SSP0252VDE
SSP0252VDE
Selbststudienprogramm 252
252_110
NEU Achtung
Hinweis
Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4
Technische Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5
Motormechanik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6
Zahnriementrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Saugrohr mit Saugrohr-Unterteil. . . . . . . . . . . . . . . . . . .7
Zylinderkopf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Nockenwellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
Nockenwellenverstellung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Zylinderblock . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Kurbelgehäuseentlüftung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Kolben. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
Motormanagement . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Systemübersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Motorsteuergerät. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
Betriebsarten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
Ansaugsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
Kraftstoffsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
Abgassystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39
Kühlsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
Funktionsplan. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50
Service . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .54
Spezialwerkzeuge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
3
Einleitung
252_077
Unten sehen Sie Teile der Motormechanik, die vom 1,4l-74kW Motor des Polos übernommen wurden.
Eine genauere Beschreibung finden Sie im Selbststudienprogramm Nr. 196.
252_004 252_047
Kurbelwelle Pleuel
Es werden gecrackte
Pleuel eingesetzt.
252_010
252_009
Ölpumpe Ölkühler
252_011
- Der Lupo FSI hat keine Stop-Start Funktion. - In Schubphasen wird nicht ausgekuppelt.
Das heißt, in Standphasen läuft der Motor Dadurch bleibt die Schubabschaltung
weiter. Dadurch wird ein Abkühlen der möglichst lange aktiv.
Katalysatoren unterhalb ihrer
Arbeitstemperatur verhindert.
Motorkennbuchstabe ARR
Bauart 4-Zylinder-Reihenmotor
Ventile pro Zylinder 4
Hubraum in cm³ 1390
Bohrung / Hub in mm 76,5 / 75,6
Verdichtungsverhältnis 11,5 : 1
Motormanagement Bosch Motronic MED 7.5.10
Kraftstoff Super Plus bleifrei mit ROZ 98
Abgasnachbehandlung Lambda-Regelung, drei Wege Katalysator, NOx-Speicherkatalysator
Abgasnorm EU 4
Der Motor kann bei Leistungs- und Drehmomentverlusten sowie einem erhöhten Kraftstoffverbrauch mit Super
bleifrei ROZ 95 betrieben werden. Der erhöhte Kraftstsoffverbrauch resultiert aus dem höheren Schwefelgehalt im
Kraftstoff, der sich vor allem bei einem Benzin-Direkteinspritzer nachteilig auswirkt.
5
Motormechanik
Zahnriementrieb
Haupttrieb-Zahnriemen
Koppeltrieb-
Zahnriemen
Umlenkrolle Koppeltrieb-
Spannrolle
Kühlmittelpumpe
Umlenkrolle
Haupttrieb-Spannrolle
OT-Zylinder 1 Markierung
252_049
Im Haupttrieb wird die Kühlmittelpumpe und die Im Koppeltrieb treibt die Einlaßnockenwelle die
Einlaßnockenwelle von der Kurbelwelle Auslaßnockenwelle über einen zweiten
angetrieben. Zahnriemen an. Durch eine halbautomatische
Eine halbautomatische Spannrolle und zwei Spannrolle wird der Zahnriemen gespannt.
Umlenkrollen stabilisieren den Lauf des
Zahnriemens.
6
Das Saugrohr
252_048
Im beziehungsweise am Saugrohr-Unterteil
befinden sich folgende Bauteile:
Saugrohrklappen
Unterdruck-Stellelement
7
Motormechanik
Der Zylinderkopf
eingegossenes Blech
Halteklammer
Dichtringe
Befestigungsschraube
Hochdruck- Halteblech
Einspritzventil Abstandshülse
252_050
Der Zylinderkopf mit 4-Ventil Technik und Rollen- - Das Saugrohr mit dem Saugrohr-Unterteil
schlepphebeln wurde an die Benzin-Direktein- und das Nockenwellengehäuse sind
spritzung angepaßt. angeschraubt.
Besonderheiten am Zylinderkopf
252_136
Eingegossenes
Blech
Einspritzventil
8
Die Nockenwellen
252_001
Es werden gebaute Nockenwellen verwendet. Die Vorteile der beiden gebauten Nockenwellen
Dabei werden die Nocken auf eine Hohlwelle gegenüber Graugußwellen:
geschoben und paßgenau fixiert. Anschließend
wird die Hohlwelle hydraulisch geweitet und die - Gewichtsersparnis von 1,4 kg
Nocken sitzen fest. - doppelt so hohe Biegesteifigkeit
Nocken
Spalt
Hohlwelle
Die Nocken werden auf die Die Hohlwelle wird hydraulisch im Die Nocken sitzen fest.
Nockenwelle geschoben. Durchmesser geweitet.
252_070
Das Nockenwellengehäuse
dreifache Lagerung
252_038
9
Motormechanik
Die Nockenwellenverstellung
Der 1,4l-77kW Motor hat eine stufenlose Einlaß- Die Verstellung erfolgt oberhalb von 1000 1/min
Nockenwellenverstellung. Sie ist identisch mit der last- und drehzahlabhängig. Sie beträgt maximal
Nockenwellenverstellung vom 1,6l-92kW Motor 40° Kurbelwinkel von der Grundstellung aus in
des Polo GTI. Richtung „Früh“.
Heißfilm-Luftmassenmesser
(G70) und Geber für
Ansauglufttemperatur (G42)
Geber für
Motordrehzahl (G28)
Hallgeber (G40)
252_148
10
Der Aufbau der Nockenwellen-Verstelleinheit
Die Nockenwellen-Verstelleinheit bildet mit dem Sie ist mit der Einlass-Nockenwelle verschraubt
Zahnrad der Einlass-Nockenwelle eine Einheit und in den Ölkreislauf des Motors eingebunden.
und benötigt dadurch sehr wenig Platz.
Unterlegscheibe
Distanzscheiben
Ölkanäle in der
Schrägverzahnung (rot)
252_121-128
11
Motormechanik
Die Funktion
Zahnringträger
Die Nockenwellen-Verstelleinheit ist mit der Ein- Zahnriemenrad
laß-Nockenwelle verschraubt. Die Verstellung
der Einlaß-Nockenwelle erfolgt nach dem
Schrägverzahnungsprinzip. Kolben
Das bedeutet:
Zahnringträger Kolben
252_161
Das Ventil für Nockenwellenverstellung (N205)
Ventil für Nockenwellenverstellung
Es befindet sich am Nockenwellengehäuse und ist
in den Ölkreislauf des Motors eingebunden.
Kanal A Ölzulauf
Je nach Ansteuerung des Ventils für Nockenwel-
lenverstellung wird das Öl in verschiedene
Kanal B
Kanäle geleitet. Die Kanäle sind mit den Kam-
mern auf beiden Seiten des Kolbens verbunden.
252_051
Ölrücklauf
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Die Ansteuerung des Ventils für Nockenwellen-Verstellung
Die Ansteuerung erfolgt vom Motorsteuergerät. Das Ventil für Nockenwellen-Verstellung ist als 4/3
Wege-Ventil ausgeführt. Das bedeutet, es hat vier Anschlüsse und drei Stellungen des Ventils sind
möglich.
Die „Spätverstellung“
Spätanschlag
Bei der Spätverstellung strömt das Öl über Kanal
A in die Verstelleinheit. Der Kolben wird in Rich-
tung Spätanschlag gedrückt, bis die Einlaß-Nok-
kenwelle die berechnete Soll-Position erreicht
hat.
Das Öl auf der anderen Seite des Kolbens fließt
über den anderen Kanal zurück in den Zylinder-
kopf.
Kanal A
Die „Frühverstellung“
Frühanschlag
Für die Frühverstellung wird das Öl in Kanal B
geleitet. Der Kolben wird in Richtung Frühan-
schlag gedrückt, bis die Einlaß-Nockenwelle die
berechnete Soll-Position erreicht hat.
Die Haltestellung
In der Startstellung beim Motorstart wird der Kolben durch die Feder an den Spätanschlag
gedrückt. Dadurch werden Geräusche verhindert.
13
Motormechanik
Der Zylinderblock
Das Plasmagas durchströmt die Austrittsdüse und wird In diesen Plasmastrahl wird das Beschichtungspulver
durch einen elektrischen Lichtbogen entzündet. Dabei eingesprüht und dadurch an- bzw. aufgeschmolzen.
wird es auf ca. 11.700 °C erhitzt und in den Plasma- Dabei wird es auf ca. 2.500 °C erhitzt und bis zu 150
zustand versetzt. Das Gas wird dabei auf maximal m/s beschleunigt.
600 m/s beschleunigt.
Beschichtung
Kathode
Wasserstoff + Argon
Austrittsdüse
252_131
Beim Auftreffen dringen die Teilchen im flüssigen tung und der Zylinderwand.
Zustand in die Unebenheiten der Zylinderwand. Die Zusätzlich bauen sich innerhalb der Beschichtung
Bewegungsenergie wird dabei in eine plastische Ver- Schrumpfspannungen auf, die zu kraftschlüssigen
formung umgewandelt. Beim Erstarren entsteht eine Verbindungen zwischen ihr und der Zylinderwand
formschlüssige Verbindung zwischen der Beschich- führen.
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Die Zylinderlaufflächen
Abschließend werden die Zylinderlaufflächen noch feinbearbeitet. Das geschieht durch das Honen.
Kommunizierendes System
Mikrokammersystem
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Motormechanik
Die Kurbelgehäuseentlüftung
Die Kurbelgehäuseentlüftung besteht aus einem
Ölabscheider am Zylinderblock und einem Unterdruckventil
Unterdruckventil am Saugrohr. Sie verhindert,
daß Öl und unverbrannte Kohlenwasserstoffe an
die Außenluft gelangen.
Ölabscheider
Es sorgt für einen gleichbleibenden Unterdruck Der Druckunterschied zwischen beiden Kammern
und eine gute Durchlüftung des Kurbelgehäuses.
Dadurch wird das Kondensat und im Öl gering hoch
eingetragener Kraftstoff abgeführt und die
Ölqualität verbessert.
Der Unterdruck darf nicht zu groß sein, weil
dann die Dichtringe nach innen öffnen und Anschluß zum
Schmutz in das Kurbelgehäuse gelangen kann. Saugrohr
Die Funktion
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Der Kolben
252_008
Der Kolbenboden
252_033
Die Kompressionsringe
Der Ölabstreifring
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Motormanagement
Systemübersicht
Luftmassenmesser G70,
Geber für Ansauglufttemperatur G42
Hallgeber G40
Drosselklappen-Steuereinheit J338,
Winkelgeber1 + 2 G187, G188
Bremslichtschalter F,
Bremspedalschalter für GRA F47
Klopfsensor G61
Zusatz-Eingangssignale
252_067
18
Kraftstoffpumpenrelais J17
Kraftstoffpumpe G6
Steuergerät für Motronic J220
Drosselklappen-Steuereinheit J338
Drosselklappenantrieb G186
Magnetventil für
Aktivkohlebehälter-Anlage N80
Diagnoseanschluß
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19
Motormanagement
Motorsteuergerät
Das Motorsteuergerät ist im Wasserkasten ver- Die Bosch Motronic MED 7.5.10 beinhaltet als
baut und hat 121 Pins. zusätzliche Funktion die Benzin-Direkteinsprit-
zung.
Es ist das Motormanagement Bosch Motronic
MED 7.5.10 und ist eine Weiterentwicklung der Bei ihr wird der Kraftstoff direkt in den Zylinder
Bosch Motronic ME 7.5.10 mit "Elektrischer eingespritzt und nicht mehr in das Saugrohr.
Gasbetätigung".
252_075
M = Motronic
E = Elektrische Gasbetätigung
D = Direkteinspritzung
7. = Ausführung
5.10 = Entwicklungsstufe
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Die Betriebsarten
Bei der Benzin-Direkteinspritzung gibt es zwei Betriebsarten. Bei beiden wird die Kraftstoffmenge
optimal an die Drehmoment- und Leistungsanforderungen des Motors angepasst.
Bis in den mittleren Last- und Drehzahlbereich Im oberen Last- und Drehzahlbereich wird in den
läuft der Motor im mageren Schichtladungs- Homogen-Betrieb umgeschaltet.
Betrieb. Das ist möglich, weil der Kraftstoff erst Jetzt wird der Kraftstoff während des
zum Ende des Verdichtungstaktes eingespritzt Ansaugtaktes direkt in den Zylinder eingespritzt.
wird. Dadurch bildet sich zum Zeitpunkt der Zün- Dort vermischt er sich wie bei einem Motor mit
dung eine geschichtete Aufteilung des Kraftstof- Saugrohreinspritzung gleichmäßig (homogen)
fes im Brennraum. mit der Ansaugluft im gesamten Zylinder.
Die innere Schicht befindet sich im Bereich der Im Homogen-Betrieb wird mit Lambda 1
Zündkerze und besteht aus einem zündfähigen gefahren.
Gemisch.
Die äußere Schicht umgibt die innere und besteht
im Idealfall aus angesaugter Luft und zugeführ-
ten Abgasen.
Bezogen auf den gesamten Brennraum ergeben
sich Lambdawerte zwischen 1,6 und 3.
Homogen-Betrieb
Last
Schichtladungs-Betrieb
Drehzahl 252_138
Der Schichtladungs-Betrieb ist im gesamten Kennfeldbereich nicht möglich. Der Bereich ist begrenzt, weil
mit steigender Last ein fetteres Gemisch benötigt wird und dadurch der Verbrauchsvorteil zunehmend
sinkt. Außerdem verschlechtert sich die Verbrennungsstabilität bei Lambdawerten unter 1,4.
Da bei steigenden Drehzahlen die Zeit zur Gemischaufbereitung nicht mehr ausreicht und die
zunehmenden Turbulenzen der Luftströmung die Verbrennungsstabilität verschlechtern.
21
Motormanagement
Der Schichtladungs-Betrieb
Hochdruck-
Einspritzventil
252_017
252_019
22
Im letzten Drittel des Verdichtungstaktes erfolgt
die Einspritzung.
252_020
252_021
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23
Motormanagement
Der Homogen-Betrieb
Der Homogen-Betrieb ist mit dem Betrieb eines Motors mit Saugrohreinspritzung vergleichbar. Der
wesentliche Unterschied liegt darin, daß der Kraftstoff beim Benzin-Direkteinspritzer direkt in den
Zylinder eingespritzt wird.
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Durch das Einspritzen des Kraftstoffes in den
Ansaugtakt verbleibt relativ viel Zeit für die
Gemischbildung. Dadurch entsteht im Zylinder
ein homogenes (gleichmäßig verteiltes) Gemisch
aus eingespritztem Kraftstoff und angesaugter
Luft.
Im Brennraum beträgt der Lambdawert = 1.
252_026
252_027
25
Motormanagement
Das Ansaugsystem
wurde neu entwickelt und an die Anforderungen eines Benzin-Direkteinspritzers angepasst. Dadurch
konnte die Abgasrückführungsrate auf maximal 35 % erhöht und die Luftströmung in den Zylinder
gezielt beeinflußt werden.
- ein Heißfilmluftmassenmesser (G70) mit dem - ein Saugrohr mit einem Unterdruck-
Geber für Ansauglufttemperatur (G42), reservoir für die Saugrohrklappen-Schaltung
- ein elektrisches Ventil für Abgasrückführung - eine Saugrohrklappen-Schaltung mit dem
(N18) mit dem Potentiometer für Ventil für Saugrohrklappe-Luftstromsteuerung
Abgasrückführung (G212), (N316) und dem Potentiometer für
- ein Geber für Saugrohrdruck (G71), Saugrohrklappe (G336).
Drosselklappen-Steuereinheit (J338)
Rückschlagventil
Aktivkohlebehälter
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Unterdruck-Stellelement
Saugrohr-Unterteil
eingegossenes Blech
Unterdruckspeicher
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27
Motormanagement
Die Saugrohrklappen-Schaltung
Durch sie kann die Luftströmung in den Zylinder
betriebspunktabhängig gesteuert werden.
- einem Rückschlagventil
- einem Unterdruckspeicher im Saugrohr
- einem Ventil für Saugrohrklappe
- einem Unterdruck-Stellelement
- vier Saugrohrklappen im Saugrohrunterteil
- einem Potentiometer für Saugrohrklappe
- den eingegossenen Blechen im Zylinderkopf
Unterdruck-Stellelement
Ansaugluft Saugrohr-Unterteil
Saugrohr
Saugrohrklappen
Rückschlagventil
Unterdruckspeicher
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Die Funktion
Rückschlagventil
Unterdruckspeicher
252_157
252_158
252_158
29
Motormanagement
Saugrohrklappe betätigt
252_023
30
Potentiometer für
Saugrohrklappe G336
Einbauort
Aufgabe
Aufgabe
31
Motormanagement
Aufgabe 252_164
Um ein möglichst genaues Motorlastsignal zu angesaugte Luftmasse und damit die Motorlast.
erhalten, wird bei diesem Motor ein Luftmassen- Die Ansauglufttemperatur dient zur genaueren
messer mit Rückströmerkennung verwendet. Er Bestimmung der Luftmasse. (Weitere Informatio-
misst nicht nur die Luft, die angesaugt wird, nen siehe SSP 195.)
sondern erkennt auch, wieviel Luft vom Öffnen
und Schließen der Ventile zurückströmt. Dadurch
erkennt das Motorsteuergerät sehr genau die
Einbauort
Aufgabe 252_167
Er misst den Druck im Saugrohr und gibt ein ent- dieser Differenz zwischen
sprechendes Signal an das Motorsteuergerät. Saugrohrdruck (Frischluft) und Saugrohrdruck
Mit diesem Signal berechnet das Motorsteuerge- (Frischluft + Abgas) berechnet das Motorsteuer-
rät die Abgasrückführungsmenge. Durch den gerät die Abgasrückführungsmenge.
Heißfilmluftmassenmesser weiß das Motorsteuer- Dadurch kann die Abgasrückführungsmenge
gerät wieviel Frischluft angesaugt wurde und wie erhöht werden, weil der Sicherheitsabstand zur
hoch dementsprechend der Saugrohrdruck sein Laufgrenze nicht so groß sein muß.
müsste. Wenn jedoch Abgase zugeführt werden,
steigt der tatsächliche Saugrohrdruck an. Aus
32
Drucksensor für
Bremskraftverstärkung G294
Einbauort
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33
Motormanagement
Das Kraftstoffsystem
Es wird in ein Niederdruck- und ein Hochdruck-
Kraftstoffsystem unterteilt.
Im Niederdruck-Krafstoffsystem
beträgt der Kraftstoffdruck im Normalbetrieb
3 bar und beim Heißstart maximal 6,8 bar.
Es besteht aus:
- dem Kraftstoffbehälter
- der elektrischen Krafstoffpumpe (G6)
- dem Kraftstofffilter
- dem Ventil für Kraftstoffdosierung (N290)
- dem Kraftstoff-Druckregler
- der Aktivkohlebehälter-Anlage
Kraftstoff-Druckregler
Kraftstofffilter
Aktivkohle-
252_032
behälter
Elektrische Kraftstoff-Pumpe
Kraftstoffbehälter Sie fördert den Kraftstoff zur Hochdruck-Kraftstoff-
pumpe.
34
Im Hochdruck-Kraftsstoffsystem
beträgt der Kraftstoffdruck kennfeldabhängig
zwischen 50 und 100 bar.
- der Hochdruck-Kraftstoffpumpe
- einer Hochdruck-Kraftstoffleitung
- dem Kraftstoffverteilerrohr
- dem Geber für Kraftstoffdruck (G247)
- dem Regelventil für Kraftstoffdruck (N276)
- den Hochdruck-Einspritzventilen (N30-N33)
252_066
Hochdruck- Kraftstoffverteilerrohr
Kraftstoffpumpe Hochdruck-Einspritzventile (Fuel Rail)
(N30-N33)
Hochdruck-Kraftstoffleitung
drucklos
3-6,8 bar
50 - 100 bar
35
Motormanagement
Der Kraftstoff-Druckregler
252_060
36
Die Hochdruck-Kraftstoffpumpe
252_162
Das Kraftstoffverteilerrohr
252_064
252_048
37
Motormanagement
252_048
252_053
Strahlneigungswinkel
252_160
38
Das Abgassystem
wurde an die Anforderungen eines Benzin- diesem Motor ein NOx-Speicherkatalysator ver-
Direkteinspritzers angepasst. baut, der die Stickoxide im Schichtladungs-
Betrieb speichert. Sind alle Speicherplätze
Bisher war die Abgasnachbehandlung bei belegt, schaltet das Motorsteuergerät in den
Motoren mit Benzin-Direkteinspritzung ein Homogen-Betrieb um. Dabei werden die Stick-
großes Problem. Das liegt daran, daß mit einem oxide aus dem Katalysator herausgelöst und in
Drei-Wege-Katalysator die gesetzlichen Stick- Stickstoff umgewandelt. Im Homogen-Betrieb mit
oxid-Grenzwerte im mageren Schichtladungs- Lambda 1 arbeitet der NOx-Speicherkatalysator
Betrieb nicht erreicht werden. Deshalb wird bei wie ein herkömmlicher Drei-Wege-Katalysator.
NOx-Sensor
(G295)
Drei-Wege- NOx-Speicherkatalysator
Vorkatalysator
252_054
Geber für Abgastemperatur Abgasrohr (dreiflutig)
G235)
39
Motormanagement
Die Abgaskühlung
Der NOx-Speicherkatalysator kann Stickoxide (NOx) nur in einem Temperaturbereich von 250°C bis
500°C speichern. Damit er sich möglichst oft und lange in diesem Temperaturbereich befindet, wird das
Abgas abgekühlt. Das geschieht zum einen durch eine Abgaskrümmer-Kühlung und zum anderen durch
ein dreiflutiges Abgasrohr.
Die Abgaskrümmer-Kühlung
252_140
40
Der Temperatursensor
Einbauort
Aufgabe
Die Breitband-Lambda-Sonde
(Vorkatalysator)
Einbauort
Aufgabe
41
Motormanagement
Der Vorkatalysator
252_142
Der NOx-Speicherkatalysator
42
Der NOx-Sensor 252_056
Einbauort
Aufgabe
Einbauort
Aufgabe
43
Motormanagement
Der Regenerationsmodus
In diesem Modus werden die eingespeicherten Stickoxide und der Schwefel aus dem NOx-Speicherkata-
lysator herausgelöst und in ungiftigen Stickstoff, bzw. in Schwefeldioxid umgewandelt.
erfolgt, wenn hinter dem Speicherkatalysator die Dabei wird vom mageren Schichtladungs-Betrieb
Stickoxidkonzentration einen festgelegten Wert in den Homogen-Betrieb umgeschaltet, wodurch
überschreitet. Daran erkennt das Motorsteuerge- der Anteil an Kohlenwasserstoff und Kohlenmon-
rät, daß der Katalysator keine Stickoxide mehr oxid im Abgas steigt. Im Speicherkatalysator ver-
speichern kann und die Speicherfähigkeit binden sich beide mit dem Sauerstoff der
erschöpft ist. Der Regenerationsmodus wird ein- Stickoxide und aus den Stickoxiden entsteht Stick-
geschaltet. stoff.
2 Sek.
Homogen-Betrieb
Schichtladungs-Betrieb
252_151
44
Die Regeneration vom Schwefel
ist etwas aufwendiger, weil der Schwefel tempe- Um ihn zu entschwefeln wird für ca. 2 Minuten:
raturbeständiger ist und bei der Stickoxid-Rege-
neration im Katalysator gespeichert bleibt. - vom Schichtladungs-Betrieb in den Homogen-
Eine Entschwefelung wird vorgenommen, wenn Betrieb geschaltet und
die Stickoxidkonzentration nach dem NOx-Spei- - durch Zündzeitpunktverstellung in Richtung
cherkatalysator in immer kürzeren Zeitabständen "spät" die Temperatur des Speicher-
einen festgelegten Wert erreicht. Daraus schließt katalysators auf über 650 °C erhöht.
das Motorsteuergerät, daß die Speicherplätze
des Katalysators vom Schwefel belegt sind und Erst dann reagiert der eingespeicherte Schwefel
die Stickoxide nicht mehr gespeichert werden zu Schwefeldioxid SO2.
können.
Schichtladungs-Betrieb
Homogen-Betrieb
2 Minuten
Zündzeitpunkt „SPÄT“
Schichtladungs-Betrieb
252_152
Fahrten mit hoher Last- und Drehzahl führen automatisch zur Entschwefelung, weil dabei die
notwendige Entschwefelungstemperatur im NOx-Speicherkatalysator erreicht wird.
45
Motormanagement
Die Abgasrückführung
macht den Einsatz eines NOx-Speicherkatalysa- Die rückgeführte Abgasmenge beträgt maximal
tors überhaupt erst sinnvoll. Denn durch die 35 % der gesamten angesaugten Gasmenge.
zugeführten Abgase wird die Verbrennungstem-
peratur gesenkt und es entstehen weniger Dadurch kann der Katalysator über einen länge-
Stickoxide. ren Zeitraum Stickoxide einspeichern und muß
nicht so oft regeneriert werden.
Die Abgasrückführung erfolgt
Es kann länger im kraftstoffsparenden Schichtla-
- im Schichtladungs-Betrieb immer und dungs-Betrieb gefahren werden.
- im Homogen-Betrieb bis 4000 1/min und
mittlerer Last, jedoch nicht im Leerlauf.
- einer Drosselklappe,
- einem Elektromotor und
- dem Potentiometer für
Abgasrückführung (G212).
252_144
Die Entnahme des Abgases erfolgt über ein Ver-
bindungsrohr am Zylinderkopf des vierten Potentiometer für
Zylinders. Abgasrückführung (G212)
Das Motorsteuergerät steuert den Elektromotor
kennfeldabhängig an und betätigt eine
Drosselklappe.
Je nach Drosselklappenstellung strömt jetzt eine
bestimmte Menge Abgas in das Saugrohr und
vermischt sich mit der angesaugten Frischluft.
46
Der Nachschalldämpfer
Auslaßrohre
Ventil
Zwischenrohr
Einlaßrohr 252_076
47
Motormanagement
Die Funktionsweise
= reflektierte Schallwellen
48
Das Kühlsystem
Der 1,4l-77kW Motor hat das elektronisch geregelte Kühlsystem. Mit ihm wird die Kühlmitteltemperatur
kennfeldabhängig zwischen 85 °C und 110 °C geregelt.
Im Teillastbereich Im Vollastbereich
Kühlmittel-Verteilergehäuse
Motorkühlung F265
Ansaugrohr
Kühlmittelpumpe
Zweiwegeventil für
Kühlmittelabsperrventil
Zylinderblock Drosselklappen-
N147
Steuereinheit
Kühlmittelabsperrventil
Schalter für Stellung
Temperaturklappe
F269
Ölkühler
Wärmetauscher für
Heizung
Geber für Kühlmitteltemperatur-
Kühlerausgang G83
Kühler 252_118
Die Temperatur im Kühlsystem hängt von der Motorkühlung. Je nach Temperatur vergrößert
Kühlmittelmenge ab, die durch den Kühler strömt oder verkleinert es den Querschnitt vom Kühler
und dort gekühlt wird. Bestimmt wird die Menge zum Kühlmittel-Verteilergehäuse.
durch das Thermostat für kennfeldgesteuerte
Funktionsplan
252_104
252_105
J271 Stromversorgungsrelais für Motronic Z19 Heizung für Lambdasonde
J338 Drosselklappen-Steuereinheit Z44 Heizung für Geber für NOx
J583 Steuergerät für NOx-Sensor
1 TD-Signal
N70, N127, 2 K/W Leitung
N291, N292 Zündspule 1 - 4 mit Leistungsendstufen 3 Klimakompressor
N18 Ventil für Abgasrückführung 4 Klimabereitschaft
N30-33 Einspritzventil 1 - 4 5 PWM-Signal vom Hochdruckgeber G65
N80 Magnetventil 1 für Aktivkohlebehälter-Anlage 6 CAN-Bus High
N205 Ventil 1 für Nockenwellenverstellung 7 CAN-Bus Low
N276 Regelventil für Kraftstoffdruck 8 Drehstromgeneratorklemme DFM
N290 Ventil für Kraftstoffdosierung 9 Lüftersteuerung 1
N316 Ventil für Saugrohrklappe Luftstromsteuerung 10 Lüftersteuerung 2
11 Leitung an Klemme 50
P Zündkerzenstecker 12 Leitung an Türkontaktschalter
Q Zündkerzen 13 Leitung an Airbag
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Prüfen Sie Ihr Wissen
b) ... jeweils optimalen Einstellung der internen Abgasrückführung bezüglich Emissionen und
Verbrauch
b) Die Plasmabeschichtung verringert die Reibung zwischen den Kolbenringen und der
Zylinderlauffläche.
c) ... den Kraftstoff und die Frischluft gezielt zur Zündkerze zu leiten.
a) Der Kraftstoff wird durch die Kraftstoffmulde des Kolbens und die walzenförmige Luftströmung
zur Zündkerze geleitet.
b) Der Kraftstoff wird im letzten Drittel des Verdichtungstaktes direkt in den Zylinder eingespritzt.
c) Zum Zeitpunkt der Zündung hat sich im Brennraum eine innere Schicht mit zündfähigem
Gemisch und eine äußere Schicht mit Luft und rückgeführten Abgasen gebildet.
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5. Welche Aussagen zum Homogen-Betrieb sind richtig?
c) Beim Homogen-Betrieb wird der Kraftstoff während des Ansaugtaktes direkt in den Zylinder
eingespritzt.
a) Durch die betätigte Saugrohrklappe strömt die Ansaugluft walzenförmig (tumble) in den
Zylinder.
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Spezialwerkzeuge
Spezialwerkzeuge
252_149
252_133
252_134
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55
1.) b,c
2.) a,b
3.) c
4.) a,b,c
5.) a,b,c
6.) a,c
7.) b,c
8.) a
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