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Das Attribut

Das Dokument beschreibt verschiedene Arten von Attributen im Deutschen und ihre syntaktischen Eigenschaften. Es werden Adjektive, Substantive, Partizipien, Infinitive und Appositionen als Attribute analysiert und ihre Ableitung aus Prädikationen erklärt.

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Das Dokument beschreibt verschiedene Arten von Attributen im Deutschen und ihre syntaktischen Eigenschaften. Es werden Adjektive, Substantive, Partizipien, Infinitive und Appositionen als Attribute analysiert und ihre Ableitung aus Prädikationen erklärt.

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Das Attribut (jelzö)

Attribut- unterscheidet sich von den Satzgliedern zweierlei:


• Satzglieder sind allein verschiebbar/ Attribut nur gemeinsam mit einem Satzglied
Er beantwortet den Brief des Freundes heute.
Des Freundes beantwortet er den Brief heute.*
• Attribut lässt sich auf eine prädikative Grundstruktur zurückführen
Das kleine Kind→ Das Kind ist klein.
Attribut wird durch verschiedene Wortklassen präsentiert. Welche Wortklassen im einzelnen als Attribut
erscheinen, wird durch die beiden genannten Merkmale bestimmt.
-Nach dem Stellungsmerkmal sind alle Wörter Attribut, die vor oder nach einem Stazglied stehen und
mit diesem verschoben werden.
• In Vorderstellung erschienen: Artikelwörter, Adjektive, Präpositionen, Partikeln, Partizipien/ hieraus
sind auf Grund des Prädikationsmerkmals nur Adjektive und Partizipien Attribute:
der interessante Vortrag→ der Vortrag ist interessant
die geplante Reise→ die Reise ist geplant
• In Nachstellung erscheinen Substantive, Adverbien und Infinitive→die Prädikation
möglich→Attribute
das Haus meines Vaters/ mein Vater hat ein Haus
der Student dort→ der Student ist dort
Seine Hoffnung zu gewinnen→ Er hofft, dass er gewinnt.
Die einzelnen Attribute:
Adjektiv
-aus dem sein-Satz abzuleiten
-Attributierung ist ein allgemeines Merkmal/ aus Substantiven abgeleitete Adj. sind meist nicht attributfähig
-erscheint gewöhnlich vorangestellt-flektiert
-das attributive Adj. kann durch notwendige (valenzgebundene) und nichtnotwendige (valenzunabhängige)
Glieder erweitert sein
Adverb
-bei Adverbien ist Attributierung eine Ausnahme (mit temporaler und lokaler Bed.)
-nachgestellt-unflektiert
-lokale Adverbien gelegentlich vor dem Bezugswort: rechts das Haus, oben auf dem Berg, links außen
Partizip I. als Attribut ist syntaktisch abzuleiten aus:
1) dem Präsens Aktiv transitiver und intransitiver Verben:
das lesende Mädchen- das Mädchen liest
2) aus dem Präsens reflexiver Verben:
der sich nähernde Zug- der Zug nähert sich
3) aus dem Passiv mit modaler Bedeutung bei transitiven Verben
die anzuerkennende Leistung- die Leistung ist anzuerkennen→ die Leistung muss anerkannt werden
attributive Partizipien II. sind abzuleiten:
1) aus dem Perfekt Vorgangsassiv bei transitiven Verben
das gelesene Buch- das Buch ist gelesen worden
2) aus dem Perfekt Aktiv bei intransitiven Verben, die perfektiv sind und ihre Perfektform mit sein bilden
der eingefahrene Zug- der Zug ist eingefahren
3) aus dem Perfekt der Reflexivkonstruktion (über das Zustandsreflexiv)
das verliebte Mädchen-das Mädchen ist verliebt→ das Mädchen hat sich verliebt
Substantiv
a. ~ im Genitiv (auf verschiedener Weise abgeleitet)
a. genitivus possessivus (Haben-Verhältnis)
das Haus meines Vaters mein Vater hat ein Haus
• genitivus definitivus (sein-Verhältnis)
die Pflicht der Dankbarkeit die Dankbarkeit ist eine Pflicht
• genitivus subjectivus (Subjekt-Prädikats-Verhältnis)
die Lösung des Schülers der Schüler löst die Aufgabe
• genitivus objectivus
die Lösung der Aufgabe (der Schüler) löst die Aufgabe
Bemerkung: mehrdeutige Äußerungen wie z.B. das Bild Goethes
b. ~ im Präpositionalkasus( auch verschiedenartige inhaltliche Grundlagen)
a. Die Ankunft des Gastes am Abend der Gast kommt am Abend an (temporal)
b. Teilnahme des Schülers am Wettbewerb der Schüler nimmt am Wettbewerb teil (Objekt)
c. ~ im Präpositionalkasus mit „von”
• dient als Ersatzform des Genitivs/ kann inhaltliche Beziehungen des Gen.attributs
ausdrücken
das Bild Goethes-das Bild von Goethe
die Gewinnung von Kohle (attributives Subst. im Singular mit Nullartikel)
der Bau von Kraftwerken (im Plural)
der „Laokoone” von Lessing (attributive Eigennamen mit Nullartikel)
Infinitiv mit zu
-es liegt eine Objektsbeziehung zugrunde, die auf eine Prädikation zurückgeht:
seine Hoffnung zu gewinnen- er hofft, dass er gewinnt
seine Hoffnung auf einen Gewinn er hofft auf einen Gewinn

MEHRGLIEDRIGE ATTRIBUTE BEIM SUBSTANTIV


I. Erweiterung des adjektivischen und partizipialen Attributs (hier nimmt das partizipiale/
adjektivische Attribut 1 oder mehrere Gleider auf)
-notwendige Erweiterungsglieder (im Sinne der Valenz: obligatorische und fakultative Aktanten)
Adjektiv: meist 1 Ergänzung
Partizip: bis zu 3
Satzgliedstellung wie beim eingeleiteten Nebensatz
Artikelwort übernimmt Rolle der einleitenden Konjunktion→ nominaler Rahmen
Der in München wohnhafte Professor
Das vom Lehrer auf den Tisch gelegte Buch
-nichtnotwendige Glieder (freie Angaben)
können Ergänzungsangaben, Modalwörter, Adverbialbestimmungen, Partikeln sein
nominaler Rahmen kann syntaktisch beliebig erweitert werden, hat jedoch semantische und kommunikative
Grenzen
das auf der Dresdner Kunstausstellung wegen seiner Maltechnik von vielen Betrachtern immer wieder gelobte Bild
Auflösung erfolgt über einen Relativsatz- in einen Hauptsatz:
Das Bild, das auf der Dresdner Kunstausstellung wegen seiner Maltechnik von vielen Betrachtern immer wieder gelobt worden ist,
Das Bild ist auf der Dresdner Kunstausstellung wegen seiner Maltechnik von vielen Betrachtern immer wieder gelobt worden.
II. Verbindung von adjektivischen und partizipialen Attributen (ein substantivisches Bezugswort
nimmt 2 oder mehrere Attribute auf)
der gut gekleidete Mann (Erweiterung des Attributs)
ein kleines, dunkles Zimmer (koordinierende Verbindung von Attributen)
ein interessanter sowjetischer Film (subordinierende Verbindung von Attributen)
Untersuchung der Bezugsprinzipien:
• Konjunktionstransformation
• Wortstellungstransformation
III. Mehrgliedrige substantivische Attribute
Regel: bei der Koordination ist die Stellung der einzelnen Attribute frei, bei der Subordination steht das
untergeordnete Attribut stets nach dem übergeordneten Attribut.
Koordination:
die Muskeln der Arme, Beine, des Nackens und des Halses (Genitivattribute)
Die Wanderung zur Weinlese nach Freyburg (Präpositionalattribute)
Subordination
Die Diskussion der Punkte der Tagesordnung der Konferenz der Außenminister (Gen.attr.)
Der Verzicht auf die Reise ins Ausland (Präp.attr.)
APPOSITION (ÉRTELMEZŐ)
-ist eine Art Attribut
-ihre Besonderheit besteht darin, dass sie nur durch ein Substantiv repräsentiert werden kann (morphologisch)/
dass sie referentiell mit ihrem Bezugswort identisch ist (semantisch)/ dass sie im Satz ihr Bezugswort ersetzen
kann (syntaktisch)

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