Manual Tektronix TDS 460
Manual Tektronix TDS 460
Tektronix-Produkte sind durch erteilte und angemeldete US- und Auslandspatente geschützt. Die Informationen der
vorliegenden Veröffentlichung ersetzen alle früheren Angaben. Änderungen von Preisen und Spezifikationen vorbehalten.
Printed in USA.
Tektronix leistet Garantie für die selbst hergestellten und eigenen Produkte gegen Werkstoff- und Fertigungsmängel für
einen Zeitraum von drei (3) Jahren ab Lieferdatum. Produkte, die sich während dieses Zeitraums als mangelhaft erweisen,
werden von Tektronix nach freier Entscheidung ohne Berechnung von Material- und Lohnkosten repariert oder gegen ein
Austauschprodukt ausgewechselt.
Kunden, die diese Garantie in Anspruch nehmen möchten, müssen Tektronix die Mangel vor Ablauf der Garantiefrist
anzeigen und die Abwicklung der Garantieleistung mit Tektronix vereinbaren. Der Kunde hat dann das mangelhafte
Produkt auf eigenes Risiko zu verpacken und frachtfrei an das von Tektronix angegebene Service Center zu senden.
Tektronix trägt die Kosten für die Rücksendung des Produkts an den Kunden, wenn der Bestimmungsort in dem Land liegt,
in dem sich das Tektronix Service Center befindet. Versandkosten, Zollabgaben, Steuern und sonstige Kosten, die für die
Rücksendung an andere Bestimmungsorten anfallen, sind vom Kunden zu tragen.
Diese Garantie gilt nicht für Mängel, Ausfälle oder Schäden, die durch unsachgemäße Benutzung oder durch
unsachgemäße oder unzulängliche Wartung und Pflege entstanden sind. Tektronix haftet nicht für Garantieleistungen a) zur
Behebung von Schäden, die auf Versuche von nicht durch Tektronix autorisiertem Personal zurückzuführen sind, das
Produkt zu installieren, zu reparieren oder zu warten, b) zur Behebung von Schäden, die auf unsachgemäße Benutzung
oder den Anschluß an nicht kompatible Einrichtungen zurückzuführen sind, c) zur Behebung von Schäden oder von
Funktionsstörungen, die auf die Verwendung von Verbrauchsmaterial zurückzuführen sind, das nicht von Tektronix
bezogen wurde, d) zur Wartung eines Produkts, das nachträglich verändert oder in andere Produkte eingebaut wurde, wenn
diese Veränderung oder dieser Einbau den Zeit- oder Arbeitsaufwand für die Wartung des Produkts erhöhen.
Zusammenfassende Sicherheitshinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ix
Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . xi
Zu Beginn
Produktbeschreibung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1–1
Inbetriebnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1–3
Betriebsweise
Betriebsgrundlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2–1
Auf einen Blick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2–3
Anwendungsbeispiele . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2–11
Referenzteil
Überblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–1
Anzeigemodi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–3
Automatische Einstellungen: Autoset und Reset . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–9
Cursormessungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–11
Dateisystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–17
Datenfernübertragung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–21
Einstellungen speichern und abrufen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–23
Erfassungsmodi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–27
Flankentriggerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–35
Grenzwerte prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–41
Hardcopy . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–45
Hilfe aufrufen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–53
Horizontalsteuerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–55
Impulstriggerung (nur bei TDS 510A) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–63
Logische Triggerung (nur bei TDS 510A) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–71
Meßkanäle wählen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–79
Rollmodus (nur bei TDS 400A) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–83
Schnelle Fourier-Transformation (Option) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–87
Signale berechnen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–103
Signale differenzieren (Option) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–107
Signale integrieren (Option) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–111
Signale speichern und abrufen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–117
Signalpfadkompensation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3–123
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch i
Inhaltsverzeichnis
ii TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Inhaltsverzeichnis
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch iii
Inhaltsverzeichnis
iv TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Inhaltsverzeichnis
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch v
Inhaltsverzeichnis
vi TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Inhaltsverzeichnis
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch vii
Inhaltsverzeichnis
viii TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Zusammenfassende Sicherheitshinweise
Schutz gegen Geeignetes Netzkabel verwenden. Zur Vermeidung von Brandgefahr darf nur das
Verletzungen für dieses Produkt spezifizierte Netzkabel verwendet werden.
Elektrische Überlastung vermeiden. Zur Vermeidung von Stromschlag- oder
Brandgefahr darf an keinen Anschluß eine Spannung angelegt werden, die
außerhalb des zulässigen Spannungsbereichs für den Anschluß liegt.
Spannungsüberlastung vermeiden. Zur Vermeidung von Stromschlag- oder
Brandgefahr darf an keinen Anschluß, auch nicht an die Masseklemme, eine
Spannung angelegt werden, die außerhalb des zulässigen Spannungsbereichs für
den Anschluß liegt, auf Masse bezogen.
Elektroschocks vermeiden. Zum Schutz gegen Verletzungen oder mögliche
tödliche Unfälle keine Tastköpfe oder Prüfleitungen anschließen oder abtrennen,
die an eine Spannungsquelle angeschlossen sind.
Produkt erden. Dieses Produkt wird über den Schutzleiter des Netzkabels
geerdet. Zum Schutz gegen Elektroschocks muß der Schutzleiter gegen Masse
geerdet werden. Es ist immer darauf zu achten, daß das Produkt einwandfrei
geerdet ist, bevor Anschlüsse an den Eingangs- oder Ausgangsanschlüssen des
Produkts vorgenommen werden.
Nicht ohne Abdeckungen betreiben. Zur Vermeidung von Stromschlag- oder
Brandgefahr darf dieses Produkt nicht betrieben werden, wenn nicht sämtliche
Abdeckungen oder Verkleidungen angebracht sind.
Richtige Netzsicherung verwenden. Zum Schutz gegen Brandgefahr darf nur eine
Netzsicherung eingesetzt werden, die in Typ und Nennspannung der für dieses
Produkt spezifizierten Sicherung entspricht.
Nicht in nasser oder feuchter Umgebung betreiben. Zum Schutz gegen
Elektroschocks darf dieses Produkt nicht in nasser oder feuchter Umgebung
betrieben werden.
Nicht in explosionsgefährdeter Umgebung betreiben. Zum Schutz gegen Verlet-
zungen oder Brandgefahr darf dieses Produkt nicht in explosionsgefährdeter
Umgebung betrieben werden.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch ix
Zusammenfassende Sicherheitshinweise
Schutz gegen Geeignete Stromquelle verwenden. Das Produkt darf nur an eine Stromquelle
Produktschäden angeschlossen werden, die keine höhere als die spezifizierte Spannung abgibt.
Für ausreichenden Belüftung sorgen. Zum Schultz gegen Überhitzung des
Produkts ist für ausreichende Belüftung zu sorgen.
Produkt bei Verdacht auf Schäden nicht betreiben. Das Produkt bei einem
Verdacht auf Schäden nicht weiter betreiben, sondern von qualifiziertem
Wartungspersonal überprüfen lassen.
Symbole und Bezeichnungen in diesem Handbuch. In diesem Handbuch können die folgenden
Bezeichnungen Bezeichnungen vorkommen:
Zulassungen und Siehe eine Aufstellung der für dieses Produkt bestehenden Zertifizierungen und
Übereinstimmungen eingehaltenen Normen im Kapitel „Spezifikationen“ des Handbuchs
„Leistungsprüfung und Spezifikationen“.
x TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Vorwort
Zugehörige Handbücher
Nähere Angaben zu den Einsatzmöglichkeiten oder zum Betrieb des
Digitaloszilloskops sind auch den folgenden Handbüchern zu entnehmen:
H Das Programmiererhandbuch für die TDS-Familie beschreibt die Steuerung
des Digitaloszilloskops über seine GPIB-Schnittstelle mit Hilfe eines
Computers.
H Das Referenzhandbuch TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A
enthält eine übersichtliche Kurzdarstellung über die Bedienung des
Digitaloszilloskops.
H Die Handbücher Leistungsüberprüfung TDS 420A, TDS 430A & TDS 460A
und Leistungsüberprüfung TDS 510A beschreiben, wie die Leistungsfähig-
keit der Digitaloszilloskope jeweils zu überprüfen ist.
H Das Befehlshandbuch zur Option 13 der TDS-Familie gibt an, wie mit Hilfe
der Schnittstellen Centronicsr (Option) und RS-232 eine Hardcopy-Ausgabe
möglich ist (nur bei Oszilloskopen TDS, die mit dieser Option ausgerüstet
sind).
H Das Wartungshandbuch TDS 420A, TDS 430A & TDS 460A und das
Wartungshandbuch TDS 510A machen Angaben zur Wartung und Reparatur
der Digitaloszilloskope jeweils bis herunter zur Modulebene.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch xi
Vorwort
Konventionen
Die Kapitel Zu Beginn und Referenzteil enthalten verschiedene Prozeduren in
Form von Listen von Einzelschritten, die jeweils durchzuführen sind. In diesem
Handbuch soll durch folgende Konventionen erreicht werden, daß diese
Anweisungen immer eindeutig und konsistent sind:
H Bezeichnungen von Bedienelementen der Frontplatte und von Menübefehlen
werden in Fettschrift wiedergegeben.
H Bezeichnungen werden im Handbuch auf die gleiche Weise (Anfangsbuch-
staben groß, nur Großbuchstaben usw.) wiedergegeben, wie sie auf der
Frontplatte des Oszilloskops und in den Menüs erscheinen. Bezeichnungen
der Frontplatte haben immer Großbuchstaben, z.B. VERTICAL MENU,
CH 1, oder SETUP.
H Die Einzelschritte sind laufend numeriert. Eine Nummer entfällt nur, wenn
kein zweiter Schritt folgt.
H In Schritten, die eine Folge von Vorgaben mit Hilfe von Bedienelementen
der Frontplatte und von Menüsteuertasten erfordern, kennzeichnet ein Pfeil
(➞) den Wechsel jeweils zwischen einer Taste der Frontplatte und einem
Menü oder zwischen verschiedenen Menüs. Es wird auch direkt angegeben,
ob eine Bezeichnung jeweils zu einem Hauptmenü („main“) oder einem
Seitenmenü („side“) gehört, zum Beispiel: VERTICAL MENU ➞
Coupling (main) ➞ DC (side) ➞ Bandwidth (main) ➞ 100 MHz (side)
drücken.
Dank der hier beschriebenen Konvention lassen sich die Anweisungen so
gestalten, daß sie grafisch intuitiv sind, und die Prozeduren vereinfachen sich
entsprechend. So entspricht die Anweisung des obigen Beispiels einer
Aufzählung der folgenden fünf Schritte:
1. Die Taste VERTICAL MENU der Frontplatte drücken.
2. Die Hauptmenütaste Coupling drücken.
3. Die Seitenmenütaste DC drücken.
4. Die Hauptmenütaste Bandwidth drücken.
5. Die Seitenmenütaste 100 MHz drücken.
H Es ist gelegentlich auch eine Auswahl aus einem Popup-Menü zu treffen,
zum Beispiel: TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Edge (Popup) wählen.
Hier ist dann die Hauptmenütaste Type so oft zu drücken, bis im Popup-
Menü die Angabe Edge erscheint.
xii TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Produktbeschreibung
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 1–1
Produktbeschreibung
1–2 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Inbetriebnahme
Erste Schritte
Das Digitaloszilloskop ist auf die folgende Weise zu installieren und einzuschal-
ten:
3. Die Sicherung darauf überprüfen, ob sie den Spezifikationen für Typ und
Nennstromspannung entspricht (siehe die Lage der Sicherung in
Abbildung 1–1). Es sind zwei verschiedene Sicherungen möglich (siehe die
Sicherungsdaten in Tabelle 1–1).
4. Auf die Einhaltung der elektrischen Anschlußdaten achten.
Digitaloszilloskope TDS 400A benötigen Speisespannungen von 90-132 V/
48-62 Hz, 100-132 V oder 180-250 V/48-440 Hz und können bis zu 240 W
aufnehmen. Das TDS 510A benötigt 90-250 V/47-63 Hz und kann bis zu
300 W aufnehmen.
5. Das Gerät an seinem rückseitigen Netzanschlußstecker (siehe die Lage dieses
Steckers in Abbildung 1–1) über das spezifizierte Netzkabel an das
Stromversorgungsnetz anschließen.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 1–3
Inbetriebnahme
Netzstecker Netzstecker
Teilenummer Teilenummer
Oszilloscop Sicherung Sicherung Sicherungskappe
TDS 420A, 0,25” x 1,25” (UL 198.6, 3AG): 159-0014-00 200-2264-00
TDS 430A und 5 A FAST, 250 V.
T S 460A
TDS A
5 mm x 20 mm (IEC 127): 159-0255-00 200-2265-00
4 A (T), 250 V.
TDS 510A 0,25” x 1,25” (UL 198.6, 3AG): 159-0013-00 200-2264-00
6 A FAST, 250 V.
5 mm 20 x mm (IEC 127): 159-0210-00 200-2265-00
5 A (T), 250 V.
Abbau der Frontplatte Die Frontplatte zum Abbau an den Seitenkanten links und rechts festhalten und
von der Frontgrundplatte abziehen. (Zum Wiedereinbau auf die Haltefedern
ausrichten und einrasten lassen.)
Einschalten 1. Den rückseitigen Hauptschalter einschalten (siehe die Lage des Schalters in
Abbildung 1–1). Der Hauptschalter unterbricht die gesamte Netzstromver-
sorgung des Geräts.
1–4 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Inbetriebnahme
2. Falls das Oszilloskop nicht erkennbar in Betrieb geht (der Bildschirm bleibt
leer), zusätzlich die Taste ON/STBY in der Frontplatte drücken
(Abbildung 1–2).
Nach der Installation genügt es, nur die Taste ON/STBY zu betätigen. Der
Hauptschalter des Digitaloszilloskops kann immer eingeschaltet bleiben.
Taste ON/STBY
Selbsttest Das Digitaloszilloskop führt nach jedem Einschalten automatisch einen Selbst-
test durch. Zum Abschluß erscheint ein Bildschirm mit der Angabe, ob der
Selbsttest erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Wenn dies der Fall war,
verschwindet der Bildschirm mit dieser Statusmeldung automatisch wieder,
wenige Sekunden nach Abschluß des Selbsttests.
Die Ergebnisse des Selbsttests überprüfen.
Bei einem Fehlschlag des Selbsttests muß das lokale Tektronix Service Center
helfen. Je nach Art des Fehlers kann es möglich sein, das Oszilloskop bis zur
Wartung weiterhin zu verwenden.
Ausschalten Es genügt, das Oszilloskop mit Hilfe der Taste ON/STBY auszuschalten.
Vorbereitung
Durch die Signalpfadkompensation (SPC) werden die Signallaufzeiten im
Oszilloskop bei der jeweiligen Umgebungstemperatur abgeglichen. Mit der SPC
läßt sich die maximal mögliche Genauigkeit für kritischste Messungen erreichen.
Siehe weitere Angaben zu diesem Leistungsmerkmal unter Signalpfadkompensa-
tion auf Seite 3–123.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 1–5
Inbetriebnahme
1–6 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Betriebsgrundlagen
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 2–1
Betriebsgrundlagen
2–2 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Auf einen Blick
Der Abschnitt Auf einen Blick enthält Abbildungen der Anzeige, der Frontplatte
und der Rückwand. Diese Abbildungen sollen ein besseres Verständnis der
Funktionsweise und des Betriebs des Digitaloszilloskops vermitteln. Außerdem
folgt hier eine anschauliche Darstellung der Arbeitsweise mit dem Menüsystem.
Dateisystem,
Seite 3–17 Seitenmenütasten,
Seite 2–8
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 2–3
Auf einen Blick
Erfassungsmodi,
Seite 3–27
Tastkopfkompensation,
Seite 3–145
Vertikalsteuerung, Zoom, Horizontalsteuerung, Triggerung, Seite 3–39
Seite 3–147 Seite 3–161 Seite 3–55 Verzögerte Triggerung, Seite 3–151
Flankentriggerung, Seite 3–35
Videotriggerung, Seite 3–155
2–4 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Auf einen Blick
Kanalwahl, Seite
3–79
Berechnete
Signale, Seite
3–103
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 2–5
Auf einen Blick
Hauptschalter,
Seite 1–4
Rückseitige Steckverbinder
SIGNAL OUTPUT -
(Ausgang des Analogsignals
CH3)
AUX TRIGGER INPUT -
(Eingang für Hilfstriggersignal)
2–6 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Auf einen Blick
Cursormessungen,
Triggerpegel im Seite 3–11
Signal (kann auch ein
Pfeil am rechten
Bildschirmrand statt
eines Balkens sein)
Seitenmenü mit
Kanalpegel und Wahlmöglichkeiten für
Signalquelle spezifische Maßnahmen
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 2–7
Auf einen Blick
2–8 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Auf einen Blick
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 2–9
Auf einen Blick
2–10 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anwendungsbeispiele
Der folgende Abschnitt stellt eine schnelle Einführung in einige der einfachen
Betriebsarten dar, in denen das Digitaloszilloskop Messungen durchführen kann.
Die Anwendungsbeispiele beginnen immer mit den Einstellungen für die
Anwendungsbeispiele.
Eingangssignal Alle etwa vorhandenen Tastköpfe und Signaleingänge von den BNC-Eingangs-
anschließen steckern unten rechts in der Frontplatte abtrennen. Dann den Steckverbinder
CH 1 des Digitaloszilloskops über einen der Tastköpfe, die zum
Digitaloszilloskop mitgeliefert wurden, mit dem Steckverbinder der
Tastkopfkompensation (Abbildung 2–1) verbinden.
TDS 400A
TDS 510A
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 2–11
Anwendungsbeispiele
Reset des Oszilloskops Die folgenden Schritte bewirken, daß das Digitaloszilloskop in einen bekannten
Zustand zurückkehrt, in dem es mit den Werksvorgaben arbeitet. (Das Oszillos-
kop ist immer dann zurückzusetzen, wenn für eine neue Meßaufgabe wieder mit
den bekannten Standardeinstellungen begonnen werden soll.)
1. Die Taste SAVE/RECALL SETUP drücken. Es erscheint das Menü Setup
(siehe die Abbildung 2–2).
Taste SETUP
2. Die Taste direkt unter dem Menütext Recall Factory Setup drücken.
In der Anzeige erscheinen am rechten Bildschirmrand Seitenmenüs. Rechts
neben dem Seitenmenü befinden sich die Tasten, mit denen die betreffenden
Befehle einzugeben sind.
Eine unbeabsichtigte Rücksetzung könnte bewirken, daß mühsam erarbeitete
Einstellungen verlorengehen. Das Digitaloszilloskop fordert deshalb eine
Bestätigung des Befehls „Recall Factory Setup“ an (siehe die
Abbildung 2–3).
3. Die Taste rechts neben dem Seitenmenütext OK Confirm Factory Init
drücken.
2–12 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anwendungsbeispiele
HINWEIS. In diesem Handbuch werden die Eingaben, die oben in den Schritten 1,
2 und 3 beschrieben wurden, auf die folgende Weise dargestellt: Die Tasten
SAVE/RECALL SETUP ➞ Recall Factory Setup (main) ➞ OK Confirm
Factory Init (side) drücken, wobei sich „main“ auf Hanptmenü und „side“ auf
das entsprechende Seitenmenü bezieht.
Die Elemente der Anzeige Die folgenden Angaben beschreiben die einzelnen Elemente in der Anzeige.
Abbildung 2–5 zeigt die Darstellung, die sich nach dem Reset des Oszilloskops
einstellt. Wichtig sind vor allem:
H Der Triggerpegelbalken gibt an, daß das Signal durch einen Pegel getriggert
wird, der etwa 50% seiner Amplitude entspricht (aufgrund von Schritt 4).
H Der Indikator der Triggerposition zeigt an, daß der Triggerzeitpunkt genau
in der horizontalen Mitte des Rasters liegt.
H Der Kanalindikator bezeichnet die Vertikalposition von Kanal 1 (Ch1), wenn
kein Eingangssignal anliegt. Er gibt den Massepegel dieses Kanals an, wenn
im Vertikalmenü der Vertikaloffset mit 0 V gewählt wurde; bei einem Verti-
kaloffset ungleich 0 V entspricht die Position dieses Indikators dem Pegel
des Vertikaloffsets.
H Die Triggeranzeige meldet, daß das Digitaloszilloskop für die Darstellung
des Signals in Kanal 1 (Ch1) durch die ansteigende Flanke und bei einem
Pegel von etwa 200-300 mV getriggert wird.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 2–13
Anwendungsbeispiele
H Die Zeitbasisanzeige ist abzulesen, daß die Hauptzeitbasis auf eine Horizon-
talskala von 500 s/div eingestellt ist.
H Die Kanalanzeige gibt an, daß das Signal von Kanal 1 (Ch1) mit DC-Kop-
plung wiedergegeben wird. (Bei AC-Kopplung würde hinter dem Wert der
Spannungsskala V/div ein ~ erscheinen.) Nach einem Reset zeigt das
Digitaloszilloskop immer das Signal von Kanal 1.
Bisher erscheinen die Anzeigen für den Kanal, die Zeitbasis und den Trigger in
der Rasterfläche, weil noch ein Menü ausgegeben wird. Mit der Taste CLEAR
MENU lassen sich die Menüangaben jederzeit unterdrücken. Dann rücken auch
die angegebenen Anzeigen unter die Rasterfläche.
Indikator der
Triggerposition
Indikator für
Kanalmassepegel
2–14 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anwendungsbeispiele
Optimierung der Die Anzeige gibt das Signal der Tastkopfkompensation wieder. Dies ist ein
Signalstrahlspur Rechtecksignal von 1 kHz mit einer Amplitude von etwa 0,5 V. Die folgenden
Schritte ergeben eine Einstellung und Positionierung dieses Signals mit Hilfe der
Drehknöpfe in der Frontplatte.
Die Abbildung 2–6 gibt die Hauptbereiche für Einstellungen VERTICAL und
HORIZONTAL der Frontplatte wieder. Es sind jeweils eigene Einstellknöpfe für
SCALE und POSITION vorhanden.
1. Den Knopf SCALE (Skala) der Vertikaleinstellungen im Uhrzeigersinn
verdrehen. Es ändern sich die dargestellte Signalform und die zugehörige
Kanalanzeige am unteren Bildschirmrand.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 2–15
Anwendungsbeispiele
Autoset des Oszilloskops Das Oszilloskop wird ein Signal, das an einen Kanal angeschlossen wurde, nicht
unbedingt sofort im richtigen Maßstab und mit der richtigen Triggerung
wiedergeben. Mit der Funktion Autoset läßt sich schnell eine aussagefähige
Darstellung erreichen.
Im obigen Schritt sollte sich eine stabile Darstellung des Signals der Tastkopf-
kompensation ergeben haben. Die folgenden Schritte führen zunächst zu einer
instabilen und dann automatisch zu einer stabilen Anzeige:
1. Zur Darstellung einer instabilen Anzeige den Triggerknopf MAIN LEVEL
(siehe die Abbildung 2–7) langsam in beiden Richtungen verdrehen. Dann
die Darstellung beobachten, während der Triggerpegel über den höchsten
Pegel des dargestellten Signals angehoben wird. Den Triggerpegel in der
Höhe stehenlassen, in der keine Triggerung erfolgt.
2. Die Taste AUTOSET drücken (siehe die Abbildung 2–8): die Anzeige wird
sofort stabil.
Drehknopf
MAIN LEVEL
Taste AUTOSET
2–16 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anwendungsbeispiele
Die Abbildung 2–9 zeigt die Anzeige nach Drücken der Taste AUTOSET. Die
Signalform kann dann noch bei Bedarf mit Hilfe der Einstellknöpfe, die in
diesem Beispiel bereits beschrieben wurden, weiter optimiert werden.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 2–17
Anwendungsbeispiele
Ein weiteres Signal Der Bereich VERTICAL der Frontplatte enthält die Tasten für die Kanalwahl.
anzeigen lassen Diese tragen bei den Digitaloszilloskopen TDS 420A, TDS 460A und
TDS 510A die Bezeichnungen CH 1, CH 2, CH 3, CH 4 und MORE
(Abbildung 2–11), beim TDS 430A CH 1, CH 2 und MORE.
Zu jeder der Kanalwahltasten (CH) gehört über oder neben der Beschriftung eine
Anzeigeleuchte. Auf die folgende Weise erscheint in der Anzeige ein zweites
Signal:
1. Zunächst die Einstellungen für die Anwendungsbeispiele gemäß der
Anleitung auf Seite 2–11 vornehmen, soweit dies nicht bereits für das
vorangehende Beispiel erfolgt ist.
2. Die Tasten SETUP ➞ Recall Factory Setup (main) ➞ OK Confirm
Factory Init (side) drücken.
3. Die Taste AUTOSET drücken.
4. Die Taste CH 2 drücken.
Die Anzeige gibt einen zweiten Kurvenzug wieder, der dem Signal von
Kanal 2 entspricht.
2–18 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anwendungsbeispiele
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 2–19
Anwendungsbeispiele
Kanalindikator Ch2
Titel des
Seitenmenüs
Einstellungen für einen Mit der Betätigung einer Kanaltaste (CH) werden die Bedienelemente der
anderen Kanal vornehmen Vertikaleinstellungen für diesen Kanal aktiv. Gleichzeitig erscheint dieser Kanal
gegebenenfalls neu in der Anzeige. Die folgenden Schritte zeigen, wie sich
Einstellungen für verschiedene Kanäle vornehmen lassen:
1. Die Taste CH 1 drücken.
Die Titelzeile des Seitenmenüs enthält die Angabe Ch1 (siehe die
Abbildung 2–13), und es leuchtet die Anzeigeleuchte neben der Taste CH 1.
Gleichzeitig wechselt die markierte Angabe im Seitenmenü von 50 W,
entsprechend der Einstellung für Kanal 2, in die Impedanzangabe von 1 MW
für den Kanal 1.
2. Die Tasten CH 2 ➞ W (side) machen wieder die Vorgabe 1 MW wirksam.
Damit gilt für den Kanal 2 wieder die ursprüngliche Eingangsimpedanz.
2–20 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anwendungsbeispiele
Titel des
Seitenmenüs
Signale löschen Die Taste WAVEFORM OFF löscht das Signal des jeweils gewählten Kanals aus
der Anzeige. Gegebenenfalls muß das zu löschende Signal zunächst mit Hilfe der
entsprechenden Kanaltaste (CH) gewählt werden. Signale also auf die folgende
Weise aus der Anzeige löschen:
1. Die Taste WAVEFORM OFF drücken (unter dem Vertikaleinstellknopf
SCALE).
Da bei der Betätigung der Taste WAVEFORM OFF die Anzeigeleuchte zu
CH 2 hell war, wurde das Signal von Kanal 2 gelöscht.
Es leuchtet jetzt die Anzeigeleuchte (CH) zu Kanal 1. Damit ist der Kanal 1
der gewählte Kanal. Wird auch dessen Signal gelöscht, so erlöschen alle
Anzeigeleuchten CH.
2. Die Taste WAVEFORM OFF nochmals drücken, um auch den Kanal 1 zu
löschen.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 2–21
Anwendungsbeispiele
Meßwerte automatisch Automatische Messungen lassen sich auf die folgende Weise durchführen:
anzeigen lassen
1. Zunächst die Einstellungen für die Anwendungsbeispiele gemäß der
Anleitung auf Seite 2–11 vornehmen, soweit dies nicht bereits für das
vorangehende Beispiel erfolgt ist.
2. Die Tasten SETUP ➞ Recall Factory Setup (main) ➞ OK Confirm
Factory Init (side) drücken.
3. Die Taste AUTOSET drücken.
4. Mit der Taste MEASURE das Meßhauptmenü Measure aufrufen (siehe die
Abbildung 2–14).
5. Die Taste Select Measrmnt (main) drücken, soweit noch erforderlich. Dem
betreffenden Menütext ist zu entnehmen, welcher Kanal ausgemessen wird.
Automatische Messungen erfolgen immer nur am Signal des jeweils
gewählten Kanals.
2–22 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anwendungsbeispiele
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 2–23
Anwendungsbeispiele
Meßwertanzeigen löschen Zur Aufhebung von Meßwertanzeigen, die nicht mehr benötigt werden:
Die Tasteneingaben MEASURE ➞ Remove Measrmnt (main) ➞ Measure-
ment 1, Measurement 2 und Measurement 4 (side) löschen die betreffenden
Meßwertanzeigen. Der Meßwert der Anstiegszeit (rise time) bleibt erhalten.
General Purpose
Icon
Meßbezugspegel ändern Gemäß Standardvorgabe mißt das System die Anstiegszeit bei 10% and 90% der
jeweiligen Signalamplitude. Für diese Werte lassen sich andere Prozentsätze oder
auch absolute Spannungspegel vorgeben.
Zur Prüfung der aktuellen Werte die Tasten Reference Levels (main) ➞
High Ref (side) drücken.
Der Bildshirmenthält mehrere wichtige Angaben:
H Am oberen Bildschirmrand erscheint das Knopf-Icon. Es zeigt an, daß mit
dem Mehrzweckknopf ein Parameter eingestellt werden kann.
H In der Bildschirmecke oben rechts erscheint die Anzeige High Ref: 90%.
2–24 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anwendungsbeispiele
H Im Seitenmenü ist der Text High Ref markiert, und darin ist der Wert 90%
mit einem Kasten umrahmt. Der Kasten zeigt an, daß dieser Parameter jetzt
mit dem Mehrzweckknopf eingestellt werden kann.
Es ist nur der Mehrzweckknopf zu verstellen, um beispielsweise den oberen
Meßpegel „High Level“ auf 80% abzusenken.
Schnappschuß der Der Bildschirm kann einen Schnappschuß ausgeben, der nahezu alle auto-
automatischen matischen Messungen umfaßt. Die folgende Eingabe ruft einen solchen
Messungen abrufen Schnappschuß für den jeweils gewählten Kanal ab:
1. Nach Betätigung der Taste Snapshot (main) erscheint ein Schnappschuß
über alle verfügbaren Meßwerte von Einzelsignalen. (Siehe die
Abbildung 2–17).
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 2–25
Anwendungsbeispiele
Einstellungen speichern Zunächst müssen am Gerät die Einstellungen vorgenommen werden, die ge-
speichert werden sollen. Die folgenden Schritte ergeben eine Einstellung, die
ausreichend komplex und nicht so einfach direkt herzustellen ist, und lassen sie
speichern:
1. Zunächst die Einstellungen für die Anwendungsbeispiele gemäß der An-
leitung auf Seite 2–11 vornehmen, soweit dies nicht bereits für das vorange-
hende Beispiel erfolgt ist.
2. Die Tasten SETUP ➞ Recall Factory Setup (main) ➞ OK Confirm
Factory Init (side) drücken.
3. Die Taste ➞ AUTOSET drücken.
4. Die Tasten MEASURE ➞ Select Measrmnt (main) ➞ Frequency (side)
drücken. (Die Seitenmenütaste –more– drücken, falls die Angabe Fre-
quency im Seitenmenü nicht gleich sichtbar sein sollte.)
5. Die Tasten CH 2 ➞ CLEAR MENU drücken.
Die folgenden Schritte bewirken die Abspeicherung der Einstellungen:
6. Mit den Tasten SETUP ➞ Save Current Setup (main) das Hauptmenü
Setup aufrufen (siehe die Abbildung 2–18).
2–26 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anwendungsbeispiele
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 2–27
Anwendungsbeispiele
2–28 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Überblick
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–1
Überblick
3–2 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anzeigemodi
Anzeigeart wählen Die Tasten DISPLAY ➞ Style (main) ➞ Vectors, Intensified Samples, Dots,
Infinite Persistence oder Variable Persistence (side) drücken (Abbildung 3–1).
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–3
Anzeigemodi
Helligkeit einstellen Die Helligkeit läßt sich overall (global), für text/graticule (Text/Raster) und für
waveform (Signalstrahlspur) einstellen. Zur Einstellung der Helligkeiten:
Die Tasten DISPLAY ➞ Intensity (main) ➞ Overall, Text/Grat, Waveform
oder Contrast (side) drücken. Die gewünschte Helligkeit als Prozentwert mit
Hilfe des Mehrzweckknopfs oder des Tastenfeldes eingeben.
Optionen der Diese Optionen geben an, ob der Triggerindikator, der Triggerpegelbalken und
Bildschirmdarstellung die Angabe von Datum und Uhrzeit auf dem Bildschirm erscheinen und ob der
wählen Triggerpegelbalken lang oder kurz wiedergegeben wird:
1. Die Tasten DISPLAY ➞ Readout (main) drücken.
2. Mit der Taste Display ‘T’ @ Trigger Point (side) läßt sich vorgeben, ob der
Triggerpunkt durch ein ‘T’ bezeichnet werden soll. Hier können ON oder
OFF gewählt werden. (Der Triggerpunkt bezeichnet den Triggerzeitpunkt in
der Signalaufzeichnung.)
3–4 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anzeigemodi
3. Mit der Taste Trigger Bar Style (side) läßt sich vorgeben, ob der Trigger-
balken kurz oder lang oder überhaupt nicht dargestellt werden soll. (Siehe
die Abbildung 3–2. Hier wurden zur Veranschaulichung beide Formen des
Triggerbalkens dargestellt, jedoch ist jeweils nur eine Form möglich.)
Der Triggerbalken erscheint nur, wenn die Triggerquelle ein aktives Signal
ist, das auch dargestellt wird. Bei der Wiedergabe von Signalen, die mit
Verzögerung erfaßt werden, erscheinen sogar zwei Triggerbalken. Diese
markieren jeweils optisch den zugehörigen Triggerpegel.
4. Die Anzeige von Datum und Uhrzeit mit der Taste Display Date/Time (side)
ein- bzw. ausschalten. Nach Betätigung der Taste Clear Menu wird diese
Anzeige sichtbar. Siehe weitere Angaben hierzu unter Hardcopy mit Datum
und Uhrzeit kennzeichnen auf Seite 3–47.
Triggerbalken – lang
oder
Triggerbalken – kurz
Interpolationsfilter wählen Die folgenden Tasteneingaben rufen den gewünschten Filtertyp auf (Interpolation
nach sin(x)/x oder linear):
Die Tasten DISPLAY ➞ Filter (main) ➞ Sin(x)/x Interpolation oder Linear
Interpolation (side) drücken.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–5
Anzeigemodi
HINWEIS. Nach der Anwahl eines NTSC- oder PAL-Rasters ändern sich
automatisch der Vertikalmaßstab, die Positionseinstellungen und die Kopplung,
und für alle dargestellten Kanäle wird der Vertikaloffset auf Null zurückgesetzt.
Diese Änderungen werden nach der Umstellung auf andere Rastertypen nicht
rückgängig gemacht.
3–6 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anzeigemodi
Kanal der X-Achse (frei wählbar) Kanal der Y-Achse (fest vorgegeben)
Ch 1 Ch 2
Ch 3 (nur bei TDS 420A, TDS 460A und Ch 4 (nur bei TDS 420A, TDS 460A und
TDS 510A) TDS 510A)
Nach der Betätigung der Taste WAVEFORM OFF für einen Kanal der XY-
Darstellung löscht das Digitaloszilloskop die XY-Darstellung der Kanäle.
Da sich die Formatwahl YT oder XY nur auf die Wiedergabe auswirkt, steuern
die Drehknöpfe und Menüs für Skala und Position horizontal und vertikal
unabhängig von dieser Wahl immer die gleichen Parameter. So steuert also die
Horizontalskala auch im Anzeigeformat XY weiterhin die Zeitbasis, und die
Horizontalposition legt fest, welcher Teil der Signalverläufe jeweils auf dem
Bildschirm erscheint.
Im Format XY erfolgt nur eine Punktwiedergabe, für die aber auch Nachleuchten
möglich ist. Nach Wahl des Anzeigeformats XY ist die Anzeigeart Vector
bedeutungslos.
Im Format XY können keine berechneten Signale (Math) dargestellt werden. Sie
verschwinden nach der Wahl des Formats XY vom Bildschirm.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–7
Anzeigemodi
3–8 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Automatische Einstellungen: Autoset und Reset
HINWEIS. Autoset kann auch die Vertikalposition ändern, um das Signal gut
wiedergeben zu können. Der Vertikaloffset ist hierbei immer 0 V.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–9
Automatische Einstellungen: Autoset und Reset
3–10 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Cursormessungen
Mit den Cursorn lassen sich Differenzen (in der Zeit- oder in der Spannungs-
achse) zwischen zwei Punkten einer Signalaufzeichnung ausmessen. Der fol-
gende Abschnitt beschreibt den Einsatz von Cursorn – wie Typ und Modus
zu wählen sind, wie sie dargestellt werden und wie mit ihnen Messungen
durchzuführen sind.
Beschreibung
Ein Cursor ist eine Markierung, die sich mit dem Mehrzweckknopf verschieben
läßt. Es sind immer zwei gleiche Cursor vorhanden. Anzeigen im Bildschirm
geben dann die Positionen der Cursor und damit auch aktuelle Meßwerte aus.
Cursortypen Es gibt drei Typen von Cursorn: Horizontalbalken, Vertikalbalken und gepaarte
Cursor (siehe die Abbildung 3–3).
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–11
Cursormessungen
HINWEIS. In bestimmten berechneten Signalen lassen sich mit den Cursorn auch
andere Größen als Zeiten, Frequenzen oder Spannungen messen. Cursormessun-
gen an solchen Signalen werden unter „Signale berechnen“ ab Seite 3–103
beschrieben.
Independent-Modus Tracking-Modus
Cursoranzeigen Die Bedeutung der Cursoranzeigen hängt vom jeweils gewählten Cursortyp ab:
H Bars, V Bars oder Paired.
V Bars. Der Wert hinter dem Zeichen D bezeichnet die Zeitdifferenz (oder
Frequenzdifferenz) zwischen den Cursorpositionen. Der Wert hinter dem Zeichen
@ gibt die Zeit (Frequenz) an der Position des gewählten Cursors gegen den
Triggerpunkt an. Bei Videotriggerung kann die Zeilennummer angegeben
werden.
3–12 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Cursormessungen
Paired. Der Wert hinter dem ersten Zeichen D bezeichnet die Spannungsdifferenz
zwischen den beiden X, der hinter dem zweiten D die Zeitdifferenz (oder
Frequenzdifferenz) zwischen den beiden langen Vertikalbalken. Der Wert hinter
dem Zeichen @ gibt die Spannung an der Position X des gewählten Cursors
gegen Masse an (siehe die Abbildung 3–6).
Wenn die gepaarten Cursor horizontal über den Bildschirmrand hinaus verscho-
ben wurden, erscheint Edge anstelle der Spannungswerte in der Cursoranzeige.
Cursorfunktion wählen Zur Durchführung von Cursormessungen sind die folgenden Prozeduren
einzuhalten. Mit den hier folgenden Schritten ist der gewünschte Cursortyp zu
wählen:
1. Nach Betätigung der Taste CURSOR erscheint das Cursormenü (siehe die
Abbildung 3–5).
2. Die Tasten CURSOR ➞ Function (main) ➞ H Bars, V Bars, Paired oder
Off (side) drücken.
Cursoranzeige (H-Balken)
Angewählter Cursor
(durchgehende Linie)
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–13
Cursormessungen
Angewählter Cursor
(durchgehende
senkrechte Linie)
Nicht angewählter
Cursor
(gestrichelte senkrechte
Linie)
Modus wählen und Auf die folgende Weise sind der Cursormodus zu wählen und die Cursor im
Cursor einstellen betreffenden Modus einzustellen:
1. Die Tasten CURSOR ➞ Mode (main) ➞ Independent oder Tracking
(side) drücken:
Im Modus Independent können beide Cursor unabhängig voneinander posi-
tioniert werden.
Im Modus Tracking sind die beiden Cursor als Tandem zu positionieren: sie
bewegen sich gleichzeitig und in einem festen horizontalen oder vertikalen
Abstand zueinander.
2. Die Cursor entsprechend dem gewählten Modus wie folgt einstellen:
H Im Modus Independent läßt sich immer der gewählte (aktive) der beiden
Cursor mit dem Mehrzweckknopf verschieben. Hierbei werden der verstell-
bare Cursor durch eine durchgezogene Linie, der inaktive Cursor gestrichelt
wiedergegeben. Zur Umschaltung zwischen den beiden Cursorn die Taste
SELECT drücken.
H Im Modus Tracking verschiebt der Mehrzweckknopf beide Cursor
gleichzeitig.
3–14 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Cursormessungen
HINWEIS. Nach Aufruf des Videomodus Custom muß im Menü Custom Video
auch die Scanperiode eingestellt werden.
Bei einem TDS 400A die Tasten CURSOR ➞ Horiz Units (main) ➞ Base oder
1/Base drücken, bei der Option 5 auch video line number (side).
Bei einem TDS 510A die Tasten CURSOR ➞ Time Units (main) ➞ seconds
oder 1/seconds drücken, bei der Option 5 auch video line number (side).
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–15
Cursormessungen
Videozeile und
IRE-Einheiten
Amplitudeneinheiten Wenn der Video Trigger der Option 05 verfügbar ist und NTSC-Signale
wählen gemessen werden sollen, können Amplitudenwerte auch in IRE-Einheiten
ausgegeben werden (siehe die Abbildung 3–7). Die Umschaltung zwischen IRE-
und Basiseinheiten des Cursors ist wie folgt durchzuführen:
1. Die Tasten CURSOR ➞ Amplitude Units (main) ➞ IRE (NTSC) drücken.
2. Die folgende Tasteneingabe stellt den Normalzustand wieder her:
CURSOR ➞ Amplitude Units (main) ➞ Base.
Cursorgeschwindigkeit Bei Betätigung der Taste SHIFT vor der Durchführung von Einstellungen mit
wählen dem Mehrzweckknopf ergibt sich eine andere Einstellgeschwindigkeit. Die
Cursor bewegen sich schneller, wenn die Leuchte neben der Taste SHIFT
leuchtet und oben rechts im Bildschirm die Angabe Coarse Knobs (Grobeinstel-
lung) zu lesen ist.
3–16 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Dateisystem
Dateihilfsprogramme aufrufen
Die folgende Tasteneingabe ruft das Menü File Utilities auf:
1. Die Taste SETUP ruft das Menü Save/Recall Setup auf, die Taste WAVE-
FORM das Menü Save/Recall Waveform und die Taste Shift HARDCOPY
das Menü Hardcopy.
2. Im Hauptmenü ruft die Taste File Utilities das Seitenmenü File Utilities auf.
(Siehe die Abbildung 3–8.)
Freier
Platten-
speicher
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–17
Dateisystem
3–18 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Dateisystem
Löschungsbestätigung anfordern
Mit der Taste Confirm Delete im Seitenmenü läß sich die Löschungsbestäti-
gungsmeldung freigeben bzw. unterdrücken.
Wenn die Löschungsbestätigung unterdrückt ist (OFF), löscht das Digitaloszil-
loskop Dateien oder Directories sofort und ohne wertere Rückfrage. Bei gesetzter
Option (ON) erwartet das Digitaloszilloskop eine Bestätigung, bevor es Dateien
löscht.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–19
Dateisystem
Überschreibsperre setzen
Mit der Taste Overwrite Lock im Seitenmenü läßt sich die Überschreibsperre
setzen bzw. aufheben.
Wenn die Überschreibsperre gesetzt ist, läßt es das Digitaloszilloskop nicht zu,
bestehende Dateien mit dem gleichen Namen zu überschreiben. Ein wichtiger
Grund, das Überschrieben zuzulassen, liegt in der Möglichkeit, Zieldateien mit
Namen zu verwenden, die Platzhalterzeichen („?“) enthalten. In solchen Fällen
legt das Digitaloszilloskop Dateien mit jeweils dem gleichen Namen an, die sich
nur durch die laufende Nummer unterscheiden, die im Namen anstelle der
Fragezeichen eingesetzt wird.
Diskette formatieren
Um eine Diskette für 720 kByte oder 1,44 MByte zu formatieren, ist der Cursor
mit Hilfe des Mehrzweckknopfes auf den Namen des betreffenden Laufwerks
(fd0:) zu setzen. Dann die Taste Format im Seitenmenü drücken.
3–20 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Datenfernübertragung
Gerät für Fernsteuerung Zur Einrichtung einer Datenfernübertragung muß der Geräteaufbau den
verbinden Protokoll- und Schnittstellenanforderungen des GPIB entsprechen. Es sind dann
die folgenden Prozeduren durchzuführen.
Controller
Digitaloszilloskop (Rückwand)
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–21
Datenfernübertragung
Talk/Listen Address konfiguriert das Port für einen normalen Systembetrieb mit
Steuerung durch einen Controller. Die Adresse ist dann mit Hilfe des Mehr-
zweckknopfes zu definieren.
Hardcopy (Talk Only) konfiguriert das Port für eine Hardcopyausgabe ohne
Steuerung durch einen Controller. Bei dieser Konfiguration des Ports gibt das
Oszilloskop die Hardcopydaten an alle aufnahmebereiten Geräte (Listener) am
Bus aus, sobald die Taste HARDCOPY gedrückt wird.
Wenn das Port für einen anderen Modus konfiguriert ist, quittiert das Digitalos-
zilloskop jede Betätigung der Taste HARDCOPY mit der Meldung, daß das
gewählte Hardcopy-Port nicht verfügbar ist.
Off Bus trennt das Digitaloszilloskop vollständig vom Bus ab.
3–22 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Einstellungen speichern und abrufen
Einstellungen speichern
Speicherung der aktuellen Einstellungen des Digitaloszilloskops:
1. Die Tasten SETUP ➞ Save Current Setup (main) drücken.
STOPP. Vor der Durchführung des folgenden Schritts 2 ist zu beachten, daß eine
früher gespeicherte eigene Einstellung überschrieben wird, wenn hierbei ein
Speicherplatz mit der Bezeichnung user gewählt wird.
Einstellungen abrufen
Die folgenden Tasteneingaben stellen eine Geräteeinstellung aus dem internen
Speicher wieder her: SETUP ➞ Recall Saved Setup (main) ➞ (Recall Setup 1,
Recall Setup 2 ... (side).
Um eine Enstellung übernehmen zu lassen, die auf Diskette gespeichert wurde,
ist die Taste From File zu drücken. Danach mit Hilfe des Mehrzweckknopfes
den Durchlaufbalken auf den Namen der gewünschten Datei in der Liste setzen,
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–23
Einstellungen speichern und abrufen
die daraufhin ausgegeben wird. Die Ausgabe dann mit der Taste Recall From
Selected File abschließen.
Der Abruf einer Geräteeinstellung aus dem Speicher verändert nicht das jeweils
ausgegebene Menü. Die Einstellung, die im Seitenmenü mit factory bezeichnet
ist, entspricht der Werkseinstellung. (Das normale Verfahren, mit dem die Werks-
einstellungen wiederherzustellen sind, wird hier anschließend beschrieben.)
Werkseinstellungen wiederherstellen
Die folgenden Tasteneingaben stellen wieder die Werkseinstellungen des
Oszilloskops her:
Die Tasten SETUP ➞ Recall Factory Setup (main) ➞ OK Confirm Factory
Init (side) drücken.
3–24 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Einstellungen speichern und abrufen
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–25
Einstellungen speichern und abrufen
3–26 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Erfassungsmodi
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–27
Erfassungsmodi
HINWEIS. Im Hi Res-Modus darf die Frequenz des externen Taktsignals (nur bei
TDS 460A, TDS 430A, und TDS 420A) höchstens gleich der Frequenz sein, die
im Menü für den externen Takt eingestellt wurde. Anderenfalls erscheint die
Signaldarstellung mit falscher Amplitude.
Dieser Modus ist nur bei Echtzeitabtastung ohne Interpolation möglich. Wenn
die Zeitbasis so hoch eingestellt wird, daß eine Echtzeitinterpolation oder eine
Äquivalentzeitabtastung erforderlich wird, wechselt die Betriebsart automatisch
zu Sample, wobei sich aber die Menüangaben nicht ändern.
Ein wichtiger Vorteil von Hi Res liegt in der Möglichkeit, unabhängig vom Ein-
gangssignal die Auflösung zu steigern. Die Tabellen 3–2 und 3–3 zeigen, wie
sich im Hi Res-Modus eine Auflösung mit bis zu 15 signifikanten Bits erreichen
läßt. Es ist nicht möglich, eine Auflösung von mehr als 15 Bits zu erzielen. Die
in den Tabellen angegebene Bitauflösung läßt sich theoretisch erreichen. Die
tatsächlich möglich Auflösung kann auch noch von korrelierten Störspan-
nungsquellen in der näheren Umgebung abhängen.
3–28 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Erfassungsmodi
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–29
Erfassungsmodi
Erfassungsanzeige
3–30 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Erfassungsmodi
Nach dem Aufruf von Envelope oder Average, kann noch mit Hilfe des Mehr-
zweckknopfes die Anzahl der Signaldatensätze eingegeben werden, aus denen
die Hüllkurve bzw. der Mittelwert gebildet werden soll.
Beendigung durch Auf die folgende Weise ist dem Oszilloskop das Ereignis anzugeben, bei dem es
Stop After die Erfassung von Signalen beenden soll:
Die tasten SHIFT ACQUIRE MENU ➞ Stop After (main) ➞ RUN/STOP
button only, Single Acquisition Sequence, oder Limit Test Condition Met
(side) drücken (siehe die Abbildung 3–14).
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–31
Erfassungsmodi
RUN/STOP button only (side) läßt die Signalerfassung nur nach Betätigung der
Taste RUN/STOP starten oder stoppen. Mit Betätigung der Taste RUN/STOP
endet die Erfassung sofort. In der Bildschirmecke oben links erscheinen die
Angabe Stopped und die Anzahl der erfaßten Signale. Nach erneuter Betätigung
dieser Taste setzt das Digitaloszilloskop die Datenerfassung wieder fort.
Single Acquisition Sequence (side) läßt nach Betätigung der Taste RUN/STOP
genau eine Sequenz der Datenerfassung ablaufen.
In den Betriebsarten Envelope oder Average führt das Digitaloszilloskop die
spezifizierte Anzahl von Erfassungen durch, um daraus die angeforderten
Hüllkurven bzw. Mittelwerte zu berechnen.
Nach einer Betätigung von Single Acquisition Sequence (side), während es mit
Äquivalentzeitabtastung arbeitet, setzt das Oszilloskop die Suche nach Triggerer-
eignissen noch fort und nimmt weiter Abtastwerte auf, bis der Signaldatensatz
vollständig gefüllt ist.
3–32 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Erfassungsmodi
Limit Test Condition Met (side) setzt die Signalerfassung solange fort, bis das
Meßsignal die Grenzwerte überschreitet, die unter Limit Test spezifiziert wurden.
Danach bricht die Signalerfassung ab. Über die Wahlmöglichkeiten des Haupt-
menüs Limit Test Setup lassen sich noch weitere Maßnahmen spezifizieren, die
das Oszilloskop im Anschluß an einen solchen Abbruch durchführen soll.
Es sind noch einige weitere Schritte erforderlich, um eine Prüfung auf Grenz-
werte zu veranlassen. Siehe die Angaben unter Grenzwerte prüfen, Seite 3–41.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–33
Erfassungsmodi
3–34 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Flankentriggerung
Ein Flankentrigger-Ereignis liegt vor, wenn das Signal der Triggerquelle einen
spezifizierten Spannungspegel (den Triggerpegel) in einer spezifizierten
Richtung (der Triggerflanke) durchläuft. Die meisten Messungen werden mit
Flankentriggerung durchgeführt. Der folgende Abschnitt beschreibt deren
Einsatzmöglichkeiten. Er erläutert auch die zweckmäßige Wahl der Triggermodi,
Auto oder Normal, für alle Triggertypen.
Der Triggerstatus läßt sich mit Hilfe der Statusleuchten TRIG’D, READY und
ARM im Triggereinstellbereich überprüfen (siehe die Abbildung 3–18):
H TRIG’D leuchtet, wenn das Digitaloszilloskop einen gültigen Trigger
erkannt hat und noch den Posttrigger-Teil des Signalverlaufs aufnimmt.
H READY leuchtet, wenn das Digitaloszilloskop ein gültiges Triggerereignis
verarbeiten kann und dieses erwartet.
H ARM leuchtet, während die Triggersteuerung den Pretrigger-Teil des
Signalverlaufs aufnimmt.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–35
Flankentriggerung
H Wenn sowohl TRIG’D als auch READY leuchten, hat das Digitaloszilloskop
einen gültigen Haupttrigger erkannt und wartet noch auf die verzögerte Trig-
gerung. Nach Eingang des Auslösers für den verzögerten Trigger nimmt es
noch den Posttrigger-Teil des verzögerten Signalverlaufs auf.
H Wenn alle Leuchten ARM, TRIG’D und READY dunkel sind, ist der Digita-
lisierer gestoppt.
Im Aufzeichnungsschema am oberen Bildschirmrand läßt sich feststellen, wo
sich der Triggerpunkt in der Signalaufzeichnung und in der Anzeige befindet
(siehe die Abbildung 3–16).
Die grafischen Indikatoren für Triggerposition und Triggerpegel, die wahlweise
angezeigt werden, geben den Triggerpunkt und den Triggerpegel in der Darstel-
lung des Signalverlaufs an. Die Abbildung 3–16 gibt den Indikator der Trigger-
position und den kurzen Triggerpegelbalken wieder. Siehe weitere Angaben
hierzu unter Optionen der Bildschirmdarstellung wählen auf Seite 3–4.
3–36 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Flankentriggerung
Flankentriggerung wählen
Im Menü Edge Trigger sind die Flankentriggerung zu wählen und die folgenden
Einstellungen für Quelle, Kopplung, Flanke, Pegel, Modus und Holdoff der
Triggerung vorzunehmen.
Die Tasteneingaben TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Edge (pop-up) rufen
das Menü Edge Trigger auf (siehe die Abbildung 3–17).
Kopplung spezifizieren Zur Einstellung der gewünschten Kopplung die Tasten TRIGGER MENU ➞
Type (main) ➞ Edge (pop-up) ➞ Coupling (main) ➞ DC, AC, HF Rej, LF Rej
oder Noise Rej (side) drücken.
HINWEIS. Bei Wahl der Triggerquelle Auxiliary müssen die Koppelarten DC oder
HF Rej vorgegeben werden.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–37
Flankentriggerung
Flanke einstellen Zur Einstellung der Flanke, bei der die Flankentriggerung erfolgen soll:
1. Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Edge (pop-up) ➞
Slope (main) drücken.
2. Im Seitenmenü ist die ansteigende oder die fallende Flanke zu wählen.
Pegel einstellen Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Edge (pop-up) ➞
Level (main) ➞ Level, Set to TTL, Set to ECL oder Set to 50% (side) drücken.
Nach der Vorgabe Level kann der Triggerpegel mit dem Mehrzweckknopf oder
über das Tastenfeld eingegeben werden. (Der Pegel läßt sich auch mit dem
Drehknopf MAIN LEVEL ändern.)
Set to TTL gibt einen festen Triggerpegel von +1,4 V vor.
Set to ECL gibt einen festen Triggerpegel von –1,3 V vor.
HINWEIS. Bei einer Einstellung der Vertikalskala (V/div) auf unter 200 mV senkt
das Oszilloskop die Triggerpegel für Set to TTL oder Set to ECL auf niedrigere
als die TTL- bzw. ECL-Standardpegel ab. Der Bereich der Triggerpegel ist
nämlich fest auf +12 Skalenteile gegen die Mittelachse begrenzt. Bei 100 mV
(dem nächstkleineren Maßstab nach 200 mV) beträgt der Triggerbereich noch
+1,2 V, und dies liegt unter den typischen TTL- (+1,4 V) bzw. ECL-Pegeln
(–1,3 V).
Set to 50% gibt einen Triggerpegel in Höhe von etwa 50% der Scheitelamplitude
des Signals der Triggerquelle vor.
3–38 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Flankentriggerung
Modus und Holdoff Zur Einstellung des Triggermodus und Vorgabe einer Holdoffzeit:
einstellen
1. Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Mode & Holdoff (main) ➞ Auto oder
Normal (side) drücken. Die Triggermodi haben die folgende Wirkung:
H Im Modus Auto nimmt das Oszilloskop nach einer spezifischen
Wartezeit ein Signal auch dann auf, wenn kein Trigger erfolgt ist. Die
Dauer der Wartezeit hängt von der Einstellung der Zeitbasis ab.
H Im Modus Normal löst nur ein gültiger Trigger die Signalerfassung
durch das Oszilloskop aus.
2. Nach Drücken der Taste Holdoff (side) kann die Holdoffzeit geändert
werden. Den gewünschten Wert, in %, mit Hilfe des Mehrzweckknopfs oder
des Tastenfeldes eingeben.
Zur Eingabe eines größeren Wertes mit Hilfe des Mehrzweckknopfs ist vorzugs-
weise zuvor die Taste SHIFT zu drücken. Wenn nämlich die Leuchte neben der
Taste SHIFT leuchtet und oben rechts in der Anzeige die Angabe Coarse
Knobs erscheint, lassen sich mit dem Mehrzweckknopf Änderungen deutlich
schneller vornehmen.
Bei Änderungen in der Ablenkgeschwindigkeit s/div der Hauptzeitbasis springt
der Holdoff automatisch auf 0% zurück. Dies gilt jedoch nicht bei Änderungen
der Ablenkgeschwindigkeit s/div nur der verzögerten Zeitbasis (das heißt
Intensified oder Delayed Only).
Trigger erzwingen Mit der Taste FORCE TRIG in der Frontplatte kann eine Signalerfassung durch
das Oszilloskop unmittelbar ausgelöst werden, auch ohne daß ein Triggerereignis
eingetreten ist.
Einzeltriggerung Die Tasteneingabe SHIFT FORCE TRIG bewirkt, daß das Oszilloskop durch
das nächstfolgende gültige Triggerereignis ausgelöst wird und danach stoppt.
Jede Sequenz der Signalerfassung ist dann mit der Taste RUN/STOP einzeln
auszulösen.
Triggerung über die Mit den Triggertasten und dem Triggerknopf lassen sich schnell Triggerpegel
Frontplatte einstellen oder Auslöser setzen (siehe die Abbildung 3–18). Für alle Trigger-
typen sind die folgenden Bedienelemente zu verwenden, soweit nicht anders
angegeben.
MAIN LEVEL. Mit dem Drehknopf MAIN LEVEL (Hauptpegel) kann der
Triggerpegel von Hand gesetzt werden. Mit diesem Knopf läßt sich der
Triggerpegel (bzw. der Schwellwert) unabhängig vom jeweils dargestellten
Menü und auch außerhalb von Menüs einstellen.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–39
Flankentriggerung
Set Level to 50%. Die Taste SET LEVEL TO 50% bewirkt eine schnelle Flan-
kentriggerung. Das Oszilloskop setzt hierbei den Triggerpegel auf die halbe
Amplitude zwischen den Scheitelwerten des Triggersignals. Beim Triggertyp
Video ist die Taste Set Level to 50% unwirksam.
Der Drehknopf MAIN LEVEL und die Menüpositionen betreffen jedoch nur den
Haupttriggerpegel. Der verzögerte Triggerpegel läßt sich nur über die Position
Level im Menü Delayed Trigger ändern.
Force Trigger. Mit der Taste FORCE TRIG in der Frontplatte kann eine Signal-
erfassung durch das Oszilloskop unmittelbar ausgelöst werden, auch ohne daß
ein Triggerereignis eingetreten ist.
Single Trigger. Die Tasteneingabe SHIFT FORCE TRIG bewirkt, daß das Oszil-
loskop durch das nächstfolgende gültige Triggerereignis ausgelöst wird und
danach stoppt. Jede Sequenz der Signalerfassung ist dann mit der Taste
RUN/STOP einzeln auszulösen.
3–40 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Grenzwerte prüfen
Toleranzmaske erstellen
Um eine Toleranzmaske mit Hilfe eines eingehenden oder eines gespeicherten
Signals zu erstellen, ist zunächst die Signalquelle zu wählen:
1. Die Taste SHIFT ACQUIRE MENU ruft das Menü Acquire auf, zu dem
auch die Grenzwertprüfung gehört.
2. Die Tasten Create Limit Test Template (main) ➞ Template Source
(side) ➞ Ch1, Ch2, Ch3, Ch4, Math1, Math2, Math3, Ref1, Ref2, Ref3
oder Ref4 (side) drücken.
HINWEIS. Die Maske erhält glattere Ränder, wenn das Sollsignal im Erfassung-
smodus Average aufgenommen wird.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–41
Grenzwerte prüfen
Nach der Wahl der Signalquelle muß der Ablageort der Maske bestimmt
werden.
3. Die Tasten Template Destination (side) ➞ Ref1, Ref2, Ref3 oder Ref4
drücken.
3–42 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Grenzwerte prüfen
Signalquelle für die Auf die folgende Weise ist der Kanal zu spezifizieren, der die Signale erfassen
Grenzwertprüfung wählen soll, die auf Einhaltung der Toleranzmaske geprüft werden sollen:
1. Die Tasten SHIFT ACQUIRE MENU ➞ Limit Test Sources (main) ➞
Compare Ch1 to, Compare Ch2 to, Compare Ch3 to bzw. Compare Ch4
to (side) drücken. Beim TDS 510A kann auch Compare Math1 to,
Compare Math2 to oder Compare Math3 to (side) gewählt werden.
2. Nach der Wahl eines der Kanäle im Seitenmenü als Signalquelle die gleiche
Seitenmenütaste drücken, um den Referenzspeicher aufzurufen, in dem die
Toleranzmaske abgelegt wurde.
Die Taste None läßt die Grenzwertprüfung für den spezifizierten Kanal
abbrechen.
Reaktion der Auf die folgende Weise ist die Reaktion zu spezifizieren, die bei einer Über-
Grenzwertprüfung schreitung der Toleranzmaske durch das erfaßte Signal erfolgen soll:
spezifizieren
1. Die Tasteneingabe SHIFT ACQUIRE MENU ➞ Limit Test Setup (main)
ruft ein Seitenmenü mit möglichen Maßnahmen auf.
2. Der Seitenmenütext, der der gewünschten Maßnahme entspricht, muß die
Angabe ON enthalten:
H Um eine Hardcopy ausgeben zu lassen, wenn das Signal die Toleranz-
maske überschreitet, die Option Hardcopy if Condition Met (side) auf
ON setzen. (Es muß unbedingt auch das Hardcopy-System entsprechend
eingerichtet werden. Siehe nähere Angaben hierzu unter Hardcopy auf
Seite 3–45.)
H Falls eine Glocke ausgelöst werden soll, wenn das Signal die Toleranz-
maske überschreitet, ist die Option Ring Bell if Condition Met (side)
auf ON zu setzen.
H Um das Digitaloszilloskop seinen Betrieb einstellen zu lassen, wenn das
Signal die Toleranzmaske überschreitet, muß die Option Stop After
Limit Test Condition Met (side) auf ON gesetzt werden.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–43
Grenzwerte prüfen
HINWEIS. Die Taste mit dem Menütext Stop After Limit Test Condition Met
entspricht der Menüposition Limit Test Condition Met im Hauptmenü Stop After.
Diese Angabe kann zwar im Menü Limit Test Setup auf On gesetzt, aber nicht
wieder zurückgesetzt werden. Um die Angabe Off zu setzen, ist die Taste Stop
After zu drücken und eine der anderen Optionen des Seitenmenüs Stop After zu
spezifizieren.
Grenzwertprüfung aktivieren:
3. Die Taste Limit Test (side) drücken. Die Angabe wechselt zu ON.
Prüfung von Bei der Prüfung von Einzelsignalen gegen Einzelmasken sind die folgenden
Einzelsignalen Betriebsmerkmale zu berücksichtigen:
H Das Signal wird horizontal so verschoben, daß der erste Abtastpunkt in der
Signalaufzeichnung, der die Toleranzmaske überschreitet, in der Bildschirm-
mitte zu liegen kommt.
H Die Position der Toleranzmaske folgt der Position des Eingangssignals.
Prüfung von Bei der Prüfung von Mehrfachsignalen sind die folgenden Betriebsmerkmale zu
Mehrfachsignalen berücksichtigen:
H Im Seitenmenü Zoom die Angabe Horizontal Lock auf None setzen (die
Taste ZOOM drücken und mit der Taste Horizontal Lock die Angabe None
aufrufen).
H In der hier beschriebenen Form der Horizontalverriegelung verschiebt das
Oszilloskop die einzelnen Signalverläufe horizontal so, daß der erste
Abtastpunkt in der Signalaufzeichnung, der die Toleranzmaske überschreitet,
in der Bildschirmmitte zu liegen kommt.
H Bei einer Prüfung der einzelnen Signale gegen jeweils eine eigene Maske
folgt deren Position jeweils der Position des betreffenden Signals.
H Bei einer Prüfung von zwei oder mehr Signalen gegen eine gemeinsame
Toleranzmaske folgt diese der Position des fehlerhaften Signals. Wenn sich
im gleichen Erfassungszyklus mehrere Signale als fehlerhaft erweisen, folgt
die Toleranzmaske der Position des Signals mit der höchsten Kanalnummer.
So hat beispielsweise CH 2 Vorrang gegenüber CH 1.
3–44 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Hardcopy
Unterstützte Formate
Die verschiedenen Geräte zur Ausgabe von Hardcopies arbeiten mit unterschied-
lichen Formaten. Das Digitaloszilloskop unterstützt die folgenden Formate:
H Tintenstrahldrucker HP Thinkjet
H Tintenstrahldrucker HP Deskjet
H Laserdrucker HP Laserjet
H Tragbarer Thermodrucker Seiko DPU 411/412
H HPGL Color Plot
H EpsonR
H InterleafR
H Tag Image File Format (TIFFR)
H PC PaintbrushR (PCXR)
H Dateiformat Microsoft WindowsR (BMPR)
H Encapsulated PostscriptR (Image, Mono Plot und Color Plot)
Einige Formate, vor allem Interleaf, Postscript, TIFF, PCX, BMP und HPGL,
sind mit verschiedenen DTP-Programmpaketen (Desktop publishing) kompati-
bel. Bei Verwendung eines dieser DTP-Systeme lassen sich Dateien, die
Oszillokopdarstellungen enthalten, direkt in Dokumente einsetzen.
Die EPS-Formate Mono und Color sind mit dem Farbdrucker Tektronix Phaser
Color Printer kompatibel, HPGL ist kompatibel mit dem Plotter Tektronix
HC100, und Epson ist mit dem Drucker Tektronix HC200 kompatibel.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–45
Hardcopy
Hardcopyparameter Zur Spezifizierung von Format und Layout der Hardcopy und des Ports für die
einstellen Hardcopyausgabe:
1. Die Taste SHIFT HARDCOPY MENU drücken.
3–46 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Hardcopy
Hardcopy mit Datum und Auf die folgnde Weise erhält die Hardcopy eine Angabe von Datum und Uhrzeit:
Uhrzeit kennzeichnen
1. Die Tasten DISPLAY ➞ Readout Options (main) ➞ Display Date and
Time (side) drücken und die Einstellung auf On setzen.
2. Falls Datum und Uhrzeit noch nicht eingestellt wurden, erscheint eine
entsprechende Meldung. Dann nicht die folgenden Schritte 3 und 4, sondern
zunächst Schritt 1 von Datum und Uhrzeit einstellen hier anschließend
ausführen. Danach diese Prozedur wiederholen.
3. Mit der Taste Clear Menu das Menü aus der Anzeige löschen, damit diese
das Datum und die Uhrzeit wiedergeben kann. Siehe die Abbildung 3–22.
(Bei der Ausgabe von Menüs verschwinden das Datum und die Uhrzeit vom
Bildschirm.)
4. Die Taste HARDCOPY läßt die Hardcopy mit Datum und Uhrzeit
ausgeben.
Datum und Uhrzeit Auf die folgende Weise sind Datum und Uhrzeit in das Oszilloskop einzugeben:
einstellen
1. Die Tasten SHIFT UTILITY ➞ Config (pop-up) ➞ Set Date &
Time (main) ➞ Year, Day Month, Hour bzw. Minute drücken.
2. Mit dem Mehrzweckknopf den gewünschten Wert für den jeweils gewählten
Parameter eingeben.
3. Die Schritte 1 und 2 nach Bedarf für weitere Parameter wiederholen.
4. Mit Betätigung der Taste OK Enter Date/Time (side) werden die neuen
Einstellungen wirksam. Die Zeitangabe der Sekunden springt auf Null.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–47
Hardcopy
5. Nach Betätigung der Taste CLEAR MENU wird die Zeitangabe mit den
neuen Einstellungen auf dem Bildschirm sichtbar.
Hardcopy von einem Die Ausgabe einer Hardcopy ist wie folgt durchzuführen.
Hardcopygerät direkt
ausgeben lassen An ein Hardcopygerät anschließen. Zum Aufbau einer Verbindung zwischen dem
Digitaloszilloskop und einem Hardcopygerät muß festgestellt werden, mit wel-
cher Schnittstelle und welchem Kabel dieses Gerät arbeitet. Dann die entspre-
chende Anschaltung vornehmen. (Siehe die Abbildung 3–23.)
Hardcopy-Gerät
Digitaloszilloskop
Drucken. Die Taste HARDCOPY läßt eine einzelne Hardcopy ausgeben bzw.
überträgt weitere Hardcopies an den Spooler des Digitaloszilloskops (Warte-
schlange), während der Drucker noch frühere Hardcopies ausgibt.
Abbruch. Die Ausgabe einer Hardcopy wird abgebrochen, wenn die Taste
HARDCOPY nochmals gedrückt wird, solange auf dem Bildschirm noch die
Meldung “Hardcopy in process” sichtbar ist.
Aufnahme in den Spooler. Um weitere Hardcopies in den Spooler zu laden, ist die
Taste HARDCOPY zu drücken, nachdem die Meldung „Hardcopy in process“
vom Bildschirm verschwunden ist.
Der Spooler kann so lange weitere Hardcopies aufnehmen, bis er voll belegt ist.
Es kann also vorkommen, daß die Meldung „Hardcopy in Process – Press
HARDCOPY to abort“ bei Aufnahme einer weiteren Hardcopy nicht mehr vom
Bildschirm verschwindet. Wenn dann die Warteschlange des Spoolers wieder
ausreichend abgearbeitet ist, übernimmt sie zunächst den etwa noch fehlenden
Rest der angeforderten Hardcopy und löscht dann diese Meldung.
3–48 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Hardcopy
Der Spooler des Oszilloskops nutzt den gesamten nicht belegten RAM-Speicher
für die Ablage von Hardcopies. Damit ist seine Größe variabel. Die Anzahl der
Hardcopies, die der Spooler aufnehmen kann, hängt von drei Variablen ab:
H Größe des freien RAM-Speichers
H Gewähltes Hardcopyformat
H Komplexität der Darstellung
Auf Diskette speichern Auf die folgende Weise lassen sich Hardcopies auf einer Diskette speichern
(siehe die Angaben zum Dateisystem auf Seite 3–17):
1. Die Kommunikations- und Hardwareparameter des Digitaloszilloskops
gemäß Angabe unter Einstellungen zur Hardcopyausgabe auf Seite 3–45
einstellen.
2. Eine formatierte Diskette von 720 kByte oder 1,44 MByte in den Lauf-
werksschlitz des Digitaloszilloskops einführen.
HINWEIS. Siehe die Angaben über die Formatierung von Disketten, die Löschung
und Umbenennung von Dateien und die Verwendung des Überschreibschutzes
und von Platzhalterzeichen auf Seite 3–17.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–49
Hardcopy
Druckausgabe durch Hier sind Hardcopies auf die folgende Weise anzufordern.
einen Controller steuern
lassen An ein Hardcopygerät anschließen. Zur Anschaltung an einen Controller, mit zwei
Ports zwischen dem Digitaloszilloskop und dem Hardcopygerät, sind der
GPIB-Steckverbinder des Digitaloszilloskops (Rückwand) mit dem GPIB-Port
des Controllers und das Port RS-232 oder Centronics des Controllers mit dem
Hardcopygerät zu verbinden (siehe die Abbildung 3–24). Über das GPIB-Port ist
die Ausgabe der Hardcopy vom Digitaloszilloskop ferngesteuert anzufordern und
abzunehmen. Das Port RS-232 bzw. Centronics des Controllers leitet die Daten
an den Drucker weiter.
Hardcopy-Gerät
Digitaloszilloskop
PC oder kompatibel
Drucken. Bei Controllern, die PC-kompatibel sind und mit dem GPIB-Paket
Tektronix GURU oder S3FG210 (National Instruments GPIB-PCII/IIA) arbeiten,
ist die Hardcopyausgabe wie folgt anzufordern:
1. Mit dem MS-DOS-Befehl cd das Verzeichnis aufrufen, das die zur
GPIB-Baugruppe mitgelieferte Software enthält. Wurde beispielsweise die
Software im Verzeichnis GPIB-PC installiert, so ist cd GPIB-PC
einzugeben.
2. Das IBIC-Das Programm aufrufen, das zur GPIB-Baugruppe mitgeliefert
wurde. Dann IBIC eingeben.
3. IBFIND DEV1 eingeben. Hierbei ist für „DEV1“ der Name des Digitalos-
zilloskops einzusetzen, der mit dem zur GPIB-Baugruppe mitgelieferten
Programm [Link] definiert wurde.
3–50 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Hardcopy
HINWEIS. Wenn ein anderer Name definiert wurde, ist dieser für „DEV1“
einzusetzen. Es muß auch beachtet werden, daß die im Programm [Link]
eingestellte Geräteadresse des Digitaloszilloskops mit der Adresse übereinstimmen
muß, unter der das Digitaloszilloskop im Menü Utility zu erreichen ist (typische
Adresse: „1“).
Einige Hardcopyformate können dazu führen, daß der Controller wegen Zeit-
überschreitung abbricht. Es muß dann die Zeitgrenze in der Software des
Controllers erhöht werden.
HINWEIS. Dieser Schritt führt zu einer Fehlermeldung, wenn das Menü Utility
des Digitaloszilloskops nicht auf Talk/Listen, sondern auf Hardcopy
(Talk Only) eingestellt wurde. Unter Einstellungen zur Hardcopyausgabe auf
Seite 3–45 wurde beschrieben, wie die Einstellungen im Menü Utility des
Digitaloszilloskops vorzunehmen sind.
HINWEIS. Für die Übertragung von Hardcopydateien über ein Computernetz ist
ein binärer (8-Bit) Datenpfad zu verwenden.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–51
Hardcopy
3–52 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Hilfe aufrufen
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–53
Hilfe aufrufen
3–54 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Horizontalsteuerung
Mit dem Menü und den Drehknöpfen der Horizontalsteuerung läßt sich die
horizontale Formatierung (die Zeitbasis) der Anzeige einstellen. Der folgende
Abschnitt beschreibt die Verwendung dieses Menüs und dieser Knöpfe.
Horizontalstatus prüfen
Aus dem Aufzeichnungsschema lassen sich die Größe und die Lage der
Signalaufzeichnung und die relative Lage des Triggers in der Anzeige ablesen.
(Siehe die Abbildung 3–26.) Die Zeitbasisanzeige gibt die Einstellung der
Ablenkgeschwindigkeit (Zeit/div) und die Zeitbasis an, für die diese gilt
(Hauptzeitbasis oder verzögerte Zeitbasis). (Siehe die Abbildung 3–26.) Da für
alle eingehenden Signale die gleiche Zeitbasis gelten muß, gibt das Digitaloszil-
loskop für sämtliche aktiven Kanäle nur einen Wert wieder.
Datensatzschema
Zeitbasisanzeige
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–55
Horizontalsteuerung
HINWEIS. Wenn der externe Takt (nur bei TDS 400A) freigegeben und der Zoom
gesperrt ist, beträgt die Horizontalskala fest 50 c (das heißt 50 Taktimpulse/div),
und der Einstellknopf für die Horizontal SCALE ist unwirksam.
3–56 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Horizontalsteuerung
Horizontalparameter ändern
Um die Datensatzlänge einzustellen, den Trigger zu positionieren oder die
Position oder Skala zu ändern, ist das Menü Horizontal aufzurufen. In diesem
Menü kann auch gewählt werden, ob die Hauptzeitbasis oder die verzögerte
Zeitbasis für die Signalerfassung eingesetzt werden soll.
Triggerposition Über das Menü Trigger Position läßt sich definieren, welcher Umfang der
Aufzeichnung jeweils auf die Pretrigger- und Posttriggerteile entfallen soll:
Die Tasten HORIZONTAL MENU ➞ Trigger Position (main) ➞ Set to 10%,
Set to 50% oder Set to 90% (side) drücken, oder die Taste Pretrigger (side)
drücken und dann den Wert mit Hilfe des Mehrzweckknopfes ändern.
Datensatzlänge Die Datensatzlänge definiert die Anzahl der Punkte, aus denen die Signalauf-
zeichnung bestehen wird. Diese Länge ist wie folgt einzustellen:
1. Die Tasten HORIZONTAL MENU ➞ Record Length (main) drücken. Das
Seitenmenü gibt verschiedene verfügbare diskrete Datensatzlängen an.
2. Wenn (nahezu) das gesamte erfaßte Signal unabhängig von der Daten-
satzlänge auf dem Bildschirm sichtbar gemacht werden soll, sind die Tasten
HORIZONTAL MENU ➞ Record Length (main) zu drücken und die
Angabe Fit to Screen im Seitenmenü auf ON zu setzen. Dies hat die gleiche
Wirkung wie die Anpassung der Bildbreite an die Bildschirmbreite durch
Änderung der Ablenkgeschwindigkeit im Zoom-Modus. Diese Einstellung
läßt sich durch die Umstellung von Fit to Screen nach OFF wieder
aufheben.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–57
Horizontalsteuerung
HINWEIS. Bei der Option 1M (nur bei TDS 400A) stehen nur 120 k Punkte als
Speichertiefe für Referenzsignale zur Verfügung. Wenn dann eine Datensatzlänge
von 120 k im Menü Horizontal gewählt wird, läßt sich darin nur ein einziges
Referenzsignal speichern. Außerdem können nur vier Signale verarbeitet bzw.
dargestellt werden. Die mathematische Verknüpfung von zwei Signalen belegt
aber auch dann einen dritten Signalspeicher, wenn die Quellensignale nicht
dargestellt werden. Beispiel: ein berechnetes Signal, das der Summe aus CH1
und CH2 entspricht, stellt ein drittes Signal dar, auch wenn der Bildschirm die
Signale von CH1 und CH2 nicht wiedergibt. Es kann dann also nur noch ein
weiteres Signal dargestellt werden.
Horizontalskala Auf die folgende Weise läßt sich die Horizontalskala (Zeit/div) numerisch im
Menü anstatt über den Drehknopf Horizontal SCALE ändern:
HINWEIS. Wenn der externe Takt (nur bei TDS 400A) freigegeben und der Zoom
gesperrt ist, ist der Drehknopf Horizontal SCALE wirkungslos, und die
Hauptskala ist mit der verzögerten Skala Horizontal identisch (50 c). Bei freige-
gebenem Zoom läßt sich zwar der Maßstab der Anzeige ändern, jedoch ist die
verzögerte Skala weiterhin mit der Hauptskala fest identisch.
Aliasing Als Aliasing (Spiegelfrequenzbildung) bezeichnet man den Effekt, bei dem ein
Signal auf dem Bildschirm mit einer niedrigeren als seiner Istfrequenz erscheint
oder instabil ist, obwohl die Anzeigeleuchte neben TRIG’D leuchtet. Aliasing
tritt auf, wenn das Oszilloskop das Signal nicht so schnell abtastet, daß dieses
aus den Abtastwerten wieder richtig rekonstuiert werden kann (siehe die
Abbildung 3–28).
Ein Signal kann nur dann ausreichend genau und ohne Gefahr von Aliasing
wiedergegeben werden, wenn die Abtastrate mindestens doppelt so hoch liegt
wie die höchste Frequenzkomponente des Signals. So muß ein Signal, das
Komponenten von 400 MHz enthält, mit über 800 MSamples/s abgetastet
werden.
3–58 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Horizontalsteuerung
Hochfrequentes
Istsignal
Scheinbares
niederfrequentes Signal
durch Aliasing
Abgetastete
Punkte
Eine einfache Methode, ein Signal auf Aliasing zu prüfen, besteht darin, die
Horizontalskala (Einstellung der Zeit/div) langsam zu ändern. Wenn sich der
dargestellte Signalverlauf hierbei drastisch ändert, kann Aliasing vorliegen.
Aliasing läßt sich auf verschiedene Arten verhindern. Am einfachsten ist es, die
Horizontalskala zu ändern oder nur die Taste AUTOSET zu drücken. Auch
durch eine andere Art der Signalerfassung kann man Aliasing in gewissem
Umfang verhindern. Muß beispielsweise im Sample-Modus Aliasing vermutet
werden, so empfiehlt sich die Umstellung auf den Peak Detect-Modus. Da dieser
Modus nach den extremen Abtastwerten sucht, ermittelt er die Komponenten mit
den schnellsten Änderungen.
HINWEIS. Oszilloskope TDS 400A gehen in den Rollmodus über, wenn Horizon-
tal SCALE bei einem Roll Mode Status = Automatic auf 50 ms oder darunter
oder wenn die maximale externe Abtastrate bei einer Vorgabe im Menü
Horizontal Clock = External auf maximal 1 kc/s oder darunter eingestellt wurde.
Weitere Angaben zum Rollmodus finden sich ab Seite 3–83.
Rollmodus Der Rollmodus kann abgeschaltet oder zur automatischen Abschaltung freigege-
(nur bei TDS 400A) ben werden (siehe weitere Angaben zum Rollmode auf Seite 3–83).
Horizontalposition Auf die folgende Weise läßt sich die Horizontalposition über das Menü anstatt
mit dem Drehknopf Horizontal POSITION auf spezifische Werte einstellen:
Mit der Tasteneingabe HORIZONTAL MENU ➞ Horiz Pos (main) ➞ Set to
10%, Set to 50% oder Set to 90% (side) vorgeben, welcher Anteil des Signal-
verlaufs links von der Bildschirmmitte dargestellt werden soll.
Es läßt sich auch vorgeben, ob die Einstellung der Horizontalposition sämtliche
dargestellten Signale, nur die eingehenden Signale oder nur das gewählte Signal
betreffen soll. Siehe auch die Beschreibung der Einstellungen für die Horizontal-
verriegelung in den Angaben zum Zoom, Seite 3–161.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–59
Horizontalsteuerung
Verzögerte Zeitbasis Zur Umschaltung zwischen den Darstellungen mit der Hauptzeitbasis und der
wählen verzögerten Zeitbasis:
Die Tasten HORIZONTAL MENU ➞ Time Base (main) ➞ Main Only,
Intensified bzw. Delayed Only (side) drücken.
HINWEIS. Wenn der externe Takt freigegeben ist, gilt die Vorgabe Intensified für
die ganze Zeitbasis.
Die Vorgabe Intensified läßt eine Zone mit größerer Helligkeit wiedergeben, die
den Bereich gegenüber dem Haupttrigger angibt, in dem die Datensatzlänge mit
verzögertem Trigger liegen könnte.
Es stehen auch die Möglichkeiten Delayed Runs After Main oder Delayed
Triggerable zur Wahl. Siehe weitere Angaben zum verzögerten Trigger unter
Verzögerte Triggerung, Seite 3–151.
HINWEIS. Nach der Anwahl von External clock (nur bei TDS 400A) ändert sich
die Horizontalskala ohne Zoom nach 50 c (das heißt 50 Taktimpulse/div). Bei
Frequenzmessungen mit Hilfe der Option 2F, eines externen Takts und der
Cursor ist die angezeigte Frequenz auf die Frequenz des externen Takts
normiert. Zur Berechnung der Istfrequenz ist der angezeigte Frequenzwert mit
der Frequenz des externen Takts, in Hz, zu multiplizieren. Beispiel: der Cursor
gibt eine Frequenz von 500 Hz an, und der externe Takt hat eine Frequenz von
2 kHz:
500 Hz 2 kHz + 1, 0 MHz
Hz
3–60 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Horizontalsteuerung
Ein Signal mit einem externen Takt erfassen (nur bei TDS 400A)
Diskettenlaufwerke, Turbinen oder Stanzpressen haben sämtlich rotierende Teile.
Deren Verhalten läßt sich oft mit Hilfe eines externen Takts beobachten. Wenn
man hier einen Tachometer oder einen Optischen Winkelcodierer verwendet,
kann man die Umdrehungen oder Hubwege dieser Systeme genau in elektrische
Impulse umsetzen. Mit einem externen Takt läßt sich der Winkel oder die
Position ermitteln, bei denen ein bestimmtes Ereignis eintritt. Auch wenn sich
dann die Drehzahl des Systems ändert, erscheinen diese Ereignisse weiterhin an
der gleichen Stelle des Bildschirms; anders als bei einer Verwendung des
internen Takts ändert sich hier also der Maßstab der dargestellten Signale bei
Drehzahländerungen nicht.
Auch bei einem externen Takt kann das Oszilloskop so getriggert werden, daß
die erfaßten Signale starr an eine bestimmte Position des Winkelcodierers
gekoppelt sind, der den externen Takt liefert. Einige Winkelcodierer beispiels-
weise geben ein Triggerausgangssignal ab. Ein weiteres Signal, das als Trigger
dienen kann, ist das Signal für den Sektor 0 der Festplatte eines Computers; im
erfaßten Signal zeigt dann der Triggerindikator T den Zeitpunkt an, an dem die
Festplatte in der Aufzeichnung wieder den Sektor 0 erreicht hat.
Zur Erfassung eines Signals mit Hilfe eines externen Takts:
1. Die Tasten HORIZONTAL MENU ➞ Clock (main) ➞ External (side)
drücken und im Hi Res-Modus außerdem die maximale externe Taktfrequenz
mit dem Mehrzweckknopf einstellen.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–61
Horizontalsteuerung
Bürde von 50 W mit TTL-Pegel ansteuern kann. Vor der Anschaltung des
externen Taktsignals ist sicherzustellen, daß das Signal TTL-Pegel und eine
fallende Flanke von nicht mehr als 30 ms Dauer besitzt. (Im Modus mit
Externem Takt erfolgt die Abtastung bei der fallenden Taktflanke.)
3. Die gewünschte Signale an die Eingangskanäle anschließen.
HINWEIS. Wenn die maximale Taktfrequenz auf 1 kHz eingestellt wurde, darf kein
externer Takt mit einer Frequenz von über 1 kHz angeschlossen werden.
Anderenfalls kann eine Sicherheitsabschaltung erfolgen, und es muß das externe
Taktsignal abgetrennt und das Oszilloskop kurzzeitig ausgeschaltet werden.
4. Die folgenden Tasteneingaben rufen das Menü Edge Trigger auf und wählen
eine Quelle für den Trigger an: TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Edge
(pop-up) ➞ Source (main) ➞ Ch1, Ch2, Ch3, Ch4, AC Line oder
Auxiliary (side). Dann die Taste SET LEVEL TO 50% drücken.
5. Alle übrigen Bedienelemente des Oszilloskops (die Einstellung von
Horizontal SCALE ist nur im ZOOM-Modus wirksam) wie bei einer
Signalerfassung mit internem Takt einstellen.
3–62 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Impulstriggerung (nur bei TDS 510A)
Triggerklasse = Runt
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–63
Impulstriggerung
Name Definition
Glitch positive Trigger sind positive Spannungsspitzen, die kürzer als die
spezifizierte Glitchzeit sind.
Glitch negative Trigger sind negative Spannungsspitzen, die kürzer als
die spezifizierte Glitchzeit sind.
Runt either Trigger sind positive oder negative Impulse, die in anstei-
(bipolar) gender Richtung wohl einen ersten, nicht aber einen
zweiten Schwellwert überschreiten, bevor sie wieder
unter den ersten Schwellwert abfallen.
Width (Breite) Trigger sind positive Impulse, deren Breite zwischen oder
positive aber außerhalb von unteren und oberen spezifizierten
Zeitgrenzen liegt.
3–64 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Impulstriggerung
Mode & Holdoff Die folgenden Einstellungen ändern die Holdoffzeit und rufen einen Trigger-
modus auf:
Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Pulse (pop-up) ➞ Mode and
Holdoff (main) ➞ Auto oder Normal (side) drücken. Siehe weitere Angaben
hierzu unter Modus und Holdoff einstellen, Seite 3–39.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–65
Impulstriggerung
Glitch-Einstellungen
Nach Anwahl der Impulsklasse Glitch triggert das Oszilloskop bei allen Im-
pulsen, deren Dauer kleiner (oder größer) als eine spezifizierte Zeitspanne ist.
Polarity & Width Zur Definition von Polarität (positiv, negativ oder beide) und Dauer des
Glitchimpulses:
1. Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Pulse (pop-up) ➞
Polarity and Width (main) ➞ Positive, Negative oder Either (side)
drücken.
H Glitch Positive prüft Impulse in positiver Richtung.
H Glitch Negative prüft Impulse in negativer Richtung.
H Glitch Either prüft Impulse in positiver wie in negativer Richtung.
2. Die Taste Width (side) drücken und die Dauer (Breite) des Glitchimpulses
mit Hilfe des Mehrzweckknopfes oder des Tastenfeldes einstellen.
Glitch (Akzeptieren oder Die folgende Tasteneingabe zu der Hauptmenüposition Glitch spezifiziert, ob die
Unterdrücken) Glitches das Oszilloskop triggern oder aber ausgefiltert werden sollen: die Tasten
TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Pulse (pop-up) ➞ Class (main) ➞ Glitch
(pop-up) ➞ Glitch (main) ➞ Accept Glitch oder Reject Glitch (side) drücken.
Nach der Wahl von Accept Glitch triggert das Oszilloskop nur bei Impulsen,
deren Dauer kürzer als die spezifizierte Breite ist. Nach Reject Glitch triggert es
dagegen nur bei Impulsen, die länger als die spezifizierte Breite sind.
Level Zur Einstellung des Triggerpegels im Hauptmenü Level (oder mit dem Dreh-
knopf LEVEL zu den Triggereinstellungen in der Frontplatte) die Tasten
TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Pulse (pop-up) ➞ Level (main) ➞ Level,
Set to TTL, Set to ECL oder Set to 50% (side) drücken. Siehe weitere
Angaben hierzu unter Pegel einstellen, Seite 3–38.
3–66 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Impulstriggerung
Runt-Einstellungen
Nach Anwahl der Impulsklasse Runt triggert das Oszilloskop bei allen
gekapp-ten Impulsen, die also in ansteigender Richtung wohl einen ersten, nicht
aber einen zweiten Schwellwert überschreiten, bevor sie wieder unter den ersten
Schwellwert abfallen. Zur Einstellung der Runt-Triggerung:
1. Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Pulse (pop-up) ➞
Class (main) ➞ Runt (pop-up) ➞ Source (main) ➞ Ch1, Ch2, Ch3 oder
Ch4 (side) drücken. (Siehe die Abbildung 3–31.)
2. Die Polarität bestimmen: die Tasten Polarity (main) ➞ Positive, Negative
oder Either (side) drücken.
3. Die Taste Thresholds (main) drücken, und den oberen und den unteren
Schwellwert für die Runt-Erkennung im Seitenmenü wählen und mit Hilfe
des Tastenfeldes oder des Mehrzweckknopfes einstellen.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–67
Impulstriggerung
Angewählter
Triggerbalken im
oberen Schwellwert
Nicht angewählter
Triggerbalken im
unteren Schwellwert
Thresholds Zur Erkennung von Runt-Impulsen sind zwei Schwellwerte wie folgt zu setzen:
1. Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Pulse (pop-up) ➞
Class (main) ➞ Runt (pop-up) ➞ Thresholds (main) drücken.
2. Werte für den oberen und den unteren Schwellwert im Seitenmenü wählen
und mit Hilfe des Tastenfeldes oder des Mehrzweckknopfes einstellen.
Hinweis: Die Schwellwerte lassen sich auch in der Pulsfolge mit Hilfe des
Triggerbalkens einstellen. Hierzu die Tasten DISPLAY ➞ Readout
Options (main) ➞ Trigger Bar Style (side) drücken, bis unter dieser Menüposi-
tion die Angabe Long erscheint.
Die Position des Triggerindikators in Abbildung 3–31 ergibt sich wie folgt: die
Triggerung erfolgt an dem Punkt, an dem der Impuls wieder unter den ersten
(unteren) Schwellwert in negativer Richtung abfällt, ohne zuvor den zweiten
(oberen) Schwellwert erreicht zu haben. Bei der Runt-Triggerung gelten die
folgenden Regeln:
H Nach der Wahl von Positive im Seitenmenü Polarity muß der Impuls den
unteren Schwellwert in positiver Richtung und dann wieder in negativer
Richtung überschreiten, ohne aber den oberen Schwellwert jemals zu
erreichen.
3–68 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Impulstriggerung
H Nach der Wahl von Negative im Seitenmenü Polarity muß der Impuls den
oberen Schwellwert in negativer Richtung und dann wieder in positiver
Richtung überschreiten, ohne aber den unteren Schwellwert jemals zu
erreichen.
H Nach der Wahl von Either im Seitenmenü Polarity muß der Impuls den
ersten Schwellwert in einer Richtung und dann wieder in entgegengesetzter
Richtung überschreiten, ohne aber den zweiten Schwellwert jemals zu
erreichen.
H Unabhängig von der gewählten Polarität erfolgt die Triggerung an dem
Punkt, an dem der Runt-Impuls den ersten Schwellwerte zurück
überschreitet.
Breite-Einstellungen
Nach Anwahl der Impulsklasse Width triggert das Oszilloskop bei allen Im-
pulsen, deren Breite (Dauer) kleiner (oder größer) als ein spezifizierter (durch
eine obere und eine untere Grenze definierter) Zeit-Bereich ist.
Polarity Die Triggerung durch positive oder negative Impulse ist wie folgt zu
spezifizieren:
Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Pulse (pop-up) ➞
Class (main) ➞ Width (pop-up) ➞ Polarity (main) ➞ Positive oder Negative
(side) drücken.
Trig When Auf die folgende Weise sind die Breiten (in Zeiteinheiten) der Triggerimpulse,
die ausgewertet werden, und die Zulassung von Impulsen außerhalb oder aber
innerhalb dieses Bereichs festzulegen:
1. Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Pulse (pop-up) ➞
Class (main) ➞ Width (pop-up) ➞ Trig When (main) drücken.
2. Die Tasteneingabe Within Limits (side) löst die Triggerung durch Impulse
aus, deren Dauer im spezifizierten Bereich liegt. Zur Triggerung nur durch
Impulse, deren Dauer außerhalb dieses Bereichs liegt, ist die Taste Out of
Limits (side) zu drücken.
3. Der Bereich der Impulsbreiten in Zeiteinheiten ist mit Hilfe der Tasten
Upper Limit (side) und Lower Limit (side) einzustellen. Die Werte können
hier mit dem Mehrzweckknopf oder über das Tastenfeld eingegeben werden.
Die Angabe Upper Limit bezeichnet die maximale Impulsbreite, die als
Trigger noch berücksichtigt wird. Dementsprechend bezeichnet Lower
Limit die minimale Impulsbreite.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–69
Impulstriggerung
Level Der Triggerpegel ist auf die folgende Weise im Hauptmenü Level einzustellen:
Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Pulse (pop-up) ➞
Class (main) ➞ Width (pop-up) ➞ Level (main) ➞ Level, Set to TTL, Set to
ECL oder Set to 50% (side) drücken.
3–70 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Logische Triggerung (nur bei TDS 510A)
Es gibt zwei Klassen der logischen Triggerung: Pattern (Bitmuster) und State
(Logikzustände).
Eine Pattern-Triggerung erfolgt dann, wenn die logischen Eingänge der jeweils
gewählten logischen Funktion diese Funktion TRUE (Wahr) (bzw. FALSE
(Unwahr), nach eigener Wahl) werden lassen. Für eine solche Triggerung sind zu
definieren:
H Der geforderte Zustand der einzelnen Logikeingänge – logic high (logisch
hoch), low (niedrig) oder don’t care (beliebig)
H Die Boole’sche Logikfunktion – mit den möglichen Operatoren AND,
NAND, OR und NOR (Und, Nicht-Und; Oder; Nicht-Oder)
H Die Triggerbedingung – ob die Triggerung erfolgt, wenn die Boole’sche
Funktion TRUE (logic high) oder FALSE (logic low) wird, und ob der
Zustand TRUE zeitqualifiziert ist (siehe Seite 3–75)
Eine Triggerung durch Logikzustände erfolgt, wenn die logischen Eingänge der
jeweils gewählten logischen Funktion diese Funktion genau beim Zustandswech-
sel des Takteingangs TRUE (bzw. FALSE, nach eigener Wahl) werden lassen.
Für eine solche Triggerung sind zu definieren:
H Der geforderte Zustand der einzelnen Logikeingänge, Kanäle 1, 2 und 3
H Die Richtung des Zustandswechsels im Takteingang, Kanal 4
H Die Boole’sche Logikfunktion – mit den möglichen Operatoren AND,
NAND, OR und NOR (Und, Nicht-Und; Oder, Nicht-Oder)
H Die Triggerbedingung – ob die Triggerung erfolgt, wenn die Boole’sche
Funktion TRUE (logic high) oder FALSE (logic low) wird
Die Tabelle 3–5 auf Seite 3–73 gibt die Bedingungen der einzelnen Logikfunk-
tionen an, damit diese einen logischen Pattern- oder Zustände-Trigger ausgeben.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–71
Logische Triggerung
HINWEIS. Bei einer Wahl der Triggerart Logic werden die Schwellwertpegel, die
für die Triggerung maßgeblich sind, im Menü Set Thresholds für jeden Kanal
einzeln gesetzt. Deshalb verschwindet die Angabe des Triggerpegels vom Bild-
schirm, und der Schwellwertpegel kann so lange mit dem Drehknopf Trigger
Level eingestellt werden, wie für das Menü Main Trigger die Vorgabe Logic gilt.
3–72 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Logische Triggerung
Definitionen
Tabelle 3–5 gibt die Definitionen für die vier verfügbaren Typen von Logikfunk-
tionen an. Bei der Anwendung der Definitionen sind die folgenden Wirkungen
der beiden Klassen von logischen Triggern, Pattern (Bitmuster) und State
(Logikzustände), zu beachten.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–73
Logische Triggerung
Trigger When Die Triggerung erfolgt, wenn der Logikzustand vorliegt (Goes TRUE) oder aber
nicht vorliegt (Goes FALSE):
Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Logic (pop-up) ➞
Class (main) ➞ Pattern oder State (pop-up) ➞ Trigger When (main) ➞ Goes
TRUE oder Goes FALSE (side) drücken.
Set Thresholds Zur Einstellung des logischen Schwellwerts für die einzelnen Kanäle:
1. Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Logic (pop-up) ➞
Class (main) ➞ Pattern oder State (pop-up) ➞ Set Thresholds (main) ➞
Ch1, Ch2, Ch3 oder Ch4 (side) drücken.
2. Die einzelnen Schwellwerte mit dem Knopf MAIN TRIGGER LEVEL,
dem Mehrzweckknopf oder dem Tastenfeld einstellen.
3–74 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Logische Triggerung
Mode & Holdoff Unter dieser Menüposition lassen sich die Holdoffdauer einstellen und der
Triggermodus wählen:
Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Logic (pop-up) ➞
Class (main) ➞ Pattern oder State (pop-up) ➞ Mode & Holdoff (main) ➞
Auto oder Normal (side) drücken. Siehe weitere Angaben hierzu unter Mode &
Holdoff einstellen, Seite 3–39.
Define Inputs Logikzustände der einzelnen Eingangskanäle (Ch1, Ch2, ...) wie folgt einstellen:
1. Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Logic (pop-up) ➞
Class (main) ➞ Pattern (pop-up) ➞ Define Inputs (main) ➞ Ch1, Ch2,
Ch3 oder Ch4 (side) drücken.
2. Durch mehrfache Betätigung der Tasten zu den in Schritt 1 gewählten
Eingängen jeweils den gewünschten Zustand des betreffenden Kanals
einstellen: High (H), Low (L) oder Don’t Care (X).
Define Logic Zur Wahl der Logikfunktion, die die Signale der Eingangskanäle miteinander
verknüpfen soll (siehe die Definitionen der Logikfunktionen auf Seite 3–73):
Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Logic (pop-up) ➞
Class (main) ➞ Pattern (pop-up) ➞ Define Logic (main) ➞ AND, OR, NAND
oder NOR (side) drücken.
Zeitqualifizierten Pattern Für einen logischen Pattern-Trigger kann auch eine Zeitgrenze gesetzt werden.
(Bitmuster)-Trigger Die Boole’sche Logikfunktion (AND, NAND, OR oder NOR) muß dann
definieren innerhalb einer bestimmten Zeit TRUE (logic high) geworden sein. Im Menü
Trigger When sind auch der Typ (Mindestzeit: True for more than, oder
Höchstzeit: True for less than) und der Wert der Zeitgrenze zu spezifizieren.
1. Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Logic (pop-up) ➞
Class (main) ➞ Pattern (pop-up) ➞ Trigger When (main) ➞ True for less
than oder True for more than (side) drücken.
2. Den Wert der Zeitgrenze im Seitenmenü mit dem Mehrzweckknopf oder mit
Hilfe des Tastenfeldes einstellen.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–75
Logische Triggerung
Nach einer Vorgabe True for less than und Spezifikation einer Zeitgrenze mit
dem Mehrzweckknopf dürfen die spezifizierten Eingangsbedingungen die
Logikfunktion nur bis zur spezifizierten Zeitgrenze (diese nicht eingeschlossen)
high (TRUE) werden lassen. Dementsprechend muß die Boole’sche Funktion bei
True for more than über die Zeitgrenze hinaus TRUE sein.
Aufschlußreich ist die Position des Triggerindikators in Abbildung 3–34. Die
Triggerung erfolgt an dem Punkt, an dem sich die spezifizierte Logikfunktion als
wahr erweist, wenn die spezifizierte Zeitgrenze eingehalten ist. Das Digitaloszil-
loskop bestimmt den Triggerpunkt auf die folgende Weise:
H Die logische Bedingung muß wahr sein.
H Es startet eine Zeitbezugsmessung und stellt fest, wann die logische
Bedingung False wird.
H Es vergleicht die Zeiten und triggert eine Signalstrahlspur an dem Zeitpunkt,
an dem die logische Bedingung False wurde, wenn die Dauer des Zustands
TRUE länger (bei True for more than) bzw. kürzer (bei True for less than) als
die Zeitgrenze war. Dieser Zeitpunkt muß nicht mit der Zeitgrenze der Vor-
gaben True for more than oder True for less than übereinstimmen und tut
dies meist auch nicht.
In Abbildung 3–34 entspricht die Zeitspanne zwischen den vertikalen Balkencur-
sorn der Zeitdauer, in der die Logikfunktion TRUE ist. Da diese Zeitspanne
länger (216 s) als die Zeitgrenze der Bedingung True for more than (150 s) ist,
setzt das Oszilloskop den Trigger an diesem Punkt, nicht aber an dem Punkt, an
dem die Bedingung 216 s lang True war.
3–76 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Logische Triggerung
Define Inputs Logikzustände der einzelnen Eingangskanäle (Ch1, Ch2, ...) wie folgt einstellen:
1. Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Logic (pop-up) ➞
Class (main) ➞ State (pop-up) ➞ Define Inputs (main) drücken.
2. Für die ersten drei Kanäle einen der Zustände High (H), Low (L) oder Don’t
Care (X) (side) wählen. Für Ch4 kann nur zwischen der ansteigenden (rising)
oder der fallenden (falling) Flanke gewählt werden.
Define Logic Zur Wahl des Typs der Logikfunktion, die die Signale der Eingangskanäle
miteinander verknüpfen soll:
Die Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Logic (pop-up) ➞
Class (main) ➞ State (pop-up) ➞ Define Logic (main) ➞ AND, OR, NAND
oder NOR (side) drücken.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–77
Logische Triggerung
3–78 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Meßkanäle wählen
Das Digitaloszilloskop führt alle Tätigkeiten, die sich auf Signale beziehen, wie
etwa Messungen oder die Einstellung von Skala und Position vertikal, jeweils
am gewählten Kanal durch. Es können dann ein Kanalsignal, ein berechnetes
(math) Signal oder ein Referenzsignal gewählt werden. Der folgende Abschnitt
beschreibt die Anwahl der einzelnen Signale bzw. deren Unterdrückung aus der
Bildschirmanzeige.
Kanalindikator
Kanalanzeige
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–79
Meßkanäle wählen
HINWEIS. Wenn für ein TDS 400A eine Speichertiefe von 120 k gewählt wurde,
läßt sich darin nur ein Referenzsignal speichern. Außerdem lassen sich dann nur
vier Signale nutzen bzw. anzeigen. Beispiel: zur Darstellung eines berechneten
Signals, das der Summe der Signale aus CH 1 und CH 2 entspricht, werden auch
dann drei Signale benötigt, wenn die Signale von CH 1 und CH 2 selbst nicht
wiedergegeben werden. Der Bildschirm kann dann nur noch ein weiteres Signal
darstellen.
Die folgenden Schritte rufen Signale zunächst in die Anzeige auf und lassen sie
dann wieder daraus verschwinden:
1. Mit den Tasten CH 1, CH 2, CH 3 oder CH 4 jeweils die gewünschten
Kanäle wählen. Der gewählte Kanal ist immer der zuletzt aufgerufene Kanal.
Durch die Anwahl wird ein Kanal aufgerufen, falls er es nicht schon war.
2. Zur Unterdrückung des gewählten Signals aus der Anzeige ist die Taste
WAVEFORM OFF zu drücken.
3. Um ein berechnetes (math) oder ein Referenzsignal zu wählen, muß die
Taste MORE gedrückt und dann das gewünschte Signal aus dem Menü
More ausgewählt werden. Zur Unterdrückung eines im Menü More
gewählten Signals aus der Anzeige ist die Taste WAVEFORM OFF zu
drücken, während die LED neben der Taste MORE leuchtet.
3–80 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Meßkanäle wählen
5. MATH1
6. MATH2
7. MATH3
8. REF1
9. REF2
10. REF3
11. REF4
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–81
Meßkanäle wählen
3–82 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Rollmodus (nur bei TDS 400A)
Im Rollmodus werden die erfaßten Datenpunkte sofort sichtbar, ohne daß eine
vollständige Signalaufzeichnung vorliegen muß. Bei einem Durchlauf von 10
Skalenteilen beispielsweise, der mit einer Ablenkrate von 1 s/div aufgenommen
wird, ist die Signalaufzeichnung erst nach 10 s vollständig vorhanden. Ohne den
Rollmodus würde man erst nach 10 s feststellen können, daß etwa die Position
schlecht eingestellt ist. Im Rollmodus sind dagegen die erfaßten Daten nahezu
unverzüglich sichtbar.
Rollmodi
Die vier Rollmodi (siehe die Abbildung 3–37) lassen sich wie folgt beschreiben.
Rollen ungetriggert Im Ungetriggerten Durchlauf lassen sich langsame Vorgänge ständig beobachten,
wobei immer auch die neuesten Daten sichtbar sind.
Rollen ungetriggert mit Der Ungetriggerte Einzeldurchlauf nimmt Daten zur späteren Auswertung auf.
Einzelsequenz Eine Aufzeichnung von 30 k Länge kann bei einer Ablenkrate von 20 s/div
beispielsweise Datenpunkte über 60 Bildschirme, 600 Teilungen und 12000 s
Laufzeit aufnehmen. Im Ungetriggerten Einzeldurchlauf lassen sich diese Daten
während der Mittagspause erfassen und später auswerten.
Rollen getriggert Der Getriggerte Durchlauf erfaßt eine Folge von getriggerten Ereignissen bei
normaler, interaktiver Fehlersuche.
Rollen getriggert mit Mit dem Getriggerten Einzeldurchlauf kann ein getriggertes Ereignis erfaßt
Einzelsequenz werden.
Rollmodus aufrufen
Der Rollmodus ist auf die folgende Weise zu aktivieren:
1. Die Tasten HORIZONTAL MENU ➞ Horiz Controls (main) drücken, und
zur Aktivierung des Rollmodus die Angabe Roll Mode (side) auf Automatic
setzen.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–83
Rollmodus
Erfassung
stoppt
Beginn der
Frühere Daten Erfassung
Triggerpunkt
Erfassungsfolge
beginnt neu
Erfassung
stoppt
Neue Daten
Frühere Daten
nach dem Trigger
Triggerpunkt
3–84 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Rollmodus
2. Die Vorgabe der Horizontal SCALE auf 50 ms/div oder noch langsamer
setzen.
HINWEIS. Die Anwahl der Erfassungsmodi Envelope oder Average oder eines der
Nachleuchtmodi (Anzeigemodi) hebt den Rollmodus auf. Der Rollmodus ist auch
gesperrt, wenn im Menü für den Horizontaltakt die Angabe External gewählt
und die maximale externe Abtastrate auf über 1 kc/s eingestellt wird.
Erfassung beenden
Im Rollmodus ist die Datenerfassung wie folgt zu beenden:
Soweit nicht Single Sequence aufgerufen wurde, muß der Rollmodus mit der
Taste RUN/STOP beendet werden. Im Modus Single Sequence endet die
Erfassung im Rollmodus automatisch, sobald eine vollständige Aufzeichnung
vorliegt.
Rollmodus beenden
Der Rollmodus insgesamt ist wie folgt zu beenden:
HINWEIS. Die Anwahl der Erfassungsmodi Envelope oder Average oder eines der
Nachleuchtmodi (Anzeigemodi) beendet den Rollmodus. Der Rollmodus endet
auch, wenn im Menü für den Horizontaltakt die Angabe External angewählt und
die maximale externe Abtastrate auf über 1 kc/s eingestellt wird.
1. Die Vorgabe der Horizontal SCALE auf 20 ms/div oder noch schneller
setzen.
2. Auf die folgende Weise läßt sich der Rollmodus auch bei einer Horizontal
SCALE von 50 ms/div oder noch langsamer beenden: die Tasten HOR-
IZONTAL MENU ➞ Horiz Controls (main) drücken, und die Angabe Roll
Mode (side) auf Off setzen.
3. Ein Einzeldurchlauf kann wie folgt beendet werden: die Tasten SHIFT ➞
ACQ MENU ➞ Stop After (main) ➞ RUN/STOP (side) drücken.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–85
Rollmodus
Indikator für
Rolltriggermodus
3–86 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Schnelle Fourier-Transformation (Option)
Beschreibung
Die FFT berechnet den Frequenzanteil eines erfaßten Signals in Form eines
FFT-Signals und stellt sie über der Frequenz dar. Der Bildschirm gibt also die
Magnituden oder Phasenwinkel der verschiedenen Einzelfrequenzen wieder. So
zeigt beispielsweise die Abbildung 3–39 oben im Bildschirm die untransfor-
mierte Impulsantwort eines Systems an Kanal 2. Die beiden Kurvenzüge unter
der Impulsantwort entsprechen der Frequenzabhängigkeit der Magnitude und der
Phase nach FFT-Transformation.
Bei FFT-Signalen ist die Horizontalskala immer im Frequenzmaßstab, in Hz/div,
unterteilt, wobei der Anfangspunkt (links außen) der Frequenz Null (DC)
entspricht.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–87
Schnelle Fourier-Transformation
FFT-Signal des
Magnitudengangs
FFT-Signal des
Phasengangs
Durchführung
Zur Ermittlung des FFT-Signals zu einem Eingangssignal:
1. Das Eingangssignal an den gewünschten Kanaleingang anschließen und
diesen wählen.
2. Die Vertikal- und Horizontalskalen einstellen und Triggerung der Anzeige
auslösen (oder die Taste AUTOSET drücken).
Mit Hilfe der Angaben unter Offset, Position und Skala, Seite 3–95, lassen
sich optimale Einstellungen für FFT-Darstellungen finden.
3. Mit der Taste MORE das Menü aufrufen, das mathematische Berechnungen
an Eingangssignalen ermöglicht.
4. Den gewünschten Algorithmus wählen. Das Menü enthält Math1, Math2
und Math3 (main).
5. Falls der gewählte Algorithmus nicht die FFT enthält, die Tasten Change
Math Definition (side) ➞ FFT (main) drücken. Siehe die Abbildung 3–40.
3–88 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Schnelle Fourier-Transformation
6. Die Taste Set FFT Source to (side) so oft drücken, bis der Menütext den in
Schritt 1 gewählten Kanal der Signalquelle angibt.
7. Die Taste Set FFT Vert Scale to (side) so oft drücken, bis der Text des
Seitenmenüs den jeweils gewünschten Typ der folgenden Vertikalskalen
angibt:
H dBV RMS – Die Magnitude wird im logarithmischen Maßstab
dargestellt, in dB bezogen auf 1 VEFF , so daß 0 dB = 1 VEFF .
H Linear RMS – Die Magnitude wird im linearen Spannungsmaßstab
dargestellt.
H Phase (deg) – Die Phase wird in Winkelgraden dargestellt, mit direktem
Anschluß von –180_ nach +180_.
H Phase (rad) – Die Phase wird im Bogenmaß dargestellt, mit direktem
Anschluß von –p nach +p.
Unter Hinweise zur Darstellung von Phasengängen, Seite 3–97, finden sich
eingehendere Angaben zu den Einstellungen für die Wiedergabe von
Phasengängen.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–89
Schnelle Fourier-Transformation
8. Die Taste Set FFT Window to (side) so oft drücken, bis der Text des
Seitenmenüs den jeweils gewünschten Typ der folgenden Fenster angibt:
H Rectangular – Günstigster Fenstertyp für die Auflösung von nahe
beieinander liegenden Frequenzen, jedoch ungünstigster Typ, um die
Amplituden dieser Frequenzen genau auszumessen. Auch günstigster
Typ für die Messung des Frequenzspektrums von nicht-periodischen
Signalen und von Komponenten mit Frequenzen nahe Null (DC).
H Hamming – Sehr günstiger Fenstertyp für die Auflösung von nahe
beieinander liegenden Frequenzen bei etwas besserer Amplitudenge-
nauigkeit als das Rechteckfenster.
H Hanning – Sehr günstig für hohe Genauigkeit der Amplitudenmessung,
jedoch weniger günstig für die Frequenzauflösung.
H Blackman-Harris – Günstigstes Fenster für die Amplitudenmessung der
Frequenzkomponenten, jedoch ungünstigster Typ für die Frequenz–
auflösung.
Unter Geeignetes Fenster wählen, Seite 3–100, finden sich eingehendere
Angaben zur Wahl des richtigen Fenstertyps für die jeweilige Anwendung.
9. Weiter bei Schritt 12, soweit nicht in Schritt 7 Phase (deg) oder Phase (rad)
gewählt wurde. Die Phasenunterdrückung soll nur Störkomponenten in
Phasen-FFTs ausblenden.
10. Die Taste Suppress phase at amplitudes < (side) drücken, wenn Störkom-
ponenten in Phasen-FFTs ausgeblendet werden müssen.
11. Den Pegel der Phasenunterdrückung mit Hilfe des Mehrzweckknopfs oder
des Tastenfeldes einstellen. Hierdurch wird die Phase bei FFT-Magnituden,
die diesen Pegel nicht erreichen, automatisch auf Null gesetzt.
Unter Phasenunterdrückung einstellen, Seite 3–98, finden sich weitere
Angaben zur Phasenunterdrückung.
12. Die Taste OK Create Math Wfm (side) löst die Darstellung der FFT des
Signals aus, das in Schritt 1 angegeben wurde (siehe die Abbildung 3–41).
3–90 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Schnelle Fourier-Transformation
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–91
Schnelle Fourier-Transformation
3–92 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Schnelle Fourier-Transformation
Automatische Messungen FFT-Signale lassen sich auch automatisch ausmessen. Hierzu ist genauf auf die
an einem FFT-Signal Weise vorzugehen, die unter Signale differenzieren auf Seite 3–107 beschrieben
wird.
Die FFT-Frequenz- Die folgenden Erläuterungen behandeln die Beziehungen des Quellensignals zur
bereichsaufzeichnung Datensatzlänge, zur Frequenzauflösung und zum Frequenzbereich der FFT-Fre-
quenzbereichsaufzeichnung. (Das FFT-Frequenzbereichssignal ist das FFT-Sig-
nal, das der Bildschirm wiedergeben soll.)
FFTs nutzen nicht immer die ganze Signalaufzeichnung aus. Das FFT-Signal ist
eine Darstellung der Magnituden- oder Phasendaten der FFT-Frequenzbereichs-
aufzeichnung. Die Frequenzbereichsaufzeichnung leitet sich aus der FFT-Zeitbe-
reichsaufzeichnung ab, die sich ihrerseits aus der Signalaufzeichnung ergibt.
Diese drei Datensätze lassen sich wie folgt beschreiben:
Signalaufzeichnung – die vollständige Signalaufzeichnung aus dem Signal eines
Eingangskanals. Die Signalaufzeichnung ist kein Signal für eine mathematische
Bearbeitung durch einen Digitalen Signalprozessor (DSP).
FFT-Zeitbereichsaufzeichnung – der Teil der Signalaufzeichnung, an dem die
FFT durchgeführt wird. Die Zeitbereichsaufzeichnung liefert das FFT-Signal.
Die Länge dieses Datensatzes hängt von der Länge der oben definierten
Signalaufzeichnung ab.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–93
Schnelle Fourier-Transformation
FFT-Zeitbereichsdatensatz =
Signaldatensatz
Signaldatensatz ≤ 10 k
FFT-Zeitbereichsdatensatz = 10 k
Signaldatensatz > 10 k
FFTs setzen Datensätze aus dem Zeitbereich in den Frequenzbereich um. Die
FFT-Zeitbereichsaufzeichnung ist die Vorgabe für die FFT. Der entstehende
Datensatz hat die halbe Länge der FFT-Eingangsaufzeichnung (siehe die
Abbildung 3–44), weil die FFT Werte für positive wie auch negative Frequenzen
liefert. Da aber die negativen Frequenzen nur ein Spiegelbild der positiven
Frequenzen darstellen, beschränkt sich die Bildschirmwiedergabe auf die
positiven Werte.
FFT-Zeitbereichsdatensatz
FFT
FFT-Frequenzbereichsdatensatz
3–94 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Schnelle Fourier-Transformation
Offset, Position und Skala Die folgenden Erläuterungen sollen helfen, das FFT-Signal richtig darstellen zu
lassen.
Offset und Position für die DC-Korrektur auf Null einstellen. Normalerweise liefert
eine FFT-Standardberechnung eine Gleichspannungskomponente, die gegenüber
den Komponenten der anderen Frequenzen zweifach überhöht ist. Auch die Wahl
eines bestimmten Fenstertyps führt zu Fehlern im berechneten DC-Wert einer
FFT.
Das Bildschirmsignal der FFT ist in TDS-Oszilloskopen entsprechend diesen
Fehlern so korrigiert, daß es den wahren Wert der DC-Komponente des
Eingangssignals wiedergibt. Die Einstellungen für Position und Offset des
Quellensignals müssen dann im Vertikalmenü auf Null gesetzt werden. Bei der
Messung der DC-Amplitude ist zu beachten, daß 1 VDC = 1 VEFF und daß die
Anzeige in dB erfolgt.
Datensatzlänge Meist wird man kurze Datensätze verwenden wollen, weil der Bildschirm dann
ein größeres FFT-Signal wiedergeben kann und weil längere Datensätze eine
längere Bearbeitungszeit des Oszilloskops erfordern. Andererseits setzen längere
Datensätze die Rauschanteile im Signal herab und steigern die Frequenzauflö-
sung der FFT. Sie können sogar zwingend erforderlich sein, um die Signaldetails
noch darstellen zu können, nach denen im FFT-Signal gesucht wird.
Zur Beschleunigung der Bearbeitung von langen Datensätzen durch das Oszillo-
skop kann das Quellensignal in einem Referenzspeicher abgelegt und dort bear-
beitet werden. Auf diese Weise berechnet der DSP die FFT dann aus gespeicher-
ten, statischen Daten und aktualisiert die Darstellung nur nach der Speicherung
eines neuen Signals.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–95
Schnelle Fourier-Transformation
Erfassungsmodus Die Wahl der richtigen Erfassungsart kann sich auf die Rauschanteile der FFT
auswirken.
Hi Res und Average unterdrücken Rauschen. Nach Abschluß der Einstellungen für
die FFT kann es zweckmäßig sein, in den Hi Res-Modus zu wechseln, um
Rauschanteile im Signal herabzusetzen. Hi Res beeinflußt aber das Frequenz-
spektrum des Quellensignals.
Bei periodischen Signalen kann der Rauschanteil auch durch Mittelung im
Average-Modus herabgesetzt werden, wenn auch auf Kosten einer langsameren
Bildschirmausgabe. Auch die Mittelung beeinflußt aber das Frequenzspektrum
des Quellensignals.
Die Modi Peak Detect und Envelope sollen nicht verwendet werden. Sie können
die Ergebnisse der FFT-Berechnung stark verzerren.
Zoom und Interpolation Wenn das Signal dann auf dem Bildschirm optimal wiedergegeben wird, kann es
noch zur Untersuchung von beliebigen Einzelheiten vertikal und horizontal ver-
größert (oder auch verkleinert) werden. Es muß nur immer als Signal die FFT
gewählt sein. Es hängt von der Länge der Aufzeichnung ab, ob ein Zoom des
FFT-Signals möglich ist.
Je nach dem gewählten Fenster kann eine Interpolation nach sin(x)/x die Wieder-
gabe von Magnitude und Phase der FFT verzerren. Die Auswirkungen der
Interpolation lassen sich leicht feststellen: bei einem Wechsel zwischen den
Interpolationsarten sin(x)/x und linear können die Unterschiede in den Meßer-
gebnissen auf dem Bildschirm direkt beobachtet werden. Wenn hier wesentliche
Unterschiede auftreten, ist mit linearer Interpolation zu arbeiten.
Unterabtastung (Aliasing) Aliasing (Spiegelfrequenzbildung) tritt auf, wenn das Oszilloskop Quellensignale
mit Frequenzkomponenten erfassen soll, die mit der jeweils aktuellen Abtastrate
nicht mehr zu erfassen sind. Im FFT-Signal werden die höherfrequenten Kompo-
nenten nicht ausreichend oft abgetastet und erscheinen deshalb als Aliaskompo-
nenten mit niedrigeren Frequenzen, die um den Nyquist-Punkt „gespiegelt“ sind
(siehe die Abbildung 3–45).
Die höchste Frequenz, die ein Sampler ohne Aliasing noch verarbeiten kann, ist
der Abtastfrequenz. Da Quellensignale oft eine Grundfrequenz besitzen, die
keine Spiegelfrequenzen liefert, während dies bei Oberwellen durchaus möglich
ist, läßt sich Aliasing auf die folgende Weise erkennen und vermeiden:
3–96 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Schnelle Fourier-Transformation
ÉÉÉÉÉÉÉÉ
Nyquist-Frequenz
ÉÉÉÉÉÉÉÉ
ÉÉÉÉÉÉÉÉ
ÉÉÉÉÉÉÉÉ
Amplitude
ÉÉÉÉÉÉÉÉ
ÉÉÉÉÉÉÉÉ
ÉÉÉÉÉÉÉÉ
Frequenz
Spiegelfrequenzen
ÉÉÉÉÉÉÉÉ
Istfrequenzen
Hinweise zur Darstellung Bei der Einstellung des FFT-Signals zur Darstellung der Phasenwinkel der
von Phasengängen einzelnen Signalfrequenzkomponenten muß der Bezugspunkt berücksichtigt
werden, gegen den die Phase gemessen werden soll. Es kann auch erforderlich
sein, die Störkomponenten in der FFT durch Phasenunterdrückung
herabzusetzen.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–97
Schnelle Fourier-Transformation
Zur Messung der Phase genügt es bei den meisten Quellensignalen, die positive
Spitze um den Phasennullpunkt zu zentrieren. (Beispiel: der Phasennullpunkt
liegt bei Sinus- oder Rechtecksignalen in der Mitte der positiven Halbwelle.)
Hierzu wie folgt vorgehen:
H Im Menü More muß die Option FFT math waveform gewählt sein. Dann im
Horizontalmenü die Horizontalposition auf 50% setzen. Damit ist der
Phasennullpunkt auf die horizontale Bildschirmmitte zentriert.
H Im Horizontalmenü die Triggerposition so verstellen, daß die positive Spitze
des Quellensignals auf die horizontale Bildschirmmitte zentriert ist. Wenn
das Phasenbezugssignal ausreichend flache Flanken besitzt, kann diese
Zentrierung auch mit Hilfe des Triggerpegels (Drehknopf) erreicht werden.
Zur Phasenmessung bei Impulsprüfungen muß das Impulseingangssignal in das
System auf den Bezugsnullpunkt des FFT-Signals im Zeitbereich ausgerichtet
werden:
H Bei allen Datensätzen von weniger als 15 k Länge die Triggerposition auf
50% und die Horizontalposition auf 50% einstellen.
H Bei Datensätzen von 15 k Länge die Triggerposition auf 33% einstellen. Mit
dem Drehknopf für die Horizontalposition den Triggerindikator T auf die
horizontale Mitte des Bildschirmrasters zentrieren.
H Bei Datensätzen von 30 k, 50 k oder 60 k Länge die Triggerposition auf
16,6%, 10% bzw. 8,3% einstellen. Mit dem Drehknopf für die Horizontal-
position den Triggerindikator T auf die horizontale Mitte des Bildschirmras-
ters zentrieren.
H Den Eingangsimpuls als Trigger verwenden.
3–98 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Schnelle Fourier-Transformation
FFT-Fenster Eine optimale Darstellung der FFT-Daten ist nur möglich, wenn vor der
Berechnung des FFT-Signals bekannt ist, wie sich die FFT-Fenster auf diese
Daten auswirken.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–99
Schnelle Fourier-Transformation
Geeignetes Fenster wählen. Die einzelnen Fenster ergeben entweder eine bessere
Frequenzauflösung auf Kosten der Genauigkeit der Amplitudenmessung durch
die FFT oder umgekehrt eine bessere Amplitudengenauigkeit zu Lasten der
Frequenzauflösung oder aber einen Kompromiß zwischen beiden. Hier sind die
folgenden vier Fenster verfügbar: Rectangular (Rechteck), Hamming, Hanning
und Blackman-Harris.
In Schritt 8 (Seite 3–90) der Durchführung wurden die vier Fenster
beschrieben. Grundsätzlich sollte das Fenster so gewählt werden, daß die FFT
die gesuchten Frequenzen gerade noch auflöst. Auf diese Weise ergibt sich die
beste Genauig-
keit der Amplitudenmessung und Unterdrückung von Querkomponenten bei
ausreichender Frequenzauflösung.
Das jeweils günstigste Fenster läßt sich oft empirisch ermitteln: zunächst das
Fenster mit der besten Frequenzauflösung (Rectangular) wählen und dann nach-
einander die anderen Fenster bis zu dem mit der schlechtesten Frequenzauflö-
sung (Blackman-Harris) aufrufen, bis die gewünschten Frequenzen nicht mehr
getrennt werden. Das Fenster, bei dem die gesuchten Frequenzen gerade noch
aufgelöst wurden, stellt den besten Kompromiß zwischen Frequenzauflösung
und Amplitudengenauigkeit dar.
HINWEIS. Falls das Hanning-Fenster die Frequenzen nicht mehr auflöst, lohnt
ein Versuch mit dem Hamming-Fenster, bevor das Rechteckfenster gewählt wird.
Je nach dem Abstand der kritischen Frequenzen von der Grundwelle kann das
Hamming-Fenster Frequenzen unter Umständen besser auflösen als das
Hanning-Fenster.
3–100 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Schnelle Fourier-Transformation
FFT-Zeitbereichsdatensatz
Xs
FFT-Fenster
FFT-Zeitbereichsdatensatz
nach Begrenzung durch
Fenster
FFT
FFT-Frequenzbereichsdatensatz
Merkmale der verschiedenen Fenster. Bei der Prüfung eines Fensters auf Ver-
wendbarkeit sind auch dessen Auswirkungen auf die FFT-Daten im Zeitbereich
von Bedeutung. Die Abbildung 3–47 gibt die einzelnen Fenster mit deren Band-
paßkennlinie, Bandbreite und höchstem Nebenzipfel an. Für die Kennlinie gelten
die folgenden Merkmale:
H Je schmaler das Durchlaßband eines bestimmten Fensters ist, desto besser ist
seine Frequenzauflösung.
H Je niedriger die Seitenzipfel neben dem Durchlaßband liegen, desto besser ist
die Amplitudengenauigkeit. Die Fenster Hanning und Blackman/Harris
senken die Daten am Ende der Aufzeichnung auf Null ab.
H Schmale Nebenzipfel erhöhen die Frequenzauflösung, weil die Selektivität
steigt. Niedrigere Nebenzipfel erhöhen die Genauigkeit, weil sie Querkom-
ponenten unterdrücken.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–101
Schnelle Fourier-Transformation
Bei der Verwendung von glockenförmigen Fenstern ist darauf zu achten, daß die
wichtigen Teile des Signals in der Zeitbereichsaufzeichnung in den mittleren Teil
des Fensters fallen, damit die Absenkung keine größeren Fehler verursacht.
Bandbreite Höchster
FFT-Fenstertyp Bandpaßfilter -3 dB Nebenzipfel
0 dB
Ć40
Rechteckfenster Ć50
0 dB
Ć20
1.28 -43 dB
Ć40
Hamming-Fenster
Ć60
0 dB
Ć20
0 dB
Ć20
Ć40
Ć60
1.28 -94 dB
Ć80
Blackman-Harris-Fenster Ć100
Ć101
3–102 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Signale berechnen
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–103
Signale berechnen
2. Zur Definition des Quellensignals ist die Taste Set Function to (side) so oft
zu drücken, bis der gewünschte Kanal bzw. das gewünschte Referenzsignal
angegeben wird.
3. Die Taste Set Function to (side) ruft nacheinander die verschiedenen
Funktionen inv (invertieren), intg bzw. diff auf. Die Möglichkeiten, Signale
zu integrieren (intg) oder zu differenzieren (diff), gehören zur Option 2F.
4. Die Taste OK Create Math Wfm (side) löst die gewünschte Signalberech-
nung aus.
HINWEIS. Wenn für ein TDS 400A eine Speichertiefe von 120 k gewählt wurde,
läßt sich darin nur ein Referenzsignal speichern. Außerdem lassen sich dann nur
vier Signale nutzen bzw. anzeigen. Dual Wfm Math belegt auch dann drei der
vier möglichen Signale, wenn die Quellensignale nicht dargestellt wer-
den sollen. Beispiel: zur Darstellung eines berechneten Signals, das der Summe
der Signale aus CH 1 und CH 2 entspricht, werden auch dann drei Signale be-
nötigt, wenn die Signale von CH 1 und CH 2 selbst nicht wiedergegeben werden.
Der Bildschirm kann dann nur noch ein weiteres Signal darstellen.
1. Die Tasten MORE ➞ Math1, Math2 oder Math3 (main) ➞ Change Math
waveform definition (side) ➞ Dual Wfm Math (main) drücken (siehe die
Abbildung 3–49).
2. Zur Definition des ersten Quellensignals ist die Taste Set 1st Source to
(side) so oft zu drücken, bis der gewünschte Kanal bzw. das gewünschte
Referenzsignal angegeben wird.
3. Zur Definition des zweiten Quellensignals ist die Taste Set 2nd Source to
(side) so oft zu drücken, bis der gewünschte Kanal bzw. das gewünschte
Referenzsignal angegeben wird.
4. Zur Eingabe des mathematischen Operators ruft die Taste Set operator to
(side) nacheinander die einzelnen Möglichkeiten auf. Zur Wahl stehen +, –
und *, beim TDS 510A auch /.
5. Die Taste OK Create Math Wfm (side) löst die gewünschte Signalberech-
nung aus.
3–104 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Signale berechnen
HINWEIS. Nach der Wahl von * für eine Multiplikation in Schritt 4 gilt als
Amplitudeneinheit der Cursormessungen das Spannungsquadrat VV, nicht mehr
die einfache Spannung in V.
HINWEIS. In einem Digitaloszilloskop, das mit der Option 2F, Advanced DSP
Math, ausgerüstet ist, erscheint der Menütext FFT im gleichen Kontrast wie die
Menütexte Single Wfm Math und Dual Wfm Math, während die Angabe FFT
sonst nur halbschwarz sichtbar ist.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–105
Signale berechnen
3–106 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Signale differenzieren (Option)
Beschreibung
Advanced DSP Math (Option bei TDS 420A und TDS 640A) ermöglicht eine
Differenzierung von Signalen und damit die Darstellung eines mathematisch
differenzierten Signals, das die Änderungsgeschwindigkeit des jeweils erfaßten
Signals angibt. Derartige Signale werden zur Messung der Slew Rate von Ver-
stärkern und für Schulungszwecke benötigt. Differenzierte Signale können in
einem Referenzspeicher abgelegt und daraus wieder abgerufen werden, auch um
daran eine weitere Differenzierung durchzuführen. So ergibt sich die zweite
zeitliche Ableitung des ursprünglichen Signals.
Das berechnete Signal ergibt sich aus dem abgetasteten Signal. Da das Ergebnis
ein differenziertes Signal ist, gilt die Vertikalskala in Vertikaleinheiten pro
Sekunde (die Horizontalskala gilt weiter in Sekunden).
Durchführung
Die Berechnung des differenzierten Math-Signals ist wie folgt anzufordern:
1. Das Signal an den gewünschten Kanal anschließen und diesen Kanal wählen.
2. Die Vertikal- und Horizontalskalen einstellen und die Bildschirmdarstellung
auslösen (oder die Taste AUTOSET drücken).
3. Die Tasten MORE ➞ Math1, Math2 oder Math3 (main) ➞ Change Math
Definition (side) ➞ Single Wfm Math (main) drücken. Siehe die
Abbildung 3–50.
4. Die Taste Set Single Source to (side) drücken. Diese Taste mehrfach drük-
ken (oder den Mehrzweckknopf verwenden), bis im Menütext die Kanal-
nummer der in Schritt 1 gewählten Signalquelle erscheint.
5. Die Taste Set Function to (side) drücken. Diese Taste mehrfach drücken
(oder den Mehrzweckknopf verwenden), bis im Menütext die Angabe diff
erscheint.
6. Mit der Taste OK Create Math Wfm (side) die zeitliche Ableitung des in
Schritt 1 gewählten Signals darstellen lassen. Das Signal kann dann noch mit
den Drehknöpfen SCALE und POSITION der Vertikaleinstellungen in
Größe und Position nach Wunsch verändert werden.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–107
Signale differenzieren
Berechnetes
Differentialsignal
Quellensignal
Automatische Messungen Die folgenden Schritte lösen automatische Messungen am differenzierten Signal
an differenzierten aus:
Signalen
1. Es müssen auf jeden Fall die Kanalwahltaste MORE betätigt und im
Hauptmenü More das differenzierte Math-Signal gewählt worden sein.
2. Die Tasten MEASURE ➞ Select Measrmnt (main) drücken.
3. Im Seitenmenü können bis zu vier Messungen gewählt werden (siehe die
Abbildung 3–51).
3–108 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Signale differenzieren
Cursormessungen an Die Cursor lassen sich auch für Messungen an differenzierten Signalen einsetzen.
differenzierten Signalen Hier ist auf die gleiche Weise zu verfahren wie für Cursormessungen an inte-
grierten Signalen, Seite 3–112. Bei dieser Prozedur ist jedoch zu beachten, daß
die Amplituden bei Messungen an differenzierten Signalen in V/s (Vertikal-
einheiten/s) anzugeben sind und nicht in V-s, wie dies dort für Messungen an
integrierten Signalen angegeben ist.
Praktische Hinweise
Bei der Bildung von differenzierten Math-Signalen aus Echtzeitsignalen der
einzelnen Kanäle sind die folgenden Punkte zu beachten.
Offset, Position und Skala Die folgenden Hinweise sollen helfen, eine gute Darstellung auf dem Bildschirm
zu erreichen:
H Das Quellensignal so skalieren und positionieren, daß es auf dem Bildschirm
vollständig wiedergegeben wird. (Signale, die über den Bildschirm hinaus-
gehen, können beschnitten werden und ergeben dann Fehler im differenzier-
ten Signal).
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–109
Signale differenzieren
H Das Quellensignal kann mit Hilfe der Einstellungen für die Vertikalposition
und den Vertikaloffset beliebig verschoben werden. Diese Einstellungen
wirken sich auf das differenzierte Signal nicht aus, solange das ganze Signal
auf dem Bildschirm bleibt und nicht beschnitten wird.
H Wenn das Quellensignal mit dem Drehknopf der Vertikalskala anders skaliert
wird, wirkt sich diese Skalierung auch auf das differenzierte Signal aus.
Das differenzierte Math-Signal kann so groß sein, daß es vertikal nicht in den
Bildschirm paßt – auch wenn das Quellensignal auf dem Bildschirm nur wenige
Skalenteile hoch war. Die Signalgröße auf dem Bildschirm kann zwar mit Zoom
verkleinert werden (siehe die anschließende Erläuterung zum Zoom), jedoch wird
dadurch eine eventuelle Beschneidung des Signalverlaufs nicht aufgehoben.
Differenzierte Signale in Form von schmalen Nadeln sind auf dem Bildschirm
nicht unbedingt sofort als beschnittene Signale erkennbar. Erst nach einer
horizontalen Dehnung durch Zoom zeigt sich dann die ungewollte Begrenzung
des differenzierten Signals. Bei automatischen Messungen Pk-Pk erscheint auch,
sofern freigegeben, eine Warnmeldung wegen unzulässiger Signalbegrenzung
(siehe Automatische Messungen an differenzierten Signalen auf Seite 3–108).
Falls das differenzierte Signal beschnitten sein sollte, bieten sich folgende
Abhilfemöglichkeiten an:
H Die Größe des Quellensignals auf dem Bildschirm herabsetzen.
H Das Signal auf dem Bildschirm horizontal dehnen. Wird beispielsweise das
Signal, das in Abbildung 3–50 auf Seite 3–108 dargestellt wurde, so
gedehnt, daß sich seine ansteigenden und abfallenden Flanken über mehrere
horizontale Skalenteile erstrecken, so nimmt die Amplitude des entsprechen-
den differenzierten Impulses im gleichen Maß ab.
Bei beiden Verfahren ist darauf zu achten, daß der Zoom abgeschaltet ist und die
Zoom-Faktoren zurückgesetzt sind (siehe die folgenden Angaben zum Zoom).
Zoom Wenn das Signal dann auf dem Bildschirm optimal wiedergegeben wird, kann es
noch zur Untersuchung von beliebigen Einzelheiten vertikal und horizontal ver-
größert (oder auch verkleinert) werden. Es muß nur immer als Signal das
differenzierte Signal gewählt sein.
Wenn der Zoom-Faktor (2X, 5X usw.) angezeigt werden soll, muß der Zoom
eingeschaltet sein (siehe die Angaben zum Zoom auf Seite 3–161).
3–110 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Signale integrieren (Option)
Durchführung
Die Berechnung des integrierten Math-Signals ist wie folgt anzufordern:
1. Das Signal an den gewünschten Kanal anschließen und diesen Kanal wählen.
2. Die Vertikal- und Horizontalskalen einstellen und die Bildschirmdarstellung
auslösen (oder die Taste AUTOSET drücken).
3. Die Tasten MORE ➞ Math1, Math2 oder Math3 (main) ➞ Change Math
waveform definition (side) ➞ Single Wfm Math (main) drücken.
4. Die Taste Set Single Source to (side) drücken. Diese Taste mehrfach
drücken (oder den Mehrzweckknopf verwenden), bis im Menütext die
Kanalnummer der in Schritt 1 gewählten Signalquelle erscheint.
5. Die Taste Set Function to (side) drücken. Diese Taste mehrfach drücken
(oder den Mehrzweckknopf verwenden), bis im Menütext die Angabe intg
erscheint.
6. Mit der Taste OK Create Math Waveform (side) die Ausgabe des zeitlich
integrierten Math-Signals veranlassen (siehe die Abbildung 3–52).
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–111
Signale integrieren
Berechnetes
Integralsignal
Quellensignal
Cursormessungen an An integrierten Signalen, die auf dem Bildschirm dargestellt werden, kann die
integrierten Signalen Spannung in ihrem zeitlichen Verlauf mit Hilfe der Cursor ausgemessen werden:
1. Es müssen auf jeden Fall die Kanalwahltaste MORE betätigt (die LED
leuchtet) und im Hauptmenü More das integrierte Math-Signal gewählt
worden sein.
2. Die Tasten CURSOR ➞ Mode (main) ➞ Independent (side) ➞ Func-
tion (main) ➞ H Bars (side) drücken.
3. Den gewählten Cursor (durchgehender Strich) mit dem Mehrzweckknopf auf
den höchsten Pegel (oder auf einen beliebigen Amplitudenwert) einstellen.
4. Mit der Taste SELECT den anderen Cursor wählen.
5. Den gewählten Cursor (durchgehender Strich) mit dem Mehrzweckknopf auf
den tiefsten Pegel (oder auf einen beliebigen Amplitudenwert) einstellen.
6. Das Zeitintegral der Spannung zwischen den Cursorn in V-s hinter dem
Zeichen D: ablesen. Hinter dem Zeichen @: ist das Zeitintegral der
Spannung (Vertikaleinheiten) zwischen dem gewählten Cursor und dem
Referenzindikator des berechnetes Signals abzulesen. Siehe die
Abbildung 3–53.
3–112 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Signale integrieren
Berechnetes Integralsignal
Quellensignal
7. Die Tasten Function (main) ➞ V Bars (side) drücken. Einen der beiden
Vertikalcursor mit dem Mehrzweckknopf auf einen interessierenden Punkt
entlang der Horizontalachse des Signals setzen.
8. Mit der Taste SELECT den anderen Cursor wählen.
9. Den anderen Cursor auf einen anderen interessierenden Punkt des berechne-
ten Signals setzen.
10. Die Zeitdifferenz zwischen den Cursorn hinter dem Zeichen D: ablesen.
Hinter dem Zeichen @: ist die Zeitdifferenz zwischen dem gewählten Cursor
und dem Triggerpunkt des Quellen-Signals abzulesen.
11. Die Tasten Function (main) ➞ Paired (side) drücken.
12. Die langen Vertikalbalken der einzelnen gepaarten Cursor auf die oben
beschriebene Weise auf die interessierenden Punkte des Signals entlang der
Horizontalachse setzen.
13. An den Cursoranzeigen sind die folgenden Werte abzulesen:
H Hinter dem Zeichen D: das Zeitintegral der Spannung (Vertikaleinheiten)
zwischen den X der beiden gepaarten Cursor in V-s.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–113
Signale integrieren
Automatische Messungen Es lassen sich auch automatische Messungen an integrierten Signalen durch-
an integrierten Signalen führen. Hier ist auf die gleiche Weise zu verfahren wie für Signale differenzieren,
Seite 3–107. Bei dieser Prozedur ist jedoch zu beachten, daß die Amplituden bei
Messungen an integrierten Signalen in V-s (wenn V die Vertikaleinheit ist) an-
zugeben sind und nicht in V/s, wie dies dort für Messungen an differenzierten
Signalen angegeben ist.
Praktische Hinweise
Bei der Bildung von integrierten Math-Signalen aus Echtzeitsignalen der ein-
zelnen Kanäle sind die folgenden Punkte zu beachten.
Offset, Position und Skala Gute Darstellungen auf dem Bildschirm sind nur unter Beachtung der folgenden
Hinweise zu erreichen:
H Das Quellensignal so skalieren und positionieren, daß es auf dem Bildschirm
vollständig wiedergegeben wird. (Signale, die über den Bildschirm hinaus-
gehen, können beschnitten werden und ergeben dann Fehler im integrierten
Signal).
H Das Quellensignal kann mit Hilfe der Einstellungen für die Vertikalposition
und den Vertikaloffset beliebig verschoben werden. Diese Einstellungen
wirken sich auf das integrierte Signal nicht aus, solange das ganze Signal auf
dem Bildschirm bleibt und nicht beschnitten wird.
H Wenn das Quellensignal mit dem Drehknopf der Vertikalskala anders skaliert
wird, wirkt sich diese Skalierung auch auf das integrierte Signal aus.
3–114 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Signale integrieren
Zoom Wenn das Signal dann auf dem Bildschirm optimal wiedergegeben wird, kann es
noch zur Untersuchung von beliebigen Einzelheiten vertikal und horizontal ver-
größert (oder auch verkleinert) werden. Es muß nur immer als Signal das
integrierte Signal gewählt sein.
Wenn der Zoom-Faktor (2X, 5X usw.) angezeigt werden soll, muß der Zoom
eingeschaltet sein (siehe die Angaben zum Zoom auf Seite 3–161).
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–115
Signale integrieren
3–116 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Signale speichern und abrufen
Signale können in jedem der vier internen Referenzspeicher des Geräts oder auf
einer Diskette gespeichert werden. Der folgende Abschnitt beschreibt Speiche-
rung, Löschung und Abruf von Referenzsignalen.
HINWEIS. Wenn für ein TDS 400A eine Speichertiefe von 120 k gewählt wurde,
läßt sich darin nur ein Referenzsignal speichern. Außerdem lassen sich dann nur
vier Signale nutzen bzw. anzeigen. Beispiel: zur Darstellung eines berechneten
Signals, das der Summe der Signale aus CH 1 und CH 2 entspricht, werden auch
dann drei Signale benötigt, wenn die Signale von CH 1 und CH 2 selbst nicht
wiedergegeben werden. Der Bildschirm kann dann nur noch ein weiteres Signal
darstellen.
Signale speichern
Signale sind wie folgt zu speichern:
1. Den Kanal wählen, der das zu speichernde Signal liefert.
HINWEIS. Bei der Durchführung des folgenden Schritts 2 ist zu beachten, daß ein
früher gespeichertes Signal überschrieben wird, wenn hierbei ein als active
bezeichneter (siehe die Abbildung 3–54) Platz im Referenzspeicher gewählt wird.
HINWEIS. Vor der Durchführung von Schritt 3 bei einem TDS 400A ist das
aktuelle Save Format (siehe die Abbildung 3–56) zu beachten. Zur Speicherung
unter einem anderen Format siehe die Angaben unter Speicherformat wählen auf
Seite 3–120.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–117
Signale speichern und abrufen
3. Die folgende Tasteneingabe läßt ein Signal auf einer Diskette speichern:
Save/Recall WAVEFORM ➞ Save Waveform (main) ➞ To File (side).
Danach mit Hilfe des Mehrzweckknopfes den Durchlaufbalken auf den
Namen der gewünschten Datei in der Liste setzen, die daraufhin ausgegeben
wird. Die Speicherung dann mit der Taste Save To Selected File
veranlassen.
Abbildung 3–54: Menü Save Waveform Menu (dargestellt für TDS 400A)
Signale löschen
Referenzsignale, die nicht mehr benötigt werden, können auf die folgende Weise
gelöscht werden:
Die Tasten Save/Recall WAVEFORM ➞ Delete Refs (main) ➞ Delete Ref1,
Delete Ref2, Delete Ref3, Delete Ref4 bzw. Delete All Refs (side) drücken.
3–118 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Signale speichern und abrufen
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–119
Signale speichern und abrufen
3–120 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Signale speichern und abrufen
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–121
Signale speichern und abrufen
3–122 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Signalpfadkompensation
HINWEIS. Bei Messungen mit Einstellungen der Vertikalskala auf 5 mV/div oder
darunter muß eine SPC mindestens einmal wöchentlich durchgeführt werden.
Anderenfalls erreicht das Oszilloskop bei so niedrigen Einstellungen unter
Umständen nicht seine garantierten Leistungsdaten.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–123
Signalpfadkompensation
3–124 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Signalverläufe ausmessen
Name Definition
Amplitude Spannungsmessung. Spanne zwischen dem Höchst- und dem Tiefstwert des ganzen Signalver-
(Amplitude) laufs bzw. des getorten (gated) Bereichs.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–125
Signalverläufe ausmessen
Name Definition
Cycle Mean Spannungsmessung. Der arithmetische Mittelwert über den ersten Zyklus des Signalverlaufs bzw.
(Zyklus-mittelwert) des getorten (gated) Bereichs.
Cycle RMS (Zyklus- Spannungsmessung. Der wahre Effektivwert der Spannung im ersten Zyklus des Signalverlaufs
Effektivwert) bzw. des getorten (gated) Bereichs.
Delay Zeitbezugsmessung. Die Zeitspanne zwischen den Durchgängen von zwei Signalstrahlen bzw. von
(Verzögerung) deren getorten (gated) Bereichen durch den Pegel Mid Ref.
Fall Time Zeitbezugsmessung. Die Zeitspanne zwischen den Durchgängen der fallenden Flanke des ersten
(Abfallzeit) Impulses des Signalverlaufs bzw. des getorten (gated) Bereichs durch die Pegel High Ref (Vorgabe
= 90%) und Low Ref (Vorgabe =10%), bezogen auf den Endwert.
Frequency Zeitbezugsmessung. Messung der Dauer des ersten Zyklus des Signalverlaufs bzw. des getorten
(Frequenz) (gated) Bereichs. Die Frequenz ist der Kehrwert der Periodendauer und wird in Hertz (Hz) angege-
ben (1 Hz = 1 Zyklus pro Sekunde).
High Der Wert, der zur Bestimmung der Werte für High Ref, Mid Ref oder Low Ref als 100% gilt (zum
(Hoch) Beispiel bei der Messung der Anstiegs- oder der Abfallzeit). Er wird aus Minimum/Maximum oder
durch Histogramm berechnet. Das Verfahren min/max verwendet das gefundene Maximum, das
Histogramm-Verfahren den häufigsten Meßwert über der Bereichsmitte. Die Messung betrifft den
ganzen Signalverlauf bzw. den getorten (gated) Bereich.
Low Der Wert, der zur Bestimmung der Werte für High Ref, Mid Ref oder Low Ref als 0% gilt (zum
(Niedrig) Beispiel bei der Messung der Anstiegs- oder der Abfallzeit). Er wird aus Minimum/Maximum oder
durch Histogramm berechnet. Das Verfahren min/max verwendet das gefundene Minimum, das
Histogramm-Verfahren den häufigsten Meßwert unter der Bereichsmitte. Die Messung betrifft den
ganzen Signalverlauf bzw. den getorten (gated) Bereich.
Maximum Spannungsmessung. Das Maximum der Amplitude. Typisch die höchste der positiven Spannungs-
(Maximum) spitzen. Die Messung betrifft den ganzen Signalverlauf bzw. den getorten (gated) Bereich.
Mean Spannungsmessung. Der arithmetische Mittelwert über den gesamten Signalverlauf bzw. den
(Mittelwert) getorten (gated) Bereich.
Minimum Spannungsmessung. Das Minimum der Amplitude. Typisch die höchste der negativen Spannungs-
(Minimum) spitzen. Die Messung betrifft den ganzen Signalverlauf bzw. den getorten (gated) Bereich.
Negative Duty Cycle Zeitbezugsmessung. Messung der Dauer des ersten Zyklus des Signalverlaufs bzw. des aufge-
(negatives Tast- tasteten Bereichs. Die Breite des negativen Impulses in Prozent, bezogen auf die Periodendauer
verhältnis) des Signals.
NegativeWidth
NegativeDutyCycle + 100%
Period
Negative Overshoot Spannungsmessung. Gemessen äber den gesamten Signalverlauf bzw. den aufgetasteten
(negatives Über- Bereich.
schwingen)
NegativeOvershoot + Low * Min 100%
Amplitude
Negative Width Zeitbezugsmessung am ersten Impuls eines Signalverlaufs bzw. des getorten (gated) Bereichs.
(Breite negativ) Der (zeitliche) Abstand zwischen Amplitudenpunkten mit dem Pegel Mid Ref (Vorgabe 50%) eines
negativen Impulses.
Peak to Peak Spannungsmessung. Absolutwert der Differenz zwischen dem Maximum und dem Minimum der
(Spitze-Spitze) Amplitude im gesamten Signalverlauf bzw. im getorten (gated) Bereich.
Period Zeitbezugsmessung. Zeitdauer bis zum Abschluß des ersten vollständigen Signalzyklus im Signal-
(Periodendauer) verlauf bzw. im getorten (gated) Bereich. Kehrwert der Frequenz. Angabe in Sekunden.
3–126 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Signalverläufe ausmessen
Name Definition
Phase Zeitbezugsmessung. Betrag der zeitlichen Vor- oder Nacheilung zwischen zwei Signalverläufen.
(Phase) Angabe in Winkelgraden, wobei 360_ einen vollständigen Signalzyklus überstreichen.
Positive Duty Cycle Zeitbezugsmessung. Messung der Dauer des ersten Zyklus des Signalverlaufs bzw. des aufge-
(positives Tast- tasteten Bereichs. Die Breite des positiven Impulses in Prozent, bezogen auf die Periodendauer
verhältnis) des Signals.
PositiveDutyCycle + PositiveWidth 100%
Period
Positive Overshoot Spannungsmessung. Gemessen äber den gesamten Signalverlauf bzw. den aufgetasteten
(positives Über- Bereich.
schwingen) Max * High
PositiveOvershoot + 100%
Amplitude
Positive Width Zeitbezugsmessung am ersten Impuls eines Signalverlaufs bzw. des getorten (gated) Bereichs.
(Breite positiv) Der (zeitliche) Abstand zwischen Amplitudenpunkten mit dem Pegel Mid Ref (Vorgabe 50%) eines
positiven Impulses.
Rise time Zeitbezugsmessung. Die Zeitspanne zwischen den Durchgängen der ansteigenden Flanke des
(Anstiegszeit) ersten Impulses des Signalverlaufs bzw. des getorten (gated) Bereichs durch die Pegel Low Ref
(Vorgabe =10%) und High Ref (Vorgabe = 90%), bezogen auf den Endwert.
RMS Spannungsmessung. Der wahre Effektivwert der Spannung im gesamten Signalverlauf bzw. im
(Effektivwert) getorten (gated) Bereich.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–127
Signalverläufe ausmessen
Meßwertanzeigen
Solange keine Menüs angezeigt werden, erscheinen Meßwertanzeigen am
rechten Bildschirmrand (siehe die Abbildung 3–58). Bei gleichzeitiger Menüaus-
gabe erscheinen die Meßwertanzeigen im Rasterbereich. Es können bis zu vier
Meßgrößen gleichzeitig angezeigt und aktualisiert werden.
Bereich der
Meßwertanzeige
3–128 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Signalverläufe ausmessen
Die Messungen erfolgen immer am gewählten Signal. Die Meßanzeige gibt den
Kanal an, in dem gemessen wird.
1. Die Tasten MEASURE ➞ Select Measrmnt (main) drücken.
2. Eine Meßgröße im Seitenmenü auswählen.
Meßgrößen aufheben Auf die folgende Weise lassen sich Meßgrößen aufheben:
1. Die Tasten MEASURE ➞ Remove Measrmnt (main) drücken.
2. Im Seitenmenü die Meßgröße wählen, die aufgehoben werden soll. Mit der
Taste All Measurements (side) lassen sich alle Meßgrößen gleichzeitig
aufheben.
Getorte Messungen Durch die Möglichkeit des Torens lassen sich Messungen auf den Teil des
Signalverlaufs beschränken, der zwischen den Cursorn liegt (der getorte – gated
– Bereich). Ohne Toren führt das Oszilloskop die Messungen jeweils an der
ganzen Signalaufzeichnung durch.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–129
Signalverläufe ausmessen
Nach Aktivierung des Torens erscheinen Vertikalcursor. Mit diesen Cursorn ist
der getorte Bereich einzugrenzen. Die folgenden Schritte fordern eine getorte
Messung an:
1. Die Tasten MEASURE ➞ Gating (main) ➞ Gate with V Bar Cursors
(side) drücken (siehe die Abbildung 3–60).
2. Die Cursor an die Ränder des interessierenden Signalbereichs setzen.
Das Toren wird nicht schon dadurch aufgehoben, daß das Cursormenü
aufgerufen und die Darstellung der Vertikalcursor unterdrückt wird. (Der
Bildschirm enthält weiter die Torenpfeile, die den Bereich der getorten
Messung bezeichnen.) Es muß vielmehr im Seitenmenü Gating das Toren
selbst aufgehoben werden.
3–130 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Signalverläufe ausmessen
Einstellungen High-Low Auf die folgende Weise ist zu spezifizieren, wie die Pegel High und Low für
definieren Messungen festgelegt werden:
Die Tasten MEASURE ➞ High-Low Setup (main) ➞ Histogram oder
Min-Max (side) drücken. Nach der Wahl von Min-Max sind auch Referenzpegel
zu definieren.
Histogram setzt diese Werte statistisch. Es gilt dann der häufigste Meßwert über
oder unter der Bereichsmitte (zur Definition des oberen (high) bzw. des unteren
(low) Referenzpegels). Da diese statistische Prüfung kurze Abweichungen
(Überschwingen, Einschwingen usw.) ignoriert, entspricht „Histogramm“ der
besten Einstellung für die Untersuchung von Impulsen.
Min-max verwendet jeweils die höchsten und die niedrigsten Meßwerte der
Signalaufzeichnung. Diese Einstellung empfiehlt sich besonders für die Unter-
suchung von Signalen ohne ausgeprägt konstante Anteile, wie bei Sinus- oder
Dreiecksignalen – nahezu alle Signalformen außer Impulsen.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–131
Signalverläufe ausmessen
Verzögerungen messen Bei Verzögerungsmessungen wird die Zeitspanne zwischen zwei Flanken von
zwei verschiedenen Signalen gemessen. Verzögerungsmessungen sind wie folgt
durchzuführen:
1. Die Tasten MEASURE ➞ Select Measrmnt (main) ➞ Delay (side) ➞
Delay To (main) ➞ Measure Delay to drücken.
2. Die Taste Measure Delay to (side) so oft drücken, bis das Signal angegeben
wird, gegen das die Verzögerung delay to gemessen werden soll.
Hier wurde das Signal gewählt, bis zu (delay to) dem gemessen werden soll;
die Messung der Verzögerung läuft immer von (delay from) dem gewählten
Signal. (Siehe die Abbildung 3–62.)
3–132 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Signalverläufe ausmessen
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–133
Signalverläufe ausmessen
Schnappschuß-
darstellung
Ein Schnappschuß ist erst möglich, wenn das zu messende Signal stabil
wiedergegeben wird (es genügt vielleicht, die Taste AUTOSET zu drücken).
Dann wie folgt vorgehen:
1. Die Tasten MEASURE ➞ SNAPSHOT (main) drücken.
2. Die Tasten SNAPSHOT (main) oder AGAIN (side) lösen jeweils einen
neuen Schnappschuß aus.
3. Die Taste Remove Measrmnt drücken.
3–134 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Signalverläufe ausmessen
Rastermessungen Das Oszilloskop besitzt ein Bildschirmraster, mit dem sich Differenzen (in der
Zeit- oder der Amplitudenachse) zwischen zwei Punkten einer Signalaufzeich-
nung messen lassen. Rastermessungen liefern schnelle optische Schätzwerte. Sie
ermöglichen beispielsweise Beurteilungen von Signalverläufen wie: „Etwas über
100 mV.“
HINWEIS. Bei einer Wahl des NTSC-Rasters gilt für alle gewählten Kanäle ein
Amplitudenmaßstab von 143 mV/div (152 mV/div bei PAL), bezogen auf die
Rasterteilungen des normalen Rasters, nicht der Videoraster. Bei NTSC ent-
sprechen die tatsächlichen Rasterlinien 10 IRE, und bei PAL liegen die Linien
im Abstand von je 100 mV.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–135
Signalverläufe ausmessen
Signalzeiten messen. Zur Messung von Zeitdauern an einem Signal ist wie oben
beschrieben vorzugehen, jedoch sind hier die Horizontalteilungen auszuzählen
und das Ergebnis mit dem Faktor der Horizontalskala zu multiplizieren. So
ergibt sich beispielsweise aus einer Dauer eines Signalzyklus von fünf Haupt-
teilungen horizontal bei einem Skalenfaktor von 50 s/div leicht die
Signalperiode zu:
5 Teilungen x 50 s/div = 250 s, das entspricht einer Frequenz von
400 kHz.
3–136 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Status bestimmen
Das Menü Status liefert Angaben über den Status des Oszilloskops.
Status abrufen
Das Menü Status ist wie folgt aufzurufen (siehe die Abbildung 3–64):
Die Tasten SHIFT STATUS ➞ Status (main) ➞ System, Trigger, Waveforms
oder I/O (side) drücken.
System liefert Angaben zur Firmware und zu den Systemen Horizontal, Zoom,
Acquisition, Limit Test, Measure und Hardcopy (TDS 510A).
Display macht Angaben zum Anzeigesystem.
Trigger ruft Angaben zu den Triggern ab.
Waveforms liefert Angaben zu den verschiedenen Signalverläufen, auch den
anliegenden, den berechneten und den Referenzsignalen.
I/O macht Angaben zu den I/O-Port(s).
Firmwaredatum
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–137
Status bestimmen
3–138 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Tastkopf kalibrieren (nur bei TDS 510A)
Durch Probe Cal an einem Kanal mit installiertem Tastkopf läßt sich die Fähig-
keit des Oszilloskops zur Aufnahme genauer Meßwerte für eine bestimmte
Paarung von Kanal und Tastkopf noch optimieren.
Probe Cal läßt sich jederzeit durchführen, um sicherzustellen, daß Meßwerte mit
der höchstmöglichen Genauigkeit aufgenommen werden. Die Durchführung von
Probe Cal ist auch zu empfehlen, wenn seit dem letzten Probe Cal ein anderer
Tastkopf verwendet wird.
HINWEIS. Probe Cal ist für den passiven Tastkopf P6139A nicht zu emp-
fehlen. Dieser Tastkopf besitzt typisch nur einen geringen Fehler im Teilungsfak-
tor und im Offset, so daß die Verbesserung der Leistungsdaten durch Probe Cal
den Zeitaufwand für die Durchführung von Probe Cal nicht aufwiegt. Probe Cal
ergibt erhebliche Verbesserungen der Leistungsdaten bei aktiven oder bei älteren
passiven Tastköpfen.
Durchführung
Bei der Installation eines aktiven Tastkopfs wie des P6243 sind keine Vorberei-
tungen für diese Prozedur erforderlich. Es kann direkt mit Schritt 1 begonnen
werden.
Zur Kompensation von passiven Tastköpfen nach dieser Prozedur muß zunächst
deren Frequenzgang bei tiefen Frequenzen kompensiert werden. Hierzu ist nach
den folgenden Schritten 1 und 2 der Abgleich gemäß Tastkopf kompensieren auf
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–139
Tastkopf kalibrieren
Seite 3–145 durchzuführen. Danach geht es mit Schritt 3 der folgenden Prozedur
weiter.
1. Den Tastkopf am Eingangskanal installieren.
2. Das Digitaloszilloskop einschalten und vor der Durchführung der folgenden
Prozedur 20 Minuten lang warmlaufen lassen.
3. Die Tasten SHIFT UTILITY ➞ System (main) ➞ Cal (pop-up) drücken.
4. Die Angaben des Statusindikators unter Signal Path im Hauptmenü
beachten. Wenn hier nicht der Status Pass angegeben wird, ist zunächst eine
Signalpfadkompensation (Signalpfadkompensation, Seite 3–123) durch-
zuführen, bevor die vorliegende Prozedur fortgesetzt werden kann.
5. Die Taste des Kanals, an dem der Tastkopf installiert wurde, in der Front-
platte drücken.
6. Die Tasten VERTICAL MENU ➞ Cal Probe (main) drücken.
STOP. Das Oszilloskop ermittelt den Typ des installierten Tastkopfs und gibt Bild-
schirmmeldungen und Menüpositionen zur Kompensation des Teilungsfaktors, des
Offsets oder beider Größen des Tastkopfs aus (siehe die Abbildung 3–66). Die fol-
genden Schritte veranlassen die Kompensation, je nach dem vom Oszilloskop
erkannten Tastkopftyp, von Teilungsfaktor, Offset oder beiden Größen des Tastkopfs.
7. Weiter bei Schritt 15, wenn die Bildschirmmeldung eine Probe Offset
Compensation und nicht eine Probe Gain Compensation fordert.
8. Die Tastkopfspitze an das PROBE COMPENSATION SIGNAL und die
Bezugsleitung des Tastkopfs an PROBE COMPENSATION GND
anschließen.
9. Die Taste OK Compensate Gain (side) drücken.
10. Den Abschluß der Kompensation des Teilungsfaktors abwarten (dauert eine
bis drei Minuten).
Wenn die Kompensation des Teilungsfaktors abgeschlossen ist, geschieht
folgendes:
H Falls für den installierten Tastkopf auch eine Offsetkompensation
erforderlich ist, erscheint die Meldung Probe Offset Compensation
anstelle der Meldung Probe Gain Compensation.
3–140 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Tastkopf kalibrieren
Abbildung 3–66: Menü Probe Cal und Anzeige zur Gain Compensation
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–141
Tastkopf kalibrieren
14. Den Betrag des Kompensationsfehlers notieren. Weiter mit Schritt 19.
15. Den Tastkopf von allen Signalen abtrennen, an die er etwa angeschlossen ist,
nicht aber von seinem Kanal.
16. Die Taste OK Compensate Offset (side) drücken.
17. Den Abschluß der Offsetkompensation abwarten (dauert eine bis drei
Minuten).
Die Meldung „Compensation Error“ zeigt an, daß die Offsetkompensation
nicht erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Sie erscheint, wenn die
Offsetskala (10% Fehler) und/oder der Offset (50 mV) des Tastkopfes zu
groß ist, um noch kompensiert werden zu können. Die Kalibration kann dann
mit einem anderen Tastkopf wiederholt werden. Den fehlerhaften Tastkopf
vom Wartungsdienst überprüfen lassen. In den Schritten 13 und 14 kann
auch das Fehlerprotokoll ausgewertet werden.
18. Sobald das Uhren-Icon verschwunden ist, muß anstelle des Worts Initialized
unter Cal Probe im Hauptmenü jetzt das Wort Pass erscheinen. (Siehe die
Abbildung 3–66.)
19. Bei Bedarf kann diese Prozedur ab Schritt 1 für die Kompensation von
anderen Kombinationen Kanal/Tastkopf wiederholt werden.
3–142 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Tastkopf kalibrieren
Falls das Menü Re-use Probe Calibration data? erscheint (siehe die Abbil-
dung 3–67), ist eine der folgenden Optionen zu wählen:
H Die Tasteneingabe OK Use Existing Data (side) läßt die für diesen Kanal
zuletzt gespeicherten Daten der Tastkopfkalibration verwenden.
H Die Tasteneingabe OK Erase Probe Cal Data (side) läßt die zuletzt
gespeicherten Daten der Tastkopfkalibration löschen und den Tastkopf ohne
Kompensation verwenden.
H Die Tasteneingabe CLEAR MENU läßt die zuletzt gespeicherten Daten der
Tastkopfkalibration bestehen und den Tastkopf ohne Kompensation
verwenden.
HINWEIS. Bei Ausgabe des Menüs Re-use Probe Calibration data die Angabe OK
Use Existing Data nur dann wählen, wenn die Kalibrationsdaten mit dem jetzt
installierten Tastkopf aufgenommen wurden.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–143
Tastkopf kalibrieren
3–144 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Tastkopf kompensieren
Tastkopf überkompensiert
Tastkopf unterkompensiert
HINWEIS. Beim Anschluß eines aktiven Tastkopfs (zum Beispiel des P6243) an
das Oszilloskop ändert sich dessen Eingangsimpedanz automatisch nach
50 . Wird dann ein passiver Tastkopf mit hoher Impedanz angeschlossen, muß
diese Eingangsimpedanz wieder auf 1 M zurückgesetzt werden. Schritt 4
erläutert, wie die Eingangsimpedanz umzustellen ist.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–145
Tastkopf kompensieren
3–146 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Vertikalsteuerung
Mit dem Menü und den Drehknöpfen der Vertikalsteuerung lassen sich Position
und Skala des gewählten Signals in Amplitudenrichtung auf dem Bildschirm
einstellen.
Vertikalskala prüfen
Die Vertikalanzeige unten links im Bildschirm gibt die eingestellte Empfindlich-
keit des jeweils dargestellten Kanals in V/div an (der jeweils gewählte Kanal
wird in Negativschrift bezeichnet). (Siehe die Abbildung 3–70.)
Vertikalparameter ändern
Im Vertikalmenü (siehe die Abbildung 3–70) lassen sich die Kopplung, die
Bandbreite und der Offset für das gewählte Signal einstellen. In diesem Menü
können auch die Position oder die Empfindlichkeit numerisch geändert werden.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–147
Vertikalsteuerung
Vertikalanzeige
Coupling Zur Wahl der Ankopplung des Eingangssignals an den Vertikalabschwächer für
den gewählten Kanal, mit Einstellung der Eingangsimpedanz:
Die Tasten VERTICAL MENU ➞ Coupling (main) ➞ DC, AC, GND oder W
(side) drücken.
In der Kopplungsart DC wird das Eingangssignal mit seinem Gleichspan-
nungspegel (AC und DC) dargestellt.
Bei einer Kopplung AC können nur die Wechselspannungsanteile des Ein-
gangssignals dargestellt werden.
Bei der Einstellung GND (Masse) wird kein Eingangssignal erfaßt.
(Eingangsimpedanz) läßt die Wahlmöglichkeiten 1 MW oder 50 W für die
Impedanz zu.
3–148 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Vertikalsteuerung
Fine Scale Zur Feineinstellung der Vertikalskala die Tasten VERTICAL MENU ➞ Fine
Scale (main) drücken und die Vertikalskala mit dem Mehrzweckknopf einstellen.
Position Um die Vertikalposition auf eine spezifische Anzahl von Skalenteilen einzustel-
len, sind die Tasten VERTICAL MENU ➞ Position (main) zu drücken und die
Vertikalposition mit dem Mehrzweckknopf einzustellen. Die Taste Set to 0 divs
(side) setzt den Referenzpunkt des gewählten Signals wieder in die Bildschirm-
mitte zurück.
Offset Durch den Offset kann eine Gleichspannungskomponente eines Signals kom-
pensiert werden. Es ist beispielsweise schwierig, eine Brummspannung von
100 mV zu untersuchen, die einer Speisespannung von 15 V überlagert ist. Mit
dem Offset kann der Brumm allein dargestellt und ganz nach Wunsch skaliert
werden.
Zur Vorgabe eines Offsets die Tasten VERTICAL MENU ➞ Offset (main)
drücken. Dann den Vertikaloffset mit Hilfe des Mehrzweckknopfes einstellen.
Die Taste Set to 0 V (side) setzt den Offset direkt wieder auf Null zurück.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–149
Vertikalsteuerung
3–150 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Verzögerte Triggerung
Das Digitaloszilloskop bietet eine Haupt- („main“) und eine verzögerte („de-
layed“) Zeitbasis. Die verzögerte Zeitbasis benötigt ebenso wie die Hauptzeitba-
sis ein Triggersignal und eine zugehörige Signalquelle. Verzögerung ist nur bei
Flankentriggerung und bei bestimmten Klassen von Hauptimpulstriggern
möglich. Der folgende Abschnitt beschreibt, wie die Verzögerung der Signaler-
fassung einzustellen ist.
Die Signalerfassung läßt sich auf zwei Arten verzögern: Delayed runs after main
und Delayed triggerable. Nur Delayed triggerable arbeitet mit Trigger-
verzögerung.
Delayed runs after main wartet auf einen Haupttrigger (ein Triggerereignis der
Hauptzeitbasis), läßt danach eine vom Benutzer definierte Zeitspanne verstrei-
chen und beginnt dann mit der Signalerfassung (siehe die Abbildung 3–71).
Delayed triggerable wartet zunächst auf einen Haupttrigger und erfaßt die Sig-
nale dann, je nach dem gewählten Typ der Triggerverzögerung, auf eine der
folgenden Arten (siehe die Abbildung 3–72).
After Time wartet den Ablauf einer vom Benutzer spezifizierten Zeitspanne ab
und beginnt mit der Signalerfassung, sobald danach das nächste verzögernde
Triggerereignis eintritt.
After Events wartet die spezifizierte Anzahl von verzögernden Triggerereignissen
ab und beginnt dann mit der Signalerfassung.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–151
Verzögerte Triggerung
After Events/Time (TDS 510A only) wartet die spezifizierte Anzahl von verzö-
gernden Triggerereignissen und danach noch den Ablauf einer vom Benutzer
spezifizierten Zeitspanne ab und beginnt erst dann mit der Signalerfassung.
External clks (TDS 400A) wartet die spezifizierte Anzahl von externen Taktim-
pulsen ab und beginnt dann mit der Signalerfassung.
Verzögert ausführen
Im Horizontalmenü ist die gewünschte Triggerart zu wählen und zu definieren:
Delayed runs after main oder Delayed triggerable. Delayed triggerable erfordert
aber noch weitere Vorgaben im Menü Delayed Trigger. Die folgenden Tastenein-
gaben lassen die verzögerte Zeitbasis unmittelbar nach Ablauf der Verzögerungs-
zeit starten:
1. Die Tasten HORIZONTAL MENU ➞ Time Base (main) ➞ Delayed Only
(side) ➞ Delayed Runs After Main (side) drücken.
2. Mit dem Mehrzweckknopf die gewünschte Verzögerungszeit einstellen.
Die Taste Intensified (side) läßt im Datensatz der Hauptzeitbasis eine Zone
besonders hell darstellen, die die Lage des Datensatzes der verzögerten Zeitbasis
gegenüber dem des Haupttriggers erkennen läßt. Im Modus Delayed Runs After
Main entsprechen der Beginn und das Ende der hell markierten Zone dem
Beginn bzw. Ende des Datensatzes der verzögerten Zeitbasis.
Die Einstellungen der Strahlhelligkeit werden im Kapitel Anzeigemodi auf
Seite 3–3 beschrieben.
Verzögert triggern
Die Einstellungen des Main Trigger müssen mit denen von Delayed Triggerable
kompatibel sein. Der Modus Delayed Triggerable ist wie folgt zu wählen:
1. Die Taste TRIGGER MENU drücken.
2. Die Taste Type (main) und je nach Bedarf eine der Tasten Edge oder Pulse
drücken.
3–152 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Verzögerte Triggerung
Mit der Taste Intensified (side) läßt sich eine Zone besonders hell hervorhe-
ben, die den Bereich gegenüber dem Haupttrigger der Hauptzeitbasis angibt,
in dem ein Datensatz der verzögerten Zeitbasis auftreten könnte (es muß ein
gültiges verzögerndes Triggerereignis vorliegen). Im Modus Delayed
Triggerable After entspricht der Beginn der hell markierten Zone dem
möglichen Anfangspunkt des Datensatzes der verzögerten Zeitbasis. Das
Ende dieser Zone stimmt mit dem Ende des Datensatzes der Hauptzeitbasis
überein, da ja ein Datensatz der verzögerten Zeitbasis jederzeit nach Ablauf
der Verzögerungszeit getriggert werden kann.
Die Einstellung der Strahlhelligkeit für normale und hell markierte Signal-
verläufe wird im Kapitel Anzeigemodi auf Seite 3–3 beschrieben.
Jetzt ist noch das Menü Delayed Trigger aufzurufen, um darin das
verzögernde Triggerereignis zu definieren.
4. Bei einem TDS 400A die Tasten SHIFT DELAYED TRIG ➞ Delay
by (main) ➞ Triggerable After Time, Events oder Ext clks (side) drücken
(Abbildung 3–73).
5. Bei einem TDS 510A die Tasten SHIFT DELAYED TRIG ➞ Delay
by (main) ➞ Triggerable After Time, Events oder Events/Time (side)
drücken.
6. Die Verzögerungszeiten oder Auslöser mit Hilfe des Mehrzweckknopfs bzw.
des Tastenfeldes eingeben.
Hinweis: Das Menü Delayed Trigger läßt sich auch direkt aufrufen (siehe die
Schritte 4 und 5). Nach der Anwahl von Triggerable After Time, Events oder
Events/Time schaltet das Oszilloskop automatisch auf Delayed Triggerable
im Horizontalmenü um. Um die Betriebsart Delayed Triggerable zu beenden,
muß aber das Horizontalmenü aufgerufen werden.
Im Menü Source ist der Eingang anzugeben, der das auslösende Signal für
die verzögerte Triggerung liefern soll.
7. Die Tasten Source (main) ➞ Ch1, Ch2, Ch3, Ch4, DC Aux oder Auxiliary
(side) drücken.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–153
Verzögerte Triggerung
3–154 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Videotriggerung (TDS 400A)
Bei einem TDS 510A mit der Option 05 sind die Bedienungsangaben zur
Videotriggerung der Bedienungsanleitung zur Videotriggerschnittstelle zur
Option 05 der TDS-Familie zu entnehmen. Das Menü Video Trigger ist als
Option verfügbar und ermöglicht Einstellungen für Quelle, Polarität, Klasse,
Modus und Holdoff der Videosignale. Außerdem lassen sich Verzögerungen um
bestimmte Zeilenzahlen oder Zeiten einstellen und die Triggerung wahlweise nur
auf das erste oder das zweite Halbbild begrenzen.
Auslöser für einen Videotrigger ist ein Synchronisationsimpuls horizontal oder
vertikal in einem Videosignal.
Videotriggerung einstellen
Das Menü Video Trigger ist wie folgt aufzurufen:
Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Video (side) drücken (siehe die
Abbildung 3–74).
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–155
Videotriggerung
Videoklasse wählen Hier lassen sich vorgegebene Einstellungen (NTSC, PAL oder SECAM) aus-
wählen oder eigene Einstellungen vornehmen:
Tasten TRIGGER MENU ➞ Type (main) ➞ Video (pop-up) Class, (main) ➞
NTSC, PAL, SECAM oder Custom (pop-up) drücken (Abbildung 3–75).
NTSC arbeitet mit einem Raster von 525 Zeilen pro Halbbild und einer
Bildfrequenz von 60 Hz.
PAL arbeitet mit einem Raster von 625 Zeilen pro Halbbild und einer Bildfre-
quenz von 50 Hz.
SECAM arbeitet mit einem Raster von 625 Zeilen pro Halbbild und einer
Bildfrequenz von 50 Hz.
Nach der Anwahl von Custom kann der Frequenzbereich des Videosignals direkt
spezifiziert werden. Die einzelnen Bereiche sind im Seitenmenü Scan Parameter
zusammengefaßt (wird weiter unten beschrieben).
3–156 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Videotriggerung
Polarität des Synchronisa- Als Standardvorgabe für die Impulse der Horizontal- und der Vertikalsynchro-
tionssignals einstellen nisation gilt negative Polarität. Zur Einstellung der Polarität:
Tasten TRIGGER MENU ➞ Sync Polarity (main) ➞ Neg Sync oder Pos Sync
(side) drücken.
Art der Zur Eingabe der Art der TV-Signalverzögerung (siehe die Abbildung 3–76):
TV-Signalverzögerung
Tasten TRIGGER MENU ➞ TV Delay Mode (main) ➞ Delay by Lines oder
spezifizieren
Delay by Time (side) drücken. Den gewünschten Wert mit dem Mehrzweck-
knopf eingeben.
TV-Halbbilder wählen Auf die folgende Weise ist einzugeben, auf welches NTSC-, PAL- oder SECAM-
Halbbild getriggert werden soll:
Tasten TRIGGER MENU ➞ Scan (main) ➞ Odd, Even oder All (side)
drücken (siehe die Abbildung 3–77).
Nach der Vorgabe Odd triggert das Digitaloszilloskop immer zu Beginn eines
ungeradzahligen Halbbildes.
Nach der Vorgabe Even triggert das Digitaloszilloskop immer in der ersten Zeile
eines geradzahligen Halbbildes.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–157
Videotriggerung
Nach der Vorgabe All triggert das Digitaloszilloskop abwechselnd zu Beginn der
geradzahligen und der ungeradzahligen Halbbilder.
Scanrate und Interlace Nach der Anwahl von Custom im Menü Class erscheint die Option Scan Rate &
einstellen Interlace mit mehreren möglichen Frequenzbereichen (Abbildung 3–78). Die
Scanperiod muß nur dann genau eingestellt werden, wenn in der Videoklasse
Custom mit Cursorn in Videozeilen gearbeitet werden soll; aus der Einstellung
der Periode ergibt sich jedoch auch die entsprechende Scanrate. Wird außerdem
eine Scanrate gewählt, die mit der aktuellen Einstellung der Scanperiod nicht
kompatibel ist, springt die Einstellung der Scanperiod zwangsweise auf die
kürzeste Periodendauer, die sich aus der gewählten Scanrate ergibt.
Die Taste neben der Option Interlaced schaltet zwischen der Triggerung auf die
Halbbilder eins oder zwei oder auf zwei nicht verschachtelte Halbbilder um.
Modus und Holdoff Siehe die Angaben zu Modus und Holdoff unter Modus und Holdoff einstellen
einstellen auf Seite 3–39.
3–158 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Videotriggerung
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–159
Videotriggerung
3–160 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Zoom
Der folgende Abschnitt beschreibt die Verwendung des Zooms und dessen
Rückwirkungen auf das gewählte Signal. Außerdem beschreibt er die Auswir-
kungen der Interpolation auf die Zoomdarstellung.
Mit dem Zoom lassen sich Signale vorübergehend vergrößern, um daran kleine
Einzelheiten untersuchen zu können.
Zoom-Faktoren prüfen
Der Zoom-Faktor eines gezoomten Signals läßt sich schnell aus der Zoom-
Anzeige ablesen. Hierzu muß das betreffende Signal gewählt sein. Die Zoom-
Anzeige gibt die Nummer des gewählten Signals sowie die Faktoren der
horizontalen und der vertikalen Dehnung an.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–161
Zoom
HINWEIS. Es muß zwar der Zoom aufgerufen sein, um vorgeben zu können, auf
welche Signale er wirken soll, jedoch bestimmt die Lock-Einstellung un-
abhängig davon die Signale, die horizontal positioniert werden können.
Zoom oder Dual Zoom Mit den Tasten ZOOM ➞ Mode (main) kann die Wahlmöglichkeit zwischen
wählen einfachem Zoom und Dual Zoom zu einem Signal aufgerufen werden. Die Taste
Dual Zoom (side) schaltet dann den Dual Zoom OFF bzw. ON.
3–162 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Zoom
HINWEIS. Der Dual Zoom liefert eine zweite gezoomte Darstellung des ge-
wählten, nicht gezoomten Ausgangssignals. Die zweite gezoomte Darstellung ist
gegenüber der ersten zeitlich versetzt. Die Darstellung mit Dual Zoom erscheint
auch nur, wenn der Zoom aufgerufen wurde (On oder Preview).
Dual Zoom Offset Zur Einstellung des Zeitversatzes zwischen dem zweiten und dem ersten
einstellen gezoomten Signalteil die Tasten ZOOM ➞ Mode (main) ➞ Dual Zoom Offset
(side) drücken. Dann den Offset mit Hilfe des Mehrzweckknopfes einstellen.
Der Dual Zoom Offset ist immer positiv. Das Oszilloskop stellt den Offset
möglichst nahe dem angeforderten Wert ein. Bei einem angeforderten Offset
von 0,0 stoßen die Zoom-Kästen unabhängig von Zoom-Faktor immer direkt
aneinander.
Preview-Darstellung Zoom Preview legt einen Kasten um den gezoomten Teil bzw. die gezoomten
zum Zoom Teile des gewählten Ausgangssignals. Gleichzeitig werden das vergrößerte und
das unvergrößerte Signal in der oberen bzw. der unteren Rasterhälfte dargestellt
(siehe die Abbildung 3–80). Zum Aufruf dieser Darstellungsart sind die Tasten
Zoom ➞ Mode (main) ➞ Preview (side) zu drücken.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–163
Zoom
Ausgewähltes Raster
Gezoomte Signale
Zoomkästen
Ungezoomtes Signal
Zoom zurücksetzen Die Tasteneingabe ZOOM ➞ Reset (main) ➞ Reset All Factors (side) läßt alle
Zoom-Faktoren auf ihre ursprünglichen Werte zurücksetzen.
Um die Zoom-Faktoren nur von „live“ Signalen auf ihre ursprünglichen Werte
zurücksetzen zu lassen, sind die Tasten ZOOM ➞ Reset (main) ➞ Reset Live
Factors (side) zu drücken.
Die Tasteneingabe ZOOM ➞ Mode (main) ➞ Off (side) ruft wieder den
normalen Oszilloskopbetrieb auf (ohne Zoom).
3–164 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Zoom
HINWEIS. Es muß zwar der Zoom aufgerufen sein, um vorgeben zu können, auf
welche Signale er wirken soll, jedoch bestimmt die Horizontal Lock-Einstellung
unabhängig davon die Signale, die horizontal positionert werden können.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch 3–165
Zoom
3–166 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anhang A: Optionen und Zubehör
Optionen
Es stehen die folgenden Optionen zur Verfügung:
Option 05: Diese Option (Standardzubehör beim TDS 400A) rüstet das Gerät mit einem
Videotrigger Videotrigger aus. Diese ermöglicht eine Triggerung durch positive oder negative
Synchronisationsimpulse. Damit lassen sich zahlreiche NTSC-, PAL-, SECAM-
und HDTV-Signale untersuchen.
Option 13: Nur beim TDS 510A. Bei Bestellung dieser Option rüstet Tektronix das
Hardcopy-Schnittstelle für gelieferte Oszilloskop mit Schnittstellen für RS-232 und Centronics aus, über die
RS-232/Centronics die Bildschirm-darstellungen als Hardcopy ausgegeben werden können.
Nur für TDS 400A. Siehe die Option XL.
Option 1K: Laborwagen Bei Bestellung mit dieser Option liefert Tektronix zum Oszilloskop einen
(nur beim TDS 510A) Laborwagen mit (Modell K420 zu einem Oszilloskop TDS 510A).
Option 1R: Bei Bestellung mit der Option 1R liefert Tektronix das Oszilloskop in der
Digitaloszilloskop für Konfiguration für den Einbau in ein Laborgestell von 19” Standardbreite.
Gestelleinbau Kunden, die ein Instrument besitzen, das nicht für den Gestelleinbau konfiguriert
ist, können einen Gestelleinbausatz bestellen (016–1136–00 für nachträgliche
Umrüstung).
Option 2F: Advanced Nur beim TDS 510A. Mit dieser Option kann das Oszilloskop Signale auf drei
DSP MathOption 2F: Arten mathematisch bearbeiten und das Ergebnis darstellen: Integral eines
Advanced Signals, Differential eines Signals und FFT (Schnelle Fourier-Transformation)
DSP Math eines Signals.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch A–1
Anhang A: Optionen und Zubehör
Option 95: Bei Bestellung dieser Option liefert Tektronix einen Testdatenbericht zum
Testdatenbericht Oszilloskop.
Optionen A1-A5: Neben dem Standardnetzkabel für Nordamerika für 110 V, 60 Hz kann Tektronix
Internationale Netzkabel zum Oszilloskop bei Bestellung ein Netzkabel in einer von fünf weiteren
Konfigurationen (siehe die Aufstellung in Tabelle A–1) liefern.
Option Netzkabel
A1 Universell Europa – 220 V, 50 Hz
A2 Großbritannien – 240 V, 50 Hz
A3 Australien – 240 V, 50 Hz
A4 Nordamerika – 240 V, 60 Hz
A5 Schweiz – 220 V, 50 Hz
Option XL: Optionen 02, Zu dieser Option liefert Tektronix eine Frontabdeckung mit Tasche und
13, 1M and 2F (nur für Schnittstellen nach RS-232 und Centronics, über die sowohl Hardcopies des
TDS 700C) Bildschirminhalts als auch eine Datensatzlänge von 120.000 Punkten als auch
umfangreiche DSP-Mathematikfunktionen (das Oszilloskop kann drei höhere
Kurvenformen berechnen und darstellen: das Integral, das Differential und eine
FFT – Fast Fourier Transform – einer Kurvenform) erstellt werden können.
Option L1: Französisches Bei Bestellung dieser Option liefert Tektronix ein Benutzerhandbuch in
Benutzerhandbuch französischer Sprache.
Option L3: Deutsches Bei Bestellung dieser Option liefert Tektronix ein Benutzerhandbuch in
Benutzerhandbuch deutscher Sprache.
Option L5: Japanisches Bei Bestellung dieser Option liefert Tektronix ein Benutzerhandbuch in
Benutzerhandbuch japanischer Sprache.
Option R2: Kundendienst, Bei Bestellung mit dieser Option führt Tektronix weitere zwei Jahre lang
Reparatur Reparaturen als Garantieleistung durch.
A–2 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anhang A: Optionen und Zubehör
Option C5: Kundendienst, Bei Bestellung mit dieser Option führt Tektronix weitere fünf Jahre lang
Kalibration Kalibrationen durch.
Standardzubehör
Tabelle A–2 führt das Standardzubehör auf, das zum Digitaloszilloskop
mitgeliefert wird
Zubehör Teilenummer
Benutzerhandbuch 070-9701-XX
Referenzhandbuch 020-2192-XX
Leistungsüberprüfung TDS 400A 070-9705-XX
TDS 510A 070-9706-XX
US-Netzkabel 161-0230-01
Frontplattenabdeckung TDS 510A 200-3696-00
Tastköpfe (je ein P6138/P6138A 10X Passiv (TDS 420A) P6138A (ein Stück)
Stück pro Kanal) P6138A 10X Passiv (TDS 430A)
P6138A 10X Passiv (TDS 460A)
P6139A 10X Passiv (TDS 510A) P6139A (ein Stück)
Optionszubehör
Es steht auch das in Tabelle A–3 aufgeführte Optionszubehör zur Verfügung:
Zubehör Teilenummer
Frontplattenabdeckung TDS 400A 200-3232-00
Stromzange/Kalibrator TCP202
Hochspannungs-Differentialtastkopf P5205
Hochspannungs-Differentialtastkopf P5200
Analoger Differentialverstärker ADA400A
Wartungshandbuch TDS 400A 070-9703-XX
TDS 510A 070-9704-XX
Programmiererhandbuch 070-9876-XX
Videoklampe TDS 400A 013-0287-00
Plotter (gemäß Standards GPIB und Centronics) HC100
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch A–3
Anhang A: Optionen und Zubehör
Zubehör Teilenummer
Plotter (gemäß Centronics-Standard) HC200
Oszilloskopwagen TDS 400A K212
TDS 510A K420
Gestelleinbausatz (für spätere Umrüstung) TDS 400A 016-1166-00
TDS 510A 016-1236-00
Oszilloskopkamera C9
Adapter für Oszilloskopkamera 016-1154-00
Weiche Tragetasche TDS 400A 016-1158-01
TDS 510A 016-0909-01
Transportkoffer TDS 400A 016-1157-00
TDS 510A 016-1135-01
GPIB-Kabel (1 m) 012-0991-01
GPIB-Kabel (2 m) 012-0991-00
Nur für TDS 400A: Druckereinheit mit Seiko-Drucker DPU-411 TDS4F5P
und Zubehörtasche
Hülle (mit Aufstellplatte) TDS 400A 016-1159-00
TDS 510A 016-1268-00
VGA-Kabel (wird zur Einhaltung aller Spezifikationen der CTL3VGAMM-5
Störstrahlungsfreiheit benötigt) (LCOM-Teilenummer)
Zusätzliche Tastköpfe Als Zubehör zum Digitaloszilloskop sind die folgenden zusätzlichen Verstärker
und Tastköpfe zu empfehlen:
A–4 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anhang A: Optionen und Zubehör
Zusätzliche Software Tabelle A–5 führt als Optionszubehör Softwareprodukte von Tektronix auf, die
für Arbeiten mit dem Digitaloszilloskop zu empfehlen sind:
Software Teilenummer
Wavewriter: AWG und Erzeugung von Signalverläufen S3FT400
LabWindows für DOS LWDOS
für CVI LWCVI
WaveStar WSTR31
Garantieinformationen Die Garantieerklärung zu diesem Produkt ist hinter der Titelseite dieses Hand-
buchs zu finden.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch A–5
Anhang A: Optionen und Zubehör
Kundendienst Tektronix bietet die folgenden Dienstleistungen an, die während der Garantiefrist
für dieses Produkt jederzeit bestellt werden können:
H REP (Reparatur) Dieser Kundendienst übernimmt Reparaturen während der
Dauer eines Jahres nach Ablauf der Garantiefrist. Er ist jeweils für ein Jahr
bis zu einer Höchstdauer voin zwei Jahren erhältlich.
H CAL (Kalibration) Dieser Kundendienst übernimmt Kalibrationen während
der Dauer eines Jahres. Er ist jeweils für ein Jahr bis zu einer Höchstdauer
voin fünf Jahren erhältlich.
Weitere Auskünfte erteilen die Verkaufsberater von Tektronix.
A–6 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anhang B: Verpackung für den Versand
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch B–1
Anhang B: Verpackung für den Versand
B–2 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anhang C: Getrennter Bildschirm
HINWEIS. Beide Signalleitungen für die Farben rot und blau sind geerdet. Diese
Konfiguration ergibt auf einem Farbmonitor eine Darstellung in grüner Farbe.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch C–1
Anhang C: Getrennter Bildschirm
C–2 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Anhang D: Programmierdiskette
Programme laden
Die Datei ”Readme” auf der Diskette enthält alle benötigten Anweisungen für
die Installation des Programmierhandbuchs und der sonstigen Software auf der
Diskette Programmierhandbuch der TDS–Familie.
Hilfe-Programm aufrufen
Die Hilfe–Datei zum Programmierhandbuch rufen Sie unter Windows 3.1 wie
folgt auf:
1. 1. Programmgruppe TDS Family Programmer zweimal anklicken.
2. 2. Icon TDS Family Programmer zweimal anklicken.
Falls Sie keine Programmgruppe oder kein Shortcut unter Windows 95 einger-
ichtet haben, wechseln Sie zum Dateimanager (Windows 3.1) bzw. zum Explorer
(Windows 95), und rufen Sie darin das Programm tds–[Link] auf.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch D–1
Anhang D: Programmierdiskette
D–2 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Glossar
Abtastintervall
Die Zeitspanne einer Zeitbasis zwischen aufeinanderfolgenden Abtastwerten.
Bei Echtzeitdigitalisierern ist das Abtastintervall der Kehrwert der Abtast-
rate. Bei Äquivalentzeitdigitalisierern entspricht die Zeitspanne zwischen
aufeinanderfolgenden Abtastwerten der Äquivalentzeit, nicht aber der
Echtzeit.
Abtastung
Die Erfassung eines analogen Eingangswerts, zum Beispiel eines Span-
nungswerts, der dann konstantgehalten wird, damit er quantisiert werden
kann. Es gibt zwei grundsätzliche Abtastverfahren: die Echtzeitabtastung
und die Äquivalentzeitabtastung.
Automatischer Triggermodus
Ein Triggermodus, bei dem das Oszilloskop selbsttätig Daten erfaßt, wenn es
innerhalb einer spezifizierten Zeitspanne keine triggerbaren Ereignisse
erkennt.
Aktiver Cursor
Der Cursor, der sich jeweils mit dem Mehrzweckknopf verschieben läßt. Er
wird in der Anzeige durch einen durchgehenden Strich dargestellt. Die An-
gabe @ der Anzeige bezeichnet den Absolutwert, dem die jeweilige Cursor-
position entspricht.
Äquivalentzeitabtastung (ÄZ)
Eine Abtastart, in der das Oszilloskop ein Signal mit vielen Wiederholungen
erfaßt. Das Digitaloszilloskop arbeitet mit einem besonderen Typ der
Äquivalentzeitabtastung, der sogenannten unkorrelierten Äquivalentzeit-
abtastung. Hierbei ist ein interner Takt maßgeblich, der weder mit dem
Eingangssignal noch mit dem Signaltrigger synchronisiert ist. Das Oszillo-
skop erfaßt die Abtastwerte kontinuierlich, unabhängig von der Triggerposi-
tion, und stellt sie entsprechend der Zeitdifferenz zwischen dem Abtastwert
und dem Trigger dar. Die Abtastwerte werden also nacheinander erfaßt, aber
ohne Korrelation zum Trigger dargestellt.
Bandbreite
Die höchste Signalfrequenz, mit der das Oszilloskop ein Signal noch
erfassen kann, ohne das ursprüngliche (Bezugs-) Signal um mehr als 3 dB
(Faktor 0,707) zu bedämpfen.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch Glossar–1
Glossar
Dämpfung
Das Maß der Verkleinerung der Signalamplitude beim Durchgang durch ein
Dämpfungsglied wie einen Tastkopf oder einen Abschwächer, ausgedrückt
als Verhältnis der Eingangsgröße zur Ausgangsgröße. Beispiel: ein Tastkopf
10x bedämpft, d.h. verringert, die Eingangsspannung eines Signals um einen
Faktor 10.
Datensatzlänge
Die spezifizierte Anzahl von Abtastwerten einer Kurvenform. Ihr entspricht
die Speichertiefe.
Digitalisierung
Die Umwandlung eines kontinuierlichen Analogsignals, beispielsweise einer
Kurvenform, in einen Satz von diskreten Werten, die die Amplitude des Sig-
nals zu spezifischen Zeitpunkten angeben. Die Digitalisierung erfolgt in zwei
Schritten: Abtastung und Quantisierung.
Echtzeitabtastung
Ein Abtastmodus, bei dem das Digitaloszilloskop die Abtastung so schnell
durchführt, daß die Daten aus einem einzigen Triggerereignis die Signalauf-
zeichnung vollständig füllen. Mit Echtzeitabtastung werden einmalige oder
kurzzeitige Ereignisse erfaßt.
Erfassung
Die Abtastung von Signalen aus den Eingangskanälen, die Digitalisierung
der Abtastwerte zu einzelnen Datenpunkten, und die Zusammenstellung der
Datenpunkte zu einer Signalaufzeichnung. Die Signalaufzeichnung wird im
Speicher abgelegt. Der Trigger kennzeichnet hierbei den Zeitnullpunkt.
Erfassungsintervall
Die Zeitdauer der Signalaufzeichnung, bezogen auf deren Länge. Das
Digitaloszilloskop gibt für jedes Erfassungsintervall einen Datenpunkt aus.
Genauigkeit
Die Übereinstimmung des angezeigten Wertes mit dem wahren Wert.
Hauptmenütasten
Menütasten unter der jeweiligen Hauptmenüanzeige. Mit ihrer Hilfe lassen
sich einzelne Befehle aus dem Hauptmenü aufrufen.
Hi Res-Erfassungsmodus
Ein Erfassungsmodus, in dem das Digitaloszilloskop aus allen Abtastwerten,
die es während eines Erfassungsintervalls aufgenommen hat, einen Mittel-
wert bildet und diesen als Datensatzpunkt darstellt. Durch die Mittelwert-
bildung ergibt sich ein Signal mit höherer Auflösung und geringerer
Bandbreite. Dieser Modus ist nur bei Echtzeitabtastung ohne Interpolation
möglich.
Glossar–2 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Glossar
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch Glossar–3
Glossar
Referenzspeicher
Der Speicher eines Oszilloskops, der Kurvenformen oder Einstellungen
aufnimmt. Aus diesem Speicher können die Kurvenformen für eine spätere
Bearbeitung wieder abgerufen werden. Das Digitaloszilloskop kann diese
Daten auch dann noch ausgeben, wenn es zwischenzeitlich abgeschaltet oder
von seiner Stromversorgung getrennt wurde.
Rollen
Ein Erfassungsmodus, der sich besonders für niedrige Einstellungen der
Horizontalskala eignet. Im Rollmodus werden die Signale so dargestellt, wie
sie punktweise erfaßt werden. Sie scheinen auf dem Bildschirm durchzulau-
fen.
Signalintervall
Die Zeitspanne zwischen den Datensatzpunkten in der Bildschirm-
darstellung.
Bei linearer Interpolation werden Zwischenwerte entlang einer Geraden
zwischen den tatsächlichen Meßwerten berechnet. Die Interpolation nach
sin(x)/x geht von einem Verlauf entsprechend der betreffenden Funktion
zwischen den tatsächlichen Meßwerten aus. Es wird immer nur unterstellt,
daß die Zwischenwerte auf der jeweiligen Kurve liegen.
Tastkopfkompensation
Eine Justierung, die den Frequenzgang eines Tastkopfs im Bereich der tiefen
Frequenzen verbessert.
Tek Secure
Diese Einrichtung löscht die Inhalte aller Speicher für Kurvenformen und
Einstellungen (es werden wieder die Einstellungen der Werksvorgaben
aufgerufen). Anschließend werden alle Speicherplätze auf erfolgte Löschung
überprüft. Diese Einrichtung ist zweckmäßig, wenn das Digitaloszilloskop
vertraulich zu haltende Daten aufnimmt, wie etwa bei Forschungs- oder
Entwicklungsprojekten.
Trigger
Ein Ereignis, das den Zeitnullpunkt eine Signalaufzeichnung markiert. Es
führt dazu, daß ein Signal erfaßt und dargestellt wird.
Verzögerungszeit
Die Zeitspanne zwischen dem Triggerereignis und der Datenerfassung.
XY-Format
Ein Darstellungsformat, bei dem die Spannungspegel von zwei Signalda-
tensätzen punktweise miteinander verglichen und rechtwinklig zueinander
in der Bildschirmfläche dargestellt werden. In diesem Format lassen sich
besonders gut Phasenbeziehungen zwischen zwei Signalen untersuchen.
Glossar–4 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Glossar
YT-Format
Das übliche Format der Oszilloskopdarstellung. Es zeigt die Spannungswerte
einer Signalaufzeichnung (in der Vertikalachse) in deren zeitlichem Verlauf
(der Horizontalachse).
Zeitbasis
Der Parametersatz, der die Attribute der Zeitablenkung und der Horizontal-
achse einer Signalaufzeichnung definiert. Die Zeitbasis legt fest, wann und
wie lange Datensatzpunkte erfaßt werden sollen.
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch Glossar–5
Glossar
Glossar–6 TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Index
Numbers Amplitude, 3–125
Amplitude Units, Menü Cursor, 3–16
1/Base, Menü Cursor, 3–15 AND, Menü Main Trigger, 3–73
1/Clocks, Menü Cursor, 3–15 AND, Menü Main Trigger, 3–75, 3–77
1/seconds (Hz), Menü Cursor, 3–15 Ansteigende Flanke, Menü Delayed Trigger, 3–154
100 MHz, Menü Vertical, 3–149 Ansteigende Flanke, Menü Main Trigger, 3–38, 3–77
20 MHz, Menü Vertical, 3–149 Anstiegszeit, 2–23, 3–127
Anwendungen
differenzierte Signale, 3–107
A FFT-Signale, 3–87
integrierte Signale, 3–111
Abbau der Frontplatte, 1–4
Anwendungsbeispiele, 2–11
Abfallzeit, 3–126
Anzeige, 2–7, 3–9
Abruf, Signale, 3–117
Cursor, 2–7
Abrufen, Einstellungen, 3–23–3–26
Datensatzschema, 2–7, 3–36
Abtastintervall, Glossar–1
Erfassung, 3–30
Abtastung, Glossar–1
Flankentriggerung, 3–35, 3–72
AC, Menü Main Trigger, 3–37
Kanal, 2–7, 3–79, 3–161
Accept Glitch, Menü Main Trigger, 3–66
Mehrzweckknopf, 2–7
AC-Kopplung, 3–148
Messung, 3–128
ACQUIRE MENU-Taste, 3–30, 3–41
Schnappschuß, 3–134
Acquire, Menü, 3–30, 3–41
Triggerpegelbalken, 3–4
Average, 3–30
Triggerpunkt, 3–4
Compare Ch1 to, 3–43
Triggerung, 2–7
Compare Ch2 to, 3–43
Zeitbasis, 2–7
Create Limit Test Template, 3–41
Äquivalentzeitabtastung, unkorreliert, Glossar–1
Envelope, 3–30
Ausschalten, 1–5
H Limit, 3–42
Auto, Menü Main Trigger, 3–39, 3–65, 3–75
Hardcopy if Condition Met, 3–43
Auto, Triggermodus, 3–39
Hi Res, 3–30
Automatische Messung, von FFT-Signalen, 3–93
Limit Test, 3–44
Automatische Messungen, 2–22, 3–125–3–136
Limit Test Condition Met, 3–44
an differenzierten Signalen, 3–108
Limit Test Setup, 3–43, 3–44
(Verfahren), 3–108
Limit Test Sources, 3–43
an integrierten Signalen, 3–114
Mode, 3–30
Schnappschuß, 2–25
OFF (Real Time only), 3–31
Automatischer Triggermodus, Glossar–1
OK Store Template, 3–42
Autoset, 2–16, 3–9–3–10
ON (Enable ET), 3–31
Durchführung, 3–9–3–10
Peak Detect, 3–30
AUTOSET-Taste, 2–16, 3–9
Repetitive Signal, 3–31
AUX TRIGGER INPUT, BNC, 2–6
Ring Bell if Condition Met, 3–43
Average (Mittelwert)-Modus, 3–29
Sample, 3–30
Average, Menü Acquire, 3–30
Single Acquisition Sequence, 3–32
Stop After, 3–44
Stop After Limit Test Condition Met, 3–43
Template Source, 3–41
B
V Limit, 3–42 Bandbreite, 3–149, Glossar–1
active, Status, gespeichertes Signal, 3–117 Bandwidth, Menü Vertical, 3–149
Aktiver Cursor, Glossar–1 Banner menu, 3–138
Aliasing, 3–58, 3–96 Base, Menü Cursor, 3–16
Index–1
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Index
Berechnete Signale, 3–105 Ch1, Ch2 ..., Main Trigger menu, 3–62
Berechnetes (Math) Signal Ch1, Ch2 ..., Menü Delayed Trigger, 3–153
Differential, A–1 Ch1, Ch2 ..., Menü Main Trigger, 3–37, 3–65, 3–67,
FFT, A–1 3–74, 3–75, 3–77
Integral, A–1 Ch1, Ch2 ..., Menü Video Trigger, 3–156
Beschneiden, FFT-Signal, 3–95 Change Math waveform definition, Menü More,
Beschneidung 3–103
bei differenzierten Signalen, 3–109 Class, Menü Main Trigger, 3–64, 3–67, 3–74
Vermeidung der, 3–95, 3–109, 3–114 CLEAR MENU Taste, 2–10
von integrierten Signalen, 3–114 CLEAR MENU-Taste, 2–10, 2–23, 3–133
Fenster, 3–99 CLEAR MENU-Taste, 2–3, 2–14
auswählen, 3–100 Clear Spool, Menü Hardcopy, 3–48
Begrenzung durch (Windowing), 3–99 Clock, Menü Horizontal, 3–60
Beschreibung, 3–90 Compare Ch1 to, Menü Acquire, 3–43
Blackman-Harris, 3–90, 3–100, 3–102 Compare Ch2 to, Menü Acquire, 3–43
Eigenschaften, 3–101 Configure, Menü Utility, 3–21
Hamming, 3–90, 3–100, 3–102 Configure, Menü Utility, 3–46
Hanning, 3–90, 3–100, 3–102 Confirm Delete, Menü File Utilities, 3–19
Rechteck, 3–90, 3–100, 3–102 Contrast, Menü Display, 3–4
More, Menü Copy, Menü File Utilities, 3–19
Blackman-Harris, 3–90 Coupling, Menü Delayed Trigger, 3–154
Change Math waveform definition, 3–88 Coupling, Menü Main Trigger, 3–37
dBV RMS, 3–89 Coupling, Menü Vertical, 3–148
FFT, 3–88 Create Directory, Menü File Utilities, 3–19
Hamming, 3–90 Create Limit Test Template, Menü Acquire, 3–41
Hanning, 3–90 Create Measrmnt, Menü Measure Delay, 3–133
Linear RMS, 3–89 Cross Hair, Menü Display, 3–6
Math1, Math2, Math3, 3–88 Cursor, 3–11–3–16
Phase (deg), 3–89 bei differenzierten Signalen, 3–109
Phase (rad), 3–89 bei FFT-Signalen, 3–91
Rectangular, 3–90 gepaart, 3–11–3–16
Set FFT Source to:, 3–89 Horizontalbalken, 3–11–3–16
Set FFT Vert Scale to:, 3–89 Vertikalbalken, 3–11
Set FFT Window to:, 3–90 Verwendung, 3–13
Blackman-Harris-Fenster, 3–90 Cursor, Menü, 3–13, 3–112
BMP, 3–45 1/Base, 3–15
BMP Color, Menü Hardcopy, 3–46 1/Clocks, 3–15
BMP Mono, Menü Hardcopy, 3–46 1/seconds (Hz), 3–15
BNC Amplitude Units, 3–16
AUX TRIGGER INPUT, 2–6 Base, 3–16
DELAYED TRIGGER OUTPUT, 2–6 Function, 3–13, 3–14
MAIN TRIGGER OUTPUT, 2–6 H Bars, 3–13, 3–14
SIGNAL OUTPUT, 2–6 Horizontal Units, 3–15
Breite, 2–23 Independent, 3–14
Breite (Width)-Triggerung, 3–69 IRE (NTSC), 3–16
Burstbreite, 3–125 seconds, 3–15
Tracking, 3–14
Video Line Number, 3–15
C CURSOR-Taste, 3–13
Cal Probe, Menü Vertical, 3–139 Cursoranzeige, 3–12
Centronics, Port (Option), 3–21 Cursorgeschwindigkeit, 3–16
CH1, CH2 ...-Tasten, 3–80 Cursormenü, 3–91
Index–2
TDS 420A, TDS 430A, TDS 460A & TDS 510A Benutzerhandbuch
Index
Custom, Menü Video Trigger, 3–156 Diskette, Abspeicherung einer Hardcopy, 3–49
Display, Optionen, 3–3–3–8
Display ‘T’ @ Trigger Point, Menü Display, 3–4
D DISPLAY-Taste, 3–3
Display, Menü, 3–3
Dämpfung, Glossar–2
Contrast, 3–4
Dateisystem, 3–17–3–20
Cross Hair, 3–6
Datenferübertragung, 3–21–3–22
Display ‘T’ @ Trigger Point, 3–4
Datensatzlänge, 3–57, A–2, Glossar–2
Dots, 3–3
Datensatzschema, 2–7, 3–36, 3–55
Dots-Art, 3–43
Datum/Uhrzeit
Filter, 3–5
auf Hardcopies, 3–47
Format, 3–6
einstellen, 3–47
Frame, 3–6
DC, Menü Main Trigger, 3–37
Full, 3–6
DC-Kopplung, 3–148
Graticule, 3–6–3–8
DC-Offset, 3–95
Grid, 3–6
bei berechneten Signalen, 3–95
Infinite Persistence, 3–4
bei Math-Signalen, 3–114
Intensified Samples, 3–3
zur DC-Korrektur von FFTs, 3–95
Intensity, 3–4–3–8
Define Inputs, Menü Main Trigger, 3–75, 3–77
Linear interpolation, 3–5
Define Logic, Menü Main Trigger, 3–75, 3–77
NTSC, 3–6
Delay by Events, Menü Delayed Trigger, 3–153
Overall, 3–4
Delay by Lines, Menü Video Trigger, 3–157
PAL, 3–6
Delay by Time, Menü Delayed Trigger, 3–153
Readout, 3–4
Delay by Time, Menü Video Trigger, 3–157
Sin(x)/x interpolation, 3–5
Delay by, Menü Delayed Trigger, 3–153
Style, 3–3
Delay To, Menü Measure Delay, 3–132
Text/Grat, 3–4
Delayed Only, Menü Horizontal, 3–152
Trigger Bar, 3–5
Delayed Runs After Main, Menü Horizontal, 3–60,
Variable Persistence, 3–4
3–152
Vectors, 3–3
Delayed Scale, Menü Horizontal, 3–58
Waveform, 3–4
DELAYED TRIG-Taste, 3–152
XY, 3–6
DELAYED TRIGGER OUTPUT, BNC, 2–6
Display, Menü Status, 3–137
Delayed Trigger, Menü, 3–152–3–154
Dots, Menü Display, 3–3
Ch1, Ch2 ..., 3–153
Dots-Art, Menü Display, 3–43
Coupling, 3–154
DPU412-II, Menü Hardcopy, 3–46
Delay by, 3–153
DPU412, Menü Hardcopy, 3–46
Delay by Events, 3–153
Drehknopf
Delay by Time, 3–153
Beschleunigung, 3–39
Rising Edge, 3–154
Horizontal POSITION, 2–15, 3–56
Delayed Triggerable, Menü Horizontal, 3–60, 3–153
Horizontal SCALE, 2–15, 3–56
Delete Refs, Menü Save/Recall Waveform, 3–118
Hyphenation, 2–24
Delete, Menü File Utilities, 3–18
Mehrzweck, 2–8, 2–9
Deskjet, 3–45
Triggerung MAIN LEVEL, 2–16
Deskjet, Menü Hardcopy, 3–46
Vertical POSITION, 2–15
Differentiation
Vertical SCALE, 2–15, 3–147
einer Ableitung, 3–107
Dual Wfm Math, Menü More, 3–104
Signale, 3–107
Dual Zoom, Menü Zoom, 3–162
Differenzierte Signale
Dual Zoom Offset, Menü Zoom, 3–163
Anwendungen, 3–107
Verfahren zur Darstellung, 3–107
Verfahren zur Messung, 3–108, 3–109
Digitalisierung, Glossar–2
Index–3
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Index–4
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Index–11
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U Vertikalanzeige, 3–147
Vertikalposition, zur DC-Korrektur von FFTs, 3–95
user, Status, gespeicherte Einstellung, 3–23 Verzögerte Triggerung, 3–151–3–154
UTILITY Taste, 3–21 Einstellungen, 3–152–3–154
UTILITY-Taste, 3–46 Verzögerungsmessungen, 3–132
Utility, Menü, 3–21 Verzögerungszeit, Glossar–4
Configure, 3–21 VGA-Anzeige, C–1
GPIB, 3–21 Video Class, Menü Video Trigger, 3–156
Hardcopy, 3–22 Video Line Number, Menü Cursor, 3–15
I/O, 3–21 Video Trigger, NTSC-Standard, 3–156
Off Bus, 3–22 Video Trigger, Menü, 3–155
Port, 3–21 Ch1, Ch2 ..., 3–156
System, 3–21 Custom, 3–156
Talk/Listen Address, 3–22 Delay by Lines, 3–157
Utility, Menü, 3–45 Delay by Time, 3–157
Configure, 3–46 Interlaced Field One, 3–157
Hardcopy (Talk Only), 3–46 Interlaced Field Two, 3–157
I/O, 3–46 Neg Sync, 3–157
OK Erase Ref & Panel Memory, 3–25 NonInterlaced Both Fields, 3–158
System, 3–46 NTSC, 3–156
Tek Secure Erase Memory, 3–25 PAL, 3–156
Pos Sync, 3–157
Rate 1, 3–158
V Rate 2, 3–158
Rate 3, 3–158
V Limit, Menü Acquire, 3–42
Rate 4, 3–158
Variable Persistence, Menü Display, 3–4
Scan Parameter, 3–157
Vectors, Menü Display, 3–3
SECAM, 3–156
Vektoren, 3–3
Source, 3–156
Verknüpfungstriggerung, 3–71
Sync Polarity, 3–157
Verpackung, B–1
TV Delay Mode, 3–157
Versand, B–1
Video Class, 3–156
Vertical, Drehknopf SCALE, 2–15, 3–147
Video- Triggerung, SECAM-Standard, 3–156
VERTICAL MENU-Taste, 2–19
Video, Menü Main Trigger, 3–155, 3–156
Vertical, Menü
Video-Standards, 3–156
100 MHz, 3–149
Video-Triggerung, PAL-Standard, 3–156
20 MHz, 3–149
Videotriggerung, 3–155
Bandwidth, 3–149
Standards, 3–156
Cal Probe, 3–139
Vorbereitung, 1–5–1–6
Coupling, 3–148
Fine Scale, 3–149
Full, 3–149
Position, 3–149
W
Set to Zero, 3–149 Wagen, für Instrument, A–4
Vertikal, 3–9 WAVEFORM OFF-Taste, 2–21, 3–7, 3–80
Anzeige, 3–147 Waveform, Menü Display, 3–4
Balkencursor, 3–11 Waveforms, Menü Status, 3–137
Offset, 3–149 Width, Menü Main Trigger, 3–66
Skala, 3–147
Steuerung, 3–147–3–150
System, 2–15 X
Vertikal, Drehknopf POSITION, 3–162
XY, Format, 3–6
Vertikal, Drehknopf SCALE, 3–162
Index–12
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