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Louis Armstrong

Das Dokument beschreibt die Lebensgeschichte des Jazzmusikers Louis Armstrong. Es geht auf seine Kindheit in New Orleans ein, wo er mit der Musik aufwuchs. Später spielte er in Bands in Chicago und New York und revolutionierte den Jazz mit Soloeinlagen und dem Einsatz von Swing. Armstrong wurde zu einem der berühmtesten Musiker der Welt und hatte eine über 50-jährige Karriere mit vielen Aufnahmen und Auftritten.

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Louis Armstrong

Das Dokument beschreibt die Lebensgeschichte des Jazzmusikers Louis Armstrong. Es geht auf seine Kindheit in New Orleans ein, wo er mit der Musik aufwuchs. Später spielte er in Bands in Chicago und New York und revolutionierte den Jazz mit Soloeinlagen und dem Einsatz von Swing. Armstrong wurde zu einem der berühmtesten Musiker der Welt und hatte eine über 50-jährige Karriere mit vielen Aufnahmen und Auftritten.

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Louis Armstrong

Louis Armstrong und der Jazz sind im gleichen Jahr und in der gleichen Stadt geboren: 1900
in New Orleans.
Als genaues Geburtsdatum von Louis Armstrong wird der 4. Juli 1900 angegeben, manchmal
auch der 4. August 1900 und noch andere Quellen verlegen sein Geburtsjahr auf 1901. Ganz
genau lässt sich dies heute nicht mehr feststellen und auch andere biographische Daten aus
Armstrongs Kindheit sind zum Teil unsicher, verfälscht oder gar nicht mehr vorhanden. Der
typische Lebenslauf eines armen, schwarzen Kindes aus dieser Zeit. Nachweisbar sind einzig
die schwierigen familiären Verhältnisse und als Folge davon ein zweijähriger Aufenthalt in
einem Waisehaus. Wie viele Kinder dieser Stadt machte Louis schon früh Bekanntschaft mit
einem Phänomen, das zu New Orleans gehörte wie der Mississippi, den die Leute „Ol man
River“ nannten: mit der Musik. In New Orleans ging nichts ohne Musik, Musik war überall.
Die Stadt im Mississippi-Delta war erfüllt von Musik. Selbst die Rufe, mit denen Händler ihre
Waren ankündigten waren Musik und vermischten sich mit den Klängen der Blaskappellen,
mit den Kirchengesängen und den Akkorden, die aus jeder Kneipe quollen und sich auf den
Strassen fortsetzten.

„Der Jazz und ich wuchsen Seite an Seite auf. Natürlich war es ein Fest, in New
Orleans groß zu werden. Wir waren arm und besaßen fast nichts, aber wir waren
immer von Musik umgeben. Die Musik hielt uns am Leben.“
(Louis Armstrong, Life Magazine, 1966)

Als der kleine Louis mit 12 Jahren in die Gesangsklasse und darauf ins Anstaltsorchester
aufgenommen wurde, waren seine Ohren und seine Sinne schon gut auf Musik eingespielt.
Sein Aufstieg in diesem Orchester ist eine verkürzte und vereinfachte Version seiner
musikalischen Karriere. Er war einer der jüngsten, begann mit dem Tamburin und spielte
sich über das Alt- zum Signalhorn und später zum Kornettbläser hoch. Er übte beharrlich und
ausdauernd jeden Tag und verließ die Anstalt als erster Kornettist, Orchesterleiter und als
Bester.

Sein erstes Geld als selbständiger Musiker verdiente der junge Armstrong in den Kneipen und
Bordellen der Stadt, indem er bei verschiedenen kleineren und größeren Formationen
mitspielen durfte. Nebenbei arbeitete er als Auslieferer für eine Kohlehandlung um finanziell
bestehen zu können. Das Publikum, einflussreiche Musiker und Kneipenbesitzer wurden
bald auf den aufstrebenden Kornettisten aufmerksam und schon mit 18 Jahren zählte er zu
den begehrtesten und meist engagiertesten und Musiker von New Orleans.
1922 wurde er von King Oliver, dem damals berühmtesten Jazzmusiker, nach Chicago
gerufen um in seiner Band die zweite Trompete zu spielen. Doch schon bald fühlte sich
Armstrong unterfordert und am eigenen Weiterkommen gehindert. In dieser Zeit lernte er
auch seine spätere Frau Lil Hardin kennen, die ihn sehr bestärkte, sich von Oliver und seiner
Band zu trennen. Fast gleichzeitig mit seiner Kündigung erreichte ihn 1924 ein Telegramm
von Fletcher Henderson aus New York mit dem Angebot eines festen und gut bezahlten
Engagements. Armstrong sagte zu und reiste sofort nach N.Y. Und er schlug beim Publikum
und bei andern Musikern ein wie eine Bombe. Armstrong beeindruckte die New Yorker
Musikszene in einem Masse wie keiner zuvor.
Alles, was man von ihm hörte, wies auf eine einstimmig empfundene Tatsache hin: ein
musikalisches Genie! Er war allen andern in Ton, Timing, Rhythmik, Ideen und Technik weit
überlegen. Und Armstrong brachte von Anfang an ein Element ins Spiel, das neu war. Etwas,
das der Musik Flügel verlieh, eine schwebende, geballte und vibrierende Spannung, Ein
Element, das später einer ganzern Musikrichtung den Namen geben sollte: Swing!

Satchmo eroberte in kürzester Zeit den ganzen Erdball, überall flogen ihm die Herzen zu und
er wurde der am meisten geliebte und verehrte Musiker der Welt. Seine Karriere dauerte 5
Jahrzehnte und war eine Aneinanderreihung musikalischer Höhepunkte. Unendlich viele
Auftritte und eine gigantische Zahl an Aufnahmen belasteten seine Lippen derart, das er oft
die Trompete absetzte und seine Soloeinlagen singend fortsetzte. So wurde er zum Erfinder
des „Scatgesangs“ welcher durch Ella Fitzgerald zur Vollendung geführt wurde.
Als er im Mai 1968 anlässlich eines Konzerts in seiner Heimatstadt als berühmtester Mann
der Welt begrüsst wurde und „Standing Ovations“ erntete, schloss sich ein einmaliger Kreis in
der Geschichte des Entertainments. Er ist bis heute der einzige Künstler geblieben, der jemals
über einen Zeitraum von 62 Jahren Schallplattenaufnahmen in der Welthitliste plazieren
konnte. Er hatte seinen ersten Bestseller, „Muskat Ramble“ 1926, und er gelangte 1988,
siebzehn Jahre nach seinem Tod, noch einmal mit „What a wonderful world“ an die Spitze.

Louis Armstrong starb am 6.Juli 1971 in New York. Zu seiner Beerdigung kamen
Jazzgrössen wie Count Basie, Benny Goodman, Ella Fitzgerald und Ornette Coleman.

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