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Prometheus

Das Gedicht „Prometheus“ von Goethe aus dem Jahr 1774 drückt die Verachtung des Titelhelden gegenüber den Göttern aus. Prometheus wirft ihnen vor, keine Hilfe zu leisten und von den Menschen abhängig zu sein. Er kündigt an, nun Menschen nach seinem Bild zu erschaffen, die die Götter ebenfalls ablehnen.

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Prometheus

Das Gedicht „Prometheus“ von Goethe aus dem Jahr 1774 drückt die Verachtung des Titelhelden gegenüber den Göttern aus. Prometheus wirft ihnen vor, keine Hilfe zu leisten und von den Menschen abhängig zu sein. Er kündigt an, nun Menschen nach seinem Bild zu erschaffen, die die Götter ebenfalls ablehnen.

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"Prometheus" ist ein Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe, das im Jahr

1774 geschrieben wurde und daher zeitlich in die Epoche des Sturm und Drang
datiert werden kann. Die Figur des Prometheus kritisiert Zeus und die anderen
griechischen Götter dafür, dass sie sich auf Kosten der Menschen bereichert
haben, ohne ihnen zu helfen. Prometheus opponiert gegen die Götter, indem er
Menschen erschafft, die wie er die Götter ablehnen.

In der ersten Strophe wendet sich Als lyrisches Ich Prometheus an den
Göttervater Zeus. Er verlangt von Zeus, in seinem Himmelsreich zu bleiben und
sich von der Erde fernzuhalten. Die Erde hat Prometheus selbst erschaffen und
er glaubt, dass Zeus ihn um sie beneidet.

In der zweiten Strophe spricht Prometheus alle Götter an und bezeichnet


sie als erbärmlich. Denn die Götter sind vollständig abhängig von
den Opfergaben und Gebeten der Schwächsten der Gesellschaft, wie Kindern
und Armen.

In der dritten Strophe berichtet Prometheus, dass er sich als Kind an die
Götter gewandt hat, um in einer schwierigen Situation Unterstützung zu
bekommen.

In der vierten Strophe hat Prometheus Später verstanden, dass es


sein eigener Mut und seine eigene Leistung waren, die ihn gerettet haben.
Aber damals dankte er fälschlicherweise den „schlafenden“ Göttern.

In der fünften Strophe wendet sich wieder Prometheus an Zeus und wirft ihm
vor, dass er nie Schmerzen gelindert oder Trauernde getröstet habe. Das
lyrische Ich sieht also keinen Anlass, Zeus zu verehren. Prometheus erinnert
ihn auch daran, dass nicht nur er, sondern auch Zeus selbst der Zeit und dem
Schicksal unterworfen ist. Es seien auch Zeit und Schicksal, die Prometheus zu
dem Mann gemacht haben, der er ist.

In der sechsten Strophe fragt Prometheus Zeus, ob der etwa glaube, dass
Prometheus an seinen unerfüllten Jugendträumen verzweifelt sei und
deswegen aufgegeben habe.

In der siebten Strophe erzählt das lyrische Ich, dass es Menschen nach
seinem Abbild erschafft: sie freuen sich, trauern und genießen und verehren
Zeus nicht.
Das Gedicht „Prometheus“ wurde 1774 von Johann Wolfgang von Goethe
geschrieben. Darin drückt Prometheus seine Verachtung den Göttern
gegenüber aus, die keine Anbetung verdienen. Sie seien von den Menschen
abhängig und greifen nicht helfend ein. Er erklärt, dass er nun Menschen
erschaffen werde, welche die Götter ebenfalls ablehnen. Im Folgenden soll
„Prometheus“ analysiert werden. Dabei wird insbesondere auf die
Epochenmerkmale eingegangen, die im Gedicht vertreten sind.

Das Gedicht besteht aus sieben Strophen, die unterschiedlich lang sind. Wirf
einen Blick auf die sieben Strophen

Prometheus wendet sich als lyrisches Ich an den Göttervater Zeus. Prometheus
fordert ihn auf, in seinem Gebiet, dem Himmel, zu bleiben und sich von der
Erde fernzuhalten. Diese Erde hat Prometheus selbst erschaffen und ist
überzeugt, dass Zeus ihn um sie beneidet.

In der Hymne „Prometheus“ finden sich zahlreiche Enjambements, zum Beispiel


in Vers 15-21: „Ihr nähret kümmerlich / Von Opfersteuern / Und Gebetshauch /
Eure Majestät / Und darbtet, wären / Nicht Kinder und Bettler / Hoffnungsvolle
Toren.“ Dadurch wird die Struktur des Gedichts aufgebrochen, die Rede ist nicht
in eine strenge Gedichtform gepresst. Die ohnehin eher einfache Sprache wirkt
emotionaler und natürlicher, was charakteristisch für die Epoche des Sturm und
Drang ist.

In der zweiten Strophe beschreibt Prometheus, wie die Götter „kümmerlich“ (V.
15) von „Opfersteuern“ (V. 16) und „Gebetshauch“ (V. 17) leben. Unmittelbar
darauf spricht er sie aber als „Eure Majestät“ an (V. 18).

Einerseits handelt es sich zwar um Götter, die verehrt werden, andererseits sind
diese Götter aber eigentlich machtlos. Sie sind von ihren Anhängern abhängig:
Es sind also die Götter, die Menschen brauchen, nicht umgekehrt. Das lyrische
Ich nutzt die Anrede „Eure Majestät“ spöttisch, um seine Verachtung über diese
Abhängigkeit auszudrücken.

 In dem Gedicht nutzt das lyrische Ich mehrmals rhetorische Fragen , vor
allem in Strophe 4 und 5, z. B. „Hast du die Schmerzen gelindert / Je des
Beladenen? Diese Fragen sind provokant gestellt, Prometheus wirft Zeus
damit voller Verachtung vor, dass er nur tatenlos zusieht. Er erwartet
keine Antwort auf seine anklagenden Fragen, da diese schon eindeutig
ist.
 Sieh dir den Parallelismus (gleicher Satzbau ) „Ein Ohr […]“, Ein Herz […]“ in
Vers 26-27 an. Dadurch wird die Aussage verstärkt. Das lyrische Ich
kritisiert, dass es damals in keine göttliche Hilfe erfahren hat. Die starke
Emotionalität und Verzweiflung, die es damals gespürt hat, wird
vermittelt.

Schluss

„Prometheus“ ist ein typisches Gedicht des Sturm und Drang, was sich unter
anderem an der freien Form ohne festes Reimschema und der gefühlsbetonten
Sprache erkennen lässt. Auch das Thema ist typisch für die Epoche: Prometheus
ist das Idealbild des Sturm und Drang, da er sich Autoritäten widersetzt und
seinem eigenen Willen folgt, wodurch er zum Originalgenie wird.

Der Grundgedanke, dass der freie Wille und die Selbstbestimmung äußerst
wichtig sind, ist noch heute sehr aktuell. Es scheint einfacher, blind fremden
Vorgaben zu folgen. Doch um das eigene Potential ausschöpfen zu können,
muss man auf seine eigenen Gefühle und seinen eigenen moralischen Kompass
vertrauen. Goethes Appell an die Freiheit ist daher zeitlos.

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