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Stockholm – Wikipedia 23.11.

22, 10:51

Koordinaten: 59° 20′ N, 18° 3′ O ([Link] |

Stockholm
Stockholm (schwedische Aussprache ; vom altschwedischen stokker und
holmber, entsprechend schwedisch stock „Baumstamm, Warenbestand“ und Stockholm
holme „kleine Insel“) ist die Hauptstadt Schwedens und mit 949.761 (Gemeinde
Stockholm), 1,59 Millionen (tätort[2] Stockholm) beziehungsweise 2.308.143
Einwohnern (Groß-Stockholm) die größte Stadt in Skandinavien.[1][3] Sie hat eine
mehr als sieben Jahrhunderte zurückreichende Besiedlungsgeschichte und ist seit
1643 die Residenz des Königs.

Die Stadt ist sowohl Sitz des schwedischen Parlamentes als auch der
schwedischen Regierung. Sie ist ebenso das kulturelle Zentrum des Landes und Stockholm
Bischofssitz.

In einer Rangliste des britischen Magazins Monocle belegte Stockholm unter den
Städten mit der weltweit höchsten Lebensqualität im Jahr 2021 den 4. Platz.[4] Staat:  Schweden

Provinz (län): Stockholms län

Historische Provinzen Uppland
Inhaltsverzeichnis (landskap): Södermanland

Geographie Gemeinde (kommun): Stockholm


Geographische Lage Koordinaten: 59° 20′ N, 18° 3′ O
Stadtgliederung 949.761 (31. Dezember
Einwohner:
Tätort Stockholm und Metropolregion Stockholm 2017)[1]

Klima Fläche: 187 km²


Bevölkerung Bevölkerungsdichte: 5079 Einwohner/km²
Geschichte Höhe: 0 m ö.h.
Die Entstehung der Stadt
Telefonvorwahl: +46-8
Die Kalmarer Union
Postleitzahl: 100 12 – 164 92
Die Wasa-Zeit
Das 17. Jahrhundert
Das 18. Jahrhundert
Das 19. Jahrhundert
20. Jahrhundert
21. Jahrhundert
Politik
Stadtparlament
Stadtregierung
Bezirksausschüsse
Fachausschüsse
Städtische Unternehmen
Städtepartnerschaften
Wappen
Kultur
Theater
Museen
Sport
Sehenswürdigkeiten
Stadsholmen, Gamla stan
Helgeandsholmen und Riddarholmen
Norrmalm
Östermalm

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Djurgården
Blasieholmen, Skeppsholmen und Kastellholmen
Kungsholmen
Södermalm
Wirtschaft und Infrastruktur
Ansässige Unternehmen
Verkehr
Schifffahrt
Luftverkehr
Eisenbahn
Öffentlicher Personennahverkehr
Straßenverkehr
Sendeeinrichtungen
Energieversorgung
Bildung
Persönlichkeiten
Siehe auch
Literatur
Weblinks
Die Insel Riddarholmen, dahinter Stockholms
Einzelnachweise
Altstadt Gamla stan und andere Merkmale
Stockholms

Geographie

Geographische Lage
Das Landschaftsbild Stockholms hat sich in der
Geschichte der Stadt aufgrund der skandinavischen
Landhebung stark verändert. Teile, die heute zum
Festland gehören, waren vor einigen hundert Jahren
noch Inseln.
Sandhamn im östlichen Stockholmer
Schärengarten Ein Meerbusen der Ostsee umschließt die Stadt im
Osten mit zahlreichen Buchten, Landzungen sowie etwa
24.000 größeren und kleineren Inseln (Schären). Dieses
Gebiet wird Stockholmer Schärengarten (Skärgården) genannt.

Stockholm liegt am Ausfluss des Sees Mälaren in die Ostsee, dem Riddarfjärden. Der See
erstreckt sich 120 Kilometer nach Westen ins Landesinnere. Slussen, eine Schleuse mitten
in Stockholm, trennt das Süßwasser des Mälarsees vom Salzwasser der östlich liegenden Lage der Stadt in der Provinz
Ostsee. Stockholm

Wasser macht etwa 30 Prozent der Stadtfläche aus. Die Stadt bezieht ihr Trinkwasser aus
dem Mälaren und die hohe Wasserqualität erlaubt es, mitten in der Innenstadt Lachse zu angeln. Die Stadt erstreckt sich über
14 Inseln, die durch 53 Brücken verbunden sind. Ein großer Teil der Stadt besteht aus Waldregionen.

In nordsüdlicher Richtung zieht sich eine eiszeitliche Kiesmoräne, die vom Ausfluss durchbrochen worden war. Die Inseln im
Strom sind Reste dieses Rückens.

Stadtgliederung
Die Gemeinde Stockholm gliedert sich seit dem 1. Januar 2007 in 14 Stadtbezirke.

Innenstadt Süden Westen

Kungsholmen Enskede-Årsta-Vantör Bromma


Norrmalm Farsta Hässelby-Vällingby

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Östermalm Hägersten-Liljeholmen Rinkeby-Kista


Södermalm Skarpnäck Spånga-Tensta
Skärholmen
Älvsjö

Lage der Stadtbezirke von


Stockholm

Tätort Stockholm und Metropolregion Stockholm


Zum „tätort“ (zusammenhängendes, dicht bebautes Gebiet) Stockholm gehören neben dem Territorium der Gemeinde
Stockholm auch die umliegenden Gemeinden Solna und Sundbyberg (vollständig) sowie Teile der neun Gemeinden Botkyrka,
Danderyd, Haninge, Huddinge, Järfälla, Nacka, Sollentuna, Tyresö und Upplands Väsby.[5]

Die Metropolregion „Groß-Stockholm“ (schwedisch Stor-Stockholm oder Storstockholm) umfasst nach Definition der
schwedischen Statistikbehörde SCB seit dem 1. Januar 2005 die gesamte Provinz Stockholm (Stockholms län).[6] Zuvor wurden
die südlich gelegenen Gemeinden Nykvarn, Nynäshamn und Södertälje sowie die im Norden der Provinz gelegene Gemeinde
Norrtälje nicht dazu gezählt.

Klima
Stockholm befindet sich bislang in der gemäßigten Klimazone; die Jahresmitteltemperatur beträgt 6,6  °C und die
durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge etwa 539  Millimeter. Der wärmste Monat ist der Juli mit 17,5  °C im Mittel, der
kälteste der Februar mit durchschnittlich −3 °C. Der meiste Niederschlag fällt im Monat Juli mit 72 Millimeter im Mittel, der
geringste im März mit durchschnittlich 26 Millimeter.[7]

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts schwanken die Jahresmitteltemperaturen zwischen 4 °C und 8,5 °C.[8][9] Modellrechnungen
zu den Folgen der globalen Erwärmung aus dem Jahr 2019 ergeben, dass Stockholm bereits bei Eintritt des als optimistisch
eingeschätzten RCP4.5-Szenarios in eine andere Klimazone verlagert werden würde; demnach wäre das Klima in Stockholm
bereits im Jahr 2050 dem bisherigen Klima in Budapest ähnlicher als dem bisherigen in Stockholm.[10]

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Stockholm Stockholm


Klimadiagramm
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez J F M A M J J A S O N D
Max. Temperatur (°C) −1 −1 3 9 16 21 22 20 15 10 5 1 Ø 10,1
Min. Temperatur (°C) −5 −5 −3 1 6 11 13 13 9 5 1 −3 Ø 3,6

Niederschlag (mm) 39 27 26 30 30 45 72 66 55 50 53 46 Σ 539 21 22 20


16   15
   
Sonnenstunden (h/d) 1,3 2,4 4,9 6,5 8,8 10,2 8,9 7,6 5,4 3,1 1,6 1,0 Ø 5,2 9   10
13 13  
11 5
3   9  
Regentage (d) 18 15 13 11 11 12 15 14 15 14 17 18 Σ 173 -1 -1 6 5  
1
    
       1              1
Wassertemperatur -3 -3
(°C)
3 2 2 3 6 11 16 17 14 9 6 3 Ø 7,7 -5 -5

Luftfeuchtigkeit (%) 87 86 80 73 64 66 71 78 81 85 88 89 Ø 79

Quelle: WMO ([Link]    


           
       
39 27 26 30 30 45 72 66 55 50 53 46

Temperatur in °C,  Niederschlag in mm


Quelle: WMO ([Link]
tm)

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Bevölkerung
Ende 2017 zählte die Hauptstadtregion (Stor-Stockholm) 2.308.143 Einwohner, wovon 1.538.517 Einwohner (2016) im
zusammenhängend besiedelten Gebiet (tätort) rund um Stockholm und davon 935.619 in der eigentlichen Stadt Stockholm
(kommun) lebten.[11] Die Statistikbehörde von Stockholm prognostiziert das Übersteigen der Millionengrenze für das Jahr
2021.[11]

Etwa 30 Prozent der Einwohner (299.905 im Jahr 2016)[11] sind im Ausland geboren oder haben zwei Elternteile, die im
Ausland geboren wurden, wobei es eine starke Segregation gibt. Während in der Innenstadt 20,6  % der Bevölkerung einen
Migrationshintergrund hatten, so liegt der Anteil in den äußeren Bezirken bei 38,6 % und im Distrikt Rinkeby-Kista bei 81,9 %
(Stand 31. Dezember 2016).[12] Ein Grund für die Segregation liegt in dem sehr angespannten Wohnungsmarkt, wodurch sich
der durchschnittliche Kaufpreis laut Immobilienmaklerstatistik zwischen 1997 und 2017 von 12.818 kr pro Quadratmeter auf
72.765 kr pro Quadratmeter nahezu versechsfacht hat.[13] Im Jahr 2017 standen zudem mehr als 570.000 Personen in einer der
Wartelisten (bostadskö) für eine reguläre Mietwohnung. Da es allerdings nur 360.000 reguläre Mietwohnungen gibt, beträgt
die derzeitige Mindestwartezeit zwischen 9,3 Jahre (Tensta) und 23,2 Jahre (Vasastan).[14]

Die Arbeitslosigkeit betrug im Oktober 2017 3,0 % und das mittlere Einkommen für das Jahr 2015 352.000 kr. 98,9 % eines
Jahrganges besuchen ein Gymnasium (2012) und 55,0 % eine Hochschule (2013). Das Ausbildungsniveau der Bevölkerung liegt
deutlich über dem Landesdurchschnitt: Nur 9  % der Bevölkerung zwischen 25 und 64 Jahren haben keinen
Gymnasialabschluss, aber 58 % der Bevölkerung haben eine postgymnasiale Ausbildung.[15]

Entwicklung der Einwohnerzahl


Stockholms
nach dem jeweiligen Gebietsstand

Jahr Einwohner Jahr Einwohner

1570 9.100 1880 168.775 Entwicklung der Einwohnerzahl


1610 8.900 1890 246.454 Stockholms

1630 15.000 1900 300.624

1650 35.000 1910 342.323

1690 55.000 1920 419.429

1730 57.000 1930 502.207

1750 60.018 1940 590.543

1770 69.000 1950 745.936

1800 75.517 1960 808.294

1810 65.474 1970 740.486

1820 75.569 1980 647.214

1830 80.621 1990 674.452

1840 84.161 2000 750.348

1850 93.070 2005 771.038

1860 113.063 2010 847.073

1870 136.016 2015 917.297

Geschichte

Die Entstehung der Stadt


Die Stelle, an der heute Stockholm steht, wird zum ersten Mal vom isländischen Dichter und Sagenschreiber Snorri Sturluson
(1179–1241) erwähnt: Er beschreibt in der Ynglingasaga eine Pfahlbarriere über die heutige Wasserstraße Norrström, die er
Stokksunda[16] nannte. Bei Ausgrabungen in den späten 1970er Jahren kamen Überreste von Wasserpfählen zum Vorschein,
die aus dem 11. Jahrhundert stammen und diese Aussage stützen. Außerdem wird von Snorri auch ein Befestigungsturm aus
dem 12. Jahrhundert erwähnt, der sich dort befunden haben soll, wo seit 1580 das königliche Schloss steht.

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Ein Schutzbrief für das Fogdö-Kloster, ausgestellt im Juli 1252, ist das älteste überlieferte Dokument, in dem Stockholm
erwähnt wird, wörtlich als Stokholm. In der Erik-Chronik (schwedisch: Erikskrönikan), die zwischen 1320 und 1335 kompiliert
wurde, steht, dass der Gründer Stockholms, der Regent Birger Jarl, um das Jahr 1250 eine Festung bauen wollte, um den
Mälarsee vor Piratenplünderungen zu schützen.

Es gibt keine historischen Belege für eine Existenz Stockholms vor der Mitte des 13. Jahrhunderts. Eventuell gab es ältere
Verteidigungsanlagen zur Sicherung der Einfahrt in den Mälarsee; eine Besiedlung kann jedoch nicht nachgewiesen werden.

Zunächst beschränkte sich das besiedelte Gebiet auf die Insel Stadsholmen, der heutigen Gamla stan. Die Insel selbst war um
ein Drittel kleiner als heute und die Ströme wesentlich breiter.

In den folgenden Jahrzehnten unter der Regierung Birger Magnussons und des Königs Magnus Ladulås entwickelte sich
Stockholm zu einer wichtigen Handelsstadt, was vor allem durch Verträge mit der Hansestadt Lübeck gefördert wurde. Die
Hanse kontrollierte den schwedischen Überseehandel vom 13. bis ins 17. Jahrhundert. Um 1270 wurde Stockholm in
Dokumenten als Stadt bezeichnet und, obwohl Stockholm nicht wie viele schwedische Städte schon Anfang des
13. Jahrhunderts entstand, wurde es 1289 in einem Dokument als die bevölkerungsreichste Stadt des Königreiches beschrieben.
Die ersten gesicherten Annahmen zur Größe der Stadt beziehen sich auf die Mitte des 15.  Jahrhunderts, als Stockholm etwa
tausend Haushalte, also ungefähr fünf- bis sechstausend Einwohner hatte. Aus demselben Jahrhundert (1436) stammt auch der
erste Privilegienbrief.

Im Mittelalter bestand ein erheblicher Teil der Stockholmer Bürgerschaft aus Deutschen und von 1296 bis 1478 wurde der 24-
köpfige Rat der Stadt paritätisch aus deutschsprachigen und schwedischsprachigen Stadtbürgern besetzt. Trotz seiner Größe
und günstigen Lage war Stockholm noch nicht die Hauptstadt, denn der König, wie auch sein Sohn, Magnus Ladulås, hatten
noch keinen festen Regierungssitz.

Der hauptsächliche Grund für die rasche Entwicklung der Stadt war ihre strategische Lage. Stockholm beherrschte die Zufahrt
zum Mälarsee, der seinerseits eine aufgrund der Landwirtschaft und Eisenherstellung wirtschaftlich wichtige Region erschloss.

Die Kalmarer Union


→ Hauptartikel: Schweden in der Zeit der Kalmarer Union

Die strategische und wirtschaftliche Bedeutung der Stadt machte Stockholm zu einem
wichtigen Machtfaktor in den Auseinandersetzungen zwischen den dänischen Königen der
Kalmarer Union und der nationalen Unabhängigkeitsbewegung im 15.  Jahrhundert. So
erfocht am 14.  Oktober 1471 Schweden unter Sten Sture in der Nähe der Stadt am
Brunkeberg (heute ein Teil des Stadtbezirkes Norrmalm) mit Unterstützung der
Stockholmer Bürgerschaft einen Sieg über den dänischen König Christian I., der versuchte,
Schweden an sich zu reißen. Dessen Enkel Christian II. belagerte die Stadt 1518 vergebens,
nahm sie aber 1520 nach einer neuen Belagerung durch Verrat ein. Am 8. November 1520
kam es in Stockholm im Rahmen der Krönungsfeierlichkeiten zu einer Massenhinrichtung
von Oppositionellen am Stortorget (mehr als 80 Adlige wurden hingerichtet), dem
Stockholmer Blutbad. Der junge Adlige Gustav Eriksson konnte entkommen, hatte gegen Stockholm 1642, gilt als älteste
Ende des Jahres eine Armee zusammengestellt und konnte Christian  II. aus Schweden handgezeichnete Karte
vertreiben. Am 6. Juni 1523, dem heutigen schwedischen Nationalfeiertag, wurde er unter
dem Namen Gustav Vasa zum König gewählt.

Die Wasa-Zeit
Mit dem Einzug Gustav Wasas 1523 und dem Aufbau einer starken Königsmacht entwickelte sich Stockholm auch zu einer
wichtigen Residenzstadt. Neben dem Bürgertum begann nun auch der königliche Hof, das Stadtbild zu prägen. Die Stadtinsel
bot nicht mehr genug Platz, und 1529 wurden Södermalm und Norrmalm unter die Herrschaft Stockholms gestellt. Die Stadt
wuchs und erreichte um 1600 eine Einwohnerzahl von 10.000 Einwohnern.

Das 17. Jahrhundert


Im 17. Jahrhundert stieg Schweden zur Großmacht auf. Dies spiegelte sich auch in der Entwicklung der Stadt Stockholm wider
– von 1610 bis 1680 versechsfachte sich die Einwohnerzahl. Ladugårdslandet, das heutige Östermalm, und die Insel
Kungsholmen wurden eingemeindet. 1634  wurde Stockholm offiziell zur Hauptstadt des schwedischen Reiches. Nach dem
politischen Aufstieg folgte diesem Ereignis bald auch der wirtschaftliche Aufstieg der Stadt. Stockholm erhielt das Stapelrecht
und damit das Monopol für den Handel zwischen dem Ausland und Svealand, Norrland und Österbotten (heutiges Finnland).

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In dieser Zeit entstanden auch einige der großen Bauten


und Paläste, die die Macht des Landes und seines Adels
symbolisieren sollten, wie zum Beispiel Riddarhuset,
das Oxenstiernasche Palais, das Tessinsche Palais und
Ansicht Stockholms im Jahr 1690 die alte Reichsbank. Auf den eingemeindeten Inseln und
(aus Suecia antiqua et hodierna von in Östermalm entstanden Stadtviertel in einem
Erik Dahlberg) rechtwinkligen Straßennetz.

Das 18. Jahrhundert


In den Jahren 1713 bis 1714 wurde Stockholm von der
Pest heimgesucht. Nach dem Ende des Großen Georg Biurmans Charta Öfwer
Nordischen Krieges und der damit verbundenen Stockholm, 1750
Gebietsverluste im Jahr 1721 stagnierte die Entwicklung
der Stadt. Die Bevölkerung wuchs kaum mehr und die
wirtschaftliche Erholung ging nur sehr langsam vor sich.
Umgebung Stockholms um 1888 Stockholm behielt aber seine Rolle als politisches
Zentrum des Landes und entwickelte sich unter
Gustav  III. auch zum kulturellen Zentrum. Das
Stockholmer Schloss und die Königliche Oper sind architektonischer Ausdruck dieser
Epoche, in die auch die Gründung der Schwedischen Akademie zur Förderung der
schwedischen Sprache und Literatur fällt.

Stockholm um 1888

Das 19. Jahrhundert


Mit Beginn des 19. Jahrhunderts nahm die
wirtschaftliche Bedeutung Stockholms weiterhin ab.
Norrköping wurde zur größten Manufakturstadt und
Göteborg entwickelte sich aufgrund seiner günstigen
Lage am Kattegat zum wichtigsten Exporthafen
Kungsträdgården um 1895
Schwedens. Erst in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts Stockholmer Ausstellung 1897
übernahm Stockholm wieder eine führende Rolle in der (Stockholmsutställningen 1897)
Wirtschaft des Landes. Einerseits wurde eine Reihe
wichtiger Industriebetriebe gegründet, andererseits entwickelte sich Stockholm zu einem
wichtigen Handels- und Dienstleistungszentrum sowie zu einem Verkehrsknotenpunkt.

Auch die Bevölkerung wuchs in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch Zuwanderung stark an. Gegen Ende des
Jahrhunderts waren nicht einmal 40 Prozent der Einwohner in Stockholm geboren. Die Besiedlung griff über die Stadtgrenzen
hinaus und es entstand eine Reihe von Elendsvierteln, aber auch Villenviertel im Grünen und an der Küste.

Stockholm baute auch seine Position als Kulturzentrum weiter aus und man bemühte sich, höhere Bildungseinrichtungen nach
Stockholm zu bekommen. Im 19. Jahrhundert bekam Stockholm mehrere wissenschaftliche Institute, wie beispielsweise das
Karolinische Institut und das Technologische Institut, das 1877 eine Technische Hochschule wurde. 1878  wurden auch die
ersten Lehrveranstaltungen an der neu gegründeten Stockholmer Hochschule abgehalten, aber es sollte beinahe 100 Jahre
dauern, bis sie zur Universität erhoben wurde.

20. Jahrhundert
Nach 1910 kam es zur Eingemeindung großer Gebiete, die verkehrstechnisch durch Straßenbahnlinien an die Stadt
angeschlossen wurden. Im Anschluss daran entstanden Vororte, Gartenstädte und Gebiete mit Freizeithäuschen.

In den 1930er Jahren fassten funktionalistische Ideen Fuß in Schweden. Auslöser war die Stockholmer Ausstellung 1930
(schwedisch Stockholmsutställningen 1930), eine nationale Ausstellung für Architektur, Design und Kunsthandwerk.

Im Zweiten Weltkrieg kam es am 22. Februar 1944 zu einem sowjetischen Luftangriff auf Stockholm und seine Umgebung, bei
dem ungefähr 30 Bomben abgeworfen wurden. Die Folgen waren wenige Verletzte und hauptsächlich Sachschäden. Die
Hintergründe des Angriffs sind unklar. Möglicherweise handelte es sich um einen Navigationsfehler während eines Angriffs auf
das finnische Turku.[17]

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Wirtschaftlich kam es in den 1940er und 1950er Jahren zu einer Umstrukturierung.


Arbeitsintensive Unternehmen in Niedriglohnbranchen verschwanden, während kapitalintensive
Unternehmen und Unternehmen im Hochtechnologiebereich wuchsen. Ein Beispiel dafür ist der
Stadtbezirk Kista, der sich in den 1990er Jahren zum IT-Zentrum Schwedens entwickelte.
Schweden orientierte sich früh am amerikanischen Beispiel, so auch in Sachen Motorisierung. Es
verfügte  – für ein bevölkerungsarmes Land eher ungewöhnlich  – um die Mitte des
20.  Jahrhunderts über zwei kapitalkräftige Automobilkonzerne und es kam im Zentrum
Stockholms schon 1931–1935 zur Schaffung des damals weithin berühmten Kleeblatts von Slussen
sowie in den 1950er Jahren zu weiteren Initiativen im Sinne einer „autogerechten Stadt“. Stockholmsutställningen
1930, Das Hauptrestaurant
Bis in die 1970er Jahre wurde der zentrale Stadtteil Nedre Norrmalm, mit Bausubstanz aus dem 17. Paradiset
bis 19.  Jahrhundert, im Rahmen der Sanierung von Norrmalm (Norrmalmsregleringen), einem
großflächigen Abriss und Umbau unterworfen. Die Folgen dieser technokratischen
Modernisierungspolitik, teilweise auf Basis der Enteignungsmöglichkeiten der Lex Norrmalm von
1953, wurden allerdings ab etwa 1960 zunehmend kontrovers diskutiert. Dies betraf schon die 1959
fertiggestellte, längs des Riddarholm Kanales und des Riddarhuset geführte zentrale Nord-Süd-
Verbindung mit dem Charakter einer Stadtautobahn, vor allem aber den ab 1952 durchgezogenen
großflächigen Umbau von Norrmalm, gegen den zuletzt ein  – vergeblicher  – öffentlicher Appell
von 39 Kulturschaffenden ergangen war. Als Resultat dieser öffentlichen Kritik wurde zunächst die
Altstadt (Gamla stan) 1965 als Ganzes unter Denkmalschutz gestellt. 1971  kam es im
Zusammenhang mit Bürgerinitiativen zum sogenannten Ulmenkrieg, der um die Erhaltung einer
Baumgruppe im Kungsträdgården geführt wurde. Der Stockholmer Flächenwidmungsplan von
1974 kann mit seiner geänderten Planungsphilosophie als Erfolg der altstadt- und Norrmalmsregleringen, die
grünfreundlichen Proteste gesehen werden. Bei der „postmodernen“ Umgestaltung des früher stark fünf Cityhochhäuser in Bau
industriell geprägten Stadtteils Södermalm in den 1980er Jahren wurde im Vergleich zu Norrmalm 1964
eine durchgrüntere und weniger monotone urbane Gestaltung angestrebt.

Ab den 1950er Jahren nahm die Beschäftigungsquote der Industrie ab. Sie liegt heute bei ungefähr 10 Prozent; der
Dienstleistungsbereich wuchs demgegenüber weiter an.

Bereits 1936 gab es eine Art U-Bahn-Verbindung zwischen Slussen und Medborgarplatsen, die mit gewöhnlichen
Straßenbahnwagen betrieben wurde. 1950 wurde dann die erste U-Bahn-Linie in Stockholm eröffnet. Längs der U-Bahn-Linien
und an deren Endpunkten entstanden in den 1950er Jahren Satellitenstädte, sogenannte ABC-Vororte (A für Arbete ‚Arbeit‘, B
für Bostad ‚Wohnung‘ und C für Centrum ‚Zentrum‘), wie Vällingby und Farsta, und von Mitte der 1960er bis Mitte der 1970er
Jahre die im Rahmen des Millionenprogrammes gebauten Großsiedlungen wie Rinkeby, Tensta, Sollentuna und andere. Trotz
eines heute relativ hohen Anteils eingewanderter Mitbürger in diesen Stadtteilen (über 40 Prozent der Einwohner in Tensta,
Rinkeby oder Sollentuna kommen aus dem außereuropäischen Ausland), kann man nicht von einer Ghettoisierung sprechen,
auch wenn die durchaus vorhandenen Segregationstendenzen seit Ende der 1990er Jahre deutlicher spürbar sind.

Panorama von Stockholm, Blick vom Turm des Stadshuset

Von 1909 an hatten die Sozialdemokraten zusammen mit den Liberalen die Mehrheit im Stockholmer Gemeinderat. In den
ersten Kommunalwahlen nach dem allgemeinen Wahlrecht 1919 erreichte die politische Linke eine Mehrheit im Gemeinderat,
die sie bis in die 1950er Jahre behielt. Anfang der 1920er Jahre erhielt Stockholm eine neue politische Organisation, die in
ihren Grundzügen auch heute noch gilt. 1923  übersiedelte die Stockholmer „Regierung“ in das neugebaute Rathaus
(Stockholms stadshus). 1967 wurde Stockholm in die Verwaltungsprovinz Stockholms län eingegliedert.

Im Jahr 1986 wurde Premierminister Olof Palme auf offener Straße am Sveavägen erschossen; der Mord wurde nie geklärt. Im
September 2003 wurde Außenministerin Anna Lindh im Kaufhaus NK (Nordiska Kompaniet), das unweit vom Ort des Palme-
Attentats steht, von einem Messerattentäter tödlich verletzt.

Die Europäische Union ernannte Stockholm im Jahr 1998 zur Kulturhauptstadt Europas.

21. Jahrhundert

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Im Mai 2013 ereigneten sich in Vororten von Stockholm teils gewalttätige Unruhen. Jugendliche zündeten mehrere Autos und
eine Polizeiwache an.[18][19][20]

Bei dem Anschlag in Stockholm am 7. April 2017 wurden fünf Menschen getötet.

Politik
Stockholm hat die größte Einwohnerzahl der 290 schwedischen Gemeinden und liegt in der Provinz Stockholms län. Die
kommunale Tätigkeit der Stadt Stockholm ist politisch wie folgt organisiert:

Stadtparlament
Das höchste beschlussfassende politische Organ ist das alle vier Jahre gewählte Stadtparlament (schwedisch
kommunfullmäktige), das aus 101 Abgeordneten besteht. Die Amtszeit des am 9. September 2018 gewählten Stadtparlaments
begann am 1. Januar 2019.

Stockholmer Stadtparlamentswahl 2018


Sitzverteilung ab 2019 im
Wahlbeteiligung: 80,6 % (2014: 79,4 %)
 % Stockholmer Stadtparlament
20,98 %
Insgesamt 101 Sitze
30 22,30 %(−6,18 %p)
(+0,34 %p)
20 13,03 % 8,33 % FI: 3
10,07 %(−5,99 %p)
(+4,09 %p)
(+1,79 %p) 7,96 % 7,89 % V: 13
(+2,80 %p) 5,05 % 3,30 %
(+3,20 %p)
10 (+1,77 %p) 1,08 %
(−1,34 %p)
(−0,49 %p)
S: 23
0 MP: 9
S M V L MP SD C KD FI Sonst.
C: 8
2014 2018
L: 10
Stockholmer Stadtparlamentswahlen – Sitzverteilung seit 2002 KD: 5
Wahl Wahl Wahl Wahl Wahl
M: 22
Partei
2002 2006 2010 2014 2018 SD: 8
Linkspartei (V) 11 9 8 10 13

Sozialdemokratische Arbeiterpartei
35 27 25 24 23
(S)

Grüne (MP) 6 10 16 16 9

Feministische Initiative (FI) 0 0 0 3 3

Schwedendemokraten (SD) 0 0 0 6 8

Zentrumspartei (C) 0 1 3 3 8

Die Liberalen (L) 17 10 10 9 10

Christdemokraten (KD) 5 3 1 2 5

Moderate Sammlungspartei (M) 27 41 38 28 22

Stadtregierung
Die Stadtregierung (schwedisch kommunstyrelse), die besteht aus 13 Mitgliedern (vier Moderate, drei Sozialdemokraten, zwei
Vertreter der Linkspartei, je ein Vertreter der Grünen, Liberalen, der Zentrumspartei und der Schwedendemokraten), wird
nach dem Verhältniswahlprinzip gewählt; die im Stadtparlament vertretenen Parteien sind also auch in der Stadtregierung
repräsentiert.

Die Beschlüsse der Stadtregierung werden von der Stadtratskommission (schwedisch borgarrådsberedningen) vorbereitet und
durchgeführt, die aus dreizehn Stadträten (schwedisch borgarråd) besteht, die alle vier Jahre vom Stadtparlament gewählt
werden. Dabei unterscheidet man zwischen regierenden Stadträten (schwedisch styrande borgarråd) und oppositionellen
Stadträten (schwedisch oppositionsborgarråd).

Der Finanzstadtrat ist in der Regel gleichzeitig Vorsitzender der Stadtratskommission und der Stadtregierung – also
Bürgermeister. Dies ist seit 2019 Anna König Jerlmyr von der Moderaten Sammlungspartei. Karin Wanngård von den
Sozialdemokraten ist ihre erste Stellvertreterin. Zweiter Stellvertreter ist Jan Jönsson von den Liberalen.

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Bezirksausschüsse
Ein großer Teil der Verantwortung für die Wahrnehmung der kommunalen Aufgaben liegt bei den Bezirksausschüssen
(schwedisch stadsdelsnämnd). Diese Aufgaben wurden am 1. Januar 1997 im Zuge der Stadsdelsnämndsreformen den damals
24  Bezirksausschüssen übertragen und sollten den Einwohnern die Möglichkeit geben, direkter an der kommunalen Politik
teilzuhaben. Die Bezirksausschüsse, die je nach Größe des Stadtbezirkes aus elf oder 13 Mitgliedern bestehen, werden vom
Stadtparlament ernannt und sind dem Stadtparlament direkt unterstellt. Nach den Wahlen 1998 wurde die Zahl der
Bezirksausschüsse mit Wirkung zum 1. Januar 1999 auf 18 reduziert und nach den Wahlen 2006 eine weitere Reduzierung auf
14 Ausschüsse beschlossen und zum 1. Januar 2007 umgesetzt.[21]

Fachausschüsse
Gewisse übergreifende Tätigkeitsbereiche werden von zentralen Fachausschüssen (schwed. facknämnd) abgedeckt, wie z.  B.
dem Bildungsausschuss, dem Sportausschuss oder dem Wahlausschuss.

Städtische Unternehmen
Ein Teil der kommunalen Dienstleistungen wurde in Aktiengesellschaften ausgelagert, in
denen die Stadt die Aktienmehrheit besitzt. So werden etwa die Gemeindewohnungen, die
Wasserversorgung, das Stockholmer Stadttheater und anderes von Aktiengesellschaften
verwaltet, die unter einer Konzernleitung, der Stockholms Stadshus AB, zusammengefasst
sind.

Städtepartnerschaften
Belgrad, Serbien
Istanbul, Türkei
Sarajevo, Bosnien und Herzegowina
Tirana, Albanien
Tunis, Tunesien
Straße in der Stockholmer Altstadt

Wappen
Blasonierung des Stadtwappens von Stockholm: „In Blau ein goldenes hersehendes gekröntes Manneshaupt.“ Das
Haupt stellt den Kopf König Eriks  IX., des Heiligen, dar, auch Erik Jedvardsson genannt, König von 1156 bis
1160. Die Darstellung basiert auf dem mittelalterlichen Siegel der Stadt Stockholm.

Kultur

Theater
In Stockholm gibt es eine Reihe von Theatern, darunter
die Königliche Oper (Kungliga Operan), das Königliche
Dramatische Theater (Dramaten) und das Stockholmer
Stadttheater (Stadsteatern) sowie Privattheater wie die
Königlich Schwedische Nationaloper Volksoper (Folkoperan), das Moderne Tanztheater
(Moderna dansteatern), das China-, Göta Lejon-, Sergels torg mit Kulturhuset
Mosebacke-, Oscar-Theater und viele andere Bühnen.
Das Orion Theater besteht als größte Avantgardebühne der Stadt bereits seit 1983 und
präsentiert mehrere Theaterstücke jährlich, die nicht selten mit Livemusik ergänzt werden.

Museen
→ Hauptartikel: Liste der Museen in Stockholm

Unter den zahlreichen Museen in Stockholm gibt es nationale Museen wie das Architekturmuseum, das dem Modernen
Museum angegliedert ist, das ABBA-Museum, das Biologische Museum, das Ethnografische Museum Stockholm, das
Historische Museum, das Seehistorische Museum, das Museum für Moderne Kunst (Moderna Museet), das Nationalmuseum,

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das Naturhistorische Reichsmuseum, das Technische Museum, das Vasa-Museum und andere. Die Geschichte und Gegenwart
Stockholms wird im Mittelaltermuseum (Medeltidsmuseet), im Stockholmer Stadtmuseum und im Stockholmer Länsmuseum
pädagogisch aufbereitet. Im Stockholmer Schloss befinden sich mehrere Museen zur Geschichte der Könige. Gegenüber dem
Königsschloss residiert das Königliche Münzkabinett.

Nordisches Museum
Das Vasa-Museum

Sport
Von den sportlichen Einrichtungen ragen das Olympiastadion Stockholm und die Globen Arena (offiziell seit 2021 Avicii
Arena) heraus. Beide werden auch für Konzertveranstaltungen genutzt. Die Friends Arena in der Gemeinde Solna ist Heimat
von AIK und der schwedischen Fußballnationalmannschaft. Das alte Nationalstadion Råsundastadion wurde 2013 abgerissen.
In der Tele2 Arena tragen Djurgårdens IF und Hammarby IF ihre Heimspiele aus.

Nationale Meisterschaften im Männerfußball konnten bisher drei der Vereine aus Stockholm gewinnen. Von diesen hat
Djurgårdens IF elf Meistertitel, AIK zehn und Hammarby IF einen Titel, wobei AIK allerdings seit 1937 strenggenommen kein
Stockholmer Verein mehr ist, da er in der Nachbargemeinde Solna angesiedelt ist. International am erfolgreichsten war der
Frauenverein Djurgårdens IF/Älvsjö, der 2005 bis ins Finale des UEFA Women's Cup vordringen konnte.

Die Eishockeyabteilung von Djurgårdens IF, die ihre Heimspiele zum Teil im Globen austrägt, konnte bisher 16-mal die
Schwedische Meisterschaft gewinnen, zuletzt 2001. Die Mannschaften Hammarby IF und AIK Ishockey, die im neben der
Globen Arena gelegenen Hovet spielen, wurden bisher acht- bzw. siebenmal Schwedischer Meister.

Hammarby IF HK konnte bisher drei Mal schwedischer Meister im Handball werden.

Erfolgreich im American Football sind die nationalen Rekordmeister Stockholm Mean Machines.

Im Juni findet der Stockholm-Marathon statt, Skandinaviens größter Marathon.

Sehenswürdigkeiten
Das Stockholmer Stadtbild und seine Architektur sind von der besonderen Lage der Stadt an den Ufern des von Westen nach
Osten verlaufenden Ausflusses des Mälaren, dem in nordsüdlicher Richtung verlaufenden Höhenrücken der Gletschermoräne
und der zentralen Stadtinsel mitten im Strom geprägt.

Im Stadtgebiet gibt es zahlreiche kleine Parks.

Nachfolgend werden einige Inseln der Stadt genauer beleuchtet. Hierbei bleibt die politische Gliederung der Stadt in
Stadtbezirke unberücksichtigt.

Stadsholmen, Gamla stan


→ Hauptartikel: Gamla stan

Die Altstadt auf der Stadtinsel (Stadsholmen) weist noch immer das mittelalterliche
Straßennetz mit den von Nord nach Süd über die Insel verlaufenden Straßen
(Österlånggatan und Västerlånggatan) und schmalen, zum Wasser abfallenden Gässchen
auf. Mittendrin befindet sich die deutsche Kirche (Tyska kyrkan). Einen anderen Eindruck
machen im Norden der Insel die Paläste der Großmachtszeit wie das Ritterhaus und das im
Norden zum Wasser hin gelegene Bondesche Palais, das Oxenstiernasche Palais und das
Tessinsche Palais in der Nähe der Storkyrkan, dem Stockholmer Dom, und natürlich das
Gamla stan
Königliche Schloss, dessen mittlere Achse auf die Norrbro (Nordbrücke) weist, mit der die
Altstadt über die Insel Helgeandsholmen mit Norrmalm, dem nördlichen Ufer, verbunden
ist. Ein Großteil der Altstadt ist allerdings autofrei.

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Das königliche Schloss und


Storkyrkan (links)

Helgeandsholmen und Riddarholmen


Die Insel Helgeandsholmen (Heiliggeist-Insel)
beherbergt nur zwei Institutionen, das
Medeltidsmuseum (Mittelaltermuseum) und das
Reichstagsgebäude, Sitz des schwedischen Reichstags
(der auch das ehemalige Gebäude der schwedischen
Reichsbank in Anspruch nimmt).

Die Insel Riddarholmen im Westen der Stadtinsel ist


Die Insel Helgeandsholmen mit dem
eine stille Ecke mitten in der Stadt. Sie ist heute das Stockholm: Übergang vom
Reichstagsgebäude Riksdagshuset Süßwasser enthaltenden Mälarsee in
Justizzentrum des Landes, Sitz insbesondere des
die Ostsee. Im Hintergrund das
Regeringsrätt sowie des Svea hovrätt. Im Wrangelschen
Reichstagsgebäude
Palais und den anderen Gebäuden befinden sich
verschiedene Gerichte. Daneben befindet sich auch die Riddarholmskirche, Grabkirche
vieler schwedischer Könige.

Norrmalm
→ Hauptartikel: Norrmalm

Vom Königlichen Schloss aus blickt man über Helgeandsholmen hinweg auf Norrmalm und
sieht Rosenbad, den Regierungssitz der schwedischen Regierung, das Sagersche Haus, die
Dienstwohnung des Premierministers, das Palais des Erbfürsten (Arvfurstens palats)  –
heute Außenministerium  – und die Königliche Oper mit dem berühmten Restaurant
Operakällaren.

Dahinter beginnt die Innenstadt, das moderne Stockholm, das in den 1950er bis 1970er
Jahren entstand, nachdem man über 400 Gebäude des Viertels Klara abgerissen und durch
ein nach damaligem Geschmack modernes Zentrum ersetzt hatte. Achtzehnstöckige Hötorget, der Heumarkt
Gebäude wurden errichtet und in der Mitte wurde der Sergels torg (Sergelsplatz) als Symbol
des modernen Wohlfahrtsstaates auf zwei Ebenen erbaut. Manchen mag er heute als
Schandfleck erscheinen, andere sehen in ihm den Versuch, gesellschaftlichen Visionen
architektonischen Ausdruck zu verleihen. An seiner Seite befindet sich Kulturhuset
(Kulturhaus) mit dem Stadttheater. Die Drottninggatan ist eine moderne Einkaufsstraße
mit zahlreichen Kaufhäusern.

Nicht selten hört man sogar von Schweden den etwas sarkastischen Spruch: „Schweden hat
keine Bombenteppiche benötigt, um seine schöne Hauptstadt zu zerstören. Das hat man
auch so geschafft.“ Ähnliche Umbaupläne wie für Norrmalm existierten auch für die
Altstadt Gamla Stan. Allerdings wurden diese nie umgesetzt.
Die Große Synagoge von Stockholm
Der Kungsträdgården ist Treffpunkt für junge Leute. Hier finden im Sommer häufig
Konzerte statt, im Winter kann man mitten in der Innenstadt in Schlossnähe
Schlittschuhlaufen.

Östermalm

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Östlich von Norrmalm erstreckt sich Östermalm, geprägt vom rechtwinkeligen Straßennetz der schwedischen Großmachtszeit.
Vor allem die Wasserfront, der Strandvägen, war und ist Stockholms repräsentativste Adresse, was die Gründerzeithäuser in
historistischem Stil zeigen. Wo der Strandvägen beginnt, liegt das Königliche Dramatische Theater (Dramaten). Vor dem
Theater liegt der Berzelius-Park, in dem sich das Berns, Theater und Restaurant, befindet, dessen rotes Zimmer durch
Strindbergs Roman Das rote Zimmer berühmt geworden ist. In der Nähe befindet sich der Königliche Hofstall. In Östermalm
liegen der sternförmige Karlaplan, der Östermalms torg (Östermalmsplatz) mit der Markthalle Östermalms Saluhall und die
Hedwig-Eleonora-Kirche. Inmitten des einheitlichen Quartiers Lärkstaden liegt die mächtige Engelbrektskyrkan, eine Kirche
im Stil der Nationalromantik.

Djurgården
Vom Karlaplan führt der Narvavägen über die
Djurgårdsbrücke auf die Halbinsel Djurgården, die auch
heute noch vorwiegend ein Naturpark und Ausflugs-
und Erholungsgebiet für die Stockholmer ist. Über die
Skansens Haupteingang 2012
Brücke kommt man entlang dem Djurgårdsvägen zu
einer Reihe von Museen, wie z.  B. dem Vasa-Museum,
dem Nordischen Museum, Thielska galleriet und
Liljevalchs konsthall, Vergnügungsstätten, wie z.  B.
Gröna Lund und Circus, sowie Gasthäusern aus dem Stockholms Skansen um 1895
19.  Jahrhundert, wie das in der Literatur verewigte
Hasselbacken. In dessen Nähe befindet sich auch der
Haupteingang zu Schwedens erstem und größtem
Freilichtmuseum Skansen. Südlich von Gröna Lund
befindet sich der historische Stadtteil Djurgårdsstaden
Gröna Lunds Haupteingang 1963 mit Bebauung aus den 17. und 18. Jahrhundert. Auf der
Landzunge Waldemarsudde liegt die Villa des Prinzen
Eugen, die heute Museum ist und Bilder des Prinzen
sowie seiner Zeitgenossen zeigt und damit einen Überblick über die schwedische Malerei
der Jahrhundertwende (1900) gibt. Von Djurgården führt eine Fähre zurück auf die
Stadtinsel. Schiff Vasa im Vasa-Museum

Djurgården ist Teil des Ökoparks (schwedisch: Ekoparken), es handelt sich hierbei um den
ersten Nationalstadtpark (schwedisch: Nationalstadsparken) der Welt, der 1994 ins Leben gerufen wurde.

Blasieholmen, Skeppsholmen und Kastellholmen


Zwischen der Stadtinsel und Djurgården liegen Blasieholmen, Skeppsholmen und Kastellholmen. Auf Blasieholmen befinden
sich das pompöse Grand Hotel, dessen Hauptfassade zur Stadtinsel weist, und das schwedische Nationalmuseum.
Skeppsholmen und dessen Anhängsel Kastellholmen beherbergten früher Einrichtungen der Kriegsmarine, die im
20. Jahrhundert von Museen (beispielsweise Ostasiatisches Museum, Modernes Museum, Architekturmuseum) übernommen
worden sind.

Kungsholmen
Wendet man sich auf der Stadtinsel nach Nordwesten, sieht man die östliche Spitze der
Insel Kungsholmen mit dem Stockholmer Rathaus (Stockholms stadshus), in dessen Blauer
Halle alljährlich das Nobelfest stattfindet – das Bankett zu Ehren der Nobelpreisträger im
Anschluss an die feierliche Verleihung der Nobelpreise im Konzerthaus.

Kungsholmen beherbergt Parks und Badeplätze.

Södermalm
Stockholms Stadshus 2006
Am südlichen Ende der Stadtinsel befindet sich Slussen, die Schleuse, über die man mit
dem Boot vom Mälaren in die Ostsee kommt. Slussen verbindet auch Stadsholmen mit der
Insel Södermalm (im Volksmund Söder), die sich hier über 50  Meter aus dem Wasser erhebt. Mit dem 38  Meter hohen
Katarinahissen kommt man von Slussen zum Mosebacke torg, an dem sich zwei Theater befinden. In der Nähe liegt die
Katarinakirche, ein Meisterwerk aus dem 17. Jahrhundert. Im Osten der Insel auf den Hügeln Åsöberget und Vita bergen mit
der Sofiakirche gibt es noch kleine Holzhäuser, wie sie für die Besiedlung des 17. und 18. Jahrhunderts typisch waren.

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Das Innere der Insel ist mit Wohnblöcken aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und der Jahrhundertwende bebaut – in
dieser Zeit entstand auch St. Erik, heute katholische Bischofskirche für ganz Schweden –, während der südliche Teil Bebauung
aus dem 20. Jahrhundert aufweist. Ein völlig neuer und architektonisch interessanter Stadtteil wurde Ende der 1980er Jahre
im Gebiet des Bahnhofs Stockholm Södra (westlich des Medborgarplatzes) errichtet.

Im südlichen Teil Södermalms befindet sich das Szeneviertel SoFo (South of Folkungagatan).

Seit 2015 verwandelt die Stadt unter dem Namen „Levande Stockholm“ (belebtes
Stockholm) von Mai bis September einige der belebten Straßen zu autofreien
Fußgängerzonen.[22][23] Cafés und Restaurants erweitern in dieser Zeit ihre
Außengastronomieflächen und schaffen Sitzflächen.[24]

Södermalm

Wirtschaft und Infrastruktur


Laut einer Studie aus dem Jahr 2014 erwirtschafte der Großraum Stockholm ein Bruttoinlandsprodukt von 143,0  Milliarden
US-Dollar (KKB). In der Rangliste der wirtschaftsstärksten Metropolregionen weltweit belegte er damit den 91. Platz. Das BIP
pro Kopf betrug 56.250  US-Dollar.[25] In einer Rangliste der wichtigsten Finanzzentren weltweit belegte Stockholm den
42. Platz (Stand: 2018).[26]

Ansässige Unternehmen
Stockholm ist Schwedens Dienstleistungszentrum. 85  Prozent aller Beschäftigten arbeiten
im öffentlichen und privaten Dienstleistungsbereich, aber nur 10  Prozent in der
Herstellungsindustrie. Dennoch gehört Stockholm zu den größten Industriegebieten
Schwedens. Die fehlende Schwerindustrie ließ die Stadt zu einer der saubersten Metropolen
der Welt werden.

Die steigende Zahl von Unternehmen im Hochtechnologie-Bereich wog in den letzten


Hochtechnologiezentrum Kista
Jahrzehnten die Abwanderung traditioneller Industriebetriebe auf. Zu den großen
Industrieunternehmen in der Region zählen heute Ericsson, IBM Svenska AB und
Electrolux, der Arzneimittelhersteller AstraZeneca, graphische Betriebe des Bonnier-Konzerns und andere. Im Norden der
Stadt (Kista) entstand im letzten Jahrzehnt eines der größten IT-Zentren Europas.

Stockholm ist auch das Medienzentrum des Landes mit vier überregionalen Tageszeitungen und einer Reihe kleiner Zeitungen,
Verlagen (unter anderem dem Bonnier-Konzern), Sitz des staatlichen Rundfunks (SR) und der öffentlich-rechtlichen
Fernsehgesellschaft SVT sowie weiterer Medienunternehmen.

Auch die schwedischen Banken (so zum Beispiel Swedbank, Handelsbanken und Skandinaviska Enskilda Banken, die zu den
zehn größten Unternehmen in Stockholm gehören) haben ihren Hauptsitz in Stockholm, wo sich auch die Börse Stockholm
befindet. Zusammen mit den Hauptsitzen der Versicherungsgesellschaften (Skandia und andere) und von
Investmentunternehmen machen sie Stockholm zum wichtigsten Finanzzentrum Schwedens.

Insgesamt befinden sich die Hauptsitze von über 40 Prozent aller schwedischen Unternehmen mit mehr als 200 Angestellten in
Stockholm. Aber nicht nur Unternehmenszentralen, sondern auch die Zentralbehörden der staatlichen Verwaltung sowie die
nationalen politischen Institutionen (wie Regierung und Reichstag) in Stockholm machen die Stadt zum Machtzentrum des
Landes.

In den letzten Jahren ist auch der Tourismus zu einem wichtigen Wirtschaftszweig geworden. Seit 1991 ist die Anzahl der
Übernachtungen um 80 Prozent von vier auf über sieben Millionen gestiegen. Festivals wie das Stockholm Waterfestival und
große Sportveranstaltungen wie der Stockholm-Marathon sind wichtige Attraktionen.

Seit 2005 hat das Europäische Zentrum für Seuchenprävention ECDC seinen Sitz in Stockholm.

Damit sich die Wirtschaft präsentieren und weitere Kontakte knüpfen kann, hat Stockholm auch eine Messe
(Stockholmsmässan).

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Verkehr

Schifffahrt

Stockholm ist eine wichtige Fährhafenstadt mit Verbindungen nach Helsinki, Mariehamn,
Sankt Petersburg, Turku und Tallinn; eine Fährverbindung nach Deutschland gibt es seit
2002 nicht mehr. 2017  wurden im Stockholmer Hafen bei 263  Anläufen von
Kreuzfahrtschiffen rund 600.000  Passagiere gezählt. 2016  waren es bei 230  Anläufen
490.000 Passagiere.[27]

Am 27. Mai 2020 wurde etwa fünfzig Kilometer südlich von Stockholm der Hafen Norvik in Der Hauptbahnhof Stockholm C
Betrieb genommen, zunächst für den Containerumschlag. Der Bau dieses Hafens begann im
September 2016, er soll die bisher genutzten Anlagen in Stockholms Freihafen ersetzen.
Betreiber des 32 Hektar großen Containerterminals mit einer Kailänge von 800 m und einer Kapazität von 500.000 TEU im
Jahr ist Hutchison Ports. Die Wassertiefe des Hafens beträgt 16,5 Meter. Im Herbst 2020 sollen hier auch die 12 Hektar großen
Anlagen für den RoRo-Verkehr mit einer Kailänge von 525 m und einer Umschlagkapazität von 200.000 Einheiten im Jahr in
Betrieb genommen werden.[28][29]

Luftverkehr

Es gibt einen zentral gelegenen Regionalflughafen im Stadtteil Bromma. Der nächstgelegene internationale Flughafen ist der
Flughafen Stockholm/Arlanda, der 40  km nördlich von Stockholm liegt. Die beiden Flughäfen bei Stockholm-Skavsta
(Nyköping) und Stockholm-Västerås befinden sich etwa 100 km südlich bzw. westlich von Stockholm, benutzen aber trotzdem
den Namen Stockholm.

Eisenbahn

Stockholm ist wichtigster Knotenpunkt des schwedischen Eisenbahnnetzes. Hier befindet sich mit Stockholm C der größte
Bahnhof des Landes.

Öffentlicher Personennahverkehr

Dem öffentlichen Verkehr dienen die U-Bahn (Tunnelbana), S-Bahn-ähnliche Vorortzüge (Pendeltåg, Saltsjöbanan,
Roslagsbanan), verschiedene Buslinien, die Stadtbahnlinien Tvärbanan, Lidingöbanan und Nockebybanan in den
Außenbezirken sowie die historischen und modernen Straßenbahnwagen auf der Djurgårdslinie und auf der Spårväg City zum
Djurgården. Die Tunnelbana, die Stadtbahn, die Straßenbahn und die Buslinien werden durch AB Storstockholms Lokaltrafik
(SL) betrieben.

Straßenverkehr

Wenn man im 16. Jahrhundert von Stockholm aus nach


Süden reisen wollte, war der Göta landsväg die älteste
und einzige existierende Straße. Diese Wegverbindung
hatte bis zurück ins Mittelalter (in Skandinavien ca.
1100 bis 1500 n.  Chr.) reichende Vorläufer; vermutlich
Västerbron war hier schon zur Bronzezeit (in Skandinavien ca. 1800
bis 550 v.  Chr.), lange bevor Stockholm existierte, ein Essingeleden Richtung Süden
Weg entstanden.

Die Hauptverkehrsader der modernen Zeit ist der Essingeleden, ein Teil der Autobahn E4; er führt westlich am Stadtzentrum
vorbei und wurde 1966 eingeweiht. Ein großer Teil des Autoverkehrs soll in den nächsten Jahrzehnten unter die Erde gelegt
werden. So wurde im Oktober 2004 ein 4,6 Kilometer langer Tunnel (Södra Länken) südlich des Stadtkerns eingeweiht. Ein
Teilabschnitt im Rahmen eines gleichartigen Projektes im Norden (Norra Länken) ging 2014 in Betrieb. Eine 21  Kilometer
lange westliche Umgehung Stockholms, davon 17 Kilometer in Tunneln, ist unter der Projektbezeichnung Förbifart Stockholm
(wörtlich Vorbeifahrt Stockholm) seit 2014 in Bau und soll nicht vor 2022 fertiggestellt werden. Eine östliche
Umgehungsautobahn (Österleden), die den Autobahnring um Stockholm (Ringled Stockholm) komplettieren würde, wird seit
den 1950er Jahren diskutiert.

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Seit dem 1. August 2007 muss für das Ein- und Ausfahren mit dem Auto in die Innenstadt eine Straßenbenutzungsgebühr
entrichtet werden. Der Gebührenzeitraum ist werktags zwischen 06:30 Uhr und 18:30 Uhr, wobei zu den morgendlichen und
abendlichen Hauptverkehrszeiten ein höherer Betrag zu entrichten ist. Die sogenannte „Gedrängel-Steuer“ (Trängselskatt)[30]
ist Teil eines Verkehrsentwicklungskonzepts, mit dem Ziel der Verkehrsreduzierung und Umweltverbesserung; mit der
Maßnahme einher geht daher auch eine Kostenumlegung der Gebühren zu einer Angebotsverstärkung des öffentlichen
Nahverkehrs. Die Einführung der Maut gehörte zu den im internationalen Maßstab bedeutendsten internationalen Projekten
dieser Art. Vor der Einführung des Systems wurde 2006 ein siebenmonatiger Testbetrieb durchgeführt; im Anschluss stimmten
die Einwohner Stockholms in einem Referendum mit 51,3 % für die dauerhafte Einführung. Auch beim Passieren Stockholms
über den Essingeleden wird eine entsprechende Steuer erhoben.

Stockholm ist an einige nationale und internationale Fernradwege angeschlossen, unter anderem an den Ostseeküsten-Radweg,
welcher als europäische EuroVelo-Route EV 10 die Ostsee umrundet.[31]

Sendeeinrichtungen
Sender Nacka
Kaknästurm

Energieversorgung
Stockholm verfügt über ein großes Fernwärmenetz, das jährlich einen Wärmebedarf von
mehr als 12 TWh deckt und etwa die Hälfte der Haushalte der Region mit Wärme versorgt.
Seinen Ursprung hat es in den 1950er Jahren, anschließend wurde es ausgebaut und wuchs
es aus verschiedenen Zellen zusammen. Auch heute besteht es noch aus zwei unabhängigen Ringled Stockholm, Planung von
Systemen, die von verschiedenen Unternehmen betrieben werden; ein technischer 1992
Zusammenschluss der beiden Netze ist in Planung. Insgesamt verfügt das Netz über eine
installierte Wärmeleistung von 4,8  GW. Neben mehreren Heizkraftwerken mit einer
elektrischen Leistung von 556  MW wird das Stockholmer Wärmenetz als eines von bisher nur wenigen Fernwärmesystemen
weltweit von einer Reihe Großwärmepumpen mit Heizwärme versorgt. Diese beziehen ihre Wärme u. a. aus Meerwasser und
Abwässern von Kläranlagen und liefern bei einer elektrischen Leistung von 200  MW eine Wärmeleistung von 660  MW. Der
COP dieser Anlagen liegt zwischen 3,3 und 3,5. Zudem sind auch noch elektrische Heizkessel mit einer Leistung von 300 MW
installiert.[32]

Bildung
Im Großraum Stockholm gibt es 18 Hochschulen und Universitäten. Von herausragender
Bedeutung sind hierbei die Universität Stockholm (Stockholms universitet) mit ihren etwa
27.000 Studenten (Stand 2020) und die Königlich Technische Hochschule Stockholm
(Kungliga Tekniska Högskolan), die wohl größte technische Hochschule Skandinaviens mit
knapp 15.000 Studenten (Stand 2020).

Nachfolgend sind alle staatlichen und privaten Hochschulen genannt:

Beckmans Designhochschule (Beckmans designhögskola)


Königlich Technische Hochschule
Enskilda Högskolan Stockholm (für Theologie und Menschenrechte)
Ersta Sköndal Bräcke högskola (Hochschule für Soziale Dienste und Theologie)
Handelshochschule Stockholm (Handelshögskolan i Stockholm)
Hochschule des Roten Kreuzes in Huddinge (Röda Korsets högskola)
Hochschule für Film, Radio, Fernsehen und Theater (Dramatiska Institutet)
Hochschule für Kunst (Stockholms konstnärliga högskola)
Hochschule für Musikpädagogik (Stockholms Musikpedagogiska Institut)
Hochschule für Sport (Gymnastik- och Idrottshögskolan)
Hochschule Södertörn (Södertörns högskola in Huddinge)
Königliche Kunsthochschule (Kungliga Konsthögskolan)
Kunsthochschule am Telefonplan in
Königliche Musikhochschule Stockholm (Kungliga Musikhögskolan i Stockholm) Stockholm
Königlich Technische Hochschule (Kungliga Tekniska Högskolan KTH, Royal Institute of
Technology)
Kunsthochschule (Konstfack)
Medizinische Universität in Solna (Karolinska-Institutet)

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Militärhochschule (Försvarshögskolan)
Sophiehemmet Hochschule (Sophiahemmet Högskola für Pflege und Gesundheit)
Universität Stockholm (Stockholms universitet)

Neben den Forschungseinrichtungen der Hochschulen und Universitäten gibt es eine Reihe
weiterer staatlicher und privater Forschungsinstitutionen in Stockholm. Insbesondere ist in
diesem Zusammenhang die Kungliga Biblioteket (Königliche Bibliothek) mit ca. fünf
Millionen Bänden zu nennen. Die Bibliothek hat aufgrund der immensen schwedischen
Kriegsbeute im Dreißigjährigen Krieg nicht nur eine hervorragende Sammlung
frühneuzeitlicher Bücher, sondern seit 1661 den staatlich verbrieften Auftrag alles in Der Fachbereich
Schweden gedruckte Material zu sammeln. Die Bibliothek verwaltet auch das zum Geowissenschaften, Universität
Weltkulturerbe zählende Archiv der schwedischen Kinderbuchautorin Astrid Lindgren. Stockholm

Stockholm ist ebenfalls Sitz der Schwedischen Akademie, der Königlich Schwedischen
Akademie der Wissenschaften, der Königlichen Akademie für Literatur, Geschichte und Antiquitäten, der Nobel-Stiftung und
weiterer kultureller und wissenschaftlicher Institutionen.

Persönlichkeiten
→ Hauptartikel: Liste von Persönlichkeiten der Stadt Stockholm

Zu den in Stockholm geborenen bekannten Persönlichkeiten gehören unter anderem der Komponist, Musiker und ABBA-
Mitbegründer Benny Andersson, der DJ, Remixer und Musikproduzent Avicii, der Dichter Carl Michael Bellman, die Sängerin
Neneh Cherry, der Feldmarschall Erik Dahlberg, die Autorin und Aktivistin Lizzy Lind-af-Hageby, der Entdeckungsreisende
Sven Hedin, die Schauspielerin Greta Garbo, die Politikerin Anna Lindh, die Kinderbuchautorin Barbro Lindgren, der
Chemiker und Erfinder Alfred Nobel, die Dichterin H. C. Nordenflycht, der zweimalige schwedische Premierminister Olof
Palme, die Autorin Maj Sjöwall, der Komponist, Pianist und Dirigent Wilhelm Stenhammar sowie der Wissenschaftler und
Mystiker Emanuel Swedenborg.

Siehe auch
Liste der Städte in Schweden
Schloss Drottningholm
Schloss Ulriksdal
Nationalstadtpark
Stockholm-Syndrom

Literatur
Der National Geographic Walker Stockholm. Mairdumont, 2004, ISBN 3-936559-09-0 (Reiseführer mit praktischen Karten)
Gudrun Schulte: Stockholm selbst entdecken. Edition Elch, Offenbach 2000, ISBN 3-85862-153-6 (Beschreibt die Stadt im
Fließtext)
Ingrid Bohn: Kleine Geschichte Stockholms. Pustet-Verlag, Regensburg 2008, ISBN 978-3-7917-2121-7 (Beschreibt die
historische Entwicklung bis zur Gegenwart)

Weblinks
Wiktionary: Stockholm – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Stockholm ([Link] Album mit Bildern,
Videos und Audiodateien
Wikiquote: Stockholm – Zitate
Wikisource: Stockholm – Quellen und Volltexte
Webpräsenz der Stadtverwaltung ([Link] (schwedisch und englisch)
Abbildung der Stadt Stockholm im Jahr 1588 in Civitates orbis terrarum ([Link]
ps/braun_hogenberg_IV_38.html) von Georg Braun und Frans Hogenberg

Einzelnachweise
1. Kommuner i siffror – Stockholm ([Link]
n2=) (schwedisch), abgerufen am 11. Dezember 2018 (schwedisch).
2. Statistikmyndigheten SCB: Tabell 4 ([Link]
[Link] Seite 16 von 18
Stockholm – Wikipedia 23.11.22, 10:51

2. Statistikmyndigheten SCB: Tabell 4 ([Link]


01_sm_mi38sm1901.pdf/)
3. SCB: Localities and urban areas ([Link]
calities-and-urban-areas/)
4. Copenhagen named Monocle magazine's best city in its 2021 Quality of Life Survey. ([Link]
releases/[Link]) In: Monocle
(abgerufen über [Link]). 24. Juni 2021, abgerufen am 18. September 2021 (englisch).
5. Tätorter 2010 ([Link] (PDF; 3,0 MB),
Informationsschrift des schwedischen Statistikamts SCB (schwedisch)
6. SCB: Sveriges storstadsområden ([Link]
[Link]) (schwedisch; PDF; 123 kB)
7. World Meteorological Organization ([Link] (englisch)
8. GISS Surface Temperature Analysis, Station Data: Stockholm. ([Link]
?id=645024640000&dt=1&ds=1) National Aeronautics and Space Administration, Goddard Institute for Space Studies
(englisch).
9. GISS Surface Temperature Analysis (v4), Station Data: Stockholm. ([Link]
_v4.cgi?id=SWM00002485&dt=1&ds=14) National Aeronautics and Space Administration, Goddard Institute for Space
Studies (englisch).
10. J.-F. Bastin et al.: Understanding climate change from a global analysis of city analogues. In: PLoS One. Nr. 14(7), 2019,
e0217592. doi:10.1371/[Link].0217592
11. Statistik Stockholm – Detaljerad statistik. ([Link] Abgerufen am 26. Februar 2018
(sv-SE).
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