TCD / TTCD 6.1 L6 TCD 4.1 L4: Betriebsanleitung
TCD / TTCD 6.1 L6 TCD 4.1 L4: Betriebsanleitung
TCD 4.1 L4
TCD / TTCD 6.1 L6
Betriebsanleitung
EU Stufe IV / US EPA Tier 4
OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 2 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Hinweise
Hinweise Kühlluftzufuhr muss gewährleistet sein. nicht unbeabsichtigt gestartet wird - Lebens-
Eine Haftung des Herstellers für daraus resultie- gefahr!
● Dieser Motor ist ausschließlich für den dem Lie-
rende Schäden ist ausgeschlossen.
ferumfang entsprechenden Verwendungszweck
definiert und durch den Gerätehersteller gebaut ● Bei der Durchführung von Instandhaltungsarbei-
(bestimmungsgemäßer Gebrauch). Jeder ten am Motor ist grundsätzlich die Verwendung
darüber hinaus gehende Gebrauch gilt als nicht von DEUTZ Originalteilen vorgeschrieben. Diese
bestimmungsgemäß. Für hieraus resultierende sind speziell für Ihren Motor ausgelegt und
Schäden haftet der Hersteller nicht. Das Risiko gewährleisten einen einwandfreien Betrieb.
dafür trägt allein der Benutzer. Bei Nichtbeachtung erlischt die Gewährleistung!
● Zur bestimmungsgemäßen Verwendung gehört Die Durchführung von Wartungs- und Reini-
auch die Einhaltung der vom Hersteller vorge- gungsarbeiten am Motor ist grundsätzlich nur bei
schriebenen Betriebs-, Wartungs- und Instand- Motorstillstand und abgekühltem Motor erlaubt.
haltungsvorschriften. Der Motor darf nur von Hierbei ist darauf zu achten, dass die elektri-
Personen genutzt, gewartet und instandgesetzt schen Anlagen abgestellt sind, (Zündschlüssel
werden, die hiermit vertraut und über die Gefah- ziehen).
ren unterrichtet sind. Die Unfallverhütungsvorschriften bei elektri-
Die einschlägigen Unfallverhütungsvorschriften schen Anlagen (z.B. -VDE-0100/-0101/-0104/-
sowie die sonstigen allgemein anerkannten si- 0105 Elektrische Schutzmaßnahmen gegen
cherheitstechnischen und arbeitsmedizinischen gefährliche Berührungsspannungen) sind zu be-
Regeln sind einzuhalten. achten.
● Bei laufendem Motor besteht Verletzungsgefahr Bei der Reinigung mit Flüssigkeiten sind alle
durch: elektrischen Bauteile dicht abzudecken.
– drehende und heiße Bauteile ● Keine Arbeiten am Kraftstoffsystem bei laufen-
– bei Motoren mit Fremdzündung (hohe elekt- dem Motor - Lebensgefahr!
rische Spannung) Berührung unbedingt ver- Nach Stillstand des Motors Druckabbau abwar-
meiden! ten (bei Motoren mit Common Rail ca.
● Eigenmächtige Veränderungen am Motor 5 Minuten, sonst 1 Minute), da System unter ho-
schließen eine Haftung des Herstellers für dar- hem Druck steht - Lebensgefahr!
aus resultierende Schäden aus. Beim ersten Probelauf nicht im Gefahrenbereich
● Ebenso können Manipulationen am Einspritz- des Motors aufhalten.
und Regelsystem Leistungs- und Abgasverhal- Gefahr durch hohen Druck bei Undichtigkeiten -
ten des Motors beeinflussen. Die Einhaltung der Lebensgefahr!
gesetzlichen Umweltschutzauflagen wird damit – Bei Undichtigkeiten sofort Werkstatt aufsu-
nicht mehr gewährleistet. chen.
● Kühlluft-Zuströmbereich zum Gebläse oder – Bei Arbeiten am Kraftstoffsystem sicherstel-
Lüfter nicht verändern. Eine ungehinderte len, dass der Motor während der Reparatur
2 © 2014
OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 3 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Vorwort
Sehr geehrter Kunde Motornummer
Herzlichen Glückwunsch zum Kauf Ihres DEUTZ Bitte tragen Sie hier die Motornummer ein. Sie er-
Motors. leichtern hierdurch die Abwicklung bei Kunden-
Die luft-/flüssigkeitsgekühlten Motoren der Marke dienst-, Reparatur- und Ersatzteilfragen.
DEUTZ sind für ein breites Anwendungsspektrum
entwickelt. Dabei wird durch ein umfangreiches An-
gebot von Varianten sichergestellt, dass die jeweili-
gen speziellen Anforderungen erfüllt werden. Komponenten des Abgasnachbehandlungssystems
Der Motor ist dem Einbaufall entsprechend Bitte tragen Sie hier die Seriennummern der Abgas-
ausgerüstet, das heißt, nicht alle in dieser Betriebs- nachbehandlungskomponenten ein.
anleitung beschriebenen Bauteile sind an Ihrem Mo-
tor angebaut. Dieseloxidationskatalysator
Wir haben uns bemüht, die Unterschiede deutlich
herauszustellen, so dass Sie die für Ihren Motor gel-
tenden Betriebs- und Wartungshinweise leichter fin-
den können. Dieselpartikelfilter
Bitte stellen Sie sicher, dass diese Betriebsanleitung
jedem an Betrieb, Wartung und Instandsetzung des
Motors Beteiligten zur Verfügung steht und der Inhalt
verstanden wird.
SCR-Modul
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an uns, wir be-
raten Sie gerne.
Ihre
DEUTZ AG Hinweise
Technische Änderungen, die der Weiterentwicklung
der Motoren dienen, sind gegenüber den Darstellun-
gen und Angaben in dieser Betriebsanleitung vorbe-
halten.
Nachdruck und Vervielfältigung jeglicher Art, auch
auszugsweise, sind nur mit unserer ausdrücklichen
Genehmigung gestattet.
© 2014 3
OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 4 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Inhaltsverzeichnis
Hinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Schmierölsystem . . . . . . . . . . . . . . . 57
Vorwort. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 Kraftstoffsystem . . . . . . . . . . . . . . . 60
1 Allgemeines . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 SCR. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64
2 Motorbeschreibung . . . . . . . . . . . . . 7 Kühlsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65
Bauart. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 Motorreinigung . . . . . . . . . . . . . . . . 67
Motorabbildungen . . . . . . . . . . . . . . 10 Ansaugsystem . . . . . . . . . . . . . . . . 68
Schmierölschema. . . . . . . . . . . . . . . 20 Riementriebe . . . . . . . . . . . . . . . . . 70
Kraftstoffschema . . . . . . . . . . . . . . . 21 Einstellarbeiten . . . . . . . . . . . . . . . . 72
Kühlflüssigkeitsschema. . . . . . . . . . . . 22 Elektrische Anlage . . . . . . . . . . . . . . 74
Abgasrückführung . . . . . . . . . . . . . . 24 7 Störungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76
Abgasnachbehandlung . . . . . . . . . . . . 25 Störungstabelle . . . . . . . . . . . . . . . . 76
Elektrik/Elektronik. . . . . . . . . . . . . . . 27 Motormanagement . . . . . . . . . . . . . . 81
3 Bedienung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29 8 Transport und Lagerung . . . . . . . . . . 83
Umgebungsbedingungen . . . . . . . . . . . 29 Transport . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 83
Erstinbetriebnahme . . . . . . . . . . . . . . 30 Motorkonservierung . . . . . . . . . . . . . 84
Startvorgang . . . . . . . . . . . . . . . . . 33 9 Technische Daten . . . . . . . . . . . . . . 88
Betriebsüberwachung . . . . . . . . . . . . 35 Motor- und Einstelldaten . . . . . . . . . . . 88
Abgasnachbehandlungssystem . . . . . . . 39 Werkzeuge . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90
Passive Regeneration . . . . . . . . . . . . 44
Stoppvorgang. . . . . . . . . . . . . . . . . 47
4 Betriebsstoffe . . . . . . . . . . . . . . . . 48
Schmieröl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48
Kraftstoff . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50
Kühlflüssigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . 51
SCR-Reduktionsmittel . . . . . . . . . . . . 53
5 Wartung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
Wartungsplan . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
6 Pflege- und Wartungsarbeiten . . . . . . . 57
4 © 2014
OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 5 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Allgemeines
DEUTZ Dieselmotoren
DEUTZ Dieselmotoren und die zugehehörigen Ab-
achten.
Original DEUTZ Teile
Sie zählen können.
Wenden Sie sich bei Betriebsstörungen und Ersatz-
1
gasnachbehandlungskomponenten sind das Pro- teilfragen an Ihren DEUTZ-Partner. Unser geschul-
dukt jahrelanger Forschung und Entwicklung. Das Original-DEUTZ Teile unterliegen den gleichen tes Fachpersonal sorgt im Schadensfall für eine
dadurch gewonnene fundierte Know-how in Verbin- strengen Qualitätsanforderungen wie die DEUTZ schnelle und fachgerechte Instandsetzung unter
dung mit hohen Qualitätsanforderungen ist die Ga- Motoren. Weiterentwicklungen zur Verbesserung Verwendung von Original-DEUTZ Teilen.
rantie für die Herstellung von Motoren mit langer der Motoren werden selbstverständlich auch bei Einen immer aktuellen Überblick über die Service-
Lebensdauer, hoher Zuverlässigkeit und geringem dem Original-DEUTZ Teilen eingeführt. Nur die Ver- Partner in Ihrer Nähe liefert die DEUTZ Homepage
Kraftstoffverbrauch. Es ist selbstverständlich, dass wendung von nach neuesten Erkenntnissen gefer- mit Hinweisen zu Produkt-Zuständigkeiten und Ser-
auch die hohen Anforderungen zum Schutz der Um- tigtem Original-DEUTZ Teilen bietet die Gewähr vice-Leistungen.
welt erfüllt werden. einwandfreier Funktion und hoher Zuverlässigkeit.
Impressum
Sicherheitsvorkehrungen bei laufendem Motor DEUTZ Xchange Austauschkomponenten
DEUTZ AG
Wartungsarbeiten oder Reparaturen nur bei abge- DEUTZ Austauschkomponenten sind eine preiswer-
te Alternative. Selbstverständlich gelten auch hier Ottostraße 1
stelltem Motor durchführen. Sicherstellen, dass der
Motor nicht unbeaufsichtigt gestartet werden kann - wie für Neuteile höchste Qualitätsmaßstäbe. In 51149 Köln
Unfallgefahr! Funktion und Zuverlässigkeit sind DEUTZ Aus-
Germany
tauschkomponenten den Original-DEUTZ Teilen
Nach Reparaturen: Prüfen, ob alle Schutzvorrichtun- gleichwertig. Telefon: +49 (0) 221-822-0
gen montiert und alle Werkzeuge vom Motor entfernt
Fax: +49 (0) 221-822-3525
worden sind. Asbest
E-Mail: [email protected]
Bei Motorbetrieb in geschlossenen Räumen oder Bei diesem Motor verwendete Dichtungen sind as-
Untertage Arbeitsschutzbestimmungen beachten. bestfrei. Bitte verwenden Sie bei Wartungs- und Re- www.deutz.com
Bei Arbeiten am laufenden Motor muss die Arbeits- paraturarbeiten entsprechende Original-DEUTZ
kleidung fest anliegen. Teile.
Nur bei abgestelltem Motor tanken. Service
Wartung und Pflege Die hohen Leistungen unserer Motoren und damit
das Vertrauen und die Zufriedenheit unserer Kunden
Wartung und Pflege sind mitentscheidend, ob der
wollen wir erhalten. Daher sind wir weltweit mit ei-
Motor die an ihn gestellten Forderungen zufrieden-
nem Netz von Service-Niederlassungen vertreten.
stellend erfüllt. Die Einhaltung der vorgeschriebenen
Wartungsintervalle und die sorgfältige Durchführung So steht der Name DEUTZ nicht nur für einen Motor,
der Wartungs- und Pflegearbeiten sind daher unbe- der das Ergebnis ausgereifter Entwicklungsarbeit ist,
dingt notwendig. sondern auch für ein komplettes Service-Paket, das
den optimalen Betrieb unserer Motoren
Insbesondere sind vom normalen Betrieb abwei-
gewährleistet und für einen Kundendienst, auf den
chende, erschwerende Betriebsbedingungen zu be-
© 2014 5
OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 6 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Allgemeines
1 Gefahr
6 © 2014
OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 7 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Bauart Motorbeschreibung
Motortypbenennung Abgasgesetzgebung
2
Diese Anleitung umfasst folgende Motorbauarten Die Motoren dieser Betriebsanleitung erfüllen die
folgenden Abgasemissionsvorschriften A B
TCD 4.1 L4
TCD 6.1 L6 Mit Abgasnachbehandlungssystem
TTCD 6.1 L6 EU Stufe IV
Mot.-Typ Mot.-Nr.
USA EPA Tier 4
TCD/TTCD
T Abgasturbolader Der Motor und das zugehörige EAT-Sys-
tem (Exhaust After Treatment) sind aufein-
TT zwei-stufige Abgasturbo Aufladung ander abgestimmt und über eine
R
© 2014 7
OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 8 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Motorbeschreibung Bauart
2 C
xxxxxx
C
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OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 9 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Bauart Motorbeschreibung
2 1 1 2 left 2
right
© 2014 9
OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 10 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Motorbeschreibung Motorabbildungen
2 TCD 4.1 L4
Industriemotor
11 1 Ansicht von rechts (Beispiel)
1 Verbrennungslufteintritt
2 Keilrippenriemen
3 Spannrolle
10 4 Kraftstoffwechselfilter
5 Schmierölablassschraube
6 Schmierölwechselfilter
7 Schmierölmessstab
9 8 Schmierölkühler
9 Hochdruckspeicher
10 Schmieröleinfüllung
11 Kurbelgehäuseentlüftung
8
2
7
6 3
5 4
10 © 2014
OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 11 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Motorabbildungen Motorbeschreibung
TCD 4.1 L4
Industriemotor
2
Ansicht von links (Beispiel)
1 Verbrennungslufteintritt
2 Kühlflüssigkeitsaustritt
1
3 Kühlflüssigkeitseintritt
4 Abgasaustritt
5 Schmierölablassschraube
© 2014 11
OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 12 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Motorbeschreibung Motorabbildungen
2 TCD 4.1 L4
Landtechnik-Motor
12 1 Ansicht von rechts (Beispiel)
1 Verbrennungslufteintritt
2 Keilrippenriemen
3 Spannrolle
11 4 Kühlflüssigkeitseintritt
5 Schmierölablassschraube
2 6 Schmierölkühler
7 Generator
10 8 Schmierölwechselfilter
9 Kraftstoffwechselfilter
10 Hochdruckspeicher
11 Schmieröleinfüllung
9
12 Kurbelgehäuseentlüftung
6
5 4 3
12 © 2014
OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 13 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Motorabbildungen Motorbeschreibung
TCD 4.1 L4
Landtechnik-Motor
2
Ansicht von links (Beispiel)
1 1 Verbrennungslufteintritt
2 Abgasaustritt
3 Schmierölmessstab
4 Schmieröleinfüllung
© 2014 13
OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 14 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Motorbeschreibung Motorabbildungen
2 TTCD 6.1 L6
Landtechnik-Motor
11 1
Ansicht von rechts (Beispiel)
1 Verbrennungslufteintritt
2 Generator
10 3 Schmierölwechselfilter
4 Keilrippenriemen
2 5 Kühlflüssigkeitseintritt
6 Schmierölablassschraube
9 7 Schmierölkühler
8 Kraftstoffwechselfilter
9 Hochdruckspeicher
10 Schmieröleinfüllung
11 Kurbelgehäuseentlüftung
8 3
6
5 4
14 © 2014
OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 15 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Motorabbildungen Motorbeschreibung
TTCD 6.1 L6
Landtechnik-Motor
2
1
Ansicht von links (Beispiel)
1 Verbrennungslufteintritt
2 Kühlflüssigkeitsaustritt
3 Abgasaustritt
4 Schmierölmessstab
2 5 Schmieröleinfüllung
4 5
© 2014 15
OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 16 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Motorbeschreibung Motorabbildungen
2 TCD 6.1 L6
Landtechnik-Motor
11
1 Ansicht von rechts (Beispiel)
1 Verbrennungslufteintritt
2 Generator
10 3 Keilrippenriemen
4 Kühlflüssigkeitseintritt
5 Schmierölwechselfilter
2
6 Schmierölablassschraube
9 7 Schmierölkühler
8 Kraftstoffwechselfilter
9 Hochdruckspeicher
10 Schmieröleinfüllung
11 Kurbelgehäuseentlüftung
6
5 4 3
16 © 2014
OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 17 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Motorabbildungen Motorbeschreibung
TCD 6.1 L6
Landtechnik-Motor
2
1
Ansicht von links (Beispiel)
1 Verbrennungslufteintritt
2 Kühlflüssigkeitsaustritt
3 Abgasaustritt
4 Schmierölmessstab
2 5 Schmieröleinfüllung
4 5
© 2014 17
OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 18 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Motorbeschreibung Motorabbildungen
2 TCD 6.1 L6
Industriemotor
10 1
Ansicht von rechts (Beispiel)
1 Verbrennungslufteintritt
2 Keilrippenriemen
9 3 Spannrolle
4 Schmierölablassschraube
5 Schmierölwechselfilter
6 Schmierölmessstab
8 7 Schmierölkühler
8 Hochdruckspeicher
9 Schmieröleinfüllung
10 Kurbelgehäuseentlüftung
7
2
6
5 3
18 © 2014
OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 19 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Motorabbildungen Motorbeschreibung
TCD 6.1 L6
Industriemotor
2
Ansicht von links (Beispiel)
1 1 Verbrennungslufteintritt
2 Kühlflüssigkeitsaustritt
3 Kühlflüssigkeitseintritt
4 Abgasaustritt
5 Schmierölablassschraube
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OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 20 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Motorbeschreibung Schmierölschema
2 Schmierölsystem
(Beispiel)
1 Schmierölwanne
2 Schmierölpumpe
13 12 11 10 3 Schmierölkühler
4 Rückschlagventil
5 Umgehungsventil
9 6 Umgehungsventil
7 Druckregelventil
8 Schmierölfilter
9 Hauptschmieröl-Kanal
6 5 3 4 10 Kolbenkühldüse
11 Kipphebel
12 Abgasturbolader
13 Luftpresser
Optional
8 7 2 1
20 © 2014
OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 21 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Kraftstoffschema Motorbeschreibung
7 8 9 10 11
Kraftstoffschema (Beispiel)
1 Kraftstofftank
2
2 Kraftstoffvorfilter
3 Kraftstoffförderpumpe
4 Kraftstoffwechselfilter
5 Kraftstoffzuleitung zum Steuerblock FCU (Fuel
Control Unit)
6 Steuerblock FCU (Fuel Control Unit)
7 Hochdruckpumpe
8 Hochdruckspeicher
9 Injektor
10 Kraftstoffrücklauf zum Kraftstofftank
11 Rücklaufleitung
6 5 4 3 2 1
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OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 22 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Motorbeschreibung Kühlflüssigkeitsschema
2 Kühlflüssigkeitsschema (Beispiel)
Landtechnik-Motor
10
6 11
6 12
6 13 14 15 16 17
1 Kühler
TTCD 6.1 L6
2 Kühler
3 Kühlflüssigkeitspumpe
4 Elektronische Kühlflüssigkeitspumpe
TTCD 6.1 L6
5 Schmierölkühler
6 Kühlflüssigkeitszulauf zur Motorkühlung
x1 x2 x2 x1
7 Zylinderrohr-/Kopfkühlung
8 Ladeluftkühler
TTCD 6.1 L6
T 9 Luftpresser
x2
Optional
10 Anschlussmöglichkeit für Kabinenheizung
11 Dosiermodul
12 AdBlue®-Tank
1 2 3 4 5 6 13 Kühler der Abgasrückführung
14 Temperaturgeber
15 Thermostat
16 Ausgleichsbehälter
x1
17 Ausgleichsbehälter
TTCD 6.1 L6
9 8 7 6 5 4 3 2 1
22 © 2014
OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 23 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Kühlflüssigkeitsschema Motorbeschreibung
6
7 8
6 9
6 10 11 12 13
Kühlflüssigkeitsschema (Beispiel)
Industriemotor
2
1 Kühler
2 Kühlflüssigkeitspumpe
3 Schmierölkühler
4 Kühlflüssigkeitszulauf zur Motorkühlung
5 Zylinderrohr-/Kopfkühlung
6 Luftpresser
Optional
7 Anschlussmöglichkeit für Kabinenheizung
x2 x1
x1 x2 8 Dosiermodul
9 AdBlue®-Tank
10 Kühler der Abgasrückführung
T 11 Temperaturgeber
12 Thermostat
x2
13 Ausgleichsbehälter
1 2 3 4 5 6
x1
6 5 4 3 2 1
© 2014 23
OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 24 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Motorbeschreibung Abgasrückführung
2 Externe Abgasrückführung
Beispiel:
7 8 1 2 3
1 Abgasteilstrom
(ungekühlt)
2 Kühlflüssigkeitsleitung zum AGR-Kühler
3 Steller
(elektrisch betätigt)
4 Kühler der Abgasrückführung
5 Rückschlagventil
6 Kühlflüssigkeitsrücklauf zum Thermostat
7 Verbrennungslufteintritt
8 Abgasteilstrom
(gekühlt)
6 5 4
24 © 2014
OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 25 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Abgasnachbehandlung Motorbeschreibung
Abgasnachbehandlung
Landtechnik
2
12 11 10 9 8 7 6 5 4 1 AdBlue®-Förderpumpe
2 AdBlue®-Tank
3 Kühlflüssigkeitsleitung
zur Vorwärmung des AdBlue®-Tanks
4 Drosselklappe
5 Dieselpartikelfilter
6 Druckgeber
7 NOX-Sensor
8 Differenzdrucksensor
9 Abgastemperatursensor
10 Druckgeber
3 11 NOX-Sensor
12 SCR-Katalysator
13 Dosiergerät
14 Kühlflüssigkeitsleitung
zur Kühlung des Dosiergerätes
15 AdBlue®-Leitung
13
14 15 1
© 2014 25
OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 26 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Motorbeschreibung Abgasnachbehandlung
2 Abgasnachbehandlung
Industriemotor
13 12 11 10 9 8 7 6 1 AdBlue®-Förderpumpe
2 AdBlue®-Tank
3 Kühlflüssigkeitsleitung
5 zur Vorwärmung des AdBlue®-Tanks
zur Kühlung des Dosiergerätes
4 AdBlue®-Leitung
5 NOX-Sensor
4 6 Dosiergerät
14 7 NOX-Sensor
8 Abgastemperatursensor
9 Druckgeber
3 10 SCR-Katalysator
11 Differenzdrucksensor
12 Abgastemperatursensor
13 Dieselpartikelfilter
14 Drosselklappe
1 2
26 © 2014
OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 27 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Elektrik/Elektronik Motorbeschreibung
Elektronische Motorregelung
Beispiel:
2
1 2 3 4 2
5 6 1 Drehzahlgeber über Nockenwelle
2 Steuerblock FCU (Fuel Control Unit)
3 Zentralstecker (für Motorsteuergerät)
4 Ladeluftdruckgeber, Ladelufttemperaturgeber
5 Abgasgegendrucksensor
7 6 Differenzdruck Durchflussmesser
7 Drosselklappe
8 8 Heizflansch
9 Raildruckgeber
10 Drehzahlgeber über Kurbelwelle
11 Schmieröldruckgeber
9 12 Starter
13 Kühlflüssigkeitstemperaturgeber
14 AGR Steller
10
14
11
13
12
© 2014 27
OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 28 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Motorbeschreibung Elektrik/Elektronik
28 © 2014
OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 29 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Umgebungsbedingungen Bedienung
Kaltstarthilfe
● Je nach Motorbauart dienen als Kaltstarthilfe
3
z.B. Glühstiftkerzen, Heizkerzen, Heizflansch,
Flammglühanlage.( 33 )
Kühlflüssigkeit
0 °C ● Mischungsverhältnis Gefrierschutzmittel/
Kühlwasser beachten. ( 51 )
Hohe Umgebungstemperatur, große Höhe
© 2014 29
OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 30 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Bedienung Erstinbetriebnahme
30 © 2014
OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 31 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Erstinbetriebnahme Bedienung
3 2
● Ausgleichsbehälter mit Ventil verschließen.
● Evtl. vorhandene Heizung einschalten und auf 3
höchste Stufe einstellen, damit Heizkreislauf
R befüllt und entlüftet wird.
1 ● Motor starten und warm fahren bis Thermostat
öffnet (Leitung (2) erwärmt sich).
● Motorlauf mit geöffnetem Thermostat 2 - 3 Minu-
ten.
● Kühlflüssigkeitsstand prüfen und ggf.
Kühlflüssigkeit nachfüllen.
Verbrühungsgefahr durch heiße
Kühlflüssigkeit!
Kühlsystem steht unter Druck! Verschluss-
deckel nur im abgekühlten Zustand öffnen.
Sicherheitsbestimmungen und
AdBlue® tanken Kühlflüssigkeitssystem füllen länderspezifische Vorschriften im Umgang
mit Kühlmedien beachten.
Nur bei Motorstillstand tanken. Kühlflüssigkeit muss eine vorgeschriebene
Nur mit AdBlue® betanken! Kühlsystemschutzmittel-Konzentration ha- ● Ggf. Ablauf mit Motorstart wiederholen.
Andere Medien auch Kleinstmengen ben! ● Kühlflüssigkeit bis MAX-Markierung am
(z.B.Diesel) führen zur Zerstörung des Sys- Motor niemals ohne Kühlflüssigkeit betrei- Ausgleichsbehälter auffüllen und Kühlsystem-
tems. ben, auch nicht kurzzeitig! Verschlussdeckel schließen.
Falls z.B. Diesel getankt wurde und in das ● Evtl. vorhandene Heizung einschalten und auf
System gelangt ist, muss das komplette Bestellung von Kühlsystemschutzmittel bei höchste Stufe einstellen, damit Heizkreislauf
AdBlue® Einspritzsystem ausgetauscht Ihrem DEUTZ-Partner. befüllt und entlüftet wird.
werden! ● Füllmenge Kühlsystem beachten ( 88 ).
Wenn das getankte Medium (z.B. Diesel)
nicht in die Leitungen sowie in die ● Anschluss Kühlflüssigkeitsaustritt (2) und
Förderpumpe/Dosiermodul gelangt ist, Kühlflüssigkeitseintritt (1) an das Kühlsystem
genügt ein Entleeren und gründliches Rei- anschließen. Vorlaufleitung (3) vom
nigen des AdBlue® Tanks. Ausgleichsbehälter zur Kühlflüssigkeitspumpe
Auf Sauberkeit achten. bzw. zur Kühlflüssigkeitseintrittsleitung (1)
anschließen.
● Entlüftungsleitungen vom Motor und ggf. vom
Kühler an den Ausgleichsbehälter anschließen.
● Kühlsystem über den Ausgleichsbehälter
befüllen.
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OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 32 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Bedienung Erstinbetriebnahme
3 Probelauf
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OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 33 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Startvorgang Bedienung
Starten
Springt der Motor nicht an und blinkt die 3
Vor dem Starten sicherstellen, dass sich
niemand im Gefahrenbereich des Motors/
Fehlerlampe, dann hat die elektronische
Motorregelung zum Motorschutz die Start- P 0
sperre aktiviert.
der Arbeitsmaschine befindet.
Nach Reparaturen: Prüfen, ob alle Schutz-
vorrichtungen montiert und alle Werkzeuge
Die Startsperre wird aufgehoben, indem
man das System mit dem Zündschlüssel 1
für ca. 2 min ausschaltet.
vom Motor entfernt worden sind.
Max. 20 Sekunden ununterbrochen star-
Beim Starten mit Flammglühkerzen/ ten. Wenn Motor nicht anspringt, nach ei-
Glühstiftkerzen/Heizflansch keine
zusätzlichen Starthilfen (z.B. Einspritzung
ner Minute Pause Startvorgang
wiederholen.
2
mit Startpilot) anwenden. Unfallgefahr! Ist der Motor nach zwei Startvorgängen
Startet der Motor bei automatischer Inbe- nicht angesprungen, Ursache gemäß
triebsetzung des Heizflansches nicht Störungstabelle ermitteln ( 76 ).
ordnungsgemäß (Starter wird durch Fehl-
Motor nicht direkt aus dem kalten Zustand
funktionen in der geräte-/kundenseitigen
in den hohen Leerlauf-/Volllastbetrieb Mit Kaltstarteinrichtung
Elektrosteuerung nicht bestromt), muss der
hochfahren.
Startvorgang komplett abgebrochen wer- ● Schlüssel einstecken.
den (Zündschalter auf AUS stellen, Span-
Sofern möglich, Motor durch Auskuppeln – Stufe 0 = keine Betriebsspannung.
nungsversorgung für den Heizflansch
unterbrechen). von anzutreibenden Geräten trennen.
● Schlüssel rechtsherum drehen.
– Stufe 1 = Betriebsspannung.
– Motor ist betriebsbereit.
● Unterhalb der im elektronischen Motorregler
festgelegten Temperatur beginnt mit dem Ein-
schalten der Zündung die Vorglühphase.
● Der elektronische Motorregler regelt und aktiviert
über die Motorkühlflüssigkeitstemperatur die Be-
stromung der Glühstiftkerzen.
● Schlüssel eindrücken und gegen den Feder-
druck weiter nach rechts drehen.
– Stufe 2 = Starten.
● Schlüssel loslassen, sobald der Motor anspringt.
– Kontrolllampen erlöschen.
Wird der Starter über ein Relais vom elektronischen
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OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 34 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Bedienung Startvorgang
3 Motorregler angesteuert:
● wird die maximale Startdauer begrenzt.
● wird die Pause zwischen zwei Startversuchen
vorgegeben.
– Der Start wird dann automatisch fortgesetzt
● wird ein Starten bei laufendem Motor verhindert.
Ist die Tippstartfunktion programmiert, so reicht ein
kurzer Startbefehl mit dem Zündschlüssel in Position
2, oder falls vorhanden, durch einen Startknopf.
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OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 35 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Betriebsüberwachung Bedienung
Elektronische Motorregelung
Die Zustände werden durch die Fehlerlampe ange-
– Zur Kühlung des Motors zwangsweiser Mo-
torbetrieb mit Leistungsreduktion, wenn nötig 3
mit automatischer Abschaltung.
zeigt:
– Abschaltprozess wird ausgeführt.
Das System überwacht den Motorzustand und sich – Nach Motorstopp kann eine Startsperre vor-
selbst. liegen.
● Funktionskontrolle – Die Startsperre wird deaktiviert, in dem man
– Zündung ein, Fehlerlampe leuchtet ca. das System mit dem Zündschlüssel für ca. 2
2 sek., danach aus. min ausschaltet.
– Keine Reaktion bei Zündung ein, Fehlerlam- – Ggf. werden zusätzliche Kontrolllampen z.B.
pe prüfen. für Schmieröldruck oder die
● Lampe leuchtet nicht Kühlmitteltemperatur eingeschaltet.
– Im Anschluss an den Lampentest zeigt eine – Mit der optionalen Overridetaste in der Inst-
erloschene Lampe einen im Rahmen der rumententafel kann zur Vermeidung kriti-
Kontrollmöglichkeit fehler- und problemfrei- scher Situationen die Leistungsreduktion
en Betriebszustand an. überbrückt, die automatische Abschaltung Anzeigeinstrument
zeitlich verzögert oder eine Startverhinde-
● Dauerlicht rung überbrückt werden. Diese kurzzeitige Mögliche Anzeigen:
– Fehler im System. Deaktivierung der Motorschutzfunktionen ● Farbskala
– Weiterlauf mit Einschränkungen. wird im Steuergerät protokolliert. – Anzeige des Betriebszustandes über Farb-
– Motor muss von einem DEUTZ-Partner Die Motorschutzfunktionen werden in Zusam- bereiche:
überprüft werden. menarbeit mit dem Gerätehersteller und der – Grün = normaler Betriebszustand.
– Bei Dauerlicht hat eine überwachte DEUTZ-Application Engineering freigegeben
– Rot = kritischer Betriebszustand.
Messgröße (z.B. Kühlflüssigkeitstemperatur, und können individuell ausgelegt sein. Deshalb
muss unbedingt die Betriebsanleitung des Geeignete Maßnahmen einleiten.
Schmieröldruck) den erlaubten Wertebe-
reich verlassen. Geräteherstellers beachtet werden. ● Messwertskala
Je nach Fehler kann die Motorleistung vom elek- – Istwert kann direkt abgelesen werden. Der
tronischen Motorregler zum Schutz des Motors Sollwert ist den Technischen Daten zu ent-
reduziert werden. nehmen ( 88 ).
● Blinken
– Schwerwiegender Fehler im System.
– Abschaltaufforderung für den Betreiber. Ach-
tung: Gewährleistungsverlust bei Nichtbe-
achten!
– Abschaltbedingung für den Motor wurde er-
reicht.
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OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 36 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Bedienung Betriebsüberwachung
36 © 2014
OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 37 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Betriebsüberwachung Bedienung
Instrumente/Symbole Bezeichnung
SCR-Funktionslampe
Mögliche Anzeige
Dauerlicht
Maßnahme
AdBlue®-Füllstand überprüfen
3
blinkt (0,5 Hz) SCR-System überprüfen 39
blinkt (1 Hz)
blinkt (2 Hz)
Regenerationslampe Dauerlicht Stillstandsregeneration einleiten 44
blinkt (0,5 Hz)
blinkt (3 Hz)
Aschelampe Dauerlicht Die Aschelampe zeigt an, dass die Beladung des Dieselpar-
tikelfilters mit nicht brennbaren Rückstanden ein kritisches
Niveau erreicht hat und ausgetauscht werden muss. 44
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OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 38 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Bedienung Betriebsüberwachung
3 ●
●
Füllstand des AdBlue® Tanks
Batteriespannung
● Position Gaspedal
● Kraftstoffverbrauch
● Betriebsstunden
Fehlermeldungen werden im Klartext und akustisch
angezeigt, der Fehlerspeicher des Steuergerätes
kann ausgelesen werden.
Eine ausführliche Beschreibung entnehmen Sie bitte
der dem DEUTZ Electronic Display beigefügten Be-
dienungsanleitung.
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OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 39 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Abgasnachbehandlungssystem Bedienung
Selektive katalytische Reduktion (SCR) ● Systemfehler
Im Fehlerfall muss ein akustisches Signal
Stillstandsregeneration
3
Die Harnstofflösung AUS 32 ist in den USA Während der Regeneration entstehen am
und Nordamerika unter der Bezeichnung ertönen. Sollte ein DEUTZ Display zur An- Abgasendrohr Temperaturen von ca.
wendung kommen, verfügt dieses über ein
Diesel Exhaust Fluid (DEF) bekannt. 600 °C.
entsprechendes Signal.
Bei der Stillstandsregeneration stellt sich
Mit dem DEUTZ SCR-System werden die vom Motor Bei der Nutzung einer SCR-Funktionslam-
ein spezieller Motorbetriebszustand ein
ausgestoßenen NOx-Emissionen reduziert pe oder eines kundenseitigen Displays ist
und es ist nicht erlaubt die Maschine
(NOx=Stickoxide). zusätzlich der Einbau eines akustischen Si-
während der aktiven Stillstandsregenerati-
gnalgebers notwendig.
Ein in das Abgassystem eingespritztes Reduktions- on zu benutzen.
mittel, AdBlue® reagiert hierbei im SCR-Katalysator Leistungsreduktion Verbrennungsgefahr!
mit den im Abgas enthaltenden NOx-Emissionen
und reduziert diese zu Stickstoff (N2) und Wasser Tritt ein schwerwiegender Fehler auf, oder wird ein Das SCR System wird bezüglich einer möglichen
(H2O). Fehler nicht behoben, reagiert das System mit einer Kristallisationsbildung überwacht
Leistungsreduktion des Motors. Sobald eine Kristallisation erkannt wird, kommt es
Die Steuerung der AdBlue®-Einspritzmenge erfolgt
über die Motorelektronik. Je nach Fehlerart erfolgt eine ein- oder zweistufige zur Stillstandsregenerationsanforderung.
Leistungsreduktion. Dieses wird durch eine blinkende Regenerations-
Warnstrategie SCR-System lampe angezeigt.
Leistungsreduktion
Die Stillstandsregeneration muss vom Bediener ma-
Die Anzeige und Überwachung des Abgas- Stufe 1 Drehmomentreduktion nuell eingeleitet werden.
nachbehandlungssystems kann je nach
Stufe 2 Drehmomentreduktion Es wird empfohlen, eine notwendige Stillstandsrege-
Motorausführung entweder mit Kontroll-
+ Motordrehzahlbegrenzung neration so schnell wie möglich durchzuführen.
leuchten oder mit einer CAN Schnittstelle
und einem entsprechenden Display Überbrückung der Leistungsreduktion Wird die Stillstandsregeneration nicht durchgeführt,
ausgeführt sein. aktiviert das Motorsteuergerät die festgelegten Mo-
Bitte beachten Sie die Betriebsanleitung Zur vorübergehenden Deaktivierung durch das EAT-
torschutzfunktionen.
des Geräteherstellers. System verursachter Leistungsreduktion steht ein
separater Notfalltaster zur Verfügung. Jede Stillstandsregeneration verdünnt das Motoröl
Um die Richtlinien der Europäischen Union (EU) und in geringem Maße mit Kraftstoff. Die Anzahl der Still-
Diese Funktion steht für einen begrenzten Zeitraum
der Environmental Protection Agency (EPA) einzu- standsregenerationen wird daher überwacht..
zur Verfügung und soll dem Bediener ermöglichen,
halten, reagiert das DEUTZ SCR-System mit einer
die Maschine an einen sicheren Ort zu bringen.
Warnstrategie auf fehlerhaften Betrieb des Abgas-
nachbehandlungssystems. Diese Funktion steht nur bei Motoren der Leistungs-
reduktionsstufen 1 und 2 nach EU Gesetzgebung
Emissionsrelevante Fehler sind:
und der Leistungsreduktionsstufe 1 nach EPA Ge-
● AdBlue® Füllstand setzgebung zur Verfügung.
● Katalysatoreffizienz/Adblue® Qualität
● Manipulation
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OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 40 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Bedienung Abgasnachbehandlungssystem
3 AdBlue ® Füllstand
Beginn der Warnungen ab einem AdBlue® Füllstand unter 15 %.
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OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 41 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Abgasnachbehandlungssystem Bedienung
Katalysatoreffizienz/Adblue®-Qualität
Bei zu niedriger Katalysatoreffizienz (Umsatzrate) werden trotz zuvor erfolgter Betankung, Warnungen an die SCR-Funktionslampe oder optional an das CAN-Display ge-
3
sendet. Warnungen erfolgen auch aufgrund der Verwendung eines falschen Reduktionsmittels.
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OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 42 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Bedienung Abgasnachbehandlungssystem
3 Systemfehler
Systemfehler können Fehler einzelner SCR Komponenten sein, wie z.B. der unplausible Wert eines Nox- oder Temperatursensors. Bei Beeinträchtigung der AdBlue®-
Einspritzung duch einen Systemfehler, wird die Leistung reduziert.
42 © 2014
OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 43 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Abgasnachbehandlungssystem Bedienung
Dieseloxidationskatalysator
Der Dieseloxidationskatalysator hat eine katalyti-
3
sche Oberfläche, durch die im Abgas befindliche
Schadstoffe in unschädliche Stoffe umgewandelt
werden. Hierbei werden Kohlenmonoxide und un-
verbrannte Kohlenwasserstoffe mit Sauerstoff in Re-
aktion gebracht und in Kohlendioxid und Wasser
umgewandelt. Zusätzlich werden die Stickstoffmon-
oxide zu Stickstoffdioxiden umgewandelt.
Für einen hohen Wirkungsgrad sind Temperaturen
> 250 °C notwendig.
Dieselpartikelfilter
Bei der Verbrennung von Dieselkraftstoff entsteht
Ruß, welcher im Dieselpartikelfilter abgeschieden
wird. Bei zunehmender Beladung mit Ruß muss die-
ser regeneriert werden. Das bedeutet, dass der Ruß
im Dieselpartikelfilter verbrannt wird.
Die Regeneration basiert auf einem kontinuierlichen
Regenerationsprozess, der aktiviert ist sobald die
Abgastemperatur von 250 °C am Eingang des Ab-
gasnachbehandlungssystems überschritten wird.
Die Filterbeladung mit Ruß wird permanent durch
das Motorsteuergerät überwacht.
Regeneration
Passives Partikelfiltersystem verbrennt den Ruß im
Filter mit den im Abgas enthaltenen Stickoxiden, die
zuvor im DOC oxidiert werden, dieser Vorgang läuft
kontinuierlich ab, sobald die Abgastemperatur
größer 250°C wird. Das passive Partikelfiltersystem
enthält keinen Brenner. Voraussetzung für die passi-
ve, kontinuierliche Regeneration ist ein ausreichen-
des Verhältnis von Stickoxiden zu Ruß im Rohabgas
des Motors.
© 2014 43
OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 44 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
3 Normalbetrieb
Unter normalen Betriebsbedingungen (Abgastem-
Leistungsreduktion
Die Stillstandsregeneration muss vom Bediener ma-
nuell eingeleitet werden.
Stufe 1 Drehmomentreduktion
peratur > 250 °C) bleibt die Filterbeladung mit Ruß in Es wird empfohlen, eine notwendige Stillstandsrege-
einem zulässigen Bereich und es sind keine Aktio- Stufe 2 Drehmomentreduktion neration so schnell wie möglich durchzuführen, da
nen erforderlich. + Motordrehzahlbegrenzung sich ansonsten der Dieselpartikelfilter weiterhin mit
Ruß belädt.
Die Regenerationslampe ist aus. Überbrückung der Leistungsreduktion
Wird die Stillstandsregeneration nicht durchgeführt,
Unterstützungsmodus Zur vorübergehenden Deaktivierung durch das EAT- aktiviert das Motorsteuergerät, abhängig von der Be-
System verursachter Leistungsreduktion steht ein ladung des Dieselpartikelfilters, die festgelegten Mo-
Während diesem Betriebszustand tritt eine separater Notfalltaster zur Verfügung. torschutzfunktionen.
akustische Änderung des Motorlaufes ein. Diese Funktion steht für einen begrenzten Zeitraum Jede Stillstandsregeneration verdünnt das Motoröl
zur Verfügung und soll dem Bediener ermöglichen, in geringem Maße mit Kraftstoff. Die Anzahl der Still-
Wenn die Betriebsbedingungen des Motors keine die Maschine an einen sicheren Ort zu bringen. standsregenerationen wird daher überwacht..
passive Regeneration erlauben, steigt die Beladung Diese Funktion steht nur bei Motoren der Leistungs-
des Dieselpartikelfilters mit Ruß an. Durchführung der Stillstandsregeneration
reduktionsstufen 1 und 2 nach EU Gesetzgebung
Im Verbrennungslufteintritt befindet sich eine, über und der Leistungsreduktionsstufe 1 nach EPA Ge- Der Motor muss in einen für die Regeneration
das Motorsteuergerät geregelte, Drosselklappe mit setzgebung zur Verfügung. „sicheren Zustand“ gebracht werden:
der die Abgastemperatur zur Regeneration des Die- Stillstandsregeneration ● Den Motor auf einem freien Gelände mit Sicher-
selpartikelfilters angehoben wird, falls diese bei nor- heitsabstand zu brennbaren Gegenständen ab-
malem Betrieb nicht erreicht wird. stellen.
Während der Regeneration entstehen am
Dieses kann der Fall sein wenn: Abgasendrohr Temperaturen von ca. ● Den Motor warmfahren, mindestens 75°C
● Der Motor nur kurze Betriebszeiten hat. 600 °C. Kühlflüssigkeitstemperatur muss erreicht wer-
Bei der Stillstandsregeneration stellt sich den.
● Die Auslastung des Motors nicht hoch ist.
ein spezieller Motorbetriebszustand ein ● Den Motor im Leerlauf betreiben.
Dieser Vorgang wird automatisch durch das und es ist nicht erlaubt die Maschine ● Jetzt benötigt das Motorsteuergerät ein Signal,
Motorsteuergerät aktiviert, es sind keine Aktionen während der aktiven Stillstandsregenerati- welches anzeigt, dass das Gerät sicher geparkt
des Bedieners notwendig. on zu benutzen. ist (Stationär Signal).
Die Regenerationslampe ist aus. Verbrennungsgefahr! Dieses erfolgt, abhängig von der Applikation,
zum Beispiel durch:
Leistungsreduktion Wenn der Unterstützungsmodus keine ausreichen-
de Reduzierung der Rußbeladung erzielt, belädt sich – Betätigen der Feststellbremse.
Tritt ein schwerwiegender Fehler auf, oder wird ein – Einlegen einer festgelegten Schaltstufe im
der Filter weiterhin mit Ruß und es wird eine Still-
Fehler nicht behoben, reagiert das System mit einer Getriebe.
standsregeneration notwendig.
Leistungsreduktion des Motors. ● Freigabetaste betätigen.
Dieses wird durch eine blinkende Regenerations-
Je nach Fehlerart erfolgt eine ein- oder zweistufige Position applikationsabhängig, siehe
lampe angezeigt.
Leistungsreduktion. Gerätehandbuch.
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OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 45 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
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OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 46 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
46 © 2014
OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 47 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Stoppvorgang Bedienung
Nachlaufzeit
3
P 0 Das Steuergerät bleibt noch ca.
40 Sekunden zur Speicherung der System-
daten aktiv (Nachlauf) und schaltet sich
1 dann selbsttätig ab.
Bei Motoren mit SCR-System kann dieser
Vorgang bis zu 2 Minuten dauern, da in die-
ser Zeit die SCR-Leitungen leergepumpt
2 werden müssen.
Deshalb darf die Stromzufuhr des Motors
nicht durch Trennschalter plötzlich unter-
brochen werden.
Abstellen
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OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 48 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Betriebsstoffe Schmieröl
4 Allgemein
Moderne Dieselmotoren stellen sehr hohe Anforde-
auf die Wirtschaftlichkeit des Motors. Grundsätzlich
gilt: je besser die Schmierölqualität, um so besser
http://www.deutz.com
diese Eigenschaften. de \SERVICE \Betriebsstoffe und Addi-
rungen an das verwendete Schmieröl. Die im Laufe tive\Deutz Quality Class\DQC-Freigabeliste
der letzten Jahre ständig erhöhten spezifischen Mo- Die Schmierölviskosität beschreibt das
torleistungen führen zu erhöhter thermischer Bean- Fließverhalten des Schmieröles in Abhängigkeit von en \SERVICE \Operating Liquids and Additi-
spruchung des Schmieröles. Außerdem wird infolge der Temperatur. Die Schmierölviskosität hat nur ei- ves\Deutz Quality Class\DQC Release List
verminderter Schmierölverbräuche und erhöhter nen geringen Einfluss und Auswirkung auf die
Schmierölqualität. Die Auswahl des Schmieröls richtet sich maßgeblich
Schmierölwechselintervalle das Schmieröl durch nach dem Abgasnachbehandlungssystem.
Verschmutzung stärker belastet. Aus diesem Grund Multifunktionsöle werden in verstärktem Maße ein-
ist es notwendig, die in dieser Betriebsanleitung be- gesetzt und bieten Vorteile. Diese Schmieröle haben Für die Motoren dieser Betriebsanleitung sind fol-
schriebenen Anforderungen und Empfehlungen zu gende Schmieröle zulässig:
eine bessere Temperatur- und Oxidationsstabilität
beachten, um die Lebensdauer des Motors nicht zu sowie relativ niedrige Kälte-Viskosität. Da einige
mindern. Zulässige Qualitätsklasse
Vorgänge, die für die Festlegung der
Schmieröle bestehen immer aus einem Schmierölwechselzeiten relevant sind und wesent- DQC III LA
Grundschmieröl und einem Additiv-Paket. Die wich- lich von der Schmierölqualität abhängen (wie z.B. DQC IV LA
tigsten Aufgaben eines Schmieröls (z.B. der Eintrag von Ruß und anderen Verschmutzun-
Verschleißschutz, Korrosionsschutz, Neutralisation gen), darf die Schmierölwechselzeit auch bei Ver- Bei aschearmen Motorenölen, die nach dem DQC-
wendung von synthetischen Schmierölen nicht System freigegeben sind, erfolgt eine entsprechen-
von Säuren aus Verbrennungsprodukten, Verhinde-
gegenüber den Angaben der der Hinweis in der Ölfreigabeliste.
rung von Koks- und Rußablagerungen auf den Mo-
torbauteilen) werden von den Additiven Schmierölwechselintervalle erhöht werden.
DEUTZ-Schmieröle DQC III LA aschearm
übernommen. Die Eigenschaften des Biologisch abbaubare Schmieröle dürfen in DEUTZ- DEUTZ Oil Rodon 10W40 Low SAPS
Grundschmieröls sind indes ebenfalls für die Motoren verwendet werden, wenn sie den Anforde-
Qualität des Produkts mitentscheidend, z.B. rungen dieser Betriebsanleitung entsprechen. Gebinde Bestellnummer:
bezüglich thermischer Belastbarkeit. 20 Liter Behälter 0101 7976
Qualität
Grundsätzlich sind alle Motorenschmieröle gleicher 209 Liter Fass 0101 7977
Spezifikation untereinander mischbar. Mischungen Schmieröle werden von DEUTZ nach ihrer
von Motorenschmierölen sollten aber vermieden Leistungsfähigkeit und Qualitätsklasse (DQC: Schmierölwechselintervalle
werden, da immer die schlechtesten Eigenschaften DEUTZ Quality Class) eingeteilt. Grundsätzlich gilt: ● Die Intervalle sind abhängig von:
der Mischung dominieren. mit aufsteigender Qualitätsklasse (DQC I, II, III, IV)
– Schmierölqualität
Die von DEUTZ freigegebenen Schmieröle sind für werden die Schmieröle leistungsfähiger bzw. hoch-
wertiger. – Schwefelgehalt im Kraftstoff
alle Motoranwendungen ausführlich getestet. Die in – Einsatzart des Motors
ihnen enthaltenen Wirkstoffe sind aufeinander abge- Die DQC Qualitätsklassen werden noch ergänzt um
– Anzahl der Stillstandsregenerationen
stimmt. Deshalb ist die Verwendung von Zusatzstof- die DQC-LA Qualitätsklassen, die moderne, asc-
fen für Schmieröle in DEUTZ-Motoren nicht zulässig. hearme Schmieröle beinhalten (LA = Low Ash). ● Das Schmierölwechselintervall ist zu halbieren,
wenn mindestens eine der folgenden Bedingun-
Die Schmierölqualität hat erheblichen Einfluss auf Oder siehe www.deutz.com gen zutrifft:
die Lebensdauer, Leistungsfähigkeit und damit auch
48 © 2014
OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 49 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Schmieröl Betriebsstoffe
– Dauerumgebungstemperaturen unter -10 °C
(14 °F) oder Schmieröltemperatur unter
°C
4
60 °C (84 °F).
– Schwefelgehalt im Dieselkraftstoff von >0,5
Massen-% . 45
● Werden die Schmierölwechselintervalle inner-
halb eines Jahres nicht erreicht, ist der 40
Schmierölwechsel mindestens 1 x jährlich
durchzuführen. 35
Viskosität 30
Für die Auswahl der richtigen Viskositätsklasse ist 25
die Umgebungstemperatur am Aufstellort bzw. Ein-
satzgebiet des Motors maßgebend. Zu hohe 20
Viskosität kann zu Startschwierigkeiten führen, zu
SAE 15W-40
SAE 15W-30
SAE 10W-30
SAE 10W-40
SAE 5W-30
SAE 5W-40
niedrige Viskosität kann die Schmierwirkung
15
gefährden sowie hohen Schmierölverbrauch zur Fol-
ge haben. Bei Umgebungstemperaturen unter -
10
40 °C muss das Schmieröl vorgewärmt werden (z.B.
durch Abstellen des Fahrzeuges bzw. der Arbeits-
5
maschine in einer Halle).
Die Viskosität ist nach SAE klassifiziert. 0
Grundsätzlich sind Mehrbereichsschmieröle zu ver-
wenden. -5
Bei der Auswahl der Viskositätsklasse ist -10
die vorgeschriebene Schmierölqualität un-
bedingt zu beachten! -15
In Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur
empfehlen wir folgende gängigen -20
Viskositätsklassen.
-25
-30
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OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 50 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Betriebsstoffe Kraftstoff
4 Zugelassene Kraftstoffe
Zur Erfüllung der Abgasgesetzgebung dürfen Die-
nach EN 590 und ASTM D 975. Mit den in dieser Be-
triebsanleitung beschriebenen sonstigen Kraftstof-
fen werden keine Emissionswerte garantiert.
selmotoren, die mit einem Abgasnachbehandlungs-
system ausgestattet sind, nur mit schwefelfreiem Zur Einhaltung von nationalen Emissionsvorschrif-
Dieselkraftstoff betrieben werden. ten sind die jeweils gesetzlich vorgeschriebenen
Kraftstoffe zu verwenden (z.B. Schwefelgehalt).
Die Betriebssicherheit, sowie die Dauerhaltbarkeit
der einzelnen Abgasnachbehandlungstechnologien Bitte wenden Sie sich an Ihren DEUTZ-Partner
ist bei Missachtung nicht gewährleistet. Oder siehe www.deutz.com
Abgasnachbehandlungssysteme http://www.deutz.com
SCR Selective Catalytic Reduction de \SERVICE\Betriebsstoffe und Additive\Kraft-
DPF Dieselpartikelfilter stoffe
en \SERVICE\Operating Liquids and Additi-
Folgende Kraftstoffspezifikationen sind zugelassen: ves\Fuels
● Dieselkraftstoffe
– EN 590 Winterbetrieb mit Dieselkraftstoff
Für den Winterbetrieb werden an das Kälteverhalten
Schwefel <10 mg/kg
(Temperaturgrenzwert der Filtrierbarkeit) besondere
– ASTM D 975 Grade 1-D S15 Anforderungen gestellt. An den Tankstellen stehen
– ASTM D 975 Grade 2-D S15 im Winter die geeigneten Kraftstoffe zur Verfügung.
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OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 51 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Kühlflüssigkeit Betriebsstoffe
Allgemein aufzubereiten.
● pH-Wert zu niedrig:
DEUTZ-Kühlsystemschutzmittel
Spezifikationen Bemerkungen
4
Motor niemals ohne Kühlflüssigkeit betrei- Zumischen von verdünnter Natron- oder Kalilau-
ben, auch nicht kurzzeitig! ge. Kleine Probemischungen sind ratsam. DQC CA-14 silikathaltig auf Basis MEG
● Gesamthärte zu hoch: DQC CB-14 silikatfrei auf Basis organischer
Bei flüssigkeitsgekühlten Motoren ist die Mischen mit enthärtetem Wasser (pH-neutrales Säuren (OAT) und MEG
Kühlflüssigkeit aufzubereiten und zu überwachen, Kondensat, oder mittels Ionentauscher DQC CC-14 silikathaltig auf Basis organischer
da ansonsten Schäden am Motor auftreten können enthärtetem Wasser). Säuren und MEG
durch: ● Chloride und/oder Sulfate zu hoch:
● Korrosion Mischen mit enthärtetem Wasser (pH-neutrales DEUTZ-Kühlsystemschutzmittel
● Kavitation Kondensat, oder mittels Ionentauscher Gebinde Bestellnummer:
● Gefrieren enthärtetem Wasser).
5 Liter Behälter 0101 1490
● Überhitzen Kühlsystemschutzmittel 20 Liter Behälter 0101 6416
Wasserqualität 210 Liter Fass 1221 1500
Bei Mischung von
Zur Aufbereitung der Kühlflüssigkeit ist die richtige Kühlsystemschutzmitteln auf Nitritbasis mit Das DEUTZ Kühlsystemschutzmittel entspricht der
Wasserqualität wichtig. Grundsätzlich ist klares, Mitteln auf Aminbasis bilden sich Qualitätsklasse DEUTZ DQC CA-14
sauberes Wasser innerhalb nachfolgender Analyse- gesundheitsgefährdende Nitrosamine!
werte zu verwenden: Dieses Kühlsystemschutzmittel ist nitrit-, amin- und
phosphatfrei und auf die Werkstoffe in unseren Mo-
Analysewerte min max ASTM Kühlsystemschutzmittel müssen umwelt- toren abgestimmt. Bestellung bei Ihrem DEUTZ-
gerecht entsorgt werden. Partner.
ph-Wert 6,5 8,5 D 1293 Die Hinweise des Sicherheitsdatenblattes
Chlor (Cl) [mg/l] - 100 D 512 sind zu beachten. Steht das DEUTZ-Kühlsystemschutzmittel nicht zur
D 4327 Verfügung, wenden Sie sich bitte an Ihren DEUTZ-
Die Aufbereitung der Kühlflüssigkeit für Partner.
Sulfat (SO4) [mg/l] - 100 D 516 flüssigkeitsgekühlte DEUTZ-Kompaktmotoren er- Oder siehe www.deutz.com
Gesamthärte [mmol/l] 3,56 D 1126 folgt durch Zumischen eines Gefrierschutzmittels mit
(CaCO3) [mg/l] 356 Korrosions-schutzinhibitoren auf Basis von Ethylen- http://www.deutz.com
[°dGH] 20,0 - glykol zum Wasser.
de \SERVICE\Betriebsstoffe und
[°e] 25,0 Freigegebene Produkte werden gemäß den folgen- Additive\Kühlsystemschutz
den DEUTZ-Kühlsystemschutz-Spezifikationen
[°fH] 35,6 en \SERVICE\Operating Liquids and Additi-
zusammengefasst. ves\Cooling System Conditioner
Angaben über die Wasserqualität erteilen die
örtlichen Wasserwerke.
Bei Abweichungen der Analysewerte ist das Wasser
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Betriebsstoffe Kühlflüssigkeit
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SCR-Reduktionsmittel Betriebsstoffe
AdBlue® (Harnstofflösung AUS 32) de Behälter ist unbedingt zu vermeiden.
Fässer dürfen nicht länger als ein Jahr gelagert wer-
4
Die Harnstofflösung AUS 32 ist in den USA den!
und Nordamerika unter der Bezeichnung R
Diesel Exhaust Fluid (DEF) bekannt. Auf die Beständigkeit der eingesetzten Werkstoffe
und Lagerbehälter AdBlue® gegenüber achten.
Beim Umgang mit AdBlue® sind Schutz- AdBlue® gefriert ab -11 °C Umgebungstemperatur.
handschuhe und eine Schutzbrille zu tra- Bei Umgebungstemperaturen unter -11 °C ist eine
gen. Vorheizung des SCR-Systems notwendig.
Verschlucken vermeiden.
Auf gute Belüftung achten. AdBlue®
Auf Sauberkeit achten. Gebinde Bestellnummer:
Reste von AdBlue® müssen umweltge-
10 Liter Behälter 0101 7982
recht entsorgt werden.
Die Hinweise des Sicherheitsdatenblattes 210 Liter Fass 0101 7983
sind zu beachten. AdBlue® Tank
Abgasnachbehandlungssysteme Der AdBlue® Tank darf nur mit AdBlue® gefüllt wer-
SCR Selective Catalytic Reduction den. Ein Befüllen mit anderen Medien kann zur
Zerstörung des Systems führen.
AdBlue® ist eine hochreine,wässrige, 32,5 %ige In diesem Falle muss die Dosierpumpe ausge-
Harnstofflösung, die als NOX- Reduktionsmittel zur tauscht werden.
SCR-Abgasnachbehandlung von Kraftfahrzeugen
mit Dieselmotoren verwendet wird. AdBlue® sollte maximal 4 Monate im Tank bleiben.
Das Produkt wird als AdBlue® oder AUS 32 (AUS: Dieses ist zu dokumentieren.
Aqueous Urea Solution) gekennzeichnet und muss Bei Stilllegung AdBlue® Tank entleeren und reini-
der DIN 70070, ISO 22241-1 oder ATSTM D 7821 gen.
entsprechen. Bitte wenden Sie sich an Ihren DEUTZ-Partner
Die Lebensdauer von AdBlue® ohne
Qualitätsverlust wird durch die Lagerbedingungen http://www.deutz.com
beeinflusst. E-Mail: [email protected]
Es kristallisiert bei -11 °C und über +35 °C setzt eine
Hydrolysereaktion ein, das bedeutet, es beginnt eine
langsame Zersetzung in Ammoniak und Kohlendi-
oxid.
Direkte Sonneneinstrahlung auf ungeschützt lagern-
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OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 54 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Wartung Wartungsplan
Regelwartungsplan
TCD 4.1 L4 / TCD 6.1 L6 / TTCD 6.1 L6
Stufe Tätigkeit Auszuführen durch Wartungsintervall alle ....... Betriebsstunden (Bh)
E10 Erstinbetriebnahme Autorisiertes Fachpersonal Bei Inbetriebnahme neuer oder überholter Motoren
E20 Tägliche Kontrolle Bediener 1 x täglich oder bei Dauerbetrieb alle 10 Bh
E30 Wartung Fachpersonal 500 1) 2) 3)
E40 Erweiterte Wartung I 1.0003)
E50 Erweiterte Wartung II Autorisiertes Fachpersonal 2.0003)
E55 Erweiterte Wartung III 4.0003)
E60 Zwischenüberholung 6.0003)
E70 Grundüberholung 8.000 3) 4)
Bemerkungen
1)
Abhängig vom Einsatzfall kann die Schmierölbeanspruchung zu hoch sein. Hierbei ist das Schmierölwechselintervall zu halbieren ( 48 ).
2)
Angabe für Schmierölwechselintervall, bezogen auf Schmierölqualität DQC III.
3)
Die Anzeige der Betriebsstunden ist durch den Gerätehersteller sicherzustellen. Die Motor-Betriebsstunden werden vom Steuergerät erfasst. Abfrage über den CAN-
Bus und Anzeige in einem Display oder Erfassung/Anzeige durch ein elektromechanisches Zählwerk.
Grundüberholung
4)
Der optimale Zeitpunkt zur Grundüberholung wird stark von der Belastung, den Einsatzbedingungen den Umgebungsbedingungen und der Pflege und Wartung des
Motors während der Betriebszeit beeinflusst.
Ihr DEUTZ-Partner berät Sie bei der Bestimmung des optimalen Zeitpunktes für die Grundüberholung.
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Wartungsplan Wartung
Wartungsmaßnahmen
5
Stufe Tätigkeit Maßnahme Seite
E10 Die Maßnahmen sind im Kapitel 3 beschrieben. 30
E20 Prüfen Schmierölstand (wenn erforderlich nachfüllen) 57
Kühlflüssigkeitsstand (wenn erforderlich nachfüllen) 31
Motor auf Dichtheit und Beschädigung (Sichtkontrolle)
Abgassystem inklusive Komponenten der Abgasnachbehandlung auf Dichtheit 25
Ansaug-Luftfilter/Trocken-Luftfilter (wenn vorhanden nach Wartungsanzeiger warten) 69
Entleeren Entleeren des Wasserauffangbehälters im Kraftstoffvorfilter 63
E30 Prüfen Keilriemen 70
Kühlflüssigkeit (Additive-Konzentration) 65
Erneuern Schmieröl. Eine auf die individuelle Motoreinsatzart abgestimmte optimale Schmierölverwendung/-wechsel- 48 / 57
strategie kann, z.B. mit DEUTZ Öl-Diagnose, erstellt werden. Fragen Sie hierzu Ihren DEUTZ-Partner.
Schmierölfilter/-einsatz (bei jedem Schmierölwechsel) 58
Filtereinsatz der AdBlue® Förderpumpe 64
E40 Prüfen Ladeluftkühler Eintrittsfläche (Schmieröl-/Kondenswasser ablassen)
Batterie und Kabelanschlüsse 74
Keilrippenriemen und Spannrolle 70
Motorlagerung (wenn erforderlich nachziehen, bei Beschädigung erneuern)
Befestigungen, Schlauchverbindungen/Schellen (bei Beschädigung erneuern)
Erneuern Kraftstofffilter-Einsatz 61
Kraftstoffvorfilter mit Wasserabscheider. Bei Ansprechen der Warnanlage (Lampe/Hupe) ist ein sofortiges 63
Entleeren der Wasserabscheiderbowle notwendig.
Ansaug-Luftfilter/Trocken-Luftfilter (wenn vorhanden nach Wartungsanzeiger warten) 69
E50 Einstellen Ventilspiel 72
E55 Erneuern Keilrippenriemen und Spannrolle 70
E60 Erneuern Kurbelgehäuse-Entlüftungsventil
Reinigen Abgasturbolader Verdichteraustritt
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Wartung Wartungsplan
5 Stufe
Jährlich
Tätigkeit
Prüfen
Maßnahme
Motorüberwachung, Warnanlage. Wartung nur durch autorisiertes Service-Personal!
Seite
Erneuern Kraftstofffilter-Einsatz 61
Kraftstoffvorfilter 63
Schmieröl 48
Schmierölfilter/-einsatz (bei jedem Schmierölwechsel) 58
Alle 2 Jahre Erneuern Trocken-Luftfilter 69
Kühlflüssigkeit 51 65
Keilriemen 70
Filtereinsatz der AdBlue® Förderpumpe 64
Zustandsabhängig Erneuern Ansaug-Luftfilter/Trocken-Luftfilter (wenn vorhanden nach Wartungsanzeiger warten) 69
Dieselpartikelfilter, der notwendige Austausch wird je nach Motorausführung durch die Aschelampe oder 44
über ein elektronisches Display angezeigt.
Entleeren Kraftstoffvorfilter mit Wasserabscheider. Bei Ansprechen der Warnanlage (Lampe/Hupe) ist ein sofortiges 63
Entleeren der Wasserabscheiderbowle notwendig.
Wartungsbild
Ein Wartungsbild wird in selbstklebender Ausführung mit jedem Motor mitgeliefert. Es soll an gut sichtbarer Stelle am Motor oder am Gerät aufgeklebt werden.
Bestellnummer: 0312 4669 (TCD 4.1 L4/TTCD 6.1 L6/TCD 6.1 L6)
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1
6
1
1
6
2 5
5 5
4
3 4 3
Schmierölfiltereinsatz wechseln ● Auslaufendes Schmieröl auffangen. ● Dichtring austauschen und leicht einölen.
● Filtereinsatz in Auffangbehälter seitlich leicht ● Neuen Filtereinsatz in Klammer eindrücken und
Filter darf niemals vorgefüllt werden. Es be- knicken bis der Einsatz sich aus der Klammer zusammen vorsichtig in die Führung einsetzen.
steht Verschmutzungsgefahr! löst. ● Den Deckel im Uhrzeigersinn festschrauben (25
● Bauteile reinigen. Nm).
1 Deckel ● Motor starten.
2 Dichtring
3 Gehäuse
4 Führung
5 Filtereinsatz
6 Klammer
● Motor abstellen.
● Deckel mit 2 bis 3 Umdrehungen lösen und
30 Sekunden warten.
● Deckel mit Filtereinsatz entgegen dem Uhrzei-
gersinn abschrauben.
● Filtereinsatz vorsichtig aus der Führung, im
Gehäuse, nach oben lösen.
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6 1
1
1
6
2 5
5 5
4
3 4 3
Kraftstofffilter-Einsatz austauschen ● Auslaufenden Kraftstoff auffangen. ● Dichtring austauschen und leicht einölen.
● Filtereinsatz in Auffangbehälter seitlich leicht ● Neuen Filtereinsatz in Klammer eindrücken und
Filter darf niemals vorgefüllt werden. Es be- knicken bis der Einsatz sich aus der Klammer zusammen vorsichtig in die Führung einsetzen.
steht Verschmutzungsgefahr! löst. ● Den Deckel im Uhrzeigersinn festschrauben (25
● Bauteile reinigen. Nm).
1 Deckel ● Motor starten.
2 Dichtring
3 Gehäuse
4 Führung
5 Filtereinsatz
6 Klammer
● Motor abstellen.
● Deckel mit 2 bis 3 Umdrehungen lösen und
30 Sekunden warten.
● Deckel mit Filtereinsatz entgegen dem Uhrzei-
gersinn abschrauben.
● Filtereinsatz vorsichtig aus der Führung, im
Gehäuse, nach oben lösen.
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Trockenluftfilter warten
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6 Riementrieb prüfen
4
Arbeiten am Riementrieb nur bei Motorstill-
stand durchführen! 1
Nach Reparaturen: Prüfen, ob alle Schutz- A 1
vorrichtungen montiert und alle Werkzeuge B
vom Motor entfernt worden sind.
● Gesamten Riementrieb auf Beschädigungen
sichtprüfen.
● Beschädigte Teile erneuern.
2
● Ggf. Schutzvorrichtungen wieder montieren!
● Bei neuen Riemen auf korrekten Sitz achten, 3
Spannung nach 15 min. Laufzeit kontrollieren. 5 4 3 2
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2 3
6
Keilrippenriemen erneuern
1 Montagebohrung
2 Spannrolle
3 Haltestift
● Spannrolle mit Steckschlüssel in Pfeilrichtung
drücken bis ein Haltestift in der Montagebohrung
fixiert werden kann. Keilrippenriemen ist jetzt
spannungsfrei.
● Keilrippenriemen zuerst von der kleinsten Rolle
bzw. von der Spannrolle abziehen.
● Neuen Keilrippenriemen auflegen.
● Spannrolle mittels Steckschlüssel in Pfeilrich-
tung gegenhalten und den Haltestift entnehmen.
● Spanrolle gegen die Pfeilrichtung langsam ent-
lasten, bis der Riemen automatisch gespannt
wird.
● Prüfen ob der Keilriemen auf allen Rollen richtig
aufliegt.
© 2014 71
OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 72 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
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OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 73 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
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OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 74 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
6 Vorschriften bei Arbeiten an der elektrischen Anlage Explosionsgefahr! Die von der Batterie ab-
gegebenen Gase sind explosiv!
Spannungsführende Teile nicht berühren, Feuer, Funken, Rauchen und offenes Licht
Defekte Kontrolllampen unverzüglich er- verboten!
setzen. Verätzungsgefahr! Schutzhandschuhe und
Schutzbrille tragen! Kontakt mit Haut und
Auf richtige Polung der Anschlüsse achten. Kleidung vermeiden!
Elektrische/elektronische Bauteile sowie Kurzschlussgefahr! Keine Werkzeuge auf
Verbindungen zur Motorreinigung abde- die Batterie legen!
cken (z.B. Steuergeräte, Generator, Mag-
netventile etc.). Nicht mit direktem Wasser- Spannung prüfen
/Dampfstrahl beaufschlagen. Motor ● Mit handelsüblichem Voltmeter Spannung der
anschließend warm fahren. Batterie prüfen. Die Spannung gibt Auskunft
Das Spannungsprüfen durch Tupfen gegen über den Ladezustand.
Masse muss unbedingt unterbleiben.
Bei elektrischen Schweißarbeiten ist die Batterie Ladezustand (Volt)
Masseklemme des Schweißgerätes direkt Säuredichte prüfen
an das zu schweißende Teil zu klemmen. 12 Volt 12-14,4 ● Verschlusskappen herausdrehen.
Drehstromgenerator: Bei laufendem Motor 24 Volt 24-28,4 ● Säuredichte der einzelnen Zellen mit einem
die Verbindung zwischen Batterie, Genera- handelsüblichen Säureprüfgerät messen. Die
tor und Regler nicht unterbrechen. Säurestand prüfen
Messwerte geben Aufschluss über den Ladezu-
Batterie ● Verschlusskappen herausdrehen. stand der Batterie. Die Säuretemperatur sollte
● Angaben des Herstellers zum Flüssigkeitsstand beim Messvorgang möglichst 20 °C betragen.
Beim Abklemmen der Batterie können beachten. ● Vor einem evtl. nötigen Ladevorgang muss vor-
elektronisch gespeicherte Daten verloren Flüssigkeit sollte in der Regel 10-15 mm über her der Säurestand geprüft werden.
gehen. Plattenoberkante bzw. bis zur evtl. vorhandenen ● Verschlusskappen einschrauben.
Batterie sauber und trocken halten. Kontrolleinrichtung reichen.
Säuredichte [kg/l] Ladezu- Maßnahme
Auf fachgerechten, festen Sitz der Batterie ● Ausschließlich destilliertes Wasser zum
Normal Tropen stand
achten. Nachfüllen verwenden.
Altbatterien umweltgerecht entsorgen. ● Verschlusskappen einschrauben. 1,28 1,23 gut keine
1,20 1,12 halb laden
1,12 1,08 leer laden
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OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 75 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
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OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 76 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Störungen Störungstabelle
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OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 77 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Störungstabelle Störungen
Störungen
Motor springt an, läuft jedoch
Ursachen
Keil-/Keilrippenriemen (Kraftstoffpumpe im Riementrieb)
Maßnahmen
Prüfen, ob gerissen oder lose
7
unregelmäßig oder setzt aus Ventilspiel falsch Ventilspiel prüfen ggf. einstellen
Kompressionsdruck zu niedrig Kompressionsdruck prüfen
Kaltstarteinrichtung Prüfen/wechseln
Luft im Kraftstoffsystem Entlüften
Kraftstoffvorfilter verschmutzt Austauschen
Kraftstoffqualität entspricht nicht der Betriebsanleitung Wechsel des Kraftstoffes
Injektor defekt Austauschen
Einspritzleitung undicht Einspritzleitung überprüfen
Motorkabelbaum defekt Prüfen/wechseln
Drehzahländerungen sind möglich Motorelektronik hat einen Systemfehler erkannt und aktiviert eine Ersatzdrehzahl Fehler gemäß Fehlercode prüfen ggf. Fehler
und Diagnoselampe leuchtet beseitigen
Motor wird zu heiß. Temperaturwarn- Entlüftungsleitung zum Ausgleichsbehälter Kühlflüssigkeit verstopft Reinigen
anlage spricht an Ventilspiel falsch Ventilspiel prüfen ggf. einstellen
Injektor defekt Austauschen
Kühlflüssigkeitswärmetauscher verschmutzt Reinigen
Kühlflüssigkeitspumpe defekt (Keilriemen gerissen oder lose) Prüfen, ob gerissen oder lose
Kühlflüssigkeitsmangel Auffüllen
Widerstand im Kühlsystem zu hoch/Durchflussmenge zu niedrig Kühlsystem prüfen
Lüfter / Viscokupplung defekt, Keilriemen gerissen oder lose Prüfen/ wechseln/ spannen
Ladeluftkühler verschmutzt Prüfen/reinigen
Luftfilter verschmutzt/Abgasturbolader defekt Prüfen/wechseln
Drosselklappe defekt Prüfen/wechseln
Kühlflüssigkeitstemperaturgeber Prüfen/wechseln
Kühlflüssigkeits-Thermostat defekt Prüfen/wechseln
Kühlflüssigkeitsdeckel defekt Prüfen/wechseln
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OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 78 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Störungen Störungstabelle
7 Störungen
Motor hat Leistungsmangel
Ursachen
Schmierölstand zu hoch
Maßnahmen
Schmierölstand prüfen ggf. ablassen
Drosselklappe defekt Prüfen/wechseln
Abgasrückführung, Steller defekt Prüfen/wechseln
Kraftstoffansaugtemperatur zu hoch System prüfen
Kraftstoffqualität entspricht nicht der Betriebsanleitung Wechsel des Kraftstoffes
Luftfilter verschmutzt/Abgasturbolader defekt Prüfen/wechseln
Luftfilter-Wartungsschalter/-Wartungsanzeiger defekt Prüfen/wechseln
Lüfter defekt/Keilriemen gerissen oder lose Lüfter/Keilriemen prüfen/ggf. wechseln
Ladeluftleitung undicht Ladeluftleitung prüfen
Ladeluftkühler verschmutzt Reinigen
Abgasgegendruck zu hoch Prüfen/reinigen
Einspritzleitung undicht Einspritzleitung überprüfen
Injektor defekt Austauschen
Abgasturbolader defekt Austauschen
Motor hat Leistungsmangel und Diag- Motorelektronik reduziert die Leistung Bitte wenden Sie sich an Ihren DEUTZ-Part-
noselampe leuchtet ner
Motor arbeitet nicht auf allen Zylindern Einspritzleitung undicht Einspritzleitung überprüfen
Injektor defekt Austauschen
Ventilspiel falsch Ventilspiel prüfen ggf. einstellen
Kompressionsdruck zu niedrig Kompressionsdruck prüfen
Motorkabelbaum defekt Prüfen/wechseln
Motor hat keinen oder zu niedrigen Schmierölstand zu niedrig Schmieröl auffüllen
Schmieröldruck Zu große Schräglage des Motors Motorlagerung prüfen/Schräglage senken
Falsche SAE-Viskositäts-Klasse des Motorschmieröls Wechsel des Schmieröles
Schmieröldrucksensor defekt Prüfen/wechseln
Schmierölregelventil verklemmt Prüfen/reinigen
Schmierölsaugrohr verstopft Prüfen/reinigen
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OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 79 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Störungstabelle Störungen
Störungen
Motor hat zu hohen
Ursachen
Schmierölstand zu hoch
Maßnahmen
Schmierölstand prüfen ggf. ablassen
7
Schmierölverbrauch Zu große Schräglage des Motors Motorlagerung prüfen/Schräglage senken
Kurbelgehäuseentlüftung Prüfen/wechseln
Falsche SAE-Viskositäts-Klasse des Motorschmieröls Wechsel des Schmieröles
Ventilschaftdichtungen defekt Prüfen/wechseln
Kolbenringe verschlissen Prüfen/wechseln
Abgasturbolader defekt Prüfen/wechseln
Schmieröl im Abgassystem Motor wird dauerhaft mit zu geringer Last betrieben (< 20-30%) Lastfaktor überprüfen
Ventilschaftdichtungen defekt Prüfen/wechseln
Abgasturbolader defekt Prüfen/wechseln
Motor raucht blau Schmierölstand zu hoch Schmierölstand prüfen ggf. ablassen
Zu große Schräglage des Motors Motorlagerung prüfen/Schräglage senken
Kurbelgehäuseentlüftung Prüfen/wechseln
Falsche SAE-Viskositäts-Klasse des Motorschmieröls Wechsel des Schmieröles
Ventilschaftdichtungen defekt Prüfen/wechseln
Kolbenringe verschlissen Prüfen/wechseln
Abgasturbolader defekt Prüfen/wechseln
Motor raucht weiß Kühlmittel im Abgas Prüfen
Kondenswasser Motor warm fahren, damit Wasserrückstände
verdampfen
Motor raucht schwarz Dieselpartikelfilter defekt Prüfen/wechseln
© 2014 79
OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 80 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Störungen Störungstabelle
7 Störungen
Fehler im SCR-System
Ursachen
AdBlue® Tank leer/Anzeige voll
Maßnahmen
Tankgeber prüfen
SCR arbeitet nicht Steckverbindungen und Leitungen an
Förderpumpe und Injektor prüfen.
Stecker und Leitungen von Förderpumpe,
Nox-Sensor und Abgastemperatursensor
prüfen.
SCR arbeitet nicht (Kälte) Leitungen eingefroren, Leitungen reinigen,
Heizung prüfen
AdBlue® Tank eingefrohren, Heizung prüfen
Häufige Stillstandrsegenerationen Luftfilter verschmutzt/Abgasturbolader defekt Prüfen/wechseln
Ventilspiel falsch Ventilspiel prüfen ggf. einstellen
Ladeluftleitung undicht Ladeluftleitung prüfen
Injektor defekt Austauschen
Differenzdruck Durchflussmesser defekt Austauschen
Nox-Sensor defekt Austauschen
Differenzdrucksensor Dieselpartikelfilter liefert unplausibles Signal Austauschen
Differenzdruckleitung zugesetzt Reinigen
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OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 81 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Motormanagement Störungen
des Betriebs die Einhaltung wichtiger Grenzwerte
überwacht und die korrekte Funktionsweise der Sys-
Motors reduziert werden.
● Blinken
7
temkomponenten prüft.
Schwerwiegender Fehler im System.
Je nach Schwere eines erkannten Fehlers kann der
Motor mit Einschränkungen weiterlaufen, wobei die – Abschaltaufforderung für den Betreiber. Ach-
1 Fehlerlampe dauernd leuchtet, oder die Fehlerlampe tung: Gewährleistungsverlust bei Nichtbe-
weist durch Blinken auf einen schwerwiegenden achten!
Systemfehler hin. In diesem Fall ist der Motor, so- – Abschaltbedingung für den Motor wurde er-
bald dies gefahrlos möglich ist, abzuschalten. reicht.
– Zur Kühlung des Motors zwangsweiser Mo-
2 Fehlerlampe torbetrieb mit Leistungsreduktion, wenn nötig
3 Die Fehlerlampe ist im Fahrstand des Fahrzeuges mit automatischer Abschaltung.
untergebracht. – Abschaltprozess wird ausgeführt.
– Nach Motorstopp kann eine Startsperre vor-
Die Fehlerlampe kann folgende Signale ausgeben:
liegen.
● Funktionskontrolle – Die Startsperre wird deaktiviert, in dem man
Motorschutzfunktion der elektronischen Motorrege- – Zündung ein, Fehlerlampe leuchtet ca.
lung das System mit dem Zündschlüssel für ca. 2
2 sek., danach aus. min ausschaltet.
– Keine Reaktion bei Zündung ein, Fehlerlam- – Mit der optionalen Overridetaste in der Inst-
1 Diagnosetaste
pe prüfen. rumententafel kann zur Vermeidung kriti-
2 Fehlerlampe ● Lampe leuchtet nicht scher Situationen die Leistungsreduktion
3 Elektronische Motorregelung (EMR) – Im Anschluss an den Lampentest zeigt eine überbrückt, die automatische Abschaltung
erloschene Lampe einen im Rahmen der zeitlich verzögert oder eine Startverhinde-
Wenn alle Fehler behoben sind, erlischt die Kontrollmöglichkeit fehler- und problemfrei- rung überbrückt werden. Diese kurzzeitige
Fehlerlampe. Bei einigen Fehlern ist es en Betriebszustand an. Deaktivierung der Motorschutzfunktionen
notwendig, die Zündung auszuschalten, wird im Steuergerät protokolliert.
● Dauerlicht Wenden Sie sich bei Betriebsstörungen und Er-
2 min zu warten und erst dann wieder die
Zündung einzuschalten. Fehler im System. satzteilfragen an Ihren DEUTZ-Partner. Unser
Bei Ausfall eines Sensors werden die – Weiterlauf mit Einschränkungen. geschultes Fachpersonal sorgt im Schadensfall
zugehörigen Überwachungsfunktionen ab- – Motor muss von einem DEUTZ-Partner für eine schnelle und fachgerechte Instandset-
geschaltet. Es wird im Fehlerspeicher nur überprüft werden. zung unter Verwendung von Original-DEUTZ
der Sensorausfall dokumentiert. – Bei Dauerlicht hat eine überwachte Teilen.
Messgröße (z.B. Kühlflüssigkeitstemperatur,
In Abhängigkeit von der Auslegung der Schmieröldruck) den erlaubten Wertebe-
Überwachungsfunktionen kann die elektronische reich verlassen.
Motorregelung den Motor in bestimmten Problemsi- Je nach Fehler kann die Motorleistung vom
tuationen vor Schäden schützen, indem sie während elektronischen Motorregler zum Schutz des
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OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 82 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
Störungen Motormanagement
7 Diagnosetaste
Mit der Diagnosetaste können die aktuell im Fehler-
speicher der Elektronische Motorregelung hinterleg-
ter Fehler in Form von Blinkcodes visualisiert
werden. Die Blinkcodes erlauben:
● Anstehende Fehler können klassifiziert werden.
● Eindeutige Darstellung der Fehler als optisches
Signal.
– Die Blinkcodes können nur von einem
DEUTZ-Partner interpretiert werden.
0,8 s
0,4 s
0,4 s
0,4 s
0,8 s
0,4 s
2s 2s
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OBJ_DOKU-39644-001.fm Seite 83 Freitag, 4. Juli 2014 11:57 11
1 8
1
2
2
Aufhängevorrichtung
Lebensgefahr!
Bei falscher Aufhängung kann der Motor
Die an diesem Motor montierten Transport- kippen oder abstürzen!
vorrichtungen sind auf das Motorgewicht
abgestimmt. Sollte der Motor mit Anbau- ● Das Befestigungsmittel kann nicht sicher über
komponenten transportiert werden, sind dem Schwerpunkt fixiert werden (1).
die Transportvorrichtungen entsprechend ● Das Befestigungsmittel kann durchrutschen, der
auszulegen. Motor schlägt herum (1).
● Verwenden Sie für den Motortransport nur die ● Ein zu kurzes Befestigungsmittel verursacht Bie-
richtige Aufhängevorrichtung. gemomente in der Transportvorrichtung (2) und
kann diese beschädigen.
● Die Aufhängevorrichtung (1) muss für den Mo-
torschwerpunkt justierbar sein.
● Nach dem Transport/vor Inbetriebnahme des
Motors: Transportvorrichtung (2) entfernen.
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8 Allgemein
Motoren erhalten folgende Arten der Konservierung:
Abgasnachbehandlungssystem
Selective Catalytic Reduction
● Gegebenenfalls Vorgang mehrmals wiederho-
len.
● Innenkonservierung Das SCR- System kann nach vollständigem Herun- Läßt sich der Fehler nicht beheben, wenden Sie sich
● Außenkonservierung terfahren (beinhaltet sämtliche Nachlauffunktionen) bitte an Ihren DEUTZ-Partner.
und den folgenden Bedingungen bis zu 4 Monate
Passende Konservierungsmittel hält Ihr stillgelegt werden:
DEUTZ-Partner für Sie bereit.
● Das Fahrzeug bzw. der Motor sollte bei
längerem Stillstand an einem überdachten
Durch die nachfolgenden Maßnahmen für die Kon- Standort abgestellt werden, z. B. Garage oder
servierung nach außer Betrieb setzen des Motors Halle.
werden die Anforderungen an eine Schutzdauer von ● AdBlue® Tank vollständig befüllen.
12 Monaten erfüllt. Eine Verdampfung von Wasser als Bestandteil
Die folgenden Konservierungsarbeiten dürfen nur des AdBlue® muss vermieden werden.
von Personen durchgeführt werden, die hiermit ver- ● Keine elektrischen oder hydraulischen
traut und über die Gefahren unterrichtet sind. Anschlüsse abklemmen.
Wird von den Maßnahmen abgewichen, indem die ● Maximale Lagerdauer bei -40 °C bis 40 °C
konservierten Motoren bzw. Teile ungünstigen Be- 2 Monate.
dingungen (Aufstellung im Freien oder Lagerung an ● Maximale Lagerdauer bei -40 °C bis 25 °C
feuchten, unbelüfteten Orten) ausgesetzt werden 4 Monate.
bzw. eine Beschädigung der Konservierungsschicht
aufweisen, muss mit einer verkürzten Konservie- Wurde die oben genannte Stillstandszeit von 4 Mo-
rungsdauer gerechnet werden. naten überschritten, ist wie folgt zu verfahren:
Die Motorkonservierung ist ca. alle 3 Monate durch ● AdBlue®
Öffnen der Abdeckungen zu kontrollieren. Wird Kor- – Tank vollständig entleeren.
rosion festgestellt, ist eine Nachkonservierung vor-
– Tank vollständig mit neuem AdBlue®
zunehmen.
befüllen.
Nach Abschluss der Konservierungsarbeiten darf – Filtereinsatz der Förderpumpe erneuern.
der Kurbeltrieb nicht mehr gedreht werden, damit ● Motor bis auf Betriebstemperatur warmfahren
das Konservierungsmittel in den Lagern, Lagerbuch- und belasten, damit Druckaufbau und Eindosie-
sen und Zylinderbuchsen nicht abgestreift wird. rung des AdBlue® stattfindet.
Bei Inbetriebnahme eines konservierten Motors ist
dieser zu entkonservieren. Falls ein Fehler festgestellt wird:
● Motor stillsetzen.
Nachlaufzeit der EDC (Electronic Diesel Control)
abwarten.
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8 Außenkonservierung
Vor der Außenkonservierung ist der Motor mit Reini-
Lagerung und Verpackung
● Nach der Konservierung ist der Motor in einer
Nachkonservieren von Motoren
Wird die max. Schutzdauer der Konservierung er-
gungsmittel gründlich zu reinigen. trockenen, belüfteten Halle zu lagern und mit ei- reicht oder wurde schadhafte Konservierung festge-
Blanke Außenflächen und -teile ner geeigneten Abdeckung zu versehen. stellt und der Motor soll weiter gelagert werden, so
● Diese muss locker am Motor anliegen, damit die ist dieser einer Nachkonservierung zu unterziehen.
● Alle blanken Außenteile und Außenflächen (z.B.
Luft um den Motor zirkulieren kann, so dass sich Die Nachkonservierung schützt den Motor bzw. die
Schwungrad, Flanschflächen) mit Konservie-
kein Kondenswasser bilden kann. Evtl. Trocken- Ersatzteile für weitere 12 Monate.
rungsmittel einstreichen oder einsprühen.
mittel verwenden.
Die Nachkonservierung ist analog der Erstkonser-
● Bei erhöhten Anforderungen z. B. Seetransport vierung mit einem Konservierungslauf vorzuneh-
oder Miltärvorgaben sollte ein Langzeitkonser- men. Ist ein Konservierungslauf nicht möglich (Motor
vierungsmittel eingesetzt werden. ist z.B. aus dem Gerät oder der Anlage ausgebaut)
sind für die Nachkonservierung einige Besonderhei-
Gummiteile
ten zu berücksichtigen, die wir nachfolgend nennen.
● Gummiteile (z.B. Muffen), die nicht überlackiert
Innenkonservierung
sind, mit Talkumpuder einreiben.
Kraftstoffsystem
Riementriebe
● DEUTZ empfiehlt, Dieselkraftstoff mit Gehalt an
● Keilriemen bzw. Keilrippenriemen demontieren polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstof-
und verpackt lagern. fen ≤ 8,0 %(m/m), eine Schmierfähigkeit von ≤
● Keilriemenscheiben und Spannrollen mit Korro- 400 Mikrometer im HFRR-Test (EN ISO 12156-
sionsschutzmittel einsprühen. 1) und Biodiesel (FAME) ≤ 0,1 %(V/V) zu ver-
wenden.
Motoröffnungen
● Kraftstoff mit separater Pumpe oder mit Kraft-
● Alle Motoröffnungen sind mit luft- und wasser- stoffhandpumpe so lange pumpen bis Kraftstoff-
dichten Abdeckungen zu versehen, um den system gefüllt ist. Danach Kraftstoffgemisch
Verflüchtigungsprozess der Konservierungsstof- ablassen.
fe zu verzögern.
● Bei angebautem Luftpresser ist der Saug- und Schmierölsystem
Druckanschluss mit einer Kappe zu ● Ca. 60 °C warmes Einlaufkonservierungsöl mit
verschließen. separater Pumpe oder mit Vorschmierhandpum-
● Der Lufteintritt ist bei der Ansaugung aus einem pe in den Schmierölkreislauf drücken. Dabei Mo-
Luftzuführungsrohr abzusperren, um ein tor von Hand oder elektr. Drehvorrichtung
Durchlüften des Motors (Kaminwirkung) zu ver- durchdrehen, damit alle Lager und Lagerbuch-
meiden. sen benetzt sind. Motor kann auch mit Starter
durchgedreht werden ohne den Motor zu starten.
● Zylinderkopfhaube abbauen und Ventile, Ventil-
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9 Werkzeugbestellung
Die in diesem Kapitel beschriebenen Spezialwerk-
zeuge sind zu beziehen bei:
Bitte wenden Sie sich an Ihren DEUTZ-Partner
Torx-Werkzeug Keilriemen-Spannungsmessgerät
Bestellnummer: Bestellnummer:
0189 9092 0189 9062
Bei Motoren dieser Baureihe kommt u.a. das Torx- Messgerät zur Prüfung der vorgegebenen Keilrie-
Schraubensystem zur Anwendung. Dieses System menspannungen.
wurde aufgrund vieler Vorteile eingeführt:
● Hervorragende Zugänglichkeit.
● Hohe Kraftübertragung beim Lösen und Anzie-
hen.
● Ein Abrutschen bzw. Aufbrechen des Schlüssels
und die damit verbundene Verletzungsgefahr
sind praktisch ausgeschlossen.
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