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! Inhaltssätze
Inhaltssätze sind Gliedsätze, die den Inhalt dessen angeben, was man weiß, sagt, vermutet, hofft,
wünscht usw. Inhaltssätze stehen also oft bei Verben des Sprechens sowie der sinnlichen und geistigen
Wahrnehmung oder Tätigkeit.
Beispiel:
Ein Artikel der Zeitschrift „Unicum“ berichtet , dass sich mit dem Internet eine neue Droge auch in
Deutschland ausbreitet.
Inhaltssätze können die Rolle von Subjekt oder Objekt übernehmen und heißen dann auch
Subjektsätze oder Objektsätze. Sie lassen sich wie ein Subjekt oder Objekt erfragen
(„Wer oder was ...?“, „Was ...?“, „Worüber ...?“ usw.).
Beispiele:
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Aus diesem Bericht geht hervor , dass besonders Einzelgänger anfällig für die „Droge Internet“ sind.
„Wer oder was geht aus dem Bericht hervor? –
… dass besonders Einzelgänger anfällig ... sind.“ (= Subjektsatz)
Betroffene erzählen , dass ihre Sucht oft nicht einmal von den engsten Freunden bemerkt wird.
„Was erzählen Betroffene? – … dass ihre Sucht … nicht … bemerkt wird.“ (= Objektsatz)
Inhaltssätze werden vom Hauptsatz durch Komma abgetrennt.
Oft werden Inhaltssätze mit der Konjunktion dass eingeleitet.
1 a) Setze die fehlenden Kommas im folgenden Text.
b) Unterstreiche die Inhaltssätze und markiere jeweils das Verb im Hauptsatz, von dem sie abhängen.
Internet-Sucht – Die neue Droge auch in Deutschland?
In den USA ergaben Forschungen dass eine neue Droge auf dem Vormarsch ist: das Chatten im Internet.
Es ist schon seit längerer Zeit bekannt dass immer mehr Jugendliche online gehen. Sie glauben
dass sie in den virtuellen Chaträumen interessante Leute treffen können. Über Internetnutzer in den
USA wird berichtet dass bereits mehr als fünf Millionen süchtig seien. Statistiken belegen dass es zur
Zeit in Deutschland über elf Millionen Onliner gibt. Als eine der gefährdeten Gruppen gelten Jugendliche,
die nur wenige Freunde haben. Sie erhoffen sich dass sie im Internet die Kontakte knüpfen können,
die ihnen im normalen Leben fehlen. Die Zahl der Suchtgefährdeten in Deutschland hat dafür gesorgt
dass im Juni 1999 ein Verein Hilfe zur Selbsthilfe für Online-Süchtige gegründet wurde. In
Gebieten, in denen dieser Verein noch keine Kontaktstelle hat, müssen die Eltern darauf achten dass sie
die nötige Vorsorge treffen.
1 [Link] Autorin: Tanja Bahr
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! Es gibt verschiedene Formen von Inhaltssätzen.
Beispiele Formen von Inhaltssätzen
Wissenschaftler glauben, dass das Internet zu einer dass-Satz
Droge werden kann.
Nach den Forschungen in den USA stellt sich die indirekter Fragesatz,
Frage, ob die Ergebnisse auch auf Deutschland über- eingeleitet z. B. mit ob, warum, wie
tragbar sind.
Man hat beschlossen, eigene Studien in Deutschland Infinitivsatz
zu betreiben.
Infinitivsätze bestehen aus einem Infinitiv mit „zu“ und mindestens einem weiteren Wort, oft auch mehreren
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weiteren Satzgliedern:
Man empfiehlt den Eltern, ihre Kinder nicht unbeaufsichtigt im Internet surfen zu lassen.
Infinitivsätze müssen in vielen Fällen durch ein Komma abgetrennt werden. Man kann deshalb Fehler vermei-
den, wenn man immer ein Komma setzt:
Nur wenige denken daran, Kinder über mögliche Folgen des Internets aufzuklären.
2 a) Bilde aus den folgenden Teilsätzen sinnvolle Satzgefüge und schreibe sie in dein Heft.
b) Setze die fehlenden Kommas.
c) Unterstreiche die Inhaltssätze und bestimme ihre Form.
Wissenschaftler streiten darüber ihr Verhalten vor dem Bildschirm kritisch zu hinterfragen.
Gegner des Begriffes fürchten warum sie so gerne online gehen und mit anderen in
einer virtuellen Welt chatten.
Noch nicht ganz erforscht ist die Kinder zur Einsicht bewegen zu können.
Eine große Gefahr besteht darin ob man überhaupt von einer „Droge“ sprechen
kann.
Die Eltern merken oft erst dass das Chatten kein Ersatz für eine Freundschaft
in der realen Welt sein kann.
Es bleibt ihnen dann oft nichts anderes übrig dass „wirkliche“ Sucht dadurch banalisiert werden
könnte.
Sie hoffen dadurch warum Kinder vom Internet abhängig werden.
Es ist fraglich Information und Lesevergnügen miteinander zu
verbinden.
Es liegt an den Jugendlichen selbst dass das Chatten ohne großen Aufwand sogar vom
Kinderzimmer aus betrieben werden kann.
Die Betroffenen müssen sich bewusst werden dass etwas nicht stimmt, wenn sie die Telefonrechnung
erhalten.
Sie sollten von sich aus erkennen als den Kindern den Zugang zum Internet zu verbieten.
Das Buch der Autorin Verona Carl „Herzklopfen ob das durch diese Methoden gelingen kann.
im Cyberspace“ versucht
2 [Link] Autorin: Tanja Bahr
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Lösungen
1 In den USA ergaben Forschungen, dass eine neue Droge auf dem Vormarsch ist: das Chatten im Internet. Es ist
schon seit längerer Zeit bekannt, dass immer mehr Jugendliche online gehen. Sie glauben, dass sie in den virtuellen
Chaträumen interessante Leute treffen können. Über Internetnutzer in den USA wird berichtet, dass bereits mehr
als fünf Millionen süchtig seien. Statistiken belegen, dass es zur Zeit in Deutschland über elf Millionen Onliner gibt.
Als eine der gefährdeten Gruppen gelten Jugendliche, die nur wenige Freunde haben. Sie erhoffen sich, dass sie im
Internet die Kontakte knüpfen können, die ihnen im normalen Leben fehlen. Die Zahl der Suchtgefährdeten in
Deutschland hat dafür gesorgt, dass im Juni 1999 ein Verein Hilfe zur Selbsthilfe für Online-Süchtige gegründet
wurde. In Gebieten, in denen dieser Verein noch keine Kontaktstelle hat, müssen die Eltern darauf achten, dass sie
die nötige Vorsorge treffen.
2 Wissenschaftler streiten darüber, ob man überhaupt von einer „Droge“ sprechen kann. (indirekter Fragesatz)
Gegner des Begriffes fürchten, dass „wirkliche“ Sucht dadurch banalisiert werden könnte. (dass-Satz)
© 2019 Cornelsen Verlag GmbH, Berlin. Alle Rechte vorbehalten. Nutzung sämtlicher Inhalte nur im Rahmen dieser Vorlage.
Noch nicht ganz erforscht ist, warum Kinder vom Internet abhängig werden. (indirekter Fragesatz)
Eine große Gefahr besteht darin, dass das Chatten ohne großen Aufwand sogar vom Kinderzimmer aus betrieben
werden kann. (dass-Satz)
Die Eltern merken oft erst, dass etwas nicht stimmt, wenn sie die Telefonrechnung erhalten. (dass-Satz)
Es bleibt ihnen dann oft nichts anderes übrig, als den Kindern den Zugang zum Internet zu verbieten. (Infinitivsatz)
Sie hoffen dadurch, die Kinder zur Einsicht bewegen zu können. (Infinitivsatz)
Es ist fraglich, ob das durch diese Methoden gelingen kann. (indirekter Fragesatz)
Es liegt an den Jugendlichen selbst, ihr Verhalten vor dem Bildschirm kritisch zu hinterfragen. (Infinitivsatz)
Die Betroffenen müssen sich bewusst werden, warum sie so gerne online gehen und mit anderen in einer virtuellen
Welt chatten. (indirekter Fragesatz)
Sie sollten von sich aus erkennen, dass das Chatten keinen Ersatz für eine Freundschaft in der realen Welt sein kann.
(dass-Satz)
Das Buch der Autorin Verona Carl „Herzklopfen im Cyberspace“ versucht, Information und Lesevergnügen
miteinander zu verbinden. (Infinitivsatz)
3 [Link] Autorin: Tanja Bahr