Grundwissen Klasse 6 Biologie
Samenpflanzen als Lebewesen
befruchtete Blüte Frucht
z.B. Kirsche:
Fruchtknoten wird zu Frucht
Same und Frucht
Samenanlage wird zu Samen
(Embryo, Nährgewebe, Schale)
Dient zur Ausbreitung der Samen
Man unterscheidet Öffnungsfrüchte und Schließfrüchte
Beschreibe die Entstehung einer Frucht und erläutere ihre Funktion.
Samenausbreitung…
… durch Tiere: Lock- / Trocken- / Klettfrüchte
… durch Wind und Wasser: Flug- bzw. Schwimmfähige Samen
und Früchte
Selbstausbreitung (z.B. Schleuderfrüchte)
Arten der
Lock-/Trockenfrüchte: hoher Energieaufwand um Attraktivität
Samenausbreitung
für Tiere zu steigern (Nährstoffe werden in die Frucht
eingelagert), Nutzen: verlässliche und relativ gerichtete
Ausbreitung
ungerichtete Ausbreitung (Wind/Wasser) Energieaufwand
für Produktion vieler Samen, Nutzen: leichte Samen
(nährstoffarm)
Nenne verschiedene Ausbreitungsmechanismen für Samen/Früchte und wäge Kosten
und Nutzen verschiedener Ausbreitungsstrategien ab.
ungeschlechtliche Fortpflanzung (z.B. Ausläufer)
Vorteil: z.B. kein Partner notwendig, schnell viele Nachkommen
Fortpflanzungs-
strategien geschlechtliche Fortpflanzung (Befruchtung notwendig)
Vorteil: genetische Vielfalt Vorteil bei sich verändernden
Umweltbedingungen
Vergleiche Vor- und Nachteile der verschiedenen Fortpflanzungsstrategien.
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= Vorgänge von der Quellung bis zur Fähigkeit des Keimlings
selbst Photosynthese zu betreiben.
Keimung
Einflussfaktoren: Wasser, Temperatur, Sauerstoff, (Licht)
Erkläre den Begriff „Keimung“ und nenne drei Faktoren, die Keimung und Wachstum
von Pflanzen beeinflussen.
Spross:
Blüte Fortpflanzung
Blätter Photosynthese
Aufbau einer
Sprossachse Transport, Trägt Blüten und Blätter
Samenpflanze
Wurzel: Wurzel: Aufnahme von Wasser und Mineralsalzen,
Verankerung im Boden
Beschreibe den Aufbau einer Samenpflanze und ordne den Pflanzenteilen ihre
Aufgaben zu.
Stoffumwandlung:
Wasser Licht Traubenzucker
+Kohlenstoffdioxid Chlorophyll + Sauerstoff
Energieumwandlung:
Wortgleichung der Die Energie des Sonnenlichts wird in chemische Energie
Photosynthese (gespeichert im Traubenzucker) umgewandelt.
Zellatmung:
Traubenzucker + Sauerstoff Wasser + Kohlenstoffdioxid
chemische Energie Energie für Lebensvorgänge
Formuliere die Wortgleichung der Photosynthese und vergleiche sie aus stofflicher
und energetischer Sicht mit der Zellatmung.
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Produkte der Photosynthese:
Traubenzucker und Sauerstoff
Bedeutung der Baustoffe von Pflanzen Zellatmung für alle
Photosynthese →Nahrungsmittel Organismen auf
→Baustoffe z.B. Holz der Erde möglich
→Brennstoffe z.B. Rapsöl (Ozonschicht)
→fossile Brennstoffe z.B. Erdöl
Erkläre die grundlegende Bedeutung der Photosynthese für das Leben auf der Erde.
Wachstumsbewegungen = Reaktion auf vergleichsweise
unveränderbare Reize wie Licht und Schwerkraft
Nutzen: Erreichen bestmöglicher Lichtverhältnisse bzw.
Verankerung und Wasserversorgung durch die Wurzeln.
Reaktionsvermögen
Spontane Bewegungen = Reaktion auf Berührungen, schnell,
bei Pflanzen
oft durch Druckveränderungen in den Pflanzenteilen
angetrieben.
Nutzen: Schutz (vor Verdunstung oder Beschädigung) /
Fortpflanzung (Bestäubung oder Ausbreitung).
Erläutere Bewegungsmöglichkeiten der Pflanzen und deren Nutzen.
Biodiversität bei Wirbeltieren
Beispiele: Krokodile, Frösche, Haie, Pinguine, Wale
Herausforderung: Überwindung des Wasserwiderstandes
Fortbewegung im Angepasstheiten:
Wasser
- Stromlinienform
- Glatte Oberfläche
- Flossen
Nenne unterschiedliche wasserlebende Wirbeltiere und beschreibe Angepasstheiten
an deren Fortbewegung.
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Beispiele: Raubtiere, Huftiere, Frösche, Schlangen, Eidechsen,
Herausforderung: Überwindung der Reibung am Boden
Fortbewegung an Angepasstheiten:
Land - Beine für wenig Bodenkontakt
- Lebensweise angepasst an geringen Bewegungsradius
(Reptilien)
Nenne unterschiedliche landlebende Wirbeltiere und beschreibe Angepasstheiten an
deren Fortbewegung.
Beispiele: Fledermäuse, Greifvögel,…
Herausforderung: Überwindung der Erdanziehungskraft
Angepasstheiten:
Fortbewegung in - Leichtbauweise, z.B. hohle Knochen, Hornfedern,
der Luft - Tragfläche, verstärktes Rumpfskelett
- Angepasstheit des Stoffwechsels (z.B. Verzicht auf
wasserhaltigen Harn) und der Fortpflanzung (Eiablage
Entwicklung des Embryos außerhalb des weiblichen Körpers)
Nenne unterschiedliche flugfähige Wirbeltiergruppen und beschreibe
Angepasstheiten an deren Fortbewegung.
Beispiele: Rind, Finken, Nager,
Herausforderung: Zerkleinerung und Verdau der Nahrung
(Zellwand!)
Pflanzenfresser Angepasstheiten:
Verlängerter Verdauungstrakt
Verdauungshelfer (Bakterien)
Gebiss
Nenne drei unterschiedliche pflanzenfressende Lebewesen und beschreibe
Angepasstheiten an deren Ernährungsweise
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Beispiele: Raubkatzen, Greifvögel, Frösche, Schlangen
Herausforderung: Jagen und töten der Beute
Angepasstheiten:
Fleischfresser
Sinnesorgane
Greifwerkzeuge
Verhalten/Vorkommen
Nenne drei unterschiedliche fleischfressende Lebewesen und beschreibe
Angepasstheiten an deren Ernährungsweise.
a) Thermoregulatoren
- Körpertemperatur unabhängig von Umgebungstemperatur
weitgehend konstant
- Fettschicht und wärmeisolierende Körperbedeckung (mit
Lufthohlräumen, z.B. Fell, Federkleid)
- Aktivität unabhängig von der Außentemperatur
- z.B. Hase, Mensch, Sperling
Energiehaushalt
b) Thermokonforme
- Körpertemperatur ändert sich mit der Außentemperatur
- Keine wärmeisolierende Körperbedeckung
- Aktivität (Herzschlag, Atmung, Verdauung, Stoffwechsel)
abhängig von Außentemperatur
- z.B. Grasfrosch, Zauneidechse, Bachforelle
Erläutere die Begriffe „Thermoregulation“ und „Thermokonformität“ und nenne
jeweils zwei Beispiele.
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Winterschlaf (z.B. Igel, Murmeltier)
Körpertemperatur stark herabgesetzt (auf ca. 5 °C)
Aufwachen, wenn die Körpertemperatur darunter absinkt
Lebensvorgänge (z. B. Herzschlag, Atmung) zur
Energieeinsparung verlangsamt
Überwinterungs- Winterruhe (z.B. Eichhörnchen, Dachs, Bär)
strategien niedrige Aktivität ohne Abfall der Körpertemperatur
hin und wieder Ernährung von verstecktem Futter
Winterstarre (z. B. Reptilien)
Absinken der Körpertemperatur Bewegungsunfähigkeit;
Tiere erwachen nicht zu tiefe Temperaturen Tiere können
erfrieren
Wegzug in wärmere Regionen (Zugvögel)
Beschreibe verschiedene Möglichkeiten des Stoff- und Energiemanangements
unterschiedlicher Wirbeltiere im Winter.
Thermokonforme Lebewesen, wie der Grasfrosch
und die Zauneidechse müssen kaum Energie für die
Aufrechterhaltung ihrer Körpertemperatur
aufwenden → wenig Zellatmung nötig
→ geringer Sauerstoffbedarf
→ Lungen mit geringerer Oberfläche nötig →
einfache Lunge beim Grasfrosch (zusätzlich Zauneidechse
Hautatmung) und gekammerte Lunge der
Zauneidechse (siehe Abb.)
Atmung und Thermoregulatorische Lebewesen , wie das Rotkehlchen und die
Lebensweise Spitzmaus müssen viel Energie für die
Aufrechterhaltung ihrer Körpertemperatur
aufwenden → viel Zellatmung nötig → hoher
Sauerstoffbedarf→ Lungen mit größerer
Oberfläche nötig → Lunge mit Luftsäcken beim
Rotkehlchen und mit Lungenbläschen bei der
Spitzmaus
Rotkehlchen (Zusätzlich beim Rotkehlchen: Flug ist sehr
energieaufwändig → noch effektivere Lunge mit
Gegenstromprinzip beim Rotkehlchen) nötig)
Stelle einen Zusammenhang zwischen Sauerstoffbedarf, Lebensweise und Bau der
Atmungsorgane eines Grasfrosches, einer Zauneidechse, eines Rotkehlchens und
einer Spitzmaus her.
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Gasaustausch an den Kiemen:
gelöster Sauerstoff aus dem Wasser wird ins Blut und
Kohlenstoffdioxid aus dem Blut in das Wasser transportiert
Atmung im Wasser
Bau der Kiemen
- große Oberfläche durch Kiemenblättchen
- gute Durchblutung
- feine Gefäßwände
Beschreibe, wie und an welchen speziellen Organen Sauerstoff aus dem Wasser
aufgenommen werden kann und vergleiche den Aufbau mit der einer Säugerlunge.
Individuen einer Art kommunizieren z.B. durch optische Signale
Innerartliche (z.B. Gefiederfarbe) oder durch Laute (z.B. Vogelgesang).
Kommunikation Die Kommunikation dient oft der Partnerfindung oder dem Schutz
(Warnrufe, Finden des Muttertieres/der Gruppe).
Nenne Möglichkeiten zur innerartlichen Kommunikation und erkläre ihren Nutzen.
- Eiablage ins Wasser, äußere Befruchtung, z.B. Forelle, Frösche
Fortpflanzung im
- Innere Befruchtung, Entwicklung im Mutterleib,
Wasser
lebendgebärend, z.B. Wal
Beschreibe verschiedene Strategien zur Fortpflanzung im Wasser.
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- Innere Befruchtung, beschalte Eier (Kalk- oder
Pergamentschale), teilweise Bebrütung und Brutpflege, z.B. Huhn,
Fortpflanzung an Eidechse
Land
- Innere Befruchtung, Entwicklung im Mutterleib,
lebendgebärend, z.B. Hund Elefant, Mensch
Beschreibe verschiedene Strategien zur Fortpflanzung an Land.
= Verwandlung der Larve in ein erwachsenes Tier
(Umwandlung und Neubildung von Organen)
Larve: Nicht
geschlechtsreifes Jungtier,
Metamorphose
das dem erwachsenen Tier
nicht ähnelt (z. B. Kaulquappen
der Amphibien)
Quelle: nabu
Erläutere den Fachbegriff "Metamorphose" anhand eines selbst gewählten Beispiels.
Zusammenhang:
Umso höher der elterliche Aufwand für die Brutpflege, um so
geringer ist i.d.R. die Anzahl der Nachkommen, da durch die
Brutpflege gewährleistet werden kann, dass sehr viele
Fortpflanzung und
Nachkommen überleben.
Elternaufwand
Beispiel:
Geburtshelferkröte zwischen 5 und 150 Eier
Erdkröte ohne Brutpflege bis zu 6000 Eier
Erkläre den Zusammenhang zwischen Anzahl an Nachkommen und dem elterlichen
Aufwand für die Brutpflege anhand zweier Beispiele ( z.B. Geburtshelferkröte und
Erdkröte)
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Sinnesorgane müssen in verschiedenen Lebensräumen und
Lebensweisen spezifische Angepasstheiten zeigen,
z.B. Fledermäuse Ultraschallortung,
Spezielle
Fische und Amphibien Seitenlinienorgan zur Wahrnehmung von
Sinnesleistungen
Wasserströmungen
Schlangen Grubenorgan zur Wahrnehmung von Wärme der
Beutetiere
Beschreibe anhand eines selbstgewählten Beispiels eine spezifische Angepasstheit
eines Sinnesorganes an die Lebensweise bzw. den Lebensraumes eines Wirbeltieres.
Stamm: Wirbeltiere
Klasse: Säugetiere (weitere: Vögel, Reptilien, Amphibien, Fische)
System der Ordnungen: Nagetiere (weitere: Raubtiere, Primaten)
Lebewesen Familie: Hörnchen
Gattung: Eichhörnchen
Art: Eichhörnchen
Beschreibe das hierarchische System der Lebewesen anhand eines Beispiels.
Nenne die fünf Wirbeltierklassen und alle Ordnungen einer Klasse.
Organe, die in
Haut, Nervensystem, Verdauungssystem (Magen, Darm, Leber),
allen
Ausscheidungsorgan (Niere), Blutkreislauf (Herz), Atmung (Lunge
Wirbeltierbau-
bzw. Kiemen), Geschlechtsorgane, Innenskelett mit Wirbelsäule
plänen vorkommen
Nenne, die Organe, die in allen Wirbeltierbauplänen vorkommen.
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Fische: Haut mit Knochenschuppen und Schleimhautüberzug;
Körperbedeckung
Amphibien: nackte, stark durchblutete Haut mit Schleimschicht;
der Wirbeltiere
Reptilien: Hornschuppen; Säugetiere: Fell; Vögel: Federn
Vergleiche die Körperbedeckungen der fünf Wirbeltierklassen.
Züchtung Evolution
Gemeinsam Tiere einer Art sind unterschiedlich (Variabilität)
-keiten → gezielte Auslese von Tieren möglich
Natürliche
Evolutionsprozess Auslese der Tiere erfolgt
Auslese der Tiere
e vs. aufgrund von
erfolgt aufgrund von
Züchtung Eigenschaften, die für das
Unter- Eigenschaften, die
Überleben und die
schiede vom Menschen
Fortpflanzungsfähigkeit
festgelegt werden.
von Nöten sind.
schneller langsamer
Vergleiche den Prozess der Züchtung mit dem natürlichen Evolutionsprozess.
Ökosystem Gewässer
Abiotische Der Lebensraum "Fluss" wird maßgeblich von folgenden Faktoren
Umweltfaktoren bestimmt: Temperatur des Wasser, Fließgeschwindigkeit,
am Gewässer Lichteinfall, Bodenbeschaffenheit
Nenne drei abiotische Umweltfaktoren, die den Lebensraum "Fluss" maßgeblich
bestimmen.
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Nahrungsnetz
Quelle:
[Link]
Beschreibe beispielhaft ein Nahrungsnetz innerhalb eines Gewässers.
- Einbringen von Ölen in Gewässer (z.B. Bade- oder Motoröl)
Oberflächenspannung des Wassers nicht mehr gegeben
Wasserlebewesen, wie z.B. der Wasserläufer sterben; bei zu
großer Verschmutzung verenden z.B. Wasservögel
Einflüsse des
Menschen auf das - Düngung neben Gewässern führt zu vermehrtem
Ökosystem Pflanzenwachstum nachts sterben Lebewesen in den
Gewässer Gewässern, wenn alle Lebenwesen (einschließlich der Pflanzen)
atmen
- Fließgewässer werden begradigt Gewässer fließt schneller und
es gibt keine Überschwemmungsflächen mehr große
Überschwemmungen an Unterläufen der Flüsse; Artensterben
Beschreibe beispielhaft einen Einfluss des Menschen auf ein Gewässer und nenne die
Folgen dieses Einflusses.
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