4 Betriebsstoffe
4 Betriebsstoffe
Betriebsstoffe
Änderungsverzeichnis
Impressum
Herstelleranschrift:
Caterpillar Motoren GmbH & Co. KG
Falckensteiner Str. 2
D-24159 Kiel
Postfach 9009
D-24157 Kiel
1. Einführung......................................................................................................5
2. Sicherheitshinweise......................................................................................6
3.7 CIMAC-Spezifikation........................................................................................14
3.10 Zulässige Grenzwertspezifikationen für den Betrieb mit Schweröl in Motoren ....19
3.14 Viskosität-Temperaturblatt................................................................................23
4.1 Allgemein.........................................................................................................26
5.4.4 Besondere Schmierölfreigaben bei Betrieb mit MDO / MGO / HFO ................... 36
5.5 Schmierölwechsel............................................................................................ 37
5.6 Grenzwerte...................................................................................................... 38
6.3 Törnmaschinen................................................................................................ 43
7. Kühlwasser .................................................................................................. 44
7.1.2 Wasserhärte.................................................................................................... 46
7.4.2 Reinigung der Kühlwasserräume vor dem Wechsel der Emulsion .....................52
7.6 Anhang............................................................................................................55
1. Einführung
HINWEIS
Die nachstehend aufgeführten Vorschriften beachten, da die Betriebsbereit-
schaft und Betriebssicherheit der Motorenanlage in hohem Maße von dem
Einsatz einwandfreier Betriebsstoffe, deren optimaler Aufbereitung und Über-
wachung abhängt,
Die Verwendung geeigneter und einwandfreier Betriebsstoffe ist eine Voraussetzung für Be-
triebsbereitschaft und Betriebssicherheit der Motorenanlage.
Gewährleistung
Bei Verwendung ungeeigneter Betriebsstoffe oder deren mangelnder Pflege kann keine Gewähr
für störungsfreien Betrieb übernommen werden.
Produktauswahl
Über nicht genannte Produkte liegen bei Caterpillar Motoren GmbH & Co. KG keine Erfahrungen
vor.
Geltungsbereich
Bei DF-Motoren müssen besondere Vorbedingungen für die MDO-Kraftstoffe erfüllt werden. Siehe
Spezifikation des Einspritzkraftstoffmoduls bzw. Spezifikation der Einspritzkraftstoffschnittstelle.
2. Sicherheitshinweise
WARNUNG
Feuergefahr durch brennbare Betriebsstoffe!
Unsachgemäßer Umgang mit brennbaren Betriebsstoffen kann zu Verbren-
nungen und Sachschäden führen.
HINWEIS
Vor Arbeiten an der Elektrik/ Elektronik die Anlage spannungsfrei
schalten und gegen unbefugtes Wiedereinschalten sichern.
HINWEIS
Bei allen Arbeiten bzw. dem Umgang mit:
- Schmieröl, Hydrauliköl, Fett
- Kraftstoff (Destillat, Schweröl)
- Wasser mit Korrosionsschutz, Frostschutz
- Reinigungsmittel / Lösungsmittel
- Kältemittel (CO2, N2)
- Harnstofflösung
die Sicherheitshinweise/Sicherheitsdatenblätter des Produktherstellers
beachten!
• Destillat-Kraftstoff
• Schweröl
Destillat-Kraftstoff
Der Kraftstoff soll ein hochwertiges Mineralölprodukt sein, gute Alterungsbeständigkeit besitzen,
darf sich nicht durch Lagerung entmischen oder durch Paraffinausscheidungen die Filter ver-
stopfen und soll frei von Mineralsäuren sein.
Reine Destillate, die unter der Bezeichnung Gasöl, Marine Gas Oil, Dieselkraftstoff usw. be-
kannt sind. Hierbei handelt es sich um Kraftstoffe mit verhältnismäßig niedrigem Schwefelgeh-
alt und besonders guten Zündeigenschaften.
Destillate oder Mischkraftstoffe, die als Marine Diesel Oil (MDO), Diesel Fuel Oil, Marine Die-
sel Fuel (MDF) usw. bezeichnet werden.
Dieser Kraftstofftyp unterscheidet sich vom vorigen durch im Allgemeinen höhere Viskosität,
Dichte und Schwefelgehalt sowie zum Teil wesentlich größere Toleranzen.
Diese sechste Ausgabe enthält wichtige und bedeutsame Änderungen. Diese umfassen er-
hebliche Änderungen beim Geltungsbereich (Abschnitt 1) und bei den allgemeinen Anforde-
rungen (Abschnitt 5).
Die Änderungen bei den Destillatkraftstoffen umfassen Folgendes:
• Die zusätzlichen Kategorien DFA, DFZ und DFB wurden hinzugefügt mit einem maxi-
malen Fettsäuremethylester-Gehalt (FAME) von 7,0 Vol.%.
• Der Schwefelgehalt von DMA und DMZ wurde auf einen Höchstwert von 1,00 Gew.%
reduziert.
• Der Schwefelgehalt von DMB wurde auf einen Höchstwert von 1,50 Gew.% reduziert.
• Anforderungen bzgl. folgender Eigenschaften wurden für die Wintersorten von DMA
und DMZ hinzugefügt: Cloudpoint und Filtrierbarkeitsgrenze.
Kategorie ISO-F-
Grenz- Prüfver-
Eigenschaften Einheit
wert DMX DMA/ DMZ/ DMB/ fahren
DFA DFZ DFB
Kinematische Viskosität mm²/s a) max. 5,500 6,000 6,000 11,00 ISO 3104
bei 40 °C
min. 1,400 2,000 3,000 2,000
a)
1 mm²/s = 1 cSt.
b)
Unabhängig von den angegebenen Grenzwerten muss der Käufer den maximalen
Schwefelgehalt in Übereinstimmung mit den relevanten gesetzlichen Begrenzungen
definieren. Siehe Einleitung.
c)
Falls die Probe nicht klar und hell ist, muss auf Gesamtsediment durch Heißfiltration
und auf Wasser geprüft werden. Siehe 6.8 und 6.12,
d)
Falls die Probe nicht klar und hell ist, kann die Prüfung nicht durchgeführt werden und
eine Einhaltung dieses Grenzwerts kann deshalb nicht nachgewiesen werden.
e)
Siehe 5.1 and Anhang A (ISO 8217).
f)
Der Pourpoint kann keine Funktionsfähigkeit für alle Schiffe in allen Klimazonen ge-
währleisten. Der Käufer sollte bestätigen, dass die Kaltfließeigenschaften (Pourpoint,
Cloudpoint, Filtrierbarkeitsgrenze) für die Konstruktion des Schiffes und den vorgese-
henen Fahrbereich geeignet sind. Siehe 6.11.
g)
Wenn die Probe gefärbt und undurchsichtig ist, dann ist der Grenzwert für Wasser und
das zur Bestimmung in 6.12 angegebene Prüfverfahren anzuwenden
h)
Diese Anforderung gilt für Kraftstoffe mit einem Schwefelgehalt unter 500 mg/kg
(0,050 Gew. %).
siehe 6.3
Schwefelb) mass% max. gesetzliche Anforderungen
ISO 8754
ISO 14596
siehe 6.4
Flammpunkt °C min. 60,0 60,0 60,0 60,0 60,0 60,0 60,0 60,0
IS02719
Betriebsstoffe
siehe 6.5
Schwefelwasserstoff mg/kg max. 2,00 2,00 2,00 2,00 2,00 2,00
IP 570
mg siehe 6.6
Säurezahl c) max. 2,5 2,5 2,5 2,5 2,5 2,5
KOH/g ASTM D664
11
Pourpoint (oberer) e) °C max. 6 6 30 30 20 30 ISO 3016
Sommer
12
Tabelle 2 - Ruckstandsole fur den Schifffahrtseinsatz
Kategorie ISO-F
c2
Grenz- RMA RMB RMD RME RMG RMK
Eigenschaften Einheit Prüfverfahren
wert
10 30 80 180 180 380 500 700 380 500 700
siehe 6.14
Vanadium mg/kg max. 50 150 150 150 350 450 IP501, IP470
ISO 14597
Natrium mg/kg max. 50 100 100 50 100 100 siehe 6.15
IP501, IP470
siehe 6.16
Aluminium plus Sili-
mg/kg max. 25,0 40,0 40,0 50,0 60,0 60 IP501
zium
IP471
ISO 10478
Betriebsstoffe
Gebrauchte Schmier- Der Brennstoff muss frei von ULO sein. Ein Brennstoff ist als ULO-haltig (siehe 6.17)
öle (ULO): anzusehen, IP501 oder
mg/kg
Kalzium und Zink ; o- - Kalzium > 30 und Zink > 15 IP470
der kalzium und Phos- oder IP500
a) 1mm2/s = 1cSt..
b) Der Käufer muss den maximalen Schwefelgehalt in Übereinstimmung mit den relevanten gesetzlichen Begrenzungen definieren
Eine Vorwärmung des Kraftstoffes kann entfallen, wenn die Viskosität des gebunkerten Kraft-
stoffes bei 40 °C unter 7 mm ²/s (cSt) liegt.
Wird dieser Wert überschritten und ist keine Vorwärmeinrichtung installiert, die nächstbessere
Qualität bunkern.
Die Kraftstofffirmen empfehlen, rechtzeitig von den beabsichtigten Bunkerplätzen die entspre-
chend vorhandene Qualität zu erfragen.
3.4 Schweröl
Als Schweröl werden alle Kraftstoffe bezeichnet, die im Wesentlichen aus Rückstandsölen be-
stehen, die bei der Mineralölverarbeitung anfallen.
Je nachdem, ob es sich um die jeweils höchste verfügbare Viskosität oder um Mischungen mit
Destillaten zur Einstellung auf die gewünschte Viskosität handelt, werden zurzeit noch vielfach
folgende Bezeichnungen benutzt:
• ISO-F-RM K 700
1) RM = Residual Marine
2) Qualitätsklassifizierung
3)
Max. Viskosität bei 50°C (mm2 /s)
3.7 CIMAC-Spezifikation
Auf der Basis der ISO-Spezifikation hat die CIMAC eine Einteilung der Kraftstoffe in Abhängig-
keit der physikalisch-chemischen Daten, also der für den sicheren Motorbetrieb entscheiden-
den Eigenschaften, vorgenommen.
– CIMAC sieht geringere Dichtegrenzen für die Sorten A10 – D80 vor.
– Einführung von Mindestviskositäten bei CIMAC.
Vanadium mg/kg max. 150 350 200 500 300 600 600 ISO 14597 or IP 501
Betriebsstoffe
15
c) Fuels with density close to the maximum, but with very low viscosity, may exhibit poor igni tion quality. See Annex 6.
d) A sulphur limit of 1.5% mim will apply in SOx Emission Control Areas designated by the IMO, when its relevant Protocol comes into force. There may be local variations.
e) See Annex 2 and 3 ofCIMAC Recommendations pages 21-22.
c2 Betriebsstoffe
Als nützlicher Indikator für die Abschätzung des Zündverhaltens eignet sich der sog. CCAI
(CCAI= calculated Carbon aromaticity index).
Der CCAI wird aus Dichte D (kg/m3 bei 15 °C) der Temperatur T in Grad °C, bei wel-
cher die kinetische Viskosität bestimmt wird und Viskosität V (mm2/s oder cSt bei 50
°C) nach folgender Beziehung ermittelt:
Grundsätzlich gilt: Je höher der CCAI, umso schlechter das zu erwartende Zündverhalten.
Weiterhin gilt: Unter Zugrundelegung eines gegebenen CCAI-Wertes ist die Gefahr schlechten
Zündverhaltens bei niedrigen Viskositäten größer.
Da der CCAI kein Maß für das Zündverhalten, sondern nur eine Abschätzungshilfe ist, können
absolute Grenzwerte nicht genannt werden.
Abhängig von der Viskosität, vom Motortyp und Ausrüstungszustand werden eine untere sowie
eine obere CCAI-Grenzkurve definiert und in dem Diagramm „CCAI-Grenzkurven“ dargestellt. Die
auf diese Weise entstandenen drei Teilbereiche haben folgende Bedeutung.
Die Diagramme erlauben auf einfache Weise die Ermittlung der zulässigen bzw. maximal akzep-
tablen Dichte eines Kraftstoffs abhängig von seiner Viskosität.
Die für den Schwerölbetrieb mit Motoren zulässigen Kraftstoffqualitäten sind in der Tabelle „Zuläs-
sige Grenzwertspezifikationen für den Betrieb mit Schweröl in Motoren“ festgelegt.
Dabei beachten, dass Einschränkungen bezüglich der zulässigen Dichten gemäß den jeweils
gültigen CCAI-Grenzkurven möglich sind.
CCAI-Grenzkurven
Dichte
(kg/l 15
zu vermeiden *
bedingt
zulässig *
zulässig
HINWEIS
Schweröle (sog. Rückstandsöle) aus der Katalyt.-Crackung enthalten biswei-
len Katalysatorreste(sog. Catfines), die zu starkem Motorverschleiß insbe-
sondere an den Einspritzkomponenten führen können.
Siehe Grenzwerte für Aluminium- und Siliziumgehalt.
Der Flammpunkt des Schweröles muss entsprechend der Forderung
der Klassifikationsgesellschaften über 60 °C liegen.
Während des gesamten Bunkerungsvorganges ist in jedem Fall eine
Schwerölprobe zu entnehmen(Drip Sampling Methods). Analysen werden
vom Schweröllieferanten oder von der Caterpillar Motoren GmbH & Co. KG
gegen Erstattung der Selbstkosten durchgeführt.
Der Schwerölbetrieb macht den Einsatz eines mittelalkalischen Schmieröles
gemäß unserer Schmiermittel-Markenempfehlung notwendig
Motor-Baureihe
Grenzwertspezifikation M20 M25 M32 M43
CIMAC A10 X X X X
CIMAC B10 X X X X
CIMAC C10 X X X X
CIMAC D15 X X X X
CIMAC E25 X X X X
CIMAC F25 X X X X
CIMAC G35 X X X X
CIMAC H35 X X X X
CIMAC K35 (X) (X) (X) (X)
CIMAC H45 X X X X
CIMAC K45 (X) (X) (X) (X)
X zulässig
(x) zulässig in Verbindung mit geeigneter Aufbereitungsanlage (erhöhter Grenzwert für Dichte)
CCAI-Grenzkurven beachten !.
Motor-Baureihe
Grenzwertspezifikation M601 M552 M453 M332
M601C M552C M551 M453C M452 M332C M282
CIMAC A10 X X X X X X X
CIMAC B10 X X X X X X X
CIMAC C10 X X X X * X O
CIMAC D15 X X X X * X O
CIMAC E25 X X X X * X O
CIMAC F25 X X X X * X O
CIMAC G35 X X X X * X O
CIMAC H35 X X X X * X O
CIMAC K35 (X) (X) (X) (X) * (X) O
CIMAC H45 X X X X * X O
CIMAC K45 (X) (X) (X) (X) * (X) O
CIMAC H55 X X X X * X O
CIMAC K55 (X) (X) (X) (X) * (X) O
X zulässig
(x) zulässig in Verbindung mit geeigneter Aufbereitungsanlage (erhöhter Grenzwert für Dichte)
O nach Rücksprache mit der Caterpillar Motoren GmbH & Co. KG
* nicht f reigegeben f ür z.B. “One-Fuel-Schiffe”, Sondermaßnahmen erforderlich
CCAI-Grenzkurven beachten!.
3.12 Kraftstoffzusätze
Drei Arten von Kraftstoff-Additiven, hier klassifiziert nach ihrer Hauptwirkung, können in ver-
schiedenen Bedarfsfällen eingesetzt werden.
Die Vorteile solcher Kraftstoffzusätze müssen jedoch im Einzelfall bewertet werden. Die Ergeb-
nisse können je nach Anwendung variieren. Daher kann an dieser Stelle keine verbindliche
Aussage über die Wirksamkeit bestimmter Kraftstoffzusätze gegeben werden.
Zudem kann an dieser Stelle keine Verantwortung für mögliche Folgeschäden, die durch die
Verwendung derartiger Zusätze entstehen könnten, übernommen werden.
Caterpillar Motoren GmbH & Co. KG schreibt keine Zusätze gegen HT-Korrosion vor.
Sollen trotzdem Zusätze verwendet werden, muss mindestens sichergestellt sein, dass
sie nicht wasserempfindlich sind, mit dem Kraftstoff unter allen Umständen verträglich
sind und nicht zu Störungen z. B. in Kraftstoffiltern führen können.
Internationale gesetzliche Vorgaben (z.B. MARPOL Annex 6) sowie nationale Vorgaben für
Sondergebiete (z.B. California Costal Waters – CARB) schreiben schwefelarmen Kraftstoff vor.
Für den Betreiber bedeutet dies, dass von herkömmlichem Schweröl auf schwefelarmes
Schweröl oder auf (schwefelarmes) Destillat umgestellt werden muss. Beide Umstellvorgänge
können zu Problemen führen, die den Betrieb einschränken.
Schwefelarme und herkömmliche Kraftstoffe unterscheiden sich nicht nur durch den Schwefel-
gehalt sondern auch durch die unterschiedlichen Eigenschaften wie z.B. Viskosität und Dichte.
Schwefelarmes Schweröl wird von den Bunkerlieferanten zum Beispiel durch das Beimischen
von schwefelarmem Dieselkraftstoff hergestellt. Das Vermischen dieser Kraftstoffe kann zu Un-
verträglichkeiten, mit der Folge der Ausfällung von Asphaltenen führen. Dies kann zu folgenden
Problemen innerhalb des gesamten Kraftstoffsystems führen:
Weiterhin sind die oben näher beschriebenen Vorgehensweisen bezüglich der Umschaltproze-
dur zu beachten (siehe Betriebsanleitung „Wechsel der Kraftstoffart“).
3.14 Viskosität-Temperaturblatt
VD 9025
Gasspezifikation DF-Motoren
1)Beiniedrigeren Methanzahlen wird die maximale Leistung des Motors reduziert. Weitere
Informationen sind über Caterpillar zu erfragen.
VD8836
Inert Gas Spezifikation DF-Motoren
3.16 Zündöl
ISO-Test
Eigenschaft Test
Kategorie
DMA/DFA &
Kraftstoff-Typ ISO 8217:2017*
DMZ/DFZ
* die Verwendung anderer Kraftstoffe erfordert zuvor die Zustimmung von Caterpillar
Diesel Exhaust Fluid (DEF) ist eine Flüssigkeit, die in das Abgassystem von Motoren einge-
spritzt wird, die mit Systemen zur selektiven katalytischen Reduktion (SCR) ausgerüstet sind.
Durch SCR werden die Emissionen von Stickoxiden (NOx) im Abgas von Dieselmotoren ver-
mindert.
Diesel Exhaust Fluid (DEF) steht in vielen Sorten zur Verfügung, u.a. Sorten, die über eine Ad-
Blue- bzw. API-Zertifizierung verfügen. DEF wird auch allgemein als Harnstoff bezeichnet.
In Motoren, die mit einem SCR-Emissionssenkungssystem ausgerüstet sind, wird DEF in kon-
trollierten Mengen in den Abgasstrom eingespritzt. Bei der hohen Abgastemperatur wird der
Harnstoff im DEF zu Ammoniak umgewandelt.
Das Ammoniak reagiert in Anwesenheit des SCR-Katalysators chemisch mit dem NOx im Die-
selabgas. Durch die Reaktion wird NOx in harmloses Stickstoffgas (N2) und Wasserdampf
(H20) umgewandelt.
Die DEF-Lösung ist typischerweise farblos und klar. Änderungen bei Farbe oder Klarheit sind
Anzeichen für Qualitätsprobleme.
Die Qualität des DEF kann bei unsachgemäßer Lagerung und Handhabung, oder wenn das
DEF nicht gegen Verschmutzung geschützt wird, in Mitleidenschaft gezogen werden. Einzelhei-
ten siehe unten.
Bei Verdacht auf Qualitätsprobleme sollte sich die Prüfung des DEF auf den Harnstoffanteil, die
Alkalinität als NH3 und den Biuretgehalt konzentrieren. DEF, das nicht alle diese Prüfungen be-
steht oder nicht mehr klar ist, sollte nicht verwendet werden.
4.2 Spezifikation
Für die Verwendung in Cat-Motoren muss das DEF alle in der ISO 22241-1 festgelegten Anfor-
derungen erfüllen.
Die Qualität des Motorenöls beeinflusst in großem Maße die Lebensdauer und Leistungsfähig-
keit und damit die Wirtschaftlichkeit des Motors.
Bei Schwerölbetrieb muss infolge des höheren Asche- und Schwefelgehaltes die Wirkung der
bei der Verbrennung vermehrt entstehenden koksartigen und sauren Rückstände unschädlich
gemacht werden, deshalb sind nur Schmieröle zugelassen, die für den Schwerölbetrieb der mit-
telschnelllaufenden Tauchkolben-Dieselmotoren entwickelt worden sind.
Es wird empfohlen alle 500 Betriebsstunden das Schmieröl zu kontrollieren, um die Qualität zu
überprüfen und einen störungsfreien Betrieb des Motor s zu gewährleisten.
5.1 Grundöl
Das Grundöl muss ein hochwertiges Solvent-Raffinat aus einer für Motorenschmieröle geeigne-
ten Provenienz sein, eine gute Alterungsstabilität besitzen sowie eine gute Druckaufnahmefä-
higkeit und Thermostabilität aufweisen.
• Gutes Reinigungs- (Detergenseffekt) und Dispergiervermögen (das bei Ölen für den
Schwerölbetrieb mindestens API-CF-Niveau entspricht), um das Ablagern von Verbren-
nungsprodukten (koks- und asphaltartigen Verbindungen) zu verhindern bzw. diese zu
lösen und in Schwebe zu halten.
• Eine ausreichende Alkalität, um die bei der Verbrennung anfallenden sauren Schwefel-
verbindungen zu neutralisieren. Diese wird als Base Number (BN), Basenzahl (Bz) oder
als Alkalinity Value (AV) bezeichnet und in mg KOH/g angegeben. Bei Motoren im
Schwerölbetrieb soll dieser Wert für Frischöle zwischen 30 und 40 mg KOH/g liegen, bei
MDO (je nach Schwefelgehalt) zwischen 12 und 20 mg Koh/g.
5.3 Schmierölpflege
Die Standzeit des Schmieröles wird durch Separatoren, Ölzentrifugen und Nebenstromfilter
verlängert.
Es dürfen nur mechanische Filter verwendet werden, die für das Filtern von legierten Ölen ge-
eignet sind. Chemisch aktive Filter sind unzulässig.
Voraussetzung für die gute Säuberung der Schmieröle ist eine niedrige Viskosität, die eine ent-
sprechend hohe Temperatur erforderlich macht. Beim Separieren soll die Temperatur mindes-
tens bei 95 °C liegen.
Bei Gasöl- oder MDO-Betrieb sind auch Nebenstromfilter anstelle von Separatoren anwendbar.
• Filtermaschenweiten: Automatikfilter: 34 µm
Doppelfilter: 80 µm
Sicherheitsfilter (wenn vorhanden): 200 µm
Der Firmenname ist in den meisten Fällen Bestandteil der Markenbezeichnung des Schmiermit-
tels und soll bei Bestellungen der Bezeichnung vorangesetzt werden, um Verwechselungen zu
vermeiden. Über in Spalte II aufgeführte Schmierölmarken liegen bei der Caterpillar Motoren
GmbH & Co. KG keine ausreichenden Erfahrungen vor; daher muss deren beabsichtigter Ein-
satz mit dem Motorenhersteller abgestimmt werden, sonst erlischt die Gewährleistung.
Über hier nicht genannte Öle liegen bei der Caterpillar Motoren GmbH & Co. KG keine Erfah-
rungen vor. Grundsätzlich kann die Caterpillar Motoren GmbH & Co. KG keine Gewährleistung
für das verwendete Schmieröl übernehmen, da z. B. Rezeptur und Herstellung nicht von der
Caterpillar Motoren GmbH & Co. KG beeinflusst werden können. Außerdem kann keine Gewähr
bei schlechter Motor- und Schmierölpflege sowie bei Verwendung nicht zulässiger Kraftstoffe
übernommen werden. Der Nachweis, dass ein Schaden nicht auf das Schmieröl zurückzuführen
ist, obliegt dem Benutzer.
Bei Verwendung von Destillatkraftstoffen kommen die Schmieröle für Destillatbetrieb zum Einsatz.
Wird als flüssige Kraftstoffkomponente Schweröl verwendet, kommen die Schmieröle für den
Betrieb mit Schweröl zum Einsatz.
Bei längerem Betrieb mit Schweröl statt mit Gas als Kraftstoff ist auf eine ausreichend hohe Ba-
senzahl zu achten (mind. TBN 18). Bei sonst gutem Ölzustand kann die Basenzahl durch Teil-
austausch des Öls wieder erhöht werden.
Hersteller Marke I II
DIESEL SIGMA S X
AGIP
CLADIUM 120 X
ENERGOL HPDX 40 X
BP
VANELLUS C3 X
CATERPILLAR DEO™ X
DELO 1000 MARINE 40 X
DELO SHP 40 X
CHEVRON, CALTEX, TEXACO TARO 20 DP 40 X
TARO 20 DP 40X X
MARINE MLC X
MHP 154 X
TLX PLUS 204 X
CASTROL X
TLX Xtra 204
HLX X
CEPSA KORAL 1540 X
MOBILGARD 412 X
MOBILGARD ADL X
EXXONMOBIL MOBILGARD M430 1) X
MOBILGARD 1-SHC 2) X
DELVAC 1640 X
MOBILGARD M420 X
Hersteller Marke I II
GADINA S3 40 X
GADINIA AL X
SHELL ARGINA S2 40 X
ARGINA S3 401) X
TPEO4020 X
SINOPEC
TPEO4012 X
DISOLA M 4015 X
AURELIA TI 4030 1) X
TOTAL LUBMARINE X
CAPRANO M40
NAVIGO 12/40 X
LUKOIL
NAVIGO 15/40 X
KPC Q8 Mozart KV X
I Im Betrieb bewährt
II Zugelassen für den kontrollierten Einsatz. Vor dem Einsatz dieser Schmieröle ist Caterpillar Moto-
ren GmbH& Co. KG zu benachrichtigen, da zurzeit noch keine ausreichenden Erfahrungen in Mo-
toren vorliegen, anderenfalls erlischt die Gewährleistung.
1)
Siehe auch Markenverzeichnis für Schmieröle bei Schwerölbetrieb
2) Syntheseöl mit hohem Viskositätsindex (SAE 15 W/40). Bei Motoren mit SAE 40-Vorschrift nur zu-
lässig, wenn die Öleintrittstemperatur um 5-10°C gesenkt werden kann
Hersteller Marke I II
CLADIUM 300 S X
AGIP
CLADIUM 400 S X
TARO 30 DP 40 X
TARO 30 DP 40X
X
TARO 40 XL 40 X
CHEVRON, CALTEX, TEXACO TARO 40 XL 40X X
TARO 50 XL 40 X
TARO 50 XL 40X X
TLX Xtra 204 X
TLX Xtra 304 X
X
TLX Xtra 404 X
TLX Xtra 504 X
CASTROL
TLX Xtra 554 X
TLX PLUS 304 X
TLX PLUS 404 X
MOBILGARD M430 X
EXXONMOBIL MOBILGARD M440 X
MOBILGARD M50 X
MOBILGARD M420 X
TPEO4030 X X
SINOPEC
TPEO4040 X
ARGINA S3 40 X
SHELL
ARGINA S4 40 X
ARGINA S4X 40 X
X
ARGINA S5 40
Hersteller Marke I II
AURELIA TI 4030 X
TOTAL LUBMARINE
AURELIA TI 4040 X
SEA POWER 4030 X
GULF
SEA POWER 4040 X
NAVIGO TPEO 40/40 X
LUKOIL
NAVIGO TPEO 30/40 X
Q8 Mozart TM 30 X
KPC
Q8 Mozart TM 40 X
I Im Betrieb bewährt
II Zugelassen für den kontrollierten Einsatz. Vor demEinsatz dieser Schmieröle Caterpillar Motoren GmbH &
Co.KG benachrichtigen, da zurzeit noch keine ausreichenden Erfahrungen in Motoren vorliegen.
Andernfalls erlischt die Gewährleistung.
Freigabe Let-
Hersteller Marke Region Kraftstoffart Motortyp
gemäß ter
Spalte of
Aegean Alfamar 430 (2) Griechen- LG
Guaranty HFO M35 – M601
Alfamar 440 land
Bharat MaK Marine (2) Indien HFO M35 – M601
Oil X 404 M20 – M43
(TBN 40)
BP Vanellus (1) (D) Nur Lokeinsatz 12M282
Multigrad (15W-40) Lokmotor
15W40
Castrol TPL 204 (1) (Russland) MGO/MDO M35 – M601
(08.00) M20 – M43
DEA Cronos Super (1) D M35 – M601
M20 – M43
FUCHS TITAN UNIC (1) (D) Nur Lokeinsatz 12M282
1040 MC (10W-40) Lokmotor
(09.04.97)
Petro China KunLun (1) China HFO M20 – M43
DCB4030H
Petromin Petropower ? Saudi MGO/MDO M35 – M601
(In fineum) 1-40 Arabien M20 – M43
Petromin Petroshield (2) Saudi MDO/MGO M35 – M601
(Lubrizol) 1-40 Arabien M20 – M43
Pertamina Medripal 411 (2) Indonesien LG MDO/ MGO M35 – M601
(Lubrizol) Medripal 412 (2) LG MDO/MGO M20 – M43
Medripal 430 (2) LG HFO
Medripal 440 (2) LG HFO
(Infineum) Salyx 412 (1) MDO/ MGO
Salyx 415 (1) MDO/MGO
Salyx 420 (1) MDO/MGO
Petron Petromar (2) Philippinen HFO M35 – M601
Corp. XC 4040 M20 – M43
Statoil Dieselway 40 (2) N MGO M35 – M601
Marway 1040 (2) MGO M20 – M43
Valvoline Valmarin (1) NL MGO/MDO M35 – M601
TP 1240 (D) (02/95) M20 – M43
ZAO Zavod M14-D2CE (1) Russland MDO M20-M43
Imeni
Shaumyana
5.5 Schmierölwechsel
Die Schmierölwechselzeit ist weitgehend von der Qualität der verwendeten Schmieröle abhän-
gig und wird beeinflusst vom verwendeten Kraftstoff, von der im Motorschmierölsystem befi ndli-
chen Umlaufmenge, den Betriebsanforderungen, dem Schmierölverbrauch des Motors und der
Motorschmieröl- und Motorpflege.
Sind in besonderen Ausnahmefällen Umlaufmengen bis mindestens 0,3 l/kW nicht zu vermei-
den, so sind kürzere Ölwechselzeiten notwendig. In diesen Fällen die unten aufgeführten Wech-
selzeiten mit dem Quotienten aus tatsächlicher zu normal erforderlicher Umlaufmenge multipli-
zieren, spätestens jedoch 1/2 jährlich Ölwechsel durchführen.
Eine tägliche Kontrolle des Ölstandes ist notwendig (der Ölspiegel darf nicht unter die Minimum-
peilmarke sinken). Spätestens nachfüllen, wenn 20 % der Umlaufmenge verbraucht ist.
Daher das Schmieröl laufend durch Schmierölanalysen unter Kontrolle halten! Die Analysen
werden vom schmieröltechnischen Dienst des Schmierölherstellers oder von Caterpillar Moto-
ren GmbH & Co. KG gegen Erstattung der Selbstkosten durchgeführt. Das Öl für die Untersu-
chung muss aus dem Ölkreislauf vor dem Motor während des Betriebes entnommen werden.
Benötigt werden ca. 0,5 bis 1ltr.
Ölwechsel nach Betriebsstunden (h) bezogen auf 1,36 l/kW bei Ausrüstung mit:
5.6 Grenzwerte
Flammpunktherabsetzung nicht unter 180 °C (gemessen nach Penski-Martens DIN 51758) bzw.
Viskositätsherabsetzung bei SAE 40 nicht unter 12,5 mm²/s (cSt) bei 100 °C, Viskositätser-
höhung nicht über 17,6 mm²/s (cSt) bei 100 °C, Vanadiumgehalt nicht höher als 150 ppm, As-
phaltengehalt nicht höher als 1%.
Kategorie Grenzwert
Flammpunkt 180°C
Viskosität min(100°C) 12,5mm2/s (cSt)
Viskosität max(100°C) 17,6mm2/s (cSt)
Vanadium 150 ppm
Asphaltengehalt <1%wt
Hinweis: Die maximalen und minimalen Viskositätswerte bei 40°C können lediglich als Indikato-
ren beim Schiffseinsatz dienen.
5.6.2 Alkalität
Bei Schwerölbetrieb darf die Basenzahl des Umlauföls einen Wert von 18 mg KOH/g nicht un-
terschreiten. Für Motoren mit Zylinderschmierung beträgt der Grenzwert 15 mg KOH/g.
Bei Gasöl- bzw. MDO-Betrieb darf die Basenzahl 50 % des Neuwertes nicht unterschreiten.
Hat nur die Basenzahl den unteren Grenzwert erreicht und zeigen die übrigen Analysenwerte
einen zufriedenstellenden Ölzustand, die Alkalität durch Zusatz von Neuöl erhöhen.
Motortyp Limit
Die folgende Übersicht dient als Hilfestellung zur Auswahl einer geeigneten Basenzahl (BN) in
Abhängigkeit des Schwefelgehalts des Kraftstoffes.
ULSFO
< 0,1% S
VLSFO
< 0,5% S
LSFO
< 1% S
distillate
residual
ULSFO
< 0,1% S
VLSFO
< 0,5% S
HSFO
< 3,5% S
10 15 20 25 30 35 40 45 50 55 60
BN
5.6.3 Wassergehalt
5.6.4 Verschmutzung
Bei Motoren im Schwerölbetrieb ist für die Reinigung des Schmieröles ein Separatorbetrieb vor-
gesehen. Dabei kann der Gehalt der Summe an festen Fremdstoffen (Asphaltene + Ruß) deut-
lich unter 1 Gew.% gehalten werden. Bei Überschreitung des Wertes ist eine Kontrolle der Auf-
bereitung und ein Teilölwechsel durchzuführen.
Bei Übertretung von 2 Gew.% wird von einem weiteren Betrieb des Motors abgeraten. Die Auf-
bereitung ist zu kontrollieren und Teilölwechsel durchzuführen um wieder innerhalb der Grenz-
werte zu gelangen.
Auch bei Gasölbetrieb dürfen die Benzin bzw. Heptan unlöslichen Stoffe 2 Gew.% nicht über
schreiten.
6. Weitere Schmierstoffe
6.1 Schmiermittel für Abgasturbolader, Verstellregler und
Törnmaschinen
Zu wählen ist ein hochalterungsbeständiges Turbinen- oder Hydrauliköl mit einer Viskosität bei
40 °C zwischen 68 und 90 mm2/s (cSt). Für hochbelastete ABB-Turbolader werden vollsynthe-
tische Spezialöle (siehe Fußnote) empfohlen.
Bei der Wahl der Schmierölsorte auch auf die Vorschriften der Hersteller wie ABB, Woodward
usw. achten!
Bei RE-Reglern SAE 40-Motorenöl und bei Woodward Reglern HLPD 46 Hydrauliköl verwenden.
Hersteller Marke
OSO 68
AGIP OTE 68
DICREA SX 68 1)
RANDO HD 68
CHEVRON, CALTEX, TEXACO REGAL R & O 68
CETUS PAO 68 1)
PERFECTO T 68
CASTROL HYSPIN AWH-M 68
AIRCOL SR 68 1)
CEPSA HD TURBINAS 68
D.T.E OIL HEAVY
MOBIL
RARUS SHC 1026 1)
TELLUS OIL S2 VX 68
SHELL TURBO OIL T 68
CORENA OIL S4 R 681)
PRESLIA 68
AZOLLA ZS 68
TURBINE T 68
TOTAL LUBMARINE
BARELF SM 68 1)
DACNIS SH 68
VISGA 68
1) Vollsynthetisches Spezialöl für verlängerte Ölwechselintervalle in hochbelasteten ABB-Turboladern mit
Eigenschmierung.
Hersteller Marke
AGIP GR MU 2
CHEVRON, CALTEX, TEXACO MULTIFAK EP 2
CASTROL SPHEEROL SX 2
ESSO BEACON EP 2
MOBIL MOBILUX EP 2
SHELL GADUS S2 V100 2
TOTAL LUBMARINE CERAN AD PLUS
6.3 Törnmaschinen
Zu wählen ist ein Getriebeöl mit einer Viscosität bei 40 °C von 460 cSt z.B.:
Hersteller Marke
BP Energol GR-XP 460
Exxon Mobil Mobilgear 634
ESSO Spartan EP 460
SHELL Omala S2 GX 460
7. Kühlwasser
7.1 Umlaufkühlwasser
Moderne Dieselmotoren stellen aufgrund erhöhter Leistungsdichte und somit gestiegenen abzu-
führenden Wärmemengen erhöhte Anforderungen an das Umlaufkühlwasser.
Diese Anforderungen kann nur ein richtig aufbereitetes, sorgfältig überwachtes und gewartetes
Umlaufkühlwasser erfüllen. Werden die Aufbereitungs-, Überwachungs- und Wartungsarbeiten
nicht exakt ausgeführt, sind bereits nach kurzer Betriebszeit Korrosionsschäden möglich.
• Geeignetes Frischwasser
• Wirksames Korrosionsschutzmittel
o Korrosionsschutzöl, emulgierbar
o chemisches Korrosionschutzmittel (Chemicals)
• Korrekte Dosierung des Korrosionsschutzes
Die Werte der Analyse des Frischwassers müssen innerhalb der nachstehend angegebenen
Grenzen liegen:
7.1.2 Wasserhärte
Wässer, die nicht den in der Tabelle genannten Anforderungen entsprechen, müssen aufgehär-
tet bzw. enthärtet werden.
Wasser mit einer Härte > 12° (10°) dGH muss durch Vermischen mit Kondensat oder vollent-
salztem Wasser (durch Ionenenaustausch), (Diagramm I), in den vor geschriebenen Härtebe-
reich gebracht werden.
Dosierung:
pH-Wert
Konzentration von Wasserstoffionen:
<7 7 >7
sauer neutral alkalisch
Korrosionsschutzmittel, die in Motoren eingesetzt werden sollen, müssen auf ihre Wirksamkeit
hin nach den Richtlinien der Forschungsvereinigung Verbrennungskraftmaschinen e. V. unter-
sucht sein.
Aufgrund des Untersuchungsergebnisses wird von Caterpillar Motoren GmbH & Co. KG nur
eine Empfehlung ausgesprochen. Eine Gewährleistung für das verwendete Korrosionsschutz-
mittel kann von Caterpillar Motoren GmbH & Co. KG nicht übernommen werden, da Rezeption
und Pflege nicht von ihr beeinflusst werden kann.
Die Erstfüllung oder nach einer Reinigung des Kühlkreislaufes mit einer
1,5-prozentigen Emulsion
und die Folgefüllung mit einer
1,0-prozentigen Emulsion
durchführen.
Folgende Korrosionsschutzöle sind unter anderem als wirksam bekannt (alphabetische Reihen-
folge, nicht vollständig):
Hersteller Marke
BP FEDARO-M
CASTROL SOLVEX WT3
ESSO Kutwell 40
SHELL Shell Oil 9156
Im Allgemeinen kann bei der Erstellung der Emulsion wie folgt verfahren werden:
Öl dem Wasser (15 - 25 °C) zugeben und dabei kräftig durchrühren. Bei Neuauffüllung so viel
Frischwasser nehmen, dass eine 10-prozentige Emulsion mit der erforderlichen Korrosions-
schutzölmenge entsteht.
Diese 10-prozentige Emulsion wird dem Kühlkreislauf, der bereits mit 75 % der erforderlichen
Kühlwassermenge aufgefüllt ist, über den Ausgleichstank zugeführt. Nachfüllungen können bei
laufendem Motor erfolgen.
WARNUNG
Gefahr durch giftige Chromate!
Korrosionsschutzmittel enthalten teilweise giftige Chromate! Der Umgang
mit den Korrosionsschutzmittel kann zu Vergiftungen führen.
Die Emulsionsprobe aus der Nachspeiseleitung vom Ausgleichstank vor der Pumpe entnehmen
und 1 h abstehen lassen. Aufgeschwommenes Öl abgießen.
Erstellte Emulsion über den Ausgleichstank zugeben, auch bei laufendem Motor möglich.
Mit der Prüfeinrichtung die Konzentration der chemischen Korrosionsschutzmittel unter Berück-
sichtigung der Grenzwerte alle 150 h oder nach Angaben des Herstellers kontrollieren.
Nach einer Konzentrationsauffrischung für gute Vermischung bei laufendem Motor sorgen!
Motor mit alkalischer Reinigungslösung (z. B. P3T 308 der Firma Henkel; 0,5 % Lösung) auffül-
len und ca. 12 h fahren. Motor abstellen und auf 30 °C abkühlen lassen.
Danach Motor mit 90 % der erforderlichen Menge Aufbereitungswasser auffüllen. Mit den rest-
lichen 10 % und erforderlicher Korrosionsschutzölmenge (nach Diagramm II: eine hochkon-
zentrierte Emulsion erstellen).
Zur Anwendung kommen darf nur ein Gefrierschutzmittel mit Korrosionsschutzwirkung, zur Zeit
gebräuchliche Mittel bei der Caterpillar Motoren GmbH & Co. KG erfragen, z.B.:
• GlycoShell AF 405
• BP Antifrost X 2270
• Havoline XLC
• CAT1 ELCTM.
Beim Einsatz eines Gefrierschutzmittels muss mit reduzierter Kühlerleistung gerechnet wer-
den. Im Zweifelsfall Rücksprache mit Caterpillar Motoren GmbH & Co. KG halten.
Für den Sommerbetrieb ist es ratsam, das Kühlwasser mit Gefrierschutzmittel abzulassen und
gegen Kühlwasser mit chemischem Korrosionsschutzmittel zu ersetzen, um bei hoher Umge -
bungstemperatur eine ausreichende Kühlerleistung sicherzustellen.
In der Regel werden von den Lieferfirmen der Korrosionsschutzmittel auch gute Reinigungsmit-
tel gegen Steinansatz angeboten, wie z. B. von:
Hersteller Reinigungsmittel
Drew Chemical SAF - ACID
Rohm + Haas RD 13 M
VORSICHT
Gefahr durch Reinigungsmittel!
Bei Reinigungsarbeiten an der Maschine bestehen Gefahren durch un-
sachgemäße Handhabung der Reinigungsmittel!
7.6 Anhang
7.6.1 Bestimmung der Kühlwasser-Mischung für 10°dGH
verwen d ete Menge (Liter)
Härte = dGH
Kühlkreislauf-Inhalt (Liter)
Beispiel:
• Kühlkreislauf-Inhalt: 2300 l
• Härte des zur Verfügung stehenden Frischwassers: 19°dGH