STEP 7 - Anlagenänderungen Im Laufenden Betrieb Mittels CiR
STEP 7 - Anlagenänderungen Im Laufenden Betrieb Mittels CiR
Übersicht 1
Cir-Objekte und CiR-
Baugruppen 2
Bedienoberfläche 3
SIMATIC Umparametrieren
vorhandener Baugruppen
in ET 200M / ET 200iSP- 4
Stationen
Anlagenänderung im laufenden
Hinweise zum
Betrieb mittels CiR Umkonfigurieren im RUN
in Abhängigkeit von der 5
Peripherie
Handbuch
Auswirkungen auf den
Prozess beim 6
Umkonfigurieren im RUN
Anhang A
05/2010
A5E02789908-01
Rechtliche Hinweise
Warnhinweiskonzept
Dieses Handbuch enthält Hinweise, die Sie zu Ihrer persönlichen Sicherheit sowie zur Vermeidung von Sachschäden beachten
müssen. Die Hinweise zu Ihrer persönlichen Sicherheit sind durch ein Warndreieck hervorgehoben, Hinweise zu alleinigen
Sachschäden stehen ohne Warndreieck. Je nach Gefährdungsstufe werden die Warnhinweise in abnehmender Reihenfolge wie
folgt dargestellt.
GEFAHR
bedeutet, dass Tod oder schwere Körperverletzung eintreten wird, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht
getroffen werden.
WARNUNG
bedeutet, dass Tod oder schwere Körperverletzung eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht
getroffen werden.
VORSICHT
mit Warndreieck bedeutet, dass eine leichte Körperverletzung eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen
nicht getroffen werden.
VORSICHT
ohne Warndreieck bedeutet, dass Sachschaden eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht
getroffen werden.
ACHTUNG
bedeutet, dass ein unerwünschtes Ergebnis oder Zustand eintreten kann, wenn der entsprechende Hinweis nicht beachtet
wird.
Beim Auftreten mehrerer Gefährdungsstufen wird immer der Warnhinweis zur jeweils höchsten Stufe verwendet. Wenn in einem
Warnhinweis mit dem Warndreieck vor Personenschäden gewarnt wird, dann kann im selben Warnhinweis zusätzlich eine
Warnung vor Sachschäden angefügt sein.
Qualifiziertes Personal
Das zu dieser Dokumentation zugehörige Produkt/System darf nur von für die jeweilige Aufgabenstellung qualifiziertem
Personal gehandhabt werden unter Beachtung der für die jeweilige Aufgabenstellung zugehörigen Dokumentation,
insbesondere der darin enthaltenen Sicherheits- und Warnhinweise. Qualifiziertes Personal ist auf Grund seiner Ausbildung und
Erfahrung befähigt, im Umgang mit diesen Produkten/Systemen Risiken zu erkennen und mögliche Gefährdungen zu
vermeiden.
WARNUNG
Siemens-Produkte dürfen nur für die im Katalog und in der zugehörigen technischen Dokumentation vorgesehenen
Einsatzfälle verwendet werden. Falls Fremdprodukte und -komponenten zum Einsatz kommen, müssen diese von Siemens
empfohlen bzw. zugelassen sein. Der einwandfreie und sichere Betrieb der Produkte setzt sachgemäßen Transport,
sachgemäße Lagerung, Aufstellung, Montage, Installation, Inbetriebnahme, Bedienung und Instandhaltung voraus. Die
zulässigen Umgebungsbedingungen müssen eingehalten werden. Hinweise in den zugehörigen Dokumentationen müssen
beachtet werden.
Marken
Alle mit dem Schutzrechtsvermerk ® gekennzeichneten Bezeichnungen sind eingetragene Marken der Siemens AG. Die
übrigen Bezeichnungen in dieser Schrift können Marken sein, deren Benutzung durch Dritte für deren Zwecke die Rechte der
Inhaber verletzen kann.
Haftungsausschluss
Wir haben den Inhalt der Druckschrift auf Übereinstimmung mit der beschriebenen Hard- und Software geprüft. Dennoch
können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden, so dass wir für die vollständige Übereinstimmung keine Gewähr
übernehmen. Die Angaben in dieser Druckschrift werden regelmäßig überprüft, notwendige Korrekturen sind in den
nachfolgenden Auflagen enthalten.
Erforderliche Grundkenntnisse
Zum Verständnis des Handbuchs sind allgemeine Kenntnisse auf dem Gebiet der
Automatisierungstechnik erforderlich.
Erfahrungen in der Handhabung des S7-400-Systems mit angeschlossener PROFIBUS-DP-Peripherie
werden vorausgesetzt.
Da Anlagenänderungen im laufenden Betrieb mittels CiR auf der Basissoftware STEP 7 aufsetzen,
sollten Sie auch Kenntnisse im Umgang mit der Basissoftware haben, insbesondere mit HW Konfig.
Diese werden im Handbuch ”Programmieren mit STEP 7 V5.5” vermittelt.
Dokumentationspakete zu STEP 7
Dieses Handbuch ist Bestandteil des Dokumentationspaketes "STEP 7 Grundwissen“.
Die folgende Tabelle zeigt die Dokumentation zu STEP 7 im Überblick:
Online-Hilfe
Ergänzend zum Handbuch erhalten Sie bei der Nutzung der Software detaillierte Unterstützung durch
die in die Software integrierte Online-Hilfe.
Das Hilfesystem ist über mehrere Schnittstellen in die Software integriert:
Im Menü Hilfe stehen mehrere Menübefehle zur Verfügung: Hilfethemen öffnet das
Inhaltsverzeichnis der Hilfe zu STEP 7.
Hilfe benutzen gibt detaillierte Anweisungen zum Umgang mit der Online-Hilfe.
Die kontext-sensitive Hilfe bietet Informationen zum aktuellen Kontext, z. B. zu einem geöffneten
Dialogfeld oder zu einem aktiven Fenster. Sie läßt sich über die Schaltfläche ”Hilfe” oder über die
Taste F1 aufrufen.
Eine weitere Form kontext-sensitiver Hilfe bietet die Statuszeile. Zu jedem Menübefehl wird hier
eine kurze Erklärung angezeigt, sobald sich der Mauszeiger auf dem Menübefehl befindet.
Auch zu den Symbolen in der Funktionsleiste wird eine kurze Erläuterung eingeblendet, wenn der
Mauszeiger kurze Zeit über den Symbolen verweilt.
Wenn Sie Informationen der Online-Hilfe lieber in gedruckter Form lesen möchten, können Sie
einzelne Hilfethemen, Bücher oder die gesamte Hilfe auch ausdrucken.
Dieses Handbuch ist ebenso wie das Handbuch "Programmieren mit STEP 7" ein Auszug der HTML
basierenden Hilfe zu STEP 7. Detaillierte Handlungsanweisungen finden Sie in der Hilfe zu STEP 7.
Aufgrund der nahezu identischen Gliederungsstruktur von Handbüchern und Online-Hilfe können Sie
bequem zwischen Handbüchern und Online-Hilfe wechseln.
Die elektronischen Handbücher finden Sie nach der Installation von STEP 7 über die Startleiste unter
Start > SIMATIC > Dokumentation.
Weitere Unterstützung
Bei Fragen zur Nutzung der im Handbuch beschriebenen Produkte, die Sie hier nicht beantwortet
finden, wenden Sie sich bitte an Ihren Siemens-Ansprechpartner in den für Sie zuständigen
Vertretungen und Geschäftsstellen.
Ihren Ansprechpartner finden Sie unter:
http://www.siemens.com/automation/partner
Den Wegweiser zum Angebot an technischen Dokumentationen für die einzelnen SIMATIC Produkte
und Systeme finden Sie unter:
http://www.siemens.com/simatic-tech-doku-portal
Den Online-Katalog und das Online-Bestellsystem finden Sie unter:
http://mall.automation.siemens.com/
Trainingscenter
Um Ihnen den Einstieg in das Automatisierungssystem SIMATIC S7 zu erleichtern, bieten wir
entsprechende Kurse an. Wenden Sie sich bitte an Ihr regionales Trainingscenter oder an das
zentrale Trainingscenter in D 90026 Nürnberg.
Internet: http://www.sitrain.com
Technical Support
Sie erreichen den Technical Support für alle Industry Automation and Drive Technology Produkte über
das Web-Formular für den Support Request
http://www.siemens.com/automation/support-request
Weitere Informationen zu unserem Technical Support finden Sie im Internet unter
http://www.siemens.com/automation/service
Einführung
Es gibt Anlagen, die im laufenden Betrieb nicht abgeschaltet werden dürfen. Dies kann z. B. auf
Grund der Komplexität des automatisierten Prozesses oder wegen hoher Wiederanfahrkosten der Fall
sein. Dennoch kann ein Aus- bzw. Umbau erforderlich sein.
Mit Hilfe einer Anlagenänderung im laufenden Betrieb mittels CiR ist es möglich, bestimmte
Konfigurationsänderungen im RUN durchzuführen. Dabei wird die Prozessbearbeitung für eine kleine
Zeitspanne angehalten. Die Obergrenze dieser Zeitspanne ist auf 1 s voreingestellt, kann aber von
Ihnen geändert werden. Während dieser Zeit behalten die Prozesseingänge ihren letzten Wert.
Hinweis
Der Begriff "CiR" steht für "Configuration in RUN". Er wird für das in dieser Dokumentation
beschriebene Verfahren einer Anlagenänderung im laufenden Betrieb verwendet. Die unten
angegebenen Voraussetzungen müssen dabei erfüllt sein.
Gültigkeitsbereich
Anlagenänderungen im laufenden Betrieb mittels CiR können Sie in Anlagenteilen mit Dezentraler
Peripherie durchführen. Sie setzen die im folgenden Bild dargestellte Konfiguration voraus. Dabei
werden aus Gründen der Übersichtlichkeit nur ein einziges DP-Mastersystem und nur ein einziges
PA-Mastersystem betrachtet. Diese Einschränkungen bestehen in der Realität nicht.
PROFIBUS: DP-Mastersystem
DP-Master
Modularer SUBNETZ: PA-Mastersystem
DP-Slave IM 157 +
ET 200M, DP/PA-
ET 200S Koppler
oder ET 200iS DP/PA-Link PA-Slave
(Feldgeräte)
Kompakter
DP-Slave
PA-Slave
(Feldgeräte)
Hardware-Voraussetzungen
Um eine Anlagenänderung im laufenden Betrieb mittels CiR durchführen zu können, müssen folgende
Hardware- bzw. Firmware-Voraussetzungen erfüllt sein:
Einsatz einer S7-400-Standard-CPU (CPU 412, CPU 414, CPU 416 oder CPU 417) ab Firmware-
Stand V3.1.0 oder einer S7-400-H-CPU (CPU 414-4H oder CPU 417-4H) im Einzelbetrieb ab
Firmware-Stand V3.1.0
Falls Sie Anlagenänderungen im laufenden Betrieb an einem DP-Mastersystem mit externem
DP-Master (CP 443-5 extended) vornehmen wollen, dann muss dieser mindestens den Firmware-
Stand V5.0 aufweisen.
Falls Sie Baugruppen bei ET 200M hinzufügen wollen: Einsatz der IM 153-2 ab
MLFB 6ES7153-2BA00-0XB0 oder der IM 153-2FO ab MLFB 6ES7 153-2BB00-0XB0. Darüber
hinaus müssen Sie die ET 200M mit aktiven Buselementen aufbauen und ausreichend freien Platz
für die geplante Erweiterung vorsehen. Die ET 200M dürfen Sie nicht als DPV0-Slave (über
GSD-Datei) einbinden.
Falls Sie weitere Elektronikmodule bei der ET 200iSP hinzufügen wollen: Bauen Sie die
ET 200iSP mit Reservemodulen auf. Die Reservemodule ersetzen Sie dann durch die zukünftigen
Elektronikmodule.
Falls Sie ganze Stationen hinzufügen wollen: Halten Sie die entsprechenden Busstecker,
Repeater, etc vor.
Hinweis
Sie können Komponenten, die die Anlagenänderungen im laufenden Betrieb mittels CiR beherrschen,
und solche, die es nicht beherrschen, beliebig mischen (mit Ausnahme der oben ausgeschlossenen
Baugruppen). Sie können Anlagenänderungen aber nur an CiR-fähigen Komponenten durchführen.
Konfigurative Voraussetzungen
An DP-Mastersystemen, an denen Sie Anlagenänderungen im laufenden Betrieb mittels CiR
durchführen wollen, darf kein äquidistanter Buszyklus aktiviert sein.
Falls Sie PA-Slaves (Feldgeräte) hinzufügen wollen, müssen Sie den zugehörigen DP-Master im
DPV1-Mode betreiben. Die IM 157 darf hierbei nicht als DPV0-Slave eingebunden werden.
Bei allen Baugruppen innerhalb der Station, bei denen Sie auswählen können, ob die
Projektierungsdaten auf der Baugruppe selbst oder auf der CPU gespeichert werden, müssen Sie die
Speicherung auf der CPU wählen.
Software-Voraussetzungen
Um eine Konfigurationsänderung im RUN durchführen zu können, muss das Anwenderprogramm
folgende Voraussetzung erfüllen: Es muss so geschrieben sein, dass z. B. Stationsausfälle oder
Baugruppenstörungen nicht zum CPU-STOP führen.
Folgende OBs müssen auf Ihrer CPU vorhanden sein:
Prozessalarm-OBs (OB 40 bis OB 47)
Zeitfehler-OB (OB 80)
Diagnosealarm-OB (OB 82)
Ziehen/Stecken-OB (OB 83)
Programmablauffehler-OB (OB 85)
Baugruppenträgerausfall-OB (OB 86)
Peripheriezugriffsfehler-OB (OB 122)
Hinweis
Diese Voraussetzungen sind bei PCS7 stets erfüllt.
Hinweis
Wenn Sie Slaves oder Baugruppen hinzufügen oder entfernen oder eine Änderung in der
bestehenden Teilprozessabbildzuordnung vornehmen wollen, so ist dies an maximal vier
DP-Mastersystemen möglich.
Alle oben nicht ausdrücklich erlaubten Änderungen sind im Rahmen einer Anlagenänderung im
laufenden Betrieb nicht zulässig und werden hier nicht weiter betrachtet. Dazu gehören z. B.
die Änderung von CPU-Eigenschaften
die Änderung von Eigenschaften zentral gesteckter Peripheriebaugruppen
das Hinzufügen und Entfernen von DP-Mastersystemen
die Änderung von Eigenschaften bestehender DP-Mastersysteme incl. Busparametern
das Umparametrieren von fehlersicheren Signalbaugruppen im Sicherheitsbetrieb
die Änderung folgender Parameter eines DP-Slaves: Busadresse, Zuordnung zum DP-Master,
Parametrierdaten, Diagnoseadresse
das Entfernen beliebiger Baugruppen aus modularen DP-Slaves, vergleiche Rückgängigmachen
von zuvor durchgeführten Änderungen.
2.1 Grundlagen
Übersicht
Eine Anlagenänderung im laufenden Betrieb mittels CiR beruht darauf, dass Sie bei der
Ausgangsprojektierung mastersystemspezifisch Vorkehrungen für eine spätere Hardware-Erweiterung
Ihres Automatisierungssystems treffen. Sie definieren geeignete CiR-Elemente, die Sie später im
Betriebszustand RUN schrittweise durch reale Objekte (Slaves und/oder Baugruppen) ersetzen
können. Eine derart geänderte Konfiguration können Sie dann bei laufendem Prozess in die CPU
laden.
Bedienschritte
Im folgenden sind die für eine Programm- und Konfigurationsänderung notwendigen Bedienschritte
sowie das jeweils zugehörige Anlagenstadium angegeben.
Den CiR-Vorgang (Bedienschritt 4 in obiger Tabelle) führen Sie ggf. mehrfach nacheinander aus. Sie
müssen dann lediglich darauf achten, dass Sie vor dem Dauerbetrieb so viele Slaves bzw. so viel
Peripherievolumen vorhalten, dass Sie damit Ihre Anlagenerweiterungen alle durchführen können.
Übersicht
Es gibt die folgenden CiR-Elemente:
Komponente CiR-Element
vorhandenes DP-Mastersystem CiR-Objekt
Es enthält die Anzahl zusätzlicher DP-Slaves und ist
von Ihnen editierbar.
vorhandenes PA-Mastersystem CiR-Objekt
Es enthält die Anzahl zusätzlicher PA-Slaves und ist
von Ihnen editierbar.
modularer DP-Slave vom Typ ET 200M / ET 200iSP CiR-Baugruppe
Sie enthält das zusätzliche Peripherievolumen und ist
von Ihnen editierbar.
Hinweis
STEP 7 berücksichtigt bei der Ermittlung der Busparameter sowohl die projektierten Slaves als auch
die CiR-Elemente. Bei der Umwandlung der CiR-Elemente im RUN der CPU in reale Slaves und /oder
Baugruppen bleiben die Busparameter folglich unverändert.
CiR-Elemente können Sie entweder automatisch oder einzeln hinzufügen (siehe Definieren von
CiR-Elementen).
CiR-Objekte
Für ein CiR-Objekt legen Sie die folgenden Eigenschaften fest:
Anzahl der Slaves, die Sie garantiert hinzufügen können (Voreinstellung: 15 am
DP-Mastersystem, 6 am PA-Mastersystem)
Anzahl der Ein- und Ausgangsbytes für zukünftige Verwendung (Voreinstellung: je 1220 am
DP-Mastersystem, je 80 am PA-Mastersystem). Diese beziehen sich auf zukünftige
Nutzdatenadressen. Diagnoseadressen können Sie unabhängig davon projektieren.
CiR-Baugruppen
Für das modulare Peripheriegerät ET 200M / ET 200iSP definieren Sie zusätzliches
Peripherievolumen mit Hilfe einer CiR-Baugruppe, indem Sie die Anzahl zusätzlicher Ein- und
Ausgangsbytes in Summe vorgeben. Diese Angaben beziehen sich auf zukünftige
Nutzdatenadressen. Diagnoseadressen können Sie unabhängig davon projektieren.
Das zusätzliche Nutzdatenvolumen braucht zu keinem Zeitpunkt vollständig genutzt zu werden. Das
aktuell noch vorhandene Nutzdatenvolumen darf jedoch nie überschritten werden. Dies wird von
STEP 7 sichergestellt.
CiR-Objekte
An einem DP-Mastersystem gilt folgende Vorschrift: Die Summe aus der Anzahl projektierter realer
Slaves und der garantierten Slaveanzahl des CiR-Objekts am zugehörigen DP-Mastersystem darf das
Mengengerüst des zugehörigen DP-Masters nicht überschreiten.
Die Einhaltung dieser Regel wird von HW Konfig unmittelbar bei der Definition der CiR-Objekte
überwacht.
Peripherie Regel 1
Eingänge Die Summe aus projektierten realen Nutzadressen für Eingänge und zukünftig nutzbaren
Eingangsbytes darf nicht größer sein als das Mengengerüst des DP-Masters.
Ausgänge Die Summe aus projektierten realen Nutzadressen für Ausgänge und zukünftig nutzbaren
Ausgangsbytes darf nicht größer sein als das Mengengerüst des DP-Masters.
Die Einhaltung dieser Regeln wird von HW Konfig unmittelbar bei der Definition der CiR-Elemente
eines DP-Mastersystems überwacht.
Um die CiR-Elemente jedoch so flexibel wie möglich nutzen zu können, gilt aus CPU-Sicht:
Peripherie Regel 2
Eingänge Die Summe aus projektierten realen Eingängen und zukünftig nutzbaren Eingangsbytes
darf größer sein als das CPU-Mengengerüst.
Ausgänge Die Summe aus projektierten realen Ausgängen und zukünftig nutzbaren Ausgangsbytes
darf größer sein als das CPU-Mengengerüst.
HW Konfig prüft erst beim Nutzen der CiR-Elemente, ob die hinzugefügten Slaves und/oder
Baugruppen in den zur Verfügung stehenden Adressraum der CPU passen.
3.1.1 Übersicht
Hinweis
Sichern Sie nach jedem Laden der Stationskonfiguration aus HW Konfig heraus (unabhängig vom
Betriebszustand der CPU) Ihre aktuelle Konfiguration. Nur so können Sie sicherstellen, dass Sie im
Fehlerfall (Datenverlust) mit dem gesicherten Projekt ohne Verlust der CiR-Fähigkeit weiterarbeiten
können.
CiR-Elemente definieren
Sie können für bereits projektierte DP- und PA-Mastersysteme CiR-Objekte und für modulare
DP-Slaves vom Typ ET 200M / ET 200iSP CiR-Baugruppen definieren. Zur genauen Vorgehensweise
siehe Definieren von CiR-Elementen.
Für DP-Mastersysteme wird Ihnen darüber hinaus die Funktion "CiR-Fähigkeit aktivieren" angeboten.
Falls Sie diese Funktion wählen, wird am markierten DP-Mastersystem und an jedem CiR-fähigen
unterlagerten PA-Mastersystem ein CiR-Objekt erzeugt. An jedem CiR-fähigen modularen Slave vom
Typ ET 200M / ET 200iSP am markierten DP-Mastersystem wird eine CiR-Baugruppe eingefügt.
Hinweis
Die Funktion "CiR-Fähigkeit aktivieren" ist nur an solchen DP-Mastersystemen möglich, an denen
noch kein CiR-Objekt definiert ist.
CiR-Elemente löschen
Sie können CiR-Objekte an DP- und PA-Mastersystemen oder CiR-Baugruppen an modularen
DP-Slaves vom Typ ET 200M / ET 200iSP, die Sie zu einem früheren Zeitpunkt definiert haben, im
Betriebszustand STOP löschen.
Falls Sie in einem DP-Mastersystem alle CiR-Elemente löschen wollen, so können Sie dies mit Hilfe
der Funktion "CiR-Fähigkeit deaktivieren" auf einfache Weise tun.
Hinweis
Die Funktion "CiR-Fähigkeit deaktivieren" ist nur an solchen DP-Mastersystemen möglich, an denen
ein CiR-Objekt definiert ist.
Konfiguration laden
Das Laden der Konfiguration nach einer Neu- oder Umdefinition von CiR-Elementen erfolgt im
Betriebszustand STOP der CPU.
Im Automatisierungssystem S7-400 sind eine Vielzahl von Baugruppen einsetzbar. Um
sicherzustellen, dass keine Ihrer eingesetzten Baugruppen einen zukünftigen CiR-Vorgang behindert,
müssen Sie die folgende Vorgehensweise einhalten: Wenn Sie die Projektierung im Betriebszustand
STOP der CPU geladen haben, laden Sie unmittelbar danach die Projektierung erneut in die CPU,
diesmal jedoch im Betriebszustand RUN. STEP 7 und die CPU prüfen dabei die CiR-Fähigkeit. Bei
älteren Baugruppen oder Baugruppen von Fremdherstellern ist dies offline noch nicht möglich.
Hinweis
Nach der Definition des CiR-Objekts an einem Mastersystem ist das maximale E/A-Volumen dieses
Mastersystems festgeschrieben, und damit auch seine CiR-Synchronisationszeit (siehe Verhalten der
CPU nach dem Laden der Konfiguration im RUN). Es ist daher zwingend notwendig, dass Sie die
Eigenschaften des CiR-Objekts (bzw. die am Mastersystem tatsächlich vorhandenen Stationen und
Baugruppen) so festlegen, dass die resultierende CiR-Synchronisationszeit des zugehörigen
Mastersystems mit Ihrem Prozess verträglich ist.
Hinweis
Das automatische Hinzufügen von CiR-Elementen ist nur möglich, wenn am markierten
DP-Mastersystem noch kein CiR-Objekt vorhanden ist.
Das automatische Hinzufügen von CiR-Elementen steht an DP-Mastersystemen hinter einer
IM 157 nicht zur Verfügung.
Die Voreinstellungen der CiR-Objekte sind für alle CPUs gleich. Überprüfen Sie daher nach der
Aktivierung der CiR-Fähigkeit eines Mastersystems bei jedem zugehörigen CiR-Objekt, ob die im
Eigenschaftenfenster des CiR-Objekts angegebene CiR-Synchronisationszeit des Mastersystems zur
in der CPU eingestellten Obergrenze der CiR-Synchronisationszeit der CPU passt. (Beispiel: Beim
Einsatz einer CPU 412 resultiert aus den voreingestellten Werten eine CiR-Synchronisationszeit des
zugehörigen Mastersystems, die größer als 1 s ist. Der voreingestellte Wert der Obergrenze der
CiR-Synchronisationszeit der CPU beträgt aber nur 1 s). Ggf. müssen Sie bei einem oder mehreren
CiR-Objekten die Anzahl garantierter Slaves reduzieren oder mit Hilfe der SFC 104 "CiR" die
Obergrenze der CiR-Synchronisationszeit der CPU erhöhen.
Hinweis
Falls am Mastersystem nicht mehr genügend Ressourcen zur Verfügung stehen, sind diese Werte
entsprechend reduziert.
Die sich daraus ergebenden Busparameter Target Rotation Time, Target Rotation Time typisch und
Ansprechüberwachung werden Ihnen im Eigenschaftenfenster des CiR-Objekts angezeigt.
4. Falls Sie die Anzahl zusätzlicher Slaves und/oder die Anzahl der Ein- und Ausgangsbytes ändern
möchten, gehen Sie wie folgt vor:
Öffnen Sie das Eigenschaftenfenster des CiR-Objekts (Doppelklick auf das CiR-Objekt oder
CiR-Objekt markieren und rechte Maustaste und "Objekteigenschaften ..." oder CiR-Objekt
markieren und "Bearbeiten > Objekteigenschaften ...").
Sie können die garantierte Anzahl zusätzlicher Slaves ändern. Die daraus resultierenden
Busparameter Target Rotation Time, Target Rotation Time typisch und Ansprechüberwachung
werden im unteren Teil des Stationsfensters angezeigt.
Sie können weiterhin die Anzahl der Ein- und Ausgangsbytes ändern. Dazu aktivieren Sie das
Optionskästchen "Erweiterte Einstellungen". Sie können die Anzahl nur zu kleineren Werten hin
ändern, da eine Erhöhung eine Vergrößerung der CiR-Synchronisationszeit zur Folge hätte (siehe
Verhalten der CPU nach dem Laden der Konfiguration im RUN).
Hinweis
Bei ET 200iSP stehen maximal 244 Eingangs- und Ausgangsbytes zur Verfügung. Die Eingangs- und
Ausgangsbytes der einzelnen Elektronikmodule finden Sie im Handbuch ET 200iSP.
Hinweis
Das Löschen aller CiR-Elemente ist nur möglich, wenn am markierten DP-Mastersystem ein
CiR-Objekt vorhanden ist.
Das Löschen aller CiR-Elemente steht an DP-Mastersystemen hinter einer IM 157 nicht zur
Verfügung.
3.2.1 Übersicht
Hinweis
Alle im Folgenden genannten Anlagenänderungen erfordern ein CiR-Objekt am betroffenen
DP-Mastersystem.
Sichern Sie nach jedem Laden der Stationskonfiguration aus HW Konfig heraus (unabhängig vom
Betriebszustand der CPU) Ihre aktuelle Konfiguration. Nur so können Sie sicherstellen, dass Sie im
Fehlerfall (Datenverlust) mit dem gesicherten Projekt ohne Verlust der CiR-Fähigkeit weiterarbeiten
können.
Hinweis
Falls Sie mit STEP 7 arbeiten, müssen Sie dafür sorgen, dass vor dem Laden der geänderten
Projektierung die Alarm-OBs auf Ihrer CPU vorhanden und derart programmiert sind, dass sie Alarme
unbekannter Komponenten ignorieren.
Es wird empfohlen, die folgenden OBs einzusetzen: Prozessalarm-OBs (OB 40 bis OB 47), Zeitfehler-
OB (OB 80), Diagnosealarm-OB (OB 82), Ziehen/Stecken-OB (OB 83), Programmablauffehler-OB
(OB 85), Baugruppenträgerausfall-OB (OB 86), Peripheriezugriffsfehler-OB (OB 122)
Beim Hinzufügen von Komponenten müssen Sie die folgenden Regeln beachten:
Innerhalb eines modularen DP-Slaves vom Typ ET 200M / ET 200iSP dürfen Sie eine
CiR-Baugruppe nur auf den Steckplatz unmittelbar hinter der letzten projektierten Baugruppe
hinzufügen (Falls Sie CiR-Elemente automatisch hinzufügen, wird diese Regel automatisch
berücksichtigt.).
Innerhalb eines Mastersystems müssen Sie einem hinzugefügten Slave eine größere
PROFIBUS-Adresse zuweisen als die größte bisher verwendete.
Bei der ET 200iSP können Sie immer nur ein Modul pro Station und Download hinzufügen oder
entfernen.
Hinweis
Falls Sie mit STEP 7 arbeiten, müssen Sie nach dem Umbau der Hardware die Alarm-OBs ändern
und diese in die CPU laden.
Beim Rückgängigmachen von Änderungen müssen Sie die folgenden Regeln beachten:
Innerhalb eines modularen DP-Slaves vom Typ ET 200M / ET 200iSP dürfen Sie Baugruppen nur
von unten her (d. h. mit der größten Steckplatz-Nr. beginnend) entfernen.
Innerhalb eines Mastersystems müssen Sie bei zu entfernenden Slaves bei demjenigen mit der
größten PROFIBUS-Adresse beginnen. Anschließend fahren Sie ggf. mit den Slaves mit kleinerer
Adresse fort.
Hinweis
Sie können mit einem Ladevorgang Slaves bzw. Baugruppen entfernen, die Sie über mehrere
Ladevorgänge hinzugefügt haben.
Durch das Entfernen eines Slaves bzw. einer Baugruppe aus einer Konfiguration vergrößert sich Ihr
nutzbares Peripherievolumen. Gegebenenfalls erhöht sich die garantierte Anzahl und die maximale
Anzahl zukünftig nutzbarer Slaves.
Hinweis
Falls Sie beim Hinzufügen realer Slaves oder Baugruppen zur Konfiguration unzulässige Operationen
durchführen, wird Ihnen dies erst durch eine Fehlermeldung beim Laden der Konfiguration mitgeteilt.
Sie sollten nach jeder Anlagenänderung überprüfen, ob die CiR-Fähigkeit noch vorhanden ist
(Menübefehl Station > CiR-Fähigkeit prüfen bzw. Shortcut CTRL+ALT+F).
Hinweis
Beim Hinzufügen eines Slaves aktualisiert STEP 7 die garantierte und die maximale Slaveanzahl
und die Anzahl der Ein- und Ausgangsbytes des zugehörigen CiR-Objekts.
Es wird empfohlen, die Stationsnummer des hinzugefügten DP-Slaves wie folgt zu wählen:
Stationsnummer des hinzugefügten DP-Slaves = höchste Stationsnummer aller bisher
projektierten DP-Slaves + 1
Falls Sie für den hinzugefügten DP-Slave eine höhere Stationsnummer wählen, werden unter
ungünstigen Umständen die garantierte und die maximale Anzahl der noch hinzufügbaren
DP-Slaves um mehr als 1 verringert.
Falls Sie einen CiR-fähigen modularen DP-Slave vom Typ ET 200M / ET 200iSP hinzufügen,
enthält dieser von vornherein eine CiR-Baugruppe.
Hinzufügen von Baugruppen bei einem modularen Slave vom Typ ET 200M / ET 200iSP
Beim Hinzufügen von Komponenten im modularen Slave ET 200M / ET 200iSP gehen Sie wie folgt
vor:
1. Öffnen Sie das Fenster "Hardware-Katalog".
2. Plazieren Sie per Drag&Drop die hinzuzufügende Baugruppe auf die entsprechende
CiR-Baugruppe im unteren Teil des Stationsfensters. Anschließend erscheint die hinzugefügte
Baugruppe im unteren Teil des Stationsfensters auf dem Platz, den die CiR-Baugruppe innehatte.
Die CiR-Baugruppe wird um einen Steckplatz nach unten verschoben.
Hinweis
Beim Hinzufügen einer Baugruppe zu einer ET 200M / ET 200iSP-Station aktualisiert STEP 7 die
Anzahl der Ein- und Ausgangsbytes der zugehörigen CiR-Baugruppe.
Im folgenden Bild sehen Sie die HW Konfig-Sicht nach dem Platzieren einer Baugruppe auf die
CiR-Baugruppe.
Hinweis
Beim Laden der Konfiguration in die CPU geht die INTF-LED an und anschließend wieder aus, die
EXTF-LED leuchtet dauerhaft. Mit dem Hinzufügen der realen Stationen bzw. Baugruppen dürfen Sie
erst dann beginnen, wenn die INTF-LED wieder ausgegangen ist. Danach erlischt auch die EXTF-
LED wieder (siehe Verhalten der CPU nach dem Laden der Konfiguration im RUN).
Sichern Sie nach jedem Laden der Stationskonfiguration aus HW Konfig heraus (unabhängig vom
Betriebszustand der CPU) Ihre aktuelle Konfiguration. Nur so können Sie sicherstellen, dass Sie im
Fehlerfall (Datenverlust) mit dem gesicherten Projekt ohne Verlust der CiR-Fähigkeit weiterarbeiten
können.
Hinweis
Beim Löschen eines Slaves aktualisiert STEP 7 die garantierte und die maximale Slaveanzahl und
die Anzahl der Ein- und Ausgangsbytes des zugehörigen CiR-Objekts.
Beim Löschen einer Baugruppe in einem modularen Slave vom Typ ET 200M / ET 200iSP
aktualisiert STEP 7 die Anzahl der Ein- und Ausgangsbytes der zugehörigen CiR-Baugruppe.
Wenn Sie eine Ausgabebaugruppe aus der Hardware-Konfiguration entfernen, die reale
Baugruppe jedoch gesteckt lassen, wird der letzte Ausgabewert weiterhin ausgegeben.
Hinweis
Sie können sowohl bisher unbenutze Kanäle nutzen als auch bisher benutzte Kanäle
umparametrieren.
Die Adressen vorhandener Baugruppen dürfen mittels CiR nicht geändert werden.
Konfigurative Voraussetzung
Eine Umparametrierung erfordert das Vorhandensein eines CiR-Objekts am betroffenen
DP-Mastersystem.
Hardware-Voraussetzungen
Welche ET 200M-Baugruppen (Signalbaugruppen und Funktionsbaugruppen) / ET 200iSP im RUN
der CPU umparametriert werden können, entnehmen Sie bitte dem Infotext im Fenster "Hardware
Katalog".
Die maximale Anzahl umzuparametrierender Baugruppen beträgt 100.
Hinweis
Bei PCS7 erhalten die Ein- und Ausgangswerte nach diesem OB83-Start den Status "BAD".
Nachdem die CPU den OB83 beendet hat, verschickt sie die Parameterdatensätze, und zwar erhält
jede betroffene Baugruppe die Gesamtzahl ihrer Datensätze (unabhängig davon, auf wie viele
Datensätze sich Ihre Änderung auswirkt).
Anschließend erfolgt ein weiterer OB83-Start (Startereignis W#16#3267, falls der Sendevorgang
erfolgreich war, bzw. W#16#3968, falls er nicht erfolgreich war). Keine andere Prioritätsklasse wird
von dieser OB83-Bearbeitung unterbrochen.
Hinweis
Bei PCS7 erhalten die Ein- und Ausgangswerte nach diesem OB83-Start beim Startereignis
W#16#3267 den Status "OK".
Sie dürfen nur auf solche Werte im Prozessabbild zugreifen, die zum Teilprozessabbild des aktuell
bearbeiteten OB gehören.
Falls die Übertragung der Datensätze erfolgreich war, kennzeichnet der DP-Master die Baugruppen in
den Baugruppenzustandsdaten als verfügbar, falls sie nicht erfolgreich war, als nicht verfügbar. Im
zweiten Fall tritt beim Zugriff auf die Baugruppe ein Peripheriezugriffsfehler auf (beim Aktualisieren
des Prozessabbilds der Eingänge bzw. beim Übertragen des Prozessabbilds der Ausgänge zur
Baugruppe bzw. beim Direktzugriff auf die Baugruppe. Je nach Zugriffsart wird der OB 85 bzw. der
OB 122 gestartet.).
Die Ein- bzw. Ausgangsdaten der Baugruppen verhalten sich wie nach einem Stecken-Alarm, d. h. sie
sind zum jetzigen Zeitpunkt u. U. noch nicht korrekt (weil die Baugruppe ihre Datensätze eventuell
noch nicht ausgewertet hat). Die Einschränkung, dass Datensatz-SFCs für die Baugruppen nicht mehr
aktiv sein dürfen, gilt jedoch nicht mehr.
Hinweis
Falls die Umparametrierung bei einer Baugruppe z. B. darin besteht, den Diagnosealarm zu
deaktivieren, kann es vorkommen, dass die Baugruppe einen Alarm, den sie zu diesem Zeitpunkt
bereits vorbereitet hat, nachträglich noch versendet.
Hinweis
Es wird dringend empfohlen, alle Baugruppen mit variablem Adressbereich zusammenhängend auf
den letzten Steckplätzen anzuordnen.
Wenn Sie diese Regel nicht beachten, ist die Umparametrierung mit erheblich mehr Aufwand für Sie
und mit weiteren Einschränkungen für Ihren Prozess verbunden.
PROFIBUS: DP-Mastersystem
DP/PA-Link
DP/
IM PA-
157 Kopp-
ler
PROFIBUS:
PA-Mastersystem
PA-Slave (Feldgerät)
PA-Slave (Feldgerät):
hinzuzufügen
Das Hinzufügen eines PA-Slaves hinter einem bestehenden DP/PA-Link entspricht bei der
Projektierung dem Hinzufügen einer Baugruppe in einem modularen Slave.
PROFIBUS: DP-Mastersystem
DP/PA-Link
DP/ DP/
IM PA- PA-
157 Kopp- Kopp-
ler ler
PROFIBUS:
PA-Master-
system
PA-Slave (Feldgerät)
Vollausbau
PA-Slave (Feldgerät)
Das Hinzufügen eines DP/PA-Kopplers mit zugehörigen PA-Slaves hinter einem vorhandenen
DP/PA-Link entspricht dem Hinzufügen von mehreren PA-Slaves (Feldgeräten) zu einem
bestehenden PA-Mastersystem.
PROFIBUS: DP-Mastersystem
DP/PA-Link
DP/
IM PA-
157 Kopp-
ler
PA-Slave (Feldgerät)
PA-Slave (Feldgerät)
DP/PA-Link
DP/ DP/
IM PA- PA-
157 Kopp- Kopp-
ler ler
PA-Slave (Feldgerät)
PA-Slave (Feldgerät)
Das Hinzufügen eines DP/PA-Links mit seinem zugehörigen PA-Mastersystem entspricht dem
Hinzufügen eines DP-Slaves zu einem bestehenden DP-Mastersystem.
Worauf müssen Sie bereits bei der Planung der ET 200M-Stationen achten?
Bauen Sie die ET 200M-Station mit aktivem Rückwandbus auf.
Bestücken Sie sie möglichst vollständig mit Busmodulen, da Busmodule im laufenden Betrieb
nicht gesteckt und gezogen werden dürfen.
Worauf müssen Sie bereits bei der Planung der ET 200iSP-Stationen achten?
Bauen Sie die ET 200iSP-Station vollständig mit Terminalmodulen und Abschlussmodul auf.
Bestücken Sie die ET 200iSP vom Interfacemodul aus beginnend mit den erforderlichen
Elektronikmodulen. Bestücken Sie die restlichen Steckplätze bis zum Abschlussmodul mit den
Reservemodulen.
5.4 PROFINET IO
6.1 Verhalten der CPU nach dem Laden der Konfiguration im RUN
Übersicht
Nach dem Laden einer geänderten Konfiguration prüft die CPU zunächst, ob Ihre Änderungen
zulässig sind. Falls ja, wertet sie die betroffenen Systemdaten aus.
Diese Auswertung hat Rückwirkungen auf Betriebssystemfunktionen wie z. B.
Prozessabbildaktualisierung und Anwenderprogrammbearbeitung. Auf diese Rückwirkungen wird im
folgenden ausführlich eingegangen.
Die Zeitdauer der Interpretation der Systemdaten durch die CPU (im folgenden als
CiR-Synchronisationszeit bezeichnet) ist abhängig von der Anzahl Ein- und Ausgangsbytes an
betroffenen DP-Mastersystemen (genaueres siehe unten).
Mit Beginn der Systemdatenauswertung trägt die CPU das Ereignis W#16#4318 in den
Diagnosepuffer ein, mit Abschluss der Systemdatenauswertung das Ereignis W#16#4319.
Hinweis
Falls während der Systemdatenauswertung Netz Aus eintritt oder die CPU in den Betriebszustand
STOP geht, ist anschließend nur ein Neustart (Warmstart) oder ein Kaltstart möglich.
Danach startet sie den OB 80 mit dem Ereignis W#16#350A und trägt die Zeitdauer der Auswertung in
dessen Startinformation ein. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, diese Zeit z. B. bei den
Regelalgorithmen in Ihren Weckalarm-OBs zu berücksichtigen.
Hinweis
Achten Sie stets darauf, dass der OB 80 in Ihrer CPU geladen ist. Andernfalls geht die CPU bei
Auftreten eines OB 80-Startereignisses in STOP.
Hinweis
Aus der oben angegebenen Formel folgt für die CiR-Synchronisationszeit:
Sie ist unabhängig vom E/A-Volumen der Mastersysteme, an denen Sie Änderungen vornehmen
wollen.
Sie ist unabhängig davon, ob Sie an einem, zwei, drei oder vier Mastersystemen Änderungen
vornehmen wollen.
Die CPU vergleicht nun die CiR-Synchronisationszeit mit der aktuell gültigen Obergrenze für die
CiR-Synchronisationszeit. Der Defaultwert diese Obergrenze ist 1 s und kann durch Aufruf der
SFC 104 "CiR" Ihren Erfordernissen entsprechend reduziert oder erhöht werden.
Falls der Wert kleiner oder gleich der aktuellen Obergrenze ist, übernimmt die CPU die geänderte
Konfiguration, andernfalls lehnt sie die Übernahme ab.
Fehleranzeigen
Mit Beginn der Zulässigkeitsprüfung bis zum Abschluss der SDB-Auswertung leuchtet die INTF-LED.
Sie leuchtet weiter, falls Baugruppen umparametriert werden.
Nach Abschluss des CiR-Vorgangs liegt eine Differenz zwischen Soll- und Istausbau vor (Sollausbau
ist geändert, nachdem Sie eine Konfigurationsänderung in die CPU geladen haben), so daß die
EXTF-LED leuchtet. Falls Sie bei der Konfigurationsänderung Slaves hinzugefügt haben, blinkt
zusätzlich die BUS1F- bzw. BUS2F-LED. Wenn Sie die zugehörigen Hardwareänderungen
durchgeführt haben, sind die EXTF-, die BUS1F- und die BUS2F-LED wieder dunkel.
Betriebssystemfunktion Auswirkungen
Prozessabbildaktualisierung gesperrt.
Die Prozessabbilder der Eingänge und der Ausgänge
werden auf ihrem letzten Wert gehalten.
Anwenderprogrammbearbeitung Alle Prioritätsklassen sind gesperrt, d. h. es werden
keine OBs bearbeitet. Alle Ausgänge werden jedoch
auf ihrem aktuellen Wert gehalten.
Bereits bestehende Alarmanforderungen bleiben
erhalten.
Aktuell auftretende Alarme werden erst nach
Abschluss der SDB-Auswertung von der CPU
entgegengenommen.
Zeitsystem Die Zeiten (Timer) laufen weiter.
Die Takte für Uhrzeit-, Weck- und
Verzögerungsalarme laufen weiter, die Alarme selbst
jedoch werden gesperrt. Sie werden erst nach der
SDB-Auswertung entgegengenommen. Damit kann
z. B. je Weckalarm-OB nur höchstens ein Alarm
hinzukommen.
PG-Bedienung Vom PG aus kann nur das STOP-Kommando bedient
werden.
Datensatzaufträge sind also nicht möglich.
Externe SZL-Auskünfte, z. B. per MPI Auskunftsfunktionen werden verzögert bearbeitet.
A.1 Kompatibilität
Voraussetzungen
Für das Folgende wird vorausgesetzt, dass Sie eine CPU einsetzen, die eine Anlagenänderung im
laufenden Betrieb beherrscht.
Für den oder die DP-Master gilt:
Falls Ihre CPU Master eines oder mehrerer DP-Mastersysteme ist, sind diese CiR-fähig.
Falls Sie eine oder mehrere externe DP-Anschaltungen verwenden, müssen diejenigen eine
Anlagenänderung im laufenden Betrieb unterstützen, an deren DP-Mastersystem Sie
Umkonfigurierungen vornehmen wollen.
Regel
Sie können in Ihrer Anlage Komponenten, die eine Anlagenänderung im laufenden Betrieb
unterstützen, und solche, die sie nicht unterstützen, beliebig mischen (mit Ausnahme der in
Voraussetzungen und Übersicht ausgeschlossenen Baugruppen).
Folgende Konfigurationsänderungen im RUN sind dann zulässig:
Kompakte DP-Slaves können nur als ganze Station zu einem DP-Mastersystem hinzugefügt bzw.
von einem DP-Mastersystem entfernt werden.
PA-Slaves (Feldgeräte) können im RUN genau dann hinzugefügt werden, wenn die
Kopfbaugruppe des zugehörigen DP/PA-Links eine Anlagenänderung im laufenden Betrieb
unterstützt.
Ein modularer Slave vom Typ ET 200M unterstützt das Hinzufügen bzw. Entfernen von
Baugruppen, wenn seine Kopfbaugruppe eine Anlagenänderung im laufenden Betrieb unterstützt.
Das Hinzufügen und Entfernen von Elektronikmodulen bei der ET 200iSP.
A.2 Begriffsdefinitionen
Begriff Bedeutung
CiR Configuration in RUN
CiR-Baugruppe Platzhalter für die später hinzuzufügenden Baugruppen in einer ET 200M-Station
CiR-Element Oberbegriff für CiR-Objekt und CiR-Baugruppe
CiR-Objekt Platzhalter für die später hinzuzufügenden Slaves am DP- bzw. PA-Mastersystem
A K
Anlagenänderungen mittels CiR 28 Kompatibilität 51
Übersicht 28 Konfigurationsänderungen 11
Anlagenplanung 41, 45
DP- bzw. PA-Slaves 41
ET 200M-Stationen 45 N
Ausgangsprojektierung 17 Nutzen eines bisher unbenutzten Kanals 38
B O
Baugruppen in modulern Slaves vom Typ ET 200iSP 45 Online-Hilfe 5
C P
CiR 11, 12, 13, 15, 52 PROFINET IO 46
Begriffsdefinition 52
CiR-Baugruppe 18, 52
Begriffsdefinition 52 R
CiR-Element 17, 52
Begriffsdefinition 52 Rückgängigmachen von Änderungen 34
Cir-Elemente 19
Periherieadressbreiche 19 S
CiR-Elemente 18
Arten 18 Software-Voraussetzungen 13
CiR-Elemente definieren 21, 23
genaue Vorgehensweise 23
Übersicht 21
U
CiR-Elemente im RUN nutzen 31 Umparametrieren 35, 36, 38, 39
CiR-Elemente löschen 22, 27 bisher unbenutzten Kanal nutzen 38
genaue Vorgehensweise 27 eines bisher bereits benutzten Kanals 38
Übersicht 21 Entfernen eines bisher benutzten Kanals 39
CiR-Objekt 18, 52 Verhalten der CPU 36
Begriffsdefinition 52 Voraussetzungen 35
CiR-Synchronisationszeit 47, 48 Umparametrieren eines bisher bereits
benutzten Kanals 38
E Umparametrierung mit Adressbereichsänderung 40
Undo-Funktion 34
Empfehlungen 15
Entfernen eines bisher benutzten Kanals 39
V
Verhalten der CPU 36, 37, 47, 49
H Auswirkungen auf Betriebssystemfunktionen 49
Hardware-Voraussetzungen 12 beim Umparametrieren 37
nach dem Laden der Konfiguration im RUN 47
Voraussetzungen 11, 13