Modu 200 Datenblatt
Modu 200 Datenblatt
EY-AS200F001 Kompakt-Automationsstation
Technische Daten
Elektrische Versorgung Einbau
Speisespannung 24 V~ (50/60 Hz) ± 20% Masse B × H × T (mm) 244 × 120 × 73
24 V= (18…30 V) Gewicht (kg) 0,65
Leistungsaufnahme bis zu 11,5 VA
Verlustleistung bis zu 6 W Normen, Richtlinien
Batterie (Pufferung RTC/SRAM) CR2032 steckbar Schutzart IP 00 (EN 60529) 1)
Schutzklasse I (EN 60730-1)
Schnittstellen, Kommunikation Umgebungsklasse 3K3 (IEC 60721)
AS-Netzwerk/novaNet 1× a/b-Klemmen steckbar Konformität nach
Operating Panel (modu240) 1× RJ-45-Buchse EMV-Richtlinie 2004/108/EG EN 61000-6-1
Sprachen: EN 61000-6-2 2)
Deutsch, Französisch, Englisch, Italienisch, Niederländisch, Spanisch, EN 61000-6-3
Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Portugiesisch, Finnisch, Polnisch, EN 61000-6-4
Slowenisch, Ungarisch, Rumänisch, Russisch, Tschechisch, Türkisch, Niederspannungsrichtlinie
Slowakisch 2006/95/EG EN 60730-1
MFA 256 EN 60730-2-9
Zeitbefehle 320 Einträge Software Klasse A EN 60730-1 Anhang H
HDB-Einträge
digital 2× 3584 (Block 1;3) Weiterführende Informationen
analog 2× 3584 (Block 2;4) Montagevorschrift MV P100002321
Material- und Umweltdeklaration MD 92.825
Zulässige Umgebungsbedingungen
Betriebstemperatur 0...45 °C Massbild M10496
Lager- und Transporttemperatur –25...70 °C Anschlussplan A10534
Feuchtigkeit 10…85% rF
ohne Kondensation Werkseinstellung Alle Schalter Pos. "Off"
1) Schutzart IP10 mit Klemmenabdeckung (Zubehör 0900240001)
2) Bei zwingender Erfüllung der Industrienorm (EN 61000-6-2) dürfen die Anschlussleitungen der digitalen Eingänge (DI), der analogen Ein-/Ausgänge (AI/AO), der Zählereingänge (CI) und der
Spannungsausgänge (5 und 13 V) nicht länger als 30 m sein.
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EY-AS200
Zubehör
Typ Beschreibung
Handbediengerät
Verbindungsleitungen
Datenspeicher
Allgemein
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EY-AS200
Einstellungen für Anzeige normiertes Analogsignal (AI 0…1) Art der Eingänge potentialfreie Kontakte, gegen Masse
beschaltet
Eingangssignal Korrekturwerte
Optokoppler, Transistor (Open Collector)
Y a b
0…10 V 1 0 Zustand
0…1 V 10 0 "Kontakt geschlossen" 1 V max. gegen Masse
0…20 mA 1 0 Max. Ausgangsstrom 0,5 mA gegen Masse
0…1 mA 20 0 Max. zul.
2…10 V 1,25 –0,25 Leitungswiderstand 1 k gegen Masse
Entprellzeit 20 ms
4…20 mA 1,25 –0,25
Abtastrate 500 ms
0,2…1 V 12,5 –0,25
Schutz gegen
Spannungsmessung (U) Fremdspannung 24 V
Die Spannungsmessung ist bei allen U-I-R-Eingängen möglich. Die
zu messende Spannung wird zwischen eine der Eingangsklemmen Mit der Automationsstation modu200 können 12 digitale Eingänge
für Spannung (siehe Anschlussplan) und einer Masseklemme direkt angeschlossen werden. Für jeden digitalen Eingang kann
angeschlossen. Das Signal darf nicht mit Fremdpotential behaftet durch Softwareparametrierung individuell selektiert werden, ob
sein! dieser als Alarm- oder Status- Wert abgearbeitet wird.
Die Eingänge werden zwischen den Eingangs- und Masseklemmen
Die zwei Messungen 0(0,2)...1 V und 0(2)...10 V werden durch die
angeschlossen.
Software selektiert.
Bei einem offenen Kontakt entspricht dies einem Bit=0, bei ge-
Die maximale Spannung ohne Zerstörung beträgt < 24 V, der An- schlossenem Kontakt einem Bit=1. Die Station legt eine Spannung
zeigebereich ist aber auf 10 V beschränkt, der Innenwiderstand Ri von ca. 13 V an die Klemme, wobei ein Strom von ca. 0,4 mA bei
des Eingangs beträgt > 50 k. geschlossenem Kontakt fliesst. Bei der MFA 58 (ab Mikroprogramm
Index "B") werden kurzzeitige Änderungen von min. 30 ms zwi-
Strommessung (I) schen den Abfragen der Station zwischengespeichert und beim
Mit externem Widerstand parallel an den Spannungseingang ge- nächsten Zyklus verarbeitet. Dies empfiehlt sich für Anwendungen
schaltet ist eine Strommessung an allen U-I-R-Eingängen möglich. mit Taster, Schrittschalter etc.
Das Signal darf nicht mit Fremdpotential behaftet sein!
Die Eingänge der MFA 59 (Klemmen 61…64) sind für Status-
Pot-Messung Meldungen zu bevorzugen.
Potentiometer werden an die Klemmen U, Masse und +5 V ange- Digitalausgänge
schlossen.
Anzahl der Ausgänge 6× 0-I
Um den Referenzausgang nicht zu überlasten, soll der Potentiome- Art der Ausgänge Relais
terwert mindestens 2 k betragen. Potentiometer können an allen Belastung der Ausgänge 250 V~/2 A (ohm’sche Last)
U-I-R-Eingängen verwendet werden.
Hinweis:
Achtung: Gemischte Anschlüsse von Stromkreisen, unterschiedlichen
Der Spannungsausgang +5 V (Klemme 48) ist nicht kurzschluss- Phasen (L1/L2) oder verschiedenen Spannungsbereichen (Nie-
fest! Deshalb unbedingt korrekten Anschluss der Potentiometer der- / Kleinspannung) sind nicht zulässig!
vor Inbetriebnahme prüfen.
Mit der Automationsstation modu200 können 6-digitale Ausgänge
Impulszählung direkt angesteuert werden.
Anzahl der Eingänge 2 Echte Rückmeldungen sind nur über die Digitaleingänge realisier-
Eingangsart potentialfreie Kontakte, Optokoppler, bar.
Transistor (Open Collector)
Eingangsfrequenz < 15 Hz Analogausgänge
Signalpegel "High" > 4 V Anzahl der Ausgänge 4
"Low" < 1 V Art der Ausgänge 0...10 V=, max. 10 mA (source) oder
Max. Ausgangsstrom 2…10 V=, max. 10 mA (sink)
der Eingänge 0,5 mA gegen Masse
Entprellzeit 20 ms
Hinweis:
Schutz gegen
Die Ausgänge sind nicht gegen anliegende Fremdspannung
Fremdspannung 24 V
geschützt!
An die Zählereingänge können potentialfreie Kontakte, Optokoppler
oder Transistoren mit offenem Kollektor angeschlossen werden. Die
Mit der Automationsstation modu200 können insgesamt 4-analoge
maximale Impulsfrequenz darf 15 Hz erreichen. Damit schaltende
Signale direkt ausgegeben werden. Die Ausgangsspannung wird
Kontakte korrekt erfasst werden, ist eine Entprellzeit von 20 ms
zwischen der entsprechenden Ausgangsklemme und einer Masse-
vorgesehen. Der Impuls wird auf der fallenden Flanke erfasst und
klemme abgegriffen.
darf unbestimmt lange anliegen.
Der interne Zählerwert der Station wird jeden Zyklus abgefragt, die Uhr- und Batteriekonzept
Aufsummierung zum eigentlichen Zählwert erfolgt softwaremässig In der Automationsstation modu200 ist eine Echtzeituhr (RTC) für
spätestens nach 30 s durch den Prozessor der Station. Das Format die Zeitprogramme integriert. Datum, Uhrzeit und Umschaltung
erlaubt es, Zählwerte bis 67'108'864 mit einer Auflösung von 1 Sommer/Winterzeit müssen bei Erstinbetriebnahme geprüft und
darzustellen. gegebenenfalls eingestellt werden.
Erhaltung der Daten und den Betrieb der Echtzeituhr im span- Zeitprogramm und Kalender
nungslosen Zustand während mindestens 3 Jahren ab Produkti- Die Automationsstation besitzt einen speziellen Bereich innerhalb
onsdatum der Automationsstation. Bei Netzwiederkehr wird die des Arbeitsspeichers, welcher insgesamt 320 Zeitbefehle aufneh-
Automationsstation die Konsistenz der Daten überprüfen und die men kann. Die Parametrierung der Zeitprofile wird über die Mana-
Kommunikation in Gang setzen. gementsoftware bzw. dem Handbediengerät vorgenommen.
Es wird empfohlen, die Anwenderdaten in einem User-PROM zu Übergeordnet zu den einzelnen Zeitprogrammen besteht eine
speichern, dies steigert die Sicherheit gegen Datenverlust. Das Jahrestabelle, welche für 2 Jahre (gerade / ungerade Jahreszahl)
User-PROM kann durch ein handelsübliches Gerät programmiert ausgelegt ist und konfiguriert werden kann.
und danach direkt in die Station eingesetzt werden.
Sommer- und Winterzeit
Technische Daten der Batterie: Die automatische Umschaltung der Sommer- und Winterzeit ist
Typ CR2032 Lithium-Knopfzelle Bestandteil der Automationsstation und kann mittels Parametrier-
Nennspannung 3V software oder Handbediengerät abgeändert bzw. ausser Betrieb
Kapazität 210 mAh gesetzt werden. Die Werkseinstellung sieht eine Umschaltung der
Abmessungen 20 mm × 3,2 mm Sommer- und Winterzeit jeweils am letzten Wochenende des Mo-
nats März bzw. Oktober von Samstag auf Sonntag vor.
Auswechslung Batterie
Handbediengerät
Sollte im Laufe der Betriebszeit ein Auswechseln der Batterie not-
wendig werden, darf dies nur von eingewiesenem Fachpersonal Für die Automationsstation modu200 ist das Operating Panel mo-
durchgeführt werden! du240 (EY-OP240F001) als Zubehör erhältlich. Es wird direkt über
die RJ-45-Buchse angeschlossen. Das Operating Panel erlaubt,
Anwenderprogramm Daten (mit Ausnahme der HDB) aus der Automationsstation zu
Die Automationsstation modu200 enthält ein schnelles Betriebspro- behandeln, wie Auslesen von Messwerten, Alarmen und Status,
gramm. Dieses liest sämtliche Eingänge ein, arbeitet die paramet- Ändern von Sollwerten, Ausgeben von Stellbefehlen sowie das
rierten Module ab, aktualisiert die Ausgänge und wickelt die nötigte Ändern von Zeitprofilen.
Kommunikation mittels novaNet mit anderen Automationsstationen
und Visualisierungs-PCs ab. Inbetriebnahme der Automationsstation
Die Automationsstation modu200 besitzt zur Parametrierung mit Beim Anschluss der Versorgungsspannung muss auch die Schutz-
CASE Engine insgesamt 256 Maschinen-Fein-Adressen (MFA). erde mit vorgesehener Anschlussklemme verbunden werden
Davon werden generell die MFA 0…59 für HW-Adressierung und (Schutzklasse I). Die Arbeit ist immer in spannungsfreiem Zustand
die MFA 64…255 für SW-Adressierung verwendet. Die MFA durchzuführen!
60…63 sind reservierte Dienstadressen und werden für internen Die Automationsstation hat LED-Anzeigen für Betriebsspannung
Gebrauch verwendet. und für Kommunikation. Die grüne LED zeigt durch Dauerleuchten
Alle Anwenderprogramme können von einem beliebigen novaNet den Betriebszustand "Ein" der Automationsstation, die gelbe LED
Anschluss ein- bzw. ausgelesen werden. Die Daten bleiben im blinkend den Telegrammverkehr "Send" auf dem novaNet.
batteriegestützten SRAM auch bei einem Spannungsausfall erhal- Jede Station muss, bevor sie im novaNet eingebunden wird, eine
ten. Zusätzlich können die Daten in einem persistenten Anwender- eindeutige (einmalige) Adresse zwischen 0 und 28671 erhalten. Die
speicher (User-PROM) abgelegt werden. Eine sehr hohe Sicherheit Adresse wird manuell mittels der 16 DIP-Schalter (unter dem Ge-
bezüglich Datenverlusts kann somit erreicht werden. häusedeckel) binär kodiert.
Speicheraufbau
Die Automationsstation besitzt einen RAM-Speicher von insgesamt Hinweis:
4 Mbit, welcher in 3 Rubriken zu je 1 MBit aufgeteilt ist. Der Arbeits- In Verbindung mit einer BACnet Applikation (moduNet300,
speicher, der Mikroprogrammspeicher und der HDB-Speicher. EYK220, 230, 300) muss die Stationskodierung im Bereich von
Jeder dieser Bereiche wird in 256 Maschinen-Fein-Adressen (MFA) 0 bis 4194 liegen.
zu 128 Doppelwörter (DW) mit je 32 Bits aufgeteilt.
Der Arbeitspeicher dient der Abarbeitung der geladenen Anwen- Adressierung novaNet
dungsdaten durch CASE Engine und ist parametrierbar (lesend und
schreibend). Bei Initialisierung der AS werden alle gespeicherten
Off On Value Off On
Anwenderdaten aus dem User-PROM (wenn vorhanden) automa-
1 × 1
tisch geladen.
2 × 2
Der Mikroprogramm-Arbeitsspeicher ist reserviert für den internen 4 × 4
Gebrauch des aktuellen Mikropogrammes und nicht überschreib- 8 × 8
bar. 16 ×
32 ×
Der HDB-Speicher (Historische-Daten-Bank) dient der Speicherung 64 ×
und Wiedergabe von digitalen und analogen Werten. Ein histori- 128 ×
scher Eintrag einer MFA wird seitens CASE Engine parametriert
und benötigt insgesamt 72 Bit inkl. Datum und Uhrzeit. Es ist mög- 256 ×
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EY-AS200
Beispiel einer Einstellung: AS-Nummer 10255 lokal angeschlossen werden. Nach dem Datentransfer sind die
Daten sofort aktiv.
1 + 2 + 4 + 8 + 2048 + 8192 = 10255 (Even Parity; Off)
Der Paritätsschalter wird so eingestellt, dass die Anzahl der auf Initialisierung
"On" stehenden Schalter, inklusive Paritäts-Schalter, eine gerade Die Initialisierung wird durch ein Kurzschliessen der beiden Halb-
Anzahl ergibt. mond-Schaltflächen „Ini“ (unter dem Gehäusedeckel) während 1-2
Ist die Parität falsch eingestellt, erlischt die gelbe LED "Send". Es Sekunden realisiert. Dies bewirkt, dass die Station den gesamten
findet keine Kommunikation (CASE Engine, Management- RAM-Speicher löscht und aus dem User-PROM (wenn vorhanden)
ebene) mit der AS auf dem novaNet statt. alle Anwenderdaten ladet um die Steuer- und Regelfunktion bei
definierten Anfangsbedingungen neu zu starten.
Grundsätzlich werden die Anwender-Daten mittels CASE Engine
eingelesen. Die Kommunikation erfolgt über den SAUTER System- Ist kein User-PROM vorhanden sind sämtliche Anwenderdaten
bus novaNet an den Klemmen a und b. Die Programmierung kann (CASE Engine Plan, Zeitprogramme, HDB's) nach einer Initialisie-
parallel zum laufenden Datenverkehr erfolgen. rung gelöscht!
Um die Kommunikationsgeschwindigkeit anderer novaNet- Mit einer Initialisierung ist es möglich die Automationsstation direkt
Teilnehmer nicht zu verringern kann für die Zeit der Programmie- mit CASE Engine-Daten neu zu laden. Dies bedingt dass zuvor die
rung die Station vom novaNet getrennt und der parametrierende PC CASE Engine-Daten auf einem PROM gespeichert, und in der
Automationsstation eingesetzt wurden.
Analogausgänge GND U
0…10 V 24 82 49 50
0…10 V 25 82 51 52
0…10 V 26 82 53 54
0…10 V 27 82 55 56
Digitalausgänge In Out
(Relais mit Schliesskontakt)
0-I 40 20 35 36
0-I 41 20 37 38
0-I 42 20 39 40
0-I 43 20 41 42
0-I 44 20 43 44
0-I 45 20 45 46
Impulszähler GND
50 C1 25 26
51 C1 27 28
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Massbild Hutschienenmontage
EN 60715 - TH 35x7,5/35x15
B11534
Anschlussplan
Ls MM 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 a b 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34
Send
24 V
novaNet
Power
35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64
A10534
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