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Manual Tektronix TDS 460

Manual Tektronix TDS 460

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Benutzerhandbuch

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A


Digitaloszilloskope
070-9757-02
Copyright  Tektronix, Inc. Alle Rechte vorbehalten.

Tektronix-Produkte sind durch erteilte und angemeldete US- und Auslandspatente geschützt. Die Informationen der
vorliegenden Veröffentlichung ersetzen alle früheren Angaben. Änderungen von Preisen und Spezifikationen vorbehalten.

Printed in USA.

Tektronix, Inc., P.O. Box 1000, Wilsonville, OR 97070–1000 USA

TEKTRONIX und TEK sind eingetragene Warenzeichen von Tektronix, Inc.


GARANTIE

Tektronix leistet Garantie für die selbst hergestellten und eigenen Produkte gegen Werkstoff- und Fertigungsmängel für
einen Zeitraum von drei (3) Jahren ab Lieferdatum. Produkte, die sich während dieses Zeitraums als mangelhaft erweisen,
werden von Tektronix nach freier Entscheidung ohne Berechnung von Material- und Lohnkosten repariert oder gegen ein
Austauschprodukt ausgewechselt.

Kunden, die diese Garantie in Anspruch nehmen möchten, müssen Tektronix die Mangel vor Ablauf der Garantiefrist
anzeigen und die Abwicklung der Garantieleistung mit Tektronix vereinbaren. Der Kunde hat dann das mangelhafte
Produkt auf eigenes Risiko zu verpacken und frachtfrei an das von Tektronix angegebene Service Center zu senden.
Tektronix trägt die Kosten für die Rücksendung des Produkts an den Kunden, wenn der Bestimmungsort in dem Land liegt,
in dem sich das Tektronix Service Center befindet. Versandkosten, Zollabgaben, Steuern und sonstige Kosten, die für die
Rücksendung an andere Bestimmungsorten anfallen, sind vom Kunden zu tragen.

Diese Garantie gilt nicht für Mängel, Ausfälle oder Schäden, die durch unsachgemäße Benutzung oder durch
unsachgemäße oder unzulängliche Wartung und Pflege entstanden sind. Tektronix haftet nicht für Garantieleistungen a) zur
Behebung von Schäden, die auf Versuche von nicht durch Tektronix autorisiertem Personal zurückzuführen sind, das
Produkt zu installieren, zu reparieren oder zu warten, b) zur Behebung von Schäden, die auf unsachgemäße Benutzung
oder den Anschluß an nicht kompatible Einrichtungen zurückzuführen sind, c) zur Behebung von Schäden oder von
Funktionsstörungen, die auf die Verwendung von Verbrauchsmaterial zurückzuführen sind, das nicht von Tektronix
bezogen wurde, d) zur Wartung eines Produkts, das nachträglich verändert oder in andere Produkte eingebaut wurde, wenn
diese Veränderung oder dieser Einbau den Zeit- oder Arbeitsaufwand für die Wartung des Produkts erhöhen.

DIESE GARANTIE VON TEKTRONIX SCHLIESST ALLE SONSTIGEN AUSDRÜCKLICHEN ODER


INDIREKTEN GARANTIEN AUS. TEKTRONIX UND IHRE LIEFERANTEN LEHNEN JEDE INDIREKTE
HAFTUNG FÜR MARKTFÄHIGKEIT ODER FÜR EIGNUNG FÜR EINEN BESTIMMTEN ZWECK AB. DIE
ANSPRÜCHE DES KUNDEN AUS DER VORLIEGENDEN GARANTIE GEGEN TEKTRONIX BESCHRÄNKEN
SICH AUSSCHLIESSLICH AUF DIE REPARATUR BZW. DEN ERSATZ VON MANGELHAFTEN
PRODUKTEN. TEKTRONIX UND IHRE LIEFERANTEN HAFTEN NICHT FÜR INDIREKTE, SONDER-,
MITTELBARE ODER FOLGESCHÄDEN, UNABHÄNGIG DAVON, OB DIE MÖGLICHKEIT SOLCHER
SCHÄDEN TEKTRONIX ODER IHREM LIEFERANTEN VORHER BEKANNT WAR.
Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassende Sicherheitshinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ix
Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . xi
Zu Beginn
Produktbeschreibung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1–1
Inbetriebnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1–3
Betriebsweise
Betriebsgrundlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2–1
Auf einen Blick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2–3
Anwendungsbeispiele . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2–11
Referenzteil
Überblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–1
Anzeigemodi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–3
Automatische Einstellungen: Autoset und Reset . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–9
Cursormessungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–11
Dateisystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–17
Datenfernübertragung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–21
Einstellungen speichern und abrufen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–23
Erfassungsmodi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–27
Flankentriggerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–35
Grenzwerte prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–41
Hardcopy . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–45
Hilfe aufrufen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–53
Horizontalsteuerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–55
Impulstriggerung (nur bei TDS 510A) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–63
Logische Triggerung (nur bei TDS 510A) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–71
Meßkanäle wählen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–79
Rollmodus (nur bei TDS 400A) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–83
Schnelle Fourier-Transformation (Option) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–87
Signale berechnen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–103
Signale differenzieren (Option) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–107
Signale integrieren (Option) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–111
Signale speichern und abrufen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–117
Signalpfadkompensation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–123

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch i
Inhaltsverzeichnis

Signalverläufe ausmessen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–125


Status bestimmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–137
Tastkopf kalibrieren (nur bei TDS 510A) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–139
Tastkopf kompensieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–145
Vertikalsteuerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–147
Verzögerte Triggerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–151
Videotriggerung (TDS 400A) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–155
Zoom . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–161
Anhänge
Anhang A: Optionen und Zubehör . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A–1
Anhang B: Verpackung für den Versand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . B–1
Anhang C: Getrennter Bildschirm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . C–1
Anhang D: Programmierdiskette . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . D–1
Glossar
Index

ii TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Inhaltsverzeichnis

Liste der Abbildungen

Abbildung 1–1: Rückseitige Bedienelemente für die Inbetriebnahme 1–4


Abbildung 1–2: ON/STBY . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1–5

Abbildung 2–1: Anschluß des Tastkopfs für die Beispiele . . . . . . . . . . 2–11


Abbildung 2–2: Lage der Taste SETUP . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2–12
Abbildung 2–3: Das angezeigte Menü Setup . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2–12
Abbildung 2–4: Taste SET LEVEL TO 50% . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2–13
Abbildung 2–5: Die Anzeige nach Aufruf der Werksvorgaben . . . . . 2–14
Abbildung 2–6: Die Bedienelemente VERTICAL und
HORIZONTAL . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2–15
Abbildung 2–7: Bedienelemente TRIGGER . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2–16
Abbildung 2–8: Lage der Taste AUTOSET . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2–16
Abbildung 2–9: Die Anzeige nach Drücken der Taste Autoset . . . . . . 2–17
Abbildung 2–10: Anzeige des Signals bei ungenügender
Tastkopfkompensation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2–17
Abbildung 2–11: Tasten und Leuchten der Kanalwahl . . . . . . . . . . . . 2–18
Abbildung 2–12: Das Vertikal-Hauptmenü und das Seitenmenü
Coupling . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2–20
Abbildung 2–13: Die Menüs nach dem Kanalwechsel . . . . . . . . . . . . . 2–21
Abbildung 2–14: Hauptmenü Measure und Seitenmenü Select
Measurement . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2–22
Abbildung 2–15: Vier Meßwertanzeigen gleichzeitig . . . . . . . . . . . . . . 2–23
Abbildung 2–16: Indikatoren zum General Purposeknopf . . . . . . . . . 2–24
Abbildung 2–17: Schnappschuß zu Kanal 1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2–25
Abbildung 2–18: Menü Save/Recall Setup . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2–27

Abbildung 3–1: Menü Display – Style . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–3


Abbildung 3–2: Indikatoren für Triggerpunkt und Triggerpegel . . . 3–5
Abbildung 3–3: Cursortypen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–11
Abbildung 3–4: Cursormodi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–12
Abbildung 3–5: Menü und Anzeigen zum Cursor H Bars . . . . . . . . . 3–13
Abbildung 3–6: Menü und Anzeigen zum Cursor Paired . . . . . . . . . . 3–14
Abbildung 3–7: Videozeile und IRE-Einheiten (dargestellt
beim TDS 400A) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–16
Abbildung 3–8: Seitenmenü File Utilities . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–17
Abbildung 3–9: File System – Beschriftungsmenü . . . . . . . . . . . . . . . . 3–18

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch iii
Inhaltsverzeichnis

Abbildung 3–10: Anschluß des Digitaloszilloskops an einen


Controller . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–21
Abbildung 3–11: Menü Utility . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–22
Abbildung 3–12: Menü Save/Recall Setup . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–24
Abbildung 3–13: Menü Acquisition und Erfassungsanzeige . . . . . . . . 3–30
Abbildung 3–14: Menü Acquire – Stop After . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–32
Abbildung 3–15: Anzeigen der Flankentriggerung . . . . . . . . . . . . . . . 3–35
Abbildung 3–16: Anzeigen des Aufzeichnungsschemas, der
Triggerposition und des Triggerpegelbalkens . . . . . . . . . . . . . . . . 3–36
Abbildung 3–17: Menü Main Trigger – Edge Type . . . . . . . . . . . . . . . 3–37
Abbildung 3–18: Bedienelemente und Statusleuchten zum
TRIGGER . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–40
Abbildung 3–19: Vergleich eines Signals mit einer Toleranzmaske . . 3–41
Abbildung 3–20: Menü Acquire – Create Limit Test Template . . . . . 3–42
Abbildung 3–21: Menü Utility – System I/O . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–46
Abbildung 3–22: Anzeige des Datums und der Uhrzeit . . . . . . . . . . . . 3–47
Abbildung 3–23: Anschluß des Digitaloszilloskops direkt an das
Hardcopygerät . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–48
Abbildung 3–24: Anschaltung des Digitaloszilloskops und des
Hardcopygeräts über einen PC . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–50
Abbildung 3–25: Allgemeiner Hilfe-Bildschirmtext . . . . . . . . . . . . . . . 3–53
Abbildung 3–26: Aufzeichnungsschema und Zeitbasisanzeige . . . . . . 3–55
Abbildung 3–27: Bedienelemente der Horizontalsteuerung . . . . . . . . 3–56
Abbildung 3–28: Aliasing . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–59
Abbildung 3–29: Anzeigen bei Impulstriggerung . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–63
Abbildung 3–30: Haupttriggermenü – Glitchklasse . . . . . . . . . . . . . . 3–65
Abbildung 3–31: Haupttriggermenü – Runt-Klasse . . . . . . . . . . . . . . 3–68
Abbildung 3–32: Anzeigen der logischen Triggerung . . . . . . . . . . . . . 3–72
Abbildung 3–33: Menü Logic Trigger . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–74
Abbildung 3–34: Menü Logic Trigger – TRUE mit Zeitgrenze . . . . . 3–77
Abbildung 3–35: Die Kanalanzeige . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–79
Abbildung 3–36: Prioritäten der Signalwahl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–81
Abbildung 3–37: Rollmodus (Speichertiefe 500 Punkte) . . . . . . . . . . . 3–84
Abbildung 3–38: Menü Trigger Mode . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–86
Abbildung 3–39: Systemantwort auf eine Pulserregung . . . . . . . . . . . 3–88
Abbildung 3–40: Menü Define FFT Waveform . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–89
Abbildung 3–41: FFT-Signal in Math1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–91
Abbildung 3–42: Cursormessung in einem FFT-Signal . . . . . . . . . . . . 3–92
Abbildung 3–43: Signalaufzeichnung gegen
FFT-Zeitbereichsaufzeichnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–94

iv TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Inhaltsverzeichnis

Abbildung 3–44: FFT-Zeitbereichs- gegen


FFT-Frequenzbereichsaufzeichnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–94
Abbildung 3–45: Entstehen von Aliasfrequenzen in einer FFT . . . . . 3–97
Abbildung 3–46: Anwendung von Fenstern auf die
FFT-Zeitbereichsaufzeichnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–101
Abbildung 3–47: FFT-Fenster und Bandpaßkenndaten . . . . . . . . . . . 3–102
Abbildung 3–48: Menü More . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–103
Abbildung 3–49: Menüs Dual Waveform Math . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–105
Abbildung 3–50: Differenziertes Math-Signal . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–108
Abbildung 3–51: Spitze-Spitze-Amplitudenmessung an einem
differenzierten Signal . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–109
Abbildung 3–52: Integriertes Math-Signal . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–112
Abbildung 3–53: Messung eines Zeitintegrals zwischen Cursorn
H Bars . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–113
Abbildung 3–54: Menü Save Waveform Menu (dargestellt
für TDS 400A) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–118
Abbildung 3–55: Menü More . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–119
Abbildung 3–56: Menü Save Format . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–121
Abbildung 3–57: Durchführung einer Signalpfadkompensation . . . . 3–124
Abbildung 3–58: Meßwertanzeigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–128
Abbildung 3–59: Menü Measure . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–129
Abbildung 3–60: Menü Measure – Gating . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–130
Abbildung 3–61: Menü Measure – Reference Levels . . . . . . . . . . . . . . 3–132
Abbildung 3–62: Menü Measure Delay – Delay To . . . . . . . . . . . . . . . 3–133
Abbildung 3–63: Menü und Anzeige Snapshot . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–134
Abbildung 3–64: Menü Status – System (bei dem TDS 400A) . . . . . . 3–137
Abbildung 3–65: Anzeige des Banners . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–138
Abbildung 3–66: Menü Probe Cal und Anzeige zur Gain
Compensation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–141
Abbildung 3–67: Menü Re-use Probe Calibration Data . . . . . . . . . . . 3–144
Abbildung 3–68: Signalveränderungen durch ungenügende
Tastkopfkompensation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–145
Abbildung 3–69: Einstellung des Tastkopfs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–146
Abbildung 3–70: Anzeigen und Kanalmenü Vertikal . . . . . . . . . . . . . 3–148
Abbildung 3–71: Delayed Runs After Main . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–151
Abbildung 3–72: Delayed Triggerable . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–151
Abbildung 3–73: Menü Delayed Trigger (bei einem TDS 400A) . . . . 3–154
Abbildung 3–74: Menü Main Trigger – Video Type . . . . . . . . . . . . . . 3–155
Abbildung 3–75: Menü Video Trigger – Class . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–156
Abbildung 3–76: Menü Video Trigger – TV Delay Mode . . . . . . . . . . 3–157

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch v
Inhaltsverzeichnis

Abbildung 3–77: Video Trigger – Scan Parameter . . . . . . . . . . . . . . . 3–158


Abbildung 3–78: Video Trigger – Scan Rate & Interlace . . . . . . . . . . 3–159
Abbildung 3–79: Zoom-Modus mit der Vorgabe Horizontal
Lock = None . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–163
Abbildung 3–80: Modus Zoom Preview . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–164

Abbildung D–1: Erforderliche Hardware für das Arbeiten mit den


Musterprogrammen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . D–1

vi TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Inhaltsverzeichnis

Liste der Tabellen

Tabelle 1–1: Teilenummern von Sicherungen und Sicherungskappen 1–4

Tabelle 3–1: Paarungen im Format XY . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–7


Tabelle 3–2: Bitauflösung bei TDS 460A, TDS 430A und TDS 420A 3–28
Tabelle 3–3: Bitauflösung bei TDS 510A . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–29
Tabelle 3–4: Definitionen von Impulstriggern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–64
Tabelle 3–5: Logische Trigger . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–73
Tabelle 3–6: Definitionen der Meßgrößen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–125
Tabelle 3–7: Probe Cal-Status . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–143

Tabelle A–1: Länderspezifische Netzkabel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A–2


Tabelle A–2: Standardzubehör . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A–3
Tabelle A–3: Optionszubehör . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A–3
Tabelle A–4: Kompatible Tastköpfe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A–4
Tabelle A–5: Zusätzliche Software . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . A–5

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch vii
Inhaltsverzeichnis

viii TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Zusammenfassende Sicherheitshinweise

Beachten Sie die nachfolgenden Sicherheitsvorkehrungen, um Verletzungen zu


vermeiden und Schäden an diesem Produkt oder an daran angeschlossenen
Produkten zu verhindern.
Wartungsarbeiten sind ausschließlich von qualifiziertem Personal durch-
zuführen.

Schutz gegen Geeignetes Netzkabel verwenden. Zur Vermeidung von Brandgefahr darf nur das
Verletzungen für dieses Produkt spezifizierte Netzkabel verwendet werden.
Elektrische Überlastung vermeiden. Zur Vermeidung von Stromschlag- oder
Brandgefahr darf an keinen Anschluß eine Spannung angelegt werden, die
außerhalb des zulässigen Spannungsbereichs für den Anschluß liegt.
Spannungsüberlastung vermeiden. Zur Vermeidung von Stromschlag- oder
Brandgefahr darf an keinen Anschluß, auch nicht an die Masseklemme, eine
Spannung angelegt werden, die außerhalb des zulässigen Spannungsbereichs für
den Anschluß liegt, auf Masse bezogen.
Elektroschocks vermeiden. Zum Schutz gegen Verletzungen oder mögliche
tödliche Unfälle keine Tastköpfe oder Prüfleitungen anschließen oder abtrennen,
die an eine Spannungsquelle angeschlossen sind.
Produkt erden. Dieses Produkt wird über den Schutzleiter des Netzkabels
geerdet. Zum Schutz gegen Elektroschocks muß der Schutzleiter gegen Masse
geerdet werden. Es ist immer darauf zu achten, daß das Produkt einwandfrei
geerdet ist, bevor Anschlüsse an den Eingangs- oder Ausgangsanschlüssen des
Produkts vorgenommen werden.
Nicht ohne Abdeckungen betreiben. Zur Vermeidung von Stromschlag- oder
Brandgefahr darf dieses Produkt nicht betrieben werden, wenn nicht sämtliche
Abdeckungen oder Verkleidungen angebracht sind.
Richtige Netzsicherung verwenden. Zum Schutz gegen Brandgefahr darf nur eine
Netzsicherung eingesetzt werden, die in Typ und Nennspannung der für dieses
Produkt spezifizierten Sicherung entspricht.
Nicht in nasser oder feuchter Umgebung betreiben. Zum Schutz gegen
Elektroschocks darf dieses Produkt nicht in nasser oder feuchter Umgebung
betrieben werden.
Nicht in explosionsgefährdeter Umgebung betreiben. Zum Schutz gegen Verlet-
zungen oder Brandgefahr darf dieses Produkt nicht in explosionsgefährdeter
Umgebung betrieben werden.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch ix
Zusammenfassende Sicherheitshinweise

Schutz gegen Geeignete Stromquelle verwenden. Das Produkt darf nur an eine Stromquelle
Produktschäden angeschlossen werden, die keine höhere als die spezifizierte Spannung abgibt.
Für ausreichenden Belüftung sorgen. Zum Schultz gegen Überhitzung des
Produkts ist für ausreichende Belüftung zu sorgen.
Produkt bei Verdacht auf Schäden nicht betreiben. Das Produkt bei einem
Verdacht auf Schäden nicht weiter betreiben, sondern von qualifiziertem
Wartungspersonal überprüfen lassen.

Symbole und Bezeichnungen in diesem Handbuch. In diesem Handbuch können die folgenden
Bezeichnungen Bezeichnungen vorkommen:

WARNUNG. weist auf Bedingungen oder Verfahrensweisen hin, die zu Verletzun-


gen, auch mit Todesfolge, führen können.

VORSICHT. weist auf Bedingungen oder Verfahrensweisen hin, die zu Schäden


führen können.

Bezeichnungen am Produkt. Das Produkt kann die folgenden Bezeichnungen


tragen:
DANGER zeigt eine Verletzungsgefahr an, die an der betreffenden Stelle
unmittelbar besteht.
WARNING zeigt eine Verletzungsgefahr an, die an der betreffenden Stelle nur
mittelbar besteht.
CAUTION weist auf die Gefahr von Sachschäden hin, auch am Produkt selbst.
Symbole auf dem Produkt. Das Produkt kann die folgenden Symbole tragen:

GEFAHR Schutzleiteranschluß ACHTUNG doppelt isoliert


Hochspannung (Erde) siehe Benutzerhandbuch

Zulassungen und Siehe eine Aufstellung der für dieses Produkt bestehenden Zertifizierungen und
Übereinstimmungen eingehaltenen Normen im Kapitel „Spezifikationen“ des Handbuchs
„Leistungsprüfung und Spezifikationen“.

x TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Vorwort

Dies ist das Benutzerhandbuch für die Digitaloszilloskope TDS 420A,


TDS 430A, TDS 460A und TDS 510A.
Das Kapitel Zu Beginn beschreibt kurz den Aufbau des Digitaloszilloskops
sowie dessen Installation und Inbetriebnahme.
Das Kapitel Betriebsweise behandelt die Grundlagen der Betriebsarten des
Oszilloskops. Es soll verständlich machen, warum sich das Oszilloskop auf die
jeweils beschriebene Weise verhält.
Das Kapitel Referenzteil beschreibt die Durchführung spezifischer Meßaufgaben.
Seite 3–1 enthält eine vollständige Liste der Aufgaben, die in diesem Kapitel
erläutert werden.
Die Anhänge enthalten eine Liste der Optionen, Zubehörteile und sonstige
nützliche Angaben.

Zugehörige Handbücher
Nähere Angaben zu den Einsatzmöglichkeiten oder zum Betrieb des
Digitaloszilloskops sind auch den folgenden Handbüchern zu entnehmen:
H Das Programmiererhandbuch für die TDS-Familie beschreibt die Steuerung
des Digitaloszilloskops über seine GPIB-Schnittstelle mit Hilfe eines
Computers.
H Das Referenzhandbuch TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A
enthält eine übersichtliche Kurzdarstellung über die Bedienung des
Digitaloszilloskops.
H Die Handbücher Leistungsüberprüfung TDS 420A, TDS 430A & TDS 460A
und Leistungsüberprüfung TDS 510A beschreiben, wie die Leistungsfähig-
keit der Digitaloszilloskope jeweils zu überprüfen ist.
H Das Befehlshandbuch zur Option 13 der TDS-Familie gibt an, wie mit Hilfe
der Schnittstellen Centronicsr (Option) und RS-232 eine Hardcopy-Ausgabe
möglich ist (nur bei Oszilloskopen TDS, die mit dieser Option ausgerüstet
sind).
H Das Wartungshandbuch TDS 420A, TDS 430A & TDS 460A und das
Wartungshandbuch TDS 510A machen Angaben zur Wartung und Reparatur
der Digitaloszilloskope jeweils bis herunter zur Modulebene.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch xi
Vorwort

Konventionen
Die Kapitel Zu Beginn und Referenzteil enthalten verschiedene Prozeduren in
Form von Listen von Einzelschritten, die jeweils durchzuführen sind. In diesem
Handbuch soll durch folgende Konventionen erreicht werden, daß diese
Anweisungen immer eindeutig und konsistent sind:
H Bezeichnungen von Bedienelementen der Frontplatte und von Menübefehlen
werden in Fettschrift wiedergegeben.
H Bezeichnungen werden im Handbuch auf die gleiche Weise (Anfangsbuch-
staben groß, nur Großbuchstaben usw.) wiedergegeben, wie sie auf der
Frontplatte des Oszilloskops und in den Menüs erscheinen. Bezeichnungen
der Frontplatte haben immer Großbuchstaben, z.B. VERTICAL MENU,
CH 1, oder SETUP.
H Die Einzelschritte sind laufend numeriert. Eine Nummer entfällt nur, wenn
kein zweiter Schritt folgt.
H In Schritten, die eine Folge von Vorgaben mit Hilfe von Bedienelementen
der Frontplatte und von Menüsteuertasten erfordern, kennzeichnet ein Pfeil
(➞) den Wechsel jeweils zwischen einer Taste der Frontplatte und einem
Menü oder zwischen verschiedenen Menüs. Es wird auch direkt angegeben,
ob eine Bezeichnung jeweils zu einem Hauptmenü („main“) oder einem
Seitenmenü („side“) gehört, zum Beispiel: VERTICAL MENU ➞
Coupling (main) ➞ DC (side) ➞ Bandwidth (main) ➞ 100 MHz (side)
drücken.
Dank der hier beschriebenen Konvention lassen sich die Anweisungen so
gestalten, daß sie grafisch intuitiv sind, und die Prozeduren vereinfachen sich
entsprechend. So entspricht die Anweisung des obigen Beispiels einer
Aufzählung der folgenden fünf Schritte:
1. Die Taste VERTICAL MENU der Frontplatte drücken.
2. Die Hauptmenütaste Coupling drücken.
3. Die Seitenmenütaste DC drücken.
4. Die Hauptmenütaste Bandwidth drücken.
5. Die Seitenmenütaste 100 MHz drücken.
H Es ist gelegentlich auch eine Auswahl aus einem Popup-Menü zu treffen,
zum Beispiel: TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Edge (Popup) wählen.
Hier ist dann die Hauptmenütaste Type so oft zu drücken, bis im Popup-
Menü die Angabe Edge erscheint.

xii TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Produktbeschreibung

Digitaloszilloskope von Tektronix sind Meßinstrumente, die sich hervorragend


für die Erfassung, die Anzeige und die Messung von Kurvenformen eignen.
Dank der folgenden Leistungsmerkmale können sie den Bedarf sowohl für
Laboranwendungen als auch für den praktischen Werkstatteinsatz abdecken:
H Maximale Analogbandbreite 200 MHz beim TDS 420A
Maximale Analogbandbreite 400 MHz bei TDS 430A, TDS 460A
Maximale Analogbandbreite 500 MHz beim TDS 510A
H Maximale Digitalisierrate 500 MS/s beim TDS 510A
Maximale Digitalisierrate 100 MS/s bei TDS 420A, TDS 430A und
TDS 460A
H Rollmodus und getriggerter Rollmodus für die Darstellung von langsameren
Kurvenformen bei TDS 420A, TDS 430A und TDS 460A
H Berechnete Signale – Invertierung eines einzelnen Signals, und Addition,
Subtraktion oder Multiplikation von zwei Signalen. Bei Instrumenten, die
mit der Option 2F ausgerüstet sind, auch Integration oder Differentiation
eines einzelnen Signals oder Durchführung einer FFT (Schnellen Fourier
Transformation) an einem Signal, um dessen Amplituden- oder
Phasenfrequenzgang darzustellen.
H Speichertiefe pro Kanal bis zu 30.000 Punkte (als Option, 120.000 Punkte)
bei TDS 420A, TDS 430A, und TDS 460A. Bei TDS 510A, Speichertiefe
pro Kanal bis zu 50.000 Punkte
H Voll softwareprogrammierbar über GPIB. GPIB-Ausgang für Hardcopy-
Ausgabe. Bei Instrumenten, die mit der Opiton 13 ausgerüstet sind, Ausgabe
einer Hardcopy über die Ports RS-232 oder Centronics

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 1–1
Produktbeschreibung

H Sämtiliche Meß- und Dokumentationsmöglichkeiten


H Bedienung über intuitive grafische Icons in Verbindung mit den vertrauten
Drehknöpfen für Horizontal- und Vertikaleinstellungen
H Vier Kanäle und vier Digitalisierer mit acht Bit Breite bei TDS 420A,
TDS 460A und TDS 510A. Beim TDS 430A, zwei Kanäle und zwei
Digitalisierer mit acht Bit Breite
H Online-Hilfe durch einfachen Tastendruck abrufbar
Anhang A gibt die Optionen und Zubehörteile an.
Die Produktspezifikationen finden sich im Handbuch der Leistungsüberprüfung,
das als Standardzubehör zum Digitaloszilloskop mitgeliefert wird.

1–2 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Inbetriebnahme

Vor der Inbetriebnahme ist zu prüfen, daß das Digitaloszilloskop richtig


installiert wurde und eingeschaltet ist.

Erste Schritte
Das Digitaloszilloskop ist auf die folgende Weise zu installieren und einzuschal-
ten:

Installation 1. Es müssen die spezifizierten Betriebsbedingungen herrschen. Spezifikationen


für die Grenzwerte der Temperaturen, relativen Luftfeuchtigkeit, Seehöhe,
Vibrationen und Emissionen sind den Handbüchern der Leistungsüber-
prüfung und Spezifikationen zu entnehmen (Tektronix-Teilenummern
070-9705-XX und 070-9706-XX).
2. Ausreichend Platz für die Kühlung lassen. Die Belüftungs- und Abzug-
öffnungen an den Seiten des Gerätegehäuses (wo die Lüfter arbeiten) müssen
unbedingt für den Luftstrom frei sein. Auf beiden Seiten mindestens 5 cm
Abstand halten.

WARNUNG. Zum Schutz gegen Elektroschocks vor jeder Kontrolle der


Netzsicherung unbedingt das Netzkabel herausziehen.

3. Die Sicherung darauf überprüfen, ob sie den Spezifikationen für Typ und
Nennstromspannung entspricht (siehe die Lage der Sicherung in
Abbildung 1–1). Es sind zwei verschiedene Sicherungen möglich (siehe die
Sicherungsdaten in Tabelle 1–1).
4. Auf die Einhaltung der elektrischen Anschlußdaten achten.
Digitaloszilloskope TDS 400A benötigen Speisespannungen von 90-132 V/
48-62 Hz, 100-132 V oder 180-250 V/48-440 Hz und können bis zu 240 W
aufnehmen. Das TDS 510A benötigt 90-250 V/47-63 Hz und kann bis zu
300 W aufnehmen.
5. Das Gerät an seinem rückseitigen Netzanschlußstecker (siehe die Lage dieses
Steckers in Abbildung 1–1) über das spezifizierte Netzkabel an das
Stromversorgungsnetz anschließen.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 1–3
Inbetriebnahme

TDS 400A TDS 510A

Netzstecker Netzstecker

Sicherung Hauptschalter Hauptschalter Sicherung

Abbildung 1–1: Rückseitige Bedienelemente für die Inbetriebnahme

Tabelle 1–1: Teilenummern von Sicherungen und Sicherungskappen

Teilenummer Teilenummer
Oszilloscop Sicherung Sicherung Sicherungskappe
TDS 420A, 0,25” x 1,25” (UL 198.6, 3AG): 159-0014-00 200-2264-00
TDS 430A und 5 A FAST, 250 V.
T S 460A
TDS A
5 mm x 20 mm (IEC 127): 159-0255-00 200-2265-00
4 A (T), 250 V.
TDS 510A 0,25” x 1,25” (UL 198.6, 3AG): 159-0013-00 200-2264-00
6 A FAST, 250 V.
5 mm 20 x mm (IEC 127): 159-0210-00 200-2265-00
5 A (T), 250 V.

Abbau der Frontplatte Die Frontplatte zum Abbau an den Seitenkanten links und rechts festhalten und
von der Frontgrundplatte abziehen. (Zum Wiedereinbau auf die Haltefedern
ausrichten und einrasten lassen.)

Einschalten 1. Den rückseitigen Hauptschalter einschalten (siehe die Lage des Schalters in
Abbildung 1–1). Der Hauptschalter unterbricht die gesamte Netzstromver-
sorgung des Geräts.

1–4 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Inbetriebnahme

2. Falls das Oszilloskop nicht erkennbar in Betrieb geht (der Bildschirm bleibt
leer), zusätzlich die Taste ON/STBY in der Frontplatte drücken
(Abbildung 1–2).
Nach der Installation genügt es, nur die Taste ON/STBY zu betätigen. Der
Hauptschalter des Digitaloszilloskops kann immer eingeschaltet bleiben.

Taste ON/STBY

Abbildung 1–2: ON/STBY

Selbsttest Das Digitaloszilloskop führt nach jedem Einschalten automatisch einen Selbst-
test durch. Zum Abschluß erscheint ein Bildschirm mit der Angabe, ob der
Selbsttest erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Wenn dies der Fall war,
verschwindet der Bildschirm mit dieser Statusmeldung automatisch wieder,
wenige Sekunden nach Abschluß des Selbsttests.
Die Ergebnisse des Selbsttests überprüfen.
Bei einem Fehlschlag des Selbsttests muß das lokale Tektronix Service Center
helfen. Je nach Art des Fehlers kann es möglich sein, das Oszilloskop bis zur
Wartung weiterhin zu verwenden.

Ausschalten Es genügt, das Oszilloskop mit Hilfe der Taste ON/STBY auszuschalten.

Vorbereitung
Durch die Signalpfadkompensation (SPC) werden die Signallaufzeiten im
Oszilloskop bei der jeweiligen Umgebungstemperatur abgeglichen. Mit der SPC
läßt sich die maximal mögliche Genauigkeit für kritischste Messungen erreichen.
Siehe weitere Angaben zu diesem Leistungsmerkmal unter Signalpfadkompensa-
tion auf Seite 3–123.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 1–5
Inbetriebnahme

1–6 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Betriebsgrundlagen

Dieses Kapitel beschreibt die grundsätzliche Betriebsweise des Digitaloszillos-


kops. Mit diesen Angaben läßt sich das Digitaloszilloskop viel rationeller
einsetzen.
Der Abschnitt Auf einen Blick führt in die Organisation des Oszilloskops ein und
enthält einige sehr allgemeine Bedienungsanweisungen. Außerdem erläutert er
die folgenden Darstellungen:
H Aufbau der Frontplatte
H Aufbau der Rückwand
H Aufbau der Anzeige
H Verwendung der Menüs
Die Anwendungsbeispiele stellen praktische Einsatzfälle dar und erläutern daran
die grundlegenden Systemkonzepte:
H Einstellungen für die Anwendungsbeispiele beschreibt die Einstellungen, die
am Digitaloszilloskop zur Durchführung der Anwendungsbeispiele
vorzunehmen sind.
H Beispiel 1: Anzeige eines Signalverlaufs erläutert, wie man das Digitaloszil-
loskop zurücksetzt und wie die Darstellung der Signalverläufe aufzurufen
und einzustellen ist, und behandelt die Autoset-Funktion.
H Beispiel 2: Anzeige von mehreren Signalen beschreibt Addition, Steuerung
und Löschung von mehreren Signalen.
H Beispiel 3: Automatische Messungen führt in das System der Meßautomatik
ein.
H Beispiel 4: Abspeichern von Einstellungen befaßt sich damit, wie die
Einstellungen des Digitaloszilloskops abgespeichert und später wieder
abgerufen werden können.
H Triggerung erläutert, wie Trigger zu setzen sind, um statt unruhiger Bilder
oder leerer Bildschirme aussagefähige Darstellungen zu erzielen.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 2–1
Betriebsgrundlagen

H Skalieren und Positionieren von Signalen erläutert die Einstellungen, mit


denen sich Position und Größe der dargestellten Signale ändern lassen.
H Messungen beschreibt die Verwendung von automatischen Cursor- oder
Rastermessungen zur Ausgabe von numerischen Daten zu den dargestellten
Signalen.
Der Referenzteil enthält eingehendere Angaben zu diesen und zu weiteren
Themen. Siehe hierzu auch die Liste der Themen auf Seite 3–1.

2–2 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Auf einen Blick

Der Abschnitt Auf einen Blick enthält Abbildungen der Anzeige, der Frontplatte
und der Rückwand. Diese Abbildungen sollen ein besseres Verständnis der
Funktionsweise und des Betriebs des Digitaloszilloskops vermitteln. Außerdem
folgt hier eine anschauliche Darstellung der Arbeitsweise mit dem Menüsystem.

Aufbau der Frontplatte — Linke Seite

Dateisystem,
Seite 3–17 Seitenmenütasten,
Seite 2–8

Schalter ON/STBY, Hauptmenütasten, CLEAR MENU löscht


Seite 1–3 Seite 2–8 Menüs aus der Anzeige

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 2–3
Auf einen Blick

Aufbau der Frontplatte — Rechte Seite (TDS 400A)


Einstellungen speichern und abrufen, Seite 3–23 Signale abspeichern und abrufen,
Oszilloskop zurücksetzen, Seite 2–12 Seite 3–117

Hilfe, Seite 3–53 Autoset, Dateisystem, Meßsystem, Hardcopy,


Status, Seite 3–137 Seite 3–9 Seite 3–17 Seite 3–125 Seite 3–45

Erfassungsmodi,
Seite 3–27

Cursormessungen, Seite 3–11

Signale löschen, Bei leuchtender Anzeige Shift


Seite 3–79 gelten andere Menüs (blau
dargestellt) und der
Schnellgang des Einstellknopfs.

Anzeigemodi, Seite 3–3


Datenfernübertragung, Seite 3–21
Berechnete Signale,
Seite 3–103
Signale löschen,
Seite 3–80
Masse

Tastkopfkompensation,
Seite 3–145
Vertikalsteuerung, Zoom, Horizontalsteuerung, Triggerung, Seite 3–39
Seite 3–147 Seite 3–161 Seite 3–55 Verzögerte Triggerung, Seite 3–151
Flankentriggerung, Seite 3–35
Videotriggerung, Seite 3–155

2–4 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Auf einen Blick

Aufbau der Frontplatte — Rechte Seite (TDS 510A)


Meßsystem, Anzeigemodi, Seite 3–3
Seite 3–125 Datenfernübertragung, Seite 3–21
Signale abspeichern und
abrufen, Seite 3–117 Cursormessungen, Hardcopy, Seite 3–45 Erfassungsmodi, Cursormessungen,
Dateisystem, Seite 3–17 Seite 3–11 Dateisystem, Seite 3–17 Seite 3–27 Seite 3–11

Autoset, Seite 3–9

Hilfe, Seite 3–53


Status, Seite
3–137
Oszilloskop
zurücksetzen,
Seite 2–12
Einstellungen
speichern und
abrufen, Seite 3–23

Kanalwahl, Seite
3–79

Berechnete
Signale, Seite
3–103

Vertikalsteuerung, Zoom, Masse Triggerung, Seite 3–39 Tastkopfkompensation,


Seite 3–147 Seite 3–161 Verzögerte Triggerung, Seite 3–151 Seite 3–145
Flankentriggerung, Seite 3–35
Signale löschen, Seite Horizontalsteuerung, Logiktriggerung, Seite 3–71
3–80 Seite 3–55 Impulstriggerung, Seite 3–63

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 2–5
Auf einen Blick

Aufbau der Rückwand


GPIB-Steckverbinder, Centronics-Steck- RS-232-Steckverbinder Sicherung, Netzstecker, Seite 1–3
Seite 3–21 verbinder (Option) (Option) Seite 1–3

Hauptschalter,
Seite 1–4

Steckverbinder für VIDEO VGA AUX TRIGGER/EXT CLOCK Seriennummer


und kompatible, Seite C–1 (Eingang für Hilfstrigger und
externen Takt), Seite 3–61
TDS 400A

Hauptschalter, Centronics-Steckverbinder RS-232-Steckverbinder GPIB-Steckverbinder VGA-Ausgang (monochrom)


Seite 1–3 (Option) (Option) Seite 3–21

Rückseitige Steckverbinder

SIGNAL OUTPUT -
(Ausgang des Analogsignals
CH3)
AUX TRIGGER INPUT -
(Eingang für Hilfstriggersignal)

MAIN TRIGGER OUTPUT -


(Ausgang für Haupttrigger
(TTL))
DELAYED TRIGGER OUTPUT -
(Ausgang für verzögerten Trigger
Sicherung, Seriennummer Netzstecker, Seite 1–3 Sicherungsbügel (TTL))
Seite 1–3
TDS 510A

2–6 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Auf einen Blick

Aufbau der Anzeige

Der über den Bei dieser Anzeige bewirkt der


Status der Erfassung, Triggerposition (T), Mehrzweckknopf Mehrzweckknopf Grobeinstellungen,
Seite 3–30 Seite 3–39 eingestellte Wert. sonst Feineinstellungen.

Icon für den


Gibt die Position der Signaldatensatz
Vertikalcursorn im
Signaldatensatz an
Dieses Icon zeigt an, daß
der Mehrzweckknopf
aktiviert wurde.

Gibt den dargestellten Teil des


Signaldatensatzes an, Seite 3–55.

Cursormessungen,
Triggerpegel im Seite 3–11
Signal (kann auch ein
Pfeil am rechten
Bildschirmrand statt
eines Balkens sein)
Seitenmenü mit
Kanalpegel und Wahlmöglichkeiten für
Signalquelle spezifische Maßnahmen

Vertikalskala der Triggerparameter,


einzelnen Kanäle, Seite 3–35
Seite 3–147

Hauptmenü mit Horizontalskala und Typ der


Wahlmöglichkeiten für Zeitbasis, Seite 3–55
Maßnahmengruppen

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 2–7
Auf einen Blick

Verwendung von Menüs (TDS 400A)

1 Eine Menütaste der Frontplatte drücken.

2 Mit einer dieser Tasten die


gewünschte Auswahl im
Hauptmenü treffen.
3 Mit einer dieser Tasten die gewünschte Auswahl
im Seitenmenü treffen (sofern angezeigt).

4 Falls zu einer Auswahl des Seitenmenüs ein bestimmter Wert


einzustellen ist (in Negativschrift dargestellt), diese Einstellung
mit dem Mehrzweckknopf vornehmen.

2–8 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Auf einen Blick

Verwendung von Menüs (TDS 510A)

1 Eine Menütaste der Frontplatte drücken.


(Eine SHIFT zur Anwahl von Funktionen,
die in blauer Schrift wiedergegeben sind.)

2 Mit einer dieser Tasten die gewünschte


Auswahl im Hauptmenü treffen.

3 Mit einer dieser Tasten die gewünschte Auswahl


im Seitenmenü treffen (sofern angezeigt).

4 Falls zu einer Auswahl des Seitenmenüs ein bestimmter Wert


einzustellen ist (in Negativschrift dargestellt), diese Einstellung mit
dem Mehrzweckknopf oder über das Tastenfeld vornehmen.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 2–9
Auf einen Blick

Verwendung von Popup-Menüs

Zur Ausgabe der Diese Taste löscht


Popup-Menüs drücken. Menüs im Bildschirm.

Zur Anwahl eines bestimmten


Befehls nochmals drücken.

Oder zunächst die Taste SHIFT


drücken: die Durchlaufrichtung
kehrt sich um.
Die Anwahl eines Popup-Menüs wirkt
sich auf die sonst verfügbaren
Hauptmenüs aus.

2–10 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anwendungsbeispiele

Der folgende Abschnitt stellt eine schnelle Einführung in einige der einfachen
Betriebsarten dar, in denen das Digitaloszilloskop Messungen durchführen kann.
Die Anwendungsbeispiele beginnen immer mit den Einstellungen für die
Anwendungsbeispiele.

Einstellungen für die Anwendungsbeispiele


Die folgenden Angaben beschreiben, wie Eingangssignale an das
Digitaloszilloskop anzuschließen sind und wie dieses zurückzusetzen ist.
Außerdem erläutern sie den Aufbau des Anzeigebildschirms. Nach Abschluß der
hier angegebenen Maßnahmen ist das Digitaloszilloskop für die Messungen
bereit, die in den folgenden Beispielen beschrieben werden.

Eingangssignal Alle etwa vorhandenen Tastköpfe und Signaleingänge von den BNC-Eingangs-
anschließen steckern unten rechts in der Frontplatte abtrennen. Dann den Steckverbinder
CH 1 des Digitaloszilloskops über einen der Tastköpfe, die zum
Digitaloszilloskop mitgeliefert wurden, mit dem Steckverbinder der
Tastkopfkompensation (Abbildung 2–1) verbinden.

TDS 400A

TDS 510A

Abbildung 2–1: Anschluß des Tastkopfs für die Beispiele

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 2–11
Anwendungsbeispiele

Reset des Oszilloskops Die folgenden Schritte bewirken, daß das Digitaloszilloskop in einen bekannten
Zustand zurückkehrt, in dem es mit den Werksvorgaben arbeitet. (Das Oszillos-
kop ist immer dann zurückzusetzen, wenn für eine neue Meßaufgabe wieder mit
den bekannten Standardeinstellungen begonnen werden soll.)
1. Die Taste SAVE/RECALL SETUP drücken. Es erscheint das Menü Setup
(siehe die Abbildung 2–2).

Taste SETUP

Abbildung 2–2: Lage der Taste SETUP

Das Digitaloszilloskop gibt am unteren Bildschirmrand Hauptmenüs aus.


Abbildung 2–3 zeigt das Hauptmenü Setup.

Menüposition und Taste


OK Confirm Factory Init

Menüposition und Taste


Recall Factory Setup

Abbildung 2–3: Das angezeigte Menü Setup

2. Die Taste direkt unter dem Menütext Recall Factory Setup drücken.
In der Anzeige erscheinen am rechten Bildschirmrand Seitenmenüs. Rechts
neben dem Seitenmenü befinden sich die Tasten, mit denen die betreffenden
Befehle einzugeben sind.
Eine unbeabsichtigte Rücksetzung könnte bewirken, daß mühsam erarbeitete
Einstellungen verlorengehen. Das Digitaloszilloskop fordert deshalb eine
Bestätigung des Befehls „Recall Factory Setup“ an (siehe die
Abbildung 2–3).
3. Die Taste rechts neben dem Seitenmenütext OK Confirm Factory Init
drücken.

2–12 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anwendungsbeispiele

HINWEIS. In diesem Handbuch werden die Eingaben, die oben in den Schritten 1,
2 und 3 beschrieben wurden, auf die folgende Weise dargestellt: Die Tasten
SAVE/RECALL SETUP ➞ Recall Factory Setup (main) ➞ OK Confirm
Factory Init (side) drücken, wobei sich „main“ auf Hanptmenü und „side“ auf
das entsprechende Seitenmenü bezieht.

Im Bildschirm erscheint ein Uhren-Icon. Das Oszilloskop gibt dieses Icon


bei allen Vorgängen aus, deren Bearbeitung länger als nur wenige Sekunden
dauert.
4. Taste SET LEVEL TO 50% (siehe die Abbildung 2–4) drücken, damit das
Oszilloskop mit Sicherheit durch das Eingangssignal getriggert wird.

Taste SET LEVEL TO 60%

Abbildung 2–4: Taste SET LEVEL TO 50%

Die Elemente der Anzeige Die folgenden Angaben beschreiben die einzelnen Elemente in der Anzeige.
Abbildung 2–5 zeigt die Darstellung, die sich nach dem Reset des Oszilloskops
einstellt. Wichtig sind vor allem:
H Der Triggerpegelbalken gibt an, daß das Signal durch einen Pegel getriggert
wird, der etwa 50% seiner Amplitude entspricht (aufgrund von Schritt 4).
H Der Indikator der Triggerposition zeigt an, daß der Triggerzeitpunkt genau
in der horizontalen Mitte des Rasters liegt.
H Der Kanalindikator bezeichnet die Vertikalposition von Kanal 1 (Ch1), wenn
kein Eingangssignal anliegt. Er gibt den Massepegel dieses Kanals an, wenn
im Vertikalmenü der Vertikaloffset mit 0 V gewählt wurde; bei einem Verti-
kaloffset ungleich 0 V entspricht die Position dieses Indikators dem Pegel
des Vertikaloffsets.
H Die Triggeranzeige meldet, daß das Digitaloszilloskop für die Darstellung
des Signals in Kanal 1 (Ch1) durch die ansteigende Flanke und bei einem
Pegel von etwa 200-300 mV getriggert wird.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 2–13
Anwendungsbeispiele

H Die Zeitbasisanzeige ist abzulesen, daß die Hauptzeitbasis auf eine Horizon-
talskala von 500 s/div eingestellt ist.
H Die Kanalanzeige gibt an, daß das Signal von Kanal 1 (Ch1) mit DC-Kop-
plung wiedergegeben wird. (Bei AC-Kopplung würde hinter dem Wert der
Spannungsskala V/div ein ~ erscheinen.) Nach einem Reset zeigt das
Digitaloszilloskop immer das Signal von Kanal 1.
Bisher erscheinen die Anzeigen für den Kanal, die Zeitbasis und den Trigger in
der Rasterfläche, weil noch ein Menü ausgegeben wird. Mit der Taste CLEAR
MENU lassen sich die Menüangaben jederzeit unterdrücken. Dann rücken auch
die angegebenen Anzeigen unter die Rasterfläche.

Indikator der
Triggerposition

Indikator für
Kanalmassepegel

Kanalanzeige Zeitbasisanzeige Triggeranzeige

Abbildung 2–5: Die Anzeige nach Aufruf der Werksvorgaben

2–14 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anwendungsbeispiele

Beispiel 1: Anzeige eines Signalverlaufs


Das Digitaloszilloskop besitzt Einstellknöpfe in der Frontplatte, mit denen sich
die Darstellung eines Signals optimieren läßt, kann aber seine Einstellungen auch
automatisch entsprechend ändern. Die folgende Anleitung gibt an, wie die Sig-
naleinstellungen vorzunehmen sind bzw. wie sich das Digitaloszilloskop durch
Autoset selbsttätig einstellt.

Optimierung der Die Anzeige gibt das Signal der Tastkopfkompensation wieder. Dies ist ein
Signalstrahlspur Rechtecksignal von 1 kHz mit einer Amplitude von etwa 0,5 V. Die folgenden
Schritte ergeben eine Einstellung und Positionierung dieses Signals mit Hilfe der
Drehknöpfe in der Frontplatte.
Die Abbildung 2–6 gibt die Hauptbereiche für Einstellungen VERTICAL und
HORIZONTAL der Frontplatte wieder. Es sind jeweils eigene Einstellknöpfe für
SCALE und POSITION vorhanden.
1. Den Knopf SCALE (Skala) der Vertikaleinstellungen im Uhrzeigersinn
verdrehen. Es ändern sich die dargestellte Signalform und die zugehörige
Kanalanzeige am unteren Bildschirmrand.

Abbildung 2–6: Die Bedienelemente VERTICAL und HORIZONTAL

2. Den Knopf POSITION der Vertikaleinstellungen in beide Richtungen


verdrehen. Das dargestellte Signal verschiebt sich entsprechend. Dann das
Signal wieder in die Mitte des Rasterfeldes setzen.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 2–15
Anwendungsbeispiele

3. Den Knopf SCALE der Horizontaleinstellungen um einen Rastschritt im


Uhrzeigersinn verdrehen. Dann die Anzeige der Zeitbasis am unteren
Bildschirmrand beobachten. Ihr Wert sollte sich jetzt nach 200 ms/div
geändert haben, und in der Anzeige müssen zwei volle Signalzyklen
erscheinen.

Autoset des Oszilloskops Das Oszilloskop wird ein Signal, das an einen Kanal angeschlossen wurde, nicht
unbedingt sofort im richtigen Maßstab und mit der richtigen Triggerung
wiedergeben. Mit der Funktion Autoset läßt sich schnell eine aussagefähige
Darstellung erreichen.
Im obigen Schritt sollte sich eine stabile Darstellung des Signals der Tastkopf-
kompensation ergeben haben. Die folgenden Schritte führen zunächst zu einer
instabilen und dann automatisch zu einer stabilen Anzeige:
1. Zur Darstellung einer instabilen Anzeige den Triggerknopf MAIN LEVEL
(siehe die Abbildung 2–7) langsam in beiden Richtungen verdrehen. Dann
die Darstellung beobachten, während der Triggerpegel über den höchsten
Pegel des dargestellten Signals angehoben wird. Den Triggerpegel in der
Höhe stehenlassen, in der keine Triggerung erfolgt.
2. Die Taste AUTOSET drücken (siehe die Abbildung 2–8): die Anzeige wird
sofort stabil.

Drehknopf
MAIN LEVEL

Abbildung 2–7: Bedienelemente TRIGGER

Taste AUTOSET

Abbildung 2–8: Lage der Taste AUTOSET

2–16 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anwendungsbeispiele

Die Abbildung 2–9 zeigt die Anzeige nach Drücken der Taste AUTOSET. Die
Signalform kann dann noch bei Bedarf mit Hilfe der Einstellknöpfe, die in
diesem Beispiel bereits beschrieben wurden, weiter optimiert werden.

Abbildung 2–9: Die Anzeige nach Drücken der Taste Autoset

HINWEIS. Wenn das angezeigte Rechtecksignal verrundete oder überspitzte Ecken


(siehe die Abbildung 2–10) aufweist, kann es erforderlich sein, den Tastkopf
erneut zu kompensieren. Siehe die Beschreibung der Prozeduren für Kalibration
und Kompensation der Tastköpfe auf den Seiten 3–139 und 3–145.

Abbildung 2–10: Anzeige des Signals bei ungenügender Tastkopfkompensation

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 2–17
Anwendungsbeispiele

Beispiel 2: Anzeige von mehreren Signalen


Das folgende Beispiel beschreibt, wie sich mehrere Signale gleichzeitig
darstellen und steuern lassen.

Ein weiteres Signal Der Bereich VERTICAL der Frontplatte enthält die Tasten für die Kanalwahl.
anzeigen lassen Diese tragen bei den Digitaloszilloskopen TDS 420A, TDS 460A und
TDS 510A die Bezeichnungen CH 1, CH 2, CH 3, CH 4 und MORE
(Abbildung 2–11), beim TDS 430A CH 1, CH 2 und MORE.

Abbildung 2–11: Tasten und Leuchten der Kanalwahl

Zu jeder der Kanalwahltasten (CH) gehört über oder neben der Beschriftung eine
Anzeigeleuchte. Auf die folgende Weise erscheint in der Anzeige ein zweites
Signal:
1. Zunächst die Einstellungen für die Anwendungsbeispiele gemäß der
Anleitung auf Seite 2–11 vornehmen, soweit dies nicht bereits für das
vorangehende Beispiel erfolgt ist.
2. Die Tasten SETUP ➞ Recall Factory Setup (main) ➞ OK Confirm
Factory Init (side) drücken.
3. Die Taste AUTOSET drücken.
4. Die Taste CH 2 drücken.
Die Anzeige gibt einen zweiten Kurvenzug wieder, der dem Signal von
Kanal 2 entspricht.

2–18 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anwendungsbeispiele

Hier ist auf folgendes hinzuweisen:


H Die Kanalanzeige im Bildschirm gibt jetzt die Einstellungen für die
beiden Kanäle Ch1 und Ch2 an.
H Am linken Rand des Rasterfeldes erscheinen jetzt zwei Kanalindikato-
ren. Bisher überlappen sie sich noch.
H Die Leuchte an der Taste CH 2 ist hell, und die Bedienelemente der
Vertikaleinstellung betreffen jetzt den Kanal 2.
H Die Triggerquelle hat sich durch den weiteren Kanal nicht geändert. (Die
Triggerquelle kann aber im TRIGGER MENU gewechselt werden.)
5. Den Knopf POSITION der Vertikaleinstellung im Uhrzeigersinn verdrehen,
um das Signal von Kanal 2 im Rasterfeld nach oben zu verschieben. Der
Kanalindikator für den Kanal 2 verschiebt sich zusammen mit dem Signal.
6. Die Tasten VERTICAL MENU ➞ Coupling (main) drücken.
Im Vertikalmenü lassen sich viele Parameter der Vertikalkanäle steuern
(Abbildung 2–12). Der Bildschirm kann zwar die Signale von mehreren
Kanälen gleichzeitig wiedergeben, jedoch betreffen die Menütexte und
Tasten des Vertikalmenüs immer nur den jeweils gewählten Kanal.
Zu jedem Menütext des Vertikalmenüs gehört jeweils ein eigenes Seiten-
menü. Im Augenblick ist die Angabe „Coupling“ im Hauptmenü markiert,
und deshalb enthält das Seitenmenü die Wahlmöglichkeiten für die Kop-
plung.
7. Die Taste W (side) macht die Angabe 50 W wirksam; hierdurch ändert sich
die Eingangsimpedanz für den Kanal 2 von 1 MW nach 50 W. In der Kanal-
anzeige für den Kanal 2 (am unteren Rand des Rasterfeldes) erscheint
dementsprechend der Indikator W.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 2–19
Anwendungsbeispiele

Kanalindikator Ch2

Titel des
Seitenmenüs

Abbildung 2–12: Das Vertikal-Hauptmenü und das Seitenmenü Coupling

Einstellungen für einen Mit der Betätigung einer Kanaltaste (CH) werden die Bedienelemente der
anderen Kanal vornehmen Vertikaleinstellungen für diesen Kanal aktiv. Gleichzeitig erscheint dieser Kanal
gegebenenfalls neu in der Anzeige. Die folgenden Schritte zeigen, wie sich
Einstellungen für verschiedene Kanäle vornehmen lassen:
1. Die Taste CH 1 drücken.
Die Titelzeile des Seitenmenüs enthält die Angabe Ch1 (siehe die
Abbildung 2–13), und es leuchtet die Anzeigeleuchte neben der Taste CH 1.
Gleichzeitig wechselt die markierte Angabe im Seitenmenü von 50 W,
entsprechend der Einstellung für Kanal 2, in die Impedanzangabe von 1 MW
für den Kanal 1.
2. Die Tasten CH 2 ➞ W (side) machen wieder die Vorgabe 1 MW wirksam.
Damit gilt für den Kanal 2 wieder die ursprüngliche Eingangsimpedanz.

2–20 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anwendungsbeispiele

Titel des
Seitenmenüs

Abbildung 2–13: Die Menüs nach dem Kanalwechsel

Signale löschen Die Taste WAVEFORM OFF löscht das Signal des jeweils gewählten Kanals aus
der Anzeige. Gegebenenfalls muß das zu löschende Signal zunächst mit Hilfe der
entsprechenden Kanaltaste (CH) gewählt werden. Signale also auf die folgende
Weise aus der Anzeige löschen:
1. Die Taste WAVEFORM OFF drücken (unter dem Vertikaleinstellknopf
SCALE).
Da bei der Betätigung der Taste WAVEFORM OFF die Anzeigeleuchte zu
CH 2 hell war, wurde das Signal von Kanal 2 gelöscht.
Es leuchtet jetzt die Anzeigeleuchte (CH) zu Kanal 1. Damit ist der Kanal 1
der gewählte Kanal. Wird auch dessen Signal gelöscht, so erlöschen alle
Anzeigeleuchten CH.
2. Die Taste WAVEFORM OFF nochmals drücken, um auch den Kanal 1 zu
löschen.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 2–21
Anwendungsbeispiele

Beispiel 3: Automatische Messungen


Das Digitaloszilloskop kann viele Signalparameter automatisch ausmessen und
die Meßergebnisse über den Bildschirm ausgeben. Die folgende Beschreibung
erläutert die Durchführung der automatischen Messungen mit dem Oszilloskop.

Meßwerte automatisch Automatische Messungen lassen sich auf die folgende Weise durchführen:
anzeigen lassen
1. Zunächst die Einstellungen für die Anwendungsbeispiele gemäß der
Anleitung auf Seite 2–11 vornehmen, soweit dies nicht bereits für das
vorangehende Beispiel erfolgt ist.
2. Die Tasten SETUP ➞ Recall Factory Setup (main) ➞ OK Confirm
Factory Init (side) drücken.
3. Die Taste AUTOSET drücken.
4. Mit der Taste MEASURE das Meßhauptmenü Measure aufrufen (siehe die
Abbildung 2–14).

Abbildung 2–14: Hauptmenü Measure und Seitenmenü Select Measurement

5. Die Taste Select Measrmnt (main) drücken, soweit noch erforderlich. Dem
betreffenden Menütext ist zu entnehmen, welcher Kanal ausgemessen wird.
Automatische Messungen erfolgen immer nur am Signal des jeweils
gewählten Kanals.

2–22 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anwendungsbeispiele

Das Seitenmenü Select Measurement gibt die jeweils möglichen Messungen


an. Es lassen sich bis zu vier Meßwerte gleichzeitig aufnehmen und
anzeigen. Die Taste neben dem Menütext –more– ruft die sonst noch
möglichen Meßgrößen auf.
6. Die Taste Frequency (side) drücken. Falls die Angabe Frequency nicht
sichtbar sein sollte, ist die Taste –more– (side) so oft zu drücken, bis der
Menütext Frequency erscheint. Dann die Taste Frequency (side) drücken.
Jetzt erscheint in der rechten Hälfte des Rasterfeldes ein Frequenzmeßwert.
Er trägt die Angabe Ch1, die darauf hinweist, daß der Meßwert für das
Signal von Kanal 1 gilt. (Um einen Meßwert eines anderen Kanals aufzuneh-
men, müssen der betreffende Kanal und dann die gewünschte Messung
gewählt werden.)
7. Die Tasten Positive Width (side) ➞ –more– (side) ➞ Rise Time (side) ➞
Positive Duty Cycle (side) drücken.
Es werden alle vier Meßwerte angezeigt.
8. Die Taste CLEAR MENU verschiebt die Meßwertanzeigen aus dem
Rasterfeld heraus (siehe die Abbildung 2–15).

Abbildung 2–15: Vier Meßwertanzeigen gleichzeitig

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 2–23
Anwendungsbeispiele

Meßwertanzeigen löschen Zur Aufhebung von Meßwertanzeigen, die nicht mehr benötigt werden:
Die Tasteneingaben MEASURE ➞ Remove Measrmnt (main) ➞ Measure-
ment 1, Measurement 2 und Measurement 4 (side) löschen die betreffenden
Meßwertanzeigen. Der Meßwert der Anstiegszeit (rise time) bleibt erhalten.

Meßbezugspegel prüfen Zur Prüfung der aktuellen Werte:

Die Tasten Reference Levels (main) ➞ High Ref (side) drücken.

General Purpose Einstellung


und Anzeige

General Purpose
Icon

Markierte Menüposition mit


Anzeigewert im Kasten

Abbildung 2–16: Indikatoren zum General Purposeknopf

Meßbezugspegel ändern Gemäß Standardvorgabe mißt das System die Anstiegszeit bei 10% and 90% der
jeweiligen Signalamplitude. Für diese Werte lassen sich andere Prozentsätze oder
auch absolute Spannungspegel vorgeben.
Zur Prüfung der aktuellen Werte die Tasten Reference Levels (main) ➞
High Ref (side) drücken.
Der Bildshirmenthält mehrere wichtige Angaben:
H Am oberen Bildschirmrand erscheint das Knopf-Icon. Es zeigt an, daß mit
dem Mehrzweckknopf ein Parameter eingestellt werden kann.
H In der Bildschirmecke oben rechts erscheint die Anzeige High Ref: 90%.

2–24 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anwendungsbeispiele

H Im Seitenmenü ist der Text High Ref markiert, und darin ist der Wert 90%
mit einem Kasten umrahmt. Der Kasten zeigt an, daß dieser Parameter jetzt
mit dem Mehrzweckknopf eingestellt werden kann.
Es ist nur der Mehrzweckknopf zu verstellen, um beispielsweise den oberen
Meßpegel „High Level“ auf 80% abzusenken.
Schnappschuß der Der Bildschirm kann einen Schnappschuß ausgeben, der nahezu alle auto-
automatischen matischen Messungen umfaßt. Die folgende Eingabe ruft einen solchen
Messungen abrufen Schnappschuß für den jeweils gewählten Kanal ab:
1. Nach Betätigung der Taste Snapshot (main) erscheint ein Schnappschuß
über alle verfügbaren Meßwerte von Einzelsignalen. (Siehe die
Abbildung 2–17).

Abbildung 2–17: Schnappschuß zu Kanal 1

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 2–25
Anwendungsbeispiele

Beispiel 4: Speichern von Einstellungen


Das Digitaloszilloskop kann seine Geräteeinstellungen speichern und bei einem
späteren Abruf wieder ausgeben, so daß sich der zuvor gespeicherte Zustand
leicht wieder herstellen läßt. Die folgende Beschreibung gibt an, wie diese Ein-
stellungen zu speichern sind und dann später abgerufen werden können.

Einstellungen speichern Zunächst müssen am Gerät die Einstellungen vorgenommen werden, die ge-
speichert werden sollen. Die folgenden Schritte ergeben eine Einstellung, die
ausreichend komplex und nicht so einfach direkt herzustellen ist, und lassen sie
speichern:
1. Zunächst die Einstellungen für die Anwendungsbeispiele gemäß der An-
leitung auf Seite 2–11 vornehmen, soweit dies nicht bereits für das vorange-
hende Beispiel erfolgt ist.
2. Die Tasten SETUP ➞ Recall Factory Setup (main) ➞ OK Confirm
Factory Init (side) drücken.
3. Die Taste ➞ AUTOSET drücken.
4. Die Tasten MEASURE ➞ Select Measrmnt (main) ➞ Frequency (side)
drücken. (Die Seitenmenütaste –more– drücken, falls die Angabe Fre-
quency im Seitenmenü nicht gleich sichtbar sein sollte.)
5. Die Tasten CH 2 ➞ CLEAR MENU drücken.
Die folgenden Schritte bewirken die Abspeicherung der Einstellungen:
6. Mit den Tasten SETUP ➞ Save Current Setup (main) das Hauptmenü
Setup aufrufen (siehe die Abbildung 2–18).

2–26 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anwendungsbeispiele

Abbildung 2–18: Menü Save/Recall Setup

7. Zur Abspeicherung der aktuellen Einstellungen des Geräts eine der


Seitenmenütasten To Setup drücken. Sie rufen jeweils einen bestimmten
Speicherplatz auf. Unter der Nummer dieses Speicherplatzes sind die
Einstellungen wieder abzurufen.
Nach der Abspeicherung können die Einstellungen beliebig geändert werden. Es
ist jederzeit möglich, die abgespeicherten Einstellungen wieder herzustellen.
8. Nach Betätigung der Tasten MEASURE ➞ Positive Width (side) erscheint
auch diese Messung in der Bildschirmanzeige.

Abgespeicherte Zur Wiederherstellung der abgespeicherten Einstellungen sind die Tasten


Einstellungen abrufen SETUP ➞ Recall Saved Setup (main) ➞ Recall Setup (side) für den Speicher-
platz zu drücken, unter dem die gewünschten Einstellungen (oben) abgespeichert
wurden.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 2–27
Anwendungsbeispiele

2–28 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Überblick

Das folgende Kapitel beschreibt die Betriebsweise des Digitaloszilloskops ein-


gehend. Es enthält eine Liste der Meßaufgaben, die sich mit dem Digitaloszillos-
kop durchführen lassen. Hier finden sich auch Antworten zu spezifischen Fragen
über die Betriebsweise des Geräts. Die beschriebenen Meßaufgaben sind im
einzelnen:
H Hilfe aufrufen H Datenfernübertragung
H Erfassungsmodi H Rollmodus
H Verzögerte Triggerung H Einstellungen speichern und abrufen
H Status bestimmen H Signale speichern und abrufen
H Anzeigemodi H Meßkanäle wählen
H Flankentriggerung H Automatische Einstellungen
H Schnelle Fourier-Transformation H Signalpfadkompensation
H Dateisystem H Cursormessungen
H Hardcopy H Vertikalsteuerung
H Horizontalsteuerung H Videotriggerung
H Grenzwerte prüfen H Signale differenzieren
H Signalverläufe ausmessen H Signale integrieren
H Tastkopf kalibrieren H Signale berechnen
H Tastkopf kompensieren H Zoom
H Impulstriggerung
Viele Beschreibungen dieser Meßaufgaben enthalten Listen der jeweils erforder-
lichen Einstellschritte. Hierzu wird auf die Erläuterung der Konventionen auf
Seite xii des Vorworts verwiesen.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–1
Überblick

3–2 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anzeigemodi

Der folgende Abschnitt beschreibt die Einstellmöglichkeiten für die Anzeigeart,


die Strahlhelligkeit, den Rastertyp und das Anzeigeformat des Oszilloskops.

Einstellungen der Anzeige ändern


Die Taste DISPLAY ruft das Menü Display auf.

Anzeigeart wählen Die Tasten DISPLAY ➞ Style (main) ➞ Vectors, Intensified Samples, Dots,
Infinite Persistence oder Variable Persistence (side) drücken (Abbildung 3–1).

Abbildung 3–1: Menü Display – Style

In der Anzeigeart Vectors werden die Datensatzpunkte durch Vektoren (Geraden)


miteinander verbunden.
Die Anzeigeart Dots gibt die Punkte der Signalaufzeichnung als Einzelpunkte
wieder.
Die Anzeigeart Intensified Samples gibt ebenfalls die Punkte der Signalauf-
zeichnung als Einzelpunkte wieder, jedoch sind die Punkte, die tatsächlichen

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–3
Anzeigemodi

Meßwerten entsprechen, gegenüber den Interpolationspunkten hell hervorgeho-


ben.
Zugleich mit der Wahl von Intensified Samples im Seitenmenü muß das Oszillo-
skop mit Interpolation (Äquivalentzeitabtastung gesperrt) oder mit einem Zoom
mit einer Horizontalvergrößerung größer als 1X arbeiten. Siehe die Beschreibung
zum Zoom ab Seite 3–161.
Variable Persistence kumuliert die Datensatzpunkte der Bildschirmdarstellung
über mehrere Erfassungen und gibt sie nur während einer spezifischen Zeit-
spanne aus. In diesem Modus verhält sich die Anzeige wie die eines Analogos-
zilloskops.
Infinite Persistence kumuliert die Datenpunkte der Bildschirmdarstellung
unbegrenzt lange, bis die Anzeige infolge einer Änderung der Einstellungen
(zum Beispiel eines Skalenfaktors) gelöscht wird.

Helligkeit einstellen Die Helligkeit läßt sich overall (global), für text/graticule (Text/Raster) und für
waveform (Signalstrahlspur) einstellen. Zur Einstellung der Helligkeiten:
Die Tasten DISPLAY ➞ Intensity (main) ➞ Overall, Text/Grat, Waveform
oder Contrast (side) drücken. Die gewünschte Helligkeit als Prozentwert mit
Hilfe des Mehrzweckknopfs oder des Tastenfeldes eingeben.

HINWEIS. Die Einstellung Intensified für die Zeitbasis im Horizontalmenü läßt


eine Zone des Signalverlaufs besonders hell hervorheben. Wenn der Kon-
trast auf 100% eingestellt wurde, sind der hell markierte Teil und der Rest des
Signalsverlaufs gleich hell und damit nicht mehr voneinander zu unterscheiden.

Optionen der Diese Optionen geben an, ob der Triggerindikator, der Triggerpegelbalken und
Bildschirmdarstellung die Angabe von Datum und Uhrzeit auf dem Bildschirm erscheinen und ob der
wählen Triggerpegelbalken lang oder kurz wiedergegeben wird:
1. Die Tasten DISPLAY ➞ Readout (main) drücken.
2. Mit der Taste Display ‘T’ @ Trigger Point (side) läßt sich vorgeben, ob der
Triggerpunkt durch ein ‘T’ bezeichnet werden soll. Hier können ON oder
OFF gewählt werden. (Der Triggerpunkt bezeichnet den Triggerzeitpunkt in
der Signalaufzeichnung.)

3–4 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anzeigemodi

3. Mit der Taste Trigger Bar Style (side) läßt sich vorgeben, ob der Trigger-
balken kurz oder lang oder überhaupt nicht dargestellt werden soll. (Siehe
die Abbildung 3–2. Hier wurden zur Veranschaulichung beide Formen des
Triggerbalkens dargestellt, jedoch ist jeweils nur eine Form möglich.)
Der Triggerbalken erscheint nur, wenn die Triggerquelle ein aktives Signal
ist, das auch dargestellt wird. Bei der Wiedergabe von Signalen, die mit
Verzögerung erfaßt werden, erscheinen sogar zwei Triggerbalken. Diese
markieren jeweils optisch den zugehörigen Triggerpegel.
4. Die Anzeige von Datum und Uhrzeit mit der Taste Display Date/Time (side)
ein- bzw. ausschalten. Nach Betätigung der Taste Clear Menu wird diese
Anzeige sichtbar. Siehe weitere Angaben hierzu unter Hardcopy mit Datum
und Uhrzeit kennzeichnen auf Seite 3–47.

Indikator für Triggerpunkt

Triggerbalken – lang
oder
Triggerbalken – kurz

Abbildung 3–2: Indikatoren für Triggerpunkt und Triggerpegel

Interpolationsfilter wählen Die folgenden Tasteneingaben rufen den gewünschten Filtertyp auf (Interpolation
nach sin(x)/x oder linear):
Die Tasten DISPLAY ➞ Filter (main) ➞ Sin(x)/x Interpolation oder Linear
Interpolation (side) drücken.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–5
Anzeigemodi

Rastertyp wählen Zur Einstellung des Rastertyps:


Die Tasten DISPLAY ➞ Graticule (main) ➞ Full, Grid, Cross Hair, Frame,
NTSC oder PAL (side) drücken.
Full erzeugt ein Gitter mit Achsenkreuz und Rahmen.
Grid läßt nur einen Rahmen mit Gitter ausgeben.
Cross Hair ergibt ein Achsenkreuz mit Rahmen.
Frame liefert nur einen Rahmen.
NTSC erzeugt ein Gitter, wie es für Signalmessungen der NTSC-lasse benötigt
wird.
PAL liefert ein Gitter, wie es für Signalmessungen der PAL-lasse benötigt wird.

HINWEIS. Nach der Anwahl eines NTSC- oder PAL-Rasters ändern sich
automatisch der Vertikalmaßstab, die Positionseinstellungen und die Kopplung,
und für alle dargestellten Kanäle wird der Vertikaloffset auf Null zurückgesetzt.
Diese Änderungen werden nach der Umstellung auf andere Rastertypen nicht
rückgängig gemacht.

Anzeigeformat wählen Es sind zwei Anzeigeformate vorgesehen: YT und XY.


YT ist das übliche Format der Oszilloskopdarstellungen. Es stellt die Signalspan-
nung (in der Vertikalachse) in ihrem zeitlichen Verlauf (Horizontalachse) dar.
Das Format XY stellt die Spannungspegel von zwei Signalverläufen einander
punktweise einzeln gegenüber. Das Digitaloszilloskop gibt hierzu die Spannun-
gen der beiden Signalverläufe in ihrem zeitlichen Verlauf in den beiden Koordi-
natenachsen wieder. Dieses Format eignet sich besonders gut für die
Untersuchung von Phasenbeziehungen.
Zur Einstellung des Anzeigeformats:
Die Tasten DISPLAY ➞ Format (main) ➞ XY oder YT (side) drücken.
Bei Aufruf des Formats XY wird das jeweils gewählte Eingangssignal in der
X-Achse dargestellt, und das Digitaloszilloskop wählt automatisch das Eingangs-
signal für die Y-Achse an (siehe die Tabelle 3–1).

3–6 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anzeigemodi

Tabelle 3–1: Paarungen im Format XY

Kanal der X-Achse (frei wählbar) Kanal der Y-Achse (fest vorgegeben)
Ch 1 Ch 2
Ch 3 (nur bei TDS 420A, TDS 460A und Ch 4 (nur bei TDS 420A, TDS 460A und
TDS 510A) TDS 510A)

Nach der Betätigung der Taste WAVEFORM OFF für einen Kanal der XY-
Darstellung löscht das Digitaloszilloskop die XY-Darstellung der Kanäle.
Da sich die Formatwahl YT oder XY nur auf die Wiedergabe auswirkt, steuern
die Drehknöpfe und Menüs für Skala und Position horizontal und vertikal
unabhängig von dieser Wahl immer die gleichen Parameter. So steuert also die
Horizontalskala auch im Anzeigeformat XY weiterhin die Zeitbasis, und die
Horizontalposition legt fest, welcher Teil der Signalverläufe jeweils auf dem
Bildschirm erscheint.
Im Format XY erfolgt nur eine Punktwiedergabe, für die aber auch Nachleuchten
möglich ist. Nach Wahl des Anzeigeformats XY ist die Anzeigeart Vector
bedeutungslos.
Im Format XY können keine berechneten Signale (Math) dargestellt werden. Sie
verschwinden nach der Wahl des Formats XY vom Bildschirm.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–7
Anzeigemodi

3–8 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Automatische Einstellungen: Autoset und Reset

Das Digitaloszilloskop kann Signale automatisch stabil und in sinnvoller Größe


darstellen. Der folgende Abschnitt beschreibt die Verwendung von Autoset.
Autoset stellt die Bedienelemente der Frontplatte automatisch entsprechend den
Kenndaten des Eingangssignals ein. Hierzu beeinflußt Autoset die Einstellungen
der folgenden Kategorien: Erfassung, Anzeige, Horizontal, Triggerung und
Vertikal.

HINWEIS. Autoset kann auch die Vertikalposition ändern, um das Signal gut
wiedergeben zu können. Der Vertikaloffset ist hierbei immer 0 V.

Oszilloskop durch Autoset einstellen lassen


Die folgenden Schritte bewirken die automatische Einstellung des Oszilloskops:
1. Die Taste der Kanalwahl (zum Beispiel CH 1) drücken, die dem
gewünschten Eingangskanal entspricht, um diesen zum aktiven Kanal zu
machen.
2. Die Taste AUTOSET drücken.
Bei Aufruf von Autoset während der Wiedergabe von mehreren Kanälen stellt
das Digitaloszilloskop die horizontale Skalierung und die Triggerung entspre-
chend dem Kanal mit der niedrigsten Kanalnummer ein. Vertikal werden alle
aufgerufenen Kanäle einzeln skaliert.
Bei einem Aufruf von Autoset ohne Darstellung eines Kanalsignals ruft das
Digitaloszilloskop den Kanal Eins (CH 1) auf und skaliert ihn.

Oszilloskop zurücksetzen (Reset)


Die folgenden Schritte stellen am Oszilloskop wieder die Werkseinstellungen
her:
Die Tasten SETUP ➞ Recall Factory Setup (main) ➞ OK Confirm Factory
Init (side) drücken.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–9
Automatische Einstellungen: Autoset und Reset

3–10 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Cursormessungen

Mit den Cursorn lassen sich Differenzen (in der Zeit- oder in der Spannungs-
achse) zwischen zwei Punkten einer Signalaufzeichnung ausmessen. Der fol-
gende Abschnitt beschreibt den Einsatz von Cursorn – wie Typ und Modus
zu wählen sind, wie sie dargestellt werden und wie mit ihnen Messungen
durchzuführen sind.

Beschreibung
Ein Cursor ist eine Markierung, die sich mit dem Mehrzweckknopf verschieben
läßt. Es sind immer zwei gleiche Cursor vorhanden. Anzeigen im Bildschirm
geben dann die Positionen der Cursor und damit auch aktuelle Meßwerte aus.

Cursortypen Es gibt drei Typen von Cursorn: Horizontalbalken, Vertikalbalken und gepaarte
Cursor (siehe die Abbildung 3–3).

Horizontalbalken als Cursorn Vertikalbalken als Cursorn Gepaarte Cursor

Abbildung 3–3: Cursortypen

Mit Horizontalbalken (H Bars) lassen sich vertikale Parameter (typisch


Spannungen) ausmessen.
Mit Vertikalbalken (V Bars) lassen sich horizontale Parameter (typisch Zeiten
oder Frequenzen) ausmessen.
Mit gepaarten Cursorn (Paired) lassen sich vertikale und horizontale Parameter
gleichzeitig ausmessen.
Die verschiedenen Cursortypen sind in Abbildung 3–3 dargestellt. Die beiden
gepaarten Cursor bestehen jeweils aus einem langen Vertikalbalken mit einem X.
Die X bezeichnen die Meßposition zur Messung von Vertikalparametern;
Horizontalparameter werden zwischen den beiden langen Vertikalbalken
gemessen.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–11
Cursormessungen

HINWEIS. In bestimmten berechneten Signalen lassen sich mit den Cursorn auch
andere Größen als Zeiten, Frequenzen oder Spannungen messen. Cursormessun-
gen an solchen Signalen werden unter „Signale berechnen“ ab Seite 3–103
beschrieben.

Cursormodi Es gibt zwei Cursormodi: independent (unabhängig) und tracking (gekoppelt)


(siehe die Abbildung 3–4).

Independent-Modus Tracking-Modus

Nur der angewählte Cursor


geht mit (mit der Taste Beide Cursorn gehen
SELECT zwischen den gleichmäßig mit (mit der Taste
Cursorn umschalten) SELECT den Tracking-Modus
unterbrechen)

Abbildung 3–4: Cursormodi

Cursoranzeigen Die Bedeutung der Cursoranzeigen hängt vom jeweils gewählten Cursortyp ab:
H Bars, V Bars oder Paired.

H Bars. Der Wert hinter dem Zeichen D bezeichnet die Spannungsdifferenz


zwischen den Cursorpositionen. Der Wert hinter dem Zeichen @ gibt die
Spannung an der Position des gewählten Cursors gegen Masse an (siehe die
Abbildung 3–5). Bei Videotriggerung kann die Spannung auch in IRE-
Einheiten angegeben werden.

V Bars. Der Wert hinter dem Zeichen D bezeichnet die Zeitdifferenz (oder
Frequenzdifferenz) zwischen den Cursorpositionen. Der Wert hinter dem Zeichen
@ gibt die Zeit (Frequenz) an der Position des gewählten Cursors gegen den
Triggerpunkt an. Bei Videotriggerung kann die Zeilennummer angegeben
werden.

3–12 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Cursormessungen

Paired. Der Wert hinter dem ersten Zeichen D bezeichnet die Spannungsdifferenz
zwischen den beiden X, der hinter dem zweiten D die Zeitdifferenz (oder
Frequenzdifferenz) zwischen den beiden langen Vertikalbalken. Der Wert hinter
dem Zeichen @ gibt die Spannung an der Position X des gewählten Cursors
gegen Masse an (siehe die Abbildung 3–6).
Wenn die gepaarten Cursor horizontal über den Bildschirmrand hinaus verscho-
ben wurden, erscheint Edge anstelle der Spannungswerte in der Cursoranzeige.

Cursorfunktion wählen Zur Durchführung von Cursormessungen sind die folgenden Prozeduren
einzuhalten. Mit den hier folgenden Schritten ist der gewünschte Cursortyp zu
wählen:
1. Nach Betätigung der Taste CURSOR erscheint das Cursormenü (siehe die
Abbildung 3–5).
2. Die Tasten CURSOR ➞ Function (main) ➞ H Bars, V Bars, Paired oder
Off (side) drücken.

Cursoranzeige (H-Balken)

Angewählter Cursor
(durchgehende Linie)

Nicht angewählter Cursor


(gestrichelte Linie)

Abbildung 3–5: Menü und Anzeigen zum Cursor H Bars

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–13
Cursormessungen

Position der Vertikalcursor (macht


Cursorpositionen auch außerhalb des
Bildschirms sichtbar)
Cursoranzeige
(Gepaarte Cursor)

Angewählter Cursor
(durchgehende
senkrechte Linie)

Nicht angewählter
Cursor
(gestrichelte senkrechte
Linie)

Abbildung 3–6: Menü und Anzeigen zum Cursor Paired

Modus wählen und Auf die folgende Weise sind der Cursormodus zu wählen und die Cursor im
Cursor einstellen betreffenden Modus einzustellen:
1. Die Tasten CURSOR ➞ Mode (main) ➞ Independent oder Tracking
(side) drücken:
Im Modus Independent können beide Cursor unabhängig voneinander posi-
tioniert werden.
Im Modus Tracking sind die beiden Cursor als Tandem zu positionieren: sie
bewegen sich gleichzeitig und in einem festen horizontalen oder vertikalen
Abstand zueinander.
2. Die Cursor entsprechend dem gewählten Modus wie folgt einstellen:
H Im Modus Independent läßt sich immer der gewählte (aktive) der beiden
Cursor mit dem Mehrzweckknopf verschieben. Hierbei werden der verstell-
bare Cursor durch eine durchgezogene Linie, der inaktive Cursor gestrichelt
wiedergegeben. Zur Umschaltung zwischen den beiden Cursorn die Taste
SELECT drücken.
H Im Modus Tracking verschiebt der Mehrzweckknopf beide Cursor
gleichzeitig.

3–14 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Cursormessungen

H Zur Einstellung des Abstandes zwischen den beiden Cursor im Modus


Tracking ist die Taste SELECT zu drücken, um die Kopplung vorüberge-
hend aufzuheben. Dann ist der aktive Cursor auf den gewünschten Abstand
gegen den gestrichelten Cursor einzustellen. Nach erneuter Betätigung der
Taste SELECT gilt wieder der Tracking-Modus.

Horizontaleinheiten Meßergebnisse zwischen Vertikalbalken als Cursor können wahlweise in der


wählen Basis der Horizontaleinheiten des Signals oder in deren Kehrwert ausgegeben
werden. Diese Einheiten sind bei intern getakteten Signalen Zeit- oder Fre-
quenzeinheiten, bei extern getakteten Signalen (nur bei TDS 400A) Taktimpulse
oder deren Kehrwert. Geräte, die mit der Option 5 Video ausgerüstet sind,
können auch Video-Zeilennummern ausgeben (siehe die Abbildung 3–7). Die
Wahl zwischen den Cursoreinheiten für die Vertikalbalken ist wie folgt zu
treffen:

HINWEIS. Nach Aufruf des Videomodus Custom muß im Menü Custom Video
auch die Scanperiode eingestellt werden.

Bei einem TDS 400A die Tasten CURSOR ➞ Horiz Units (main) ➞ Base oder
1/Base drücken, bei der Option 5 auch video line number (side).
Bei einem TDS 510A die Tasten CURSOR ➞ Time Units (main) ➞ seconds
oder 1/seconds drücken, bei der Option 5 auch video line number (side).

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–15
Cursormessungen

Videozeile und
IRE-Einheiten

Abbildung 3–7: Videozeile und IRE-Einheiten (dargestellt beim TDS 400A)

Amplitudeneinheiten Wenn der Video Trigger der Option 05 verfügbar ist und NTSC-Signale
wählen gemessen werden sollen, können Amplitudenwerte auch in IRE-Einheiten
ausgegeben werden (siehe die Abbildung 3–7). Die Umschaltung zwischen IRE-
und Basiseinheiten des Cursors ist wie folgt durchzuführen:
1. Die Tasten CURSOR ➞ Amplitude Units (main) ➞ IRE (NTSC) drücken.
2. Die folgende Tasteneingabe stellt den Normalzustand wieder her:
CURSOR ➞ Amplitude Units (main) ➞ Base.

Cursorgeschwindigkeit Bei Betätigung der Taste SHIFT vor der Durchführung von Einstellungen mit
wählen dem Mehrzweckknopf ergibt sich eine andere Einstellgeschwindigkeit. Die
Cursor bewegen sich schneller, wenn die Leuchte neben der Taste SHIFT
leuchtet und oben rechts im Bildschirm die Angabe Coarse Knobs (Grobeinstel-
lung) zu lesen ist.

3–16 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Dateisystem

Zum Dateisystem gehören die Hilfsprogramme der Dateibearbeitung und ein


Diskettenlaufwerk für die Speicherung von Hardcopies, Einstellungen und
Signalverläufen. Der folgende Abschnitt beschreibt die Verwaltung dieser
Dateien (Löschen, Umbenennen usw.) mit Hilfe des Dateisystems.

Dateihilfsprogramme aufrufen
Die folgende Tasteneingabe ruft das Menü File Utilities auf:
1. Die Taste SETUP ruft das Menü Save/Recall Setup auf, die Taste WAVE-
FORM das Menü Save/Recall Waveform und die Taste Shift HARDCOPY
das Menü Hardcopy.
2. Im Hauptmenü ruft die Taste File Utilities das Seitenmenü File Utilities auf.
(Siehe die Abbildung 3–8.)

Freier
Platten-
speicher

Abbildung 3–8: Seitenmenü File Utilities

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–17
Dateisystem

Datei oder Verzeichnis löschen


Zur Löschung einer Datei oder eines Verzeichnisses den Cursor mit Hilfe des
Mehrzweckknopfes auf den Namen der betreffenden Datei bzw. des Verzeich-
nisses setzen. Dann die Taste Delete im Seitenmenü drücken.
In der Position *.* löscht das Programm sämtliche Dateien der Dateiliste.
Das Digitaloszilloskop löscht Directories mit allen zugehörigen Dateien.

Datei oder Verzeichnis umbenennen


Um eine Datei oder ein Verzeichnis umzubenennen, ist der Cursor mit Hilfe des
Mehrzweckknopfes auf die betreffende Datei bzw. das Verzeichnis zu setzen.
Soll also beispielsweise die Zieldatei mit dem Standardnamen  umbe-
nannt werden, muß der Cursor auf diesen Namen gesetzt werden. Dann die Taste
Rename im Seitenmenü drücken.
Daraufhin muß das Benennungsmenü erscheinen. Hier sind die einzelnen
Zeichen mit dem Mehrzweckknopf oder mit den Pfeiltasten im Hauptmenü zu
wählen. Nach jedem Zeichen muß die Taste Enter Char im Hauptmenü ge-
drückt werden, um es übernehmen zu lassen. Zum Abschluß der Eingabe die
Taste OK Accept im Seitenmenü drücken. (Siehe die Abbildung 3–9).

Abbildung 3–9: File System – Beschriftungsmenü

3–18 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Dateisystem

Datei oder Verzeichnis kopieren


Um eine Datei oder ein Verzeichnis zu kopieren, ist der Cursor mit Hilfe des
Mehrzweckknopfes auf die betreffende Datei bzw. das Verzeichnis zu setzen.
Dann die Taste Copy im Seitenmenü drücken. Das Dateimenü erscheint neu mit
den Namen der Directories, in die kopiert werden kann. Hier ein Verzeichnis
wählen und die Taste Copy <Namen> to Selected Directory im Seitenmenü
drücken.
Bei Auswahl der Angabe *.* werden sämtliche Dateien kopiert.
Das Digitaloszilloskop kopiert Directories mit allen zugehörigen Dateien.

Datei oder Verzeichnis ausdrucken lassen


Um eine Datei oder ein Verzeichnis ausdrucken zu lassen, ist der Cursor mit
Hilfe des Mehrzweckknopfes auf die betreffende Datei bzw. das Verzeichnis zu
setzen. Dann die Taste Print im Seitnemenü drücken.
Daraufhin muß das Seitenmenü Print-To erscheinen. Das gewünschte Druckaus-
gabeport aus den Optionen GPIB, RS-232 oder Centronics auswählen. (Siehe
die Abbildung 3–9.) Das Digitaloszilloskop überträgt dann die Datei in ihrer
Rohform zur Ausgabe an dieses Port.

Neues Verzeichnis einrichten


Um ein neues Verzeichnis einzurichten, ist die Taste Create Directory im
Seitenmenü zu drücken.
Daraufhin erscheint das Benennungsmenü. Hier sind die einzelnen Zeichen mit
dem Mehrzweckknopf oder mit den Pfeiltasten im Hauptmenü zu wählen. Nach
jedem Zeichen muß die Taste Enter Char im Hauptmenü gedrückt werden, um
es übernehmen zu lassen. Zum Abschluß der Eingabe die Taste OK Accept im
Seitenmenü drücken. (Siehe die Abbildung 3–9.)

Löschungsbestätigung anfordern
Mit der Taste Confirm Delete im Seitenmenü läß sich die Löschungsbestäti-
gungsmeldung freigeben bzw. unterdrücken.
Wenn die Löschungsbestätigung unterdrückt ist (OFF), löscht das Digitaloszil-
loskop Dateien oder Directories sofort und ohne wertere Rückfrage. Bei gesetzter
Option (ON) erwartet das Digitaloszilloskop eine Bestätigung, bevor es Dateien
löscht.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–19
Dateisystem

Überschreibsperre setzen
Mit der Taste Overwrite Lock im Seitenmenü läßt sich die Überschreibsperre
setzen bzw. aufheben.
Wenn die Überschreibsperre gesetzt ist, läßt es das Digitaloszilloskop nicht zu,
bestehende Dateien mit dem gleichen Namen zu überschreiben. Ein wichtiger
Grund, das Überschrieben zuzulassen, liegt in der Möglichkeit, Zieldateien mit
Namen zu verwenden, die Platzhalterzeichen („?“) enthalten. In solchen Fällen
legt das Digitaloszilloskop Dateien mit jeweils dem gleichen Namen an, die sich
nur durch die laufende Nummer unterscheiden, die im Namen anstelle der
Fragezeichen eingesetzt wird.

Diskette formatieren
Um eine Diskette für 720 kByte oder 1,44 MByte zu formatieren, ist der Cursor
mit Hilfe des Mehrzweckknopfes auf den Namen des betreffenden Laufwerks
(fd0:) zu setzen. Dann die Taste Format im Seitenmenü drücken.

3–20 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Datenfernübertragung

Der folgende Abschnitt erläutert die Vorbereitungen und Einstellungen des


Oszilloskops für seine Steuerung und die Datenausgabe über die Schnittstelle
gemäß Standard IEEE 488.2-1987 (GPIB). Weitere Angaben hierzu sind dem
Programmiererhandbuch und dem Befehlshandbuch zur Option 13 der TDS-
Familie zu entnehmen (nur bei Geräten, die mit der Option 13 ausgerüstet sind).

Gerät für Fernsteuerung Zur Einrichtung einer Datenfernübertragung muß der Geräteaufbau den
verbinden Protokoll- und Schnittstellenanforderungen des GPIB entsprechen. Es sind dann
die folgenden Prozeduren durchzuführen.

Oszilloskop an den GPIB anschließen. Zur Anschaltung des Oszilloskops den


GPIB-Steckverbinder in dessen Rückwand über ein GPIB-Kabel gemäß Standard
IEEE 488.2-1987 (erhältlich von Tektronix, Teilenummer 012-0991-00) mit dem
GPIB-Port des Controllers bzw. des Hardcopygeräts verbinden (siehe die
Abbildung 3–10).

Controller
Digitaloszilloskop (Rückwand)

Abbildung 3–10: Anschluß des Digitaloszilloskops an einen Controller

GPIB-Port wählen. Zur Anwahl des GPIB-Ports die Tasten SHIFT ➞


UTILITY ➞ System (main) ➞ I/O (pop-up) ➞ Port (main) ➞ GPIB (pop-up)
drücken.

GPIB-Port konfigurieren. GPIB-Modus und GPIB-Adresse wie folgt einstellen:


Die Tasten SHIFT UTILITY ➞ System (main) ➞ I/O (pop-up) ➞
Port (main) ➞ GPIB (pop-up) ➞ Configure (main) ➞ Talk/Listen Address,
Hardcopy (Talk Only) oder Off Bus (side) drücken (siehe die Abbildung 3–11).

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–21
Datenfernübertragung

Talk/Listen Address konfiguriert das Port für einen normalen Systembetrieb mit
Steuerung durch einen Controller. Die Adresse ist dann mit Hilfe des Mehr-
zweckknopfes zu definieren.
Hardcopy (Talk Only) konfiguriert das Port für eine Hardcopyausgabe ohne
Steuerung durch einen Controller. Bei dieser Konfiguration des Ports gibt das
Oszilloskop die Hardcopydaten an alle aufnahmebereiten Geräte (Listener) am
Bus aus, sobald die Taste HARDCOPY gedrückt wird.
Wenn das Port für einen anderen Modus konfiguriert ist, quittiert das Digitalos-
zilloskop jede Betätigung der Taste HARDCOPY mit der Meldung, daß das
gewählte Hardcopy-Port nicht verfügbar ist.
Off Bus trennt das Digitaloszilloskop vollständig vom Bus ab.

Menü GPIB Configuration

Abbildung 3–11: Menü Utility

3–22 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Einstellungen speichern und abrufen

Das Digitaloszilloskop kann bis zu zehn Oszilloskopeinstellungen in seinem


internen Speicher ablegen und sie auf Abruf wieder ausgeben. Der folgende
Abschnitt beschreibt Speicherung und Abruf von eigenem Geräteeinstellungen
sowie den Abruf der Werkseinstellungen.

Einstellungen speichern
Speicherung der aktuellen Einstellungen des Digitaloszilloskops:
1. Die Tasten SETUP ➞ Save Current Setup (main) drücken.

STOPP. Vor der Durchführung des folgenden Schritts 2 ist zu beachten, daß eine
früher gespeicherte eigene Einstellung überschrieben wird, wenn hierbei ein
Speicherplatz mit der Bezeichnung user gewählt wird.

2. Zur internen Speicherung einer Geräteeinstellung einen der zehn Spei-


cherplätze aus dem Seitenmenü To Setup 1, To Setup 2, ... wählen (siehe
die Abbildung 3–12). Damit ist die aktuelle Einstellung an diesem Speicher-
platz abgelegt.
3. Falls eine Einstellung auf Diskette gespeichert werden soll, ist die Taste To
File zu drücken. Danach mit Hilfe des Mehrzweckknopfes den Durchlaufbal-
ken auf den Namen der gewünschten Datei in der Liste setzen, die daraufhin
ausgegeben wird. Die Speicherung dann mit der Taste Save To Selected File
im Seitenmenü veranlassen.

HINWEIS. Es ist nicht möglich, Einstellungen zwischen verschiedenen Oszillos-


kopmodellen oder Softwareversionen zu übertragen.

Einstellungen abrufen
Die folgenden Tasteneingaben stellen eine Geräteeinstellung aus dem internen
Speicher wieder her: SETUP ➞ Recall Saved Setup (main) ➞ (Recall Setup 1,
Recall Setup 2 ... (side).
Um eine Enstellung übernehmen zu lassen, die auf Diskette gespeichert wurde,
ist die Taste From File zu drücken. Danach mit Hilfe des Mehrzweckknopfes
den Durchlaufbalken auf den Namen der gewünschten Datei in der Liste setzen,

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–23
Einstellungen speichern und abrufen

die daraufhin ausgegeben wird. Die Ausgabe dann mit der Taste Recall From
Selected File abschließen.
Der Abruf einer Geräteeinstellung aus dem Speicher verändert nicht das jeweils
ausgegebene Menü. Die Einstellung, die im Seitenmenü mit factory bezeichnet
ist, entspricht der Werkseinstellung. (Das normale Verfahren, mit dem die Werks-
einstellungen wiederherzustellen sind, wird hier anschließend beschrieben.)

Abbildung 3–12: Menü Save/Recall Setup

Werkseinstellungen wiederherstellen
Die folgenden Tasteneingaben stellen wieder die Werkseinstellungen des
Oszilloskops her:
Die Tasten SETUP ➞ Recall Factory Setup (main) ➞ OK Confirm Factory
Init (side) drücken.

3–24 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Einstellungen speichern und abrufen

Sämtliche Einstellungen und Signale löschen – Tek Secure


Tek Secure löscht auf die folgende Weise sämtliche gespeicherten Geräteeinstel-
lungen und Signale (nicht aber von der Speicherplatte):
Die Tasten SHIFT UTILITY ➞ System (main) ➞ Config (pop-up) ➞ Tek
Secure Erase Memory (main) ➞ OK Erase Setup & Ref Memory (side)
drücken.
Tek Secure löst im einzelnen die folgenden Vorgänge aus:
H Überschreibung aller Signaldaten in den Referenzspeichern durch Nullen als
Abtastwerte.
H Überschreibung aller Daten von Geräteeinstellungen durch die Werks-
einstellung.
H Überprüfung der erfolgreichen Löschung von Einstellungen und Signaldaten.
H Ausgabe einer Meldung über fehlgeschlagenen bzw. erfolgreichen Abschluß
der Löschung.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–25
Einstellungen speichern und abrufen

3–26 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Erfassungsmodi

Das Erfassungssystem bietet mehrere Möglichkeiten für die Digitalisierung der


analogen Signale. Im Menü Acquisition ist festzulegen, auf welche Art die
Signale erfaßt, ob eine Äquivalentzeitabtastung zugelassen und wie die
Datenerfassung gestartet und gestoppt werden sollen.

Beschreibung der Betriebsarten


Das Digitaloszilloskop läßt sich in fünf verschiedenen Erfassungsmodi betreiben:
H Sample (Abtastung)
H Peak Detect (Spitzenwerterkennung)
H Hi Res (Hochauflösung)
H Envelope (Hüllkurve)
H Average (Mittelwert)
In den Betriebsarten Sample, Peak Detect und Hi Res arbeitet das
Digitaloszilloskop in Echtzeit mit einem einzigen Triggerereignis, sofern es
jeweils ausreichend viele Abtastwerte erfassen kann. Die Betriebsarten Envelope
und Average erfordern eine mehrfache Erfassung der gleichen Signale. Das
Digitaloszilloskop bildet hierbei aus diesen Signalen punktweise einzeln
Mittelwerte oder Hüllkurven.

Sample-Modus Im Sample-Modus (Abtastung) bildet das Oszilloskop einen Datensatzpunkt


durch Abspeicherung des ersten Abtastwerts (dem noch viele folgen können)
während jedes Erfassungsintervalls. (Als Erfassungsintervall gilt die Zeitspanne,
der der Signaldatensatz entspricht, bezogen auf die Datensatzlänge.) Dies ist der
Standardmodus.

Peak Detect-Modus Im Peak Detect-Modus (Spitzenwerterkennung) speichert das Oszilloskop in den


einzelnen Erfassungsintervallen abwechselnd den jeweils höchsten bzw.
niedrigsten Abtastwert. Dieser Modus ist nur bei Echtzeitabtastung ohne
Interpolation möglich.
Wenn die Zeitbasis so hoch eingestellt wird, daß eine Echtzeitinterpolation oder
eine Äquivalentzeitabtastung erforderlich wird, wechselt die Betriebsart auto-
matisch von Peak Detect zu Sample, wobei sich aber die Menüangaben nicht
ändern.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–27
Erfassungsmodi

Hi Res-Modus Im Hi Res-Modus (Hochauflösung) bildet das Digitaloszilloskop einen Daten-


satzpunkt durch Mittelung über alle Abtastwerte, die es während eines Erfas-
sungsintervalls aufgenommen hat. Das ergibt eine Signaldarstellung mit höherer
Auflösung, aber geringerer Bandbreite.

HINWEIS. Im Hi Res-Modus darf die Frequenz des externen Taktsignals (nur bei
TDS 460A, TDS 430A, und TDS 420A) höchstens gleich der Frequenz sein, die
im Menü für den externen Takt eingestellt wurde. Anderenfalls erscheint die
Signaldarstellung mit falscher Amplitude.

Dieser Modus ist nur bei Echtzeitabtastung ohne Interpolation möglich. Wenn
die Zeitbasis so hoch eingestellt wird, daß eine Echtzeitinterpolation oder eine
Äquivalentzeitabtastung erforderlich wird, wechselt die Betriebsart automatisch
zu Sample, wobei sich aber die Menüangaben nicht ändern.
Ein wichtiger Vorteil von Hi Res liegt in der Möglichkeit, unabhängig vom Ein-
gangssignal die Auflösung zu steigern. Die Tabellen 3–2 und 3–3 zeigen, wie
sich im Hi Res-Modus eine Auflösung mit bis zu 15 signifikanten Bits erreichen
läßt. Es ist nicht möglich, eine Auflösung von mehr als 15 Bits zu erzielen. Die
in den Tabellen angegebene Bitauflösung läßt sich theoretisch erreichen. Die
tatsächlich möglich Auflösung kann auch noch von korrelierten Störspan-
nungsquellen in der näheren Umgebung abhängen.

Tabelle 3–2: Bitauflösung bei TDS 460A, TDS 430A und


TDS 420A

Zeitbasiseinstellung Auflöslung (Bits)


1 s und schneller 8 Bits
2 s bis 5 s 9 Bits
10 s bis 20 s 10 Bits
50 s bis 100 s 11 Bits
200 s bis 500 s 12 Bits

3–28 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Erfassungsmodi

Tabelle 3–3: Bitauflösung bei TDS 510A


Zeitbasiseinstellung Auflösung (Bits)
400 ns und schneller 8 Bits
1 s bis 2 s 9 Bits
5 s bis 10 s 10 Bits
20 s bis 50 s 11 Bits
50 s bis 100 s 11 Bits
100 s bis 200 s 12 Bits
500 s 13 Bits
1 ms bis 2 ms 14 Bits
5 ms und langsamer 15 Bits

Envelope-Modus Im Envelope-Modus (Hüllkurve) erfaßt und zeigt das Oszilloskop Signalda-


tensätze, die den Extremwerten der Schwankungsbreite über mehrere Erfassun-
gen entsprechen. Hierbei ist die Anzahl der Erfassungen, über die die Daten
kumuliert werden, vom Benutzer zu spezifizieren. Das Oszilloskop speichert,
wie im Peak Detect-Modus, die jeweils höchsten und niedrigsten Werte aus zwei
benachbarten Intervallen. Im Gegensatz zu Peak Detect sammelt es aber im
Envelope-Modus die Spitzenwerte aus mehreren Triggerereignissen.
Der Bildschirm zeigt für jeden Bildpunkt im Signaldatensatz die Extremwerte
aus allen erfaßten Signalen.

HINWEIS. Die Erfassungsmodi Envelope und Average heben den Roll-


Modus auf. Siehe die Beschreibung zum Roll-Modus ab Seite 3–83.

Average-Modus Im Average-Modus (Mittelwert) lassen sich Signaldatensätze erfassen und


darstellen, die Mittelwerten aus mehreren Erfassungen entsprechen. Diese
Betriebsart unterdrückt unkorrelierte Störsignale weitgehend. Das Oszilloskop
erfaßt hierbei die Daten nach jeweils einem Triggerereignis im Sample-Modus.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–29
Erfassungsmodi

Angaben der Erfassungsanzeige


Die Abtastrate der Erfassung, der Status der Erfassung „running“ (läuft) oder
„stopped“ (gestoppt) und der Erfassungsmodus lassen sich aus der Erfassungs-
anzeige am oberen Bildschirmrand ablesen. (Siehe die Abbildung 3–13.) Im
Status „running“ werden die Abtastrate (bzw. der Externe Takt, sofern freige-
geben) und der Erfassungsmodus angegeben. Im Status „stopped“ enthält diese
Angabe die Anzahl der erfaßten Signale seit dem letzten Stop oder seit der
letzten wesentlichen Änderung der Geräteeinstellungen.

Erfassungsanzeige

Abbildung 3–13: Menü Acquisition und Erfassungsanzeige

Einen Erfassungsmodus wählen


Das Oszilloskop bietet mehrere Erfassungsmodi. Die folgenden Tasteneingaben
rufen das zugehörige Menü Acquisition (Abbildung 3–13) auf und geben vor,
wie das Digitaloszilloskop die einzelnen Punkte des Signaldatensatzes berechnen
soll:
Die Tasten SHIFT ACQUIRE MENU ➞ Mode (main) ➞ Sample, Peak
Detect, Hi Res, Envelope, oder Average (side) drücken.

3–30 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Erfassungsmodi

HINWEIS. Bei einigeren größeren Datensatzlängen läßt das


Digitaloszilloskop die Wahl des Hi Res-Modus nicht zu oder verkürzt die
Vorgabe für die Datensatzlänge entsprechend.

Nach dem Aufruf von Envelope oder Average, kann noch mit Hilfe des Mehr-
zweckknopfes die Anzahl der Signaldatensätze eingegeben werden, aus denen
die Hüllkurve bzw. der Mittelwert gebildet werden soll.

Wiederholende Abtastung wählen


Die folgenden Tasteneingaben beschränken das Digitaloszilloskop auf eine
Echtzeitabtastung bzw. geben die Wahl zwischen Echtzeitabtastung und
Äquivalentzeitabtastung frei:
Die Tasten SHIFT ACQUIRE MENU ➞ Repetitive Signal (main) ➞ ON oder
OFF (side) drücken.
ON (ÄZ aktivieren) läßt das Digitaloszilloskop sowohl mit Echtzeit- als auch mit
Äquivalentzeitabtastung arbeiten.
OFF (nur EZ) beschränkt das Digitaloszilloskop auf eine Echtzeitabtastung.
Hierbei ergänzt das Digitaloszilloskop fehlende Datensatzpunkte nach dem im
Anzeigemenü gewählten Interpolationsverfahren, wenn es nicht für eine voll-
ständige Signaldarstellung ausreichend viele Abtastwerte genau erfassen konnte.

Beendigung durch Auf die folgende Weise ist dem Oszilloskop das Ereignis anzugeben, bei dem es
Stop After die Erfassung von Signalen beenden soll:
Die tasten SHIFT ACQUIRE MENU ➞ Stop After (main) ➞ RUN/STOP
button only, Single Acquisition Sequence, oder Limit Test Condition Met
(side) drücken (siehe die Abbildung 3–14).

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–31
Erfassungsmodi

Abbildung 3–14: Menü Acquire – Stop After

RUN/STOP button only (side) läßt die Signalerfassung nur nach Betätigung der
Taste RUN/STOP starten oder stoppen. Mit Betätigung der Taste RUN/STOP
endet die Erfassung sofort. In der Bildschirmecke oben links erscheinen die
Angabe Stopped und die Anzahl der erfaßten Signale. Nach erneuter Betätigung
dieser Taste setzt das Digitaloszilloskop die Datenerfassung wieder fort.
Single Acquisition Sequence (side) läßt nach Betätigung der Taste RUN/STOP
genau eine Sequenz der Datenerfassung ablaufen.
In den Betriebsarten Envelope oder Average führt das Digitaloszilloskop die
spezifizierte Anzahl von Erfassungen durch, um daraus die angeforderten
Hüllkurven bzw. Mittelwerte zu berechnen.
Nach einer Betätigung von Single Acquisition Sequence (side), während es mit
Äquivalentzeitabtastung arbeitet, setzt das Oszilloskop die Suche nach Triggerer-
eignissen noch fort und nimmt weiter Abtastwerte auf, bis der Signaldatensatz
vollständig gefüllt ist.

3–32 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Erfassungsmodi

HINWEIS. Die Tasteneingabe SHIFT FORCE TRIG bewirkt eine sofortige


Umstellung auf Single Acquisition Sequence, ohne daß zuvor die Menüs Acquire
und Stop After aufgerufen werden müssen. (Um aber die Betriebsart Single
Acquisition Sequence wieder zu beendigen, müssen doch die Menüs Acquire und
dann Stop After aufgerufen werden.)

Limit Test Condition Met (side) setzt die Signalerfassung solange fort, bis das
Meßsignal die Grenzwerte überschreitet, die unter Limit Test spezifiziert wurden.
Danach bricht die Signalerfassung ab. Über die Wahlmöglichkeiten des Haupt-
menüs Limit Test Setup lassen sich noch weitere Maßnahmen spezifizieren, die
das Oszilloskop im Anschluß an einen solchen Abbruch durchführen soll.

HINWEIS. Das Digitaloszilloskop bricht die Datenerfassung nach Erfüllung der


Bedingungen des Limit Test nur dann ab, wenn im Hauptmenü Limit Test Setup
die Vorgabe Limit Test = ON gewählt wurde.

Es sind noch einige weitere Schritte erforderlich, um eine Prüfung auf Grenz-
werte zu veranlassen. Siehe die Angaben unter Grenzwerte prüfen, Seite 3–41.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–33
Erfassungsmodi

3–34 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Flankentriggerung

Ein Flankentrigger-Ereignis liegt vor, wenn das Signal der Triggerquelle einen
spezifizierten Spannungspegel (den Triggerpegel) in einer spezifizierten
Richtung (der Triggerflanke) durchläuft. Die meisten Messungen werden mit
Flankentriggerung durchgeführt. Der folgende Abschnitt beschreibt deren
Einsatzmöglichkeiten. Er erläutert auch die zweckmäßige Wahl der Triggermodi,
Auto oder Normal, für alle Triggertypen.

Status der Flankentriggerung prüfen


Mit Hilfe der Triggeranzeige läßt sich schnell feststellen, ob Flankentriggerung
gewählt wurde. In diesem Fall gibt nämlich die Triggeranzeige die Triggerquelle,
die Triggerflanke und den Triggerpegel an (siehe die Abbildung 3–15).

Hauptzeitbasis Zeit/div Triggerquelle für Haupttriggerflanke =


Math-Signal = Ch1 ansteigende Flanke
Hauptzeitbasis Haupttriggerpegel

Abbildung 3–15: Anzeigen der Flankentriggerung

Der Triggerstatus läßt sich mit Hilfe der Statusleuchten TRIG’D, READY und
ARM im Triggereinstellbereich überprüfen (siehe die Abbildung 3–18):
H TRIG’D leuchtet, wenn das Digitaloszilloskop einen gültigen Trigger
erkannt hat und noch den Posttrigger-Teil des Signalverlaufs aufnimmt.
H READY leuchtet, wenn das Digitaloszilloskop ein gültiges Triggerereignis
verarbeiten kann und dieses erwartet.
H ARM leuchtet, während die Triggersteuerung den Pretrigger-Teil des
Signalverlaufs aufnimmt.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–35
Flankentriggerung

H Wenn sowohl TRIG’D als auch READY leuchten, hat das Digitaloszilloskop
einen gültigen Haupttrigger erkannt und wartet noch auf die verzögerte Trig-
gerung. Nach Eingang des Auslösers für den verzögerten Trigger nimmt es
noch den Posttrigger-Teil des verzögerten Signalverlaufs auf.
H Wenn alle Leuchten ARM, TRIG’D und READY dunkel sind, ist der Digita-
lisierer gestoppt.
Im Aufzeichnungsschema am oberen Bildschirmrand läßt sich feststellen, wo
sich der Triggerpunkt in der Signalaufzeichnung und in der Anzeige befindet
(siehe die Abbildung 3–16).
Die grafischen Indikatoren für Triggerposition und Triggerpegel, die wahlweise
angezeigt werden, geben den Triggerpunkt und den Triggerpegel in der Darstel-
lung des Signalverlaufs an. Die Abbildung 3–16 gibt den Indikator der Trigger-
position und den kurzen Triggerpegelbalken wieder. Siehe weitere Angaben
hierzu unter Optionen der Bildschirmdarstellung wählen auf Seite 3–4.

Triggerposition bezogen auf


die Darstellung und den
Signaldatensatz.
Indikator für den Triggerpunkt,
bezeichnet die Triggerposition
im Signaldatensatz.

Triggerbalken, bezeichnet den


Triggerpegel im Signaldatensatz.

Abbildung 3–16: Anzeigen des Aufzeichnungsschemas, der Triggerposition und


des Triggerpegelbalkens

3–36 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Flankentriggerung

Flankentriggerung wählen
Im Menü Edge Trigger sind die Flankentriggerung zu wählen und die folgenden
Einstellungen für Quelle, Kopplung, Flanke, Pegel, Modus und Holdoff der
Triggerung vorzunehmen.
Die Tasteneingaben TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Edge (pop-up) rufen
das Menü Edge Trigger auf (siehe die Abbildung 3–17).

Triggerquelle wählen Die Triggerquelle ist wie folgt zu wählen:


Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Edge (pop-up) ➞
Source (main) ➞ Ch1, Ch2, Ch3, Ch4, AC Line oder Auxiliary (side)
drücken.

Abbildung 3–17: Menü Main Trigger – Edge Type

Kopplung spezifizieren Zur Einstellung der gewünschten Kopplung die Tasten TRIGGER MENU ➞
Type (main) ➞ Edge (pop-up) ➞ Coupling (main) ➞ DC, AC, HF Rej, LF Rej
oder Noise Rej (side) drücken.

HINWEIS. Bei Wahl der Triggerquelle Auxiliary müssen die Koppelarten DC oder
HF Rej vorgegeben werden.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–37
Flankentriggerung

DC gibt das Eingangssignal vollständig weiter. Die Triggerschaltung muß also


sowohl dessen AC- als auch die DC-Komponenten verarbeiten.
AC läßt nur die Wechselstromkomponenten des Eingangssignals durch (über
30 Hz). Diese Kopplung unterdrückt die DC-Komponente des Triggersignals.
HF Rej unterdrückt hochfrequente Anteile im Triggersignal. Es können sich also
nur niederfrequente Anteile auf die Triggerung auswirken. Die Hochfrequenzun-
terdrückung bedämpft Signale über 30 kHz.
LF Rej bewirkt das Gegenteil der Hochfrequenzunterdrückung. Die Niederfre-
quenzunterdrückung bedämpft Signale unter 80 kHz.
Noise Rej ergibt eine geringere Empfindlichkeit. Diese Kopplung erfordert eine
größere Signalamplitude für eine stabile Triggerung und verringert so die
Wahrscheinlichkeit einer Fehltriggerung durch Störsignale.

Flanke einstellen Zur Einstellung der Flanke, bei der die Flankentriggerung erfolgen soll:
1. Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Edge (pop-up) ➞
Slope (main) drücken.
2. Im Seitenmenü ist die ansteigende oder die fallende Flanke zu wählen.

Pegel einstellen Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Edge (pop-up) ➞
Level (main) ➞ Level, Set to TTL, Set to ECL oder Set to 50% (side) drücken.
Nach der Vorgabe Level kann der Triggerpegel mit dem Mehrzweckknopf oder
über das Tastenfeld eingegeben werden. (Der Pegel läßt sich auch mit dem
Drehknopf MAIN LEVEL ändern.)
Set to TTL gibt einen festen Triggerpegel von +1,4 V vor.
Set to ECL gibt einen festen Triggerpegel von –1,3 V vor.

HINWEIS. Bei einer Einstellung der Vertikalskala (V/div) auf unter 200 mV senkt
das Oszilloskop die Triggerpegel für Set to TTL oder Set to ECL auf niedrigere
als die TTL- bzw. ECL-Standardpegel ab. Der Bereich der Triggerpegel ist
nämlich fest auf +12 Skalenteile gegen die Mittelachse begrenzt. Bei 100 mV
(dem nächstkleineren Maßstab nach 200 mV) beträgt der Triggerbereich noch
+1,2 V, und dies liegt unter den typischen TTL- (+1,4 V) bzw. ECL-Pegeln
(–1,3 V).

Set to 50% gibt einen Triggerpegel in Höhe von etwa 50% der Scheitelamplitude
des Signals der Triggerquelle vor.

3–38 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Flankentriggerung

Modus und Holdoff Zur Einstellung des Triggermodus und Vorgabe einer Holdoffzeit:
einstellen
1. Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Mode & Holdoff (main) ➞ Auto oder
Normal (side) drücken. Die Triggermodi haben die folgende Wirkung:
H Im Modus Auto nimmt das Oszilloskop nach einer spezifischen
Wartezeit ein Signal auch dann auf, wenn kein Trigger erfolgt ist. Die
Dauer der Wartezeit hängt von der Einstellung der Zeitbasis ab.
H Im Modus Normal löst nur ein gültiger Trigger die Signalerfassung
durch das Oszilloskop aus.
2. Nach Drücken der Taste Holdoff (side) kann die Holdoffzeit geändert
werden. Den gewünschten Wert, in %, mit Hilfe des Mehrzweckknopfs oder
des Tastenfeldes eingeben.
Zur Eingabe eines größeren Wertes mit Hilfe des Mehrzweckknopfs ist vorzugs-
weise zuvor die Taste SHIFT zu drücken. Wenn nämlich die Leuchte neben der
Taste SHIFT leuchtet und oben rechts in der Anzeige die Angabe Coarse
Knobs erscheint, lassen sich mit dem Mehrzweckknopf Änderungen deutlich
schneller vornehmen.
Bei Änderungen in der Ablenkgeschwindigkeit s/div der Hauptzeitbasis springt
der Holdoff automatisch auf 0% zurück. Dies gilt jedoch nicht bei Änderungen
der Ablenkgeschwindigkeit s/div nur der verzögerten Zeitbasis (das heißt
Intensified oder Delayed Only).

Trigger erzwingen Mit der Taste FORCE TRIG in der Frontplatte kann eine Signalerfassung durch
das Oszilloskop unmittelbar ausgelöst werden, auch ohne daß ein Triggerereignis
eingetreten ist.

Einzeltriggerung Die Tasteneingabe SHIFT FORCE TRIG bewirkt, daß das Oszilloskop durch
das nächstfolgende gültige Triggerereignis ausgelöst wird und danach stoppt.
Jede Sequenz der Signalerfassung ist dann mit der Taste RUN/STOP einzeln
auszulösen.

Triggerung über die Mit den Triggertasten und dem Triggerknopf lassen sich schnell Triggerpegel
Frontplatte einstellen oder Auslöser setzen (siehe die Abbildung 3–18). Für alle Trigger-
typen sind die folgenden Bedienelemente zu verwenden, soweit nicht anders
angegeben.

MAIN LEVEL. Mit dem Drehknopf MAIN LEVEL (Hauptpegel) kann der
Triggerpegel von Hand gesetzt werden. Mit diesem Knopf läßt sich der
Triggerpegel (bzw. der Schwellwert) unabhängig vom jeweils dargestellten
Menü und auch außerhalb von Menüs einstellen.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–39
Flankentriggerung

Set Level to 50%. Die Taste SET LEVEL TO 50% bewirkt eine schnelle Flan-
kentriggerung. Das Oszilloskop setzt hierbei den Triggerpegel auf die halbe
Amplitude zwischen den Scheitelwerten des Triggersignals. Beim Triggertyp
Video ist die Taste Set Level to 50% unwirksam.
Der Drehknopf MAIN LEVEL und die Menüpositionen betreffen jedoch nur den
Haupttriggerpegel. Der verzögerte Triggerpegel läßt sich nur über die Position
Level im Menü Delayed Trigger ändern.

Force Trigger. Mit der Taste FORCE TRIG in der Frontplatte kann eine Signal-
erfassung durch das Oszilloskop unmittelbar ausgelöst werden, auch ohne daß
ein Triggerereignis eingetreten ist.

Single Trigger. Die Tasteneingabe SHIFT FORCE TRIG bewirkt, daß das Oszil-
loskop durch das nächstfolgende gültige Triggerereignis ausgelöst wird und
danach stoppt. Jede Sequenz der Signalerfassung ist dann mit der Taste
RUN/STOP einzeln auszulösen.

Anzeigeleuchten für den


Triggerstatus

Abbildung 3–18: Bedienelemente und Statusleuchten zum TRIGGER

3–40 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Grenzwerte prüfen

Die Grenzwertprüfung vergleicht automatisch jedes eingehende oder berechnete


(math, nur bei TDS 510A) Signal gegen eine Toleranzmaske. Man gibt hierbei
eine Hüllkurve von Grenzwerten zu einem bestimmten Signal vor und läßt das
Digitaloszilloskop alle Signale ermitteln, die diese Grenzwerte überschreiten
(siehe die Abbildung 3–19). Das Digitaloszilloskop kann, wenn es ein solches
Signal feststellt, eine Hardcopy ausgeben, eine Glocke auslösen, den Betrieb
abbrechen und auf eine Bedienereingabe warten oder mehrere dieser Maßnahmen
beliebig kombinieren. Der folgende Abschnitt beschreibt den Einsatz der
Grenzwertprüfung.

Abbildung 3–19: Vergleich eines Signals mit einer Toleranzmaske

Toleranzmaske erstellen
Um eine Toleranzmaske mit Hilfe eines eingehenden oder eines gespeicherten
Signals zu erstellen, ist zunächst die Signalquelle zu wählen:
1. Die Taste SHIFT ACQUIRE MENU ruft das Menü Acquire auf, zu dem
auch die Grenzwertprüfung gehört.
2. Die Tasten Create Limit Test Template (main) ➞ Template Source
(side) ➞ Ch1, Ch2, Ch3, Ch4, Math1, Math2, Math3, Ref1, Ref2, Ref3
oder Ref4 (side) drücken.

HINWEIS. Die Maske erhält glattere Ränder, wenn das Sollsignal im Erfassung-
smodus Average aufgenommen wird.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–41
Grenzwerte prüfen

Nach der Wahl der Signalquelle muß der Ablageort der Maske bestimmt
werden.
3. Die Tasten Template Destination (side) ➞ Ref1, Ref2, Ref3 oder Ref4
drücken.

Abbildung 3–20: Menü Acquire – Create Limit Test Template

Jetzt ist die Hüllkurve durch Angabe der zulässigen Schwankungsbreite


gegenüber dem Sollsignal zu spezifizieren. Toleranzen werden als Bruchteile
von Rasterteilungen angegeben. Sie bezeichnen die zulässige Abweichung
des eingehenden Signals gegenüber dem Sollsignal und damit die
Grenzwerte der Grenzwertprüfung.
4. Die Taste V Limit (side) drücken. Hier ist der Wert der Vertikaltoleranz
(Spannung) einzugeben.
5. Die Taste H Limit (side) drücken. Hier ist der Wert der Horizontaltoleranz
(Zeit) einzugeben.
6. Wenn die Toleranzmaske in der gewünschten Form eingegeben ist, die Taste
OK Store Template (side) drücken. Damit ist die Toleranzmaske
eingerichtet.
Die Taste MORE ruft die Darstellung der eingegebenen Toleranzmaske auf
dem Bildschirm auf. Danach die Taste drücken, die dem verwendeten
Ablageort der Maske im Referenzspeicher entspricht.

3–42 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Grenzwerte prüfen

HINWEIS. Nach dem Aufruf der Grenzwertprüfung erscheint die Toleranzmaske


halbschwarz, so daß das Istsignal innerhalb der Maske sichtbar ist. Bei
abgeschalteter Grenzwertprüfung ist die Anzeigeart Dots zu verwenden (siehe die
Beschreibung der Anzeigearten auf Seite 3–3).

Signalquelle für die Auf die folgende Weise ist der Kanal zu spezifizieren, der die Signale erfassen
Grenzwertprüfung wählen soll, die auf Einhaltung der Toleranzmaske geprüft werden sollen:
1. Die Tasten SHIFT ACQUIRE MENU ➞ Limit Test Sources (main) ➞
Compare Ch1 to, Compare Ch2 to, Compare Ch3 to bzw. Compare Ch4
to (side) drücken. Beim TDS 510A kann auch Compare Math1 to,
Compare Math2 to oder Compare Math3 to (side) gewählt werden.
2. Nach der Wahl eines der Kanäle im Seitenmenü als Signalquelle die gleiche
Seitenmenütaste drücken, um den Referenzspeicher aufzurufen, in dem die
Toleranzmaske abgelegt wurde.
Die Taste None läßt die Grenzwertprüfung für den spezifizierten Kanal
abbrechen.

Reaktion der Auf die folgende Weise ist die Reaktion zu spezifizieren, die bei einer Über-
Grenzwertprüfung schreitung der Toleranzmaske durch das erfaßte Signal erfolgen soll:
spezifizieren
1. Die Tasteneingabe SHIFT ACQUIRE MENU ➞ Limit Test Setup (main)
ruft ein Seitenmenü mit möglichen Maßnahmen auf.
2. Der Seitenmenütext, der der gewünschten Maßnahme entspricht, muß die
Angabe ON enthalten:
H Um eine Hardcopy ausgeben zu lassen, wenn das Signal die Toleranz-
maske überschreitet, die Option Hardcopy if Condition Met (side) auf
ON setzen. (Es muß unbedingt auch das Hardcopy-System entsprechend
eingerichtet werden. Siehe nähere Angaben hierzu unter Hardcopy auf
Seite 3–45.)
H Falls eine Glocke ausgelöst werden soll, wenn das Signal die Toleranz-
maske überschreitet, ist die Option Ring Bell if Condition Met (side)
auf ON zu setzen.
H Um das Digitaloszilloskop seinen Betrieb einstellen zu lassen, wenn das
Signal die Toleranzmaske überschreitet, muß die Option Stop After
Limit Test Condition Met (side) auf ON gesetzt werden.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–43
Grenzwerte prüfen

HINWEIS. Die Taste mit dem Menütext Stop After Limit Test Condition Met
entspricht der Menüposition Limit Test Condition Met im Hauptmenü Stop After.
Diese Angabe kann zwar im Menü Limit Test Setup auf On gesetzt, aber nicht
wieder zurückgesetzt werden. Um die Angabe Off zu setzen, ist die Taste Stop
After zu drücken und eine der anderen Optionen des Seitenmenüs Stop After zu
spezifizieren.

Grenzwertprüfung aktivieren:
3. Die Taste Limit Test (side) drücken. Die Angabe wechselt zu ON.

Prüfung von Bei der Prüfung von Einzelsignalen gegen Einzelmasken sind die folgenden
Einzelsignalen Betriebsmerkmale zu berücksichtigen:
H Das Signal wird horizontal so verschoben, daß der erste Abtastpunkt in der
Signalaufzeichnung, der die Toleranzmaske überschreitet, in der Bildschirm-
mitte zu liegen kommt.
H Die Position der Toleranzmaske folgt der Position des Eingangssignals.

Prüfung von Bei der Prüfung von Mehrfachsignalen sind die folgenden Betriebsmerkmale zu
Mehrfachsignalen berücksichtigen:
H Im Seitenmenü Zoom die Angabe Horizontal Lock auf None setzen (die
Taste ZOOM drücken und mit der Taste Horizontal Lock die Angabe None
aufrufen).
H In der hier beschriebenen Form der Horizontalverriegelung verschiebt das
Oszilloskop die einzelnen Signalverläufe horizontal so, daß der erste
Abtastpunkt in der Signalaufzeichnung, der die Toleranzmaske überschreitet,
in der Bildschirmmitte zu liegen kommt.
H Bei einer Prüfung der einzelnen Signale gegen jeweils eine eigene Maske
folgt deren Position jeweils der Position des betreffenden Signals.
H Bei einer Prüfung von zwei oder mehr Signalen gegen eine gemeinsame
Toleranzmaske folgt diese der Position des fehlerhaften Signals. Wenn sich
im gleichen Erfassungszyklus mehrere Signale als fehlerhaft erweisen, folgt
die Toleranzmaske der Position des Signals mit der höchsten Kanalnummer.
So hat beispielsweise CH 2 Vorrang gegenüber CH 1.

3–44 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Hardcopy

Die Einrichtung Hardcopy kann Kopien der Bildschirmanzeige des Digitaloszil-


loskops ausgeben. Der folgende Abschnitt gibt die Hardcopyformate an und
beschreibt, wie die Ausgabe einer Hardcopy einzurichten und auszulösen ist.

Unterstützte Formate
Die verschiedenen Geräte zur Ausgabe von Hardcopies arbeiten mit unterschied-
lichen Formaten. Das Digitaloszilloskop unterstützt die folgenden Formate:
H Tintenstrahldrucker HP Thinkjet
H Tintenstrahldrucker HP Deskjet
H Laserdrucker HP Laserjet
H Tragbarer Thermodrucker Seiko DPU 411/412
H HPGL Color Plot
H EpsonR
H InterleafR
H Tag Image File Format (TIFFR)
H PC PaintbrushR (PCXR)
H Dateiformat Microsoft WindowsR (BMPR)
H Encapsulated PostscriptR (Image, Mono Plot und Color Plot)
Einige Formate, vor allem Interleaf, Postscript, TIFF, PCX, BMP und HPGL,
sind mit verschiedenen DTP-Programmpaketen (Desktop publishing) kompati-
bel. Bei Verwendung eines dieser DTP-Systeme lassen sich Dateien, die
Oszillokopdarstellungen enthalten, direkt in Dokumente einsetzen.
Die EPS-Formate Mono und Color sind mit dem Farbdrucker Tektronix Phaser
Color Printer kompatibel, HPGL ist kompatibel mit dem Plotter Tektronix
HC100, und Epson ist mit dem Drucker Tektronix HC200 kompatibel.

Einstellungen zur Hardcopyausgabe


Damit eine Hardcopy ausgegeben werden kann, müssen die Parameter der
Kommunikation und der Hardcopy eingestellt werden. In der folgenden

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–45
Hardcopy

Beschreibung wird unterstellt, daß das Hardcopygerät bereits an das GPIB-Port


an der Rückwand des Oszilloskops angeschlossen ist.

Kommunikations- Zur Einstellung der Kommunikationsparameter für die Ausgabe an einen


parameter einstellen Drucker, der direkt an das GPIB-Port des Oszilloskops angeschlossen ist:
1. Die Tasten SHIFT UTILITY ➞ System (main) ➞ I/O (pop-up) ➞
Configure (main) drücken (siehe die Abbildung 3–21).
2. Die Taste Hardcopy (Talk Only) (side) drücken.

Abbildung 3–21: Menü Utility – System I/O

Hardcopyparameter Zur Spezifizierung von Format und Layout der Hardcopy und des Ports für die
einstellen Hardcopyausgabe:
1. Die Taste SHIFT HARDCOPY MENU drücken.

2. Die Tasten Format (main) ➞ Thinkjet, Deskjet, Laserjet, Epson,


DPU-411, DPU-412, PCX, TIFF, BMP, EPS Image, EPS Mono, EPS
Color (EPS bedeutet Encapsulated Postscript), Interleaf oder HPGL (side)
drücken. (Die Taste –more– (side) ruft weitere mögliche Formate auf.)
3. Die Tasten SHIFT HARDCOPY MENU ➞ Layout (main) ➞ Landscape
oder Portrait (side) (Quer- bzw. Hochformat) drücken.

3–46 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Hardcopy

4. Durch die Tasteneingabe SHIFT HARDCOPY MENU ➞ Port (main) den


Kanal spezifizieren, über den die Hardcopy ausgegeben werden soll. Es
stehen vier Hardcopyports zur Wahl: GPIB, RS-232, Centronics oder File.

Hardcopy mit Datum und Auf die folgnde Weise erhält die Hardcopy eine Angabe von Datum und Uhrzeit:
Uhrzeit kennzeichnen
1. Die Tasten DISPLAY ➞ Readout Options (main) ➞ Display Date and
Time (side) drücken und die Einstellung auf On setzen.
2. Falls Datum und Uhrzeit noch nicht eingestellt wurden, erscheint eine
entsprechende Meldung. Dann nicht die folgenden Schritte 3 und 4, sondern
zunächst Schritt 1 von Datum und Uhrzeit einstellen hier anschließend
ausführen. Danach diese Prozedur wiederholen.
3. Mit der Taste Clear Menu das Menü aus der Anzeige löschen, damit diese
das Datum und die Uhrzeit wiedergeben kann. Siehe die Abbildung 3–22.
(Bei der Ausgabe von Menüs verschwinden das Datum und die Uhrzeit vom
Bildschirm.)
4. Die Taste HARDCOPY läßt die Hardcopy mit Datum und Uhrzeit
ausgeben.

Datum und Uhrzeit Auf die folgende Weise sind Datum und Uhrzeit in das Oszilloskop einzugeben:
einstellen
1. Die Tasten SHIFT UTILITY ➞ Config (pop-up) ➞ Set Date &
Time (main) ➞ Year, Day Month, Hour bzw. Minute drücken.

Anzeige von Datum und Uhrzeit

Abbildung 3–22: Anzeige des Datums und der Uhrzeit

2. Mit dem Mehrzweckknopf den gewünschten Wert für den jeweils gewählten
Parameter eingeben.
3. Die Schritte 1 und 2 nach Bedarf für weitere Parameter wiederholen.
4. Mit Betätigung der Taste OK Enter Date/Time (side) werden die neuen
Einstellungen wirksam. Die Zeitangabe der Sekunden springt auf Null.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–47
Hardcopy

5. Nach Betätigung der Taste CLEAR MENU wird die Zeitangabe mit den
neuen Einstellungen auf dem Bildschirm sichtbar.

Hardcopy von einem Die Ausgabe einer Hardcopy ist wie folgt durchzuführen.
Hardcopygerät direkt
ausgeben lassen An ein Hardcopygerät anschließen. Zum Aufbau einer Verbindung zwischen dem
Digitaloszilloskop und einem Hardcopygerät muß festgestellt werden, mit wel-
cher Schnittstelle und welchem Kabel dieses Gerät arbeitet. Dann die entspre-
chende Anschaltung vornehmen. (Siehe die Abbildung 3–23.)

Hardcopy-Gerät
Digitaloszilloskop

Kabel für GPIB-,


RS-232- oder
Centronics-
Schnittstelle

Abbildung 3–23: Anschluß des Digitaloszilloskops direkt an das Hardcopygerät

Drucken. Die Taste HARDCOPY läßt eine einzelne Hardcopy ausgeben bzw.
überträgt weitere Hardcopies an den Spooler des Digitaloszilloskops (Warte-
schlange), während der Drucker noch frühere Hardcopies ausgibt.

Abbruch. Die Ausgabe einer Hardcopy wird abgebrochen, wenn die Taste
HARDCOPY nochmals gedrückt wird, solange auf dem Bildschirm noch die
Meldung “Hardcopy in process” sichtbar ist.

Aufnahme in den Spooler. Um weitere Hardcopies in den Spooler zu laden, ist die
Taste HARDCOPY zu drücken, nachdem die Meldung „Hardcopy in process“
vom Bildschirm verschwunden ist.
Der Spooler kann so lange weitere Hardcopies aufnehmen, bis er voll belegt ist.
Es kann also vorkommen, daß die Meldung „Hardcopy in Process – Press
HARDCOPY to abort“ bei Aufnahme einer weiteren Hardcopy nicht mehr vom
Bildschirm verschwindet. Wenn dann die Warteschlange des Spoolers wieder
ausreichend abgearbeitet ist, übernimmt sie zunächst den etwa noch fehlenden
Rest der angeforderten Hardcopy und löscht dann diese Meldung.

Spooler löschen. Die Tasteneingabe SHIFT ➞ HARDCOPY MENU ➞ Clear


Spool (main) ➞ OK Confirm Clear Spool (side) läßt sämtliche Hardcopies aus
dem Spooler löschen.

3–48 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Hardcopy

Der Spooler des Oszilloskops nutzt den gesamten nicht belegten RAM-Speicher
für die Ablage von Hardcopies. Damit ist seine Größe variabel. Die Anzahl der
Hardcopies, die der Spooler aufnehmen kann, hängt von drei Variablen ab:
H Größe des freien RAM-Speichers
H Gewähltes Hardcopyformat
H Komplexität der Darstellung

Auf Diskette speichern Auf die folgende Weise lassen sich Hardcopies auf einer Diskette speichern
(siehe die Angaben zum Dateisystem auf Seite 3–17):
1. Die Kommunikations- und Hardwareparameter des Digitaloszilloskops
gemäß Angabe unter Einstellungen zur Hardcopyausgabe auf Seite 3–45
einstellen.
2. Eine formatierte Diskette von 720 kByte oder 1,44 MByte in den Lauf-
werksschlitz des Digitaloszilloskops einführen.

HINWEIS. Siehe die Angaben über die Formatierung von Disketten, die Löschung
und Umbenennung von Dateien und die Verwendung des Überschreibschutzes
und von Platzhalterzeichen auf Seite 3–17.

3. Die Tasteneingaben SHIFT ➞ HARDCOPY MENU ➞ Port (main) ➞ File


(side) spezifizieren, daß eine Hardcopy in eine Diskettendatei ausgegeben
werden soll. Es erscheinen dann die Dateiliste und der zugehörige Durchlauf-
balken.
4. Den Durchlaufbalken mit Hilfe des Mehrzweckknopfes auf den Namen der
Datei setzen, die die Hardcopy aufnehmen soll.

HINWEIS. Beim Einschalten legt das Digitaloszilloskop die „Platzhalter“-


Datei TEK?????.FMT für die Ablage von Hardcopies an, wobei die Angabe
„.FMT“ durch das jeweils gewählte Hardcopyformat ersetzt wird. Wenn nach
Anwahl dieser Datei die Taste Hardcopy gedrückt wird, geht die Hardcopy an
eine eigene Datei mit eigenem, fortlaufend numeriertem Namen. So speichert das
Digitaloszilloskop beispielsweise die erste Hardcopy in der Datei
[Link], die zweite unter [Link], und so weiter.

5. Die Bildschirmdarstellung so einrichten, daß die Hardcopy alle gewünschten


Angaben enthält.
6. Die Taste HARDCOPY läßt die Hardcopy in die angebenene Datei
übertragen.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–49
Hardcopy

Druckausgabe durch Hier sind Hardcopies auf die folgende Weise anzufordern.
einen Controller steuern
lassen An ein Hardcopygerät anschließen. Zur Anschaltung an einen Controller, mit zwei
Ports zwischen dem Digitaloszilloskop und dem Hardcopygerät, sind der
GPIB-Steckverbinder des Digitaloszilloskops (Rückwand) mit dem GPIB-Port
des Controllers und das Port RS-232 oder Centronics des Controllers mit dem
Hardcopygerät zu verbinden (siehe die Abbildung 3–24). Über das GPIB-Port ist
die Ausgabe der Hardcopy vom Digitaloszilloskop ferngesteuert anzufordern und
abzunehmen. Das Port RS-232 bzw. Centronics des Controllers leitet die Daten
an den Drucker weiter.

Hardcopy-Gerät
Digitaloszilloskop

PC oder kompatibel

Kabel für Centronics-


GPIB-Kabel oder
RS-232-Schnittstelle

Abbildung 3–24: Anschaltung des Digitaloszilloskops und des Hardcopygeräts über


einen PC

Drucken. Bei Controllern, die PC-kompatibel sind und mit dem GPIB-Paket
Tektronix GURU oder S3FG210 (National Instruments GPIB-PCII/IIA) arbeiten,
ist die Hardcopyausgabe wie folgt anzufordern:
1. Mit dem MS-DOS-Befehl cd das Verzeichnis aufrufen, das die zur
GPIB-Baugruppe mitgelieferte Software enthält. Wurde beispielsweise die
Software im Verzeichnis GPIB-PC installiert, so ist cd GPIB-PC
einzugeben.
2. Das IBIC-Das Programm aufrufen, das zur GPIB-Baugruppe mitgeliefert
wurde. Dann IBIC eingeben.
3. IBFIND DEV1 eingeben. Hierbei ist für „DEV1“ der Name des Digitalos-
zilloskops einzusetzen, der mit dem zur GPIB-Baugruppe mitgelieferten
Programm [Link] definiert wurde.

3–50 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Hardcopy

HINWEIS. Wenn ein anderer Name definiert wurde, ist dieser für „DEV1“
einzusetzen. Es muß auch beachtet werden, daß die im Programm [Link]
eingestellte Geräteadresse des Digitaloszilloskops mit der Adresse übereinstimmen
muß, unter der das Digitaloszilloskop im Menü Utility zu erreichen ist (typische
Adresse: „1“).
Einige Hardcopyformate können dazu führen, daß der Controller wegen Zeit-
überschreitung abbricht. Es muß dann die Zeitgrenze in der Software des
Controllers erhöht werden.

4. IBWRT “HARDCOPY START” eingeben.

HINWEIS. Dieser Schritt führt zu einer Fehlermeldung, wenn das Menü Utility
des Digitaloszilloskops nicht auf Talk/Listen, sondern auf Hardcopy
(Talk Only) eingestellt wurde. Unter Einstellungen zur Hardcopyausgabe auf
Seite 3–45 wurde beschrieben, wie die Einstellungen im Menü Utility des
Digitaloszilloskops vorzunehmen sind.

5. IBRDF <Dateiname> eingeben, wobei <Filename> einen gültigen DOS-


Dateinamen bezeichnet, unter dem die Daten der Hardcopy abgelegt werden
sollen. Der Name sollv8 Zeichen lang sein und eine Erweiterung von bis zu
3 Zeichen besitzen. Die Eingabe könnte beispielsweise lauten
„ibrdf screen1.“
6. Das IBIC-Program durch die Eingabe EXIT beenden.
7. Die Daten aus der Datei in das Hardcopygerät kopieren lassen. Hierzu
folgendes eingeben:
COPY <Dateiname> <Ausgangsport> </B> wobei einzusetzen sind:
<Dateiname> – der in Schritt 5 definierte Name.
<Ausgangsport> – das Ausgangsport des PC, an das das Hardcopygerät
angeschlossen ist (zum Beispiel LPT1 oder LPT2).
Die folgende Eingabe läßt beispielsweise eine Datei mit dem Namen screen1
an einen Drucker ausgeben (ausdrucken), der an das Port lpt1 angeschlossen
ist: „copy screen1 lpt1: /B“.
Das Hardcopygerät muß daraufhin eine Bildschirmdarstellung des Digitaloszil-
loskops ausgeben.

HINWEIS. Für die Übertragung von Hardcopydateien über ein Computernetz ist
ein binärer (8-Bit) Datenpfad zu verwenden.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–51
Hardcopy

3–52 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Hilfe aufrufen

Die Online-Hilfe gibt kurze Erläuterungen zu den einzelnen Bedienelementen


des Digitaloszilloskops aus.
Aufruf der Online-Hilfe:
Die Taste HELP löst die Ausgabe von Hilfe-Informationen zu allen Tasten oder
Drehknöpfen der Frontplatte und zu allen Menüpositionen aus (siehe die
Abbildung 3–25).
Anschließend führt die gleiche Taste HELP wieder in den Normalbetrieb zurück.
Solange sich das Oszilloskop noch im Hilfe-Modus befindet, bewirkt jede
Betätigung einer Taste (mit Ausnahme von HELP oder SHIFT), eines Dreh-
knopfs oder einer Menütaste die Ausgabe eines Hilfe-Texts zu dem betreffenden
Bedienelement auf dem Bildschirm.
Online-Hilfe ist auch zu allen Menüeinstellungen verfügbar, die bei Betätigung
der Taste HELP etwa auf dem Bildschirm sichtbar sind. Es ist nicht möglich, im
Hilfe-Modus Angaben zu Menüpositionen anzufordern, die nicht sichtbar sind.
Es müssen dann zunächst der Hilfe-Modus verlassen, die gewünschten Menüpo-
sitionen aufgerufen und danach erneut der Hilfe-Modus angefordert werden.

Abbildung 3–25: Allgemeiner Hilfe-Bildschirmtext

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–53
Hilfe aufrufen

3–54 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Horizontalsteuerung

Mit dem Menü und den Drehknöpfen der Horizontalsteuerung läßt sich die
horizontale Formatierung (die Zeitbasis) der Anzeige einstellen. Der folgende
Abschnitt beschreibt die Verwendung dieses Menüs und dieser Knöpfe.

Horizontalstatus prüfen
Aus dem Aufzeichnungsschema lassen sich die Größe und die Lage der
Signalaufzeichnung und die relative Lage des Triggers in der Anzeige ablesen.
(Siehe die Abbildung 3–26.) Die Zeitbasisanzeige gibt die Einstellung der
Ablenkgeschwindigkeit (Zeit/div) und die Zeitbasis an, für die diese gilt
(Hauptzeitbasis oder verzögerte Zeitbasis). (Siehe die Abbildung 3–26.) Da für
alle eingehenden Signale die gleiche Zeitbasis gelten muß, gibt das Digitaloszil-
loskop für sämtliche aktiven Kanäle nur einen Wert wieder.

Datensatzschema

Zeitbasisanzeige

Abbildung 3–26: Aufzeichnungsschema und Zeitbasisanzeige

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–55
Horizontalsteuerung

Horizontalskala und -position einstellen


Im Digitaloszilloskop lassen sich die horizontale Position und die Skala sowohl
über Drehknöpfe in der Frontplatte als auch über das Menü Horizontal einstellen.
Der folgende Abschnitt beschreibt die beide Möglichkeiten zur Einstellung der
Signalstrahlspuren auf dem Bildschirm.
Durch Ändern der Horizontalskala läßt sich ein bestimmter Teil eines Signals
auswählen. Das Ändern der Horizontalposition verschiebt das Signal nach links
oder rechts.

HINWEIS. Wenn der externe Takt (nur bei TDS 400A) freigegeben und der Zoom
gesperrt ist, beträgt die Horizontalskala fest 50 c (das heißt 50 Taktimpulse/div),
und der Einstellknopf für die Horizontal SCALE ist unwirksam.

Skala und Position horizontal lassen sich wie folgt einstellen:


1. Die Horizontaleinstellknöpfe SCALE und POSITION verstellen (siehe die
Abbildung 3–27).
2. Die Taste SHIFT betätigen, wenn der Knopf POSITION deutlich schnellere
Änderungen ergeben soll.
Bei einer Einstellung des Horizontaldrehknopfs SCALE und anschließender
Wahl eines Kanals gilt die betreffende Ablenkgeschwindigkeit gleichzeitig für
sämtliche dargestellten Kanäle. Wird aber ein berechnetes (Math) oder ein
Referenzsignal gewählt, so bezieht sich die Skalierung nur auf dieses.

Abbildung 3–27: Bedienelemente der Horizontalsteuerung

3–56 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Horizontalsteuerung

Eine Einstellung des Horizontaldrehknopfs POSITION gilt bei anschließender


Wahl eines Kanals für alle gleichzeitig dargestellten Kanal-, Referenz- und
berechneten Signale, sofern die Horizontalverriegelung (Horizontal Lock) im
Menü Zoom auf „All“ gesetzt wurde. Siehe weitere Angaben zum Zoom auf
Seite 3–161.

Horizontalparameter ändern
Um die Datensatzlänge einzustellen, den Trigger zu positionieren oder die
Position oder Skala zu ändern, ist das Menü Horizontal aufzurufen. In diesem
Menü kann auch gewählt werden, ob die Hauptzeitbasis oder die verzögerte
Zeitbasis für die Signalerfassung eingesetzt werden soll.

Triggerposition Über das Menü Trigger Position läßt sich definieren, welcher Umfang der
Aufzeichnung jeweils auf die Pretrigger- und Posttriggerteile entfallen soll:
Die Tasten HORIZONTAL MENU ➞ Trigger Position (main) ➞ Set to 10%,
Set to 50% oder Set to 90% (side) drücken, oder die Taste Pretrigger (side)
drücken und dann den Wert mit Hilfe des Mehrzweckknopfes ändern.

Datensatzlänge Die Datensatzlänge definiert die Anzahl der Punkte, aus denen die Signalauf-
zeichnung bestehen wird. Diese Länge ist wie folgt einzustellen:
1. Die Tasten HORIZONTAL MENU ➞ Record Length (main) drücken. Das
Seitenmenü gibt verschiedene verfügbare diskrete Datensatzlängen an.
2. Wenn (nahezu) das gesamte erfaßte Signal unabhängig von der Daten-
satzlänge auf dem Bildschirm sichtbar gemacht werden soll, sind die Tasten
HORIZONTAL MENU ➞ Record Length (main) zu drücken und die
Angabe Fit to Screen im Seitenmenü auf ON zu setzen. Dies hat die gleiche
Wirkung wie die Anpassung der Bildbreite an die Bildschirmbreite durch
Änderung der Ablenkgeschwindigkeit im Zoom-Modus. Diese Einstellung
läßt sich durch die Umstellung von Fit to Screen nach OFF wieder
aufheben.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–57
Horizontalsteuerung

HINWEIS. Bei der Option 1M (nur bei TDS 400A) stehen nur 120 k Punkte als
Speichertiefe für Referenzsignale zur Verfügung. Wenn dann eine Datensatzlänge
von 120 k im Menü Horizontal gewählt wird, läßt sich darin nur ein einziges
Referenzsignal speichern. Außerdem können nur vier Signale verarbeitet bzw.
dargestellt werden. Die mathematische Verknüpfung von zwei Signalen belegt
aber auch dann einen dritten Signalspeicher, wenn die Quellensignale nicht
dargestellt werden. Beispiel: ein berechnetes Signal, das der Summe aus CH1
und CH2 entspricht, stellt ein drittes Signal dar, auch wenn der Bildschirm die
Signale von CH1 und CH2 nicht wiedergibt. Es kann dann also nur noch ein
weiteres Signal dargestellt werden.

Horizontalskala Auf die folgende Weise läßt sich die Horizontalskala (Zeit/div) numerisch im
Menü anstatt über den Drehknopf Horizontal SCALE ändern:

HINWEIS. Wenn der externe Takt (nur bei TDS 400A) freigegeben und der Zoom
gesperrt ist, ist der Drehknopf Horizontal SCALE wirkungslos, und die
Hauptskala ist mit der verzögerten Skala Horizontal identisch (50 c). Bei freige-
gebenem Zoom läßt sich zwar der Maßstab der Anzeige ändern, jedoch ist die
verzögerte Skala weiterhin mit der Hauptskala fest identisch.

Die Tasten HORIZONTAL MENU ➞ Horiz Controls (main) ➞ Main Scale


oder Delayed Scale (side) drücken und die Skalenwerte mit Hilfe des Mehr-
zweckknopfes ändern.

Aliasing Als Aliasing (Spiegelfrequenzbildung) bezeichnet man den Effekt, bei dem ein
Signal auf dem Bildschirm mit einer niedrigeren als seiner Istfrequenz erscheint
oder instabil ist, obwohl die Anzeigeleuchte neben TRIG’D leuchtet. Aliasing
tritt auf, wenn das Oszilloskop das Signal nicht so schnell abtastet, daß dieses
aus den Abtastwerten wieder richtig rekonstuiert werden kann (siehe die
Abbildung 3–28).
Ein Signal kann nur dann ausreichend genau und ohne Gefahr von Aliasing
wiedergegeben werden, wenn die Abtastrate mindestens doppelt so hoch liegt
wie die höchste Frequenzkomponente des Signals. So muß ein Signal, das
Komponenten von 400 MHz enthält, mit über 800 MSamples/s abgetastet
werden.

3–58 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Horizontalsteuerung

Hochfrequentes
Istsignal
Scheinbares
niederfrequentes Signal
durch Aliasing

Abgetastete
Punkte

Abbildung 3–28: Aliasing

Eine einfache Methode, ein Signal auf Aliasing zu prüfen, besteht darin, die
Horizontalskala (Einstellung der Zeit/div) langsam zu ändern. Wenn sich der
dargestellte Signalverlauf hierbei drastisch ändert, kann Aliasing vorliegen.
Aliasing läßt sich auf verschiedene Arten verhindern. Am einfachsten ist es, die
Horizontalskala zu ändern oder nur die Taste AUTOSET zu drücken. Auch
durch eine andere Art der Signalerfassung kann man Aliasing in gewissem
Umfang verhindern. Muß beispielsweise im Sample-Modus Aliasing vermutet
werden, so empfiehlt sich die Umstellung auf den Peak Detect-Modus. Da dieser
Modus nach den extremen Abtastwerten sucht, ermittelt er die Komponenten mit
den schnellsten Änderungen.

HINWEIS. Oszilloskope TDS 400A gehen in den Rollmodus über, wenn Horizon-
tal SCALE bei einem Roll Mode Status = Automatic auf 50 ms oder darunter
oder wenn die maximale externe Abtastrate bei einer Vorgabe im Menü
Horizontal Clock = External auf maximal 1 kc/s oder darunter eingestellt wurde.
Weitere Angaben zum Rollmodus finden sich ab Seite 3–83.

Rollmodus Der Rollmodus kann abgeschaltet oder zur automatischen Abschaltung freigege-
(nur bei TDS 400A) ben werden (siehe weitere Angaben zum Rollmode auf Seite 3–83).

Horizontalposition Auf die folgende Weise läßt sich die Horizontalposition über das Menü anstatt
mit dem Drehknopf Horizontal POSITION auf spezifische Werte einstellen:
Mit der Tasteneingabe HORIZONTAL MENU ➞ Horiz Pos (main) ➞ Set to
10%, Set to 50% oder Set to 90% (side) vorgeben, welcher Anteil des Signal-
verlaufs links von der Bildschirmmitte dargestellt werden soll.
Es läßt sich auch vorgeben, ob die Einstellung der Horizontalposition sämtliche
dargestellten Signale, nur die eingehenden Signale oder nur das gewählte Signal
betreffen soll. Siehe auch die Beschreibung der Einstellungen für die Horizontal-
verriegelung in den Angaben zum Zoom, Seite 3–161.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–59
Horizontalsteuerung

Verzögerte Zeitbasis Zur Umschaltung zwischen den Darstellungen mit der Hauptzeitbasis und der
wählen verzögerten Zeitbasis:
Die Tasten HORIZONTAL MENU ➞ Time Base (main) ➞ Main Only,
Intensified bzw. Delayed Only (side) drücken.

HINWEIS. Wenn der externe Takt freigegeben ist, gilt die Vorgabe Intensified für
die ganze Zeitbasis.

Die Vorgabe Intensified läßt eine Zone mit größerer Helligkeit wiedergeben, die
den Bereich gegenüber dem Haupttrigger angibt, in dem die Datensatzlänge mit
verzögertem Trigger liegen könnte.
Es stehen auch die Möglichkeiten Delayed Runs After Main oder Delayed
Triggerable zur Wahl. Siehe weitere Angaben zum verzögerten Trigger unter
Verzögerte Triggerung, Seite 3–151.

Horizontaltakt Zur Umstellung des Horizontaltakts:


(nur bei TDS 400A)
Die Tasten HORIZONTAL MENU ➞ Clock (main) ➞ Internal oder External
(side) drücken und den Skalenwert mit Hilfe des Mehrzweckknopfes ändern.

HINWEIS. Nach der Anwahl von External clock (nur bei TDS 400A) ändert sich
die Horizontalskala ohne Zoom nach 50 c (das heißt 50 Taktimpulse/div). Bei
Frequenzmessungen mit Hilfe der Option 2F, eines externen Takts und der
Cursor ist die angezeigte Frequenz auf die Frequenz des externen Takts
normiert. Zur Berechnung der Istfrequenz ist der angezeigte Frequenzwert mit
der Frequenz des externen Takts, in Hz, zu multiplizieren. Beispiel: der Cursor
gibt eine Frequenz von 500 Hz an, und der externe Takt hat eine Frequenz von
2 kHz:
500 Hz 2 kHz + 1, 0 MHz
Hz

3–60 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Horizontalsteuerung

Ein Signal mit einem externen Takt erfassen (nur bei TDS 400A)
Diskettenlaufwerke, Turbinen oder Stanzpressen haben sämtlich rotierende Teile.
Deren Verhalten läßt sich oft mit Hilfe eines externen Takts beobachten. Wenn
man hier einen Tachometer oder einen Optischen Winkelcodierer verwendet,
kann man die Umdrehungen oder Hubwege dieser Systeme genau in elektrische
Impulse umsetzen. Mit einem externen Takt läßt sich der Winkel oder die
Position ermitteln, bei denen ein bestimmtes Ereignis eintritt. Auch wenn sich
dann die Drehzahl des Systems ändert, erscheinen diese Ereignisse weiterhin an
der gleichen Stelle des Bildschirms; anders als bei einer Verwendung des
internen Takts ändert sich hier also der Maßstab der dargestellten Signale bei
Drehzahländerungen nicht.
Auch bei einem externen Takt kann das Oszilloskop so getriggert werden, daß
die erfaßten Signale starr an eine bestimmte Position des Winkelcodierers
gekoppelt sind, der den externen Takt liefert. Einige Winkelcodierer beispiels-
weise geben ein Triggerausgangssignal ab. Ein weiteres Signal, das als Trigger
dienen kann, ist das Signal für den Sektor 0 der Festplatte eines Computers; im
erfaßten Signal zeigt dann der Triggerindikator T den Zeitpunkt an, an dem die
Festplatte in der Aufzeichnung wieder den Sektor 0 erreicht hat.
Zur Erfassung eines Signals mit Hilfe eines externen Takts:
1. Die Tasten HORIZONTAL MENU ➞ Clock (main) ➞ External (side)
drücken und im Hi Res-Modus außerdem die maximale externe Taktfrequenz
mit dem Mehrzweckknopf einstellen.

HINWEIS. Im Hi Res-Modus darf die Frequenz des externen Taktsignals


höchstens gleich der Frequenz sein, die im Seitenmenü für den externen Takt
eingestellt wurde. Anderenfalls wird das Eingangssignal mit falscher Amplitude
und oft auch mit falscher Form wiedergegeben. Im Hi Res-Modus besitzt das
Oszilloskop eine höhere Auflösung und eine geringere Bandbreite (siehe die
Tabelle 3–2 auf Seite 3–28). Mit abnehmender Rate Max Ext Clk nimmt die
Auflösung zu und die Bandbreite ab.

VORSICHT: Um Schäden an den Schaltungen für externe Taktsignale und


externe Trigger auszuschließen, darf die zulässige Eingangsspannung am
Eingang EXT CLOCK/AUX TRIGGER nicht überschritten werden
(siehe die Angaben unter Hilfstriggereingang, externer Takteingang im
Handbuch Prüfung der Leistungsfähigkeit).

2. Das externe Taktsignal mit TTL-Pegel an den BNC-Stecker EXT CLOCK/


AUX TRIGGER an der Rückseite des Oszilloskops anschließen. Hierbei
einen 50W-Abschluß verwenden, wenn die Signalquelle für EXT CLK eine

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–61
Horizontalsteuerung

Bürde von 50 W mit TTL-Pegel ansteuern kann. Vor der Anschaltung des
externen Taktsignals ist sicherzustellen, daß das Signal TTL-Pegel und eine
fallende Flanke von nicht mehr als 30 ms Dauer besitzt. (Im Modus mit
Externem Takt erfolgt die Abtastung bei der fallenden Taktflanke.)
3. Die gewünschte Signale an die Eingangskanäle anschließen.

HINWEIS. Wenn die maximale Taktfrequenz auf 1 kHz eingestellt wurde, darf kein
externer Takt mit einer Frequenz von über 1 kHz angeschlossen werden.
Anderenfalls kann eine Sicherheitsabschaltung erfolgen, und es muß das externe
Taktsignal abgetrennt und das Oszilloskop kurzzeitig ausgeschaltet werden.

4. Die folgenden Tasteneingaben rufen das Menü Edge Trigger auf und wählen
eine Quelle für den Trigger an: TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Edge
(pop-up) ➞ Source (main) ➞ Ch1, Ch2, Ch3, Ch4, AC Line oder
Auxiliary (side). Dann die Taste SET LEVEL TO 50% drücken.
5. Alle übrigen Bedienelemente des Oszilloskops (die Einstellung von
Horizontal SCALE ist nur im ZOOM-Modus wirksam) wie bei einer
Signalerfassung mit internem Takt einstellen.

3–62 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Impulstriggerung (nur bei TDS 510A)

Die Impulstriggerung kann besondere Vorteile bieten. Es kann beispielsweise


vorkommen, daß ein Produkt getestet werden soll, bei dem ein Glitch in der
Speisespannung auftritt. Der Glitch erscheint vielleicht einmal pro Tag. Statt also
untätig auf den Glitch zu warten, kann man durch Impulstriggerung erreichen,
daß das Oszilloskop die betreffenden Daten automatisch aufnimmt.
Die Abbildung 3–29 zeigt die Anzeigen bei Impulstriggerung. Tabelle 3–4 gibt
die Wahlmöglichkeiten für Impulstrigger an.

Triggerklasse = Runt

Abbildung 3–29: Anzeigen bei Impulstriggerung

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–63
Impulstriggerung

Tabelle 3–4: Definitionen von Impulstriggern

Name Definition
Glitch positive Trigger sind positive Spannungsspitzen, die kürzer als die
spezifizierte Glitchzeit sind.
Glitch negative Trigger sind negative Spannungsspitzen, die kürzer als
die spezifizierte Glitchzeit sind.

Glitch either Trigger sind positive oder negative Spannungsspitzen,


(bipolar) die kürzer als die spezifizierte Glitchzeit sind.

Runt positive Trigger sind positive Impulse, die in ansteigender Rich-


tung wohl einen ersten, nicht aber einen zweiten Schwell-
wert überschreiten, bevor sie wieder unter den ersten
Schwellwert abfallen.

Runt negative Trigger sind negative Impulse, die in ansteigender Rich-


tung wohl einen ersten, nicht aber einen zweiten Schwell-
wert überschreiten, bevor sie wieder unter den ersten
Schwellwert abfallen.

Runt either Trigger sind positive oder negative Impulse, die in anstei-
(bipolar) gender Richtung wohl einen ersten, nicht aber einen
zweiten Schwellwert überschreiten, bevor sie wieder
unter den ersten Schwellwert abfallen.

Width (Breite) Trigger sind positive Impulse, deren Breite zwischen oder
positive aber außerhalb von unteren und oberen spezifizierten
Zeitgrenzen liegt.

Width negative Trigger sind negative Impulse, deren Breite zwischen


oder aber außerhalb von unteren und oberen
spezifizierten Zeitgrenzen liegt.

Gemeinsame Einstellungen für Glitch, Runt und Width


Im Menü der Impulstriggerung können die Impulsquelle definiert, der Modus
(Auto oder Normal) gewählt und die Holdoffzeit eingestellt werden. Das Menü
Pulse Trigger ist wie folgt aufzurufen:
Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Pulse (pop-up) ➞
Class (main) ➞ Glitch, Runt oder Width (pop-up) drücken (siehe die
Abbildung 3–30).

3–64 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Impulstriggerung

Abbildung 3–30: Haupttriggermenü – Glitchklasse

Source Die Quelle der Triggerimpulse ist wie folgt zu spezifizieren:


Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Pulse (pop-up) ➞
Source (main) ➞ Ch1, Ch2, Ch3 oder Ch4 (side) drücken.

Mode & Holdoff Die folgenden Einstellungen ändern die Holdoffzeit und rufen einen Trigger-
modus auf:
Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Pulse (pop-up) ➞ Mode and
Holdoff (main) ➞ Auto oder Normal (side) drücken. Siehe weitere Angaben
hierzu unter Modus und Holdoff einstellen, Seite 3–39.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–65
Impulstriggerung

Glitch-Einstellungen
Nach Anwahl der Impulsklasse Glitch triggert das Oszilloskop bei allen Im-
pulsen, deren Dauer kleiner (oder größer) als eine spezifizierte Zeitspanne ist.

Polarity & Width Zur Definition von Polarität (positiv, negativ oder beide) und Dauer des
Glitchimpulses:
1. Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Pulse (pop-up) ➞
Polarity and Width (main) ➞ Positive, Negative oder Either (side)
drücken.
H Glitch Positive prüft Impulse in positiver Richtung.
H Glitch Negative prüft Impulse in negativer Richtung.
H Glitch Either prüft Impulse in positiver wie in negativer Richtung.
2. Die Taste Width (side) drücken und die Dauer (Breite) des Glitchimpulses
mit Hilfe des Mehrzweckknopfes oder des Tastenfeldes einstellen.

Glitch (Akzeptieren oder Die folgende Tasteneingabe zu der Hauptmenüposition Glitch spezifiziert, ob die
Unterdrücken) Glitches das Oszilloskop triggern oder aber ausgefiltert werden sollen: die Tasten
TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Pulse (pop-up) ➞ Class (main) ➞ Glitch
(pop-up) ➞ Glitch (main) ➞ Accept Glitch oder Reject Glitch (side) drücken.
Nach der Wahl von Accept Glitch triggert das Oszilloskop nur bei Impulsen,
deren Dauer kürzer als die spezifizierte Breite ist. Nach Reject Glitch triggert es
dagegen nur bei Impulsen, die länger als die spezifizierte Breite sind.

Level Zur Einstellung des Triggerpegels im Hauptmenü Level (oder mit dem Dreh-
knopf LEVEL zu den Triggereinstellungen in der Frontplatte) die Tasten
TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Pulse (pop-up) ➞ Level (main) ➞ Level,
Set to TTL, Set to ECL oder Set to 50% (side) drücken. Siehe weitere
Angaben hierzu unter Pegel einstellen, Seite 3–38.

3–66 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Impulstriggerung

Runt-Einstellungen
Nach Anwahl der Impulsklasse Runt triggert das Oszilloskop bei allen
gekapp-ten Impulsen, die also in ansteigender Richtung wohl einen ersten, nicht
aber einen zweiten Schwellwert überschreiten, bevor sie wieder unter den ersten
Schwellwert abfallen. Zur Einstellung der Runt-Triggerung:
1. Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Pulse (pop-up) ➞
Class (main) ➞ Runt (pop-up) ➞ Source (main) ➞ Ch1, Ch2, Ch3 oder
Ch4 (side) drücken. (Siehe die Abbildung 3–31.)
2. Die Polarität bestimmen: die Tasten Polarity (main) ➞ Positive, Negative
oder Either (side) drücken.
3. Die Taste Thresholds (main) drücken, und den oberen und den unteren
Schwellwert für die Runt-Erkennung im Seitenmenü wählen und mit Hilfe
des Tastenfeldes oder des Mehrzweckknopfes einstellen.

Polarity Die Richtung des Runt-Impulses ist wie folgt zu spezifizieren:


Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Pulse (pop-up) ➞
Class (main) ➞ Runt (pop-up) ➞ Polarity (main) ➞ Positive, Negative oder
Either (side) drücken.
H Positive prüft Runt-Impulse in positiver Richtung.
H Negative prüft Runt-Impulse in negativer Richtung.
H Either prüft Runt-Impulse in positiver wie in negativer Richtung.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–67
Impulstriggerung

Angewählter
Triggerbalken im
oberen Schwellwert
Nicht angewählter
Triggerbalken im
unteren Schwellwert

Ein Runt-Impuls überschreitet nur


den ersten, nicht aber den zweiten
Schwellwert, sinkt unter den ersten
Schwellwert ab, und die
Signalerfassung triggert

Abbildung 3–31: Haupttriggermenü – Runt-Klasse

Thresholds Zur Erkennung von Runt-Impulsen sind zwei Schwellwerte wie folgt zu setzen:
1. Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Pulse (pop-up) ➞
Class (main) ➞ Runt (pop-up) ➞ Thresholds (main) drücken.
2. Werte für den oberen und den unteren Schwellwert im Seitenmenü wählen
und mit Hilfe des Tastenfeldes oder des Mehrzweckknopfes einstellen.
Hinweis: Die Schwellwerte lassen sich auch in der Pulsfolge mit Hilfe des
Triggerbalkens einstellen. Hierzu die Tasten DISPLAY ➞ Readout
Options (main) ➞ Trigger Bar Style (side) drücken, bis unter dieser Menüposi-
tion die Angabe Long erscheint.
Die Position des Triggerindikators in Abbildung 3–31 ergibt sich wie folgt: die
Triggerung erfolgt an dem Punkt, an dem der Impuls wieder unter den ersten
(unteren) Schwellwert in negativer Richtung abfällt, ohne zuvor den zweiten
(oberen) Schwellwert erreicht zu haben. Bei der Runt-Triggerung gelten die
folgenden Regeln:
H Nach der Wahl von Positive im Seitenmenü Polarity muß der Impuls den
unteren Schwellwert in positiver Richtung und dann wieder in negativer
Richtung überschreiten, ohne aber den oberen Schwellwert jemals zu
erreichen.

3–68 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Impulstriggerung

H Nach der Wahl von Negative im Seitenmenü Polarity muß der Impuls den
oberen Schwellwert in negativer Richtung und dann wieder in positiver
Richtung überschreiten, ohne aber den unteren Schwellwert jemals zu
erreichen.
H Nach der Wahl von Either im Seitenmenü Polarity muß der Impuls den
ersten Schwellwert in einer Richtung und dann wieder in entgegengesetzter
Richtung überschreiten, ohne aber den zweiten Schwellwert jemals zu
erreichen.
H Unabhängig von der gewählten Polarität erfolgt die Triggerung an dem
Punkt, an dem der Runt-Impuls den ersten Schwellwerte zurück
überschreitet.

Breite-Einstellungen
Nach Anwahl der Impulsklasse Width triggert das Oszilloskop bei allen Im-
pulsen, deren Breite (Dauer) kleiner (oder größer) als ein spezifizierter (durch
eine obere und eine untere Grenze definierter) Zeit-Bereich ist.

Polarity Die Triggerung durch positive oder negative Impulse ist wie folgt zu
spezifizieren:
Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Pulse (pop-up) ➞
Class (main) ➞ Width (pop-up) ➞ Polarity (main) ➞ Positive oder Negative
(side) drücken.

Trig When Auf die folgende Weise sind die Breiten (in Zeiteinheiten) der Triggerimpulse,
die ausgewertet werden, und die Zulassung von Impulsen außerhalb oder aber
innerhalb dieses Bereichs festzulegen:
1. Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Pulse (pop-up) ➞
Class (main) ➞ Width (pop-up) ➞ Trig When (main) drücken.
2. Die Tasteneingabe Within Limits (side) löst die Triggerung durch Impulse
aus, deren Dauer im spezifizierten Bereich liegt. Zur Triggerung nur durch
Impulse, deren Dauer außerhalb dieses Bereichs liegt, ist die Taste Out of
Limits (side) zu drücken.
3. Der Bereich der Impulsbreiten in Zeiteinheiten ist mit Hilfe der Tasten
Upper Limit (side) und Lower Limit (side) einzustellen. Die Werte können
hier mit dem Mehrzweckknopf oder über das Tastenfeld eingegeben werden.
Die Angabe Upper Limit bezeichnet die maximale Impulsbreite, die als
Trigger noch berücksichtigt wird. Dementsprechend bezeichnet Lower
Limit die minimale Impulsbreite.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–69
Impulstriggerung

Level Der Triggerpegel ist auf die folgende Weise im Hauptmenü Level einzustellen:
Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Pulse (pop-up) ➞
Class (main) ➞ Width (pop-up) ➞ Level (main) ➞ Level, Set to TTL, Set to
ECL oder Set to 50% (side) drücken.

3–70 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Logische Triggerung (nur bei TDS 510A)

Es gibt zwei Klassen der logischen Triggerung: Pattern (Bitmuster) und State
(Logikzustände).
Eine Pattern-Triggerung erfolgt dann, wenn die logischen Eingänge der jeweils
gewählten logischen Funktion diese Funktion TRUE (Wahr) (bzw. FALSE
(Unwahr), nach eigener Wahl) werden lassen. Für eine solche Triggerung sind zu
definieren:
H Der geforderte Zustand der einzelnen Logikeingänge – logic high (logisch
hoch), low (niedrig) oder don’t care (beliebig)
H Die Boole’sche Logikfunktion – mit den möglichen Operatoren AND,
NAND, OR und NOR (Und, Nicht-Und; Oder; Nicht-Oder)
H Die Triggerbedingung – ob die Triggerung erfolgt, wenn die Boole’sche
Funktion TRUE (logic high) oder FALSE (logic low) wird, und ob der
Zustand TRUE zeitqualifiziert ist (siehe Seite 3–75)
Eine Triggerung durch Logikzustände erfolgt, wenn die logischen Eingänge der
jeweils gewählten logischen Funktion diese Funktion genau beim Zustandswech-
sel des Takteingangs TRUE (bzw. FALSE, nach eigener Wahl) werden lassen.
Für eine solche Triggerung sind zu definieren:
H Der geforderte Zustand der einzelnen Logikeingänge, Kanäle 1, 2 und 3
H Die Richtung des Zustandswechsels im Takteingang, Kanal 4
H Die Boole’sche Logikfunktion – mit den möglichen Operatoren AND,
NAND, OR und NOR (Und, Nicht-Und; Oder, Nicht-Oder)
H Die Triggerbedingung – ob die Triggerung erfolgt, wenn die Boole’sche
Funktion TRUE (logic high) oder FALSE (logic low) wird
Die Tabelle 3–5 auf Seite 3–73 gibt die Bedingungen der einzelnen Logikfunk-
tionen an, damit diese einen logischen Pattern- oder Zustände-Trigger ausgeben.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–71
Logische Triggerung

Anzeigen der logischen Triggerung


Die Triggeranzeige am unteren Bildschirmrand gibt einige der wichtigsten
Parameter der logischen Triggerung an (siehe die Abbildung 3–32).

HINWEIS. Bei einer Wahl der Triggerart Logic werden die Schwellwertpegel, die
für die Triggerung maßgeblich sind, im Menü Set Thresholds für jeden Kanal
einzeln gesetzt. Deshalb verschwindet die Angabe des Triggerpegels vom Bild-
schirm, und der Schwellwertpegel kann so lange mit dem Drehknopf Trigger
Level eingestellt werden, wie für das Menü Main Trigger die Vorgabe Logic gilt.

Eingänge Ch 1, 2, 3 = High, beliebig, beliebig


Eingang Ch4 =
ansteigende Flanke
Triggerklasse = State
Logik = OR

Abbildung 3–32: Anzeigen der logischen Triggerung

3–72 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Logische Triggerung

Definitionen
Tabelle 3–5 gibt die Definitionen für die vier verfügbaren Typen von Logikfunk-
tionen an. Bei der Anwendung der Definitionen sind die folgenden Wirkungen
der beiden Klassen von logischen Triggern, Pattern (Bitmuster) und State
(Logikzustände), zu beachten.

Tabelle 3–5: Logische Trigger


Pattern State Definition 1, 2
AND AND getaktet Das Oszilloskop triggert, wenn sämt-
liche Zustände, die für die Logikein-
gänge3 gewählt wurden, wahr erfüllt
sind.
NAND NAND getaktet Das Oszilloskop triggert nur, wenn nicht
alle Zustände, die für die Logikeingänge3
gewählt wurden, wahr erfüllt sind.

OR OR getaktet Das Oszilloskop triggert schon, wenn ein-


zelne Zustände, die für die Logikein-
gänge3 gewählt wurden, wahr erfüllt sind.

NOR NOR getaktet Das Oszilloskop triggert, wenn keiner


der Zustände, die für die Logikeingänge3
gewählt wurden, wahr erfüllt ist.
1 Es ist zu beachten, daß die Definition bei Triggern der Klasse State zu dem Zeitpunkt
erfüllt sein muß, an dem der Takteingang seinen Zustand wechselt. Siehe hierzu
auch die Beschreibungen der Klassen Pattern und State weiter unten.
2 Die hier wiedergegebenen Definitionen gelten für die Einstellung Goes True im Menü
Trigger When. Wenn in diesem Menü die Vorgabe Goes False gewählt wurde, sind in
den Klassen Pattern und State die Definitionen für AND und OR gegen die
Definitionen für NAND bzw. NOR zu vertauschen.
3 Logikeingänge sind bei Logiktriggern der Klasse Pattern die Kanäle 1, 2, 3 und 4. Bei
Logiktriggern der Klasse State ist Kanal 4 der Takteingang.

Bei einer Pattern-Triggerung tastet das Oszilloskop die Eingangssignale aller


Kanäle ab. Die Triggerung erfolgt, wenn die in Tabelle 3–5 definierten Bedin-
gungen und die Bedingungen aus dem Menü Trigger When erfüllt sind. (Die
anderen Einstellungen dieses Menüs werden unter Zeitqualifizierten Pattern
(Bitmuster) Trigger definieren auf Seite 3–75 beschrieben.)
Bei einer State-Triggerung wartet das Oszilloskop, bis in Kanal 4 eine Flanke in
der spezifizierten Richtung vorliegt. Dann tastet es die Eingangssignale der
anderen Kanäle ab und triggert, wenn die in Tabelle 3–5 definierten Bedingun-
gen und die Bedingungen aus dem Menü Trigger When erfüllt sind.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–73
Logische Triggerung

Gemeinsame Einstellungen für die Klassen Pattern und State


Hier sind die Triggerbedingung (True oder False) und die Betriebsart (Auto oder
Normal) zu wählen und die Schwellwerte für die einzelnen Kanäle und die
Holdoffdauer einzustellen.
Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Logic (pop-up) ➞
Class (main) ➞ Pattern oder State (pop-up) drücken.

Trigger When Die Triggerung erfolgt, wenn der Logikzustand vorliegt (Goes TRUE) oder aber
nicht vorliegt (Goes FALSE):
Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Logic (pop-up) ➞
Class (main) ➞ Pattern oder State (pop-up) ➞ Trigger When (main) ➞ Goes
TRUE oder Goes FALSE (side) drücken.

Set Thresholds Zur Einstellung des logischen Schwellwerts für die einzelnen Kanäle:
1. Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Logic (pop-up) ➞
Class (main) ➞ Pattern oder State (pop-up) ➞ Set Thresholds (main) ➞
Ch1, Ch2, Ch3 oder Ch4 (side) drücken.
2. Die einzelnen Schwellwerte mit dem Knopf MAIN TRIGGER LEVEL,
dem Mehrzweckknopf oder dem Tastenfeld einstellen.

Abbildung 3–33: Menü Logic Trigger

3–74 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Logische Triggerung

Mode & Holdoff Unter dieser Menüposition lassen sich die Holdoffdauer einstellen und der
Triggermodus wählen:
Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Logic (pop-up) ➞
Class (main) ➞ Pattern oder State (pop-up) ➞ Mode & Holdoff (main) ➞
Auto oder Normal (side) drücken. Siehe weitere Angaben hierzu unter Mode &
Holdoff einstellen, Seite 3–39.

Einstellungen für die Klasse Pattern


Nach der Anwahl von Pattern triggert das Oszilloskop bei einer spezifizierten
logischen Kombination der Signale der vier Eingangskanäle. Seite 3–74 enthält
Angaben zu gemeinsamen Einstellungen für die Triggerklassen Pattern und
State.

Define Inputs Logikzustände der einzelnen Eingangskanäle (Ch1, Ch2, ...) wie folgt einstellen:
1. Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Logic (pop-up) ➞
Class (main) ➞ Pattern (pop-up) ➞ Define Inputs (main) ➞ Ch1, Ch2,
Ch3 oder Ch4 (side) drücken.
2. Durch mehrfache Betätigung der Tasten zu den in Schritt 1 gewählten
Eingängen jeweils den gewünschten Zustand des betreffenden Kanals
einstellen: High (H), Low (L) oder Don’t Care (X).

Define Logic Zur Wahl der Logikfunktion, die die Signale der Eingangskanäle miteinander
verknüpfen soll (siehe die Definitionen der Logikfunktionen auf Seite 3–73):
Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Logic (pop-up) ➞
Class (main) ➞ Pattern (pop-up) ➞ Define Logic (main) ➞ AND, OR, NAND
oder NOR (side) drücken.

Zeitqualifizierten Pattern Für einen logischen Pattern-Trigger kann auch eine Zeitgrenze gesetzt werden.
(Bitmuster)-Trigger Die Boole’sche Logikfunktion (AND, NAND, OR oder NOR) muß dann
definieren innerhalb einer bestimmten Zeit TRUE (logic high) geworden sein. Im Menü
Trigger When sind auch der Typ (Mindestzeit: True for more than, oder
Höchstzeit: True for less than) und der Wert der Zeitgrenze zu spezifizieren.
1. Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Logic (pop-up) ➞
Class (main) ➞ Pattern (pop-up) ➞ Trigger When (main) ➞ True for less
than oder True for more than (side) drücken.
2. Den Wert der Zeitgrenze im Seitenmenü mit dem Mehrzweckknopf oder mit
Hilfe des Tastenfeldes einstellen.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–75
Logische Triggerung

Nach einer Vorgabe True for less than und Spezifikation einer Zeitgrenze mit
dem Mehrzweckknopf dürfen die spezifizierten Eingangsbedingungen die
Logikfunktion nur bis zur spezifizierten Zeitgrenze (diese nicht eingeschlossen)
high (TRUE) werden lassen. Dementsprechend muß die Boole’sche Funktion bei
True for more than über die Zeitgrenze hinaus TRUE sein.
Aufschlußreich ist die Position des Triggerindikators in Abbildung 3–34. Die
Triggerung erfolgt an dem Punkt, an dem sich die spezifizierte Logikfunktion als
wahr erweist, wenn die spezifizierte Zeitgrenze eingehalten ist. Das Digitaloszil-
loskop bestimmt den Triggerpunkt auf die folgende Weise:
H Die logische Bedingung muß wahr sein.
H Es startet eine Zeitbezugsmessung und stellt fest, wann die logische
Bedingung False wird.
H Es vergleicht die Zeiten und triggert eine Signalstrahlspur an dem Zeitpunkt,
an dem die logische Bedingung False wurde, wenn die Dauer des Zustands
TRUE länger (bei True for more than) bzw. kürzer (bei True for less than) als
die Zeitgrenze war. Dieser Zeitpunkt muß nicht mit der Zeitgrenze der Vor-
gaben True for more than oder True for less than übereinstimmen und tut
dies meist auch nicht.
In Abbildung 3–34 entspricht die Zeitspanne zwischen den vertikalen Balkencur-
sorn der Zeitdauer, in der die Logikfunktion TRUE ist. Da diese Zeitspanne
länger (216 s) als die Zeitgrenze der Bedingung True for more than (150 s) ist,
setzt das Oszilloskop den Trigger an diesem Punkt, nicht aber an dem Punkt, an
dem die Bedingung 216 s lang True war.

3–76 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Logische Triggerung

Funktion der Zeitlogik


TRUE/WAHR

Logikfunktion (AND) wird WAHR

Logikfunktion wird UNWAHR und


triggert Signalerfassung

Funktion der Zeitlogik muß


TRUE/WAHR sein

Abbildung 3–34: Menü Logic Trigger – TRUE mit Zeitgrenze

Einstellungen für die Klasse State


Nach der Vorgabe State für die logische Triggerung verwendet das Oszilloskop
das Signal von Kanal 4 als Taktsignal für eine Logik, die sich aus den Signalen
der übrigen Kanäle ergibt. Seite 3–74 enthält Angaben zu gemeinsamen Ein-
stellungen für die Triggerklassen Pattern und State.

Define Inputs Logikzustände der einzelnen Eingangskanäle (Ch1, Ch2, ...) wie folgt einstellen:
1. Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Logic (pop-up) ➞
Class (main) ➞ State (pop-up) ➞ Define Inputs (main) drücken.
2. Für die ersten drei Kanäle einen der Zustände High (H), Low (L) oder Don’t
Care (X) (side) wählen. Für Ch4 kann nur zwischen der ansteigenden (rising)
oder der fallenden (falling) Flanke gewählt werden.

Define Logic Zur Wahl des Typs der Logikfunktion, die die Signale der Eingangskanäle
miteinander verknüpfen soll:
Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Logic (pop-up) ➞
Class (main) ➞ State (pop-up) ➞ Define Logic (main) ➞ AND, OR, NAND
oder NOR (side) drücken.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–77
Logische Triggerung

3–78 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Meßkanäle wählen

Das Digitaloszilloskop führt alle Tätigkeiten, die sich auf Signale beziehen, wie
etwa Messungen oder die Einstellung von Skala und Position vertikal, jeweils
am gewählten Kanal durch. Es können dann ein Kanalsignal, ein berechnetes
(math) Signal oder ein Referenzsignal gewählt werden. Der folgende Abschnitt
beschreibt die Anwahl der einzelnen Signale bzw. deren Unterdrückung aus der
Bildschirmanzeige.

Gewählten Kanal bestimmen


Aus der Kanalanzeige läßt sich ablesen, welcher Kanal jeweils gewählt ist. Sie
gibt den gewählten Kanal in Negativschrift unten links in der Anzeige an.
Außerdem erscheint am linken Bildschirmrand, ebenfalls in Negativschrift, der
Kanalindikator für den gewählten Kanal. Siehe die Abbildung 3–35.

Kanalindikator

Kanalanzeige

Abbildung 3–35: Die Kanalanzeige

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–79
Meßkanäle wählen

Signale wählen bzw. unterdrücken


Die einzelnen Kanäle sind mit den channel selection-Tasten rechts neben dem
Bildschirm zu wählen.
Diese Tasten sind mit CH 1, CH 2, CH 3, CH 4 bzw. MORE beschriftet. Mit
der Taste MORE lassen sich intern gespeicherte Signale Math und Ref aufrufen.
Der jeweils gewählte Kanal ist auch daran zu erkennen, daß die LED neben der
betreffenden Taste leuchtet.

HINWEIS. Wenn für ein TDS 400A eine Speichertiefe von 120 k gewählt wurde,
läßt sich darin nur ein Referenzsignal speichern. Außerdem lassen sich dann nur
vier Signale nutzen bzw. anzeigen. Beispiel: zur Darstellung eines berechneten
Signals, das der Summe der Signale aus CH 1 und CH 2 entspricht, werden auch
dann drei Signale benötigt, wenn die Signale von CH 1 und CH 2 selbst nicht
wiedergegeben werden. Der Bildschirm kann dann nur noch ein weiteres Signal
darstellen.

Die folgenden Schritte rufen Signale zunächst in die Anzeige auf und lassen sie
dann wieder daraus verschwinden:
1. Mit den Tasten CH 1, CH 2, CH 3 oder CH 4 jeweils die gewünschten
Kanäle wählen. Der gewählte Kanal ist immer der zuletzt aufgerufene Kanal.
Durch die Anwahl wird ein Kanal aufgerufen, falls er es nicht schon war.
2. Zur Unterdrückung des gewählten Signals aus der Anzeige ist die Taste
WAVEFORM OFF zu drücken.
3. Um ein berechnetes (math) oder ein Referenzsignal zu wählen, muß die
Taste MORE gedrückt und dann das gewünschte Signal aus dem Menü
More ausgewählt werden. Zur Unterdrückung eines im Menü More
gewählten Signals aus der Anzeige ist die Taste WAVEFORM OFF zu
drücken, während die LED neben der Taste MORE leuchtet.

3–80 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Meßkanäle wählen

Prioritäten der Signale


Nach der Unterdrückung eines Signals ruft das Digitaloszilloskop automatisch
ein weiteres Signal in der folgenden Reihenfolge der Prioritäten auf (siehe die
Abbildung 3–36).

1. CH1 (Alle Modelle)


2. CH2 (Alle Modelle)
3. CH3 (TDS 420A, TDS 460A und TDS 510A)
4. CH4 (TDS 420A, TDS 460A und TDS 510A)

5. MATH1
6. MATH2
7. MATH3

8. REF1
9. REF2
10. REF3
11. REF4

Abbildung 3–36: Prioritäten der Signalwahl

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–81
Meßkanäle wählen

3–82 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Rollmodus (nur bei TDS 400A)

Im Rollmodus werden die erfaßten Datenpunkte sofort sichtbar, ohne daß eine
vollständige Signalaufzeichnung vorliegen muß. Bei einem Durchlauf von 10
Skalenteilen beispielsweise, der mit einer Ablenkrate von 1 s/div aufgenommen
wird, ist die Signalaufzeichnung erst nach 10 s vollständig vorhanden. Ohne den
Rollmodus würde man erst nach 10 s feststellen können, daß etwa die Position
schlecht eingestellt ist. Im Rollmodus sind dagegen die erfaßten Daten nahezu
unverzüglich sichtbar.

Rollmodi
Die vier Rollmodi (siehe die Abbildung 3–37) lassen sich wie folgt beschreiben.

Rollen ungetriggert Im Ungetriggerten Durchlauf lassen sich langsame Vorgänge ständig beobachten,
wobei immer auch die neuesten Daten sichtbar sind.

Rollen ungetriggert mit Der Ungetriggerte Einzeldurchlauf nimmt Daten zur späteren Auswertung auf.
Einzelsequenz Eine Aufzeichnung von 30 k Länge kann bei einer Ablenkrate von 20 s/div
beispielsweise Datenpunkte über 60 Bildschirme, 600 Teilungen und 12000 s
Laufzeit aufnehmen. Im Ungetriggerten Einzeldurchlauf lassen sich diese Daten
während der Mittagspause erfassen und später auswerten.

Rollen getriggert Der Getriggerte Durchlauf erfaßt eine Folge von getriggerten Ereignissen bei
normaler, interaktiver Fehlersuche.

Rollen getriggert mit Mit dem Getriggerten Einzeldurchlauf kann ein getriggertes Ereignis erfaßt
Einzelsequenz werden.

Rollmodus aufrufen
Der Rollmodus ist auf die folgende Weise zu aktivieren:
1. Die Tasten HORIZONTAL MENU ➞ Horiz Controls (main) drücken, und
zur Aktivierung des Rollmodus die Angabe Roll Mode (side) auf Automatic
setzen.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–83
Rollmodus

Rollen ungetriggert Neue Datenpunkte Neue Datenpunkte

Beginn der Frühere Daten Erfassung


Frühere Daten Erfassung laufen durch läuft weiter

Rollen ungetriggert mit Einzelsequenz Vollständiger Signaldatensatz


Neue Datenpunkte

Erfassung
stoppt

Beginn der
Frühere Daten Erfassung

Rollen getriggert Neue Datenpunkte


setzen am Triggerpunkt ein Vollständiger Signaldatensatz

Frühere Daten Neue Daten


nach dem Trigger

Triggerpunkt

Erfassungsfolge
beginnt neu

Rollen getriggert mit Einzelsequenz Neue Datenpunkte


setzen am Triggerpunkt ein Vollständiger Signaldatensatz

Erfassung
stoppt
Neue Daten
Frühere Daten
nach dem Trigger

Triggerpunkt

Abbildung 3–37: Rollmodus (Speichertiefe 500 Punkte)

3–84 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Rollmodus

2. Die Vorgabe der Horizontal SCALE auf 50 ms/div oder noch langsamer
setzen.

HINWEIS. Die Anwahl der Erfassungsmodi Envelope oder Average oder eines der
Nachleuchtmodi (Anzeigemodi) hebt den Rollmodus auf. Der Rollmodus ist auch
gesperrt, wenn im Menü für den Horizontaltakt die Angabe External gewählt
und die maximale externe Abtastrate auf über 1 kc/s eingestellt wird.

3. Der Ungetriggerte Rollmodus ist mit den Tasten TRIGGER MENU ➞


Mode (main) ➞ Auto (side) anzufordern. Der Getriggerte Rollmodus ergibt
sich durch die Tasteneingaben TRIGGER MENU ➞ Mode (main) ➞
Normal (side). (Siehe die Abbildung 3–38.)
4. Für einen Einzeldurchlauf sind die Tasten SHIFT ➞ ACQ MENU ➞ Stop
After (main) ➞ Single Sequence (side) zu drücken.

Erfassung beenden
Im Rollmodus ist die Datenerfassung wie folgt zu beenden:
Soweit nicht Single Sequence aufgerufen wurde, muß der Rollmodus mit der
Taste RUN/STOP beendet werden. Im Modus Single Sequence endet die
Erfassung im Rollmodus automatisch, sobald eine vollständige Aufzeichnung
vorliegt.

Rollmodus beenden
Der Rollmodus insgesamt ist wie folgt zu beenden:

HINWEIS. Die Anwahl der Erfassungsmodi Envelope oder Average oder eines der
Nachleuchtmodi (Anzeigemodi) beendet den Rollmodus. Der Rollmodus endet
auch, wenn im Menü für den Horizontaltakt die Angabe External angewählt und
die maximale externe Abtastrate auf über 1 kc/s eingestellt wird.

1. Die Vorgabe der Horizontal SCALE auf 20 ms/div oder noch schneller
setzen.
2. Auf die folgende Weise läßt sich der Rollmodus auch bei einer Horizontal
SCALE von 50 ms/div oder noch langsamer beenden: die Tasten HOR-
IZONTAL MENU ➞ Horiz Controls (main) drücken, und die Angabe Roll
Mode (side) auf Off setzen.
3. Ein Einzeldurchlauf kann wie folgt beendet werden: die Tasten SHIFT ➞
ACQ MENU ➞ Stop After (main) ➞ RUN/STOP (side) drücken.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–85
Rollmodus

Indikator für
Rolltriggermodus

Abbildung 3–38: Menü Trigger Mode

3–86 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Schnelle Fourier-Transformation (Option)

Advanced DSP Math ermöglicht die Durchführung einer Schnellen Fourier-


Transformation (Fast Fourier Transform, FFT) an Eingangssignalen. (Siehe
weitere Angaben hierzu unter Signale differenzieren, Seite 3–107, Signale
integrieren, Seite 3–111, und Signale berechnen, Seite 3–103.) Durch die FFT
läßt sich ein Signal mit zeitabhängiger Amplitude als ein Signal beschreiben, das
sich aus Komponenten mit unterschiedlichen diskreten Frequenzen zusammen-
setzt und das deshalb über einer Frequenzachse dargestellt werden kann. Es
lassen sich auch die Phasenlagen bei diesen Frequenzen darstellen. Die FFT-
Signalverarbeitung ist für die folgenden Anwendungen zweckmäßig:
H Prüfung der Impulsantwort von Filtern und Systemen
H Messung des Oberwellengehalts und des Klirrfaktors von Systemen
H Beschreibung des Frequenzanteils bei DC-Netzteilen
H Analysen von Vibrationen
H Analyse der Oberwellenanteile in Leitungen mit Netzwechselspannung
50 und 60 Hz
H Ermittlung von Störsignalquellen in digitalen Logikschaltungen

Beschreibung
Die FFT berechnet den Frequenzanteil eines erfaßten Signals in Form eines
FFT-Signals und stellt sie über der Frequenz dar. Der Bildschirm gibt also die
Magnituden oder Phasenwinkel der verschiedenen Einzelfrequenzen wieder. So
zeigt beispielsweise die Abbildung 3–39 oben im Bildschirm die untransfor-
mierte Impulsantwort eines Systems an Kanal 2. Die beiden Kurvenzüge unter
der Impulsantwort entsprechen der Frequenzabhängigkeit der Magnitude und der
Phase nach FFT-Transformation.
Bei FFT-Signalen ist die Horizontalskala immer im Frequenzmaßstab, in Hz/div,
unterteilt, wobei der Anfangspunkt (links außen) der Frequenz Null (DC)
entspricht.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–87
Schnelle Fourier-Transformation

Normale Darstellung einer


Impulsantwort

FFT-Signal des
Magnitudengangs

FFT-Signal des
Phasengangs

Abbildung 3–39: Systemantwort auf eine Pulserregung

Durchführung
Zur Ermittlung des FFT-Signals zu einem Eingangssignal:
1. Das Eingangssignal an den gewünschten Kanaleingang anschließen und
diesen wählen.
2. Die Vertikal- und Horizontalskalen einstellen und Triggerung der Anzeige
auslösen (oder die Taste AUTOSET drücken).
Mit Hilfe der Angaben unter Offset, Position und Skala, Seite 3–95, lassen
sich optimale Einstellungen für FFT-Darstellungen finden.
3. Mit der Taste MORE das Menü aufrufen, das mathematische Berechnungen
an Eingangssignalen ermöglicht.
4. Den gewünschten Algorithmus wählen. Das Menü enthält Math1, Math2
und Math3 (main).
5. Falls der gewählte Algorithmus nicht die FFT enthält, die Tasten Change
Math Definition (side) ➞ FFT (main) drücken. Siehe die Abbildung 3–40.

3–88 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Schnelle Fourier-Transformation

Abbildung 3–40: Menü Define FFT Waveform

6. Die Taste Set FFT Source to (side) so oft drücken, bis der Menütext den in
Schritt 1 gewählten Kanal der Signalquelle angibt.
7. Die Taste Set FFT Vert Scale to (side) so oft drücken, bis der Text des
Seitenmenüs den jeweils gewünschten Typ der folgenden Vertikalskalen
angibt:
H dBV RMS – Die Magnitude wird im logarithmischen Maßstab
dargestellt, in dB bezogen auf 1 VEFF , so daß 0 dB = 1 VEFF .
H Linear RMS – Die Magnitude wird im linearen Spannungsmaßstab
dargestellt.
H Phase (deg) – Die Phase wird in Winkelgraden dargestellt, mit direktem
Anschluß von –180_ nach +180_.
H Phase (rad) – Die Phase wird im Bogenmaß dargestellt, mit direktem
Anschluß von –p nach +p.
Unter Hinweise zur Darstellung von Phasengängen, Seite 3–97, finden sich
eingehendere Angaben zu den Einstellungen für die Wiedergabe von
Phasengängen.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–89
Schnelle Fourier-Transformation

8. Die Taste Set FFT Window to (side) so oft drücken, bis der Text des
Seitenmenüs den jeweils gewünschten Typ der folgenden Fenster angibt:
H Rectangular – Günstigster Fenstertyp für die Auflösung von nahe
beieinander liegenden Frequenzen, jedoch ungünstigster Typ, um die
Amplituden dieser Frequenzen genau auszumessen. Auch günstigster
Typ für die Messung des Frequenzspektrums von nicht-periodischen
Signalen und von Komponenten mit Frequenzen nahe Null (DC).
H Hamming – Sehr günstiger Fenstertyp für die Auflösung von nahe
beieinander liegenden Frequenzen bei etwas besserer Amplitudenge-
nauigkeit als das Rechteckfenster.
H Hanning – Sehr günstig für hohe Genauigkeit der Amplitudenmessung,
jedoch weniger günstig für die Frequenzauflösung.
H Blackman-Harris – Günstigstes Fenster für die Amplitudenmessung der
Frequenzkomponenten, jedoch ungünstigster Typ für die Frequenz–
auflösung.
Unter Geeignetes Fenster wählen, Seite 3–100, finden sich eingehendere
Angaben zur Wahl des richtigen Fenstertyps für die jeweilige Anwendung.
9. Weiter bei Schritt 12, soweit nicht in Schritt 7 Phase (deg) oder Phase (rad)
gewählt wurde. Die Phasenunterdrückung soll nur Störkomponenten in
Phasen-FFTs ausblenden.
10. Die Taste Suppress phase at amplitudes < (side) drücken, wenn Störkom-
ponenten in Phasen-FFTs ausgeblendet werden müssen.
11. Den Pegel der Phasenunterdrückung mit Hilfe des Mehrzweckknopfs oder
des Tastenfeldes einstellen. Hierdurch wird die Phase bei FFT-Magnituden,
die diesen Pegel nicht erreichen, automatisch auf Null gesetzt.
Unter Phasenunterdrückung einstellen, Seite 3–98, finden sich weitere
Angaben zur Phasenunterdrückung.
12. Die Taste OK Create Math Wfm (side) löst die Darstellung der FFT des
Signals aus, das in Schritt 1 angegeben wurde (siehe die Abbildung 3–41).

3–90 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Schnelle Fourier-Transformation

Abbildung 3–41: FFT-Signal in Math1

Cursormessungen An Bildschirmdarstellungen von FFT-Signalen können mit den Cursorn


an einer FFT Meßwerte der Frequenzamplitude oder des Phasenwinkels abgelesen werden.
1. Es müssen unbedingt die Angabe MORE in den Tasten der Kanalwahl und
im Hauptmenü More die Darstellung eines FFT-Signals (FFT math
waveform) gewählt worden sein.
2. Die Tasten CURSOR ➞ Mode (main) ➞ Independent (side) ➞ Func-
tion (main) ➞ H Bars (side) drücken.
3. Den gewünschten Cursor (durchgehende Linie) mit dem Mehrzweckknopf
auf den Höchstwert (oder eine beliebige sonstige Amplitude) des Signals
einstellen.
4. Mit der Taste SELECT den anderen Cursor wählen. Diesen Cursor mit dem
Mehrzweckknopf auf den Tiefstwert (oder eine beliebige sonstige Ampli-
tude) des Signals einstellen.
5. Die Amplitude zwischen den beiden Cursorn hinter der Anzeige D: ablesen.
Die Anzeige @: gibt die Amplitude unter dem gewählten Cursor gegen
1 VEFF (0 dB) oder Masse (0 V) oder den Pegel der Phase Null (0 Grad im
Winkel- oder Bogenmaß) an. (Bei Phasen-FFTs bezeichnet der Signalindika-
tor am linken Rand des Rasters den Pegel der Phase Null.)

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–91
Schnelle Fourier-Transformation

Die Abbildung 3–42 veranschaulicht die Messung der Frequenzmagnituden


einer FFT mit dem Cursor. Die Anzeige @: lautet 0 dB, weil der Cursor auf
dem Pegel 1 VEFF sitzt. Die Anzeige D: 24.4 dB bedeutet, daß die gemessene
Magnitude bei der betreffenden Frequenz einem Pegel von –24,4 dB gegen
1 VEFF entspricht. Das Quellensignal wurde aus der Darstellung ausgeblendet.
Die Einheiten der Cursormessungen sind bei FFTs in der Magnitudendarstel-
lung dB oder V, in der Phasendarstellung Winkel- oder Bogengrade. Maß-
geblich ist die jeweils unter Set FFT Vert Scale to (side) getroffene Wahl.
Siehe weitere Angaben hierzu unter Schritt 7 auf Seite 3–89.
6. Die Taste V Bars (side) drücken. Mit dem Mehrzweckknopf einen der
beiden Vertikalcursor auf einen gewünschten Punkt in der Horizontalachse
des Signalverlaufs setzen.
7. Mit der Taste SELECT den anderen Cursor wählen.
8. Diesen Cursor auf einen anderen Punkt der Bildschirmdarstellung setzen.
9. Hinter der Anzeige D: läßt sich die Frequenzdifferenz zwischen den beiden
Cursorn ablesen. Die Anzeige @: gibt die Frequenz des gewählten Cursors
gegen die Frequenz Null an.
Die Einheit der Cursormessungen ist immer Hz, unabhängig von den
Einstellungen im Seitenmenü Time Units. Der erste Punkt der FFT-
Aufzeichnung entspricht der Frequenz Null für die Anzeige @:.

Abbildung 3–42: Cursormessung in einem FFT-Signal

3–92 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Schnelle Fourier-Transformation

10. Die Tasten Function (main) ➞ Paired (side) drücken.


11. Den Vertikalbalken der einzelnen gepaarten Cursor auf die jeweils
gewünschten Punkte entlang der Horizontalachse setzen.
12. Die obere Anzeige D: gibt die Amplitude zwischen den X der beiden
gepaarten Cursor an. Hinter der Anzeige @: ist die Pegeldifferenz des kurzen
waagerechten Balkens des gewählten (nicht gestrichelten) Cursors gegen
1 VEFF (0 dB) oder Masse (0 V) oder den Pegel der Phase Null (0 Winkel-
oder Bogengrade) abzulesen. Die untere Anzeige D: gibt die Frequenzdiffer-
enz zwischen den langen Vertikalbalken der beiden gepaarten Cursor an.

Automatische Messungen FFT-Signale lassen sich auch automatisch ausmessen. Hierzu ist genauf auf die
an einem FFT-Signal Weise vorzugehen, die unter Signale differenzieren auf Seite 3–107 beschrieben
wird.

Hinweise zur Verwendung der FFT


FFT-Darstellungen besitzen mehrere Besonderheiten, die sich auf ihre Bild-
schirmwiedergabe und auf ihre Auswertung auswirken. Die folgenden Hinweise
sollen dabei helfen, das Oszilloskop optimal so einzustellen, daß es FFT-Signale
gut wiedergibt.

Die FFT-Frequenz- Die folgenden Erläuterungen behandeln die Beziehungen des Quellensignals zur
bereichsaufzeichnung Datensatzlänge, zur Frequenzauflösung und zum Frequenzbereich der FFT-Fre-
quenzbereichsaufzeichnung. (Das FFT-Frequenzbereichssignal ist das FFT-Sig-
nal, das der Bildschirm wiedergeben soll.)

FFTs nutzen nicht immer die ganze Signalaufzeichnung aus. Das FFT-Signal ist
eine Darstellung der Magnituden- oder Phasendaten der FFT-Frequenzbereichs-
aufzeichnung. Die Frequenzbereichsaufzeichnung leitet sich aus der FFT-Zeitbe-
reichsaufzeichnung ab, die sich ihrerseits aus der Signalaufzeichnung ergibt.
Diese drei Datensätze lassen sich wie folgt beschreiben:
Signalaufzeichnung – die vollständige Signalaufzeichnung aus dem Signal eines
Eingangskanals. Die Signalaufzeichnung ist kein Signal für eine mathematische
Bearbeitung durch einen Digitalen Signalprozessor (DSP).
FFT-Zeitbereichsaufzeichnung – der Teil der Signalaufzeichnung, an dem die
FFT durchgeführt wird. Die Zeitbereichsaufzeichnung liefert das FFT-Signal.
Die Länge dieses Datensatzes hängt von der Länge der oben definierten
Signalaufzeichnung ab.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–93
Schnelle Fourier-Transformation

FFT-Frequenzbereichsaufzeichnung – das FFT-Signal nach der Umsetzung der


FFT-Zeitbereichsaufzeichnung durch den DSP in eine Frequenzbereichs-
aufzeichnung.
Abbildung 3–43 stellt die Signalaufzeichnung der FFT-Zeitbereichsaufzeichnung
gegenüber.

FFT-Zeitbereichsdatensatz =
Signaldatensatz

Signaldatensatz ≤ 10 k

Referenz für Nullphase

FFT-Zeitbereichsdatensatz = 10 k

Signaldatensatz > 10 k

Referenz für Nullphase

Abbildung 3–43: Signalaufzeichnung gegen FFT-Zeitbereichsaufzeichnung

FFTs setzen Datensätze aus dem Zeitbereich in den Frequenzbereich um. Die
FFT-Zeitbereichsaufzeichnung ist die Vorgabe für die FFT. Der entstehende
Datensatz hat die halbe Länge der FFT-Eingangsaufzeichnung (siehe die
Abbildung 3–44), weil die FFT Werte für positive wie auch negative Frequenzen
liefert. Da aber die negativen Frequenzen nur ein Spiegelbild der positiven
Frequenzen darstellen, beschränkt sich die Bildschirmwiedergabe auf die
positiven Werte.

FFT-Zeitbereichsdatensatz

FFT

FFT-Frequenzbereichsdatensatz

Abbildung 3–44: FFT-Zeitbereichs- gegen FFT-Frequenzbereichsaufzeichnung

3–94 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Schnelle Fourier-Transformation

Offset, Position und Skala Die folgenden Erläuterungen sollen helfen, das FFT-Signal richtig darstellen zu
lassen.

Auf vollständige Bildschirmdarstellung achten. Zur richtigen Darstellung des


FFT-Signals muß das Quellensignal so skaliert sein, daß es nicht beschnitten
wird:
H Das Quellensignal so skalieren und positionieren, daß es auf dem Bildschirm
vollständig wiedergegeben wird. (Signale außerhalb des Bildschirms können
beschnitten werden und führen dann zu Fehlern im FFT-Signal. Falls Signale
außerhalb des Bildschirms verwendet werden sollen, die Taste Pk-Pk im
Meßmenü drücken und das Quellensignal auf Beschneidung überprüfen.)
H Das Quellen-Signal vertikal in Position und Offset richtig positionieren.
Solange das Quellensignal nicht beschnitten wird, wirken sich Position und
Offset vertikal nicht auf das FFT-Signal aus, außer bei DC. (Die DC-Korrek-
tur wird hier anschließend erläutert.)

Offset und Position für die DC-Korrektur auf Null einstellen. Normalerweise liefert
eine FFT-Standardberechnung eine Gleichspannungskomponente, die gegenüber
den Komponenten der anderen Frequenzen zweifach überhöht ist. Auch die Wahl
eines bestimmten Fenstertyps führt zu Fehlern im berechneten DC-Wert einer
FFT.
Das Bildschirmsignal der FFT ist in TDS-Oszilloskopen entsprechend diesen
Fehlern so korrigiert, daß es den wahren Wert der DC-Komponente des
Eingangssignals wiedergibt. Die Einstellungen für Position und Offset des
Quellensignals müssen dann im Vertikalmenü auf Null gesetzt werden. Bei der
Messung der DC-Amplitude ist zu beachten, daß 1 VDC = 1 VEFF und daß die
Anzeige in dB erfolgt.

Datensatzlänge Meist wird man kurze Datensätze verwenden wollen, weil der Bildschirm dann
ein größeres FFT-Signal wiedergeben kann und weil längere Datensätze eine
längere Bearbeitungszeit des Oszilloskops erfordern. Andererseits setzen längere
Datensätze die Rauschanteile im Signal herab und steigern die Frequenzauflö-
sung der FFT. Sie können sogar zwingend erforderlich sein, um die Signaldetails
noch darstellen zu können, nach denen im FFT-Signal gesucht wird.
Zur Beschleunigung der Bearbeitung von langen Datensätzen durch das Oszillo-
skop kann das Quellensignal in einem Referenzspeicher abgelegt und dort bear-
beitet werden. Auf diese Weise berechnet der DSP die FFT dann aus gespeicher-
ten, statischen Daten und aktualisiert die Darstellung nur nach der Speicherung
eines neuen Signals.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–95
Schnelle Fourier-Transformation

Erfassungsmodus Die Wahl der richtigen Erfassungsart kann sich auf die Rauschanteile der FFT
auswirken.

Einstellungen im Sample- oder Normalmodus vornehmen. Im Sample-Modus


lassen sich vorteilhaft die Einstellungen zur Durchführung der FFT vornehmen.
Das Oszilloskop kann hier periodische und nicht-periodische Signale erfassen,
ohne daß das Frequenzspektrum des Quellensignals beeinflußt wird.

Hi Res und Average unterdrücken Rauschen. Nach Abschluß der Einstellungen für
die FFT kann es zweckmäßig sein, in den Hi Res-Modus zu wechseln, um
Rauschanteile im Signal herabzusetzen. Hi Res beeinflußt aber das Frequenz-
spektrum des Quellensignals.
Bei periodischen Signalen kann der Rauschanteil auch durch Mittelung im
Average-Modus herabgesetzt werden, wenn auch auf Kosten einer langsameren
Bildschirmausgabe. Auch die Mittelung beeinflußt aber das Frequenzspektrum
des Quellensignals.
Die Modi Peak Detect und Envelope sollen nicht verwendet werden. Sie können
die Ergebnisse der FFT-Berechnung stark verzerren.

Zoom und Interpolation Wenn das Signal dann auf dem Bildschirm optimal wiedergegeben wird, kann es
noch zur Untersuchung von beliebigen Einzelheiten vertikal und horizontal ver-
größert (oder auch verkleinert) werden. Es muß nur immer als Signal die FFT
gewählt sein. Es hängt von der Länge der Aufzeichnung ab, ob ein Zoom des
FFT-Signals möglich ist.
Je nach dem gewählten Fenster kann eine Interpolation nach sin(x)/x die Wieder-
gabe von Magnitude und Phase der FFT verzerren. Die Auswirkungen der
Interpolation lassen sich leicht feststellen: bei einem Wechsel zwischen den
Interpolationsarten sin(x)/x und linear können die Unterschiede in den Meßer-
gebnissen auf dem Bildschirm direkt beobachtet werden. Wenn hier wesentliche
Unterschiede auftreten, ist mit linearer Interpolation zu arbeiten.

Unterabtastung (Aliasing) Aliasing (Spiegelfrequenzbildung) tritt auf, wenn das Oszilloskop Quellensignale
mit Frequenzkomponenten erfassen soll, die mit der jeweils aktuellen Abtastrate
nicht mehr zu erfassen sind. Im FFT-Signal werden die höherfrequenten Kompo-
nenten nicht ausreichend oft abgetastet und erscheinen deshalb als Aliaskompo-
nenten mit niedrigeren Frequenzen, die um den Nyquist-Punkt „gespiegelt“ sind
(siehe die Abbildung 3–45).
Die höchste Frequenz, die ein Sampler ohne Aliasing noch verarbeiten kann, ist
 der Abtastfrequenz. Da Quellensignale oft eine Grundfrequenz besitzen, die
keine Spiegelfrequenzen liefert, während dies bei Oberwellen durchaus möglich
ist, läßt sich Aliasing auf die folgende Weise erkennen und vermeiden:

3–96 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Schnelle Fourier-Transformation

H Quellensignale mit steilen Flanken erzeugen viele hochfrequente


Oberwellen.
H Quellensignal mit einer Rate abtasten, die mindestens doppelt so hoch ist
wie die höchste Frequenzkomponente, die noch eine signifikante Amplitude
besitzt.
H Eingangssignal filtern, um seine Bandbreite auf Frequenzen zu begrenzen,
die unter der Nyquist-Frequenz liegen.
H Aliasfrequenzen ermitteln und ignorieren.
Wenn vermutet werden muß, daß die FFT Aliasfrequenzen enthält, ist der
Eingangskanal zu wählen und die Horizontalskala auf eine höhere Abtastrate
einzustellen. Da die höhere Abtastrate auch einer höheren Nyquist-Frequenz
entspricht, sollten dann die spiegelfrequenten Anteile bei ihrer richtigen
Frequenz erscheinen.

ÉÉÉÉÉÉÉÉ
Nyquist-Frequenz

ÉÉÉÉÉÉÉÉ
ÉÉÉÉÉÉÉÉ
ÉÉÉÉÉÉÉÉ
Amplitude

ÉÉÉÉÉÉÉÉ
ÉÉÉÉÉÉÉÉ
ÉÉÉÉÉÉÉÉ
Frequenz
Spiegelfrequenzen
ÉÉÉÉÉÉÉÉ
Istfrequenzen

Abbildung 3–45: Entstehen von Aliasfrequenzen in einer FFT

Hinweise zur Darstellung Bei der Einstellung des FFT-Signals zur Darstellung der Phasenwinkel der
von Phasengängen einzelnen Signalfrequenzkomponenten muß der Bezugspunkt berücksichtigt
werden, gegen den die Phase gemessen werden soll. Es kann auch erforderlich
sein, die Störkomponenten in der FFT durch Phasenunterdrückung
herabzusetzen.

Phasennullpunkt festlegen. Die Phasenlage der einzelnen Frequenzen wird gegen


den Phasennullpunkt gemessen. Dieser Punkt liegt in der Mitte des FFT-Signals,
entspricht aber unterschiedlichen Punkten in der Quellen–Aufzeichnung (im
Zeitbereich). (Siehe die Abbildung 3–43 auf Seite 3–94.)

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–97
Schnelle Fourier-Transformation

Zur Messung der Phase genügt es bei den meisten Quellensignalen, die positive
Spitze um den Phasennullpunkt zu zentrieren. (Beispiel: der Phasennullpunkt
liegt bei Sinus- oder Rechtecksignalen in der Mitte der positiven Halbwelle.)
Hierzu wie folgt vorgehen:
H Im Menü More muß die Option FFT math waveform gewählt sein. Dann im
Horizontalmenü die Horizontalposition auf 50% setzen. Damit ist der
Phasennullpunkt auf die horizontale Bildschirmmitte zentriert.
H Im Horizontalmenü die Triggerposition so verstellen, daß die positive Spitze
des Quellensignals auf die horizontale Bildschirmmitte zentriert ist. Wenn
das Phasenbezugssignal ausreichend flache Flanken besitzt, kann diese
Zentrierung auch mit Hilfe des Triggerpegels (Drehknopf) erreicht werden.
Zur Phasenmessung bei Impulsprüfungen muß das Impulseingangssignal in das
System auf den Bezugsnullpunkt des FFT-Signals im Zeitbereich ausgerichtet
werden:
H Bei allen Datensätzen von weniger als 15 k Länge die Triggerposition auf
50% und die Horizontalposition auf 50% einstellen.
H Bei Datensätzen von 15 k Länge die Triggerposition auf 33% einstellen. Mit
dem Drehknopf für die Horizontalposition den Triggerindikator T auf die
horizontale Mitte des Bildschirmrasters zentrieren.
H Bei Datensätzen von 30 k, 50 k oder 60 k Länge die Triggerposition auf
16,6%, 10% bzw. 8,3% einstellen. Mit dem Drehknopf für die Horizontal-
position den Triggerindikator T auf die horizontale Mitte des Bildschirmras-
ters zentrieren.
H Den Eingangsimpuls als Trigger verwenden.

Phasenunterdrückung einstellen. Die Aufzeichnung des Quellensignals kann eine


Störkomponente enthalten, deren Phasenlage willkürlich zwischen –pi und +pi
schwanken kann. Bei einem solchen Rauschen ist die Phasendarstellung nicht
brauchbar. Durch die Phasenunterdrückung läßt sich eine solche Störkomponente
ausblenden.
Bei der Phasenunterdrückung ist ein Pegel in dB zu spezifizieren, bezogen auf
1 VEFF . Im FFT-Signal erscheinen dann die Phasenlagen aller Frequenzkompo-
nenten, deren Magnitude über diesem Schwellwertpegel liegt. Komponenten, die
diesen Pegel nicht erreichen, erhalten den Phasenwinkel Null (im Winkel- oder
Bogenmaß) zugewiesen und werden mit dieser Phase dargestellt. (Der Signalin-
dikator am linken Rand des Rasters gibt bei Phasen-FFTs den Pegel an, für den
die Phasenlage Null gilt.)

3–98 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Schnelle Fourier-Transformation

Es ist leichter, den benötigten Pegel der Phaseununterdrückung zu bestimmen,


wenn zunächst nur eine FFT zur Darstellung der Magnitude des Quellensignals
und dann erst die Darstellung der Phasenlage des gleichen Signals angefordert
wird. Die folgenden Schritte führen zu einer Bestimmung des Unterdrückungspe-
gels mit Hilfe einer Cursormessung:
1. Die Schritte 1 bis 7 der Beschreibung der Durchführung ab Seite 3–88 aus-
führen. Den Skalentyp dBV RMS (side) für die Set FFT Vert Scale to (side)
wählen.
2. Die Tasten CURSOR ➞ Mode (main) ➞ Independent (side) ➞ Func-
tion (main) ➞ H Bars (side) drücken. Den gewählten Cursor mit Hilfe des
Mehrzweckknopfs auf einen Pegel setzen, den die Magnituden der wichtigen
Frequenzen übersteigen, die Magnituden der sonstigen Frequenzkomponen-
ten aber sämtlich nicht erreichen.
3. Den Pegel in dB hinter der Anzeige @: ablesen. Dieser Pegelwert wird in
Schritt 5 benötigt.
4. Die Tasten MORE (main) ➞ Change Waveform Definition menu (side)
drücken. Die Taste Set FFT Vert Scale to (side) so oft drücken, bis entweder
Phase (rad) oder Phase (deg) gewählt ist.
5. Die Taste Suppress Phase at Amplitudes (side) drücken. Die Phasenun-
terdrückung mit dem Mehrzweckknopf oder dem Tastenfeld auf den Pegel
einstellen, der oben mit dem H-Cursor bestimmt wurde. Hierbei das Fenster
nicht wechseln, da sonst das Ergebnis der Cursormessung ungültig wird.

FFT-Fenster Eine optimale Darstellung der FFT-Daten ist nur möglich, wenn vor der
Berechnung des FFT-Signals bekannt ist, wie sich die FFT-Fenster auf diese
Daten auswirken.

Begrenzung durch Fenster. Das Oszilloskop multipliziert die FFT-Zeitbereichs-


aufzeichnung mit einem von vier möglichen FFT-Fenstern und leitet sie erst
danach an die FFT-Funktion weiter. Die Abbildung 3–46 veranschaulicht diese
Bearbeitung der Zeitbereichsaufzeichnung.
Das FFT-Fenster wirkt wie ein Bandpaßfilter zwischen der FFT-Zeitbereichsauf-
zeichnung und der FFT-Frequenzbereichsaufzeichnung. Aus der Form dieses
Fensters ergibt sich, wieweit die FFT die einzelnen Frequenzen auflösen (vonein-
ander trennen) und die Amplituden der betreffenden Frequenzkomponenten
genau bestimmen kann.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–99
Schnelle Fourier-Transformation

Geeignetes Fenster wählen. Die einzelnen Fenster ergeben entweder eine bessere
Frequenzauflösung auf Kosten der Genauigkeit der Amplitudenmessung durch
die FFT oder umgekehrt eine bessere Amplitudengenauigkeit zu Lasten der
Frequenzauflösung oder aber einen Kompromiß zwischen beiden. Hier sind die
folgenden vier Fenster verfügbar: Rectangular (Rechteck), Hamming, Hanning
und Blackman-Harris.
In Schritt 8 (Seite 3–90) der Durchführung wurden die vier Fenster
beschrieben. Grundsätzlich sollte das Fenster so gewählt werden, daß die FFT
die gesuchten Frequenzen gerade noch auflöst. Auf diese Weise ergibt sich die
beste Genauig-
keit der Amplitudenmessung und Unterdrückung von Querkomponenten bei
ausreichender Frequenzauflösung.
Das jeweils günstigste Fenster läßt sich oft empirisch ermitteln: zunächst das
Fenster mit der besten Frequenzauflösung (Rectangular) wählen und dann nach-
einander die anderen Fenster bis zu dem mit der schlechtesten Frequenzauflö-
sung (Blackman-Harris) aufrufen, bis die gewünschten Frequenzen nicht mehr
getrennt werden. Das Fenster, bei dem die gesuchten Frequenzen gerade noch
aufgelöst wurden, stellt den besten Kompromiß zwischen Frequenzauflösung
und Amplitudengenauigkeit dar.

HINWEIS. Falls das Hanning-Fenster die Frequenzen nicht mehr auflöst, lohnt
ein Versuch mit dem Hamming-Fenster, bevor das Rechteckfenster gewählt wird.
Je nach dem Abstand der kritischen Frequenzen von der Grundwelle kann das
Hamming-Fenster Frequenzen unter Umständen besser auflösen als das
Hanning-Fenster.

3–100 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Schnelle Fourier-Transformation

FFT-Zeitbereichsdatensatz

Xs

FFT-Fenster

FFT-Zeitbereichsdatensatz
nach Begrenzung durch
Fenster

FFT

FFT-Frequenzbereichsdatensatz

Abbildung 3–46: Anwendung von Fenstern auf die FFT-Zeitbereichsaufzeichnung

Merkmale der verschiedenen Fenster. Bei der Prüfung eines Fensters auf Ver-
wendbarkeit sind auch dessen Auswirkungen auf die FFT-Daten im Zeitbereich
von Bedeutung. Die Abbildung 3–47 gibt die einzelnen Fenster mit deren Band-
paßkennlinie, Bandbreite und höchstem Nebenzipfel an. Für die Kennlinie gelten
die folgenden Merkmale:
H Je schmaler das Durchlaßband eines bestimmten Fensters ist, desto besser ist
seine Frequenzauflösung.
H Je niedriger die Seitenzipfel neben dem Durchlaßband liegen, desto besser ist
die Amplitudengenauigkeit. Die Fenster Hanning und Blackman/Harris
senken die Daten am Ende der Aufzeichnung auf Null ab.
H Schmale Nebenzipfel erhöhen die Frequenzauflösung, weil die Selektivität
steigt. Niedrigere Nebenzipfel erhöhen die Genauigkeit, weil sie Querkom-
ponenten unterdrücken.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–101
Schnelle Fourier-Transformation

Bei der Verwendung von glockenförmigen Fenstern ist darauf zu achten, daß die
wichtigen Teile des Signals in der Zeitbereichsaufzeichnung in den mittleren Teil
des Fensters fallen, damit die Absenkung keine größeren Fehler verursacht.

Bandbreite Höchster
FFT-Fenstertyp Bandpaßfilter -3 dB Nebenzipfel
0 dB

Ć20 0.89 -13 dB

Ć40
Rechteckfenster Ć50

0 dB

Ć20
1.28 -43 dB
Ć40
Hamming-Fenster
Ć60

0 dB

Ć20

Ć40 1.28 -32 dB


Ć60
Hanning-Fenster Ć80

0 dB
Ć20
Ć40
Ć60
1.28 -94 dB
Ć80
Blackman-Harris-Fenster Ć100
Ć101

Abbildung 3–47: FFT-Fenster und Bandpaßkenndaten

3–102 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Signale berechnen

Mit dem Digitaloszilloskop lassen sich die erfaßten Signale mathematisch


bearbeiten. So ist es beispielsweise möglich, den Störuntergrund von stark
gestörten Signalen durch Differenzbildung zu unterdrücken, um das Signal so
besser herauszuarbeiten.
Der folgende Abschnitt beschreibt die Standardmerkmale der Berechnung von
Signalen (Waveform Math).

Einsatz von Single Wfm Math


Das Menü More (siehe die Abbildung 3–48) enthält die Befehle zur Darstellung,
zur Definition und zur Änderung von mathematischen Funktionen. Auf die
folgende Weise wird ein Signal aus einem einzigen Quellensignal berechnet:
1. Die Tasten MORE ➞ Math1, Math2 oder Math3 (main) ➞ Change Math
waveform definition (side) ➞ Single Wfm Math (main) drücken.

Abbildung 3–48: Menü More

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–103
Signale berechnen

2. Zur Definition des Quellensignals ist die Taste Set Function to (side) so oft
zu drücken, bis der gewünschte Kanal bzw. das gewünschte Referenzsignal
angegeben wird.
3. Die Taste Set Function to (side) ruft nacheinander die verschiedenen
Funktionen inv (invertieren), intg bzw. diff auf. Die Möglichkeiten, Signale
zu integrieren (intg) oder zu differenzieren (diff), gehören zur Option 2F.
4. Die Taste OK Create Math Wfm (side) löst die gewünschte Signalberech-
nung aus.

Einsatz von Dual Wfm Math


Zur Berechnung eines Signals aus zwei Quellensignalen sind die folgenden
Schritte durchzuführen:

HINWEIS. Wenn für ein TDS 400A eine Speichertiefe von 120 k gewählt wurde,
läßt sich darin nur ein Referenzsignal speichern. Außerdem lassen sich dann nur
vier Signale nutzen bzw. anzeigen. Dual Wfm Math belegt auch dann drei der
vier möglichen Signale, wenn die Quellensignale nicht dargestellt wer-
den sollen. Beispiel: zur Darstellung eines berechneten Signals, das der Summe
der Signale aus CH 1 und CH 2 entspricht, werden auch dann drei Signale be-
nötigt, wenn die Signale von CH 1 und CH 2 selbst nicht wiedergegeben werden.
Der Bildschirm kann dann nur noch ein weiteres Signal darstellen.

1. Die Tasten MORE ➞ Math1, Math2 oder Math3 (main) ➞ Change Math
waveform definition (side) ➞ Dual Wfm Math (main) drücken (siehe die
Abbildung 3–49).
2. Zur Definition des ersten Quellensignals ist die Taste Set 1st Source to
(side) so oft zu drücken, bis der gewünschte Kanal bzw. das gewünschte
Referenzsignal angegeben wird.
3. Zur Definition des zweiten Quellensignals ist die Taste Set 2nd Source to
(side) so oft zu drücken, bis der gewünschte Kanal bzw. das gewünschte
Referenzsignal angegeben wird.
4. Zur Eingabe des mathematischen Operators ruft die Taste Set operator to
(side) nacheinander die einzelnen Möglichkeiten auf. Zur Wahl stehen +, –
und *, beim TDS 510A auch /.
5. Die Taste OK Create Math Wfm (side) löst die gewünschte Signalberech-
nung aus.

3–104 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Signale berechnen

HINWEIS. Nach der Wahl von * für eine Multiplikation in Schritt 4 gilt als
Amplitudeneinheit der Cursormessungen das Spannungsquadrat VV, nicht mehr
die einfache Spannung in V.

Abbildung 3–49: Menüs Dual Waveform Math

Ein Math-Signal wählen


Zur Anwahl eines Signals, das auf dem Bildschirm dargestellt werden soll, sind
die Tasten MORE ➞ Math1, Math2 oder Math3 (main) zu drücken.
Die mathematische Bearbeitung durch Single Wfm Math und Dual Wfm Math
wurde oben gesondert beschrieben.

HINWEIS. In einem Digitaloszilloskop, das mit der Option 2F, Advanced DSP
Math, ausgerüstet ist, erscheint der Menütext FFT im gleichen Kontrast wie die
Menütexte Single Wfm Math und Dual Wfm Math, während die Angabe FFT
sonst nur halbschwarz sichtbar ist.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–105
Signale berechnen

3–106 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Signale differenzieren (Option)

Beschreibung
Advanced DSP Math (Option bei TDS 420A und TDS 640A) ermöglicht eine
Differenzierung von Signalen und damit die Darstellung eines mathematisch
differenzierten Signals, das die Änderungsgeschwindigkeit des jeweils erfaßten
Signals angibt. Derartige Signale werden zur Messung der Slew Rate von Ver-
stärkern und für Schulungszwecke benötigt. Differenzierte Signale können in
einem Referenzspeicher abgelegt und daraus wieder abgerufen werden, auch um
daran eine weitere Differenzierung durchzuführen. So ergibt sich die zweite
zeitliche Ableitung des ursprünglichen Signals.
Das berechnete Signal ergibt sich aus dem abgetasteten Signal. Da das Ergebnis
ein differenziertes Signal ist, gilt die Vertikalskala in Vertikaleinheiten pro
Sekunde (die Horizontalskala gilt weiter in Sekunden).

Durchführung
Die Berechnung des differenzierten Math-Signals ist wie folgt anzufordern:
1. Das Signal an den gewünschten Kanal anschließen und diesen Kanal wählen.
2. Die Vertikal- und Horizontalskalen einstellen und die Bildschirmdarstellung
auslösen (oder die Taste AUTOSET drücken).
3. Die Tasten MORE ➞ Math1, Math2 oder Math3 (main) ➞ Change Math
Definition (side) ➞ Single Wfm Math (main) drücken. Siehe die
Abbildung 3–50.
4. Die Taste Set Single Source to (side) drücken. Diese Taste mehrfach drük-
ken (oder den Mehrzweckknopf verwenden), bis im Menütext die Kanal-
nummer der in Schritt 1 gewählten Signalquelle erscheint.
5. Die Taste Set Function to (side) drücken. Diese Taste mehrfach drücken
(oder den Mehrzweckknopf verwenden), bis im Menütext die Angabe diff
erscheint.
6. Mit der Taste OK Create Math Wfm (side) die zeitliche Ableitung des in
Schritt 1 gewählten Signals darstellen lassen. Das Signal kann dann noch mit
den Drehknöpfen SCALE und POSITION der Vertikaleinstellungen in
Größe und Position nach Wunsch verändert werden.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–107
Signale differenzieren

Berechnetes
Differentialsignal

Quellensignal

Abbildung 3–50: Differenziertes Math-Signal

Automatische Messungen Die folgenden Schritte lösen automatische Messungen am differenzierten Signal
an differenzierten aus:
Signalen
1. Es müssen auf jeden Fall die Kanalwahltaste MORE betätigt und im
Hauptmenü More das differenzierte Math-Signal gewählt worden sein.
2. Die Tasten MEASURE ➞ Select Measrmnt (main) drücken.
3. Im Seitenmenü können bis zu vier Messungen gewählt werden (siehe die
Abbildung 3–51).

3–108 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Signale differenzieren

Abbildung 3–51: Spitze-Spitze-Amplitudenmessung an einem differenzierten Signal

Cursormessungen an Die Cursor lassen sich auch für Messungen an differenzierten Signalen einsetzen.
differenzierten Signalen Hier ist auf die gleiche Weise zu verfahren wie für Cursormessungen an inte-
grierten Signalen, Seite 3–112. Bei dieser Prozedur ist jedoch zu beachten, daß
die Amplituden bei Messungen an differenzierten Signalen in V/s (Vertikal-
einheiten/s) anzugeben sind und nicht in V-s, wie dies dort für Messungen an
integrierten Signalen angegeben ist.

Praktische Hinweise
Bei der Bildung von differenzierten Math-Signalen aus Echtzeitsignalen der
einzelnen Kanäle sind die folgenden Punkte zu beachten.

Offset, Position und Skala Die folgenden Hinweise sollen helfen, eine gute Darstellung auf dem Bildschirm
zu erreichen:
H Das Quellensignal so skalieren und positionieren, daß es auf dem Bildschirm
vollständig wiedergegeben wird. (Signale, die über den Bildschirm hinaus-
gehen, können beschnitten werden und ergeben dann Fehler im differenzier-
ten Signal).

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–109
Signale differenzieren

H Das Quellensignal kann mit Hilfe der Einstellungen für die Vertikalposition
und den Vertikaloffset beliebig verschoben werden. Diese Einstellungen
wirken sich auf das differenzierte Signal nicht aus, solange das ganze Signal
auf dem Bildschirm bleibt und nicht beschnitten wird.
H Wenn das Quellensignal mit dem Drehknopf der Vertikalskala anders skaliert
wird, wirkt sich diese Skalierung auch auf das differenzierte Signal aus.
Das differenzierte Math-Signal kann so groß sein, daß es vertikal nicht in den
Bildschirm paßt – auch wenn das Quellensignal auf dem Bildschirm nur wenige
Skalenteile hoch war. Die Signalgröße auf dem Bildschirm kann zwar mit Zoom
verkleinert werden (siehe die anschließende Erläuterung zum Zoom), jedoch wird
dadurch eine eventuelle Beschneidung des Signalverlaufs nicht aufgehoben.
Differenzierte Signale in Form von schmalen Nadeln sind auf dem Bildschirm
nicht unbedingt sofort als beschnittene Signale erkennbar. Erst nach einer
horizontalen Dehnung durch Zoom zeigt sich dann die ungewollte Begrenzung
des differenzierten Signals. Bei automatischen Messungen Pk-Pk erscheint auch,
sofern freigegeben, eine Warnmeldung wegen unzulässiger Signalbegrenzung
(siehe Automatische Messungen an differenzierten Signalen auf Seite 3–108).
Falls das differenzierte Signal beschnitten sein sollte, bieten sich folgende
Abhilfemöglichkeiten an:
H Die Größe des Quellensignals auf dem Bildschirm herabsetzen.
H Das Signal auf dem Bildschirm horizontal dehnen. Wird beispielsweise das
Signal, das in Abbildung 3–50 auf Seite 3–108 dargestellt wurde, so
gedehnt, daß sich seine ansteigenden und abfallenden Flanken über mehrere
horizontale Skalenteile erstrecken, so nimmt die Amplitude des entsprechen-
den differenzierten Impulses im gleichen Maß ab.
Bei beiden Verfahren ist darauf zu achten, daß der Zoom abgeschaltet ist und die
Zoom-Faktoren zurückgesetzt sind (siehe die folgenden Angaben zum Zoom).

Zoom Wenn das Signal dann auf dem Bildschirm optimal wiedergegeben wird, kann es
noch zur Untersuchung von beliebigen Einzelheiten vertikal und horizontal ver-
größert (oder auch verkleinert) werden. Es muß nur immer als Signal das
differenzierte Signal gewählt sein.
Wenn der Zoom-Faktor (2X, 5X usw.) angezeigt werden soll, muß der Zoom
eingeschaltet sein (siehe die Angaben zum Zoom auf Seite 3–161).

3–110 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Signale integrieren (Option)

Die Signalintegration ermöglicht die Darstellung eines berechnetes (Math)


Signals, das das zeitliche Integral des erfaßten Signals darstellt. Derartige
Signale werden für die folgenden Anwendungen benötigt:
H Messung von Leistungen und Energien, etwa bei Schaltnetzteilen
H Kennzeichnung von mechanischen Meßwertgebern, etwa zur Integration
des Ausgangssignals eines Beschleunigungsgebers zur Bestimmung der
Geschwindigkeit
Für das Signal gilt eine Vertikalskala von V-s (die Horizontalskala gilt weiter in
Sekunden). Wenn ein Tastkopf verwendet wird, der keine Spannungssignale
abgibt, können einige Digitaloszilloskope auch andere Vertikaleinheiten
ausgeben.

Durchführung
Die Berechnung des integrierten Math-Signals ist wie folgt anzufordern:
1. Das Signal an den gewünschten Kanal anschließen und diesen Kanal wählen.
2. Die Vertikal- und Horizontalskalen einstellen und die Bildschirmdarstellung
auslösen (oder die Taste AUTOSET drücken).
3. Die Tasten MORE ➞ Math1, Math2 oder Math3 (main) ➞ Change Math
waveform definition (side) ➞ Single Wfm Math (main) drücken.
4. Die Taste Set Single Source to (side) drücken. Diese Taste mehrfach
drücken (oder den Mehrzweckknopf verwenden), bis im Menütext die
Kanalnummer der in Schritt 1 gewählten Signalquelle erscheint.
5. Die Taste Set Function to (side) drücken. Diese Taste mehrfach drücken
(oder den Mehrzweckknopf verwenden), bis im Menütext die Angabe intg
erscheint.
6. Mit der Taste OK Create Math Waveform (side) die Ausgabe des zeitlich
integrierten Math-Signals veranlassen (siehe die Abbildung 3–52).

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–111
Signale integrieren

Berechnetes
Integralsignal

Quellensignal

Abbildung 3–52: Integriertes Math-Signal

Cursormessungen an An integrierten Signalen, die auf dem Bildschirm dargestellt werden, kann die
integrierten Signalen Spannung in ihrem zeitlichen Verlauf mit Hilfe der Cursor ausgemessen werden:
1. Es müssen auf jeden Fall die Kanalwahltaste MORE betätigt (die LED
leuchtet) und im Hauptmenü More das integrierte Math-Signal gewählt
worden sein.
2. Die Tasten CURSOR ➞ Mode (main) ➞ Independent (side) ➞ Func-
tion (main) ➞ H Bars (side) drücken.
3. Den gewählten Cursor (durchgehender Strich) mit dem Mehrzweckknopf auf
den höchsten Pegel (oder auf einen beliebigen Amplitudenwert) einstellen.
4. Mit der Taste SELECT den anderen Cursor wählen.
5. Den gewählten Cursor (durchgehender Strich) mit dem Mehrzweckknopf auf
den tiefsten Pegel (oder auf einen beliebigen Amplitudenwert) einstellen.
6. Das Zeitintegral der Spannung zwischen den Cursorn in V-s hinter dem
Zeichen D: ablesen. Hinter dem Zeichen @: ist das Zeitintegral der
Spannung (Vertikaleinheiten) zwischen dem gewählten Cursor und dem
Referenzindikator des berechnetes Signals abzulesen. Siehe die
Abbildung 3–53.

3–112 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Signale integrieren

Berechnetes Integralsignal

Quellensignal

Abbildung 3–53: Messung eines Zeitintegrals zwischen Cursorn H Bars

7. Die Tasten Function (main) ➞ V Bars (side) drücken. Einen der beiden
Vertikalcursor mit dem Mehrzweckknopf auf einen interessierenden Punkt
entlang der Horizontalachse des Signals setzen.
8. Mit der Taste SELECT den anderen Cursor wählen.
9. Den anderen Cursor auf einen anderen interessierenden Punkt des berechne-
ten Signals setzen.
10. Die Zeitdifferenz zwischen den Cursorn hinter dem Zeichen D: ablesen.
Hinter dem Zeichen @: ist die Zeitdifferenz zwischen dem gewählten Cursor
und dem Triggerpunkt des Quellen-Signals abzulesen.
11. Die Tasten Function (main) ➞ Paired (side) drücken.
12. Die langen Vertikalbalken der einzelnen gepaarten Cursor auf die oben
beschriebene Weise auf die interessierenden Punkte des Signals entlang der
Horizontalachse setzen.
13. An den Cursoranzeigen sind die folgenden Werte abzulesen:
H Hinter dem Zeichen D: das Zeitintegral der Spannung (Vertikaleinheiten)
zwischen den X der beiden gepaarten Cursor in V-s.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–113
Signale integrieren

H Hinter dem Zeichen @: das Zeitintegral der Spannung zwischen dem X


des gewählten Cursors und dem Referenzindikator des berechnetes
Signals.
H Hinter dem Zeichen D: die Zeitdifferenz zwischen den langen Vertikal-
balken der gepaarten Cursor.

Automatische Messungen Es lassen sich auch automatische Messungen an integrierten Signalen durch-
an integrierten Signalen führen. Hier ist auf die gleiche Weise zu verfahren wie für Signale differenzieren,
Seite 3–107. Bei dieser Prozedur ist jedoch zu beachten, daß die Amplituden bei
Messungen an integrierten Signalen in V-s (wenn V die Vertikaleinheit ist) an-
zugeben sind und nicht in V/s, wie dies dort für Messungen an differenzierten
Signalen angegeben ist.

Praktische Hinweise
Bei der Bildung von integrierten Math-Signalen aus Echtzeitsignalen der ein-
zelnen Kanäle sind die folgenden Punkte zu beachten.

Offset, Position und Skala Gute Darstellungen auf dem Bildschirm sind nur unter Beachtung der folgenden
Hinweise zu erreichen:
H Das Quellensignal so skalieren und positionieren, daß es auf dem Bildschirm
vollständig wiedergegeben wird. (Signale, die über den Bildschirm hinaus-
gehen, können beschnitten werden und ergeben dann Fehler im integrierten
Signal).
H Das Quellensignal kann mit Hilfe der Einstellungen für die Vertikalposition
und den Vertikaloffset beliebig verschoben werden. Diese Einstellungen
wirken sich auf das integrierte Signal nicht aus, solange das ganze Signal auf
dem Bildschirm bleibt und nicht beschnitten wird.
H Wenn das Quellensignal mit dem Drehknopf der Vertikalskala anders skaliert
wird, wirkt sich diese Skalierung auch auf das integrierte Signal aus.

DC-Offset Das Oszilloskop integriert jeden DC-Offset zu den zeitveränderlichen Anteilen


des Signals. Ein Offset von nur wenigen Skalenteilen kann bereits bewirken, daß
das Zeitintegral in die Sättigung geht (beschnitten wird), besonders bei längeren
Datensätzen.
Es kann möglich sein, durch Wahl eines kürzeren Datensatzes die Sättigung des
Integrals zu verhindern. Die Beschneidung kann auch vermieden werden, wenn
die Abtastrate zum gewählten Signalkanal herabgesetzt wird. Es ist auch mög-
lich, im Vertikalmenü zum Quellensignal die AC-Kopplung zu wählen oder aus

3–114 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Signale integrieren

diesem Signal auf andere Weise die Gleichkomponente abzutrennen, bevor es an


das Oszilloskop gelangt.

Zoom Wenn das Signal dann auf dem Bildschirm optimal wiedergegeben wird, kann es
noch zur Untersuchung von beliebigen Einzelheiten vertikal und horizontal ver-
größert (oder auch verkleinert) werden. Es muß nur immer als Signal das
integrierte Signal gewählt sein.
Wenn der Zoom-Faktor (2X, 5X usw.) angezeigt werden soll, muß der Zoom
eingeschaltet sein (siehe die Angaben zum Zoom auf Seite 3–161).

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–115
Signale integrieren

3–116 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Signale speichern und abrufen

Signale können in jedem der vier internen Referenzspeicher des Geräts oder auf
einer Diskette gespeichert werden. Der folgende Abschnitt beschreibt Speiche-
rung, Löschung und Abruf von Referenzsignalen.

HINWEIS. Wenn für ein TDS 400A eine Speichertiefe von 120 k gewählt wurde,
läßt sich darin nur ein Referenzsignal speichern. Außerdem lassen sich dann nur
vier Signale nutzen bzw. anzeigen. Beispiel: zur Darstellung eines berechneten
Signals, das der Summe der Signale aus CH 1 und CH 2 entspricht, werden auch
dann drei Signale benötigt, wenn die Signale von CH 1 und CH 2 selbst nicht
wiedergegeben werden. Der Bildschirm kann dann nur noch ein weiteres Signal
darstellen.

Das Digitaloszilloskop kann bis zu 11 Signale gleichzeitig darstellen. Dies sind


die Signale der Eingangskanäle, vier Referenzsignale und drei berechnete
Signale. Es können auch Signaldatensätze unterschiedlicher Größe in beliebiger
Kombination gespeichert werden, solange dadurch nicht die Kapazität des
nichtflüchtigen Signalspeichers überschritten wird.

Signale speichern
Signale sind wie folgt zu speichern:
1. Den Kanal wählen, der das zu speichernde Signal liefert.

HINWEIS. Bei der Durchführung des folgenden Schritts 2 ist zu beachten, daß ein
früher gespeichertes Signal überschrieben wird, wenn hierbei ein als active
bezeichneter (siehe die Abbildung 3–54) Platz im Referenzspeicher gewählt wird.

2. Die folgende Tasteneingabe läßt ein Signal intern speichern: Save/Recall


WAVEFORM ➞ Save Waveform (main) ➞ Ref1, Ref2, Ref3 oder Ref4
(side).

HINWEIS. Vor der Durchführung von Schritt 3 bei einem TDS 400A ist das
aktuelle Save Format (siehe die Abbildung 3–56) zu beachten. Zur Speicherung
unter einem anderen Format siehe die Angaben unter Speicherformat wählen auf
Seite 3–120.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–117
Signale speichern und abrufen

3. Die folgende Tasteneingabe läßt ein Signal auf einer Diskette speichern:
Save/Recall WAVEFORM ➞ Save Waveform (main) ➞ To File (side).
Danach mit Hilfe des Mehrzweckknopfes den Durchlaufbalken auf den
Namen der gewünschten Datei in der Liste setzen, die daraufhin ausgegeben
wird. Die Speicherung dann mit der Taste Save To Selected File
veranlassen.

Abbildung 3–54: Menü Save Waveform Menu (dargestellt für TDS 400A)

Signale löschen
Referenzsignale, die nicht mehr benötigt werden, können auf die folgende Weise
gelöscht werden:
Die Tasten Save/Recall WAVEFORM ➞ Delete Refs (main) ➞ Delete Ref1,
Delete Ref2, Delete Ref3, Delete Ref4 bzw. Delete All Refs (side) drücken.

Sämtliche Signale und Einstellungen löschen


Zur Löschung sämtlicher gespeicherten Signale und Einstellungen siehe die
Angaben unter Sämtliche Einstellungen und Signale löschen auf Seite 3–25.

3–118 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Signale speichern und abrufen

Gespeicherte Signale abrufen (nur bei TDS 400A)


So ist ein Signal aus dem internen Referenzspeicher auf den Bildschirm
abzurufen:
Die Tasten MORE ➞ Ref1, Ref2, Ref3 bzw. Ref4 (main) drücken.
In Abbildung 3–55 sind die Hauptmenüpositionen Ref2, Ref3 und Ref4 unterlegt
dargestellt, Ref1 dagegen nicht. Referenzspeicher, die nicht belegt sind, werden
im Hauptmenü More unterlegt dargestellt.

Abbildung 3–55: Menü More

Signal von einer Diskette abrufen


Die folgenden Tasteneingaben rufen ein Signal von einer Diskette in den internen
Referenzspeicher ab: Save/Recall WAVEFORM ➞ Recall Wfm To Ref.
Danach mit Hilfe des Mehrzweckknopfes den Durchlaufbalken auf den Namen
der gewünschten Datei in der Liste setzen, die daraufhin ausgegeben wird. Die
Ausgabe dann mit einer der Tasten To Ref1, To Ref2, To Ref3 oder To Ref4 an
den betreffenden Referenzspeicher veranlassen.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–119
Signale speichern und abrufen

Speicherformat wählen (nur bei TDS 400A)


Das Format, unter dem das Oszilloskop ein Signal in einer Datei speichert, ist
wie folgt zu wählen: die Tasten Save/Recall WAVEFORM ➞ Save For-
mat (main) ➞ Internal, MathCAd oder Spreadsheet (side) drücken (siehe die
Abbildung 3–56). Es stehen drei Formate zur Verfügung:
H Internal legt Dateien im internen Format (.WFM) des Oszilloskops an.
H MathCad erstellt Dateien in einem Format (.DAT), das von MathCadR
verarbeitet werden kann.
Daten aus Dateien im Format DAT werden zeilenweise ausgelesen und in
Variable des MathCad-Dokuments eingesetzt. Es können dann alle
gewünschten Berechnungen damit ausgeführt werden. Dateien im Format
DAT enthalten am Dateianfang einen Header von vier Werten, die die
Datensatzlänge, die Dauer eines Abtastintervalls, die Lage des Trigger-
punktes und den Triggeroffset angeben. Daran schließt sich ein lineares Feld
von Y-Werten im ASCII-Gleitkommaformat an. Die Datensatzlänge, die
Länge des Pretrigger-Intervalls und der Triggeroffset werden durch die
entsprechende Anzahl von Abtastwerten angegeben. Die Horizontalskala pro
Abtastwert gilt in x Einheiten, der y-Wert in y Einheiten.
H Spreadsheet erstellt Dateien in einem Format (.CSV), das mit den meisten
Kalkulationsprogrammen bearbeitet werden kann (ExcelR, Lotus 1-2-3R
und Quattro ProR.
Dateien im Format CSV (Comma Separated Values) enthalten Werte für X
und Y im ASCII-Format, mit Kommas als Trennzeichen, in Zeilen, die
jeweils durch CRLF abgeschlossen sind (ein 2-dimensionales Feld). Die
Einzelwerte sind jeweils Gleitkommazahlen. Jeder Punkt einer Signalauf-
zeichnung belegt eine eigene Zeile. Die Angaben der X- und Y-Werte gelten
in Sekunden bzw. in Volt. Die gesamte Skalierung zur Abtastung von
Inkrementen und zur Berücksichtigung von Offsets ist eingeschlossen. Der
Nullpunkt der X-Skala ist der Triggerpunkt, und negative Werte gehören
zum Pretrigger, positive Werte zum Posttrigger.

3–120 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Signale speichern und abrufen

Abbildung 3–56: Menü Save Format

Darstellung eines Signals in einem Spreadsheet (nur bei TDS 400A)


Zur Speicherung eines Signals und Ausgabe der Signaldaten mit Hilfe eines
Kalkulationsprogramms (das folgende Beispiel gilt für EXCEL):
1. Eine Diskette in das Laufwerk einlegen, und dann die Tasten Save/Recall
WAVEFORM ➞ Save Format (main) ➞ Spreadsheet (side) drücken.
2. Die Tasten Save Wfm (main) ➞ To File (side) und dann Save to Selected
File (side) drücken.
3. Die Diskette entnehmen und in das Laufwerk des Computers einlegen.
4. EXCEL starten.
5. Im Dateimenü von EXCEL die Option Open aufrufen. Im Menü List Files of
Type die Angabe Text Files (*.prn, *.txt, *.csv) wählen. Im Menü Drives das
Laufwerk aufrufen, in dem die Diskette mit den Signaldaten liegt. Im Menü
File Name den Namen der Datei mit den Signaldaten wählen. Dann mit OK
abschließen.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–121
Signale speichern und abrufen

3–122 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Signalpfadkompensation

Die Signalpfadkompensation (SPC) minimiert elektrische Offsetspannungen in


den Vertikal-, Horizontal- und Triggerverstärkern, die durch Schwankungen der
Umgebungstemperatur und durch Alterung von Bauteilen entstehen können. Auf
diese Weise lassen sich über einen sehr weiten Temperaturbereich genaue
Messungen durchführen.
Die SPC ist immer dann aufzurufen, wenn die vorgesehenen Messungen die
größtmögliche Genauigkeit erfordern. Eine SPC ist auch immer dann durch-
zuführen, wenn sich die Temperatur seit der letzten SPC um mehr als 5_C
geändert hat.

HINWEIS. Bei Messungen mit Einstellungen der Vertikalskala auf 5 mV/div oder
darunter muß eine SPC mindestens einmal wöchentlich durchgeführt werden.
Anderenfalls erreicht das Oszilloskop bei so niedrigen Einstellungen unter
Umständen nicht seine garantierten Leistungsdaten.

Die SPC ist wie folgt auszulösen:


1. Das Digitaloszilloskop einschalten und 20 Minuten lang warmlaufen lassen.
2. Keine Eingangssignale anschließen.

STOP. Bei einer (auch zufälligen) Unterbrechung der Stromversorgung des


Geräts während einer Signalpfadkompensation speichert das Fehlerprotokoll des
Oszilloskops eine entsprechende Meldung. Die Signalpfadkompensation muß
dann wiederholt werden. (Die Fehlermeldung kann nur mit spezieller Software
des Kundendienstes aus dem Fehlerprotokoll gelöscht werden.)

3. Die Tasten SHIFT UTILITY ➞ System (main) ➞ Cal (pop-up) ➞ Signal


Path (main) ➞ OK Compensate Signal Paths (side) drücken.
4. Den Abschluß der Signalpfadkompensation abwarten (sie kann eine bis drei
Minuten dauern). Während dieser Zeit erscheint auf dem Bildschirm ein
„Uhren“-Icon (wie links wiedergegeben). Nach Abschluß der Kompensation
wird ein neuer Status Pass oder Fail gemeldet.
5. Im Hauptmenü muß unter dem Menütext Signal Path die Angabe Pass
erscheinen. (Siehe die Abbildung 3–57.)

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–123
Signalpfadkompensation

Abbildung 3–57: Durchführung einer Signalpfadkompensation

3–124 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Signalverläufe ausmessen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Kenndaten von Signalverläufen aus-


zumessen. Hier bieten sich Messungen mit dem Raster oder mit den Cursorn
oder automatische Messungen an. Der hier folgende Abschnitt beschreibt auto-
matische Messungen. (Messungen mit Hilfe der Cursor oder des Rasters werden
unter Cursormessungen auf Seite 3–11 bzw. unter Rastermessungen auf
Seite 3–135 beschrieben.)
Automatische Messungen sind im allgemeinen genauer und schneller durch-
zuführen als beispielsweise die direkte Auszählung von Rasterteilungen. Das
Oszilloskop aktualisiert automatische Messungen ständig und gibt sie entspre-
chend aus. (Es gibt auch eine Möglichkeit, sämtliche Meßwerte gleichzeitig
ausgeben zu lassen – siehe die Angaben unter Schnappschuß aller Meßwerte,
Seite 3–134.)
Automatische Messungen erfolgen jeweils an der ganzen Signalaufzeichnung
bzw. bei getorten (gated) Messungen in dem Bereich, der durch die Vertikalcur-
sor spezifiziert wurde. (Siehe die Angaben zu Getorte Messungen auf
Seite 3–129.) Sie begrenzen sich nicht nur auf den Teil des Signalverlaufs, der
jeweils auf dem Bildschirm sichtbar ist.

Liste der Meßgrößen


Das Digitaloszilloskop kann 25 Meßgrößen automatisch bestimmen. Die
Tabelle 3–6 enthält kurze Definitionen davon.

Tabelle 3–6: Definitionen der Meßgrößen

Name Definition
Amplitude Spannungsmessung. Spanne zwischen dem Höchst- und dem Tiefstwert des ganzen Signalver-
(Amplitude) laufs bzw. des getorten (gated) Bereichs.

Amplitude = High – Low


Area (Fläche, Zeitintegral der Spannung. Es entspricht der vom gesamten Signal bzw. vom getorten (gated) Ber-
Zeitintegral) eich belegten Fläche und wird in V.s angegeben. Hierbei zählen Flächen oberhalb des Nullpegels
positiv, Flächen darunter negativ.
Burst Width Zeitbezugsmessung. Die Dauer eines Burst. Wird über das gesamte Signal bzw. den getorten
(Burstbreite) (gated) Bereich gemessen.
Cycle Area Messung des Zeitintegrals der Spannung über einen Zyklus. Es entspricht der in einem Zyklus
(Zyklusfläche) bzw. im getorten (gated) Bereich belegten Fläche in V.s. Hierbei zählen Flächen oberhalb des Null-
pegels positiv, Flächen darunter negativ.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–125
Signalverläufe ausmessen

Tabelle 3–6: Definitionen der Meßgrößen (Fortsetzung)

Name Definition
Cycle Mean Spannungsmessung. Der arithmetische Mittelwert über den ersten Zyklus des Signalverlaufs bzw.
(Zyklus-mittelwert) des getorten (gated) Bereichs.
Cycle RMS (Zyklus- Spannungsmessung. Der wahre Effektivwert der Spannung im ersten Zyklus des Signalverlaufs
Effektivwert) bzw. des getorten (gated) Bereichs.
Delay Zeitbezugsmessung. Die Zeitspanne zwischen den Durchgängen von zwei Signalstrahlen bzw. von
(Verzögerung) deren getorten (gated) Bereichen durch den Pegel Mid Ref.
Fall Time Zeitbezugsmessung. Die Zeitspanne zwischen den Durchgängen der fallenden Flanke des ersten
(Abfallzeit) Impulses des Signalverlaufs bzw. des getorten (gated) Bereichs durch die Pegel High Ref (Vorgabe
= 90%) und Low Ref (Vorgabe =10%), bezogen auf den Endwert.
Frequency Zeitbezugsmessung. Messung der Dauer des ersten Zyklus des Signalverlaufs bzw. des getorten
(Frequenz) (gated) Bereichs. Die Frequenz ist der Kehrwert der Periodendauer und wird in Hertz (Hz) angege-
ben (1 Hz = 1 Zyklus pro Sekunde).
High Der Wert, der zur Bestimmung der Werte für High Ref, Mid Ref oder Low Ref als 100% gilt (zum
(Hoch) Beispiel bei der Messung der Anstiegs- oder der Abfallzeit). Er wird aus Minimum/Maximum oder
durch Histogramm berechnet. Das Verfahren min/max verwendet das gefundene Maximum, das
Histogramm-Verfahren den häufigsten Meßwert über der Bereichsmitte. Die Messung betrifft den
ganzen Signalverlauf bzw. den getorten (gated) Bereich.
Low Der Wert, der zur Bestimmung der Werte für High Ref, Mid Ref oder Low Ref als 0% gilt (zum
(Niedrig) Beispiel bei der Messung der Anstiegs- oder der Abfallzeit). Er wird aus Minimum/Maximum oder
durch Histogramm berechnet. Das Verfahren min/max verwendet das gefundene Minimum, das
Histogramm-Verfahren den häufigsten Meßwert unter der Bereichsmitte. Die Messung betrifft den
ganzen Signalverlauf bzw. den getorten (gated) Bereich.
Maximum Spannungsmessung. Das Maximum der Amplitude. Typisch die höchste der positiven Spannungs-
(Maximum) spitzen. Die Messung betrifft den ganzen Signalverlauf bzw. den getorten (gated) Bereich.
Mean Spannungsmessung. Der arithmetische Mittelwert über den gesamten Signalverlauf bzw. den
(Mittelwert) getorten (gated) Bereich.
Minimum Spannungsmessung. Das Minimum der Amplitude. Typisch die höchste der negativen Spannungs-
(Minimum) spitzen. Die Messung betrifft den ganzen Signalverlauf bzw. den getorten (gated) Bereich.
Negative Duty Cycle Zeitbezugsmessung. Messung der Dauer des ersten Zyklus des Signalverlaufs bzw. des aufge-
(negatives Tast- tasteten Bereichs. Die Breite des negativen Impulses in Prozent, bezogen auf die Periodendauer
verhältnis) des Signals.
NegativeWidth
NegativeDutyCycle + 100%
Period
Negative Overshoot Spannungsmessung. Gemessen äber den gesamten Signalverlauf bzw. den aufgetasteten
(negatives Über- Bereich.
schwingen)
NegativeOvershoot + Low * Min 100%
Amplitude
Negative Width Zeitbezugsmessung am ersten Impuls eines Signalverlaufs bzw. des getorten (gated) Bereichs.
(Breite negativ) Der (zeitliche) Abstand zwischen Amplitudenpunkten mit dem Pegel Mid Ref (Vorgabe 50%) eines
negativen Impulses.
Peak to Peak Spannungsmessung. Absolutwert der Differenz zwischen dem Maximum und dem Minimum der
(Spitze-Spitze) Amplitude im gesamten Signalverlauf bzw. im getorten (gated) Bereich.
Period Zeitbezugsmessung. Zeitdauer bis zum Abschluß des ersten vollständigen Signalzyklus im Signal-
(Periodendauer) verlauf bzw. im getorten (gated) Bereich. Kehrwert der Frequenz. Angabe in Sekunden.

3–126 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Signalverläufe ausmessen

Tabelle 3–6: Definitionen der Meßgrößen (Fortsetzung)

Name Definition
Phase Zeitbezugsmessung. Betrag der zeitlichen Vor- oder Nacheilung zwischen zwei Signalverläufen.
(Phase) Angabe in Winkelgraden, wobei 360_ einen vollständigen Signalzyklus überstreichen.
Positive Duty Cycle Zeitbezugsmessung. Messung der Dauer des ersten Zyklus des Signalverlaufs bzw. des aufge-
(positives Tast- tasteten Bereichs. Die Breite des positiven Impulses in Prozent, bezogen auf die Periodendauer
verhältnis) des Signals.
PositiveDutyCycle + PositiveWidth 100%
Period
Positive Overshoot Spannungsmessung. Gemessen äber den gesamten Signalverlauf bzw. den aufgetasteten
(positives Über- Bereich.
schwingen) Max * High
PositiveOvershoot + 100%
Amplitude
Positive Width Zeitbezugsmessung am ersten Impuls eines Signalverlaufs bzw. des getorten (gated) Bereichs.
(Breite positiv) Der (zeitliche) Abstand zwischen Amplitudenpunkten mit dem Pegel Mid Ref (Vorgabe 50%) eines
positiven Impulses.
Rise time Zeitbezugsmessung. Die Zeitspanne zwischen den Durchgängen der ansteigenden Flanke des
(Anstiegszeit) ersten Impulses des Signalverlaufs bzw. des getorten (gated) Bereichs durch die Pegel Low Ref
(Vorgabe =10%) und High Ref (Vorgabe = 90%), bezogen auf den Endwert.
RMS Spannungsmessung. Der wahre Effektivwert der Spannung im gesamten Signalverlauf bzw. im
(Effektivwert) getorten (gated) Bereich.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–127
Signalverläufe ausmessen

Meßwertanzeigen
Solange keine Menüs angezeigt werden, erscheinen Meßwertanzeigen am
rechten Bildschirmrand (siehe die Abbildung 3–58). Bei gleichzeitiger Menüaus-
gabe erscheinen die Meßwertanzeigen im Rasterbereich. Es können bis zu vier
Meßgrößen gleichzeitig angezeigt und aktualisiert werden.

Bereich der
Meßwertanzeige

Abbildung 3–58: Meßwertanzeigen

Meßeinheiten (nur bei TDS 400A)


Bei der Umstellung vom internen auf einen externen Takt gelten als Maßeinhei-
ten Taktimpulse statt Sekunden, /Taktimpuls statt Hz und [Link] statt V.s.

Meßgrößen wählen und anzeigen lassen


Zur Durchführung einer automatischen Messung muß zunächst eine stabile
Wiedergabe des Signals erreicht werden, das ausgemessen werden soll. Es kann
genügen, die Taste AUTOSET zu drücken. Bei stabiler Wiedergabe dann mit der
Taste MEASURE das Menü Measure aufrufen (Abbildung 3–59).

3–128 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Signalverläufe ausmessen

Abbildung 3–59: Menü Measure

Die Messungen erfolgen immer am gewählten Signal. Die Meßanzeige gibt den
Kanal an, in dem gemessen wird.
1. Die Tasten MEASURE ➞ Select Measrmnt (main) drücken.
2. Eine Meßgröße im Seitenmenü auswählen.

Meßgrößen aufheben Auf die folgende Weise lassen sich Meßgrößen aufheben:
1. Die Tasten MEASURE ➞ Remove Measrmnt (main) drücken.
2. Im Seitenmenü die Meßgröße wählen, die aufgehoben werden soll. Mit der
Taste All Measurements (side) lassen sich alle Meßgrößen gleichzeitig
aufheben.

Getorte Messungen Durch die Möglichkeit des Torens lassen sich Messungen auf den Teil des
Signalverlaufs beschränken, der zwischen den Cursorn liegt (der getorte – gated
– Bereich). Ohne Toren führt das Oszilloskop die Messungen jeweils an der
ganzen Signalaufzeichnung durch.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–129
Signalverläufe ausmessen

Nach Aktivierung des Torens erscheinen Vertikalcursor. Mit diesen Cursorn ist
der getorte Bereich einzugrenzen. Die folgenden Schritte fordern eine getorte
Messung an:
1. Die Tasten MEASURE ➞ Gating (main) ➞ Gate with V Bar Cursors
(side) drücken (siehe die Abbildung 3–60).
2. Die Cursor an die Ränder des interessierenden Signalbereichs setzen.
Das Toren wird nicht schon dadurch aufgehoben, daß das Cursormenü
aufgerufen und die Darstellung der Vertikalcursor unterdrückt wird. (Der
Bildschirm enthält weiter die Torenpfeile, die den Bereich der getorten
Messung bezeichnen.) Es muß vielmehr im Seitenmenü Gating das Toren
selbst aufgehoben werden.

HINWEIS. Die Cursor erscheinen im Bildschirm jeweils zu dem gewählten Signal.


Hier besteht Verwechslungsgefahr bei Messungen zwischen zwei Sig-
nalen. Wenn bei abgeschalteter Horizontalverriegelung die Horizontalposition
eines der Signale geändert wird, erscheint der Cursor an der angeforderten
Position zum gewählten Signal. Getorte Messungen bleiben weiter richtig,
jedoch ändert sich die Bildschirmposition der Cursor beim Wechsel des
gewählten Signals.

Abbildung 3–60: Menü Measure – Gating

3–130 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Signalverläufe ausmessen

Einstellungen High-Low Auf die folgende Weise ist zu spezifizieren, wie die Pegel High und Low für
definieren Messungen festgelegt werden:
Die Tasten MEASURE ➞ High-Low Setup (main) ➞ Histogram oder
Min-Max (side) drücken. Nach der Wahl von Min-Max sind auch Referenzpegel
zu definieren.
Histogram setzt diese Werte statistisch. Es gilt dann der häufigste Meßwert über
oder unter der Bereichsmitte (zur Definition des oberen (high) bzw. des unteren
(low) Referenzpegels). Da diese statistische Prüfung kurze Abweichungen
(Überschwingen, Einschwingen usw.) ignoriert, entspricht „Histogramm“ der
besten Einstellung für die Untersuchung von Impulsen.
Min-max verwendet jeweils die höchsten und die niedrigsten Meßwerte der
Signalaufzeichnung. Diese Einstellung empfiehlt sich besonders für die Unter-
suchung von Signalen ohne ausgeprägt konstante Anteile, wie bei Sinus- oder
Dreiecksignalen – nahezu alle Signalformen außer Impulsen.

Referenzpegel definieren Die Referenzpegel lassen sich wie folgt einstellen:


1. Durch die Tasteneingaben MEASURE ➞ Reference Levels (main) ➞ Set
Levels (side) läßt sich vorgeben, ob die Referenzpegel als Prozentsätze
gegen High (100%) und Low (0%) oder explizit in den Einheiten des
gewählten Signals (typisch V) gelten sollen. Siehe die Abbildung 3–61.
Werte dann mit dem Mehrzweckknopf eingeben.
% gilt als Standardvorgabe. Damit lassen sich sehr gut allgemeine Anwen-
dungen bearbeiten.
Units ermöglicht die Eingabe von genauen Werten. So können beispielsweise
zur Messung an Leitungen nach RS-232-C die Referenzwerte High und Low
in Einheiten V definiert werden, um so die Pegel genau an die für RS-232-C
spezifizierten Spannungen anzupassen.
2. Die Tasten High Ref, Mid Ref, Low Ref oder Mid2 Ref (side) drücken.
High Ref setzt den Referenzpegel High. Standardvorgabe ist 90%.
Mid Ref setzt den mittleren Referenzpegel. Standardvorgabe ist 50%.
Low Ref setzt den Referenzpegel Low. Standardvorgabe ist 10%.
Mid2 Ref setzt den mittleren Referenzpegel des zweiten Signals, das für
Verzögerungs- oder für Phasenmessungen zu spezifizieren ist. Standard-
vorgabe ist 50%.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–131
Signalverläufe ausmessen

Abbildung 3–61: Menü Measure – Reference Levels

Verzögerungen messen Bei Verzögerungsmessungen wird die Zeitspanne zwischen zwei Flanken von
zwei verschiedenen Signalen gemessen. Verzögerungsmessungen sind wie folgt
durchzuführen:
1. Die Tasten MEASURE ➞ Select Measrmnt (main) ➞ Delay (side) ➞
Delay To (main) ➞ Measure Delay to drücken.
2. Die Taste Measure Delay to (side) so oft drücken, bis das Signal angegeben
wird, gegen das die Verzögerung delay to gemessen werden soll.
Hier wurde das Signal gewählt, bis zu (delay to) dem gemessen werden soll;
die Messung der Verzögerung läuft immer von (delay from) dem gewählten
Signal. (Siehe die Abbildung 3–62.)

3–132 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Signalverläufe ausmessen

Abbildung 3–62: Menü Measure Delay – Delay To

3. Die Tasten MEASURE ➞ Select Measrmnt (main) ➞ Delay (side) ➞


Edges (main) drücken. Es erscheint ein Seitenmenü mit verschiedenen
Meßflanken und Flankenrichtungen. Hier ist mit Hilfe der folgenden
Angaben eine der Kombinationen aus dem Seitenmenü zu wählen:
H Die hier gemachten Vorgaben definieren die Flanken, zwischen denen
die Verzögerung gemessen wird.
H In jedem Icon bezeichnen das obere Signal den Anfang (from), das
untere Signal das Ende (to) der Meßzeit.
H Durch die Pfeiltasten kann eine Suche in beiden Signalen vorwärts oder
aber eine Suche vorwärts im Signal from bei gleichzeitiger Suche
rückwärts im Signal to spezifiziert werden. Mit der letztgenannten
Vorgabe lassen sich spezifische Flankenpaare aus einem Signalstrom
herausfinden.
4. Die folgende Tasteneingabe löst die so spezifizierte Messung aus: Delay
To (main) ➞ OK Create Measurement (side).
Die Tasteneingabe CLEAR MENU läßt das Menü Measure Delay ohne
Einrichtung einer Verzögerungsmessung abbrechen.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–133
Signalverläufe ausmessen

Schnappschuß aller Meßwerte


Ein Schnappschuß nimmt alle einzelnen Meßgrößen, die zum gewählten Signal
verfügbar sind, jeweils einmal auf und gibt deren Meßwerte aus. (Die Meßwerte
werden nicht ständig aktualisiert.) Hierbei erscheinen Angaben zu allen in
Tabelle 3–6 auf Seite 3–125 aufgeführten Meßgrößen mit Ausnahme von Delay
(Verzögerung) und Phase.
Schnappschüsse (siehe die Abbildung 3–63) können zu jedem Eingangssignal
eines Kanals oder jedem Signal aus dem Referenzspeicher ausgegeben werden,
nicht aber mehrere Schnappschüsse glecihzeitig.

Schnappschuß-
darstellung

Abbildung 3–63: Menü und Anzeige Snapshot

Ein Schnappschuß ist erst möglich, wenn das zu messende Signal stabil
wiedergegeben wird (es genügt vielleicht, die Taste AUTOSET zu drücken).
Dann wie folgt vorgehen:
1. Die Tasten MEASURE ➞ SNAPSHOT (main) drücken.
2. Die Tasten SNAPSHOT (main) oder AGAIN (side) lösen jeweils einen
neuen Schnappschuß aus.
3. Die Taste Remove Measrmnt drücken.

3–134 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Signalverläufe ausmessen

Für die Aufnahme von Schnappschüssen gelten die folgenden Regeln:


H Bei einem Schnappschuß erfolgt keine Warnung wegen unzweckmäßiger
Skalierung (Signal beschnitten, zu kleine Signalamplitude, zu geringe
Auflösung usw).
H Bei automatischen Messungen an gestörten Signalen ist Vorsicht geboten. Es
könnte die Frequenz des Störsignals und nicht die des Nutzsignals gemessen
werden.
H Die Einstellungen High-Low (Seite 3–131), der Referenzpegel (Seite 3–131)
und für getorte (gated) Messungen (Seite 3–129) sind bei Schnappschüssen
auf genau die gleiche Weise wie bei Einzelmessungen aus dem Menü Select
Measrmnt zu verwenden.

Rastermessungen Das Oszilloskop besitzt ein Bildschirmraster, mit dem sich Differenzen (in der
Zeit- oder der Amplitudenachse) zwischen zwei Punkten einer Signalaufzeich-
nung messen lassen. Rastermessungen liefern schnelle optische Schätzwerte. Sie
ermöglichen beispielsweise Beurteilungen von Signalverläufen wie: „Etwas über
100 mV.“

Signalamplituden messen. Signalamplituden sind wie folgt zu messen:


1. Den Kanalwahltaste für den Kanal drücken, dessen Signal gemessen werden
soll. Faktor der Vertikalskala für diesen Kanal aus der Kanalanzeige im
Bildschirm notieren.
2. Die Anzahl der Rasterteilungen zwischen zwei gewünschten Meßpunkten
auszählen und mit dem Faktor der Vertikalskala multiplizieren.
Erstreckt sich beispielsweise ein Signal zwischen seinem Maximum und seinem
Minimum bei einem Skalenfaktor von 100 mV/div über fünf Hauptteilungen
des Rasters, so läßt sich dessen Spitze-Spitze-Spannung leicht wie folgt
berechnen:
5 Teilungen x 100 mV/div = 500 mV.

HINWEIS. Bei einer Wahl des NTSC-Rasters gilt für alle gewählten Kanäle ein
Amplitudenmaßstab von 143 mV/div (152 mV/div bei PAL), bezogen auf die
Rasterteilungen des normalen Rasters, nicht der Videoraster. Bei NTSC ent-
sprechen die tatsächlichen Rasterlinien 10 IRE, und bei PAL liegen die Linien
im Abstand von je 100 mV.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–135
Signalverläufe ausmessen

Signalzeiten messen. Zur Messung von Zeitdauern an einem Signal ist wie oben
beschrieben vorzugehen, jedoch sind hier die Horizontalteilungen auszuzählen
und das Ergebnis mit dem Faktor der Horizontalskala zu multiplizieren. So
ergibt sich beispielsweise aus einer Dauer eines Signalzyklus von fünf Haupt-
teilungen horizontal bei einem Skalenfaktor von 50 s/div leicht die
Signalperiode zu:
5 Teilungen x 50 s/div = 250 s, das entspricht einer Frequenz von
400 kHz.

3–136 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Status bestimmen

Das Menü Status liefert Angaben über den Status des Oszilloskops.

Status abrufen
Das Menü Status ist wie folgt aufzurufen (siehe die Abbildung 3–64):
Die Tasten SHIFT STATUS ➞ Status (main) ➞ System, Trigger, Waveforms
oder I/O (side) drücken.
System liefert Angaben zur Firmware und zu den Systemen Horizontal, Zoom,
Acquisition, Limit Test, Measure und Hardcopy (TDS 510A).
Display macht Angaben zum Anzeigesystem.
Trigger ruft Angaben zu den Triggern ab.
Waveforms liefert Angaben zu den verschiedenen Signalverläufen, auch den
anliegenden, den berechneten und den Referenzsignalen.
I/O macht Angaben zu den I/O-Port(s).

Firmwaredatum

Abbildung 3–64: Menü Status – System (bei dem TDS 400A)

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–137
Status bestimmen

Anzeige des Banners


Zur Anzeige des Banners (Firmwareversion, Optionen und Copyright):
Die Tasten SHIFT STATUS ➞ Banner (main) drücken. (Siehe die
Abbildung 3–65.)

Abbildung 3–65: Anzeige des Banners

3–138 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Tastkopf kalibrieren (nur bei TDS 510A)

Durch Probe Cal an einem Kanal mit installiertem Tastkopf läßt sich die Fähig-
keit des Oszilloskops zur Aufnahme genauer Meßwerte für eine bestimmte
Paarung von Kanal und Tastkopf noch optimieren.
Probe Cal läßt sich jederzeit durchführen, um sicherzustellen, daß Meßwerte mit
der höchstmöglichen Genauigkeit aufgenommen werden. Die Durchführung von
Probe Cal ist auch zu empfehlen, wenn seit dem letzten Probe Cal ein anderer
Tastkopf verwendet wird.

Tastkopfkalibration und Tastkopftyp


Bei einigen Tastkopftypen kann der Teilungsfaktor, bei anderen der Offset und
bei manchen können beide Größen kompensiert werden. Bei manchen Tastköpfen
ist keine Kompensation möglich.
Tastköpfe mit einem Teilungsfaktor von über 20X können nicht kompensiert
werden.
Das Digitaloszilloskop kann auch keine Tastköpfe mit zu großen Fehlern des
Teilungsfaktors und/oder des Offsets kompensieren (u2% Teilungsfaktor und/
oder u50 mV Offset). Der Tastkopf muß vom Wartungsdienst überprüft werden,
wenn diese Fehler außerhalb der Spezifikation liegen.

HINWEIS. Probe Cal ist für den passiven Tastkopf P6139A nicht zu emp-
fehlen. Dieser Tastkopf besitzt typisch nur einen geringen Fehler im Teilungsfak-
tor und im Offset, so daß die Verbesserung der Leistungsdaten durch Probe Cal
den Zeitaufwand für die Durchführung von Probe Cal nicht aufwiegt. Probe Cal
ergibt erhebliche Verbesserungen der Leistungsdaten bei aktiven oder bei älteren
passiven Tastköpfen.

Durchführung
Bei der Installation eines aktiven Tastkopfs wie des P6243 sind keine Vorberei-
tungen für diese Prozedur erforderlich. Es kann direkt mit Schritt 1 begonnen
werden.
Zur Kompensation von passiven Tastköpfen nach dieser Prozedur muß zunächst
deren Frequenzgang bei tiefen Frequenzen kompensiert werden. Hierzu ist nach
den folgenden Schritten 1 und 2 der Abgleich gemäß Tastkopf kompensieren auf

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–139
Tastkopf kalibrieren

Seite 3–145 durchzuführen. Danach geht es mit Schritt 3 der folgenden Prozedur
weiter.
1. Den Tastkopf am Eingangskanal installieren.
2. Das Digitaloszilloskop einschalten und vor der Durchführung der folgenden
Prozedur 20 Minuten lang warmlaufen lassen.
3. Die Tasten SHIFT UTILITY ➞ System (main) ➞ Cal (pop-up) drücken.
4. Die Angaben des Statusindikators unter Signal Path im Hauptmenü
beachten. Wenn hier nicht der Status Pass angegeben wird, ist zunächst eine
Signalpfadkompensation (Signalpfadkompensation, Seite 3–123) durch-
zuführen, bevor die vorliegende Prozedur fortgesetzt werden kann.
5. Die Taste des Kanals, an dem der Tastkopf installiert wurde, in der Front-
platte drücken.
6. Die Tasten VERTICAL MENU ➞ Cal Probe (main) drücken.

STOP. Das Oszilloskop ermittelt den Typ des installierten Tastkopfs und gibt Bild-
schirmmeldungen und Menüpositionen zur Kompensation des Teilungsfaktors, des
Offsets oder beider Größen des Tastkopfs aus (siehe die Abbildung 3–66). Die fol-
genden Schritte veranlassen die Kompensation, je nach dem vom Oszilloskop
erkannten Tastkopftyp, von Teilungsfaktor, Offset oder beiden Größen des Tastkopfs.

7. Weiter bei Schritt 15, wenn die Bildschirmmeldung eine Probe Offset
Compensation und nicht eine Probe Gain Compensation fordert.
8. Die Tastkopfspitze an das PROBE COMPENSATION SIGNAL und die
Bezugsleitung des Tastkopfs an PROBE COMPENSATION GND
anschließen.
9. Die Taste OK Compensate Gain (side) drücken.
10. Den Abschluß der Kompensation des Teilungsfaktors abwarten (dauert eine
bis drei Minuten).
Wenn die Kompensation des Teilungsfaktors abgeschlossen ist, geschieht
folgendes:
H Falls für den installierten Tastkopf auch eine Offsetkompensation
erforderlich ist, erscheint die Meldung Probe Offset Compensation
anstelle der Meldung Probe Gain Compensation.

3–140 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Tastkopf kalibrieren

H Eine Meldung „Probe is not connected“ bedeutet, daß die Kompensation


des Teilungsfaktors nicht erfolgreich abgeschlossen werden konnte
(Anschlüsse des Tastkopfs an das Digitaloszilloskop überprüfen. Ist die
Tastkopfspitze richtig in der Klemmspitze installiert? Dann den Schritt 9
wiederholen).
H Auch die Meldung „Compensation Error“ bedeutet, daß die Kompensa-
tion des Teilungsfaktors nicht erfolgreich abgeschlossen werden konnte.
Sie erscheint, wenn der Teilungsfaktor oder der Offset des Tastkopfes zu
groß ist, um noch kompensiert werden zu können. Die Kalibration kann
dann mit einem anderen Tastkopf wiederholt werden. Den fehlerhaften
Tastkopf vom Wartungsdienst überprüfen lassen.
11. Weiter mit Schritt 15, wenn die Meldung Probe Offset Compensation
erscheint, sonst mit Schritt 12.
12. Wenn die Meldung Compensation Error erscheint, weiter mit Schritt 13,
sonst mit Schritt 18.

Abbildung 3–66: Menü Probe Cal und Anzeige zur Gain Compensation

13. Die Tasten SHIFT UTILITY ➞ System (main) ➞ Diag/Err (pop-up) ➞


Error Log (main) drücken. Wenn mehr Fehlermeldungen erscheinen, als der
Bildschirm wiedergeben kann, lassen sie sich durch Drehung des Mehr-
zweckknopfs im Uhrzeigersinn nacheinander abrufen.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–141
Tastkopf kalibrieren

14. Den Betrag des Kompensationsfehlers notieren. Weiter mit Schritt 19.
15. Den Tastkopf von allen Signalen abtrennen, an die er etwa angeschlossen ist,
nicht aber von seinem Kanal.
16. Die Taste OK Compensate Offset (side) drücken.
17. Den Abschluß der Offsetkompensation abwarten (dauert eine bis drei
Minuten).
Die Meldung „Compensation Error“ zeigt an, daß die Offsetkompensation
nicht erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Sie erscheint, wenn die
Offsetskala (10% Fehler) und/oder der Offset (50 mV) des Tastkopfes zu
groß ist, um noch kompensiert werden zu können. Die Kalibration kann dann
mit einem anderen Tastkopf wiederholt werden. Den fehlerhaften Tastkopf
vom Wartungsdienst überprüfen lassen. In den Schritten 13 und 14 kann
auch das Fehlerprotokoll ausgewertet werden.
18. Sobald das Uhren-Icon verschwunden ist, muß anstelle des Worts Initialized
unter Cal Probe im Hauptmenü jetzt das Wort Pass erscheinen. (Siehe die
Abbildung 3–66.)
19. Bei Bedarf kann diese Prozedur ab Schritt 1 für die Kompensation von
anderen Kombinationen Kanal/Tastkopf wiederholt werden.

Tastkopfwechsel nach einer Probe Cal


Die Tabelle 3–7 gibt die Reaktionen des Oszilloskops bei einem Wechsel des
Tastkopfs nach einer Probe Cal entsprechend dem angeschlossenen Tastkopf und
der vom Benutzer vorgenommenen Maßnahme an.

3–142 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Tastkopf kalibrieren

Tabelle 3–7: Probe Cal-Status

Tastkopf Benutzer- Typ des angeschlossenen Tastkopfs2


kalib’t?1 maßnahme Einfache Schnittstelle3 Komplexe Schnittstelle4
Nein Beliebig Initialized Initialized
Ja Ausschalten Initialized (Tastkopfdaten werden eingelesen) Initialized (Tastkopfdaten werden eingelesen)
Ja Einschalten Erkennt nur den gleichen Tastkopf: gibt Menü Reuse Kalibrierter Tastkopf: Pass
Probe Calibration Data aus
Anderer Tastkopf: Initialized Anderer Tastkopf: Initialized
Ja Tastkopf Initialized Initialized
abtrennen
Ja Tastkopf Erkennt nur den gleichen Tastkopf: gibt Menü Reuse Kalibrierter Tastkopf: Pass
anschließen Probe Calibration Data aus
Anderer Tastkopf: Initialized Anderer Tastkopf: Initialized
1 Gilt für einen Kanaleingang, der bei der letzten Durchführung von Probe Cal für diesen Eingangskanal erfolgreich
kompensiert werden konnte.
2 Solange kein Tastkopf angeschlossen ist, gibt das Vertikalhauptmenü den Status des Tastkopfs immer als Initialized an.
3 Tastköpfe mit einfacher Schnittstelle können nur sehr wenige Informationen an das Oszilloskop weitergeben. Passive
Tastköpfe haben meist einfache Schnittstellen.
4 Tastköpfe mit komplexer Schnittstelle können weitere Informationen übertragen. Sie können beispielsweise automatisch
die Eingangsimpedanz des Oszilloskopkanals an die des Tastkopfs anpassen lassen, eine eindeutige Tastkopfkennum-
mer an das Oszilloskop übertragen usw. Einige optische Tastköpfe und die meisten aktiven Tastköpfe haben komplexe
Schnittstellen.

Falls das Menü Re-use Probe Calibration data? erscheint (siehe die Abbil-
dung 3–67), ist eine der folgenden Optionen zu wählen:
H Die Tasteneingabe OK Use Existing Data (side) läßt die für diesen Kanal
zuletzt gespeicherten Daten der Tastkopfkalibration verwenden.
H Die Tasteneingabe OK Erase Probe Cal Data (side) läßt die zuletzt
gespeicherten Daten der Tastkopfkalibration löschen und den Tastkopf ohne
Kompensation verwenden.
H Die Tasteneingabe CLEAR MENU läßt die zuletzt gespeicherten Daten der
Tastkopfkalibration bestehen und den Tastkopf ohne Kompensation
verwenden.

HINWEIS. Bei Ausgabe des Menüs Re-use Probe Calibration data die Angabe OK
Use Existing Data nur dann wählen, wenn die Kalibrationsdaten mit dem jetzt
installierten Tastkopf aufgenommen wurden.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–143
Tastkopf kalibrieren

Abbildung 3–67: Menü Re-use Probe Calibration Data

3–144 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Tastkopf kompensieren

Passive Tastköpfe müssen kompensiert werden, damit das Digitaloszilloskop ein


Eingangssignal erhält, das möglichst weitgehend frei von Verzerrungen und von
Amplitudenfehlern bei hohen Frequenzen ist (siehe die Abbildung 3–68). Bei
einem TDS 510A sind auch die Angaben zu Probe Cal auf Seite 3–139 zu
beachten.

Tastkopf richtig kompensiert

Tastkopf überkompensiert

Tastkopf unterkompensiert

Abbildung 3–68: Signalveränderungen durch ungenügende Tastkopfkompensation

Passive Tastköpfe kompensieren


Tastköpfe sind auf die folgende Weise zu kompensieren:
1. Den Tastkopf an den Ausgang für das Tastkopfkompensationssignal in der
Frontplatte anschließen.
2. Die Taste AUTOSET drücken.

HINWEIS. Beim Anschluß eines aktiven Tastkopfs (zum Beispiel des P6243) an
das Oszilloskop ändert sich dessen Eingangsimpedanz automatisch nach
50 . Wird dann ein passiver Tastkopf mit hoher Impedanz angeschlossen, muß
diese Eingangsimpedanz wieder auf 1 M zurückgesetzt werden. Schritt 4
erläutert, wie die Eingangsimpedanz umzustellen ist.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–145
Tastkopf kompensieren

3. Die Tasten VERTICAL MENU ➞ Bandwidth (main) ➞ 20 MHz (side)


drücken.
4. Zur Umstellung der Eingangsimpedanz die Taste Coupling (main) drücken.
Dann mit der Taste W im Seitenmenü die gewünschte Impedanz aufrufen.
5. Die Tasten SHIFT ACQUIRE MENU ➞ Mode (main) ➞ Hi Res (side)
drücken.
6. Die Einstellung im Tastkopf so vornehmen, daß der Bildschirm ein
Rechtecksignal mit perfekt waagerechten Linien zeigt. Die Lage des
Einstellelements ist der Darstellung in Abbildung 3–69 zu entnehmen.

Abbildung 3–69: Einstellung des Tastkopfs

3–146 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Vertikalsteuerung

Mit dem Menü und den Drehknöpfen der Vertikalsteuerung lassen sich Position
und Skala des gewählten Signals in Amplitudenrichtung auf dem Bildschirm
einstellen.

Vertikalskala und -position einstellen


Durch Ändern der Vertikalskala läßt sich ein bestimmter Teil eines Signals
auswählen. Das Ändern der Vertikalposition verschiebt das Signal nach unten
oder oben. Dies ist bei einem Vergleich zwischen zwei oder mehr Signalen von
besonderem Vorteil.
Wenn der Drehknopf POSITION schnellere Änderungen ergeben soll, ist die
Taste SHIFT zu drücken. Der Drehknopf POSITION hat die Funktion einer
Grobeinstellung, wenn die Leuchte neben der Taste SHIFT leuchtet und oben
rechts im Bildschirm die Angabe Coarse Knobs zu lesen ist.

Vertikalskala prüfen
Die Vertikalanzeige unten links im Bildschirm gibt die eingestellte Empfindlich-
keit des jeweils dargestellten Kanals in V/div an (der jeweils gewählte Kanal
wird in Negativschrift bezeichnet). (Siehe die Abbildung 3–70.)

Vertikalparameter ändern
Im Vertikalmenü (siehe die Abbildung 3–70) lassen sich die Kopplung, die
Bandbreite und der Offset für das gewählte Signal einstellen. In diesem Menü
können auch die Position oder die Empfindlichkeit numerisch geändert werden.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–147
Vertikalsteuerung

Vertikalanzeige

Abbildung 3–70: Anzeigen und Kanalmenü Vertikal

Coupling Zur Wahl der Ankopplung des Eingangssignals an den Vertikalabschwächer für
den gewählten Kanal, mit Einstellung der Eingangsimpedanz:
Die Tasten VERTICAL MENU ➞ Coupling (main) ➞ DC, AC, GND oder W
(side) drücken.
In der Kopplungsart DC wird das Eingangssignal mit seinem Gleichspan-
nungspegel (AC und DC) dargestellt.
Bei einer Kopplung AC können nur die Wechselspannungsanteile des Ein-
gangssignals dargestellt werden.
Bei der Einstellung GND (Masse) wird kein Eingangssignal erfaßt.
 (Eingangsimpedanz) läßt die Wahlmöglichkeiten 1 MW oder 50 W für die
Impedanz zu.

3–148 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Vertikalsteuerung

HINWEIS. Bei Wahl einer Eingangsimpedanz von 50  und AC Kopplung kann


das Digitaloszilloskop Frequenzen unter 200 kHz nicht genau wiedergeben.
Beim Anschluß eines aktiven Tastkopfs an das Oszilloskop stellt dieses die Ein-
gangsimpedanz auf 50  und die Eingangskopplung auf AC ein. Wird danach
wieder ein passiver Tastkopf angeschlossen, so ist die Eingangsimpedanz von
Hand wieder auf 1 M zurückzusetzen.

Bandwidth Bandwidth (Bandbreite) bezeichnet den Frequenzbereich, in dem das Oszilloskop


Signale genau erfassen und wiedergeben kann (das heißt mit einer Bedämpfung
unter 3 dB). Zur Vorgabe einer oberen Grenze für die höherfrequenten Signal-
komponenten ist die Bandbreite des gewählten Kanals wie folgt zu ändern:
Die Tasten VERTICAL MENU ➞ Bandwidth (main) ➞ Full, 100 MHz, or
20 MHz (side).

Fine Scale Zur Feineinstellung der Vertikalskala die Tasten VERTICAL MENU ➞ Fine
Scale (main) drücken und die Vertikalskala mit dem Mehrzweckknopf einstellen.

Position Um die Vertikalposition auf eine spezifische Anzahl von Skalenteilen einzustel-
len, sind die Tasten VERTICAL MENU ➞ Position (main) zu drücken und die
Vertikalposition mit dem Mehrzweckknopf einzustellen. Die Taste Set to 0 divs
(side) setzt den Referenzpunkt des gewählten Signals wieder in die Bildschirm-
mitte zurück.

Offset Durch den Offset kann eine Gleichspannungskomponente eines Signals kom-
pensiert werden. Es ist beispielsweise schwierig, eine Brummspannung von
100 mV zu untersuchen, die einer Speisespannung von 15 V überlagert ist. Mit
dem Offset kann der Brumm allein dargestellt und ganz nach Wunsch skaliert
werden.
Zur Vorgabe eines Offsets die Tasten VERTICAL MENU ➞ Offset (main)
drücken. Dann den Vertikaloffset mit Hilfe des Mehrzweckknopfes einstellen.
Die Taste Set to 0 V (side) setzt den Offset direkt wieder auf Null zurück.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–149
Vertikalsteuerung

3–150 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Verzögerte Triggerung

Das Digitaloszilloskop bietet eine Haupt- („main“) und eine verzögerte („de-
layed“) Zeitbasis. Die verzögerte Zeitbasis benötigt ebenso wie die Hauptzeitba-
sis ein Triggersignal und eine zugehörige Signalquelle. Verzögerung ist nur bei
Flankentriggerung und bei bestimmten Klassen von Hauptimpulstriggern
möglich. Der folgende Abschnitt beschreibt, wie die Verzögerung der Signaler-
fassung einzustellen ist.
Die Signalerfassung läßt sich auf zwei Arten verzögern: Delayed runs after main
und Delayed triggerable. Nur Delayed triggerable arbeitet mit Trigger-
verzögerung.
Delayed runs after main wartet auf einen Haupttrigger (ein Triggerereignis der
Hauptzeitbasis), läßt danach eine vom Benutzer definierte Zeitspanne verstrei-
chen und beginnt dann mit der Signalerfassung (siehe die Abbildung 3–71).

Warten auf Ablauf der vom Signal-


Haupttrigger Benutzer spezifizierten erfassung
Zeitspanne

Abbildung 3–71: Delayed Runs After Main

Delayed triggerable wartet zunächst auf einen Haupttrigger und erfaßt die Sig-
nale dann, je nach dem gewählten Typ der Triggerverzögerung, auf eine der
folgenden Arten (siehe die Abbildung 3–72).

Ablauf der vom Benutzer


spezifizierten Zeitspanne, Auslöser der
Warten auf Signal-
Anzahl der verzögerten verzögerten
Haupttrigger erfassung
Triggerereignisse oder Triggerung
Anzahl von externen
Taktimpulsen

Abbildung 3–72: Delayed Triggerable

After Time wartet den Ablauf einer vom Benutzer spezifizierten Zeitspanne ab
und beginnt mit der Signalerfassung, sobald danach das nächste verzögernde
Triggerereignis eintritt.
After Events wartet die spezifizierte Anzahl von verzögernden Triggerereignissen
ab und beginnt dann mit der Signalerfassung.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–151
Verzögerte Triggerung

After Events/Time (TDS 510A only) wartet die spezifizierte Anzahl von verzö-
gernden Triggerereignissen und danach noch den Ablauf einer vom Benutzer
spezifizierten Zeitspanne ab und beginnt erst dann mit der Signalerfassung.
External clks (TDS 400A) wartet die spezifizierte Anzahl von externen Taktim-
pulsen ab und beginnt dann mit der Signalerfassung.

HINWEIS. In der Betriebsart mit verzögerter Triggerung gibt das Digitaloszillos-


kop einen üblichen Flankentrigger für die verzögerte Zeitbasis ab. Diese triggert
nicht, wenn der Typ des Haupttriggers (im Menü Main Trigger) ent-
weder als logisch oder als Impuls – Klasse Runt-Trigger – definiert wurde.

Verzögert ausführen
Im Horizontalmenü ist die gewünschte Triggerart zu wählen und zu definieren:
Delayed runs after main oder Delayed triggerable. Delayed triggerable erfordert
aber noch weitere Vorgaben im Menü Delayed Trigger. Die folgenden Tastenein-
gaben lassen die verzögerte Zeitbasis unmittelbar nach Ablauf der Verzögerungs-
zeit starten:
1. Die Tasten HORIZONTAL MENU ➞ Time Base (main) ➞ Delayed Only
(side) ➞ Delayed Runs After Main (side) drücken.
2. Mit dem Mehrzweckknopf die gewünschte Verzögerungszeit einstellen.
Die Taste Intensified (side) läßt im Datensatz der Hauptzeitbasis eine Zone
besonders hell darstellen, die die Lage des Datensatzes der verzögerten Zeitbasis
gegenüber dem des Haupttriggers erkennen läßt. Im Modus Delayed Runs After
Main entsprechen der Beginn und das Ende der hell markierten Zone dem
Beginn bzw. Ende des Datensatzes der verzögerten Zeitbasis.
Die Einstellungen der Strahlhelligkeit werden im Kapitel Anzeigemodi auf
Seite 3–3 beschrieben.

Verzögert triggern
Die Einstellungen des Main Trigger müssen mit denen von Delayed Triggerable
kompatibel sein. Der Modus Delayed Triggerable ist wie folgt zu wählen:
1. Die Taste TRIGGER MENU drücken.
2. Die Taste Type (main) und je nach Bedarf eine der Tasten Edge oder Pulse
drücken.

3–152 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Verzögerte Triggerung

3. Die Tasten HORIZONTAL MENU ➞ Time Base (main) ➞ Delayed Only


(side) ➞ Delayed Triggerable (side) drücken.

HINWEIS. Die Menüposition Delayed Triggerable kann erst gewählt werden,


wenn alle inkompatiblen Einstellungen im Menü Main Trigger behoben sind. Bis
dahin erscheint der Menütext Delayed Triggerable nur in halbschwarzer Schrift.

Mit der Taste Intensified (side) läßt sich eine Zone besonders hell hervorhe-
ben, die den Bereich gegenüber dem Haupttrigger der Hauptzeitbasis angibt,
in dem ein Datensatz der verzögerten Zeitbasis auftreten könnte (es muß ein
gültiges verzögerndes Triggerereignis vorliegen). Im Modus Delayed
Triggerable After entspricht der Beginn der hell markierten Zone dem
möglichen Anfangspunkt des Datensatzes der verzögerten Zeitbasis. Das
Ende dieser Zone stimmt mit dem Ende des Datensatzes der Hauptzeitbasis
überein, da ja ein Datensatz der verzögerten Zeitbasis jederzeit nach Ablauf
der Verzögerungszeit getriggert werden kann.
Die Einstellung der Strahlhelligkeit für normale und hell markierte Signal-
verläufe wird im Kapitel Anzeigemodi auf Seite 3–3 beschrieben.
Jetzt ist noch das Menü Delayed Trigger aufzurufen, um darin das
verzögernde Triggerereignis zu definieren.
4. Bei einem TDS 400A die Tasten SHIFT DELAYED TRIG ➞ Delay
by (main) ➞ Triggerable After Time, Events oder Ext clks (side) drücken
(Abbildung 3–73).
5. Bei einem TDS 510A die Tasten SHIFT DELAYED TRIG ➞ Delay
by (main) ➞ Triggerable After Time, Events oder Events/Time (side)
drücken.
6. Die Verzögerungszeiten oder Auslöser mit Hilfe des Mehrzweckknopfs bzw.
des Tastenfeldes eingeben.
Hinweis: Das Menü Delayed Trigger läßt sich auch direkt aufrufen (siehe die
Schritte 4 und 5). Nach der Anwahl von Triggerable After Time, Events oder
Events/Time schaltet das Oszilloskop automatisch auf Delayed Triggerable
im Horizontalmenü um. Um die Betriebsart Delayed Triggerable zu beenden,
muß aber das Horizontalmenü aufgerufen werden.
Im Menü Source ist der Eingang anzugeben, der das auslösende Signal für
die verzögerte Triggerung liefern soll.
7. Die Tasten Source (main) ➞ Ch1, Ch2, Ch3, Ch4, DC Aux oder Auxiliary
(side) drücken.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–153
Verzögerte Triggerung

Abbildung 3–73: Menü Delayed Trigger (bei einem TDS 400A)

8. Die Tasteneingaben Coupling (main) ➞ DC, AC, HF Rej, LF Rej oder


Noise Rej (side) definieren die Art der Kopplung des Eingangssignals als
Verzögerungstrigger. Siehe eine Beschreibung dieser Koppelarten unter
Kopplung spezifizieren auf Seite 3–37.
9. Die Taste Slope (main) gibt die Flanke vor, bei der die verzögerte Triggerung
erfolgt. Hier ist zwischen der ansteigenden und der fallenden Flanke zu
wählen.
Bei der Signalerfassung im Modus Delayed Triggerable erscheinen in der
Anzeige zwei Triggerbalken. Diese bezeichnen die gültigen Triggerpegel für
den Haupttrigger bzw. für den verzögerten Trigger.
10. Die Tasten Level (main) ➞ Level, Set to TTL, Set to ECL oder Set to 50%
(side) drücken. Siehe eine Beschreibung dieser Pegeleinstellungen unter
Pegel einstellen auf Seite 3–38.

3–154 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Videotriggerung (TDS 400A)

Bei einem TDS 510A mit der Option 05 sind die Bedienungsangaben zur
Videotriggerung der Bedienungsanleitung zur Videotriggerschnittstelle zur
Option 05 der TDS-Familie zu entnehmen. Das Menü Video Trigger ist als
Option verfügbar und ermöglicht Einstellungen für Quelle, Polarität, Klasse,
Modus und Holdoff der Videosignale. Außerdem lassen sich Verzögerungen um
bestimmte Zeilenzahlen oder Zeiten einstellen und die Triggerung wahlweise nur
auf das erste oder das zweite Halbbild begrenzen.
Auslöser für einen Videotrigger ist ein Synchronisationsimpuls horizontal oder
vertikal in einem Videosignal.

Videotriggerung einstellen
Das Menü Video Trigger ist wie folgt aufzurufen:
Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Video (side) drücken (siehe die
Abbildung 3–74).

Abbildung 3–74: Menü Main Trigger – Video Type

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–155
Videotriggerung

Videoklasse wählen Hier lassen sich vorgegebene Einstellungen (NTSC, PAL oder SECAM) aus-
wählen oder eigene Einstellungen vornehmen:
Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Video (pop-up) Class, (main) ➞
NTSC, PAL, SECAM oder Custom (pop-up) drücken (Abbildung 3–75).
NTSC arbeitet mit einem Raster von 525 Zeilen pro Halbbild und einer
Bildfrequenz von 60 Hz.
PAL arbeitet mit einem Raster von 625 Zeilen pro Halbbild und einer Bildfre-
quenz von 50 Hz.
SECAM arbeitet mit einem Raster von 625 Zeilen pro Halbbild und einer
Bildfrequenz von 50 Hz.
Nach der Anwahl von Custom kann der Frequenzbereich des Videosignals direkt
spezifiziert werden. Die einzelnen Bereiche sind im Seitenmenü Scan Parameter
zusammengefaßt (wird weiter unten beschrieben).

Abbildung 3–75: Menü Video Trigger – Class

Quelle wählen Zur Wahl der Quelle für das Triggersignal:


Tasten TRIGGER MENU ➞ Source (main) ➞ Ch1, Ch2, Ch3 oder Ch4 (side)
drücken.

3–156 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Videotriggerung

Polarität des Synchronisa- Als Standardvorgabe für die Impulse der Horizontal- und der Vertikalsynchro-
tionssignals einstellen nisation gilt negative Polarität. Zur Einstellung der Polarität:
Tasten TRIGGER MENU ➞ Sync Polarity (main) ➞ Neg Sync oder Pos Sync
(side) drücken.

Art der Zur Eingabe der Art der TV-Signalverzögerung (siehe die Abbildung 3–76):
TV-Signalverzögerung
Tasten TRIGGER MENU ➞ TV Delay Mode (main) ➞ Delay by Lines oder
spezifizieren
Delay by Time (side) drücken. Den gewünschten Wert mit dem Mehrzweck-
knopf eingeben.

Abbildung 3–76: Menü Video Trigger – TV Delay Mode

TV-Halbbilder wählen Auf die folgende Weise ist einzugeben, auf welches NTSC-, PAL- oder SECAM-
Halbbild getriggert werden soll:
Tasten TRIGGER MENU ➞ Scan (main) ➞ Odd, Even oder All (side)
drücken (siehe die Abbildung 3–77).
Nach der Vorgabe Odd triggert das Digitaloszilloskop immer zu Beginn eines
ungeradzahligen Halbbildes.
Nach der Vorgabe Even triggert das Digitaloszilloskop immer in der ersten Zeile
eines geradzahligen Halbbildes.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–157
Videotriggerung

Nach der Vorgabe All triggert das Digitaloszilloskop abwechselnd zu Beginn der
geradzahligen und der ungeradzahligen Halbbilder.

Scanrate und Interlace Nach der Anwahl von Custom im Menü Class erscheint die Option Scan Rate &
einstellen Interlace mit mehreren möglichen Frequenzbereichen (Abbildung 3–78). Die
Scanperiod muß nur dann genau eingestellt werden, wenn in der Videoklasse
Custom mit Cursorn in Videozeilen gearbeitet werden soll; aus der Einstellung
der Periode ergibt sich jedoch auch die entsprechende Scanrate. Wird außerdem
eine Scanrate gewählt, die mit der aktuellen Einstellung der Scanperiod nicht
kompatibel ist, springt die Einstellung der Scanperiod zwangsweise auf die
kürzeste Periodendauer, die sich aus der gewählten Scanrate ergibt.
Die Taste neben der Option Interlaced schaltet zwischen der Triggerung auf die
Halbbilder eins oder zwei oder auf zwei nicht verschachtelte Halbbilder um.

Modus und Holdoff Siehe die Angaben zu Modus und Holdoff unter Modus und Holdoff einstellen
einstellen auf Seite 3–39.

Abbildung 3–77: Video Trigger – Scan Parameter

3–158 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Videotriggerung

Abbildung 3–78: Video Trigger – Scan Rate & Interlace

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–159
Videotriggerung

3–160 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Zoom

Der folgende Abschnitt beschreibt die Verwendung des Zooms und dessen
Rückwirkungen auf das gewählte Signal. Außerdem beschreibt er die Auswir-
kungen der Interpolation auf die Zoomdarstellung.
Mit dem Zoom lassen sich Signale vorübergehend vergrößern, um daran kleine
Einzelheiten untersuchen zu können.

Die Wirkung des Zooms an Signalen


Bei einem Zoom in vertikaler Richtung skaliert das Digitaloszilloskop nur das
jeweils gewählte Signal. Gleichzeitig betrifft auch die Positionierung nur das
gewählte Signal.
Bei einem Zoom in horizontaler Richtung werden, je nach der Einstellung für
Horizontal Lock im Menü Zoom, nur das gewählte Signal, die Eingangssignale
oder sämtliche Eingangs- und Referenzsignale neu skaliert.

Interpolation und Zoom


Durch einen Zoom an einem Signal des Bildschirms wird ein Teil des Signals
vergrößert. Hierbei muß das Digitaloszilloskop unter Umständen mehr Punkte
für diesen Signalteil ausgeben, als es tatsächlich erfaßt hat. Es gewinnt dann die
fehlenden Punkte durch Interpolation. Hierfür stehen zwei Interpolationsarten zur
Verfügung: linear oder mit sin(x)/x.
Zur Durchführung des Zooms gibt der Bildschirm die betreffenden Signalver-
läufe nach der Interpolationsart wieder, die im Menü Display gewählt wurde
(Interpolation linear oder sin(x)/x). Die Wahl von sin(x)/x (der Standardvorgabe)
kann dazu führen, daß Signalflanken mit Einschwingvorgängen dargestellt
werden. Es ist dann gemäß den Angaben auf Seite 3–5 die Interpolationsart
„linear“ zu wählen.
Die Anzeigesart Intensified Samples ermöglicht eine Unterscheidung zwischen
echten und interpolatierten Abtastwerten.

Zoom-Faktoren prüfen
Der Zoom-Faktor eines gezoomten Signals läßt sich schnell aus der Zoom-
Anzeige ablesen. Hierzu muß das betreffende Signal gewählt sein. Die Zoom-
Anzeige gibt die Nummer des gewählten Signals sowie die Faktoren der
horizontalen und der vertikalen Dehnung an.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–161
Zoom

Die Zoom-Anzeige erscheint bei aufgerufenem Zoom oben im Bildschirm. Siehe


die Abbildung 3–79 auf Seite 3–163.

Zoom an einem Signal durchführen (nur bei TDS 400A)


Zur Durchführung eines Zooms ist ein Signal auszuwählen, der Zoom aufzurufen
und das Signal mit Hilfe der Skalierungsknöpfe vertikal und horizontal zu
vergrößern:
1. Eine der Signalwahltasten (CH 1 bis CH 4) rechts neben dem Bildschirm
drücken. Oder die Taste MORE drücken und aus dem Menü More ein
berechnetes oder ein Referenzsignal wählen.
2. Die Tasten ZOOM ➞ Mode (main) ➞ ON (side) drücken. Es muß dann die
Taste ZOOM in der Frontplatte aufleuchten.
3. Mit dem Vertikaleinstellknopf SCALE den Faktor für den Vertikalzoom am
gewählten Signal einstellen. Mit dem Vertikaleinstellknopf POSITION läßt
sich die Vertikalposition des gezoomten Signals ändern.
4. Mit dem Horizontaleinstellknopf SCALE den Faktor für den Horizontal-
zoom einstellen. Mit dem Horizontaleinstellknopf POSITION läßt sich die
Horizontalposition des gezoomten Signals ändern.
5. Zur Begrenzung des Zooms auf bestimmte Signale die Tasten ZOOM ➞
Lock (main) ➞ All, Live oder None (side) drücken:
None – es kann nur das jeweils gewählte Signal horizontal vergrößert und
positioniert werden (Abbildung 3–79).
Live – alle „live“ vorliegenden (also nicht als Referenzsignale gespeicherten)
Signale können gleichzeitig horizontal vergrößert und positioniert werden.
Wurde ein Referenz- oder ein Math-Signal gewählt, so kann nur dieses
vergrößert und positioniert werden.
All – es können alle dargestellten Signale (Live-, Math- und Referenzsignale)
gleichzeitig horizontal vergrößert und positioniert werden.

HINWEIS. Es muß zwar der Zoom aufgerufen sein, um vorgeben zu können, auf
welche Signale er wirken soll, jedoch bestimmt die Lock-Einstellung un-
abhängig davon die Signale, die horizontal positioniert werden können.

Zoom oder Dual Zoom Mit den Tasten ZOOM ➞ Mode (main) kann die Wahlmöglichkeit zwischen
wählen einfachem Zoom und Dual Zoom zu einem Signal aufgerufen werden. Die Taste
Dual Zoom (side) schaltet dann den Dual Zoom OFF bzw. ON.

3–162 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Zoom

HINWEIS. Der Dual Zoom liefert eine zweite gezoomte Darstellung des ge-
wählten, nicht gezoomten Ausgangssignals. Die zweite gezoomte Darstellung ist
gegenüber der ersten zeitlich versetzt. Die Darstellung mit Dual Zoom erscheint
auch nur, wenn der Zoom aufgerufen wurde (On oder Preview).

Es ändert sich die Größe


nur des angewählten Signals
(der untere Signalzug)

Abbildung 3–79: Zoom-Modus mit der Vorgabe Horizontal Lock = None

Dual Zoom Offset Zur Einstellung des Zeitversatzes zwischen dem zweiten und dem ersten
einstellen gezoomten Signalteil die Tasten ZOOM ➞ Mode (main) ➞ Dual Zoom Offset
(side) drücken. Dann den Offset mit Hilfe des Mehrzweckknopfes einstellen.
Der Dual Zoom Offset ist immer positiv. Das Oszilloskop stellt den Offset
möglichst nahe dem angeforderten Wert ein. Bei einem angeforderten Offset
von 0,0 stoßen die Zoom-Kästen unabhängig von Zoom-Faktor immer direkt
aneinander.

Preview-Darstellung Zoom Preview legt einen Kasten um den gezoomten Teil bzw. die gezoomten
zum Zoom Teile des gewählten Ausgangssignals. Gleichzeitig werden das vergrößerte und
das unvergrößerte Signal in der oberen bzw. der unteren Rasterhälfte dargestellt
(siehe die Abbildung 3–80). Zum Aufruf dieser Darstellungsart sind die Tasten
Zoom ➞ Mode (main) ➞ Preview (side) zu drücken.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–163
Zoom

Im Preview-Modus werden keine Zoom-Vergrößerungsfaktoren angezeigt. Der


Bildschirm gibt aber Skalenfaktoren zum gezoomten Signal an.
„Photoecken“ in den Rasterecken bezeichnen die Signale, deren Darstellung
durch die Einstellknöpfe für Skala und Offset horizontal und vertikal beeinflußt
werden kann (siehe die Abbildung 3–80). Zur Anwahl sind die Tasten Selected
Graticule (main) ➞ Upper bzw. Lower (side) zu drücken.

Ausgewähltes Raster

Gezoomte Signale

Zoomkästen

Ungezoomtes Signal

Abbildung 3–80: Modus Zoom Preview

Zoom zurücksetzen Die Tasteneingabe ZOOM ➞ Reset (main) ➞ Reset All Factors (side) läßt alle
Zoom-Faktoren auf ihre ursprünglichen Werte zurücksetzen.
Um die Zoom-Faktoren nur von „live“ Signalen auf ihre ursprünglichen Werte
zurücksetzen zu lassen, sind die Tasten ZOOM ➞ Reset (main) ➞ Reset Live
Factors (side) zu drücken.
Die Tasteneingabe ZOOM ➞ Mode (main) ➞ Off (side) ruft wieder den
normalen Oszilloskopbetrieb auf (ohne Zoom).

3–164 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Zoom

Zoom an einem Signal durchführen (nur bei TDS 510A)


Zur Durchführung eines Zooms sind der Zoom aufzurufen und die Signale mit
Hilfe der Skalierungsknöpfe vertikal und horizontal zu vergrößern:
1. Die Tasten ZOOM ➞ ON (side) drücken. Es muß dann die Taste ZOOM in
der Frontplatte aufleuchten.
2. Die Taste Horizontal Lock (side) ruft nacheinander die folgenden Signal-
gruppen für die Zoomdarstellung auf: None, Live oder All.

HINWEIS. Es muß zwar der Zoom aufgerufen sein, um vorgeben zu können, auf
welche Signale er wirken soll, jedoch bestimmt die Horizontal Lock-Einstellung
unabhängig davon die Signale, die horizontal positionert werden können.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–165
Zoom

3–166 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anhang A: Optionen und Zubehör

Der folgende Anhang beschreibt die verschiedenen Optionen und Zubehörteile,


die für die Digitaloszilloskope TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A und
TDS 510A verfügbar sind.

Optionen
Es stehen die folgenden Optionen zur Verfügung:

Option 02: Siehe die Option XL.


Frontplattenabdeckung
und Hülle
(nur für TDS 400A)

Option 05: Diese Option (Standardzubehör beim TDS 400A) rüstet das Gerät mit einem
Videotrigger Videotrigger aus. Diese ermöglicht eine Triggerung durch positive oder negative
Synchronisationsimpulse. Damit lassen sich zahlreiche NTSC-, PAL-, SECAM-
und HDTV-Signale untersuchen.

Option 13: Nur beim TDS 510A. Bei Bestellung dieser Option rüstet Tektronix das
Hardcopy-Schnittstelle für gelieferte Oszilloskop mit Schnittstellen für RS-232 und Centronics aus, über die
RS-232/Centronics die Bildschirm-darstellungen als Hardcopy ausgegeben werden können.
Nur für TDS 400A. Siehe die Option XL.

Option 1K: Laborwagen Bei Bestellung mit dieser Option liefert Tektronix zum Oszilloskop einen
(nur beim TDS 510A) Laborwagen mit (Modell K420 zu einem Oszilloskop TDS 510A).

Option 1R: Bei Bestellung mit der Option 1R liefert Tektronix das Oszilloskop in der
Digitaloszilloskop für Konfiguration für den Einbau in ein Laborgestell von 19” Standardbreite.
Gestelleinbau Kunden, die ein Instrument besitzen, das nicht für den Gestelleinbau konfiguriert
ist, können einen Gestelleinbausatz bestellen (016–1136–00 für nachträgliche
Umrüstung).

Option 2F: Advanced Nur beim TDS 510A. Mit dieser Option kann das Oszilloskop Signale auf drei
DSP MathOption 2F: Arten mathematisch bearbeiten und das Ergebnis darstellen: Integral eines
Advanced Signals, Differential eines Signals und FFT (Schnelle Fourier-Transformation)
DSP Math eines Signals.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch A–1
Anhang A: Optionen und Zubehör

Nur für TDS 400A. Siehe die Option XL.

Option 1M: Speichertiefe Siehe die Option XL.


120.000 Punkte
(nur beim TDS 400A)

Option 95: Bei Bestellung dieser Option liefert Tektronix einen Testdatenbericht zum
Testdatenbericht Oszilloskop.

Optionen A1-A5: Neben dem Standardnetzkabel für Nordamerika für 110 V, 60 Hz kann Tektronix
Internationale Netzkabel zum Oszilloskop bei Bestellung ein Netzkabel in einer von fünf weiteren
Konfigurationen (siehe die Aufstellung in Tabelle A–1) liefern.

Tabelle A–1: Länderspezifische Netzkabel

Option Netzkabel
A1 Universell Europa – 220 V, 50 Hz
A2 Großbritannien – 240 V, 50 Hz
A3 Australien – 240 V, 50 Hz
A4 Nordamerika – 240 V, 60 Hz
A5 Schweiz – 220 V, 50 Hz

Option XL: Optionen 02, Zu dieser Option liefert Tektronix eine Frontabdeckung mit Tasche und
13, 1M and 2F (nur für Schnittstellen nach RS-232 und Centronics, über die sowohl Hardcopies des
TDS 700C) Bildschirminhalts als auch eine Datensatzlänge von 120.000 Punkten als auch
umfangreiche DSP-Mathematikfunktionen (das Oszilloskop kann drei höhere
Kurvenformen berechnen und darstellen: das Integral, das Differential und eine
FFT – Fast Fourier Transform – einer Kurvenform) erstellt werden können.

Option L1: Französisches Bei Bestellung dieser Option liefert Tektronix ein Benutzerhandbuch in
Benutzerhandbuch französischer Sprache.

Option L3: Deutsches Bei Bestellung dieser Option liefert Tektronix ein Benutzerhandbuch in
Benutzerhandbuch deutscher Sprache.

Option L5: Japanisches Bei Bestellung dieser Option liefert Tektronix ein Benutzerhandbuch in
Benutzerhandbuch japanischer Sprache.

Option R2: Kundendienst, Bei Bestellung mit dieser Option führt Tektronix weitere zwei Jahre lang
Reparatur Reparaturen als Garantieleistung durch.

A–2 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anhang A: Optionen und Zubehör

Option C5: Kundendienst, Bei Bestellung mit dieser Option führt Tektronix weitere fünf Jahre lang
Kalibration Kalibrationen durch.

Standardzubehör
Tabelle A–2 führt das Standardzubehör auf, das zum Digitaloszilloskop
mitgeliefert wird

Tabelle A–2: Standardzubehör

Zubehör Teilenummer
Benutzerhandbuch 070-9701-XX
Referenzhandbuch 020-2192-XX
Leistungsüberprüfung TDS 400A 070-9705-XX
TDS 510A 070-9706-XX
US-Netzkabel 161-0230-01
Frontplattenabdeckung TDS 510A 200-3696-00
Tastköpfe (je ein P6138/P6138A 10X Passiv (TDS 420A) P6138A (ein Stück)
Stück pro Kanal) P6138A 10X Passiv (TDS 430A)
P6138A 10X Passiv (TDS 460A)
P6139A 10X Passiv (TDS 510A) P6139A (ein Stück)

Optionszubehör
Es steht auch das in Tabelle A–3 aufgeführte Optionszubehör zur Verfügung:

Tabelle A–3: Optionszubehör

Zubehör Teilenummer
Frontplattenabdeckung TDS 400A 200-3232-00
Stromzange/Kalibrator TCP202
Hochspannungs-Differentialtastkopf P5205
Hochspannungs-Differentialtastkopf P5200
Analoger Differentialverstärker ADA400A
Wartungshandbuch TDS 400A 070-9703-XX
TDS 510A 070-9704-XX
Programmiererhandbuch 070-9876-XX
Videoklampe TDS 400A 013-0287-00
Plotter (gemäß Standards GPIB und Centronics) HC100

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch A–3
Anhang A: Optionen und Zubehör

Tabelle A–3: Optionszubehör (Fortsetzung)

Zubehör Teilenummer
Plotter (gemäß Centronics-Standard) HC200
Oszilloskopwagen TDS 400A K212
TDS 510A K420
Gestelleinbausatz (für spätere Umrüstung) TDS 400A 016-1166-00
TDS 510A 016-1236-00
Oszilloskopkamera C9
Adapter für Oszilloskopkamera 016-1154-00
Weiche Tragetasche TDS 400A 016-1158-01
TDS 510A 016-0909-01
Transportkoffer TDS 400A 016-1157-00
TDS 510A 016-1135-01
GPIB-Kabel (1 m) 012-0991-01
GPIB-Kabel (2 m) 012-0991-00
Nur für TDS 400A: Druckereinheit mit Seiko-Drucker DPU-411 TDS4F5P
und Zubehörtasche
Hülle (mit Aufstellplatte) TDS 400A 016-1159-00
TDS 510A 016-1268-00
VGA-Kabel (wird zur Einhaltung aller Spezifikationen der CTL3VGAMM-5
Störstrahlungsfreiheit benötigt) (LCOM-Teilenummer)

Zusätzliche Tastköpfe Als Zubehör zum Digitaloszilloskop sind die folgenden zusätzlichen Verstärker
und Tastköpfe zu empfehlen:

Tabelle A–4: Kompatible Tastköpfe

Tastkopftyp Tektronix-Modell Beschreibung


Passiv, hohe Impedanz, für P6138A (TDS 400A) 10X, 400 MHz
Spannungsmessungen P6139A (TDS 510A) 10X, 500 MHz
P6101B 1X, 15 MHz
Passiv, SMD P6563A 20X, 500 MHz
Passiv, niedrige Impedanz Zo P6156 10X, 3,5 GHz, für Eingänge 50 W (1X, 20X, 100X als Option)
Passiv, für Hochspannungen P5100 100X, 2,5 kV, DC + AC-Spitzenspannungen
P6015A 1000X, 20 kV, DC + AC-Spitzenspannungen
Aktiv, für schnelle P6243 DC bis 1 GHz FET, TekProbe mit Stromversorgung
Spannungsmessungen P6204 DC bis 1 GHz FET, Möglichkeit für DC-Offset (Offseteinstellungen
nur mit Netzteil TekProbe Tektronix 1103 möglich)
Aktiv, für Differentialspannungen P6046 1X/10X, 250 V, DC bis 100 MHz
P5205 50X/500X, 1300 V, DC bis 100 MHz

A–4 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anhang A: Optionen und Zubehör

Tabelle A–4: Kompatible Tastköpfe (Fortsetzung)

Tastkopftyp Tektronix-Modell Beschreibung


Stromzange AM 503S AC/DC, verwendet Stromzange A6302 DC bis 50 MHz
AM 503S Opt. 03 AC/DC, verwendet Stromzange A6303 DC bis 15 MHz
AM 503S Opt. 05 AC/DC, verwendet Stromzange A6312 DC bis 100 MHz
TCP202 AC/DC, DC bis 50 MHz, TekProbe mit Stromversorgung
P6021 AC, 120 Hz bis 60 MHz
P6022 AC, 935 kHz bis 120 MHz
CT-1/CT-2 Für feste oder langfristige Leitungsinstallation ausgelegt
CT-1: 25 kHz bis 1 GHz, Eingang 50 W
CT-2: 1,2 kHz bis 200 MHz, Eingang 50 W
CT-4 Strommeßwandler für AM 503S und P6021. Mit AM 503S
Spitzenimpulse 1 kA, 0,5 Hz bis 20 MHz
Logischer Worttrigger P6408 16 Kanäle, ein Qualifikationskanal, TTL-kompatibel,
Speisespannung +5 V erforderlich
Optisch (optoelektronische Wandler) P6701A 500 bis 950 nm, DC bis 850 MHz, 1 V/mW
P6703A 1100 bis 1700 nm, DC bis 1 GHz, 1 V/mW
P6711 500 bis 950 nm, DC bis 250 MHz, 5 V/mW
P6713 1100 bis 1700 nm, DC bis 300 MHz, 5 V/mW

Zusätzliche Software Tabelle A–5 führt als Optionszubehör Softwareprodukte von Tektronix auf, die
für Arbeiten mit dem Digitaloszilloskop zu empfehlen sind:

Tabelle A–5: Zusätzliche Software

Software Teilenummer
Wavewriter: AWG und Erzeugung von Signalverläufen S3FT400
LabWindows für DOS LWDOS
für CVI LWCVI
WaveStar WSTR31

Garantieinformationen Die Garantieerklärung zu diesem Produkt ist hinter der Titelseite dieses Hand-
buchs zu finden.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch A–5
Anhang A: Optionen und Zubehör

Kundendienst Tektronix bietet die folgenden Dienstleistungen an, die während der Garantiefrist
für dieses Produkt jederzeit bestellt werden können:
H REP (Reparatur) Dieser Kundendienst übernimmt Reparaturen während der
Dauer eines Jahres nach Ablauf der Garantiefrist. Er ist jeweils für ein Jahr
bis zu einer Höchstdauer voin zwei Jahren erhältlich.
H CAL (Kalibration) Dieser Kundendienst übernimmt Kalibrationen während
der Dauer eines Jahres. Er ist jeweils für ein Jahr bis zu einer Höchstdauer
voin fünf Jahren erhältlich.
Weitere Auskünfte erteilen die Verkaufsberater von Tektronix.

A–6 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anhang B: Verpackung für den Versand

Zum Versand ist das Digitaloszilloskop nach Möglichkeit immer im Original-


Versandkarton mit dem ursprünglichen Verpackungsmaterial zu verpacken. Wenn
diese nicht mehr verfügbar sind, ist die Verpackung wie folgt vorzunehmen:
1. Einen Versandkarton aus Wellpappe beschaffen, dessen Innenabmessungen
in allen Richtungen um mindestens je 15 cm größer sind als das Digitaloszil-
loskop. Der Versandkarton muß für eine Prüflast von 170 kg ausgelegt sein.
2. Falls das Digitaloszilloskop zur Reparatur an eine Tektronix-Vertretung
eingesandt werden soll, ist am Digitaloszilloskop ein Anhänger zu befesti-
gen, der Namen und Anschrift des Besitzers des Oszilloskops, den Namen
eines sachkundigen Ansprechpartners zum Oszilloskop und den Typ und die
Seriennummer des Oszilloskops angibt.
3. Das Digitaloszilloskop zum Schutz seiner Lackierung in Polyethylenfolie
oder in ein gleichwertiges Material einschlagen.
4. Das Digitaloszilloskop im Versandkarton dann auf allen Seiten mit Füllmat-
erial oder mit Urethanschaum zwischen dem Karton und dem Digitaloszil-
loskop gut auspolstern. Auf allen Seiten, oben und unten muß die
Auspolsterung 7,5 cm stark sein.
5. Den Versandkarton mit Paketklebeband oder einem industriellen Klammer-
gerät verschließen.

VORSICHT: Das Digitaloszilloskop nicht versenden, während eine Diskette im


Laufwerk liegt. Wenn nämlich eine Diskette eingelegt ist, ragt die Lösetaste
hervor. Sie könnte dann leicht beschädigt werden.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch B–1
Anhang B: Verpackung für den Versand

B–2 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anhang C: Getrennter Bildschirm

Über den VGA-Steckverbinder in der Rückwand kann ein getrennter Bildschirm


angeschlossen werden. Tabelle A–3 auf Seite A–3 gibt die Teilenummer eines
ordnungsgemäß abgeschirmten Kabels an, das kommerziell angeboten wird.

HINWEIS. Beide Signalleitungen für die Farben rot und blau sind geerdet. Diese
Konfiguration ergibt auf einem Farbmonitor eine Darstellung in grüner Farbe.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch C–1
Anhang C: Getrennter Bildschirm

C–2 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anhang D: Programmierdiskette

Die Programmierdiskette zur TDS-Familie ist eine Microsoft Windows Hilfe-


Datei, die den Betrieb des Oszilloskops über den General Purpose Interface Bus
(GPIB) beschreibt (Option bei einigen Digitaloszilloskopen). Die Diskette
enthält auch einige Musterprogramme.
Die Programme laufen auf PC-kompatiblen Systemen unter Microsoft Windows
oder Windows 95 (siehe die Abbildung D–1).

PC kompatibel mit Programmier


Microsoft Windows diskette zur
TDS-Familie

Abbildung D–1: Erforderliche Hardware für das Arbeiten mit den


Musterprogrammen

Programme laden
Die Datei ”Readme” auf der Diskette enthält alle benötigten Anweisungen für
die Installation des Programmierhandbuchs und der sonstigen Software auf der
Diskette Programmierhandbuch der TDS–Familie.

Hilfe-Programm aufrufen
Die Hilfe–Datei zum Programmierhandbuch rufen Sie unter Windows 3.1 wie
folgt auf:
1. 1. Programmgruppe TDS Family Programmer zweimal anklicken.
2. 2. Icon TDS Family Programmer zweimal anklicken.
Falls Sie keine Programmgruppe oder kein Shortcut unter Windows 95 einger-
ichtet haben, wechseln Sie zum Dateimanager (Windows 3.1) bzw. zum Explorer
(Windows 95), und rufen Sie darin das Programm tds–[Link] auf.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch D–1
Anhang D: Programmierdiskette

D–2 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Glossar

Abtastintervall
Die Zeitspanne einer Zeitbasis zwischen aufeinanderfolgenden Abtastwerten.
Bei Echtzeitdigitalisierern ist das Abtastintervall der Kehrwert der Abtast-
rate. Bei Äquivalentzeitdigitalisierern entspricht die Zeitspanne zwischen
aufeinanderfolgenden Abtastwerten der Äquivalentzeit, nicht aber der
Echtzeit.
Abtastung
Die Erfassung eines analogen Eingangswerts, zum Beispiel eines Span-
nungswerts, der dann konstantgehalten wird, damit er quantisiert werden
kann. Es gibt zwei grundsätzliche Abtastverfahren: die Echtzeitabtastung
und die Äquivalentzeitabtastung.
Automatischer Triggermodus
Ein Triggermodus, bei dem das Oszilloskop selbsttätig Daten erfaßt, wenn es
innerhalb einer spezifizierten Zeitspanne keine triggerbaren Ereignisse
erkennt.
Aktiver Cursor
Der Cursor, der sich jeweils mit dem Mehrzweckknopf verschieben läßt. Er
wird in der Anzeige durch einen durchgehenden Strich dargestellt. Die An-
gabe @ der Anzeige bezeichnet den Absolutwert, dem die jeweilige Cursor-
position entspricht.
Äquivalentzeitabtastung (ÄZ)
Eine Abtastart, in der das Oszilloskop ein Signal mit vielen Wiederholungen
erfaßt. Das Digitaloszilloskop arbeitet mit einem besonderen Typ der
Äquivalentzeitabtastung, der sogenannten unkorrelierten Äquivalentzeit-
abtastung. Hierbei ist ein interner Takt maßgeblich, der weder mit dem
Eingangssignal noch mit dem Signaltrigger synchronisiert ist. Das Oszillo-
skop erfaßt die Abtastwerte kontinuierlich, unabhängig von der Triggerposi-
tion, und stellt sie entsprechend der Zeitdifferenz zwischen dem Abtastwert
und dem Trigger dar. Die Abtastwerte werden also nacheinander erfaßt, aber
ohne Korrelation zum Trigger dargestellt.
Bandbreite
Die höchste Signalfrequenz, mit der das Oszilloskop ein Signal noch
erfassen kann, ohne das ursprüngliche (Bezugs-) Signal um mehr als 3 dB
(Faktor 0,707) zu bedämpfen.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch Glossar–1
Glossar

Dämpfung
Das Maß der Verkleinerung der Signalamplitude beim Durchgang durch ein
Dämpfungsglied wie einen Tastkopf oder einen Abschwächer, ausgedrückt
als Verhältnis der Eingangsgröße zur Ausgangsgröße. Beispiel: ein Tastkopf
10x bedämpft, d.h. verringert, die Eingangsspannung eines Signals um einen
Faktor 10.
Datensatzlänge
Die spezifizierte Anzahl von Abtastwerten einer Kurvenform. Ihr entspricht
die Speichertiefe.
Digitalisierung
Die Umwandlung eines kontinuierlichen Analogsignals, beispielsweise einer
Kurvenform, in einen Satz von diskreten Werten, die die Amplitude des Sig-
nals zu spezifischen Zeitpunkten angeben. Die Digitalisierung erfolgt in zwei
Schritten: Abtastung und Quantisierung.
Echtzeitabtastung
Ein Abtastmodus, bei dem das Digitaloszilloskop die Abtastung so schnell
durchführt, daß die Daten aus einem einzigen Triggerereignis die Signalauf-
zeichnung vollständig füllen. Mit Echtzeitabtastung werden einmalige oder
kurzzeitige Ereignisse erfaßt.
Erfassung
Die Abtastung von Signalen aus den Eingangskanälen, die Digitalisierung
der Abtastwerte zu einzelnen Datenpunkten, und die Zusammenstellung der
Datenpunkte zu einer Signalaufzeichnung. Die Signalaufzeichnung wird im
Speicher abgelegt. Der Trigger kennzeichnet hierbei den Zeitnullpunkt.
Erfassungsintervall
Die Zeitdauer der Signalaufzeichnung, bezogen auf deren Länge. Das
Digitaloszilloskop gibt für jedes Erfassungsintervall einen Datenpunkt aus.
Genauigkeit
Die Übereinstimmung des angezeigten Wertes mit dem wahren Wert.
Hauptmenütasten
Menütasten unter der jeweiligen Hauptmenüanzeige. Mit ihrer Hilfe lassen
sich einzelne Befehle aus dem Hauptmenü aufrufen.
Hi Res-Erfassungsmodus
Ein Erfassungsmodus, in dem das Digitaloszilloskop aus allen Abtastwerten,
die es während eines Erfassungsintervalls aufgenommen hat, einen Mittel-
wert bildet und diesen als Datensatzpunkt darstellt. Durch die Mittelwert-
bildung ergibt sich ein Signal mit höherer Auflösung und geringerer
Bandbreite. Dieser Modus ist nur bei Echtzeitabtastung ohne Interpolation
möglich.

Glossar–2 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Glossar

Holdoff, bei der Triggerung


Nach Ablauf eines Triggersignals muß noch eine spezifizierte Zeitspanne
verstreichen, bevor die Triggerschaltung ein weiteres Triggersignal ausgibt.
Durch Holdoff läßt sich eine stabilere Anzeige erreichen.
Hüllkurvenerfassungsmodus
Eine Betriebsart, in der das Oszilloskop ein Signal erfaßt und mißt, das die
Extremwerte aus mehreren Erfassungen darstellt.
Interpolation
Das Digitaloszilloskop berechnet weitere Werte für die Datensatzpunkte,
wenn es durch ein einziges Triggerereignis nicht alle Punkte für eine kom-
plette Aufzeichnung erfassen kann. Dies tritt ein, wenn nur Echtzeitabtas-
tung erfolgen soll und die Zeitbasis auf einen Wert eingestellt wurde, der die
effektive Abtastrate des Oszilloskops übersteigt. Es sind zwei Optionen der
Interpolation möglich: linear oder nach sin(x)/x.
Mittelwerterfassungsmodus
In dieser Betriebsart erfaßt und mißt das Oszilloskop ein Signal, das den
Mittelwert aus mehreren Meßwerterfassungen darstellt. Hierdurch verringert
sich das scheinbare Rauschen. Das Oszilloskop erfaßt hierbei die Daten wie
im Abtastmodus und bildet dann aus der spezifizierten Anzahl von Meßwer-
ten den Mittelwert.
Pixel
Ein sichtbarer Punkt in der Bilddarstellung. Das Rasterbild des Oszilloskops
baut sich aus je 640 Pixel waagerecht (Breite) und 480 Pixel senkrecht
(Höhe) auf.
Popup-Menü
Ein Untermenü zu einem Hauptmenü. Popup-Menüs belegen vorübergehend
einen Teil des Signaldarstellungsbereichs und bieten weitere Auswahlmög-
lichkeiten zu der jeweils im Hauptmenü getroffenen Auswahl. Die einzelnen
Optionen eines Popup-Menüs lassen sich durch wiederholtes Drücken auf
die Hauptmenütaste unter dem betreffenden Popup-Menü durchlaufen.
Posttrigger
Der spezifizierte Teil der Signalaufzeichnung, der Daten enthält, die nach
dem Triggerereignis erfaßt wurden.
Pretrigger
Der spezifizierte Teil der Signalaufzeichnung, der Daten enthält, die vor dem
Triggerereignis erfaßt wurden.
Quantisierung
Die Umsetzung eines abgetasteten analogen Eingangswerts, zum Beispiel
eines Spannungswerts, in einen Digitalwert.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch Glossar–3
Glossar

Referenzspeicher
Der Speicher eines Oszilloskops, der Kurvenformen oder Einstellungen
aufnimmt. Aus diesem Speicher können die Kurvenformen für eine spätere
Bearbeitung wieder abgerufen werden. Das Digitaloszilloskop kann diese
Daten auch dann noch ausgeben, wenn es zwischenzeitlich abgeschaltet oder
von seiner Stromversorgung getrennt wurde.
Rollen
Ein Erfassungsmodus, der sich besonders für niedrige Einstellungen der
Horizontalskala eignet. Im Rollmodus werden die Signale so dargestellt, wie
sie punktweise erfaßt werden. Sie scheinen auf dem Bildschirm durchzulau-
fen.
Signalintervall
Die Zeitspanne zwischen den Datensatzpunkten in der Bildschirm-
darstellung.
Bei linearer Interpolation werden Zwischenwerte entlang einer Geraden
zwischen den tatsächlichen Meßwerten berechnet. Die Interpolation nach
sin(x)/x geht von einem Verlauf entsprechend der betreffenden Funktion
zwischen den tatsächlichen Meßwerten aus. Es wird immer nur unterstellt,
daß die Zwischenwerte auf der jeweiligen Kurve liegen.
Tastkopfkompensation
Eine Justierung, die den Frequenzgang eines Tastkopfs im Bereich der tiefen
Frequenzen verbessert.
Tek Secure
Diese Einrichtung löscht die Inhalte aller Speicher für Kurvenformen und
Einstellungen (es werden wieder die Einstellungen der Werksvorgaben
aufgerufen). Anschließend werden alle Speicherplätze auf erfolgte Löschung
überprüft. Diese Einrichtung ist zweckmäßig, wenn das Digitaloszilloskop
vertraulich zu haltende Daten aufnimmt, wie etwa bei Forschungs- oder
Entwicklungsprojekten.
Trigger
Ein Ereignis, das den Zeitnullpunkt eine Signalaufzeichnung markiert. Es
führt dazu, daß ein Signal erfaßt und dargestellt wird.
Verzögerungszeit
Die Zeitspanne zwischen dem Triggerereignis und der Datenerfassung.
XY-Format
Ein Darstellungsformat, bei dem die Spannungspegel von zwei Signalda-
tensätzen punktweise miteinander verglichen und rechtwinklig zueinander
in der Bildschirmfläche dargestellt werden. In diesem Format lassen sich
besonders gut Phasenbeziehungen zwischen zwei Signalen untersuchen.

Glossar–4 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Glossar

YT-Format
Das übliche Format der Oszilloskopdarstellung. Es zeigt die Spannungswerte
einer Signalaufzeichnung (in der Vertikalachse) in deren zeitlichem Verlauf
(der Horizontalachse).
Zeitbasis
Der Parametersatz, der die Attribute der Zeitablenkung und der Horizontal-
achse einer Signalaufzeichnung definiert. Die Zeitbasis legt fest, wann und
wie lange Datensatzpunkte erfaßt werden sollen.

TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch Glossar–5
Glossar

Glossar–6 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Index
Numbers Amplitude, 3–125
Amplitude Units, Menü Cursor, 3–16
1/Base, Menü Cursor, 3–15 AND, Menü Main Trigger, 3–73
1/Clocks, Menü Cursor, 3–15 AND, Menü Main Trigger, 3–75, 3–77
1/seconds (Hz), Menü Cursor, 3–15 Ansteigende Flanke, Menü Delayed Trigger, 3–154
100 MHz, Menü Vertical, 3–149 Ansteigende Flanke, Menü Main Trigger, 3–38, 3–77
20 MHz, Menü Vertical, 3–149 Anstiegszeit, 2–23, 3–127
Anwendungen
differenzierte Signale, 3–107
A FFT-Signale, 3–87
integrierte Signale, 3–111
Abbau der Frontplatte, 1–4
Anwendungsbeispiele, 2–11
Abfallzeit, 3–126
Anzeige, 2–7, 3–9
Abruf, Signale, 3–117
Cursor, 2–7
Abrufen, Einstellungen, 3–23–3–26
Datensatzschema, 2–7, 3–36
Abtastintervall, Glossar–1
Erfassung, 3–30
Abtastung, Glossar–1
Flankentriggerung, 3–35, 3–72
AC, Menü Main Trigger, 3–37
Kanal, 2–7, 3–79, 3–161
Accept Glitch, Menü Main Trigger, 3–66
Mehrzweckknopf, 2–7
AC-Kopplung, 3–148
Messung, 3–128
ACQUIRE MENU-Taste, 3–30, 3–41
Schnappschuß, 3–134
Acquire, Menü, 3–30, 3–41
Triggerpegelbalken, 3–4
Average, 3–30
Triggerpunkt, 3–4
Compare Ch1 to, 3–43
Triggerung, 2–7
Compare Ch2 to, 3–43
Zeitbasis, 2–7
Create Limit Test Template, 3–41
Äquivalentzeitabtastung, unkorreliert, Glossar–1
Envelope, 3–30
Ausschalten, 1–5
H Limit, 3–42
Auto, Menü Main Trigger, 3–39, 3–65, 3–75
Hardcopy if Condition Met, 3–43
Auto, Triggermodus, 3–39
Hi Res, 3–30
Automatische Messung, von FFT-Signalen, 3–93
Limit Test, 3–44
Automatische Messungen, 2–22, 3–125–3–136
Limit Test Condition Met, 3–44
an differenzierten Signalen, 3–108
Limit Test Setup, 3–43, 3–44
(Verfahren), 3–108
Limit Test Sources, 3–43
an integrierten Signalen, 3–114
Mode, 3–30
Schnappschuß, 2–25
OFF (Real Time only), 3–31
Automatischer Triggermodus, Glossar–1
OK Store Template, 3–42
Autoset, 2–16, 3–9–3–10
ON (Enable ET), 3–31
Durchführung, 3–9–3–10
Peak Detect, 3–30
AUTOSET-Taste, 2–16, 3–9
Repetitive Signal, 3–31
AUX TRIGGER INPUT, BNC, 2–6
Ring Bell if Condition Met, 3–43
Average (Mittelwert)-Modus, 3–29
Sample, 3–30
Average, Menü Acquire, 3–30
Single Acquisition Sequence, 3–32
Stop After, 3–44
Stop After Limit Test Condition Met, 3–43
Template Source, 3–41
B
V Limit, 3–42 Bandbreite, 3–149, Glossar–1
active, Status, gespeichertes Signal, 3–117 Bandwidth, Menü Vertical, 3–149
Aktiver Cursor, Glossar–1 Banner menu, 3–138
Aliasing, 3–58, 3–96 Base, Menü Cursor, 3–16

Index–1
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Index

Berechnete Signale, 3–105 Ch1, Ch2 ..., Main Trigger menu, 3–62
Berechnetes (Math) Signal Ch1, Ch2 ..., Menü Delayed Trigger, 3–153
Differential, A–1 Ch1, Ch2 ..., Menü Main Trigger, 3–37, 3–65, 3–67,
FFT, A–1 3–74, 3–75, 3–77
Integral, A–1 Ch1, Ch2 ..., Menü Video Trigger, 3–156
Beschneiden, FFT-Signal, 3–95 Change Math waveform definition, Menü More,
Beschneidung 3–103
bei differenzierten Signalen, 3–109 Class, Menü Main Trigger, 3–64, 3–67, 3–74
Vermeidung der, 3–95, 3–109, 3–114 CLEAR MENU Taste, 2–10
von integrierten Signalen, 3–114 CLEAR MENU-Taste, 2–10, 2–23, 3–133
Fenster, 3–99 CLEAR MENU-Taste, 2–3, 2–14
auswählen, 3–100 Clear Spool, Menü Hardcopy, 3–48
Begrenzung durch (Windowing), 3–99 Clock, Menü Horizontal, 3–60
Beschreibung, 3–90 Compare Ch1 to, Menü Acquire, 3–43
Blackman-Harris, 3–90, 3–100, 3–102 Compare Ch2 to, Menü Acquire, 3–43
Eigenschaften, 3–101 Configure, Menü Utility, 3–21
Hamming, 3–90, 3–100, 3–102 Configure, Menü Utility, 3–46
Hanning, 3–90, 3–100, 3–102 Confirm Delete, Menü File Utilities, 3–19
Rechteck, 3–90, 3–100, 3–102 Contrast, Menü Display, 3–4
More, Menü Copy, Menü File Utilities, 3–19
Blackman-Harris, 3–90 Coupling, Menü Delayed Trigger, 3–154
Change Math waveform definition, 3–88 Coupling, Menü Main Trigger, 3–37
dBV RMS, 3–89 Coupling, Menü Vertical, 3–148
FFT, 3–88 Create Directory, Menü File Utilities, 3–19
Hamming, 3–90 Create Limit Test Template, Menü Acquire, 3–41
Hanning, 3–90 Create Measrmnt, Menü Measure Delay, 3–133
Linear RMS, 3–89 Cross Hair, Menü Display, 3–6
Math1, Math2, Math3, 3–88 Cursor, 3–11–3–16
Phase (deg), 3–89 bei differenzierten Signalen, 3–109
Phase (rad), 3–89 bei FFT-Signalen, 3–91
Rectangular, 3–90 gepaart, 3–11–3–16
Set FFT Source to:, 3–89 Horizontalbalken, 3–11–3–16
Set FFT Vert Scale to:, 3–89 Vertikalbalken, 3–11
Set FFT Window to:, 3–90 Verwendung, 3–13
Blackman-Harris-Fenster, 3–90 Cursor, Menü, 3–13, 3–112
BMP, 3–45 1/Base, 3–15
BMP Color, Menü Hardcopy, 3–46 1/Clocks, 3–15
BMP Mono, Menü Hardcopy, 3–46 1/seconds (Hz), 3–15
BNC Amplitude Units, 3–16
AUX TRIGGER INPUT, 2–6 Base, 3–16
DELAYED TRIGGER OUTPUT, 2–6 Function, 3–13, 3–14
MAIN TRIGGER OUTPUT, 2–6 H Bars, 3–13, 3–14
SIGNAL OUTPUT, 2–6 Horizontal Units, 3–15
Breite, 2–23 Independent, 3–14
Breite (Width)-Triggerung, 3–69 IRE (NTSC), 3–16
Burstbreite, 3–125 seconds, 3–15
Tracking, 3–14
Video Line Number, 3–15
C CURSOR-Taste, 3–13
Cal Probe, Menü Vertical, 3–139 Cursoranzeige, 3–12
Centronics, Port (Option), 3–21 Cursorgeschwindigkeit, 3–16
CH1, CH2 ...-Tasten, 3–80 Cursormenü, 3–91

Index–2
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Index

Custom, Menü Video Trigger, 3–156 Diskette, Abspeicherung einer Hardcopy, 3–49
Display, Optionen, 3–3–3–8
Display ‘T’ @ Trigger Point, Menü Display, 3–4
D DISPLAY-Taste, 3–3
Display, Menü, 3–3
Dämpfung, Glossar–2
Contrast, 3–4
Dateisystem, 3–17–3–20
Cross Hair, 3–6
Datenferübertragung, 3–21–3–22
Display ‘T’ @ Trigger Point, 3–4
Datensatzlänge, 3–57, A–2, Glossar–2
Dots, 3–3
Datensatzschema, 2–7, 3–36, 3–55
Dots-Art, 3–43
Datum/Uhrzeit
Filter, 3–5
auf Hardcopies, 3–47
Format, 3–6
einstellen, 3–47
Frame, 3–6
DC, Menü Main Trigger, 3–37
Full, 3–6
DC-Kopplung, 3–148
Graticule, 3–6–3–8
DC-Offset, 3–95
Grid, 3–6
bei berechneten Signalen, 3–95
Infinite Persistence, 3–4
bei Math-Signalen, 3–114
Intensified Samples, 3–3
zur DC-Korrektur von FFTs, 3–95
Intensity, 3–4–3–8
Define Inputs, Menü Main Trigger, 3–75, 3–77
Linear interpolation, 3–5
Define Logic, Menü Main Trigger, 3–75, 3–77
NTSC, 3–6
Delay by Events, Menü Delayed Trigger, 3–153
Overall, 3–4
Delay by Lines, Menü Video Trigger, 3–157
PAL, 3–6
Delay by Time, Menü Delayed Trigger, 3–153
Readout, 3–4
Delay by Time, Menü Video Trigger, 3–157
Sin(x)/x interpolation, 3–5
Delay by, Menü Delayed Trigger, 3–153
Style, 3–3
Delay To, Menü Measure Delay, 3–132
Text/Grat, 3–4
Delayed Only, Menü Horizontal, 3–152
Trigger Bar, 3–5
Delayed Runs After Main, Menü Horizontal, 3–60,
Variable Persistence, 3–4
3–152
Vectors, 3–3
Delayed Scale, Menü Horizontal, 3–58
Waveform, 3–4
DELAYED TRIG-Taste, 3–152
XY, 3–6
DELAYED TRIGGER OUTPUT, BNC, 2–6
Display, Menü Status, 3–137
Delayed Trigger, Menü, 3–152–3–154
Dots, Menü Display, 3–3
Ch1, Ch2 ..., 3–153
Dots-Art, Menü Display, 3–43
Coupling, 3–154
DPU412-II, Menü Hardcopy, 3–46
Delay by, 3–153
DPU412, Menü Hardcopy, 3–46
Delay by Events, 3–153
Drehknopf
Delay by Time, 3–153
Beschleunigung, 3–39
Rising Edge, 3–154
Horizontal POSITION, 2–15, 3–56
Delayed Triggerable, Menü Horizontal, 3–60, 3–153
Horizontal SCALE, 2–15, 3–56
Delete Refs, Menü Save/Recall Waveform, 3–118
Hyphenation, 2–24
Delete, Menü File Utilities, 3–18
Mehrzweck, 2–8, 2–9
Deskjet, 3–45
Triggerung MAIN LEVEL, 2–16
Deskjet, Menü Hardcopy, 3–46
Vertical POSITION, 2–15
Differentiation
Vertical SCALE, 2–15, 3–147
einer Ableitung, 3–107
Dual Wfm Math, Menü More, 3–104
Signale, 3–107
Dual Zoom, Menü Zoom, 3–162
Differenzierte Signale
Dual Zoom Offset, Menü Zoom, 3–163
Anwendungen, 3–107
Verfahren zur Darstellung, 3–107
Verfahren zur Messung, 3–108, 3–109
Digitalisierung, Glossar–2

Index–3
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Index

E automatische Messung, 3–93


DC-Korrektur, 3–95
Echtzeitabtastung, Glossar–2 Erfassungsmodus, 3–96
Edge, Menü Main Trigger, 3–37 Interpolationsmodus, 3–96
Edges, Menü Measure Delay, 3–133 Meßverfahren, 3–91
Einschalten, 1–4 Phasendarstellung, Hinweise zur Darstellung, 3–97
Einstellungen, Speichern und Abrufen, 3–23–3–26 Phasengang, 3–89
Einstellungen abspeichern und abrufen, 3–23 Unterabtastung, 3–96
Einstellungen für die Anwendungsbeispiele, 2–11 Unterdrückung von Störungen, 3–96
Either, Menü Main Trigger, 3–66, 3–67 Vergrößern, 3–96
empty, Saved waveform status, 3–117 File Utilities, Menü File Utilities, 3–17
Encapsulated Postscript, 3–45 File Utilities, Menü, 3–17
Enter Char, Menü Labelling, 3–18, 3–19 Delete, 3–18
Envelope (Hüllkurve)-Modus, 3–29 File Utilities, 3–17
Envelope, Menü Acquire, 3–30 Format, 3–19, 3–20
EPS Color Img, Menü Hardcopy, 3–46 Rename, 3–18
EPS Color Plt, Menü Hardcopy, 3–46 Filter, Menü Display, 3–5
EPS Mono Img, Menü Hardcopy, 3–46 Fine Scale, Menü Vertical, 3–149
EPS Mono Plt, Menü Hardcopy, 3–46 Firmwareversion, 3–137
Epson, 3–45 Fit to screen, Menü Horizontal, 3–57
Epson, Menü Hardcopy, 3–46 Fläche, Zeitintegral, 3–125
Erfasssung, Intervall, Glossar–2 Flanke, 3–35
Erfassung, 3–9, Glossar–2 Flankentriggerung, 3–35
Erfassungsanzeige, 3–30 Anzeige, 3–35, 3–72
Erfassungsarten FORCE TRIG-Taste, 3–39, 3–40
Average, 3–29 Format, Menü Display, 3–6
Envelope, 3–29 Format, Menü File Utilities, 3–20
Hi Res, 3–28 Format, Menü Hardcopy, 3–46
Peak Detect, 3–27 Frame, Menü Display, 3–6
Sample, 3–27 Frequenz, 2–23, 3–126
External Clock, Menü Horizontal, 3–60, 3–61 Frontplatte, 2–4, 2–5
Full, Menü Display, 3–6
Full, Menü Vertical, 3–149
F Function, Menü Cursor, 3–13, 3–14
factory, Status, gespeicherte Einstellung, 3–23
Fallende Flanke, Menü Delayed Trigger, 3–154
Fallende Flanke, Menü Main Trigger, 3–38, 3–77
G
Fernsteuerung Gating, Menü Measure, 3–130
Port anwählen und konfigurieren, 3–21 Genauigkeit, Glossar–2
Verfahren zur, 3–21 Gepaarte Cursor, 3–11–3–16
FFT von Signalen, 3–87 Getorte (gated) Messungen, 3–129
FFT-Datensatz im Frequenzbereich, 3–93 Gewähltes Signal, 3–79
definiert, 3–94 Glitch, Menü Main Trigger, 3–64, 3–66
Länge, 3–94 Glitch-Triggerung, 3–64
FFT-Datensatz im Zeitbereich, definiert, 3–93 GND-Kopplung, 3–148
FFT-Signal Goes FALSE, Menü Main Trigger, 3–74
Datensatzlänge, 3–94 Goes TRUE, Menü Main Trigger, 3–74
Phasennullpunkt, 3–97 GPIB, 2–6, 3–21
Phasenunterdrückung, 3–90, 3–98 Port anwählen und konfigurieren, 3–21
FFT-Signale Verfahren zur Verwendung, 3–21
Aliasing, 3–96 GPIB, Menü Hardcopy, 3–47
Aufruf der Darstellung, 3–88 GPIB, Utility menu, 3–21

Index–4
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Index

GPIB-Programmierung, D–1 Port, 3–47


Graticule, Menü Display, 3–6–3–8 Portrait, 3–46
Grenzwerte prüfen, 3–41–3–44 RLE Color, 3–46
Grid, Menü Display, 3–6 Thinkjet, 3–46
GROUP 1, GROUP 2 ...-Tasten, 3–162 TIFF, 3–46
Haupmenütasten, Glossar–2
Hauptmenü, 2–7
H Hauptmenütasten, 2–3
Hauptschalter, 1–4, 2–6
H Bars, Menü Cursor, 3–13, 3–14
Helligkeit, 3–4
H Limit, Menü Acquire, 3–42
HELP-Taste, 3–53
Anzeige, Cursor
HF Rej, Menü Main Trigger, 3–37
Cursorpaare, 3–93, 3–109, 3–113
Hi Res (Hochauflösung)-Modus, 3–28
H-Bars, 3–91, 3–109, 3–112
Hi Res, Menü Acquire, 3–30
V-Bars, 3–92, 3–109, 3–113
Hi Res-Erfassungsmodus, Glossar–2
Cursoranzeige
High, 3–126
Cursorpaare, 3–93, 3–109, 3–113
High Ref, Measure, Menü, 3–131
H-Bars, 3–91, 3–109, 3–112
High-Low Setup, Measure, Menü, 3–131
V-Bars, 3–92, 3–109, 3–113
Hilfesystem, 3–53
Hamming-Fenster, 3–90
Histogram, Menü Measure, 3–131
Hanning-Fenster, 3–90
Holdoff bei der Triggerung, 3–39
Hardcopy, 3–45–3–52
Holdoff, bei der Triggerung, Glossar–3
Abspeicherung auf Diskette, 3–49
Holdoff, Menü Main Trigger, 3–65, 3–75
Druckausgabe (mit Controller), 3–50
Horiz Pos, Menü Horizontal, 3–59
Druckausgabe (ohne Controller), 3–48
Horiz Scale, Menü Horizontal, 3–58
Spooler, 3–48
Horizontal, 3–9
Hardcopy (Talk Only), Menü Utility, 3–46
Anzeigen, 3–55
Hardcopy if Condition Met, Menü Acquire, 3–43
Balkencursor, 3–11–3–16
HARDCOPY Taste, 3–22
Drehknopf SCALE, 2–15
HARDCOPY-Taste, 3–17, 3–46
Position, 3–56
Hardcopy, Menü Utility, 3–22
Skala, 3–56
Hardcopy, Menü
Steuerung, 3–55–3–62
BMP Color, 3–46
System, 2–15
BMP Mono, 3–46
Horizontal Lock, Menü Zoom, 3–162, 3–165
Clear Spool, 3–46, 3–48
HORIZONTAL MENU-Taste, 3–152
Deskjet, 3–46
Horizontal Units, Menü Cursor, 3–15
DPU412, 3–46
Horizontal, Drehknopf POSITION, 3–56, 3–162
DPU412–II, 3–46
Horizontal, Drehknopf SCALE, 3–56, 3–162
EPS Color Img, 3–46
Horizontal, Menü
EPS Color Plt, 3–46
Clock, 3–60
EPS Mono Img, 3–46
Delayed Only, 3–152
EPS Mono Plt, 3–46
Delayed Runs After Main, 3–60, 3–152
Epson, 3–46
Delayed Scale, 3–58
Format, 3–46
Delayed Triggerable, 3–60, 3–153
GPIB, 3–47
External Clock, 3–60, 3–61
HPGL, 3–46
Fit to screen, 3–57
Interleaf, 3–46
Horiz Pos, 3–59
Landscape, 3–46
Horiz Scale, 3–58
Laserjet, 3–46
Intensified, 3–152, 3–153
Layout, 3–46
Internal Clock, 3–60
OK Confirm Clear Spool, 3–48
Main Scale, 3–58
PCX, 3–46
Record Length, 3–57
PCX Color, 3–46

Index–5
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Index

Set to 10%, 3–59


Set to 50%, 3–59
L
Set to 90%, 3–59 Labelling, Menü, Enter Char, 3–18, 3–19
Time Base, 3–60 Landscape, Menü Hardcopy, 3–46
Trigger Position, 3–57 Laserjet, 3–45
Horizontalanzeigen, 3–55 Laserjet, Menü Hardcopy, 3–46
HPGL, 3–45 Laufzeitverzögerung, 3–126
HPGL, Menü Hardcopy, 3–46 Layout, Menü Hardcopy, 3–46
Hüllkurvenerfassungsmodus, Glossar–3 Level, Menü Delayed Trigger, 3–154
Level, Menü Main Trigger, 3–38, 3–66, 3–70
LF Rej, Menü Main Trigger, 3–37
I Limit Test Condition Met, Menü Acquire, 3–44
Limit Test Setup, Menü Acquire, 3–43, 3–44
I/O, Menü Utility, 3–21
Limit Test Sources, Menü Acquire, 3–43
I/O, Menü Status, 3–137
Limit Test, Menü Acquire, 3–44
I/O, Menü Utility, 3–46
Linear interpolation, Menü Display, 3–5
Impulstriggerung, 3–63
Lineare Interpolation, 3–5, Glossar–4
Inbetriebnahme, 1–3
Logische Triggerung, 3–71–3–78
Independent, Menü Cursor, 3–14
Definitionen, 3–73
Infinite Persistence, Menü Display, 3–4
Pattern (Bitmap), 3–73
Installation, 1–3
State (Logikzustände), 3–73
Integration, Signale, 3–111
Low, 3–126
Integrierte Signale
Low Ref, Measure, Menü, 3–131
Anwendungen, 3–111
automatische Messungen, 3–114
Verfahren zur Darstellung, 3–111
Vergrößerung, 3–110, 3–115
M
Intensified Samples, Menü Display, 3–3 MAIN LEVEL, 3–38
Intensified, Menü Horizontal, 3–152, 3–153 Main Scale, Menü Horizontal, 3–58
Intensity, Menü Display, 3–4–3–8 MAIN TRIGGER OUTPUT, BNC, 2–6
Interlaced Field One, Menü Video Trigger, 3–157 Main Trigger, Menü, 3–37, 3–64, 3–67, 3–74
Interlaced Field Two, Menü Video Trigger, 3–157 AC, 3–37
Interleaf, 3–45 Accept Glitch, 3–66
Interleaf, Menü Hardcopy, 3–46 AND, 3–75, 3–77
Internal Clock, Menü Horizontal, 3–60 Auto, 3–39, 3–65, 3–75
Interpolation, 3–5, Glossar–3 Ch1, Ch2 ..., 3–37, 3–62, 3–65, 3–67, 3–74, 3–75,
FFT-Verzerrungen, 3–96 3–77
linear oder sin(x)/x, 3–96 Class, 3–64, 3–67, 3–74
IRE (NTSC), Menü Cursor, 3–16 Coupling, 3–37
DC, 3–37
Define Inputs, 3–75, 3–77
K Define Logic, 3–75, 3–77
Edge, 3–37
Kabel, 3–21
Either, 3–66, 3–67
Kanal, 3–79–3–82
Falling edge, 3–38, 3–77
Anzeige, 2–7, 3–79, 3–161
Glitch, 3–64, 3–66
Referenzindikator, 2–7, 3–79
Goes FALSE, 3–74
Wähltasten, 3–80
Goes TRUE, 3–74
Kanäle wählen, 3–79
HF Rej, 3–37
Kanalwahl, Tasten, 2–18
Holdoff, 3–65, 3–75
Kompensation, 3–145
Level, 3–38, 3–66, 3–70
Konventionen, xii
LF Rej, 3–37
Kopplung, 2–19
Mode & Holdoff, 3–39, 3–65, 3–75
Kundendienst, A–6

Index–6
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Index

NAND, 3–75, 3–77 Min-Max, 3–131


Negative, 3–66, 3–67 Reference Levels, 3–131
Noise Rej, 3–37 Remove Measrmnt, 3–129, 3–134
NOR, 3–75, 3–77 Select Measrmnt, 3–129, 3–132
Normal, 3–39, 3–65, 3–75 Set Levels in % units, 3–131
OR, 3–75, 3–77 Snapshot, 3–134
Pattern, 3–74 Mehrzweckknopf, 2–8, 2–9
Polarity, 3–67 Menü, Utility, 3–21
Polarity and Width, 3–66 Menü
Positive, 3–66, 3–67 Acquire, 3–30, 3–41
Pulse, 3–64, 3–67 Aufruf, 2–8, 2–9
Reject Glitch, 3–66 Banner, 3–138
Rising edge, 3–38, 3–77 Cursor, 3–13
Runt, 3–67 Delayed Trigger, 3–152–3–154
Set Thresholds, 3–74 Display, 3–3
Set to 50%, 3–38, 3–40 File Utilities, 3–17
Set to ECL, 3–38 Haupt , 2–7
Set to TTL, 3–38 Haupt- , 2–7
Slope, 3–38 Horizontal, 3–152
Source, 3–37, 3–65, 3–67 Main Trigger, 3–37, 3–64, 3–67, 3–74
State, 3–74, 3–77 Measure, 3–128, 3–134
Thresholds, 3–67 More, 3–88, 3–103, 3–107, 3–119
Trigger When, 3–74, 3–75 See also Menü More
True for less than, 3–75 Popup, 2–10, Glossar–3
True for more than, 3–75 Save/Recall, 3–23
Type, 3–37, 3–64, 3–67, 3–155, 3–156 Save/Recall Waveform, 3–117
Video, 3–155, 3–156 Setup, 2–12
Width, 3–66 Status, 3–137–3–138
Massekopplung, 3–148 Utility, 3–45
Math Waveform Video Trigger, 3–155
Differential, A–1 Menü Acquire
FFT, A–1 RUN/STOP, 3–32
Integral, A–1 Stop After, 3–31
Option Advanced, A–1 Menü Delayed Trigger
Math1/2/3, Menü More, 3–105 Fallende Flanke, 3–154
Math-Signale, 3–105 Level, 3–154
Maximum, 3–126 Slope, 3–154
Measure Delay To, Menü Measure Delay, 3–132 Source, 3–153
Measure Delay, Menü Menü Display, YT, 3–6
Create Measrmnt, 3–133 Menü Horizontal, 3–152
Delay To, 3–132 Time Base, 3–152
Edges, 3–133 Menü More, 3–103
Measure Delay To, 3–132 Dual Wfm Math, 3–104
OK Create Measurement, 3–133 Math1/2/3, 3–105
MEASURE-Taste, 3–128 Set 1st Source to, 3–104
Measure, Menü, 3–128, 3–134 Set Function to, 3–103
Gating, 3–130 Set operator to, 3–104
High Ref, 3–131 Menü Save/Recall Setup, factory status, 3–23
High-Low Setup, 3–131 Menü Vertical, Offset, 3–149
Histogram, 3–131 Meßgenauigkeit, Maximale, 3–123–3–124,
Low Ref, 3–131 3–139–3–144
Mid Ref, 3–131 Messung
Mid2 Ref, 3–131 Amplitude, 3–125

Index–7
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Index

Area, 3–125 Set 2nd Source to, 3–104


Burst width, 3–125 Set Function to:, 3–107, 3–111
Cycle area, 3–125 Set Single Source to, 3–104
Cycle mean, 3–126 Set Single Source to:, 3–107, 3–111
Cycle RMS, 3–126 Single Wfm Math, 3–103, 3–107, 3–111
Delay, 3–132 Status, Referenzsignal, 3–119
Duty cycle, 2–23
Fall time, 3–126
Frequency, 2–23, 3–126 N
High, 3–126
Nachleuchtdauer, 3–4
Low, 3–126
NAND, Menü Main Trigger, 3–73
Maximum, 3–126
NAND, Menü Main Trigger, 3–75, 3–77
Mean, 3–126
Neg Sync, Menü Video Trigger, 3–157
Minimum, 3–126
Negative Breite, 3–126
Negative duty cycle, 3–126
Negative, Menü Main Trigger, 3–66, 3–67
Negative overshoot, 3–126
Negatives Tastverhältnis, 3–126
Negative width, 3–126
Negatives Überschwingen, 3–126
Peak to peak, 3–126
Netzanschlußstecker, 1–3
Period, 3–126
Netzkabel, A–1, A–2
Phase, 3–127
Noise Rej, Menü Main Trigger, 3–37
Positive duty cycle, 3–127
NonInterlaced Both Fields, Menü Video Trigger,
Positive overshoot, 3–127
3–158
Positive width, 3–127
NOR, Menü Main Trigger, 3–73
Propagation delay, 3–126
NOR, Menü Main Trigger, 3–75, 3–77
Readout, 3–128
Normal, Menü Main Trigger, 3–39, 3–65, 3–75
Reference levels, 2–24
Normal, Triggermodus, 3–39
Rise time, 2–23, 3–127
NTSC Video-Standard, 3–156
RMS, 3–127
NTSC, Menü Display, 3–6
Width, 2–23
NTSC, Menü Video Trigger, 3–156
Messungen, 3–125–3–136
Nyquist-Frequenz, 3–96
automatisch, 2–22
Cursor, 3–11
getort (gated), 3–129 O
Raster, 3–135–3–136
Schnappschuß, 3–134 OFF (Real Time only), Menü Acquire, 3–31
Mid Ref, Measure, Menü, 3–131 Off Bus, Menü Utility, 3–22
Mid2 Ref, Measure, Menü, 3–131 Offset
Min-Max, Measure, Menü, 3–131 DC. See DC-Offset
Minimum, 3–126 Vertikal, 3–149
Mittelwert, 3–126 vertikal, 3–95, 3–109, 3–114
Mittelwerterfassungsmodus, Glossar–3 Offset, Menü Vertical, 3–149
Mode & Holdoff, Menü Main Trigger, 3–39, 3–65, OK Confirm Clear Spool, Menü Hardcopy, 3–48
3–75 OK Create Math Wfm, Menü More, 3–104
Mode, Menü Acquire, 3–30 OK Create Measurement, Menü Measure Delay,
Modellnummer, Angabe, 2–3 3–133
MORE-Taste, 3–42, 3–80, 3–103, 3–119 OK Erase Ref & Panel Memory, Menü Utility, 3–25
More, Menü, 3–107, 3–119 OK Store Template, Menü Acquire, 3–42
Change Math waveform definition, 3–103, 3–107, ON (Enable ET), Menü Acquire, 3–31
3–111 ON/STBY-Taste, 1–5
diff, 3–107 ON/STBY-Taste, 2–3
intg, 3–111 Hardcopyschnittstelle, Option RS-232/Centronic, A–1
Math1, Math2, Math3, 3–107, 3–111 Optionen, A–1–A–6
OK Create Math Waveform, 3–104, 3–111 OR, Menü Main Trigger, 3–73

Index–8
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Index

OR, Menü Main Trigger, 3–75, 3–77


Overall, Menü Display, 3–4
R
Overwrite Lock, Menü File Utilities, 3–20 Raster, 3–6
Messungen, 3–135–3–136
Rate 1, Menü Video Trigger, 3–158
P Rate 2, Menü Video Trigger, 3–158
Rate 3, Menü Video Trigger, 3–158
PAL Video-Standard, 3–156
Rate 4, Menü Video Trigger, 3–158
PAL, Menü Display, 3–6
Rückwand, 3–21
PAL, Menü Video Trigger, 3–156
Readout, Menü Display, 3–4
Pattern (Bitmap)-Triggerung, 3–75–3–78
Recall Factory Setup, Menü Save/Recall Setup, 3–9,
Pattern, Menü Main Trigger, 3–74
3–24
PCX, 3–45
Recall Saved Setup, Menü Save/Recall Setup, 3–23
PCX Color, Menü Hardcopy, 3–46
Rechteck-Fenster, 3–90
PCX, Menü Hardcopy, 3–46
Record Length, Menü Horizontal, 3–57
Peak Detect (Spitzenwerterfassung)-Modus, 3–27
Ref1, Ref2, Ref3, Ref4, Menü Save/Recall Waveform,
Peak Detect, Menü Acquire, 3–30
Periodendauer, 3–126 3–119
Phase, 3–127 Ref1, Ref2, Ref3, Ref4, Status, Referenzsignal, 3–119
Phasennullpunkt, 3–97 Reference Levels, Measure, Menü, 3–131
Festlegung für Impulsprüfungen, 3–97, 3–98–3–99 Referenzindikator, Kanal, 3–79
Phasenunterdrückung, 3–98 Referenzpegel, 2–24, 3–131
Pixel, Glossar–3 Referenzspeicher, Glossar–4
Plattenlaufwerk, 3–17–3–20 Reject Glitch, Menü Main Trigger, 3–66
Polarity and Width, Menü Main Trigger, 3–66 Remove Measrmnt, Menü Measure, 3–129, 3–134
Polarity, Menü Main Trigger, 3–67 Rename, Menü File Utilities, 3–18
Popup-Menü, 2–10, Glossar–3 Repetitive Signal, Menü Acquire, 3–31
Port, Menü Utility, 3–21 Reset Zoom Factors, Menü Zoom, 3–164
Port, Menü Hardcopy, 3–47 RLE Color, Menü Hardcopy, 3–46
Portrait, Menü Hardcopy, 3–46 RMS, 3–127
Pos Sync, Menü Video Trigger, 3–157 Rollen, Glossar–4
Position, vertikal, 3–95, 3–109, 3–114 Rollmodus, 3–83–3–86
Position, Menü Vertical, 3–149 Einsatz, 3–83
Positive Breite, 3–127 getriggert, 3–83
Positive, Menü Main Trigger, 3–66, 3–67 getriggert, bei Einzelfolgen, 3–83
Positives Tastverhältnis, 3–127 ungetriggert, 3–83
Positives Überschwingen, 3–127 ungetriggert, bei Einzelfolgen, 3–83
Postscript, 3–45 RS-232, Port (Option), 3–21
Posttrigger, Glossar–3 Rückwand, 2–6
Pretrigger, Glossar–3 RUN/STOP, Menü Acquire, 3–32
Preview-Darstellung, Menü Zoom, 3–163 Runt, Menü Main Trigger, 3–67
Print, Menü File Utilities, 3–19 Runt-Triggerung, 3–64, 3–67
Probe Cal, 1–5, 3–139–3–144
Programmierbeispiele, D–1
Programmiererhandbuch, D–1
S
Programmierung, GPIB, D–1 Sample (Abtastung)-Modus, 3–27
Pulse, Menü Main Trigger, 3–64, 3–67 Sample, Menü Acquire, 3–30
Punkte (Dots), 3–3 Save Current Setup, Menü Save/Recall Setup, 3–23
Save Format, Menü Save/Recall Waveform, 3–120
Save Waveform, Menü Save/Recall Waveform, 3–117
Q Save/Recall SETUP-Taste, 3–23
Quantisierung, Glossar–3 Save/Recall SETUP-Taste, 3–17

Index–9
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Index

Save/Recall WAVEFORM Taste, 3–117 SIGNAL OUTPUT, BNC, 2–6


Save/Recall WAVEFORM-Taste, 3–17 Signalbeschneidung. See Beschneidung
Save/Recall Setup, Menü, 3–23 Signaldatensatz
Recall Factory Setup, 3–9, 3–24 FFT, 3–93
Recall Saved Setup, 3–23 FFT-Frequenzbereich, 3–94
Save Current Setup, 3–23 änge, 3–94
user status, 3–23 FFT-Quelle, 3–93
Save/Recall SETUP-Taste, 2–12 definiert, 3–93
Save/Recall Waveform, Menü, 3–117 Erfassungsmodus, 3–96
active status, 3–117 lang oder kurz, 3–95
Delete Refs, 3–118 FFT-Quelle , 3–93
empty status, 3–117 FFT-Zeitbereich, 3–93–3–94
Ref1, Ref2, Ref3, Ref4, 3–119 Signale
Save Format, 3–120 berechnet, 3–105
Save Waveform, 3–117 Math, 3–105
Scan Parameter, Menü Video Trigger, 3–157 und Zoom, 3–161
Schalter, Haupt-, 1–4, 2–6 Signale differenzieren, 3–107
Schnappschuß, Anzeige, 3–134 Signale integrieren, 3–111
Schnappschuß von Messungen, 3–134 Signale speichern und abrufen, 3–117
Schnappschuß-Messungen, 2–25 Signalpfadkompensation, 1–5–1–6, 3–123–3–124
Schnelle Fourier-Transformation, Beschreibung, 3–87 Signalspeicher, 3–118
Schnelle Fourier-Transformation (FFT), Anwendungen, Sin(x)/x interpolation, Menü Display, 3–5
3–87 Sin(x)/x-Interpolation, 3–5, Glossar–4
SECAM Video-Standard, 3–156 Single Acquisition Sequence, Menü Acquire, 3–32
SECAM, Menü Video Trigger, 3–156 SINGLE TRIG-Taste, 3–33, 3–39, 3–40
seconds, Menü Cursor, 3–15 Single Wfm Math, Menü More, 3–103
Seitenmenü, 2–7 Skala, vertikal, 3–95, 3–109, 3–114
Seitenmenütasten, 2–3 Slope, Menü Delayed Trigger, 3–154
Selbsttest, 1–5 Slope, Menü Main Trigger, 3–38
Select Measrmnt, Menü Measure, 3–129, 3–132 Snapshot, Measure, Menü, 3–134
SELECT-Taste, 3–14 Softwareversion, 3–137
Set 1st Source to, Menü More, 3–104 Source, Menü Delayed Trigger, 3–153
Set 2nd Source to, Menü More, 3–104 Source, Menü Main Trigger, 3–37, 3–65, 3–67
Set Function to, Menü More, 3–103 Source, Menü Video Trigger, 3–156
SET LEVEL TO 50%-Taste, 3–40 Speicher, Signale, 3–118
Set Levels in % units, Measure, Menü, 3–131 Speichern, Einstellungen, 3–23–3–26
Set operator to, Menü More, 3–104 Spitze-Spitze, 3–126
Set Single Source to, Menü More, 3–104 Spooler, Hardcopy, 3–48
Set Thresholds, Menü Main Trigger, 3–74 State (Logikzustände)-Triggerung, 3–77–3–78
Set to 10%, Menü Horizontal, 3–59 State, Menü Main Trigger, 3–74, 3–77
Set to 50%, Menü Horizontal, 3–59 STATUS-Taste, 3–137
Set to 50%, Menü Main Trigger, 3–38, 3–40 Status, Menü, 3–137–3–138
Set to 90%, Menü Horizontal, 3–59 Display, 3–137
Set to ECL, Menü Main Trigger, 3–38 Firmwareversion, 3–137
Set to TTL, Menü Main Trigger, 3–38 I/O, 3–137
Set to Zero, Menü Vertical, 3–149 System, 3–137
Setup, Menü, 2–12 Trigger, 3–137
Sicherung, 1–3, 2–6 Waveforms, 3–137
Sicherungsbügel, 2–6 Steckverbinder
Signal AUX TRIGGER INPUT, 2–6
berechnen (Math), 3–103–3–106 DELAYED TRIGGER OUTPUT, 2–6
Intervall, Glossar–4 GPIB, 2–6
Ohne Priorität, 3–81 MAIN TRIGGER OUTPUT, 2–6

Index–10
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Index

SIGNAL OUTPUT, 2–6 Kompensation, 2–15, 3–145, Glossar–4


Stop After Limit Test Condition Met, Menü Acquire, Passiv, 3–145
3–43 Zubehör, A–4
Stop After, Menü Acquire, 3–31, 3–44 Tastverhältnis, 2–23
Störsignale, Unterdrückung in Phasen-FFTs, 3–90, Tek Secure, 3–25, Glossar–4
3–98 Tek Secure Erase Memory, Menü Utility, 3–25
Störungen, Unterdrückung bei FFT-Signalen, 3–96 Temperaturkompensation, 3–123–3–124
Style, Menü Display, 3–3 Template Source, Menü Acquire, 3–41
Sync Polarity, Menü Video Trigger, 3–157 Testdatenbericht, A–2
System, Menü Status, 3–137 Text/Grat, Menü Display, 3–4
System, Menü Utility, 3–46 Thinkjet, 3–45
System, Utility menu, 3–21 Thinkjet, Menü Hardcopy, 3–46
Thresholds, Menü Main Trigger, 3–67
TIFF, 3–45
T TIFF, Menü Hardcopy, 3–46
Time Base, Menü Horizontal, 3–60, 3–152
Talk/Listen Address, Menü Utility, 3–22 Tracking, Menü Cursor, 3–14
Taste Trigger
ACQUIRE MENU, 3–30, 3–41
Position, 3–57
AUTOSET, 2–16, 3–9, 3–59 Statusleuchten, 3–35
CLEAR MENU, 2–3, 2–10, 2–14, 2–23, 3–133 Trigger Bar Style, Menü Display, 3–5
CURSOR, 3–13
TRIGGER MENU-Taste, 3–37, 3–64, 3–67, 3–74
DELAYED TRIG, 3–152 TRIGGER MENU-Taste, 3–155
DISPLAY, 3–3 Trigger Position, Menü Horizontal, 3–57
FORCE TRIG, 3–39, 3–40
Trigger When, Menü Main Trigger, 3–74, 3–75
HARDCOPY, 3–17, 3–22, 3–46 Trigger, Delayed, Einstellungen, 3–152–3–154
HELP, 3–53 Trigger, Menü Status, 3–137
HORIZONTAL MENU, 3–152
Triggerbalken, 2–7
MEASURE, 3–128 Triggerpegel, 3–35
MORE, 3–80, 3–103, 3–119 Triggerpegelbalken, Anzeige, 3–4
ON/STBY, 1–5, 2–3 Triggerpunkt, Anzeige, 3–4
Save/Recall SETUP, 3–17, 3–23 Triggerstatusleuchten, 3–35
Save/Recall WAVEFORM, 3–17, 3–117 Triggerung, 3–9, Glossar–4
Save/Recall SETUP, 2–12 Anzeige, 3–35
SELECT, 3–14
durch gekappte Impulse (Runts), 3–64, 3–67
SET LEVEL TO 50%, 3–40 durch Glitche, 3–64
SINGLE TRIG, 3–33, 3–39, 3–40 durch Impulsbreite, 3–69
STATUS, 3–137
Flanke, 3–35
TRIGGER MENU, 3–37, 3–64, 3–67, 3–74, 3–155 Impulse, 3–63
UTILITY, 3–21, 3–46 Logisch, 3–71–3–78
VERTICAL MENU, 2–19
Pattern (Bitmap), 3–75–3–78
WAVEFORM OFF, 2–21, 3–7, 3–80 State (Logikzustände), 3–77–3–78
ZOOM, 3–162, 3–165 Verknüpfung, 3–71
Tasten
verzögert, 3–151–3–154
CH1, CH2 ..., 3–80 Video, 3–155
Hauptmenü, 2–3 Triggerung, Drehknopf MAIN LEVEL, 2–16, 3–39
Kanalwahl, 2–18, 3–80
True for less than, Menü Main Trigger, 3–75
Seitenmenü, 2–3
True for more than, Menü Main Trigger, 3–75
Tastenfeld, 2–8, 2–9
TV Delay Mode, Menü Video Trigger, 3–157
Tastköpfe
Type, Menü Main Trigger, 3–37, 3–64, 3–67, 3–155,
Anschluß, 2–11
3–156
Kalibration, 3–139

Index–11
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Index

U Vertikalanzeige, 3–147
Vertikalposition, zur DC-Korrektur von FFTs, 3–95
user, Status, gespeicherte Einstellung, 3–23 Verzögerte Triggerung, 3–151–3–154
UTILITY Taste, 3–21 Einstellungen, 3–152–3–154
UTILITY-Taste, 3–46 Verzögerungsmessungen, 3–132
Utility, Menü, 3–21 Verzögerungszeit, Glossar–4
Configure, 3–21 VGA-Anzeige, C–1
GPIB, 3–21 Video Class, Menü Video Trigger, 3–156
Hardcopy, 3–22 Video Line Number, Menü Cursor, 3–15
I/O, 3–21 Video Trigger, NTSC-Standard, 3–156
Off Bus, 3–22 Video Trigger, Menü, 3–155
Port, 3–21 Ch1, Ch2 ..., 3–156
System, 3–21 Custom, 3–156
Talk/Listen Address, 3–22 Delay by Lines, 3–157
Utility, Menü, 3–45 Delay by Time, 3–157
Configure, 3–46 Interlaced Field One, 3–157
Hardcopy (Talk Only), 3–46 Interlaced Field Two, 3–157
I/O, 3–46 Neg Sync, 3–157
OK Erase Ref & Panel Memory, 3–25 NonInterlaced Both Fields, 3–158
System, 3–46 NTSC, 3–156
Tek Secure Erase Memory, 3–25 PAL, 3–156
Pos Sync, 3–157
Rate 1, 3–158
V Rate 2, 3–158
Rate 3, 3–158
V Limit, Menü Acquire, 3–42
Rate 4, 3–158
Variable Persistence, Menü Display, 3–4
Scan Parameter, 3–157
Vectors, Menü Display, 3–3
SECAM, 3–156
Vektoren, 3–3
Source, 3–156
Verknüpfungstriggerung, 3–71
Sync Polarity, 3–157
Verpackung, B–1
TV Delay Mode, 3–157
Versand, B–1
Video Class, 3–156
Vertical, Drehknopf SCALE, 2–15, 3–147
Video- Triggerung, SECAM-Standard, 3–156
VERTICAL MENU-Taste, 2–19
Video, Menü Main Trigger, 3–155, 3–156
Vertical, Menü
Video-Standards, 3–156
100 MHz, 3–149
Video-Triggerung, PAL-Standard, 3–156
20 MHz, 3–149
Videotriggerung, 3–155
Bandwidth, 3–149
Standards, 3–156
Cal Probe, 3–139
Vorbereitung, 1–5–1–6
Coupling, 3–148
Fine Scale, 3–149
Full, 3–149
Position, 3–149
W
Set to Zero, 3–149 Wagen, für Instrument, A–4
Vertikal, 3–9 WAVEFORM OFF-Taste, 2–21, 3–7, 3–80
Anzeige, 3–147 Waveform, Menü Display, 3–4
Balkencursor, 3–11 Waveforms, Menü Status, 3–137
Offset, 3–149 Width, Menü Main Trigger, 3–66
Skala, 3–147
Steuerung, 3–147–3–150
System, 2–15 X
Vertikal, Drehknopf POSITION, 3–162
XY, Format, 3–6
Vertikal, Drehknopf SCALE, 3–162

Index–12
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Index

XY, Menü Display, 3–6 Preview-Darstellung, 3–163


XY-Format, Glossar–4 und Signale, 3–161
Zoom Off, Menü Zoom, 3–164
ZOOM-Taste, 3–162, 3–165
Y Zoom, Menü
Dual Zoom, 3–162
YT, Format, 3–6
Dual Zoom Offset, 3–163
YT, Menü Display, 3–6
Horizontal Lock, 3–162, 3–165
YT-Format, Glossar–5
Preview-Darstellung, 3–163
Reset Zoom Factors, 3–164
Z Zoom Off, 3–164
Zubehör, A–1–A–6
Zeitbasis, Glossar–5 Optionen, A–3–A–6
Zoom, 3–161–3–166 Software, A–5
bei differenzierten Signalen, 3–110 Standard, A–3–A–6
bei FFT-Signalen, 3–96 Tastköpfe, A–4
bei integrierten Signalen, 3–115 Zyklus-EFF, 3–126
Dual Zoom, 3–162 Zyklusfläche, 3–125
Dual Zoom Offset, 3–163 Zyklusmittelwert, 3–126
Horizontal Lock, 3–162, 3–165

Index–13
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Index

Index–14
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