Auszug Aus:: Mehrschrittige Interpretationen: Kurzgeschichten Von G. Wohmann
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Mehrschrittige Interpretationen: Kurzgeschichten von G.
Wohmann
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SCHOOL-SCOUT Die Kurzgeschichte „Ein netter Kerl“ von Gabriele Wohmann Seite 2 von 21
Didaktische Hinweise
Der Forderung nach individueller Förderung müssen wir als Lehrerinnen und Lehrer im
Förderunterricht, aber auch im binnendifferenzierenden Fachunterricht täglich nachkommen.
Jeden einzelnen Schüler im Blick zu haben, ist aber bei meist 30 Schülerinnen und Schülern
ein fast unmögliches Vorhaben. Ein großer Schritt auf dem Weg zum individuellen Unterricht
ist jedoch getan, wenn Unterrichtsmaterial in verschiedenen Lernniveaus angeboten wird.
Schülerinnen und Schüler, denen das Anfertigen von Interpretationen noch Probleme bereitet,
werden in diesem Material deshalb durch klar strukturierte Arbeitsblätter mit gezielten Fragen
Schritt für Schritt zur Erstellung der eigenen Interpretation angeleitet und können sich
hinterher selbst noch einmal mit einem Leistungscheck kontrollieren. Wer das
Handwerkszeug dagegen schon mitbringt, der kann auch gleich mit der kompletten
Interpretation loslegen - für ganz schnelle und aufgabenhungrige Schülerinnen und Schüler
bietet ein Aufgabenblatt sogar noch zusätzliche Möglichkeiten zur Vertiefung und
Interpretation. So ergeben sich drei Leistungsniveaus, denen dank des modularen Aufbaus
leicht entsprochen werden kann. Wie gewohnt dient dabei eine ausführliche Musterlösung als
Hilfe für die Lehrkraft, kann jedoch im Bedarfsfall auch den Schülerinnen und Schülern als
Orientierung und Vergleichshilfe ausgeteilt werden.
§1 Schulgesetz
Gabriele Wohmann
Gabriele Wohmann wurde am 21. Mai 1932 in Darmstadt geboren und ist eine der
bekanntesten zeitgenössischen deutschen Schriftstellerinnen.
Sie hat schon verschiedenste Auszeichnungen und Ehrungen erhalten, darunter u.a.
den Georg-Mackensen-Literaturpreis, den Literaturpreis der Stadt Bremen, das
Bundesverdienstkreuz I. Klasse, den Deutschen Schallplattenpreis, den Hessischen
Kulturpreis, den Konrad-Adenauer-Preis und das Große Bundesverdienstkreuz.
Gabriele Wohmann ist auch heute noch schriftstellerisch aktiv.
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SCHOOL-SCOUT „Denk immer an heut Nachmittag“ von Gabriele Wohmann Seite 4 von 20
Aufgabenblatt 1
Einstieg
Die Analyse einer Kurzgeschichte teilt sich in drei Abschnitte ein: die Einleitung, den
Hauptteil und den Schluss. In diesem Aufgabenblatt sollt ihr die Angaben
herausarbeiten, auf die in der Einleitung hingewiesen wird. Darüber hinaus sollt ihr
auch noch weitere Dinge festhalten, die für die Interpretation wichtig werden könnten.
Aufgaben:
Aufgabenblatt 2
Personen
Im Hauptteil der Analyse werden verschiedene Aspekte der Kurzgeschichte
analysiert. Ein Aspekt sind die Personen. In diesem Aufgabenblatt sollt ihr euch mit
dem Vater, dem Sohn sowie mit dem Verhältnis zwischen den beiden
auseinandersetzen.
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SCHOOL-SCOUT Die Kurzgeschichte „Schönes goldenes Haar“ von Gabriele Wohmann Seite 7 von 22
Aufgabenblatt 2 - Musterlösung
Personen
Im Hauptteil der Analyse werden verschiedene Aspekte der Kurzgeschichte
analysiert. Ein Aspekt sind die Personen. In diesem Aufgabenblatt sollt ihr euch mit
der Frau, dem Mann sowie mit dem Verhältnis zwischen den beiden
auseinandersetzen.
Lösungen:
Die Frau zeichnet sich vor allem durch ihre Unzufriedenheit mit ihrem Leben, ihre
emotionale Isolation in der Beziehung zu ihrem Mann und die Fixierung auf die
gemeinsame Tochter Laurela aus. Ihre Unzufriedenheit wird vor allem durch ihre Gestik
und Mimik zum Ausdruck gebracht. So ist die Frau „unruhig“ (Z. 4) und bewegt
fortwährend ihre Hände (vgl. Z. 2, 4, 7, 24/25). Eine innere Unruhe hat von ihr Besitz
ergriffen – wahrscheinlich ist diese eine Folge ihrer Unzufriedenheit, denn sie weiß, dass
sich etwas in der Beziehung zu ihrem Mann ändern muss. Die Enttäuschung über ihre
Ehe ist der Frau auch im Gesicht abzulesen: Ihr großes, rundes und freundliches Gesicht
(vgl. Z. 4, 20) ist vor Aufregung „[ge]fleckt“ (Z. 3) und es macht sich darauf eine heiße
„gepünktelte Erregung“ (Z. 20) breit. Ein steifes Lächeln (vgl. Z. 27) zieht sich über ihr
Gesicht, als der Mann endlich mit ihr spricht. Genuine Freude über ihre Kommunikation
kann sie also nicht spüren. Ihre Unzufriedenheit schlägt sogar auf ihr körperliches
Befinden: Die Frau muss sich das „Stopfei gegen den Magen“ (Z. 36) pressen, um sich zu
beruhigen. Ihre emotionale Isolation wird an mehreren Stellen innerhalb der
Kurzgeschichte deutlich. Sie fühlt sich wie „nie berührt“ (Z. 11) von ihrem Mann, gar
„merkwürdig losgelöst“ (Z. 12). In ihr herrscht Leere (vgl. Z. 19) und sie kommt sich
„verlassen vor“ (Z. 19). Besonders deutlich tritt das Isolationsgefühl zum Vorschein, als
ihr Mann doch endlich mit ihr spricht und sie steif lächelnd zu „schwitzen“ (Z. 27)
beginnt. Die Kommunikation scheint sie – obwohl sie förmlich danach gelechzt hat –
vollkommen zu überfordern. Die emotionale Isolation hat sich so sehr als Teil ihres
Daseins verfestigt, dass sie nicht mehr in der Lage ist, sie zu überwinden, wenn sie die
Möglichkeit dazu hat. Ihre Fixierung auf die gemeinsame Tochter Laurela wird im letzten
Abschnitt der Kurzgeschichte zum Ausdruck gebracht. Nun denkt die Frau über die
Schönheit der Tochter – vor allem über Laurelas schönes Haar – nach und an ein blaues
Kleid, was ihren Busen wunderbar zu Geltung bringen würde (vgl. Z. 37-41). Diese
Gedanken stehen im Widerspruch zu der Sorge um die Tochter am Anfang der
Geschichte (vgl. Z. 8/9). An dieser Stelle wird deutlich, dass die Sorge vielleicht gar nicht
wirklich Laurela galt – die die Mutter ja mit „stolzer Verwunderung“ (Z. 49/50)
betrachtet und möglichst weit im Leben kommen sehen möchte –, sondern eher sich
selbst.
Aufgabenblatt 3
Sprache
Ein weiterer wichtiger Aspekt des Hauptteils ist die Analyse der Sprache. Hierbei
muss man nicht nur die sprachlichen Mittel und andere Auffälligkeiten
herausarbeiten, sondern man muss sie darüber hinaus auch deuten.
Aufgaben:
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SCHOOL-SCOUT Die Kurzgeschichte „Ja, das ist machbar“ von Gabriele Wohmann Seite 4 von 20
Aufgabenblatt 1
Einstieg
Die Analyse einer Kurzgeschichte teilt sich in drei Abschnitte ein: die Einleitung, der
Hauptteil und der Schluss. In diesem Aufgabenblatt sollt ihr die Angaben
herausarbeiten, auf die in der Einleitung hingewiesen wird. Darüber hinaus sollt ihr
auch noch weitere Dinge festhalten, die für die Interpretation wichtig werden könnten.
Aufgaben:
Aufgabenblatt 3 - Musterlösung
Sprache
Ein weiterer wichtiger Aspekt des Hauptteils ist die Analyse der Sprache. Hierbei
muss man nicht nur die sprachlichen Mittel und andere Auffälligkeiten
herausarbeiten, sondern man muss sie darüber hinaus auch deuten.
Lösungen:
In „Ja, das ist machbar“ liegt ein personaler Erzähler aus Maxis Sicht vor. Dadurch kann
der Leser ihre Gedanken und Befindlichkeit besser nachvollziehen.
Die Sprache ist insgesamt eher einfach, locker und direkt. Somit betont Wohmann die
Tatsache, dass es sich bei den Personen um gewöhnliche Menschen handelt und
prinzipiell jedes Kind unter dem Leistungsdruck und Ehrgeiz seiner Eltern leiden kann.
Leitmotiv: Wohmann arbeitet in ihrer Kurzgeschichte mit einem Leitmotiv, und zwar
mit dem Satz „Ja, das ist machbar“. In dieser oder ähnlicher Form kommt er inklusive
des Titels acht Mal vor (vgl. Z. 17, 22, 39, 149, 170). Dieser Leitsatz steht für den
absoluten und unersättlichen Ehrgeiz der Eltern, die alles tun würden, um Maxi zu
dem von ihnen gewünschten Tennisstar zu machen. Nichts ist unmöglich und nichts,
auch nicht Maxis eigene, abweichende Lebenswünsche, können sie von der
Umsetzung ihres Vorhabens abbringen. Der Leitsatz versinnbildlicht die schlechte
Beziehung zwischen Eltern und Tochter, denn das, was die Eltern für machbar halten
und dafür machen müssen, steht im krassen Gegensatz zu dem, was Maxi selbst
möchte.
Symbol: Das „große Vorbild“ (vgl. Z. 103-112, 172-180), dem Maxi nacheifern soll,
bleibt bewusst namenlos und damit abstrakt, denn es ist ein unerreichbare Ziel. Es
steht symbolhaft dafür, dass Maxi den Erwartungen der Eltern nie wird entsprechen
können und dass der Ehrgeiz des Vaters und der Mutter unersättlich ist. Somit
veranschaulicht es genau wie das Leitmotiv auch die schlechte und
kommunikationsgestörte Beziehung zwischen Eltern und Tochter. Gleichzeitig
versinnbildlicht das große Vorbild aber auch das Gefühl Maxis, erst dann von ihrem
Vater geliebt zu werden, wenn sie so wie das Vorbild ist, und zwar eine Siegerin und
Weltranglisten-Erste.
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(Ohne Primärtext!)
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SCHOOL-SCOUT Die Kurzgeschichte „Verjährt“ von Gabriele Wohmann Seite 7 von 21
Aufgabenblatt 2
Gliederung der Geschichte
Im Hauptteil der Analyse werden verschiedene Aspekte der Kurzgeschichte
analysiert. Ein Aspekt ist die Gliederung der Geschichte. In diesem Aufgabenblatt
sollt ihr euch mit der Gliederung der Kurzgeschichte beschäftigen. Dadurch erhaltet
ihr einen genaueren Überblick über den Aufbau und den Inhalt, sodass ihr es in der
weiteren Analyse einfacher habt. Auch kann der Leser eurer Interpretation so später
besser folgen. Bei dieser Aufgabe bietet es sich bei der Ausformulierung an, sie in
einem Text zu lösen.
Aufgaben:
1. Teilt die Kurzgeschichte in zwei Teile ein und gebt dabei die Zeilen mit an.
2. Beschreibt den Inhalt der Abschnitte. Werdet hierbei etwas genauer als in der
Einleitung, sodass der Hergang der Kurzgeschichte deutlich wird.
3. Gibt es ein Bild, das sich durch die gesamte Geschichte zieht?
Durch beide Textteile zieht sich das Bild vom „Pudel“ (Z. 1/ Z. 18f./ Z. 34/ Z. 36/ Z. 53/
Z. 56/ Z. 71/ Z. 85). Er wird zur näheren Beschreibung der Nachbarn eingesetzt (Z. 1),
tritt als gewohntes Gesprächsthema auf (Z. 18f.) und erscheint durch seine
Personifizierung ein Tochterersatz und somit auch ‚Erziehungsobjekt’ (Z. 36f.) für das
Ehepaar zu sein. In Z. 56 wird er genannt, um eine Rückblende einzuleiten und damit die
Geschehnisse der letzten Jahre zu enthüllen. Der lebhafte Pudel (Z. 71) steht im indirekten
Kontrast zur toten Tochter und gleichzeitig im direkten Gegensatz zur Tätigkeit des
Ehepaars - das „selber liegt still“. Hier wird nochmals die Passivität der beiden Ehepartner
verstärkt dargestellt.
Die Wiederholung des Adjektivs „nett“ wird zumeist auf die ruhigen Nachbarn
angewendet (Z. 1, Z. 26, Z. 75) und wirkt dabei in gewisser Weise satirisch. Selbst die
Eigenschaften der Nachbarn sind eintönig. Das ruhige Leben der Nachbarn wird entlarvt
und damit ins Lächerliche gezogen.
Bestellnummer: 55025
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SCHOOL-SCOUT Die Kurzgeschichte „Der Antrag“ von Gabriele Wohmann Seite 11 von 18
Aufgabenblatt 3
Die Interpretation
Jetzt habt ihr schon jede Menge Stoff für die Interpretation zusammengetragen. Nun
müsst ihr die bisherigen Ergebnisse nur noch richtig gliedern und könnt dann schon
mit eurer Interpretation loslegen!
Aufgaben:
1. Lese dir die Antworten deiner Aufgabenblätter noch einmal durch, verfasse
anschließend eine Interpretation zu „Der Antrag“ von Gabriele Wohmann.
2. Prüfe anschließend noch einmal, ob alle Fragen, die auf den Aufgabenblättern
stehen, auch in deiner Interpretation beantwortet werden. Dabei hilft dir der
Kompetenzcheck.
Die Protagonistin der Geschichte, die Lehrerin Fräulein Mack, sitzt mit dem Direktor
der Privatschule, an der sie arbeitet, am Strand. Er, den sie äußerlich als abstoßend
empfindet, listet ihr scheinbar beiläufig die Vorzüge auf, die eine Frau haben würde,
die ihn heiratet. Fräulein Mack nimmt nur halbherzig am Gespräch teil und lehnt in
Gedanken den von ihr erwarteten Heiratsantrag immer wieder ab. Gleichzeitig
beobachtet sie ein offensichtlich schwer verliebtes Pärchen. Obwohl sie dessen
Liebe zum Scheitern verurteilt sieht, ist sie dennoch neidisch und bewegt den
Schuldirektor schließlich dazu, ins Strandcafé zu gehen, um Abstand vom Pärchen
zu bekommen. Dort macht er ihr dann einen Heiratsantrag, den sie – trotz ihres
innerlichen Widerstrebens und der Tatsache, dass sie ihn nicht liebt – aus rationalen
Vernunftgründen annimmt.
Wie es für Kurzgeschichten typisch ist, gibt es nur wenige handelnde Personen, in
diesem Fall sogar nur zwei: Fräulein Mack und den Direktor. Fräulein Mack zeichnet
sich vor allem durch Widersprüche aus: zwischen ihrer inneren Einstellung und
kommunikativen Haltung einerseits und ihrer letztendlichen Entscheidung
andererseits sowie zwischen ihrem scheinbaren Hunger nach Liebe und dem durch
ihren vernunftgetriebenen Charakter bedingten Streben nach Sicherheit. Erkennbar
ist dieser Zwiespalt einerseits in ihrem Umgang mit dem Direktor der Privatschule, an
der sie arbeitet, und andererseits an ihrer Wahrnehmung des Liebespaares am
Strand. So ist die innere Einstellung Fräulein Macks gegenüber dem Direktor sehr
negativ: Sie betrachtet ihn „mit genießerischem Unbehagen“ (Z. 12) und beschreibt
ihn als recht abstoßend (vgl. Z. 13-16). Vor allem seinen „spitzzulaufende[n]
Zeigefinger“ (Z. 21) findet Fräulein Mack so schlimm, dass er für sie – bevor der
Mann ihr überhaupt einen Heiratsantrag macht – schon als Scheidungsgrund (vgl. Z.
21) gelten kann. Sie ahnt schon, dass er um ihre Hand anhalten möchte, aber ihre
innere Abneigung demgegenüber ist stark: „Nein. Nein“ (Z. 35), denkt sie und spielt
in Gedanken mehrmals die Ablehnung des Antrags durch (vgl. Z. 43; 46; 67/68;
76/77). Dieses Unbehagen dem Mann gegenüber wird auch in gewissem Maße in
ihrer Kommunikation mit ihm deutlich, denn Fräulein Mack antwortet oftmals knapp
(vgl. bspw. Z. 4; 34; 42; 84) und versteht ihn absichtlich falsch (vgl. Z. 4; 24).
Dennoch nimmt sie – völlig widersprüchlich zu ihrer inneren Einstellung und auch
ihrer kommunikativen Haltung – den Antrag des Direktors letztendlich an (vgl. Z. 84).
Bestellnummer: 53984
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SCHOOL-SCOUT Die Kurzgeschichte „Schöne Ferien“ von Gabriele Wohmann Seite 6 von 18
Aufgabenblatt 2
Personen
Im Hauptteil der Analyse werden verschiedene Aspekte der Kurzgeschichte
analysiert. Ein Aspekt sind die Personen. In diesem Aufgabenblatt sollt ihr euch mit
der Erzählerin, Asmus und Nelson auseinandersetzen.
Aufgaben:
Aufgabenblatt 3 - Musterlösung
Sprache
Ein weiterer wichtiger Aspekt des Hauptteils ist die Analyse der Sprache. Hierbei
muss man nicht nur die sprachlichen Mittel und andere Auffälligkeiten
herausarbeiten, sondern man muss sie darüber hinaus auch deuten.
Lösungen:
In „Schöne Ferien“ liegt ein Ich-Erzähler aus Sicht der Mutter und Ehefrau vor. Dadurch
gelingt es Wohmann, bis kurz vor Ende der Kurzgeschichte bei dem Leser den Eindruck
zu erwecken, dass Nelson real und keine Erfindung sei. Somit wirkt die Aufklärung am
Schluss – die Flucht der Frau in eine Phantasiewelt – noch dramatischer.
Die Sprache insgesamt eher einfach und locker. Somit betont Wohmann – genau wie
durch die Anonymisierung der Frau, deren Namen der Leser nicht erfährt – die Tatsache,
dass es sich hierbei um gewöhnliche Menschen und alltägliche Probleme handele.
Prinzipiell steht jeder in der Gefahr, sich in eine Phantasiewelt zu flüchten, statt sich
seinen Problemen zu stellen.
Auszug aus:
Mehrschrittige Interpretationen: Kurzgeschichten von G.
Wohmann
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