● Zwischenpunkt 1 X ∅ (abs) oder mm
● Zwischenpunkt 1 bezogen auf X0 (ink) oder
Grad
● Gewindeschräge 1
Inkrementalmaß: Das Vorzeichen wird mit ausgewertet.
Z1 ● Zwischenpunkt 1 Z (abs) oder mm
● Zwischenpunkt 1 bezogen auf Z0 (ink)
P1 Gewindesteigung 2 (Einheit wie bei P0 parametriert) mm/U
in/U
Gänge/"
MODUL
X2 oder X2α ● Zwischenpunkt 2 X ∅ (abs) oder mm
● Zwischenpunkt 2 bezogen auf X1 (ink) oder
Grad
● Gewindeschräge 2
Inkrementalmaß: Das Vorzeichen wird mit ausgewertet.
Z2 ● Zwischenpunkt 2 Z (abs) oder mm
● Zwischenpunkt 2 bezogen auf Z1 (ink)
P2 Gewindesteigung 3 (Einheit wie bei P0 parametriert) mm/U
in/U
Gänge/"
MODUL
X3 ● Endpunkt X ∅ (abs) oder mm
● Endpunkt 3 bezogen auf X2 (ink) oder
Grad
● Gewindeschräge 3
Z3 ● Endpunkt Z ∅ (abs) oder mm
● Endpunkt bezogen auf Z2 (ink)
LW Gewindeverlauf mm
LR Gewindeauslauf mm
H1 Gewindetiefe mm
DP oder αP Zustellschräge (Flanke) oder Zustellschräge (Winkel) mm oder
Grad
● Zustellung entlang einer Flanke
● Zustellung mit wechselnder Flanke

D1 oder ND Erste Zustelltiefe oder Anzahl Schruppschnitte - (nur bei ∇ und ∇ + ∇∇∇) mm
U Schlichtaufmaß in X und Z - (nur bei ∇ und ∇ + ∇∇∇) mm
NN Anzahl Leerschritte - (nur bei ∇∇∇ und ∇ + ∇∇∇)
VR Rücklaufabstand mm
Mehrgängig Nein
α0 Startwinkelversatz Grad
Ja
N Anzahl Gewindegänge
DA Gangwechseltiefe (ink) mm

Fräsen
524 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter im Modus "Eingabe einfach"

Parameter G-Code Programm (Gewinde Kette) Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● einfach
T Werkzeugname
D Schneidennummer
S/V Spindeldrehzahl oder U/min
konstante Schnittgeschwindigkeit m/min

Parameter Beschreibung Einheit


Freifahren ● nein
(bei ShopMill-Pro‐ Vor dem Schwenken wird nicht freigefahren
gramm) ● Z

Freifahren in Richtung der Maschinenachse Z


● Z,X,Y

Bearbeitungsachsen vor dem Schwenken auf Freifahrposition fahren


● Werkzeugrichtung max.

Maximales Freifahren (bis Softwareendlage) in Richtung Werkzeugrichtung


● Werkzeugrichtung ink.

Inkrementales Freifahren (angegebener Freifahrweg, bis maximal


Softwareendlage) in Werkzeugrichtung
Bei Freifahren in Werkzeugrichtung können im geschwenkten Zustand der Maschi‐
ne mehrere Achsen verfahren.
ZR Freifahrweg - nur bei Freifahren inkremental in mm
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Werkzeug über Beta- und Gammawinkel ausrichten
β Werkzeug mit Schwenkachsen ausrichten Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● Werteingabe
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
● β = 0°

● β = 90°

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 525
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


γ ● 0° Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● 180°
gramm)
● freie Eingabe des gewünschten Winkels

Rundachsen direkt positionieren


B1 Werkzeug mit Schwenkachsen direkt ausrichten: Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
C1 Freie Eingabe des gewünschten Winkels Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
αC Drehposition bei einer Polstellung Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Hirth-Verzahnung ● Auf nächste Hirth-Verzahnung runden

● Auf Hirth-Verzahnung aufrunden

● Auf Hirth-Verzahnung abrunden

Hinweis:
Bei Maschinen mit Hirth-Verzahnung
Werkzeug Werkzeugspitze beim Schwenken
● nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens beibehalten.


● nicht nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens nicht


beibehalten.
Vorzugsrichtung (bei Vorzugsrichtung der Schwenkachse bei mehreren möglichen Ausrichtungen der
ShopMill-Programm) Maschine

Bearbeitung ● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
● ∇ + ∇∇∇ (Schruppen und Schlichten)

Fräsen
526 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


Zustellung (nur bei ∇ ● Linear
und ∇ + ∇∇∇) Zustellung mit konstanter Schnitttiefe
● Degressiv
Zustellung mit konstantem Spanquerschnitt
Gewinde ● Innengewinde
● Außengewinde
X0 Bezugspunkt X aus Gewindetabelle ∅ (abs) mm
Z0 Bezugspunkt Z (abs) mm
P0 Gewindesteigung 1 mm
X1 oder ● Zwischenpunkt 1 X ∅ (abs) oder mm
X1α ● Zwischenpunkt 1 bezogen auf X0 (ink) oder Grad
● Gewindeschräge 1
Inkrementalmaß: Das Vorzeichen wird mit ausgewertet.
Z1 ● Zwischenpunkt 1 Z (abs) oder mm
● Zwischenpunkt 1 bezogen auf Z0 (ink)
P1 Gewindesteigung 2 (Einheit wie bei P0 parametriert) mm/U
in/U
Gänge/"
MODUL
X2 oder ● Zwischenpunkt 2 X ∅ (abs) oder mm
X2α ● Zwischenpunkt 2 bezogen auf X0 (ink) oder Grad
● Gewindeschräge 1
Inkrementalmaß: Das Vorzeichen wird mit ausgewertet
Z2 ● Zwischenpunkt 2 Z (abs) oder mm
● Zwischenpunkt 2 bezogen auf Z0 (ink)
P2 Gewindesteigung 3 (Einheit wie bei P0 parametriert) mm/U
in/U
Gänge/"
MODUL
X3 ● Endpunkt X ∅ (abs) oder mm
● Endpunkt 3 bezogen auf X2 (ink) oder Grad
● Gewindeschräge 3
Z3 ● Endpunkt Z ∅(abs) oder mm
● Endpunkt bezogen auf Z2 (ink)
LW Gewindevorlauf (ink) mm
LR Gewindeauslauf (ink) mm
H1 Gewindetiefe mm
DP oder Zustellschräge Flanke (ink) oder Zustellschräge (Winkel) mm
αP Grad

● Zustellung entlang einer Flanke


● Zustellung mit wechselnder Flanke

Fräsen
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10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


D1 oder ND Erste Zustelltiefe oder Anzahl der Schruppschnitte - (nur bei ∇ und ∇ + ∇∇∇) mm
U Schlichtaufmaß in X und Z – (nur bei ∇ und ∇ + ∇∇∇) mm
NN Anzahl Leerschnitte - (nur bei ∇∇∇ und ∇ + ∇∇∇)

Ausgeblendete Parameter
Folgende Parameter sind ausgeblendet. Sie werden mit festen bzw. über Settingdaten
einstellbaren Werten vorbesetzt.

Parameter Beschreibung Wert In SD einstellbar


PL Bearbeitungsebene In MD 52005
festgelegt
VR Rücklaufabstand x
Mehrgängig 1 Gang nein
α0 Startwinkelversatz 0°

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

10.4.8 Abstich (CYCLE92)

Funktion
Wenn Sie rotationssymmetrische Teile (z. B. Schrauben, Bolzen oder Rohre) abstechen
möchten, nutzen Sie den Zyklus "Abstich".
An der Kante des Fertigteils können Sie eine Fase oder Verrundung programmieren. Bis zu
einer Tiefe X1 können Sie mit konstanter Schnittgeschwindigkeit V oder Drehzahl S arbeiten,
ab dann wird nur noch mit konstanter Drehzahl bearbeitet. Ab der Tiefe X1 können Sie auch
einen reduzierten Vorschub FR bzw. eine reduzierte Drehzahl SR programmieren, um die
Geschwindigkeit an den verringerten Durchmesser anzupassen.
Über den Parameter X2 geben Sie die Endtiefe ein, die Sie mit dem Abstich erreichen möchten.
Bei Rohren müssen Sie beispielsweise nicht vollständig bis zur Mitte abstechen, sondern es
reicht aus, wenn Sie etwas mehr als die Wanddicke des Rohres abstechen.

An-/Abfahren
1. Das Werkzeug fährt mit Eilgang erst auf den zyklusintern berechneten Startpunkt.
2. Es wird mit Bearbeitungsvorschub die Fase oder der Radius gefertigt.
3. Der Abstich wird mit Bearbeitungsvorschub bis zur Tiefe X1 durchgeführt.

Fräsen
528 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

4. Der Abstich wird mit reduziertem Vorschub FR und reduzierter Drehzahl SR bis zur Tiefe
X2 fortgesetzt.
5. Das Werkzeug zieht mit Eilgang zurück auf den Sicherheitsabstand.
Wenn Ihre Drehmaschine dafür eingerichtet ist, können Sie eine Werkstückaufnahme
(Teilefänger) ausfahren, die das abgestochene Werkstück aufnimmt. Das Ausfahren der
Werkstückaufnahme muss in einem Maschinendatum freigegeben werden.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm ist angelegt und Sie befinden sich


im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Drehen".

3. Drücken Sie den Softkey "Abstich".


Das Eingabefenster "Abstich" wird geöffnet.

Parameter G-Code Programm (Abstich) Parameter ShopMill-Programm


PL Bearbeitungsebene T Werkzeugname
SC Sicherheitsabstand mm D Schneidennummer
F Vorschub * F Vorschub mm/min
mm/U
S/V Spindeldrehzahl oder U/min
konstante Schnittgeschwindigkeit m/min

Fräsen
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Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


Freifahren ● nein
(bei ShopMill-Pro‐ Vor dem Schwenken wird nicht freigefahren
gramm) ● Z

Freifahren in Richtung der Maschinenachse Z


● Z,X,Y

Bearbeitungsachsen vor dem Schwenken auf Freifahrposition fahren


● Werkzeugrichtung max.

Maximales Freifahren (bis Softwareendlage) in Richtung Werkzeugrichtung


● Werkzeugrichtung ink.

Inkrementales Freifahren (angegebener Freifahrweg, bis maximal


Softwareendlage) in Werkzeugrichtung
Bei Freifahren in Werkzeugrichtung können im geschwenkten Zustand der Maschi‐
ne mehrere Achsen verfahren.
ZR Freifahrweg - nur bei Freifahren inkremental in mm
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Werkzeug über Beta- und Gammawinkel ausrichten
β Werkzeug mit Schwenkachsen ausrichten Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● Werteingabe
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
● β = 0°

● β = 90°

γ ● 0° Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● 180°
gramm)
● freie Eingabe des gewünschten Winkels

Rundachsen direkt positionieren


B1 Werkzeug mit Schwenkachsen direkt ausrichten: Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
C1 Freie Eingabe des gewünschten Winkels Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)

Fräsen
530 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.4 Drehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


αC Drehposition bei einer Polstellung Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Hirth-Verzahnung ● Auf nächste Hirth-Verzahnung runden

● Auf Hirth-Verzahnung aufrunden

● Auf Hirth-Verzahnung abrunden

Hinweis:
Bei Maschinen mit Hirth-Verzahnung
Werkzeug Werkzeugspitze beim Schwenken
● nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens beibehalten.


● nicht nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens nicht


beibehalten.
Vorzugsrichtung (bei Vorzugsrichtung der Schwenkachse bei mehreren möglichen Ausrichtungen der
ShopMill-Programm) Maschine

DIR Spindeldrehrichtung
(nur G-Code Pro‐
gramm)

S (nur G-Code Pro‐ Spindeldrehzahl U/min


gramm)
V (nur G-Code Pro‐ konstante Schnittgeschwindigkeit mm/min
gramm)
SV Maximaldrehzahlgrenze - (nur bei konstanter Schnittgeschwindigkeit V) U/min
X0 Bezugspunkt in X ∅ (abs, immer Durchmesser) mm
Z0 Bezugspunkt in Z (abs) mm
FS oder R Fasenbreite oder Verrundungsradius mm
X1 Tiefe für Drehzahlreduzierung ∅ (abs) oder Tiefe für Drehzahlreduzierung bezogen mm
auf X0 (ink)
FR reduzierter Vorschub *

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 531
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


SR reduzierte Drehzahl U/min
X2 Endtiefe ∅ (abs) oder Endtiefe bezogen auf X1 (ink) mm

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

10.5.1 Allgemeines

Funktion
Mit dem Zyklus "Konturdrehen" können Sie einfache oder komplexe Konturen herstellen. Eine
Kontur setzt sich aus einzelnen Konturelementen zusammen, wobei mindestens zwei und
maximal 250 Elemente eine definierte Kontur ergeben.
Sie können zwischen den Konturelementen Fasen, Radien, Freistiche oder tangentiale
Übergänge programmieren.
Der integrierte Konturrechner berechnet die Schnittpunkte der einzelnen Konturelemente unter
Berücksichtigung der geometrischen Zusammenhänge und ermöglicht Ihnen dadurch die
Eingabe von nicht ausreichend bemaßten Elementen.
Beim Bearbeiten der Kontur können Sie eine Rohteilkontur berücksichtigen, die Sie vor der
Fertigteilkontur eingeben müssen. Anschließend wählen Sie zwischen folgenden
Bearbeitungstechnologien aus:
● Abspanen
● Stechen
● Stechdrehen
Bei den 3 verschiedenen Technologien können Sie jeweils schruppen, Restmaterial
ausräumen und schlichten.

Programmierung
Die Programmierung sieht beispielweise für das Abspanen wie folgt aus:

Hinweis
Bei der G-Code Programmierung ist darauf zu achten, dass die Konturen nach der
Programmende-Kennung stehen müssen!

Fräsen
532 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

1. Rohteilkontur eingeben
Wenn Sie beim Abspanen gegen die Kontur als Rohteilform eine Rohteilkontur (und keinen
Zylinder oder kein Aufmaß) berücksichtigen wollen, müssen Sie vor der Fertigteilkontur die
Rohteilkontur definieren. Die Rohteilkontur setzen Sie nacheinander aus verschiedenen
Konturelementen zusammen.
2. Fertigteilkontur eingeben
Die Fertigteilkontur setzen Sie nacheinander aus verschiedenen Konturelementen
zusammen.
3. Konturaufruf
4. Abspanen gegen die Kontur (Schruppen)
Die Kontur wird in Längs- bzw. Planrichtung oder konturparallel bearbeitet.
5. Restmaterial ausräumen (Schruppen)
Bei der G-Code-Programmierung muss beim Abspanen erst entschieden werden, ob mit
Restmaterialerkennung oder nicht geschruppt wird. Mit einem geeigneten Werkzeug
können Sie dieses ausräumen, ohne nochmals die gesamte Kontur zu bearbeiten.
6. Abspanen gegen die Kontur (Schlichten)
Haben Sie beim Schruppen ein Schlichtaufmaß programmiert, wird die Kontur nochmals
bearbeitet.

10.5.2 Darstellung der Kontur


G-Code-Programm
Im Editor wird die Kontur in einem Programmabschnitt mit einzelnen Programmsätzen
dargestellt. Öffnen Sie einen einzelnen Satz, so wird die Kontur geöffnet.

Symbolische Darstellung
Die einzelnen Konturelemente der Kontur werden in der eingegebenen Reihenfolge
symbolisch neben dem Grafikfenster dargestellt.

Konturelement Symbol Bedeutung


Startpunkt Startpunkt der Kontur

Gerade nach oben Gerade im 90°-Raster

Gerade nach unten Gerade im 90°-Raster

Gerade nach links Gerade im 90°-Raster

Gerade nach rechts Gerade im 90°-Raster

Gerade beliebig Gerade mit beliebiger Steigung

Kreisbogen nach rechts Kreis

Fräsen
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Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Konturelement Symbol Bedeutung


Kreisbogen nach links Kreis

Pol Gerade diagonal oder Kreis in


Polarkoordinaten
Konturabschluss END Ende der Konturbeschreibung

Die unterschiedliche Farbe der Symbole gibt Auskunft über ihren Status:

Vordergrund Hintergrund Bedeutung


schwarz blau Cursor auf neuem Element
schwarz orange Cursor auf aktuellem Element
schwarz weiß Normales Element
rot weiß Element wird z. Zt. nicht betrach‐
tet (Element wird erst betrachtet,
wenn es mit dem Cursor ange‐
wählt wird)

Grafische Darstellung
Synchron zur fortlaufenden Eingabe der Konturelemente wird im Grafikfenster der Fortschritt
der Konturprogrammierung in einer Strichgrafik angezeigt.
Das erzeugte Konturelement kann dabei unterschiedliche Linienarten und Farben annehmen:
● schwarz: Programmierte Kontur
● orange: Aktuelles Konturelement
● grün gestrichelt: Alternatives Element
● blau gepunktet: Teilbestimmtes Element
Die Skalierung des Koordinatensystems passt sich an die Veränderung der gesamten Kontur
an.
Die Lage des Koordinatensystems wird mit im Grafikfenster angezeigt.

10.5.3 Neue Kontur anlegen

Funktion
Für jede Kontur, die Sie abspanen möchten, müssen Sie eine eigene Kontur anlegen.
Wenn Sie eine neue Kontur anlegen, müssen Sie als erstes einen Startpunkt festlegen. Geben
Sie die Konturelemente ein. Der Konturprozessor definiert dann automatisch das Konturende.

Fräsen
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Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm ist angelegt und Sie befinden sich


im Editor.
2. Drücken Sie die Softkeys "Drehen" und "Konturdrehen".

3. Drücken Sie die Softkeys "Kontur" und "Neue Kontur".


Das Eingabefenster "Neue Kontur" wird geöffnet.

4. Geben Sie einen Namen für die neue Kontur ein. Der Konturname muss
eindeutig festgelegt sein.
5. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".
Das Eingabefenster für den Startpunkt der Kontur wird geöffnet.
Geben Sie die einzelnen Konturelemente ein (siehe Kapitel "Konturele‐
mente erstellen").

Parameter Beschreibung Einheit


Z Startpunkt Z (abs) mm
X Startpunkt X ∅ (abs) mm
Übergang am Art des Übergangs
Konturanfang ● Radius
● Fase
FS=0 oder R=0: kein Übergangselement
R Übergang zum Folgeelement - Radius mm
FS Übergang zum Folgeelement - Fase mm

Fräsen
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Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


Richtung vor Kon‐ Richtung des Konturelementes hin zum Startpunkt:
tur

● in negativer Richtung der horizontalen Achse

● in positiver Richtung der horizontalen Achse

● in negativer Richtung der vertikalen Achse

● in positiver Richtung der vertikalen Achse

Zusatzbefehle Für jedes Konturelement können Sie Zusatzbefehle in Form von G-Code eingeben. Die
Zusatzbefehle (max. 40 Zeichen) tragen Sie in der erweiterten Parametermaske ein
(Softkey "Alle Parameter"). Bei Startpunkt ist der Softkey immer vorhanden, nur bei der
Eingabe weiterer Konturelemente muss er betätigt werden.
Über zusätzliche G-Code-Befehle können Sie beispielsweise Vorschübe und M-Befehle
programmieren. Es ist aber darauf zu achten, dass die Zusatzbefehle nicht mit dem ge‐
nerierten G-Code der Kontur kollidieren und mit der gewünschten Bearbeitung verträglich
sind. Verwenden Sie deshalb keine G-Code-Befehle der Gruppe 1 (G0, G1, G2, G3),
keine Koordinaten in der Ebene und keine G-Code-Befehle, die einen eigenen Satz be‐
nötigen.
Beim Schlichten der Kontur wird im Bahnsteuerbetrieb (G64) gefahren. D.h. Konturüber‐
gänge wie Ecken, Fasen oder Radien werden evtl. nicht exakt bearbeitet.
Wenn Sie dies verhindern möchten, gibt es die Möglichkeiten bei der Programmierung
Zusatzbefehle zu nutzen.
Beispiel: Programmieren Sie für eine Kontur erst die Gerade X-parallel und geben Sie für
den Parameter Zusatzbefehl "G9" (Genauhalt satzweise) ein. Programmieren Sie an‐
schließend die Gerade Z-parallel. Die Ecke wird exakt bearbeitet, da der Vorschub am
Ende der Gerade X-parallel kurzzeitig Null ist.
Hinweis:
Die Zusatzbefehle wirken sich nur beim Schlichten aus!

10.5.4 Konturelemente erstellen

Konturelemente erstellen
Nachdem Sie eine neue Kontur angelegt und den Startpunkt festgelegt haben, definieren Sie
die einzelnen Konturelemente, aus denen sich die Kontur zusammensetzt.
Folgende Konturelemente stehen Ihnen zur Definition einer Kontur zur Verfügung:
● Gerade vertikal
● Gerade horizontal

Fräsen
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Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

● Gerade diagonal
● Kreis/Kreisbogen
Für jedes Konturelement füllen Sie eine eigene Parametermaske aus. Bei der Eingabe der
Parameter unterstützen Sie verschiedene Hilfebilder, die diese Parameter erläutern.
Geben Sie in einige Felder keine Werte ein, geht der Zyklus davon aus, dass diese Werte
unbekannt sind und versucht diese aus anderen Parametern zu berechnen.
Bei Konturen, bei denen Sie mehr Parameter eingegeben haben, als unbedingt notwendig,
kann es zu Widersprüchen kommen. Versuchen Sie in diesem Fall, weniger Parameter
einzugeben und so viele Parameter wie möglich vom Zyklus berechnen zu lassen.

Konturübergangselemente
Zwischen zwei Konturelementen können Sie als Übergangselement einen Radius, eine Fase
oder bei geraden Konturelementen auch einen Freistich wählen. Das Übergangselement wird
stets am Ende eines Konturelements angefügt. Die Anwahl eines Konturübergangselements
erfolgt in der Parametermaske des jeweiligen Konturelements.
Ein Konturübergangselement können Sie immer dann verwenden, wenn es einen Schnittpunkt
der beiden angrenzenden Elemente gibt und dieser aus den Eingabewerten berechnet werden
kann. Andernfalls müssen Sie die Konturelemente Gerade/Kreis verwenden.

Zusatzbefehle
Für jedes Konturelement können Sie Zusatzbefehle in Form von G-Code eingeben. Die
Zusatzbefehle (max. 40 Zeichen) tragen Sie in der erweiterten Parametermaske ein (Softkey
"Alle Parameter").
Über zusätzliche G-Code-Befehle können Sie beispielsweise Vorschübe und M-Befehle
programmieren. Es ist aber darauf zu achten, dass die Zusatzbefehle nicht mit dem generierten
G-Code der Kontur kollidieren. Verwenden Sie deshalb keine G-Code-Befehle der Gruppe 1
(G0, G1, G2, G3), keine Koordinaten in der Ebene und keine G-Code-Befehle, die einen
eigenen Satz benötigen.

Weitere Funktionen
Bei der Programmierung einer Kontur stehen folgende weitere Funktionen zur Verfügung:
● Tangente an Vorgängerelement
Den Übergang zum Vorgängerelement können Sie als Tangente programmieren.
● Dialogauswahl
Ergeben sich aus bisher eingetragenen Parametern zwei verschiedene
Konturmöglichkeiten, müssen Sie eine davon auswählen.
● Kontur schließen
Von der aktuellen Position können Sie die Kontur mit einer Geraden zum Startpunkt schließen.

Fräsen
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Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Exakte Konturübergänge fertigen


Es wird im Bahnsteuerbetrieb (G64) gefahren. D. h. Konturübergänge wie Ecken, Fasen oder
Radien werden evtl. nicht exakt bearbeitet.
Wenn Sie dies verhindern möchten, gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten bei der
Programmierung. Nutzen Sie Zusatzbefehle oder programmieren Sie gesonderten Vorschub
für das Übergangselement.
● Zusatzbefehl
Programmieren Sie für die Kontur erst die senkrechte Gerade und geben Sie für den Parameter
Zusatzbefehl "G9" (Genauhalt satzweise) ein. Programmieren Sie anschließend die
waagerechte Gerade. Die Ecke wird exakt bearbeitet, da der Vorschub am Ende der
senkrechten Gerade kurzzeitig Null ist.
● Vorschub Übergangselement
Wenn Sie als Übergangselement eine Fase oder einen Radius gewählt haben, geben Sie im
Parameter "FRC" einen verringerten Vorschub ein. Durch die langsamere Bearbeitung wird
das Übergangselement genauer gefertigt.

Vorgehensweise Konturelemente eingeben

1. Das Teileprogramm ist geöffnet. Stellen Sie den Cursor an die gewünsch‐
te Eingabeposition, üblicherweise an das physische Programmende
nach M02 bzw. M30.
2. Kontureingabe mittels Konturunterstützung:
2.1 Drücken Sie die Softkeys "Konturdrehen", "Kontur" und "Neue Kontur".

2.2 Geben Sie im geöffneten Eingabefenster einen Namen für die Kontur ein,
z. B. Kontur_1.
Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".
2.3 Es öffnet sich die Eingabemaske zur Kontureingabe, in der Sie zunächst
den Startpunkt der Kontur eingeben. Dieser wird in der linken Navigati‐
onsleiste mit dem Symbol "+" gekennzeichnet.
Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".
3. Geben sie die einzelnen Konturelemente der Bearbeitungsrichtung ein.
Wählen Sie über Softkey ein Konturelement aus.
Das Eingabefenster "Gerade (z. B. Z)" wird geöffnet.

-ODER
Das Eingabefenster "Gerade (z. B. X)" wird geöffnet.

-ODER

Fräsen
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10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Das Eingabefenster "Gerade (z. B. ZX)" wird geöffnet.

-ODER
Das Eingabefenster "Kreis" wird geöffnet.

4. Geben Sie in die Eingabemaske alle Daten ein, welche aus der Werk‐
stückzeichnung hervorgehen (z. B. Länge der Geraden, Endposition,
Übergang zum Folgeelement, Steigungswinkel usw.).
5. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".
Das Konturelement wird zur Kontur hinzugefügt.
6. Während der Dateneingabe eines Konturelementes) können Sie den
Übergang zum Vorgängerelement als Tangente programmieren.
Drücken Sie den Softkey "Tangente an Vorg.". Im Eingabefeld des Para‐
meters α2 erscheint die Auswahl "tangential".
7. Wiederholen Sie den Vorgang, bis die Kontur vollständig ist.
8. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".
Die programmierte Kontur wird in den Arbeitsplan (Programmansicht)
übernommen.
9. Wenn Sie bei einzelnen Konturelementen weitere Parameter anzeigen
lassen wollen, z. B. um noch Zusatzbefehle einzugeben, drücken Sie den
Softkey "Alle Parameter".

Konturelement "Gerade, z. B. Z"

Parameter Beschreibung Einheit


Z Endpunkt Z (abs oder ink) mm
α1 Startwinkel zur Z-Achse Grad
α2 Winkel zum Vorgängerelement Grad
Übergang zum Folge‐ Art des Übergangs
element ● Radius
● Freistich
● Fase
Radius R Übergang zum Folgeelement - Radius mm
Freistich Form E Freistichgröße
z. B. E1.0x0.4
Form F Freistichgröße
z. B. F0.6x0.3
Gewinde DIN P Gewindesteigung mm/U
α Eintauchwinkel Grad
Gewinde Z1 Länge Z1 mm
Z2 Länge Z2 mm
R1 Radius R1 mm
R2 Radius R2 mm
T Einstichtiefe mm
Fase FS Übergang zum Folgeelement - Fase mm

Fräsen
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Parameter Beschreibung Einheit


CA Schleifaufmaß mm
● Schleifaufmaß rechts von der Kontur
● Schleifaufmaß links von der Kontur
Zusatzbefehle Zusätzliche G-Code-Befehle

Konturelement "Gerade, z. B. X"

Parameter Beschreibung Einheit


X Endpunkt X ∅ (abs) oder Endpunkt X (ink) mm
α1 Startwinkel zur Z-Achse Grad
α2 Winkel zum Vorgängerelement Grad
Übergang zum Folge‐ Art des Übergangs
element ● Radius
● Freistich
● Fase
Radius R Übergang zum Folgeelement - Radius mm
Freistich Form E Freistichgröße
z. B. E1.0x0.4
Form F Freistichgröße
z. B. F0.6x0.3
Gewinde DIN P Gewindesteigung mm/U
α Eintauchwinkel Grad
Gewinde Z1 Länge Z1 mm
Z2 Länge Z2 mm
R1 Radius R1 mm
R2 Radius R2 mm
T Einstichtiefe mm
Fase FS Übergang zum Folgeelement - Fase mm
CA Schleifaufmaß mm
● Schleifaufmaß rechts von der Kontur
● Schleifaufmaß links von der Kontur
Zusatzbefehle Zusätzliche G-Code-Befehle

Konturelement "Gerade, z. B. ZX"

Parameter Beschreibung Einheit


Z Endpunkt Z (abs oder ink) mm
X Endpunkt X ∅ (abs) oder Endpunkt X (ink) mm
α1 Startwinkel zur Z-Achse Grad
α2 Winkel zum Vorgängerelement Grad
Übergang zum Folge‐ Art des Übergangs
element ● Radius
● Fase

Fräsen
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Parameter Beschreibung Einheit


Radius R Übergang zum Folgeelement - Radius mm
Fase FS Übergang zum Folgeelement - Fase mm
CA Schleifaufmaß mm
● Schleifaufmaß rechts von der Kontur
● Schleifaufmaß links von der Kontur
Zusatzbefehle Zusätzliche G-Code-Befehle

Konturelement "Kreis"

Parameter Beschreibung Einheit


Drehrichtung ● Drehrichtung rechts

● Drehrichtung links

Z Endpunkt Z (abs oder ink) mm


X Endpunkt X ∅ (abs oder Endpunkt X (ink) mm
K Kreismittelpunkt K (abs oder ink) mm
I Kreismittelpunkt I ∅ (abs oder Kreismittelpunkt I (ink) mm
α1 Startwinkel zur Z-Achse Grad
β1 Endwinkel zur Z-Achse Grad
β2 Öffnungswinkel Grad
Übergang zum Folge‐ Art des Übergangs
element ● Radius
● Fase
Radius R Übergang zum Folgeelement - Radius mm
Fase FS Übergang zum Folgeelement - Fase mm
CA Schleifaufmaß mm
● Schleifaufmaß rechts von der Kontur
● Schleifaufmaß links von der Kontur
Zusatzbefehle Zusätzliche G-Code-Befehle

Konturelement "End"
In der Parametermaske "Ende" werden die Angaben zum Übergang am Konturende des
vorhergehenden Konturelementes angezeigt.
Die Werte sind nicht editierbar.

Fräsen
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10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

10.5.5 Kontur ändern

Funktion
Eine bereits erstellte Kontur können Sie nachträglich noch verändern.
Sie können einzelne Konturelemente
● anfügen,
● ändern,
● hinzufügen oder
● löschen.

Vorgehensweise Konturelement ändern

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm öffnen.


2. Wählen Sie mit dem Cursor den Programmsatz aus, wo Sie die Kontur
ändern möchten. Öffnen Sie den Geometrieprozessor.
Die einzelnen Konturelemente werden aufgelistet.
3. Positionieren Sie den Cursor an die Stelle zum Einfügen bzw. Ändern.
4. Wählen Sie mit dem Cursor das gewünschte Konturelement aus.
5. Geben Sie die Parameter in die Eingabemaske ein oder löschen Sie das
Element und wählen ein neues Element aus.
6. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".
Das gewünschte Konturelement wird an die Kontur eingefügt bzw. geän‐
dert.

Vorgehensweise Konturelement löschen

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm öffnen.


2. Positionieren Sie den Cursor auf das Konturelement, das Sie löschen
möchten.
3. Drücken Sie den Softkey "Element Löschen".

4. Drücken Sie den Softkey "Löschen".

10.5.6 Konturaufruf (CYCLE62)

Funktion
Durch die Eingabe wird ein Verweis auf die ausgewählte Kontur erstellt.

Fräsen
542 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Es sind vier Auswahlmöglichkeiten des Konturaufrufs vorhanden:


1. Konturname
Die Kontur befindet sich im aufrufenden Hauptprogramm.
2. Labels
Die Kontur befindet sich im aufrufenden Hauptprogramm und wird durch die eingegebenen
Labels begrenzt.
3. Unterprogramm
Die Kontur steht in einem Unterprogramm im gleichen Werkstück.
4. Labels in Unterprogramm
Die Kontur befindet sich in einem Unterprogramm und wird durch die eingegebenen Labels
begrenzt.

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm ist angelegt und Sie befinden sich


im Editor.
2. Drücken Sie die Softkeys "Drehen" und "Konturdrehen".

3. Drücken Sie die Softkeys "Kontur" und "Konturaufruf".


Das Eingabefenster "Konturaufruf" wird geöffnet.

4. Parametrieren Sie die Konturauswahl.

Parameter Beschreibung Einheit


Konturauswahl ● Konturname
● Labels
● Unterprogramm
● Labels im Unterprogramm
Konturname CON: Konturname
Labels ● LAB1: Label 1
● LAB2: Label 2
Unterprogramm PRG: Unterprogramm
Labels im Unterpro‐ ● PRG: Unterprogramm
gramm ● LAB1: Label 1
● LAB2: Label 2

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 543
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

10.5.7 Abspanen (CYCLE952)

Funktion
Beim Abspanen berücksichtigt der Zyklus ein Rohteil, das aus einem Zylinder, einem Aufmaß
auf die Fertigteilkontur oder einer beliebigen Rohteilkontur bestehen kann. Die Rohteilkontur
müssen Sie als eigenen geschlossenen Konturzug vor der Fertigteilkontur definieren.

Voraussetzung
Bei einem G-Code-Programm ist mindestens ein CYCLE62 vor dem CYCLE952 erforderlich.
Ist CYCLE62 nur einmal vorhanden, dann handelt es sich um die Fertigteilkontur.
Ist CYCLE62 zweimal vorhanden, dann ist der erste Aufruf die Roteilkontur und der zweite
Aufruf die Fertigteilkontur (siehe auch Kapitel "Programmierung (Seite 532)").

Hinweis
Abarbeiten von externen Medien
Wenn Sie Programme von einem externen Laufwerk (z.B. lokales Laufwerk oder Netzlaufwerk)
abarbeiten lassen wollen, benötigen Sie die Funktion "Abarbeiten vom externen Speicher
(EES)".
Weitere Informationen entnehmen Sie folgender Literatur:
Inbetriebnahmehandbuch SINUMERIK Operate (IM9) / SINUMERIK 840D sl

Regel
Mit Hilfe der Funktion "Abarbeiten vom externen Speicher (EES)" verfügen Sie über die
Möglichkeit, auf ein beliebiges logisches Laufwerk mit Teileprogrammen zuzugreifen und diese
wie über den NC-Programmspeicher direkt abzuarbeiten

Nachziehen an der Kontur


Um zu verhindern, dass beim Schruppen Restecken stehen bleiben, können Sie "immer an
der Kontur nachziehen" lassen. Hierbei werden die Nasen, die bei jedem Schnitt am Ende (auf
Grund der Schneidegeometrie) an der Kontur stehen bleiben, weggenommen. Mit der
Einstellung "Nachziehen bis zum vorherigen Schnittpunkt" kann die Bearbeitung der Kontur
beschleunigt werden. Entstehende Restecken werden dabei allerdings nicht erkannt und
bearbeitet. Kontrollieren Sie deshalb das Verhalten vor der Bearbeitung unbedingt mit Hilfe
der Simulation.

Fräsen
544 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Bei der Einstellung "automatisch" wird immer dann nachgezogen, wenn der Winkel zwischen
Schneide und Kontur einen bestimmten Wert überschreitet. Der Winkel ist in einem
Maschinendatum festgelegt.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Wechselnde Schnitttiefe
Statt mit konstanter Schnitttiefe D können Sie auch mit wechselnder Schnitttiefe arbeiten, um
die Werkzeugschneide nicht ständig gleich zu belasten. Dadurch können Sie die Standzeit
des Werkzeugs erhöhen.
Der Prozentsatz für die wechselnde Schnitttiefe ist in einem Maschinendatum festgelegt.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Schnittaufteilung
Möchten Sie vermeiden, dass durch Konturkanten bei der Schnittaufteilung sehr dünne
Schnitte entstehen, können Sie die Schnittaufteilung an Konturkanten ausrichten. Bei der
Bearbeitung wird die Kontur dann durch die Kanten in einzelne Abschnitte aufgeteilt und für
jeden Abschnitt erfolgt die Schnittaufteilung getrennt.

Bearbeitungsbereich eingrenzen
Wenn Sie z. B. einen bestimmten Bereich der Kontur mit einem anderen Werkzeug bearbeiten
möchten, können Sie den Bearbeitungsbereich eingrenzen, so dass nur der gewünschte Teil
der Kontur bearbeitet wird. Sie können zwischen 1 und 4 Grenzlinien definieren.

Vorschubunterbrechung
Wenn Sie verhindern möchten, dass bei der Bearbeitung zu lange Späne entstehen, können
Sie eine Vorschubunterbrechung programmieren. Der Parameter DI gibt den Weg an, nach
dem die Vorschubunterbrechung erfolgen soll.
Die Unterbrechungszeit bzw. der Rückzugsweg sind in Maschinendaten festgelegt.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Restmaterialbearbeitung / Namenskonventionen

G-Code-Programm
Bei mehrkanaligen Systemen wird an die Namen der zu generierenden Programme von den
Zyklen ein "_C" und eine zweistellige Nummer des konkreten Kanals angehängt, z.B. für Kanal
1 "_C01".

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 545
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Deshalb darf der Name des Hauptprogramms nicht auf "_C" und eine zweistellige Nummer
enden. Dies wird von den Zyklen überwacht.
Bei Programmen mit Restbearbeitung ist bei der Angabe des Namens für die Datei, die die
aktualisierte Rohteilkontur beinhaltet, zu beachten, dass diese ohne die angehängten Zeichen
("_C" und zweistellige Nummer) erfolgen muss.
Bei Systemen mit einem Kanal wird von den Zyklen keine Namenserweiterung bei den zu
generierenden Programmen vorgenommen.

Hinweis
G-Code Programme
Bei G-Code Programmen werden die zu generierenden Programme, die keine Pfadangabe
enthalten, in dem Verzeichnis abgelegt, in dem sich das Hauptprogramm befindet. Dabei ist
zu beachten, dass vorhandene Programme im Verzeichnis, die den gleichen Namen wie die
zu generierenden Programme haben, überschrieben werden.

Eingabe einfach
Sie haben die Möglichkeit, die Fülle der Parameter für einfache Bearbeitungen mit Hilfe des
Auswahlfeldes "Eingabe" auf die wichtigsten Parameter zu reduzieren. In diesem Modus
"Eingabe einfach" erhalten die ausgeblendeten Parameter einen festen, nicht einstellbaren
Wert.

Maschinenhersteller
Verschiedene festgelegte Werte können über Settingdaten vorbelegt werden.
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Wenn es die Programmierung eines Werkstücks erfordert, können Sie über "Eingabe komplett"
sämtliche Parameter einblenden und verändern.

Bearbeitungsart
Die Bearbeitungsart (Schruppen, Schlichten oder Komplettbearbeitung (Schruppen +
Schlichten) können Sie frei wählen. Beim Schruppen der Kontur werden parallele Schnitte von
der maximal programmierten Zustelltiefe erzeugt. Es wird bis zum programmierten
Schlichtaufmaß geschruppt.
Beim Schlichten können Sie zusätzlich ein Korrekturaufmaß U1 eingeben, so dass Sie
entweder mehrfach schlichten können (positives Korrekturaufmaß) oder die Kontur
schrumpfen können (negatives Aufmaß). Das Schlichten erfolgt in derselben Richtung wie das
Schruppen.

Fräsen
546 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm ist angelegt und Sie befinden sich


im Editor.
2. Drücken Sie die Softkeys "Drehen" und "Konturdrehen".

3. Drücken Sie den Softkey "Abspanen".


Das Eingabefenster "Abspanen" wird geöffnet.

Parameter im Modus "Eingabe komplett"

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● komplett
PRG Name des zu generierenden Programms T Werkzeugname
PL Bearbeitungsebene D Schneidennummer
RP Rückzugsebene - (nur bei mm F Vorschub mm/min
Bearbeitungsrichtung längs, mm/U
innen)
SC Sicherheitsabstand mm S/V Spindeldrehzahl oder U/min
konstante Schnittgeschwin‐ m/min
digkeit
F Vorschub *
Restma‐ Mit nachfolgender Restmaterialbearbeitung
terial ● ja
● nein
CONR Name zum Speichern der aktualisierten Roh‐
teilkontur für die Restmaterialbearbeitung - (nur
bei Restmaterialbearbeitung "ja")

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 547
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


Freifahren ● nein
(bei ShopMill-Pro‐ Vor dem Schwenken wird nicht freigefahren
gramm) ● Z

Freifahren in Richtung der Maschinenachse Z


● Z,X,Y

Bearbeitungsachsen vor dem Schwenken auf Freifahrposition fahren


● Werkzeugrichtung max.

Maximales Freifahren (bis Softwareendlage) in Richtung Werkzeugrichtung


● Werkzeugrichtung ink.

Inkrementales Freifahren (angegebener Freifahrweg, bis maximal


Softwareendlage) in Werkzeugrichtung
Bei Freifahren in Werkzeugrichtung können im geschwenkten Zustand der Maschine
mehrere Achsen verfahren.
ZR Freifahrweg - nur bei Freifahren inkremental in mm
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Werkzeug über Beta- und Gammawinkel ausrichten
β Werkzeug mit Schwenkachsen ausrichten Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● Werteingabe
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
● β = 0°

● β = 90°

γ ● 0° Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● 180°
gramm)
● freie Eingabe des gewünschten Winkels

Rundachsen direkt positionieren


B1 Werkzeug mit Schwenkachsen direkt ausrichten: Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
C1 Freie Eingabe des gewünschten Winkels Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)

Fräsen
548 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


αC Drehposition bei einer Polstellung Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Hirth-Verzahnung ● Auf nächste Hirth-Verzahnung runden

● Auf Hirth-Verzahnung aufrunden

● Auf Hirth-Verzahnung abrunden

Hinweis:
Bei Maschinen mit Hirth-Verzahnung
Werkzeug Werkzeugspitze beim Schwenken
● nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens beibehalten.


● nicht nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens nicht beibehalten.
Vorzugsrichtung (bei Vorzugsrichtung der Schwenkachse bei mehreren möglichen Ausrichtungen der Ma‐
ShopMill-Programm) schine

Bearbeitung ● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
● ∇+∇∇∇ (Komplettbearbeitung)
Bearbeitungs- ● Plan ● von innen nach außen
richtung ● Längs
● Konturparallel
● von außen nach innen

● von Stirn- zur Rückseite

● von Rück- zur Stirnseite

Die Bearbeitungsrichtung ist von der Abspanrichtung bzw. Wahl des Werkzeugs ab‐
hängig.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 549
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


Lage ● vorne
● hinten
● innen
● außen
D maximale Tiefenzustellung - (nur bei ∇) mm
DX maximale Tiefenzustellung - (nur bei konturparallel alternativ zu D) mm
Am Ende des Schnittes nicht an der Kontur nachziehen.
Am Ende des Schnittes immer an der Kontur nachziehen.

Schnittaufteilung gleichmäßig
Schnittaufteilung an Kante nachziehen

konstante Schnitttiefe
wechselnde Schnitttiefe - (nur bei Schnittaufteilung an Kante ausrichten)

DZ Maximale Tiefenzustellung - (nur bei Lage konturparallel und UX) mm


UX oder U Schlichtaufmaß in X oder Schlichtaufmaß in X und Z - (nur bei ∇) mm
UZ Schlichtaufmaß in Z - (nur bei UX) mm
DI Bei Null: kontinuierlicher Schnitt - (nur bei ∇) mm
BL Rohteilbeschreibung (nur bei ∇)
● Zylinder (Beschreibung über XD, ZD)
● Aufmaß (XD und ZD auf Fertigteilkontur)
● Kontur (zusätzlicher CYCLE62-Aufruf mit Rohteilkontur - z.B. Gussform)
XD - (nur bei Bearbeitung ∇) mm
- (nur bei Rohteilbeschreibung Zylinder und Aufmaß)
● Bei Rohteilbeschreibung Zylinder
– Variante Absolut:
Zylindermaß ∅ (abs)
– Variante Inkrementell:
Aufmaß (ink) zu Maximalwerten der CYCLE62-Fertigteilkontur
● Bei Rohteilbeschreibung Aufmaß
– Aufmaß auf die CYCLE62-Fertigteilkontur (ink)

Fräsen
550 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


ZD - (nur bei Bearbeitung ∇) mm
- (nur bei Rohteilbeschreibung Zylinder und Aufmaß)
● Bei Rohteilbeschreibung Zylinder
– Variante Absolut:
Zylindermaß (abs)
– Variante Inkrementell:
Aufmaß (ink) zu Maximalwerten der CYCLE62-Fertigteilkontur
● Bei Rohteilbeschreibung Aufmaß
– Aufmaß auf die CYCLE62-Fertigteilkontur (ink)
Aufmaß Aufmaß zum Vorschlichten - (nur bei ∇∇∇)
● ja
U1 Konturaufmaß
● nein
U1 Korrekturaufmaß in X- und Z-Richtung (ink) – (nur bei Aufmaß) mm
● positiver Wert: Korrekturaufmaß bleibt stehen
● negativer Wert: Korrekturaufmaß wird zusätzlich zum Schlichtaufmaß entfernt
Eingrenzen Bearbeitungsbereich eingrenzen
● ja
● nein
nur bei Eingrenzen ja: mm
XA 1. Grenze XA ∅
XB 2. Grenze XB ∅ (abs) oder 2. Grenze bezogen auf XA (ink)
ZA 1. Grenze ZA
ZB 2. Grenze ZB (abs) oder 2. Grenze bezogen auf ZA (ink)
Hinterschnitte Hinterschnitte bearbeiten
● ja
● nein
FR Eintauchvorschub Hinterschnitte *

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

Parameter im Modus "Eingabe einfach"

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● einfach
PRG Name des zu generierenden Programms T Werkzeugname
F Vorschub * D Schneidennummer
F Vorschub mm/min
mm/U
S/V Spindeldrehzahl oder U/min
konstante Schnittgeschwin‐ m/min
digkeit

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 551
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


Freifahren ● nein
(bei ShopMill-Pro‐ Vor dem Schwenken wird nicht freigefahren
gramm) ● Z

Freifahren in Richtung der Maschinenachse Z


● Z,X,Y

Bearbeitungsachsen vor dem Schwenken auf Freifahrposition fahren


● Werkzeugrichtung max.

Maximales Freifahren (bis Softwareendlage) in Richtung Werkzeugrichtung


● Werkzeugrichtung ink.

Inkrementales Freifahren (angegebener Freifahrweg, bis maximal


Softwareendlage) in Werkzeugrichtung
Bei Freifahren in Werkzeugrichtung können im geschwenkten Zustand der Maschine
mehrere Achsen verfahren.
ZR Freifahrweg - nur bei Freifahren inkremental in mm
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Werkzeug über Beta- und Gammawinkel ausrichten
β Werkzeug mit Schwenkachsen ausrichten Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● Werteingabe
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
● β = 0°

● β = 90°

γ ● 0° Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● 180°
gramm)
● freie Eingabe des gewünschten Winkels

Rundachsen direkt positionieren


B1 Werkzeug mit Schwenkachsen direkt ausrichten: Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
C1 Freie Eingabe des gewünschten Winkels Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)

Fräsen
552 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


αC Drehposition bei einer Polstellung Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Hirth-Verzahnung ● Auf nächste Hirth-Verzahnung runden

● Auf Hirth-Verzahnung aufrunden

● Auf Hirth-Verzahnung abrunden

Hinweis:
Bei Maschinen mit Hirth-Verzahnung
Werkzeug Werkzeugspitze beim Schwenken
● nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens beibehalten.


● nicht nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens nicht beibehalten.
Vorzugsrichtung (bei Vorzugsrichtung der Schwenkachse bei mehreren möglichen Ausrichtungen der Ma‐
ShopMill-Programm) schine

Bearbeitung ● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
● ∇+∇∇∇ (Komplettbearbeitung)
Bearbeitungs- ● plan ● von innen nach außen
richtung ● längs
● konturparallel
● von außen nach innen

● von Stirn- zur Rückseite

● von Rück- zur Stirnseite

Die Bearbeitungsrichtung ist von der Abspanrichtung bzw. Wahl des Werkzeugs ab‐
hängig.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 553
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


RP Rückzugsebene - (nur bei Bearbeitungsrichtung längs, innen) mm
Lage ● vorne
● hinten
● innen
● außen
D maximale Tiefenzustellung - (nur bei ∇) mm
DX maximale Tiefenzustellung - (nur bei konturparallel alternativ zu D) mm
DZ Maximale Tiefenzustellung - (nur bei Lage konturparallel und UX) mm
UX oder U Schlichtaufmaß in X oder Schlichtaufmaß in X und Z - (nur bei ∇) mm
UZ Schlichtaufmaß in Z - (nur bei UX) mm
DI Bei Null: kontinuierlicher Schnitt - (nur bei ∇) mm
BL Rohteilbeschreibung (nur bei ∇)
● Zylinder (Beschreibung über XD, ZD)
● Aufmaß (XD und ZD auf Fertigteilkontur)
● Kontur (zusätzlicher CYCLE62-Aufruf mit Rohteilkontur - z.B. Gussform)
XD - (nur bei Bearbeitung ∇) mm
- (nur bei Rohteilbeschreibung Zylinder und Aufmaß)
● Bei Rohteilbeschreibung Zylinder
– Variante Absolut:
Zylindermaß ∅ (abs)
– Variante Inkrementell:
Aufmaß (ink) zu Maximalwerten der CYCLE62-Fertigteilkontur
● Bei Rohteilbeschreibung Aufmaß
– Aufmaß auf die CYCLE62-Fertigteilkontur (ink)
ZD - (nur bei Bearbeitung ∇) mm
- (nur bei Rohteilbeschreibung Zylinder und Aufmaß)
● Bei Rohteilbeschreibung Zylinder
– Variante Absolut:
Zylindermaß (abs)
– Variante Inkrementell:
Aufmaß (ink) zu Maximalwerten der CYCLE62-Fertigteilkontur
● Bei Rohteilbeschreibung Aufmaß
– Aufmaß auf die CYCLE62-Fertigteilkontur (ink)
Aufmaß Aufmaß zum Vorschlichten - (nur bei ∇∇∇)
● ja
U1 Konturaufmaß
● nein
U1 Korrekturaufmaß in X- und Z-Richtung (ink) – (nur bei Aufmaß) mm
● positiver Wert: Korrekturaufmaß bleibt stehen
● negativer Wert: Korrekturaufmaß wird zusätzlich zum Schlichtaufmaß entfernt
Hinterschnitte ● ja (nicht änderbar)
FR Eintauchvorschub Hinterschnitte *

Fräsen
554 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

Ausgeblendete Parameter
Folgende Parameter sind ausgeblendet. Sie werden mit festen bzw. über Settingdaten
einstellbaren Werten vorbesetzt.

Parameter Beschreibung Wert In SD einstellbar


Restmaterial Mit nachfolgender Restmaterialbearbeitung nein
SC Sicherheitsabstand x
PL Bearbeitungsebene In MD 52005
festgelegt
Auswahl Immer an der Kontur nachziehen
Schnittaufteilung gleichmäßig
Konstante Schnitttiefe
DI kontinuierlicher Schnitt - (nur bei ∇) 0
Eingrenzen Bearbeitungsbereich eingrenzen nein
Hinterschnitte Hinterschnitte bearbeiten (ausgegraut) ja

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

10.5.8 Abspanen Rest (CYCLE952)

Funktion
Mit der Funktion "Abspanen Rest" können Sie Material bearbeiten, das beim Abspanen gegen
die Kontur stehen geblieben ist.
Beim Abspanen gegen die Kontur erkennt der Zyklus automatisch evtl. vorhandenes
Restmaterial und generiert eine aktualisierte Rohteilkontur. Bei G-Code-Programm muss beim
Abspanen Restmaterial "ja" programmiert werden. Material, das durch das Schlichtaufmaß
stehen bleibt, ist kein Restmaterial. Mit der Funktion "Abspanen Rest" können Sie das
überflüssige Material mit einem geeigneten Werkzeug bearbeiten.
Die Funktion "Abspanen Rest" ist eine Software-Option.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 555
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm ist angelegt und Sie befinden sich


im Editor.
2. Drücken Sie die Softkeys "Drehen" und "Konturdrehen".

3. Drücken Sie den Softkey "Abspanen Rest".


Das Eingabefenster "Abspanen Restmaterial" wird geöffnet.

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


PRG Name des zu generierenden Pro‐ T Werkzeugname
gramms
PL Bearbeitungs‐ D Schneidennum‐
ebene mer
RP Rückzugsebe‐ mm F Vorschub mm/min
ne - (nur bei Be‐ mm/U
arbeitungsrich‐
tung längs, in‐
nen)
SC Sicherheitsab‐ mm S/V Spindeldreh‐ U/min
stand zahl oder m/min
konstante
Schnittge‐
schwindigkeit
F Vorschub *
CON Name der aktualisierten Rohteil‐
kontur für Restbearbeitung (ohne
die angehängten Zeichen "_C"
und zweistellige Nummer)
Restmaterial Mit nachfolgender Restmaterial‐
bearbeitung
● ja
● nein
CONR Name zum Speichern der aktuali‐
sierten Rohteilkontur für die Rest‐
materialbearbeitung - (nur bei
Restmaterialbearbeitung "ja")

Fräsen
556 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


Freifahren ● nein
(bei ShopMill-Pro‐ Vor dem Schwenken wird nicht freigefahren
gramm) ● Z

Freifahren in Richtung der Maschinenachse Z


● Z,X,Y

Bearbeitungsachsen vor dem Schwenken auf Freifahrposition fahren


● Werkzeugrichtung max.

Maximales Freifahren (bis Softwareendlage) in Richtung Werkzeugrichtung


● Werkzeugrichtung ink.

Inkrementales Freifahren (angegebener Freifahrweg, bis maximal Softwareendlage)


in Werkzeugrichtung
Bei Freifahren in Werkzeugrichtung können im geschwenkten Zustand der Maschine
mehrere Achsen verfahren.
ZR Freifahrweg - nur bei Freifahren inkremental in mm
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Werkzeug über Beta- und Gammawinkel ausrichten
β Werkzeug mit Schwenkachsen ausrichten Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● Werteingabe
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
● β = 0°

● β = 90°

γ ● 0° Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● 180°
gramm)
● freie Eingabe des gewünschten Winkels

Rundachsen direkt positionieren


B1 Werkzeug mit Schwenkachsen direkt ausrichten: Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
C1 Freie Eingabe des gewünschten Winkels Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 557
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


αC Drehposition bei einer Polstellung Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Hirth-Verzahnung ● Auf nächste Hirth-Verzahnung runden

● Auf Hirth-Verzahnung aufrunden

● Auf Hirth-Verzahnung abrunden

Hinweis:
Bei Maschinen mit Hirth-Verzahnung
Werkzeug Werkzeugspitze beim Schwenken
● nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens beibehalten.


● nicht nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens nicht beibehalten.
Vorzugsrichtung Vorzugsrichtung der Schwenkachse bei mehreren möglichen Ausrichtungen der Maschi‐
(bei ShopMill-Pro‐ ne
gramm)

Bearbeitung ● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
Bearbeitungs- ● Plan ● von innen nach außen
richtung ● Längs ● von außen nach innen
● Konturparallel ● von Stirn- zur Rückseite
● von Rück- zur Stirnseite
Die Bearbeitungsrichtung ist von der Abspanrichtung bzw. Wahl des Werkzeugs abhän‐
gig.
Lage ● vorne
● hinten
● innen
● außen
D maximale Tiefenzustellung - (nur bei ∇) mm
XDA 1. Einstechgrenze Werkzeug (abs) – (nur bei Bearbeitungsrichtung plan) mm
XDB 2. Einstechgrenze Werkzeug (abs) – (nur bei Bearbeitungsrichtung plan) mm
DX maximale Tiefenzustellung - (nur bei konturparallel alternativ zu D) mm

Fräsen
558 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


Am Ende des Schnittes nicht an der Kontur nachziehen.
Am Ende des Schnittes immer an der Kontur nachziehen.
Schnittaufteilung gleichmäßig
Schnittaufteilung an Kante nachziehen
nur bei Schnittaufteilung an Kante ausrichten:
konstante Schnitttiefe
wechselnde Schnitttiefe
Aufmaß Aufmaß zum Vorschlichten - (nur bei ∇∇∇) s
● ja
U1 Konturaufmaß
● nein
U1 Korrekturaufmaß in X- und Z-Richtung (ink) – (nur bei Aufmaß) mm
● positiver Wert: Korrekturaufmaß bleibt stehen
● negativer Wert: Korrekturaufmaß wird zusätzlich zum Schlichtaufmaß entfernt
Eingrenzen Bearbeitungsbereich eingrenzen
● ja
● nein
nur bei Eingrenzen ja: mm
XA 1. Grenze XA ∅
XB 2. Grenze XB ∅ (abs) oder 2. Grenze bezogen auf XA (ink)
ZA 1. Grenze ZA
ZB 2. Grenze ZB (abs) oder 2. Grenze bezogen auf ZA (ink)
Hinterschnitte Hinterschnitte bearbeiten
● ja
● nein
FR Eintauchvorschub Hinterschnitte *

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

10.5.9 Stechen (CYCLE952)

Funktion
Wenn Sie einen beliebig geformten Einstich fertigen möchten, nutzen Sie die Funktion
"Stechen".
Bevor Sie den Einstich programmieren, müssen Sie erst die Kontur des Einstichs eingeben.
Ist ein Einstich breiter als das aktive Werkzeug, wird die Breite in mehreren Schnitten
abgespant. Dabei wird das Werkzeug bei jedem Einstich um (maximal) 80% der
Werkzeugbreite verschoben.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 559
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Rohteil
Beim Stechen berücksichtigt der Zyklus ein Rohteil, das aus einem Zylinder, einem Aufmaß
auf die Fertigteilkontur oder einer beliebigen Rohteilkontur bestehen kann.

Voraussetzung
Bei einem G-Code-Programm ist mindestens ein CYCLE62 vor dem CYCLE952 erforderlich.
Ist CYCLE62 nur einmal vorhanden, dann handelt es sich um die Fertigteilkontur.
Ist CYCLE62 zweimal vorhanden, dann ist der erste Aufruf die Roteilkontur und der zweite
Aufruf die Fertigteilkontur (siehe auch Kapitel "Programmierung (Seite 532)").

Hinweis
Abarbeiten von externen Medien
Wenn Sie Programme von einem externen Laufwerk (z.B. lokales Laufwerk oder Netzlaufwerk)
abarbeiten lassen wollen, benötigen Sie die Funktion "Abarbeiten vom externen Speicher
(EES)".
Weitere Informationen entnehmen Sie folgender Literatur:
Inbetriebnahmehandbuch SINUMERIK Operate (IM9) / SINUMERIK 840D sl

Bearbeitungsbereich eingrenzen
Wenn Sie z. B. einen bestimmten Bereich der Kontur mit einem anderen Werkzeug bearbeiten
möchten, können Sie den Bearbeitungsbereich eingrenzen, so dass nur der gewünschte Teil
der Kontur bearbeitet wird.

Vorschubunterbrechung
Wenn Sie verhindern möchten, dass bei der Bearbeitung zu lange Späne entstehen, können
Sie eine Vorschubunterbrechung programmieren.

Eingabe einfach
Sie haben die Möglichkeit, die Fülle der Parameter für einfache Bearbeitungen mit Hilfe des
Auswahlfeldes "Eingabe" auf die wichtigsten Parameter zu reduzieren. In diesem Modus
"Eingabe einfach" erhalten die ausgeblendeten Parameter einen festen, nicht einstellbaren
Wert.

Maschinenhersteller
Verschiedene festgelegte Werte können über Settingdaten vorbelegt werden.
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.
Wenn es die Programmierung eines Werkstücks erfordert, können Sie über "Eingabe komplett"
sämtliche Parameter einblenden und verändern.

Fräsen
560 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Bearbeitungsart
Die Bearbeitungsart (Schruppen, Schlichten oder Komplettbearbeitung) können Sie frei
wählen.
Genauere Informationen können Sie jeweils Kapitel "Abspanen" entnehmen.

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm ist angelegt und Sie befinden sich


im Editor.
2. Drücken Sie die Softkeys "Drehen" und "Konturdrehen".

3. Drücken Sie den Softkey "Stechen".


Das Eingabefenster "Stechen" wird geöffnet.

Parameter im Modus "Eingabe komplett"

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● komplett
PRG Name des zu generierenden Programms T Werkzeugname
PL Bearbeitungsebene D Schneidennummer
RP Rückzugsebene - (nur bei mm F Vorschub mm/min
Bearbeitungsrichtung längs, mm/U
innen)
SC Sicherheitsabstand mm S/V Spindeldrehzahl oder U/min
konstante Schnittgeschwin‐ m/min
digkeit
F Vorschub *
Restma‐ Mit nachfolgender Restmaterialbearbeitung
terial ● ja
● nein
CONR Name zum Speichern der aktualisierten Roh‐
teilkontur für die Restmaterialbearbeitung - (nur
bei Restmaterialbearbeitung "ja")

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 561
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


Freifahren ● nein
(bei ShopMill-Pro‐ Vor dem Schwenken wird nicht freigefahren
gramm) ● Z

Freifahren in Richtung der Maschinenachse Z


● Z,X,Y

Bearbeitungsachsen vor dem Schwenken auf Freifahrposition fahren


● Werkzeugrichtung max.

Maximales Freifahren (bis Softwareendlage) in Richtung Werkzeugrichtung


● Werkzeugrichtung ink.

Inkrementales Freifahren (angegebener Freifahrweg, bis maximal Softwareendlage)


in Werkzeugrichtung
Bei Freifahren in Werkzeugrichtung können im geschwenkten Zustand der Maschine
mehrere Achsen verfahren.
ZR Freifahrweg - nur bei Freifahren inkremental in mm
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Werkzeug über Beta- und Gammawinkel ausrichten
β Werkzeug mit Schwenkachsen ausrichten Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● Werteingabe
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
● β = 0°

● β = 90°

γ ● 0° Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● 180°
gramm)
● freie Eingabe des gewünschten Winkels

Rundachsen direkt positionieren


B1 Werkzeug mit Schwenkachsen direkt ausrichten: Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
C1 Freie Eingabe des gewünschten Winkels Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)

Fräsen
562 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


αC Drehposition bei einer Polstellung Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Hirth-Verzahnung ● Auf nächste Hirth-Verzahnung runden

● Auf Hirth-Verzahnung aufrunden

● Auf Hirth-Verzahnung abrunden

Hinweis:
Bei Maschinen mit Hirth-Verzahnung
Werkzeug Werkzeugspitze beim Schwenken
● nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens beibehalten.


● nicht nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens nicht beibehalten.
Vorzugsrichtung Vorzugsrichtung der Schwenkachse bei mehreren möglichen Ausrichtungen der Ma‐
(bei ShopMill-Pro‐ schine
gramm)

Bearbeitung ● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
● ∇+∇∇∇ (Komplettbearbeitung)
Bearbeitungs- ● plan
richtung ● längs

Lage ● vorne
● hinten
● innen
● außen
D maximale Tiefenzustellung - (nur bei ∇) mm
XDA 1. Einstechgrenze Werkzeug (abs) – (nur bei Bearbeitungsrichtung plan) mm
XDB 2. Einstechgrenze Werkzeug (abs) – (nur bei Bearbeitungsrichtung plan) mm
UX oder U Schlichtaufmaß in X oder Schlichtaufmaß in X und Z - (nur bei ∇) mm
UZ Schlichtaufmaß in Z - (nur bei UX) mm
DI Bei Null: kontinuierlicher Schnitt - (nur bei ∇) mm

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 563
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


BL Rohteilbeschreibung (nur bei ∇)
● Zylinder (Beschreibung über XD, ZD)
● Aufmaß (XD und ZD auf Fertigteilkontur)
● Kontur (zusätzlicher CYCLE62-Aufruf mit Rohteilkontur - z.B. Gussform)
XD - (nur bei Bearbeitung ∇) mm
- (nur bei Rohteilbeschreibung Zylinder und Aufmaß)
● Bei Rohteilbeschreibung Zylinder
– Variante Absolut:
Zylindermaß ∅ (abs)
– Variante Inkrementell:
Aufmaß (ink) zu Maximalwerten der CYCLE62-Fertigteilkontur
● Bei Rohteilbeschreibung Aufmaß
– Aufmaß auf die CYCLE62-Fertigteilkontur (ink)
ZD - (nur bei Bearbeitung ∇) mm
- (nur bei Rohteilbeschreibung Zylinder und Aufmaß)
● Bei Rohteilbeschreibung Zylinder
– Variante Absolut:
Zylindermaß (abs)
– Variante Inkrementell:
Aufmaß (ink) zu Maximalwerten der CYCLE62-Fertigteilkontur
● Bei Rohteilbeschreibung Aufmaß
– Aufmaß auf die CYCLE62-Fertigteilkontur (ink)
Aufmaß Aufmaß zum Vorschlichten - (nur bei ∇∇∇) mm
● ja
U1 Konturaufmaß
● nein
U1 Korrekturaufmaß in X- und Z-Richtung (ink) – (nur bei Aufmaß) mm
● positiver Wert: Korrekturaufmaß bleibt stehen
● negativer Wert: Korrekturaufmaß wird zusätzlich zum Schlichtaufmaß entfernt
Eingrenzen Bearbeitungsbereich eingrenzen
● ja
● nein
nur bei Eingrenzen ja: mm
XA 1. Grenze XA ∅
XB 2. Grenze XB ∅ (abs) oder 2. Grenze bezogen auf XA (ink)
ZA 1. Grenze ZA
ZB 2. Grenze ZB (abs) oder 2. Grenze bezogen auf ZA (ink)
N Anzahl der Einstiche
DP Abstand der Einstiche (ink) mm

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

Fräsen
564 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter im Modus "Eingabe einfach"

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● einfach
PRG Name des zu generierenden Programms T Werkzeugname
RP Rückzugsebene - (nur bei mm D Schneidennummer
Bearbeitungsrichtung längs,
Innen)
F Vorschub * F Vorschub mm/min
mm/U
S/V Spindeldrehzahl oder U/min
konstante Schnittgeschwin‐ m/min
digkeit

Parameter Beschreibung Einheit


Freifahren ● nein
(bei ShopMill-Pro‐ Vor dem Schwenken wird nicht freigefahren
gramm) ● Z

Freifahren in Richtung der Maschinenachse Z


● Z,X,Y

Bearbeitungsachsen vor dem Schwenken auf Freifahrposition fahren


● Werkzeugrichtung max.

Maximales Freifahren (bis Softwareendlage) in Richtung Werkzeugrichtung


● Werkzeugrichtung ink.

Inkrementales Freifahren (angegebener Freifahrweg, bis maximal


Softwareendlage) in Werkzeugrichtung
Bei Freifahren in Werkzeugrichtung können im geschwenkten Zustand der Ma‐
schine mehrere Achsen verfahren.
ZR Freifahrweg - nur bei Freifahren inkremental in mm
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Werkzeug über Beta- und Gammawinkel ausrichten

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 565
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


β Werkzeug mit Schwenkachsen ausrichten Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● Werteingabe
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
● β = 0°

● β = 90°

γ ● 0° Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● 180°
gramm)
● freie Eingabe des gewünschten Winkels

Rundachsen direkt positionieren


B1 Werkzeug mit Schwenkachsen direkt ausrichten: Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
C1 Freie Eingabe des gewünschten Winkels Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
αC Drehposition bei einer Polstellung Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Hirth-Verzahnung ● Auf nächste Hirth-Verzahnung runden

● Auf Hirth-Verzahnung aufrunden

● Auf Hirth-Verzahnung abrunden

Hinweis:
Bei Maschinen mit Hirth-Verzahnung
Werkzeug Werkzeugspitze beim Schwenken
● nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens beibehalten.


● nicht nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens nicht


beibehalten.

Fräsen
566 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


Vorzugsrichtung (bei Vorzugsrichtung der Schwenkachse bei mehreren möglichen Ausrichtungen der
ShopMill-Programm) Maschine

Bearbeitung ● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
● ∇+∇∇∇ (Komplettbearbeitung)
Bearbeitungs- ● plan
richtung ● längs

Lage ● vorne
● hinten
● innen
● außen
D maximale Tiefenzustellung - (nur bei ∇) mm
XDA 1. Einstechgrenze Werkzeug (abs) – (nur bei Bearbeitungsrichtung plan) mm
XDB 2. Einstechgrenze Werkzeug (abs) – (nur bei Bearbeitungsrichtung plan) mm
UX oder U Schlichtaufmaß in X oder Schlichtaufmaß in X und Z - (nur bei ∇) mm
UZ Schlichtaufmaß in Z - (nur bei UX) mm
BL Rohteilbeschreibung (nur bei ∇)
● Zylinder (Beschreibung über XD, ZD)
● Aufmaß (XD und ZD auf Fertigteilkontur)
● Kontur (zusätzlicher CYCLE62-Aufruf mit Rohteilkontur - z.B. Gussform)
XD - (nur bei Bearbeitung ∇) mm
- (nur bei Rohteilbeschreibung Zylinder und Aufmaß)
● Bei Rohteilbeschreibung Zylinder
– Variante Absolut:
Zylindermaß ∅ (abs)
– Variante Inkrementell:
Aufmaß (ink) zu Maximalwerten der CYCLE62-Fertigteilkontur
● Bei Rohteilbeschreibung Aufmaß
– Aufmaß auf die CYCLE62-Fertigteilkontur (ink)
ZD - (nur bei Bearbeitung ∇) mm
- (nur bei Rohteilbeschreibung Zylinder und Aufmaß)
● Bei Rohteilbeschreibung Zylinder
– Variante Absolut:
Zylindermaß (abs)
– Variante Inkrementell:
Aufmaß (ink) zu Maximalwerten der CYCLE62-Fertigteilkontur
● Bei Rohteilbeschreibung Aufmaß
– Aufmaß auf die CYCLE62-Fertigteilkontur (ink)

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 567
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


Aufmaß Aufmaß zum Vorschlichten - (nur bei ∇∇∇) mm
● ja
U1 Konturaufmaß
● nein
U1 Korrekturaufmaß in X- und Z-Richtung (ink) – (nur bei Aufmaß) mm
● positiver Wert: Korrekturaufmaß bleibt stehen
● negativer Wert: Korrekturaufmaß wird zusätzlich zum Schlichtaufmaß entfernt

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

Ausgeblendete Parameter
Folgende Parameter sind ausgeblendet. Sie werden mit festen bzw. über Settingdaten
einstellbaren Werten vorbesetzt.

Parameter Beschreibung Wert In SD einstellbar


Restmaterial Ohne nachfolgende Restmaterialbearbeitung nein
PL Bearbeitungsebene In MD 52005
festgelegt
SC Sicherheitsabstand x
DI kontinuierlicher Schnitt - (nur bei ∇) 0
Eingrenzen Bearbeitungsbereich eingrenzen nein
N Anzahl der EInstiche 1

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

10.5.10 Stechen Rest (CYCLE952)

Funktion
Wenn Sie Material bearbeiten möchten, das beim Stechen stehen geblieben ist, nutzen Sie
die Funktion "Stechen Restmaterial".
Bei G-Code-Programm wählen Sie die Funktion "Stechen Restmaterial" vorher an. Material,
das durch das Schlichtaufmaß stehen bleibt, ist kein Restmaterial. Mit der Funktion "Stechen
Restmaterial" können Sie das überflüssige Material mit einem geeigneten Werkzeug
bearbeiten.
Die Funktion "Stechen Restmaterial" ist eine Software-Option.

Fräsen
568 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm ist angelegt und Sie befinden sich


im Editor.
2. Drücken Sie die Softkeys "Drehen" und "Konturdrehen".

3. Drücken Sie den Softkey "Stechen Rest".


Das Eingabefenster "Stechen Restmaterial" wird geöffnet.

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


PRG Name des zu generierenden Pro‐ T Werkzeugname
gramms
PL Bearbeitungs‐ D Schneidennum‐
ebene mer
RP Rückzugsebe‐ mm F Vorschub mm/min
ne - (nur bei Be‐ mm/U
arbeitungsrich‐
tung längs, in‐
nen)
SC Sicherheitsab‐ mm S/V Spindeldreh‐ U/min
stand zahl oder m/min
konstante
Schnittge‐
schwindigkeit
F Vorschub *
CON Name der aktualisierten Rohteil‐
kontur für Restbearbeitung (ohne
die angehängten Zeichen "_C"
und zweistellige Nummer)
Restmaterial Mit nachfolgender Restmaterial‐
bearbeitung
● ja
● nein
CONR Name zum Speichern der aktuali‐
sierten Rohteilkontur für die Rest‐
materialbearbeitung - (nur bei
Restmaterialbearbeitung "ja")

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 569
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


Freifahren ● nein
(bei ShopMill-Pro‐ Vor dem Schwenken wird nicht freigefahren
gramm) ● Z

Freifahren in Richtung der Maschinenachse Z


● Z,X,Y

Bearbeitungsachsen vor dem Schwenken auf Freifahrposition fahren


● Werkzeugrichtung max.

Maximales Freifahren (bis Softwareendlage) in Richtung Werkzeugrichtung


● Werkzeugrichtung ink.

Inkrementales Freifahren (angegebener Freifahrweg, bis maximal Softwareendlage)


in Werkzeugrichtung
Bei Freifahren in Werkzeugrichtung können im geschwenkten Zustand der Maschine
mehrere Achsen verfahren.
ZR Freifahrweg - nur bei Freifahren inkremental in mm
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Werkzeug über Beta- und Gammawinkel ausrichten
β Werkzeug mit Schwenkachsen ausrichten Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● Werteingabe
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
● β = 0°

● β = 90°

γ ● 0° Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● 180°
gramm)
● freie Eingabe des gewünschten Winkels

Rundachsen direkt positionieren


B1 Werkzeug mit Schwenkachsen direkt ausrichten: Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
C1 Freie Eingabe des gewünschten Winkels Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)

Fräsen
570 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


αC Drehposition bei einer Polstellung Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Hirth-Verzahnung ● Auf nächste Hirth-Verzahnung runden

● Auf Hirth-Verzahnung aufrunden

● Auf Hirth-Verzahnung abrunden

Hinweis:
Bei Maschinen mit Hirth-Verzahnung
Werkzeug Werkzeugspitze beim Schwenken
● nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens beibehalten.


● nicht nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens nicht beibehalten.
Vorzugsrichtung Vorzugsrichtung der Schwenkachse bei mehreren möglichen Ausrichtungen der Ma‐
(bei ShopMill-Pro‐ schine
gramm)

Bearbeitung ● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
Bearbeitungs- ● plan
richtung ● längs

Lage ● vorne
● hinten
● innen
● außen
D maximale Tiefenzustellung - (nur bei ∇) mm
XDA 1. Einstechgrenze Werkzeug (abs) – (nur bei Bearbeitungsrichtung plan) mm
XDB 2. Einstechgrenze Werkzeug (abs) – (nur bei Bearbeitungsrichtung plan) mm
UX oder U Schlichtaufmaß in X oder Schlichtaufmaß in X und Z - (nur bei ∇) mm
UZ Schlichtaufmaß in Z - (nur bei UX) mm
DI Bei Null: kontinuierlicher Schnitt - (nur bei ∇) mm

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 571
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


Aufmaß Aufmaß zum Vorschlichten - (nur bei ∇∇∇) mm
● ja
U1 Konturaufmaß
● nein
U1 Korrekturaufmaß in X- und Z-Richtung (ink) – (nur bei Aufmaß) mm
● positiver Wert: Korrekturaufmaß bleibt stehen
● negativer Wert: Korrekturaufmaß wird zusätzlich zum Schlichtaufmaß entfernt
Eingrenzen Bearbeitungsbereich eingrenzen
● ja
● nein
nur bei Eingrenzen ja: mm
XA 1. Grenze XA ∅
XB 2. Grenze XB ∅ (abs) oder 2. Grenze bezogen auf XA (ink)
ZA 1. Grenze ZA
ZB 2. Grenze ZB (abs) oder 2. Grenze bezogen auf ZA (ink)
N Anzahl der Einstiche
DP Abstand der Einstiche (ink) mm

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

10.5.11 Stechdrehen (CYCLE952)

Funktion
Mit der Funktion "Stechdrehen" können Sie einen beliebig geformten Einstich fertigen.
Im Gegensatz zum Stechen wird beim Stechdrehen nach jedem Einstich auch seitlich
abgespant, so dass die Bearbeitungszeit deutlich kürzer ist. Im Gegensatz zum Abspanen
können Sie beim Stechdrehen auch Konturen bearbeiten, in die senkrecht hereingefahren
werden muss.
Für das Stechdrehen benötigen Sie ein spezielles Werkzeug. Bevor Sie den Zyklus
"Stechdrehen" programmieren, müssen Sie erst die gewünschte Kontur eingeben.

Voraussetzung
Bei einem G-Code-Programm ist mindestens ein CYCLE62 vor dem CYCLE952 erforderlich.
Ist CYCLE62 nur einmal vorhanden, dann handelt es sich um die Fertigteilkontur.

Fräsen
572 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Ist CYCLE62 zweimal vorhanden, dann ist der erste Aufruf die Roteilkontur und der zweite
Aufruf die Fertigteilkontur (siehe auch Kapitel "Programmierung (Seite 532)").

Hinweis
Abarbeiten von externen Medien
Wenn Sie Programme von einem externen Laufwerk (z.B. lokales Laufwerk oder Netzlaufwerk)
abarbeiten lassen wollen, benötigen Sie die Funktion Execution from External Storage (EES).
Weitere Informationen entnehmen Sie folgender Literatur:
Inbetriebnahmehandbuch SINUMERIK Operate (IM9) / SINUMERIK 840D sl

Bearbeitungsbereich eingrenzen
Wenn Sie z. B. einen bestimmten Bereich der Kontur mit einem anderen Werkzeug bearbeiten
möchten, können Sie den Bearbeitungsbereich eingrenzen, so dass nur der gewünschte Teil
der Kontur bearbeitet wird.

Vorschubunterbrechung
Wenn Sie verhindern möchten, dass bei der Bearbeitung zu lange Späne entstehen, können
Sie eine Vorschubunterbrechung programmieren.

Eingabe einfach
Sie haben die Möglichkeit, die Fülle der Parameter für einfache Bearbeitungen mit Hilfe des
Auswahlfeldes "Eingabe" auf die wichtigsten Parameter zu reduzieren. In diesem Modus
"Eingabe einfach" erhalten die ausgeblendeten Parameter einen festen, nicht einstellbaren
Wert.

Maschinenhersteller
Verschiedene festgelegte Werte können über Settingdaten vorbelegt werden.
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.
Wenn es die Erstellung eines Programms erfordert, können Sie über "Eingabe komplett"
sämtliche Parameter einblenden und verändern.

Bearbeitungsart
Die Bearbeitungsart (Schruppen, Schlichten oder Komplettbearbeitung) können Sie frei
wählen.
Genauere Informationen können Sie jeweils Kapitel "Abspanen" entnehmen.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 573
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm ist angelegt und Sie befinden sich


im Editor.
2. Drücken Sie die Softkeys "Drehen" und "Konturdrehen".

3. Drücken Sie den Softkey "Stechdrehen".


Das Eingabefenster "Stechendrehen" wird geöffnet.

Parameter im Modus "Eingabe komplett"

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● komplett
PRG Name des zu generierenden Programms T Werkzeugname
PL Bearbeitungsebene D Schneidennummer
RP Rückzugsebene - (nur bei mm S/V Spindeldrehzahl oder U/min
Bearbeitungsrichtung längs, konstante Schnittgeschwin‐ m/min
innen) digkeit
SC Sicherheitsabstand mm
Restma‐ Mit nachfolgender Restmaterialbearbeitung
terial ● ja
● nein
CONR Name zum Speichern der aktualisierten Roh‐
teilkontur für die Restmaterialbearbeitung - (nur
bei Restmaterialbearbeitung "ja")

Fräsen
574 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


Freifahren ● nein
(bei ShopMill-Pro‐ Vor dem Schwenken wird nicht freigefahren
gramm) ● Z

Freifahren in Richtung der Maschinenachse Z


● Z,X,Y

Bearbeitungsachsen vor dem Schwenken auf Freifahrposition fahren


● Werkzeugrichtung max.

Maximales Freifahren (bis Softwareendlage) in Richtung Werkzeugrichtung


● Werkzeugrichtung ink.

Inkrementales Freifahren (angegebener Freifahrweg, bis maximal


Softwareendlage) in Werkzeugrichtung
Bei Freifahren in Werkzeugrichtung können im geschwenkten Zustand der Maschi‐
ne mehrere Achsen verfahren.
ZR Freifahrweg - nur bei Freifahren inkremental in mm
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Werkzeug über Beta- und Gammawinkel ausrichten
β Werkzeug mit Schwenkachsen ausrichten Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● Werteingabe
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
● β = 0°

● β = 90°

γ ● 0° Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● 180°
gramm)
● freie Eingabe des gewünschten Winkels

Rundachsen direkt positionieren


B1 Werkzeug mit Schwenkachsen direkt ausrichten: Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
C1 Freie Eingabe des gewünschten Winkels Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 575
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


αC Drehposition bei einer Polstellung Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Hirth-Verzahnung ● Auf nächste Hirth-Verzahnung runden

● Auf Hirth-Verzahnung aufrunden

● Auf Hirth-Verzahnung abrunden

Hinweis:
Bei Maschinen mit Hirth-Verzahnung
Werkzeug Werkzeugspitze beim Schwenken
● nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens beibehalten.


● nicht nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens nicht


beibehalten.
Vorzugsrichtung (bei Vorzugsrichtung der Schwenkachse bei mehreren möglichen Ausrichtungen der
ShopMill-Programm) Maschine

FX Vorschub in X-Richtung *
FZ Vorschub in Z-Richtung *
Bearbeitung ● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
● ∇+∇∇∇ (Komplettbearbeitung)
Bearbeitungs- ● plan
richtung ● längs

Lage ● vorne
● hinten
● innen
● außen
D maximale Tiefenzustellung - (nur bei ∇) mm
XDA 1. Einstechgrenze Werkzeug (abs) – (nur bei Bearbeitungsrichtung plan) mm
XDB 2. Einstechgrenze Werkzeug (abs) – (nur bei Bearbeitungsrichtung plan) mm

Fräsen
576 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


UX oder U Schlichtaufmaß in X oder Schlichtaufmaß in X und Z - (nur bei ∇) mm
UZ Schlichtaufmaß in Z - (nur bei UX) mm
DI Bei Null: kontinuierlicher Schnitt - (nur bei ∇) mm
BL Rohteilbeschreibung (nur bei ∇)
● Zylinder (Beschreibung über XD, ZD)
● Aufmaß (XD und ZD auf Fertigteilkontur)
● Kontur (zusätzlicher CYCLE62-Aufruf mit Rohteilkontur - z.B. Gussform)
XD - (nur bei Bearbeitung ∇) mm
- (nur bei Rohteilbeschreibung Zylinder und Aufmaß)
● Bei Rohteilbeschreibung Zylinder
– Variante Absolut:
Zylindermaß ∅ (abs)
– Variante Inkrementell:
Aufmaß (ink) zu Maximalwerten der CYCLE62-Fertigteilkontur
● Bei Rohteilbeschreibung Aufmaß
– Aufmaß auf die CYCLE62-Fertigteilkontur (ink)
ZD - (nur bei Bearbeitung ∇) mm
- (nur bei Rohteilbeschreibung Zylinder und Aufmaß)
● Bei Rohteilbeschreibung Zylinder
– Variante Absolut:
Zylindermaß (abs)
– Variante Inkrementell:
Aufmaß (ink) zu Maximalwerten der CYCLE62-Fertigteilkontur
● Bei Rohteilbeschreibung Aufmaß
– Aufmaß auf die CYCLE62-Fertigteilkontur (ink)
Aufmaß Aufmaß zum Vorschlichten - (nur bei ∇∇∇) mm
● ja
U1 Konturaufmaß
● nein
U1 Korrekturaufmaß in X- und Z-Richtung (ink) – (nur bei Aufmaß) mm
● positiver Wert: Korrekturaufmaß bleibt stehen
● negativer Wert: Korrekturaufmaß wird zusätzlich zum Schlichtaufmaß entfernt
Eingrenzen Bearbeitungsbereich eingrenzen
● ja
● nein
nur bei Eingrenzen ja: mm
XA 1. Grenze XA ∅
XB 2. Grenze XB ∅ (abs) oder 2. Grenze bezogen auf XA (ink)
ZA 1. Grenze ZA
ZB 2. Grenze ZB (abs) oder 2. Grenze bezogen auf ZA (ink)
N Anzahl der Einstiche
DP Abstand der Einstiche mm

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 577
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

Parameter im Modus "Eingabe einfach"

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


Eingabe ● einfach
PRG Name des zu generierenden Programms T Werkzeugname
D Schneidennummer
S/V Spindeldrehzahl oder U/min
konstante Schnittgeschwin‐ m/min
digkeit

Parameter Beschreibung Einheit


Freifahren ● nein
(bei ShopMill-Pro‐ Vor dem Schwenken wird nicht freigefahren
gramm) ● Z

Freifahren in Richtung der Maschinenachse Z


● Z,X,Y

Bearbeitungsachsen vor dem Schwenken auf Freifahrposition fahren


● Werkzeugrichtung max.

Maximales Freifahren (bis Softwareendlage) in Richtung Werkzeugrichtung


● Werkzeugrichtung ink.

Inkrementales Freifahren (angegebener Freifahrweg, bis maximal Softwareendlage)


in Werkzeugrichtung
Bei Freifahren in Werkzeugrichtung können im geschwenkten Zustand der Maschine
mehrere Achsen verfahren.
ZR Freifahrweg - nur bei Freifahren inkremental in mm
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Werkzeug über Beta- und Gammawinkel ausrichten

Fräsen
578 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


β Werkzeug mit Schwenkachsen ausrichten Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● Werteingabe
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
● β = 0°

● β = 90°

γ ● 0° Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● 180°
gramm)
● freie Eingabe des gewünschten Winkels

Rundachsen direkt positionieren


B1 Werkzeug mit Schwenkachsen direkt ausrichten: Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
C1 Freie Eingabe des gewünschten Winkels Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
αC Drehposition bei einer Polstellung Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Hirth-Verzahnung ● Auf nächste Hirth-Verzahnung runden

● Auf Hirth-Verzahnung aufrunden

● Auf Hirth-Verzahnung abrunden

Hinweis:
Bei Maschinen mit Hirth-Verzahnung
Werkzeug Werkzeugspitze beim Schwenken
● nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens beibehalten.


● nicht nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens nicht beibehalten.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 579
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


Vorzugsrichtung Vorzugsrichtung der Schwenkachse bei mehreren möglichen Ausrichtungen der Maschi‐
(bei ShopMill-Pro‐ ne
gramm)

FX Vorschub in X-Richtung *
FZ Vorschub in Z-Richtung *
Bearbeitung ● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
● ∇+∇∇∇ (Komplettbearbeitung)
Bearbeitungs- ● plan
richtung ● längs

RP Rückzugsebene - (nur bei Bearbeitungsrichtung längs, innen) mm


Lage ● vorne
● hinten
● innen
● außen
D maximale Tiefenzustellung - (nur bei ∇) mm
XDA 1. Einstechgrenze Werkzeug (abs) – (nur bei Bearbeitungsrichtung plan) mm
XDB 2. Einstechgrenze Werkzeug (abs) – (nur bei Bearbeitungsrichtung plan) mm
UX oder U Schlichtaufmaß in X oder Schlichtaufmaß in X und Z - (nur bei ∇) mm
UZ Schlichtaufmaß in Z - (nur bei UX) mm
BL Rohteilbeschreibung (nur bei ∇)
● Zylinder (Beschreibung über XD, ZD)
● Aufmaß (XD und ZD auf Fertigteilkontur)
● Kontur (zusätzlicher CYCLE62-Aufruf mit Rohteilkontur - z.B. Gussform)
XD - (nur bei Bearbeitung ∇) mm
- (nur bei Rohteilbeschreibung Zylinder und Aufmaß)
● Bei Rohteilbeschreibung Zylinder
– Variante Absolut:
Zylindermaß ∅ (abs)
– Variante Inkrementell:
Aufmaß (ink) zu Maximalwerten der CYCLE62-Fertigteilkontur
● Bei Rohteilbeschreibung Aufmaß
– Aufmaß auf die CYCLE62-Fertigteilkontur (ink)

Fräsen
580 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


ZD - (nur bei Bearbeitung ∇) mm
- (nur bei Rohteilbeschreibung Zylinder und Aufmaß)
● Bei Rohteilbeschreibung Zylinder
– Variante Absolut:
Zylindermaß (abs)
– Variante Inkrementell:
Aufmaß (ink) zu Maximalwerten der CYCLE62-Fertigteilkontur
● Bei Rohteilbeschreibung Aufmaß
– Aufmaß auf die CYCLE62-Fertigteilkontur (ink)
Aufmaß Aufmaß zum Vorschlichten - (nur bei ∇∇∇) mm
● ja
U1 Konturaufmaß
● nein
U1 Korrekturaufmaß in X- und Z-Richtung (ink) – (nur bei Aufmaß) mm
● positiver Wert: Korrekturaufmaß bleibt stehen
● negativer Wert: Korrekturaufmaß wird zusätzlich zum Schlichtaufmaß entfernt

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

Ausgeblendete Parameter
Folgende Parameter sind ausgeblendet. Sie werden mit festen bzw. über Settingdaten
einstellbaren Werten vorbesetzt.

Parameter Beschreibung Wert In SD einstellbar


Restmaterial Ohne nachfolgende Restmaterialbearbeitung nein
PL Bearbeitungsebene In MD 52005
festgelegt
SC Sicherheitsabstand 1 mm x
DI kontinuierlicher Schnitt - (nur bei ∇) 0
Eingrenzen Bearbeitungsbereich eingrenzen nein
N Anzahl der EInstiche 1

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 581
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

10.5.12 Stechdrehen Rest (CYCLE952)

Funktion
Wenn Sie Material bearbeiten möchten, das beim Stechdrehen stehen geblieben ist, nutzen
Sie die Funktion "Stechdrehen Restmaterial".
Bei G-Code-Programm wählen Sie die Funktion in der Maske an. Material, das durch das
Schlichtaufmaß stehen bleibt, ist kein Restmaterial. Mit der Funktion "Stechdrehen
Restmaterial" können Sie das überflüssige Material mit einem geeigneten Werkzeug
bearbeiten.
Die Funktion "Stechendrehen Restmaterial" ist eine Software-Option.

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm ist angelegt und Sie befinden sich


im Editor.
2. Drücken Sie die Softkeys "Drehen" und "Konturdrehen".

3. Drücken Sie den Softkey "Stechdrehen Rest".


Das Eingabefenster "Stechendrehen Restmaterial" wird geöffnet.

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


PRG Name des zu generierenden Pro‐ T Werkzeugname
gramms
PL Bearbeitungs‐ D Schneidennum‐
ebene mer
RP Rückzugsebe‐ mm S/V Spindeldreh‐ U/min
ne - (nur bei Be‐ zahl oder m/min
arbeitungsrich‐ konstante
tung längs, in‐ Schnittge‐
nen) schwindigkeit
SC Sicherheitsab‐ mm
stand
Restmaterial Mit nachfolgender Restmaterial‐
bearbeitung
● ja
● nein
CONR Name zum Speichern der aktuali‐
sierten Rohteilkontur für die Rest‐
materialbearbeitung - (nur bei
Restmaterialbearbeitung "ja")

Fräsen
582 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


Freifahren ● nein
(bei ShopMill-Pro‐ Vor dem Schwenken wird nicht freigefahren
gramm) ● Z

Freifahren in Richtung der Maschinenachse Z


● Z,X,Y

Bearbeitungsachsen vor dem Schwenken auf Freifahrposition fahren


● Werkzeugrichtung max.

Maximales Freifahren (bis Softwareendlage) in Richtung Werkzeugrichtung


● Werkzeugrichtung ink.

Inkrementales Freifahren (angegebener Freifahrweg, bis maximal Softwareendlage)


in Werkzeugrichtung
Bei Freifahren in Werkzeugrichtung können im geschwenkten Zustand der Maschine
mehrere Achsen verfahren.
ZR Freifahrweg - nur bei Freifahren inkremental in mm
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Werkzeug über Beta- und Gammawinkel ausrichten
β Werkzeug mit Schwenkachsen ausrichten Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● Werteingabe
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
● β = 0°

● β = 90°

γ ● 0° Grad
(bei ShopMill-Pro‐ ● 180°
gramm)
● freie Eingabe des gewünschten Winkels

Rundachsen direkt positionieren


B1 Werkzeug mit Schwenkachsen direkt ausrichten: Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm) Freie Eingabe des gewünschten Winkels
C1 Freie Eingabe des gewünschten Winkels Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 583
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


αC Drehposition bei einer Polstellung Grad
(bei ShopMill-Pro‐
gramm)
Hirth-Verzahnung ● Auf nächste Hirth-Verzahnung runden

● Auf Hirth-Verzahnung aufrunden

● Auf Hirth-Verzahnung abrunden

Hinweis:
Bei Maschinen mit Hirth-Verzahnung
Werkzeug Werkzeugspitze beim Schwenken
● nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens beibehalten.


● nicht nachführen

Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens nicht beibehalten.
Vorzugsrichtung Vorzugsrichtung der Schwenkachse bei mehreren möglichen Ausrichtungen der Maschi‐
(bei ShopMill-Pro‐ ne
gramm)

FX Vorschub in X-Richtung *
FZ Vorschub in Z-Richtung *
Bearbeitung ● ∇ (Schruppen)
● ∇∇∇ (Schlichten)
Bearbeitungs- ● plan
richtung ● längs

Lage ● vorne
● hinten
● innen
● außen
D maximale Tiefenzustellung - (nur bei ∇) mm
UX oder U Schlichtaufmaß in X oder Schlichtaufmaß in X und Z - (nur bei ∇) mm
UZ Schlichtaufmaß in Z - (nur bei UX) mm
XDA 1. Einstechgrenze Werkzeug ∅ (abs) – (nur Stirnseite oder Rückseite) mm
XDB 2. Einstechgrenze Werkzeug ∅ (abs) – (nur Stirnseite oder Rückseite) mm

Fräsen
584 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.5 Konturdrehen - Fräs-/Drehmaschine

Parameter Beschreibung Einheit


Aufmaß Aufmaß zum Vorschlichten
● ja
U1 Konturaufmaß
● nein
DI Bei Null: kontinuierlicher Schnitt - (nur bei ∇) mm
XD - (nur bei Rohteilbeschreibung Zylinder und Aufmaß) mm
● Bei Rohteilbeschreibung Zylinder
– Aufmaß oder Zylindermaß ∅ (abs)
– Aufmaß oder Zylindermaß (ink)
● Bei Rohteilbeschreibung Aufmaß
– Aufmaß auf die Kontur ∅ (abs)
– Aufmaß auf die Kontur (ink)
ZD - (nur bei Rohteilbeschreibung Zylinder und Aufmaß) mm
● Bei Rohteilbeschreibung Zylinder
Aufmaß oder Zylindermaß (abs oder ink)
● Bei Rohteilbeschreibung Aufmaß
Aufmaß auf die Kontur (abs oder ink)
U1 Korrekturaufmaß in X- und Z-Richtung (ink) – (nur bei Aufmaß) mm
● positiver Wert: Korrekturaufmaß bleibt stehen
● negativer Wert: Korrekturaufmaß wird zusätzlich zum Schlichtaufmaß entfernt
Eingrenzen Bearbeitungsbereich eingrenzen
● ja
● nein
nur bei Eingrenzen ja: mm
XA 1. Grenze XA ∅
XB 2. Grenze XB ∅ (abs) oder 2. Grenze bezogen auf XA (ink)
ZA 1. Grenze ZA
ZB 2. Grenze ZB (abs) oder 2. Grenze bezogen auf ZA (ink)
N Anzahl der Einstiche
DP Abstand der Einstiche (ink) mm

* Einheit des Vorschubes wie vor Zyklusaufruf programmiert

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 585
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.6 Weitere Zyklen und Funktionen

10.6 Weitere Zyklen und Funktionen

10.6.1 Schwenken Ebene/Werkzeug (CYCLE800)

Der Schwenkzyklus CYCLE800 dient zum Schwenken auf eine beliebige Fläche, um diese zu
bearbeiten oder zu messen. In diesem Zyklus werden die aktiven Werkstücknullpunkte und
Werkzeugkorrekturen unter Berücksichtung der kinematischen Kette der Maschine durch
Aufruf entsprechender NC-Funktionen auf die schräge Fläche umgerechnet und die
Rundachsen (wahlweise) positioniert.
Schwenken kann erfolgen:
● achsweise
● über Raumwinkel
● über Projektionswinkel
● direkt
Vor dem Positionieren der Rundachsen können die Linearachsen wahlweise freigefahren
werden.
Schwenken bedingt immer drei Geometrieachsen.
In der Grundausführung stehen die Funktionen
● 3 + 2 Achsen Schrägbearbeitung und
● Orientierbarer Werkzeugträger
zur Verfügung.

Anstellen/Ausrichten Werkzeug bei G-Code-Programm


Die Funktion Schwenken beinhaltet auch die Funktionen "Anstellen Werkzeug" und
"Ausrichten Fräswerkzeug". Beim Anstellen und Ausrichten wird im Gegensatz zum
Schwenken das Koordinatensystem (WKS) nicht mitgedreht.

Voraussetzungen vor Aufruf des Schwenkzyklus


Vor dem 1. Aufruf des Schwenkzyklus im Hauptprogramm sollte ein Werkzeug
(Werkzeugschneide D > 0) und die Nullpunktverschiebung (NPV) programmiert werden, mit
dem das Werkstück angekratzt oder vermessen wurde.
Beispiel:

N1 T1D1
N2 M6
N3 G17 G54
N4 CYCLE800(1,"",0,57,0,0,0,0,0,0,0,0,0,1,0,1)) ;Schwenken NULL auf
;Grundstellung der
;Maschinenkinematik
N5 WORKPIECE(,,,,"BOX",0,0,50,0,0,0,100,100) ;Rohteilvereinbarung für
;Simulation und
;Mitzeichnen

Fräsen
586 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.6 Weitere Zyklen und Funktionen

Bei Maschinen bei denen Schwenken eingerichtet ist, sollte jedes Hauptprogramm mit einem
Schwenk in die Grundstellung der Maschine beginnen.
Die Definition des Rohteils (WORKPIECE) bezieht sich immer auf die aktuell wirksame
Nullpunktverschiebung. Bei Programmen, die "Schwenken" verwenden, muss also vor der
Rohteildefinition ein Schwenk auf Null erfolgen. Bei ShopMill-Programmen wird das Rohteil
im Programmkopf automatisch auf den ungeschwenkten Zustand bezogen.
Im Schwenkzyklus werden die Nullpunktverschiebung (NPV) sowie die Verschiebungen und
Drehungen der Parameter des CYCLE800 auf die entsprechende Bearbeitungsebene
umgerechnet. Die Nullpunktverschiebung bleibt erhalten. Verschiebungen und Drehungen
werden in Systemframes, den Schwenkframes, gespeichert (Anzeige unter Parameter/
Nullpunktverschiebungen):
● Werkzeugbezug ($P_TOOLFRAME)
● Rundtischbezug ($P_PARTFRAME)
● Werkstückbezug ($P_WPFRAME)
Die aktuelle Bearbeitungsebene (G17, G18, G19) wird vom Schwenkzyklus berücksichtigt.
Schwenken auf eine Bearbeitungs- oder Hilfsfläche beinhaltet immer 3 Schritte:
● Verschiebung des WKS vor der Drehung
● Drehung des WKS (achsweise, ...)
● Verschiebung des WKS nach der Drehung
Die Verschiebungen bzw. Drehungen beziehen sich auf das Koordinatensystem X, Y, Z des
Werkstücks und sind deshalb maschinenunabhängig (außer bei Schwenken "Rundachse
direkt").
Es werden im Schwenkzyklus keine programmierbaren Frames benutzt. Die vom Anwender
programmierten Frames werden beim additiven Schwenken berücksichtigt.
Beim Schwenken auf eine neue Schwenkebene werden die programmierbaren Frames
dagegen gelöscht. Auf der Schwenkebene sind beliebige Bearbeitungen, z.B. durch Aufruf
von Standardzyklen oder Messzyklen möglich.
Nach Programmreset oder bei Stromausfall bleibt die letzte Schwenkebene aktiv. Das
Verhalten bei Reset und Power-On ist über Maschinendaten einstellbar.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Satzsuchlauf bei Schwenken Ebene / Schwenken Werkzeug


Bei Satzsuchlauf mit Berechnung werden nach NC-Start zuerst die automatischen
Rundachsen des aktiven Schwenkdatensatzes vorpositioniert und danach die restlichen
Achsen der Maschine positioniert. Dies gilt nicht, wenn eine Transformation vom Typ TRACYL
oder TRANSMIT nach Satzsuchlauf aktiv ist. In diesem Fall werden alle aufgesammelten
Positionen aller Achse gleichzeitig verfahren.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
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Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.6 Weitere Zyklen und Funktionen

Ausrichten von Werkzeugen


Im Unterschied zu "Schwenken Ebene" wirkt beim "Schwenken Werkzeug" bzw. "Ausrichten
Fräswerkzeug" keine Drehung in der aktiven Framekette (WKS). Es wirken nur die von der
NC berechneten Verschiebungen und die entsprechende Werkzeugorientierung.
Der maximale Winkelbereich bei "Ausrichten Fräswerkzeug" wird vom Verfahrbereich der
beteiligten Rundachsen begrenzt.

Name des Schwenkdatensatzes


Auswahl des Schwenkdatensatzes oder Abwahl des Schwenkdatensatzes.
Die Auswahl kann durch Maschinendatum ausgeblendet sein.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Anfahren an Bearbeitung
Beim Anfahren an die programmierte Bearbeitung in der geschwenkten Ebene können in
ungünstigen Fällen die Softwareendschalter verletzt werden. Oberhalb der Rückzugsebene
fährt das System in einem solchen Fall an den Softwareendschaltern entlang. Bei einer
Verletzung unterhalb der Rückzugsebene wird das Programm sicherheitshalber mit einem
Alarm abgebrochen. Um dies zu verhindern, können Sie vor dem Schwenken z.B. das
Werkzeug möglichst nah in der X/Y-Ebene an den Startpunkt der Bearbeitung heranfahren
oder die Rückzugsebene näher am Werkstück definieren.

Freifahren
Vor dem Schwenken der Achsen können Sie das Werkzeug auf eine sichere Freifahrposition
fahren. Welche Freifahrvarianten Ihnen zur Verfügung stehen, wird bei der Inbetriebnahme
festgelegt.
Der Freifahrmodus ist modal wirksam. Bei Werkzeugwechsel oder nach einem Satzsuchlauf
wird der zuletzt eingestellte Freifahrmodus verwendet.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

WARNUNG
Kollisionsgefahr
Sie müssen die Freifahrposition so wählen, dass beim Schwenken keine Kollision zwischen
Werkzeug und Werkstück erfolgen kann.

Fräsen
588 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.6 Weitere Zyklen und Funktionen

Schwenkebene (nur bei G-Code-Programmierung)


● neu
Bisherige Schwenkframes und programmierte Frames werden gelöscht und die im
Eingabebild definierten Werte bilden den neuen Schwenkframe.
Jedes Hauptprogramm muss mit einem Schwenkzyklus mit der Schwenkebene neu
beginnen um sicherzustellen, dass kein Schwenkframe aus einem anderen Programm aktiv
ist.
● additiv
Der Schwenkframe setzt additiv auf den Schwenkframe des letzten Schwenkzyklus auf.
Sind in einem Programm mehrere Schwenkzyklen programmiert und zwischen diesen sind
zusätzlich programmierbare Frames aktiv (z. B. AROT ATRANS), werden diese im
Schwenkframe berücksichtigt.
Enthält die aktuell wirksame NV Drehungen, z. B. durch vorangegangenes Vermessen des
Werkstücks, werden diese im Schwenkzyklus berücksichtigt.

Schwenkmodus
Das Schwenken kann achsweise, über Raumwinkel, über Projektionswinkel oder direkt
erfolgen. Welche Schwenk-Varianten zur Verfügung stehen, legt der Maschinenhersteller
beim Einrichten der Funktion "Schwenken Ebene/Schwenken Werkzeug" fest.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

● achsweise
Beim achsweisen Schwenken wird das Koordinatensystem nacheinander um die einzelnen
Achsen gedreht, wobei jede Drehung auf die vorherige aufsetzt. Die Reihenfolge der
Achsen ist frei wählbar.
● Raumwinkel
Beim Schwenken über Raumwinkel wird erst um die Z-Achse und dann um die Y-Achse
gedreht. Die zweite Drehung setzt auf die erste auf.
● Projektionswinkel
Beim Schwenken mittels Projektionswinkel wird der Winkelwert der geschwenkten Fläche
auf die ersten beiden Achsen des rechtwinkligen Koordinatensystems projiziert. Die
Reihenfolge Achsdrehungen ist frei wählbar.
Die 3. Drehung setzt auf die vorherige Drehung auf. Bei der Anwendung des
Projektionswinkels sind die aktive Ebene und die Werkzeugorientierung zu beachten:
– Bei G17 Projektionswinkel XY, 3.Drehung um Z
– Bei G18 Projektionswinkel ZX, 3.Drehung um Y
– Bei G19 Projektionswinkel YZ, 3.Drehung um X.
Bei Programmierung von Projektionswinkeln um XY oder YX liegt die neue X-Achse des
geschwenkten Kordinatensystems in der alten Z-X-Ebene.
Bei Programmierung von Projektionswinkeln um XZ oder ZX liegt die neue Z-Achse des
geschwenkten Kordinatensystems in der alten Y-Z-Ebene.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 589
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.6 Weitere Zyklen und Funktionen

Bei Programmierung von Projektionswinkeln um YZ oder ZY liegt die neue Y-Achse des
geschwenkten Kordinatensystems in der alten X-Y-Ebene.
● direkt
Beim direkten Schwenken werden die gewünschten Positionen der Rundachsen
angegeben. Der HMI berechnet daraus ein geeignetes neues Koordinatensystem. Die
Werkzeugachse wird in Z-Richtung ausgerichtet. Die sich ergebende Richtung der X- und
Y-Achse können Sie durch Verfahren der Achsen ermitteln.
Hinweis
Drehrichtung
Die jeweils positive Drehrichtung bei den unterschiedlichen Schwenk-Varianten kann den
Hilfebildern entnommen werden.

Achsreihenfolge
Reihenfolge der Achsen, um die gedreht wird:
XYZ oder XZY oder YXZ oder YZX oder ZXY oder ZYX

Richtung (minus/plus)
Richtungsbezug der Verfahrrichtung Rundachse 1 oder 2 des aktiven Schwenkdatensatzes
(Maschinenkinematik). Durch den Winkelverfahrbereich der Rundachsen der
Maschinenkinematik werden von der NC zwei mögliche Lösungen, der im CYCLE800
programmierten Drehung / Verschiebung, berechnet. Dabei ist meist nur eine Lösung
technologisch sinnvoll. Die Lösungen unterscheiden sich um jeweils 180 Grad. Die Auswahl,
welche der beiden möglichen Lösungen verfahren werden soll, erfolgt durch die Auswahl
Richtung "Minus" oder "Plus".
● "Minus" → kleinerer Wert der Rundachse
● "Plus" → größerer Wert der Rundachse
Auch in Grundstellung (Polstellung) der Maschinenkinematiken werden von der NC zwei
Lösungen berechnet und vom CYCLE800 angefahren. Bezug ist die Rundachse, die bei der
Inbetriebnahme der Funktion "Schwenken" als Richtungsbezug eingestellt wurde.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Kann eine der beiden Stellungen aus mechanischen Gründen nicht erreicht werden, wird
automatisch die alternative Stellung angewählt, unabhängig von der Einstellung im Parameter
"Richtung".
Beispiel:
● Maschinenkinematik mit Schwenkkopf und Schwenktisch.
Schwenkkopf mit Rundachse 1 (B) dreht um die Maschinenachse Y.
● Winkelverfahrbereich Rundachse B von -90 bis +90 Grad.
● Schwenktisch mit Rundachse 2 (C) dreht um die Maschinenachse Z.
● Winkelverfahrbereich Rundachse 2 (C) von 0 bis 360 Grad (Modulo 360).

Fräsen
590 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.6 Weitere Zyklen und Funktionen

● Maschinenhersteller hat in der IBN Schwenken den Richtungsbezug auf Rundachse 1 (B)
eingestellt.
● Im Schwenkzyklus wird eine Drehung um X (WKS) von 10 Grad programmiert.
Im folgenden Bild ist die Maschine in Grundstellung (Polstellung) der Kinematik (B = 0 C = 0)
dargestellt.

● Richtung "-" (Minus)


– Rundachse B fährt in negativer Richtung (roter Pfeil) auf -10 Grad.
– Rundachse C fährt auf 90 Grad (Drehung um X!).
● Richtung "+" (Plus)
– Rundachse B fährt in positiver Richtung (roter Pfeil) auf +10 Grad.
– Rundachse C fährt auf 270 Grad.
Mit beiden Einstellungen der Richtung, "Minus" oder "Plus", kann ein Werkstück mit
geschwenkten Ebenen bearbeitet werden. Die beiden von der NC berechneten Lösungen
unterscheiden sich um 180 Grad (siehe Rundachse C).

Werkzeug
Zur Vermeidung von Kollisionen können Sie mit Hilfe der 5-Achs-Transformation (Software-
Option) die Position der Werkzeugspitze beim Schwenken festlegen.
● nachführen
Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens nachgeführt.
● Nicht nachführen
Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens nicht nachgeführt.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
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Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.6 Weitere Zyklen und Funktionen

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Diverses".

3. Drücken Sie den Softkey "Schwenken Ebene".


Das Eingabefenster "Schwenken Ebene" wird geöffnet.
4. Drücken Sie den Softkey "Grundstellung", wenn Sie den Grundzustand
wieder herstellen möchten, d.h. die Werte wieder auf 0 setzen möchten.
Nutzen Sie dies z. B., wenn Sie das Koordinatensystem wieder in die
ursprüngliche Lage zurück schwenken möchten.

Parameter G-Code Programm Parameter ShopMill-Programm


PL Bearbeitungsebene T Werkzeugname

D Schneidennummer
F Vorschub mm/min
mm/U

S/V Spindeldrehzahl oder konstante U/min


Schnittgeschwindigkeit m/min

Parameter Beschreibung Einheit


TC Name des Schwenkdatensatzes
Freifahren nein kein Freifahren vor dem Schwenken
Freifahren inkremental in Werkzeugrichtung
Eingabe des Freifahrweges im Parameter ZR
Freifahren maximal in Werkzeugrichtung

Freifahren in Richtung der Maschinenachse Z

Freifahren in Richtung der Maschinenachse Z und dann in X,


Y
ZR Freifahrweg - (nur bei Freifahren inkremental in Werkzeugrichtung)
Schwenkebene ● neu: neue Schwenkebene
● additiv: additive Schwenkebene
X0 Bezugspunkt für die Drehung X
Y0 Bezugspunkt für die Drehung Y
Z0 Bezugspunkt für die Drehung Z

Fräsen
592 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.6 Weitere Zyklen und Funktionen

Parameter Beschreibung Einheit


Schwenkmodus ● achsweise: Koordinatensystem achsweise drehen
● Raumwinkel: Schwenken über Raumwinkel
● Projektionsw.: Schwenken über Projektionswinkel
● direkt: Rundachsen direkt positionieren
Achsreihenfolge Reihenfolge der Achsen, um die gedreht wird: - (nur bei Schwenkmodus achsweise)
XYZ oder XZY oder YXZ oder YZX oder ZXY oder ZYX

X Drehung um X - (nur bei Achsreihenfolge) Grad


Y Drehung um Y Grad
Z Drehung um Z Grad
Projektionslage Lage der Projektion im Raum - (nur bei Schwenkmodus Projektionsw.)
Xα, Yα, Zβ oder Yα, Zα, Zβ oder Zα, Xα, Zβ

Xα Projektionswinkel - (nur bei Projektionslage) Grad


Yα Projektionswinkel Grad
Zβ Drehwinkel in der Ebene Grad
Name Rundachse Drehwinkel der Rund‐ - (nur bei Schwenkmodus direkt) Grad
1 achse 1
Name Rundachse Drehwinkel der Rund‐ Grad
2 achse 2
Z Drehwinkel in der Ebene Grad
X1 Nullpunkt der gedrehten Fläche X
Y1 Nullpunkt der gedrehten Fläche Y
Z1 Nullpunkt der gedrehten Fläche Z
Richtung Richtungsbezug der Verfahrrichtung Rundachse 1 oder 2
- (nicht bei Schwenkmodus direkt)
● +
● -
Werkzeug Position der Werkzeugspitze beim Schwenken
nachführen
Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwen‐
kens beibehalten.
nicht nachführen
Die Position der Werkzeugspitze ändert sich während des
Schwenkens.

Aufruf einer Orientierungstransformation (TRAORI) nach dem Schwenken


Soll auf der geschwenkten Bearbeitungsebene ein Programm abgearbeitet werden, welches
die Orientierungstransformation (TRAORI) einschaltet, so müssen vor dem Aufruf von
TRAORI die Systemframes Werkzeugbezug und Rundtischbezug für den Schwenkkopf oder
-tisch ausgeschaltet werden (siehe Beispiel). Werkstückbezug (WPFRAME) bleibt erhalten.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 593
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.6 Weitere Zyklen und Funktionen

Beispiel (Maschine mit Schwenktisch)


N1 G54
N2 T="MILL_10mm"
N3 M6
N4 CYCLE800(1,"",0,57,0,40,0,-45,0,0,0,0,0,-1) ;Schwenkzyklus
N5 CYCLE71(50,24,2,0,0,0,80,60,0,4,10,5,0,2000,31,5) ;Planfräsen
N6 TCARR=0 ;Abwahl ;Schwenkdaten-
satz
N7 PAROTOF ;Ausschalten ;Rundtisch-
bezug
N8 TOROTOF ;Ausschalten ;Werkzeug-
bezug
;(nur bei ;Schwenkkopf
und ;gemischten ;Kinema-
tiken)
N9 TRAORI ;Einschalten der ;Orien-
tierungstrans;formation
N10 G54 ;Nullpunktverschieb;ung
aktivieren
N11 EXTCALL "WALZ" ;Aufruf 5-;Achsbearbei-
tungs
;programm mit ;Rich-
tungsvektoren ;(A3, B3,
C3)
N12 M2

10.6.2 Schwenken Werkzeug (CYCLE800)

10.6.2.1 Schwenken Werkzeug/Anstellen von Fräswerkzeugen - nur bei G-Code-Programm


(CYCLE800)

Die Werkzeugorientierung ist nach dem "Schwenken Ebene" immer senkrecht auf der
Bearbeitungsebene. Bei Fräsen mit Radienfräsern kann es technologisch sinnvoll sein, das
Werkzeug zum Flächennormalvektor unter einen Winkel anzustellen. Im Schwenkzyklus wird
der Anstellwinkel durch eine Achsdrehungen (max. +- 90grd) auf die aktive Schwenkebene
erzeugt. Die Schwenkebene bei Anstellen ist immer "additiv". Es werden in der Eingabemaske
des Schwenkzyklus bei "Anstellen Werkzeug" nur die Drehungen angezeigt. Die
Drehreihenfolge ist frei wählbar.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
594 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.6 Weitere Zyklen und Funktionen

:HUN]HXJO¦QJH

5

7&3

5 7&3

Bild 10-9 Als Werkzeuglänge des Radienfräsers muss die Länge bis zum TCP (Tool Center Point)
eingegeben werden.

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm ist angelegt und Sie befinden sich


im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Diverses".

3. Drücken Sie die Softkeys "Schwenken Werkzeug" und "Anstellen Fräs‐


werkz.".
Das Eingabefenster "Anstellen Werkzeug" wird geöffnet.

Parameter Beschreibung Einheit


TC Name des Schwenkdatensatzes
Freifahren nein kein Freifahren vor dem Schwenken
Freifahren inkremental in Werkzeugrichtung
Eingabe des Freifahrweges im Parameter ZR
Freifahren maximal in Werkzeugrichtung

Freifahren in Richtung der Maschinenachse Z

Freifahren in Richtung der Maschinenachse Z und dann in X, Y

ZR Freifahrweg - (nur bei Freifahren inkremental in Werkzeugrichtung)


Achsreihenfolge Reihenfolge der Achsen, um die gedreht wird
XY oder XZ oder YX oder YZ oder ZX oder ZY
X Drehung um X Grad
Y Drehung um Y Grad

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 595
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.6 Weitere Zyklen und Funktionen

Parameter Beschreibung Einheit


Werkzeug Position der Werkzeugspitze beim Schwenken
nachführen
Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens beibe‐
halten.
nicht nachführen
Die Position der Werkzeugspitze ändert sich während des Schwenkens.

10.6.3 Ausrichten von Drehwerkzeugen (CYCLE800) - Fräs-/Drehmaschine

Funktion
Mit der Funktion "Ausrichten Drehwerkzeug" werden kombinierte Fräs-Drehmaschinen
unterstützt.
Die Funktionalität zielt auf eine bestimmte Maschinenkonfiguration Fräsmaschinen, die um
die Technologie Drehen erweitert sind. Die Werkzeugorientierung im Drehbetrieb wird durch
eine Schwenkachse mit der Orientierung um die Geometrieachse Y mit zugehöriger
Frässpindel (z.B. C1) realisiert.
Im Unterschied zu "Schwenken Ebene" wirkt beim "Ausrichten Werkzeug" keine Drehung in
den aktiven Nullpunktverschiebungen im WKS. Nur die von der NC berechneten
Verschiebungen und die entsprechende Werkzeugorientierung wirken.
Der maximale Winkelbereich bei "Ausrichten Werkzeug" beträgt +/-360 Grad.Er wird vom
Verfahrbereich der beteiligten Rundachsen begrenzt. Der Winkelbereich wird zusätzlich
technologisch in Abhängigkeit des verwendeten Werkzeugs begrenzt. Bei "Ausrichten
Werkzeug" werden mit dem NC-Befehl CUTMODK die Daten des Werkzeugs online auf Basis
der Werkzeugorientierung berechnet. Bei einem Drehwerkzeug betrifft dies die Schneidenlage
(SL), den Halterwinkel und die Schnittrichtung.
Die Anwendung der Funktion "Ausrichten Drehwerkzeug" ist für die Technologie Drehen
vorgesehen. Sie muss vor den entsprechenden Drehzyklen im NC-Programm programmiert
werden. Wenn auf beliebig geschwenkten Bearbeitungsebenen gefräst werden soll, erfolgt
die Programmierung mit der Funktion "Schwenken Ebene".

Definition der Winkel β und γ


Für das Ausrichten von Drehwerkzeugen werden die Winkel Beta und Gamma verwendet. Die
Winkel sind auf das WKS bezogen. Wenn das Werkstückkoordinatensystem dem
Maschinenkoordinatensystem entspricht, so bleiben bei β=0° / γ=0° die Werkzeugdaten
unverändert (Schneidenlage, Halterwinkel, ...).

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
596 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.6 Weitere Zyklen und Funktionen

Beispiel "Vertikale Fräsmaschine"

Grundstellung der Kinematik B=0Ausrichten Werkzeug ß = 0°

B
Z
-90° 90°
Y

β = 0°
γ = 0°
SL = 3

SL = Schneidenlage

Ausrichten Drehwerkzeug ß = -90°

Z
-90°
B 90°


Y

β = -90°
γ = 0°
SL = 4
X

SL = Schneidenlage

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 597
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.6 Weitere Zyklen und Funktionen

Beispiel "Horizontale Fräsmaschine"

Grundstellung der Kinematik A = 0°

Y

A 180°

90°
X

Bild 10-10 Werkstückkoordinatensystem im Fräsbetrieb

Ausrichten Werkzeug ß = 0°, A = 90°


A 180°

90°
Z

β = 0°
X γ = 0°
SL3

Bild 10-11 Werkstückkoordinatensystem im Drehbetrieb

SL = Schneidenlage

Ausrichten Werkzeug ß = 90°, A = 0°

Z

A 180°

90°
Y

β = 90°
γ = 0°
SL = 4
X

Fräsen
598 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.6 Weitere Zyklen und Funktionen

SL = Schneidenlage

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm ist angelegt und Sie befinden sich


im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Diverses".

3. Drücken Sie die Softkeys "Schwenken Werkzeug" und "Ausrichten Dreh‐


werkz.".
Das Eingabefenster "Ausrichten Drehwerkzeug" wird geöffnet.

Parameter Beschreibung Einheit


TC Name des Schwenkdatensatzes
Freifahren nein kein Freifahren vor dem Schwenken
Freifahren inkremental in Werkzeugrichtung

Freifahren maximal in Werkzeugrichtung

Freifahren in Richtung der Maschinenachse Z

Freifahren in Richtung der Maschinenachse Z und dann in X, Y

ZR Freifahrweg - (nur bei Freifahren inkremental in Werkzeugrichtung)


Schwenkmodus Schwenkmodus "direkt":
Die Position der Rundachsen wird direkt angegeben.
Schwenkmodus "ausrichten":
Die Stellung des Werkzeugs wird angegeben.
β Winkel des Werkzeugs zur Drehachse Grad
Hinweis:
Der ausgewählte Winkel ist abhängig von der Maschinengeometrie. Be‐
achten Sie die eingeblendeten Hilfetexte.
Werteingabe freie Eingabe des gewünschten Winkels
γ Drehwinkel des Werkzeugs um sich selbst Grad
Werkzeug Position der Werkzeugspitze beim Schwenken
nachführen
Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens beibe‐
halten.
nicht nachführen
Die Position der Werkzeugspitze wird während des Schwenkens nicht
beibehalten.
Hirthverzahnung β auf nächste Hirthverzahnung runden
β auf nächste Hirthverzahnung aufrunden
(nur im Schwenk‐
β auf nächste Hirthverzahnung abrunden
modus "ausrich‐
ten")

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 599
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.6 Weitere Zyklen und Funktionen

Parameter Beschreibung Einheit


Vorzugsrichtung Auswahl der bevorzugten Schwenkrichtung falls die Kinematik zwei Lö‐
sungen für die gewählte Stellung des Werkzeugs zum Werkstück er‐
möglicht
αC Ausrichtung der Drehebene in der Polstellung - (nur im Schwenkmodus "ausrichten" und Grad
β "Null Grad")

10.6.4 High Speed Settings (CYCLE832)

Funktion
Mit der Funktion "High Speed Settings" (CYCLE832) werden Daten für die Bearbeitung von
Freiformflächen so vorbelegt, dass eine optimale Bearbeitung möglich wird.
Der Aufruf des CYCLE832 enthält drei Parameter:
● Toleranz
● Bearbeitungsart (Technologie)
● Eingabe der Orientierungstoleranz (bei 5-Achsmaschinen)
Bei der Bearbeitung von Freiformflächen gibt es hohe Anforderungen sowohl an
Geschwindigkeit als auch an Genauigkeit und Oberflächengüte.
Die optimale Geschwindigkeitsführung in Abhängigkeit von der Bearbeitungsart (Schruppen,
Vorschlichten, Schlichten) können Sie sehr einfach mit dem Zyklus "High Speed Settings"
erreichen.
Programmieren Sie den Zyklus im Technologieprogramm vor dem Aufruf des
Geometrieprogramms.
Der Zyklus "High Speed Settings" steht auch in Zusammenhang mit der Funktion "Advanced
Surface".

Software-Option
Um diese Funktion zu nutzen, benötigen Sie die Software-Option:
"Advanced Surface"

Bearbeitungsarten
Mit der Funktion "High Speed Settings" können Sie zwischen vier technologischen
Bearbeitungen wählen:
● "Schlichten"
● "Vorschlichten"

Fräsen
600 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.6 Weitere Zyklen und Funktionen

● "Schruppen"
● "Abwahl" (Standardeinstellung)
Hinweis
Klartexteingabe
Sie haben im Auswahlfeld "Bearbeitung" die Möglichkeit, den Parameter im Klartext
einzugeben.
Bei Schließen der Eingabemaske wird für den Parameter "Bearbeitungsart" ein Klartext
generiert.

Die vier Bearbeitungsarten stehen bei CAM Programmen im HSC-Bereich in direkten


Zusammenhang zur Genauigkeit und der Geschwindigkeit der Bahnkontur (siehe Hilfebild).
Der Bediener/Programmierer kann durch den Toleranzwert eine entsprechende Gewichtung
vornehmen.
Den vier Bearbeitungsarten sind die entsprechenden G-Befehle der Technologie G-Gruppe
59 zugeordnet:

Bearbeitungsart Technologie G-Gruppe 59


Abwahl DYNNORM
Schlichten DYNFINISH
Vorschlichten DYNSEMIFIN
Schruppen DYNROUGH

Orientierungstoleranz
Sie haben die Möglichkeit, die Orientierungstoleranz bei Anwendungen auf Maschinen mit
dynamischer Mehrachsorientierunstransformation (TRAORI) einzugeben.
MD-Hinweis
Weitere G-Befehle die im Zusammenhang mit der Bearbeitung von Freiformflächen stehen,
werden ebenfalls im Zyklus High Speed Settings aktiviert.
Bei Abwahl CYCLE832 werden die G-Gruppen zur Programmlaufzeit auf die Einstellungen
programmiert, die in den Maschinendaten für den Reset-Zustand vereinbart sind.

Anzeige von wichtigen Informationen


Im Bedienbereich "Maschine" haben Sie die Möglichkeit, sich wichtige HSC-Informationen
anzeigen zu lassen.

Literatur
Weitere Informationen entnehmen Sie folgender Literatur:
Inbetriebnahmehandbuch SINUMERIK Operate / SINUMERIK 840D sl

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
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Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.6 Weitere Zyklen und Funktionen

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende Teileprogramm bzw. ShopMill-Programm ist ange‐


legt und Sie befinden sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Diverses".

3. Drücken Sie den Softkey "HighSpeed Settings".


Das Eingabefenster "High Speed Settings" wird geöffnet.

Parameter Beschreibung Einheit


Bearbeitung ● ∇ (Schruppen)
Klartext: _ROUGH
● ∇∇ (Vorschlichten)
Klartext: _SEMIFIN
● ∇∇∇ (Schlichten)
Klartexteingabe: _FINISH
● Abwahl
Klartexteingabe: _OFF
Bei "Mehrachsprogrammierung ja" werden entsprechend der Bearbeitungsart die fol‐
genden Klartexte generiert:
● ∇ (Schruppen) mit Eingabe von Orientierungstoleranz
Klartext: _ORI_ROUGH
● ∇∇ (Vorschlichten) mit Eingabe von Orientierungstoleranz
Klartexteingabe: _ORI_SEMIFIN
● ∇∇∇ (Schlichten) mit Eingabe von Orientierungstoleranz
Klartexteingabe: _ORI_FINISH
Toleranz Toleranz der Bearbeitungsachse
Mehrachs- Mehrachsprogramm bei 5-Achsmaschinen
programm ● ja
Hier kann die Orientierungstoleranz >0 Grad eingegeben werden
● nein
Es wird automatisch der Wert 1 eingetragen
Hinweis
Das Feld kann ausgeblendet sein.
Beachten Sie bitte die Hinweise des Maschinenherstellers.

10.6.5 Unterprogramme

Benötigen Sie dieselben Bearbeitungsschritte bei der Programmierung von verschiedenen


Werkstücken, können Sie diese Bearbeitungsschritte als eigenes Unterprogramm definieren.
Dieses Unterprogramm können Sie dann in beliebigen Programmen aufrufen.
Somit entfällt für Sie das mehrfache Programmieren gleicher Bearbeitungsschritte.

Fräsen
602 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.6 Weitere Zyklen und Funktionen

Dabei wird nicht zwischen Haupt- und Unterprogrammen unterschieden. D. h. Sie können ein
"normales" ShopMill- oder G-Code-Programm in einem anderen ShopMill-Programm als
Unterprogramm aufrufen.
Im Unterprogramm können Sie wiederum ein Unterprogramm aufrufen. Die maximale
Schachtelungstiefe beträgt 15 Unterprogramme.

Hinweis
Innerhalb von verketteten Sätzen können Sie kein Unterprogramm einfügen.

Wenn Sie ein ShopMill-Programm als Unterprogramm aufrufen möchten, muss das Programm
vorher bereits einmal berechnet worden sein (Programm in Betriebsart "Maschine Auto" laden
oder simulieren). Bei G-Code-Unterprogrammen ist dies nicht notwendig.

Programmablage
Wenn Sie die Software-Option "Abarbeiten vom externen Speicher (EES)" nutzen, kann das
Unterprogramm in einem beliebigen, für EES projektierten Programmspeicher lokal oder
extern abgelegt sein.
Wenn Sie die Software-Option "CNC Anwenderspeicher erweitert" nutzen, kann das
Unterprogramm in einem für EES projektierten Programmspeicher auf der System-CF-Card
abgelegt sein.
Ohne diese beiden Software-Optionen muss das Unterprogramm immer im NCK-
Arbeitsspeicher (in einem eigenen Verzeichnis "XYZ" oder im Verzeichnis "Unterprogramme")
abgelegt sein. Möchten Sie trotzdem ein Unterprogramm aufrufen, das sich auf einem anderen
Laufwerk befindet, können Sie hierzu den G-Code-Befehl "EXTCALL" nutzen.

Programmkopf
Beachten Sie, dass beim Aufruf des Unterprogramms die Einstellungen aus dem
Programmkopf des Unterprogramms auswertet werden. Diese Einstellungen bleiben auch
nach Beendigung des Unterprogramms wirksam.
Wenn Sie die Einstellungen aus dem Programmkopf des Hauptprogramms wieder aktivieren
möchten, können Sie im Hauptprogramm nach dem Aufruf des Unterprogramms die
gewünschten Einstellungen wieder vornehmen.

Vorgehensweise

1. Erstellen Sie ein ShopMill- oder G-Code-Programm, das Sie als Unter‐
programm in einem anderen Programm aufrufen möchten.
2. Positionieren Sie den Cursor im Arbeitsplan oder in der Programmansicht
des Hauptprogramms auf den Programmsatz, hinter dem Sie das Unter‐
programm aufrufen möchten.
3. Drücken Sie die Softkeys "Diverses" und "Unterprogramm".

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 603
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.7 Weitere Zyklen und Funktionen ShopMill

4. Geben Sie den Pfad des Unterprogramms an, wenn das gewünschte
Unterprogramm nicht im gleichen Verzeichnis wie das Hauptprogramm
liegt.
Das Unterprogramm wird somit auch auf Positionsmuster ausgeführt.
5. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".
Der Aufruf des Unterprogramms wird im Hauptprogramm eingefügt.

Parameter Beschreibung
Pfad/Werkstück Pfad des Unterprogramms, wenn das gewünschte Unterprogramm nicht im gleichen
Verzeichnis wie das Hauptprogramm liegt.
Programmname Name des Unterprogramms, das eingefügt wird.

Programmierbeispiel
N10 T1 D1 ;Werkzeug einwechseln
N11 M6
N20 G54 G710 ;Nullpunktverschiebung anwählen
N30 M3 S12000 ;Spindel einschalten
N40 CYCLE832(0.05,3,1) ;Toleranzwert 0.05 mm, Bearbeitungsart
Schruppen
N50 EXTCALL"CAM_SCHRUPP" Aufruf Unterprogramm CAM_SCHRUPP extern
aufrufen
N60 T2 D1 ;Werkzeug einwechseln
N61 M6
N70 CYCLE832(0.005,1,1) ;Toleranzwert 0.005 mm, Bearbeitungsart
Schlichten
N80 EXTCALL"CAM_SCHLICHT" ;Aufruf Unterprogramm CAM_SCHLICHT
N90 M30 ;Programmende

Die Unterprogramme CAM_SCHRUPP.SPF, CAM_SCHLICHT.SPF enthalten die


Werkstückgeometrie und die technologischen Werte (Vorschübe). Auf Grund der Größe der
Programme werden diese extern aufgerufen.

10.7 Weitere Zyklen und Funktionen ShopMill

10.7.1 Transformationen

Um die Programmierung zu erleichtern, können Sie das Koordinatensystem transformieren.


Nutzen Sie diese Möglichkeit z.B. um das Koordinatensystem zu drehen.
Koordinatentransformationen gelten nur im aktuellen Programm. Sie können eine
Verschiebung, Rotation, Skalierung oder Spiegelung definieren. Dabei können Sie jeweils
zwischen einer neuen oder einer additiven Koordinatentransformation wählen.

Fräsen
604 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.7 Weitere Zyklen und Funktionen ShopMill

Bei einer neuen Koordinatentransformation werden alle zuvor definierten


Koordinatentransformationen abgewählt. Eine additive Koordinatentransformation wirkt
zusätzlich zu den aktuell angewählten Koordinatentransformationen.

Hinweis
Transformationen mit virtuellen Achsen
Bitte beachten Sie, dass bei der Anwahl von TRANSMIT oder TRACYL Verschiebungen,
Skalierungen und Spiegelungen der realen Y-Achse nicht in die virtuelle Y-Achse
übernommen werden.
Verschiebungen, Skalierungen und Spiegelungen der virtuellen Y-Achse werden bei
TRAFOOF gelöscht.

Vorgehensweise bei Nullpunktverschiebung, Verschiebung, Rotation, Skalierung oder Spiegelung

1. Das ShopMill-Programm ist angelegt und Sie befinden sich im Editor.


2. Drücken Sie die Softkeys "Diverses" und "Transformationen".

3. Drücken Sie den Softkey "Nullpunktverschiebungen".


Das Eingabefenster "Nullpunktverschiebungen" wird geöffnet.
-ODER-
Drücken Sie den Softkey "Verschiebung".
Das Eingabefenster "Verschiebung" wird geöffnet.
-ODER-
Drücken Sie den Softkey "Rotation".
Das Eingabefenster "Drehen" wird geöffnet.
-ODER-
Drücken Sie den Softkey "Skalierung".
Das Eingabefenster "Skalierung" wird geöffnet.
-ODER-
Drücken Sie den Softkey "Spiegelung".
Das Eingabefenster "Spiegelung" wird geöffnet.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 605
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.7 Weitere Zyklen und Funktionen ShopMill

10.7.2 Verschiebung

Für jede Achse können Sie eine Verschiebung des Nullpunkts programmieren.

Verschiebung neu Verschiebung additiv

Parameter Beschreibung Einheit


Verschiebung ● neu
neue Verschiebung
● additiv
additive Verschiebung
X Verschiebung X mm
Y Verschiebung Y mm
Z Verschiebung Z mm

Fräsen
606 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.7 Weitere Zyklen und Funktionen ShopMill

10.7.3 Rotation

Sie können jede Achse um einen bestimmten Winkel drehen. Ein positiver Winkel entspricht
einer Drehung im Gegenuhrzeigersinn.

Rotation neu Rotation additiv

Parameter Beschreibung Einheit


Drehung ● neu
neue Rotation
● additiv
additive Rotation
X Drehung um X Grad
Y Drehung um Y Grad
Z Drehung um Z Grad

Fräsen
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10.7 Weitere Zyklen und Funktionen ShopMill

10.7.4 Skalierung

Für die aktive Bearbeitungsebene sowie für die Werkzeugachse können Sie einen
Maßstabsfaktor eingeben. Die programmierten Koordinaten werden dann mit diesem Faktor
multipliziert.

Skalierung neu Skalierung additiv

Parameter Beschreibung Einheit


Skalierung ● neu
neue Skalierung
● additiv
additive Skalierung
XY Maßstabsfaktor XY
Z Maßstabsfaktor Z

10.7.5 Spiegelung

Weiterhin haben Sie die Möglichkeit alle Achsen zu spiegeln. Geben Sie jeweils die Achse an,
die gespiegelt werden soll.

Hinweis
Verfahrrichtung des Fräsers
Beachten Sie, dass bei einer Spiegelung auch die Verfahrrichtung des Fräsers (Gegenlauf/
Gleichlauf) gespiegelt wird.

Fräsen
608 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
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10.7 Weitere Zyklen und Funktionen ShopMill

Spiegelung neu Spiegelung additiv

Parameter Beschreibung Einheit


Spiegelung ● neu
neue Spiegelung
● additiv
additive Spiegelung
X Spiegelung der X-Achse ein/aus
Y Spiegelung der Y-Achse ein/aus
Z Spiegelung der Z-Achse ein/aus

10.7.6 Zylindermanteltransformation

Die Zylindermanteltransformation benötigen Sie zur Bearbeitung von


● Längsnuten an zylindrischen Körpern,
● Quernuten an zylindrischen Körpern.
● beliebig verlaufende Nuten an zylindrischen Körpern.
Der Verlauf der Nuten wird bezogen auf die abgewickelte, ebene Zylindermantelfläche
programmiert. Die Programmierung kann über Gerade/Kreis, Bohr- oder Fräszyklen oder
Kontur fräsen (Freie Konturprogrammierung) erfolgen.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 609
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.7 Weitere Zyklen und Funktionen ShopMill

<

Unterstützung von mehreren Datensätzen


● Sind mehrere Tracyl-Datensätze eingerichtet, stehen die entsprechenden Rundachsen zur
Auswahl zur Verfügung.
● Sind mehrere Tracyl-Datensätze um eine Rundachse eingerichtet, stehen die
entsprechenden Nummern der Datensätze zur Auswahl zur Verfügung.

Nutwandkorrektur
Die Zylindermanteltransformation gibt es in folgenden Ausprägungen:

Nutwandkorrektur aus
Bei ausgeschalteter Nutwandkorrektur erzeugt man beliebig verlaufende Nuten mit parallelen
Wänden, wenn der Werkzeugdurchmesser gleich der Nutbreite ist.
Die Nutwände sind nicht parallel, wenn die Nutbreite größer als der Werkzeugdurchmesser
ist.
Für die Bearbeitung wird die Kontur der Nut programmiert.

/¦QJVQXW 4XHUQXW

1XWZDQGNRUUHNWXUDXV

Nutwandkorrektur ein
Diese Funktion ist nur beim Bahnfräsen mit eingeschalteter Radiuskorrektur zulässig.

Fräsen
610 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.7 Weitere Zyklen und Funktionen ShopMill

Bei eingeschalteter Nutwandkorrektur erzeugt man Nuten mit parallelen Wänden, auch wenn
die Nutbreite größer als der Werkzeugdurchmesser ist.
Für die Bearbeitung darf nicht die Kontur der Nut programmiert werden, sondern die gedachte
Mittelpunktsbahn eines in der Nut geführten Bolzens, wobei der Bolzen an jeder Wand entlang
fahren muss. Die Nutbreite wird durch den Parameter D bestimmt.

parallel begrenzte
Längsnut, Nutwandkorrek-
tur ein

Hinweis
Auswahl der Nutwandkorrektur
Die Auswahl der Nutwandkorrektur ist vom Trafotyp abhängig.

Allgemeines Vorgehen
Die prinzipielle Vorgehensweise bei der Programmierung sieht folgendermaßen aus:
● Nullpunktverschiebung für Zylindermanteltransformation anwählen (z.B. den Nullpunkt auf
den Mittelpunkt der Zylinder-Stirnfläche verschieben)
● Y-Achse positionieren (die Y-Achse muss vor der Zylindermanteltransformation positioniert
werden, da sie nach der Transformation anders definiert wird)
● Zylindermanteltransformation einschalten
● Nullpunktverschiebung für Bearbeitung auf abgewickeltem Zylindermantel anwählen (z.B.
Nullpunkt auf den Nullpunkt der Werkstückzeichnung verschieben)
● Bearbeitung programmieren (z.B. Kontur eingeben und Bahnfräsen)
● Zylindermanteltransformation ausschalten
Die Simulation der programmierten Zylindermanteltransformation wird nur als
Mantelabwicklung dargestellt.

Hinweis
Die vor der Anwahl der Zylindermanteltransformation aktiven Nullpunktverschiebungen sind
nach Abwahl der Funktion nicht mehr wirksam.

Fräsen
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Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.7 Weitere Zyklen und Funktionen ShopMill

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende ShopMill-Programm ist angelegt und Sie befinden


sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Diverses".

3. Drücken Sie die Softkeys "Transformationen" und "Zylindermantel".

Tabelle 10-1

Parameter Beschreibung Einheit


Zylindermanteltrans. ● ja
Schaltet die Zylindermanteltransformation zur Programmierung ein.
Bei mehreren Rundachsen wird statt "ja" der Name der Rundachse (A oder B)
angezeigt.
● nein
Schaltet die Zylindermanteltransformation nach der Programmierung aus.
Trafonummer Auswahl des Tracyldatensatzes, wenn es mehrere Tracyldatensätze gibt.
∅ Zylinderdurchmesser - nur bei "Zylindermanteltransformation ja"
Nutwandkorrektur ● ein - nur bei "Zylindermanteltransformation ja"
Schaltet die Nutwandkorrektur ein.
● aus - nur bei "Zylindermanteltransformation ja"
Schaltet die Nutwandkorrektur aus.
Die Auswahl bei "Nutwandkorrektur" ist abhängig vom Trafotyp.
D Versatz zur programmierten Bahn - nur bei "Nutwandkorrektur ein"

10.7.7 Gerade oder kreisförmige Bearbeitungen

Wenn Sie einfache, d.h. gerade oder kreisförmige Bahnbewegungen oder Bearbeitungen
durchführen möchten, ohne eine komplette Kontur zu definieren, nutzen Sie die Funktionen
"Gerade" oder "Kreis".

Allgemeiner Ablauf
Bei der Programmierung von einfachen Bearbeitungen gehen Sie nach folgendem Schema
vor:
● Werkzeug und Spindeldrehzahl festlegen
● Bearbeitung programmieren

Fräsen
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Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.7 Weitere Zyklen und Funktionen ShopMill

Bearbeitungsmöglichkeiten
Folgende Bearbeitungsmöglichkeiten stehen Ihnen zur Verfügung:
● Gerade
● Kreis mit bekanntem Mittelpunkt
● Kreis mit bekanntem Radius
● Helix
● Gerade mit Polarkoordinaten
● Kreis mit Polarkoordinaten
Wenn Sie eine Gerade oder einen Kreis mit Polarkoordinaten programmieren möchten,
müssen Sie vorher den Pol definieren.

VORSICHT
Wenn Sie das Werkzeug durch eine gerade oder kreisförmige Bahnbewegung in den im
Programmkopf festgelegten Rückzugsbereich hineinfahren, sollten Sie das Werkzeug auch
wieder herausfahren. Ansonsten kann es durch die Verfahrbewegungen eines anschließend
programmierten Zyklus zu Kollisionen kommen.

Bevor Sie eine Gerade oder einen Kreis programmieren, müssen Sie ein Werkzeug, die
Spindeldrehzahl und die Bearbeitungsebene auswählen.
Programmieren Sie hintereinander verschiedene gerade oder kreisförmige Bahnbewegungen,
bleiben die Einstellungen für das Werkzeug und Spindeldrehzahl solange aktiv, bis Sie diese
ändern.

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende ShopMill-Programm ist angelegt und Sie befinden


sich im Editor.
2. Drücken Sie die Menüfortschalt-Taste und den Softkey "Gerade Kreis".

3. Drücken Sie den Softkey "Werkzeug".


Die Parametermaske "Werkzeug" wird geöffnet.
4. Geben Sie im Parameterfeld "T" ein Werkzeug ein.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Werkzeug auswählen".
Das Fenster "Werkzeugauswahl" wird geöffnet.
Positionieren Sie den Cursor auf das Werkzeug, das Sie für die Bearbei‐
tung verwenden wollen, und drücken Sie den Softkey "Ins Programm".
Das Werkzeug wird in das Parameterfeld "T" übernommen.

Fräsen
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10.7 Weitere Zyklen und Funktionen ShopMill

- ODER -
Drücken Sie die Softkeys "Werkzeugliste" und "Neues Werkzeug".
Wählen Sie anschließend mit den Softkeys der vertikalen Softkeyleiste
ein gewünschtes Werkzeug aus und drücken den Softkey "Ins Pro‐
gramm".
Das Werkzeug wird in das Parameterfeld "T" übernommen.
5. Wählen Sie bei Werkzeugen mit mehreren Schneiden die Schneiden‐
nummer D des Werkzeugs aus.
6. Geben Sie die Spindeldrehzahl bzw. Schnittgeschwindigkeit ein.
7. Geben Sie im Feld "DR" ein Aufmaß ein.
Drücken Sie den Softkey "Übernehmen"
Die Werte werden gespeichert und die Parametermaske wird geschlos‐
sen. Der Arbeitsplan wird aufgeblendet, der neu erstellte Programmsatz
ist markiert.

Parameter Beschreibung Einheit


T Werkzeugname
D Schneidennummer
S/V Spindeldrehzahl oder U/min
konstante Schnittgeschwindigkeit m/min
DR Aufmaß Werkzeugradius mm

10.7.8 Gerade programmieren


Das Werkzeug fährt mit dem programmierten Vorschub oder mit Eilgang von der aktuellen
Position auf die programmierte Endposition.

Radiuskorrektur
Wahlweise können Sie die Gerade mit Radiuskorrektur durchführen. Die Radiuskorrektur wirkt
selbsthaltend (modal), d.h. Sie müssen die Radiuskorrektur wieder abwählen, wenn Sie ohne
sie verfahren möchten. Allerdings dürfen Sie die Radiuskorrektur bei mehreren
aufeinanderfolgenden Geraden mit Radiuskorrektur auch nur im ersten Programmsatz
anwählen.
Bei der ersten Bahnbewegung mit Radiuskorrektur fährt das Werkzeug am Anfangspunkt ohne
und am Endpunkt mit Radiuskorrektur. D.h. bei einer programmierten senkrechten Bahn wird
eine Schräge gefahren. Erst bei der zweiten programmierten Bahnbewegung mit
Radiuskorrektur wirkt die Korrektur über den ganzen Verfahrweg. Der umgekehrte Effekt tritt
auf, wenn die Radiuskorrektur abgewählt wird.

Fräsen
614 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.7 Weitere Zyklen und Funktionen ShopMill

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende ShopMill-Programm ist angelegt und Sie befinden


sich im Editor.
2. Drücken Sie die Menüfortschalt-Taste und den Softkey "Gerade Kreis".

3. Drücken Sie den Softkey "Gerade".

4. Drücken Sie den Softkey "Eilgang", um den Vorschub im Eilgang einzu‐


tragen.

Parameter Beschreibung Einheit


X Zielposition X (abs) oder Zielposition X bezogen auf die letzte programmierte Posi‐ mm
tion (ink)
Y Zielposition Y (abs) oder Zielposition Y bezogen auf die letzte programmierte Posi‐ mm
tion (ink)
Z Zielposition Z (abs) oder Zielposition Z bezogen auf die letzte programmierte Posi‐ mm
tion (ink)
Hinweis
Inkrementalmaß: Das Vorzeichen wird mit ausgewertet.
F Bearbeitungsvorschub mm/U
mm/min
mm/Zahn
Radiuskorrektur Angabe, auf welcher Seite der Kontur in Verfahrrichtung der Fräser fährt:
Radiuskorrektur rechts von der Kontur
Radiuskorrektur links von der Kontur
Radiuskorrektur aus
Die letzte programmierte Einstellung der Radiuskorrektur wird übernom‐
men.

10.7.9 Kreis mit bekanntem Mittelpunkt programmieren


Das Werkzeug verfährt eine Kreisbahn von der aktuellen Position zum programmierten
Kreisendpunkt. Die Position des Kreismittelpunktes muss bekannt sein. Der Radius des
Kreises/Kreisbogens wird durch Angabe der Interpolationsparameter durch die Steuerung
berechnet.
Es kann nur im Bearbeitungsvorschub gefahren werden. Bevor der Kreis gefahren wird, muss
ein Werkzeug programmiert sein.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 615
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.7 Weitere Zyklen und Funktionen ShopMill

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende ShopMill-Programm ist angelegt und Sie befinden


sich im Editor.
2. Drücken Sie die Menüfortschalt-Taste und den Softkey "Gerade Kreis".

3. Drücken Sie den Softkey "Kreis Mittelpunkt".

Parameter Beschreibung Einheit


Drehrichtung Vom Kreisanfangspunkt zum Kreisendpunkt wird in der programmierten Richtung
gefahren. Diese Richtung kann im Uhrzeigersinn oder im Gegenuhrzeigersinn pro‐
grammiert werden.
Drehrichtung rechts
Drehrichtung links
X Zielposition X (abs) oder Zielposition X bezogen auf die letzte programmierte Posi‐ mm
tion (ink)
Y Zielposition Y (abs) oder Zielposition Y bezogen auf die letzte programmierte Posi‐ mm
tion (ink)
I Abstand Kreisanfangspunkt zum Kreismittelpunkt in X-Richtung (ink) mm
J Abstand Kreisanfangspunkt zum Kreismittelpunkt in Y-Richtung (ink) mm
F Bearbeitungsvorschub mm/U
mm/min
mm/Zahn
PL Ebene: Der Kreis wird in der eingestellten Ebene mit den zugehörigen Interpolati‐
onsparametern gefahren:
XYIJ: XY-Ebene mit den Interpolationsparametern I und J mm
ZXKI: ZX-Ebene mit den Interpolationsparametern K und I mm
YZJK: YZ-Ebene mit den Interpolationsparametern J und K mm

10.7.10 Kreis mit bekanntem Radius programmieren


Das Werkzeug verfährt eine Kreisbahn mit dem programmierten Radius von der aktuellen
Position zum programmierten Kreisendpunkt. Die Position des Kreismittelpunktes errechnet
die Steuerung. Interpolationsparameter müssen nicht programmiert werden.
Es kann nur im Bearbeitungsvorschub gefahren werden.

Fräsen
616 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.7 Weitere Zyklen und Funktionen ShopMill

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende ShopMill-Programm ist angelegt und Sie befinden


sich im Editor.
2. Drücken Sie die Menüfortschalt-Taste und den Softkey "Gerade Kreis".

3. Drücken Sie den Softkey "Kreis Radius".

Parameter Beschreibung Einheit


Drehrichtung Vom Kreisanfangspunkt zum Kreisendpunkt wird in der programmierten Richtung
gefahren. Diese Richtung kann im Uhrzeigersinn oder im Gegenuhrzeigersinn pro‐
grammiert werden.
Drehrichtung rechts
Drehrichtung links
X Zielposition X (abs) oder Zielposition X bezogen auf die letzte programmierte Posi‐ mm
tion (ink)
Y Zielposition Y (abs) oder Zielposition Y bezogen auf die letzte programmierte Posi‐ mm
tion (ink)
R Radius des Kreisbogens. mm
Die Auswahl des gewünschten Kreisbogens erfolgt durch Eingabe eines positiven
oder negativen Vorzeichens.
F Bearbeitungsvorschub mm/U
mm/min
mm/Zahn

10.7.11 Helix
Bei der Helikalinterpolation wird eine Kreisbewegung in der Ebene mit einer Linearbewegung
in der Werkzeugachse überlagert, d.h. es wird eine Spirale erzeugt.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 617
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.7 Weitere Zyklen und Funktionen ShopMill

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende ShopMill-Programm ist angelegt und Sie befinden


sich im Editor.
2. Drücken Sie die Menüfortschalt-Taste und den Softkey "Gerade Kreis".

3. Drücken Sie den Softkey "Helix".

Parameter Beschreibung Einheit


Drehrichtung Vom Kreisanfangspunkt zum Kreisendpunkt wird in der programmierten Richtung
gefahren. Diese Richtung kann im Uhrzeigersinn oder im Gegenuhrzeigersinn pro‐
grammiert werden.
Drehrichtung rechts
Drehrichtung links
I Mittelpunkt der Helix in X-Richtung (abs oder ink) mm
J Mittelpunkt der Helix in Y-Richtung (abs oder ink) mm
P Steigung der Helix. Die Steigung wird in mm pro Umdrehung programmiert. mm/U
Z Zielposition des Helikalendpunktes (abs oder ink) mm

F Bearbeitungsvorschub mm/U
mm/min
mm/Zahn

10.7.12 Polarkoordinaten
Ist die Bemaßung eines Werkstücks von einem zentralen Punkt (Pol) mit Radius und
Winkelangabe vorgenommen, können diese vorteilhaft als Polarkoordinaten programmiert
werden.
Es können Gerade und Kreise als Polarkoordinaten programmiert werden.

Pol definieren
Vor der Programmierung einer Geraden oder eines Kreises in Polarkoordinaten muss der Pol
definiert werden. Dieser Pol ist der Bezugspunkt des Polarkoordinatensystems.
Anschließend muss der Winkel für die erste Gerade oder des ersten Kreises in absoluten
Koordinaten programmiert werden. Die Winkel der weiteren Geraden oder Kreisbögen können
wahlweise absolut oder inkremental programmiert werden.

Fräsen
618 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.7 Weitere Zyklen und Funktionen ShopMill

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende ShopMill-Programm ist angelegt und Sie befinden


sich im Editor.
2. Drücken Sie die Menüfortschalt-Taste und den Softkey "Polar".

3. Drücken Sie den Softkey "Pol".

Parameter Beschreibung Einheit


X Pol X (abs) oder Pol X bezogen auf die letzte programmierte Position (ink) mm
Y Pol Y (abs) oder Pol Y bezogen auf die letzte programmierte Position (ink) mm

10.7.13 Gerade polar


Eine Gerade im Polarkoordinatensystem wird durch einen Radius (L) und einen Winkel (α)
bestimmt. Der Winkel bezieht sich auf die XAchse.
Das Werkzeug fährt von der aktuellen Position auf einer Geraden zum programmierten
Endpunkt im Bearbeitungsvorschub oder im Eilgang.
Die 1. Gerade in Polarkoordinaten nach der Polangabe muss mit absolutem Winkel
programmiert werden. Alle weiteren Geraden oder Kreisbögen können auch inkremental
programmiert werden.

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende ShopMill-Programm ist angelegt und Sie befinden


sich im Editor.
2. Drücken Sie die Menüfortschalt-Taste und den Softkey "Gerade Kreis".

3. Drücken Sie die Softkeys "Polar" und "Gerade polar".

4. Drücken Sie den Softkey "Eilgang", um den Vorschub im Eilgang einzu‐


tragen.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 619
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.7 Weitere Zyklen und Funktionen ShopMill

Parameter Beschreibung Einheit


L Abstand zum Pol, Endpunkt mm
α Polarwinkel zum Pol, Endpunkt (abs) oder Grad
Polarwinkeländerung zum Pol, Endpunkt (ink)
F Bearbeitungsvorschub mm/U
mm/min
mm/Zahn
Radiuskorrektur Angabe, auf welcher Seite der Kontur in Verfahrrichtung der Fräser fährt:
Radiuskorrektur links von der Kontur
Radiuskorrektur rechts von der Kontur
Radiuskorrektur aus
eingestellte Radiuskorrektur bleibt wie vorher eingestellt erhalten

10.7.14 Kreis polar


Ein Kreis im Polarkoordinatensystem wird durch einen Winkel (α) bestimmt. Der Winkel bezieht
sich auf die X-Achse.
Das Werkzeug fährt von der aktuellen Position auf einer Kreisbahn zum programmierten
Endpunkt (Winkel) im Bearbeitungsvorschub. Der Radius ergibt sich von der aktuellen Position
zum definierten Pol, d.h. Kreisanfangsposition und Kreisendpunktposition haben den gleichen
Abstand zum definierten Pol.
Der 1. Kreisbogen in Polarkoordinaten nach der Polangabe muss mit absolutem Winkel
programmiert werden. Alle weiteren Geraden oder Kreisbögen können auch inkremental
programmiert werden.

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende ShopMill-Programm ist angelegt und Sie befinden


sich im Editor.
2. Drücken Sie die Menüfortschalt-Taste und den Softkey "Gerade Kreis".

3. Drücken Sie die Softkeys "Polar" und "Kreis polar".

Fräsen
620 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.7 Weitere Zyklen und Funktionen ShopMill

Parameter Beschreibung Einheit


Drehrichtung Vom Kreisanfangspunkt zum Kreisendpunkt wird in der programmierten Richtung
gefahren. Diese Richtung kann im Uhrzeigersinn (rechts) oder im Gegenuhrzeiger‐
sinn (links) programmiert werden.
Drehrichtung rechts
Drehrichtung links
Polarwinkel zum Pol, Endpunkt (abs) oder Grad
Polarwinkeländerung zum Pol, Endpunkt (ink)
F Bearbeitungsvorschub mm/U
mm/min
mm/Zahn

10.7.15 Hindernis

Funktion
Befindet sich zwischen 2 Positionsmustern ein Hindernis, kann dieses überfahren werden. Die
Hindernishöhe wird absolut programmiert.
Ist die Bearbeitung des 1. Positionsmusters abgeschlossen fährt die Werkzeugachse mit
Eilgang auf die programmierte Hindernishöhe + Sicherheitsabstand. Auf dieser Höhe wird die
neue Position im Eilgang angefahren. Anschließend fährt die Werkzeugachse im Eilgang auf
Z0 des Positionsmusters + Sicherheitsabstand.

Vorgehensweise

1. Das zu bearbeitende ShopMill-Programm ist angelegt und Sie befinden


sich im Editor.
2. Drücken Sie den Softkey "Bohren".

3. Drücken Sie die Softkeys, "Positionen" und "Hindernis".


Das Eingabefenster "Hindernis" wird geöffnet.

Hinweis
Das Hindernis wird nur zwischen 2 Positionsmustern beachtet. Liegt der
Werkzeugwechselpunkt und die programmierte Rückzugsebene unterhalb des Hindernisses,
fährt das Werkzeug auf Höhe der Rückzugsebene und ohne Berücksichtigung des
Hindernisses auf die neue Position. Das Hindernis darf nicht höher als die Rückzugsebene
sein.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 621
Technologische Funktionen programmieren (Zyklen)
10.7 Weitere Zyklen und Funktionen ShopMill

Parameter Beschreibung Einheit


Z0 Hindernishöhe (abs)

Fräsen
622 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Mehrkanalansicht 11
11.1 Mehrkanalansicht
Die Mehrkanalansicht ermöglicht es Ihnen in folgenden Bedienbereichen mehrere Kanäle
gleichzeitig zu betrachten:
● Bedienbereich "Maschine"
● Bedienbereich "Programm"

Siehe auch
Einstellungen für Editor (Seite 193)

11.2 Mehrkanalansicht im Bedienbereich "Maschine"


Bei einer mehrkanaligen Maschine haben Sie die Möglichkeit, den Ablauf mehrerer
Programme gleichzeitig zu beobachten und zu beeinflussen.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Anzeige der Kanäle im Bedienbereich "Maschine"


Im Bedienbereich "Maschine" können Sie 2 - 4 Kanäle gleichzeitig anzeigen lassen.
Über Einstellungen legen Sie fest, welche Kanäle in welcher Reihenfolge dargestellt werden.
Hier stellen Sie auch ein, ob Sie einen Kanal ausblenden möchten.

Hinweis
Die Betriebsart "REF POINT" wird nur in Einkanalansicht gezeigt.

Mehrkanalansicht
Es werden in der Bedienoberfläche 2 - 4 Kanäle gleichzeitig in Kanalspalten angezeigt.
● Für jeden Kanal werden 2 Fenster übereinander angezeigt.
● Im oberen Fenster befindet sich immer die Istwert-Anzeige.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 623
Mehrkanalansicht
11.2 Mehrkanalansicht im Bedienbereich "Maschine"

● Im unteren Fenster wird für beide Kanäle das gleiche Fenster angezeigt.
● Die Anzeige im unteren Fenster wählen Sie über die vertikale Softkey-Leiste.
Bei der Anwahl über vertikale Softkeys gelten folgende Ausnahmen:
– Der Softkey "Istwerte MKS" schaltet das Koordinatensysteme beider Kanäle um.
– Die Softkeys "Zoom Istwert" und "Alle G-Funktionen" schalten in die Einkanalansicht.

Einkanalansicht
Möchten Sie bei Ihrer mehrkanaligen Maschine immer nur einen Kanal beobachten, stellen
Sie eine dauerhafte Einkanalansicht ein.

Horizontale Softkeys
● Satzsuchlauf
Bei Anwahl des Satzsuchlaufs bleibt die Mehrkanalansicht erhalten. Die Satzanzeige wird
als Suchlauf-Fenster aufgeblendet.
● Programmbeeinflussung
Das Fenster "Programmbeeinflussung" wird für die in Mehrkanalansicht projektierten
Kanäle eingeblendet. Die hier eingegeben Daten gelten für diese Kanäle gemeinsam.
● Drücken Sie einen der weiteren horizontalen Softkeys im Bedienbereich "Maschine" (z.B.
"Überspeichern", "Synchronaktionen"), wechseln Sie in eine temporäre Einkanalansicht.
Schließen Sie das Fenster wieder, kehren Sie in die Mehrkanalansicht zurück.

Umschalten zwischen Ein- und Mehrkanalansicht

Drücken Sie die Taste <MACHINE>, um kurzfristig zwischen der Ein- und
Mehrkanalanzeige im Bereich Maschine zu wechseln.

Drücken Sie die Taste <NEXT WINDOW>, um innerhalb einer Kanal‐


spalte zwischen dem oberen und unteren Fenster zu wechseln.

Programm in Satzanzeige editieren

Einfache Editiervorgänge können Sie wie gewohnt über die Taste <IN‐
SERT> in der aktuellen Satzanzeige vornehmen.

Reicht der Platz nicht aus, wechseln Sie in die Einkanalansicht.

Programme einfahren
Sie wählen einzelne Kanäle zum Einfahren des Programms an der Maschine aus.

Voraussetzung
● Es sind mehrere Kanäle eingerichtet.
● Die Einstellung "2 Kanäle", "3 Kanäle", bzw. "4 Kanäle" ist angewählt.

Fräsen
624 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Mehrkanalansicht
11.3 Mehrkanalansicht bei großen Bedientafeln

Mehrkanalansicht ein-/ausblenden

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine"

2. Wählen Sie die Betriebsart "JOG", "MDA" oder "AUTO".

...

3. Drücken Sie die Menüfortschalt-Taste und den Softkey "Einstel‐


lungen".

4. Drücken Sie den Softkey "Mehrkanalansicht".

5. Wählen Sie im Fenster "Einstellungen für Mehrkanalansicht" im


Auswahlfeld "Ansicht" den gewünschten Eintrag (z.B. "2 Kanäle")
und legen Sie die Kanäle sowie die Reihenfolge für die Anzeige
fest.
Im Grundbild der Betriebsarten "AUTO", "MDA" und JOG" werden
die oberen Fenster der linken und rechten Kanalspalte durch das
Istwerte-Fenster besetzt.
6. Drücken Sie den Softkey "T,S,F", wenn Sie das Fenster "T,F,S"
betrachten wollen.
Das Fenster "T,F,S" wird im unteren Fenster der linken und rechten
Kanalspalte angezeigt.
Hinweis:
Der Softkey "T,F,S" ist nur bei kleineren Bedientafeln, d.h. bis
OP012, vorhanden.

11.3 Mehrkanalansicht bei großen Bedientafeln


Bei den Bedientafeln OP015, OP019 sowie am PC haben Sie die Möglichkeit, sich bis zu 4
Kanäle nebeneinander anzeigen zu lassen. Dies erleichtert Ihnen das Erstellen und Einfahren
von mehrkanaligen Programmen.

Randbedingungen
● OP015 mit einer Auflösung von 1024x768 Pixeln: bis 3 Kanäle sichtbar
● OP019 mit einer Auflösung von 1280x1024 Pixeln: bis 4 Kanäle sichtbar
● Für das Betreiben eines OP019 ist eine PCU50.5 nötig

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 625
Mehrkanalansicht
11.3 Mehrkanalansicht bei großen Bedientafeln

3- / 4-Kanalansicht im Bedienbereich "Maschine"


Über Einstellungen Mehrkanalsicht wählen Sie die Kanäle und die legen die Ansicht fest.

Kanalansicht Anzeige in Bedienbereich "Maschine"


3-Kanalansicht Für jeden Kanal werden folgende Fenster übereinander angezeigt:
● Istwerte-Fenster
● T,F,S-Fenster
● Satzanzeige-Fenster
Anwahl von Funktionen
● Drücken Sie einen vertikalen Softkey, wird das T,F,S-Fenster überblendet.
4-Kanalansicht Für jeden Kanal werden folgende Fenster übereinander angezeigt:
● Istwerte-Fenster
● G-Funktionen (der Softkey "G-Funktionen" entfällt). "Alle G-Funktionen
erreichen Sie über die Menüfortschalt-Taste.
● T,S,F-Fenster
● Satzanzeige-Fenster
Anwahl von Funktionen
● Drücken Sie einen der vertikalen Softkeys, wird das Fenster mit der Anzeige
der G-Codes überblendet.

Wechsel zwischen den Kanälen

Drücken Sie die Taste <CHANNEL>, um zwischen den Kanälen zu wech‐


seln.

Drücken Sie die Taste <NEXT WINDOW>, um innerhalb einer Kanal‐


spalte zwischen den drei bzw. vier übereinander geordneten Fenstern
zu wechseln.

Hinweis
2-Kanalanzeige
Im Unterschied zu kleineren Bedientafeln ist im Bedienbereich "Maschine" bei einer 2-
Kanalansicht das T,F,S-Fenster sichtbar.

Bedienbereich Programm
Im Editor können bis zu 10 Programme nebeneinander angezeigt werden.

Darstellung des Programms


Über die Einstellungen im Editor haben Sie die Möglichkeit, die Breite der Programme im
Editor-Fenster festzulegen. Somit kann man die Programme gleichmäßig verteilen oder die
Spalte mit dem aktiven Programm breiter anzuzeigen.

Fräsen
626 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Mehrkanalansicht
11.4 Mehrkanalansicht einstellen

Kanalstatus
In der Statusanzeige werden bei Bedarf Kanalmeldungen angezeigt.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

11.4 Mehrkanalansicht einstellen

Einstellung Bedeutung
Ansicht Hier legen Sie fest, ob wieviele Kanäle angezeigt werden.
● 1 Kanal
● 2 Kanäle
● 3 Kanäle
● 4 Kanäle
Kanalauswahl und Rei‐ Sie geben an, welche Kanäle in welcher Reihenfolge in der Mehrkanalan‐
henfolge sicht angezeigt werden.
(bei Ansicht "2 - 4 Kanä‐
le")
Sichtbar Hier geben Sie an, welche Kanäle in der Mehrkanalansicht angezeigt wer‐
(bei Ansicht "2 - 4 Kanä‐ den. So können Sie kurzfristig Kanäle aus der Ansicht ausblenden.
le")

Beispiel
Ihre Maschine hat 6 Kanäle.
Sie projektieren die Kanäle 1 - 4 für die Mehrkanalansicht und legen die Reihenfolge der
Anzeige fest (z.B. 1,3,4,2).
In der Mehrkanalansicht können Sie bei einer Kanalumschaltung nur zwischen den für die
Mehrkanalansicht projektierten Kanälen wechseln, alle anderen werden nicht berücksichtigt.
Schalten Sie mit der Taste <CHANNEL> den Kanal im Bedienbereich "Maschine" weiter,
erhalten Sie folgende Ansichten: Kanäle "1" und "3", Kanäle "3" und "4", Kanäle "4" und "2".
Die Kanäle "5" und "6" werden in der Mehrkanalansicht nicht angezeigt.
In der Einkanalansicht wechseln Sie zwischen allen Kanälen (1...6) ohne Berücksichtigung
der projektierten Reihenfolge für die Mehrkanalansicht.
Mit Kanalmenü können Sie immer alle Kanäle anwählen, auch die nicht für die
Mehrkanalansicht projektierten. Wechseln Sie in einen Kanal, der nicht für die Mehransicht
projektiert ist, wird automatisch in die Einkanalansicht gewechselt. Es gibt keine automatische
Rückumschaltung in die Mehrkanalansicht, auch wenn wieder ein Kanal angewählt wird, der
für die Mehrkanalansicht projektiert ist.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 627
Mehrkanalansicht
11.4 Mehrkanalansicht einstellen

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine" an.

2. Wählen Sie die Betriebsart "JOG", "MDA" oder "AUTO".

3. Drücken Sie die Menüfortschalt-Taste und den Softkey "Einstellungen".

4. Drücken Sie den Softkey "Mehrkanalansicht".


Das Fenster "Einstellungen für Mehrkanalansicht" wird geöffnet.
5. Stellen Sie die Mehrkanal- bzw. Einkanalansicht ein und legen Sie fest,
welche Kanäle im Bedienbereich "Maschine" und im Editor in welcher
Reihenfolge zu sehen sein sollen.

Fräsen
628 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Kollisionsvermeidung (nur 840D sl) 12
12.1 Kollisionsvermeidung einschalten
Mit Hilfe der Kollisionsvermeidung haben Sie die Möglichkeit, während der Bearbeitung eines
Werkstücks bzw. bei der Erstellung von Programmen Kollisionen und damit größere Schäden
zu vermeiden.

Software-Option
Um diese Funktion zu nutzen benötigen Sie die Software-Option "Kollisionsvermei‐
dung (Maschine, Arbeitsraum)".

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Der Kollisionsvermeidung liegt ein Maschinenmodel zu Grunde. Die Kinematik der Maschine
wird als eine kinematische Kette beschrieben, der verschiedene Schutzbereiche für
Maschinenteile und Werkzeuge zugeordnet sind. Mit Hilfe von Kollisionspaaren werden jeweils
zwei Schutzbereiche gegeneinander auf Kollision überwacht .
Die Funktion "Kollisionsvermeidung" berechnet während der Bearbeitung regelmäßig den
Abstand dieser Schutzbereiche. Wenn sich zwei Schutzbereiche nähern und dabei einen
bestimmten Sicherheitsabstand erreichen, wird ein Alarm angezeigt und das Programm vor
dem entsprechenden Verfahrsatz angehalten bzw. die Verfahrbewegung gestoppt.

Voraussetzung
● Die Kollisionsvermeidung ist eingerichtet und ein aktives Maschinenmodell ist vorhanden.
● In der Einstellung "Kollisionsvermeidung" ist für die Betriebsart AUTO bzw. für die
Betriebsarten JOG und MDA die Kollisionsvermeidung angewählt.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine".

2. Drücken Sie die Taste <AUTO>.

3. Drücken Sie den Softkey "Mitzeichnen".

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 629
Kollisionsvermeidung (nur 840D sl)
12.2 Kollisionsvermeidung einstellen

4. Drücken Sie die Softkeys "Weitere Ansichten" und "Maschinenraum".

Beim Mitzeichnen wird ein aktives Maschinenmodell eingeblendet.

12.2 Kollisionsvermeidung einstellen


Über "Einstellungen" haben Sie die Möglichkeit, die Kollisionsvermeidung für den
Bedienbereich Maschine (Betriebsarten AUTO sowie JOG/ MDA) getrennt für Maschine und
Werkzeuge ein- oder auszuschalten.
Über Maschinendaten legen Sie fest, ab welcher Schutzstufe die Kollisionsüberwachung für
die Maschine bzw. Werkzeuge in den Betriebsarten JOG/MDA bzw. AUTO ein- und
ausgeschaltet werden kann.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Einstellung Auswirkung
Betriebsart JOG/MDA Sie schalten die Kolisionsüberwachung für die Betriebsarten JOG/MDA
Kollisionsvermeidung komplett an oder aus.
Betriebsart AUTO Sie schalten die Kolisionsüberwachung für die Betriebsart AUTO kom‐
Kollisionsvermeidung plett an oder aus.
JOG/MDA Wenn die Kollisionsüberwachung für die Betriebsarten JOG/MDA ange‐
Maschine schalten ist, werden mindestens die
Maschinenschutzbereiche überwacht.
Der Parameter kann nicht geändert werden.
AUTO Wenn die Kollisionsüberwachung für die Betriebsart AUTO angeschal‐
Maschine ten ist, werden mindestens die
Maschinenschutzbereiche überwacht.
Der Parameter kann nicht geändert werden.
JOG/MDA Sie schalten die Kolisionsüberwachung der Werkzeugschutzbereiche
Werkzeuge für die Betriebsarten JOG/MDA an oder aus.
AUTO Sie schalten die Kolisionsüberwachung der Werkzeugschutzbereiche
Werkzeuge für die Betriebsart AUTO an oder aus.

Fräsen
630 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Kollisionsvermeidung (nur 840D sl)
12.2 Kollisionsvermeidung einstellen

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine" an.

2. Wählen Sie die Betriebsart "JOG", "MDA" oder "AUTO".

3. Drücken Sie die Menüfortschalt-Taste und den Softkey "Einstellungen".

4. Drücken Sie den Softkey "Kollisionsvermeidung".


Das Fenster "Kollisionsvermeidung" wird geöffnet.
5. Wählen Sie in der Zeile "Kollisionsvermeidung" für die gewünschten Be‐
triebsarten (z.B. für JOG/MDA) den Eintrag "An", um die Kollisionsver‐
meidung einzuschalten bzw. "Aus", um die Kollisionsvermeidung auszu‐
schalten.
6. Deaktivieren das Kontrollkästchen "Werkzeuge", wenn Sie nur die Ma‐
schinenschutzbereiche überwachen lassen wollen.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 631
Kollisionsvermeidung (nur 840D sl)
12.2 Kollisionsvermeidung einstellen

Fräsen
632 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkzeuge verwalten 13
13.1 Listen zur Verwaltung der Werkzeuge
In den Listen im Bereich Werkzeug werden alle Werkzeuge und falls konfiguriert auch alle
Magazinplätze angezeigt, welche in der NC angelegt bzw. konfiguriert sind.
Alle Listen zeigen die gleichen Werkzeuge in der gleichen Sortierung an. Bei der Umschaltung
zwischen den Listen bleibt der Cursor auf dem gleichen Werkzeug im gleichen Bildausschnitt
stehen.
Die Listen unterscheiden sich durch die angezeigten Parameter und die Belegung der
Softkeys. Die Umschaltung zwischen den Listen ist ein gezielter Wechsel von einem
Themenbereich in den nächsten.
● Werkzeugliste
Es werden alle Parameter und Funktionen für das Anlegen und Einrichten von Werkzeugen
angezeigt.
● Werkzeugverschleiß
Hier befinden sich alle Parameter und Funktionen, die während des laufenden Betriebes
benötigt werden, z.B. Verschleiß und Überwachungsfunktionen.
● Magazin
Hier finden Sie die magazin- bzw. magazinplatzbezogenen Parameter und Funktionen zu
den Werkzeugen/Magazinplätzen.
● Werkzeugdaten OEM
Diese Liste steht dem OEM zur freien Gestaltung zur Verfügung.

Sortierung der Listen


Sie haben die Möglichkeit, die Sortierung innerhalb der Listen zu ändern:
● nach Magazin
● nach Namen (Werkzeugbezeichner alphabetisch)
● nach Werkzeugtyp
● nach T-Nummer (Werkzeugbezeichner numerisch)
● nach D-Nummer

Filtern der Listen


Sie haben die Möglichkeit, die Listen nach folgenden Kriterien zu filtern:
● nur erste Schneide anzeigen
● nur einsatzbereite Werkzeuge
● nur Werkzeuge mit Vorwarngrenze erreicht,
● nur gesperrte Werkzeuge
● nur Werkzeuge mit Aktivkennung

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 633
Werkzeuge verwalten
13.3 Werkzeugtypen

Suchfunktionen
Sie haben die Möglichkeit, die Listen nach folgenden Objekten zu durchsuchen:
● Werkzeug
● Magazinplatz
● Leerplatz

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

13.2 Magazinverwaltung
Je nach Konfiguration unterstützen die Werkzeuglisten eine Magazinverwaltung.

Funktionen der Magazinverwaltung


● Über den horizontalen Softkey "Magazin" erhalten Sie eine Liste, in der die Werkzeuge mit
magazinbezogenen Daten angezeigt werden.
● Die Spalte Magazin/ Magazinplatz wird in den Listen eingeblendet.
● Die Listen werden in der Grundeinstellung in einer Sortierung nach Magazinplätzen
angezeigt.
● In der Titelzeile der verschiedenen Listen wird das Magazin angezeigt, das über den Cursor
angewählt ist.
● Der vertikale Softkey "Magazinanwahl" wird in der Werkzeugliste eingeblendet.
● Werkzeuge können über die Werkzeugliste in ein Magazin beladen bzw. entladen werden.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

13.3 Werkzeugtypen
Beim Anlegen eines neuen Werkzeugs steht Ihnen eine Auswahl von Werkzeugtypen zur
Verfügung. Der Werkzeugtyp bestimmt, welche Geometrieangaben erforderlich sind und wie
diese verrechnet werden.

Hinweis
Drehen auf Fräsmaschine
Arbeiten Sie auf einer Fräs-/Drehmaschine stehen Ihnen beim Anlegen von Werkzeugen
zusätzlich zu Bohr-, Fräs- und Sonderwerkzeugen auch Drehstähle zur Verfügung.

Fräsen
634 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkzeuge verwalten
13.3 Werkzeugtypen

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Werkzeugtypen

Bild 13-1 Favoriten-Standardauswahl bei Fräsmaschine

Favoriten-Standardauswahl bei Fräs-/Drehmaschine

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 635
Werkzeuge verwalten
13.4 Werkzeugvermaßung

Bild 13-2 Angebotene Werkzeuge im Fenster "Neues Werkzeug - Fräser"

Bild 13-3 Angebotene Werkzeuge im Fenster "Neues Werkzeug - Bohrer"

Bild 13-4 Angebotene Werkzeuge im Fenster "Neues Werkzeug - Sonderwerkzeuge"

13.4 Werkzeugvermaßung
In diesem Kapitel erhalten Sie eine Übersicht über die Vermaßung von Werkzeugen.

Fräsen
636 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkzeuge verwalten
13.4 Werkzeugvermaßung

Werkzeugtypen

'XUFKPHVVHU

/¦QJH
Bild 13-5 Schaftfräser (Typ 120)

/¦QJH

'XUFKPHVVHU
$X¡HQGXUFKPHVVHU

Bild 13-6 Planfräser (Typ 140)

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 637
Werkzeuge verwalten
13.4 Werkzeugvermaßung

/¦QJH;
/¦QJH=

/¦QJH=
'XUFKPHVVHU
<

Bild 13-7 Winkelkopffräser (Typ 130)

/¦QJH

'XUFKPHVVHU

6SLW]HQZLQNHO

Bild 13-8 Bohrer (Typ 200)

Fräsen
638 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkzeuge verwalten
13.4 Werkzeugvermaßung

'XUFKPHVVHU

/¦QJH
6WHLJXQJ

Bild 13-9 Gewindebohrer (Typ 240)

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 639
Werkzeuge verwalten
13.4 Werkzeugvermaßung

/¦QJH
'XUFKPHVVHU

Bild 13-10 3D-Werkzeug am Beispiel eines zylindrischen Gesenkfräsers (Typ 110)


/¦QJH

(FNHQUDGLXV

'XUFKPHVVHU

Bild 13-11 3D-Werkzeugtyp am Beispiel eines Kugelkopffräsers (Typ 111)

Fräsen
640 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkzeuge verwalten
13.4 Werkzeugvermaßung

/¦QJH
'XUFKPHVVHU (FNHQUDGLXV

Bild 13-12 3D-Werkzeug am Beispiel eines Schaftfräsers mit Eckenverrundung (Typ 121)

:LQNHOI¾UNHJHOLJH
:HUN]HXJH
/¦QJH

'XUFKPHVVHU

Bild 13-13 3D-Werkzeugtyp am Beispiel eines Kegelstumpffräsers (Typ 155)

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 641
Werkzeuge verwalten
13.4 Werkzeugvermaßung

:LQNHOI¾UNHJHOLJH
:HUN]HXJH

/¦QJH
'XUFKPHVVHU

(FNHQUDGLXV

Bild 13-14 3D-Werkzeug am Beispiel eines Kegelstumpffräsers mit Eckenverrundung (Typ 156)

:LQNHOI¾UNHJHOLJH
:HUN]HXJH
/¦QJH

'XUFKPHVVHU

Bild 13-15 3D-Werkzeug am Beispiel eines kegeligen Gesenkfräsers (Typ 157)

Fräsen
642 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkzeuge verwalten
13.5 Werkzeugliste

/¦QJHP
/¦QJHX
'XUFKPHVVHU

Bild 13-16 Elektronischer Werkstückmesstaster

Maschinenhersteller
Die Werkzeuglänge des Werkstückmesstasters wird bis zum Kugelmittelpunkt
(Länge m) oder bis zum Kugelumfang (Länge u) gemessen.
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Hinweis
Ein elektronischer Werkstückmesstaster muss vor dem Einsatz kalibriert werden.

13.5 Werkzeugliste
In der Werkzeugliste werden alle Parameter und Funktionen angezeigt, die zum Anlegen und
Einrichten der Werkzeuge benötigt werden.
Jedes Werkzeug ist durch den Werkzeugbezeichner und die Schwesterwerkzeugnummer
eindeutig identifiziert.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 643
Werkzeuge verwalten
13.5 Werkzeugliste

Werkzeugparameter

Spaltenüberschrift Bedeutung
Platz Magazin/Platznummer
● die Magazinplatznummern
Es wird zuerst die Magazinnummer und dann die Platznummer im
Magazin angegeben.
Ist nur ein Magazin vorhanden, wird nur die Platznummer angezeigt.
● Beladestelle im Belademagazin
BS

Bei anderen Magazintypen (z.B. bei einer Kette) können zusätzlich folgen‐
de Symbole angezeigt werden:
● Spindelplatz als Symbol
● Plätze für Greifer 1 und Greifer 2 (gilt nur bei Einsatz einer Spindel mit
Doppelgreifer) als Symbol..
*falls in Magazinanwahl
aktiviert
Typ Werkzeugtyp
In Abhängigkeit vom Werkzeugtyp (dargestellt als Symbol) werden be‐
stimmte Werkzeugkorrekturdaten angezeigt.
Bei Fräs-/Drehmaschinen kennzeichnet das Symbol die Lage des Werk‐
zeugs, die beim Anlegen des Werkzeugs gewählt wurde.
Mit Hilfe der Taste <SELECT> haben Sie die Möglichkeit, den Werkzeugtyp
oder die Werkzeuglage zu ändern.

Werkzeugname Die Identifikation des Werkzeugs erfolgt über den Namen und Schwester‐
werkzeugnummer. Den Namen können Sie als Text bzw. Nummer einge‐
ben.
Hinweis: Die maximale Namenslänge von Werkzeugnamen beträgt 31 AS‐
CII Zeichen. Bei asiatischen Zeichen oder Unicode Zeichen verringert sich
die Zeichenanzahl. Folgende Sonderzeichen sind nicht zulässig: | # ".
ST Schwesterwerkzeugnummer (für Ersatzwerkzeugstrategie)
D Schneidennummer
Länge X, Länge Y, Länge Werkzeuglänge
Z Geometriedaten Länge X, Länge Y und Länge Z
Radius Werkzeugradius
∅ Werkzeugdurchmesser
Breite / Schneidenbreite bei Typ 150 Scheibenfräser und Typ 151 Säge
Plattenbreite / Plattenbreite bei Typ 520 -Einstecher und Typ 530 - Abstecher
Spitzenwinkel / Spitzenwinkel bei Typ 200 – Spiralbohrer, Typ 220 – Zentrierer und Typ
Steigung 230 – Spitzsenker
Bohrradius Steigung bei Typ 240 - Gewindebohrer
Bohrradius bei Typ 560 - Drehbohrer. Halterwinkel und Plattenwinkel liegen
fest.

Fräsen
644 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkzeuge verwalten
13.5 Werkzeugliste

Spaltenüberschrift Bedeutung
Schneidengrafik
Die Schneidengrafik gibt die durch Halterwinkel, Schnittrichtung und Plat‐
tenwinkel festgelegte Positionierung wieder.
Halterwinkel bei Typ 500 - Schrupper und Typ 510 – Schlichter.

Die Bezugsrichtung für Halterwinkel gibt die Schnittrichtung an.


Neben dem Halterwinkel wird zusätzlich der Plattenwinkel angegeben.

N Zähnezahl bei Typ 100 - Fräswerkzeug, Typ 110 - Kugelkopf zylindrischer


Gesenkfräser, Typ 111 - Kugelkopf kegeliger Gesenkfräser, Typ 120 -
Schaftfräser, Typ 121 - Schaftfräser mit Eckenverrundung, Typ 130 - Win‐
kelkopffräser, Typ 131 - Winkelkopffräser mit Eckenverrundung, Typ 140 -
Planfräser, Typ 150 - Scheibenfräser, Typ 155 - Kegelstumpffräser, Typ
156 - Kegelstumpffräser mit Eckenverrundung und Typ 157 - Kegeliger
Gesenkfräser.
Pl.-läng Plattenlänge eines Schneidwerkzeugs oder Stechers
Die Plattenlänge wird für die Darstellung der Werkzeuge bei der Simulation
der Programmabarbeitung benötigt.
Spindeldrehrichtung
Spindel ist nicht eingeschaltet
Spindeldrehrichtung rechts
Spindeldrehrichtung links
Kühlmittel 1 und 2 (z.B. Innen- und Außenkühlung) ein- und ausschaltbar.
Die Kühlmittelzufuhr an der Maschine muss nicht zwingend eingerichtet
sein.
M1 - M4 Weitere werkzeugspezifische Funktionen wie z.B. zusätzliche Kühlmittel‐
zufuhr, Überwachungen von Drehzahl, Werkzeugbruch, usw.

Weitere Parameter
Wenn Sie eindeutige Schneidennummern eingerichtet haben, werden diese in der ersten
Spalte angezeigt.

Spaltenüberschrift Bedeutung
D-Nr. Eindeutige Schneidennummer
SN Schneidennummer
EC Einrichtekorrekturen
Anzeige der vorhandenen Einrichtekorrekturen

Über die Konfigurationsdatei legen Sie die Auswahl der Parameter in der Liste fest.

Software-Option
Um die Parameter Spindeldrehrichtung, Kühlmittel und werkzeugspezifische
Funktionen (M1-M4) verwalten zu können, benötigen Sie die Option "ShopTurn/
ShopMill".

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 645
Werkzeuge verwalten
13.5 Werkzeugliste

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Literatur
Informationen zur Konfiguration und Einrichtung der Werkzeugliste finden Sie in folgender
Literatur:
Inbetriebnahmehandbuch SINUMERIK Operate (IM9) / SINUMERIK 840D sl

Symbole in der Werkzeugliste

Symbol / Bedeutung
Kennzeichnung
Werkzeugtyp
Rotes Kreuz Das Werkzeug ist gesperrt.

Gelbes Dreieck - Spitze Die Vorwarngrenze ist erreicht.


nach unten
Gelbes Dreieck - Spitze Das Werkzeug befindet sich in einem besonderen Zustand.
nach oben Stellen Sie den Cursor auf das gekennzeichnete Werkzeug.
Ein Tooltip gibt eine kurze Beschreibung.
Grüner Rahmen Das Werkzeug ist vorausgewählt.

Magazin/Platznummer
Grüner Doppelpfeil Der Magazinplatz befindet sich auf der Wechselstelle.

Grauer Doppelpfeil (Kon‐ Der Magazinplatz befindet sich auf der Beladestelle.
figurierbar)
Rotes Kreuz Der Magazinplatz ist gesperrt.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Parameter" an.

2. Drücken Sie den Softkey "Werk.liste".


Das Fenster "Werkzeugliste " wird geöffnet.

Siehe auch
Werkzeugdetails anzeigen (Seite 668)
Werkzeugtyp ändern (Seite 672)

Fräsen
646 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkzeuge verwalten
13.5 Werkzeugliste

13.5.1 Weitere Daten


Für folgende Werkzeugtypen sind zusätzliche Geometrieangaben nötig, die nicht in der
Listendarstellung der Werkzeugliste aufgenommen sind.

Werkzeuge mit zusätzlichen Geometrieangaben

Werkzeugtyp Zusätzliche Parameter


111 Kugelkopffräser kegelig Eckenradius
121 Schaftfräser mit Eckenver‐ Eckenradius
rundung
130 Winkelkopffräser Geometrielänge (Länge X, Länge Y, Länge Z)
Verschleißlänge (ΔLänge X, ΔLänge Y, ΔLänge Z)
Adapterlänge (Länge X, Länge Y, Länge Z)
V (Richtungsvektor 1 - 6)
Vektor X, Vektor Y, Vektor Z
131 Winkelkopffräser mit Ecken‐ Geometrielänge (Länge X, Länge Y, Länge Z)
verrundung Eckenradius
Verschleißlänge (ΔLänge X, ΔLänge Y, ΔLänge Z)
Adapterlänge (Länge X, Länge Y, Länge Z)
V (Richtungsvektor 1 - 6)
Vektor X, Vektor Y, Vektor Z
140 Planfräser Außenradius
Werkzeugwinkel
155 Kegelstumpffräser Kegelwinkel
156 Kegelstumpffräser mit Eckenradius
Eckenverrundung Kegelwinkel
157 Kegeliger Gesenkfräser Kegelwinkel
585 Kalibrierwerkzeug Geometrielänge (Länge X, Länge Y, Länge Z)
Verschleißlänge (ΔLänge X, ΔLänge Y, ΔLänge Z)
700 Nutsäge Geometrielänge (Länge X, Länge Y, Länge Z)
Verschleißlänge (ΔLänge X, ΔLänge Y, ΔLänge Z)
Adapterlänge (Länge X, Länge Y, Länge Z)
Geometrie (Nutbreite, Überstand)
Verschleiß (Nutbreite, Überstand)
710 3D-Messtaster Fräsen Geometrielänge (Länge X, Länge Y, Länge Z)
Verschleißlänge (ΔLänge X, ΔLänge Y, ΔLänge Z)
712 Monotaster Geometrielänge (Länge X, Länge Y, Länge Z)
Verschleißlänge (ΔLänge X, ΔLänge Y, ΔLänge Z)
713 L-Taster Geometrielänge (Länge X, Länge Y, Länge Z)
Verschleißlänge (ΔLänge X, ΔLänge Y, ΔLänge Z)
Auslegerlänge (Länge)
714 Sterntaster Geometrielänge (Länge X, Länge Y, Länge Z)
Verschleißlänge (ΔLänge X, ΔLänge Y, ΔLänge Z)
Außendurchmesser (∅)

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 647
Werkzeuge verwalten
13.5 Werkzeugliste

Über die Konfigurationsdatei legen Sie fest, für welche Werkzeugtypen welche Daten im
Fenster "Weitere Daten" angezeigt werden.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Vorgehensweise

1. Die Werkzeugliste ist geöffnet.

2. Wählen Sie in der Liste ein entsprechendes Werkzeug an, z.B. einen
Winkelkopffräser.
3. Drücken Sie den Softkey "Weitere Daten".
Das Fenster "Weitere Daten - ..." wird geöffnet.
Der Softkey "Weitere Daten" ist nur aktiv, wenn ein Werkzeug angewählt
ist, für welches das Fenster "Weitere Daten" konfiguriert ist.

13.5.2 Neues Werkzeug anlegen


Das Fenster "Neues Werkzeug - Favoriten" bietet Ihnen beim Anlegen des neuen Werkzeuges
eine Reihe von ausgewählten Werkzeugtypen, die sog. Favoriten an.
Befindet sich der gewünschte Werkzeugtyp nicht in der Liste der Favoriten, wählen Sie über
die entsprechenden Softkeys das gewünschte Fräs-, Bohr- oder Sonderwerkzeug.

Vorgehensweise

1. Die Werkzeugliste ist geöffnet.

2. Positionieren Sie den Cursor in der Werkzeugliste an die Position, an


der das Werkzeug angelegt werden soll.
Sie können dabei einen leeren Magazinplatz oder auch den NC-Werk‐
zeugspeicher außerhalb des Magazins wählen.
Im Bereich des NC-Werkzeugspeichers können Sie den Cursor auch
auf ein vorhandenes Werkzeug setzen. Die Daten des angezeigten
Werkzeugs werden nicht überschrieben.
3. Drücken Sie den Softkey "Neues Werkzeug".

Das Fenster "Neues Werkzeug – Favoriten" wird geöffnet.

- ODER -

Fräsen
648 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkzeuge verwalten
13.5 Werkzeugliste

Wenn Sie ein Werkzeug anlegen möchten, das sich nicht in der Favo‐
ritenliste befindet, drücken Sie den Softkey "Fräser 100-199", "Bohrer
200-299" oder "Sonderw. 700-900".
...
Das Fenster "Neues Werkzeug - Fräser", "Neues Werkzeug - Bohrer"
oder "Neues Werkzeug - Sonderwerkzeuge" wird geöffnet.

4. Wählen Sie das Werkzeug, indem Sie den Cursor auf das entspre‐
chende Symbol positionieren.
5. Drücken Sie den Softkey "OK".
Das Werkzeug wird mit einem vorgegebenen Namen in die Werkzeug‐
liste übernommen. Befindet sich der Cursor in der Werkzeugliste auf
einem leeren Magazinplatz, wird das Werkzeug auf diesen Magazin‐
platz beladen.
Der Ablauf des Werkzeuganlegens kann anders eingestellt sein.

Mehrere Beladestellen
Haben Sie mehrere Beladestellen für ein Magazin konfiguriert, erscheint beim Anlegen eines
Werkzeugs direkt auf einem leeren Magazinplatz sowie nach dem Drücken des Softkeys
"Beladen" das Fenster "Auswahl der Beladestelle".
Wählen Sie dort die gewünschte Beladestelle und bestätigen Sie Ihre Auswahl mit dem Softkey
"OK".

Zusätzliche Daten
Bei entsprechender Konfiguration öffnet sich nach der Anwahl des gewünschten Werkzeugs
und der Bestätigung mit "OK" das Fenster "Neues Werkzeug".
Hier können Sie folgende Daten festlegen:
● Namen
● Werkzeugplatztyp
● Größe des Werkzeugs

Literatur:
Eine Beschreibung der Konfigurationsmöglichkeiten finden Sie in
Inbetriebnahmehandbuch SINUMERIK Operate / SINUMERIK 840D sl

13.5.3 Werkzeug messen


Sie haben die Möglichkeit, die Werkzeugkorrekturdaten für die einzelnen Werkzeuge direkt
aus der Werkzeugliste heraus zu messen.

Hinweis
Das Werkzeugmessen ist nur mit einem aktiven Werkzeug möglich.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 649
Werkzeuge verwalten
13.5 Werkzeugliste

Vorgehensweise

1. Die Werkzeugliste ist geöffnet.

2. Wählen Sie in der Werkzeugliste das Werkzeug, das Sie messen möch‐
ten und drücken Sie den Softkey "Werkzeug messen".
Sie springen in den Bedienbereich "JOG" und das zu messende Werk‐
zeug wird in der Maske "Länge Manuell" im Feld "T" eingetragen.
3. Wählen Sie die Schneidennummer D und die Nummer des Schwester‐
werkzeugs ST des Werkzeugs.

4. Fahren Sie in Z-Richtung an das Werkstück heran, kratzen mit drehender


Spindel an und geben die Sollposition Z0 der Werkstückkante ein
5. Drücken Sie den Softkey "Länge setzen".
Die Werkzeuglänge wird automatisch berechnet und in die Werkzeugliste
eingetragen.

13.5.4 Mehrere Schneiden verwalten


Bei Werkzeugen mit mehreren Schneiden erhält jede Schneide einen eigenen
Korrekturdatensatz. Wie viele Schneiden Sie anlegen können, hängt davon ab, was in der
Steuerung konfiguriert ist.
Nicht benötigte Schneiden eines Werkzeuges können gelöscht werden.

Vorgehensweise

1. Die Werkzeugliste ist geöffnet.

2. Positionieren Sie den Cursor auf das Werkzeug, für das Sie weitere
Schneiden hinterlegen möchten.
3. Drücken Sie in der "Werkzeugliste" den Softkey "Schneiden".

4. Drücken Sie den Softkey "Neue Schneide".


Es wird ein neuer Datensatz in der Liste angelegt.
Die Schneidennummer wird um 1 hoch gezählt, die Korrekturdaten sind
mit den Werten der Schneide vorbelegt, auf der sich der Cursor befindet.
5. Geben Sie die Korrekturdaten für die 2. Schneide ein.
6. Wiederholen Sie den Vorgang, wenn Sie weitere Schneidenkorrekturda‐
ten anlegen möchten.
7. Positionieren Sie den Cursor auf die Schneide eines Werkzeuges, die
Sie löschen möchten und drücken Sie den Softkey "Schneide löschen".
Der Datensatz wird aus der Liste gelöscht. Die erste Schneide eines
Werkzeuges kann nicht gelöscht werden.

Fräsen
650 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkzeuge verwalten
13.5 Werkzeugliste

13.5.5 Werkzeug löschen

Werkzeuge, die Sie nicht mehr verwenden, können Sie aus der Werkzeugliste entfernen, um
diese übersichtlich zu halten.

Vorgehensweise

1. Die Werkzeugliste ist geöffnet.

2. Positionieren Sie den Cursor in der Werkzeugliste auf das Werkzeug,


das Sie löschen möchten.
3. Drücken Sie den Softkey "Werkzeug löschen".
Eine Sicherheitsabfrage erscheint.
4. Drücken Sie den Softkey "OK", wenn Sie das angewählte Werkzeug tat‐
sächlich löschen möchten.
Das Werkzeug wird gelöscht.
Befand sich das Werkzeug auf einem Magazinplatz, so wird entladen und
anschließend gelöscht.

Mehrere Beladestellen - Werkzeug auf Magazinplatz


Haben Sie mehrere Beladestellen für ein Magazin konfiguriert, erscheint nach dem Drücken
des Softkeys "Werkzeug löschen" das Fenster "Auswahl der Beladestelle".
Wählen Sie dort die gewünschte Beladestelle und drücken Sie den Softkey "OK", um das
Werkzeug zu entladen und zu löschen.

13.5.6 Werkzeug laden und entladen

Werkzeuge können über die Werkzeugliste in ein Magazin beladen bzw. entladen werden.
Beim Beladen wird das Werkzeug auf einen Magazinplatz gebracht. Während beim Entladen
das Werkzeug aus dem Magazin entfernt und im NC-Speicher abgelegt wird.
Beim Laden wird automatisch ein Leerplatz vorgeschlagen, auf den Sie das Werkzeug laden
können. Sie können aber auch direkt einen leeren Magazinplatz angeben.
Werkzeuge, die Sie momentan nicht im Magazin benötigen, können Sie aus dem Magazin
entladen. Der HMI speichert die Werkzeugdaten dann automatisch im NC-Speicher.
Möchten Sie das Werkzeug später erneut einsetzen, laden Sie das Werkzeug und somit die
Werkzeugdaten einfach wieder auf den entsprechenden Magazinplatz. So sparen Sie sich ein
mehrfaches Eingeben derselben Werkzeugdaten.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 651
Werkzeuge verwalten
13.5 Werkzeugliste

Vorgehensweise

1. Die Werkzeugliste ist geöffnet.

2. Positionieren Sie den Cursor auf das Werkzeug, das Sie ins Magazin
laden möchten (bei Sortierung nach Magazinplatznummer finden Sie es
am Ende der Werkzeugliste).
3. Drücken Sie den Softkey "Beladen".

Das Fenster "Beladen auf… " öffnet sich.


Das Feld "... Platz" ist mit der Nummer des ersten leeren Magazinplatzes
vorbelegt.
4. Drücken Sie den Softkey "OK", wenn Sie das Werkzeug auf den vorge‐
schlagenen Leerplatz laden möchten.
- ODER -
Geben Sie die gewünschte Platznummer ein und drücken Sie den Soft‐
key "OK".
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Spindel".

Das Werkzeug wird auf den angegebenen Magazinplatz, bzw. in die


Spindel geladen.

Leeren Magazinplatz direkt mit Werkzeug beladen

1. Positionieren Sie den Cursor auf einen leeren Magazinplatz, auf den Sie
ein Werkzeug laden wollen und drücken Sie den Softkey "Beladen".
Das Fenster "Beladen mit ..." öffnet sich.
Wählen Sie im Feld "... Werkzeug" das gewünschte Werkzeug und drü‐
cken Sie den Softkey "OK".

Mehrere Magazine
Haben Sie mehrere Magazine konfiguriert, erscheint nach dem Drücken des Softkeys
"Beladen" das Fenster "Beladen auf ...".
Geben Sie dort das gewünschte Magazin sowie den Magazinplatz an, wenn Sie nicht den
vorgeschlagenen leeren Platz nehmen möchten, und bestätigen Sie Ihre Auswahl mit "OK".

Mehrere Beladestellen
Haben Sie mehrere Beladestellen für ein Magazin konfiguriert, erscheint nach dem Drücken
des Softkeys "Beladen" das Fenster "Auswahl der Beladestelle".
Wählen Sie dort die gewünschte Beladestelle und bestätigen Sie Ihre Auswahl mit "OK".

Fräsen
652 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkzeuge verwalten
13.5 Werkzeugliste

Werkzeuge entladen

1. Positionieren Sie den Cursor auf das Werkzeug, das Sie aus dem Maga‐
zin entladen möchten und drücken Sie den Softkey "Entladen".
2. Wählen Sie im Fenster "Auswahl der Beladestelle" die gewünschte Be‐
ladestelle.
3. Bestätigen Sie Ihre Auswahl mit "OK".

- ODER -
Verwerfen Sie die Auswahl mit "Abbruch".

13.5.7 Magazin anwählen

Sie haben die Möglichkeit, direkt den Zwischenspeicher, das Magazin oder den NC-Speicher
anzuwählen.

Vorgehensweise

1. Die Werkzeugliste ist geöffnet.

2. Drücken Sie den Softkey "Magazinanwahl".

Ist nur ein Magazin vorhanden, springen Sie mit jedem Softkeydruck von
einem Bereich in den nächsten, d.h. vom Zwischenspeicher zum Maga‐
zin, vom Magazin zum NC-Speicher und vom NC-Speicher zurück zum
Zwischenspeicher. Der Cursor wird jeweils auf den Anfang des Magazins
positioniert.
- ODER -
Sind mehrere Magazine vorhanden, öffnet sich das Fenster "Magazinan‐
wahl". Dort positionieren Sie den Cursor auf das gewünschte Magazin
und drücken den Softkey "Gehe zu ".
Der Cursor springt auf den Anfang des angegebenen Magazins.

Magazine ausblenden

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 653
Werkzeuge verwalten
13.5 Werkzeugliste

Deaktivieren Sie die Kontrollkästchen neben den Magazinen, die nicht in der Maga‐
zinliste erscheinen sollen.

Das Verhalten der Magazinanwahl bei mehreren Magazinen kann unterschiedlich konfiguriert
sein.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Literatur
Eine Beschreibung der Konfigurationsmöglichkeit finden Sie in
Inbetriebnahmehandbuch SINUMERIK Operate / SINUMERIK 840D sl

13.5.8 Codeträgeranbindung (nur 840D sl)

Sie haben die Möglichkeit, eine Codeträgeranbindung zu konfigurieren.


Damit stehen Ihnen in SINUMERIK Operate folgende Funktionen zur Verfügung:
● Neues Werkzeug von Codeträger anlegen
● Entladen von Werkzeugen auf Codeträger

Software-Option
Um die Funktionen zu nutzen, benötigen Sie die Option "Tool Ident Connection".

Literatur
Weitere Informationen zur Werkzeugverwaltung mit Codeträger und zur Konfiguration der
Bedienoberfläche in SINUMERIK Operate finden Sie in folgender Literatur:
● Funktionshandbuch SINUMERIK Integrate for Production AMB, AMC AMM/E
● Inbetriebnahmehandbuch SINUMERIK Operate (IM9) / SINUMERIK 840D sl

Fräsen
654 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkzeuge verwalten
13.5 Werkzeugliste

In der Favoritenliste steht bei Codeträgeranbindung zusätzlich ein Werkzeug zur Verfügung.

Bild 13-17 Neues Werkzeug von Codeträger in der Liste der Favoriten

Neues Werkzeug von Codeträger anlegen

1. Die Werkzeugliste ist geöffnet.

2. Positionieren Sie den Cursor in der Werkzeugliste an die Position, an der


das Werkzeug angelegt werden soll.
Sie können dabei einen leeren Magazinplatz oder auch den NC-Werk‐
zeugspeicher außerhalb des Magazins wählen.
Im Bereich des NC-Werkzeugspeichers können Sie den Cursor auch auf
ein vorhandenes Werkzeug setzen. Die Daten des angezeigten Werk‐
zeugs werden nicht überschrieben.
3. Drücken Sie den Softkey "Neues Werkzeug".

Das Fenster "Neues Werkzeug – Favoriten" wird geöffnet.

4. Positionieren Sie den Cursor auf den Eintrag "Werkzeug von Codeträger"
und drücken Sie den Softkey "OK".
Die Daten des Werkzeugs vom Codeträger werden gelesen und im Fens‐
ter "Neues Werkzeug" mit Werkzeugtyp, Werkzeugnamen und evtl. mit
bestimmten Parametern angezeigt.
5. Drücken Sie den Softkey "OK".
Das Werkzeug wird mit dem vorgegebenen Namen in die Werkzeugliste
übernommen. Befindet sich der Cursor in der Werkzeugliste auf einem
leeren Magazinplatz, wird das Werkzeug auf diesen Magazinplatz bela‐
den.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 655
Werkzeuge verwalten
13.5 Werkzeugliste

Der Ablauf des Werkzeuganlegens kann anders eingestellt sein.

Werkzeug auf Codeträger entladen

1. Die Werkzeugliste ist geöffnet.

2. Positionieren Sie den Cursor auf das Werkzeug, das Sie aus dem Maga‐
zin entladen wollen und drücken Sie die Softkeys "Entladen" und "Auf
Codeträger".
Das Werkzeug wird entladen und die Daten des Werkzeugs werden auf
den Codeträger geschrieben.
Nach entsprechender Einstellung wird das entladene Werkzeug auf Codeträger nach dem
Auslesen auf den Codeträger aus dem NC-Speicher gelöscht.

Werkzeug auf Codeträger löschen

1. Die Werkzeugliste ist geöffnet.


2. Positionieren Sie den Cursor auf das Werkzeug auf Codeträger, das Sie
löschen wollen.
3. Drücken Sie die Softkeys "Werkzeug löschen" und "Auf Codeträger".
Das Werkzeug wird entladen und die Daten des Werkzeugs werden auf
den Codeträger geschrieben. Anschließend wird das Werkzeug aus dem
NC-Speicher gelöscht.

Das Löschen des Werkzeugs kann anders eingestellt sein, d.h. der Softkey "Auf Codeträger"
steht nicht zur Verfügung.

Literatur
Eine Beschreibung der Konfigurationsmöglichkeiten finden Sie in folgender Literatur:
Inbetriebnahmehandbuch SINUMERIK Operate (IM9) / SINUMERIK 840D sl

Fräsen
656 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkzeuge verwalten
13.5 Werkzeugliste

13.5.9 Werkzeug in Datei verwalten


Wenn in den Einstellungen zur Werkzeugliste die Option "Werkzeug in/aus Datei zulassen"
aktiviert ist, steht in der Favoritenliste ein zusätzlicher Eintrag zur Verfügung.

Bild 13-18 Neues Werkzeug aus Datei in der Liste der Favoriten

Neues Werkzeug aus Datei anlegen

1. Die Werkzeugliste ist geöffnet.

2. Positionieren Sie den Cursor in der Werkzeugliste an die Position, an der


das Werkzeug angelegt werden soll.
Sie können dabei einen leeren Magazinplatz oder auch den NC-Werk‐
zeugspeicher außerhalb des Magazins wählen.
Im Bereich des NC-Werkzeugspeichers können Sie den Cursor auch auf
ein vorhandenes Werkzeug setzen. Die Daten des angezeigten Werk‐
zeugs werden nicht überschrieben.
3. Drücken Sie den Softkey "Neues Werkzeug".

Das Fenster "Neues Werkzeug – Favoriten" wird geöffnet.

4. Positionieren Sie den Cursor auf den Eintrag "Werkzeug aus Datei" und
drücken Sie den Softkey "OK".
Das Fenster "Werkzeugdaten laden" wird geöffnet.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 657
Werkzeuge verwalten
13.5 Werkzeugliste

5. Navigieren Sie zu der gewünschten Datei und drücken Sie den Softkey
"OK".
Die Daten des Werkzeugs werden aus der Datei gelesen und im Fenster
"Neues Werkzeug aus Datei" mit Werkzeugtyp, Werkzeugnamen und
evtl. mit bestimmten Parametern angezeigt.
6. Drücken Sie den Softkey "OK".
Das Werkzeug wird mit dem vorgegebenen Namen in die Werkzeugliste
übernommen. Befindet sich der Cursor in der Werkzeugliste auf einem
leeren Magazinplatz, wird das Werkzeug auf diesen Magazinplatz bela‐
den.
Der Ablauf des Werkzeuganlegens kann anders eingestellt sein.

Werkzeug in Datei entladen

1. Die Werkzeugliste ist geöffnet.

2. Positionieren Sie den Cursor auf das Werkzeug, das Sie aus dem Maga‐
zin entladen wollen, und drücken Sie die Softkeys "Entladen" und "In
Datei".

3. Navigieren Sie zum gewünschten Verzeichnis und drücken Sie den Soft‐
key "OK".
4. Geben Sie im Feld "Name" den gewünschten Dateinamen ein und drü‐
cken Sie den Softkey "OK".
Das Feld ist mit dem Werkzeugnamen vorbelegt.
Das Werkzeug wird entladen und die Daten des Werkzeugs werden in
die Datei geschrieben.
Nach entsprechender Einstellung wird das entladene Werkzeug nach dem Auslesen aus dem
NC-Speicher gelöscht.

Werkzeug in Datei löschen

1. Die Werkzeugliste ist geöffnet.


2. Positionieren Sie den Cursor auf das Werkzeug, das Sie löschen wollen.
3. Drücken Sie die Softkeys "Werkzeug löschen" und "In Datei".

Fräsen
658 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkzeuge verwalten
13.6 Werkzeugverschleiß

3. Navigieren Sie zum gewünschten Verzeichnis und drücken Sie den Soft‐
key "OK".
4. Geben Sie im Feld "Name" den gewünschten Dateinamen ein und drü‐
cken Sie den Softkey "OK".
Das Feld ist mit dem Werkzeugnamen vorbelegt.
Das Werkzeug wird entladen und die Daten des Werkzeugs werden in
die Datei geschrieben. Anschließend wird das Werkzeug aus dem NC-
Speicher gelöscht.

13.6 Werkzeugverschleiß
In der Werkzeugverschleißliste befinden sich alle Parameter und Funktionen, die während des
laufenden Betriebes benötigt werden.
Werkzeuge die sich längere Zeit im Einsatz befinden, können sich abnutzen. Diesen
Verschleiß können Sie messen und in die Werkzeugverschleißliste eintragen. Die Steuerung
berücksichtigt diese Daten dann bei der Berechnung der Werkzeuglängen- bzw.
Radiuskorrektur. Auf diese Weise erreichen Sie eine gleich bleibende Präzision bei der
Werkstückbearbeitung.

Überwachungsarten
Sie können die Einsatzdauer der Werkzeuge über Stückzahl, Standzeit oder Verschleiß
automatisch überwachen lassen.

Hinweis
Kombination von Überwachungsarten
Sie haben die Möglichkeit, ein Werkzeug durch eine Art überwachen zu lassen oder eine
beliebige Kombination der Überwachungsarten einzuschalten.

Außerdem können Sie Werkzeuge sperren, wenn Sie diese nicht mehr einsetzen möchten.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 659
Werkzeuge verwalten
13.6 Werkzeugverschleiß

Werkzeugparameter

Spaltenüberschrift Bedeutung
Platz Magazin/Platznummer
● die Magazinplatznummern
Es wird zuerst die Magazinnummer und dann die Platznummer im
Magazin angegeben.
BS Ist nur ein Magazin vorhanden, wird nur die Platznummer angezeigt.
● Beladestelle im Belademagazin

Bei anderen Magazintypen (z.B. bei einer Kette) können zusätzlich folgen‐
de Symbole angezeigt werden:
● Spindelplatz als Symbol
● Plätze für Greifer 1 und Greifer 2 (gilt nur bei Einsatz einer Spindel mit
*falls in Magazinanwahl Doppelgreifer) als Symbol.
aktiviert
Typ Werkzeugtyp
In Abhängigkeit vom Werkzeugtyp (dargestellt als Symbol) werden be‐
stimmte Werkzeugkorrekturdaten freigegeben.
Werkzeugname Die Identifikation des Werkzeugs erfolgt über den Namen und die Schwes‐
terwerkzeugnummer. Den Namen können Sie als Text oder Nummer ein‐
geben.
Hinweis: Die maximale Namenslänge von Werkzeugnamen beträgt 31
ASCII Zeichen. Bei asiatischen Zeichen oder Unicode Zeichen verringert
sich die Zeichenanzahl. Folgende Sonderzeichen sind nicht zulässig: | # ".
ST Schwesterwerkzeugnummer (für Ersatzwerkzeugstrategie).
D Schneidennummer
Δ Länge Verschleiß zur Länge
Δ Radius Verschleiß des Radius
TC Anwahl der Werkzeugüberwachung
- durch Standzeit (T)
- durch Stückzahl (C)
- durch Verschleiß (W)
Die Verschleißüberwachung wird über ein Maschinendatum konfiguriert.
Beachten Sie hierzu die Angaben des Maschinenherstellers.
Standzeit, bzw. Standzeit des Werkzeugs.
Stückzahl, bzw. Stückzahl der Werkstücke.
Verschleiß * Verschleiß des Werkzeugs.
*Parameter abhängig von
der Anwahl in TC
Sollwert Sollwert für Standzeit, Stückzahl bzw. Verschleiß
Vorw.-grenze Angabe der Standzeit, der Stückzahl bzw. des Verschleißes, bei der eine
Warnung ausgegeben wird.
G Das Werkzeug ist gesperrt, wenn das Kontrollkästchen aktiviert ist.

Fräsen
660 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkzeuge verwalten
13.6 Werkzeugverschleiß

Weitere Parameter
Wenn Sie eindeutige Schneidennummern eingerichtet haben, werden diese in der ersten
Spalte angezeigt.

Spaltenüberschrift Bedeutung
D-Nr. Eindeutige Schneidennummer
SN Schneidennummer
SC Einrichtekorrekturen
Anzeige der vorhandenen Einrichtekorrekturen

Symbole in der Verschleißliste

Symbol / Bedeutung
Kennzeichnung
Werkzeugtyp
Rotes Kreuz Das Werkzeug ist gesperrt.

Gelbes Dreieck - Spitze Die Vorwarngrenze ist erreicht.


nach unten
Gelbes Dreieck - Spitze Das Werkzeug befindet sich in einem besonderen Zustand.
nach oben Stellen Sie den Cursor auf das gekennzeichnete Werkzeug.
Ein Tooltip gibt eine kurze Beschreibung.
Grüner Rahmen Das Werkzeug ist vorausgewählt.

Magazin/Platznummer
Grüner Doppelpfeil Der Magazinplatz befindet sich auf der Wechselstelle.

Grauer Doppelpfeil Der Magazinplatz befindet sich auf der Beladestelle.


(Konfigurierbar)
Rotes Kreuz Der Magazinplatz ist gesperrt.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Parameter" an.

2. Drücken Sie den Softkey "Werkz.versch".

Siehe auch
Werkzeugdetails anzeigen (Seite 668)
Werkzeugtyp ändern (Seite 672)

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 661
Werkzeuge verwalten
13.6 Werkzeugverschleiß

13.6.1 Werkzeug reaktivieren

Sie haben die Möglichkeit, gesperrte Werkzeuge zu ersetzen, bzw. diese Werkzeuge wieder
einsatzfähig zu machen.

Voraussetzungen
Damit Sie ein Werkzeug reaktivieren können, muss die Überwachungsfunktion aktiviert sowie
ein Sollwert hinterlegt sein.

Vorgehensweise

1. Die Werkzeugverschleißliste ist geöffnet.

2. Positionieren Sie den Cursor auf das Werkzeug, das gesperrt ist und das
Sie wieder einsatzfähig machen möchten.
3. Drücken Sie den Softkey "Reaktivieren".
Der als Sollwert eingetragene Wert wird als neue Standzeit bzw. Stück‐
zahl eingetragen.
Die Sperre des Werkzeugs wird aufgehoben.

Reaktivieren und Positionieren


Ist die Funktion "Reaktivieren mit Positionieren" konfiguriert, wird zusätzlich der Magazinplatz
auf dem das ausgewählte Werkzeug steht, auf die Beladestelle positioniert. Sie können das
Werkzeug austauschen.

Reaktivieren aller Überwachungsarten


Ist die Funktion "Reaktivieren aller Überwachungsarten" konfiguriert, werden beim
Reaktivieren alle in der NC eingestellten Überwachungsarten für ein Werkzeug zurückgesetzt.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Literatur
Inbetriebnahmehandbuch SINUMERIK Operate / SINUMERIK 840D sl

Mehrere Beladestellen
Haben Sie mehrere Beladestellen für ein Magazin konfiguriert, erscheint nach dem Drücken
des Softkeys "Beladen" das Fenster "Auswahl der Beladestelle".
Wählen Sie dort die gewünschte Beladestelle und bestätigen Sie Ihre Auswahl mit dem Softkey
"OK".

Fräsen
662 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkzeuge verwalten
13.8 Magazin

13.7 Werkzeugdaten OEM


Sie haben die Möglichkeit, die Liste nach Ihren Bedürfnissen zu projektieren.
Weitere Informationen zur Projektierung der OEM Werkzeugdaten finden Sie in folgender
Literatur:
Inbetriebnahmehandbuch SINUMERIK Operate (IM9) / SINUMERIK 840D sl

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Parameter" an.

2. Drücken Sie den Softkey "OEM Werkz.".

13.8 Magazin
In der Magazinliste werden Werkzeuge mit ihren magazinbezogenen Daten angezeigt. Hier
nehmen Sie gezielt Aktionen vor, die sich auf die Magazine und die Magazinplätze
beziehen.
Einzelne Magazinplätze können für Werkzeuge platzcodiert, bzw. gesperrt werden.

Werkzeugparameter

Spaltenüberschrift Bedeutung
Platz Magazin/Platznummer
● die Magazinplatznummern
Es wird zuerst die Magazinnummer und dann die Platznummer im
Magazin angegeben.
Ist nur ein Magazin vorhanden, wird nur die Platznummer angezeigt.

BS ● Beladestelle im Belademagazin

Bei anderen Magazintypen (z.B. bei einer Kette) können zusätzlich folgen‐
de Symbole angezeigt werden:
● Spindelplatz als Symbol
● Plätze für Greifer 1 und Greifer 2 (gilt nur bei Einsatz einer Spindel mit
Doppelgreifer) als Symbol
*falls in Magazinanwahl
aktiviert
Typ Werkzeugtyp
In Abhängigkeit vom Werkzeugtyp (dargestellt als Symbol) werden be‐
stimmte Werkzeugkorrekturdaten freigegeben.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 663
Werkzeuge verwalten
13.8 Magazin

Spaltenüberschrift Bedeutung
Werkzeugname Die Identifikation des Werkzeugs erfolgt über den Namen und die Schwes‐
terwerkzeugnummer. Den Namen können Sie als Text oder Nummer ein‐
geben.
Hinweis: Die maximale Namenslänge von Werkzeugnamen beträgt 31
ASCII Zeichen. Bei asiatischen Zeichen oder Unicode Zeichen verringert
sich die Zeichenanzahl. Folgende Sonderzeichen sind nicht zulässig: | # ".
ST Schwesterwerkzeugnummer (für Ersatzwerkzeugstrategie).
D Schneidennummer
G Sperren des Magazinplatzes.
Mag.platztyp Anzeige des Magazinplatztyps.
Werkz.platztyp Anzeige, welchen Werkzeugplatztyp das Werkzeug besitzt.
Ü Kennzeichnung eines Werkzeugs als übergroß. Das Werkzeug nimmt die
Größe von zwei Halbplätzen links, zwei Halbplätzen rechts, ein Halbplatz
oben und ein Halbplatz unten in einem Magazin ein.
P Festplatzcodierung.
Das Werkzeug ist diesem Magazinplatz fest zugeordnet.

Weitere Parameter
Wenn Sie eindeutige Schneidennummern eingerichtet haben, werden diese in der ersten
Spalte angezeigt.

Spaltenüberschrift Bedeutung
D-Nr. Eindeutige Schneidennummer
SN Schneidennummer

Symbole der Magazinliste

Symbol / Bedeutung
Kennzeichnung
Werkzeugtyp
Rotes Kreuz Das Werkzeug ist gesperrt.

Gelbes Dreieck - Spitze nach Die Vorwarngrenze ist erreicht.


unten
Gelbes Dreieck - Spitze nach Das Werkzeug befindet sich in einem besonderen
oben Zustand.
Stellen Sie den Cursor auf das gekennzeichnete
Werkzeug. Ein Tooltip gibt eine kurze Beschreibung.
Grüner Rahmen Das Werkzeug ist vorausgewählt.

Magazin/Platznummer
Grüner Doppelpfeil Der Magazinplatz befindet sich auf der Wechselstelle.

Fräsen
664 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkzeuge verwalten
13.8 Magazin

Symbol / Bedeutung
Kennzeichnung
Grauer Doppelpfeil (Konfigu‐ Der Magazinplatz befindet sich auf der Beladestelle.
rierbar)
Rotes Kreuz Der Magazinplatz ist gesperrt.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Parameter" an.

2. Drücken Sie den Softkey "Magazin".

Siehe auch
Werkzeugdetails anzeigen (Seite 668)
Werkzeugtyp ändern (Seite 672)

13.8.1 Magazin positionieren

Sie können Magazinplätze direkt auf die Beladestelle positionieren.

Vorgehensweise

1. Die Magzinliste ist geöffnet.

2. Positionieren Sie den Cursor auf den Magazinplatz, den Sie auf die Be‐
ladestelle positionieren möchten.
3. Drücken Sie den Softkey "Magazin positionieren".
Der Magazinplatz wird auf die Beladestelle positioniert.

Mehrere Beladestellen
Haben Sie mehrere Beladestellen für ein Magazin konfiguriert, erscheint nach dem Drücken
des Softkeys "Magazin positionieren" das Fenster "Auswahl der Beladestelle".
Wählen Sie dort die gewünschte Beladestelle und bestätigen Sie Ihre Auswahl mit "OK", um
den Magazinplatz zur Beladesstelle zu positionieren.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 665
Werkzeuge verwalten
13.8 Magazin

13.8.2 Werkzeug umsetzen

Werkzeuge können Sie innerhalb von Magazinen direkt auf einen anderen Magazinplatz
umsetzen. D.h. Sie müssen die Werkzeuge nicht erst aus dem Magazin entladen, um sie dann
auf einen anderen Platz zu laden.
Beim Umsetzen wird automatisch ein Leerplatz vorgeschlagen, auf den Sie das Werkzeug
umsetzen können. Sie können aber auch direkt einen leeren Magazinplatz angeben.

Zwischenspeicher
Sie haben die Möglichkeit, das Werkzeug auf Zwischenspeicherplätze umzusetzen.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Vorgehensweise

1. Die Magazinliste ist geöffnet.

2. Positionieren Sie den Cursor auf das Werkzeug, das Sie auf einen ande‐
ren Magazinplatz setzen möchten.
3. Drücken Sie den Softkey "Umsetzen".
Das Fenster "... umsetzen von Platz ... auf Platz ..." wird eingeblendet.
Das Feld "Platz" ist mit der Nummer des ersten leeren Magazinplatzes
vorbelegt.
4. Drücken Sie den Softkey "OK", wenn Sie das Werkzeug auf den vorge‐
schlagenen Magazinplatz setzen möchten.
- ODER -
Geben Sie das gewünschte Magazin an, geben Sie die Platznummer ein
und drücken Sie den Softkey "OK".
- ODER -
Geben Sie im Feld "… Magazin" die Nummer "9998", bzw. die Nummer
"9999", um den Zwischenspeicher zu wählen sowie im Feld die "Platz"
den gewünschten Zwischenspeicherplatz ein.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Spindel", wenn Sie das Werkzeug in die Spin‐
del umsetzen möchten, und drücken Sie den Softkey "OK".

Das Werkzeug wird auf den angegebenen Magazinplatz, bzw. in die


Spindel oder den Zwischenspeicher umgesetzt.

Mehrere Magazine
Haben Sie mehrere Magazine eingerichtet, erscheint nach dem Drücken des Softkeys
"Umsetzen" das Fenster "...umsetzen von Magazin... Platz... auf...".

Fräsen
666 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkzeuge verwalten
13.8 Magazin

Wählen Sie dort das gewünschte Magazin sowie den gewünschten Platz und bestätigen Sie
Ihre Auswahl mit "OK", um das Werkzeug zu laden.

13.8.3 Alle Werkzeuge entladen / beladen / umsetzen


Sie haben die Möglichkeit, alle Werkzeuge aus der Magazinliste zu entladen,in die
Magazinliste zu beladen oder in der Magazinliste umzusetzen Dabei werden die Werkzeuge
mit einem Auftrag nacheinander aus der Liste entladen, beladen bzw. umgesetzt.

Voraussetzung
Damit der Softkey "Alle entladen", "Alle beladen" bzw. "Alle umsetzen" eingeblendet und
verfügbar ist, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
● Magazinverwaltung ist eingerichtet
● Im Zwischenspeicher / in Spindel befindet sich kein Werkzeug

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Vorgehensweise

1. Die Magazinliste ist geöffnet.

2. Drücken Sie den Softkey "Alle entladen".

- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Alle beladen".

- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Alle umsetzen".

Sie erhalten eine Abfrage, ob Sie wirklich alle Werkzeuge entladen, bela‐
den bzw. umsetzen wollen.
3. Drücken Sie den Softkey "OK", um mit dem Entladen bzw. Beladen oder
Umsetzen der Werkzeuge fortzufahren.
Die Werkzeuge werden aufsteigend nach Magazinplatznummern aus
dem Magazin entladen, beladen oder umgesetzt.
4. Drücken Sie den Softkey "Abbruch", wenn Sie den Entladevorgang ab‐
brechen wollen.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 667
Werkzeuge verwalten
13.9 Werkzeugdetails

Mehrere Beladestellen
Wenn für ein Magazin mehr als eine Beladestelle eingerichtet wurde, haben Sie die Möglichkeit
über den Softkey "Beladestelle auswählen" ein Fenster zu öffnen, in dem Sie einem Magazin
eine Beladestelle zuweisen.

13.9 Werkzeugdetails

13.9.1 Werkzeugdetails anzeigen


Im Fenster "Werkzeugdetails" erhalten Sie alle Parameter des angewählten Werkzeugs.
Die Parameter werden nach folgenden Kriterien sortiert angezeigt
● Werkzeugdaten
● Schneidendaten
● Überwachungsdaten

Schutzstufe
Um die Parameter im Detailfenster zu bearbeiten, benötigen Sie die Zugriffsstufe
Schlüsselschalter 3 (Schutzstufe 4).

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Vorgehensweise

1. Die Werkzeugliste, die Verschleißliste, die OEM-Werkzeugliste bzw. das


Magazin ist geöffnet.
...

2. Positionieren Sie den Cursor auf das gewünschte Werkzeug.


3. Befinden Sie sich in der Werkzeugliste oder im Magazin, drücken Sie die
Softkeys ">>" und "Details".

- ODER -
Befinden Sie sich in der Verschleißliste oder OEM-Werkzeugliste, drü‐
cken Sie den Softkey "Details".
Das Fenster "Werkzeugdetails" wird eingeblendet.
In der Liste werden alle verfügbaren Werkzeugdaten angezeigt.

Fräsen
668 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkzeuge verwalten
13.9 Werkzeugdetails

4. Drücken Sie den Softkey "Schneidendaten", wenn Sie sich die Schnei‐
dendaten anzeigen lassen wollen.
5. Drücken Sie den Softkey "Überwach.-daten", wenn Sie sich die Überwa‐
chungsdaten anzeigen lassen wollen.

13.9.2 Werkzeugdaten
Im Fenster "Werkzeugdetails" erhalten Sie folgende Angaben zum angewählten Werkzeug,
wenn der Softkey "Werkzeugdaten" aktiv ist.

Parameter Bedeutung
Magazinplatz Es wird zuerst die Magazinnummer und dann die Platznummer im Magazin angegeben.
Ist nur ein Magazin vorhanden, wird nur die Platznummer angezeigt.
Werkzeugname Die Identifikation des Werkzeugs erfolgt über den Namen und die Schwesterwerkzeugnummer.
Den Namen können Sie als Text oder Nummer eingeben.
ST Schwesterwerkzeugnummer (für Ersatzwerkzeugstrategie)
Anzahl-D Anzahl der angelegten Schneiden
D Schneidennummer
Werkzeugzustand A Werkzeug aktivieren
F Werkzeug freigeben
G Werkzeug sperren

M Werkzeug vermessen
V Erreichen der Vorwarngrenze

W Werkzeug im Wechsel
P Werkzeug auf Festplatz
Das Werkzeug ist diesem Magazinplatz fest zugeordnet
E Werkzeug war im Einsatz
Werkzeuggröße normal Werkzeug nimmt keinen zusätzlichen Platz in einem Magazin ein.

übergroß Das Werkzeug nimmt die Größe von zwei Halbplätzen links, zwei Halbplät‐
zen rechts, ein Halbplatz oben und ein Halbplatz unten in einem Magazin
ein.
Sondergröße
links Anzahl der Halbplätze links vom Werkzeug
rechts Anzahl der Halbplätze rechts vom Werkzeug
Werkzeug OEM Para‐ Parameter zur freien
meter 1 - 6 Verfügung

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 669
Werkzeuge verwalten
13.9 Werkzeugdetails

13.9.3 Schneidendaten
Im Fenster "Werkzeugdetails" erhalten Sie folgende Angaben zum angewählten Werkzeug,
wenn der Softkey "Schneidendaten" aktiv ist.

Parameter Bedeutung
Magazinplatz Es wird zuerst die Magazinnummer und dann die Platznummer im
Magazin angegeben.
Ist nur ein Magazin vorhanden, wird nur die Platznummer angezeigt.
Werkzeugname Die Identifikation des Werkzeugs erfolgt über den Namen und die
Schwesterwerkzeugnummer. Den Namen können Sie als Text oder
Nummer eingeben.
ST Schwesterwerkzeugnummer (für Ersatzwerkzeugstrategie)
Anzahl-D Anzahl der angelegten Schneiden
D Schneidennummer
Werkzeugtyp Werkzeugsymbol mit Typ-Nummer
Länge
Geometrie Werkzeuglänge
Verschleiß Werkzeugverschleiß
Ø (Durchmesser)
Geometrie Werkzeugdurchmesser
Verschleiß Werkzeugverschleiß Durchmesser

Typ 240 - Gewindebohrer


Gewindesteigung Höhe der abgewickelten Schraubenlinie parallel zur Schraubenachse

Typ 200 – Spiralbohrer, Typ 220 – Zentrierer und Typ 230 – Spitzsenker
Spitzenwinkel Winkel kleiner als 180°

Typ 520 -Einstecher, Typ 530 - Abstecher, Typ 540 - Gewindestahl


Plattenlänge Für die Darstellung der Werkzeugs bei der Simulation der Program‐
mabarbeitung.
Plattenbreite Breite des Stechers

Typ 110 - Kugelkopf zylindrischer Gesenkfräser, Typ 111 - Kugelkopf kegeliger Gesenkfräser, Typ 120 - Schaftfräser, Typ
121 - Schaftfräser mit Eckenverrundung, Typ 130 - Winkelkopffräser, Typ 140 - Planfräser, Typ 150 - Scheibenfräser, Typ
155 - Kegelstumpffräser, Typ 156 - Kegelstumpffräser mit Eckenverrundung und Typ 157 - Kegeliger Gesenkfräser
N Anzahl der Zähne
Bei angetriebenen Werkzeugen (Bohrer und Fräser)
Spindel- Spindel ist nicht eingeschaltet
drehrichtung
Spindeldrehrichtung rechts

Spindeldrehrichtung links

Fräsen
670 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkzeuge verwalten
13.9 Werkzeugdetails

Parameter Bedeutung
Kühlmittel 1 und 2 (z.B. Innen- und Außenkühlung) ein- und aus‐
schaltbar.
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers
Schneiden OEM
Parameter 1 - 2

Software-Option
Um die Parameter Spindeldrehrichtung, Kühlmittel und werkzeugspezifische
Funktionen (M1-M4) verwalten zu können, benötigen Sie die Option "ShopMill/
ShopTurn".

13.9.4 Überwachungsdaten
Im Fenster "Werkzeugdetails" erhalten Sie folgende Angaben zum angewählten Werkzeug,
wenn der Softkey "Überwach.-daten" aktiv ist.

Parameter Bedeutung
Magazinplatz Es wird zuerst die Magazinnummer und dann die Platznummer im Magazin angegeben.Ist nur
ein Magazin vorhanden, wird nur die Platznummer angezeigt.
Werkzeugname Die Identifikation des Werkzeugs erfolgt über den Namen und die Schwesterwerkzeugnummer.
Den Namen können Sie als Text oder Nummer eingeben.
ST Schwesterwerkzeugnummer (für Ersatzwerkzeugstrategie)
Anzahl-D Anzahl der angelegten Schneiden
D Schneidennummer
Überwachungsart T - Standzeit

C - Stückzahl

W - Verschleiß

Die Verschleißüberwachung wird über ein Maschinendatum konfiguriert.


Beachten Sie hierzu die Angaben des Maschinenherstellers.
Istwert
Standzeit, Stückzahl bzw. Istwert für Standwert, Stückzahl bzw. Verschleiß
Verschleiß
Sollwert
Standzeit, Stückzahl bzw. Sollwert für Standzeit, Stückzahl bzw. Verschleiß
Verschleiß
Vorwarngrenze
Standzeit, Stückzahl bzw. Angabe der Standzeit, der Stückzahl bzw. des Verschleißes, bei der eine Warnung ausgege‐
Verschleiß ben wird.
Überwachungs OEM Para‐
meter 1 -8

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 671
Werkzeuge verwalten
13.11 Grafische Darstellung

13.10 Werkzeugtyp ändern

Vorgehensweise

1. Die Werkzeugliste, die Verschleißliste, die OEM-Werkzeugliste bzw. das


Magazin ist geöffnet.
...

2. Positionieren Sie den Cursor in die Spalte "Typ" des Werkzeugs, das Sie
ändern möchten.
3. Drücken Sie die Taste <SELECT>.
Das Fenster "Werkzeugtypen - Favoriten" wird geöffnet.
4. Wählen Sie in der Liste der Favoriten oder wählen Sie über die Softkeys
"Fräser 100-199", Bohrer 200-299", "Schleifw. 400-499" oder "Sonderw.
700-900" den gewünschten Werkzeugtyp.
Hinweis: Ein Schleifwerkzeug kann nur in einen anderen Schleifwerk‐
zeugtyp geändert werden.
5. Drücken Sie den Softkey "OK".
Der neue Werkzeugtyp wird übernommen und das entsprechende Sym‐
bol wird in der Spalte "Typ" angezeigt.

13.11 Grafische Darstellung


Zusätzlich zur Auflistung der Werkzeuge können Sie die Werkzeuge und Magazinplätze auch
in einer dynamischen Grafik darstellen.
Dabei werden die Werkzeuge entsprechend der Listenreihenfolge in den richtigen
Proportionen angezeigt.
Die grafische Darstellung muss vom Maschinenhersteller eingerichtet werden.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Literatur
Weitere Informationen entnehmen Sie folgender Literatur:
Inbetriebnahmehandbuch SINUMERIK Operate (IM9) / SINUMERIK 840D sl

Fräsen
672 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkzeuge verwalten
13.11 Grafische Darstellung

Grafische Darstellung der Werkzeuge und Magazinplätze

Bild 13-19 Grafische Darstellung der Werkzeuge und Magazinplätze

Bei der grafischen Darstellung gilt Folgendes:


● Wenn ein Werkzeug zu lang für die Anzeige ist, wird die maximal mögliche Länge
abgebildet.
● Übergroße Werkzeuge werden links und rechts beschnitten.
● Werkzeuge, die sich nicht im Magazin befinden, werden ohne Werkzeugträger dargestellt.
● Gesperrte Werkzeuge bzw. Magazinplätze werden durch ein rotes Kreuz gekennzeichnet:

Hinweis
Messwerkzeuge Typ 713 / 714
Damit die Werkzeuge L-Taster und Sterntaster in der grafischen Werkzeugdarstellung
angezeigt werden, geben Sie im Fenster "Weitere Daten" den zusätzlichen Parameter
"Auslegerlänge" bzw. "Außendurchmesser" ein.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 673
Werkzeuge verwalten
13.12 Listen der Werkzeugverwaltung sortieren

Grafische Magazindarstellung ein- / ausschalten

1. Die Werkzeugliste bzw. Verschleiß- oder Magazinliste ist geöffnet.


2. Drücken Sie die Softkeys "Weiter" und "Einstellungen".

Das Fenster "Einstellungen" wird geöffnet.

3. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen "Grafische Magazindarstellung ein‐


schalten", um in die nicht grafische Darstellung der Listen zu wechseln.

13.12 Listen der Werkzeugverwaltung sortieren


Wenn Sie mit vielen Werkzeugen, mit großen oder mehreren Magazinen arbeiten, kann es
hilfreich sein, die Werkzeuge nach unterschiedlichen Kriterien sortiert anzuzeigen. So finden
Sie bestimmte Werkzeuge schneller in den Listen.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Parameter" an.

2. Drücken Sie den Softkey "Werkz.liste", "Werkz.versch" oder "Magazin".

...

3. Drücken Sie die Softkeys ">>" und "Sortieren".

Die Listen werden nach den Magazinplätzen numerisch sortiert ange‐


zeigt.
Bei Werkzeugen mit gleichem Magazinplatz werden Werkzeugtypen als
Sortierung verwendet. Gleiche Typen (z.B. Fräser) werden wiederum
nach Radiuswert sortiert.
4. Drücken Sie den Softkey "Nach Typ", um die Werkzeuge nach Werk‐
zeugtyp geordnet anzuzeigen. Gleiche Typen (z.B. Fräser) werden nach
Radiustyp sortiert.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Nach Name", um die Werkzeugnamen alpha‐
betisch geordnet anzuzeigen.
Bei Werkzeugen mit gleichem Namen wird die Schwesterwerkzeugnum‐
mer zur Sortierung verwendet.

Fräsen
674 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkzeuge verwalten
13.13 Listen der Werkzeugverwaltung filtern

- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Nach T-Nummer", um die Werkzeugnamen
numerisch sortiert anzuzeigen.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Nach D-Nummer", um die Werkzeuge nach D-
Nummern sortiert anzuzeigen.
Die Liste wird nach den angegebenen Kriterien sortiert.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

13.13 Listen der Werkzeugverwaltung filtern


Die Filterfunktion erlaubt es Ihnen in den Listen der Werkzeugverwaltung Werkzeuge mit
bestimmten Eigenschaften herauszufiltern.
So haben Sie beispielsweise die Möglichkeit, sich während der Bearbeitung Werkzeuge
anzeigen zu lassen, die bereits die Vorwarngrenze erreicht haben, um die entsprechenden
Werkzeuge für die Bestückung bereit zu legen.

Filterkriterien
● nur erste Schneide anzeigen
● nur einsatzbereite Werkzeuge
● nur Werkzeuge mit Aktivkennung
● nur gesperrte Werkzeuge
● nur Werkzeuge mit Vorwarngrenze erreicht
● nur Werkzeuge mit Reststückzahl von ... bis ...
● nur Werkzeuge mit Reststandzeit von ... bis ...
● nur Werkzeuge mit Entladekennung
● nur Werkzeuge mit Beladekennung

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 675
Werkzeuge verwalten
13.13 Listen der Werkzeugverwaltung filtern

Hinweis
Mehrfachauswahl
Sie haben die Möglichkeit, mehrere Kriterien anzuwählen. Bei widersprüchlicher Auswahl der
Filteroptionen erhalten Sie eine entsprechende Meldung.
Sie haben die Möglichkeit, für die verschiedenen Filterkriterien ODER-Verknüpfungen zu
konfigurieren.

Literatur
Eine Beschreibung der Konfigurationsmöglichkeiten finden Sie in
Inbetriebnahmehandbuch SINUMERIK Operate (IM9) / SINUMERIK 840D sl

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Parameter" an.

2. Drücken Sie den Softkey "Werkz.liste", "Werkz.versch" oder "Magazin".

...

3. Drücken Sie die Softkeys ">>" und "Filtern".


Das Fenster "Filter" wird geöffnet.

4. Aktivieren Sie das gewünschte Filterkriterium und drücken Sie den Soft‐
key "OK".
In der Liste werden Ihnen die Werkzeuge angezeigt, die den Auswahlkri‐
terien entsprechen.
In der Kopfzeile des Fensters wird der aktive Filter angezeigt.

Fräsen
676 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkzeuge verwalten
13.14 Gezielte Suche in den Listen der Werkzeugverwaltung

13.14 Gezielte Suche in den Listen der Werkzeugverwaltung


In allen Listen der Werkzeugverwaltung steht Ihnen eine Suchfunktion zur Verfügung, mit der
Sie nach folgenden Objekten suchen lassen können:
● Werkzeuge
– Sie geben den Werkzeugnamen ein. Durch die Eingabe einer
Schwesterwerkzeugnummer verfeinern Sie die Suche.
Sie haben die Möglichkeit, nur einen Teil des Namens als Suchbegriff einzugeben.
– Sie geben die D-Nummer ein und aktivieren bei Bedarf das Kontrollkästchen "aktive D-
Nummer".
● Magazinplätze, bzw. Magazine
Ist nur ein Magazin konfiguriert, so erfolgt die Suche ausschließlich über den Magazinplatz.
Sind mehrere Magazine konfiguriert, so besteht die Möglichkeit einen bestimmten
Magazinplatz in einem bestimmten Magazin oder auch nur ein bestimmtes Magazin zu
suchen.
● Leerplätze
Wird in den Listen mit dem Platztyp gearbeitet, so erfolgt die Leerplatzsuche über Platztyp
und Platzgröße.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Parameter" an.

2. Drücken Sie den Softkey "Werkz.liste", "Werkz.versch" oder "Magazin".

...

3. Drücken Sie die Softkeys ">>" und "Suchen".

...

4. Drücken Sie den Softkey "Werkzeug", wenn Sie ein bestimmtes Werk‐
zeug suchen möchten.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Magazinplatz", wenn Sie einen bestimmten
Magazinplatz, bzw. ein bestimmtes Magazin suchen.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 677
Werkzeuge verwalten
13.15 Einstellungen zu Werkzeuglisten

- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Leerplatz", wenn Sie einen bestimmten Leer‐
platz suchen.

13.15 Einstellungen zu Werkzeuglisten


Im Fenster "Einstellungen" haben Sie folgende Möglichkeiten, die Ansicht in den
Werkzeuglisten einzustellen:
● Nur ein Magazin in Magazinsortierung anzeigen
– Sie schränken die Anzeige auf ein Magazin ein. Das Magazin wird mit den zugeordneten
Zwischenspeicherplätzen und den nicht beladenen Werkzeugen angezeigt.
– Über eine Konfiguration stellen Sie ein, ob mit dem Softkey "Magazinanwahl" zum
nächsten Magazin gesprungen wird, oder ob der Dialog "Magazinanwahl" zur
Umschaltung in ein beliebiges Magazin umgeschaltet wird.
● Nur Spindel in Zwischenspeicher anzeigen
Um bei laufendem Betrieb nur den Spindelplatz anzuzeigen, werden die restlichen Plätze
des Zwischenspeichers ausgeblendet.
● Werkzeug in/aus Datei zulassen
– Beim Anlegen eines neuen Werkzeugs können die Werkzeugdaten aus einer Datei
geladen werden.
– Beim Werkzeug löschen oder entladen können die Werkzeugdaten in eine Datei
gesichert werden.
● Adaptertransformierte Sicht einschalten
– In der Werkzeugliste werden Geometrielängen und die Einsatzkorrekturen transformiert
angezeigt.
– In der Werkzeugverschleißliste werden die Verschleißlängen und die
Summenkorrekturen transformiert angezeigt.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Literatur
Weitere Informationen zur Konfiguration der Einstellungen erhalten Sie folgender Literatur:
Inbetriebnahmehandbuch SINUMERIK Operate (IM9) / SINUMERIK 840D sl

Fräsen
678 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Werkzeuge verwalten
13.15 Einstellungen zu Werkzeuglisten

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Parameter" an.

2. Drücken Sie den Softkey "Werkz.liste", "Werkz.versch" bzw. "Magazin".

...

3. Drücken Sie die Softkeys "Weiter" und "Einstellungen".

4. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen für die gewünschte Einstellung.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 679
Werkzeuge verwalten
13.15 Einstellungen zu Werkzeuglisten

Fräsen
680 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Programme verwalten 14
14.1 Übersicht
Über den Programm-Manager können Sie jederzeit auf Programme zugreifen, um sie
abarbeiten zu lassen, um sie zu verändern oder um sie zu kopieren oder umzubenennen.
Programme, die Sie nicht mehr benötigen, können Sie löschen, um deren Speicherplatz wieder
freizugeben.

ACHTUNG
Mögliche Unterbrechung bei Abarbeiten von USB-FlashDrive
Ein direktes Abarbeiten von einem USB-FlashDrive wird nicht empfohlen.
Es gibt keine Absicherung gegen Kontaktschwierigkeiten, Herausfallen, Abbrechen durch
Anstoßen oder versehentliches Abziehen des USB-FlashDrive während des laufenden
Betriebs.
Das Trennen während der Werkzeugbearbeitung führt zum Stopp der Bearbeitung und somit
auch zum Werkstückschaden.

Mehrfachaufspannung mit ShopMill


Mit ShopMill haben Sie die Möglichkeit, die Mehrfachaufspannung von gleichen oder
unterschiedlichen Werkstücken mit Optimierung der Werkzeugreihen zu realisieren.

Software-Optionen
Die Mehrfachaufspannung ist nur mit ShopMill-Programmen möglich. Sie be‐
nötigen hierfür die Option "ShopTurn/ShopMill".

Ablageort für Programme


Mögliche Ablageorte sind:
● NC
● Lokales Laufwerk
● Netzlaufwerke
● USB Laufwerke
● V24
● FTP Laufwerke

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 681
Programme verwalten
14.1 Übersicht

Software-Optionen
Für die Anzeige des Softkeys "Lokal. Laufw." benötigen Sie die Option "zusätzl.
HMI-An.speicher auf CF-Card d.NCU" (nicht bei SINUMERIK Operate auf
PCU50 bzw. PC/PG).

Datenaustausch mit anderen Arbeitsplätzen


Für den Austausch von Programmen und Daten mit anderen Arbeitsplätzen haben Sie
folgende Möglichkeiten:
● USB Laufwerke (z.B. USB-FlashDrive)
● Netzlaufwerke
● FTP Laufwerk

Wahl der Ablageorte


In der horizontalen Softkey-Leiste können Sie den Ablageort anwählen, dessen Verzeichnisse
und Programme Sie anzeigen möchten. Zusätzlich zum Softkey "NC", über den die Daten des
Dateisystems angezeigt werden, können noch weitere Softkeys angezeigt werden.
Der Softkey "USB" ist nur bedienbar, wenn ein externes Speichermedium (z.B. USB-
FlashDrive am USB-Port der Bedientafel) angeschlossen ist.

Dokumente anzeigen
Sie haben die Möglichkeit, sich Dokumente auf Laufwerken des Programm-Managers (z.B.
im Lokalen Laufwerk oder USB) und über den Datenbaum der Systemdaten anzeigen zu
lassen. Dabei werden verschiedene Dateiformate untertützt:
● PDF
● HTML
Eine Vorschau für HTML-Dokumente ist nicht möglich.
● verschiedene Grafikformate (z. B. BMP oder JPEG)
● DXF

Software-Optionen
Für die Anzeige von DXF-Dateien benötigen Sie die Option "DXF-Reader".

Hinweis
FTP Laufwerk
Die Vorschau der Dokumente ist auf dem FTP Laufwerk nicht möglich.

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682 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Programme verwalten
14.1 Übersicht

Aufbau der Verzeichnisse


In der Übersicht haben die Symbole in der linken Spalte folgende Bedeutung:

Verzeichnis
Programm

Beim ersten Aufruf des Programm-Managers besitzen alle Verzeichnisse ein Plus-Zeichen.

Bild 14-1 Programmverzeichnis in Programm-Manager

Erst mit dem ersten Lesen werden die Plus-Zeichen vor leeren Verzeichnissen entfernt.
Die Verzeichnisse und Programme sind immer zusammen mit folgenden Informationen
aufgelistet:
● Name
Der Name darf maximal 24 Zeichen betragen.
Zulässige Zeichen sind alle Großbuchstaben (ohne Umlaute), Ziffern und Unterstriche
● Typ
Verzeichnis: WPD
Programm: MPF
Unterprogramm: SPF
Initialisierungsprogramme: INI
Joblisten:JOB
Werkzeugdaten: TOA
Magazinbelegung: TMA
Nullpunkte: UFR
R-Parameter: RPA
Globale Anwenderdaten/-Definitionen: GUD
Settingdaten: SEA
Schutzbereiche: PRO
Durchhang: CEC
● Größe (in Byte)
● Datum/Zeit (der Erstellung oder letzten Änderung)

Aktive Programme
Angewählte, d.h. aktive Programme werden mit einem grünen Symbol kenntlich gemacht.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 683
Programme verwalten
14.1 Übersicht

Bild 14-2 Grün dargestelltes aktives Programm

Siehe auch
Mehrfachaufspannung (Seite 730)

14.1.1 NC-Speicher
Es wird Ihnen der komplette NC-Arbeitsspeicher mit allen Werkstücken sowie Haupt- und
Unterprogrammen angezeigt.
Sie können hier weitere Unterverzeichnisse anlegen.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm-Manager" an.

2. Drücken Sie den Softkey "NC".

14.1.2 Lokales Laufwerk


Es werden die im Anwenderspeicher der CF-Card bzw. auf der lokalen Festplatte abgelegten
Werkstücke, Haupt- und Unterprogramme angezeigt.
Zur Ablage haben Sie die Möglichkeit, die Struktur des Systems des NC-Speichers abzubilden
oder ein eigenes Ablagesystem anzulegen.

Fräsen
684 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Programme verwalten
14.1 Übersicht

Sie können hier beliebig viele Unterverzeichnisse anlegen, um dort beliebige Dateien (z.B.
Textdateien mit Notizen) abzulegen.

Software-Optionen
Für die Anzeige des Softkeys "Lokal. Laufw." benötigen Sie die Option "zusätzl.
HMI-An.speicher auf CF-Card d.NCU" (nicht bei SINUMERIK Operate auf
PCU50 bzw. PC/PG).

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm-Manager" an.

2. Drücken Sie den Softkey "Lokal. Laufw.".

Sie haben die Möglichkeit, auf dem lokalen Laufwerk die Verzeichnisstruktur des NC-
Speichers abzubilden. Dies erleichtert u.a. die Suchreihenfolge.

Verzeichnisse einrichten

1. Das lokale Laufwerk ist angewählt.

2. Positionieren Sie den Cursor auf das Hauptverzeichnis.

3. Drücken Sie die Softkeys "Neu" und "Verzeichnis".


Das Fenster "Neues Verzeichnis" wird geöffnet.

4. Geben Sie im Eingabefeld "Name" jeweils die Begriffe "mpf.dir", "spf.dir"


und "wks.dir" ein und drücken Sie den Softkey "OK".
Die Verzeichnisse "Teileprogramme", "Unterprogramme" und "Werkstü‐
cke" werden unterhalb des Hauptverzeichnisses angelegt.

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Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 685
Programme verwalten
14.1 Übersicht

14.1.3 USB Laufwerke


Die USB Laufwerke bieten Ihnen die Möglichkeit, Daten auszutauschen. So können Sie
beispielsweise Programme, die extern angelegt wurden, in die NC kopieren und abarbeiten
lassen.

ACHTUNG
Unterbrechung des laufenden Betriebs
Ein direktes Abarbeiten vom USB-FlashDrive wird nicht empfohlen, da es zu ungewollter
Unterbrechung der Bearbeitung und somit auch zum Werkstückschaden kommen kann.

Partionierter USB-FlashDrive (nur 840D sl und TCU)


Verfügt der USB-FlashDrive über mehrere Partitionen, werden diese in einer Baumstruktur als
Unterbaum (01,02,...) angezeigt.
Für EXTCALL Aufrufe geben Sie die Partition mit an (z.B. USB:/02/... oder //ACTTCU/FRONT/
02/... oder //ACTTCU/FRONT,2/... oder //TCU/TCU1/FRONT/02/...)
Sie haben darüber hinaus die Möglichkeit, eine beliebige Partition zur projektieren (z.B. //
ACTTCU/FRONT,3).

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm-Manager" an.

2. Drücken Sie den Softkey "USB".

Hinweis
Der Softkey "USB" ist nur bedienbar, wenn ein USB-FlashDrive an der Frontschnittstelle der
Bedientafel angesteckt ist.

14.1.4 FTP Laufwerk


Das FTP Laufwerk bietet Ihnen die Möglichkeiten, Daten, z.B. Teileprogramme, zwischen Ihrer
Steuerung und einem externen FTP-Server auszutauschen.

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686 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Programme verwalten
14.2 Programm öffnen und schließen

Sie haben die Möglichkeit, zur Ablage im FTP-Server neue Verzeichnisse und
Unterverzeichnisse anzulegen, um dort beliebige Dateien abzulegen.

Hinweis
Programme anwählen / abarbeiten
Es ist nicht möglich, Programm direkt im FTP Laufwerk anzuwählen und zur Abarbeitung in
den Bedienbereich "Maschine" zu wechseln.

Voraussetzung
Im FTP-Server sind Benutzername und Passwort eingerichtet.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm-Manager" an.

2. Drücken Sie den Softkey "FTP".


Beim erstmaligen Anwählen des FTP Laufwerks wird ein Anmeldefenster
eingeblendet.
3. Geben Sie Benutzername und Passwort ein und drücken Sie den Softkey
"OK", um sich am FTP-Server anzumelden.
Der Inhalt des FTP-Servers mit seinen Ordnern wird angezeigt.
4. Drücken Sie den Softkey "Abmelden" nach Beendigung der gewünschten
Datenbearbeitungen.
Die Verbindung zum FTP-Server ist getrennt. Um das FTP Laufwerk wie‐
der anzuwählen zu können, ist eine erneute Anmeldung nötig.

14.2 Programm öffnen und schließen


Wenn Sie sich ein Programm genauer ansehen möchten oder Änderungen in diesem
vornehmen möchten, öffnen Sie das Programm im Editor.
Bei Programmen, die im NCK-Speicher liegen, können Sie bereits während des Öffnens
navigieren. Die Programmsätze werden erst editierbar, wenn das Programm vollständig
geöffnet ist. In der Dialogzeile verfolgen Sie das Öffnen des Programms.

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Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 687
Programme verwalten
14.2 Programm öffnen und schließen

Bei Programmen, die Sie über lokales Laufwerk, USB FlashDrive oder Netzwerkverbindungen
öffnen, ist das Navigieren erst möglich, wenn das Programm vollständig geöffnet ist. Beim
Öffnen des Programms blendet sich eine Fortschrittsanzeige ein.

Hinweis
Kanalumschaltung im Editor
Beim Öffnen des Programms wird der Editor für den aktuell angewählten Kanal geöffnet. Bei
einer Simulation des Programms wird dieser Kanal verwendet.
Nehmen Sie eine Kanalumschaltung im Editor vor, wirkt sich dies nicht auf den Editor aus.
Erst beim Schließen des Editors wechseln Sie in den anderen Kanal.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm-Manager" an.

2. Wählen Sie den gewünschten Ablageort und positionieren Sie den Cur‐
sor auf das Programm, das Sie bearbeiten möchten.
3. Drücken Sie den Softkey "Öffnen".

- ODER -
Drücken Sie die Taste <INPUT>.

- ODER -
Drücken Sie die Taste <Cursor rechts>.

- ODER -
Doppelklicken Sie auf das Programm.
Das gewählte Programm wird im Bedienbereich "Editor" geöffnet.
4. Nehmen Sie jetzt die gewünschten Programmänderungen vor.
5. Drücken Sie den Softkey "NC Anwahl", um in den Bedienbereich "Ma‐
schine" zu wechseln und die Abarbeitung zu starten.
Bei laufendem Programm ist der Softkey deaktiviert.

Fräsen
688 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Programme verwalten
14.3 Programm abarbeiten

Programm schließen

Drücken Sie die Softkeys ">>" und "Schließen", um das Programm und den
Editor wieder zu schließen.

- ODER -
Wenn Sie sich am Anfang der ersten Zeile des Programms befinden, drücken
Sie die Taste <Cursor links>, um das Programm und den Editor zu schließen.

Um ein über "Schließen" verlassenes Programm wieder zu öffnen, drücken Sie


die Taste <PROGRAM>.

Hinweis
Um ein Programm abarbeiten zu lassen, muss es nicht geschlossen werden.

14.3 Programm abarbeiten


Wählen Sie ein Programm zur Abarbeitung an, wechselt die Steuerung automatisch in den
Bedienbereich "Maschine".

Programmanwahl
Werkstücke (WPD), Hauptprogramme (MPF) oder Unterprogramme (SPF) wählen Sie an,
indem Sie den Cursor auf das gewünschte Programm, bzw. Werkstück positionieren.
Bei Werkstücken muss ein Programm gleichen Namens im Werkstückverzeichnis liegen, das
automatisch für die Abarbeitung angewählt (z. B. mit Anwahl des Werkstücks WELLE.WPD
wird automatisch das Hauptprogramm WELLE.MPF angewählt) wird.
Existiert eine INI-Datei gleichen Namens (z. B. WELLE.INI), wird sie beim ersten
Teileprogrammstart nach der Anwahl des Teileprogramms einmalig ausgeführt. In
Abhängigkeit vom Maschinendatum MD11280 $MN_WPD_INI_MODE werden
gegebenenfalls weitere INI-Dateien ausgeführt.
MD11280 $MN_WPD_INI_MODE=0:
Die INI-Datei wird ausgeführt, die gleichnamig zum angewählten Werkstück ist. Beispielsweise
bei Anwahl von WELLE1.MPF wird mit >CYCLE START> WELLE1.INI ausgeführt.
MD11280 $MN_WPD_INI_MODE=1:
Es werden alle Dateien vom Typ SEA, GUD, RPA, UFR, PRO, TOA, TMA und CEC in
genannter Reihenfolge ausgeführt, die gleichnamig zum angewählten Hauptprogramm sind.

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Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 689
Programme verwalten
14.4 Verzeichnis/Programm/Jobliste/Programmliste anlegen

Die in einem Werkstückverzeichnis abgelegten Hauptprogramme können von mehreren


Kanälen angewählt und bearbeitet werden.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm-Manager" an.

2. Wählen Sie den gewünschten Ablageort und positionieren Sie den Cur‐
sor auf das Werkstück/Programm, das Sie abarbeiten lassen möchten.
3. Drücken Sie den Softkey "Anwahl".

Die Steuerung wechselt automatisch in den Bedienbereich "Maschine".


- ODER -
Ist das Programm bereits im Bedienbereich "Programm" geöffnet,
drücken Sie den Softkey "NC Abarbeiten".
Drücken Sie die Taste <CYCLE START>.
Die Bearbeitung des Werkstücks wird gestartet.

Hinweis
Programmanwahl von externen Medien
Wenn Sie Programme von einem externen Laufwerk (z. B. Netzlaufwerk) abarbeiten lassen
wollen, benötigen Sie die Software-Option "Abarbeiten vom externen Speicher (EES)".

14.4 Verzeichnis/Programm/Jobliste/Programmliste anlegen

14.4.1 Neues Verzeichnis anlegen


Verzeichnisstrukturen helfen Ihnen, Ihre Programme und Daten übersichtlich zu verwalten.
Dazu können Sie auf allen Ablageorten in einem Verzeichnis Unterverzeichnisse anlegen.

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690 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Programme verwalten
14.4 Verzeichnis/Programm/Jobliste/Programmliste anlegen

In einem Unterverzeichnis wiederum können Sie Programme anlegen und anschließend


Programmsätze dafür erstellen.

Hinweis
Einschränkungen
● Verzeichnisse müssen die Endung .DIR oder .WPD besitzen.
● Die maximale Namenslänge beträgt einschließlich der Endung 28 Zeichen.
Für die Vergabe von Namen sind alle Buchstaben (außer Umlaute), Ziffern und Unterstriche
erlaubt. Die Namen werden automatisch in Großbuchstaben umgewandelt.
Diese Einschränkung gilt nicht bei der Arbeit auf USB-/Netzlaufwerken.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm-Manager" an.

2. Wählen Sie das gewünschte Speichermedium, d.h. das lokale bzw. USB-
Laufwerk.

3. Wenn Sie im lokalen Laufwerk ein neues Verzeichnis erstellen möchten,


positionieren Sie den Cursor auf den obersten Ordner und drücken Sie
die Softkeys "Neu" und "Verzeichnis".
Das Fenster "Neues Verzeichnis" wird geöffnet.
4. Geben Sie den gewünschten Namen des Verzeichnisses ein und drü‐
cken Sie den Softkey "OK".

14.4.2 Neues Werkstück anlegen


In einem Werkstück können Sie verschiedene Dateitypen wie Hauptprogramme,
Initialisierungsdatei, Werkzeugkorrekturen erzeugen.

Hinweis
Werkstückverzeichnisse
Sie haben die Möglichkeit, Werkstückverzeichnisse zu verschachteln. Dabei ist zu beachten,
dass die Länge der Aufrufzeile beschränkt ist. Ist die maximale Anzahl an Zeichen erreicht,
werden Sie bei der Eingabe des Werkstücknamens darüber informiert.

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Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 691
Programme verwalten
14.4 Verzeichnis/Programm/Jobliste/Programmliste anlegen

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm-Manager" an.

2. Wählen Sie den gewünschten Ablageort und positionieren Sie den Cur‐
sor auf den Ordner, unter dem Sie das Werkstück anlegen möchten.

3. Drücken Sie die Softkeys "Neu".


Das Fenster "Neues Werkstück" wird geöffnet.
4. Wählen Sie bei Bedarf eine Vorlage an, wenn solche angelegt sind.
5. Geben Sie den gewünschten Namen des Werkstücks ein und drücken
Sie den Softkey "OK".
Der Name darf max. 24 Zeichen enthalten.
Erlaubt sind alle Buchstaben (außer Umlaute), Ziffern und Unterstriche
(_).
Der Verzeichnistyp (WPD) wird vorgegeben.
Es wird ein neuer Ordner mit dem Namen des Werkstücks angelegt.
Es öffnet sich das Fenster "Neues G-Code Programm".
6. Drücken Sie erneut den Softkey "OK", wenn Sie das Programm anlegen
möchten.
Das Programm öffnet sich im Editor.

14.4.3 Neues G-Code-Programm anlegen


In einem Verzeichnis/Werkstück können Sie G-Code-Programme anlegen und anschließend
G-Code-Sätze dafür erstellen.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm-Manager" an.

2. Wählen Sie den gewünschten Ablageort und positionieren Sie den Cur‐
sor auf den Ordner, unter dem Sie das Programm ablegen möchten.
3. Drücken Sie den Softkey "Neu".

Das Fenster "Neues G-Code Programm" wird geöffnet.

4. Wählen Sie bei Bedarf eine Vorlage an, wenn solche angelegt sind.

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692 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Programme verwalten
14.4 Verzeichnis/Programm/Jobliste/Programmliste anlegen

5. Wählen Sie den Dateityp (MPF oder SPF).


Befinden Sie sich im NC-Speicher und haben Sie den Ordner "Unterpro‐
gramme" oder "Teileprogramme" angewählt, können Sie jeweils nur ein
Unterprogramm (SPF), bzw. Hauptprogramm (MPF) anlegen.
6. Geben Sie den gewünschten Namen des Programms ein und drücken
Sie den Softkey "OK".
Der Programmname darf max. 24 Zeichen enthalten.
Erlaubt sind alle Buchstaben (außer Sonderzeichen, sprachspezifischen
Sonderzeichen, asiatische oder kyrillische Schriftzeichen), Ziffern und
Unterstriche (_).

14.4.4 Neues ShopMill-Programm anlegen


In den Verzeichnissen Teileprogramm und Werkstück können Sie ShopMill-Programme
anlegen und anschließend Bearbeitungsschritte dafür erstellen.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm-Manager" an.

2. Wählen Sie den gewünschten Ablageort und positionieren Sie den Cur‐
sor auf den Ordner, unter dem Sie das Programm ablegen möchten.
3. Drücken Sie den Softkey "Neu".

4. Drücken Sie den Softkey "ShopMill".


Das Fenster "Neues Schrittkettenprogramm" wird geöffnet.
Der Typ "ShopMill" ist vorgegeben.
5. Geben Sie den gewünschten Namen des Programms ein und drücken
Sie den Softkey "OK".
Der Programmname darf max. 24 Zeichen enthalten.
Erlaubt sind alle Buchstaben (außer Sonderzeichen, sprachspezifischen
Sonderzeichen, asiatische oder kyrillische Schriftzeichen), Ziffern und
Unterstriche (_).

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Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 693
Programme verwalten
14.4 Verzeichnis/Programm/Jobliste/Programmliste anlegen

14.4.5 Neue beliebige Datei anlegen


Sie können in jedem Verzeichnis bzw. Unterverzeichnis eine Datei in einem beliebigen Format
anlegen, das Sie mit angeben.

Hinweis
Datei-Endungen
Im NC-Speicher muss die Endung 3 Zeichen besitzen und darf nicht DIR oder WPD lauten.

Im NC-Speicher haben Sie die Möglichkeit, unter einem Werkstück mit dem Softkey "Beliebig"
folgende Dateitypen anzulegen:

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm-Manager" an.

2. Wählen Sie den gewünschten Ablageort und positionieren Sie den Cur‐
sor auf den Ordner, unter dem Sie die Datei anlegen möchten.
3. Drücken Sie die Softkeys "Neu" und "Beliebig".
Das Fenster "Neues beliebiges Programm" wird geöffnet

4. Wählen Sie im Auswahlfeld "Typ" den gewünschten Dateityp (z.B. "Defi‐


nitionen GUD") und geben Sie den Namen der anzulegenden Datei ein,
wenn Sie ein Werkstückverzeichnis auf dem NC-Speicher angewählt ha‐
ben.
Die Datei erhält automatisch das angewählte Dateiformat.
- ODER -

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694 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Programme verwalten
14.4 Verzeichnis/Programm/Jobliste/Programmliste anlegen

Geben Sie Namen und Dateiformat der anzulegenden Datei ein (z.B.
Mein_Text.txt).
Der Name darf max. 24 Zeichen enthalten.
Erlaubt sind alle Buchstaben (außer Umlaute), Ziffern und Unterstriche
(_).
5. Drücken Sie den Softkey "OK".

14.4.6 Jobliste anlegen


Sie haben die Möglichkeit, für jedes Werkstück eine Jobliste zur erweiterten Werkstückanwahl
zu erstellen.
Mit der Jobliste geben Sie Anweisungen zur Programmanwahl in verschiedenen Kanälen.

Syntax
Die Jobliste besteht aus den Anwahlanweisung SELECT.
SELECT <Programm> CH=<Kanalnummer> [DISK]
Die Anweisung SELECT wählt ein Programm zur Abarbeitung in einem bestimmten NC-Kanal
an. Das angewählte Programm muss in den Arbeitspeicher der NC geladen sein. Die Anwahl
zum Abarbeiten von Extern (CF-Card, USB-Datenträger, Netzlaufwerk) ist durch den
Parameter DISK möglich.
● <Programm>
Absolute oder relative Pfadangabe des anzuwählenden Programms.
Beispiele:
– //NC/WKS.DIR/WELLE.WPD/WELLE1.MPF
– WELLE2.MPF
● <Kanalnummer>
Nummer des NC-Kanals in dem das Programm angewählt werden soll.
Beispiel:
CH=2
● [DISK]
Optionaler Parameter für Programme, die nicht im NC-Speicher liegen und von "extern"
abgearbeitet werden sollen.
Beispiel:
SELECT //remote/myshare/welle3.mpf CH=1 DISK

Kommentar
In der Jobliste werden Kommentare durch ";" am Zeilenanfang oder durch runde Klammern
gekennzeichnet.

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Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 695
Programme verwalten
14.4 Verzeichnis/Programm/Jobliste/Programmliste anlegen

Vorlage
Beim Anlegen einer neuen Jobliste können Sie eine Vorlage von Siemens bzw. vom
Maschinenhersteller auswählen.

Werkstück abarbeiten
Mit Drücken des Softkeys "Anwahl" für ein Werkstück wird die zugehörige Jobliste syntaktisch
überprüft und dann abgearbeitet. Der Cursor kann auch zur Anwahl auf der Jobliste selbst
stehen.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm-Manager" an.

2. Drücken Sie den Softkey "NC" und positionieren Sie den Cursor im Ver‐
zeichnis "Werkstücke" auf das Programm, für das Sie eine Jobliste anle‐
gen möchten.
3. Drücken Sie den Softkey "Neu" und "Beliebig".
Das Fenster "Neues beliebiges Programm" wird geöffnet.
4. Wählen Sie im Auswahlfeld "Typ" den Eintrag "Jobliste JOB" und geben
Sie den gewünschten Namen ein und drücken Sie den Softkey "OK".

14.4.7 Programmliste anlegen


Sie haben die Möglichkeit, Programme in eine Programmliste einzutragen, die dann PLC-
gesteuert angewählt und abgearbeitet werden können.
Die Programmliste kann bis zu 100 Einträge enthalten.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm-Manager".

2. Drücken Sie die Menüfortschalt-Taste und den Softkey "Programmliste".


Das Fenster "Prog.-liste" wird geöffnet.

Fräsen
696 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Programme verwalten
14.5 Vorlagen erstellen

3. Positionieren Sie den Cursor in die gewünschte Zeile (Programmnum‐


mer).
4. Drücken Sie den Softkey "Programm auswählen".
Das Fenster "Programme" wird geöffnet. Der Datenbaum des NC-Spei‐
chers mit Werkstück-, Teileprogramm- und Unterprogrammverzeichnis
wird angezeigt.
5. Positionieren Sie den Cursor auf das gewünschte Programm und drücken
Sie den Softkey "OK".
Das ausgewählte Programm wird mit der Pfadangabe in die erste Zeile
der Liste aufgenommen.
-ODER-
Geben Sie den Programmnamen direkt in die Liste ein.
Achten Sie bei manueller Eingabe auf exakte Pfadangaben (z.B. //NC/
WKS.DIR/MEINPROGRAMM.WPD/MEINPROGRAMM.MPF).
Gegebenfalls werden //NC und die Endung (.MPF) ergänzt.
Bei mehrkanaligen Maschinen können Sie vorgeben, in welchem Kanal
das Programm jeweils angewählt werden soll.
6. Um ein Programm aus der Liste zu entfernen, positionieren Sie den Cur‐
sor in die entsprechende Zeile und drücken Sie den Softkey "Löschen".
-ODER-
Um alle Programm aus der Programmliste zu löschen, drücken Sie den
Softkey "Alle löschen".

14.5 Vorlagen erstellen


Sie können eigene Vorlagen für die Erstellung von Teileprogrammen und Werkstücken
hinterlegen. Diese Vorlagen dienen als Rohfassung für das weitere Editieren.
Dafür können Sie beliebige, von Ihnen erstellte Teileprogramme oder Werkstücke verwenden.

Ablageorte der Vorlagen


Die Vorlagen für die Erstellung von Teileprogrammen bzw. Werkstücken werden in folgenden
Verzeichnissen abgelegt:
HMI-Daten/Vorlagen/Hersteller/Teileprogramme bzw. Werkstücke
HMI-Daten/Vorlagen/Anwender/Teileprogramme bzw. Werkstücke

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Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 697
Programme verwalten
14.6 Verzeichnisse und Dateien suchen

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Inbetriebnahme" an.

2. Drücken Sie den Softkey "Systemdaten".

3. Positionieren Sie den Cursor auf die gewünschte Datei, die Sie als Vor‐
lage ablegen möchten und drücken Sie den Softkey "Kopieren".
4. Wählen Sie das Verzeichnis "Teileprogramme", bzw. "Werkstücke", in
das Sie die Daten ablegen möchten, und drücken Sie den Softkey "Ein‐
fügen".
Die hinterlegten Vorlagen stehen beim Anlegen eines Teileprogramms,
bzw. eines Werkstücks zur Auswahl.

14.6 Verzeichnisse und Dateien suchen


Sie haben die Möglichkeit, im Programm-Manager nach bestimmten Verzeichnissen und
Dateien zu suchen.

Hinweis
Suche mit Platzhaltern
Folgende Platzhalter erleichtern die Suche:
● "*": ersetzt eine beliebige Zeichenfolge
● "?": ersetzt ein beliebiges Zeichen
Wenn Sie Platzhalter einsetzen, werden nur Verzeichnisse und Dateien gefunden, die exakt
dem Suchmuster entsprechen.
Ohne Platzhalter werden, werden auch Verzeichnisse und Dateien gefunden, die das
Suchmuster an beliebiger Stelle enthalten.

Suchstrategie
Die Suche erfolgt in allen selektierten Verzeichnissen und deren Unterverzeichnissen.
Ist der Cursor auf einer Datei positioniert, wird ab dem übergeordneten Verzeichnis gesucht.

Hinweis
Suche in geöffneten Verzeichnissen
Klappen Sie geschlossene Verzeichnisse für eine erfolgreiche Suche auf.

Fräsen
698 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Programme verwalten
14.7 Programm in Vorschau anzeigen lassen

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm-Manager" an.

2. Wählen Sie den gewünschten Ablageort, in dem Sie die Suche durch‐
führen wollen und drücken Sie die Softkeys ">>" und "Suchen".
Das Fenster "Datei suchen" wird geöffnet.

3. Geben Sie in das Feld "Text" den gewünschten Suchbegriff ein.


Hinweis: Bei der Suche nach einer Datei mit Platzhaltern, geben Sie den
kompletten Namen mit Erweiterung (z.B. *BOHREN.MPF) ein.
4. Aktivieren Sie bei Bedarf das Kontrollkästchen "Groß- und Kleinschrei‐
bung beachten".
5. Drücken Sie den Softkey "OK", um die Suche zu starten.

6. Wird ein entsprechendes Verzeichnis oder eine entsprechende Datei ge‐


funden, wird es markiert.
7. Drücken Sie die Softkeys "Weitersuchen" und "OK", wenn das Verzeich‐
nis bzw. die Datei nicht dem gewünschten Ergebnis entspricht.

- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Abbruch", wenn die Suche abgebrochen wer‐
den soll.

14.7 Programm in Vorschau anzeigen lassen


Sie haben die Möglichkeit, sich den Inhalt eines Programms in einer Vorschau vor dem
Editieren anzeigen zu lassen.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm-Manager" an.

2. Wählen Sie den gewünschten Ablageort und positionieren Sie den Cursor
auf das gewünschte Programm.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 699
Programme verwalten
14.8 Mehrere Verzeichnisse/Programme markieren

3. Drücken Sie die Softkeys ">>" und "Vorschaufenster".


Das Fenster "Vorschau: ..." wird eingeblendet.

4. Drücken Sie den Softkey "Vorschaufenster" erneut, um das Fenster wie‐


der zu schließen.

14.8 Mehrere Verzeichnisse/Programme markieren


Sie können zur weiteren Bearbeitung mehrere Dateien und Verzeichnisse selektieren.
Markieren Sie ein Verzeichnis, werden alle darunter befindlichen Verzeichnisse und Daten mit
selektiert.

Hinweis
Selektierte Dateien
Haben Sie einzelne Dateien in einem Verzeichnis selektiert, wird diese Selektion beim
Zuklappen des Verzeichnisses aufgehoben.
Ist das gesamte Verzeichnis mit allen darin enthaltenen Dateien selektiert, bleibt diese
Selektion beim Zuklappen bestehen.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm-Manager" an.

2. Wählen Sie den gewünschten Ablageort und positionieren Sie den Cur‐
sor auf die Datei bzw. auf das Verzeichnis, ab der/dem Sie markieren
möchten.
3. Drücken Sie den Softkey "Markieren".

Der Softkey ist aktiv.

4. Selektieren Sie mit Hilfe von Cursor- bzw. Mausbedienung die gewünsch‐
ten Verzeichnisse/Programme.
5. Drücken Sie den Softkey "Markieren" erneut, um die Wirkung der Cursor-
Tasten zu beenden.

Fräsen
700 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Programme verwalten
14.9 Verzeichnis/Programm kopieren und einfügen

Selektion aufheben
Durch nochmaliges Markieren eines Elementes wird die bestehende Markierung wieder
aufgehoben.

Selektieren über Tasten

Tastenkombination Bedeutung
Erstellt bzw. erweitert eine Selektion.
Sie können Elemente einzeln selektieren.

Erstellt eine zusammenhängende Selektion.

Eine bereits vorhandene Selektion wird aufgehoben.

Selektieren mit der Maus

Tastenkombination Bedeutung
Linke Maus Element anklicken: das Element wird markiert.
Eine bereits vorhandene Selektion wird aufgehoben.
Linke Maus + Selektion bis zur nächsten Klickposition zusammenhängend erweitern.

gedrückt
Linke Maus + Selektion um einzelne Elemente durch Anklicken erweitern.
Eine bereits vorhandene wird um das angeklickte Element erweitert.

gedrückt

14.9 Verzeichnis/Programm kopieren und einfügen


Wenn Sie ein neues Verzeichnis oder Programm anlegen möchten, das einem bereits
vorhandenen ähnlich ist, dann sparen Sie Zeit, wenn Sie das alte Verzeichnis bzw. Programm
kopieren und nur ausgewählte Programme bzw. Programmsätze ändern.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 701
Programme verwalten
14.9 Verzeichnis/Programm kopieren und einfügen

Die Möglichkeit, Verzeichnisse und Programme zu kopieren und an anderer Stelle einzufügen,
nutzen Sie auch, um Daten über USB-/Netzlaufwerke (z.B. USB FlashDrive) mit anderen
Anlagen auszutauschen.
Kopierte Dateien oder Verzeichnisse können Sie an anderer Stelle wieder einfügen.

Hinweis
Verzeichnisse können Sie nur auf lokalen Laufwerken sowie auf USB- bzw. Netzlaufwerken
einfügen.

Hinweis
Schreibrechte
Hat der Bediener im aktuellen Verzeichnis keine Schreibrechte, wird die Funktion nicht
angeboten

Hinweis
Beim Kopieren werden für Verzeichnisse fehlende Endungen automatisch angehängt.
Für die Vergabe von Namen sind alle Buchstaben (außer Umlauten), Ziffern und Unterstriche
erlaubt. Die Namen werden automatisch in Großbuchstaben und zusätzlich Punkte in
Unterstriche umgewandelt.

Beispiel
Wird beim Kopieren der Name nicht geändert, so wird automatisch eine Kopie angelegt:
MYPROGRAM.MPF wird auf MYPROGRAM__1.MPF kopiert. Beim nächsten Kopieren wird
auf MYPROGRAM__2.MPF kopiert, usw.
Existierten in einem Verzeichnis die bereits Dateien MYPROGRAM.MPF,
MYPROGRAM__1.MPF und MYPROGRAM__3.MPF, so wird als nächste Kopie von
MYPROGRAM.MPF die Datei MYPROGRAM__2.MPF angelegt.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm-Manager".

2. Wählen Sie den gewünschten Ablageort und positionieren Sie den Cur‐
sor auf die Datei bzw. das Verzeichnis, das Sie kopieren möchten.
3. Drücken Sie den Softkey "Kopieren".

4. Wählen Sie das Verzeichnis an, in das Sie Ihr kopiertes Verzeichnis/Pro‐
gramm einfügen möchten.
5. Drücken Sie den Softkey "Einfügen".

Fräsen
702 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Programme verwalten
14.10 Verzeichnis/Programm löschen

Existiert in diesem Verzeichnis bereits ein Verzeichnis/Programm mit


dem gleichen Namen, erscheint ein Hinweis darauf. Sie werden aufge‐
fordert einen neuen Namen zu vergeben, sonst wird das Verzeichnis/
Programm mit dem vom System vorgeschlagenen Namen eingefügt.
Enthält der Name unzulässige Zeichen oder ist der Name zu lang, er‐
scheint eine entsprechende Abfrage, in der Sie einen zulässigen Namen
vergeben können.
6. Drücken Sie den Softkey "OK" bzw. "Alle überschreiben", wenn Sie be‐
reits vorhandene Verzeichnisse/Programme überschreiben möchten.

- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Keine überschreiben", wenn Sie mehrere be‐
reits vorhandene Verzeichnisse/Programme nicht überschreiben möch‐
ten.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Überspringen", wenn der Kopiervorgang mit
der nächsten Datei fortgesetzt werden soll.
- ODER -
Geben Sie einen anderen Namen ein, wenn Sie das Verzeichnis/Pro‐
gramm unter einem anderen Namen einfügen möchten und drücken Sie
den Softkey "OK".

Hinweis
Dateien im gleichen Verzeichnis kopieren
Sie können Dateien nicht innerhalb des gleichen Verzeichnisses kopieren. Sie müssen die
Kopie unter einem neuen Namen einfügen.

14.10 Verzeichnis/Programm löschen

14.10.1 Programm/Verzeichnis löschen


Löschen Sie hin und wieder die Programme oder Verzeichnisse, die Sie nicht mehr nutzen,
um Ihre Datenverwaltung übersichtlich zu halten. Sichern Sie diese Daten vorher ggf. auf
einem externen Datenträger (z.B. USB FlashDrive) oder auf ein Netzlaufwerk.
Beachten Sie, dass Sie durch Löschen eines Verzeichnisses auch alle Programme, Werkzeug-
und Nullpunkt-Daten sowie Unterverzeichnisse löschen, die sich in diesem Verzeichnis
befinden.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 703
Programme verwalten
14.11 Datei- und Verzeichniseigenschaften ändern

Temp-Verzeichnis bei ShopMill


Wenn Sie Platz im NCK-Speicher freigeben möchten, löschen Sie den Inhalt des Verzeichnis
"TEMP". Dort legt ShopMill die Programme ab, die intern für die Berechnung der
Ausräumvorgänge erzeugt werden.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm-Manager" an.

2. Wählen Sie den gewünschten Ablageort und positionieren Sie den Cursor
auf die Datei bzw. das Verzeichnis, das Sie löschen möchten.
3. Drücken Sie die Softkeys ">>" und "Löschen".
Eine Rückfrage wird eingeblendet, ob Sie wirklich löschen möchten.

4. Drücken Sie den Softkey "OK", um das Programm/Verzeichnis zu lö‐


schen.
- ODER -.
Drücken Sie den Softkey "Abbruch", um den Vorgang abzubrechen.

14.11 Datei- und Verzeichniseigenschaften ändern


Im Fenster "Eigenschaften von …" lassen Sie sich Informationen zu Verzeichnissen und
Dateien anzeigen.
Neben Pfad und Namen der Datei werden Angaben zum Erstellungsdatum angezeigt.
Sie haben die Möglichkeit, Namen zu ändern.

Zugriffsrechte ändern
Im Eigenschaften-Fenster werden Zugriffsrechte für Ausführen, Schreiben, Auflisten und
Lesen angezeigt.
● Ausführen: wird für die Anwahl zum Abarbeiten verwendet
● Schreiben: steuert das Ändern und Löschen einer Datei oder eines Verzeichnisses
Für NC-Dateien haben Sie die Möglichkeit, die Zugriffsrechte von Schlüsselschalter 0 bis zur
aktuellen Zugriffsstufe zu setzen, separat für jede Datei.
Wenn eine Zugriffsstufe höher als die aktuelle Zugriffsstufe ist, so kann sie nicht geändert
werden.

Fräsen
704 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Programme verwalten
14.11 Datei- und Verzeichniseigenschaften ändern

Für externe Dateien (z.B. auf lokalem Laufwerk) werden Ihnen die Zugriffsrechte nur
angezeigt, sofern vom Maschinenhersteller für diese Dateien Einstellungen vorgenommen
wurden. Sie können über das Eigenschaften-Fenster nicht geändert werden.

Einstellungen der Zugriffsrechte für Verzeichnisse und Dateien


Über eine Konfigurationsdatei und das MD 51050 können die Zugriffsrechte der Verzeichnisse
und Dateitypen von NC- und Anwenderspeicher (lokales Laufwerk) geändert und vorbelegt
werden.

Literatur
Eine ausführliche Beschreibung der Konfiguration finden Sie in folgender Literatur:
Inbetriebnahmehandbuch SINUMERIK Operate (IM9) / SINUMERIK 840D sl

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Programm-Manager an.

2. Wählen Sie den gewünschten Ablageort und positionieren Sie den Cur‐
sor auf die Datei bzw. das Verzeichnis, deren Eigenschaften Sie sich
anzeigen lassen bzw. ändern möchten.

3. Drücken Sie die Softkeys ">>" und "Eigenschaften".


Das Fenster "Eigenschaften von …" wird geöffnet.
...

4. Nehmen Sie bei Bedarf Änderungen vor.


Hinweis: Änderungen über die Oberfläche können Sie im NC-Speicher
vornehmen.
5. Drücken Sie den Softkey "OK", um die Änderungen zu speichern.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 705
Programme verwalten
14.12 Laufwerke einrichten

14.12 Laufwerke einrichten

14.12.1 Übersicht
Es können bis zu 21 Verbindungen zu so genannten logischen Laufwerken (Datenträgern)
projektiert werden. Auf diese Laufwerke kann in den Bedienbereichen "Programm-Manager"
und "Inbetriebnahme" zugegriffen werden.
Folgende logische Laufwerke können eingerichtet werden:
● USB-Schnittstelle
● Netzlaufwerke
● CompactFlash Card
● CompactFlash Card der NCU, nur bei SINUMERIK Operate in der NCU (bei 840D sl)
● Lokale Festplatte der PCU, nur bei SINUMERIK Operate auf PCU (bei 840D sl)

Software-Option - bei 840D sl


Um die CompactFlash Card als Datenträger zu nutzen, benötigen Sie die Option
"zusätzl. HMI-An.speicher auf CF-Card d.NCU" (nicht bei SINUMERIK Operate auf
PCU / PC).

Software-Option - bei 828D


Um zusätzliche Laufwerke über Ethernet verwalten zu können, benötigen Sie die
Option "Netzlaufwerke verwalten".

Hinweis
Die USB-Schnittstellen der NCU stehen für SINUMERIK Operate nicht zur Verfügung und sind
deshalb nicht projektierbar (bei 840D sl).

14.12.2 Laufwerke einrichten


Für die Projektierung der Softkeys im Programm-Manager steht Ihnen im Bedienbereich
"Inbetriebnahme" das Fenster "Laufwerke einrichten" zur Verfügung.

Hinweis
Reservierte Softkeys
Die Softkeys 4, 7 und 16 stehen nicht zur freien Projektierung zur Verfügung.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
706 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Programme verwalten
14.12 Laufwerke einrichten

Datei
Die erzeugten Projektierungsdaten werden in der Datei "logdrive.ini" abgelegt. Die Datei liegt
im Verzeichnis /user/sinumerik/hmi/cfg.

Allgemeine Angaben

Eintrag Bedeutung
Laufwerk 1 - 24
Type kein Laufwerk Kein Laufwerk definiert.
Programmspeicher NC Zugriff auf den NC-Speicher.
USB lokal Zugriff auf die USB-Schnittstelle der aktiven
Bedieneinheit.
USB global Zugriff auf das USB-Speichermedium erfolgt
von sämtlichen im Anlagennetz befindlichen
TCUs.
NW Windows Netzwerklaufwerk in Windows-Systemen
NW Linux Netzwerklaufwerk in Linux-Systemen
lokales Laufwerk Lokales Laufwerk
Festplatte bzw. Anwenderspeicher auf der
CompactFlash Card
FTP Zugriff auf einen externen FTP-Server.
Das Laufwerk kann nicht als globaler Teile‐
programmspeicher verwendet werden.
Anwenderzyklen Zugriff auf das Anwenderzyklen- Verzeichnis
der CompactFlash Card.
Herstellerzyklen Zugriff auf das Herstellerzyklen-Verzeichnis
der CompactFlash Card.
Laufw. Windows Zugriff auf ein lokales PCU/PC-Verzeichnis

Angaben für USB

Eintrag Bedeutung
Gerät TCU-Namen an der das USB-Speichermedi‐
um angeschlossen ist, z. B. tcu1. Der TCU-
Name muss der NCU bereits bekannt sein.
Anschluss Front USB-Schnittstelle, die sich an der Vorderseite
der Bedientafel befindet.
X203/X204 USB-Schnittstelle X203/X204 die sich an der
Rückseite der Bedientafel befinden.
X204 Bei SIMATIC Thin Client ist die USB-Schnitt‐
stelle X204.
X212/X213 TCU20.2/20.3
X20 OP 08T
X60.P1/P2/P3/P4 PCU
Symbolisch Symbolischer Name des Laufwerks
Zusätzliche Parameter unter Details

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 707
Programme verwalten
14.12 Laufwerke einrichten

Eintrag Bedeutung
Partition Partitionsnummer auf dem USB-Speicherme‐
dium , z. B. 1 oder alle.
Wenn ein USB-Hub verwendet wird, Angabe
des USB-Ports des Hubs.
USB-Pfad Pfad zum USB-Hub.
Hinweis:
Diese Angabe wird derzeit nicht ausgewertet.

Angaben für lokale Laufwerke

Eintrag Bedeutung
Symbolisch Symbolischer Name des Laufwerks
Zuweisung der Namen unter Details
Zusätzliche Parameter unter Details
Laufwerk verwenden als: LOCAL_DRIVE Durch die Aktivierung der Kontrollkästchen
CF_CARD wird dem Laufwerk der symbolische Name zu‐
gewiesen.
SYS_DRIVE
Besteht für das Laufwerk bereits eine Zuord‐
nung, kann keine Änderung vorgenommen
werden.
Als Vorbelegung sind alle Kontrollkästchen
aktiv.

Angaben für Netzwerklaufwerke

Eintrag Bedeutung
Rechnername Logischer Name des Servers oder IP-Adresse
Freigabename nur für Netzwerklaufwer‐ Name, unter dem das Netzwerklaufwerk frei‐
ke in Windows-Systemen gegeben wurde
Pfad Startverzeichnis
Der Pfad wird relativ zum freigegebenen Ver‐
zeichnis angegeben.
Benutzername Benutzernamen und das dazugehörige Pass‐
Passwort wort, für den das Verzeichnis auf dem Netz‐
werkrechner frei gegeben ist.
Das Passwort wird mit "*" verschlüsselt dar‐
gestellt und in der Datei "logdrive.ini" abgelegt.
Symbolisch Symbolischer Name des Laufwerks
Es können bis zu 12 Zeichen (Buchstaben,
Ziffern, Unterstrich) verwendet werden.
Die Namen NC, GDIR und FTP sind reser‐
viert.
Wird auch zur Beschriftung des Softkeys ver‐
wendet, wenn kein Softkey-Text angegeben
ist.

Fräsen
708 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Programme verwalten
14.12 Laufwerke einrichten

Angaben für FTP

Eintrag Bedeutung
Rechnername Logischer Name des FTP-Servers oder IP-Ad‐
resse
Pfad Startverzeichnis auf dem FTP-Server
Der Pfad wird relativ zum Homeverzeichnis
angegeben.
Benutzername Benutzernamen und das dazugehörige Pass‐
Passwort wort für die Anmeldung auf dem FTP-Server
Das Passwort wird mit "*" verschlüsselt dar‐
gestellt und in der Datei "logdrive.ini" abgelegt.
Zusätzliche Parameter unter Details
Port Schnittstelle für die FTP-Verbindung. Der
Standardport ist mit 21 vorbelegt.
Verbindung trennen Die FTP-Verbindung wird nach einem Discon‐
nect-Timeout getrennt. Das Timeout kann zwi‐
schen 1 bis 150 s liegen. Als Standard sind
10 s vorbelegt.

Zusatzangaben bei Verwendung der Funktion "Abarbeiten vom externen Speicher (EES)"

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Eintrag Bedeutung
Laufwerk freigeben nur für Type "Laufwerk Das Laufwerk wird im Netzwerk freigegeben.
Windows (PCU)" Ein Benutzername ist erforderlich.
Das Kontrollkästchen muss aktiviert werden,
wenn das lokale Laufwerk als globaler Teile‐
programmspeicher verwendet werden soll.
globaler Teileprogramm‐ nur für lokale Laufwerke, Das Kontrollkästchen zeigt an, dass alle Teil‐
speicher Netzwerklaufwerke und nehmer des Systems Zugriff auf das projek‐
globale USB-Laufwerke tierte logische Laufwerk erhalten. Die Teilneh‐
mer können Teileprogramme direkt von dem
Laufwerk abarbeiten.
Die Einstellung kann nur unter Details geän‐
dert werden.
Dieses Laufwerk für Pro‐ nur für USB-Laufwerke Ermöglicht die Verwendung des lokalen USB-
grammabarbeitung EES Speichermediums für die Programmabarbei‐
verwenden tung über EES.
Zusätzliche Parameter unter Details

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 709
Programme verwalten
14.12 Laufwerke einrichten

Eintrag Bedeutung
Windows Benutzername nur für USB-Laufwerke, Benutzername und das dazugehörige Pass‐
Windows Passwort lokale Laufwerke und lo‐ wort für die Freigabe des projektierten Lauf‐
kale Verzeichnisse werks
Als Voreinstellung werden die Angaben aus
dem Fenster "Globale Einstellungen" über‐
nommen.
globaler Teileprogramm‐ nur für lokale Laufwerke, Das Kontrollkästchen legt fest, ob alle Teilneh‐
speicher Netzwerklaufwerke und mer des Systems Zugriff auf das projektierte
globale USB-Laufwerke logische Laufwerk erhalten.
Es kann nur ein Laufwerk als globaler Teile‐
programmspeicher (GDIR) ausgewählt wer‐
den. Wenn bereits ein anderes Laufwerk als
GDIR festgelegt wurde und das Kontrollkäst‐
chen wird aktiviert, wird die ursprüngliche Ein‐
stellung gelöscht.

Angaben zum projektierten Softkey

Eintrag Bedeutung
Zugriffstufe Zugriffsrechte auf die Verbindungen zuwei‐
sen: von Zugriffsstufe 7 (Schlüsselschalter
Stellung 0) bis Zugriffsstufe 1 (Hersteller).
Die jeweils angegebene Zugriffsstufe gilt für
alle Bedienbereiche.
Softkeytext Es stehen 2 Zeilen für den Beschriftungstext
des Softkeys zur Verfügung. Als Zeilentrenner
wird %n akzeptiert.
Wenn die erste Zeile zu lang ist, wird automa‐
tisch umgebrochen.
Wenn ein Leerzeichen vorhanden ist, wird die‐
ses als Zeilentrenner verwendet.
Für sprachabhängige Softkey-Texte wird die
Text-ID eingegeben, über die in der Textdatei
gesucht wird.
Wenn in dem Eingabefeld nichts angegeben
wird, wird der symbolische Laufwerksname
als Softkey-Text verwendet.
Softkey-Icon kein Icon Es wird kein Icon auf dem Softkey abgebildet.
sk_usb_front.png Dateinamen des Icons, das auf dem Softkey
abgebildet wird.

sk_local_drive.png

sk_network_drive_ftp.png

Fräsen
710 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Programme verwalten
14.12 Laufwerke einrichten

Eintrag Bedeutung
Text-Datei slpmdialog Datei für sprachabhängigen Softkey-Text.
Text-Context SlPmDialog Wenn in den Eingabefeldern nichts angege‐
ben wird, erscheint der Text auf dem Softkey
so, wie er im Eingabefeld "Softkeytext" ange‐
geben wurde.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Inbetriebnahme" an.

2. Drücken Sie die Softkeys "HMI" und "Log. Laufw."


Das Fenster "Laufwerke einrichten" wird geöffnet

3. Wählen Sie den Softkey, den Sie projektieren möchten.

4. Um die Softkeys 9 bis 16 bzw. Softkey 17 bis 24 zu projektieren, klicken


Sie auf den Softkey ">> Ebene".
5. Drücken Sie den Softkey "Ändern", um die Eingabefelder editierbar zu
machen.
6. Wählen Sie die Daten für das entsprechende Laufwerk an bzw. geben
Sie die notwendigen Daten ein.
7. Drücken Sie den Softkey "Details", falls Sie zusätzliche Parameter einge‐
ben möchten.
Durch erneutes Drücken des Softkeys "Details" kehren Sie in das Fenster
"Laufwerke einrichten" zurück.
8. Drücken Sie den Softkey "OK".
Die Eingaben werden überprüft.
Wenn die Daten unvollständig oder fehlerhaft sind,wird ein Hinweisfenster
geöffnet. Bestätigen Sie die Meldung mit dem Softkey "OK".
Wenn Sie den Softkey "Abbruch" drücken, werden alle noch nicht aktivi‐
erten Daten verworfen.
9. Starten Sie die Steuerung erneut, um die Projektierung zu aktivieren und
die Softkeys im Bedienbereich "Programm-Manager" zu erhalten.

Voreinstellungen für Laufwerksfreigabe eingeben

Hinweis
Diese Funktion ist nur auf Windows-Systemen verfügbar, wenn die Software-Option
"Abarbeiten vom externen Speicher (EES)" aktiviert wurde.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 711
Programme verwalten
14.13 PDF-Dokumente betrachten

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Inbetriebnahme" an.

2. Drücken Sie die Softkeys "HMI" und "Log. Laufw."


Das Fenster "Laufwerke einrichten" wird geöffnet

3. Drücken Sie den Softkey "glob. Einstellungen".

4. Geben Sie den Benutzernamen und das dazugehörige Passwort ein, für
den Sie die projektierten Laufwerke freigeben möchten.
5. Drücken Sie den Softkey "OK".
Die Angaben werden als Voreinstellung für die Windowsfreigabe über‐
nommen.
Wenn Sie den Softkey "Abbruch" drücken, werden alle noch nicht aktivi‐
erten Daten verworfen.

14.13 PDF-Dokumente betrachten


Sie haben die Möglichkeit, sich HTML-Dokumente sowie PDFs auf allen Laufwerken des
Programm-Managers und über den Datenbaum der Systemdaten anzeigen zu lassen.

Hinweis
Eine Vorschau der Dokumente ist nur für PDFs möglich.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie im Bedienbereich "Programm-Manager" das gewünschte


Speichermedium.

- ODER -
Wählen Sie im Bedienbereich "Inbetriebnahme" im Datenbaum der "Sys‐
temdaten" den gewünschten Ablageort.
2. Positionieren Sie den Cursor auf das PDF bzw. die HTML-Datei, die Sie
sich anzeigen lassen wollen und drücken Sie den Softkey "Öffnen".
Die gewählte Datei wird auf dem Bildschirm angezeigt.
In der Statuszeile erscheint der Ablagepfad des Dokuments. Ihnen wer‐
den die aktuelle Seite sowie die Gesamtseitenzahl des angezeigten Do‐
kuments angezeigt.

Fräsen
712 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Programme verwalten
14.14 EXTCALL

3. Drücken Sie den Softkey "Zoom +" bzw. "Zoom –", um die Darstellung
zu vergrößern bzw. zu verkleinern.

4. Drücken Sie den Softkey "Suchen", wenn Sie im PDF gezielt nach Text‐
stellen suchen wollen.
5. Drücken Sie den Softkey "Ansicht", um die Darstellung des PDFs zu ver‐
ändern.
Eine neue vertikale Softkey-Leiste wird eingeblendet.
6. Drücken Sie den Softkey "Zoom Seitenbreite", um das Dokument in voller
Breite auf dem Bildschirm anzuzeigen.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Zoom Seitenhöhe", um das Dokumente in vol‐
ler Seitenhöhe auf dem Bildschirm anzuzeigen.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Links drehen", um das Dokument um 90 Grad
nach links zu drehen.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Rechts drehen", um das Dokument um 90 Grad
nach rechts zu drehen.
7. Drücken Sie den Softkey "Zurück", um in das vorherige Fenster zurück‐
zukehren.
8. Drücken Sie den Softkey "Schließen", um die PDF- Anzeige zu verlassen.

14.14 EXTCALL
Aus einem Teileprogramm heraus kann mit dem Befehl EXTCALL auf Dateien auf lokalem
Laufwerk, USB-Datenträger oder Netzlaufwerken zugegriffen werden.
Der Programmierer kann mit dem Setting-Datum SD $SC42700 EXT_PROG_PATH das
Quellverzeichnis und mit dem Kommando EXTCALL den Dateinamen für das nachzuladende
Unterprogramm festlegen.

Randbedingungen
Folgende Randbedingungen sind bei EXTCALL-Aufrufen zu beachten:
● Es können nur Dateien mit der Kennung MPF oder SPF über EXTCALL von einem
Netzlaufwerk aufgerufen werden.
● Die Dateien und Pfade müssen der NCK-Nomenklatur entsprechen (max. 25 Zeichen für
den Namen, 3 Zeichen für die Kennung).

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 713
Programme verwalten
14.14 EXTCALL

● Ein Programm auf einem Netzlaufwerk wird mit dem Befehl EXTCALL gefunden, wenn
– mit SD $SC42700 EXT_PROG_PATH der Suchpfad auf das Netzlaufwerk- oder ein
Verzeichnis darin - verweist. Das Programm muss direkt dort abgelegt sein, es werden
keine Unterverzeichnisse durchsucht.
– ohne SD $SC42700: im EXTCALL-Aufruf das Programm direkt - über einen voll
qualifizierten Pfad, welcher auch in ein Unterverzeichnis des Netzlaufwerkes verweisen
kann - angegeben wird und dort auch liegt.
● Achten Sie bei Programmen, die auf externen Speichermedien (Windows-System) erstellt
wurden auf Groß- und Kleinschreibung.
Hinweis
Maximale Pfadlänge für EXTCALL
Die Länge des Pfads darf 112 Zeichen nicht überschreiten. Der Pfad setzt sich aus Inhalt
des Settingdatums (SD $SC42700) und der Pfadangabe beim EXTCALL-Aufruf aus dem
Teileprogramm zusammen.

Beispiele für EXTCALL Aufrufe


Mit der Nutzung des Settingdatums kann die Suche nach dem Programm gezielt gesteuert
werden.
● Aufruf USB-Laufwerk an TCU (USB-Speichergerät an Schnittstelle X203), wenn SD42700
leer ist: z.B. EXTCALL "//TCU/TCU1 /X203 ,1/TEST.SPF"
- ODER -
Aufruf USB-Laufwerk an TCU (USB-Speichergerät an Schnittstelle X203), wenn SD42700
"//TCU/TCU1 /X203 ,1" enthält: "EXTCALL "TEST.SPF"
● Aufruf von USB Front-Anschluss (USB-FlashDrive), wenn SD $SC 42700 leer ist: z.B.
EXTCALL "//ACTTCU/FRONT,1/TEST.SPF"
- ODER -
Aufruf von USB Front-Anschluss (USB-FlashDrive), wenn SD42700 "//ACTTCU/FRONT,
1" enthält: EXTCALL "TEST.SPF"

Fräsen
714 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Programme verwalten
14.14 EXTCALL

● Aufruf von Netzlaufwerk, wenn SD42700 leer ist: z.B. EXTCALL "//Rechnername/
freigebenesLaufwerk/TEST.SPF"
- ODER -
Aufruf von Netzlaufwerk, wenn SD $SC42700 "//Rechnername/freigebenesLaufwerk"
enthält: EXTCALL "TEST.SPF"
● Nutzung des HMI-Anwenderspeichers (Lokales Laufwerk):
– Sie haben auf dem lokalen Laufwerk die Verzeichnisse Teileprogramme (mpf.dir),
Unterprogramme (spf.dir) und Werkstücke (wks.dir) mit den jeweiligen Werkstück-
Verzeichnissen (.wpd) angelegt:
SD42700 ist leer: EXTCALL "TEST.SPF"
Auf der CompactFlash-Card wird die gleiche Suchreihenfolge wie im NCK-
Teileprogrammspeicher verwendet.
– Sie haben auf dem lokalen Laufwerk ein eigenes Verzeichnis angelegt (z.B. my.dir):
Angabe des kompletten Pfades: z.B. EXTCALL "/card/user/sinumerik/data/prog/my.dir/
TEST.SPF"
Es wird gezielt nach der angegeben Datei gesucht.
Hinweis
Kurzbezeichnungen für lokales Laufwerk, CompactFlash-Card und USB Front-
Anschluss
Als Abkürzung für das lokale Laufwerk, die CompactFlash-Card und den USB Front-
Anschluss können Sie die Kurzbezeichnung LOCAL_DRIVE:, CF_CARD: und USB:
verwenden (z.B. EXTCALL "LOCAL_DRIVE:/spf.dir/TEST.SPF").
Die Kurzbezeichnungen CF_Card und LOCAL_DRIVE können Sie alternativ verwenden.

Software-Optionen
Für die Anzeige des Softkeys "Lokal. Laufw." benötigen Sie die Option "zusätzl.
HMI-An.speicher auf CF-Card d.NCU" (nicht bei SINUMERIK Operate auf
PCU50 / PC).

ACHTUNG
Mögliche Unterbrechung bei Abarbeiten von USB-FlashDrive
Ein direktes Abarbeiten von einem USB-FlashDrive wird nicht empfohlen.
Es gibt keine Absicherung gegen Kontaktschwierigkeiten, Herausfallen, Abbrechen durch
Anstoßen oder versehentliches Abziehen des USB-FlashDrive während des laufenden
Betriebs.
Das Trennen während der Werkzeugbearbeitung führt zum sofortigen Stopp der Bearbeitung
und somit auch zum Werkstückschaden.

Maschinenhersteller
Das Bearbeiten von EXTCALL-Aufrufen kann ein- und ausgeschaltet werden.
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 715
Programme verwalten
14.16 Daten sichern

14.15 Abarbeiten vom externen Speicher (EES)


Die Funktion "Abarbeiten vom externen Speicher" ermöglicht es Ihnen beliebig große
Teileprogramme von einem entsprechend projektierten Laufwerk direkt abzuarbeiten. Das
Verhalten entspricht dabei der Abarbeitung aus dem NC-Teileprogrammspeicher, ohne die
Einschränkungen, die für "EXTCALL" gelten.

Software-Option
Um diese Funktion im Anwenderspeicher (100 MB) der CompactFlash Card zu nut‐
zen, benötigen Sie die Software-Option "CNC Anwenderspeicher erweitert".

Software-Option
Um diese Funktion unbegrenzt zu nutzen (z. B. für ein Netzlaufwerk oder ein USB-
Laufwerk), benötigen Sie die Software-Option "Abarbeiten vom externen Speicher
(EES)".

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu die Angaben des Maschinenherstellers.

Sie haben die Möglichkeit, die auf den projektierten externen Laufwerken abgelegten G-Code-
Programme wie gewohnt im Editor zu bearbeiten.
Bei der Abarbeitung der G-Code-Programme erhalten Sie wie gewohnt eine aktuelle
Satzanzeige. Sie haben die Möglichkeit, die Programme im Reset-Zustand direkt zu
bearbeiten.
Neben der aktuellen Satzanzeige besteht die Möglichkeit, eine Basissatzanzeige
einzublenden. Mit Hilfe der Funktion "Programmkorrektur" nehmen Sie wie gewohnt
Korrekturen vor.

14.16 Daten sichern

14.16.1 Archiv erstellen im Programm-Manager


Sie haben die Möglichkeit, einzelne Dateien aus dem NC-Speicher und dem lokalen Laufwerk
zu archivieren.

Archivformate
Sie haben die Möglichkeit, Ihr Archiv im Binär- oder Lochstreifenformat zu speichern.

Speicherziel
Als Speicherziel stehen Ihnen die Archivordner der Systemdaten im Bedienbereich
"Inbetriebnahme" sowie USB- und Netzlaufwerke zur Verfügung.

Fräsen
716 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Programme verwalten
14.16 Daten sichern

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm-Manager" an.

2. Wählen Sie den Ablageort der zu archivierenden Datei/en.

3. Wählen Sie in den Verzeichnissen die gewünschte Datei, von der Sie ein
Archiv erzeugen möchten.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Markieren", wenn Sie mehrere Dateien bzw.
Verzeichnisse sichern möchten und wählen die mit Hilfe von Cursor- bzw.
Mausbedienung die gewünschten Verzeichnisse bzw. Dateien.
4. Drücken Sie die Softkeys ">>" und "Archivieren".

5. Drücken Sie den Softkey "Archiv erstellen".


Das Fenster "Archiv erstellen: Ablage auswählen" wird geöffnet.
6. Positionieren Sie den Cursor auf den gewünschten Ablageort, drücken
Sie den Softkey "Suchen", geben Sie im Such-Dialog den gewünschten
Suchbegriff ein und drücken Sie den Softkey "OK", wenn Sie nach einem
bestimmten Verzeichnis bzw. Unterverzeichnis suchen wollen.
Hinweis: Die Platzhalter "*" (ersetzt eine beliebige Zeichenfolge) und "?"
(ersetzt ein beliebiges Zeichen) erleichtern Ihnen die Suche.
- ODER -
Wählen Sie den gewünschten Ablageort, drücken Sie den Softkey "Neu‐
es Verzeichnis", geben Sie im Fenster "Neues Verzeichnis" den ge‐
wünschten Namen ein und drücken Sie den Softkey "OK", um ein Ver‐
zeichnis anzulegen.

7. Drücken Sie "OK".


Das Fenster "Archiv erstellen: Name" wird geöffnet.
9. Wählen Sie das Format (z.B. Archiv ARC (Binärformat) bei 840 sl bzw.
Archiv ARD bei 828D), geben Sie den gewünschten Namen ein und drü‐
cken Sie den Softkey "OK".
Eine Meldung informiert Sie über die erfolgreiche Archivierung.

14.16.2 Archiv erstellen über Systemdaten


Wenn Sie nur bestimmte Daten sichern möchten, dann können Sie die gewünschten Dateien
direkt aus dem Datenbaum auswählen und ein Archiv erzeugen.

Archivformate
Sie haben die Möglichkeit, Ihr Archiv im Binär- oder Lochstreifenformat zu speichern.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 717
Programme verwalten
14.16 Daten sichern

Den Inhalt der selektierten Dateien (XML-, ini-, hsp-, syf-Dateien, Programme) können Sie sich
über eine Vorschau anzeigen lassen.
Informationen der Datei wie Pfad, Name, Erstell- und Änderungsdatum, können Sie sich über
ein Eigenschaften-Fenster anzeigen lassen.

Voraussetzung
Die Zugriffsrechte richten sich nach den entsprechenden Bereichen und reicht von Schutzstufe
7 (Schlüsselschalter Stellung 0) bis Schutzstufe 2 (Kennwort: Service).

Ablageorte
● CompactFlash Card unter
/user/sinumerik/data/archive, bzw.
/oem/sinumerik/data/archive
● Alle projektierten logischen Laufwerke (USB, Netzlaufwerke)

Software-Option

Um die Archive auf der CompactFlash Card im Anwenderbereich abzulegen,


benötigen Sie die Option "zusätzl. HMI-An.speicher auf CF-Card d.NCU".

ACHTUNG
Möglicher Datenverlust bei USB-FlashDrives
USB-FlashDrives sind nicht als persistente Speichermedien geeignet.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Inbetriebnahme" an.

2. Drücken Sie den Softkey "Systemdaten".


Der Datenbaum wird geöffnet.
3. Wählen Sie im Datenbaum die gewünschten Dateien an, von denen Sie
ein Archiv erzeugen möchten.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Markieren", wenn Sie mehrere Dateien bzw.
Verzeichnisse sichern möchten, und wählen die mit Hilfe von Cursor-
bzw. Mausbedienung die gewünschten Verzeichnisse bzw. Dateien.

Fräsen
718 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Programme verwalten
14.16 Daten sichern

4. Drücken Sie den Softkey ">>", werden Ihnen auf der vertikalen Leiste
weitere Softkeys angeboten.
5. Drücken Sie den Softkey "Vorschaufenster".
Der Inhalt der angewählten Datei wird in einem kleinen Fenster ange‐
zeigt. Drücken Sie den Softkey "Vorschaufenster" erneut, wird das Fens‐
ter wieder geschlossen.
6. Drücken Sie den Softkey "Eigenschaften".
In einem kleinen Fenster erhalten Sie Informationen der angewählten
Datei. Drücken Sie den Softkey "OK", wird das Fenster wieder geschlos‐
sen.

7. Drücken Sie den Softkey "Suchen".


Geben Sie im Such-Dialog den gewünschten Suchbegriff ein und drü‐
cken Sie den Softkey "OK", wenn Sie nach einem bestimmten Verzeich‐
nis bzw. Unterverzeichnis suchen wollen.
Hinweis: Die Platzhalter "*" (ersetzt eine beliebige Zeichenfolge) und "?"
(ersetzt ein beliebiges Zeichen) erleichtern Ihnen die Suche.
8. Drücken Sie die Softkeys "Archivieren" und "Archiv erstellen".
Das Fenster "Archiv erstellen: Ablage wählen" wird geöffnet.
Der Ordner "Archive" mit den Unterordnern "Anwender" und "Hersteller"
sowie die Speichermedien (z.B. USB) werden angezeigt.
9. Wählen Sie den gewünschten Ablageort und drücken Sie den Softkey
"Neues Verzeichnis", um sich ein geeignetes Unterverzeichnis zu erstel‐
len.
Das Fenster "Neues Verzeichnis" wird geöffnet.
10. Geben Sie den gewünschten Namen ein und drücken Sie den Softkey
"OK".
Das Verzeichnis wird unterhalb des angewählten Ordners angelegt.
11. Drücken Sie den Softkey "OK".
Das Fenster "Archiv erstellen: Name" wird geöffnet.
12. Wählen Sie das Format (z.B. Archiv ARC (Binärformat) für 840D sl nzw.
Archiv ARD für 828D), geben Sie den gewünschten Namen ein und drü‐
cken Sie den Softkey "OK", um die Datei/en zu archivieren.
Eine Meldung informiert Sie über die erfolgreiche Archivierung.
13. Drücken Sie den Softkey "OK", um die Meldung zu bestätigen und den
Archivierungsvorgang zu beenden.
Es wird eine Archivdatei mit dem Formattyp .ARC (840D sl) bzw. .ARD
(828D) im angewählten Verzeichnis abgelegt.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 719
Programme verwalten
14.16 Daten sichern

14.16.3 Archiv einlesen im Programm-Manager


Sie haben die Möglichkeit, im Bedienbereich "Programm-Manager" Archive aus dem
Archivordner der Systemdaten sowie aus projektierten USB- und Netzlaufwerken einzulesen.

Software-Option
Um Anwenderarchive im Bedienbereich "Programm-Manager" einlesen zu kön‐
nen, benötigen Sie die Option "zusätzl. HMI-An.speicher auf CF-Card der NCU"
(nicht bei 840D sl / SINUMERIK Operate auf PCU50 / PC).

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm-Manager" an.

2. Drücken Sie die Softkeys "Archivieren" und "Archiv einlesen".


Das Fenster "Archiv einlesen: Archiv auswählen" wird geöffnet.

3. Wählen Sie den Ablageort des Archivs und positionieren Sie den
Cursor auf das gewünschte Archiv.
Hinweis: Der Ordner für Anwenderarchive wird bei nicht gesetzter
Option nur angezeigt, wenn mindestens ein Archiv enthalten ist.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Suchen", geben Sie im Such-Dialog den
Namen der Archiv-Datei mit Dateierweiterung (*.arc) bei 840D sl
bzw. mit Dateierweiterung (*.ard) bei 828D ein, wenn Sie gezielt
ein Archiv suchen wollen und drücken Sie den Softkey "OK".

4. Drücken Sie den Softkey "OK" bzw. "Alle überschreiben", wenn Sie
bereits vorhandene Dateien überschreiben möchten.
...

- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Keine überschreiben", wenn Sie bereits
vorhandene Dateien nicht überschreiben möchten.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Überspringen", wenn der Einlesevor‐
gang mit der nächsten Datei fortgesetzt werden soll.
Das Fenster "Archiv einlesen" wird geöffnet und zeigt den Einlese‐
vorgang mit einer Fortschrittsanzeige an.

Fräsen
720 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Programme verwalten
14.16 Daten sichern

Im Anschluss daran erhalten Sie ein "Fehlerprotokoll für Archiv ein‐


lesen", indem die übersprungenen oder überschriebenen Dateien
aufgeführt sind.
5. Drücken Sie den Softkey "Abbruch", um den Einlesevorgang abzu‐
brechen.

Siehe auch
Verzeichnisse und Dateien suchen (Seite 698)

14.16.4 Archiv einlesen aus Systemdaten


Wenn Sie ein bestimmtes Archiv einlesen möchten, können Sie dieses direkt aus dem
Datenbaum auswählen.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Inbetriebnahme" an.

2. Drücken Sie den Softkey "Systemdaten".

3. Wählen Sie im Datenbaum unterhalb des Verzeichnisses "Archive"


im Ordner "Anwender" die gewünschte Datei, die Sie einlesen wol‐
len.
4. Drücken Sie den Softkey "Einlesen".

5. Drücken Sie den Softkey "OK" bzw. "Alle überschreiben", wenn Sie
bereits vorhandene Dateien überschreiben möchten.
...

- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Keine überschreiben", wenn Sie bereits
vorhandene Dateien nicht überschreiben möchten.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Überspringen", wenn der Einlesevor‐
gang mit der nächsten Datei fortgesetzt werden soll.
Das Fenster "Archiv einlesen" wird geöffnet und zeigt den Einlese‐
vorgang mit einer Fortschrittsanzeige an.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 721
Programme verwalten
14.17 Rüstdaten

Im Anschluss daran erhalten Sie ein "Fehlerprotokoll für Archiv ein‐


lesen", indem die übersprungenen oder überschriebenen Dateien
aufgeführt sind.
6. Drücken Sie den Softkey "Abbruch", um den Einlesevorgang abzu‐
brechen.

14.17 Rüstdaten

14.17.1 Rüstdaten sichern


Neben den Programmen können Sie auch Werkzeugdaten und Nullpunkteinstellungen
speichern.
Sie nutzen diese Möglichkeit z.B., um die erforderlichen Werkzeuge und Nullpunktdaten für
ein bestimmtes Arbeitsschritt-Programm zu sichern. Wenn Sie dieses Programm zu einem
späteren Zeitpunkt erneut abarbeiten lassen möchten, können Sie so schnell wieder auf diese
Einstellungen zurückgreifen.
Auch Werkzeugdaten, die Sie an einem externen Werkzeug-Voreinstellgerät ermittelt haben,
können Sie so leicht in die Werkzeugverwaltung einspielen.

Joblisten sichern
Wenn Sie eine Jobliste sichern wollen, die ShopMill- und G-Code Programme beinhaltet,
erhalten Sie zum sichern der Werkzeugdaten und Nullpunkte jeweils eigene Auswahlfelder.

Hinweis
Rüstdaten von Teileprogrammen sichern
Rüstdaten von Teileprogrammen lassen sich nur sichern, wenn sie im Verzeichnis
"Werkstücke" abgelegt sind.
Bei Teileprogrammen, die im Verzeichnis "Teileprogramme" liegen, wird "Rüstdaten sichern"
nicht angeboten.

Daten sichern

Daten
Werkzeugdaten ● nein
● alle im Programm verwendeten (nur bei ShopMill
Programm und Jobliste mit ShopMill Programmen)
● komplette Werkzeugliste
Werkzeugdaten für ShopMill Pro‐ ● nein
gramme ● alle im Programm verwendeten
-- nur bei Jobliste mit ShopMill- und
G-Code-Programmen vorhanden ● komplette Werkzeugliste

Fräsen
722 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Programme verwalten
14.17 Rüstdaten

Daten
Werkzeugdaten für G-Code Program‐ ● nein
me ● komplette Werkzeugliste
-- nur bei Jobliste mit ShopMill- und
G-Code-Programmen vorhanden
Magazinbelegung ● ja
● nein
Nullpunkte ● nein
Das Auswahlfeld "Basis-Nullpunkt" wird ausgeblendet
● alle im Programm verwendeten (nur bei ShopMill-
Programm und Jobliste mit ShopMill-Programmen)
● alle
Nullpunkte für ShopMill Programme ● nein
-- nur bei Jobliste mit ShopMill- und Das Auswahlfeld "Basis-Nullpunkt" wird ausgeblendet
G-Code-Programmen vorhanden
● alle im Programm verwendeten
● komplette Werkzeugliste
Nullpunkte für G-Code Programme ● nein
-- nur bei Jobliste mit ShopMill- und Das Auswahlfeld "Basis-Nullpunkt" wird ausgeblendet
G-Code-Programmen vorhanden
● alle
Basis-Nullpunkte ● nein
● ja
Verzeichnis Es wird das Verzeichnis angezeigt, in dem sich das angewählte
Programm befindet.
Dateiname Hier haben Sie die Möglichkeit, den vorgeschlagenen Dateina‐
men zu ändern.

Hinweis
Magazinbelegung
Das Auslesen der Magazinbelegung ist nur dann möglich, wenn Ihr System das Be- und
Entladen von Werkzeugdaten ins bzw. aus dem Magazin vorsieht.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm-Manager" an.

2. Positionieren Sie den Cursor auf das Programm, dessen Werk‐


zeug- und Nullpunktdaten Sie sichern wollen.
...

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 723
Programme verwalten
14.17 Rüstdaten

3. Drücken Sie die Softkeys ">>" und "Archivieren".

4. Drücken Sie den Softkey "Rüstdaten sichern".


Das Fenster "Rüstdaten sichern" wird geöffnet.
5. Wählen Sie die Daten aus, die Sie sichern wollen.
6. Ändern Sie hier im Feld "Dateiname" bei Bedarf den vorgegebenen
Namen des ursprünglich ausgewählten Programms.
7. Drücken Sie den Softkey "OK".
Die Rüstdaten werden im gleichen Verzeichnis angelegt, in dem
sich auch das angewählte Programm befindet.
Die Datei wird automatisch als INI-Datei gespeichert.

Hinweis
Programmanwahl
Befindet sich in einem Verzeichnis ein Hauptprogramm sowie eine INI-Datei mit gleichem
Namen, wird bei der Anwahl des Hauptprogramms zunächst die INI-Datei automatisch
gestartet. Dadurch können ungewollt Werkzeugdaten geändert werden.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

14.17.2 Rüstdaten einlesen


Beim Einlesen können Sie wählen, welche der gesicherten Daten Sie einlesen
möchten:
● Werkzeugdaten
● Magazinbelegung
● Nullpunkte
● Basis-Nullpunkt

Fräsen
724 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Programme verwalten
14.17 Rüstdaten

Werkzeugdaten
Je nach dem, welche Daten Sie ausgewählt haben, verhält sich das System folgendermaßen:
● komplette Werkzeugliste
Erst werden alle Daten der Werkzeugverwaltung gelöscht und dann werden die gesicherten
Daten eingespielt.
● alle im Programm verwendeten Werkzeugdaten
Existiert mindestens eines der einzulesenden Werkzeuge bereits in der
Werkzeugverwaltung, können Sie zwischen folgenden Möglichkeiten wählen.

Drücken Sie den Softkey "Alle ersetzen", wenn Sie alle Werkzeugdaten
einspielen möchten. Weitere bereits existierende Werkzeuge werden
jetzt ohne weitere Rückfrage überschrieben.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Keine überschreiben", wenn schon vorhande‐
nen Werkzeuge nicht überschrieben werden dürfen.
Bereits vorhandene Werkzeuge werden übersprungen, ohne dass Sie
Rückfragen erhalten.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Überspringen", wenn bereits vorhandene
Werkzeuge nicht überschrieben werden sollen.
Sie erhalten bei jedem bereits vorhandenen Werkzeug eine Nachfrage.

Beladestelle auswählen
Wenn für ein Magazin mehr als eine Beladestelle eingerichtet wurde, haben Sie die Möglichkeit
über den Softkey "Beladestelle auswählen" ein Fenster zu öffnen, in dem Sie einem Magazin
eine Beladestelle zuweisen.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm-Manager" an.

2. Positionieren Sie den Cursor auf die Datei mit den gesicherten Werkzeug-
und Nullpunktdaten (*.INI), die Sie wieder einlesen wollen.

3. Drücken Sie die Taste <Cursor rechts>

- ODER -
Doppelklicken Sie auf die Datei.
Das Fenster "Rüstdaten einlesen" wird geöffnet.
4. Wählen Sie aus, welche Daten (z.B. Magazinbelegung) Sie einlesen
möchten.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 725
Programme verwalten
14.18 V24

5. Drücken Sie den Softkey "OK".

14.18 V24

14.18.1 Archive über serielle Schnittstelle ein- und auslesen

Verfügbarkeit der seriellen Schnittstelle V24


Über die serielle Schnittstelle V24 haben Sie die Möglichkeit, im Bedienbereich "Programm-
Manager" sowie im Bedienbereich "Inbetriebnahme" Archive aus- und einzulesen.
● SINUMERIK Operate auf NCU:
Die Softkeys für die Schnittstelle V24 sind verfügbar, sobald ein Optionsmodul
angeschlossen ist und der Schacht bestückt ist.
● SINUMERIK Operate auf PCU:
Die Softkeys für die Schnittstelle V24 sind immer verfügbar.

Archive auslesen
Die zu versendenden Dateien (Verzeichnisse oder einzelne Dateien) werden in ein Archiv
(*.arc) verpackt. Versenden Sie ein Archiv (*.arc), wird dieses direkt versendet, ohne zusätzlich
verpackt zu werden. Haben Sie ein Archiv (*.arc) zusammen mit einer weiteren Datei (z. B.
Verzeichnis) gewählt, werden diese in ein neues Archiv verpackt und anschließend versendet.

Archive einlesen
Über die Schnittstelle V24 können nur Archive eingelesen werden. Diese werden übertragen
und anschließend entpackt.

Hinweis
Inbetriebnahmearchiv
Lesen Sie ein Inbetriebnahmearchiv über die Schnittstelle V24 ein, wird dieses sofort aktiviert.

Lochstreifenformat extern bearbeiten


Wenn Sie Archive extern bearbeiten wollen, erstellen Sie diese im Lochstreifenformat.

Fräsen
726 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Programme verwalten
14.18 V24

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm-Manager" an und drü‐


cken Sie den Softkey "NC" oder "Lokal. Laufw."

...

- ODER -
Wählen Sie den Bedienbereich "Inbetriebnahme" an und drücken
Sie den Softkey "Systemdaten".

Archiv auslesen
2. Markieren Sie die Verzeichnisse, bzw. die Dateien, die Sie an V24
senden wollen.
3. Drücken Sie die Softkeys ">> " und "Archivieren".

4. Drücken Sie den Softkey "V24 senden".

- ODER -
Archiv einlesen
Drücken Sie den Softkey "V24 empfangen", wenn Sie Dateien über
V24 einlesen möchten.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 727
Programme verwalten
14.18 V24

14.18.2 V24 einstellen in Programm-Manager

V24 Einstellung Bedeutung


Protokoll Bei der Übertragung über die Schnittstelle V24 werden folgende Proto‐
kolle unterstützt:
● RTS/CTS (Voreinstellung)
● Xon/Xoff
Übertragung Es steht zusätzlich die Möglichkeit zur Verfügung, eine Übertragung mit
gesichertem Protokoll (ZMODEM-Protokoll) zu benutzen.
● normal (Voreinstellung)
● gesichert
Für die angewählte Schnittstelle wird die gesicherte Übertragung in
Verbindung mit Handshake RTS/CTS eingestellt.
Baudrate Übertragungsrate: es können bis zu 115 kBaud Übertragungsrate ein‐
gestellt werden. Die benutzbare Baudrate ist abhängig vom angeschlos‐
senen Gerät, der Leitungslänge und den elektrischen Umgebungsbe‐
dingungen.
● 110
● ....
● 19200 (Voreinstellung)
● ...
● 115200
Archivformat ● Lochformat (Voreinstellung)
● Binär-Format (PC-Format)
V24 Einstellungen (Details)
Schnittstelle ● COM1
Parität Paritätsbits werden zur Fehler-Erkennung verwendet: Die Paritätsbits
werden den codierten Zeichen hinzugefügt, um die Anzahl der auf "1"
gesetzten Stellen zu einer ungeraden Zahl (ungerade Parität) oder zu
einer geraden Zahl (gerade Parität) zu machen.
● keine (Voreinstellung)
● ungerade
● gerade
Stopbits Anzahl der Stoppbits bei asynchroner Datenübertragung.
● 1 (Voreinstellung)
● 2
Datenbits Anzahl der Datenbits bei asynchroner Übertragung.
● 5 Bit
● ...
● -8 Bit (Voreinstellung)
XON (Hex) Nur bei Lochstreifenformat
XOFF (Hex) Nur bei Lochstreifenformat

Fräsen
728 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Programme verwalten
14.18 V24

V24 Einstellung Bedeutung


Übertragungsende (Hex) Nur bei Lochstreifenformat
Stop mit Übertragungsendezeichen
Die Voreinstellung für das Übertragungsendezeichen ist (HEX) 1A
Zeitüberwachung (Sek.) Zeitüberwachung
Bei Übertragungsproblemen oder Übertragungsende (ohne Übertra‐
gungsendezeichen) wird die Übertragung nach den angegebenen Se‐
kunden abgebrochen.
Gesteuert wird die Zeitüberwachung durch einen Zeitgeber, der mit dem
ersten Zeichen gestartet und mit jedem übertragenen Zeichen zurück‐
gesetzt.
Die Zeitüberwachung ist einstellbar (Sekunden).

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm-Manager" an.

2. Drücken Sie den Softkey "NC " oder "Lokal. Laufw. ".

3. Drücken Sie die Softkeys ">>" und "Archivieren".

4. Drücken Sie den Softkey "V24 Einstellungen".


Das Fenster "Schnittstelle: V24" wird geöffnet.
5. Die Schnittstellen-Einstellungen werden angezeigt.
6. Drücken Sie den Softkey "Details", wenn Sie weitere Einstellungen
für die Schnittstelle einsehen und bearbeiten wollen.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 729
Programme verwalten
14.19 Mehrfachaufspannung

14.19 Mehrfachaufspannung

14.19.1 Mehrfachaufspannung
Mit der Funktion "Mehrfachaufspannung" erreichen Sie eine Optimierung der
Werkzeugwechsel über mehrere Werkstückaufspannungen. Dadurch verkürzen sich die
Nebenzeiten, da erst alle Bearbeitungen eines Werkzeugs auf allen Aufspannungen
durchgeführt werden, bevor der nächste Werkzeugwechsel angestoßen wird.

Software-Optionen

Die Mehrfachaufspannung ist nur mit ShopMill-Programmen möglich. Sie be‐


nötigen hierfür die Option "ShopTurn/ShopMill".
Neben flächigen Aufspannungen können Sie die Funktion "Mehrfachaufspannung" auch für
rotierende Spannbrücken einsetzen. Hierfür muss die Maschine über eine zusätzliche
Rundachse (z.B. A-Achse) bzw. einen Teilapparat verfügen.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.
Sie können nicht nur gleiche, sondern auch verschiedene Werkstücke bearbeiten.
ShopMill generiert aus mehreren Programmen automatisch ein einziges Programm. Die
Reihenfolge der Werkzeuge innerhalb eines Programms bleibt dabei erhalten. Zyklen und
Unterprogramme werden nicht aufgebrochen, Positionsmuster werden geschlossen
bearbeitet.

Voraussetzungen
Die einzelnen Programme müssen folgende Anforderungen erfüllen:
● Nur Arbeitsschritt-Programme (keine G-Code-Programme)
● Programme müssen lauffähig sein
● Programm der 1. Aufspannung muss eingefahren sein
● Keine Marken/Wiederholungen, d.h. keine Sprünge im Programm
● Keine Inch/metrisch-Umschaltung
● Keine Nullpunktverschiebungen (ausgenommen ShopMill-Programmkopf)
● Keine Koordinatentransformationen (Verschiebung, Skalierung usw.)
● Konturen müssen eindeutige Namen besitzen, d.h. derselbe Konturname darf nicht in
mehreren Programmen aufgerufen werden
● Im Ausräumzyklus (Kontur fräsen) darf der Parameter "Startpunkt" nicht auf "manuell"
gesetzt sein.
● Keine selbsthaltenden Einstellungen, d.h. Einstellungen, die sich auf alle folgenden
Programmsätze auswirken (nur bei Mehrfachaufspannung für verschiedene Programme)

Fräsen
730 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Programme verwalten
14.19 Mehrfachaufspannung

● Max. 3500 Arbeitsschritte pro Aufspannung


● Max. 49 Aufspannungen
Hinweis
Marken bzw. Wiederholungen, die in Programmen für die Mehrfachaufspannung nicht
eingesetzt werden dürfen, können durch den Einsatz von Unterprogrammen umgangen
werden.

14.19.2 Programmkopf-Einstellung "Aufspannung"


Bei der Generierung eines Mehrfachaufspannungsprogramms werden nach jedem
Aufspannungswechsel Daten aus dem Programmkopf eines Quellprogramms in einen
Einstellungenschritt des Mehrfachaufspannungsprogramms übertragen. Zu diesen Daten
zählt auch die Einstellung der Aufspannung im Programmkopf. Die Aufspannung im
Programmkopf bezeichnet den Namen der Rundachse, in die das Rohteil eingespannt ist.
Es wird unterschieden zwischen Mehrfachaufspannungsprogrammen:
● Programmtyp 1, in denen das selbe Programm mehreren Aufspannungen zugeordnet ist.
● Programmtyp 2, in denen jeder Aufspannung ein eigenes Programm zugeordnet ist.
Und es wird unterschieden zwischen Anlagen:
● Anlagentyp A, in denen alle Aufspannungen der Mehrfachaufspannung auf einem Tisch
bzw. auf einer Rundachse montiert sind.
● Anlagentyp B, in denen die Aufspannungen auf verschiedene Rundachsen (Rundtische)
verteilt angebracht sind.
Mehrfachaufspannungsprogramme vom Programmtyp 1 können auf Anlagen vom Typ B nicht
abgearbeitet werden und sind daher nicht zulässig.
Begründung:
Der Programmkopf enthält den Achsnamen einer Aufspannung. Da dieser Achsname in jeden
Einstellungenschritt bei Aufspannungswechsel eingetragen wird, fehlt im erzeugten
Mehrfachaufspannungsprogramm die Zuordnung zur eigentlichen Rundachse der jeweiligen
Aufspannung.
Beispiel:
Die Anlage hat zwei Rundtische C1 und C2. Auf beiden Tischen wurde das gleiche Rohteil
aufgespannt. Beide Rohteile sollen mit dem gleichen Programm bearbeitet werden. Für die
Bearbeitung muss der Rundtisch angesprochen werden.
Das Originalprogramm benennt im Programmkopf die Aufspannung C1. Das daraus
entstehende Mehrfachaufspannungsprogramm verwendet den Achsnamen C1 für beide
Rundtische, da der andere Achsname dem Programm nicht bekannt ist.
Die anderen Kombinationen von Mehrfachauspannungsprogrammen und Anlagentypen sind
zulässig und werden unterstützt.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 731
Programme verwalten
14.19 Mehrfachaufspannung

Siehe auch
Programmkopf (Seite 286)

14.19.3 Mehrfachaufspannungsprogramm erstellen


Bei der Zuordnung der ShopMill-Programme zu einem Mehrfachaufspannungsprogramm
haben Sie die Möglichkeit Programme aus NC-Verzeichnissen sowie von externen
Speichermedien (z.B. USB-FlashDrive) zu verwenden.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Programm-Manager" an.

2. Drücken Sie die Softkeys ">>" und "Mehrfachaufspannung".


Das Fenster "Mehrfachaufspannung" wird geöffnet.

3. Geben Sie die Anzahl der Aufspannungen und die Nummer der ersten
Nullpunktverschiebung ein, die Sie verwenden wollen.
Die Aufspannungen werden in aufsteigender Reihenfolge ab der Start-
Nullpunktverschiebung bearbeitet.
4. Geben Sie einen Namen für das neue Gesamt-Programm ein (z.B. XYZ)
und drücken Sie den Softkey "OK".
Eine Liste wird aufgeblendet, in der den Nullpunktverschiebungen die
verschiedenen Programme zugeordnet werden müssen. Es müssen
nicht allen Nullpunktverschiebungen, d.h. den Aufspannungen ShopMill-
Programme zugeordnet werden, aber mindestens zwei.
5. Geben Sie in der Liste den Namen des gewünschten ShopMill-Pro‐
gramms direkt mit der kompletten Pfadangabe ein. Das Dateiformat
(*.mpf) wird automatisch ergänzt.
- ODER -
Drücken Sie die Softkeys "Programm Auswahl".
Die Programmansicht wird aufgeblendet.

6. Positionieren Sie in der Programmübersicht das gewünschte ShopMill-


Programm und drücken Sie den Softkey "OK".
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Auf alle Aufsp.", wenn Sie dasselbe Programm
auf allen Aufspannungen abarbeiten wollen.
Sie können auch erst einzelnen Nullpunktverschiebungen verschiedene
Programme zuweisen und dann den restlichen Nullpunktverschiebungen
über den Softkey "Auf alle Aufsp." dasselbe Programm zuordnen.

Fräsen
732 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Programme verwalten
14.19 Mehrfachaufspannung

Das Programm wird in die Zuordnungsliste übernommen.


Zugeordnete ShopMill-Programme, die nicht in dem Ordner liegen, in
dem Sie das Mehrfachprogramm anlegen, werden mit dem gesamten
Pfad angezeigt
7. Positionieren Sie den Cursor auf das gewünschte Programm und drü‐
cken Sie den Softkey "Auswahl löschen", wenn Sie einzelne Programme
aus der Zuordnungsliste wieder entfernen wollen.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Alles löschen", wenn Sie alle Programme aus
dem Gesamtprogramm entfernen wollen.
8. Drücken Sie den Softkey "OK", wenn die Zuordnungsliste komplett ist.

Es erfolgt eine Optimierung der Werkzeugwechsel.


Das Gesamt-Programm wird anschließend neu durchnummeriert und
beim Wechsel zwischen den verschiedenen Aufspannungen wird jeweils
die Nummer der aktuellen Aufspannung angegeben.
Zusätzlich zum Gesamt-Programm (XYZ.MPF) wird die Datei
XYZ_MCD.INI angelegt, in der die Zuordnung zwischen Nullpunktver‐
schiebungen und Programmen abgelegt ist. Die beiden Programme wer‐
den in dem Verzeichnis abgelegt, das vorher im Programmmanager an‐
gewählt war.

Hinweis
Wechseln Sie von der Zuordnungsliste ohne Abbrechen zu einer anderen Funktion und rufen
Sie später wieder die Funktion "Mehrfachaufspannung" auf, wird dieselbe Zuordnungsliste
wieder aufgeblendet.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 733
Programme verwalten
14.19 Mehrfachaufspannung

Fräsen
734 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Alarm-, Fehler- und Systemmeldungen 15
15.1 Alarme anzeigen
Werden beim Betrieb der Maschine fehlerhafte Zustände erkannt, wird ein Alarm erzeugt und
die Bearbeitung ggfs. unterbrochen.
Der Fehlertext, der gleichzeitig mit der Alarmnummer angezeigt wird, gibt Ihnen näheren
Aufschluss über die Fehlerursache.

VORSICHT
Gefahren für Mensch und Maschine
Prüfen Sie bitte sorgfältig die Situation der Anlage anhand der Beschreibung der
aufgetretenen Alarme. Beseitigen Sie die Ursache für das Auftreten der Alarme und quittieren
Sie auf die angegebene Weise.
Bei Nichtbeachtung besteht Gefahr für Maschine, Werkstück, gespeicherte Einstellungen
und unter Umständen für Ihre Gesundheit.

Alarmübersicht
Sie haben die Möglichkeit, sich alle anstehenden Alarme anzeigen zu lassen und diese zu
quittieren.
Die Alarmübersicht enthält folgende Informationen:
● Datum und Uhrzeit
● Löschkriterium
gibt an, mit welcher Taste, bzw. Softkey der Alarm quittiert werden kann
● Alarmnummer
● Alarmtext

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Diagnose" an.

2. Drücken Sie den Softkey "Alarmliste".


Das Fenster "Alarme" wird geöffnet.
Es werden alle anstehen Alarme angezeigt.
Wenn Safety-Alarme anstehen, wird der Softkey "SI Alarme ausblenden"
angezeigt.
3. Drücken Sie den Softkey "SI Alarme ausblenden", wenn Sie keine SI
Alarme anzeigen lassen möchten.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 735
Alarm-, Fehler- und Systemmeldungen
15.2 Alarmprotokoll anzeigen

4. Positionieren Sie den Cursor auf einen Alarm.

...

5. Drücken Sie die Taste, die als Quittiersymbol angegeben ist, um den
Alarm zu löschen.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "HMI-Alarm löschen", um einen HMI-Alarm zu
löschen.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Alarm quittieren", um einen PLC-Alarm vom
Typ SQ zu löschen ( Alarmnummer ab 800000).
Die Softkeys werden bedienbar, wenn der Cursor auf einem entsprech‐
enden Alarm steht.

Quittiersymbole

Symbol Bedeutung
Schalten Sie das Gerät aus- und wieder ein (Hauptschalter), bzw. drü‐
cken Sie NCK-POWER ON.

Drücken Sie die Taste <RESET>.

Drücken Sie die Taste <ALARM CANCEL>.


- ODER -
Drücken Sie den Softkey "HMI-Alarm quittieren".
...

Drücken Sie die vom Maschinenhersteller vorgesehene Taste.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

15.2 Alarmprotokoll anzeigen


Im Fenster "Alarmprotokoll" erhalten Sie eine Liste mit allen bisher aufgetretenen Alarmen und
Meldungen.

Fräsen
736 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Alarm-, Fehler- und Systemmeldungen
15.3 Meldungen anzeigen

Es werden bis zu 500 verwaltete Kommen- und Gehen-Ereignisse in zeitlicher Reihenfolge


angezeigt.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Diagnose" an.

2. Drücken Sie den Softkey "Alarmprotok.".

Das Fenster "Alarmprotokoll" wird geöffnet.


Es werden bisher aufgetretene Kommen- und Gehen-Ereignisse seit dem
Start des HMI aufgelistet.
3. Drücken Sie den Softkey "Neu anzeigen", um die Liste der angezeigten
Alarme/Meldungen zu aktualisieren.
4. Drücken Sie den Softkey "Protokoll speichern".
Das aktuell angezeigte Protokoll wird als Text-Datei alarmlog.txt in den
Systemdaten im Verzeichnis card/user/sinumerik/hmi/log/alarm_log ab‐
gelegt.

15.3 Meldungen anzeigen


Bei der Bearbeitung können PLC- und Teileprogramm-Meldungen ausgegeben werden.
Diese Meldungen unterbrechen die Bearbeitung nicht. Meldungen geben Ihnen Hinweise zu
bestimmten Verhaltensweisen der Zyklen und zum Bearbeitungsfortschritt und bleiben in der
Regel über einen Bearbeitungsabschnitt oder bis zum Zyklusende erhalten.

Meldungsübersicht
Sie haben die Möglichkeit, sich alle ausgegebenen Meldungen anzeigen zu lassen.
Die Meldungsübersicht enthält folgende Informationen:
● Datum
● Meldungsnummer
wird nur bei PLC-Meldung angezeigt
● Meldungstext

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 737
Alarm-, Fehler- und Systemmeldungen
15.4 Alarme, Fehler und Meldungen sortieren

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Diagnose" an.

2. Drücken Sie den Softkey "Meldungen".


Das Fenster "Meldungen" wird geöffnet.

15.4 Alarme, Fehler und Meldungen sortieren


Wird in der Anzeige eine große Anzahl von Alarmen, Meldungen oder Alarmprotokollen
angezeigt, haben Sie die Möglichkeit, diese nach folgenden Kriterien auf- bzw. absteigend zu
sortieren:
● Datum (Alarmliste, Meldungen, Alarmprotokoll)
● Nummer (Alarmliste, Meldungen)
So gelangen Sie bei sehr umfangreichen Listen schneller an gewünschte Informationen.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Diagnose" an.

2. Drücken Sie den Softkey "Alarmliste", "Meldungen" oder "Alarm.protok.",


um sich die gewünschten Meldungen und Alarme anzeigen zu lassen.
...

3. Drücken Sie den Softkey "Sortieren".


Die Liste der Einträge ist nach Datum aufsteigend sortiert, d.h. die jüngste
Information befindet sich am Ende der Auflistung.
4. Drücken Sie den Softkey "Absteigend", um die Liste entgegengesetzt zu
sortieren.
Sie erhalten das jüngste Ereignis am Anfang der Auflistung angezeigt.
5. Drücken Sie den Softkey "Nummer", wenn Sie die Alarmliste oder die
Liste mit Meldungen nach Nummern sortieren wollen.
6. Drücken Sie den Softkey "Aufsteigend", wenn Sie sich die Auflistung wie‐
der in aufsteigender Reihenfolge anzeigen lassen wollen.

Fräsen
738 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Alarm-, Fehler- und Systemmeldungen
15.5 Bildschirmabzüge erstellen

15.5 Bildschirmabzüge erstellen


Sie haben die Möglichkeit von der aktuellen Bedienoberfläche Bildschirmabzüge zu erstellen.
Jeder Bildschirmabzug wird als Datei gespeichert und in folgendem Ordner abgelegt:
/user/sinumerik/hmi/log/screenshot

Vorgehensweise

Ctrl + P Drücken Sie die Tastenkombination <Ctrl + P>.


Von der aktuellen Bedienoberfläche wird ein Bildschirmabzug im Format .png er‐
stellt.
Der Dateiname wird aufsteigend vom System vergeben und lautet
"SCR_SAVE_0001.png" bis "SCR_SAVE_9999.png". Sie können maximal 9999
Bilder erstellen.

Datei kopieren

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Inbetriebnahme" an.

2. Drücken Sie den Softkey "Systemdaten".

3. Öffnen Sie den oben angegebenen Ordner und markieren Sie die benö‐
tigten Bildschirmabzüge.
4. Drücken Sie den Softkey "Kopieren".

- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Ausschneiden".

5. Öffnen Sie das gewünschte Ablageverzeichnis, z. B. auf einem USB-


FlashDrive und drücken Sie den Softkey "Einfügen".

Hinweis
Sie können die Bildschirmabzüge auch über "WinSCP" auf einen Windows-PC kopieren.
(bei 840D sl)

Hinweis
Wenn Sie sich die Bildschirmabzüge ansehen möchten, können Sie die Dateien im
SINUMERIK Operate öffnen. Auf einem Windows-PC können Sie die Daten mit einem
Grafikprogramm öffnen, z. B. "Office Picture Manager".
(bei 840D sl)

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 739
Alarm-, Fehler- und Systemmeldungen
15.6 PLC- und NC-Variablen

15.6 PLC- und NC-Variablen

15.6.1 PLC- und NC-Variablen anzeigen und bearbeiten


Änderungen von NC-/PLC-Variablen sind nur mit entsprechendem Kennwort möglich.

WARNUNG
Fehlerhafte Parametrierung
Veränderungen der Zustände von NC-/PLC-Variablen haben einen wesentlichen Einfluss auf
die Maschine. Fehlerhafte Parametrierung kann Menschenleben gefährden und zur
Zerstörung der Maschine führen.

Im Fenster "NC/PLC-Variablen" tragen Sie in die Liste die NC-Systemvariablen und PLC-
Variablen ein, die Sie beobachten oder ändern wollen:
● Variable
Adresse für NC-/PLC-Variable
Fehlerhafte Variablen werden rot hinterlegt und in der Spalte Wert erscheint #.
● Kommentar
Beliebiger Kommentar zur Variable.
Die Spalte kann ein- und ausgeblendet werden.
● Format
Angabe des Formats, in dem die Variable angezeigt werden soll.
Das Format kann fest vorgegeben sein (z.B. Gleitpunkt)
● Wert
Anzeige des aktuellen Wertes der NC-/PLCVariablen

PLC-Variablen
Eingänge Eingangsbit (Ex), Eingabebyte (EBx), Eingangswort (EWx), Eingangsdop‐
pelwort (EDx)
Ausgänge Ausgangsbit (Ax), Ausgangsbyte (ABx), Ausgangswort (AWx), Ausgangs‐
doppelwort (Adx)
Merker Merkerbit (Mx), Merkerbyte (MBx), Merkerwort (MWx), Merkerdoppelwort
(MDx)
Zeiten Zeit (Tx)
Zähler Zähler (Zx)
Daten Datenbaustein (DBx): Datenbit (DBXx), Datenbyte (DBBx), Datenwort
(DBWx), Datendoppelwort (DBDx)

Formate
B Binär
H Hexadezimal
D Dezimal ohne Vorzeichen
+/-D Dezimal mit Vorzeichen

Fräsen
740 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Alarm-, Fehler- und Systemmeldungen
15.6 PLC- und NC-Variablen

Formate
F Float/Gleitpunkt (bei Doppelworten)
A ASCII-Zeichen

Beispiele für Schreibweisen


Zulässige Schreibweisen für Variablen:
● PLC-Variablen: EB2, A1.2, DB2.DBW2
● NC-Variablen:
– NC-Systemvariablen: Schreibweise $AA_IM[1]
– Anwendervariablen/GUD: Schreibweise GUD/MyVariable[1,3]
– BTSS - Schreibweise: /CHANNEL/PARAMETER/R[u1,2]

Variable einfügen
Der Startwert beim "Filtern/Suchen" von Variablen ist unterschiedlich. Um zum Beispiel die
Variable $R[0] einzufügen, geben Sie folgenden Startwert ein:
● Der Startwert ist 0, wenn Sie nach "Systemvariablen" filtern.
● Der Startwert ist 1, wenn Sie nach "Alle (kein Filter)" filtern. Dabei werden alle Signale
angezeigt und in BTSS-Schreibweise dargestellt.
Die GUD aus den Maschinendaten werden im Suchfenster bei der Variablenauswahl nur dann
angezeigt, wenn die zughörige Definitionsdatei aktiviert ist. Ansonsten ist die gesuchte
Variable händisch einzugeben, z. B. GUD/SYG_RM[1]
Das folgende Maschinendatum steht stellvertretend für alle Variablentypen (INT, BOOL, AXIS,
CHAR, STRING): MD18660 $MN_MM_NUM_SYNACT_GUD_REAL

Hinweis
Anzeige von NC-/PLC-Variablen
● Systemvariablen können kanalabhängig sein. Bei Kanalumschaltung werden die Werte
aus dem angewählten Kanal angezeigt.
● Für Anwendervariablen (GUD) ist eine Spezifizierung nach globalen oder
kanalspezifischen GUD nicht nötig. Das erste Element eines GUD-Arrays beginnt mit dem
Index 0 wie bei NC-Variablen.
● Über Tooltipp können Sie sich für NC-Variablen die BTSS-Schreibweise anzeigen lassen
(außer bei GUD).
Servo-Variablen
Servo-Variablen können nur unter "Diagnose" → "Trace" ausgewählt und angezeigt werden.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 741
Alarm-, Fehler- und Systemmeldungen
15.6 PLC- und NC-Variablen

Werte ändern und löschen

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Diagnose" an.

2. Drücken Sie den Softkey "NC/PLC Variab.".

- ODER -
1. Wählen Sie den Bedienbereich "Inbetriebnahme" an.

2. Drücken Sie die Softkeys "PLC" und "NC/PLC Variab.".

Das Fenster "NC/PLC-Variablen" wird geöffnet.


3. Positionieren Sie den Cursor in die Spalte "Variable" und geben Sie die
gewünschte Variable ein.
4. Drücken Sie die Taste <INPUT>.
Der Operand wird mit dem Wert angezeigt.
5. Drücken Sie auf den Softkey "Details".
Das Fenster "NC/PLC-Variablen: Details" wird geöffnet. Die Angaben zu
"Variable", "Kommentar" und "Wert" werden in voller Länge angezeigt.
6. Positionieren Sie den Cursor in das Feld "Format" und wählen Sie über
<SELECT> das gewünschte Format.

7. Drücken Sie den Softkey "Kommentare anzeigen".


Die Spalte "Kommentar" wird eingeblendet. Sie haben die Möglichkeit,
Kommentare zu erfassen, bzw. vorhandene zu bearbeiten.
Drücken Sie den Softkey "Kommentare anzeigen" erneut, um die Spalte
wieder auszublenden.
8. Drücken Sie den Softkey "Ändern", wenn Sie den Wert bearbeiten möch‐
ten.
Die Spalte "Wert" wird editierbar.
9. Drücken Sie den Softkey "Variable einfügen", wenn Sie eine Variable aus
einer Liste aller vorhandenen Variablen auswählen und einfügen möch‐
ten.
Das Fenster "Variable auswählen" wird geöffnet.
10. Drücken Sie den Softkey "Filter/Suchen", um über das Auswahlfeld "Fil‐
ter" die Anzeige der Variablen (z. B. auf Betriebsartenguppen-Variablen)
einzuschränken und/oder über das Eingabefeld "Suchen" die gewünsch‐
te Variable auszuwählen.
Drücken Sie den Softkey "Alles löschen", wenn Sie die Einträge der Ope‐
randen löschen möchten.

Fräsen
742 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Alarm-, Fehler- und Systemmeldungen
15.6 PLC- und NC-Variablen

11. Drücken Sie den Softkey "OK", um Änderungen oder das Löschen zu
bestätigen.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Abbruch", um Änderungen zu verwerfen.

Operanden ändern
Mit den Softkeys "Operand +" und "Operand -" können Sie je nach Typ des Operanden die
Adresse oder den Index der Adresse jeweils um 1 erhöhen bzw. erniedrigen.

Hinweis
Achsnamen als Index
Die Softkeys "Operand +" und "Operand -" wirken nicht bei Achsnamen als Index, z.B. bei
$AA_IM[X1].

Beispiele
DB97.DBX2.5
Ergebnis: DB97.DBX2.6
$AA_IM[1]
Ergebnis: $AA_IM[2]
MB201
Ergebnis: MB200
/Channel/Parameter/R[u1,3]
Ergebnis: /Channel/Parameter/R[u1,2]

15.6.2 Masken speichern und laden


Sie haben die Möglichkeit, die im Fenster "NC/PLC-Variablen" vorgenommen Konfigurationen
der Variablen in einer Maske zu speichern, die Sie bei Bedarf wieder laden können.

Masken bearbeiten
Ändern Sie eine geladene Maske, so wird diese durch einen * hinter dem Maskennamen
gekennzeichnet.
Der Name einer Maske bleibt in der Anzeige übers Ausschalten hinweg erhalten.

Vorgehensweise

1. Sie haben im Fenster "NC/PLC-Variablen" für die gewünschten Variablen


Werten eingegeben.
2. Drücken Sie den Softkey ">>".

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 743
Alarm-, Fehler- und Systemmeldungen
15.7 Version

3. Drücken Sie den Softkey "Maske speichern".


Das Fenster "Maske speichern : Ablage wählen" wird geöffnet.
4. Positionieren Sie den Cursor auf den Vorlagen-Ordner für Variablen-
Masken, in dem Ihre aktuelle Maske abgelegt werden soll und drücken
Sie den Softkey "OK".
Das Fenster "Maske speichern: Name" wird geöffnet.
5. Geben Sie den Namen für die Datei ein und drücken Sie den Softkey
"OK".
Eine Meldung in der Statuszeile informiert Sie, dass die Maske im ange‐
geben Ordner gespeichert wurde.
Existiert bereits eine Datei mit gleichem Namen, erhalten Sie eine Abfra‐
ge.
6. Drücken Sie den Softkey "Maske laden".
Das Fenster "Maske laden" wird geöffnet und zeigt die Vorlagen-Ordner
für Variablen-Masken an.
7. Wählen Sie die gewünschte Datei und drücken Sie den Softkey "OK".
Sie kehren in die Variablenansicht zurück. Es wird die Liste aller festge‐
legten NC- und PLC-Variablen angezeigt.

15.7 Version

15.7.1 Versionsdaten anzeigen


Im Fenster "Versionsdaten" werden folgende Komponenten mit den zugehörigen
Versionsdaten angegeben:
● Systemsoftware
● PLC-Grundprogramm
● PLC-Anwenderprogramm
● Systemerweiterungen
● OEM-Applikationen
● Hardware
In der Spalte "Soll-Version" erhalten Sie Information darüber, ob die Versionen der
Komponenten von der ausgelieferten Version auf der CompactFlash Card abweicht.

Die in der Spalte "Ist-Version" angezeigte Version stimmt mit der Version der
CF-Card überein.
Die in der Spalte "Ist-Version" angezeigte Version stimmt nicht mit der Version
der CF-Card überein.

Fräsen
744 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Alarm-, Fehler- und Systemmeldungen
15.7 Version

Sie haben die Möglichkeit, die Versionsdaten zu speichern. Die als Text-Datei
abgespeicherten Versionsangaben können beliebig weiterverarbeitet oder im Service-Fall an
Hotline-Betreuer übermittelt werden.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Diagnose".

2. Drücken Sie den Softkey "Version".


Das Fenster "Versionsdaten" wird geöffnet.
Die Daten der vorhandenen Komponenten werden angezeigt.
3. Wählen Sie die gewünschte Komponente, zu der Sie mehr Informationen
wünschen.

4. Drücken Sie den Softkey "Details", um genauere Angaben zu den ange‐


zeigten Komponenten zu erhalten.

15.7.2 Informationen speichern


Über die Bedienoberfläche werden alle maschinenspezifischen Informationen der Steuerung
in einer Konfigurationsdatei zusammengefasst. Über die eingerichteten Laufwerke können Sie
maschinenspezifische Informationen speichern.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Diagnose" an.

2. Drücken Sie den Softkey "Version".


Der Aufruf der Versionsanzeige nimmt einige Zeit in Anspruch. In der
Dialogzeile wird Ihnen die Ermittlung der Daten in einer Fortschrittsanzei‐
ge und durch entsprechenden Text angezeigt.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 745
Alarm-, Fehler- und Systemmeldungen
15.8 Logbuch

3. Drücken Sie den Softkey "Speichern".


Das Fenster "Versionsinformationen speichern: Ablage auswählen" öff‐
net sich. Je nach Konfiguration werden folgende Speicherorte angeboten:
● Lokales Laufwerk
● Netzlaufwerke
● USB
● Versionsdaten (Ablage: Datenbaum im Verzeichnis "HMI-Daten")
4. Drücken Sie den Softkey "Neues Verzeichnis", wenn Sie ein eigenes
Verzeichnis anlegen möchten.
5. Drücken Sie den Softkey "OK". Das Verzeichnis ist angelegt.

6. Drücken Sie den Softkey "OK" erneut, um den Ablageort zu bestätigen.

Das Fenster "Versionsinformationen speichern: Name" öffnet sich. Hier


haben Sie folgende Möglichkeiten:
● Im Textfeld "Name:" Der Dateiname wird mit <Maschinenname/nr.>
+<CF-Kartennummer> vorbelegt. An den Dateinamen wird
automatisch "_config.xml" bzw. "_version.txt" angehängt.
● Im Textfeld "Kommentar" können Sie einen Kommentar eingeben, der
mit den Konfigurationsdaten abgespeichert wird.
Über ein Kontrollkästchen wählen Sie Folgendes aus:
● Versionsdaten (.TXT): Ausgabe der reinen Versionsdaten im
Textformat
● Konfigurationsdaten (.XML): Ausgabe der Konfigurationsdaten im
XML-Format. Die Konfigurationsdatei enthält die unter
Maschinenidentität eingegebenen Daten, den Lizenzbedarf, die
Versionsinformationen und die Logbucheinträge.
7. Drücken Sie den Softkey "OK", um die Datenübertragung zu starten.

15.8 Logbuch
Mit dem Logbuch steht Ihnen eine elektronische Maschinenhistorie zur Verfügung.
Wird ein Service an der Maschine durchgeführt, kann dies elektronisch gespeichert werden.
Damit ist es möglich, sich ein Bild über den "Lebenslauf" der Steuerung zu machen und den
Service zu optimieren.

Fräsen
746 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Alarm-, Fehler- und Systemmeldungen
15.8 Logbuch

Logbuch editieren
Folgende Informationen können Sie bearbeiten:
● Informationen zur Maschinenidentität bearbeiten
– Maschinenname/-nr.
– Maschinentyp
– Adressdaten
● Logbucheinträge vornehmen (z.B. "Filter getauscht")
● Logbucheinträge löschen
Hinweis
Logbucheinträge löschen
Bis zur 2. Inbetriebnahme haben Sie die Möglichkeit, alle eingetragene Daten bis auf den
Zeitpunkt der Erstinbetriebnahme zu löschen.

Logbuch ausgeben
Sie haben die Möglichkeit, sich das Logbuch ausgeben zu lassen, indem Sie mit Hilfe der
Funktion "Version speichern" eine Datei erstellen, in dem das Logbuch als Abschnitt enthalten
ist.

Siehe auch
Informationen speichern (Seite 745)

15.8.1 Logbuch anzeigen und bearbeiten

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Diagnose".

2. Drücken Sie den Softkey "Version".

3. Drücken Sie den Softkey "Logbuch".


Das Fenster "Maschinenlogbuch" wird geöffnet.

Endkundendaten bearbeiten

Mit dem Softkey "Ändern" haben Sie die Möglichkeit, die Adressdaten
des Endkunden zu ändern.
- ODER -

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 747
Alarm-, Fehler- und Systemmeldungen
15.8 Logbuch

Mit dem Softkey "Bereinigen" haben Sie die Möglichkeit, alle Logbuchein‐
träge zu löschen.
Alle Einträge bis auf das Datum der Erstinbetriebnahme werden gelöscht
und der Softkey "Bereinigen" ist deaktiv.

Hinweis
Logbucheinträge löschen
Sobald die 2. Inbetriebnahme beendet ist, steht der Softkey "Bereinigen" zum Löschen der
Logbuch-Daten nicht mehr zur Verfügung.

15.8.2 Logbucheintrag vornehmen / suchen


Im Fenster "Neuer Logbucheintrag" nehmen Sie einen neuen Eintrag ins Logbuch vor.
Sie geben Namen, Firma und Dienststelle an und erfassen eine Kurzbeschreibung der
festzuhaltenden Maßnahme, bzw. ein Fehlerbeschreibung.

Hinweis
Wenn Sie im Feld "Fehlerdiagnose/Maßnahme" Zeilenumbrüche setzten möchten, verwenden
Sie dafür die Tastenkombination <ALT> + <INPUT>.

Datum und Eintragsnummer werden automatisch hinzugefügt.

Sortierung der Einträge


Die Logbucheinträge werden im Fenster "Maschinenlogbuch" nummeriert angezeigt.
In der Anzeige werden jüngere Einträge immer oben einsortiert.

Vorgehensweise

1. Das Logbuch ist geöffnet.


2. Drücken Sie den Softkey "Neuer Eintrag".
Das Fenster "Neuer Logbucheintrag" wird geöffnet.
3. Geben Sie die gewünschten Angaben ein und drücken Sie den Softkey
"OK".
Sie kehren in das Fenster "Maschinenlogbuch" zurück und der Eintrag
wird unterhalb der Maschinenidentitätsdaten angezeigt

Hinweis
Logbucheinträge löschen
Bis zur Beendigung der 2. Inbetriebnahme haben Sie die Möglichkeit, Logbucheinträge bis auf
den Zeitpunkt der Erstinbetriebnahme mit Hilfe des Softkeys "Bereinigen" zu löschen.

Fräsen
748 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Alarm-, Fehler- und Systemmeldungen
15.9 Ferndiagnose

Logbucheintrag suchen
Sie haben die Möglichkeit spezielle Einträge über die Suchfunktion zu finden.

1. Das Fenster "Maschinenlogbuch" ist geöffnet.


2. Drücken Sie den Softkey "Suchen" und geben Sie in der Suchmaske den
gewünschten Begriff ein. Sie können nach Datum/ Uhrzeit, Firmenname/
Dienststelle oder nach der Fehlerdiagnose/ Maßnahme suchen lassen.
Der Cursor wird auf den ersten Eintrag gesetzt, der dem Suchbegriff ent‐
spricht.
3. Drücken Sie den Softkey "Weitersuchen", wenn es sich beim gefundenen
Eintrag nicht um den gesuchten Eintrag handelt.

Weitere Suchmöglichkeit

Drücken Sie den Softkey "Gehe zum Anfang", um die Suche beim jüngs‐
ten Eintrag zu beginnen.
Drücken Sie den Softkey "Gehe zum Ende", um die Suche beim ältesten
Eintrag zu beginnen.

15.9 Ferndiagnose

15.9.1 Fernzugriff einstellen


Im Fenster "Ferndiagnose (RCS)" nehmen Sie Einfluss auf den Fernzugriff auf Ihre
Steuerung.
Hier werden die Rechte für eine Fernbedienung jeglicher Art eingestellt. Die eingestellten
Rechte werden von PLC und über die Einstellung am HMI bestimmt.
Der HMI kann die von der PLC vorgegebenen Rechte einschränken, nicht jedoch die Rechte
über die PLC-Rechte hinaus erweitern.
Lassen die getroffenen Einstellungen einen Zugriff von außen zu, ist dieser aber noch von der
manuellen oder automatischen Bestätigung abhängig.

Rechte für Fernzugriff


Das Feld "Von PLC vorgegeben" zeigt das von der PLC vorgegebene Zugriffsrecht für
Fernzugriff, bzw. Fernbeobachtung.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 749
Alarm-, Fehler- und Systemmeldungen
15.9 Ferndiagnose

Im Auswahlfeld "Im HMI ausgewählt" haben Sie die Möglichkeit, Rechte für eine
Fernbedienung einzustellen:
● Keinen Fernzugriff zulassen
● Fernbeobachtung zulassen
● Fernbedienung zulassen
Die Verknüpfung der Einstellungen im HMI und in der PLC zeigen den geltenden Status an,
ob ein Zugriff erlaubt ist oder nicht. Das wird in der Zeile "Daraus resultiert" angezeigt.

Einstellungen für den Bestätigungsdialog


Lassen die getroffenen Einstellungen "Von PLC vorgegeben" und "Im HMI ausgewählt" einen
Zugriff von außen zu, ist dieser aber noch von der manuellen oder automatischen Bestätigung
abhängig.
Sobald ein erlaubter Fernzugriff erfolgt ist, erscheint an allen aktiven Bedienstationen ein
Nachfragedialog zur Bestätigung, bzw. Ablehnung eines Zugriffs durch den Bediener an der
aktiven Bedienstation.
Für den Fall, dass keine Bedienung vor Ort erfolgt, kann das Verhalten der Steuerung für
diesen Fall eingestellt werden. Sie legen fest, wie lange dieses Fenster angezeigt wird und ob
nach Ablauf der Bestätigungszeit der Fernzugriff automatisch abgelehnt oder angenommen
wird.

Anzeige des Zustandes

Fernbeobachtung aktiv

Fernbedienung aktiv

Falls ein Fernzugriff aktiv ist, werden Sie in der Statuszeile mit diesen Symbolen informiert,
ob gerade ein Fernzugriff aktiv ist oder ob nur die Beobachtung erlaubt ist.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Diagnose" an.

2. Drücken Sie den Softkey "Ferndiag.".


Das Fenster "Ferndiagnose (RCS)" wird geöffnet.
3. Drücken Sie den Softkey "Ändern".
Das Feld "Im HMI ausgewählt" wird aktiviert.
4. Wählen Sie den Eintrag "Fernbedienung zulassen", wenn Sie eine Fern‐
bedienung wünschen.

Damit eine Fernbedienung erfolgen kann, muss in den Feldern "Von PLC
vorgegeben" und "Im HMI ausgewählt" der Eintrag "Fernbedienung zu‐
lassen" angegeben sein.

Fräsen
750 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Alarm-, Fehler- und Systemmeldungen
15.9 Ferndiagnose

5. Geben Sie in der Gruppe "Verhalten für Bestätigung des Fernzugriffs"


neue Werte ein, wenn Sie das Verhalten für die Bestätigung des Fernzu‐
griffs ändern möchten.
6. Drücken Sie den Softkey "OK".
Die Einstellungen werden übernommen und gespeichert.

Literatur
Eine Beschreibung der Konfigurationsmöglichkeiten finden Sie in
Inbetriebnahmehandbuch SINUMERIK Operate (IM9) / SINUMERIK 840D sl

15.9.2 Modem erlauben


Sie können einen Fernzugriff auf Ihre Steuerung über einen an X127 angeschlossenen
Teleservice-Adapter IE zulassen.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Software-Option
Für die Anzeige des Softkeys "Modem erlauben" benötigen Sie die Option "MC
Information System RCS Host".

Vorgehensweise

1. Das Fenster "Ferndiagnose (RCS)" ist geöffnet.

2. Drücken Sie den Softkey "Modem erlauben".


Der Zugang über Modem an die Steuerung wird frei geschaltet, so dass
eine Verbindung hergestellt werden kann.
3. Drücken Sie den Softkey "Modem erlauben" erneut, um den Zugang wie‐
der zu sperren.

15.9.3 Ferndiagnose anfordern


Über den Softkey "Ferndiagnose anfordern" haben Sie die Möglichkeit, von Ihrer Steuerung
aus aktiv eine Ferndiagnose bei Ihrem Maschinenhersteller anzufordern.
Soll der Zugriff über Modem erfolgen, muss der Zugriff über Modem frei geschaltet sein.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 751
Alarm-, Fehler- und Systemmeldungen
15.9 Ferndiagnose

Beim Anfordern der Ferndiagnose erhalten Sie ein Fenster mit den entsprechend vorbelegten
Daten und Werten des Ping Service. Gegebenenfalls erfragen Sie die Daten bei Ihrem
Maschinenhersteller.

Daten Bedeutung
IP-Adresse IP-Adresse des Remote-PCs
Port Standardmäßiger Port, der für Ferndiagnose vorgesehen ist
Sendedauer Dauer der Anforderung in Minuten
Sende-Inter‐ Zyklus, in dem die Nachricht an den Remote-PC gesendet wird in Sekunden
vallzeit
Ping Sende- Nachricht für den Remote-PC
Daten

Vorgehensweise

1. Das Fenster "Ferndiagnose (RCS)" ist geöffnet.

2. Drücken Sie den Softkey "Ferndiagn. anfordern".


Das Fenster "Ferndiagnose anfordern" wird eingeblendet.
3. Drücken Sie den Softkey "Ändern", wenn Sie Werte editieren möchten.

4. Drücken Sie den Softkey "OK".


Die Anforderung wird an den Remote-PC gesendet.

Literatur
Inbetriebnahmehandbuch SINUMERIK Operate (IM9) / SINUMERIK 840D sl

15.9.4 Ferndiagnose beenden

Vorgehensweise

1. Das Fenster "Ferndiagnose (RCS)" ist geöffnet und es ist evtl. eine Fern‐
beobachtung oder ein Fernzugriff aktiv.
2. Sperren Sie den Modem-Zugang, wenn der Zugriff über Modem unter‐
bunden werden soll.
- ODER -
Setzen Sie im Fenster "Ferndiagnose (RCS)" die Zugriffsrechte zurück
auf "keinen Fernzugriff erlauben".

Fräsen
752 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Arbeiten mit Manuelle Maschine 16
16.1 Manuelle Maschine
"Manuelle Maschine" bietet für den Handbetrieb ein geändertes, umfangreiches Spektrum an
Funktionen. Sie haben die Möglichkeit, alle wichtigen Bearbeitungen auszuführen, ohne ein
Programm zu schreiben.

Software-Optionen
Für das Arbeiten mit "Manuelle Maschine" benötigen Sie die Option "ShopTurn/
ShopMill".

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Grundbild
Nach dem Hochlauf der Steuerung erscheint folgendes Grundbild:

Bild 16-1 Grundbild bei Fräsmaschine

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 753
Arbeiten mit Manuelle Maschine
16.2 Manuelle Maschine - Fräs-/Drehmaschine

Grundbild bei Fräs- /Drehmaschine


Bei einer Fräs-/Drehmaschine steht Ihnen zusätzlich der selbe Umfang an Drehzyklen wie im
Automatikbetrieb zur Verfügung.

Bild 16-2 Grundbild bei Fräs-/Drehmaschine

Bearbeitungsmöglichkeiten
Sie haben folgende Möglichkeiten, die Werkstücke zu bearbeiten:
● Handbetrieb
● Einzelzyklusbearbeitung

16.2 Manuelle Maschine - Fräs-/Drehmaschine


"Manuelle Maschine" bietet für den Handbetrieb ein geändertes, umfangreiches Spektrum an
Funktionen. Sie haben die Möglichkeit, alle wichtigen Bearbeitungen auszuführen, ohne ein
Programm zu schreiben.

Software-Optionen
Für das Arbeiten mit "Manuelle Maschine" benötigen Sie die Option "ShopTurn/
ShopMill".

Fräsen
754 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Arbeiten mit Manuelle Maschine
16.3 Werkzeug messen

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Grundbild
Nach dem Hochlauf der Steuerung erscheint folgendes Grundbild: ((NEUE OBERFLÄCHE
ohne Anschläge))

Bearbeitungsmöglichkeiten
Sie haben folgende Möglichkeiten, die Werkstücke zu bearbeiten:
● Handbetrieb
● Einzelzyklusbearbeitung

16.3 Werkzeug messen


Zur Ermittlung der Werkzeugkorrekturdaten stehen Ihnen alle Möglichkeiten des manuellen
und automatischen Messens zur Verfügung (siehe auch Kapitel "Auto-Hotspot").

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 755
Arbeiten mit Manuelle Maschine
16.5 Nullpunktverschiebung setzen

Vorgehensweise

1. "Manuelle Maschine" ist aktiv.


2. Drücken Sie den Softkey "Werkz. messen".

3. Wählen Sie in der vertikalen Softkey-Leiste die gewünschte Messfunktion


und drücken Sie den entsprechenden Softkey.

16.4 Werkstücknullpunkt messen


Zur Bestimmung des Werkstücknullpunkts haben Sie die Möglichkeit, folgende
Werkstückelemente zu verwenden:
● Kante
● Ecke
● Tasche/Bohrung
● Zapfen
● Ebene
Den Werkstücknullpunkt können Sie manuell oder automatisch messen (siehe Kapitel
"Werkstücknullpunkt messen (Seite 94)").

Vorgehensweise

1. "Manuelle Maschine" Ist aktiv.


2. Drücken Sie den Softkey "Nullp. Werkst".

3. Wählen Sie in der vertikalen Softkey-Leiste die gewünschte Messvarian‐


te und drücken Sie den entsprechenden Softkey.

16.5 Nullpunktverschiebung setzen


Die Nullpunktverschiebung wählen Sie im Bedienbereich "Parameter" direkt in der
Nullpunktverschiebungsliste.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Vorgehensweise

1. "Manuelle Maschine" ist aktiv.


2. Wählen Sie den Bedienbereich "Parameter" aus.
2. Drücken Sie die Softkeys "Nullp. verschieb." und "G54...599".

Fräsen
756 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Arbeiten mit Manuelle Maschine
16.6 Anschlag setzen

Das Fenster "Nullpunktverschiebung G54...599" wird geöffnet.


3. Positionieren den Cursor auf die gewünschte Nullpunktverschiebung und
drücken Sie den Softkey "NPV Anwahl"-

Sie kehren ins Grundbild zurück und die gewählte Nullpunktverschiebung


ist im Feld "Nullpunktverschiebung" eingetragen.

16.6 Anschlag setzen


Sie haben die Möglichkeit, den Verfahrbereich der Achsen einzugrenzen.
Dazu geben Sie die Werte für die jeweiligen Achsen ein. Die Werte beziehen sich auf das
Werkstückkoordinatensystem. Die Grenzen sind einzeln ein- und ausschaltbar.
Eingeschaltete, d.h. wirksam gesetzte Grenzen werden durch einen Balken neben der
Windrose in der Richtungsgrafik angezeigt.
Wird eine Grenze erreicht, erscheint ein Alarm, der wieder verschwindet, sobald die Achse
wieder von der Grenze weg bewegt wird.

Hinweis
Betriebsartwechsel
Eingegebene und aktivierte Anschläge bleiben nach einem Wechsel von der Betriebsart JOG
auf die Betriebsart MDA bzw. AUTO aktiv.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Vorgehensweise

1. "Manuelle Maschine" ist aktiv


2. Drücken Sie den Softkey "Anschläge".
Das Fenster "Anschläge" wird geöffnet.
3. Geben Sie jeweils die gewünschte Position des Anschlags für die Achsen
ein.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Anschlag setzen", um die aktuelle Position
einer Achse einzugeben.
4. Wählen Sie im Feld neben der Positionsangabe den Eintrag "ein", um
den gewünschten Anschlag aktiv zu setzen.
Der Balken wird neben der Windrose eingeblendet.
5. Drücken Sie den Softkey "Zurück", um in das Grundbild zurückzukehren.
Die aktiven Anschläge werden auch hier anhand von Balken angezeigt.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 757
Arbeiten mit Manuelle Maschine
16.7 Einfache Werkstückbearbeitung

16.7 Einfache Werkstückbearbeitung


Mit "Manuelle Maschine" bearbeiten Sie die Werkstücke in der Betriebsart "JOG" direkt, ohne
ein Programm zu erstellen.

Funktionen
Folgende Funktionen stehen Ihnen zur Bearbeitung im Handbetrieb zur Verfügung:
● Achsbewegungen
● Winkelfräsen
● Gerade (Plan- und Längsfräsen) und Kreis
Hinweis
Werkzeug, Spindeldrehzahl und Spindeldrehrichtung werden mit <CYCLE START>
aktiviert.
Eine Vorschubänderung wird sofort aktiv.

16.7.1 Achsen verfahren


Für die vorbereitenden Tätigkeiten und einfache Verfahrbewegungen geben Sie die Parameter
direkt in die Eingabefelder des Grundbildes "Manuelle Maschine" ein.

Werkzeuganwahl

1. "Manuelle Maschine" ist aktiv.


Werkzeuganwahl
2. Wählen Sie in "T" das gewünschte Werkzeug.

3. Geben Sie den Vorschub (F) und die Spindeldrehzahl (S) ein.
4. Wählen Sie die Drehrichtung der Spindel (z.B. Drehrichtung rechts):

- ODER -
Stellen Sie die Drehrichtung über die Maschinensteuertafel ein.
5. Drücken Sie die Taste <CYCLE START>.

Der Spindelstart erfolgt direkt nach der Werkzeuganwahl.


Hinweis:
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.
Bearbeitung

Fräsen
758 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Arbeiten mit Manuelle Maschine
16.7 Einfache Werkstückbearbeitung

6. Wählen Sie die zu verfahrende Achse an der Maschinensteuertafel an.


;

...


7. Drücken Sie die Taste <+> bzw. <-> an der Maschinensteuertafel.

... - ODER -
Wählen Sie die Richtung mit Hilfe des Kreuzschalthebels.
Die Achsen werden mit dem eingestellten Bearbeitungsvorschub bewegt.
Hinweis:
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.
Die aktive Richtung wird im Grundbild anhand der Windrose grafisch an‐
gezeigt.

16.7.2 Winkelfräsen
Die Grundwirkungsrichtung kann über Achsrichtungstasten bzw. über den Kreuzschalthebel
gewählt werden. Zusätzlich kann additiv ein Winkel (α1) eingegeben werden.

Vorgehensweise

1. "Manuelle Maschine" ist aktiv.


2. Drücken Sie den Softkey "Winkel Fräsen".

3. Wählen Sie Werkzeug, Spindel und Spindeldrehrichtung und geben Sie


den Bearbeitungsvorschub an.
4. Geben Sie den gewünschten Winkel α1 ein.

Hinweis
Die An-/Abwahl des Winkelfräsens sowie eine Änderung des Winkels α1 ist nur im Reset-
Zustand möglich.

Parameter Beschreibung Einheit


T Werkzeugname
D Schneidennummer
F Vorschub mm/min
mm/U
S/V Spindeldrehzahl oder konstante Schnittgeschwindigkeit U/min
m/min

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 759
Arbeiten mit Manuelle Maschine
16.7 Einfache Werkstückbearbeitung

Parameter Beschreibung Einheit


α1 Drehung des Koordinatensystems Grad
Sonstige M-Funkt. Eingabe von Maschinenfunktionen
Entnehmen Sie einer Tabelle vom Maschinenhersteller die Zuordnung zwischen Be‐
deutung und Nummer der Funktion.
Nullpunktverschiebung Auswahl der Nullpunktverschiebung.

16.7.3 Gerade und kreisförmige Bearbeitung

16.7.3.1 Gerade fräsen


Für eine einfache Geradenbearbeitung (z.B. Plan- oder Längsfräsen) nutzen Sie diese
Funktion.

Vorgehensweise

1. "Manuelle Maschine" ist aktiv.


2. Drücken den Softkey "Gerade Kreis".

3. Wählen Sie die gewünschte Geradenbearbeitung und drücken Sie den


Softkey "Gerade alle Achsen".
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Gerade X α".

- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Gerade Y α".

4. Geben Sie den gewünschten Wert für den Vorschub F an.


- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Eilgang".
Im Feld "F" wird Eilgang angezeigt.
5. Geben Sie die Zielposition und ggf. den Winkel (α) für die zu verfahren‐
de(n) Achse(n) ein.

Mit dem Softkey "Grafische Ansicht" schalten Sie in der Maske zwischen
Hilfebild und grafischer Ansicht um.

Fräsen
760 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Arbeiten mit Manuelle Maschine
16.7 Einfache Werkstückbearbeitung

Parameter Beschreibung Einheit


F Vorschub mm/min
mm/U

Gerade alle Achsen


X Zielposition in X-Richtung (abs oder ink) mm
Z Zielposition in Z-Richtung (abs oder ink) mm
Y Zielposition in Y-Richtung (abs oder ink) mm
B Zielposition der B-Achse(abs oder ink) mm
Gerade X α
X Zielposition in X-Richtung (abs oder ink) mm
α Winkel der Geraden zur Achse X Grad
Gerade Z α
Z Zielposition in Z-Richtung (abs oder ink) mm
α Winkel der Geraden zur Achse Z Grad

16.7.3.2 Kreis fräsen


Für eine einfache Kreisbearbeitung nutzen Sie diese Funktion.

Vorgehensweise

1. "Manuelle Maschine" ist aktiv.


2. Drücken Sie den Softkey "Gerade Kreis".

3. Drücken Sie den Softkey "Kreis".

4. Geben Sie den gewünschten Wert für den Vorschub F an.


5. Wählen Sie die gewünschte Kreiseingabe (z.B. "Endpunkt + Radius") und
die Drehrichtung.

6. Geben Sie die Zielposition sowie den Kreismittelpunkt bzw. Radius ein.

Mit dem Softkey "Grafische Ansicht" schalten Sie in der Maske zwischen
Hilfebild und grafischer Ansicht um.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 761
Arbeiten mit Manuelle Maschine
16.8 Komplexere Bearbeitung

Parameter

Parameter Beschreibung Einheit


F Vorschub mm/min
mm/U

Kreiseingabe ● Endpunkt + Mittelpunkt mm


● Endpunkt + Radius
Drehrichtung

Z Zielposition in Z-Richtung (abs und ink) mm

X Zielposition in X-Richtung (abs und ink) mm

K Kreismittelpunkt K (ink) – nur, wenn Kreiseingabe über Endpunkt und Mittelpunkt mm


Hinweis:
Inkrementalmaß: Das Vorzeichen wird mit ausgewertet.
I Kreismittelpunkt I (ink) – nur, wenn Kreiseingabe über Endpunkt und Mittelpunkt mm
PL Kreisebene
● XY IJ
● YZ JK
● ZX KI

16.8 Komplexere Bearbeitung


Folgende Funktionen stehen Ihnen für umfangreichere Bearbeitungen im Handbetrieb zur
Verfügung:
● Bohren (Zentrieren, Bohren, Reiben, Tieflochbohren, Gewinde, Positionen)
● Fräsen (Planfräsen, Tasche, Zapfen, Mehrkant, Nut, Gewindefräsen, Gravur)
● Konturfräsen (Kontur, Bahnfräsen, Vorbohren, Tasche)
● Drehen (Abspanen, Einstich, Freistich, Gewinde, Abstich) - nur Fräs/Drehmaschine

Allgemeiner Ablauf
Bei komplexeren Bearbeitungen gehen Sie in folgender Reihenfolge vor:
● Wählen Sie über den entsprechenden Softkey die gewünschte Funktion.
● Geben Sie in der Parametermaske die gewünschten Werte ein.

Fräsen
762 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Arbeiten mit Manuelle Maschine
16.8 Komplexere Bearbeitung

● Drücken Sie den Softkey "OK", um die Werte zu übernehmen.


Die Eingabemaske wird geschlossen.
Im Grundbild wird eine Zeile mit den Parameterangaben angezeigt.
● Drücken Sie die Taste <CYCLE START>.
Der gewählte Zyklus wird gestartet.
Hinweis
Sie können jederzeit in die Parametermaske zurückkehren, um Eingaben zu kontrollieren
und zu korrigieren.
Drücken Sie die Taste "Cursor rechts", um in die Eingabemaske zurückzuspringen.

Positionsmuster bohren
Sie haben die Möglichkeit, ein Positionsmuster zu bohren:
● Wählen Sie zunächst in "Bohren" über Softkey die gewünschte Funktion (z.B. "Zentrieren").
● Wählen Sie das geeignete Werkzeug aus, geben Sie in der Parametermaske die
gewünschten Werte ein und drücken Sie den Softkey "Übernehmen", um den
Technologiesatz zu bestätigen.
Die Eingabemaske wird geschlossen und im Grundbild wir die Zeile mit den
Technologiedaten angezeigt.
● Drücken Sie den Softkey "Positionen" und wählen Sie über Softkey das gewünschte
Positionsmuster (z.B. Beliebige Positionen), geben Sie in der Parametermaske die
gewünschten Werte ein drücken Sie den Softkey "Übernehmen".
Die Eingabemaske wird geschlossen und Technologie- und Positioniersatz werden in einer
Klammer angezeigt.

Schwenken
Für das Einrichten, Vermessen und Bearbeiten von Werkstücken mit schrägen, geschwenkten
Flächen steht Ihnen das manuelle Schwenken zur Verfügung (siehe Kapitel "Schwenken
(Seite 148)").

An- und Abfahren


Bei der Bearbeitung des Werkstücks fahren Sie von der aktuellen Position direkt auf den
Bearbeitungsstartpunkt. Nach der Bearbeitung wird das Werkzeug wieder auf direktem Weg
an den Startpunkt zurückgefahren.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 763
Arbeiten mit Manuelle Maschine
16.8 Komplexere Bearbeitung

16.8.1 Bohren mit Manuelle Maschine

Funktionen (Zyklen)
Für das Bohren auf der Stirn- oder Mantelfläche eines Werkstücks steht Ihnen der gleiche
Umfang an technologischen Funktionen (Zyklen) wie im Automatikbetrieb zur Verfügung:

Parameter
Die Parameter der Eingabemasken entsprechen den Parametern unter Automatik (siehe
Kapitel "Bohren (Seite 327)").

Fräsen
764 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Arbeiten mit Manuelle Maschine
16.8 Komplexere Bearbeitung

16.8.2 Fräsen mit Manuelle Maschine


Für das Fräsen von einfachen geometrischen Formen steht Ihnen der gleiche Umfang an
technologischen Funktionen (Zyklen) wie im Automatikbetrieb zur Verfügung:

⇒ ⇒

Parameter
Die Parameter der Eingabemasken entsprechen den Parametern unter Automatik (siehe
Kapitel "Fräsen (Seite 376)").

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 765
Arbeiten mit Manuelle Maschine
16.8 Komplexere Bearbeitung

16.8.3 Konturfräsen mit Manuelle Maschine


Für das Konturfräsen von einfachen geometrischen Formen steht Ihnen der gleiche Umfang
an technologischen Funktionen (Zyklen) wie im Automatikbetrieb zur Verfügung:

⇒ ⇒

⇒ ⇒

Parameter
Die Parameter der Eingabemasken entsprechen den Parametern unter Automatik (siehe
Kapitel Konturfräsen (Seite 439)

16.8.4 Drehen mit Manuelle Maschine - Fräs-/Drehmaschine

Funktionen (Zyklen)
Für das Drehen von einfachen geometrischen Formen steht Ihnen der gleiche Umfang an
technologischen Funktionen (Zyklen) wie im Automatikbetrieb zur Verfügung:

Fräsen
766 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Arbeiten mit Manuelle Maschine
16.9 Simulation und Mitzeichnen

16.9 Simulation und Mitzeichnen


Bei komplexeren Bearbeitungen kontrollieren Sie mit Hilfe der Simulation das Ergebnis Ihrer
Eingaben, ohne die Achsen zu verfahren (siehe Kapitel "Bearbeitung simulieren (Seite 235)").
Die Abarbeitung der Arbeitsschritte wird dabei am Bildschirm grafisch dargestellt.

Software-Option
Für das Mitzeichnen der Arbeitsschritte benötigen Sie die Option "Mitzeichnen
(Echtzeitsimulation)".

Hinweis
In "Manuelle Maschine" können Sie einen Arbeitsschritt bereits bei geöffneter und ausgefüllter
Parametermaske simulieren lassen.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 767
Arbeiten mit Manuelle Maschine
16.9 Simulation und Mitzeichnen

Fräsen
768 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Programm teachen 17
17.1 Übersicht
Mit der Funktion "Teach In" können Sie in den Betriebsarten "AUTO" und "MDA" Programme
editieren. Sie können einfache Verfahrsätze erstellen und ändern.
Sie verfahren dabei die Achsen von Hand auf bestimmte Positionen, um einfache
Bearbeitungsabläufe zu realisieren und reproduzierbar zu machen. Die angefahrenen
Positionen werden übernommen.
In der Betriebsart "AUTO" teachen wird das angewählte Programm geteacht.
In der Betriebsart "MDA" teachen Sie in den MDA-Puffer.
Externe Programme, die Sie evtl. offline erstellt haben, können so angepasst und bei Bedarf
modifiziert werden.

17.2 Allgemeiner Ablauf

Allgemeiner Ablauf

Wählen Sie den gewünschten Programmsatz, drücken Sie den ent‐


sprechenden Softkey "Position teachen", "Eilgang G01", "Gerade G1"
oder "Kreisstützpunkt CIP" und "Kreisendpunkt CIP" und verfahren Sie
die Achsen, um den Programmsatz zu ändern.
Sie können einen Satz nur durch einen gleichartigen Satz überschreiben.
- ODER -
Positionieren Sie den Cursor an die gewünschte Stelle im Programm,
drücken Sie den entsprechenden Softkey "Position teachen", "Eilgang
G01", "Gerade G1" oder "Kreisstützpunkt CIP" und "Kreisendpunkt CIP"
und verfahren Sie die Achsen, um einen neuen Programmsatz einzufü‐
gen.
Der Cursor muss über Cursor-Taste und Input-Taste auf eine leere Zeile
positioniert werden, um den Satz einfügen zu können.
Drücken Sie den Softkey "Übernehmen", um den geänderten, bzw. neu
erstellten Programmsatz zu teachen.

Hinweis
Beim ersten Teachsatz werden alle eingestellten Achsen geteacht. Bei jedem weiteren
Teachsatz werden nur die durch Verfahren der Achsen oder über manuelle Eingabe
geänderten Achsen geteacht.
Verlassen Sie den Teachmodus beginnt dieser Ablauf neu.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 769
Programm teachen
17.3 Satz einfügen

Betriebsart- und Bedienbereichswechsel


Wechseln Sie in eine andere Betriebsart oder in einen anderen Bedienbereich während des
Teachens, werden die Positionsänderungen verworfen und der Teachmodus abgewählt.

17.3 Satz einfügen


Sie haben die Möglichkeit, die Achsen zu verfahren und die aktuellen Istwerte direkt in einen
neuen Positionssatz zu schreiben.

Voraussetzung
Betriebsart "AUTO": Das zu bearbeitende Programm ist angewählt.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine" an.

2. Drücken Sie die Taste <AUTO>, bzw. <MDA>.

3. Drücken Sie die Taste <TEACH IN>.

4. Drücken Sie den Softkey "Prog. teachen".

5. Verfahren Sie die Achsen an die gewünschte Position.


6. Drücken Sie den Softkey "Position teachen".
Es wird ein neuer Programmsatz mit den aktuellen Positionswerten an‐
gelegt.

Fräsen
770 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Programm teachen
17.3 Satz einfügen

17.3.1 Eingabeparameter bei Teachsätzen

Parameter bei Position teachen, G0, G1 und Kreisendpunkt CIP teachen

Parameter Beschreibung
X Anfahrposition in X-Richtung
Y Anfahrposition in Y-Richtung
Z Anfahrposition in Z-Richtung
F Vorschubgeschwindigkeit (mm/U; mm/min) - nur bei G1 und Kreisendpunkt CIP
teachen

Parameter bei Kreiszwischenpunkt CIP teachen

Parameter Beschreibung
I Koordinate des Kreismittelpunktes in X-Richtung
J Koordinate des Kreismittelpunktes in Y-Richtung
K Koordinate des Kreismittelpunktes in Z-Richtung

Übergangsarten bei Position teachen, G0 und G1 teachen sowie ASPLINE


Folgende Parameter zum Übergang werden angeboten:

Parameter Beschreibung
G60 Genauhalt
G64 Überschleifen
G641 Überschleifen programmierbar
G642 Überschleifen axialgenau
G643 Überschleifen satzintern
G644 Überschleifen Achsdynamik

Bewegungsarten bei Position teachen, G0 und G1 teachen


Folgende Parameter zur Bewegung werden angeboten:

Parameter Beschreibung
CP bahnsynchron
PTP Punkt zu Punkt
PTPG0 nur G0 Punkt zu Punkt

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 771
Programm teachen
17.4 Teachen über Fenster

Übergangsverhalten an Beginn und Ende der Spline-Kurve


Folgende Parameter zur Bewegung werden angeboten:

Parameter Beschreibung
Beginn
BAUTO Automatische Berechnung
BNAT Krümmung ist Null, bzw. natürlich
BTAN Tangential

Ende
EAUTO Automatische Berechnung
ENAT Krümmung ist Null, bzw. natürlich
ETAN Tangential

17.4 Teachen über Fenster

17.4.1 Allgemein
Der Cursor muss auf einer Leerzeile stehen.
Die Fenster zum Einfügen von Programmsätzen enthalten Ein- und Ausgabefelder für die
Istwerte im WKS. Je nach Voreinstellung werden Auswahlfelder mit Parametern für
Bewegungsverhalten und Bewegungsübergang angeboten.
Die Eingabefelder sind beim erstmaligen Anwählen nicht vorbesetzt, außer wenn schon vor
Anwahl des Fensters Achsen verfahren wurden.
Alle Daten aus den Ein-/Ausgabefeldern werden mit dem Softkey "Übernehmen" ins
Programm übernommen.

Voraussetzung
Betriebsart "AUTO": Das zu bearbeitende Programm ist angewählt.

Vorgehensweise

1 Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine" an.

2. Drücken Sie die Taste <AUTO>, bzw. <MDA>.

Fräsen
772 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Programm teachen
17.4 Teachen über Fenster

3. Drücken Sie die Taste <TEACH IN>.

4. Drücken Sie den Softkey "Prog. teachen".

5. Positionieren Sie den Cursor mit Hilfe der Cursor- und Input-Taste an die
gewünschte Stelle im Programm.
Wenn keine Leerzeile vorhanden ist, fügen Sie diese ein.
6. Drücken Sie die Softkeys "Eilgang G0", "Gerade G1", oder "Kreiszwi‐
schenpunkt CIP" und "Kreisendpunkt CIP".
Es werden die entsprechenden Fenster mit den Eingabefeldern eingebl‐
endet.
7. Verfahren Sie die Achsen an die gewünschte Position.
8. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".
Es wird ein neuer Programmsatz an die Cursor-Position eingefügt.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Abbruch", um die Eingaben zu verwerfen.

17.4.2 Eilgang G0 teachen


Sie verfahren die Achsen und teachen einen Eilgang-Satz mit den angefahrenen Positionen.

Hinweis
Auswahl der zu teachenden Achsen und Parameter
Über das Fenster "Einstellungen" können Sie einstellen, welche Achsen beim Teachsatz mit
übernommen werden.
Sie legen hier auch fest, ob Bewegungs- und Übergangsparameter zum Teachen angeboten
werden.

17.4.3 Gerade G1 teachen


Sie verfahren die Achsen und teachen einen Bearbeitungssatz (G1) mit den angefahrenen
Positionen.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 773
Programm teachen
17.4 Teachen über Fenster

Hinweis
Auswahl der zu teachenden Achsen und Parameter
Über das Fenster "Einstellungen" können Sie einstellen, welche Achsen beim Teachsatz mit
übernommen werden.
Sie legen hier auch fest, ob Bewegungs- und Übergangsparameter zum Teachen angeboten
werden.

17.4.4 Kreiszwischen- und Kreisendpunkt CIP teachen


Bei der Kreisinterpolation CIP geben Sie Zwischen- und Endpunkt ein. Diese teachen Sie
getrennt in einen einzigen Satz. Die Reihenfolge, in der Sie die beiden Punkte programmieren
ist nicht festgelegt.

Hinweis
Achten Sie darauf, dass sich die Cursorposition während des Teachens der beiden Punkte
nicht verändert.

Den Zwischenpunkt teachen Sie im Fenster "Kreiszwischenpunkt CIP".


Den Endpunkt teachen Sie im Fenster "Kreisendpunkt CIP".
Der Zwischen-, bzw. Stützpunkt wird nur mit Geometrieachsen geteacht. Es müssen deshalb
mindestens 2 Geometrieachsen für die Übernahme eingerichtet sein.

Hinweis
Auswahl der zu teachenden Achsen
Über das Fenster "Einstellungen" können Sie einstellen, welche Achsen für den Teachsatz
mit übernommen werden.

17.4.5 A-Spline teachen


Bei der Akima-Spline Interpolation geben Sie Stützpunkte ein, die durch eine glatte Kurve
verbunden werden.
Sie geben Startpunkt ein und legen dabei einen Übergang am Anfang und am Ende fest.
Die einzelnen Stützpunkte teachen Sie über "Position teachen".

Software-Option
Für die A-Spline-Interpolation benötigen Sie die Option "Spline-Interpolation".

Fräsen
774 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Programm teachen
17.4 Teachen über Fenster

Hinweis
Um eine Spline-Interpolation programmieren zu können, muss ein entsprechendes Optionsbit
gesetzt sein.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine" an.

2. Drücken Sie die Taste <AUTO> bzw. <MDA>.

3. Drücken Sie die Taste <TEACH IN>.

4. Drücken Sie den Softkey "Prog. teachen".

5. Drücken Sie die Softkeys ">>" und "ASPLINE".


Das Fenster "Akima-Spline" mit den Eingabefeldern wird geöffnet.

6. Verfahren Sie die Achsen an die gewünschte Position und stellen Sie
bei Bedarf die Übergangsart für Anfangs- und Endpunkt ein
7. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".
Es wird ein neuer Programmsatz an die Cursor-Position eingefügt.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Abbruch", um die Eingaben zu verwerfen.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 775
Programm teachen
17.5 Satz ändern

Hinweis
Auswahl der zu teachenden Achsen und Parameter
Über das Fenster "Einstellungen" können Sie einstellen, welche Achsen beim Teachsatz mit
übernommen werden.
Sie legen hier auch fest, ob Bewegungs- und Übergangsparameter zum Teachen angeboten
werden.

17.5 Satz ändern


Sie können einen Programmsatz nur mit einem gleichartigen Teachsatz überschreiben.
Die im jeweiligen Fenster angezeigten Achswerte sind Istwerte, nicht die im Satz zu
überschreibenden Werte!

Hinweis
Wollen Sie im Programmsatzfenster in einem Satz irgendeine Größe außer der Position und
deren Parameter ändern, so empfehlen wir Ihnen die alphanumerische Eingabe.

Voraussetzung
Das zu bearbeitende Programm ist angewählt.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine" an.

2. Drücken Sie die Taste <AUTO>, bzw. <MDA>.

3. Drücken Sie die Taste <TEACH IN>.

4. Drücken Sie den Softkey "Prog. teachen".

5. Wählen Sie den zu bearbeitenden Programmsatz an.

Fräsen
776 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Programm teachen
17.6 Satz anwählen

6. Drücken Sie den entsprechenden Softkey "Position teachen", "Eilgang


G0", "Gerade G1" oder "Kreiszwischenpunkt CIP" und "Kreisendpunkt
CIP".
Es werden die entsprechenden Fenster mit den Eingabefeldern eingebl‐
endet.
7. Verfahren Sie die Achsen an die gewünschte Position und drücken Sie
den Softkey "Übernehmen".
Der Programmsatz wird mit den geänderten Werten geteacht.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Abbruch", um Änderungen zu verwerfen.

17.6 Satz anwählen


Sie haben die Möglichkeit, den Unterbrechungszeiger auf die aktuelle Cursorposition zu
setzen. Beim nächsten Programmstart wird die Bearbeitung an dieser Stelle fortgesetzt.
Beim Teachen können Sie auch Programmbereiche ändern, die bereits abgearbeitet sind.
Dabei wird automatisch die Programmbearbeitung gesperrt.
Um das Programm fortsetzen zu können, muss ein Reset oder eine Satzanwahl erfolgen.

Voraussetzung
Das zu bearbeitende Programm ist angewählt.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine" an.

2. Drücken Sie die Taste <AUTO>.

3. Drücken Sie die Taste <TEACH IN>.

4. Drücken Sie den Softkey "Prog. teachen".

5. Positionieren Sie den Cursor auf den gewünschten Programmsatz.


6. Drücken Sie den Softkey "Satzanwahl".

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Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 777
Programm teachen
17.7 Satz löschen

17.7 Satz löschen


Sie haben die Möglichkeit, einen Programmsatz komplett zu löschen.

Voraussetzung
Betriebsart "AUTO": Das zu bearbeitende Programm ist angewählt.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine" an.

2. Drücken Sie die Taste <AUTO> bzw. <MDA>.

3. Drücken Sie die Taste <TEACH IN>.

4. Drücken Sie den Softkey "Prog. teachen".

5. Wählen Sie den zu löschenden Programmsatz an.


6. Drücken Sie die Softkeys ">>" und "Satz löschen".
Der Programmsatz, auf dem der Cursor steht, wird gelöscht.

Im Fenster "Einstellungen" legen Sie fest, welche Achsen beim Teachsatz mit übernommen
werden und ob Parameter zur Bewegungsart und zum Bahnsteuerbetrieb angeboten werden.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Maschine" an.

2. Drücken Sie die Taste <AUTO>, bzw. <MDA>.

3. Drücken Sie die Taste <TEACH IN>.

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778 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Programm teachen
17.7 Satz löschen

4. Drücken Sie den Softkey "Prog. teachen".

5. Drücken Sie die Softkeys ">>" und "Einstellungen".


Das Fenster "Einstellungen wird eingeblendet.

6. Aktivieren Sie unter "Zu teachende Achsen" und unter "Zu teachende
Parameter" die Kontrollkästchen für die gewünschten Einstellungen und
drücken Sie den Softkey "Übernehmen", um die Einstellungen zu bestä‐
tigen.

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Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 779
Programm teachen
17.7 Satz löschen

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780 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
HT 8 18
18.1 HT 8 Übersicht
Das mobile Handheld Terminal SINUMERIK HT 8 vereinigt die Funktionen einer Bedientafel
und einer Maschinensteuertafel. Es ist somit für ein maschinennahes Beobachten, Bedienen,
Teachen und Programmieren geeignet.

1 Kundentasten (frei belegbar)


2 Verfahrtasten
3 Anwendermenü-Taste
4 Handrad (optional)

Bedienung
Das 7,5"-TFT-Farbdisplay bietet eine Touch-Bedienung.
Daneben sind Folientasten für das Verfahren der Achsen, für eine Zifferneingabe, für die
Steuerung des Cursors und für Maschinensteuertafel-Funktionen wie z.B. Start und Stopp
vorhanden.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 781
HT 8
18.1 HT 8 Übersicht

Es ist mit einem Not-Halt-Taster und zwei 3-stufigen Zustimmtastern ausgestattet. Sie haben
die Möglichkeit, eine externe Tastatur anzuschließen.

Literatur
Weitere Informationen zu Anschluss und Inbetriebnahme des HT 8 finden Sie in folgender
Literatur:
Inbetriebnahmehandbuch SINUMERIK Operate (IM9) / SINUMERIK 840D sl

Kundentasten
Die vier Kundentasten sind frei belegbar und können vom Maschinenhersteller
kundenspezifisch eingerichtet werden.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Integrierte Maschinensteuertafel
Das HT 8 hat eine MSTT integriert, die sich aus Tasten (z.B. Start, Stopp, Verfahrtasten, etc.)
und als Softkeys nachgebildeten Tasten (siehe Maschinensteuertafel-Menü) besteht.
Die Beschreibung der einzelnen Tasten entnehmen Sie dem Kapitel "Bedienelemente der
Maschinensteuertafel".

Hinweis
PLC-Nahtstellensignale, die über die Softkeys des Maschinensteuertafel-Menüs ausgelöst
werden, sind flankengesteuert.

Zustimmtaster
Das HT 8 besitzt zwei Zustimmtaster. Damit können Sie die Zustimmfunktion bei
zustimmungspflichtigen Bedienhandlungen (z.B. das Einblenden und die Bedienung der
Verfahrtasten) sowohl mit der linken als auch mit der rechten Hand auslösen.
Die Zustimmtaster sind für folgende Taster-Positionen ausgeführt:
● Losgelassen (keine Betätigung)
● Zustimmung (mittlere Stellung) - Zustimmung Kanal 1 und Kanal 2 liegt auf dem gleichen
Schalter.
● Panik (ganz durchgedrückt)

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782 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
HT 8
18.2 Verfahrtasten

Verfahrtasten
Um die Achsen Ihrer Maschine über die Verfahrtasten des HT 8 verfahren zu können, muss
die Betriebsart "JOG", die Unterbetriebsarten "Teach In" oder "Ref. Point" angewählt sein. Je
nach Einstellung muss der Zustimmtaster betätigt werden.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Virtuelle Tastatur
Zur komfortablen Eingabe von Werten ist eine virtuelle Tastatur vorhanden.

Kanal umschalten
● In der Statusanzeige haben Sie die Möglichkeit, durch Touch-Bedienung der Kanalanzeige
den Kanal umzuschalten:
– Im Bedienbereich Maschine (große Statusanzeige) durch Touchbedienung der
Kanalanzeige in der Statusanzeige.
– In den übrigen Bedienbereichen (kleine Statusanzeige) durch Touchbedienung der
Kanalanzeige in den Titelzeilen der Bilder (gelbes Feld).
● Im Maschinentafel-Menü, das Sie über die Anwendermenü-Taste "U" erreichen, steht der
Softkey "1… n CHANNEL" zur Verfügung.

Bedienbereichsumschaltung
Durch Touch-Bedienung des Anzeigesymbols für den aktiven Bedienbereich können Sie das
Bedienbereichsmenü einblenden.

Handrad
Das HT 8 ist mit Handrad erhältlich.

Literatur
Informationen zum Anschluss finden Sie in
Gerätehandbuch Bedienkomponenten und Vernetzung; SINUMERIK 840D sl/840Di sl

18.2 Verfahrtasten
Die Verfahrtasten sind nicht beschriftet. Sie haben aber die Möglichkeit, eine Beschriftung der
Tasten anstelle der vertikalen Softkey-Leiste einzublenden.

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Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 783
HT 8
18.2 Verfahrtasten

Standardmäßig wird die Verfahrtasten-Beschriftung für bis zu 6 Achsen auf dem Touch Panel
eingeblendet.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Ein- und Ausblenden


Das Ein- und Ausblenden der Beschriftung kann z.B. mit dem Drücken des Zustimmtasters
verknüpft sein. Nach Drücken des Zustimmtasters werden dann die Verfahrtasten
eingeblendet.
Lassen Sie den Zustimmtaster wieder los, werden die Verfahrtasten wieder ausgeblendet.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Alle vorhandenen vertikalen und horizontalen Softkeys werden überblendet


bzw. ausgeblendet, d.h. andere Softkeys sind nicht bedienbar.

Fräsen
784 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
HT 8
18.3 Maschinensteuertafel-Menü

18.3 Maschinensteuertafel-Menü
Sie wählen hier bestimmte Tasten der Maschinensteuertafel, die über die Software
nachgebildet sind, durch Touch-Bedienung der entsprechenden Softkeys an.
Die Beschreibung der einzelnen Tasten entnehmen Sie dem Kapitel "Bedienelemente der
Maschinensteuertafel".

Hinweis
PLC-Nahtstellensignale, die über die Softkeys des Maschinensteuertafel-Menüs ausgelöst
werden, sind flankengesteuert.

Ein- und Ausblenden


Mit der Anwendermenü-Taste "U" werden die CPF-Softkey-Leiste (vertikale Softkey-Leiste)
und die Anwendersoftkey-Leiste (horizontale Softkey-Leiste) eingeblendet.

Über die Menüfortschalt-Taste können Sie die horizontale Anwendersoftkey-


Leiste erweitern und es stehen so weitere 8 Softkeys zur Verfügung.

Mit dem Softkey "Zurück" blenden Sie die Menüleiste wieder aus

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 785
HT 8
18.4 Virtuelle Tastatur

Softkeys des Maschinensteuertafel-Menüs


Folgende Softkeys sind verfügbar:

Softkey "Machine" Bedienbereich "Maschine" anwählen"


Softkey "[VAR]" Achsvorschub im variablen Schrittmaß anwählen
Softkey "1… n Kanal umschalten
CHANNEL "
Softkey "Single Einzelsatz-Bearbeitung ein-/ausschalten
Block"
Softkey "WCS MCS" Zwischen WKS und MKS umschalten
Softkey "Zurück" Fenster schließen

Hinweis
Bei Bereichswechsel mit der Taste "Menü Select" wird das Fenster automatisch ausgeblendet.

18.4 Virtuelle Tastatur


Die virtuelle Tastatur wird als Eingabegerät bei Touch-Bedienfeldern verwendet.
Sie wird durch Doppelklick auf ein eingabefähiges Bedienelement (Editor, Editfeld) geöffnet.
Die virtuelle Tastatur kann innerhalb der Bedienoberfläche beliebig platziert werden.
Außerdem kann zwischen einer Volltastatur und einer verkleinerten Tastatur, die nur den
Nummernblock umfasst, umgeschaltet werden. Im Fall der Volltastatur kann die
Tastenbelegung außerdem zwischen englischer und zur aktuell eingestellten Landessprache
passender Tastaturbelegung umgeschaltet werden.

Vorgehensweise

1. Klicken Sie in das gewünschte Eingabefeld, um den Cursor darauf zu


positionieren.
2. Klicken Sie auf das Eingabefeld.
Die virtuelle Tastatur wird eingeblendet.
3 Geben Sie Ihre Werte über die virtuelle Tastatur ein.
4. Drücken Sie die Taste <INPUT>.

- ODER -
Positionieren Sie den Cursor auf ein anderes Bedienelement.
Der Wert wird übernommen und die virtuelle Tastatur wird geschlossen.

Fräsen
786 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
HT 8
18.5 Touch Panel kalibrieren

Positionieren der virtuellen Tastatur


Sie haben die Möglichkeit, die virtuelle Tastatur innerhalb des Fensters beliebig zu
positionieren, indem Sie mit Griffel oder Finger die freie Leiste neben dem Symbol für "Fenster
schließen" gedrückt halten und hin und her schieben.

Besondere Tasten der virtuellen Tastatur

 

① Num:
Reduziert die virtuelle Tastatur auf den Nummernblock.
② Eng:
Schaltet die Tastaturbelegung auf die englische, bzw. zur aktuell eingestellten Landessprache
passenden Tastaturbelegung zurück.

Nummernblock der virtuellen Tastatur

Mit den Tasten "Deu" bzw. "Eng" kehren Sie wieder zur Volltastatur mit englischer, bzw. zur
aktuell eingestellten Landessprache passender Tastaturbelegung zurück.

18.5 Touch Panel kalibrieren


Eine Kalibrierung des Touch Panel ist beim erstmaligen Anschließen an die Steuerung nötig.

Hinweis
Rekalibrierung
Wenn Sie bemerken, dass die Bedienung ungenau wird, nehmen Sie eine erneute Kalibrierung
vor.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 787
HT 8
18.5 Touch Panel kalibrieren

Vorgehensweise

1. Drücken Sie die Rücksprung-Taste und die Taste <MENU SELECT>


gleichzeitig, um das TCU Service-Bild zu starten.

2. Berühren Sie die Schaltfläche "Calibrate TouchPanel".


Der Kalibriervorgang wird gestartet.
3. Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm und berühren Sie nach‐
einander die drei Kalibrierungspunkte.
Der Kalibrierungsvorgang ist abgeschlossen.
4. Berühren Sie den horizontalen Softkey "1" oder die Taste mit der Ziffer
"1", um das TCU Service-Bild zu schließen.

Fräsen
788 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Ctrl-Energy 19
19.1 Übersicht
Die Funktion "Ctrl-Energy" stellt Ihnen folgende Verwendungsmöglichkeiten zu einer
Verbesserung der Energieausnutzung Ihrer Maschine zur Verfügung.

Ctrl-E Analyse: Erfassung und Auswertung des Energieverbrauchs


Im ersten Schritt zu einer besseren Energieeffizienz steht die Erfassung des
Energieverbrauchs. Mit Hilfe des Multifunktionsgerätes SENTRON PAC wird der
Energieverbrauch gemessen und an der Steuerung angezeigt.
Je nach Konfiguration und Schaltung des SENTRON PAC haben Sie die Möglichkeit, entweder
die Leistung der gesamten Maschine oder nur eines bestimmten Verbrauchers zu messen.
Unabhängig davon wird die Leistung direkt aus den Antrieben ermittelt und angezeigt.

Ctrl-E Profile: Steuerung von Energiesparzuständen der Maschine


Zur Optimierung des Energieverbrauchs haben Sie die Möglichkeit, Energiesparprofile zu
definieren und zu hinterlegen. So hat Ihre Maschine beispielsweise einen einfachen und einen
höherwertigen Energiesparmodus oder schaltet sich bei bestimmten Konditionen automatisch
ab.
Diese definierten Energiezustände werden als Profile hinterlegt. Über die Bedienoberfläche
haben Sie die Möglichkeit, diese Energiesparprofile zu aktivieren (z.B. die sog.
Frühstückspausen-Taste).

Hinweis
Ctrl-E Profile deaktivieren
Sperren Sie Ctrl-E Profile vor einer Serien-Inbetriebnahme, um zu verhindern, dass die NCU
ungewollt herunterfährt.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

19.2 Energieverbrauch anzeigen


In der Einstiegsmaske SINUMERIK Ctrl-Energy erhalten Sie eine komfortable Übersicht über
den Energieverbrauch der Maschine. Um die Anzeige der Werte und die grafische Darstellung
zu erhalten, muss ein Sentron PAC angeschlossen sein und eine Langzeitmessung projektiert
sein.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 789
Ctrl-Energy
19.2 Energieverbrauch anzeigen

Sie erhalten eine Verbrauchsanzeige anhand folgender Balkengrafiken:


● Aktuelle Leistungsanzeige
● Messung des aktuellen Energieverbrauchs
● Vergleichsmessung zu Energieverbrauch

Bild 19-1 Ctrl-Energy-Einstiegsbild mit Anzeige des momentanen Energieverbrauchs

Anzeige im Bedienbereich "Maschine"


In der ersten Zeile der Statusanzeige wird Ihnen angezeigt, in welchem Leistungszustand sich
die Maschine gerade befindet.

Anzeige Bedeutung
Ein roter Balken zeigt an, dass die Maschine nicht produktiv arbeitet.

Ein dunkelgrüner Balken in positiver Richtung zeigt an, dass die Maschine pro‐
duktiv arbeitet und Energie verbraucht.
Ein hellgrüner Balken in negativer Richtung zeigt an, dass die Maschine Energie
ins Netz zurückspeist.

Literatur
Informationen zur Konfiguration erhalten Sie in folgender Literatur:
Systemhandbuch "Ctrl-Energy", SINUMERIK 840D sl / 828D

Fräsen
790 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Ctrl-Energy
19.3 Energieverbrauch messen und speichern

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Parameter".

2. Drücken Sie die Menüfortschalt-Taste und den Softkey "Ctrl-Energy".

- ODER -
+ Drücken Sie die Tasten <Ctrl> + <E>.

Das Fenster "SINUMERIK Ctrl-Energy" wird geöffnet.


(

19.3 Energieverbrauch messen und speichern


Sie haben die Möglichkeit, für aktuell angewählte Achsen den Energieverbrauch zu messen
und aufzuzeichnen.

Messung von Energieverbrauch von Teileprogrammen


Sie haben die Möglichkeit, den Energieverbrauch von Teileprogrammen zu messen. Dabei
werden einzelne Antriebe für die Messung berücksichtigt.
Sie geben dabei vor, in welchem Kanal Start und Stopp des Teileprogramms ausgelöst werden
sollen und welche Anzahl an Wiederholungen Sie messen wollen.

Messungen speichern
Für einen späteren Vergleich der Daten speichern Sie die gemessenen Verbrauchswerte.

Hinweis
Es werden bis zu 3 Datensätze gespeichert. Sind mehr als 3 Messungen vorhanden, wird der
älteste Datensatz automatisch überschrieben.

Dauer der Messung


Die Messzeit ist begrenzt. Bei Erreichen der maximalen Messzeit wird die Messung beendet
und eine entsprechende Meldung wird in der Dialogzeile ausgegeben.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 791
Ctrl-Energy
19.4 Langzeitmessung des Energieverbrauches

Vorgehensweise

1. Das Fenster "SINUMERIK Ctrl-Energy" ist geöffnet

2. Drücken Sie den Softkey "Ctrl-E Analyse".


Das Fenster "Ctrl-E Analyse" wird geöffnet.
3. Drücken Sie den Softkey "Start Messung".
Das Auswahlfenster "Einstellung Messung: Auswahl Gerät" wird geöffnet.
4. Wählen Sie in der Liste das gewünschte Gerät, aktivieren Sie bei Bedarf
das Kontrollkästchen "Teileprogramm messen", geben Sie die Anzahl an
Wiederholungen ein, wählen Sie ggf. den gewünschten Kanal und drü‐
cken Sie den Softkey "OK".
Die Aufzeichnung wird gestartet.
5. Drücken Sie den Softkey "Stop Messung".
Die Messung wird beendet.
6. Drücken Sie den Softkey "Grafik", um den Verlauf der Messung zu ver‐
folgen.
7. Wenn Sie die Verbrauchswerte verfolgen wollen, drücken Sie den Soft‐
key "Details".
8. Drücken Sie den Softkey "Messung speichern", um die Verbrauchswerte
der aktuellen Messung zu speichern.

Die Auswahl der zu messenden Achse ist abhängig von der Konfiguration.

Literatur
Informationen zur Konfiguration erhalten Sie in folgender Literatur:
Systemhandbuch "Ctrl-Energy", SINUMERIK 840D sl / 828D

19.4 Langzeitmessung des Energieverbrauches


Die Langzeitmessung des Energieverbrauchs wird in der PLC durchgeführt und gespeichert.
So werden auch Werte aus Zeiten, in denen der HMI nicht aktiv ist, aufgenommen.

Messwerte
Die ein- und rückgespeisten Energiewerte sowie die Summe der Energie werden für folgende
Zeiträume angezeigt:
● Aktueller und vorheriger Tag
● Aktueller und vorheriger Monat
● Aktuelles und vorheriges Jahr

Fräsen
792 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Ctrl-Energy
19.5 Messkurven anzeigen

Voraussetzung
SENTRON PAC ist angeschlossen.

Vorgehensweise

1. Das Fenster "Ctrl-E Analyse" ist geöffnet.

2. Drücken Sie den Softkey "Langzeit Messung".


Das Fenster "SINUMERIK Ctrl-Analyse Langzeitmessung" wird geöffnet.
Die Messergebnisse der Langzeitmessung werden angezeigt.
4. Drücken Sie den Softkey "Zurück", um die Langzeitmessung zu beenden.

19.5 Messkurven anzeigen


Die haben die Möglichkeit, sich aktuelle und gespeicherte Messkurven grafisch oder als
detaillierte Tabelle anzeigen zu lassen.

Anzeige Bedeutung
Beginn der Messung Zeigt den Zeitpunkt, an dem die Messung über das Drücken des Softkeys
"Start Messung" gestartet wurde.
Dauer der Messung [s] Zeigt die Messzeit bis zum Drücken des Softkeys "Stop Messung" in Se‐
kunden.
Gerät Zeigt die gewählte Messkomponente
● Manuell
● Summe Antriebe
● Summe Maschine
Eingespeiste Energie Zeigt die eingepeiste Energie der ausgewählten Messkomponente in Kilo‐
[kWh] watt pro Stunde an.
Rückgespeiste Energie Zeigt die rückgespeiste Energie der ausgewählten Messkomponente in
[kWh] Kilowatt pro Stunde an.
Summer Energie [kWh] Anzeige der Summe aller gemessenen Antriebswerte bzw. die Summe
aller Achsen sowie Festwert und Sentron PAC.

Anzeige im Fenster "Ctrl-E Analyse "Details".

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 793
Ctrl-Energy
19.6 Energiesparprofile bedienen

Vorgehensweise

1. Das Fenster "Ctrl-E Analyse" ist geöffnet und Sie haben bereits Messun‐
gen vorgenommen und gespeichert.
2. Drücken Sie die Softkeys "Grafik" und "Gespeicherte Messungen".
Im Fenster "Ctrl-E Analyse" werden die gemessenen Messkurven ange‐
zeigt.

3. Drücken Sie den Softkey "Gespeicherte Messungen" erneut, wenn Sie


nur die aktuelle Messung sehen wollen.
4. Drücken Sie den Softkey "Details", um sich die genauen Messdaten und
Verbrauchswerte der drei letzten gespeicherten Messungen sowie evtl.
einer aktuellen Messung anzeigen zu lassen.

19.6 Energiesparprofile bedienen


Sie können sich im Fenster "Ctrl-E Profile" alle definierten Energiesparprofile anzeigen lassen.
Hier aktivieren Sie ein gewünschtes Energiesparprofil direkt oder sperren bzw. geben Profile
wieder frei.

SINUMERIK Ctrl-Energy Energiesparprofile

Anzeige Bedeutung
Energiesparprofil Es werden alle Energiesparprofile aufgelistet.
aktiv in [min] Es wird die Restzeit bis zum Erreichen des definierten Profils ange‐
zeigt.

Hinweis
Alle Energiesparprofile sperren
Um zum Beispiel bei laufenden Messungen die Maschine nicht zu stören, wählen Sie "Alle
sperren".

Ist die Vorwarnzeit eines Profils erreicht, erhalten Sie ein Meldefenster, das die verbleibende
Restzeit anzeigt. Ist der Energiesparmodus erreicht, erscheint eine entsprechende Meldung
in der Alarmzeile.

Fräsen
794 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Ctrl-Energy
19.6 Energiesparprofile bedienen

Vordefinierte Energiesparprofile

Energiesparprofil Bedeutung
Einfacher Energiesparmodus Nicht benötigte Maschinenaggregate werden gedrosselt oder abge‐
(Maschine-Standby) schaltet.
Die Maschine ist auf Bedarf wieder sofort voll betriebsbereit
Voller Energiesparmodus Nicht benötigte Maschinenaggregate werden gedrosselt oder abge‐
(NC-Standby) schaltet.
Für den Übergang in den betriebsbereiten Zustand entstehen Warte‐
zeiten.
Maximaler Energiesparmo‐ Die Maschine ist komplett ausgeschaltet.
dus (Auto-shut-off) Für den Übergang in den betriebsbereiten Zustand entstehen höhere
Wartezeiten.

Maschinenhersteller
Die Auswahl und Funktion der angezeigten Energiesparprofile kann unterschiedlich
sein.
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Literatur
Informationen zur Konfiguration der Energiesparprofile erhalten Sie in folgender Literatur:
Systemhandbuch "Ctrl-Energy", SINUMERIK 840D sl / 828D

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Parameter" an.

2. Drücken Sie die Menüfortschalt-Taste und den Softkey "Ctrl-Energy".

- ODER -
Drücken Sie die Tasten <CTRL> + <E>.
+

Drücken Sie den Softkey "Ctrl-E Profile".


Das Fenster "Ctrl-E Profile" wird geöffnet.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 795
Ctrl-Energy
19.6 Energiesparprofile bedienen

3. Positionieren Sie den Cursor auf das gewünschte Energiesparprofil und


drücken Sie den Softkey "Sofort aktivieren", wenn Sie diesen Zustand
direkt aktivieren wollen.
4. Positionieren Sie den Cursor auf das gewünschte Energiesparprofil und
drücken Sie den Softkey "Profil sperren", wenn Sie diesen Zustand ver‐
hindern wollen.
Das Profil ist gesperrt. Das Energiesparprofil kann nicht aktiv werden,
d.h. er ist ausgegraut und wird ohne Zeitanzeige angezeigt.
Der Softkey "Profil sperren" ändert seine Beschriftung in "Profil freigeben".
Drücken Sie den Softkey "Profil freigeben", um die Sperrung des Ener‐
giesparprofils zurückzunehmen.
5. Drücken Sie den Softkey "Alle sperren", wenn Sie alle Zustände verhin‐
dern wollen.
Alle Profile sind gesperrt und können nicht aktiv werden.
Der Softkey "Alle sperren" ändert seine Beschriftung in "Alle freigeben".
6. Drücken Sie den Softkey "Alle freigeben", um die Sperrung aller Profile
wieder zurückzunehmen.

Fräsen
796 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Easy Message (nur 828D) 20
20.1 Übersicht
Easy Message ermöglicht es Ihnen mittels eines angeschlossenen Modems, sich per SMS-
Nachrichten über bestimmte Maschinenzustände zu informieren:
● Sie möchten sich z.B. nur über Not-Aus-Zustände informieren.
● Sie möchten wissen, wann ein Los fertig gestellt wurde

Steuerkommandos
● Das Aktivieren, bzw. Deaktivieren eines Benutzers geschieht mit Hilfe von HMI -
Kommandos.
Syntax: [Benutzer-ID] deactivate¸ [Benutzer-ID] activate
● In der PLC ist ein spezieller Bereich reserviert, an den Sie per SMS Kommandos in Form
von PLC-Bytes senden können.
Syntax: [Benutzer-ID] PLC DatenByte
Die Benutzer-ID ist optional und nur nötig wenn im Benutzerprofil eine entsprechende ID
angegeben wurde. Durch den String PLC wird bekanntgegeben, dass ein PLC-Byte
geschrieben werden soll. Danach folgt das zu schreibende Datenbyte nach folgendem
Format: Basis#Wert. Basis kann dabei die Werte 2, 10 und 16 annehmen und definiert die
Zahlenbasis. Nach dem Trennzeichen # folgt der Wert des Bytes. Sie dürfen dabei nur
positive Werte versenden.
Beispiele:
2#11101101
10#34
16#AF

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Aktive Benutzer
Um bei festgelegten Ereignissen eine SMS zu erhalten, müssen Sie als Benutzer aktiviert sein.

Benutzer anmelden
Als registrierter Benutzer haben Sie die Möglichkeit, sich per SMS anzumelden, um
Nachrichten abzufragen.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 797
Easy Message (nur 828D)
20.2 Easy Message aktivieren

Fahrtenschreiber
Über SMS-Protokolle erhalten Sie genauere Informationen über ein- und ausgehende
Nachrichten.

ACHTUNG
Datensicherheit
Wird die Funktion Easy Message verwendet, um per SMS Kommando Bytes in der PLC zu
setzen, besteht die Möglichkeit, dass der Inhalt der SMS durch Dritte verfälscht wird und die
Daten auf der Steuerung nicht mehr konsistent sind.
Es wird empfohlen, die empfangene SMS über die optionale Benutzer‐ID zu verifizieren.

Literatur
Informationen zum GSM-Modem finden Sie im
● Gerätehandbuch PPU SINUMERIK 828D
Weiterführende Informationen zum MODEM MD720 finden Sie im Internet unter:
● MODEM MD720 (https://support.industry.siemens.com/cs/mdm/102401328?
c=70936043019&pnid=15923&lc=de-WW)

SMS Messenger aufrufen

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Diagnose" an.

2. Drücken Sie den Softkey "Easy Msg.".

20.2 Easy Message aktivieren


Um die Verbindung zum Modem für den SMS-Messenger in Betrieb zu nehmen, aktivieren
Sie bei der ersten Inbetriebnahme die SIM-Karte.

Voraussetzung
Das Modem ist angeschlossen und die Schnittstelle ist aktiviert.

Maschinenhersteller
Das Modem wird über das Maschinendatum 51233 $MSN_ENABLE_GSM_MODEM
akiviert.
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
798 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Easy Message (nur 828D)
20.3 Benutzerprofil anlegen / bearbeiten

Vorgehensweise

SIM-Karte aktivieren
1. Drücken Sie den Softkey "Easy Msg.".
Das Fenster "SMS Messenger" wird geöffnet.
Unter "Status" wird angezeigt, dass die SIM-Karte nicht mit einer PIN
aktiviert ist.
2. Geben Sie die PIN-Nummer ein, wiederholen Sie die PIN-Nummer und
drücken Sie den Softkey "OK".
3. Bei mehrmaliger Falscheingabe geben Sie im Fenster "PUK-Eingabe"
den PUK-Code ein und drücken Sie den Softkey "OK", um den PUK-Code
zu aktivieren.
Das Fenster PIN-Eingabe" wird geöffnet und Sie geben wie gewohnt die
PIN-Nummer ein.

Neue SIM-Karte aktivieren


1. Drücken Sie den Softkey "Easy Msg.".
Das Fenster "SMS Messenger" wird geöffnet.
Unter "Status" wird angezeigt, dass die Verbindung zum Modem aktiviert
ist.
2. Drücken Sie den Softkey "Einstellungen".

3. Drücken Sie den Softkey "PIN löschen", um die gespeicherte PIN-Num‐


mer zu löschen.
Beim nächsten Hochlauf geben Sie im Fenster "PIN-Eingabe" die neue
PIN-Nummer ein.

20.3 Benutzerprofil anlegen / bearbeiten


Benutzeridentifikation

Anzeige Bedeutung
Benutzername Name des einzurichtenden, bzw. anzumeldenden Benutzers.
Telefonnummer Telefonnummer des Benutzers, an die Nachrichten des Messengers
versendet werden. Die Telefonnummer muss die Ländervorwahl ent‐
halten, damit Steuerkommandos den Sender erkennen (z.B.
+491729999999)
Benutzer-ID Die Benutzer-ID ist 5-stellig (z.B. 12345)
● Sie wird zur Aktivierung und Deaktivierung des Benutzers über
SMS verwendet. (z.B. "12345 activate")
● Die ID dient der zusätzlichen Verifikation bei ein- und ausgehenden
Nachrichten und der Aktivierung von Steuerkommandos.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 799
Easy Message (nur 828D)
20.3 Benutzerprofil anlegen / bearbeiten

Auswählbare Ereignisse
Die Ereignisse, bei denen Sie eine Benachrichtigung erhalten, müssen Sie einrichten.

Hinweis
Auswahl von Alarmen
Sie haben die Möglichkeit, Alarme vom Typ Werkzeugverwaltung oder Messzyklen
auszuwählen. Damit erhalten Sie, ohne dass Sie Nummernbänder kennen müssen, eine
Benachrichtigung per SMS, sobald Alarme ausgegeben werden.

Voraussetzung
Das Modem ist angeschlossen.

Vorgehensweise

Neuen Benutzer anlegen


1. Drücken Sie den Softkey "Benutzerprofile".
Das Fenster "Benutzerprofile" wird geöffnet.
2. Drücken Sie den Softkey "Neu".

3. Geben Sie den Namen und Telefonnummer des Benutzers ein.


4. Bei Bedarf geben Sie eine ID-Nummer des Benutzers ein.
5. Aktivieren Sie im Bereich " SMS senden bei folgenden Ereignissen" das
entsprechende Kontrollkästchen und geben Sie bei Bedarf den ge‐
wünschten Wert ein (z.B. Stückzahl, bei deren Erreichen eine Benach‐
richtigung erfolgen soll).
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Standard".
Das entsprechende Fenster wird geöffnet und zeigt die standardmäßig
eingestellten Werte.
6. Drücken Sie den Softkey "Test SMS senden".
Eine SMS mit vorgegebenem Text wird an die angegebene Telefonnum‐
mer versendet.

Benutzerdaten und Ereignisse bearbeiten


1. Wählen Sie den Benutzer, deren Daten Sie bearbeiten möchten und drü‐
cken Sie den Softkey "Bearbeiten".
Die Eingabefelder werden editierbar.
2. Geben Sie neue Daten ein und aktivieren Sie die gewünschten Einstel‐
lungen.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Standard", um die Standardwerte zu überneh‐
men.

Fräsen
800 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Easy Message (nur 828D)
20.4 Ereignisse einrichten

20.4 Ereignisse einrichten


Im Bereich "SMS senden bei folgenden Ereignissen" wählen Sie über Kontrollkästchen die
Ereignisse, bei deren Eintreten eine SMS an den Benutzer geschickt wird.
● Programmierte Meldungen aus Teileprogramm (MSG)
Im Teileprogramm programmieren Sie einen MSG-Befehl, über den Sie eine SMS erhalten.
Beispiel: MSG ("SMS: Eine SMS aus einem Teileprogramm")
● Über die Taste <SELECT> wählen Sie folgende Ereignisse
– Werkstückzähler erreicht folgenden Wert
Erreicht der Werkstückzähler den eingestellten Wert wird eine SMS gesendet.
– Folgender Programmfortschritt erreicht (Prozent)
Wird bei der Abarbeitung eines Teileprogramms der eingestellte Fortschritt erreicht, wird
eine SMS gesendet.
– Aktuelles NC-Programm erreicht Laufzeit (Minuten)
Nach Erreichen der eingestellten Laufzeit bei der Abarbeitung wird eine SMS gesendet.
– Werkzeug-Eingriffszeit erreicht folgenden Wert (Minuten)
Erreicht die Eingriffszeit des Werkzeugs beim Abarbeiten eines Teileprogramms die
eingestellte Zeit (abgeleitet von $AC_CUTTING_TIME), wird eine SMS gesendet.
● Meldungen/Alarme aus der Werkzeugverwaltung
Werden Meldungen oder Alarme zur Werkzeugverwaltung ausgegeben, wird einen SMS
gesendet.
● Meldungen der Messzyklen für Werkzeuge
Werden Meldungen zu Messzyklen ausgegeben, die Werkzeuge betreffen, wird eine SMS
gesendet.
● Meldungen der Messzyklen für Werkstücke
Werden Meldungen zu Messzyklen ausgegeben, die Werkstücke betreffen, wird eine SMS
gesendet.
● Meldungen/Alarme der Sinumerik (Fehler bei der Abarbeitung)
Werden Alarme oder Meldungen der NCK ausgegeben, die einen Stillstand der Maschine
nach sich ziehen, wird eine SMS gesendet.
● Maschinenfehler
Werden Alarme oder Meldungen der PLC ausgegeben, die einen Stillstand der Maschine
nach sich ziehen (d.h. PLC-Alarme, mit Not-Aus-Reaktion), wird eine SMS gesendet.
● Wartungsintervalle
Registriert der Wartungsplaner (Service Planer) eine anstehende Wartung, wird eine SMS
gesendet.
● Weitere Alarm-Nummern:
Hier geben Sie weitere Alarme an, bei deren Eintreten Sie benachrichtigt werden möchten.
Sie können einzelne Alarme, mehrere Alarme oder Alarm-Nummernbereiche eingeben.
Beispiele:
1234,400
1000-2000
100,200-300

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 801
Easy Message (nur 828D)
20.5 Aktiven Benutzer anmelden und abmelden

Voraussetzung
● Das Fenster Benutzerprofile ist geöffnet.
● Sie haben das Ereignis "Meldungen der Messzyklen für Werkzeuge", "Meldungen der
Messzyklen für Werkstücke", "Meldungen/Alarme der Sinumerik (Fehler bei der
Abarbeitung)", "Maschinenfehler" oder "Wartungsintervalle" angewählt.

Ereignisse bearbeiten

1. Aktivieren Sie das gewünschte Kontrollkästchen und drücken Sie den


Softkey "Details".
Das entsprechende Fenster öffnet sich (z.B. "Meldungen der Messzyklen
für Werkstücke") und zeigt eine Liste der festgelegten Alarm-Nummern
an.
2. Wählen Sie den entsprechenden Eintrag und drücken Sie den Softkey
"Löschen", um die Alarm-Nummer aus der Liste zu entfernen.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Neu", wenn Sie einen neuen Eintrag anlegen
möchten.
Das Fenster "Neuen Eintrag erstellen" wird geöffnet.
Geben Sie die Angaben ein und drücken Sie den Softkey "OK", um den
Eintrag in die Liste aufzunehmen.
Drücken Sie den Softkey "Speichern", um die Einstellungen für das Er‐
eignis zu speichern.
3. Drücken Sie den Softkey "Standard", um wieder zu den Standard-Ein‐
stellungen für die Ereignisse zurückzukehren.

20.5 Aktiven Benutzer anmelden und abmelden


Nur aktive Benutzer erhalten bei den festgelegten Ereignissen eine SMS.
Bereits für Easy Message angelegte Benutzer können Sie über die Oberfläche sowie per SMS
mit bestimmten Steuerkommandos aktivieren.

Die Verbindung mit dem Modem ist hergestellt.

Vorgehensweise

1. Drücken Sie den Softkey "Benutzerprofile".

2. Wählen Sie im Feld Benutzername den gewünschten Benutzer und drü‐


cken Sie den Softkey "Benutzer aktiv".
Hinweis
Wiederholen Sie Schritt 2, um weitere Benutzer zu aktivieren.

Fräsen
802 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Easy Message (nur 828D)
20.6 SMS-Protokolle anzeigen

- ODER -
Senden Sie eine SMS mit Benutzer-ID und dem Text "activate" an die
Steuerung (z.B. "12345 activate").
Stimmen Telefonnummer sowie die Benutzer ID mit den hinterlegten Da‐
ten überein, wird Ihr Benutzerprofil aktiviert.
Sie erhalten eine Erfolgs- oder Fehlermeldung per SMS.
3. Drücken Sie den Softkey "Benutzer aktiv", um einen aktivierten Benutzer
abzumelden.
- ODER -
Senden Sie eine SMS mit dem Text "deactivate" (z.B. "12345 deactiva‐
te"), um sich beim Messenger abzumelden.
Bei den im Benutzerprofil festgelegten Ereignissen werden an die deak‐
tivierten Benutzer keine SMS versendet.

20.6 SMS-Protokolle anzeigen


Im Fenster "SMS-Protokoll" wird der SMS- Datenverkehr aufgezeichnet. So können im
Störungsfall die Aktivitäten zeitlich zugeordnet werden.

Symbole Beschreibung
An den Messenger eingehende SMS.

Nachricht, die den Messenger erreicht hat, aber von ihm nicht bearbeitet
werden konnte (z.B. falsche Benutzer-ID oder unbekanntes Konto).
An einen Benutzer gesendete SMS.

Nachricht, die auf Grund eines Fehlers den Benutzer nicht erreicht hat.

Voraussetzung

Die Verbindung mit dem Modem ist hergestellt.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 803
Easy Message (nur 828D)
20.7 Einstellungen für Easy Message vornehmen

Vorgehensweise

1. Drücken Sie den Softkey "SMS-Protokoll".

Das Fenster "SMS-Protokoll " wird geöffnet.


Es werden alle bisher vom Messenger versendeten, bzw. empfangenen
Nachrichten aufgelistet.

Hinweis
Drücken Sie den Softkey "Eingehend", bzw. "Ausgehend", um die Liste
einzuschränken.

20.7 Einstellungen für Easy Message vornehmen


Im Fenster "Einstellungen" haben Sie die Möglichkeit, folgende Messenger-Konfiguration zu
ändern:
● Bezeichnung der Steuerung, die Bestandteil einer SMS-Nachrichten ist
● Anzahl der versendeten Nachrichten
– Der SMS-Zähler informiert über alle versendeten Nachrichten.
– Die Anzahl der versendeten Nachrichten begrenzen, um somit beispielsweise Überblick
über die Kosten durch SMS-Nachrichten zu erhalten.

SMS-Zähler auf Null setzen

Bei Erreichen eines eingestellten Limits werden keine SMS-Nachrichten mehr


verschickt.
Drücken Sie den Softkey "SMS-Zähler Reset", um den Zähler wieder auf Null
gestellt.

Voraussetzung

Die Verbindung mit dem Modem ist hergestellt.

Vorgehensweise

1. Drücken Sie den Softkey "Einstellungen".

2. Geben Sie in das Feld "Maschinen-Namen" eine beliebige Bezeichnung


für die Steuerung ein.

Fräsen
804 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Easy Message (nur 828D)
20.7 Einstellungen für Easy Message vornehmen

3. Wenn Sie eine Begrenzung der versendeten SMS wünschen, dann wäh‐
len Sie den Eintrag "Limit für SMS-Zähler vorgeben" und tragen Sie die
gewünschte Anzahl ein.
Bei Erreichen der maximalen Anzahl an Nachrichten erhalten Sie eine
entsprechende Fehlermeldung.
Hinweis
Über den genauen Zeitpunkt, wann das eingestellte Limit erreicht wurde,
informieren Sie sich im SMS-Protokoll.
- ODER -
3. Drücken Sie den Softkey "Standard".
Haben Sie einen Maschinen-Namen freigewählt, wird dieser durch den
standardmäßigen Namen (z.B. 828D) ersetzt.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 805
Easy Message (nur 828D)
20.7 Einstellungen für Easy Message vornehmen

Fräsen
806 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Easy Extend (nur 828D) 21
21.1 Übersicht
Easy Extend ermöglicht es, Maschinen mit zusätzlichen Aggregaten, die PLC gesteuert sind
oder zusätzliche NC-Achsen benötigen (wie z.B. Stangenlader, Schwenktische oder
Fräsköpfe) zu einem späteren Zeitpunkt nachzurüsten. Mit Easy Extend werden diese
Zusatzgeräte auf einfache Art und Weise in Betrieb genommen, aktiviert, deaktiviert oder
getestet.
Die Kommunikation zwischen der Bedienkomponente und der PLC erfolgt in einem PLC-
Anwenderprogramm. In einem Anweisungsskript werden die Abläufe, die zum Installieren,
Aktivieren, Deaktivieren und Testen eines Gerätes auszuführen sind hinterlegt.
In einer Liste werden verfügbare Geräte und Gerätezustände angezeigt. Die Ansicht der zur
Verfügung stehenden Geräte kann durch Zugriffsrechte gesteuert für Anwender
unterschiedlich sein.
Die nachfolgenden Kapitel sind beispielhaft ausgewählt und sind nicht in jeder Anweisungsliste
vorhanden.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Es können maximal 64 Geräte verwaltet werden.

Literatur
Inbetriebnahmehandbuch Drehen und Fräsen SINUMERIK 828D

21.2 Gerät freischalten


Die zur Verfügung stehenden Geräteoptionen können durch ein Passwort geschützt sein.

Maschinenhersteller
Beachten Sie hierzu bitte die Angaben des Maschinenherstellers.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 807
Easy Extend (nur 828D)
21.3 Gerät aktivieren und deaktivieren

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Parameter" an.

2. Drücken Sie die Menüfortschalt-Taste und den Softkey "Easy-Extend".


Sie erhalten eine Liste der angeschlossenen Geräte.

3. Drücken Sie den Softkey "Funktion freischalten".


Das Fenster "Freischaltung der Geräte Option" wird geöffnet.
4. Geben Sie den Optionsschlüssel ein und drücken Sie den Softkey "OK".
In der Spalte "Funktion" wird das entsprechende Kontrollkästchen mit
einem Häkchen versehen und ist damit freigeschaltet.

21.3 Gerät aktivieren und deaktivieren

Status Bedeutung
Gerät aktiviert
System wartet auf PLC – Rückmeldung
Gerät fehlerhaft

Schnittstellenfehler im Kommunikationsbaustein

Vorgehensweise

1. Easy Extend ist geöffnet.

2 Mit Hilfe der Tasten <Cursor unten>, bzw. <Cursor oben> haben Sie die
Möglichkeit, in der Liste das gewünschte Gerät anzuwählen.

3. Positionieren Sie den Cursor auf die Geräte-Option, deren Funktion frei‐
gegeben ist und drücken Sie den Softkey "Aktivieren".
Das Gerät wird als aktiviert gekennzeichnet und kann nun benutzt wer‐
den.
4. Selektieren Sie das gewünschte aktivierte Gerät und drücken Sie den
Softkey "Deaktivieren", um das Gerät wieder abzuschalten..

Fräsen
808 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Easy Extend (nur 828D)
21.4 Erstinbetriebnahme von Zusatzaggregaten

21.4 Erstinbetriebnahme von Zusatzaggregaten


In der Regel ist das Aggregat bereits vom Maschinenhersteller in Betrieb genommen. Wurde
noch keine Erstinbetriebnahme durchgeführt, oder sollen beispielsweise nochmalige
Funktionstests (z.B. beim Nachrüsten mit zusätzlichen Aggregaten) vorgenommen werden,
ist dieses jeder Zeit möglich.
Der Softkey "IBN" ist als Datenklasse Manufacturer (M) deklariert.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Parameter" an.

2. Drücken Sie die Menüfortschalt-Taste und den Softkey "Easy Extend".

3. Drücken Sie den Softkey "IBN".


Eine neue vertikale Softkeyleiste wird geöffnet.
4. Drücken Sie den Softkey "IBN StartUp", um die Inbetriebnahme zu star‐
ten.
Vor dem Starten wird eine vollständige Datensicherung, auf die Sie im
Ernstfall wieder zurückgreifen können, erstellt.
5. Drücken Sie den Softkey "Abbruch", wenn Sie den Inbetriebnahmevor‐
gang vorzeitig abbrechen möchten.
6. Drücken Sie den Softkey "Wiederherstellen", um die Ursprungsdaten
einzulesen.
7. Drücken Sie den Softkey "Funktionstest Gerät", um die vom Maschinen‐
hersteller vorgesehene Maschinenfunktion zu testen.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 809
Easy Extend (nur 828D)
21.4 Erstinbetriebnahme von Zusatzaggregaten

Fräsen
810 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Service Planer (nur 828D) 22
22.1 Wartungsaufgaben durchführen und beobachten
Mit dem "Service Planer" wurden Wartungsaufgaben eingerichtet, die in bestimmten
Zeitintervallen zur Maschinenwartung (z.B. Öl nachfüllen, Kühlflüssigkeit wechseln)
durchzuführen sind.
In einer Liste erhalten Sie alle eingerichteten Wartungsaufgaben sowie die zugehörige
Restzeit angezeigt, die bis zum Ende des vorgegebenen Wartungsintervalls verbleibt.
In der Statusanzeige können Sie den aktuellen Status ablesen.
Meldungen bzw. Alarme unterrichten Sie darüber, ob und wann eine Aufgabe durchzuführen
ist.

Wartungsaufgabe quittieren
Nach Beendigung einer Wartungsaufgabe quittieren Sie die Meldung.

Service Planer

Anzeige Bedeutung
Pos Position der Wartungsaufgabe in PLC Schnittstelle.
Wartungsaufgabe Bezeichnung der Wartungsaufgabe.
Intervall [h] Maximale Zeit bis zur nächsten Wartung in Stunden.
Restzeit [h] Zeit bis zum Ablauf des Intervalls in Stunden.
Status Anzeige des aktuellen Zustands einer Wartungsaufgabe
Die Wartungsaufgabe ist gestartet
Die Wartungsaufgabe ist beendet
Die Wartungsaufgabe ist deaktiviert

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Diagnose" an.

2. Drücken Sie die Menüfortschalt-Taste und den Softkey "Service Planer".


Das Fenster mit der Liste aller eingerichteten Wartungsaufgaben wird
geöffnet.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 811
Service Planer (nur 828D)
22.1 Wartungsaufgaben durchführen und beobachten

3. Führen Sie die Wartungsaufgabe durch, wenn die Intervallzeit gegen Null
geht, bzw. wenn Alarme oder eine Warnung Sie dazu auffordern.
4. Nachdem Sie eine anstehende Wartungsaufgabe durchgeführt haben
und die Aufgabe als "beendet" gemeldet ist, positionieren Sie den Cursor
auf die entsprechende Aufgabe und drücken Sie den Softkey "Wartung
erfolgt".
Sie erhalten eine Meldung, die die Quittierung bestätigt und das War‐
tungsintervall erneut gestartet.

Hinweis
Sie können die Wartungstätigkeiten bereits vor Ablauf des Intervalls vornehmen. Das
Wartungsintervall wird neu gestartet.

Fräsen
812 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
PLC-Anwenderprogramm bearbeiten (nur 828D) 23
23.1 Einleitung
Ein PLC-Anwenderprogramm besteht aus einem großen Teil logischer Verknüpfungen zur
Realisierung von Sicherheitsfunktionen und Unterstützung von Prozessabläufen. Dabei
werden eine große Anzahl unterschiedlichster Kontakte und Relais verknüpft. Diese
Verknüpfungen werden in einem Kontaktplan dargestellt.
Die Kontaktpläne bearbeiten Sie mit folgenden Tools:
● Ladder add-on tool
Mit dem Ladder add-on tool haben Sie die Möglichkeit, Programmfehler oder
Störungsursachen zu suchen und kleinere Korrekturen direkt vorzunehmen.
● Ladder Editor
Um alle vom PLC-Typ unterstützten Operationen zu nutzen, benötigen Sie den Ladder
Editor.

Software-Option
Um PLC-Anwenderprogramme zu bearbeiten, benötigen Sie die Option "SINU‐
MERIK 828 Ladder Editor".

23.2 PLC-Eigenschaften anzeigen und bearbeiten

23.2.1 PLC-Eigenschaften anzeigen


Im Fenster "SIMATIC KOP" lassen Sie sich folgende PLC Eigenschaften anzeigen:
● Betriebszustand
● Name des PLC-Projektes
● PLC-Systemversion
● Zykluszeit
● Bearbeitungszeit
Die Bearbeitungszeit kann zurückgesetzt werden.
Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, die Projektdaten zu aktualisieren oder ein neues PLC-
Anwenderprogramm zu laden.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 813
PLC-Anwenderprogramm bearbeiten (nur 828D)
23.2 PLC-Eigenschaften anzeigen und bearbeiten

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Inbetriebnahme" an.

2. Drücken Sie den Softkey "PLC".


Die Kontaktplandarstellung wird geöffnet und zeigt die PLC-Informatio‐
nen an.

23.2.2 Bearbeitungszeit zurücksetzen


Sie haben die Möglichkeit, die Bearbeitungszeit des PLC-Anwenderprogramms
zurückzusetzen.

Vorgehensweise

1. Ladder add-on tool ist geöffnet.


Sie haben Projektdaten geladen.
2. Drücken Sie den Softkey "Rücksetz. Bear.Zeit".
Die Daten der Bearbeitungszeit werden zurückgesetzt.

23.2.3 Geändertes PLC-Anwenderprogramm laden


Hat sich an den Projektdaten etwas geändert und steht ein neues PLC-Anwenderprogramm
an, laden Sie die Projektdaten in die PLC.
Beim Laden der Projektdaten werden die Datenklassen gespeichert und in die PLC geladen.

Voraussetzung
Prüfen Sie, ob sich die PLC im Stop-Zustand befindet.

Hinweis
PLC im Run-Zustand
Befindet sich die PLC im Run-Zustand, erhalten Sie einen entsprechenden Hinweis und es
erscheinen die Softkeys "Laden im Stop" und "Laden im Run".
Mit "Laden im Stop" wird diePLC in den Stop-Zustand versetzt, das Projekt gespeichert und
in die CPU geladen.
Mit "Laden im Run" fahren Sie mit dem Laden fort und das PLC-Projekt wird in die PLC geladen.
Dabei werden nur die Datenklassen geladen, die wirklich geändert wurden, d.h. in der Regel
INDIVIDUAL Datenklassen.

Fräsen
814 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
PLC-Anwenderprogramm bearbeiten (nur 828D)
23.3 PLC- und NC-Variablen anzeigen und bearbeiten

Vorgehensweise

1. Ladder add-on tool ist geöffnet.


Sie haben Projektdaten geändert.
2. Drücken Sie den Softkey "PLC Stop", wenn sich die PLC im Run-Zustand
befindet.
3. Drücken Sie den Softkey "Laden in CPU", um den Ladevorgang zu star‐
ten.
Es werden alle Datenklassen geladen.
4. Wenn das PLC-Projekt geladen ist, drücken Sie den Softkey "PLC Start",
um die PLC in den Run-Zustand zu versetzen.

23.3 PLC- und NC-Variablen anzeigen und bearbeiten


Änderungen von NC-/PLC-Variablen sind nur mit entsprechendem Kennwort möglich.

WARNUNG
Fehlerhafte Parametrierung
Veränderungen der Zustände von NC-/PLC-Variablen haben einen wesentlichen Einfluss auf
die Maschine. Fehlerhafte Parametrierung kann Menschenleben gefährden und zur
Zerstörung der Maschine führen.

Im Fenster "NC/PLC-Variablen" tragen Sie in die Liste die NC-Systemvariablen und PLC-
Variablen ein, die Sie beobachten oder ändern wollen:
● Variable
Adresse für NC-/PLC-Variable
Fehlerhafte Variablen werden rot hinterlegt und in der Spalte Wert erscheint #.
● Kommentar
Beliebiger Kommentar zur Variable.
Die Spalte kann ein- und ausgeblendet werden.
● Format
Angabe des Formats, in dem die Variable angezeigt werden soll.
Das Format kann fest vorgegeben sein (z.B. Gleitpunkt)
● Wert
Anzeige des aktuellen Wertes der NC-/PLCVariablen

PLC-Variablen
Eingänge Eingangsbit (Ex), Eingabebyte (EBx), Eingangswort (EWx), Eingangsdop‐
pelwort (EDx)
Ausgänge Ausgangsbit (Ax), Ausgangsbyte (ABx), Ausgangswort (AWx), Ausgangs‐
doppelwort (Adx)
Merker Merkerbit (Mx), Merkerbyte (MBx), Merkerwort (MWx), Merkerdoppelwort
(MDx)
Zeiten Zeit (Tx)

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 815
PLC-Anwenderprogramm bearbeiten (nur 828D)
23.3 PLC- und NC-Variablen anzeigen und bearbeiten

PLC-Variablen
Zähler Zähler (Zx)
Daten Datenbaustein (DBx): Datenbit (DBXx), Datenbyte (DBBx), Datenwort
(DBWx), Datendoppelwort (DBDx)

Formate
B Binär
H Hexadezimal
D Dezimal ohne Vorzeichen
+/-D Dezimal mit Vorzeichen
F Float/Gleitpunkt (bei Doppelworten)
A ASCII-Zeichen

Beispiele für Schreibweisen


Zulässige Schreibweisen für Variablen:
● PLC-Variablen: EB2, A1.2, DB2.DBW2
● NC-Variablen:
– NC-Systemvariablen: Schreibweise $AA_IM[1]
– Anwendervariablen/GUD: Schreibweise GUD/MyVariable[1,3]
– BTSS - Schreibweise: /CHANNEL/PARAMETER/R[u1,2]

Variable einfügen
Der Startwert beim "Filtern/Suchen" von Variablen ist unterschiedlich. Um zum Beispiel die
Variable $R[0] einzufügen, geben Sie folgenden Startwert ein:
● Der Startwert ist 0, wenn Sie nach "Systemvariablen" filtern.
● Der Startwert ist 1, wenn Sie nach "Alle (kein Filter)" filtern. Dabei werden alle Signale
angezeigt und in BTSS-Schreibweise dargestellt.
Die GUD aus den Maschinendaten werden im Suchfenster bei der Variablenauswahl nur dann
angezeigt, wenn die zughörige Definitionsdatei aktiviert ist. Ansonsten ist die gesuchte
Variable händisch einzugeben, z. B. GUD/SYG_RM[1]

Fräsen
816 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
PLC-Anwenderprogramm bearbeiten (nur 828D)
23.3 PLC- und NC-Variablen anzeigen und bearbeiten

Das folgende Maschinendatum steht stellvertretend für alle Variablentypen (INT, BOOL, AXIS,
CHAR, STRING): MD18660 $MN_MM_NUM_SYNACT_GUD_REAL

Hinweis
Anzeige von NC-/PLC-Variablen
● Systemvariablen können kanalabhängig sein. Bei Kanalumschaltung werden die Werte
aus dem angewählten Kanal angezeigt.
● Für Anwendervariablen (GUD) ist eine Spezifizierung nach globalen oder
kanalspezifischen GUD nicht nötig. Das erste Element eines GUD-Arrays beginnt mit dem
Index 0 wie bei NC-Variablen.
● Über Tooltipp können Sie sich für NC-Variablen die BTSS-Schreibweise anzeigen lassen
(außer bei GUD).
Servo-Variablen
Servo-Variablen können nur unter "Diagnose" → "Trace" ausgewählt und angezeigt werden.

Werte ändern und löschen

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Diagnose" an.

2. Drücken Sie den Softkey "NC/PLC Variab.".

- ODER -
1. Wählen Sie den Bedienbereich "Inbetriebnahme" an.

2. Drücken Sie die Softkeys "PLC" und "NC/PLC Variab.".

Das Fenster "NC/PLC-Variablen" wird geöffnet.


3. Positionieren Sie den Cursor in die Spalte "Variable" und geben Sie die
gewünschte Variable ein.
4. Drücken Sie die Taste <INPUT>.
Der Operand wird mit dem Wert angezeigt.
5. Drücken Sie auf den Softkey "Details".
Das Fenster "NC/PLC-Variablen: Details" wird geöffnet. Die Angaben zu
"Variable", "Kommentar" und "Wert" werden in voller Länge angezeigt.
6. Positionieren Sie den Cursor in das Feld "Format" und wählen Sie über
<SELECT> das gewünschte Format.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 817
PLC-Anwenderprogramm bearbeiten (nur 828D)
23.3 PLC- und NC-Variablen anzeigen und bearbeiten

7. Drücken Sie den Softkey "Kommentare anzeigen".


Die Spalte "Kommentar" wird eingeblendet. Sie haben die Möglichkeit,
Kommentare zu erfassen, bzw. vorhandene zu bearbeiten.
Drücken Sie den Softkey "Kommentare anzeigen" erneut, um die Spalte
wieder auszublenden.
8. Drücken Sie den Softkey "Ändern", wenn Sie den Wert bearbeiten möch‐
ten.
Die Spalte "Wert" wird editierbar.
9. Drücken Sie den Softkey "Variable einfügen", wenn Sie eine Variable aus
einer Liste aller vorhandenen Variablen auswählen und einfügen möch‐
ten.
Das Fenster "Variable auswählen" wird geöffnet.
10. Drücken Sie den Softkey "Filter/Suchen", um über das Auswahlfeld "Fil‐
ter" die Anzeige der Variablen (z. B. auf Betriebsartenguppen-Variablen)
einzuschränken und/oder über das Eingabefeld "Suchen" die gewünsch‐
te Variable auszuwählen.
Drücken Sie den Softkey "Alles löschen", wenn Sie die Einträge der Ope‐
randen löschen möchten.
11. Drücken Sie den Softkey "OK", um Änderungen oder das Löschen zu
bestätigen.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Abbruch", um Änderungen zu verwerfen.

Operanden ändern
Mit den Softkeys "Operand +" und "Operand -" können Sie je nach Typ des Operanden die
Adresse oder den Index der Adresse jeweils um 1 erhöhen bzw. erniedrigen.

Hinweis
Achsnamen als Index
Die Softkeys "Operand +" und "Operand -" wirken nicht bei Achsnamen als Index, z.B. bei
$AA_IM[X1].

Beispiele
DB97.DBX2.5
Ergebnis: DB97.DBX2.6
$AA_IM[1]
Ergebnis: $AA_IM[2]
MB201
Ergebnis: MB200
/Channel/Parameter/R[u1,3]
Ergebnis: /Channel/Parameter/R[u1,2]

Fräsen
818 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
PLC-Anwenderprogramm bearbeiten (nur 828D)
23.4 PLC-Signale in Statusliste anzeigen und bearbeiten

23.4 PLC-Signale in Statusliste anzeigen und bearbeiten


Im Fenster "PLC-Statusliste" werden PLC-Signale angezeigt und können hier geändert
werden.

Folgende Listen werden angeboten


Eingänge (IB)
Merker (MB)
Ausgänge (QB)
Variablen (VB)
Daten (DB)

Adresse einstellen
Sie haben die Möglichkeit, direkt zur gewünschten PLC-Adresse zu gelangen, um die Signale
zu beobachten.

Ändern
Sie haben die Möglichkeit, die Daten zu editieren.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereicht "Inbetriebnahme" an.

2. Ladder add-on tool ist geöffnet.

3. Drücken Sie den Softkey "Statusliste".


Das Fenster "Statusliste" wird geöffnet.
4. Drücken Sie den Softkey "Adresse einstellen".
Das Fenster "Adresse einstellen" wird geöffnet.
5. Aktivieren Sie die gewünschte Adressart (z.B. DB), geben Sie den Wert
ein und drücken Sie den Softkey "Übernehmen".
Der Cursor springt zur angegebenen Adresse.
6. Drücken Sie den Softkey "Ändern".
Das Eingabefeld "RW" wird editierbar.
7. Geben Sie den gewünschten Wert ein und drücken Sie den Softkey
"Übernehmen".

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 819
PLC-Anwenderprogramm bearbeiten (nur 828D)
23.5 Ansicht der Programmbausteine

23.5 Ansicht der Programmbausteine

23.5.1 Informationen zu Programmbausteinen anzeigen


Sie haben die Möglichkeit, sich alle logischen und grafischen Informationen eines
Programmbausteins anzeigen zu lassen:
● Logische Informationen
In einer Kontaktplandarstellung (KOP) erhalten Sie folgende Infomationen angezeigt:
– Netzwerke mit Programmteilen und Strompfade
– Elektrischen Stromfluss über eine Reihe von logischen Verknüpfungen
● Programmbaustein auswählen
Sie wählen den Programmbaustein, den Sie sich anzeigen lassen möchten.
● Programmstatus
Sie rufen Informationen zum Programmstatus ab.
● Symbolische Adresse
Sie wählen zwischen der Angabe in absoluter und symbolischer Adresse.
● Zoom
Sie haben die Möglichkeit, den Kontaktplan zu vergrößern oder zu verkleinern.
● Suchen
Mit der Funktion "Suchen" gelangen Sie schnell an die Stelle im PLC-Anwenderprogramm,
an der Sie z.B. Änderungen vornehmen möchten.
● Bearbeiten
Sie haben die Möglichkeit, Netzwerke einzufügen, zu bearbeiten und zu löschen.
● Symbolinformation
Sie haben die Möglichkeit, sich alle verwendeten symbolischen Bezeichner im angewählten
Netzwerk anzeigen zu lassen.

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Inbetriebnahme" an.

2. Drücken Sie den Softkey "PLC".

3. Drücken Sie den Softkey "Fenster 1" bzw. "Fenster 2".

Fräsen
820 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
PLC-Anwenderprogramm bearbeiten (nur 828D)
23.5 Ansicht der Programmbausteine

23.5.2 Aufbau der Bedienoberfläche


Das nachfolgende Bild zeigt die Bedienoberfläche.

 
 

Bild 23-1 Bildschirmaufbau

Tabelle 23-1 Legende zum Bildschirmaufbau

Bildelement Anzeige Bedeutung


1 Applikationsbereich
2 Unterstützte PLC-Programmsprache
* Programmänderung vorhanden
3 Name des aktiven Programmbausteins
Darstellung: symbolischer Name (absoluter Name)
4 Programmstatus

Run Programm läuft


Stop Programm angehalten
Status des Applikationsbereichs
Sym Symbolische Darstellung
Abs Absolute Darstellung

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 821
PLC-Anwenderprogramm bearbeiten (nur 828D)
23.5 Ansicht der Programmbausteine

Bildelement Anzeige Bedeutung


5 Anzeige der aktiven Tasten (<INPUT>, <SELECT>)

6 Fokus
Übernimmt die Aufgaben des Cursors
7 Hinweiszeile
Anzeige von Hinweisen z.B. bei Suchen

23.5.3 Bedienmöglichkeiten
Neben den Softkeys und den Navigationstasten stehen in diesem Bereich noch weitere
Tastenkombinationen zu Verfügung.

Tastenkombinationen
Die Cursortasten bewegen den Focus über das PLC-Anwenderprogramm. Beim Erreichen
der Fenstergrenzen wird automatisch gescrollt.

Tastenkombinationen Aktion
Zur ersten Spalte der Reihe

Zur letzten Spalte der Reihe

Einen Bildschirm nach oben

Einen Bildschirm nach unten

Ein Feld nach links, rechts, oben oder unten

Fräsen
822 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
PLC-Anwenderprogramm bearbeiten (nur 828D)
23.5 Ansicht der Programmbausteine

Tastenkombinationen Aktion
Zum ersten Feld des ersten Netzwerkes

- oder-

Zum letzten Feld des letzten Netzwerkes

- oder-

Nächsten Programmblock im gleichen Fenster öffnen

Vorherigen Programmblock im gleichen Fenster öffnen

Die Funktion der Select-Taste ist abhängig von der Position des Einga‐
befokus.
● Tabellenzeile: Anzeige der vollständigen Textzeile
● Netzwerktitel: Anzeige des Netzwerkkommentars
● Befehl: Vollständige Anzeige der Operanden
Befindet sich der Eingabefokus auf einem Befehl, werden alle Operan‐
den einschließlich der Kommentare angezeigt.

23.5.4 Programmstatus anzeigen


Sie haben die Möglichkeit, sich den Programmstatus anzeigen zu lassen.
Folgende Information wird angezeigt:
● Programmstatus: "Run" oder "Stop"
● Status des Applikationsbereiches: "Sym" oder "Abs"

Programmstatus anzeigen lassen


Verfügt Ihre PLC über die Funktion "Programmstatus", werden die Statuswerte zum Zeitpunkt
der Ausführung der Operationen angezeigt. Dabei wird auch der Status des
Lokaldatenspeichers und der Akkumulatoren angezeigt.
Die Anzeige des "Programmstatus" wird auch mit Hilfe des Softkeys "Programmstat."
gesteuert.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 823
PLC-Anwenderprogramm bearbeiten (nur 828D)
23.5 Ansicht der Programmbausteine

Farben zur Darstellung des Programmstatus


Im Programmstatus werden zur Darstellung der Informationen unterschiedliche Farben
verwendet.

Anzeige Farbe
Signalfluss der Stromschiene, wenn der Status aktiv blau
Signalfluss in den Netzwerken blau
Alle Operationen, die aktiv sind und fehlerfrei ausgeführt wer‐blau
den (entspricht Signalfluss)
Status der booleschen Operationen (entspricht Signalfluss) blau
Zeiten und Zähler aktiv grün
Fehler bei Ausführung rot
Kein Signalfluss grau
Kein Netzwerk ausgeführt grau
Betriebszustand STOP grau

Vorgehensweise

1. Die Programmbausteinansicht ist geöffnet.

2. Drücken Sie den Softkey "Programmstat.", um die Anzeige des Pro‐


grammstatus in der Statusanzeige einzublenden.
3. Drücken Sie den Softkey "Programmstat." erneut, um die Anzeige des
Programmstatus in der Statusanzeige wieder auszublenden.

23.5.5 Anzeige von Adressen ändern


Sie können zwischen der Angabe in absoluter oder symbolischer Adresse wählen.
Elemente, für die keine symbolische Bezeichner existieren, werden automatisch mit absolutem
Bezeichner angezeigt.

Fräsen
824 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
PLC-Anwenderprogramm bearbeiten (nur 828D)
23.5 Ansicht der Programmbausteine

Vorgehensweise

1. Die Programmbausteinansicht ist geöffnet.

2. Drücken Sie den Softkey "Symbol. Adresse".


Die Liste der Operanden wird nach symbolischen Adressen sortiert an‐
gezeigt.
3. Um wieder in die Anzeige der absoluten Adressen zurückzukehren, drü‐
cken Sie den Softkey "Symbol. Adresse" erneut.

23.5.6 Kontaktplan vergrößern, verkleinern


Sie haben die Möglichkeit, die Darstellung des Kontaktplans zu vergrößern oder zu verkleinern.

Vorgehensweise

1. Die Programmbausteinansicht ist geöffnet.

2. Drücken Sie den Softkey "Zoom +", um den Ausschnitt des Kontaktplans
zu vergrößern.
Nach dem Vergrößern steht Ihnen der Softkey "Zoom -" zur Verfügung.
3. Drücken Sie den Softkey "Zoom -", um den Ausschnitt des Kontaktplans
wieder zu verkleinern.

23.5.7 Programmbaustein

23.5.7.1 Programmbaustein anzeigen und bearbeiten


Sie haben die Möglichkeit, Programmbausteine wie folgt anzulegen, zu bearbeiten und sich
weitere Informationen anzeigen zu lassen:
● Lokale Variablen
Sie haben die Möglichkeit, sich lokale Variablen eine Bausteins anzeigen zu lassen.
● Programmbaustein neu anlegen
Sie haben die Möglichkeit, einen neuen Programmbaustein anzulegen.
● Programmbaustein öffnen
Sie lassen sich alle logischen und grafischen Informationen zum Programmbaustein
anzeigen und haben die Möglichkeit den Baustein zu bearbeiten.

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Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 825
PLC-Anwenderprogramm bearbeiten (nur 828D)
23.5 Ansicht der Programmbausteine

● Eigenschaften
Sie haben die Möglichkeit, sich die Eigenschaften eines Bausteins anzeigen zu lassen und
bei Bedarf zu bearbeiten.
● Schutz
Sie haben die Möglichkeit

Vorgehensweise

1. Wählen Sie den Bedienbereich "Inbetriebnahme" an.

2. Drücken Sie den Softkey "PLC".

3. Drücken Sie den Softkey":


● Fenster 1 OB1"
- ODER -
● "Fenster 2 SBRO"
4. Drücken Sie auf den Softkey "Programmbaustein".

23.5.7.2 Lokale Variablentabelle anzeigen


Sie haben die Möglichkeit, die lokale Variablentabelle eines INT-Bausteines anzuzeigen.
Folgende Informationen sind in der Tabelle enthalten.

Name Frei vergeben.


Variablentyp Auswahl:
● IN
● IN_OUT
● OUT
● TEMP
Datentyp Auswahl:
● BOOL
● BYTE
● WORD
● INT
● DWORD
● DINT
● REAL
Kommentar Frei vergeben.

Fräsen
826 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
PLC-Anwenderprogramm bearbeiten (nur 828D)
23.5 Ansicht der Programmbausteine

Vorgehensweise

1. Das Fenster "Programmbaustein" ist geöffnet.


3. Drücken Sie den Softkey "Lokale Variablen".
Das Fenster "Lokale Variablen" wird geöffnet und listet die angelegten
Variablen auf.

23.5.7.3 Programmbaustein anlegen

Übersicht
Der Ausfall eines einzelnen Ein- bzw. Ausgangs oder Relais führt in der Regel zur Störung
der Anlage.
Mit Hilfe des Ladder add-on tools haben Sie die Möglichkeit eine PLC-Diagnose vorzunehmen
und Störungsursachen oder Programmfehler ausfindig zu machen. Kleine Korrekturen können
Sie direkt vornehmen.

INT_100 / INT_101-Baustein erstellen


Fehlt ein INT_100- bzw. INT_101-Baustein können sie über die vertikale Softkeyleiste
hinzugefügt werden. Existieren diese INT-Bausteine in einem Projekt, können sie über die
vertikale Softkeyleiste gelöscht werden. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, Netzwerke
von Interruptroutinen auf der Steuerung zu ändern sowie diese Änderungen zu speichern und
zu laden.

Interruptroutinen editieren
Folgende Interruptprogramme können Sie editieren:
● INT_100 - Interruptprogramm, (wird vor dem Hauptprogramm ausgeführt)
● INT_101 - Interruptprogramm, (wird nach dem Hauptprogramm ausgeführt)

Rangieren von Daten


Sie haben die Möglichkeit mit Hilfe des Ladder add-on tools Eingänge (über INT_100) bzw.
Ausgänge (über INT_101) zum Beispiel für Servicefälle "umzuverdrahten".

Hinweis
PLC-Projekt speichern bei Bedienbereichswechsel
Haben Sie INT_100/INT_101-Bausteine angelegt oder Netzwerke in einem INT-Baustein
eingefügt, entfernt oder editiert, müssen Sie das Projekt speichern, bevor Sie aus dem PLC-
Bereich in einen anderen Bedienbereich wechseln. Mit dem Softkey "Laden in CPU"
übertragen Sie das Projekt in die PLC. Geschieht dies nicht, sind alle Änderungen verloren
und müssen erneut vorgenommen werden.
Beachten Sie den entsprechenden Programmhinweis.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 827
PLC-Anwenderprogramm bearbeiten (nur 828D)
23.5 Ansicht der Programmbausteine

Literatur
Das Editieren der Interruptprogramme INT_100 und INT_101 kann freigegeben bzw. gesperrt
werden.

Informationen hierzu finden Sie im Funktionshandbuch Grundfunktionen, Kapitel P4: PLC für
SINUMERIK 828D

Neuen Baustein anlegen


Mit Hilfe des Ladder Editors haben Sie die Möglichkeit, neue Programmbausteine anzulegen

Name INT _100, INT_101


Für den Namen des INT-Bausteins wird die Nummer aus dem Auswahl‐
feld "Nummer Unterprogramm" übernommen.
Autor Maximal 48 Zeichen erlaubt.
Nummer Unterpro‐ 100, 101
gramm
Datenklasse Individual
Kommentar Maximal 100 Zeilen und 4096 Zeichen erlaubt.

Hinweis
Zugriffsschutz
Sie haben die Möglichkeit, neu angelegte Bausteine vor Zugriff zu schützen.

Voraussetzung

Software-Option
Um das gesamte PLC-Anwenderprogramme zu bearbeiten, benötigen Sie die
Option "SINUMERIK 828 Ladder Editor".
Steht diese Option nicht zur Verfügung, können Sie nur INT100 und INT101
editieren.

Vorgehensweise

1. Das Fenster "Programmbaustein" ist geöffnet.


2. Drücken Sie den Softkey "Neu".
Das Fenster "Eigenschaften" wird geöffnet.
3. Wählen Sie den gewünschten INT-Baustein und geben Sie Namen des
Autors, Nummer des Unterprogramms sowie evtl. einen Kommentar ein.
Drücken Sie den Softkey "Übernehmen"

Fräsen
828 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
PLC-Anwenderprogramm bearbeiten (nur 828D)
23.5 Ansicht der Programmbausteine

23.5.7.4 Programmbaustein in Fenster öffnen


Sie haben die Möglichkeit, sich alle logischen und grafischen Informationen zum
Programmbaustein anzeigen zu lassen .

Vorgehensweise

1. Der betreffende Baustein ist ausgewählt und das Fenster "Programmbau‐


stein" ist geöffnet.
2. Wählen Sie den gewünschten Baustein und drücken Sie auf "Öffnen".

Der Baustein wird in dem gerade aktiven Fenster 1 bzw. Fenster 2 ange‐
zeigt.

23.5.7.5 Zugriffsschutz anzeigen / aufheben


Im Programming Tool PLC 828 haben Sie die Möglichkeit, Programm-Organisationseinheiten
(POU) mit einem Kennwort zu schützen. Damit wird der Zugriff von anderen Benutzern auf
diesen Teil des Programms verhindert. Damit wird sie für andere Benutzer unsichtbar und
beim Laden verschlüsselt.
Mit einem Passwort geschützte POU, werden in der Bausteinübersicht und im Kontaktplan mit
einem Schloss gekennzeichnet.

Vorgehensweise

1. Der betreffende Baustein ist ausgewählt und das Fenster "Programm‐


baustein" ist geöffnet.
2. Drücken Sie den Softkey "Schutz".
Das Fenster "Schutz" wird geöffnet.
Schutz aufheben
3. Geben Sie das Kennwort ein.
● "Schutz bleibt für diesen Programmbaustein erhalten" ist aktiviert:
Sie haben die Möglichkeit, den Baustein zu bearbeiten oder zu
löschen. Der Schutz ist wieder wirksam, wenn Sie das PLC-
Anwenderprogramm in die PLC laden.
● "Schutz bleibt für diesen Programmbaustein erhalten" ist deaktiviert:
Der Schutz des Bausteins ist dauerhaft aufgehoben. Das PLC-
Anwenderprogramm ist nach dem Laden in die PLC nicht geschützt.
Schutz setzen
4. Geben Sie das gewünschte Kennwort in die erste Zeile "Bitte Kennwort
eingeben" und wiederholen Sie die Kennworteingabe in der zweiten Zeile.

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Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 829
PLC-Anwenderprogramm bearbeiten (nur 828D)
23.5 Ansicht der Programmbausteine

5. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen "Alle Programmbausteine mit diesem


Kennwort schützen", wenn Sie alle Bausteine des Anwenderprogramms
schützen wollen.
Hinweis:
Programmbausteine, die bereits durch ein Kennwort geschützt sind, wer‐
den dadurch nicht beeinflusst.
6. Drücken Sie den Softkey "Übernehmen".

23.5.7.6 Bausteineigenschaften nachträglich editieren


Sie haben die Möglichkeit, Titel, Autor und Kommentar eines Bausteins zu bearbeiten.

Hinweis
Den Bausteinnamen, die Unterprogrammnummer sowie die Datenklassenzuordnung können
Sie nicht bearbeiten.

Vorgehensweise

1. Der betreffende Baustein ist ausgewählt und das Fenster "Programm‐


baustein" ist geöffnet.
3. Drücken Sie den Softkey "Eigenschaften".
Das Fenster "Eigenschaften" wird geöffnet.

23.5.8 Programmbaustein bearbeiten mit "Ladder Editor"

23.5.8.1 PLC-Anwenderprogramm editieren


Mit Hilfe des Ladder Editors haben Sie die Möglichkeit, PLC-Anwenderprogramm zu ändern
und zu erweitern.
Für die Bearbeitung stehen alle vom PLC-Typ unterstützten Operationen zur Verfügung.
Unterprogramme und Interruptprogramme können hinzugefügt und gelöscht werden.

Software-Option
Um PLC-Anwenderprogramme zu bearbeiten, benötigen Sie die Option "SINU‐
MERIK 828 Ladder Editor".

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830 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
PLC-Anwenderprogramm bearbeiten (nur 828D)
23.5 Ansicht der Programmbausteine

Hinweis
Änderungen speichern
Wenn Sie Änderungen im Programm vornehmen, müssen Sie das Projekt speichern, bevor
Sie aus dem PLC-Bereich in einen anderen Bedienbereich wechseln. Mit dem Softkey "Laden
in CPU" übertragen Sie das Programm in die PLC. Geschieht dies nicht, sind alle Änderungen
verloren und müssen erneut vorgenommen werden.
Beachten Sie den entsprechenden Programmhinweis.

Editierfunktionen
● Baustein bearbeiten
– Verbindungslinien, Kontakte, Spulen und Boxen anlegen
– Operanden ändern
– Operationen löschen
● Netzwerk
– anlegen
Sie können ein neues Netzwerk anlegen und anschließend bearbeiten.
– löschen
Nur leere Netzwerke können bearbeitet werden. Netzwerke, die bereits Anweisungen
enthalten, können nur gelöscht werden.

Literatur
Informationen hierzu finden Sie im Funktionshandbuch Grundfunktionen, Kapitel P4: PLC für
SINUMERIK 828D

23.5.8.2 Programmbaustein bearbeiten


Mit Hilfe des Ladder Editors haben Sie die Möglichkeit, Programmbausteine zu bearbeiten.

Voraussetzung
Um Programmbausteine zu bearbeiten, muss der Programmstatus auf STOP stehen.

Vorgehensweise

1. Die Kontaktplandarstellung (KOP) ist geöffnet.


2. Drücken Sie den Softkey "Programmbaustein" und wählen Sie den Bau‐
stein, den Sie bearbeiten wollen.

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Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 831
PLC-Anwenderprogramm bearbeiten (nur 828D)
23.5 Ansicht der Programmbausteine

3. Drücken Sie den Softkey "Öffnen".


Der Programmbaustein wird im entsprechenden Fenster geöffnet.
4. Drücken Sie den Softkey "Ändern", um in den Editiermodus zu gelangen.
Ist die Programmstatusanzeige aktiv, erhalten Sie einen Hinweis, den Sie
mit "OK" bestätigen.

5. Wenn Sie Verbindungslinien einfügen wollen, positionieren Sie den Cur‐


sor an die gewünschte Stelle und drücken Sie den entsprechenden Soft‐
key, z.B. "-->".
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Kontakte" und wählen Sie in der sich öffnenden
Liste die gewünschte Operation.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Spulen" und wählen Sie in der sich öffnenden
Liste die gewünschte Operation.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Boxen" und wählen Sie in der sich öffnenden
Liste die gewünschte Operation.
5. Drücken Sie den Softeky "Übernehmen", um die jeweilige Aktion zu be‐
stätigen.
Die Änderungen werden gespeichert.
Hinweis:
Die Änderungen werden erst wirksam, wenn das Anwenderprogramm in
die CPU geladen wird.

Hinweis
Änderungen speichern
Wenn Sie Änderungen im Programm vornehmen, müssen Sie das Projekt speichern, bevor
Sie aus dem PLC-Bereich in einen anderen Bedienbereich wechseln. Mit dem Softkey "Laden
in CPU" übertragen Sie das Programm in die PLC. Geschieht dies nicht, sind alle Änderungen
verloren und müssen erneut vorgenommen werden.
Beachten Sie den entsprechenden Programmhinweis.

Programm in die CPU laden

1. Drücken Sie die Softkeys "PLC-CPU" und "Laden in CPU".

2. Drücken Sie den Softkey "OK", um den Ladevorgang zu starten.


Nach dem fehlerfreien Übersetzen des Programms wird die PLCT in den
STOP-Zustand versetzt und in die PLC geladen.

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832 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
PLC-Anwenderprogramm bearbeiten (nur 828D)
23.5 Ansicht der Programmbausteine

23.5.8.3 Programmbaustein löschen


Mit Hilfe des Ladder Editors haben Sie die Möglichkeit, Bausteine zu löschen.

Voraussetzung

Software-Option
Um PLC-Anwenderprogramme zu bearbeiten, benötigen Sie die Option "SINU‐
MERIK 828 Ladder Editor".

Vorgehensweise

1. Der betreffende Baustein ist ausgewählt und das Fenster "Programmbau‐


stein" ist geöffnet.
2. Wählen Sie den gewünschten Baistein und drücken Sie auf "Löschen".

5. Drücken Sie auf "OK", um den Baustein zu löschen.

- ODER -
Drücken Sie auf "Abbruch", um die Aktion abzubrechen.

Literatur
Das Editieren der Interruptprogramme INT_100 und INT_101 kann freigegeben bzw. gesperrt
werden.

Informationen hierzu finden Sie im Funktionshandbuch Grundfunktionen, Kapitel P4: PLC für
SINUMERIK 828D

23.5.8.4 Netzwerk einfügen und bearbeiten


Sie haben die Möglichkeit, ein neues Netzwerk zu erstellen und anschließend an der
gewählten Cursor-Position Operationen (Bitoperation, Zuweisung, etc.) einzufügen.
Nur leere Netzwerke können bearbeitet werden. Netzwerke, die bereits Anweisungen
enthalten, können nur gelöscht werden.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 833
PLC-Anwenderprogramm bearbeiten (nur 828D)
23.5 Ansicht der Programmbausteine

Pro Netzwerk ist eine einfache, einzeilige Zeile editierbar. Pro Netzwerk können maximal 3
Spalten angelegt werden.

Spalte Operation
Spalte 1 ● Schließerkontakt -| |-
-|/|-
● Öffnerkontakt
Spalte 2 NOT -|NOT|-
(optional) Steigende Flanke -|P|-
Fallende Flanke -|N|-

Zuweisen -( )
Setzen -(S)
Rücksetzen -(R)
Spalte 3 Zuweisen -( )
(nur möglich, wenn in der 2. Spalte keine Zu‐ Setzen -(S)
weisen-, Setzen- oder Rücksetzen-Operati‐ Rücksetzen -(R)
on angegeben wurde)

Hinweis
Logische UND (serieller Kontakt) und logische ODER (paralleler Kontakt) sind nicht möglich.

Die Bitverknüpfungen bestehen aus einer oder mehreren logischen Operationen und der
Zuweisung zu einem Ausgang/Merker.
Wird der Cursor mit den Pfeiltasten weiter nach links bewegt, kann die Art der Zuweisung oder
eine logische Operation gewählt werden. Rechts einer Zuweisung kann keine weitere logische
Operation folgen. Ein Netzwerk muss prinzipiell mit einer Zuweisung abschließen.

Literatur
Informationen zur PLC-Programmierung finden Sie in folgender Literatur:
Funktionshandbuch Grundfunktionen; PLC für SINUMERIK 828D (P4)

Vorgehensweise

1. Eine INT100 bzw. INT101-Routine ist angewählt.


2. Drücken Sie den Softkey "Bearbeiten".

3. Positionieren Sie den Cursor auf ein Netzwerk.


4. Drücken Sie den Softkey "Netzwerk einfügen".

- ODER -
Drücken Sie die Taste <INSERT>.

Fräsen
834 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
PLC-Anwenderprogramm bearbeiten (nur 828D)
23.5 Ansicht der Programmbausteine

Befindet sich der Cursor auf "Netzwerk x", wird hinter diesem Netzwerk
ein neues, leeres Netzwerk eingefügt.
5. Positionieren Sie den Cursor auf das gewünschte Element unterhalb des
Netzwerktitels und drücken Sie den Softkey "Operation einfügen".
Das Fenster "Operation einfügen" wird geöffnet.
6. Wählen Sie die gewünschte Bitoperation (Öffnen bzw. Schließer), bzw.
Zuweisung und drücken Sie den Softkey "OK".
7. Drücken Sie den Softkey "Operanden einfügen".

8. Geben Sie die Verknüpfung, bzw. den Befehl ein und drücken Sie die
Taste <INPUT>, um die Eingabe abzuschließen.

9. Positionieren Sie die Operation, die Sie löschen möchten, und drücken
Sie den Softkey "Operation löschen".
- ODER -
Positionieren Sie den Cursor auf den Titel des Netzwerkes, das Sie lö‐
schen möchten und drücken Sie den Softkey "Netzwerk löschen".
- ODER -
Drücken Sie die Taste <DEL>.

Das Netzwerk einschließlich aller Verknüpfungen und Operanden, bzw.


die selektierte Operation wird gelöscht.

23.5.8.5 Netzwerkeigenschaften editieren


Sie haben die Möglichkeit, die Netzwerkeigenschaften eines INT-Bausteins zu bearbeiten.

Netzwerktitel und Netzwerkkommentar


Der Titel kann maximal drei Zeilen und 128 Zeichen lang sein. Der Kommentar kann maximal
100 Zeilen und 4096 Zeichen umfassen.

Vorgehensweise

1. Die Kontaktplandarstellung (KOP) ist geöffnet.

2. Wählen Sie über die Cursor-Tasten das Netzwerk, das Sie bearbeiten
möchten.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 835
PLC-Anwenderprogramm bearbeiten (nur 828D)
23.6 Symboltabellen anzeigen

3. Drücken Sie die Taste <SELECT>.


Das Fenster "Netzwerktitel / Kommentar" wird geöffnet und zeigt den Titel
und den evtl. vergebenen Kommentar zum gewählten Netzwerk an.
5. Drücken Sie den Softkey "Ändern".
Die Felder werden editierbar.
6. Geben Sie die Änderungen ein und drücken Sie den Softkey "OK", um
die Daten in das Anwenderprogramm zu übernehmen.

23.5.9 Netzwerk Symbol Informationstabelle anzeigen


Im Fenster "Netzwerk Symbol Informationstabelle" werden alle verwendeten symbolischen
Bezeichner im angewählten Netzwerk angezeigt.
Folgende Informationen werden aufgelistet:
● Namen
● absolute Adressen
● Kommentare
Für Netzwerke, die keine globalen Symbole enthalten, bleibt die Symbolinformationstabelle
leer.

Vorgehensweise

1. Die Kontaktplandarstellung (KOP) ist geöffnet.

2. Wählen Sie das gewünschte Netzwerk und drücken Sie den Softkey
"Symbol-Info".
Das Fenster "Netzwerk Symbol Informationstabelle" wird eingeblendet.
3. Mit Hilfe der Cursor-Tasten bewegen Sie sich innerhalb der Tabelle.

23.6 Symboltabellen anzeigen


Sie haben die Möglichkeit, sich die verwendeten Symboltabellen anzeigen zu lassen, um damit
einen Überblick über die im Projekt vorhandenen globalen Operanden zu erhalten..
Zu jedem Eintrag erhalten Sie Namen, Adresse und ggf. einen Kommentar angezeigt.

Fräsen
836 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
PLC-Anwenderprogramm bearbeiten (nur 828D)
23.7 Querverweise anzeigen

Vorgehensweise

1. Ladder add-on tool ist geöffnet.

2. Drücken Sie die Softkeys "Symboltabelle" und "Sym.-Tab. Auswahl".


Die Liste mit den Einträgen der Symboltabelle wird angezeigt.

3. Wählen Sie die gewünschte Tabelle und drücken Sie auf den Softkey
"Öffnen".
Die Tabelle wird angezeigt.
4. Wählen Sie mit Hilfe der Cursor-Taste den gewünschten Eintrag.

23.7 Querverweise anzeigen


Sie haben die Möglichkeit, sich in der Liste der Querverweise alle im PLC-Anwenderprojekt
verwendeten Operanden und deren Verwendung anzeigen zu lassen.
Aus dieser Liste kann man entnehmen, in welchen Netzwerken ein Eingang, Ausgang, Merker
etc. verwendet wird.
Die Liste Querverweise enthält folgende Informationen:
● Baustein
● Adresse im Netzwerk
● Kontext (Befehls-ID)

Symbolische und absolute Adresse


Sie können zwischen der Angabe in absoluter oder symbolischer Adresse wählen.
Elemente, für die keine symbolische Bezeichner existieren, werden automatisch mit absolutem
Bezeichner angezeigt.

Programmbausteine in Kontaktplan öffnen


Sie haben die Möglichkeit, direkt aus den Querverweisen an die Stelle im Programm zu
gelangen, wo der Operand verwendet wird. Der entsprechende Baustein wird in Fenster 1
oder 2 geöffnet und der Cursor auf das entsprechende Element gesetzt.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 837
PLC-Anwenderprogramm bearbeiten (nur 828D)
23.8 Operanden suchen

Vorgehensweise

1. Ladder add-on tool ist geöffnet.

2. Drücken Sie den Softkey "Querverweise".


Die Liste der Querverweise öffnet sich und die Operanden werden nach
absoluten Adressen sortiert angezeigt.
3. Drücken Sie den Softkey "Symbol. Adresse".
Die Liste der Operanden wird nach symbolischen Adressen sortiert an‐
gezeigt.
4. Um wieder in die Anzeige der absoluten Adressen zurückzukehren, drü‐
cken Sie den Softkey "Absolute Adresse".
5. Wählen Sie den gewünschten Querverweis und drücken Sie den Softkey
"In Fenster 1 öffnen" oder "In Fenster 2 öffnen".
Der Kontaktplan wird geöffnet und der gewählte Operand ist markiert.

6. Drücken Sie den Softkey "Suchen".


Das Fenster "Suchen / Gehe zu" wird geöffnet.
7. Wählen Sie "Suche Operand", bzw. "Gehe zu", geben Sie den das ge‐
suchte Element, bzw. die gewünschte Zeile ein und wählen Sie die Such‐
reihenfolge (z.B. Suchen aufwärts).
8. Drücken Sie den Softkey "OK", um die Suche zu starten.

9. Wurde ein Element gefunden, das dem gesuchten entspricht, sich aber
nicht an der gewünschten Stelle befindet, drücken Sie den Softkey "Wei‐
tersuchen", um zum nächsten Auftreten des Suchbegriffs zu gelangen.

23.8 Operanden suchen


Damit Sie beispielsweise in sehr großen PLC-Anwenderprogrammen schnell an die Stelle
gelangen, an der Sie z.B. Änderungen vornehmen möchten, können Sie die Suchfunktion
verwenden.

Suche eingrenzen
● "Fenster 1" / "Fenster 2"
Über "Gehe zu" springen Sie direkt zum gewünschten Netzwerk.
● "Querverweise", "Symboltabelle"
Über "Gehe zu" springen Sie direkt zur gewünschten Zeile.

Voraussetzung
Fenster 1 /Fenster 2, die Symboltabellen bzw. die Liste der Querverweise ist geöffnet.

Fräsen
838 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
PLC-Anwenderprogramm bearbeiten (nur 828D)
23.8 Operanden suchen

Vorgehensweise

1. Drücken Sie den Softkey "Suchen".


Eine neue vertikale Softkey-Leiste wird eingeblendet. Gleichzeitig öffnet
sich das Fenster "Suchen / Gehe zu".
2. Wählen Sie im ersten Eingabefeld den Eintrag "Suche Operand", wenn
Sie einen bestimmten Operanden suchen, und geben Sie den Suchbe‐
griff in das Eingabefeld "Suchen nach" ein.
3. Wählen Sie den Suchbereich (z.B. Suchen gesamt).

4. Wählen Sie den Eintrag "In dieser Programmeinheit" oder "In allen Pro‐
grammeinheiten", wenn Sie sich im "Fenster 1" bzw. "Fenster 2" oder in
der Symboltabelle befinden, um die Suche einzuschränken.
5. Drücken Sie den Softkey "OK", um die Suche zu starten.
Wird der gesuchte Operand gefunden, wird die entsprechende Zeile mar‐
kiert.
Drücken Sie den Softkey "Weitersuchen", wenn der im Suchlauf gefun‐
dene Operand nicht dem gewünschten Element entspricht.
- ODER -
Drücken Sie den Softkey "Abbruch", wenn die Suche abgebrochen wer‐
den soll.

Weitere Suchmöglichkeiten

1. Drücken Sie den Softkey "Gehe zum Anfang", um an den Anfang des
Kontaktplans in Fenster 1, bzw. Fenster 2 oder der Liste (Querverweise,
Symboltabelle) zu springen.

2. Drücken Sie den Softkey "Gehe zum Ende", um an das Ende des Kon‐
taktplans in Fenster 1, bzw. Fenster 2 oder der Liste (Querverweise,
Symboltabelle) zu springen.

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 839
PLC-Anwenderprogramm bearbeiten (nur 828D)
23.8 Operanden suchen

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840 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Anhang A
A.1 Dokumentationsübersicht 840D sl

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Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 841
Anhang
A.1 Dokumentationsübersicht 840D sl

'RNXPHQWDWLRQV¾EHUVLFKW6,180(5,.'VO
$OOJHPHLQH'RNXPHQWDWLRQ
6,180(5,.
'VO

:HUEHVFKULIW .DWDORJ1& .DWDORJ306,027,21


6,1$0,&66XQG0RWRUHQ
I¾U3URGXNWLRQVPDVFKLQHQ
$QZHQGHU'RNXPHQWDWLRQ
6,180(5,. 6,180(5,. 6,180(5,. 6,180(5,.
'VO 'VO 'VO 'VO
' ' '
6,1$0,&6
6

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ದ'UHKHQ ದ$UEHLWVYRUEHUHLWXQJ ದ,62)U¦VHQ
ದ)U¦VHQ ದ0HVV]\NOHQ
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6,180(5,. 6,180(5,. 6,180(5,. 6,180(5,. 6,180(5,.
'VO 'VO 'VO 'VO 'VO
'
6,1$0,&6 6,1$0,&6
6 6

*HU¦WHKDQGEXFK 6\VWHPKDQGEXFK 6\VWHPKDQGEXFK ,QEHWULHEQDKPHKDQGEXFK /LVWHQKDQGEXFK


ದ1&8 /HLWIDGHQI¾UGLH &WUO(QHUJ\ ದ&1&1&.3/& ದ0DVFKLQHQGDWHQ
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XQG9HUQHW]XQJ ದ%DVHVRIWZDUHXQG ದ9DULDEOHQ
%HGLHQ6RIWZDUH
+HUVWHOOHU6HUYLFH'RNXPHQWDWLRQ
6,180(5,. 6,180(5,. 6,1$0,&6 6,180(5,. 6,180(5,.
'VO 'VO 6 'VO
'

)XQNWLRQVKDQGEXFK )XQNWLRQVKDQGEXFK )XQNWLRQVKDQGEXFK )XQNWLRQVKDQGEXFK 3URMHNWLHUXQJVDQOHLWXQJ


ದ*UXQGIXQNWLRQHQ :HUN]HXJYHUZDOWXQJ $QWULHEVIXQNWLRQHQ 6DIHW\,QWHJUDWHG (09$XIEDXULFKWOLQLH
ದ(UZHLWHUXQJVIXQNWLRQHQ
ದ6RQGHUIXQNWLRQHQ
ದ6\QFKURQDNWLRQHQ
ದ,62'LDOHNWH
,QIR7UDLQLQJ (OHNWURQLVFKH'RNXPHQWDWLRQ
6,180(5,. 6,180(5,.

'2&RQ&' 0\'RFXPHQWDWLRQ ,QGXVWU\0DOO


0DQDJHU
7UDLQLQJVXQWHUODJH +DQGEXFK
ದ(LQIDFKHU)U¦VHQ :HUN]HXJXQG
PLW6KRS0LOO )RUPHQEDX
ದ(LQIDFKHU'UHKHQ
PLW6KRS7XUQ

Fräsen
842 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Index
Programmliste, 696
Verzeichnis, 690
A Werkstück, 691
Anschläge, 757
Abarbeiten
Anstellen Fräswerkzeug - CYCLE800
Programm, 689
Funktion, 594
Abspanen
Parameter, 596
Parameter, 160
Anwendervariablen, 209
Abspanen - CYCLE951
aktivieren, 215
Funktion, 471
definieren, 215
Parameter, 475
Globale GUD, 211, 215
Abspanen - CYCLE952
Kanal GUD, 213
Eingabe einfach, 546
Lokale LUD, 214
Funktion, 544
Programm PUD, 214
Parameter - Eingabe einfach, 551
R-Parameter, 210
Parameter - Eingabe komplett, 551
suchen, 215
Abspanen Rest - CYCLE952
Anwenderzustimmung, 73
Funktion, 555
Anzeigen
Parameter, 559
Energieverbrauch, 789
Abstich - CYCLE92
HTML-Dokumente, 712
Funktion, 528
Lokale Variablentabelle, 826
Parameter, 532
PDF-Dokumente, 712
Achsen
PLC Eigenschaften, 813
direkt positionieren, 147
PLC-Signale, 819
feste Schrittweite, 146
Programmebene, 169
referenzieren, 72
Programmstatus, 823
rückpositionieren, 171
Querverweise, 837
variable Schrittweite, 147
Symboltabelle, 836
verfahren, 145
Arbeitsfeldbegrenzung
Adaptertransformierte Ansicht, 678
festlegen, 133
Adresse
Arbeitsplan
absolut, 824
ShopMill, 275
Anzeige wechseln, 824
Arbeitsschritt-Programm, 275
symbolisch, 824
Archiv
Alarme
einlesen aus Systemdaten, 721
anzeigen, 735
einlesen im Programm-Manager, 720
sortieren, 738
erstellen in Systemdaten, 717
Alarmprotokoll
erzeugen in Programm-Manager, 716
anzeigen, 736
Lochstreifenformat, 716
sortieren, 738
Ausblendsätze, 182
Ändern
Ausdrehen - CYCLE86
Rohteil, 299
Funktion, 350
Anlegen
Parameter, 351
beliebige Datei, 694
Ausrichten Drehwerkzeug - CYCLE800
G-Code-Programm, 692
Funktion, 596
INT-Baustein, 828
Parameter, 600
Jobliste, 695
Ausschalten, 71
NC-Verzeichnis auf lokalem Laufwerk, 685
Programmbaustein, 825, 828
Programmblock, 190

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Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 843
Index

kopieren, 739
öffnen, 739
B Binärformat, 716
Bohren
Bahnfräsen - CYCLE72
Manuelle Maschine, 764
Funktion, 449
Bohren - CYCLE82
Parameter, 453
Eingabe einfach, 330
Basissätze, 168
Funktion, 330
Basis-Verschiebung, 125
Parameter - Eingabe einfach, 332
Baustein
Parameter Eingabe komplett, 332
bearbeiten, 830
Bohrgewinde fräsen - CYCLE78
Bearbeiten
Funktion, 359
Baustein, 830
Parameter, 362
Netzwerk, 834
Bohrradius, 644
Netzwerkeigenschaften, 835
Bohrwerkwerkzeug
PLC-Signale, 819
Länge messen mit Bezugspunkt Festpunkt, 83
Programmbaustein, 825, 827, 830, 831
Bohrwerkzeug
Bearbeiten mit "Ladder Editor"
automatisch messen, 86
PLC-Anwenderprogramm, 830
Länge messen mit Bezugspunkt Werkstück, 82
Bearbeitung
manuell messen, 82
abbrechen, 164
Radius / Durchmesser messen, 84
starten, 163
stoppen, 163
Bearbeitungszeit
Darstellung, 256, 277
C
Bearbeitungszeit zurücksetzen Codeträgeranbindung, 654
PLC-Anwenderprogramm, 814 Ctrl-Energy
Bearbeitungszeiten Energieanalyse, 789
Darstellung in Satzanzeige, 46, 166 Energiesparprofile, 794
Bedienbereich Energieverbrauch messen, 791
wechseln, 48 Funktionen, 789
Bedienoberfläche gespeicherte Messkurven, 794
bedienen, 822 CYCLE60 - Gravur
Darstellung, 821 Funktion, 433
Bedientafelfront Parameter, 439
OP 015 Black, 67 CYCLE61 - Planfräsen
OP 019 Black, 67 Funktion, 376
Bedientafelfronten, 26 Parameter, 379
Beliebige Datei CYCLE62 - Konturaufruf
anlegen, 694 Funktion, 448, 542
Beliebige Positionen - CYCLE802 Parameter, 449, 543
Funktion, 366 CYCLE63 - Konturtasche fräsen
Parameter, 368 Eingabe einfach, 459
Betriebsart Parameter - Eingabe einfach, 462
AUTO, 75 Parameter - Eingabe komplett, 462
JOG, 74, 141 CYCLE63 - Konturtasche Restmaterial
MDA, 75 Funktion, 464
REPOS, 75 Parameter, 465
TEACH In, 75 CYCLE63 - Konturzapfen fräsen
wechseln, 48 Eingabe einfach, 466
Betriebsartengruppen, 76 Funktion, 466
Bildschirmabzüge Parameter - Eingabe einfach, 468
erstellen, 739 Parameter - Eingabe komplett, 468

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844 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Index

CYCLE63 - Konturzapfen Restmaterial CYCLE81 - Zentrieren


Funktion, 469 Funktion, 328
Parameter, 471 Parameter, 329
CYCLE64 - Konturtasche vorbohren CYCLE82 - Bohren
Funktion - Vorbohren, 455 Eingabe einfach, 330
Funktion - Zentrieren, 455 Funktion, 330
Parameter - Vorbohren, 458 Parameter - Eingabe einfach, 332
Parameter - Zentrieren, 457 Parameter Eingabe komplett, 332
CYCLE70 - Gewindefräsen CYCLE83 - Tieflochbohren 1
Funktion, 430 Eingabe einfach, 335
Parameter, 433 Funktion, 335
CYCLE72 - Bahnfräsen Parameter - Eingabe einfach, 338
Funktion, 449 Parameter - Eingabe komplett, 338
Parameter, 453 CYCLE830 - Tieflochbohren 2
CYCLE76 - Rechteckzapfen Bohrungseintritt, 341
Eingabe einfach, 394 Eingabe einfach, 340
Funktion, 394 Funktion, 339
Parameter - Eingabe einfach, 397 mit / ohne Anbohren, 341
Parameter - Eingabe komplett, 396 mit Pilotbohrung, 341
CYCLE77 - Kreiszapfen Parameter - Eingabe einfach, 347
Eingabe einfach, 398 Parameter - Eingabe komplett, 346
Funktion, 398 CYCLE832 - High Speed Settings
Parameter - Eingabe einfach, 401 Funktion, 600
Parameter - Eingabe komplett, 400 Parameter, 602
CYCLE78 - Bohrgewinde fräsen CYCLE84 - Gewindebohren
Funktion, 359 Parameter - Eingabe einfach, 357
Parameter, 362 CYCLE84 - Gewindebohren ohne Ausgleichsfutter
CYCLE79 - Mehrkant Eingabe einfach, 352
Eingabe einfach, 403 Funktion, 352
Funktion, 402 Parameter - Eingabe komplett, 357
Parameter - Eingabe einfach, 405 CYCLE840 - Gewindebohren
Parameter - Eingabe komplett, 405 Parameter - Eingabe einfach, 357
CYCLE800 - Anstellen Fräswerkzeug CYCLE840 - Gewindebohren mit Ausgleichsfutter
Funktion, 594 Eingabe einfach, 352
Parameter, 596 Funktion, 352
CYCLE800 - Ausrichten Drehwerkzeug Parameter - Eingabe komplett, 357
Funktion, 596 CYCLE85 - Reiben
Parameter, 600 Funktion, 333
CYCLE800 - Schwenken Parameter, 334
Funktion, 586 CYCLE86 - Ausdrehen
Parameter, 592 Funktion, 350
CYCLE801 - Positionsmuster Gitter Parameter, 351
Funktion, 369 CYCLE899 - Offene Nut
Parameter, 370 Eingabe einfach, 420
CYCLE801 - Positionsmuster Gitter/Rahmen Funktion, 419
Funktion, 368 Parameter - Eingabe einfach, 426
CYCLE801 - Positionsmuster Rahmen CYCLE899 - Offene Nut fräsen
Funktion, 369 Parameter - Eingabe komplett, 426
Parameter, 371 CYCLE92 - Abstich
CYCLE802 - Beliebige Positionen Funktion, 528
Funktion, 366 Parameter, 532
Parameter, 368

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 845
Index

CYCLE930 - Einstich CYCLE99 - Gewinde Plan


Funktion, 475 Parameter - Eingabe einfach, 508
Parameter, 480 Parameter - Eingabe komplett, 507
CYCLE940 - Freistich CYCLE99 - Gewindedrehen
Funktion - Form E, 480 Eingabe einfach, 493
Funktion - Form F, 480 Funktion - Gewinde Kegel, 492
Funktion - Gewinde, 486 Funktion - Gewinde Längs, 492
Funktion - Gewinde DIN, 486 Funktion - Gewinde Plan, 492
Parameter - Form E, 483
Parameter - Form F, 486
Parameter - Gewinde, 492 D
Parameter - Gewinde DIN, 489
Darstellung ändern
CYCLE951- Abspanen
Kontaktplan, 825
Funktion, 471
Diagnose
Parameter, 475
PLC-Anwenderprogramm, 813, 827
CYCLE952 - Abspanen
Doppeleditor, 192
Eingabe einfach, 546
Drehwerkzeug
Funktion, 544
automatisch messen, 91
Parameter - Eingabe einfach, 551
messen manuell, 89
Parameter - Eingabe komplett, 551
DRF (Handrad-Verschiebung), 181
CYCLE952 - Abspanen Rest
DRY (Probelaufvorschub), 180
Funktion, 555
Duplonummer, (Siehe Schwesterwerkzeugnummer)
Parameter, 559
DXF-Datei
CYCLE952 - Stechdrehen
abspeichern, 203
Eingabe einfach, 573
Bearbeitungsbereich auswählen, 202
Funktion, 572
Bearbeitungsebene, 201
Parameter - Eingabe einfach, 578
Bereich löschen, 202
Parameter - Eingabe komplett, 578
bereinigen, 196
CYCLE952 - Stechdrehen Rest
Bezugspunkt, 200
Funktion, 582
öffnen, 196
Parameter, 585
schließen, 196
CYCLE952 - Stechen
Tolerenz, 201
Eingabe einfach, 560
Funktion, 559
Parameter - Eingabe einfach, 565
Parameter - Eingabe komplett, 564
E
CYCLE952 - Stechen Rest Easy Extend, 807
Funktion, 568 Gerät aktivieren/deaktivieren, 808
Parameter, 572 Gerät freischalten, 807
CYCLE98 - Gewinde Kette Easy Message, 797
Parameter - Eingabe einfach, 524, 525 Benutzer an-/abmelden, 802
CYCLE98 - Gewindekette Einstellungen, 804
Eingabe einfach, 520 in Betrieb nehmen, 798
Funktion, 519 Editor
CYCLE99 - Gewinde Kegel aufrufen, 184
Parameter - Eingabe einfach, 516 Einstellungen, 193
Parameter - Eingabe komplett, 515 EES
CYCLE99 - Gewinde Längs Laufwerke einrichten, 706
Parameter - Eingabe einfach, 499 Eigenschaften
Parameter - Eingabe komplett, 499 Programm, 704
Verzeichnis, 704

Fräsen
846 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Index

Einfügen
Netzwerk, 834
Operanden, 834 F
Operation, 834
Ferndiagnose, 749
Programm, 701
anfordern, 752
Verzeichnisse, 702
beenden, 752
Eingabe einfach
Fernzugriff
Abspanen - CYCLE952, 546
einstellen, 749
CYCLE82 - Bohren, 330
erlauben, 751
CYCLE83 - Tieflochbohren 1, 335
Formenbau
CYCLE830 - Tieflochbohren 2, 340
G-Funktionen, 219
CYCLE99 - Gewindedrehen, 493
Formenbauansicht
Gewindebohren mit Ausgleichsfutter -
Ausschnitt ändern, 229
CYCLE840, 352
Grafik verändern, 228
Gewindebohren ohne Ausgleichsfutter -
Programme, 223
CYCLE84, 352
Programmsatz editieren, 227
Gewindekette - CYCLE98, 520
Programmsätze suchen, 227
Konturtasche fräsen – CYCLE63, 459
starten, 226
Konturzapfen fräsen - CYCLE63, 466
Fräs-/Drehmaschine
Kreisnut - SLOT2, 414
ShopMill-Programmkopf, 288
Kreiszapfen - CYCLE77, 398
Fräsen
Längsnut - SLOT1, 407
Manuelle Maschine, 765
Mehrkant - CYCLE79, 403
Fräswerkzeug
Offene Nut - CYCLE899, 420
automatisch messen, 86
Rechtecktasche - POCKET3, 379
Länge messen mit Bezugspunkt Festpunkt, 83
Rechteckzapfen- CYCLE76, 394
Länge messen mit Bezugspunkt Werkstück, 82
Stechdrehen - CYCLE952 -, 573
manuell messen, 82
Stechen - CYCLE952, 560
Radius / Durchmesser messen, 84
Einlesen
Freifahren
Rüstdaten, 724
manuell, 152
Einschalten, 71
Freistich - CYCLE940
Einstellungen
Funktion - Form E, 480
Editor, 193
Funktion - Form F, 480
für den automatischen Betrieb, 231
Funktion - Gewinde, 486
für den manuellen Betrieb, 161
Funktion - Gewinde DIN, 486
Mehrkanalansicht, 627
Parameter - Form E, 483
Messprotokoll, 123
Parameter - Form F, 486
Teachen, 778
Parameter - Gewinde, 492
Werkzeuglisten, 678
Parameter - Gewinde DIN, 489
Einstich - CYCLE930
Funktion, 475
Parameter, 480
Einzelsatz
G
fein (SB3), 165 GCC (G-Code-Konverter), 181
grob (SB1), 165 G-Code-Programm
Energiesparprofile, 794 anlegen, 692
Energieverbrauch Rohteileingabe, 263
anzeigen, 789 Gerade, 614
messen, 791 Manuelle Maschine, 760
Erstinbetriebnahme polar, 619
Zusatzaggregate, 809 Gerade/Kreis, 612
EXTCALL-Aufruf, 713

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 847
Index

Gerät
aktivieren/deaktivieren, (Siehe Easy Extend)
freischalten, (Siehe Easy Extend) H
Gewinde Kegel - CYCLE99
Handbetrieb, 141
Parameter - Eingabe einfach, 516
Achsen positionieren, 147
Parameter - Eingabe komplett, 515
Achsen verfahren, 145
Gewinde Kette - CYCLE98
Einstellungen, 161
Parameter - Eingabe einfach, 524, 525
Gerade, 760
Gewinde Längs - CYCLE99
Kreis, 761
Parameter - Eingabe einfach, 499
Maßeinheit, 141
Parameter - Eingabe komplett, 499
Spindel, 144
Gewinde Plan - CYCLE99
T,S,M-Fenster, 141
Parameter - Eingabe einfach, 508
Werkzeug, 143
Parameter - Eingabe komplett, 507
Handheld Terminal 8, 781
Gewindebohren - CYCLE84
Handrad
Parameter - Eingabe einfach, 357
zuordnen, 135
Gewindebohren - CYCLE840
Helix, 617
Parameter - Eingabe einfach, 357
High Speed Cutting, 219
Gewindebohren mit Ausgleichsfutter - CYCLE840
High Speed Settings - CYCLE832
Eingabe einfach, 352
Funktion, 600
Funktion, 352
Parameter, 602
Parameter - Eingabe komplett, 357
Hilfsfunktionen
Gewindebohren ohne Ausgleichsfutter - CYCLE84
H-Funktionen, 220
Eingabe einfach, 352
M-Funktionen, 220
Funktion, 352
Hindernis
Parameter - Eingabe komplett, 357
Funktion, 621
Gewindedrehen - CYCLE99
Parameter, 622
Eingabe einfach, 493
Hinzufügen
Funktion - Gewinde Kegel, 492
INT-Baustein, 827
Funktion - Gewinde Längs, 492
HOLES1 - Positionsmuster Linie
Funktion - Gewinde Plan, 492
Funktion, 368
Gewindefräsen - CYCLE70
HOLES1 - Positionsmuster Reihe
Funktion, 430
Parameter, 369
Parameter, 433
HOLES2 - Positionsmuster Kreis
Gewindekette - CYCLE98
Parameter, 372
Eingabe einfach, 520
HOLES2 - Positionsmuster Kreis/Teilkreis
Funktion, 519
Funktion, 371
G-Funktionen
HOLES2 - Positionsmuster Teilkreis
alle G-Gruppen anzeigen, 218
Parameter, 374
ausgewählte G-Gruppen anzeigen, 216
HSC-Informationen, 219
Globale Anwendervariablen, 211
HT 8
Grafische Ansicht
Anwendermenü, 785
ShopMill, 275
Touch Panel, 787
Grafische Werkzeugdarstellung, 672
Übersicht, 781
Gravur - CYCLE60
Verfahrtasten, 783
Funktion, 433
Virtuelle Tastatur, 786
Parameter, 439
Zustimmtaster, 782
Grob- und Feinverschiebung, 125
HTML-Dokumente
anzeigen, 712

Fräsen
848 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Index

Parameter - Eingabe einfach, 468


Parameter - Eingabe komplett, 468
I Konturzapfen Restmaterial - CYCLE63
Funktion, 469
IME
Parameter, 471
Chinesische Schriftzeichen, 54
Koordinatensystem
Koreanische Schriftzeichen, 59
umschalten, 77
Informationen
Koordinatentransformation, 604
Programmbaustein, 820, 825
Kopieren
INT-Baustein
Programm, 701
anlegen, 828
Verzeichnis, 702
hinzufügen, 827
Kreis
löschen, 827
Manuelle Maschine, 761
Istwertanzeige, 43
mit bekanntem Mittelpunkt - Funktion, 615
Istwerte setzen, (Siehe Nullpunktverschiebungen
mit bekanntem Mittelpunkt - Parameter, 616
setzen)
mit bekanntem Radius - Funktion, 616
mit bekanntem Radius - Parameter, 617
polar, 620
J Kreisnut - SLOT2
Jobliste Eingabe einfach, 414
anlegen, 695 Funktion, 413
Parameter - Eingabe komplett, 417
Paramter - Eingabe einfach, 417
K Kreistasche - POCKET4
Eingabe einfach, 386
Kanalumschaltung, 76
Funktion, 386
Kollisionsvermeidung, 629
Parameter - Eingabe einfach, 392
Kontaktplan
Parameter - Eingabe komplett, 391
Darstellung ändern, 825
Kreiszapfen - CYCLE77
Kontextsensitive Online-Hilfe, 63
Eingabe einfach, 398
Konturaufruf - CYCLE62
Funktion, 398
Funktion, 448, 542
Parameter - Eingabe einfach, 401
Parameter, 449, 543
Parameter - Eingabe komplett, 400
Konturdrehen
Übersicht, 532
Konturfräsen
Manuelle Maschine, 766
L
Konturtasche fräsen - CYCLE63 Ladder add-on tool
Parameter - Eingabe einfach, 462 PLC-Diagnose, 813, 827
Parameter - Eingabe komplett, 462 Ladder Editor
Konturtasche fräsen – CYCLE63 PLC-Anwenderprogramm bearbeiten, 813, 830
Eingabe einfach, 459 Programmbaustein bearbeiten, 831
Konturtasche Restmaterial - CYCLE63 Ladder Viewer, 813
Funktion, 464 Laden
Parameter, 465 PLC-Anwenderprogramm, 814
Konturtasche vorbohren - CYCLE64 Langloch - LONGHOLE
Funktion - Vorbohren, 455 Funktion, 428
Funktion - Zentrieren, 455 Parameter, 430
Parameter - Vorbohren, 458 Längsnut - SLOT1
Parameter - Zentrieren, 457 Eingabe einfach, 407
Konturzapfen fräsen - CYCLE63 Funktion, 406
Eingabe einfach, 466 Parameter - Eingabe komplett, 410
Funktion, 466 Parameter "Eingabe einfach", 411

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 849
Index

Laufwerk Markieren
einrichten, 706 Programm, 700
logisches Laufwerk, 706 Verzeichnis, 700
Layerauswahl, 196 Maschinenfunktionen, 294
Logbuch Parameter, 295
Adressdaten bearbeiten, 747 Maschinenmodell, 629
anzeigen, 747 Maschinenspezifische Informationen
ausgeben, 745 speichern, 745
Eintrag suchen, 749 Maschinensteuertafel
Eintrag vornehmen, 748 Bedienelemente, 36
Einträge löschen, 748 Maßeinheit
Übersicht, 746 umschalten, 78
Lokale Variablentabelle MDA
anzeigen, 826 Programm abarbeiten, 139
LONGHOLE - Langloch Programm laden, 137
Funktion, 428 Programm löschen, 140
Parameter, 430 Programm speichern, 138
Löschen Mehrfachaufspannung, 730
INT-Baustein, 827 Einstellungen im Programmkopf, 731
Netzwerk, 834 Programm anlegen, 732
Operation, 834 Mehrkanalansicht, 623
Programm, 703 Bedienbereich "Maschine", 623
Programmbaustein, 833 Einstellungen, 627
Verzeichnis, 703 Mehrkant - CYCLE79
Eingabe einfach, 403
Funktion, 402
M Parameter - Eingabe einfach, 405
Parameter - Eingabe komplett, 405
Magazin
Meldungen
anwählen, 653
anzeigen, 737
öffnen, 663
sortieren, 738
positionieren, 665
Messen
Magazinverwaltung, 634
Bohrwerkzeug automatisch, 86
Manuell
Bohrwerkzeug manuell, 82
freifahren, 152
Drehwerkzeug automatisch, 91
Schwenken, 148
Drehwerkzeug manuell, 89
Manuelle Maschine, 753, 754
Fräswerkzeug automatisch, 86
Achsen verfahren, 758
Fräswwerkzeug manuell, 82
Anschlag setzen, 757
Werkstücknullpunkt, 94
Bohren, 764
Messergebnisprotokoll
Einzyklusbearbeitung, 762
Werkstücknullpunkt, 122
Fräsen, 765
Werkzeug, 93
Gerade, 760
Messprotokoll
Handbetrieb, 758
Einstellungen, 123
Konturfräsen, 766
Messtaster, 88
Kreis, 761
elektronischer, 101
Nullpunktveschiebung, 756
Mitzeichnen, 237
Simulieren, 767
vor der Bearbeitung, 243
Werkstücknullpunkt, 756
MRD (Measuring Result Display), 181
Werkzeug messen, 755
Winkelfräsen, 759

Fräsen
850 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Index

OP 015 Black
Bedientafelfront, 67
N OP 019 Black
Bedientafelfront, 67
NC/PLC-Variablen
Operanden
ändern, 742, 817
einfügen, 834
anzeigen, 740, 815
Querverweise, 837
NC-Verzeichnis
Operation
anlegen auf lokalem Laufwerk, 685
einfügen, 834
Netzwerk
löschen, 834
bearbeiten, 834
Option
einfügen, 834
SINUMERIK extended touch, 67
löschen, 834
Symbolische Bezeichner anzeigen, 836
Netzwerkeigenschaften
bearbeiten, 835
P
Neue Kontur Parameter
Funktion - Drehen, 534 ändern, 50
Funktion - Fräsen, 441 berechnen, 50
Parameter - Drehen, 536 eingeben, 49
Parameter - Fräsen, 442 Planfräsen in JOG, 155, 158
Nullpunkt PDF-Dokumente
DXF-Datei, 200 anzeigen, 712
Nullpunkteinstellungen Planfräsen
einlesen, 724 in JOG, 153, 156
sichern, 722 Planfräsen - CYCLE61
Nullpunktverschiebung Funktion, 376
Manuelle Maschine, 756 Parameter, 379
Nullpunktverschiebungen Planfräsen in JOG
aktive NPV, 126 Parameter, 155, 158
aufrufen, 295 Plattenbreite, 644
Details anzeigen, 129 Plattenlänge, 645
einstellbare NPV, 128 PLC Eigenschaften
löschen, 131 anzeigen, 813
setzen, 79 PLC-Anwenderprogramm
Übersicht, 124, 126 bearbeiten mit "Ladder Editor", 830
Bearbeitungszeit zurücksetzen, 814
Diagnose, 813, 827
O Ladder add-on tool, 813
Ladder Editor, 813, 830
Offene Nut - CYCLE899
laden, 814
Eingabe einfach, 420
Suchfunktion, 838
Funktion, 419
PLC-Diagnose
Parameter - Eingabe einfach, 426
Ladder add-on tool, 813, 827
Offene Nut fräsen - CYCLE899
PLC-Signale
Parameter - Eingabe komplett, 426
anzeigen, 819
Öffnen
bearbeiten, 819
DXF-Datei, 196
POCKET3 - Rechtecktasche
Programm, 687
Eingabe einfach, 379
Programmbaustein in Fenster, 829
Funktion, 379
zweites Programm, 192
Parameter - Eingabe einfach, 384
Online-Hilfe
Parameter - Eingabe komplett, 383
kontextsensitive, 63

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 851
Index

POCKET4 - Kreistasche löschen, 833


Eingabe einfach, 386 Zugriffsschutz, 829
Funktion, 386 Programmbeeinflussung
Parameter - Eingabe einfach, 392 Wirkungsweisen, 180
Parameter - Eingabe komplett, 391 Programmblöcke, 190
Polarkoordinaten, 618 Programme
Positionen anwählen, 164
ein-/ausblenden, 374 bearbeiten, 184
Positionen wiederholen einfahren, 165
Funktion, 376 korrigieren, 169
Parameter, 376 Programmstelle suchen, 185
Positionsmuster Gitter - CYCLE801 Sätze neu nummerieren, 190
Funktion, 369 teachen, 769
Parameter, 370 Texte austauschen, 187
Positionsmuster Gitter/Rahmen - CYCLE801 verwalten, 681
Funktion, 368 Programmebene
Positionsmuster Kreis - HOLES2 anzeigen, 169
Parameter, 372 Programmeinstellungen
Positionsmuster Kreis/Teilkreis - HOLES2 ändern, 299
Funktion, 371 Parameter, 300
Positionsmuster Linie - HOLES1 Programmierter Halt 1, 180
Funktion, 368 Programmierter Halt 2, 181
Positionsmuster Rahmen - CYCLE801 Programmkopf, 286
Funktion, 369 Fräs-/Drehmaschine, 288
Parameter, 371 Mehrfachaufspannung, 731
Positionsmuster Reihe - HOLES1 wichtige Parameter, 292
Parameter, 369 Programmkorrektur, 169
Positionsmuster Teilkreis - HOLES2 Programmlaufzeit, 230
Parameter, 374 Programmliste
Programm anlegen, 696
abarbeiten, 689 Programm-Manager, 681
Eigenschaften, 704 Verzeichnisse und Dateien suchen, 698
einfügen, 701 Programmsatz
erstellen mit Zyklenunterstützung, 262 aktueller, 46, 166
kopieren, 701 ändern, 298
löschen, 704 Aufbau, 282
markieren, 700 erstellen, 291
Mehrfachaufspannung, 732 kopieren und einfügen, 188
öffnen, 687 löschen, 188
schließen, 687 markieren, 188
selektieren, 700 nummerieren, 189
Vorschau, 699 suchen, 185
zweites Programm öffnen, 192 verkettet, 282
Programmansichten wiederholen, 296
ShopMill, 275 Programmsätze
Programmbaustein nummerieren, 188
anlegen, 825, 828 Programmstatus
bearbeiten, 825, 827, 830, 831 anzeigen, 823
bearbeiten mit Ladder Editor, 831 PRT (keine Achsbewegung), 180
in Fenster öffnen, 829
Informationen, 820, 825

Fräsen
852 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Index

SB (Einzelsätze), 181
SB1, 165
Q SB2, 165
SB3, 165
Querverweise
Schneiden
Operanden anzeigen, 837
verwalten, 650
Schneidenbreite, 644
Schutzstufen
R Softkeys, 61
Rechensatz (SB2), 165 Schwenken
Rechtecktasche - POCKET3 in JOG - Funktion, 148
Eingabe einfach, 379 in JOG - Parameter, 152
Funktion, 379 manuell, 148
Parameter - Eingabe einfach, 384 Schwenken - CYCLE800
Parameter - Eingabe komplett, 383 Funktion, 586
Rechteckzapfen - CYCLE76 Parameter, 592
Eingabe einfach, 394 Schwesterwerkzeugnummer, 643
Funktion, 394 Selektieren
Parameter - Eingabe einfach, 397 Programm, 700
Parameter - Eingabe komplett, 396 Verzeichnis, 700
Referenz, 72 Service Planer, 811
Reiben - CYCLE85 ShopMill-Programm
Funktion, 333 anlegen, 285
Parameter, 334 Gerade/Kreis, 612
RG0 (reduzierter Eilgang), 180 Maschinenfunktionen, 294
Rohteil Programmaufbau, 281
ändern, 299 Programmeinstellungen, 299
Rohteileingabe Programmkopf, 286, 288
Funktion, 263 Programmsätze, 291
Parameter, 265 Radiuskorrektur, 293
Rotation, 607 Schneide, 292
R-Parameter, 210 Spindeldrehzahl, 294
Rückpositionieren, 171 Vorschub, 293
Rückziehen Werkzeug, 292
Freifahren, 152 ShopTurn-Programm
Rüstdaten Skalierung, 608
einlesen, 724 Spiegelung, 608
sichern, 722 Sichern
Daten - in Programm-Manager, 716
Daten - über Systemdaten, 717
S Rüstdaten, 722
Simulation, 235
Satz
abbrechen, 242
suchen, 173
Alarmanzeige, 252
suchen - Suchzeiger, 176
anhalten, 242
suchen - Unterbrechungsstelle, 175
Ansichten, 244
Satzsuchlauf
Bahndarstellung ein- und ausblenden, 247
Modus, 178
Grafik verändern, 249
Programmunterbrechung, 175
Manuelle Maschine, 767
Suchzeiger, 176
Programmsteuerung, 247
Suchziel-Parameter, 177, 178
Rohteil, 246
Suchzielvorgabe, 175
starten, 242
verwenden, 172

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 853
Index

SKP (Ausblendsätze), 181 Synchronaktionen


SLOT1 - Längsnut Status anzeigen, 221
Eingabe einfach, 407 Synchronisationsbefehle
Funktion, 406 Darstellung, 257, 278
Parameter - Eingabe komplett, 410
Parameter "Eingabe einfach", 411
SLOT2 - Kreisnut T
Eingabe einfach, 414
Teachen, 769
Funktion, 413
allgemeiner Ablauf, 769
Parameter - Eingabe komplett, 417
Bahnsteuerbetrieb, 771
Paramter - Eingabe einfach, 417
Bewegungsart, 771
SMS-Nachrichten, 797
Eilgang G0, 773
Protokoll, 803
Einstellungen, 778
Sonderzeichen, 27
Kreiszwischenpunkt CIP, 774
Speichern
Parameter, 771
DXF-Datei, 203
Position einfügen, 770
Rüstdaten, 722
Satz anwählen, 777
Spindeldaten
Sätze ändern, 776
Istwerte-Fenster, 45
Sätze einfügen, 772
Spindeldrehzahlbegrenzung, 134
Sätze löschen, 778
Spitzenwinkel, 644
Verfahrsatz G1, 773
Standzeit, 660
Tieflochbohren 1 - CYCLE83
Statusanzeige, 40
Eingabe einfach, 335
Stechdrehen - CYCLE952
Funktion, 335
Eingabe einfach, 573
Parameter - Eingabe einfach, 338
Funktion, 572
Parameter - Eingabe komplett, 338
Parameter - Eingabe einfach, 578
Tieflochbohren 2
Parameter - Eingabe komplett, 578
Durchbohren, 341
Stechdrehen Rest - CYCLE952
Tieflochbohren 2 - CYCLE830
Funktion, 582
Bohrungsaustritt, 342
Parameter, 585
Bohrungseintritt, 341
Stechen - CYCLE952
Eingabe einfach, 340
Eingabe einfach, 560
Funktion, 339
Funktion, 559
mit / ohne Anbohren, 341
Parameter - Eingabe einfach, 565
mit Pilotbohrung, 341
Parameter - Eingabe komplett, 564
Parameter - Eingabe einfach, 347
Stechen Rest - CYCLE952
Parameter - Eingabe komplett, 346
Funktion, 568
Touch Panel
Parameter, 572
kalibrieren, 787
Stückzahl, 660
Transformierte Ansicht, 678
Suchen
in Programm-Manager, 698
Logbucheintrag, 749
Suchfunktion
U
PLC-Anwenderprogramm, 838 Umschalten
Suchlaufmodus, 178 Kanal, 76
Suchzeiger, 176 Koordinatensystem, 77
Symbolische Bezeichner Maßeinheit, 78
im Netzwerk anzeigen, 836 Unterbetriebsart
Symboltabelle REF POINT, 75
anzeigen, 836 Unterbrechungsstelle
anfahren, 175

Fräsen
854 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3
Index

Unterprogramm Werkzeug
Funktion, 602 anlegen, 648
Parameter, 604 Details, 668
entladen, 651
Festpunkt abgleichen, 85
V laden, 651
löschen, 651
Variablenmasken, 743
mehrere Schneiden, 650
Variablenprogrammierung, 271, 306
messen, 81
Verschiebung, 606
Messergebnisprotokoll, 93
Verschleiß, 660
reaktivieren, 662
Verzeichnis
Typ ändern, 672
anlegen, 690
umsetzen, 666
Eigenschaften, 704
vermaßen, 636
einfügen, 702
Werkzeug messen
kopieren, 702
Manuelle Maschine, 755
löschen, 703
Werkzeugdaten
markieren, 700
einlesen, 724
selektieren, 700
Istwerte-Fenster, 44
Virtuelle Tastatur, 786
sichern, 722
Vorlagen
Werkzeuge
Ablageorte, 697
grafische Darstellung, 672
erstellen, 697
Werkzeugliste, 643
Vorschau
Werkzeuglisten
Programm, 699
Einstellungen, 678
Vorschubdaten
Werkzeugmesstaster, 88
Istwerte-Fenster, 45
Werkzeugparameter, 636
Werkzeugtypen, 634
Werkzeugverschleiß, 660
W Werkzeugverschleißliste
Wartungsaufgaben öffnen, 659
beobachten / durchführen, 811 Werkzeugverwaltung, 633
Werkstück Listen filtern, 675
anlegen, 691 Listen sortieren, 674
Werkstücknullpunkt Winkelfräsen
Abstand zweier Kanten messen, 104 Manuelle Maschine, 759
automatisch messen, 94 Wörterbuch
Bedienoberfläche ändern, 119 importieren, 58
beliebige Ecke messen, 106
Bohrungen messen, 109
Ebene ausrichten, 118 Z
Kante ausrichten, 104
Zähnezahl, 645
Korrekturen nach Messung, 120
Zentrieren - CYCLE81
Kreiszapfen messen, 112
Funktion, 328
manuell messen, 94
Parameter, 329
Manuelle Maschine, 756
Zugriffsschutz
messen, 132
Programmbaustein, 829
Messergebnisprotokoll, 122
Zusatzaggregate
Rechtecktasche messen, 109
Erstinbetriebnahme, 809
Rechteckzapfen messen, 112
Zustimmtaster, 782
rechtwinklige Ecke messen, 106
Zyklen
Werkstückzähler, 230
Aktuelle Ebenen, 261

Fräsen
Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3 855
Index

Ausblenden von Zyklenparametern, 270


Eingabemasken, 261
Zylindermanteltransformation
allgemeine Programmierung, 611
Funktion, 609
Parameter, 612

Fräsen
856 Bedienhandbuch, 10/2015, 6FC5398-7CP40-5AA3

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