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EA1

Das Dokument enthält mehrere Aufgaben zu Normen auf Vektorräumen. In Aufgabe 1 soll gezeigt werden, dass eine gegebene Abbildung eine Norm auf R^2 ist. Aufgabe 2 behandelt die Konvergenz einer Funktionenfolge in verschiedenen Normen. Aufgabe 3 beweist die Hölder-Ungleichung und Aufgabe 4 die Minkowski-Ungleichung für p-Normen. Aufgabe 5 vergleicht p-Normen für verschiedene p.

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Das Dokument enthält mehrere Aufgaben zu Normen auf Vektorräumen. In Aufgabe 1 soll gezeigt werden, dass eine gegebene Abbildung eine Norm auf R^2 ist. Aufgabe 2 behandelt die Konvergenz einer Funktionenfolge in verschiedenen Normen. Aufgabe 3 beweist die Hölder-Ungleichung und Aufgabe 4 die Minkowski-Ungleichung für p-Normen. Aufgabe 5 vergleicht p-Normen für verschiedene p.

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Einsendeaufgaben KE 1 SoSe 2022 01144 Analysis EA/1

Aufgabe 1 (4+3+3 Punkte)


(a) Zeigen Sie, dass durch
 
|x| |y|
k(x, y)k := max , , (x, y) ∈ R2
3 2
eine Norm auf R2 definiert wird. Skizzieren Sie die abgeschlossene Einheitskugel
Ū1 (0) = {(x, y) ∈ R2 | k(x, y)k ≤ 1}
als Teilmenge von R2 .
(b) Sei p ∈]0, 1[. Wird durch k · k∗ mit
k(x, y)k∗ := (|x|p + |y|p )1/p , (x, y) ∈ R2
eine Norm auf R2 definiert?
(c) Sei n ∈ N und sei k · k2 die euklidische Norm auf Rn . Zeigen Sie die Polarisationsformel
1
kx + yk22 − kxk22 − kyk22

x·y =
2
für x, y ∈ Rn .

Aufgabe 2 (6+6 Punkte)


In C([−1, 1]) betrachten Sie die Folge (fk )k∈N mit
kx2
fk (x) = , k ∈ N, x ∈ [−1, 1].
1 + kx2
Zeigen Sie:
(a) Die Folge (fk )k∈N ist bezüglich k · k∞ divergent, wobei k · k∞ die in Beispiel 1.4.3(1)
definierte Norm ist.

(b) Die Folge (fk )k∈N ist bezüglich k · k1 konvergent, wobei k · k1 die in Beispiel 1.4.3(3)
definierte Norm ist. (Hinweis: Sie dürfen ohne Beweis verwenden, dass limx→∞ arctan(x) =
π
2
gilt.)

Definition. Für x = (x1 , . . . , xn ) ∈ Rn definieren wir

n
!1/p
X
kxkp := |xj |p
j=1

für p ∈ [1, ∞[ und


kxk∞ := max |xj |.
j=1,...,n

Wir haben k · kp im Kurstext bereits für p ∈ {1, 2, ∞} kennengelernt. Man nennt k · kp die
p-Norm auf Rn . In den folgenden Aufgaben soll gezeigt werden, dass die p-Norm tatsächlich
eine Norm ist.
Einsendeaufgaben KE 1 SoSe 2022 01144 Analysis EA/2

Aufgabe 3 (7 Punkte)
1 1
Seien n ∈ N und p, q ∈]1, ∞[ mit p
+ q
= 1.1 Beweisen Sie die Hölder-Ungleichung
n
X
|xi yi | ≤ kxkp · kykq
i=1

für x = (x1 , . . . , xn ), y = (y1 , . . . , yn ) ∈ Rn . (Hinweis: Sie dürfen hier ohne Beweis verwen-
den, dass für a, b ∈ [0, ∞[ die Young’sche Ungleichung

ap b q
ab ≤ +
p q

erfüllt ist. Für i = 1, . . . , n wählen Sie hier nun a = |xi |/kxkp sowie b = |yi |/kykq und
summieren Sie anschließend über i.)

Aufgabe 4 (7+2 Punkte)


(a) Seien n ∈ N und p ∈]1, ∞[. Beweisen Sie die Minkowski-Ungleichung

kx + ykp ≤ kxkp + kykp

für x = (x1 , . . . , xn ), y = (y1 , . . . yn ) ∈ Rn . (Hinweis: Verwenden Sie zunächst die Dreiecks-


ungleichung für den Betrag für
n
X n
X n
X
kx + ykpp = |xi + yi | · |xi + yi | p−1
≤ p−1
|xi | · |xi + yi | + |yi | · |xi + yi |p−1
i=1 i=1 i=1

Nun wenden Sie für beide Summanden die Hölder-Ungleichung mit dem zu p konjugierten
Hölder-Exponenten an.)
(b) Zeigen Sie, dass k · kp für p ∈]1, ∞[ eine Norm auf Rn ist.

Aufgabe 5 (5+5+2 Punkte)


Seien n ∈ N und p, q ∈ [1, ∞[ mit p < q.
(a) Zeigen Sie
1 1
kxkp ≤ n p − q kxkq
für alle x ∈ Rn . (Hinweis: Schreiben Sie |xi |p = |xi |p · 1 und verwenden Sie die
P P
Hölder-Ungleichung mit geeigneten Hölder-Exponenten.)

(b) Zeigen Sie


kxkq ≤ kxkp
für alle x ∈ Rn . (Hinweis: Betrachten Sie zunächst den Fall kxkp = 1.)
1
Man nennt q den zu p konjugierten Hölder-Exponenten. Der zu 1 konjugierte Hölder-Exponent ist ∞
und der zu ∞ konjugierte Hölder-Exponent ist 1.
Einsendeaufgaben KE 1 SoSe 2022 01144 Analysis EA/3

(c) Geben Sie jeweils Vektoren in Rn \ {0} an, für die Gleichheit in den Ungleichungen aus
(a) und (b) gilt.

Bemerkung. Wir haben in Übung 1.5.3 gesehen, dass je zwei Normen k · k und k · k∗ auf
Rn äquivalent sind, d.h. es gibt Konstanten α, β > 0 mit

kxk ≤ αkxk∗ , kxk∗ ≤ βkxk

für alle x ∈ Rn . In Aufgabe 5(a) und 5(b) haben wir nun gezeigt, dass wir im Fall k·k = k·kp
1 1
und k · k∗ = k · kq die Konstanten α = n p − q und β = 1 wählen können, und aus 5(c) folgt,
dass diese sogar die optimalen (also kleinstmöglichen) Konstanten sind.

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