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Technisches Handbuch: Technical Manual Manuel Technique Manual Técnico Manuale Tecnico

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Technisches Handbuch

Technical Manual
Manuel Technique
Manual Técnico
Manuale Tecnico

HP 504 C / HP 594 C / HP 604 C


für Stadt-, Linien- und Reisebusse

4182 765 002c


Technische Änderungen vorbehalten

Copyright by ZF

Die vorliegende Dokumentation ist urheberrechtlich


geschützt. Eine Vervielfältigung und Verbreitung in
jeglicher Form, die nicht ausschließlich der Zweck-
bestimmung der Dokumentation entspricht, ist ohne
Genehmigung der ZF Friedrichshafen AG untersagt.

Printed in Germany

ZF Friedrichshafen AG / 2007-07

Ausgabe: 2008-12

4182 765 002c


ZF-Ecomat 4 Wichtige Hinweise

Wichtige Hinweise Sicherheitshinweise

Dieses Technische Handbuch Ecomat 4 dient sowohl Im vorliegenden Handbuch werden folgende
Fahrzeug- und Aufbauherstellern als auch Mitarbei- Sicherheitshinweise verwendet:
tern der ZF als technischer Leitfaden für das System
Ecomat 4.
Auftretende Fragen, von der Spezifizierung bis hin HINWEIS
zur Einbauüberprüfung und Inbetriebnahme, wer- Dient als Hinweis auf besondere Arbeitsabläufe,
den hier beantwortet. Methoden, Informationen, Anwendung von Hilfs-
mitteln, usw.
Dieses Buch ist die Grundlage für Getriebe- und
Peripheriespezifizierung: VORSICHT
• Spezifizierung Getriebe, Elektronische Schaltau- Wird verwendet, wenn abweichende und nicht
tomatik und Peripherie anhand „iDAS-Fragebo- fachgerechte Arbeitsweise zu Schäden am Produkt
gen“ durch Fahrzeughersteller und ZF führen kann.
• Dokumentation durch ZF
• Ersteinbau
• Ersteinbauüberprüfung durch ZF-Personal ! GEFAHR
• Inbetriebnahme durch ZF-Personal Wird verwendet, wenn mangelnde Sorgfalt zu
• Freigabeschreiben von ZF Personenschäden oder Lebensgefahr führen kann.
• Ggf. Korrektur entsprechend Freigabeschreiben

Ergänzend sind die „Richtlinien für den Aufbau-Her-


steller“ (ZF-Nr.: 4149 765 004) zu beachten. ! GEFAHREN für die Umwelt !
Schmierstoffe, Betriebsstoffe und Reinigungsmittel
Für Schäden aufgrund von Mängeln, die vom Fahr- dürfen nicht in das Erdreich, Grundwasser oder in die
zeug- bzw. Aufbauhersteller zu verantworten sind Kanalisation gelangen.
und bei der Erstabnahme durch ZF-Personal nicht • Sicherheitsdatenblätter bei Ihrer zuständigen
aufgedeckt werden konnten, haftet allein der Fahr- Umweltschutzbehörde für die entsprechenden
zeug- bzw. Aufbauhersteller. Produkte anfordern und beachten
• Altöl in einem ausreichend großen Behälter auf-
HINWEIS fangen
Bei Fragen zum Inhalt dieses Technischen Handbu- • Altöl, verschmutzte Filter, Schmierstoffe sowie
ches bitte direkt an unsere Abteilung „Vertrieb und Reinigungsmittel nach den Vorschriften der
Applikation” wenden. Umweltschutzverordnungen entsorgen
• Beim Umgang mit Schmierstoffen und Reinigungs-
mitteln jeweils die Vorschriften des Herstellers
beachten

4182 765 002 - 2005-10 3


4182 765 002 - 2005-10 4
ZF-Ecomat 4 Kapitelübersicht

1 Systemlösung Ecomat 4

2 Getriebebeschreibung und Technische Daten


Übersetzungen, Drehmomente, Gewichte, Massenträgheitsmomente

3 Anordnung Ecomat 4 im Fahrzeug

4 Einbauanordnung und Aufhängung

5 Richtlinien zum Gelenkwellenanbau

6 Motoranschluss

7 Wandler, Torsionsdämpfer

8 Retarder

9 Kühlung
Auslegung, Temperaturmessung, Getriebebefüllung,
Ölablass, Zusatzkühlung, Grenzwerte für Öltemperatur

10 Getriebespezifikation
Einbaulage, Wärmetauscher-Anordnung, Ölwanne,
Öleinfüllung, koax Abtrieb, Impulsgeber, Winkeltrieb, Abtriebsflansch

11 Hydraulikpläne

12 Peripherie
Tastenschalter, Temperaturgeber, Temperatur-Anzeige,
Kickdown-Schalter, Druckschalter, Wechsel-Relais

13 Neutral bei Stillstand (NBS)

14 Temperaturüberwachung

15 Elektronische Schaltautomatik EST 146/147


Beschreibung, Stromlaufplan, Anschlussplan, Hilfssteuerung

16 Diagnose

17 Verkabelung

18 ZF-Dokumentation

19 Berechnungen und Umrechnungstabellen

20 Ölsorten, Ölfilter

4182 765 002a - 2007-04 5


ZF-Ecomat 4 Inhaltsverzeichnis

1 Systemlösung Ecomat 4 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1-1

2 Getriebebeschreibung und Technische Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-1


2.1 Kurzbeschreibung Getriebe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-1
2.2 Getriebeaufbau und Anbauteile . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-3
2.3 Getriebeübersetzung und Kraftflussschema . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-5
2.4 Drehmomentzuordnung - Fahrzeuggewicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-7
2.4.1 Drehmomentzuordnung - Fahrzeuggewicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-8-1
2.5 Torsionsschwingungen im Antriebsstrang, Massenträgheitsmomente,
Schwingungsersatzmodell . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-9
2.6 Gewichte und Massenträgheitsmomente . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-13
2.6.1 Abtrieb koaxial, mit Wärmetauscher J01 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-13
2.7 Schaltelemente - Kombinationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2-14

3 Anordnung Ecomat 4 im Fahrzeug . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3-1

4 Einbauanordnung und Aufhängung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-1


4.1 Getriebe am Motor angeflanscht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-1
4.2 Getriebe vom Motor getrennt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-2-1

5 Richtlinien zum Gelenkwellenanbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-1


5.1 Zulässige Drehungleichförmigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-1
5.2 Schwingungsmessungen Drehmomentschwingungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-2
5.2.1 Drehmomentschwingungen Turbinenwelle (Grenzwerte) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-2
5.3 Schwingungsmessungen Drehbeschleunigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-3
5.3.1 Drehbeschleunigung (Grenzwerte) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-3
5.4 Zulässiger resultierender Beugewinkel pro Gelenk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-4
5.5 Zulässiger Ersatzbeugewinkel aller Gelenke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-5
5.6 Einfachanordnungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-6
5.7 Mehrfachanordnungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-6
5.8 Maximal zulässige Gelenkwellenlänge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5-7

6 Motoranschluss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-1
6.1 Allgemein . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-1
6.2 Motoranschluss: Wichtige Hinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-2
Montagefolge nach Variante 1 (mit Schwungrad) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-3
Motoranschluss nach Variante 1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-4
Montagefolge nach Variante 2 (ohne Schwungrad) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-5
Motoranschluss nach Variante 2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-6
6.3 ZF-Lieferumfang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-7
6.4 Motoranschluss-Untersuchung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-7
6.5 Übersicht Wandler-Kreislaufdeckel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6-8

7 Wandler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-1
7.1 Drehmomentwandler: Beschreibung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-1
7.2 Wirkungsweise des Wandlers . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-1
7.3 Torsionsdämpfer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-3
7.3.1 Merkmale . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-3
7.3.2 Technische Daten Ecomat 4 mit Wandler W390 und Torsionsdämpfer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-4
7.4 Zusammenarbeit Drehmomentwandler -Motor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-5
7.4.1 Zusammenarbeit Drehmomentwandler -Motor (mit Wandlerbezeichnung bis 2001) . . . . . . . . . . . 7-6-1
7.5 Wandlerdiagramm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-7
7.6 Wandler-Grundkurven . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7-9

4182 765 002 - 2007-03 6


ZF-Ecomat 4 Inhaltsverzeichnis

8 Retarder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8-1
8.1 Funktion und Aufbau des Retarders . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8-1
8.2 Wirkungsweise des Retarders . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8-2
8.3 Retarderansteuerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8-2-1
8.4 Retarder und Motorbremse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8-3
8.4.1 Retarder und Motorbremse HP 554 C . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8-4-1
8.5 Retarderansteuerungsvarianten „Fuß“ und „Hand” . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8-5
8.5.1 Zulässige Varianten „Fußanforderung“ ohne „Handanforderung“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8-6
8.5.2 Zulässige Varianten „Handanforderung“ ohne „Fußanforderung“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8-7
[Link] Analoge Retarder-Trittplatte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8-8-1
8.5.3 Zulässige Retarderansteuerungsvarianten „Fuß“ und „Hand“ kombiniert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8-9
[Link] Retarderanforderung über TSC1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8-10-1
8.6 Berechnung Rotormoment . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8-10-5

9 Kühlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-1
9.1 Auslegung des Kühlsystems . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-1
9.1.1 Kühlung mit Retarder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-1
[Link] Kühlerdiagramm für Schalenbaukühler SBK 279 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-2
9.1.2 Kühlung ohne Retarder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-2
[Link] Fördermenge der Primärpumpe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-2
9.2 Anordnung Wärmetauscher . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-3
9.3 Wärmetauscher am Getriebe angebaut . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-3
9.4 Wärmetauscher getrennt vom Getriebe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-3
9.4.1 Ölanschlüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-3
9.4.2 Einbauhinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-3
9.5 Kühlwasserführung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-4
9.6 Lastenheft Getriebewärmetauscher . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-7
9.7 Anforderungen an Kühlwasser und Gefrierschutzmittel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-7
9.7.1 Allgemeines . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-7
9.7.2 Frischwasser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-7
9.7.3 Gefrierschutzmittel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-7
9.7.4 Kühlerflüssigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-7
9.8 Ölstandskontrolle / Getriebe-Befüllung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-8
9.8.1 Ölstandskontrolle allgemein . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-8
9.8.2 Ölstandskontrolle / Getriebe-Befüllung bei Standardausführung
(mit angebautem Wärmetauscher) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-8
9.8.3 Ölstandskontrolle / Getriebe-Befüllung bei Ausführung
mit getrennt angebautem Wärmetauscher (außer Zusatzkühlung) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-9
9.8.4 Ölstandskontrolle / Getriebe-Befüllung bei Ausführung mit Zusatzkühlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-9
9.8.5 Möglichkeit zum Aufheizen des Getriebeöls . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-10
9.9 Ölwechsel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-11
9.9.1 Ölablass am ZF-Winkeltrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-11
9.9.2 Ölbefüllung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-11
9.10 Getriebeölsumpfkühlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-12
9.10.1 Systembild Getriebeölsumpfkühlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-12
9.10.2 Anforderungsspezifikation Zusatzkühlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-13
9.10.3 Wärmetauscher für Zusatzkühlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-14
9.10.4 Schlauchspezifikation Material Aeroquip FC510 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-14
9.10.5 Wärmetauscherdimensionierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-14-1
9.10.6 Anschlussmöglichkeit für Zusatzkühlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-14-2
9.11 Temperaturmessungen im Bus (mit und ohne Zusatzkühlung) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-15
9.11.1 Messbedingungen / Retarder-Testzyklus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-15
9.11.2 Messung Retarder-Zyklus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-15
9.11.3 Berechnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-15
9.11.4 Erklärung: Wassertemperatur Retarderzyklus (ungünstigster Fall) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-16
9.11.5 Temperatur-Messstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-16
9.11.6 Druckverlustmessung bei Zusatzkühlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-16

4182 765 002c - 2008-12 7


ZF-Ecomat 4 Inhaltsverzeichnis

9.12 Freigabekriterien zu Temperaturmessungen für Getriebe ohne Zusatzkühlung


(max. Umgebungstemperatur = 40 °C) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-18
9.12.1 Nach Schmierstoffliste TE-ML 14 E . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-18
9.12.2 Nach Schmierstoffliste TE-ML 14 A / B / C . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-18
9.13 Freigabekriterien zu Temperaturmessungen für Getriebe mit Zusatzkühlung
(max. Umgebungstemperatur = 40 °C) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-19
9.13.1 Nach Schmierstoffliste TE-ML 14 E . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-19
9.13.2 Nach Schmierstoffliste TE-ML 14 A / B / C . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-19
9.14 Grenzwerte für Öltemperatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-20
9.14.1 Getriebeöltemperatur vor Wärmetauscher . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-20
9.14.2 Öltemperatur im Getriebeölsumpf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9-20

10 Getriebespezifikation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-1
10.1.1 Getriebeausführung ohne Zusatzkühlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-1
10.1.2 Getriebeausführung, Zusatzkühlung vorbereitet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-2
10.1.3 Getriebeausführung, Zusatzkühlung vorbereitet NEOMAN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-2-1
10.2 Einbaulage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-3
10.2.1 Einbaulage angeflanscht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-3
10.2.2 Einbaulage getrennt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-4-1
10.3 Wärmetauscheranordnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-5
10.3.1 Abtrieb koaxial, Wärmetauscher hinten, Speicher liegend links . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-5
10.3.2 Abtrieb koaxial, Wärmetauscher hinten, Speicher hinten quer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-6
10.3.3 Abtrieb koaxial oder Winkeltrieb 80° RHD (mit Achsversatz),
Wärmetauscher stehend links, Speicher liegend links . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-7
10.3.4 Winkeltrieb 80° LHD (ohne Achsversatz), Wärmetauscher liegend links,
Speicher liegend links . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-8
10.3.5 Abtrieb koaxial, Wärmetauscher stehend rechts, Speicher liegend links . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-9
10.3.6 Abtrieb koaxial, Wärmetauscher stehend rechts, Speicher hinten quer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-10
10.3.7 Abtrieb koaxial, Wärmetauscher getrennt vom Getriebe, Speicher direkt angebaut . . . . . . . . . . . . 10-11
[Link] Kühleranschlussstück mit Gewindeanschluss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-12
10.4 Ölwanne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-13
10.4.1 Ölwanne tief . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-13
10.4.2 Ölwanne tief; Anschluss links und rechts vorbereitet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-14
10.4.3 Ölwanne flach . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-15
10.4.4 Ölwanne flach; Anschluss links und rechts vorbereitet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-16
10.4.5 Ölwanne tief, Anschluss links und rechts vorbereitet, mit Zollgewinde,
(Verschlussschraube mit Magnet) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-16-1
10.4.6 Ölwanne Sonderfall . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-16-2
10.5 Öleinfüllung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-17
10.5.1 Öleinfüllung <K 01> . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-17
10.5.2 Öleinfüllung <K 02>, <K 05> . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-18
10.5.3 Öleinfüllung <K03>, <K 06> . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-19
10.5.4 Öleinfüllung <K 09> . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-20
10.5.5 Bestimmung der Ölstandsmarken am Ölmessstab bei Öleinfüllung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-20-1
10.5.6 Getriebe mit seitlicher Öleinfüllung Ölstandsmarken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-20-2
10.5.7 Öleinfüllung mit seitlicher Schlauchentlüftung (USA-Anwendung, NEOMAN Gasbus) . . . . . . . . . . 10-20-6

10.6 Abtrieb . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-21


10.6.1 Abtrieb koaxial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-21
10.6.2 Winkeltriebe 80° . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-22
10.6.3 Abtriebsflansch Winkeltrieb 80° LHD . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-23
10.6.4 Abtriebsflansch Ecomat; koaxial und Winkeltrieb 80° RHD mit Achsversatz . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-25

4182 765 002b - 2007-04 8


ZF-Ecomat 4 Inhaltsverzeichnis

11 Hydraulikplan . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11-1
11.1 Hydraulische Schaltsteuerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11-1
11.2 Hydraulikbeschreibung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11-2
11.3 Hydraulikschema . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11-3

12 Peripherie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12-1
12.1 Fahrschalter (Tastenschalter) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12-1
12.2 CAN-Tastenschalter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12-4
Dokumentationsübersicht CAN-Tastenschalter für Ecomat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12-6-1
12.3 Zusätzlicher Temperaturgeber A6 für Temperaturanzeige . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12-7
12.4 Temperaturanzeige A5 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12-8
12.5 Kickdown-Schalter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12-9
12.5.1 Kickdown-Schalter S1 (Schließer - hohe Haltekraft) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12-9
12.5.2 Kickdown-Schalter S1 (Schließer - niedrige Haltekraft) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12-10-1
12.6 Druckschalter S7 - NBS - . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12-11
12.7 Wechsel-Relais, z.B. Fahrschalter-Relais . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12-12
12.8 Programmumschalter S5 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12-12-1

13 Neutral bei Stillstand (NBS) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13-1


13.1 Beschreibung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13-1
13.2 Anschlussplan (elektrisch) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13-2
13.3 NBS-Anzeige . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13-3
13.3.1 NBS-Aktiv-Anzeige über digitales Signal . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13-3
13.3.2 NBS-Aktiv-Anzeige über CAN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13-3
13.4 NBS direkt über F1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13-4-1

14 Temperaturüberwachung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14-1
14.1 Temperaturinfo über CAN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14-1
14.2 Temperaturinfo über Temperaturgeber A6 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14-1
14.3 Temperaturinfo über DM1-Hinweis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14-1
14.4 Temperaturwarnungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14-1
14.5 Zusätzlicher Temperaturgeber A6 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14-2
14.6 Widerstandskennlinie zu Temperaturgeber A6 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14-3
14.7 Temperaturanzeigegerät A5 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14-4

15 Elektronische Schaltautomatik EST146/147 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15-1


15.1 Funktionsbeschreibung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15-1
15.2 Standardfunktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15-1
15.3 Zusatzfunktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15-2
15.4 Einbauvorschrift . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15-2
15.5 Technische Daten der EST 146/147 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15-3
15.6 Einbauzeichnungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15-5
15.6.1 Einbauzeichnung EST 146 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15-5
15.6.2 Einbauzeichnung EST 147 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15-6
15.7 Stromlaufpläne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15-7
15.7.1 Stromlaufplan EST 146/147 mit CAN und digitalem Tastenschalter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15-7
15.7.2 Stromlaufplan EST 146/147 mit CAN und CAN-Tastenschalter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15-8
15.8 Polbilder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15-9
15.9 Anschlusspläne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15-10
15.9.1 Anschlussplan EST 146/147 mit CAN und digitalem Tastenschalter, Blatt 1-4 . . . . . . . . . . . . . . . 15-10
15.9.2 Anschlussplan EST 146/147 mit CAN und CAN-Tastenschalter, Blatt 1-4 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15-14
15.10 Funktionsbeschreibung EST 146/147 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15-19

4182 765 002 - 2005-10 9


ZF-Ecomat 4 Inhaltsverzeichnis

15.11 Hilfssteuerung HST 46 für Ausführung EST 146 und EST 147 ohne CAN-Tastenschalter . . . . . . . . . 15-26
15.11.1 Bedienungsanleitung für HST 46 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15-26
15.11.2 Technische Daten der HST 46 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15-26
15.11.3 Einbaumaße der HST 46 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15-27
15.12 Blockschaltbild EST 146 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15-28
15.13 Blockschaltbild EST 147 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15-29

16 ZF-Diagnose . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16-1
16.1 ZF-Diagnoseprotokolle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16-1
16.2 ZF-Diagnosegeräte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16-1
16.2.1 ZF-Testman pro . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16-1
16.2.2 Blinkcode-Ausgabe EST 146/147 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16-4
Verbindungskabel SAE J 1587 + ISO 9141 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16-5

17 Verkabelung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17-1
17.1 Verkabelung komplett - Standard . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17-1
17.2 Verkabelung komplett - mit Trennstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17-1
17.3 Kabelverbindung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17-1
17.4 Verlegevorschriften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17-2

18 ZF-Dokumentation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18-1
18.1 ZF-Dokumentation mit CAN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18-1
18.1.1 Komponenten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18-1
18.2 Identifikation und Zuordnung zum Motor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18-2
18.2.1 Typenschild Getriebe: Beschreibung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18-2
18.2.2 Typenschild Getriebe: Positionen A, C, D . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18-2
18.2.3 Typenschild Elektronische - Schaltautomatik EST 146/147 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18-3
18.3 Umhängeschild „Ölstandskontrolle” . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18-4
18.3.1 Getriebe ohne Ölfüllung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18-4
18.3.2 Getriebe werkseitig mit Öl befüllt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18-5
18.3.3 Getriebe mit getrennt angebautem Wärmetauscher (einschließlich Zusatzkühlung) . . . . . . . . . . . 18-6

19 Berechnungen und Umrechnungstabellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19-1


19.1 Auslegung Antriebsstrang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19-1
19.2 Formelsammlung Retarder - Wärmetauscher . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19-2
19.3 Umrechnungstabellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19-3
19.3.1 Längeneinheiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19-3
19.3.2 Flächeneinheiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19-3
19.3.3 Volumeneinheiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19-4
19.3.4 Energieeinheiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19-4
19.3.5 Masseeinheiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19-5
19.3.6 Krafteinheiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19-6
19.3.7 Leistungseinheiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19-7
19.3.8 Umrechnung von Temperaturen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19-7
19.3.9 Umrechnungsfaktoren Massenträgheitsmoment . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19-8
19.4 Drehmoment . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19-8
19.5 Verzeichnis der dynamischen Reifenradien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19-8

20 Ölsorten, Ölfilter und Ölablassstopfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20-1


20.1 Schmierstoffliste TE-ML 14 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20-1
20.2 Reinheit des Öls . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20-1
20.3 Ölfilter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20-1
20.4 Ölablassstopfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20-1

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ZF-Ecomat 4 Systemlösung

1 Systemlösung Ecomat 4

8 Bremse
Gaspedal
1 2
3D
NR
16 Motor
Anzeigen
13 12 2 ....
17 ....
CAN-Bus
20
11
6
7
10

1
4 9
21

14
15 18
5
19

023778

Zeichnungserklärung

1 Getriebeelektrik-Stecker 11 Gaspedal
2 EST 146- / EST 147-Stecker 12 Retarderschalter AUS - EIN
3 Retarder-Stecker 13 Bordnetz
4 Speicher-Stecker 14 Druckschalter für NBS
5 Temperaturgeber-Stecker 15 Druckschalter Gangfreigabe
6 Kick-Down-Schalter 16 Elektronische Schaltautomatik
7 Anschlussstecker ZF-Diagnose EST 146/147
8 Fahrschalter (Tastenschalter) 17 Retarder-Handhebel, elektrisch
9 Ölmessstab (Kontrolle Ölstand, Ölzustand) 18 Impulsgeber Tachometer
10 Trittplattenbremsventil zur Betätigung der 19 Kühlwasser-Anschlüsse
Betriebsbremse und stufenlosen Retarder- 20 CAN-Anschluss
betätigung 21 vom Luftvorrat Nebenverbraucher

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ZF-Ecomat 4 Systemlösung

Systemlösung Ecomat 4 Die Motorlastinformation wird von der Motorelek-


tronik an die EST 146/147 mittels CAN übertragen.
Die Systembilder zeigen mögliche Systemlösungen Über ein Proportionalmagnetventil in der hydrauli-
Ecomat 4 mit allen erforderlichen Einzel- schen Schaltsteuerung werden die Drücke zum Betä-
komponenten. tigen der Kupplungselemente entsprechend der
Motorlast moduliert.
Über die Bordnetz-Schnittstelle (13) wird die elektri-
sche Verdrahtung vom System Ecomat 4 zur elektro-
nischen Schaltautomatik und bei CAN-Bus-Anwen- Neuheiten Ecomat 4
dung zum CAN-Bus des Fahrzeuges geführt.
Standard:
Die elektronische Schaltautomatik EST 146/147 (16) - erweiterte Funktionalität der Elektronik-
dient zur Steuerung und Funktionsüberwachung des Software
Getriebes. In der Schaltautomatik werden Eingangs- - verbesserter Schaltkomfort
größen vom Fahrzeug und Getriebe, die über CAN - erhöhte Bremsmomente
oder digitale Signale gesendet werden, erfasst und
zu Signalen für die Ansteuerung der Getriebe- Optional:
hydraulik verarbeitet. - Wandler W390 mit Torsionsdämpfer
- höhere zulässige Motordrehmomente
Der Fahrer kann aktiv in die Ecomat-Steuerung ein- (in Verbindung mit W390 und Torsionsdämpfer)
greifen mittels: - Getriebeausführung vorbereitet für
- Fahrschalter (Tastenschalter) (8) Zusatzkühlung
- Kickdown (6)
- Gaspedal (11)
- Bremspedal (10)
- Schalter zur Retarderbetätigung (12/17)

Über den Fahrschalter (8) kann der Fahrbereich vor-


gewählt werden. Die jeweils gedrückte Taste leuch-
tet auf (Dauerlicht).

Mit Hilfe des Kickdown-Schalters (6) können die


Schaltpunkte in Richtung höhere Drehzahl verlagert
werden, das heißt längeres Ausfahren der Gänge
bzw. frühere Rückschaltungen.

Aktivierung des Retarders:


siehe Fahrzeug-Bedienungsanleitung.

Zur Überwachung der Öltemperatur sind Tempera-


turgeber eingebaut. Die Informationen werden über
CAN-Bus, digitalen Ausgang der EST 146/147 oder
eine direkte Verkabelung übertragen und mittels Dis-
play, Analoganzeige oder Warnlampe angezeigt.
Bei Überschreitung bestimmter Temperaturgrenzen
wird das Retardermoment kontinuierlich reduziert.

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ZF-Ecomat 4 Getriebebeschreibung und Technische Daten

2 Getriebebeschreibung und Die Grundgetriebe der Baureihe HP 504 C, HP 594 C


Technische Daten und HP 604 C bestehen aus einem hydrodynami-
schen Drehmomentwandler mit Überbrückungs-
2.1 Kurzbeschreibung Getriebe kupplung, einem integrierten Primär-Retarder,
einem nachgeschalteten, mehrgängigen Planetenge-
Die ZF-Ecomat-Getriebe der Baureihe HP 504 C, triebe, sowie einer hydraulischen Schaltsteuerung.
HP 594 C und HP 604 C sind durch ihre Vielseitig-
keit für viele Anwendungsfälle auf dem Gebiet der Drehmomentwandler
Nutz- und Spezialfahrzeuge geeignet. Zur Auswahl Der nach dem „Trilok-Prinzip“ arbeitende hydrody-
stehen 5- und 6-Gang-Ausführungen, mit denen namische Drehmomentwandler ist eine verschleiß-
sämtliche Anwendungen - vom Stadtbus bis hin zum freie Anfahrvorrichtung, ausgestattet mit einem Leit-
Reisebus - abgedeckt werden können. Zahlreiche radfreilauf und einer Überbrückungskupplung. Der
Zusatzeinrichtungen sind Voraussetzung für eine Wandler ist nur während der Anfahrphase in Betrieb
universelle Anwendbarkeit der Ecomat-Getriebe. Sie und wird anschließend automatisch überbrückt.
tragen den heutigen Forderungen nach mehr Ver- Eine im Wandler integrierte Überbrückungskupp-
kehrssicherheit und Wirtschaftlichkeit voll Rech- lung stellt nach der Anfahrphase eine direkte
nung. mechanische Verbindung zwischen Motor und Pla-
netengetriebe her. Die sonst bei Wandlergetrieben
ZF-Ecomat-Getriebe der Baureihe HP 504 C, üblichen Leistungsverluste werden damit ausge-
HP 594 C und HP 604 C bieten folgende Vorteile: schaltet.

• Verschleiß- und ruckfreies Anfahren auch unter Torsionsdämpfer


schwierigsten Geländebedingungen. Zur Verringerung der Schwingungen im Antriebs-
Kein Kupplungsverschleiß. strang steht optional der Wandler W 390 mit inte-
griertem Torsionsdämpfer zur Verfügung.
• Schonung des Motors und des Antriebsstrangs
durch automatisches Schaltprogramm mit wei- Retarder
chen Schaltübergängen. Das Bremsmoment des Retarders kann mittels Hand-
hebel- und/oder Trittplattenbremsventil stufenlos
• Erhöhung der Verkehrssicherheit durch integrier- geregelt werden. Optional ist eine Unterteilung des
ten hydrodynamischen Retarder. Bremsmomentes auf eine oder mehrere Stufen mög-
Zusätzlich: Reduzierung der Betriebkosten durch lich. Außerdem kann das Bremsmoment auf einen
Schonung der Bremsbeläge. vom Kunden gewünschten Wert limitiert werden.

• Niedriger Kraftstoffverbrauch durch enge Gang-


abstufung bei bis zu 6 Gängen, günstige Schalt-
punktlage und Beschränkung des Wandlerbe-
triebs nur auf den Anfahrbereich.

• Bedienungserleichterung für den Fahrer, Steige-


rung seiner Leistungsfähigkeit und damit der
Verkehrssicherheit.

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ZF-Ecomat 4 Getriebebeschreibung und Technische Daten

Planetengetriebe Hydraulische Schaltsteuerung


Das dem Wandler nachgeschaltete Planetengetriebe Die Getriebe sind mit einer bewährten hydrauli-
ist wahlweise als 5- oder 6-Gang-Getriebe ausge- schen Schaltsteuerung ausgerüstet. Sie erhält ihre
führt. Schaltkommandos von der elektronischen Schalt-
Es handelt sich dabei um ein verknüpftes System automatik EST 146/147. Über ein Proportionalmag-
von einfachen Planetenradsätzen (keine Gruppen- netventil in der hydraulischen Schaltsteuerung wer-
bauweise). den die Drücke zum Schließen der Kupplungs-
Die Gänge im Planetengetriebe werden automatisch elemente entsprechend der Motorlast moduliert.
und ohne Zugkraftunterbrechung geschaltet. Die Über 3-/2-Wege-Ventile werden gangabhängig die
Signale für die Gangschaltungen liefert die elektro- jeweiligen Kupplungs- und Bremsenkombinationen
nische Schaltautomatik EST 146/147. In Abhängig- hydraulisch geschaltet.
keit verschiedener Größen aus Fahrzeug und Getrie-
be schaltet die EST 146/147 die entsprechenden
Lamellenkupplungen bzw. -bremsen über die
hydraulische Schaltsteuerung.

ZF-Automatgetriebe 5 und 6 HP 504 C, 594 C, 604 C

3 4 5 6

1 7

013467 8
9

Zeichnungserklärung 5 Kupplungen (A, B, C)


1 Antrieb 6 Bremsen (D, E, F)
2 Wandler-Überbrückungskupplung (WK) 7 Abtrieb
3 Drehmomentwandler 8 Hydraulische Schaltsteuerung
4 Retarder 9 Ölpumpe

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ZF-Ecomat 4 Getriebebeschreibung und Technische Daten

2.2 Getriebeaufbau und Anbauteile

Basierend auf dem Grundgetriebe und den Anbau-


teilen können folgende Varianten erstellt werden:

• Koaxiale Getriebeausführung mit angebautem


Wärmetauscher
Zum Grundgetriebe werden koaxialer Abtrieb
und abtriebsseitig angebauter Wärmetauscher
montiert. Die Anbaugruppe Wärmetauscher bein-
haltet hier Kühleranschlussstück und Rohrleitun-
gen zum Wärmetauscher.

• Koaxiale Getriebeausführung mit getrenntem


Wärmetauscher
Hier wird das Grundgetriebe mit einem Kühler-
anschlussstück versehen. Für den getrennten
Anbau kann sowohl ein ZF-Wärmetauscher, wie
auch ein Fremdölkühler nach Freigabe durch ZF
verwendet werden.

• Getriebe mit angeflanschten 80°-Winkeltrieben


Am Grundgetriebe können der Winkeltrieb 80°
LHD ohne Achsversatz oder ein Winkeltrieb 80°
RHD mit Achsversatz angebaut werden. Hierfür
stehen Kühleranbauten (siehe Kap. 10) oder ein
Kühleranschlussstück wie für die koaxiale Getrie-
beausführung mit getrenntem Wärmetauscher
zur Verfügung.

• Fremdölkühler
Bei Lieferung des Wärmetauschers durch den
Kunden
- wird von ZF das Kühleranschlussstück für
Fremdölkühler am Grundgetriebe montiert
- muss der Wärmetauscher der Spezifikation
gemäß Kapitel 9 „Kühlung“ entsprechen
- muss die zugehörige Verrohrung vom Kunden
ausgeführt werden und der Spezifikation
gemäß Kapitel 9 „Kühlung“ entsprechen

• Retarder
Alle Getriebeausführungen werden standard-
mäßig mit einem Primär-Retarder ausgeliefert.
Ohne Retarder vermindert sich das Gewicht des
Getriebes um ca. 11 kg.

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ZF-Ecomat 4 Getriebebeschreibung und Technische Daten

2 5

6
7

021765

Zeichnungserklärung
1 Grundgetriebe
2 Retarder
3 Koaxialer Abtrieb
4 Winkeltrieb 80° links, ohne Achsversatz (LHD)
5 Winkeltrieb 80° rechts, mit Achsversatz (RHD)
6 Wärmetauscher, Anbau abtriebsseitig
7 Kühleranschlussstück für Fremdölkühler

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ZF-Ecomat 4 Getriebebeschreibung und Technische Daten

2.3 Getriebeübersetzung und Kraftflussschema

Getriebeübersetzung:
Die Tabelle zeigt die mechanischen Getriebeübersetzungen in den einzelnen Gängen (ohne Wandler).

Gang- Übersetzungen
zahl
1. Gg 2. Gg 3. Gg 4. Gg 5. Gg 6. Gg R. Gg Gesamt

5 3,43 2,01 1,42 1,00 0,83 -- 4,84 4,14

6 3,43 2,01 1,42 1,00 0,83 0,59 4,84 5,82

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ZF-Ecomat 4 Getriebebeschreibung und Technische Daten

Kraftflussschema:
Das Kraftflussschema zeigt, welche Kupplungen und deren Kombinationen in den einzelnen Gängen, ent-
sprechend der Übersetzung, geschaltet werden.

5-Gang-Version: i = 3,43 - 0,83


6-Gang-Version: i = 3,43 - 0,59

Kraftfluss
WK WK B C D E F
B C D E F

Neutral 1. Gang
A
A hydraul.

WK B C D E F

1. Gang
(mechan.) A

3 4 5 6 WK B C D E F

2. Gang
A
2

WK B C D E F

3. Gang
A

1 7
WK B C D E F

4. Gang A

WK B C D E F

013467 5. Gang
8 A

WK B C D E F

6. Gang
A

1 Antrieb 5 Kupplungen (A, B, C)


WK B C D E F
2 Wandler-Überbrük- 6 Bremsen (D, E, F)
kungskupplung (WK) 7 Abtrieb R.-Gang
A
3 Drehmomentwandler 8 Ölpumpe
4 Retarder
016362

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ZF-Ecomat 4 Getriebebeschreibung und Technische Daten

2.4 Drehmomentzuordnung - Fahrzeuggewicht

Gang- Max. zulässige Ein- Reisebus Stadtbus


Getriebe Übersetzung
zahl gangsdrehzahl (min-1) 26 t 13 t 19 t bis 28 t
HP 504 C 5 3,43 - 0,83 2800
bei i = 0,59
6 3,43 - 0,59 2800 nmax = 2000

Max. zulässiges
1100 Nm2) 850 Nm1) 1100 Nm 1100 Nm 2)
Motormoment ISO 1585
HP 594 C 5 3,43 - 0,83 2800
bei i = 0,59
6 3,43 - 0,59 2800 nmax = 2000

Max. zulässiges
1250 Nm3) -- 1250 Nm3) 1250 Nm3)
Motormoment ISO 1585
HP 604 C 5 3,43 - 0,83 2650
bei i = 0,59
6 3,43 - 0,59 2650 nmax = 2000

Max. zulässiges
1750 Nm 4) -- 1750 Nm 5) 1750 Nm 5)
Motormoment ISO 1585

1) max. Moment im 1. Gang: 725 Nm; im R- Gang: 625 Nm; Anwendung in Verbindung mit Sonderbestückung
2) max. Moment im 1. Gang: 1050 Nm
3) max. Moment im R- Gang: 1050 Nm
4) max. Moment im 1. Gang und 2. Gang: 1600 Nm; im R- Gang: 1400 Nm
5) max. Moment im 1. Gang: 1250 Nm; im 2. Gang: 1600 Nm; im R- Gang: 1400 Nm

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ZF-Ecomat 4 Getriebebeschreibung und Technische Daten

2.4.1 Drehmomentzuordnung - Fahrzeuggewicht

Gang- Max. zulässige Ein- Reisebus Stadtbus


Getriebe Übersetzung
zahl gangsdrehzahl (min-1) 26 t 13 t 19 t bis 28 t
HP 554 C 5 3,43 - 0,83 2800
bei i = 0,59
6 3,43 - 0,59 2800 nmax = 2000

Max. zulässiges
1250 Nm1) -- 1250 Nm1) 1250 Nm1)
Motormoment ISO 1585

1) max. Moment im 1. Gang: 1050 Nm

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ZF-Ecomat 4 Getriebebeschreibung und Technische Daten

2.5 Torsionsschwingungen im Antriebsstrang,


Massenträgheitsmomente, Schwingungs-
ersatzmodell

VORSICHT
Für Torsionsschwingungen ist in der Regel nicht
ein einzelnes Bauteil verantwortlich. Die Eigenfre-
quenzen werden bestimmt von der Verteilung der
Massenträgheitsmomente und den Torsionssteifig-
keiten des gesamten Antriebsstranges.
Vom Fahrzeughersteller ist sicherzustellen, dass
vom gesamten Antriebsstrang keine unzulässig
hohen Belastungen durch Schwingungen auf das
Getriebe einwirken.
Grenzwert für die Amplitude der Winkelbeschleu-
nigung am Abtriebsflansch: εmax = ± 2000 rad/sec2

Für rechnerische Untersuchungen der Torsions-


schwingungen wird das Getriebe durch drei Dreh-
massen abgebildet, die durch (masselose) Torsionsfe-
dern verbunden sind:

• Masse 1: Wandler ohne Motorschwungrad


und Anschlussteile

• Masse 2: Kupplungsträger
A, B, C bei i = 3,43 - 0,83 (0,59)

• Masse 3: Schaltgetriebe incl. Abtriebsflansch

• Steifigkeit 1: Turbinenwelle

• Steifigkeit 2: Antriebs- bzw. Hohlwelle.

Die Massenträgheitsmomente der Wellen werden je


zur Hälfte den benachbarten Massen zugeschlagen.

Die entsprechenden Daten (Massenträgheitsmomen-


te und Torsionssteifigkeiten) für die einzelnen
Getriebevarianten sind in den folgenden Tabellen
zusammengestellt.

4182 765 001 - 2005-10 2-9


ZF-Ecomat 4 Getriebebeschreibung und Technische Daten

Massenträgheitsmomente - Schwingungsersatzmodell für i = 3,43 - 0,83 (0,59)

5/6 HP 504 C / 594 C - W360 TPC... 6 HP 604 C - W390 TPC...

WK
B C D E F C1 C2
J1 J2 J3 ohne TD

C1 J1 C2 J2 J3

A CTD C1 C2
mit TD

J1 prim J1 sek J2 J3

1 2 3 016364

Massenträgheitsmoment J1 J1 C1 J2 C2 J3
Wandler
incl. Ölfüllung [kgm2] [Nm/rad] [kgm2] [Nm/rad] [kgm2]

1. Gang 5/6 HP 504 C / 594 C W360 TPC... 1,70 26000 0,78 39760 0,23
i = 3,43 5/6 HP 604 C W390 TPC... 2,15 39000 0,78 100300 0,24

2. Gang 5/6 HP 504 C / 594 C W360 TPC... 1,70 26000 0,78 58350 0,10
i = 2,01 5/6 HP 604 C W390 TPC... 2,15 39000 0,78 136700 0,10

3. Gang 5/6 HP 504 C / 594 C W360 TPC... 1,70 26000 0,78 70760 0,14

WK zu
i = 1,42 5/6 HP 604 C W390 TPC... 2,15 39000 0,78 151200 0,15

4. Gang 5/6 HP 504 C / 594 C W360 TPC... 1,70 26000 0,82 108500 0,50
i = 1,00 5/6 HP 604 C W390 TPC... 2,15 39000 0,82 985000 0,53

5. Gang 5/6 HP 504 C / 594 C W360 TPC... 1,70 26000 0,79 105700 0,46
i = 0,83 5/6 HP 604 C W390 TPC... 2,15 39000 0,79 814100 0,46

6. Gang 5/6 HP 504 C / 594 C W360 TPC... 1,70 26000 0,79 105700 0,46
i = 0,59 5/6 HP 604 C W390 TPC... 2,15 39000 0,79 814100 0,46

Neutralstellung (Kupplungen A, B, C und WK geöffnet) 5/6 HP 504 C / 594 C: J1.1 = 1,38 kgm2 , J1.2 = 1,00 kgm2
5/6 HP 604 C: J1.1 = 1,70 kgm2 , J1.2 = 1,07 kgm2 ohne TD
J1.2 = 1,12 kgm2 mit TD
Wandler mit Torsionsdämpfer 6 HP 604 C, W390 TD (WK zu): WK offen
Die Masse J1 wird ersetzt durch J1prim und J1sek sowie die Steifigkeit des Torsionsdämpfers CTD:
J1prim = 1,92 kgm² , J1sek = 0,28 kgm²
CTD = 224,4 Nm/° , TReib = 50+/-20 Nm

Bemerkungen:
• Zahlenwerte sind auf Pumpen- bzw. Turbinendrehzahl des Wandlers bezogen
• Wandler-Überbrückungskupplung (WK) geschlossen
• Motoranschlussteile müssen der 1. Drehmasse zugeschlagen werden
• Anschlussteile nach Antriebsflansch müssen der 3. Drehmasse zugeschlagen werden
• Massenträgheitsmoment für Neutralschaltung gilt für folgende Bedingungen:
- Alle Kupplungen A, B, C und WK auf der Antriebsseite geöffnet
- Primärmasse J1.1 des Wandlers (Kreislaufdeckel, Pumpenrad, WK) ist hydrodynamisch über Wandleröl mit Sekundär-
masse J1.2 (Turbinenrad, Kupplungsträger A, B, C) gekoppelt, wird jedoch schwingungstechnisch als entkoppelt
betrachtet
- Die Steifigkeit der Turbinenwelle und ggf. des TD müssen dabei nicht berücksichtigt werden
• Beim Wandler mit Torsionsdämpfer wird bei geschlossener WK das Öl und das Leitrad je zur Hälfte der Primär- und
der Sekundärmasse zugeschlagen

4182 765 001 - 2005-10 2-10


ZF-Ecomat 4 Getriebebeschreibung und Technische Daten

Massenträgheitsmomente - Schwingungsersatzmodell für i = 3,43 - 0,83 (0,59)


C1 C2
5/6 HP 504 C / 594 C - W 360 TPC... / W 390 TPC... ohne TD
incl. Winkeltrieb 80° RHD (i = 0,98) mit Achsversatz rechts
J1 J2 J1 J3 J2 J3
C 1 CTD C 2 C1 C2
mit TD
WK
B C D E F
J1 prim J1 sek J2 J3
Abtrieb RHD

1 2 3 021766

Massenträgheitsmoment J1 J1 C1 J2 C2 J3
Wandler
incl. Ölfüllung [kgm2] [Nm/rad] [kgm2] [Nm/rad] [kgm2]

1. Gang 5/6 HP 504 C / 594 C W360 TPC... 1,70 26000 0,78 39760 0,26
i = 3,43 5/6 HP 604 C W390 TPC... 2,15 39000 0,78 100300 0,26

2. Gang 5/6 HP 504 C / 594 C W360 TPC... 1,70 26000 0,78 58350 0,18
i = 2,01 5/6 HP 604 C W390 TPC... 2,15 39000 0,78 136700 0,18

3. Gang 5/6 HP 504 C / 594 C W360 TPC... 1,70 26000 0,78 70760 0,29

WK zu
i = 1,42 5/6 HP 604 C W390 TPC... 2,15 39000 0,78 151200 0,29

4. Gang 5/6 HP 504 C / 594 C W360 TPC... 1,70 26000 0,82 108500 0,77
i = 1,00 5/6 HP 604 C W390 TPC... 2,15 39000 0,82 985000 0,77

5. Gang 5/6 HP 504 C / 594 C W360 TPC... 1,70 26000 0,79 105700 0,88
i = 0,83 5/6 HP 604 C W390 TPC... 2,15 39000 0,79 814100 0,88

6. Gang 5/6 HP 504 C / 594 C W360 TPC... 1,70 26000 0,79 105700 0,88
i = 0,59 5/6 HP 604 C W390 TPC... 2,15 39000 0,79 814100 0,88

Neutralstellung (Kupplungen A, B, C und WK geöffnet) 5/6 HP 504 C / 594 C: J1.1 = 1,38 kgm2 , J1.2 = 1,00 kgm2
5/6 HP 604 C: J1.1 = 1,70 kgm2 , J1.2 = 1,07 kgm2 ohne TD
J1.2 = 1,12 kgm2 mit TD WK offen
Wandler mit Torsionsdämpfer 6 HP 604 C, W390 TD (WK zu):
Die Masse J1 wird ersetzt durch J1prim und J1sek sowie die Steifigkeit des Torsionsdämpfers CTD:
J1prim = 1,92 kgm² , J1sek = 0,28 kgm²
CTD = 224,4 Nm/° , TReib = 50+/-20 Nm
Bemerkungen:
• Zahlenwerte sind auf Pumpen- bzw. Turbinendrehzahl des Wandlers bezogen
• Wandler-Überbrückungskupplung (WK) geschlossen
• Motoranschlussteile müssen der 1. Drehmasse zugeschlagen werden
• Anschlussteile nach Antriebsflansch müssen der 3. Drehmasse zugeschlagen werden
• Massenträgheitsmoment für Neutralschaltung gilt für folgende Bedingungen:
- Alle Kupplungen A, B, C und WK auf der Antriebsseite geöffnet
- Primärmasse J1.1 des Wandlers (Kreislaufdeckel, Pumpenrad, WK) ist hydrodynamisch über Wandleröl mit Sekundär-
masse J1.2 (Turbinenrad, Kupplungsträger A, B, C) gekoppelt, wird jedoch schwingungstechnisch als entkoppelt
betrachtet
- Die Steifigkeit der Turbinenwelle und ggf. des TD müssen dabei nicht berücksichtigt werden
• Beim Wandler mit Torsionsdämpfer wird bei geschlossener WK das Öl und das Leitrad je zur Hälfte der Primär- und
der Sekundärmasse zugeschlagen

4182 765 001 - 2005-10 2-11


ZF-Ecomat 4 Getriebebeschreibung und Technische Daten

Massenträgheitsmomente - Schwingungsersatzmodell für i = 3,43 - 0,83 (0,59)


5/6 HP 504 C / 594 C - W 360 TPC...
5/6 HP 604 C - W 390 TPC...
incl. Winkeltrieb 80° LHD (i = 0,97) ohne Achsversatz

J1 J2 J3
WK
B C D E F C 1 C 2

C1 C2
A ohne TD

J1 J2 J3
CTD C1 C2
mit TD
Abtrieb LHD
J1 prim J1 sek J2 J3 019213
1 2 3
Massenträgheitsmoment J1 J1 C1 J2 C2 J3
Wandler
incl. Ölfüllung [kgm2] [Nm/rad] [kgm2] [Nm/rad] [kgm2]

1. Gang 5/6 HP 504 C / 594 C W360 TPC... 1,70 26000 0,78 39760 0,25
i = 3,43 5/6 HP 604 C W390 TPC... 2,15 39000 0,78 100300 0,26

2. Gang 5/6 HP 504 C / 594 C W360 TPC... 1,70 26000 0,78 58350 0,14
i = 2,01 5/6 HP 604 C W390 TPC... 2,15 39000 0,78 136700 0,14

3. Gang 5/6 HP 504 C / 594 C W360 TPC... 1,70 26000 0,78 70760 0,20

WK zu
i = 1,42 5/6 HP 604 C W390 TPC... 2,15 39000 0,78 151200 0,21

4. Gang 5/6 HP 504 C / 594 C W360 TPC... 1,70 26000 0,82 108500 0,62
i = 1,00 5/6 HP 604 C W390 TPC... 2,15 39000 0,82 985000 0,65

5. Gang 5/6 HP 504 C / 594 C W360 TPC... 1,70 26000 0,79 105700 0,65
i = 0,83 5/6 HP 604 C W390 TPC... 2,15 39000 0,79 814100 0,65

6. Gang 5/6 HP 504 C / 594 C W360 TPC... 1,70 26000 0,79 105700 0,65
i = 0,59 5/6 HP 604 C W390 TPC... 2,15 39000 0,79 814100 0,65
Neutralstellung (Kupplungen A, B, C und WK geöffnet) 5/6 HP 504 C / 594 C: J1.1 = 1,38 kgm2 , J1.2 = 1,00 kgm2
5/6 HP 604 C: J1.1 = 1,70 kgm2 , J1.2 = 1,07 kgm2 ohne TD
J1.2 = 1,12 kgm2 mit TD
WK offen

Wandler mit Torsionsdämpfer 6 HP 604 C, W390 TD (WK zu):


Die Masse J1 wird ersetzt durch J1prim und J1sek sowie die Steifigkeit des Torsionsdämpfers CTD:
J1prim = 1,92 kgm² , J1sek = 0,28 kgm²
CTD = 224,4 Nm/° , TReib = 50+/-20 Nm
Bemerkungen:
• Zahlenwerte sind auf Pumpen- bzw. Turbinendrehzahl des Wandlers bezogen
• Wandler-Überbrückungskupplung (WK) geschlossen
• Motoranschlussteile müssen der 1. Drehmasse zugeschlagen werden
• Anschlussteile nach Antriebsflansch müssen der 3. Drehmasse zugeschlagen werden
• Massenträgheitsmoment für Neutralschaltung gilt für folgende Bedingungen:
- Alle Kupplungen A, B, C und WK auf der Antriebsseite geöffnet
- Primärmasse J1.1 des Wandlers (Kreislaufdeckel, Pumpenrad, WK) ist hydrodynamisch über Wandleröl mit Sekundär-
masse J1.2 (Turbinenrad, Kupplungsträger A, B, C) gekoppelt, wird jedoch schwingungstechnisch als entkoppelt
betrachtet
- Die Steifigkeit der Turbinenwelle und ggf. des TD müssen dabei nicht berücksichtigt werden
• Beim Wandler mit Torsionsdämpfer wird bei geschlossener WK das Öl und das Leitrad je zur Hälfte der Primär- und
der Sekundärmasse zugeschlagen

4182 765 001 - 2005-10 2-12


ZF-Ecomat 4 Getriebebeschreibung und Technische Daten

2.6 Gewichte und Massenträgheitsmomente

2.6.1 Abtrieb koaxial, mit Wärmetauscher J01

Getriebetyp (mit Retarder) Gesamtmasse Schwerpunktlage Massenträgheitsmoment

J01 (Ölkühler ohne Öl incl. Öl S [mm] incl. Öl JS [kgm2] incl. Öl


hinten angebaut)
m [kg] m [kg] xS yS zS JxS JyS JzS

5/6 HP 504 C 328 356 291 - 56 5 10,50 20,43 21,84

5/6 HP 594 C 330 358 291 - 56 5 10,51 20,44 21,85

5/6 HP 604 C 341 369 299 - 58 4 10,52 20,43 21,85

Der Schwerpunkt S bezieht sich auf die Motoranschlussfläche.


Das Massenträgheitsmoment JS bezieht sich auf die Lage des Schwerpunkts.

y x

021773

z z

4182 765 001 - 2005-10 2-13


ZF-Ecomat 4 Getriebebeschreibung und Technische Daten

2.7 Schaltelemente - Kombinationen

Die Tabelle zeigt, welche Schaltelemente abhängig


vom geschalteten Gang und von der Übersetzung
aktiviert werden.

5-Gang i = 3,43 - 0,83


6-Gang i = 3,43 - 0,59

A B C D E F1 F2
Rückwärts • • •
Neutral

Neutral (NBS) • •*
1. Gang • •
2. Gang • •
3. Gang • •
4. Gang • •
5. Gang • •
6. Gang • •
F1 = äußere Kolbenfläche Bremse F
F2 = innere Kolbenfläche Bremse F
* = Reduzierter Druck

4182 765 001 - 2005-10 2-14


ZF-Ecomat 4 Anordnung Ecomat im Fahrzeug

3 Anordnung Ecomat 4 im Fahrzeug Heckeinbau quer 80°

T-Drive-Anordnung Die weitere optimierte Raumausnutzung führte zu


Quereinbauten des Antriebsblockes in Verbindung
Die konventionelle Anordnung im Bus ist der mittige mit verschiedenen Winkeltriebsausführungen
T-Drive. Das Getriebe ist in Fahrtrichtung eingebaut. (WTR).

80° WTR mit Achsversatz rechts (RHD)

4139 S 2010 015996

Mit Einführung der Portalachse für Niederflurbusse Zusätzlicher Vorteil des 80° WTR mit Achsversatz ist
wurde der Antriebsblock versetzt, z. B. nach links. der um 217,5 mm nach unten versetzte Abtrieb.

80° WTR ohne Achsversatz links (LHD)

4139 S 2011 4139 S 2014

4182 765 001 - 2005-10 3-1


4182 765 002 - 2005-10 3-2
ZF-Ecomat 4 Einbauanordnung und Aufhängung

4 Einbauanordnung und Aufhängung HINWEIS


Bei Fragen zur Einbauanordnung und Aufhängung
Zur Getriebeaufhängung dürfen nur die dafür vorge- bitte direkt an unsere Abteilung „Vertrieb und Appli-
sehenen Anschraubflächen am Getriebegehäuse kation” wenden.
bzw. am Anbauaggregat verwendet werden.
Getriebelagerungen am Fahrzeugrahmen müssen VORSICHT
nach Absprache mit ZF so konstruiert sein, dass Bei in Getriebelängsrichtung versetztem Kraftan-
keine Zusatzkräfte durch Verwindungen des Fahr- griff ist Rücksprache mit unserer Abteilung „Ver-
zeugrahmens auf das Getriebegehäuse übertragen trieb und Applikation” erforderlich.
werden.

Anschlussmaße der Getriebeaufhängung, Getriebe-


gewicht und Schwerpunktlage sind in der jeweiligen 4.1 Getriebe am Motor angeflanscht
Einbauzeichnung angegeben.
Die für die Getriebeaufhängung verwendeten ZF-Vorschlag für die Aufhängung
Schrauben müssen der Qualität 8.8 entsprechen.
Das vorgeschriebene Anzugsmoment beträgt bei den
Aufhängepunkten C + E + D = 225 Nm.
Bei angeflanschtem Winkeltrieb kann zur Stabilisie- C
Motor
rung die Aufhängung bei E verwendet werden. Es ist Ecomat
A
aber darauf zu achten, daß in Nullage vom Gummi- B D
lager E keine Kräfte übertragen werden und die Stei-
figkeit von E geringer ist als von Lagerung A + C
Aufhängung bei A + B oder A + C oder A + C/D
oder A + C/D bzw. A + B.

! GEFAHR
Das Biegemoment der Lagerböcke an der Anflansch-
fläche C bzw. D darf folgenden Grenzwert nicht über-
schreiten: MC ≤ 3500 Nm / MD ≤ 1500 Nm C
A B D

Das Biegemoment wird berechnet aus der Abstütz-


kraft (F) am Gummilager und seitlichem Hebelarm Ecomat mit 80°-Winkeltrieb
(L) des Lagerbockes unter Berücksichtigung gleich- Aufhängung bei A + B oder A + C oder A + C/D
zeitig auftretender Vertikalbeschleunigung und
Drehmomentabstützung des Getriebes oder Trieb-
werkblockes.
E
L L C
A B D
E
021769

Ecomat mit 80°-Winkeltrieb


Aufhängung bei A + B oder A + C oder A + C/D
F F
Zusätzlicher Aufhängepunkt E möglich, wahl-
weise an Gehäuseober- oder -unterseite
4139 S 0028

4182 765 001 - 2005-10 4-1


4182 765 001 - 2005-10 4-2
ZF-Ecomat 4 Einbauanordnung und Aufhängung

4.2 Getriebe vom Motor getrennt

Bei vom Motor getrennter Einbauweise ist eine Tor-


sionsdämpfung (X) erforderlich. Die Gelenkwelle
zwischen Motor und Getriebe muss dabei einen Län-
genausgleich haben.
Die Festlegung des Torsionsdämpfers muss in Zu-
sammenarbeit mit der ZF-Anwendungskonstruktion
erfolgen.

Der Fahrzeughersteller ist verantwortlich für Aus-


legung und Beschaffung des Torsionsdämpfers.

Der Beugewinkel darf max. 8° nicht überschreiten.

Wartungsarme Gelenkwellen mit Kunststoffbe-


schichtung im Profil werden von ZF besonders
empfohlen.

! GEFAHR
Das Biegemoment der Lagerböcke an den Anflansch-
flächen C und D darf folgende Grenzwerte nicht über-
schreiten: MC ≤ 3500 Nm / MD ≤ 1500 Nm

C
Motor
Ecomat
A B
D
4139 S 0072

Aufhängung bei A + B + C + D

4182 765 002 - 2005-10 4-2-1


4182 765 002 - 2005-10 4-2-2
ZF-Ecomat 4 Richtlinien zum Gelenkwellenanbau

5 Richtlinien zum Gelenkwellenanbau Zusammenhang zwischen Δα und Δε:

Durch die Gelenkwelle kann es zu Torsions- und Bie- rad Δα [°] • n2 [1/min2]
Δεzul. ≤ 2000 2
=
geschwingungen im Antriebsstrang kommen. s 1306
Die folgenden Richtwerte sind daher zwingend vom
Fahrzeughersteller einzuhalten.
Ausnahmen von den angegebenen Werten müssen 1.8

Drehwinkel Δα
durch die ZF ausdrücklich genehmigt werden. 1.6 Δα
1.4
1 Umdr.
1.2

5.1 Zulässige Drehungleichförmigkeit 1.0 Grenzkurve für Messungen

0.8
εzul. ≤ 2000 rad
s2
Um das Getriebe vor Schäden im Antriebsstrang zu
0.6
schützen sind folgende Grenzwerte einzuhalten:
0.4

0.2
1. Winkelbeschleunigung
Die zul. Winkelbeschleunigung des Antriebs- S 0014
3000
stranges darf maximal 2000 rad/s2 betragen. 1000 2000
Gelenkwellendrehzahl n (1/min)
2. Drehmomentamplitude
Die zul. Drehmomentamplitude darf +/- 20 %
vom Nennmoment nicht überschreiten.

Die Drehbeschleunigungen im Antriebsstrang kön- In den folgenden Unterkapiteln werden Grenzwer-


nen durch Berechnung oder Messung überprüft te für die zulässigen Beugewinkel gezeigt. Werden
werden. Alternativ kann auch der Drehwinkelfehler diese eingehalten, so ist sichergestellt, dass die
(Δα) herangezogen werden. durch die Gelenkwelle angeregten Schwingungs-
amplituden den obigen Wert nicht überschreiten.

Die Grenzwerte für die Beugewinkel kommen insbe-


Δα sondere dann zur Anwendung, wenn keine Berech-
nungen oder Messungen der Schwingungsamplitu-
0.2
Δα den vorliegen.
+0.1

0
S 0013
-0.1

0.2
1 Umdr.

4182 765 001 - 2005-10 5-1


ZF-Ecomat 4 Richtlinien zum Gelenkwellenanbau

5.2 Schwingungsmessungen - Spezielle Drehzahlmesseinrichtung für Turbi-


Drehmomentschwingungen nendrehzahl
- Schlitzscheibe (> 60 Zähne) für Abtriebsdreh-
Ursache zahl
• Drehungleichförmigkeit Motor • Messgrößen:
• Drehwinkelfehler Gelenkwelle - n_mot, n_tur, n_ab, T_tur, Gang
• Fahrzustand:
Zulässige Werte Ecomat 4 - in allen Gängen bei geschlossener Wandler-
• T_ab_schwing = T_nenn_ab +/- 20% kupplung
• T_tur_schwing = T_nenn_tur +/- 20% - Abbremsen des Fzg. von n_mot_max
• T_ab_schwing_min > 0 (keine Wechsellast) – 800 1/min (Vollast) im festen Gang
• T_tur_schwing_min > 0 (keine Wechsellast) • Auswertung:
• Sonderfall: bei n_mot < 1250 1/min - Zeitschriebe aller Messgrößen + Darstellung
T_tur_schwing_max < 3000 Nm Schwingunsamplitude = f(n_mot)
- Berücksichtigung der n_mot-, n_tur-, n_ab-
Messung notwendig Schwingungen bis zur [Link] (bez. auf
• bei Motoren mit hohen Drehungleichförmig- n_mot); x = Zylinderzahl + 1
keiten und T_mot ≥ 1600Nm -Umrechnung der Drehzahlen auf Drehbe-
• bei zu erwartenden Resonanzstellen im Betriebs- schleunigungen = f(n_mot) + Ordnungs-
bereich (4- und 5-Zyl.-Motoren) analyse
• wenn Drehbeschleunigungsmessung am Abtrieb
unzulässig hohe Werte ergibt Erklärung der Abkürzungen:

T_nenn_ab = Abtriebsmoment bei Motornennmoment ohne


Messung Schwinganteil (WK zu)
T_nenn_tur = Turbinenwellenmoment bei Motornennmoment
• Messgetriebe: ohne Schwinganteil (WK zu)
- DMS-bestückte Turbinenwelle T_ab_schwing = T_nenn_ab + überlagertes Drehschwingungsmo-
ment
T_tur_schwing = T_nenn_tur + überlagertes Drehschwingungsmo-
ment

5.2.1 Drehmomentschwingungen Turbinenwelle (Grenzwerte)

VORSICHT
Keine Wechsellast an der Turbinenwelle zulässig!

max. 3000 Nm zulässige Betriebsbereiche


obere/ untere Schwingungsamplitude

max. 2
Drehmoment

max. 2

Motornennmoment

0
n_min_zul. 1250 1/min Motordrehzahl
026783

4182 765 001 - 2005-10 5-2


ZF-Ecomat 4 Richtlinien zum Gelenkwellenanbau

5.3 Schwingungsmessungen Messung


Drehbeschleunigung • Messgetriebe:
- Abtriebsflansch mit Schlitzscheibe
Ursache (> 60 Zähne) für Abtriebsdrehzahl
• Drehungleichförmigkeit Motor • Messgrößen:
• Drehwinkelfehler Gelenkwelle - n_mot, n_tur, n_ab, Gang
• Fahrzustand:
Zulässige Werte Ecomat 4 - in allen Gängen bei geschlossener Wandler-
• d_EPS_ab = 2000 rad/s2 kupplung
• d_EPS_tur = 2000 rad/s2 - Abbremsen des Fzg. von n_mot_max
– 800 1/min (Vollast) im festen Gang
Messung notwendig • Auswertung:
• bei Abtriebsdrehzahlen/Drehwinkelfehlern - Zeitschriebe aller Messgrößen + Darstellung
ausserhalb der theoretischen Grenzkurve Schwingunsamplitude = f(n_mot)
- Berücksichtigung der n_ab-Schwingungen
bis zur [Link] (bez. auf n_mot);
Erklärung der Abkürzungen: x = Zylinderzahl + 1
d_EPS_ab = Drehbeschleunigung am Abtriebsflansch - Umrechnung der Drehzahlen auf Drehbe-
d_EPS_tur = Drehbeschleunigung an der Turbinenwelle schleunigungen = f(n_mot) + Ordnungs-
analyse

5.3.1 Drehbeschleunigung (Grenzwerte)

max. 2000 rad/s2 zulässiger Betriebsbereich


obere/ untere Schwingungsamplitude
Winkelbeschleunigung

0
n_min_zul. Motordrehzahl

026782

4182 765 001 - 2005-10 5-3


ZF-Ecomat 4 Richtlinien zum Gelenkwellenanbau

5.4 Zulässiger resultierender Beugewinkel pro Bestimmungsbeispiel:


Gelenk
Grundriss-Ebene Aufriss-Ebene
Bei räumlicher Gelenkwellenverlegung muss vorab
der resultierende Winkel βR nach folgender Formel >V =13° >H =9°
bestimmt werden:
021846

tan βR = tan2 βH + tan2 βV


tan βR = 0,162 + 0,232 = 0,28 βR = 15,6°
mit βH -Beugewinkel in horizontaler Ansicht
(Grundriss-Ebene), Nach Diagramm: βR ² 15°

mit βV -Beugewinkel in vertikaler Ansicht


(Aufriss-Ebene). Die Zulässigkeit von βR ist abhängig von Typ, Bau-
größe und Drehzahl der Gelenkwelle.
Dabei ist der Beugewinkel β definiert als der Winkel
zwischen den Drehachsen vor und hinter dem Ge-
lenk in der jeweiligen Ebene. 20°
βR
Beugewinkel βR

18°
16°
14°
12°
Standard-Baureihe
max. 7° bei Nebenabtrieb
β 10°
8° Flansch-Ø 150
007927 6°
Flansch-Ø 165/180/225

Überschlägig kann der Winkel βR auch aus folgen- 0°


500 1000 1500 2000 2500 3000 3500 4000
dem Diagramm ermittelt werden: Gelenkwellendrehzahl n (1/min)007098

25˚

20˚ 30˚

25˚
15˚
13˚ 20˚

10˚ 15˚ >R


10˚

>V


5˚ 9˚ 10˚
>H 15˚ 20˚ 25˚
021847

Resultierender Beugewinkel βR bei räumlicher


Gelenkwellenanordung

4182 765 001 - 2005-10 5-4


ZF-Ecomat 4 Richtlinien zum Gelenkwellenanbau

5.5 Zulässiger Ersatzbeugewinkel aller Gelenke

Der Ersatzbeugewinkel βE wird aus den resultieren-


den Winkeln der Einzelgelenke mit folgender For-
mel bestimmt:

βE = | ± βR12 ± βR22 ± βR32 ± . . . |

Als Vorzeichenregel für die einzelnen Winkel β gilt:

+ wenn das Zapfen- 90°

kreuz senkrecht Antrieb Abtrieb


zur Abtriebsgabel
steht
90°
– wenn das Zapfen-
kreuz senkrecht Antrieb Abtrieb
zur Antriebsgabel 4139 S 0010

steht

Grenzwert: βE < 3°

Anwendungsbeispiele für den Einfluss der Beugewinkelgröße β 1 und β 2 auf den Ersatzbeugewinkel β E

Z-Anordnung W-Anordnung Winkelfehler Ersatzbeugewinkel


Δβ = β1 - β2 βE = | - β12 + β22 |

Beispiel 1 >1 = 12° >1 = 12°


(exakte
Z- bzw. W- >2 = 12° >2 = 12°
0° 0°
Anordung)

Beispiel 2
(kleine >1 = 5° >1 = 5°

Beugewinkel
1° 3°
mit Winkel- >2 = 4° >2 = 4°

fehler)

>1 = 15° >1 = 15°


Beispiel 3 >2 = 14°
(große >2 = 14°
Beugewinkel 1° 5,4°
mit Winkel-
fehler)
021848

Beispiel 3 zeigt, dass bei großen Beugewinkeln bereits ein Winkelfehler von 1° einen unzulässig hohen Ersatzbeugewinkel bewirkt.

4182 765 001 - 2005-10 5-5


ZF-Ecomat 4 Richtlinien zum Gelenkwellenanbau

5.6 Einfachanordnungen 5.7 Mehrfachanordnungen

Durch geeignete Führung der Achsen ist für alle Durch geeignete Wahl der Zapfenkreuzstellung und
Beladungszustände des Fahrzeuges eine exakte Z- Variation der Höhe h des Zwischenlagers (β-Winkel-
Anordnung der Gelenkwelle (β1 = β2) anzustreben. aufteilung) kann bei Mehrfachanordnungen der
Gelenkwellenstrang oft optimiert werden.

β1 Ungünstige Anordnung
β2 Achse
Getriebe
βE = | - β12 + β22 - β32 | = (13,6°)

4139 S 0015
β3=9.5°
h
β2=5° Achse
Blattfederung ergibt günstige Z-Anordnung durch
Getriebe
parallele Achsführung. β3=11°
4139 S 0017
Bedingung β1 = β2 bleibt auch beim Durchfedern in
etwa erhalten.
Optimierte Anordnung
β1 (durch Veränderung der Zapfenkreuzstellung)
Federweg
β
2 beladen
βE = | - β12 - β22 + β32 | = (2,4°)
leer
Achsbewegung 4139 S 0016

β1=9.5°
h
β2=5° Achse
Schwingachse ergibt ungünstige Z-Anordnung
Getriebe
durch Schwenkbewegungen der Achse. β3=11°
4139 S 0017
Bedingung β1 = β2 wird nur in der Mittelstellung
erfüllt. Beim Durchfedern werden die Winkel
ungleich.

β1
β
2 Schwingweg
beladen

-0+ Mittelstellung
Achsbewegung 4139 S 0016

4182 765 001 - 2005-10 5-6


ZF-Ecomat 4 Richtlinien zum Gelenkwellenanbau

5.8 Maximal zulässige Gelenkwellenlänge

HINWEIS
Zur Vermeidung der Anregung von Biegeschwingun-
gen durch die Gelenkwelle ist die maximale Länge
auf 1500 mm zu begrenzen, ggf. muss eine Mehr-
fachanordnung mit Zwischenlager gewählt werden.

Weitere Hinweise

• Auswuchtung: Die Gelenkwelle muss in Qualität


16 nach DIN ISO 1940, Teil 1 dynamisch aus-
gewuchtet sein.

250
4139 S 0018

200
Wuchtkörpermasse [gmm/kg]

150
zul. Restunwucht pro

100
80
Q1
6

60

40

30
300 500 700 900 1500 3000 4000
Gelenkwellendrehzahl n (1/min)

• Zulässige Rundlauf- und Planlauffehler der An-


schlussflansche:

max. Rund- und Plan- Zentrier-


Drehzahl laufabweichung passung
[min-1] [mm]

500 0,10 h8

1500 0,07 h7

3500 0,06 h7

• Schmierung:
Zur Schmierung sind die Vorschriften der
Gelenkwellen-Hersteller zu beachten.
Die Leichtgängigkeit des Schiebestückes unter
Last muss gewährleistet sein.

4182 765 001 - 2005-10 5-7


4182 765 001 - 2005-10 5-8
ZF-Ecomat 4 Motoranschluss

6 Motoranschluss

6.1 Allgemein

Vor Anschluss des Ecomat-Getriebes an den Motor


muss eine Motoranschluss-Untersuchung von
Anwendungskonstruktion und Motorhersteller
gemeinsam durchgeführt werden. Hierbei werden
alle für den Anschluss wichtigen Maße nebst
Toleranzen ermittelt und in einer Motoranschluss-
zeichnung festgehalten. Ein Beispiel und weitere
Informationen hierzu siehe Kapitel 6.4 „Motoran-
schluss-Untersuchung“.

Es gibt zwei verschiedene Anbauvarianten


(siehe auch Seite 6-3 ff):
• Variante 1: Das Schwungrad (2) bleibt als Träger
für den Anlasserzahnkranz (5) bestehen.
Die Membranen (10) werden direkt mit dem
Wandler (7) verbunden.
• Variante 2: Das Schwungrad entfällt.
Ein Zahnkranzträger (8) wird zwischen
Membranen (10) und Wandler (7) montiert.

VORSICHT
Variante 2 (aufgelöste Bauweise) darf nur nach
Rücksprache mit der ZF-Anwendungskonstruktion
erfolgen.

4182 765 001 - 2007-04 6-1


ZF-Ecomat 4 Motoranschluss

6.2 Motoranschluss: Wichtige Hinweise - Die zulässige Abweichung von Maß „C” beträgt
bei Variante 1:
± 0,66 mm
Vor der Montage Motor - Ecomat bitte unbedingt
bei Variante 2:
beachten bzw. überprüfen (siehe auch Seite 6-3 ff):
+ 0,66 mm
• Im Schwungradgehäuse und im Schwungrad – 0,96 mm
muss eine Montageöffnung (4) vorhanden sein Maß „A” wird von ZF auf ± 0,5 mm
• Für die Verbindung Getriebegehäuse (6) - eingestellt
Schwungradgehäuse (3) sind zu verwenden: • Alle Schrauben mit dem vorgegebenen Anzugs-
- Sechskantschrauben (14) nach ISO 4017 mit moment anziehen
hoher Festigkeit (8.8 bzw. 10.9) bzw. • Die Schraubenqualität muss der Motoranschluss-
- Bundschrauben (14) der Qualität 8.8 zeichnung gemäß Kap. 6.4 entsprechen

- Unterlagscheiben (13) nach ISO 7089/7090, • Wandler-Kreislaufdeckel reinigen


HV 200-300 • Der Motoranschluss muss so ausgeführt sein,
Keine Sperrzahnschrauben, Wellscheiben oder dass der Wandler an der Kurbelwelle zentriert
ähnliches für diese Verbindung verwenden. wird

• Bei Anwendungen mit einem max. Motor- • Bei Motoranschlüssen der Variante 2 muss
moment > 1600 Nm müssen bzgl. Klemmscheibe, besonders auf die Markierungen für den Ein-
Schwungrad und Zentrierring folgende geome- spritzpunkt geachtet werden
trischen Größen zwingend eingehalten werden • Bei Ausführung nach Variante 2 wird das Mas-
(Gefahr von Membranschäden!): senträgheitsmoment des Motors aufgrund des
- Radius R 20 fehlenden Schwungrades verändert. Dies kann in
- Rautiefe RZ 16 ungünstigen Fällen zu Resonanzschwingungen
- Klemmscheibe: und letztlich zu Membranbrüchen führen
- Mindestdicke 5 mm • Ein Torsionsdämpfer zwischen Motor und Ge-
- Mindestabstand 5 mm von Kante Bund- triebe ist bei Direktanbau Motor - Getriebe nicht
schraube/Unterlegscheibe/Sechskant- erforderlich
schraube zu R20, siehe Detail „W“
(Seite 6-4 und 6-6)
• Folgende Toleranzen überprüfen:
- max. Durchbiegung der Membranen:
± 1,2 mm (wichtig für die Lebensdauer der
Membranen)
- Membrandicke (D):
4 x 0,5 mm ± 0,04 mm
- Rundlauftoleranz A von Innendurchmesser
Schwungrad bzw. Zentrierring zum Zentrier-
durchmesser am Schwungradgehäuse:
max. 0,3 mm

4182 765 001 - 2007-04 6-2


ZF-Ecomat 4 Motoranschluss

Montagefolge nach Variante 1 Anziehdrehmomente für Schrauben und Muttern,


(mit Schwungrad) Auszug aus ZFN 148:
Diese Norm gilt für Schrauben nach DIN 912,
• Maß „A” ist ab Werk eingestellt, Maß „C” entspre- DIN 931, DIN 933, DIN 960, DIN 961 sowie
chend der Motoranschlusszeichnung überprüfen. ISO 4762, ISO 4014, ISO 4017, ISO 8765, ISO 8676,
Bei Toleranzüberschreitung unbedingt Rückspra- und für Muttern nach DIN 934 sowie ISO 4032,
che mit der ZF- Anwendungskonstruktion halten. ISO 8673.
Vorliegende Norm enthält Angaben über Anzieh-
• Kurbelwelle (1), Schwungrad (2), Membranen drehmomente für Schrauben und Muttern der
(10) und Klemmscheibe (11) verschrauben. Das Festigkeitsklasse 8.8 und 10.9, sowie Muttern der
Anzugsmoment muss vom Motorhersteller erfragt Festigkeitsklasse 8 und 10.
werden. Oberflächenzustand der Schrauben/Muttern:
• thermisch geschwärzt und geölt
• Getriebegehäuse (6) und Schwungradgehäuse (3) • oder verzinkt und geölt
entsprechend der Motoranschlusszeichnung • oder verzinkt, chromatiert und geölt.
verschrauben. Das Anziehen der Schrauben erfolgt mit geeichtem
Drehmomentschlüssel, Verschraubungsklasse 4:
• Durch die Montageöffnung (4) im Schwungrad- MA + 10 %
gehäuse und im Schwungrad die Membranen mit
dem Wandler (7) verschrauben. Festigkeitsklasse
Schraube 8.8 10.9
Mutter 8 10
Abmessung Anziehdrehmoment MA [Nm] + 10 %
M10 46 68
M10x1,25 49 72
M12 79 115
M12x1,5 83 120

14

028360

4182 765 001 - 2007-04 6-3


ZF-Ecomat 4 Motoranschluss

Motoranschluss nach Variante 1 Zeichnungs-Nr.: 4139 530 064


(mit Schwungrad)

14

028360

4182 765 001 - 2007-04 6-4


ZF-Ecomat 4 Motoranschluss

Montagefolge nach Variante 2


(ohne Schwungrad)

• Maß „A” ist ab Werk eingestellt, Maß „C” entspre- • Getriebegehäuse (6) und Schwungradgehäuse (3)
chend der Motoranschlusszeichnung überprüfen. entsprechend der Motoranschlusszeichnung
Bei Toleranzüberschreitung unbedingt Rückspra- verschrauben.
che mit der ZF-Anwendungskonstruktion halten.
• Durch die Montageöffnung (4) im Schwungrad-
• Kurbelwelle (1), Zentrierring (9), Membranen gehäuse die Membranen mit dem Wandler ver-
(10) und Klemmscheibe (11) verschrauben. Das schrauben.
Anzugsmoment muss vom Motorhersteller erfragt
werden. Anziehdrehmomente für Schrauben und Muttern
siehe Seite 6-3.
• Zahnkranzträger (8) mit integriertem Zahnkranz
(5) mittels 2 Schrauben (12) am Wandler (7)
befestigen.

14

028361

4182 765 001 - 2007-04 6-5


ZF-Ecomat 4 Motoranschluss

Motoranschluss nach Variante 2 Zeichnungs-Nr.: 4139 530 065


(ohne Schwungrad)

14

028361

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ZF-Ecomat 4 Motoranschluss

6.3 ZF-Lieferumfang

Es ist vom Fahrzeughersteller zu klären, ob die


4 Membranen und Anschlussteile
• vom Motorhersteller bestellt und dort an den
Motor montiert werden oder
• im Getriebelieferumfang für den Fahrzeugher-
steller enthalten sein sollen.

6.4 Motoranschluss-Untersuchung

Sofern noch keine Motoranschlusszeichnung


existiert, werden folgende Unterlagen für die Motor-
anschluss-Untersuchung benötigt:

• Einzelteilzeichnung des Schwungradgehäuses

• Einzelteilzeichnung des Schwungrades

• Einzelteilzeichnung des Kurbelwellenendes

• Zusammenstellungszeichnung der Motor-


Abtriebspartie mit axialem und radialem Tole-
ranzfeld der Kurbelwelle sowie Abstandsmaß
vom Kurbelwellenende bis Anflanschfläche
Schwungradgehäuse

HINWEIS
Für gängige Motoren bestehen bereits Mororan-
schlusszeichnungen.

4182 765 001 - 2007-04 6-7


ZF-Ecomat 4 Motoranschluss

6.5 Übersicht Wandler-Kreislaufdeckel

W360 A ± 0,5 [mm] LKR [mm]

0501 320 294 77,00 380

0501 320 293 81,25 380

0501 320 298 71,25 402

0501 320 295 71,25 380

0501 320 299 68,00 402

0501 320 297 77,00 402

0501 320 296 81,25 402

0501 320 300 86,25 326

W390 A ± 0,5 [mm] LKR [mm]

0501 322 569 81,25 380

0501 322 571 77,00 402

0501 322 570 81,25 402

0501 322 572 71,25 380

0501 322 573 71,25 402

4182 765 001 - 2005-10 6-8


ZF-Ecomat 4 Wandler

7 Wandler Rollenfreilauf verbunden ist (Trilok-Prinzip), frei in


der Strömung um, während es sich im Zustand der
7.1 Drehmomentwandler: Beschreibung Drehmomentwandlung über den Freilauf am Ge-
häuse abstützt, also stillsteht.
Der Wandler ist dem Planetengetriebe auf der An-
triebsseite vorgeschaltet. Er besteht aus dem Pum- Die Wandlerüberbrückungskupplung (WK) wird im
penrad, dem Turbinenrad, dem Reaktionsglied (Leit- Sinne guter Wirtschaftlichkeit so früh wie möglich
rad) sowie dem zur Drehmomentübertragung not- geschlossen.
wendigen Öl. Bei geschlossener Wandler-Überbrückungskupplung
ist der Schlupf zwischen Pumpen- und Turbinenrad
Die Übertragung des Drehmomentes von der und damit der hydraulische Verlust im Wandler
Schwungscheibe des Motors auf den Wandler erfolgt gleich „Null“.
über eine Verbindung, die aus Membranen besteht.
Die Feinstufigkeit und die optimale Gangabstim-
mung der Getriebe mit 5 und 6 mechanischen Gän-
gen ermöglicht ein sehr frühes Überbrücken des
7.2 Wirkungsweise des Wandlers Wandlers und damit die frühe Nutzung der Vorzüge
der mechanischen Leistungsübertragung:
Das durch den Motor angetriebene Pumpenrad ver- hoher Wirkungsgrad und geringer Leistungsverlust.
setzt das Öl in eine kreisförmige Strömung. Diese
Ölströmung trifft auf das Turbinenrad und wird dort
in der Strömungsrichtung umgelenkt.

Das der Turbine folgende Leitrad hat die Aufgabe,


das aus der Turbine ausströmende Öl nochmals
umzulenken und unter passender Anströmrichtung
dem Pumpenrad zuzuleiten. Durch die Umkehrung
erfährt das Leitrad ein Moment und erhöht mit die-
sem das Turbinenmoment. Das Verhältnis Turbinen-
moment / Pumpenmoment wird als Wandlung
bezeichnet. Diese ist um so größer, je größer der
Drehzahlunterschied von Pumpen- und Turbinenrad
ist. Die maximale Wandlung entsteht also bei stehen-
dem Tubinenrad. Mit zunehmender Turbinenrad-
drehzahl sinkt die Wandlung.

Die Anpassung der Abtriebsdrehzahl an ein be-


stimmtes gefordertes Abtriebsmoment wird durch
den Wandler stufenlos und selbsttätig erreicht.
Das Leitradmoment ist stets gleich der Differenz
zwischen Turbinen- und Pumpenmoment.

Erreicht die Turbinenraddrehzahl ca. 80% der


Pumpenraddrehzahl, wird die Wandlung = 1, das
heißt, das Turbinenmoment wird gleich dem Pum-
penmoment. Der Wandler arbeitet von diesem Punkt
an als reine Strömungskupplung. In diesem Zustand
läuft das Leitrad, das mit dem Gehäuse über einen

4182 765 001 - 2005-10 7-1


ZF-Ecomat 4 Wandler

Pumpenrad Turbinenrad

vom Motor

TP TT
TR

zum Getriebe

Zustand im nT = O
Moment des Leitrad Fahrzeug steht still
Anfahrens

nT < nMot
Zwischenzustand

nT = 0,8nMot
Zustand kurz vor nT = nMot
dem Schließen der Nach dem Schließen
Wandlerkupplung der Wandlerkupplung
4139 S 2015

TP = Drehmoment des Pumpenrades


TT = Drehmoment des Turbinenrades
TR = Drehmoment des Leitrades

4182 765 001 - 2005-10 7-2


ZF-Ecomat 4 Wandler

7.3 Torsionsdämpfer

7.3.1 Merkmale

Mit der Getriebe-Generation Ecomat 4 ist für alle


Wandlertypen W390 ein Torsionsdämpfer verfügbar,
der folgende Vorteile bietet:

• Verringerung des Kraftstoffverbrauchs durch


niedrig fahrbare Drehzahlen

• Schonung des Antriebsstrangs durch Verringe-


rung der Schwingungen

• Verringerung des mittleren Motordrehzahl-


niveaus, dadurch Reduzierung der Abgas- und
Geräuschemissionen

• Erhöhung der zulässigen Motordrehmomente


HP 604 C durch Reduzierung der Drehmoment-
spitzen

HINWEIS
Der Torsionsdämpfer ist erforderlich für Motordreh-
momente größer 1600 Nm.

024750

1 Hydrodynamischer Drehmomentwandler
2 Torsionsdämpfer

4182 765 001 - 2005-10 7-3


ZF-Ecomat 4 Wandler

7.3.2 Technische Daten Ecomat 4 mit Wandler b) Getriebe in den Gängen 1 - 6, Wandlerüber-
W390 und Torsionsdämpfer brückungskupplung geschlossen.

Massenträgheitsmoment und Schwingungsersatz- Hierfür gelten die Bedingungen nach Kapitel 2.5
modell „Torsionsschwingungen im Antriebsstrang, Massen-
trägheitsmomente, Schwingungsersatzmodell”.
a) Getriebe in Neutral, Wandlerüberbrückungs-
kupplung offen.

WK
J1.1 J1.2
TD

024749

Rotierende Masse 1.1 J 1.1 = 1.70 kgm2


Rotierende Masse 1.2 J 1.2. = 1.12 kgm2

Für die Massenträgheitsmomente in Neutralposition


sind folgende Bedingungen gültig:

• Auf der Antriebsseite sind die Wandlerüber-


brückungskupplung und die Kupplungen A,B
und C geöffnet.

• Die Primärmasse J 1.1 des Wandlers (Kreislauf-


deckel, Pumpenrad und Überbrückungskupp-
lung) ist hydrodynamisch durch das Öl im
Wandler mit der Sekundärmasse J 1.2 ( Turbine,
Torsionsdämpfer, Kupplungsträger für die
Kupplungen A, B und C ) verbunden. Die Massen
sind jedoch als separate Einheiten betrachtet. Die
Steifigkeiten des Torsionsdämpfers und der Tur-
binenwelle werden dabei nicht betrachtet.

4149 765 003 - 2004-07 7-4


ZF-Ecomat 4 Wandler

7.4 Zusammenarbeit Drehmomentwandler - Aus dem Wandlerdiagramm ist die Zusammenarbeit


Motor Motor - Wandler ersichtlich, siehe Beispiel Kapitel
7.5.
Für jede Motor-Getriebe-Kombination legt die ZF-
Anwendungskonstruktion in Zusammenarbeit mit Um die Betriebspunkte zwischen Wandler und
dem Fahrzeughersteller den geeigneten Wandler Motor im Volllastbetriebszustand zu bestimmen,
fest. muss in das Primärparabelkennfeld des Wandlers
die Nettodrehmomentenlinie des Motors eingezeich-
Die Auswahlkriterien für den Wandler sind: net werden.
• Motortyp (Saugmotor oder aufgeladener Motor)
• Drehmomentwandlung beim Anfahren Für die Ecomat-Getriebe stehen Wandlervarianten
• Drehzahldrückung beim Anfahrvorgang zur Verfügung, die sich in der Drehmomentaufnah-
• Kraftstoffverbrauch oder Leistungsoptimierung me des Pumpenrades, dem hydraulischen Durch-
• Wärmeanfall bei längerem Fahren mit offener messer und der Anfahrwandlung unterscheiden.
WK

Wandler-Bezeichnung TP1000 µ0 Grundkurve


[Nm] [-] Zeichnungs-Nr.

W360*TPC145*MUE2.22 145 2,215 4166 711 150

W360*TPC210*MUE2.43 210 2,430 4166 703 227

W360*TPC262*MUE2.40 262 2,400 4166 703 147

W360*TPC300*MUE2.36 300 2,360 4166 703 149

W360*TPC342*MUE2.27 342 2,270 4166 703 148

W360*TPC390*MUE2.17 390 2,165 4166 703 150

W390*TPC392*MUE2.20 392 2,195 4166 711 145

W390*TPC487*MUE1.98 487 1,982 4166 711 146

W390*TPC615*MUE1.83 615 1,829 4166 711 147

4182 765 001 - 2005-10 7-5


4182 765 001 - 2005-10 7-6
ZF-Ecomat 4 Wandler

7.4.1 Zusammenarbeit Drehmomentwandler - Aus dem Wandlerdiagramm ist die Zusammenarbeit


Motor Motor - Wandler ersichtlich, siehe Beispiel Kapitel
7.5.
Für jede Motor-Getriebe-Kombination legt die ZF-
Anwendungskonstruktion in Zusammenarbeit mit Um die Betriebspunkte zwischen Wandler und
dem Fahrzeughersteller den geeigneten Wandler Motor im Volllastbetriebszustand zu bestimmen,
fest. muss in das Primärparabelkennfeld des Wandlers
die Nettodrehmomentenlinie des Motors eingezeich-
Die Auswahlkriterien für den Wandler sind: net werden.
• Motortyp (Saugmotor oder aufgeladener Motor)
• Drehmomentwandlung beim Anfahren Für die Ecomat-Getriebe stehen Wandlervarianten
• Drehzahldrückung beim Anfahrvorgang zur Verfügung, die sich in der Drehmomentaufnah-
• Kraftstoffverbrauch oder Leistungsoptimierung me des Pumpenrades, dem hydraulischen Durch-
• Wärmeanfall bei längerem Fahren mit offener messer und der Anfahrwandlung unterscheiden.
WK

Wandler-Bezeichnung Wandler-Bezeichnung TP1000 µ0 Grundkurve


Serie bis 2001 [Nm] [-] Zeichnungs-Nr.

W360*TPC145*MUE2.22 ZFW 360-10/1A.1.7. 145 2,215 4166 711 150

W360*TPC210*MUE2.43 ZFW 360-10/1(1)1.3. 210 2,430 4166 703 227

W360*TPC262*MUE2.40 ZFW 360-10/1(1)1.1. 262 2,400 4166 703 147

W360*TPC300*MUE2.36 ZFW 360-10/1(2)1.1. 300 2,360 4166 703 149

W360*TPC342*MUE2.27 ZFW 360-10/1.1.1. 342 2,270 4166 703 148

W360*TPC390*MUE2.17 ZFW 360-10/1.1.1(1). 390 2,165 4166 703 150

W390*TPC392*MUE2.20 MSW390 - 392 Nm 392 2,195 4166 711 145

W390*TPC487*MUE1.98 MSW390 - 487 Nm 487 1,982 4166 711 146

W390*TPC615*MUE1.83 MSW390 - 615 Nm 615 1,829 4166 711 147

4182 765 002 - 2005-10 7-6-1


4182 765 002 - 2005-10 7-6-2
ZF-Ecomat 4 Wandler

7.5 Wandlerdiagramm Berechnungsformeln


• Formel zur Berechnung der Momentenaufnahme
Dem Wandlerdiagramm (siehe Zeichnung nächste für jedes beliebige Drehzahlverhältnis
Seite) können folgende Informationen entnommen n12 T1
werden: ------ = ------
• Festbremsmoment = max. Turbinenmoment TT = n22 T2
Pumpenmoment TP x max. Wandlung µo (Mue) • Berechnung des Wärmeanfalls „HEAT REJEC-
bei Turbinendrehzahl = 0. TION“ bei vorgegebener Zugkraft:
• Festbremsdrehzahl = Pumpendrehzahl nP bei Tur-
binendrehzahl nT = 0 min-1. Beispiel:
• Motorleistung Pmot brutto (kW) Wärmeanfall bei Zugkraft = 60% vom Fahrgewicht
• Motorleistung Pmot netto (kW) Zugkraft:
• Drehmomentenkurve Tmot brutto (Nm) F [N] = K • G [kg] • 9,81 [m/s2] K = 0,6
• Drehmomentenkurve Tmot netto (Nm) F [N] = 0,6 • G [kg] • 9,81 [m/s2] G = Gewicht [kg]
• T2 (Nm) Abzug für Nebenaggregate wie z.B.
Lenkhilfspumpe, Generator usw.; als Näherungs- TT [Nm] • iG • iA • ηges
wert kann T2 = 50 Nm gesetzt werden. Wenn F [N] = -----------------------------------------
rdyn [m]
besondere Verbraucher vorgesehen sind, wie z.B.
ein Kompressor, muss das Drehmoment in
F [N] • rdyn [m]
Abhängigkeit der Pumpendrehzahl ermittelt wer- TT [Nm] = -------------------------------
den, iG • iA • ηA • ηG
• TT Turbinenradmoment (Nm) über Turbinenrad-
drehzahl K • G [kg] • 9,81 [m/s2] • rdyn [m]
• PV (kW) Wandlerverlustleistung über Turbinen- = -----------------------------------------------------------
iG • iA • ηA • ηG
raddrehzahl nT
Beispiel:
Mit TT geht man in das Wandlerdiagramm
nT = 800 min-1 PV = 55 kW
TT --› Kurve TT --› PV --› Achse P --› Wärmeanfall P (kW)
• nP Drehzahlverlauf des Pumpenrades über Turbi-
nenraddrehzahl nT
Beispiel:
Beispiel:
TT = 1200 Nm PV = 49 kW
nT = 1200 min-1 nP = 1800 min-1;
-1 TT = Turbinenmoment
nT = 0 min nP = 1550 min-1
F = Zugkraft
(Festbremsdrehzahl)
iG = Getriebeübersetzung
• Mue (Wandlungsverhältnis) µ = TT / TP über
iA = Hinterachsübersetzung
Nue (Drehzahlverhältnis) ν = nT / nP
ηG = Wirkungsgrad Getriebe ca. 0,95
Beispiel:
ηA = Wirkungsgrad Achse ca. 0,95
ν=0 max. Wandlung = 2,165
rdyn = dynamischer Reifenradius
ν = 0,78 Wandlung = 1,0
• Wandlerwirkungsgrad ηW
HINWEIS
Der Wandlerwirkungsgrad wird bestimmt durch
Bei Bestimmung der Motorkühlkonstante muss der
das Produkt aus Wandlung m und Drehzahlver-
zusätzliche Wärmeanfall im Wandlerfahranteil
hältnis n.
(20% Wandlerschlupf) mitberücksichtigt werden!
ηW = µ • ν
Der Wirkungsgrad von 80% wird bei ν = 0,8
erreicht.

4182 765 001 - 2005-10 7-7


ZF-Ecomat 4 Wandler

Wandler-Diagramm

014 914

Erklärung zum Diagramm


TmotBr [Nm] = Motordrehmomentkurve (Brutto) Mue [-] = Wandlungsverhältnis m = TT/TP
PmotBr [kW] = Motorleistungskurve (Brutto) über Drehzahlverhältnis
nP [1/min] = Drehzahlverlauf des Pumpenra- Nue = nT/nP
des über Turbinenraddrehzahl nT TP [Nm] = Parabeln des Pumpenaufnahme-
TT [Nm] = Turbinenradmoment über Turbi- momentes über Pumpenraddreh-
nenraddrehzahl nT zahl nP für Drehzahlverhältnis
PV [kW] = Wandlerverlustleistung über Nue = nT/nP
Turbinenraddrehzahl nT A = Festbremsmoment
B = Festbremsdrehzahl
Motordaten = nach ISO 1585 (Mittelwerte)
Wandlerwerte = nach VDI-Richtlinie 2153
(Mittelwerte)

4182 765 001 - 2005-10 7-8


ZF-Ecomat 4 Wandler

7.6 Wandler-Grundkurven

W360*TPC145*MUE2.22
Grundkurve: 4166 711 150
Konstante Pumpenraddrehzahl: nPC = 1000 min-1

ν = nT/nP Wandlerdrehzahlverhältnis
ν µ η TPC1000 K
[−] [−] [−] [Nm] [lbft] [Nm] [lbft]
µ = TT/TP Wandlermomentverhältnis
0 2.215 0 145 107 70.0 81.5
0.10 2.062 0.206 149 110 69.3 80.7 η = ν ∗ µ Wandlerwirkungsgrad
0.20 1.892 0.378 154 114 68.7 80.0
0.30 1.707 0.512 161 119 68.7 80.0 TPC Pumpenmoment bei konstanter Pumpendrehzahl nPC
0.40 1.546 0.618 163 120 69.2 80.5 nPC
0.50 1.396 0.698 162 119 70.0 81.5 K= Faktor bei konstanter Pumpendrehzahl nPC
TPC
0.60 1.252 0.751 158 117 72.0 83.8
0.70 1.118 0.783 146 108 75.8 88.3 TP Pumpenmoment bei Pumpendrehzahl nP
0.80k 1.004 0.803 124 91 82.8 96.4
0.85 0.995 0.846 102 75 92.5 107.6 TT Turbinenmoment bei Turbinendrehzahl nT
0.90 0.995 0.896 71 52 109.8 127.8
0.95 0.995 0.945 46 34 138.7 161.5 Wandlerwerte: nach VDI-Richtlinie 2153 Mittelwerte
0.97 0.995 0.965 29 21 179.6 209.1

1100 1500
T (Nm)

1000

.40
1300

=0

=0
T ([Link].)

ν
ν
1200
TP TP

k
800 1100
.80
=0
1000
ν

700 TP
900

µ 600
800
3.0

2.8 700
500
2.6
2.4 600
ηw(%)
2.2 400 µ η
2.0 500 100

1.8 90
1.6 300 80
400
1.4 70
1.2 300 60
200
1.0 50

0.8 200 TPC1000 40


0.6 30
100
0.4 100 20

0.2 10
0 0 0 0
1000 2000 nT, nP (1/min) 3000
ν 016 675
0 0.2 0.4 0.6 0.8 1.0

4182 765 001 - 2005-10 7-9


ZF-Ecomat 4 Wandler

W360*TPC210*MUE2.43

Grundkurve: 4166 703 227


Konstante Pumpenraddrehzahl: nPC = 1400 min-1

ν = nT/nP Wandlerdrehzahlverhältnis
ν µ η TPC1400 K
[−] [−] [−] [Nm] [lbft] [Nm] [lbft] µ = TT/TP Wandlermomentverhältnis

0 2.430 0 412 304 69.0 80.3 η = ν ∗ µ Wandlerwirkungsgrad


0.10 2.220 0.222 412 304 69.0 80.3
0.20 2.010 0.402 410 302 69.1 80.5 TPC Pumpenmoment bei konstanter Pumpendrehzahl nPC
0.30 1.790 0.537 405 299 69.6 81.0
0.40 1.610 0.644 394 291 70.5 82.1 nPC
K= Faktor bei konstanter Pumpendrehzahl nPC
0.50 1.420 0.710 376 277 72.2 84.1 TPC
0.60 1.260 0.756 354 261 74.4 86.6 TP Pumpenmoment bei Pumpendrehzahl nP
0.70 1.120 0.784 322 238 78.0 90.8
0.78k 1.000 0.780 282 208 83.4 97.1 TT Turbinenmoment bei Turbinendrehzahl nT
0.86 0.970 0.834 194 143 100.5 117.0
0.94 0.960 0.902 98 72 141.4 164.7
Wandlerwerte: nach VDI-Richtlinie 2153 Mittelwerte

1800 2400

1700
2200
1600
1500 2000
T (Nm)

1400
T ([Link].)

=0
ν

1600
TP
1100
1400
1000

900 8k
0.7
1200
µ 800 ν=
3.0 1000 TP
2.8 700 µ
2.6
2.4 600
2.2
800
η ηw(%)
2.0 500 100
1.8 600 90
1.6 400 TPC1400 80
1.4 70
1.2 300 400 60
1.0 50
0.8 200 40
0.6 200 30
0.4 100 20
0.2 10
0 0 0 0
1000 2000 nT, nP (1/min) 3000
ν
0 0.2 0.4 0.6 0.8 1.0
016 670

4182 765 001 - 2005-10 7-10


ZF-Ecomat 4 Wandler

W360*TPC262*MUE2.40

Grundkurve: 4166 703 147


Konstante Pumpenraddrehzahl: nPC = 1000 min-1

ν = nT/nP Wandlerdrehzahlverhältnis
ν µ η TPC1000 K
[−] [−] [−] [Nm] [lbft] [Nm] [lbft] µ = TT/TP Wandlermomentverhältnis

0 2.400 0 262 193 61.8 71.9 η = ν ∗ µ Wandlerwirkungsgrad


0.10 2.150 0.215 262 193 61.8 71.9
0.20 1.915 0.383 260 192 62.0 72.2 TPC Pumpenmoment bei konstanter Pumpendrehzahl nPC
0.30 1.705 0.512 256 189 62.5 72.8
0.40 1.520 0.608 248 183 63.5 74.0 nPC
K= Faktor bei konstanter Pumpendrehzahl nPC
0.50 1.365 0.683 235 173 65.2 76.0 TPC
0.60 1.235 0.741 218 160 67.8 79.0 TP Pumpenmoment bei Pumpendrehzahl nP
0.70 1.097 0.768 195 144 71.6 83.4
0.76k 1.000 0.760 175 129 75.6 88.0 TT Turbinenmoment bei Turbinendrehzahl nT
0.80 0.980 0.784 152 112 81.1 94.4
0.90 0.979 0.881 82 60 110.4 128.6
Wandlerwerte: nach VDI-Richtlinie 2153 Mittelwerte

1800 2400

1700
2200
1600

1500 2000
T (Nm)

1400
T ([Link].)

=0
ν

1600
TP
1100
k
1400
76
1000 0.
900
ν=
1200
µ TP
800
3.0 1000
2.8 700 µ
2.6
2.4 600 800 ηw(%)
2.2 η
2.0 500 100
1.8 600 90
1.6 400 80
1.4 70
1.2 300 400 60
1.0 TPC1000 50
0.8 200 40
0.6 200 30
0.4 100 20
0.2 10
0 0 0 0
1000 2000 nT, nP (1/min) 3000
ν
0 0.2 0.4 0.6 0.8 1.0
016 671

4182 765 001 - 2005-10 7-11


ZF-Ecomat 4 Wandler

W360*TPC300*MUE2.36

Grundkurve: 4166 703 149


Konstante Pumpenraddrehzahl: nPC = 1000 min-1

ν = nT/nP Wandlerdrehzahlverhältnis
ν µ η TPC1000 K
[−] [−] [−] [Nm] [lbft] [Nm] [lbft] µ = TT/TP Wandlermomentverhältnis

0 2.360 0 300 221 57.7 67.2 η = ν ∗ µ Wandlerwirkungsgrad


0.10 2.130 0.213 300 221 57.7 67.2
0.20 1.920 0.384 297 219 58.0 67.5 TPC Pumpenmoment bei konstanter Pumpendrehzahl nPC
0.30 1.720 0.516 290 214 58.8 68.4
0.40 1.540 0.616 278 205 60.0 69.8 nPC
K= Faktor bei konstanter Pumpendrehzahl nPC
0.50 1.380 0.690 264 194 61.6 71.7 TPC
0.60 1.250 0.750 245 181 63.9 74.4 TP Pumpenmoment bei Pumpendrehzahl nP
0.70 1.110 0.777 222 164 67.1 78.1
0.78k 1.000 0.780 192 142 72.2 84.0 TT Turbinenmoment bei Turbinendrehzahl nT
0.80 0.978 0.782 180 133 74.5 86.8
0.90 0.960 0.864 96 71 102.1 118.8
0.95 0.950 0.903 56 41 133.6 155.6 Wandlerwerte: nach VDI-Richtlinie 2153 Mittelwerte

2600
1900

1800 2400

1700
2200
1600

1500 2000
T (Nm)

1400
T ([Link].)

0
=
ν

µ
k

1600
78

TP
0.

3.0 1100
=
ν

2.8 1400
1000 TP
2.6
2.4 900 1200
µ ηw(%)
2.2 800
η
2.0 1000 100
700
1.8 90

1.6 600 800 80

1.4 500
70

1.2 600 60
400 50
1.0
0.8 300 400 TPC1000 40

0.6 30
200
0.4 200 20
100
0.2 10

0 0 0 0
1000 2000 nT, nP (1/min) 3000
ν
0 0.2 0.4 0.6 0.8 1.0
016 672

4182 765 001 - 2005-10 7-12


ZF-Ecomat 4 Wandler

W360*TPC342*MUE2.27

Grundkurve: 4166 703 148


Konstante Pumpenraddrehzahl: nPC = 1000 min-1

ν = nT/nP Wandlerdrehzahlverhältnis
ν µ η TPC1000 K
[−] [−] [−] [Nm] [lbft] [Nm] [lbft] µ = TT/TP Wandlermomentverhältnis

0 2.270 0 342 252 54.1 63.0 η = ν ∗ µ Wandlerwirkungsgrad


0.10 2.072 0.207 340 251 54.2 63.1
0.20 1.890 0.378 334 246 54.7 63.7 TPC Pumpenmoment bei konstanter Pumpendrehzahl nPC
0.30 1.704 0.511 324 239 55.6 64.7
0.40 1.540 0.616 312 230 56.6 65.9 nPC
K= Faktor bei konstanter Pumpendrehzahl nPC
0.50 1.390 0.695 295 217 58.2 67.8 TPC
0.60 1.260 0.756 274 202 60.4 70.3 TP Pumpenmoment bei Pumpendrehzahl nP
0.70 1.133 0.793 249 184 63.4 73.8
0.80k 1.000 0.800 206 152 69.7 81.1 TT Turbinenmoment bei Turbinendrehzahl nT
0.85 0.980 0.833 164 121 78.1 90.9
0.90 0.978 0.880 119 87 91.9 107.0
Wandlerwerte: nach VDI-Richtlinie 2153 Mittelwerte

2600
1900

1800 2400

1700
2200
1600

1500 2000
T (Nm)

1400
=0
T ([Link].)

µ 1600
0k

TP
0.8

3.0 1100
=

2.8 1400
ν

1000
2.6
TP
2.4 900 1200
µ ηw(%)
2.2
800 η
2.0 1000 100
700
1.8 90

1.6 600 800 80

1.4 70
500
1.2 600 60
400 50
1.0
TPC1000
0.8 300 400 40

0.6 30
200
0.4 200 20
100
0.2 10

0 0 0 0
1000 2000 nT, nP (1/min) 3000
ν
0 0.2 0.4 0.6 0.8 1.0 016673

4182 765 001 - 2005-10 7-13


ZF-Ecomat 4 Wandler

W360*TPC390*MUE2.17

Grundkurve: 4166 703 150


Konstante Pumpenraddrehzahl: nPC = 1000 min-1

ν = nT/nP Wandlerdrehzahlverhältnis
ν µ η TPC1000 K
[−] [−] [−] [Nm] [lbft] [Nm] [lbft] µ = TT/TP Wandlermomentverhältnis

0 2.165 0 390 288 50.6 59.0 η = ν ∗ µ Wandlerwirkungsgrad


0.10 2.010 0.201 385 284 51.0 59.3
0.20 1.830 0.366 376 277 51.6 60.0 TPC Pumpenmoment bei konstanter Pumpendrehzahl nPC
0.30 1.645 0.494 363 268 52.5 61.1
0.40 1.480 0.592 347 256 53.7 62.5 nPC
K= Faktor bei konstanter Pumpendrehzahl nPC
0.50 1.350 0.675 326 240 55.4 64.5 TPC
0.60 1.230 0.738 300 221 57.7 67.2 TP Pumpenmoment bei Pumpendrehzahl nP
0.70 1.110 0.777 268 198 61.1 71.1
0.78k 1.000 0.780 234 173 65.4 76.1 TT Turbinenmoment bei Turbinendrehzahl nT
0.85 0.980 0.833 180 133 74.5 86.8
0.90 0.970 0.873 128 94 88.4 102.9
Wandlerwerte: nach VDI-Richtlinie 2153 Mittelwerte

2600
1900

1800 2400

1700
2200
1600

1500 2000
T (Nm)

1400
T ([Link].)

=0

8k

1600
ν

0.7

TP
=

1100
ν

µ 1400
1000 TP
2.6
2.4 900 1200
2.2 µ ηw(%)
800
2.0 1000 100

1.8
700 η 90

1.6 600 800 80

1.4 70
500
1.2 600 60
400 50
1.0
0.8 300 400 TPC1000 40

0.6 30
200
0.4 200 20
100
0.2 10

0 0 0 0
1000 2000 nT, nP (1/min) 3000
ν
0 0.2 0.4 0.6 0.8 1.0 016 674

4182 765 001 - 2005-10 7-14


ZF-Ecomat 4 Wandler

W390*TPC392*MUE2.20

Grundkurve: 4166 711 145


Konstante Pumpenraddrehzahl: nPC = 1000 min-1

ν = nT/nP Wandlerdrehzahlverhältnis
ν µ η TPC1000 K
[−] [−] [−] [Nm] [lbft] [Nm] [lbft] µ = TT/TP Wandlermomentverhältnis

0 2.195 0 392 289 50.5 58.8 η = ν ∗ µ Wandlerwirkungsgrad


0.10 2.062 0.206 400 295 50.0 58.2
0.20 1.929 0.386 407 300 49.6 57.7 TPC Pumpenmoment bei konstanter Pumpendrehzahl nPC
0.30 1.768 0.530 414 305 49.1 57.2
0.40 1.602 0.641 418 308 48.9 57.0 nPC
K= Faktor bei konstanter Pumpendrehzahl nPC
0.50 1.450 0.725 403 297 49.8 58.0 TPC
0.60 1.292 0.775 376 277 51.6 60.0 TP Pumpenmoment bei Pumpendrehzahl nP
0.70 1.125 0.788 320 236 55.9 65.1
0.78k 1.000 0.780 260 192 62.0 72.2 TT Turbinenmoment bei Turbinendrehzahl nT
0.85 0.995 0.846 186 137 73.7 85.4
0.90 0.995 0.896 143 105 83.6 97.4
0.94 0.995 0.935 96 71 102.1 118.8 Wandlerwerte: nach VDI-Richtlinie 2153 Mittelwerte

3000
2200

2100 2800

2000
2600
1900

1800 2400

1700
2200
1600
2000
k

1500
.40

.78
=0
=0

=0
T (Nm)

1400
ν
ν

ν
T ([Link].)

TP TP
TP
1600
1100
1400
1000
µ
2.4 900 1200
2.2 µ η ηw(%)
800
2.0 1000 100
700
1.8 90
1.6 600 800 80
1.4 70
500 TPC1000
1.2 600 60
400 50
1.0
0.8 300 400 40

0.6 30
200
0.4 200 20
100
0.2 10

0 0 0 0
1000 2000 nT, nP (1/min) 3000
ν
0 0.2 0.4 0.6 0.8 1.0 016 676

4182 765 001 - 2005-10 7-15


ZF-Ecomat 4 Wandler

W390*TPC487*MUE1.98

Grundkurve: 4166 711 146


Konstante Pumpenraddrehzahl: nPC = 1000 min-1

ν = nT/nP Wandlerdrehzahlverhältnis
ν µ η TPC1000 K
[−] [−] [−] [Nm] [lbft] [Nm] [lbft] µ = TT/TP Wandlermomentverhältnis

0 1.982 0 487 359 45.3 52.8 η = ν ∗ µ Wandlerwirkungsgrad


0.10 1.894 0.189 490 361 45.2 52.6
0.20 1.804 0.361 490 361 45.2 52.6 TPC Pumpenmoment bei konstanter Pumpendrehzahl nPC
0.30 1.692 0.508 486 358 45.4 52.8
0.40 1.571 0.628 484 357 45.5 52.9 nPC
K= Faktor bei konstanter Pumpendrehzahl nPC
0.50 1.440 0.720 469 346 46.2 53.8 TPC
0.60 1.303 0.782 439 324 47.7 55.6 TP Pumpenmoment bei Pumpendrehzahl nP
0.70 1.159 0.811 387 285 50.8 59.2
0.80k 1.000 0.800 318 235 56.1 65.3 TT Turbinenmoment bei Turbinendrehzahl nT
0.85 0.995 0.846 271 200 60.7 70.7
0.90 0.995 0.896 204 150 70.0 81.5
0.95 0.995 0.945 114 84 93.7 109.1 Wandlerwerte: nach VDI-Richtlinie 2153 Mittelwerte

3000
2200

2100 2800
2000
2600
1900

1800 2400
1700
2200
1600

1500 2000
1400
T (Nm)
T ([Link].)

.10

=0

k
=0

.80

1600
ν

TP
=0

1100 TP
ν

1400
1000 TP
µ
2.4 900 1200
µ ηw(%)
2.2 800 η
2.0 1000 100
700
1.8 90

1.6 600 800 80

1.4 500 TPC1000 70

1.2 600 60
400
1.0 50

0.8 300 400 40

0.6 30
200
0.4 200 20
100
0.2 10

0 0 0 0
1000 2000 nT, nP (1/min) 3000
ν
0 0.2 0.4 0.6 0.8 1.0 016 677

4182 765 001 - 2005-10 7-16


ZF-Ecomat 4 Wandler

W390*TPC615*MUE1.83

Grundkurve: 4166 711 147


Konstante Pumpenraddrehzahl: nPC = 1000 min-1

ν = nT/nP Wandlerdrehzahlverhältnis
ν µ η TPC1000 K
[−] [−] [−] [Nm] [lbft] [Nm] [lbft] µ = TT/TP Wandlermomentverhältnis

0 1.829 0 615 454 40.3 47.0 η = ν ∗ µ Wandlerwirkungsgrad


0.10 1.736 0.174 629 464 39.9 46.4
0.20 1.646 0.329 639 471 39.6 46.1 TPC Pumpenmoment bei konstanter Pumpendrehzahl nPC
0.30 1.551 0.465 634 468 39.7 46.2
0.40 1.447 0.579 625 461 40.0 46.6 nPC
K= Faktor bei konstanter Pumpendrehzahl nPC
0.50 1.337 0.669 609 449 40.5 47.2 TPC
0.60 1.228 0.737 560 413 42.3 49.2 TP Pumpenmoment bei Pumpendrehzahl nP
0.70 1.116 0.781 479 353 45.7 53.2
0.80k 1.000 0.800 379 280 51.4 59.8 TT Turbinenmoment bei Turbinendrehzahl nT
0.85 0.995 0.846 316 233 56.3 65.5
0.90 0.995 0.896 247 182 63.6 74.1
0.94 0.995 0.935 158 117 79.6 92.6 Wandlerwerte: nach VDI-Richtlinie 2153 Mittelwerte

3000
2200

2100 2800
2000
2600
1900

1800 2400

1700
2200
1600

1500 2000
T (Nm)

1400
k
T ([Link].)

0
0

.80
ν=
0.2

=0
ν=

1600
ν

TP
1100 TP TP
1400
1000
µ
2.4 900 1200
2.2 µ ηw(%)
800
2.0 1000 100
700
1.8 TPC1000 90

1.6 600 800 80

1.4 500
70

1.2 600 60
400
1.0 η 50

0.8 300 400 40

0.6 30
200
0.4 200 20
100
0.2 10

0 0 0 0
1000 2000 nT, nP (1/min) 3000
ν
0 0.2 0.4 0.6 0.8 1.0
016 678

4182 765 001 - 2005-10 7-17


4182 765 001 - 2005-10 7-18
ZF-Ecomat 4 Retarder

8 Retarder

8.1 Aufbau des Retarders


Gitter
Der im Ecomat-Getriebe integrierte ZF-Retarder ist
Stator
eine einflutige hydrodynamische Dauerbremse, die
zwischen dem Wandler und dem Schaltgetriebe Rotor
angeordnet ist (Primärretarder).

Durch diese Anordnung sind die Bremskräfte direkt


abhängig vom geschalteten Gang, d.h. in den unte-
ren Gängen und damit bei niedrigen Geschwindig-
keiten steht die höchste Bremswirkung zur Verfü-
gung.

Der Retarder besteht aus folgenden Bauteilen:


einem Rotor und einem Stator, welche mit Schaufeln
versehen sind. Der Rotor (der sich drehende Teil des
Retarders) ist mit der Antriebswelle des Getriebes
und somit bei geschaltetem Gang auch mit der Treib-
achse des Fahrzeuges verbunden. Der Stator dage-
gen ist fest mit dem Ecomat-Gehäuse verbunden.

Daneben besitzt der ZF-Retarder noch als besonde-


res Merkmal ein im Stator verdrehbar gelagertes
Gitter. Durch dieses Gitter wird im ausgeschalteten
Zustand des Retarders der Verlust auf weniger als
25 % des Wertes ohne geteilten Stator reduziert.

Grundsätzlich bietet der ZF-Retarder den Vorteil der


stufenlosen Regelbarkeit.

023780

4182 765 001 - 2005-10 8-1


ZF-Ecomat 4 Retarder

8.2 Wirkungsweise des Retarders

Beim Bremsvorgang mit dem Retarder gibt es ver-


schiedene Ansteuerungsmöglichkeiten (siehe Matrix
Kapitel 8.5). Je nach Art der Ansteuerung kann diese
in Stufen oder stufenlos erfolgen, indem vom jeweili-
gen Ansteuerungselement ein zum Retardermoment
analoger Spannungswert an den Proportionalmagne-
ten geleitet wird. Der Signalgröße entsprechend
wird der Kolben des Retarderregelventils in eine
definierte Stellung gebracht, welche einen entspre-
chenden Öldruck im Retarderkreislauf einstellt.

Abhängig von der Kolbenstellung und dem davon


bestimmten Öldruck ist das Retardermoment regel-
bar (auf Wunsch kann das Bremsmoment auf eine
oder mehrere Stufen unterteilt werden).

Infolge der Drehbewegung des Rotors, der vom


schiebenden Fahrzeug über Achse, Gelenkwelle und
Getriebe angetrieben wird, erfährt die Ölbefüllung
eine Zentralbeschleunigung. Der Ölstrom wird vom
Rotor in die Schaufelräume des feststehenden Sta-
tors gefördert, dabei umgelenkt und verzögert (abge-
bremst). Durch die Umlenkung des Ölstromes im
Stator verzögert sich auch die Drehbewegung des
Rotors und somit die Geschwindigkeit des Fahr-
zeuges.

Die im Ölstrom stattfindende Reibung wird in


Wärme umgesetzt und bei wassergekühlten Motoren
über den Wärmetauscher an das Kühlwasser bzw.
bei luftgekühlten Motoren an die Kühlluft, die den
Radiator anströmt, abgegeben.

HINWEIS
Das maximale Retardermoment wird in der Elektro-
nik programmiert.

4182 765 001 - 2005-10 8-2


ZF-Ecomat 4 Retarder

8.3 Retarderansteuerung

Trittplattenbremsventil für Trommelbremsen Aus Zeichnungs-Nr.: 0501 209 665

3 = Entlüftung
11/12 = Vorrat
21/22 = Ausgang

Medium: Luft
Max. Betriebsdruck: 10 bar
Thermischer Anwendungsbereich: -40°C bis
+80°C
Max. Nennweite: 78,5 mm2 ^= ø 10 mm
Einbaulage: Entlüftung nach unten
(Mittelachse des Gerätes max. 90° von der Senk-
rechten abweichend)
Nm
Schalterbelastung I, II, III: Bei 24 V - 1A (induktive
30 Last)
13

=
ax
m
x 1,
5 M
ø6
0 ZF-N
Nr.: 0501 206 153
22
M Wabco-N Nr.: 461 318 001 0
40

Ansicht X
X View

Schalter III Einschaltpunkt Switch III Engagement point


Schalter II Einschaltpunkt Switch II Engagement point
Schalter I Einschaltpunkt Switch I Engagement point
Druckpunkt (Mechanisch)
Pressure point

016 708

4182 765 002 - 2005-10 8-2-1


ZF-Ecomat 4 Retarder

Bremsstufenschalter Aus Zeichnungs-Nr.: 0501 205 041 / 0501 205 042

20.3
M 22 x 1 SW 27

ø6

22.3
(80)
120

6 M 10 x 0.75
5

6.3 x 0.8
6 x 10°= 60°

4 1

12
2

M 22 x 1
3

SW
3

48
44
4
5
2 6
1
0 9 31
40
40 42

Technische Daten
Anzahl der Schaltstellungen: 7 (1 Aus (0)-Stellung + 6 geschaltete)
Der Schaltbereich ist bei 3, 4, 5, oder 6 Schaltstellungen nachträg-
lich von außen zu begrenzen, durch Einsetzen eines oder zweier
Anschlagstifte (2x 18 DIN 6325).

13
Schaltfolge: kurzschließend, d.h. beim Schalten auf eine andere
8.4 Stufe darf keine Unterbrechung der bereits geschal-
3

teten Stufe eintreten.


Anschluss: Flachstecker 6,3 x 0,8 auf der Rückseite, passend
hierzu 8pol. Steckhülsengehäuse AMP Nr. 163007-0
33.8

4 1
27.3

38
9.1

5 2 Befestigung: Zentralbefestigung mit Mutter M22x1,


6 3 Gewindestück M22x1 aus Zink-Druckgusslegierung
ZnA14Cu1 im Kunststoff-Gehäuse eingespritzt
6.3 Anzugsmoment max. 15 Ncm
3

20 Spannung: max. 30 V
Schaltstrom: max. 0,5 A
Dauerstrom: max. 1 A
6
6 5
Spitzenstrom: max. 2 A (kurzzeitig)
4
5 3
2
4 1
+
Schaltwechsel: 106
3
2 ROBERT-SEUFFER-Nr.: ZF-Nr. Hebellänge [mm]
1
0 635.1001 0501 205 041 (a) 80

635.1002 0501 205 042 (a) 120

4182 765 002 - 2005-10 8-2-2


ZF-Ecomat 4 Retarder

8.4 Retarder und Motorbremse

Zulässige Bremsmomente für Stadt- Überland- und Reisebus

Summe aller
Getriebe- Max. Motormoment Bremsmomente Max. TRotor [Nm]
typ max. [Nm] bei nT = 1900 min-1

650 Nm 900 750

HP 504 C 850 Nm * 950 * 850 *

1100 Nm 1300 1050

HP 594 C 1250 Nm 1300 / 1700 1) 1050

1400 Nm 1500 / 1700 1) 1250


HP 604 C
1750 Nm 1500 / 1900 1) 1250

* bis max. 13 to
1) in den Gängen 4, 5, und 6 in Verbindung mit Motorbremse

4182 765 001 - 2005-10 8-3


4182 765 002 - 2005-10 8-4
ZF-Ecomat 4 Retarder

8.4.1 Retarder und Motorbremse

Zulässige Bremsmomente für Stadt- Überland- und Reisebus

Summe aller
Getriebe- Max. Motormoment Bremsmomente Max. TRotor [Nm]
typ max. [Nm] bei nT = 1900 min-1

HP 554 C 1250 Nm 1300 / 1700 1) 1050

1) in den Gängen 4, 5, und 6 in Verbindung mit Motorbremse

4182 765 002 - 2005-10 8-4-1


4182 765 002 - 2005-10 8-4-2
ZF-Ecomat 4 Retarder

8.5 Retarderansteuerungsvarianten
„Fuß” und „Hand”

Übersicht der zulässigen Retarderansteuerungs-


varianten

Hand

TSC1 Bed elem


keine Funktion

TSC1 Prim

TSC1 Sek
Analog
ED

1 2 3 4 5 6

keine Funktion 1/2 1/3 1/6


1

ED 2/1 2/2 2/3 2/6


2

Analog 3/1 3/2 3/3 3/6


3
Fuß

EBC1 brake pedal 4/1 4/2 4/3 4/6


4

TSC1 Prim 5/4


5

TSC1 Sek 6/5


6

TSC1 Primär = % vom Rotor-Nennmoment


TSC1 Sek = % von 1. Stützstelle von Kennfeld
M_Abtrieb bei Retarderbetrieb
TSC1 Bedienelement = % von M_Abtrieb bei Retarderbetrieb

4182 765 001 - 2005-10 8-5


ZF-Ecomat 4 Retarder

8.5.1 Zulässige Varianten „Fußanforderung“ ohne


„Handanforderung“

Variante 2/1

Ansteuerung über Trittplatte digital mit maximal


3 Stufen. Prozentwert der Retarderanforderungen ist
frei parametrierbar.

Standard:
3-stufig: 50 %, 75 % und 100 %.

Eingänge:
ED 2 (Pin 65), ED 15 (Pin 12) und ED 7 (Pin 36)

HINWEIS
Trittplattenabschaltung über S9 wird empfohlen.

Variante 3/1

Ansteuerung über Trittplatte mit analogem Span-


nungssignal auf Eingang EU3 (Pin 39) EST 146/147.

Spannungsspektrum 0 - 5 Volt; Prozentwert der


Retarderanforderung ist in der EST 146/147 parame-
trierbar.

HINWEIS
Zur Kompensation der Pedal-Nullstellungsabwei-
chungen kann die automatische Trittplattenselbst-
justierung der EST 146/147 aktiviert werden.

Trittplattenabschaltung über S9 wird empfohlen.

Variante 4/1

Retarderanforderung über Bremspedalwert:


Ausgabe über CAN-Signal „EBC1 Brake-Pedal-Posi-
tion“ in Prozent des Bremspedalwegs.
Retarderanforderung (in % des Pedalwegs) ist in der
EST 146/147 parametrierbar.

HINWEIS
Trittplattenabschaltung über S9 wird empfohlen.

4182 765 001 - 2005-10 8-6


ZF-Ecomat 4 Retarder

8.5.2 Zulässige Varianten „Handanforderung“


ohne „Fußanforderung“

Variante 1/2

Ansteuerung über Handhebel digital mit max. 3 Stu-


fen. Prozentwert der Retarderanforderung ist frei
parametrierbar.

Standard:
3-stufig: 50 %, 75 % und 100 %.

Eingänge:
ED 2 (Pin 65), ED 15 (Pin 12) und ED 7 (Pin 36)

Variante 1/3

Handhebel analog, gestuft oder stufenlos mit analo-


gem Spannungssignal auf Eingang EU2 (Pin 61) EST
146/147.

HINWEIS
Zur zusätzlichen Absicherung der Handhebel-Null-
stellung (Retarder „AUS”) kann ein digitaler Eingang
verwendet werden. Standard: EDM2 (Pin 33).

Variante 1/6

Retarderanforderung über TSC1 als Prozentwert der


Stellung eines Bedienelementes über CAN.
Der Wert der Retarderanforderung wird durch das
CAN-Signal vorgegeben.

HINWEIS
Zur weiteren Berechnung der Retarderanforderung
kann der Prozentwert des Bedienelements ab Soft-
ware-Step 3 skaliert werden.

4182 765 001 - 2005-10 8-7


4182 765 001 - 2005-10 8-8
ZF-Ecomat 4 Retarder

[Link] Analoge Retarder-Trittplatte

Auswahl des Trittplatten-Typs über iDAS


unter: Verzögern/RetarderAnf1/Analog Fuß/Pull-down-Menü

• Bei Typ „SCANIA“, „WABCO-DAF“, „WABCO-DENIS“ ist Setting „Ret-Anford“ bei Overlap mit Betriebs-
bremse fix.
• Bei Typ „kein Standard“ muss Setting ermittelt werden.

023817

Voraussetzung:
Trittplatte muss in einem Spannungsbereich von 0,2 V bis 5,0 V arbeiten.

4182 765 002 - 2005-10 8-8-1


ZF-Ecomat 4 Retarder

Setting Virtuelle Trittplatten-Stellung zu Overlap mit Betriebsbremse

Ablauf:
1. Erfragen des Spannungswerts bei nicht betätigter Trittplatte (Soll 0,6 V)
2. Erfragen des Spannungswerts bei Overlap mit Betriebsbremse.

Errechnen der virtuellen Trittplatten-Stellung in % bei Overlap mit Betriebsbremse

A-B
Virtuelle TRPL-Stellung [%] = C - D • 100 %

A ^
= Spannungswert bei Overlap mit Betriebsbremse
B ^
= Spannungswert bei nicht betätigter Betriebsbremse
C ^
= Max. Spannungswert der Trittplatte
D ^
= Min. Spannungswert der Trittplatte
E ^
= Virtuelle TRPL-Stellung in %
F =
^ Retarder request bei Overlap mit Betriebsbremse (Wert sollte wählbar zwischen 80% - 100% sein)

100% 5.0V
Virtuelle TRPL-Stellung [%]

Arbeitsbereich TRPL [V]


Virtual TRPL-setting [%]
Ret-Anforderung [%]

Working range [V]


Ret-requert [%]

100% 29%
F

80% 19%

E
Pedal-KL [V]
0% 0% 0.2V
0.6V 1.5V 2.0V

D 0% 20% 30% Pedal-KL [%]


„Free-Plag“ TRPL Reibbremse 100%
B A Friction brake 100% 024334

4182 765 002 - 2005-10 8-8-2


ZF-Ecomat 4 Retarder

Berechnungsbeispiel:

A = 1,5 V / B = 0,6 V / C = 5 V / D = 0,2 V

1,5 V - 0,6 V
Virtuelle TRPL-Stellung [%] = 5 V - 0,2 V • 100 % = 19 %

Eintragen der Werte E und F im iDAS.

E F

023818

Kennfeld im Gredi Kennfeld im Gredi

EA1_RET_TRPL_ANAL_PARAMETER ROM1 FEA_RET_TRPL_SPANNUNG Retardertr ROM1

%TrittplStellung [%] ADC-Wert


0 2 19 29 40 50 40.0000 40.0000 984.0000 984.0000

%RetAnforderung [%] Spannung [V]


0 0 80 100 100 100 0.0000 0.2000 5.0000 0.0000

Anlegen der Reibbremsen Ausfall 0% 100% Ausfall

4182 765 002 - 2005-10 8-8-3


ZF-Ecomat 4 Retarder

Trittplatten-Selbstjustierung

Aktivierung über iDAS unter:


Verzögern / RetarderAnf1/ Analog Fuß

Nach Aktivieren „Trittplatte Selbstjustierung“ erscheint ein neuer Reiter mit Aufschrift „Trittplatte Selbst-
justierung“

023819

4182 765 002 - 2005-10 8-8-4


ZF-Ecomat 4 Retarder

Einstellen der Toleranzgrenzen

• Unterer Grenzbereich bleibt unverändert


• Einstellen des Spannungswertes bei nicht betätigter Betriebsbremse mit entsprechender Toleranz ± 0,05 V
• Einstellen obere Grenze für Justierungswert = Spannungswert bei nicht betätigter Betriebsbremse + 0,3 V
• Einstellen obere Grenze für Messwert = obere Grenze für Justierungswert + 0,05 V

023820

4182 765 002 - 2005-10 8-8-5


4182 765 002 - 2005-10 8-8-6
ZF-Ecomat 4 Retarder

8.5.3 Zulässige Retarderansteuerungsvarianten


„Fuß“ und „Hand“ kombiniert

Variante 2/2 Variante 5/4

HINWEIS Retarderanforderung über TSC1 über CAN als direk-


Wenn möglich für die Trittplatte und den Handhebel te Vorgabe für das Rotormoment.
verschiedene digitale Eingänge verwenden, Grund:
Fuß- und Handanforderung können unterschieden HINWEIS
und für die weitere Logik im Schaltprogramm ver- Die zusätzliche Verknüpfung der TSC1-Rotormo-
wendet werden. mentvorgabe mit weiteren Bedienelementen sollte
nicht appliziert werden, Grund: das vorgegebene
Empfehlung: Rotormoment z.B. von einem Bremsenmanagement
Fuß: ED 2 (Pin 65), ED 15 (Pin 12) und ED 7 (Pin 36) hätte keine Eindeutigkeit mehr. Dies kann in der
Hand: drei freie ED's verwenden. Folge den Regelprozess eines Bremsensystems stö-
ren.
HINWEIS
Trittplattenabschaltung über S9 wird empfohlen. HINWEIS
Die TSC1 kann nicht „Fuß” oder „Hand” zugeordnet
Variante Kombination von werden. Dadurch ist keine Unterscheidung im
2/3 Erklärung siehe 2/1 und 1/3 Schaltprogramm möglich.
2/6 Erklärung siehe 2/1 und 1/6
3/2 Erklärung siehe 3/1 und 1/2
3/3 Erklärung siehe 3/1 und 1/3
3/6 Erklärung siehe 3/1 und 1/6
4/2 Erklärung siehe 4/1 und 1/2
4/3 Erklärung siehe 4/1 und 1/3
4/6 Erklärung siehe 4/1 und 1/6

4182 765 001 - 2005-10 8-9


Retarderansteuerungsvarianten

1 2 3 4
Trittplatte Handhebel 0 1 2 3 n

4182 765 001 - 2005-10


S9 Foot plate Manual lever EDM 1
ZF-Ecomat 4

St St St St St St
1 2 3 1 2 3

EU 2 EU 3

% % % %

V V

max. Berechnung Rotor-Ist-Moment


Trittplattenabschaltung Retarderabschaltung
Max. Caleulation Rotor-actual-torque
Foot plate deactivation Retarder deactivation

8-10
8
%
Rotor-Ist-
EBC1 TSC1 Anforderung [%]
Moment [Nm]
Bedienelement EBC1 ABS aktiv
ABS not fully Rotor-actual-
TSC1 EBC1 ABS active
operational Request Control ellement torque [Nm]
EBC1
Break Pedal Pos.
5 6
Anforderung [%]
Request [%]

TSC1
Anforderung[%]
CAN (Retarderreferenzmoment [Nm])
TSC1
7
Request [%]
(Retarder reference torque [Nm])

016 707
Retarder
ZF-Ecomat 4 Retarder

[Link] Retarderanforderung über TSC1

CAN
TSC1

Verwendung TSC1
Application TSC1
Bedienelement Primär Sekund.
Control element Primarg Secondary

% Bedienelement % Anforderung % Anforderung Retarder-Abtriebs-


Hand Rotornennmoment moment (M_Ab_Ret) (100 % = Stützstelle 1)
% Control element % Request Rotor nominal
% Request Retarder-output torque
by hand toque
(M_Ab_ret) (100 % = support point 1)

%
Retarder

Bedienelement %
Control element %

siehe nächste siehe nächste siehe nächste


Seiten Seiten Seiten
See next pages See next pages See next pages
A: TSC1- B: TSC1- C: TSC1-
Bedienelement Primär Sekundär
Control element Primary Secondary

M_Rotor M_Rotor M_Rotor

019214

4182 765 002 - 2005-10 8-10-1


ZF-Ecomat 4 Retarder

A: TSC1-Bedienelement

[Nm]

M_Ab_Ret

2500

M_Ab_
Ret_limit
(Datenfeld)
1250

or Ret_anf_analog

available x i Gg
TSC 1= 100%*

Ret_anf_digital

M_Rot x i Gg
M_Rot_Max_
or Ret_anf_analog
Ret_anf_digital
TSC 1 = 50%

MB x i Gg
M_Schub
or

0
023815 0 nAb [rpm]

* ERC1 ist äquivalent zu M_Rot.


% Anforderung Retardermoment

HINWEIS
Reduzierung bezieht sich auf
M_Rot_nenn = konstant

4182 765 002 - 2005-10 8-10-2


ZF-Ecomat 4 Retarder

B: TSC1-Primär

M_Ab_Ret
[Nm]

i.e. Maximales Abtriebsmoment


2500
M_Rot_nenn x i Gg
0-100%

TSC 1 = 100%

TSC 1 = 100%

TSC 1 = 100%
MB x i Gg
M_Schub
or

0
0 n Ab [rpm]

M_Rot
[Nm]

1050
M_Rot_
nenn
M_Rot_nenn

100%

0
0 1900 n T [rpm] 023814

TSC1-Primär

HINWEIS
Reduzierung bezieht sich auf
M_Rot_nenn = konstant

4182 765 002 - 2005-10 8-10-3


ZF-Ecomat 4 Retarder

C: TSC1-Sekundär

[Nm]

M_Ab_Ret
Retarder-Referenzmoment
2500
1. Stützstelle

TSC 1 100%
M_Ab_
M_Rot_Wirk_eff

Ret_limit
(Datenfeld)

Referenzmoment

M_Rot_max_
x i Gg

z.B.
280

available
x i Gg
MB x i Gg
M_Schub
or

0
023816 0 n Ab [rpm]

% maximales Retardermoment
= M_Rot_max_available x iGg / Retarder-Referenz-
moment

HINWEIS
Reduzierung bezieht sich auf
M_Rot_nenn = konstant

4182 765 002 - 2005-10 8-10-4


ZF-Ecomat 4 Retarder

8.6 Berechnung Rotormoment

Beispiel: Retarderansteuerung über Bedienelement

Steuerung Abtrieb Getriebe Motor


iGang = 1.416
Analog Skalierung T AB
EST 146
Hebel Stufe Volt Spg %Anf. 2000
5 0 0.2 0.2 0
4
1 0.8 0.8 20
3
2 1.5 1.5 40 1000 N AB
1 3 2.2 2.2 60 2000 x 40% = 800 Nm 800 / 1.416 = 563 Nm
0
4 3.0 3.0 80
5 4.0 4.0 100

Digital
Codierung Skalierung
S1 S2 S3 Stufe 0 1 2 3 Stufe % MAX 40%
• ED2 0 1 1 1 0 0
ED15 1 40
• • 0 0 1 1
2 65
• • • ED7 0 0 0 0 3 90 120 Nm

563 - 120 = 443 Nm Rotor


Motor %
Referenz- Reibungs-
moment moment
TSC1
Bedienelement Multiplikation

023998

4182 765 002 - 2005-10 8-10-5


4182 765 002 - 2005-10 8-10-6
ZF-Ecomat 4 Kühlung

9 Kühlung 9.1.1 Kühlung mit Retarder

9.1 Auslegung des Kühlsystems Unter den im Kap. [Link] dargestellten Randbedin-
gungen ergibt sich eine Kühlleistung von 190 kW bei
Bei der Auslegung des Kühlsystems ist u. a. zu einem Volumenstrom von 250 dm3/min (wasser- und
beachten: ölseitig).
- Wärmeanfall durch Wandler (siehe Wandler-
diagramm PV) VORSICHT
- Wärmeanfall durch Retarder Der Wärmetauscher ist für Zyklenbetrieb und nicht
für lange Konstantfahrten mit voller Retarderleis-
Die bei der Auslegung des Kühlsystems ermittelten tung ausgelegt. Ggf. ist Rücksprache mit unserer
Werte müssen durch die ZF-Applikation geprüft und Abteilung „Vertrieb und Applikation” zu nehmen.
durch die bei der Inbetriebnahme vorzunehmenden
Messungen (siehe Kap. 9.11 „Temperaturmessungen Empfohlene Mindestwassermengen
im Bus”) kontrolliert werden. - Wasserdurchsatz mindestens
250 dm3/min = 15 m3/h
Das Kühlsystem soll entsprechend den Anforderun- je nach Fahrzeuggewicht bei Motordrehzahl
gen des Fahrzeugtyps und des Einsatzortes so ausge- nmot = 2000 min-1
legt werden, dass die folgenden Freigabekriterien - Wasserdurchsatz mindestens
erfüllt werden: 50 dm3/min = 3 m3/h
bei Leerlaufdrehzahl nmot = 550 ... 600 min-1
Richtwerte für die Motorkühlkonstante * für Ein-
satztemperaturen bis 30 °C = 55 K/60 K
über 30 °C = 50 K/55 K

* Motorkühlkonstante = Differenz der Wassertemperatur vor


dem Radiator zur Umgebungstemperatur,
z.B.: Umgebungstemperatur 30 °C, Wassertemperatur vor
Radiator 85 °C, Motorkühlkonstante = 55 K

4182 765 001 - 2005-10 9-1


ZF-Ecomat 4 Kühlung

[Link] Kühlerdiagramm für Schalenbaukühler kW

SBK 279 300 . .


Vw = f (Voil) = 416.7 dm3/min

. .
Vw = f (Voil) = 333.3 dm3/min
Berechnungsbeispiel für die Bremsleistung eines
250
Fahrzeuges mit Ecomat-Getriebe und Retarder . .
Vw = f (Voil) = 250.0 dm3/min
siehe Kapitel 19.
200
. .
Vw = f (Voil) = 166.7 dm3/min

Öleintrittstemperatur: 135 °C
150
Wassereintrittstemperatur: 85 °C Pw Poil

bar bar
. .
Vw = f (Voil) = 83.3 dm3/min
100 0.20 4
Poil
Pw
0.15 3

50 0.10 2

0.05 1

0 0

0 83.3 166.7 250 333.3 416.7 500

. .
Vw, Voil dm3/min 014985

9.1.2 Kühlung ohne Retarder

Die Auslegung des Wärmetauschers muss anhand Als Richtwert für leichten Einsatz ist eine Kühl-
des Wandlerdiagrammes PV und der Fördermenge leistung von mindestens 30 kW anzunehmen
der Primärpumpe erfolgen. Bei Ausführung ohne
Retarder ist die zu kühlende Ölmenge bestimmt
durch die Fördermenge der Primärpumpe.

[Link] Fördermenge der Primärpumpe


Fördermenge der Primärpumpe

Antriebsdrehzahl
4139 S 2107

4182 765 001 - 2005-10 9-2


ZF-Ecomat 4 Kühlung

9.2 Anordnung Wärmetauscher 9.4.2 Einbauhinweise

Der Wärmetauscher ist je nach Platzverhältnis im • Der Wärmetauscher sollte nicht oberhalb vom
Fahrzeug Getriebe liegen, damit der Ölstand im Getriebe
• hinten quer oder seitlich montiert oder nicht durch zurücklaufendes Öl bei Motorstill-
• getrennt vom Getriebe eingebaut (Einbau durch stand verfälscht wird.
Fahrzeughersteller). (siehe „Einbaurichtlinien für Stadt-, Linien- und
Reisebusse”, Kapitel 8.3.3 „Ölstandskontrolle bei
VORSICHT separat eingebautem Wärmetauscher oberhalb
Wasserleitungen im Gegenstrom anschließen! der Getriebemitte”)
Die Nennweite von 50 mm muss auf der gesamten • Der Wärmetauscher muss in der Nähe des Getrie-
Länge gewährleistet sein. bes montiert werden, um ölseitige Druckverluste
durch zu lange Schläuche so gering wie möglich
zu halten.
9.3 Wärmetauscher am Getriebe angebaut • Der Wärmetauscher ist vorzugsweise an der Ein-
heit Getriebe - Motorblock anzubauen. Unnötige
Spezifizierung Gruppe Wärmetauscher Beanspruchung der Schläuche durch Relativbe-
wegungen soll vermieden werden. Die Schläuche
Anhand des Kapitels 10 „Getriebespezifikation” müssen mit Halterungen so gesichert werden,
kann die Gruppe Wärmetauscher spezifiziert wer- dass sie durch Schwingungen nicht zerstört wer-
den. den können.

HINWEIS
9.4 Wärmetauscher getrennt vom Getriebe Bei separatem Fremdkühler ist zu beachten:
• Leitungen vom Getriebe zum Wärmetauscher
9.4.1 Ölanschlüsse müssen sorgfältig verlegt werden
• Leitungen dürfen nirgends anstehen oder
Getriebeausführung mit Retarder: scheuern (auf Relativbewegungen achten)
• lichte Weite Anschlussrohre: • Leitungen müssen ausreichend befestigt werden
- mindesten 32 mm (Vibrationen verhindern)
• Schläuche: • Abstand der Leitungen zum Auspuff min.
- temperaturfest bis mindestens 160 °C 100 mm; bei geringerem Abstand Hitzeschild
- druckfest bis 20 bar (Abpressdruck 50 bar) verwenden
- resistent gegen Öle gemäß ZF-Schmierstoffliste
TE-ML 14

Getriebeausführung ohne Retarder:


• lichte Weite Anschlussrohre:
- mindesten 19 mm
• Schläuche:
- temperaturfest bis mindestens 140 °C
- druckfest bis 20 bar (Abpressdruck 50 bar)
- resistent gegen Öle gemäß ZF-Schmierstoffliste
TE-ML 14

4182 765 001 - 2005-10 9-3


ZF-Ecomat 4 Kühlung

9.5 Kühlwasserführung

Wärmetauscher im Hauptstrom auf der Kaltwasserseite druckseitig angeordnet. Diese Anordnung ist zu bevorzugen.

Draufsicht Getriebeöl-Anschluss Seitenansicht

Kühlwasser-
Ausgleichs-
Heizung behälter
Wärme-
tauscher

Ther-
mostat

Radiator
Ecomat- Motor
Getriebe

Wärmetauscher Kühlwasserpumpe 015 618

Wärmetauscher im Hauptstrom auf der Kaltwasserseite saugseitig angeordnet.

Draufsicht Getriebeöl-Anschluss Seitenansicht

Kühlwasser-
Ausgleichs-
Heizung behälter

Ther-
mostat
Wärme-
tauscher
Radiator

Ecomat- Motor
Getriebe

Wärmetauscher Kühlwasserpumpe
015 619

4182 765 001 - 2005-10 9-4


ZF-Ecomat 4 Kühlung

Wärmetauscher im Hauptstrom auf der Heißwasserseite druckseitig angeordnet.

Draufsicht Getriebeöl- Seitenansicht


Anschluss

Kühlwasser-
Heizung Ausgleichs-
behälter

Wärme-
tauscher Thermostat
Entlüftungsleitung

Radiator
Ecomat- Motor
Getriebe

Wärmetauscher Kühlwasserpumpe 015 615

HINWEIS Kühlwasserkreislauf zur Kühlung des Getriebeöls


Bei geschlossenem Thermostat muss der Kühl- für V-Motoren
wasserdurchfluss durch den Wärmetauscher
gewährleistet sein: Das für die Kühlung des Getriebeöls notwendige
50 dm3/min bei Leerlaufdrehzahl, Kühlwasser soll möglichst von beiden Zylinder-
250 dm3/min bei Motornenndrehzahl. reihen über den Wärmetauscher geführt werden
(volle Kühlwassermenge). Hierbei muss nach Instal-
lation des Wärmetauschers die Verteilung des Kühl-
wasserstroms über die beiden Zylinderreihen über-
prüft und unter Umständen korrigiert werden.

HINWEIS
Kann aus bestimmten Gründen das Kühlwasser für
das Getriebeöl nur aus einer Zylinderreihe abge-
nommen werden, ist eine Absprache zwischen
Motor- und Getriebehersteller dringend erforder-
lich.

4182 765 001 - 2005-10 9-5


ZF-Ecomat 4 Kühlung

Wärmetauscher im Hauptstrom heißwasser- und saugseitig angeordnet.

Kühlwasser-
Ausgleichs-
behälter
Thermostat

2. Zylinderreihe

Ecomat-
Getriebe V-Motor

Radiator
1. Zylinderreihe

Wärmetauscher

Kühlwasser-
pumpe
Heizung

015 617

Wärmetauscher im Teilstrom heißwasser- und saugseitig angeordnet.

Kühlwasser-
Ausgleichs-
behälter
Thermostat

2. Zylinderreihe
Ecomat-
Getriebe V-Motor
Radiator

1. Zylinderreihe

Wärmetauscher
Kühlwasser-
pumpe
Heizung

015 616

4182 765 001 - 2005-10 9-6


ZF-Ecomat 4 Kühlung

9.6 Lastenheft Getriebewärmetauscher 9.7.3 Gefrierschutzmittel

Verbindlich ist die Anforderungsspezifikation Basis ist Ethylenglykol mit Korrosionsschutzinhibi-


4139 761 004. toren. Nicht enthalten sein dürfen: Amine, Chloride,
Phosphate, Sulfate, Karbonate und Chromate.
9.7 Anforderungen an Kühlwasser und Gefrier-
Dichte (20°C): 1,11 - 1,14 (g/ml) DIN 51757
schutzmittel
Flammpunkt: > 110°C DIN 51758
Siedepunkt: 160 °C ASTM-D-1120
Verbindlich ist die Anforderungsspezifikation des
Wärmetauscherherstellers.
9.7.4 Kühlerflüssigkeit

9.7.1 Allgemeines
Die Kühlerflüssigkeit besteht aus einem Gemisch
von Frischwasser und Gefrierschutzmittel und muss
Gefrierschutzmittel bestehen aus Ethylenglykol und
die folgenden Eigenschaften aufweisen:
Korrosionsschutzzusätzen. Mit Wasser vermischt
• Mindestmenge an Gefrierschutzmittel: 35 Vol.%
ergeben sie die Kühlerflüssigkeit. Ethylenglykol
zu prüfen mit Frostschutzmittelprüfer (Aräome-
erweitert den Arbeitsbereich zwischen Siede- und
ter, Senkspindel)
Gefriertemperatur. Die Korrosionschutzzusätze müs-
• pH-Wert: 7,5 bis 9,0
sen das Kühlsystem vor Korrosion schützen.
zu prüfen mit pH-Meter oder Indikatorpapier
Gefrierschutzmittel müssen so zusammengesetzt
• Reservealkalität: ≥ 10 ml 0,1n HCL
sein, dass sie ihre Eigenschaften innerhalb einer
ASTM-D-1121
Lagerzeit von mindestens 2 Jahren nicht verändern.
• Eisflockenpunkte der 50%-igen Lösung: < -35°C
ASTM-D-1177
9.7.2 Frischwasser
• Schaumvolumen nach 5 min.: ≤ 150 ml
ASTM-D-1881
Zur Herstellung von Kühlerflüssigkeit eignet sich
• Schaumbrechzeit nach 5 min.: 5 sec.
nur sauberes Wasser, das folgende Qualitäts- bzw.
ASTM-D-1881
Analysenwerte aufweisen muss:
Farbe: farblos, klar • Verhalten gegenüber metallischen Werkstoffen:
Geruch: neutral Abtragsrate: < 2 g/m2 an Prüfblechen aus
Schwebestoffe (Bodensatz): keine L-PbSn30, CuZn37, GG25, G-AlSi10Mgwa,
pH-Wert (bei 20°C): 6,5 - 8,0 AlMn1 zu prüfen nach ASTM-D-1384 und nach
Gesamthärte: 3 - 10° dH Richtlinien „Prüfung der Eignung von Kühlmittel-
Ammoniakgehalt: nicht nachweisbar zusätzen für die Kühlflüssigkeiten von Verbren-
Aggressive Kohlensäure: nicht nachweisbar nungsmotoren“ der Forschungsvereinigung
Eisen- und Mangan-Gehalt: max. 0,2 mg/l Verbrennungskraftmaschinen e. V., Frankfurt,
Chlorid-Gehalt: max. 75 mg/l Heft R 315 (1977) oder gültige neuere Ausgabe.
Sulfat-Gehalt: max. 50 mg/l • Verhalten gegenüber Elastomeren (NBR, EPDM):
Nitrat-Gehalt: max. 50 mg/l - 50 Vol.% Gefrierschutzmittel
Nitrit-Gehalt: nicht nachweisbar - Alterung 100 Std. bei Siedetemperatur
Abdampfrückstand: max. 500 mg/l - Härteveränderung Shore A = -10 bis +10 SHA
Kaliumpermanganat-Verbrauch: max. 10 mg/l - Volumenänderung V = -10 bis +10%
Gleichgewichts-Index: möglichst 0 - Druckverformungsrest < 30%
• Standzeit der Kühlerflüssigkeit: 1 - 2 Jahre,
Steht kein Wasser zur Verfügung, das diesen Anfor-
danach austauschen. Bei Schlammbildung oder
derungen entspricht, können auch verschiedene
sprunghaftem Konzentrationsabfall muss das
Wässer untereinander vermischt werden, um die
Kühlwasser ebenfalls erneuert werden.
geforderte Wasserqualität zu erreichen (z. B.
Gemisch aus hartem mit voll entsalztem Wasser).

4182 765 001 - 2005-10 9-7


ZF-Ecomat 4 Kühlung

9.8 Ölstandskontrolle / Getriebe-Befüllung 9.8.2 Ölstandskontrolle / Getriebe-Befüllung


bei Standardausführung (mit angebautem
9.8.1 Ölstandskontrolle allgemein Wärmetauscher)

VORSICHT Vor Erstinbetriebnahme Ölstandskontrolle durch-


Der richtige Ölstand ist zwingend einzuhalten: führen:
• zu wenig Öl führt zu Fehlfunktionen und Schä- • Füllmenge 10 - 20 Liter bzw. bis zur „STOP”-
den am Getriebe Marke bei stehendem Motor auffüllen
• zu viel Öl führt zur Überhitzung des Getriebes • Motor starten: nach 30 Sekunden bei Leerlauf-
Drehzahl Ölstand am Messstab prüfen. Wenn
nötig Öl bis in den Bereich „COLD” nachfüllen.
! GEFAHR
Minderölmenge führt zu teilweisem oder ständigen Die maßgebende Ölstandskontrolle ist die Prüfung
Ausfall des Retarders, d.h. verminderte oder keine bei Betriebstemperatur.
Bremswirkung. Ist die Betriebstemperatur erreicht:
• Bei Motorleerlaufdrehzahl und Getriebe Neutral
Allgemein gilt: muss der Ölstand im Bereich „HOT” liegen
• die Ölstandskontrolle bei Betriebstemperatur
Möglichkeit zum Aufheizen des Getriebeöls:
(80 bis 90 °C) ist maßgebend
siehe Kapitel 9.8.5
• zur Kontrolle des Ölstandes muss das Fahrzeug
waagerecht stehen
VORSICHT
• Fahrschalter in „Neutral” schalten
Die Leerlaufdrehzahl sollte auf 500 bis 700 min-1
• Motor mit Leerlaufdrehzahl laufen lassen
• Ölstandskontrolle zum 1/4 jährlichen Service- eingestellt sein. Sie darf in keinem Fall unter 450
Intervall in der Werkstatt min-1 liegen.
• laufende Sichtprüfung auf Undichtheiten am
Getriebe

In folgenden Ausnahmefällen ist die Kontrolle bei


kaltem Getriebeöl notwendig. Anschließend immer
- STOP
Kontrolle bei Betriebstemperatur durchführen:
• bei Neuinbetriebnahme eines Getriebes } HOT
• nach längeren Standzeiten bzw. bei Übernahme
eines fremden Fahrzeuges
• nach Getriebereparatur im eingebauten Zustand,
z.B. Ausbau der Ölwanne, der hydraulischen
} COLD
Steuerung, des Wärmetauschers usw. 024885
• nach Öl- oder Filterwechsel

VORSICHT
Nach Kaltstart bei Minustemperaturen muss der
Ölmessstab mindestens 10 mm in den Ölspiegel
eintauchen, damit das Warmlaufenlassen zulässig
ist. Baldmöglichst muss die maßgebende Ölstands-
kontrolle bei Betriebstemperatur erfolgen.

4182 765 001 - 2005-10 9-8


ZF-Ecomat 4 Kühlung

9.8.3 Ölstandskontrolle / Getriebe-Befüllung • Einfüllen der benötigten Zusatz-Ölmenge über


bei Ausführung mit getrennt angebautem die „STOP”-Marke hinaus, jedoch maximal 5
Wärmetauscher (außer Zusatzkühlung) Liter. Falls die Zusatzmenge mehr als 5 Liter
beträgt, Restmenge erst nach Motorbetrieb und
Vor Erstinbetriebnahme Ölstandskontrolle durch- Ölstandskontrolle nachfüllen. Ansonsten besteht
führen: die Gefahr, daß ATF aus dem Getriebe überläuft.
• Öl bis zur „STOP”-Marke bei stehendem Motor • Wählhebel in Position „N”, Motor starten und
auffüllen nach einer kurzen Leerlaufphase ca. 4 Minuten
• Motor starten, Getriebe Neutral, 15 - 20 Sekun- lang im Drehzahlbereich zwischen 1000 - 1500
den bei 1200 - 1500 min-1 laufen lassen min-1 laufen lassen. Das Zusatzkühlsystem wird
• Bei Leerlauf-Drehzahl Ölstand am Messstab prü- dabei befüllt und entlüftet.
fen. Wenn nötig Öl bis in den Bereich „COLD”
Die maßgebende Ölstandskontrolle ist die Prüfung
nachfüllen
bei Betriebstemperatur.
Die maßgebende Ölstandskontrolle ist die Prüfung Ist die Betriebstemperatur erreicht:
bei Betriebstemperatur. • Getriebe Neutral, 15 - 20 Sekunden bei 1200 -
Ist die Betriebstemperatur erreicht: 1500 min-1 laufen lassen
• Getriebe Neutral, 15 - 20 Sekunden bei 1200 - • Bei Motorleerlaufdrehzahl und Getriebe Neutral
1500 min-1 laufen lassen muss der Ölstand im Bereich „HOT” liegen
• Bei Motorleerlaufdrehzahl und Getriebe Neutral
Möglichkeit zum Aufheizen des Getriebeöls:
muss der Ölstand im Bereich „HOT” liegen
siehe Kapitel 9.8.5
Möglichkeit zum Aufheizen des Getriebeöls:
siehe Kapitel 9.8.5 VORSICHT
Im Servicefall: vor Arbeiten am Zusatzkühlsystem
Getriebeöl ablassen!
9.8.4 Ölstandskontrolle / Getriebe-Befüllung
bei Ausführung mit Zusatzkühlung 6
Ölvolumen [Liter]

m
5 24m mm 20m
m
Beim ECOMAT-Betrieb mit Zusatzkühlung muss N= 22 N =
D D N= D m
sichergestellt werden, dass der korrekte Ölstand ein- 18m
4
DN=
gehalten wird. Die Getriebe können nicht mit der für 6mm
den Betrieb notwendigen Ölmenge ausgeliefert wer- 3 DN=1
den. Nach Einbau des Getriebes mit Zusatzkühlung 2
ins Fahrzeug muss Öl nachgefüllt und eine Ölstands-
kontrolle gemäß nachstehender Beschreibung 1

durchgeführt werden. 0
2 4 6 8 10 12 14 16
Ölbefüllung: Gesamt-Leitungslänge [m]
021770
• bei stehendem Motor ATF bis zur „STOP”-Mar-
kierung am Ölmessstab einfüllen
DN = Innendurchmesser (Rohr oder Schlauch)
• Leitungslänge der Zusatzkühlung (alle Kompo-
nenten außerhalb des Getriebes: Schläuche,
Rohre, Wärmetauscher) ermitteln
• aus Leitungslänge und Schlauch-Innendurchmes-
ser (DN) die ungefähr benötigte Zusatz-Ölmenge
ermitteln (siehe nebenstehendes Diagramm)

4182 765 001 - 2005-10 9-9


ZF-Ecomat 4 Kühlung

9.8.5 Möglichkeit zum Aufheizen des Getriebeöls

Das Getriebeöl kann durch normalen Fahrbetrieb


mit Retarderzyklen auf die vorgeschriebene Betriebs-
temperatur für die Ölstandskontrolle mit 80 - 90 °C
Ölsumpftemperatur gebracht werden.

Wenn ein normaler Fahrbetrieb nicht durchgeführt


werden kann, muss das Getriebe wie folgt aufgeheizt
werden:
• Feststellbremse einlegen
• Fahrbereich „D“ wählen
• Betriebsbremse betätigen
• mehrmals nach Bedarf 15 bis 20 Sekunden den
Motor mit Teillast bei 1200 bis 1500 min-1 laufen
lassen

VORSICHT
Max. zulässige Öltemperatur vor Wärmetauscher
beträgt 110 °C (dauernd).

Nach jeder Aufheizphase Getriebe in Neutralstel-


lung und 15 bis 30 Sekunden bei 1500 bis
2000 min-1 laufen lassen.

Nachdem Betriebstemperatur erreicht ist:


Ölstandskontrolle gemäß Kap. 9.8.2, 9.8.3, 9.8.4
durchführen.

4182 765 001 - 2005-10 9-10


ZF-Ecomat 4 Kühlung

9.9 Ölwechsel ZF-Winkeltrieb 80° RHD mit Achsversatz


Dieser Winkeltrieb hat keinen eigenen Ölablassstop-
HINWEIS fen. Ölablass über Ölablassstopfen Hauptgetriebe
Ölablass nur im betriebswarmen Zustand und min- gemäß Kap. 9.8.3.
destens 10 Minuten lang:
• Motorstillstand
9.9.2 Ölbefüllung
• Ölablassstopfen (1) herausschrauben und Öl ab-
lassen
• Filterdeckel (2) festschrauben,
• Filterdeckel (2) losschrauben
Schraubenanzugsmoment: 25 Nm
• Filterpatrone, Cu-Ring und O-Ring erneuern
• Ölablassstopfen (1) einschrauben:
- Anzugsmoment - Ölwanne: 50 Nm
- Anzugsmoment - Winkeltrieb 80° LHD
ohne Achsversatz: 60 Nm
• Ölmessstab (3) ziehen
• Öl einfüllen und Ölstand kontrollieren entspre-
chend Kap.9.8

Ölsorte:
entsprechend der Schmierstoffliste TE-ML 14

1
HINWEIS
Ölwechsel Getriebe zusammen mit Ölwechsel Win-
keltrieb durchführen.
2 027485

9.9.1 Ölablass am ZF-Winkeltrieb

HINWEIS
Der ZF-Winkeltrieb hat mit dem ZF-Ecomat einen
3
gemeinsamen Ölhaushalt.
Ölablass nur im betriebswarmen Zustand.

ZF-Winkeltrieb 80° LHD ohne Achsversatz:


• Motorstillstand
• Ölablassstopfen (1) am Winkeltrieb heraus-
schrauben und Öl ablassen

027486

027487

4182 765 001 - 2005-10 9-11


ZF-Ecomat 4 Kühlung

9.10 Getriebeölsumpfkühlung 9.10.1 Systembild Getriebeölsumpfkühlung

Für Applikationen, welche die ZF-Temperaturfrei- Der Lieferumfang der einzelnen Komponenten wird
gabekriterien nicht erfüllen, sowie spezielle Einsatz- mit dem OEM festgelegt.
profile, z.B Dauerbremsung bei längeren Gefälle-
strecken, ist eine Getriebeölsumpfkühlung zu HINWEIS
empfehlen. Bei Verwendung der Zusatzkühlung ist an der Fahr-
Es ist in jedem Fall Rücksprache mit der ZF-Applika- zeugverkabelung ein Getriebewinkelstecker mit
tion zu halten. Schrumpfformstück vorzusehen.

Zusatzkühlung – Anordnung Wärmetauscher im Ölkreislauf im Zustand Retarder aus

ECOMAT Retarder SBK Motor

Zusatz-
kühler

024879

Zusatzkühlung – Anordnung Wärmetauscher im Ölkreislauf im Zustand Retarder ein

ECOMAT Retarder SBK Motor

Zusatz-
kühler

024879

4182 765 001 - 2005-10 9-12


ZF-Ecomat 4 Kühlung

Anschlussmöglichkeit für Zusatzkühlung

HINWEIS
Anschlussmaße:
siehe Einbauzeichnung 4182 602 001

zum Zusatzkühler

Druckmessstelle
Zusatzkühlung
(für ZF-Inbetrieb-
nahme)

026741
Kurzschluss-Verbindungsrohr vom Zusatzkühler

9.10.2 Anforderungsspezifikation Zusatzkühlung

• max. zulässiger Systemdruck 10 bar • max. Schlauchlänge = 18 m


- normaler Betriebsdruck 2 bar bei Innendurchmesser = 20 mm

• max. Betriebstemperatur 115 °C • Verlegehinweise


- Dauertemperatur 105 °C siehe Kap 9.4.2 Einbauhinweise

• max. Druckverlust (Wärmetauscher und


Schlauchleitung) bei einem Durchfluss von
45 dm3/min = 0,9 bar
- bei Öltemperatur 100 -105 °C
- nach TE-ML 14 E

4182 765 001c - 2008-12 9-13


ZF-Ecomat 4 Kühlung

9.10.3 Wärmetauscher für Zusatzkühlung

• Modine Typ 1146000 ( 5 kW)


• Modine Typ 1504216 (18 kW)
• AKG Typ 2268.091.1000V2 ( 9 kW)
• Bei anderen Wärmetauschern ist Druckverluster-
mittlung erforderlich.
Richtwert = 0,25 bar bei 50 dm3/min

9.10.4 Schlauchspezifikation
Material Aeroquip FC510

Bei Verwendung von Schläuchen als Bestandteil der Empfehlung: Schlauchmaterial AEROQUIP FC510,
Verbindungsleitungen ist die Beständigkeit des (Lieferant HSS) oder gleichwertiges.
Schlauchmaterials gegen die Öle der TE-ML 14 Verlegehinweis analog „Einbauhinweise für Wärme-
sicherzustellen. Die zulässige Dauertemperatur des tauscher getrennt vom Getriebe“, Kapitel 9.4.2,
Schlauchmaterials sollte oberhalb 115°C liegen. jedoch ohne Höhenbegrenzung.
Das Schlauchmaterial sollte in einem Temperaturbe-
reich von - 40 °C bis mindestens +115 °C verwend-
bar sein.

60.0

50.0

40.0
Schlauchlänge [m]

30.0

20.0

10.0

0.0

-10.0
10.0 15.0 20.0 25.0
Schlauchdurchmesser [mm]

026841

4182 765 001c - 2008-12 9-14


ZF-Ecomat 4 Kühlung

9.10.5 Wärmetauscherdimensionierung

Die Auswahl des Zusatzkühlers hängt von der benö- Zu beachten ist, dass diese Werte nicht direkt auf
tigten Reduzierung der Sumpftemperatur des Getrie- beliebige Fahrzeuge übertragen werden können, da
bes bei Retarderzyklen ab. die jeweilige Kühlanlage des Fahrzeugs ebenfalls
Zur Orientierung dient beiliegendes Diagramm, wel- Einfluss auf die resultierende Sumpftemperatur des
ches die erreichten Sumpftemperaturen mit den Getriebes hat.
genannten Wärmetauschern zeigt.

MAN A25 mit 6 HP 604 C: Retarderzyklen offen blockiert


MAN A25 mit 6 HP 602; Retarderzyklen offen blockiert
GCC
Δt_spec
90,0

80,0 77
73
70,0 68
Getriebekühlkonstante, Δt_spec in K

62
60,0

50,0

40,0

30,0
25
19
20,0 15
9
10,0

0,0

Ecomat 2 ohne Ecomat 4 mit Modine Ecomat 4 mit AKG 9 Ecomat 4 mit Modine
Zusatzkühlung 5 kW kW V2 18 kW
027028

4182 765 002c - 2008-12 9-14-1


ZF-Ecomat 4 Kühlung

9.10.6 Anschlussmöglichkeit für Zusatzkühlung HINWEIS


Anschlussmaße:
siehe Einbauzeichnung 4182 602 002, Kap. 10.1.3
Getriebeausführung, Zusatzkühlung vorbereitet
„NEOMAN“

vom Zusatzkühler

zum Zusatzkühler 024751


Kurzschluss-
Verbindungsschlauch

4182 765 002c - 2008-12 9-14-2


ZF-Ecomat 4 Kühlung

9.11 Temperaturmessungen im Bus 9.11.3 Berechnung


(mit und ohne Zusatzkühlung)
• Differenz zwischen Ölsumpftemperatur und Was-
9.11.1 Messbedingungen / Retarder-Testzyklus ser-Eintrittstemperatur am Wärmetauscher:
∆_t_spec = t_sump - t_wa_cin
• Fahrzeug beladen auf zulässiges Gesamtgewicht • Differenz zwischen Ölsumpftemperatur und
• ebene Versuchsstrecke Umgebungstemperatur:
• trockene Fahrbahn, kein Regen und möglichst GCC = t_sump - t_amb
windstill bzw. höchstens schwach windig • Falls die Temperaturen (Öl und Wasser) sich zyk-
• Fahrzeugheizung ausgeschaltet! lisch ändern, sollte die Durchschnittstemperatur
• Retarderbremsungen mit 100% Retardermoment mit den Werten der letzten fünf Zyklen wie folgt
ohne Unterstützung durch die Radbremsen berechnet werden:
• offenes Kühlsystem
(Thermostate offen blockiert, Lüfter voll mit-
t1u t2u t3u t4u t5u
laufend)
• Umgebungstemperatur > 0 °C tmittel
t1d t2d t3d t4d t5d
021742

- 50 km/h für Stadtbus


- 80 km/h für Überland- und Reisebus

( ) :2
t1u + t2u + t3u + t4u + t5u t1d + t2d + t3d + t4d + t5d
v [km/h]

tmittel = +
5 5

10 s Zeit

021 745

9.11.2 Messung Retarder-Zyklus

• Messpunkte
- Wassertemperatur am
Wärmetauscher-Einlass: t_wa_cin
- Öltemperatur Getriebesumpf: t_sump
- Umgebungstemperatur: t_amb

HINWEIS
Testzyklen solange durchführen, bis sich alle Tempe-
raturen stabilisiert haben.

4182 765 001 - 2005-10 9-15


ZF-Ecomat 4 Kühlung

9.11.4 Erklärung: Wassertemperatur 9.11.5 Temperatur-Messstellen


Retarderzyklus (ungünstigster Fall)
• Umgebungstemperatur 1
Mit Öl nach Schmierstoffliste TE-ML 14 E • Öltemperatur Getriebesumpf 2
• GCC max. 75 °C + 40 °C Umgebungstemperatur • Wassertemperatur am Wärmetauscher-Einlass 3
ergibt unter Testbedingungen (Retarderzyklus)
115 °C max. zulässige Getriebesumpf-Temperatur
• ∆t_spec charakterisiert den Wärmeaustausch 9.11.6 Druckverlustmessung bei Zusatzkühlung
Öl - Wasser
• GCC charakterisiert die Kühlkapazität des Fahr- Messbedingungen:
zeug-Kühlsystems
• Motor und Getriebe auf Betriebstemperatur brin-
gen, (Getriebesumpf zwischen 95°C und 105°C
HINWEIS
• Getriebe in Neutral, Motor auf Abregeldrehzahl
• Beim Linieneinsatz darf die max. zulässige
bringen, im stabilen Zustand (nach ca. 10 Sekun-
Ölsumpftemperatur von 105 °C dauerhaft nicht
den) Druck an der Messstelle messen und doku-
überschritten werden
mentieren
• einzelne kurzzeitige Sumpftemperaturspitzen
(max. 5 Minuten innerhalb 1 Stunde) sind bis
HINWEIS
max. 115 °C zulässig
• Druckmessstelle: siehe Kap. 9.10 „Anschluss-
möglichkeit für Zusatzkühlung”
Mit Öl nach Schmierstoffliste TE-ML 14 A / B / C
• Motoren mit verschiedenen Abregeldrehzahlen
müssen nicht gesondert betrachtet werden, da
• GCC max. 70 °C + 40 °C Umgebungstemperatur
sich der Schmierdruck nach Zusatzkühler in die-
ergibt unter Testbedingungen (Retarderzyklus)
sem Drehzahlbereich nicht wesentlich ändert
110 °C max. zulässige Getriebesumpf-Temperatur
• für die Messung ist ein gemessener Wert in der
• ∆t_spec charakterisiert den Wärmeaustausch
Freigabedokumentation ausreichend; ein separa-
Öl - Wasser
ter Messschrieb ist nicht erforderlich
• GCC charakterisiert die Kühlkapazität des Fahr-
• die Messung kann z.B. mit einem geprüften
zeug-Kühlsystems
Manometer erfolgen

HINWEIS
Freigabebedingung:
• Beim Linieneinsatz darf die max. zulässige
Ölsumpftemperatur von 100 °C dauerhaft nicht • Der Schmierdruck nach Zusatzkühler muss bei
überschritten werden. obigen Messbedingungen größer 1,5 bar sein.
• einzelne kurzzeitige Sumpftemperaturspitzen
(max. 5 Minuten innerhalb 1 Stunde) sind bis
max. 105 °C zulässig.

4182 765 001 - 2005-10 9-16


ZF-Ecomat 4 Kühlung

Lage der Temperatur-Messstellen

Öl Getriebe-Sumpf (Messsonde)
2
Kühlwasser-
Ausgang

Kühlwasser-
Eingang 3

Öl-Getriebe-Sumpf 2
023783 021648
(Sumpfpille)

Draufsicht Seitenansicht
Getriebeöl-
Anschluss

Kühlwasser-
Ausgleichs-
Wärme- Heizung behälter
tauscher
3 Ther-
Wasser-Wärmetau- mostat
scher-Einlass
Radiator

Ecomat- Motor
Getriebe

Wärmetauscher Kühlwasserpumpe
015 619

HINWEIS
Im Messfahrzeug muss für die Messstelle Nr. 3 ein
Gewindeanschluss M14x1,5 angebracht werden.

4182 765 001 - 2005-10 9-17


ZF-Ecomat 4 Kühlung

9.12 Freigabekriterien zu Temperaturmessungen 9.12.2 Nach Schmierstoffliste TE-ML 14 A / B / C


für Getriebe ohne Zusatzkühlung
(max. Umgebungstemperatur = 40 °C) • Thermostat- und Lüfter-Regelung müssen so ein-
gestellt sein, dass die maximale Wassertemperatur
9.12.1 Nach Schmierstoffliste TE-ML 14 E T_wa_cin bei der max. zulässigen Umgebungs-
temperatur im Linieneinsatz entsprechend dem
• Thermostat- und Lüfter-Regelung müssen so Diagramm eingehalten wird.
eingestellt sein, dass die maximale Wassertempe- • Getriebekühlkonstante max. 70 K
ratur T_wa_cin bei der max. zulässigen Umge- (anderenfalls reicht Fahrzeug-Kühlkapazität nicht
bungstemperatur im Linieneinsatz entsprechend aus)
dem Diagramm eingehalten wird.
• Getriebekühlkonstante max. 75 K (andernfalls Bestimmung der max. zulässigen Wasser-
reicht Fahrzeug-Kühlkapazität nicht aus) temperatur

Bestimmung der max. zulässigen Wasser-

t_wa_cin_max [°C]
100
temperatur Ecomat 4 Ecomat 2
Ecomat 2 plus
100
t_wa_cin_max [°C]

95
Ecomat 4 2 plus mit/with
Ecomat
mit/with Ecofluid
Ecofluid A plus
A plus
95 90
93°C 87.5°C
90 85

85 80
10 20 30 40 50
021 743 delta_t_spec [K]
80
10 20 30 40 50

021744
delta_t_spec [K]

Beispiel:
• Messwerte während der Retarderzyklen
t_sump = 75 °C
t_amb
t_wa_cin
= 10 °C
= 50 °C
∆t_spec = 25 K

• Bestimmung der zulässigen Wassertemperatur
aus Diagramm

• Ergebnis
- Wassertemperatur muss im Linienbetrieb unter
93 °C liegen, d.h. auch im regelnden System bis
zu einer Umgebungstemperatur von 40 °C darf
diese Kühlmitteltemperatur nicht überschritten
werden.
- Kühlkapazität des Fahrzeuges reicht aus
(GCC < 75 K)

4182 765 001 - 2007-04 9-18


ZF-Ecomat 4 Kühlung

9.13 Freigabekriterien zu Temperaturmessungen 9.13.2 Nach Schmierstoffliste TE-ML 14 A / B / C


für Getriebe mit Zusatzkühlung
(max. Umgebungstemperatur = 40 °C) • Thermostat- und Lüfter-Regelung müssen so ein-
gestellt sein, dass die maximale Wassertemperatur
9.13.1 Nach Schmierstoffliste TE-ML 14 E T_wa_cin bei der max. zulässigen Umgebungs-
temperatur im Linieneinsatz entsprechend dem
• Thermostat- und Lüfter-Regelung müssen so Diagramm eingehalten wird.
eingestellt sein, dass die maximale Wassertempe- • Getriebekühlkonstante max. 70 K (anderenfalls
ratur T_wa_cin bei der max. zulässigen Umge- reicht Fahrzeug-Kühlkapazität nicht aus)
bungstemperatur im Linieneinsatz entsprechend
dem Diagramm eingehalten wird. Bestimmung der max. zulässigen Wasser-
• Getriebekühlkonstante max. 75 K (andernfalls temperatur
reicht Fahrzeug-Kühlkapazität nicht aus)

Bestimmung der max. zulässigen Wasser- 100


temperatur Ecomat
Ecomat 4 mit 4
Zusatzkühlung
nach TE-ML 14 A/B/C

100
t_wa_cin [°C] 95
93°C
98°C Ecomat
Ecomat 4 mit/with
4 mit Zusatzkühlung
nach TE-ML 14 E
Ecofluid A plus 90
t_wa_cin [°C]

95

85
90

80
85 0 10 20 30 40 50
026836 delta_t_spec [K]

80
0 10 20 30 40 50
026835 delta_t_spec [K]

Beispiel:
• Messwerte während der Retarderzyklen
t_sump = 65 °C
∆t_spec = 15 K
t_amb
t_wa_cin
= 10 °C
= 50 °C
GCC = 55 K⎬
• Bestimmung der zulässigen Wassertemperatur
aus Diagramm

• Ergebnis
- Wassertemperatur muss im Linienbetrieb unter
98 °C liegen, d.h. auch im regelnden System bis
zu einer Umgebungstemperatur von 40 °C darf
diese Kühlmitteltemperatur nicht überschritten
werden.
- Kühlkapazität des Fahrzeuges reicht aus
(GCC < 75 K)

4182 765 001 - 2007-04 9-19


ZF-Ecomat 4 Kühlung

9.14 Grenzwerte für Öltemperatur

9.14.1 Getriebeöltemperatur vor Wärmetauscher

Bei Retarderbetrieb:
• In Ausnahmefällen sind kurzzeitig (max. 5 min.
innerhalb 1 Stunde) 150 °C zulässig.
Bei Wandlerbetrieb:
• Die Temperaturgrenze für Dauerbetrieb ist 110 °C
• In Ausnahmefällen sind kurzzeitig (max. 5 min.
innerhalb 1 Stunde) 130 °C zulässig
Bei Normalfahrt:
• Der zulässige Temperaturbereich liegt zwischen
90 - 100 °C

9.14.2 Öltemperatur im Getriebeölsumpf

Folgende Sumpftemperaturen dürfen nicht über-


schritten werden:

Mit Öl nach Schmierstoffliste TE-ML 14 E


- Betriebstemperatur bzw. Dauertemperatur
max. 105 °C.
- In Ausnahmefällen sind kurzzeitig (max. 5 min
innerhalb 1 Stunde) 115 °C zulässig.

Mit Öl nach Schmierstoffliste TE-ML 14 A / B / C


- Betriebstemperatur bzw. Dauertemperatur
max. 100 °C.
- In Ausnahmefällen sind kurzzeitig (max. 5 min
innerhalb 1 Stunde) 105 °C zulässig.

VORSICHT
Bei Tastenschalter-Stellung "D" ist eine Anhebung der
Motor-Leerlaufdrehzahl (z.B. Zuschalten Klima-Kom-
pressor) nicht zulässig - Gefahr der Überhitzung des
Getriebes! Anhebung der Motor-Leerlaufdrehzahl nur
in Neutral-Stellung "N" zulässig.

4182 765 001b - 2007-07 9-20


ZF-Ecomat 4 Getriebespezifikation

10 Getriebespezifikation Aus Zeichnungs-Nr. 4182 602 011


10.1.1 Getriebeausführung ohne Zusatzkühlung

4182 765 001 - 2005-10 10-1


ZF-Ecomat 4 Getriebespezifikation

10.1.2 Getriebeausführung, Zusatzkühlung vorbereitet Aus Zeichnungs-Nr. 4182 602 001

4182 765 001 - 2005-10 10-2


ZF-Ecomat 4 Getriebespezifikation

10.1.3 Getriebeausführung, Zusatzkühlung vorbereitet NEOMAN Aus Zeichnungs-Nr. 4182 602 002

4182 765 002 - 2005-10 10-2-1


4182 765 002 - 2005-10 10-2-2
ZF-Ecomat 4 Getriebespezifikation

10.2 Einbaulage

10.2.1 Einbaulage angeflanscht

015 008

4182 765 001 - 2005-10 10-3


4182 765 001 - 2005-10 10-4
ZF-Ecomat 4 Getriebespezifikation

10.2.2 Einbaulage getrennt

4139 S 2070

Pos. A A
B C D
Wandler Abb. 1 Abb. 2

360 200 204 178 105 57

390 215 219 193 120 72

4182 765 002 - 2005-10 10-4-1


ZF-Ecomat 4 Getriebespezifikation

Antriebsflansch, Abb. 1

Flansch 4130 302 117 4139 S 2071

Antriebsflansch, Abb. 2

Flansch 4139 302 016

4139 S 2072

4182 765 002 - 2005-10 10-4-2


ZF-Ecomat 4 Getriebespezifikation

10.3 Wärmetauscheranordnung

10.3.1 Abtrieb koaxial, Wärmetauscher hinten, Speicher liegend links

BAJONETTSTECKER DIN 72585-A1-2.1

019216
TEMPERATURGEBER

O4
O3

4182 765 001 - 2005-10 10-5


ZF-Ecomat 4 Getriebespezifikation

10.3.2 Abtrieb koaxial, Wärmetauscher hinten, Speicher hinten quer

019217
TEMPERATURGEBER
BAJONETTSTECKER
DIN 72585-A1-2.1

O4
O3

4182 765 001 - 2005-10 10-6


ZF-Ecomat 4 Getriebespezifikation

10.3.3 Abtrieb koaxial oder Winkeltrieb 80° RHD (mit Achsversatz),


Wärmetauscher stehend links, Speicher liegend links

BAJONETTSTECKER DIN 72585-A1-2.1

023800
TEMPERATURGEBER

O4
O3

4182 765 001 - 2005-10 10-7


ZF-Ecomat 4 Getriebespezifikation

10.3.4 Winkeltrieb 80° LHD (ohne Achsversatz), Wärmetauscher liegend links, Speicher liegend links

BAJONETTSTECKER DIN 72585-A1-2.1

023801
TEMPERATURGEBER

O4
O3

4182 765 001 - 2005-10 10-8


ZF-Ecomat 4 Getriebespezifikation

10.3.5 Abtrieb koaxial, Wärmetauscher stehend rechts, Speicher liegend links

BAJONETTSTECKER DIN 72585-A1-2.1

023802
TEMPERATURGEBER

O4
O3

4182 765 001 - 2005-10 10-9


ZF-Ecomat 4 Getriebespezifikation

10.3.6 Abtrieb koaxial, Wärmetauscher stehend rechts, Speicher hinten quer

023803
TEMPERATURGEBER
BAJONETTSTECKER
DIN 72585-A1-2.1

O4
O3

4182 765 001 - 2005-10 10-10


ZF-Ecomat 4 Getriebespezifikation

10.3.7 Abtrieb koaxial, Wärmetauscher getrennt vom Getriebe, Speicher direkt angebaut

023813
BAJONETTSTECKER DIN 72585-A1-2.1
TEMPERATURGEBER

O4
O3

4182 765 001 - 2005-10 10-11


ZF-Ecomat 4 Getriebespezifikation

[Link] Kühleranschlussstücke mit Gewindeanschluss

Pos. 120

Pos. 124

I
Pos. 114

Pos. = Einschraubposition Temperaturgeber (siehe


auch Kap. 14 „Temperaturüberwachung”)
027557
M 10x1

Sach-Nr. Pos. 114 Pos. 120 Pos. 124 I Bemerkung

4139 347 367 M14x1.5 M14x1.5 M14x1.5 M42x2 Serie

4139 347 403 M14x1.5 M14x1.5 1/8''-27 NPTF 1-5/8-12 UN-28 Serie

4139 347 404 M16x1.5 M14x1.5 M16x1.5 1-5/8-12 UN-28 Optional

4139 347 405 - M14x1.5 3/8''-18 NPTF 1-5/8-12 UN-28 Optional

Version USA, ohne Speicheranschluß 4139 347 503

Pos. 120 Pos. 124


I
I

027492

M10x1

Sach-Nr. Pos. 120 Pos. 124 I Bemerkung


3/8''-18 NPTF 1-5/8-12 UN-28
4139 347 503 M14x1.5 Version USA
SAE J476a SAE J475

4182 765 001 - 2005-10 10-12


ZF-Ecomat 4 Getriebespezifikation

10.4 Ölwanne VORSICHT


Unbedingt original ZF-Ölablassstopfen verwenden.
10.4.1 Ölwanne tief, 4149 131 002 Das Wandlerentleerventil wird durch den Ölablass-
stopfen betätigt.

015089

4182 765 001 - 2005-10 10-13


ZF-Ecomat 4 Getriebespezifikation

10.4.2 Ölwanne tief; Anschluss links und rechts vorbereitet, 4149 131 006

015090

4182 765 001 - 2005-10 10-14


ZF-Ecomat 4 Getriebespezifikation

10.4.3 Ölwanne flach, 4149 131 010

015092

4182 765 001 - 2005-10 10-15


ZF-Ecomat 4 Getriebespezifikation

10.4.4 Ölwanne flach; Anschluss links und rechts vorbereitet, 4149 131 009

015091

4182 765 001 - 2005-10 10-16


ZF-Ecomat 4 Getriebespezifikation

10.4.5 Ölwanne tief, Anschluss links und rechts vorbereitet, mit Zollgewinde,
4149 131 004, 4149 131 008 (Verschlussschraube mit Magnet)

40±0.3
285±0.2

15/16 -12UN-2B
Aussen Ø 33.338
Major DIA.
Flanken Ø 31.964+0.189
Pitch DIA.
Kern Ø 31.039+0.457
Minor DIA.
508–0.5

15/16-12UN-2B
Aussen Ø 33.338
Major DIA.
Flanken Ø 31.964+0.189
Pitch DIA.
Kern Ø 31.039+0.457
Minor DIA.

01
15–0.5

285±0.2
Ø49+3 02

Gekennzeichnet
nach ZFN 2011 C
Marked acc. to
ZFN 2011 C
40±0.3

021771

4182 765 002 - 2005-10 10-16-1


ZF-Ecomat 4 Getriebespezifikation

10.4.6 Ölwanne Sonderfall

Funktionsbeschreibung: Absaugeinrichtung mit RATP -Ölablassschraube ist


nur auf folgendem Weg realisierbar:
Der von RATP gewünschte Ablassstopfen hat das
Ziel, Öl ablassen zu können, ohne damit direkt in • Dokumentation eines Ecomat 2 oder 4
Kontakt zu kommen. Dies wird durch ein in den
• mit Ölwanne aus Ecomat 1
Ablassstopfen integriertes Ventil erreicht.
Grund: Der Ablasssstopfen lässt sich in Ölwan-
Dieses Ventil wird durch Einschrauben einer zusätz-
nen für Ecomat 2 mit Wandlerentleerventil zwar
lich erforderlichen Ablasseinrichtung mittels Stift
einschrauben, aber Ventil lässt sich nicht öffnen,
betätigt.
da Kollision mit Gussführung für Wandlerentleer-
Zum Schutz dieses Ventiles vor Verschmutzung wird
ventil in der Ölwanne
nach dem Ölwechsel auf dem Ablassstopfen eine
Schutzkappe aufgebracht. • Hydraulische Schaltsteuerung ohne Wandlerent-
leerventil

• der RATP-Sonderablasstopfen kann nicht in FN


eingebaut werden , sondern nur im Fahrzeug,
Grund: der Ablassstopfen inkl. Schutzkappe ragt
um 12 mm aus der Ölwanne heraus
9.5

VORSICHT
Gefahr der Beschädigung der Ölwanne und des
Ablassstopfens, wenn Getriebe auf dem Boden
28

abgestellt wird.
Gefahr der Undichtigkeit bei Beschädigung des
Ablassstopfens, da exponiert und tiefster Punkt des
Getriebes (Fahrzeug?)

• erst im Fahrzeug wird der RATP-Sonderablass-


Ø 35
stopfen eingebaut

Reference VRM 602215 027034 VORSICHT


Mit diesem Stopfen ist eine Wandlerentleerung
nicht möglich!

4182 765 002 - 2005-10 10-16-2


ZF-Ecomat 4 Getriebespezifikation

10.5 Öleinfüllung

10.5.1 Öleinfüllung <K 01>

479
192

10

023784

4182 765 001 - 2005-10 10-17


ZF-Ecomat 4 Getriebespezifikation

10.5.2 Öleinfüllung <K 02>, <K 05>


AUSBAUHOEHE
Ca. A

479

10

A B 023786

K 02 380 132
K 05 622 342

4182 765 001 - 2005-10 10-18


ZF-Ecomat 4 Getriebespezifikation

10.5.3 Öleinfüllung <K03>, <K 06>

Ausbauhöhe
ca. A

B
bezogen auf Linie O4

023805

A B C β α

K 03 445 198 35 15° 0° / 90° / 135° / 150° / 180° / 225° / 270°

K 06 517 339 151 30° 0° / 90° / 135° / 180° / 250° / 270° / 315°

4182 765 001b - 2007-07 10-19


ZF-Ecomat 4 Getriebespezifikation

10.5.4 Öleinfüllung <K 09>

477

131

10

023811

4182 765 001 - 2005-10 10-20


ZF-Ecomat 4 Getriebespezifikation

10.5.5 Bestimmung der Ölstandsmarken am


Ölmessstab bei Öleinfüllung

• Der Fahrzeughersteller beschafft das Öleinfüll- • Addiert man zu dieser Länge die Maße von der
rohr, das am <K10> angeflanscht wird. Flanschfläche Rohr bis Getriebemitte (= 100) und
• Bei der Erstinbetriebnahme müssen die Ölstands- von der Getriebemitte bis zu den Ölständen
marken am Ölmessstab festgelegt werden. (siehe Zeichnung 4139 500 901), so erhält man
• Ein Ölmessstab ohne Markierungen wird in das die endgültige Ölstandmarke am Ölmessstab.
Öleinfüllrohr gesteckt und am Ende des Rohres
markiert. ZF dokumentiert anschließend den Ölmessstab.
Dieser ist als lose Lieferung von ZF zu beziehen.

10

198
49

015612

4182 765 002 - 2005-10 10-20-1


ZF-Ecomat 4 Getriebespezifikation

10.5.6 Getriebe mit seitlicher Öleinfüllung:


Ölstandsmarken

Öleinfüllung 4139 500 734 (c) VORSICHT


Die Sonderöleinfüllung muss ohne Entlüftung und
Das Öleinfüllrohr wird vom Fahrzeughersteller öldicht ausgeführt werden!
beschafft. Die Entlüftung erfolgt durch das verbliebene Stan-
dardöleinfüllrohr <K01> oder bei Sonderfällen
ZF liefert das Getriebe mit Ölwanne, über den Deckel der Nebenabtriebsöffnung.
siehe Kapitel 10.4 Beim Ersteinbau müssen die Ölstandsmarken am
Sonderölmessstab festgelegt werden, basierend auf
Die Ölmessteile 4139 131 808 können als „lose Lie- den Marken vom Standardölmessstab z.B. <K01>.
ferung” von ZF bezogen werden.

4144 Z F F S T U E C K L I S T E N O R G A N I S A T I O N 00-06-06/11:59
BAUKASTENSTUECKLISTE MIT TEXTSCHL / KENNZ / AEND-DAT *ANZEIGE* BLATT 001
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------PCIC
SNR (Z): 4139 131 808 ( ) BEN: OELMESSTEILE T-INFO: SEITL
ABT: NE3S SACHB: STEN.P L: K: 4 AEI: ZB: *LP
POS VKF SACHNUMMER ZS BENENNUNG TECHNISCHE INFORMATION K AK C P ML
H/B-MENGE A D ZKZ MZ AN/AUS AE-NR AEND-DAT
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
610 1 0634 313 237 ** O-RING 23 X 4 ZFN
640 2 0768 022 209 SS [Link] M8X25 ISO4017/8.8 A3C 4 0 B AL
72055 10.01.96
650 1 4139 301 661 1* ANSCHLUSSSTUECK 4
A07.00 2856B 15.05.00
660 1 4139 331 034 3* DICHTUNG 4
45038 03.11.88
692 1 4139 301 553 3* DECKEL 4
694 1 4133 331 003 2* TRICHTER 4
696 1 0501 317 782 3* EINFUELLSTUTZEN 4
5528A 15.12.98
700 4 0768 022 210 SS [Link] M8X35 ISO4017/8.8 A3C 4 0 B AL
A07.00 2856B 15.05.00
710 1 0501 205 876 ** OELMESSSTAB KPL. IN 0501 204 230 (2) 4

F100:---------------------------------------------------Ende der Anzeige--------------------------------------------------------------


--- SNR: 4139 700 4 TD: 0 F: S POS: _. . AE-NR: . . . . . ST: _______

4182 765 002 - 2005-10 10-20-2


ZF-Ecomat 4 Getriebespezifikation

Öleinfüllung Aus Zeichnungs-Nr. 4139 500 734

Standardöleinfüllung
mit Entlüftung

*
** A
* HINWEIS
Bei der Standardöleinfüllung
Standbereich (nMot =0)
Statonary range (nMot =0) C
B

Warmbereich 80°-90°C
D
befindet sich hier eine Ent-
Hot range 80°-90°C
225 (Gehäuseunterkante) lüftungsbohrung: besonders
225 (Bottom edge of housing)
E bei Schräglagen beachten, dass
F
Kaltbereich 30°C / Cold range 30°C
Entlüftung über dieses Rohr
erfolgt.
In Sonderfällen ist auch Ent-
023785
lüftung über den Deckel der
Nebenabtriebsöffnung mög-
lich.

** VORSICHT
Sonderöleinfüllung ohne Ent-
lüftung; öldicht.

Ölwanne tief tief flach flach


Getriebelängsneigung
- Abtrieb gesenkt - 0° - 4° 4° - 7° 0° - 4° 4° - 7°

A (mm) 124 109 107 98

B (mm) 40 40 40 40

C (mm) 164 149 147 138

D (mm) 182 164 162 153

E (mm) 234 225 227 209

F (mm) 255 238 240 222

4182 765 002 - 2005-10 10-20-3


ZF-Ecomat 4 Getriebespezifikation

Öleinfüllung 4139 500 901 USA - Ausführung

Die Getriebe werden ausgeliefert mit:


• Ölwanne tief <F15>
• Anschluss links und rechts vorbereitet
• Zollgewinde
• magnetischem Ablassstopfen.

Beim Fahrzeughersteller werden die Verschlussteile


ersetzt durch ein 90°-Winkelstück und ein Sonder-
öleinfüllrohr einschließlich Ölmessstab.

VORSICHT
Die Sonderöleinfüllung muss ohne Entlüftung und
öldicht ausgeführt werden!
Die Entlüftung erfolgt durch das Standardöleinfüll-
rohr <K01> oder bei Sonderfällen über den Deckel
der Nebenabtriebsöffnung.
Beim Ersteinbau müssen die Ölstandsmarken am
Sonderölmessstab festgelegt werden, basierend auf
den Marken vom Standardölmessstab z.B. <K01>.

4182 765 002 - 2005-10 10-20-4


ZF-Ecomat 4 Getriebespezifikation

Öleinfüllung USA-Ausführung aus Zeichnungs-Nr. 4139 500 901

Standardöleinfüllung
** VORSICHT mit Entlüftung
Sonderöleinfüllung ohne
Entlüftung; öldicht.

**
*
A

Standbereich (nMot =0)


C
* HINWEIS Statonary range (nMot =0)
B
Bei der Standardölein- D
Warmbereich 80°-90°C
füllung befindet sich hier Hot range 80°-90°C
eine Entlüftungsbohrung: 225 (Gehäuseunterkante)
225 (Bottom edge of housing)
besonders bei Schräglagen E
beachten, dass Entlüftung F
über dieses Rohr erfolgt. Kaltbereich 30°C / Cold range 30°C
In Sonderfällen ist auch
Entlüftung über den Deckel
der Nebenabtriebsöffnung
möglich. 024741

Ölwanne tief tief flach flach


Getriebelängsneigung
- Abtrieb gesenkt - 0° - 4° 4° - 7° 0° - 4° 4° - 7°

A (mm) 124 109 107 98

B (mm) 40 40 40 40

C (mm) 164 149 147 138

D (mm) 182 164 162 153

E (mm) 234 225 227 209

F (mm) 255 238 240 222

4182 765 002 - 2005-10 10-20-5


ZF-Ecomat 4 Getriebespezifikation

10.5.7 Öleinfüllung mit seitlicher Schlauchentlüftung


(USA-Anwendung, Anwendung Gasbus)

Öleinfüllung mit seitlichem Einschraubstutzen zur


Schlauchentlüftung für Anwendungen, bei denen
die Getriebeentlüftung aus dem temperaturkritischen
Bereich weggeführt werden muss.

HINWEIS
Die Position des Einschraubstutzens (0°, 90°, 180°,
270°) ist in der Getriebestückliste unter Pos. G72 α = 0° / 90°
dokumentiert. 180° / 270°

028693

4144 Z F F S T U E C K L I S T E N O R G A N I S A T I O N 07-07-04/15:23
BAUKASTENSTUECKLISTE MIT TEXTSCHL/KENNZ/AEND-DAT *ANZEIGE* BLATT 002
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
SNR(Z): 4182 044 004(S) BEN: 6 HP 554 C T-INFO: ECO 4
ABT: BPE1 SACHB: Fxxxx L: K: 4 AEI: ZB: *RETARDER
POS VKF SACHNUMMER ZS BENENNUNG TECHNISCHE INFORMATION K AK C P ML
H/B-MENGE A D ZKZ MZ AN/AUS AE-NR AEND-DAT
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
F52 9999 562 360 [Link] HA:AD= *LZ= 4 *D=1/2 ZOLL M
L= *YOKE1710
2560F 02.03.07
F60 9999 525 688 NENNSPANNUNG: 24 VOLT 2-POLIG M
G40 9999 500 266 RETARDERANSTEUERUNG: ELEKTRISCH M
G60 9999 526 608 [Link]: 1300 N.M* 1900 RPM M
5662E 26.01.06
G64 9999 545 311 WAERMETAUSCHER:HINTEN *OHNE SPEICHERM
G68 9999 562 058 OELWANNE:TIEF * M
QUERNEIGUNG GETRIEBE: GRAD
ANSCHLUSS ABLASS:LINKS+RECHTS VORBEREITET
1816F 25.01.07
G72 9999 562 736 <K02>OELEINFUELLUNG: 132*OELROHR:AL=180GRAD M
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
4144 SNR: 4182 044 004 TD: _ F: . POS: _.. AE-NR: ..... ST: ____

4182 765 002b - 2007-07 10-20-6


ZF-Ecomat 4 Getriebespezifikation

10.6 Abtrieb

10.6.1 Abtrieb koaxial

Mögliche Anbaupositionen des


Impulsgebers

°
46
(Anziehdrehmoment: 45 Nm)

280°

110
°
X
MA
.6
K1
Ø 30 1

70±0.2
.5

16
M18x1

81.8-0.2
016 862

Variantenübersicht Impulsgeber VDO

Geber- Impulsgeber Impulsgeber KITAS II


generation “Induktiv” “Hall” “Hall”

Steckanschluss Renk Bajonett Bajonett


DIN 72585 DIN 72585
Sammelzeichnung 0501 208 790 0501 210 854 0501 214 767
Geberlänge: 35 mm 0501 208 793 0501 210 857 0501 214 772
Fremd-Teilenummer 2159.50.103.01 2159.04.103.00 2171.01.203.01

HINWEIS
Das Getriebe wird serienmäßig ohne Impulsgeber ausgeliefert.
Geberrad: 6 Impulse pro Umdrehung

4182 765 001 - 2005-10 10-21


ZF-Ecomat 4 Getriebespezifikation

10.6.2 Winkeltriebe 80°

Für den Quereinbau der Motor-Getriebeeinheit stehen verschiedene Winkeltriebe (WTR) zur Verfügung:

WTR Übersetzungen max. Motor- Masse Stellung


moment (Nm) (ca. kg) rechts links

80° LHD 0,97 1 600* 97 (α = 3°; 6°; 9°)


ohne Achsversatz

80° RHD **
0,98 1 250 125 (α = 5°)
mit Achsversatz

max. WTR-Eingangsdrehzahl 3400 min-1 ^


= im 6. Gang 2000 min-1
* max. Motormoment im 1. Gang: 1250Nm
** nicht für Dauersumpftemperatur 105° C freigegeben!

80° WTR LHD 80 ° WTR RHD


ohne Achsversatz mit Achsversatz

α α

1 2 2 1

° 80°
019924
80

1 Abtrieb (verschiedene Flanschausführungen möglich, siehe Kap. 10.6.3)


2 Ecomat-Getriebe

4182 765 001 - 2005-10 10-22


ZF-Ecomat 4 Getriebespezifikation

10.6.3 Abtriebsflansch Winkeltrieb 80° LHD

Abbildung I

Abbildung IV

47-0.3 85
α

161 JS8

Ø 90+0.5

131.9
178
C

C-C
M12

Ø13
C
178

° 21.5+1
80

Abbildung II Abbildung III

(Schnittpunkt von Mitte Flansch 023806

und Teilkreis der Verzahnung)

x = Schrauben müssen vormontiert werden

Enthalten in
ZF-Nr. Zeichnung ØA ØB Ø Ch6 ØD E F ØG L° M Abb.
x 4139 303 087 (1269 339 040) 150 130 90 12.2 2.3 10 110 45° 8x45° I/II
x 4139 303 181 150 130 - 13.0 - - 110 - - I/III
4139 303 172 180 150 - 14.5 - - 127.5 - - I/III
4139 303 215 Yoke I/IV

4182 765 001 - 2005-10 10-23


4182 765 001 - 2005-10 10-24
ZF-Ecomat 4 Getriebespezifikation

10.6.4 Abtriebsflansch Ecomat: koaxial un d Winkeltrieb 80° RHD mit Achsversatz

Abb. I Abb. IV Abb. VI

AUSSEN
FLANKEN
KERN

Abb. V

Abb. VII

Abb. II
HINWEIS
Vor der Gelenkwellenmontage
muss der Abtriebsflansch ge-
reinigt werden!

x = Schrauben müssen vormontiert werden.

Enthalten in
ZF-Nr. ØA ØB ØCh6 ØNH7 ØD E F ØG L° M L Abb. Koaxial <) 80° RHD
Zeichnung
x 4139 303 087 (1269 339 040) 150 130 90 – 12.2 2.3 10 110 45° 8x45° 696 I/II X X
Abb. III
x 4139 303 072 (1269 338 079) 165 140 95 – 16.2 2.3 11 115 45° 8x45° 693 I/II X X
4139 303 074 (4139 303 073) 180 155.5 110 – 16.1 2.3 12 130 36° 10x36° 693 I/II X –
4139 303 235 (4139 303 073) 180 155.5 110 – 14.1 2.3 12 133.3 45° 8x45° 693 I/II X –
4139 303 081 (4139 303 038) 203 155.52 – 169.5 10.15 – 12.1 141 – – 704 I/III X –
4139 303 101 (4139 303 038) 203 155.52 – 169.5 9.65 – 9.8 141 – – 704 I/III X –
4139 303 109 (4139 303 038) 203 155.52 – 167.9 11.2 – 12.1 139.3 – – 704 I/III X X
4139 303 207 – Yoke 1710 – Half round – I/IV X –
4139 303 153 (4139 303 038) 203 – – 165 11.2 – 12.1 139.3 – – 704 I/III X –
4139 303 192 – Yoke 1810 – I/V X –
x 4139 303 181 150 130 – – 13.0 – – 110 – – 700 I/VI X X
4139 303 172 180 150 – – 14.5 – – 127.5 – – 712.5 I/VI X X
4139 303 166 – Yoke 1710 – Full round – I/VII X –
017031

4182 765 001 - 2005-10 10-25


4182 765 001 - 2005-10 10-26
ZF-Ecomat 4 Hydraulik

11 Hydraulik
11.1 Schaltsteuerung

027016 5

028986

1 Magnetventil Kupplung / Bremse A, C, WK, F 5 Wandler-Sicherheitsventil


2 Magnetventil Kupplung / Bremse B, E, D 6 Getriebeelektrik-Stecker
3 Retarder-Einschaltventil 7 F2-Ventil
4 Drosseldruckventil 8 Umschaltventil DRWK

4182 765 001b - 2007-07

11-1
ZF-Ecomat 4 Hydraulik

11.2 Hydraulikbeschreibung • Drosseldruckventil 15


Der Druck D1 wird über das Proportionalmagnet-
• Primärpumpe 2 und Saugfilter 1 ventil 15 (Drosseldruckventil) gemäß dem zu über-
Primärpumpe 2 saugt aus der Ölwanne über Saug- tragenden Moment (aus Berechnung) eingestellt
filter 1 Öl an (nur bei laufendem Motor). und zum Drucksteuerventil 16.2 geleitet.
• Hauptdruckventil 3 • Ventileinheit 16.x (Kupplungen, Bremsen)
Das Hauptdruckventil 3 stellt den notwendigen Nach dem Einschalten des Magnetventiles 16.1
Systemdruck in Abhängigkeit von „WK auf” und und des Ausschaltventiles 16.3 wird aus dem
„WK zu” ein. Hauptdruck P im Drucksteuerventil 16.2 ein
Schaltdruck erzeugt.
• Wandler-Sicherheitsventil 4
Die Druckhöhe während des Drucksteuerverlaufes
Das Wandler-Sicherheitsventil 4 begrenzt den
wird von Drucksteuerfeder und Drosseldruck D1
Druck D2 vor Wandler 5.
bestimmt.
• Wandler-Gegendruckventil 6 Nach Ablauf des Drucksteuerverlaufes liegt an den
Das Öl aus dem Wandler 5 strömt zum Wandler- Kupplungen und Bremsen 17 der Hauptdruck P an.
Gegendruckventil 6. Dort wird der Wandlerinnen-
• WK-Ventileinheit 18.x
druck A8 auf einen definierten Wert eingestellt.
Die Steuerung verläuft analog zur Beschreibung
Der Druck A8 wird auf die WK-Ventileinheit 18.2
Ventileinheit 16.x (Kupplungen, Bremsen), einzige
geleitet.
Abweichung: die Höhe des Schaltdruckes wird
• Schmierdruckventil 9 während des Drucksteuerverlaufes von Drucksteu-
(bei nicht betätigtem Retarder) erfeder und A8-Druck (Wandlerinnendruck) bzw.
Der anliegende Druck D4 nach dem Wandler- Druck RR3 bestimmt (siehe Umschaltventil 22).
Gegendruckventil 6 wird über das Kühlerumschalt-
• Beim Abschalten der Kupplungen, Bremsen 17 und
ventil 7 durch den Wärmetauscher 8 zum Schmier-
WK 19 werden mittels Magnetventil 16.1 bzw. 18.1
druckventil 9 geleitet und dort auf einen definier-
und Ausschaltventil 16.3 bzw. 18.3 die Druckleitun-
ten Schmierdruck reduziert. Der Druck D7 wird
gen der jeweiligen Schaltelemente entlüftet.
von dort zum Schaltgetriebe geleitet.
• Wandler-Entleerventil 20
• Schmierdruckventil 9, Retarder-Einschaltventil 10
Beim Entfernen des Ölablassstopfens an der
(bei Retarderbetrieb)
Ölwanne wird das Wandler-Entleerventil 20 akti-
Durch das Retarder-Einschaltventil 10 wird über
viert. Damit wird beim Entleeren des Getriebeöls
die Steuerleitung D8 der Kolbenraum des Kühler-
auch das im Wandler befindliche Öl abgelassen.
umschaltventiles 7 entlüftet. Der Druck D4 nach
dem Wandler-Gegendruckventil 6 wird über das • Zusätzlicher Wärmetauscher 21
Kühlerumschaltventil 7 als Druck D7 zum Schmier- Optional kann Ecomat 4 mit einem zweiten Wär-
druckventil 9 und von dort zum Schaltgetriebe metauscher („Zusatzkühler”) ausgerüstet werden:
geleitet . zwischen Kühlerumschaltventil 7 und Schmieröl-
versorgung wird das Öl durch einen zusätzlichen
• Retarderregelventil 12
Wärmetauscher 21 geleitet und abgekühlt.
Der Druck D2 liegt als Versorgungsdruck am
Retarderregelventil 12 an. In Abhängigkeit von der • Umschaltventil DRWK 22
Stellung des Proportionalmagnetventils 11 und Die Schaltstellung des Umschaltventils 22 beein-
über Druck RR3 wird der Druck R3 eingestellt. Die flusst den Drucksteuerverlauf der WK-Ventileinheit
Höhe des Druckes R3 bestimmt die Retarderwir- 18.2:
kung. Der Druck R3 geht über das Kühlerumschalt- - im geschalteten Zustand (Retarder "Aus") ist die
ventil 7 in den Wärmetauscher 8 und anschließend Höhe des Schaltdruckes während des Drucksteu-
in den Retarder 13. erverlaufes abhängig vom Druck RR3
- im nicht geschalteten Zustand (Retarder "Ein") ist
• Retarderspeicher 14
die Höhe des Schaltdruckes während des Druck-
Um die Ansprechzeit des Retarders zu verkürzen,
steuerverlaufes abhängig vom Druck A8.
wird über Luftdruck das Ölspeichervolumen des
Retarderspeichers 14 in den Retarderkreislauf ein-
gespeist.

4182 765 001b - 2007-07 11-2


ZF-Ecomat 4 Hydraulik

11.3 Hydraulikschema Aus Zeichnung-Nr.: 4182 700 003

19

WK
A B C D E F1 F2

3.43 BIS 0.83


18.2 18.1 18.3 TO
17 RUECKWAERTS
REVERSE
NEUTRAL
A *
UMSCHALTVENTIL NEUTRAL NBS
GER: WK 1. GANG
SWITCHING VALVE 1st GEAR
REGULATED 2. GANG
16.2 16.1 16.3 CONVERTER CLUTCH 2nd GEAR
17 22 3. GANG
3rd GEAR
D8
4. GANG
B 4th GEAR
AUSFUEHRUNG MIT 5. GANG
ZUSATZKUEHLUNG 5th GEAR
VERSION WITH
OIL COOLER
16.2 16.1 16.3 A B D E
A8 C F1 F2
17
i = 3.43 BIS 0.59
C WAERMETAUSCHER 21 TO
OIL COOLER RUECKWAERTS
REVERSE
NEUTRAL
5
16.2 16.1 16.3 SPEICHER NEUTRAL NBS
*
17 WANDLER-
ENTLEERVENTIL ACCUMULATOR
1. GANG
1st GEAR
20 2. GANG
D 2nd GEAR
RR3
3. GANG
14 3rd GEAR
4. GANG
WANDLER- WANDLER-
4th GEAR
16.2 16.1 16.3 SICHERHEITS-
VENTIL
GEGENDRUCK-
VENTIL WAERMETAUSCHER SCHMIERDRUCK- 5. GANG
17 CONVERTER CONVERTER OIL COOLER VENTIL 5th GEAR
SAFETY VALVE COUNTER- TEMP.- LUBRICATING 6. GANG
PRESSURE MESS- PRESSURE VALVE
STELLE 6th GEAR
VALVE
E 4 8
TEMPERATUR
D2 6 SWITCH F1 = AEUSSERE KOLBENFLAECHE BREMSE F
OUTER PISTON FACE BRAKE F
SENSOR
F2 = INNERE KOLBENFLAECHE BREMSE F
9 INNER PISTON FACE BRAKE F
F1-VENTIL
16.2 16.1 16.3 * = REDUZIERTER DRUCK
R3

17 12 D4 D6 D5 D7
F1
HAUPTDRUCKVENTIL RR3 R3
F MIT DRUCKABSENKUNG

MAIN PRESSURE VALVE 3 D2

WITH PRESSURE REDUCER RETARDER-


16.2 16.1 16.3 REGELVENTIL
RETARDER
11 7
F2-VENTIL KUEHLER-
CONTROL VALVE
UMSCHALT-
VENTIL
COOLER
CHANGEOVER
D8 D8 VALVE R1

13
P D9 R2
RETARDER- RETARDER
10 EINSCHALTVENTIL
RETARDER
ENGAGEMENT VALVE
PRIMAER-
2 PUMPE
D1
PRIMARY PUMP
A2

P 15 1 SAUGFILTER
SUCTION FILTER
A1
DROSSELDRUCKVENTIL
THROTTLE PRESSURE
VALVE

4182 765 001b - 2005-10 11-3


4182 765 001 - 2005-10 11-4
ZF-Ecomat 4 Peripherie

12 Peripherie

12.1 Fahrschalter (Tastenschalter)

Einbauvarianten mit 3, 5 und 6 Drucktasten

HINWEIS Der Tastenschalter D-N-R soll bevorzugt werden, nur in Ausnahmefällen sollen
Tastenschalter mit 5 bzw. 6 Tasten zur Anwendung kommen.

Einbauvariante mit 3 Drucktasten Aus Zeichnung-Nr. 6006 617 099 (b)

ANSICHT Z
Armaturenbrett-Ausschnitt

.5
x0
ma
R

R
D
N
C
N
D
R B

5-4
Ausführung Senkrecht R - N - D Ausführung Senkrecht D - N - R

3-Tastenblende Einheitsblende
D N R R N D
A 102 + 1 153 + 1
A
B 99 + 0.5 151 + 0.5
Ausführung Waagrecht D - N - R Ausführung Waagrecht R - N - D C 31 + 0.5 31 + 0.5

30.9 -1 93 -1 300 -30 X


b b

AUFNAHMEGEHAEUSE
12-POL. AMP MATE-N-LOK
NR.926681-3
89.5 -0.5

0659 055 323


KONTAKTSTIFT
NR.926898-1
ANSICHT X 0659 055 294

1 4 7 10
AMP MATE-N-LOK
3.5

b 2 5 8 11 12-POL. STIFT
Z 3 6 9 12 AUFNAHMEGEHAEUSE
33 +1 98 +0.5
014900

Technische Daten 3-Tastenblende Einheitsblende


Nennspannung: UN = 24 V Ausführung Stücklisten-Nr. Stücklisten-Nr.
Betriebsspannung: UN = 20 - 32 V Waagrecht D-N-R 6006 017 192 6006 017 188
Stromaufnahme: IAmax = 1 A Waagrecht R-N-D 6006 017 194 -
Betriebstemperatur: - 20 °C ... +70 °C Senkrecht D-N-R 6006 017 195 6006 017 190
Lagertemperatur: - 40 °C ... +80 °C Senkrecht R-N-D 6006 017 196 6006 017 191

4182 765 001 - 2005-10 12-1


ZF-Ecomat 4 Peripherie

Einbauvariante mit 5 Drucktasten Aus Zeichnung-Nr.: 6006 617 103 (b)

ANSICHT Z
Armaturenbrett-Ausschnitt

.5
x0
ma
R

R
1

31+0.5
N

31+0,5
2
D
D 151+0.5
2
N
1
R

5-4
Ausführung Senkrecht Ausführung Senkrecht
R-N-D-2-1 1-2-D-N-R

1 2 D N R R N D 2 1
153 ±1

Ausführung Waagrecht 1 - 2 - D - N - R Ausführung Waagrecht R - N - D - 2 - 1

30.9 -1 150 -1 300 -30


b b
X
AUFNAHMEGEHAEUSE
12-POL. AMP MATE-N-LOK
NR.926681-3
89.5-0.5

0659 055 323


KONTAKTSTIFT
NR.926898-1
ANSICHT X 0659 055 294

1 4 7 10
AMP MATE-N-LOK
3.5

b 2 5 8 11 12-POL. STIFT
Z 3 6 9 12 AUFNAHMEGEHAEUSE
33 +1 150 +0.5
014 902

Technische Daten
Nennspannung: UN = 24 V Ausführung Stücklistennummer
Betriebsspannung: UN = 20 - 32 V
Waagrecht 1-2-D-N-R 6006 017 200
Stromaufnahme: IAmax = 1 A
Senkrecht 1-2-D-N-R 6006 017 204
Betriebstemperatur: - 20 °C ... +70 °C
Senkrecht R-N-D-2-1 6006 017 202
Lagertemperatur: - 40 °C ... +80 °C

4182 765 001 - 2005-10 12-2


ZF-Ecomat 4 Peripherie

Einbauvariante mit 6 Drucktasten Aus Zeichnung-Nr.: 6006 617 107

ANSICHT Z

Armaturenbrett-Ausschnitt
R

.5
1

x0
N

ma
R
2
D

31+0.5
31+0,5
3 3
2 D
151+0.5

1 N
R

5 -4
Ausführung Senkrecht Ausführung Senkrecht
R - N - D - 3 -2 - 1 1-2-3-D-N-R

1 2 3 D N R R N D 3 2 1
153 ±1

Ausführung Waagrecht 1 - 2 - 3 - D - N - R Ausführung Waagrecht R - N - D - 3 - 2 - 1

30.9 -1 150 -1 300 -30


b b
X
AUFNAHMEGEHAEUSE
12-POL. AMP MATE-N-LOK
NR.926681-3
89.5 -0.5

0659 055 323


KONTAKTSTIFT
NR.926898-1
ANSICHT X 0659 055 294

1 4 7 10
AMP MATE-N-LOK
3.5

b 2 5 8 11 12-POL. STIFT
Z 3 6 9 12 AUFNAHMEGEHAEUSE
33 +1 150 +0,5 014 903

Technische Daten
Nennspannung: UN = 24 V Ausführung Stücklistennummer
Betriebsspannung: UB = 20-32 V Waagrecht 1-2-3-D-N-R 6006 017 208
Stromaufnahme: IAmax = 1 A Waagrecht R-N-D-3-2-1 6006 017 210
Betriebstemperatur: -20°C ...+70°C Senkrecht 1-2-3-D-N-R 6006 017 211
Lagertemperatur: -40°C ...+80°C Senkrecht R-N-D-3-2-1 6006 017 212

4182 765 001 - 2005-10 12-3


ZF-Ecomat 4 Peripherie

12.2 CAN-Tastenschalter

Einbauvariante mit 6 Drucktasten Aus Zeichnung-Nr.: 6006 640 006


Für alle CAN-Tastenschalter gilt:
Anschlussplan und Technische Daten
siehe nachstehende Zeichnung.
Ausführliche Technische Daten entnehmen Sie bitte

Ausführung, mit Blende


Bauraum für Gegenstecker

4182 765 001 - 2005-10 12-4


ZF-Ecomat 4 Peripherie

CAN-Tastenschalter Aus Zeichnung-Nr.: 6006 640 003


3-Tasten mit Blende
Ausführliche Technische Daten entnehmen Sie bitt

Ausführung, mit Blende


Bauraum für Gegenstecker

4182 765 001 - 2005-10 12-5


ZF-Ecomat 4 Peripherie

4182 765 001 - 2005-10 12-6


ZF-Ecomat 4 Peripherie

Dokumentationsübersicht CAN-Tastenschalter für Ecomat

ZF-Best.-Nr. Bestell- Einbau- Anz: Waagr. Blende Kabel- Tasten- Sachnummer Bem.
(Material-Nr.) zeichnung zeichnung Tasten Senkr. ja/nein schwanz Anordnung SEUFFER

Varianten ohne Blende, mit Kabelschwanz 30 cm für den VDO-Fahrerarbeitsplatz


6006 340 001 6006.340.020 6006.640.005 3 W nein 300 mm DNR A1197-531-02 neue SW
6006 340 003 6006.340.020 6006.640.005 3 S nein 300 mm DNR A1197-534-02 neue SW

N
D
R
6006 340 005 6006.340.020 6006.640.012 4 W nein 300 mm 2DNR A1197-541-02 neue SW
6006 340 007 6006.340.020 6006.640.012 4 S nein 300 mm 2DNR A1197-544-02 neue SW

N
D
R
2
6006 340 009 6006.340.020 6006.640.011 5 W nein 300 mm 12DNR A1197-551-02 neue SW
6006 340 011 6006.340.020 6006.640.011 5 S nein 300 mm 12DNR A1197-554-02 neue SW

2 N
D D
1 R
R 1
N 2
6006 340 018 6006.340.020 6006.640.011 5 S nein 300 mm RND21 A1197-552-02 neue SW
6006 340 013 6006.340.020 6006.640.010 6 W nein 300 mm 123DNR A1197-561-02 neue SW
6006 340 015 6006.340.020 6006.640.010 6 S nein 300 mm 123DNR A1197-564-02 neue SW

N
D
R
1
2
3
Varianten mit Blende ohne Kabelschwanz (Einbaustecker)
6006 340 002 6006.340.017 6006.640.003 3 W ja nein DNR A1197-331-02 neue SW
6006 340 004 6006.340.017 6006.640.003 3 S ja nein DNR A1197-334-02 neue SW

N
D
R
6006 340 006 6006.340.017 6006.640.004 4 W ja nein 2DNR A1197-341-02 neue SW
6006 340 008 6006.340.017 6006.640.004 4 S ja nein 2DNR A1197-344-02 neue SW

N
D
R
2
6006 340 010 6006.340.017 6006.640.002 5 W ja nein 12DNR A1197-351-02 neue SW
6006 340 012 6006.340.017 6006.640.002 5 S ja nein 12DNR A1197-354-02 neue SW
2 N
D D
1 R
R 1
N 2
6006 340 019 6006.340.017 6006.640.002 5 S ja nein RND2 1 A1197-352-02 neue SW
6006 340 014 6006.340.017 6006.640.006 6 W ja nein 123DNR A1197-361-02 neue SW
6006 340 016 6006.340.017 6006.640.006 6 S ja nein 123DNR A1197-364-02 neue SW
N
D
R
1
2
3

6006 340 026 6006.340.017 6006.640.003 3 W ja nein RND A1197-332-02 neue SW


6006 340 027 6006.340.017 6006.640.006 6 W ja nein RND321 A1197-362-02 neue SW
Varianten mit Blende mit Kabelschwanz 60 cm
6006 340 022 6006.340.021 6006.640.008 3 W ja 600 mm DNR A1197-831-01 neue SW
6006 340 023 6006.340.021 6006.640.009 4 W ja 600 mm 3DNR A1197-841-01 neue SW
6006 340 024 6006.340.021 6006.640.007 6 W ja 600 mm 123DNR A1197-861-01 neue SW
6006.640.001 Altes Gehäuse K6

Zuordnung Sachnummern ZF zu SIEMENS-VDO Fahrerarbeitsplatz


Bezeichnung VT-Nr. TS-Baugruppe TS-Schalter Lieferant TS-Nr. Lieferant TS-Nr. Bem.
Einbau in FAP Einbau in FAP (Einkauf b. Lieferant) Art. Nr. ZF SEUFFER

ZF D-N-R 15009080011100 1521.58.024.00 1521.56.027.00 ZF 6006 340 003 A1197-534-02


ZF 1-2-D-N-R noch kein Bedarf 1521.58.025.00 1521.56.028.00 ZF 6006 340 011 A1197-554-02
ZF 1-2-3-D-N-R 15009080011700 1521.58.026.00 1521.56.029.00 ZF 6006 340 015 A1197-564-02

4182 765 002 - 2005-10 12-6-1


ZF-Ecomat 4 Peripherie

4182 765 002 - 2005-10 12-6-2


ZF-Ecomat 4 Peripherie

12.3 Zusätzlicher Temperaturgeber A6 für


Temperaturanzeige
Aus Zeichnung-Nr.: 0501 322 528
(siehe auch Kap. 14)

Technische Daten
Zul. Anzugsmoment: max. 30 Nm
Betriebsspannung: 6 - 24 V
Betriebstemperatur: -30 °C bis +150 °C
kurzzeitig (max. 10 min.)
180 °C am Fühlerschaft

HINWEIS
Dichtring A 14x20 DIN
Nr. 0634 801 151 verwenden.

027026

4182 765 001 - 2005-10 12-7


ZF-Ecomat 4 Peripherie

12.4 Temperaturanzeiger A5
Aus Zeichnung-Nr.: 0501 204 074

014 905

Technische Daten ZF-Nr. 0501 204 074


Betriebstemperatur: -25 °C bis +70 °C
Lagertemperatur: -30 °C bis +70 °C Anschlussbezeichnungen
(+85 °C max. 1 h) G Geber
Nennspannung: 24 V ⊥ Masse
Betriebsspannung: 21,5 V bis 30 V + Plus Batterie
S Summer
Weitere technische Erläuterungen siehe Kapitel 14.6

4182 765 001 - 2005-10 12-8


ZF-Ecomat 4 Peripherie

12.5 Kickdown-Schalter

12.5.1 Kickdown-Schalter S1 (Schließer - hohe Haltekraft) Aus Zeichnung-Nr.: 6007 603 030

014 908

A Ausschaltpunkt Stücklisten-Nr.: 6007 203 181


B Hub
C Haltekraft
D Betätigungskraft am
Schaltpunkt = 150 N ± 20 N
E Schaltbild

4182 765 001 - 2005-10 12-9


4182 765 001 - 2005-10 12-10
ZF-Ecomat 4 Peripherie

12.5.2 Kickdown-Schalter S1 (Schließer - niedrige Haltekraft) Aus Zeichnung-Nr.: 6007 603 007

014 909

A Hierzu: Steckverbindungen versch. Längen nach Stücklisten-Nr.: 6007 203 105


Sammelzeichg. 0501 202 785 (OZ)
B Hub
C Schaltpunkt 2 ± 1 mm
D Überdrückkraft 130 N ± 20 N
E Haltekraft 55 N ± 10 N
F Schaltbild

4182 765 002 - 2005-10 12-10-1


4182 765 002 - 2005-10 12-10-2
ZF-Ecomat 4 Peripherie

12.6 Druckschalter S7 - NBS -


Aus Zeichnung-Nr.: 0501 311 584 (a)

4139 S 2056

Zeichnungserklärung
A Mit rotem Sicherungslack gesichert
B Atmungsöffnung mit Filter
C Eingeprägt: Hersteller-Zeichen,
ZF -Nr.
Herstelldatum: Monat, Jahr

Technische Daten
Schaltpunkt: 0,9 bar ± 0,2 bar bei RT
steigend Ein
Betriebsdruck: 10 bar
Überdrucksicherheit: 30 bar
Anzugsmoment: max. 30 Nm
Druckmedium: Luft
Nennspannung: 12/24 V
Betriebstemperatur: -30°C bis +100°C
Lagertemperatur: -40°C bis +100°C
Schutzart nach
DIN 40 050: Anschlüsse nach IP-00
In Verbindung mit
Kunden-spez. Stecker: Kontaktraum IP-64

4182 765 001 - 2005-10 12-11


ZF-Ecomat 4 Peripherie

12.7 Wechsel-Relais, z.B. Fahrschalter-Relais

014 912

ZF-Nr.: 6041 312 019 Zeichnungserklärung


A Steckeranordnung
Bosch-Nr.: A 332 203 003 B Bestell-Nr.
C Flachsteckerende 6,3 x 0,8
Passender Relais-Sockel: 6041 313 005 DIN 46 247
D Schaltbild eingeprägt

Technische Daten
Nennspannung: 24 V
Belastung: 10/20 A
Schutzart: IP 33 - Klemme IP 20 - DIN 40 050
bei Verwendung von Stecksockeln
Anschlussstecker müssen dabei
nach unten zeigen!

4182 765 001 - 2005-10 12-12


ZF-Ecomat 4 Peripherie

12.8 Programmumschalter S5
Aus Zeichnung-Nr.: 0501 204 926

014 906

Schutzart: IP 65 vor der Schalttafel

Schaltelement Standard mit Kupplung


Kontakte Anschluss


und Steckanschluss
1S

Die Schlosstaste oder Schlossschalttaste wird zum


kurzzeitigen oder dauernden Schließen oder Öffnen
von Stromkreisen im angekoppelten Schaltelement
verwendet.

Die Schlossschalttaste 3 (Raststellung des Schlosses


in Anfang- und Endstellung) kann nur aus der
Grundstellung (Anfang) in die Raststellung (Ende)
durch vorheriges Betätigen des Schlüssels gedrückt
werden. Die Auslösung erfolgt durch Rechtsdrehen
des Schlüssels.

Der Schlüssel kann in jeder Stellung des Schlosses


abgezogen werden.

4182 765 002 - 2005-10 12-12-1


4182 765 002 - 2005-10 12-12-2
ZF-Ecomat 4 Neutral bei Stillstand

13 Neutral bei Stillstand (NBS) ! GEFAHR


Fahrer und Fahrzeughersteller müssen unbedingt auf
13.1 Beschreibung
richtige Bedienung des Fahrzeuges an Steigungen
und Gefällen hingewiesen werden.
Die Neutralstellung bei Stillstand (NBS) wurde ent-
Zurückrollen an Steigungen muss durch Feststell-
wickelt, um bei Stadtbuseinsätzen mit häufigen
bremse oder Haltestellenbremse verhindert werden.
Stopps Kraftstoff zu sparen.
Anfahren: leicht Gasgeben - Getriebe schließt -
Bremse lösen.
Das Getriebe schaltet automatisch nach Neutral,
Bei Koppelung NBS mit Türschließeinrichtung muss
d. h. der Kraftfluss Motor-Hinterachse wird unter-
sichergestellt sein, dass sich das Fahrzeug nie unkon-
brochen, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
trolliert in Bewegung setzen kann.
Das Lösen der Haltestellenbremse darf nur durch
• Gaspedal in Leerlaufstellung
„aktives Eingreifen“ des Fahrers ermöglicht werden,
• Information, dass Betriebsbremse aktiviert ist
z.B. durch Gasgeben oder manuelles Lösen der
über
Bremsen.
- Bremsdruckschalter (Digital)
- CAN (SAE J1939)

SAE J 1939
• Fahrgeschwindigkeit (Abtriebsdrehzahl nAb) nahe
Stillstand (< ca. 3 km/h) 5.3.31 CCVS Cruise Control/Vehicle Speed RX
• 1. Gang vorwärts gewählt
[Link] Parking Brake Switch

! GEFAHR
5.3.4 EBC1 Electronic Brake Controller #1 RX
Der Pneumatikdruck im Bremssystem muss so
gewählt werden, dass das Fahrzeug an Steigungen- [Link] Brake Pedal Position
bzw. Gefällen sicher gebremst wird.
5.3.4 EBC3 Electronic Brake Controller #3 RX
[Link] Brake application pressure,
Sind diese Bedingungen erfüllt, schaltet das Getriebe
front axle, left wheel
nach einer Verzögerungszeit automatisch nach
[Link] Brake application pressure,
„Neutral”. Die Abtriebsdrehzahl nAb sowie die Verzö-
front axle, right wheel
gerungszeit sind Anhaltswerte und innerhalb gewis-
sen Grenzen frei parametrierbar: [Link] Brake application pressure,
• Kriechverkehr: rear axle, left wheel
nAb < 400 min-1 -> NBS nach 2 Sek. [Link] Brake application pressure,
• Anhaltevorgang: rear axle, right wheel
nAb > 400 min-1 -> NBS nach 1 Sek.
5.3.2 TC1 Transmission Control #1 RX
Sobald eine dieser Bedingungen nicht mehr erfüllt from Source Address
ist, wird automatisch wieder der 1. Gang eingelegt.
[Link] Disengage Driveline Request

HINWEIS
Bremsennachhaltung entsprechend Anschlussplan * Ansteuerung NBS über Druckschalter oder alternativ
über CAN J 1939, siehe Tabelle oben.
4139 720 045 (Kap 13.2).

4182 765 001 - 2005-10 13-1


Vorderachse

4182 765 001 - 2005-10


(+)
ZF-Ecomat 4

Schalter Halte- Luftpresser


stellenbremse Mehrkreis-Schutzventil
13.2 Anschlussplan (elektrisch)

Druckregler
Hinterachse

NBS-Druckschalter
aus VA-Bremskreis Magnetabsperrventil
(Haltestellenbremse)
(+) (+) ~ 0.3 bar
Haltestellen- NBS-Druck-
schalter

13-2
bremse Druckbegren-
Druckschalter ist so
zungsventil
zu wählen, dass ein
Magnet-
Zurückrollen des
ventil
P Fahrzeuges verhin- Rückschlag-
dert wird. ventil
NBS-Signal
zum Getriebe
Handbremsventil

Digital CAN
NBS-Signal zum Getriebe NBS-Signal
Fußbremsventil
zum Getriebe
MV Haltestellenbremse und NBS-Druckschalter müssen in ge-
trennten Bremskreisen installiert sein.
VORTEIL: Bremsen-Nachhaltung ca. 0,3 s bei Bedienung der Halte-
stellenbremse
Kombizylinder
Membranzylinder

024739
Neutral bei Stillstand

Aus Zeichnung-Nr.: 4139 720 045


ZF-Ecomat 4 Neutral bei Stillstand

13.3 NBS-Anzeige Electronic Transmission Controller

Driveline Current
13.3.1 „NBS-aktiv”-Anzeige über digitales Signal engaged gear
Neutral 00b* 0
Als Standard empfehlen wir: NBS 00b* 1
Anzeige „NBS-aktiv”- digital über Pin 52 (AD10). NBS verlassen 01b* am Beginn 1
Gang 01b* 1-6
Signaldefinition: Gangschaltungen 01b* siehe unten
Signal ist aktiv, wenn NBS aktiviert ist. Gang einlegen 01b* am Beginn siehe unten
*b = Binärcode

13.3.2 „NBS-aktiv”-Anzeige über CAN Wählschalter-Position Angeforderter Fahrbereich

Die Anzeige kann erfolgen über die Kombination Hochschaltung: Signalwechsel


von folgenden CAN-Botschaften: am Beginn gewählter Gang
am Ende aktueller Gang
• 5.3.5 ETC1 „Electronic Transmission Controller”,
Signal [Link] „Driveline engaged”
und HINWEIS
• 5.3.8 ETC2 „Electronic Transmission Controller”, Während NBS aktiv ist, darf keine Drehzahlanhe-
Signal [Link] „Current gear” bung (High Idle) erfolgen.

Durch die Kombination der beiden CAN-Botschaf-


ten können die in der Matrix aufgeführten Informa-
tionen dargestellt werden:

4182 765 001 - 2005-10 13-3


4182 765 001 - 2005-10 13-4
ZF-Ecomat 4 Neutral bei Stillstand

13.4 NBS direkt über F1

Die Anwendung Neutral bei Stillstand (NBS) wurde


für den Stadtbus-Einsatz entwickelt.

Neutralschaltung “F”

027033

NBS - Direkt über F1

NBS aktiv: Vorteile:


Bei NBS wird der Druck im Kolbenraum F1 so ge- Verbesserung der Schaltqualität beim NBS-Einlegen
regelt, dass die Lamellen mit einem minimalen und NBS-Verlassen, sowie bei der Rückschaltung 2-1
Schlupf den Kolben in „Bereitschaftsstellung“ mit Übergang zu NBS.
halten.
Aufgrund dieser “Bereitschaftsstellung” ist ein sofor-
tiges Schließen der Kupplung zum Anfahren mög-
lich.

NBS über Kolbenraum F1:


Das Drucksteuerventil F wird so modifiziert, dass
eine zeitlich unbegrenzte Druckregelung möglich
ist. Dies ermöglicht eine Schlupfregelung der Brem-
se F. Im Zustand NBS wird der Druck im Gangele-
ment F so weit abgesenkt, dass dieses mechanisch
öffnet und die Turbinendrehzahl zur Motordrehzahl
hochlaufen kann, jedoch der Kolbenraum nicht ent-
leert wird.

4182 765 002 - 2005-10 13-4-1


ZF-Ecomat 4 Neutral bei Stillstand

„NBS aus Fahrt“

Bedingungen:
• 1. oder 2. Gang geschaltet
• Turbinendrehzahl kleiner Motordrehzahl d.h.
Wandler im Zugbetrieb, Wandlerüberüber-
brückungskupplung offen
• Gaspedal in Leerlaufstellung
• Bremspedalinformation über CAN nach
- SAE J 1939: EBC1 Brake Pedal Position

Bei diesen Bremsinformationen kann NBS bereits


aktiviert werden wenn das Bremspedal leicht
gedrückt wird, ohne dass das Fahrzeug durch die
Betriebsbremse verzögert wird.

• Liegt eine andere Bremsinformationen vor (siehe


Tabelle NBS nach J1939) führt dies zu NBS kurz
vor Stillstand, da die eingesteuerten Bremsdrücke
das Fahrzeug stark verzögern (NBS bei Still-
stand).

4182 765 002 - 2005-10 13-4-2


ZF-Ecomat 4 Temperaturüberwachung

14 Temperaturüberwachung 14.4 Temperaturwarnungen

Die Temperaturwarnschwellen und kundenseitige


Pos. 120 Pos. 124 Benennungen der Fehler und deren Prioritäten wer-
den im Applikationsgespräch festgelegt.

B14 021648

B14:
- Temperaturgeber Getriebeölsumpf

Pos. 120/124:
- Temperaturgeber Retarderaustritt (B4) bzw.
Temperaturgeber (A6) für Temperaturanzeiger (A5)

14.1 Temperaturinfo über CAN

Die Ölsumpftemperatur [Link] „Transmission Oil


Temperature” und die Öltemperatur am Retarder-
austritt [Link] „Hydraulic Retarder Oil Temperatu-
re” werden über CAN gesendet.

14.2 Temperaturinfo über Temperaturgeber A6

Für Kunden ohne Zugriff auf o.g. CAN-Botschaften


liefert der Temperaturgeber A6 in Verbindung mit
dem Temperaturanzeiger A5 (siehe Kap. 14.6) die
entsprechende Retarderaustrittstemperatur.

14.3 Temperaturinfo über DM1-Hinweis

Die Temperaturwarnungen und Temperaturanzeigen


können über „CAN-Diagnose-DM1-Hinweisbotschaf-
ten” angezeigt werden.

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ZF-Ecomat 4 Temperaturüberwachung

14.5 Zusätzlicher Temperaturgeber A6


Aus Zeichnung-Nr.: 0501 322 528

027026

Technische Daten
Zul. Anzugsmoment: max. 30 Nm
Betriebsspannung: 6 - 24 V
Betriebstemperatur: -30°C bis +150°C
kurzzeitig (max. 10 min.)
180°C am Fühlerschaft

HINWEIS
Dichtring A 14x20 DIN
Nr. 0634 801 151 verwenden.

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ZF-Ecomat 4 Temperaturüberwachung

14.6 Widerstandskennlinie zu Temperaturgeber A6


R [Ohm]

Temp. [°C] Min [Ω] Nennwiderstand [Ω] Max [Ω]

+ 20 1020.0 1150.0 1280.0


104 + 60 219.0 240.0 261.0
8 + 90 82.0 89.0 96.0
+ 120 36.3 38.5 40.7
6
+ 130 27.5 29.0 30.5
4

103
8
6

102
8
6

101
-10 0 10 20 30 40 50 60 70 80 100 120 140 °C
015 088

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ZF-Ecomat 4 Temperaturüberwachung

14.7 Temperaturanzeiger A5 Aus Zeichnungs-Nr.: 0501 204 074

Der Temperaturgeber versorgt ein Fernthermometer (Temperaturanzeiger), dessen Skala in 3 Farben aufge-
teilt ist:
Grüner Bereich: für alle normalen Fahrbetriebszustände
Grün-roter Bereich: nur für Bremsbetrieb mit Retarder
Roter Bereich: Öltemperatur zu hoch (Warnlampe leuchtet bzw. akustisches Signal bei 145 °C)

014 905

Technische Daten Anschlussbezeichnungen


Betriebstemperatur: -25°C bis +70°C G Geber
Lagertemperatur: -30°C bis +70°C ⊥ Masse
(+85°C max. 1 h) + Plus Batterie
Nennspannung: 24 V S Summer
Betriebsspannung: 21,5 V bis 30 V
Der Ausgang S am Temperaturanzeiger kann mit
(+) Imax = 250 mA belastet werden, d. h., hier kann bei
Erreichen der Übertemperatur (145°C) eine Warn-
lampe und / oder ein akustisches Warnsignal einge-
schaltet werden.

K9

A5

014913

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ZF-Ecomat 4 Elektronische Schaltautomatik EST 146/147

15 Elektronische Schaltautomatik EST146/147 werden; eine entsprechende „Anlasssperre” ist vom


Fahrzeughersteller zu installieren.
15.1 Funktionsbeschreibung
Verschiedene Absicherungen gegen Fehlbedienung
Die neue elektronische Schaltautomatik EST und Fehlverhalten erhöhen die Fahrsicherheit.
146/147 dient zur Steuerung und Funktionsüberwa-
chung der ZF-Ecomat-Getriebe HP 504 C / 594 C / Die Schaltautomatik ist eigendiagnosefähig und
604 C. kann über Schnittstellen zu ISO 9141, KWP 2000
Über eine CAN-Schnittstelle kann die EST 146/147 bzw. SAE J 1587 und SAE J 1939 in Onboard-Diagnose-
auch mit anderen Steuergeräten kommunizieren. Systeme integriert werden. Moderne Diagnosesyste-
me mit Menüführung erlauben einen schnellen und
Die CAN-Anbindung ermöglicht eine einfache Inte- einfachen System-Check im Fahrzeug.
gration in neue Fahrzeugkonzepte. Sensoren können Die elektronische Schaltautomatik trägt damit
gemeinsam genutzt und der Aufwand für die Fahr- wesentlich bei zur
zeugverkabelung reduziert werden. • Erhöhung von Schaltqualität und Sicherheit
• verbesserten Wirtschaftlichkeit, z.B. durch Redu-
In der elektronischen Schaltautomatik werden ver- zierung des Kraftstoffverbrauchs
schiedene Größen aus Fahrzeug und Getriebe, wie • Steigerung der Zuverlässigkeit
z.B. „Fahrtrichtung”, „Fahrbereich”, „Motorlast”, • Vereinfachung von Einbau und Service
„Drehzahlen”, „Getriebetemperatur”, „Fahrge-
schwindigkeit”, etc. erfasst und zu Signalen für die
Ansteuerung der Getriebehydraulik verarbeitet. Dar-
über hinaus werden getriebespezifische Informatio-
nen und Anforderungen über die CAN- bzw. Bord-
netz-Schnittstelle mit dem Fahrzeugmanagement
ausgetauscht.

Die Steuerung EST 146/147 sorgt für eine stufenlos


und beschleunigungsabhängige Schaltdrehzahl und
ermöglicht eine einfache elektrische Retarderan-
steuerung.
Auf Wunsch stehen bis zu sechs unabhängig vonein- 015 284

ander arbeitende Schaltprogramme zur Verfügung.


15.2 Standardfunktionen
Bei jedem Gangwechsel regelt die Elektronik den • Wirtschaftlich optimierte Fahrprogramme
Schaltdruck in der Weise, dass eine gleichbleibende • Statistikspeicher zur Erfassung von Betriebsdaten
Schaltzeit und dadurch ein über die Lebensdauer • Beschleunigungs- und motorlastabhängige Schalt-
gleichbleibend hoher Schaltkomfort erreicht wird. punkte
Werden die vorgegebene Schaltzeit und der vorgege- • Hoher Schaltkomfort durch Schaltdruck- und
bene Schaltdruck trotz Nachregelung nicht eingehal- Schaltzeitadaption
ten, z.B. aufgrund geschädigter Getriebeteile, zu • Schutz des Getriebes durch Motorführung (über
geringer Ölmenge, etc., wird dies dem Fahrer über CAN)
eine Zustandswarneinrichtung signalisiert. Damit • Erhöhung der Fahrsicherheit durch verschiedene
können evtl. Folgeschäden vermieden werden. Die Absicherungen gegen Fehlbedienung und Fehl-
im Getriebe eingebaute Wandler-Überbrückungs- verhalten
kupplung wird von der Schaltautomatik last- und • Nichtflüchtiger Fehlerspeicher zum Abspeichern
drehzahlabhängig geöffnet bzw. geschlossen. Der von Fehlerzuständen im Getriebesystem
Motor darf nur in Schaltstellung “Neutral” gestartet

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ZF-Ecomat 4 Elektronische Schaltautomatik EST 146/147

• Eigendiagnosefähigkeit der elektronischen werden. Empfohlene Einbauorte sind:


Schaltautomatik - im Fahrerhaus
• Diagnose mit verschiedenen Geräten nach ISO- - im Fahrzeuginnenraum
Standard 9141 bzw. SAE J 1587 - im Schaltkasten
• EOL-Konfiguration von Applikationsparametern • Die zulässigen Einbaulagen sind unbedingt einzu-
zur Reduzierung der Variantenvielfalt bzw. halten (siehe Kap.15.6). Andere Einbaulagen nur
Anpassung an Kundenbedürfnisse nach Rücksprache mit unserer Abteilung „Ver-
• EEPROM-Parametrierung: Auswahl geeigneter trieb und Applikation”.
Fahrprogramme und Fahrschalterbelegungen • Das Gehäuse der EST 146/147 muss gut zugäng-
• Betriebsdatenerfassung lich sein. Es ist kein Massekabel notwendig.
• Für den 68-poligen Stecker muss für den Service-
fall ein Ausbaumaß von mindestens 150 mm
15.3 Zusatzfunktionen berücksichtigt werden.
• In folgenden Fällen muss die EST 146/147 in
• Gangfreigabe über Zusatztaste (zweite. R.-Gang- spannungslosem Zustand sein — Zündung aus-
Taste) schalten und Zündschlüssel abziehen:
• weitere Fahrprogramme: - zum Anschluss der EST 146/147 an das Bord-
die elektronische Schaltautomatik kann mit bis netz
zu sechs verschiedenen Schaltprogrammen und - zum Abziehen des 68-poligen Steckers
vier verschiedenen Kundenblöcken ausgerüstet - zum Abklemmen der Batterie vom Bordnetz.
werden.
Programmanpassung, d.h. Auswahl von zwei VORSICHT
geeigneten Schaltprogrammen erfolgt beim Fahr- Die EST 146/147 darf nicht auf Schwingungsdämp-
zeughersteller über “End-of-line”-Konfiguration fer montiert werden!
(EOL).
Batterie-Hauptschalter im Fahrzeug:
Das gewünschte Fahrprogramm kann im Fahrbe-
bei Hauptschalter "Aus" müssen sowohl Batterie
trieb z.B. über einen Schalter am Armaturenbrett
wie auch Generator vom Bordnetz getrennt sein!
abgerufen werden.
Andernfalls muss eine Spannungsversorgung der
• Zustandsüberwachung: Fehler, die zu Schäden
Elektronischen Schaltautomatik über Klemme
im Getriebe führen können, werden z.B. durch
30/Batterie auch bei Hauptschalter "Aus" sicherge-
Blinken des Tastenschalters angezeigt (nur CAN-
stellt sein (Stromverbrauch < 1mA, unkritisch!).
Tastenschalter).
Der Betrieb der EST 146/147 ohne Batterie ist nicht
erlaubt - Gefahr der Zerstörung durch Überspan-
nung!
15.4 Einbauvorschrift
Außerdem ist zu beachten:
Beim Einbau der EST 146/147 ist folgendes zu • Die Plus-Versorgung (Klemme 15 bzw. Zündung)
beachten: darf nur bei Fahrzeugstillstand geschaltet werden.
• der Einbau muss an geeigneter Stelle im Fahrzeug • Bei folgenden Arbeiten muss die Zündung ausge-
erfolgen, d.h. die EST 146/147 muss geschützt schaltet und der Stecker von der EST 146/147
sein vor: abgezogen werden:
- zu hoher Luftfeuchtigkeit - Bei elektrischen Reparaturarbeiten am Fahr-
(Grenzwert +40°C / 95% Luftfeuchte) zeug, insbesondere beim Elektroschweißen!
- extremen Temperaturen - Bei Isolationsprüfungen an der elektr. Anlage.
(Grenzwerte -40°C / +70°C) • Bei Fremdstart des Motors:
- Staubablagerungen zur Vermeidung von Überspannungen werden
- Spritzwasser gepufferte Fremdstartgeräte bzw. das Parallel-
• Aus oben genannten Gründen sollte die EST Schalten einer leistungsfähigen Batterie empfoh-
146/147 in einem Trockenraum untergebracht len.

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ZF-Ecomat 4 Elektronische Schaltautomatik EST 146/147

15.5 Technische Daten der EST 146/147 Störimpulsaufkopplung auf Signalleitungen


Die Störimpulse sind mittels Koppelzange kapazitiv
Nennspannung: U = 24 V auf Geber- und Signalleitungen aufzukoppeln.
Betriebsspannung: U = 18 - 32 V
(36 V für 5 min) • Energiereiche, kap. gekoppelte negative Impulse
Vollast-Stromaufnahme: I = 6 A Nach ISO 7637, Teil 3, Prüfimpuls 1
Us = -250 V, td = 2 ms, tl = 5 s, Ri = 10 Ω
Störimpulsfestigkeit Funktionskriterium: a)
Störimpulsaufkopplung auf die Bordnetzspannung
Die Störimpulse sind, wenn nichts anderes angege- • Energiereiche, kap. gekoppelte positive Impulse
ben, einer Bordnetzspannung von Ub = +28 V zu Nach ISO 7637, Teil 3, Prüfimpuls 2
überlagern. Vs = +250 V, td = 0.05 ms, tl = 5 s, Ri = 10 Ω
Funktionskriterium: a)
• Energiereiche, negative Impulse
Nach ISO 7637, Teil 2, Prüfimpuls 1a • Gruppen von kurzen kap. gekoppelten negativen
Us = -300 V, td = 2 ms, tl = 0.5 s, Ri = 4 Ω Impulsen
Funktionskriterium: c) Nach ISO 7637, Teil 3, Prüfimpuls 3a
Vs = -250 V, td = 0.1 µs, Ri = 50 Ω
• Energiereiche, negative Impulse Funktionskriterium: a)
Nach ISO 7637, Teil 2, Prüfimpuls 1b
Us = -600 V, td = 2 ms, tl = 5 s, Ri = 50 Ω • Gruppen von kurzen kap. gekoppelten positiven
Funktionskriterium: c) Impulsen
Nach ISO 7637, Teil 3, Prüfimpuls 3b
• Energiereiche, positive Impulse Vs = + 250 V, td = 0.1 µs, Ri = 50 Ω
Nach ISO 7637, Teil 2, Prüfimpuls 2 Funktionskriterium : a)
Vs = +300 V, td = 0,05 ms, tl = 5 s, Ri = 10 Ω
Funktionskriterium: c) Elektrostatische Entladung

• Gruppen von kurzen negativen Impulsen • Störimpulse durch elektrostatische Entladung


Nach ISO 7637, Teil 2, Prüfimpuls 3a Nach EN 61000-4-2
Vs = -200 V, td = 0.1 µs , Ri = 50 Ω Us = 8 kV Gehäuse, / Us = 5 kV Steckerpins
Funktionskriterium: a) C = 150 pF, Ri = 330 Ω
Funktionskriterium (Gehäuse): a)
• Gruppen von kurzen positiven Impulsen (Steckerpin): d)
Nach ISO 7637, Teil 2, Prüfimpuls 3b
Vs = +200 V, td = 0.1 µs, Ri = 50 Ω Elektromagnetische Verträglichkeit ( EMV )
Funktionskriterium: a)
Systemmessungen
• Spannungseinbruch beim Anlassen
Nach ISO 7637, Teil 2, Prüfimpuls 4 • Festigkeit gegenüber eingeleiteten Störungen (CS)
Us = -16 V, Ua = -12 V, t6 = 100 ms, Aufbau nach MIL-STD-462, NOTICE 3
t8 = 20 s, tf = 100 ms, Ri = 0.01 Ω Der Bordnetzspannung ist eine Sinus-Wechsel-
Funktionskriterium: b) spannung von 3 Vss zu überlagern.
Frequenzbereich: 30 Hz bis 120 kHz
• Load-dump Impuls Funktionskriterium : a)
Nach ISO 7637, Teil 2, Prüfimpuls 5
Us = 200 V
td = 150 ms, W = 800 J, Ri = 2.0 Ω
Funktionskriterium: b)

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ZF-Ecomat 4 Elektronische Schaltautomatik EST 146/147

• Festigkeit gegenüber gestrahlten Störungen ( RS ) Funktionskriterien


Angelehnt an EG- Richtlinie 95/54/EG Annex 9
bzw. ISO/DIS 11452- 1 / 2 / 5 a) volle Funktionsfähigkeit
Frequenzbereich: 1 MHz - 1 GHz E-Feld Keine wahrnehmbare Fahrfunktionsbeeinträchti-
Modulationsart: - ohne Modulat. gung der Steuerung bei den genannten Bedingun-
- AM 80% / 1 kHz gen.
Polarisation (ab 220 MHz): vertikal / horizontal
Störfeldstärke: 100 V/m b) eingeschränkter Betrieb (Load-dump Impuls)
Funktionskriterium: a) Während der genannten Bedingung nimmt die
Steuerung einen definierten Zustand ein. Bei
• Geleitete Störaussendung ( CE ) Steuerungen mit MC ist voller Datenerhalt
Angelehnt an VDE 0879 Teil 3 gewährleistet. Nach Abklingen der genannten
mit erweitertem Frequenzbereich bis 200 MHz Bedingung kehrt die Steuerung in den Ausgangs-
Entstörgrad: 5 zustand zurück.

• Gestrahlte Störaussendung ( RE ) c) Keine Zerstörung


Während der genannten Bedingung nimmt die
Breitbandstörer Steuerung einen definierten Zustand (alle Ausgän-
Nach EG- Richtlinie 95/54/EG Annex 7 ge abgeschaltet) ein. Bei Steuerungen mit MC ist
Frequenzbereich: 30 MHz - 1 GHz kein Datenerhalt gewährleistet. Nach Abklingen
der genannten Bedingung ist die Steuerung unein-
Schmalbandstörer geschränkt verfügbar (MC führt Kaltstart durch).
Nach EG- Richtlinie 95/54/EG Annex 8
Frequenzbereich: 30 MHz - 1 GHz d) Keine Zerstörung
Während der genannten Bedingung ist die Steue-
rung nicht in Betrieb. Dabei darf keine wahr-
Temperaturbereich: Betrieb: -40°C ... +70°C nehmbare Funktionsbeeinträchtigung auftreten.
Feuchtebeständigkeit: nach DIN IEC 68-2-30
(feuchte Wärme) obere Temperatur: + 55 °C
Funktionskriterium a)
Schwingungsfestigkeit: 5 g (10 Hz...2000 Hz)
Schockfestigkeit: 25 g
Schutzart: IP 54
Masse: 0,9 kg

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ZF-Ecomat 4 Elektronische Schaltautmatik EST 146/147

15.6 Einbauzeichnungen

15.6.1 Einbauzeichnung EST 146 Aus Zeichnung-Nr.: 6009 690 001

032 486

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ZF-Ecomat 4 Elektronische Schaltautmatik EST 146/147

15.6.2 Einbauzeichnung EST 147 Aus Zeichnung-Nr.: 6009 691 001

032 486

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ZF-Ecomat 4 Elektronische Schaltautmatik EST 146/147

15.7 Stromlaufpläne

15.7.1 Stromlaufplan EST 146 / EST 147 mit CAN und digitalem Tastenschalter Aus Zeichnung-Nr.: 6029 749 008

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ZF-Ecomat 4 Elektronische Schaltautmatik EST 146/147

15.7.2 Stromlaufplan EST 146 / EST 147 mit CAN und CAN-Tastenschalter Aus Zeichnung-Nr.: 6029 749 010

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ZF-Ecomat 4 Elektronische Schaltautmatik EST 146/147

15.8 Polbilder Aus Zeichnungs-Nr. 6029 729 073

Best. -Nr. 6029.199.120


bzw. 6029.201.863 (Winkel-
stecker für Zusatzkühlung)

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ZF-Ecomat 4 Elektronische Schaltautmatik EST 146/147

15.9 Anschlusspläne
15.9.1 Anschlusspläne EST 146/147 mit CAN und digitalem Tastenschalter, Blatt 1-4
Anschlussplan EST 146 mit CAN und digitalem Tastenschalter, Blatt 1 Aus Zeichnungs-Nr. 6029 749 009 / Blatt 1

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ZF-Ecomat 4 Elektronische Schaltautmatik EST 146/147

Anschlussplan EST 146 mit CAN und digitalem Tastenschalter, Blatt 2 Aus Zeichnungs-Nr. 6029 749 009 / Blatt 2

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ZF-Ecomat 4 Elektronische Schaltautmatik EST 146/147

Anschlussplan EST 147 mit CAN und digitalem Tastenschalter, Blatt 3 Aus Zeichnungs-Nr. 6029 749 009 / Blatt 3

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ZF-Ecomat 4 Elektronische Schaltautmatik EST 146/147

Anschlussplan EST 147 mit CAN und digitalem Tastenschalter, Blatt 4 Aus Zeichnungs-Nr. 6029 749 009 / Blatt 4

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ZF-Ecomat 4 Elektronische Schaltautmatik EST 146/147

15.9.2 Anschlusspläne EST 146/147 mit CAN und CAN-Tastenschalter, Blatt 1-4
Anschlussplan EST 146 mit CAN und CAN-Tastenschalter, Blatt 1 Aus Zeichnungs-Nr. 6029 749 011 / Blatt 1

4182 765 001 - 2005-10 15-14


ZF-Ecomat 4 Elektronische Schaltautmatik EST 146/147

Anschlussplan EST 146 mit CAN und CAN-Tastenschalter, Blatt 2 Aus Zeichnungs-Nr. 6029 749 011 / Blatt 2

4182 765 001 - 2005-10 15-15


ZF-Ecomat 4 Elektronische Schaltautmatik EST 146/147

Anschlussplan EST 147 mit CAN und CAN-Tastenschalter, Blatt 3 Aus Zeichnungs-Nr. 6029 749 011 / Blatt 3

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ZF-Ecomat 4 Elektronische Schaltautmatik EST 146/147

Anschlussplan EST 147 mit CAN und CAN-Tastenschalter, Blatt 4 Aus Zeichnungs-Nr. 6029 749 011 / Blatt 4

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ZF-Ecomat 4 Elektronische Schaltautomatik EST 146/147

15.10 Funktionsbeschreibung EST 146/147 PIN 5 (AD5) Ausgang Digital


gemäß Funktion: Ansteuerung Schaltelement C
Stromlaufplan 6029 749 008: Das Schaltelement C wird über Magnetventil Y15
Anwendung mit CAN + digital. Tastenschalter angesteuert.
Anschlussplan 6029 749 009:
Anwendung mit CAN + digital. Tastenschalter PIN 6 (AIP3) Ausgang Strom Puls-Weiten-Moduliert
Funktion: Ansteuerung Proportionalmagnet Retar-
HINWEIS der Y1
Separater Stromlaufplan / Anschlussplan für Analoge Stromansteuerung des Retarder-Proportio-
CAN-Tastenschalter: nalventils Y1 gemäß angefordertem Retardermo-
6029 749 010 / 6029 749 011 ment.
Polbilder:
6029 729 073 PIN 7 (CANF-T) CAN Full Termination
Funktion: Abschlusswiderstand 120 Ohm
Spannungsversorgung: 24 V Wenn EST 146/147 als Endteilnehmer definiert
wird, muss der Abschlusswiderstand in der EST
Versorgungsspannungsgrenzen: aktiviert werden, indem eine Brücke von PIN 26
volle Funktionsfähigkeit zwischen 18 V und 32 V nach PIN 7 installiert wird.

HINWEIS PIN 8 (AD9) Ausgang Digital


Bei Spannungen < 18 V (Kl.30) schaltet das Steuer- Funktion: Ansteuerung Magnetventil Y2 für
gerät aktiv in einen sicheren Zustand (Neutral). Retarderspeicher

RESET: über Tastenschalter-Neutral PIN 9 (AD4) Ausgang Digital


Funktion: Ansteuerung Schaltelement D
Stromaufnahme: Das Schaltelement D wird über Magnetventil Y14
Standby: ≤ 1 mA angesteuert.
Leerlauf: < 300 mA
Vollast: 6A PIN 10 (AD7) Ausgang Digital
Prüfdauer: 1h Funktion: Ansteuerung Schaltelement A
Das Schaltelement A wird über Magnetventil Y17
PIN 1 (VM1) Versorgung Masse angesteuert.
Funktion: Versorgungsmasse für Steuergerät
(-) Klemme 31 (Fahrzeug-Masse) PIN 11 (AD16) Ausgang Digital
Funktion: Ansteuerung Schaltelement Wandler-
PIN 2 (VMG1) Versorgung Masse Geber kupplung
Funktion: Versorgungsmasse für Sensoren Das Schaltelement WK wird über Magnetventil Y18
angesteuert.
PIN 3 (ER1) Eingang Widerstand 1
Funktion: Widerstandseingang Temperaturgeber PIN 12 (ED15) Eingang Digital
Retarderaustritt am Kühleranschluss- Funktion: Retarderanforderung digital
stück Standard: Stufe 2 (2/3 des Retardermomentes)
(Funktion kann auch über CAN realisiert werden,
PIN 4 (AD6) Ausgang Digital siehe Kap. 8 „Retarder”)
Funktion: Ansteuerung Schaltelement B
Das Schaltelement B wird über Magnetventil Y16
angesteuert.

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ZF-Ecomat 4 Elektronische Schaltautomatik EST 146/147

PIN 13 (ADM1) Ausgang Digitale Masse PIN 20 (ED3) Eingang Digital


Funktion: Zustandsüberwachung Funktion: NBS (Neutral bei Stillstand)
Ausgabe eines Blinksignals bei Fehler höchster Eingabe von BN(+), wenn die Funktion "NBS"
Priorität. gewünscht wird (Funktion kann auch über CAN rea-
lisiert werden).
Anwendungsbeispiel:
Ansteuern einer Betriebslampe mit BN(-), optional Anwendungsbeispiel Stadtbus:
für Fahrzeuge ohne Onboard-Diagnose Getriebe geht in Zustand „NBS“, wenn:
a) BN(+) an PIN 20 anliegt (z. B. über Druckschalter
HINWEIS im Bremskreis), und
Siehe Kap. 16 „Diagnose” b) Geschwindigkeit kleiner als ca. 3 km/h, und
c) Gaspedal in Leerlaufstellung, und
PIN 14 (SD1) Schnittstelle Digital d) der 1. Gang geschaltet ist.
Funktion: nicht belegt bei Ausführung mit CAN
Wenn eine der genannten Bedingungen nicht mehr
PIN 14 (SD1) Schnittstelle Digital erfüllt ist, wird sofort wieder der 1. Gang eingelegt.
Funktion: PWM - Schnittstelle bei Ausführung
ohne CAN HINWEIS
Referenzwert des Druckschalters im Bremskreis
PIN 15 (SDDK) Schnittstelle Digitale Diagnose siehe Kap. 13.4 „Neutral bei Stillstand”.
Kommunikation
Funktion: Kommunikationsleitung (K-Line) Alternativbelegung: Motorbremsanforderung
gemäß ISO 9141 (für EST 146) Eingabe von BN(+), wenn Motorbremse eingeschal-
tet werden soll (Funktion kann auch über CAN reali-
HINWEIS siert werden).
Siehe Kap. 16 „Diagnose” Bei „ABS aktiv”: Eingabe BN(+) unterbrechen.
Alternativbelegung für EST 147:
A-Line gemäß SAE J 1587/1708 PIN 21 (ED10) Eingang Digital
Funktion: Tastenschalter-Eingang
PIN 16 (EF2) Eingang Frequenz Siehe Funktionsmatrix Tastenschalter
Funktion: Eingang Abtriebsdrehzahlgeber
PIN 22 (VMHF) Versorgungsmasse Hochfrequenz
PIN 17 (EF4) Eingang Frequenz Funktion: CAN-Masse
Funktion: nicht belegt Anschluss des Schirms bei Verkabelung von
geschirmten CAN-Leitungen
PIN 18 (EUPR) Eingang Spannung Programmie-
rung
Funktion: Spannungseingang zur Programmierung
des Steuergerätes

PIN 19 (EDM1) Eingang Digitale Masse


Funktion: Eingang ABS für Retarderabschaltung
Bei aktivem ABS wird der Retarder abgeschaltet.
(Masse wird unterbrochen).
Funktion kann auch über CAN realisiert werden.

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ZF-Ecomat 4 Elektronische Schaltautomatik EST 146/147

PIN 23 (VPE1) Versorgung Plus Extern PIN 30 (AD1) Ausgang Digital


Funktion: Klemme 30 (Dauerplus) Funktion: nicht belegt
Dient zur Sicherstellung eines Steuergerätenach-
laufs, d.h. zum Eintrag von Fehler- und Adaptionsda- PIN 31 (AD13) Ausgang Digital
ten nach Abschalten von Klemme 15. Funktion: Ansteuerung Magnetventil Y3 Neben-
Die EST 146/147 schaltet sich selbständig nach dem abtrieb
Nachlauf von der Spannungsversorgung ab, d. h. die
Spannungsversorgung des Fahrzeugs wird nicht wei- PIN 32 (AD12) Ausgang Digital
ter belastet. Siehe auch Pin 68. Funktion: V-Signal
Ausgabe von BN(+), wenn eine programmierte Fahr-
VORSICHT geschwindigkeit erreicht worden ist.
PIN 23 und 68 dürfen frühestens 5 s nach Zündung Standard: Ausgabe von BN(+) bei Abtriebsfrequenz
„Aus“ (Klemme 15) abgeschaltet werden. > 20 Hz
Anwendungsbeispiel: Türöffnen sperren bei Fahrt.
PIN 24 (VMGA) Versorgung Masse Geber Analog
Funktion: Gebermasse für Temperaturgeber Retar- PIN 33 (EDM2) Eingang Digital Masse
der-Austritt und optional analoges Retar- Funktion: Redundanz-Signal für Retarderansteue-
derbedienelement rung Handhebel
Beispiel: Erkennen von Nullstellung (Ret. Aus)
PIN 25 (CANF-H) CAN F High
Funktion: CAN-High PIN 34 (VMG2) Versorgung Masse Geber
Funktion: Versorgungsmasse für Sensoren
PIN 26 (CANF-L) CAN F Low
Funktion: CAN-Low PIN 35 (SD3) Schnittstelle Digital
Funktion: nicht belegt
PIN 27 (ER2) Eingang Widerstand
Funktion: Widerstandseingang Temperaturgeber PIN 36 (ED7) Eingang Digital
Getriebeölsumpf Funktion: Retarderanforderung digital
Bei Überschreitung einer bestimmten Ölsumpftem- Standard: Stufe 3 (volles Retardermoment).
peratur wird das Retardermoment reduziert. Funktion kann auch über CAN realisiert werden,
siehe Kap. 8 „Retarder”
PIN 28 (ED12) Eingang Digital
Funktion: Tastenschalter-Eingang
siehe Funktionsmatrix Tastenschalter

PIN 29 (AD2) Ausgang Digital


Funktion: Ansteuerung Schaltelement F
Das Schaltelement F wird über Magnetventil Y12
angesteuert.

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ZF-Ecomat 4 Elektronische Schaltautomatik EST 146/147

PIN 37 (AU) Ausgang Spannung HINWEIS


Funktion: Sensorversorgung 5 V Applikation nur nach Rücksprache mit ZF!
Spannungsversorgung für analoge Ret.-Bedienele- Unterbrechung von BN(+), wenn Getriebe nach Neu-
mente. tral geschaltet werden soll.
Wird die Sicherheitsschaltung nicht verwendet,
PIN 38 (EU1) Eingang Spannung muss eine Brücke nach Plus (Klemme 15) fest instal-
Funktion: Spannungseingang liert werden.

PIN 39 (EU3) Eingang Spannung PIN 45 (VIP) Versorgungs-Plus


Funktion: Analogeingang für analoges Retarder- Funktion: Klemme 15 (geschalteter Plus) über
bedienelement Zündschalter aktiviert
(Retarder-Trittplatte, 0 - 5 V) Über Schlüsselschalter aktivierte Spannungsversor-
gung
HINWEIS
Retarderansteuerung A13 kann über S9 abgeschaltet HINWEIS
werden. Um ein fehlerfreies Hochlaufen und Abschalten der
mit der EST kommunizierenden Steuergeräte zu
PIN 40 (EF3) Eingang Frequenz gewährleisten, ist sicherzustellen, dass z. B. Motor-,
Funktion: nicht belegt ABS- und Getriebesteuergerät innerhalb von 1,5 s
zu- und abgeschaltet werden.
PIN 41 (ED14) Eingang Digital
Funktion: Tastenschalter-Eingang PIN 46 (VM2) Versorgungs-Masse
Siehe Funktionsmatrix Tastenschalter Funktion: Versorgungsmasse für Steuergerät (-)
Klemme 31 (Fahrzeug-Masse)
PIN 42 (ED11) Eingang Digital
Funktion: Tastenschalter-Eingang PIN 47 (CANB-H) CAN B High
Siehe Funktionsmatrix Tastenschalter Funktion: Kommunikation mit CAN-Tastenschalter

PIN 43 (ED4) Eingang Digital PIN 48 (CANB-L) CAN B Low


Funktion: WK auf / Hochschaltsperre Funktion: Kommunikation mit CAN-Tastenschalter
(Funktionen WK auf/Hochschaltsperre können auch
über CAN realisiert werden) PIN 49 (ER3) Eingang Widerstand
Eingabe von BN(+), wenn: Funktion: Widerstandseingang für Retarderklassi-
• WK öffnen und Hochschaltsperre aktiviert fizierung
werden soll,
• Anwendungsbeispiel WK auf: PIN 50 (ED13) Eingang Digital
ABS, zur Abkoppelung des Motorschlepp- Funktion: Tastenschalter-Eingang
momentes Siehe Funktionsmatrix Tastenschalter
• Anwendungsbeispiel Hochschaltsperre:
ASR, zur Vermeidung von Schaltungen während PIN 51 (AD8) Ausgang Digital
des ASR-Regelzyklus Funktion: Ansteuerung Magnetventil Retarder EIN
Y19
PIN 44 (ED8) Eingang Digital
Funktion: Neutral extern Zusätzliche Funktion:
(Funktion kann auch über CAN realisiert Relais K10 zur Ansteuerung Bremslicht.
werden)

4182 765 001 - 2005-10 15-22


ZF-Ecomat 4 Elektronische Schaltautomatik EST 146/147

PIN 52 (AD10) Ausgang Digital PIN 58 (ADMR) Ausgang Digitale Masse Rückfüh-
Funktion: Motorbremse-Ausgang rung
Ausgabe von BN(+), wenn Motorbremse über das Funktion: Getriebecodierung
Steuergerät eingeschaltet wird. Die Elektronik unterscheidet anhand der Getriebe-
codierung Getriebeausführungen mit Direktgang-
PIN 53 (AD14) Ausgang Digital oder Overdrive-Übersetzung.
Funktion: Warnlampe „Öltemperaturüberschrei- Minus am PIN 58 bedeutet Overdrive.
tung am Retarder-Ausgang” oder im
Getriebeölsumpf PIN 59 (SD2) Schnittstelle Digital
Ausgabe von BN(+), wenn ein bestimmter Tempera- Funktion: Tachosignal
tureckwert überschritten wird. Standard: 16 Impulse/Umdrehung

PIN 54 (AD3) Ausgang Digital PIN 60 (SDDL) Schnittstelle Digital Diagnose


Funktion: Ansteuerung Schaltelement E L-Leitung
Das Schaltelement E wird über Magnetventil Y13 Funktion: Kommunikationsleitung (L-Line)
angesteuert. gem. DIN ISO 9141
Option: Reizleitung für Diagnosetaster zur Blinkco-
PIN 55 (AD11) Ausgang Digital deausgabe des Fehlerspeichers bei bei digitalem Tas-
Funktion: Gangsignal tenschalter
Ausgabe von BN(+), wenn ein bestimmter Gang bzw.
Gangbereich (programmierbar) eingelegt ist. HINWEIS
Standard: Ausgabe im 1. und 2. Gang sowie R-Gang Siehe Kap. 16 „Diagnose”.
Alternativbelegung für EST 147:
PIN 56 (ADVP) Ausgang Digital Versorgungs-Plus B-Line gemäß SAE J 1587/1708
Funktion: Tastenschalter-Tastenbeleuchtung bei
digitalem Tastenschalter PIN 61 (EU2) Eingang Spannung
Ausgabe von BN(+) zur Ansteuerung oder Beleuch- Funktion: Spannungseingang für analoges Retar-
tung des Tastenschalters. derbedienelement (Retarder-Handhebel)
Optional „Zustandsüberwachung”: Signaleingang (0 bis 5 V) für Retarderbedienelement
Fehler, die zu Schäden im Getriebe führen können,
werden z.B. durch Blinken des Tastenschalters ange- HINWEIS
zeigt (nur CAN-Tastenschalter). Retarderansteuerung A12 kann nicht über S9 abge-
schaltet werden. Falls Abschaltung erforderlich,
PIN 57 (AIP1) Ausgang Strom Pulsweitenmoduliert muss die Stromversorgung zu A12 durch externen
Funktion: Analoge Stromansteuerung des Schalter unterbrochen werden.
Drosseldruckventils zur Anpassung
des Schaltdruckes

4182 765 001 - 2005-10 15-23


ZF-Ecomat 4 Elektronische Schaltautomatik EST 146/147

PIN 62 (EF1) Eingang Frequenz PIN 67 (ED6) Eingang Digital


Funktion: Eingang Turbinendrehzahlgeber Funktion: Gangfreigabe
(Funktion kann auch über CAN realisiert werden)
PIN 63 (ED1) Eingang Digital Wird aus "NEUTRAL" ein Fahrbereich angewählt
Funktion: Eingabe von BN(+) für Kick-Down-Funk- (Vorwärts oder Rückwärts), muss über die Bremsan-
tion lage BN(+) anliegen, bzw. innerhalb von 2 Sekunden
BN(+) an diesem Eingang bewirkt, dass die Schalt- angelegt werden.
punkte in Richtung "höhere Drehzahlen" verlagert Ansonsten muss erneut über „Tastenschalter-Neu-
werden. tral” der gewünschte Fahrbereich angewählt wer-
(Funktion kann auch über CAN realisiert werden) den.
Wird die Sicherheitsschaltung nicht verwendet,
HINWEIS muss eine Brücke nach Plus (Klemme 15) fest instal-
Zum Schutz vor versehentlicher Betätigung muss liert werden.
zur Aktivierung der Kickdown-Funktion die Erhö-
hung der Betätigungskraft beim Niederdrücken des Anwendungsbeispiel:
Gaspedals deutlich spürbar sein. Freigabe der Schaltung über einen Schalter im
Option: Zusatztaste für Gangfreigabe, Bremskreis. Gang wird erst eingelegt, wenn die
Anwendungsbeispiel: zweite R.-Gang-Taste Bremse betätigt ist.

PIN 64 (ED5) Eingang Digital PIN 68 (VPE2) Versorgungs-Plus Extern


Funktion: Programmumschaltung Funktion: Klemme 30 (Dauerplus)
Eingabe von BN(+), wenn auf das zweite Fahrpro- Dient zur Sicherstellung eines Steuergerätenach-
gramm umgeschaltet werden soll. laufs zum Eintrag von Fehler- und Adaptionsdaten
nach Abschalten von Klemme 15.
PIN 65 (ED2) Eingang Digital Die EST 146/147 schaltet sich selbständig nach dem
Funktion: Retarderanforderung digital Nachlauf von der Spannungsversorgung ab, d. h. die
Funktion kann auch über CAN realisiert werden, Spannungsversorgung des Fahrzeugs wird nicht wei-
siehe Kap. 8 „Retarder”. ter belastet.
Standard: Stufe 1 (1/3 des Retardermomentes) Siehe auch PIN 23.

PIN 66 (ED9) Eingang Digital


Funktion: Retarderabschaltung
Eingabe von BN(+)
Abschaltung der Retarderfunktion ausschließlich
bei Anforderung über Fußbedienelemente S12
(PIN 65/12/36) bzw. A13 (PIN 39) und 5.3.4 EBC1
„Brake Pedal Position”.
Bei Retarder-Anforderung über CAN (TSC1) erfolgt
keine Retarderabschaltung.

4182 765 001 - 2005-10 15-24


ZF-Ecomat 4 Elektronische Schaltautomatik EST 146/147

Tastenschalter A2 - Bordnetz-Schnittstelle:

PIN 5 (AD6) Ausgang Digital


Funktion: Anlasssperre
In Position N besteht eine elektrische Verbindung
(Schalter) zwischen ED1 und AD6.
Motor darf nur bei Neutralstellung des Tastenschal-
ters gestartet werden.
Diese Funktion darf nicht über CAN, sondern muss
über den digitalen Ausgang des Tastenschalters rea-
lisiert werden!
Begründung: Motor muss auch gestartet werden
können, wenn die CAN-Verbindung nicht verfügbar
ist, z.B. bei Leitungsunterbrechung oder wenn kein
Getriebe-Steuergerät angeschlossenen ist.

PIN 10 (AD7) Ausgang Digital


Funktion: Tastenschalter-Neutral
Ausgabe von BN(+), wenn „N“ gedrückt ist.
Nicht für Anlasssperre verwenden!
Zur optionalen Verwendung.

PIN 11 (AD8) Ausgang Digital


Funktion: Relais Rückfahrscheinwerfer
Ausgabe von BN(+), wenn „R“ gedrückt ist.
Zur optionalen Verwendung.

PIN 3 (ED1) Eingang Digital


Funktion: Versorgungseingang für AD6
Eingang muss getrennt abgesichert werden!

PIN 2 (VP) Versorgungs-Plus


Funktion: Versorgung BN (+), siehe Funktions-
matrix Tastenschalter (AD1 bis AD5) und
Tastenschalter-Neutral (K7) sowie Rück-
fahrscheinwerfer-Signal (K8)

PIN 1 (VM) Versorgungs-Masse


Funktion: Masse
Masseversorgung für Beleuchtung.

4182 765 001 - 2005-10 15-25


ZF-Ecomat 4 Elektronische Schaltautomatik EST 146/147

15.11 Hilfssteuerung HST 46 !GEFAHR


für Ausführung EST 146 und EST 147
Beim Betrieb über die Hilfssteuerung HST 46 sind
ohne CAN-Tastenschalter
keine Sicherheitsfunktionen wirksam. Folgende
Punkte müssen deshalb unbedingt beachtet werden:
HINWEIS
• Schalten von “N” auf “D” oder von “N” auf “R”
Keine Hilfssteuerung möglich bei Kombination
grundsätzlich nur bei Leerlaufdrehzahl und still-
EST 146/147 und CAN-Tastenschalter.
stehendem Fahrzeug.
Zur Fortbewegung des Fahrzeuges während des Fer-
• Das Getriebe kann auch bei höherer Drehzahl
tigungsablaufes und als Notfahreinrichtung bei Aus-
geschaltet werden - dies führt jedoch zu Getriebe-
fall der elektronischen Schaltautomatik EST 146
schaden.
oder EST 147 wurde die Hilfssteuerung HST 46 ent-
• Vor jedem Umschalten von Vorwärts- auf Rück-
wickelt.
wärtsfahrt oder umgekehrt ist darauf zu achten,
Die Hilfssteuerung HST 46 wird anstelle der Elektro-
dass das Fahrzeug stillsteht.
nik EST 146 oder EST 147 am 68-poligen Stecker
• Nach dem Schalten auf “D” oder auf “R” jeweils
angebracht und erlaubt gemäß unten angeführter
ca. 2 sec. warten, damit das Getriebe kraftschlüs-
Tabelle das Einlegen eines Vorwärts- und des Rück-
sig wird, erst danach Gas geben.
wärtsganges. Getriebeschaltungen während der
Fahrt sind nicht möglich.

15.11.2 Technische Daten der HST 46


Folgende Ausführungen stehen zur Verfügung:

Nennspannung: UN = 24 V
HST 46 / 24 V Codierung Ecomat-Getriebe
Stückl.-Nr. 5- und 6-Gang Betriebsspannung: UB = 21 bis 30 V
6009 078 009 A+E 2. Gang (32 V - 1 h, 45 V - 5 min)
C+F R.-Gang Stromaufnahme: Imax. = 3 A
Prüfspannung: UPR = 28 V ±0,5 V
Ausgänge-Belastung: Imax. = 1 A
Pegel der Ausgänge: UA = UB -1,0 V
15.11.1 Bedienungsanleitung für HST 46
Betriebstemperatur: -20°C bis +70°C
Lagertemperatur: -40°C bis +85°C
• Fahrzeug gegen unbeabsichtigtes Rollen mittels
Störspannungsfestigk.: ≤ 2ms: ±200V (DIN 40839)
der Feststellbremse sichern.
≤ 0,1ms: ±150V (DIN 57839)
• Tastenschalter muss auf Schaltstellung “N” ste-
≤ 150ms: 122V
hen.
Schwingungsfestigkeit: 5 g bei 10 Hz bis 1 kHz
• Motor und Zündung ausschalten.
Schockfestigkeit: 10 g
• Stecker vom Steuergerät EST 146 oder EST 147
Schutzart: IP 40
entfernen.
• Stecker an die Hilfssteuerung HST 46 anschlie-
ßen und sichern.
• Motor starten.

Am Tastenschalter Gang einlegen.


Schaltstellung “N” = Neutral
Schaltstellung “D” = Vorwärts (Gang ist geschaltet,
es findet weder eine Hoch-
schaltung noch eine Rück-
schaltung statt.)
Schaltstellung “R” = Rückwärts

4182 765 001 - 2005-10 15-26


ZF-Ecomat 4 Elektronische Schaltautomatik EST 146/147

15.11.3 Einbaumaße der HST 46 Aus Zeichnung-Nr.: 6009 678 003

173 81 Zulässige Einbaulagen


64
A
53

46 68
24 45

XX
D
1 2 22 23

N
R
1
ø 6.2

102±0.2
35
15

XX
XX
N D R

D R
135
100

min 15°

Mindestabstand zum Abstecken des Steckers

014 998

4182 765 001 - 2005-10 15-27


ZF-Ecomat 4 Elektronische Schaltautomatik EST 146/147

15.12 Blockschaltbild EST 146

VP
Stromver-
VM sorgung AU

Sicherheits-
Schaltung

AD1
AD2
ED1 AD3
ED2 AD4
ED3 AD5
ED4 AD6
ED5 AD7
Digitale AD8
ED6 Digitale AD9
ED7 Ausgänge
ED8 Eingänge AD10
ED9 AD11
ED10 AD12
ED11 AD13
ED12 AD14
ED13 ADVP
ED14 ADM1
ED15
EDM1
EDM2
Mikro- Status-
Computer Überwachung
EF1
EF2 Drehzahl-
EF3 Eingänge
EF4
Strom- AIP1
AIP2
ausgang AIP3
ER1
ER2
ER3
EU1 Analoge SD1
High Speed
EU2 Eingänge SD2
EU3 SD3
ADM2
EUPR CANF-T
Full-CAN- CANF-H
CANF-L
Schnittstelle CANB-H
CANB-L

ISO- SDOK
Schnittstelle SDOL

Programm-
EEPROM RAM
speicher
019863

4182 765 001 - 2005-10 15-28


ZF-Ecomat 4 Elektronische Schaltautomatik EST 146/147

15.13 Blockschaltbild EST 147

VP
Stromver-
VM sorgung AU

Sicherheits-
Schaltung

AD1
AD2
ED1 AD3
ED2 AD4
ED3 AD5
ED4 AD6
ED5 AD7
ED6 Digitale Digitale AD8
Ausgänge AD9
ED7 Eingänge AD10
ED8
ED9 AD11
ED10 AD12
ED11 AD13
ED12 AD14
ED13 ADVP
ED14 ADM1
ED15
EDM1
EDM2 Mikro-
Status-
Computer
Überwachung
EF1 Drehzahl-
EF2
EF3 Eingänge
EF4
Strom- AIP1
ausgang AIP2
AIP3
ER1
ER2
ER3 Analoge
EU1 High Speed SD1
EU2 Eingänge SD2
EU3 SD3
ADM2
EUPR CANF-T
Full-CAN- CANF-H
Schnittstelle CANF-L
CANB-H
CANB-L

SAE J1708-H
J1708 J1708-L

Programm-
EEPROM RAM
speicher
019864

4182 765 001 - 2005-10 15-29


ZF-Ecomat 4 Elektronische Schaltautomatik EST 146/147

4182 765 001 - 2005-10 15-30


ZF-Ecomat 4 Diagnose

16 ZF-Diagnose 16.2 ZF-Diagnosegeräte

16.1 ZF-Diagnoseprotokolle 16.2.1 ZF-Testman pro

• mit EST 18 ISO 9141 Systemvoraussetzungen:


• mit EST 46 C ISO 9141 Windows 2000 oder XP
• mit EST 146 ISO 9141 Pentium ab 233 Mhz
• mit EST 47 C SAE J 1587 RAM > 16 MB / NT 4.0 > 32 MB
Hardware nach SAE J 1708 Freie Festplattenkapazität > 20 MB
• mit EST 147 SAE J 1587 Serielle Schnittstelle Com 1 oder Com 2
Hardware nach SAE J 1708 Farben: High Color
CD-Laufwerk
Modem fur die Datenübertragung per Mobiltelefon

1 2 3 4

023736
6 5

Lieferumfang
Kundenversion 6008 208 003 bestehend aus:

1 T-Adapter 9-/6-/3-polig
2 ZF-Pegelumsetzer DPA 05
3 USB-Kabel
4 Verbindungskabel SAE J 1587 + ISO 9141
5 RS 232-Kabel
6 ZF-Diagnosesoftware Testman pro auf CD
(ohne PC)

4182 765 001 - 2005-10 16-1


ZF-Ecomat 4 Diagnose

Einzelapplikation (CD) in Abhängigkeit des


Getriebesystems (Diagnosesoftware):

Ecomat 1 mit EST 18 6008 208 813

Ecomat 2 mit EST 46 C/47 C und EST 146/147,


Ecomat 4 mit EST 146/147 6008 208 814

Pegelumsetzer DPA05

Notebook mit COM-Schnittstelle oder


USB-Schnittstelle mit COM-Adapter
ISO: am DPA 05 unten
SAE: am DPA 05 oben

019215

Kabel zur Diagnoseschnittstelle im Fahrzeug-Kabelbaum

Diagnose / EOL-Programmierung ECOMAT4

• Diagnose: U-Prog. aus / Kl. 30 oder Kl. 15


• EOL: U-Prog. ein / Kl. 30 bei SAE ein; bei ISO Kl. 30 oder Kl. 15

4182 765 001 - 2005-10 16-2


ZF-Ecomat 4 Diagnose

Inhalt der Diagnosesoftware 5. Fahrzeugkonfiguration


1. Parametrierung
1. Dokumentation 1. Fahrprogramme
1. Reparaturanleitung 2. Datenfeld Infotexte
2. Schmierstoffliste 3. EEPROM-Daten konfigurieren
3. OEM Auslieferungskontrolle 7. EEPROM/Kunden-Daten kopieren
4. Ecomat Service Check 8. EEPROM-Daten laden/speichern
5. Dokumentation Testman 9. Kundendaten SAEJ1587 laden/speichern

2. Statistikspeicher 2. Flashen/Fahrzeugabstimmung
1. Statistikdaten vom Fahrzeug holen 1. Flash Programmierung
2. Statistikdaten aus Datei holen 2. Dokumentation Flashen
3. EEPROM Korrektur Parameter
3. Diagnose 4. Daten aufzeichnen
1. Fehlerspeicher lesen 5. Variablenliste anzeigen
2. Fehlerspeicher löschen 6. Werkseinstellung Kundendaten
3. Identifikationsblock lesen
6. Fehlerspeicher lesen 6. ZF Service Telefonverzeichnis
9. Steckbrief
7. Einstellungen
4. Test Ein-/Ausgänge 1. Adresscode
1. Ausgänge (Komponenten) ansteuern 2. Baudrate ändern
2. Eingänge prüfen 3. PC-Baudrate ändern
3. Systemprüfung Stillstand 4. Highspeedmode
4. Systemprüfung Fahrt 5. Freischaltung
5. Prüfgerät
6. Drehzahlen, Ströme, Lastsignale, Temperaturen 9. Kommunikation abbrechen
7. CAN-Verknüpfungen
8. Vorbeugende Wartung
9. Interne Werte

Statistikdaten zur Erfassung von Betriebsdaten

Dient als Voraussetzung zur optimalen Beratung für Statistikdaten:


Auslegung des Antriebsstranges beim OEM und bei z.B.
Endkunden. • Fahrzeug- und Kundenidentifikation
• Einsatzbezug zu SORT-Zyklen
Die Erfassung der statistischen Daten erfolgt grund- • Geschwindigkeitskollektiv
sätzlich nur dann, wenn der Motor läuft und der • Gangkollektiv
Betriebszustand dem Normalbetrieb entspricht. Aus- • Stillstandszeiten (N; D; NBS)
nahmen sind: • Temperaturkollektive
• Anzahl Zündung ein/aus • Retardernutzungsdaten
• Erfassung der Betriebsspannung U_Kl30 • Gangbezogenes Drehmomentkollektiv
• Speicherung des aktuellen Kilometerstandes • Temperatur-Vergleich (Flottenvergleich)
(erfolgt über CAN, Botschaft TCO) • Lastklassen-Vergleich (Flottenvergleich)

4182 765 001 - 2005-10 16-3


ZF-Ecomat 4 Diagnose

16.2.2 Blinkcode-Ausgabe EST 146/147 Lampenstatus


t4
Start der Blinkcode-Ausgabe Ein
t7 t1 t3 t8
Aus t2 t5
• EST 146 über L-Leitung (Pin 60, 68poliger
Tausender Hunderter
Stecker) oder über zugeordneten ED “2” “3”
(Eingang Digital) Ein
t6 Masse Signal L-Leitung
Aus
015004
• EST 147 über zugeordneten ED (Eingang Digital)

L-Leitung oder zugeordneten ED länger als 2 Sek. Programmierte Standard-Zeiten:

auf Masse legen. t1 1 sec Tausender Ein


t2 0.3 sec Tausender Aus
t3 1 sec Lampe Aus Trennung
Anzeige der Fehler (Fehlerspeicher auslesen) t4 0.3 sec Hunderter Ein
t5 0.3 sec Hunderter Aus
• Anzeige über Tastenschalterbeleuchtung t6 ≥ 2 sec Minus auf L-Leitung
(nur bei Tastenschalter ohne CAN möglich) t7 1.5 sec Lampe Aus Anfang
t8 4 sec Lampe Aus Ende
• Anzeige über zugeordneten AD (Ausgang Digital),
Lampe

• nur Ausblinken des Fehlerpfades (Tausender-


und Hunderter-Stellen aus externer ZF-Fehler-
Nr.)

• Beispiel: Ausblinken Fehlerpfad Nr. 23


(Kupplung C)

4182 765 001 - 2005-10 16-4


ZF-Ecomat 4 Diagnose

Verbindungskabel SAE J 1587 + ISO 9141 aus Zeichnungs-Nr. (= Bestell-Nr.) : 6008 207 023

ca. 2.4 m

2 9-ppol. Mate-N
N-LLok 9-ppol. DSUB-B
Buchse
3
1 Pin 1: Kl. 30 Pin 1: CAN B Low
6
4 Pin 2: J 1708-L Pin 2: J 1708-H
5 Pin 3: VM Pin 3: CAN B High
7
9 Pin 4: J 1708-H Pin 4: J 1708-L
8 Pin 5: Uprog Pin 5: Uprog 015007

Pin 6: CAN B High Pin 6: Kl. 15 (Fzg.)


Pin 7: CAN B Low Pin 7: Kl. 30
Pin 8: Kl. 15 (ECU) Pin 8: Kl. 15 (ECU)
Pin 9: Kl. 15 (Fzg.) Pin 9: VM
015 007

Adapter aus Zeichnungs-Nr. (= Bestell-Nr.) : 6008 207 024

X2
1
2
3

X1
1
2
3 0,3 m
4
5
023808
6 n.b.
7 n.b.
8 n.b. X3
9 n.b. 1
2
3
4
5
6 n.b.

4182 765 001 - 2005-10 16-5


ZF-Ecomat 4 Diagnose

4182 765 001 - 2005-10 16-6


ZF-Ecomat 4 Verkabelung

17 Verkabelung
17.1 Verkabelung komplett - Standard
HINWEIS Standardlängen Gewünschte
VORSICHT: Verkabelung nur 90° Stecker bei Getrieben
im Trockenbereich mit Zusatzkühlung erforderlich (Sonderlängen Längen
ZF-Diagnose Fahrschalter auf Wunsch)
80-3

Lx25
Lx2
LX1 0.5; 1.0; 1.5; 2.0
LX2 -
LM1 LM2 Lx7 Temp. Geber
LX3 -
Lx1 KN1 KN2 Lx6
Getriebe LX6 1.0; 1.5; 2.0
Lx3 Lx8
PROP-Magnet LX7 1.0; 1.5; 2.0
BN1 Lx9
Lx21
‹bergang Y1 (Retarder) LX8 1.0; 1.5; 2.0
Elektronik auf
Silfirtex-
Magnetventil LX9 1.0; 1.5; 2.0
Y2 (Speicher)
BN2 Netzschlauch LX21 0.5; 1.0
CAN-Anschluss 024891
013579
LX25 0.35
LM1 -
LM2 2; 4; 6; 8; 10

17.2 Verkabelung komplett - mit Trennstellen

VORSICHT: Verkabelung nur HINWEIS Standardlängen Gewünschte


90° Stecker bei Getrieben
im Trockenbereich mit Zusatzkühlung erforderlich (Sonderlängen Längen
ZF-Diagnose Fahrschalter auf Wunsch)
80-3

Lx25 LX1 0.5; 1.0; 1.5; 2.0


ion
Opt

W4
Temp. Geber
LX2 -
LM1 LM3 LM2 Lx7
LX3 -
2

W1 W3 W2
Lx

KN1 KN2 Lx6


Getriebe LX6 1.0; 1.5; 2.0
Lx1 Option
Lx3 Lx8
PROP-Magnet LX7 1.0; 1.5; 2.0
BN1
Lx21 Lx9 Y1 (Retarder) LX8 1.0; 1.5; 2.0
Elektronik Magnetventil LX9 1.0; 1.5; 2.0
Y2 (Speicher)
BN2 LX21 0.5; 1.0
CAN-Anschluss integrierter
Steckerverbinder 024891 LX25 0.35
013580
LM1 -
Ist die EST 146/147 CAN-Endteilnehmer? ˆ Nein ˆ Ja LM2 2; 4; 6; 8; 10
(Abschlusswiderstand 120 Ω) LM3 -

Integrierter Steckerverbinder 17.3 Kabelverbindung


4 M5
24 50.8
A Überwurfmutter M27x1
L Folgende Längen sind verfügbar:
46.7

39.7

1 m; 2 m; 3 m; 4 m; 5 m; 6 m; 8 m; 10 m; 12 m
70

023782

013578

4182 765 001 - 2005-10 17-1


ZF-Ecomat 4 Verkabelung

17.4 Verlegevorschriften

Die Verkabelung im Fahrzeug ist so zu verlegen, dass Kabelbaum nicht an Öl-,


diese Wasser- oder Druck-
a) nicht beschädigt wird. schläuchen befestigen.
b) jederzeit wieder zugänglich ist.

Die Verkabelung muss an geschützter Stelle im Fahr-


zeug verlegt und befestigt werden.

Freihängende Verkabelungen sind nicht erlaubt.


006 700

Getriebestecker korrekt Kabelbaum in aus-


einstecken. reichendem Abstand
zum Auspuffrohr in-
stallieren.
Die maximal zulässige
max 105°C Umgebungstemperatur
beträgt 105 °C.

006 745 005 286

Stecker der EST 146 / Die minimale Distanz


147 korrekt einstecken. des Kabelbaumes zur
Lichtmaschine und
zum Anlasser beträgt
200 mm.
min 200 mm

006 746 006 703

Der Kabelbaum darf Keine Massekabel


nicht durch Bohren, an das Getriebe
Schleifen, Funkenflug anschließen.
beim Schweißen o.ä.
Arbeiten beschädigt
werden.

005 282 006 704

4182 765 001 - 2005-10 17-2


ZF-Ecomat 4 Verkabelung

Minuspol des elektri- Die Steckerverbindun-


schen Anlassers über gen müssen zu Service-
Masseband mit dem zwecken abgenommen
Fahrzeugchassis ver- werden können.
OK binden.

005 279 006 740

Bei elektrischen Verkabelung nicht direkt


Schweißarbeiten darf neben Hochfrequenzlei-
kein Strom durch das tungen verlegen.
Getriebe fließen.

!
006 701 005 295

Die Kabel müssen so R 20 mm min


Zum Längenausgleich
verlegt werden, dass sie dürfen die Kabel in
1 3 5
ca. 500 mm

vor Hitzeeinwirkung Schleifen verlegt


(evtl. Hitzeschild instal-
2 4 6 max 6 x
werden.
max 3m Kabel
lieren) und Scheuerstel- Max. 3 m Kabellänge
len geschützt sind. mit 6 Schleifen, Kurven-
radius mindestens
20 mm.

005 280 006 741

Der Verkabelung muss Beim Verlegen der Kabel


so verlegt werden, dass auf EMV-Verträglichkeit
die Stecker-Anschlüsse achten.
keinesfalls auf Zug bela-

OK stet werden (besonders


im Knickbereich von
Gelenkbussen). !
005 288 005 295

4182 765 001 - 2005-10 17-3


4182 765 001 - 2005-10 17-4
ZF-Ecomat 4 ZF-Dokumentation

18 ZF-Dokumentation VORSICHT
Vor jedem Ecomat-Einbau anhand der Stücklisten-
18.1 ZF-Dokumentation mit CAN Nummer auf den Typenschildern kontrollieren, ob
die Komponenten Motor, Getriebe und Elektroni-
18.1.1 Komponenten sche Schaltautomatik der Dokumentation entspre-
chen, das heißt, mit den Angaben im Computeraus-
Beim mikroprozessorgesteuerten Automatgetriebe zug übereinstimmen.
der Ecomat-Baureihe sind die Komponenten Motor, Bei Korrespondenz und Rückfragen unbedingt
Getriebe und Elektronische Schaltautomatik (EST Stücklisten-Nummer und Serien-Nummer vom
146/147) aufeinander abgestimmt. Diese drei Kom- Ecomat und von der Elektronischen Schaltautoma-
ponenten dürfen nur in der von ZF dokumentierten tik (EST 146/147) angeben!
Kombination in das Fahrzeug eingebaut werden.
Jeder Einsatzfall wird bei ZF unter einer Stücklisten-
Nummer dokumentiert und ist als Computerauszug
erhältlich (siehe Beispiel unten).

Computerauszug (Lieferumfang)

4143 Z F F S T U E C K L I S T E N O R G A N I S AT I O N
BAUKASTENSTUECKLISTE MIT TECHN-INF/AENDERUNGS-NR *ANZEIGE* BLATT 001
---------------------------------------------------------------------------------

a SNR(Z): 4182 070 XXX BEN: ECOMAT 4 T-INFO:


ABT: BPE1 SACHB: L: K3 AEI: ZB: *STEP4
POS VKF SACHNUMMER BENENNUNG TECHNISCHE INFORMATION AN/AU AE-NR
A10 KUNDE: XXXXXXX *LAND: XX
A14 BESTELL-NR: XXXXXXXXX
S02 FAHRZEUGDATEN 1:
S04 ART: BUS (STADT-) *XXX
S06 [Link]: SOLO 18,0 T
S08 R DYN: 471*V MAX: CA. 80 KM/H
S10 HA: I= 5,73
S14 XXXX / XXXX *KW228/2000*N.M1250/1000
S16 MOTOR: EDC BOSCH ME7CNGO
S30 ZEICHNUNGEN:
S32 MOTOR-ANBAU: 4139 500 676
S34 WANDLER-DIAGRAMM: 4166 706 405
S46 ANSCHLUSSPLAN: 6029 749 XXX
S48 STROMLAUFPLAN 6029 749 XXX
930 DAS UEBERGEORDNETE ERZEUGNIS BESTEHT AUS:
b 932 1 4182 054 XXX 6 HP 594 C 24V *ECO 4*ZK
*RETARDER
c 950 1 6009 090 XXX EST 146 6HP594C
*STEP 4
970 1 4139 130 036 ANSCHLUSS
984 1 4149 196 307 PERIPHERIE STEP 4

a = Stücklistennummer für Computerauszug (Lieferumfang)


b = Stücklistennummer für Ecomat-Getriebe
c = Stücklistennummer für Elektr. Schaltautomatik EST 146/147

4182 765 001 - 2005-10 18-1


ZF-Ecomat 4 ZF-Dokumentation

18.2 Identifikation und Zuordnung zum Motor


18.2.1 Typenschild Getriebe: Beschreibung

ZF FRIEDRICHSHAFEN AG
1 Stücklisten-Nummer Getriebe
MADE IN GERMANY
(Zuordnung zu EST 146/147 nach Dokumenta-
ECOMAT 4 6 HP - 604 C 2
MODEL
tion prüfen!)
PARTS LIST NO. SERIAL NO.
1 4182 064 XXX XXXXXX 3 2 Getriebetyp mit Gangzahl
CUSTOMER
XX XXXXX XXXX 4 3 Serien-Nummer Getriebe
SPEC. NO

5 TOTA L 3.43 - 0.59 SPEEDO


RATIO IMP/U6.00 6 4 Kunden-Bestellnummer, soweit ZF bekannt
R AT I O
P.T.O. N - n= -
xn
ENGINE 5 Getriebeübersetzung
7 OIL CAPACITY
20 OIL GRADE SEE
14 6 Tachosignal 6 Impulse/Umdrehung
IN LITERS LUBRIC. LIST TE-ML 8
027418
7 Nebenabtriebstyp
9 10 8 Nebenabtriebsübersetzung
9 ca. Ölmenge bei Erstbefüllung
10 ZF-Schmierstofflistenbezeichnung

18.2.2 Typenschild Getriebe: Positionen A, C, D

027420 027419 027421

4182 765 001 - 2005-10 18-2


ZF-Ecomat 4 ZF-Dokumentation

18.2.3 Typenschild Elektronische -


Schaltautomatik EST 146/147

Elektronische Schaltautomatik EST 146/147:

3 STEUERUNG EST 147 24 VDC 4 1 Stücklisten-Nummer EST 146/147


7 GETRIEBE 6HP604C
1 ZF-NR. 6009091XXX SER. NR. XXXXX 2 (Zuordnung zu Getriebe nach Dokumentation
5 PROGRAMMIERUNG 6009390XXX
prüfen!)
6 KUNDEN NR. XXXXXXX
2 Serien-Nummer EST 146/147
e1 032
022486486 3 Elektronikbezeichnung
024731
4 Nennspannung
5 Programmierung
6 Kunden-Bestellnummer, soweit ZF bekannt
7 Getriebetyp mit Gangzahl
(Gangzahl beachten!)

4182 765 001 - 2005-10 18-3


ZF-Ecomat 4 ZF-Dokumentation

18.3 Umhängeschild „Ölstandskontrolle”

18.3.1 Getriebe ohne Ölfüllung

ACHTUNG CAUTION
Vor Erstinbetriebnahme Before initial
Oelstandskontrolle commissioning perform
durchfuehren oil level check.
A) Fuellmenge 10-20 Liter bzw. A) Refill 10-20 liters or up to
bis zur “STOP” Marke bei “STOP” mark while
stehendem Motor auffuellen. engine is switched off.

B) Motor starten: nach 30 Sekunden B) Start engine; after


bei Leerlauf-Drehzahl Oelstand am 30 sec. at idling speed
Messstab pruefen. Wenn check oil level on dipstick.
noetig Oel bis in den Bereich If necessary refill oil up to
"COLD" nachfuellen. the “COLD” level.

Die massgebende Oelstands- The inspection at operating


kontrolle ist die Pruefung bei Be- temperature is the representative
triebstemperatur. oil level check.

C) Bei Motorleerlaufdrehzahl und C) With the engine at idling


Getriebe Neutral muss Oelstand im speed and the transmission
Bereich “HOT” liegen. shifted to neutral the oil level
needs to be in the “HOT”.

STOP STOP
HOT HOT

COLD COLD

027595

4182 765 001 - 2005-10 18-4


ZF-Ecomat 4 ZF-Dokumentation

18.3.2 Getriebe werkseitig mit Öl befüllt

ACHTUNG CAUTION
Getriebe ist mit Transmission is
Oel befuellt filled with oil

Die massgebende Oelstands- The inspection at operating


kontrolle ist die Pruefung temperature is the
bei Betriebstemperatur. representative oil level check.

Bei Motorleerlaufdrehzahl und With the engine at idling speed


Getriebe Neutral muss Oelstand and the transmission shifted to
im Bereich “HOT” liegen. neutral the oil level needs to
be in the “HOT” area.
Vor Fahrzeugauslieferung ist eine
Oelstandskontrolle bei Betriebs- Before vehicle delivery, oil level
temperatur durchzufuehren. check needs to be performed at
operating temperature.
Falls erforderlich Oelstand
richtig einstellen. If necessary adjust oil level.

STOP STOP
HOT HOT

COLD COLD

027592

4182 765 001 - 2005-10 18-5


ZF-Ecomat 4 ZF-Dokumentation

18.3.3 Getriebe mit getrennt angebautem Wärme-


tauscher (einschließlich Zusatzkühlung)

ACHTUNG
Getriebe mit getrennt angebautem
Waermetauscher. Vor Erstinbetrieb-
nahme Oelstandskontrolle durchfuehren.

A) Oel bis zu STOP-Marke bei


stehendem Motor auffuellen.
B) Motor starten, Getriebe Neutral,
15-20 Sek. bei 1200-1500 l/min laufen lassen.
C) Bei Leerlauf-Drehzahl Oelstand
am Messstab pruefen. Wenn noetig
Oel bis in den Bereich “COLD” nachfuellen.
Die massgebende Oelstandskontrolle
ist die Pruefung bei Betriebstemperatur.
D) Getriebe Neutral, 15-20 Sek. bei
1200-1500 l/min laufen lassen.
E) Bei Motorleerlaufdrehzahl
und Getriebe Neutral muss STOP
der Oelstand im Bereich HOT
“HOT” liegen.
COLD

027597

4182 765 001 - 2005-10 18-6


ZF-Ecomat 4 Berechnungen und Umrechungstabellen

19 Berechnungen und Umrechnungstabellen Bezüglich der Steigfähigkeit muss folgendes beachtet


werden:
19.1 Auslegung Antriebsstrang
• Die Steigfähigkeit im 1. mechanischen Gang muss
das Kriterium sein, da der Wandler sinnvoller-
Mit den folgenden Formeln für Fahrleistungsberech-
weise nur als Anfahrhilfe verwendet wird.
nungen kann der Antriebsstrang ausgelegt werden, Der Richtwert ist S > 11 %.
d.h., Sie können für Ihre speziellen Anforderungen Bei ungünstigen topographischen Verhältnissen
die optimale Lösung ermitteln (z. B. geforderte End- ist S entsprechend größer zu wählen.
geschwindigkeit, Steigfähigkeit etc. in Abhängigkeit
der Achsübersetzungen, der Getriebeübersetzungen, • Für extreme Einsatzfälle gilt in der Praxis:
der Reifenradien etc.). Startfähigkeit, d. h. Anfahren ist bei
maximal = 0,8 • Smax. noch möglich.
Die Formeln können entweder nach dem jeweils ge- (Smax. = Steigfähigkeit im Festbremspunkt.)
wünschten Parameter aufgelöst oder iterativ ermit-
telt werden.

Berechnungsformeln:

Fahrgeschwindigkeit vF
0,377 • rdyn [m] • nT [min-1] 0,0714 • rdyn [ft] • nT [min-1]
vF = ________________________ vF = ________________________
[km/h] iG • iH [mph] iG • iH

Max. Steigfähigkeit Smax [%]


(Luftwiderstand WL ≈ 0)

TT [Nm]• iG • iH • ηtot TT [lbft]• iG • iH • ηtot


Smax = 100 • tan [arc sin( ____________________ – fR)] Smax = 100 • tan [arc sin( ____________________ – fR)]
m [kg] • 9,81 • rdyn [m] G [lbf] • rdyn [ft]

Steigfähigkeit S bei höherer Geschwindigkeit vF


Für Steigungen S ≤ 10 % ist sin α ≈ tan α; Fehler ≤ 0,5 %

1 TT [Nm] • iG • iH • ηtot
S = 100 [ ___________ • ( ___________________ – 0,0473 • CW • A • VF2 [(km/h)2]) – fR]
m [kg] • 9,81 rdyn [m]

TT [lbft] • iG • iH • ηtot 0,002529 • CW • A [ft2] • VF2 [(mph)2]


S = 100 [ __________________ _ ________________________________ – fR]
G [lbf] • rdyn [ft] G [lbf]

rdyn[m], [ft] Rollradius ηtot [–] Gesamtwirkungsgrad = ηG • ηH


= 0,95 • 0,95 ≈ 0,9

}
m [kg]
Fahrzeuggewicht
G [lbf] fR [–] Rollwiderstand
Asphalt, Beton, fR = 0,010 – 0,012
9,81 [m/s2] Fallbeschleunigung
feste Erdwege, fR = 0,020 – 0,040
nT [1/min] Turbinenraddrehzahl
CW [–] Luftwiderstandsbeiwert Bus CW ≈ 0,6
TT [Nm], [lbft] Turbinenradmoment Lkw CW ≈ 0,8
iG [–] Getriebeübersetzung A [m2], [ft2] Stirnfläche Bus A ≈ 6 m2
iH [–] Achsübersetzung Lkw A ≈ 8 m2
VF [km/h], [mph] Fahrgeschwindigkeit
Nachdem die Eckdaten festgelegt wurden, kann auf Wunsch per Computerprogramm die Fahrleistungsbe-
rechnung durchgeführt werden.

4182 765 001 - 2005-10 19-1


ZF-Ecomat 4 Berechnungen und Umrechungstabellen

19.2 Formelsammlung Retarder - Wärmetauscher


1. Bremsleistung PB

G [kg] • 9,81 [m/s2] • v [km/h] s [%]


PB [kW] = __________________________ [sin (arc tan _____) + fR]
3600 100

2. Motordrehzahl nMot = nRet (gilt nur bei WK zu)

v [km/h] • iG • iH
nT [1/min] = nMot [1/min] = ______________
0,377 • rdyn [m]

3. Retarderleistung PRet für nRet

TRet [Nm] • nRet [1/min]


PRet [kW] = _____________________
9550

Berechnungsbeispiel

Bremsleistung eines Stadtbus mit Ecomat 5 HP 504 C und Retarder

Daten: G = 18 000 kg; fR = 0,01; v = 30 km/h; s = 7%

18 000 • 9,81 • 30 –7
Bremsleistung PB = ________________ [sin (arc tan _____ ) + 0,01]
3600 100

Bremsleistung PB = – 88 kW = 120 PS (Dauerbetrieb)

Berechnung der Motor- bzw. Retarderdrehzahl bei v = 30 km/h im 2. Gang


(nur bei Wk zu gilt nMot = nRet)

30 • 2,01 • 5,92
nT [1/min] = nMot [1/min] = ______________ = 2032 • 1/min
0,377 • 0,466

Bremsfähigkeit S im Gefälle mit Bremsmoment T = 1300 Nm bei nRet = 2200/min im 2. Gang und
v = 30 km/h

TBr [Nm] • iG • iH TBr = –1300 Nm


S = 100 tan [arc sin ( ______________________________ – fR)]
m [kg] • 9,81 [m/s2] • rdyn [m] • ηH bei nT = 2032 min-1

–1300 • 2,01 • 5,92


S = 100 tan [arc sin ( _________________________ – 0,01)] = – 21,25%
18 000 • 9,81 • 0,466 • 0,95

S = – 21,25% Gefälle kann mit Dauerbremsung gefahren werden.

4182 765 001 - 2005-10 19-2


ZF-Ecomat 4 Berechnungen und Umrechungstabellen

19.3 Umrechnungstabellen

19.3.1 Längeneinheiten

Einheit in ft yd mile n mile mm m km

1 in = 1 0,08333 0,02778 – – 25,4 0,0254 –


1 ft = 12 1 0,33333 – – 304,8 0,3048 –
1 yd = 36 3 1 – – 914,4 0,9144 –
1 mile = 63360 5280 1760 1 0,86898 – 1609,34 1,609
1 n mile1) = 72913 6076,1 2025,4 1,1508 1 – 1852 1,852

1 mm = 0,03937 3,281 • 10-3 1,094 • 10-3 – – 1 0,001 10-6


1 m = 39,3701 3,2808 1,0936 – – 1000 1 0,001
1 km = 39370 3280,8 1093,6 0,62137 0,53996 106 1000 1

in = inch, ft = foot, yd = yard, mile = statute mile, n mile = nautical mile


1)1 n mile = 1 sm = 1 internationale Seemeile = 1 Bogenminute des Längengrads
In Großbritannien 1 n mile (UK) = 6080 ft ² 1853 m.
1 Knoten = 1 n mile/h = 1,852 km/h

19.3.2 Flächeneinheiten

Einheit in2 ft2 yd2 mile2 cm2 dm2 m2 a ha km2

1 in2 = 1 – – – 6,452 0,06452 – – – –


1 ft2 = 144 1 0,1111 – 929 9,29 0,0929 – – –
1 yd2 = 1296 9 1 – 8361 83,61 0,8361 – – –
1 mile2 = – – – 1 – – – – 259 2,59

1 cm2 = 0,155 – – – 1 0,01 – – – –


1 dm2 = 15,5 0,1076 0,01196 – 100 1 0,01 – – –
1 m2 = 1550 10,76 1,196 – 10000 100 1 0,01 – –
1 a = – 1076 119,6 – – 10000 100 1 0,01 –
1 ha = – – – – – – 10000 100 1 0,01
1 km2 = – – – 0,3861 – – – 10000 100 1

in2 = square inch (sq in),


ft2 = square foot (sq ft),
yd2 = square yard (sq yd),
mile2 = square mile (sq mile).

4182 765 001 - 2005-10 19-3


ZF-Ecomat 4 Berechnungen und Umrechungstabellen

19.3.3 Volumeneinheiten

Einheit in3 ft3 yd3 gal (UK) gal (US) cm3 dm3 1) m3

1 in3 = 1 – – – – 16,3871 0,01639 –


1 ft3 = 1728 1 0,03704 6,229 7,481 – 28,3168 0,02832
1 yd3 = 46656 27 1 168,18 201,97 – 764,555 0,76456
1 gal (UK) = 277,42 0,16054 – 1 1,20095 4546,09 4,54609 –
1 gal (US) = 231 0,13368 – 0,83267 1 3785,41 3,78541 –

1 cm3 = 0,06102 – – – – 1 0,001 –


1 dm3 1) = 61,0236 0,03531 0,00131 0,21997 0,26417 1000 1 0,001
1 m3 = 61023,6 35,315 1,30795 219,969 264,172 106 1000 1

in3 = cubic inch (cu in),


ft 3 = cubic foot (cu ft),
yd3 = cubic yard (cu yd),
gal = gallon,
1) dm3 = 1 (Liter).

19.3.4 Energieeinheiten

Einheit J kw h kp m PS h kcal ft lbf Btu

Gesetzliche Einheiten

1 J = 1 277,8 • 10-9 0,10197 377,7 • 10-9 238,8 • 10-6 0,73756 947,8 • 10-6
1 kWh = 3,6 • 10-6 1 367098 1,3596 859,84 6
2,6553 • 10 3412,14

Umzustellende Einheiten

1 kp m = 9,80665 2,724 • 10-6 1 3,704 • 10-6 2,342 • 10-3 7,2330 9,295 • 10-3
1 PS h 6
= 2,6476 • 10 0,73550 269980 1 632,369 6
1,9528 • 10 2509,4
1 kcal 1) = 4186,8 1,163 • 10-3 426,93 1,581 • 10-3 1 3088 3,9683

Anglo-amerikanische Einheiten

1 ft lbf = 1,3558 376,6 • 10-9 0,13826 512,1 • 10-9 323,8 • 10-6 1 1,285 • 10-3
1 Btu 2) = 1055,06 293,1 • 10-6 107,59 398,6 • 10-6 0,252 778,17 1

1) 1 kcal = Wärmemenge, die nötig ist, um 1 kg Wasser von 15°C um 1°C zu erwärmen.
2) 1 Btu = Wärmemenge, die nötig ist, um 1 lb Wasser um 1°F zu erwärmen.
1 therm= 105 Btu

4182 765 001 - 2005-10 19-4


Masseeinheiten

Avoirdupois-System (in UK und US allgemein gebräuchliches Handelsgewicht)

Einheit gr dram oz lb long cwt sh cwt long tn sh tn g kg t

4182 765 001 - 2005-10


ZF-Ecomat 4

1 gr = 1 0,03657 0,00229 1/7000 – – – – 0,064799 – –


1 dram = 27,344 1 0,0625 0,00391 – – – – 1,77184 – –
1 oz = 437,5 16 1 0,0625 – – – - 28,3495 – –
19.3.5 Masseeinheiten

1 lb = 7000 256 16 1 0,00893 0,01 – 0,0005 453,592 0,45359 –

1 long cwt1) = – – – 112 1 1,12 0,05 – – 50,8023 –


1 sh cwt1) = – – – 100 0,8929 1 0,04464 0,05 – 45,3592 –
1 long tn1) = – – – 2240 20 22,4 1 1,12 – 1016,05 1,01605
1 sh tn1 = – – – 2000 17,857 20 0,8929 1 – 907,185 0,90718

1 g = 15,432 0,5644 0,03527 – – – – – 1 0,001 –


1 kg = – – 35,274 2,2046 0,01968 0,02205 – – 1000 1 0,001
1 t = – – – 2204,6 19,684 22,046 0,9842 1,1023 106 1000 1

19-5
UK = Großbritannien, US = Vereinigte Staaten von Amerika

gr = grain, oz = ounze, lb = pound


long cwt = long hundredweight, sh cwt = short hundredweight,
long tn long ton, sh tn = short ton.
1 slug = 14,5939 kg = Masse, die von einer Kraft von 1 lbf um 1 ft/s2 beschleunigt wird.
1 st (stone) = 14 lb = 6,35 kg (nur UK)
1 qr (quarter) = 28 lb = 12,7006 kg (nur UK, selten verwendet).
1 quintal = 100 lb = 1 sh cwt = 45,3592 kg
1 tdw (ton dead weight) = 1,016 t. In tdw wird die Tragfähigkeit von Frachtdampfern (Ladung + Ballast + Brennstoff + Verpflegung)
angegeben.

1)Wenn cwt und tn ohne vorgesetztes long bzw. sh verwendet werden, so bedeutet dies in UK long cwt und long tn,
in US dagegen cwt und sh tn.
Berechnungen und Umrechungstabellen
Krafteinheiten

1 kp = 9,80665 N ² 10N
1 lbf (pound-force) = 4,44822 N 1 N = 0,101972 kp ² 0,1 kp
1 pdl (poundal) = 0,138255 N = Kraft, die eine Masse von 1 lb um 1 ft/s2 beschleunigt 1 N = 0,224809 lbf

4182 765 001 - 2005-10


1 sh (sthène)* = 103 N 1 N = 7,233011 pdl
ZF-Ecomat 4

Druck- und Spannungseinheiten


19.3.6 Krafteinheiten

Einheit N/m2 µbar mbar bar N/mm2 kp/mm2 at kp/m2 Torr atm lbf/in2 lbf/ft2 tonf/in2

Gesetzliche Einheiten

1 N/m2 = 1 Pa = 1 10 0,01 10-5 10-6 – – 0,10197 0,0075 – – – –


1 µbar = 0,1 1 0,001 10-6 10-7 – – 0,0102 – – – – –
1 mbar = 100 1000 1 0,001 0,0001 – – 10,197 0,7501 – 0,0145 2,0886 –
1 bar = 105 106 1000 1 0,1 0,0102 1,0197 10197 750,06 0,9869 14,5037 2088,6 –
1 N/mm2 = 106 107 10000 10 1 0,10197 10,197 101972 7501 9,8692 145,037 20886 0,06475

Umzustellende Einheiten

19-6
1 kp/mm2 = – – 98066,5 98,0665 9,80665 1 100 106 73556 96,784 1422,33 – 0,63497
1 at = 1 kp/cm2 = 98066,5 – 980,665 0,98066 0,0981 0,01 1 10000 735,56 0,96784 14,2233 2048,16 –
1 kp/m2 = 1mmWS = 9,80665 98,0665 0,0981 – – 10-6 10-4 1 – – – 0,2048 –
1 Torr = 1mmHg = 133,322 1333,22 1,33322 – – – 0,00136 13,5951 1 0,00132 0,01934 2,7845 –
1 atm = 101325 – 1013,25 1,01325 – – 1,03323 10332,3 760 1 14,695 2116,1 –

Anglo-amerikanische Einheiten

1 lbf/in2 = 6894,76 68948 68,948 0,0689 0,00689 – 0,07031 703,07 51,715 0,06805 1 144 –
1 lbf/ft2 = 47,8803 478,8 0,4788 – – – – 4,8824 0,35913 – – 1 –
1 tonf/in2 = – – – 154,443 15,4443 1,57488 157,488 – – 152,42 2240 – 1

lbf/in2 = pound-force per square inch (psi), lbf/ft2 = pound-force per square foot (psf), tonf/in2 = (long) ton-force per square inch
1 pdl/ft2 (pound per square foot) = 1,48816 N/m2
1 barye* = 1 µbar; 1 pz (pièce)* = 1 sn/m2 (sthène/m2)* = 103; 1 dyn/cm = 1 µbar.
Normen: DIN 66 034 Kilopond – Newton, Newton – Kilopond, Umrechnungstabellen DIN 66 037 Kilopond/cm2 – Bar, Bar – Kilopond/cm2,
Umrechnungstabellen, DIN 66 038 Torr – Millibar, Millibar – Torr, Umrechnungstabellen
* französische Einheiten
Berechnungen und Umrechungstabellen
ZF-Ecomat 4 Berechnungen und Umrechungstabellen

19.3.7 Leistungseinheiten

Einheit W kW kpm/s PS kcal/s kcal/h hp Btu/s

Gesetzliche Einheiten

1 W = 1 0,001 0,10197 1,360 • 10-3 238,8 • 10-6 0,86 1,341 • 10-3 947,8 • 10-6
1 kW = 1000 1 101,97 1,3596 238,8 • 10-3 860 1,3410 947,8 • 10-3

Umzustellende Einheiten

1 kpm/s = 9,80665 9,807 • 10-3 1 13,33 • 10-3 2,342 • 10-3 8,434 13,15 • 10-3 9,295 •10-3
1 PS 1) = 735,499 0,7355 75 1 0,17567 632,53 0,98632 0,69712
1 kcal/s = 4186,8 4,1868 426,935 5,6925 1 3600 5,6146 3,9683

Anglo-amerikanische Einheiten

1 hp1) = 745,70 0,7457 76,0402 1,0139 0,17811 641,302 1 0,70678


1 Btu/s = 1055,06 1,05506 107,586 1,4345 0,2520 907,35 1,4149 1

hp = horsepower 1)
bhp = brake horsepower (Bremsleistung), dhp = drawbar horsepower (Leistung am Zughaken).

1 ft lbf/s = 1,35582 W
1 ch (cheval vapeur) (franz.) = 1 PS = 0,7355 W
1 poncelet (franz.) = 100 kpm/s = 0,981 kW

Normen: DIN 66035 Kalorie-Joule, Joule-Kalorie, Umrechnungstabellen


DIN 66036 Pferdestärke-Kilowatt, Kilowatt-Pferdestärke Umrechnungstabellen
DIN 66039 Kilokalorie-Wattstunde, Wattstunde-Kilokalorie Umrechnungstabellen
1) Beachte bei Leistungsangaben von Kraftfahrzeugmotoren in hp bzw. PS den Unterschied
der Prüfbedingungen nach SAE und DIN.

19.3.8 Umrechnung von Temperaturen

Umrechnungen in
Einheit
°F °F °R K
9 9
Grad Celsius °C 1 °F = °C + 32 °R = °C + 491,7 K = 273 + °C
5 5
Grad Fahrenheit °F 5 5
°C = (°F – 32) · 1 °R = °F + 459,7 K = (°F – 32) + 273
9 9
5 5
Grad Rankine °R °C = (°R – 491,7) · °F = °R – 459,7 1 K = °R
9 9
9 9
Kelvin K °C = K – 273 °F = (K – 273) + 32 °R = K 1
5 5

4182 765 001 - 2005-10 19-7


ZF-Ecomat 4 Berechnungen und Umrechungstabellen

19.3.9 Umrechnungsfaktoren Massenträgheitsmoment

1 kg m2 = (3,2808)2 kg [Link] = (3,2808)2 • (2,2046 lb) [Link] = 23,73 lb [Link]


1 kg m2 = (39,3701)2 kg [Link] 2
= (39,3701) • (2,2046 lb) [Link] = 3417 lb [Link]
1 kg m2 = (1,0936)2 kg [Link] = (1,0936)2 • (2,2046 lb) [Link] = 2,636 lb [Link]

19.4 Drehmoment

1 Nm = 0,738 lbft

T [Nm] • n [min-1] T [lbft] • n [min-1]


P [kW] = ________________ P [kW] = ________________
9552 7045

19.5 Verzeichnis der dynamischen Reifenradien

Die Abmessungen am Reifen S

D
Ø

S Reifenbreite
D Außendurchmesser
Ø Felgendurchmesser

024254

Umrechnung der Reifengröße

5280
rdyn [rev/mile] = ___________
2 • π • rdyn [ft]

4182 765 001 - 2005-10 19-8


ZF-Ecomat 4 Berechnungen und Umrechungstabellen

Standard-Reifen Steilschulter, Nenn-Ø 22.5 (schlauchlos)

ETRTO-Normmaße ETRTO-Normmaße
Tube Außen- Tube Außen-
Type / Breite durchm. Abroll- Type / Breite durchm. Abroll-
Tube- max. max. umfang Tube- max. max. umfang
Reifengröße less (mm) (mm) (mm) Reifengröße less (mm) (mm) (mm)
6.00 R 9 166 553 1647 8 R 22.5 TL 216 950 2855
7.00 R 12 200 687 2050 9 R 22.5 TL 239 986 2959
205/80 R 15 213 723 2162 10 R 22.5 TL 264 1038 3111
7.50 R 15 220 787 2355 11 R 22.5* TL 290 1070 3203
8.25 R 15 243 855 2550 11 R 22.5** TL 287 1064 3203
10.00 R 15 286 939 2800 12 R 22.5 TL 312 1104 3306
7.00 R 16 TL 214 792 2361 13 R 22.5 TL 326 1146 3428
225/75 R 16C TL 232 758 2269 255/70 R 22.5 TL 265 944 2837
225/75 R 16 TL 232 758 2269 275/70 R 22.5 TL 287 974 2922
7.50 R 16 TL 218 818 2446 275/80 R 22.5 TL 287 1030 3087
8.25 R 16 239 878 2623 295/60 R 22.5 TL 304 940 2806
9.00 R 16 256 932 2782 295/80 R 22.5 TL 310 1062 3184
7.50 R 20 TL 218 944 2830 305/70 R 22.5 TL 317 1018 3050
8.25 R 20 239 980 2934 315/60 R 22.5 TL 326 966 2879
9.00 R 20 268 1038 3105 315/70 R 22.5 TL 318 1032 3093
10.00 R 20 286 1074 3209 315/80 R 22.5 TL 318 1096 3282
11.00 R 20 TL 297 1104 3300 385/55 R 22.5 TL 401 1012 3018
12.00 R 20 TL 319 1146 3422 385/65 R 22.5 TL 405 1092 3248
14.00 R 20 TL 377 1268 3776 425/65 R 22.5 TL 447 1146 3406
445/65 R 22.5 TL 472 1174 3485
455/45 R 22.5 TL 471 1008 2975
495/45 R 22.5 TL 519 1046 3085
* Betriebskennung: 148/145L; 148/145J; 148/145K
** Betriebskennung: 142/142J

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ZF-Ecomat 4 Ölsorten und Ölfilter

20 Ölsorten, Ölfilter und Ölablassstopfen

20.1 Schmierstoffliste TE-ML 14

• aktuelle Schmierstoffliste im Intranet


„ZF-WORLD“:
> Bereich N > Standort Friedrichshafen >
Materialien + Stoffe
> ZF-Schmierstoffliste

• aktuelle Schmierstoffliste im Internet:


[Link]
> products for > Techn. Informationen

20.2 Reinheit des Öls

HINWEIS
Das Öl darf keine sichtbaren Feststoffverun-
reinigungen enthalten.

20.3 Ölfilter

HINWEIS
Es dürfen nur Ölfilter gemäß ZF-Nr. 0750 131 003
verwendet werden.

20.4 Ölablassstopfen

VORSICHT
Unbedingt original ZF-Ölablassstopfen verwenden.
Das Wandlerentleerventil wird durch den
Ölablassstopfen betätigt.

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4182 765 001 - 2005-10 20-2
ZF Friedrichshafen AG
Hauptverwaltung
88038 Friedrichshafen
Telefon +49 7541 77-0
Telefax +49 7541 77-908000
[Link]

Antriebs- und Fahrwerktechnik

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