ENTWURF
von der liebe
sei lieb zu ihr.
verletz sie nicht.
war dein rat.
deine sorge um sie.
du magst sie?
ja
es ist schön, wenn sie da ist.
weiß nicht warum.
ich möchte, dass sie da ist.
ich möcht auch für sie dasein.
ihre augen sind schön.
sie schauen mich an
ENTWURF elles
frank de brême
ENTWURF
mein herz brennt
ich schreibe
Gedicht um Gedicht
mehr will ich nicht
mein herz brennt
noch immer
warum nur
nur du
und nicht die anderen
ihren platz darin fanden
warum
mein herz brennt
noch immer
ich kann es nicht löschen
ich will es nicht tun
doch muss ich dich löschen
was brennst du mein herz
für immer
ENTWURF
zusammen
Marianne
auf dem Balkon stehen
aus dem Fenster schauen
getrennt
ich lege meine Arme um dich
wir schauen nach den Blitzen
wir staunen
wir geben uns Wärme
wir schauen zugleich
und wir wissen
daß wir auch morgen
füreinander da sein wollen
ENTWURF
Sabine
Ungeahntes
du warst meine Zuflucht,
in deinem Busen
konnte ich mich
verlieren,
du warst so hell
und heiter
und konntest lachen,
warst so blond.
du, blond wohl nimmer,
aber du bist und bleibst es,
wenn ich an dich denk.
du warst damals
ein Geschenk.
schenktest mir so viel
und vieles
was ich noch nicht kannt,
konnt dich erkunden
in all deinen tiefen
und lippen
dich zu küssen
war ungeahnter
Genuß,
konnten Stunden
damit verbringen
und auch du mich
entdecken
mir entlocken
ungeahntes
ENTWURF
Dagmar
Zum Glück
du wolltest die Pille
es wär für uns beide
das erste mal gewesen
vorher machte ich Schluss
es hat eine andere gegeben
du nahmst dir das Leben
was nicht gelang
wir waren kaum siebzehn
Zum Glück
wirst du heute sagen.
hab nicht vergessen
wie schön es war
dich über die Felder zu wirbeln
es war junge Liebe.
Ich möchte dich
wirbeln und wirbeln,
was ist das bloß,
die Zeit?
Sie ist eine Perlenschnur
die schmückt
mein Haus
ENTWURF
Karin
Verzeih
es gibt keine Zeit die heilt
du bist in meinem Herzen
du gabst mir
was niemals niemande mir gab
in Gefahr und im Geheimen
wir fanden uns in der Nacht
wie, es war ein Wunder
ich danke dir
ich hab es nicht gedankt
Schmerz in mir, dein Leid
Es sei vorbei
Verzeih.
ENTWURF
Mareike
Elle
Sie stand einfach da,
auf dem Bahnsteig.
Ich traute nicht meinen Augen.
Und dann, viel später,
kamst du mir entgegen, auf dem Deich,
ich wollte es nicht glauben.
Nun, bevor ichs nicht schreib,
schrieb ichs gleich.
Ich möcht' dich in die Arme nehmen,
fremde Frau.
Bin drüber alt geworden, über Nacht,
und grau.
ENTWURF
Ellen
Swabeedoo
was habe ich dich gesucht
und nie wieder gefunden
ich ging ja fort
ein Märchen schriebst du
mir zum Abschied
voller Liebe
Swabeedoo
doch haben wir uns nie gefunden
war noch nicht wieder hergestellt
als du mich einludst
zu dir
wohl um mich zu erreichen
denn ich gefiel dir
und du mir
ich weiß noch
wie wir da saßen
über den Dächern der Stadt
dein Zimmer unterm Dach
hatte eine Terrasse
ganz klein
nur für uns zweien
und wir sahen den Schwalben zu
mit Kuchen
den du eigens gebacken
es hat sich mir eingebrannt
in mein Herz
ich sage dir
war besser so
mein Herz war schwer
und ist es bis heut
ich wünsche dir
aus diesem Herzen
viel Glück
und Liebe.
ENTWURF
Solveig
der moment
ich war auf der flucht
mein schmerz trifft
dich, du berührtest mich, ein kleiner moment, unbemerkt, so schön,
dieser kleine moment, für immer verloren, ich sehne mich, nach dir, für
diesen moment, ich schreibe dir, und danke dir, für diesen moment, ein
leben lang, hätt ich gegeben für diesen moment,
mit dir, in stavanger.
abends nach dem bistro,
ein wort, unser moment, dahin
es gibt dich,
da im hohen norden, ich sehe dich,
was wär geworden, wenn du
zur verabredung gekommen wärst...
hätten wir fünf kinder, würden auf den schären leben, ich mit dir.
was wurd aus dir? liebst du?
ich war verloren. für die welt,
es schmerzt, damals wie heut, es schmerzt, tränen fließen.
damals, das sind dimensionen, war das der moment und du, mich zu
erlösen, vielleicht ...
würd jetzt alles drum geben.
danke, dank dir, dir,
es wirkt bis heut, ich seh dich, mich hast du berührt.
meine unbekannte.
ENTWURF Ann-Christin
für dich
wollt' wissen,
wie's dir geht.
Dir danken,
um Verzeihung bitten.
Mich erinnern
an dich und mich.
War niemals schöner
vereint mit einer Frau.
Wir waren jung,
nun, ein Stück weiter
alt geworden und grau.
ENTWURF
Kerstin
der bioladen und du
dich
mag ich nicht vergessen nicht missen
dich und die zeit die waren eine andere
eine andere welt
der bioladen und du
dich fand ich dort
ging öfters hin als ich musste
dich zu sehen
und ein wort zu wechseln
mochtest du wohl gern
wir waren uns nah
auf nicht mal
acht quadratmetern zwischen all den körben
und regalen mit nussmus, honig und salatköpfen
der eingang verstellt mit
gurken tomaten und radieschen lose
was das herz begehrt
was das herz begehrt
seltsam
dass wir noch und ich
aluminium-deckel sammelten
und bei dir hinterließen
und eier-kartons
damals
die enge jeans stand dir so gut
und dein blondes offenes haar
schulterlang und glatt
fallend mit leuchtendem glanz
wir waren jung und schön
diese schönheit junger körper
mit unbändiger kraft und eleganz
kein überflüssiges gramm
natürliches schweben im raum
konnt dir kaum in die augen schaun
wäre dahin gewesen
du warst ein traum
ENTWURF
Sabine
Du
Du warst da,
wo niemand
und nichts war.
Unter meinem Fenster
und riefst
Frank
und ich freute mich
riesig
über dich
in meinem Verließ.
Warum nur, warum nur
habe ich dich nicht gebeten,
meine Seele zu trösten?
Du sollst es wissen,
du warst mein Trost.
Da musst ich wohl alleine durch.
Seither sind wir Freunde
dafür
liebe ich dich.
ENTWURF
Astrid
kein Scherz
ich kam vorbei,
seitdem fehlt mir eine Socke,
ist wahrlich kein Scherz,
vergaß sie, fand sie nicht,
im Dunkel,
als ich floh in dieser Nacht.
Ob ich schon fahren durft?
fuhr auf und davon.
Konnt' einfach nicht schlafen
als du mir sagtest,
deine Familie käm in der früh.
Hätt gern mit dir gefrühstückt,
nachdem ...
wir so zusammen waren.
Es war schön.
Damit wär alles gesagt.
Doch es war so schön,
in dir zu sein,
in dir
zu sein
in dir zu sein.
Du nahmst mich
in deine Tiefe
zu gleiten
wehrlos wollend
den Genuß
auf.
Wahrlich,
ich wollt dich nicht missen.
ENTWURF
Monika
verrückt
ich war verrückt nach dir.
haben wir uns wirklich
die Kleider vom Leib gerissen
in den Nächten
und waren
kaum das die Tür schloss
schon ineinander verkeilt.
hab ich dir wirklich
sanft den Slip zerrissen
um noch ein wenig
in dir zu weilen.
nie erlebt
dies animalische tun
nicht du nicht ich.
wir rieben uns
aneinander und
auf dem Boden und
du saßt an der Wand
es gab kein entkommen
ich sah deine feuchte
klebrig und rund
es gab kein Entkommen
dann sah ich nichts mehr
ich war in dir
ENTWURF
Miriam
Riesen
Riesen sind wir
wenn wir begreifen.
Haben wir noch etwas zu wollen? Du warst zu schön,
Ist uns alles gegeben. auch dir zu schön,
Ich ergebe mich, so sag ich es dir,
Reinheit der Seele, hattest wohl
Schön wie Gold, auch Angst vor mir
mein Engel. und warst verloren
Dank Dir. im Bild deiner Macht,
ich dachte nur,
So hab ich's geschrieben Erbarmen.
und auch so gemeint.
hab's so erlebt Dann bist du geflohen
im Rausche ich konnt nur da sitzen
mit dir. und warten und hoffen,
ein Wort dir zu geben,
Was wir erlebten, dem du nie zu begegnen
uns gaben flohst.
in so kurzer Zeit,
mir kam es vor Wollte nicht nur Partner sein,
wie die Ewigkeit. Viel, viel mehr.
Hab drauf verzichtet.
Wir konnten schließen Vielleicht ...
den magischen Kreis. In einem anderen Leben.
ENTWURF
Cleopatra
Haiti oder der Kuß des Weibes
ich weiß nicht wie du heißt
doch schmeck ich dich noch immer
deine schwarze Knospe
reibt sich wund an meinem Gaumen
dein feuchter grauer Flaum
berauscht
ich schmecke mich und dein Erwarten
und wieder
umfängst du mich
und greifst nach mir
und raubst mir meine Sinne
in deiner Enge mich zu finden
die mich umfaßt und fest umschlingt
mich gleiten läßt in deine Tiefen
dort wo du mich erwartest
und dich mir gibst
ich ströme ein
und du nimmst auf
du nimmst mich auf
ENTWURF
Angela
Zufall
ein Zufall wars
der uns zusammengeführt
nach zwanzig Jahren
deine Liebe gespürt
dein und mein Verlangen
es kam schnell
das wir uns liebten
und es war berauschend schön
nach so langer Zeit
des Nicht-Vergessens
wie du im Schlafe damals lagst
deine junge Brust entblößt
die Decke war verrutscht
wie du des Nachts
über mich hinwegstiegst
um
nicht mich vor Scheu
sondern dein Bett
zu erlangen
ich sah dich, du schöne
ganz nackt
mit halb geschlossenen Augen
staunend wie im Traum.
und dann kam unsere Zeit
wir konnten leben unsere Gier
auf- und übereinander
Ich flog und flog mit dir
mit dir zusammen
du sagtest mir
es war schön
ich wäre so dick.
ENTWURF
Madeleine
du hast dich Du hast mich mit Liebe empfangen
verkrochen ein Herz auf dem Rasen
in tiefster Provinz kamst mir schon entgegen
Südwesten la France auf meinen langen Wegen
wo niemand niemanden kennt den Kühlschrank gefüllt
und niemals einer kommt mit Leckereien
es sei denn die eingeweihten. weiß nicht wovon bezahlt
Winters gefroren du hattest ja nichts
in deinem spartanischen Haus und zeigtest mir all deine Schätze
im Nirgendwo auf dem Land Hand in Hand
allein es gab so viel schönes
mit Hecke und Schuppen in deinem Land
Katz und Holzklaftern drin und auch
die selten reichten hattest du nichts verlernt
der Kälte zu trotzen deine Lippen konnten mich beißen
hab es oft geteilt mein Glied zuckersüß küssen
den eisernen Ofen zu füttern darüber zu gleiten
drauf Tee zu kochen sanft mit Bedacht
die Füße zusammen zu stecken es kauen
unter die Decke zu schlüpfen mit deiner Zunge
und uns zu wärmen. es feuchten und wärmen
Sommers wurde geerntet und saugen und saugen
Feigen und Nüsse, mir den Verstand
Äpfel, Kirschen und Rosen, umschmeicheln mich
was das Land nur hergab mit feuchtem Gaumen
du warst autark bis ich nicht mehr konnt
und jeden Tag vor Beben und Wonne
wandern und schwimmen. mich dir hinzugeben
Du warst klein und schön und strömen in deinen Mund.
zugleich jung und alt könnte nicht aufhören zu schreiben
von den Männern geheilt um mich zu erinnern.
die dich nutzten und schlugen doch du wachtest über mich
wurdest vor mir gewarnt und wurdest kalt
wohl nicht vorm schlagen beim paddeln und schwimmen
so bin ich nicht. und sonst
Was für ein Leben in Anarchie ich war dein Schatz
selbst gewählt wie Muttern gelehrt
kann man nicht sagen die Maus frisst nicht die Katz.
deine Wurzeln taten nicht fragen.
ENTWURF
Antje
Ungeheuer zögernd die Hoffnung,
Skepsis, Verdacht,
du warst mein Ungeheuer denn ich war nicht dein,
ungeheuerlich schön so schien es zu sein, dir,
dich zu küssen was auch immer entstand
mich an dir zu reiben und sich stellte dazwischen,
vorm Spiegel im Flur. es hätte nicht sein müssen.
Weisse Brötchen, frisch, ich hab dich gesucht,
mit deiner Confiture, in der Liebe versucht,
Mandelmus und dich zu erreichen,
"lass dich lieben" es hat mich umgebracht,
und deinem Kaffee, mal für mal,
mit dem du mich wecktest, wenn ich es spürte,
und einzuschlafen, dich im Bett ein Brett zu werden,
Licht aus und Kuß, mich auszustoßen,
gute Nacht dir und mir. dich mir zu entrücken,
Ungeheuerlich schön, dem, was ich dir geben wollt',
unser kleines Paradies, hab mich nie ergossen,
Wasserspiel und Plätschern, das ich dir geben wollt,
Blumen und Blüten umsorgt, eins zu werden aus zwei'n.
Sauerampfer mit Lachs, Ich tat's nicht aus plaisir,
einem Frosch im Teich. spürte,
warum nicht, warum wie du mich wolltest und sogst
hab ich irgendwann und so gewollt zu werden
nicht mehr, war schön,
dich so fest umarmt und geküsst, dass ich nicht aufhörte,
wenn ich kam dich zu suchen, bis ich zerbrach,
und erst meinen Kram zwischen meinem und deinem
abstellen mußte. Leben, das ich zu teilen suchte,
Ich hätt es gern nein, nicht teilen,
anders gehabt, zusammen zu führen,
warum bloß, nicht. bis ich daran zerbrach.
fehlte es mir an Kraft,
ENTWURF
Steine
ich hab dich
geliebt
du wolltest dank dir
mich fürs stein sein
und dann nich so bin ich
geworden
ich versteh
heut mit und ohne
warum dich
was war ich mein schmerz
dumm küsse dich
heut kollabiert
dreht sich und schreit
alles und weint
ja alles ins leere
um
so bin ich
warum worum geworden
drehts sich mit und ohne
hier dich
eigentlich
kann nimmer
kann dir will nimmer
nur danken wie immer
sonst nichts
dir geben ich lasse los
du warst
für mich
ein stein
im leben
ENTWURF
und doch hab ich mich wieder verliebt
in bienes inneres-kind-bild
dieser ausdruck - unbeschreiblich
so schön, nicht zu fassen
nicht von dieser welt
und doch
ich wag's nicht zu schreiben
das ist leben