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08 Werkvertrag

Das Dokument behandelt den Werkvertrag nach Schweizer Recht. Es erläutert die gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere die Regelungen zur Vergütung, Gewährleistung, Gefahrtragung und Beendigung des Vertrags.

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Privatrecht II

Obligationenrecht
Besonderer Teil
Der Werkvertrag

Prof. Koller/Krauskopf
Zivilistisches Seminar

HS 2017
Werkvertrag – Gesetz und AGB

 Bestimmungen zum Werkvertrag


− Art. 363-379 OR
− Teilweise Verweise (z.B. Art. 365 Abs. 1 OR)

 Bestimmungen des Allgemeinen Teils des OR

 Musterverträge (z.B. KBOB)

 Branchenspezifische AGB (z.B. SIA-Norm 118)

2
Werkvertrag – Definition

Art. 363 OR

Durch den Werkvertrag verpflichtet sich der Unternehmer zur


Herstellung eines Werkes und der Besteller zur Leistung einer
Vergütung.

3
Werkvertrag – Vergütung

 Art. 363 OR: Vereinbarung einer Vergütung


− Rabatt
− Skonto
− Garantierückbehalt

 Art. 372 OR: Fälligkeit der Vergütung


− Akontozahlungen
− Abschlagszahlungen
− Teilzahlungen

4
Werkvertrag – Vergütung

 Art. 372 OR: Fälligkeit der Vergütung

 Art. 373 OR: Fester Preis (Einheits-, Pauschal- oder Globalpreisen)

 Art. 374 OR: Vergütung nach Aufwand

 Besondere Preisausgestaltungen (z.B. «Preis mit Kostendach»


oder «Zielpreis»)

 Art. 375 OR: Kostenvoranschlag

5
Werkvertrag – Kostenvoranschlag

Art. 375 OR (Beendigung)

I. Rücktritt wegen Überschreitung des Kostenansatzes


1Wird ein mit dem Unternehmer verabredeter ungefährer Ansatz ohne
Zutun des Bestellers unverhältnismässig überschritten, so hat dieser
sowohl während als nach der Ausführung des Werkes das Recht, vom
Vertrag zurückzutreten.

2Bei Bauten, die auf Grund und Boden des Bestellers errichtet werden,
kann dieser eine angemessene Herabsetzung des Lohnes verlangen oder,
wenn die Baute noch nicht vollendet ist, gegen billigen Ersatz der bereits
ausgeführten Arbeiten dem Unternehmer die Fortführung entziehen und
vom Vertrage zurücktreten.

6
Werkvertrag – Gewährleistung

Art. 365 OR
1Soweit der Unternehmer die Lieferung des Stoffes übernommen
hat, haftet er dem Besteller für die Güte desselben und hat Gewähr
zu leisten wie ein Verkäufer.

7
Werkvertrag – Sachmängelgewährleistung

 Art. 367 ff. OR


− Begriff des Mangels
− Ablieferung, Abnahme, Annahme und Genehmigung
− Mängelrüge (Art. 367 und 370 OR)
− Mängelrechte (Art. 368 OR)
− Verjährung (Art. 371 OR)

 Verhältnis der Gewährleistung zu


− Irrtumsregeln
− Art. 97 OR
− Art. 41 und 55 OR

8
Werkvertrag – Gewährleistung

Art. 370 OR
1Wird das abgelieferte Werk vom Besteller ausdrücklich oder still-
schweigend genehmigt, so ist der Unternehmer von seiner Haft-
pflicht befreit, soweit es sich nicht um Mängel handelt, die bei der
Abnahme und ordnungsmässigen Prüfung nicht erkennbar waren
oder vom Unternehmer absichtlich verschwiegen wurden.
2 Stillschweigende Genehmigung wird angenommen, wenn der Be-
steller die gesetzlich vorgesehene Prüfung und Anzeige unterlässt.
3 Treten die Mängel erst später zu Tage, so muss die Anzeige sofort
nach der Entdeckung erfolgen, widrigenfalls das Werk auch rück-
sichtlich dieser Mängel als genehmigt gilt.

9
Werkvertrag – Sachmängelgewährleistung

12.502 Parlamentarische Initiative


Für faire Rügefristen im Werkvertragsrecht

Art. 370 Abs. 3 OR

Treten die Mängel erst später zutage, so muss die Anzeige innert 60
Tagen nach der Entdeckung erfolgen, widrigenfalls das Werk auch
rücksichtlich dieser Mängel als genehmigt gilt.

10
Werkvertrag – Gefahrtragung

Art. 376 OR (Untergang des Werks)


1 Geht das Werk vor seiner Übergabe durch Zufall zugrunde, so kann der Un-
ternehmer weder Lohn für seine Arbeit noch Vergütung seiner Auslagen ver-
langen, ausser wenn der Besteller sich mit der Annahme im Verzug befindet.
2Der Verlust des zugrunde gegangenen Stoffes trifft in diesem Falle den Teil,
der ihn geliefert hat.
3Ist das Werk wegen eines Mangels des vom Besteller gelieferten Stoffes
oder des angewiesenen Baugrundes oder infolge der von ihm vorgeschriebe-
nen Art der Ausführung zugrunde gegangen, so kann der Unternehmer,
wenn er den Besteller auf diese Gefahren rechtzeitig aufmerksam gemacht
hat, die Vergütung der bereits geleisteten Arbeit und der im Lohne nicht ein-
geschlossenen Auslagen und, falls den Besteller ein Verschulden trifft, über-
dies Schadenersatz verlangen.

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Werkvertrag – Beendigung

 Vertragserfüllung

 Art. 366 Abs. 1 OR: Verspätung des Unternehmers

 Art. 366 Abs. 2 OR: Mangelhafte oder sonst vertragswidrige


Herstellung des Werks

 Art. 375 OR: Kostenvoranschlag

 Art. 376 OR: Untergang des Werkes

 Art. 377 OR: «jederzeitiges» Kündigungsrecht

 Art. 378 OR: Unmöglichkeit der Erfüllung wegen des Bestellers

 Art. 379 OR: Tod und Unfähigkeit des Unternehmers

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