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1 Ladung und elektrisches Feld
1.1 Elektrische Ladung
EBs gibt awei verschiedene Arten der elektrischen Ladung Q:
positiv (+) und negativ ()
Bigenschaften elektrischer Ladung:
# Gleiche elektrische Ladungen stotien sich ab, ungleichartige elektrische
Laulungess zielen sich an,
«# Jede elektrische Laduag ist an eine Masse gebunden,
# Einheit der elektrischen Ladung. 1 C (Coulomb): 1C =
As
# Die clektrische Ladung ist eine Erhaltungsgri6e:
In einem abgeschlossenen System bleibt die Summe aus positiven und
nogativen Ladungen honstant.
«Es gibt cine kleinste ciektrische Ladumg, Jede Ladung ist ein ganzzahliges
Vielfaches dieser Elementarladung ¢ = 1,602177 10-1? C
= siche: Millikan Versuch
# Dic Elementarladung ¢ ist eine Naturkonstante,
Atome sind aus Protonen, Neutronen und Elektronen anfgebaut. Die elek-
trische Ladung dieser Elementarteilehen betriigt:
# Proton: Q= +6
# Elektron: Q = —e
© Neutron: Q=0
1.2 Coulomb-Gesetz
Gleiche elektrische Ladungen stofien sich ab, ungleichartige elektrische Ladun-
gen zichen sich an. Diese Kraftwirkung wird dureh das Coulomb-Gesetz beschirieben.
Die Kraft F zwischen 2wei Punktladungen Qy und Qo im Abstand r betriigt
1 Qa.
an a)
Tre
Die elektrische Feldkonstante eo
stante
Die Coulomb-Kraft wirk: anziehend oder abstoBend, also entlang der Verbindungslinie
F ewischen den beiden Ladungen. Wir schreiben mit
§, 854187-10-1? ist eine Naturkon-
&: Einheitsvektor der Linge 1 m in Richtung von
2)2 Elektrisches Feld
Elektrische Ladungen erzeugen cin clektrisches Feld £(F). Das clektrsche Feld
1 cine Ranmeigenschaft Auf irgendcine Probeladung Qp wirkt in diesem Feld
ine Kraft
F=Qn @)
Die Kraft auf irgendeine Probeladung Qp im Feld einer Punktladung ist also
1 QQ
dreo 7 @
und damit ist F abbiingig ven der Probeladung. Das elektrische Feld der Ladung,
Q ist eine Funktion des Ortes (Raumeigenschaft) und nur noch abbiingig von
der erzengenden Ladung Q:
6)
Diese Gleichung verriit ms vieles iiber die Bigenschaften des elektrostatis-
chen Feldes:
# Ruhende elektrische Ladunges ektrostatisehies Feld.
srzeugen ein
«© Die Feldlinien des elek-rostatischen Feldes beginnen an den positiven Ladun-
gen (Quellen) und exden an den negativen Ladungen (Senken).
= Das elektrostatische Feld ist ein Quellenfeld.
+ Die Foldlnion des lektrstatischen Fedes beschreiben keine geschlossenen
Kreise.
= Das clektrostatische Feld ist wirbelttel, also § (7) = 0.
* Das elektrische Feld mehrerer Punktladungen ergibt sich aus der vekto-
riellen Addition der Einzelfelder = lineare Superposition
Aligemeiner beschreibt dieses das GauBsche Gesetz: Die clektrische Feldstiirke
(im Vakuum) integriert iiber eine geschlossene Oberfliche multipliziert mit: €9
exgibt die von der Oberflicke umschlossene Ladung Q.
fk dA=Q ©)
Dies kann man sich leicht an einer Kugeloberfliche mit Radius r um eine
Punktladung @ plausibel machen. Die Kugeloberfliche betvigt drr?, und E =
eonst., also
fob =o 2 84 @
trea 7?3 Elektrische Spannung und Potential
In einem belibigen (inhomogenen) clektrischen Feld (7) git fr die Kraft aut
eine Probeladung @ an jedem Punkt
(8)
Um die Probeladung im Feld von einem Ort A zu einem Ort B iiber einen
Weg 3 2u verschieben, muss man gegen die Feldkraft eine Arbeit Wap leisten,
Da das Feld inhomogen ist, zerlegen wir dazu ¢ in infinitesimal kleine Schritte:
*
amas fae ®
Dann ist Was gegeben durch das Linienintogral langs des Weges
wo
=-@ | Beds (10)
Da das elektrostatische Feld ein wirbelfreies Quellenfeld ist, gilt fiir einen
seschlossenen Weg
fed=o (a)
= Wap ist unabhiingig vom Weg!
3.1. Elektrische Spannung
Aber Wap ist abhiingig voa der Probeladung. Um eine von der Probeladung,
unabhiingige FeldgréiBe zu erhalten, die bei gegebenem Feld nur noch von der
Lage der Punkte A und B abhingt, definieren wir die clektrisehe Spannung U:
- [re ds ay
U heift die Spanning zwischen den Punkten A und B unl hat die Einheit
Volt. 1V = 14
3.2 Elektrisches Potential
Eine Ladung, die von einem unendlich entfernten Punkt zum Punkt A ver~
schoben wird, hat die potentielle Energie
(13)
‘Um eine von der Probeladung unabhiingige Feldgré8e 2u erhalten, definieren
wir das elektrische Potential cles Punktes A:
ds (4)Damit ist
Was =@-Uae a)
:
0 i Beds (16)
of [Bae fe “) an)
—Q- (A) +Q- o(B) (18)
2: (X(B) — (A) (19)
Also ist die Spannung awischen zwei Punkten die Differenz der Potentiale
‘an diesen Punkten
Uap = 9(B) ~ (A) (20)
Beispiel: Potential im Abstand r von einer Punktladung Q
(21)
22)
(23)
ey
Das Potential einer Punktladung nimmt proportional ! ab. Alle Punkte
gleichen Potentials liegen auf konzentrischen Kugeloberflachen um die Ladung.
Man nennt diese Aquipotentialfichen. Das Potential mehrerer Punktladun-
gen exgibt sich ebenso wie das Feld mebrerer Punktladungen durch lineare Si-
perposition, dh. die Potentiale werden einfach addiert
Achtung: In der Blektrotechnik wird der Nullpunkt des Potential nicht ins
Unendliche sondern auf das Potential der Erde gesetzt. = Erdung4 Elektrische Kapazitat
Ein Kondensator ist cine Anordmug zum Speichern von elektrischer Ladung,
Er bestehit aus zwei elektrisch isolierten Leitern, auf denen sich entgegengesetzt
gleiche Ladungen +@ befinden. Dabei beobachtet man, dass die Spannung U
awischen diesen Leitern proportional zur gespeicherten Ladung Q ist
Q=cU (25)
Dio Proportioalititskonstente C nennen wir Kapazitat. Sie charakterisiert
das Speichervermdgen deo Kondensetors far elektiiche Ledungen. Die Einhell
Ger Kapazitit int Farad, 1F 16
4.1 Kondensatoren
Die cinfachste Bauform eines Kondensators ist der Plattenkondensator. Er
besteht. ans zwei parallelen Leiterplatten. Die Besonderheit dieser Anordnung
ist, dass sich zwischen den Platten eines Plattenkondensators ein (annihernd)
homogenes clektrisches Feld befindet. Das heiBt, die Feldstarke ist tiberall gleich
sgrof und gleich gerichtet. Es gilt
vu
aad
(26)
mit dem Plattenabstand d. AuSerhalh des Kondensatorewischenraumes
ist hingegen B = 0. Die Kapazitit eines Plattenkondensators mit. den Plat-
tenflichen A und Plattenabstand d betragt (im Vakuum)
(27)
4.1.1 Energie des clektrischen Feldes
Um einen Kondensator anfauladen ist eine bestimmte Energie erforderlich, denn
man verschiebt dabei ja "eine Ladung nach der anderen” gegen das Feld der
schon auf dem Kondensator befindlichen Ladungen. Mit der Verschicbungsar-
beit
dW = QEds = Q- dv (28)
ist die gesamte bendtigte Acbeit
‘ v
w [ Quy = yeu? (29)
Lio
Diese Energie befindet sich in dem Raum, den das clektrische Feld ausfillt.
Das elektrische Feld verleily: hier also dem Raum eine potentielle Energie.
4.1.2 Kondensatorschaltungen
Parallelschaltung Schaltet_ man mehrere Kondensatoren parallel, liegt an
allen Kondensatoren die gleiche Spannung, also
u ha... (30)Die Gesamtladung ist gleich der Summe der Ladungen auf den einzelnen Kon-
densatoren
Ques =O + Qa te (31)
ne =CU+QU+. (32)
> Cyee = D> (33)
Reihenschaltung In der Reihenschaltung enthalten alle Kondensatoren die
gleiche Ladung Q. Die Spannungen addieren sich,
Ua tUa+ (an
(35)
(26)
5 Materie im elektrischen Feld
Materie besteht aus Protonen, Elektronen und Neutronen, Protonen und Blek-
tronen sind elektrisch geladen, erfahren also eine Kraft im elektrischen Feld.
Jetzt wollen wir betrachten, was geschieht, wenn man Materie in ein elektrisches
Feld bringt. Dati unterscheiden wir 2wischen Leitern und Nichtleitern.
5.1 Elektrische Leiter
Elektrische Leiter sind Materialien, die elektrischen Strom leiten, also zum
Beispiel Metalle, In Leitern sind die Elektronen der anBersten Schale frei be-
weglich, kénnen sich also frei im Leiter bewegen. Die Protonen und Neutronen
sind inden Atomkernen, die in einer Gitterstruktur an feste Orte gebunden
sind, Was passiert, wenn eia Leiter in ein elektrisches Feld gebracht wird?
Stellen Sie sich das so vor: Sie gehen mit Ihrem Hund spazieren, Der Hund
ist nicht an der Leine, kann sich also frei bewegen. Also: Sie sind der Atomkern,
und der Hund ist das Elektron, Der Hund wird um Sie herumlanfen, mal hier
und da schniiffeln. Die Hurde aller Leute sind gleichmaig verteilt. Und dann
kommt ein Hase (das elektrische Feld). Was machen die Hunde? Sie laufen
natiirlich alle dem Hasen hinterher. Also sind plitzlich in der Nahe des Hasen
viel mehr Hunde als wo der Hase nicht ist, dort sind jetzt mehr Leute als Hunde.
Genau das gleiche passiert auch im Leiter im elektrischen Feld: es gibt eine
Ladungstrenmung. Die Blektronen im Leiter werden so lange bewegt, bis das
Innere des Leiters feldirei ist und sich positive und negative Ladungen auf den
centgegengesetzten Oberflichen des Leiters angesammelt haben. Im Inneren des
Leiters gleicht also das Feld der getrennten Ladungsinenge das fiuSere elektrische
Feld exakt aus. Diesen Vorgang nennt man Influenz.
5.2 Dielektrika
Nichtleiter oder Isolatoren sind Materialien, die elektrischen Strom nicht leiten.
Hier sind die Elektronen nicht frei beweglich, sondern an die Atome gebunden,Im unserer Analogic sind Nichtleiter also Leute, dic Ihren Hund an der Leine
haben. Auch diese Hunde laufen um ihre besitzer herum und schniffeln hier
und da, Und was passiert, wenn ein Hase kommt? Aue hier laufen dann alle
Hunde in Richtung des Has, aber nur so weit, wie ihre Leine ist. Also stehen
Jetzt die Hunde aller Leute auf der gleichen Seite, wo der Hse ist, und belle.
Im Nichtleiter wird auf diese Weise auch ein Gegenfeld E, induziert, es ist
aber im Unterschied zum Leter nicht so stark, dass es das dufere elektrische Feld
By ganz ausgleichen konnte. Also geht das fiuSere elektrische Feld, wenn auch
abgeschwiicht, durch den Nechtleiter durch, Daher nennt man einen Nichtliter
‘auch Dielektrikum, abgeleitet vom griechischen Wort dia = durch.
Bringt man ein Dielektrikum in einen mit der Ladung Q geladenen Konden-
stor, so ist durch das Dielcktrikum die Feldstirke kleiner
E=E,-E, (37)
Dadurch ist dann auch U' < Up, was bedeutet, dass die Kapazititt des Konden-
sators sich durch das eingelwachte Diclektrikum vergrBert.
Q
C=G>O (38)
Def: Dielektrizitatszabl
c
o=G (39)
Die Diclektrizitiitszahl (auch Permittivitiitszahl genannt) ist eine Materialkon-
stante, Man kan sie in Tabellen nachschlagen, Piir Luft ist ¢- = 1,000594 = 1.
Damit ist die Kapazitait eines Plattenkondensators, dessen Zwischenraum,
von einem Dielektrikum ausgefiillt wird, gegeben durch
A
C= 605 (40)
Allgemein kann man in allen Gleichungen bei Anweserheit eines Dielek-
trikums é durch €,¢ ersetzen.
5.3 Elektrische Flussdichte
Auch wenn wir sie hier nichs bendtigen, méchte ich der Vollstéindigkeit die elek-
trische Flussdichte D definieren, Sie bedeutet anschaulich so etwas wie “die
Anzahl der elektrischen Feldlinien, die durch eine Flicheneinheit gehen”.
B= eeoB (4)
umtzahl der Feldlinien durch,
Der Blektrische Fluss wire dann "die Ges
eine Fliiche A”
we / Beda (42)
W ist maximal, wenn E senkrecht zur Fliche steht, und = 0, wenn E' parallel
‘aur Fliiche steht.2 Elektrischer Strom
Elektrischer Strom ist die Bewegung clektrischer Ladung.
aQ
5a w
Die Elektrische Stromstarke J ist das Verhiltnis der elektrischen Ladung dQ,
die im Zeitranm dé durch den Leiterquerschnitt hindurehfieBt, und dT ist
cine skalare Grae.
© Einheit: [I= @/2UA (Ampere) SI-Basiseri8e
«© Elektrische Strime flieBen ni it geschlossenen:Leiterkreisen.
# Technische Stromrichtung: aus historischen Griinden die Bewegungstich-
‘tung positiver Ladungen vo Pluspol zum Minuspol, Elektronen bewegen
sich in entgegengesetzer Richtung,
Wir haben schon gelern, dass elektrische Ladung immer an Masse gebunden
ist. Es bewegen sich beim elektrischen Strom also geladene-Teilehen. Diese
nennt man Ladungstriger. Je nach Material kénnen das z.B, Elektronen sei
coder auch Tonen,
‘Was:verursacht die'Bewegung der elektrischen Ladung? ‘Rim (esternies) @lok-
trisches Feld fibt anf Lachungstriiger eine Kraft F— QE ans,
2.0.1 Wirkungen des elektrischen Stromes
Wirkungen des elektrischen Stromes
© Erwiirmung: Ein vom Strom durehflossener Leiter erwiiemt sich.
© magnetische Krifte: Ein stromdurchflossener Leiter lenkt eine Magnet
nadel ebenso ab wie ein Danermagnet.
# chemische Vorgiinge (nleitfihiger Fliissigheit)
Messung des elektrischen Stromes iiber seine Wirkungen.
2.1. Elektrischer Widerstand
Modellvorstellung: In Metallen bewegen sich die freien Elektronen unter dem
Einfluss des elektrischen Feldes, Sie werden (gerichtet) beschleunigt stoBen aber
hhach kurzer Strecke immer wieder mit- den Elektronenwolken der Gitteratome
musammen. Nach jedem Sto8 beginnt die Beschleunigung durch das fiuBere Feld
Das bedoutet: Jeder Leiter setzt der Bewegung der Ladungstriiger cinen
elektrischem Widerstand Rentgegen. Vgl. Reibung in der Mechanik!
Bei konstanter Tempera'ur gilt das Ohmsche Gesetz
U
Raz 2)
Binheit: (RSI
V/A = 19 (Ohm)Fir einen Leiter der Linge I mit Querschnitt A gilt:
ae 3
R=4 @)
Dabet ist p der spesifsche elektrische Widerstand. pis eine temperaturabhingige
Materialkonstante,
2.2 Elektrische Arbeit und Leistung
Mit W = QU und dQ = ede erhalten wir
aw =U Todt “
Also gilt ir die elektrisehe Leistung
aw .
re (5)
und fiir einen Gleichstram T= ¢onat. ist
WeU-r-t ©
2.3 Kirchhoffsche Gesetze
Vokabeln:
Netawerk System von elektrischen Stromkreisen
Knotenpunkt Punkt, in dem mehrere Zweige eines Netawerkes zusammenlauien
Masche beliebiger geschlossener Strombreis innerhalb eines Netzwerkes
Knotenregel
In einem Knotenpunkt ist die Summe aller zu und abflieBenden
Stréme gleich Null
Da=0 7)
Das ist cine Folge der Ladungserhaltung: Alle Ladung, die in’einen Knoten
‘hinein geht, muss auch wieder herans,
Maschenregel
Fiir jede Masche ist die Summe der Quellenspannungen gleich der
Summe der Spannungsabfille
Los = LR ®
Das ist nichts anderes als die Bnergicerhaltung, denn die Coulombkraft
ist eine konservative Kraft und besitzt ein Potential.
Zur praktischen Berechmung legt man sich fiir eine Masche einen Umlaufsinn
fest (egal wie), dann addier; man alle Teilspannungen: Spannungsquellen zit
man positiv, wenn sie im Unlaufsinn von Minus nach Plus gehen, sonst negativ,
Spannungsabfille ziblt man positiv, wenn im Umlaufsinn I positiv istx
ac!
>.
2.3.1 Reihen- und Parallelschaltung von Widerstiinden
In einer Reihenschaltung von Widerstdnden haben wir keinen Knotenpunkt,
also flieBt durch alle Widerstiinde der gleiche Strom,
Knotenregel T= = o
Mascienregel Uses =U, + U2 (10)
=> [Rges = TR, + TRz = (Ri + Ro) (i)
= Reyer = Ri + Re (12)
Aloo addioron sich in Reiho goschaltoto Wideretinde.
Rea = Re (a3)
In einer Parallelschaltung liegt an jedem Widerstand die gleiche Span-
nung, aber der Strom teilt sich auf.
Maschenregel — U = Uy = Up (4)
Knotenregel Iyer =i + a (15)
U UU
(Lid
cam tm (atm) a
intend
ity dt 1"
Roya YR an
As dren sich bet parlelgechalteten Widerstinden die Kehrwerte
vr
fas 18)
Ba DR Cy
Die Rechenregeln fiir Widerstiinde sind also genau umgekehrt wie bei Kon-
densatoren.
2.3.2 Messung von Spannungen, Stromen und Widerstanden
Messgerite bestchen auselestrischen Schaltungskomponenten und haben immer
cinen Innenviderstane!. Dart verfilschen sie die Messungen. Was bedeutet dies
fiir die Messung von Strémen, Spannungen oder Widerstanden? Die folgenden
Uberlegungen sind eine schéne Anwendung der Kirchhoffschen Gesetze
Un die Spannung zt messen, die jiber einem Widerstand abit, mss man
nach der Maschenregel das Voltmeter parallel zum Widerstand schalten. Damit
ist —
R+R
Damit die Messung moglichst wenig verfilscht wird, muss also Ry 3 R sein,
Um den Strom zu mesien, der durch einen Widerstand flieft, muss ich
nach der Knotenregel das Amperemeter in Reihe mit dem Widerstand schal-
ten, Damit ist
Rye (19)
Ry = Rt (20)
Damit die Messung moglichst wenig verfilscht wird, muss Ry < R sein.
Wenn man um einen Widerstand zu bestimmen einfach U und I misst,
verfilscht man sogar zweifach die Messung, Genauer geht es durch eine Vergle-
ichsmessung tiber eine Messbriicke,= Sirommessung wt Sf.
eid Ty” i a) 1, adit Te
65-68 -o— kndentgial Ty -te SA
Real Bge Oe eR = Ra Schelpe
eee &= Ra=ze J0
2.3.3 Spannungsquellen
Auch reale Spanningsquellen haben einen Innenvderstand> Jede Spann
ist durch thre Quellenspanning Und ihren Innenwiderstand Rj gekennzcich-
net, Wenn ein Strom flie6t fle cine Spannung an diesem Innenwiderstand ab,
und die Klemmenspannung U, sinkt um diesen Betrag.
Koulenvegel = T deuralt sled
Uy = IR, +IR, (21)
Uy = TR = Uy = TR; (22)
Wenn Tso gro8 wird, dass Uy = IR;, wird die Klemmenspannung Null. Dies
nent man einer Kuraschluss.
Ciicarsecnteaa (23)
Der Tnisienivide#StiidRjkann bestimmt werden, indem man die lemmenspan-
nung Uy. bei zwei verschiedenen Stromstiirken miss.
Una — Una =
LR, — (Uy BR) = (lo — HRs (24)
(25)Tesla
1Nlen
Laas Durch(lubegecpseh,
3 Magnetfeld
Ruhende elektrische Laduagen Bewegte clektrische Ladungen
sind die Quellen elektrostatischer erzeugenzusitzlich Magnet
Felder. felder.
‘© Magnetfelder werden durch eloktrische Stréme oder durch Permianientmagneten erzeust.
‘* Das Magnetfold von Permanentmagneten berult auf der Bewegung der Blektronen inner-
hhalb der Atome.
¢ deder Magnet hat einen Nord- und einen Siidpol, Es gibt keine einzelnen magnetischen
Ladungen (Monopole), sondem nur magnetisele Dipole.
‘© Magnetfelder sind Wirbelfelder
Die magnetischen Feldlinien eines geraden stromdurchftossenen Leiters sind konzentrische Kreise,
deren Ebenen senkrecht zur Stromrehtung liegen mit dem Leiter im Mittelpunkt.
Ein Kreisstrom wirkt wie ein Kleiner Stabmaguet oder magnetischer Dipol, der senkrecht zur
Kreisebene steht.
Das Magnetfeld einer zylindrischen stromdurehflossenen Spule entspricht dem eines Stabrag-
neten,
3.50 Magnetfeld
a) eines stromdurchflossenen, geraden Leiters
b) einer Leiterschleife
©) einer Spule
Def: Die Richtung der Feldlinien (cuBerhalb der Spule) ist vom Nordpol zum Stidpol.
Magnetfeldinien
3.1 Magnetische Feldgrégfen_
Die magnetische Flufdichte B, beschreibt die Kraftwirkung des Magnetfeldes.
Die magnetische Feldstiirke Hist vom Material unabhiingig. Im Allgemeinen haben Hf und B
die gleiche Richtung (auBer in Ferremagnetika). Es gilt
ind geschlossene Linen. Das Magnetfeld ist also ein quellenfreies Wirbelfesd!
B= pot a
(Val. elektrische Feldstiirke E und elektrische Flussdichte D)sen
Nideel
Lobaltt
Die Magnetische Feldkonstante ist sine Naturkonstante: jig = 4+ 10-7 Vs/Am. Pir fast alle
Materialien aufer Ferromagnetiba ist pry © 1.
Der magnctische Fluss durch cine Fliche A ist die Flussdichte B integriert iiber die Pliche A:
a= f B-aa °)
3.2. Durchflutungsgesetz
3.2.1 Magnetfeld eines stromdurchflossenen (unendlich langen) geraden Leiters
Rechte-Hand-Regel (Skizze)
Eom Relig dus Daurens
loon in Rid de Wad @)
«)
Das stationire magnetsche Feld eldtrischer Stréme ist ein qulleyeies Wirbelftd (oboe, uel)
Rain Anfang) Koin End
3.2.2 Magnetfeld einer Zylinderspule
Das Magnetfeld im Inneren einer Zylinderspule ist homogen, auBerhalb der Spule ist Ht * 0.
g flip das Integral iber eine geschlossene Feldlinie
fied= [naman 6)
lo
ot en, El 6
\Worsdumn H=> ©)
3.2.3 Verschiebungsstrom
Nicht nur Stréme kénnen Magnetfelder erzeugen, sondern auch die Anderung des elektrischen
Feldes. Bei zeitlich nicht konstanter Feldern gibt es dafiir einen weiteren Term in der Gleiehang,
des Durchflutungsgesetzes. Da die weitliche Anderung des elektrischen Feldes damit die gleiche
Wirkung auf das Magnetfeld hat wie ein Leitungsstrom, nennt man sie ” Verschiebungsstrom”
fitei= [Baz o
Wie kann man das verstehen? Wenn man einen Kondensator auflidt, dann fliefen der einen
Seite Elektronen in den Kondensator hinein und werden auf der einen Platte gespeichert, Yon
der anderen Platte fliefen Elektronen ab und aus dem zweiten Anschluss des Kondensarors
+ KE Kon densohir Clady.
ne Feldey
+ Gliegh nes in der Kindentlor ein, cette feo , aer in Kendenghr
{liegt Yen I
Skend Diedl sich anf > €-Feld im Kendensebor wird immer gyiporA usdhen
T und letter
4
u aE wie wie od Strom
heraus. Das sieht von aufen fast s» aus, als wiirde durch den Kondensator ein Strom fliefen,
aber die Kondensatorplatten sind isoliert. Es kann kein Strom zwischen den Platten fliefen.
Was zwischen den Platten passiert, st aber, dass sich durch die Aufladung des Kondensators ein
cloktrisches Feld aufbaut- und immes stiirker wird.
3.3 Lorentzkraft |
3.3.1 Kraft auf bewegte Ladungstriiger im Magnetfeld
Poin «)
Die Lorentzkraft wirkt senlerecht 2.x mamentanen Rewegungsrichtung des Ladungstrigers und
senkrecht zu B. (Rechte-Hand-Regel)
Wenn # und B senkrecht: aufeinander stehen, gilt fiir den Betrag Fy = quB, wenn 7 und B
parallel sind, ist Fi, =0. Allgemein ist Fi, = qui B = quBsina, wobet a der Winkel “re a
tind B ist. - 49 Pgeprsale
3.3.2. Bahnen von geladenen Teilchen im Magnetfeld
Bine Kraft, die senkrecht zu 0 steht bewirkt
Radialbeschleunigung. Die Lorentzkraft wirkt
also als Zentripetalkraft, und geladene Teilehen bewegen sich damit im Magnetfeld anf Kreis
babnen,
Fi = Fr (9)
B= (10)
3.3.3. Kraft auf einen stromdurchflossenen Leiter im Magnetfeld
In der obigen Gleichung = qoBsina ersetzen wir @ = Lt. Dabei ist gleich der Linge des
Leiters U geteilt: durch die Driftgeschwindigkeit der Blektronen v, womitigiasdees, Damit erhalten
wir fir die Lorentzkraft auf einen stromdurchlossenen Leiter
Ay=quBsina = 1B sina —AWBsina (1)
Allgemein gilt fiir Kraft auf einen stromdurchflossenen Leiter im Magnetield
dP =1dtx B (12)
Damit kann man dann auch @i@UKraitawisehenaweitparallidlen Stromlivenmbereehnen. Der
Abstand der Leiter betrage r.
UBL cin Magnetield der Flussdicite B= pigH = 44 senkrecht zum Leiter. Auf Ip wikt
dann die Lorentzkraft F = I21B, Damit ist
pol tat
‘oar
13)
1 | th F von auf Zy
=
24,08 Si) ~ Ty bp Ze sinker) =p hk L
ama 208
Ly entéegon pur lvoy
®
iw
3.3.4 Hall-Effokt
Bin interessantes Anwendungsbeispiel fiir die Lorentzkraft ist der Hall-Effckt. Befindet sich
cin stromdurchflossener Leiter im Magnetfeld, werden die Ladungstriger durch die Lorentzkraft
innerhalb des Leiters seitlich abgeleakt. Dadurch sammeln sich an den Seitenflichen des Leisers
entgegengesetzte Ladungen an. Diese Ladungsansammiungen wirken wie ein Kondensator ind
erzeugen ein elektrisches Feld Hy quer zum Leiter. Nach sehr kurzer Zeit hat Ey den Wert
erreicht, dass seine Wirkung die Lorentzkraft genau kompensiert.
a Ey = atx B 4)
Ter Leiter habe die Lingo 2, Breiteb und Dicko d. Tas Magnetfeld sei in Richtung von d. Dann
Detrigt damit die Querspannung Uy = Eyb. Mit f= Q¥ und der Ladungstrigerdiehte p= 72
exhilt man fir die Hall Spannung:
Uy = bob =F 1B 105)
Wie man aus dieser Gleichung erkennt, bekomunt man ein stitkeres Messsignal Uy, wenn die
Ladungstrigerdichte p Klein ist. Daher werden hierfiir vor allem schlechte Leiter verwendet, sind.
axwar Halbleiter wie zum Beispiel Silizium.
Damit liisst sich die magnetische Flussdichte B durch eine Messung von I und Uy bestinm
(Hall-Sonde).
(16)
3.4 Tnduktion = Storm yu agergen,
Wie schon im Abschnitt fiber den Verschiebungsstrom erwilint, erzeugt ein zeitabhiingiges (also
sich mit der Zeit veriinderndes elestrisches Feld E(t) cin magnetisches Wirbelfeld. Das gle-
iche gilt auch im umgekehrten Fall: ein zeitabhiingiges Magnetfeld B(t) erzeugt ein elektrisches
Wirbelfeld, Diesen Vorgang nent mandinduktion:
Skisze
- OB 7
fed=- [Far a7)
Diese Gleichung sicht genauso aus wie die Gleichung fir den Verschiebungsstrom, wenn ran
elektrische und magnetische Felder vertauscht, mit einem Unterschied, dem Minuszeichen
Das elektrische Wirbelfeld entsteh: iiberall im Raum um das Magnetfeld (denn es ist eine
FeldgriBe) und lisst sich am bestex messen, wenn man eine Leiterschleife in das Feld bringt.
Zwischen den Enden einer nicht geschlossenen Leiterschleife list sich eine induzierte Spanning
Una messen. Schliebt man die Leiterschleife, flieBt sofort ein Strom, der seinerseits wieder ein
Magnetfeld erzeugt. Diese Riiekkopplung neunt ma S@ISSTEUOGH,
Krafe tn mncgnel(eldDas cloktrische Feld ruhender Ladungen (Blektrostatik) war ein wirbelfreies Quellenfold (Kapi-
tel 1). Die Induktion erzeugt aber elektrische Wirbelfelder, die kein Potential haben, da Uina
abbiingig ist’ vom zuriickgelegten Weg,
a Bat=
Das lisst sich mit dem oben definiect
Vina 4, | Bomoaa as)
agnetischen Fluss © = J, B- da auch schreiben a‘s
de
dt
Bei einer Spule mit N Windungen muss man folglich N-mal iiber den Weg einer Leitersehleife
integrieren und erhilt damit fiir die in der Spule induzierte Spannung
Vina
a
NG (ABeos) (19)
db
at
Vind (20)
Wie kann man Anderung von ® er-eiche
dieser Gren verfindert, also inden man
n? Das ® von drei Gréfen abhiingt, indem man eine
4 die Stiirke des Magnetfeldes veriindert,
‘ die Spule oder Leiterschleife in einem inhomogenen Magnetfeld bewegt,
+ ic Fiche A verindert over (OUR Wik Qraflor g@ yen A 1)
« die Spule oder Leiterscheife im Maguetfeld drehen und damit yindert, — Adest dic,
achhung dirh
Letateres it genau das, was in einem Stromuenerator oder in Trex AMERWAARIS passer
Taassen wir eine Spule mit konstanter Winkelgeschwindigieit w in einem homogenen Magnetic
rotleren (oder wir lassen den Magneten rotieren), 60 erzeugen wir eine Wechselapannung U (0) =
Upsinut.
3.4.1 Lenzsche Regel
Die Lenzsche Regel bestimmt das tiegative Vorseichen im Indduktionsgesetz: Andert sich @, so
wird eine Spannung induziert, dic ihrer Ursache, also der Flussiinderung entgegen wirkt ind
diese zu kompen: icht, Wir haben hier also ein negatives Feedback, denn der damit
induzierte Strom (bei geschlossenem Leiterkreis) erzeugt seinerseits ein Magnetfeld, das der Mag-
notfeldinderung entgegen gerichtet ist
3.4.2. Selbstinduktion
Unter Selbstinduiktion versteht man die Induktionswirkung einer Spule auf sich selbst,
Andert man den Strom I, der durch eine Spule fiesit, dann dindert sich damit das Magnetfeld
B, das von der Spule erzeugt wird. Durch die Anderung des Magnetfeldes wird an der Spule
cine Spannung induziert, die einen Strom I” bewirkt, der der Anderung des Stromes AT entgegen
(feast, [dos B |” [ia =} Son)Tnduhon dd ¥
+ O- tif 962 -eve
ot dy e- 4 (getlerkendesster)
Hall
ee Und= -vt 8
y» fy . .
@ Heating wl heya Cinharesore, 2)
Wen By Bo
Ue 2) Uinda = Vind Su,
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@ easauley (dosiljele 5 Veo er # at dh tub AE =»
V glide Eecbadlungen ye »@Hb M £4 Und= = do 5 (43)
alti tk Aap NN rth Tits vi
gerichtet ist. Also, vergréBert man J, ist J’ negativ, verkleinert man J, ist I’ positiv. Anderungen
der Stromstarke werden also durch Selbstinduktion verlangsamt.
tlich veriinderliches
FlieBt durch eine Spule eine zeitlich verlinderlicher Strom I(t), so erzeugt er ei
Magnetfeld.
Dadurch fndert sich der magnetische Fluss durch alle Windungen der Spule. Nach dem
Induktionsgesetz wird eine Spannung induziert.
2) = BY)-A
(22)
also
NtAdI
Tae
a
cA Syerelre do Spole (24)
heibt Induktivitit einer Spule. Br hingt nur von der Geometrie der Spule und ye ab. Die Einheit
der Induktivitit ist Henry. IH=1Ve/A
Damit erhalten wir das Gesetz der Selbstinduktion
lo (25)
3.4.3 Reihen- und Parallelschaltung von Spulen
(23)
Der konstante Faktor
Reihenschaltung:
Nach der Knot
igel ist 1) = Jz und nach der Maschenregel ist Uy = Ui + Ua. Damit erhilt
jy = ist — tot
Vy —ng—leg ee)
Also ist Ly = Di + Ea und allgemein
SID en)
Parallelschaltung:
Hier ist Uy = U2 ind I,
und damit
U_dly_dh dh UU
Raa a@"hth Cy(30)se
3 kondersaler:
beenn do Sch
Ot Cost fo.
Her gachlossen Used
~
Ug
4
Wenn wir einen Kondensator aufladen, beobachten wir, dass dort kein konstanter Gleichstrom
flieBt. (4) # const. Zu Anfang flieBt ein grofer Strom, und wenn der Kondensator anigeladen ist,
flieBt kein Strom mehr. Wir verbinden einen Kondensator C und einen Widerstand R in Reihe
mit einer Stromquelle. (So etwas nennt man einen RC-Kreis.) Dann engibt die Maschenrege
=A+8 >) %- ap, eg | 0)
c
Une
Nun wissen wir aber, dass 1 = Q, und wenn wir das oben eisotzen, erhalten wit
+ gra = Hr d= MHL ot @)
On tipny ETH
oder, wenn wir die gesamte Gleichuag einmal nach der Zeit ableiten
foe goio-o 9 Hie -L 29
In dieser Gleichung stehen 1(¢) und 7(#), So etwas ist mathematisch geschen fir Sie ein
villig neuer Aufgabentyp: Wir haben keine Gleichung, deren Lasung eine Zahl it, sondern
eine Funktion. Es ist also keine Funktion gegeben, sondern Eigenschaften einer Funktion in
Form einer Gleichung, die aus der Funktion und ihren Ableitungen besteht. Aufgabe ist, die
Funktionsgleichang au bestimmen. So etwas nennt man cine Differentialgleichung (DGL).Da
in obiger Gleichung nur /(¢) und die erste Ableitung vorkommen, ist es eine Differentialgleichang,
1. Ordnung,
Bs gibt verschiedene Lisungsverfabren, um solch eine Differentialgleiehung zu lsen. Am leicht
esten ist es oft, einfach “sehlan zu raten”, Wir haben
a 1
Gil =-zelO. «
die gesuchte Funktion I(t) ergibt also abgeleitet sich selbst mal einer Konstante. Diese Eigen-
schaft hat die Exponentialfunktion. Also mss 1(#)irgendwie die Form einer Exponentialfunkion
haben. Wir schreiben also mglichst allgemein eine Exponentialfunktion hin, Das nennt ran
einen Ansatz (engl. ansatz, educated guess). Dann bilden wir die Ableitung und setzen beides
in die itferentialgeichung ein.
Ansatz:
I= Ae 6)
Dabei sind A umd A unbekannte Konstanten, Man nennt sie Parameter.
ableiten:
A(t) = Ade (6)
cinsetzen
“ @
also ist
(8)Damit haben wir den ersten Parameter bestimmt. Der Strom wird also durch eine Exponential
funktion beschrieben:
I(t) = 9)
Um den zweiten Parameter A zu bestinmen, bendtigen wir ingendeinen Punkt auf dieser Kuve,
also zum Beispiel I{¢ = 0), Das nemt man den Anfangswert (AW)
Beim Aufladen des Kondensators is; fiir ¢ = 0 der Kondensator leer, also Q(0) = 0.
Danmit gilt fir t= 0
Uy
R10) +0 10) = (10)
= 0 einsotzt
()
also ist A= 4¢ und damit haben wir die Funktion 1(t) bestimmt:
uy,
= aot ‘
I(t) = Be (12)
Méchten wir dagegen berechnen, welehe Spannung tiber dem Kondensator liegt, wenden wir
wieder die Maschenregel an: Uy = Up + Ue, also
Jolt) = Uy Un =Uy— R- I(t) = Ug(t — 7%") a3)
Entladen eines Kondensators
‘Wenn wir einen Kondensator in ei “Kreis entladen, dann ist der Kondensator zu An-
fang. anfgelacen, also Q(o) = CU. Anstatt die freien Klemmen mit einer Spannangsquelle zm
verbinden, schlieBen wir sie kurz, sso U, fallt wes oder wird Null, Auch dieses fiihrt zu der
Differentialgleiehung,
i) + pat =0 (4)
aber diesmal haben wir andere Anfangswerte. Fiir t = 0 haben wir
0= R10) + SO) = R10) + Uy (15)
also ist jetzt 1(0) = —42 und damit erhalten wir
I(t) = —22¢- tet as)
Re I(t) = Uge#* a7)Uqslind =p U4= V2-UL
Ug- lt = RT
Ug - abt) R24)
at
5 Ein- und Ausschaltvorgiinge
Jetzt verbinden wir eine Spule der Induktivitit’ L und einen Widerstand R in Réibié'n
i iaun einen RsKreis, (Anmerkung: Da jede Spule
Vicerstand hat, ist anch eine Spule alleine schon als RL-Kreis
Lrotenredel
Uetee te — T=teeralb gl as)
der Spule induzierte Spannng ist also als Spannungsquelle anzusehen. Da nach dem
sf _Intuktionsgese ist, erhalten wir
“(\? eeeep 1a HH”
oder ae Nomatoa geet
hoa rab toed ™
2 Ttgial Dr a mn ihn tt don
Ty der inhomogenen Gleichung plus die Lisung der homogenen Gleichung
Die
Fiir die spezielle Lésung machen wir es uns leicht und nchmen die konstante Lésung bt
Damit erhalten wir
+ Bese) = 2 sion
t= B cont, (22)
Fiir die Lésung der homogenen Gleichung /(¢) + #1(¢) = 0 machen wir wieder einen ‘Ansa
der Exponentialfinktion:
ryater “
Dann setzen wir I und / in die DGL ein und erhalten
af a
und somit ist die Lisung der homogenen Gleiclng
Die allyemeine Lisung der inhomogmnen Gleichung J) $e 1(0) = 46 also gegeben durch
3
Da ACPO erhalten wir damit- 7 Kosn Spanany shom_esdrallur
der feat ) peo
igh wel Ze
Bei einem meee fie zu Anfang kein Strom, also ist der Anfangswert 1(0) =
Wir setzen in die Gleichung ¢ = 0 ein und erhalten damit
Uy, eo
10) = 5h + Ae (28)
(29)
(30)
(31)
mit der schon oben berechneten Lasung,
Ho) = Act (82)
Vor dem Ausschalten, also fi@220Rie8t nach dem Ohmschen Gesetz der Strom
was gleichzeitig durch cinsetzen von t = 0 dem Parameter A entspricht. Damit haben wir die
Une
ty Ge® (34)
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