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Aufklärung 1720 - 1800

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Aufklärung 1720 - 1800

1. Epochenmerkmale:
● Kritik an der Kirche und Religion
● Kritik an staatlichen und gesellschaftlichen Ordnungen
● Unbedingter Fortschrittsglaube
● Toleranz in Gesellschaft, Politik und Religion
● Individualismus
● Das Gute und das Vernünftige werden gleichgesetzt
● Menschlicher Verstand soll die Wahrnehmung beherrschen
● Geistige Emanzipation
2. Philosophische Grundlagen der Aufklärung
● “Kritik der praktischen Vernunft” (1788):
○ kategorisches Imperativ: Kann eigenes Handlungsprinzip ein allgemeines Gesetz sein?
○ Wille unterwirft sich diesen Vernunft-Gesetz
○ Handeln erfolgt nicht nach Neigung, sondern aus Pflicht (Pflichtethik)
● “Kritik der Urteilskraft”
○ schön ist was in sich zweckmäßig erscheint, ohne einen Konkreten (äußeren) Zweck zu
erfüllen
○ Autonomie der Kunst: wenn es schön sein soll. denn es muss Autonom sein

Sturm und Drang 1765 - 1785


1. Epochenmerkmale:
● Geniekult
○ Das Orginalgenie (Mensch, der nach seinen eigenen Wünschen und Regeln
lebt/Heteronom)
○ freie Selbstentfaltung als oberstes Ziel
○ starke Ich-bezg
● Ausdrucksstarke Sprache
○ Betonung der Gefühle → Ausdrucksvolle Sprache
○ Halbsätze, Ausrufe und Kraftausdrücke bringen die Emotionen hervor
○ Jugendsprache
● Tragisches Heldentum
○ Verehrung und bewunderung der tragischen Helden
● Kritik an Feudalismus
○ ablehnung der Autoritäten

Klassik 1786/94 - 1805


Merkmale (AHAASS):
● Antikenbezug ("Klassizismus”)
○ Antike, va. Griechenland als Vorbild für eine maßvoll-harmonische Gestaltung
○ Einfachheit und Klarheit
○ Verzicht auf Darstellung von Extremen zugunsten des Ausgeglichenen
● Bildung zur Humanität
○ Kunst soll Menschen erziehen
● Allgemeingültigkeit/Autonomie der Kunst
○ Vermittlung Überzeitlicher Werte/Normen
○ Orientierung an allgemeinen universalen rationalen Prinzipien
○ Kunst ist unabhängig von Politik
● Ideal der “Schönen Seele”
○ Harmonie, Pflicht und Neigung, Einheit und Ausgeglichenheit von Vernunft und Gefühl
Romantik 1795 - 1830
Merkmale der Romantik:
● Subjektivität und Individualismus
○ jeder Mensch hat das Recht auf einzigartige Persönlichkeit
○ eher Fokus auf inneren Welt des Individuums als an nur äußeren Handlung
● Naturverbundenheit und Sehnsucht nach der unberührten Natur
● Mittelalterliche Motive und exotische Themen
● Betonung von Phantasie und Imagination
● Verklärung der Liebe und des Todes
● Kritik an der Industrialisierung und der modernen Gesellschaft
● Verwendung von Symbolen und Metaphern
● Sprachliche Experimente und Neuschöpfungen
● Betonung von Gefühlen und Stimmungen über Handlung und Plot
● Tendenzen zum Holismus
○ Welt als ein zusammenhängendes Ganzes, in dem alle dinge verbunden sind (Natur, Mensch
und Gesellschaft untrennbar verbunden)
○ betonung der Bedeutung von Emotionen, Gefühlen und individuellen Erfahrungen → Mensch
als komplexes Wesen, dessen körperliches, emotionales und geistiges Wohlbefinden
untrennbar sind
○ Zusammenhänge, die auf verschiedene Aspekte der Welt hinweisen

“progressive Universalpoesie”:
→ Gattungsmischung, unendlich fortschreitend, nicht durch eine Theorie zu fassen

Romantiker: “Romantisieren der Welt” → andere Sichtweisen, den Ungewöhnlichen offen sein, andere Seite
entdecken
→ poetisieren, aus Leben, Kunst machen

Biedermeier (1815 - 1850)


● auch Restaurationszeit genannt
● Rückzug ins Private und Idyllische
● Betonung von häuslichen Glück und familiären Werten, Bildung und Moral
● Vorliebe für Einfachheit, Natürlichkeit und Alltäglichkeit
● Kritik an politischer Korruption und sozialer Ungerechtigkeit (Verschleiert durch fokus auf das Private
und Persönliche)
● Verwendung von Ironie, Satire, Umgangssprache
● lyrische Formen (Gedichte und Lieder)

Vormärz 1815 - 1848


● politische Hoffnung
● system kritisch
● Lyrik als medium der politischen Agitation
● gegen Kaiserreich
● themen: soziale, politische und wirtschaftliche Konflikte
● Betonung von Individualität und persönlicher Freiheit
● Forderung nationaler Einheit und Freiheit
Junges Deutschland (1830 - 1850)
● stimmung der Julirevolution
● protest der Jugend gegen politischer Restauration
● Anwendung von idealistischen Ästhetik und klassisch-romantischer Literatur
● verbindung von Kunst, Wissenschaft und Leben
● verwendung der provokativen Themen: religion, sexualität und politik
● Kritik an konservativen und repressiven Gesellschaftsordnung
● Experimente mit neuen Literarischen Stilen und Formen wie: Novelle und Drama

Realismus 1850 - 1890/1900


● "Umwälzung Ära"
● Historischer Hintergrund:
○ Tradition vs. Moderne
○ Tradition: autoritäre Monarchien; Einschränkung von Freiheiten; Imperialismus; Adelsherrschaft;
stellung der Frau
○ Moderne: Wirtschaftsboom; globalisierung; Erfindungen (Telefon); Verfassung (Wahlen,
Gleichberechtigung der Juden) → Fortschrittsoptimismus
● Nationalismus → Nationalstaat 1871
Merkmale
● Detailreiche, Objektive Darstellung der Realität
● Aber: Verklärung, Selektion und Beschönigung des perspektivisch Dargestellten
● Was nicht immer gelingt: symbolische Andeutung der Konflikte, vielseitiges Leerstellen

Thema:
Individuum (Lebenslauf) ←→ gesellschaftl. Norman/Zwänge

Naturalismus 1880 - 1900


● Möglich naturwissenschaftlich-exakte, objektive Wiedergabe der Realität (Authentizität)
Kunst = Natur - x
● Darstellung von Tabus: sozialer Elend, Alkoholismus, Sexualität
● Determinismus des Menschen: biologisch, psychologisch, aufgrund der (sozialen) Umwelt
Jahrhundertwende

Ästhetizismus
● radikale Autonomie der Kunst → Kunst für Kunst; Literatur soll nicht auf Probleme eingehen, es muss
nur schön sein (Zweck ist egal)
● Artifizialität → alles ist Künstlich; Natur an sich ist nicht schön, schön ist das was der Mensch daraus
macht
● Hermetismus → verschlüsselung der Sachen → Chiffre (oft unbekannte Bedeutung)
● Gesteigerte Subjektivität und Sensibilität
→ Gegenteil zum Naturalismus

Neoromantik 1890 - 1920


● das Wunderbare, Mystische, Geheimnisvolle
● Naturbezug, exotische und historische Kulissen
● Priorisierung von Gefühlen und irrationale Welt
● Kult um das Ich
● Darstellung des Schönen
● vereinfachte Sprache, edler Wortschatz, meistens Lyrik
● Themen: Mythen, Märchen und Träume

Décadence 1880 - 1914


● Anti-Ulitarisch: gegen modernen Fortschritts- und (ökonomischen) Nützlichkeitwahn gerichtet
● Verfall: Thematisierung biologischer, morbider Schwächungen bis zur Sympathie mit den Tod
● Sublimierung: übersteigerte psychische Vereinfachung und ästhetische Vereinfachung

Themen:
● Verfallsgeschichten
● Anti-Bürgerliche Erotik (Homosexualität, Inzest)

Expressionismus 1910 - 1920/25


● Ausdrucksstarke Darstellung, oft grotesk verzerrt, plakativ und personifiziert
● Kritik oder Verherrlichung der Moderne:
○ Apokalyptische Endzeit Erwartung vs. euphorischer Neubeginn
○ Zivilisationskritik vs Fortschrittsbegeisterung
○ Pazifismus vs. Gewaltverherrlichung
● Entfremdung des Individuums bis zur Ich-Spaltung und Dissoziation als fragmentiert wahrgenommenen
Umwelt (Großstadt)

Neue Sachlichkeit 1923 - 1932


● Sachlich-kühle, nüchterne Orientierung an den vielfältigen Realitäten der modernen Gesellschaft
→ Themen: Sport, Technik, Jazz, Massenkultur
● Journalistischer, dokumentarischer Stil der Berichterstattung: auch als Reportage oder Montage
→ Kontrast zu Pathos und Utopie des Expressionismus
● Neue Zielgruppe der Angestellten und Arbeiter

Exilliteratur 1932 - 1945

● dt. Literatur von Schriftsteller im Exil


● stilistisch unterschiedlich → aufgreifen älterer Stile
● “Innere Emigration”:
○ literatur in Deutschland zwischen 1933 und 1945, die keine Nazi-literatur war (Gottfried Benn)
○ meist unparteiisch
Nachkriegsliteratur

Literatur nach 1945


● Verarbeitung der Erfahrungen des 2 WK und des Holocausts
● Suche nach neuer Identität und Wiederentdeckung der nationalen Kultur
● Aufarbeitung der Vergangenheit und Auseinandersetzung mit der Schuldfrage

Literatur der 60er


● Thematisieren von politischer und sozialer Probleme (politische Literatur)
● Kritik an bürgerlichen Gesellschaft und Kapitalismus
● Betonung der persönlicher Freiheit und Selbstverwirklichung

Literatur der 70er → “Neue Subjektivität”


● Individuelle Erfahrungen, Alltagserlebnisse → autobiographisch
● Frauen Literatur → feministische Sicht
● authentisch, ehrlich
● eher unpolitisch, autonom
● Existenzweise von Sein vs. Haben

Literatur der 80er → “Die Postmoderne”


● themen: politik und soziale Konflikte (Auseinandersetzung mit deutschen Teilung)
● Kritik an der Konsumgesellschaft und globalisierung
● Popkultur in Literatur und Medien
● spiel mit Stilen, heterogene Mischung

Literatur nach 1990:


Popliteratur der 90er
● Jugendkultur, Alltag
● leicht Konsumierbar → kommerz
● Montagetechnik: Zitate aus Alltag

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