exposé Allemand
Gabriel : Der Erste Weltkrieg bedeutete für
viele Frauen einen starken Einschnitt auch
in gesellschaftlicher Hinsicht. Weil die
Männer an der Front waren, mussten sie
nun deren Rolle in der Familie, aber auch
im Arbeitsleben übernehmen. Mit der
Rückkehr der Männer nach Kriegsende
wurden die Frauen zwar vielfach wieder an
ihre angestammten' Plätze
zurückgedrängt, aber es gab auch viele
junge Frauen, die eine neue Rolle
einforderten? und sich mit neuem
Selbstbewusstsein in der Öffentlichkeit
zeigten.
Das zeigte sich rein äußerlich an der nun
modischen Kurzhaarfrisur sowie an
kürzeren und damit praktischeren Kleidern.
Provokativ rauchten diese Frauen auf der
Straße und in Clubs, dabei durfte die
Zigarettenspitze nicht fehlen - die
gesundheitlichen Schäden des Rauchens
waren damals ja noch nicht bekannt. Auch
Sport treiben - Tennis oder Golf - und Auto
fahren, als vormals männliche
Verhaltensweisen, wurde nun von Frauen
betrieben.
Antoine : Das neue Frauenbild setzte sich
jedoch vor allem in den Städten durch,
während auf dem Land die traditionelle
Rollenverteilung beherrschend blieb. Die
neue Lebensweise konnten sich meist nur
Frauen aus großbürgerlichen oder adeligen
Kreisen leisten.
Politisch war 1919 eine der
Hauptforderungen der Frauenbewegung
mit der Einführung des Wahlrechts für die
weibliche Bevölkerung durchgesetzt
worden. 1925 waren 35 Prozent der Frauen
berufstätig. Hausangestellte und
Verkäuferin waren typische weibliche
Berufe.
Durch die Industrialisierung kamen nun
vermehrt Frauen in die Fabriken und
arbeiteten dort am Fließband. Ebenfalls
nahmen Berufe wie Sekretärin,
Stenotypistin und Telefonistin zu. Eine
wesentlich kleinere Gruppe von Frauen
wurde Tänzerin, Schauspielerin, Künstlerin
oder Schriftstellerin.
Mit der Weltwirtschaftskrise und erst recht
mit der Machtübernahme durch die Nazis,
die ein traditionelles Frauenbild
propagierten, war es mit der „neuen" Frau
erst einmal vorbei.
(Gabriel : je suis d’accord pour dire que les
hommes et les femmes doivent être
traitées également. Malheureusement, ce
n’est pas ce qu’il se passe dans la société.
En effet, il reste encore de nombreuses
inégalités pour les femmes. Elles ne se
font pas respecté ou ne sont pas
appréciés alors juste valeur à cause des
mentalités de certains hommes, et parfois
certaines femmes. Les mentalités doivent
changer. Enfin, je pense quand même que
certaines choses peuvent rester actuel,
comme la galanterie par exemple. ou au
moins que les femmes ne s’indigne pas
quand un homme fait une attention.)
Gabriel: Ich stimme zu, dass Männer und
Frauen gleich behandelt werden sollten.
Leider geschieht dies nicht in der
Gesellschaft. Tatsächlich gibt es immer
noch viele Ungleichheiten für Frauen. Sie
werden dann nur aufgrund der Mentalität
bestimmter Männer und manchmal auch
bestimmter Frauen nicht respektiert oder
geschätzt. Mentalitäten müssen sich
ändern. Schließlich denke ich immer noch,
dass bestimmte Dinge aktuell bleiben
können, wie zum Beispiel die Galanterie.
Oder zumindest, dass Frauen nicht empört
sind, wenn ein Mann sich galant verhalt.