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Einführung in Die Medienpädagogik Sitzung 8 (9) 12.12.22 Sitzung 8 (9) : Medientheorien (MC Luhan)

Das Dokument behandelt die Medientheorie von Marshall McLuhan und stellt seine zentralen Thesen vor. McLuhan sah Medien als eine Erweiterung menschlicher Sinne und Körperfunktionen. Er prägte den Satz 'Das Medium ist die Botschaft' und vertrat die Ansicht, dass Medien die menschliche Wahrnehmung prägen.

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Einführung in Die Medienpädagogik Sitzung 8 (9) 12.12.22 Sitzung 8 (9) : Medientheorien (MC Luhan)

Das Dokument behandelt die Medientheorie von Marshall McLuhan und stellt seine zentralen Thesen vor. McLuhan sah Medien als eine Erweiterung menschlicher Sinne und Körperfunktionen. Er prägte den Satz 'Das Medium ist die Botschaft' und vertrat die Ansicht, dass Medien die menschliche Wahrnehmung prägen.

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Einführung in die Medienpädagogik Sitzung 8(9) 12.12.

22

Sitzung 8(9): Medientheorien (Mc Luhan)

Die Medientheorie wurde mit der Zeit zu einem ernstzunehmenden Bestandteil der
Wissenschaften. Diese Entwicklung hängt mit der wachsenden Bedeutung der
Medientechnologie zusammen, denn in keinem Bereich wird heutzutage ohne die
Medien gearbeitet. Sie dienen nicht nur zu Kommunikations- oder
Informationszwecken, sondern sind auch wichtiger Bestandteil, wenn es um
Organisation geht. Im Folgenden soll es allerdings um eine Zusammenstellung von
Ansätzen gehen, deren Gemeinsamkeit am ehesten die Bezeichnung
“kulturwissenschaftliche” Medientheorien treffen könnte.
Medien werden immer wieder unterschiedlich betrachtet und interpretiert. Besonders
der Zusammenhang von Medien und der Kultur wird oft unterschiedlich dargestellt.
Marshall McLuhan beispielsweise ist davon überzeugt, dass Medien die menschliche
Wahrnehmung organisieren und somit die Sicht der Welt vorgeben. Er stellt die
Gutenberg-Galaxis, die Epoche des Buches, dem 20. Jahrhundert, dem Zeitalter der
Elektrizität, gegenüber. Als Medium werden aber auch Dinge, wie die
Dampfmaschine, das Rad oder die Videokamera bezeichnet. Diese Bestimmung
begreift Medien als eine Erweiterung oder als Einsatz von Körperteilen oder
-funktionen, welche auf den Körper zurückwirken. McLuhan sieht Medien, technische
Artefakte, die “Wirklichkeit” auf bestimmte Art und Weise erfahrbar machen.
McLuhans Thesen über die Medien erlangten große Popularität. Er brachte auf den
Punkt, was andere nie auszusprechen wagten, nämlich “The medium is the
message”, also “Das Medium ist die Botschaft”. Allerdings waren McLuhan und
seine Thesen eher umstritten, denn während ihn die einen für einen “Wirrkopf”
darstellten, hielten ihn die anderen für einen Hellseher oder “Propheten”. Auch in
Deutschland war McLuhan nicht besonders beliebt, denn große Teile der Linken
lehnten ihn ab und sahen ihn als einen politischen Gegner. Es hieß sogar, er sei zu
jeder Theoriebildung unfähig gewesen und er bringe sein Material nicht auf den
Begriff. Dass weiterhin Kritik an McLuhan und seiner Theorie geübt wird, ist
weiterhin aktuell, allerdings sind seine Theorien häufig Grundlage für andere
Medientheorien. Es gibt kaum eine Medientheorie, welche sich nicht auf McLuhans
stützt.
Jeder weitere Autor oder Theoretiker sucht sich allerdings nur bestimmte Ideen aus
seinen Theorien aus und nutzt diese für die eigene. So wurden also seine Theorien
nicht komplett kopiert, sondern es finden sich immer bloß Bruchstücke in anderen
Theorien. McLuhans Absicht war es außerdem nicht, eine konsistente Theorie zu
präsentieren, vielmehr war er davon überzeugt, dass nach dem Ende der
Gutenberg-Galaxis auch die wissenschaftlichen Methoden, die mit dem Leitmedium
Buch verknüpft waren, keine Gültigkeit mehr beanspruchen konnten. Seine Theorie
hat McLuhan nicht fest in bloß einem Buch zusammengefasst, sondern Äußerungen
zu seiner Methode finden sich in seinen Büchern verstreut. Seine Absicht war, die
Form der Linearität durch die Figur eines Mosaiks zu ersetzen. Es ergibt sich “eine
mosaikartige Konfiguration oder Galaxis”. Seine mosaikartige Verteilung seiner
Theorie lässt viel Raum für Interpretationen, denn man kann sie nicht nur mit der
Entwicklung der modernen Wissenschaft, sondern auch mit weniger naheliegenden
historischen Erscheinungen, wie der Entstehung von Nationalstaaten und dem
Aufkommen mechanischer Technik in Verbindung setzen. Besonders wichtig im
Mosaik ist der Analogieschluss. Denn McLuhans Überlegungen zielen darauf ab,
Lebendigkeit in den Bereichen des Theoretischen zu integrieren.
McLuhan ist davon überzeugt, dass die Offenheit des Ausdrucks, die eine Vielfalt
von Bedeutungen ermöglicht und mannigfache Anschlüsse zulässt, eine große Rolle
für das neue Denken spielt. Vorbilder dafür sieht er im prämodernen Wissen. Es
steht für ihn auch der Ideenreichtum im Vordergrund, der wie bereits erwähnt
mosaikartig entfaltet wird. Wichtig ist auch anzumerken, dass McLuhan immer
danach bestrebt war, den Lesern seiner Texte Freiraum für Interpretationen zu
geben. Das schafft er durch die heterogene, beziehungsweise mosaikartige
Anordnung der Elemente seiner Inhalte. Der Leser wird durch ein ständig
wechselndes Layout, durch Verwendung von Spiegelschrift oder durch fehlende
Seitenzahlen zum Selberdenken animiert.
Um noch einmal zusammenzufassen, können wir sagen, dass McLuhans
Hauptaussage war, dass die Medien eine Art Erweiterung von Körperteilen oder
-funktionen dargestellt werden. Das Rad ist demnach beispielsweise eine
Erweiterung des Fußes und Kleidung könnte dann eine Ausweitung der Haut sein.
Auch hier wird also wieder deutlich, dass Medien mehr Platz für Interpretationen
bieten, als wir vermuten. Das steckt auch hinter den teilweise fragwürdigen
Darstellungen in McLuhans Aufzeichnungen. Das Mosaik, das er darstellt ist für ihn
nämlich mehr als nur ein Durcheinander.

Wenn wir McLuhans Theorien auf Heute übertragen und uns einmal Gedanken
darüber machen, welche Rolle Medien heute für uns spielen, gibt es wieder, wie in
McLuhans Fall unterschiedliche Meinungen und Interpretationen. Medien sind Fluch
und Segen zugleich. Für die einen mögen sie zum Reichtum verhelfen und für die
anderen können sie der Untergang sein.
Das Internet, mit seinen Inhalten, speziell die Sozialen Medien, sind schon lange
umstritten. Zum einen gelten sie als ein guter Zeitvertreib und das Internet kann
durchaus auch positive Auswirkungen auf uns Menschen und beispielsweise unser
Arbeiten haben. Im Schulalltag sind Medien auch kaum mehr wegzudenken. Viele
Inhalte stammen aus dem Internet oder dank dem Einsatz von Medien können die
Lehrkräfte den Schülern mehr Unterstützung bieten oder sich die Arbeit selbst etwas
erleichtern. Auf der anderen Seite können die Medien zerstörend wirken, denn sie
bergen Gefahren. Viele Menschen entwickeln Selbstzweifel, wenn sie in den
sozialen Medien Beiträge sehen, welche nur von perfekten Menschen handeln oder
welche komplett falsche Absichten vertreten.
McLuhan sieht die Medien aber auch als Kommunikationsmittel. Kommunikation ist
ein sehr wichtiges Element in unserem Leben und nicht wegzudenken. Die
Vorstellung, einen Tag ohne Kommunikation auszukommen ist vielleicht nicht sehr
schlimm, aber die Umsetzung wird dagegen bestimmt schwieriger sein. Wir
kommunizieren jeden Tag. Immer wieder auf verschiedene Arten und Weisen.
Darunter kann man auch Nachrichten, Onlinemedien, Printmedien und viele andere
zählen. Alle diese Medien kommunizieren mit uns, oft auch ohne dass wir es
mitbekommen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Werbung. Man sieht Werbung nicht
nur im Fernseher, sondern auch auf der Straße oder besonders häufig in den
sozialen Medien. Ich bin davon überzeugt, dass die Medien unser komplettes Leben
und auch unsere Denkweisen und Meinungen beeinflussen. Denn Medien nennen
sich nicht ohne Grund die vierte Gewalt. Sie haben, wie bereits erwähnt, die Macht
unser Denken und auch unser Verhalten zu beeinflussen. Ein aktuelles Beispiel ist
das Corona-Virus und die vielen Nachrichten und Inhalte, die dazu im Internet und
um uns alle herum kursieren. Man kann sich also vorstellen, dass es zu weniger
Konfrontationen und zu weniger Aufruhr geführt hätte, wenn die Medien sich nicht
intensiv mit dem Thema befasst hätten. Jeder einzelne von uns hat sich durch die
Medien beeinflussen lassen und jeder hat durch sie, sein Verhalten geändert. Die
Macht der Medien lässt sich noch auf viele weitere Themen oder Anlässe
übertragen. Und sie werden sicher in der Zukunft noch viel mehr mit uns, unserer
Umwelt und unserem Denken anrichten.

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