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Wirtschaftsrecht

Das Dokument analysiert, ob die Technik-GmbH einen Anspruch auf Zahlung von 123.000€ von der Bauer-GmbH hat. Es wird geprüft, ob der Vertrag zwischen den Parteien gültig ist. Der Vertrag wurde zwischen dem Geschäftsführer der Technik-GmbH und dem Prokuristen der Bauer-GmbH geschlossen. Es wird festgestellt, dass der Vertrag gültig ist und die Technik-GmbH daher einen Zahlungsanspruch hat.

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Das Dokument analysiert, ob die Technik-GmbH einen Anspruch auf Zahlung von 123.000€ von der Bauer-GmbH hat. Es wird geprüft, ob der Vertrag zwischen den Parteien gültig ist. Der Vertrag wurde zwischen dem Geschäftsführer der Technik-GmbH und dem Prokuristen der Bauer-GmbH geschlossen. Es wird festgestellt, dass der Vertrag gültig ist und die Technik-GmbH daher einen Zahlungsanspruch hat.

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AUFGABE 1A)

Fragestellung: Kann die Technik-GmbH (T-GmbH) von der Bauer-GmbH (B-GmbH) Zahlung
der 123.000,00€ verlangen?

Zu Beginn ist die Anspruchsgrundlage zu prüfen. Hat die T-GmbH einen Anspruch auf die
Zahlung in Höhe von 123.000,00€?

Nach §433 Abs.2 BGB ist der Käufer, in diesem Fall die B-GmbH dazu verpflichtet den
vereinbarten Kaufpreis zu zahlen und die gekaufte Sache abzunehmen. Der Verkäufer, in
diesem Beispiel die T-GmbH, hat seinen Teil (§433 Abs.1 BGB) erfüllt und die Sache frei von
Sach- und Rechtsmängel verschafft und dem Käufer übergeben.
Diese Verpflichtung kam durch zwei übereinstimmende Willenserklärungen zustande.

Andreas (A) von der T-GmbH hat Kevin (K) von der B-GmbH ein Angebot nach §145 BGB
gemacht, welches K nach §147 BGB mit seiner Bestellung angenommen hat. Demnach
liegen hier zwei übereinstimmende Willenserklärungen vor.
Als alleiniger Geschäftsführer der T-GmbH hat A die Vertretungsmacht nach §164 BGB das
Angebot zu machen. Als Prokurist der B-GmbH hat K nach $164 BGB die Vertretungsmacht
das Angebot anzunehmen. Damit sind beide Willenserklärungen gültig.

Die Prokura wurde gemäß §48 Abs.1 HGB an K erteilt. Gemäß §49 Abs.1 HGB ermächtigt
die Prokura K den hier zu behandelnden Geschäftsvorgang auszuführen.

Wichtig ist zu erkennen, dass die Prokura nach außen nicht einschränkbar ist. Nach §165
BGB ist die Wirksamkeit einer abgegebenen Willenserklärung nicht dadurch beeinträchtigt,
dass der Vertreter geschäftsintern beschränkt ist. Dies wird in §50 HGB ausführlicher in
Bezug auf den Prokuristen definiert. Absprachen, dass K nur Geschäfte bis 100.000, -€
tätigen darf, beeinträchtigen weder die Willenserklärung nach §147 BGB noch die
Übereinkunft nach §433 BGB.

Der Vertrag ist demnach rechtsgültig nach §433 BGB geschlossen.

Der Anspruch auf die Zahlung von 123.000, -€ ist weder verjährt nach §§195 ff. BGB, noch
erloschen.
Nichtigkeitsgründe liegen keine vor. Es besteht kein Formmangel nach §125 BGB, es
besteht kein gesetzliches Verbot nach §134 BGB, es besteht kein Verstoß gegen die guten
Sitten nach §138 BGB, noch gibt es eine wirksame Anfechtung nach §§119 ff. BGB.

Es kann für Kevin zu einer Verwarnung kommen, da er die interne Absprache missachtet
hat, dies hat jedoch keine Auswirkung auf die Gültigkeit des Vertrages.

AUFGABE 1B)
Wer nach §1 HGB ein Handelsgewerbe betreibt und zusätzlich ein in kaufmännischer Weise
eingerichteter Geschäftsbetrieb auf Grund von Art oder Umfang des Unternehmens nicht
entbehrlich ist, ist ein Kaufmann. Es darf sich also nicht um einen Kleinbetrieb handeln.

Ein Gewerbe wird immer dann ausgeübt, wenn eine selbstständige Tätigkeit, welche nach
außen zu erkennen ist, vorliegt und diese auf Dauer angelegt ist. Zusätzlich besteht eine
Gewinnerzielungsabsicht. Jedoch wird die Tätigkeit nicht als freier Beruf verübt.

Rechtlich selbstständig ist hierbei, wer Unternehmensrisiko übernimmt und in persönlicher


Unabhängigkeit seine Tätigkeit im Wesentlichen frei gestalten kann. Im Gegensatz steht
hierzu die Unselbstständigkeit, welche insbesondere auf Arbeitnehmer, auch Prokurist,
zutrifft. Diese sind folglich kein Kaufmann.

Die Bauer-GmbH (B-GmbH) betreibt ein Gewerbe und hat einen in kaufmännischer Weise
eingerichteten Geschäftsbetrieb, demnach ist die B-GmbH ein Kaufmann. Der
kaufmännische Geschäftsbetrieb der B-GmbH ist durch den Handel mit Maschinen belegt.

Kevin dagegen übt kein Gewerbe aus. Er ist Prokurist und übt demnach keine selbstständige
Tätigkeit aus. Damit fällt das Kriterium des Gewerbes weg. Demnach ist Kevin kein
Kaufmann
AUFGABE 1C)
Folgende Sachen und Personen sind in dem Sachverhalt vorgekommen:
 Die Bauer-GmbH
 Der Prokurist
 Kevin
 Der Verkaufsgegenstand (Maschine, Typ „Linda“)
 Die T-GmbH
 Der Geschäftsführer
 Andreas
 Zahlungsbetrag (123,000, -€)
 Kaufvertrag

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