Einführung in die Grundlagen des
Naturrechtes
Im universellen Recht zurück ins Menschsein - Die Unrecht-Apokalypse
Im Bewusstsein unserer Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt, als
gleichberechtigtes Glied in einer geeinten Menschheitsfamilie dem Frieden in der Welt zu dienen,
bekennt sich das Deutsche Volk zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als
Grundlage jeder menschlichen Gesellschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt und
unterlässt in seinen internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder
die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der
Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt.
Dieses Buch wurde aufgearbeitet und herausgegeben von der
Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland
Informationen zur Akademie und zu den Seminaren, sowie den Bücher-Shop der Akademie
und die kostenlosen PDF-Ausgaben unserer Bücher, findest Du auf:
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Schutzmacht nach Genfer Abkommen IV
Internationales Zentrum für Menschenrecht - IZMR
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2. Auflage – September 2020
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 1
Inhaltsverzeichnis
1 Vorwort............................................................................................. 7
1.1 Vorwort zur 2. Auflage............................................................................................7
1.2 Vorwort..................................................................................................................13
1.3 Die Rede des Papstes vor dem deutschen Bundestag am 22.9.2011......................15
1.4 Das Höhlengleichnis von Platon............................................................................24
2 Was ist der Mensch?...................................................................... 30
2.1 Der Mensch ist kein (Säuge)Tier...........................................................................45
2.2 Der Mensch als Rechterbe "per Sohn" des Schöpfers und der Schöpfung.............52
2.3 Was ist Recht?.......................................................................................................59
2.3.1 Deutsches Recht ist Menschenrecht.............................................................................64
2.3.2 Das Naturrecht..............................................................................................................68
2.3.3 Die Entstehung von Rechts- und Gesetzesnormen vom Blick auf die Gottheit...........87
2.3.4 Positives Recht / Positivmus........................................................................................90
2.3.5 Der Artikel 6 des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuche...................100
2.3.6 Grundrechtberechtigung.............................................................................................101
2.3.6.1 Das Inland..........................................................................................................110
2.3.6.2 Was leitet sich aus den Grundrechten bzw. Artikel 1 GR ab?............................113
3 Die Person..................................................................................... 114
3.1 Die Person bei Wikipedia....................................................................................125
3.2 Die natürliche Person..........................................................................................127
3.3 Die juristische Person..........................................................................................131
3.3.1 Schreibweise von „Personen“.....................................................................................134
3.3.2 Die Fiktion..................................................................................................................135
3.4 Die Person als „Rolle“.........................................................................................141
4 Die Bundesrepublik Deutschland............................................... 150
4.1 Was ist der Staat?.................................................................................................150
4.2 Staatsangehörigkeit „DEUTSCH“.......................................................................160
4.3 Welche Daten stehen im Personalausweis?..........................................................169
4.4 Sonstiges zum Thema Staatsangehörigkeit, Personalausweis..............................173
4.4.1 Wer erhält einen Personalausweis?.............................................................................181
2 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
4.5 Falsche Lösungsansätze.......................................................................................183
4.5.1 der gelbe Schein.........................................................................................................183
4.5.2 Die Lebenderklärung..................................................................................................188
4.5.3 Affidavit......................................................................................................................190
4.5.4 Uniform Commercial Code UCC...............................................................................191
4.5.5 Handelsrecht...............................................................................................................192
4.5.6 Common Law.............................................................................................................193
4.5.7 Die Malta-Masche......................................................................................................194
4.5.8 Verfassungsgebende Versammlung(en)......................................................................197
4.6 Öffentliches Recht / Privatrecht...........................................................................198
4.6.1 Privatrecht in der Bundesrepublik..............................................................................203
4.6.2 Das Strafrecht bzw. die Anwendung des Strafgesetzbuches......................................208
4.6.3 legal – illegal vs. geboten – verboten, was gilt für wen? Was ist der Unterschied?...213
4.6.4 Die BRD im außervertraglichen Schuldverhältnis.....................................................214
4.6.5 Normalformentabelle..................................................................................................218
4.6.6 Schule / Bildung.........................................................................................................220
4.7 Die Rittersturzkonferenz von 1948......................................................................221
4.8 Die BRD als Verwaltung der Inhaber- und Urheberrechte der Menschen............226
4.8.1 Gleicher Anteil oder gerechter Anteil?.......................................................................237
4.8.2 Jeder Verwaltungsakt muss begründet werden...........................................................238
4.9 Bundestagswahlen...............................................................................................255
4.9.1 Die Gesetzeslage zur Wahl in der BRD......................................................................260
4.9.2 Wer ist wahlberechtigt nach Artikel 20 Grundgesetz?...............................................267
4.10 Das juristische Volk der BRD............................................................................271
4.11 Was ist repräsentative Demokratie?...................................................................279
4.11.1 Demokratie ist nicht grundrechtfähig.......................................................................287
4.12 Bedienstete (juristische) Personen der Bundesrepublik.....................................290
4.12.1 Die Justiz..................................................................................................................294
4.12.1.1 Die Staatsanwaltschaft....................................................................................295
4.12.1.2 Die Richter......................................................................................................307
4.12.1.3 Die Rechtsanwälte..........................................................................................316
4.12.1.4 Die Justizindustrie...........................................................................................321
4.12.1.5 Die Gewaltenteilung in der BRD....................................................................327
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 3
4.12.2 Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz................................332
4.12.3 Die POLIZEI............................................................................................................334
4.12.3.1 Die Polizei als Verwaltung .............................................................................350
4.12.3.2 Polizeiaktion...................................................................................................356
4.12.4 Der Finanzinkassobetrieb.........................................................................................360
4.12.5.1 Strafrecht und Steuerhinterziehung................................................................367
4.12.5.2 Steuerzahlungen und Gewissensfreiheit.........................................................375
4.12.5 Psychologen..............................................................................................................380
4.12.6 Die kosmische Bedeutung........................................................................................382
4.13 Das Bundesverfassungsgericht und die Verfassungsbeschwerde.......................384
4.14 Das Jobcenter....................................................................................................405
4.14.1 Die Rechtform des Jobcenters..................................................................................405
4.14.2 Die Eingliederungsvereinbarung..............................................................................413
4.14.3 Kündigung der Eingliederungsvereinbarung............................................................423
4.14.4 Tipps zum Umgang mit dem Jobcenter und anderen Behörden...............................424
4.14.5 Menschen mit Behinderung......................................................................................426
4.14.6 Sozialleistungen sind nicht pfändbar........................................................................428
4.15 Gesetze..............................................................................................................430
4.15.1 Liste nicht öffentlich in Kraft getretener Gesetze....................................................432
4.15.2 Bundesbereinigungsgesetze......................................................................................436
I. Erstes Bundesbereinigungsgesetz
(BGBl. vom 24. April 2006)...........................................................................................439
II. Zweites Bundesbereinigungsgesetz
(BGBl. vom 29. November 2007)..................................................................................441
III. Gesetz über die weitere Bereinigung von Bundesrecht 2010...................................442
4.16 Der Rundfunkbeitrag-Staatsvertrag...................................................................443
4.16.1 Der Gedanke des öffentlichen Rundfunks................................................................450
4.17 Die EU und Europa...........................................................................................452
4.17.1 Die Selbstermächtigung des EuGH..........................................................................458
4.18 Staat und Religion im Vergleich........................................................................459
4.18.1 Woher kommt der Begriff „Religion“?.....................................................................462
4.19 Zum Wesen der Person......................................................................................463
4.20 Du, Sie und Ihr..................................................................................................467
4.21 Die Renazifizierung der Bundesrepublik...........................................................469
4 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
4.21.1 Der Nebeneffekt der Renazifizierung der BRD.......................................................479
4.22 Regierungskriminalität......................................................................................481
4.23 Friedensvertrag .................................................................................................485
4.24 Flüchtlinge / Migration......................................................................................490
5 Die Lösung - Wege aus der Personifikation...............................494
5.1 Die 7 Todsünden..................................................................................................494
5.2 Der Grund für die Personifikation.......................................................................498
5.3 Das Internationale Zentrum für Menschenrecht (IZMR).....................................513
5.3.1 Die Feststellung "Stillstand der Rechtspflege in der BRD" 75529/01 vom
Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte....................................................................514
5.3.1.1 Der Kriegszustand in der Bundesrepublik Deutschland...................................519
5.3.1.2 Kriegszustand durch den Corona-Virus............................................................524
5.3.2 Das IZMR als Glaubensgesellschaft / Glaubensgemeinde.........................................550
5.3.2.1 Die Gemeinde als kleinste Organisationsform der Menschen............................583
5.3.3 Das IZMR als neue„rechtliche“ Heimat der Deutschen aus Art. 1............................584
5.3.4 Zivil – Zivilschutz......................................................................................................589
5.3.5 Das IZMR als Zivilschutzmacht nach Genfer Abkommen IV SR0.518.51...............598
5.3.5.1 Das IZMR als MenschenrechtSCHUTZorganisation.......................................609
5.3.5.2 Alle EU-Mitgliedsstaaten sind Vertragspartner der Genfer Abkommen -
Amtsblatt der EU (2009/C 303/06).................................................................................610
5.3.5.3 Das deutsche Volk der Menschen als Schutzmacht für Palestina.....................611
5.3.6 Die Gründung gemäß Wiener, Haager und Genfer Abkommen.................................614
5.3.7 Welche Rechte wurden dem IZMR beglaubigt und öffentlich überbeglaubigt?........629
5.3.8 Die „neue Verfassung“ aus Artikel 146 Grundgesetz.................................................635
5.3.9 Völkerrecht vor Bundesrecht......................................................................................636
5.3.10 Die geschützte Person nach GA-IV..........................................................................643
5.3.11 Das Völkerstrafrecht / das Völkerstrafgesetzbuch (VstGB).....................................653
5.3.12 Die Genesis-Datenbank............................................................................................665
5.3.13 Das Zentralmeldeamt (ZMA)...................................................................................671
5.3.13.1 Kennzeichnung des Zivilschutzpersonals.......................................................672
5.3.14 Die Entrinität vom IZMR.........................................................................................675
5.3.15 Die Obligation oder das Schuldverhältnis kraft Gesetzes........................................677
5.3.16 Der Gerichthof der Menschen – GdM......................................................................690
5.3.16.1 Wie kann Gerechtigkeit erreicht werden?.......................................................700
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 5
5.3.17 Betriebe, Stiftungen, Vereine....................................................................................719
5.3.18 Die Akademie Menschenrecht..................................................................................721
5.3.18.1 Der Unterschied zwischen Hochschule, Universität, Fachhochschuleund
Akademie........................................................................................................................725
5.4 Das Wirtschaftssystem.........................................................................................733
5.4.1 Die Bargeldabschaffung.............................................................................................739
5.5 die Menschheitsfamilie........................................................................................743
5.6 ALLES dient dem Licht ......................................................................................745
5.7 Gnothi seauton – Erkenne Dich selbst.................................................................749
6 Literatur und Quellenverzeichnis...............................................752
7 Begriffsregister.............................................................................753
8 Personenverzeichniss................................................................... 762
9 Bilderverzeichnis..........................................................................763
6 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
1 Vorwort
1 Vorwort
1.1 Vorwort zur 2. Auflage
Das Vorwort zu dieser 2. Auflage wurde am 2. August 2020 formuliert.
Das Ausmaß der Corona-Krise beginnt zu diesem Zeitpunkt langsam Gesicht
anzunehmen. Die Schäden in der Wirtschaft sind groß und für viele hat sich das Leben
grundlegend verändert. Grundrechte wurden ohne gesetzliche Grundlage und
grundgesetzwidrig eingeschränkt oder gar ganz abgeschafft.
Zum 31. Juli 2021 greift ebenfalls die gesetzliche Pflicht über den Nachweis einer
Masern-"Immunität".
Die Übergangsfrist nach § 20 (10) IfSG bis spätestens 31. Juli 2021 gilt nur für diejenigen,
die am 1. März 2020 schon in Gemeinschaftseinrichtungen nach § 33 IfSG betreut wurden
oder tätig waren. Die Nachweispflicht gilt auch nur für bestimmte Personengruppen. In
Konflikt geraten u. a. alle, die z. B. jetzt gerade eingeschult werden.
Die „Entrechteten“ beginnen langsam, dies zu bemerken - auch wenn es lange gedauert
hat. Dafür musste die Not so groß werden, wie sie derzeit ist und ob dies zum völligen
Erwachen der Menschen ausreicht, wird sich sich zeigen.
Gestern, am 1. August 2020 war in Berlin eine Demonstration, bei der man mindestens
von einer sechsstelligen Besucherzahl sprechen kann. Und nicht jeder, der das Anliegen
unterstützt, konnte den Weg nach Berlin auf sich nehmen. Das zeigt deutlich, wie viele
Leute mit den gesellschaftlichen Bedingungen unzufrieden sind. An dieser Stelle ist es
enorm wichtig, den Aufwachvorgang in die richtige Richtung zu unterstützen. Wer sich
längere Zeit mit „gewissen Themen“ auseinandergesetzt hat, wird bemerkt haben, dass der
Aufwachprozess der Menschen häufig in eine falsche „Richtung“ geleitet wird. Die
Menschen werden mit falschen Informationen, Unwissen oder sogar Täuschung von der
Wahrheit ferngehalten. Teilweise bewusst, vorsätzlich und mit den entsprechenden
Absichten, häufig aber auch von anderen Wahrheitssuchenden, die den „Täuschern“ auf
den Leim gegangen sind und ihre „frohe Botschaft“ für die Wahrheit halten.
... Warum versteht ihr meine Sprache nicht? Weil ihr mein Wort nicht hören könnt. 44 Ihr seid
aus dem Vater, dem Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun. Jener war ein
Menschenmörder von Anfang an und stand nicht in der Wahrheit, weil keine Wahrheit in ihm
ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der
Vater derselben[8]. 45 Weil ich aber die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht.
Elberfelder Bibel, Johannes 8, 44
Es beginnt bereits mit dem „Denkmuster“: „Es gibt keine absolute Wahrheit“. Das ist
schon falsch und hält viele Menschen davon ab, die Wahrheit zu suchen und zu erkennen.
Es gibt eine absolute Wahrheit und diese ist die Bedingung für die Freiheit.
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 7
1.1 Vorwort zur 2. Auflage
Freiheit [Juristisches Wörterbuch]
ist allgemein die Möglichkeit zur uneingeschränkten Entfaltung. [...]
Im römischen, germanischen, mittelalterlichen und teilweise auch neuzeitlichen Recht ist
Freiheit ein besonderer sozialer Status, der im Gegensatz zur Unfreiheit steht.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 131
In der 16. Auflage findet man nach dem zweiten Satz folgende Ergänzung:
Ihre geistige Voraussetzung ist die (vom Lügner unredlicherweise verlassene) Wahrheit. (lat.
in veritate libertas)
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 157
Ob diese jedoch immer und für jeden erkennbar, wahrnehmbar oder greifbar ist, ist eine
ganz andere „Diskussion“. Nehmen wir an, gustav, gerd und georg treffen sich am 20.
Februar 2020 in Leipzig und besprechen Thema XY. Die 3 trennen sich am Ende des
Abends und sehen sich erst 10 Jahre später wieder. Einer behauptet dann, das Gespräch
war 2019, der andere meint, es ging um das Thema ABC und der Dritte ist fest der
Meinung, ein Vierter sei auch dabeigewesen.
Unter Umständen wird sich die Wahrheit für diese 3 nicht mehr ermitteln lassen, vielleicht
aber doch. Dennoch ist das, was am 20. Februar 2020 in Leipzig geschehen ist und
besprochen wurde, die „kosmische Wahrheit“. Das bedeutet nicht, das jeder dort die
Wahrheit gesagt hat. Zur kosmischen Wahrheit gehört dann auch, dass einer an diesem Tag
ggf. gelogen hat.
Man kann sich der Wahrheit am besten nähern, wenn man die Lügen beseitigt.
In den „alten Weisheitsschulen“ kannte man das Trivium, den dreiteiligen Weg zur
Wahrheitsfindung.
Das Wort „Trivium“ stammt von dem lateinischen tres (tria) für 3 und „via“ für Weg ab.
https://de.pons.com/Übersetzung/deutsch-latein/drei
https://de.pons.com/Übersetzung/deutsch-latein/Weg
Die drei Bestandteile der wissenschaftlichen Methode der Wahrheitsfindung:
1. Grammatik: Eingabe der Daten [WISSEN]
– Wahrnehmung: Wie kann ich überhaupt die gesamten mitgeteilten bzw.
bereitstehenden Informationen erfassen?
– benötigt funktionierende Hardware (ein gesunder Körper)
– benötigt die korrekte Software dafür (ein funktionierender Geist)
– Wie kann ich darin die wahren von den unwahren Informationen trennen?
– Woher kommen die unwahren Informationen?
8 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
1.1 Vorwort zur 2. Auflage
2. Logik: Bearbeitung der eingegebenen Daten [BEGREIFEN]
– benötigt die Eingabe korrekter Daten / Informationen bzw. setzt korrektes Wissen
voraus
– benötigt funktionierende Hardware (ein gesunder Körper)
– benötigt die korrekte Software dafür (ein funktionierender Geist)
– bedeutet das korrekte Erfassen „des Geistes der Information“
– Entscheidungsfindungsprozess kann beginnen
– Entscheidungsfindungsprozess wird abgeschlossen und führt zu einer
Entscheidung oder ein Ergebnis ergibt sich daraus
3. Rhetorik: Ausgabe des Ergebnisses [WEISHEIT]
– Handlung nach dem Wissen oder der Entscheidung
– Die Umsetzung der getroffenen Entscheidung / des erlangten Ergebnisses setzt
gesunde Seelenkräfte voraus
Klassisch Esoterisch Modern
1 Grammatik Wissen Eingabe
2 Logik Verständnis Verarbeitung
3 Rhetorik Weisheit Ausgabe
Nur wenn Körper Geist und Seele im Einklang sind, wird der Mensch zur Wahrheit
finden. Erst dann ist überhaupt die Bedingung dafür erfüllt, dass der Mensch zur Wahrheit
finden kann. Und da beginnt es bereits.
1. Die meisten wissen nicht wie ihr Körper funktioniert.
2. Die meisten wissen nicht, wie sie ihren Geist richtig nutzen.
3. Die Existenz der Seele wird heutzutage in der Regel wissenschaftlich negiert.
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 9
1.1 Vorwort zur 2. Auflage
Wenn diese Grundlage des Menschsein nicht besteht oder zerstört wurde, kann das
Individuum oder die gesamte Gesellschaft nicht in die Wahrheit finden und wird sich
immer in Irrwegen verlaufen oder sogar krank.
Das Naturrecht ist die Zusammenfassung aller Naturgesetze. Dazu gehören auch die
biologischen Naturgesetze. Lebt man gegen diese, wird der Körper darauf reagieren und
Hinweise geben, dies abzustellen.
Naturrecht ist demnach nicht nur die Grundlage für das positive Recht, sondern weit mehr
als dieses. Deshalb ist dieses Buch „eine Einführung in die Grundlagen des Naturrechts
mit Hauptaugenmerk auf die Ableitung des positiven Rechts vom Naturrecht“. In der
Zukunft wird es eine eigene Ausarbeitung zum Naturrecht geben, in der es nur wenige, nur
wirklich erforderliche Bezüge zu Gesetzen gibt.
Die Quellen [1] und [2] im „Literatur und Quellenverzeichnis“ ab Seite 752 sind ein
Vortrag von Marc Passio zum Trivium sowie ein Gespräch mit axel BURKART über die
„anthroposophische“ oder geisteswissenschaftliche Methode der Wahrheitsfindung. Darin
findet der interessierte Leser weitere interessante Informationen zum Trivium und zu den
drei Bestandteilen der wissenschaftlichen Methode der Wahrheitsfindung aus
anthroposophischer Sichtweise.
In den heutigen Schulen wurde diese Form des Lernens (das Trivium) komplett auf die
Funktionsweise von EDV-Systemen beschränkt: Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe.
Den Kindern werden in der Schule falsche Informationen geliefert, diese müssen dann
auswendig gelernt werden und an einem gewissen Termin ausgegeben werden. Das „Ich-
Bewusstsein“ wird bei den Kindern von vornherein nicht entwickelt und existiert nicht.
Das Kind hat keine Wahl, zu entscheiden, ob es diesen „Unter-richt(s)-stoff“ auf dem
vorgeschriebenen Weg konsumieren will oder nicht. Das Selberdenken gibt es nicht. Die
Kinder werden zu Befehlsempfängern und willigen Dienern des Systems geformt. Leider
läuft dieses Programm bereits so lange, dass die allerallermeisten es nicht bemerkt haben
und als normal akzeptieren.
Und da beginnt der erste Schritt in Richtung Selbsterkenntnis. Jeder Mensch hat durch
seine „mehr oder weniger“ gelebte Ignoranz zur Entwicklung der Gesellschaft zum
heutigen „IST-Zustand“ beigetragen. Selbst wenn man das Problem so plump beschreibt
wie „MerkelMussWeg“ etc., muss man akzeptieren, dass Angela MERKEL seit 15 Jahren
ständig von vielen millionen Wählern gewählt wird. Sie kann nicht allein das Problem
oder deren Ursache sein. Unsere Unwissenheit ist ihre Legitimation als
„Betreuungsinstanz die Vorschriften macht“.
Hast Du Dir je diese Fragen gestellt:
1. Bin ich mein Körper oder habe ich einen Körper?
2. Was ist der Unterschied zwischen Menschen und Personen?
3. Welcher Teil in meinem Bewusstsein repräsentiert die Seele? [Formulierung]
4. Warum bin ich hier?
10 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
1.1 Vorwort zur 2. Auflage
Wer diese Fragen nicht für sich selbst beantwortet hat, kann kein „ICH-Bewusstsein“
entwickeln, nicht mal „ein falsches“. Dabei spielt es erstmal keine Rolle, ob die Fragen
auch richtig beantwortet wurden. Doch erst wenn die Fragen korrekt beantwortet werden
können, kann der Mensch in Wahrheit und Wahrhaftigkeit sein „naturgegebenes ICH“
leben.
Dieses Buch soll einen Einstieg in den wahrhaftigen Ausstieg geben. Es soll dem Leser
die vielen kleinen Lügen des Alltags, in der Gesellschaft, in der Geschichte und in seiner
eigenen Wahrnehmung der Wahrheit aufzeigen und einen kleinen Ausschnitt des
Gesamtausmaßes des derzeit zur Lösung anstehenden Problems geben. Bei der Fassung
dieses Buches wurde jedoch auch darauf geachtet, den Leser nicht in einen Angst- oder
Schockzustand zu versetzen und für jedes benannte Problem einen Lösungsvorschlag zu
liefern.
Wenn du diesen Text hier lesen kannst, haben wir uns auf die Kommunikationssprache
„Deutsch“ geeinigt. Dafür ist es erforderlich, dass wir zum einen einen gewissen
Wortschatz haben und zum anderen, dass wir den Wörtern die gleiche Bedeutung oder
Definition zugrunde legen. Jedes gesprochene Wort ist Schwingung. Wenn Sender und
Empfänger nicht auf derselben Wellenlänge schwingen, wird keine Resonanz entstehen
und der Sendevorgang wird nicht erfolgreich abgeschlossen. Aus diesem Grund hat sich
mit der Zeit der DUDEN als Grundlage der deutschen Sprache entwickelt. Alle haben sich
darauf geeinigt, das die Bedeutung, wie sie in im DUDEN steht, allgemein bindend ist.
Nur so kann ausgeschlossen werden, dass jeder seine eigene Erklärung hinter die von ihm
genutzten Begriffe legt. Sollte es mal zu Unstimmigkeiten kommen, kann jeder die
korrekte Bedeutung nachlesen.
Deshalb ist es wichtig, dass wir die richtigen Begriffe korrekt nutzen für das, was wir
wirklich aussagen wollen. Aus diesem Grund findest Du eine Menge Definitionen von
Wörtern und Begriffen in diesem Buch, um die „eingegebenen Daten“ selbst prüfen zu
können. Wenn du falsche Informationen in Deinem Bewusstsein als solche abspeichern
und die Wahrheit mit anderen Information koppeln kannst, hast Du die Grundlage dafür
gelegt, überhaupt richtig „Informationen aufnehmen zu können“.
In der nächsten Ebene, der Ebene der Bewusstmachung, wirken andere Gesetzmäßigkeiten
der Logik. Die herkömmliche mathematische Logik ist auf das Bewusstsein nicht pauschal
anwendbar. Der Geist und die Seele arbeiten nicht nach den herkömmlichen bekannten
Naturgesetzen der mathematischen Logik, sondern nach der Psycho-Logik.
Die mathematische Logik sagt, aus A folgt immer B und aus B immer C. Das ist auch
auch z. B. in der Elektrotechnik oder der Informationstechnik korrekt. Im Geistigen
jedoch nicht. Nicht jeder Mensch reagiert auf ein Ereignis gleich und auch derselbe
Mensch reagiert, wenn das Ereignis zum zweiten Mal auftritt, ggf. anders als beim ersten
Mal.
Aus A folgt nicht B und aus B nicht C. Aus dem Ereignis A kann alles folgen, B – Z, die
Ziffern 0 – 9, ja sogar Sonderzeichen wie „?“ oder „$“ und wenn der Bogen noch weiter
gespannt wird, sogar chinesische, arabische, russische oder sonstige Schriftzeichen /
Symbole.
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 11
1.1 Vorwort zur 2. Auflage
Wenn wir durch Traumata, Psychosen, falsche Grundannahmen, falsche religiöse
Überzeugungen etc. ein völlig verfälschtes Bewusstsein haben, können die
aufgenommenen Daten nicht korrekt bearbeitet werden.
Nehmen wir zur Deutlichmachung die Arbeitsweise eines Computers. Um die Daten
korrekt aufnehmen zu können, benötigt der PC eine funktionierende Hardware, die dazu
korrekte Software und einen Bediener, der weiß, wie der Computer korrekt bedient wird.
Ist eines dieser Elemente nicht vorhanden, wird der Computer nicht korrekt arbeiten.
Wenn auf einem Apple-Gerät das Betriebssystem Windows, Linus, Unix, Android etc.
installiert wird, funktioniert das Gerät nicht. Einige Profis bekommen es vielleicht
trotzdem hin. Dazu muss aber die Software gecrackt werden. In diesem Beispiel würden
so viele Fehler auftreten, dass die Fehlerbehebung nicht gehen würde oder dass
Unmengen an Ressourcen aufgewendet werden müssten.
Das muss einem erstmal bewusst sein.Wer sich bereits mit Quantenphysik beschäftigt hat,
weiß, dass seit max PLANCK bekannt ist, dass der Mensch mit seinem Bewusstsein in
den Raum eingreift. Die herkömmlichen Naturgesetze finden dann keine Anwendung
mehr, weil der Mensch das Experiment immer irgendwie beeinflusst.
In „unserer materiellen Raum-Zeit-Dimension“ ist die Lichtgeschwindigkeit die höchste
zu erreichende Geschwindigkeit. Bereits Albert Einstein hat mit der sogenannten
„spukhaften Fernwirkung“ oder „Einstein-Podolski-Rosen-Brücke“ bewiesen, dass die
Lichtgeschwindigkeit nicht die höchste erreichbare Geschwindigkeit in allen Dimensionen
ist, sondern nur in „unserer wahrgenommenen materiellen Raum-Zeit-Dimension“.
Quellenverweis auf Doku am Ende „Wissenschaft beweist die Macht des Geistes“.
Und erst wenn man diese beiden Ebenen „erfolgreich durchlaufen“ hat, kommt man in die
Ebene der Umsetzung, der Handlung, der Tat. Wenn der Bewusstwerdungsprozess
abgeschlossen ist, bilden Wissen, Gedanken und Taten eine Einheit und der Mensch kann
als heiliges dreifaltiges Wesen leben. Hat man die Baustelle „Ignoranz“ in der 2. Ebene
noch nicht erfolgreich abgeschlossen, wird man in der dritten Ebene „der Umsetzung“
nicht ans Ziel gelangen.
Dieses kurze Vorkapitel soll deutlich machen, dass die Menschheit in der Zukunft die
Betrachtung von Aufgaben, das Denken über diese sowie die Umsetzung des Ergebnisses
grundsätzlich ändern muss, wenn die Probleme für die Zukunft wirksam gelöst werden
sollen und die Menschheitsfamilie zusammenwächst. Wer nicht bereit ist, die Form seines
Denkens und seine Ansichten kritisch zu betrachten, zu überdenken und ggf. zu ändern,
kann das Buch an dieser Stelle weglegen. Dem Rest wird viel Spaß beim Finden der
Wahrheit gewünscht.
12 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
1.2 Vorwort
1.2 Vorwort
An dieser Stelle als erstes vielen Dank für Deine Entscheidung, dieses Buch zu lesen,
denn ohne den Leser ist ein Buch kein Buch.
Das Buch soll den Einstieg in ein Thema ermöglichen, welches vorher so noch nicht
beschrieben wurde und - wenn überhaupt - bis heute nur einem winzig kleinen Kreis auf
der Erde zugänglich war. Dass dieses Wissen in dieser Form für die „Allgemeinheit“
sichtbar wird, zeigt, dass die Zeit dafür gekommen ist. Doch viele Menschen werden auf
der Suche nach Antworten auf neue Irrwege geführt, ohne es zu merken.
Es wurden die Ansprüche wissenschaftlicher Arbeit mit einem allgemeinen
Sprachgebrauch bei den Erklärungen zum bestmöglichen Erfassen für die Allgemeinheit
kombiniert.
Auf Grund der Fülle der angesprochenen Themen und der damit eingehenden
Informationsflut können die Themen nur oberflächlich behandelt werden, um zuerst eine
grobe Gesamtübersicht mitzuteilen. Zu jedem Thema könnte und müsste es eine eigene
Ausarbeitung geben. Ein Teil der Themen wird von der Akademie Menschenrecht bereits
gesondert aufgearbeitet.
Sämtliche Fragen zum Inhalt und zum besseren Bewusstwerden können an
[email protected]
gestellt werden. Die Akademie Menschenrecht wird in regelmäßigen Abständen die
Fragen in Videoform auf den entsprechenden Plattformen beantworten und allen
Interessierten öffentlich zugänglich machen.
Jeder, der dieses Buch liest, muss sich bewusst sein, dass sein Handeln zuallererst auf ihn
selbst zurückfallen wird. Der Umfang der Informationen ist so groß, dass es mutmaßlich
mehrerer Lesedurchgänge bedarf, um diese in der Fülle zu erfassen und sich langsam ein
Bild des Gesamtumfangs dieses Wissens machen zu können. Einige der Kapitel werden in
Videoform aufgearbeitet und Euch in den YouTube-Kanälen „Akademie Menschenrecht –
Grundlagen des Rechtes“ und „MenschenrechtTV“ zur Verfügung gestellt.
Um die Pointe des Buches vorwegzunehmen: Der Mensch wird vom Menschsein
abgehalten und damit seiner Menschenrechte beraubt.
Wir geben unsere Rechte ab bzw. verzichten darauf. Dadurch haben wir kein Recht und
irgendjemand, den wir nicht kennen, hat mehr Recht, da wir auf unseres verzichten und er
es nun beansprucht.
Damit die Menschen zurück ins Menschsein kommen, müssen sie die Ursache der
aktuellen Situation begreifen können und für sich selbst eine Lösung finden, wie sie für
sich in die Freiheit und zum Recht zurückfinden.
Als direkte Einleitung wurde im Buch die Rede von Papst Benedikt XVI. im Bundestag
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 13
1.2 Vorwort
vom 22.09.2011 abgedruckt. Auch wenn es viele Kritikpunkte am Papst und am Vatikan
gibt, schildert der Papst in seiner Rede das Problem ganz deutlich. Diese Rede ist wohl die
wichtigste, die bis zu diesem Zeitpunkt auf deutschem Boden gehalten wurde. Der Inhalt
ist weder religiös noch politisch, sondern beschreibt ausschließlich die Grundlagen des
Rechtes.
Wer an dieser Stelle die Möglichkeit hat, diese Rede auf YouTube zu schauen, dem wird
empfohlen, dies zu tun. Mit den Suchbegriffen „Papst“ und „Bundestag“ findet man die
Rede schnell.
Der Text wurde von der Seite des "Deutschen Bundestages" kopiert. Der Hinweis "Es gilt
das gesprochene Wort" ist nicht Inhalt der Rede und wurde von den Bearbeitern des
Bundestages hinzugefügt. Im Internet findet jeder schnell die Videoaufzeichnung zur
Rede. Solltest Du in diesem Moment Zugang zum Internet haben, dann schau Dir die
Rede am besten in Videoform an.
Bitte hab auch Nachsicht dafür, wenn sich noch kleine Fehler eingeschlichen haben. Wir
bitten jeden, der sich an der Weiterentwicklung des Buches beteiligen möchte, uns
gefundene Fehler, Anmerkungen oder Ähnliches ebenfalls an
[email protected]
zu senden. Zum Schluss sei noch gesagt, dass das hier aufgearbeitete Wissen großteils von
mustafa selim SÜRMELI, dem Begründer des IZMR, entdeckt und öffentlich gemacht
wurde und nun aufgearbeitet werden konnte. Vielen Dank dafür. Die Lösung des Problems
kommt zu dem Zeitpunkt, an dem diese am dringlichsten benötigt wird.
14 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
1.3 Die Rede des Papstes vor dem deutschen Bundestag am 22.9.2011
1.3 Die Rede des Papstes vor dem deutschen
Bundestag am 22.9.2011
Es gilt das gesprochene Wort
Sehr geehrter Herr Bundespräsident!
Herr Bundestagspräsident!
Frau Bundeskanzlerin!
Herr Bundesratspräsident!
Meine Damen und Herren Abgeordnete!
Es ist mir Ehre und Freude, vor diesem Hohen Haus zu sprechen – vor dem Parlament meines
deutschen Vaterlandes, das als demokratisch gewählte Volksvertretung hier zusammenkommt,
um zum Wohl der Bundesrepublik Deutschland zu arbeiten. Dem Herrn
Bundestagspräsidenten möchte ich für seine Einladung zu dieser Rede ebenso danken wie für
die freundlichen Worte der Begrüßung und Wertschätzung, mit denen er mich empfangen hat.
In dieser Stunde wende ich mich an Sie, verehrte Damen und Herren – gewiß auch als
Landsmann, der sich lebenslang seiner Herkunft verbunden weiß und die Geschicke der
deutschen Heimat mit Anteilnahme verfolgt. Aber die Einladung zu dieser Rede gilt mir als
Papst, als Bischof von Rom, der die oberste Verantwortung für die katholische Christenheit
trägt. Sie anerkennen damit die Rolle, die dem Heiligen Stuhl als Partner innerhalb der
Völker- und Staatengemeinschaft zukommt. Von dieser meiner internationalen Verantwortung
her möchte ich Ihnen einige Gedanken über die Grundlagen des freiheitlichen Rechtsstaats
vorlegen.
Lassen Sie mich meine Überlegungen über die Grundlagen des Rechts mit einer kleinen
Geschichte aus der Heiligen Schrift beginnen. Im ersten Buch der Könige wird erzählt, daß
Gott dem jungen König Salomon bei seiner Thronbesteigung eine Bitte freistellte. Was wird
sich der junge Herrscher in diesem wichtigen Augenblick erbitten? Erfolg – Reichtum –
langes Leben – Vernichtung der Feinde? Nicht um diese Dinge bittet er. Er bittet: „Verleih
deinem Knecht ein hörendes Herz, damit er dein Volk zu regieren und das Gute vom Bösen zu
unterscheiden versteht“ (1 Kön 3,9). Die Bibel will uns mit dieser Erzählung sagen, worauf es
für einen Politiker letztlich ankommen muß. Sein letzter Maßstab und der Grund für seine
Arbeit als Politiker darf nicht der Erfolg und schon gar nicht materieller Gewinn sein. Die
Politik muß Mühen um Gerechtigkeit sein und so die Grundvoraussetzung für Friede
schaffen. Natürlich wird ein Politiker den Erfolg suchen, der ihm überhaupt die Möglichkeit
politischer Gestaltung eröffnet. Aber der Erfolg ist dem Maßstab der Gerechtigkeit, dem
Willen zum Recht und dem Verstehen für das Recht untergeordnet. Erfolg kann auch
Verführung sein und kann so den Weg auftun für die Verfälschung des Rechts, für die
Zerstörung der Gerechtigkeit. „Nimm das Recht weg – was ist dann ein Staat noch anderes als
eine große Räuberbande“, hat der heilige Augustinus einmal gesagt. Wir Deutsche wissen es
aus eigener Erfahrung, daß diese Worte nicht ein leeres Schreckgespenst sind. Wir haben
erlebt, daß Macht von Recht getrennt wurde, daß Macht gegen Recht stand, das Recht
zertreten hat und daß der Staat zum Instrument der Rechtszerstörung wurde – zu einer sehr
gut organisierten Räuberbande, die die ganze Welt bedrohen und an den Rand des Abgrunds
treiben konnte. Dem Recht zu dienen und der Herrschaft des Unrechts zu wehren ist und
bleibt die grundlegende Aufgabe des Politikers. In einer historischen Stunde, in der dem
Menschen Macht zugefallen ist, die bisher nicht vorstellbar war, wird diese Aufgabe
besonders dringlich. Der Mensch kann die Welt zerstören. Er kann sich selbst manipulieren.
Er kann sozusagen Menschen machen und Menschen vom Menschsein ausschließen. Wie
erkennen wir, was recht ist? Wie können wir zwischen Gut und Böse, zwischen wahrem
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 15
1.3 Die Rede des Papstes vor dem deutschen Bundestag am 22.9.2011
Recht und Scheinrecht unterscheiden? Die salomonische Bitte bleibt die entscheidende Frage,
vor der der Politiker und die Politik auch heute stehen.
In einem Großteil der rechtlich zu regelnden Materien kann die Mehrheit ein genügendes
Kriterium sein. Aber daß in den Grundfragen des Rechts, in denen es um die Würde des
Menschen und der Menschheit geht, das Mehrheitsprinzip nicht ausreicht, ist offenkundig:
Jeder Verantwortliche muß sich bei der Rechtsbildung die Kriterien seiner Orientierung
suchen. Im 3. Jahrhundert hat der große Theologe Origenes den Widerstand der Christen
gegen bestimmte geltende Rechtsordnungen so begründet: „Wenn jemand sich bei den
Skythen befände, die gottlose Gesetze haben, und gezwungen wäre, bei ihnen zu leben …,
dann würde er wohl sehr vernünftig handeln, wenn er im Namen des Gesetzes der Wahrheit,
das bei den Skythen ja Gesetzwidrigkeit ist, zusammen mit Gleichgesinnten auch entgegen
der bei jenen bestehenden Ordnung Vereinigungen bilden würde …“
Von dieser Überzeugung her haben die Widerstandskämpfer gegen das Naziregime und gegen
andere totalitäre Regime gehandelt und so dem Recht und der Menschheit als ganzer einen
Dienst erwiesen. Für diese Menschen war es unbestreitbar evident, daß geltendes Recht in
Wirklichkeit Unrecht war. Aber bei den Entscheidungen eines demokratischen Politikers ist
die Frage, was nun dem Gesetz der Wahrheit entspreche, was wahrhaft recht sei und Gesetz
werden könne, nicht ebenso evident. Was in bezug auf die grundlegenden anthropologischen
Fragen das Rechte ist und geltendes Recht werden kann, liegt heute keineswegs einfach
zutage. Die Frage, wie man das wahrhaft Rechte erkennen und so der Gerechtigkeit in der
Gesetzgebung dienen kann, war nie einfach zu beantworten, und sie ist heute in der Fülle
unseres Wissens und unseres Könnens noch sehr viel schwieriger geworden.
Wie erkennt man, was recht ist? In der Geschichte sind Rechtsordnungen fast durchgehend
religiös begründet worden: Vom Blick auf die Gottheit her wird entschieden, was unter
Menschen rechtens ist. Im Gegensatz zu anderen großen Religionen hat das Christentum dem
Staat und der Gesellschaft nie ein Offenbarungsrecht, eine Rechtsordnung aus Offenbarung
vorgegeben. Es hat stattdessen auf Natur und Vernunft als die wahren Rechtsquellen
verwiesen – auf den Zusammenklang von objektiver und subjektiver Vernunft, der freilich das
Gegründetsein beider Sphären in der schöpferischen Vernunft Gottes voraussetzt. Die
christlichen Theologen haben sich damit einer philosophischen und juristischen Bewegung
angeschlossen, die sich seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. gebildet hatte. In der ersten Hälfte des
2. vorchristlichen Jahrhunderts kam es zu einer Begegnung zwischen dem von stoischen
Philosophen entwickelten sozialen Naturrecht und verantwortlichen Lehrern des römischen
Rechts. In dieser Berührung ist die abendländische Rechtskultur geboren worden, die für die
Rechtskultur der Menschheit von entscheidender Bedeutung war und ist. Von dieser
vorchristlichen Verbindung von Recht und Philosophie geht der Weg über das christliche
Mittelalter in die Rechtsentfaltung der Aufklärungszeit bis hin zur Erklärung der
Menschenrechte und bis zu unserem deutschen Grundgesetz, mit dem sich unser Volk 1949 zu
den „unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder
menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt“ bekannt hat.
Für die Entwicklung des Rechts und für die Entwicklung der Humanität war es entscheidend,
daß sich die christlichen Theologen gegen das vom Götterglauben geforderte religiöse Recht
auf die Seite der Philosophie gestellt, Vernunft und Natur in ihrem Zueinander als die für alle
gültige Rechtsquelle anerkannt haben. Diesen Entscheid hatte schon Paulus im Brief an die
Römer vollzogen, wenn er sagt: „Wenn Heiden, die das Gesetz (die Tora Israels) nicht haben,
von Natur aus das tun, was im Gesetz gefordert ist, so sind sie… sich selbst Gesetz. Sie
zeigen damit, daß ihnen die Forderung des Gesetzes ins Herz geschrieben ist; ihr Gewissen
legt Zeugnis davon ab…“ (Röm 2,14f). Hier erscheinen die beiden Grundbegriffe Natur und
Gewissen, wobei Gewissen nichts anderes ist als das hörende Herz Salomons, als die der
Sprache des Seins geöffnete Vernunft. Wenn damit bis in die Zeit der Aufklärung, der
Menschenrechtserklärung nach dem Zweiten Weltkrieg und in der Gestaltung unseres
Grundgesetzes die Frage nach den Grundlagen der Gesetzgebung geklärt schien, so hat sich
16 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
1.3 Die Rede des Papstes vor dem deutschen Bundestag am 22.9.2011
im letzten halben Jahrhundert eine dramatische Veränderung der Situation zugetragen. Der
Gedanke des Naturrechts gilt heute als eine katholische Sonderlehre, über die außerhalb des
katholischen Raums zu diskutieren nicht lohnen würde, so daß man sich schon beinahe
schämt, das Wort überhaupt zu erwähnen. Ich möchte kurz andeuten, wieso diese Situation
entstanden ist. Grundlegend ist zunächst die These, daß zwischen Sein und Sollen ein
unüberbrückbarer Graben bestehe. Aus Sein könne kein Sollen folgen, weil es sich da um
zwei völlig verschiedene Bereiche handle. Der Grund dafür ist das inzwischen fast allgemein
angenommene positivistische Verständnis von Natur und Vernunft. Wenn man die Natur – mit
den Worten von H. Kelsen – als „ein Aggregat von als Ursache und Wirkung miteinander
verbundenen Seinstatsachen“ ansieht, dann kann aus ihr in der Tat keine irgendwie geartete
ethische Weisung hervorgehen. Ein positivistischer Naturbegriff, der die Natur rein funktional
versteht, so wie die Naturwissenschaft sie erklärt, kann keine Brücke zu Ethos und Recht
herstellen, sondern wiederum nur funktionale Antworten hervorrufen. Das gleiche gilt aber
auch für die Vernunft in einem positivistischen, weithin als allein wissenschaftlich
angesehenen Verständnis. Was nicht verifizierbar oder falsifizierbar ist, gehört danach nicht in
den Bereich der Vernunft im strengen Sinn. Deshalb müssen Ethos und Religion dem Raum
des Subjektiven zugewiesen werden und fallen aus dem Bereich der Vernunft im strengen
Sinn des Wortes heraus. Wo die alleinige Herrschaft der positivistischen Vernunft gilt – und
das ist in unserem öffentlichen Bewußtsein weithin der Fall –, da sind die klassischen
Erkenntnisquellen für Ethos und Recht außer Kraft gesetzt. Dies ist eine dramatische
Situation, die alle angeht und über die eine öffentliche Diskussion notwendig ist, zu der
dringend einzuladen eine wesentliche Absicht dieser Rede ist.
Das positivistische Konzept von Natur und Vernunft, die positivistische Weltsicht als Ganzes
ist ein großartiger Teil menschlichen Erkennens und menschlichen Könnens, auf die wir
keinesfalls verzichten dürfen. Aber es ist nicht selbst als Ganzes eine dem Menschsein in
seiner Weite entsprechende und genügende Kultur. Wo die positivistische Vernunft sich allein
als die genügende Kultur ansieht und alle anderen kulturellen Realitäten in den Status der
Subkultur verbannt, da verkleinert sie den Menschen, ja sie bedroht seine Menschlichkeit. Ich
sage das gerade im Hinblick auf Europa, in dem weite Kreise versuchen, nur den Positivismus
als gemeinsame Kultur und als gemeinsame Grundlage für die Rechtsbildung anzuerkennen,
alle übrigen Einsichten und Werte unserer Kultur in den Status einer Subkultur verwiesen und
damit Europa gegenüber den anderen Kulturen der Welt in einen Status der Kulturlosigkeit
gerückt und zugleich extremistische und radikale Strömungen herausgefordert werden. Die
sich exklusiv gebende positivistische Vernunft, die über das Funktionieren hinaus nichts
wahrnehmen kann, gleicht den Betonbauten ohne Fenster, in denen wir uns Klima und Licht
selber geben, beides nicht mehr aus der weiten Welt Gottes beziehen wollen. Und dabei
können wir uns doch nicht verbergen, daß wir in dieser selbstgemachten Welt im stillen doch
aus den Vorräten Gottes schöpfen, die wir zu unseren Produkten umgestalten. Die Fenster
müssen wieder aufgerissen werden, wir müssen wieder die Weite der Welt, den Himmel und
die Erde sehen und all dies recht zu gebrauchen lernen.
Aber wie geht das? Wie finden wir in die Weite, ins Ganze? Wie kann die Vernunft wieder
ihre Größe finden, ohne ins Irrationale abzugleiten? Wie kann die Natur wieder in ihrer
wahren Tiefe, in ihrem Anspruch und mit ihrer Weisung erscheinen? Ich erinnere an einen
Vorgang in der jüngeren politischen Geschichte, in der Hoffnung, nicht allzusehr
mißverstanden zu werden und nicht zu viele einseitige Polemiken hervorzurufen. Ich würde
sagen, daß das Auftreten der ökologischen Bewegung in der deutschen Politik seit den 70er
Jahren zwar wohl nicht Fenster aufgerissen hat, aber ein Schrei nach frischer Luft gewesen ist
und bleibt, den man nicht überhören darf und nicht beiseite schieben kann, weil man zu viel
Irrationales darin findet. Jungen Menschen war bewußt geworden, daß irgend etwas in
unserem Umgang mit der Natur nicht stimmt. Daß Materie nicht nur Material für unser
Machen ist, sondern daß die Erde selbst ihre Würde in sich trägt und wir ihrer Weisung folgen
müssen. Es ist wohl klar, daß ich hier nicht Propaganda für eine bestimmte politische Partei
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 17
1.3 Die Rede des Papstes vor dem deutschen Bundestag am 22.9.2011
mache – nichts liegt mir ferner als dies. Wenn in unserem Umgang mit der Wirklichkeit etwas
nicht stimmt, dann müssen wir alle ernstlich über das Ganze nachdenken und sind alle auf die
Frage nach den Grundlagen unserer Kultur überhaupt verwiesen. Erlauben Sie mir, bitte, daß
ich noch einen Augenblick bei diesem Punkt bleibe. Die Bedeutung der Ökologie ist
inzwischen unbestritten. Wir müssen auf die Sprache der Natur hören und entsprechend
antworten. Ich möchte aber nachdrücklich einen Punkt noch ansprechen, der nach wie vor
weitgehend ausgeklammert wird: Es gibt auch eine Ökologie des Menschen. Auch der
Mensch hat eine Natur, die er achten muß und die er nicht beliebig manipulieren kann. Der
Mensch ist nicht nur sich selbst machende Freiheit. Der Mensch macht sich nicht selbst. Er ist
Geist und Wille, aber er ist auch Natur, und sein Wille ist dann recht, wenn er auf die Natur
hört, sie achtet und sich annimmt als der, der er ist und der sich nicht selbst gemacht hat.
Gerade so und nur so vollzieht sich wahre menschliche Freiheit.
Kehren wir zurück zu den Grundbegriffen Natur und Vernunft, von denen wir ausgegangen
waren. Der große Theoretiker des Rechtspositivismus, Kelsen, hat im Alter von 84 Jahren –
1965 – den Dualismus von Sein und Sollen aufgegeben. Er hatte gesagt, daß Normen nur aus
dem Willen kommen können. Die Natur könnte folglich Normen nur enthalten, wenn ein
Wille diese Normen in sie hineingelegt hat. Dies wiederum würde einen Schöpfergott
voraussetzen, dessen Wille in die Natur miteingegangen ist. „Über die Wahrheit dieses
Glaubens zu diskutieren, ist völlig aussichtslos“, bemerkt er dazu. Wirklich? – möchte ich
fragen. Ist es wirklich sinnlos zu bedenken, ob die objektive Vernunft, die sich in der Natur
zeigt, nicht eine schöpferische Vernunft, einen Creator Spiritus voraussetzt?
An dieser Stelle müßte uns das kulturelle Erbe Europas zu Hilfe kommen. Von der
Überzeugung eines Schöpfergottes her ist die Idee der Menschenrechte, die Idee der
Gleichheit aller Menschen vor dem Recht, die Erkenntnis der Unantastbarkeit der
Menschenwürde in jedem einzelnen Menschen und das Wissen um die Verantwortung der
Menschen für ihr Handeln entwickelt worden. Diese Erkenntnisse der Vernunft bilden unser
kulturelles Gedächtnis. Es zu ignorieren oder als bloße Vergangenheit zu betrachten, wäre
eine Amputation unserer Kultur insgesamt und würde sie ihrer Ganzheit berauben. Die Kultur
Europas ist aus der Begegnung von Jerusalem, Athen und Rom – aus der Begegnung
zwischen dem Gottesglauben Israels, der philosophischen Vernunft der Griechen und dem
Rechtsdenken Roms entstanden. Diese dreifache Begegnung bildet die innere Identität
Europas. Sie hat im Bewußtsein der Verantwortung des Menschen vor Gott und in der
Anerkenntnis der unantastbaren Würde des Menschen, eines jeden Menschen Maßstäbe des
Rechts gesetzt, die zu verteidigen uns in unserer historischen Stunde aufgegeben ist.
Dem jungen König Salomon ist in der Stunde seiner Amtsübernahme eine Bitte freigestellt
worden. Wie wäre es, wenn uns, den Gesetzgebern von heute, eine Bitte freigestellt wäre?
Was würden wir erbitten? Ich denke, auch heute könnten wir letztlich nichts anderes
wünschen als ein hörendes Herz – die Fähigkeit, Gut und Böse zu unterscheiden und so
wahres Recht zu setzen, der Gerechtigkeit zu dienen und dem Frieden. Vielen Dank für Ihre
Aufmerksamkeit!
https://www.bundestag.de/parlament/geschichte/gastredner/benedict/rede/250244
Der Aufwachvorgang der Menschen in den Zustand des Bewusstseins schreitet immer
weiter fort. Die Menschen stellen Fragen, die vor 100, 50 oder sogar vor 20 Jahren
niemand (außer den wirklichen Experten, Professoren und Insidern) gestellt hat.
Wenn sich die Menschen in den 60er, 70er, 80er etc. Jahren gewisse Fragen gestellt hätten,
hätten sie wahrscheinlich keine Antwort und keinen Ansprechpartner gefunden.
Da greift die Technik in Form von Internet, Videotechnik und Datenspeichern, kombiniert
in einem kleinen handlichen Smartphone für die Hosentasche, dem Entwicklungssprung
18 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
1.3 Die Rede des Papstes vor dem deutschen Bundestag am 22.9.2011
im Bewusstsein der Menschheit sehr unter die Arme, ohne die dieser Vorgang nicht
möglich wäre. Die technische Entwicklung zeigt beide Seiten der Polarität auf.
Die immer gravierender auffallenden Fehler im System treiben die Menschen immer mehr
auf die Suche nach der Ursache des Problems, weil sie mittlerweile selbst betroffen sind.
Sie haben das Gefühl, dass sie nur als Energiespender in einer sich unwirklich
anfühlenden Welt existieren und möchten sich aus diesem Dasein befreien. Immer mehr
Menschen möchten ihre Lebensweise ändern, weil sie erkennen, dass sie so nicht
glücklich werden können. Wer möchte schon jeden Tag arbeiten, um sich letztendlich
doch hauptsächlich unnützes Zeug zu kaufen?
Vielleicht hast Du ja bereits einiges zu dem Thema „Recht“ gehört, vielleicht bist Du auch
ein Neueinsteiger in die Thematik.
Diese Abhandlung wurde für alle Menschen ausgearbeitet, die sich mit dem Thema
„Recht“ näher beschäftigen wollen oder dies auch schon tun. Sie soll aufklären, Unwissen
beseitigen und die Menschen vor falschen Handlungen bewahren. Sie ist für Menschen
geschrieben, die sich Fragen stellen und darauf keine Antworten finden oder vielleicht
nicht mal die Frage formulieren können, sondern nur dieses Gefühl haben.
Es wurde regelmäßig festgestellt, dass weder Bedienstete in den Behörden noch die
Menschen, die behaupten, die Grundlagen des Rechtes zu kennen, wussten, worum es bei
dem Thema geht oder dass sie es auch nur ansatzweise begriffen haben.
Ziel ist nicht, irgendjemandem eine Schuld oder den "schwarzen Peter" zuzuschieben. Die
Menschheit ist vor langer Zeit vom rechten Weg abgekommen und hat es in der großen
Mehrheit bis heute nicht bemerkt. Keiner wusste, was er macht, alle haben mitgemacht
und fleißig auf dem Falschen aufgebaut. Mittlerweile weiß keiner mehr, was wir machen,
weil die Informationsflut jeden mitreißt und der rote Faden schon lange abgerissen ist.
Zunehmend bemerken immer mehr Menschen, dass "in der Welt etwas nicht stimmt". Sie
informieren sich und gehen dann im schlimmsten Fall mit einer Mischung aus
Halbwissen, Falschwissen und Unwissen zu den Behörden, um "ihr Recht" einzufordern.
Aber ist das wirklich unser Recht oder sind es „ihre Gesetze“? Da fängt es bereits an. Hast
Du Dir diese Frage je gestellt?
Jetzt kommt ein Betroffener (z. B. vom Beitragsservice) mit diesem "Mischwissen" in die
Behörde und will den Bediensteten „ihre Arbeits-Welt“ erklären. Da die Bediensteten
schlecht informiert bzw. geschult wurden, können sie in der Regel nichts mit den
Äußerungen des Gegenübers anfangen. Der Betroffene fühlt sich ungerecht behandelt und
der Bedienstete denkt, der Gegenüber will ihm seine Arbeit erklären. Da dauert es häufig
nicht lange und das Gespräch ändert sich in die Richtung einer Diskussion und wird dann
zum Streit. Vielleicht wird der Betroffene des Hauses verwiesen, vielleicht wird aus Angst
(vor diesem "scheinbar" Wirren) der Sicherheitsdienst oder die Polizei gerufen.
Um solche Situationen für die Menschen und Bediensteten zu vermeiden, wurde dieses
Buch geschrieben.
Vielleicht bist Du ja Behördenmitarbeiter und möchtest Deine Arbeit ordentlich und nach
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 19
1.3 Die Rede des Papstes vor dem deutschen Bundestag am 22.9.2011
bestem Gewissen ausführen, oder Du hast bemerkt, dass etwas nicht stimmt und möchtest
Dich aufklären (lassen)?
Viele Bedienstete haben sich den Staatsdienst ausgesucht, um etwas Positives für ihre
Mitmenschen zu tun und "dem Guten zu dienen". Sie bewerben sich nach der Schule
(häufig auf den Rat der Eltern) zur Lehre oder zum Studium und rutschen so in die
"Sache" rein. Sie werden in das System "rein geschult" und bemerken nicht, wo der Fehler
liegt. Wenn sie irgendwann irgendetwas bemerken, ist es fast unmöglich, das Problem von
innen vollständig zu erkennen, wenn man nicht selbst geschädigt ist. Es gibt natürlich
auch Juristen, die das Spiel bemerkt haben. Doch selbst wenn ein Bundesrichter weiß, was
gespielt wird und damit nicht konform geht, hat er keine Möglichkeit, das System von
innen oder von außen zu ändern. Jeder Bedienstete, der sich zu weit aus dem Fenster
lehnt, wird raus gestoßen. Im schlimmsten Fall muss er um sein Leben fürchten.
Was bringt es, seinen Mund aufzumachen, wenn einen eh keiner versteht? Niemand wird
sich für nichts als Kanonenfutter "verballern" lassen wollen.
Vielleicht hast Du ja auch schon bemerkt, dass gerade ein Aufwachprozess auf der Erde
beginnt. Immer mehr Menschen stellen sich dieselben Fragen, schauen genauer hin und
machen sich auf den Weg, um Antworten zu finden und einige sind bereits schon so weit
vorne weggerannt, dass wir sie nicht mehr verstehen, wenn wir mit ihnen sprechen wollen.
Viele haben sich dabei verlaufen, doch einige haben den "richtigen Weg" im Urwald der
Verwirrung bereits wiedergefunden.
Dieses Buch soll "die Helligkeit" im Urwald erhöhen, damit jeder für sich den Ausweg
und das Ziel finden kann.
Es soll einerseits den Betroffenen im Umgang mit den Behördenmitarbeitern helfen,
anderseits den Bediensteten im Umgang mit Betroffenen vor falschen (ggf. strafbaren)
Handlungen und daraus resultierenden Schäden und Schlimmerem bewahren.
Das Buch soll das Thema „Grundlagen des Naturrechtes“ auch wieder stärker in den
Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken, damit es einem größeren Kreis Menschen
zugänglich wird und sich hoffentlich bald etwas auf der Erde zum Besseren ändern kann.
Es wurde der Versuch unternommen, eine umfassende Zusammenfassung der bereits
vorhandenen Informationen mit neuen Erkenntnissen aus Theorie und Praxis zu erstellen.
Wir schauen mit einer Lupe auf die winzigen Details, die den entscheidenden Unterschied
ausmachen. Selbstverständlich erhebt das Buch keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Zum Schluss sei noch gesagt, dass wir bei dem Thema „Gesetze“ in eine fiktive Welt
eintauchen (um den Ausweg aufzuzeigen und diese Welt verlassen zu können), die nur in
unseren Köpfen besteht, weil sie dort erschaffen wurde. Um das Thema zu begreifen, ist
es erforderlich, von den uns anerzogenen Denk-Strukturen aus Nazi- bzw. DDR-Zeiten,
die auf absolute Unterwerfung des Individuums als Arbeiter unter das "Gemeinwohl"
abzielten, abzurücken.
Die Kindergärtner/innen von Kindern "aus dem Osten", die im Jahr 2000 geboren wurden,
sind selbst noch zu DDR-Zeiten geboren, nach dem damaligen Weltbild erzogen und
ausgebildet worden (mit dem vom System gewünschten Ziel und Menschenbild) von
20 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
1.3 Die Rede des Papstes vor dem deutschen Bundestag am 22.9.2011
Menschen, die teilweise noch im NS-Regime geboren, erzogen oder ausgebildet wurden
(mit dem vom System gewünschten Ziel und Menschenbild). Bei den Juristen ist es
ähnlich.
Die "Rechtgelehrten" (vom Recht Gelehrten, nicht vom Recht Erfüllte) wissen nicht mehr,
was Recht ist und wo es herkommt. Das Naturrecht gibt es im öffentlichen Diskurs
überhaupt nicht. Das muss sich wieder ändern, wenn wir in den Zustand von Recht und
Ordnung zurückkommen wollen, wie der Papst im Bundestag sagte.
Wenn die Rechtgelehrten (nicht Rechterfüllte) und der Gesetzgeber das Naturrecht oder
die Grundlagen für das Recht (und ihre Gesetze) nicht kennen, können und werden sie nur
Unrecht produzieren und das "Rechtssystem" ist von Anfang an karmisch dem Untergang
geweiht.
Für die Herleitung von Bedeutungen wurde (hauptsächlich) auf das juristische Wörterbuch
von Gerhard Köbler in unterschiedlichen Auflagen, auf verschiedene Ausgaben des
Dudens, auf das Bertelsmann Lexikon von 1993, auf das BROCKHAUS
FACHLEXIKON RECHT und auf Wikipedia zurückgegriffen.
Bei den juristischen Wörterbüchern handelt es sich um Nachschlagewerke für alle Juristen
von Juristen und ist nicht für oder von Philosophen.
Eine genaue Quellenübersicht wird im Kapitel „Literatur und Quellenverzeichnis“ ab
Seite 752 aufgeführt. Außer bei Wikipedia, wurde fast ausschließlich auf reputable
Quellen zurückgegriffen.
Wikipedia hat zu einigen Begriffen sehr gute Beschreibungen, die zu neuen Gedanken
inspirieren und einige Anhaltspunkte für eine weitere Recherche liefern. Gegen manchen
Andersdenkenden wird es jedoch als Denunziationswerkzeug genutzt. Dazu kann man
sich bei weiterem Interesse die Arbeit von dirk POHLMANN zu Wikipedia anschauen.
https://www.youtube.com/results?search_query=dirk+pohlmann+wikipedia
Die juristischen Wörterbücher lassen wenig Interpretationsspielraum und können nicht als
"philosophische Ansichten" betrachtet werden. Es ist wichtig, dass die Grundlagen und
juristischen Grundbegriffe von allen Beteiligten gekannt und begriffen werden, um das
Chaos der Gegenwart zu ordnen und zu beenden.
Grundlage für die erfolgreiche Kommunikation ist, dass alle dieselben Wörter benutzen.
Bei unterschiedlichen Definitionen erhalten die Wörter unterschiedliche
Schwingungsfrequenzen. Wenn Sender und Empfänger nicht auf dieselbe Frequenz
eingestellt sind, ist keine Resonanz, also keine Kommunikation möglich.
Das Buch soll die Bediensteten und die Menschen wieder in die Pflicht bringen, die
Konsequenzen und Folgen für ihr eigenes Tun zu erkennen und zu übernehmen. Die
Bediensteten müssen dem Menschen dienen und der Mensch muss sein Recht kennen,
damit er es korrekt einfordern kann. Beides sollte eigentlich selbstverständlich und bereits
der Fall sein. Wäre dem so, wäre dieses Buch nicht erschienen.
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 21
1.3 Die Rede des Papstes vor dem deutschen Bundestag am 22.9.2011
Aufgeklärte und informierte Menschen sind die unentbehrliche Kontrollinstanz für den
Staat und seine Bediensteten, die es derzeit nicht gibt.
Um die Komplexität und die Zusammenhänge richtig darstellen zu können, ist es
erforderlich, gewisse Informationen an einigen Stellen zu wiederholen. Also wundere
Dich bitte nicht, wenn Dir das gerade Gelesene "bekannt" vorkommt.
Leider gibt es nicht viele Quellen, die sich "den Grundlagen des Rechtes" ausführlich
widmen. Für die Leser, die sich bereits mit dem Thema beschäftigt haben, soll das Buch
eine ergänzende Zusammenfassung der Grundlagen dieser Thematik bieten und das
bereits vorhandene Wissen ergänzen und helfen, es ins Bewusstsein zu transformieren.
Dem Leser wird ganz klar gesagt, dass er die hier mitgeteilten Informationen erst nutzen
soll, wenn er diese wirklich erfasst und begriffen hat.
Vergleichen wir die Situation mit einem Menschen, der gerade ein Video zum Umgang
mit Chakus gesehen hat. Direkt nach dem Video geht er zum Schrank, holt seine Chakus
raus und macht es dem Profi nach. Im Idealfall haut er sich nicht direkt den ersten Schlag
ins Gesicht. Der zweite oder dritte wird vermutlich treffen. Er denkt, er könnte es
nachmachen, ohne den dazu entwickelten Geist zu haben. Bis man zum Meister an dieser
Waffe wird, bedarf es viel Übung, Training, Wille, Energie UND Zeit zur Reife. Es ist
bekanntlich noch kein Meister vom Himmel gefallen. Das hier beschriebene Wissen, kann
mit einer Waffe verglichen werden, deren Benutzung stets bewusst und mit Respekt
geschehen muss.
Man schaut sich ja das Video nicht an, um sich selbst die Zähne rauszuschlagen oder die
Nase zu brechen. Sollte man sich dennoch "aus Versehen" selbst die Zähne rausschlagen
oder die Nase brechen, kann man es nicht auf den Darsteller im Video schieben. Das wäre
absurd.
So ist es auch bei den hier geteilten Informationen. Dem Leser muss vor der praktischen
Anwendung wirklich bewusst sein, was er warum macht und auf was er sich dabei
einlässt. Er muss sich seiner geistigen, finanziellen und sozialen "Rolle" bewusst sein und
sein Handeln daran langfristig ausrichten und anpassen.
„Man muss wissen, bis wohin man zu weit gehen kann.“
Wer nichts hat, kann nichts verlieren und umgekehrt. Vor Kurzschlussreaktionen sei
gewarnt. Wer nur "Steuern" sparen möchte, sollte sich lieber einen guten Steuerberater
suchen.
Auch für den Fall, dass Du im Augenblick ein Problem mit den Behörden hast, sollte jede
Handlung gut überlegt sein. In der Regel springt man nur einmal ohne Fallschirm aus dem
Flugzeug.
Allerdings müssen die Bediensteten das hier Beschriebene genau so anwenden, wenn sich
ein Mensch darauf beruft. Dazu haben sie sich durch die Wahl des Arbeitsplatzes
freiwillig und daraus folgend auch vertraglich und gesetzlich verpflichtet.
22 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
1.3 Die Rede des Papstes vor dem deutschen Bundestag am 22.9.2011
Die hier aufgeführten Informationen sind nicht vollständig. Es wird permanent an der
weiteren Ausarbeitungen des Themas gearbeitet.
Und als letztes sei noch festgestellt:
Wer die Wahrheit sucht,
darf nicht erschrecken,
wenn er sie findet.
Oder
Der Weg zur Wahrheit führt durch Enttäuschungen.
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 23
1.4 Das Höhlengleichnis von Platon
1.4 Das Höhlengleichnis von Platon
Das Thema Mensch und Person oder Recht und Gesetz kann gut mit Platons
Höhlengleichnis beschrieben werden. Die Schatten an der Wand stellen die Personen dar.
Die Erklärung zur Person folgt später.
Höhlengleichnis [wissen.de]
von Platon (in „Politeia“, Buch VII) entworfenes Gleichnis zur Veranschaulichung seiner
Ideenlehre; es stellt den Aufstieg des Menschen durch vier Stufen der Erkenntnis sinnbildlich
dar: Die Menschen leben in einer Höhle an Ketten gefesselt und blicken auf eine Felswand,
während hinter ihnen ein Feuer flackert. Auf der Felswand sehen sie nur die Schatten von
Gegenständen, die hinter ihnen vorübergetragen werden und welche vom Schein des Feuers
als Schattenbilder an die Wand vor ihnen projiziert werden. Die Menschen halten einzig diese
Schattenbilder für die Wirklichkeit (das Seiende) und befinden sich damit auf der ersten Stufe
der Erkenntnis: der bloß sinnlichen Wahrnehmung.
Einem Gefangenen werden die Fesseln genommen, er wird umgewendet (das ist der
wesentliche Akt der philosophischen Erziehung) und sieht nun die irdische Realität. Nach
einiger Zeit hält er diese zwar für wahr, möchte aber, da das Feuer ihn blendet, wieder zurück
ins bequeme Dunkel.
Zum weiteren Aufstieg muss man ihn also zwingen (der Mensch unterwirft sich nur
widerwillig Lernprozessen). In der oberen Welt wiederholt sich auf einer höheren
Erkenntnisstufe das Erlebnis, das er in der Höhle gehabt hatte: Er erkennt anfangs (mit Hilfe
mathematischer Begrifflichkeit) nur die Abbilder der Wirklichkeit. – Erst wenn er die Augen
zum Himmel erhebt, erkennt der Mensch die Ideen – symbolisiert durch die Gestirne –,
insbesondere die Idee des Guten, deren Sinnbild die Sonne ist.
Der Mensch kehrt in die Höhle zurück, um seine ehemaligen Mitgefangenen zu befreien;
diese wehren sich jedoch, weil sie die Bequemlichkeit der Höhle der Erkenntnis vorziehen.
Das Höhlengleichnis war von Platon wohl als Konzept für die philosophische Erziehung von
Regenten gedacht. Darum war für ihn das höchste Erkenntnisziel die Idee des Guten.
https://www.wissen.de/lexikon/hoehlengleichnis
Platons Höhlengleichnis [Wikipedia]
unter Inhalt steht:
Sokrates beschreibt eine unterirdische, höhlenartige Behausung, von der aus ein breiter Gang
zur Erdoberfläche führt. In der Höhle leben Menschen, die dort ihr ganzes Leben als
Gefangene verbracht haben. Sie sind sitzend an Schenkeln und Nacken so festgebunden, dass
sie immer nur nach vorn auf die Höhlenwand blicken und ihre Köpfe nicht drehen können.
Daher können sie den Ausgang, der sich hinter ihren Rücken befindet, nie erblicken und von
seiner Existenz nichts wissen. Auch sich selbst und die anderen Gefangenen können sie nicht
sehen; das Einzige, was sie je zu Gesicht bekommen, ist die Wand, der sie zugedreht sind.
Erhellt wird ihre Behausung von einem Feuer, das hinter ihnen weit oben in der Ferne brennt.
Die Gefangenen sehen nur dieses Licht, das die Wand beleuchtet, nicht aber dessen Quelle.
Auf der Wand sehen sie ihre Schatten.
Zwischen dem Inneren des Gefängnisses und dem Feuer befindet sich eine kleine Mauer, die
nicht so hoch ist, dass sie das Licht des Feuers abschirmt. Längs der Mauer tragen Menschen
unterschiedliche Gegenstände hin und her, Nachbildungen menschlicher Gestalten und
anderer Lebewesen aus Stein und aus Holz. Diese Gegenstände ragen über die Mauer hinaus,
24 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
1.4 Das Höhlengleichnis von Platon
ihre Träger aber nicht. Manche Träger unterhalten sich miteinander, andere schweigen.
Da die bewegten Gegenstände auf die Höhlenwand, der die Gefangenen zugewendet sind,
Schatten werfen, können die Höhlenbewohner die bewegten Formen schattenhaft
wahrnehmen. Von den Trägern ahnen sie aber nichts. Wenn jemand spricht, hallt das Echo
von der Höhlenwand so zurück, als ob die Schatten sprächen. Daher meinen die Gefangenen,
die Schatten könnten sprechen. Sie betrachten die Schatten als Lebewesen und deuten alles,
was geschieht, als deren Handlungen. Das, was sich auf der Wand abspielt, ist für sie die
gesamte Wirklichkeit und schlechthin wahr. Sie entwickeln eine Wissenschaft von den
Schatten und versuchen in deren Auftreten und Bewegungen Gesetzmäßigkeiten festzustellen
und daraus Prognosen abzuleiten. Lob und Ehre spenden sie dem, der die besten Voraussagen
macht.
Nun bittet Sokrates Glaukon sich vorzustellen, was geschähe, wenn einer der Gefangenen
losgebunden und genötigt würde, aufzustehen, sich umzudrehen, zum Ausgang zu schauen
und sich den Gegenständen selbst, deren Schatten er bisher beobachtet hat, zuzuwenden.
Diese Person wäre schmerzhaft vom Licht geblendet und verwirrt. Sie hielte die nun in ihr
Blickfeld gekommenen Dinge für weniger real als die ihr vertrauten Schatten. Daher hätte sie
das Bedürfnis, wieder ihre gewohnte Position einzunehmen, denn sie wäre überzeugt, nur an
der Höhlenwand sei die Wirklichkeit zu finden. Gegenteiligen Belehrungen eines
wohlgesinnten Befreiers würde sie keinen Glauben schenken.
Wenn man den Befreiten nun mit Gewalt aus der Höhle schleppte und durch den unwegsamen
und steilen Aufgang an die Oberfläche brächte, würde er sich dagegen sträuben und wäre
noch verwirrter, denn er wäre vom Glanz des Sonnenlichts geblendet und könnte daher
zunächst gar nichts sehen. Langsam müsste er sich an den Anblick des Neuen gewöhnen,
wobei er erst Schatten, dann Spiegelbilder im Wasser und schließlich die Menschen und
Dinge selbst erkennen könnte. Nach oben blickend würde er sich erst mit dem Nachthimmel
vertraut machen wollen, später mit dem Tageslicht, und zuletzt würde er es wagen, die Sonne
unmittelbar anzusehen und ihre Beschaffenheit wahrzunehmen. Dann könnte er auch
begreifen, dass es die Sonne ist, deren Licht Schatten erzeugt. Nach diesen Erlebnissen und
Einsichten hätte er keinerlei Bedürfnis mehr, in die Höhle zurückzukehren, sich mit der
dortigen Schattenwissenschaft zu befassen und dafür von den Gefangenen belobigt zu
werden.
Sollte er dennoch an seinen alten Platz zurückkehren, so müsste er sich erst wieder langsam
an die Finsternis der Höhle gewöhnen. Daher würde er einige Zeit bei der dort üblichen
Begutachtung der Schatten schlecht abschneiden. Daraus würden die Höhlenbewohner
folgern, er habe sich oben die Augen verdorben. Sie würden ihn auslachen und meinen, es
könne sich offenbar nicht lohnen, die Höhle auch nur versuchsweise zu verlassen. Wenn
jemand versuchte, sie zu befreien und nach oben zu führen, würden sie ihn umbringen, wenn
sie könnten.
https://de.wikipedia.org/wiki/Höhlengleichnis
Die Menschen sitzen in ihrer "Personenhöhle" und merken nicht, dass man nur außerhalb
der Höhle ein freier Mensch sein kann. Die Höhle, die uns umgibt, ist aus Eis. Das
Bewusstsein in Form von Wasser ist kalt und gefroren. Das Gefängnis ist unser steif
gefrorenes und „zu einem Gefängnis verformtes“ Bewusstsein. Wir bauen und warten und
pflegen das Gefängnis selbst.
Bewusstsein, das [DUDEN-online]
1.
a) Zustand, in dem man sich einer Sache bewusst ist; deutliches Wissen von etwas,
Gewissheit
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 25
1.4 Das Höhlengleichnis von Platon
b) Gesamtheit der Überzeugungen eines Menschen, die von ihm bewusst vertreten
werden
c) (Psychologie) Gesamtheit aller jener psychischen Vorgänge, durch die sich der
Mensch der Außenwelt und seiner selbst bewusst wird
2. Zustand geistiger Klarheit; volle Herrschaft über seine Sinne
Synonyme zu Bewusstsein
● Erkenntnis, Gewissheit, Vollgefühl, Wissen
● Überzeugung
● Ichbewusstsein
● Besinnung, geistige Verfassung, Sinne
https://www.duden.de/rechtschreibung/Bewusstsein
Das Höhlengleichnis wurde auch im Film "Matrix" aufgegriffen.
Matrix, die [DUDEN-online]
1.
a) (Biologie) Hülle der Chromosomen
b) (Biologie) amorphe Grundsubstanz (z. B. des Bindegewebes)
c) (Biologie) Keimschicht, aus der etwas (z. B. das Nagelbett) entsteht
2.
a) (Mathematik) System von mathematischen Größen, das in einem Schema von
waagerechten Zeilen und senkrechten Spalten geordnet ist und zur verkürzten
Darstellung linearer Beziehungen in Naturwissenschaften, Technik und
Wirtschaftswissenschaften dient
b) (EDV) System, das einzelne zusammengehörende Faktoren darstellt und zur
verkürzten Darstellung linearer Beziehungen in Naturwissenschaften, Technik und
Wirtschaftswissenschaften dient
3. (Sprachwissenschaft) Schema zur Zuordnung von Merkmalen zu sprachlichen
Einheiten, besonders zur Darstellung der Lautstruktur einer Sprache
https://www.duden.de/rechtschreibung/Matrix
Die Matrix im Film ist wie die Matrix auf unserem Planeten, eine ja geradezu perfekte
Mischung aus alledem, was die Definition nennt. Im zweiten Lesedurchgang wird es für
dich wohl besser erkennbar.
Neo war "Gefangener" in „dieser Matrix“. Plötzlich lockerten sich die Ketten und er
begann, den Kopf zu drehen, sich umzuschauen und Fragen zu stellen. Auf dem
Computerbildschirm war "Wach auf, Neo!" zu lesen und der Hinweis "Die Matrix hat
dich.". Er bekam die Anweisung "Folge dem weißen Kaninchen!". Eine gute Metapher,
das Kaninchen kennt den Weg aus der Höhle oder aus dem Kaninchenbau, wie es bei
Alice im Wunderland heißt. Es meint mutmaßlich, dass man den Hinweisen, die man auf
dem Weg zum Licht bekommt, folgen muss, um das Licht zu erreichen. Neo ließ sich
darauf ein und ging mit (er folgte seinem Gespür). Irgendwann wurde er von Trinity
(Dreifaltigkeit) gefragt, ob er die Frage kennt, um die sich alles dreht. Er antwortete "Was
ist die Matrix?". Im realen Leben könnte man es so beschreiben: WO IST DER FEHLER?
26 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
1.4 Das Höhlengleichnis von Platon
Und warum ist das so? Trinity antwortete: „Die Antwort ist da draußen. Sie ist auf der
Suche nach Dir und sie wird dich finden, wenn Du es zulässt“.
Auf uns Menschen bezogen bedeutet es, dass die schöpferische Lebendigkeit, die Neugier,
das Leben, der Drang nach Freiheit und Liebe in jedem Wesen, manchmal tief unter
negativem Verhalten verborgen, schlummert und sich entfalten will. Jeder legt selbst fest,
ob er oder sie diesem Gefühl oder diesem Impuls nachgeht und sich auf diese Welle
einlässt oder nicht. Diese Frage muss sich jeder Mensch im Leben stellen. Die meisten
merken es leider nicht oder erst, wenn es viel zu spät ist.
Der Weg ist das Ziel = Hermetik
Später befindet sich Neo mit Morpheus in einem Raum. Morpheus sagt zu Neo: ich weiß,
wie Du dich fühlst, wie Alice im Wunderland, als sie in den Kaninchenbau fiel. Neo wird
von Morpheus gefragt, ob er an das Schicksal glaubt. Neo antwortete "nein" weil er in
seinem Leben die Kontrolle haben möchte. Danach kommt die bekannte Szene, in der
Morpheus Neo mitteilt, wieso er "da" ist.
Morpheus: "Ich will Dir sagen, wieso Du hier bist. Weil Du etwas weißt. Du kannst es nicht
erklären. Aber Du fühlst es. Du hast es ein Leben lang gefühlt ... dass mit der Welt etwas nicht
stimmt. Du fühlst es, wie einen Splitter in deinem Kopf, der dich verrückt macht. Dieses
Gefühl hat dich zu mir geführt. Weißt du, wovon ich spreche?"
Neo: "Von der Matrix?"
Morpheus: "Möchtest Du wissen was sie ist? Die Matrix ist allgegenwärtig. Sie umgibt uns.
Selbst hier in diesem Zimmer. Es ist eine Scheinwelt, die man Dir vorgaukelt, um von der
Wahrheit abzulenken."
Neo: "Welche Wahrheit?"
Morpheus: "Dass Du ein Sklave bist. Wie alle bist Du in die Sklaverei geboren worden. In
ein Gefängnis, das Du weder riechen, schmecken noch anfassen kannst. Ein Gefängnis für
deinen Verstand."
Am Ende des Gespräches kommt die Stelle, wo Morpheus Neo die rote Pille für die
Wahrheit und die blaue Pille für die Lüge (Alles bleibt beim Alten) anbietet. In dem
Moment hat Neo selbst "die Kontrolle" über sein Leben und muss selbst bestimmen, wie
es für ihn weiter geht. Wie im echten Leben auch. Jeder muss selbst bestimmen, ob er aus
der Matrix (der Höhle aus dem Höhlengleichnis) aussteigen möchte oder nicht.
Morpheus: "Schluck die blaue Kapsel und alles ist vorbei. Du wachst auf und glaubst, was
Du glauben willst. Schluck die rote Kapsel und Du bleibst im Wunderland. Ich führe dich
in die Tiefen des Kaninchenbaus.“
Neo will die rote Kapsel nehmen und die Wahrheit erfahren. Morpheus weist auf
folgendes hin: "Bedenke, was ich Dir anbiete, ist die Wahrheit, nicht mehr". Dieses Buch
bietet ebenfalls nur „den Versuch“ an, einen ersten Schritt in Richtung Wahrheit zu gehen.
Neo nimmt die rote Kapsel und schluckt sie mit einem Glas Wasser hinunter.
Es sei kurz gesagt, die Farbe rot steht in der Bibel (im okkulten / im geheimen Wissen) für
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 27
1.4 Das Höhlengleichnis von Platon
die Wahrheit und Wasser steht für Bewusstsein. Neo führte sich die Wahrheit mit
Bewusstsein zu. Später blickt Neo in einen gebrochenen Spiegel, der sich wieder
zusammensetzt. Man sagt, die Augen sind der Spiegel der Seele. Wenn dieser Spiegel
gebrochen ist, kommt nach außen nur eine gebrochene Seele zum Ausdruck. In dem
Moment, wo Neo mit Bewusstsein erfüllt wird, heilt dieser Bruch (im Spiegel). Die Seele
tritt nach außen "wieder" als Ganzes auf. Neo berührt diesen Spiegel und taucht mit dem
Finger hinein. Er berührt den Spiegel der "Seele" und taucht in das kosmische
Bewusstsein ein.
Wahrheit = Bewusstsein = Heilung
Die Stelle, wo Neo wirklich erwacht und aus der Matrix entflieht, ist ebenfalls sehr
aufschlussreich. Neo kommt in einer "Kabine" zu Bewusstsein, ist mit Schläuchen
(Verträge) an die Matrix angeschlossen und schaut sich um. Er sieht nur "Energie-
Sklaven" um sich herum und hat selbst nichts, außer die Verbindung zur Matrix. Ihm
wurden sogar die Haare "geraubt".
In einer anderen Szene sitzen Morpheus und Neo vor einem Fernseher, der erst die schöne
heile Scheinwelt zeigt und dann die reale Situation. Wenn man die Dinge mit einer
anderen Brille betrachtet, sieht man auch andere Dinge. Neo sieht und realisiert, wie
kaputt und „tot“ die Erde in Wahrheit ist und welcher Täuschung er verfallen war.
Später, als Neo aus der Matrix gerettet wurde, fragte er, warum seine Augen so wehtun.
Morpheus antwortet: "weil Du sie noch nie benutzt hast.“ Ähnlich wie im
Höhlengleichnis, wo der die Höhle verlassende Mensch vom Tageslicht geblendet wird
und nichts sieht.
Jeder kennt sicherlich die Situation, wenn man früh aufsteht und geblendet ist, wenn das
Licht angemacht wird, weil die Augen über längere Zeit geschlossen waren. Manche
sehen erst mal gar nichts, andere sehen relativ gut. Doch egal wie stark die Blendung war,
nach kurzer Zeit haben sich die Augen daran gewöhnt, man kann wieder normal sehen und
findet sich in der hellen Umgebung zurecht.
Aber grundsätzlich sei erneut geschrieben, dass dieser Aufwachvorgang einem
unterschiedlichen Tempo folgt. Da ist es auch wichtig, sich nicht selbst zu überschätzen.
Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob Du etwas tun solltest oder lieber erst mal nicht, dann tu
es auch nicht, bis Du Dir sicher bist. Es ist sehr wichtig, dass man seine Situation richtig
einschätzt und weiß, was man wann macht, bevor man etwas macht.
An dieser Stelle sei als Letztes geschrieben, das es keinen Grund gibt, negativ in die
Zukunft zu schauen. Wenn wir ausreichend Geduld im erforderlichen Maß in
Kombination mit Arrangement zur Besinnung mitbringen, werden sich die Dinge
schneller ändern, als es je ein Mensch für möglich gehalten hätte. Bringt also auch die
Bediensteten nicht in eine Situation, in denen diese lernunfähig werden. ;)
Vergiss bitte nie, dass sie auch zu den Getäuschten gehören. Wenn Du freundlich bist und
die richtigen Fragen stellst, kannst Du sie vielleicht dazu inspirieren, sich zu informieren
28 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
1.4 Das Höhlengleichnis von Platon
und dieses Buch zu lesen. In den Behörden läuft auch vieles drunter und drüber. Viele
Mitarbeiter bemerken ebenfalls, dass etwas nicht stimmt und möchten sich informieren.
Andererseits sind sie und ihre Familie von dem Einkommen abhängig und wüssten nicht,
was sie sonst machen sollten.
Ein Grund für die heutige Situation ist, dass die Menschheit sich immer wieder teilen lässt
und sich dann am Ende selbst tötet. Das Teile-und-herrsche-Prinzip wird auch auf die
Bediensteten und die zu Bedienenden angewendet. Nur wenn wir uns bewusst machen,
dass sie genauso angelogen werden und sie durch ihre Abhängigkeit noch mehr am
Allerwertesten sind, werden wir die Notwendigkeit der Brüderlichkeit in der
Menschheitsfamilie erkennen.
Die Konstrukteure der „juristischen Matrix“ wussten ganz genau, was sie taten, als sie es
taten. Sie haben das Naturrecht ganz genau in den Gesetzen der BRD „versteckt“. Alles
passt PERFEKT zusammen. Ohne die Menschen, die das erforderliche Verhalten an den
Tag legen, funktioniert die Matrix nicht. Wenn die Transzendenz oder die universellen
Gesetze nicht geachtet werden, funktioniert das System nicht. Es ist aber möglich, die
Transzendenz oder die universellen Gesetze unter einem großen Berg „Unwissen“ zu
verstecken.
Das Buch ist so aufgebaut, dass als erstes das Thema „Was ist der Mensch?“ aufgearbeitet
wird. Dieses Kapitel ist eher kurz, da es zu diesem Thema nicht so viel zu schreiben gibt,
weil es eindeutig ist.
Zum Thema „Naturrecht“ wird derzeit an einer eigenen Aufarbeitung gearbeitet.
Danach widmen wir uns der BRD und ihren Personen. Weil es Personen nur im Staat gibt
und im Staat nur Personen, ist die inhaltliche Aufarbeitung der Bundesrepublik
Deutschland im Kapitel Personen enthalten. Es wurde der Versuch unternommen, die
grundlegende Struktur, Arbeitsweise und Fehler in der Umsetzung der Gesetze der BRD
aufzuzeigen. Da dieses Buch für den Einsteiger geschrieben wurde, musste abgewogen
werden, bis zu welchem Grad in die wissenschaftliche Komplexität der Materie
eingetaucht werden konnte. Das hier Beschriebene kann nur als oberflächlicher Einstieg in
die Thematik betrachtet werden. Es soll der Versuch sein, dem Interessierten auf seiner
Suche nach Antworten eine neue „Brille“ aufzuzeigen, mit der er die „Dinge“ anders
betrachtet und daraufhin andere Fragen stellen kann. Es ist kein Buch bekannt, welches
die Grundlagen des Rechtes so beschreibt, wie sie sind und den Menschen in den
Mittelpunkt rückt. Das, was die Menschen bis jetzt jahrhundertelang als "Recht“ kannten,
hat nichts mit den naturrechtlichen Grundlagen des Rechtes zu tun. Die heute
„herrschende“ Juristenlehre ist die Wissenschaft „wie man den Menschen um sein Recht
bringen kann“.
Wenn das erkannt wurde, ist der nächste große Schritt in die richtige Richtung getan.
Und auf geht’s.
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 29
2 Was ist der Mensch?
2 Was ist der Mensch?
1. Das „Menschsein“ ist der Bewusstseinszustand eines
geistig lebendigen Wesens.
2. Der Mensch steht im Mittelpunkt des von ihm gestalteten
Rechtes.
3. Der Mensch ist nicht Teil der BRD oder des
vertraglichen-Verwaltungsstaates.
Gewissen, das [DUDEN-online]
Bewusstsein von Gut und Böse des eigenen Tuns; Bewusstsein der Verpflichtung einer
bestimmten Instanz gegenüber
Synonyme zu Gewissen
● ethisches/sittliches Bewusstsein, innere Stimme, Verantwortungsbewusstsein;
(bildungssprachlich) Ethos
Herkunft
mittelhochdeutsch gewiʒʒen(e), althochdeutsch gewiʒʒenī = (inneres) Bewusstsein,
Lehnübersetzung von lateinisch conscientia, eigentlich = Mitwissen, Lehnübersetzung von
griechisch syneídēsis
https://www.duden.de/rechtschreibung/Gewissen
Um sich der Antwort auf diese Frage zu nähern, gibt es viele Wege. Es wird sich zeigen,
dass die juristische Betrachtung auf den ersten Blick nicht unbedingt sehr viel mit der
Vorstellung über den „Menschen“ aus der Biologie oder den anderen Naturwissenschaften
zu tun hat, sondern eher philosophisch-religiösen Ursprungs ist. Die Juristen mussten die
juristische Definition des Wortes „Mensch“ auf Grund der theologischen und
philosophischen Entwicklung aus der Vergangenheit bis zur Gegenwart mit den
Erkenntnissen aus der Naturwissenschaft und der Anthroposophie in Einklang bringen.
Ein lebendiges Wesen, welches wie ein „Mensch“ aussieht, spricht, sich bewegt, Nahrung
zu sich nimmt etc., ist aus juristischer Sicht nicht gleich ein Mensch. Bis ca. 2010 war der
Begriff Mensch juristisch überhaupt nicht definiert.
Mensch [Juristisches Wörterbuch]
"Mensch ist das mit Verstand und Sprachvermögen begabte Lebewesen von seiner Geburt bis
zu seinem Tod. Der Mensch steht im Mittelpunkt des von ihm gestalteten Rechtes. Er hat
bestimmte grundlegende Rechte gegenüber dem Staat."
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 281
In dieser Definition wird (vermutlich bewusst) auf die biologische Beschreibung
verzichtet. Der hier beschriebene Mensch braucht keinen biologischen Körper.
30 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2 Was ist der Mensch?
Bei Wikipedia findet man bei dem Begriff „Mensch“ unter dem Punkt 4.3, dass der
Mensch bis heute biologisch nicht definiert ist.
Mensch [Wikipedia]
Beschreibung des Menschen in der ersten Auflage von Linnés Systema Naturæ
→ Hauptartikel: Archaischer Homo sapiens
Als Carl von Linné 1735 den Menschen in seiner Schrift Systema Naturæ dem Tierreich und
in diesem der Gattung Homo zuordnete, verzichtete Linné – im Unterschied zu seiner
üblichen Vorgehensweise – auf eine an körperlichen Merkmalen ausgerichtete Beschreibung
der Gattung. Stattdessen notierte er: „Nosce te ipsum“ („Erkenne dich selbst“) und ging
demnach davon aus, dass jeder Mensch genau wisse, was ein Mensch sei. Die Gattung Homo
unterteilte er in vier Varianten: Europæus, Americanus, Asiaticus sowie Africanus und gab
ihnen jeweils noch Farbmerkmale bei – albescens, rubescens, fuscus und nigrans,
gleichbedeutend mit hell, rötlich, braun und schwarz. 1758, in der 10. Auflage von Systema
Naturæ, bezeichnete Linné den Menschen zwar erstmals auch als Homo sapiens und führte
zudem diverse angebliche charakterliche und körperliche Merkmale der Varianten an,
verzichtete aber weiterhin auf eine Beschreibung der Gemeinsamkeiten, also auf eine
Diagnose (Definition) der Art.
1775 bezeichnete Johann Friedrich Blumenbach in seiner Dissertation De generis humani
varietate nativa („Über die natürlichen Verschiedenheiten im Menschengeschlechte“) die von
Linné eingeführten Varianten als die vier „Varietäten“ des Menschen und beschrieb einige
ihrer gemeinsamen Merkmale. Diese Gemeinsamkeiten führte er – mehr als 80 Jahre vor
Darwins Die Entstehung der Arten – darauf zurück, dass sie einer gemeinsamen „Gattung“
entsprungen seien. Jedoch erwiesen sich auch diese Merkmale nicht als geeignet, mit ihrer
Hilfe zu entscheiden, ob Fossilien der Art Homo sapiens zuzuordnen oder nicht zuzuordnen
sind.
Einen Schritt weiter ging der Botaniker William Thomas Stearn und erklärte 1959 Carl von
Linné selbst („Linnaeus himself“) zum Lectotypus der Art Homo sapiens. Diese Festlegung
ist nach den heute gültigen Regeln korrekt. Carl von Linnés sterbliche Überreste (sein im
Dom zu Uppsala bestattetes Skelett) sind daher der nomenklatorische Typus des anatomisch
modernen Menschen.
Dennoch fehlt auch weiterhin eine allgemein anerkannte Diagnose der Art Homo sapiens:
„Unsere Art Homo sapiens war niemals Gegenstand einer formalen morphologischen
Definition, die uns helfen würde, unsere Artgenossen in irgendeiner brauchbaren Weise in den
dokumentierten fossilen Funden zu erkennen.“ Mangels klarer morphologischer Kriterien
erfolgt die Zuordnung von Fossilien zu Homo sapiens häufig primär aufgrund ihres datierten
Alters, eines bloßen paläontologischen Hilfskriteriums.
https://de.wikipedia.org/wiki/Mensch#Fehlende_Diagnose_des_Homo_sapiens
Mensch, der [DUDEN-online]
1. mit der Fähigkeit zu logischem Denken und zur Sprache, zur sittlichen Entscheidung
und Erkenntnis von Gut und Böse ausgestattetes höchstentwickeltes Lebewesen
2. menschliches Lebewesen, Individuum
https://www.duden.de/rechtschreibung/Mensch_Lebewesen_Individuum
Der juristische Begriff "Mensch" beschreibt also keine eigene Art, sondern einzelne
Individuen mit entsprechenden Verhaltensmerkmalen einer Art, wobei die Definition
grundsätzlich nicht auf eine Art beschränkt ist. Wenn ein Affe oder ein Hund die oben
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 31
2 Was ist der Mensch?
beschrieben Merkmale aufweist, wäre dieses Wesen nach der juristischen Definition auch
ein Mensch. Praktisch wird das mutmaßlich nicht passieren, aber die juristische Definition
lässt diese Option offen. Umgekehrt wird auch niemand behaupten, dass jemand, der
durch einen Unfall etc. eine „Veränderung“ an seinem Körper hat, kein Mensch ist.
„Menschsein“ ist ein Bewusstseinszustand!
Erkenne dich selbst
Gnothi seauton – Nosce te Impsum
An dieser Stelle wird kurz auf das Thema „Person“ vorgegriffen. Beim zweiten
Lesedurchgang versteht man den Vorgriff wohl etwas besser.
Person [Juristisches Wörterbuch]
Person ist, wer träger von Rechten und Pflichten sein kann. [...]
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite273
Bei der juristischen Definition der Person gibt es kein Anzeichen auf einen Menschen oder
auf biologisches Leben bzw. biologische Lebendigkeit oder irgendeine Geistigkeit. Die
Person ist eine nicht lebendige Fiktion.
Zurück zum Menschen.
Menschenwürde, die [DUDEN-online]
geistig-sittliche Würde der Menschen
https://www.duden.de/rechtschreibung/Menschenwuerde
Menschenwürde [Juristisches Wörterbuch]
(Art. 1 I GG) ist der innere und zugleich soziale Wert- und Achtungsanspruch, der dem
Menschen um seinetwillen zukommt. Die Menschenwürde besteht darin, daß der Mensch als
geistig sittliches Wesen von Natur darauf angelegt ist, in Freiheit und Selbstbewusstsein sich
selbst zu bestimmen und in der Umwelt auszuwirken. Die Menschenwürde ist unantastbar.
Daraus folgt, daß die Würde des Menschen nach der Verfassung der höchste Wert und damit
der Mittelpunkt des Wertesystems ist und der Staat ausschließlich um des Menschen willen da
ist. Art 1 I GG ist eine objektive Verfassungsnorm, die sich als Verhaltensnorm an alle richtet,
die aber dem Einzelnen kein subjektives Recht gewährt. Eine ihrer wichtigsten Ausprägungen
ist das allgemeine Persönlichkeitsrecht.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 243
Hier wird der Mensch als geistiges Wesen beschrieben.
Bei dem Satz „nach der Verfassung“ spielt es für die inhaltliche Bedeutung keine Rolle,
ob „nach“ als zeitlich oder inhaltlich „interpretiert“ wird. Der Staat ist gemäß Artikel 1
32 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2 Was ist der Mensch?
Grundrechte nur für den Menschen da, um seine Würde und seine Grundrechte zu
schützen und zu wahren.
Grundrechte
Artikel 1
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist
Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen
Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und
der Gerechtigkeit in der Welt.
(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und
Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.
Weiter erkennt „der Staat“ offen an, dass es den „Status Mensch“ gibt und er diesen
schützen muss.
Sitte [Juristisches Wörterbuch]
ist der in der Gesellschaft geübte Brauch, die gefestigte, nicht erzwingbare und keiner
Organisation voraussetzende Verhaltensnorm. Zwischen Sitte und Recht besteht
Wechselwirkung. [...]
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 333
Sittlichkeit [Juristisches Wörterbuch]
(Moral) ist die Gesamtheit der inneren, auf die Gesinnung bezogenen Verhaltensnormen.
Sittliches Verhalten ist das auf das Gute um seiner selbst willen gerichtete Verhalten. Die
Ausrichtung am Gewissen und am Guten unterscheidet die Sittlichkeit vom [KOMMENTAR:
positiven] Recht. [...].
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 333
Recht [Juristisches Wörterbuch]
Recht ist der zentrale Begriff der Rechtswissenschaft, der so komplex ist, daß er sich nicht
mehr sinnvoll einheitlich bestimmen lässt. [...]
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 295
Sittengesetz [Juristisches Wörterbuch]
(Art. 2 I GG) ist die Summe derjenigen sittlichen Normen, welche die Allgemeinheit als
richtig anerkennt und als für ein Zusammenleben sittlicher Wesen verbindlich betrachtet. Das
Sittengesetz ist eine der drei Schranken der allgemeinen Handlungsfreiheit.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 333
allgemein [DUDEN-online]
1.
a) allen gemeinsam, von allen, für alle
b) überall verbreitet, bei allen
c) gemeinsam, von allen ausgehend
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 33
2 Was ist der Mensch?
d) alle Bereiche betreffend, umfassend
2. für alle geltend, verbindlich
3.
a) nicht auf Einzelheiten eingehend; nicht besonders, nicht speziell
b) (oft leicht abwertend) unbestimmt, unverbindlich, unklar
https://www.duden.de/rechtschreibung/allgemein
Die Unterscheidung zwischen Mensch und Person erfolgt nur geistig betrachtet und nicht
unter dem biologischen/materiellen Aspekt, sondern unter den Aspekten „mit Verstand
und Sprachvermögen begabt“ und „als geistig sittliches Wesen von Natur darauf angelegt,
in Freiheit und Selbstbewusstsein sich selbst zu bestimmen und in der Umwelt
auszuwirken“. Der Mensch steht im Mittelpunkt des von ihm gestalteten Rechtes.
begabt [DUDEN-online]
mit besonderen Anlagen, Fähigkeiten (zu bestimmten Leistungen) ausgestattet; talentiert
Synonyme zu begabt:
● befähigt, begnadet, berufen, genial, hochbegabt, talentiert
https://www.duden.de/rechtschreibung/begabt
Das Adjektiv "begabt" schließt die zwangsweise Nutzung "des Verstandes und des
Sprachvermögens" nicht ein, sondern beschreibt nur eine Eigenschaft oder ein "Potential".
Der Mensch muss diese Begabung auch bewusst durch seinen Willen "umsetzen" können
und in der Lage sein, sein Recht selbst zu gestalten. Dazu ist eine zwingende
Voraussetzung, dass der Mensch sein Recht kennt.
Grundrechtsmündigkeit [Juristisches Wörterbuch]
ist die Fähigkeit des Menschen, Grundrechte selbstständig geltend zu machen.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 197
Also kann nur derjenige als Mensch erkannt werden, der geistig, sittlich, selbstbewusst
und selbstbestimmt in Freiheit lebt, sich positiv und konstruktiv in der Umwelt auswirkt,
seine Vorstellung von Recht in die Realität umsetzt und seine Grundrechte selbstständig
geltend macht.
Wille [Deutsches Rechts-Lexikon BECK]
ist die Fähigkeit des Menschen, sich zu einem Verhalten auf Grund bewußter Motive zu
entscheiden. Die geltende Rechtsordnung geht von dem Grundsatz der Willensfreiheit des
Menschen aus. Deswegen knüpft sie an den Willen zahlreiche Rechtsfolgen. Besonders
bedeutsam ist dabei der in einer Willenserklärung zum Ausdruck gebrachte Wille.
Deutsches Rechts-Lexikon, Auflage 2, Band 3, BECK Verlag, Seite 1329
Wille [Juristisches Wörterbuch]
Wille ist das das menschliche Verhalten leitende Streben bzw. die Fähigkeit des Menschen,
sich für ein bestimmtes Verhalten zu entscheiden. Seine organische wie gedankliche
Entstehung im Einzelfall ist bisher nicht wirklich geklärt. Die Rechtsordnung geht
34 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2 Was ist der Mensch?
grundsätzlich von der Freiheit des menschlichen Willens aus.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 507
In der Quantenphysik ist seit deren Begründung durch Max Planck bekannt, dass "der
Mensch" mit seinem Willen (durch Bewusstsein) in den Raum eingreifen und so die
Realität und seine Umwelt beeinflussen kann.
Der Mensch ist als Sender und Empfänger unterwegs, meistens, ohne dass er sich dessen
bewusst ist.
Menschen, die bis in die Wurzel positiv sind, senden dieses Signal an ihre Mitmenschen
und ins Universum und erhalten dafür die entsprechenden positiven Resonanzen.
Menschen, die ängstlich oder negativ eingestellt sind, werden entsprechende Ereignisse
anziehen, die Ihre Auffassung bestätigen. Die DNA ist hierbei der Sender und Empfänger
der emotionalen Informationen und wirkt durch den spiralförmigen Aufbau als biologische
Antenne. An dieser Stelle sei u.a. kurz auf die Forschung von dieter BROERS und mark
PASSIO hingewiesen. Das Gehirn arbeitet wie (fast) alles in der Natur in der Polarität. Die
rechte Gehirnhälfte verarbeitet die "Signale" oder "Informationen", welche dem
weiblichen Prinzip zugeordnet werden, wie: Liebe, Empathie, Emotionen allgemein,
Gestaltung/Kreativität, Träumen oder Fantasieren. Die linke Gehirnhälfte verarbeitet die
"Signale", welche dem männlichen Prinzip zugeordnet werden können, wie: analytisches,
kritisches oder logisches Denken. Die hohe Kunst besteht darin, die beiden Gehirnhälften
in „ihrer Schwingung“ zu synchronisieren und miteinander in Resonanz zu bringen, um
die Polarität aufzuheben. In diesem Zustand wird der Mensch zum Schöpfer.
Die meisten Menschen sind durch ihre persönliche Prägung jeglicher Art auf einer Seite
überlastet und „aus ihrer Mitte“ gekommen.
Als ähnliches Beispiel des männlichen und weiblichen Prinzips sei das Yin-Yang-Symbol
genannt, welches vermutlich jeder kennt. Eine Farbe stellt das männliche und eine Farbe
das weibliche Prinzip dar. Diese wirken in einer Art Polarität gegeneinander und ergänzen
sich da, wo der andere Teil aufhört. Erst wenn beide perfekt harmonisieren, kommt ein
Kreis raus, etwas völlig neues, ohne Anfang und ohne Ende, was der einzelne Teil nicht
hätte leisten können. Ein anderes Beispiel ist die Fortpflanzung. Erst wenn die Samenzelle
und die Eizelle ihre Polarität aufheben und miteinander in Resonanz die Verbindung
eingehen, wird ein neues Leben geschaffen. Das Wunder der Schöpfung funktioniert nur,
wenn die Polarität aufgehoben und durch Resonanz ersetzt wird.
Um in diesen Zustand der geistigen Resonanz zu kommen und irgendwann zu „sein“,
bedarf es viel Ruhe, Liebe, Entspannung, Wille, Konzentration, Geduld, Übung, Glaube,
etc. Diese Form oder diesen Zustand des Bewusstseins versuchten die großen spirituellen
Meister, die dieses Geheimnis kannten, unter anderem durch Meditation und Yoga zu
erreichen.
Je mehr die Synchronisation der beiden Gehirnhälften erfolgt, desto mehr kann der
Mensch über seine DNA die Signale aussenden und so mit seinem Bewusstsein aktiv in
den Raum eingreifen und die Realität selbst gestalten und ändern.
Der Mensch gestaltet seine Realität immer selbst. Aber erst, wenn das erkannt, sich selbst
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 35
2 Was ist der Mensch?
bewusst gemacht wurde und aktiv von dem Menschen genutzt wird, gestaltet er „seine“
Realität nach „seinen eigenen“ Vorstellungen und steht im Mittelpunkt des von ihm
gestalteten Rechts.
Bis zum Punkt des Bewusstwerdens dieser verfälschten Situation, gestaltet der Mensch die
„Realität“, wie sie ihm über die Medien präsentiert wird. Stück für Stück wird die Fiktion
über das Bewusstsein und die damit verbundene Energie jedes Einzelnen in „die Realität“
materialisiert.
Nehmen wir bekannte Hollywood Blockbuster wie total recall, Robocop oder andere
„Zukunftsfilme“. Den Menschen wird ein gewisses Bild der Zukunft präsentiert und auf
Grund mangelnder Vorstellungskraft wird dieses Bild unterbewusst als „die Vorstellung“
von der Zukunft gespeichert. Wenn den Menschen permanent erzählt wird, in der Zukunft
wird alles technisch überwacht, wird es entsprechend einfacher, diese Vorstellung von
einer technisch überwachten „Welt“ Stück für Stück zu realisieren und niemand wird sich
darüber wundern oder sich beschweren, weil ja alle schon seit langem wissen, dass die
Zukunft so aussieht.
Die meisten Menschen sind auf Grund des destruktiven Inputs voller Angst, vor allem,
was die Zukunft bringen kann. Werde ich krank? Erreiche ich meine Ziele? Was wird aus
den Kindern? Was wird aus meiner Arbeit? Wie lebe ich im Alter? Bekomme ich mal
Rente? Kann ich die Kreditraten bezahlen? Wer übernimmt die Praxis/Kanzlei? Die
meisten kennen diese Gedanken. Nach dem Gesetz der Resonanz werden diese Ängste
auch nur Probleme oder „gleich Schwingendes“ materialisieren oder anziehen können.
Aus diesem Grund werden wir von früh bis spät, 24 Stunden am Tag, 365,25 Tage im Jahr
mit Angst, Terror, Krisen, Krieg, Flüchtlingen, politischem Blablabla, Donald Trump, dem
angeblich anderen Irren aus Nordkorea und so weiter zugemüllt und materialisieren diesen
„geistigen“ Müll auf unserer Erde und in unserer Umgebung. Nur um uns von der
Erkenntnis abzuhalten, dass der Mensch seine Realität selbst steuern und gestalten kann,
besteht die ganze Lüge, mit der wir Tag und Nacht in ihre fiktive Welt gezogen werden
und diese als unsere Realität materialisieren. Die Menschen schöpfen die Lösung für Ihre
Probleme größtenteils nicht mehr aus dem Bewusstsein und Erfahrungen, sondern machen
das, was ihnen der Fernseher sagt oder andere im Internet posten.
Wer die Wahrheit sucht und findet, wird diese Wahrheit auch im Außen materialisieren,
die Lüge enttarnen und schafft so die Grundlage, damit die Menschen in Freiheit leben
können.
Freiheit [Juristisches Wörterbuch]
ist allgemein die Möglichkeit zur uneingeschränkten Entfaltung. Die Freiheit ist im
Verfassungsrecht in der Form der allgemeinen Handlungsfreiheit und verschiedener einzelner
Freiheiten grundgesetzlich abgesichert (Art. 2 ff. GG). Nach Art. 104 Grundgesetz kann die
Freiheit der Person nur aufgrund eines förmlichen Gesetzes und nur unter Beachtung der
darin vorgeschriebenen Formen beschränkt werden (Freiheitsentziehungsgesetz). Über die
Zulässigkeit und Fortdauer der Freiheitsentziehung hat nur der Richter zu entscheiden. Im
Strafrecht (§ 239 StGB) meint Freiheit nur die potentielle Bewegungsfreiheit, im Schuldrecht
(§ 823 I BGB) die körperliche Bewegungsfreiheit sowie die Freiheit von einer Nötigung zu
einer Handlung durch Drohung, Zwang oder Täuschung. Im römischen, germanischen,
36 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2 Was ist der Mensch?
mittelalterlichen und teilweise auch neuzeitlichen Recht ist Freiheit ein besonderer sozialer
Status, der im Gegensatz zur Unfreiheit steht.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 131
In der 16. Auflage findet man nach dem 2. Satz folgende Ergänzung:
Ihre geistige Voraussetzung ist die (vom Lügner unredlicherweise verlassene) Wahrheit. (lat.
in veritate libertas)
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 157
Wahrheit ist die Voraussetzung für Freiheit.
Wer bezahlt denn die Flugzeuge und Luxusyachten der Superreichen, wenn keiner mehr
jeden Tag "wie ein Esel kleechen / malochen / ackern / schichten geht"? Sie ziehen die
Energie jedes Einzelnen ab und konzentrieren sie bei sich. Dadurch gelangen
unbeschreibliche Reichtümer in die Hände weniger. Diese Energieübertragung erfolgt
über die Person. Wer mehr zum Thema „Gedanke erschafft Realität“ wissen möchte, der
kann bei den bekannten Videostreamportalen oder einer Suchmaschine nach "Dieter
BROERS" oder "Gedanke schafft Realität" suchen und wird dort reichlich Informationen
finden. Es sind auch einige interessante Quellen in der Quellenauflistung dieses Buches ab
Seite 752 aufgeführt.
Wer beginnt, seine Umwelt aufgrund dieser Information zu beobachten, wird schnell die
absolute Gültigkeit dieser universellen Gesetzmäßigkeiten feststellen. Am Ende des
Buches wird es noch eine Seite mit verschiedenen Empfehlungen in Form von
Internetseiten, Vorträgen, Büchern, Dokumentationen etc. zu einzelnen Themen geben, die
hier nur angeschnitten werden können, um die Verbindung zur Gesamtsituation zu
beschreiben.
Die Fähigkeit, mit den Gedanken Realität zu erzeugen, zeichnet den Menschen auf der
höchsten Bewusstseinsebene aus und unterscheidet ihn von allen anderen Lebewesen auf
unserem Planeten. Erst das ganzheitliche Wesen aus Körper, Seele und Geist kann den
Menschen als Krone der Schöpfung repräsentieren. Erst in diesem Zustand gestaltet der
Mensch seine Umwelt, sein Recht und seine Realität nach seinem Willen selbst, um damit
sich und allen anderen Wesen etwas Gutes zu tun. Erst dann trifft die juristische Definition
für den Menschen zu. Diesem Thema wird sich in einem eigens zum Naturrecht
erscheinenden Buch ausführlich gewidmet.
In der heutigen Zeit scheint es erschreckend wenig Menschen zu geben, auf die diese
Beschreibung zutrifft. Das kann mit dem allgemein schlechten Zustand unserer und vieler
weiterer Gesellschaften auf der Erde erklärt werden. Es ist sicher einleuchtend, dass es
durch die vielen künstlichen Probleme einfach ist, den Menschen von diesem Zustand
ganz weit fernzuhalten. Zum Beispiel durch die vielen Kriege in den letzten
Jahrhunderten, die angeblich alle „natürlichen“ Ursprungs waren, weil der „Mensch“ so
ein gefährliches Tier ist und Gewalt in seiner Veranlagung liegt. Das ist falsch. Der
heutige Zustand ist das Ergebnis jahrhunderter- oder vielleicht sogar jahrtausendelanger
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 37
2 Was ist der Mensch?
Manipulation und Konditionierung. Im natürlichen Zustand wäre jeder Mensch, wie oben
beschrieben, in der Lage, mit Gedanken seine Realität selbst zu erschaffen, wie er es will.
Vielleicht können sich einige noch daran zurückerinnern, dass uns als Kindern erzählt
wurde, man muss nur ganz stark an etwas glauben und es sich vorstellen, dann geschieht
es auch. Dieses Wissen war also bis vor gar nicht so langer Zeit auch bei uns bekannt und
Teil unserer Kultur. Das Wissen musste mit viel Gewalt, Krieg und Elend abtrainiert und
ausgemerzt werden.
Synchronisation der Prinzipien = Menschenwürde
Dieses Wertesystem, also der eben beschriebene Mensch (in geistiger
Ausgeglichenheit/Resonanz), muss vom Staat geschützt werden, denn nur dazu ist der
"Staat" da.
Grundrechte (Artikel 1 - 19 vor dem Grundgesetz)
Artikel 1
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist
Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
In Artikel 1 Grundrechte werden 2 Rechtkreise in 2 „Ebenen“ aufgestellt: der Mensch und
das Naturrecht auf der „übergeordneten Ebene“ und der Staat mit seinen Personen im
positiven Recht auf der dem Naturrecht „untergeordneten Ebene“. Der Staat und seine
Bediensteten sind den Menschen verpflichtet. Beim Schutz der Menschenwürde gibt es
keine Gewaltenteilung. Sie zu achten und zu schützen ist Aufgabe aller staatlichen Gewalt
und somit aller staatlichen Bediensteten. Ein Augenmerk sollte man bei der Definition der
Menschenwürde auf das Wort „Persönlichkeitsrecht“ legen.
Persönlichkeitsrecht [Juristisches Wörterbuch]
(vgl. Art. 2 I GG) ist das Recht jedes einzelnen Menschen auf Achtung seiner Würde und
seines Eigenwertes als Persönlichkeit.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 276
Persönlichkeit [Juristisches Wörterbuch]
ist allgemein die ausgeprägte Individualität eines Menschen.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 276
Menschenwürde [Juristisches Wörterbuch]
(Art. 1 I GG) ist der innere und zugleich soziale Wert- und Achtungsanspruch, der dem
Menschen um seinetwillen zukommt. Die Menschenwürde besteht darin, daß der Mensch als
geistig sittliches Wesen von Natur darauf angelegt ist, in Freiheit und Selbstbewusstsein sich
selbst zu bestimmen und in der Umwelt auszuwirken. Die Menschenwürde ist unantastbar.
Daraus folgt, daß die Würde des Menschen nach der Verfassung der höchste Wert und damit
der Mittelpunkt des Wertesystems ist und der Staat ausschließlich um des Menschen willen da
ist. Art 1 I GG ist eine objektive Verfassungsnorm, die sich als Verhaltensnorm an alle richtet,
die aber dem Einzelnen kein subjektives Recht gewährt. Eine ihrer wichtigsten Ausprägungen
38 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2 Was ist der Mensch?
ist das allgemeine Persönlichkeitsrecht
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 243
Würde, die [DUDEN-online]
1.
a) Achtung gebietender Wert, der einem Menschen innewohnt, und die ihm
deswegen zukommende Bedeutung
b) Bewusstsein des eigenen Wertes [und dadurch bestimmte Haltung]
c) hohe Achtung gebietende Erhabenheit einer Sache, besonders einer Institution
2. mit Titel, bestimmten Ehren, hohem Ansehen verbundenes Amt, verbundener Rang,
verbundene Stellung
Synonyme zu Würde
● Grundrecht, Menschenrecht, Menschenwürde, Wert, Würdigkeit
● Autorität, Ehre, Ehrgefühl, Fassung, Gefasstheit, Grandezza, Haltung,
Selbstachtung, Selbstbewusstsein, Selbstsicherheit, Selbstvertrauen, Stolz,
Vornehmheit, Wertgefühl; (gehoben) Hoheit, Majestät; (bildungssprachlich)
Dignität, Gravität; (bildungssprachlich veraltend) Distinktion; (Psychologie)
Selbstwertgefühl
● Andacht, Erhabenheit, Ernst[haftigkeit], Feierlichkeit, Festlichkeit, Getragenheit,
Pathetik; (gehoben) Weihe; (bildungssprachlich, oft abwertend) Pathos; (veraltet)
Solennität
● Amt, Betitelung, Charge, Dienst[bezeichnung], Prädikat, Rang[bezeichnung], Stelle,
Stellung, Titel
https://www.duden.de/rechtschreibung/Wuerde
Später werden wir noch ableiten, dass es im RechtSCHULDkreis der BRD gar keine
Menschen gibt. Der Mensch befindet sich im Universellen-, Natur- oder vorstaatlichen
Recht gegenüber dem Staat/der BRD, die BRD befindet sich im reinen obligatorischen
Schuldverhältnis gegenüber dem Menschen. „Vor dem Gesetz sind alle gleich“, nicht
danach, also nachdem sich der Mensch in den nicht rechtfähigen positivistischen
Rechtkreis (in das Gesetz ohne Rechtanbindung) begeben hat. Das Persönlichkeitsrecht
bedeutet ebenfalls, dass jeder Mensch das Recht hat, die Personifikation abzulehnen.
Die Personifikation bedeutet, dass der Mensch zur Person gemacht wird. Was eine Person
ist, wird im Kapitel zur Person ab Seite 114 ausführlich abgeleitet.
Grundrechte (Artikel 1 - 19 vor dem Grundgesetz)
Artikel 2
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die
Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das
Sittengesetz verstößt.
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der
Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes
eingegriffen werden.
Eine "zwangsweise" Personifikation durch ein anderes Wesen ist ein schwerer Verstoß
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 39
2 Was ist der Mensch?
gegen dieses Recht und eine Entführung in einen anderen Rechtkreis, vom Grundrecht
(öffentliches Recht) ins Grundgesetz (privat) mit anschließender Aussetzung (§ 221
StGB), da man in diesem positivistischen Rechtkreis Gefahren für Leib und Leben
ausgesetzt ist.
Freiheit der Person = Freiheit vor Zwangspersonifikation
Personifikation, die [DUDEN-online]
1.
a) das Personifizieren
b) Gestalt, die das Ergebnis einer Personifikation (1a) ist
2. Verkörperung (in Gestalt einer Person 1a)
https://www.duden.de/rechtschreibung/Personifikation
personifizieren [DUDEN-online]
1. in Gestalt einer Person (1a) darstellen; vermenschlichen
2. verkörpern
Synonyme zu personifizieren
● verkörpern; der Inbegriff/die Verkörperung sein; (bildungssprachlich) die
Inkarnation sein
https://www.duden.de/rechtschreibung/personifizieren
Mensch = öffentlich
Person = nicht öffentlich / „privat“
privat [DUDEN-online]
1.
a) nur die eigene Person angehend, betreffend; persönlich
b) durch persönliche, vertraute Atmosphäre geprägt; familiären, zwanglosen
Charakter aufweisend; ungezwungen, vertraut
2. nicht offiziell, nicht amtlich, nicht geschäftlich; außerdienstlich
3.
a) nicht für alle, nicht für die Öffentlichkeit bestimmt; der Öffentlichkeit nicht
zugänglich
b) nicht von einer öffentlichen Institution, einer öffentlichen Körperschaft,
Gesellschaft o. Ä. getragen, ausgehend, ihr nicht gehörend, nicht staatlich;
40 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2 Was ist der Mensch?
einem Einzelnen gehörend, von ihm ausgehend, getragen
https://www.duden.de/rechtschreibung/privat
privat [Wikipedia]
Privat (von lat. privatus, PPP von privare, „abgesondert, beraubt, getrennt“, privatum, „das
Eigene“ und privus, „für sich bestehend“) bezeichnet Gegenstände, Bereiche und
Angelegenheiten, die in sich geschlossen sind, also nicht offenstehen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Privat
privat [DUDEN – das Herkunftswörterbuch]
>>persönlich; vertraulich, familiär, nicht öffentlich, außeramtlich,<<: Das Adjektiv wurde im
16. Jh. aus lat. privatus >>(der Herrschaft) beraubt; gesondert, für sich stehend; nicht
öffentlich>> entlehnt, dem Partizipialadjektiv von lat. privare >>berauben; befreien;
sondern<<. Dies gehört zu lat. privus >>für sich stehend, , einzeln<<,, das als
Bestimmungswort in Privileg erscheint. - Ableitungen und Zusammensetzungen: privatisieren
>> als Privatmann, als Rentner leben; in Privatvermögen umwandeln
DUDEN – das Herkunftswörterbuch, Auflage 7 (2001), Seite 630
Privatperson = Idiot
Idiot [DUDEN – das Herkunftswörterbuch]
>>hochgradigSchwachsinniger<<, ugs. für >>Dummkopf, Trottel<<: Das schon im 16. Jh.
aus lat. idiota, idiotes < griechisch idiotes >>Privatmann; gewöhnlicher, einfacher Mensch;
unkundiger Laie, Stümper<< entlehnte Substantiv wurde bis ins 19. Jh noch ganz im Sinne
des Griechischen Wortes gebraucht und entwickelte dann erst die heute übliche Bedeutung. -
Das griechische Wort ist eine Bildung zum Adjektiv griech. idios >>eigen, privat;
eigentümlich<<, das auch in griech. Idioma >>Eigentümlichkeit (Idiom) vorliegt, ferner in
verschiedenen Zusammensetzungen als Vorderglied
DUDEN – das Herkunftswörterbuch, Auflage 7 (2001), Seite 630
Privatrecht = Räuberrecht = Kriegsrecht
eine Forderung ohne Vertrag = Krieg
Ein Mensch, der vom öffentlichen Recht durch Zwangspersonifikation ins „Private“
entführt wird, wird unter Zwang zum Idioten gemacht.
Idiot [Wikipedia]
Etymologie und Begriffsgeschichte
Das Wort leitet sich vom griechischen ἰδιώτης (idiotes) her, das in etwa „Privatperson“
bedeutet. Es bezeichnete in der Polis Personen, die sich aus öffentlichen-politischen
Angelegenheiten heraushielten und keine Ämter wahrnahmen, auch wenn ihnen das möglich
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 41
2 Was ist der Mensch?
war. In der Attischen Demokratie, die auf informierten und aktiven Bürgern (Polites) beruhte,
waren die Idiotes wenig geschätzt. Man wurde als Idiot geboren und blieb es, wenn nicht
Erziehung und Bildung den politische bewussten Bürger schufen (Tocqueville). Wer sich
während der Volksversammlungen öffentlich dem Nichtstun widmete, wurde bestraft.
Ins Lateinische als idiōta entlehnt, verschob sich die Bedeutung des Wortes hin zu „Laie“,
auch „Pfuscher“, „Stümper“, „unwissender Mensch“. Später wurde der Begriff allgemein auf
Laien oder Personen mit einem geringen Bildungsgrad angewandt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Idiot
Die BRD kann ausschließlich „nichtrechtfähige
Privatpersonen“ begründen.
Die oben beschriebene Freiheit der Persönlichkeit beinhaltet selbstverständlich auch die
Freiheit, sich freiwillig und bewusst als Rechtssubjekt in der Personenrolle des
Staatsangehörigen in das Privatrecht oder in die Fiktion zu begeben und alle seine Rechte
als Mensch abzugeben. Dies ist der Fall, wenn die Menschen die BRD-„Gesetze“ für sich
als geltend betrachten oder wenn sie UCC/Handelsrecht anwenden.
Beides ist auf den Menschen bezogen falsch und öffentlich nicht auf den Menschen
anwendbar, sondern stellt den Menschen als Rechtssubjekt in der Personenrolle direkt auf
das fiktive Spielfeld der Juristen (in die Matrix), von dem der Mensch ja ursprünglich
runter bzw. raus will.
Jeder kann sich vorstellen, dass es zu der Frage „Was ist der Mensch?“ noch unendlich
viel weiteres Nennenswertes zu sagen gäbe. Darauf soll an dieser Stelle verzichtet werden,
um den Faden in der Thematik nicht zu verlieren. Ab dem Punkt, wo die ganze Lüge
erkannt wird und sich die Menschen gegenseitig als Mensch zu erkennen geben, sich so
benehmen und sich gegenseitig wie Menschen behandeln, brauchen wir keine Gesetze,
keine Polizei, keine Justiz und diesen ganzen anderen, zur Zeit teilweise noch
erforderlichen Apparat. Natürlich gesunde Menschen wissen, was richtig und was falsch
ist. Der Mensch wurde mit seiner Schöpfung mit allen erforderlichen Eigenschaften und
Rechten ausgestattet. Dem oben beschriebenen "Mensch" braucht niemand zu sagen oder
gesetzlich vorzuschreiben, dass die Menschen sich nicht beklauen, sich nicht gegenseitig
umbringen, keine Tiere quälen, dass man keinen Menschen etc. zum Gott erhebt und
diesen anbetet oder sich ihm unterwirft, dass man nicht die Schöpfung leugnet, von der
jeder selbst ein Teil und der Beweis für deren Existenz ist. Diese "Verbote" sind
ursprünglich bei allen Menschen in ihrem biologischen Code enthalten und müssen erst
schrittweise abtrainiert oder zerstört werden. Der gesunde Mensch kann nicht einfach zu
einem anderen Wesen gehen und dieses ohne Grund, also ohne eine Notwehrsituation,
schlagen oder anderweitig schädigen. Der normale gesunde Mensch hat eine Sperre in
seinem biologischen System für Handlungen, die gegen die Schöpfungsgesetze verstoßen.
Wer diese (biologische) Sperre nicht (mehr) hat, ist gemäß der Definition kein geistig
sittliches Wesen. Allgemein wird das erst sichtbar, wenn der Mensch die Grenze praktisch
übertritt und einem anderen Menschen schadet. Grundsätzlich ist jeder als Mensch zu
erkennen, bis er sich selbst entweder zur Person bzw. zum Rechtssubjekt macht oder
42 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2 Was ist der Mensch?
durch seine Taten und sein Handeln diesen Definitionsrahmen verlässt. Für diese Wesen
sind Gesetze und Folgen für ihr Handeln absolut erforderlich, um die Recht schaffenden
Menschen zu schützen.
Aus theologischer Sicht ist der Mensch ein dreifaltiges Wesen aus Körper, Seele und
Geist. Man spricht hierbei von nicht reduzierbarer Komplexität.
Körper, der [DUDEN-online]
1.
a) das, was die Gestalt eines Menschen oder Tieres ausmacht; äußere Erscheinung eines Menschen oder Tieres,
Gestalt; Organismus eines Lebewesens
[…]
https://www.duden.de/rechtschreibung/Koerper
Seele, die [DUDEN-online]
1. Gesamtheit dessen, was das Fühlen, Empfinden, Denken eines Menschen ausmacht;
Psyche
2. substanz-, körperloser Teil des Menschen, der nach religiösem Glauben unsterblich
ist, nach dem Tode weiterlebt
3. Mensch
[...]
https://www.duden.de/rechtschreibung/Seele
Geist, der [DUDEN-online]
1.
a) denkendes Bewusstsein des Menschen, Verstandeskraft, Verstand
b) Scharfsinn, Esprit
2. Gesinnung; innere Einstellung, Haltung
3. klares Destillat von unvergorenen, mit Alkohol versetzten Früchten, besonders
Beerenfrüchten
Synonyme zu Geist
● Denkfähigkeit, Denkvermögen, Intellekt, Klugheit, Vernunft, Verstand,
Verstandeskraft; (umgangssprachlich) Grips, Grütze, Hirn, Köpfchen; (Philosophie)
Nus
● Esprit, Genie, Scharfsinn; (gehoben) Genius
● Bewusstsein, Denkart, Denkweise, Einstellung, Gesinnung, Grundeinstellung,
Grundhaltung, Haltung; (gehoben) Sinn; (salopp) Denke; (veraltend) Denkungsart
https://www.duden.de/rechtschreibung/Geist_Verstand_Destillat
Geist bedeutet nicht Gespenst.
Ähnlich wie bei einem Dreieck. Es braucht 3 Linien. Aus 2 Linien kann kein Dreieck
gezeichnet werden.
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 43
2 Was ist der Mensch?
nichtreduzierbare Kompexität [Wikipedia]
Nichtreduzierbare Komplexität (oder irreduzible Komplexität) ist ein von Michael Behe
benanntes Konzept, mit dem er versucht, Intelligent Design zu stützen. Er definiert ein
irreduzibel komplexes System als „ein einzelnes System, das aus mehreren
zusammenpassenden und zusammenwirkenden Teilen besteht, die zur Grundfunktion
beitragen, wobei das Entfernen irgendeines der Teile bewirkt, dass das System effektiv zu
funktionieren aufhört.“ Mithilfe dieses Konzepts stellt er die Behauptung auf, dass die
Theorie, dass das Leben sich durch biologische Evolution entwickelt hat, unvollständig und
unzureichend ist und dass der Eingriff eines intelligenten Designers notwendig ist, um die
Entstehung der Konstruktionen und Stoffwechselsysteme der Lebewesen zu erklären.
Er behauptet:
„Ein nichtreduzierbar komplexes System kann nicht auf direktem Weg (d. h. durch
fortgesetztes Verbessern der ein und derselben Ausgangsfunktion, die durch denselben
Mechanismus weiter arbeitet) durch leichte aufeinanderfolgende Änderungen von weniger
komplexen Vorläufersystems erzeugt werden, weil jeder Vorläufer zu einem nichtreduzierbar
komplexen System, an dem ein Teil fehlt, per Definition funktionsunfähig ist.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Nichtreduzierbare_Komplexität
Der Mensch ist „aus theologischer Sicht“ die Einheit von Körper, Seele und Geist. Das
juristische Wörterbuch sagt im Grunde nichts anderes.
Nur wenn der Körper, die Seele und der Geist eine Einheit bilden, handelt es sich um
einen „Menschen“. Wird ein Teil entfernt oder verändert, funktioniert der Mensch nicht
mehr. Ähnlich wie bei einem Dreieck. Um ein Dreieck zeichnen zu können, benötigt man
3 Linien. Mit 2 Linien geht es einfach nicht.
Der Mensch ist nicht das biologische Lebewesen, sondern eine „Lebensweise“ oder ein
„Bewusstseinszustand“ dieser biologischen Wesen „im Menschsein“.
„Erkenne dich selbst“.
Wenn ein Wesen Straftaten begeht (gegen die Gebote / das Naturrecht verstößt), fehlt es
ihm an Geist. Die Definition geht nicht mehr auf und es kann sich nicht auf das
"Menschsein" berufen werden.
44 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.1 Der Mensch ist kein (Säuge)Tier
2.1 Der Mensch ist kein (Säuge)Tier
1. Gewaltmensch = Tier
2. williger Vollstrecker = Diener = Sklave
Wie bereits abgeleitet wurde, ist der Mensch ein geistig-sittliches Wesen, in Einheit aus
Körper, Seele und Geist. Diese Definition schließt es aus, dass der Mensch gleichzeitig ein
Säugetier sein kann.
Dieses Kapitel ist eines der Elementarsten zum Begreifen dieses Buches, damit die
Menschheit den Weg in die Freiheit finden kann. Dieser Weg führt nur durch die Wahrheit,
denn in der Lüge stirbt der geistige Mensch. Bereits in den Definitionen der Begriffe
„Mensch“ und „Tier“ wird der Unterschied mehr als deutlich.
Mensch [Juristisches Wörterbuch]
"Mensch ist das mit Verstand und Sprachvermögen begabte Lebewesen von seiner Geburt bis
zu seinem Tod. Der Mensch steht im Mittelpunkt des von ihm gestalteten Rechtes. Er hat
bestimmte grundlegende Rechte gegenüber dem Staat."
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 281
Mensch, der [DUDEN-online]
1. mit der Fähigkeit zu logischem Denken und zur Sprache, zur sittlichen Entscheidung
und Erkenntnis von Gut und Böse ausgestattetes höchstentwickeltes Lebewesen
2. menschliches Lebewesen, Individuum
https://www.duden.de/rechtschreibung/Mensch_Lebewesen_Individuum
Tier [Juristisches Wörterbuch]
ist das Lebewesen, das sich vom Menschen durch das Fehlen von Vernunft und Sprache sowie
von der Pflanze durch Bewegungsvermögen und Empfindungsvermögen unterscheidet (str.
für Mikroorganismen und Viren). Das T. wurde bis zum Gesetz zur Verbesserung der
Rechtsstellung des Tiers im bürgerlichen Recht vom 20. 6. 1990 rechtlich als Sache
behandelt. Ab 1. 9. 1990 bestimmt § 90a BGB, dass Tiere keine Sachen sind. Allerdings ist
auf Tiere das für Sachen geltende Recht entsprechend anzuwenden, soweit nicht ein anderes
bestimmt ist. Tiere, die im häuslichen Bereich und nicht zu Erwerbszwecken gehalten werden,
sind grundsätzlich der Pfändung nicht unterworfen (§ 811c ZPO). Das unnötige Quälen u. a.
eines Tiers ist strafbar (vgl. §§ 17, 18 TierSchG). Die Transportzeit für Schlachttiere ist auf
höchstens 8 Stunden begrenzt. Die Genehmigung von Legebatterien mit zu geringem Raum
für Käfighühner ist rechtswidrig. Das rechtstatsächliche Verhältnis des modernen Menschen
zum Tier zeigt sich am anschaulichsten in der Rinderwahnsinnskrise und anderen
Massentiervernichtungsvorfällen.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 429
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 45
2.1 Der Mensch ist kein (Säuge)Tier
Tier, das [DUDEN-online]
1. mit Sinnes- und Atmungsorganen ausgestattetes, sich von anderen tierischen oder
pflanzlichen Organismen ernährendes, in der Regel frei bewegliches Lebewesen, das
weniger stark als der Mensch oder nicht mit der Fähigkeit zu logischem Denken und
zum Sprechen befähigt ist
2. weibliches Tier beim Rot-, Dam- und Elchwild
Synonyme zu Tier
● Bestie; (umgangssprachlich) Vieh; (umgangssprachlich abwertend) Biest
● Gewaltmensch; (abwertend) Barbar, Barbarin, Bestie, Scheusal, Unmensch; (derb
abwertend) Vieh; (emotional) Bluthund
https://www.duden.de/rechtschreibung/Tier
Vernunft, die [DUDEN-online]
geistiges Vermögen des Menschen, Einsichten zu gewinnen, Zusammenhänge zu erkennen,
etwas zu überschauen, sich ein Urteil zu bilden und sich in seinem Handeln danach zu richten
Synonyme zu Vernunft
● Denkfähigkeit, Erkenntnisvermögen, Geist, Geistesgaben, Geisteskraft,
Geistesstärke, Intellekt, Intelligenz, Klugheit, Überlegtheit, Umsicht, Verstand,
● Ratio
● Grips, Köpfchen
https://www.duden.de/rechtschreibung/Vernunft
Gewaltmensch = Tier
Tiere unterscheiden sich vom Menschen durch das Fehlen der Sprache und der Vernunft.
Wer jetzt an sprechende Papageien denkt, sollte bedenken, dass es sich bei dieser
„Sprache“ auch „nur“ um die Sprache der Menschen handelt, die der Vogel aus reiner
Einsamkeit und Langeweile irgendwann nachmacht. Die Kommunikation der Tiere und
der Pflanzen findet auf einer anderen Ebene, nicht auf der sprachlichen oder schriftlichen
Ebene statt, denn auch Tiere und Pflanzen kommunizieren. Der Begriff Säugetier wird mit
„Tier“ definiert. Demnach können nach der offiziellen Definition von DUDEN-online
Menschen keine Säugetiere sein.
Säugetier, das [DUDEN-online]
Tier einer der Arten, bei denen die Jungen von den Muttertieren gesäugt werden
https://www.duden.de/rechtschreibung/Saeugetier
Auch wenn die „körperlichen Merkmale“ der Definition des Menschen erfüllt werden,
fehlt beim Tier dennoch der Geist zum Denken. Mit Geist ist an dieser Stelle nicht
„Gespenst“ gemeint.
Wir erinnern uns an die Definition der Grundrechtsmündigkeit.
46 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.1 Der Mensch ist kein (Säuge)Tier
Grundrechtsmündigkeit [Juristisches Wörterbuch]
ist die Fähigkeit des Menschen, Grundrechte selbstständig geltend zu machen.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 197
Die Definition der Grundrechtsmündigkeit schließt die Anwendung der Grundrechte auf
Tiere aus. Deswegen können Tierrechte auch nicht in die Grundrechte aufgenommen
werden, was oft von Tierschützern gefordert wird. Das bedeutet nicht, dass sich am
Umgang mit den Tieren grundsätzlich etwas ändern muss. Auch Tieren kann Unrecht
zugefügt werden. Dennoch handelt es sich hierbei nicht um eine Grundrechtverletzung,
sondern um die Straftat der Tierquälerei. Weil Tiere ihr Recht nicht kennen und nicht
selbst wahrnehmen bzw. durchsetzen können, sind sie kein Rechtträger „auf Augenhöhe“
in der Rechtordnung der Menschen wie der Mensch, weil Ihnen das Gewissen und die
Fähigkeit zur Selbsterkenntnis und zum „SichSelbstBewusstSein“ fehlt.
Gewissen [DUDEN-online]
Bewusstsein von Gut und Böse des eigenen Tuns; Bewusstsein der Verpflichtung einer
bestimmten Instanz gegenüber
Synonyme zu Gewissen
● ethisches/sittliches Bewusstsein, innere Stimme, Verantwortungsbewusstsein;
(bildungssprachlich) Ethos
Herkunft
mittelhochdeutsch gewiʒʒen(e), althochdeutsch gewiʒʒenī = (inneres) Bewusstsein,
Lehnübersetzung von lateinisch conscientia, eigentlich = Mitwissen, Lehnübersetzung von
griechisch syneídēsis
https://www.duden.de/rechtschreibung/Gewissen
Gewissen [Juristisches Wörterbuch]
ist die Gesamtheit der Überzeugungen des Einzelnen vom sittlich gesollten Verhalten. Nach
Art. 4 III GG darf niemand gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen
werden.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 190
Tiere haben kein „schlechtes Gewissen“ und können sich auch nicht selbst als denkendes
Wesen erkennen.
Selbstbewusstsein, das [DUDEN-online]
a) Bewusstsein (des Menschen) von sich selbst als denkendem Wesen
b) das Überzeugtsein von seinen Fähigkeiten, von seinem Wert als Person, das sich
besonders in selbstsicherem Auftreten ausdrückt
Synonyme zu Selbstbewusstsein
● Selbstsicherheit, Selbstverliebtheit, Selbstvertrauen, Sicherheit, Stolz,
Überheblichkeit; (gehoben) Selbstgewissheit, Siegesgewissheit; (abwertend)
Arroganz, Dünkel, Selbstherrlichkeit; (veraltend) Überhebung; (Psychologie)
Selbstwertgefühl
https://www.duden.de/rechtschreibung/Selbstbewusstsein
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 47
2.1 Der Mensch ist kein (Säuge)Tier
Am Anfang haben wir kurz erwähnt, dass der Mensch durch seine Gedanken und sein
Bewusstsein seine Umwelt beeinflusst und gestaltet. Die einzige Voraussetzung dafür, ist
der Wille des Menschen. Auch die Definition des Menschen „steht im Mittelpunkt des von
ihm gestalteten Rechts“ lässt sich direkt und ausschließlich auf den Willen des Menschen
zurückführen. In der juristischen Definition wird bereits ausgeschlossen, dass Tiere einen
Willen haben können.
Wille [Deutsches Rechts-Lexikon]
ist die Fähigkeit des Menschen, sich zu einem Verhalten auf Grund bewusster Motive zu
entscheiden. Die geltende Rechtsordnung geht von dem Grundsatz der Willensfreiheit des
Menschen aus. Deswegen knüpft sie an den Willen zahlreiche Rechtsfolgen. Besonders
bedeutsam ist dabei der in einer Willenserklärung zum Ausdruck gebrachte Wille.
Deutsches Rechts-Lexikon, Auflage 2, Band 3, BECK Verlag, Seite 1329
„Nosce te ipsum – erkenne dich selbst“ gilt für Tiere nicht.
Tiere dürfen (in einem gewissen Rahmen) in der Natur gefangen, domestiziert und auch
geschlachtet werden. In einigen Regionen der Erde können sich die Menschen fast
ausschließlich von Fleisch ernähren, z. B. die Eskimos von Fisch. Dort ist keine
Landwirtschaft möglich.
Das bedeutet nicht, dass der aktuelle Umgang mit den Tieren auf der Erde angemessen
oder konform mit dem Naturrecht ist.
Tiere haben immer einen Halter, wenn sie nicht frei in der Natur leben.
Tierhalter [juristisches Wörterbuch]
(§ 833 BGB) ist die Person, die ein Tier in ihrem Hausstand oder Wirtschaftsbetrieb im
eigenen Interesse nicht nur vorübergehend verwendet. Der T. haftet grundsätzlich bei einem
durch das Tier verursachten →Schaden nach den Regeln über die →Gefährdungshaftung. Bei
einem Haustier, das dem →Beruf, der →Erwerbstätigkeit oder dem →Unterhalt des
Tierhalters zu dienen bestimmt ist, tritt die Ersatzpflicht nicht ein, wenn entweder der
Tierhalter bei der Beaufsichtigung des Tiers die im Verkehr erforderliche →Sorgfalt
beobachtet hat oder der Schaden auch bei Anwendung dieser Sorgfalt entstanden sein würde.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 429
Wenn der Mensch denkt, er ist ein (Säuge)Tier, trifft der Begriff „Sklaverei“ nicht zu.
Sklaverei, die [DUDEN-online]
1. völlige wirtschaftliche und rechtliche Abhängigkeit eines Sklaven (1) von einem
Sklavenhalter
2.
1. starke Abhängigkeit von jemandem oder etwas
2. harte, ermüdende Arbeit
48 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.1 Der Mensch ist kein (Säuge)Tier
Synonyme zu Sklaverei
● Knechtschaft, Unfreiheit, Unterdrückung, Zwangsarbeit
https://www.duden.de/rechtschreibung/Sklaverei
Sklave, der [DUDEN-online]
1. jemand, der in völliger wirtschaftlicher und rechtlicher Abhängigkeit von einem
anderen Menschen als dessen Eigentum lebt
2. jemand, der (innerlich unfrei) von etwas oder jemandem sehr abhängig ist
3. jemand, der sich Schmerzen zufügen lässt, weil er dadurch sexuell erregt wird
Synonyme zu Sklave und Sklavin
● (früher) Leibeigener, Leibeigene
● Abhängiger, Abhängige, Ausgebeuteter, Ausgebeutete, Knecht, Untergebener,
Untergebene; (gehoben) Diener, Dienerin; (österreichisch umgangssprachlich)
Schani; (abwertend) williger Vollstrecker, willige Vollstreckerin
https://www.duden.de/rechtschreibung/Sklave
williger Vollstrecker = Diener = Sklave
Der Begriff des Sklaven setzt einen Geist und Selbstbewusstsein voraus. Wenn die Wesen
in der reinen Verblendung daran glauben, dass sie Tiere sind, ist diese Bedingung nicht
erfüllt. Weiter setzt Sklaverei auch „Unfreiwilligkeit“ voraus. Wenn die verblendeten
Wesen freiwillig ihre Rolle übernehmen, kann ebenfalls nicht von Sklaverei gesprochen
werden, eher von Verblendung. Mit dem Gruß „Servus“ erkennen die Wesen ihre Rolle
freiwillig an.
servus (lat. [M.]) [juristisches Wörterbuch]
Sklave, Knecht, Diener, Unfreier
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 389
Die Grußformel „Servus“ bedeutet ich diene (dir).
Emanzipation [juristisches Wörterbuch]
ist die Befreiung aus einem Zustand der Beschränkung oder Abhängigkeit (z. B. römisches
Hauskind, Sklaven, Frauen). Lit.: Kaser, Römisches Privatrecht
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 122
Das in weiten Teilen unserer Welt vorherrschende positivistische Weltbild, trägt dazu bei,
dass die Menschen sich mehr und mehr von ihrer geistigen Befreiung entfernen.
Dies wurde in den letzten Jahrhunderten Schrittweise und ohne dass es von der Mehrzahl
bemerkt wurde, Stück für Stück etwas mehr umgesetzt.
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 49
2.1 Der Mensch ist kein (Säuge)Tier
Das positivistische Weltbild schließt die Seele des Menschen aus und ersetzt diese mit der
Psyche, welche von dem Organ „das Gehirn“ produziert wird.
Etwa nach dem Motto: „Wenn das Gehirn aufhört zu arbeiten, ist auch das von ihm
produzierte Bild in Form der Psyche weg und „das Wesen“ existiert nicht mehr“. Das
bedeutet es, wenn im Positivismus jegliche Metaphysik oder Transzendenz als nicht
existent betrachtet wird. In diesem Weltbild kann man sich selbst nur als Nachkommen
von Affen erkennen.
Nur so ist es wohl erklärbar, dass im April 2020 die Wesen, von denen man bis jetzt
annahm es wären Menschen, plötzlich anfangen sich wie ein Hund einen Maulkorb
verpassen zu lassen. Die Angst vor der Grippe treibt die Menschen in Massen dazu, dies
freiwillig zu tun.
„Auszug Offenbarung des Johannes“ aus der "Luther-Bibel"
12 Und es übt alle Macht des ersten Tieres aus vor seinen Augen und es macht, dass die Erde
und die darauf wohnen, das erste Tier anbeten, dessen tödliche Wunde heil geworden war.
13 Und es tut große Zeichen, sodass es auch Feuer vom Himmel auf die Erde fallen lässt vor
den Augen der Menschen;
14 und es verführt, die auf Erden wohnen, durch die Zeichen, die zu tun vor den Augen des
Tieres ihm Macht gegeben ist; und sagt denen, die auf Erden wohnen, dass sie ein Bild
machen sollen dem Tier, das die Wunde vom Schwert hatte und lebendig geworden war.
15 Und es wurde ihm Macht gegeben, Geist zu verleihen dem Bild des Tieres, damit das Bild
des Tieres reden und machen könne, dass alle, die das Bild des Tieres nicht anbeteten, getötet
würden.
16 Und es macht, dass sie allesamt, die Kleinen und Großen, die Reichen und Armen, die
Freien und Sklaven, sich ein Zeichen machen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn
17 und dass niemand kaufen oder verkaufen kann, wenn er nicht das Zeichen hat, nämlich den
Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.
https://www.die-bibel.de/bibeln/online-bibeln/lutherbibel-1984/bibeltext/bibelstelle/offenbarung%2013/
Maulkorb = Malzeichen des Tieres
Merkmale des Malzeichens [Wikipedia]
Malzeichen des Tieres, in anderen Übersetzungen das Zeichen des Tieres, wird eine
thematische Einheit in der Offenbarung des Johannes im Neuen Testament der Bibel genannt,
die mehrfach erwähnt und der eine besondere Bedeutung zugeschrieben wird. Die erste
Erwähnung des Malzeichens ist im Zusammenhang mit der Beschreibung des Tieres, einer
endzeitlichen Macht, die allen Bewohnern der Erde bestimmte Verhaltensregeln
aufzuzwingen sucht.
Merkmale des Malzeichens des Tieres sind:
1. Das beschriebene Tier erzwingt die Annahme des Malzeichens für alle Menschen
(Offb 13,16).
2. Das Malzeichen kann entweder an der Hand oder an der Stirn angenommen werden.
3. Es ist nicht dasselbe wie die Zahl des Tieres (Offb. 13,18).
50 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.1 Der Mensch ist kein (Säuge)Tier
4. Wer das Malzeichen nicht hat, oder den Namen des Tieres, oder seine Zahl, wird
nicht mehr kaufen bzw. verkaufen können. (Offb 13,17)
Warnung Gottes gegen das Malzeichen
Als Gegenüber wird im darauffolgenden Kapitel beschrieben, dass Gott die Annahme des
Malzeichens des Tieres nicht gutheiße. Folgende Warnungen werden dem gegeben, der das
Malzeichen annimmt:
1. Er wird von Gottes Zorneswein unvermischt eingeschenkt bekommen (Offb 14,9).
2. Er hat Tag und Nacht keine Ruhe (Offb. 14,11).
3. Er wird mit dem Tod im Feuersee bestraft (Offb 19,20).
4. Wer es dagegen nicht angenommen hat, wird mit Christus tausend Jahre herrschen
(Offb 20,4).
Deutungen
Der amerikanische Wissenschaftler für das Neue Testament Craig C. Hill erläutert, dass das
Malzeichen des Tieres die allumfassende ökonomische Macht des römischen Reiches
symbolisierte; versinnbildlicht durch die Tatsache, dass das Gesicht des Kaisers, mit
Sonnenstrahlen versehen, auf die Münzen „geprägt“ wurde. Konservative Christen des ersten
Jahrhunderts weigerten sich deshalb, Münzen mit jedweder Art von heidnischer Symbolik
anzuschauen, zu tragen oder herzustellen. Deshalb wurde es für Christen immer schwieriger,
am öffentlichen Leben durch Handeln, Kaufen und Verkaufen teilzuhaben. Adela Yarbro
Collins erläutert weiter, dass mit dem Verbot, die Münzen zu benutzen, die Bedingung in
Offenbarung 13,17, dass niemand „kaufen noch verkaufen“ kann, erfüllt sei.
Im modernen Dispensationalismus wird das Malzeichen als eine moderne Technik im
Einzelhandel und zur Überwachung gedeutet: Als Strichcode, als Kreditkarte oder als
Computerchip (RFID-Chip), den der Antichrist allen Menschen zu implantieren befehlen
werde. Laut dem amerikanischen Politikwissenschaftler schaffen dergleichen Spekulationen
eine Verbindung zwischen christlichem Endzeitglauben, wie er insbesondere in den
Vereinigten Staaten verbreitet ist, und Verschwörungstheorien
https://de.wikipedia.org/wiki/Malzeichen_des_Tieres
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 51
2.2 Der Mensch als Rechterbe "per Sohn" des Schöpfers und der Schöpfung
2.2 Der Mensch als Rechterbe "per Sohn" des
Schöpfers und der Schöpfung
1. Der Mensch ist durch seine Schöpfung der Träger bzw.
„die Materialisierung“ des universellen Rechts bzw. des
Naturrechts.
2. per-Sohn-Sein
Der Mensch wurde durch seine Schöpfung von der Schöpfung mit allen erforderlichen
Rechten oder Berechtigungen seines Daseins ausgestattet.
In der Bibel heißt es:
1. Mose 3, Genesis 1. Mose 2. 4b-9.15, 9,1-11
(1. Normalform)
Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, daß er ihn baute
und bewahrte.
(2. Normalform)
Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du sollst essen von allerlei Bäumen
im Garten;
(3. Normalform - Person)
aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst Du nicht essen; denn
welchen Tages Du davon ißt, wirst Du des Todes sterben.
Siehe hierzu die „Normalformentabelle“ auf Seite 218.
Die 1. Normalform des Rechtes (das Recht), beschreibt das universelle Recht jedes
Menschen auf diesem Planeten, machen zu können, was er will - innerhalb der geistig-
sittlichen Grenzen der 7 Gebote (Rechterbe per Sohn).
Die 2. Normalform des Rechtes beschreibt den Rechtskreis des positiven Rechts, in dem
versucht wird, das universelle Recht in Gesetze zu "transformieren" (natürliche Person).
Die 3. Normalform des Rechtes beschreibt, dass die Wesen, die gegen das universelle
Recht verstoßen, ihr eigenes Recht verwirken (Zwangspersonifikation zur juristischen
Person).
Die noachidischen Gebote sind die Transformation des Naturrechts in geschriebene Worte
und Regeln. Die Noachidischen Gebote bilden die Grenze des Naturrechts und geben den
Rahmen des Rechtes für die Wesen vor, die diesen verlassen haben.
Der Bibel und vielen anderen Büchern und Kulturen zufolge gab es vor langer Zeit eine
Flut auf unserer Erde, die fast die gesamte Menschheit auslöschte. Die Rede ist von der
Sintflut.
52 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.2 Der Mensch als Rechterbe "per Sohn" des Schöpfers und der Schöpfung
Sintflut [Wikipedia]
Die Sintflut wird in den mythologischen Erzählungen verschiedener antiker Kulturen als eine
göttlich veranlasste Flutkatastrophe beschrieben, die die Vernichtung der Menschheit und der
Landtiere zum Ziel hatte. Als Gründe für die Sintflut nennen die historischen Quellen zumeist
Verfehlungen der Menschheit. Die bekanntesten Berichte sind im 1. Buch Mose der Bibel, im
Gilgamesch-Epos und im Atraḫasis-Epos überliefert. In frühchristlichen Schriften und im
Koran wird ebenfalls auf die Geschichte Bezug genommen bzw. davon erzählt.
Die biblische Sintflut
Gemäß dem biblischen Bericht im Alten Testament wurde der gottesfürchtige Noah (auch
Noe, hebräisch: Noach) von Gott vor einer großen Flut gewarnt und beauftragt, ein großes
kastenförmiges Schiff, eine Arche, zu bauen, um damit sich und seine Familie sowie die
Landtiere zu retten. Die Sintflut dauerte ein Kalenderjahr und 10 Tage. Selbst die Bergspitzen
waren mit Wasser bedeckt (Gen 7,10–24 EU und Gen 8,1–14 EU). Die Flut wird in mehreren
Phasen beschrieben:
1. In Noahs 600. Lebensjahr begann die Flut am 17. Tage des zweiten Monats.
2. 40 Tage dauerte die Flut auf der Erde. Nach insgesamt 150 Tagen des Anschwellens
nahm das Wasser ab.
3. Am 17. Tag des siebenten Monats setzte die Arche im Gebirge Ararat auf.
4. Am 1. Tag des zehnten Monats wurden die ersten Berggipfel sichtbar.
5. Am 11. Tag des elften Monats öffnete Noah das Fenster und ließ einen Raben fliegen:
Der flog aus und ein, bis das Wasser auf der Erde vertrocknet war.
6. In Noahs 601. Lebensjahr hatte sich das Wasser am 1. Tag des ersten Monats verlaufen.
7. Noah verließ am 27. Tag des zweiten Monats die Arche.
Nach dem masoretischen Text und dem samaritanischen Pentateuch gelang es nur Noah mit
seiner Familie (seiner Frau, seinen drei Söhnen und deren Ehefrauen) und vielen Tieren zu
überleben. Die Arche landete schließlich „auf den Bergen Ararat“. Die Taube spielt in der
biblischen Sintflut-Erzählung die Rolle des frohen Botschafters: Eine von Noah ausgelassene
Taube kehrt mit einem frischen Olivenzweig im Schnabel zur Arche zurück (Gen 8,11 EU).
Vom Gebirge Ararat aus verbreitete sich das Leben wieder über die Erde. Der biblische
Bericht erzählt davon, dass Gott im Anschluss einen neuen Bund mit den Menschen und
Tieren schloss, in dem er gelobte, nie wieder eine Flut solchen Ausmaßes über die Erde zu
bringen. Das Zeichen dieses Bundes ist der Regenbogen.
Die biblische Version stimmt in wesentlichen Erzählzügen mit dem Atraḫasis-Epos überein,
nimmt also die (ältere) sumerisch-akkadische Tradition auf.
https://de.wikipedia.org/wiki/Sintflut
Sintflut [Bertelsmann Universal Lexikon]
[ahd. sinvlout, „große allgemeine Flut“], eine urzeitliche Flutkatastrophe, von der im A.T.
(Gen 6,5-9,17) berichtet wird. Der Bericht verknüpft zwei zeitlich und sachlich weit
auseinanderliegende Parallelerzählungen,, die aber in den theologisch wichtigsten Aussagen
übereinstimmen: Die Sintflut wurde von Gott als Strafe über die Sündige Menschheit
verhängt (daher die volkstümliche Umdeutung Sündflut), nur Noah wurde errettet, weil er
Gnade bei Gott fand. Die Sintfluterzählung des A.T. hängt mittelbar von altorientalischen
Traditionen ab, die schon bei den Sumerern bekannt waren. In Babylonien gab es zwei
verschiedene Sintflut-Epen, das Athra(m)chasis- und das Gilgamesch-Epos. Ähnliche
Flutsagen finden sich in vielen Völkern.
Bertelsmann Universal Lexikon (1993), Buch 16, Seite 293
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 53
2.2 Der Mensch als Rechterbe "per Sohn" des Schöpfers und der Schöpfung
Noachidische Gebote [Wikipedia]
Als Noachidische Gebote (auch Noachitische Gebote und veraltet Noachische Gebote)
werden im Judentum sieben Gebote bezeichnet, die für alle Menschen Geltung haben sollen.
Nichtjuden, die diese einhalten, können als Zaddik („Gerechte“) „Anteil an der kommenden
Welt“ erhalten, weswegen das Judentum keine Notwendigkeit der Mission Andersglaubender
lehrt. [...]
Etymologie
Noach lebte nach biblischer Überlieferung (Gen 5 EU) in der zehnten Generation nach Adam.
Er, seine Frau, seine drei Söhne und deren Frauen waren nach der Überlieferung in Gen 8,15–
22 EU die einzigen Überlebenden der Sintflut, womit sie zu Stammeltern der gesamten
Menschheit wurden.
Die Gebote
Nach rabbinischer Auslegung waren zuerst sechs bereits seit Adam, dem ersten Menschen,
geltende Anweisungen JHWHs bekannt: das Verbot des Götzendienstes, das Verbot der
Gotteslästerung, das Gebot der Schaffung von Gerichtshöfen, das Verbot zu morden, das
Verbot des Ehebruchs, das Verbot des Raubens.
Gemäß der Bibel wurde es den Menschen nach der Sintflut gestattet, Fleisch zu essen. Damit
kam das Gebot hinzu, kein Blut zu essen: „Nur Fleisch, in dem noch Blut ist, dürft ihr nicht
essen“ (Gen 9,4 EU).
Die Noachidischen Gebote
Nach rabbinischer Auffassung gelten alle Bestimmungen der Tora ausschließlich für
Angehörige des jüdischen Volkes – in diesem Zusammenhang wird auch vom „Joch der Tora“
gesprochen. Alle anderen Menschen hätten nur eine geringe Anzahl grundsätzlicher Regeln zu
befolgen, die menschliches Zusammenleben ermöglichen. Gemäß dem Talmud gelten die
Noachidischen Gebote als allgemeines religiöses und ethisches Recht für alle Menschen,
unabhängig von jeder Religion oder staatlichen Ordnung.
Eine Liste der sieben Noachidischen Gebote findet sich im Talmudtraktat Sanhedrin 13, aber
auch in der Tora werden sie teils genannt und teils angedeutet (Gen 9,1–13 EU).
Im Talmudtraktat Sanhedrin 56a/b werden die folgenden sieben noachidischen Gebote
definiert
Verbot von Mord
Verbot von Diebstahl
Verbot von Götzenanbetung
Verbot von Ehebruch
Verbot der Brutalität gegen Tiere
Verbot von Gotteslästerung
Einführung von Gerichten als Ausdruck der Wahrung des Rechtsprinzips
Im Judentum wird jeder, der diese sieben Noachidischen Gebote akzeptiert und sich an sie
hält, als Zaddik (Gerechter/Rechtschaffener) angesehen – es bedarf dazu keines besonderen
Rituals. Die Organisation von Menschen, die diesen Weg bewusst gewählt haben, bezeichnet
sich selbst als B'nei Noach „Kinder Noachs“. Lokale Verbände dieser Organisation gibt es in
vielen Ländern.
Der Bund Gottes mit Noach
In der biblischen Flutgeschichte wird erstmals von einem Bund gesprochen, den Gott Noach
vor der Flut verheißt (Gen 6,18 EU) und nach der Flut erfüllt (Gen 9,9 EU). Dieser Bund
fasst die sieben „noachidischen Gebote“ Gottes in den Rahmen einer rechtlichen Beziehung
54 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.2 Der Mensch als Rechterbe "per Sohn" des Schöpfers und der Schöpfung
zwischen Gott und den Menschen. Die rabbinische Tradition geht davon aus, dass die sieben
Gebote des Bundes auch für die Kinder Noachs galten und damit für die ganze Menschheit
(Gen 9,19 EU). Innerhalb dieses vertraglich „geschnittenen“ Bundes kann nun erst von
Geboten gesprochen werden. Deshalb wurden die sieben Gebote die „noachidischen Gebote“
genannt, obwohl sechs davon schon seit Adam, vor der Flutgeschichte, bekannt waren.
Der Regenbogen
Noach galt als ein „gerechter, untadeliger Mann“ (Gen 6,9 EU). Die Zeiten, in denen er vor
der Flut lebte, werden als verderbt gekennzeichnet (Gen 6,11 EU). Nachdem Noach Gott für
seine Rettung ein Dankopfer dargebracht hat, trifft dieser mit ihm eine Vereinbarung: Es soll
keine weitere Flut dieses Ausmaßes mehr über die Erde kommen – aber Noach und seine
Nachkommen sollen sich an einige Regeln halten. Als Zeichen dieses Bündnisses steht der
Regenbogen.
Heiden
Die jüdische Tradition fordert also, dass jeder Mensch ein Mindestmaß an religiösen und
rechtlichen Regeln zu beachten hat. Von den rabbinischen Liste mit wenigen Geboten für alle
Nicht-Juden ausgehend, wurden drei Klassen von Heiden abgeleitet:
(1) der Nochri, hält die noachidischen Gebote nicht ein
(2) der Ben Noach, hält die noachidischen Gebote ein
(3) der Ger Toschaw, hat vor einem öffentlichen Gerichtshof erklärt, dass er die
Noachidischen Gebote einhalten wird. Er durfte als Fremder im Heiligen Land wohnen.
Die kommende Welt
Der Glaube an eine Kommende Welt (Olam ha-Bah) bzw. an eine Welt des ewigen Lebens ist
ein Grundprinzip des Judentums. Dieser jüdische Glaube ist von dem christlichen Glauben an
das Ewige Leben fundamental unterschieden. Die jüdische Lehre spricht niemandem das Heil
dieser kommenden Welt ab, droht aber auch nicht mit Höllenstrafen im Jenseits. Juden
glauben schlicht, dass allen Menschen ein Anteil der kommenden Welt zuteilwerden kann. Es
gibt zwar viele Vorstellungen der kommenden Welt, aber keine kanonische Festlegung ihrer
Beschaffenheit; d.h., das Judentum kennt keine eindeutige Antwort darauf, was nach dem Tod
mit uns geschieht. Die Frage nach dem Leben nach dem Tod wird auch als weniger
wesentlich angesehen, als Fragen, die das Leben des Menschen auf Erden und in der
Gesellschaft betreffen.
Der jüdische Glaube an eine kommende Welt bedeutet nicht, dass Menschen, die nie von der
Tora gehört haben, böse oder sonst minderwertige Menschen sind. Das Judentum lehrt den
Glauben, dass alle Menschen mit Gott verbunden sind. Es gibt im Judentum daher keinen
Grund, zu missionieren. Das Judentum lehrt auch, dass alle Menschen sich darin gleichen,
dass sie weder prinzipiell gut noch böse sind, sondern eine Neigung zum Guten wie zum
Bösen haben. Während des irdischen Lebens sollte sich der Mensch immer wieder für das
Gute entscheiden. [...]
https://de.wikipedia.org/wiki/Noachidische_Gebote
Der Noah-Bund [Uni-Saarland]
Schon früher hatte Gott mit Noah einen Bund geschlossen. Zeichen des Bundes ist der
Regenbogen. Gott verspricht in Zukunft keine Sintflut mehr zu schicken, und Noah verspricht
für sich und seine Nachkommenschaft, sich an die „Noachidischen Gebote“ zu halten (Gen 9,
1-17). In der jüdischen Theologie wird der Bund mit Noah als Bund mit den Völkern (der
gesamten Menschheit) angesehen. Der Bund am Sinai ist nur mit dem Volk Israel geschlossen
worden. Nichtjuden, die sich an den Noah-Bund halten, erlangen durch die Beobachtung der
Noachidischen Gebote ihr Heil. Das Judentum kennt also für die Nichtjuden einen eigenen
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 55
2.2 Der Mensch als Rechterbe "per Sohn" des Schöpfers und der Schöpfung
Weg zum Heil.
https://www.uni-saarland.de/fileadmin/user_upload/Fachrichtungen/fr33_KathTheologie/
Jochum/Bund.pdf
NOAH [Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet]
4. Wirkungsgeschichte
4.1. Im Judentum
In der rabbinischen Tradition werden unter dem Namen des Noah die sieben Gebote aus Gen
9,3-6 geführt: Als noachitische Gebote (hebr. ševa‘ miṣwôt bənê Noaḥ) gelten seit dem 2. Jh.
n. Chr. das Gebot, eine Rechtsordnung aufzustellen (1), das Verbot der Gotteslästerung (2),
des Götzendienstes (3), sexueller Vergehen (4), des Mordes und Blutvergießens (5), des
Diebstahls (6) und der Tierquälerei (7) (vgl. Babylonischer Talmud, Traktat Sanhedrin 56a;
Text Talmud). Da sie biblisch vor der horizontalen Aufsplitterung in verschiedeneVölker
gesprochen werden und der OPenbarung am Sinai vorausgehen, werden sie in der
rabbinischen Auslegung auf die gesamte Menschheit bezogen, die so die Möglichkeit hat,
gottgefällig zu leben, also in den göttlichen Heilsplan einbezogen ist. Nach jüdischer
AuPassung gelten sie für alle Menschen als verbindliche Gebote, während die Tora nur für
Juden rechtlich bindend ist. Die nichtjüdischen Menschen, die sich nicht der Gewalt
hingeben, werden als „Noahs Kinder“ bezeichnet. Maimonides folgend müssen die
noachitischen Gebote als göttlich offenbart, nicht als natürliches Gesetz akzeptiert werden,
wohingegen Moses Mendelssohn ihren allgemeinen Vernunftcharakter hervorhebt.
https://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/
details/noah/ch/c4d5b4aacdf7b72f4a0436dce8ecbf53/
Gebot [Juristisches Wörterbuch]
ist die hoheitliche Anordnung eines bestimmten Verhaltens. Den Gegensatz zum Gebot bildet
das Verbot. In der Regel ist das Gebot mit einer Rechtsfolge für den Fall der Unterlassung des
gebotenen Verhaltens zu versehen. [...]
Köbler Juristisches Wörterbuch 16. Auflage, Seite 163
Der Grund für die Sintflut waren die Verfehlungen der Menschheit. Noah und seine
Familie waren die einzigen „guten“ Menschen und so erhielt Noah von „Gott“ den
Auftrag, eine Arche zu bauen, damit die Menschheit geretteten wird und "neu beginnen"
kann. Gott schloss mit Noah den Bund, dass es keine weitere Flut geben wird, wenn die
Menschen sich an die 7 Gebote halten. Dieser Bund ist der älteste Vertrag der Menschheit,
der heute noch Gültigkeit hat. Noah erhielt das Recht, auf der Erde zu leben und sich von
allen Bäumen zu nähren.
...Er, seine Frau, seine drei Söhne und deren Frauen waren nach der Überlieferung in
Gen 8,15–22 EU die einzigen Überlebenden der Sintflut, womit sie zu Stammeltern der
gesamten Menschheit wurden...
Die gesamte Menschheit stammt laut Bibel von Noahs Familie ab. Noahs Familie hatte
durch den Vertrag mit Gott "das Recht" erhalten und per Erbe weitergegeben. Die heutigen
Menschen können nach der Bibel alle nur Nachkommen von Noahs Familie sein
(Metapher).
56 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.2 Der Mensch als Rechterbe "per Sohn" des Schöpfers und der Schöpfung
per [DUDEN-online]
1.
a) gibt an, wodurch etwas befördert, übermittelt wird; mit, durch, mittels
b) gibt das Mittel an (wodurch etwas erreicht wird); durch
2. zur Angabe eines Datums, Zeitpunkts; zum, für
3. drückt die Beschränkung auf jeweils eine Sache, Erscheinung o. Ä. aus; je, pro
Synonyme zu per
● anhand, durch, mit[hilfe], unter Zuhilfenahme; (gehoben) vermöge; (Papierdeutsch)
kraft, mittels, vermittels[t]
● bis, für, zum
● für, je, pro; (Kaufmannssprache oder umgangssprachlich) à
https://www.duden.de/rechtschreibung/per
„per-Sohn-Sein“
Jeder Mensch ist "per Sohn" (durch das Sohnsein) der Rechterbe als Nachkomme Noahs
(1. Normalform). Begründet auf diesem Vertrag gestaltet "der Mensch" das Recht nach
seinen Vorstellungen, ohne die Gebote zu brechen.
per Sohn = 1. Normalform - Rechterbe
natürliche Person = 2. Normalform - Schulderbe
juristische Person = 3. Normalform - Schulderbe
Der Mensch ist ("per Sohn") laut dem Vertrag zwischen „Gott“ und den Menschen der
Rechterbe und Inhaber der Rechte an allem, was sich auf diesem Planeten befindet. Jeder
Mensch hat den gleichen Anteil. Kein Mensch darf bevorteilt oder benachteiligt werden.
Die Realität sieht leider anders aus. Die "BRD" ist eine stellvertretende
Verwertungsgesellschaft für die Inhaber und Urheberrechte der Menschen, bis diese
„wieder da sind“ und ihre Rechte selbst wahrnehmen und ausschließlich dem Grundrecht
verpflichtet. Dazu später mehr.
An dieser Stelle sei geschrieben, dass niemand religiös sein oder an die Bibel glauben
muss, um sein Recht „wahrnehmen zu können“. Die Bibel ist in diesem Sinn als Metapher
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 57
2.2 Der Mensch als Rechterbe "per Sohn" des Schöpfers und der Schöpfung
zu begreifen. Man darf jedoch nicht vergessen, dass das deutsche Recht maßgeblich von
der Bibel und vom kanonischen Recht beeinflusst und darauf aufbaut wurde, wonach die
Sintflut als juristisch gegeben zu betrachten ist.
Es soll nur der Versuch unternommen werden abzuleiten, wie das Menschenrecht aus der
Geschichte abgeleitet wurde und wo seine Quellen liegen, damit die universellen
gesetzlichen Grundlagen erkannt werden können.
„Gott“ ist ein juristischer Begriff.
Gott [Juristisches Wörterbuch]
ist (vor allem nach christlicher Ansicht) das über dem Menschen stehende, von ihm verehrte
Wesen mit übermenschlichen Kräften. In vielen Religionen sind derartige Wesen in Einzahl
oder Mehrzahl anerkannt. Die christliche Religion geht von einem einzigen, aber dreieinigen
Gott (Vater, Sohn und heiliger Geist) aus, der die Welt erschaffen hat und im jüngsten Gericht
über die menschlichen Taten mit der Möglichkeit der Gewährung ewigen Lebens urteilt.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 193
Wer nicht an einen „Gott“ glaubt, muss dies nicht tun. Doch dann darf dieser Mensch
keine Gotteslästerung äußern. Wenn jemand eine Gotteslästerung äußert, muss er vorher
anerkennen, dass es (mindestens) einen „Gott“ gibt. Es ist legitim zu sagen: „Ich glaube
nicht an deinen Gott, ich habe mein eigenes Bild von der Quelle etc.. Es ist jedoch nicht
legitim zu sagen: „Wer an Gott XY glaubt, liegt falsch“ oder ähnliche Äußerungen, die
den Gegenüber abwerten. Genauso ist es nicht legitim, einem anderen Menschen seinen
Glauben aufzudrücken. Wenn ein Mensch nicht an einen bestimmten Gott glauben will,
muss dies genauso akzeptiert werden. Niemand darf mit Gewalt zu einem Glauben
gezwungen werden.
58 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.3 Was ist Recht?
2.3 Was ist Recht?
1. Recht ist das Richtige.
2. Recht = richtig = korrekt = Erkenntnis = Ordnung = Licht
= Moral = gut = Gott
3. Unrecht = falsch = Ignoranz = Unordnung = Dunkelheit
= Unmoralisch = schlecht = Blasphemie
Was sagt das juristische Wörterbuch zur Definition von Recht?
Recht [Juristisches Wörterbuch]
ist der zentrale Begriff der Rechtswissenschaft, der so komplex ist, dass er sich außer als das
Richtige nicht mehr sinnvoll einheitlich bestimmen lässt.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 343
Recht ist das Richtige
Was sagt das Internetportal von duden.de zu „recht“?
recht [DUDEN-online]
1.
a) richtig, geeignet, passend (in Bezug auf einen bestimmten Zweck)
b) richtig; dem Gemeinten, Gesuchten, Erforderlichen entsprechend
c) dem Gefühl für Recht, für das Anständige, Angebrachte entsprechend
d) jemandes Wunsch, Bedürfnis oder Einverständnis entsprechend
2.
a) so, wie es sein soll; richtig, wirklich, echt
b) ziemlich [groß]; ganz
Synonyme zu recht
● angebracht, anständig, geeignet, gut, in Ordnung, nützlich, passend, richtig, sinnvoll,
so, wie es sein soll
● echt, glaubwürdig, wirklich; (bildungssprachlich) authentisch
● ausreichend, befriedigend, ganz, halbwegs, hinlänglich, hinreichend, leidlich, ziemlich
Herkunft
mittelhochdeutsch, althochdeutsch reht, ursprünglich (adjektivisches Partizip) = aufgerichtet;
gelenkt, verwandt mit rechnen, recken
https://www.duden.de/rechtschreibung/recht
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 59
2.3 Was ist Recht?
Im Duden wird „richtig“ als synonym für „recht“ angegeben und der Begriff „korrekt“ mit
"richtig" erklärt.
richtig [DUDEN-online]
in der Tat, wahrhaftig
Synonyme zu richtig
● in der Tat, tatsächlich, wahrhaftig, wirklich; (gehoben veraltend) fürwahr, wahrlich
https://www.duden.de/rechtschreibung/richtig_tatsaechlich_wirklich
korrekt [DUDEN-online]
1. richtig; einwandfrei
2. angemessen; bestimmten [gesellschaftlichen] Normen, Vorschriften oder [moralischen]
Grundsätzen entsprechend
Synonyme zu korrekt
● einwandfrei, fehlerfrei, fehlerlos, frei von Fehlern, in Ordnung, makellos, nicht zu
beanstanden, ohne Fehler/Mängel, richtig; (emotional) tadellos
● angebracht, angemessen, gebührend, passend, recht, untadelig, wie es sich gehört;
(gehoben) angezeigt, geboten, schicklich; (bildungssprachlich) adäquat;
(umgangssprachlich) ordentlich; (veraltend) gebührlich; (bildungssprachlich veraltend)
comme il faut; (Rechtssprache, sonst veraltend) billig
https://www.duden.de/rechtschreibung/korrekt
Für die bessere Herleitung wird sich an dieser Stelle auch der englischen Sprache bedient.
In der englischen Sprache wird „Recht“ mit „right“ übersetzt. Gleichzeitig bedeutet
„right“ auch „korrekt“. So ist der Zusammenhang im Englischen besser erkennbar.
Recht = richtig = korrekt
Die Begriffe „richtig“ und „korrekt“ stehen auch für Ordnung. Um Ordnung zu schaffen,
bedarf es einer gewissen Erkenntnis. Erkenntnis steht für Licht.
Geht Dir gerade ein Licht auf oder tappst Du weiter im Dunkeln?
Recht = richtig = korrekt = Ordnung = Erkenntnis = Licht
Moral, die [DUDEN-online]
1.
a) Gesamtheit von ethisch-sittlichen Normen, Grundsätzen, Werten, die das
zwischenmenschliche Verhalten einer Gesellschaft regulieren, die von ihr als
verbindlich akzeptiert werden
60 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.3 Was ist Recht?
b) sittliches Empfinden, Verhalten eines Einzelnen, einer Gruppe; Sittlichkeit
2. (Philosophie) (besonders bei Kant) Lehre vom sittlichen Verhalten des Menschen; Ethik
3. Bereitschaft, sich einzusetzen; Disziplin, Zucht; gefestigte innere Haltung,
Selbstvertrauen
4. lehrreiche Nutzanwendung; Lehre, die aus etwas gezogen wird
Synonyme zu Moral
● ethische/moralische Gesinnung, Sitte, sittliche Ordnung, Sittlichkeit, Wertmaßstäbe,
Wertvorstellungen
● sittliche Einstellung/Haltung, sittliches Empfinden/Verhalten, Sittlichkeit; (gehoben)
Gesittung; (bildungssprachlich) Moralität
● Ethik, Moralphilosophie, Sittenlehre
● Disziplin, innere Kraft, Kampfgeist, Ordnung, Selbstvertrauen; (gehoben, oft
abwertend) Zucht
● Belehrung, Erfahrung, heilsame Erkenntnis, Lehre; (bildungssprachlich) fabula
docet, Lektion
https://www.duden.de/rechtschreibung/Moral
Moral [Juristisches Wörterbuch]
Gesamtheit der Sitten, sittliches Verhalten
Juristisches Wörterbuch, Auflage 15, Verlag Vahlen, Seite 338
Recht = richtig = korrekt = Ordnung = Erkenntnis
= Licht = Moral
Laut Angabe auf „duden.de“ kann für „recht“ auch „gut“ als Synonym eingesetzt werden.
Recht = richtig = korrekt = Ordnung = Erkenntnis
= Licht = Moral = gut
Mensch, der [DUDEN-online]
1. mit der Fähigkeit zu logischem Denken und zur Sprache, zur sittlichen Entscheidung
und Erkenntnis von Gut und Böse ausgestattetes höchstentwickeltes Lebewesen
2. menschliches Lebewesen, Individuum
https://www.duden.de/rechtschreibung/Mensch_Lebewesen_Individuum
Gewissen [DUDEN-online]
Bewusstsein von Gut und Böse des eigenen Tuns; Bewusstsein der Verpflichtung einer
bestimmten Instanz gegenüber
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 61
2.3 Was ist Recht?
Synonyme zu Gewissen
● ethisches/sittliches Bewusstsein, innere Stimme, Verantwortungsbewusstsein;
(bildungssprachlich) Ethos
Herkunft
mittelhochdeutsch gewiʒʒen(e), althochdeutsch gewiʒʒenī = (inneres) Bewusstsein,
Lehnübersetzung von lateinisch conscientia, eigentlich = Mitwissen, Lehnübersetzung von
griechisch syneídēsis
https://www.duden.de/rechtschreibung/Gewissen
Ein Mensch kann zwischen richtig und falsch
unterscheiden.
An dieser Stelle sollen kurz einige Gesetzmäßigkeiten erläutert werden, wie Buchstaben
getauscht wurden, um neue Wörter und neue Sprachen zu kreieren. Dazu kann unter
anderem die Arbeit von mario PRASS genannt werden. Am Ende werden einige Links zu
Vorträgen aufgelistet.
Hier einige Beispiele zu den Regeln:
es können Buchstaben in der Position getauscht und gespiegelt werden
es kann ein „h“ oder ein „e“ hinzugefügt werden
z. B.:
englisch: with - deutsch: mit
Das „w“ wurde in der horizontalen gespiegelt und ein „h“ wurde angehängt.
Eine weitere Regel lautet, dass man Buchstaben verdoppeln oder bei doppelten einen
weglassen kann.
Wie z. B. good und god im Englischen oder englisch: car - deutsch: Karre
Auch können Buchstaben wie „d“ und „t“, „o“ und „u“, „b“ und „p“, „c“ und „k“, „f“ und
„v“ und so weiter getauscht werden.
In der deutschen Sprache wäre das Beispiel folgendes:
Bei dem Wort „gut“ tauschen wir zuerst das „u“ mit einem „o“ und verdoppeln das „t“ am
Ende. So wird aus „gut“ schließlich „Gott“.
Recht = richtig = korrekt = Erkenntnis = Ordnung
= Licht = Moral = gut = Gott
Den Gegenpol, im Sinne der Polarität, bilden dann folgende Begriffe:
62 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.3 Was ist Recht?
Unrecht = falsch = Ignoranz = Unordnung = Dunkelheit
= Unmoralisch = schlecht = Blasphemie
Nach dieser Herleitung sind die Begriffe „dunkle und helle Seite“ selbsterklärend.
Letztendlich ist Recht (im inneren) das Gefühl oder (physikalisch betrachtet) die „Welle“
des Guten, des Göttlichen, des Richtigen, des Lichts, der Moral oder der Erkenntnis. Jeder
Mensch bestimmt „sein Recht“ selbst nach seinem Gefühl, denn der Mensch steht im
Mittelpunkt des von ihm gestalteten Rechts. Recht ist nach außen getragen eine Handlung
oder eine Tat „auf dieser Welle“. Geht ein Mensch zu einem anderen und schlägt diesem
einfach so ins Gesicht, ist die Welle des Geschlagenen in der Regel gebrochen und es
entsteht ein „unangenehmes Gefühl“. Wird die Welle durch externe Einflüsse gebrochen,
liegt in der Regel Unrecht vor. Einige finden diese Handlung wiederum nicht schlimm,
sondern finden Gefallen an Schmerzen. In diesem Fall wird ihre Welle verstärkt und nicht
gebrochen. Es liegt kein Unrecht vor.
Licht ist die Voraussetzung, dass man etwas erkennen und eine Erkenntnis erhalten kann.
Wenn kein Licht bzw. keine Erleuchtung vorhanden ist, kann nichts gesehen bzw. erkannt
werden. Der Mensch tappt sprichwörtlich im Dunkeln. Im Dunkeln besteht keine
Möglichkeit zur Erkenntnis.
Dunkelheit ist nicht das Gegenteil von Licht, sondern die Abwesenheit von Licht. Kälte ist
nicht das Gegenteil von Wärme, sondern die Abwesenheit von Wärme. „schlecht“ ist nicht
das Gegenteil von „gut“, sondern die Abwesenheit des Guten und Unrecht ist die
Abwesenheit von Recht.
Unrecht ist die Abwesenheit von Licht.
Auszug aus der Papstrede im Bundestag
Die Bedeutung der Ökologie ist inzwischen unbestritten. Wir müssen auf die Sprache der
Natur hören und entsprechend antworten. Ich möchte aber nachdrücklich einen Punkt noch
ansprechen, der nach wie vor weitgehend ausgeklammert wird: Es gibt auch eine Ökologie
des Menschen. Auch der Mensch hat eine Natur, die er achten muß und die er nicht beliebig
manipulieren kann. Der Mensch ist nicht nur sich selbst machende Freiheit. Der Mensch
macht sich nicht selbst. Er ist Geist und Wille, aber er ist auch Natur, und sein Wille ist dann
recht, wenn er auf die Natur hört, sie achtet und sich annimmt als der, der er ist und der sich
nicht selbst gemacht hat. Gerade so und nur so vollzieht sich wahre menschliche Freiheit.
Den Quellen des Rechtes wird sich im Kapitel „Die Entstehung von Rechts- und
Gesetzesnormen vom Blick auf die Gottheit“ ab Seite 87 gewidmet.
Es wird derzeit an einer eigenen Ausarbeitung zum Thema „Das Naturrecht“ gearbeitet.
Dort wird sich dem Thema Recht zukünftig noch ausführlicher gewidmet.
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 63
2.3.1 Deutsches Recht ist Menschenrecht
2.3.1 Deutsches Recht ist Menschenrecht
1. Deutsches Recht = Menschenrecht = Grundrecht
2. Rechtsbankrott = Stillstand der Rechtspflege =
Kriegszustand
Im folgendem Kapitel soll kurz abgeleitet werden, was „Deutsches Recht“ ist. Wir können
es kurz halten.
Deutsches Recht = Menschenrecht = Grundrecht
Um diesen „Rahmen“ zu erkennen, werden nur ganz wenige, aber umso wichtigere
Gesetze benötigt.
Einer dieser wichtigen Pfeiler des deutschen Rechts ist die Präambel vor den
Grundrechten und vor dem Grundgesetz.
Präambel
Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen,
von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden
der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses
Grundgesetz gegeben.
Die Deutschen in den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen,
Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen,
Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen
haben in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands vollendet. Damit gilt
dieses Grundgesetz für das gesamte Deutsche Volk.
Im Artikel 1 der Grundrechte wird festgehalten, dass die Würde des Menschen unantastbar
ist, dass der Staat sich zum Schutz dieser Würde und der Grundrechte verpflichtet hat und
dass sich die Menschen zu den Menschenrechten bekennen.
Grundrechte (Artikel 1 - 19 vor dem Grundgesetz)
Artikel 1
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist
Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen
Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und
der Gerechtigkeit in der Welt.
(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und
Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.
Niemand darf gegen dieses Bekenntnis zum Recht, also gegen sein Gewissen, zu
64 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.3.1 Deutsches Recht ist Menschenrecht
Handlungen gezwungen werden. Eine Handlung, die nicht mit den Menschenrechten
vereinbar ist, ist eine Kriegshandlung.
Grundrechte (Artikel 1 - 19 vor dem Grundgesetz)
Artikel 4
(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und
weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
(2) ...
(3) Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen
werden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.
Im Artikel 19 Grundrechte wird festgehalten, dass die Grundrechte nur im Inland gelten.
Das bedeutet im Umkehrschluss, dass nur da, wo „Grundrecht“ ist, auch Inland ist.
Grundrechte (Artikel 1 - 19 vor dem Grundgesetz)
Artikel 19
(3) Die Grundrechte gelten auch für inländische juristische Personen, soweit sie ihrem Wesen
nach auf diese anwendbar sind.
Inland [Deutsches Rechts-Lexikon BECK]
A. Allgemeines
Der Begriff Inland kann zum einen den räumlichen Bereich der territorialen Souveränität oder
der Gebietshoheit eines Staates bezeichnen (Statusbegriff). Zum anderen kann der Begriff
anderweitige räumliche Grenzen des Anwendungsbereichs von Rechtvorschriften je nach
ihrer Funktion bezeichnen (funktioneller Inlandsbegriff). Im erstgenannten Fall ist Inland
identisch mit dem Staatsgebiet. Im zweiten Fall können die Grenzen des
Anwendungsbereiches von den Staatsgrenzen abweichen (z. B. Inland im Sinne des
Zollrechts sind auch die Zollanschlussgebiete auf fremdem Staatsgebiet).
[…]
Deutsches Rechts-Lexikon, Auflage 2, Band 2, BECK Verlag, Seite 515
Ein Gesetz oder eine Rechtsnorm, welche nicht grundrechtfähig ist, darf in der
Öffentlichkeit nicht auf Menschen angewendet werden. Wenn das Gesetz die
Formulierung „einen anderen Staat“ beinhaltet, setzt der Gesetzgeber voraus, dass die
deutschen Gesetze alle Konform mit den Grundrechten gehen und im Einklang mit dem
deutschen Recht stehen. Ist das nicht der Fall, verstößt das Gesetz gegen die in Artikel 6
EGBGB vorgeschriebene öffentliche Ordnung und darf nicht öffentlich auf Menschen
angewendet werden.
EGBGB – Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuche
Artikel 6 Öffentliche Ordnung (ordre public)
Eine Rechtsnorm eines anderen Staates ist nicht anzuwenden, wenn ihre Anwendung zu einem
Ergebnis führt, das mit wesentlichen Grundsätzen des deutschen Rechts offensichtlich
unvereinbar ist. Sie ist insbesondere nicht anzuwenden, wenn die Anwendung mit den
Grundrechten unvereinbar ist.
Wenn ein Gesetz, eine Forderung oder ein anderer Verwaltungsakt erlassen wird, muss
dieser grundrechtkonform sein.
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 65
2.3.1 Deutsches Recht ist Menschenrecht
Verwaltungsakt [Juristisches Wörterbuch]
(§ 35 VwVfG) ist die – formlos mögliche – Verfügung (Allgemeinverfügung), Entscheidung
oder andere hoheitliche Maßnahme, die eine Behörde zur Regelung eines Einzelfalls auf dem
Gebiet des öffentlichen Rechts trifft und die auf unmittelbare Rechtswirkung nach außen
gerichtet ist
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 479
Jedes behördliche Handeln stellt einen Verwaltungsakt dar
und muss begründet werden.
Siehe dazu auch das Kapitel „Jeder Verwaltungsakt muss begründet werden“ ab Seite 238.
Ist das nicht der Fall, muss jeder Mensch die Möglichkeit haben, vor einem ordentlichen
Gericht sein Recht einzufordern. Ist diese Möglichkeit nicht gegeben, kann der Mensch
kein Recht erlangen, es besteht Rechtsbankrott und Kriegszustand.
Zivilprozeßordnung (ZPO)
§ 245 Unterbrechung durch Stillstand der Rechtspflege
Hört infolge eines Krieges oder eines anderen Ereignisses die Tätigkeit des Gerichts auf, so
wird für die Dauer dieses Zustandes das Verfahren unterbrochen.
Rechtsbankrott = Kriegszustand
Rechtsbankrott [Juristisches Wörterbuch]
ist das Unvermögen einer Rechtsordnung, den Rechtsunterworfenen Recht zu verschaffen.
Eine Einrichtung, insbesondere eine Rechtseinrichtung offenbart beispielsweise einen
Rechtsbankrott, wenn sie Lügner an die Spitze gelangen lässt, Schmierer zu Schriftführern
macht, Betrüger zu Kassierern, Fälscher zu Protokollanten, Hochstapler zu Beisitzern und
Erpresser zur Rechtsaufsicht. Eine Besserung verspricht unter solchen Umständen allein die
vollständige Rückkehr zu allgemein anerkannten Werten (z. B. Wahrheit, Freiheit) und
Rechtsgrundsätzen ( z. B. pacta sunt servanda, Willkürverbot, Wettbewerb usw.)
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 347
Rechtsperversion [Juristisches Wörterbuch]
Ist die Perversion von Recht in Unrecht. Sie liegt vor, wenn unter dem Schein des Rechts
Unrecht geschieht. Sie ist beispielsweise (in besonderem Maße) gegeben, wenn von einem
Mitglied eines (rechtswissenschaftlichen) Gremiums verlangt wird, dass es seine
Mitgliedsrechte nicht ausübt und gleichwohl von den übrigen Mitgliedern des Gremiums über
seine sonstigen Rechte zu seinen Lasten entschieden wird, eine Stelle nur zum Schein
ausgeschrieben wird oder Inzucht, Betrug oder Korruption, sowie Kollusion allgemein das
scheinbar gewahrte Recht rechtstatsächlich verdrängen. Historisch gewichtige Fälle von
Rechtsperversion sind endlicher Rechtstag, Verfassungen in totalitären Diktaturen oder die
Nürnberger Gesetze.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 353
66 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.3.1 Deutsches Recht ist Menschenrecht
Unrecht [Juristisches Wörterbuch]
ist das der Rechtsordnung widersprechende Verhalten einschließlich der hieraus erwachsenen
Folgen. Geschieht durch ein Verhalten Unrecht, so treten grundsätzlich bestimmte
Rechtsfolgen ein. Insbesondere hat die Straftat eine Strafe und die unerlaubte Handlung eine
Schadensersatzverpflichtung zur Folge. Ausnahmsweise kann eine Verletzung der
Rechtsordnung durch einen Rechtfertigungsgrund besonders gerechtfertigt sein, so dass das
betreffende Verhalten nicht Unrecht ist.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 441
Menschenrecht ist das Recht der Unterdrückten.
Recht kann nie Unrecht sein oder werden.
Unrecht kann nie Recht sein oder werden.
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 67
2.3.2 Das Naturrecht
2.3.2 Das Naturrecht
1. Naturrecht = Zusammenfassung aller Naturgesetze
2. Das Naturrecht steht über dem Positiven (von Menschen
gemachtem) Recht.
3. Das Naturrecht dient dem Positiven Recht als
höchstrangige Rechtquelle zur Legitimation.
Natur [DUDEN – das Herkunftswörterbuch]
>>das ohne fremdes Zutun Gewordene, Gewachsene; die Schöpfung; die Welt<<, häufig
übertragen gebraucht im Sinne von >>Wesen, Art: Anlage; Charakter<<: Das Substantiv
(mhd. Nature, ahd natura) ist aus lat. natura >>das Hervorbringen; die Geburt; natürliche
Beschaffenheit, Wesen; Natur, Schöpfung usw. << entlehnt, das wie lat. natio >>das
Geborenwerden; das Geschlecht; der [Volks]Stamm usw. << (vgl. Nation) zum
Partizipialstamm natus >>geboren>> von lat. nasci >>geboren werden, entstehen<< gehört.
DUDEN – das Herkunftswörterbuch, Auflage 7 (2001), Seite 630
Natur [Juristisches Wörterbuch]
ist die ohne menschliches Zutun entstandene Welt und die hinter ihr stehende Kraft, sowie
deren Wesen. [...]
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 295
Naturgesetze [Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland]
sind natürlich vorhandene Bedingungen, die unabänderlich und bindend sind. Sie haben einen
Effekt. Sie beschreiben universelle, nicht menschengemachte Gesetzmäßigkeiten, welche die
Wirkung für eine Ursache bedingen. Naturgesetze wirken im gesamten Universum auf alles in
seinem dafür vorgesehenen Dimensionsspektrum.
Recht [Juristisches Wörterbuch]
ist der zentrale Begriff der Rechtswissenschaft, der so komplex ist, dass er sich außer als das
Richtige nicht mehr sinnvoll einheitlich bestimmen lässt.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 343
Naturrecht [Deutsches-Rechts-Lexikon BECK]
(lat ius naturae, ius naturale) ist die Gesamtheit der der Natur innewohnenden, zeitlos
gültigen, vernunftsnotwendigen Rechtssätze, die über dem vom Menschen gesetzten
Rechtssätzen ( positives Recht) stehen. In einem weiteren Sinn versteht man dabei unter
Naturrecht schlechthin die Grundsätze einer gerechten Ordnung zwischenmenschlicher
Beziehungen im Gegensatz zu anderen ethischen Prinzipien und bloß positivrechtlichen
Regelungen. In einem engeren Sinn ist Naturrecht der Maßstab des richtigen Seienden
(Cicero, De legibus I 6 § 18 Lex est ratio summa insita in natura).
68 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.3.2 Das Naturrecht
Historisch stellt schon die ionische Naturphilosophie die Natur (physis) dem menschlichen, in
auf bloßer Vereinbarung beruhenden Gesetz (nomos) gegenüber. Danach versuchten bereits
die griechischen Sophisten aus tatsächlichen Gegebenheiten einen Maßstab für das Richtige
bzw. das Falsche zu gewinnen. Die Stoiker anerkannten dann ein für alle Völker in allen
Zeiten verbindliches, vernünftiges und natürliches Recht. Von hieraus ging die Idee eines
Naturrechts in das römische Recht ein, das eine von Natur aus gegebene verbindliche
Ordnung teils in der allgemeinen animalischen Natur begründet sah, teils in der allen
Menschen gemeinsamen natürlichen Vernunft. Das Christentum setzte an die Stelle der Natur
Gott.
Im Mittelalter führte dann Thomas von Aquin aus, daß inin die Menschen und Dinge nach
dem göttlichen Schöpfungsplan ein Zweck gelegt sei und dieser Plan Gottes in der natürlichen
Ordnung der Dinge und den natürlichen Neigungen der Menschen sichtbar werde und der
unmittelbaren Vernunfterkenntnis zugänglich sei. Was dem Naturrecht zuwiderlaufe, könne
nicht durch menschliche Festlegung Recht werden. Beispiel für eine natürliche Regel ist ihm
wie der Antike die Verbindung von Mann und Frau und die Erziehung der Kinder.
In der Neuzeit löste sich die naturrechtliche Vorstellung wieder von Gott. Hugo Grotius ging
davon aus, daß der im Mensch liegende gesellige Trieb ihn dränge, eine friedliche und
vernünftig geordnete Gemeinschaft mit anderen Menschen zu suchen. Alle Regeln, welche
notwendige Bedingungen solch einer vernünftig geordneten Gemeinschaft sind, gehören zum
Naturrecht. Hierzu ist beispielsweise der Satz - Pacta sunt servanda (Verträge sind
einzuhalten) – zuzurechnen.
Die wichtigste mit dem Naturrecht zusammenhängende Frage ist, ob und unter welchen
Voraussetzungen man aus dem Sein einen Maßstab für die Richtigkeit herleiten kann. Dies ist
nur unter der Voraussetzung möglich, daß die Wirklichkeit – aus der Natur oder aus Gott –
werthaltig ist. Daher muß der Anhänger eines Naturrechts mit schon vorausgesetzten
ethischen Kriterien unter den tatsächlichen Gegebenheiten diejenigen auswählen, die er für
die Natur der Sache hält.
Insofern kann Naturrecht nicht in gleicher Weise gelten, wie positives Recht. Dieses kann
sozialethischen Grundsätzen widersprechen. Diese können trotz eines ihnen
widersprechenden positiven Rechtssatzes Einhaltung fordern.
Deutsches Rechts-Lexikon, Auflage 2, Band 2, BECK Verlag, Seite 1123
Betrachtet man den Menschen im Rechtkreis „Naturrecht“, ist dieses Lebewesen durch
seine Existenz absoluter Träger des universellen Rechts (per Sohn Noahs). Den Teil der
Pflichten gibt es in der Natur nicht. Alles ist freiwillig bzw. genetisch programmiert. Es
besteht keine Pflicht zur Nahrungsaufnahme, keine Pflicht, sich um seine Kinder zu
kümmern, keine Pflicht die Natur zu achten. Wer aber, wie in den erwähnten Beispielen,
die natürlichen, in uns programmierten Regeln verletzt, wird von der Natur selektiert, um
die Fehlprogrammierungen und das Fehlverhalten nicht weiterzugeben. Dass es derzeit
trotzdem irgendwie funktioniert, ist der künstlichen Matrix geschuldet, die um uns herum
geschaffen wurde und mit aller Kraft aufrechterhalten wird.
Ein Lebewesen bezeichnet oder beschreibt sich in der Natur nicht selbst als Person.
(be-schreiben: es wird etwas auf das Tier geschrieben, be-zeichnen: es wird etwas auf das
Tier gemalt). Tiere nehmen keine Rolle ein.
Naturrecht [Juristisches Wörterbuch]
Naturrecht ist in der Rechtsphilosophie die Gesamtheit der der Natur innewohnenden, zeitlos
gültigen, vernunftsnotwendigen Rechtssätze, die über den vom Menschen gesetzten
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 69
2.3.2 Das Naturrecht
Rechtssätzen (positives Recht) stehen. Das Naturrecht dessen Herleitung und Geltung
umstritten sind, dient als Korrektiv des gesetzten Rechts. Vertreter der Idee eines Naturrecht
sind griechische Philosophen, christliche Kirchen und neuzeitliche Philosophen. Auf
Naturrecht lassen sich vor allem die allgemeinen Menschenrechte oder Grundrechte
begründen.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 254
zum Begriff Naturrecht [Juristisches Wörterbuch]
… Das objektive Recht kann weiter positives, von Menschen gemachtes Recht oder
überpositives, dem Menschen (von außen z. B. einem Gott, von der Natur oder von der
Vernunft) vorgegebenes Recht (Naturrecht) sein.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 344 „Begriff Recht“
Naturrecht [DUDEN-online]
Recht, das unabhängig von der gesetzlich fixierten Rechtsauffassung eines bestimmten
Staates o. Ä. in der Vernunft des Menschen begründet ist.
https://www.duden.de/rechtschreibung/Naturrecht
Naturrecht [Bundeszentrale für politische Bildung]
in der Rechtsphilosophie in einem weiteren Sinne diejenigen Grundsätze einer allgemeinen
Ordnung, die unabhängig von menschlicher Zustimmung und von vom Menschen gesetztem
(positivem) Recht stets gelten; in einem engeren Sinne diejenigen Gerechtigkeitsprinzipien,
die in der Natur der Sache oder der Natur des Menschen angelegt sind; dieser Ansatz weist
auf das Problem hin, ob die natürliche Welt in sich selbst einen Maßstab für das Richtige, ein
Richtmaß für das Gesollte enthält und somit die Frage beantwortet werden kann, was
naturgegebene Gerechtigkeit sei.
Die Wurzeln der Naturrechtslehre reichen in die ionisch-griechische Naturphilosophie (6./5.
Jh. v. Chr.) zurück. Sie verstand die Natur als das wahre, angeborene Wesen im Unterschied
zu den bloßen Konventionen. Aristoteles verstand unter Naturrecht das, was unabhängig von
konventionellen Gesetzen überall dieselbe Geltungskraft habe.
Der systematisierte Begriff des modernen Naturrechts wurde v. a. von dem spanischen
Philosophen und Theologen Francisco Suárez (1548–1617), dem niederländischen Gelehrten
Hugo Grotius (1583–1645), sowie dem Juristen und Historiker Samuel von Pufendorf (1632–
1694), dem Rechtsgelehrten Johannes Althusius (1557–1638) geschaffen und als einer der
Hauptimpulse der Aufklärung begriffen. Wie schon bei Aristoteles und Thomas von Aquino,
dem bedeutendsten Theologen des Mittelalters, ist der Geselligkeitstrieb des Menschen die
Ursache für den Gesellschaftsvertrag. Da Unrecht ist, was eine Gemeinschaft vernünftiger
Menschen verletzt, wird mit der Vernunft als Erkenntnisquelle das Naturrecht zu einem
»Vernunftrecht«, das auch dann gilt, wenn Gott nicht existieren sollte ( Grotius ).
Das Vernunftrecht der Aufklärung beeinflusste die Amerikanische und die Französische
Revolution und somit die Entstehung des modernen, auf die Beachtung von Menschenrechten
verpflichteten Staates und prägt Inhalt und Systematik vieler Kodifikationen der Zeit
(Preußisches Allgemeines Landrecht, 1794; Code civil, 1804; österreichisches Allgemeines
Bürgerliches Gesetzbuch, 1811). Zugleich werden aber die theoretischen Grundlagen des
Naturrechts in der kritischen Philosophie Immanuel Kants (1724–1804) durch die Trennung
von Recht und Sittlichkeit und durch die Ablehnung einer auf die Erfahrung gegründeten
Moral (heute »naturalistischer Fehlschluss von Tatsachenbehauptungen auf Sollenssätze«)
zerstört.
70 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.3.2 Das Naturrecht
Als Reaktion auf die Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten erlebte der Gedanke des
Naturrechts nach 1945 eine kurze Renaissance, wird aber heute außerhalb der katholischen
Kirche (neuthomistische Soziallehre) allgemein abgelehnt, nachdem das praktische Bedürfnis
durch die Gewährleistung individueller Grundrechte in den modernen Staatsverfassungen
entfallen ist. Dennoch lebt das Kernproblem der Naturrechtsfrage, die Letztbegründung der
Verbindlichkeit des Rechts, auch im modernen Rechtsdenken und der Sozialphilosophie fort.
Quelle: DUDEN Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 3. Auflage Berlin: Bibliographisches Institut
2015. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.
https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/recht-a-z/22591/naturrecht
Naturrecht [Wikipedia]
Der Begriff Naturrecht (lateinisch ius naturae oder jus naturae, aus ius ‚Recht‘ und natura
‚Natur‘; bzw. natürliches Recht, lat. ius naturale oder jus naturale, aus naturalis ‚natürlich‘,
„von Natur entstanden“) oder überpositives Recht ist eine Bezeichnung für universell gültiges
Recht, das rechtsphilosophisch, moralphilosophisch oder theologisch begründet wird. Von
diesen Vorstellungen abgeleitet dient es dem gesetzten (manchmal auch gesatzten) oder
positiven Recht als höchstrangige Rechtsquelle zur Legitimierung. Der Rechtspositivismus
vertritt dagegen die Auffassung, dass verfassungsmäßig zustande gekommenes Recht keine
höhere Begründung braucht.
Die säkularen rechtsphilosophischen Ausprägungen des Naturrechts, die nicht aus religiösen
Grundwerten hergeleitet sind, sondern von der Erkennbarkeit durch menschliche Vernunft,
werden als Vernunftrecht bezeichnet.
Begriff
Dem Begriff des Naturrechts kann die Überzeugung zugrunde liegen, dass „die Normen des
menschlichen Zusammenlebens durch die Natur des Menschen begründet werden können und
müssen.“ Dieses umfasst sowohl unstrittige Rechtsgrundlagen (Prämissen) in der Tradition
antiker Philosophen wie Heraklit, den Sophisten, Aristoteles und Platon, die aus einer Idee
einer objektiven oder absoluten Wahrheit herstammen, als auch die Vorstellung, jeder Mensch
sei „von Natur aus“ (also nicht durch Konvention) mit unveräußerlichen Rechten ausgestattet
– unabhängig von Geschlecht, Alter, Ort, Staatszugehörigkeit oder der Zeit und der
Staatsform, in der er lebt. Insoweit ist die Naturrechtsidee eng verbunden mit der Idee der
Menschenrechte. Die Naturrechte werden demnach als vor- und überstaatliche „ewige“
Rechte angesehen.
Daneben gibt es eine Auffassung von Naturrecht als „Recht des Stärkeren“. Unter der
Voraussetzung der Gemeinnützigkeit bedeutete dies, dass gleiche Rechte den Sieg der
besseren Leistung über angestammte Berechtigungen ermöglichen sollten. Im
Sozialdarwinismus und Faschismus hat sich daraus allerdings ein paradoxes „angestammtes
Recht der besseren Leistung“ ergeben – ähnlich wie zuvor beim Gottesgnadentum die „von
Gottes Gnaden erwirkte“ Legitimation der nicht anzutastenden Monarchenposition aufgefasst
worden war.
Die Berufung auf überpositives Recht geht davon aus, dass bestimmte Rechtssätze
unabhängig von der konkreten Ausgestaltung durch die Rechtsordnung „schlechthin“ Geltung
beanspruchen und somit durch einen positiven Akt der Rechtsetzung weder geschaffen
werden müssen noch außer Kraft gesetzt werden können. Fragestellungen des Naturrechts
haben sich von alters her auf Aspekte konzentriert, mit denen sich sowohl Rechtsphilosophie
als auch Philosophie und Theologie befassen. Das Naturrecht als wesentliches Teilgebiet der
Rechtsphilosophie bildet eine der Grundlagen der Rechtswissenschaft.
Ferner ist das Naturrecht als Maßstab und Korrektiv des positiven Rechts zu verstehen. Diese
Auffassung vertritt auch die römisch-katholische Kirche.
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 71
2.3.2 Das Naturrecht
Moderne
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde in Europa das Naturrecht von der historischen Schule
stark verdrängt, wozu insbesondere die deutsche Privatrechtswissenschaft beitrug, die die
zeitlose Geltung von Naturrecht in Frage stellte. Als Vertreter dieses gedanklichen Ansatzes
ist vornehmlich Friedrich Carl von Savigny zu nennen, der sein Augenmerk lieber auf das
organische Wachstum von Gewohnheitsrecht richtete, das von Richtern und Rechtsgelehrten
geschaffen wurde, als Naturrechtskodifikationen zu vertrauen. Als Quellen für ein
funktionierendes Rechtssystem hatten für Savigny alle geschichtlich gewachsenen
Rechtstraditionen Bedeutung. Nebenbei gelang es ihm die Differenz zum Rechtspositivismus
einzuebnen. In der Sache richtete sich sein Vorwurf vornehmlich gegen die frühneuzeitlichen
Einflussnahmen der Glossatoren und Kommentatoren auf die spätantiken,
Rechtskompilationen, die seiner Auffassung nach ebenso zu Verfälschungen geführt hätten,
wie Rechtsentwicklungen in den beiden Vorjahrhunderten.
In der Französischen Revolution wurde die biblisch-theologische Verankerung des
Naturrechts durch die Lehre vom „gemeinsamen Nutzen“ (utilité commune) ersetzt. Dadurch
wurden die „Bürger- und Menschenrechte“ manipulierbar. Die jeweils an der Macht
befindliche Gruppe der Revolutionäre bestimmte, was der „gemeinsame Nutzen“ war und
schickte ihre politischen Gegner auf die Guillotine. Vor allem aus diesem Grund kritisierte z.
B. Jakob Grimm im Frankfurter Parlament 1848 die französische Haltung und forderte die
Rückkehr zu „den religiösen Grundlagen der Bruderschaft und Freiheit aller Menschen“
(Paulskirchenverfassung vom 28.März 1849). Damit berief er sich auf die amerikanische
Unabhängigkeitserklärung (1776), die die unveräußerlichen Menschenrechte, zu denen
„Leben, Freiheit und das Streben nach Glück“ gehören, theologisch begründete: Sie sind den
Menschen von ihrem „Schöpfer“ (Creator) verliehen worden.
Dieser vernunftbezogene Ansatz, der zum Begriff des Vernunftrechtes führt, prägt
beispielsweise die österreichische Rechtsschule. So heißt es in §16 Allgemeines Bürgerliches
Gesetzbuch (ABGB) ausdrücklich: „Jeder Mensch hat angeborne, schon durch die Vernunft
einleuchtende Rechte …“ (Text aus der Erstfassung 1812). In der Folge ergibt sich in §17 eine
zentrale Rechtsaussage: „Was den angebornen natürlichen Rechten angemessen ist, dieses
wird so lange als bestehend angenommen, als die gesetzmäßige Beschränkung dieser Rechte
nicht bewiesen wird“, das heißt, wo keine explizite rechtliche Regelung vorhanden ist, bildet
bei Persönlichkeitsrechten das „Vernünftige“ die Basis des Rechtmäßigen. Diese zentrale
Aussage stellt Naturrecht also prinzipiell vor positives Recht: „Naturrecht gilt, solange es
nicht beschränkt wird.“ Das setzt voraus, dass der Bürger ein natürliches Empfinden hat
respektive haben sollte, ob sein Handeln noch im Rahmen des Angemessenen ist.
Entsprechendes gilt für die Justiz: „Läßt sich ein Rechtsfall weder aus den Worten, noch aus
dem natürlichen Sinne eines Gesetzes entscheiden, so muß auf ähnliche, in den Gesetzen
bestimmt entschiedene Fälle, und auf die Gründe anderer damit verwandten Gesetze
Rücksicht genommen werden. Bleibt der Rechtsfall noch zweifelhaft; so muß solcher mit
Hinsicht auf die sorgfältig gesammelten und reiflich erwogenen Umstände nach den
natürlichen Rechtsgrundsätzen entschieden werden.“ (§ 7 ABGB). Diese Rechtsgrundlagen
implizieren, dass das positive Recht nur als spezielles Regelwerk vor einem Hintergrund eines
aus sich selbst heraus stabilen (aber auch entwicklungsfähigen) gesellschaftlichen Konsenses
steht. Diese naturrechtlichen Ansätze prägen in Folge zentrale Begriffe wie die
Rechtsfähigkeit und die Juristische Person, wie auch das österreichische Vertragsrecht,
Erbrecht und Eherecht.
Das nationalsozialistische Recht war ideologisiertes Naturrecht, das das positiv gesetzte
Recht unterlief. In seinem Mittelpunkt stehe die Gemeinschaft, so der nationalsozialistische
Rechtstheoretiker Hans-Helmut Dietze in seinem Werk „Naturrecht in der Gegenwart“ von
1936. Das Naturrecht liege im Blut, sei also rassegebunden, und jeder Volksgenosse könne
durch sein Rechtsempfinden die Entscheidung über Gut und Böse, über Recht und Unrecht
treffen. Es wurzele „in den naturhaften Kräften, aus denen alles wirkliche Leben der Natur
72 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.3.2 Das Naturrecht
kommt: im Drängen des Blutes, in den Säften des Bodens und in der Innigkeit gleicher
Gesinnung.“
Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland griff die naturrechtliche Tradition auf.
„Das Bekenntnis zu Menschenrechten knüpft unmittelbar an Art.1 I GG an. Weil die Würde
des Menschen unantastbar und es ‚Verpflichtung aller staatlichen Gewalt‘ ist, ‚sie zu achten
und zu schützen‘, darum bekennt sich das deutsche Volk zu Menschenrechten. Die
Menschenwürde, ein theologisch und philosophisch verwurzelter Begriff, wird primär als
unantastbar vorausgesetzt; erst sekundär wird ihre Beachtung gesetzlich befohlen. Sie ist
mithin als höchster Rechtswert deklariert und gibt Veranlassung für die weitere Anerkennung
von Menschenrechten. Nach Auffassung vieler hat hier naturrechtliches Ideengut wieder
Ausdruck in einer deutschen Verfassung gefunden. Die theonome Spitze der Verfassung findet
sich in den Eingangsworten der Präambel, welche die Motive des Gesetzgebers offenlegt und
in der das Staatsvolk auf seine ‚Verantwortung vor Gott und den Menschen‘ hinweist. So
erscheint Art.1 GG als eine Folge der Anrufung Gottes als des Schöpfers der Person
(erschaffen ad imaginem Dei [nach dem Bild Gottes]).“ Dass der Parlamentarische Rat
tatsächlich Naturrecht dem Grundgesetz, insbesondere im Bereich der Menschenwürde,
zugrundelegte, wird zunehmend anhand der Akten der Beratungen des Parlamentarischen
Rates abgelehnt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg und mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von
1948 gewann das Naturrecht wieder an Bedeutung. So ist nach herrschender Meinung etwa
auch der Gottesbezug in der Präambel des deutschen Grundgesetzes nicht etwa als
theologische Verfassungskomponente aufzufassen, sondern im Wesentlichen als eine
Berufung auf das Naturrecht.
Ein Beispiel für überpositives Recht stellt nach herrschendem Rechtsverständnis die Würde
des Menschen dar (als Idee der unveräußerlichen Rechte). Das Grundgesetz garantiert diese
zwar in Artikel 1 GG, doch wird ihre Unantastbarkeit hier nur als Prinzip des Rechts
dargestellt; folgen soll sie vielmehr als allgemein gültiger Rechtssatz aus vorgelagerten
ethischen oder religiösen Anschauungen, die für alle menschlichen Gesellschaften gelten
sollen. Eine Konsequenz dieser Auffassung ist, dass die Menschenwürde nicht nur
unantastbar, sondern insbesondere unverzichtbar sein soll. Der Rechtsträger kann somit nicht
wirksam in ihre Verletzung einwilligen. Darüber hinaus führt der Gedanke, die
Menschenwürde sei durch überpositives Recht vorgegeben, zu dem Ergebnis, dass ein
Eingriff in die Menschenwürde eines Individuums auch außerhalb des Geltungsbereichs des
Grundgesetzes unrechtmäßig ist. Der Eingriff verstoße gegen das gerade von keinem
Rechtsetzungsakt geschaffene, sondern aus sich heraus geltende überpositive Recht. In die
Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes floss das Naturrecht immer wieder auf dem Wege
der Radbruchschen Formel ein, die unter bestimmten Umständen dem Naturrecht Vorrang vor
dem positiven Recht gewährt.
Nach römisch-katholischer Morallehre ist anhand eines Moralcodex auch die Sittlichkeit des
Menschen Teil des Naturrechts. Deutlich wird dies etwa in der Ansicht, dass laut Naturrecht
die ausgelebte Homosexualität verwerflich sei. Begründet wird dies damit, dass der Zweck
der Sexualität die Fortpflanzung der Art sichern soll. An diesen Ansichten wird kritisiert,
Sexualität sei nicht nur auf die Fortpflanzung zu beschränken, und das Naturrecht gebiete
daher keine absolute Rechtfertigung, homosexuelle Partnerschaften zu verurteilen. Denn erst
der durch die Generationen entstandene sittliche Kodex gebe dem Naturrecht nach Ridley das
natürliche Sittengesetz.
Bedeutung
Das Naturrecht bildet eine wesentliche Argumentationsgrundlage bestimmter Rechtsgebiete
wie denen der Menschenrechte oder des Völkerrechts, die über nationale positivistische
Regelungen hinausgehen müssen. „Das Naturrecht ist dann jener Teil des menschlichen
Naturgesetzes, der sich auf das gemeinschaftliche Leben bezieht“, denn erst wo
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 73
2.3.2 Das Naturrecht
Gemeinschaft, dort auch Recht, weshalb Johannes Messner es so definiert:
„Naturrecht ist Existenzordnung, Grundordnung des Existierens des Menschen als Mensch,
im wahrsten und vollsten Sinn von ‚Existieren‘, die Ordnung, deren Forderungen ihm mit
diesem Existieren in ihrem bestimmten Inhalt bewusst werden gemäß dem Prinzip, daß alle
Erkenntnis durch die Erfahrung bedingt ist, auch die der Prinzipien der Rechtsvernunft als
Teil der praktischen Vernunft. So erfasst, werden diese Forderungen von der voll entfalteten
Vernunft in ihrer allgemeinen in sich gewissen Wahrheit und in ihrer allgemeinen
verpflichtenden Geltung eingesehen.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Naturrecht
Rechtstheorie [Juristisches Wörterbuch]
Ist die Beschäftigung mit den allgemeinen Fragen des Rechts, insbesondere mit seiner
logischen Struktur. Die Rechtstheorie steht in der Gegenwart in gewissem Wettbewerb mit der
Rechtsphilosophie. Sie scheint sie zu verdrängen, ohne sie ersetzen zu können. Im weiteren
Sinn lässt sich zur Rechtstheorie auch die Rechtsmethodologie zählen.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 356
Rechtstheorie, die [DUDEN-online]
Richtung der Rechtsphilosophie, die sich mit der Semantik, Syntax und Pragmatik der
Rechtssprache, juristischer Rhetorik, der Theorie der Gesetzgebung, juristischer
Methodenlehre u. Ä. beschäftigt
https://www.duden.de/rechtschreibung/Rechtstheorie
Rechtstheorie [Wikipedia]
Als Rechtstheorie wird der Versuch bezeichnet, das Recht in seinen gesamten
Erscheinungsformen systematisch darzustellen und daraus nachprüfbare (falsifizierbare)
Erkenntnisse zu gewinnen.
Einordnung
Rechtstheorie war zunächst Teilbereich der Rechtsphilosophie, entwickelte sich aber gegen
Ende des 19. Jahrhunderts als eigenständige Disziplin. Die Bezeichnungen Rechtstheorie,
Rechtsphilosophie und Allgemeine Rechtslehre werden von manchen Rechtswissenschaftlern
austauschbar verwendet, für andere bezeichnen sie hingegen separate Disziplinen.
Der Begriff des Rechts
Anders als die Rechtsdogmatik richtet die Rechtstheorie „sich nicht auf bestimmte
Gegenstände rechtlicher Regelung (also nicht z. B. auf bestimmte Schuldverhältnisse,
Straftaten oder Verfassungsstrukturen), sondern auf den Begriff des staatlichen Rechts selbst“,
d. h. auf dessen wesentliche Merkmale: Es ist eine Verhaltensregelung, die in einer
Gemeinschaft den Freiheitsgebrauch und den Interessenausgleich wirksam organisiert und
gerecht ordnet.
Funktionen der Rechtstheorie
Die Rechtstheorie hat drei Funktionen, die sich als empirisch, analytisch und normativ
bezeichnen lassen.
(1) Empirisch geht es bei der Rechtstheorie um die Auswirkungen der Normen auf die
Gesellschaft. Es stellt sich die rechtssoziologische und psychologische Frage, ob und
auf welche Weise Rechtsnormen auf das Verhalten der Menschen einwirken. Es handelt
sich um Untersuchungen über die tatsächliche Anwendung und Befolgung des Rechts in
der Gesellschaft, seine Anerkennung durch Richter und Bürger.
74 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.3.2 Das Naturrecht
(2) Analytisch geht es um die Untersuchung der Rechtssprache, der Struktur der
Rechtsnormen und den Aufbau der Rechtsordnung.
(3) Normativ gesehen geht es um den Begriff des Rechts an sich (Was ist Recht?), seinen
Geltungsgrund (Warum gilt Recht?) und die Methoden der Rechtsanwendung
(Methodenlehre). Rechtstheorie fragt demnach nach den Möglichkeiten der Ermittlung
des richtigen oder gerechten Rechts.
Zu den aktuellen Richtungen der Rechtstheorie, vgl. den Artikel Rechtsphilosophie.
https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtstheorie
Rechtsphilosophie, die [DUDEN-online]
Zweig der Philosophie, der sich mit dem Recht befasst
https://www.duden.de/rechtschreibung/Rechtsphilosophie
In diesem Buch soll abgeleitet werden, dass die Väter des Grundgesetzes und der Genfer
Abkommen das Naturrecht genau kannten und beachtet haben. Aus diesem Grund haben
sie auch einen Ausweg aus dem System geschaffen. Den allerdings haben sie so gut
versteckt, dass es gute 60 Jahre gedauert hat, bis er gefunden wurde. Genau genommen
war es nur ein Plan für den Ausweg. Der Ausweg musste nach Vorgabe des Plans gefertigt
werden.
Nur weil die Väter des Grundgesetzes das universelle Recht kannten und beachteten,
bedeutet das nicht, dass jeder Bedienstete in den Behörden (oder sogar die Minister in den
Bundes- und Landesministerien) darüber aufgeklärt oder informiert ist. In der Regel ist
kein Bediensteter darüber informiert, geschweige denn aufgeklärt. Viele Bedienstete
denken sogar, Naturrecht ist das Recht des Stärkeren. Weil sie als Menschen vielleicht
schwach und unterwürfig sind, möchten sie so etwas nicht und gehen lieber weiter
wählen. Vielleicht denken sie auch, der Schritt zurück zum Naturrecht sei ein Rückschritt
in der Entwicklung des Rechtes. Der Begriff „Naturrecht“ wurde so verfälscht, dass man
sich gar nicht traut, den Begriff öffentlich in den Mund zu nehmen, wie Papst Benedikt im
Bundestag sagte.
Trotzdem muss festgehalten werden, dass das Naturrecht immer die Quelle für positives
Recht ist und sein muss.
Auszug aus der Papstrede
Wie erkennt man, was recht ist? In der Geschichte sind Rechtsordnungen fast durchgehend
religiös begründet worden: Vom Blick auf die Gottheit her wird entschieden, was unter
Menschen rechtens ist. Im Gegensatz zu anderen großen Religionen hat das Christentum dem
Staat und der Gesellschaft nie ein Offenbarungsrecht, eine Rechtsordnung aus Offenbarung
vorgegeben. Es hat stattdessen auf Natur und Vernunft als die wahren Rechtsquellen
verwiesen – auf den Zusammenklang von objektiver und subjektiver Vernunft, der freilich das
Gegründetsein beider Sphären in der schöpferischen Vernunft Gottes voraussetzt. Die
christlichen Theologen haben sich damit einer philosophischen und juristischen Bewegung
angeschlossen, die sich seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. gebildet hatte. In der ersten Hälfte des
2. vorchristlichen Jahrhunderts kam es zu einer Begegnung zwischen dem von stoischen
Philosophen entwickelten sozialen Naturrecht und verantwortlichen Lehrern des römischen
Rechts. In dieser Berührung ist die abendländische Rechtskultur geboren worden, die für die
Rechtskultur der Menschheit von entscheidender Bedeutung war und ist. Von dieser
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 75
2.3.2 Das Naturrecht
vorchristlichen Verbindung von Recht und Philosophie geht der Weg über das christliche
Mittelalter in die Rechtsentfaltung der Aufklärungszeit bis hin zur Erklärung der
Menschenrechte und bis zu unserem deutschen Grundgesetz, mit dem sich unser Volk 1949 zu
den „unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder
menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt“ bekannt hat.
Für die Entwicklung des Rechts und für die Entwicklung der Humanität war es entscheidend,
daß sich die christlichen Theologen gegen das vom Götterglauben geforderte religiöse Recht
auf die Seite der Philosophie gestellt, Vernunft und Natur in ihrem Zueinander als die für alle
gültige Rechtsquelle anerkannt haben. Diesen Entscheid hatte schon Paulus im Brief an die
Römer vollzogen, wenn er sagt: „Wenn Heiden, die das Gesetz (die Tora Israels) nicht haben,
von Natur aus das tun, was im Gesetz gefordert ist, so sind sie… sich selbst Gesetz. Sie
zeigen damit, daß ihnen die Forderung des Gesetzes ins Herz geschrieben ist; ihr Gewissen
legt Zeugnis davon ab…“ (Röm 2,14f). Hier erscheinen die beiden Grundbegriffe Natur und
Gewissen, wobei Gewissen nichts anderes ist als das hörende Herz Salomons, als die der
Sprache des Seins geöffnete Vernunft. Wenn damit bis in die Zeit der Aufklärung, der
Menschenrechtserklärung nach dem Zweiten Weltkrieg und in der Gestaltung unseres
Grundgesetzes die Frage nach den Grundlagen der Gesetzgebung geklärt schien, so hat sich
im letzten halben Jahrhundert eine dramatische Veränderung der Situation zugetragen. Der
Gedanke des Naturrechts gilt heute als eine katholische Sonderlehre, über die außerhalb des
katholischen Raums zu diskutieren nicht lohnen würde, so daß man sich schon beinahe
schämt, das Wort überhaupt zu erwähnen.
Naturrecht ist die Zusammenfassung aller Naturgesetze. In der englischen Sprache wird
beides mit „natural law“ übersetzt, was die Unterscheidung im Detail im Englischen etwas
schwieriger macht, den Schnittpunkt aber gut deutlich macht. Wir kennen den Begriff
„Naturgesetze“ aus den Naturwissenschaften wie Physik, Biologie, Chemie, Mathematik,
Musik etc. Diese uns aus der Schule oder dem Studium bekannten Naturgesetze betreffen
und wirken allerdings nur in der untersten „Raumzeitdimension“, also in der vierten
Dimension und bilden nur ein kleines Spektrum der Naturgesetze ab, denn in „den
höheren Dimensionen“ ändern sich die natürlichen Gesetzmäßigkeiten. In der heutigen
Quantenphysik sind diese geänderten Gesetzmäßigkeiten in anderen Dimensionen
bekannt. Solche und andere Phänomene wurden bereits von Einstein unter „spukhafte
Fernwirkung“ beobachtet und später unter anderem als „Einstein-Podolsky-Rosen-
Brücke“ benannt. Am Ende des Buches wird im „Literatur und Quellenverzeichnis“ ab
Seite 752 die Dokumentation „Wissenschaft beweist die Macht des Geistes“ aufgeführt.
Es wird jedem Interessierten empfohlen, sich diese Dokumentation gut anzuschauen. In
dieser Dokumentation kommen nur absolute Topwissenschaftler verschiedener
weltbekannter Top-Universitäten der Quantenphysik zu Wort und erklären „gewisse
quantenphysikalische Grundlagen“ für jeden begreifbar, nachvollziehbar und sehr
interessant. Zurück zum Thema.
Naturrecht = Zusammenfassung aller Naturgesetze
Naturgesetz = unveränderlicher Zusammenhang zwischen
bestimmten Dingen und Erscheinungen in der Natur
76 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.3.2 Das Naturrecht
Naturwissenschaft = Entschlüsseln der Gesetzmäßigkeiten
über die natürlichen Prozesse / Zusammenhänge
Naturwissenschaft, die [DUDEN-online]
a) Gesamtheit der exakten Wissenschaften, die die verschiedenen Gebiete der Natur
zum Gegenstand haben
b) einzelne Wissenschaft, die ein bestimmtes Gebiet der Natur zum Gegenstand hat
https://www.duden.de/rechtschreibung/Naturwissenschaft
Natur, die [DUDEN-online]
1. alles, was an organischen und anorganischen Erscheinungen ohne Zutun des
Menschen existiert oder sich entwickelt
2. [Gesamtheit der] Pflanzen, Tiere, Gewässer und Gesteine als Teil der Erdoberfläche
oder eines bestimmten Gebietes [das nicht oder nur wenig von Menschen besiedelt
oder umgestaltet ist]
3.
a) geistige, seelische, körperliche oder biologische Eigentümlichkeit, Eigenart von
[bestimmten] Menschen oder Tieren, die ihr spontanes Verhalten o. Ä.
entscheidend prägt
b) Mensch im Hinblick auf eine bestimmte, typische Eigenschaft, Eigenart
4. (einer Sache o. Ä.) eigentümliche Beschaffenheit
5. natürliche, ursprüngliche Beschaffenheit, natürlicher Zustand von etwas
6. […]
Synonyme zu Natur
● ld und Wald, Flora und Fauna, [natürliche] Umwelt, Naturreich, Tier- und
Pflanzenwelt, [unberührte] Landschaft; (gehoben) Mutter Natur, Wald und Flur
● Art, Charakter, Eigenart, Eigentümlichkeit, Gemütsart, Persönlichkeit,
Temperament, Typ, Veranlagung, Wesen, Wesensart; (bildungssprachlich)
Disposition, Individualität, Naturell, Typus
● Beschaffenheit, Zustand
https://www.duden.de/rechtschreibung/Natur
Im 20. Jahrhundert hat sich „die Naturwissenschaft“ fast ausschließlich auf die
Untersuchung der „materiellen Ebene“ beschränkt ([Rechts-]Positivismus) und die
Gesetzmäßigkeiten wurden in Einzeldisziplinen (ein-)geteilt, „die nichts miteinander zu
tun haben“ und völlig losgelöst voneinander wirken. Das Ergebnis sehen wir heute auf
unserem Planeten. Die Menschheit ist „gebrochen“ und muss erst einmal gründlich
gesunden / heilen. Die Naturwissenschaft muss durch die Geisteswissenschaft ergänzt
werden, um dieses Problem zu lösen. Rudolf Steiner hat das Problem gelöst, mit der
Begründung der Anthroposophie.
Anthroposophie, die [DUDEN-online]
zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Rudolf Steiner (1861–1925) begründete weltanschauliche
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 77
2.3.2 Das Naturrecht
Lehre, auf der u. a. die Waldorfpädagogik basiert
Herkunft
griechisch sophía = Weisheit
https://www.duden.de/rechtschreibung/Anthroposophie
Anthroposophie [anthrowiki.at]
Anthroposophie (von griech. ἄνθρωπος ánthropos ‚Mensch‘ und σοφία sophίa ‚Weisheit‘;
eng. anthroposophy) ist ein von Rudolf Steiner (*1861, †1925) begründeter „Erkenntnisweg,
der das Geistige im Menschenwesen zum Geistigen im Weltenall führen möchte“ (Lit.: GA 26,
S. 14) und in diesem Sinn das „Bewußtsein seines Menschentums“ (Lit.: GA 257, S. 76)
erweitern will. Von einer vertieften, auf geistige Erfahrung gegründeten Erkenntnis des
Menschen ausgehend, eröffnet Anthroposophie einen neuen, den Anforderungen unserer Zeit
entsprechenden, vollbewussten gedankenklaren und wissenschaftlich exakten Zugang zur
objektiven geistigen Welt, der sich methodisch an der Naturwissenschaft orientiert und deren
Erkenntnisse ergänzt und erweitert.
„Unter Anthroposophie verstehe ich eine wissenschaftliche Erforschung der geistigen Welt,
welche die Einseitigkeiten einer bloßen Natur-Erkenntnis ebenso wie diejenigen der ge-
wöhnlichen Mystik durchschaut, und die, bevor sie den Versuch macht, in die übersinnliche
Welt einzudringen, in der erkennenden Seele erst die im gewöhnlichen Bewußtsein und in der
gewöhnlichen Wissenschaft noch nicht tätigen Kräfte entwickelt, welche ein solches
Eindringen ermöglichen.“ (Lit.:GA 35, S. 66) [Kommentar: Zitat von rudolf STEINER)
https://anthrowiki.at/Anthroposophie
Anthroposophie = Geisteswissenschaft = das Wahrnehmen
spiritueller / geistiger Welten hinter der Materie
spirituell [DUDEN-online]
a) geistig
b) geistlich
https://www.duden.de/rechtschreibung/spirituell
Von welchen spirituellen Gesetzmäßigkeiten „hinter der Materie“ sprechen wir beim
Naturrecht, außer den aus der Schule bekannten, wie z. B. der Schwerkraft?
Die Rede ist von den 7 hermetischen Gesetzen
Die 7 hermetischen Gesetze bilden die wesentliche Grundlage des okkulten Wissens.
okkult [DUDEN-online]
(von übersinnlichen Dingen) verborgen, geheim
Synonyme zu okkult
● dunkel, geheim[nisvoll], magisch, mysteriös, mystisch, okkultistisch, übernatürlich,
übersinnlich, unergründlich, verborgen; (bildungssprachlich) sibyllinisch
https://www.duden.de/rechtschreibung/okkult
78 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.3.2 Das Naturrecht
Es ist wichtig, festzuhalten, dass okkult nicht gleich bedeutend ist mit „dunkel“,
„satanisch“, „luziferisch“ oder irgendeiner anderen „negativen oder destruktiven“
Eigenart. Es kommt von „occultus“ und bedeutet lediglich: versteckt, unbemerkt,
verborgen, geheim, heimlich, verschlossen.
https://de.langenscheidt.com/latein-deutsch/occultus
Man könnte den Okkultismus lediglich in die helle und dunkle Seite unterscheiden. Die
dunkle Seite nutzt das geheime Wissen, um die Menschheit von der Weiterentwicklung
abzuhalten und für sich einen Vorteil zu erlangen. Die helle Seite versucht, mit dem
Wissen etwas Licht ins Dunkle zu bringen. Auch der Inhalt dieses Buches kann dem
okkulten Wissen zugeordnet werden, allerdings dem hellen, da das Wissen in diesem Buch
den Menschen zur Freiheit verhelfen soll. Wobei es sich dann, wenn es allen zugänglich
gemacht wurde, streng genommen nicht mehr um okkultes Wissen handelt.
Okkultisten sind Menschen, die sich mit geheimem Wissen beschäftigen. Sie sind
grundsätzlich weder gut noch schlecht. Man kann den einzelnen „Okkultisten“ nur an
seinen Taten messen.
Die Kenntnis über die 7 hermetischen Gesetze und das Verständnis über sie sind
Grundlage jedes geheimen Wissens. Hast Du vor diesem Buch schon einmal von den
hermetischen Gesetzen gehört? Wenn nein, dann weißt Du jetzt, warum. Falls ja, weißt Du
auch, wo Du diese Informationen bekommen oder gefunden hast. Das war nicht in der
Schule oder im Studium.
Das Thema hermetische Gesetze kann auf Grund seines Umfangs an dieser Stelle nicht so
ausführlich beschrieben werden, wie es erforderlich wäre. Da diese Arbeit bereits von
anderen Menschen auf höchstem Niveau getan wurde, ist es auch gar nicht erforderlich,
das Rad an dieser Stelle ein zweites Mal zu erfinden. Es wird zukünftig eine eigene
Ausarbeitung zum Thema „Naturrecht“ geben.
Zu nennen ist hier ganz vorne marc PASSIO, der als ehemaliger Satanisten-Priester der
„church of satan“ die Arbeitsweise und das Geheimwissen der dunklen Okkultisten
öffentlich und dieses Wissen jedem Interessierten zugänglich macht. Sucht man im
Internet nach den hermetischen Gesetzen oder Hermetik, findet man keine klaren
Informationen bei den bekannten anerkannten und etablierten Quellen. Auf YouTube sieht
die Situation anders aus. Dort findet jeder reichlich Informationen.
Hermetik, die [DUDEN-online]
1. <ohne Plural> [zu hermetisch] (veraltend) Alchemie und Magie
2. [nach englisch hermetic = luftdicht] luftdichte Apparatur
https://www.duden.de/rechtschreibung/Hermetik
Hermetik = Grundlage der Magie
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 79
2.3.2 Das Naturrecht
Magie, die [DUDEN-online]
1.
1. geheime (b) Kunst, die sich übersinnliche Kräfte dienstbar zu machen sucht;
Zauberei
2. Tricks des Zauberkünstlers (im Varieté)
2. faszinierende, geheimnisvoll wirkende Kraft
Synonyme zu Magie
● Hexenkunst, Hexerei, Schwarze Kunst, Teufelskunst, Zauber, Zauberei,
Zauberkunst,
● Nigromantie, magische Wirkung, Zauber[kraft]
https://www.duden.de/rechtschreibung/Magie
Hermetiker, der [DUDEN-online]
1. Anhänger des Hermes Trismegistos, des ägyptisch-spätantiken Gottes der Magie und
Alchemie
2. Schriftsteller mit vieldeutiger dunkler Ausdrucksweise (besonders in der
alchemistischen, astrologischen und magischen Literatur)
https://www.duden.de/rechtschreibung/Hermetiker
Bei der Hermetik handelt es sich um die Lehren des Hermes Trismegistos (Hermes der
dreifach Größte), auch bekannt als Hermes der Götterbote.
Hermes [DUDEN-online]
Götterbote, u.a. Gott des Handels, Begleiter der Toten in den Hades.
https://www.duden.de/rechtschreibung/Hermes
Hermes = Toth
https://de.wikipedia.org/wiki/Thot
Was hat uns denn der Götterbote von den „Göttern“ gebracht? Das Wissen über die
Gesetzmäßigkeiten im Universum. Diese Gesetzmäßigkeiten gelten kategorisch im ganzen
Universum. Jedes Wesen in unserem Universum ist diesen Gesetzmäßigkeiten
unterworfen. Ohne Ausnahme.
Von dieser absoluten Gültigkeit wurde das Wort „hermetisch“ abgeleitet.
hermetisch [DUDEN-online]
1.
a) so dicht, verschlossen, dass nichts eindringen oder austreten kann
b) durch eine Maßnahme o. Ä. so beschaffen, dass niemand eindringen oder
hinausgelangen kann
2. (bildungssprachlich) vieldeutig, dunkel (in Bezug auf das Verständnis); eine
geheimnisvolle Ausdrucksweise bevorzugend
80 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.3.2 Das Naturrecht
Synonyme zu hermetisch
● luftdicht, undurchdringlich, undurchlässig, verschlossen, wasserdicht
● dunkel, geheimnisvoll, mysteriös, rätselhaft, vieldeutig
https://www.duden.de/rechtschreibung/hermetisch
Die hermetischen Gesetze können von nichts und niemandem geändert werden, außer dem
Schöpfer des Universums. Sie haben absolute Gültigkeit.
Die 7 hermetischen Gesetze wurden unter anderem 1908 in einem Buch mit dem Titel
„Das Kybalion“ öffentlich gemacht. Das Hörbuch findet jeder Interessierte unter dem
folgenden Link, welcher auch Teil des „Literatur und Quellenverzeichnis“ ab Seite 752 ist.
https://www.youtube.com/watch?v=1V2bFuhqs-A
Kybalion [Wikipedia]
[...]
Inhalt des Kybalions
Inhaltlich bezieht sich das Buch auf die Aussagen der Tabula Smaragdina und des Corpus
Hermeticum. Laut Kybalion war jener Hermes ein ägyptischer Meister und Begründer der
esoterischen Lehren die u. a. Alchemie und Astrologie umfassten. Die im Buch enthaltenen
„Hermetischen Prinzipien“ sollen einen Schlüssel bilden, um an die Bedeutungen
hermetischer Texte herangeführt zu werden. Das Ziel der hermetischen Alchemie ist laut
Buch keineswegs die Herstellung eines Steins der Weisen, welcher unedle Metalle je nach
Perfektion desselben in Gold oder Silber transmutiert, sondern die Umwandlung von
mentalen Schwingungen in andere mentale Schwingungen. Somit wird im Kybalion vor allem
von geistiger und nicht materieller Alchemie gesprochen. Grundlage dieser Auffassung ist die
im Buch vertretene Ansicht, dass das „All“ geistiger Natur ist. Dessen Struktur wird nun in
sieben „Prinzipien“ näher erläutert:
1. Das Prinzip der Geistigkeit: „Das All ist Geist; das Universum ist geistig“. Gemäß dem
2. Prinzip, muss der Mensch ebenfalls ein geistiges Wesen sein.
2. Das Prinzip der Analogie (Entsprechung): „Wie oben, so unten; wie innen, so außen;
wie der Geist, so der Körper“. Die Verhältnisse im Universum (Makrokosmos)
entsprächen demnach denen im Individuum (Mikrokosmos) – die äußeren Verhältnisse
spiegelten sich im Menschen und umgekehrt. Veränderungen im mikrokosmischen
Bereich wirkten sich folglich auch auf die Gesamtheit aus (Magie).
3. Das Prinzip der Schwingung: „Nichts ruht; alles ist in Bewegung; alles schwingt (siehe
5.).“
4. Das Prinzip der Polarität: „Alles ist zweifach, alles ist polar; alles hat seine zwei
Gegensätze; Gleich und Ungleich ist dasselbe. Gegensätze sind ihrer Natur nach
identisch, nur in ihrer Ausprägung verschieden; Extreme begegnen einander; alle
Wahrheiten sind nur Halb-Wahrheiten; alle Paradoxa können in Übereinstimmung
gebracht werden.“
5. Das Prinzip des Rhythmus: „Alles fließt – aus und ein (siehe 3.); alles hat seine
Gezeiten; alles hebt sich und fällt, der Schwung des Pendels äußert sich in allem; der
Ausschlag des Pendels nach rechts ist das Maß für den Ausschlag nach links; Rhythmus
gleicht aus.“
6. Das Prinzip der Kausalität (Ursache und Wirkung): „Jede Ursache hat ihre Wirkung;
jedes Phänomen hat seine Ursache; alles geschieht gesetzmäßig; Zufall ist nur ein
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 81
2.3.2 Das Naturrecht
Begriff für ein unerkanntes Gesetz; es gibt viele Ebenen von Ursachen, aber nichts
entgeht dem Gesetz.“
7. Das Prinzip des Geschlechts: „Geschlecht ist in allem; alles trägt sein männliches und
sein weibliches Prinzip in sich; Geschlecht offenbart sich auf allen Ebenen.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Kybalion
Die 7 hermetischen Gesetze in Kurzfassung:
1. Das Prinzip der Geistigkeit
2. Das Prinzip der Analogie (Entsprechung)
3. Das Prinzip der Schwingung
4. Das Prinzip der Polarität
5. Das Prinzip des Rhythmus
6. Das Prinzip der Kausalität (Ursache und Wirkung)
7. Das Prinzip des Geschlechts
Diese Gesetzmäßigkeiten bilden zusammengefasst in ihrer Absolutheit den wesentlichen
Kern des Naturrechts. Wird irgendwo im Universum gegen diese Gesetzmäßigkeiten
verstoßen, wird das Universum diese Schwingung mit einer entsprechenden
Gegenschwingung ausgleichen bzw. neutralisieren, damit es im Gesamten wieder zum
Ausgleich kommt. Denn „alles“ im Universum ist Energieausgleich. Das lernen sogar die
Studenten der Chemie in der ersten Vorlesung. Diese Form der Neutralisierung ist auch
bei uns „im Westen“ bekannt und zwar unter der Bezeichnung „Karma“. Sicher gibt es
noch mehr Bezeichnungen dafür, jedoch ist Karma wohl die bekannteste. Das positive
Recht ist der Versuch, diese Gesetzmäßigkeiten in für alle Menschen gültiges Recht und
für alle Personen gültigen Gesetze zu transformieren und zu formulieren.
Die hermetischen Gesetze wurden zu den Noachidischen Geboten transformiert und diese
bilden wiederum den Rahmen für das positive Recht. Jede Tat oder Handlung welche
gegen diese Gebote verstößt, kann nicht mit „Naturrecht“ legitimiert werden.
Trennt man das positive Recht von den Noachidischen Geboten / vom Naturrecht, wie es
die Positivisten versuchen, erhält man gottlose Gesetze, denn es fehlt die Rechtanbindung
„an das Gute“. So hat es auch das Bundesverfassungsgericht im Jahr 1994 festgestellt.
Auszug „Beschluss vom 24. Oktober 1996 - 2 BvR 1851/94“
Die Tat sei nach dem zur Tatzeit geltenden Recht der DDR zu beurteilen; das schließe eine
Berücksichtigung des Rechtfertigungsgrundes des § 27 GrenzG/DDR ein. Es verstoße gegen
das Rückwirkungsverbot, daß der Bundesgerichtshof den Rechtfertigungsgrund des § 27
GrenzG/DDR nachträglich anders interpretiere, als dies der Staatspraxis der DDR zur Tatzeit
entsprochen habe, und so die Strafbarkeit begründe. Der Rückgriff des Bundesgerichtshofs auf
die sogenannte Radbruch'sche Formel bedeute im Ergebnis die Heranziehung übergeordneten
Naturrechts. Dieser Rückgriff möge für das nationalsozialistische Unrecht richtig gewesen
sein. Das damalige Unrechtssystem sei jedoch nicht im entferntesten mit dem Geschehen in der
DDR zu vergleichen, das westliches Verständnis als Unrecht bewerte. Die vom
Bundesgerichtshof vorgenommene Auslegung des Rechtfertigungsgrundes verfehle die
82 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.3.2 Das Naturrecht
rechtsstaatliche Gewährleistungsfunktion des Art. 103 Abs. 2 GG, wonach er, der
Beschwerdeführer, auf die Rechtmäßigkeit seiner Handlungen habe vertrauen dürfen. Dabei
hätten mögliche Exzeßtaten einzelner Grenzsoldaten außer Betracht zu bleiben. Solche könnten
ihm, weil sie von den Beschlüssen des Nationalen Verteidigungsrates nicht gedeckt seien, auch
nicht zugerechnet werden. - Randnummer 81
aa) Im Rahmen der Sachrüge führte der Beschwerdeführer aus, das Landgericht habe die zum
Tatzeitpunkt einschlägige Vorschrift des § 27 Abs. 2 des Grenzgesetzes der DDR zu Unrecht
nicht als Rechtfertigungsgrund anerkannt. Durch den Hinweis auf naturrechtliche Grundsätze
und einen unerträglichen Widerspruch zu den Grundsätzen von Gerechtigkeit und
Menschlichkeit allein werde der Rechtfertigungsgrund des § 27 Abs. 2 Grenzgesetz/DDR nicht
beseitigt. Nur so sei zu erklären, daß der Bundesgerichtshof in gleichgelagerten Fällen neben
Grundsätzen des sogenannten überpositiven Rechts auch internationale Konventionen und
völkerrechtliche Verträge herangezogen und aus ihnen Rechtsgrundsätze abgeleitet habe, die
letztlich zu einer Verneinung der rechtfertigenden Wirkung der genannten Vorschrift geführt
hätten. Dabei habe der Bundesgerichtshof allerdings verkannt, daß der maßgeblich
herangezogene Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte zwar am 23. März
1976 in der DDR in Kraft getreten sei, die Staatsführung es aber unterlassen habe, dieses
Abkommen wirksam in innerstaatliches Recht der DDR zu transformieren. So sei
möglicherweise eine völkerrechtliche Bindung der DDR eingetreten, nicht aber eine
unmittelbare Rechtswirkung im Verhältnis zu den Staatsbürgern. Randnummer 101
https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/1996/10/rs19961024_2bvr185194.html
Das Bundesverfassungsgericht beruft sich in diesem Beschluss auf das übergeordnete
Naturrecht, als höhere Legitimationsquelle.
Wohin Gesetze ohne eine Rechtanbindung hinführen, können wir alle selbst auf der Erde
beobachten. Die Menschheit hat den Kontakt zu ihrer Quelle verloren und damit den
Planeten und ihre eigenen Lebensgrundlagen fast zerstört.
Auszug aus der Pabstrede im Bundestag
[…] Erfolg kann auch Verführung sein und kann so den Weg auftun für die Verfälschung des
Rechts, für die Zerstörung der Gerechtigkeit. „Nimm das Recht weg – was ist dann ein Staat
noch anderes als eine große Räuberbande“, hat der heilige Augustinus einmal gesagt. Wir
Deutsche wissen es aus eigener Erfahrung, daß diese Worte nicht ein leeres Schreckgespenst
sind. Wir haben erlebt, daß Macht von Recht getrennt wurde, daß Macht gegen Recht stand,
das Recht zertreten hat und daß der Staat zum Instrument der Rechtszerstörung wurde – zu
einer sehr gut organisierten Räuberbande, die die ganze Welt bedrohen und an den Rand des
Abgrunds treiben konnte. […]
In einer historischen Stunde, in der dem Menschen Macht zugefallen ist, die bisher nicht
vorstellbar war, wird diese Aufgabe besonders dringlich. Der Mensch kann die Welt zerstören.
Er kann sich selbst manipulieren. Er kann sozusagen Menschen machen und Menschen vom
Menschsein ausschließen. Wie erkennen wir, was recht ist? Wie können wir zwischen Gut
und Böse, zwischen wahrem Recht und Scheinrecht unterscheiden? […]
In einem Großteil der rechtlich zu regelnden Materien kann die Mehrheit ein genügendes
Kriterium sein. Aber daß in den Grundfragen des Rechts, in denen es um die Würde des
Menschen und der Menschheit geht, das Mehrheitsprinzip nicht ausreicht, ist offenkundig:
Jeder Verantwortliche muß sich bei der Rechtsbildung die Kriterien seiner Orientierung
suchen. Im 3. Jahrhundert hat der große Theologe Origenes den Widerstand der Christen
gegen bestimmte geltende Rechtsordnungen so begründet: „Wenn jemand sich bei den
Skythen befände, die gottlose Gesetze haben, und gezwungen wäre, bei ihnen zu leben …,
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 83
2.3.2 Das Naturrecht
dann würde er wohl sehr vernünftig handeln, wenn er im Namen des Gesetzes der Wahrheit,
das bei den Skythen ja Gesetzwidrigkeit ist, zusammen mit Gleichgesinnten auch entgegen
der bei jenen bestehenden Ordnung Vereinigungen bilden würde …“
[…] Wie erkennt man, was recht ist? In der Geschichte sind Rechtsordnungen fast
durchgehend religiös begründet worden: Vom Blick auf die Gottheit her wird entschieden,
was unter Menschen rechtens ist. Im Gegensatz zu anderen großen Religionen hat das
Christentum dem Staat und der Gesellschaft nie ein Offenbarungsrecht, eine Rechtsordnung
aus Offenbarung vorgegeben. Es hat stattdessen auf Natur und Vernunft als die wahren
Rechtsquellen verwiesen – auf den Zusammenklang von objektiver und subjektiver Vernunft,
der freilich das Gegründetsein beider Sphären in der schöpferischen Vernunft Gottes
voraussetzt. Die christlichen Theologen haben sich damit einer philosophischen und
juristischen Bewegung angeschlossen, die sich seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. gebildet hatte.
In der ersten Hälfte des 2. vorchristlichen Jahrhunderts kam es zu einer Begegnung zwischen
dem von stoischen Philosophen entwickelten sozialen Naturrecht und verantwortlichen
Lehrern des römischen Rechts. In dieser Berührung ist die abendländische Rechtskultur
geboren worden, die für die Rechtskultur der Menschheit von entscheidender Bedeutung war
und ist. Von dieser vorchristlichen Verbindung von Recht und Philosophie geht der Weg über
das christliche Mittelalter in die Rechtsentfaltung der Aufklärungszeit bis hin zur Erklärung
der Menschenrechte und bis zu unserem deutschen Grundgesetz, mit dem sich unser Volk
1949 zu den „unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder
menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt“ bekannt hat.
Für die Entwicklung des Rechts und für die Entwicklung der Humanität war es entscheidend,
daß sich die christlichen Theologen gegen das vom Götterglauben geforderte religiöse Recht
auf die Seite der Philosophie gestellt, Vernunft und Natur in ihrem Zueinander als die für alle
gültige Rechtsquelle anerkannt haben. […]
Wenn damit bis in die Zeit der Aufklärung, der Menschenrechtserklärung nach dem Zweiten
Weltkrieg und in der Gestaltung unseres Grundgesetzes die Frage nach den Grundlagen der
Gesetzgebung geklärt schien, so hat sich im letzten halben Jahrhundert eine dramatische
Veränderung der Situation zugetragen. Der Gedanke des Naturrechts gilt heute als eine
katholische Sonderlehre, über die außerhalb des katholischen Raums zu diskutieren nicht
lohnen würde, so daß man sich schon beinahe schämt, das Wort überhaupt zu erwähnen. Ich
möchte kurz andeuten, wieso diese Situation entstanden ist. Grundlegend ist zunächst die
These, daß zwischen Sein und Sollen ein unüberbrückbarer Graben bestehe. Aus Sein könne
kein Sollen folgen, weil es sich da um zwei völlig verschiedene Bereiche handle. Der Grund
dafür ist das inzwischen fast allgemein angenommene positivistische Verständnis von Natur
und Vernunft. Wenn man die Natur – mit den Worten von H. Kelsen – als „ein Aggregat von
als Ursache und Wirkung miteinander verbundenen Seinstatsachen“ ansieht, dann kann aus
ihr in der Tat keine irgendwie geartete ethische Weisung hervorgehen. Ein positivistischer
Naturbegriff, der die Natur rein funktional versteht, so wie die Naturwissenschaft sie erklärt,
kann keine Brücke zu Ethos und Recht herstellen, sondern wiederum nur funktionale
Antworten hervorrufen. Das gleiche gilt aber auch für die Vernunft in einem positivistischen,
weithin als allein wissenschaftlich angesehenen Verständnis. Was nicht verifizierbar oder
falsifizierbar ist, gehört danach nicht in den Bereich der Vernunft im strengen Sinn. Deshalb
müssen Ethos und Religion dem Raum des Subjektiven zugewiesen werden und fallen aus
dem Bereich der Vernunft im strengen Sinn des Wortes heraus. Wo die alleinige Herrschaft
der positivistischen Vernunft gilt – und das ist in unserem öffentlichen Bewußtsein weithin
der Fall –, da sind die klassischen Erkenntnisquellen für Ethos und Recht außer Kraft gesetzt.
Dies ist eine dramatische Situation, die alle angeht und über die eine öffentliche Diskussion
notwendig ist, zu der dringend einzuladen eine wesentliche Absicht dieser Rede ist.
Das positivistische Konzept von Natur und Vernunft, die positivistische Weltsicht als Ganzes
ist ein großartiger Teil menschlichen Erkennens und menschlichen Könnens, auf die wir
keinesfalls verzichten dürfen. Aber es ist nicht selbst als Ganzes eine dem Menschsein in
84 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.3.2 Das Naturrecht
seiner Weite entsprechende und genügende Kultur. Wo die positivistische Vernunft sich allein
als die genügende Kultur ansieht und alle anderen kulturellen Realitäten in den Status der
Subkultur verbannt, da verkleinert sie den Menschen, ja sie bedroht seine Menschlichkeit. Ich
sage das gerade im Hinblick auf Europa, in dem weite Kreise versuchen, nur den Positivismus
als gemeinsame Kultur und als gemeinsame Grundlage für die Rechtsbildung anzuerkennen,
alle übrigen Einsichten und Werte unserer Kultur in den Status einer Subkultur verwiesen und
damit Europa gegenüber den anderen Kulturen der Welt in einen Status der Kulturlosigkeit
gerückt und zugleich extremistische und radikale Strömungen herausgefordert werden. Die
sich exklusiv gebende positivistische Vernunft, die über das Funktionieren hinaus nichts
wahrnehmen kann, gleicht den Betonbauten ohne Fenster, in denen wir uns Klima und Licht
selber geben, beides nicht mehr aus der weiten Welt Gottes beziehen wollen. Und dabei
können wir uns doch nicht verbergen, daß wir in dieser selbstgemachten Welt im stillen doch
aus den Vorräten Gottes schöpfen, die wir zu unseren Produkten umgestalten. Die Fenster
müssen wieder aufgerissen werden, wir müssen wieder die Weite der Welt, den Himmel und
die Erde sehen und all dies recht zu gebrauchen lernen. […]
Kehren wir zurück zu den Grundbegriffen Natur und Vernunft, von denen wir ausgegangen
waren. Der große Theoretiker des Rechtspositivismus, Kelsen, hat im Alter von 84 Jahren –
1965 – den Dualismus von Sein und Sollen aufgegeben. Er hatte gesagt, daß Normen nur aus
dem Willen kommen können. Die Natur könnte folglich Normen nur enthalten, wenn ein
Wille diese Normen in sie hineingelegt hat. Dies wiederum würde einen Schöpfergott
voraussetzen, dessen Wille in die Natur miteingegangen ist. „Über die Wahrheit dieses
Glaubens zu diskutieren, ist völlig aussichtslos“, bemerkt er dazu. Wirklich? – möchte ich
fragen. Ist es wirklich sinnlos zu bedenken, ob die objektive Vernunft, die sich in der Natur
zeigt, nicht eine schöpferische Vernunft, einen Creator Spiritus voraussetzt? […]
An dieser Stelle müßte uns das kulturelle Erbe Europas zu Hilfe kommen. Von der
Überzeugung eines Schöpfergottes her ist die Idee der Menschenrechte, die Idee der
Gleichheit aller Menschen vor dem Recht, die Erkenntnis der Unantastbarkeit der
Menschenwürde in jedem einzelnen Menschen und das Wissen um die Verantwortung der
Menschen für ihr Handeln entwickelt worden. Diese Erkenntnisse der Vernunft bilden unser
kulturelles Gedächtnis. Es zu ignorieren oder als bloße Vergangenheit zu betrachten, wäre
eine Amputation unserer Kultur insgesamt und würde sie ihrer Ganzheit berauben. Die Kultur
Europas ist aus der Begegnung von Jerusalem, Athen und Rom – aus der Begegnung
zwischen dem Gottesglauben Israels, der philosophischen Vernunft der Griechen und dem
Rechtsdenken Roms entstanden. Diese dreifache Begegnung bildet die innere Identität
Europas. Sie hat im Bewußtsein der Verantwortung des Menschen vor Gott und in der
Anerkenntnis der unantastbaren Würde des Menschen, eines jeden Menschen Maßstäbe des
Rechts gesetzt, die zu verteidigen uns in unserer historischen Stunde aufgegeben ist.
Leben im Recht
= Einhaltung der 7 Noachidischen Gebote
An dieser Stelle muss ganz deutlich darauf aufmerksam gemacht werden, dass die
Menschen ganz genau darauf achten MÜSSEN, wer die Einhaltung der Noachidischen
Gebote fordert und wie die Umsetzung gefordert wird. Wenn die Einhaltung von
religiösen Fundamentalisten gefordert wird, kann „das schnell nach hinten los gehen“.
Wer sich auf die Noachidischen Gebote beruft ist noch nicht im „Menschsein“, denn der
Mensch braucht diese Gebote nicht in Schriftform, sondern lebt aus seiner Natur heraus
„innerhalb“ dieser Gebote. Die Noachidischen Gebote stammen aus einer Zeit der
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 85
2.3.2 Das Naturrecht
„Bevormundung“. Jetzt beginnt für die Menschheit die Zeit der selbst gestalteten Freiheit,
denn irgendwann muss jedes Kind aus der Bevormundung entlassen werden und selbst
entscheiden, was richtig oder falsch ist, mit allen Konsequenzen.
Es wird, wie bereits mehrfach erwähnt derzeit an einer eigenen Ausarbeitung zu diesem
Thema gearbeitet.
86 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.3.3 Die Entstehung von Rechts- und Gesetzesnormen vom Blick auf die Gottheit
2.3.3 Die Entstehung von Rechts- und
Gesetzesnormen vom Blick auf die Gottheit
1. Rechts- und Gesetzesnormen sind immer am Glauben, an
der Weltanschauung oder an der Religion abgeleitet.
2. Das Deutsche Volk der Menschen bekennt sich im
Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den
Menschen zu unverletzlichen und unveräußerlichen
Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen
Gesellschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der
Welt.
Auszug aus der Papstrede im Bundestag
Wie erkennt man, was recht ist? In der Geschichte sind Rechtsordnungen fast durchgehend
religiös begründet worden: Vom Blick auf die Gottheit her wird entschieden, was unter
Menschen rechtens ist. Im Gegensatz zu anderen großen Religionen hat das Christentum dem
Staat und der Gesellschaft nie ein Offenbarungsrecht, eine Rechtsordnung aus Offenbarung
vorgegeben. Es hat stattdessen auf Natur und Vernunft als die wahren Rechtsquellen
verwiesen – auf den Zusammenklang von objektiver und subjektiver Vernunft, der freilich das
Gegründetsein beider Sphären in der schöpferischen Vernunft Gottes voraussetzt. Die
christlichen Theologen haben sich damit einer philosophischen und juristischen Bewegung
angeschlossen, die sich seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. gebildet hatte. In der ersten Hälfte des
2. vorchristlichen Jahrhunderts kam es zu einer Begegnung zwischen dem von stoischen
Philosophen entwickelten sozialen Naturrecht und verantwortlichen Lehrern des römischen
Rechts. In dieser Berührung ist die abendländische Rechtskultur geboren worden, die für die
Rechtskultur der Menschheit von entscheidender Bedeutung war und ist. Von dieser
vorchristlichen Verbindung von Recht und Philosophie geht der Weg über das christliche
Mittelalter in die Rechtsentfaltung der Aufklärungszeit bis hin zur Erklärung der
Menschenrechte und bis zu unserem deutschen Grundgesetz, mit dem sich unser Volk 1949 zu
den „unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder
menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt“ bekannt hat.
Für die Entwicklung des Rechts und für die Entwicklung der Humanität war es entscheidend,
daß sich die christlichen Theologen gegen das vom Götterglauben geforderte religiöse Recht
auf die Seite der Philosophie gestellt, Vernunft und Natur in ihrem Zueinander als die für alle
gültige Rechtsquelle anerkannt haben. Diesen Entscheid hatte schon Paulus im Brief an die
Römer vollzogen, wenn er sagt: „Wenn Heiden, die das Gesetz (die Tora Israels) nicht haben,
von Natur aus das tun, was im Gesetz gefordert ist, so sind sie… sich selbst Gesetz. Sie
zeigen damit, daß ihnen die Forderung des Gesetzes ins Herz geschrieben ist; ihr Gewissen
legt Zeugnis davon ab…“ (Röm 2,14f). Hier erscheinen die beiden Grundbegriffe Natur und
Gewissen, wobei Gewissen nichts anderes ist als das hörende Herz Salomons, als die der
Sprache des Seins geöffnete Vernunft. Wenn damit bis in die Zeit der Aufklärung, der
Menschenrechtserklärung nach dem Zweiten Weltkrieg und in der Gestaltung unseres
Grundgesetzes die Frage nach den Grundlagen der Gesetzgebung geklärt schien, so hat sich
im letzten halben Jahrhundert eine dramatische Veränderung der Situation zugetragen. Der
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 87
2.3.3 Die Entstehung von Rechts- und Gesetzesnormen vom Blick auf die Gottheit
Gedanke des Naturrechts gilt heute als eine katholische Sonderlehre, über die außerhalb des
katholischen Raums zu diskutieren nicht lohnen würde, so daß man sich schon beinahe
schämt, das Wort überhaupt zu erwähnen. Ich möchte kurz andeuten, wieso diese Situation
entstanden ist. Grundlegend ist zunächst die These, daß zwischen Sein und Sollen ein
unüberbrückbarer Graben bestehe. Aus Sein könne kein Sollen folgen, weil es sich da um
zwei völlig verschiedene Bereiche handle. Der Grund dafür ist das inzwischen fast allgemein
angenommene positivistische Verständnis von Natur und Vernunft. Wenn man die Natur – mit
den Worten von H. Kelsen – als „ein Aggregat von als Ursache und Wirkung miteinander
verbundenen Seinstatsachen“ ansieht, dann kann aus ihr in der Tat keine irgendwie geartete
ethische Weisung hervorgehen. Ein positivistischer Naturbegriff, der die Natur rein funktional
versteht, so wie die Naturwissenschaft sie erklärt, kann keine Brücke zu Ethos und Recht
herstellen, sondern wiederum nur funktionale Antworten hervorrufen. Das gleiche gilt aber
auch für die Vernunft in einem positivistischen, weithin als allein wissenschaftlich
angesehenen Verständnis. Was nicht verifizierbar oder falsifizierbar ist, gehört danach nicht in
den Bereich der Vernunft im strengen Sinn. Deshalb müssen Ethos und Religion dem Raum
des Subjektiven zugewiesen werden und fallen aus dem Bereich der Vernunft im strengen
Sinn des Wortes heraus. Wo die alleinige Herrschaft der positivistischen Vernunft gilt – und
das ist in unserem öffentlichen Bewußtsein weithin der Fall –, da sind die klassischen
Erkenntnisquellen für Ethos und Recht außer Kraft gesetzt.
Selbst wenn man sich darüber noch nie Gedanken gemacht hat, leuchtet es schnell ein,
dass sich Rechts- und Gesetzesnormen immer am Glauben, an der Weltanschauung oder
an der Religion ableiten. Es geht gar nicht anders. In islamischen Ländern leiten sich die
geltenden Gesetze vom Koran ab. In anderen Religionen von deren Schriften. Auch in
Asien mit den „spirituellen Weltanschauungen“ ist die gesellschaftliche Ordnung daran
angelehnt. Die ordentliche öffentliche deutsche Grundordnung kann folgendermaßen
zusammengefasst werden:
Im Bewusstsein unserer Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt, als
gleichberechtigtes Glied in einer geeinten Menschheitsfamilie dem Frieden in der Welt zu dienen,
bekennt sich das Deutsche Volk zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als
Grundlage jeder menschlichen Gesellschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt und
unterlässt in seinen internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder
die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der
Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt.
Der deutsche Geist ist der Geist der Freiheit. Im Sinne dieses Geistes wurde das
Bekenntnis formuliert und die Gesetze MÜSSTEN sich ausschließlich an diesem
Bekenntnis anlehnen oder ableiten.
Der „freie Deutsche Geist“ kennt keine Gottheit in Form eines Götzenbildes, vor dem man
niederkniet, den man anbetet und dessen Worte in Büchern in Form von religiösen
Schriften blind auswendig gelernt werden. Egal ob dieses Bild vom PAPST oder von der
KANZLERIN ausgefüllt wird. In den letzten 120 Jahren konnte die ganze Welt mehrfach
sehen, was passiert, wenn die Deutschen die Bindung an den „deutschen Geist“ nicht
mehr haben und dem Götzenkult verfallen. Götzenkult ist in diesem Fall: Staat, Kaiser,
Kanzler, Führer, Staatsratsvorsitzender etc. Im guten Glauben an das Gute, aber ohne
Anbindung zur Quelle, kann man den gutgläubigen Deutschen alles erzählen und sei es
88 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.3.3 Die Entstehung von Rechts- und Gesetzesnormen vom Blick auf die Gottheit
noch so absurd.
Der Mensch ist sich jedoch immer bewusst, dass er nur ein Teil des Ganzen ist und wird
sich nicht über „die Schöpfung“ stellen. Dankbarkeit, Glaube, Bewusstsein etc. sind in
keinem Fall das gleiche wie „Religion aus Büchern“, die den Menschen von
„Schriftexperten“ gedeutet werden.
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 89
2.3.4 Positives Recht / Positivmus
2.3.4 Positives Recht / Positivmus
1. Positives Recht = von Menschen gesetztes Recht
(Gesetze)
2. Rechtspositivsmus = Gleichsetzung von Recht und
Gesetz
3. Positivismus = gottlos, beschränkt
4. Positivisten = Beschränkte
5. Mensch = Naturrecht = geboten – verboten
6. Person = positives Recht = legal – illegal
positives Recht [Juristisches Wörterbuch]
... von Menschen gemachtes Recht
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 295 unter "Recht"
Positivismus [Juristisches Wörterbuch]
ist in der Philosophie eine Denkweise des 19. Jhs, die nur in dem unmittelbar
Wahrgenommenen eine sichere Grundlage des Erkennens sieht. In der Rechtswissenschaft
bedeutet Positivismus Beschränkung auf ein hierarchisches angeblich vernunftmäßig zu
gewinnendes System von rein juristischen, von der gesellschaftlichen Wirklichkeit gelösten
Begriffen (Wissenschaftlicher Positivismus → Begriffsjurisprudenz) Später wird das Recht
statt auf die wissenschaftliche Autorität des Juristen auf das den Volkswillen verkörpernde
Gesetz gegründet (Gesetzpositivismus)
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 281
Positivismus, der [DUDEN – Das Fremdwörterbuch]
Philosophie, die ihre Forschung auf das Positive, Tatsächliche, Wirkliche und Zweifellose
beschränkt, sich allein auf Erfahrung beruft u. Jegliche Metaphysik als theoretisch unmöglich
u. Praktisch nutzlos ablehnt (a. Comte)
DUDEN BAND 5 – Das Fremdwörterbuch (1974) Seite 580
In der Definition des Begriffes „Positivismus“ von DUDEN wurde das Wort „beschränkt“
gewählt und jegliche Metaphysik als NUTZLOS ABLEHNT.
beschränkt [DUDEN-online]
a) geistig unbeweglich
90 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.3.4 Positives Recht / Positivmus
b) kleinlich [denkend]; nicht sehr weitblickend; engstirnig
Synonyme zu beschränkt
● begriffsstutzig, dumm, dümmlich, einfältig, stumpfsinnig, unbedarft, unbeweglich,
unverständig; (umgangssprachlich) blöd, dämlich, doof, dusselig; (abwertend)
borniert, simpel, töricht; (bildungssprachlich abwertend) stupide;
(umgangssprachlich abwertend) strunzdumm, vernagelt; (veraltet) geistesträge
● kleinlich; (bildungssprachlich) philiströs; (abwertend) engstirnig, kleingeistig,
pedantisch, spießbürgerlich; (bildungssprachlich abwertend) philisterhaft;
(umgangssprachlich abwertend) spießig
https://www.duden.de/rechtschreibung/beschraenkt
Beschränkung, die [DUDEN-online]
1. das [Sich]beschränken
2. etwas, was jemanden einschränkt
Synonyme zu Beschränkung
● (gehoben) Bescheidung, Selbstbescheidung
● Begrenzung, Einschränkung, Grenze, Schranke, Sperre; (bildungssprachlich)
Restriktion
https://www.duden.de/rechtschreibung/Beschraenkung
Schranke, die [DUDEN-online]
1. an einem Weg, einer Straße, einer Einfahrt o. Ä. installierte Vorrichtung, die im
Wesentlichen aus einer ausreichend langen Stange besteht, die zur Sperrung der
Durchfahrt, des Durchgangs aus senkrechter Stellung in die Waagerechte gebracht
werden kann
2. Grenze des Erlaubten, Möglichen
Synonyme zu Schranke
● Abgrenzung, Absperrung, Barrikade, Schlagbaum, Sperre; (österreichisch)
Schranken; (besonders schweizerisch) Barriere
● Begrenzung, Beschränkung, Einengung, Eingrenzung, Grenze, Sperre;
(bildungssprachlich) Restriktion
● Gegensatz, Kluft, Kontrast, Unterschied, Verschiedenheit; (bildungssprachlich)
Differenz, Diskrepanz, Divergenz
https://www.duden.de/rechtschreibung/Schranke
Metaphysik, die [DUDEN-online]
1.
a) philosophische Disziplin oder Lehre, die das hinter der sinnlich erfahrbaren,
natürlichen Welt Liegende, die letzten Gründe und Zusammenhänge des Seins
behandelt
b) die Metaphysik darstellendes Werk
2. (im Marxismus) der Dialektik entgegengesetzte Denkweise, die die Erscheinungen
als isoliert und als unveränderlich betrachtet
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 91
2.3.4 Positives Recht / Positivmus
Herkunft
mittellateinisch metaphysica, zu griechisch tà metà tà physiká = das, was hinter der Physik
steht, Titel für die philosophischen Schriften des Aristoteles, die in einer Ausgabe des
1. Jahrhunderts v. Chr. hinter den naturwissenschaftlichen Schriften angeordnet waren
https://www.duden.de/rechtschreibung/Metaphysik
Philosophie [DUDEN-online]
1. Streben nach Erkenntnis über den Sinn des Lebens, das Wesen der Welt und die
Stellung des Menschen in der Welt; Lehre, Wissenschaft von der Erkenntnis des
Sinns des Lebens, der Welt und der Stellung des Menschen in der Welt
2. persönliche Art und Weise, das Leben und die Dinge zu betrachten
Synonyme zu Philosophie
● Denkart, Denkweise, Einstellung, Gesinnung, Lebensauffassung, Meinung,
Weltanschauung, Weltbild
Herkunft
lateinisch philosophia < griechisch philosophía, zu: sophía = Weisheit
https://www.duden.de/rechtschreibung/Philosophie
Geist, der [DUDEN-online]
1.
a) denkendes Bewusstsein des Menschen, Verstandeskraft, Verstand
b) Scharfsinn, Esprit
2. Gesinnung; innere Einstellung, Haltung
3. klares Destillat von unvergorenen, mit Alkohol versetzten Früchten, besonders
Beerenfrüchten
Synonyme zu Geist
● Denkfähigkeit, Denkvermögen, Intellekt, Klugheit, Vernunft, Verstand,
Verstandeskraft; (umgangssprachlich) Grips, Grütze, Hirn, Köpfchen; (Philosophie)
Nus
● Esprit, Genie, Scharfsinn; (gehoben) Genius
● Bewusstsein, Denkart, Denkweise, Einstellung, Gesinnung, Grundeinstellung,
Grundhaltung, Haltung; (gehoben) Sinn; (salopp) Denke; (veraltend) Denkungsart
https://www.duden.de/rechtschreibung/Geist_Verstand_Destillat
Positivismus ist eine Philosophie, die jegliche Metaphysik ablehnt. Das schließt den Geist
des Menschen ebenfalls ein. Im Positivismus kann es keine Menschen geben.
Das Ergebnis dieser Philosophie kann nur die Unordnung sein, weil jeder probiert, seine
Ordnung umzusetzen, in der Regel gegen die natürlich vorgegebene Schöpferordnung.
Positivismus = Beschränkung
Positivisten = Beschränkte
92 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.3.4 Positives Recht / Positivmus
Rechtspositivismus [Juristisches Wörterbuch]
ist der das Recht betreffende Positivismus.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 353
Rechtspositivismus [BROCKHAUS FACHLEXIKON RECHT]
ist im weitesten Sinn jede Theorie, die unter Vermeidung metaphysischer Annahmen (d.h.
Insbesondere der Existenz Gottes, eines Ideenreichs, einer vernünftigen Weltordnung, einer
unveränderlichen Natur des Menschen oder einer teleologisch bestimmten Natur; Naturrecht)
den Begriff des Rechts mithilfe empirischer und veränderlicher Merkmale bestimmt.
Kennzeichen des Rechtspositivismus ist die strikte gedankliche) Trennung von Recht und
Moral. [..]
BROCKHAUS FACHLEXIKON RECHT, Auflage 2, Seite 1064
Rechtspositivismus [Deutsches Rechts-Lexikon BECK]
ist der auf den Gegenstand Recht bezogene Positivismus. Er bedeutet die Beschränkung auf
ein hierarchisches, vernunftmäßig zu gewinnendes System von rein juristischen positiven
Begriffen, weiche von der gesellschaftlichen Wirklichkeit und allen anderen nichtjuristischen
Elementen gelöst sind (wissenschaftlicher R«). Später gründete er sich statt auf die
wissenschaftliche Autorität des Juristen auf das den Volkswillen verkörpernde Gesetz
(Gesetzespositivismus), welches (jenseits des Nachweises seiner verfassungsmäßigen
Entstehung) einer Begründung weder fähig noch bedürftig ist. Der R. steht damit insb im
Gegensatz zum Natur-recht. Nach 1945 wurde der R. oft als Grund für die Pervertierung des
Rechts durch den Natio-nalsozialismus bezeichnet und deswegen zurückgedrängt.
Deutsches Rechts-Lexikon, Auflage 2, Band 3, BECK Verlag, Seite 71
Positivismus [Juristisches Wörterbuch]
ist in der Philosophie eine Denkweise des 19. Jhs, die nur in dem unmittelbar
Wahrgenommenen eine sichere Grundlage des Erkennens sieht. In der Rechtswissenschaft
bedeutet Positivismus Beschränkung auf ein hierarchisches angeblich vernunftmäßig zu
gewinnendes System von rein juristischen, von der gesellschaftlichen Wirklichkeit gelösten
Begriffen (Wissenschaftlicher Positivismus → Begriffsjurisprudenz) Später wird das Recht
statt auf die wissenschaftliche Autorität des Juristen auf das den Volkswillen verkörpernde
Gesetz gegründet (Gesetzpositivismus)
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 281
Gesetzespositivismus [Juristisches Wörterbuch]
ist das Festhalten am (Wortlaut des) Gesetz(es) als einziger Richtschnur. Der
Gesetzespositivismus leugnet übergesetzliche, dem Gesetzgeber vorgegebene Werte. Ihm
garantiert das formell ordnungsmäßig zustande gekommene Gesetz als solches die
Gerechtigkeit.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 184
Mit „...das formell ordnungsmäßig zustande gekommene Gesetz“ sind nicht die Naturgesetze gemeint,
sondern vom Menschen geschaffene Gesetze. Durch Gesetzespositivismus wurde der Völkermord durch
die Nationalsozialisten möglich gemacht und war durch das Gesetz legitimiert. Im Naturrecht bleibt es
Unrecht. Der Gesetzespositivismus steht im absoluten Gegensatz zur Präambel und ist gegen die
verfassungsmäßige Grundordnung gerichtet.
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 93
2.3.4 Positives Recht / Positivmus
Gesetzesrecht [Juristisches Wörterbuch]
ist das durch Gesetz geschaffene Recht. Es steht im Gegensatz zum Gewohnheitsrecht und
zum Fallrecht (Richterrecht). Es ist in Deutschland der wichtigste Teil des Rechts.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 184
Die im „BROCKHAUS FACHLEXIKON RECHT“ angegebene Definition des
Rechtspositivismus vermeidet die Annahme eines Gottes, ist gegen die Präambel und
somit gegen die verfassungsmäßige Grundordnung der BRD gerichtet.
Rechtspositivismus
= Gleichsetzung von Recht und Gesetz
= Gesetze ohne Rechtanbingung
= gegen die Grundordnung der BRD
Der Rechtspositivismus ist die Leugnung des „Gottes“ aus der Präambel und der
Schöpfung, sowie der unveränderlichen Menschenrechte.
Überpositives Recht [Juristisches Wörterbuch]
= Naturrecht [im Begriff Recht
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 295 unter "Recht"
Naturrecht ist über (dem) positiven Recht.
Objektives Recht [Juristisches Wörterbuch]
… Objektives Recht ist die Sollensordnung , welche die Verhaltensweisen von einzelnen
Menschen und der Gesamtgesellschaft zueinander regeln.
… Das objektive Recht unterscheidet sich von der Sittlichkeit dadurch, dass es sich auf das
äußere Verhalten, nicht (nur) auf die Gesinnung bezieht.
Das objektive Recht kann weiter positives, von Menschen gemachtes Recht … sein.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 343, unter Begriff Recht
Positives Recht muss der Versuch sein, das Naturrecht bzw. die Naturgesetze transzendent
in geschriebene Gesetze zu transformieren, um das Recht des Einzelnen (Menschenwürde)
zu schützen. Ist das nicht der Fall, verliert positives Recht seine Existenzberechtigung und
mutiert zu Unrecht. Wenn die Ordnung verloren geht, entsteht Unordnung.
Positives Recht kann nur angewendet werden, wenn das Naturrecht verletzt wurde, damit
die „natürliche bzw. öffentliche“ Ordnung wieder hergestellt werden kann oder damit die
dem Grundrecht verpflichteten Bediensteten ihren Arbeitsrahmen kennen.
Den Rahmen / die Grenzen / die Grundlage des positiven Rechts bilden immer die 7
hermetischen Gesetze / die 7 Noachidischen Gebote.
94 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.3.4 Positives Recht / Positivmus
Auch wenn ein Mensch nicht an die Bibel glaubt, muss von jedem erwartet werden
können, die Substanz dieser Gebote einzuhalten. Eine Abkehr von diesen Geboten
bewirkt, dass sich die Menschheit in den Selbstruin treibt, da wir dann den Pfad der
Schöpfung verlassen haben.
Wenn man den Menschen einredet, Naturrecht ist Unfug und nur der Staat ist legitimer
„Rechtsetzer“ und „Rechtsprecher“, bekommt man die Mehrzahl irgendwann dazu, sich
freiwillig als Staatsangehöriger über die Personalhoheit den staatlich verordneten
Vorschriften unterzuordnen. Ohne das Naturrecht fehlt die „legitime Rechtquelle“ für das
positive Recht. Die Ausgestaltung des positiven Rechts unterliegt dann einzelnen
beschränkten Positivisten, die die Schöpfung leugnen.
Positivist, der [DUDEN – Das Fremdwörterbuch]
Vertreter, Anhänger des Positivismus.
DUDEN BAND 5 – Das Fremdwörterbuch (1974) Seite 580
In der Rechtrealität ist der Staat dem Menschen untergeordnet und NUR zum Schutz der
Menschen legitim. Diese Rechtspaltung wurde auch in der Präambel und dem Artikel 1
Grundrechte berücksichtigt und für alle als Grundlage festgehalten.
Präambel (vor den Grundrechten und dem Grundgesetz)
Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt, als
gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich
das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.
[Kommentar: auf Grund der fehlenden rechtmäßigen verfassungsgebenden Gewalt konnte
sich das unfreie deutsche Volk (aus Artikel 116 Grundgesetz mit der Staatsangehörigkeit
von 1937) nur ein Grundgesetz für die Verwaltung BRD geben. Die im Grundgesetz
gewählte Formulierung ist korrekt.]
Grundrechte (Artikel 1 - 19 vor dem Grundgesetz)
Artikel 1
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist
Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen
Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und
der Gerechtigkeit in der Welt.
(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und
Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.
Im 20 Jahrhundert entwickelte sich eine Rechtauffassung, die die Verbindung des
positiven Rechts zum Naturrecht leugnet. Die Positivisten sind der Meinung, dass nur der
Mensch das Recht setzen kann und es keine höhere Legitimation braucht. Natürliche
Vorgänge werden zu fiktiven Verwaltungsakten fingiert, um „verwaltet“ werden zu
können. Die Grundrechte werden täglich ein Stück mehr beschnitten.
Begriffsjurisprudenz [Juristisches Wörterbuch]
ist die Richtung der Rechtswissenschaft, die davon ausgeht, dass die Rechtsordnung
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 95
2.3.4 Positives Recht / Positivmus
grundsätzlich aus einem lückenlos geschlossenen System von Begriffen bestehe
(hierarchische Begriffspyramide), aus dem allein durch logisches Vorgehen (Ableiten,
Deduktion) eine Lösung jedes (neuen) Einzelfalls ermittelt werden könne. Diese im 19. Jh.
besonders von Puchta vertretenen Grundsätze haben sich als fragwürdig erwiesen. Die B.
wurde insbesondere angegriffen von der freien Rechtsschule und der Interessenjurisprudenz.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 51
Begriffsjurisprudenz [Deutsches Rechts-Lexikon BECK]
ist diejenige Richtung der Rechtswissenschaft, welche davon ausgeht, daß die Rechtsordnung
aus einem lückenlos geschlossenen System von Begriffen bes tehe, aus welchem allein durch
logische Operation eine Losung jedes Einzelfalles ermittelt werden könne. Die B. hat eine
ihrer Wurzeln im modernen Naturrecht [Kommentar AMR-MD: modernes Naturrecht ist
getarnter Positivismus], welches das Recht more geometrico (in geometrischer Art)
konstruieren zu können glaubte und aus dem Besonderen durch rationale Reduktion
Allgemeines gewann. Noch näher ist sie mit der →Historischen Rechtsschule verbunden,
welche theoretisch das Recht an seine geschichtlichen Voraussetzungen gebunden sah und es
als einen aus dem innersten Wesen der Nation (Volksgeist) geborenen Teilbereich der
Gesamtkultur eines Volkes betrachtete, mit welcher es, gespeist von irrationalen Kräften,
organisch wachsen müssen sollte, praktisch jedoch in erster Linie den historischen Stoff von
allen geschichtlichen Einzelheiten reinigte und systematisch durchdrang.
Durch Georg Friedrich Puchta (1798-1846), den Schüler und Nachfolger Friedrich Carl
von Savignys, wurde in Bezug auf die Rechtsquellenlehre der Schwerpunkt der
Rechtsentstehung vom Volk auf die Juristen als die legitimen Vertreter des Volkes bzw. des
Volksgeistes als des gemeinsamen Bewußtseins der durch natürliche Momente zur Einheit
verbundenen Nation verlegt. Unter Rückgriff auf die genannten vernunftrechtlichen Ansätze
verpflichtete Puchta diese Juristen auf ein hierarchisches System von rein juristischen,
positiven und von der gesellschaftlichen Wirklichkeit gelösten Begriffen (die sog.
Begriffspyramide), aus welchem nach naturwissenschaftlich-rationaler Art für jedes Problem
konstruktiv eine Lösung gewonnen werden kann.
Damit ist im Ergebnis die organische Volksgeistlehre der Historischen Rechtsschule
aufgegeben und durch eine Vorstellung, welche in der Ableitung und Anwendung von
Rechtssätzen rein verstandesmäßige, streng logische Akte sieht, ersetzt. Diese B. beherrschte
im wesentlichen die spätere Pandektistik und damit das ausgehende 19. Jahrhundert. Schon
durch Rudolf von Ihering (1818-92), der ursprünglich selbst Verfechter dieser Vorstellungen
war, wurde die B. in Hinwendung zur sozialen Wirklichkeit heftig bekämpft. Seit dem
beginnenden 20. Jahrhundert wich die B. mehr und mehr der Interessenjurisprudenz.
Deutsches Rechts-Lexikon, Auflage 2, Band 2, BECK Verlag, Seite 539
Wir erinnern uns: als Rechtstheorie wird der Versuch bezeichnet, das Recht in seinen
gesamten Erscheinungsformen systematisch darzustellen und daraus nachprüfbare
(falsifizierbare) Erkenntnisse zu gewinnen.
Rechtstheorie = Versuch = Experiment
Positivismus = gottlos
96 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.3.4 Positives Recht / Positivmus
legal [DUDEN – das Herkunftswörterbuch]
>>gesetzlich, gesetzmäßig<<
DUDEN – das Herkunftswörterbuch, Auflage 7 (2001), Seite 476
Der Mensch kennt den natürlichen Rahmen nicht mehr. Dieser Rahmen muss nun durch
Gesetze künstlich geschaffen werden. Die biologische Programmierung der Gebote in die
Seele des Menschen wurde und wird über Gewalt, Konsum, Leid etc. abtrainiert oder
zerstört. Die gottlosen Menschen, die die Gebote nicht kennen und diese überschreiten,
müssen mit den Gesetzen des Staates in einen neuen künstlichen „Rechtrahmen“ gebracht
und in diesem gehalten werden, damit sie sich nicht gegenseitig „auffressen“.
Freirechtsschule [Juristisches Wörterbuch]
ist die gegen die Begriffsjurisprudenz gerichtete Schule (ab 1907 Ehrlich, Fuchs,
Kantorowicz) der Rechtswissenschaft (→Rechtsschule), die davon ausgeht, dass die konkrete
richterliche Fallentscheidung nicht auf logischer Subsumtion, sondern auf dem Rechtsgefühl
beruhe. Der Richter dürfe und müsse vom Gesetz abweichen, sobald dessen Anwendung zu
ungerechten Ergebnissen führe. Ihr rechtstatsächlicher Erfolg war gering.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 158
Die Probleme, die mit dem rein positivistischen Rechtverständnis verbunden sind, benennt
der Papst ganz deutlich in seiner Rede vor dem Bundestag.
positivistisch [DUDEN – Das Fremdwörterbuch]
1. den Positivismus betreffend, zu ihm gehörend, auf ihm beruhend.
2. (abwertend) vordergründig; sich bei einer wissenschaftlichen Arbeit nur auf das
Sammeln o.ä. Beschränkend u. keine eigene Gedankenarbeit aufweisend.
DUDEN BAND 5 – Das Fremdwörterbuch (1974) Seite 580
Papstrede im Bundestag
Ich möchte kurz andeuten, wieso diese Situation entstanden ist. Grundlegend ist zunächst die
These, daß zwischen Sein und Sollen ein unüberbrückbarer Graben bestehe. Aus Sein könne
kein Sollen folgen, weil es sich da um zwei völlig verschiedene Bereiche handle. Der Grund
dafür ist das inzwischen fast allgemein angenommene positivistische Verständnis von Natur
und Vernunft. Wenn man die Natur – mit den Worten von H. Kelsen – als „ein Aggregat von
als Ursache und Wirkung miteinander verbundenen Seinstatsachen“ ansieht, dann kann aus
ihr in der Tat keine irgendwie geartete ethische Weisung hervorgehen. Ein positivistischer
Naturbegriff, der die Natur rein funktional versteht, so wie die Naturwissenschaft sie erklärt,
kann keine Brücke zu Ethos und Recht herstellen, sondern wiederum nur funktionale
Antworten hervorrufen. Das gleiche gilt aber auch für die Vernunft in einem positivistischen,
weithin als allein wissenschaftlich angesehenen Verständnis. Was nicht verifizierbar oder
falsifizierbar ist, gehört danach nicht in den Bereich der Vernunft im strengen Sinn. Deshalb
müssen Ethos und Religion dem Raum des Subjektiven zugewiesen werden und fallen aus
dem Bereich der Vernunft im strengen Sinn des Wortes heraus. Wo die alleinige Herrschaft
der positivistischen Vernunft gilt – und das ist in unserem öffentlichen Bewußtsein weithin
der Fall –, da sind die klassischen Erkenntnisquellen für Ethos und Recht außer Kraft gesetzt.
Dies ist eine dramatische Situation, die alle angeht und über die eine öffentliche Diskussion
notwendig ist, zu der dringend einzuladen eine wesentliche Absicht dieser Rede ist.
Das positivistische Konzept von Natur und Vernunft, die positivistische Weltsicht als Ganzes
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 97
2.3.4 Positives Recht / Positivmus
ist ein großartiger Teil menschlichen Erkennens und menschlichen Könnens, auf die wir
keinesfalls verzichten dürfen. Aber es ist nicht selbst als Ganzes eine dem Menschsein in
seiner Weite entsprechende und genügende Kultur. Wo die positivistische Vernunft sich allein
als die genügende Kultur ansieht und alle anderen kulturellen Realitäten in den Status der
Subkultur verbannt, da verkleinert sie den Menschen, ja sie bedroht seine Menschlichkeit. Ich
sage das gerade im Hinblick auf Europa, in dem weite Kreise versuchen, nur den Positivismus
als gemeinsame Kultur und als gemeinsame Grundlage für die Rechtsbildung anzuerkennen,
alle übrigen Einsichten und Werte unserer Kultur in den Status einer Subkultur verwiesen und
damit Europa gegenüber den anderen Kulturen der Welt in einen Status der Kulturlosigkeit
gerückt und zugleich extremistische und radikale Strömungen herausgefordert werden. Die
sich exklusiv gebende positivistische Vernunft, die über das Funktionieren hinaus nichts
wahrnehmen kann, gleicht den Betonbauten ohne Fenster, in denen wir uns Klima und Licht
selber geben, beides nicht mehr aus der weiten Welt Gottes beziehen wollen. Und dabei
können wir uns doch nicht verbergen, daß wir in dieser selbstgemachten Welt im stillen doch
aus den Vorräten Gottes schöpfen, die wir zu unseren Produkten umgestalten. Die Fenster
müssen wieder aufgerissen werden, wir müssen wieder die Weite der Welt, den Himmel und
die Erde sehen und all dies recht zu gebrauchen lernen
Der Verlust des Glaubens führt zu Krieg und Terror.
Der Positivismus ist die Quelle der Personifikation.
...„Erkenntnisquelle für Ethos und Recht außer kraft gesetzt“...
Ethos, das [DUDEN-online]
vom Bewusstsein sittlicher Werte geprägte Gesinnung, Gesamthaltung; ethisches
Bewusstsein; Ethik
Synonyme zu Ethos
● Moral, Pflichtbewusstsein, Pflichtgefühl, Pflichttreue, Sittlichkeit,
Verantwortungsbewusstsein, Verantwortungsgefühl; (bildungssprachlich) Ethik,
Moralität
https://www.duden.de/rechtschreibung/Ethos
geboten – verboten = Naturrecht
legal – illegal = positives Recht
Mensch = Naturrecht
Person = positives Recht
98 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.3.4 Positives Recht / Positivmus
Seit der Begründung der Quantenphysik durch Max Planck, ist es wissenschaftlich
bewiesen, dass die Grundannahme des Positivismus wissenschaftlich falsch und widerlegt
worden ist.
Die Grundlage zur Erlangung der eigenen Freiheit ist der Verzicht auf sämtliches positives
Recht. Positives Recht gilt nur für Personen, nicht für Menschen.
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 99
2.3.5 Der Artikel 6 des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuche
2.3.5 Der Artikel 6 des Einführungsgesetzes zum
Bürgerlichen Gesetzbuche
EGBGB – Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuche
Artikel 6 Öffentliche Ordnung (ordre public)
Eine Rechtsnorm eines anderen Staates ist nicht anzuwenden, wenn ihre Anwendung zu einem
Ergebnis führt, das mit wesentlichen Grundsätzen des deutschen Rechts offensichtlich
unvereinbar ist. Sie ist insbesondere nicht anzuwenden, wenn die Anwendung mit den
Grundrechten unvereinbar ist.
Aus dem Artikel 6 EGBGB lässt sich folgendes ableiten:
1. wesentliche Grundsätze des deutschen Rechts =
Grundrechte = Menschenrechte
2. Der Rechtkreis „Grundrecht“ bildet das juristische Inland.
3. Im Inland kann es keine grundrechtwidrigen Gesetze
geben.
4. Grundrechtwidrige Gesetze gelten nicht im Inland und
sind nicht öffentlich.
5. Die BRD-Gesetze sind nicht grundrechtfähig und können
somit nicht das deutsche Inland sein.
100 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.3.6 Grundrechtberechtigung
2.3.6 Grundrechtberechtigung
1. Grundrecht ist das Recht des Menschen gegenüber dem
Staat (der BUNDESREPUBLIK).
2. Grundrecht = Öffentliches Recht
3. Die BRD ist nicht grundrechtberechtigt, sondern dem
Grundrecht verpflichtet.
4. Grundrechtberechtigung = Voraussetzung für die
allgemeine Rechtfähigkeit
5. Grundrechtverletzungen können in der BRD nicht
festgestellt und somit nicht verfolgt werden.
Die Menschen haben ihr Recht vom Schöpfer erhalten und sind Träger des „universellen
Rechts“. Deshalb muss man die Untersuchung zum Recht unter dieser Fragestellung
betrachten: Wer hat welches Recht von wem unter welchen Bedingungen für welchen
Zweck erhalten?
Grundrecht, das [DUDEN-online]
verfassungsmäßig gewährleistetes, unantastbares Recht eines Bürgers, einer Bürgerin
gegenüber dem Staat
Herkunft
mittelhochdeutsch gruntreht = Abgabe an den Grundherrn, Grundzins
https://www.duden.de/rechtschreibung/Grundrecht
Grundrecht [Juristisches Wörterbuch]
(Art. 1 ff., 142 GG) ist das dem Einzelnen und in eingeschränktem Umfang auch der
Vereinigung (z. B. der juristischen Person) zustehende, verfassungsmäßig verbürgte
grundlegende Recht (Art. 1 - 19, 20 II, IV, 101 ff. GG). Das Grundrecht gewährt in erster
Linie Schutz gegenüber staatlichem Eingriff (Freiheitsrechte). Daneben strahlen die
Grundrechte als Wertordnung auf das gesamte Recht aus (Drittwirkung). Gegen die
Verletzung eines Grundrechts durch die öffentliche Gewalt kann jeder Betroffene die
Verfassungsbeschwerde erheben (Art. 93 I Nr. 4a GG). Vom Grundrecht als
verfahrensrechtlich durchsetzbarem subjektiven Recht zu trennen ist die bloße, den Staat
verpflichtende Norm des objektiven Verfassungsrechts (z. B. Recht auf Genuss der
Naturschönheiten und Erholung in der freien Natur in Sachsen).
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 196
Die Grundrechte sind in Artikel 1 - 19 in dem Buch, welches die Meisten
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 101
2.3.6 Grundrechtberechtigung
fälschlicherweise unter dem Titel "Grundgesetz" kennen, niedergelegt. Die Grundrechte
gehen dem Grundgesetz vor und werden vom Naturrecht (Präambel) abgeleitet.
Die Grundrechte geben den Staatsbediensteten ihren „Arbeitsrahmen“ gegenüber
Menschen vor.
Wenn die Grundrechte den Menschen gegenüber Eingriffen des Staates schützen sollen,
können Grundrechte nicht für den Staat gelten, gleichzeitig können Staatsbedienstete
während der Ausübung ihrer Pflichten keine Grundrechtträger sein, sondern „nur“
Rechtssubjekte in der fiktiven Rolle der nicht grundrechtberechtigten BRD-Bediensteten-
Person. Ein Beruf ist kein Mensch, sondern eine „Rolle“. Dazu mehr im gleichnamigen
Kapitel „Die Person als „Rolle““ ab Seite 141.
Gemäß Bundesverfassungsgerichtsfeststellung 1-BvR-1766/2015 gelten die Grundrechte
nicht für die j. P. Bundesrepublik Deutschland und von ihr gehaltenen juristischen
Personen.
Auszug BVerfG-Urteil - 1 BvR 1766 aus dem Jahr 2015
... Der Beschwerdeführerin fehlt es an der erforderlichen Beschwerdebefugnis, denn sie ist im
Hinblick auf die von ihr geltend gemachten Grundrechte nicht grundrechtsfähig (Art. 19 Abs. 3
GG). Randnummer 5
... Die Grundrechtsfähigkeit einer juristischen Person des öffentlichen Rechts ist vor diesem
Hintergrund grundsätzlich dann zu verneinen, wenn diese öffentliche Aufgaben wahrnimmt
(vgl. BVerfGE 21, 362 <369 f.>; 45, 63 <78>; 61, 82 <101>; 68, 193 <206>; 70, 1 <15>;
75, 192 <197>; 85, 360 <385>; BVerfG, Beschluss des Ersten Senats vom 16. Dezember 2014
- 1 BvR 2142/11 -, NVwZ 2015, S. 510 <511 f.>). Gleiches gilt für juristische Personen des
Privatrechts, die von der öffentlichen Hand gehalten oder beherrscht werden (vgl. BVerfGE 45,
63 <79 f.>; 68, 193 <212 f.>; 128, 226 <245 f., 247>). - Randnummer 6
https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2015/11/rk20151103_1bvr176615.html
Betrachtet man es unter der Tatsache, dass der Staat von den Menschen finanziert wird,
leuchtet es ein, dass der Staat keine eigenen Rechte sich selbst gegenüber in Anspruch
nehmen kann.
Wenn der Staat selbst kein Rechtträger ist, können die Bediensteten Personen des Staates
die Grundrechte nicht einschränken, beschneiden oder in irgendeiner anderen Weise
justieren. Die Rechtssubjekte in der Rolle der juristischen Personen „BEDIENSTETER“
sind dem Grundrecht verpflichtet.
Grundrechte (Artikel 1 - 19 vor dem Grundgesetz)
Artikel 1
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist
Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
Wenn es "Grundgesetz für die BRD" heißt und die Grundrechte für die juristischen
Personen der BRD nicht gelten, kann das Grundgesetz nicht die Grundrechte und die
Präambel enthalten.
102 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.3.6 Grundrechtberechtigung
Präambel = Naturrecht
Grundrecht (Artikel 1 – 19) = Öffentliches Recht
Grundgesetz (Artikel 20 – 146) = nicht öffentlich / Privat
Grundrechtsfähigkeit [Juristisches Wörterbuch]
ist die Fähigkeit, Träger von Grundrechten zu sein. Sie besteht beim Menschen grundsätzlich
von der Geburt an. Sie steht nicht dem Staatsorgan Staatsanwaltschaft als
Strafverfolgungsorgan zu.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 197
Laut 1 BvR 1766/2015 steht sie keinem Staatsorgan zu. Alle "Organe" oder Personen der
BRD sind dem Grundrecht verpflichtet.
Grundrechtsmündigkeit [Juristisches Wörterbuch]
ist die Fähigkeit des Menschen, Grundrechte selbstständig geltend zu machen.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 197
Wir erinnern uns an den Teil zum Thema "Mensch". Da fanden wir folgende Definitionen:
Mensch [Juristisches Wörterbuch]
"Mensch ist das mit Verstand und Sprachvermögen begabte Lebewesen von seiner Geburt bis
zu seinem Tod. Der Mensch steht im Mittelpunkt des von ihm gestalteten Rechtes. Er hat
bestimmte grundlegende Rechte gegenüber dem Staat."
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 281
Menschenwürde [Juristisches Wörterbuch]
(Art. 1 I GG) ist der innere und zugleich soziale Wert- und Achtungsanspruch, der dem
Menschen um seinetwillen zukommt. Die Menschenwürde besteht darin, daß der Mensch als
geistig sittliches Wesen von Natur darauf angelegt ist, in Freiheit und Selbstbewusstsein sich
selbst zu bestimmen und in der Umwelt auszuwirken. Die Menschenwürde ist unantastbar.
Daraus folgt, daß die Würde des Menschen nach der Verfassung der höchste Wert und damit
der Mittelpunkt des Wertesystems ist und der Staat ausschließlich um des Menschen willen da
ist. Art 1 I GG ist eine objektive Verfassungsnorm, die sich als Verhaltensnorm an alle richtet,
die aber dem Einzelnen kein subjektives Recht gewährt. Eine ihrer wichtigsten Ausprägungen
ist das allgemeine Persönlichkeitsrecht.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 282
Aus beiden geht unmissverständlich hervor, dass der Mensch sein Recht und seine
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 103
2.3.6 Grundrechtberechtigung
Umwelt selbst gestaltet. Es muss also Bewusstsein vorhanden sein. Die juristische
Definition der Grundrechtmündigkeit des Menschen und der Menschenwürde ergänzen
sich perfekt. Grundrechte gelten nur für Menschen. Auf den Punkt gebracht bedeutet das:
Nur wer sein Recht kennt und in der Lage ist, es korrekt einzufordern
(Grundrechtmündigkeit), kann es erhalten. Ob das immer der Fall ist und man sein Recht
in jedem Fall erhält, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Grundrechtsschranke [Juristisches Wörterbuch]
ist die durch Gesetzesvorbehalt oder durch das Grundgesetz selbst (Verfassungsvorbehalt,
z. B. Art. 9 II GG) vorgenommene Begrenzung von Grundrechten. Immanente
Grundrechtsschranke ist die nicht durch Gesetzesvorbehalt oder Verfassungsvorbehalt
ausdrücklich angeordnete, sondern dem Grundrecht selbst ungeschrieben innewohnende und
durch Auslegung zu ermittelnde Grundrechtsschranke. Die Notwendigkeit immanenter
Grundrechtsschranken ergibt sich daraus, dass die Grundrechtausübung des anderen dies
erfordert (Art. 1 GG).
Köbler Juristisches Wörterbuch 16. Auflage, Seite 197
Aus naturrechtlicher Sicht kann man es so beschreiben: Nur von der Schöpfung
geschaffene, mit Bewusstsein ausgestattete und lebendige Wesen können Rechtträger sein.
Weil die Bundesrepublik Deutschland eine private Fiktion der Alliierten (auf Grundlage
eines Vertrages) ist und nicht von der Schöpfung direkt hervorgebracht wurde (natürlich
gewachsen ist), kann sie Ihrem Wesen nach (Artikel 19 III Grundgesetz) keine
Grundrechte in Anspruch nehmen.
Grundrechte (Artikel 1 - 19 vor dem Grundgesetz)
Artikel 19
(3) Die Grundrechte gelten auch für inländische juristische Personen, soweit sie ihrem Wesen
nach auf diese anwendbar sind.
Naturrecht [Juristisches Wörterbuch]
Naturrecht ist in der Rechtsphilosophie die Gesamtheit der der Natur innewohnenden, zeitlos
gültigen, vernunftsnotwendigen Rechtssätze, die über den vom Menschen gesetzten
Rechtssätzen (positives Recht) stehen. Das Naturrecht, dessen Herleitung und Geltung
umstritten sind, dient als Korrektiv des gesetzten Rechts. Vertreter der Idee eines Naturrechts
sind griechische Philosophen, christliche Kirchen und neuzeitliche Philosophen. Auf
Naturrecht lassen sich vor allem die allgemeinen Menschenrechte oder Grundrechte
begründen.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 254
Man kann die Grundrechtfähigkeit als Trennung zwischen Fiktion und
Schöpfung/Realität, zwischen Naturrecht und positivem Recht betrachten.
Alle juristischen Personen, die nicht grundrechtfähig sind, wurden "nicht vom Menschen"
begründet bzw. abgeleitet oder von der Schöpfung hervorgebracht. Das bedeutet, wenn
wir die Kette der Personen, die eine andere Person begründet haben, bis an „die Quelle“
folgen, finden wir nirgends einen Menschen, der die Person mit seinem Recht legitimiert
hat. Das wird im Laufe des Buches noch besser verständlich. Diese Personen sind
Fiktionen, die es in der "Natur" nicht gibt und sie können deshalb im Naturrecht kein
104 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.3.6 Grundrechtberechtigung
Recht für sich beanspruchen, sondern sind kategorisch dem Grundrecht verpflichtet.
Juristische Personen der BRD können auch kein Schatten sein, denn dieser setzt von der
Schöpfung geschaffene Materie voraus. Wenn der Mensch denkt, er ist die Person (nicht
das Rechtssubjekt in der Rolle der Person), gibt es keinen Menschen der die Person mit
seinem Recht beleiht.
Die BRD ist aus und in der Fiktion entstanden. Man kann auch sagen, die BRD ist ein
großes Märchen(-buch).
Vereine werden von "natürlichen Personen" begründet und Verbände von juristischen
Personen. Ein Verband ist immer eine Fiktion, begründet von einer anderen Fiktion.
Verbände können nie rechtsfähig oder grundrechtfähig sein, ausgenommen Verbände von
Weltanschauungs- und Glaubensgesellschaften. Werden Verbände juristischer Personen in
das Vereinsregister eingetragen, handelt es sich (mindestens) um eine Täuschung. Sie sind
alle dem Grundrecht verpflichtet, können keine eigenen Rechte beanspruchen und sind nur
in dieser Aufgabe legitim.
Eine „nicht grundrechtberechtigte“ juristische Person kann keinen rechtsfähigen Verein
begründen (1 BvR 1766/2015).
Ein Verein, der bei dem Vereinsregister im Amtsgericht eingetragen ist, kann ebenfalls
keine volle Grundrechtberechtigung erlangen, da er in ein nicht rechtfähiges Register, bei
einem nicht rechtfähigen Schiedsgericht eingetragen ist, von einer nicht rechtfähigen
Person anerkannt und legitimiert werden muss und somit ebenfalls nicht rechtsfähig ist.
Nemo plus iuris transferre potest quam ipse habet [Wikipedia]
(mitunter auch in der Formulierung „nemo plus iuris ad alium transferre potest quam ipse
habet“ oder „nemo dat quod non habet“) ist ein aus den iustinianischen Digesten stammender
Rechtsgrundsatz, der in den später sogenannten Corpus iuris civilis eingeflossen ist und
grundsätzlich heute noch gültig ist. Die deutsche Übersetzung lautet: Niemand kann mehr
Recht übertragen, als er selbst hat.
Er wird auch dann relevant, wenn Vertrags-/Mitgliedsstaaten Kompetenzen auf inter-
oder supranationale Organisationen übertragen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Nemo_plus_iuris_transferre_potest_quam_ipse_habet
Rechtsgrundsatz [Deutsches Rechts-Lexikon BECK]
ist ein besonders wichtiger, grundlegender Rechtssatz (zB § 1 BGB). Er ist allgemeiner R.,
wenn er von allgemeiner Bedeutung ist, insbesondere wenn er über seine Festlegung in einer
einzelnen Bestimmung hinaus Wirkung in einem allgemeinen Geltungsbereich erlangt (zB der
in § 242 BGB enthaltene Satz: Der Schuldner ist verpflichtet, die Leistung so zu bewirken,
wie Treu und Glauben mit Rücksicht auf die Verkehrssitte es erfordern).
Deutsches Rechts-Lexikon, Auflage 2, Band 3, BECK Verlag, Seite 54
Die Verbände der Juristen tragen sich bei Ihren eigenen Gerichten als Verein ein und
erkennen sich gegenseitig selbst als "rechtsfähigen Verein" an. Das hat mit Grundrechten
bzw. Grundrechtverpflichtung nichts mehr zu tun, sondern ist reine Selbstermächtigung.
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 105
2.3.6 Grundrechtberechtigung
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
§ 54 Nicht rechtsfähige Vereine
Auf Vereine, die nicht rechtsfähig sind, finden die Vorschriften über die Gesellschaft
Anwendung. Aus einem Rechtsgeschäft, das im Namen eines solchen Vereins einem Dritten
gegenüber vorgenommen wird, haftet der Handelnde persönlich; handeln mehrere, so haften
sie als Gesamtschuldner.
Juristische Personen (Verbände) haben
● kein Recht, keine Heimat und kein Heimatrecht,
● keine Staat(s)bürgerschaft und keine Staat(s)angehörigkeit,
● keine Rasse, keine Mutter oder keinen Vater,
● sind nicht grundrecht-, grundbuch-,
● recht-, geschäft-, handlung-, delikt, insolvenz-, vertrag- oder prozeßfähig,
● erkennen den Menschen und das Recht nicht,
● sind funktionale Fiktionen und sind gewalttätig oder untätig
● haben keinen Glauben
● und begründen nur einen Handel(s)sitz.
Fiktionen aller Art haben keinerlei Recht, über den Menschen zu urteilen oder zu
justieren. Der Mensch finanziert diese Personen, um ihn zu schützen, eine Art
FREIWILLIGE SCHUTZABGABE. Alles andere ist Schutzgelderpressung und gehört zu
den klassischen Arbeitsmethoden der organisierten Kriminalität. Ein Urteil ist die
Meinung einer Jury, ob ihr das vorgetragene Schauspiel gefallen hat oder nicht. Das Recht
auf Äußerung seiner freien Meinung nach Artikel 5 Grundrechte hat die Person des
Richters allerdings nicht. Laut schriftlicher Stellungnahme des Justizministeriums
Niedersachsen sind die juristischen Personen der Justiz nicht prozessfähig. Nach
Prozessrecht ist der Mensch ebenfalls nicht prozessfähig, sondern nur die Person.
Prozessfähigkeit [Juristisches Wörterbuch]
ist die Fähigkeit, vor Gericht zu stehen (§51 ZPO). Sie ist die Fähigkeit, Prozesshandlungen
selbst oder durch einen Prozessbevollmächtigten wirksam vorzunehmen oder
entgegenzunehmen. Nach § 52 I ZPO ist eine Person insoweit prozessfähig, als sie sich durch
Verträge verpflichten kann, d._h. geschäftsfähig ist. Entsprechend der Geschäftsfähigkeit
kann sich auch die Prozessfähigkeit auf Teilbereiche beschränken (vgl. § 113 BGB). Ergibt
sich im Berufungsverfahren, dass dem Kläger seit der Klageerhebung die Prozessfähigkeit
fehlt, ist die Klage als unzulässig abzuweisen.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 197
Die Staatsanwaltschaft, die BaFin etc. sind nicht zur Klage berechtigt, da sie nicht
rechtfähig / prozessfähig sind. Sie tun nur so und das muss man erst mal wissen.
Dem Thema "Welches Recht haben von der BRD bedienstete und gehaltene (juristische)
106 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.3.6 Grundrechtberechtigung
Personen“ wird sich ab Seite 271 im Kapitel „Das juristische Volk der BRD“ nochmal
ausführlich gewidmet.
Eine Grundrechtverletzung kann nur von einem Bediensteten des Staates gegenüber einem
Menschen begangen werden, denn "das Grundrecht gewährt in erster Linie Schutz
gegenüber staatlichem Eingriff (Freiheitsrechte)".
Bei einer Verletzung der universellen Rechte durch einen Nicht-Bediensteten handelt es
sich um eine "gewöhnliche" Straftat.
Eine Grundrechtverletzung durch einen Bediensteten stellt in der Bundesrepublik
Deutschland keinen Straftatbestand dar und ist somit nicht strafbar. Denn es gilt: „keine
Strafe ohne Gesetz“.
nulla poena sine lege [DUDEN Recht A-Z]
Grundsatz im Strafrecht, nach dem eine Tat nur dann bestraft werden kann, wenn Strafbarkeit
und Strafe gesetzlich bestimmt werden, bevor die Tat begangen wurde (auch: nullum crimen
sine lege, »kein Verbrechen ohne Gesetz«). Der Grundsatz verbietet die Anwendung
strafrechtlichen Gewohnheitsrechts, analoge Anwendung sowie Rückwirkung von
Strafgesetzen, soweit sich diese zum Nachteil des Täters auswirken würden. Er gebietet
außerdem eine hinreichende Bestimmtheit des Strafgesetzes, die es gestattet, seinen
Anwendungsbereich im Wege der Auslegung mit einiger Sicherheit zu ermitteln. In
Deutschland wurde der Grundsatz n. p. s. l. in der nationalsozialistischen Zeit außer Kraft
gesetzt. Er ist als strafrechtliche Fundamentalnorm im § 1 StGB ausgesprochen und gehört
durch seine Aufnahme in Art. 103 Abs. 2 GG zum Verfassungsrecht der Bundesrepublik
Deutschland.
Die praktische Bedeutung des Grundsatzes liegt im Verbot der Analogie zuungunsten des
Täters. Der Grundsatz findet neben der Kriminalstrafe auch Anwendung auf strafrechtliche
Nebenfolgen, Disziplinarmaßnahmen, Geldbußen nach dem Ordnungswidrigkeitengesetz
sowie auf Verfall, Einziehung und Unbrauchbarmachung, nicht jedoch auf Zwangsgeld und
-haft, Bewährungsauflagen und Maßregeln der Besserung und Sicherung. Das
Rückwirkungsverbot ist v. a. bei der rückwirkenden Außerkraftsetzung der Verjährung in den
Fällen des Mordes aktuell geworden; hier wurde ein Verstoß gegen den Satz n. p. s. l. mit der
Begründung verneint, dass die Verjährung nicht die Strafbarkeit, sondern nur die
Verfolgbarkeit der Tat betreffe.
DUDEN Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 2. Auflage, Seite 333
Nulla poena sine lege [Wikipedia]
Nach kontinentaleuropäischem Rechtsverständnis bezeichnet die lateinische Kurzformel
nullum crimen, nulla poena sine lege („kein Verbrechen, keine Strafe ohne Gesetz“) das
Gesetzlichkeitsprinzip (bzw. den Gesetzlichkeitsgrundsatz) im Strafrecht. Hieraus ergeben
sich die Garantiefunktionen des Strafgesetzes im Rechtsstaat. Verbrechen (crimen) ist somit
allein das, was der Gesetzgeber zur Straftat erklärt hat. Nur ein formelles Gesetz kann daher
die Strafbarkeit einer Handlung begründen. Das Gesetzlichkeitsprinzip ist im Wesentlichen
eine Errungenschaft der Epoche der Aufklärung. Es wird im deutschsprachigen Raum
insbesondere auf Paul Johann Anselm von Feuerbach zurückgeführt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Nulla_poena_sine_lege
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 107
2.3.6 Grundrechtberechtigung
Strafgesetzbuch (STGB)
§ 1 Keine Strafe ohne Gesetz
Eine Tat kann nur bestraft werden, wenn die Strafbarkeit gesetzlich bestimmt war, bevor die Tat
begangen wurde.
Im Jahr 2009 wurde mit einer Petition versucht, "den Gesetzgeber" zu veranlassen,
Grundrechtverletzungen als Straftatbestand in das Strafgesetzbuch aufzunehmen. Dafür
wurde keine Notwendigkeit gesehen.
Wenn der Staat nur dazu geschaffen wurde, das Recht der Menschen (die
Grundrechte) zu garantieren und Grundrechtverletzungen nicht geahndet werden, liegt
eindeutiger Rechtsbankrott vor und der Staat ist überflüssig.
Rechtsbankrott [Juristisches Wörterbuch]
ist das Unvermögen einer Rechtsordnung, den Rechtsunterworfenen Recht zu verschaffen.
Eine Einrichtung, insbesondere eine Rechtseinrichtung offenbart beispielsweise einen
Rechtsbankrott, wenn sie Lügner an die Spitze gelangen lässt, Schmierer zu Schriftführern
macht, Betrüger zu Kassierern, Fälscher zu Protokollanten, Hochstapler zu Beisitzern und
Erpresser zur Rechtsaufsicht. Eine Besserung verspricht unter solchen Umständen allein die
vollständige Rückkehr zu allgemein anerkannten Werten (z. B. Wahrheit, Freiheit) und
Rechtsgrundsätzen ( z. B. pacte sunt servanda, Willkürverbot, Wettbewerb usw.)
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 197
108 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.3.6 Grundrechtberechtigung
Rechtsperversion [Juristisches Wörterbuch]
Ist die Perversion von Recht in Unrecht. Sie liegt vor, wenn unter dem Schein des Rechts
Unrecht geschieht. Sie ist beispielsweise (in besonderem Maße) gegeben, wenn von einem
Mitglied eines (rechtswissenschaftlichen) Gremiums verlangt wird, dass es seine
Mitgliedsrechte nicht ausübt und gleichwohl von den übrigen Mitgliedern des Gremiums über
seine sonstigen Rechte zu seinen Lasten entschieden wird, eine Stelle nur zum Schein
ausgeschrieben wird oder Inzucht, Betrug oder Korruption, sowie Kollusion allgemein das
scheinbar gewahrte Recht rechtstatsächlich verdrängen. Historisch gewichtige Fälle von
Rechtsperversion sind endlicher Rechtstag, Verfassungen in totalitären Diktaturen oder die
Nürnberger Gesetze.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 353
Perversion [DUDEN-online]
1. perverses Empfinden bzw. Verhalten
2. Verkehrung ins Krankhafte, Abnorme; Pervertierung
https://www.duden.de/rechtschreibung/Perversion
pervertieren [DUDEN-online]
1. verderben, verfälschen, ins Gegenteil, ins Negative verkehren
2. sich in etwas Negatives verkehren, verfälscht werden
Synonyme zu pervertieren
● entstellen, umschlagen, verderben, verdrehen, verfälschen, verhunzen, verkehren,
versauen, verstümmeln
Herkunft
lateinisch pervertere = verkehren
https://www.duden.de/rechtschreibung/pervertieren
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 109
2.3.6.1 Das Inland
2.3.6.1 Das Inland
1. „Inland“ ist ein Rechtkreis, kein geographisches Gebiet,
Land, Region oder Fläche.
Aus Artikel 19 Grundrechte geht hervor, dass die Grundrechte nur für „inländische“
juristische Personen gelten. Das bedeutet, die Grundrechte gelten nur im Inland. Dort ist
die „rechtliche“ Heimat der Menschen. Diese Heimat (bzw. diesen Rechtkreis) gab es im
deutschsprachigen Raum bis zur Gründung des IZMR nicht (mehr). Die BRD ist selbst
nicht das (rechtfähige) Inland, weil sie gemäß Artikel 133 Grundgesetz in die Rechte und
Pflichten der Verwaltung des Vereinigten Wirtschaftsgebietes eingetreten ist und nach
regelmäßiger Feststellung durch den Bundesgerichtshof als Aktiengesellschaft im Sinne
von § 15 AktG anzusehen ist.
https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Bundesvermoegen/Privatisierungs_und_Bet
eiligungspolitik/Beteiligungspolitik/Beteiligungsberichte/liste-mit-bund-verbundene-unternehmen.html
Die Details dazu werden im Kapitel „Die BRD als Verwaltung der Inhaber- und
Urheberrechte der Menschen“ ab Seite 226 noch ausgiebig dargelegt. Der Mensch kann
sich nur in seiner Heimat auf Grundrechte berufen. Wenn es die Heimat nicht gibt bzw.
diese unter Verwaltung steht, gibt es kein Grundrecht und keine Menschen.
Inland [Deutsches Rechts-Lexikon BECK]
A. Allgemeines
Der Begriff Inland kann zum einen den räumlichen Bereich der territorialen Souveränität oder
der Gebietshoheit eines Staates bezeichnen (Statusbegriff). Zum anderen kann der Begriff
anderweitige räumliche Grenzen des Anwendungsbereichs von Rechtvorschriften je nach
110 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.3.6.1 Das Inland
ihrer Funktion bezeichnen (funktioneller Inlandsbegriff). Im erstgenannten Fall ist Inland
identisch mit dem Staatsgebiet. Im zweiten Fall können die Grenzen des
Anwendungsbereiches von den Staatsgrenzen abweichen (z. B. Inland im Sinne des
Zollrechts sind auch die Zollanschlussgebiete auf fremdem Staatsgebiet).
[…]
Deutsches Rechts-Lexikon, Auflage 2, Band 2, BECK Verlag, Seite 515
Inland, das [DUDEN-online]
1.
a) Gebiet innerhalb der Grenzen eines Staates; zum Hoheitsbereich eines Staates
gehörendes Territorium
b) das eigene Land im Hinblick auf seine Regierung, seine Bewohner
2. das Innere eines Landes im Gegensatz zum Küstengebiet, zur Küste; Binnenland
Herkunft
rückgebildet aus Inländer, inländisch; mittelhochdeutsch inlende = Heimat, Vaterland
https://www.duden.de/rechtschreibung/Inland
Im Recht bekennt sich das Deutsche Volk der Menschen aus Artikel 1 (2) Grundrechte
(nicht das juristische Volk aus Artikel 116 Grundgesetz) zu den unverletzlichen und
unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des
Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.
Die neue rechtliche Heimat der bis heute (rechtlich) heimatlosen Menschen im
deutschsprachigen Raum befindet sich im Bekenntnis zu den Menschenrechten, also im
Naturrecht. Die Alliierten und die Väter des Grundgesetzes haben die Freiheit der
Menschen an das Bekenntnis zum Recht / zu den Menschenrechten geknüpft. Nur wer
dem Nationalsozialismus abschwört, darf in die Freiheit entlassen werden. Dazu am Ende
mehr.
Alle Gesetze, die zu einem Ergebnis führen, welches mit deutschem Recht, insbesondere
den Grundrechten, offensichtlich unvereinbar ist, sind nicht anzuwenden.
EGBGB – Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuche
Artikel 6 Öffentliche Ordnung (ordre public)
Eine Rechtsnorm eines anderen Staates ist nicht anzuwenden, wenn ihre Anwendung zu einem
Ergebnis führt, das mit wesentlichen Grundsätzen des deutschen Rechts offensichtlich
unvereinbar ist. Sie ist insbesondere nicht anzuwenden, wenn die Anwendung mit den
Grundrechten unvereinbar ist.
Inland = Heimat = Grundrecht = Menschenrecht
= öffentliches Recht = Völkerrecht
Sieh Dir dazu auch das Video „#002“ auf dem Kanal „Akademie Menschenrecht
Mitteldeutschland - Grundlagen des Rechtes“ an.
https://www.youtube.com/watch?v=dOw679MOAP4
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 111
2.3.6.1 Das Inland
Das Inland ist ein Rechtkreis,
kein geografisches Gebiet, Land, Region oder Fläche.
112 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
2.3.6.2 Was leitet sich aus den Grundrechten bzw. Artikel 1 GR ab?
2.3.6.2 Was leitet sich aus den Grundrechten bzw. Artikel 1
GR ab?
1. Grundrechtfähigkeit = Voraussetzung für die Begründung
rechtfähiger Personen
Grundrechte (Artikel 1 - 19 vor dem Grundgesetz)
Artikel 1
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist
Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen
Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und
der Gerechtigkeit in der Welt.
(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und
Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.
Der Artikel 1 der Grundrechte ist ein „offener“ Artikel, der viel Spielraum zulässt. Für den
Grundrechtträger ist es ein weit auszulegender Artikel, für die Bediensteten ein eng
auszulegender Artikel. Zwischen Grundrechtberechtigung und Grundrechtverpflichtung
findet die Rechtspaltung zwischen den Rechtträgern (Schöpfung) und den
„Rechtverpflichteten“ (Fiktion) statt. Die Grundrechtverpflichtung wird vom Grundrecht
abgespalten, da eine Pflicht kein Recht ist. Auch nicht, wenn es alle möchten und
demokratisch beschließen. Aus der Grundrechtfähigkeit leitet sich u.a. auch die
Klageberechtigung, die Parteifähigkeit und das Recht auf eine Meinung oder ein Urteil ab.
Nur von der Schöpfung oder „Gott“ geschaffene, lebendige Wesen können Rechtträger
sein und die Grundrechte für sich einfordern.
Grundrechtfähigkeit = Rechtfähigkeit
Eine Person kann nur grundrechtkonform (und grundrechtberechtigt) sein, wenn sie
keinem Menschen schadet und wenn das Recht des Menschen auf die Person
durchscheint. Dafür muss immer der Mensch mit seinem vollen Recht der Ausgangspunkt
sein.
Grundrechtverpflichtete Personen haben kein Recht, auf welches sie sich in irgendeiner
Form berufen können. Sie haben nach Artikel 1 III nur die Pflicht, die in den Verträgen
übernommenen Pflichten zu erfüllen. Tun sie das nicht, handeln sie privat im
außervertraglichen Schuldverhältnis und begründen eine Obligation. Dem Thema
Obligation wird sich ab Seite 677 ausführlicher gewidmet.
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 113
3 Die Person
3 Die Person
1. „Die Person“ ist nicht lebendig.
2. „Die Person“ ist eine Fiktion.
3. „Die Person“ ist eine Rolle.
4. „Die Person“ ist die Stammaktie zur BRD.
5. Handlungsfähigkeit = Geschäftsfähigkeit = Personenrecht
6. Rechtfähigkeit = Parteifähigkeit
Was ist eine Person? Was ist eine natürliche Person? Was ist eine juristische Person?
Person, die [DUDEN – Das Fremdwörterbuch]
1. […]
2. Figur in einem Drama
3. […]
4. (Rechtsw.) Mensch im Gefüge rechtlicher u. staatlicher Ordnung, als Träger von
Rechten und Pflichten
DUDEN BAND 5 – Das Fremdwörterbuch (1974) Seite 552
Person [DUDEN – das Herkunftswörterbuch]
Das seit dem 13. Jh. bezeugte Wort (mhd. person[e]) ist entlehnt aus lat. persone >>Maske
des Schauspielers; Rolle, die durch diese Maske dargestellt wird; Charakterrolle; Charakter;
Mensch, Person<<, das selbst wohl aus dem Etrusk. stammt. (vgl. etrusk. Phersu
>>Maske<<). [..]
DUDEN – das Herkunftswörterbuch, Auflage 7 (2001), Seite 599
Im normalen Sprachgebrauch gibt es mittlerweile in der Regel keinen Unterschied
zwischen Mensch und Person, da diese fälschlicherweise als Synonym verwendet werden.
Auch DUDEN-online gibt fälschlicherweise für Person das Synonym „Mensch“ an.
Synonym [DUDEN-online]
mit einem anderen Wort oder einer Reihe von Wörtern von gleicher oder ähnlicher
Bedeutung, so dass beide in einem bestimmten Zusammenhang austauschbar sind;
sinnverwandt
https://www.duden.de/rechtschreibung/synonym
114 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
3 Die Person
Das ist falsch und die Ursache für die vielen Menschenrechtverletzungen. Im
Juristendeutsch, zu unterscheiden vom umgangssprachlichen Deutsch, wird mit
gespaltener Zunge gesprochen. Das bedeutet, es werden umgangssprachliche Begriffe so
umgedeutet und umdefiniert, dass normale Menschen, also Nichtjuristen, diese nicht
verstehen und/oder eine ganz andere Bedeutung (meist zu deren Nachteil, denn sonst wäre
die Lüge ja überflüssig) hinter diesen vermuten, z. B.: Person, Name, Volk, POLIZEI.
Solange die Menschen einen „Übersetzer“ brauchen, haben die Anwälte Arbeit und ihre
Daseinsberechtigung.
Die Ursache für diese „Doppeldeutigkeit“ liegt weit in der Vergangenheit und ist im
kanonischen Recht zu finden. Das kanonische Recht und das römische Recht bilden einen
Teil der Grundlagen für die heutige RechtSCHUTZordnung. Sowohl das römische, als
auch das kanonische Recht, müssen entsprechend Artikel 6 EGBGB immer dem
Naturrecht „im Bewusstsein unserer Verantwortung vor Gott und den Menschen“
untergeordnet sein.
Codex des Kanonischen Rechts
Can. 36 — § 1.
Ein Verwaltungsakt ist zu verstehen gemäß der eigenen Bedeutung seiner Worte und dem
allgemeinen Sprachgebrauch; im Zweifelsfall unterliegen Verwaltungsakte, die sich auf
Streitsachen beziehen, die Androhung oder Verhängung von Strafen betreffen, Rechte einer
Person einschränken, wohlerworbene Rechte Dritter verletzen oder einem Gesetz zum Vorteil
von Einzelpersonen widerstreiten, einer engen Auslegung; alle übrigen unterliegen einer
weiten Auslegung.
der eigenen Bedeutung seiner Worte
= Juristendeutsch = Neudefinition
dem allgemeinen Sprachgebrauch
= „DUDEN deutsch“
Römisches Recht [Juristisches Wörterbuch]
→ Recht, römisches
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 367
Recht, römisches [Juristisches Wörterbuch]
ist demgegenüber das bei den Römern bestehende Recht oder das von den Römern der
Nachwelt überantwortete und von dieser fortlaufend abgeänderte Recht.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 344
Römisches Recht [Wikipedia]
Als römisches Recht bezeichnet man das Recht, das, ausgehend von der Antike, zunächst in
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 115
3 Die Person
Rom und später im ganzen römischen Weltreich galt. Die im Corpus Iuris Civilis
gesammelten Quellen des antiken römischen Rechts wurden im Mittelalter vornehmlich in
Bologna wiederentdeckt und bis ins 19. Jahrhundert in den meisten Staaten Europas als
maßgebliche Rechtsquellen betrachtet. Die Rechtsordnungen, die ab dem Mittelalter und der
frühen Neuzeit auf dem europäischen Kontinent galten, können bis heute als römisches Recht
bezeichnet werden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Römisches_Recht
Auszug „Einleitung aus dem BGB-Palandt“
[…]
Auf diese Weise verschmolzen im BGB Grundsätze des gemeinen Rechts, der
Länderkodifikationen und des deutschen Rechts, wobei in den ersten beiden Büchern das
römische Recht in der Gestalt des usus modernus Pandectarum eindeutig dominiert.
[...]
BGB-Palandt - Auflage 56. Seite 2-3
kanonisches Recht [Wikipedia]
Der Begriff kanonisches Recht kann mehrere Bedeutungen haben: Meist ist er
gleichbedeutend mit dem Kirchenrecht der römisch-katholischen Kirche, im weiteren Sinne
kann er das Kirchenrecht auch anderer Kirchen bezeichnen, soweit sie Canones der Synoden
und Konzilien oder von Rechtssammlungen aus vorreformatorischer Zeit berücksichtigen.
Unter „Einflüsse auf weltliche Rechtsfassungen“ findet man:
Das Recht der katholischen Kirche trieb die Entwicklung des deutschen Prozessrechtes
[KOMMENTAR: = INQUISITION] , namentlich des Strafprozesses, stark voran. Auch das
Schuldrecht ist zum Beispiel durch den aus dem kanonischen Recht stammenden Grundsatz
pacta sunt servanda („Verträge müssen eingehalten werden“) wesentlich beeinflusst worden,
weil damit die strenge Förmlichkeit des römischen Rechts überwunden werden konnte. Im
Eherecht schränkte es die Verwandtenheirat ein und begründete die gegenseitige eheliche
Treuepflicht. Das kanonische Recht war bei der Vermittlung des moraltheologischen Begriffs
der Strafe an das weltliche Strafrecht von zentraler Bedeutung; heute ist es nur noch innerhalb
der römisch-katholischen Kirche rechtswirksam.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kanonisches_Recht
„Das Recht der katholischen Kirche trieb die Entwicklung des deutschen Prozessrechtes,
namentlich des Strafprozesses, stark voran.“, abgeleitet vom Prozessrecht der Inquisition. Der
Mensch musste erst zu Person degradiert werden, damit man die damit angenommene Rolle
justieren kann.
kanonisches Recht [Juristisches Wörterbuch]
→ Recht, kanonisches → Kirchenrecht
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 236
Kommentar ohne direkten Textzusammenhang:
Q-Anon kann auch Kanon gelesen werden.
116 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
3 Die Person
Inquisition [Wikipedia]
Als Inquisition (lateinisch inquisitio ‚Untersuchung‘) werden ein juristisches
Prozessverfahren (Inquisitionsverfahren) sowie damit arbeitende Institutionen bezeichnet, die
im Spätmittelalter und der Frühneuzeit zur Bekämpfung von Häresie dienten. Der Vorsitzende
eines Inquisitionsgerichts heißt Inquisitor.
https://de.wikipedia.org/wiki/Inquisition
Häresie, die [DUDEN-online]
(1) von der offiziellen Kirchenmeinung abweichende Lehre
(2) Ketzerei , verdammenswerte Meinung
https://www.duden.de/rechtschreibung/Haeresie
Ketzerei, die [DUDEN-online]
(1) Häresie
(2) das Abweichen von einer allgemein als gültig erklärten Meinung
https://www.duden.de/rechtschreibung/Ketzerei
Inquisition [DUDEN Herkunftswörterbuch]
>>katholische Ketzergerichte des Mittelalters; strenge Untersuchung, Verhör<<: Das
Fremdwort wurde bereits im Mittelalter aus lat. inquisitio >>Untersuchung>> entlehnt. Dies
ist eine Bildung zu inquisitus, dem Part. Perf. Von lat. inquirere >>untersuchen>> (aus lat. in
und quaerere >>suchen>>).
DUDEN – das Herkunftswörterbuch, Auflage 7 (2001), Seite 364
Kirchenrecht [Juristisches Wörterbuch]
ist die Gesamtheit der das Leben innerhalb der Kirchen (innere Kirchenrecht, katholisch
kanonisches Recht) oder das Verhältnis des Staates zur Religion und zu den
Religionsgemeinschaften (äußeres Kirchenrecht, → Staatskirchenrecht) betreffenden
Rechtssätze. Das innere Kirchenrecht wird von der Kirche kraft → Autonomie (Art. 140 ff.
GG) gesetzt. Das äußere Kirchenrecht wird vom Staat durch Gesetz oder Vertrag geschaffen.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 242
Die Begriffe „Person“ und „Welt“ sind von der Kirche geschaffene Begriffe, um ihre
Herrschaft darauf begründen zu können, denn auch die Obersten der Kirchen wissen, dass
sie sich nicht über die Erde und die Menschen stellen dürfen. Aus dem „macht euch die
Erde Untertan“ wurde „macht den Menschen Untertan (für andere Wesen, Personen, nicht-
Menschen)“.
Welt, die [DUDEN-online]
1. Erde, Lebensraum des Menschen
2.
a) Gesamtheit der Menschen
b) größere Gruppe von Menschen, Lebewesen, die durch bestimmte
Gemeinsamkeiten verbunden sind, besonders gesellschaftliche Schicht, Gruppe
3. (gesamtes) Leben, Dasein, (gesamte) Verhältnisse [auf der Erde]
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 117
3 Die Person
4. in sich geschlossener [Lebens]bereich; Sphäre
5.
a) Weltall, Universum
b) Stern-, Planetensystem
Synonyme zu Welt
● Diesseits, Erde; (gehoben) Weltgebäude; (dichterisch) Erdkreis, Mutter Erde
● Menschen, Menschheit
● Dasein, Existenz, Leben; (Philosophie) Entität, Existentia
● [Einfluss]bereich, Kreis, Lebensbereich, Milieu, Rahmen, soziale Verhältnisse,
Sphäre, Umfeld, Umgebung, Umwelt; (gehoben) Dunstkreis; (bildungssprachlich)
Background
https://www.duden.de/rechtschreibung/Welt
Bis zu dieser Stelle soll dem Leser abgeleitet werden, dass es sich bei der „Person“ um ein
von der Kirche eingeführtes „Religionsmodell“ handelt. Das ist nicht die Realität und die
Glaubensfreiheit stellt jedem frei, an dieses System zu glauben oder nicht.
Wer dieses Religionsmodell jedoch nicht als sein eigenes akzeptiert, wird schnell auf dem
öffentlichen Scheiterhaufen in der Gestalt von BILD, RTL etc. in Rauch aufgelöst.
Der Mensch wird als lebendiges Wesen geboren und trägt alle vom Schöpfer gegebenen
Rechte in sich.
Personen gibt es im Naturrecht (in der Schöpfung) nicht, weder natürliche Personen, noch
juristische Personen. Personen haben keine Rechte in der Natur, da sie nicht lebendig sind.
Im praktischen Sinne kann man die natürliche Person mit einer Theaterrolle vergleichen,
die zum Mitspielen beim Schauspiel „Staat“ aus dem Genre Drama berechtigt und gewisse
Rechte und Pflichten in sich trägt. Für jeden wird eine Rolle vorbereitet.
Person, die [DUDEN – Das Fremdwörterbuch]
1. […]
2. Figur in einem Drama
3. […]
4. (Rechtsw.) Mensch im Gefüge rechtlicher u. Staatlicher Ordnung, als Träger von
Rechten und Pflichten
DUDEN BAND 5 – Das Fremdwörterbuch (1974) Seite 552
Person [DUDEN – das Herkunftswörterbuch]
Das seit dem 13. Jh. bezeugte Wort (mhd. person[e]) ist entlehnt aus lat. persone >>Maske
des Schauspielers; Rolle, die durch diese Maske dargestellt wird; Charakterrolle; Charakter;
Mensch, Person<<, das selbst wohl aus dem Etrusk. stammt. (vgl. etrusk. Phersu
>>Maske<<). [..]
DUDEN – das Herkunftswörterbuch, Auflage 7 (2001), Seite 599
Diese „Rolle“ wird („angeblich“) vom Schatten abgeleitet und fingiert. Es kann sich bei
118 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
3 Die Person
diesem „Staat“ (in dem der Mensch mitspielt) nur um einen „originär, natürlich
gewachsenen Staat“ handeln, in dem das Recht der Natur geachtet und verteidigt wird.
originär [DUDEN-online]
1. ursprünglich
2. grundlegend neu; eigenständig
https://www.duden.de/rechtschreibung/originaer
Das „Recht der Natur“ umfasst die universellen Rechte aller Lebewesen und somit auch
das Recht der Menschen. Menschenrecht ist für Menschen, universelles Recht
(Naturrecht) ist für das ganze Leben im Universum gültig. Eine andere (nicht natürlich
gewachsene oder ans Recht gebundene) Staatsform entwickelt sich früher oder später
immer in die Richtung des Unrechtstaates, in dem die heiligen Geschöpfe zur Ware oder
zur Fiktion degradiert werden und ist karmisch dem Untergang geweiht. Wenn ein
Rechtsystem nicht an der Wahrheit und Gerechtigkeit ausgerichtet ist, ist es karmisch dem
Untergang geweiht. Einen Vertragsstaat wie wir ihn heute kennen, gibt es in der Natur
nicht.
Die natürlichen und juristischen Personen sind eine Erfindung der Juristen und demnach
immer eine Fiktion. Dazu später mehr in diesem Kapitel.
In gewissem Sinn sind in einer Rechtsordnung alle Rechtssubjekte „juristische
Personen“ (Kelsen ).
Fiktion [Juristisches Wörterbuch]
(Erdichtung) ist ein Rechtssatz, der eine in Wahrheit nicht bestehende „Tatsache“ als
bestehend behandelt (z. B. § 894 ZPO: Ist ein Schuldner zur Abgabe einer Willenserklärung
verurteilt, so gilt die Erklärung als abgegeben, sobald das Urteil Rechtkraft erlangt hat.) Die
Fiktion kann im Gegensatz zu einer gesetzlichen Vermutung nicht durch Gegenbeweis
entkräftet werden.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 125
Fiktion [Wikipedia]
Fiktion (lat. fictio, „Gestaltung“, „Personifikation“, „Erdichtung“ von fingere „gestalten“,
„formen“, „sich ausdenken“) bezeichnet die Schaffung einer eigenen Welt durch Literatur,
Film, Malerei oder andere Formen der Darstellung sowie den Umgang mit einer solchen Welt.
Bei der Fiktion handelt es sich um eine bedeutende Kulturtechnik, die in weiten Teilen der
Kunst zum Einsatz kommt.
Zur Erklärung von Fiktion werden in der Literatur- und Kunsttheorie unter anderem fehlender
Wahrheitsanspruch und mangelnde Übereinstimmung mit der Realität herangezogen. Es gibt
viele unterschiedliche Ansätze, Fiktion zu erklären. Eine allgemein akzeptierte Theorie der
Fiktion gibt es bis heute nicht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Fiktion
Als Fiktion bezeichnet die Rechtswissenschaft die Anordnung des Gesetzes, tatsächliche oder
rechtliche Umstände als gegeben zu behandeln, obwohl sie in Wirklichkeit nicht vorliegen.
Hierbei kann die Fiktion das genaue Gegenteil der tatsächlichen Umstände als rechtlich
verbindlich festlegen. Eine Fiktion kann deshalb im Prozess auch nicht widerlegt oder
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 119
3 Die Person
entkräftet werden, da sie definitionsgemäß vom tatsächlichen Sachverhalt abweicht. Das Wort
„gilt“ ist in Gesetzestexten ein Indiz für das Vorliegen einer Fiktion, sie kann sich aber auch
in Legaldefinitionen verbergen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Fiktion_(Recht)
Im Palandt-BGB, 56. Auflage, findet man auf Seite 8 einen Überblick über „Personen“.
Unter 1) findet man folgende Definition:
Den Oberbegriff Person versteht es nicht im rechtsethischen sondern in einem
rechtstechnischen Sinn: Personen sind Subjekte von Rechten und Pflichten.
Subjekt, das [DUDEN – Deutsches Universal Wörterbuch A-Z]
1. das (einer Aussage oder Erörterung) Zugrundeliegende
2. Part. von lat. subicere = unter etwas legen
DUDEN Deutsches Universal Wörterbuch A-Z, Auflage 3, Seite 1495
Person [Juristisches Wörterbuch]
Person ist, wer träger von Rechten und Pflichten sein kann. Natürliche Person ist der Mensch
und zwar von seiner Geburt bis zu seinem Tod. Juristische (früher moralische) Personen ist
eine rechtlich geregelte soziale Organisation (Zusammenfassung von Personen und Sachen)
der die geltende Rechtsordnung eine eigene allgemeine Rechtsfähigkeit zuerkennt, sodass sie
unabhängig von ihrem Mitgliederbestand selbst Träger von Rechten und Pflichten ist.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 273
Person [juraforum.de]
Eine Person im juristischen Sinne zeichnet sich insbesondere durch ihre Rechtsfähigkeit und
Handlungsfähigkeit aus. Rechtsfähigkeit meint die Fähigkeit, Rechte und Pflichten zu tragen.
Handlungsfähigkeit meint hingegen die Fähigkeit, rechtswirksam zu handeln (sog.
Geschäftsfähigkeit).
Es wird stets zwischen natürlichen und juristischen Personen unterschieden, letztere zwischen
privatrechtlichen oder öffentlich-rechtlichen juristischen Personen.
http://www.juraforum.de/lexikon/person
Handlungsfähigkeit = Rechtsfähigkeit
= Geschäftsfähigkeit = Personenrecht
Übersetzt bedeutet das: Im Privatrecht ist mit Person nicht der Rechterbe „per Sohn“
gemeint (öffentliches Recht), sondern die Rolle oder die Maske für jeden Menschen im
Theaterstück „Staat“, mit der er die damit verbundenen Pflichten annimmt.
Eine Person ist demnach nur eine (fiktive) Rolle, welche Träger von (fiktiven) Rechten
und (fiktiven) Pflichten beinhaltet. Natürliche Personen gibt es im Rechtkreis der BRD
nicht, nur juristische Personen (Jurisfiktionen). Das entscheidende für die
Grundrechtkonformität der Person ist die Ausgestaltung der Rolle, also welche Rechte und
welche Pflichten die Person erhält.
120 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
3 Die Person
In gewissem Sinn sind in einer Rechtsordnung alle Rechtssubjekte „juristische
Personen“ (Kelsen ).
Rechtssubjekt [Juristisches Wörterbuch]
ist der Träger von Rechten und Pflichten. Dies kann eine natürliche Person oder eine
juristische Person sein. Dem Rechtsubjekt kommt Rechtfähigkeit, nicht unbedingt auch
Handlungsfähigkeit zu.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 304
Rechtssubjekt [BROCKHAUS FACHLEXIKON RECHT]
Träger von Rechten (subjektives Recht) und Pflichten. Nach der Rechtsordnung kann dies nur
eine natürliche Person oder eine juristische Person sein.
BROCKHAUS FACHLEXIKON RECHT, Auflage 2, Seite 1069
Rechtssubjekt = Personenrecht
Rechtssubjekt [Wikipedia]
Das Rechtssubjekt (englisch legal personality) ist in der Rechtswissenschaft ein von der
Rechtsordnung anerkannter (potenzieller) Träger von subjektiven Rechten und Pflichten.
Gegensatz sind Rechtsobjekte, die Gegenstände (Sachen und Rechte) umfassen.
unter Geschichte
Das Naturrecht erkannte nur alle freien Menschen als Rechtssubjekte an. Auch das römische
Recht unterschied freie Menschen (lateinisch homines liberi) und Sklaven (lateinisch homines
servi), wobei letztere nicht als Rechtssubjekte galten. Der Sklave war nicht Rechtssubjekt,
sondern nur Rechtsobjekt und stand als solches im Eigentum seines Herrn. Aber auch freie
Menschen erhielten ihren Status als Rechtssubjekte erst als Mitglied einer römischen
Bürgergemeinde (lateinisch status civitatis).
https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtssubjekt
Subjekt [Wikipedia]
lateinisch für „Untergeordnetes, Unterworfenes“
https://de.wikipedia.org/wiki/Subjekt
Subjekt [DUDEN-online]
1. (Philosophie) mit Bewusstsein ausgestattetes, denkendes, erkennendes, handelndes
Wesen; Ich
2. (Sprachwissenschaft) Satzglied, in dem dasjenige (z. B. eine Person, ein Sachverhalt)
genannt ist, worüber im Prädikat eine Aussage gemacht wird; Satzgegenstand
3. (abwertend) verachtenswerter Mensch
4. (Musik) Thema einer kontrapunktischen Komposition, besonders einer Fuge
https://www.duden.de/rechtschreibung/Subjekt
Der Mensch, der in die Rolle der Person steigt und diese annimmt, wird zum
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 121
3 Die Person
Rechtssubjekt und ist damit dem positiven Recht untergeordnet.
Die entscheidende Frage ist, wem oder was oder welchem „Recht“ ist „man“
untergeordnet? Dem BRD-UN-Recht oder dem Völkerrecht? Ein Völkerrechtssubjekt ist
etwas völlig anderes, als ein Rechtssubjekt im innerstaatlichen BRD-Recht.
Der freie Mensch kann keinem Recht unterworfen werden, sondern er ist Träger des
Rechtes.
Rechtsfähigkeit [Wikipedia]
Rechtsfähig ist, wer Rechtspflichten und Rechte hat und rechtsgestaltende Handlungen
vornehmen kann. Diese Rechtsfähigkeit haben von Natur aus nur Menschen; denn nur sie
„verstehen den Sinn rechtlicher Gebote und können sich nach ihnen richten. Auch … zu
rechtsgestaltenden Handlungen … sind nur Menschen fähig“. Nun können aber auch
juristische Personen, insbesondere private Vereinigungen und öffentliche Körperschaften,
Rechtspflichten und Rechte (z. B. als Eigentümer) haben. Versteht man unter dem „Recht“
eine Ordnung menschlichen Verhaltens, dann sind die Pflichten und Befugnisse einer
juristischen Person den Menschen zuzurechnen, die in dem Verband organisiert sind, wobei
die Verbandsverfassung näher bestimmt, wer welche Pflichten des Verbandes zu erfüllen hat
und wer „zuständig“ ist (die Kompetenz hat), bestimmte Befugnisse des Verbandes
auszuüben.
Wer oder was rechtsfähig und damit Rechtssubjekt ist, legt die jeweilige Rechtsordnung fest.
Ob eine Rechtsordnung einem Menschen die Rechtssubjektivität absprechen kann, ist eine
Frage der Menschenrechte.
Im römischen Recht zum Beispiel waren die Sklaven Rechtsobjekt, nicht Rechtssubjekt. Für
den Rechtspositivismus war dies geltendes Recht.
In gewissem Sinn sind in einer Rechtsordnung alle Rechtssubjekte „juristische Personen“
(Kelsen). Üblicherweise wird jedoch zwischen natürlichen Personen und juristischen
Personen unterschieden. In einem weiten Sinn sind juristische Personen alle Rechtssubjekte
einer Rechtsordnung, die nicht natürliche Personen sind. In einem engeren Sinn sind
juristische Personen nur solche Rechtssubjekte, die nicht natürliche Personen sind, deren
Rechtsfähigkeit von der jeweiligen Rechtsordnung ausdrücklich anerkannt ist.
https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsfähigkeit
„In gewissem Sinn sind in einer Rechtsordnung alle Rechtssubjekte „juristische
Personen“ (Kelsen )“
Die Aussage von Kelsen beinhaltet (im juristischen Sinn) auch die natürlichen Personen,
allerdings nur in der juristischen RechtSCHUTZordnung, nicht in der natürlichen.
Die folgenden Begriffe betreffen nur die Personen, nicht den Menschen.
Rechtsfähigkeit (Deutschland) [Wikipedia]
Rechtsfähigkeit ist in der Rechtswissenschaft die Rechtssubjekten kraft Gesetzes verliehene
Befugnis, Träger von Rechten und Pflichten zu sein. [KOMMENTAR: die Befugnis stammt
nicht aus dem Naturrecht] Rechtssubjekte in diesem Sinne sind die natürlichen und
juristischen Personen. Während das BGB natürlichen Personen die Rechtsfähigkeit als
vorgegeben zugesteht, beruht die Rechtsfähigkeit juristischer Personen auf der Anerkenntnis
durch die Rechtsordnung (Zweckschöpfungsgedanke).
Der Grundsatz, dass alle Personen rechtsfähig sind (allgemeine Rechtsfähigkeit), bedeutet
nicht, dass jeder jedes Recht genießt. Einige Rechtsstellungen erfordern besondere Merkmale,
122 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
3 Die Person
wie Alters- oder Geschlechtsgebundenheit, so beispielsweise die Volljährigkeit (besondere
Rechtsfähigkeit). Im rechtsgeschäftlichen Verkehr des Schuld-, Sachen- und Handelsrechts
bleibt im Allgemeinen jedem der Zugang zu den Rechtsinstituten offen.
Obgleich der Gesetzgeber das Begriffspaar „rechtsfähig“ und „nichtrechtsfähig“ als sich
jeweils ausschließende Gegensätze geschaffen hat, gibt es dazwischen die Form der
Teilrechtsfähigkeit, die als beschränkte Rechtsfähigkeit für den Nasciturus, die
Personenhandelsgesellschaften oder die nichtrechtsfähigen Vereine verstanden wird.
Unter Geschichte findet man:
Bis in das 19. Jahrhundert hinein konnte in Deutschland der bürgerlichen Tod als Strafe
verhängt. Er bedeutete den vollständigen Verlust der Rechtsfähigkeit. Bereits im römischen
Recht war er eine Folge des Verlustes der persönlichen Freiheit bei Gefangennahme oder als
Nebenfolge bei Kapitalverbrechen (lateinisch capitis deminutio maxima). Der hiernach
Bestrafte lebte zwar physisch weiter, rechtlich wurde jedoch sein Tod fingiert und er somit als
natürliche Person eliminiert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsfähigkeit_(Deutschland)
Rechtsfähigkeit [BROCKHAUS FACHLEXIKON RECHT]
Fähigkeit, Träger von Rechten und Pflichten zu sein. Jede natürliche Person und jede
juristische Person ist auch rechtsfähig.
BROCKHAUS FACHLEXIKON RECHT, Auflage 2, Seite 1054
Rechtsfähigkeit [Juristisches Wörterbuch]
Rechtsfähigkeit ist die Fähigkeit (einer Person), Träger von Rechten und Pflichten zu sein
(z. B. Eigentümer einer Sache, Schuldner einer Verpflichtung). [...]
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 355
Rechtsfähigkeit [DUDEN – Recht A - Z]
die Fähigkeit, Träger von Rechten und Pflichten zu sein. Rechtsfähigkeit kommt allen
Menschen (natürlichen Personen) unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit zu. Von der
Rechtsfähigkeit zu trennen ist die Handlungsfähigkeit, d._h. die Fähigkeit, rechtlich
bedeutsame Handlungen selbst vornehmen zu können. Die Rechtsfähigkeit beginnt mit der
Vollendung der Geburt (§ 1 BGB) und endet mit dem Tod. Besonderes gilt für die
Leibesfrucht. Die Rechtsfähigkeit entspricht im gerichtlichen Prozess der Parteifähigkeit.
Rechtsfähigkeit besitzen auch juristische Personen (z. B. AG, GmbH), darüber hinaus auch
einige Personengesellschaften, insbesondere die OHG, die KG und die Partnergesellschaft.
Ob die GbR generell Rechtsfähigkeit erlangt, ist umstritten. Keine Rechtsfähigkeit besitzen
sonstige Gesamthandgemeinschaften (z. B. Erbengemeinschaft) oder die
Bruchteilgemeinschaft (z. B. Eigentümergemeinschaft)
DUDEN Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 2. Auflage, Seite 373
Parteifähigkeit [BROCKHAUS FACHLEXIKON RECHT]
2) Zivilprozess: Fähigkeit, im Rechtsstreit Partei zu sein. Parteifähig ist jede natürliche oder
juristische Person, die nach materiellem Recht Rechtsfähigkeit besitzt (§ 50 Abs. 1 ZPO),
sowie (nur) in Passivprozessen auch der nichtrechtsfähige Verein (§ 50 Abs. 2 ZPO). Die
Parteifähigkeit ist Prozessvoraussetzung und Prozesshandlungsvoraussetzung. Ihr Fehlen ist
von Amtswegen zu berücksichtigen (§ 56 Abs. 1 ZPO). […]
BROCKHAUS FACHLEXIKON RECHT, Auflage 2, Seite 973
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 123
3 Die Person
Zivilprozeßordnung (ZPO)
§ 50 Parteifähigkeit
(1) Parteifähig ist, wer rechtsfähig ist.
(2) Ein Verein, der nicht rechtsfähig ist, kann klagen und verklagt werden; in dem
Rechtsstreit hat der Verein die Stellung eines rechtsfähigen Vereins.
Rechtfähigkeit = Parteifähigkeit = Personenrecht
Handlungsfähigkeit [Juristisches Wörterbuch]
ist die Fähigkeit, durch eigenes Handeln Rechtswirkungen (Rechte, Pflichten) herbeizuführen.
Die Handlungsfähigkeit ist von der Rechtsfähigkeit zu trennen. Sie hat auf einzelnen
Rechtsgebieten unterschiedliche Voraussetzungen und ist dementsprechend aufzugliedern
(z._B. Geschäftsfähigkeit, Ehefähigkeit, Testierfähigkeit, Deliktfähigkeit). Bei Fehlen der
Handlungsfähigkeit muss ein Vertreter oder Organ statt der handlungsunfähigen Person
handeln oder die Handlung muss unterbleiben.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 207
Handlungsfähigkeit [DUDEN Recht A-Z]
Die Fähigkeit, rechtlich bedeutsame Handlungen vorzunehmen, im Gegensatz zur
Rechtsfähigkeit. Handlungsfähigkeit umfasst die Geschäftsfähigkeit und die Deliktfähigkeit.
Handlungsfähigkeit kann bei Minderjährigen fehlen, für diese Personen handelt ein
gesetzlicher Vertreter; ferner können sie für die Begehung einer unerlaubten Handlung bei
mangelnder Einsichtsfähigkeit nicht verantwortlich gemacht werden. Für juristische Personen
handeln ihre Organe (Vorstand, Geschäftsführung)
DUDEN Recht A-Z. Fachlexikon für Studium, Ausbildung und Beruf. 2. Auflage, Seite 238
Bereits hier kann jeder Leser erkennen, dass es einen Unterschied zwischen Mensch und
Person gibt. Menschen haben keine Pflichten gegenüber einem anderen Menschen oder
gegenüber einer anderen Person, außer der Mensch hat diese Pflichten freiwillig im vollen
Bewusstsein und in voller Kenntnis der Situation angenommen. Die Menschen sind die
Rechtträger. Bitte erwarte nicht, dass Du das hier Geschriebene sofort nach dem ersten
Lesedurchgang begreifst und ins Bewusstsein transformieren kannst. Die
Bewusstwerdung dauert seine Zeit, was nicht ausschließt, dass bei dem einen oder anderen
sofort ein Licht aufgeht.
124 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
3.1 Die Person bei Wikipedia
3.1 Die Person bei Wikipedia
Recherchiert man „die Person“ bei Wikipedia, findet man interessante
Beschreibungen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Person
Im ersten Satz steht:
Das Wort Person kommt aus persona (Latein) oder prosopon (πρόσωπον; Griechisch) und ist
ein sozialphilosophischer Begriff, der die Einzigartigkeit jedes Individuums der Menschenart
ausdrückt, im Gegensatz zu dem Begriff menschliche Natur, der die Gemeinsamkeiten der
Individuen ausdrückt.
[Kommentar: es heißt hier nicht, die Person ist der Mensch]
Unter Wortherleitung findet man:
Die Herkunft des Wortes Person ist nicht vollständig geklärt; es existieren hierzu
verschiedene Theorien. Fest steht lediglich, dass es im 13. Jahrhundert als person(e) aus lat.
persona „Maske des Schauspielers“ ins Deutsche übernommen wurde. […]
[…] Einer anderen und von den meisten Etymologen und Philologen heute für
wahrscheinlicher gehaltenen Theorie zufolge stammt er jedoch vom etruskischen Wort phersu
für ‚Maske‘. Die Ableitung aus dem Etruskischen wird bereits seit Jahren als einzige Version
von der Duden-Redaktion vertreten. Phersu war der Eigenname einer Gestalt aus der
Unterwelt, die bei Leichenspielen auftrat und sich in einer für sie typischen Verkleidung zu
erkennen gab.
Unter Philosophie steht folgendes:
Person im philosophischen Sinn wird von manchen als das Wesen des Menschseins vor dem
Hintergrund des abendländischen Denkhorizonts gesehen: Dem Menschen als Person wird
eine gewisse Freiheit der Entscheidung und Verantwortlichkeit für sein Handeln
zugeschrieben. Andere philosophische Strömungen sehen den Personenbegriff nicht
beschränkt auf Menschen.
Unter Rechtswissenschaft findet man:
Person im juristischen Sinn ist der Oberbegriff für natürliche Personen und juristische
Personen. Beide Rechtssubjekte sind Träger von Rechten und Pflichten; ihnen ist kraft
Gesetzes Rechtsfähigkeit verliehen. Außerdem wird die Person als (Staats-)Bürger oder
Staatsangehöriger, dem juristisch ein bestimmtes verfassungsrechtlich festgelegtes
Subjektsein zugeordnet wird, verstanden.
Die Rechtswissenschaft unterscheidet bei den Rechtssubjekten zwischen natürlicher und
juristischer Person: Natürliche Person als abstrakter Rechtsbegriff umfasst die lebenden
Menschen, während unter einer juristischen Person eine rechtlich verselbständigte und mit
eigener Rechtsfähigkeit ausgestattete Personenmehrheit (Organisation) verstanden wird. Aus
der Natur der juristischen Person ergeben sich für ihre Rechtsfähigkeit bestimmte
Einschränkungen. Während juristische Personen im Zivilrechtsverkehr rechtsfähig sind,
bestimmt sich ihre Grundrechtsfähigkeit nach Art. 19 III GG. Demzufolge können juristische
Personen Träger von Grundrechten sein, wie sie auf diese ihrem Wesen nach anwendbar sind,
was bei gewissen Grundrechten wie Art. 6 GG oder Art. 2 II GG ausgeschlossen ist. Im
Umkehrschluss bedeutet dies, dass den natürlichen Personen uneingeschränkte
Grundrechtsfähigkeit zukommt.
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 125
3.1 Die Person bei Wikipedia
Es gibt auch einen Unterpunkt Maschinen
Es wird diskutiert, ob sogenannte autonome Maschinen den rechtlichen Status von
elektronischen Personen (E-Person) bekommen sollen. Ein solcher Schritt hätte unter
Umständen zur Folge, dass solche Maschinen Rechte und Pflichten hätten und somit haftbar
wären sowie sanktioniert und bestraft werden können müssen. Ferner wäre es möglicherweise
illegal, solche Maschinen abzuschalten. Als Ausweg ist in der Diskussion, solche Maschinen
nicht als autonom, sondern als (voll-)automatisch oder zumindest nur als teilautonom zu
bezeichnen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Person
abstrakt [DUDEN-online]
1. (besonders Philosophie) die wesentlichen, gesetzmäßigen o. ä. Züge aus etwas
Konkretem, sinnlich Wahrnehmbarem ableitend
2. sich [nur] im Gedanklichen, Theoretischen bewegend [und keinen unmittelbar
feststellbaren Bezug zur Wirklichkeit habend]
3. (von Kunstwerken des 20. Jahrhunderts) nicht etwas sinnlich Wahrnehmbares, sondern
den gedanklichen, abstrakten Gehalt von etwas darzustellen suchend
https://www.duden.de/rechtschreibung/abstrakt
Die hier aufgezeigten Erläuterungen zu dem Wort „Person“ verdeutlichen ganz klar die
Doppelbedeutungen des Sinnes dieses Wortes in der Sprache.
Einerseits wird in der Philosophie mit dem Begriff „Person“ die Einzigartigkeit jedes
Individuums der Menschenart ausgedrückt (aber nicht der Mensch ist die Person), was
jedoch nicht in allen Richtungen auf Menschen beschränkt ist. Andererseits wurde das
Wort von dem Begriff Maske des Schauspielers bzw. von einer Gestalt aus der Unterwelt
übernommen, welches seit Jahren die einzige von der Duden-Redaktion vertretene Version
ist. Weiterhin wird diskutiert, ob man autonome Maschinen als „E-Personen“ bezeichnen
kann.
Spätestens mit der Diskussion über E-Personen ist die Gleichsetzung von Mensch und
Person hinfällig.
Nach dieser Erklärung wäre der Mensch in seinem vollen Bewusstsein „Person“. Das ist
„im juristischen“ grundlegend falsch, im philosophischen kann das korrekt sein. Hier zeigt
sich ganz deutlich die vorher im Kapitel erwähnte Doppeldeutigkeit der Begriffe.
Codex des Kanonischen Rechts
Can. 36 — § 1.
Ein Verwaltungsakt ist zu verstehen gemäß der eigenen Bedeutung seiner Worte und dem
allgemeinen Sprachgebrauch; im Zweifelsfall unterliegen Verwaltungsakte, die sich auf
Streitsachen beziehen, die Androhung oder Verhängung von Strafen betreffen, Rechte einer
Person einschränken, wohlerworbene Rechte Dritter verletzen oder einem Gesetz zum Vorteil
von Einzelpersonen widerstreiten, einer engen Auslegung; alle übrigen unterliegen einer
weiten Auslegung.
Der Mensch ist im „Unbewusstsein“ eine „Person“, eine Rolle, die ihm von außen
aufgedrängt wird.
126 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
3.2 Die natürliche Person
3.2 Die natürliche Person
1. „Natürliche Person“ ist ein abstrakter Begriff für den
Menschen.
2. Natürliche Personen gibt es in der BRD nicht.
3. „In gewissem Sinn sind in einer Rechtsordnung alle
Rechtssubjekte „juristische Personen“ (Kelsen).“
natürliche Person [BROCKHAUS FACHLEXIKON RECHT]
abstrakter juristischer Begriff für den Menschen, Gegenstück zum Begriff der juristischen
Person. Wichtigste rechtliche Eigenschaft ist die Rechtfähigkeit.
BROCKHAUS FACHLEXIKON RECHT, Auflage 2, Seite 759
abstrakt [DUDEN-online]
1. (besonders Philosophie) die wesentlichen, gesetzmäßigen o. ä. Züge aus etwas
Konkretem, sinnlich Wahrnehmbarem ableitend
2. sich [nur] im Gedanklichen, Theoretischen bewegend [und keinen unmittelbar
feststellbaren Bezug zur Wirklichkeit habend]
3. (von Kunstwerken des 20. Jahrhunderts) nicht etwas sinnlich Wahrnehmbares, sondern
den gedanklichen, abstrakten Gehalt von etwas darzustellen suchend
Synonyme zu abstrakt
● abgeleitet, abgezogen, abstrahierend, begrifflich, begriffsmäßig, theoretisch,
unanschaulich; (bildungssprachlich) induktiv
● lebensfern, realitätsfern, theoretisch, trocken, unlebendig; (abwertend) akademisch
● abstrahierend, gegenstandslos, nicht gegenständlich
https://www.duden.de/rechtschreibung/abstrakt
Im Juristendeutsch wird die natürliche Person „abstrakt“ vom Menschen abgeleitet. Im
juristischen Wörterbuch findet man unter dem Stichwort „Person“ folgende Erklärung:
natürliche Personen (Person) [Juristisches Wörterbuch]
Natürliche Person ist der Mensch und zwar von Geburt bis zu seinem Tod.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 273
Die Definition kann nicht umgekehrt werden und wird auch nirgends umgekehrt benutzt.
Es heißt nicht, jede natürliche Person ist ein Mensch.
Natürliche Personen [Wikipedia]
Eine natürliche Person ist der Mensch in seiner Rolle als Rechtssubjekt, d.h. als Träger von
Rechten und Pflichten. In früheren Rechtsordnungen, wie denen des römischen Recht – gab
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 127
3.2 Die natürliche Person
es Menschen, die keine Rechtssubjekte und damit keine Personen nach heutigem Verständnis
waren, so etwa Sklaven und solche Familienangehörige, die der Herrschaftsgewalt des
Familienoberhaupts (pater familias) unterworfen waren. Rechtlich hatten diese Menschen im
Wesentlichen den Status von Sachen. Vergleichbare Wirkungen hatten noch in der Neuzeit der
Klostertod und der Bürgerliche Tod.
Gegensatz zur natürlichen Person ist die juristische Person, häufig synonym gebraucht für
Körperschaften, Vereine und Gesellschaften.
https://de.wikipedia.org/wiki/Natürliche_Person
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
§1
Die Rechtsfähigkeit des Menschen beginnt mit der Vollendung der Geburt.
Der § 1 BGB befindet sich im Abschnitt 1 Personen; unter Titel 1. Natürliche Personen,
Verbraucher, Unternehmer. Wer sich mit den Grundlagen des "Rechtssystems der BRD"
vertraut macht, wird feststellen, dass das BGB ausschließlich dem Privatrecht zugeordnet
werden kann. Die natürliche Person muss, ebenso wie die juristische Person, dem
Privatrecht zugeordnet werden und ist demnach nur eine private Fiktion, kein öffentliches
Recht.
„In gewissem Sinn sind in einer Rechtsordnung alle
Rechtssubjekte „juristische Personen“ (Kelsen).“
Im universellen Recht / Naturrecht / öffentlichen Recht gibt es nur Menschen und keine
Personen.
Da die Person immer eine Fiktion ist, kann sie niemals der Mensch sein. Richtig
formuliert könnte man sagen, die natürliche Person leitet sich vom Menschen ab, wenn
man diesen versucht zu beschreiben und zu „fiktionieren“. In der Natur hat der Mensch
folgende Dinge nicht:
● einen Vornamen/Nachnamen/Namen
● eine Wohnhaft-Anschrift
● eine Staatsangehörigkeit
● eine Rasse
● eine Religion
● etc.
All dies wird ihm nach seiner Geburt von außen übergestülpt oder zugeordnet, um ihn
besser einordnen zu können. Die Eltern bestimmen den Namen, die Wohnanschrift und die
Staatsangehörigkeit. Versucht man nun, den Menschen in seinen Einzelheiten zu
beschreiben (dazu muss man das große Ganze trennen) benötigt man dazu verschiedene
Attribute, welche dann im Gesamtzusammenhang die natürliche Person ableiten lassen. Es
128 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
3.2 Die natürliche Person
wird untersucht: die Größe, das Gewicht, die Augenfarbe, Geburtsort etc. Aus diesen
Information und den „übergestülpten Anhaftungen“ wird ein künstlicher Schatten fingiert
bzw. die natürliche Person, mit der der Mensch vom System als Rechteinhaber erkannt
werden soll. Liest man die Informationen der natürlichen Person, könnte man mutmaßen,
es handele sich um einen Menschen.
Die natürliche Person leitet sich i.d.R. von einem geistig lebendigen Wesen ab und kann
nach Platons Höhlengleichnis als Schatten des Wesens bezeichnet werden. Ein Schatten
kann niemals einen Schaden, in welcher Form auch immer, anrichten. Der Elefant vorm
Porzellanladen richtet im Laden auch keinen Schaden an.
Die juristische Person leitet sich im Unterschied zur natürlichen Person nicht immer von
einem natürlichen Wesen ab. Sie wird per Vertrag durch eine natürliche oder juristische
Person begründet und erhält dadurch ihre „fingierte“ Rechtfähigkeit. Die Fiktionstheorie
von Savigny und Windscheit geht davon aus, dass für die Zuordnung herrenloser Rechte
die juristische Person durch Fiktion geschaffen werden müsse.
Natürliche Personen gibt es in der Bundesrepublik Deutschland NICHT, diese gelten seit
dem 15. Juli 1939 als verschollen.
§§ 15 – 20 BGB enthielten Regelungen „der Verschollenheit“ nach BGB. Die wurden laut
Kommentar BGB-Palandt durch § 46 VerschG aufgehoben.
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 129
3.2 Die natürliche Person
Das kann man auch an den Schreiben der Verwaltungsbehörden ableiten. In der DIN 5007
wird festgehalten, dass die Schreibweise für natürliche Personen folgende ist:
„Mustermann, Max“. Kein Schreiben der Behörden weist diese Schreibweise auf.
Mehr dazu im Kapitel „Schreibweise von „Personen““ ab Seite 134.
Rechtsfähigkeit – Auszug [BROCKHAUS FACHLEXIKON RECHT]
[…]
Ein Verschollener (d. h. jemand, dessen Aufenthalt während längerer Zeit unbekannt ist, ohne
dass Nachrichten darüber vorliegen, ob er in dieser Zeit noch gelebt hat oder gestorben ist,
dessen Tod zwar zweifelhaft ist, aber andererseits ernstliche Zweifel an seinem Fortleben
bestehen) kann in einem gerichtlichen Aufgebotsverfahren nach dem Verschollenheitsgesetz
für tot erklärt werden. Die Todeserklärung begründet die (widerlegliche) Vermutung, dass der
Verschollene in dem im Beschluss festgelegten Zeitpunkt gestorben ist. (§ 9 Abs. 1
VerschollenheitsG).
[...]
BROCKHAUS FACHLEXIKON RECHT, Seite 1054
130 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
3.3 Die juristische Person
3.3 Die juristische Person
1. Juristische Personen = Zweckschöpfung des
Gesetzgebers = Fiktion im Positiven Recht
2. Juristische Personen können ihrem Wesen nach
grundrechtberechtigt sein.
Juristische Personen [Juristisches Wörterbuch]
Juristische Person (früher moralische Person) ist die rechtlich geregelte soziale Organisation
(Zusammenfassung von Menschen oder Sachen), der die geltende Rechtsordnung eine eigene
allgemeine Rechtsfähigkeit zuerkennt, sodass sie unabhängig von ihrem Mitgliederbestand
selbst Träger von Rechten und Pflichten ist.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 318
Kommentar Palandt BGB zur Juristischen Person
Begriff und Rechtsnatur der jP sind seit jeher stritig. Die Fiktionstheorie (von Savigny und
Windscheid) leugnet die Realität jP und betrachtet sie als bloße Fiktion. … Die Theorie des
Zweckvermögens (Brinz, Wiedemann WM 75 Beilage 5) versteht die jP als ein Zwecken
gewidmetes Sondervermögen, das als selbstständiger Träger von Rechten und Pflichten
organisiert ist. … Es ist wenig sinnvoll , für den Begriff der juristischen Person nach einer vom
positiven Recht losgelösten konsensfähigen Grundlage zu suchen... Die jP ist eine
Zweckschöpfung des „Gesetzgebers“. Sie ist Zusammenfassung von Personen oder Sachen zu
einer rechtlich geregelten Organisation, der die Rechtsordnung Rechtsfähigkeit verliehen und
dadurch als Träger eigener Rechte und Pflichten verselbstständigt hat. 3) …. jP des
öffentlichen Rechts beruhen auf einem Hoheitsakt, jP des Privatrechts beruhen auf einem
privatrechtlichen Gründungsakt.
BGB Palandt – Seite 18, Auflage 66 aus dem Jahr 2007
Die jP ist reine Fiktion und eine Zweckschöpfung des Gesetzgebers, die ihre
Rechtsfähigkeit nur durch Anerkennung im geltenden (privaten) RechtSCHULDsystem
durch den Gesetzgeber erlangt.
„Es ist wenig sinnvoll, für den Begriff der juristischen Person nach einer vom positiven
Recht losgelösten konsensfähigen Grundlage zu suchen.“
Die Juristische Person wird frei erfunden bzw. fingiert
positives Recht [Juristisches Wörterbuch]
... von Menschen gemachtes Recht
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 295 unter "Recht"
Vom Menschen gesetztes Recht sind Gesetze.
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 131
3.3 Die juristische Person
Positivismus [Juristisches Wörterbuch]
ist in der Philosophie eine Denkweise des 19. Jhs, die nur in dem unmittelbar
Wahrgenommenen eine sichere Grundlage des Erkennens sieht. In der Rechtswissenschaft
bedeutet Positivismus Beschränkung auf ein hierarchisches angeblich vernunftmäßig zu
gewinnendes System von rein juristischen, von der gesellschaftlichen Wirklichkeit gelösten
Begriffen (Wissenschaftlicher Positivismus → Begriffsjurisprudenz) Später wird das Recht
statt auf die wissenschaftliche Autorität des Juristen auf das den Volkswillen verkörpernde
Gesetz gegründet (Gesetzpositivismus).
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 281
Positivismus, der [DUDEN – Das Fremdwörterbuch]
Philosophie, die ihre Forschung auf das Positive, Tatsächliche, Wirkliche und Zweifellose
beschränkt, sich allein auf Erfahrungen beruft u. jegliche Metaphysik als theoretisch
unmöglich und praktisch nutzlos ablehnt.
DUDEN BAND 5 – Das Fremdwörterbuch (1974) Seite 580
Positivist der [DUDEN – Das Fremdwörterbuch]
Vertreter, Anhänger des Positivismus
DUDEN BAND 5 – Das Fremdwörterbuch (1974) Seite 580
positivistisch der [DUDEN – Das Fremdwörterbuch]
1. den Positivismus betreffend, zu ihm gehörend, auf ihm beruhend
2. (abwertend) vordergründig, sich bei einer wissenschaftlichen Arbeit nur auf das
Sammeln o. ä. beschränkend und keine eigene Gedankenarbeit aufweisend.
DUDEN BAND 5 – Das Fremdwörterbuch (1974) Seite 580
Überpositives Recht [Juristisches Wörterbuch]
= Naturrecht
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 295 unter "Recht"
Naturrecht [Juristisches Wörterbuch]
Naturrecht ist in der Rechtsphilosophie die Gesamtheit der der Natur innewohnenden, zeitlos
gültigen, vernunftsnotwendigen Rechtssätze, die über den vom Menschen gesetzten
Rechtssätzen (positives Recht) stehen. Das Naturrecht, dessen Herleitung und Geltung
umstritten sind, dient als Korrektiv des gesetzten Rechts. Vertreter der Idee eines Naturrechts
sind griechische Philosophen, christliche Kirchen und neuzeitliche Philosophen. Auf
Naturrecht lassen sich vor allem die allgemeinen Menschenrechte oder Grundrechte
begründen.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 254
Naturrecht = Schöpfung
132 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
3.3 Die juristische Person
Schöpfung, die [DUDEN-online]
1. von Gott erschaffene Welt
2. vom Menschen Geschaffenes; Kunstwerk
3.
a) Erschaffung
b) Erschaffung der Welt durch Gott
Synonyme zu Schöpfung
● Arbeit, Ergebnis, Erzeugnis, Fabrikat, Kunststück, Produkt, Werk;
(bildungssprachlich) Œuvre, Kreation
● Erarbeitung, Erfindung, Konstruktion, Planung, Schaffung; (gehoben) Erschaffung;
(bildungssprachlich) Kreierung; (Papierdeutsch) Erstellung
https://www.duden.de/rechtschreibung/Schoepfung
Juristische Person = Fiktion = Positives Recht
Positivismus ohne Rechtanbindung = Gottlosigkeit
Juristische Personen ohne Recht = Unrecht
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 133
3.3.1 Schreibweise von „Personen“
3.3.1 Schreibweise von „Personen“
Um eindeutig erkennen zu können, mit welcher „Art von Person“ man es zu tun hat, gibt
es natürlich ganz genaue Vorgaben. Diese sind in den DIN 5007 + DIN 2342 zu finden.
natürliche Person
Schreibweise: Familienname, Vorname
Mustermann, Max
juristische Person
Schreibweise: NAME
Herr Max MUSTERMANN; MUSTERMANN AG; MUSTERMANN GMBH
In diesem Fall ist „MUSTERMANN“ die juristische Person. Bei der Anrede Herr
MUSTERMANN wird der Vorname weggelassen, damit es keine Verwechslung zur
natürlichen Person gibt.
Mensch
Die Schreibweise „des Menschen“ kann und darf nicht vordefiniert sein.
Schreibweise: vorname [mit der juristischen Person] NAME
max [mit der juristischen Person] MUSTERMANN
[mit der juristischen Person] ist lediglich ein Hinweis und wird natürlich nicht
mitgeschrieben.
134 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
3.3.2 Die Fiktion
3.3.2 Die Fiktion
1. Fiktion = eine in Wahrheit nicht bestehende Tatsache als
bestehend behandeln
2. Fiktion = Personifikation
3. „gelten“ = Fiktion
4. Naturgesetze „wirken“, positives Recht „gilt“.
Auszug aus dem BGB-Palandt
Um den gesamten Umfang der juristischen Person als Fiktion begreifen zu können, ist es
fundamental wichtig, die Bedeutung des Wortes „Fiktion“ genau zu kennen.
Fiktion [Juristisches Wörterbuch]
(Erdichtung) ist der Rechtssatz, der eine in Wahrheit nicht bestehende Tatsache als bestehend
behandelt. […]
Die Fiktion kann im Gegensatz zu einer gesetzlichen Vermutung nicht durch Gegenbeweis
entkräftet werden.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 151
Fiktion [DER BROCKHAUS RECHT]
[lateinisch], die normative Annahme eines Sachverhalts als gegeben, der in Wirklichkeit nicht
besteht (sprachlich meist ausgedrückt durch eine Form von >gelten<), um hieraus eine
Ableitung sonst nicht möglicher Rechtsfolgen vornehmen zu können. […]
DER BROCKHAUS – RECHT, Auflage 2, Seite 258
gelten = Fiktion
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 135
3.3.2 Die Fiktion
gelten [DUDEN-online]
1. gültig sein; Gültigkeit haben
2. etwas [Bestimmtes] wert sein
3. bei einer Beurteilung in bestimmter Weise eingeschätzt werden
4.
a) als Handlung, Geschehen auf jemanden, etwas gerichtet sein
b) (von jemandes Gedanken o. Ä.) sich mit etwas beschäftigen, sich auf etwas,
jemanden beziehen
5.
a) auf etwas ankommen
b) um etwas gehen, was in Gefahr ist
Synonyme zu gelten
● Gültigkeit besitzen/haben, gültig sein, zählen
● außer Zweifel stehen, festliegen, feststehen, gewiss sein, sicher sein,
unabänderlich/unumstößlich sein, verbindlich sein; (österreichisch) fix sein;
(bildungssprachlich) definitiv sein
● Wert besitzen/haben, wert sein, zählen
● Bedeutung haben, Gewicht haben, von Bedeutung/Belang/Wichtigkeit sein, wiegen,
zählen
● angesehen/aufgefasst/betrachtet werden, einen Namen haben, eingeschätzt/eingestuft
werden, gehalten werden für, gewertet werden
● an jmds. Adresse gehen/gerichtet sein, bestimmt sein für, betreffen, sich beziehen
auf, gerichtet sein an/auf, sich konzentrieren auf, sich richten an/auf
● ankommen auf, sich drehen um, gehen um, sich handeln um
Herkunft
mittelhochdeutsch gelten = zurückzahlen, entschädigen; für etwas büßen; Einkünfte bringen;
kosten, wert sein, althochdeutsch geltan = zurückzahlen, zurückerstatten; opfern, ursprünglich
= entrichten; erstatten (bezogen auf den heidnischen Opferdienst und auf die Zahlung von
Bußen und Abgaben)
https://www.duden.de/rechtschreibung/gelten
Fiktion, die [DUDEN-online]
1. (bildungssprachlich) etwas, was nur in der Vorstellung existiert; etwas Vorgestelltes,
Erdachtes
2. (Philosophie) bewusst gesetzte widerspruchsvolle oder falsche Annahme als
methodisches Hilfsmittel bei der Lösung eines Problems
Synonyme zu Fiktion
● Dichtung, Einbildung, Erfindung, Fantasie[gebilde], Illusion, Irrealität, Kartenhaus,
Kopfgeburt, Luftschloss, Phantom, Traumbild, Trugbild, Unwirklichkeit, Utopie,
Vision, Vorstellung, Wahn, Wunschtraum; (gehoben) Erdichtung; (bildungssprachlich)
Imagination, Schimäre; (abwertend) Hirngespinst; (umgangssprachlich abwertend)
Spinnerei
● Ahnung, Annahme, Ansicht, Behauptung, Meinung, Spekulation, Unterstellung,
Verdacht, Vermutung, Vorstellung; (gehoben) Mutmaßung; (bildungssprachlich) These;
136 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
3.3.2 Die Fiktion
(bildungssprachlich, Wissenschaft) Hypothese
https://www.duden.de/rechtschreibung/Fiktion
Fiktion [DUDEN – das Herkunftswörterbuch]
>>Einbildung; Annahme, Unterstellung<<: Das Fremdwort wurde im 17. Jh. aus gleichbed.
lat. fictio entlehnt. Über das zugrundeliegende Verb lat. fingere >>bilden, formen; ersinnen;
erheucheln<< vgl. fingieren. - Abl. fiktiv >>erdichtet, nur angenommen<<
DUDEN – das Herkunftswörterbuch, Auflage 7 (2001), Seite 216
Fiktion (Recht) [Wikipedia]
Als Fiktion bezeichnet die Rechtswissenschaft die Anordnung des Gesetzes, tatsächliche oder
rechtliche Umstände als gegeben zu behandeln, obwohl sie in Wirklichkeit nicht vorliegen.
Hierbei kann die Fiktion das genaue Gegenteil der tatsächlichen Umstände als rechtlich
verbindlich festlegen. Eine Fiktion kann deshalb im Prozess auch nicht widerlegt oder
entkräftet werden, da sie definitionsgemäß vom tatsächlichen Sachverhalt abweicht. Das Wort
„gilt“ ist in Gesetzestexten ein Indiz für das Vorliegen einer Fiktion, sie kann sich aber auch
in Legaldefinitionen verbergen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Fiktion_(Recht)
Fiktion [Wikipedia]
Fiktion (lat. fictio, „Gestaltung“, „Personifikation“, „Erdichtung“ von fingere „gestalten“,
„formen“, „sich ausdenken“) bezeichnet die Schaffung einer eigenen Welt durch Literatur,
Film, Malerei oder andere Formen der Darstellung sowie den Umgang mit einer solchen
Welt.
Bei der Fiktion handelt es sich um eine bedeutende Kulturtechnik, die in weiten Teilen der
Kunst zum Einsatz kommt.
Zur Erklärung von Fiktion werden in der Literatur- und Kunsttheorie unter anderem fehlender
Wahrheitsanspruch und mangelnde Übereinstimmung mit der Realität herangezogen. Es gibt
viele unterschiedliche Ansätze, Fiktion zu erklären. Eine allgemein akzeptierte Theorie der
Fiktion gibt es bis heute nicht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Fiktion
fingieren [DUDEN – das Herkunftswörterbuch]
>>vortäuschen, unterstellen<<: Das Verb wurde im 16. Jh aus lat. fingere >>kneten, formen,
bilden, gestalten, ersinnen, erdichten, vorgeben<< entlehnt, das zu der unter Teig dargestellten
idg. Wortsippe gehört. - Aus dem Femininum des substantivierten Part. Perf. Von lat. fingere,
lat. ficta, das im Spätlat. Auch nasaliert als fincta erscheint, wird it. Finta >>vorgetäuschter
Stoß, Scheinstoß<<, das die Quelle für unser Fremdwort Finte ist. Zu lat. fingere stellen sich
ferner zwei Bildungen, die in unserem Fremdwortschatz eine Rolle spielen: lat. fictio >>das
Bilden, die erdichtete Annahme, die Einbildung<< (→ Fiktion, → fiktiv)
DUDEN – das Herkunftswörterbuch, Auflage 7 (2001), Seite 218
Figur (Fiktion) [Wikipedia]
Figuren (lat. figura, ‚Gestalt‘) sind erfundene Wesen, die durch fiktionale Medienangebote[1]
dargestellt werden, etwa durch mündliche Erzählungen, Gemälde, Romane oder Filme. Dabei
werden Figuren in jedem Medium auf eine besondere Art erschaffen: literarische Figuren
durch geschriebene Sprache, Comicfiguren durch Bilderfolgen, Film- und Fernsehfiguren
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 137
3.3.2 Die Fiktion
durch Bewegtbilder und Theaterfiguren durch direkt anwesende Schauspieler. Mit Figuren in
Computerspielen können die User darüber hinaus interagieren und durch Avatare sogar zum
virtuellen Teilnehmer in der fiktionalen Welt werden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Figur_(Fiktion)
Fiktionstheorie [Juristisches Wörterbuch]
ist eine Theorie zur juristischen Person, die davon ausgeht, daß für die Zuordnung herrenloser
Rechte die juristische Person durch Fiktion geschaffen werden müsse. Sie steht im Gegensatz
zur Theorie der juristischen Person als realer Gesamtpersönlichkeit.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 125
Fiktion = Personifikation
Der „Gesetzgeber“ ist in der BRD die jP „BUNDESTAG“ und die jP „BUNDESRAT.“ (lt.
Kommentar aus BGB-Palandt beides eine Fiktion).
Gesetzgeber, der [DUDEN-online]
von der Verfassung bestimmtes Staatsorgan, das Gesetze erlässt
Synonyme zu Gesetzgeber
● Legislative, Parlament
https://www.duden.de/rechtschreibung/Gesetzgeber
Die juristischen Personen des Staates / der Bundesrepublik wurden nicht von den
Menschen „im Recht“ legitimiert, sondern von den Alliierten im Kriegs- bzw.
Besatzungszustand per Vertrag gegründet und anschließend von anderen juristischen
Personen durch Wahlen, mit einem nicht in Kraft getretenen (§ 55) und vom
Bundesverfassungsgericht (BVerfGG ist ebenfalls nicht in Kraft getreten - § 106) für
grundgesetzwidrig erklärten Wahlgesetz. Menschen gibt es in der BRD nicht, dazu später
mehr. Die BRD wurde aus dem „naturrechtlichen Nichts“ geschaffen. Alle durch diese
Fiktion begründeten jP sind ebenfalls nur eine Fiktion, welche in der Natur keinerlei
Rechte haben und nicht existieren. Alles findet in der Fiktion statt. Der durch bzw. in der
Fiktion geschaffene Gesetzgeber ermächtigt sich selbst, indem er sich selbst durch seine
fiktiven Organe als Gesetzgeber anerkennt und legitimiert. Das Gericht erkennt die
Staatsanwaltschaft, die Behörden und die Polizei etc. an und umgekehrt. Der Richterbund
trägt sich bei seinen eigenen Gerichten als rechtfähiger Verein ein. Mit den ihnen zur
Verfügung stehenden Mitteln setzen sie ihre Absichten und ihren Hoheitsanspruch, wenn
erforderlich auch mit Gewalt, durch.
An dieser Stelle sei kurz erwähnt, dass alle jP der BRD, der Länder und der Kommunen in
internationalen Firmen-Verzeichnissen als private Firmen öffentlich einsehbar gelistet
sind. Weitere Information findet man schnell bei der Suchmaschine seines Vertrauens.
Stichwörter BRD + „Upik“.
Auf Grund dieser "Selbstermächtigung" kann man sagen, es haben sich im Laufe der
Geschichte irgendwelche Menschen „zusammengesetzt“ und Gesetze bestimmt, denen
138 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
3.3.2 Die Fiktion
sich jeder unterwerfen soll, durch Unwissenheit, Verführung oder durch Zwang.
Gesetze außerhalb des Artikels 6 EGBGB sind Fiktion bzw. Unrecht.
Mit dem Personalausweis wird der Mensch zu Selbstpersonifikation verleitet.
juristische Person [Wikipedia]
Als juristische Person wird eine Personenvereinigung oder ein Zweckvermögen mit gesetzlich
anerkannter rechtlicher Selbständigkeit bezeichnet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Juristische_Person
Juristische Personen [Juristisches Wörterbuch]
Juristische Person (früher moralische Person) ist die rechtlich geregelte soziale Organisation
(Zusammenfassung von Menschen oder Sachen), der die geltende Rechtsordnung eine eigene
allgemeine Rechtsfähigkeit zuerkennt, sodass sie unabhängig von ihrem Mitgliederbestand
selbst Träger von Rechten und Pflichten ist.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 318
Ein einzelner Mensch kann keine Personenvereinigung, Zusammenfassung oder ein
Zweckvermögen sein, es sei denn, er hält sich dafür.
Da die BRD nicht das Inland ist (sondern von den Besatzern installiert wurde) und nicht
dem Naturrecht entspringt, können für jP der BRD keine Grundrechte gelten. Alle jP der
BRD, Länder und Kommunen sowie von denen begründete oder legitimierte jP sind nicht
grundrechtberechtigt oder grundrechtfähig.
Grundrechte (Artikel 1 - 19 vor dem Grundgesetz)
Artikel 19
(3) Die Grundrechte gelten auch für inländische juristische Personen, soweit sie ihrem Wesen
nach auf diese anwendbar sind. 1
Auszug BVerfG-Urteil - 1 BvR 1766 aus dem Jahr 2015
... Der Beschwerdeführerin fehlt es an der erforderlichen Beschwerdebefugnis, denn sie ist im
Hinblick auf die von ihr geltend gemachten Grundrechte nicht grundrechtsfähig (Art. 19 Abs. 3
GG).
- Randnummer 5
... Die Grundrechtsfähigkeit einer juristischen Person des öffentlichen Rechts ist vor diesem
Hintergrund grundsätzlich dann zu verneinen, wenn diese öffentliche Aufgaben wahrnimmt
[...]. Gleiches gilt für juristische Personen des Privatrechts, die von der öffentlichen Hand
gehalten oder beherrscht werden[...].
- Randnummer 6
https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2015/11/rk20151103_1bvr176615.html
In der Praxis bedeutet dies, die Artikel 1 - 19 Grundrechte sind nicht anwendbar auf die jP
der BRD, sondern das Grundgesetz ab Artikel 20. Das Grundgesetz für die BRD beginnt
erst mit Artikel 20, wenn die Artikel 1 - 19 nicht auf öffentliche juristische Personen
anwendbar sind. Die Grundrechte sind für Menschen gemacht, das Grundgesetz für die
BRD. Die Präambel ist das Bekenntnis der Menschen zur Schöpfung, der
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 139
3.3.2 Die Fiktion
Transzendenzbezug. Das Grundgesetz ist somit nicht das ganze Buch, sondern nur der
hintere Teil. Das Buch besteht aus 3 Teilen. Eine weitere Facette der Täuschung/Fiktion.
Keine von der Bundesrepublik geschaffene, anerkannte oder bei ihr eingetragene
juristische Person hat nach dieser Feststellung die Fähigkeit, Träger von Grundrechten zu
sein, wie z. B.: das Recht auf Eigentum, ein Klagerecht, das Recht auf eine Meinung und
davon abgeleitet das Recht auf Urteilsbildung etc.
Wenn ich mir über etwas ein Urteil bilde, bilde ich mir über etwas eine Meinung. Es ist
eigentlich so einfach. Sie haben keine Rechte, sind nicht rechtfähig, sondern sind den
Grundrechten der ihnen gegenüberstehenden Menschen verpflichtet. Sie dürfen nur
eingreifen, wenn die Grundrechte verletzt werden, was i.d.R. nicht der Fall ist. Leider
begreifen das selbst die meisten vom Recht geleerten Juristen nicht. Die, die es begriffen
haben, besetzen hohe Schlüsselpositionen.
Kurz, die BRD ist eine private Fiktion ohne Rechte.
Fiktion = künstliche Matrix = Fantasy
140 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
3.4 Die Person als „Rolle“
3.4 Die Person als „Rolle“
1. Die Person ist die Rolle der Figur eines Schauspielers in
einem Drama, die bestimmte Pflichten „auf der Bühne“ mit
sich bringt.
2. Figur = Maske = Rolle
Wie aus der Definition der Person bereits hervorgeht, handelt es sich um die Maske des
Schauspielers. Ganz genau bedeutet es die Rolle, die der Schauspieler gerade im Drama
spielt, wenn er diese Maske aufgesetzt hat.
Person, die [DUDEN – Das Fremdwörterbuch]
1. […]
2. Figur in einem Drama
3. […]
4. (Rechtsw.) Mensch im Gefüge rechtlicher u. staatlicher Ordnung, als Träger von
Rechten und Pflichten
DUDEN BAND 5 – Das Fremdwörterbuch (1974) Seite 552
Figur = Maske = Rolle = Schublade für den Menschen
Der Mensch, der in vielen Fällen in der Personenrolle auftritt, tritt somit als Schauspieler
einer Rolle auf und nicht als freier Mensch. Bei Wikipedia findet man unter der Erklärung
zur natürlichen Person folgenden (ersten) Satz:
Person [DUDEN – das Herkunftswörterbuch]
[…] ist entlehnt aus lat. persona Maske des Schauspielers; Rolle, die durch die Maske
dargestellt wird, Charakterrolle, Charakter; […] ferner wird es im Sinne von Figur, Gestalt in
einer Dichtung o. Ä. verwendet. […]
DUDEN – das Herkunftswörterbuch, Auflage 7 (2001), Seite 599
Natürliche Person [Wikipedia]
Eine natürliche Person ist der Mensch in seiner Rolle als Rechtssubjekt, d. h. als Träger von
Rechten und Pflichten.
https://de.wikipedia.org/wiki/Natürliche_Person
Rolle [DUDEN-online]
5.1 von einem Schauspieler zu verkörpernde Gestalt
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 141
3.4 Die Person als „Rolle“
Herkunft:
nach dem ursprünglich auf Schriftrolle aufgezeichneten Probentext
5.2 Stellung, [erwartetes] Verhalten innerhalb der Gesellschaft
Synonyme zu Rolle:
● [Bühnen]gestalt, Figur, Partie, Person, Rollentext; (Theater) Charge
● Amt, Aufgabe, Auftrag, Bestimmung, Funktion, Pflicht, Platz, Position, Rang,
Stelle, Stellung, Verhaltensmuster, Verhaltensweise, Verpflichtung;
(bildungssprachlich) Destination, Mission
https://www.duden.de/rechtschreibung/Rolle
Person [DUDEN – das Herkunftswörterbuch]
[…]
Das seit dem 13. Jh. bezeugte Wort (mhd. person[e]) ist entlehnt aus lat. persone >>Maske
des Schauspielers; Rolle, die durch diese Maske dargestellt wird; Charakterrolle; Charakter;
Mensch, Person<<, das selbst wohl aus dem Etruskischen stammt. (vgl. etrusk. Phersu
>>Maske<<). [..]
DUDEN – das Herkunftswörterbuch, Auflage 7 (2001), Seite 599
Der Mensch wird nicht gefragt, ob er als Rechtssubjekt überhaupt die Rechte und
Pflichten der fiktiven Rolle Staatsangehöriger / Staatsbürger / Person übernehmen will. Es
wird so getan, als wäre ihm dies von der Natur gegeben und jeder Mensch ist vom
Schöpfer oder von der Schöpfung als "Rechtssubjekt oder Staatsbürger" geboren. Das ist
falsch. Der Mensch ist Rechtträger, wie bereits mehrfach festgestellt wurde. Als Ergebnis
der Täuschung im Personalausweis gibt es, wie wir bereits wissen, in der Bundesrepublik
keine natürlichen Personen, sondern nur juristische Personen. Dem Menschen wird
eingeredet, er sei von Natur aus Träger von Rechten und Pflichten, also natürliche Person
bzw. Staatsbürger und wird in der Rechtrealität als Fiktion betrachtet. Wer sich mit dieser
Fiktion identifiziert, verleugnet sich selbst und die Schöpfung. Er oder sie kann kein
Menschenrecht für sich in Anspruch nehmen.
Man sollte dennoch beachten, dass es Fiktion/Personen/Rollen gibt, die dem Menschen
einen Mehrwert bringen und nicht grundsätzlich schlecht bzw. von Nachteil für den
Menschen sind, z. B. der Titel des Handwerkermeisters. Wenn der Mensch sich freiwillig
in die Rolle begibt, mit den entsprechenden Rechten und Pflichten, ist das sein Recht, er
kann jedoch nicht dazu gezwungen werden, sich die Maske aufzusetzen. Erlaubt sind nur
grundrechtkonforme Personen (Fiktionen), die den Menschen dienen.
Im BGB Palandt fanden wir bereits die folgende Erklärung zur juristischen Person (zu den
Großbuchstaben in eckigen Klammern siehe unten).
Kommentar Palandt BGB zur Juristischen Person (S.18):
1) Begriff und Rechtsnatur der jP sind seit jeher streitig.[A] Die Fiktionstheorie (von Savigny
und Windscheid) leugnet die Realität jP und betrachtet sie als bloße Fiktion. … [B] Die
Theorie des Zweckvermögens (Brinz, Wiedemann WM 75 Beilage 5) versteht die jP als ein
Zwecken gewidmetes Sondervermögen, das als selbstständiger Träger von Rechten und
Pflichten organisiert ist. …[C] Es ist wenig sinnvoll, für den Begriff der juristischen Person
nach einer vom positiven Recht losgelösten konsensfähigen Grundlage zu suchen ... Die jP
ist eine Zweckschöpfung des „Gesetzgebers“. Sie ist Zusammenfassung von Personen oder
142 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
3.4 Die Person als „Rolle“
Sachen zu einer rechtlich geregelten Organisation, der die Rechtsordnung Rechtsfähigkeit
verliehen und dadurch als Träger eigener Rechte und Pflichten verselbstständigt hat. [D] 3)
…. jP des öffentlichen Rechts beruhen auf einem Hoheitsakt, jP des Privatrechts beruhen auf
einem privatrechtlichen Gründungsakt.
Die vorherige Definition soll nun an dem Beispiel der juristischen Person „ARZT“
praktisch verdeutlicht werden. Einen Arzt gibt es in der Natur nicht. ( siehe [A] ) Arzt ist
eine Berufsbezeichnung oder Rollenbezeichnung, in die der Mensch nach seinem
erfolgreich abgeschlossenen Medizinstudium schlüpfen darf.
Die Menschen haben im Laufe der Zeit als Maßstab in Form von Gesetzen festgesetzt und
weiterentwickelt, wer das Recht erhält in die Rolle unter welchen Bedingungen schlüpfen
zu dürfen. Diese Entwicklung ist (meistens) am wissenschaftlichen Stand der Zeit
ausgerichtet und dieser Stand wird als Grundlage der Ausbildung und des Studiums
angewendet. Die„Berufsgruppe Ärzte“ ist in der Natur nicht natürlich vorhanden, siehe
[C]. Es gibt in vielen Völkern Heiler, Schamanen, Naturmediziner, Seher und andere auf
die Gesundheit ausgerichtete Menschen. Die in den Naturvölkern tätigen Menschen
erhalten ihre „Anerkennung“ von den Menschen, die sie geheilt haben und nicht durch
eine Urkunde oder einen "Schein". Sie studieren die Praxis in der Natur durch
Beobachtung und nicht die Theorie "nach Versuch und Irrtum" in der Universität. Der
Mensch erhält seine Anerkennung als Arzt mit der letzten bestandenen Prüfung und einer
Urkunde. Die juristische Person Oberarzt Max MUSTERMANN entsteht in dem Moment,
wo das Krankenhaus mit der jP "Dr./Dipl.-Med. Max MUSTERMANN" einen
„Arbeitsvertrag über die Tätigkeit als Oberarzt“ abschließt. Ohne den Menschen Max
wäre die jP Oberarzt MUSTERMANN nicht handlungsfähig, da sie nur als Idee auf dem
Papier besteht. Genauso ist es bei den jP Polizeibediensteter MUSTERMANN, Richter
MUSTERMANN, Staatsanwalt MUSTERMANN. Die Rolle des Oberbürgermeisters
MUSTERMANN stellt ebenfalls eine juristische Person dar. Es gibt die Rolle des
Oberbürgermeisters, die von einem Menschen verkörpert werden muss. Die Rolle des
Oberbürgermeisters ist heutzutage in der Kommune oder der Stadt immer vorhanden,
doch der Mensch, der diese Rolle als RechtSCHULDsubjekt verkörpert, kann sich nach
jeder Wahl ändern oder die Rolle bzw. "das Amt" kann zeitweise nicht besetzt sein. Nach
der Wahl nimmt der Mensch die Rolle an, erhält eine Urkunde über die Begründung der
Person und spielt ab jetzt diese Rolle als RechtSCHULDsubjekt. Das Prinzip ist bei jeder
Berufsgruppe gleich. Sie erhalten ihre Anerkennung und Rechtsfähigkeit von der Fiktion
„Gesetzgeber“ oder Universität (die ebenfalls vom Gesetzgeber anerkannt wurde), sind in
der Natur nicht natürlich vorhanden und bedingen einen Hoheitsakt (Staatsexamen,
Handelskammerprüfung, Diplom, etc.). Damit die Menschen als handelnde Personen in
ihrer Rolle erkannt und identifiziert werden können, tragen sie i. d. R. Dienstuniformen,
Kittel, Roben etc. Der Mensch wird erst zum RechtSCHULDsubjekt in der Rolle der
Person, wenn er sich "das Kostüm" (die Maske) zur entsprechenden Person freiwillig
anzieht. Würden die Bediensteten des Bundesverfassungsgerichtes ihre Beschlüsse etc. in
kurzer Hose und Safari-Hut verkünden, wären die Menschen irritiert und würden
vermutlich Abstand halten. Da die Bediensteten jedoch schöne Richter-Kostüme tragen
und alles hochprofessionell inszeniert wurde, fällt es leichter, die Lüge zu glauben. Der
tätige Mensch braucht keine Anerkennung von einer Fiktion für das, was er machen will
und schon gar nicht für das, was er ist.
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 143
3.4 Die Person als „Rolle“
Jede Rolle, also jede Person, erhält vorab definierte Rechte und Pflichten. Die Rolle des
Oberarztes bringt die entsprechenden Rechte und Pflichten mit, z. B. einen Menschen
operieren zu dürfen, die des Bäckermeisters z. B., die Lehrlinge nach einem anerkannten
Maßstab ausbilden zu können. Diese sind in den entsprechenden Regelwerken geregelt,
entweder in Gesetzen oder in der Satzung einer Handwerkerinnung und werden seit langer
Zeit fort- und weiterentwickelt.
An dieser Stelle ist festzuhalten, dass nicht alle Fiktionen schlecht sind und nicht alle
Personen dem Menschen schaden. Es ist eben nur eine Rolle, die der Mensch in der
Gesellschaft mehr oder weniger freiwillig spielt. Wichtig ist, mit welchen Rechten und mit
welchen Pflichten die Rolle ausgestaltet ist. Die MenschenrechtSCHUTZverletzung
entsteht in dem Moment, wo das Wesen denkt, es sei diese Person (also die Rolle), die
Rechte (der Menschen) und die eingegangenen Pflichten verletzt und sich über einen
Menschen stellt.
Eine Zwangspersonifikation ist verboten. Niemand darf gezwungen werden, sich als
„Person“ oder „RechtSCHULDsubjekt“ zu erklären.
Gesetz über die öffentliche Sicherheit und Ordnung des Landes Sachsen Anhalt
§ 58 Unmittelbarer Zwang
(1) Unmittelbarer Zwang ist die Einwirkung auf Personen oder Sachen durch
körperliche Gewalt, durch ihre Hilfsmittel und durch Waffen.
(2) Körperliche Gewalt ist jede unmittelbare körperliche Einwirkung auf Personen oder
Sachen.
(3) Hilfsmittel der körperlichen Gewalt sind insbesondere Fesseln, Wasserwerfer,
technische Sperren, Diensthunde, Dienstpferde, Dienstfahrzeuge, Reiz- und
Betäubungsstoffe sowie zum Sprengen bestimmte explosionsfähige Stoffe
(Sprengmittel).
(4) Als Waffen sind Schlagstock, Pistole, Revolver, Gewehr und Maschinenpistole
zugelassen. Zur Abwehr einer gegenwärtigen Gefahr für Leib oder Leben können
erforderlichenfalls auch andere Waffen, die eine geringere Wirkung als Schusswaffen
haben, eingesetzt werden.
(5) Wird die Bundespolizei im Land Sachsen-Anhalt zur Unterstützung der Polizei nach §
91 Abs. 3 Satz 1 in Verbindung mit § 91 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 in den Fällen des Artikels
35 Abs. 2 Satz 1 oder des Artikels 91 Abs. 1 des Grundgesetzes eingesetzt, so dürfen
von dieser nur die nach Absatz 4 zugelassenen Waffen eingesetzt werden.
(6) Die Sicherheitsbehörden oder die Polizei können unmittelbaren Zwang anwenden,
wenn andere Zwangsmittel nicht in Betracht kommen oder keinen Erfolg versprechen
oder unzweckmäßig sind.
(7) Unmittelbarer Zwang zur Abgabe einer Erklärung ist ausgeschlossen.
(8) [...]
Gesetz über die öffentliche Sicherheit und Ordnung des Landes Sachsen Anhalt
§ 61 Handeln auf Anordnung
(1) Die zur Anwendung unmittelbaren Zwanges befugten Personen sind verpflichtet,
unmittelbaren Zwang anzuwenden, der von einem Weisungsberechtigten angeordnet
wird. Dies gilt nicht, wenn die Anordnung die Menschenwürde verletzt oder nicht zu
dienstlichen Zwecken erteilt worden ist.
144 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
3.4 Die Person als „Rolle“
Es kann auch zum Problem werden, wenn der Mensch nicht aufhören kann, diese Rolle zu
spielen, z. B. die Elternrolle, wenn die Kinder selbst bereits Eltern sind oder nach der
Pensionierung.
Die Rolle der Natürlichen Person beinhaltet immer auch die Grundrechtberechtigung.
Dieser kurze Ausflug sollte das Verständnis der Person als Rolle etwas näherbringen,
damit das Folgende gut verstanden wird. Jetzt wird es richtig interessant, wenn man
betrachtet, wer oder was alles als Person (Rolle) angesehen und definiert wird.
Die hier aufgeführten Definitionen sind Definitionen, die dem Positivismus entspringen.
Das positive Recht versucht, jeden natürlichen Vorgang zu einem künstlichen Akt zu
fingieren (Begriffsjurisprudenz). Dies ist nur zulässig, wenn dies „im Recht“ geschieht.
Begriffsjurisprudenz [Juristisches Wörterbuch]
ist die Richtung der Rechtswissenschaft, die davon ausgeht, dass die Rechtsordnung
grundsätzlich aus einem lückenlos geschlossenen System von Begriffen bestehe
(hierarchische Begriffspyramide), aus dem allein durch logisches Vorgehen (Ableiten,
Deduktion) eine Lösung jedes (neuen) Einzelfalls ermittelt werden könne. Diese im 19. Jh.
besonders von Puchta vertretenen Grundsätze haben sich als fragwürdig erwiesen. Die B.
wurde insbesondere angegriffen von der freien Rechtsschule und der Interessenjurisprudenz.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 51
Die juristischen Definitionen, die hier aufgeführt werden, „gelten“ auch nur im positiven
Recht. Im Naturrecht, also zwischen zwei Menschen, haben diese Begriffe eine
umgangssprachliche Bedeutung.
Eltern [Juristisches Wörterbuch]
sind Vater und Mutter eines Kindes. Ihnen steht grundsätzlich die elterliche Sorge über das
Kind zu.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 101
Eltern, die [DUDEN-online]
1. Personen, von denen ein Kind unmittelbar leiblich abstammt
2. Personen, die einem Kind, z. B. durch Adoption, rechtlich zugeordnet sind oder die
langfristig die Fürsorge für ein Kind übernehmen
https://www.duden.de/rechtschreibung/Eltern
Mutter, die [DUDEN-online]
1.
a) Frau, die ein oder mehrere Kinder geboren hat
b) Frau, die in der Rolle einer Mutter ein oder mehrere Kinder versorgt, erzieht
c) (bei bestimmten Schwesternorden) [Titel der] Oberin, Vorsteherin eines Klosters,
eines geistlichen Stifts o. Ä.
2. weibliches Tier, das [gerade] ein oder mehrere Junge geworfen hat
3. (Technik) Matrize
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 145
3.4 Die Person als „Rolle“
4. (Jargon) Kurzform für: Muttergesellschaft
http://www.duden.de/rechtschreibung/Mutter_Frau_Kinder_Natur
Frau, die [DUDEN-online]
1. erwachsene Person weiblichen Geschlechts
2. Ehefrau (hebt weniger die gesetzmäßige Bindung als die Zusammengehörigkeit mit
dem Mann hervor)
3. Hausherrin, Dame
4.
a) titelähnliche, auch als Anrede verwendete Bezeichnung für eine erwachsene Person
weiblichen Geschlechts
b) (gehoben) als Zusatz bei Verwandtschaftsbezeichnungen
http://www.duden.de/rechtschreibung/Frau
Mutterrolle [Wikipedia]
Das Wort Mutterrolle bezeichnet [...]
- ein in die Umgangssprache Eingang gefundener Begriff für ein von anderen Menschen
normativ erwartetes, dauerhaftes Verhalten (soziale Rolle) in Bezug auf Mutterschaft
https://de.wikipedia.org/wiki/Mutterrolle
Mutterrolle [DUDEN-online]
Rolle (5b) der Mutter
https://www.duden.de/rechtschreibung/Mutterrolle
!!! zur Erinnerung:
Rolle [DUDEN-online]
5b Stellung, [erwartetes] Verhalten innerhalb der Gesellschaft
https://www.duden.de/rechtschreibung/Rolle
Mutterschaft [Wikipedia]
Info: Diese Kategorie bezieht sich auf Personen weiblichen Geschlechts. Das männliche
Pendant ist die Kategorie Vaterschaft. [ … ]
https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Mutterschaft
Mutterschaft [DUDEN-online]
das Muttersein
https://www.duden.de/rechtschreibung/Mutterschaft
Mann, der [DUDEN-online]
1. erwachsene Person männlichen Geschlechts
2. Ehemann (hebt weniger die gesetzmäßige Bindung als die Zusammengehörigkeit mit
der Frau hervor)
146 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
3.4 Die Person als „Rolle“
3. Lehns-, Gefolgsleute
4. (salopp) als burschikose Anrede, ohne persönlichen Bezug in Ausrufen des Staunens,
Erschreckens, der Bewunderung
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Vater, der [DUDEN-online]
1.
a) Mann, der ein oder mehrere Kinder gezeugt hat
b) Mann, der in der Rolle eines Vaters ein oder mehrere Kinder versorgt, erzieht
c) Mann, der als Beschützer, Helfer, Sorgender für andere da ist, eintritt
2. männliches Tier, das einen oder mehrere Nachkommen gezeugt hat
3.
a) (katholische Kirche, seltener) Pater
b) (katholische Kirche) Ehrentitel und Anrede eines höheren katholischen Geistlichen
4. Gott, besonders im Hinblick auf seine Allmacht, Weisheit, Güte, Barmherzigkeit und
auf die Gotteskindschaft der Menschen
5. Vorfahren, Ahnen
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Vater [Juristisches Wörterbuch]
Vater, (§ 1591 BGB) ist der Erzeuger eines Kindes. Er ist beim ehelichen Kind zusammen mit
der Mutter Inhaber der elterlichen Gewalt. Ihn treffen verschiedene Pflichten, insbesondere
die Unterhaltspflicht.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 381
Vaterschaft [Juristisches Wörterbuch]
ist die Stellung als Vater. [...]
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 381
Kind, das [DUDEN-online]
1.
a) noch nicht geborenes, gerade oder vor noch nicht langer Zeit zur Welt
gekommenes menschliches Lebewesen; Neugeborenes, Baby, Kleinkind
b) Mensch, der sich noch im Lebensabschnitt der Kindheit befindet (etwa bis zum
Eintritt der Geschlechtsreife), noch kein Jugendlicher ist; noch nicht erwachsener
Mensch
2. von jemandem leiblich abstammende Person; unmittelbarer Nachkomme
3.
a) (familiär) Anrede an eine [jüngere] weibliche Person
b) (familiär) Anrede an mehrere Personen
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– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 147
3.4 Die Person als „Rolle“
Kind [Juristisches Wörterbuch]
ist im Gegensatz zu anderen Verwandten ein Abkömmling ersten Grades, sonst vielfach der
Mensch zwischen der Geburt und dem 14. Lebensjahr, öfter auch darüber hinaus. Das Kind
kann ehelich oder unehelich sein. Eine fremde Person kann durch Adoption als Kind
angenommen werden. Im Privatrecht steht das Kind zu den Eltern in einem Eltern-Kind-
Verhältnis (elterliche Sorge) und ist entweder (überhaupt) nicht oder (nur) beschränkt
geschäftsfähig. Im Strafrecht ist das Kind im Gegensatz z. B. zum Jugendlichen nicht
verantwortlich.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 206
Sorge [Juristisches Wörterbuch]
ist das bedrückende Gefühl der Unruhe und Angst und die daraus folgende Mühe für das
Wohlergehen. Im Familienrecht (§ 1626 BGB) ist elterliche Sorge das Recht und die Pflicht
des Vaters und der Mutter, für das minderjährige Kind zu sorgen. Die elterliche Sorge umfasst
die Sorge für die Person (Personensorge) und das Vermögen (Vermögenssorge) des Kindes.
Zur elterlichen Sorge gehört auch die Vertretung des Kindes, die grundsätzlich durch die
Eltern gemeinschaftlich erfolgt.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 336
Sorgerecht [Juristisches Wörterbuch]
(§ 1626 I BGB) ist das Recht von Vater und Mutter, kraft der elterlichen Sorge für die Person
und das Vermögen des Kindes zu sorgen. Personensorge, Vermögenssorge
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 336
Personensorge [Juristisches Wörterbuch]
ist das Recht und die Pflicht der Eltern oder anderer Berechtigter, für die Person des Kindes
zu sorgen. [...]
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 275
ehelich [Juristisches Wörterbuch]
(§§ 1591 ff. BGB) ist eine Qualifikation einer Person oder eines Verhältnisses, welche auf
eine Ehe abstellt. [...]
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 90
nichtehelich [Juristisches Wörterbuch]
(§§ 1591 ff. BGB) ist eine Qualifikation einer Person oder eines Verhältnisses, ...
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 257
Die Wörter sind gemäß dem allgemeinen Sprachgebrauch, sowie ihrer eigenen Bedeutung
zu verstehen. Viele Begriffe, die wir jeden Tag nutzen, sind alle juristisch per Definition
umdefiniert/überdefiniert worden.
Wenn man aus der Personensprache raus will, müsste es (z. B. vor Gericht oder bei
Behörden) ungefähr so heißen: "Die Menschen, die mir das Leben geschenkt haben, die
für mich sorgen und sich um mich kümmern", damit man nicht automatisch wieder in die
148 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
3.4 Die Person als „Rolle“
Personenrolle fällt.
Wenn man sich mit Freunden oder anderen Menschen aus der Familie unterhält, kann man
auf solche Genauigkeiten verzichten , denn hier befindet man sich „im allgemeinen
Sprachgebrauch“ und nicht in der „Juristerei“.
Im Umgang mit Behörden sollte man darauf unbedingt achten. Sobald gewisse Begriffe
„falsch“ benutzt werden, steht man mit beiden Beinen auf dem Spielfeld der Juristen.
Das ist nur wichtig, wenn Du Dich aus dem System befreien willst. Wenn Du alles wie
bisher weiter machen möchtest, kannst Du auch die Wörter nutzen, „wie Du es für richtig
hältst“.
Der Mensch gestaltet „seine Rolle“ selbst.
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 149
4 Die Bundesrepublik Deutschland
4 Die Bundesrepublik Deutschland
4.1 Was ist der Staat?
1. (Vertrags-)Staat meint im ganz engen Sinn nur eine
juristische Person STAAT.
2. Im öffentlichen Recht ist Verwaltung diejenige öffentlich-
rechtliche oder privatrechtliche Staatstätigkeit, die nicht
Gesetzgebung, Rechtsprechung oder Regierung ist.
3. Die BRD und alle „Derivat-Organisationen“ sind der
„Verwaltung“ zuzuordnen.
4. Die BRD ist nicht rechtfähig.
5. Die BRD ist nicht das Inland.
6. Gebietskörperschaften wie der Bund, die Kommunen oder
Landkreise sind laut Bundesgerichtshof
Aktiengesellschaften im Sinne des § 15 Aktiengesetzes.
Staat [Juristisches Wörterbuch]
[…]
Der Begriff Staat kann daneben entweder umfassend verwandt werden (Staatsorgane,
Staatsangehörige) oder weniger weit (alle öffentlichen Körperschaften, Anstalten und
Einrichtungen) oder ganz eng im Sinne einer juristischen Person (des öffentlichen Rechts)
Staat (Bund einerseits, Länder andererseits). Je nach seiner politischen Ausrichtung kann der
Staat Polizeistaat, Rechtsstaat, Sozialstaat, Wohlfahrtsstaat u. a. sein.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 341
Die 3 Facetten eines Vertragsstaates
1. Der Vertragsstaat wurde (im Recht durch die Körperschaft der Menschen)
begründet, um die Inhaber- und Urheberrechte der Menschen bestmöglich zu
schützen, damit der Mensch das Paradies auf Erden bauen und bewahren kann.
2. Der Vertragsstaat ist eine juristische Person, die durch einen Vertrag begründet
wurde.
3. Der Vertragsstaat ist eine Fiktion, die dem Menschen dienen muss. Er selbst kann
150 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
4.1 Was ist der Staat?
nicht Träger irgendwelcher Rechte sein kann, sondern ist nur Schuldverpflichteter.
Die Menschen in einem Lebensraum bilden einen Körper.
Dieser Körper wird juristisch als „Körperschaft“ zusammengefasst. Dieser Gesamtkörper
beinhaltet die Inhaber- und Urheberrechte aller Menschen.
Körperschaft [Juristisches Wörterbuch]
ist die mitgliedschaftlich verfasste, vom Wechsel der Mitglieder unabhängige
Personenvereinigung (z. B. Verein, Universität). Im Verwaltungsrecht ist Körperschaft der
mitgliedschaftlich verfasste, vom Wechsel der Mitglieder unabhängige, mit Hoheitsgewalt
ausgestattete Verwaltungsträger. Die öffentlich-rechtliche Körperschaft ist grundsätzlich
juristische Person des öffentlichen Rechts. Je nach der Abgrenzung der Mitgliedschaft kann
sie Gebietskörperschaft (z. B. Gemeinde), Realkörperschaft (z. B. Jagdgenossenschaft)
Personalkörperschaft (Ärztekammer) oder Verbandskörperschaft (z. B. Zweckverband) sein.
Nicht Körperschaft sind (zweifelhaft) z. B. (wegen mangelnder Loyalitätspflicht gegenüber
dem Staat) die Zeugen Jehovas.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 252
Diese rechtfähige Körperschaft bildet den Rechtträger.
Der Staat in Form einer Verwaltung (die BRD) kann selbst nicht Träger von Rechten sein,
wenn er nur dem Recht verpflichtet ist. Die BRD ist die Simulation eines rechtfähigen
Vertragsstaates, da diese keine natürlich gewachsenen Körper(schaften) beinhaltet,
sondern ausschließlich künstlich geschaffene.
Grundrechte (Artikel 1 - 19 vor dem Grundgesetz)
Artikel 1
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist
Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
Auszug aus 1 BvR 1766/2015
"Die Grundrechtsfähigkeit einer juristischen Person des öffentlichen Rechts ist vor diesem
Hintergrund grundsätzlich dann zu verneinen, wenn diese öffentliche Aufgaben wahrnimmt.
Gleiches gilt für juristische Personen des Privatrechts, die von der öffentlichen Hand gehalten
oder beherrscht werden"
https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2015/11/rk20151103_1bvr176615.html
In diesem Sinne kann der Staat nur die Funktion einer (Ver)Waltung für die Körperschaft
der Menschen darstellen. Ohne die Körperschaft der Menschen kann der Staat sich nicht
selbst zum Dienst an den Menschen begründen.
Die Körperschaft ist der Gesetzgeber und der Staat ist die Instanz, die zur Einhaltung der
Gesetze geschaffen wurde. Der Staat selbst kann keine RechtSCHUTZvorschriften bzw.
seine eigenen rechtfähigen Gesetze erlassen.
Verwaltung [Juristisches Wörterbuch]
ist allgemein die auf längere Dauer angelegte Besorgung einer Angelegenheit.
Im öffentlichen Recht ist Verwaltung diejenige öffentlich-rechtliche oder privatrechtliche
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 151
4.1 Was ist der Staat?
Staatstätigkeit, die nicht Gesetzgebung, Rechtsprechung oder Regierung ist. Sie betrifft jede
nicht grundlegende Gestaltung der Angelegenheiten der Gemeinschaft und der einzelnen
Personen durch konkrete Maßnahmen. Die Verwaltung besteht vor allem in der Ausführung
der Gesetze.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 405
Alle „Ebenen“ der BRD sind der Verwaltung zuzuordnen.
Grundgesetz
Artikel 133
Der Bund tritt in die Rechte und Pflichten der Verwaltung des Vereinigten Wirtschaftsgebietes
ein.
Die Inhaber- und Urheberrechte des Menschen werden in der Person, welche dem
Menschen gehört, juristisch erfasst und die Person als „Rechtanspruch“ fingiert. Es wird
alles Teil der Rolle. Mehr zu diesem Thema im Kapitel „Die BRD als Verwaltung der
Inhaber- und Urheberrechte der Menschen“ ab Seite 226.
In der juristisch eng auszulegenden Begriffsdefinition „Staat“ gibt es keine Menschen, da
diese dem Staat gegenüberstehen und der Staat nur aus Personen besteht.
EGBGB – Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuche
Art. 7 Rechtsfähigkeit und Geschäftsfähigkeit
(1) Die Rechtsfähigkeit und die Geschäftsfähigkeit einer Person unterliegen dem Recht
des Staates, dem die Person angehört. [...]
Die BRD / der Vertragsstaat soll der Walter über die Inhaber- und Urheberrechte jedes
Menschen sein und über das Recht wachen.
Mittlerweile wurde das deutsche Recht durch die Weltkriege und die Besatzungen so
verdreht, dass den ursprünglichen Zweck und Auftrag des Staates keiner mehr kennt. Die
Körperschaft der Menschen gibt es nicht (mehr).
Den Menschen wurde erzählt, sie bilden als staatsangehörige Person selbst den Staat und
diesem Staat müssen sie sich unterordnen und bezahlen, sonst werden sie von sich selbst
bestraft. Und dafür bürgen diese als angeblicher Staatsbürger.
Der Staat schafft die Gesetze, führt diese aus und stellt die Aufsicht über deren
Umsetzung. Und das alles ohne einen Funken Recht (1 BvR 17766/2015).
Damit dieser Staat wie er heute (fast überall) ist, existieren kann, bedarf es den
(produktiven) religiösen Gläubigen, die in Verblendung daran glauben, dass eine Gruppe
die andere Gruppe beherrschen kann oder dass man als Einzelner einer Gruppe Menschen
irgendwelche Rechte übertragen kann, die man selbst nicht hat, z. B. Gewalthoheit.
Gewalt [Juristisches Wörterbuch]
ist allgemein der Einsatz von Kraft zur Erreichung eines Zieles sowie die Möglichkeit hierzu.
[...]
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 158
152 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
4.1 Was ist der Staat?
Hoheitsgewalt [Juristisches Wörterbuch]
ist die Befugnis des Staates, einseitig rechtlich verbindliche Anordnungen zu erlassen. Die
Hoheitsgewalt ergibt sich aus dem Wesen des Staates. Die Ausübung der Hoheitsgewalt
erfolgt durch die Verwaltung, insbesondere durch Beamte.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 185
Gewalt, die [DUDEN-online]
1. Macht, Befugnis, das Recht und die Mittel, über jemanden, etwas zu bestimmen, zu
herrschen
2.
a) unrechtmäßiges Vorgehen, wodurch jemand zu etwas gezwungen wird
b) [gegen jemanden, etwas rücksichtslos angewendete] physische oder psychische
Kraft, mit der etwas erreicht wird
3. elementare Kraft von zwingender Wirkung
Synonyme zu Gewalt
● Befehlsgewalt, Herrschaft, Macht
● Druck, Zwang; (bildungssprachlich) Pression
● Gewaltsamkeit, körperliche/physische Kraft; (bildungssprachlich) Brachialgewalt
● Heftigkeit, Kraft, Stärke, Wucht; (bildungssprachlich) Vehemenz
https://www.duden.de/rechtschreibung/Gewalt
In diesem Fall gilt Artikel 1 Grundrechte nicht mehr. Gewalt ist die (unrechtmäßige)
Anwendung von körperlicher Kraft ALS ERSTER. Wer ohne Grund einen anderen
Menschen z. B. schlägt oder schlagen will, übt Gewalt aus. Der Angegriffene übt sein
Recht des Selbstschutzes aus.
GegenWEHR oder NotWEHR ist keine Gewalt oder Unrecht, sondern Recht. Die
Erläuterungen zu den einzelnen Begriffen, lassen den Unterschied im Detail deutlich
erkennen.
Notwehr, die [DUDEN-online]
Gegenwehr, deren an sich strafbare Folgen straffrei bleiben, weil man durch tätliche,
gefährliche Bedrohung dazu gezwungen worden ist
Synonyme zu Notwehr
● Defensive, Gegenwehr, Verteidigung
https://www.duden.de/rechtschreibung/Notwehr
Notwehr [Juristisches Wörterbuch]
(§§ 227 BGB, 32 II StGB) ist die Verteidigung, die erforderlich ist (objektive
Erforderlichkeit), um (subjektiver Verteidigungswille) einen gegenwärtigen rechtswidrigen
→Angriff von sich oder einem andern abzuwenden. Erforderlich sind ein Angriff auf ein
Rechtsgut beliebiger Art, seine Gegenwärtigkeit, seine Rechtswidrigkeit, der
Verteidigungswille, die Verteidigungshandlung und die Erforderlichkeit der
Verteidigungshandlung. Zur sofortigen und endgültigen Abwehr darf der Angegriffene auch
lebensgefährliche Mittel einsetzen und braucht sich nicht auf einen Kampf mit ungewissem
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 153
4.1 Was ist der Staat?
Ausgang einzulassen. Die durch Notwehr gebotene Handlung ist nicht rechtswidrig
(→Rechtfertigungsgrund). Keine N. ist die Putativnotwehr, keine N. mehr ist die
Notwehrüberschreitung.
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 303
Nothilfe, die [DUDEN-online]
Hilfeleistung gegenüber jemandem, der sich in Not, Gefahr befindet
https://www.duden.de/rechtschreibung/Nothilfe
Nothilfe [Juristisches Wörterbuch]
ist die Abwehr eines gegenwärtigen rechtswidrigen Angriffs auf einen anderen Menschen (§§
32 II StGB, 227 II BGB). Sie entspricht der Notwehr (Abwehr eines Angriffs auf den
abwehrenden Menschen). Die durch Notwehr gebotene Handlung oder Tat ist nicht
rechtswidrig
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 302
Gegenwehr, die [DUDEN-online]
das Sichwehren gegen etwas; Verteidigung, Widerstand
Synonyme zu Gegenwehr
● Abwehr, Defensive, Selbstschutz, [Selbst]verteidigung, Widerstand; (veraltet) Wehr;
(Rechtssprache) Notwehr
https://www.duden.de/rechtschreibung/Gegenwehr
Abwehr, die [DUDEN-online]
1.
a) ablehnende Haltung, innerer Widerstand gegen jemanden, etwas
b) das Abwehren von etwas, Zurückweisung
c) Verteidigung gegen jemanden, etwas
2.
a) Widerstand leistende Truppe
3.
a) Gesamtheit der verteidigenden Spieler einer Mannschaft
b) Aktion, mit der der Ball abgewehrt wird
Synonyme zu Abwehr
● ablehnende Haltung, Ablehnung, Abneigung, Protest, Widerstand, Widerstreben;
(bildungssprachlich) Renitenz, Resistenz
● Ablehnung, Absage, Abweisung, Zurückweisung
● Defensive, Gegenwehr, Verteidigung, Widerstand; (veraltet) Wehr
● Abwehrdienst, Geheimdienst, Spionageabwehr
● (Sport) Parade; (Boxen) Deckung
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154 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
4.1 Was ist der Staat?
wehren [DUDEN-online]
1.
a) zu seiner Verteidigung jemandem körperlich Widerstand leisten
b) etwas nicht einfach hinnehmen, sondern dagegen angehen, sich dagegen
verwahren
c) sich widersetzen, sich gegen etwas sträuben
2. jemandem, einer Sache entgegenwirken, dagegen angehen, einschreiten
3. verwehren, untersagen
Synonyme zu wehren
● abwehren, angehen gegen, aufhalten, bekämpfen, blockieren, dagegenarbeiten,
dagegenwirken, einschreiten, entgegenarbeiten, entgegentreten, entgegenwirken,
gegensteuern, hemmen, hindern, stoppen, vereiteln, verhindern, vorgehen gegen,
sich wehren; (gehoben) Einhalt gebieten/tun, sich erwehren; (umgangssprachlich)
abbiegen
● [an]kämpfen, sich verteidigen, Widerstand entgegensetzen/leisten, zurückschlagen,
sich zur Wehr setzen
● sich auflehnen, bekämpfen, die Stirn bieten, sich entgegenstellen, sich
entgegenstemmen, entgegentreten, kontern, nicht auf sich sitzen lassen, nicht
hinnehmen, opponieren, protestieren, vorgehen gegen, sich widersetzen,
widersprechen, Widerspruch erheben; (gehoben) aufbegehren, sich bäumen, sich
erwehren, Schach bieten, trotzen, wider/gegen den Stachel löcken;
(bildungssprachlich) rebellieren, revoltieren; (umgangssprachlich) meutern, Paroli
bieten, sich querlegen, sich querstellen; (gehoben veraltend) aufstehen; (veraltet)
trutzen, widerstreiten
https://www.duden.de/rechtschreibung/wehren
Das universelle Recht aller Menschen und aller Lebewesen ist auf der ganzen Erde gleich.
Es bedarf keiner 200 Staaten, in denen das universelle Recht nach eigener Auffassung und
eigenen Verträgen ausgelegt und justiert wird. Jeder Staat hat sein eigenes
Personenmodell. Die Gesetze sind zeitlich und örtlich begrenzt (positives Recht), das
Recht nicht. Das Recht ist von der Sitte abhängig.
Der Staat / die BRD ist immer der Schuldner gegenüber dem Menschen. Wenn ein Staat
Verträge machen kann (SR 0.111) und keine Rechte hat, bleiben nur die Pflichten.
Dieses Prinzip des Staates wurde mit der Zeit ins Absurdum getrieben. Der kategorisch
und obligatorisch dem Recht verpflichtete und rechtlose Staat fingiert eigene (nicht
vorhandene) Rechte und erkennt wirkliche Rechte den eigentlichen Rechteträgern ab. Der
Staat fordert mit einem angeblichen (im Recht nicht existenten) Machtmonopol in Form
der Gewalthoheit das Geld der Staatsangehörigen bzw. Staatsbürger in Form von Steuern,
Zwang, Abgaben, Gebühren, unbegründeten Ordnungsgeldern etc. und schützt die, die es
eintreiben. Der Staat benötigt produktiv Tätige, um bestehen zu können, umgekehrt ist das
nicht der Fall. Ursprünglich staatliche/öffentliche Aufgaben der BRD als Verwaltung
werden nur noch sehr oberflächlich erledigt, um den Schein zu wahren oder wurden
bereits privatisiert. Das kann man auch auf die meisten anderen Staaten beziehen. Dies
trifft nicht ausschließlich auf die BRD zu. Der Staat soll aus Sicht der „Herrschenden“
nicht verkleinert werden, sondern der Zweck, „dem Dienen der Öffentlichkeit“ wird zum
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 155
4.1 Was ist der Staat?
„Dienen des Privaten“. Die öffentliche Hand greift den „Staatsangehörigen“ über die
Personalhoheit in die Tasche und die Staatsdiener und Unternehmen werden dann aus
dieser Hand gefüttert. Rückblickend kann festgestellt werden, die (Vertrags-)Staaten (wie
sie heute existieren) wurden nur erfunden, um besser für den Krieg mobilisieren und die
Allgemeinheit zur Begleichung von Schulden heranziehen zu können. Warum sollte ein
Bayer für die Hamburger in den Krieg mit Berlin ziehen oder für deren Schulden bürgen
und anschließend haften?
„Der heutige Staat“ bedeutet ausschließlich
ZWANG, UNTERORDNUNG und GEWALT
Die „Städte und Gemeinden“ in Form von (rechtfähigen) Körperschaften sind „im Recht“
also im Inland, die unterste Organisationsform der Menschen und Rechtträger im Staat. In
diesen Körperschaften organisieren die Menschen sich und die BEWALTUNG ihrer
Angelegenheiten. Die Menschen, die in dieser Stadt leben, diese gestalten und wachsen
lassen, bilden alle zusammen im Gesamtbild einen „Körper“.
In der Geschichte entwickelten sich die Vorläufer der Vertragsstaaten aus Handelsbünden
wie der Hanse und das sind sie bis heute geblieben. Haben die Menschen z. B. in den
Städten Köln, München, Frankfurt, Hamburg und Berlin die gleiche „geistige Gesinnung
oder Haltung“ bzw. das gleiche Bekenntnis, können diese Körperschaften auf Grund
dieses Bekenntnisses Verträge schließen. Schließen diese 5 Städte einen Vertrag, in dem
sie sich eine gemeinsame oberste Verwaltung geben, um gewisse Prozesse einfacher und
einheitlicher zu gestalten, bildet dieser Vertrag (zwischen den „eigentlichen“ das Recht
tragenden Körperschaften) den Staat. Der Vertrag zwischen den Körperschaften muss
immer grundrechtkonform sein und darf die Rechte der Menschen nicht beschränken oder
beschneiden. Dieser Vertrag kann keine eigenen Rechte gegenüber dem Menschen
durchsetzen, wenn dieser nicht zugestimmt hat.
Die „Körperschaften“ in der BRD können keine „wahren“ (rechtfähigen) Körperschaften
sein, weil diese nicht von Menschen (mit Körpern) begründet wurden, sondern als
Funktionsfiktion von Personen. Gebietskörperschaften wie der Bund sind als
Unternehmen im Sinne des Aktiengesetzes anzusehen.
156 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
4.1 Was ist der Staat?
https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Bundesvermoegen/Privatisierungs_und_Bet
eiligungspolitik/Beteiligungspolitik/Beteiligungsberichte/liste-mit-bund-verbundene-unternehmen.html
Auch die Landkreise und Gemeinden sind als Aktiengesellschaften i. S. d. Artikel 15 AktG
anzusehen und sind somit keine rechtfähigen Körperschaften.
Kommunalverfassungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt
§ 2 Gemeinden, Verbandsgemeinden
(1) Die Gemeinden sind Gebietskörperschaften und in ihrem Gebiet die ausschließlichen
Träger der gesamten öffentlichen Aufgaben, soweit die Gesetze nicht ausdrücklich
etwas anderes bestimmen.
§ 3 Landkreise
(1) Die Landkreise sind Gebietskörperschaften.
Was ist das Ziel einer Aktiengesellschaft? Gewinn erwirtschaften, damit die Dividende
für die Aktionäre möglichst hoch ausfällt.
An dieser Stelle ist der Haken. Die Inhaber der Stammaktien, die Personeninhaber,
erhalten nicht alle dieselbe Dividende. Einige erhalten das Vielfache und andere einen
Bruchteil des Durchschnitts. Einige haben Sonderrechte, anderen werden ihre Rechte
vorenthalten. Ab Seite 226 wird sich in dem Kapitel „Die BRD als Verwaltung der
Inhaber- und Urheberrechte der Menschen“ dem Thema gewidmet.
Ein Staat ist nicht DIE zwingende Voraussetzung von freien Menschen und friedlichen
Völkern. Ein Staat kann grundsätzlich auch funktionieren. Dafür muss die 7-Elemente-
Theorie berücksichtigt werden und nicht wie derzeit üblich die 3-Elemente-Theorie von
Georg Jellinek.
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 157
4.1 Was ist der Staat?
Die 7-Elemente-Lehre umfasst folgende Elemente:
1. Bekenntnis der Menschen (z. B. zum Recht) → Naturrecht
2. daraus abgeleitete Grundrechte
3. Fassung des Bekenntnisses und der daraus abgeleiteten Rechte (nicht VERfassung)
4. in der Fassung gefasstes Gebiet – Land
5. Legislative
6. Judikative
7. Exekutive
Nach deutschem Recht muss jeder dieser 7 Punkte mit Artikel 6 EGBGB in Einklang stehen.
EGBGB – Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuche
Artikel 6 - Öffentliche Ordnung (ordre public)
Eine Rechtsnorm eines anderen Staates ist nicht anzuwenden, wenn ihre Anwendung zu einem
Ergebnis führt, das mit wesentlichen Grundsätzen des deutschen Rechts offensichtlich
unvereinbar ist. Sie ist insbesondere nicht anzuwenden, wenn die Anwendung mit den
Grundrechten unvereinbar ist.
Deutsches Recht = Grundrecht = Menschenrecht
Der Staat (der Vertrag) soll die Kommunikation unter den Körperschaften einheitlich und
einfacher machen. Dem Staat wird per Vertrag die Pflicht auferlegt, das Recht zu wahren.
Grundrechte (Artikel 1 - 19 vor dem Grundgesetz)
Artikel 1
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist
Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
Grundrecht = Inland = Umsetzung Artikel 1(1) Grundrechte
kein Grundrecht = kein Inland = kein öffentliches Recht
So muss ein Rechtstaat aufgebaut sein, damit er funktionieren kann. Andernfalls kann der
Bestand nicht von Dauer sein, da er sich gegen die natürliche Ordnung richtet und
karmisch dem Untergang geweiht ist. Derzeit erleben wir, dass die dem Recht
verpflichteten Bediensteten sich von Dienern zu Selbstbedienern transformieren. Sie
denken, sie könnten außerhalb des Grundrechts bestimmen, was innerhalb des
Grundrechts zu geschehen hat und wie dieses ausgestaltet werden soll. Das führt zu
Problemen, die die Menschen immer mehr in Not bringen, den einen mehr, den anderen
weniger. Aus den Erfahrungen der Vergangenheit können wir getrost prognostizieren:
IRGENDWANN IST JEDER DRAN!!!
158 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
4.1 Was ist der Staat?
Wer lange genug wegschaut, ignoriert oder vielleicht sogar mitmacht, arbeitet mit ganzer
Kraft für seine eigene Entrechtung. Diesen Zustand zu stoppen und umzukehren ist
Anliegen dieses Buches und der Arbeit der Akademie Menschenrecht bzw. des IZMR.
Bitte vergesst nicht, auch die Bediensteten haben keine Ahnung, wie es richtig
funktionieren sollte und müssen erst einmal wieder erkennen, was ihre eigentliche Pflicht
ist.
Die zukünftige Menschheitsfamilie beinhaltet selbstbewusste, selbstbestimmte und selbst
denkende freie Menschen. Für die Zukunft ist das heutige Staatsmodell nicht mehr
erforderlich. Die BRD wird nicht abgeschafft, sondern überflüssig. Das Gute wird
beibehalten und übernommen.
Natürlich wird es noch Ämter für öffentliche Angelegenheiten geben, doch werden diese
nicht mehr staatlich sein, sondern von der Körperschaft selbst begründet. Dazu mehr im
Kapitel „Das IZMR als Glaubensgesellschaft / Glaubensgemeinde“ ab Seite 550.
Die meisten Menschen können nichts anderes, weil sie nichts anderes kennen, wie ein
Zahnarzt, der zum Umzug seinen Zahnarztstuhl mitbringt, für den Fall, dass Löcher
gebohrt werden müssen.
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 159
4.2 Staatsangehörigkeit „DEUTSCH“
4.2 Staatsangehörigkeit „DEUTSCH“
1. Staatsangehörigkeit = Personenrecht
2. Die BRD besteht nur aus Personen, nicht aus Menschen.
3. Der Mensch hat keine Staatsangehörigkeit.
4. Staatsangehörigkeit „deutsch“ aus Artikel 116
Grundgesetz ist kein Grundrecht.
5. Staatsangehörigkeit „deutsch“ = Personalstatut
= Sklaverei
6. Einleitung von nötigender Kraft = Gewalt
Der Mensch hat keine juristische oder vertragliche Staatsangehörigkeit bzw.
Staatsbürgerschaft. Die Staatsangehörigkeit ist ebenfalls dem Personen- und somit dem
Privatrecht zuzuordnen. Die Staatsangehörigkeit, wird in der BRD im Artikel 116 geregelt
und befindet sich demnach nicht im Grundrecht.
Staatsangehörigkeit [Juristisches Wörterbuch]
Ist die Mitgliedschaft einer Person in einem Staat. […]
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 341
Ist die Mitgliedschaft eines Menschen (bzw. einer natürlichen Person) in einem Staat. […]
Juristisches Wörterbuch, Auflage 16, Verlag Vahlen, Seite 401
In der 16. Auflage wurde der Versuch unternommen, den Begriff Staatsangehörigkeit zu
relativieren, indem die Begriffe Mensch und Person falsch dargestellt bzw. genutzt
wurden. In der 6. Auflage des juristischen Wörterbuches war die Beschreibung noch
korrekt.
Staatsangehörigkeit [Deutsches-Rechts-Lexikon BECK]
ist die rechtliche Mitgliedschaft einer natürlichen Person in einem Staat, die rechtliche
Zugehörigkeit zu einem Staatsvolk. Ob man auch bei juristischen Personen von
Staatsangehörigkeit sprechen kann, ist zweifelhaft; es gibt jedoch bei diesen jedenfalls eine
Staatszugehörigkeit, die sich nach dem Sitz der Verwaltung oder nach der Rechtsordnung
bestimmt, unter der sie begründet wurde. Die Staatsangehörigkeit ist mit spezifischen
staatsbürgerlichen Rechten und Pflichten verbunden, die im wesentlichen durch die
innerstaatliche Rechtsordnung festgelegt werden und je nach Staatsform unterschiedlich
160 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
4.2 Staatsangehörigkeit „DEUTSCH“
geartet sind.
Deutsches Rechts-Lexikon, Auflage 2, Band 3, BECK Verlag, Seite 479
Den Unterschied zur Staatszugehörigkeit:
Staatszugehörigkeit [Deutsches Rechts-Lexikon BECK]
Im deutschen Sprachgebrauch unterscheidet man die Staatszugehörigkeit von juristischen
Personen, Schiffen und Luftfahrzeugen von der →Staatsangehörigkeit natürlicher Personen.
Diese Staatszugehörigkeit ist der Staatsangehörigkeit in ihren Wirkungen gegenüber dritten
Staaten weitgehend angeglichen. Die Staatszugehörigkeit der juristischen Person kann an den
Ort ihrer Gründung (Gründungstheorie) oder an den tatsächlichen Sitz der Hauptverwaltung
(Sitztheorie) anknüpfen. Die deutsche Praxis folgt der Sitztheorie (BGHZ 78, 334). Der
Ausdruck der Staatszugehörigkeit eines Schiffes ist die Flagge, die es berechtigterweise führt
(→Flaggenrecht). Entsprechend haben Flugzeuge die Staatszugehörigkeit des Staates, in dem
sie eingetragen sind (Chicagoer Abkommen über die internationale Zivilluftfahrt vom 7.
12.1944).
Deutsches Rechts-Lexikon, Auflage 2, Band 3, BECK Verlag, Seite 495
Mitgliedschaft [Juristisches Wörterbuch]
ist das Rechtsverhältnis einer Person zu einer Personengesamtheit. Die Mitgliedschaft
begründet Rechte und Pflichten. [...]
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 287
Mitgliedschaft, die [DUDEN-online]
das Mitgliedsein; die Angehörigkeit als Mitglied besonders einer Organisation, eines Vereins,
einer Partei
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Staatsbürger [Juristisches Wörterbuch]
siehe Staatsangehörigkeit
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 342
Bürger [Deutsches Rechts-Lexikon BECK]
sind die Angehörigen eines Gemeinwesens (Staat, Staatsbürger; Gemeinde, Bürger in der
Kommune), die B.-Pflichten und B.-Rechte besitzen und insgesamt zur Teilnahme am
politischen Leben des Gemeinwesens insbesondere zur Stimmabgabe bei Wahlen (BVerfG
NJW 1991, 159) berechtigt sind. Der Status als Bürger wird regelmäßig bei Vorliegen
bestimmter Voraussetzungen durch Gesetz zusammen mit dem aktiven Wahlrecht
(Staatsrecht) erworben. Wer in einem Gemeinwesen nur wohnt, ist noch kein B.; s Einwohner.
Deutsches Rechts-Lexikon, Auflage 2, Band 1, BECK Verlag, Seite 802
Einwohner [Deutsches Rechts-Lexikon BECK]
sind Personen, die in einem Gemeinwesen (Staat, Gemeinde, s dazu Einwohner im
Kommunalrecht) wohnen. Dabei bedeutet ,,wohnen" hier einen tatsächlichen Zustand, der
von dem bürgerlich-rechtlichen Begriff des Wohnsitzes zu unterscheiden ist. Es genügt, daß
die Person eine Wohnung unter Umständen innehat, die darauf schließen lassen, daß sie die
– Einführung in die Grundlagen des Naturrechtes – 161
4.2 Staatsangehörigkeit „DEUTSCH“
Wohnung beibehalten und benutzen wird. Auf die Dauer des Aufenthalts kommt es dabei
ebenso wenig an wie auf Staatsangehörigkeit oder Alter. Auch E. sind der Staatsgewalt
unterworfen, und sie haben idR gewisse Rechte und Pflichten gegenüber dem Gemeinwesen
(vgl zB Art 15 I BayGO). Im Verhältnis zu den Bürgern eines Gemeinwesens, den
Staatsbürgern und den Bürgern in der Kommune sind die Rechte und Pflichten der E. aber
durchweg geringer, insb besitzen sie weder das passive noch das aktive Wahlrecht
(Staatsrecht), BverfG NJW 1991, 159; 162.
Deutsches Rechts-Lexikon, Auflage 2, Band 1, BECK Verlag, Seite 1151
Staatsangehörigkeit „DEUTSCH“
= Privat = Personalstatut
Personalstatut [Juristisches Wörterbuch]
sind im Internationalen Privatrecht die eine Person als solche betreffende Angelegenheiten (z.
B. Abstammung, Eheschließung). Für das Personalstatut knüpft das deutsche Intentionale
Privatrecht an die Staatsangehörigkeit (etwa im Gegensatz zum Wohnsitz) an. [...]
Juristisches Wörterbuch, Auflage 6, Verlag Vahlen, Seite 274
Dem Staat in der Form der BRD-Wirtschaftsverwaltung gehören nur Personen an, keine
Menschen.
EGBGB – Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuche
Artikel 5 - Personalstatut
(1) Wird auf das Recht des Staates verwiesen, dem eine Person angehört, und gehört sie
mehreren Staaten an, so ist das Recht desjenigen dieser Staaten anzuwenden, mit dem
die Person am engsten verbunden ist, insbesondere durch ihren gewöhnlichen
Aufenthalt oder durch den Verlauf ihres Lebens. Ist die Person auch Deutscher, so geht
diese Rechtsstellung vor.
(2) Ist eine Person staatenlos oder kann ihre Staatsangehörigkeit nicht festgestellt werden,
so ist das Recht des Staates anzuwenden, in dem sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt
oder, mangels eines solchen, ihren Aufenthalt hat.
(3) Wird auf das Recht des Staates verwiesen, in dem eine Person ihren Aufenthalt oder
ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat, und ändert eine nicht voll geschäftsfähige Person
den Aufenthalt ohne den Willen des gesetzlichen Vertreters, so führt diese Änderung
allein nicht zur Anwendung eines anderen Rechts.
Rechtssubjekte in der Staatsangehörigkeit „DEUTSCH“
= Personalausweis = Personal = Personalhoheit
Personal, das [DUDEN – Das Fremdwörterbuch]
1. Gesamtheit aller Hausangestellten
2. Gesamtheit der Angestellten, beschäftigten in einem Betrieb o.ä., Belegschaft
DUDEN BAND 5 – Das Fremdwörterbuch (1974) Seite 580
162 – Akademie Menschenrecht Mitteldeutschland –
4.2 Staatsangehörigkeit „DEUTSCH“
Personal [DUDEN Herkunftswörterbuch]
Das zu lat. persona >>Maske; Schauspieler,