Das Monster
von Nicolas, Armita und Clarissa
„Ich habe mich verlaufen!“ dachte ich. Wir wollten eigentlich Beeren sammeln, doch dann
wurden wir getrennt. Ich befand mich in einem unheimlichen, düsteren Wald. Nach
meinem Freund, von dem ich getrennt worden war, rief ich: „Tom! Tom, wo bist du?“, doch
ich bekam keine Antwort.
Ein schrilles Kreischen durchschnitt die Luft. Das Herz rutschte mir in die Hose. Ich lief,
immer weiter und immer weiter, bis ich eine kleine Waldhütte entdeckte. Mein Herz pochte
wie verrückt. Ich klopfte an die Tür, niemand öffnete mir. Vorsichtig öffnete ich die Tür eine
Spalt breit. „Niemand da.“, dachte ich mir. Ich betrat die Hütte, der Boden war modrig und
voller ekliger Würmer. Mir gegenüber stand ein dickes Buch in einem Regal. Der Wälzer
hatte einen lilanen Einband. Mit zitternden Knien fragte ich mich: „Ist das ein Zauberbuch?
Ein schauriger Forst und eine verlassene Hexenhütte? Das passte!“ Diese Würmer
widerten mich an, aber ich wollte dieses Buch. Schlotternd schlich ich zu diesem, Ich
bemühte mich möglichst wenige dieser schleimigen Tiere zu berühren. Neugierig schlug
ich das Buch auf, darin konnte ich unheimliche Wesen und schaurige Monster entdecken.
Abermals hörte das Kreischen, es war schrill, klang aber auch klagend. Als ich mich
umdrehte, drehte sich mir der Magen um, funkelnde Augen starrten mich mit
mörderischem Blick an. Das Monster hatte vier Arme und sechs glühende Augen. Ich
kletterte aus dem Fenster der jetzt nicht mehr ganz so einsamen Hütte.
Doch dann rief das Monster: „Jakob! Jakob, wo rennst du denn hin?“ Mir stockte der Atem,
das Monster war in Wirklichkeit Tom, die vier Arme und die sechs grausigen Augen hatte
ich mir wohl nur eingebildet. Tom hatte viele Beeren gesammelt, und währenddessen lief
ich verängstigt im Wald herum. Gut das Tom mich gefunden hat. Das kreischen war wohl
eigentlich auch nur sein Ruf nach mir.