Aufgabensammlung
Aufgabensammlung
Thema: Algebra
Aufgaben und Lösungen
der I. bis IV. Runde
der Klassenstufen 5 bis 12
der Mathematik-Olympiaden
von 1960 bis 1994
OJM
Aufgabe V00502:
Nimm eine dreistellige Zahl; allerdings mit der Einschränkung, dass die erste und letzte Ziffer nicht
übereinstimmen; setze die Ziffer in umgekehrter Reihenfolge darunter und stelle die Differenz fest!
Schreibe die Umkehrung dieser Zahl nochmals darunter! Addiere dann Umkehrung und Differenz!
Führe die Aufgabe an zwei Beispielen durch! Was stellst du fest?
Aufgabe V00503:
Zu einer gedachten Zahl wird 16 addiert, anschließend mit 7 multipliziert, dann 8 subtrahiert und
schließlich mit 9 dividiert. Man erhält dann 22 Rest 4.
Wie heißt die gedachte Zahl?
((x + 16) · 7 − 8) : 9
((x + 16) · 7 − 8) = 9 · 22 + 4
((x + 16) · 7 − 8) = 9 · 22 + 4
(x + 16) · 7 − 8 = 198 + 4
(x + 16) · 7 = 202 + 8
x + 16 = 210 : 7
x = 30 − 16 = 14
Aufgabe V00504:
Die dreifache Summe der beiden Zahlen 14076 und 1009 soll um die doppelte Summe der beiden
Zahlen 8072 und 496 vermehrt werden.
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I.I Gleichungen, Gleichungssysteme, Rechnungen
Aufgabe V00506:
1; 4; 5; 7; 12; 15; 16; 18; 23; usf.
Diese Zahlenfolge ist nach einem bestimmten Gesetz aufgebaut. Setze diese Zahlenfolge bis über 50
hinaus fort!
1; 4; 5; 7; 12; 15; 16; 18; 23; 26; 27; 29; 34; 37; 38; 40; 45; 48; 49; 51; 56; . . .
Aufgabe 020511:
Beim Aufbau des Berliner Stadtzentrums entsteht am Alexanderplatz das Haus des Lehrers“. Zuerst
”
wurde die Baugrube ausgehoben. Dabei mussten etwa 7100m3 Boden abtransportiert werden:
a) Wie viel Muldenkipperladungen waren das, wenn ein Kipper 4m3 Boden transportieren kann?
b) Wie lang wäre der für den gesamten Transport nötige Muldenkipperzug“ gewesen, wenn jeder
”
Muldenkipper eine Länge von 3m hat?
b) Da jeder Kipper 3 m lang ist, ergibt sich für die Gesamtlänge aller Kipper 3 m · 1775 = 5325 m.
Aufgabe 030511:
Der VEB Simson Suhl produziert gegenwärtig täglich 235 Kleinstroller KR 50. Im Jahre 1958 betrug
die Produktion dagegen nur 42 Kleinstroller täglich.
Wie viel Kleinstroller wurden im Jahre 1963 mehr produziert als im Jahre 1958? Die Anzahl der
Arbeitstage eines Jahres sei dabei mit 300 angenommen.
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I.I Gleichungen, Gleichungssysteme, Rechnungen
Aufgabe 030512:
Nach der Kreisolympiade Junger Mathematiker wurde ein Pionier gefragt, wie viel Punkte er bekom-
men habe. Scherzhaft sagte er: Wenn man zu der Zahl meiner Punkte 10 hinzufügt und die Summe
”
verdoppelt, so fehlen mir noch 10 Punkte an 100.“
b) Die erreichten Punkte seien x. Dann ergibt sich die Gleichung: (x + 10) · 2 = 100 − 10.
Über die äquivalenten Umformungen: (x + 10) · 2 = 90 und weiter x + 10 = 90 2 = 45 ergibt sich die
gesuchte Punktzahl x = 35.
Aufgabe 050511:
In drei Abteilen eines Eisenbahnwagens befinden sich 90 Fahrgäste. Würden aus dem ersten Abteil
12 Fahrgäste in das zweite und aus dem zweiten 9 Fahrgäste in das dritte umsteigen, dann wären in
allen drei Abteilen gleich viel Personen.
Wie viel Fahrgäste waren ursprünglich in den einzelnen Abteilen?
Wenn aus dem ersten 12 in den zweiten wechseln, so sind im ersten zu Beginn 12 zu viel, d. h. 42 Fahrgäste.
Wenn 9 vom zweiten in den dritten wechseln müssen um 30 Personen zu erhalten, so fehlen zu Beginn
im 3 Abteile diese 9, d. h. es sind vor dem Umsteigen 21 im dritten Abteil.
Damit sind zu Beginn im 2. Abteil 90 - 42 - 21 = 27 Fahrgäste.
Aufgabe 050514:
Gerd, Fred, Heinz und Werner befinden sich auf dem Weg zur Schule. Fred ist noch dreimal so
weit entfernt von der Schule wie Gerd. Heinz hat bis zur Schule noch den vierfachen Weg von Gerd
zurückzulegen.
Werner muss noch 2,4 km bis zur Schule laufen; das ist die doppelte Länge von Freds Weg.
a) Welche Strecken müssen die einzelnen Schüler noch zurücklegen, bis sie die Schule erreicht haben?
b) Wie viel Minuten vergehen, bis alle Schüler in der Schule angekommen sind, wenn jeder Schüler
für je 100 m genau 90 sec braucht?
Aus (3) und (4) folgt für Freds Weg 1,2 km. Damit hat nach (1) Gerd noch einen Restweg von 400 m zu
laufen. Beziehung (2) ergibt für Heinz dann einen Weg von 1,6 km.
b) Da Werner noch am weitesten entfernt ist, treffen sich die Schüler erst wenn Werner ankommt. Für
ihn gilt:
Werner braucht für 2,4 km: 24 · 90s = 2160s = 36min.
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I.I Gleichungen, Gleichungssysteme, Rechnungen
Damit vergehen noch 36 min, bis alle Schüler in der Klasse sind.
Aufgabe 060511:
Laut Jahresplan sind von einem Zementwerk im 2. Halbjahr 16400 t Zement zu produzieren. Im Juli
wurden 2430 t, im August 2310 t, im September 2680 t, im Oktober 2830 t, im November 2940 t
produziert.
a) Berechne die hinreichende kleinste Anzahl von Tonnen Zement, die im Dezember hergestellt werden
müssen, damit das Werk seinen Plan erfüllt!
b) Berechne den Preis dieser Menge vom Dezember, wenn eine Tonne Zement 39,- MDN kostet!
b) Mit 39 · 3210 = 125190 ergibt sich ein Preis von 125190 MDN für 3210 t Zement.
Aufgabe 060512:
Eine Strecke von 168 m Länge wurde in drei Teile geteilt. Die zweite Teilstrecke war dreimal so groß
wie die erste, dagegen betrug die dritte Teilstrecke das Vierfache der ersten Teilstrecke.
Berechne die Längen der einzelnen Teilstrecken!
Aufgabe 080513:
Annerose bringt aus dem Garten Äpfel und Pflaumen mit.
Als sie nach Hause kommt, wird sie von ihrem Bruder Gerd gefragt: Wie viel Äpfel und wie viel
”
Pflaumen hast du mitgebracht?“
Verschmitzt antwortet Annerose: Es sind zusammen weniger als 50 Stück, und zwar dreimal so viel
”
Pflaumen wie Äpfel. Wenn Mutter von den mitgebrachten Äpfeln und Pflaumen jedem von uns vier
Geschwistern je einen Apfel und je eine Pflaume gibt, bleiben noch viermal so viel Pflaumen wie
Äpfel übrig.“
Wie viel Äpfel und wie viel Pflaumen hatte sie mitgebracht?
p − 4 = 4(a − 4) ; p = 3a
3a − 4 = 4a − 16 ⇒ a = 12; p = 36
Annerose hat 12 Äpfel und 36 Pflaumen mitgebracht. Die Bedingung der Aufgabe, dass die Summe von
p und a kleiner als 50 sein muss, ist erfüllt.
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I.I Gleichungen, Gleichungssysteme, Rechnungen
Aufgabe 100512:
In einem alten Buch mit lustigen mathematischen Knobeleien fand Annerose folgenden Vers:
Eine Zahl hab’ ich gewählt,
107 zugezählt,
dann durch 100 dividiert
und mit 11 multipliziert,
endlich 15 subtrahiert,
und zuletzt ist mir geblieben
als Resultat die Primzahl 7.
Gibt es wenigstens eine Zahl, die den gegebenen Bedingungen genügt? Wenn ja, ermittle alle diese
Zahlen!
Aufgabe 110511:
Bei einem Manöver unserer NVA legte ein Fahrzeug in 9 Teilstrecken eine Gesamtstrecke von 1780
km zurück. Die erste Teilstrecke betrug 220 km. Die restlichen 8 Teilstrecken waren untereinander
gleich lang.
Berechne die Länge einer jeden dieser restlichen 8 Teilstrecken!
Aufgabe 120511:
Auf einer Geburtstagsfeier stellt Rainer seinen Gästen folgende - schon im Altertum bekannte -
Knobelaufgabe:
Eine Schnecke beginnt am Anfang eines Tages vom Erdboden aus eine 10 m hohe Mauer emporzu-
kriechen. In der folgenden Zeit kriecht sie während der ersten 12 Stunden je eines Tages um 5 m
höher und gleitet während der restlichen 12 Stunden des gleichen Tages jeweils um 4 m nach unten.
Nach wie viel Stunden hat sie erstmals die gesamte Mauerhöhe erreicht?
Da sie 5 Tage kroch und zurück rutschte, am 6. Tag aber nach 12 Stunden am Ziel ankam, benötigte sie
5 · 24 + 12 = 132 Stunden.
Aufgabe 130513:
Das Dreifache der Summe der Zahlen 38947 und 12711 soll durch das Sechsfache der Differenz der
Zahlen 9127 und 8004 dividiert werden.
Wie lautet der Quotient?
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I.I Gleichungen, Gleichungssysteme, Rechnungen
Aufgabe 140511:
Ermittle die natürlichen Zahlen a, b, c, d, e, von denen folgendes bekannt ist:
Aufgabe 150513:
Eine Gruppe von Pionieren unternahm eine Radwanderung. Sie starteten innerhalb eines Ortes und
erreichten nach 800 m Fahrt den Ortsausgang. Nachdem sie danach das Fünffache dieser Strecke
zurückgelegt hatten, rasteten sie.
Nach weiteren 14 km machten sie Mittagspause. Die Reststrecke bis zu ihrem Fahrtziel betrug 2,5
km weniger als die bisher zurückgelegte Strecke.
Ermittle die Gesamtlänge der Strecke vom Start bis zum Ziel!
Aufgabe 150514:
An einem Waldlauf beteiligten sich insgesamt 81 Personen. Von den teilnehmenden Erwachsenen (18
Jahre oder älter) war die Anzahl der Männer doppelt so groß wie die der Frauen.
Die Anzahl der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen (unter 18 Jahren) betrug die Hälfte der
Anzahl der teilnehmenden Erwachsenen. Dabei waren es halb soviel Kinder (unter 16 Jahren) wie
Jugendliche (16 Jahre oder älter, aber unter 18 Jahre).
Gib die Anzahlen der teilnehmenden erwachsenen Männer, Frauen sowie der teilnehmenden Kinder
und Jugendlichen an!
f + m + k + j = 81; m = 2f ; m + f = 2 · (k + j); j = 2k
Setzt man die vierte und zweite Gleichung jeweils in die erste und dritte ein, so wird
f + 2f + k + 2k = 3f + 3k = 81 ; 3f = 2f + f = 2 · (3k)
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I.I Gleichungen, Gleichungssysteme, Rechnungen
Damit wird, mit erneutem Einsetzen: 6k + 3k = 81, d. h. also k = 9 und weiter f = 18, j = 18, m = 36.
Am Waldlauf nahmen 9 Kinder, 18 Jugendliche, 18 Frauen und 36 Männer teil.
Aufgabe 160511:
In einer Mathematik-Arbeitsgemeinschaft stellt Monika den Teilnehmern folgende Aufgabe:
Jeder der Buchstaben A, L, P , H bedeutet eine einstellige natürliche Zahl. Dabei gilt:
”
Schreibt man die Zahlen ALP HA in dieser Reihenfolge hintereinander, dann erhält man
die (fünfstellige) Leserzahl der mathematischen Schülerzeitschrift alpha“.
”
Wie groß ist diese Leserzahl?“
Aufgabe 160513:
Um zu ermitteln, welchen Durchschnittswert die Masse eines Maiskolbens von einem Versuchsfeld
hat, hatten Schüler einer Mathematik-Arbeitsgemeinschaft sechs Kolben ausgewählt und gewogen.
Der größte Kolben hatte eine Masse von 850 g, drei Kolben hatten eine Masse von je 640 g, zwei
Kolben von je 460 g.
Wie viel Gramm betrug hiernach die durchschnittliche Masse eines dieser sechs Maiskolben?
Aufgabe 210512:
Die Pioniergruppen der Klassen 5a, 5b und 5c einer Schule fertigten für einen Solidaritätsbasar
Buchhüllen an. Dabei fertigte die Klasse 5a genau 6 Hüllen mehr als die Klasse 5b an, und die Klasse
5c schaffte das Doppelte von dem, was die Klasse 5b anfertigte.
Insgesamt wurden von den Pionieren der drei Klassen 66 Buchhüllen hergestellt.
Wie viel Buchhüllen fertigte jede der drei Pioniergruppen an?
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I.I Gleichungen, Gleichungssysteme, Rechnungen
Aufgabe 220512:
Mutter kauft ein. Sie hat genau 50 M bei sich. Eigentlich möchte sie drei Schals, eine Mütze und ein
Paar Handschuhe kaufen, aber das Geld reicht hierfür nicht. Eine Mütze kostet 18 M, ein Schal halb
so viel, ein Paar Handschuhe kosten 1,50 M mehr als ein Schal. Sie kauft drei Schals und ein Paar
Handschuhe.
Wie viel Geld hat sie danach noch insgesamt übrig?
Aufgabe 230512:
Die Maßzahlen der (in Zentimeter gemessenen) Seitenlängen einen Dreiecks sind drei aufeinanderfol-
gende natürliche Zahlen. Der Umfang diesen Dreiecks beträgt 42 cm.
Wie lang sind seine drei Seiten?
Die Seiten des Dreiecks, dessen Umfang 42 cm beträgt, sind also 13 cm, 14 cm und 15 cm lang. Diese
drei Seitenlängen erfüllen auch die Bedingung, dass die Summe zweier Seitenlängen stets größer als die
dritte Seitenlänge ist.
Aufgabe 250513:
Drei Kunden in einem Eisenwarengeschäft kauften Schrauben. Jede Schraube kostete 7 Pfennig. Der
zweite Kunde kaufte vier Schrauben mehr als der erste Kunde. Der dritte Kunde kaufte doppelt so
viele Schrauben wie der zweite Kunde. Die drei Kunden bezahlten dafür insgesamt 5 Mark und 32
Pfennig.
Wie viel bezahlte der dritte Kunde?
Addiert man die drei Anzahlen, so ergibt sich x + x + 4 + 2x + 8 = 4x + 12, also kauften die drei Kunden
insgesamt 4x + 12 Schrauben.
Da sie insgesamt 5,32 M bezahlten und jede Schraube 7 Pfennig kostete, kauften sie wegen 532 : 7 = 76
insgesamt 76 Schrauben. Also gilt 4x + 12 = 76 und somit x = 16.
Der erste Kunde kaufte also 16 Schrauben, der zweite kaufte 4 Schrauben mehr, also 20 Schrauben, der
dritte kaufte doppelt so viele, also 40 Schrauben. Wegen 40 · 7 = 280 bezahlte er hierfür 2,80 M.
Aufgabe 270512:
Eine Strecke von 240 mm Länge soll in zwei Teilstrecken zerlegt werden. Die größere Teilstrecke soll
genau 47 mal so lang sein wie die kleinere.
Wie lang muss dann die kleinere Teilstrecke sein und wie lang die größere? Begründe deine Antwort!
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I.I Gleichungen, Gleichungssysteme, Rechnungen
Aufgabe 290511:
Kerstin erhält am 30. April zu ihrem Geburtstag von mehreren Verwandten Geld geschenkt. Sie
hat nun genau 35 Mark in ihrer Sparbüchse und nimmt sich vor, in den folgenden Monaten fleißig
Altstoffe zu sammeln, so dass sie am Ende jedes Monats genau 5 Mark in die Sparbüchse stecken
kann.
Am Ende welchen Monats werden, wenn ihr Vorhaben gelingt, erstmals 55 Mark in der Sparbüchse
sein?
Aufgabe 300513:
Fritz, Hans und Petra haben am Ostseestrand einen Beutel voll Muscheln gesammelt. Sie wissen
nicht, wie viel Muscheln sie im Beutel haben.
Fritz meint: Wenn man siebenmal hintereinander je 12 Muscheln aus dem Beutel nimmt, dann
”
bleiben noch mehr als 6 Muscheln übrig.“
Hans meint: Wenn man aber neunmal hintereinander je 10 Muscheln aus dem Beutel nehmen wollte,
”
dann würden die Muscheln dafür nicht ausreichen.“
Petra zählt nun die Muscheln nach und stellt fest: Keiner von euch beiden hat recht.“
”
Aufgabe 320514:
Ein 6 m 30 cm langer Kupferdraht ist in drei Teile zu unterteilen. Der erste Teil soll 30 cm länger als
der zweite Teil sein und der dritte Teil 60 cm länger als der zweite.
Wie lang wird jeder der Teile?
30 x x x 60
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I.I Gleichungen, Gleichungssysteme, Rechnungen
Wegen 180 cm + 30 cm = 210 cm und 180 cm + 60 cm = 240 cm haben das erste Teilstück eine Länge
von 2 m 10 cm und das dritte Teilstück eine Länge von 2 m 40 cm.
Aufgabe 330512:
Bei einer Geburtstagsfeier wird ein Spiel mit blauen Spielmarken und ebenso vielen roten Spielmarken
gespielt.
Nach einiger Zeit hatte jedes Kind 12 blaue und 15 rote Spielmarken bekommen, und es waren noch
48 blaue und 15 rote Spielmarken übrig.
Wie viele Kinder spielten dieses Spiel?
Runde 2
Aufgabe 010522:
Bei einem Probeflug von Moskau zur sowjetischen Südpolar-Beobachtungsstation Mirny über insge-
samt 25300 km legte ein Flugzeug vom Typ IL 18“ die letzten 6700 km in zwei Etappen zurück.
”
Dabei war die erste Etappe um rund 1700 km länger als die zweite.
Wie viel Kilometer betrugen die beiden Etappen?
Die erste Etappe ist 4200 km und die zweite 2500 km lang.
Aufgabe 030521:
Die Kosmonautin Valentina Tereschkowa umkreiste mit dem Raumschiff Wostok 6“ rund 48 mal die
”
Erde. Durchschnittlich benötigte sie für jede Umkreisung rund 88 Minuten.
Wie lange dauerte der gesamte Weltraumflug?
Aufgabe 060521:
In jeder von fünf Kisten befindet sich genau die gleiche Anzahl von Äpfeln. Entnimmt man jeder
Kiste 60 Äpfel, bleiben in den Kisten insgesamt soviel Äpfel übrig, wie vorher in zwei Kisten waren.
Ermittle die Gesamtzahl aller Äpfel, die sich anfangs in den Kisten befanden !
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I.I Gleichungen, Gleichungssysteme, Rechnungen
Diese Menge entspricht dem Inhalt von drei Kisten, da nur soviel Äpfel übrig blieben, wie vorher in zwei
Kisten Waren.
Folglich befanden sich in jeder Kiste anfangs genau 100 Äpfel. Insgesamt waren daher genau 500 Äpfel
vorhanden.
Aufgabe 060523:
Die Zahl 97236 ist in sechs Summanden zu zerlegen.
Der erste Summand ist gleich dem neunten Teil dieser Zahl, der zweite Summand ist doppelt so groß
wie der erste, der dritte ist um 12792 kleiner als der zweite Summand, der vierte dreimal so groß wie
der dritte und der fünfte ist ebenso groß wie der dritte Summand.
Wie lauten die sechs Summanden?
Aufgabe 060524:
Hans nimmt am Training der Sektion Leichtathletik seiner Schulsportgemeinschaft teil. Eine der
Übungen besteht in rhythmischem Gehen mit anschließendem Nachfedern im Stand.
Die Länge der Übungsstrecke beträgt 30 m. Am Anfang und am Ende stehen Fahnenstangen. Hans
legt die Strecke auf folgende Weise zurück:
Zwei Schritte vor, nachfedern, dann einen Schritt zurück, nachfedern, dann wieder zwei Schritte vor
... u.s.f., bis er die zweite Fahnenstange erreicht.
Welches ist die genaue Anzahl von Schritten, die er unter den angegebenen Bedingungen insgesamt
macht, wenn seine Schrittlänge genau 5 dm beträgt?
Aufgabe 080522:
In einem Lagerraum befinden sich dreimal so viel Kilogramm Weizen wie in einem zweiten. Nachdem
aus dem ersten 85000 kg und aus dem zweiten 5000 kg entnommen wurden, waren die Bestände
gleich.
Wie viel Tonnen Weizen befanden sich vor der Entnahme in dem ersten und wie viel in dem zweiten
Lagerraum?
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I.I Gleichungen, Gleichungssysteme, Rechnungen
Da im ersten Lagerraum der Bestand anfangs dreimal so groß wie im zweiten war und nach der Entnahme
in beiden die Bestände gleich sind, muss anfangs der Überschuss des ersten Raumes zweimal so groß wie
der Bestand des zweiten Raumes gewesen sein.
Also befanden sich im zweiten Raum die Hälfte von 80 t, das sind 40 t, und im ersten 120 t Weizen; denn
40 t - 3 = 120 t.
Aufgabe 100524:
Eine Gruppe Junger Mathematiker führte eine Exkursion durch. Jeder Teilnehmer bezahlte 1,50
Mark für die Fahrkosten. Bei der Bezahlung des Sammelfahrscheines blieb ein Betrag von 1,10 Mark
übrig.
Hätte jeder Teilnehmer 1,40 Mark eingezahlt, so hätten 1,10 Mark an den Kosten des Sammelfahr-
scheines gefehlt.
Ermittle die Anzahl der Teilnehmer an dieser Exkursion! Wie viel Geld erhielt jeder dieser Teilnehmer
zurück, als der zu viel eingezahlte Betrag gleichmäßig unter ihnen verteilt wurde?
Folglich wären genau die Kosten des einen Sammelfahrscheines zusammengekommen, wenn jeder Teil-
nehmer 1 45 Mark bezahlt hätte. Jeder der Teilnehmer hatte also 0,05 Mark zu viel bezahlt.
’
Dieser Betrag wurde jedem zurückerstattet. Wegen 110 : 5 = 22 handelte es sich um 22 Junge Mathema-
tiker, die an dieser Exkursion teilnahmen.
Aufgabe 120522:
Eine Oberschule führte für alle Schulklassen ein Schulsportfest durch. Nach dem Sportfest behauptete
Gerald, es hätte insgesamt 325 Teilnehmer gegeben.
Günter, der wusste, dass die Anzahl der an dem Sportfest teilnehmenden Mädchen um genau 24
größer war als die der teilnehmenden Jungen, meinte, Geralds Behauptung sei falsch.
Weise nach, dass Günters Meinung richtig ist!
Oder:
Die Anzahl aller Teilnehmer ist gleich der Summe aus der doppelten Anzahl der teilnehmenden Jungen
und 24, und damit eine gerade Zahl. Günters Meinung ist also richtig.
Aufgabe 130521:
Eine Fischereigenossenschaft hatte an einem Tage nur Hechte, Barsche und Plötzen gefangen. Davon
waren insgesamt 125 Plötzen. Ferner waren es doppelt soviel Barsche wie Hechte; die Anzahl der
Hechte betrug ein Fünftel der Anzahl der Plötzen.
Stelle fest, wie viel Fische die Fischereigenossenschaft an diesem Tage insgesamt gefangen hatte!
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I.I Gleichungen, Gleichungssysteme, Rechnungen
Laut Aufgabe waren im Fang doppelt soviel Barsche wie Hechte, also genau 50 Barsche. Wegen 125 + 25
+ 50 = 200 werden mithin insgesamt 200 Fische der genannten Arten gefangen.
Aufgabe 140522:
Anita und Peter sollten für ihre Gruppe aus dem Konsum 7 Flaschen Selterswasser holen. Sie hatten
eine Geldsumme bei sich, die genau hierfür gereicht hätte. Sie konnten aber nur Brause bekommen,
von der jede Flasche 15 Pfennige mehr kostete als eine Flasche Selterswasser. Für ihr gesamtes Geld
erhielten sie nunmehr 4 Flaschen Brause.
Ermittle den Preis für eine Flasche Selterswasser und den Preis für eine Flasche Brause. Wie viel
kosteten die 4 Flaschen Brause?
Aufgabe 160522:
Zwei Junge Pioniere legten in ihrem Ruderboot stromabwärts in 10 Minuten eine Strecke zurück,
deren Länge insgesamt 1 km und 200 m betrug.
Wie viel Zeit brauchten sie, um dieselbe Strecke gegen den Strom zurückzurudern, wenn sie dabei
durchschnittlich in jeder Minute 40 m weniger zurücklegten als auf der Hinfahrt?
Aufgabe 220523:
Über die 650 Schüler einer Schule liegen folgende Angaben vor:
Aus diesen Angaben soll ermittelt werden, wie viel der 650 Schüler sowohl Mitglied einer Sport-
Arbeitsgemeinschaft als auch Mitglied einer anderen Arbeitsgemeinschaft sind.
Erkläre, wie man diese Anzahl finden kann!
Aufgabe 220524:
Ein Schüler kauft 5 gleiche Hefte und 7 gleiche Bleistifte, wofür er insgesamt 3,80 M bezahlt.
Wie teuer ist ein derartiges Heft und wie teuer ein derartiger Bleistift, wenn ein Bleistift doppelt so
viel kostet wie ein Heft?
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I.I Gleichungen, Gleichungssysteme, Rechnungen
Aufgabe 260524:
Du kannst die mit zwei Würfeln von jemandem geworfenen beiden Augenzahlen nennen, ohne sie
gesehen zu haben, wenn du folgende Rechenschritte (1) bis (4) ausführen und dir nur das Endergebnis
nach Schritt (4) ansagen lässt:
(1) Die mit dem einen Würfel geworfene Augenzahl ist zu verdoppeln.
(2) Hierzu ist 5 zu addieren.
(3) Die erhaltene Summe ist mit 5 zu multiplizieren.
(4) Zum Produkt ist die mit dem anderen Würfel geworfene Augenzahl zu addieren.
Wenn du nämlich vom Ergebnis des Schrittes (4) die Zahl 25 subtrahierst, so erhältst du diejenige
Zahl, deren eine Ziffer die Augenzahl des einen Würfels und deren andere Ziffer die Augenzahl des
anderen Würfels bezeichnet.
a) Überprüfe dies an einem selbstgewählten Beispiel!
b) Weise nach, dass das für jeden mit zwei Würfeln möglichen Wurf gilt!
b) Für jeden möglichen Wurf sind die mit zwei Würfeln geworfenen Augenzahlen zwei natürliche Zahlen
a und b, für die 1 ≤ a ≤ 6 und 1 ≤ b ≤ 6 gilt. Damit führt die Ausführung der Schritte (1) bis (4) zu
folgenden Ergebnissen:
(1) 2 · a, (2) 2 · a + 5, (3) 5 · (2 · a + 5) = 10 · a + 25, (4) 10 · a + 25 + b
Wenn man von 10 · a + 25 + b die Zahl 25 subtrahiert, so erhält man wie behauptet mit 10 · a + b diejenige
Zahl, deren eine Ziffer a die Augenzahl des einen und deren andere Ziffer b die Augenzahl des anderen
Würfels angibt.
Aufgabe 270524:
II
III
16
I.I Gleichungen, Gleichungssysteme, Rechnungen
Die Abbildung zeigt ein Regal, in dem Töpfe von genau drei verschiedenen Größen stehen. In jeder
der Reihen I, II, III ergibt sich das gleiche Fassungsvermögen von genau 24 Litern.
Welches Fassungsvermögen hat jeweils ein Topf der verschiedenen Sorten?
Erkläre, wie sich für jede Topfsorte das Fassungsvermögen aus den Angaben über die Reihen I, II
und III ergibt!
Überprüfe, dass bei deinen Ergebnissen sich wirklich für jede Reihe ein Fassungsvermögen von genau
24 Litern ergibt!
Durch Vergleich der Reihen II und III ergibt sich: Ein großer Topf fasst genau soviel wie sechs kleine
Töpfe.
Wegen 4 · 3 + 2 · 6 = 24 folgt damit: Die Reihe III fasst genau soviel wie 24 kleine Töpfe. Da Reihe III
genau 24 Liter fasst, ergibt sich:
Jeder kleine Topf fasst genau 1 Liter, jeder mittelgroße Topf fasst genau 3 Liter, jeder große Topf fasst
genau 6 Liter.
Die Überprüfung der Reihen ergibt mit diesen Fassungsvermögen folgende Literzahlen:
Reihe I: 3 + 5 · 3 + 6 = 24,
Reihe II: 6 · 1 + 4 · 3 + 6 = 24,
Reihe III: 4 · 3 + 2 · 6 = 24.
Aufgabe 280521:
In einer Gaststätte, die aus einem Speisesaal und einem Grillrestaurant besteht, sind im Speisesaal
genau 135 Plätze für die Gäste vorhanden. Die Anzahl der Plätze im Grillrestaurant beträgt ein
Drittel von der Anzahl der Plätze im Speisesaal.
Aufgabe 290522:
Susanne besitzt 18 Spielwürfel. Einige davon sind rot, andere blau und die restlichen gelb. Sie stellt
fest, dass die Anzahl der blauen Würfel um 1 kleiner ist als die doppelte Anzahl der roten Würfel.
Weiter bemerkt sie, dass das Dreifache der Anzahl der roten Würfel, wenn man es um 1 vermehrt,
gerade die Anzahl der gelben Würfel ergibt.
Zeige, dass Susannes Feststellungen nur bei einer einzigen Möglichkeit für die drei Anzahlen der roten,
blauen und gelben Würfel wahr sein können! Gib diese drei Anzahlen an!
17
I.I Gleichungen, Gleichungssysteme, Rechnungen
x + 2x − 1 + 3x + 1 = 18 ; x=3
Aufgabe 320524:
In einem Haus mit Erdgeschoss und drei weiteren Etagen wohnen 72 Personen. In der zweiten Etage
sind es 7 Personen mehr als in der ersten, in der dritten 6 Personen mehr als in der ersten.
Da im Erdgeschoss außer Wohnungen auch ein Geschäft ist, wohnen dort 12 Personen weniger als in
der ersten Etage.
Wie viele Personen wohnen im Erdgeschoss und in jeder der weiteren Etagen?
Begründe, wie sich diese Personenzahlen aus den obigen Angaben herleiten lassen und überprüfe,
dass bei den von dir angegebenen Zahlen diese Angaben zutreffen!
Aufgabe 330521:
In einer kleinen Stadt stehen auf einer Straße am linken und am rechten Straßenrand insgesamt 47
Laternen. Auf jeder Straßenseite beträgt der Abstand zwischen je zwei benachbarten Laternen 35 m.
Am linken Straßenrand steht je eine Laterne genau am Anfang und am Ende der Straße.
Wie lang ist diese Straße?
Aufgabe 340523:
Man kann jede natürliche Zahl 1, 2, 3, ... als eine Summe darstellen, in der jeder Summand eine
1 oder eine 2 ist. Zum Beispiel gibt es für die Zahl 3 unter Beachtung der Reihenfolge genau die
Darstellungen
3=1+1+1=1+2=2+1
(a) Gib auch für jede der Zahlen 4, 5 und 6 alle Darstellungen an!
(b) Wie groß ist für jede der Zahlen 1, 2, 3, 4, 5 und 6 jeweils die Anzahl aller Darstellungen?
Finde eine Gesetzmäßigkeit, die für diese sechs Anzahlen gilt!
Wie viele Darstellungen muss es - wenn die von dir genannte Gesetzmäßigkeit sogar allgemein gilt -
für die Zahl 10 geben?
18
I.I Gleichungen, Gleichungssysteme, Rechnungen
4=1+1+1+1=1+1+2=1+2+1=2+1+1=2+2
5=1+1+1+1+1=1+1+1+2=1+1+2+1=1+2+1+1=2+1+1+1=1+2+2=
=2+1+2=2+2+1
6=1+1+1+1+1+1=1+1+1+1+2=1+1+1+2+1=1+1+2+1+1=
=1+2+1+1+1=2+1+1+1+1=1+1+2+2=1+2+1+2=1+2+2+1=
=2+1+1+2=2+1+2+1=2+2+1+1=2+2+2
(b) Als Anzahlen erhält man:
Darzustellende Zahl 1 2 3 4 5 6
Anzahl der Darstellungen 1 2 3 5 8 13
Für sie gilt folgende Gesetzmäßigkeit:
Die Summe zweier benachbarter Anzahlen ist gleich der darauffolgenden Anzahl. Wenn diese Gesetzmäßigkeit
allgemein gilt, so erhält man als Fortsetzung:
Darzustellende Zahl 7 8 9 10
Anzahl der Darstellungen 8+13=21 13+21=34 21+34=55 34+55=89
Für die Zahl 10 muss es dann also genau 89 Darstellungen geben.
Aufgabe 340524:
Auf einer Waage sind fünf links stehende leere Mineralwasserflaschen mit zwei rechts stehenden vollen
im Gleichgewicht (siehe Abbildung).
(a) Britta füllt zwei leere Flaschen mit Mineralwasser und erreicht dann, dass wieder Gleichgewicht
eintritt, indem sie auf die rechte Waagschale leere Flaschen dazustellt.
Wie viele leere Flaschen sind das?
(b) Jan entleert dann eine der rechts stehenden Flaschen und nimmt von der linken Waagschale eine
leere Flasche weg. Welche Waagschale neigt sich nun nach unten?
(c) Pia nimmt alle Flaschen von der Waage und stellt dann links zwei volle Flaschen und eine leere
Flaschen auf, rechts eine volle Flasche und drei leere Flaschen.
Welche Waagschale neigt sich nun nach unten?
(b) Denkt man sich in der Abbildung des Aufgabentextes auf beiden Waagschalen das Gewicht von zwei
leeren Flaschen entfernt, so folgt:
Drei leere Flaschen haben dasselbe Gewicht wie das Mineralwasser, das zwei Flaschen füllt. Daraus ergibt
sich die Aussage:
Eine leere Flasche hat ein kleineres Gewicht als das Wasser für eine Flasche. Da Jan links die Flasche und
rechts das Wasser wegnimmt und vorher Gleichgewicht herrschte, neigt sich nun die linke Waagschale
nach unten.
19
I.II Ungleichungen, der Größe ordnen
(c) Die Aufstellung, die Pia vornimmt, kann stattdessen auch aus der nach (b) erreichten Aufstellung
erhalten werden, indem man dort links und rechts je eine leere Flasche wegnimmt.
Daher neigt sich auch bei Pias Aufstellung die linke Waagschale nach unten.
Aufgabe V00507:
Wie heißen Subtrahend und Minuend in der folgenden Subtraktionsaufgabe: ? ? ? ? − ? ?? = 1.
Aufgabe 030515:
Von fünf Thälmann-Pionieren sind folgende zehn Altersvergleiche bekannt:
Doris ist jünger als Marga, Bärbel älter als Inge, Renate älter als Doris, Inge jünger als Marga, Bärbel
jünger als Renate, Renate jünger als Marga, Doris älter als Inge, Marga älter als Bärbel, Inge jünger
als Renate, Doris älter als Bärbel.
a) Wie lautet die Reihenfolge der fünf Mädchen nach ihrem Alter? Beginne mit der Jüngsten!
b) Welche angegebenen Vergleiche sind überflüssig? Warum?
b) Für die Bestimmung der Reihenfolge benötigt man nur die Aussagen:
Bärbel ist älter als Inge, Doris ist älter als Bärbel, Renate ist älter als Doris und Renate ist jünger als
Marga. Damit ergibt sich die Anordnung nach dem Alter.
Aufgabe 120514:
Erklärung: Mit der Schreibweise einer fortlaufenden Ungleichung“ a < b < c < d drückt man aus,
”
dass die drei Ungleichungen a < b, b < c und c < d gelten. Es gelten dann auch die Ungleichungen
a < c, a < d und b < d.
Aufgabe:
Es seien w, x, y, z vier natürliche Zahlen, für die folgende Ungleichungen gelten:
(1) z>x
(2) z<w
(3) w>x
(4) x<y
(5) y>w
20
I.II Ungleichungen, der Größe ordnen
(6) z < y
Stelle fest, ob sich alle diese Ungleichungen in Form einer fortlaufenden Ungleichung schreiben lassen!
Aufgabe 140513:
Die Schüler Lutz, Dora, Erich, Nina, Bernd und Manja beteiligten sich an der Kreisolympiade Junger
Mathematiker.
Dabei erzielte Bernd mehr Punkte als Erich, Lutz bekam zwar mehr Punkte als Dora, aber weniger als
Erich. Nina erhielt eine kleinere Punktzahl als Dora. Manjas Punktzahl war größer als die Punktzahl
Bernds.
Ermittle die Reihenfolge der Punktzahlen der genannten Schüler; schreibe sie mit der größten begin-
nend auf!
Aufgabe 150512:
Ermittle alle positiven geraden Zahlen u, p, g, die folgende Ungleichungen erfüllen:
a) 42 > 5u > 19
b) 11 < (3p + 3) < 22
c) 23 > (3g − 3) ≥ 3,
und für die (3g − 3) eine natürliche Zahl ist!
Gib die Lösungsmenge so an, dass die geraden Zahlen, die jeweils die betreffende Ungleichheit erfüllen,
der Größe nach geordnet sind! Beginne stets mit der kleinsten!
Aufgabe 170511:
Die Oberschule Wilhelm Pieck“ hat genau 314 Jungen und genau 322 Mädchen als Schüler. Ein
”
Sechstel von ihnen gehört der FDJ an, alle anderen sind Mitglieder der Pionierorganisation Ernst
”
Thälmann“.
Ermittle die Anzahl der FDJler unter diesen Schülern und die Anzahl der Pioniere unter ihnen!
21
I.II Ungleichungen, der Größe ordnen
Aufgabe 170514:
Eine Strecke von 240 m ist so in vier Teilstrecken geteilt, dass folgendes gilt:
(1) Die erste Teilstrecke ist doppelt so lang wie die zweite Teilstrecke.
(2) Die zweite Teilstrecke ist so lang wie die Summe der Längen der dritten und vierten Teilstrecke.
(3) Die dritte Teilstrecke ist ein Fünftel der Gesamtstrecke.
Aus der dritten Beziehung folgt sofort c = 48 m. Setzt man in die vierte Gleichung für c + d (aus der 2.)
ein und zusätzlich noch (1), erhält man 240 m = a + b + c + d = 2b + b + b = 4b. Somit ist b = 60 m und
damit auch a = 120 m.
d erhält man nun aus d = 240 m − a − b − c = 12m.
Die Teilstrecken haben die Längen 120 m, 60 m, 48 m und 12 m.
Aufgabe 180514:
Auf einem Parkplatz stehen insgesamt 60 Personenkraftwagen der Typen Trabant“, Wartburg“,
” ”
Skoda“ und Wolga“. Die Anzahl der Wagen vom Typ Trabant“ ist doppelt so groß wie die Anzahl
” ” ”
der Wagen der drei anderen Typen zusammengenommen. Außerdem gilt:
Es stehen dreimal soviel Wagen vom Typ Wartburg“ wie von den Typen Skoda“ und Wolga“
” ” ”
zusammen auf dem Parkplatz und drei Wagen mehr vom Typ Skoda“ als vom Typ Wolga“.
” ”
Wie viel PKW jeden Typs stehen auf diesem Parkplatz?
Teilt man die Wagen Wartburg“ in drei Gruppen gleicher Anzahl, so bilden die nun noch verbleibenden
”
eine vierte Gruppe derselben Anzahl. Also enthält jede dieser Gruppen 5 Wagen, folglich sind 15 Wart-
”
burg“-Wagen auf dem Parkplatz. Für die verbleibenden 5 Wagen gilt:
Es handelt sich nur um Wagen der Typen Wolga“ und Skoda“. Dabei ist laut Aufgabe die Anzahl der
” ”
Skoda“-Wagen um drei größer als die der Wolga“-Wagen. Das ist nur möglich, wenn 4 Skoda“-Wagen
” ” ”
und 1 Wolga“-Wagen auf dem Parkplatz stehen.
”
Aufgabe 200513:
Annegret, Heidi, Katrin, Lore, Petra und Ruth bewohnen im Pionierlager gemeinsam ein Zelt und
beschließen, die Reihenfolge für ihren Ordnungsdienst nach ihrem Alter festzulegen, beginnend mit
dem ältesten Mädchen.
22
I.II Ungleichungen, der Größe ordnen
Alle sechs Mädchen sind im gleichen Jahr geboren, jedes an einem anderen Tag. Katrin ist älter als
die fünf anderen Mädchen. Heidi hat einen Monat nach Annegret Geburtstag, sie ist aber älter als
Petra.
Lore ist jünger als Annegret. Ruth ist älter als Heidi und hat einen Tag später Geburtstag als Lore.
In welcher Reihenfolge müssen die sechs Pioniere ihren Ordnungsdienst versehen, wenn sie ihren
Beschluss verwirklichen wollen?
Aufgabe 320513:
Vergleiche der Körpergrößen ergaben:
Jan ist größer als Steffi, Anna kleiner als Ingo, Franziska kleiner als Jan, Steffi kleiner als Moritz,
Franziska kleiner als Moritz, Franziska größer als Steffi, Steffi kleiner als Anna, Anna kleiner als
Moritz, Jan kleiner als Anna, Moritz größer als Ingo.
(a) Ordne diese Kinder nach ihrer Größe, beginnend mit dem kleinsten Kind.
(b) Welche der angegebenen zehn Vergleiche hätten ausgereicht, um die Aufgabe eindeutig zu lösen?
Warum?
(b) Die sechste, dritte, neunte, zweite und zehnte Aussage genügen, um in dieser Reihenfolge die gewünschte
Ordnung zu erreichen.
Runde 2
Aufgabe 050522:
Für die fünf natürlichen Zahlen a, b, c, d, e gelten die folgenden Ungleichungen:
a > e; b < c; c > e; d < e; a > b; b < d; c > a; a > d;
Ordne diese Zahlen der Größe nach an!
b<d<e<a<c
23
I.II Ungleichungen, der Größe ordnen
Aufgabe 170522:
Auf drei Bäumen sitzen insgesamt 56 Vögel.
Nachdem vom ersten Baum 7 auf den zweiten und vom zweiten 5 Vögel auf den dritten Baum geflogen
waren, saßen nun auf dem zweiten Baum doppelt so viel Vögel wie auf dem ersten und auf dem dritten
doppelt so viel Vögel wie auf dem zweiten Baum.
Berechne, wie viel Vögel ursprünglich auf jedem der Bäume saßen!
Auf dem ersten Baum saßen daher am Anfang 7 Vögel mehr als 8 Vögel, das sind 15 Vögel.
Auf dem zweiten Baum saßen zu Anfang noch nicht die später vom ersten Baum zugeflogenen 7 Vögel,
dafür aber die dann zum dritten Baum geflogenen 5 Vögel; also waren es zu Anfang 2 Vögel weniger als
16 Vögel, das sind 14 Vögel.
Auf dem dritten Baum saßen am Anfang 5 Vögel weniger als 32 Vögel, das sind 27 Vögel.
Aufgabe 180523:
Vier Kooperative Abteilungen Pflanzenproduktion (KAP), die mit A, B, C und D bezeichnet sein
sollen, besitzen zusammen 92 Traktoren.
Wenn B zur besseren Nutzung drei ihrer Traktoren an A und vier ihrer Traktoren an D weitergibt,
dann verfügen alle vier KAP über die gleiche Anzahl von Traktoren.
Wie viele Traktoren besaß ursprünglich jede der vier KAP?
Aufgabe 190522:
In einem Bericht eines Schülers über einen 60 m-Lauf war zu lesen:
Es war ein spannender Lauf unserer Mädchen. Astrid zog an Doris vorbei und konnte dann ihren
”
Vorsprung bis ins Ziel behaupten. Auf den letzten Metern gelang es sogar noch Beate, Doris zu
überholen. Das war zwar eine anerkennenswerte Leistung, jedoch kam Beate noch etwas später ins
Ziel als Christine. Doris wurde nur teilweise den in sie gesetzten Erwartungen gerecht; immerhin
konnte sie Christine hinter sich lassen.“
Können alle Aussagen dieses Berichtes gleichzeitig wahr sein? Begründe deine Entscheidung!
24
I.II Ungleichungen, der Größe ordnen
Aufgabe 270521:
Von Anja, Beate, Kerstin, Steffen und Maik wissen wir folgendes:
(1) Steffen ist kleiner als Kerstin und größer als Beate.
(2) Maik ist kleiner als Steffen und größer als Beate.
(3) Anja ist kleiner als Beate.
Ordne die Kinder nach ihrer Größe! Beginne mit dem größten Kind! Eine Begründung wird nicht
verlangt.
Aufgabe 300522:
Über das Alter der fünf Personen Antje, Dirk, Manuela, Susanne und Thomas werden folgende
Angaben gemacht:
(1) Antje ist älter als Manuela, aber jünger als Susanne.
(2) Thomas ist genau so alt wie Antje und Manuela zusammen.
(3) Dirk ist älter als Antje und Susanne zusammen.
a) Zeige, dass aus diesen Angaben eindeutig folgt, wer die jüngste und wer die älteste dieser fünf
Personen ist!
b) Stelle fest, ob aus den Angaben auch eindeutig folgt, welche Reihenfolge für die Altersangaben der
übrigen drei Personen vorliegt! Begründe deine Feststellung!
Nach (1) sind weder Antje noch Manuela die älteste, nach (3) auch Susanne nicht. Also ist entweder Dirk
oder Thomas die älteste der fünf Personen. Wegen (3) und S > M (siehe (1)) gilt aber D > A + M , und
nach (2) besagt dies D > T .
Folglich ist Dirk die älteste der fünf Personen.
b) Es gibt sowohl Altersangaben, für die (1), (2), (3) zutreffen und bei denen S < T gilt, als auch
Altersangaben, für die (1), (2), (3) zutreffen und bei denen S > T gilt.
Zur Begründung genügt es, je ein Beispiel hierfür anzugeben und die genannten Aussagen zu bestätigen.
Solche Beispiele sind etwa
D = 16, T = 13, S = 8, A = 7, M = 6 bzw. D = 22, S = 14, T = 13, A = 7, M = 6
Daher folgt aus den Angaben nicht eindeutig, welche Reihenfolge für die Altersangaben von Antje, Su-
sanne und Thomas vorliegt.
Aufgabe 310523:
Nach einem 100 m-Lauf, an dem 5 Sportler teilnahmen, fragt jemand, in welcher Reihenfolge sie ins
25
I.III Verhältnisse, Proportionalitäten
Nenne alle hiernach bestehenden Möglichkeiten der Reihenfolge! Zeige, dass nur bei den von dir
genannten Möglichkeiten Gerts Aussagen wahr sind!
Hinweis: Beachte, dass es für die gesuchten Möglichkeiten der Reihenfolge einen Unterschied bedeutet,
ob zwei Sportler gleichzeitig ins Ziel kamen oder nicht!
Aufgabe V00510:
Zeichne ein Quadrat mit einer Seitenlänge von 6 cm!
Schraffiere davon 49 (vier Neuntel)!
Aufgabe 010511:
Im Rechenschaftsbericht an den XXII. Parteitag der KPdSU heißt es, dass an die Bevölkerung der
Sowjetunion im Jahre 1953 insgesamt 1757000 t, im Jahre 1960 aber 4158000 t Fleisch und Fleischer-
zeugnisse verkauft wurden.
Wie viel Tonnen Fleisch und Fleischerzeugnisse wurden 1960 mehr verkauft als 1953?
26
I.III Verhältnisse, Proportionalitäten
Aufgabe 020512:
Genau eine Million zweihundertneuntausendsechshundert Sekunden dauert es, bis wir uns wieder
”
treffen“, sagt Walter, der gern mit großen Zahlen rechnet, zu Rolf, als sie sich am 10. Mai um 12.00
Uhr verabschieden.
Wann treffen die beiden wieder zusammen?
Aufgabe 020513:
Zwei Pioniergruppen wollen an einem Sonntag eine Wanderung nach dem zwölf Kilometer entfernten
Neuendorf machen. Die erste Gruppe will um 8.00 Uhr aufbrechen. Sie legt in jeder Stunde 4 km
zurück.
Die andere Gruppe macht eine Radwanderung und kann in jeder Stunde 12 km schaffen.
Wann muss sie aufbrechen, wenn beide Gruppen gleichzeitig in Neuendorf eintreffen wollen?
Aufgabe 070512:
Ein Bezirk plante, die Instandsetzung dreier Straßen durchzuführen. Die erste Straße hat eine Länge
von 8 km, die zweite eine Länge von 7 km, die dritte eine Länge von 6 km. Für jeden Kilometer
wurden 3000 MDN Kosten vorgesehen.
Eine der drei Straßen war nur wenig beschädigt, so dass man für diese mit der Hälfte der Kosten pro
Kilometer auskam, während bei jeder der beiden anderen genau die eingeplante Summe verwendet
wurde. Die Gesamtkosten für die Instandsetzung betrugen 51000 MDN.
Für welche der drei Straßen wurde nicht die eingeplante Summe verwendet?
Aufgabe 080511:
Auf einer Großbaustelle sind drei Bagger eingesetzt. Bei gleichbleibender Leistung befördern sie in
20 min insgesamt 90 m3 Erde. Für die Bedienung dieser drei Bagger ist ein Kollektiv von insgesamt
sechs Arbeitern notwendig. Wir nehmen an, dass an Stelle dieser drei Bagger sechs Erdarbeiter diese
Arbeit verrichten müssten.
Nach wie viel Arbeitstagen würden sie frühestens die 90 m3 Erde ausgehoben haben, wenn jeder der
Erdarbeiter an jedem Arbeitstag durchschnittlich 5 m3 Erde bewegt?
27
I.III Verhältnisse, Proportionalitäten
Aufgabe 120513:
Von einem Bahnhof wurden mit zwei LKW Kartoffeln abtransportiert, und zwar insgesamt 170 t.
Der erste LKW, der bei jeder Fahrt mit 4 t Kartoffeln beladen wurde, führte insgesamt 20 Fahrten
aus.
Wie viel Fahrten führte der zweite LKW insgesamt aus, wenn er bei jeder Fahrt mit 5 t der Kartoffeln
beladen wurde, die der erste LKW nicht abtransportiert hatte?
Aufgabe 150511:
Im Jahre 1974 erzielten 187 Schiffe der DDR-Handelsflotte eine Transportleistung von insgesamt
1080000 t.
Berechne zur Veranschaulichung dieser Leistung, welche Länge ein Güterzug bei gleicher Transport-
leistung haben müsste!
Dabei sei angenommen, dass dieser Zug aus Güterwagen mit einer Tragfähigkeit von je 25 t besteht
und dass jeder dieser Wagen (einschließlich der Koppelvorrichtung) eine Länge von 12 m besitzt.
Wie viel Güterzüge zu je 60 dieser Güterwagen hätten 1974 täglich fahren müssen, um die gleiche
Transportleistung zu erzielen (das Jahr sei zu 360 Tagen gerechnet)?
Jeden Tag hätten 10800000t : 360 = 30000t transportiert werden müssen. Ein Zug mit 60 Güterwagen zu
je 25 t Tragfähigkeit transportiert 60 · 25t = 1500t. Folglich müssten täglich 30000t : 1500t = 20 solcher
Züge fahren, um die Leistung der Handelsschiffe zu erbringen.
Aufgabe 280513:
Vier gleich große Kisten mit gleichem Inhalt haben zusammen eine Masse von 132 kg.
Welche Masse hat dann der Inhalt einer Kiste, wenn die Masse aller vier leeren Kisten zusammen 12
kg beträgt?
Runden 2 & 3
Aufgabe 010521:
Im Jahre 1961 wurden in der DDR 70000 t Schlachtvieh und Geflügel, 115000 t Milch und 300000000
28
I.III Verhältnisse, Proportionalitäten
Eier mehr auf den Markt gebracht als im Jahre 1960. Die Einwohnerzahl unserer Republik beträgt
rund 17000000.
Wie viel Schlachtvieh und Geflügel, wie viel Milch und wie viel Eier konnte jeder Bürger unserer
Republik im Jahre 1961 zusätzlich verbrauchen? Runde auf volle Kilogramm bzw. volle Stückzahlen!
70000 70000000
Schlachtvieh und Geflügel: 17000000 t= 17000000 kg ≈ 4 kg;
115000 115000000
Milch: 17000000 t= 17000000 kg ≈ 7 kg;
300000000
Eier: 17000000 Stück ≈ 18 Stück.
Für jeden Bürger waren im Jahre 1961 durchschnittlich rund 4 kg Schlachtvieh und Geflügel, rund 7 kg
Milch und rund 18 Eier zusätzlich verfügbar.
Aufgabe 020521:
Während der Herbstferien waren viele Oberschüler im Ernteeinsatz. Dabei sammelte jeder der 1200
Schüler eines Stadtbezirkes durchschnittlich 8 dt Kartoffeln täglich. Die Schüler arbeiteten 4 Tage.
a) Wie viel Kartoffeln wurden von den Schülern dieses Stadtbezirkes insgesamt gesammelt? (Angabe
in dt)
b) Wie viel Familien können von diesem Vorrat Kartoffeln erhalten, wenn der Jahresbedarf je Familie
250 kg beträgt?
Aufgabe 020522:
Die Erdölleitung Trasse der Freundschaft“ wird etwa 4000 km lang sein. In jeder Stunde wird die
”
DDR durch diese Leitung 540 t Erdöl erhalten.
Aufgabe 020523:
Petra spielt mit Werner eine Partie Schach.
Als sie fertig sind, fragt Werner: Wie lange haben wir eigentlich gespielt?“
”
Petra antwortet: Ich weiß es nicht, aber ich habe aus dem Fenster gesehen und gezählt, dass die
”
Straßenbahn genau zehnmal in dieser Zeit an unserem Hause in Stadtrichtung vorbeifuhr. Die erste
Bahn kam, als wir mit dem Spiel anfingen, und die zehnte, als wir gerade fertig waren.“
(Die Bahn fährt alle 20 Minuten.)
Wie lange haben Petra und Werner gespielt?
29
I.III Verhältnisse, Proportionalitäten
Aufgabe 030522:
In einem volkseigenen Betrieb wurden bis Ende Juni von einem bestimmten Maschinenteil täglich 12
Stück hergestellt. Durch den sozialistischen Wettbewerb gelang es, täglich 2 Stück mehr zu produ-
zieren.
a) Wie viel Maschinenteile dieser Art wurden nunmehr monatlich – 26 Arbeitstage – angefertigt?
b) Wie viel solche Teile können dadurch bis zum Jahresende über den Plan hinaus produziert werden?
b) Ein Halbjahr besteht aus 6 Monaten. Jeden Tag (26 Tage je Monat) werden 2 Stück mehr produziert,
als der Plan vorsieht.
Somit ergibt sich: 6Monate·26Tage pro Monat·2Stück pro Tag = 312Stück. Es werden 312 Maschinenteile
über den Plan produziert.
Aufgabe 040521:
Zwei Dreher übernahmen am 11. Januar 1965 (früh) den Auftrag, 1100 Werkstücke herzustellen. Der
erste Dreher stellt 19 Werkstücke je Tag her, der zweite täglich 3 Stück mehr als der erste.
An welchem Tage werden sie bei gleichbleibender Leistung je Tag mit dieser Arbeit fertig, wenn an
den Sonntagen nicht, an den Sonnabenden ausnahmsweise voll gearbeitet wird?
Aufgabe 050523:
Für jeden von 600000 Einwohnern Leipzigs werden 125 kg Kartoffeln eingekellert.
b) Die größte Anzahl der erwähnten Güterwagen, die mit 75000 t Kartoffeln voll beladen werden können,
beträgt 75000 : 15 = 5000.
c) Da an 28 Tagen ausgeliefert wird, beträgt die an jedem Tag durchschnittlich ausgelieferte Menge in
Tonnen: 75000 : 28 ≈ 2679 Tonnen je Tag.
30
I.III Verhältnisse, Proportionalitäten
Aufgabe 070521:
Die Schüler einer Klasse sammelten insgesamt 336 kg Altpapier. Aus 1 kg Altpapier stellt man in
einer Papierfabrik genau 700 g reines weißes Papier her und aus je 30 g von diesem ein Schreibheft.
(In der Produktion wird weißes Papier nicht unmittelbar aus Altpapier hergestellt. Durch Zusatz von
Altpapier wird aber eine entsprechende Menge Rohstoff eingespart.)
Gib die größtmögliche Anzahl von Heften an, die aus dem gesammelten Altpapier hergestellt werden
kann!
können aus 336 kg Altpapier höchstens 255,2 kg weißes Papier hergestellt werden.
Aufgabe 090522:
In einem HO-Bekleidungshaus kauften drei Kunden von dem gleichen Stoff. Der erste kaufte genau
3 m, der zweite genau 5 m und der dritte genau 9 m. Der zweite Kunde bezahlte 30 M mehr als der
erste.
Wie viel Mark hatten die drei Kunden insgesamt für den Stoff zu bezahlen?
Aufgabe 100523:
Die Mitglieder einer Arbeitsgemeinschaft Junge Botaniker“ unterstützten ihre Paten-LPG beim
”
Obstbau.
Zu diesem Zwecke hielten sie eine 2,6 ha große Obstplantage, auf der je Hektar durchschnittlich 150
Apfelbäume standen, von Schädlingen frei. Danach wurden von jedem Baum durchschnittlich 50 kg
Äpfel geerntet.
Berechne, wie viel Tonnen Äpfel unter diesen Umständen insgesamt auf der Plantage geerntet wur-
den!
Diese 390 Apfelbäume trugen 390 mal soviel, wie jeder Apfelbaum durchschnittlich trug, das sind wegen
590 · 50 = 19500 insgesamt 19500 kg Äpfel.
Wegen 19500 kg = 19,5 t wurden somit auf der Plantage 19,5 t Äpfel geerntet.
31
I.III Verhältnisse, Proportionalitäten
Aufgabe 110523:
Am Wettbewerb der mathematischen Schülerzeitschrift alpha“ beteiligten sich 1970 von einer Ober-
”
schule insgesamt 216 Schüler. Das waren dreimal so viele wie im Jahr 1969.
Im Jahr 1969 gab es an derselben Schule doppelt so viele Teilnehmer am alpha-Wettbewerb wie im
Jahr 1968.
Berechne jeweils die Anzahl aller Schüler dieser Oberschule, die am alpha-Wettbewerb der Jahre 1968
und 1969 teilgenommen haben!
Da es 1969 doppelt so viele Teilnehmer waren wie 1968, muss man die Anzahl 72 der Teilnehmer von
1969 durch 2 dividieren, um die Anzahl der Teilnehmer von 1968 zu erhalten.
Diese betrug wegen 72 : 2 = 36 somit 36.
Aufgabe 140523:
Uwe fuhr mit einem Sonderzug ins Ferienlager. Als der Zug genau die Hälfte seiner Reisestrecke
zurückgelegt hatte, schlief Uwe ein und erwachte erst, als der Zug noch eine Strecke von genau 25
km bis zum Reiseziel zurückzulegen hatte.
Diese Strecke war halb so lang wie die Strecke, die der Zug zurückgelegt hatte, während Uwe schlief.
Wie viel Kilometer betrug Uwes Reisestrecke?
Aufgabe 150521:
Die Werktätigen des Flachglaskombinates Torgau beschlossen, im Jahre 1975 als Beitrag zum Woh-
nungsbauprogramm 135000 m2 Flachglas über den Plan hinaus zu produzieren. Diese Glasmenge
reicht für 4500 Neubauwohnungen eines bestimmten Typs aus.
Ermittle den Bedarf an Flachglas (in Quadratmetern), der nach diesen Angaben für 1000 Neubau-
wohnungen dieses Typs zugrunde gelegt wurde.
Aufgabe 160524:
Jeder Schüler braucht im Jahr 15 Hefte. Aus 1 Tonne Papier können 25000 Hefte hergestellt werden.
Wie viele Schüler insgesamt kann man unter diesen Umständen aus 3 Tonnen Papier für ein Jahr
mit Heften versorgen?
32
I.III Verhältnisse, Proportionalitäten
Wegen 75000 : 15 = 5000 lassen sich mit diesen Heften in einem Jahr insgesamt 5000 Schüler versorgen.
Aufgabe 180521:
Die Gleise der BAM werden nach ihrer Fertigstellung eine Gesamtlänge von 3200 km haben. Je 1 m
Gleis entsprechen 2 m Schiene.
Wie viel Tonnen Stahl werden für die Schienen der BAM insgesamt benötigt, wenn man für je 1 m
Schiene 65 kg Stahl braucht?
Aufgabe 200521:
Zwei Geschwister erhielten im September zusammen 6 Mark für abgelieferte Altstoffe. Im Oktober
erhielten sie zusammen 13 Mark. Im November bekamen sie 2 Mark weniger als in den beiden vorigen
Monaten zusammen.
Ein Drittel ihres in den drei Monaten erzielten Gesamterlöses spendeten sie für die Solidarität, ein
weiteres Drittel des Gesamterlöses legten sie in ihre gemeinsame Ferienkasse. Den Rest teilten sie
sich zu gleichen Teilen zum persönlichen Gebrauch.
Ermittle den Betrag, den damit jeder der beiden für sich persönlich erhielt!
Aufgabe 210521:
Ein Behälter, der mit Sonnenblumenöl gefüllt ist, wiegt 17 kg 500 g. Der leere Behälter würde 2 kg
700 g wiegen.
a) Wie viel Liter Öl befinden sich in dem Behälter, wenn 1 Liter Sonnenblumenöl 925 g wiegt ?
b) Für den Ladenverkauf wird das Öl in Flaschen zu 400 g abgefüllt. Wie viel Flaschen lassen sich
mit dem im Behälter befindlichen Öl füllen?
b) Wegen 14800 : 400 = 37 lassen sich 37 Flaschen mit der im Behälter vorhandenen Ölmenge füllen.
Aufgabe 230523:
Die drei Pioniere Hans, Karl und Peter fuhren mit dem Rad von Leipzig nach Halle. Hans fuhr dabei
in je 10 Minuten 2 Kilometer, Karl benötigte für je 2,5 Kilometer 10 Minuten, während Peter in je
10 Minuten 3 Kilometer zurücklegte und Halle nach genau 100 Minuten erreichte.
Wie viel Minuten nach Peter trafen Hans und Karl in Halle ein, wenn alle drei Pioniere zur gleichen
Zeit in Leipzig abfuhren?
33
I.III Verhältnisse, Proportionalitäten
Aufgabe 240522:
In einem metallverarbeitenden VEB werden verschiedene Einzelteile produziert. Dazu werden vier
Maschinen eingesetzt; mit jeder Maschine wird eine Sorte dieser Einzelteile hergestellt. Die Ergebnisse
einer Schicht waren folgende:
Es wurden insgesamt 4320 Teile hergestellt, und zwar auf der ersten Maschine ein Drittel der 4320
Teile, auf der zweiten Maschine ein Fünftel der 4320 Teile. Auf der dritten Maschine wurden ebenso
viele Teile hergestellt wie auf der vierten Maschine.
Berechne für jede der vier Maschinen die Stückzahl der auf dieser Maschine hergestellten Teile!
Aufgabe 250522:
Vom Bahnhof Mathestädt fährt zu jeder vollen Viertelstunde ein Bus ab und trifft nach 2 Stunden
in Knobelhausen ein.
Von dort fahren ebenfalls im Viertelstundenabstand Busse auf derselben Straße nach Mathestädt, wo
sie nach 2 Stunden Fahrzeit eintreffen.
Morgens fährt der erste Bus von Mathestädt um 5.00 Uhr und der erste Bus von Knobelhausen um
7.10 Uhr ab. Die Busfahrer begrüßen einander jedesmal mit Kopfnicken, wenn sie sich unterwegs
begegnen.
Wie viele ihm entgegenkommende Kollegen begrüßt der Busfahrer Franz Freundlich auf einer Fahrt
von Mathestädt nach Knobelhausen, wenn diese Fahrt um 10.00 Uhr beginnt?
8.10 Uhr, 8.25 Uhr, 8.40 Uhr, 8.55 Uhr, 9.10 Uhr, 9.25 Uhr, 9.40 Uhr, 9.55 Uhr, 10.10 Uhr, 10.25 Uhr,
10.40 Uhr, 10.55 Uhr, 11.10 Uhr, 11.25 Uhr, 11.40 Uhr, 11.55 Uhr.
Aufgabe 270523:
In einer Olympiadeklasse wurde genau die Hälfte aller Teilnehmer mit einem Preis ausgezeichnet. Es
gab nur erste, zweite und dritte Preise. Genau ein Achtel aller Teilnehmer erhielt einen ersten Preis.
34
I.III Verhältnisse, Proportionalitäten
Genau ein Sechstel aller Teilnehmer erhielt einen zweiten Preis. In dieser Olympiadeklasse waren
insgesamt mindestens 20, aber weniger als 30 Teilnehmer.
Wie viel Teilnehmer genau waren in dieser Olympiadeklasse?
Wie viele erste, zweite bzw. dritte Preise gab es darin?
Gib an, wie du diese gesuchten Anzahlen eindeutig aus den obigen Angaben findest!
Aufgabe 340531:
Fritz hat geträumt, er bekäme ein Paket voller Gummibärchen, wenn er drei Aufgaben (a), (b), (c)
löst.
Obwohl es nur ein Traum war und er nicht weiß, ob die Zahlen des Traumes genau stimmen, möchte
er die Aufgaben doch lösen. In seinem Traum hieß es:
Gib die Lösungen zu (a), (b), (c) an und begründe, wie du sie erhalten hast!
(b) Da 1000 Gramm Gummibärchen 2000 Pfennig kosten, kostet 1 Gramm 2 Pfennig. Also kosten 80
Gramm 1,60 DM.
Das ist der Preis für den Inhalt einer Tüte; dieser Inhalt wiegt also 80 Gramm.
(c) Da die 50 Tüten in einem Paket 1000 Gummibärchen enthalten, enthält wegen 1000 : 50 = 20 eine
Tüte 20 Gummibärchen. Da diese, wie in (b) gefunden, 80 Gramm wiegen, wiegt ein Gummibärchen
80g : 20 = 4g.
35
II Klasse 6
II.I Gleichungen, Gleichungssysteme
I Runde 1
Aufgabe V00605:
Wie viel sind eineinhalb Drittel von Hundert?
1 12 3
3 1 1
· 100 = 2 · 100 = · · 100 = · 100 = 50
3 3 2 3 2
Aufgabe V00606:
7 8
Wie heißt der Bruch mit einem einstelligen Nenner, der größer als 9 und kleiner als 9 ist?
Aufgabe V00607:
Zu einer gedachten Zahl wird 16 addiert, anschließend mit 7 multipliziert, dann 8 subtrahiert und
schließlich mit 9 dividiert. Man erhält 22 Rest 4.
Wie heißt die gedachte Zahl?
((x + 16) · 7 − 8) : 9
((x + 16) · 7 − 8) = 9 · 22 + 4
((x + 16) · 7 − 8) = 9 · 22 + 4
(x + 16) · 7 − 8 = 198 + 4
(x + 16) · 7 = 202 + 8
x + 16 = 210 : 7
x = 30 − 16 = 14
36
II.I Gleichungen, Gleichungssysteme
Aufgabe 010611:
4
a) 9 15 · 138
139
23
b) 3451 35 − 2868 24
49
23 24 23 24 23 · 7 − 24 · 5 41
b) 3451 − 2868 = 3451 − 2868 + − = 583 + = 583
35 49 5·7 7·7 5·7·7 245
Aufgabe 020616:
Gegeben sind zwei Strecken. Die eine ist gleich der Sum-
a + b = 6 cm me zweier Strecken, die andere ist gleich ihrer Differenz.
a − b = 3 cm Wie lang sind die Strecken a und b? Beschreibe, wie du die
Lösung gefunden hast!
Aufgabe 040614:
Zerlege die Zahl 390 in drei Summanden, von denen der zweite dreimal so groß wie der erste und der
dritte 2 12 mal so groß wie der erste ist!
Aufgabe 060612:
Zu Beginn des Schuljahres kaufte Heinz zwei verschiedene Sorten von Heften, die eine kostet 8 Pf,
die andere 15 Pf pro Stück. Er zahlte für 12 Hefte zusammen 1,31 MDN.
Wie viel Hefte kaufte er von jeder Sorte?
a · 8 + b · 15 = 131 ; a + b = 12 oder a = 12 − b
Setzt man die zweite Gleichung in die erste ein, wird 8 · (12 − b) + 15b = 131. Daraus gewinnt man b = 5
und weiter a = 7.
Heinz kauft 7 Hefte zu 8 Pf und 5 Hefte zu 15 Pf.
37
II.I Gleichungen, Gleichungssysteme
Aufgabe 070611:
Zu einem Straßenbahnhof einer gewissen Großstadt gehören insgesamt 83 Straßenbahnwagen. Davon
sind genau 46 Anhänger. Zu einem gewissen Zeitpunkt befinden sich insgesamt 8 Triebwagen mit je
zwei Anhängern und 23 Triebwagen mit je einem Anhänger im Einsatz.
Welches ist die Anzahl aller Triebwagen und Anhänger, die sich zu diesem Zeitpunkt nicht im Einsatz
befinden?
Aufgabe 070613:
In einem Speicher wurden insgesamt 2170 kg Getreide gelagert. Es waren genau 11 Sack Weizen zu
je 80 kg, 6 Sack Gerste und 12 Sack Mais. Jeder Sack Gerste enthielt 5 kg mehr als jeder Sack Mais.
Wie viel Kilogramm Mais wurden im Speicher gelagert?
Daraus ergibt sich für den Mais je Sack m = 70 kg und somit für die Gerste je Sack g = 75 kg.
Da 12 Säcke Mais vorhanden sind, ist deren Gesamtmasse 12 · 70kg = 840kg.
Aufgabe 090613:
In einem Wettbewerb der Mathematischen Schülerzeitschrift alpha“ sollten den vier dort vorgege-
”
benen geometrischen Figuren die richtigen Namen zugeordnet werden.
3
In genau 25 der eingesandten Lösungen wurden allen vier vorgegebenen Figuren die richtigen Namen
zugeordnet. Bei genau doppelt soviel Lösungen wurden je zwei Figuren die richtigen und je zwei
Figuren die falschen Namen zugeordnet.
Die Anzahl der Lösungen mit genau drei falschen Zuordnungen war genau viermal so groß wie die Zahl
der richtigen Lösungen. Genau 240 der eingesandten Lösungen enthielten keine richtige Zuordnung.
Weitere Einsendungen lagen nicht vor.
3 6 3
Genau vier sind richtig, d. h 25 n, genau zwei sind richtig, d. h. 25 n, genau eine ist richtig, d. h. : 4 · 25 n
und keine Lösung richtig sind 240. Die Summe ergibt
3 6 3 21 4
n= n + n + 4 · n + 240 = n + 240 → n = 240
25 25 25 25 25
25
Somit erfolgten insgesamt n = 240 · 4 = 1500 Einsendungen.
38
II.I Gleichungen, Gleichungssysteme
Aufgabe 090614:
Eine Arbeitsgemeinschaft erhielt als Auszeichnung für sehr gute Leistungen einen Betrag von genau
240 M.
Bei gleichmäßiger Verteilung dieses Geldes auf alle Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft hätte jedes
Mitglied einen ganzzahligen Betrag (in Mark) erhalten. Die Mitglieder beschlossen jedoch, die 240 M
gemeinsam auf einer Wanderfahrt auszugeben.
Genau drei der Mitglieder konnten an der Wanderfahrt nicht teilnehmen, infolgedessen standen bei
gleichmäßiger Verteilung des Geldes auf alle Teilnehmer der Wanderfahrt für jeden Teilnehmer genau
4 M mehr zur Verfügung als bei gleichmäßiger Verteilung auf alle Mitglieder.
Nehmen 3 Mitgliedern nicht teil so erhöht sich der Anteil für aller übrigen Mitglieder auf a + 4, d. h. es
240
ist a + 4 = x−3 , womit auch x − 3 ein Teiler von 240 ist.
Die Teiler x von 240, für die auch x − 3 > 0 ist, sind
4, 5, 6, 8, 10, 12, 15, 16, 20, 24, 30, 40, 48, 60, 80, 120, 240
Nur die Paare (8; 5) und (15; 12) sind Paare der Form (x; x − 3). Einsetzen der ersten Gleichung in die
zweite ergibt: 240 240
x + 4 = x−3 .
Setzt man die zwei Paare ein, so zeigt sich, dass nur x = 15, x − 3 = 12 die letzte Gleichung erfüllen. Die
Arbeitsgemeinschaft hatte somit 15 Mitglieder.
Aufgabe 100611:
Eine LPG hatte auf zwei Feldern Kartoffeln angebaut. Vom ersten Feld wurden insgesamt 810 t, vom
zweiten insgesamt 640 t Kartoffeln geerntet. Auf dem ersten Feld wurde ein Durchschnittsertrag von
180 dt je ha, auf dem zweiten von 200 dt je ha erzielt.
Welches von den beiden Feldern hat den größeren Flächeninhalt? Um wie viel Ar unterscheiden sich
die beiden Flächen?
Vom zweiten Feld wurden an Kartoffeln 640 t = 6400 dt geerntet. Da der Durchschnittsertrag hier 200
dt je ha betrug, erhalten wir für das zweite Feld wegen 6400 : 200 = 32 einen Flächeninhalt von 32 ha.
Also ist das erste Feld größer als das zweite. Die Differenz der Flächeninhalte beträgt 13 ha, das sind
1300 a.
Aufgabe 100613:
Es seien a, b, c, d, e, f , g, h sämtlich paarweise untereinander verschiedene einstellige natürliche
Zahlen ungleich Null, und es gelte:
a + b = 10, c + d + e = 16, f + g + h = 14
Welche einstellige natürliche Zahl (ungleich Null) wurde in diesen drei Aufgaben nicht verwendet?
Gib für a, b, c, d, e, f , g, h eine mögliche Lösung an!
39
II.I Gleichungen, Gleichungssysteme
a + b + c + d + e + f + g + h = 10 + 16 + 14 = 40
Also wurde die 5 nicht verwendet. Eine mögliche Lösung ist z. B.:
a = 1, b = 9, c = 2, d = 8, e = 6, f = 3, g = 7, h = 4.
Aufgabe 110611:
Von zwei Autos vom Typ Wartburg“ legte das eine eine Strecke von 1200 km zurück, das andere
”
eine Strecke von 800 km. Es sei angenommen, dass jedes der beiden Autos für jeden Kilometer die
gleiche Menge Kraftstoff verbrauchte. Dabei verbrauchte das zweite Auto 36 Liter Kraftstoff weniger
als das erste.
Berechne, wie viel Liter Kraftstoff beide Autos zusammen für die oben angegebenen Strecken ver-
brauchten!
Aufgabe 120611:
Von 30 Schülern einer Klasse lesen regelmäßig 20 Schüler die Zeitschrift Fröhlichsein und Singen“
”
(Frösi), 12 Schüler die mathematische Schülerzeitschrift alpha“ und 6 Schüler weder Frösi“ noch
” ”
alpha“.
”
Ermittle die Anzahl aller Schüler dieser Klasse, die beide Zeitschriften lesen!
Aufgabe 120614:
Eine Strecke von 168 m Länge soll in drei Teilstrecken geteilt werden, deren Längen der Reihe nach
mit a, b, c bezeichnet seien. Dabei soll die zweite Teilstrecke dreimal so lang wie die erste und die
dritte Teilstrecke viermal so lang wie die erste sein.
Ermittle alle Möglichkeiten, die Längen a, b, c der Teilstrecken so anzugeben, dass eine Teilung mit
diesen Eigenschaften entsteht!
40
II.I Gleichungen, Gleichungssysteme
Deshalb können nur diese Längen die gestellten Bedingungen erfüllen. Wegen 63m = 3·21m, 84m = 4·21m
und 21m + 63m + 84m = 168m haben sie die geforderten Eigenschaften tatsächlich.
Aufgabe 130611:
Eine Strecke von 7 m Länge soll so in vier Teile geteilt werden, dass die zweite Teilstrecke 40 cm
länger als die erste, die dritte 40 cm länger als die zweite und die vierte 40 cm länger als die dritte
ist.
Untersuche, ob eine solche Einteilung möglich ist, und gib, wenn dies der Fall ist, die Längen jeder
der vier Teilstrecken an!
Aufgabe 140612:
Bernd und Monika unterhalten sich über die letzte Zusammenkunft ihrer Arbeitsgemeinschaft Junger
Mathematiker, bei der genau 6 Jungen mehr anwesend waren als Mädchen.
Bernd meint, dass bei dieser Veranstaltung von den 25 Zirkelteilnehmern genau 2 gefehlt hätten.
Monika entgegnet nach einigem Überlegen, dass das nicht stimmen könne.
Wer von beiden hat recht?
Aufgabe 150611:
Die Volksrepublik Polen lieferte vom 6. Dezember 1974 (erster Liefertag) bis zum 18. Dezember 1974
(letzter Liefertag) eine Gesamtmenge von 132000 t Steinkohle und 24000 t Koks auf dem Wasserwege
in die Hauptstadt der DDR. Die Lieferung erfolgte auf Schleppkähnen mit einem Fassungsvermögen
von je 600 t.
Wie viel dieser Kahnladungen trafen im angegebenen Zeitraum durchschnittlich an jedem Tag in
Berlin ein (wobei Sonntage als Liefertage mitgerechnet seien)?
41
II.I Gleichungen, Gleichungssysteme
Aufgabe 150613:
Im Jahre 1770 gab der Schweizer Mathematiker Leonard Euler ein Lehrbuch der Algebra heraus, das
mehr als 100 Jahre lang zu den meistgelesenen Algebrabüchern gehörte. Eine Aufgabe aus diesem
Lehrbuch lautet:
Die Zahl 25 ist so in zwei Summanden zu zerlegen, dass der größere der beiden Summanden 49 mal
so groß ist wie der andere.
Untersuche, ob eine solche Zerlegung möglich ist, und ermittle, wenn dies der Fall ist, die beiden
dabei auftretenden Summanden!
Also kann nur eine Zerlegung die geforderten Eigenschaften haben, in der der kleinere Summand 12 und
der größere 49 · 21 = 49
2 lautet.
Dies ist auch in der Tat eine Zerlegung der gesuchten Art; denn für diese beiden Summanden ist 12 + 49
2 =
25.
Aufgabe 150614:
Eine Pioniergruppe sammelt Altpapier. Bei der Abrechnung stellte sich heraus, dass das Sammeler-
gebnis der letzten beiden Tage ein Viertel der insgesamt erreichten Menge betrug, und zwar waren
am letzten Tag 27 kg gesammelt worden und am vorletzten Tag 6 kg weniger als am letzten Tag.
Aufgabe 170613:
Jeder der 27 Pioniere der Klasse 6a sammelte durchschnittlich 5 Flaschen und 8 kg Altpapier. Für
jede Flasche gab es 5 Pfennig und für je 1 kg Altpapier 15 Pfennig.
Die Klasse 6b sammelte Altstoffe für insgesamt 25 M.
Reicht das so erworbene Geld für die gemeinsame Eisenbahnfahrt beider Klassen zum Wandertag,
die 60 M kosten wird?
Zusammen haben beiden Klassen 39,15M + 25M = 64,15M gesammelt. Der Geldbetrag genügt für die
gemeinsame Eisenbahnfahrt.
42
II.I Gleichungen, Gleichungssysteme
Aufgabe 190612:
Ulrike möchte vier natürliche Zahlen in einer bestimmten Reihenfolge angeben, so dass folgendes gilt:
Die zweite Zahl ist um 1 kleiner als das Doppelte der ersten Zahl,
die dritte Zahl ist um 1 kleiner als das Doppelte der zweiten Zahl,
die vierte Zahl ist um 1 kleiner als das Doppelte der dritten Zahl,
die Summe der vier angegebenen Zahlen beträgt 79.
Zeige, wie man alle Zahlen finden kann, die diese Bedingungen erfüllen! Überprüfe, ob die gefundenen
Zahlen alle Bedingungen erfüllen!
Daher können nur die Zahlen 6, 11, 21, 41 (in dieser Reihenfolge) die Bedingungen erfüllen. Die folgende
Überprüfung zeigt, dass sie alle geforderten Bedingungen erfüllen:
Es gilt: 2 · 6 − 1 = 11, 2 · 11 − 1 = 21, 2 · 21 − 1 = 41 und 6 + 11 + 21 + 41 = 79.
Aufgabe 210613:
Die drei Schülerinnen Bianka, Heike und Kerstin ernteten im Schulgarten Weißkohl, insgesamt 128
Kohlköpfe. Dabei hat Bianka genau 8 Kohlköpfe mehr als Heike geerntet, und Kerstin hat genau 5
Kohlköpfe weniger als Bianka geerntet.
Wie viel Kohlköpfe hat jedes der drei Mädchen insgesamt geerntet?
Aufgabe 230612:
Eine Brigade kaufte für ihre Patenklasse drei Bücher und zwei Bälle. Eine andere Brigade kaufte drei
Bücher und vier Bälle. Alle Bücher kosteten gleich viel. Alle Bälle kosteten ebenfalls gleich viel.
Die erste Brigade bezahlte 15 Mark, die zweite Brigade bezahlte 24 Mark.
Wie viel Mark kostete ein Buch? Wie viel Mark kostete ein Ball?
43
II.I Gleichungen, Gleichungssysteme
Aufgabe 270614:
Kerstin zerschneidet ein rechteckiges Stück Papier so, dass der Schnitt vom Mittelpunkt einer Recht-
eckseite zum Mittelpunkt der gegenüberliegenden Seite verläuft. Es entstehen zwei kleinere Rechtecke;
Kerstin legt sie genau übereinander, so dass nur noch ein kleineres Rechteck zu sehen ist, das aus
zwei Schichten besteht.
Kerstin zerschneidet dieses aus zwei Schichten bestehende Rechteck in gleicher Weise und legt
wieder die entstandenen rechteckigen Papierstücke genau übereinander. Entsprechend wird fortge-
setzt: übereinanderliegende Rechtecke werden zerschnitten, die entstandenen Papierstücke werden
übereinandergelegt.
(Natürlich geht das nicht beliebig oft; denn der Papierstapel, der zerschnitten werden soll, wird immer
dicker.)
(2) Angenommen, das Zerschneiden wäre beliebig oft möglich. Warum könnten dann trotzdem niemals
nach einen Schnitt genau 160 Papierstücke entstehen?
Aufgabe 280614:
Die Treppe in der Abbildung besteht aus vier Stufen. Um diese vierstufige
Treppe hinaufzugehen, darf man jeweils mit einem Schritt entweder genau
4
eine oder genau zwei Stufen nach oben steigen. (Eine hiernach mögliche 3
Schrittfolge lautet z. B. 1, 3, 4.) 2
1
a) Gib für diese Treppe alle möglichen Schrittfolgen an! Wie viel sind es
insgesamt?
b) Gib für eine dreistufige Treppe alle möglichen Schrittfolgen an, ebenso für eine zweistufige Treppe
und für eine einstufige Treppe!
c) Jemand behauptet: Man kann die Anzahl aller möglichen Schrittfolgen für eine vierstufige Treppe
”
durch eine einfache Rechnung finden, wenn man die Anzahl aller möglichen Schrittfolgen für eine
dreistufige Treppe und die Anzahl aller möglichen Schrittfolgen für eine zweistufige Treppe kennt.“
Gib eine solche einfache Rechnung an! Schreibe sie in Form einer Gleichung!
d) Schreibe entsprechend eine Gleichung, mit der sich die Anzahl aller möglichen Schrittfolgen für
eine dreistufige Treppe aus den entsprechenden Anzahlen für eine zweistufige und für eine einstufige
berechnen lässt!
e) Wie kommt es, dass die in c) und d) gefundenen Beziehungen gelten?
f) Gib die Anzahl aller möglichen Schrittfolgen für eine fünfstufige und für eine sechsstufige Treppe
an!
1, 2, 3, 4; 1, 2, 4; 1, 3, 4; 2, 3, 4; 2, 4
1, 2, 3; 1, 3; 2, 3
44
II.I Gleichungen, Gleichungssysteme
Alle möglichen Schrittfolgen für eine zweistufige Treppe sind: 1, 2; 2, Für eine einstufige Treppe gibt es
genau die Schrittfolge 1.
c) Die Anzahl der Schrittfolgen bei einer vierstufigen Treppe ist gleich der Summe der Anzahlen der
Schrittfolgen bei der dreistufigen und der zweistufigen Treppe: 5 = 3 + 2.
d) Die Anzahl der Schrittfolgen bei einer dreistufigen Treppe ist gleich der Summe der Anzahlen der
Schrittfolgen bei der zweistufigen und der einstufigen Treppe: 3 = 2 + 1.
e) Um in der angegebenen Weise die vierstufige Treppe hinaufzugehen, kann man entweder mit dem
ersten Schritt nur eine Stufe steigen und hat dann noch drei Stufen vor sich, oder man kann mit dem
ersten Schritt zwei Stufen nehmen und hat dann nur noch zwei Stufen vor sich.
Im ersten Fall ist die Anzahl der möglichen Fortsetzungen gleich der Anzahl der Schrittfolgen bei einer
dreistufigen Treppe, und im zweiten Fall ist sie gleich der Anzahl der Schrittfolgen bei einer zweistufigen
Treppe. Folglich ist die Anzahl aller möglichen Schrittfolgen bei der vierstufigen Treppe gleich der Summe
der Anzahlen möglicher Schrittfolgen bei der dreistufigen und der zweistufigen Treppe.
f) Entsprechend folgt: Die Gleichung 8 = 5 + 3 führt zur Anzahl 8 der Schrittfolgen bei einer fünfstufigen
Treppe; die Gleichung 13 = 8 + 5 führt zur Anzahl 13 der Schrittfolgen bei einer sechsstufigen Treppe.
Aufgabe 300613:
Lina kauft 7 Bleistifte und 8 Hefte ein und stellt dabei fest, dass 7 Bleistifte teurer als 8 Hefte sind.
Was ist teurer: 10 Bleistifte und 2 Hefte oder 11 Hefte und 2 Bleistifte?
Begründe deine Antwort!
Begründung: Ist b der Preis für einen Bleistift und h der Preis für ein Heft, so gilt nach Linas Feststellung
7b > 8h. (1) Daraus folgt erst recht 7b > 7h, (2) also b > h. (3)
Aufgabe 310613:
Elke, Regina, Gerd und Joachim vergleichen ihre Briefmarkensammlungen. Sie bemerken:
Stelle fest, ob diese Angaben nur durch eine Reihenfolge für die Anzahlen von Elkes, Reginas, Gerds
und Joachims Briefmarken erfüllt werden können!
Wenn das der Fall ist, ermittle diese Reihenfolge, nach fallenden Anzahlen geordnet!
45
II.I Gleichungen, Gleichungssysteme
Vermehrt man von den beiden Zahlen E + J und R + G in (3) sowohl die kleinere als auch die größere
um die in (2) auf beiden Seiten genannte Zahl, so folgt 2E + R + J < R + J + 2G.
Dies ist aber nur möglich, wenn E < G (4) gilt. Hiernach kann die Gleichung (2) nur gelten, wenn für die
anderen darin auftretenden Summanden R > J (5) gilt. Mit (5), (1), (4) ist gezeigt, dass die Angaben
nur durch die Reihenfolge R > J > G > E erfüllt werden können.
II Runden 2 & 3
Aufgabe 040621:
Ein Rohr von 10 m Länge soll senkrecht zur Achse so zerschnitten werden, dass der eine Teil fünfmal
so lang wie der andere ist.
Wie lang werden die Teile?
Aufgabe 040623:
Ein rechteckiger Schulgarten soll eingezäunt werden. Auf jeder der kürzeren Seiten, die jeweils je 40
m lang sind, stehen 21 Zementsäulen, auf den längeren jeweils 15 mehr. Der Abstand zwischen je
zwei benachbarten Säulen ist gleich. Zwischen zwei dieser Säulen wird ein Tor eingebaut.
Wie hoch sind die Kosten, wenn 1 m Zaun 9,50 MDN, 1 Säule 11,00 MDN und das Tor 64,00 MDN
kosten?
Die Dicke der Säulen wird dabei nicht berücksichtigt.
Aufgabe 050621:
In einer Möbelfabrik wurde die Produktion von Tischen monatlich um 10 Tische gesteigert. Die
Jahresproduktion betrug 1920 Tische.
Wie viel Tische wurden im Juni und wie viel im Dezember hergestellt?
46
II.I Gleichungen, Gleichungssysteme
Aufgabe 060621:
Eine Strecke von 20 m wird in drei Teilstrecken geteilt. Die erste Teilstrecke ist doppelt so lang wie die
zweite, und die Länge der dritten Teilstrecke beträgt das Dreifache der Länge der ersten Teilstrecke.
Berechne die Längen der einzelnen Teilstrecken!
a + 2a + 6a = 9a
20
Das sind laut Aufgabe 20 m. Für die Länge der zweiten Teilstrecke gilt daher 20 : 9 = 9 , für die Länge
der ersten Teilstrecke 40 40
9 und für die Länge der dritten Teilstrecke 3 .
Die Längen der einzelnen Teilstrecken sind also 2 9 m, 4 9 m und 13 31 m.
2 4
Aufgabe 080622:
Während der Sommerferien besuchte Monika die Hauptstadt der UdSSR. Für ihre Mathematikar-
beitsgemeinschaft brachte sie unter anderem folgende Aufgabe mit:
Im Gorki“-Ring der Moskauer Untergrundbahn befinden sich vier Rolltreppen von unterschiedlicher
”
Länge.
Die Gesamtlänge der beiden Rolltreppen mittlerer Länge beträgt 136 m, wobei die Länge der einen
um 8 m größer ist als die der anderen. Die Länge der längsten Rolltreppe beträgt 3 10 und die der
kürzesten 3 14 von der Gesamtlänge aller vier Rolltreppen.
Berechne die Länge jeder einzelnen Rolltreppe!
3
In der Tat ergibt sich als Probe 72 + 64 = 136, 72 = 64 + 8, 84 = 10 (84 + 72 + 64 + 60) und 60 =
3
14 (84 + 72 + 64 + 60).
Aufgabe 090621:
Klaus nahm als Mitglied der Sektion Radsport einer Betriebssportgemeinschaft an einem Bahnrennen
teil. Nach dem Rennen wurde Klaus von seinem Bruder Reiner nach dem Ausgang des Rennens
gefragt. Klaus sagte:
Als ich den Zielstrich überfuhr, war kein Fahrer neben mir; genau ein Drittel der beteiligten Fahrer
”
hatte das Ziel schon erreicht, und genau die Hälfte aller Teilnehmer lag noch hinter mir.“
Gib an, welchen Platz Klaus in diesem Rennen belegte und wie viel Fahrer insgesamt an dem Rennen
teilnahmen!
47
II.I Gleichungen, Gleichungssysteme
1
(II) Daher erreichten wegen 3 · 6 = 2 genau 2 der Teilnehmer vor Klaus das Ziel, so dass Klaus den 3.
Platz belegte.
Aufgabe 110623:
Von dem berühmten Mathematiker Leonhard Euler (1707 bis 1783) stammt folgende Aufgabe:
Zerlege die Zahl 25 so in zwei Summanden, dass der größere Summand 49 mal so groß ist wie der
kleinere Summand.
In der Tat beträgt die Summe von diesen beiden Summanden (von denen der größere 49 mal so groß ist
wie der kleinere) 12 + 49
2 = 25.
Aufgabe 110624:
Wenn man ein Drittel von Rainers Spargeld zu einem Fünftel dieses Spargeldes addiert, dann ist die
Summe genau 7 Mark mehr als die Hälfte seines Spargeldes.
Wie viel Mark hat Rainer hiernach insgesamt gespart?
Aufgabe 170623:
In der Dreherei eines Betriebes dreht man Einzelteile aus Bleirohlingen. Jeder Bleirohling ergibt ein
Einzelteil.
Die Abfallspäne, die man bei der Anfertigung von je 6 Einzelteilen erhält, kann man schmelzen und
daraus noch einen Bleirohling anfertigen. (Jede kleinere Menge von Abfallspänen ist hierfür zu wenig.)
Welches ist die größte Anzahl von Einzelteilen, die man hiernach insgesamt aus 36 Rohlingen anfer-
tigen kann?
48
II.I Gleichungen, Gleichungssysteme
noch einen Rohling, d. h. aus den Abfallspänen von 36 Rohlingen kann man 6 neue Rohlinge anfertigen.
Aus ihnen lassen sich noch einmal 6 Einzelteile herstellen. Die dabei anfallenden Späne ergeben einen
weiteren Rohling. Fertigt man aus ihm wieder ein Einzelteil an, so fallen zwar wieder Späne an, diese
lassen sich aber nicht mehr (nach Einschmelzen) zur Herstellung eines weiteren Rohlings verwenden.
Aufgabe 180623:
In einer Verkaufsstelle wird ein Artikel in drei verschiedenen Ausführungen angeboten, wobei die
Ausführungen unterschiedlich im Preis sind.
Beate kauft von jeder Ausführung dieses Artikels ein Stück und bezahlt insgesamt 10,50 M. Hätte
sie drei Stück von der billigsten Ausführung gekauft, dann hätte sie 0,75 M gespart.
Hätte sie dagegen drei Stück von der teuersten Ausführung gekauft, dann hätte sie 0,75 M mehr
bezahlen müssen.
Wie viel kostet jede der drei Ausführungen dieses Artikels?
Aufgabe 190622:
In einem Regal einer HO-Verkaufsstelle liegen sechs Geschenkartikel zum Preis von 15 M, 16 M, 18
M, 19 M, 20 M bzw. 31 M, von jeder Sorte genau ein Stück.
Ein Käufer kaufte genau zwei dieser Geschenke, ein anderer genau drei. Der zweite Käufer hatte
doppelt soviel zu bezahlen wie der erste.
Ermittle aus diesen Angaben, welche der sechs Geschenke vom ersten und welche vom zweiten Käufer
gekauft wurden!
Zahlte der erste Käufer x Mark, so bezahlte der zweite 2x Mark. Die von beiden gezahlte Summe, 3x
Mark, muss folglich durch 3 teilbar sein. Das trifft nur für den Betrag von 99 M zu.
Also wurde das Geschenk zu 20 M nicht gekauft; ferner ist 3x = 99, der erste Käufer bezahlte 33 M.
Hätte er als eines seiner beiden Geschenke das zu 16 M, 19 M oder 31 M gekauft, so müsste das andere
17 M, 14 M bzw. 2 M gekostet haben; diese Preise kamen aber nicht vor.
Also hat der erste Käufer die Geschenke zu 15 M und 18 M gekauft, der zweite Käufer folglich die
Geschenke zu 16 M, 19 M und 31 M.
Aufgabe 190623:
Zum Montieren eines Gerätes sind insgesamt 110 Stunden geplant. Die Montage wird in drei Ab-
schnitten erfolgen.
Für den zweiten Abschnitt ist genau dreimal soviel Zeit vorgesehen wie für den ersten; der dritte
Abschnitt soll genau halb so lange dauern wie der zweite.
Untersuche, welche Zeiten man hiernach für jeden einzelnen Abschnitt zu planen hat!
Überprüfe, ob diese Zeiten alle gestellten Forderungen erfüllen!
49
II.I Gleichungen, Gleichungssysteme
x + 3x + 32x = 110 → x = 20
Also können die Forderungen nur dadurch erfüllt werden, dass man für den ersten Abschnitt 20 Stunden
und somit für den zweiten 60 Stunden und für den dritten 30 Stunden plant.
Diese Zeiten erfüllen die Forderungen; denn 60 Stunden sind dreimal so viel Zeit wie 20 Stunden, 30
Stunden dauern halb so lange wie 60 Stunden, und wegen 20 + 60 + 30 = 110 ergibt sich die vorgesehene
Gesamtzeit.
Aufgabe 200622:
Ein leeres quaderförmiges Wasserbecken ist 22 m lang, 6 m breit und 2 m tief. Beim Füllen des
Beckens fließen in jeder Minute 900 l Wasser in das Becken.
Nach welcher Zeit ist das Becken bis zu einer Höhe von genau 1,50 m gefüllt?
Wir nehmen an, dass der Boden des Wasserbeckens genau waagerecht ist.
Aufgabe 210623:
Im Laufe eines Jahres ist in einem Möbelwerk die Zahl der hergestellten Tische monatlich um 10
angewachsen. Im Laufe des ganzen Jahres wurden 1920 Tische hergestellt.
a) Wie viel Tische wurden im Monat Juni hergestellt ?
b) Wie viel Tische wurden im Monat Dezember hergestellt?
sind das insgesamt 660 Tische mehr, als wenn die Produktionssteigerung nicht erfolgt wäre, d. h. in allen
12 Monaten gleich viele Tische hergestellt worden wären, ebensoviele wie im Januar.
Wegen 1920 - 660 = 1260 und 1260 : 12 = 105 wurden im Januar somit 105 Tische produziert.
a) Aus 105 + 50 = 155 folgt, dass im Juni 155 Tische angefertigt wurden.
b) Wegen 105 + 110 = 215 wurden im Dezember 215 Tische hergestellt.
Aufgabe 220623:
Die Zahl 32 soll in eine Summe aus vier natürlichen Zahlen zerlegt werden, von denen folgende
Eigenschaft gefordert wird.
Wenn man zum ersten Summanden 3 addiert, vom zweiten 3 subtrahiert, den dritten mit 3 multi-
pliziert und den vierten durch 3 dividiert, dann sind die vier Ergebnisse, die man erhält, alle gleich
groß.
Nenne vier derartige Summanden!
Überprüfe, dass sie alle Forderungen erfüllen! Beweise, dass die Forderungen durch keine anderen
Summanden erfüllt werden können!
50
II.I Gleichungen, Gleichungssysteme
3 + 3 = 9 − 3 = 2 · 3 = 18 : 3 = 6.
Wäre der erste Summand eine kleinere (bzw. eine größere) Zahl als 3, so ergäbe sich durch Addition von
3 eine kleinere (bzw. eine größere) Zahl als 6. Dann müsste der zweite Summand kleiner (bzw. größer)
als 9, der dritte kleiner (bzw. größer) als 2 und der vierte kleiner (bzw. größer) als 18 sein. Hiernach wäre
die Summe kleiner (bzw. größer) als 32, was der Forderung der Aufgabe widerspricht.
Also muss der erste Summand gleich 3 sein, woraus folgt, dass auch für die übrigen Summanden keine
anderen Zahlen als die oben angegebenen den Forderungen der Aufgabe entsprechen können.
Aufgabe 240624:
Rita experimentiert mit einer Balkenwaage.
(Mit einer solchen Waage kann man feststellen, ob der Inhalt einer Waagschale soviel wiegt wie der
Inhalt der anderen Waagschale oder welcher dieser beiden Inhalte mehr wiegt als der andere.)
Rita hat 17 Kugeln, 6 Würfel und 1 Pyramide. Sie stellt fest:
(1) Jede Kugel wiegt soviel wie jede der anderen Kugeln.
(2) Jeder Würfel wiegt soviel wie jeder der anderen Würfel.
(3) Die Pyramide und 5 Würfel wiegen zusammen soviel wie 14 Kugeln.
(4) Ein Würfel und 8 Kugeln wiegen zusammen soviel wie die Pyramide.
p + 5w = 14k (5)
w + 8k = p. (6)
Wegen (6) besagt (5) w + 8k + 5w = 14k, also 6w = 6k und folglich w = k. Hiernach ergibt sich aus (6)
9k = p.
Damit ist bewiesen, dass man Rolfs Frage eindeutig mit Hilfe der Feststellungen (1), (2), (3), (4) beant-
worten kann. Die Antwort lautet: 9 Kugeln wiegen soviel wie die Pyramide.
Aufgabe 280622:
Frau Müller und ihre Tochter Michaela, Frau Beyer und ihre Söhne Jan und Gerd sowie Frau Schulz
mit ihren Kindern Steffi und Jens besuchen gemeinsam eine Veranstaltung. Frau Müller kauft die
Eintrittskarten für alle und bezahlt 22 Mark.
Wie viel Geld müssen Frau Beyer und Frau Schulz der Frau Müller geben, um die Eintrittskarten
für sich und ihre Kinder zu bezahlen, wenn für Michaela, Jan, Gerd, Steffi und Jens jeweils nur der
halbe Eintrittspreis wie für einen Erwachsenen entrichtet werden musste?
51
II.I Gleichungen, Gleichungssysteme
Wegen 2·2 = 4 kostet der Eintritt für einen Erwachsenen 4 Mark. Frau Beyer hat somit (wegen 1·4+2·2 =
8) an Frau Müller 8 Mark zu bezahlen, ebenso Frau Schulz.
Aufgabe 320624:
Ein rechteckiges Kinderzimmer ist 4 m und 40 cm lang sowie 3 m und 30 cm breit. Es hat genau
eine Tür, diese ist 90 cm breit. Thomas will an die Wände dieses Zimmers eine neue Fußboden-
leiste anbringen. Er berechnet durch Berücksichtigung der genannten Maßangaben die erforderliche
Gesamtlänge an Leistenholz.
Das laufende Meter Leistenholz kostet 5 DM. Thomas kauft die von ihm berechnete Gesamtlänge
und bezahlt mit einem Hundertmarkschein.
Wie viel Geld erhält er zurück?
Aufgabe 340623:
Nach folgenden Regeln lässt sich ein Zahlenzug“ bilden:
”
- Im ersten Waggon“ steht eine natürliche Zahl größer als 1.
”
- Steht in einem Waggon“ eine gerade Zahl, so steht im nächsten Waggon“ die halb so große Zahl.
” ”
- Steht in einem Waggon“ eine ungerade Zahl größer als 1, so steht im nächsten Waggon“ die um
” ”
1 kleinere Zahl.
- Steht in einem Waggon“ die Zahl 1, so ist der Zahlenzug“ mit diesem Waggon“ beendet.
” ” ”
(b) Wählt man bei jeder geraden Zahl die Möglichkeit, als vorangehende Zahl das Doppelte zu nehmen,
so erhält man als Zahlenzug“ aus genau 7 Waggon“: (64, 32, 16, 8, 4, 2, 1).
” ”
52
II.I Gleichungen, Gleichungssysteme
Da das Verdoppeln einer Zahl, die größer als 1 ist, stets zu einem größeren Ergebnis führt als das Ad-
dieren von 1, ist eine größere Anfangszahl nicht möglich; damit ist als größtmögliche Anfangszahl 64
nachgewiesen.
Aufgabe 340633:
Schon vor 5000 Jahren gab es in Ägypten eine weit entwickelte Kenntnis der Bruchrechnung. Dabei
wurden Stammbrüche bevorzugt; das sind Brüche, deren Zähler 1 lautet und deren Nenner eine
natürliche Zahl ist.
(a) Gib je eine Möglichkeit an, wie man die Brüche 27 und 13 3
als Summe von mindestens zwei
unterschiedlichen Stammbrüchen darstellen kann!
Die Anzahl der Summanden ist nicht vorgeschrieben; eine Begründung wird nicht verlangt.
1
(b) Stelle den Bruch 36 derart als Summe von mindestens zwei Stammbrüchen dar, dass einer der
Summanden so groß wie möglich ist! Erkläre, warum kein größerer Summand möglich ist!
(c) Löse dieselbe Aufgabe für n1 statt 36
1
, wo n eine beliebige natürliche Zahl größer als 1 ist!
Beweis:
Unter den natürlichen Zahlen ist 37 (bzw. n + 1) die nächstgrößere zu 36 (bzw. zu n), d. h.: Es gibt unter
den natürlichen Zahlen, die größer als 36 (bzw. als n) sind, keine kleinere als 37 (bzw. n + 1).
Daraus folgt:
Es gibt unter den Stammbrüchen, die (in einer gesuchten Darstellung als Summand auftreten und daher)
1
kleiner als 36 (bzw. als n1 ) sein müssen, keinen größeren als 37
1 1
(bzw. n+1 ).
Aufgabe 340634:
Vera erzählt ihrer Freundin Ute, sie habe die Kantenlänge eines Quaders gemessen und dabei folgendes
bemerkt:
(1) Eine der Kanten ist doppelt so lang wie eine andere der Kanten.
(2) Die Summe der Längen aller zwölf Kanten des Quaders beträgt 320 cm.
(3) Genau zwei der sechs Seitenflächen des Quaders sind Quadrate.
Ute meint, durch diese Angaben sei eindeutig bestimmt, welche Kantenlängen bei diesem Quader
auftreten.
53
II.II Bewegungsgleichungen, Verhältnisse
Hinweis: Bei der Angabe der Kantenlängen eines Quaders brauchst du natürlich nicht zwölf Kan-
tenlängen anzugeben, sondern es genügen die Längen etwa der drei Kanten, die an der Ecke des
Quaders zusammentreffen.
Nach (3) sind genau zwei der a, b, c einander gleich; die Bezeichnungen lassen sich so wählen, dass b = c
gilt.
Nach (2) und weil jede der Kantenlängen a, b, c genau 4 mal vorkommt, folgt daher a + 2b = 320 : 4 = 80.
(4)
Aus (1) folgt ferner: Es gilt entweder a = 2b (5) oder b = 2a. (6)
Gilt (4) und (5), so folgt a + a = 80, also a = 40, b = 20, c = 20. (7)
Gilt aber (4) und (6), so folgt a + 4a = 80, 5a = 80, also a = 16, b = 32, c = 32. (8)
II. Die in (7) genannten Zahlen erfüllen (4) und (5), die in (8) genannten Zahlen erfüllen (4) und (6);
außerdem gilt in beiden Fällen b = c.
Daher treffen in beiden Fällen Veras Aussagen (1), (2), (3) zu.
Mit I. und II. ist gezeigt: Die Kantenlängen eines Quaders sind durch Veras Angaben (1), (2), (3) nicht
eindeutig bestimmt (d. h. Utes Meinung ist nicht wahr), sondern es gibt für die Kantenlängen eines
Quaders, auf den Veras Aussagen zutreffen, genau die beiden Möglichkeiten, dass diese Kantenlängen
entweder 40 cm, 20 cm, 20 cm oder 16 cm, 32 cm, 32 cm betragen.
Aufgabe V00601:
Vor dem Zusammenschluss landwirtschaftlicher Einzelbetriebe eines Dorfes zur LPG musste eine
Traktorenbrigade wegen der auseinanderliegenden Felder häufig den Arbeitsplatz wechseln. Sie hatte
dadurch am Tage (8 Std.) 2,3 Stunden Leerlauf je Traktor.
Nach dem Zusammenschluss konnte mit jedem Traktor ohne Unterbrechung auf dem Felde gearbeitet
werden.
a) Wie viel Hektar können mit jedem Traktor je Tag zusätzlich gepflügt werden, wenn in einer Stunde
0,26 ha gepflügt werden?
b) Die Brigade arbeitet mit 5 Traktoren, ziehe die Schlussfolgerung!
54
II.II Bewegungsgleichungen, Verhältnisse
Aufgabe 010612:
Bei den im Oktober 1961 durchgeführten sowjetischen Raketenversuchen lagen bei einer Zielentfer-
nung von etwa 12500 km alle Treffer innerhalb eines Kreises, dessen Radius kleiner als 1 km war.
Wie groß wäre der Radius des Trefferkreises bei einem Schüler, der mit gleicher Treffsicherheit auf
ein 25 m entferntes Ziel einen Schlagball werfen würde?
Aufgabe 010613:
Ein Trabant“ fährt bei einem Kilometerzählerstand von 17880 km los. Nach der Rückkehr steht sein
”
Kilometerzähler auf 18030 km. Der Benzinverbrauch betrug 10,5 Liter.
b) Für den Benzinverbrauch ergibt sich die Beziehung x : 10,5 l = 350 km : 150 km, d. h. x = 24,5 l.
Aufgabe 020611:
Inge fragt ihren Bruder Klaus, der mit seiner Klasse in den Herbstferien einer LPG bei der Kartof-
felernte geholfen hat, nach dem Ergebnis der Erntehilfe.
Klaus antwortet: Insgesamt wurden 15000 dt Kartoffeln geerntet. 15 dieser Menge sammelten wir
”
Schüler, 13 dieser Menge wurde von einigen Genossenschaftsbauern mit der Kartoffelkombine geerntet,
den Rest sammelten die anderen Genossenschaftsbauern.“
Wie viel Dezitonnen Kartoffeln ernteten
a) die Schüler?
b) die Bauern mit der Kartoffelkombine?
c) die übrigen Genossenschaftsbauern?
Aufgabe 020612:
Von den bisher festgesetzten 296 Minuten wurden im Rahmen des Produktionsaufgebotes von den
Arbeitern des VEB Druck- und Prägemaschinen Berlin bei einem Arbeitsgang 96 Minuten eingespart.
Das macht je hergestellte Maschine 2,40 DM aus.
55
II.II Bewegungsgleichungen, Verhältnisse
Aufgabe 030611:
Für kulturelle, soziale und gesundheitliche Zwecke gab unsere Regierung im Jahre 1958 rund 15
Milliarden DM aus. Im Jahre 1962 war die entsprechende Summe um ein Drittel höher als 1958.
a) Wie viel DM wurden in der DDR im Jahre 1962 für die genannten Zwecke ausgegeben?
b) Wie viel DM waren das in beiden Fällen je Kopf unserer Bevölkerung, wenn man jeweils eine
Einwohnerzahl von rund 17 Millionen annimmt?
Aufgabe 030612:
Eine Pioniergruppe fuhr um 16.00 Uhr mit einem Autobus aus der Stadt in ein Ferienlager.
Als sie neun Zehntel des Weges zurückgelegt hatten, mussten die Pioniere 2 km vor dem Lager
aussteigen, weil der Bus den Waldweg, der zum Lager führte, nicht mehr befahren konnte. Für den
Rest des Weges benötigten sie eine halbe Stunde und trafen um 17.00 Uhr im Lager ein.
Mit welcher Geschwindigkeit fuhr der Bus? (Wie viel Kilometer legte er in einer Stunde zurück?)
Aufgabe 040611:
In 2 Minuten greifen und befördern 3 Bagger 108 m3 Erde. Ein Erdarbeiter kann an einem
achtstündigen Arbeitstag 5 m3 Erde ausheben.
Verschaffe dir eine Vorstellung von der Leistungsfähigkeit eines solchen Baggers, indem du ausrech-
nest, wie viel Erdarbeiter erforderlich wären, um einen Bagger zu ersetzen!
Aufgabe 050611:
Aus Leipzig und Dresden (Entfernung 119 km) fahren gleichzeitig zwei Radfahrer ab. Der Radfahrer
aus Leipzig fährt nach Dresden, der aus Dresden nach Leipzig. Der eine von ihnen legt 15 km, der
andere 20 km in der Stunde zurück.
a) Wie groß ist die Entfernung zwischen beiden Radfahrern nach 2 12 Stunden?
b) Wie weit sind sie von beiden Städten entfernt, wenn sie einander treffen?
56
II.II Bewegungsgleichungen, Verhältnisse
Nach 2 12 Stunden beträgt daher ihre Entfernung voneinander (in Kilometern) 119 · (50 + 37,5) = 31,5.
b) In 15 Stunde, also in 12 min fährt der eine Radfahrer 3 km, der andere 4 km. Beide legen also in 12
min zusammen 7 km zurück. Daher treffen sie einander nach 119 7 · 12 = 17 · 12 min.
In dieser Zeit hat der eine Radfahrer 17 · 3 km, der andere 17 · 4 km zurückgelegt. Der Treffpunkt liegt
also 51 km von der einen und 68 km von der anderen Stadt entfernt.
Aufgabe 090612:
In den Ferien war Klaus auf dem Lande. Aus seinen Beobachtungen ergab sich folgende Scherzaufgabe:
Aufgabe 140613:
Ein Radfahrer fuhr mit gleichbleibender Geschwindigkeit auf einer Straße von A nach B. Er startete
in A um 6.00 Uhr und legte in jeder Stunde 12 km zurück. Ein zweiter Radfahrer, der denselben Weg
von A nach B ebenfalls mit gleichbleibender Geschwindigkeit fuhr, startete am selben Tag um 7.00
Uhr in A und legte in jeder Stunde 15 km zurück. Er traf mit dem ersten Radfahrer zur gleichen Zeit
in B ein.
a) Um wie viel Uhr holte der zweite Radfahrer den ersten ein?
b) Wie lang ist der Weg von A nach B?
Der erste Radfahrer für 5 Stunden, der zweite 4 Stunden, d. h., er holt ihn nach 4 Stunden ein.
Die Strecke ist damit 5 · 12 = 4 · 15 = 60 km.
Aufgabe 160612:
Knut ist ein sehr trainierter Radfahrer. Bei einem Ausflug legte er auf seinem Fahrrad in der Minute
durchschnittlich 320 m zurück.
Er fuhr um 7.00 Uhr mit seinem Rad ab und erreichte um 11.00 Uhr sein Ziel. Von 9.00 Uhr bis 9.20
Uhr hatte er gerastet, in der übrigen Zeit ist er ununterbrochen gefahren.
Wie lang (in km) ist die dabei von Knut insgesamt zurückgelegte Strecke?
Wegen 220 · 320 = 70400 ist die von Knut insgesamt zurückgelegte Strecke mithin 70400 m = 70,4 km
lang.
57
II.II Bewegungsgleichungen, Verhältnisse
Aufgabe 170611:
In der DDR wurden folgende Mengen von Stickstoffdüngemitteln (in t) produziert
1950 1960 1970 1974
231000 334000 395000 424000
Dabei wurden die Ergebnisse von Jahr zu Jahr gesteigert.
Berechne, um wie viel Tonnen die Stickstoffdüngemittelproduktion im Durchschnitt jährlich gesteigert
wurde:
a) von 1951 bis 1960
b) von 1961 bis 1970
c) von 1971 bis 1974!
b) Von 1960 bis 1970 wurde das Ergebnis um 395000 t - 334000 t = 61000 t gesteigert, d. h. um 18,26 %
und jährlich um 1,83 %.
c) Von 1970 bis 1974 wurde das Ergebnis um 29000 t gesteigert, d. h. um 7,34 % und für 3 Jahre jährlichen
um von 2,45 %.
Aufgabe 170612:
Von zwei Häfen A und B, die durch eine Schiffahrtsroute der Länge 240 km miteinander verbunden
sind, legten gleichzeitig zwei Schiffe ab und fuhren auf dieser Route einander entgegen, jedes für sich
mit gleichbleibender Geschwindigkeit.
Das eine entwickelte eine Geschwindigkeit von 18 km je Stunde. Nach fünfstündiger Fahrt waren die
Schiffe einander noch nicht begegnet; jedoch betrug die Länge des zwischen ihnen liegenden Teils der
Route nur noch 45 km.
Wie viel Kilometer legte das zweite Schiff durchschnittlich in jeder Stunde zurück?
Aufgabe 190611:
Von einem Busbahnhof fahren um 12.00 Uhr gleichzeitig vier Busse ab. Die Zeit, die jeweils bis zur
nächsten Rückkehr und anschließenden erneuten Abfahrt vom gleichen Busbahnhof vergeht, beträgt
für den ersten Bus 43 h, für den zweiten Bus 21 h, für den dritten Bus 36 Minuten und für den vierten
Bus 1 Stunde.
Zu welcher Uhrzeit fahren hiernach erstmalig alle vier Busse wieder gleichzeitig von dem Busbahnhof
ab?
Wie viele Fahrten hat jeder der vier Busse bis dahin durchgeführt?
58
II.II Bewegungsgleichungen, Verhältnisse
Daraus ist zu sehen: Die vier Busse fahren erstmalig um 15.00 Uhr wieder gleichzeitig ab. Bis dahin hat
der erste Bus 4 Fahrten, der zweite Bus 6 Fahrten, der dritte Bus 5 Fahrten, der vierte Bus 3 Fahrten,
durchgeführt.
Aufgabe 200612:
Aus dem Wirtschaftsbuch eines Erholungsheimes war ersichtlich, dass man für 25 Urlauber, die 14
Tage lang versorgt wurden, insgesamt 21 kg Butter verbraucht hatte.
Berechne, wie viel kg Butter für 30 Personen, die 6 Tage lang versorgt werden sollen, insgesamt bereit-
gestellt werden müssen, wenn je Person und Tag eine gleichgroße Buttermenge wie im angegebenen
Beispiel verbraucht werden soll!
Aufgabe 320614:
Ein Radfahrer fährt von Schnellhausen nach Sausedorf, wobei er täglich 36 Kilometer zurücklegt.
Gleichzeitig fährt ihm ein anderer Radfahrer, der täglich 34 Kilometer zurücklegt, von Sausedorf aus
entgegen. Die Entfernung zwischen Schnellhausen und Sausedorf beträgt 350 km.
In wie viel Tagen treffen sich die beiden Radfahrer? Führe auch eine Probe durch.
Zur Probe kann man den von den Radfahrern in fünf Tagen zurückgelegten Weg berechnen:
Wegen 5 · 36km = 180km liegt der Treffpunkt der beiden Radfahrer 180 Kilometer von Schnellhausen
entfernt, und wegen 5 · 34km = 170km beträgt seine Entfernung zu Sausedorf 170 km. Die beiden Weg-
strecken ergeben zusammen die Entfernung Schnellhausen-Sausedorf: 180km + 170km = 350km.
Aufgabe 340611:
Herr Eilig fuhr auf der Autobahn eine Strecke von 475 Kilometern. Er legte diese Strecke in 3 Stunden
und 10 Minuten zurück und verbrauchte dabei 57 Liter Benzin.
Welche Strecke hätte er bei der Durchschnittsgeschwindigkeit 120 km/h mit dem gesparten Benzin
noch fahren können?
59
II.II Bewegungsgleichungen, Verhältnisse
b) Da er für die 475 = 25 · 19 Kilometer 57 = 3 · 19 Liter Benzin brauchte, waren es für je 25 Kilometer
durchschnittlich 3 Liter, also für je 100 Kilometer viermal so viel, d. h. 12 Liter.
c) Hätte er für je 100 Kilometer nur 8 Liter gebraucht, so hätte er in je 100 Kilometern noch 4 Liter
übrig behalten. Da das die Hälfte von 8 Litern ist, hätte er zu der insgesamt gefahrenen Strecke von 475
Kilometern zusätzlich noch eine halb so lange Strecke fahren können.
Wegen 475 = 474 + 1 und 474 : 2 = 237 sind das 237 Kilometer und ein halber Kilometer (500 Meter).
II Runde 2
Aufgabe 010621:
Bei einem Probeflug auf der Strecke Moskau–Mirny (sowjetische Südpolarstation) überquerten zwei
sowjetische Flugzeuge vom Typ AN-10“ und IL-18“ Europa, Asien, Australien, die Antarktis, den
” ”
Indischen Ozean und den Stillen Ozean.
Die AN-10 legte die gewaltige Strecke von 25300 km in 48 h und 7 min, die IL-18 in 44 h und 36 min
zurück.
Welche Strecke überflogen die beiden Flugzeuge durchschnittlich in 1 Stunde?
Aufgabe 010622:
2 1
Eine Expedition legte am ersten Tage 5 des Weges, am zweiten Tage 3 des Weges und am dritten
Tag die restlichen 1000 km zurück.
a) Am ersten Tag wurden 6 · 250 km = 1500 km und am zweiten Tag 5 · 250 km = 1250 km zurückgelegt.
b) Die Gesamtstrecke ist 3750 km lang.
Aufgabe 020621:
Bei dem Gruppenflug der sowjetischen Kosmonauten Nikolajew und Popowitsch umkreisten die
Raumschiffe Wostok III und Wostok IV in rund 88 Minuten einmal die Erde (rund 41 000 km).
60
II.II Bewegungsgleichungen, Verhältnisse
Aufgabe 020622:
Beim Werkunterricht benutzt Regine eine Tischbohrmaschine. Sie weiß, dass der Bohrer bei jeder
Umdrehung 14 mm tief in das Werkstück eindringt.
Sie soll ein Werkstück von 30 mm Dicke durchbohren. Die Bohrmaschine macht in einer Minute 240
Umdrehungen.
In welcher Zeit kann Regine eine Bohrung durchführen?
Aufgabe 030621:
Schallwellen legen in der Luft in einer Sekunde eine Strecke von rund 340 m zurück, die Rundfunk-
wellen dagegen rund 300000 km.
Wer hört einen vor dem Mikrophon sprechenden Redner früher,
a) ein Zuhörer in der ersten Reihe im Saal, der 2 m vom Redner entfernt sitzt, oder
b) ein Rundfunkhörer, der die Sendung in einer Entfernung von 1000 km mit Kopfhörern abhört?
Begründe deine Antwort.
Aufgabe 070624:
Von den Teilnehmern einer Schule eines Landkreises an der 1. Stufe der Mathematikolympiade wurden
3
genau 40 zur 2. Stufe delegiert. Von diesen Schülern erhielten bei der 2. Stufe (Kreisolympiade) genau
2
9 Preise oder Anerkennungsschreiben.
Einen ersten Preis in seiner Klassenstufe erhielt genau ein Schüler, genau ein weiterer Schüler er-
hielt in seiner Klassenstufe einen zweiten Preis, genau zwei weitere bekamen dritte Preise. Außerdem
wurden genau vier anderen Schülern dieser Schule für besonders gute Lösungen einer Aufgabe Aner-
kennungsschreiben überreicht.
Gib die Anzahl aller Teilnehmer dieser Schule an der 1. Stufe der Mathematikolympiade an!
3
Laut Aufgabe gilt weiterhin: 36 Schüler = 40 der Teilnehmer an der 1. Stufe also
40
480 Schüler = 40 (das sind alle Teilnehmer dieser Schule an der 1. Stufe). Genau 480 Schüler dieser Schule
beteiligten sich an der 1. Stufe der Mathematikolympiade.
61
II.II Bewegungsgleichungen, Verhältnisse
Aufgabe 080624:
Drei Freunde bereiten sich auf die Kleine Friedensfahrt“ vor. Sie trainieren auf einer Rundstrecke.
”
Ihr Start erfolgt zur gleichen Zeit und in gleicher Richtung an der Startlinie S. Manfred legte die
erste Runde in genau 3 Minuten, Klaus in genau 3 34 Minuten und Helmut in genau 5 Minuten zurück.
a) Nach wie viel Minuten würden die drei Freunde erstmalig die Startlinie S wieder gleichzeitig
erreichen, wenn wir annehmen, dass Manfred für alle weiteren Runden je Runde genau 3 Minuten,
Klaus genau 3 43 Minuten und Helmut genau 5 Minuten brauchten?
b) Wie viel Runden hätte jeder von ihnen bis dahin zurückgelegt?
Beweis hierzu: Helmut brauchte für jede Runde genau 300 Sekunden, Klaus genau 225 Sekunden und
Manfred genau 180 Sekunden. Das kgV von 225, 300 und 180 beträgt 900, und 900 Sekunden sind gleich
15 Minuten.
(b) In 15 Minuten würden Helmut genau 3, Klaus genau 4 und Manfred genau 5 Runden zurücklegen.
Aufgabe 090624:
Jürgen und seine jüngere Schwester Elke haben den gleichen Schulweg. Elke braucht vom Elternhaus
bis zum Schultor genau 30 Minuten, Jürgen genau 20 Minuten. An einem Tage ging Elke genau 5
Minuten vor Jürgen aus dem Haus.
1 1 1 1
Wegen 20 − 30 = 60 verringert sich dieser Vorsprung in jeder Minute um 60 des Gesamtweges.
1
Die gesuchte Anzahl der Minuten bis zum Einholen kann also nur diejenige Zahl sein, mit der man 60
10
multiplizieren muss, um 60 zu erhalten. Das ist die Zahl 10.
Jürgen holt unter den angegebenen Umständen seine Schwester in genau 10 Minuten ein.
Aufgabe 100622:
Die sowjetischen Raumschiffe Sojus 6, Sojus 7 und Sojus 8 umkreisten im Gruppenflug die Erde.
Dabei brauchte die Gruppe der drei Raumschiffe für jede Umkreisung durchschnittlich 88 Minuten
und legte in dieser Zeit rund 41000 km zurück.
Berechne die Länge des Weges, den die Raumschiffgruppe während ihres Fluges durchschnittlich
a) in jeder Stunde,
b) in jeder Sekunde zurücklegte!
62
II.II Bewegungsgleichungen, Verhältnisse
Bei der Aufgabe a) soll die Angabe in Kilometern erfolgen und auf volle Tausend Kilometer gerundet
werden, bei Aufgabe b) soll die Angabe in Metern erfolgen und auf volle Hundert Meter gerundet
werden.
b) Da die Raumschiffgruppe in jeder Minute 466 km = 466000 m zurücklegte, legte sie in jeder Sekunde
den 60. Teil davon, also wegen 466000 : 60 = 7767 rund 7800 m zurück.
Aufgabe 120624:
Manfred berichtete im Zirkel Junger Mathematiker von einem Besuch des Rostocker Überseehafens:
Ich habe dort insgesamt 21 Schiffe aus fünf verschiedenen Ländern gesehen. Die Anzahl der Schiffe
”
aus der DDR war halb so groß wie die aller im Hafen liegenden ausländischen Schiffe. Diese kamen
aus der Sowjetunion, der Bulgarischen Volksrepublik, aus Finnland sowie aus Indien.
Dabei war die Anzahl der sowjetischen Schiffe um zwei größer als die der bulgarischen, diese wieder
um eins größer als die der finnischen, diese schließlich um zwei größer als die der indischen Schiffe.“
Ermittle die Anzahl der Schiffe aus der DDR, aus der Sowjetunion, der Bulgarischen Volksrepublik,
aus Finnland und aus Indien, die Manfred in Rostock gesehen hat!
Nun hat Manfred laut Aufgabe mindestens 1 indisches Schiff sowie infolgedessen mindestens 3 finnische,
4 bulgarische und 6 sowjetische Schiffe gesehen. Da das zusammen bereits 14 Schiffe sind, sind damit die
gesuchten Anzahlen gefunden.
Aufgabe 140624:
Ein Radfahrer fuhr mit gleichbleibender Geschwindigkeit auf einer Straße von A nach B. Er startete
in A um 6.00 Uhr und legte in jeder Stunde 14 km zurück. Ein zweiter Radfahrer fuhr auf derselben
Straße mit gleichbleibender Geschwindigkeit von B nach A. Er startete am selben Tag um 8.00 Uhr
in B und legte in jeder Stunde 21 km zurück.
Beide Radfahrer begegneten sich genau am Mittelpunkt der Strecke von A nach B.
Um wie viel Uhr begegneten sie sich? Wie lang ist die Strecke von A nach B?
63
II.II Bewegungsgleichungen, Verhältnisse
Die Länge der Strecke von A nach B beträgt wegen 2 · 84 = 168 mithin 168 km.
Aufgabe 150621:
Ein sowjetischer Hubschrauber vom Typ Mi-10 kann eine Nutzlast von 15000 kp befördern.
Bei einem Transport von Sperrgut mit drei Hubschraubern dieses Typs wurde der erste Hubschrauber
zu 31 , der zweite zu 78 und der dritte zu 53 seiner Tragfähigkeit ausgelastet.
Ermittle das Gesamtgewicht des in diesem Transport von den drei Hubschraubern beförderten Sperr-
gutes!
Aufgabe 160622:
Von zwei Häfen A und B, die durch eine Schiffahrtsroute der Länge 240 km miteinander verbunden
sind, legten gleichzeitig zwei Schiffe ab und fuhren auf dieser Route einander entgegen, jedes für sich
mit gleichbleibender Geschwindigkeit.
Das eine entwickelte eine Geschwindigkeit von 18 km je Stunde. Nach fünfstündiger Fahrt waren die
Schiffe einander noch nicht begegnet; jedoch betrug die Länge des zwischen ihnen liegenden Teils der
Route nur noch 45 km.
Wie viel Kilometer legte das zweite Schiff durchschnittlich in jeder Stunde zurück?
Aufgabe 160624:
Ein Kraftfuttergemisch für Zuchteber ist aus Haferschrot, Weizenkleie, Gerstenschrot, Mineralstoffen
1
und Wasser zusammengesetzt, und zwar ist die Hälfte des Gemischs Haferschrot, 10 des Gemischs
1 1
ist Weizenkleie, 4 des Gemischs ist Gerstenschrot, 100 des Gemischs sind Mineralstoffe, der Rest ist
Wasser.
Berechne (in kg) den Anteil an Wasser, den 35 kg dieses Kraftfuttergemischs enthalten!
Das sind wegen 17,5 + 3,5 + 8,75 + 0,35 = 30,1 insgesamt 30,1 kg. Wegen 35 - 30,1 = 4,9 verbleiben
mithin genau 4,9 kg Wasser als Wasseranteil dieses Kraftfuttergemischs.
64
II.II Bewegungsgleichungen, Verhältnisse
Aufgabe 170621:
Eine Expedition von Wissenschaftlern legte am ersten Tag ein Drittel der geplanten Gesamtstrecke,
am zweiten Tag 150 km und am dritten Tag noch einmal ein Viertel der Gesamtstrecke zurück und
erreichte damit den Zielort.
Wie lang war die von der Expedition zurückgelegte Strecke?
5
Die restlichen 150 km sind also genau 12 der Gesamtstrecke. Wegen 150 : 5 = 30 sind folglich 30 km
1
genau 12 der Gesamtstrecke; diese beträgt demnach 12 · 30km = 360km.
Aufgabe 180621:
a) Die Multispektralkamera MKF-6 von Sojus-22 fotografierte bei jeder Aufnahme ein rechteckiges
Gebiet von 115 km Breite und 165 km Länge.
Berechne den Flächeninhalt eines solchen Gebietes!
b) Während der 83. Erdumkreisung am 20. September 1976 überflog Sojus 22 die DDR in Richtung
von Eisenach nach Pasewalk. Auf einer Landkarte im Maßstab 1 : 700000 hat die dabei überflogene
Strecke eine Länge von 65 cm.
Wie lang ist diese Strecke in Wirklichkeit? (Angabe in km) (Rechnung ohne Berücksichtigung der
Erdkrümmung)
Aufgabe 200621:
Ein Flugzeug, das mit konstanter (gleichbleibender) Geschwindigkeit von A nach B fliegt, war um
10.05 Uhr noch 2100 km, um 11.20 Uhr nur noch 600 km von B entfernt.
Um welche Zeit wird es in B eintreffen, wenn es mit der bisherigen Geschwindigkeit weiterfliegt?
Aufgabe 210621:
Ein Güterzug fährt von einer Station A (Kilometer 0) zu einer Station B (Kilometer 60). Beim
Kilometer 15 hält der Zug 30 Minuten lang; in der übrigen Zeit fährt er mit der gleichbleibenden
Geschwindigkeit von 45 Kilometern je Stunde. Um 9.30 Uhr fährt der Zug in A ab.
Lege eine Tabelle an, aus der zu ersehen ist, bei welchem Kilometer sich der Zug zu den Uhrzeiten
alle 10 Minuten nach der Abfahrt (9.40 Uhr, 9.50 Uhr, 10.00 Uhr usw.) befindet!
Begründe diese Kilometerangaben!
65
II.II Bewegungsgleichungen, Verhältnisse
Uhrzeit 9.40 9.50 10.00 10.10 10.20 10.30 10.40 10.50 11.00 11.10
Kilometer 7 12 15 15 15 15 22 12 30 37 12 45 52 12
Aufgabe 230621:
Von einem Milchhof sollen an einem Tag 2200 Kästen mit je 25 Behältern zu 41 Liter Milch, ferner 600
Kästen mit je 24 Flaschen zu 12 Liter und 800 Kästen mit je 12 Beuteln zu 1 Liter Milch ausgeliefert
werden.
Die hierfür insgesamt benötigte Milchmenge wurde in Tankwagen angeliefert, von denen jeder 9000
Liter Milch fasst.
a) Berechne, wie viel Liter Milch insgesamt an diesem Tag ausgeliefert werden sollen!
b) Berechne die kleinstmögliche Anzahl von Tankwagen, die zur Anlieferung der benötigten Milch-
menge insgesamt ausreichend waren!
Aufgabe 240623:
Drei Motorradfahrer Rainer, Jürgen und Frank fahren zur gleichen Zeit in Karl-Marx-Stadt an der
gleichen Stelle ab; sie fahren auf der gleichen Straße in Richtung Leipzig.
Rainer legt mit seiner Maschine in je 10 Minuten eine Weglänge von 9 Kilometern zurück, Jürgen
fährt in je 10 Minuten 8 Kilometer, Frank nur 6 Kilometer.
Wie groß sind nach einer Stunde die Weglängen zwischen Rainer und Jürgen, zwischen Rainer und
Frank und zwischen Jürgen und Frank, wenn bis zu diesem Zeitpunkt jeder Fahrer seine Geschwin-
digkeit beibehalten hat?
Somit betragen nach einer Stunde wegen 54 − 48 = 6 bzw. 54 − 36 = 18 bzw. 48 − 36 = 12 die Weglängen
zwischen Rainer und Jürgen 6 km, zwischen Rainer und Frank 18 km, zwischen Jürgen und Frank 12 km.
Aufgabe 340621:
Ein Jogger benötigt im Dauerlauf für 100 m jeweils 20 Sekunden.
a) Welche Stecke schafft er, wenn er dieses Tempo 20 Minuten lang unverändert durchhält?
b) Welche Strecke schafft er, wenn sich in den insgesamt gelaufenen 20 Minuten auch Zeiten befinden,
in denen er für 100 m jeweils 30 Sekunden benötigt, und zwar auf Teilstrecken, die zusammen 1600
m betragen?
66
II.II Bewegungsgleichungen, Verhältnisse
(b) Während er die 1600 m mit der niedrigeren Geschwindigkeit läuft, braucht er 16 mal so viel Zeit wie
für 100 m, also 16 · 30 Sekunden = 480 Sekunden = 8 Minuten.
Wegen 20 − 8 = 12 bleiben 12 Minuten für die höhere Geschwindigkeit. Da eine Minute 3 mal so viel Zeit
wie 20 Sekunden ist, schafft er in diesen 12 Minuten 3 · 12 · 100m = 3600m.
Insgesamt legt er so 1600m + 3600m = 5200m zurück.
67
III Geometrie
III.I Dreiecke, Geraden, Winkel
I Runde 1
Aufgabe 010616:
Zeichne zwei Nebenwinkel und konstruiere ihre Winkelhalbierenden.
Was für einen Winkel bilden die Winkelhalbierenden? Begründe deine Antwort!
β α
2 2
β α
Aufgabe 020615:
In einer Ebene sollen vier Geraden so gezeichnet werden, dass genau
a) kein Schnittpunkt,
b) 1 Schnittpunkt,
c) 3 Schnittpunkte (zwei Möglichkeiten),
d) 4 Schnittpunkte (zwei Möglichkeiten),
e) 5 Schnittpunkte,
f) 6 Schnittpunkte entstehen!
Wie müssen die Geraden zueinander liegen? Zeichne!
a) b) c)
68
III.I Dreiecke, Geraden, Winkel
d) e) f)
Aufgabe 040613:
Eine 6. Klasse stellte verschiedenartige Pappdreiecke her. Die Schüler wollten diese Dreiecke im
Mathematischen Kabinett ihrer Schule in einem Schränkchen aufbewahren, das neun Fächer enthielt.
Jeweils drei Fächer hatten die Schüler für die gleichseitigen Dreiecke, für die nur gleichschenkligen
Dreiecke (d. h. für die nicht gleichseitigen) und für die ungleichschenkligen Dreiecke vorgesehen.
Innerhalb dieser Gruppen sollten die Figuren nämlich noch in spitzwinklige, rechtwinklige und stumpf-
winklige Dreiecke unterteilt werden.
Aufgabe 080612:
Berechne die Größe des kleineren der beiden Winkel, die der Stunden- und der Minutenzeiger einer
Uhr um 16 Uhr 40 Minuten miteinander bilden!
8 4 Der Winkel zwischen der 5 und der 8 ist ein rechter Winkel, da zwischen
zwei Stundenangaben jeweils 30◦ liegen.
7 5 Damit ist der Winkel zwischen dem großen und dem kleinen Zeiger 90◦ +
6
10◦ = 100◦ .
Aufgabe 260613:
Die Verbindungsstraßen dreier Orte A, B, C bilden ein Dreieck. In der Mitte der Verbindungsstraße
von B nach C liegt ein weiterer Ort D. Von A über B nach C beträgt die Entfernung 25 km, von B
über C nach A dagegen 27 km und von C über A nach B schließlich 28 km.
Eine Pioniergruppe wandert auf den genannten Straßen auf kürzestem Wege vom Ort A zum Ort D.
69
III.I Dreiecke, Geraden, Winkel
CD = BD eine Wanderung von A über C nach D um 2 km länger als eine Wanderung von A über B
nach D.
Weil die Pioniergruppe den kürzeren der beiden Wege wählte, läuft sie über den Ort B.
b) Nach den Überlegungen zu a) spart die Pioniergruppe auf dem kürzeren Wege von A nach D gegenüber
dem längeren Wege 2 km ein. Wenn sie stündlich 4 km zurücklegt, benötigt sie für 2 km eine halbe Stunde.
Sie spart damit bei einer Wanderung von A nach D auf dem kürzeren Wege gegenüber einer auf dem
längeren Wege 21 Stunde ein.
c) Würde man hintereinander von A über B nach C, dann von C über A nach B und dann von B über
C nach A laufen, so würde man zweimal den Umfang des Dreiecks ABC durchlaufen und wegen 25 + 28
+ 27 = 80 insgesamt 80 km zurücklegen.
Folglich ist wegen 80 : 2 = 40 der Umfang des Dreiecks ABC gleich 40 km. Subtrahiert man von ihm
AC + BC = 27 km, so verbleibt AB = 40 km - 27 km = 13 km.
Subtrahiert man vom Umfang aber AC + AB = 28 km, so verbleibt BC = 40 km - 28 km = 12 km.
Daher ist BD = 12 km : 2 = 6 km. Der gesuchte Weg beträgt folglich AB + BD = 13 km + 6 km = 19
km.
II Runde 2
Aufgabe 030622:
Spiegel 1
·
0 45◦
α α 30◦
Spiegel 2
1) 2)
Fällt ein Lichtstrahl auf einen ebenen Spiegel, so wird er so reflektiert, dass der Einfallswinkel α und
der Reflexionswinkel α0 gleich groß sind (siehe Abbildung).
a) Konstruiere den Verlauf eines Lichtstrahls, der auf den in der Abbildung 2) dargestellten Winkel-
spiegel unter einem Einfallswinkel von 30◦ fällt!
b) Welchen Winkel bildet der auf den Spiegel 1 einfallende Strahl mit dem vom Spiegel 2 reflektierten?
∠BDS = 180◦ − ∠ASB − ∠ABS − ∠ABC = 180◦ − 45◦ − 75◦ − 30◦ = 30◦
70
III.I Dreiecke, Geraden, Winkel
Damit beträgt auch β = 30◦ . Dieser Winkel ist kleiner als ∠BSD, weshalb der letzte Lichtstrahl den
Spiegel 1 nicht mehr treffen wird.
b) Gesucht ist Winkel ∠BCA. Nach dem Innenwinkelsummensatz im Dreieck 4ABC ergibt sich:
Aufgabe 040622:
Beim Schnitt zweier Geraden entstehen die Winkel α, β, γ, δ (Abbil- δ
dung). α
Wie groß sind diese Winkel, wenn die ersten drei von ihnen die Win- γ
kelsumme 234◦ haben? β
Aufgabe 050622:
g3 g2
Die drei Geraden g1 , g2 und g3 schneiden einander im Punkt M . F E
Dabei entstehen Winkel mit den Maßen α, β, γ, δ, ψ und ω (siehe
Abbildung).
ψ
ω δ D
A α γ g1
Wie groß sind diese 6 Winkelmaße, wenn β
(1) γ + δ + ψ + ω = 252◦ und
(2) α dreimal so groß wie β ist? C
B
Weiter sind Scheitelwinkel, d. h. δ = α = 81◦ und ψ = β = 27◦ . Nach der Nebenwinkelbeziehung wird
(α + β) + γ = 180◦ und somit γ = ω = 72◦ .
Aufgabe 070621:
g1 g2
g3
Die Geraden g1 , g2 , g3 und g4 schneiden einander in der aus γ
der Abbildung ersichtlichen Weise. Von den Größen α, β, γ
und δ der dadurch entstehenden Winkel sei α = 50◦ , β = 130◦ β
und γ = 70◦ . α g4
Ermittle δ! δ
71
III.II Vier-, Vielecke
Aufgabe 090623:
E
C D
Die Abbildung zeigt drei verschiedene Geraden durch einen Punkt C und eine vierte Gerade, die
nicht durch C geht.
Diese möge die drei erstgenannten Geraden in den Punkten A, B bzw. D schneiden, wobei B zwischen
A und D liegen möge, Punkt E liege auf der Geraden durch A und C so, dass C zwischen A und E
liegt.
Ferner gelte ∠ECD ∼ = ∠ABC.
Aufgabe 190621:
Gegeben seien zwei einander schneidende Geraden. Die Größen dreier der dabei entstehenden vier
Schnittwinkel haben die Summe 226◦ .
Ermittle die Größe jedes einzelnen dieser vier Schnittwinkel!
72
III.II Vier-, Vielecke
Aufgabe V00603:
Um ein Schwimmbad mit der Beckengröße 50 m mal 30 m wird ein 1,20 m breiter Weg mit Zement-
platten ausgelegt.
Wie viel Platten sind erforderlich, wenn die Maße der Platten 30 cm mal 30 cm betragen?
52,4 m
Aufgabe V00609:
9,3
Aufgabe V00610:
Zeichne ein beliebiges Viereck und eine Symmetrieachse, die das Viereck schneidet!
Konstruiere das zum ersten Viereck symmetrische!
73
III.II Vier-, Vielecke
D0
D
C0 C
A0
A B0 B
Aufgabe 040616:
D0 C0
H0 G0
E0 F0
A0 B0
Die abgebildete Figur ist der Grundriss eines ebenflächig begrenzten Körpers.
Die Bilder seiner Eckpunkte A, B, C, D, E, F , G, H sind mit A0 , B 0 , C 0 , D0 , E 0 , F 0 , G0 , H 0
bezeichnet. Das Quadrat ABCD liegt auf der Grundrissebene; das Quadrat EF GH liegt parallel zur
Grundrissebene im Abstand von 4 cm.
Die Seite AB ist 5 cm, die Seite EF 3 cm lang.
Um welchen Körper handelt es sich? Baue ein Modell dieses Körpers! Das Material kannst du selbst
wählen.
Aufgabe 060611:
90
86
56
26
Berechne den Flächeninhalt der abgebildeten Figur! 4
Runde das Ergebnis auf volle Quadratzentimeter!
(Die Maßeinheit aller angegebenen Maßzahlen ist
Millimeter.)
41 45
15
74
III.II Vier-, Vielecke
30 mm und an den oberen Ecken zwei rechtwinklige Dreiecke (Katheten je 4 mm) herausgeschnitten.
Daraus ergibt sich:
4·4
A = 45 · 90 − 30 · 30 − 2 · = 3134 mm2
2
Der Flächeninhalt der Figur beträgt rund 31 cm2 .
Aufgabe 070612:
D C
Die Abbildung stellt zwei Quadrate ABCD, EF GH dar. Sie sind so H G
gelegen, dass die vier Diagonalen AC, BD, EG und F H einander in
genau einem Punkt schneiden, und dass AB k EF gilt. 3cm
Die Differenz der Flächeninhalte der beiden Quadrate ABCD und
EF GH beträgt 96 cm2 .
Berechne die Längen der Strecken BC und GH! E F
A B
Die Differenz der Flächeninhalte der zwei Quadrate ist somit (Angaben in cm2 ):
Aufgabe 080611:
a) Die Summe der Inhalte einer Rechteckfläche und einer Quadratfläche beträgt 3000 m2 . Die Qua-
dratseite und eine Rechteckseite haben eine Länge von je 30 m.
AQ + AR = a2 + b · c ⇒ 3000 = 302 + 30 · c ⇒ c = 70
Aufgabe 120613:
In einem Raum mit einer rechteckigen Bodenfläche von 11 m Breite und 36 m Länge stehen 6
Maschinen mit Standflächen von folgendem Flächeninhalt:
Maschine A: 15 2 Maschine D: 60 m2
Maschine B: 5 m2 Maschine E: 18 m2
Maschine C: 18 m2 Maschine F: 50 m2
75
III.II Vier-, Vielecke
Für die Lagerung und Bereitstellung der zu bearbeitenden Werkstücke werden an den Maschinen
weitere Flächen mit folgendem Flächeninhalt benötigt:
An der Maschine A: 14 m2 An der Maschine D: 21 m2
An der Maschine B: 6 m2 An der Maschine E: 13 m2
An der Maschine C: 15 m2 An der Maschine F: 17 m2
Die restliche Bodenfläche soll für Transportwege genutzt werden.
a) Berechne (in m2 ) den Flächeninhalt der Bodenfläche, die für Transportwege zur Verfügung steht!
b) Wir nehmen an, dass die Anordnung der Maschinen und der Lagerplätze es gestattet, die Trans-
portwege aus Rechteckflächen von gleicher Breite zusammenzusetzen. Die Summe der Längen dieser
Rechteckflächen wollen wir dann als Gesamtlänge der Transportwege“ bezeichnen.
”
Wie breit sind diese Transportwege, wenn sie eine Gesamtlänge von 48 m besitzen?
b) Die Breite der Transportwege betrage x m. Dann gilt 48 · x = 144, woraus man x = 144 : 48, also
x = 3 erhält. Dann beträgt die gesuchte Breite 3 m.
Aufgabe 130612:
Für die Galerie der Freundschaft“ ist ein rechteckiges Bild mit den Seitenlängen 18 cm und 12 cm
”
durch einen rechteckigen Rahmen von 3 cm Breite aus Zeichenkarton eingerahmt worden.
Ermittle den Flächeninhalt dieses Rahmens!
Aufgabe 180611:
In einem Stadtbezirk Leipzigs wurden 260 große Wohnungen renoviert.
Bei einem Zehntel dieser Wohnungen hat jede Wohnung 55 m2 Wohnfläche; bei einem Viertel der
260 Wohnungen hat jede Wohnung 67 m2 Wohnfläche; jede andere der 260 Wohnungen hat 80 m2
Wohnfläche.
Berechne die gesamte Wohnfläche dieser 260 renovierten Wohnungen!
Die Wohnfläche der zuerst genannten 26 Wohnungen beträgt 1430 m2 ; denn es gilt 26 · 55 = 1430.
Die Wohnfläche der danach genannten 65 Wohnungen beträgt 4355 m2 ; denn es gilt 65 · 67 = 4355.
Die Wohnfläche der restlichen 169 Wohnungen beträgt 13520 m2 ; denn es gilt 169 · 80 = 13520.
Die gesamte Wohnfläche der 260 Wohnungen beträgt 19305 m2 ; denn es gilt 1430 + 4355 + 13520 = 19305.
76
III.II Vier-, Vielecke
Aufgabe 210611:
Von einem Rechteck sind folgende Eigenschaften bekannt:
Wenn seine beiden Seitenlängen in Metern gemessen werden, so ergeben sich natürliche Zahlen als
Maßzahlen. Die Differenz der beiden Seitenlängen beträgt 20 m. Der Umfang des Rechtecks beträgt
60 m.
Aufgabe 230613:
Im Bild sind zwei gleichgroße Quadrate ABCD und EF GH gezeich-
H net, die genau vier Randpunkte (E, F , P und Q) gemeinsam haben.
Zeichne zwei gleichgroße Quadrate ABCD und EF GH, die so liegen,
D P C
dass sie
E G a) genau einen Punkt, b) genau zwei Punkte,
c) genau drei Punkte, d) genau fünf Punkte,
Q e) genau sechs Punkte, f) genau sieben Punkte,
g) genau acht Punkte
A F B
gemeinsam haben! Eine Begründung wird nicht verlangt.
H H H
D C D C D C
E G E G E G
F F
a) A B F b) A B c) A B
H H H H
D
D C D C D C C
E G E G E G E G
A B
d) A F B e) A F B f) A F B
g) F
Die Abbildungen (a) bis (g) zeigen je eine Möglichkeit für die zu konstruierenden Quadrate.
77
III.II Vier-, Vielecke
Aufgabe 250614:
In dem Bild ist - auf einem (mit dünnen Linien gezeich-
neten) Hintergrund von Quadraten und ihren Diagonalen -
mit dicken Linien ein Ornament gezeichnet.
Überprüfe mit durchsichtigem Papier (oder Folie), ob das
Ornament axialsymmetrisch ist!
Überprüfe ferner, ob es Drehungen gibt, bei denen das Or-
nament sich selbst als Bild hat!
Ist beides der Fall, so nenne
a) die Anzahl aller Symmetrieachsen des Ornaments,
b) alle diejenigen Drehungen, bei denen das Ornament sich
selbst als Bild hat!
Zu Aufgabe a) zeichne auch das Ornament und alle seine
Symmetrieachsen!
Die Überprüfung ergibt, dass das Ornament sowohl axialsymmetrisch als auch drehsymmetrisch ist.
a) Das Ornament hat genau vier Symmetrieachsen (siehe Abbildung).
b) Das Ornament hat genau bei den Drehungen um seinen Mittelpunkt um 90◦ , 180◦ und 270◦ sich selber
als Bild, außerdem natürlich bei der Drehung um 0◦ (d. h. bei derjenigen Drehung, bei der jeder Punkt
der Ebene sich selbst als Bild hat).
Aufgabe 260611:
D C
78
III.II Vier-, Vielecke
Aufgabe 290613:
Ein rechteckiger Fußboden, der 3,6 m lang und 2,7 m breit ist, soll mit zwei
Sorten gleichgroßer, aber verschiedenfarbiger dreieckiger Teppichfliesen so
ausgelegt werden, dass ein Muster entsteht, wie es durch Fortsetzen des
Musters des Bildes zu erhalten ist.
Je zwei solcher dreieckigen Fliesen einer Farbe sollen durch einmaliges Zer-
schneiden einer quadratischen Fliese mit der Seitenlänge 30 cm hergestellt
werden.
Wie viele quadratische Teppichfliesen werden von jeder der beiden Sorten insgesamt benötigt?
Aufgabe 330613:
Karin zeichnet zwei Kreise, die sich in zwei verschiedenen Punk-
ten schneiden. Dann zeichnet sie eine Gerade und zählt an der
entstandenen Figur,
a) b1 ) b2 ) c)
79
III.II Vier-, Vielecke
Aufgabe 340612:
Das Fliesenmuster in der Abbildung wurde aus 14 weißen und 10
gemusterten dreieckigen Fliesen zusammengesetzt. Man kann darin
mehrere Quadrate und Dreiecke finden, die jeweils aus mehr als einer
Fliese zusammengesetzt sind.
Wie viele solcher Quadrate lassen sich insgesamt finden?
a) b) c) d)
e) f) g) h) i)
Es gibt genau 20 Dreiecke aus je zwei Fliesen, 8 Dreiecke aus je drei Fliesen, 8 Dreiecke aus je vier Fliesen,
4 Dreiecke aus je acht Fliesen, 4 Dreiecke aus je neun Fliesen (siehe die Beispiele Abb. e, f, g, h, i), also
insgesamt 44 Dreiecke der gesuchten Art.
II Runden 2 & 3
Aufgabe 060624:
Im Rahmen des Wiederaufbaus der Leipziger Innenstadt entstehen moderne Wohnkomplexe. Vor den
Häusern werden Rasenflächen, Blumenbeete und Terrassen angelegt.
Für eine der rechteckigen Terrassen werden genau 400 Sandsteinplatten verwendet. Die Platten be-
decken lückenlos den Boden. Jede dieser Platten ist 60 cm lang und 40 cm breit. Die Länge dieser
Terrasse beträgt 10 m.
Ermittle die Breite dieser Terrasse!
Aufgabe 080623:
Über der Seite CD eines Quadrates ABCD mit AB = 4 cm ist ein gleichseitiges Dreieck 4DCE so
zu konstruieren, dass das Quadrat und das Dreieck die Seite CD gemeinsam haben.
Der Punkt E des Dreiecks 4DCE sei dabei außerhalb des Quadrates ABCD gelegen. Verbinde E
mit A und mit B!
Berechne die Größe des Winkels ∠AEB!
80
III.II Vier-, Vielecke
D C
A B
Aus (1), (2) und ∠AED + ∠EDA + ∠DAE = 180◦ (nach Winkelsummensatz) folgt ∠AED = 15◦ .
Entsprechend ist ∠BEC = 15◦ , also ∠AEB = ∠DEC − ∠AED − ∠BEC = 30◦ .
Aufgabe 100624:
Die Fläche des Rechtecks ABCD mit den Seitenlängen a = 16 cm, b = 9 cm ist so in fünf Rechtecks-
flächen zu zerlegen, dass sich diese zu einer Quadratfläche zusammensetzen lassen, wobei sämtliche
Teilrechtecke verwendet werden sollen und die gesamte Fläche des Quadrats lückenlos und ohne
Überlappungen von den Flächen dieser Teilrechtecke ausgefüllt werden soll.
Gib eine Möglichkeit hierfür an!
9 1 1 1
C
D
D C 3
3
9
3
B
A A
1 3 12 B
Aufgabe 130621:
Eine rechteckige Glasscheibe ist 24 cm lang und 22 cm breit. Daraus sollen rechteckige Scheiben von
8 cm Länge und 6 cm Breite geschnitten werden.
Welches ist die größte Anzahl derartiger Scheiben, die man dabei erhalten kann?
Stelle eine Möglichkeit, diese größte Anzahl zu gewinnen, in einer Zeichnung im Maßstab 1 : 2 dar!
81
III.II Vier-, Vielecke
Aufgabe 150624:
g h
e f e f e
Berechne den Inhalt A der gefärbten Fläche der in der Abbildung dargestellten Figur (die Maße sind
der Abbildung zu entnehmen)
b) Die Seitenlängen von R sind (3e + 2f ) und h, die Seitenlängen von jedem der Rechtecke S, T sind f
und g. Daher hat R den Flächeninhalt (3e + 2f )h, und jedes der Rechtecke S, T hat den Flächeninhalt
f · g.
Also ist A = (3e + 2f )h − 2f g.
Aufgabe 160623:
82
III.II Vier-, Vielecke
60
80
Die abgebildete farbige Fläche besteht aus einer Rechteckfläche, aus der eine quadratische Fläche
herausgeschnitten wurde.
Die farbige Fläche hat einen Flächeninhalt von 44 cm2 .
Aus den in der Abbildung angegebenen Maßen (in mm) ist die Seitenlänge a (in mm) des herausge-
schnittenen Quadrats zu berechnen.
Aufgabe 180624:
63
a
a
63
Die abgebildete farbige Fläche ist 38 cm2 groß. Sie ist aus einer quadratischen Fläche entstanden,
von der zwei (gleichgroße) dreieckige Flächen abgeschnitten wurden.
Aus den in der Abbildung angegebenen Maßen (in mm) ist die Seitenlänge a der Dreiecke (in mm)
zu berechnen.
Da die beiden Dreiecke gleich groß und rechtwinklig-gleichschenklig sind, ergänzen sie sich zu einem
Quadrat. Dieses Quadrat hat einen Flächeninhalt von 169 mm2 und daher die Seitenlänge a = 13 mm.
Die Seitenlänge a der genannten Dreiecke beträgt 13 mm.
83
III.II Vier-, Vielecke
Aufgabe 220621:
Die Abbildung zeigt den Grundriss eines Zimmers. Alle Maße sind
in Zentimeter angegeben. 300
Das Zimmer ist 280 cm hoch. In diesem Zimmer ist ein alter Tape-
tenbelag von den Wänden und von der Decke zu entfernen. Danach 170 100 100
sind Wände und Decke mit Makulatur zu streichen und zu tapezie-
ren.
350
Errechne für diese Arbeiten mit Hilfe der folgenden Tabelle die ins-
gesamt erforderlichen Lohnkosten!
Dabei ist jede Wand vollständig zu berücksichtigen, auch wenn Fenster und Türen vorhanden sind.
(Es wird also angenommen, dass sich die Einsparung an Fläche wieder durch den komplizierten
Arbeitsaufwand ausgleicht.) Das Ergebnis ist auf vollen Markbetrag zu runden.
Leistung Lohnkosten pro m2
Alte Tapezierung entfernen 28 Pf
Makulatur streichen 26 Pf
Wandtapezierung 83 Pf
Deckentapezierung 112 Pf
AW = (350 + 170 + 100 + 350 + 550 + 350 + 100 + 170) · 280cm2 = 599200cm2
Aufgabe 230622:
Die abgebildete Figur ABCD (siehe Abbildung) stellt ein Rechteck dar, das sich aus den drei gleich-
großen Quadraten AEHD, EF GH und F BCG zusammensetzt. Die Strecke AG schneidet die Strecke
EH in deren Mittelpunkt M , die Strecke BH schneidet die Strecke F G in deren Mittelpunkt N .
Der Flächeninhalt des Rechtecks ABCD beträgt 48 Flächeneinheiten.
Ermittle
a) den Flächeninhalt des Dreiecks SGH,
D H G C
b) den Flächeninhalt des Dreiecks ABS,
M S N c) den Flächeninhalt den Vierecks ASHD!
84
III.II Vier-, Vielecke
Ganz entsprechend werden auch die anderen beiden Quadrate durch die Gerade durch P und Q jeweils
in zwei Rechtecke mit je 8 Flächeneinheiten Inhalt zerlegt.
a) Die Diagonalen M G und N H zerlegen das Rechteck M N GH in vier inhaltsgleiche Teildreiecke. Jedes
von ihnen, und folglich auch das Dreieck SGH, hat einen Inhalt von 2 Flächeneinheiten.
b) Der Flächeninhalt des Dreiecks ABS ist gleich der Summe der Flächeninhalte der (untereinander gleich
großen) Dreiecke AEM und F BN , des Rechtecks EF N M sowie des Dreiecks M N S.
Die Dreiecke AEM und F BN sind jeweils halb so groß wie das Rechteck EF M N , ihr Inhalt beträgt
daher jeweils 4 Flächeneinheiten. Wegen 2 · 4 + 8 + 2 = 18 beträgt daher der Flächeninhalt des Dreiecks
ABS 18 Flächeneinheiten.
c) Der Flächeninhalt des Vierecks ASHD ist gleich der Summe der Flächeninhalte des Dreiecks AM P ,
des Rechtecks P M HD und des Dreiecks M SH. Wegen 4 + 8 + 2 = 14 beträgt daher der Flächeninhalt
des Vierecks ASHD 14 Flächeneinheiten.
Aufgabe 230624:
Fünf voneinander verschiedene Punkte einer Ebene sollen durch Geraden miteinander verbunden
werden. Dabei sollen stets alle möglichen Verbindungsgeraden gezeichnet werden.
Uwe behauptet: Die fünf Punkte können so liegen, dass es genau zehn verschiedene Verbindungsge-
raden gibt.
Norbert behauptet: Die fünf Punkte können aber auch so liegen, dass es nur fünf Verbindungsgeraden
gibt.
Fritz behauptet: Die fünf Punkte können sogar so liegen, dass es nur eine einzige Verbindungsgerade
gibt.
a) Zeige durch Zeichnung von je einem Beispiel, dass alle drei Aussagen wahr sind!
b) Untersuche, ob bei entsprechender Lage der fünf Punkte auch noch andere Anzahlen verschiedener
Verbindungsgeraden vorkommen können, und zeichne auch dafür Beispiele!
(10)
(9)
(8)
(1)
(1)
(2) (4) (5) (7) (1)
(3) (6) (2) (3) (4) (5)
10 Verbindungsgeraden 5 Verbindungsgeraden 1 Verbindungsgerade
b) Folgende beiden Beispiele zeigen, dass die fünf Punkte auch so liegen können, dass es genau 6 bzw.
genau 8 verschiedene Verbindungsgeraden gibt:
85
III.II Vier-, Vielecke
(8)
(1) (1)
(2) (5) (7)
(3) (4) (6) (2) (3) (4) (5) (6)
Aufgabe 250623:
Es sei ABCD ein Quadrat mit der Seitenlänge 14 cm. Die Punkte E, F , G und H seien die Mittel-
punkte der Quadratseiten. Dabei liege E auf AB, F auf BC, G auf CD, H auf DA.
a) Konstruiere dieses Quadrat und verbinde die Mittelpunkte E und F , F und G, G und H sowie H
und E durch Strecken!
b) Ermittle den Flächeninhalt der Fläche EF GH!
A E B
Das Quadrat ABCD ist aus acht solchen Dreiecken zusammengesetzt, die Fläche EF GH aus vier solchen
Dreiecken; ihr Flächeninhalt ist daher halb so groß wie der von ABCD. Wegen 14 · 14 = 196 hat ABCD
den Flächeninhalt 196cm2 .
Wegen 196 : 2 = 98 hat somit EF GH den Flächeninhalt 98cm2 .
Aufgabe 280623:
Rolf zeichnet ein Rechteck. Er verkleinert dann dessen größere Seitenlänge um 2 cm und stellt fest:
Dabei entsteht ein zweites Rechteck, dessen Flächeninhalt um 8 cm2 kleiner ist als der Flächeninhalt
des ersten Rechtecks.
Ferner vergrößert er beide Seitenlängen des ersten Rechtecks um je 1 cm und stellt fest:
Dabei entsteht ein drittes Rechteck, dessen Flächeninhalt um 13 cm2 größer ist als der Flächeninhalt
des ersten Rechtecks.
Weise nach, dass sich allein aus Rolfs Feststellungen die beiden Seitenlängen des ersten Rechtecks
ermitteln lassen!
Gib diese Seitenlängen an!
Das Vergrößern beider Seitenlängen des ersten Rechtecks kann erfolgen, indem zwei Teilrechtecke hinzu-
gefügt werden, eines mit der Seitenlänge 1 cm und (wegen 4 + 1 = 5) 5 cm, also einem Flächeninhalt
von 5 cm2 , das andere mit einer Seitenlänge 1 cm und (wegen 13 - 5 = 8) dem Flächeninhalt 8 cm2 .
86
III.II Vier-, Vielecke
Wegen 8 : 1 = 8 beträgt seine andere Seitenlänge 8 cm. Sie ist zugleich die größere Seitenlänge des ersten
Rechtecks; auch diese ist damit eindeutig ermittelt.
1
In der Abbildung hat jede farbige Flächen den Flächeninhalt 13
cm2 .
y cm = 4 cm
Somit lässt sich eindeutig ermitteln: Die Seitenlängen des ersten
Rechtecks betragen 4 cm und 8 cm.
x cm 1
Aufgabe 340622:
Die Gärten von Familie Kniffel und Familie Knobel haben jeweils die Form eines Quadrates und
grenzen so aneinander, wie die Abbildung a zeigt.
Die Fläche von Kniffels Garten beträgt 1225 Quadratmeter, die von Knobels Garten 625 Quadrat-
meter.
D C D C
F F
G H
G
a) A B E b) A K E
(b) Wegen 1225 + 625 = 1850 haben beide Gärten zusammen 1850 Quadratmeter. Nach der Aufteilung
in zwei gleichgroße Flächen hat jede von ihnen wegen 1850 : 2 = 925 somit 925 Quadratmeter.
(c) In dem Rechteck KEF H mit diesem Flächeninhalt und der Seitenlänge EF = 25 m ist wegen
925 : 25 = 37 die andere Seitenlänge F H = 37 m.
Damit ergibt sich GH = F H − F G = 37m − 25m = 12m.
Aufgabe 340631:
Jedes konvexe Vieleck lässt sich in Dreiecke zerlegen, deren Eckpunkte zugleich Eckpunkte des Viel-
ecks sind. Bei einem Viereck beispielsweise findet man dafür genau 2 Möglichkeiten (siehe Abbildung
a). Skizziere für ein selbstgewähltes
87
III.III Konstruktionen
a)
b)
III.III Konstruktionen
I Runde 1
Aufgabe V00608:
Konstruiere ein Dreieck aus: a = 4,8 cm, b = 10,6 cm und γ = 31◦ .
Konstruiere die Höhe hc mit dem Zirkel! Miss die anderen Stücke!
31◦
b
hc a
F A
B
Aufgabe 050613:
Gegeben sind die Winkel α, β und γ (siehe Abbildung)
a) Konstruiere den Winkel β + γ − 2α mit Zirkel und γ
Lineal! α β
b) Beschreibe die Konstruktion! A2 A A1
C0 β + γ − 2α
0
F C F
α
D 2α γ β
α β γ
A0 B0
A2 A B A1 D0
88
III.III Konstruktionen
b) Konstruktionsbeschreibung:
Ich zeichne einen Strahl mit dem Anfangspunkt A0 . Dann schlage ich um den in der Abb. gegebenen
Punkt A und um A0 je einen Kreisbogen mit dem gleichen Radius.
Der Kreisbogen um A schneidet die Schenkel des Winkels β in den Punkten B und C. Der Kreisbogen
um A0 schneidet den Strahl im Punkt B 0 .
Dann schlage ich um B 0 mit BC als Radius einen Kreisbogen, der den Kreisbogen durch B 0 in C 0
schneidet. Ich verbinde A0 mit C 0 .
Dann ist ∠B 0 A0 C 0 der verlangte Winkel β.
Nun trage ich in der gleichen Weise im Punkt A0 an A0 C 0 entgegen dem Uhrzeigersinn den Winkel γ an.
Dabei erhalte ich (siehe Abbildung) den Punkt D0 .
Schließlich trage ich in A0 an A0 D0 im Uhrzeigersinn den Winkel 2α an (der Winkel 2α wurde vorher in
der für den Winkel (β + γ) beschriebenen Weise konstruiert). Das ergibt den Punkt F 0 .
Der Winkel ∠B 0 A0 F 0 ist der verlangte Winkel (β + γ − 2α).
Aufgabe 060613:
A B C D E F
Gegeben sind drei Strecken mit den Längen a, b und c (siehe Abbildung).
Konstruiere eine Strecke mit der Länge 2 · (a + 3b − 2c)!
Anmerkung: Bei der Konstruktion darf die Maßeinteilung des Lineals nicht benutzt werden. Eine
Konstruktionsbeschreibung wird nicht verlangt.
a b b b
c c
2 · (a + 3b − 2c)
Auf einer Geraden wird die Strecke AB abgetragen und an diese nacheinander dreimal die Strecke CD.
Vom erreichten Endpunkt wird die Strecke EF zweimal in entgegengesetzter Richtung abgetragen.
Die entstehende Strecke zwischen dem Startpunkt und dem jetzt erreichten Punkt ist dann a + 3b − 2c
lang. Diese Strecke wird verdoppelt werden und hat die gesuchte Länge (in der Abbildung blau).
Aufgabe 110612:
Von den beiden abgebildeten Strecken AB und CD hat die erste die Länge a + b, die zweite die Länge
a − b.
Konstruiere unter ausschließlicher Verwendung von Zirkel und Lineal eine Strecke der Länge a und
eine Strecke der Länge b! Beschreibe und begründe deine Konstruktion!
a+b a−b
A B C D
89
III.III Konstruktionen
a+b a−b
A M B E
a b
Begründung: Nach Konstruktion hat AE die Länge a + b + a − b = 2a. Daher hat AM die Länge a sowie
M B die Länge a + b − a = b.
Aufgabe 310612:
a) Begründe, dass jede Drehung, die einen gegebenen
B0
Punkt A in einen anderen gegeben Punkt A0 überführt, B
ihren Drehpunkt M auf der Mittelsenkrechten von AA0
haben muss! A0
b) Die Abbildung zeigt zwei einander gleichlange Strecken
AB und A0 B 0 .
Konstruiere den Drehpunkt M derjenigen Drehung, bei
der A in A0 und B in B 0 übergeht, also die Strecke AB
das Bild A0 B 0 hat!
Eine Konstruktionsbeschreibung wird nicht verlangt. A
B0
B
A0
M
A
a) Wenn M der Drehpunkt einer Drehung ist, die A in A0 überführt, so gilt M A = M A0 . (1)
Daraus folgt, dass M auf der Mittelsenkrechten von AA0 liegen muss, da dies für alle Punkte M gilt, die
(1) erfüllen.
Aufgabe 320613:
F
C
Gegeben seien zwei Winkel BAC und EDF mit den Ma-
ßen α + β bzw. α − β (siehe Abbildung). E
Konstruiere unter alleiniger Verwendung von Zirkel und B
Lineal zwei Winkel mit den Maßen α und β.
Beschreibe, wie du die Konstruktion gefunden hast.
A D
90
III.III Konstruktionen
F
C
α
E
α−β α−β
B
β
β
A D
Wenn man die Winkelmaße α + β und α − β addiert bzw. subtrahiert, so erhält man 2α bzw. 2β.
Entsprechend kann man durch Antragen des Winkels mit dem Maß α − β an den Strahl AB + bzw. AC +
Winkel mit den Maßen 2α bzw. 2β zeichnen. Diese Winkel kann man halbieren und so je einen Winkel
mit den Maßen α bzw. β erhalten.
II Runde 2
Aufgabe 010624:
Zeichne einen beliebigen Winkel und nenne seinen Scheitelpunkt A! Wähle auf einem der beiden
Schenkel einen beliebigen Punkt und nenne ihn P !
Konstruiere nun auf dem anderen Schenkel einen Punkt X so, dass P X = AX ist! Begründe die
Konstruktion!
Aufgabe 020625:
Zeichne eine Strecke AB = 5 cm! Trage in A an AB den Winkel α = 45◦ an!
Gesucht ist auf dem Schenkel, auf dem nicht der Punkt B liegt, ein Punkt P mit folgender Eigenschaft:
Aufgabe 030623:
Gegeben seien zwei Punkte A und B, deren Abstand 10 cm beträgt. Du hast als Hilfsmittel nur ein
Lineal von 8 cm Länge (ohne Zentimetereinteilung) und einen Zirkel zur Verfügung.
Zeichne die Gerade, die durch A und B geht, und begründe die Konstruktion!
91
III.III Konstruktionen
Die beiden Schnittpunkte dieser Kreise werden durch das Lineal miteinander verbunden und die so
entstandene Strecke mit Zirkel und Lineal halbiert. Dann ist der Halbierungspunkt auch der Mittelpunkt
der Strecke AB, und diese lässt sich nunmehr mit dem Lineal zeichnen.
Aufgabe 060623:
Gegeben ist ein Winkel mit dem Gradmaß α = 36◦ (siehe Abbildung).
Konstruiere unter alleiniger Verwendung von Zirkel und Lineal einen Winkel,
dessen Gradmaß 99◦ beträgt! S
α
Man addiert auf die im Lehrbuch Klasse 5 angegebene Weise den rechten Winkel und den Winkel von 9◦
und erhält, wie verlangt, einen Winkel von 99◦ .
Aufgabe 100621:
Die Abbildung zeigt ein Dreieck 4ABC und zwei Geraden g1 und g2 . Das Dreieck 4ABC soll
nacheinander an den Geraden g1 und g2 gespiegelt werden.
g1 g2
Konstruiere unter alleiniger Verwendung von Zirkel und Lineal das dabei entstehende Dreieck
4A2 B2 C2 !
(Konstruktionsbeschreibung wird nicht verlangt.)
92
III.III Konstruktionen
g1 g2
C B2
B A2
C1 C2
A B1
A1
Aufgabe 110621:
Das auf der untenstehenden Zeichnung abgebildete Fünfeck ABCDE soll an der Geraden g gespiegelt
werden. Auf das so entstandene Fünfeck A1 B1 C1 D1 E1 ist anschließend die Verschiebung anzuwenden,
−−→
die durch den Verschiebungspfeil P P1 gegeben ist.
Konstruiere unter alleiniger Verwendung von Zirkel, Lineal und Zeichendreieck auf dem Arbeitsblatt
das dadurch entstehende Fünfeck A2 B2 C2 D2 E2 ! Eine Konstruktionsbeschreibung wird nicht verlangt.
g
P
C
E
D
B P1
g
C1 P
C
E E1
D
D1
A A1
B B1 C2 P1
E2
D2
A2
B2
93
III.III Konstruktionen
Aufgabe 120621:
Das abgebildete Dreieck ABC ist um den Drehpunkt S um den Drehwinkel ∠(a, b) im angegebenen
Drehsinn zu drehen. Konstruiere unter alleiniger Verwendung von Zirkel und Lineal das dadurch
entstehende Dreieck A0 B 0 C 0 ! Eine Konstruktionsbeschreibung wird nicht verlangt.
C
A B
S0 a
A B
B0
C0
S0
A0
Aufgabe 140621:
Auf dem beiliegenden Arbeitsblatt sind ein g
Dreieck ABC und ein Dreieck A2 B2 C2 , ein
Punkt P sowie eine Gerade g abgebildet. C A2
C2
Das Dreieck A2 B2 C2 ist aus dem Dreieck A
ABC durch folgende Konstruktionen entstan-
den:
Zunächst wurde 4ABC an g gespiegelt, wo-
bei ein Dreieck A1 B1 C1 entstand. Danach B
B2
wurde auf 4A1 B1 C1 eine solche Verschiebung
angewendet, dass 4A2 B2 C2 als Bild des Drei-
ecks A1 B1 C1 entstand.
−−→
Konstruiere unter Verwendung von Zirkel, Lineal und Zeichendreieck den Verschiebungspfeil P Q
dieser auf 4A1 B1 C1 anzuwendenden Verschiebung. Eine Konstruktionsbeschreibung wird nicht ver-
langt.
94
III.III Konstruktionen
A1
g
C1
C A2
C2
B1
P
B
B2
Q
Als Lösung gilt jede (einwandfreie) Zeichnung, in der für mindestens einen der Punkte A1 , B1 bzw. C1
−−−→ −−−→ −−−→
bei der Spiegelung an g und dann gleichsinnig parallel und gleichlang zu A1 A2 , B1 B2 bzw. C1 C2 der
−−→
gesuchte Verschiebungspfeil P Q konstruiert wurde.
Aufgabe 150623:
Zeichne einen Kreis k mit dem Mittelpunkt M und einem Durchmesser von 6,4 cm!
Trage in diesen Kreis zwei aufeinander senkrecht stehende Durchmesser ein und bezeichne ihre auf k
liegenden vier Endpunkte der Reihe nach entgegen dem Uhrzeigersinn mit A, B, C, D!
Die Gerade durch B und C sei g, die Gerade durch C und D sei h. Spiegele den Kreis k an g und
nenne den Mittelpunkt des gespiegelten Kreises M1 !
Spiegele den Kreis k an h und nenne den Mittelpunkt des gespiegelten Kreises M2 !
Als Lösung gilt die ausgeführte Konstruktion ohne Beschreibung.
M2 C M1
D B
h g
k
A
Aufgabe 170624:
95
III.III Konstruktionen
P
C
A P1
C2
B2
A2
−−→
Auf der Abbildung sind ein Dreieck ABC, ein Verschiebungspfeil P P1 , sowie ein Dreieck A2 B2 C2
abgebildet.
Gesucht ist eine Gerade g mit folgender Eigenschaft:
−−→
Wendet man auf das Dreieck ABC zuerst die Verschiebung P P1 und dann die Spiegelung an der
Geraden g an, so entsteht das Dreieck A2 B2 C2 .
Konstruiere unter alleiniger Verwendung von Zirkel und Lineal eine Gerade g mit dieser Eigenschaft!
Eine Konstruktionsbeschreibung wird nicht verlangt.
P
C
B g
A P1
C1
C2
B1
B2
A1
A2
Aufgabe 210624:
c d
A
Spiegele die Figur ABCD auf dem Arbeitsblatt
nacheinander an den gegebenen Geraden c und d!
96
III.III Konstruktionen
c d
A0
A00
B D0
D
C
D00
C0
B 0 B 00
C 00
Aufgabe 220622:
Der Punkt B 0 auf dem Arbeitsblatt sei das Bild von B bei der Spiegelung an einer Geraden g.
Konstruiere diese Gerade g und die Bilder A0 , C 0 , D0 der Punkte A, C, D bei der Spiegelung an g!
Eine Beschreibung und Begründung der Konstruktion wird nicht verlangt.
D C
A B
B0
D C
C0
D0
A B
B0
A0
g
97
III.III Konstruktionen
Aufgabe 260623:
C Es seien A, B, C die drei in der Abbildung gegebenen Punkte, die
nicht auf einer gemeinsamen Geraden liegen.
a) Konstruiere (mindestens) zwei Punkte S1 und S2 , für die S1 A =
S1 B und S2 A = S2 B gilt!
b) Es gibt genau einen Punkt S, der von A, B und C gleich weit
A B entfernt ist. Konstruiere diesen Punkt S!
c) Begründe, warum der Punkt S bei deiner Konstruktion die geforderten Bedingungen erfüllt!
S S3
A B b) In entsprechender Weise konstruieren wir für die Punkte A und C
zwei Punkte S3 , und S4 , für die S3 A = S3 C und S4 A = S4 C gilt. Der
Schnittpunkt S der Geraden durch S1 , S2 und der Geraden durch S3 , S4
S1
erfüllt die geforderten Bedingungen.
c) Nach Konstruktion ist die Gerade durch S1 , S2 Symmetrieachse zu A, B, wobei alle ihre Punkte
ebenso weit von A wie von B entfernt sind.
Ferner ist die Gerade durch S3 , S4 Symmetrieachse zu A, C, wobei alle ihre Punkte ebenso weit von A
wie von C entfernt sind.
Nach Konstruktion ist S ein Punkt beider Symmetrieachsen. Deshalb gilt für ihn: SA = SB und SA = SC
und damit auch SB = SC , d. h., S ist von A, B und C gleich weit entfernt.
Aufgabe 290622:
a) Zeichne in ein Koordinatensystem (Einheit 1 cm) die Punkte A(2; 3), B(6; 1), C(6; 5) und D(4; 6)
ein! Verbinde die Punkte A, B, C und D so miteinander, dass ein Viereck entsteht! Verbinde dann in
diesem Viereck den Punkt A mit dem Punkt C und den Punkt B mit D! Bezeichne den Schnittpunkt
der Strecken AC und BD mit E!
b) Spiegele die erhaltene Figur an der Geraden durch C und D! Verbinde anschließend noch den
Punkt A mit seinem Bildpunkt A0 und den Punkt B mit seinem Bildpunkt B 0 !
c) Die insgesamt erhaltene Figur soll längs ihrer Strecke so durchlaufen werden, dass jede Strecke
genau einmal in einem solchen Weg vorkommt.
Wähle einen geeigneten Anfangspunkt und schreibe einen derartigen Weg auf!
98
III.III Konstruktionen
y
10
A0
9
8
7 C0 B0
6 D0 = D
5 C = C0
E
4
3 A
2
1
B
x
a,b) 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Aufgabe 300621:
a) Zeichne in ein Koordinatensystem das Quadrat ABCD mit den Eckpunkten
ein!
b) Gibt es eine Spiegelung und auch eine Drehung, bei der das Quadrat P QRS das Bild des Quadrates
ABCD ist?
Wenn dies der Fall ist, gib die Koordinaten des Drehzentrums und die Größe des Drehwinkels an!
Eine Begründung wird nicht verlangt.
Hinweis: Wenn das Quadrat P QRS das Bild des Quadrates ABCD ist, so braucht die Reihenfolge
P , Q, R, S nicht die Reihenfolge der Bildpunkte A, B, C, D zu sein.
Aufgabe 310624:
Auf dem Arbeitsblatt befinden sich zwei Dreiecke ABC, A00 B 00 C 00 und eine Gerade g. Zu konstruieren
ist
a) Fertige auf dem Arbeitsblatt eine Konstruktionszeichnung an, die alle benötigten Hilfslinien
enthält!
99
III.III Konstruktionen
A
C 00
B 00
B
A00
(1) Man konstruiert die Lote AA1 , BB1 , CC1 von A, B, C auf g und verlängert sie über A1 , B1 bzw. C1
hinaus um ihre eigene Länge bis A0 , B 0 , C 0 .
(2) Man konstruiert die Mittelsenkrechten m1 , m2 von A0 A00 bzw. bzw. B 0 B 00 und ihren Schnittpunkt M .
C C0
A0
A
C 00
B 00
B B0
M A00
Aufgabe 320623:
Bei einem Geländespiel erhält eine Pfadfindergruppe folgenden Auftrag:
- Geht vom Ausgangspunkt A aus 600 m geradlinig nach Norden! Dort befindet sich ein Aussichtsturm
(Punkt B).
- Ändert nun euren Kurs um 60◦ in nordöstliche Richtung! Nach 500 m erreicht ihr eine alte Scheune
(Punkt C).
- Geht jetzt im rechten Winkel in etwa südöstliche Richtung um 700 m weiter! Dort ist eine hohle
Eiche (Punkt D). Von ihr aus sollt ihr wieder nach A zurückfinden.
a) Um wie viel Grad muss die Pfadfindergruppe in D den Kurs ändern, um geradlinig nach A zu
gelangen?
b) Wie lang ist die Strecke von A nach D?
c) Ein Mitglied der Gruppe will bereits von C aus nach A zurückkehren. Wie weit ist A von C
entfernt?
Fertige zur Beantwortung dieser Fragen eine Zeichnung an (auf weißem, nicht kariertem oder liniertem
Papier; in geeigneter Verkleinerung); entnehme die gesuchten Angaben mit Zeichengenauigkeit!
100
III.III Konstruktionen
Aufgabe 330623:
Konstruiere ein rechtwinkligen Dreieck ABC mit AC = 5 cm, BC = 6 cm und dem rechten Winkel
bei C!
Konstruiere weiter den Kreis k um C mit dem Radius 2,5 cm!
Nun soll eine Gerade g so gelegt werden, dass folgende Bedingung erfüllt wird:
Wenn man das Dreieck ABC an g spiegelt und dabei das Dreieck A0 B 0 C 0 erhält, so hat der Kreis
k genau 3 gemeinsame Punkte (Schnitt- oder Berührungspunkte) mit diesem Dreieck, d. h. mit der
Linie, die sich aus den drei Strecken A0 B 0 , B 0 C 0 und C 0 A0 zusammensetzt.
Konstruiere eine solche Gerade g und überprüfe durch Konstruktion des durch Spiegelung entstehen-
den Dreiecks A0 B 0 C 0 , ob die Bedingung erfüllt ist!
Die dort jeweils verwendete Gerade g kann nach folgender Beschreibung konstruiert werden:
a) Man konstruiert das Lot von C auf AB. Ist D sein Fußpunkt, so verlängert man DC über C hinaus
bis zum Schnitt D0 mit k.
Dann konstruiert man g als die Mittelsenkrechte von DD0 .
A0 B0
D0
C0
D
A B
101
III.IV Raumgeometrie
III.IV Raumgeometrie
I Runde 1
Aufgabe 050614:
In einem Betrieb sollen 1600 Pakete, die je 1,6 dm lang, 7 cm breit und 45 mm hoch sind (Außenmaße),
zum Versand gebracht werden.
Arbeiter wollen sie in Kisten von 64 cm Länge, 0,28 m Breite und 1,8 dm Höhe (Innenmaße) ein-
schichten.
Welches ist die kleinste Anzahl von Kisten, die ausreicht, um alle diese Pakete gleichzeitig zu versen-
den?
Mit 25 so gepackten Kisten kommen wir aus; denn die Anzahl der in ihnen liegenden Pakete beträgt
25 · 64 = 1600.
Die Summe der Volumina der Innenräume aller 25 Kisten beträgt genau soviel wie die Summe der
Volumina der Pakete. Da weniger als 25 Kisten ein kleineres Volumen als das hier ermittelte haben, ist
25 die kleinste Anzahl von Kisten, die ausreicht, um 1600 Pakete der in der Aufgabe angegebenen Größe
gleichzeitig zu versenden.
Aufgabe 090611:
H G
L Gegeben sei ein Würfel mit den Eckpunkten A, B, C, D, E, F ,
E
K
F G, H (siehe Abbildung) und der Kantenlänge a = 4 cm. Von
ihm werde durch einen ebenen Schnitt durch die Punkte I, K, L
eine Ecke abgeschnitten, wobei I der Mittelpunkt von AE, K
I
C der Mittelpunkt von EF und L der Mittelpunkt von EH ist.
D Zeichne ein Netz des Restkörpers und bezeichne die Eckpunkte!
a
A B
H 00 D0 C G H0
D H
Aufgabe 220611:
In einem Aquarium hat der Hohlraum, der mit Wasser gefüllt werden könnte, die Gestalt eines
Würfels von 60 cm Kantenlänge. Dieser Hohlwürfel soll aber nur bis zu einer Höhe von 10 cm unter
seinem oberen Rand gefüllt werden.
Wie viel Eimer Wasser sind dafür insgesamt erforderlich, wenn jeder Eimer 9 Liter fasst?
102
III.IV Raumgeometrie
Aufgabe 220612:
Die sechs quadratischen Flächen der Oberfläche eines
Würfels sind so mit den Buchstaben O, J, M beschriftet,
wie es das Würfelnetz in Bild a) zeigt. (Der Buchstabe O
O
gelte dabei als kreisförmig.)
J M
a) Welche der in den Bildern b) bis g) abgebildeten Würfel O
könnten aus diesem Netz hergestellt worden sein? J M
Für welche Würfel ist dies nicht möglich? (Als Lösung genügt a) h)
jeweils die Angabe, ob Herstellbarkeit vorliegt, ohne Be-
gründung.)
M
J
M
O
J
J O
M J
J M J O O O
M
b) c) d) e) J f) g)
b) In das Würfelnetz des Bildes h) sollen die Buchstaben O, J, M so eingetragen werden, dass sich
aus dem Netz ein Würfel mit den folgenden Eigenschaften (1), (2) und (3) herstellen lässt:
Als Lösung ist eine mögliche Eintragung anzugeben, ohne Begründung, aber mit der Kennzeichnung
einer Fläche, die J enthält und in Bild d) sichtbar sein soll, sowie einer Fläche, die O enthält und in
Bild g) sichtbar sein soll.
g
O
b) Eine mögliche Eintragung zeigt die Abbildung.
M
J
Aufgabe 230611:
Die Bilder a) bis c) zeigen drei Würfelnetze.
a) b) c)
Wie können die Punkte auf dem Würfelnetz b) und auf dem Netz c) verteilt werden, damit der gleiche
Würfel entsteht wie aus dem Netz a)?
Gib je ein Beispiel für b) und c) an!
103
III.IV Raumgeometrie
b1 ) b2 ) c1 ) c2 )
Es gibt genau die in der Abbildung angegebenen Möglichkeiten. Von ihnen ist zu b) und c) je eine
anzugeben.
Man kann auch Lösungen zulassen, in denen die Punkte auf den Flächen des Würfels zwar dieselben
Aufgabe 240613:
Wenn man einen Würfel auf einen Tisch stellt, so dass er nirgends seitlich über die Tischplatte
hinausragt, so sind von seinen sechs Flächen genau fünf sichtbar.
Ebenso kann man einen kleineren Würfel so auf einen größeren stellen, dass von den sechs Flächen
des kleineren Würfels genau fünf sichtbar sind, während die sechste vollständig auf dem größeren
Würfel aufliegt, ohne seitlich über ihn hinauszuragen.
In dieser Art sollen drei Würfel mit den Kantenlängen a1 = 20 cm, a2 = 10 cm, a3 = 4 cm der Größe
nach so übereinander gestellt werden, dass der größte Würfel zuunterst auf der Tischplatte steht.
Wie groß ist dann die Summe der Flächeninhalte aller sichtbaren Flächenteile der drei Würfel?
Sichtbare Flächenteile sind zweitens Teile der Deckflächen der drei Würfel.
Die Flächeninhalte dieser Flächenteile ergeben zusammen den Flächeninhalt der Deckfläche des größten
Würfels, also AD = a21 = 400 cm2 . Weitere sichtbare Flächenteile kommen nicht vor.
Für die Summe der Flächeninhalte aller sichtbaren Flächenteile gilt daher
A = A1 + A2 + A3 + AD = 2464 cm2
Aufgabe 280612:
104
III.IV Raumgeometrie
Der große Quader bestand ursprünglich wegen 6 · 5 · 5 = 150 aus genau 150 kleinen Würfeln. Aus ihm
wurden genau 15 kleine Würfel herausgenommen, nämlich
genau 8 aus der vordersten Schicht,
genau 6 aus der zweiten Schicht von vorn,
genau 1 aus der vierten Schicht von vorn.
Wegen 150 − 15 = 135 enthält der Restkörper somit genau 135 kleine Würfel.
Aufgabe 300611:
Das Bild a) zeigt zwei gleiche, mit den Buchstaben A, B, C, D, E,
F in gleicher Anordnung beschriftete Würfel. A
Man soll die Beschriftung des Würfelnetzes im Bild b) so ergänzen,
A
dass zwei Würfel, die mit je einem solchen Netz hergestellt werden,
sich zum Bild a) zusammenstellen lassen. C D
Gib zwei verschiedene Ergänzungsmöglichkeiten an!
Gib zu beiden Ergänzungsmöglichkeiten an, welche Fläche des unte- a) F B
b)
ren Würfels dann als Grundfläche gewählt werden muss!
E Bei beiden muss als Grundfläche des unteren Würfels die als E be-
F
II Runde 2
Aufgabe 130622:
Vier undurchsichtige Würfel mit den Kantenlängen a1 = 24 cm, a2 = 12 cm, a3 = 6 cm und a4 = 3 cm
sollen so übereinander auf eine undurchsichtige Tischplatte gestellt werden, dass der größte zuunterst,
darauf der nächstgrößte usw., schließlich der kleinste Würfel zuoberst steht, wobei jeder der Würfel
vollständig auf der Deckfläche des unter ihm stehenden (bzw. auf der Tischplatte) ruht (d. h. ohne
über diese Fläche hinauszuragen).
Ermittle von diesen Würfeln den Gesamtflächeninhalt derjenigen Oberflächenteile, die sichtbar (d. h.
nicht verdeckt) sind!
Daher erhält man den gesuchten Gesamtflächeninhalt, indem man von der Summe der Flächeninhalte
von jeweils 5 Flächen der vier Würfel die Summe der Flächeninhalte je einer Fläche des zweitgrößten,
des drittgrößten und des kleinsten Würfels subtrahiert.
Wegen 5 · (242 + 122 + 62 + 32) − (122 + 62 + 32) = 3636 beträgt der gesuchte Gesamtflächeninhalt der
sichtbaren Oberflächenteile der vier Würfel 3636 cm2 .
105
IV Klasse 7
IV.I Gleichungen, Gleichungssysteme
I Runde 1
Aufgabe V00701:
Drei Klassen halfen im NAW und putzten im Wettbewerb 9600 Ziegel ab. Die Klasse 7a putzte 840
Ziegel mehr ab als die Klasse 7b, die Klasse 7c jedoch schaffte 360 Stück mehr als die Pioniere der
Klasse 7a.
Wer gewann den Wettbewerb, welche Leistungen erzielten die einzelnen Klassen (in Stück- und Pro-
zentzahlen)?
in Prozenten Klasse 7a: 35%, Klasse 7b: 26,25%, Klasse 7c: 38,75%.
Aufgabe V00703:
1
Der zehnte Teil einer Zahl wird um 3 vermehrt. Der gleiche Wert ergibt sich, wenn man 100 dieser
Zahl um 6 vermindert!
Wie heißt sie?
Aufgabe V00705:
169 13 13
? =
30 15 2
Welche Rechenzeichen können an Stelle des Fragezeichens stehen?
106
IV.I Gleichungen, Gleichungssysteme
Aufgabe V00706:
Für das Gehäuse einer Haushaltwaage wurde im VEB Thüringer Industriewerk Rauenstein ein recht-
eckiger Blechstreifen von 390 mm Länge und 85 mm Breite verwendet. Die Stärke des Materials
betrug 2,5 mm.
Durch einen Verbesserungsvorschlag gelang es, 2 mm starkes Blech zu benutzen.
Aufgabe 020715:
Die Summe von 9 aufeinanderfolgenden natürlichen (positiven ganzen) Zahlen beträgt 396.
Wie lauten die Zahlen?
n + (n + 1) + (n + 2) + (n + 3) + (n + 4) + (n + 5) + (n + 6) + (n + 7) + (n + 8) = 9n + 36 = 396
damit folgt 9n = 360 und n = 40. Die Zahlen sind also 40 bis 48.
Aufgabe 040711:
Nur unter Verwendung der Ziffer 7 sollen Zahlen gebildet werden, die miteinander verknüpft die
Zahl 1964 ergeben. Folgende Arten der Verknüpfung dürfen dabei auftreten: Addition, Subtraktion,
Multiplikation und Division. Brüche mit gleichem Zähler und Nenner sind nicht zu verwenden.
Gib eine der möglichen Lösungen an!
Aufgabe 070711:
Bei einer Mathematikarbeit erzielten die 36 Schüler einer Klasse folgende Ergebnisse:
5
a) 12 der Anzahl aller dieser Schüler erhielten eine Drei,
2
b) 5 von der unter a) genannten Anzahl erreichte die Note Eins.
c) Die Anzahl der Vieren war ebenso groß wie die der Einsen.
d) Die Anzahl der Vieren betrug 43 von der Anzahl der Zweien.
e) Die Anzahl der Fünfen ergibt sich aus a) bis d).
Gib die Zensurenverteilung bei dieser Mathematikarbeit an!
107
IV.I Gleichungen, Gleichungssysteme
Aufgabe 090714:
Gegeben sei eine beliebige dreistellige natürliche Zahl (z. B. 357). Schreibt man hinter diese Zahl noch
einmal die gleiche Zahl, so erhält man eine sechsstellige Zahl (im Beispiel 357 357).
Beweise, dass für jede sechsstellige Zahl, die auf diese Weise entstehen kann, die folgende Behauptung
gilt:
Dividiert man die sechsstellige Zahl zuerst durch 7, dann den gefundenen Quotienten durch 11 und
den jetzt gefundenen Quotienten durch 13, so erhält man die dreistellige Ausgangszahl!
Daher ist die sechsstellige Zahl das 1001-fache der Ausgangszahl. Aus ihr entsteht folglich bei Division
durch 7 wegen 1001 : 7 = 143 das 143-fache der Ausgangszahl.
Wird dies durch 11 dividiert, so ergibt sich wegen 143 : 11 = 13 das 13-fache der Ausgangszahl. Dividiert
man dies durch 13, so erhält man die Ausgangszahl.
Das war die Behauptung, diese ist damit bewiesen.
Aufgabe 150712:
Zwei Gefäße, A bzw. B genannt, haben zusammen ein Fassungsvermögen von genau 8 Litern. Auf
beide Gefäße ist eine bestimmte Wassermenge W so verteilt, dass A zur Hälfte und B ganz gefüllt
ist. Gießt man nun soviel Wasser aus B in A, dass A ganz gefüllt ist, so ist B noch zu einem Sechstel
gefüllt. Gefragt wird
a) nach dem Fassungsvermögen von jedem der Gefäße A und B, b) nach der Wassermenge W .
Ermittle alle in a) und b) erfragten Angaben, die die genannten Eigenschaften haben!
a) Gefäß A habe ein Fassungsvermögen von x Litern, dann hat B ein solches von (8 − x) Litern. Hierfür
gilt
x 8−x
+8−x=x+ ⇒ x=5
2 6
Also kann nur die Angabe, dass Gefäß A ein Fassungsvermögen von 5 Litern und Gefäß B deshalb eines
von 3 Litern hat, den Bedingungen der Aufgabe entsprechen. Weiter folgt:
b) Wegen 3,0l + 2,5l = 5,5 l beträgt die Wassermenge W = 5,5 l. Also kann nur diese Angabe die
Forderungen erfüllen.
Aufgabe 170711:
Matthias war in den Sommerferien in einem internationalen Pionierzeltlager. Er berichtet seinen
Klassenkameraden:
108
IV.I Gleichungen, Gleichungssysteme
Ein Viertel aller Teilnehmer und vier Pioniere kamen aus der Sowjetunion, ein Fünftel
”
aller Teilnehmer und fünf Pioniere aus der DDR, ein Sechstel aller Teilnehmer und sechs
Pioniere aus der CSSR, ein Achtel aller Teilnehmer und acht Pioniere aus der VR Polen,
ein Neuntel aller Teilnehmer und neun Pioniere aus der VR Bulgarien. Die übrigen 21
Pioniere kamen aus der Ungarischen Volksrepublik. In jedem Zelt des Lagers waren genau
acht Pioniere untergebracht.“
Ermittle aus diesen Angaben die Anzahl der Zelte des Lagers!
Aufgabe 170714:
Der kleine Uwe hat würfelförmige, weiß gefärbte Bausteine mit einer Kantenlänge von 2 cm und
würfelförmige, rot gefärbte Bausteine mit einer Kantenlänge von 3 cm. Er baute einen größeren,
zusammengesetzten Würfelkörper auf und verwendete dazu nur Steine dieser beiden Sorten.
Dabei bestanden die vier senkrecht stehenden Außenwände aus roten Bausteinen, der restliche
Würfelkörper bestand von unten bis oben durchgehend aus weißen Bausteinen.
Ermittle die Anzahl der hierbei verwendeten weißen und die der verwendeten roten Bausteine, wobei
vorausgesetzt wird, dass Uwe nicht mehr als 60 Bausteine von jeder Sorte zur Verfügung hatte!
Aufgabe 180712:
109
IV.I Gleichungen, Gleichungssysteme
Berechne
13 91
a = 1,25 : ·
12 60
5 5
b = 2,225 − −
9 6
32 14 45
c= : +6+ − 0,375
15 15 56
b
d=c−
a
ohne Verwendung von Näherungswerten!
Aufgabe 200712:
Aus einem alten ägyptischen Rechenbuch (1700 v. u. Z.) stammt folgende Aufgabe:
Ein Wanderer stellt fest, dass ein Hirte 70 Schafe auf die Weide führt. Er fragt den Hirten: Sind die
”
Schafe, die du hier führst, deine sämtlichen Schafe?“
Nein“, antwortet der Hirte, ich führe nur zwei Drittel von einem Drittel der gesamten Herde, die
” ”
mir anvertraut ist, auf die Weide.“
Ermittle die Stückzahl der gesamten Herde, die diesem Hirten anvertraut war!
2
· 13 = 70 also x = 315
3
Die Stückzahl der gesamten Herde beträgt daher 315.
Aufgabe 210712:
Andreas sagt zu seinem Freund:
Nimm in eine Hand eine gerade, in die andere Hand eine ungerade Anzahl Hölzchen!
”
Verdopple in Gedanken die Anzahl der Hölzchen in der linken und verdreifache die Anzahl der
Hölzchen in der rechten Hand! Addiere die beiden Produkte und nenne mir das Ergebnis! Ich werde
dir dann mit Sicherheit sagen, in welcher Hand du die gerade Anzahl von Hölzchen hast.“
Untersuche, ob man wirklich allein aus dem von dem Freund genannten Ergebnis mit Sicherheit die
von Andreas angekündigte Aussage erhalten kann!
110
IV.I Gleichungen, Gleichungssysteme
Wenn aber der Freund in der linken Hand eine ungerade Anzahl und in der rechten Hand eine gerade
Anzahl von Hölzchen hat, so gilt:
Beide Produkte sind gerade; denn in jedem dieser Produkte kommt ein geradzahliger Faktor vor. Also
ist auch ihre Summe eine gerade Zahl.
Daher kann man mit Sicherheit die von Andreas angekündigte Aussage erhalten: Wenn der Freund eine
ungerade Zahl als Ergebnis nennt, so hat er die gerade Anzahl von Hölzchen in der linken Hand; wenn er
aber eine gerade Zahl als Ergebnis nennt, so hat er die gerade Anzahl von Hölzchen in der rechten Hand.
Aufgabe 220713:
Zwei landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften (LPG) A und B wollen einen
Entwässerungsgraben von 2,4 km Länge säubern.
Der LPG A gehören davon 1,5 km, die LPG B besitzt die übrigen 0,9 km.
Damit diese wichtige Arbeit in kurzer Zeit geschafft wird, hilft auch die LPG C mit. Die drei LPG
führen die Säuberungsarbeiten so durch, dass jede einen gleichlangen Grabenabschnitt übernimmt.
Danach ist an die LPG C für die von ihren Mitgliedern geleistete Arbeit ein Betrag von insgesamt
240 M durch die LPG A und B zu zahlen. Jede dieser beiden LPG zahlt davon soviel, wie es der
Länge des Grabenstücks entspricht, dessen Reinigung die LPG C für sie übernommen hat.
Aufgabe 240714:
(a) Über die Maßzahlen der in Zentimeter gemessenen Seitenlängen eines Dreiecks wird vorausgesetzt:
(1) Diese Maßzahlen sind drei aufeinanderfolgende natürliche Zahlen.
(2) Der Umfang des Dreiecks ist um 25 cm länger als die kürzeste Dreiecksseite. Ermittle aus diesen
Voraussetzungen die drei Seitenlängen!
(b) Löse die Aufgabe, wenn die Voraussetzung (2) durch die folgende Voraussetzung (2’) ersetzt wird!
(2’) Es sei n eine vorgegebene natürliche Zahl. Der Umfang des Dreiecks ist um n Zentimeter länger
als die kürzeste Dreiecksseite. Die gesuchten drei Seitenlängen sind mit Hilfe von n ausgedrückt
anzugeben.
(c) Untersuche, welche natürlichen Zahlen n in (2’) vorzugeben sind, damit in (b) eine lösbare Aufgabe
entsteht!
111
IV.I Gleichungen, Gleichungssysteme
13 cm.
(b) Wie in (a) folgt, dass n die Summe zweier aufeinanderfolgender natürlicher Zahlen ist.
Bezeichnet m die Zahl in der Mitte zwischen diesen beiden aufeinanderfolgenden natürlichen Zahlen, so
lauten sie m − 21 und m + 12 ; ihre Summe ist also 2m.
Da sie n beträgt, muss m = n2 sein. Die beiden aufeinanderfolgenden natürlichen Zahlen sind somit n2 − 12
und n2 + 21 , die Maßzahlen der drei gesuchten Seitenlängen können folglich nur n2 − 23 , n2 − 21 , n2 + 21 lauten.
(c) Die Aufgabe (b) ist hiernach genau dann lösbar, wenn die zuletzt gefundenen Zahlen natürliche Zahlen
größer als 0 sind, die auch die in der Dreiecksungleichung geforderte Bedingung erfüllen, dass die größte
der drei Maßzahlen kleiner als die Summe der beiden anderen Maßzahlen ist.
(I) Natürliche Zahlen sind die drei Zahlen genau dann, wenn die (vorzugebende natürliche) Zahl n unge-
rade ist und n ≥ 3 gilt.
(II) Größer als 0 sind sie genau dann, wenn n > 3 ist.
(III) Für n = 5 lauten die drei Maßzahlen 1, 2, 3; sie erfüllen also nicht die Dreiecksungleichung.
Für n = 7 lauten sie 2, 3, 4 und erfüllen somit die Dreiecksungleichung.
Vergrößert man n noch weiter, so vergrößern sich die drei Maßzahlen stets um einen einheitlichen Betrag.
Also vergrößert sich die Summe der beiden kürzesten Längen um den doppelten Betrag wie die längste;
somit bleibt die Dreiecksungleichung erst recht gültig.
Mit (I), (II), (III) ist bewiesen: In (b) entsteht genau dann eine lösbare Aufgabe, wenn die natürliche
Zahl n als ungerade Zahl n ≥ 7 vorgegeben wird.
Aufgabe 300712:
Fünf Schüler der Klasse 7a sammelten Altpapier. Von der Menge, die sie insgesamt zusammen-
brachten, hatte Marco ein Viertel, Frank ein Sechstel, Matthias ein Fünftel und Steffen ein Zehntel
beigetragen. Dirk hatte 2 kg mehr als Marco gesammelt.
a) Wie viel Kilogramm Altpapier hatte jeder dieser fünf Schüler beigetragen?
b) Welcher Betrag wurde für die von den fünf Schülern insgesamt abgelieferte Papiermenge bezahlt,
wenn für jedes Kilogramm 30 Pfennig bezahlt wurden?
Aufgabe 320713:
Ein Wasserbehälter soll durch zwei Röhren gefüllt werden. Zum Füllen nur durch die erste Röhre
wären 3 Stunden erforderlich, zum Füllen nur durch die zweite Röhre 2 Stunden.
In wie viel Minuten ist der Behälter voll, wenn durch beide Röhren gleichzeitig gefüllt wird?
112
IV.I Gleichungen, Gleichungssysteme
Aufgabe 330713:
Anke berichtet, dass sie ein gleichschenkliges Dreieck mit dem Umfang 14 cm gezeichnet hat, in dem
eine der drei Seiten genau dreimal so lang ist wie eine zweite der drei Seiten.
Beate meint, durch diese Angaben seien die Längen aller drei Seiten eindeutig bestimmt.
Christin meint dagegen, die Angaben könnten bei mehr als einer Möglichkeit für die drei Seitenlängen
zutreffen.
Untersuche, ob Beate oder Christin recht hat! Ermittle alle vorhandenen Möglichkeiten für die drei
Längen!
II Runde 2
Aufgabe 050721:
Bei den Nahverkehrsbetrieben Rostock kann man Straßenbahnfahrscheine für Erwachsene zu folgen-
den Preisen kaufen:
Welches ist die kleinste Anzahl von Fahrten (monatlich), bei der für eine Person die Monatskarte am
billigsten ist?
Aufgabe 080722:
Es seien a und b beliebige natürliche Zahlen mit a > b.
a) Man berechne alle Zahlen x, für die die Summe aus x und dem Produkt von a und b das Quadrat
der Zahl a ergibt!
b) Man berechne alle Zahlen y, für die die Differenz aus dem Produkt von a und b und der Zahl y
das Quadrat der Zahl b ergibt!
(a) Angenommen, es gibt eine Zahl x mit der geforderten Eigenschaft, dann gilt: ab + x = a2 , woraus
man x = a2 − ab erhält.
113
IV.I Gleichungen, Gleichungssysteme
Also kann höchstens die Zahl x = a2 − ab = a(a − b) Lösung sein. Tatsächlich ist
a · b + a(a − b) = ab + a2 − ab = a2
(b) Angenommen, es gibt eine Zahl y mit der geforderten Eigenschaft, dann gilt: ab − y = b2 , woraus
man y = ab − b2 erhält.
Also kann höchstens die Zahl y = ab − b2 = b(a − b) Lösung sein. Tatsächlich ist
a · b − b(a − b) = ab − ab + b2 = b2
Aufgabe 140724:
Fritz hat von seinem Freund Max für 6 Tage ein Buch geliehen. Zu seinem Freund Paul, der das Buch
nach ihm leihen möchte, sagt er am Morgen des 6. Tages:
Am ersten Tag las ich den 12. Teil des Buches, an den folgenden 4 Tagen jeweils ein Achtel, und
”
heute muss ich noch, wenn ich das ganze Buch lesen will, 20 Seiten weniger lesen, als ich in den
vergangenen Tagen zusammen gelesen habe.
Wie viel Seiten hat das Buch insgesamt?“
Untersuche, welche Möglichkeiten es für Paul gibt, auf diese Frage so zu antworten, dass alle Angaben
von Fritz zutreffen!
Somit können nur für die Antwort, das Buch habe 120 Seiten, die Angaben von Pritz zutreffen. In der
Tat treffen sie hierfür zu; denn hat das Buch 120 Seiten, so las Fritz am ersten Tag 10 Seiten, an den
folgenden 4 Tagen je 15 Seiten, bis dahin also zusammen 70 Seiten; und liest er noch (20 Seiten weniger,
d. h.) 50 Seiten, so ergibt sich genau die Seitenzahl des Buches, 120 Seiten.
Aufgabe 160721:
Nach der Jugendweihefeier ließen sich alle Schüler einer Klasse einzeln fotografieren. Jeder ließ von
seinem Foto genügend viele Abzüge herstellen, und dann tauschte jeder Schüler dieser Klasse mit
jedem seiner Klassenkameraden sein Foto aus.
Wie viel Schüler tauschten insgesamt in dieser Klasse miteinander die Fotos aus, wenn dabei genau
812 Fotografien ihren Besitzer wechselten?
Nun sind x und x − 1 benachbarte natürliche Zahlen. Da 812 = 2 · 2 · 7 · 29 ist, lässt sich 812 nur auf die
folgenden Weisen in ein Produkt aus zwei natürlichen Zahlen zerlegen:
Dabei sind nur im Falle 28 · 29 die beiden Faktoren benachbarte natürliche Zahlen. Daher ist x = 29.
Es tauschten also 29 Schüler in der genannten Klasse ihre Fotos aus.
114
IV.I Gleichungen, Gleichungssysteme
Aufgabe 180722:
Von einem Bruch wird gefordert, dass er die beiden folgenden Eigenschaften (1), (2) hat. Ermittle
alle Brüche, die diese Forderung erfüllen!
(1) Der Bruch stellt die gleiche gebrochene Zahl dar wie 0,4.
(2) Die Summe aus dem Zähler und dem Nenner dieses Bruches ist eine zweistellige Quadratzahl.
Daraus folgt p = 2n und q = 5n (mit n ∈ N, n 6= 0), also p + q = 7n, was mit 7|p + q gleichbedeutend ist.
Da die Zahl 49 die einzige durch 7 teilbare zweistellige Quadratzahl ist, kann wegen (2) nur p + q = 49
und somit n = 7, p = 14, q = 35 gelten. Wenn es also einen Bruch mit den geforderten Eigenschaften
14
gibt, dann kann dies nur der Bruch 35 sein. Tatsächlich erfüllt der Bruch beide Bedingungen.
Aufgabe 260721:
Anne, Bernd und Peter helfen im Garten bei der Apfelernte. Alle drei benutzen Körbe gleicher Größe.
Anne benötigt 10 Minuten, um einen Korb zu füllen, Bernd braucht dafür 15 Minuten und der kleine
Peter sogar 30 Minuten.
Wie lange würde es dauern, bis die drei Kinder gemeinsam einen Korb gefüllt hätten?
Wir setzen voraus, dass sich für keinen der drei Helfer die Pflückgeschwindigkeit ändert.
Aufgabe 270721:
Jörg unternahm in den Ferien mit seinem Fahrrad eine Dreitagewanderung. Er legte dabei am ersten
Tag die Hälfte und am zweiten Tag ein Drittel der Länge der für alle drei Tage geplanten Wander-
strecke zurück.
Am zweiten Tag war Jörg 24 km weniger gefahren als am ersten Tag.
Ermittle die Länge der Wegstrecke, die Jörg noch für den dritten Tag verblieb!
Aufgabe 320724:
In einem Hallenbad befindet sich auch ein Planschbecken für Kinder. Es kann durch eine Warmwas-
serleitung und eine Kaltwasserleitung bis zu einer markierten Höhe gefüllt werden. Würde man nur
die Warmwasserleitung betreiben, so würde es 12 12 Minuten dauern, bis der Wasserspiegel diese Höhe
erreicht. Nur mit der Kaltwasserleitung würde man 10 Minuten dazu brauchen.
Um eine vorgesehene Wassertemperatur zu erreichen, wurde zunächst 2 12 Minuten lang aus beiden
Leitungen Wasser eingelassen; dann wurde die Warmwasserleitung geschlossen.
Berechne die Zeit, die danach noch gebraucht wurde, um allein mit der Kaltwasserleitung den Rest
des Beckens bis zur markierten Höhe zu füllen!
115
IV.I Gleichungen, Gleichungssysteme
Aufgabe 330723:
Über ihre viertägige Radtour berichten Teilnehmer:
Michael: Am zweiten Tag haben wir genau 7 km mehr als am dritten Tag zurückgelegt.“
”
Martin: Am zweiten und am dritten Tag sind wir insgesamt 105 km gefahren.“
”
Matthias: Am ersten Tag wurden genau 5 16 und am vierten Tag genau 1 4 der gesamten Weglänge
”
aller vier Tage geschafft.“
Weise nach, dass durch diese Angaben eindeutig bestimmt ist, wie viele Kilometer an jedem der vier
Tage zurückgelegt wurden, und gib diese vier Weglängen an!
5
Am ersten und am vierten Tag zusammen wurden nach Matthias’ Aussage 16 + 14 = 169
der gesamten
7
Weglänge gefahren. Die 105 km des zweiten und dritten Tages waren folglich die restlichen 16 der gesamten
7
Weglänge; diese betrug daher 16 · 105 km = 240 km.
5
Also wurden am ersten Tag 16 · 240 km = 75 km, am vierten Tag 14 · 240 km = 60 km gefahren. Damit
ist der geforderte Nachweis geführt, und die vier Weglängen der einzelnen Tage sind angegeben.
Aufgabe 340721:
Großvater hatte seinen drei Enkeln einen Korb mit Nüssen mitgebracht, die sich diese ehrlich teilen
sollten. Lars, der allein im Haus war, nahm sich als erster seinen Anteil: Er entnahm dem Korb ein
Drittel der Nüsse.
Katja, die beim Nachhausekommen nicht wusste, dass sich Lars bereits bedient hatte, nahm von den
im Korb verbliebenen Nüssen ein Drittel.
Schließlich nahm ebenfalls Markus ein Drittel der im Korb verbliebenen Nüsse. Es waren noch 16
Nüsse im Korb.
Wie viele Nüsse hatte jedes der drei Kinder genommen?
116
IV.I Gleichungen, Gleichungssysteme
III Runde 3
Aufgabe 010735:
Rolf behauptet, er kenne eine Rechenaufgabe, in der nur die Zahl 7 verwendet wird und deren Ergebnis
die Jahreszahl 1962 ist.
a) Versuche, eine derartige Rechenaufgabe aufzustellen!
b) Lässt sich auch eine Rechenaufgabe aufstellen, in der nur die Zahl 1962 verwendet wird und deren
Ergebnis 7 lautet? Wenn ja, gib diese Rechenaufgabe an!
Aufgabe 020733:
Hans hat eine Eins geschrieben und ist in bester Stimmung. Als er heimkommt, läuft er daher
frohgemut die 20 Stufen bis zu seiner Wohnung im 1. Stock so hinauf, dass er immer 3 Stufen hinauf-
und 2 wieder hinuntersteigt, ohne eine Stufe auszulassen.
Klaus, der im gleichen Haus im 4. Stock wohnt, meint: Wenn du so weitergehst, bin ich eher vor
”
meiner Tür als du vor deiner.“
Sie vereinbaren, dass sie beide im gleichen Rhythmus steigen, und dass der gewinnt, der zuerst auf
dem Treppenabsatz vor seiner Wohnung steht. (Bis zum 4. Stock sind es 4 mal 20 Stufen.)
a) Wer gewinnt?
b) Wer würde gewinnen, wenn es bis zum 1. Stock nur 10 Stufen wären und die 3 anderen Treppen
aber je 20 Stufen haben?
c) Wie viel Stufen müsste die unterste Treppe haben, damit beide Jungen gleichzeitig ankommen?
(Auch hier sollen die 3 übrigen Treppen 20 Stufen haben.)
Begründe deine Antworten!
a) Die Anzahl der Schritte, die Klaus braucht, ist gleich der Anzahl der Stufen, also 80. Hans schafft in
3 + 2 = 5 Schritten nur 3 − 2 = 1 Stufe. Zu beachten ist aber, dass Hans von der 17. Stufe aus direkt
auf seinen Stock kommt (mit drei Schritten), ohne die zwei Schritte wieder zurückzugehen.
Also braucht Hans 17 · 5 + 3 = 88 Schritte, womit Klaus gewinnt.
b) Klaus braucht 10 + 60 = 70 Schritte; Hans nur 7 · 5 + 3 = 38 und gewinnt in diesem Fall.
c) Gleichheit der Anzahl der Schritte bei s Stufen: (s − 3) · 5 + 3 = s + 60, damit 5s − s = 60 − 3 + 15
und weiter s = 18.
Aufgabe 040731:
Wie viel Seiten eines Buches werden von Seite 1 an fortlaufend nummeriert, wenn dabei insgesamt
1260 Ziffern gedruckt werden?
117
IV.I Gleichungen, Gleichungssysteme
Aufgabe 060734:
Die Zahl 16 16
15 soll in der Form 15 = m + n dargestellt werden. Dabei sollen a, b, m, n natürliche Zahlen
a b
sein, für die die Brüche m und n nicht kürzbar und keine ganzen Zahlen sind.
a b
II. 16
15 = m + n kann z. B. mit m = 3, n = 5, a = 2 erreicht werden, wobei auch alle anderen Bedingungen
a a
III. 16
15 = m + m kann (zugleich mit den Bedingungen der Aufgabe nur) durch m = 15, a = 8 erreicht
a a
16 8 8
werden: 15 = 15 + 15 .
Aufgabe 070734:
Gegeben sei die Gleichung
x x 3
+ +7=x−
2 3 4
In dieser Gleichung soll der Summand 7 so durch eine andere Zahl ersetzt werden, dass x = 11 die
Gleichung erfüllt.
Wie lautet diese Zahl?
3 11 11 13
a = 11 − − − =
4 2 3 12
13
Also hat höchstens die Zahl a = 12 die verlangte Eigenschaft.
13
(II) Ist x = 11 und a = 12 , so ist
x x 11 11 13 41 3 41
+ +a= + + = ⇒x− =
2 3 2 3 12 4 4 4
13
so dass im Fall a = 12 die Zahl x = 11 der Gleichung (1) genügt.
118
IV.I Gleichungen, Gleichungssysteme
Aufgabe 090732:
Die Maßzahlen a, b, c der Seitenlängen eines Dreiecks sollen die Bedingungen
(I) a + b = 38,
(II) b + c = 46,
(III) a + c = 42
a) Wenn die Bedingungen (I), (II), (III) erfüllt sind, so folgt durch eine Eliminationsmethode, z. B. durch
Addition von (I), (II), (III), Division durch 2 und anschließende Subtraktion je einer der Gleichungen
(I), (II), (III):
a = 17, b = 21, c = 25
b) Ein Dreieck mit diesen Maßzahlen existiert; denn die Dreiecksungleichungen sind erfüllt. Es ist nämlich
17 + 21 > 25, also a + b > c ; 21 + 25 > 17, also b + c > a
17 + 25 > 21, also a + c > b
Jedes Dreieck mit diesen Maßzahlen seiner Seitenlängen erfüllt auch die Bedingungen (I), (II), (III).
Es ist nämlich
a + b = 17 + 21 = 38 , b + c = 21 + 25 = 46 , a + c = 17 + 25 = 42
Aufgabe 100733:
Von den Schülern einer 8. Klasse gehören genau 35 dem Schulchor und genau 107
der Schulsportge-
2
meinschaft an. Genau 5 der Anzahl aller Schüler dieser Klasse sind sowohl Mitglied des Chores als
auch Mitglied der Schulsportgemeinschaft (SSG).
Berechne, der wievielte Teil der Anzahl aller Schüler dieser Klasse weder im Chor noch in der SSG
ist!
Berücksichtigt man noch die 25 der Anzahl der Schüler dieser Klasse, die beiden angehören, so verbleibt
wegen 51 + 10
3
+ 25 = 10
9 1
genau 10 der Anzahl aller Schüler dieser Klasse, und genau soviel sind weder im
Chor noch in der SSG.
Aufgabe 100734:
Nach der Sage machte die böhmische Königin Libussa die Gewährung ihrer Hand von der Lösung
eines Rätsels abhängig, das sie ihren drei Freiern aufgab:
Wenn ich aus diesem Korb mit Pflaumen dem ersten Freier die Hälfte des Inhalts und noch eine
”
Pflaume, dem zweiten die Hälfte des Restes und noch eine Pflaume, dem dritten die Hälfte des
nunmehrigen Restes und noch drei Pflaumen geben würde, dann wäre der Korb geleert. Nenne die
Anzahl der Pflaumen, die der Korb enthält!“
119
IV.I Gleichungen, Gleichungssysteme
Aufgabe 110734:
Fritz erzählt:
In unserer Klasse gibt es genau doppelt soviel Mädchen wie Jungen. Wären es je 5 Jungen und
”
Mädchen weniger, dann hätten wir genau dreimal soviel Mädchen wie Jungen.“
Ermittle die Anzahl aller Mädchen und die aller Jungen dieser Klasse!
Aufgabe 120731:
An einer Oberschule mit genau 500 Schülern bestehen mathematisch-naturwissenschaftliche,
künstlerische und Sport-Arbeitsgemeinschaften. Über die Teilnahme von Schülern an diesen Arbeits-
gemeinschaften ist folgendes bekannt:
120
IV.I Gleichungen, Gleichungssysteme
(0) N + M + S + K + M S + M K + SK + M SK = 500,
(1) S + M S + SK + M SK = 250,
(2) M K + SK + M SK = 125,
(3) M + M S + M K + M SK = 225,
(4) SK + M SK = 25,
(5) M S + M SK = 75,
(6) M K + M SK = 25,
(7) M SK = 5.
Wegen (7) und (1), (8), (9) bzw. (2), (8), (10) bzw. (3), (9), (10) ist
Wegen (0), (7), (8), (9), (10), (11), (12), (13) ist N = 20.
Die in a) gesuchte Anzahl ist S + K + M ; wegen (11), (12), (13) beträgt sie 365. Die in b) gesuchte Anzahl
ist N = 20.
Aufgabe 120735:
Ermittle alle nichtnegativen rationalen Zahlen x, die die Gleichung x + |x − 1| = 1 erfüllen!
Angenommen, es gäbe eine rationale Zahl x > 1, die die Gleichung x + |x − 1| = 1 erfüllt. Dann wäre
1 = x + |x − 1| = x + x − 1 und somit 2x = 2, also x = 1, im Widerspruch zu x > 1.
Also gibt es keine rationale Zahl x > 1, die die gegebene Gleichung erfüllt. Daher erfüllen genau alle
diejenigen nicht negativen rationalen Zahlen x, für die (0 ≤ x ≤ 1) gilt, die gegebene Gleichung.
Aufgabe 140735:
Der Umfang eines Dreiecks mit den Seitenlängen a, b, c beträgt 34 cm. Weiterhin gilt a : b = 3 : 8
und b : c = 4 : 3.
Ermittle die Seitenlängen!
121
IV.I Gleichungen, Gleichungssysteme
und c sind der Reihe nach das 3-, 8-, bzw. 6fache ein und derselben Länge.
Wegen 3 + 8 + 6 = 17 und wegen des gegebenen Umfange von 34 cm beträgt diese Länge 2 cm. Die
gesuchten Seitenlängen betragen daher a = 6 cm, b = 16 cm, c = 12 cm.
Aufgabe 180736:
Ermittle alle rationalen Zahlen a mit folgender Eigenschaft:
Das Produkt aus der Zahl a und ihrem absoluten Betrag ist gleich der Summe der Zahl a und ihrem
absoluten Betrag.
1. Fall: a ≥ 0.
Dann gilt |a| = a, also folgt aus (1) (2) a2 = 2a. Hiernach verbleiben im 1. Fall nur die Möglichkeiten,
dass entweder a = 0 gilt oder, falls a 6= 0 ist, aus (2) weiter a = 2 folgt.
2. Fall: a < 0.
Dann gilt |a| = −a, und es folgt einerseits a · |a| 6= 0, andererseits a + |a| = 0. Die Annahme, dass a die
Eigenschaft (1) hat, führt somit im 2. Fall auf einen Widerspruch.
Folglich können nur die beiden Zahlen 0 und 2 die genannte Eigenschaft haben. Tatsächlich gilt 0 · |0| =
0 = 0 + |0| sowie 2 · |2| = 4 = 2 + |2|. Also sind genau die Zahlen 0 und 2 die gesuchten Zahlen.
Aufgabe 190731:
Ermittle alle geordneten Paare (x; y) natürlicher Zahlen, die folgende Bedingungen erfüllen:
(1) Die zweite Zahl y ist um 1 kleiner als das Dreifache der ersten Zahl x.
(2) Das Produkt aus dem Sechsfachen der ersten und dem Vierfachen der zweiten Zahl beträgt 1680.
Von diesen Zahlenpaaren erfüllt aber nur (5;14) auch die Bedingung (1). Daher kann nur das geordnete
Paar (5;14) alle gestellten Bedingungen erfüllen.
Es erfüllt diese Bedingungen tatsächlich; denn es gilt 14 = 3 · 5 − 1 und 6 · 5 · 4 · 14 = 30 · 56 = 1680.
Alternativ-Lösung von cyrix:
Aus den beiden Angaben erhält man das Gleichungsystem y = 3x − 1 und 6x · 4y = 1680, wobei die
zweite Gleichung äquivalent ist zu xy = 70. Setzt man die erste Gleichung hier ein, so erhält man die
quadratische Gleichung 3x2 − x − 70 = 0, welche im Bereich der reellen Zahlen die Lösungen
r
1 1 70
x1,2 = ± +
6 36 3
1 √
= · (1 ± 1 + 840)
6
1 ± 29
= ,
6
122
IV.I Gleichungen, Gleichungssysteme
Aufgabe 190735:
Cathrin geht einkaufen. Sie hat genau 18 Geldstücke, und zwar nur Zweimark- und
Fünfzigpfennigstücke, bei sich. Von dem Gesamtbetrag dieses Geldes gibt sie genau die Hälfte aus.
Nach dem Einkauf stellt sie fest, dass sie jetzt wieder ausschließlich Zweimark- und
Fünfzigpfennigstücke bei sich hat, und zwar soviel Zweimarkstücke wie sie vor dem Einkauf
Fünfzigpfennigstücke besaß, und soviel Fünfzigpfennigstücke, wie sie vorher Zweimarkstücke hatte.
Welchen Geldbetrag besaß Cathrin noch nach dem Einkauf?
Folglich hatte Cathrin vor dem Einkauf genau 14 Zweimarkstücke und genau 4 Fünfzigpfennigstücke, das
sind zusammen 30 Mark, bei sich. Nach dem Einkauf besaß sie genau 4 Zweimarkstücke und genau 14
Fünfzigpfennigstücke, das sind zusammen 15 Mark.
2. Lösungsweg:
Hatte Cathrin nach dem Einkauf noch genau p Mark, so hatte sie vorher genau 2p Mark. Würde man
ebenso viele Geldstücke (jeweils der gleichen Werte), wie sie vorher hatte, und dazu noch ebenso viele,
wie sie nachher hatte, nebeneinanderlegen, so wären das einerseits genau 18 Zweimarkstücke und 18
Fünfzigpfennigstücke, also (36 + 9) Mark = 45 Mark; andererseits wären es (2p + p) Mark = 3pMark.
Daher gilt 3p = 45, also p = 15.
Folglich hatte Cathrin nach dem Einkauf noch genau 15 Mark.
Aufgabe 200731:
Von einer natürlichen Zahl z wird gefordert, dass sie sich in vier Summanden zerlegen lässt, die die
folgenden Bedingungen erfüllen:
123
IV.I Gleichungen, Gleichungssysteme
Aufgabe 200734:
Horst, der aktiv Sport treibt, erzählt seinem Freund:
In vier Jahren habe ich insgesamt an 21 Wettkämpfen teilgenommen, in jedem Jahr an mindestens
”
einem Wettkampf. Dabei war die Anzahl der Wettkämpfe von Jahr zu Jahr größer; im vierten Jahr
war sie genau dreimal so groß wie im ersten Jahr.“
Untersuche, ob es für die Wettkämpfe in den einzelnen Jahren Anzahlen gibt, die Horsts Angaben
entsprechen, und ob aus den Angaben diese Anzahlen eindeutig hervorgehen! Ist das der Fall, so
ermittle diese vier Anzahlen!
0<a<b<c<d (1)
d = 3a (2)
a + b + c + d = 21 (3)
Also können nur die Anzahlen 3 Wettkämpfe im ersten Jahr, 4 Wettkämpfe im zweiten Jahr, 5 Wettkämpfe
im dritten Jahr, 9 Wettkämpfe im vierten Jahr Horsts Angaben entsprechen (7).
Sie entsprechen ihnen; denn es gilt 0 < 3 < 4 < 5 < 9; 9 = 3 · 3; 3 + 4 + 5 + 9 = 21. Daher gibt es
Anzahlen, die Horsts Angaben entsprechen, sie gehen eindeutig aus den Angaben hervor und lauten wie
in (7) angegeben.
Aufgabe 200736:
In eine Leihbibliothek kamen während eines Tages Schüler aus jeder der Klassenstufen 6, 7 und 8; dies
waren insgesamt 85 Schüler. Genau ein Drittel der Schüler der Klassenstufe 6, genau ein Drittel der
Schüler der Klassenstufe 7 und genau ein Viertel der Schüler der Klassenstufe 8, das waren insgesamt
26 Schüler, entliehen Bücher aus der Bibliotheksreihe Mathematische Schülerbücherei“.
”
Außerdem ergab sich aus Gesprächen, dass genau ein Zehntel der Schüler der Klassenstufe 7 an der
Mathematikolympiade des Kreises teilgenommen hatte.
Untersuche, ob aus diesen Angaben die Anzahlen der Schüler der Klassenstufe 6, der Klassenstufe 7
und der Klassenstufe 8 eindeutig hervorgehen! Ist das der Fall, so ermittle diese drei Anzahlen!
124
IV.I Gleichungen, Gleichungssysteme
Aus (1) und der Angabe über die Gesamtzahl der Schüler folgt 3p + 30q + 4r = 85 (2); aus (1) und
der Angabe über die Anzahl derjenigen Schüler, die Bücher aus der Mathematischen Schülerbücherei“
”
entliehen hatten, folgt p + 10q + r = 26 (3).
Wegen (2) kann nur q = 1 oder q = 2 sein. Wäre q = 2, dann folgte aus (3): p + r = 6 und aus (2)
weiterhin 3p + 4r = 3p + 3r + r = 3(p + r) + r = 25. Wegen p + r = 6 gilt 1 ≤ p ≤ 5 und 1 ≤ r ≤ 5. Aus
3(p + r) + r = 3 · 6 + r = 25 folgte aber r = 7, im Widerspruch zu r ≤ 5.
Also ist q = 1 und mithin p + r = 16 sowie 3p + 4r = 3(p + r) + r = 55. Daraus folgt 3 · 16 + r = 55 und
schließlich r = 7 sowie p = 9. Damit ist gezeigt, dass aus den Angaben der Aufgabe eindeutig hervorgeht:
Die Anzahlen der Schüler der Klassenstufen 6, 7 bzw. 8 betragen 27, 30 bzw. 28.
Aufgabe 210732:
Ermittle alle Paare (x; y) rationaler Zahlen mit der Eigenschaft, dass die Summe x + y dieselbe Zahl
wie das Produkt x · y und auch dieselbe Zahl wie der Quotient x : y ist!
(1) x + y = x · y und
(2) x + y = x : y.
Aufgabe 210736:
Eine Flüssigkeit wird in kleinen, mittleren und großen Flaschen verkauft. In jede kleine Flasche
passen genau 200 g, in jede mittlere genau 500 g und in jede große genau 1000 g der Flüssigkeit. Jede
gefüllte 200 g-Flasche kostet 1,20 M, jede gefüllte 500 g-Flasche kostet 2,80 M. Der Preis der leeren
500 g-Flasche ist um 50% höher als der der leeren 200 g-Flasche. Die leere 1000 g- Flasche wiederum
ist um 50% teurer als die leere 500 g-Flasche.
Welcher Betrag wird eingespart, wenn anstelle von fünf gefüllten 200 g-Flaschen eine gefüllte 1000
g-Flasche gekauft wird?
125
IV.I Gleichungen, Gleichungssysteme
5
Da der Preis für 500 g aber andererseits 2 des Preises für 200 g betragen muss, ergibt sich
3 5 5
2,80 − · x = (1,20 − x) = 3 − x
2 2 2
woraus man x = 0,20 erhält.
Also kostet die leere 200 g-Flasche 0,20 M, die leere 500 g-Flasche mithin 0,30 M und schließlich die leere
1000 g-Flasche 23 · 0,30 M = 0,45 M.
Folglich kosten fünf leere 200 g-Flaschen 5 · 0,20 M = 1 M. Kauft man daher die 1000 g Flüssigkeit nicht
in diesen fünf Flaschen, sondern statt dessen in einer Flasche zu 1000 g, so spart man (1 − 0,45) M =
0,55 M ein.
Aufgabe 220731:
Die Konsumgenossenschaft erstattet in jedem Jahr 1,6% desjenigen Betrages zurück, für den Kon-
summarken abgerechnet wurden. Von vier Familien A, B, C und D ist aus einem Jahr bekannt:
A hatte für einen doppelt so großen Betrag abgerechnet wie B oder, was dasselbe war, für einen
dreimal so großen wie C bzw. für einen viermal so großen wie D;
die vier Familien A, B, C, D erhielten zusammen 336 DM zurückerstattet.
Für jede der vier Familien A, B, C, D soll aus diesen Angaben ermittelt werden:
a) Für welchen Betrag hatte diese Familie in diesem Jahr Konsummarken abgerechnet?
b) Welchen Betrag erhielt daher diese Familie zurückerstattet?
Aufgabe 230734:
Von einer Zahl wird folgendes gefordert:
Wenn man die Zahl halbiert,
vom Ergebnis dann 1 subtrahiert,
vom dabei erhaltenen Ergebnis ein Drittel bildet,
von diesem Drittel wieder 1 subtrahiert,
vom nun entstandenen Ergebnis ein Viertel bildet
und von diesem Viertel nochmals 1 subtrahiert,
so erhält man 1.
Gib jede Zahl an, die diese Forderung erfüllt! Beweise dazu, dass jede Zahl, die die Forderung erfüllt,
von dir angegeben wurde und dass jede von dir angegebene Zahl die Forderung erfüllt!
126
IV.I Gleichungen, Gleichungssysteme
Damit ist bewiesen, dass die Zahl 56 die geforderte Eigenschaft hat und dass sie die einzige Zahl mit der
geforderten Eigenschaft ist.
Aufgabe 260732:
Über die Feriengäste in einem Ferienheim ist folgendes bekannt:
Die Anzahl der Mädchen ist gleich der Hälfte der Anzahl derjenigen Feriengäste, die keine Mädchen
sind.
Die Anzahl der Jungen ist gleich einem Drittel der Anzahl derjenigen Feriengäste, die keine Jungen
sind.
Die Anzahl der Frauen ist gleich einem Viertel der Anzahl derjenigen Feriengäste, die keine Frauen
sind.
Außer diesen Mädchen, Jungen und Frauen sind in diesem Ferienheim als Feriengäste noch genau 26
Männer.
Untersuche, ob sich aus diesen Angaben eindeutig die Anzahlen der Mädchen, Jungen und Frauen
ergeben!
Wenn dies der Fall ist, gib diese Anzahlen an!
Aufgabe 280732:
In einer Fabrik zur Herstellung von alkoholhaltigen Essenzen soll aus einem Restbestand von 300 kg
32prozentigem Alkohol durch Zugabe von 90prozentigem Alkohol ein neuer Bestand von 40prozenti-
gem Alkohol hergestellt werden.
Ermittle diejenige Menge 90prozentigen Alkohols, mit der das erreicht wird!
127
IV.I Gleichungen, Gleichungssysteme
Aufgabe 310731:
Bei einer Geburtstagsfeier wurden an die Kinder Bonbons verteilt:
Das erste Kind bekam 1 Bonbon und ein Zehntel vom verbleibenden Rest,
Das zweite Kind bekam 2 Bonbons und ein Zehntel vom nun verbleibenden Rest,
Das dritte Kind bekam 3 Bonbons und ein Zehntel vom nun verbleibenden Rest, usw.
Schließlich waren, als dies konsequent fortgesetzt worden war, alle Bonbons verteilt, und es stellte
sich heraus, dass jedes Kind dieselbe Anzahl Bonbons erhalten hatte wie jedes andere Kind.
Ermittle aus diesen Angaben die Anzahl a aller verteilten Bonbons, die Anzahl k aller beteiligten
Kinder und die Anzahl b derjenigen Bonbons, die jedes dieser Kinder erhielt!
Überprüfe, dass für die von dir ermittelten Anzahlen a, k, b alle obengenannten Angaben zutreffen!
Aufgabe 320736:
Über ein Schwimmbecken wurden folgende Angaben gemacht:
Das Becken kann durch zwei getrennte Wasserleitungen gefüllt werden. Aus der zweiten Leitung
strömen in jeder Minute 50 Kubikmeter mehr heraus als aus der ersten. Um das Becken vollständig
zu füllen, werden 48 Minuten gebraucht, wenn beide Leitungen gleichzeitig geöffnet sind; dagegen 2
Stunden, wenn nur die erste Leitung geöffnet ist.
Untersuche, ob das Volumen des Beckens durch diese Angaben eindeutig bestimmt ist! Wenn das der
Fall ist, so ermittle dieses Volumen!
128
IV.II Bewegungsaufgaben
IV.II Bewegungsaufgaben
I Runde 1
Aufgabe V00707:
Herr A fährt mit seinem PKW auf der Autobahn mit 100 km·h−1 an einer Tankstelle (T1 ) vorbei. 35
km hinter T1 muss Herr A den Benzinhahn auf Reserve stellen.
Da die nächste Tankstelle (T2 ) auf der Autobahn noch weitere 35 km entfernt ist, geht Herr A auf
60 km·h−1 herunter um weniger Benzin zu verbrauchen.
’
Mit welcher Durchschnittsgeschwindigkeit wird Herr A die Strecke zwischen T1 und T2 unter diesen
Bedingungen zurücklegen?
Aufgabe 030712:
Bei der Friedensfahrt 1963 wurde zwischen Bautzen und Dresden (57 km) ein Einzelzeitfahren aus-
getragen.
Die Fahrer starteten dabei in Abständen von 1 Minute. Unmittelbar vor dem späteren Gesamtsieger
Klaus Ampler (DDR) startete sein härtester Gegner Vyncke (Belgien). Während Ampler je Stunde
durchschnittlich 42 km zurücklegte, erreichte Vyncke einen Schnitt“ von 40 km je Stunde.
”
In welcher Zeit und nach wie viel Kilometern hätte Ampler den belgischen Fahrer eingeholt, wenn
beide mit konstanter Geschwindigkeit gefahren wären? Begründe deine Antwort!
Aufgabe 040712:
Ein Güterzug legte in der ersten Stunde 35 43 km und in den nachfolgenden 2 12 Stunden weitere 92,7
km zurück. Für die Rückfahrt auf derselben Strecke benötigte er drei Stunden und 12 Minuten.
Berechne die Durchschnittsgeschwindigkeit für die ganze Fahrt! Runde auf eine Dezimale!
129
IV.II Bewegungsaufgaben
Aufgabe 160714:
Bei einem Radrennen auf einem Rundkurs von 1 km Länge hatte zu einem bestimmten Zeitpunkt
der Radsportler A genau 500 m Vorsprung vor dem Radsportler B. B fuhr mit einer Geschwindigkeit
von 50 km km
h , A mit einer Geschwindigkeit von 45 h .
a) Nach wie viel Minuten von dem angegebenen Zeitpunkt an gerechnet holte B den Fahrer A das
erste Mal ein, wenn angenommen wird, dass beide mit gleichbleibender Geschwindigkeit fuhren?
b) Nach wie viel weiteren Minuten würde B den Fahrer A zum zweiten Mal einholen ( überrunden“),
”
wenn beide Fahrer auch weiterhin mit jeweils gleichbleibender Geschwindigkeit weiterfahren würden?
Wie viele Runden hätte A und wie viele B zwischen dem ersten und dem zweiten Mal des Überholens
zurückgelegt?
b) Bis zum zweiten Mal des Überholens hätte B einen Vorsprung von 1 km aufzuholen. Die dazu benötigte
Zeit wäre demnach doppelt so lang wie bei a), also 12 Minuten. In dieser Zeit legte A eine Strecke von
1
5 · 45km = 9 km, also 9 Runden, zurück und B daher eine Runde mehr, d. h. 10 Runden.
Aufgabe 230712:
Ein Kraftwagen fährt auf einer Autobahn mit einer konstanten Geschwindigkeit von 80 km h . Ein
zweiter Kraftwagen befindet sich 2 km hinter dem ersten und fährt in derselben Richtung mit einer
konstanten Geschwindigkeit von 85 kmh .
a) Wie viel Minuten benötigt der zweite Kraftwagen, bis er den ersten einholt?
b) Wie viel Kilometer legt der zweite Kraftwagen zurück, bis er den ersten einholt?
2
b) In dieser Zeit hat er eine Entfernung von 85 · 5 km = 34 km zurückgelegt.
II Runde 2
Aufgabe V10722:
Die Strecke von Berlin nach Karl-Marx-Stadt wird von der Deutschen Lufthansa mit Flugzeugen vom
Typ AN 2 beflogen. Um 09.45 Uhr startet die Maschine in Berlin und landet nach 220 Flugkilometern
um 11.00 Uhr in Karl-Marx-Stadt.
Ein Flugzeug vom Typ IL 14 P startet um 12.30 Uhr in Leipzig und landet um 14.05 Uhr in Barth
nach 443 Flugkilometern.
130
IV.II Bewegungsaufgaben
Im Schnellverkehr der Deutschen Reichsbahn fährt der D-Zug nach Magdeburg um 6.42 Uhr in Berlin
ab und trifft nach einer Fahrtstrecke von 169 km um 8.59 Uhr in Magdeburg ein.
Aufstellen der gesuchten Proportionen: 155 : 74 = 2,1 und 280 : 74 = 3,8 und somit lautet die gesuchte
Proportion v1 : v2 : v3 = 2,1 : 3,8 : 1.
Aufgabe 010722:
Die Eisenbahnstrecke Leipzig - Halle - Köthen - Magdeburg ist 123,6 km lang. Ein Personenzug fährt
um 12.32 Uhr in Leipzig ab. Er hat eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 32,7 km h . Ein D-Zug fährt
um 13.11 Uhr in Leipzig ab. Seine Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt 75,2 kmh .
a) Um wie viel Uhr holt der D-Zug den Personenzug ein?
b) Wie viel Kilometer haben beide Züge bis dahin zurückgelegt?
a) Daraus errechnet sich t = 0,5 h = 30 min. Der D-Zug holt den Personenzug eine halbe Stunde nach
13.11 Uhr, also um 13.41 Uhr ein.
b) Zu diesem Zeitpunkt haben beide Züge 37,6 km zurückgelegt.
Aufgabe 090723:
Ein Tourist war an drei aufeinanderfolgenden Tagen jeweils genau die gleiche Zeit unterwegs.
Am ersten Tag ging er zu Fuß mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 6 km/h. Am zweiten
Tag benutzte er ein Moped mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 km/h. Am dritten Tag
benutzte er ein Auto mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 60 km/h. Der an den drei Tagen
zurückgelegte Gesamtweg betrug 520 km.
Ermittle die Zeit, die er an jedem einzelnen der Tage unterwegs war, und die Anzahl der am ersten,
zweiten bzw. dritten Tage zurückgelegten Kilometer!
Wegen 1 + 5 + 10 = 16 ist somit der Gesamtweg, nach Aufgabenstellung 520 km, das 16fache des am
ersten Tage zurückgelegten Weges.
131
IV.II Bewegungsaufgaben
Dies ist nur möglich, wenn der am ersten Tage zurückgelegte Weg 520km : 16 = 32,5 km und folglich
der am zweiten bzw. dritten Tage zurückgelegte Weg 5 · 32,5km = 162,5 km bzw. 10 · 32,5km = 325 km
betrugen.
Aufgabe 190724:
Ein Kraftfahrer fuhr mit seinem PKW von A nach B. Nach einer Fahrzeit von 20 Minuten hatte er
eine Panne, die in 30 Minuten behoben werden konnte. Nach weiteren 12 Minuten Fahrzeit musste
er an einer geschlossenen Bahnschranke 4 Minuten warten. Bis dahin hatte er 40 km zurückgelegt.
Die Fahrt von der Bahnschranke nach B begann um 11.06 Uhr und verlief ohne Aufenthalt. In
B angekommen, stellt der Kraftfahrer fest, dass er von der Abfahrt an der Bahnschranke bis zur
Ankunft in B genau die Hälfte derjenigen Zeit benötigt hat, die insgesamt von der Abfahrt von A bis
zur Ankunft in B vergangen war.
Es sei angenommen, dass der Kraftfahrer auf jedem Teilstück dieses Weges mit der gleichen Durch-
schnittsgeschwindigkeit fuhr.
8
b) Für die ersten 40 km betrug die reine Fahrzeit wegen 66 − 30 − 4 = 32 genau 32 Minuten, das sind 15
8
Stunden. Wegen 40 : 15 betrug seine Durchschnittsgeschwindigkeit mithin 75 kmh .
c) Da er den Rest des Weges mit der gleichen Durchschnittsgeschwindigkeit zurücklegte und dafür 66
Minuten, also 11 11
10 Stunden benötigte, legte er dabei wegen 75 · 10 = 82,5 noch weitere 82,5 km zurück.
Mithin hatte er von A nach B insgesamt 40 km + 82,5 km = 122,5 km zurückgelegt.
III Runde 3
Aufgabe V10734:
Eine Gruppe Junger Pioniere wandert von dem im Tal gelegenen Orte A auf den 9 km entfernten
Berg B. Sie bricht in A um 8.00 Uhr auf und ist in B um 12.00 Uhr angelangt.
Am nächsten Tage wandert die Gruppe denselben Weg zurück. Sie geht um 8.30 Uhr los und kommt
um 11.00 Uhr in A an.
Gibt es auf dem Wege von A nach B einen Punkt, an dem sich die Gruppe an beiden Tagen zu der
gleichen Zeit befindet? Begründe die Antwort!
132
IV.II Bewegungsaufgaben
gilt s1 = 9km − s2 . Da die Gruppe am zweiten Tag eine halbe Stunden losläuft, ist außerdem t2 = t1 − 0,5
h. Damit ergibt sich für den Punkt mit gleichem Abstand zu A und der gleichen Uhrzeit die Gleichung
9 18
t1 = 9 − (t1 − 0,5)
4 5
24
Als Lösung der Gleichung ergibt sich t1 = 13 h, d. h. der Zeitpunkt 9 Uhr 51 min. In diesem Moment
sind die Pioniere an jedem Tag 4,15 km von A entfernt. Die Probe bestätigt das Ergebnis.
Aufgabe 010732:
Im Sommer 1961 stellte der Dresdener Meister des Sports Gerhard Wissmann einen neuen Segelflug-
Rekord im Dreieck-Streckenflug auf. Er legte die Strecke Zossen - Storkow - Golßen - Zossen in 1 h
1 min 30 s zurück.
Auf einer Karte im Maßstab 1 : 750000 stellen wir die folgenden Strecken fest: Zossen–Storkow 4,5
cm, Storkow–Golßen 5,2 cm, Golßen–Zossen 3,9 cm. Zu der errechneten Entfernung müssen wir noch
4 km für Umwege bei der Kursänderung hinzuzählen.
100 km
2. Sein Konkurrent Ernst-Günter Haase erreichte nur 1 15 h
= 83 13 km
h , so dass der neue Rekordinhaber
den alten um 24 % übertraf.
Aufgabe 130736:
Ein mit konstanter Geschwindigkeit fahrender Zug fuhr über eine 225 m lange Brücke in genau 27
s (gerechnet von der Auffahrt der Lok auf die Brücke bis zur Abfahrt des letzten Wagens von der
Brücke).
An einem Fußgänger, der entgegen der Fahrtrichtung des genannten Zuges ging, fuhr dieser in genau
9 s vorüber. In dieser Zeit hatte der Fußgänger genau 9 m zurückgelegt.
Ermittle die Länge des Zuges (in Meter) und seine Geschwindigkeit (in Kilometer je Stunde)!
Folglich betrug wegen 234 : 18 = 13 die Durchschnittsgeschwindigkeit des Zuges 13 m/s das sind wegen
3600
13 · 1000 = 46,8 genau 46,8 km
h .
Da der Zug zur Brückenfahrt 27 s benötigte, legte die Lok wegen 13·27 = 351 in dieser Zeit 351 m zurück.
Diese Strecke setzt sich aus den 225 m Länge der Brücke und der Länge des Zuges zusammen. Wegen
352 − 225 = 126 hat der Zug mithin eine Länge von 126 m.
133
IV.II Bewegungsaufgaben
Aufgabe 250734:
Ein Jagdflugzeug flog in einer halben Stunde 200 km weiter als ein Sportflugzeug in einer Stunde.
Wie groß war die Geschwindigkeit jedes dieser beiden Flugzeuge, wenn die des Jagdflugzeuges dreimal
so groß war wie die des Sportflugzeugs?
3x = 2 · (x + 200) ⇒ x = 400
km
Das Sportflugzeug hatte somit die Geschwindigkeit 400 h , das Jagdflugzeug hatte die Geschwindigkeit
1200 km
h .
Aufgabe 260731:
Herr Anders fuhr mit seinem Pkw auf der Autobahn mit einer Geschwindigkeit von 100 km h an
einer Tankstelle (A) vorbei. Nach einer weiteren Fahrstrecke von 175 km musste Herr Anders den
Benzinhahn auf Reserve stellen.
Da die nächste Tankstelle (B) von dieser Stelle aus auf der Autobahn noch 45 km entfernt liegt,
verringerte Herr Anders seine Geschwindigkeit auf 60 kmh , um weniger Benzin zu verbrauchen.
Mit welcher Durchschnittsgeschwindigkeit legte Herr Anders die Strecke zwischen A und B zurück?
(Der kurze Bremsweg, auf dem die Geschwindigkeit von 100 km h auf 60 h h herabgesetzt wurde,
km
Die Geschwindigkeit, mit der die zweite Teilstrecke zurückgelegt wurde, beträgt v2 = 60 km
h . Da auch
diese Geschwindigkeit konstant war, ergibt sich als Fahrzeit für diese Strecke
s2 45 3
t2 = = h= h
v2 60 4
Also ist die gesamte Fahrzeit von A nach B t = t1 + t2 = 25 h (2). Aus (1) und (2) ergibt sich als gesuchte
Durchschnittsgeschwindigkeit
s 200 km km
v= = 5 = 88
t 2h
h
Aufgabe 330734:
Ulrike sitzt am Fenster eines Zuges, der mit der Geschwindigkeit 60 km
h fährt. Sie beobachtet, dass an
ihrem Fenster ein Gegenzug innerhalb von 4 Sekunden vorüberfährt. Außerdem weiß sie, dass dieser
Gegenzug 120 m lang ist.
Untersuche, ob die Geschwindigkeit des Gegenzuges durch diese Angaben eindeutig bestimmt ist!
Wenn das der Fall ist, gib diese Geschwindigkeit in kmh an!
134
IV.III Prozentrechnung, Proportionalität
60 · 1000 m 200
4s · = m
3600 s 3
Also durchfährt der Gegenzug in 4 Sekunden die Strecke 120 m − 200 3 m =
160
3 m; somit ist seine Ge-
schwindigkeit eindeutig durch die Angaben bestimmt, sie beträgt 48 km
h .
Aufgabe V10712:
Einer der größten von Menschenhand geschaffenen Seen ist der Zimljansker Stausee in der Sowjetu-
nion. Er hat eine Oberfläche von rund 2600 km2 . Die Fläche des Müggelsees beträgt dagegen rund
750 ha.
Wie viel mal so groß ist die Fläche des Zimljansker Stausees?
Aufgabe V10713:
Für eine elektrische Leitung von 7 km Länge benötigt man 259 kg Kupferdraht.
Wie viel Kilogramm Kupferdraht der gleichen Stärke benötigt man für eine Leitung von 22 km
Länge?
Aufgabe 010712:
Beim freiwilligen Kartoffeleinsatz trugen drei Gruppen von Schülern einer 7. Klasse einen kleinen
Wettbewerb aus. Sie sammelten gemeinsam insgesamt 52 dt Kartoffeln. Dabei sammelte die zweite
Gruppe 1 12 mal soviel wie die erste, die dritte 3 dt Kartoffeln mehr als die erste.
Wie viel Dezitonnen Kartoffeln sammelte jede Gruppe?
Aufgabe 010713:
Im Unterrichtstag in der sozialistischen Produktion sägt ein Schüler ein Stück Vierkantstahl ab, das
475 p schwer ist. Am nächsten Tag wird ein Stück Vierkantstahl, dessen Abmessungen viermal so
groß sind wie bei dem abgesägten Stück und das aus gleichem Material besteht, bearbeitet.
Wie schwer ist das Stück? Begründe die Antwort!
135
IV.III Prozentrechnung, Proportionalität
Aufgabe 050711:
2
Zwei Jungen vergleichen ihre Ersparnisse. Sie stellen fest: 3 von Peters Sparbetrag ist genau soviel
wie 34 von Rainers Sparbetrag.
Wer hat mehr Geld gespart?
Aufgabe 060711:
Ein Vater geht mit seinem Sohn spazieren. Dabei stellen sie fest: Jede Strecke, die der Sohn mit drei
Schritten zurücklegt, schafft der Vater mit zwei Schritten.
Nach wie viel Schritten des Vaters setzen beide gleichzeitig den rechten Fuß auf, wenn beide den
ersten Schritt gleichzeitig beginnen und mit dem rechten Bein ausführen?
Aufgabe 120711:
Klaus hatte an einem Sonnabend um 12.00 Uhr seine Armbanduhr nach dem Zeitzeichen von Radio
DDR eingestellt. Er bemerkte am folgenden Sonntag um 12.00 Uhr beim Zeitzeichen, dass seine Uhr
um genau 6 Minuten nachging, vergaß aber, sie richtig zu stellen.
Er wollte am folgenden Montag früh genau um 8.00 Uhr fortgehen.
Welche Zeit zeigte seine Uhr zu dieser Uhrzeit an, wenn angenommen wird, dass seine Uhr während
der ganzen Zeit gleichmäßig lief?
Aufgabe 190711:
Eine Gruppe von 8 Schülern hebt bei der Produktionsarbeit im Patenbetrieb einen Graben von 30
cm Breite, 60 cm Tiefe und 20 m Länge aus. Eine zweite Gruppe von 6 Schülern hebt einen Graben
von 25 cm Breite, 50 cm Tiefe und 22 m Länge aus.
Es werde vorausgesetzt, dass von jedem der 14 Schüler für das Ausheben gleich großer Volumina
gleiche Zeiten benötigt werden (wobei die für das Ausheben eines bestimmten Volumens benötigte
Zeit bei allen Schülern dieselbe sei).
Welche der beiden Gruppen benötigt für das Ausheben ihres Grabens unter diesen Voraussetzungen
weniger Zeit als die andere?
136
IV.III Prozentrechnung, Proportionalität
Aufgabe 260713:
Für die Klassen 2, 3 und 4 einer Schule steht ein Schulgarten mit einem Flächeninhalt von genau
800 Quadratmetern zur Verfügung. Ein Viertel dieser Fläche wird für einen Spielplatz und für das
Anlegen von Wegen vorgesehen, die übrige Fläche soll zur Bearbeitung auf die drei Klassen aufgeteilt
worden.
Da den einzelnen Klassen unterschiedlich viele Schüler angehören, nämlich der 2. Klasse 25 Schüler,
der 3. Klasse 20 Schüler und der 4. Klasse 30 Schüler, wird vereinbart, dass jedem Schüler der
genannten Klassen eine gleich große Fläche zur Bearbeitung zugewiesen wird.
Wie viel Quadratmeter Gartenland hat demnach jede der drei Klassen zu bearbeiten?
Klasse 4 30 2
75 von 600 m , das sind 240 m
2
zu bearbeiten.
Aufgabe 310711:
Ein Warenhaus erhielt eine Lieferung von roten, blauen und grünen Bällen, zusammen 675 Stück.
Während einer gewissen Zeit wurden davon verkauft:
die Hälfte der roten Bälle, zwei Drittel der blauen Bälle und ein Viertel der grünen Bälle.
Es stellte sich heraus, dass danach von jeder der drei Farben noch gleich viele Bälle übriggeblieben
waren.
Ermittle aus diesen Angaben,
a) wie viele Bälle von jeder der drei Farben in der genannten Zeit verkauft worden waren.
b) wie viele Bälle danach insgesamt noch vorhanden waren!
Mithin hatte die gesamte Lieferung aus 2x + 3x + 4x = 9x Bällen bestanden; daher gilt 9x = 675, x = 75.
Es wurden somit genau 75 rote, 150 blaue und 225 grüne Bälle verkauft, und danach waren noch insgesamt
3 · 75 = 225 Bälle vorhanden.
137
IV.III Prozentrechnung, Proportionalität
Aufgabe 330711:
In einer Hühnerfarm wurden 2500 Hühner gehalten. Am ersten Tag eines Monats war Futter vorhan-
den, das für genau 30 Tage ausreichend war. Nach genau 14 Tagen wurden 500 Hühner geschlachtet.
Um wie viele Tage länger wurde dadurch die Zeit, für die das Futter ausreichend war?
II Runde 2
Aufgabe V10721:
Alle Länder des sozialistischen Lagers zusammen erzeugten:
Erzeugnis Vorkriegsjahr 1959
Elektroenergie 84,7 Mrd. kWh 418,2 Mrd. kWh
Stahl 25,4 Mill. t 92,7 Mill. t
Zement 14,5 Mill. t 73,3 Mill. t
Um wie viel Prozent stieg die Erzeugung?
Aufgabe 010721:
Der Kapitalismus hat zur Folge, dass einer Handvoll industriell hochentwickelter Länder eine große
Anzahl sehr schwach entwickelter Länder gegenüberstehen, die durch die imperialistischen Mächte
ausgebeutet und ausgeplündert werden.
So erzeugten die hoch entwickelten Länder bei einer Bevölkerungszahl von 603000000 Menschen im
Jahre 1959 insgesamt 204000000 t Stahl und 1604 Milliarden Kilowattstunden Elektroenergie. Die
schwach entwickelten Länder erzeugten im gleichen Jahr bei einer Bevölkerungszahl von 1283000000
Menschen nur 6000000 t Stahl und 120 Milliarden Kilowattstunden Elektroenergie.
Wie viel Stahl und wie viel Kilowattstunden hätten die schwach entwickelten Länder erzeugen müssen,
wenn sie im Verhältnis zu ihrer Bevölkerungszahl genau so viel produziert hätten wie die imperialis-
tischen Mächte?
t
Stahl: 204 000 000 t : 603 000 000 = 0,338 Person ,
Energie: 1 604 000 000 000 kWh : 603 000 000 = 2 660 kWh/Person.
Diese Werte multipliziert man mit der Anzahl der Menschen in den schwach entwickelten Ländern und
stellt fest, dass sie etwa 434000000 t Stahl und 3413 Mrd. kWh Energie hätten produzieren müssen.
138
IV.III Prozentrechnung, Proportionalität
Aufgabe 020721:
An der Berliner Mathematik-Olympiade des Jahres 1962 nahmen im Stadtbezirk Köpenick 3808 von
5828 Schülern und im Stadtbezirk Lichtenberg 5097 von 7387 Schülern teil.
Welcher Stadtbezirk wies die bessere relative Beteiligung auf? Die Antwort ist zu begründen!
Aufgabe 060724:
In einem zylindrischen Gefäß (gerader Kreiszylinder mit waagerechter Bodenfläche) befindet sich
Wasser. Der Wasserspiegel steht bei 43 der Höhe des Gefäßes. Nachdem genau 2 21 Liter Wasser aus
diesem Gefäß ausgegossen wurden, steht der Wasserspiegel bei 25 der Gefäßhöhe.
Welches Fassungsvermögen hat das Gefäß?
Aufgabe 090721:
Vater und Sohn gehen nebeneinander. In der gleichen Zeit, in der der Vater 4 Schritte macht, macht
der Sohn jedesmal 5 Schritte, und in dieser Zeit legen beide jedesmal genau den gleichen Weg zurück.
Die durchschnittliche Schrittlänge des Vaters beträgt 80 cm.
a) Mit 4 Schritten legt der Vater 320 cm zurück; denn 4 · 80cm = 320 cm. Da der Sohn für die gleiche
Strecke 5 Schritte braucht, beträgt wegen 320 : 5 = 64 seine durchschnittliche Schrittlänge 64 cm.
b) Genau dann, wenn der Vater ein (positives ganzzahliges) Vielfaches von 4 als Schrittzahl beendet hat,
hat der Sohn gleichzeitig mit dem Vater eine ganzzahlige Schrittzahl beendet, treten also Vater und
Sohn gleichzeitig auf.
Dies geschieht genau dann mit dem linken Fuß, wenn sie eine gerade Anzahl von Schritten beendet ha-
ben. Bei dem Vater ist dies für jedes Vielfache von 4 der Fall, bei dem Sohn genau für alle geradzahligen
Vielfachen von 5. Das kleinste (positive) geradzahlige Vielfache von 5 ist aber das Zweifache.
Daher treten Vater und Sohn erstmalig nach dem 8. Schritt des Vaters gleichzeitig mit dem linken
Fuß auf.
139
IV.III Prozentrechnung, Proportionalität
Aufgabe 160722:
Eine Gärtnerische Produktionsgenossenschaft verkaufte in den Monaten August bis November Äpfel.
Der Preis für 1 kg Äpfel war im September um 20% niedriger als im August, im November hingegen
um 20% höher als im September.
Waren die Äpfel im November billiger, im Preis gleich oder teurer als im August?
Falls der Preis im November von dem im August abwich, ist anzugeben, um wie viel Prozent des
Augustpreises der Novemberpreis von diesem abwich.
Aufgabe 200722:
Von einem Dreieck wird gefordert:
Die Maßzahlen der in cm gemessenen Seitenlängen a, b, c sollen natürliche Zahlen sein, die Seitenlänge
a soll genau 36% des Umfangs u betragen, die Seitenlänge b genau 48% des Umfangs.
a) Untersuche, ob es unter diesen Bedingungen ein Dreieck gibt, dessen Umfang u = 25 cm ist! Wenn
dies der Fall ist, so gib seine Seitenlängen an!
b) Untersuche, ob es unter den genannten Bedingungen auch ein Dreieck gibt, dessen Umfang u > 25
cm ist! Wenn dies der Fall ist, so gib seine Seitenlängen an!
c) Ermittle alle diejenigen Längen u, die kleiner als 100 cm sind und als Umfang eines Dreiecks
auftreten können, dessen Seitenlängen die gestellten Forderungen erfüllen! Ermittle zu jedem dieser
Werte u jeweils die Seitenlängen eines solchen Dreiecks!
erfüllt sind, gibt es ein Dreieck mit den Seitenlängen a = 9 cm, b = 12 cm, c = 4 cm. Dieses erfüllt die
gestellten Forderungen.
b), c) Wenn eine Länge u = z cm als Umfang eines Dreiecks auftritt, das die Forderungen der Aufgabe
36 9
erfüllt, so folgt: Die Zahl z ist eine natürliche Zahl, ferner ist auch 100 z = 25 z eine natürliche Zahl,
nämlich die Maßzahl von a.
Also ist 9z durch 25 teilbar. Da 9 zu 25 teilerfremd ist, ist mithin z durch 25 teilbar. Somit kann nur für
z = 25n mit natürlichem n die Länge u = z cm als Umfang eines Dreiecks auftreten, das die gestellten
Forderungen erfüllt.
Wegen der Forderung z < 100 kommen dabei nur Werte n < 4 in Betracht, d. h. die Längenangaben
u = 25 cm, u = 50 cm, u = 75 cm.
Für jede solche Umfangsangabe gilt: 36% von 25n sind 9n; 48% von 25n sind 12n; ferner gilt 25n−9n−12n
= 4n. Wieder sind damit die Dreiecksungleiohungen erfüllt, also gibt es zu diesen Umfangsangaben auch
Dreiecke, die die Forderungen der Aufgabe erfüllen.
Indem man für n die Werte 1, 2, 3 einsetzt, erhält man die gesuchten Seitenlangen, nämlich für n = 1
die Werte aus dem Aufgabenteil a) und für n = 2 zum Umfang u = 50 cm die Seitenlängen a = 18 cm,
140
IV.III Prozentrechnung, Proportionalität
Aufgabe 230721:
Uwes Schulweg führt am Rathaus und am Bahnhof vorbei. Am Rathaus hat Uwe ein Viertel des
Weges geschafft; die Rathausuhr zeigt 7.30 Uhr an. Am Bahnhof hat Uwe ein Drittel des Weges
hinter sich; die Bahnhofsuhr zeigt 7.32 Uhr an.
Um wie viel Uhr trifft Uwe in der Schule ein, wenn er während den gesamten Weges mit gleichblei-
bender Geschwindigkeit geht?
Wenn der Weg bis zum Bahnhof genau 13 des Gesamtweges ist, dann ist der Weg vom Bahnhof bis zur
Schule genau 23 = 12
8
des Gesamtweges.
1 8
Da Uwe für 12 des Gesamtweges genau 2 Minuten benötigte, benötigte er für 12 des Gesamtweges genau
16 Minuten. Da Uwe um 7.32 Uhr am Bahnhof war, trifft er folglich um 7.48 Uhr in der Schule ein.
Aufgabe 290721:
Susi geht einkaufen. Von dem Geld, das ihr die Mutter gegeben hat, gibt sie 30% im Fleischerladen
aus; im Milchladen bezahlt sie mit einem Viertel desjenigen Betrages, den ihr die Mutter gegeben
hatte. Im Gemüseladen braucht sie genau vier Fünftel desjenigen Betrages, den sie im Fleischerladen
bezahlt hatte.
Beim Bäcker schließlich gibt sie doppelt so viel Geld aus, wie sie danach als Restbetrag wieder mit
nach Hause bringt. Von diesem Restbetrag gibt ihr die Mutter die Hälfte, nämlich genau 1,05 M,
damit sie sich ein Softeis kaufen kann.
Ermittle den Geldbetrag, den Susi zu Anfang von der Mutter bekommen hatte!
Aufgabe 340722:
a) Ein Wettspielgewinn von 1485 DM soll auf drei Teilnehmer im Verhältnis 2 : 3 : 4 aufgeteilt
werden.
Wie viel bekommt jeder?
b) Bei einem anderen Spiel erhält ein Teilnehmer ein Fünftel der Gewinnsumme, das sind 150 DM.
Der Rest soll auf die beiden anderen Teilnehmer im Verhältnis 5 : 7 aufgeteilt werden.
Wie viel bekommt jeder von ihnen?
141
IV.III Prozentrechnung, Proportionalität
c) Bei einem dritten Spiel wurde vereinbart, den Gewinn im Verhältnis der Einsätze aufzuteilen, mit
denen sich die Teilnehmer an dem Wettspiel beteiligt hatten. Die Summe dieser Einsätze der drei
Teilnehmer Anke, Bertram und Claus hatte 44 DM betragen, ferner gilt: Hätte Anke 6 DM mehr
eingesetzt und hätte Claus das Doppelte seines Einsatzes eingesetzt, so hätten alle drei den gleichen
Gewinnanspruch erreicht.
Wie groß waren die drei Einsätze?
b) Da ein Fünftel des Gewinns 150 DM sind, beträgt der gesamte Gewinn 5 · 150 DM = 750 DM.
Die im Aufgabentext genannten beiden anderen Teilnehmer bekommen zusammen 750 DM - 150 DM
= 600 DM. Zur Aufteilung dieses Betrages im Verhältnis 5 : 7 ergibt sich entsprechend wie in a) wegen
5+7 = 12 und 600 : 12 = 50: Die beiden anderen Teilnehmer erhalten der Reihe nach 5·50 DM = 250 DM;
7 · 50 DM = 350 DM.
c) Waren a, b, c die in DM gerechneten Einsätze von Anke, Bertram bzw. Claus, so gilt a + b + c = 44
und a + 6 = 2c = b.
Setzt man hieraus a = 2c − 6 und b = 2c in die erste Gleichung ein, so folgt 2c − 6 + 2c + c = 44, d. h.
c = 10 und damit weiter b = 20, a = 14.
Also wurden folgende Beträge gesetzt: Anke: 14 DM, Bertram: 20 DM, Claus: 10 DM.
III Runde 3
Aufgabe V10731:
In der DDR stieg die Zahl der hergestellten Fotoapparate von 1959 um 10% gegenüber 1958 und
betrug rund 558000 Stück. Wie viel Stück wurden 1958 hergestellt?
Fritz rechnet: 558000 minus 10% davon, das sind 55800. Also wurden 1958: 558000−55800 = 502200
”
Stück hergestellt.“
a) Welchen Fehler hat Fritz gemacht?
b) Wie muss man richtig rechnen, und wie lautet das Ergebnis?
c) Die Zahl der hergestellten Fernsehempfänger stieg von 1958 bis 1959 um 61% und betrug 1959
290000 Stück. Wie viel Stück wurden 1958 hergestellt?
d) Wie groß ist in diesem Falle die Abweichung gegenüber dem Ergebnis, das Fritz mit seiner falschen
Rechnung erhält?
142
IV.III Prozentrechnung, Proportionalität
Aufgabe V10732:
Im Grundlehrgang Metallbearbeitung wurden von 5 Schülern Spannstücke für Parallelschraubzwingen
angefertigt. Beim Nachmessen stellen die Schüler folgende Längen fest:
Spannstück 1 Länge 119,5 mm,
Spannstück 2 Länge 119,7 mm,
Spannstück 3 Länge 120,2 mm,
Spannstück 4 Länge 120,1 mm,
Spannstück 5 Länge 120,6 mm.
a) Welche durchschnittliche Länge hatten die Spannstücke?
b) Wie groß ist die Abweichung der Maßzahlen vom Sollmaß (120,0 mm) bei den einzelnen
Spannstücken? (absoluter Fehler).
c) Wie viel Prozent des Sollmaßes betragen die Abweichungen? (prozentualer Fehler).
d) Welche Spannstücke sind brauchbar, wenn der prozentuale Fehler höchstens 1/2 Prozent betragen
darf?
Aufgabe 010731:
Ein guter Melker kann in einer Stunde höchstens 8 Kühe melken. Durch den Einsatz einer sowjetischen
Melkmaschine kann er in 8 Stunden 96 Kühe melken. Die 150 Milchkühe, die das VEG Biesdorf im
Jahre 1958 besaß, konnten mit Hilfe eines Melkstandes bereits in 3 Stunden gemolken werden.
Um wie viel Prozent wächst die Arbeitsproduktivität
a) beim Einsatz der sowjetischen Melkmaschine,
b) beim Einsatz eines Melkstandes?
Anmerkung: Unter der Arbeitsproduktivität verstehen wir in diesem Falle den Quotienten aus der
Anzahl der Kühe und der zu ihrem Melken benötigten Zeit.
Aufgabe 020731:
Bei einem Preisausschreiben galt es, die Bilder von 4 verschiedenen Bauwerken 4 genannten Städten
richtig zuzuordnen. 12 Prozent der Einsender hatten alles richtig gemacht, doppelt so viele hatten
zwei Bauwerke und viermal so viele hatten ein Bauwerk richtig zugeordnet. 240 eingesandte Lösungen
waren gänzlich falsch.
143
IV.III Prozentrechnung, Proportionalität
Aufgabe 020732:
In einen Flachstab von 2,5 m Länge sollen 15 Löcher in gleichem Abstand mit dem Durchmesser d
= 20 mm gebohrt werden.
In welchem Abstand muss angekörnt werden, wenn an beiden Enden der Abstand bis zum Lochrand
das 2,5fache des Lochdurchmessers betragen soll?
Aufgabe 030731:
Peter stellt um 7.00 Uhr seine Armbanduhr nach der Zeitansage im Radio. Um 15.00 Uhr stellt er
fest, dass seine Uhr in diesen 8 Stunden insgesamt 12 Minuten nachgegangen ist. Er möchte um
Punkt 18.00 Uhr seinen Freund treffen.
Wie muss er seine Uhr um 15.00 Uhr stellen, damit sie um 18.00 Uhr die genaue Zeit anzeigt?
Aufgabe 050736:
Ein Betrieb sollte in 20 Arbeitstagen p Werkstücke der gleichen Art herstellen. Durch Anwendung
besserer Arbeitsmethoden gelang es den Arbeitern, diesen Auftrag bereits in 5 Arbeitstagen früher
zu erfüllen und dabei noch k Werkstücke mehr als gefordert herzustellen.
Wie viel Werkstücke wurden durchschnittlich an jedem Arbeitstag über den Plan hinaus produziert?
Aufgabe 060732:
In einer alten Aufgabensammlung steht folgende Aufgabe:
Ein Jagdhund verfolgt einen Fuchs, der ihm 54 Fuchsschritte voraus ist. Die Länge von 2 Hunde-
schritten ist genau gleich der Länge von 3 Fuchsschritten. Der Hund braucht zu 4 Schritten genauso
lange Zeit wie der Fuchs zu 5 Schritten.
Mit wie viel Schritten holt der Hund den Fuchs ein, wenn beide gleichzeitig in ein und derselben
Richtung starten?
144
IV.III Prozentrechnung, Proportionalität
Aufgabe 070733:
Drei Angler fuhren zum Fischfang. Der erste fing 3 Fische, der zweite 4 und der dritte keinen. Die
Fischer brieten alle 7 Fische, verteilten sie gleichmäßig unter sich und frühstückten. Zum Spaß gab der
dritte Fischer seinen beiden Kameraden 7 Pfennige, um die von ihm verzehrten Fische zu bezahlen“.
”
Wie müssten die 7 Pfennige unter diesen Umständen verteilt werden?
Aufgabe 090734:
Bei einer Subtraktionsaufgabe betrage der Subtrahend 52 des (von Null verschiedenen) Minuenden.
a) Wie viel Prozent des Minuenden beträgt die Differenz?
b) Wie viel Prozent des Minuenden beträgt die Summe aus Minuend und Subtrahend?
Aufgabe 140734:
In einem VEB wurde eine bestimmte Art von Werkstücken zuerst in der Abteilung A1 und danach in
der Abteilung A2 bearbeitet. Dabei konnte zunächst in der einen Abteilung täglich dieselbe Anzahl
von Werkstücken bearbeitet werden wie in der anderen.
Mit Hilfe von Rationalisierungsmaßnahmen in beiden Abteilungen konnten die 53 Arbeiter der Ab-
teilung A1 ihre Produktion auf 159 % und die 62 Arbeiter der Abteilung A2 ihre Produktion auf 124
% erhöhen. Da aber aus den angegebenen Gründen der Produktionsausstoß in beiden Abteilungen
gleich groß sein musste, entschlossen sich hinreichend viele Arbeiter der einen Abteilung dazu, in der
anderen Abteilung zu arbeiten.
Welche Anzahl von Arbeitern aus welcher der beiden Abteilungen nahm ihre Arbeit in der anderen
Abteilung auf, wenn erreicht wurde, dass der Produktionsausstoß in beiden Abteilungen danach
wieder gleich groß war?
Auf wie viel Prozent der Produktionsmenge vor den Rationalisierungsmaßnahmen war damit insge-
samt der Produktionsausstoß gestiegen?
Bemerkungen: Es sei angenommen, dass der Produktionsausstoß beider Abteilungen jeweils der Zahl
der Arbeiter proportional ist.
145
IV.III Prozentrechnung, Proportionalität
Da in A1 die Produktion auf eine größere Menge gewachsen war als in A2 mussten Arbeiter von A1
nach A2 überwechseln. Ihre Anzahl sei x. Danach betrug in A1 die Produktion 1,59
53 (53 − x) der früheren
Produktion, in A2 aber 1,24
62 (62 + x). Da diese beiden Produktionsausstöße gleich waren, gilt
159 124
(53 − x) = (62 + x) ⇒ x = 7
53 62
Es wechselten somit 7 Arbeiter von A1 nach A2 über. Der neue Produktionsausstoß in jeder Abteilung
betrug dann 1,59
53 · 46 = 1,38, d. h., er stieg auf 138 % des früheren Produktionsausstoßes.
Aufgabe 150734:
Ein Zug fährt genau 15 Minuten später von einem Bahnhof B ab, als es der Fahrplan vorsieht.
Deshalb fährt er mit 120 % der auf dieser Strecke üblichen Durchschnittsgeschwindigkeit so lange,
bis der Rückstand aufgeholt ist.
Nach wie viel Minuten (gerechnet von der tatsächlichen Abfahrtszeit des Zuges an) ist das der Fall?
6 1
Daraus folgt 5 vt = vt + 15v, also 5 vt = 15v, also t = 5 · 15 = 75. Der Rückstand ist mithin in 75 min
aufgeholt.
Aufgabe 160734:
Im Rahmen der Hans-Beimler-Wettkämpfe an der Schule beteiligte sich Fritz am Entfer-
nungsschätzen.
a) Bei seinem Schätzwert von 350 Metern erfährt er, dass dieser zu klein war, und zwar um genau
12,5% der wahren Entfernung. Ermittle die wahre Entfernung!
b) Wie groß wäre die wahre Entfernung, wenn der Schätzwert von Fritz zu groß gewesen wäre, und
zwar um genau 12,5% der wahren Entfernung?
b) In diesem Falle sei die wahre Entfernung y Meter. Der Schätzwert wäre um 81 y Meter zu groß gewesen,
d. h., er hätte 89 y Meter betragen. Folglich gilt: 98 y = 350, also y = 311 91 . In diesem Falle würde die wahre
Entfernung 311 19 m betragen.
Aufgabe 180734:
In einem Behälter befinden sich genau 25 kg einer 4%igen wässrigen Lösung, d. h., 4% dieser Lösung
bestehen aus der gelösten Substanz, der Rest besteht aus Wasser.
Wie viel Prozent des Wassers sind dieser Lösung zu entziehen, damit eine neue Lösung entsteht,
deren Wasseranteil nur noch 90% beträgt?
146
IV.III Prozentrechnung, Proportionalität
1 kg. Diese Menge stellt nach dem Entzug einer Wassermenge genau dann 10% der neuen Lösung dar,
wenn die neue Lösung insgesamt 10 kg umfasst.
Somit beträgt genau dann, wenn man der Ausgangslösung 15 kg Wasser entzogen hat, sein Anteil 90%,
wie es gefordert war. Zu ermitteln ist demnach, wie viel Prozent von 24 kg Wasser 15 kg Wasser sind.
Für diesen gesuchten Prozentsatz x gilt die Beziehung
1500
x : 100% = 15 : 24 ⇒ x= % = 62,5%
24
Demzufolge sind 62,5% des in der Ausgangslösung enthaltenen Wassers dieser Lösung zu entziehen, um
eine neue Lösung mit 90% Wasseranteil zu erhalten.
Aufgabe 190734:
Birgit und Frank erhalten folgende Informationen über die Schüler einer Schulklasse:
Die Anzahl aller Schüler dieser Klasse ist kleiner als 40.
Genau 60% dieser Schüler nehmen an der AG Bildende Kunst“ teil,
”
genau 66% aller Schüler der Klasse gehen regelmäßig zum Schwimmen,
genau 50% aller Schüler der Klasse sind Leser der Kinderbibliothek.
a) Zeige, dass aus den gegebenen Informationen die Anzahl der Schüler der Klasse eindeutig ermittelt
werden kann, und gib diese Anzahl an!
b) Ermittle eine natürliche Zahl x so, dass Birgits Aussagen wahr sind!
c) Beweise, dass Franks Aussagen für jede natürliche Zahl y > 0 falsch sind!
b) Daher und wegen 35 · 30 = 18, 23 · 30 = 20, 12 · 30 = 15nehmen genau 18 Schüler an der AG Bildende
”
Kunst“ teil, genau 20 der Schüler gehen regelmäßig zum Schwimmen und genau 15 der Schüler sind Leser
der Kinderbibliothek.
Hiernach folgt, dass mindestens 8 Schüler dieser Klasse sowohl an der AG Bildende Kunst“ teilnehmen
”
als auch regelmäßig zum Schwimmen gehen. Wären es nämlich weniger als 8, so gäbe es unter den 20
regelmäßig zum Schwimmen gehenden Schülern mehr als 12, die nicht an der AG Bildende Kunst“
”
teilnehmen. Diese Schüler und die 18 Teilnehmer der AG wären zusammen bereits mehr als 30 Schüler.
Dagegen folgt nicht, dass mindestens 9 Schüler der Klasse diese beiden Freizeitbeschäftigungen ausüben.
Denn nach den Informationen ist z. B. folgende Verteilung möglich:
Von den 18 Teilnehmern der AG Bildende Kunst“ gehen genau 8 zum Schwimmen, genau die anderen
”
10 sind Leser der Kinderbibliothek; die übrigen 12 Schüler der Klasse gehen sämtlich zum Schwimmen,
147
IV.III Prozentrechnung, Proportionalität
Damit ist bewiesen, dass Birgits Aussagen für die Zahl x = 8 wahr sind.
c) Wie das ebengenannte Beispiel zeigt, besteht nach den Informationen auch die Möglichkeit, dass kein
Schüler der Klasse alle drei Freizeitbeschäftigungen ausübt. Für keine natürliche Zahl y > 0 kann daher
Franks Aussage wahr sein.
Aufgabe 230735:
Roland rechnet eine Divisionsaufgabe. Er stellt fest:
Der Dividend beträgt 60% des Quotienten, der Divisor beträgt 75% des Quotienten.
Beweise, dass man aus Rolands Feststellungen eindeutig ermitteln kann, wie der Quotient der Divi-
sionsaufgabe lautet! Gib diesen Quotienten an!
Aufgabe 240731:
Bei der Friedensfahrt ergab sich auf einer Etappe folgende Rennsituation:
Genau 14 Fahrer, darunter jedoch kein DDR-Fahrer, waren hinter das Hauptfeld zurückgefallen.
Genau 90% der nicht zurückgefallenen Fahrer bildeten das Hauptfeld; darin fuhren einige, aber nicht
alle DDR-Fahrer.
Die Fahrer vor dem Hauptfeld bildeten eine Spitzengruppe; sie umfasste genau ein Zwölftel aller
Fahrer der Etappe. In der Spitzengruppe war die tschechoslowakische Mannschaft als einzige am
schwächsten vertreten, die sowjetische Mannschaft als einzige am stärksten.
Untersuche, ob sich aus diesen Angaben eindeutig ermitteln lässt, welche Mannschaften insgesamt in
der Spitzengruppe fuhren und mit wie viel Fahrern sie dort vertreten waren!
Wenn dies zutrifft, gib diese Anzahlen an!
148
IV.IV Ungleichungen
Ferner folgt, dass die sowjetische Mannschaft mit 3 oder 4 Fahrern vertreten war. Wären es genau 3
gewesen, so folgte der Widerspruch, dass eine weitere Mannschaft genau einen Fahrer in der Spitzengruppe
gehabt hätte, also die CSSR-Mannschaft nicht als einzige am schwächsten dort vertreten gewesen wäre.
Damit ergibt sich eindeutig: In der Spitzengruppe waren genau die Mannschaften der UdSSR, DDR und
CSSR vertreten, darunter (außer den in (1),(2) genannten Fahrern) genau 4 sowjetische Fahrer.
Aufgabe 300731:
In einem Lehrbuch aus dem Jahre 1525 wird sinngemäß folgende Aufgabe gestellt:
Ein Hund jagt einen Fuchs. Jeweils in der Zeit, in der der Fuchs 9 Sprünge macht, macht der Hund
6 Sprünge, aber mit 3 Sprüngen legt der Hund einen ebenso langen Weg zurück, wie der Fuchs mit
7 Sprüngen.
Mit wie viel seiner Sprünge holt der Hund den Fuchs ein, wenn der Fuchs zu Beginn 60 Fuchssprünge
Vorsprung hat?
Bemerkung: Es wird vorausgesetzt, dass der Hund der Spur des Fuchses folgt und dass beide ihren
ersten Sprung gleichzeitig beginnen.
Aufgabe 330732:
In einem Kaufhaus waren 54 aller Beschäftigten Frauen. Zu Anfang eines Monats waren 12,5% dieser
Frauen nicht verheiratet. Von den in diesem Kaufhaus beschäftigten Männern waren 18,75% nicht
verheiratet.
Während des Monats heirateten vier Paare, von denen jeweils sowohl der Mann als auch die Frau
zu den eben genannten unverheirateten Beschäftigten des Kaufhauses gehörten. Weitere Änderungen
gab es nicht.
Danach waren noch genau 36 Beschäftigte des Kaufhauses unverheiratet.
Wie viele Beschäftigte hatte das Kaufhaus insgesamt?
11
Nach der Heirat der 4 Paare waren noch 80 x − 8 Beschäftigte unverheiratet. Daher gilt
11
x − 8 = 36 ⇒ x = 320
80
Das Kaufhaus hatte insgesamt 320 Beschäftigte.
IV.IV Ungleichungen
I Runde 1
149
IV.IV Ungleichungen
Aufgabe V00704:
Welche der beiden Zahlen ist die größere?
35 23
oder
47 31
Welcher vierstellige Dezimalbruch kommt beiden Zahlen möglichst nahe?
1083
Das arithmetische Mittel beider Brüche ist 1457 ≈ 0,74331, womit der gesuchte Dezimalbruch 0,7433 ist.
Aufgabe V10711:
Ordne folgende Zahlen der Größe nach:
29 3 2
; −0,66; − ; ; 3,52; −0,67; 3,52
8 2 3
Aufgabe 010711:
2 2 5 4
5 3 2 4
a) − b) c) − d) −
6 4 3 5
Ordne die Ergebnisse der Größe nach!
Aufgabe 030713:
Wie kann man ohne Ausführung der angegebenen Rechenoperationen feststellen, ob die Zahl
378 · 436 − 56
378 + 436 · 377
größer oder kleiner als 1 ist?
150
IV.IV Ungleichungen
Aufgabe 160712:
Man denke sich die Zahlen 1, 2, 3, 4, ... usw. bis 100 derart hintereinander aufgeschrieben, dass eine
Zahl z der Form
z = 12345678910111213...9899100
entsteht.
a) Wie viel Stellen hat z?
b) Es sollen 100 Ziffern der Zahl z so gestrichen werden, dass die mit den restlichen Ziffern dargestellte
Zahl z 0 möglichst groß ist. Dabei soll an der Reihenfolge der (in z 0 ) verbleibenden Ziffern von z nichts
geändert werden.
Ermittle, welche Ziffern zu streichen sind, und gib die ersten zehn Ziffern der neuen Zahl z 0 an!
b) Von den insgesamt 192 Ziffern von z sollen in der zu bildenden Zahl z 0 genau 92 Ziffern erhalten
bleiben. Von zwei 92stelligen Zahlen, die mit verschiedener Anzahl von Neunen beginnen, ist diejenige
die größere, die mit der größeren Anzahl von Neunen beginnt.
Vor der ersten in der Zahl auftretenden Neun stehen 8 von Neun verschiedene Ziffern, vor der zweiten
weitere 19, vor der dritten, vierten und fünften wiederum je weitere 19 von Neun verschiedene Ziffern.
Streichen wir diese, so sind insgesamt 84 Ziffern (8 + 4 · 19 = 84) entfernt. Es sind noch 16 Ziffern zu
streichen.
Es ist nun nicht mehr möglich, die 19 Ziffern vor der nächsten (ursprünglich sechsten) Neun zu streichen,
da dann mehr als 100 Ziffern entfielen.
Von zwei 92stelligen Zahlen, die mit 5 Neunen beginnen und in der sechsten Stelle verschiedene Ziffern
haben, ist diejenige größer, die an der sechsten Stelle die größere Zahl enthält. In unserem Fall kommt
die Acht dafür nicht in Frage, da dann noch 17 Ziffern zu streichen wären. An der sechsten Stelle kann
also höchstens eine Sieben stehen. Das ist auch erreichbar, wenn man die nächsten 15 Ziffern streicht.
Entsprechend zeigt man, dass als letzte Ziffer die auf die Sieben folgende Fünf entfernt werden muss. Die
ersten zehn Ziffern der gesuchten Zahl z’ lauten mithin 9999978596.
II Runde 3
Aufgabe 270732:
In einem Betrieb werden Erzeugnisse hergestellt, bei denen die Herstellungskosten für jedes Stück 19,2
0M betragen. Der Betrieb hat die Möglichkeit, für 13500 M eine neue Werkzeugmaschine anzuschaffen;
mit dieser Maschine würden die Herstellungskosten für jedes Stück nur noch 13,15 M betragen.
Ein Planziel lautet: Die Summe aus den Anschaffungskosten der neuen Maschine und aus den Herstel-
lungskosten der damit in 3 Jahren hergestellten Erzeugnisse soll weniger als 80% derjenigen Herstel-
lungskosten betragen, die (für ebenso viele Erzeugnisse) ohne Nutzung der neuen Maschine entstehen
würden.
Ermittle die kleinste Stückzahl pro Jahr, mit der dieses Planziel zu erreichen ist!
151
IV.IV Ungleichungen
Die Herstellungskosten für die in 3 Jahren mit der neuen Maschine hergestellten Erzeugnisse betragen
3x · 13,15 M. Also wird das Planziel genau dann erreicht, wenn 13500 + 3x · 13,15 < 3x · 15,36, also
x · 2,21 > 4500 gilt.
Wegen 2036 · 2,21 = 4499,56 und 2037 · 2,21 = 4501,77 ist somit die kleinste Stückzahl pro Jahr, mit der
das Planziel erreicht wird, x = 2037.
Aufgabe 340732:
Man denke sich die Zahlen 1, 2, 3, 4, ... usw. bis 100 derart hintereinander aufgeschrieben, dass eine
Zahl z der Form z = 12345678910111213....9899100 entsteht.
a) Wie viel Stellen hat z?
b) Es sollen 100 Ziffern der Zahl z so gestrichen werden, dass die mit den restlichen Ziffern dargestellt
Zahl z 0 möglichst groß ist. Dabei soll die Reihenfolge der in z 0 verbleibenden Ziffern von z nicht
geändert werden.
Ermittle, welche Ziffern zu streichen sind, und gib die ersten 10 Ziffern der neuen Zahl z 0 an!
b) Von den 192 Ziffern der Zahl z sollen in z 0 genau 92 Ziffern erhalten bleiben. Von zwei 92-stelligen
Zahlen, die mit verschiedener Anzahl von Neunen beginnen, ist diejenige die größere, die mit der größeren
Anzahl von Neunen beginnt.
Vor der ersten in z auftretenden Neun stehen 8 von Neun verschiedene Ziffern, vor der zweiten weitere
19, vor der dritten, vierten und fünften wiederum je weitere 19 von Neun verschiedene Ziffern. Streicht
man diese, so sind insgesamt bereits 8 + 4 · 19 = 84 Ziffern entfernt; aus der danach verbleibenden Zahl
999995051525354555657585960...9899100
Von den beiden Möglichkeiten, die auf den Anfang 999997 folgende Fünf zu streichen oder stehenzulassen
(und eine später stehende Ziffer zu streichen), liefert das Streichen der Fünf die größere Zahl.
Damit ist gefunden, welche 100 Ziffern aus z zu streichen sind, um eine möglichst große Zahl z 0 zu
erhalten. Die ersten zehn Ziffern dieser Zahl lauten 9999978596.
152
V Klasse 8
V.I Gleichungen
I Runde 1
Aufgabe V00803:
Ich lasse einen Ball fallen. Er springt bis zu 23 seiner Fallhöhe. Er fällt von neuem und springt das
zweite Mal 85 der ersten Sprunghöhe.
Berechne, von welcher Höhe ich den Ball fallen ließ, wenn er das zweite Mal 45 cm weniger hoch
sprang als das erste Mal!
Aufgabe V00806:
Fritz hat seinen Fuß auf ein 0,1 mm starkes Blatt Papier gestellt und überlegt, wie hoch er wohl
stehen würde, faltete er es fünfzigmal.
Könnt ihr es ihm sagen?
Aufgabe V10813:
(7,3a − 9,8c) − (2,1b + 7,2c) − (3,9a − 4,7b) = 7,3a − 9,8c − 2,1b − 7,2c − 3,9a + 4,7b
= 7,3a − 3,9a − 2,1b + 4,7b − 7,2c − 9,8c
= 3,4a + 2,6b − 17c
b) Einsetzen ergibt -108,3.
Aufgabe 010811:
Berechne:
2 25 1 7 1 3 3
1 cd + dg − 2 d : 5d − mn − 1 ng + n : − n .
3 4 2 2 4 4 8
153
V.I Gleichungen
Aufgabe 030812:
Klaus wird von seinen Eltern nach dem Ergebnis der letzten Mathematikarbeit gefragt. Er weiß, dass
5 Schüler die Note 1, 8 Schüler die Note 2, 4 Schüler die Note 4 und die übrigen Schüler die Note 3
erhielten. Außerdem erinnert er sich noch, dass die Durchschnittsnote genau 2,5 betrug.
Aufgabe 050812:
Für welche reellen Zahlen a und b ist die Gleichung
1 1 (a + b) · (a − b)
+ = erfüllt?
a b ab
Aufgabe 100812:
Ermittle alle rationalen Zahlen x mit x 6= 2, die die folgende Gleichung erfüllen:
3x 4 3(x + 1) 1
+1+ = 2+ +
x−2 x−2 x−2 x−2
154
V.I Gleichungen
"
Aufgabe 110811: n o3 3 #2
a) Berechne die Zahl 2 1
x = − − [−(−2)] · − − −
2
b) Stelle fest, ob sich x als Potenz einer natürlichen Zahl darstellen lässt!
b) Da als Potenz einer natürlichen Zahl niemals eine negative Zahl auftritt, kann x nicht Potenz einer
natürlichen Zahl sein.
Aufgabe 110812:
Ermittle alle rationalen Zahlen x, die folgende Eigenschaft haben:
Addiert man 33 zu x und halbiert die entstandene Summe, so erhält man das Doppelte der zu x
entgegengesetzten Zahl.
Aufgabe 120813:
Man denke sich alle natürlichen Zahlen von 1 bis 1000000 fortlaufend nebeneinander geschrieben. Es
entsteht die Zahl mit der Ziffernfolge 123456789101112...
Die ersten neun Stellen der Ziffernfolge nehmen die einstelligen Zahlen, die nächsten 180 Stellen (2 · 90 =
180) die zweistelligen, die nächsten 2700 Stellen (3 · 900 = 2700) die dreistelligen ein. 36000 Stellen
benötigen die vier- und 450000 Stellen die fünfstelligen Zahlen.
155
V.I Gleichungen
Da die ein- bis vierstelligen Zahlen zusammen also 38889 Stellen einnehmen, ist die uns interessierende
Ziffer eine solche einer mindestens fünfstelligen Zahl.
Wegen 300001 − 38889 = 261112 < 450000 und 261112 : 5 = 52222 Rest 2 ist die zu ermittelnde Ziffer
die zweite Ziffer der 52223. fünfstelligen Zahl. Da die fünfstelligen Zahlen mit 10000 beginnen, ist es die
zweite Ziffer der Zahl 62222.
An der 300001. Stelle steht mithin die Ziffer 2.
Aufgabe 220812:
Von einer 22stelligen Zahl z werden folgende Eigenschaften gefordert:
z hat die Einerziffer 7; streicht man diese Endziffer und setzt sie vor die übrigen 21 Ziffern, so entsteht
dasselbe Ergebnis wie bei der Multiplikation 7 · z.
Beweise, dass es genau eine solche Zahl z gibt! Ermittle diese Zahl!
7 · 1021 + x = 7 · (10x + 7)
Daraus folgt
69x = 7 · 1021 − 49
7 · 1021 − 49 6999999999999999999951
x= = = 1014492753623188405797
69 69
Die Probe bestätigt die Lösung.
Aufgabe 270811:
Steffen stellt den Mitgliedern der AG Mathematik folgende Aufgabe:
Jeder denke sich eine Zahl, multipliziere diese mit 2, addiere zum Produkt 30, dividiere die Summe
”
durch 2, subtrahiere von dem erhaltenen Ergebnis die anfangs gedachte Zahl!
Schreibe des Ergebnis auf!“
Es stellte sich heraus, dass alle Schüler der Arbeitsgemeinschaft das gleiche Ergebnis hatten. Müssen
sich Steffens Mitschüler unbedingt auch die gleiche Zahl gedacht haben?
Die Anfangszahl 1 führt der Reihe nach auf die Zahlen 1 · 2 = 2, 2 + 30 = 32, 32 : 2 = 16, 16 − 1 = 15.
Die Anfangszahl 2 führt der Reihe nach auf die Zahlen 2 · 2 = 4, 4 + 30 = 34, 34 : 2 = 17, 17 − 2 = 15.
Andere Beweismöglichkeit: Man beweist, dass aus jeder Anfangszahl a dasselbe Ergebnis entsteht, nämlich
vermittels der Zahlen
156
V.I Gleichungen
Aufgabe 310812:
Rudolf macht folgende Aussage:
Für je drei unmittelbar aufeinanderfolgende natürliche Zahlen gilt stets: Multipliziert man die kleins-
”
te dieser drei Zahlen mit der mittleren und addiert zum Ergebnis das Produkt aus der mittleren und
der größten der drei Zahlen, so ist die entstandene Summe gleich dem doppelten Quadrat der mitt-
leren Zahl.“
a) Überprüfe, ob diese Gleichheit in einigen selbstgewählten Beispielen zutrifft!
Aufgabe 320814:
Alexander beobachtete zwei Kerzen, eine weiße und eine halb so lange rote. Beide wurden gleichzeitig
angezündet; nach 2 Stunden war die weiße Kerze heruntergebrannt, die rote (da sie breiter war) erst
nach 5 Stunden.
Wie lange nach dem Anzünden hatte es bis zu dem Zeitpunkt gedauert, an dem beide Kerzen einander
genau gleichlang gewesen waren?
II Runde 2
Aufgabe V10824:
Fritz rechnet 32 · 38 = 30 · 40 + 2 · 8 bzw. 73 · 77 = 70 · 80 + 3 · 7.
Leite daraus eine Rechenregel ab und beweise sie allgemein!
157
V.I Gleichungen
(30 + 2)(40 − 2) = 30 · 40 + 2 · 40 − 2 · 30 − 2 · 2
= 30 · 40 + 2(40 − 30 − 2) = 30 · 40 + 2 · 8
b) 73 · 77 = 70 · 80 + 3 · 7
(70 + 3)(80 − 3) = 70 · 80 + 3 · 80 − 3 · 70 − 3 · 3
= 70 · 80 + 3(80 − 70 − 3) = 70 · 80 + 3 · 7
c) Verallgemeinerung:
Weitere Verallgemeinerung:
Man erhält das Produkt zweier zweistelliger (ganzer) Zahlen mit gleichen Zehnern und einander zu
10 ergänzenden Einem, indem man zuerst die Zehner mit dem nächsthöheren Zehner, dann die Einer
miteinander multipliziert und die beiden Zwischenprodukte addiert.
Aufgabe 020823:
Berechne:
m 2 − n2 m2 + 2mn + n2
+ .
m−n m+n
Aufgabe 020824:
Welche x erfüllen die folgende Gleichung:
x 1 x 1 3x 1 x 2
− : − = − : − ?
2 3 3 2 4 6 2 3
158
V.I Gleichungen
Aufgabe 040824:
Peter ist im Ferienlager. Er will für seine Gruppe Brause zu 21 Pf je Flasche einkaufen und nimmt
dazu leere Flaschen mit.
Für das eingelöste Pfandgeld (30 Pf für jede der leeren Flaschen) möchte er möglichst viele Flaschen
Brause kaufen. Für jede Flasche müssen erneut 30 Pf Pfand hinterlegt werden.
Es stellt sich heraus, dass er 6 Flaschen weniger erhält, als er abgegeben hat. Außerdem bekommt er
noch Geld zurück.
Wie viel leere Flaschen hatte Peter mitgenommen? (Es gibt nicht nur eine Lösung.)
Hätte Peter 12 Flaschen mitgehabt, so hätte er 7 Flaschen kaufen können, also (n − 5) statt nur (n − 6),
was der Aufgabe widerspricht.
Aufgabe 100823:
Bei einem 216 kp schweren Stück einer Kupfer-Zink-Legierung wurde in Wasser ein Auftrieb (Ge-
wichtsverlust) von 26 kp gemessen.
Bekannt ist, dass Kupfer beim Eintauchen in (destilliertes) Wasser 91 seines ursprünglichen Gewichtes
und Zink 17 seines ursprünglichen Gewichtes verliert.
Ermittle den prozentualen Gewichtsanteil des Kupfers und den des Zinks in der angegebenen Legie-
rung! (Die zu ermittelnden Größen sind auf volle Prozent zu runden).
Aufgabe 130823:
Man ermittle alle rationalen Zahlen r mit folgender Eigenschaft:
3
Subtrahiert man r vom Zähler des Bruches 4 und addiert r zu dessen Nenner, so erhält man einen
Bruch, der halb so groß wie 34 ist.
159
V.I Gleichungen
Aufgabe 170824:
Dieter erzählt seinen Klassenkameraden:
Mein Bruder Fritz ist nur halb so alt wie ich. Wenn man die Anzahl seiner Lebensjahre
”
mit sich selbst multipliziert, erhält man das Alter meines Vaters. Meine Mutter ist drei
Jahre jünger als mein Vater. Alle zusammen sind wir 87 Jahre alt.“
Ermittle das Alter aller 4 Personen! (Es sind jeweils nur die vollendeten Lebensjahre zu
berücksichtigen.)
Fall 1: Angenommen, das Alter des Vaters wäre 25 Jahre. Dann wären Fritz 5 Jahre, Dieter 10 Jahre
und die Mutter 22 Jahre. Das Alter aller Familienangehörigen zusammen betrüge in diesem Fall nicht 87
Jahre. Also ist der Vater nicht 25 Jahre alt.
Fall 2: Angenommen, das Alter des Vaters beträgt 36 Jahre. Dann ist Fritz 6 Jahre, Dieter 12 Jahre und
die Mutter 33 Jahre alt. Alle zusammen sind wegen 36 + 6 + 12 + 33 = 87 mithin 87 Jahre, wie es verlangt
war.
Folglich treffen diese Altersangaben als einzige zu.
Aufgabe 210824:
Über den Mitgliederstand einer Betriebssportgemeinschaft (BSG), in der genau fünf Sektionen be-
stehen, wurden folgende Angaben gemacht:
- Genau 22 Mitglieder der BSG gehören zur Sektion Schach.
- Genau ein Drittel aller Mitglieder der BSG gehören zur Sektion Fußball.
- Genau ein Fünftel aller Mitglieder der BSG gehören zur Sektion Leichtathletik.
- Genau drei Siebentel aller Mitglieder der BSG gehören zur Sektion Tischtennis.
- Genau zwei Neuntel aller Mitglieder der BSG gehören zur Sektion Turnen.
160
V.I Gleichungen
Untersuche, ob es eine Zusammenstellung von Mitgliederzahlen sowohl der gesamten BSG als auch
der fünf einzelnen Sektionen gibt, so dass alle diese Aussagen zutreffen! Untersuche, ob diese Mitglie-
derzahlen durch die Aussagen eindeutig bestimmt sind! Ist das der Fall, so gib die Mitgliederzahlen
an!
Man erfasse jedes der x Mitglieder zunächst einmal, dann die im Aufgabentext genannten 72 Mitglieder
noch ein zweites Mal und schließlich die zuvor genannten 8 Mitglieder noch ein drittes Mal. Daher gilt
x x 3 2
22 + + + x + x = x + 80
3 5 7 9
Durch Subtraktion von 22 + x und Multiplikation mit 315 folgt
Nach (1) können daher die genannten Aussagen nur dann zutreffen, wenn 315 die Mitgliederzahl der BSG
ist und 22, 105, 63, 135, 70 die Mitgliederzahlen der Sektionen sind.
II. Werden umgekehrt diese Mitgliederzahlen für die Sektionen erreicht und wird zusätzlich erreicht, dass
genau 72 Mitglieder zu je mindestens zwei Sektionen gehören und von diesen genau 8 zu je genau drei
Sektionen, so beträgt die Mitgliederzahl der BSG wegen 22 + 105 + 63 + 135 + 70 − 72 − 8 = 315 dann
315.
Also treffen damit auch die Aussagen zu, dass die Mitgliederzahlen 105, 63, 135, 70 dasselbe sind wie
1 1 3 2
3 , 5 , 7 bzw. 9 der Mitgliederzahl der BSG.
Aus I. und II. folgt: Es gibt eine Zusammenstellung von Mitgliederzahlen der BSG und der Sektionen so,
dass alle genannten Aussagen zutreffen. Sie ist durch die Aussagen eindeutig bestimmt und lautet:
Aufgabe 230822:
Eine Schulklasse wird so in Lernbrigaden aufgeteilt, dass die Anzahl der Mitglieder jeder Brigade
um 2 größer ist als die Anzahl der Brigaden. Hätte man eine Brigade weniger gebildet, so hätte jede
Brigade 2 Mitglieder mehr haben können.
Weise nach, dass man aus diesen Angaben die Anzahl der Schüler dieser Klasse eindeutig ermitteln
kann, und gib diese Anzahl an!
161
V.I Gleichungen
Hätte man eine Brigade weniger gebildet, wären es (x − 1) Brigaden mit je (x + 4) Schülern gewesen.
Daraus ergibt sich die Schülerzahl zu (x − 1)(x + 4). Folglich gilt
Es wurden mithin 4 Brigaden zu je 6 Schülern gebildet. Daher befinden sich insgesamt 24 Schüler in
dieser Klasse.
Aufgabe 250821:
Ermittle diejenigen zwölf aufeinanderfolgenden ganzen Zahlen, die die Eigenschaft haben, dass die
Summe der beiden größten dieser Zahlen gleich der Summe der zehn übrigen ist!
x + x + 1 + x + 2 + x + 3 + x + 4 + x + 5 + x + 6 + x + 7 + x + 8 + x + 9 = x + 10 + x + 11
10x + 45 = 2x + 21 ⇒ x = −3
Tatsächlich ist die Summe der zehn aufeinanderfolgenden ganzen Zahlen von -3 bis 6 gleich der Summe
der beiden darauffolgenden Zahlen 7 und 8.
Die Bedingungen der Aufgabe werden also genau von den Zahlen -3, -2, -1, 0, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 und 8
erfüllt.
Aufgabe 270821:
Ein AG-Leiter behauptet, er könne jede von seinen Zirkelteilnehmern gedachte Zahl erraten, wenn
ihm nur das Ergebnis der folgenden Rechnung genannt wird:
Denke dir eine Zahl. Addiere dazu die Zahl 5, multipliziere die Summe mit 16, subtrahiere
”
davon das Sechsfache der gedachten Zahl und dividiere diese Differenz durch 10!“
Lässt sich tatsächlich aus dem nun zu nennenden Ergebnis dieser Rechnung die gedachte Zahl ermit-
teln? Wenn das der Fall ist, so beschreibe und begründe, auf welche Weise das geschehen kann!
x+5 ; (x + 5) · 16 = 16x + 80
16x + 80 − 6x = 10x + 80 ; (10x + 80) : 10 = x + 8
gebildet. Subtrahiert man hiervon die Zahl 8, so erhält man die Zahl x.
Damit wird bewiesen: Die gedachte Zahl lässt sich aus dem zu nennenden Ergebnis ermitteln, indem man
von diesem Ergebnis 8 subtrahiert.
Aufgabe 290822:
a) Untersuche, ob die Gleichung
x x
+ 2 (4x − 7) = 2x2 + + 1
2 3
eine natürliche Zahl x als eine Lösung besitzt!
b) In der genannten Gleichung soll die Zahl 7 so durch eine rationale Zahl r ersetzt werden, dass die
entstehende Gleichung die Zahl x = 1 als eine Lösung besitzt.
Ermittle alle diejenigen rationalen Zahlen r, die diese Forderung erfüllen!
162
V.I Gleichungen
Da dies von keiner natürlichen Zahl x erfüllt wird, hat die genannte Gleichung keine natürliche Zahl x
als Lösung.
Fall, wenn
5 10 8
· (4 − r) = ⇒ r=
2 3 3
gilt. Die genannte Forderung wird also genau von der rationalen Zahl r = 83 erfüllt.
Aufgabe 300821:
In einem Garten stehen zwei Fässer mit Wasser. Jörg gießt aus dem ersten Fass so viele Liter Wasser
in das zweite Fass, wie dort bereits enthalten sind. Anschließend gießt er aus dem zweiten Fass so viele
Liter Wasser in das erste, wie sich dort nach dem vorigen Umgießen befinden. Nach diesen beiden
Umfüllvorgängen befinden sich in jedem der beiden Fässer genau je 24 Liter Wasser.
Untersuche, ob aus diesen Angaben eindeutig folgt, wie viele Liter Wasser sich anfangs in jedem der
beiden Fässer befanden! Ist dies der Fall, so gib diese beiden Literzahlen an!
Aufgabe 300824:
Man denke sich die Zahlen 1, 2, 3, 4, ..., 9999 derart hintereinander aufgeschrieben, dass die Ziffern-
darstellung einer Zahl z entsteht.
163
V.I Gleichungen
In der damit aufgeschriebenen Ziffernfolge für z nehmen die einstelligen Zahlen die ersten 9 Stellen ein, die
zweistelligen Zahlen die nächsten 2 · 90 = 180 Stellen, die dreistelligen Zahlen die nächsten 3 · 900 = 2700
Stellen, die vierstelligen Zahlen die nächsten 4 · 9000 = 36000 Stellen und die fünfstelligen Zahlen die
nächsten 5 · 90000 = 450000 Stellen.
Da somit die ein- bis vierstelligen Zahlen wegen 9 + 180 + 2700 + 36000 = 38889 die ersten 38889 Stellen
einnehmen, die ein- bis fünfstelligen Zahlen jedoch wegen 38889 + 450000 = 488889 die Stellen bis zur
488889sten einnehmen, kommt die Ziffer an der 206788sten Stelle von z wegen 38889 < 206788 < 488889
in einer der aufgeschriebenen fünfstelligen Zahlen vor.
Um festzustellen, in welcher, bilden wir die Differenz 206788 − 38889 = 167899 und führen die Division
von 167899 durch 5 mit Rest aus. Damit erhalten wir, dass 167899 = 5 · 33579 + 4 gilt, und es folgt:
Der gesuchten Ziffer gehen 33579 fünfstellige Zahlen voran, und sie ist in der dann folgenden, also
33580sten fünfstelligen Zahl die vierte Ziffer. Da die fünfstelligen Zahlen mit der Zahl 1000 beginnen,
lautet die 33580ste von ihnen 43579. Ihre vierte Ziffer ist 7.
Somit steht an der 206788sten Stelle von z die Ziffer 7.
Aufgabe 320824:
In der linken Waagschale einer gleicharmigen Waage stehen drei Kerzen, in der rechten steht eine
Kerze. Die vier Kerzen sind so beschaffen, dass jede von ihnen während je einer Stunde Brenndauer die
gleiche Masse verliert wie jede andere von Ihnen. Jede der drei linken Kerzen würde zum vollständigen
Herunterbrennen 9 Stunden brauchen, die rechte Kerze 12 Stunden.
Die vier Kerzen werden gleichzeitig angezündet. Wie lange danach ist die Waage erstmals Im Gleich-
gewicht?
3 · (9 − x) = 12 − x
Aufgabe 330821:
Zu Beginn einer Feier waren insgesamt anwesend: Genau viermal so viele Frauen wie Männer. Nach-
dem vier Ehepaare die Feier verlassen hatten, waren genau fünfmal so viele Frauen wie Männer auf
der Feier.
Wie viele Personen waren insgesamt zu Beginn auf der Feier gewesen?
164
V.I Gleichungen
Somit waren zu Beginn insgesamt 16 Männer und 64 Frauen, also 80 Personen auf der Feier gewesen.
Aufgabe 330822:
Susann lässt sich je eine natürliche Zahl von Xaver, Yvonne und Zacharias sagen. Sie teilt ihnen dann
die Summe dieser drei Zahlen mit. Jeder multipliziert die mitgeteilte Summe mit der ursprünglich
von ihm genannten Zahl. So erhält Xaver das Ergebnis 240, Yvonne 270 und Zacharias 390.
Untersuche, ob hierdurch die drei ursprünglich genannten Zahlen eindeutig bestimmt sind! Ist dies
der Fall, so gib diese Zahlen an!
Indem man (1) mit s multipliziert und dann (2) anwendet, folgt
Da s als Summe dreier natürlicher Zahlen selbst eine natürliche Zahl ist, ist hierdurch eindeutig bestimmt:
Es gilt s = 30 und damit nach (2) x = 8, y = 9, z = 13.
III Runde 3
Aufgabe 020832:
Rechenvorteile erleichtern das Kopfrechnen. Zwei Zahlen von 11 bis 19 kann man z. B. folgendermaßen
multiplizieren:
18 · 17 =? 18 + 7 25
Null anhängen 250
7 · 8 addieren 306
Die Summe aus 10 und den beiden Einerstellen entspricht im Beispiel 18 + 7, die Multiplikation mit 10
der angehängten Null und das Produkt der Einer der 7 · 8.
Aufgabe 100832:
Eine Pumpe P1 füllt ein Becken in genau 4 h 30 min. Eine zweite Pumpe P2 füllt dasselbe Becken
in genau 6 h 45 min. Beim Füllen dieses Beckens wurde eines Tages zunächst die Pumpe P1 genau
30 min lang allein eingesetzt. Anschließend wurden beide Pumpen zusammen so lange eingesetzt, bis
das Becken gefüllt war.
Berechne, wie lange es insgesamt dauerte, bis das Becken unter diesen Umständen gefüllt wurde! (Es
sei angenommen, dass beide Pumpen während ihres Einsatzes mit konstanter Leistung arbeiteten.)
165
V.I Gleichungen
Da P2 das gesamte Becken in genau 6 h 45 min, also in 405 min füllt, füllte diese Pumpe in jeder Minute
1
405 des Beckens.
In der Zeit, in der beide Pumpen zusammen arbeiteten, füllten sie mithin in jeder Minute wegen
1 1 15 1
+ = =
270 405 2430 162
1
genau 162 des Beckens. Insgesamt wurden von beiden Pumpen gemeinsam 89 des Beckens gefüllt.
8 144
Wegen 9 = 162 geschah das in genau 144 min. Infolgedessen wurde das Becken in der in der Aufgabe
angegebenen Weise in genau 174 min, das sind 2 h 54 min, gefüllt.
Aufgabe 110831:
In ein leeres Gefäß (ohne Abfluss) mit einem Fassungsvermögen von 1000 Liter flossen mit
gleichmäßiger Strömungsgeschwindigkeit zunächst in jeder Sekunde genau 30 Liter Wasser und von
einem späteren Zeitpunkt t ab in jeder Sekunde genau 15 Liter Wasser. Nach genau 40 s, gemessen
vom Anfang an, war das Gefäß gefüllt.
Aufgabe 110835:
Gisela stellt auf einem Pioniernachmittag folgende Aufgabe:
Wenn ich aus diesem Gefäß mit Nüssen an fünf von euch dem ersten die Hälfte und eine
”
halbe Nuss und dann dem zweiten, dem dritten usw. nacheinander jeweils die Hälfte der
noch vorhandenen Nüsse und eine halbe dazu gebe, dann habe ich alle verbraucht.
Wie groß ist die Anzahl der Nüsse, die das Gefäß enthielt?
Wie groß ist für jeden der fünf Pioniere die Anzahl der Nüsse, die er erhalten würde?“
x 1 1
− = (x − 1)
2 2 2
Davon würde der zweite Pionier 41 (x − 1) + 1
2 erhalten, als Rest blieben 41 (x − 1) − 1
2 = 14 (x − 3).
1 1
Davon würde der vierte Pionier 16 (x − 7) + 2 erhalten, als Rest blieben
1 1 1
(x − 7) − = (x − 15)
16 2 16
166
V.I Gleichungen
1 1
Davon würde der fünfte Pionier 32 (x − 15) + 2 erhalten, als Rest blieben
1 1 1
(x − 15) − = (x − 31)
32 2 32
Dieser Rest betrug laut Aufgabe Null. Daraus folgt x = 31. Also enthielt das Gefäß genau 31 Nüsse. Von
diesen würden bekommen:
Der 1. Pionier 16 Nüsse, der 2. Pionier 8 Nüsse, der 3. Pionier 4 Nüsse, der 4. Pionier 2 Nüsse und der
5.Pionier 1 Nuss.
Aufgabe 160834:
Fritz behauptet: Zwei zweistellige Zahlen, die durch Vertauschen der Ziffern auseinander hervorgehen
(z. B. 72 und 27), kann man nach der folgenden Vorschrift miteinander multiplizieren, die am Beispiel
der beiden genannten Zahlen dargelegt werden soll:
(1) Man berechnet das Produkt der beiden Ziffern 7 · 2 = 14
(2) Man schreibt die erhaltene Zahl zweimal hintereinander auf
(Hinweis: War die in (1) erhaltene Zahl einstellig, so schreibt man
zwischen die beiden Zahlen noch eine Ziffer Null.) 1414
(3) Man addiert die Quadratzahlen der beiden Ziffern 49 + 4 = 53
(4) Man hängt an das Ergebnis eine Null an 530
(5) Man addiert die Ergebnisse der Rechenschritte (2) und (4)
und erhält damit das gesuchte Produkt 1414 + 530 = 1944
Beweise die Richtigkeit dieser Behauptung!
Aufgabe 170833:
9
Die gebrochene Zahl 91 soll als Differenz zweier positiver echter Brüche mit den Nennern 7 und 13
dargestellt werden.
Untersuche, ob es eine solche Darstellung gibt, ob es mehr als eine gibt, und ermittle alle derartigen
Darstellungen!
167
V.I Gleichungen
Von den in der dritten Spalte angegebenen Zahlen ist nur die Zahl 56 durch 7 teilbar. Wir erhalten also
nur für x = 5 einen ganzzahligen Wert für y, und zwar y = 8.
Somit kann nur die Darstellung
9 5 8
= − (1)
91 7 13
5 8
den Bedingungen der Aufgabenstellung genügen. Sie erfüllt diese Bedingungen; denn 7 und 13 sind
positive echte Brüche, und es gilt (1).
Aufgabe 180833:
Jürgen ist im Ferienlager und will für seine Gruppe Brause zu 0,21 M je Flasche einkaufen. Er nimmt
kein Bargeld, sondern nur leere Flaschen mit. Für das eingelöste Pfandgeld (0,30 M für jede der leere
Flaschen) kauft er möglichst viele Flaschen Brause, wobei er für jede volle Flasche außer dem Preis
von 0,21 M auch 0,30 M Pfand zu zahlen hat. Es stellt sich heraus, dass er sieben Flaschen weniger
erhält, als er abgegeben hat. Außerdem bekommt er noch Geld zurück.
Ermittle alle Möglichkeiten, wie viele leere Flaschen Jürgen mitgenommen haben könnte und wie viel
Geld er dann zurückerhielt!
Daher verbleiben nur die Möglichkeiten x = 15 und x = 16. Für x = 15 gilt y = 42, und für x = 16 folgt
y = 21.
1. Möglichkeit: Jürgen hatte 15 leere Flaschen mitgenommen, das entspricht 4,50 M Pfandgeld. Er kaufte
15 − 7 = 8 Flaschen Brause und musste dafür 4,08 M bezahlen. Er erhielt 0,42 M zurück, wofür er keine
weitere Flasche Brause kaufen konnte.
2. Möglichkeit: Jürgen hatte 16 leere Flaschen mitgenommen, das entspricht 4,80 M Pfandgeld. Er kaufte
16 − 7 = 9 Flaschen Brause und musste dafür 4,59 M bezahlen. Er erhielt 0,21 M zurück, wofür er
ebenfalls keine weitere Flasche Brause kaufen konnte.
Aufgabe 190831:
Klaus erzählt:
Als ich kürzlich einkaufte, hatte ich genau drei Münzen bei mir. Beim Bezahlen stellte ich folgendes
”
fest. Wenn ich zwei meiner Münzen hingebe, so fehlen noch 3,50 M bis zum vollen Preis der gekauften
Ware, lege ich aber nur die übrige Münze hin, so erhalte ich 3,50 M zurück“
Ermittle aus diesen Angaben alle Möglichkeiten dafür, wie viel Münzen welcher Sorte Klaus bei sich
gehabt hat! Dabei sind nur 1, 5, 10, 20, und 50 Pf. sowie 1, 2, 5, 10 und 20 Mark zu berücksichtigen.
168
V.I Gleichungen
Aufgabe 190834:
Beweise, dass das Produkt dreier aufeinanderfolgender natürlicher Zahlen, vermehrt um die mittlere
Zahl, stets die dritte Potenz der mittleren Zahl ergibt!
(x − 1) · x · (x + 1) + x = x3 − x + x = x3
Aufgabe 220832:
1
für n=2 die Zahl q = 2 · 4m = 2m,
1
für n=3 die Zahl q = 3 · (6m + 3) = 2m + 1,
1
für n=4 die Zahl q = 4 · 8m = 2m,
1
für n=5 die Zahl q = 5 · (10m + 5) = 2m + 1,
Wie m sind auch 2m und 2m + 1 natürliche Zahlen; damit ist der in a) geforderte Beweis erbracht.
Ferner ist q genau in den Fällen mit q = 2m gerade; also sind genau n = 2 und n = 4 die in b) zu
ermittelnden Zahlen.
169
V.I Gleichungen
Aufgabe 230831:
Ein vollständig gefülltes Wasserbecken besitzt einen großen und einen kleinen Abflusshahn. Öffnet
man nur den großen Hahn, so läuft das Becken in genau einer Stunde aus; öffnet man nur den kleinen
Hahn, so ist das Becken in genau drei Stunden leer.
Nach welcher Zeit ist das Becken leer, wenn beide Hähne gleichzeitig geöffnet sind? Vorausgesetzt
wird für jeden der beiden Hähne, dass aus ihm jeweils in gleich langen Zeiten gleich große Wasser-
mengen entströmen.
Aufgabe 250835:
Von Lew Nikolajewitsch Tolstoi (1828 - 1910), einem bedeutenden russischen Schriftsteller, stammt
folgende Aufgabe:
Schnitter sollen zwei Wiesen mähen. Am Morgen begannen alle, die größere Wiese zu
mähen. Vom Mittag dieses Tages an teilten sie jedoch die Arbeit anders ein: Die Hälfte
der Schnitter verblieb beim Mähen der ersten Wiese, die sie bis zum Abend fertig mähen.
Die anderen Schnitter gingen zum Mähen der zweiten Wiese über, deren Flächeninhalt
gleich dem der Hälfte der ersten war, und arbeiteten bis zum Abend. Nun blieb auf der
zweiten Wiese ein Rest, für den ein Schnitter allein einen ganzen Tag benötigte.
Andererseits war das Mähen der ersten Wiese die halbe Tagesleistung von x Schnittern, vermehrt um die
halbe Tagesleistung von x2 Schnittern.
x 1 1 x
+2= ·x+ · ⇒ x=8
2 2 2 2
Folglich waren am ersten Tag acht Schnitter bei der Arbeit.
Aufgabe 260831:
Gegen Ende eines Kinderfestes kommen fünf Mädchen zur Solidaritätstombola und wollen Lose kau-
fen. Der Pionierleiter zählt die vorrätigen Lose und sagt dann: Der Vorrat reicht dafür, dass jede
”
von euch, eine nach der anderen, jeweils genau die Hälfte der gerade noch vorhandenen Lose und ein
halbes Los dazu kauft. Dann bleibt kein Los übrig.“
(I) Weise nach, dass es als Vorrat an Losen höchstens eine Anzahl geben kann, bei der die Aussagen
des Pionierleiters zutreffen!
(II) Weise nach, dass für diese Anzahl die Aussagen des Pionierleiters zutreffen! Wie viele Lose kann
jedes der fünf Mädchen nach diesen Angaben kaufen?
170
V.I Gleichungen
(I) Wenn die Aussagen des Pionierleiters bei einem Vorrat von x Losen zutreffen, so kann jedes der
Mädchen so viele Lose kaufen, wie die folgende Tabelle angibt. Ferner ist dort angegeben, wie viele
Lose dann jeweils noch vorhanden sind.
Für den Vorrat von 31 Losen treffen somit die Aussagen des Pionierleiters zu; die einzelnen Mädchen
können nach diesen Aussagen der Reihe nach 16, 8, 4, 2, 1 Lose kaufen.
Also bleibt, wenn das 4. Mädchen die Hälfte der noch vorhandenen Lose und ein halbes Los dazu kauft,
danach noch genau dieses eine Los übrig. Somit war dieses Los und das halbe Los zusammen die andere
Hälfte der zuvor noch vorhandenen Lose; d. h. die Anzahl der noch vorhandenen Lose hatte 3 betragen.
171
V.I Gleichungen
Aufgabe 270831:
Während einer Kindergeburtstagsfeier spielt man Geburtstagsdatum erraten“. Katrin, das Geburts-
”
tagskind, erklärt ihrem jeweiligen Spielpartner:
Teile dein Geburtsdatum auf in eine Tageszahl und eine Monatszahl! (Mein heutiger
”
Geburtstag, der 24. Mai, wäre z. B. aufzuteilen in die Tageszahl 24 und die Monatszahl 5.)
Verdopple nun die Tageszahl deines Geburtsdatums, addiere zum Ergebnis 7, multipliziere
die Summe mit 50 und vermehre das Produkt um die Monatszahl deines Geburtsdatums!“
Nachdem das Ergebnis genannt wurde, war Katrin in der Lage, das betreffende Geburtsdatum zu
nennen. Erkläre, durch welche Überlegung man das Geburtsdatum in jedem Fall aus dem Ergebnis
der von Katrin geforderten Rechnung finden kann!
Man subtrahiert 350 und erhält die Zahl 100x + y. Da y als Monatszahl kleiner als 100 ist, muss y die
aus der Zehner- und Einerziffer von 100x + y gebildete Zahl sein (wobei, falls die Zehnerziffer 0 lautet,
diese wegzulassen ist); und lässt man umgekehrt aus 100x + y die Zehner- und Einerziffer weg, so bleibt
die (Zifferndarstellung der) Zahl x übrig.
Aufgabe 290831:
Eine Aufgabe des bedeutenden englischen Naturwissenschaftlers Isaac Newton (1643 bis 1727) lautet:
Ermittle aus diesen Angaben, welche Geldsumme anfangs des ersten Jahres vorhanden gewesen sein
muss! Weise nach, dass bei dieser Anfangssumme die Angaben des Aufgabentextes zutreffen!
172
V.II Bewegungsgleichungen
nenner
4 400 4 4
(( x − − 100) · − 100) · = 2x
3 3 3 3
16 1600 400 4
( x− − − 100) · = 2x
9 9 3 3
64 6400 1600 400
x− − − = 2x
27 27 9 3
64x − 6400 − 4800 − 3600 = 54x
x = 1480
Aus dieser Anfangssumme entsteht, im ersten Jahr durch Verbrauchen von 100 Pfund die Summe 1380
Pfund, durch Hinzugewinnen eines Drittels (460 Pfund) die Summe 1840 Pfund; im zweiten Jahr ent-
sprechend 1740 Pfund + 580 Pfund = 2320 Pfund; im dritten Jahr 2220 Pfund + 740 Pfund = 2960
Pfund.
Da 2960 das Doppelte von 1480 ist, treffen bei der genannten Anfangssumme somit die Angaben des
Aufgabentextes zu.
V.II Bewegungsgleichungen
I Runde 1
Aufgabe 040813:
Auf einer zweigleisigen Strecke zum Vorort einer Großstadt fährt alle 10 Minuten von der Anfangssta-
tion und von der Endstation gleichzeitig je eine Straßenbahn ab und benötigt je 50 Minuten Fahrtzeit.
Die Aufenthaltszeit an diesen beiden Stationen beträgt je 10 Minuten.
Aufgabe 060813:
Auf einer 1 km langen kreisförmigen Bahn wird ein Radrennen ausgetragen. Zu einer gewissen Zeit hat
der Radsportler B genau 500 m Vorsprung vor dem Radsportler A. A fährt mit einer Geschwindigkeit
von 50 km/h, B mit einer Geschwindigkeit von 45 km/h.
Nach wie viel Minuten würde A den Fahrer B ein ersten Mal einholen, wenn beide mit gleichbleibender
Geschwindigkeit weiterfahren würden?
Die Gesamtlänge des Weges beträgt bei 5 Runden 5 km. Daher wird B von A in 6 Minuten eingeholt.
173
V.II Bewegungsgleichungen
Aufgabe 070813:
Drei Sportler starteten gleichzeitig und liefen 100 m. Als der erste am Ziel war, hatte der zweite noch
genau 10 m zu laufen. Als der zweite am Ziel war, blieben für den dritten noch genau 10 m.
Wie weit war der dritte noch vom Ziel entfernt, als der erste dieses erreicht hatte? (Es sei angenommen,
dass jeder der drei Sportler die gesamte Strecke mit konstanter Geschwindigkeit durchlief.)
Betrachtet man den Zeitpunkt 1, an dem der 1. Läufer (a) ins Ziel kommt, dann gilt für den Zweiten (b)
und Dritten (c): t1 = sb1 : vb1 = sc1 : vc1 ,
wobei sb1 = 100m − 10m = 90m und sc1 die gesuchte Wegstrecke ist, die c zum Zeitpunkt 1 des Zielein-
laufes hinter sich gebracht hatte.
Zum Zeitpunkt 2, an dem der Zweite Läufer (b) das Ziel erreicht gilt analog: t2 = sb2 : vb2 = sc2 : vc2 ,
wobei sb2 = 100 m und sc2 = 100m − 10m = 90m sowie vb := vb1 = vb2 und vc := vc1 = vc2 gilt.
Aufgabe 090814:
Auf zwei nebeneinanderliegenden Fahrbahnen sind zwei 4 m lange Kraftwagen in gleicher Fahrtrich-
tung gefahren. Der erste hatte eine Geschwindigkeit von 60 km
h , der zweite eine Geschwindigkeit von
km
70 h . Der zweite Kraftwagen fuhr an dem ersten vorbei.
Zu Beginn des betrachteten Vorganges befand sich die Hinterkante des ersten Wagens a = 20 m vor
der Vorderkante des zweiten (siehe Abbildung a); am Ende des Vorganges die Vorderkante des ersten
a = 20 m hinter der Hinterkante des zweiten (siehe Abbildung b).
Wie lange dauerte dieser Vorgang, und welche Fahrtstrecke wurde von der Vorderkante des zweiten
Wagens dabei zurückgelegt?
K1 K2
Fahrtrichtung
Fahrtrichtung
a a
K2 K1
a) b)
174
V.II Bewegungsgleichungen
Aufgabe 220813:
Eine NVA-Marschkolonne ist 3,2 km lang. Ein Regulierungsposten fährt mit dem Krad vom Ende
der Marschkolonne ab, holt die Spitze der Marschkolonne nach 5,6 km Fahrt ein, fährt sofort mit
gleichbleibender Geschwindigkeit genau 6 min lang weiter und hat dann seinen Genossen erreicht,
der an der nächsten Straßenkreuzung steht, um den Gegenverkehr zu sperren. Hier wartet er auf die
Marschkolonne, die während der gesamten Zeit ihre Durchschnittsgeschwindigkeit beibehalten hat.
a) Wie verhalten sich die Durchschnittsgeschwindigkeiten des Regulierungspostens und der
Marschkolonne zueinander?
b) Wie viel Minuten muss der Regulierungsposten an der Kreuzung insgesamt auf die Spitze der
Marschkolonne warten?
vR : vM = s0 : s2 = 5,6 : 2,4 = 7 : 3
b) Der Zeitpunkt, an dem der Regulierungsposten die Spitze der Marschkolonne verlässt, sei T0 genannt.
Von diesem Zeitpunkt an legt der Regulierungsposten noch den Weg s = vR · 6 min zurück.
Denselben Weg hat die Spitze der Marschkolonne in der Zeit t vom Zeitpunkt T0 an bis zum Eintreffen
an der Kreuzung zurückzulegen. Also gilt s = vM · t. Daraus folgt
vR
t= · 6 min
vM
nach a) also t = 37 · 6 min = 14 min. Diese Zeit t = 14 min,setzt sich zusammen aus der vom Zeitpunkt
T0 an benötigten Fahrzeit 6 min und der gesuchten Wartezeit des Regulierungspostens an der Kreuzung.
Diese Wartezeit beträgt daher 8 min.
Aufgabe 230813:
Auf einer 22,5 km langen Straßenbahnstrecke sollen Wagenzüge während der Zeit von 8.00 Uhr bis
16.00 Uhr in beiden Richtungen in zehnminütigem Abstand verkehren, beginnend mit der Abfahrtzeit
genau 8.00 Uhr an beiden Endhaltestellen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit der Wagenzüge betrage
18 km
h . Jeder Wagenzug, der an einer Endhaltestelle angekommen ist, soll bis zu seiner Abfahrt eine
Pause einlegen, die mehr als 10 Minuten, aber weniger als 20 Minuten beträgt.
a) Wann hat der Wagenzug, der um 8.00 Uhr an einer Endhaltestelle abfuhr, dieselbe Endhalte-
stelle zum zweiten Mal zu verlassen?
175
V.II Bewegungsgleichungen
s 22,5
t= = h = 1,25h = 1h14min
v 18
Der Wagenzug, der um 8.00 Uhr von einer Endhaltestelle abfuhr, erreicht die andere Endhaltestelle
folglich um 9.15 Uhr.
Von dort hat er planmäßig zu einer Uhrzeit abzufahren, die ein ganzzahliges Vielfaches von 10 Minuten
ist, wegen der Pausenregelung also um 9.30 Uhr. Entsprechend hat er von der ersten Endhaltestelle
nochmals 1 Stunden später, also um 11.00 Uhr abzufahren.
b) Von der zweiten Endhaltestelle müssen zu den Abfahrtszeiten 8.00, 8.10, 8.20, 8.30, 8.40, 8.50, 9.00,
9.10, 9.20 Uhr Wagenzüge zur Verfügung stehen, das sind 9 Wagenzüge.
Ebenso viele werden zur Abfahrt an der ersten Endhaltestelle zu denselben Zeiten benötigt. Von 9.30 Uhr
ab ist die Fortsetzung des geplanten Ablaufs mit den bereits aufgezählten Wagenzügen möglich. Daher
reichen insgesamt 18 Wagenzüge aus.
c) Der erstgenannte Wagenzug sei Z0 ; der erste bzw. der zweite ihm begegnende Wagenzug sei Z1 bzw.
Z2 .
Während der Fahrt haben Z1 und Z2 einen gleichbleibenden Abstand so voneinander; dies ist auch zum
Zeitpunkt von Z0 und Z1 der Abstand zwischen Z0 und Z2 . Da der Wagenzug Z2 an einer Stelle jeweils
10 Minuten später als Z1 eintrifft, benötigt er zum Durchfahren von so genau 10 Minuten.
Durch die Bewegung der Wagenzüge Z0 und Z2 gegeneinander verringert sich ihr Abstand mit einer
doppelt so großen Geschwindigkeit wie die Fahrgeschwindigkeit jedes einzelnen Wagenzuges. Also wird
dieser Abstand in der halben Zeit, die ein einzelner Wagenzug zum Durchfahren von so benötigen würde,
auf 0 verringert. Das besagt:
Bis zum Zeitpunkt der Begegnung von Z0 mit Z2 vergeht die Hälfte von 10 Minuten, das sind 5 Minuten.
II Runde 2
Aufgabe 020826:
Klaus fährt mit seinem Moped mit gleichbleibender Geschwindigkeit eine Straße entlang und passiert
dabei zu Anfang einen Kilometerstein mit einer zweistelligen Zahl vor dem Komma. Nach genau
1 12 Stunden kommt er wiederum an einem Kilometerstein vorbei, auf dem vor dem Komma die
gleichen Ziffern, jedoch in umgekehrter Reihenfolge stehen.
Nach weiteren 1 12 Stunden ist er am Ziel und erblickt einen Kilometerstein, dessen dreistellige Zahl
vor dem Komma aus den beiden Ziffern des ersten Steines, zwischen denen sich eine Null befindet,
besteht. Hinter dem Komma stand in allen drei Fällen die gleiche Ziffer.
a) Welche Strecke legte Klaus zurück?
b) Mit welcher Durchschnittsgeschwindigkeit fuhr er?
176
V.II Bewegungsgleichungen
Im vorgegebenen Bereich wird das bloß von a = 1, b = 6 erfüllt. Also stand auf den Kilometersteinen
16, 61 und 106 – Klaus legte also 90 km zurück. Da er 3 h gebraucht hat, war seine durchschnittliche
Geschwindigkeit 30 km
h .
Aufgabe 080824:
Ein mit konstanter Geschwindigkeit v1 fahrender Lastkraftwagen wird 1 h 25 min nach Fahrtbeginn
von einem ebenfalls mit konstanter Geschwindigkeit v2 fahrenden Personenkraftwagen eingeholt, der
30 min später vom gleichen Ort abfuhr, aber eine um 25 kmh größere Geschwindigkeit als der LKW
hatte.
a) Berechne v1 und v2 !
b) Welche Länge s hat die von beiden Fahrzeugen bis zum Überholungspunkt durchfahrene Weg-
strecke?
b) Wegen
5 · 55 85 67
· = 64 ≈ 64,9
60 60 72
beträgt die durchgefahrene Wegstrecke s ≈ 64,9 km.
Umgekehrt werden durch diese Werte in der Tat alle Bedingungen der Aufgabe erfüllt, wie eine Probe
zeigt.
Aufgabe 140822:
Vier Lastkraftwagen A, B, C und D befahren dieselbe Strecke. Fährt A mit einer Durchschnittsge-
schwindigkeit von 56 km
h und B mit 40 h , so benötigt A genau 2 Stunden weniger als B für diese
km
Strecke.
Mit welcher Durchschnittsgeschwindigkeit müsste C fahren, wenn D genau 4 Stunden eher als C
abfahren, durchschnittlich mit 35 km
h fahren und gleichzeitig mit C am gemeinsamen Ziel ankommen
soll?
177
V.II Bewegungsgleichungen
Wegen 280 : 35 = 8 würde D für diese Strecke bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 35 km · h−1
genau 8 Stunden brauchen. Da C erst 4 Stunden später als D abfahren soll, müsste er die gesamte Strecke
in genau 4 Stunden zurücklegen, wenn er gleichzeitig mit D am Ziel eintreffen will. Wegen 280 : 4 = 70
müsste er dabei eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 70 km · h−1 einhalten.
Aufgabe 280821:
Ein Frachtschiff benötigt für eine Schiffsroute vom Hafen A zum Hafen B genau 12 Tage. Ein Tanker
fährt diese Route in entgegengesetzter Richtung und braucht dafür 15 Tage.
Der Frachter fährt 6 Tage später vom Hafen A ab als der Tanker vom Hafen B.
a) Wie viel Tage nach Abfahrt des Frachters treffen sich die beiden Schiffe, wenn sie mit gleichblei-
bender Geschwindigkeit fahren?
b) Welchen Teil der Route hat dann jedes Schiff zurückgelegt?
1 1 3 3 3 3
Wegen 12 + 15 = 20 nähern sich beide Schiffe täglich um 20 der Route. Da 5 : 20 = 4 ist, treffen sich
beide Schiffe 4 Tage nach Abfahrt des Frachters.
4
b) Der Frachter legt in 4 Tagen 12 = 13 der Route zurück und der Tanker wegen 1 − 1
3 = 2
3 (oder wegen
10
seiner Fahrzeit von 10 Tagen und 15 = 23 ) die restlichen 23 der Route.
III Runde 3
Aufgabe V10831:
Ein Radfahrer fährt an einem windstillen Tage auf einer geradlinig verlaufenden Landstraße nach
einem 32 km entfernt liegenden Orte und sofort wieder zurück. Er benötigt für Hin- und Rückfahrt
genau 4 Stunden, hat also eine Geschwindigkeit v = 16 km
h .
Am nächsten Tage ist es windig. Es sei angenommen, dass die Geschwindigkeit des Radfahrers sich
um 4 km je Stunde verringert, wenn er gegen den Wind fährt, und sich um 4 km je Stunde erhöht,
wenn er mit dem Wind fährt.
Der Radfahrer nimmt an, dass er ebenfalls 4 Stunden für Hin- und Rückfahrt benötige, da ja die
Verzögerung auf der Hinfahrt durch die Beschleunigung auf der Rückfahrt ausgeglichen wird.
Trifft das zu? Begründe deine Antwort!
178
V.II Bewegungsgleichungen
Aufgabe 010832:
Peter hat für seine Modelleisenbahn ein Schienenoval“ auf einem
”
Brett aufgebaut (siehe dazu die Skizze; die Kreisbögen sind Halb-
kreise).
R400
800
Hans, den er eingeladen hat, fragt plötzlich: Was meinst du,
”
fährt der Zug so schnell wie in Wirklichkeit?“ Peter antwortet:
Bestimmt nicht, stell dir doch einmal einen richtigen Zug dane-
”
ben vor! Unser Zug schafft doch höchstens einen Kilometer in der 700
Stunde!“
Ja“, sagt Peter, das schon, aber 1 km bedeutet ja für die Anlage etwas ganz anderes. Man müsste
” ”
es umrechnen.“ Sie überlegen und ermitteln dann folgende Werte:
Zeit für eine Umkreisung: 11 s
Spurweite der Modellbahn: 18,5 mm
Spurweite in Wirklichkeit: 1435 mm
a) Für die tatsächliche Geschwindigkeit des Zuges benötigt man die Länge, die er auf dem Schienenoval
zurücklegt. Das sind zwei Strecken und zwei Halbkreisbögen: 2 · 700mm + 2π · 400mm = 3,91m.
Das ergibt eine Geschwindigkeit des Modelleisenbahnzuges von 35,6 cm
s = 1,28
km
h
b) 18,5 mm Spurweite auf der Modellbahn entsprechen 1435 mm Spurweite in der Wirklichkeit. Der
Geschwindigkeit des Zuges entsprechen also in Realität
35,6 cm
s · 1435mm m km
= 27,6 ≈ 100 .
18,5mm s h
Aufgabe 150834:
Eine Pioniergruppe wandert von der Touristenstation A zum Bahnhof B. Sie legte in der ersten Stunde
3 km zurück. Danach rechnete sie sich aus, dass sie bei gleichbleibender Geschwindigkeit 40 Minuten
zu spät zum Zug kommen würde. Deshalb erhöhte sie ihre durchschnittliche Marschgeschwindigkeit
auf 4 km in der Stunde und kam damit 45 Minuten vor Abfahrt des Zuges in B an.
179
V.II Bewegungsgleichungen
Aufgabe 190836:
Ein Taxifahrer hatte den Auftrag, um 15.00 Uhr einen Gast vom Bahnhof abzuholen. Bei einer
Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 km h hätte er sein Ziel pünktlich erreicht. Auf Grund ungünstiger
Verkehrsverhältnisse konnte er jedoch nur mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 km h fahren
und kam deshalb erst um 15.10 Uhr am Bahnhof an.
a) Berechne die Länge des Weges, den der Fahrer bis zum Bahnhof zurückgelegt hat!
b) Berechne die Zeit, die der Fahrer bis zum Bahnhof benötigte!
Für je 5 km benötigte der Taxifahrer daher 4 min mehr, als er bei einer Geschwindigkeit von 50 km h
gebraucht hätte. Da er genau 10 min zu spät kam, hatte er wegen 45 · 10 = 12,5 insgesamt eine Strecke
von 12,5 km zurückgelegt.
km 12,5 5
b) Für die Weglänge 12,5 km wird bei einer Geschwindigkeit von 30 h eine Zeit von 30 h= 12 h = 25
min benötigt.
Aufgabe 220834:
Ein Hubschrauber startete um 4.30 Uhr in einer Stadt A und flog mit der Geschwindigkeit 250 km
h zu
einer Stadt B. Dort blieb er 30 Minuten und flog dann auf demselben Weg mit der Geschwindigkeit
200 km
h nach A zurück, wo er an demselben Tag um 11.45 Uhr ankam.
Aufgabe 240832:
Um die Haltbarkeit eines Motorradreifentyps zu ermitteln, wurden zwei Reifen getestet. Dabei wurde
festgestellt, dass der Reifen auf dem Hinterrad nach 15000 gefahrenen Kilometern und der Reifen auf
dem Vorderrad nach 25000 gefahrenen Kilometern nicht mehr die erforderliche Profiltiefe hatte und
damit abgenutzt war.
180
V.II Bewegungsgleichungen
a) Es soll nun erreicht werden, dass zwei solche Reifen gleichzeitig abgenutzt sind, indem man sie
nach einer bestimmten Anzahl gefahrener Kilometer gegeneinander austauscht. Ermittle diese Kilo-
meterzahl!
b) Nach wie viel Kilometern sind unter den Voraussetzungen der Teilaufgabe a) beide Reifen abge-
nutzt?
Es werde angenommen, dass sowohl auf dem Vorderrad als auch auf dem Hinterrad die Abnutzung
jeweils proportional zur Fahrstrecke ist.
Daher würden bei diesem Vorgehen erstmals nach 75000 km Vorderradreifen und Hinterradreifen gleich-
zeitig gewechselt, und bis dahin wären drei Vorderradreifen und fünf Hinterradreifen, also insgesamt acht
Reifen verbraucht.
Wenn man mit acht Reifen insgesamt 75000 km fahren kann, dann kann man mit zwei Reifen insgesamt
75000
4 km = 18750 km zurücklegen.
Dabei muss jeder der beiden Reifen die gleiche Strecke als Vorder- wie als Hinterradreifen zurücklegen,
damit beide Reifen denselben Abnutzungsbedingungen unterworfen sind. D. h., die Reifen müssen nach
18750
2 km = 9375 km ausgetauscht werden.
Die in a) bzw. b) gesuchten Kilometerangaben lauten also 9375 km bzw. 18750 km.
Aufgabe 240836:
Zwei Motorradfahrer unternehmen eine Fahrt, auf der beide die gleiche Entfernung zurücklegen. Sie
starten gleichzeitig und kommen gleichzeitig am Ziel an. Dabei benötigt A doppelt so viel Zeit zum
Fahren wie B zum Rasten. B dagegen fuhr dreimal so lange, wie A rastete.
Aufgabe 280831:
Zwei wanderlustige Freunde A und B beschließen, auf einer Wanderstrecke von 30 km einander
entgegenzugehen. Zu Beginn befindet sich A an einem Endpunkt, B an dem anderen Endpunkt dieser
Strecke. Sie verständigen sich telefonisch über ihr Vorhaben und nehmen dabei an, dass jeder von
ihnen seine persönliche Marschgeschwindigkeit während des ganzen Weges gleichbleibend beibehält.
Damit erhalten sie die folgenden Aussagen:
(1) Wenn A 2 Stunden eher startet als B, so treffen sie sich 2 21 Stunden nach dem Start von B.
181
V.II Bewegungsgleichungen
(2) Wenn aber B 2 Stunden eher startet als A, so treffen sie sich 3 Stunden nach dem Start von A.
Zeige, dass unter diesen Voraussetzungen, wenn die Aussagen (1) und (2) zutreffen, die Marschge-
schwindigkeiten von A und B eindeutig bestimmt sind; ermittle diese Geschwindigkeiten!
Überprüfe, dass auch umgekehrt gilt: Wenn A und B die ermittelten Geschwindigkeiten haben, dann
treffen die Aussagen (1) und (2) zu.
1 1
4 · vA + 2 · VB = 30 (3)
2 2
Gehen A und B aber gemäß (2) jeweils von ihrem Start bis zum Treffen 3 Stunden bzw. 5 Stunden, so
folgt entsprechend
3 · vA + 5 · vB = 30 (4)
Aus (3) folgt 9 · vA + 5 · vB = 60; hieraus und aus (4) folgt 6 · vA = 30, vA = 5. Damit ergibt sich aus (4)
5 · vB = 15, vB = 3.
Also sind die Marschgeschwindigkeiten, wenn (1) und (2) zutreffen, eindeutig bestimmt; sie betragen 5
h bzw. 3 h .
km km
Aufgabe 320834:
Ein Radfahrer fuhr mit konstanter Geschwindigkeit über eine 100 m lange Brücke. Als er auf dieser
Brücke 40 m zurückgelegt hatte, traf er einen zweiten Radfahrer, der ihm mit gleicher Geschwindigkeit
entgegenkam. Ein Auto, das auf derselben Strecke mit der Geschwindigkeit 70 km h fuhr, begegnete
dem zweiten Radfahrer in dem Augenblick, als dieser die Brücke verließ, und es überholte den ersten
Radfahrer genau am Ende der Brücke.
Daher hat der erste Radfahrer in der Zeit t2 weitere 40 m zurückgelegt und musste folglich in einer
anschließenden Zeit t3 noch (100 − 2 · 40) m = 20 m bis zum Ende der Brücke zurücklegen.
In dieser Zeit t3 durchfuhr das Auto die Strecke 100 m, also eine 5 mal so lange Strecke wie der Radfahrer
Daher war die Geschwindigkeit des Autos 5 mal so groß wie die des Radfahrers; d. h., es gilt
70 km km
v= = 14
5 h h
182
V.III Prozentrechnung; Proportionalitäten; Misch-Aufgaben
km
Also beträgt die gesuchte Geschwindigkeit 14 h .
Aufgabe 330834:
Auf einer Strecke AB fährt ein Radfahrer X von A nach B, ein zweiter Radfahrer Y von B nach
A. Beide sind zur gleichen Zeit gestartet. In B bzw. A angekommen, kehren sie sofort um, fahren
dieselbe Strecke bis A bzw. B zurück und beenden dann ihre Fahrt. Es werde angenommen, dass jeder
der beiden Fahrer seine Geschwindigkeit konstant beibehält und dass die zum Wenden gebrauchte
Zeit vernachlässigt werden kann.
Auf der Hinfahrt begegneten sie sich 30 Minuten nach dem Start an einer Stelle, die 7,5 km von A
entfernt ist. Nochmals 30 Minuten später waren die Radfahrer wieder beide zusammen an einer Stelle
zwischen A und B.
I. In der Zeit 21 h vom ersten bis zum zweiten Treffen war X nochmals 15 2 km in gleicher Richtung
weitergefahren und wurde am Ende dieser Zeit von Y eingeholt (der zuvor A erreicht und dort die
Richtung gewechselt hatte).
Das besagt: Y musste in dieser Zeit eine 3 mal so lange Strecke durchfahren und hat somit die Geschwin-
digkeit 45 km
h .
Ferner folgt: Y hatte vom Start an bis zum ersten Treffen einen 3 mal so langen Weg wie X zurückgelegt.
Also hat die Strecke AB insgesamt die Länge 4 · 15
2 km = 30 km.
II. Zwischen dem ersten und zweiten Treffen ist X in B angekommen, hat dort die Richtung gewechselt
und dann beim zweiten Treffen Y eingeholt.
Der Ablauf der Begegnungen ist wie im Fall I., nur mit vertauschten Rollen von X und Y . Also hat nun
X eine 3 mal so große Geschwindigkeit wie Y , d. h.: Y hat die Geschwindigkeit 5 km h . Dementsprechend
ergibt sich auch, dass die Länge von AB im Fall I. einen 3 mal so großen Wert hatte wie im Fall II.; d. h.,
im Fall II. hat AB die Länge 10 km.
Aufgabe V10811:
Der neue Doppelstock-Gliederzug unserer Reichsbahn wiegt insgesamt 129 Mp (Leergewicht) und hat
für 640 Reisende Sitzplätze. Ein D-Zug-Wagen alter Bauart wiegt 40 Mp und bietet 64 Reisenden
Sitzplätze.
183
V.III Prozentrechnung; Proportionalitäten; Misch-Aufgaben
Um wie viel Prozent ist das Sitzplatzgewicht“ (Leergewicht je Sitzplatz) bei dem neuen Doppelstock-
”
Gliederzug geringer als bei einem D-Zug alter Bauart?
Aufgabe 010812:
In diesem Jahr werden in der UdSSR 8,3 Milliarden Meter Stoffe gewebt. Jemand behauptet, dass
man damit die ganze Bahnlänge des Mondes um die Erde auslegen könnte.
Hat er recht? (Die Mondbahn sei als Kreisbahn angenommen. Der mittlere Abstand des Mondes von
der Erde beträgt 384000 km.)
Aufgabe 020812:
Für den Zusammenbau von 1000 kompletten Schalterteilen für elektrische Geräte benötigte
im VEB Elektro-Apparate-Werk Berlin-Treptow ein Arbeiter bisher 27 12 Stunden. In einem
Schülerwettbewerb unterbreitete ein Schüler einen Verbesserungsvorschlag, durch den diese Zeit auf
16 12 Stunden verringert werden konnte.
a) Um wieviel Prozent verringerte sich die Arbeitszeit?
b) Um wieviel Prozent erhöhte sich dabei die Arbeitsproduktivität?
Anmerkung: Unter der Arbeitsproduktivität versteht man in diesem Falle den Quotienten aus der
Anzahl der Schalterteile und der für ihre Herstellung benötigten Arbeitszeit.
Aufgabe 030811:
Im Jahre 1962 landeten die Fangfahrzeuge der Hochseefischerei 117291 t Fisch an. Die Fangmenge
im ersten Halbjahr 1963 betrug 74445 t Fisch; das waren um 44 Prozent mehr als im ersten Halbjahr
1962.
a) Wie groß war die Fangmenge im ersten Halbjahr 1962?
b) Wie groß wäre die gesamte Fangmenge im Jahre 1963, wenn man für das zweite Halbjahr 1963
die gleiche prozentuale Steigerung gegenüber dem ersten Halbjahr annimmt wie im Jahre 1962?
184
V.III Prozentrechnung; Proportionalitäten; Misch-Aufgaben
Aufgabe 040811:
Für ein Experiment werden 50 cm3 10-prozentige Salzsäure benötigt. Es steht aber nur 36-prozentige
Salzsäure zur Verfügung.
Wie viel Kubikzentimeter 36-prozentige Salzsäure müssen mit destilliertem Wasser verdünnt werden?
50 cm3 an 10%-iger Salzsäure enthalten 5 cm3 reiner Salzsäure (S). Somit lässt sich folgende Gleichung
aufstellen:
36 100 5 cm3 · 100 8
S= ·x ⇒ x=S· = = 13 cm3 ≈ 13,9 cm3
100 36 36 9
Man benötigt also ≈ 13,9 cm3 36%-iger Salzsäure und dementsprechend 50 − 13,9 cm3 ≈ 36,1 cm3 de-
stilliertes Wasser.
Aufgabe 050811:
Über die Beteiligung an der 1. Stufe der IV. Olympiade Junger Mathematiker der DDR hatte ein
Schüler folgende Übersicht an die Wandzeitung geheftet:
Klasse 8a: Von 33 Schülern beteiligten sich 20, das sind etwa 60,6 Prozent.
Klasse 8b: Von 32 Schülern beteiligten sich 21, das sind etwa 65,6 Prozent.
Klasse 8c: Von 27 Schülern beteiligten sich 19, das sind etwa 70,4 Prozent.
Die Schüler dieser Klassen erhalten die Aufgabe, die prozentuale Gesamtbeteiligung der Schüler der
8. Klassen zu ermitteln. Ein Teil der Schüler bildet das arithmetische Mittel der Prozentzahlen, die
anderen bilden den mit 100 multiplizierten Quotienten aus der Anzahl aller Teilnehmer und der
Anzahl aller Schüler dieser Klassen.
a) Wie groß ist die Differenz, die sich bei den beiden Rechnungen ergibt?
b) Welche Schüler haben die Prozentzahl in der richtigen Weise berechnet?
Aufgabe 060812:
Aus Kuhmilch kann man 21% der Masse an Rahm gewinnen. Aus Rahm gewinnt man Butter, und
zwar beträgt die Buttermasse 23% der Rahmmasse.
Ermittle die kleinste Menge Kuhmilch, die ausreicht, um genau 1 kg Butter unter den angegebenen
Bedingungen zu gewinnen!
Die Milchmenge ist in kg anzugeben und als Dezimalbruch zu schreiben, der auf eine Stelle nach dem
Komma so zu runden ist, dass die Menge ausreicht, um 1 kg Butter zu gewinnen.
185
V.III Prozentrechnung; Proportionalitäten; Misch-Aufgaben
Aufgabe 070812:
Bei welchem Massenverhältnis von 10 prozentiger und 30 prozentiger Salzlösung erhält man nach
Mischung 25 prozentige Salzlösung? (Die Prozentangaben sind auf die Masse bezogen.)
Wenn in der 25%igen Lösung c das Mischungsverhältnis aus k Teilen 10%iger und l Teilen 30%iger
Salzlösung besteht, kann dies als Gleichung wie folgt ausgedrückt werden:
c = k·a+l·b
0,25s + 0,75w = k · (0,1s + 0,9w) + l · (0,3s + 0,7w)
0,25s + 0,75w = (0,1k + 0,3l) · s + (0,9k + 0,7l) · w
Dies ergibt nach Multiplizieren der ersten Gleichung mit 9 und anschließendem Abziehen der 2. Gleichung
davon: 1,5 = 2l bzw. l = 0,75. Dies ergibt in der ersten Gleichung eingesetzt: 0,25 = 0,1k + 0,225 bzw.
k = 0,25.
Damit ergibt sich das gesuchte Verhältnis k : l wie folgt: 0,25 : 0,75 bzw. 1 : 3.
Aufgabe 170811:
Der Preis einer Ware (100 M) wurde in drei hintereinander liegenden Jahren um jeweils 5% gesenkt.
a) Wie viel Prozent des Anfangspreises müsste eine einmalige Preissenkung betragen, wenn der-
selbe Endpreis erreicht werden sollte?
b) Wie viel Prozent des Endpreises beträgt der Anfangspreis der Ware?
Die Prozentangaben sind auf 2 Dezimalen genau zu runden.
5·100
1. Preissenkung um 100 M = 5 M weniger, also 95,- M,
5·95
2. Preissenkung um 100 M = 4,75 M weniger, also 90,25 M,
5·90,25
3. Preissenkung um 100 M = 4,5125 M ≈ 4,51 M weniger, also 85,74 M
d. h., bei einer einmaligen Preissenkung auf diesen Endpreis wäre die Ware 100 M - 85,74 M = 14,26 M
billiger geworden. Daher müsste die einmalige Preissenkung 14,26 % des Anfangspreises betragen, um
denselben Endpreis zu erreichen.
b) Vom Endpreis (85,74 M) als Grundwert ist bei dem gesuchten Prozentsatz x der Anfangspreis (100
M) der Prozentwert. Folglich gilt:
x 100 10000
= ; x= % ≈ 116,63%
100% 85,74 85,74
186
V.III Prozentrechnung; Proportionalitäten; Misch-Aufgaben
Aufgabe 200813:
Ein Vater, der von seinen Söhnen Fritz und Heinz begleitet wurde, kaufte sich im Warenhaus einen
Anzug, der mit einem Schild folgenden Inhalts versehen war: Im Preis um 20% herabgesetzt.“
”
Auf dem Heimweg sagte Heinz: Vati, da hast du 25% des von dir gezahlten Preises eingespart.“
”
Fritz, der diese Bemerkung bezweifelte, fragte den Vater: Stimmt das?“.
”
Dieser erklärte ihm darauf: Das stimmt. Wäre der Preis des Anzugs nur um 10% herabgesetzt
”
worden, dann hätte ich allerdings nur 11 19 % des von mir gezahlten Preises eingespart.“
Beweise, dass diese Aussagen unabhängig von dem speziellen Wert des Preises vor der Preisherabset-
zung wahr sind!
1
Wäre der Preis nur um 10% , also um 10 P herabgesetzt worden, hätte der vom Vater gezahlte Preis
9 1
G = 10 P betragen, und die eingesparte Summe wäre 10
0
P = 19 · 10
9
P = 19 G0 , also 11 91 % von G0 gewesen,
w. z. b. w.
Aufgabe 210814:
Einer Brigade der ausgezeichneten Qualität war der Auftrag erteilt worden, in möglichst kurzer Zeit
eine gewisse Anzahl Messgeräte fertigzustellen. Die Brigade bestand aus einem erfahrenen Arbeiter
als Brigadier und neun jungen Arbeitern, die eben erst ihre Ausbildung beendet hatten.
Im Laufe eines Tages stellte jeder von den neun jungen Arbeiter 15 Geräte fertig, der Brigadier aber
9 Geräte mehr als jedes der zehn Brigademitglieder im Durchschnitt.
Wie viel Messgeräte wurden insgesamt von der Brigade an diesem Arbeitstag fertiggestellt?
Aufgabe 230811:
Ein quaderförmiger Holzblock hat eine Masse von 25 g.
Welche Masse hat ein quaderförmiger Holzblock gleicher Holzart mit den vierfachen Kantenlängen?
187
V.III Prozentrechnung; Proportionalitäten; Misch-Aufgaben
Da bei gleichem Material die Masse dem Volumen proportional ist, beträgt die Masse des zweiten Holz-
blockes 64 · 25 g = 1600 g.
Aufgabe 240811:
An einer Schule wird in den Klassen 5 bis 10 eine Altstoffsammlung durchgeführt. Bei der anschlie-
ßenden Auswertung für einen Wettbewerb zwischen den Klassenstufen wird folgendes festgestellt:
Die Schüler der Klassenstufe 9 sammelten Altstoffe im Wert von 42 M; ebensoviel sammelten die
Schüler der Klassenstufe 10. Die Klassenstufe 8 erbrachte doppelt so viel wie die Klassen 9 und
10 zusammengenommen. Die Schüler der Klassenstufe 5 erreichten 21% des Gesamtergebnisses der
Schule; die Klassenstufe 6 lieferte 30% des Gesamtergebnisses der Schule, und die Klassenstufe 7
erreichte 2% des Gesamtergebnisses der Schule weniger als die Klassenstufe 6.
Welchen Betrag hat nach diesen Feststellungen das Gesamtergebnis der Schule?
Wegen 252 : 21 = 12 sind 12 M somit 1% des Gesamtergebnisses; dieses beträgt daher 1200 M.
Aufgabe 250811:
a) Es sei b diejenige Zahl, die man erhält, wenn man die Zahl 30 um 50% vergrößert.
Um wie viel Prozent muss diese Zahl b verkleinert werden, um wieder die Zahl 30 zu erhalten?
b) Überprüfe, ob die für die Zahl 30 gefundene Aussage bei gleicher Aufgabenstellung auch für
jede beliebige positive Zahl a zutrifft!
b) Für jede positive Zahl a gilt: Vergrößert man a um 50%, so erhält man
a 3
b=a+ = a
2 2
Diese Zahl muss um a2 verkleinert werden, um erneut a zu erhalten; a2 ist aber ein Drittel von 23 a.
Also lautet auch für jede beliebige positive Zahl a die - bei gleicher Aufgabenstellung wie in Aufgabe a)
gesuchte Prozentangabe 33 13 %.
188
V.III Prozentrechnung; Proportionalitäten; Misch-Aufgaben
Aufgabe 290811:
Auf einer Flasche mit handelsüblicher 40 prozentiger Essigessenz stehe die folgende Gebrauchsanwei-
sung: Der Inhalt dieser Flasche (200 ml), mit 800 ml Wasser vermischt, ergibt einen zehnprozentigen
”
Speiseessig.“
Stimmt das?
Aufgabe 330811:
Nach dem Kauf eines neuen Autos muss man bekanntlich im Lauf der Zeit mit einem Wertverlust
rechnen. Für diesen Wertverlust seien im Lauf des ersten Jahres 20%, im zweiten Jahr weitere 15% und
im dritten Jahr nochmals weitere 15% gerechnet, wobei alle diese Prozentangaben vom ursprünglichen
Kaufpreis verstanden werden. Der jeweils entstehende verminderte Wert wird als Zeitwert bezeichnet.
a) Frau Grübler bezahlte für ihren Neuwagen 23800 DM. Berechne den Zeitwert nach zwei Jahren!
b) Herr Bauer will sein Auto nach drei Jahren verkaufen. Zu diesem Zeitpunkt würde der Zeitwert
des Wagens 16200 DM betragen. Um 10% dieses Wertes verringert sich jedoch aufgrund eines
Unfalls der Zeitwert nochmals.
Wie viel Prozent des ursprünglichen Kaufpreises beträgt nun der so entstandene verringerte
Zeitwert?
c) Herr Neumann kauft ein neues Auto für 43000 DM. Er möchte den Wagen nach vier Jahren
zum Zeitwert verkaufen, den er als 18275 DM annimmt.
Welchen Prozentsatz (vom ursprünglichen Kaufpreis) hat er dabei für den Wertverlust im vier-
ten Jahr zugrunde gelegt?
b) Da die Prozentangaben für die Wertverluste einheitlich vom Kaufpreis verstanden werden, beträgt die
Summe der Wertverluste 20 % + 15 % + 15 % = 50 % des Kaufpreises. Daher sind 16200 DM die übrigen
50 % des Kaufpreises; dieser hatte somit 32400 DM betragen.
Die weitere Verringerung des Zeitwertes beträgt 10 % von 16200 DM , das sind 1620 DM. Als verringerter
Zeitwert verbleiben 16200 DM - 1620 DM = 14580 DM. Wegen 14580 : 32400 · 100 = 45 sind das 45 %
vom Kaufpreis.
c) 18275 DM sind 42,5 % von 43000 DM. Wieder wegen der einheitlichen Bezugnahme auf den Kauf-
preis wurde somit für den Wertverlust im vierten Jahr ein Prozentsatz von 50 % - 42,5 % = 7,5 %
zugrundegelegt.
189
V.III Prozentrechnung; Proportionalitäten; Misch-Aufgaben
II Runde 2
Aufgabe V10821:
In einer LPG werden Kartoffeln mit einer vierreihigen Legemaschine ausgelegt. In 10 Stunden können
mit dieser modernen Maschine 3 Genossenschaftsbauern 5 ha Kartoffeln auslegen.
Früher, als die Bauern die Kartoffeln ohne Maschine auslegen mussten, konnte ein Bauer in 8 Stunden
0,5 ha schaffen. Außerdem benötigte er noch 2 Stunden für das Lockern des Ackers und das Zudecken
der Kartoffeln.
Wie viel Stunden Arbeit (Arbeitskraftstunden) sind für 1 ha erforderlich
a) mit der Kartoffellegemaschine,
b) bei der Handarbeit?
c) Vergleiche die Zahlen durch Berechnung von Prozentwerten.
b) Analog wird aus 10 : 0,5 = x : 1 die Lösung x = 20. Bei Handarbeit sind für 1 ha 20 Arbeitskraftstunden
notwendig.
c) Aus den Werten von a) und b) wird 6 : x = 20 : 100, x = 30. Der Aufwand an Arbeitskräften beträgt
mit der Legemaschine nur noch 30 Prozent.
Aufgabe V10822:
Im VEB Glaswerk Stralau wurde die Wanne II mit folgenden Rohstoffen beschickt:
250 kg Scherben, 134 kg Pechstein, 7 kg Flussspat, 228 kg Sand, 82,5 kg Kalk, 17 kg Sulfat und 103
kg Soda.
Wie viel Kilogramm der anderen Rohstoffe benötigt man bei gleicher Zusammensetzung für 1 t Sand?
Aufgabe 010821:
Die Stahlerzeugung ist in der UdSSR bis 1960 gegenüber 1913 (zaristisches Russland) auf etwa 1640
Prozent gesteigert worden.
In wieviel Tagen wurde 1960 in der UdSSR genau soviel Stahl erzeugt wie im gesamten Jahr 1913?
Aufgabe 020822:
Nach den Plänen, die auf dem XXII. Parteitag der KPdSU ausgearbeitet wurden, soll die Koh-
leförderung 1980 um 687 Millionen t höher liegen als im Jahre 1960. Die Kohleförderung im Jahre
1980 beträgt 234 Prozent im Vergleich zum Jahre 1960.
Berechne die geplante Kohleförderung des Jahres 1960! Runde auf volle Millionen t!
190
V.III Prozentrechnung; Proportionalitäten; Misch-Aufgaben
Aufgabe 030821:
Ein rechteckiges Maisfeld von 360 m Länge und 220 m Breite soll von zwei Mähhäckslern abge-
erntet werden. Proben haben einen durchschnittlichen Bestand von 58 kg je 10 m2 ergeben. Jeder
Mähhäcksler kann stündlich 105 dt ernten.
a) In welcher Zeit wird das Maisfeld (bei ununterbrochenem Einsatz beider Maschinen) abgeerntet?
b) Für den Transport des Erntegutes stehen Hänger mit einem Fassungsvermögen von 3,5 t zur
Verfügung. Jeder Hänger benötigt für das Be- und Entladen sowie für Hin- und Rückfahrt insgesamt
40 min (Umlaufzeit).
Wie viel Hänger braucht man mindestens, wenn die Arbeit ununterbrochen vonstatten gehen soll?
Ein jeder Mähhäcksler erntet 3,5 t in 20 Minuten. Nimmt man an das Beladen und Hinfahrt genauso
lange dauert wie Entladen und Rückfahrt, so benötigt jeder Häcksler zwei Hänger, insgesamt also 4.
Aufgabe 050821:
Eine Gruppe von Schülern einer Klasse hat Kastanien gesammelt. Als ein Mitschüler fragt, wie viel
Schüler die Klasse hat und wie viel beim Sammeln teilgenommen haben, erhält er folgende Antworten:
(1) Wären 12 Schüler mehr dabei gewesen, dann hätten wir 75% mehr sammeln können.
(2) Wenn 75% der Schüler unserer Klasse teilgenommen hätten, dann hätten wir das Eineinhalb-
fache sammeln können.
(3) Es soll vorausgesetzt werden, dass jeder Schüler die gleiche Anzahl von Kastanien sammelt.
a) Wie viel Schüler haben teilgenommen?
b) Wie viel Schüler hat die Klasse?
a) Die Anzahl der Schüler, die gesammelt haben, sei x. Wegen (1) und (3) gilt dann (x + 12) : x =
175 : 100, woraus sich 75x = 1200 und x = 16 ergibt.
b) Wegen (2) und (3) gilt für die Anzahl a der Schüler in der Klasse
75
a:x=3:2 ⇒ a:x=2:1 ⇒ a=2
100
Folglich ist a = 32, und die Klasse hat genau 32 Schüler.
191
V.III Prozentrechnung; Proportionalitäten; Misch-Aufgaben
Aufgabe 060823:
18% einer Zahl sind gleich 15% einer anderen Zahl.
Ermittle das Verhältnis der ersten zur zweiten dieser beiden Zahlen!
Aufgabe 150821:
Die Wägung eines mit Wasser gefüllten Gefäßes ergab eine Gesamtmasse (Gefäß- und Wassermasse)
von 2000 g. Gießt man 20% des Wassers ab, so verringert sich diese gewogene Gesamtmasse auf 88%.
Aufgabe 160822:
Ein Rechteck habe die Seitenlängen a1 und b1 .
Um wie viel Prozent verändert sich der Flächeninhalt dieses Rechtecks, wenn die Seite a1 um 25%
verkleinert und die Seite b1 um 20% vergrößert wird?
Aufgabe 200821:
Herr Schäfer hatte sich zwei Hunde gekauft. Er musste sie aber bald wieder verkaufen. Dabei erhielt
er für jeden Hund 180 Mark.
192
V.III Prozentrechnung; Proportionalitäten; Misch-Aufgaben
Wie Herr Schäfer feststellte, hatte er damit an dem einen Hund 20% von dessen früherem Kaufpreis
dazugewonnen, während er den anderen Hund mit 20% Verlust von dessen früherem Kaufpreis wei-
terverkauft hatte.
Untersuche, ob sich hiernach für Herrn Schäfer insgesamt beim Verkauf beider Hunde ein Gewinn
oder ein Verlust gegenüber dem gesamten früheren Kaufpreis ergeben hat! Wenn dies der Fall ist, so
ermittle, wie viel der Gewinn bzw. Verlust beträgt!
6
x = 180 also x = 150
5
War der frühere Kaufpreis des zweiten Hundes y Mark, so erhielt Herr Schäfer beim Verkauf dieses Hundes
80 4
100 y Mark = 5 y 57 Mark. Daher gilt y = 225.
Somit hatte der frühere Kaufpreis 150 M + 225 M = 375 M betragen. Da Herr Schäfer die Hunde für
insgesamt 360 Mark weiterverkaufte, erlitt er insgesamt einen Verlust von 15 Mark.
III Runde 3
Aufgabe 010831:
In einem Kreis wurde in einem Quartal der Plan für die Produktion von Mauersteinen (Plan: 1350000
Stück) insgesamt mit 100,1 Prozent erfüllt. Eine Überprüfung der Betriebe zeigte, dass dabei zwei
Betriebe, die laut Plan 150000 bzw. 290000 Stück Mauersteine zu produzieren hatten, den Plan nur
mit 80,0 Prozent bzw. 86,2 Prozent erfüllt hatten.
a) Wie viel Mauersteine hätten in diesem Kreis produziert werden können, wenn diese beiden Betriebe
ihren Plan mit 100 Prozent erfüllt hätten?
b) Wie viel Prozent hätte in diesem Falle die Planerfüllung für den Kreis betragen?
a) Der erste Betrieb hätte 20 % von 150000 Steinen mehr produzieren können, also 30000 Stück.
Der zweite Betrieb dagegen 13,8 % von 290000, also 40020 Stück.
Zusammen mit den 1350000 · 1,001 = 1351350 tatsächlich produzierten Mauersteinen wären es also
1421370 Mauersteine gewesen.
1421370
b) Die Planerfüllung hätte dann bei 1350000 = 1,053 = 105,3 Prozent gelegen.
Aufgabe 020831:
Zinkblende ist ein Erz und enthält 65 Prozent Zink. Von dieser Zinkmenge gehen bei der Gewinnung
noch 15 Prozent verloren.
193
V.III Prozentrechnung; Proportionalitäten; Misch-Aufgaben
Aufgabe 050835:
Jemand gießt 9 kg Wasser mit einer Temperatur von 30◦ C und 6 kg Wasser mit einer Temperatur
von 85◦ C zusammen und rührt das Gemisch gut um.
Welche Temperatur würde das Gemisch annehmen, wenn man den Wärmeaustausch mit der Umge-
bung unberücksichtigt lässt?
Aufgabe 060833:
Gegeben seien 3000 g einer 7,2-prozentigen Lösung von Kochsalz in Wasser (d. h. in je 100 g der
Lösung sind genau 7,2 g Kochsalz enthalten). Durch Sieden dieser Lösung verdampft soviel Wasser,
dass genau 2400 g der eingedampften Lösung verbleibt.
Aufgabe 090835:
Aus 77prozentigem und 87prozentigem Spiritus und nur daraus soll durch Mischen genau 1000 g
80prozentiger Spiritus hergestellt werden.
194
V.III Prozentrechnung; Proportionalitäten; Misch-Aufgaben
Folglich kommen als Lösung der Aufgabe nur die Massen 700 g 77-prozentiger und 300 g 87prozentiger
Spiritus in Frage.
Diese Massen haben tatsächlich die geforderte Eigenschaft; denn 700 g von 77prozentigem Spiritus enthal-
ten genau 539 g reinen Spiritus; 300 g von 87prozentigem Spiritus enthalten genau 261 g reinen Spiritus.
Das sind zusammen 800 g reiner Spiritus.
Laut Definition bezeichnet man 1000 g einer Mischung, die 800 g Spiritus und 200 g Wasser enthält, als
80prozentigen Spiritus, der laut Aufgabe herzustellen war.
Aufgabe 140836:
Gegeben seien drei Zahlen p, p1 , p2 mit 0 < p1 < p < p2 < 100.
Aus einer geeigneten Menge x kg einer p1 -prozentigen Lösung eines Stoffes (d. h. einer Lösung, die p1
% dieses Stoffes und den Rest Wasser enthält) und einer geeigneten Menge y kg einer p2 -prozentigen
Lösung des gleichen Stoffes soll durch Zusammengießen eine p-prozentige Lösung hergestellt werden.
a) Ermittle das hierzu erforderliche Mischungsverhältnis, d. h. die Zahl x : y, zunächst speziell für
die Werte p1 = 25, p2 = 60 und p = 35!
b) Stelle dann eine für beliebige Werte von p1 , p2 und p gültige Formel für das Mischungsverhältnis
auf!
Anmerkung: Die angegebenen Prozentsätze beziehen sich auf die Masse, sind also nicht als Volumen-
prozent anzusehen.
b) Mit analoger Begründung wie in a) hat x : y genau dann den gesuchten Wort, wenn
p1 p2 p x p2 − p
x+ y= (x + y) ⇒ =
100 100 100 y p − p1
195
V.III Prozentrechnung; Proportionalitäten; Misch-Aufgaben
Aufgabe 170836:
Zwei Platten von gleicher Dicke bestehen aus Eichenholz bzw. Stahl. Der Flächeninhalt der Grund-
fläche der Eichenplatte ist um 20% größer als der Flächeninhalt der Grundfläche der Stahlplatte. Die
Dichte des Eichenholzes verhält sich zur Dichte des Stahls wie 1 : 10.
Ermittle, um wie viel Prozent die Masse der Stahlplatte größer als die Masse der Eichenplatte ist!
ms AS · h · ρS · 100 AS · h · ρS · 100 1
x= 100 = = 120 1 = 833
mE AE · h · ρ E A
100 S · h · ρ
10 S
3
Die Masse der Stahlplatte ist um (833 13 − 100)% = 733 13 % größer als die der Eichenplatte.
Aufgabe 180835:
Zum Experimentieren wird eine 30%ige Salzlösung benötigt. Vorhanden sind aber lediglich 2 Liter
10%iger Salzlösung sowie eine Flasche mit 42%iger Salzlösung.
Ermittle, wie viel Liter 42%iger Salzlösung den 2 Litern 10%iger Salzlösung zuzusetzen sind, damit
eine 30%ige Salzlösung entsteht!
Da die Salzmenge im Lösungsgemisch stets gleich der Summe der Salzmengen in den gemischten Lösungen
ist, muss gelten:
10
0,20 + 0,42x = 0,30(x + 2) ⇒ 20 + 42x = 30x + 60 ⇒ x =
3
10
Man muss also 3 Liter 42%ige Salzlösung zusetzen, um die geforderte 30%ige Salzlösung zu erhalten.
10 16
Probe: Man erhält als Mischung 2 Liter + 3 Liter = 3 Liter einer Lösung mit folgendem Salzgehalt:
196
V.IV Ungleichungen
V.IV Ungleichungen
I Runde 1
Aufgabe 150811:
Peter kam vom Einkaufen zurück. Er kaufte in genau 4 Geschäften ein und hatte dafür genau 35 M
zur Verfügung. Davon bringt er der Mutter genau 2 M wieder und berichtet:
Im Gemüseladen habe ich 4 M und noch etwas, jedenfalls mehr als 10 Pf bezahlt. Im
”
Schreibwarengeschäft habe ich mehr als im Gemüseladen bezahlen müssen, es war eine
gerade Zahl von Pfennigen und kein 5-Pfennig-Stück dabei. Beim Bäcker war es dann
mehr als im Gemüseladen und Schreibwarengeschäft zusammen, aber diese Geldsumme
war ungerade, und im Konsum schließlich bezahlte ich mehr als in den drei anderen
Geschäften zusammen.“
Im Schreibwarengeschäft musste er folglich mindestens 4,12 M bezahlen. Er kann aber auch nicht 4,14 M
oder mehr bezahlt haben; denn sonst hätte er beim Bäcker 8,26 M oder mehr und beim Konsum 16,52
M oder mehr, insgesamt also 33,03 M oder mehr bezahlt, was nicht möglich ist.
Folglich hat er im Schreibwarengeschäft genau 4,12 M bezahlt. Beim Bäcker musste er dann laut Aufgabe
mindestens 8,25 M bezahlt haben. Er kann aber auch nicht 8,27 M oder mehr bezahlt haben; denn in
diesem Falle hätte er beim Konsum 16,51 M oder mehr, insgesamt also 33,01 M oder mehr zu zahlen
gehabt, was ebenfalls nicht möglich ist.
Folglich hat er beim Bäcker genau 8,25 M bezahlt. Wegen 4,11 M + 4,12 M + 8,25 M = 16,48 M und da
Peter genau 2,00 M zurückbrachte, hat er beim Konsum genau 16,52 M bezahlt.
Aufgabe 150812:
a) Ermittle alle geordneten Paare (a, b) natürlicher Zahlen, für die die folgenden Bedingungen
erfüllt sind:
a < 4 (1) ; a − b > 0 (2) ; a + b > 2 (3)
b) Beweise, dass es keine geordneten Paare (a, b) ganzer Zahlen mit den Eigenschaften (1), (2),
(3) gibt, bei denen a < 0 oder b < 0 ist!
197
V.IV Ungleichungen
Wäre a = 0, so folgte aus (2) der Widerspruch b < 0 gegen die Eigenschaft von b, natürliche Zahl zu sein.
Wäre a = 1, so folgte aus (2) zunächst b = 0 und damit a + b = 1 im Widerspruch gegen (3).
Für a = 2 folgt aus (2), (3) einerseits b < 2, andererseits b > 0, also b = 1.
Für a = 3 folgt aus (2) die Ungleichung b < 3.
Daher können nur die Paare (2,1), (3,0), (3,1), (3,2) (4) natürlicher Zahlen die Bedingungen (1), (2), (3)
erfüllen.
II. Für alle diese Paare ist in der Tat a < 4; ferner hat a − b für sie die Werte 1, 3, 2, 1, die alle größer
als 0 sind; schließlich hat a + b die Werte 3, 3, 4, 5, die alle größer als 2 sind.
Also sind die Paare (4) alle in Aufgabe a) zu ermittelnden.
b) Gäbe es ein Paar (a,b) ganzer Zahlen mit (1), (2), (3) und a < 0, so folgte aus (2) auch b < 0 und
damit a + b < 0 im Widerspruch gegen (3).
Gäbe es ein Paar mit (1), (2), (3) und b < 0, so folgte b ≤ −1, aus (1) aber a ≤ 3 und damit a + b ≤ 2
im Widerspruch gegen (3).
II Runde 2
Aufgabe 190822:
In einer AG Mathematik stellte ein Mitglied der Patenbrigade den Teilnehmern folgende Aufgabe:
Unsere Brigade hat mehr als 20, aber weniger als 35 Mitglieder. Von ihnen nahmen im letzten
”
Jahr im Juli dreimal soviel, im Februar doppelt soviel ihren Jahresurlaub wie im Mai. Im Januar
nahmen drei Personen weniger als im Juli Urlaub, im August dagegen eine Person mehr als im Mai.
In den nicht genannten Monaten dieses Jahres nahm kein Mitglied unserer Brigade Urlaub. Unter
den genannten Urlaubern ist jedes Mitglied unserer Brigade genau einmal vertreten.
Stellt fest, ob ihr allein aus diesen Angaben die Anzahl unserer Brigademitglieder ermitteln könnt!“
Nun gilt 20 < 10x − 2 < 35, also 22 < 10x < 37.
Da x eine natürliche Zahl ist, folgt daraus x = 3. Mithin hatte die Brigade 28 Mitglieder.
Aufgabe 210821:
1 1
Ermittle alle diejenigen natürlichen Zahlen a, für die 4 < a
a+12 < 3 gilt!
198
V.IV Ungleichungen
1 2 3 4 5 6 7
0< < < < < < < < ...
13 14 15 16 17 18 19
4 1 6 1
Wegen 16 = 4 und 18 = 3 erfüllt somit genau die natürliche Zahl a = 5 die geforderte Ungleichung.
Aufgabe 240823:
Ermittle alle diejenigen natürlichen Zahlen x, die die Ungleichung
11 7 15
< < erfüllen!
15 x 11
Für natürliche Zahlen x gilt (2) genau dann, wenn ( x7 existiert, d. h.) x > 0 ist und die Ungleichung
77
15x > 77 erfüllt. Dies gilt genau dann, wenn x > 15 ist, was wegen 77 2
15 = 5 15 genau von den natürlichen
Zahlen x mit x ≥ 6 erfüllt wird.
Also ist die Gültigkeit von (1) und (2) für natürliche Zahlen x gleichbedeutend mit 6 ≤ x ≤ 9 (d. h., die
gesuchten Zahlen sind genau die Zahlen 6, 7, 8 und 9).
Aufgabe 310822:
a) Klaus wählt natürliche Zahlen m und n mit 0 < m < n und bildet die Zahlen p = m n und
q=m n
Dann ordnet er die drei Zahlen 1, p, q der Größe nach, beginnend mit der kleinsten.
Beweise, dass sich bei jeder Wahl solcher m, n stets dieselbe Reihenfolge für 1, p, q ergeben
muss! Wie lautet sie?
b) Nun zeichnet Klaus auf einer Zahlengeraden die drei Punkte E, P , Q, die den Zahlen 1, p, q
zugeordnet sind. Er ordnet dann die beiden Längen EP und EQ der Größe nach.
199
V.IV Ungleichungen
Zeichne für das Beispiel m = 2, n = 5 die Strecken EP , EQ auf einer Zahlengeraden, deren
Einheitsstrecke (vom Nullpunkt O bis E ) die Länge OE = 4cm hat! Beweise, dass sich (bei
jeder Wahl obengenannter m, n) auch für EP und EQ stets dieselbe Reihenfolge ergeben muss!
Wie lautet sie?
b) Zeichnung: O P E Q
0 2 1 5
5 2
III Runde 3
Aufgabe 030832:
Beweise folgende Behauptung:
Wenn a und b entweder beide positive reelle oder beide negative reelle Zahlen sind, dann ist stets
Aufgabe 040835:
Gegeben sind vier aufeinander folgende natürliche Zahlen, die in ihrer Reihenfolge a, b, c und d
genannt sind.
a) Welches Produkt ist größer, ac oder bd ? Bestimme die Differenz der beiden Produkte!
b) Welches Produkt ist größer, bc oder ad ? Bestimme die Differenz der beiden Produkte!
200
V.IV Ungleichungen
a)
ac = a · (a + 2) = a2 + 2a ; bd = (a + 1) · (a + 3) = a2 + 4a + 3
Daraus folgt a · c < b · d, die Differenz beträgt 2a + 3.
b)
bc = (a + 1)(a + 2) = a2 + 3a + 2 ; ad = a · (a + 3) = a2 + 3a
Daraus folgt b · c > a · d, die Differenz beträgt 2.
Aufgabe 110833:
Ermittle alle reellen Zahlen x, für die ein gleichschenkliges Dreieck 4ABC mit den Seitenlängen
a = −5x + 12; b = 3x + 20; c = 4x + 16 existiert!
Die Bedingung a = c ist gleichbedeutend mit −5x + 12 = 4x + 16, also mit x = − 94 . Daraus ergibt sich
a = c = 128 56
8 und b = 3 , und (1) bis (6) sind sämtlich erfüllt.
Die Bedingung b = c ist gleichbedeutend mit 3x + 20 = 4x + 16, also mit x = 4. Daraus ergibt sich
b = c = 32 und a − 8, d. h. (1) ist nicht erfüllt.
Mithin gibt es genau für x = −1 und x = −4 je ein gleichschenkliges Dreieck.
Aufgabe 110834:
Beweise, dass für je zwei rationale Zahlen a > 2 und b > 2 das Produkt ab größer als die Summe
a + b ist!
Aufgabe 130834:
Ermittle alle rationalen Zahlen a, die die Ungleichung erfüllen:
3a − 2
<0
a+1
Angenommen, es gäbe eine rationale Zahl a mit 3a − 2 > 0 und a + 1 < 0. Dann folgte aus 3a − 2 > 0
einerseits a > 23 und aus a + 1 < 0 andererseits a < −1. Da es keine rationale Zahl gibt, die gleichzeitig
201
V.V Gleichungssysteme
größer als 3 und kleiner als -1 ist, war unsere Annahme falsch.
Daher ist die gegebene Ungleichung genau für diejenigen rationalen Zahlen a erfüllt, für die 3a − 2 < 0
und a + 1 > 0 gilt. Nun ist 3a − 2 < 0 gleichbedeutend mit a < 23 und a + 1 > 0 mit a > −1.
Diese beiden Bedingungen werden genau von allen rationalen Zahlen a erfüllt, für die −1 < a < 1 gilt.
2
Folglich sind alle rationalen Zahlen a mit −1 < a < 3 und nur diese Lösungen der gegebenen Unglei-
chungen.
Aufgabe 310834:
Untersuche für alle rationalen Zahlen a, b mit a ≥ 2, b ≥ 2, ob bzw. unter welchen Bedingungen das
Produkt der Zahlen a, b kleiner als die Summe, gleich der Summe oder größer als die Summe von a
und b ist!
(a − 1)(b − 1) ≥ 1 (2)
ab − a − b + 1 ≥ 1
ab ≥ a + b (3)
Gleichheit gilt in (3) genau dann, wenn sie in (2) gilt, und das ist genau dann der Fall, wenn in beiden
Beziehungen (1) Gleichheit gilt. Damit ist gezeigt:
Es gibt keine Zahlen a, b mit a ≥ 2, b ≥ 2, für die das Produkt ab kleiner als die Summe a + b wäre;
im Fall, dass beide Zahlen a, b gleich 2 sind, ist das Produkt ab gleich der Summe a + b;
für alle anderen a, b mit a ≥ 2, b ≥ 2 ist das Produkt ab größer als die Summe a + b.
V.V Gleichungssysteme
I Runde 1
Aufgabe V00801:
Zwei Brigaden einer Spulenfabrik fertigen zusammen 8200 Transformatorspulen. Bei der
Gütekontrolle müssen von den durch das erste Kollektiv gefertigten Spulen 2%, von denen des zweiten
Kollektivs 3% wegen mangelhafter Isolation ausgeschieden werden.
Insgesamt sind 216 Spulen unbrauchbar. Wie viel einwandfreie Spulen werden von jedem Kollektiv
hergestellt?
Das System hat die Lösung x = 3000, y = 5200. Nach Abzug der mangelhaften Spulen (0,02 · x = 60,
0,03 · y = 156) ergibt sich, dass die erste Brigade 2940 und die zweite Brigade 5044 einwandfreie Spulen
hergestellt haben.
202
V.V Gleichungssysteme
Aufgabe V00804:
Wir haben zwei Gefäße. In beide Gefäße gießen wir Wasser, und zwar in das erste 25 seines Fassungs-
vermögens, in das zweite 83 seines Fassungsvermögens.
Wenn wir die beiden Wassermengen zusammengießen, erhalten wir 8,5 Liter. Wir wissen noch, dass
4 3
5 des Fassungsvermögens des ersten Gefäßes um 6,2 Liter größer ist als 4 des Fassungsvermögens des
zweiten Gefäßes.
Berechnet die Fassungsvermögen der beiden Gefäße!
Aufgabe V00808:
Knobel Knifflig erzählt: Ich bin dem Riesen aus Prag begegnet. Sein Kopf und Hals sind zusammen
30 cm lang. Seine Beine sind doppelt so lang wie Kopf, Hals und halber Rumpf, und der ganze Kerl
ist genau ein Meter länger als Kopf, Hals und Beine zusammen.
Wie groß ist er?
Aus (3) folgt sofort r = 100. Setzt man (1) und den Wert für r in (2) ein, wird b = 160. Damit wird
k + h + r + b = 30 + 100 + 160 = 290. Der Riese ist 2,90 m groß.
Aufgabe 240812:
Cathrin stellt ihren Mitschülern in der Arbeitsgemeinschaft Mathematik“ folgende Knobelaufgabe:
”
Eine Flasche und ein Glas wiegen zusammen so viel wie ein Krug. Die Flasche wiegt allein so viel wie
das Glas zusammen mit einem Teller, während drei solcher Teller zusammen so viel wie zwei solcher
Krüge wiegen. Wie viel solcher Gläser wiegen zusammen so viel wie die Flasche?
F +G=K (1)
F =G+T (2)
3T = 2K (3)
Aus (2) folgt 3F = 3G + 3T . Setzt man hierin (3) ein, so ergibt sich
3F = 3G + 2K (4)
Aus (1) folgt 2K = 2F + 2G, Setzt man dies in (4) ein, so erhält man 3F = 3G + 2F + 2G und daraus
F = 5G.
Also wiegen fünf Gläser so viel wie die Flasche.
203
V.V Gleichungssysteme
Aufgabe 340811:
Anja, Bernd und Christina haben am gleichen Tag Geburtstag.
3 2
An diesem Tag sagt Anja zu Christina: deines Alters sind ebenso viele Jahre wie meines Alters.“
”4 3
3
Bernd sagt zu Christina: deines Alters sind ebenso viele Jahre wie die Hälfte meines Alters.“
”4
Christina sagt: Die Summe unserer drei Altersangaben in Jahren ausgedrückt, beträgt 58.“
”
Zeige, dass durch diese Angaben eindeutig bestimmt ist, wie alt Anja, Bernd und Christina sind!
Nenne diese drei Altersangaben!
II Runde 2
Aufgabe 140821:
Bei einer Kreisspartakiade wurden für die Teilnehmer insgesamt 61 Goldmedaillen, 63 Silbermedaillen
und 60 Bronzemedaillen vergeben. Die Mannschaften der Schulen der Stadt B erkämpften dabei
zusammen 42 dieser Medaillen. Sie erhielten genau ein Drittel aller Silbermedaillen, mehr als ein
Sechstel, jedoch weniger als ein Fünftel aller Bronzemedaillen und einige Goldmedaillen.
Ermittle die Anzahl aller Gold-, Silber- und Bronzemedaillen, die von den Schülern der Stadt B bei
diesem Wettkampf errungen wurden!
Aufgabe 080836:
Die Zahlen a, b, c und d mögen folgenden Bedingungen genügen:
204
V.V Gleichungssysteme
(1) d > c
(2) a + b = c + d
(3) a + d < b + c
Ordne die Zahlen der Größe nach (beginnend mit der größten)!
Aufgabe 160833:
In einem allseitig geschlossenen quaderförmigen Glaskasten befinden sich genau 600 cm3 Wasser. Legt
man den Kasten nacheinander mit seinen verschiedenen Außenflächen auf eine horizontale Ebene, so
ergibt sich für die Wasserhöhe im Kasten einmal 2 cm, einmal 3 cm und einmal 4 cm.
Ermittle diejenigen Werte für das Fassungsvermögen des Kastens, die diesen Angaben entsprechen!
Bemerkung: Der Wasserspiegel sei als Teil einer horizontalen Ebene angenommen, die Adhäsion werde
vernachlässigt.
Wegen (5) folgt aus (4) a = 20 und aus (1) oder (3) b = 15.
Also können nur 10 cm, 15 cm, 20 cm als Innenmaße des Kastens und mithin nur der Wert 3000 cm3 für
sein Fassungsvermögen den Angaben der Aufgabenstellung entsprechen.
Aufgabe 170834:
Eine Pioniergruppe sammelte Altpapier; der gesamte Erlös wurde auf das Solidaritätskonto
überwiesen. Die Pioniere bildeten zwei Brigaden, jeder Pionier der Gruppe gehörte genau einer dieser
Brigaden an. Über das Sammelergebnis ist folgendes bekannt:
(1) Jeder Pionier der Brigade A sammelte genau 13 kg, außer einem, der nur 6 kg mitbrachte.
(2) Jeder Pionier der Brigade B sammelte genau 10 kg, außer einem mit nur genau 5 kg.
(3) Brigade A sammelte insgesamt die gleiche Menge wie Brigade B.
(4) Die gesamte Pioniergruppe sammelte mehr als 100 kg, jedoch weniger als 600 kg Altpapier.
205
V.V Gleichungssysteme
Aus (4) folgt 100 < 2(13x + 6) < 600 und daraus 44 < 13x < 294.
Dies wird weder von x = 3 noch von den Zahlen x = 23 erfüllt, da hierfür 13x = 39 bzw. 13x = 299 gilt.
Also ist x = 13.
Nach (*) ergibt sich daraus y = 17. Somit gehörten genau 14 Schüler der Brigade A und genau 18 der
Brigade B an.
b) Brigade A sammelte (13 · 13 + 6) kg = 175 kg und Brigade B (17 · 10 + 5) kg = 175 kg, die gesamte
Gruppe somit 350 kg Altpapier.
Wegen 350 · 0,15 M = 52,50 M konnte die Pioniergruppe genau 52,50 M auf das Solidaritätskonto
überweisen.
Aufgabe 200831:
Uwe erzählt:
In den Winterferien machten wir mit einer Reisegesellschaft eine Fahrt in den Harz.
”
Daran nahmen nicht mehr als 80 Personen teil, und zwar waren es genau 3 Männer
weniger als Frauen und genau 20 Erwachsene mehr als Kinder. Unterwegs wurden wir in
genau 7 Gruppen von gleicher Personenzahl aufgeteilt.“
Ermittle alle Möglichkeiten, die Anzahlen der Männer, Frauen und Kinder so anzugeben, dass Uwes
Aussagen zutreffen!
206
V.V Gleichungssysteme
Aufgabe 210835:
Jemand hebt von seinem Sparkonto einen bestimmten Geldbetrag ab. Er erhält diesen in insgesamt
29 Banknoten ausgezahlt, und zwar ausschließlich in Zehnmarkscheinen, Zwanzigmarkscheinen und
Fünfzigmarkscheinen. Dabei ist die Anzahl der 10-M-Scheine um 1 kleiner als die Anzahl der 20-M-
Scheine. Die Anzahl der 50-M-Scheine ist größer als das Zweifache, aber kleiner als das Dreifache der
Anzahl der 20-M-Scheine.
Aufgabe 320832:
Um einen Behälter mit Wasser füllen zu können, soll eine Anzahl Röhren angelegt werden. Durch
jede Röhre soll das Wasser gleichmäßig strömen (d. h. in gleichen Zeiten gleichviel Wasser). In einer
Stunde soll durch jede Röhre die gleiche Wassermenge zuströmen wie durch jede andere Röhre.
Für die Anzahl der Röhren gibt es drei Vorschläge. Nach dem zweiten Vorschlag, zwei Röhren weniger
als beim ersten Vorschlag zu nehmen, würde das Füllen des Behälters zwei Stunden länger dauern als
beim ersten. Nach dem dritten Vorschlag, vier Röhren mehr als beim ersten Vorschlag zu nehmen,
würde das Füllen des Behälters zwei Stunden kürzer dauern als beim ersten.
Ermittle aus diesen Angaben die Anzahl der Röhren und die Zeit zum Füllen des Behälters beim
ersten Vorschlag!
n·t n
=t−2 ; t= +2 (2)
n+4 2
Aus (1) und (2) folgt n − 2 = n2 + 2 und damit nach (1) n = 8 und t = 6.
Also war beim ersten Vorschlag vorgesehen, mit 8 als Anzahl der Röhren eine Füllzeit von 6 Stunden zu
erreichen.
207
V.V Gleichungssysteme
Aufgabe 320836:
In der linken Waagschale einer gleicharmigen Waage steht eine Kerze, in der rechten stehen drei
Kerzen. Die vier Kerzen sind so beschaffen, dass jede von ihnen während je einer Minute Brenndauer
die gleiche Masse verliert wie jede andere von ihnen.
Die linke Kerze würde zum vollständigen Herunterbrennen 84 Minuten brauchen,
Nach x Minuten Brenndauer befindet sich, solange x ≤ 35 bleibt, auf der linken bzw. auf der rechten
Waagschale die Masse (84 − x)m bzw. die Masse (70 − x + 63 − x + 35 − x)m = (168 − 3x)m.
Aus x ≤ 35 folgt aber 2x ≤ 70, also erst recht 2x < 84 und daraus weiter 84 − x < 168 − 3x. Daher ist
während der Brenndauer bis 35 Minuten die linke Waagschale stets leichter als die rechte.
Von da an, also nach x Minuten Brenndauer mit x > 35, befindet sich, solange x ≤ 63 bleibt, auf der linken
bzw. auf der rechten Waagschale die Masse (84 − x)m bzw. die Masse (70 − x + 63 − x)m = (133 − 2x)m.
Hiermit ergibt sich genau dann Gleichgewicht, wenn 84 − x = 133 − 2x oder, äquivalent hierzu, x = 49
gilt.
Also ist die Waage erstmals 49 Minuten nach dem Anzünden der vier Kerzen im Gleichgewicht.
Aufgabe 330841:
Max arbeitet zur Vorbereitung auf die Mathematik-Olympiade eine Anzahl von Aufgaben durch. Sein
Freund Moritz, der ihn fragt, wie viele von diesen Aufgaben er schon gelöst habe und wie viele noch
nicht, antwortet er:
Die Anzahl der gelösten Aufgaben ist um 22 größer als die Anzahl der nicht gelösten
”
Aufgaben. Addiert man zur Anzahl der gelösten Aufgaben die dreifache Anzahl der nicht
gelösten Aufgaben, so erhält man eine Zahl, die kleiner als 60 ist. Addiert man aber zur
Anzahl der gelösten Aufgaben ein Drittel der Anzahl der nicht gelösten Aufgaben, so
ergibt sich eine ganze Zahl, die größer als 30 ist.“
Untersuche, ob durch diese Angaben eindeutig bestimmt ist, wie viele Aufgaben Max bearbeitet und
wie viele er davon gelöst hat! Ist das der Fall, so gib diese Anzahlen an!
208
V.V Gleichungssysteme
Aus (1) folgt x + 3x − 66 < 60 und x < 31 12 . Aus (2) folgt x + 7x − 7 > 30 und x > 28.
Daher ist x eine der Zahlen 29, 30, 31 und folglich x − 22 eine der Zahlen 7, 8, 9.
Die Bedingung (3) erfordert, dass x − 22 durch 3 teilbar ist; dies wird unter den genannten Zahlen nur
von x − 22 = 9 erfüllt.
Also ist durch die Angaben eindeutig bestimmt: Max hat x = 31 Aufgaben gelöst von insgesamt 40
bearbeiteten Aufgaben.
209
VI Klasse 9
VI.I Gleichungen
I Runde 1
Aufgabe V00902:
Wie kommt es zu der Formel? r
p p2
x1;2 =− ± −q
2 4
0 = x2 + px + q
p2 p2 p 2 p 2
0 = x2 + px + − +q = x+ − +q
4 4 2 4
p 2 p2
x+ = −q
2 4r
p p2
x+ =± −q
2 4
r
p p2
x=− ± −q
2 4
Aufgabe 010911:
Berechnen Sie:
9 4 211 2 1 1 1 2 2
m −3 m +5 m−4 : 1 m +1 m−6 .
10 360 4 2 2 3
210
VI.I Gleichungen
Aufgabe 040911:
Martina stellt ihrer Freundin in einem Jahr, das kein Schaltjahr ist, folgende Aufgabe:
Wenn man zur Hälfte der Zahl der bis heute verflossenen Tage dieses Jahres ein Drittel der Zahl
”
der restlichen Tage des Jahres addiert, erhält man die Zahl der verflossenen Tage. Den heutigen Tag
habe ich zu den verflossenen gezählt.“
Geben Sie das Datum (Tag und Monat) an, an dem das geschieht!
Aufgabe 080911:
Eine FDJ-Versammlung wurde so stark besucht, dass genau 75 Prozent der FDJler Platz fanden.
Daher wurde beschlossen, eine zweite Versammlung in einem anderen Raum zu veranstalten. Es
gingen 150 der Jugendfreunde dorthin. Die übrigen blieben im ersten Raum. Dadurch wurden in
diesem genau 5 Plätze frei.
Ermitteln Sie die Anzahl aller Jugendfreunde, die zu der ursprünglich angesetzten Veranstaltung
erschienen waren!
Aufgabe 090911:
Auf der Siegerehrung einer Kreisolympiade wurde folgendes mitgeteilt:
Genau ein Neuntel aller Teilnehmer an dieser Kreisolympiade errangen einen Preis. Genau ein Zehntel
aller Teilnehmer der Kreisolympiade sind Mitglieder des Kreisklubs Junge Mathematiker. Von den
Preisträgern stammen genau 75 Prozent aus dem Kreisklub. Genau 6 derjenigen Schüler, die an der
Kreisolympiade teilnahmen und Mitglieder des Kreisklubs sind, erhielten keinen Preis.
1
Die Anzahl der Klubmitglieder die einen Preis erhalten ( 12 · T ) und derer die keinen Preis erhalten (6)
1
ist gleich 10 der Teilnehmer. Damit wird
1 1
·T +6= ·T und somit T = 360
12 10
211
VI.I Gleichungen
Aufgabe 180913:
In einem Zirkel Junger Mathematiker versuchen die Teilnehmer, folgende Aufgabe zu lösen:
Die Zahl 30 soll dargestellt werden, indem dazu genau eine einziffrige Zahl genau neunmal
benutzt wird, wobei noch die Zeichen der Grundrechenoperationen und Klammern erlaubt
sind und die Potenzschreibweise zulässig ist.
Zeigen Sie, dass das für jede der einziffrigen Zahlen 1; 2; 3; 4, 5; 6; 7; 8 und 9 möglich ist! (Es genügt
jeweils die Angabe eines Beispiels.)
30 = (1 + 1)1+1+1+1+1 − 1 − 1 30 = (2 + 2 + 2)2 − 2 − 2 − 2 + 2 − 2
4+4 4 4
30 = 33 + 3 + 3 − 3 + 3 − 3 + 3 − 3 30 = 4 · 4 − −
4 4 4
30 = 5 · 5 + 5 + 5 − 5 + 5 − 5 + 5 − 5 30 = 6 · 6 − 6 + 6 − 6 + 6 − 6 + 6 − 6
7+7 8+8
30 = 7 + 7 + 7 + 7 + +7−7 30 = 8 + 8 + 8 + 8 − +8−8
7 8
9 9 9
30 = 9 + 9 + 9 + + +
9 9 9
Aufgabe 210913:
Elsa behauptet:
Man kann die Zahl 1981 folgendermaßen darstellen: Man schreibt die natürlichen Zahlen
”
von 1 bis zu einer geeigneten Zahl n der Reihe nach auf und setzt zwischen je zwei
dieser Zahlen jeweils genau eines der vier Operationszeichen +, −, ·, :. Dabei braucht
nicht überall dasselbe Operationszeichen gewählt zu werden; es brauchen auch nicht alle
vier Operationszeichen vorzukommen. An der Reihenfolge der natürlichen Zahlen darf
nichts geändert werden; Klammern und weitere Rechenzeichen sollen nicht auftreten. Das
Ergebnis der so aufgeschriebenen Rechenaufgabe ist 1981.“
Es gibt eine Zahl m so, dass die Summe der natürlichen Zahlen von 1 bis m die Zahle 1981 gerade
übersteigt. Das ist bei m = 63 der Fall; denn er gilt
63 · 64
1 + 2 + 3 + · · · + 63 = = 2016
2
Wegen 2016 − 1981 = 35 muss diese Summe um 35 verringert werden, um 1981 zu erreichen. Das kann
z. B. dadurch geschehen, dass man die auf 63 folgenden 70 natürlichen Zahlen wechselweise addiert und
subtrahiert, also
212
VI.I Gleichungen
bildet.
Ein anderer Weg besteht darin, dass man statt +17 die Zahl -17 einfügt, womit sich die Summe um 34
vermindert. Man erhält auf diese Weise
1 + 2 + 3 + · · · + 17 − 17 + 18 + · · · + 64 = 1982
und gelangt durch Hinzufügen von +64 und -65 auf die gewünschte Zahl.
Aufgabe 230911:
Für die Multiplikation zweier natürlicher Zahlen a und b mit 5 ≤ a ≤ 10 und 5 ≤ b ≤ 10 gibt es
folgende Fingerregel“:
”
Man streckt an der einen Hand so viele Finger aus, wie die erste Zahl a größer als 5 ist.
Das gleiche macht man mit der anderen Hand für die zweite Zahl b. Die Gesamtzahl der
ausgestreckten Finger wird mit 10 multipliziert. Die Zahl der nicht ausgestreckten Finger
der einen Hand wird mit der Zahl der nicht ausgestreckten Finger der anderen Hand
multipliziert und zu dem vorhergegangenen Produkt addiert. Die dabei erhaltene Summe
ist das gesuchte Ergebnis a · b.
Beweisen Sie, dass diese Fingerregel“ für alle genannten a und b gilt!
”
Aufgabe 280912:
Gibt es eine rationale Zahl, aus der man nach dem Bilden des Reziproken und anschließendem Ver-
doppeln wieder die ursprüngliche rationale Zahl erhält?
Gäbe es eine solche Zahl x, so wäre für sie x1 · 2 = x. Daraus würde x2 = 2 folgen. Diese Gleichung hat
√ √
aber nur die beiden Lösungen 2 und − 2, die bekanntlich beide irrational sind.
Aufgabe 320911:
Anne rechnet mit einem einfachen Taschenrechner. Als Ergebnis der Aufgabe 1 : 13 erhält sie die mit
6 Stellen nach dem Dezimalpunkt gezeigte Zahl 0.076923.
Britta meint: Man kann den wahren Dezimalbruch finden, ohne das bekannte schriftliche Divisions-
”
verfahren noch einmal von vorn zu beginnen; man braucht nur noch eine einfache Rechnung, z. B.
mit diesem Taschenrechner, durchzuführen und muss dann ein wenig überlegen.“
213
VI.I Gleichungen
Das heißt: der wahre Dezimalbruch für 1:13 ist der periodisch-unendliche Dezimalbruch 0,076923.
Aufgabe 340915:
Geben Sie eine Gleichung in einer Unbekannten x so an, dass beide Seiten der Gleichung für alle
reellen Zahlen x definiert sind, dass die Gleichung unendlich viele reelle Zahlen als Lösung hat, von
denen aber keine ganzzahlig ist!
Zeigen Sie, dass die von Ihnen angegebene Gleichung diesen Bedingungen genügt!
I. Die Gleichung
1 3 1
+ x −
x − =
4 4 2
Offenbar sind beide Seiten für alle reellen Zahlen x definiert. Beweis der übrigen Eigenschaften:
1
Für alle x < 4 ist
1 3 1 3 1 1
x − + x− = − x + − x = 1 − 2x > 1 − 2 · =
4 4 4 4 4 2
1 3
für alle x mit 4 ≤x≤ 4 ist
1 3 1 3 1
x − + x− =x− + −x=
4 4 4 4 2
3
für alle x > 4 ist
1 3 1 3 3 1
x − + x− = x − + x − = 2x − 1 > 2 · − 1 =
4 4 4 4 4 2
1 3
Also sind genau alle x mit 4 ≤x≤ 4 Lösung der Gleichung; keine dieser Zahlen ist eine ganze Zahl.
Eine
andere
Nachweismöglichkeit entsteht unter Verwendung des Graphen der durch f (x) = x − 41 +
x − 3 definierten Funktion f (siehe Abbildung).
4
y
5
3
y = x − 14 + x − 43
2
-2 -1 0 1 2 3 x
214
VI.I Gleichungen
II. Die Gleichung sin x = 1. Wieder sind beide Seiten für alle reellen Zahlen x definiert; weiter gilt:
II Runde 2
Aufgabe 010921:
Von den gesamten Kohlenvorräten der Welt liegen etwa 35 in der Sowjetunion, 29 der Vorräte der
UdSSR betragen die Kohlenvorräte der USA, während die restlichen Länder 5 Billionen Tonnen
weniger als die UdSSR besitzen.
a) Wie groß sind die Kohlenvorräte der Sowjetunion und die der USA?
b) Wie groß sind die Vorräte der ganzen Welt?
Umstellen der Gleichung ergibt, dass auf der ganzen Welt x = 15 Billionen Tonnen lagern, davon in der
Sowjetunion 9 Billionen Tonnen und in den USA 2 Billionen Tonnen Kohle.
Aufgabe 020923:
Peter macht mit Jürgen eine Wette. Er will nach einem 10000 Schritte entfernten Ort hin- und
zurückgehen, bevor Jürgen 150 Murmeln in ein Körbchen gesammelt hat.
Die Murmeln sollen dabei in einer Reihe mit je einem Schritt Abstand voneinander liegen und einzeln
in das Körbchen gebracht werden, das in einem Schritt Abstand vor der ersten Murmel steht. Beide
Jungen sollen genau gleich schnell gehen.
Wer gewinnt die Wette? Begründen Sie die Behauptung!
Aufgabe 040922:
Der ungarische Rechenkünstler Pataki berechnet das Produkt 95 · 97 auf folgende Weise:
4) Er schreibt das Ergebnis von (3) hinter das Ergebnis von (2) und erhält 9215.
Untersuchen Sie, ob dieses Verfahren für alle Faktoren zwischen 90 und 100 gültig ist!
215
VI.I Gleichungen
Wegen der Einschränkung für a und b hat diese Zahl an der Hunderterstelle eine Eins.
Aufgabe 050921:
Man ermittle sämtliche rationalen Zahlen a und b, für die (a + b)3 = a3 + b3 gilt.
a3 + 3a2 b + 3ab2 + b3 = a3 + b3
3a2 b + 3ab2 = 3ab · (a + b) = 0
ab · (a + b) = 0
Da ein Produkt genau dann gleich Null ist, wenn mindestens einer seiner Faktoren Null ist, gilt die
angegebene Gleichung genau dann, wenn mindestens eine der drei Bedingungen erfüllt ist:
a) a = 0, b beliebig rational,
b) b = 0, a beliebig rational,
c) a = −b, b beliebig rational.
Aufgabe 050923:
Ein Bruder sagt zu seiner Schwester:
Als Tante Katja so alt war, wie wir beide zusammen jetzt sind, warst du so alt, wie ich jetzt bin.
”
Aber als Tante Katja so alt war, wie du jetzt bist, da warst du . . .“
216
VI.I Gleichungen
Aber als Tante Katja so alt war, wie du jetzt bist, da warst du . . .“ ergibt
”
s − (t − s) = s − (2s − s) = s − s = 0
Aufgabe 160922:
Die Zahl 20
21 soll so in zwei Summanden zerlegt werden, dass
a) die beiden Summanden Brüche mit gleichem, von 21 verschiedenem Nenner und mit unterschied-
lichen Zählern sind,
b) die beiden Summanden Brüche mit gleichem Zähler und mit unterschiedlichen Nennern sind.
Dabei sollen in jedem Bruch, der als Summand auftritt, jeweils der Zähler und der Nenner natürliche
Zahlen sein, die zueinander teilerfremd sind.
Geben Sie für a) und b) je ein Beispiel einer derartigen Zerlegung an, und weisen Sie nach, dass es
alle verlangten Eigenschaften hat!
Beweis: Die beiden Summanden haben denselben, von 21 verschiedenen Nenner 42 sowie die unterschied-
lichen Zähler 11 und 29.
11 29
In 42 sind Zähler und Nenner die teilerfremden natürlichen Zahlen 11 und 42, in 42 die teilerfremden
natürlichen Zahlen 29 und 42.
20 2 2
b) Die Zerlegung 21 = 3 + 7 beispielsweise hat alle verlangten Eigenschaften.
Beweis: Die beiden Summanden haben denselben Zähler 2 sowie die unterschiedlichen Nenner 3 und 7. In
2 2
3 sind Zähler und Nenner die teilerfremden natürlichen Zahlen 2 und 3, in 7 die teilerfremden natürlichen
Zahlen 2 und 7.
Aufgabe 170922:
Jens sagt zu Christa: Ich kann die Zahl 30 durch einen Term darstellen, der genau dreimal die Zahl
”
5 und außerdem nur Zeichen von Grundrechenoperationen enthält.“
Nach kurzem Besinnen sagt Christa: “Man kann sogar für jede natürliche Zahl n > 2 die Zahl 30
durch einen Term darstellen, der genau n-mal die Zahl 5 und außerdem nur Zeichen von Grundre-
chenoperationen und Klammern enthält.“
Beweisen Sie, dass Christas Aussage wahr ist!
Aufgabe 180922:
In einer Wiederholungsstunde über Zahlbereiche werden u. a. folgende Aussagen gemacht:
(1) Das Produkt zweier verschiedener irrationaler Zahlen ist stets wieder eine irrationale Zahl.
(2) Die Summe zweier verschiedener irrationaler Zahlen ist stets wieder eine irrationale Zahl.
(3) Die Summe einer rationalen und einer irrationalen Zahl ist stets eine irrationale Zahl.
Man entscheide von jeder dieser Aussagen, ob sie wahr oder falsch ist!
217
VI.I Gleichungen
Aufgabe 250924: √ √
Untersuchen Sie, ob es rationale Zahlen a und b gibt, für die 3 = a + b 2 gilt!
Aufgabe 280922:
In ein Quadrat mit 4 × 4 Feldern seien die Zahlen von 1 bis 16 so eingetragen, dass jede der Zahlen
genau einmal auftritt und dass sich bei der Addition der Zahlen in jeder der vier Zeilen, der vier
Spalten und der beiden Diagonalen jeweils dieselbe Summe s ergibt ( Magisches Quadrat“).
”
a) Beweisen Sie, dass in allen magischen Quadraten (mit den Zahlen von 1 bis 16 in 4 × 4 Feldern)
derselbe Wert für s auftreten muss!
b) Beweisen Sie, dass in jedem magischen Quadrat von 4 × 4 Feldern die Summe der Zahlen in den
vier Eckfeldern ebenfalls s sein muss!
218
VI.I Gleichungen
a1 + a2 + a3 + a4 = s 1. Zeile d1 + d2 + d3 + d4 = s 4. Zeile
−a2 − b2 − c2 − d2 = −s 2. Spalte − a3 − b3 − c3 − d3 = −s 3. Spalte
a1 + b2 + c3 + d4 = s Hauptdiagonale d1 + c2 + b3 + a4 = s Nebendiagonale
Die Addition dieser sechs Gleichungen ergibt 2(a1 + a4 + d1 + d4 ) = 2s und damit die Behauptung.
Aufgabe 330922:
Zum Mahlen einer Getreidemenge können zwei Mahlwerke A und B eingesetzt werden. Jedes Mahl-
werk bewältigt in gleichen Zeiten gleiche Mengen.
Wenn man zunächst 8 Stunden lang nur mit dem Mahlwerk A mahlen würde und anschließend nur
mit B, so würde B noch genau 18 Stunden benötigen, bis die gesamte Getreidemenge bewältigt ist.
Würde aber zunächst 10 Stunden lang nur mit A gemahlen und anschließend nur mit B, so würde
B noch genau 15 Stunden benötigen, bis die gesamte Menge bewältigt ist.
Wie lange wird es dauern, die gesamte Menge zu bewältigen, wenn A und B von Anfang an zusammen
eingesetzt werden?
Aufgabe V10931:
Der 1945 verstorbene polnische Mathematiker Stefan Banach war im Jahre x2 gerade x Jahre alt.
Wann ist er geboren?
219
VI.I Gleichungen
Aufgabe 020932:
Eine Aufgabe aus dem Jahre 1494:
Oben auf einem Baum, der 60 Ellen hoch ist, sitzt eine Maus, unten auf der Erde eine Katze. Die
Maus klettert jeden Tag 12 Elle herunter und in der Nacht wieder 16 Elle in die Höhe. Die Katze
klettert jeden Tag 1 Elle hinauf und in der Nacht 14 4 hinunter.
Nach wie viel Tagen erreicht die Katze die Maus?
Aufgabe 030933:
Welche Punkte P (x; 0) sind von dem Punkt P1 (a; 0) doppelt so weit entfernt wie von P2 (b; 0)?
Bestimmen Sie die Abszissen dieser Punkte! (b > a)
1. Fall: x ≤ a < b tritt nicht auf, da P weiter von P1 entfernt sein soll als von P2 .
2. Fall: a ≤ x ≤ b: x − a = 2 · (b − x) ⇒ x = a + (b − a) · 32
3. Fall: a < b ≤ x: x − a = 2 · (x − b) ⇒ x = 2 · b − a
Die Punkte (a + 23 (b − a); 0) und (2 · b − a; 0) sind von dem Punkt P1 (a; 0) doppelt so weit entfernt wie
von P2 (b; 0).
Aufgabe 040931:
Zwei Betriebe A und B übernahmen die Herstellung von Ersatzteilen für Traktoren. Die Arbeit sollte
in 12 Tagen ausgeführt werden. Zwei Tage nach dem Beginn der Arbeiten, die in beiden Betrieben
gleichzeitig begannen, wurden im Werk A umfangreiche Reparaturen durchgeführt, so dass es für die
Fortführung der Arbeiten ausfiel.
In wie viel Tagen kann das Werk B allein den Auftrag abschließen, wenn seine Kapazität 66 23 % von
der des Werkes A beträgt.
220
VI.I Gleichungen
Aufgabe 040932:
Die Glieder der folgenden Summe sind nach einer bestimmten Gesetzmäßigkeit gebildet.
Suchen Sie diese Gesetzmäßigkeit, und berechnen Sie x möglichst einfach!
6 6 6 6 6
x= + + + + ... +
5 · 7 7 · 9 9 · 11 11 · 13 31 · 33
Aufgabe 050934:
Man ermittle für die reellen Zahlen a und b, a 6= 0, die dem Betrag nach kleinere Lösung der Gleichung
x2 + 2ax − b2 = 0
Daraus folgt |x2 | > |x1 | für a > 0 und |x1 | > |x2 | für a < 0.
Aufgabe 050936:
Eine Mutter stellt ihren drei Kindern Jürgen, Renate und Christine eine Schüssel mit Kirschen auf
den Tisch mit dem Bemerken, dass sich jeder nach der Rückkehr ein Drittel der Kirschen nehmen
möge.
Jürgen, der als erster nach Hause kommt, nimmt sich, da die Zahl der Kirschen nicht durch 3 teilbar
ist, zunächst eine Kirsche und dann von den Restlichen den dritten Teil.
Als Renate heimkommt, meint sie, die erste zu sein. Sie nimmt sich, da die Zahl der Kirschen nicht
durch drei teilbar ist, zunächst zwei Kirschen und von den Übrigen den dritten Teil.
Auch Christine glaubt, als sie heimkehrt, erste zu sein, und nimmt sich den dritten Teil der in der
Schüssel befindlichen Kirschen.
Die Mutter stellt danach fest, das insgesamt 42 Kirschen gegessen wurden.
Wie viel Kirschen waren anfangs in der Schüssel?
221
VI.I Gleichungen
es verbleiben
2x − 2 2x + 10 4x − 16
− =
3 9 9
Christine nimmt
4x − 16 1 4x − 16
· =
9 3 27
es verbleiben
4x − 16 4x − 16 8x − 32
− =
9 27 27
Laut Aufgabe gilt
8x − 32
x− = 42
27
und somit x = 58. Es befanden sich anfangs 58 Kirschen in der Schüssel.
Aufgabe 090933:
Für eine bestimmte Arbeit benötigt A genau m-mal so lange Zeit wie B und C zusammen; B benötigt
genau n-mal so lange wie C und A zusammen und C genau p-mal so lange wie A und B zusammen.
Berechnen Sie p in Abhängigkeit von m und n!
a+b m+n+2
n+1+m+1
· a
p= = n+1
=
c mn−1
n+1 · a
mn − 1
Aufgabe 240934:
Bei einer Diskussion in der mathematischen Arbeitsgemeinschaft berichtet Norbert, er habe eine
Quadratzahl n2 > 1 als Summe von n natürlichen Zahlen dargestellt, von denen keine zwei einander
gleich waren.
Anke meint: Es gibt sogar unendlich viele Quadratzahlen n2 > 1, die jeweils als Summe von n
”
natürlichen Zahlen darstellbar sind, unter denen sich keine zwei gleichen befinden.“
Bernd fragt: Gibt es auch Quadratzahlen n2 > 1, die sich als Summe von 2n natürlichen Zahlen
”
darstellen lassen, unter denen es keine zwei gleichen gibt?“
a) Beweise Ankes Aussage!
b) Beantworte Bernds Frage!
222
VI.I Gleichungen
b) Solche Quadratzahlen n2 > 1 kann es nicht geben, da die Summe von 2n paarweise verschiedenen
positiven ganzen Zahlen mindestens so groß ist wie die Summe der kleinsten 2n positiven ganzen Zahlen,
also
(2n − 1) · 2n
0 + 1 + · · · + (2n − 1) = = n · (2n − 1) > n2
2
für 2n − 1 > n, also n > 1.
Aufgabe 250936:
a) Ist durch den Term q q
√ √
z= 192 + 96 · 3 + 192 − 96 · 3
eine Zahl definiert?
b) Wenn dies der Fall ist, ist z rational?
Aufgabe 260934:
Beweisen Sie folgenden Satz:
Wenn a und b zwei von 0 verschiedene natürliche Zahlen sind, die p nicht beide Quadratzahlen sind
und für die ab ein so weit wie möglich gekürzter Bruch ist, dann ist ab eine irrationale Zahl.
Nach Quadrieren und Beseitigen der Nenner folgt aq 2 = bp2 . Da p und q teilerfremd sind, ist auch
ggT(p2 ,q 2 ) = 1, also wegen p2 |bp2 und damit p2 |aq 2 auch p2 |a. Damit gibt es eine positive ganze Zahl c
mit a = c · p2 .
Analog folgert man auch die Existenz einer positiven ganzen Zahl d mit b = d · q 2 . Setzt man dies ein, so
ergibt sich c · p2 q 2 = d · p2 q 2 , also c = d. Dann jedoch sind a und b beide durch c teilbar, sodass der Bruch
b mit diesem Zähler und Nenner nur genau dann schon so weit wie möglich gekürzt war, wenn c = 1 ist.
a
Dann jedoch sind sowohl a = p2 als auch b = q 2 Quadratzahlen, was ein Widerspruch zur Voraussetzung
aus der Aufgabenstellung
p ist.
Demzufolge kann ab nicht rational, muss also irrational sein, .
Aufgabe 300932:
Man ermittle alle Darstellungen der Zahl 1991 als Summe von mindestens drei aufeinanderfolgenden
positiven natürlichen Zahlen.
223
VI.I Gleichungen
Fall 1: Es ist n = 2m + 1 eine ungerade Zahl. Sei a − m der kleinste Summand. Dann lauten die weiteren
also a − (m − 1), a − (m − 2), . . . ,a − 1,a,a + 1, . . . ,a + (m − 1),a + m und wir erhalten
und n = 181 aus; n = 1 fällt wegen n ≥ 3 weg, sodass nur n = 11 und damit a = 181 verbleibt. Wir
erhalten
1991 = 176 + 177 + 178 + 179 + 180 + 181 + 182 + 183 + 184 + 185 + 186
Fall 2: Es ist n = 2m eine gerade Zahl mit m ≥ 2. Sei a − m der kleinste Summand. Dann lauten die
weiteren a − (m − 1), . . . ,a + (m − 1), sodass wir
erhalten. Diesmal müssen m und 2a − 1 Teiler und Gegenteiler von 1991 sein, sodass 2a = 1991 m +1 =
1991+m
m und damit a = 1991+m
2m gilt.
2
Wieder muss 0 < a − m = 1991+m−2m
2m , also 2m2 − m < 1991 gelten. Dies schließt m = 1991 und m = 181
aus, während m = 1 wegen m ≥ 2 ausgeschlossen ist. Es verbleibt als einzige Lösung m = 11, woraus
2a − 1 = 181 und a = 91 folgt. Wir erhalten die Darstellung
Aufgabe 310932:
In einer Sammlung von Kuriositäten soll sich ein Gefäß mit folgender Aufschrift befunden haben:
Fünf Strich Zwei Null als Maß passt in mich, nach der ersten Ziffer lies durch“ für den Strich! Oder
”
dreh’ um, Null Zwei Fünf findest du, nach der ersten Ziffer ein Komma füg’ zu!
5
In der Tat ist 20 = 0,25.
Gibt es noch andere Zusammenstellungen von drei Ziffern, bei denen die Vorschrift, in gleicher bzw.
in umgekehrter Reihenfolge jeweils nach der ersten Ziffer den Divisionsstrich bzw. das Dezimalkomma
zu schreiben, auf zwei einander gleiche Zahlenwerte führt?
Fall 1: b = 0.
Dann reduziert sich die Gleichung auf ac = c + 100
a
bzw. nach Multiplikation mit c 6= 0 auf a = c2 + 100
ac
.
Da auf der linken Seite eine ganze Zahl steht, muss auch die rechte Seite eine solche sein, also ac durch
100 teilbar. Wegen 0 ≤ a,c < 10 ist 0 ≤ ac < 100, sodass ac = 0 und wegen c 6= 0 (sonst wäre der Bruch
c nicht definiert) schließlich a = 0, aber daraus nach Einsetzen dann auch wieder c = 0 folgen würde,
a
was ein Widerspruch ist, sodass es in diesem Fall keine Lösung gibt.
Fall 2: b > 0.
Dann ist 10b + c ≥ 10 > a, also 0 ≤ 10b+c
a
< 1. Da wegen 0 < 10b + a ≤ 99 < 100 auch 0 < 10b+a
100 < 1
10b+a
gilt und c eine nicht-negative ganze Zahl ist, ist c der Vorkomma-Anteil von c + 100 , also wegen
10b+a 10b+a
10b+c = c + 100 und 0 < 100 < 1 schließlich c = 0.
a
224
VI.I Gleichungen
Widerspruch zur Fallannahme b > 0 wäre. Also sind sowohl a als auch b positiv, woraus ab > 0 und
10a > 10b2 bzw. a > b2 folgt. Dies ist aber für b ≥ 3 wegen a ≤ 9 nicht möglich, sodass b ∈ {1,2} folgt.
Fall 2.1: Es ist b = 1. Dann muss 10a = a + 10 bzw. 9a = 10 gelten, was keine Lösung in ganzen Zahlen
hat.
Fall 2.2: Es ist b = 2. Dann muss 10a = 2a + 40 bzw. 8a = 40, also a = 5 gelten. Tatsächlich ist also das
schon in der Aufgabenstellung genannte Tripel (a,b,c) = (5,2,0) das einzig möglich.
Aufgabe 310935:
Man ermittle und zeichne in einem x, y-Koordinatensystem alle diejenigen Punkte, deren Koordinaten
(x; y) die Gleichung |x + y| + |x − y| = 4 erfüllen.
Weiterhin geht durch Spiegelung an der x-Achse jeder Punkt (xP ; yP ) in den Punkt (xP ; −yP ) über.
Erfüllt der erste Punkt die Bedingung |xP + yP | + |xP − yP | = 4, dann wegen
|xP − yP | + |xP + yP | = |xP + yP | + |xP − yP | = 4
auch der zweite, und umgekehrt. Wir können also o. B. d. A. auch y ≥ 0 annehmen und dann die Figur
durch Spiegelung an der x-Achse fortsetzen.
Schließlich geht durch Spiegelung an der Winkelhalbierenden des ersten Quadranten jeder Punkt (xP ; yP )
in den Punkt (yP ; xP ) über. Erfüllt der erste Punkt die Bedingung, dann aufgrund
|yP + xP | + |yP − xP | = |xP + yP | + |xP − yP |
auch der zweite, und umgekehrt. Wir können also o. B. d. A. x ≤ y annehmen und dann die Figur durch
Spiegelung an der Winkelhalbierenden des ersten Quadranten fortsetzen.
Zusammen haben wir also nun folgende Annahmen, die wir ohne Beschränkung der Allgemeinheit treffen
konnten: 0 ≤ x ≤ y. Dann jedoch sind x + y und −(x − y) stets nichtnegativ, sodass die Gleichung
übergeht in (x + y) + (y − x) = 4 bzw. y = 2. Zu zeichnen ist also der Abschnitt der Parallelen zur
x-Achse durch (0; 2), für welchen die x-Koordinaten der auf ihm liegenden Punkte nichtnegativ und ≤ 2
sind, also die Strecke vom Punkt (0; 2) zum Punkt (2; 2).
Durch Spiegelung an der Winkelhalbierenden des ersten Quadranten erhält man die zusätzliche Strecke
vom Punkt (2; 2) zum Punkt (2; 0). Durch Spiegelung an der x-Achse setzt sich diese Strecke bis zum
Punkt (2; −2) fort und man erhält als Spiegelung der ersten Teilstrecke noch die Strecke zwischen den
Punkten (2; −2) und (0; −2). Die Punktspiegelung/ Drehung um den Koordinatenursprung schließlich
ergänzt die Figur, sodass man abschließend genau das Quadrat (bzw. genauer: dessen Rand) mit den
Eckpunkten (±2; ±2) als gesuchte Lösungsmenge erhält.
Aufgabe 330931:
Beweisen Sie, dass es unendlich viele Stammbrüche gibt, die sich als Summe zweier voneinander
verschiedener Stammbrüche darstellen lassen!
Hinweis: Ein Bruch heißt genau dann ein Stammbruch, wenn sein Zähler 1 lautet und sein Nenner
eine natürliche Zahl ist.
225
VI.I Gleichungen
Aufgabe 330945:
Bei Verwendung eines kartesischen Koordinatensystems werde ein Punkt der Ebene rational“ ge-
”
nannt, wenn seine beiden Koordinaten rationale Zahlen sind; er werde irrational“ genannt, wenn
”
seine beiden Koordinaten irrationale Zahlen sind; er werde gemischt“ genannt, wenn eine seiner
”
Koordinaten rational und die andere irrational ist.
a) Gibt es in der Ebene Geraden, die nur Punkte einer Sorte enthalten?
Ermitteln Sie die Antwort auf diese Frage für jede der drei Sorten rational“, irrational“, gemischt“!
” ” ”
b) Gibt es in der Ebene Geraden, in denen aus genau zwei Sorten (mindestens) je ein Punkt enthalten
ist?
Ermitteln Sie die Antwort auf diese Frage für jede Zusammenstellung von zwei der drei Sorten!
c) Gibt es in der Ebene Geraden, in denen aus jeder der drei Sorten (mindestens) je ein Punkt
enthalten ist?
Auch kann keine Gerade nur gemischte Punkte enthalten: Gäbe es eine solche, so kann sie nicht parallel
zur x-Achse verlaufen, denn sonst wäre entweder für alle Punkte auf dieser Geraden die y-Koordinate
rational, oder für alle irrational, während sowohl Punkte mit rationaler als auch mit irrationaler x-
Koordinate auf ihr liegen, also auf jeden Fall auch ein rationaler bzw. ein irrationaler Punkt.
Analog schließt man aus, dass es sich um eine Gerade handelt, die parallel zur y-Achse liegt. Für jede
sonstige Gerade aber durchlaufen sowohl die x- als auch die y-Koordinaten der auf ihr liegenden Punkte
alle reellen Zahlen, wobei jede nur genau einmal (als x- und einmal als y-Koordinate) angenommen.
Lägen auf ihr nur gemischte Punkte, so müsste jeder Punkt mit irrationaler x-Koordinate eine rationale
y-Koordinate besitzen, sodass es mindestens so viele rationale wie irrationale reelle Zahlen geben müsste.
Tatsächlich sind aber die irrationalen Zahlen überabzählbar, während die rationalen nur abzählbar sind,
was ein Widerspruch zur gerade gewonnenen Feststellung ist. Also gibt es keine Gerade, die nur aus
gemischten Punkten besteht.
√
c) Auch solche Geraden
√ gibt es, z. B. y = 2 · x. Auf√dieser
√ Geraden liegt der rationale Punkt (0,0), der
gemischte Punkt (1, 2) und der irrationale Punkt ( 3, 6).
226
VI.II Bewegungs- & Verhältnis-Gleichungen
Aufgabe 340933:
Berechnen Sie die Zahl
D := (n − 4) · (n − 2) · (n − 1) · (n + 7) − (n − 7) · (n + 1) · (n + 2) · (n + 4)
zu berechnen. Dabei ergeben sich beim Ausmultiplizieren der Produkte jeweils gleiche Vorzeichen bei den
Termen mit geraden Exponenten von n und verschiedene bei ungeraden Exponenten von n. Es ergibt
sich also
= 2n3 · (−4 − 2 − 1 + 7) + 2n · (−8 + 56 + 28 + 14) = 180n = 22.222.222.020
Aufgabe V00906:
Wie tief taucht ein Würfel (a = 30 mm) aus Eisen (γFe = 7,5 p·cm−3 ) in Quecksilber (γHg = 13,6
p·cm−3 ) ein?
γ1 : γ2 = hEintauchtiefe : hKörper
Einsetzen der Werte ergibt hEintauchtiefe ≈ 16,54, d. h. der Würfel taucht etwa 165 mm ein.
Aufgabe V10911:
Das neue Turboprop-Flugzeug der Deutschen Lufthansa vom Typ IL 18 fliegt um 8.05 Uhr in Berlin-
Schönefeld ab und landet um 13.00 Uhr in Moskau. Der Rückflug beginnt um 14.55 Uhr und endet
am 16.10 Uhr (beachte: 12.00 Uhr Mitteleuropäische Zeit entspricht 14.00 Uhr Moskauer Zeit).
a) Welche Durchschnittsgeschwindigkeit erreicht die IL 18 auf dem Hin- bzw. Rückflug?
b) Wie hoch ist die durchschnittliche Windgeschwindigkeit, wenn man annimmt, dass das Flugzeug
auf dem Hinflug mit dem Winde, auf dem Rückflug aber gegen den Wind flog?
Die Flugstrecke beträgt 1630 km.
Aufgabe 010912:
In der Ballistik verwendet man häufig den Begriff mittlere Präzision“ pm . Nimmt man pm als Radius
”
eines Kreises, dann liegen in diesem Kreis etwa 20 Prozent aller Treffer. Sämtliche Treffer erfasst man
mit einem Kreis, der einen etwa 4 12 mal so großen Radius hat. Westliche Militärexperten rechnen z. Zt.
mit einer mittleren Präzision (bei Raketen) von pm = 0,5 Prozent der Schussweite. Später wollen sie
Werte von pm = 0,1 Prozent und in ferner Zukunft sogar pm = 0,05 Prozent erreichen.
227
VI.II Bewegungs- & Verhältnis-Gleichungen
a) Wie groß wäre bei diesen Werten der Radius des 20 Prozent-Kreises bzw. der des alle Treffer
enthaltenden Kreises, wenn die Schussweite 12500 km beträgt?
b) Welche mittlere Präzision pm wurde von der Sowjetunion erreicht, wenn man berücksichtigt,
dass der Radius des alle Treffer enthaltenden Kreises bei den im Oktober 1961 durchgeführten
Versuchen kleiner als 1 km war?
a) Der Wert pm gibt den Prozentwert des Verhältnisses des Radius r20 des 20%-Kreises zur Schussweite
an. Da für den Radius r100 des Kreises, in dem alle Treffer landen, r100 = 4 21 r20 gilt, haben die
Kreise für die angegebenen pm die folgenden Radien:
b) Ist r100 < 1km, so ist r20 = 92 r100 < 29 km = 0,222km. Somit ist das Verhältnis von r20 zur
0,222km
Schussweite kleiner als 12500km ≈ 0,000018, also pm < 0,0018%.
Aufgabe 010913:
Um beim Zerspanen von Metallen die Schneidfähigkeit der Werkzeuge zu erhalten, wird vielfach mit
einer Emulsion aus gefettetem Mineralöl (Dichte 0,98 g/cm3 ) und möglichst weichem Wasser (Dichte
1,0 g/cm3 ) gekühlt. Die Mischung muss für Schneidwerkzeuge höherer Festigkeit die Dichte 0,996
g/cm3 , bei Schleifarbeiten die Dichte 0,992 g/cm3 haben. Wie viel Liter gefettetes Mineralöl und wie
viel Liter weiches Wasser braucht man für jeweils 10 Liter Emulsion?
wobei %Öl , VÖl Dichte und Volumen des verwendeten Öls sowie %W , VW Dichte und Volumen des verwen-
deten Wassers sind. Da nach Aufgabenstellung das Gesamtvolumen V = VÖl + VW = 10l = 10000cm3
gegeben ist, können wir in (1) VÖl = V − VW ersetzen und erhalten nach Umstellen
%E − %Öl
VW = V.
%W − %Öl
Soll die Emulsion eine Dichte von 0,996 g/cm3 haben, braucht man also 8 l Wasser und 2 l Öl. Für eine
Emulsion mit einer Dichte von 0,992 g/cm3 braucht man 6 l Wasser und 4l Öl.
Aufgabe 020911:
Für die Lagerung des Erdöls wurden im Rostocker Ölhafen Rolltanks aus der Sowjetunion aufgestellt.
Ein solcher Tank hat die Form eines Zylinders mit dem Durchmesser d = 23m und der Höhe h = 21m.
a) Berechnen Sie unter Vernachlässigung der Wanddicke das Volumen eines Tanks!
b) Wie viel Tonnen Erdöl fasst ein Rolltank (Dichte des Erdöls etwa 0,85 g/cm3 )?
228
VI.II Bewegungs- & Verhältnis-Gleichungen
c) Der in Leningrad für die DDR gebaute Tanker Leuna I hat ein Gesamtfassungsvermögen von
10200 t Erdöl. Seine vier Pumpen besitzen eine Leistung von je 250 t/h. In welcher Zeit wird
der Tanker von ihnen leergepumpt?
d) Wie viel Zeit wird benötigt, um mit Hilfe dieser Pumpen einen Rolltank zu füllen?
π 2
a) V = 4d · h ≈ 8725 m3
b) m = % · V = 0,85 g/cm3 · 8725 · 106 cm3 ≈ 7416 t
10200 t
c) t = 4·250 t/h = 10,2 h = 10 h 12 min
7416 t
d) t = 4·250 t/h ≈ 7,4 h = 7 h 24 min
Aufgabe 020912:
Im VEB Uhren- und Maschinenfabrik Klement Gottwald“ senkte eine Jugendabteilung die Aus-
”
schussquote um 6 Prozent der Produktionsmenge, und sparte dabei fast 800 Arbeitsstunden ein.
Danach betrug die Ausschussquote nur noch 25 ihres bisherigen Wertes. Gleichzeitig entstand ein
ökonomischer Nutzen von 3351,- M.
a) Wie viel Prozent der Produktionsmenge betrug der Ausschuss vorher?
b) Wie viel Prozent beträgt er jetzt?
c) Welchem Wert (in M) entspricht der Ausschuss jetzt noch?
a) Aus der Gleichung x − 6% = 25 x erhalten wir 35 x = 6%. Also betrug die Ausschussquote vorher 10
%.
b) Demzufolge hat der Ausschuss jetzt einen Anteil von 4 % an der Produktionsmenge.
c) Die eingesparten 3351,- M entsprechen 6 %. Also hat der jetzt noch produzierte Ausschuss einen
Wert von 2234,- M.
Aufgabe 030911:
Die erste Kosmonautin der Welt, Valentina Tereschkowa, startete mit ihrem Raumschiff Wostock 6
am 16. Juni 1963 um 10.30 Uhr und landete nach 48 Erdumkreisungen am 19. Juni 1963 um 9.20
Uhr. Die durchschnittliche Flughöhe betrug 200 km. (Mittlerer Erdradius R = 6370 km.)
a) Wie viel Kilometer legte die Kosmonautin auf ihrem Raumflug zurück? (Zur Vereinfachung
sei angenommen, dass der Start- und Landeplatz übereinstimmten und der Flug auf einer
Kreisbahn erfolgte.)
229
VI.II Bewegungs- & Verhältnis-Gleichungen
Die zu ermittelnde Gesamtflugstrecke s setzt sich aus drei Teilstrecken zusammen: Der Startflugstrecke
sS zum Erreichen der Flughöhe nach dem Start, der Flugstrecke sU , die während der Erdumkreisungen
zurückgelegt wird, sowie der Landeflugstrecke sL zum Verlassen der Flughöhe vor der Landung.
Wir wollen im folgenden vereinfachend annehmen, dass die Flughöhe bei Start und Landung senkrecht
über dem Start- bzw. Landepunkt erreicht bzw. verlassen werde. Wie man schnell erkennt, gilt dann
sS = sL = h.
Zur Berechnung der Strecke sU ist es notwendig, den Umfang u des Umlaufkreises zu kennen – gilt doch
offensichtlich sU = nu. Der Umfang eines Kreises lässt sich aus seinem Radius r bestimmen; der Radius
der Umlaufbahn ist natürlich die Summe aus Erdradius und Flughöhe, r = R + h.
Aufgabe 030912:
Wolfgang befindet sich in einem Zug, dessen Eigengeschwindigkeit er mit 60 km/h gemessen hat.
Er will die Geschwindigkeit eines entgegenkommenden Doppelstock-Gliederzuges ermitteln. Er weiß,
dass dieser Doppelstock-Gliederzug einschließlich Lokomotive rund 120 m lang ist, und stoppt die
Zeit, die der Zug zur Vorbeifahrt benötigt, mit genau 3,0 s.
Aufgabe 050911:
Ein Dreher braucht zur Anfertigung eines bestimmten Werkstücks eine halbe Stunde. Da mehrere
gleiche Teile anzufertigen sind, überlegt er, ob er eine Vorrichtung bauen soll, die es erlaubt, jedes
solche Werkstück in 20 Minuten anzufertigen. Die Herstellung dieser Vorrichtung würde 4 Stunden
dauern.
Wie groß müsste die Zahl der herzustellenden Werkstücke mindestens sein, damit der Bau der Vor-
richtung eine Zeitersparnis bringen würde?
230
VI.II Bewegungs- & Verhältnis-Gleichungen
Werden mehr als 24 Werkstücke hergestellt, bringt der vorherige Bau der Vorrichtung eine Zeitersparnis.
Aufgabe 120912:
Während einer GST-Übung schätzten Andreas und Frank die Länge einer Strecke. Wenn Andreas
um 10 % weniger geschätzt hätte, hätte er die genaue Länge getroffen. Wenn Franks Schätzwert um
10 % höher gelegen hätte, hätte er die genaue Länge der Strecke getroffen.
Bei welcher der beiden Schätzungen ist der absolute Betrag des absoluten Fehlers geringer?
Aufgabe 130912:
Jemand will aus einer Mischung, die zu 99 % aus Wasser besteht, eine neue Mischung mit einem
Wasseranteil von 98 % dadurch herstellen, dass er aus der ursprünglichen Mischung Wasser entzieht.
Man ermittle, wie viel Prozent der in der ursprünglichen Mischung enthaltenen Wassermenge er ihr
zu diesem Zweck insgesamt entziehen muss.
Für den Zustand nach dem Wasserentzug gilt für die veränderte Gesamtmenge m2 bei konstantem Stoff
y: m2 = y + w2 (3), wobei auch hier eine Aussage zum Wasseranteil getroffen wird: w2 = 0,98 · m2 (4).
Gesucht wird der Anteil der entzogenen Wassermenge (x1 − x2 ) an der ursprünglichen Wassermenge
(x1 ) in Prozent. Dazu werden nun die Gleichungen (1) bis (4) genutzt. Zunächst werden (1) und (3)
nach y umgestellt und gleichgesetzt und anschließend (2) und (4) genutzt: y = m1 − w1 = m2 − w2 ⇒
m1 − 0,99 · m1 = m2 − 0,98 · m2 ⇒ 0,01 · m1 = 0,02 · m2 bzw. m1 = 2 · m2 . Nun kann der gesuchte Anteil
errechnet werden:
x1 − x2 0,99 · m1 − 0,98 · m2 1,98 · m2 − 0,98 · m2 m2 1
= = = = ≈ 0,51
x1 0,99 · m1 1,98 · m2 1,98 · m2 1,98
Der entzogene Anteil Wasser an der ursprünglichen Wassermenge beträgt also etwa 51%.
Aufgabe 180912:
Es seien a und b rationale Zahlen, für die folgendes gilt:
231
VI.II Bewegungs- & Verhältnis-Gleichungen
b 11 9
b+ = 297 also b = 297 = a
10 20 10
9
Daraus folgt b = 11 a = 0,8182a (Dezimalbruch auf 4 Dezimalstellen gerundet); b beträgt also 81,82% von
a (Prozentsatz auf 2 Dezimalstellen gerundet).
Aufgabe 300912:
Ein Betrieb hat in den letzten vier Jahren seine Produktion (jeweils gegenüber dem Vorjahr) um 8%,
11%, 9% bzw. 12% gesteigert. Peter meint, dass der Betrieb dann eine Produktionssteigerung von
insgesamt 40% erreicht hat.
Bernd meint, der Betrieb hätte eine größere Steigerung erreicht, wenn er die Produktion viermal um
10% gesteigert hätte.
1,08 · 1,11 = 1,1988 > 1,19; 1,19 · 1,09 = 1,2971 > 1,28; 1,29 · 1,12 = 1,4448 > 1,4
ist folglich die Gesamtsteigerung größer als 40%. Daher hat Peter nicht recht.
Die Gesamtsteigerung bei viermaliger Steigerung um 10% errechnet sich durch Multiplikation des An-
fangswertes mit der Zahl 1,14 . Wegen
1,08 · 1,12 = 1,2096 < 1,21 = 1,12 ; 1,09 · 1,11 = 1,2099 < 1,21 = 1,12 also
Rundet man diese Ergebnisse so, dass ganzzahlige Prozentangaben entstehen, also auf 1,46, so erhält
man:
1. Die Gesamtsteigerung (bei Steigerungen um 8 %, 11 %, 9%, 12%) ist größer als 40 %. Allerdings ist
der Beweis mit den so vorgenommenen Rundungsschritten nicht einwandfrei, da nicht untersucht
wird, ob auch Aufrundungsschritte vorkommen.
232
VI.II Bewegungs- & Verhältnis-Gleichungen
2. Die viermalige Steigerung um 10% ergibt nur eine so wenige vergrößerte Gesamtsteigerung, dass
man auch formulieren kann, sie sei nicht wesentlich größer“, und in diesem Sinne“ sei Bernds
” ”
Behauptung nicht zutreffend.
Aufgabe 310914:
a) Eine Schule hat insgesamt 825 Schüler. Es wurde errechnet, dass während eines Schuljahres die
Anzahl der Teilnehmer einer Interessengruppe um 4% ihres Anfangswertes zugenommen habe und,
hiermit gleichbedeutend, die Anzahl der Nichtteilnehmer um 7% ihres Anfangswertes abgenommen
habe.
Wenn das genau zutraf, wie groß war dann die Anzahl der Nichtteilnehmer zu Beginn des Schuljahres,
und um welche Schülerzahl hat sie bis zum Ende des Schuljahres abgenommen?
b) Nachträglich wurde aber mitgeteilt, die Prozentangaben seien nur als Näherungswerte 4,0% bzw.
7,0% ermittelt worden, nämlich gemäß den Rundungsregeln auf eine Dezimale nach dem Komma
genau gerundet.
Sind hiernach die die in a) gesuchten Anzahlen immer noch eindeutig bestimmt? Wenn das nicht
der Fall ist, ermitteln Sie alle diejenigen Werte für in a) gesuchte Anzahlen, die ebenfalls auf die
gerundeten Prozentangaben 4,0% und 7,0% führen!
Also war die Anzahl der Nichtteilnehmer zu Beginn des Schuljahres y = 300 (5); sie nahm um 7 %
dieses Wertes ab, d. h. um die Zahl z = 21.
b) Sind p und q die wahren, durch 4,0 und 7,0 angenäherten Werte, so liegt p zwischen 3,95 und 4,05
sowie q zwischen 6,95 und 7,05; ferner ist statt (3), (4), (5) nur bekannt, dass mit solchen Werten p,q
p · 825
p · (825 − y) = q · y ; y=
p+q
gilt. Das führt zunächst zu der Aussage, das y zwischen
3,95 · 825 3258,75 4,05 · 825 3341,25
= und = und
4,05 + 7,05 11,1 3,95 + 6,95 10,9
also erst recht zwischen 293,58 und 306,54 liegen und folglich eine der Zahlen
II Runde 2
233
VI.II Bewegungs- & Verhältnis-Gleichungen
Aufgabe V10921:
Der sowjetische Flieger K. Kokkinaki hat mit der einmotorigen Turbodüsenmaschine E 66 einen
neuen Weltrekord aufgestellt. Er flog 100 km in 170 s.
a) Wie groß war seine mittlere Geschwindigkeit in km
h ?
b) Mit welchem möglichen Fehler ist dieser Wert behaftet, wenn die Entfernungsmessung genau war,
die Zeitmessung aber mit einem Fehler von ±0,5 s behaftet war?
Aufgabe V10922:
Gemäß unseres Siebenjahrplans wird sich die Industrieproduktion der Deutschen Demokratischen
Republik stark erhöhen. Die gesamte Industrieproduktion wächst von 1958 bis 1965 um 88%. Die Pro-
duktion von Produktionsmitteln (d.s. Rohstoffe, Maschinen, Ausrüstungen für die Industrie, Land-
wirtschaft und Verkehr usw.) wächst um 95%, dagegen die Produktion von Konsumgütern (d.s. Güter,
die für den Bedarf der Bevölkerung bestimmt sind) um 77%.
Wie viel Prozent der gesamten Industrieproduktion betrug der Anteil der Produktion von Produkti-
onsmitteln im Jahre 1958? Wie viel Prozent wird er 1965 betragen?
1958 1965
Gesamte Industrieproduktion 100 188
195
Produktion von Produktionsmitteln x 100 x
177
Produktion von Konsumgütern y 100 y
Aufgabe 010922:
a) Ein Hanfseil von 15 mm Durchmesser verträgt eine Belastung von 175 kp, ohne zu reißen.
Welcher Länge des Seiles entspricht diese Belastung, d. h., wann reißt das Seil unter seinem eigenen
Gewicht, wenn ein Seil von 1 m Länge je mm2 Querschnitt 1 p wiegt?
234
VI.II Bewegungs- & Verhältnis-Gleichungen
b) Ein Dederonseil vom gleichen Querschnitt hält eine weitaus größere Belastung aus, nämlich 400
kp.
Welcher Länge des Seils entspricht diese Belastung, wenn ein Seil von 1 m Länge je mm2 Querschnitt
0,8 p wiegt?
b) Für die maximale Länge des Dederonseils gilt hingegen: lmax = 2829,4 m.
Aufgabe 020921:
Bei dem Gruppenflug der sowjetischen Kosmonauten Andrijan Nikolajew und Pawel Popowitsch hat-
ten die Raumschiffe Wostok III und Wostok IV zeitweilig einen Abstand von nur 6,5 km voneinander.
Der Einfachheit halber sei angenommen, dass sie genau hintereinander flogen. Dabei legten sie eine
Erdumrundung (41000 km) in rund 88 Minuten zurück.
Welchen Abstand müssten zwei mit einer Geschwindigkeit von 100 km h auf der Autobahn fahrende
Autos haben, wenn ihr Zeitabstand der gleiche wie bei den Raumschiffen wäre?
Aufgabe 020922:
Ein Auto fährt mit einer Geschwindigkeit von 100 kmh . Es wird gebremst.
a) In welcher Zeit kommt es zum Stehen, wenn durch die Bremsung seine Geschwindigkeit in jeder
Sekunde um 5 ms abnimmt?
b) Welchen Bremsweg legt es in dieser Zeit zurück?
Aufgabe 040921:
In einer Abteilung eines Werkes soll ein neues, zeitsparendes Arbeitsverfahren eingeführt werden.
Wenn 4 Arbeiter der Abteilung nach diesem Verfahren arbeiten, erhöht sich die Produktion um 20
Prozent.
Wenn 60 Prozent der Arbeiter der Abteilung dieses Verfahren anwenden, kann die Produktion auf
das Zweieinhalbfache gesteigert werden.
235
VI.II Bewegungs- & Verhältnis-Gleichungen
b) Falls alle Arbeiter dieser Abteilung das neue Verfahren anwenden, lässt sich die Produktion auf 350
Prozent steigern.
Aufgabe 320923:
Beim Tanken eines Oldtimers mit Zweitaktmotor, der ein Öl-Kraftstoff-Gemisch von 1 : 50 benötigt,
wurden zunächst versehentlich 7 Liter Kraftstoff ohne Öl getankt.
Wieviel Liter Gemisch mit dem noch lieferbaren Verhältnis 1 : 33 müssen nun hinzugetankt werden,
damit sich das richtige Mischungsverhältnis von 1 : 50 ergibt?
Die gesuchte Literzahl ist auf eine Stelle nach dem Komma genau zu ermitteln.
III Runde 3
Aufgabe 010931:
In den ersten 2 12 Jahren des Siebenjahrplans erzeugten die Stahlwerker der Sowjetunion insgesamt
113 Prozent der gesamten italienischen Stahlproduktion des Jahres 1959 über den Plan hinaus.
Jährlich wurden dabei im Durchschnitt nur 310000 t Stahl weniger zusätzlich produziert als in einem
halben Jahr (1959) in Italien.
Wie viel Tonnen Stahl produzierten die Stahlwerker der Sowjetunion zusätzlich?
Wie viel Tonnen Stahl wurde 1959 in Italien produziert?
also x ≈ 6500000. Damit wurden 1959 in Italien ca. 6,5 Millionen Tonnen Stahl produziert und in den
2 12 Jahren in der Sowjetunion 1,13x = 7,3 Millionen Tonnen Stahl über den Plan.
236
VI.II Bewegungs- & Verhältnis-Gleichungen
Aufgabe 010932:
Kurt fährt mit der Straßenbahn eine lange gerade Straße entlang. Plötzlich sieht er seinen Freund
auf gleicher Höhe in entgegengesetzter Richtung auf dieser Straße gehen. Nach einer Minute hält die
Straßenbahn. Kurt steigt aus und läuft doppelt so schnell wie sein Freund, jedoch nur mit einem
Viertel der Durchschnittsgeschwindigkeit der Straßenbahn hinter seinem Freund her.
Nach wie viel Minuten holt er ihn ein? Wie haben Sie das Ergebnis ermittelt?
s vS + vF 8vF + vF
t0 = = t= t = 9t = 9 min
vK − vF vK − vF 2vF − vF
Aufgabe 020934:
Ein Schnellzug legt die 120 km lange Teilstrecke Leipzig–Riesa–Dresden mit einer Durchschnittsge-
schwindigkeit von 60 km h zurück. Infolge Bauarbeiten muss der Zug während einiger Tage die erste
Hälfte der Strecke (Leipzig–Bornitz) mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 km
h zurücklegen.
Um den Zeitverlust möglichst wettzumachen, wird auf der zweiten Hälfte der Strecke (Bor-
nitz–Dresden) die Durchschnittsgeschwindigkeit auf 70 kmh erhöht.
Kommt der Zug pünktlich in Dresden an?
Aufgabe 060935:
Auf dem Kreis k bewegen sich der Punkt A mit der gleichförmigen Geschwindigkeit v1 und der Punkt
B mit der gleichförmigen Geschwindigkeit v2 , wobei v1 6= v2 ist.
Bewegen sich beide Punkte im gleichen Umlaufsinn (etwa im Uhrzeigersinn), so überholt der Punkt
A den Punkt B jeweils nach 56 min. Bewegen sich beide Punkte in verschiedenem Umlaufsinn, so
begegnen sie einander jeweils nach 8 min. Dabei verringert bzw. vergrößert sich ihr auf der Kreislinie
gemessener Abstand voneinander in je 24 s um 14 m.
237
VI.III Ungleichungen
a) Nach den Bedingungen der Aufgabe gilt v1 > v2 . Bei der Bewegung in verschiedenem Umlaufsinn
erhält man die relative Geschwindigkeit von B bezüglich A durch Addition ihrer Geschwindigkeiten.
Laut Aufgabe werden bei dieser relativen Geschwindigkeit jeweils 14 m in 24 s zurückgelegt, in 8 min
also
14 · 60 · 8
m = 280 m
24
Das ist die Länge des Kreisumfangs.
b) Nach dem Gesagten ist
14 m m
v1 + v2 = = 35
24 s min
Bewegen sich die Punkte aber in gleichem Umlaufsinn, so erhält man die relative Geschwindigkeit von
B bezüglich A durch Subtraktion der kleineren Geschwindigkeit v2 von v1 . Laut Aufgabe und nach
dem Ergebnis a) ist somit
280 m m
v1 − v2 = =5
56 min min
m m
Die gesuchten Geschwindigkeiten betragen also v1 = 20 min und v2 = 15 min .
Aufgabe 120934:
Zwei Fußgänger A und B legten dieselbe Strecke zurück. Sie starteten zur gleichen Zeit. Ein Beob-
achter stellte fest:
A ging die Hälfte der Strecke mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 4 km h , den Rest mit 5
h . B ging während der Hälfte der von ihm für die ganze Strecke aufgewandten Zeit mit einer
km
Durchschnittsgeschwindigkeit von 4 km
h , während der übrigen Zeit mit 5 h .
km
VI.III Ungleichungen
I Runde 1
Aufgabe 040914:
Von den natürlichen Zahlen p und q ist bekannt, dass 0 < p < q gilt.
a) Ordnen Sie die Zahlen 1, p
q und q
p der Größe nach! Beginnen Sie mit der kleinsten Zahl!
a) Es ist p < q. Teilt man durch q (erlaubt, weil Q < 0 ist) ergibt sich p
q <. Teilt man durch p wird
1 < pq also
p q
⇒ <1<
q p
238
VI.III Ungleichungen
b) Aus p < q wird p(q − p) < q(q − p). Teilt man durch pq ergibt sich
p q
1− < −1
q p
Aufgabe 050913:
Vergleichen Sie die beiden Zahlen!
5678901234 5678901235
A= und B =
6789012345 6789012347
Da 2x > y ist, folgt 2x − y > 0 und wegen y > 0 weiter A − B > 0. Es gilt also A > B.
Aufgabe 220913:
4x−4
a) Ermitteln Sie alle diejenigen reellen Zahlen x, für die der Term 2x−3 definiert ist.
4x−4
b) Ermitteln Sie unter den in a) gefundenen Zahlen x alle diejenigen, für die 0 < 2x−3 < 1 gilt!
Im Fall x > 32 gilt also 2x − 3 > 0. Daher führt das Multiplizieren einer Ungleichung mit 2x − 3 zu einer
jeweils äquivalenten Ungleichung. Somit sind die Ungleichungen
4x − 4 4x − 4
0< und <1
2x − 3 2x − 3
äquivalent mit
0 < 4x − 4 und 4x − 4 < 2x − 3
diese mit 4 < 4x und 2x < 1 und diese mit x > 1 und x < 12 .
3
Diese beiden Ungleichungen widersprechen einander. Also gibt es kein x > 2, das die in b) geforderte
Ungleichung erfüllt.
Im Fall x < 32 gilt 2x − 3 < 0. Daher entsteht jeweils aus einer Ungleichung durch Multiplikation mit
2x − 3 und Umkehrung des Ungleichheitszeichens eine äquivalente Ungleichung.
239
VI.III Ungleichungen
1
Diese beiden Ungleichungen werden genau von allen x mit 2 < x < 1 erfüllt. Für alle diese x gleich auch
x < 23 .
1
Damit ist bewiesen: Die in b) geforderte Ungleichung gilt genau für alle reellen x mit 2 < x < 1.
Aufgabe 240914:
2
Drei Schüler diskutieren, welche Beziehung zwischen den Zahlen 1 und x−10 für reelle Zahlen x 6= 10
gilt. Sie stellen fest:
2 2
Für x = 11 ist x−10 = 2, also 1 < x−10 ;
2
für x = 12 ist 1 = x−10 ;
2
für x = 13 ist 1 > x−10 .
2
Anschließend behauptet Marion: Die Gleichung 1 = x−10 gilt genau für x = 12.
2
Norbert behauptet: Die Ungleichung 1 < x−10 gilt genau für alle x < 12.
2
Petra behauptet: Die Ungleichung 1 > x−10 gilt genau für alle x > 12.
Untersuchen Sie für jede dieser drei Behauptungen, ob sie wahr oder falsch ist!
Zum Beweis gebügt es, ein Beispiel anzugeben. Ein solches Beispiel ist x = 0; denn diese Zahl erfüllt
2 2 2
x < 12, und für sie gilt x−10 = − 10 , also 1 > x−10 .
Petras Behauptung ist falsch, da es außer den von Petra genannten Zahlen x mit x > 12 noch weitere
2
gibt, für die 1 > x−10 gilt. Auch hierfür genügt ein Beispiel zum Beweis. Geeignet ist ebenfalls x = 0;
2
denn diese Zahl erfüllt nicht x > 12, und für sie gilt 1 > x−10 .
II Runde 2
Aufgabe 120922:
8−3x
Ermitteln Sie alle reellen Zahlen x, für die der Quotient 7x−2 negativ ist!
Zu i): Aus 8 − 3x < 0 folgt x > 83 und aus 7x − 2 > 0 folgt x > 27 . Wegen 83 > 72 ist x> 2
7 automatisch
erfüllt, wenn x > 38 erfüllt ist. Der erste Fall tritt also genau dann ein, wenn x ∈ 38 ,∞ .
240
VI.III Ungleichungen
Zu ii): Aus 7x − 2 < 0 folgt x < 72 und aus 8 − 3x > 0 folgt x < 83 . Wegen 27 < 83 ist x < 38 automatisch
erfüllt, wenn x < 27 erfüllt ist. Der zweite Fall tritt also genau dann ein, wenn x ∈ −∞, 27 .
8−3x
Insgesamt folgt, dass der Quotient 7x−2 genau dann negativ ist, wenn x ∈ −∞, 72 ∪ 8
3 ,∞ .
Aufgabe 200922:
a) Nennen Sie zwei verschiedene ganze Zahlen x, die die Ungleichung x−1
x+3
< 0 erfüllen und bestätigen
Sie das Erfülltsein dieser Ungleichung für die von Ihnen genannten Zahlen!
b) Ermitteln Sie die Menge aller derjenigen reellen Zahlen x, die diese Ungleichung erfüllen!
4 4
b) Es ist x−1
x+3
= 1 + x−1 , die Ungleichung also äquivalent zu x−1 < −1. Also muss x − 1 negativ sein,
sodas die Multiplikation mit diesem Term das Relationszeichen dreht und die Ungleichung unter der
Einschränkung x − 1 < 0, d. h., x < 1, äquivalent ist zu 4 > −(x − 1) bzw. −4 < x − 1, d. h. x > −3. Die
Ungleichung wird also genau von allen reelen Zahlen x mit −3 < x < 1 erfüllt.
Aufgabe 210923:
Beweisen Sie, dass reelle Zahlen x, y, z genau dann das System der drei Ungleichungen
x + y + z > 0,
x · y · z > 0,
xy + xz + yz > 0
Nehmen wir nun an, dass genau zwei der drei Variablen negativ wären, d. h., wir nehmen o. B. d. A. x > 0
und y < 0 sowie z < 0 an. Dann ist aufgrund der ersten Ungleichung x > x + z > −y > 0 und analog
x > x + z > 0. Damit gilt 0 < (x + y)(x + z) < x2 .
Es ist aber wegen 0 < x2 und der der dritten Ungleichung
Aufgabe 240922:
Man ermittle alle diejenigen reellen Zahlen x mit x 6= 5, für die gilt:
x
<4
5−x
241
VI.III Ungleichungen
b) Für jedes reelle x > 5 ist das Bestehen der Ungleichung 5−x x
< 4 äquivalent mit x > 20 − 4x, dies mit
x > 4, was aber bereits für alle Zahlen x > 5 gilt, d. h. für diese mit der ursprünglichen Bedingung x > 5
äquivalent ist.
Da für jedes reelle x 6= 5 entweder x < 5 oder x > 5 gilt, ist mit a) und b) bewiesen:
Die gesuchten Zahlen sind genau diejenigen reellen Zahlen x, für die x < 4 oder x > 5 gilt.
Aufgabe 250923:
Es seien a, b, x und y positive reelle Zahlen, und es gelte ab < xy .
Beweisen Sie, dass aus diesen Voraussetzungen stets folgt
a a+x x
< <
b b+y y
ay + xy < bx + xy
(a + x)y < x(b + y)
a+x x
< (3)
b+x y
Mit (2) und (3) ist die geforderte Beziehung hergeleitet.
Aufgabe 260922:
Peter und Heinz erzählen, dass sie Dreiecke gezeichnet haben, deren Seitenlängen, gemessen in Zen-
timeter, die Maßzahlen
a = 3x + 9, b = 5x + 8, c = 4x + 1
hatten, wobei x eine zuvor gewählte von Null verschiedene natürliche Zahl war.
Anke behauptet: Für jede von Null verschiedene natürliche Zahl x gibt es ein Dreieck mit den so
gebildeten Maßzahlen a, b, c seiner Seitenlängen.
Birgit behauptet: Es gibt eine von Null verschiedene Zahl x, für die ein Dreieck, das diese Seitenlängen
hat, rechtwinklig ist.
Untersuchen Sie für jede dieser beiden Behauptungen, ob sie wahr ist!
b) Mit x = 1 ist a = 12, b = 13 und c = 5, was a2 +c2 = 144+25 = 169 = 132 = b2 erfüllt, sodass nach der
Umkehrung des Satzes des Pythagoras bedeutet, dass es ein rechtwinkliges Dreieck mit Kathetenlängen
a und c sowie Hypotenusenlänge b gibt. Also hat auch Birgit recht.
242
VI.III Ungleichungen
Aufgabe 270924:
Für je zwei natürliche Zahlen a, b, die die Ungleichungen
3a − 2b ≤ 10 (1) ; 3a + 8b ≤ 25 (2)
Aufgabe 300921:
Ermitteln Sie alle diejenigen reellen Zahlen x 6= 3, für die die folgende Ungleichung (1) gilt!
2 1 5 1
+ < −
x−3 2 x − 3 10
Aufgabe 060933:
Beweisen Sie die folgende Behauptung:
In keinem rechtwinkligen Dreieck ist die Länge der Hypotenuse kleiner als das √1 fache der Summe
2
der Kathetenlängen.
Aufgabe 070933:
Man denke sich die natürlichen Zahlen von 1 bis 100, aufsteigend der Größe nach geordnet, ange-
schrieben.
243
VI.III Ungleichungen
Die dabei insgesamt aufgeschriebenen Ziffern denke man sich in unveränderter Reihenfolge zur Zif-
fernfolge der hiermit erklärten Zahl
1234567891011121314...979899100
zusammengestellt. Aus ihr sollen genau 100 Ziffern so gestrichen werden, dass die restlichen Ziffern
in gleicher Reihenfolge eine möglichst große Zahl bilden.
Wie lautet diese?
1,2,...,8,10,11,...,18,20,21,...,28,30,...,38,40,41,...,48
ε := 999997859606162...99100
als Ergebnis.
Streicht man die Ziffer 5 von 58 nicht, so bekommt man eine Zahl, die mit 9999975 beginnt, also kleiner
als ε ist.
Also ist ε die größtmögliche Zahl.
Aufgabe 070936:
Man ermittle alle reellen Zahlen x, die die Ungleichung erfüllen:
3 2 1
− 1 >−
2x − 1 x − 2
3
Aufgabe 110935:
Es seien a, b, c positive reelle Zahlen. Man beweise, dass dann
a b c 1 1 1
+ + ≥2· + −
bc ac ab a b c
244
VI.III Ungleichungen
Aufgabe 140934:
Man beweise, dass für beliebige reelle Zahlen x, y, z die folgende Beziehung gilt: x2 + y 2 + z 2 ≥
xy + xz + yz.
Ferner gebe man für x, y, z Bedingungen an, die gleichwertig damit sind, dass in der genannten
Beziehung das Gleichheitszeichen gilt.
Aufgabe 150936:
Beweisen Sie, dass für alle Tripel (a, b, c) positiver reeller Zahlen mit abc = 1 die Ungleichung
(1 + a)(1 + b)(1 + c) ≥ 8
Aufgabe 160932:
Man beweise folgenden Satz:
Sind a und b positive reelle Zahlen, für die ab = 1 gilt, dann gilt
(a + 1) · (b + 1) ≥ 4 (1)
245
VI.III Ungleichungen
Aufgabe 170936:
Für jedes i = 1, 2, 3 seien xi und yi zwei beliebige voneinander verschiedene reelle Zahlen, und es sei
mit di die größere der beiden Zahlen xi und yi bezeichnet.
a) Beweisen Sie:
Wenn x1 ≤ x2 + x3 und y1 ≤ y2 + y3 gilt, dann gilt d1 ≤ d2 + d3 .
b) Stellen Sie fest, ob auch die folgende Aussage gilt.
Wenn d1 ≤ d2 + d3 gilt, dann gilt auch x1 ≤ x2 + x3 .
b) Dies ist offensichtlich nicht der Fall, wie etwa x1 = 1 = y2 = y3 und y1 = 0 = x2 = x3 zeigt. Dann ist
nämlich d1 = d2 = d3 = 1, also d1 ≤ d2 + d3 , aber x1 > x2 + x3 .
Aufgabe 180931:
Beweisen Sie folgenden Satz!
Wenn a, b, c und d reelle Zahlen sind, für die ab − cd 6= 0 gilt, dann gilt a2 + b2 > 0 oder c2 + d2 > 0.
Aufgabe 200932:
Es seien a, b, c, d positive reelle Zahlen, für die a > b > c > d sowie a + d = b + c vorausgesetzt wird.
Beweisen Sie, dass dann stets a2 + d2 > b2 + c2 gilt!
Aufgabe 210933:
Beweisen Sie, dass die Ungleichung gilt:
246
VI.III Ungleichungen
Weiterhin ist
1000·1001
− 300·301
301301 · . . . · 10001000 < 1000301 · . . . · 10001000 = 1000301+···+1000 = 1000 2 2 =
Aufgabe 230934:
Ermitteln Sie alle diejenigen reellen Zahlen x, für die gilt:
4x − 3
−5 ≤ <6
2x + 1
1
Wir unterscheiden danach, ob 2x+1 positiv oder negativ ist. (Verschwinden kann es aufgrund des positiven
1
Zählers nicht.) Dabei ist x 6= − 2 , da sonst der Bruch nicht definiert wäre. Der Bruch ist dabei genau
dann positiv, wenn x > − 21 ist.
1. Fall: x > − 12 : Dann ist die erste Ungleichung automatisch erfüllt und die zweite nach Reziprokenbildung
äquivalent zu 2x + 1 > 75 , also x > − 17 . Wegen x > − 17 > − 12 erfüllen all jene x (und keine weiteren, die
die Fallannahme erfüllen) beide Ungleichungen.
2. Fall: x < − 12 : Dann ist die zweite Ungleichung automatisch erfüllt und die erste nach Reziprokenbildung
äquivalent zu − 45 > 2x + 1, also x < − 98 . Wegen x < − 89 < − 12 erfüllen all jene x (und keine weiteren,
die die Fallannahme erfüllen) beide Ungleichungen.
Zusammenfassend wird also die Ungleichungskette der Aufgabenstellung genau von jenen reellen Zahlen
x erfüllt, die kleiner als − 89 oder größer als − 17 sind.
Aufgabe 240935:
Beweisen Sie, dass für die Kathetenlängen a, b und die Hypotenusenlänge c jedes rechtwinkligen
Dreiecks die Ungleichung a5 + b5 < c5 gilt!
a5 + b5 = a3 · a2 + b3 · b2 < c3 · a2 + c3 · b2 = c3 · (a2 + b2 ) = c3 · c2 = c5 ,
Aufgabe 270932:
(I) Untersuchen Sie, ob der folgende Satz allgemein gilt:
Wenn a, b, c, d reelle Zahlen sind, für die b 6= 0, b + c 6= 0 und b + d 6= 0 gilt, so folgt aus
a a+c a a+d
< stets auch <
b b+c b b+d
(II) Untersuchen Sie, ob der folgende Satz allgemein gilt:
247
VI.III Ungleichungen
(II) Die Aussage ist korrekt, da die Voraussetzung nach Multiplikation mit b(b + c) > 0 äquivalent ist zu
a(b + c) < b(a + c) bzw. ab + ac < ab + bc, also wegen c > 0 auch äquivalent zu a < b.
Dann ist aber wegen d > 0 auch ab + ad < ab + bd, also a(b + d) < b(a + d), was nach Division durch
b(b + d) > 0 genau auf die Folgerung in der Aufgabenstellung führt, .
Aufgabe 280934:
Beweisen Sie, dass für beliebige positive reellen Zahlen x und y stets die Ungleichung gilt:
√ √
x y 1 1
6 √ + 6
√ ≥ 6+ 6
y · y x · x x y
Aufgabe 290934:
Beweisen Sie, dass es zu je zwei beliebigen rationalen Zahlen a, b mit a < b eine rationale Zahl x und
eine irrationale Zahl y gibt, für die a < x < y < b gilt!
Aufgabe 330942:
Ermitteln Sie alle diejenigen Tripel (a, b, c) positiver ganzer Zahlen a, b, c von denen keine größer als
100 ist und mit denen die Ungleichungen a + b ≥ 101, a + c ≤ 101, a + b + c ≥ 201 gelten!
248
VI.IV Gleichungssysteme
Aus a + c = 101 folgt für jedes positive ganze 1 ≤ a ≤ 100, dass auch c = 101 − a positiv ganz und nicht
größer als 100 ist. Schließlich ist für alle diese a wegen b = 100 auch a + b ≥ 101, sodass alle Bedingungen
erfüllt sind. Weitere Lösungen kann es nicht geben. Damit erfüllen genau die Elemente der Menge
VI.IV Gleichungssysteme
I Runde 1
Aufgabe V00901:
Die Summe zweier Zahlen beträgt 20, die Summe ihrer Quadrate 202. Löse die Aufgabe rechnerisch.
Aufgabe V00905:
An einem Stromkreis liegt eine Spannung von 120 V. Wird der Widerstand um 10 Ohm vergrößert,
sinkt die Stromstärke um 1 Ampere.
Wie groß sind Stromstärke und Widerstand?
xy = 120 (I)
(y + 10)(x − 1) = 120 (2)
Das Gleichungssystem hat die Lösung x = 4 und y = 30, d. h. die Stromstärke beträgt 4 Ampere und der
Widerstand 30 Ohm.
Aufgabe 270914:
Für jedes Rechteck seien die Seitenlängen mit a, b bezeichnet, die Diagonalenlänge mit d und der
Flächeninhalt mit A. Beweisen Sie mit diesen Bezeichnungen die folgende Aussage:
249
VI.IV Gleichungssysteme
und hieraus (da nach der Formel für den Flächeninhalt des Rechtecks A = ab ist)
4A = 3a2 (3)
3
A = a2 (4)
4
II. Wenn A = 43 a2 gilt, so folgt einerseits ab = 34 a2 , wegen a > 0 als b = 34 a < 2a.
Andererseits folgt (da die Schlüsse von (1) auf (2), (3), (4) umgekehrt
√ werden können) a2 + b2 = (2a − b)2 .
Wegen b < 2a, also 2a − b > 0 kann man hieraus weiter auf a2 + b2 = 2a − b, d. h. d = 2a − b schließen.
II Runde 2
Aufgabe 030924:
Geben Sie alle Paare reeller Zahlen an, deren Summe, Produkt und Quotient untereinander gleich
sind!
Aufgabe 050922:
28 Schüler einer Klasse beteiligten sich an einem Sportfest. Jeder nimmt an mindestens einer der drei
Disziplinen Kugelstoßen, Weitsprung und 100-m-Lauf teil.
Die Anzahl derjenigen, die sowohl am Kugelstoßen als auch am Weitsprung, aber nicht am 100-m-
Lauf teilnehmen, ist gleich der Zahl derer, die nur am Kugelstoßen beteiligt sind, und größer als
1.
Kein Teilnehmer tritt nur im Weitsprung oder nur im 100-m-Lauf an.
Sechs Schüler starten in den beiden Disziplinen Kugelstoßen und 100-m-Lauf und nehmen nicht am
Weitsprung teil.
Die Anzahl derjenigen, die sowohl beim Weitsprung als auch beim 100-m-Lauf starten, ist fünfmal
so groß wie die Anzahl derer, die in allen drei Disziplinen starten.
Die Anzahl derjenigen, die in allen drei Disziplinen teilnehmen, ist gerade, aber nicht Null.
Wie viele Schüler treten insgesamt in den einzelnen der drei Disziplinen an?
250
VI.IV Gleichungssysteme
Daher muss y gerade sein. Da weiter nach Voraussetzung y 6= 0 und x > 1 gilt, ist (1) nur für y = 2 und
x = 6 erfüllt. Die Anzahl der Teilnehmer betrug also:
Beim Kugelstoßen 2 · 6 + 2 + 6 = 20 Schüler, beim Weitsprung 5 · 2 + 6 = 16 Schüler und beim 100-m-Lauf
5 · 2 + 6 = 16 Schüler.
Aufgabe 070922:
Für zwei rationale Zahlen a und b gelten die vier Ungleichungen
a + b 6= 3; a − b 6= 10; a · b 6= 5; a : b 6= 18,75
Die Zahlen 3; 10; 5 und 18,75 stimmen jedoch (in anderer Reihenfolge) mit je einer der Zahlen a + b,
a − b, a · b und a : b überein.
Ermitteln Sie die Zahlen a und b!
III Runde 3
251
VI.IV Gleichungssysteme
Aufgabe 080933:
Geben Sie alle Zahlentripel (a, b, c) an, die die Gleichungen
a + b + c = s1 a − b + c = s3
a + b − c = s2 a − b − c = s4
unter der zusätzlichen Bedingung erfüllen, dass die Menge der vier Zahlen s1 , s2 , s3 , s4 (ohne Rücksicht
auf ihre Reihenfolge) mit der Menge der vier Zahlen 1, 2, 3, 4 übereinstimmt!
Das geht nur, wenn s1 = 1 und s4 = 4 oder umgekehrt und s2 = 2, s3 = 3 oder umgekehrt. Daraus folgt
2a = 5, also a = 25 .
Für s1 = 1,s4 = 4 folgt dann b + c = − 32 . Auflösen nach b und einsetzen in die zweite Gleichung ergibt
5 3 1
2 + c + 2 + c = s3 . Falls s3 = 2 folgt c = −1, falls s3 = 3 folgt c = − 2 . Einsetzen in die erste Gleichung
1
ergibt b = − 2 bzw. b = −1.
Für s1 = 4,s4 = 1 folgt b + c = 23 . Auflösen nach b und einsetzen in die zweite Gleichung ergibt
5 3 1
2 + c − 2 + c = s3 . Falls s3 = 2 folgt c = 2 , falls s3 = 3 folgt c = 1. Einsetzen in die erste Gleichung
1
ergibt b = 1 bzw. b = 2 .
Aufgabe 130935:
Beweisen Sie den folgenden Satz!
Wenn für rationale Zahlen a, b, c mit a, b, c 6= 0 und a + b + c 6= 0 die Gleichung
1 1 1 1
+ + =
a b c a+b+c
gilt, so sind zwei der Zahlen a, b, c zueinander entgegengesetzt.
(Rationale Zahlen x, y heißen genau dann zueinander entgegengesetzt, wenn x = −y gilt.)
252
VI.V Funktionen & Folgen
Aufgabe 300911:
Drei Schüler wollen ein Spiel nach folgenden Regeln spielen:
1. Es wird (d. h. durch Auslosung der Reihenfolge) festgelegt, dass jeder der drei Schüler stets
eine bestimmte Rechenoperation auszuführen hat, und zwar ein Schüler A die Subtraktion
der Zahl 2, ein Schüler B die Division durch die Zahl 2, der dritte Schüler C das Ziehen der
Quadratwurzel (z. B. mit dem Taschenrechner ermittelt).
2. Dann wird eine dreistellige natürliche Zahl zufallsbedingt gewählt (z. B. durch Auslosen unter
allen dreistelligen natürlichen Zahlen) und als Startzahl“ bezeichnet.
”
3. Nun führen die Schüler stets gleichzeitig jeweils ihre Rechenoperation aus. Beim ersten Mal
wenden sie die Operation auf die Startzahl“ an, jedes weitere Mal auf das zuvor erhaltene
”
Resultat.
4. Sobald ein Schüler ein Resultat kleiner als 1 erhält, ist das Spiel beendet; dieser Schüler hat
verloren.
Bei der Diskussion zur Vereinbarung der Regeln protestiert ein Schüler. Er meint, nach diesen Regeln
ergäbe schon die Festlegung der Rechenoperationen zwangsläufig, wer verlieren müsse.
Stimmt das?
Der Schüler A erhält aus der Startzahl z der Reihe nach die Zahlen
z − 2, z − 2 · 2, z − 3 · 2, . . .
allgemeine nach k-maliger Ausführung die Zahl z − k · 2. Der Schüler B erhält entsprechend der Reihe
nach
z z z
, , ,...
2 2 · 2 23
allgemein nach k-maliger Ausführung die Zahl 2zk .
Wegen z < 1000 und 210 > 1000 ist daher spätestens nach 10-maliger Ausführung sein Resultat kleiner
als 1. Für den Schüler A ist (wegen z > 99) für alle k ≤ 10 das Resultat nach k-maliger Ausführung
z − k · 2 > 99 − 20 größer als 1.
√
Da schließlich für jede Zahl x > 1 auch x > 1 ist, erreicht Schüler C niemals ein Resultat kleiner als 1.
Also muss stets der Schüler V verlieren.
Aufgabe 340916:
Es seien Funktionen f0 , f1 , f2 , f3 , ... für alle reellen Zahlen x definiert durch
f0 (x) = |x|,
f1 (x) = ||x| − 2| ,
f2 (x) = |||x| − 2| − 2| ,
...
253
VI.V Funktionen & Folgen
Zeichnen Sie die Graphen der Funktionen f0 , f1 und f2 ! Beschreiben Sie allgemein das Aussehen des
Graphen der Funktion fk !
3
y = |x|
2
-6 -5 -4 -3 -2 -1 0 1 2 3 4 5 6 x
3
y = ||x| − 2|
2
-6 -5 -4 -3 -2 -1 0 1 2 3 4 5 6 x
3
y = |||x| − 2| − 2|
2
-6 -5 -4 -3 -2 -1 0 1 2 3 4 5 6 x
Beschreibung des Graphen von fk : Die Funktion hat (k + 1) Nullstellen, symmetrisch zum Nullpunkt
gelegen und mit Abständen zu je 4 Einheiten voneinander. Jeweils in der Mitte zwischen zwei Nullstellen
liegt ein lokales Maximum.
In den Intervallen, die durch diese Nullstellen und Maxima voneinander abgegrenzt werden, verläuft der
Graph geradlinig, immer abwechselnd mit den Anstiegen -1 und 1.
Bemerkung: Ausgehend von f0 kann man diese Graphen der Reihe nach folgendermaßen erhalten: Der
Graph von fk wird um 2 Einheiten nach unten verschoben, und dann werden alle Kurventeile, die dabei
unterhalb von der x-Achse zu liegen kommen, an der x-Achse gespiegelt; so entsteht der Graph von fk+1 .
II Runde 2
Aufgabe 100923:
Gegeben seien zwei reelle Zahlen m 6= 0 und n. Ferner sei f die durch f (x) = mx + n für alle reellen
Zahlen definierte Funktion.
254
VI.V Funktionen & Folgen
a) Ermitteln Sie für m = 1 und n = 0 alle Zahlen x0 , für die 2 · f (x0 ) = f (x0 + 2) gilt (d. h. für die
der Funktionswert an der Stelle x0 + 2 doppelt so groß ist wie der an der Stelle x0 )!
b) Ermitteln Sie bei beliebig gegebenen reellen Zahlen m 6= 0 und n alle Zahlen x0 , für die 2 · f (x0 ) =
f (x0 + 2) gilt!
Aufgabe 170921:
Für jede reelle Zahl m und jede reelle Zahl n wird durch y = f (x) = mx + n (x reell) eine Funktion
f definiert, deren Graph eine Gerade g ist.
a) Es sei m = 21 und n beliebig reell.
Ermitteln Sie die Koordinaten aller derjenigen Punkte auf g, deren Ordinate doppelt so groß ist wie
ihre Abszisse!
b) Es seien m und n beliebig reell.
Ermitteln Sie die Koordinaten aller derjenigen Punkte auf g, deren Ordinate doppelt so groß ist wie
ihre Abszisse! (Stellen Sie insbesondere fest, für welche m und n überhaupt ein solcher Punkt auf g
existiert!)
b) Ein Punkt hat genau dann die verlangten Eigenschaften, wenn für seine Koordinaten x, y sowohl die
Gleichung y = mx + n als auch die Gleichung y = 2x gilt.
Ist m = 2 und n = 0, so trifft dies genau für alle Punkte der Geraden zu, die y = 2x als Gleichung hat.
Ist m = 2 und n 6= 0, so gelten für kein Zahlenpaar (x, y) beide Gleichungen, also gibt es in diesem Fall
keinen Punkt mit den verlangten Eigenschaften.
Ist m 6= 2, so gilt: Wenn x, y die geforderten Gleichungen erfüllen, so folgt 2x = mx + n, x = 2−m n
,
2n
y = 2−m . Daher können im Fall m 6= 2 nur diese Werte x, y die Gleichungen erfüllen.
Die
Probe zeigt,
dass jeweils für ein Paar (m, n) mit m 6= 2 genau der Punkt mit dem Koordinatenpaar
2n
n
2−m , n−m die verlangten Eigenschaften hat.
Aufgabe 270923:
Für jeden Quader seien die Kantenlängen mit a, b, c bezeichnet, die Länge der Raumdiagonale mit d
und der Oberflächeninhalt mit A.
Beweisen Sie mit diesen Bezeichnungen die folgende Aussage:
Es gilt genau dann d = 31 · (a + b + c), wenn A = 8 · d2 gilt.
255
VI.V Funktionen & Folgen
und dies wegen d2 = a2 + b2 + c2 und A = 2(ab + ac + bc) mit 9d2 = d2 + A, also auch mit 8d2 = A,
w. z. b. w.
Aufgabe 270923:
Für jeden Quader seien die Kantenlängen mit a, b, c bezeichnet, die Länge der Raumdiagonale mit d
und der Oberflächeninhalt mit A.
Beweisen Sie mit diesen Bezeichnungen die folgende Aussage:
Es gilt genau dann d = 31 · (a + b + c), wenn A = 8 · d2 gilt.
und dies wegen d2 = a2 + b2 + c2 und A = 2(ab + ac + bc) mit 9d2 = d2 + A, also auch mit 8d2 = A,
w. z. b. w.
III Runde 3
Aufgabe 090936:
Es sei f (x) die für alle reellen x definierte Funktion
(x − 1)x
f (x) = .
2
Ferner sei x0 eine beliebig gegebene, von 0 verschiedene reelle Zahl. Wie üblich seien die Funktions-
werte der Funktion f (x) an den Stellen x0 + 1 und x0 + 2 mit f (x0 + 1) bzw. f (x0 + 2) bezeichnet.
Man beweise, dass dann gilt:
(x0 + 2)f (x0 + 1)
f (x0 + 2) = .
x0
Aufgabe 240932: √
In einem rechtwinkligen Koordinatensystem seien der Kreis k um den Ursprung mit dem Radius 2
und die Gerade g mit der Gleichung y = −x + 10 gezeichnet.
Ermitteln Sie Gleichungen für die beiden zu g parallelen Tangenten an k!
256
VI.V Funktionen & Folgen
Berührungsradien senkrecht auf den Tangenten, haben also den Anstieg 1 und verlaufen durch den Mit-
telpunkt des Kreises, besitzen also die Gleichung yr = x, sodass sich die Berührungspunkte√an den
Koordinaten (1,1) bzw. (-1,-1) befinden. (Man rechnet leicht nach, dass diese den Abstand 2 vom
Kreismittelpunkt, also dem Koordinatenursprung, besitzen und damit auf k liegen.)
Damit haben die beiden Tangenten die Gleichungen
Aufgabe 290935:
a) Beweisen Sie, dass es zu jeder Funktion f , die für alle reellen Zahlen x die Gleichung
f (x − 1) = (x2 − 1) · f (x + 1) (1)
b) Die Gleichung (1) setzt nur Funktionswerte von Argumenten in Beziehung, die sich um genau 2
unterscheiden. Es sei 2Z + 1 die Menge der ungeraden ganzen Zahlen. Da für keine reelle Zahl x ∈
R \ (2Z + 1) gilt, dass x + 2 oder x − 2 eine ungerade ganze Zahl ist, ist die Wahl des Funktionswert für
f (x) unabhängig von der Wahl der Funktionswerte an den ungeraden ganzzahligen Stellen. Also kann
man für alle x mit x ∈ R \ (2Z + 1) den Funktionswert f (x) := 0 festsetzen und unabhängig davon die
für x ∈ 2Z + 1.
Setzt man nun f (1) := 1, so ergibt sich daraus ein eindeutiger Wert für f (3), daraus ein eindeutiger
Wert für f (5) usw. für alle ungeraden natürlichen Zahlen. Umgekehrt folgt aber aus f (1) = 1 auch ein
eindeutiger Wert, den f (−1) annehmen muss, daraus einer für f (−3) usw. für alle negativen ungeraden
ganzen Zahlen.
Diese Funktion f ist wegen f (1) 6= 0 nicht konstant 0 ist, erfüllt damit für alle reellen Zahlen x die
Funktionalgleichung (1), sodass es eine solche Funktion gibt, .
257
VII Klasse 10
VII.I Gleichungen
I Runde 1
Aufgabe V01003:
Zerlege 900 so in zwei Summanden, dass die Summe ihrer reziproken Werte gleich dem reziproken
Wert von 221 ist!
a · b = (900 − b) · b = 198900
b2 − 900 · b = −198900
b2 − 900 · b + 4502 = 4502 − 198900
2
(b − 450) = 3600
und somit die Möglichkeiten b1 = 390 und b2 = 510. Somit lauten die beiden Summanden - unter
Beachtung der Kommutativität der Addition - dementsprechend 390 und 510.
Aufgabe V11011:
Im VEG Neuendorf werden 82,5 ha mit Getreide, 48,72 ha mit Hackfrüchten und 20,47 ha mit
Luzerne bestellt. Die Hackfruchtflächen sollen je Hektar 34 kg, die Luzerneflächen 20 kg und die
Getreideflächen 17,5 kg Phosphorpentoxyd (P2 05) erhalten.
Wieviel Dezitonnen Superphosphat werden benötigt, wenn dieses 17,3 Prozent Phosphorpentoxyd
enthält?
3509,63
Superphosphat enthält 17,3 Prozent P2 O5 , sodass insgesamt kg ≈ 20286kg Superphosphat benötigt
0,173
werden. Da eine Dezitonne 100kg entspricht, werden 202,86 Dezitonnen Superphosphat benötigt.
258
VII.I Gleichungen
Aufgabe V11012:
Welche Werte kann x in folgenden Gleichungen annehmen?
c) Da sowohl sin2 x als auch cos2 x höchstens den Wert 1 annehmen können, kann die Summe beider
niemals 3,2 betragen. Es gibt mithin kein x, das die angegebenen Bedingungen erfüllt.
Aufgabe 011012:
In der UdSSR wird heute in 37 Minuten genau soviel Gas erzeugt wie im zaristischen Russland
während des gesamten Jahres 1913.
Berechnen Sie die Steigerung in Prozent!
Aufgabe 021011:
Im Zentrum Berlins entsteht am Alexanderplatz das Haus des Lehrers“. Die für dieses Bauwerk
”
ausgehobene 20 m breite Baugrube hatte annähernd die Form eines Pyramidenstumpfes. Sie besaß
eine Tiefe von 7,3 m.
Die rechteckige Bausohle hatte eine Länge von 47 m und eine Breite von 15 m. Berechnen Sie das
Volumen des ausgebaggerten Bodens!
259
VII.I Gleichungen
Der Teil der Pyramide, der noch nicht ausgehoben ist, hat ein Volumen von
1
Vn = (15 m · 47 m · 21,9 m) = 5146,5 m3
2
Der ausgebaggerte Boden hat daher ein Volumen von Vp − Vn ≈ 7000 m3 .
Aufgabe 031011:
Eine Spule, deren Leermasse 235 g beträgt, ist mit Kupferdraht von 0,70 mm Durchmesser bewickelt
und hat eine Masse von 4235 g.
Wieviel Meter Draht befinden sich auf der Spule? (Dichte des Kupfers ρ = 8,93 g/cm3 .)
Aufgabe 041011:
In einem Betrieb, in dem Elektromotoren montiert werden, können durch die Anschaffung einer neuen
Fließbandanlage, deren Kosten 105000 MDN betragen, die Lohnkosten je Motor um 0,50 MDN und
die Gemeinkosten um jährlich 8800 MDN gesenkt werden.
a) Wie viele Motoren müssen jährlich mindestens montiert werden, damit die Kosten der neuen
Anlage bereits in drei Jahren durch die Einsparungen an Löhnen und Gemeinkosten gedeckt werden?
b) Wie viele Motoren müssen jährlich mindestens montiert werden, damit darüber hinaus noch ein
zusätzlicher Gewinn von jährlich 10000 MDN entsteht?
b) Von den 105000 MDN müssen jährlich 35000 MDN eingespart werden, und außerdem soll es noch
10000 MDN zusätzlichen Gewinn geben, deshalb gilt: 35000 + 10000 = 0,5 · x + 8800 ⇒ x = 72400.
Es müssen jährlich mindestens 72400 Motoren montiert werden.
Aufgabe 081011:
Eine FDJ-Versammlung wurde so stark besucht, dass genau 75 Prozent der FDJler Platz fanden.
Daher wurde beschlossen, eine zweite Versammlung in einem anderen Raum zu veranstalten. Es
gingen 150 der Jugendfreunde dorthin. Die übrigen blieben im ersten Raum. Dadurch wurden in
diesem genau 5 Plätze frei.
Ermitteln Sie die Anzahl aller Jugendfreunde, die zu der ursprünglich angesetzten Veranstaltung
erschienen waren!
260
VII.I Gleichungen
Aufgabe 101012:
Ist n eine positive ganze Zahl, so bezeichnet sn die Summe aller positiven ganzen Zahlen von 1 bis n.
a) Für welche positive ganze Zahl n erhält man sn = 2415?
b) Für welche positive ganze Zahl m ist sm genau 69 mal so groß wie m?
Aufgabe 111013:
Es sei x eine Variable, die alle von 1 und −1 verschiedenen reellen Zahlen annehmen kann.
Geben Sie eine Möglichkeit an, den Term x2x−1 so als Summe zweier Brüche darzustellen, dass die
Variable x nur in den Nennern dieser beiden Brüche und dort in keiner höheren als der 1. Potenz
auftritt!
Das Gleichungssystem (2), (3) hat nur die Lösung a = b = 21 . Die Probe bestätigt die gefundene Zerlegung
1 1 x−1+x+1 1
+ = = 2
2(x + 1) 2(x − 1) 2(x + 1)(x − 1) x −1
261
VII.I Gleichungen
Aufgabe 121014:
In einem alten Lehrbuch wird in einer Aufgabe über folgenden Handel berichtet:
Ein Bauer wollte bei einem Viehhändler mehrere Tiere kaufen. Der Viehhändler verlangte für jedes
den gleichen Preis. Dem Bauern gelang es, diesen Preis um genau so viel Prozent des geforderten
Preises herunterzuhandeln, wie er (in Groschen) betragen sollte.
Er bezahlte jetzt 21 Groschen pro Tier. Bei dem ursprünglichen Preis hätte sein Geld genau für 3
Tiere gereicht. Jetzt konnte er mehr Tiere kaufen, wobei er sein Geld vollständig ausgab.
p21
− + p1 = 21
100
p21 − 100 · p1 + 2100 = 0
p21 − 100 · p1 + 2500 = 400
2
(p1 − 50) = 400
p1 = 50 ± 20
Also war der ursprüngliche Preis p1 30 oder 70 Groschen. Zu diesem ursprünglichen Preis konnte der
Bauer genau drei Tiere kaufen. Zu 21 Groschen kann er n Tiere kaufen, wobei er jeweils sein ganzes Geld
ausgibt. Also gilt: 3 · p1 = 21 · n ⇔ n = p71 . Da n eine natürliche Zahl ist, muss p1 durch 7 teilbar sein.
Dies gilt für 70, aber nicht für 30 Groschen. Also betrug der ursprüngliche Preis 70 Groschen. Der Bauer
kann nun 10 Tiere kaufen.
Aufgabe 141012:
Ein VEB hat für das Jahr 1975 die Produktion von 10000 Stück seines Haupterzeugnisses vorgesehen.
Weiterhin ist geplant, die für die Jahre 1976, 1977, 1978, 1979 vorgesehenen Produktionszahlen so zu
steigern, dass die für 1979 vorgesehene Zahl den vierfachen Wert der Zahl für 1975 erreicht. Dabei
soll die prozentuale Steigerung von Jahr zu Jahr alle vier Mal gleich sein.
a) Wieviel Prozent beträgt bei gerundeter Rechnung, d. h. ohne Berücksichtigung der Stellen nach
dem Komma, dieser jährliche Zuwachs?
b) Geben Sie die (entsprechend gerundeten) Produktionsziffern für die Jahre 1976, 1977, 1978 und
1979 an!
Damit folgt:
P1976 = P1975 · 1,41 = 14142 Stück P1977 = P1976 · 1,41 = 20000 Stück
P1978 = P1977 · 1,41 = 28283 Stück P1979 = P1978 · 1,41 = 40000 Stück
262
VII.I Gleichungen
Aufgabe 151013:
Ermitteln Sie alle Möglichkeiten, den Wert für das Verhältnis a : b zweier positiver reeller Zahlen a
und b mit a < b so zu wählen, dass folgendes gilt!
√
Das geometrische Mittel ab dieser Zahlen beträgt 60% ihres arithmetischen Mittels.
82
m2 − m+1=0
9
1
Diese quadratische Gleichung hat die Lösungen m1 = 9 und m2 = 9 von denen nur die zweite die
Eigenschaft m < 1 hat.
Also können zwei Zahlen nur dann die gestellten Bedingungen erfüllen, wenn ihr Verhältnis
√ √=a:b=
m
9a+a
1 : 9 ist. Umgekehrt folgt hieraus b = 9a, also a+b
2 = 2 = 5a sowie, da a > 0 ist, ab = 9a2 = 3a,
und 3a sind genau 60 % von 5a.
Aufgabe 201012:
x4 + 4y 4
Beweisen Sie, dass für alle ganzen Zahlen x, y mit x 6= 0 und y 6= 0
x2 − 2xy + 2y 2
a) (als reelle Zahl) definiert ist und sogar
b) eine ganze Zahl ist!
x4 + 4y 4
x2 − 2xy + 2y 2 6= 0 also
x2 − 2xy + 2y 2
als reelle Zahl definiert.
b) Es gilt
(x2 − 2xy + 2y 2 )(x2 + 2xy + 2y 2 ) = x4 + 4y 4
263
VII.I Gleichungen
x4 + 4y 4
= x2 + 2xy + 2y 2
x2 − 2xy + 2y 2
eine ganze Zahl.
Aufgabe 241011:
Zwei natürliche Zahlen, die zwischen 10 und 20 liegen, lassen sich im Kopf nach folgendem Verfahren
relativ schnell und sicher multiplizieren:
Man addiere zur ersten Zahl die Einerziffer der zweiten Zahl, hänge an die erhaltene Summe eine
Ziffer 0 an und addiere zu der nun erhaltenen Zahl das Produkt der Einerziffern der beiden gegebenen
Zahlen.
Um beispielsweise nach dieser Regel 16 · 12 zu berechnen, addiert man 2 zu 16, erhält 18, hängt eine
0 an und addiert zu der nun erhaltenen Zahl 180 das Produkt 6 · 2, also 12. Es ergibt sich 192, in der
Tat die gesuchte Zahl 16 · 12.
Beweisen Sie, dass dieses Verfahren für alle natürlichen Zahlen zwischen 10 und 20 zum richtigen
Ergebnis führt!
Es stimmt also mit der nach den Verfahren berechneten Zahl überein. w. z. b. w.
Aufgabe 271014: √ √ √
Ist es möglich, einen Quader mit den Kantenlängen 2, 3 und 8 vollständig mit Würfeln gleicher
Kantenlängen auszufüllen?
gelten. Dabei müssten x und y ganze Zahlen sein, da sie die Anzahl der Würfel längs der Kanten des
Quaders angeben würden.
√
Aus (1) folgte xy = √23 . Das ist ein Widerspruch, da links eine rationale und rechts eine irrationale Zahl
stehen würde. Die Frage muss also verneint werden.
264
VII.I Gleichungen
Aufgabe 301013:
Wenn die Produktion eines Betriebes um 50% zurückging (z. B. infolge des Ausfalls eines Teils der
Anlage), so muss sie anschließend offensichtlich verdoppelt, d. h. um 100% erhöht werden, um wieder
auf den Anfangswert gebracht zu werden.
Ermitteln Sie eine Formel, durch die man jeweils aus einem gegebenen Prozentsatz a denjeni-
gen Prozentsatz b berechnen kann, für den die nachstehende Aussage (1) gilt!
(1) Wenn die Produktion um a Prozent zurückging, so muss sie anschließend um b Prozent erhöht
werden, um wieder auf den Anfangswert gebracht zu werden.
Aufgabe 311012:
Von einem Quader sind gegeben: das Volumen 24552 cm3 , der Oberflächeninhalt 17454 cm2 und die
Länge 3 cm einer Kante. Inge und Rolf wollen die Längen der anderen Kanten ermitteln.
Inge sagt, dass sie Lösung mit Hilfe einer quadratischen Gleichung gefunden hat und dass die gesuch-
ten Längen, in cm gemessen, ganzzahlig sind.
Rolf entgegnet, er könne quadratische Gleichungen noch nicht lösen; aber wenn die Ganzzahligkeit
der gesuchten Längen bekannt sei, so seien seine BASIC-Kenntnisse ausreichend, um die Aufgabe
mit Hilfe eines Computers zu lösen.
Wie könnte die Aufgabe von Inge gelöst worden sein, und wie von Rolf?
Aus (4) folgt b = 181 − a ; setzt man dies in (3) ein, so folgt
a · (181 − a) = 8184 ; a − 181a + 8184 = 0
265
VII.I Gleichungen
Man bestätigt, dass sie außer (4) auch (3) erfüllen, woraus für sie auch (1) und (2) als erfüllt folgen.
Damit sind die Längen der anderen Kanten ermittelt; sie betragen 88 cm und 93 cm.
Wir lassen a die Werte 1, 2, 3, . . . durchlaufen. Für jedes a soll der Computer den Wert b aus (1)
berechnen und dann prüfen, ob (2) erfüllt wird (sowie, wenn das zutrifft, a und b ausgeben).
Das Ende des Ablaufs soll erreicht sein, wenn kein ganzzahliges b mehr auftreten kann. (Da b mit wach-
sendem a fällt (wie aus (1) ersichtlich ist), kann jedenfalls beendet werden, wenn b < 1 ist. Das wird
sicher erreicht (wichtig!), weil a nicht nur wächst, sondern sogar über jede Schranke hinaus wächst. Einen
solchen Ablauf realisiert z. B. das Programm
10 A=0
20 A=A+1
30 B=24552/3/A
40 IF B<1 THEN END
50 IF 2 * (A*B + 3*A + 3*B )=17454 THEN PRINT A,B
60 GOTO 20
Hinweis: Zur Verkürzung der Rechenzeit kann man Zahlenwerte, die im Ablauf oft gebraucht werden,
einmal zu Anfang ermitteln und an eine Variable übergeben.
Weiter kann man überhaupt das System (1),(2) durch das einfachere (3) (4) ersetzen (und dabei noch als
’
Folgerung aus (4) nutzen: Wächst a um 1, so fällt b um 1). Vor allem aber lässt sich die Abbruchbedingung
günstiger wählen: Es genügt, nur Paare mit a ≤ b zu suchen, was nach (4) mit a ≤ 90 gleichwertig ist (und
damit zudem ermöglicht, statt der obigen Zeilen 20, 40 60 das günstigere FOR-NEXT zu verwenden).
’
Praktischer ist also z. B. das Programm
10 P =8184
20 B=181
30 FOR A=1 TO 90
40 B=B-1
50 IF A*B=P THEN PRINT A,B
60 NEXT A
Aufgabe 321011:
Bernd rechnet mit einem einfachen Taschenrechner. Als Ergebnis der Aufgabe 1:7 erhält er die mit 7
Stellen nach den Dezimalpunkt gezeigte Zahl 0.1428571.
Nun meint er: Man kann den wahren Dezimalbruch finden, ohne noch einen weiteren Schritt zah-
lenmäßigen Rechnens durchführen zu müssen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, mit nur einem
einfachen weiteren Rechenschritt auszukommen.
Beschreiben und begründen Sie, wie der gesuchte Dezimalbruch auf eine dieser Arten gefunden werden
kann!
266
VII.I Gleichungen
Das Taschenrechnerergebnis 0.1428571 zeigt (gleichgültig, ob die letzte Ziffer 1 durch Runden oder Ab-
brechen ohne Runden zustandekam):
Es ergeben sich, beginnend mit der Zehntel-Ziffer 1, sechs verschiedene Ziffern, darunter die sechste nicht
aufzurundende Ziffer 7, und danach erfolgt kein Abbruch. Also kann der gesuchte wahre Dezimalbruch
nur der periodisch-unendliche Dezimalbruch 0,142857 sein.
Aufgabe 341015:
Geben Sie eine Gleichung in einer Unbekannten x so an, dass beide Seiten der Gleichung für alle
reellen Zahlen x definiert sind, dass die Gleichung unendlich viele reelle Zahlen als Lösung hat, von
denen aber keine ganzzahlig ist!
Zeigen Sie, dass die von Ihnen angegebene Gleichung diesen Bedingungen genügt!
I. Die Gleichung
1 3 1
x − + x− =
4 4 2
Offenbar sind beide Seiten für alle reellen Zahlen x definiert. Beweis der übrigen Eigenschaften:
1
Für alle x < 4 ist
1 3 1 3 1 1
x − + x− = − x + − x = 1 − 2x > 1 − 2 · =
4 4 4 4 4 2
1 3
für alle x mit 4 ≤x≤ 4 ist
1 3 1 3 1
x − + x− =x− + −x=
4 4 4 4 2
3
für alle x > 4 ist
1 3 1 3 3 1
x − + x− = x − + x − = 2x − 1 > 2 · − 1 =
4 4 4 4 4 2
1 3
Also sind genau alle x mit 4 ≤x≤ 4 Lösung der Gleichung; keine dieser Zahlen ist eine ganze Zahl.
Eine
andere
Nachweismöglichkeit entsteht unter Verwendung des Graphen der durch f (x) = x − 41 +
x − 3 definierten Funktion f (siehe Abbildung).
4
267
VII.I Gleichungen
y
5
3
y = x − 14 + x − 43
2
-2 -1 0 1 2 3 x
II. Die Gleichung sin x = 1. Wieder sind beide Seiten für alle reellen Zahlen x definiert; weiter gilt:
II Runde 2
Aufgabe V11025:
Peter sagt zu seinem Freund: Nimm in eine Hand eine gerade, in die andere eine ungerade Anzahl
”
Streichhölzer! Verdopple in Gedanken die Anzahl in der linken Hand, verdreifache die Anzahl in der
rechten Hand, addiere beides und nenne mir das Ergebnis! Ich werde dir dann sagen, in welcher Hand
du die gerade Anzahl hast.“
Wie macht Peter das? Begründen Sie Ihre Antwort!
Erste Variante: Die gerade Anzahl Streichhölzer befindet sich in der linken Hand. Dann gilt für das
Ergebnis n1 des Rätsels
n1 = 2 · g + 3 · u = 4k + 6l + 3.
In diesem Falle gilt, dass das Ergebnis des Rätsels ungerade ist. Dann weiß Peter, dass sich die gerade
Anzahl Streichhölzer in der linken Hand befindet.
Zweite Variante: Die gerade Anzahl Streichhölzer befindet sich in der rechten Hand. Dann gilt für das
Ergebnis n2 des Rätsels
n2 = 2 · u + 3 · g = 6k + 4l + 2.
In diesem Falle gilt, dass das Ergebnis des Rätsels gerade ist. Dann weiß Peter, dass sich die gerade
Anzahl Streichhölzer in der rechten Hand befindet.
268
VII.I Gleichungen
Aufgabe 011021:
Im Jahre 1970 sollen in der Sowjetunion mindestens 900 Milliarden kWh und 1980 wenigstens 2700
Milliarden kWh Elektroenergie erzeugt werden. Für die USA nimmt die Bundesenergiekommission
1475 Milliarden kWh bzw. 2230 Milliarden kWh an.
Wann würde die UdSSR die USA in der Erzeugung von Elektroenergie überholt haben, wenn man
eine gleichmäßige Steigerung der Energieerzeugung annimmt?
oder nach Umstellen x ≈ 5,5 gilt. Dies wird somit im Jahre 1976 der Fall sein.
Aufgabe 021021:
Die in einem Stadtbezirk geleiteten Industriebetriebe erfüllten im I. Quartal 1962 den Plan der
Bruttoproduktion gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres mit 112,4%. Insgesamt wurden
für 4,7 Millionen DM mehr Waren produziert. Der Volkswirtschaftsplan wurde gleichzeitig um 5,6%
übererfüllt.
Wie hoch war die im Volkswirtschaftsplan vorgesehene Bruttoproduktion des I. Quartals 1962?
Aufgabe 021022:
In einem Steinkohlenwerk soll für einen 800 m tiefen Schacht eine Förderanlage gebaut werden. Es
sollen Lasten bis zu 12 Mp gefördert werden.
Das Förderseil besteht aus Stahldrähten und verträgt unter Berücksichtigung der notwendigen Siche-
rung eine Belastung von 20 kp je mm2 Querschnitt.
Wie groß muss der metallische Querschnitt des Seils sein, damit es sowohl die eigene Last als auch
die zu fördernde Last tragen kann? (Wichte des Stahls γ = 7,8 cm p
3)
12000 kp
x= kp kp
≈ 8,721 cm2
2000 cm 2 − 624 cm2
269
VII.I Gleichungen
Aufgabe 061021:
Man ermittle alle reellen Zahlen a, für die eine der Wurzeln der quadratischen Gleichung
15
x2 − x+a=0
4
das Quadrat der anderen Wurzel ist!
Aufgabe 191021:
Ein rechteckiges Bild, dessen Seitenlängen sich wie 2 : 3 verhalten, soll einen überall gleich breiten
Rahmen erhalten, dessen Flächeninhalt so groß ist wie der des Bildes.
Ermitteln Sie alle diejenigen Werte des Längenverhältnisses der Außenkanten des Rahmens, die diese
Forderung erfüllen!
270
VII.I Gleichungen
Ist dies der Fall, so haben sie das Längenverhältnis 3:4, und auch umgekehrt gilt:
Haben die Außenkanten das Längenverhältnis (2a + 2d) : (3a + 2d) = 3 : 4, so folgt 8a + 8d = 9a + 6d also
’
2d = a und damit d = a2 . Somit erfüllt genau das Längenverhältnis 3:4 die Bedingungen der Aufgabe.
Aufgabe 231022:
Ermitteln Sie alle diejenigen geordneten Zahlenpaare (g; r) aus einer ganzen Zahl g und einer reellen
Zahl r, die die Gleichung erfüllen:
3
=g
3r2 + 1
Aufgabe 231024:
Beweisen Sie, dass es genau eine positive rationale Zahl x gibt, die die Gleichung xx = 27 erfüllt!
Aus (I) bis (IV) folgt, dass unter allen positiven rationalen Zahlen x genau die Zahl x = 3 die Gleichung
xx = 27 erfüllt.
271
VII.I Gleichungen
III Runde 3
Aufgabe 011031:
Auf dem XXII. Parteitag der KPdSU wurde über die Leistungen der Bestarbeiter in der Landwirt-
schaft berichtet, die große Erfolge bei der Steigerung der Erträge für Getreide und Hülsenfrüchte
erreicht haben.
In einem Kolchos des Gebietes Winniza wurden 1961 auf einer Fläche von 708 ha 31 dt je ha Erbsen
geerntet. Ferner erzielte der Kolchos den hohen Ernteertrag von 60 dt je ha an Körnermais.
Von der gesamten Getreideanbaufläche (einschließlich Erbsen) waren 21 Prozent mit Erbsen und 30
Prozent mit Körnermais bestellt. Der durchschnittliche Ernteertrag für die Gesamtfläche betrug 38
dt je ha.
Wie groß war der Ernteertrag je ha für die übrigen Getreidekulturen?
Aufgabe 051033:
Ermitteln Sie alle reellen Zahlen a, b und c für die gilt: a + bc = (a + b)(a + c).
Aufgabe 051035:
Man gebe für die reellen Zahlen a, b, c, d Bedingungen an, die folgendes leisten:
1. Wenn die Bedingungen erfüllt sind, dann hat die Gleichung
a(x + 1) + b ax + b
= (1)
c(x + 1) + d cx + d
(mindestens) eine Lösung.
2. Wenn die Gleichung (1) eine Lösung hat, so sind die Bedingungen erfüllt.
Man ermittle, falls die Bedingungen erfüllt sind, alle Lösungen von (1). (Diskussion)
272
VII.I Gleichungen
ad = bc ; c2 + d2 > 0 (3)
Wenn (1) eine Lösung besitzt, so muss (3) gelten, und umgekehrt, wenn (3) gilt, dann hat (1) eine Lösung;
denn aus (3) folgt, dass für alle reellen Zahlen x0 sicher (2) gilt, und daraus folgt weiter:
I. Ist c = 0, dann ist wegen (3) auch a = 0 und d 6= 0. Also ist für jede reelle Zahl x0 sicher (1) erfüllt.
II. Ist c 6= 0, dann ist die Gleichung (1) für jede reelle Zahl x0 4 mit x0 6= − dc und x0 6= − d+c
c erfüllt.
x0 = − dc und x0 = − d+c
c sind nicht Lösung von (1).
Aufgabe 061034:
Ermitteln Sie alle reellen Zahlen k, für die die Gleichung
x2 + x + 3 = k(x2 + 5)
273
VII.I Gleichungen
1 11
Also hat die Gleichung (1) für 2 < k < 1, 1 < k < 10 und nur für diese k voneinander verschiedene reelle
Lösungen.
Aufgabe 161032:
Von einer Gleichung
x4 + a3 x3 + a2 x2 + a1 x + a0 = 0
werde vorausgesetzt, dass alle Koeffizienten a3 , a2 , a1 und a0 ganze Zahlen sind.
Beweisen Sie, dass dann folgender Satz gilt!
Wenn eine rationale Zahl x eine Lösung dieser Gleichung ist, so ist x eine ganze Zahl.
p4 p3 p2 p
4
+ a3 3 + a2 2 + a1 + a0 = 0 also
q q q q
p4 = −a(a3 p3 + a2 p2 q + a1 pq 2 + a0 q 3 )
Daher ist q ein Teiler von p4 , Da aber q zu p und folglich auch zu p4 teilerfremd ist, ergibt sich, dass q
nur +1 oder −1 sein kann.
Also ist x = pq eine ganze Zahl, w. z. b. w.
Aufgabe 181033:
Man ermittle alle diejenigen reellen Zahlen a, für die erstens die Terme, die auf beiden Seiten der
Gleichung
1 1 1 1 1 1 a(a + 5)
+ 2 + 2 + 2 + 2 + 2 = 2
a2 − 3a + 2 a − 5a + 6 a − 7a + 12 a − 9a + 20 a − 11a + 30 a − 13a + 42 a − 8a + 7
stehen, definiert sind und zweitens diese Gleichung gilt!
274
VII.I Gleichungen
Aufgabe 231031:
Ermitteln Sie alle diejenigen geordneten Paare (g; r) aus einer ganzen Zahl g und einer reellen Zahl
r, für die
r
=g
r2 − 6r + 10
gilt!
1 √ 1 √
3+ ≥ 10 ⇒ ≥ 10 − 3
2g 2g
√ 1 1
√
Wegen 10 − 3 > 0 also einerseits 2g > 0, g > 0, andererseits 2g ≤ √10−3 = 10 + 3 < 8, g < 4.
Daher verbleiben (im Fall g 6= 0) nur die Möglichkeiten der folgenden Tabelle
g r2 − (6 + g1 r) + 10 = 0 Lösungen
q
2 7 9
1 r − 7r + 10 = 0 r1,2 = 2 ± r1 = 5, r2 = 2
q4
13 9 5
2 r2 − 6,5r + 10 = 0 r1,2 = 4 ± r1 = 4, r2 =
q 16 2
19 19 1 10
3 r2 − 3 r + 10 = 0 r1,2 = 6 ± 36 r1 = 3 , r2 = 3
Also können höchstens folgende geordnete Paare die Bedingungen der Aufgabe erfüllen:
5 10
(0; 0), (1; 5), (1; 2), (2; 4), (2; ), (3; ), (3; 3)
2 3
2. Diese Paare (g; r) erfüllen die Bedingungen der Aufgabe; denn in ihnen ist jeweils g ganzzahlig und es
gilt:
g r r2 − 6r + 10 r
r 2 −6r+10
0 0 10 0
1 5 25 − 30 + 10 = 5 1
1 2 4 − 12 + 10 = 2 1
2 4 16 − 24 + 10 = 2 2
5 25 60 40 5
2 2 4 − 4 + 4 = 4 2
10 100 180 90 10
3 3 9 − 9 + 9 = 9 3
3 3 9 − 18 + 10 = 1 3
Aufgabe 281034:
Ermitteln Sie alle diejenigen Paare (a; b) reeller Zahlen, die die folgenden Gleichung (1) erfüllen!
a3 − b3 − a2 + b2 + a − b = 0 (1)
275
VII.I Gleichungen
a3 − b3 − a2 + b2 + a − b = (a − b)(a2 + ab + b2 ) + (a − b)(a + b) + (a − b) = 0
= (a − b)(a2 + ab + b2 + a + b + 1) = 0
Offensichtlich erfüllen damit alle Paare (a,b) mit a = b die Gleichung (1). Der zweite Faktor kann nicht
Null werden, da gilt
a2 + ab + b2 + a + b + 1 = a2 + a(b + 1) + b2 + b + 1 = 0
r
b+1 b2 + 2b + 1 − (4b2 + 4b + 4)
a1;2 = − ±
2 4
v !
r u 2
b+1 3 2 2 b+1 u 3 1 8
=− ± − (b + b + 1) = − ± t− b+ +
2 4 3 2 4 3 9
Der Radikand ist damit stets negativ. Damit gibt es kein reelles Paar (a,b) mit (a2 +ab+b2 +a+b+1) = 0.
(1) hat ausschließlich alle Paare (a,b) mit a = b als Lösungen.
Aufgabe 311032:
Man ermittle und zeichne in einem x,y-Koordinatensystem alle diejenigen Punkte, deren Koordinaten
(x; y)
a) die Gleichung [x]2 + [y]2 = 1 (1)
b) die Gleichung [x2 ] + [y 2 ] = 1 (2)
erfüllen.
Gegebenenfalls ist jeweils durch einen der Zeichnung beigefügten Text zu sichern, dass für jeden
Punkt der Ebene eindeutig aus der Darstellung hervorgeht, ob er zur Menge der anzugebenden
Punkte gehört oder nicht.
Hinweis: Ist z eine reelle Zahl, so wird diejenige ganze Zahl g, für die g ≤ z < g + 1 gilt, mit g = [z]
bezeichnet.
Damit [x]2 = 0 gilt, muss [x] = 0 und 0 ≤ x < 1 gelten. [y]2 = 1 ergibt [y] = 1 oder [y] = −1 und die
möglichen Intervalle 1 ≤ y < 2 bzw. −1 ≤ y < 0.
y
-2 -1 0 1 2 x
-1
-2
276
VII.I Gleichungen
In der grafischen Darstellung sind damit alle Punkte der doppelgerasterten Bereiche Lösung. Dabei
gehören die Punkte auf den Strecken (0,2) - (0,1) – (1,1) und (0,0) – (0, − 1) – (−1,1) mit Ausnah-
me der Endpunkte (0,2), (1,1), (0,0) und (−1,1) zur Lösungsmenge. Die anderen Seitenränder der zwei
quadratischen Bereiche gehören nicht zur Lösung.
-2 -1 0 1 2 x
1 = [x]2 + [y]2
-1
In der grafischen Darstellung sind damit alle Punkte der doppelgerasterten Bereiche Lösung. Dabei
gehören die Punkte auf den Strecken (0,2) - (0,1) – (1,1), (0,0) – (0, − 1) – (−1,1), (−1,1) – (−1,0)
– (0,0) und (1,1) – (1,0) – (2,0) mit Ausnahme der Endpunkte (0,2), (1,1), (0,0), (−1,1), (2,0) zur
Lösungsmenge. Die anderen Seitenränder der zwei quadratischen Bereiche gehören nicht zur Lösung.
b) Die Quadrate [x2 ], [y 2 ] sind sicher ≥ 0, da x2 und y 2 nicht negativ sind. Da [x2 ], [y 2 ] ganzzahlig sind
und wird [x2 ], [y 2 ] ∈ {0, 1, 2, 3, ...}. Ist (x,y) Lösung von (2), so können [x2 ], [y 2 ] nur die Werte 0 oder 1
annehmen:
1. Fall: [x2 ] = 0, [y 2 ] = 1
Damit [x2 ] = 0 gilt, muss x2 im Intervall 0 ≤ x2 < 1 liegen und somit −1 < x √ < 1 gelten.√
[y 2 ] = 1 ergibt das Intervall 1 ≤ y 2 < 2 und damit die zwei Intervalle 1 ≤ y < 2 und − 2 < y ≤ −1.
y
-2 -1 0 1 2 x
-1
-2
In der grafischen Darstellung sind damit alle Punkte der doppelgerasterten Bereiche Lösung. Dabei
gehören die Punkte auf den Strecken von (−1,1) nach (1,1) sowie von (−1,−1) nach (−1,1) mit Ausnahme
der Endpunkte (−1,1), (1,1), (−1, − 1) und (1, − 1) zur Lösungsmenge. Die anderen Seitenränder der
zwei rechteckigen Bereiche gehören nicht zur Lösung
2. Fall: [x2 ] = 1, [y 2 ] = 0
277
VII.I Gleichungen
√ √
In Analogie zum 2.Fall wird: −1 < y < 1 und 1 ≤ x < 2 bzw. − 2 < x ≤ −1.
-2 -1 1 2 x
-1
2 2
1 = [x ] + [y ]
-2
Aufgabe 331031:
1
Beweisen Sie, dass sich der Bruch 1994 als Summe von genau 1994 Stammbrüchen darstellen lässt,
von denen keine zwei einander gleich sind!
Hinweis: Ein Bruch heißt genau dann ein Stammbruch, wenn sein Zähler 1 lautet und sein Nenner
eine natürliche Zahl ist.
Lässt sich aber jeder Stammbruch als Summe von n − 1 verschiedenen Stammbrüchen darstellen, so auch
jeder als Summe von n verschiedenen:
1
Ist nämlich 2k = a11 + a12 + · · · + an−1
1 1
eine Darstellung von 2k als Summe von n − 1 ≥ 3 paarweise
verschiedener Stammbrüche, so sind deren Nenner alle größer als 2k und es gilt k1 = 2k
1
+ a11 + a12 +· · ·+ an−1
1
,
sodass auch jeder Stammbruch als Summe von genau n verschiedenen Stammbrüchen geschrieben werden
kann.
Wiederholte Anwendung dieses Prozesses, der die Summandenanzahl jeweils um eins erhöht, zeigt diese
Aussage für alle natürlichen Zahlen n ≥ 3, .
278
VII.I Gleichungen
Aufgabe 341032:
Berechnen Sie die Zahl
D := (n − 4) · (n − 2) · (n − 1) · (n + 7) − (n − 7) · (n + 1) · (n + 2) · (n + 4)
zu berechnen. Dabei ergeben sich beim Ausmultiplizieren der Produkte jeweils gleiche Vorzeichen bei den
Termen mit geraden Exponenten von n und verschiedene bei ungeraden Exponenten von n. Es ergibt
sich also
= 2n3 · (−4 − 2 − 1 + 7) + 2n · (−8 + 56 + 28 + 14) = 180n = 22.222.222.020
IV Runde 4
Aufgabe 011041:
Wie auf dem XXII. Parteitag der KPdSU mitgeteilt wurde, wird in der Sowjetunion von 1960 bis
1980 die Produktion von Produktionsmitteln (d.s. Rohstoffe, Maschinen, Ausrüstungen für Industrie,
Landwirtschaft und Verkehr usw.) auf das 6,8 fache steigen.
Aber auch die Produktion von Gebrauchsgütern (Güter, die für den Bedarf der Bevölkerung bestimmt
sind) soll stark anwachsen, sie soll auf das Fünffache steigen. Die gesamte Industrieproduktion steigt
auf das 6,2 fache.
a) Wieviel Prozent der gesamten Industrieproduktion betrug der Anteil der Produktion von Produk-
tionsmitteln im Jahr 1960?
b) Wieviel Prozent würde er im Jahre 1980 betragen?
Aufgabe 051044:
Man berechne die Differenz D aus der Summe der Quadrate aller geraden natürlichen Zahlen ≤ 100
und der Summe der Quadrate aller ungeraden natürlichen Zahlen < 100.
279
VII.I Gleichungen
50
X 50
X 50
X 50
X 50
X
D= (2i)2 − (2i − 1)2 = 4i2 − (4i2 − 4i + 1) = −50 + 4i =
i=1 i=1 i=1 i=1 i=1
50
= −50 + 4 · · 51 = 5050
2
Aufgabe 051045:
Man ermittle sämtliche reellen Zahlen x und y, die die Gleichung erfüllen:
für alle reellen x und y, und das Gleichheitszeichen steht genau dann, wenn gleichzeitig
gilt. Das Gleichungssystem (1) ist daher mit der gegebenen Gleichung äquivalent und genau dann erfüllt,
wenn es zwei ganze Zahlen m und n gibt, so dass
π
x−y = + 2mπ ; 2x − y = 2nπ
2
gilt. Daher erhält man alle Lösungen der gegebenen Gleichung, wenn k = n−m und m in der Gleichungen
π π
x=− + 2(n − m)π = − + 2kπ
2 2
y = [2(n − 2m) − 1] π = [2(k − m) − 1] π
unabhängig voneinander alle ganzen Zahlen durchlaufen.
Aufgabe 071044:
Ermitteln Sie den Flächeninhalt eines rechtwinkligen Dreiecks aus der Länge seiner Hypotenuse und
der Summe der Sinus seiner spitzen Winkel!
Welche Werte kann die Sinussumme annehmen?
b a+b
sin β = also sin α + sin β =
c c
bzw.
1 1 1 1
A= ab = · (2ab) = · ((a + b)2 − (a2 + b2 )) = · (sin α + sin β)2 c2 − c2 =
2 4 4 4
c2
= · ((sin α + sin β)2 − 1)
4
280
VII.I Gleichungen
Für feste Hypotenusenlänge c kann sich, damit das Dreieck bei C einen rechten Winkel besitzt, nach dem
Satz des Thales der Punkt C nur auf einem Kreis, der die Hypotenuse als Durchmesser hat, bewegen.
Damit ist die Höhe auf c nach unten durch 0 und nach oben durch den Umkreisradius, also 2c beschränkt,
1
sodass der Flächeninhalt des Dreiecks im Intervall 0; 2 · c · 2 aus Stetigkeitsgründen jeden Wert anneh-
c
men kann, sodass√0 < (sin α + sin β)2 − 1 ≤ 1 gilt und damit die Sinussumme also genau die Werte aus
dem Intervall (1; 2] annimmt.
Aufgabe 091044:
Beweisen Sie folgenden Satz!
Wenn s und t von Null verschiedene reelle Zahlen und a, b und c drei paarweise voneinander verschie-
dene Lösungen der Gleichung sx2 · (x − 1) + t · (x + 1) = 0 sind, so gilt:
1 1 1
(a + b + c) + + = −1
a b c
t
(x − a)(x − b)(x − c) = x2 (x − 1) + · (x + 1) .
s
Durch Ausmultiplizieren und Koeffizientenvergleich erhalten wir
−a − b − c = −1
t
ab + bc + ac =
s
t
−abc =
s
und somit
1 1 1 ab + bc + ac t
(a + b + c) + + = (a + b + c) · = 1 · s t = −1 .
a b c abc −s
Aufgabe 131045:
Veranschaulichen Sie in einem rechtwinkligen kartesischen Koordinatensystem die Menge aller Zah-
lenpaare (x; y), die die folgende Gleichung erfüllen!
||x| + ||y| − 3| − 3| = 1
281
VII.I Gleichungen
−5 −4 −3 −2 −1 1 2 3 4 5
−1
−2
−3
−4
−5
−6
−7
Aufgabe 141041:
Es sei
4 4 4 4
z= 1− · 1 − 2 · 1 − 2 · ... · 1 −
12 3 5 1992
Man stelle die rationale Zahl z in der Form z = p
q dar, wobei p, q ganze, teilerfremde Zahlen sind und
q > 0 ist!
Nun ist ggT(2n + 1,2n − 1) = 1, dieses folgt z. B. leicht mithilfe des euklidischen Algorithmus:
2n + 1 = 1 · (2n − 1) + 2
2n − 1 = (n − 1) · 2 + 1
2=2·1+0
2·100+1 201
Der Produktwert z folgt mit n = 100: z = − 2·100−1 = − 199
Aufgabe 151043A:
Ist z eine reelle Zahl, so werde mit [z] diejenige ganze Zahl [z] = g bezeichnet, für die g ≤ z < g + 1
gilt.
Man ermittle alle reellen Zahlen x, für die −10 ≤ x ≤ 2 und [x2 ] = [x]2 gilt!
282
VII.I Gleichungen
Es sei nun x = g + f , wobei g = [x] der nächstkleineren ganzen Zahl entspreche, und es gilt darüber
hinaus 0 ≤ f < 1. Daher:
g 2 ≤ (g + f )2 < g 2 + 1
g 2 ≤ g 2 + 2gf + f 2 < g 2 + 1
0 ≤ 2gf + f 2 < 1
Die Gleichung ist schon einmal grundsätzlich erfüllt für f = 0, so dass alle ganzzahligen
x ∈ {−10, − 9,...,1,2} die Gleichung erfüllen. Sei nun x nicht ganzzahlig, also f > 0. Aufgeteilt auf
zwei Ungleichungen muss gelten:
2g + f > 0
woraus man schon einmal schließen kann, dass g ≥ 0 sein muss, da f < 1 ist. Somit kommt grundsätzlich
nur x > 0 in Frage, und damit nur g = 0 oder g = 1. Aus (2) folgt:
p p
−g − g 2 + 1 < f < −g + g 2 + 1
Da außerdem f > 0 gelten muss, die linke Seite hier aber kleiner als null ist, folgt als schärfere Bedingung:
p p
0 < f < −g + g 2 + 1 oder g < x < g2 + 1
√
Für g = 0 bedeutet das 0 < x < 1, für g = 1 folgt 1 < x < 2.
Gesamtlösung: Vereinigt
√ man diese Lösungsintervalle mit den ganzzahligen Lösungen x = 0 und x = 1,
gilt allgemein 0 ≤ x < 2, sowie alle ganzen Zahlen im Intervall [−10,2].
Aufgabe 161043B:
Ermitteln Sie alle diejenigen reellen Zahlen p, für die die Gleichung
x2 − p + 3p2
+ 2x = 3
x−p
eine Lösungsmenge L hat, die
a) leer ist,
b) genau ein Element enthält,
c) aus mehr als einem Element besteht!
Die Diskriminante ist D = 61 (−32p2 − 12p + 9). Für D < 0 existiert keine reelle Lösung x, für D = 0
genau eine Lösung x0 und für D > 0 zwei Lösungen x1 , x2 .
3 3
−32p2 − 12p + 9 = 0 ⇒ p1 = − ; p2 =
4 8
283
VII.I Gleichungen
Die Funktion f (p) = −32p2 − 12p + 9 wäre in einer grafischen Darstellung eine nach unten geöffnete
Parabel (Koeffizient vor p2 ist negativ), hätte ein lokales Maximum und zwischen p1 und p2 positive
Funktionswerte.
Damit ergibt sich als Lösung:
1. für p < − 34 oder p > 38 hat die Ausgangsgleichung keine reelle Lösung x.
2. für p1 = − 43 und p2 = 38 hat die Ausgangsgleichung jeweils genau eine reelle Lösung x.
3. für − 43 < p < 38 hat die Ausgangsgleichung jeweils genau zwei reelle Lösungen x1 und x2 .
Aufgabe 191042:
Beweisen Sie, dass die folgende Gleichheit gilt!
1 1 1 1 1 1 1 1 1 1
1− + − + −... + − = + + + ... + +
2 3 4 465 466 234 235 236 465 466
1 1 2 2 2
1− + −... − = + + ... +
2 166 118 120 232
1 1 1 1 1
1 − + −... − = + + ... +
2 166 59 60 116
Entsprechend ergeben sich folgende weitere Zwischenergebnisse
1 1 1 1 1
1− + −... − = + + ... +
2 58 30 31 58
1 1 1 1 1
1 − + −... + = + + ... +
2 29 15 16 29
1 1 1 1 1
1 − + −... − = + + ... +
2 14 8 9 14
1 1 1 1 1
1 − + −... + = + + ... +
2 7 4 5 7
1 1 1 1
1− + = +
2 3 2 3
Die letzte Gleichung ist offensichtlich wahr. Da die Umformungen äquivalent sind, ist damit die behauptete
Gleichung bewiesen.
Aufgabe 221043A:
a) Jemand fragt nach reellen Zahlen a, b mit der Eigenschaft, dass die Gleichung
ax = b · cos x (1)
genau 1983 positive reelle Lösungen x hat (unabhängig von der Anzahl der eventuell vorhandenen
nicht positiven Lösungen).
Geben Sie ein solches Paar (a; b) reeller Zahlen an und beweisen Sie, dass es die genannte Eigenschaft
besitzt!
b) Ermitteln Sie zu dem von Ihnen angegebenen Paar (a; b) für eine positive Lösung x0 der Gleichung
(1) die Zahl [x0 ], d.i. diejenige ganze Zahl g = [x0 ], für die g ≤ x0 < g + 1 gilt!
284
VII.I Gleichungen
c) Gibt es auch eine reelle Zahl a mit a > 0 und a 6= 1 derart, dass für jede reelle Zahl b 6= 0 die
Gleichung (1) unendlich viele positive reelle Lösungen x hat?
Hinweise:
1. Als Näherungswert für π kann auf 4 Dezimalstellen genau π = 3,1416 verwendet werden.
2. Bei der Herleitung von Aussagen über Lösungen der Gleichung (1) sind auch graphisch-anschaulich
begründete Beweismittel zugelassen.
Aufgrund der relativ großen Beliebigkeit kann man für Aufgabenteile a) und b) angenehme“ Zahlen
”
wählen. Zeichnet man beispielhaft die Graphen der Kurven ax und b cos x, stellt sich das Problem wie
folgt dar:
y
2
0 x0 1 2 3 4 5 6 x
-1
-2
In grün dargestellt ist die Funktion f (x) = ax , in rot die Funktion g(x) = b cos x, wobei allerdings auf
der x-Achse hier Vielfache von 2π gezählt werden.
Man erkennt leicht, dass innerhalb eines Intervalls von der Breite 2π immer genau zwei Schnittpunkte
liegen. Die Kurve f schneidet immer einen positiven Peak der Kosinusfunktion doppelt, so dass in diesem
Beispiel eine ungerade Anzahl von positiven Schnittpunkten vorliegt. Man muss die Zahlen a und b also
so wählen, dass die grüne“ Kurve zwischen zwei positiven Peaks der roten“ Kurve austritt. In diesem
” ”
Beispiel tritt sie nach Peak Nummer 5 aus und wir haben 11 Schnittpunkte.
Da wir genau 1983 positive Nullstellen wollen, muss der Austritt erfolgen nach Peak Nummer 991. Daher
muss gelten:
a991·2π = a1982π < b
und
a992·2π = a1984π > b
Wir setzen daher einfach
b = a1983π
mit a,b > 1. Damit ist Aufgabenteil a) immer erfüllt. Wir geben nun b = 2 vor, so dass
1
a = 2 1983π
Dann ist a nur geringfügig größer als 1. Die grüne“ Kurve beginnt also sehr flach, es ist f (x) ≈ 1 für
”
kleine x. Der erste Schnittpunkt liegt also etwa bei
1 ≈ 2 cos x0
π
x0 ≈ ≈ 1.047
3
285
VII.I Gleichungen
Aufgabe 221045:
Beweisen Sie, dass die Gleichung
x4 + 5x3 + 6x2 − 4x − 16 = 0
Aufgabe 231045:
Ermitteln Sie alle diejenigen Winkelgrößen x, für die 0◦ ≤ x ≤ 180◦ (1) und
√
2 sin x − sin x · sin x = 1 (2)
gilt!
√ √
sin x
Für den angegebenen Bereich für x ist 0 ≤ sin x ≤ 1. Also ist sin x ≤ 1 und damit 2 ≤ 2, wobei
Gleichheit nur genau für sin x = 1, also x = 90◦ eintritt.
Für alle reellen Zahlen z gilt 2z ≤ 1 + z 2 , wobei Gleichheit nur für z = 1 eintritt, da diese Ungleichung
äquivalent ist zu 0 ≤ 1 − 2z + z 2 = (1 − z)2 .
Also ist für x 6= 90◦ und damit z := sin x 6= 1
√
1 + sin2 x = sin x · 2 sin x
< sin x · 2 < 1 + sin2 x
was ein Widerspruch darstellt. Also kann x nicht verschieden von90√◦ sein.
Für x = 90◦ und damit sin x = 1 folgt aber schnell die Identität 2 1 − 1 · 1 = (21 − 1) = 1, sodass es
genau eine Lösung für x im vorgegebenen Intervall gibt, nämlich x = 90◦ .
Aufgabe 251044:
Ermitteln Sie alle diejenigen von 0 verschiedenen reellen Zahlen r, für die die Gleichung
2x 1 4x − r + 6
+ =
r(x + r) x − 2r r(x − 2r)(x + r)
a) genau zwei verschiedene reelle Lösungen, b) genau eine reelle Lösung, c) keine reelle Lösung besitzt!
286
VII.I Gleichungen
Zusammenfassend ergibt sich also, dass die Gleichung der Aufgabenstellung genau für
r ∈ {−8, − 32 , − 23 , 2, 3 genau eine Lösung besitzt, für alle anderen von Null verschiedenen r genau zwei
und nie gar keine Lösung besitzt.
Aufgabe 271041:
Beweisen Sie, dass die Gleichung
287
VII.I Gleichungen
(5) Im Intervall aller x > 2 ist f streng monoton steigend, denn aus 2 < x1 < x2 folgt
Wegen (1), (2) gibt es im Intervall (0; 1) und wegen (2), (3) im Intervall (2; 4) aufgrund der Stetigkeit
von f je mindestens eine Lösung der Gleichung f (x) = 0.
Wegen (4) gibt es unter allen x < 1 und wegen (5) unter allen x > 2 auch jeweils keine weitere Lösung;
wegen (2) liegt auch im Intervall [1; 2] keine Lösung. Damit ist der verlangte Beweis erbracht.
Aufgabe 281044:
Beweisen Sie, dass für keine reelle Zahl x die Gleichung
gilt!
Für alle reellen x gilt x2 + 4 > 0 und (x − 3)2 + 1 > 0. Folglich gibt es kein reelles x, für das das Produkt
0 wäre.
II. Für alle reellen x wird
4 3 2 2 2 2 24 144 144
x − 6x + 14x − 24x + 40 = x (x − 6x + 9) + 5 x − x + − + 40 =
5 25 5
2
2 2 12 56 56
= x (x − 3) + 5 x − + ≥ >0
5 5 5
Aufgabe 291042:
Von zwei reellen Zahlen werde gefordert:
Die Summe aus dem Reziproken der beiden Zahlen und dem Reziproken des Produktes der beiden
Zahlen beträgt 1.
Man ermittle alle diejenigen Werte, die sich als Summe s zweier derartiger Zahlen ergeben können.
0 6= x(s − x) = sx − x2 = s + 1 d. h. s 6= −1 (3)
288
VII.II Bewegungsaufgaben
(II) Ist umgekehrt s aus einem dieser Intervalle, so sind die Zahlen
r r
s s2 s s2
x= + −s−1 und y= − −s−1
2 4 2 4
reelle (wegen (4)), 6= 0 (wegen (3)) und es gilt x + y = s sowie x1 + y1 + 1
xy = 1. Also sind die gesuchten
Werte für s genau diejenigen, die in einem der Intervalle aus (5) liegen.
VII.II Bewegungsaufgaben
I Runde 1
Aufgabe V01002:
Schiffbrüchigen soll mit Hilfe eines Flugzeuges, welches in 500 m Höhe mit einer Geschwindigkeit von
100 km/h fliegt, Hilfe gebracht werden.
In welcher Entfernung von den Schiffbrüchigen muss der Verpflegungskanister ausgelöst werden, damit
er sein Ziel erreicht? (g = 10 m/s2 )
Aufgabe 011013:
Ein Zug fährt mit geringer Geschwindigkeit über eine 171 m lange Brücke in 27 s (gerechnet vom
Auffahren der Lokomotive auf die Brücke bis zum Verschwinden des letzten Wagens von der Brücke).
An einem Fußgänger, der dem Zug mit einer Geschwindigkeit von 1 m/s entgegengeht, fährt der Zug
in 9 s vorüber.
a) Welche Geschwindigkeit hat der Zug (in km/h)?
b) Wie lang ist der Zug?
289
VII.II Bewegungsaufgaben
Aufgabe 211011:
Ein Reisender legte den ersten Teil einer Dienstfahrt mit dem PKW und den Rest mit dem Zug
zurück.
Als er die mit dem PKW zurückgelegte Teilstrecke sowie genau ein Fünftel der Bahnstrecke durchfah-
ren hatte, stellte er fest, dass er zu diesem Zeitpunkt genau ein Drittel der Gesamtstrecke zurückgelegt
hatte. Später, als er genau die Hälfte der Gesamtstrecke zurückgelegt hatte, war er mit dem Zug be-
reits 20 km mehr gefahren als zuvor mit dem PKW.
Der Reisende legte folglich mit dem PKW 20 km und mit dem Zug 100 km zurück, Die Gesamtstrecke
betrug also 120 km.
II Runde 2
Aufgabe 041024:
Der Weg von einem Ort A nach einem Ort B ist 11,5 km lang und führt zuerst bergauf, dann verläuft
er auf gleicher Höhe und schließlich bergab. Ein Fußgänger, der von A nach B ging, legte diesen Weg
in 2 h 54 min zurück.
Für den Rückweg auf gleichem Kurs brauchte er 3 h 6 min. Dabei ging er jeweils bergauf mit einer
Geschwindigkeit von 3 km h , auf dem Mittelteil mit einer Geschwindigkeit von 4 h und bergab mit
km
5 km
h .
Wie lang sind die einzelnen Teilabschnitte, wenn man voraussetzt, dass auf jedem Teilabschnitt die
jeweilige Geschwindigkeit konstant war?
290
VII.II Bewegungsaufgaben
2a + b + x = 11,5 (1)
a b a+x
+ + = 2,9 (2)
3 4 5
a+x b a
+ + = 3,1 (3)
3 4 5
Aus (2) und (3) erhält man x = 1,5 und damit aus (1) 2a + b = 10 und aus (2) 32a + 15b = 156.
Aus diesen Gleichungen berechnet man b = 4 und c = 3.
Der Weg führt 3 km bergauf, dann 4 km auf gleicher Höhe und schließlich 4,5 km bergab, wenn man von
A nach B geht. Die Probe bestätigt das Ergebnis.
Aufgabe 081024:
Ein Kraftwagen fährt mit konstanter Geschwindigkeit auf einer geraden Straße von A nach B. Ein
zweiter Kraftwagen fährt auf der gleichen Straße ebenfalls mit konstanter Geschwindigkeit von B
nach A.
Beide Kraftwagen beginnen diese Fahrt zur gleichen Zeit in A bzw. in B. An einer bestimmten Stelle
der Straße begegnen sie einander.
Nach der Begegnung habe der erste noch genau 2 h bis nach B zu fahren, der zweite noch genau 89
h bis nach A. Die Entfernung zwischen A und B beträgt (auf der Straße gemessen) 210 km.
Ermitteln Sie die Geschwindigkeiten der Kraftwagen!
Schließlich ergibt sich die Entfernung vom Treffpunkt T nach B als (v1 · 2) km und von T nach A als
(v2 · 98 ) km, woraus (3) v1 · 2 + v2 · 89 = 210 folgt.
Die Lösung des Gleichungssystems (1), (2), (3) ergibt sich mit
7 9 7
210 · t2 · 2 + 210 · t2 + · = 210 · t2 + · t2
8 8 8
9 63
t22 − t2 − =0
4 64
9 1√ 9 12
t21;2 = ± 81 + 63 = ±
8 8 8 8
Davon ist allein t2 = 218 brauchbar, da t2 > 0 gilt. Nach (2) und (1) folgt hieraus weiter t1 =
7
2 und
v1 = 60 km
h sowie v 2 = 80 km
h
291
VII.II Bewegungsaufgaben
Aufgabe 111022:
Zwei Autos starteten gleichzeitig und fuhren auf derselben Straße von A nach B. Das erste Auto
benötigte für diese Strecke 4 Stunden, das zweite 3 Stunden. Beide fuhren während der ganzen Zeit
mit gleichbleibender Geschwindigkeit.
a) Zu welchem Zeitpunkt nach dem Start war das erste Auto genau doppelt so weit von B entfernt
wie das zweite?
b) Welche Strecke, ausgedrückt in Bruchteilen der gesamten Entfernung von A nach B, legte jedes
Auto bis zu dem in a) gesuchten Zeitpunkt zurück?
Das erste Auto ist nach t Stunden genau dann doppelt soweit von B entfernt wie das zweite, wenn
s 2
s− t=2 s− t
4 3
gilt. Wegen s 6= 0 ist dies äquivalent mit 1 − 4t = 2 1 − 3t , also mit t = 12
5 = 2,4.
Nach genau 2,4 h war daher das erste Auto doppelt so weit von B entfernt wie das zweite Auto.
III Runde 3
Aufgabe 041031:
Ein Fußgänger geht (mit konstanter Geschwindigkeit) um 9.00 Uhr von A nach dem 12,75 km ent-
fernten B.
Auf der gleichen Straße fährt um 9.26 Uhr ein Straßenbahnzug von A nach B ab. Er überholt den
Fußgänger um 9.36 Uhr und fährt nach 4 Minuten Aufenthalt in B wieder zurück. Dabei begegnet er
dem Fußgänger um 10.30 Uhr.
a) Wieviel Kilometer legen der Fußgänger und der Straßenbahnzug durchschnittlich in der Stunde
zurück?
b) In welcher Entfernung von A überholt der Straßenbahnzug den Fußgänger, und wo begegnet er
ihm bei der Rückfahrt?
Der Fußgänger legt in der Stunde durchschnittlich 5 km, der Straßenbahnzug in der gleichen Zeit durch-
schnittlich 18 km zurück.
b) Der Fußgänger wird, 3 km von A entfernt, vom Straßenbahnzug überholt und begegnet ihm, 5,25 km
von B entfernt.
292
VII.II Bewegungsaufgaben
Aufgabe 121034:
Ein Lokomotivführer bemerkte am Anfang eines 20 km langen Streckenabschnitts s, dass er eine
Verspätung von genau 4 min hatte.
Er fuhr daraufhin diese Strecke s mit einer um 10 km/h höheren Durchschnittsgeschwindigkeit, als
sie der Fahrplan vorsah. Am Ende der Strecke s war erstmalig wieder Übereinstimmung mit dem
Fahrplan erreicht.
Wie groß war die für s vorgesehene fahrplanmäßige Durchschnittsgeschwindigkeit?
IV Runde 4
Aufgabe 011042:
Auf einem Fluss mit konstanter Strömungsgeschwindigkeit v fährt ein Motorboot mit konstanter
Eigengeschwindigkeit c stromab nach einem Ziel, das vom Start die Entfernung s hat, und wieder
zurück.
Ein anderes Motorboot fährt mit der gleichen Eigengeschwindigkeit zu einem ebenfalls in der Ent-
fernung s, aber genau senkrecht zur Strömungsrichtung liegenden Ziel und wieder zurück.
a) Wieviel reine Fahrzeit benötigen die beiden Boote?
b) Welches Ergebnis erhält man für s = 250 m, v = 150 min
m
und c = 250 min
m
?
Aufgabe 031041:
Ein Radfahrer fährt mit konstanter Geschwindigkeit über eine Brücke. Als er 38 des Weges
zurückgelegt hat, trifft er einen ihm mit gleicher Geschwindigkeit entgegenkommenden Radfahrer.
Mit welcher Geschwindigkeit fuhren beide, wenn ein mit 80 km h auf der gleichen Straße fahrendes
Auto den einen am Anfang und den anderen am Ende der Brücke traf?
293
VII.III Logarithmen-Gleichungen
Zum Zeitpunkt t0 fährt y los und zum Zeitpunkt t1 x. Zum Zeitpunkt t2 begegnen sich x und y, d. h.
sx,t2 + sy,t2 = b. Da sx,t2 = 38 b ist damit sy,t2 = 58 b.
Schließlich erreicht zum Zeitpunkt t3 y das Ziel, also sy,t3 = b und damit sx,t3 = 86 b. x gelangt zum
Zeitpunkt t4 zur anderen Seite der Brücke: sx,t4 = b, d. h. sx,t4 −t3 = 41 b.
Fall 1: Das Auto fahre in gleicher Richtung wie x, fährt damit bei t3 los und kommt bei t4 an, legt eine
Strecke von sA,t4 −t3 = b zurück, d. h. es gilt
b
sA,t4 −t3 b sx,t4 −t3 4
vA = = und vx = =
t4 − t3 t4 − t3 t4 − t3 t4 − t3
Damit ergibt sich vx = vA
4 = 20 km
h .
Fall 2: Das Auto fahre in entgegengesetzter Richtung wie x, fährt damit bei t0 los und kommt bei t1 an
und legt wieder eine Strecke von sA,t1 −t0 = b zurück, d. h. es gilt
b
sA,t1 −t0 b sy,t1 −t0 4
vA = = und vy = =
t1 − t0 t1 − t0 t1 − t0 t1 − t0
Damit ergibt sich ebenfalls vy = vx = vA
4 = 20 km
h .
VII.III Logarithmen-Gleichungen
I Runde 1
Aufgabe 041016:
a) Berechnen Sie ohne Rechenhilfsmittel einen ganzzahligen Näherungswert für
lg 5
x=
lg 3 − lg 2
b) Ist dieser Näherungswert kleiner oder größer als der exakte Wert?
294
VII.III Logarithmen-Gleichungen
II Runde 2
Aufgabe 041022:
Berechnen Sie ohne Verwendung von Näherungswerten (ohne Benutzung von Logarithmentafel oder
Rechenstab):
y = 10 − 2 · lg 32 − 5 · lg 25
y = 10 − 2 · lg 25 − 5 · lg 52 = 10 − 2 · 5 · lg 2 − 5 · 2 lg 5 = 10 − 10 · lg 2 − 10 · lg 5 =
Aufgabe 081022:
Ermitteln Sie alle reellen Zahlen x, die der Bedingung log2 [log2 (log2 x)] = 0 genügen!
Damit ist log2 x = 2, also muss x = 4 sein, wenn es der geforderten Bedingung genügen soll.
Aufgabe 091021:
[lg 3790]
Ermitteln Sie ohne Verwendung der Logarithmentafel den Quotienten [lg 0,0379] .
Dabei bedeutet [x] die größte ganze Zahl, die x nicht übertrifft.
Wegen 10−2 < 0,0379 < 10−1 ist −2 lg 0,0379 < −1 also [lg 0,0379] = −2.
3
Daher beträgt der gesuchte Quotient −2 = −1,5.
III Runde 3
Aufgabe 021032:
Berechnen Sie:
1 1 1 1 1
log2 + log2 + log2 + log2 + ... + log2 + log2 1 + log2 2 + ... + log2 64 + log2 128
256 128 64 32 2
295
VII.III Logarithmen-Gleichungen
Aufgabe 031031:
Man löse die Gleichung lg(2x + 1) − lg x = 2.
Aufgabe 071032:
Es ist zu beweisen, dass loga b · logb c = loga c ist, wenn a, b, c positive reelle Zahlen sind und a 6=
1, b 6= 1 ist!
Aufgabe 081033:
Beweisen Sie, dass für alle positiven reellen Zahlen a, b mit a > b und a2 + b2 = 6ab stets gilt:
1
lg(a + b) − lg(a − b) = lg 2
2
296
VII.III Logarithmen-Gleichungen
Aufgabe 101034:
Unter n! (gelesen n Fakultät) versteht man das Produkt aller natürlichen Zahlen von 1 bis n.
Beweisen Sie, dass für alle natürlichen Zahlen n > 2 und alle positiven reellen Zahlen x =
6 1 gilt:
1 1 1 1 1
+ + + ... + =
log2 x log3 x log4 x logn x logn! x
ln(2 · 3 · . . . · n) ln(n!) 1
= = =
ln x ln(x) lnn! x
.
Aufgabe 121035:
Beweisen Sie, dass gilt:
1 1 1 606
lg 1 − 2 + lg 1 − 2 + ... + lg 1 − = lg
25 26 1002 625
Aufgabe 141033:
Gegeben sei eine positive reelle Zahl a, für die a 6= 1 gilt.
Man ermittle alle reellen Zahlen x, die die Gleichung xloga x = a2 x erfüllen!
297
VII.III Logarithmen-Gleichungen
Aufgabe 161034:
Beweisen Sie, dass gilt
1 1 1 1
lg 1 + + lg 1 + + lg 1 + + ... + lg 1 + =2
1 2 3 99
= lg 100 − lg 1 = 2 − 1 = 0
Die Behauptung ist damit bewiesen.
Aufgabe 171033:
Jens, Uwe, Dirk und Peter diskutieren darüber, welchem Zahlenbereich die Zahl z angehört, die durch
den Term √
lg(7 − 4 3)
z= √
lg(2 − 3)
definiert werden soll.
Jens sagt, dass z eine natürliche Zahl ist; Dirk meint, die Zahl z sei eine rationale Zahl; Uwe hält z
für irrational, und Peter vermutet, dass der Term überhaupt keine Zahl z definiert.
Entscheiden Sie wer recht hat!
Daher haben Jens und Dirk recht, Uwe und Peter haben nicht recht.
IV Runde 4
298
VII.III Logarithmen-Gleichungen
Aufgabe 081045:
Man ermittle alle reellen Zahlen x, die die Gleichung 4 · log4 x + 3 = 2 · logx 2 erfüllen!
r
2 3 9 3±5
2y + 3y − 2 = 0 bzw. y=− ± +1=
4 16 4
√
Damit erhält man die erste Lösung y1 = −3+5
4 = 12 und also x1 = 2y1 = 2 und als zweite y2 = −3−5
4 = −2
1
und damit x2 = 2 = 4 .
y2
Aufgabe 091042:
Zu den reellen Zahlen a, b mit a > 0, b > 0 und a 6= 1, b 6= 1 ermittle man alle Zahlen x, die die
Gleichung (loga x)(logb x) = loga b erfüllen.
2
ln x ln x ln b ln x
(loga x)(logb x) = loga b ⇐⇒ · = ⇐⇒ = (logb x)2 = 1
ln a ln b ln a ln b
1
⇐⇒ x = b ∨ x = .
b
Aufgabe 171045:
Beweisen Sie, dass der Term √
lg(5 2 − 7)
√ (1)
lg(3 − 2 2)
eine reelle Zahl definiert und dass diese rational ist!
299
VII.IV Wurzel-Gleichungen
VII.IV Wurzel-Gleichungen
I Runde 1
Aufgabe 221012: √ √
In einer Diskussion über irrationale Zahlen wurde erwähnt, dass 2 und 5 irrational sind.
√ √
Peter meinte: Dann muss auch 2 + 5 irrational sein.“ Wie beweist du das?“ fragte Katrin. Es
” ” ”
gibt doch keinen Satz, wonach stets dann x +√y irrational
√ sein muss, wenn x und y irrational sind.“
Ja, aber
√ speziell für die irrationalen Zahlen 2 und 5 kann ich beweisen, dass auch ihre Summe
”√
2 + 5 irrational ist“, erwiderte Peter.
a) Bestätigen Sie durch ein Beispiel Katrins Meinung, dass es irrationale Zahlen x, y mit rationaler
Summe x + y gibt!
b) Wie könnte Peter den von ihm angekündigten Beweis führen?
√ √ √ √
b) Angenommen, 2 + 5 wäre rational. Dann gäbe es ganze Zahlen a,b mit b 6= 0 und 2 + 5 = ab .
√ √
Wegen 2 + 5 > 0 wäre auch a 6= 0. Weiter folgte
√ a √ a2 2a √
5=− 2 ; 5= 2 − 2+2
b b b
2
2a √ a √ a 3b a2 − 3b2
2= 2 −3 ; 2= − =
b b 2b a 2ab
√
also
√ der√ Widerspruch, dass 2 rational wäre. Daher war die eingangs gemachte Annahme falsch, d. h.,
2 + 5 ist irrational.
Alternativ-L
√ √ ösung von√cyrix: √ √
Mit 2+ 5 wäre auch 12 ( 2+ 5)2 −7 = 10 rational, was ein Widerspruch ist, da 10 keine Quadratzahl
und die Wurzel einer natürlichen Zahl, die nicht Quadratzahl ist, bekanntermaßen irrational ist.
II Runde 2
Aufgabe 051023:
Beweise: Wenn gilt 0 < b < a (1) und a2 + b2 = 6ab (2) dann ist
a+b √
= 2
a−b
300
VII.IV Wurzel-Gleichungen
III Runde 3
Aufgabe 191032:
Ermitteln Sie alle Paare (x; y) reeller Zahlen, für die erstens in der Gleichung
√ √
1+x−3y 2x−4y+1
2 +3 =2
der Term auf der linken Seite (als reelle Zahl) definiert ist und zweitens diese Gleichung erfüllt ist!
Also kann (1) nur dann erfüllt werden, wenn sowohl in (4) als auch in (5) das Gleichheitszeichen steht.
Dies trifft nur dann zu, wenn
Aufgabe 341035:
Hat man in der Ebene ein kartesisches Koordinatensystem eingeführt, so werde ein Punkt der Ebene
genau dann ein rationaler Punkt genannt, wenn seine beiden Koordinaten rationale Zahlen sind; er
werde genau dann ein irrationaler Punkt genannt, wenn seine beiden Koordinaten irrationale Zahlen
sind; er werde genau dann ein gemischter Punkt genannt, wenn eine seiner Koordinaten rational, die
andere irrational ist.
a) Gibt es eine Gerade, auf der sich von jeder der drei Sorten jeweils mehr als ein Punkt befindet?
b) Für jede der drei Sorten beantworte man folgende Frage:
Gibt es eine Gerade, auf der sich von dieser Sorte genau ein Punkt, dagegen von jeder der beiden
anderen Sorten jeweils mehr als ein Punkt befindet?
Beweis:
Seien (x1 ,y1 ) und (x2 ,y2 ) zwei verschiedene rationale Punkte, die auf der Geraden liegen. Wir führen nun
eine Fallunterscheidung durch:
1. Fall: x1 = x2 . Dann verläuft die Gerade parallel zur y-Achse und jeder Punkt auf der Gerade besitzt
die gleiche x-Koordinate. Also hat jeder Punkt mindestens eine rationale Koordinate, sodass es auf dieser
Geraden keine irrationalen Punkte gibt.
2. Fall: y1 = y2 . Dann verläuft die Gerade parallel zur x-Achse, sodass alle Punkte auf ihr die gleiche –
eine rationale – y-Koordinate besitzen und es wieder auf dieser Geraden keine irrationalen Punkte gibt.
301
VII.IV Wurzel-Gleichungen
3. Fall: x1 6= x2 und y1 6= y2 . Dann verläuft die Gerade weder parallel zur x-, noch zur y-Achse und es
gibt reelle Zahlen m 6= 0 und n, sodass die Punkte (x,y) auf der Geraden alle die Gleichung y = mx + n
erfüllen. Dabei sind jedoch m = xy22 −x
−y1
1
und n = y1 − mx1 beide sogar rational, sodass für jedes rationale
x auch y = mx + n rational ist. Umgekehrt ist aber auch für jedes rationale y auch y−n m = x rational,
sodass es auf der Geraden keine gemischten Punkte gibt, .
Mit diesem Lemma lässt sich die Frage aus Aufgabenteil a) sowie die Fragen aus Aufgabenteil b), die sich
auf die Sorten gemischter bzw. irrationaler Punkte beziehen, leicht negativ beantworten, da in all diesen
Situationen jeweils mindestens zwei rationale Punkte auf der Geraden liegen müssten, was dazu führt,
dass eine der beiden anderen Sorten nicht auf der Gerade vertreten sein kann.
Es bleibt noch der Fall zu betrachten, ob es eine Gerade gibt, die genau einen rationalen und jeweils
mindestens zwei gemischte
√ und irrationale Punkte enthält. Dies ist der Fall, wie etwa die Gerade, die
durch die Gleichung y = 2 · x√beschrieben wird, zeigt. Diese enthält
√ nämlich
√ den rationalen Punkt (0,0),
die gemischten Punkte (±1, ± 2) und die irrationalen Punkte (± 3, ± 6), wobei jeweils in der x- und
y-Koordinate das gleiche Vorzeichen zu wählen ist.
IV Runde 4
Aufgabe 011043:
Es sei q q
3 √ 3 √
s= 20 + 14 2 + 20 − 14 2
Berechnen Sie s2 und s3 und versuchen Sie, einen rationalen Wert für s zu finden! (Die Wurzelwerte
dürfen nicht durch Näherungswerte ersetzt werden.)
√ √
u3 + v 3 = (20 + 14 2) + (20 − 14 2) = 40
Glücklicherweise lässt sich eine Wurzel dieser kubischen Gleichung (die bereits in reduzierter Form vor-
liegt) durch Probieren leicht finden, nämlich s = 4.
3 2
Eine Polynomdivision durch (s − 4) liefert nun √ s − 6s − 40 = (s − 4)(s + 4s + 10) = 0, d. h. die anderen
beiden Wurzeln sind komplex: s2,3 = −2 + 6i. Der gesuchte rationale Wert für s beträgt also 4; die
weiteren Potenzen sind demnach s2 = 16 und s3 = 64.
Aufgabe 061045:
Es sei a eine beliebig gegebene reelle Zahl. Ermitteln Sie alle reellen x, die der Gleichung genügen:
r
√ a2 √
a+x− = 2a + x
a+x
302
VII.IV Wurzel-Gleichungen
1. Fall: a > 0. Dann ist |a| = a und man erhält durch Quadrieren x2 = x2 + 3ax + 2a2 bzw. x = − 32 · a.
Damit erhält man a + x = 31 · a bzw.
r r s √
√ a2 1 a2 1 √ √ √ 3 √ √
a+x− = a− 1 =
√ · a − 3a = a · − 3 < 0 ≤ 2a − x
a+x 3 3a 3 3
also einen Widerspruch zur Ausgangsgleichung, sodass es in diesem Fall keine Lösungen gibt.
p
2. Fall: a ≤ 0. Dann ist |a| = −a, sodass die Gleichung übergeht in 2a + x = (2a + x) · (a + x).
Fall 2.1: 2a + x = 0. (Wegen a + x 6= 0 ist in diesem Fall a 6= 0, denn sonst würde aus 2aq+x = 0
√ a2
nach Subtraktion von a = 0 sofort auch a + x = 0 folgen.) Dann ist x = −2a und a + x − a+x =
√ √ √
−a − −a = 0 = 2a + x, sodass dies Lösungen der Ausgangsgleichung sind.
√
Fall 2.2: Es ist 2a + x 6= 0, √
also auch √2a + x 6= 0, sodass wir dadurch dividieren können. Damit
erhalten wir die Gleichung 2a + x = a + x bzw. nach Quadrieren 2a + x = q a + x, also a = 0.
√ √
Tatsächlich vereinfacht sich aber in diesem Fall die Ausgangsgleichung zu x − x0 = x, was für
alle positiven reellen Zahlen x erfüllt ist.
Zusammenfassung: Für positive a hat die Gleichung keine Lösung, für negative a ist jeweils x = −2a die
einzige Lösung und für a = 0 erfüllt jede positive reelle Zahl x die Gleichung.
Aufgabe 071046:
Man gebe alle reellen x an, die folgende Gleichung erfüllen:
q q r
√ √ 3 x
x+ x− x− x= √
2 x+ x
p √
Durch Multiplikation mit x+ x 6= 0 geht die Gleichung äquivalent über in
√ p 3√ √ √ 1√
x+ x− x2 − x = x bzw. x− x· x−1= x
2 2
√ √ √
Nach Division durch x 6= 0 und umsortieren erhält man x − 12 = x − 1. Quadriert man diese
√ √
Gleichung, was
√ wegen x ≥ 1 und also x− 21 > 0 eine Äquivalenzumformung ist, führt dies auf x− x+ 14 =
x − 1 bzw. x = 45 , also x = 25
16 .
Tatsächlich bestätigt die (mathematisch nicht notwendige) Probe (da es sich ausschließlich um Äquivalenz-
25
umformungen gehandelt hat), dass x = 16 Lösung der Ausgangsgleichung ist. Diese ist auch, wie gezeigt,
die einzige Lösung.
Aufgabe 131044:
Man untersuche, ob die Zahl q q
√ √ √
x= 4+ 7− 4− 7− 2
positiv, negativ oder gleich Null ist!
303
VII.IV Wurzel-Gleichungen
p √ p √ √
bereits 4+ 7− 4 − 7 = 2 und somit x = 0.
Aufgabe 141044:
Man ermittle alle rationalen Zahlen r, die die folgende Gleichung erfüllen:
q q
√ r √ r
2+ 3 + 2− 3 =4
Lösungpvon weird: p
√ 1
√ 1
Wegen 2 − 3 = √ √ ist ( 2+ 3)r eine Lösung der Gleichung x + x = 4, womit also dann
2+ 3
q r
√ √
2+ 3 =2± 3
304
VII.IV Wurzel-Gleichungen
gilt. Diese Gleichung hat aber einerseits für jede Vorzeichenwahl eine eindeutig bestimmte Lösung r ∈ R,
andererseits sind r = ±2 jeweils offensichtlich Lösungen, welche dann auch tatsächlich die gesuchten
rationalen Lösungen der Aufgabe sind.
Aufgabe 181043B:
Man ermittle alle diejenigen reellen Zahlen x, für die erstens jede in dem Ausdruck
q q
√ √
x+3−4 x−1+ x+8−6 x−1
auftretende Wurzel und damit dieser Ausdruck insgesamt (als reelle Zahl) existiert und zweitens diese
Zahl gleich 1 ist!
Dann folgt
q q
√ √
x+3−4 x−1=1− x+8−6 x−1
q
√ √ √
x+3−4 x−1=1−2 x+8−6 x−1+x+6−6 x−1
q
√ √
x+8−6 x−1=3− x−1 (5)
√
also x − 1 ≤ 3 (6).
Aus (4) und (5) folgt weiter
q
√ √ √
x + 3 − 4 x − 1 = x − 1 − 2 also x−1≥2 (7)
Daher können nur diejenigen reellen Zahlen x, für die (10) gilt, die geforderten Eigenschaften haben.
(II) Umgekehrt gilt: Wenn eine reelle Zahl x die Bedingung (10) erfüllt, so gilt für sie (1) sowie (9), also
(6) und (8); ferner gilt
x2 − 10x + 25 = (x − 5)2 ≥ 0
also
x2 + 6x + 9 ≥ 16x − 16 d. h. (x + 3)2 ≥ 16(x − 1)
und daraus ergibt sich (da aus (10) auch x + 3 > 0 folgt) die Ungleichung (2).
Weiterhin gilt
x2 − 20x + 100 = (x − 10)2 ≥ 0
also
x2 + 16x + 64 ≥ 36x − 36 d. h. (x + 8)2 ≥ 36(x − 1)
und daraus ergibt sich (da aus (10) auch x + 8 > 0 folgt) die Ungleichung (3). Ferner gilt
√ √ √
( x − 1 − 2)2 = x − 1 − 4 x − 1 + 4 = x + 3 − 4 x − 1
305
VII.IV Wurzel-Gleichungen
Aufgabe 191043A:
Beweisen Sie, dass für alle reellen Zahlen x, y die Ungleichung gilt:
q q
4 cos2 x cos2 y + sin2 (x − y) + 4 sin2 x sin2 y + sin2 (x − y) ≥ 2
B
|d|
C •
R
|b|
• •
A |a| Q |c| P
Im Dreieck ABC gilt dann AC + BC ≥ AB. Nach dem Satz des Pythagoras ergibt sich daraus
p p p p
a2 + b2 + c2 + d2 ≥ (|a| + |c|)2 + (|b| + |d|)2 ≥ (a + c)2 + (b + d)2 (1)
Wählt man entsprechen der Aufgabe a = 2 cos x cos y. c = 2 sin x sin y, b = d = sin(x − y), so gilt nach
einem Additionstheorem
Aufgabe 191045: √
Ermitteln Sie alle diejenigen reellen Zahlen x, für die x2 + 5x + 28 (als reelle Zahl) definiert ist und
die die Gleichung p
x2 + 5x + 4 = 5 x2 + 5x + 28
erfüllen!
Diese quadratische Gleichung hat die Lösungen y = 8 und y = −3, so dass eine der Gleichungen
x2 + 5x + 4 = 40 bzw. x2 + 5x + 4 = −15
306
VII.IV Wurzel-Gleichungen
folgt. Von diesen beiden Gleichungen besitzt nur die erste reelle Lösungen, und zwar x = −9 und x = 4.
Also können höchstens diese beide Zahlen die geforderten Eigenschaften haben.
Sie habe diese Eigenschaften auch, denn es gilt
(−9)2 + 5(−9) + 28 = 64 ≥ 0 bzw. 42 + 5 · 4 + 28 = 64 ≥ 0
√
also existiert für diese Zahlen x die Wurzel x2 + 5x + 28 und es gilt
p
(−9)2 + 5(−9) + 4 = 40 = 5 · 8 = 5 (−9)2 + 5(−9) + 28 bzw.
p
42 + 5 · 4 + 4 = 40 = 5 · 8 = 5 42 + 5 · 4 + 28 (2)
Daher erfüllen genau die Zahlen x = −9 und x = 4 die Bedingungen der Aufgabe.
Aufgabe 331045:
Bei Verwendung eines kartesischen Koordinatensystems werde ein Punkt der Ebene rational“ ge-
”
nannt, wenn seine beiden Koordinaten rationale Zahlen sind; er werde irrational“ genannt, wenn
”
seine beiden Koordinaten irrationale Zahlen sind; er werde gemischt“ genannt, wenn eine seiner Ko-
”
ordinaten rational und die andere irrational ist.
a) Gibt es in der Ebene Geraden, die nur Punkte einer Sorte enthalten?
Ermitteln Sie die Antwort auf diese Frage für jede der drei Sorten rational“, irrational“, gemischt“!
” ” ”
b) Gibt es in der Ebene Geraden, in denen aus genau zwei Sorten (mindestens) je ein Punkt enthalten
ist?
Ermitteln Sie die Antwort auf diese Frage für jede Zusammenstellung von zwei der drei Sorten!
c) Gibt es in der Ebene Geraden, in denen aus jeder der drei Sorten (mindestens) je ein Punkt
enthalten ist?
Auch kann keine Gerade nur gemischte Punkte enthalten: Gäbe es eine solche, so kann sie nicht parallel
zur x-Achse verlaufen, denn sonst wäre entweder für alle Punkte auf dieser Geraden die y-Koordinate
rational, oder für alle irrational, während sowohl Punkte mit rationaler als auch mit irrationaler x-
Koordinate auf ihr liegen, also auf jeden Fall auch ein rationaler bzw. ein irrationaler Punkt.
Analog schließt man aus, dass es sich um eine Gerade handelt, die parallel zur y-Achse liegt. Für jede
sonstige Gerade aber durchlaufen sowohl die x- als auch die y-Koordinaten der auf ihr liegenden Punkte
alle reellen Zahlen, wobei jede nur genau einmal (als x- und einmal als y-Koordinate) angenommen.
Lägen auf ihr nur gemischte Punkte, so müsste jeder Punkt mit irrationaler x-Koordinate eine rationale
y-Koordinate besitzen, sodass es mindestens so viele rationale wie irrationale reelle Zahlen geben müsste.
Tatsächlich sind aber die irrationalen Zahlen überabzählbar, während die rationalen nur abzählbar sind,
was ein Widerspruch zur gerade gewonnenen Feststellung ist. Also gibt es keine Gerade, die nur aus
gemischten Punkten besteht.
√
√ gibt es, z. B. y = 2 · x. Auf√dieser
c) Auch solche Geraden √ Geraden liegt der rationale Punkt (0,0), der
gemischte Punkt (1, 2) und der irrationale Punkt ( 3, 6).
307
VII.V Ungleichungen
VII.V Ungleichungen
I Runde 1
Aufgabe 031015:
Welcher von den folgenden Brüchen ist größer:
100100 + 1 10099 + 1
oder
10090 + 1 10089 + 1
Begründen Sie Ihre Behauptung!
Da der Nenner ebenfalls positiv ist, ist die Differenz größer als Null. Also ist der erste Bruch größer.
Aufgabe 051014:
Es seien u, v, c reelle Zahlen mit |u| < |c|, |v| < |c|. Es ist zu beweisen, dass dann gilt:
u+v
1 + uv2 < |c|
c
Aufgabe 161012:
Geben Sie alle reellen Zahlen x (x 6= −3) an, die folgende Ungleichung erfüllen!
2 1 5 1
− ≥ − (1)
x+3 2 x + 3 10
308
VII.V Ungleichungen
3
gilt. Für alle x > −3 ist x+3 positiv, also (2) nicht erfüllt.
Also wird (2) und folglich ebenso auch (1) genau von denjenigen Zahlen x erfüllt, für die −10,5 ≤ x < −3
gilt.
Aufgabe 171012:
1
Man ermittle die Menge aller derjenigen reellen Zahlen x, für die der Term √ definiert
33 − 8x − x2
ist!
Lösung von
√ offizieller Aufgabenkommission:
Der Term 33 − 8x − x2 ist genau dann definiert, wenn 33 − 8x − x2 ≥ 0 ist.
1
√ √
Der Term √33−8x−x 2
ist genau dann definiert, wenn 33 − 8x − x2 definiert ist und 33 − 8x − x2 6= 0
gilt. Diese Forderungen sind der Reihe nach gleichwertig mit
Aufgabe 181012:
In einem Mathematikzirkel werden Aussagen zur Diskussion gestellt, die mit den Worten beginnen:
Wenn a und b zwei von 0 verschiedene reelle Zahlen sind, für die a > b und |a| < |b| gilt, dann . . .“
”
Antje stellt als Fortsetzung zur Diskussion: . . . ist a negativ.“
”
Doris stellt als Fortsetzung zur Diskussion: . . . braucht weder a noch b negativ zu sein.“
”
Man untersuche für jede dieser vier zur Diskussion gestellten Aussagen, ob sie wahr ist!
Da a = 1 jedoch nicht negativ ist, ist sowohl die von Antje als auch die von Bernd zur Diskussion gestellte
Aussage falsch.
Ferner gilt: Wenn a und b zwei von 0 verschiedene reelle Zahlen sind, für die a > b und |a| < |b| gilt; so
ist b negativ; denn wäre b nicht negativ, so folgte a > b > 0, also |a| = a > b = |b| im Widerspruch zu
|a| < |b|.
Damit ist bewiesen, dass die von Cornelia zur Diskussion gestellte Aussage wahr und die von Doris zur
Diskussion gestellte Aussage falsch ist.
309
VII.V Ungleichungen
Aufgabe 191013:
Man ermittle alle reellen Zahlen x mit −1 ≤ x ≤ 1, für die der Term x2 + 3x + 4 das Quadrat einer
natürlichen Zahl ergibt!
x2 + 3x + 4 ≤ 1 + 3 + 4 < 9
Daraus folgt: Wenn der Term für reelles x mit −1 ≤ x ≤ 1 eine ganzzahlige Quadratzahl ergibt, so kann
dies nur die Zahl 4 sein.
Die Gleichung x2 + 3x + 4 = 4 ist nun gleichwertig mit x(x + 3) = 0.
Daher hat sie genau die Lösungen x = 0 und x = −3. Von diesen erfüllt genau die erstgenannte die
Bedingung −1 ≤ x ≤ 1. Also hat genau die Zahl x = 0 die verlangte Eigenschaft.
Aufgabe 201011:
a) Geben Sie ein Paar (x, y) reeller Zahlen an, das die folgenden Ungleichungen (1), (2) und (3)
erfüllt!
b) Beweisen Sie, dass es mehr als zehn verschiedene derartige Paare (x, y) gibt!
erfüllt. Ferner hat eine Zahl y die Eigenschaft, dass es zu ihr Zahlen mit (4) (5), (6) gibt, wenn y die
’
Ungleichungen
10y − 100 < y ; 21 − y < y
erfüllt. Dies ist der Fall, wenn die Ungleichungen
Zu a) genügt es, ein Paar (x,y) anzugeben und nachzuweisen, dass es (1) (2),(3) erfüllt.
’
310
VII.V Ungleichungen
Aufgabe 231012:
Ermitteln Sie alle diejenigen reellen Zahlen x, für die x3 − 9x > 0 gilt!
Fall (b) tritt genau dann ein, wenn der zweitgrößte Faktor x negativ und der größte Faktor x + 3 positiv
ist, d. h. genau dann, wenn die Ungleichungen x < 0 und x > −3 gelten, Fall (a) genau dann, wenn x − 3
positiv ist, also x > 3 gilt.
Daher sind genau diejenigen reellen Zahlen x die zu ermittelnden, für die gilt:
Aufgabe 251011:
√ √ √ √
a) Beweisen Sie unter Verwendung des Tafelwerkes, dass 5+ 8< 6+ 7 gilt!
b) Beweisen Sie die Gültigkeit dieser Ungleichung ohne Verwendung von Näherungswerten für die
Wurzeln!
311
VII.V Ungleichungen
√ √
Da 6+ 7 > 0 ist, folgt aus (11) weiter
√ √ √ √
5+ 8< 6+ 7 (w.z.b.w)
Aufgabe 271012:
1
a) Gibt es eine ganze Zahl x, für die x−1 > 1987 gilt?
1
b) Ermitteln Sie alle diejenigen reellen Zahlen x, für die x−1 > 1987 gilt!
1
Wenn x = 1 ist, so existiert x−1 nicht.
1
Wenn x ≥ 2 ist, so ist x − 1 ≥ 1; für den Kehrwert gilt daher x−1 ≤ 1.
1
Wenn x ≤ 0 ist, so ist x − 1 negativ und daher auch x−1 negativ.
1
Damit ist bewiesen, dass es keine ganze Zahl x gibt, für die x−1 > 1987 gilt.
1
(1) b) Für jede reelle Zahl x ≤ 1 gilt entweder x = 1, und dann existiert x−1 nicht, oder es gilt x < 1,
1
also x − 1 < 0 und folglich x−1 < 0.
1
Für alle reellen x ≤ 1 ist damit bewiesen, dass sie die Ungleichung x−1 > 1987 nicht erfüllen.
1
(2) Für reelle x > 1, ist x − 1 positiv und daher die Ungleichung x−1 > 1987 der Reihe nach äquivalent
mit
1 1988
1 > 1987 · (x − 1) ⇒ >x−1>0⇒1<x< (1)
1987 1987
II Runde 2
Aufgabe 091024:
Mit welchen der folgenden Bedingungen (1), . . . , (5) ist die Bedingung 3x2 + 6x > 9 äquivalent?
(1) −3 < x < 1 (2) x > −3 (3) x < 1
(4) x < 1 oder x > −3 (5) x > 1 oder x < −3)
x2 + 2x − 3 > 0
(x + 1)2 > 4
(x + 1)2 − 22 > 0
(x − 1)(x + 3) > 0
nach Fallunterscheidung erhält man als äquivalent mit der letzten Bedingung: x > 1 oder x < −3.
312
VII.V Ungleichungen
Damit ist gezeigt, dass von den Bedingungen (1) bis (5) nur die Bedingung (5) der gegebenen äquivalent
ist.
Aufgabe 111023:
Es seien u und v reelle Zahlen mit 0 < v < u.
Ermitteln Sie alle reellen Zahlen k mit k > − uv , für die u+kv
v+ku <1 (∗) gilt!
Aufgabe 151024:
Für positive reelle Zahlen a und b gelte
1 1
+ =2 (1)
a b
Es ist zu beweisen, dass dann für diese Zahlen a + b ≥ 2 (2) gilt.
Ferner sind alle positiven reellen Zahlenpaare (a, b) zu ermitteln, für die (1) gilt und für die in (2)
das Gleichheitszeichen gilt.
313
VII.V Ungleichungen
2
Nach Voraussetzung ist H(a,b) = 2 = 2. Nach der Ungleichung zwischen arithmetischem und harmoni-
schem Mittel gilt
A(a,b) ≥ H(a,b),
also a + b ≥ 2, wobei Gleichheit genau für a = b, also a = b = 1, eintritt.
Aufgabe 171023:
Man ermittle die Menge aller derjenigen reellen Zahlen x, für die der Term lg(x2 + 7x − 30) definiert
ist!
Aufgabe 201024:
Ermitteln Sie alle diejenigen reellen Zahlen z mit 0 < z < 1, die zu ihrem Reziproken addiert
mindestens 4 ergeben!
Eine quadratische Funktion y = z 2 − 4z + 1 = (z − 2)2 − 3 hat ihre Nullstellen bei z1 und z2 und ist eine
nach oben geöffnete Parabel. Damit hat die Funktion im Intervall (z1 ; 1) negative Funktionswerte.
√
Die gesuchten Lösungen der Aufgabenstellung sind damit alle reellen Zahlen 0 < z ≤ 2 − 3.
Aufgabe 251022:
Man zeige, dass für beliebige positive reelle Zahlen a und b die Ungleichung gilt:
√ √ √ √
a + a + 3b < a + b + a + 2b
314
VII.V Ungleichungen
Nach Multiplikation mit 2, Anwendung der Wurzelgesetze und Addition von 2a + 3b erhält man
√ √ √ √
a + (a + 3b) + 2 a a + 3b < (a + b) + (a + 2b) + 2 a + b a + 2b
Weil aus u2 < v 2 stets |u| < |v| folgt, gilt weiter
√ √ √ √
a + a + 3b < a + b + a + 2b
Da die Terme in den Beträgen positiv sind, gilt schließlich die ursprüngliche Behauptung. w. z. b. w.
III Runde 3
Aufgabe 031036:
Bestimmen Sie alle ganzzahligen Paare (x, y), für die gilt:
1 1 1
+ >
x y 2
und x > 2, y > 2.
Für x = 6 existiert also keine natürliche Zahl y, so dass die Ungleichung erfüllt wird.
Aus y1 > 21 − x1 ist ersichtlich, dass für größer werdendes x, y1 ebenfalls größer und somit y immer kleiner
werden muss. Für x > 5 können deshalb keine weitere Lösung existieren.
Aufgabe 061032:
Zeigen Sie, dass für beliebige positive reelle Zahlen a, b, c stets gilt:
1 1 1 9
+ + ≤
a b c a+b+c
315
VII.V Ungleichungen
Aufgabe 061035:
Ermitteln Sie alle reellen Zahlen x, die die folgende Ungleichung erfüllen
1 √
· lg (2x − 1) + lg x − 9 > 1
2
Da ein Produkt zweier reeller Zahlen genau dann positiv ist, wenn entweder beide Faktoren positiv oder
beide Faktoren negativ sind, ist (1) genau dann erfüllt, wenn entweder (2) x − 13 > 0 und x + 27 > 0 oder
(3) x − 13 < 0 und x + 72 < 0.
Aus (2) folgt x > 13 und umgekehrt; aus (3) folgt x < − 72 und umgekehrt.
Davon ist wegen x − 9 > 0 nur x > 13 Lösung der gegebenen Ungleichung; diese ist somit für alle reellen
Zahlen x > 13 und nur für diese erfüllt.
Aufgabe 071035:
Für welches reelle a nimmt die Summe der Quadrate der Lösungen der Gleichung
x2 + ax + a − 2 = 0 ihren kleinsten Wert an?
Die Summe der Quadrate der Lösungen wird daher genau dann minimal, wenn a = 1.
316
VII.V Ungleichungen
Aufgabe 091033:
Geben Sie
a) eine notwendige und hinreichende,
b) eine notwendige und nicht hinreichende sowie
c) eine hinreichende undp
nicht notwendige
Bedingung dafür an, da 1 − | log2 |5 − x|| > 0 gilt!
Die anzugebenden Bedingungen sind dabei so zu formulieren, dass sie in der Forderung bestehen, x
solle in einem anzugebenden Intervall oder in einem von mehreren anzugebenden Intervallen liegen.
1. Fall: 5 − x ≥ 0, also x ≤ 5: Dann muss 21 ≤ 5 − x ≤ 2 gelten, was äquivalent zu x ∈ 3; 92 ist.
2. Fall: 5 − x < 0, also x > 5: Dann ist |5 − x| = −(5 − x) = x − 5 und es muss 21 ≤ x − 5 ≤ 2 gelten, was
äquivalent ist zu x ∈ 11 2 ;7 .
Zusammengefasst, ergibt sich also eine notwendige (und, wie wir gleich sehen werden, nicht hinreichende)
Bedingung dafür, dass die gegebene Gleichung erfüllt ist, durch
9 11
x ∈ 3; oder x∈ ;7
2 2
denn sonst wäre die Wurzel gar nicht definiert. (Dies beantwortet dann Teil b).)
Im Falle, dass die Wurzel definiert ist, die Gleichung aber nicht gilt, muss die Wurzel, und damit auch
ihr
1 Radikand,
Null werden, sodass dann | log2 |5 − x||= 1, also log 2 |5 − x| ∈ {−1, 1} und damit |5 − x| ∈
,
2 2 gelten muss.
Es ergibt sich weiter 5 − x ∈ −2, − 12 , 12 , 2 , also diesen Gedanken abschließend
9 11
x ∈ 3; 2 ; 2 ; 7 . Nur genau dann, wenn x einen dieser vier Werte annimmt, wird die Wurzel 0, ist also
definiert, aber nicht echt positiv.
Somit ergibt sich eine hinreichende und notwendige Bedingung für die Ungleichung der Aufgabenstellung
zu
9 11
x ∈ 3; oder x∈ ;7
2 2
was dann Teil a) beantwortet.
Eine hinreichende, aber nicht notwendige Bedingung, wie sie Teil c) fordert, erhält man etwa dadurch,
dass man nur eines der beiden Intervalle betrachtet, also z. B. ausschließlich x ∈ 3; 29 fordert.
Aufgabe 131036:
Man beweise, dass die Ungleichung | loga b| + | logb a| ≥ 2 für alle Paare positiver reeller Zahlen (a, b)
mit a 6= 1, b 6= 1 gilt!
317
VII.V Ungleichungen
Aufgabe 171031:
Es seien a und b positive reelle Zahlen, n eine natürliche Zahl.
Beweisen Sie, dass dann (a + b)n ≤ 2n (an + bn ) gilt!
Ferner gilt (a + b)2 ≤ 2n bn + 2n an (∗), da auf der größeren Seite eine positive Zahl addiert wurde also
auch (a + b)n ≤ 2n (an + bn ). w. z. b. w.
Aufgabe 191036:
Beweisen Sie, dass für alle reellen Zahlen a, b und c gilt:
p p p
(a + c)2 + b2 + (a − c)2 + b2 ≥ 2 a2 + b2
(a2 +b2 +c2 )−4a2 c2 = a4 +b4 +c4 +2a2 b2 −2a2 c2 +2b2 c2 ≥ a4 +b4 +c4 +2a2 b2 −2a2 c2 −2b2 c2 = (a2 +b2 −c2 )2
Aufgabe 201032:
Ermitteln Sie alle reellen Zahlen a mit der Eigenschaft, dass das folgende Ungleichungssystem (1),
(2), (3) mindestens eine (aus reellen Zahlen x, y bestehende) Lösung hat!
2y + x < 20 (1)
y−x<4 (2)
y − ax ≥ 6 (3)
318
VII.V Ungleichungen