0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
391 Ansichten18 Seiten

Holzimitation

Das Dokument beschreibt verschiedene historische Maltechniken zur Imitation von Holz. Es werden wichtige Holzarten wie Eiche, Douglasie und Buche vorgestellt und deren Verwendung erläutert. Zudem werden Werkzeuge und Materialien für die Holzimitation erklärt.

Hochgeladen von

Ingo Seidel
Copyright
© © All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen
0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
391 Ansichten18 Seiten

Holzimitation

Das Dokument beschreibt verschiedene historische Maltechniken zur Imitation von Holz. Es werden wichtige Holzarten wie Eiche, Douglasie und Buche vorgestellt und deren Verwendung erläutert. Zudem werden Werkzeuge und Materialien für die Holzimitation erklärt.

Hochgeladen von

Ingo Seidel
Copyright
© © All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen

1

Bergische Universität Wuppertal


Fachbereich 5: Design - Kunst - Musikpädagogik - Druck
Fachgebiet Gestaltungstechnik
Historische Maltechniken: Maltechnik der Holzimitation
Frau Brinkmann

Maltechniken der

Holzimitation
April 2005

Ingo Seidel
Zum Hasenknick 3
59889 Eslohe
MatNr. 411042
Ingo Seidel: Holzimitation 2

Inhalt

1. Geschichte der Holzimitation -3-


1.1 Holzarten und Schnitte -4-
1.2 Werkzeuge für die Arbeit der Holzimitation -10-
1.3. Materialien (Pigmente, Bindemittel, Hilfsmittel etc.) -13-
1.4 Maltechniken -14-
2. Einsatz der Holzimitation heute -16-
3. Literaturverzeichnis -18-
Ingo Seidel: Holzimitation 3

1. Geschichte der Holzimitation


Die Geschichte der Holzimitation ist eine vielfältige. Sieht man ins
Zeitalter des Impressionismus zurück, so wurde die Technik der Hol-
zimitation hier dazu eingesetzt, einen gehobenen Status Quo zu visu-
alisieren. Es wurden Techniken entwickelt, welche den gesellschaft-
lichen Status des Besitzers wiederspiegeln sollten, da die Herstellung
der Imitationen sehr zeitintensiv und damit entsprechend teuer war.
Sieht man dagegen die Oberflächenbeschichtungen im 19. Jahrhun-
dert, so liegt hier eine entsprechend hohe Qualität der Arbeiten vor.
Jedoch erfolgten die Arbeiten aus dieser Zeit um eine möglichst lang
haltbare Oberfläche zu erstellen, somit vornehmlich aus wirtschaftli-
chen Aspekten.
In heutiger Zeit werden die Techniken der Holzimitation in der
Großzahl der Fälle angewendet, um althergebrachtes adäquat zu
restaurieren. Somit finden sich im Internet nach Eingabe des Such-
wortes Holzimitation auch in den meisten Fällen Links zu entspre-
chenden Maler bzw. Restaurationsbetrieben wieder.
Von den entsprechenden Handwerkern oder besser vielleicht Künst-
lern wird erwartet, dass sie sich mit den vielfältigen Vorraussetzungen
für eine qualitativ hochwertige Arbeit auskennen und die verschiede-
nen Techniken entsprechend ausführen können.
Für die Erstellung von Holzimitationen, welche vom Originalholz
nur schwer zu unterscheiden ist, ist eine Kombination der folgenden
Bereiche notwendig:
Maler: für die Entsprechende vorbereitung der Flächen, die
Grundierungen und die Auswahl und Vorbereitung der zu
Verwendung kommenden Farben.

Kunstmaler: die Auswahl des Holzes und damit verbunden die zeich-
nerische Kreativität sowie die Berücksichtigung der räum-
lichen Gegebenheiten (Beleuchtung, Auswahl der Farben)

Schriftenmaler: sollen Ornamente die Malerei schmücken, müssen ent-


sprechende Fertigkeiten vorhanden sein

Fassmaler: oft werden neben der reinen Holzoberfläche auch Profil-


leisten und Paneele imitiert
Die speziellen Fertig- und Fähigkeiten der oben genannten Spezialis-
ten wollen aber auch noch in die jeweilige Epoche integriert werden,
so dass ebenso neben der rein malerisch-künstlerischen Tätigkeit ein
fundiertes geschichtliches Wissen um die unterschiedlichen Epochen
und deren spezielle Technik vorhanden sein muss.
Ingo Seidel: Holzimitation 4

1.1 Holzarten und Schnitte


Wichtig für eine gelungene Imitation verschiedener Holzarten ist un-
bedingt die Kenntniss der Hölzer, Schnitte und Maserungen.
Verbunden mit den verschiedenen Hölzern ergeben sich zudem auch
spezielle Verwendungszwecke für diese Hölzer. Nicht jedes Holz
kann für jeden Bereich eingesetzt werden. Dieser Sachverhalt will
natürlich auch bei der Erstellung einer Holzimitation berücksichtigt
werden - im Umfeld einer rustikalen Einrichtung aus Eiche eignet
sich das eher helle Holz des Ahorns sicherlich nicht für zum Beispiel
Schranktüren.
Im folgenden möchte ich nun einige Hölzer, deren Besonderheiten
und deren Verwendung aufzählen:

Die Eiche zählt zu den wichtigsten Laubholzarten. Das Holz ist


wegen seiner hellgelben bis honiggelben Farbe besonders
für wertvolle Furniere eingesetzt. Vornehm und reprä-
sentativ wirken Möbel, besonders dann, wenn Holz zum
Einsatz kommt, das aus uralten, im Wasser gelagerten
Eichenstämmen genommen wird. Es gibt etwa 500 Arten,
von denen die meisten in Asien und Amerika wachsen.
In Mitteleuropa sind die Stiel- oder Sommereiche sowie
die Stein-, Trauben- oder Wintereiche heimisch. Von den
südeuropäischen Eichenarten liefern die Korkeichen den
Kork, der aus der unterschiedlich dicken Rinde gewonnen
wird. Die einheimischen Eichen sind Kernholzbäume mit
einem schmalen, weißlich gelben Splint, der sehr anfällig
gegenüber Schädlingen, nicht wetterfest und daher für die
Verarbeitung eher unbrauchbar ist. Das --> Kernholz ist
von hellgelblich-brauner bis gelbrötlicher Farbe, mäßig
schwindend, hart, schwer, sehr gut zu bearbeiten, zu
biegen, zu beizen und zu färben. Auf das Polieren dieses
großporigen Holzes sollte man verzichten. Der Anwen- Eiche

dungsbereich von Eichenholz ist sehr groß. Es wird als


Rundholz, Schnittholz und als Furnier gehandelt. Man
unterscheidet zwischen »milden« und »harten« Quali-
täten. Mild bedeutet, dass das Holz fein und langsam
gewachsen (engringig) ist und möglichst wenig hartes
Spätholz besitzt. Es stammt meist von alten Bäumen.
Für dekorative Zwecke, etwa in Form von Furnieren im
Möbel- und Innenausbau, kommt mehr das milde Ei-
chenholz zum Einsatz. Das wertvolle Eichenfurnier ist
auch wegen seiner hellgelben bis honiggelben Farbe sehr
beliebt. Massives Eichenholz wird gern für ganze Wohn-
zimmereinrichtungen eingesetzt. Hartes, d.h. grobes,
rasch gewachsenes Eichenholz stammt von jüngeren oder
Ingo Seidel: Holzimitation 5

mittelalten Bäumen. Es ist weitringig mit einem relativ


hohen Spätholzanteil und wird bevorzugt als Bau- und
Konstruktionsholz, besonders auch als Bautischlerholz für
Parkettfußböden, Treppen, Türen etc. eingesetzt.

Douglasie Die schöne Zeichnung des Holzes kommt sehr vorteilhaft


zur Geltung. Das Holz kommt daher besonders auch für
den Innenausbau und für Fußböden zum Einsatz. Die
Douglasie ist ein zu der Familie der Kieferngewächse
gehörender Nadelbaum aus dem westlichen Nordamerika
(Oregon Pine), der als die mit Abstand wichtigste ein-
gebürgerte Baumart in Deutschland und Mitteleuropa
bezeichnet werden kann. Benannt nach dem schottischen
Naturforscher D. Douglas, der im Jahre 1828 die ersten
Samen nach Schottland und England schickte. Sie ist ein
harzhaltiger Kernholzbaum mit einem bräunlich-rötlich,
nachdunkelndem Kern, der witterungsfest und wenig
anfällig gegen Schädlinge ist. Der gelblich-weiße Splint Douglasie

ist dagegen anfälliger und bläueempfindlich. Das Holz ist


fest und im Vergleich zu anderen Nadelholzarten ziemlich
hart, mittel schwer und mäßig bis wenig schwindend. Es
läßt sich sehr gut bearbeiten, lackieren oder lasieren. Ver-
wendet wird es u.a. als Bauholz für innen und außen, im
Möbelbau vor allem für Bauernmöbel sowie für Fußbö-
den.

Buche (Rotbuche) Zur Gattung der Buche gehören rund etwa 10 Arten,
die in der gemäßigten Zone der nördlichen Halbkugel
vorkommen. Sie ist einer der wichtigsten Waldbäume
Mitteleuropas. Dies gilt vor allem für die Rotbuche, wel-
che zu den wichtigsten Industriehölzern der Gegenwart
zählt. Die Buche ist ein Reifholzbaum und gehört zu
den zerstreutporigen Hölzern. Die Farbe ist gelblichweiß
bis gelblichrot. Das Holz ist schwer, sehr hart, zäh und
stark schwindend. Durch Dämpfen wird die Rissneigung
gemindert und das Holz erhält gleichzeitig eine sehr
schöne gleichmäßig rötlichbraune Färbung. Buchenholz
ist als Rundholz, Schnittholz, Furnier und Sperrholz auf
dem Markt erhältlich. Ferner dient es als Grundmaterial
für die Herstellung vergüteter Holzwerkstoffe, wie Press-
vollholz und Pressschichtholz. Auch bei der Spanplatten-
herstellung hat es einen großen Anteil. Ein bevorzugtes
Einsatzgebiet des gut beiz- und polierbaren Buchenholzes
ist die Möbelfabrikation. Es wird überall dort eingesetzt,
wo harte und widerstandsfähige Oberflächen verlangt Rotbuche

werden. Möbel aus diesem Holz sind allen Strapazen ge-


Ingo Seidel: Holzimitation 6

wachsen. Außer der Eiche gibt es kein so strapazierfähiges,


hartes Holz wie das vom Buchenstamm. Es läßt sich gut
spalten und nach einem Dämpfprozess hat es eine hervor-
ragende Biegefähigkeit, wodurch es vorzugsweise in der
Sitzmöbelfabrikation eingesetzt wird.

Birke Zur Gattung der Birkengewächse gehören rund 40 Arten,


die in der nördlichen gemäßigten und kalten Zone ver-
breitet sind. In Deutschland kommen mit der Sandbirke
(Hängebirke) und der Moorbirke (Haarbirke) zwei Arten
vor. Sie wachsen in Mittelgebirgen, im Ostseegebiet und
auch in der Ebene. Besonders hochwertige Birken fin-
det man in den nordischen Ebenen Skandinaviens und
Russlands. Birken sind Splintholzbäume bzw. nach neuer
Terminologie Holzarten mit »verzögerter Kernholzbil-
dung«. Diese Bäume haben keinen Kern ausgebildet, das
Stamminnere besteht ebenfalls aus Splintholz. Die weni-
ger zahlreichen Gefäße (Poren) sind zerstreutporig ange-
ordnet. Das sehr helle, bald gelblich bis rötlichweiße oder
hellbräunlich gefärbte Holz ist langfaserig, mittelschwer
bis schwer, elastisch und zäh, jedoch nicht besonders hart
und hat einen zart seidigen Glanz. Zwar schwindet das
Holz nicht übermäßig, doch arbeitet es stärker, so dass Birke

es ein weniger gutes Stehvermögen aufweist. Es ist so-


wohl manuell als auch maschinell mit allen Werkzeugen
leicht und sauber zu bearbeiten, auch läßt es sich gut
biegen, jedoch meist nur schwer spalten. Das Holz lässt
sich ausgezeichnet beizen, polieren und die Behandlung
mit Lacken ist im allgemeinen problemlos, allerdings ist
es nicht witterungsbeständig und sehr anfällig gegenüber
Pilz- und Insektenbefall. Die wichtigsten Einsatzgebiete
für Massivholz sowie Schäl- und Messerschälfurniere sind
der dekorative Innenausbau sowie die Wohnmöbelfabrika-
tion. Aus dem besonders wertvollen Holz der Maserbirken
gewinnt man Furniere mit lebhaft geflammter Zeichnung.
Ebenso wie Erle eignet sich Birkenholz auch hervorragend
zur Nachahmung wertvoller Edelhölzer, wie z.B. Kirsch-
baum, Nussbaum oder Mahagoni

Erle Die Erle gehört zur Gattung der Birkengewächse mit etwa
30 Arten. Sie wächst in ganz Europa, in Nordafrika, im
Orient und in Sibirien. Für die Möbelindustrie kommen
besonders das Holz der Schwarzerle (Roterle) sowie der
Weißerle (Grauerle) in Betracht. Erlen sind ebenfalls
wie die zuvor beschriebene Birke Splintholzbäume. Der
Holzkörper ist zerstreutporig und von rötlichweißer bis Erle
Ingo Seidel: Holzimitation 7

oranger Färbung, die mit der Zeit nachdunkelt. Das


Holz ist von homogener Struktur, weich, mittelschwer
und weniger fest. Es ist gut spaltbar und hat eine sehr
schöne Maserbildung, ist jedoch nicht witterungsfest und
weniger dauerhaft. Erlenholz schwindet nur wenig und
neigt kaum zum Arbeiten. Es läßt sich leicht bearbeiten,
polieren und beizen. Seit einigen Jahren gehört die Erle zu
den im Möbelbau wiederentdeckten Holzarten und findet
sowohl als Massivholz als auch als Furnier u.a. für Wohn-
zimmer-, Schlafzimmer-, Küchen- und Büromöbel bis hin
zu anspruchsvollen Designermöbeln Verwendung. Durch
entsprechende Bearbeitung wird es gern zur Nachahmung
wertvoller Edelhölzer, wie z.B. Kirschbaum, Nussbaum,
Mahagoni, Palisander und Ebenholz verwendet.

Esche Mit rund 60 Arten gehört die Esche (Fraxinus) zur Gat-
tung der Ölbaumgewächse (Oleaceae), die in ganz Europa
sowie in Nordamerika und Ostasien verbreitet sind. Von
den europäischen Eschen wird für den Möbelbau beson-
ders das Holz der Gemeinen Esche (Fraxinus excelsior)
verwendet. Das Holz dieser Kernholzbäume ist deutlich
--> ringporig mit einem ziemlich breiten, gelblichweißen
Splint, der mit verarbeitet werden kann, und einem sich
erst im höherem Alter ausbildenden dunkleren, lichtbrau-
nen bis dunkel- oder schokoladenbraunen Kern. Es ist
Esche
ziemlich schwer, hart, besonders zäh, biegsam, elastisch
und mäßig schwindend, jedoch schlecht spaltbar. Ähnlich
wie Eiche läßt sich das Holz nur mäßig imprägnieren,
so dass es für die Verwendung im Freien nicht geeignet
ist. Die Oberflächenbehandlung bereitet keine Probleme.
Auch aufgrund der guten Beiz- und Polierbarkeit gehört
die Eschen zu den bevorzugten Holzarten im Möbelbau.
Wegen seiner schönen Zeichnung wird es gern als Furnier
für großflächige Wand- und Deckenbekleidungen sowie
für Einbaumöbel verwendet, als Massivholz für Parkett-
böden und Treppen. Ferner wird Esche wegen der günsti-
gen mechanisch-technologischen Eigenschaften vorteilhaft
als Bau- und Konstruktionsholz eingesetzt.

Kirschbaum Der Kirschbaum wächst in ganz Europa, im Orient, in


Amerika und Ostasien. Von rund 75 Prunus-Arten sind
etwa 20 als kirschbaumähnliche Arten anzusehen. In
Europa sind das Holz der Süß- oder Gartensüßkirschen,
Wild- oder Vogelkirschen sowie der Sauer- oder Weichsel-
kirschen von Bedeutung. Es handelt sich um Kernholz-
bäume mit gelblichweißem bis rötlichem Splint, der in der Kirschbaum
Ingo Seidel: Holzimitation 8

Regel mit verarbeitet werden kann. Der Kern ist von sehr
schöner rötlichgelber bis gelbrotbrauner Farbe, die unter
Lichteinwirkung mit der Zeit zu einem rötlichbraunen bis
hellgoldbraunen Farbton nachdunkelt. Das feinfaserige
Holz ist gut zu bearbeiten, mittelschwer und hart, fein
und engporig und deshalb sehr gut zu polieren. Es hat von
Natur aus eine sehr schöne Färbung und sollte deshalb
nicht gebeizt werden. Das sehr dekorative Kirschbaumholz
wird als Furnier und Vollholz im Möbel- und Innenaus-
bau sehr geschätzt und gehört insbesondere im Stilmö-
belbau zu den bevorzugten Holzarten. Eine besondere
Wertschätzung fanden Kirschbaumhölzer sowohl als aus-
drucksstarkes Furnier wie auch für Massivmöbel zur Zeit
des Biedermeier. Von hoher Qualität ist das amerikanische
Kirschbaumholz, das weniger arbeitet als das europäische.

Palisander Der Palisanderbaum ist in Ostindien und Brasilien


beheimatet und wird heute in den Tropen weltweit als
Zierbaum gepflanzt. Das violettbraune bis purpurfarbene,
bisweilen dunkelstreifige, harte, sehr dichte und schwere
Holz wird gern zum Furnieren großer Flächen verwendet.
Es ist gut zu bearbeiten bei relativ schwieriger Oberflä-
Palisander
chenbehandlung und zählt zu den wertvollsten exotischen
Hölzern für den Innenausbau sowie für hochwertige
Stilmöbel. Auch im Klavierbau wird Palisander sehr
geschätzt.

Teak Der Teakbaum gehört zur Gattung der Eisenkrautgewäch-


se (Verbenaceae), die mit vier Arten in Südostasien und
auf den pazifischen Inseln vorkommen. Die wirtschaftlich
bedeutendste und bekannteste Art ist Tectona grandis,
ein heute überall in den Tropen kultivierter Laubbaum,
dessen Holz in der Festigkeit mit der Eiche vergleichbar ist
und deshalb auch als indische Eiche bezeichnet wird. Der
Splint ist schmal und gelblichweiß, der Kern gelb bis dun-
kelgoldbraun. Das Holz ist sehr fest, hart, mäßig schwer
und dauerhaft. Durch den Gehalt an reinem Kautschuk
hat es eine sich fettig anfühlende Oberfläche. Gute Ober-
flächenbehandlung mit Spezialmitteln (Teaköl) möglich.
Dieses wertvolle, gering schwindende und termitenfeste
Holz wird für Möbel- und Innenausbau, für Furniere,
Parkett und im Schiffsbau verwendet.

Ebenholz Zu der Familie der Ebenholzgewächse (Ebenaceae) Teak


gehören rund 450 tropische und subtropische baumför-
mige Holzgewächse, von denen einige der hauptsächlich
Ingo Seidel: Holzimitation 9

in Ostindien und Afrika heimischen Gattung Diospyros


(etwa 120 Diospyros-Arten sind bekannt) das wertvolle
Ebenholz liefern, das schon im klassischen Altertum sehr
beliebt war. Es gehört zu den schönsten und teuersten
Holzarten. Das braune bis tiefschwarze Kernholz ist sehr
hart, fest und spröde und neigt deshalb zum Reissen und
Splittern, weshalb bei der Verarbeitung mit viel Verschnitt
zu rechnen ist. Außerdem ist Vorsicht geboten, da der
Schleifstaub stark auf die Schleimhäute wirkt. Ebenholz
findet hauptsächlich Verwendung für Intarsien, Musikins-
trumente und Kunstdrechslerarbeiten.

Pappel Die Pappel gehört zur Gattung der Weidengewächse und


ist heimisch in Europa, Asien, Nordafrika und Nordame-
rika. Von den einheimischen Arten kommen folgende in
Betracht: Silberpappel (Weißpappel), Zitterpappel (Aspe,
Espe), Schwarzpappel, Pyramidenpappel (Säulenpappel)
und die Kanada-Pappel. Bekannt sind etwa 40 Populus-
arten, 30 Bastarde und 10 Varietäten. Sie kommen als Ebenholz

Splint- und als Kernholzbaum vor. Je nach Art hat die


Pappel hellgraues, auch leicht rötliches, gelblichweißes
oder hellbraunes Holz. Es ist leicht, sehr weich, porös und
mäßig schwindend, jedoch nicht witterungsfest. Bei der
Oberflächenbehandlung ergeben sich keine Probleme. Das
Holz ist gut zu beizen, aber weniger gut zu polieren. Ein-
gesetzt als Absperrfurnier, Blindholz und für Holzwerk-
stoffe. Für den Möbelbau verwendet man vorwiegend das
als »Mapa« bezeichnete Maserfurnier der Schwarzpappel.
Es existieren neben den hier vorgestellten noch zahlreiche weitere
Holzarten, welche als Vorlage für die Holzimitation in Frage kom-
men. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass sich alle Holzarten hierzu
eignen. Man sollte jedoch darauf achten, dass man eine interessante
Maserung wählt, da ansonsten die Imitation sehr langweilig und
wenig interessant wirken kann.
In den Beispielen fanden sich grundsätzlich Längsschnitte der
Hölzer. Schneidet man jedoch das Holz auf andere Weise wie zum
Beispiel im Quer-, Keil- oder Wurzelschnitt, so entstehen gänzlich
andere, sehr interessante Holzbilder, welche sich ebenfalls sehr gut als
Vorlage benutzen lassen. Pappel

So werden bei einem Querschnitt in der Stammscheibe die Jahresrin-


ge sichtbar, deren Anzahl das Alter des Baumes angibt. Sie entstehen
durch den Wechsel von Früh- und Spätholz. Außerdem kann man
aus der Breite der Ringe Rückschlüsse auf Klima, Wachstums- und
Standortbedingungen ziehen. Interessant für die Verwendung als
Malvorlage sind auch Schnitte, welche quer zum Stamm verlaufen
Ingo Seidel: Holzimitation 10

aber in Wurzelnähe durchgeführt werden.


Diese werden als Wurzelschnitt bezeich-
net und enthalten sehr viele schöne
augige Partien, da hier die Wurzeln in den
Stamm übergehen.
Echtholz wird erst durch weiteres Bear-
beiten wie polieren, schleifen und la-
ckieren zu den Oberflächen, wie man sie
zum Beispiel aus der Möbelindustrie her
kennt. Dabei kann durch geeignete Tech-
niken die Farbe des Holzes so verändert
werden, dass der entstandene Eindruck
nichts mehr mit dem Ursprünglichen
Aussehen des Holzes hat.

Schnitt- und Holzbezeichnungen

1.2 Werkzeuge für die Arbeit der Holzimitation


Neben den Werkzeugen, wie sie zum Beispiel ein Maler verwendet
benötigt man für die Herstellung einer Holzimitation noch weiteres
spezielles Werkzeug. Dabei unterscheiden sich die Werkzeuge für die
Arbeit mit Acrylfarbe von denen, die benötigt werden, wenn Ölla-
surfarbe verwendet wird.
Doch bevor es an die Auswahl des Motives und die Wahl der Tech-
nik geht, müssen die Untergründe entsprechend vorbereitet werden.
Wichtig ist es, dass die Untergründe keine eigene Struktur mehr
aufweisen, da diese sonst mit der zu zeichnenden Maserung des
Holzes zu unschönen Effekten führen kann. Zu diesem Zweck sollte
der Untergrund schon möglichste Eben sein. Als Grundlage eignen
sich Holz-, Gips- oder Kunststoffflächen. Um auch kleinste Uneben-
heiten und Strukturen dieser Flächen zu beseitigen, erfolgt nun eine
Schicht Ölgrundierung, welche nach dem vollständigen Aushärten
mit feinem Schleifpapier (Körnung > 200) bearbeitet wird. Anschlie-
ßend kann der Untergrund noch mit einem matten Klarlack behan-
delt werden, um eine entsprechend bessere Haltbarkeit des anschlie-
ßenden Anstrichs zu gewährleisten.
Ingo Seidel: Holzimitation 11

Für die Arbeit mit Öllasur werden folgende Werkzeuge empfohlen


(Quelle: Yannick Guegan, Die Maltechnik der Holzimitation):

Werkzeug Funktion Bild


flache Lackierpinsel (6 und 10 flächiges Auftragen der Farbe
cm breit)

gerader Flachpinsel (2 cm breit) Präzisierung der Zeichnung

flacher Rotmarderpinsel Präzisierung der Zeichnung

spitze Rotmarderpinsel Nr. 1 u. Darstellung der Holzkerne und


3 der Spitzen der Maserung

Dachsvertreiber zum Dämpfend der Töne und


für Effektwirkungen

Clairet (Modler) dient zum späteren Abziehen


der Lasur

Aluminiumkamm zum Spreizen der Borsten des


Clairets

Stahlkämme helfen bei der Wiedergabe von


Holzmaserungen zum Beispiel
bei der Eiche
Stofflappen zum ab- und verwischen

Welche Werkzeuge tatsächlich Verwendung finden, muss man im


Vorfeld des Malens durch Übungen auf zum Beispiel Papierunterla-
gen für sich herausfinden. Es bedarf relativ viel Übung, um heraus-
zufinden, welche Effekte mit welchem Werkzeug möglich sind.
Ingo Seidel: Holzimitation 12

Für die Arbeit mit Acrylfarbe werden folgende Werkzeuge empfohlen


(Quelle: Yannick Guegan, Die Maltechnik der Holzimitation):

Werkzeug Funktion Bild


flache Lackierpinsel (6 und 10 flächiges Auftragen der Farbe
cm breit)

gerader Flachpinsel (2 cm breit) Präzisierung der Zeichnung


in Katzenzungenform

spitze Malpinsel Nr. 2 u 3 zum Detaizeichnen der Jahres-


ringe innerhalb der Holzkerne

Dachsvertreiber zum Dämpfend der Töne und


für Effektwirkungen

Rotmarderpinsel zum schnellen Erzeugen von


Moirrets

Aluminiumkamm zum Spreizen der Borsten des


Clairets

Schläger zum Erzeugen der Grundstruk-


tur des Holzes

Kunststoffschwamm schnelles Erstellen von Holzfa-


sern
Naturschwamm zum Erzielen der sogenannten
Wurzelwirkung

Bei den Werkzeugen für die Arbeit mit Acrylfarben handelt es sich
ebenfalls um Beispiele. Auch hier gilt: Ausprobieren, welche Werk-
zeuge den gewünschten Effekt erzielen!
Die genannten Werkzeuge stellen jedoch eine so große Auswahl dar
und ermöglichen eine so große Anzahl an Effekten, dass sich mit
ihrer Hilfe sehr schnell gute Ergebnisse erzielen lassen.
Ingo Seidel: Holzimitation 13

1.3 Materialien (Pigmente, Bindemittel, Hilfsmittel etc.)


Nach der Besprechung der Werkzeuge und der Grundflächen und
deren Behandlung geht es in diesem Abschnitt um die Grundlagen
und die Vorbereitung der Farben.
Farbpigment oder kurz Pigment stammt von lateinisch pigmentum,
„Farbe“ ab. Es ist eine Bezeichnung für feste farbgebende Stoffe, die in
einem Bindemittel in feinster Form verteilt
sind.
Da die Teilchengröße dieser farbgebenden
Pulver mehr als 1/10.000 mm beträgt, sind
sie nur in Verbindung mit Bindemitteln
als Farbauftrag verwendbar. Zum Unter-
schied von den Farbstoffen sind Pigmente
nicht löslich, d. h. es lassen sich aus ihnen
Farbpigmente, welche zum Malen mit Ölfarben verwendet werden
keine echten Lösungen herstellen. Es wird
zwischen organischen (z. B. Sepia) und an-
organische Pigmente (z. B. * Lapislazuli, * Spangrün, * Terra di Siena
usw.) unterschieden.
Die für die Ölmalerei gebräuchlichen Farbpigmente müssen nicht-
löslich und lichtecht sein und dürfen chemisch nicht reagieren. Als
Bindemittel verwendet man meist Leinöl, dem häufig Anteile an Lack
oder Harzen zugesetzt werden.
Für die Maltechnik der Holzimitation eignet sich zum Erstellen der
Öllasur ein Mischungsverhältnis von 1/3 Leinöl, 2/3 Terpentinersatz
und zusätzlich etwas Sikkativ, da dieses den Trockenvorgang beschleu-
nigt.
Vor dem Bemalen wird, wie zuvor bereits erwähnt, der Farbträger
(Holz, Kunststoff, Gips) zunächst mit einer dünnen Gessoschicht
(gesso, italienisch: Gips), einer Verbindung von Gips mit Leim oder
Kleister, oder mit einer Ölgrundierung grundiert.
Bei der bis ins 19. Jahrhundert üblichen vielteiligen Bildbeschich-
tung, die bis zu vierzig Lasuren umfassen konnte, wurde zunächst ein
Entwurf mit Bleistift, Kohle oder verdünnter Farbe auf den Grund
skizziert, danach größere Flächen sukzessive mit dünner Farbe bemalt.
Diese wurden fortwährend präzisiert und mit dickerer Farbe übermalt,
der Öl und Lacke zugesetzt wurden. Erst durch die Entwicklung tech-
nisch ausgereifterer Ölfarben konnte auf das Auftragen der zahlreichen
Schichten verzichtet werden.
Die Acrylfarben ähneln den Öl- oder Aquarellfarben. Der Unterschied
besteht im Bindemittel: dem Kunstharz, einem synthetischen Acrylat
(daher der Name Acrylfarbe). Es trocknet durch Verdunstung des
Wasseranteils in Verbindung mit den Pigmenten zu einem harten,
klaren und dennoch elastischen Film auf. Acrylfarben sind wasserlös-
lich, so dass auch alle Pinsel einfach gereinigt werden können. Unver-
Ingo Seidel: Holzimitation 14

dünnt können die Farben nach ca. 10-30 Minuten übermalt werden,
eignen sich somit gut, da zum einen nicht lange bis zum Auftragen
der nächsten Schicht gewartet werden muss, zum anderen aber auch
genügend Zeit zur Verfügung steht, um die verschiedenen Maserungen
und Strukturen zu erzeugen.
Nachdem das fertige Bild getrocknet war, wurde es mit einem durch-
sichtigen, luftabschließenden Firnis überzogen, um es vor Schmutz zu
schützen und die Farben zu vollerer Wirkung zu bringen. Da auch die
Firnisschicht nicht vor Alterungsprozessen geschützt war, musste sie
nach einer bestimmten Zeit erneuert werden.

1.4 Maltechniken
Grundsätzlich existieren zwei Methoden zur Erstellung von Holzimita-
tionen.
In der traditionellen Methode, welche auf Wasserbasis beruht, werden
die Farbpigmente mit Dextrin oder auch Bier gemischt.
Dextrin ist die Bezeichnung für ein Abbauprodukt der Stärke. Dextri-
ne sind Kohlenhydrate die beispielsweise beim Abbau von Stärke mit
verdünnten Säuren, durch Hitze oder durch Einwirkung von Enzymen
entstehen. Sie bilden sich u. a. auch bei der Bierherstellung als uner-
wünschtes Nebenprodukt, wenn die Maische zu stark erwärmt wird.
Dextrine setzen sich aus mehreren Glucosemolekülen zusammen und
lösen sich kolloidal (feinst verteilt) in Wasser (in Alkohol sind sie nahe-
zu unlöslich). Hierin liegt auch die etwas abstrakt anmutende Verwen-
dung von Bier als „Lösemittel“ für die Pigmente begründet.
Nachteil dieser Methode ist die notwendige relativ lange Trock-
nungszeit ( ca. 12 Stunden) der Farbe. Es kann somit nicht sofort auf
Wasserbasis weitergearbeitet werden. Ferner löst sich auch nach einer
Trocknung die Farbe wieder an, so dass die Fläche zunächst mit einem
Klarlack oder einer Öllasur geschützt werden muss.

Die Methode, nach der auch im Seminar gearbeitet worden ist, stellt
die modernere dar und beruht auf der Arbeit mit Acrylfarben und soll
im Folgenden etwas ausführlicher beschrieben werden.
Nach der Vorbereitung der Grundfläche wird diese je nach Holzart
mit einer dünnen Öllasur komplett überzogen. Die Grundfarbe dieses
Überzuges sollte hell genug gewählt werden, da als oberste Schicht
ebenfalls wieder eine Öllasur verwendet wird, mit deren Hilfe das
Gesamtbild noch nachgedunkelt werden kann.
Das Auftragen der Grundfarbe und Erstellen erster Strukturen kann
mit den flachen Lackierpinseln erfolgen. Eventuell können die Holz-
poren mit dem Schläger eingebracht werden.
Nach einer kurzen Trocknungszeit wird mit dem groben Strukturen
der Jahresringe begonnen. Diese können je nach Holzart mit einem
Ingo Seidel: Holzimitation 15

Tuch oder dem Dachsvertreiber an den Spitzen etwas vertrieben wer-


den. Zu diesem Zeitpunkt können anschließend auch schon feinere
Strukturen mit spitzen Malpinseln eingezeichnet werden. Da die Farbe
noch flüssig ist, ergeben sich durch das Zusammenfließen der einzel-
nen Farbschichten sehr schöne, natürliche Strukturen. Auch hier kann,
natürlich wieder abhängig von der gewählten Holzart etwas vertrieben
werden.
Feine, vom Gesamtbild her dunkle Konturen werden nach einer
wieder kurz gehaltenen Trockenphase mit einem feinen Pinsel in die
Gesamtstruktur eingebracht.
Nach ca. 15 Minuten ist die Fläche soweit abgetrocknet, dass mit der
abschließenden Öllasur abgedeckt werden kann. Mit Hilfe dieser Lasur
ist ein Abdunkeln der Gesamten Fläche möglich, so dass noch erkenn-
bare Abstufungen in den gemalten Bereichen so weit abgedeckt wer-
den können, dass insgesamt ein sehr harmonischer Gesamteindruck
entsteht.
Nachdem das fertige Bild getrocknet ist, kann es noch mit einem
durchsichtigen, luftabschließenden Firnis überzogen werden, um es
vor Schmutz zu schützen und die Farben zu vollerer Wirkung zu brin-
gen.
Die Praxis im Seminar zeigte, dass zum einen sehr viel Übung zum
Erzeugen wirklichkeitsgetreuer Resultate erforderlich ist, zum ande-
ren aber auch, dass bereits nach einer relativ kurzen Zeit erstaunliche
Ergebnisse zu erzielen waren.
Besonders durch das Auftragen der letzten Lasurschicht konnte das
Gesamtbild noch sehr stark aufgewertet werden, da diese, sofern die
darunter liegenden Farbschichten noch nicht ausgehärtet waren, sehr
schöne Verläufe innerhalb der einzelnen Schichten erzeugen konnte.
Ingo Seidel: Holzimitation 16

2. Einsatz der Holzimitation heute


Holzimitation in der oben beschriebenen Form als Kunstmalerei findet
heute noch sehr viel Verbreitung in der Restauration historischer Flä-
chen.
Aber auch in der modernen Gebäudegestaltung gibt es Anwendungs-
bereiche für die Maltechnik der Holzimitation. So können zum
Beispiel an Stellen, an denen aus bautechnischen Gründen keine
Naturhölzer (Türen, Pfeilern und so weiter) verwendet werden dürfen,
mit Hilfe der Imitationsmalerei dennoch natürlich schöne Flächen
gestaltet werden.
Im folgenden sind einige Beispiele für die Verwendung von Holzimita-
tionen angeführt.
Diese Tür wurde mit der Holzimitations-Technik restauriert. Dadurch
entsteht der Effekt, als wäre ein Edelholz verwendet worden. Unter der
Maserung ist dies jedoch eine gewöhnliche Tannenholz Tür. Vorteil
dieser Restaurationsmethode ist, dass mit Hilfe der Imitation sowohl
der Farbton als auch die Holzart der Tür an den übrigen Raum an-
gepasst werden konnte, was an sonsten nur schwer möglich gewesen
wäre.
Das zweite Beispiel zeigt einen ähnlichen Anwendungsfall. In einem
Gebäude in Gotha, Thüringen musste der Innenraum komplett restau-
riert werden. Während der Boden aus Massivholz bestand und ent-
sprechend abgeschliffen und versiegelt werden konnte, war dieses bei
den Türen nicht möglich. Diese wurden durch Holzimitation an das
Gesamtbild des Raumes angepasst. (Quelle: www.restauratoren-verzeichnis.
de)
Voraussetzung für die Verwendung der
Technik ist, wie zu Beginn dieses Referates
erwähnt, die Kenntnis vieler Faktoren um
eine überzeugende Arbeit herzustellen.
Aus diesem Grund finden sich nur wenige
spezielle Restaurationsbetriebe, die diese
Technik ausführen können.
Außerdem ist der Zeitaufwand zum Her-
stellen einer ansprechenden Imitation sehr
groß, so dass in heutiger Zeit die Stun-
denlöhne den Preis für ein entsprechendes
Furnier bei weitem übersteigen dürften.
Nichts desto trotz gibt es Anwendungsbe-
reiche, in denen es notwendig ist, Flächen
entsprechend zu gestalten.
Ingo Seidel: Holzimitation 17

Es gibt heute auch noch weitere Beispiele für Holzimitationen, welche


allerdings mit den besprochenen Maltechniken nichts zu tun haben.
So werden im industriellen Rahmen Lamiatböden mit Holzstruktur
auf synthetischem Wege erzeugt. Auch werden zum Beispiel Kunst-
stofffenstern häufig Strukturen mitgegeben, die einem Holz nachemp-
funden sind.
Ganz gleich in welchem Bereich sich diese imitationen befinden, keine
ist in der Lage dazu, individuelle Eindrücke zu vermitteln, wie es mit
der Gemalten Imitation der Fall ist. Erstellt man eine gemalte Imita-
tion, so ist diese einmalig und ich denke, dass auch niemand der sich
mit den Maltechniken der Holzimitation in der Praxis beschäftigt, in
der Lage dazu ist, zweimal eine gleiche Oberfläche herzustellen.
Somit wird die gemalte Holzimitation immer eine individuell einzigar-
tig gestaltete Oberfläche bleiben.
Ingo Seidel: Holzimitation 18

3. Literaturverzeichnis

Yannick Guegan: Die Maltechniken der Holzimitation, Verlag Edition


Fischer

http://www.bauen-und-heimwerken.de/

http://www.leibbrand.de/htm/l-holzimitate.shtml

http://www.raumausstattung.de/B_vorauswahl.html

http://kunstpark-shop.de

http://www.restauratoren-verzeichnis.de

Microsoft Encarta 2004

Das könnte Ihnen auch gefallen