SCC A
SCC A
Inhaltsverzeichnis
Produktübersicht 1
SICAM Installation und Deinstallation 2
SICAM SCC
Arbeiten mit SICAM SCC 3
Bedien- und Beobach-
tungssystem Grafikobjekte 4
Topologische Einfärbung 5
V9.08
SICAM Add-In 6
Komponenten und Funktionen 7
8
Handbuch
Client-Server-Systeme
Redundanz 9
Verschiedene SICAM PAS-Versionen 10
WinCC Web Navigator 11
Systemzeit 12
Projekte aus vorherigen Versionen konver-
tieren 13
Komponenten und Funktionen früherer
SICAM PAS CC/SCC-Versionen 14
Anhang A
Literaturverzeichnis
E50417-H8900-C501-B7 Stichwortverzeichnis
HINWEIS
i Beachten Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit die Warn- und Sicherheitshinweise in diesem Dokument, sofern
vorhanden.
Haftungsausschluss Copyright
Änderungen und Irrtümer vorbehalten. Die Informationen Copyright © Siemens AG 2020 – 2021. Alle Rechte vorbe-
in diesem Dokument enthalten lediglich allgemeine halten.
Beschreibungen bzw. Leistungsmerkmale, welche im Weitergabe sowie Vervielfältigung, Verbreitung und Bear-
konkreten Anwendungsfall nicht immer in der beschrie- beitung dieses Dokuments, Verwertung und Mitteilung des
benen Form zutreffen bzw. welche sich durch Weiterent- Inhaltes sind unzulässig, soweit nicht schriftlich gestattet.
wicklung der Produkte ändern können. Die gewünschten Alle Rechte für den Fall der Patenterteilung, Geschmacks-
Leistungsmerkmale sind nur dann verbindlich, wenn sie bei oder Gebrauchsmustereintragung sind vorbehalten.
Vertragsschluss ausdrücklich vereinbart werden.
Dokumentversion: E50417-H8900-C501-B7.02 Marken
Ausgabestand: 05.2021
SIPROTEC, DIGSI, SIGRA, SIGUARD, SIMEAS SAFIR, SICAM
Version des beschriebenen Produkts: V9.08 und MindSphere sind Marken der Siemens AG. Jede nicht
autorisierte Verwendung ist unzulässig.
Vorwort
Dieses Dokument stellt die notwendigen Informationen zum Installieren, zur Inbetriebnahme sowie Details zur
Funktion von SICAM SCC bereit.
Zielgruppe
Dieses Handbuch wendet sich an Inbetriebsetzer, Programmierer und Benutzer von SICAM SCC. Grundkennt-
nisse über SIMATIC WinCC sind erforderlich.
Gültigkeitsbereich
Dieses Handbuch ist gültig für SICAM SCC V9.08.
Normen
SICAM SCC wurde gemäß dem ISO 9001:2008 Standard entwickelt.
Weitere Unterstützung
Bei Fragen zum System wenden Sie sich an Ihren Siemens-Vertriebspartner.
Schulungskurse
Sie können das individuelle Kursangebot bei unserem Training Center erfragen:
Siemens AG
Siemens Power Academy TD Tel: +49 911 9582 7100
Humboldtstraße 59 E-Mail: [email protected]
90459 Nürnberg Internet: www.siemens.com/poweracademy
Deutschland
! GEFAHR
GEFAHR bedeutet, dass Tod oder schwere Verletzungen eintreten werden, wenn die angegebenen
Maßnahmen nicht getroffen werden.
² Beachten Sie alle Hinweise, um Tod oder schwere Verletzungen zu vermeiden.
! WARNUNG
WARNUNG bedeutet, dass Tod oder schwere Verletzungen eintreten können, wenn die angegebenen
Maßnahmen nicht getroffen werden.
² Beachten Sie alle Hinweise, um Tod oder schwere Verletzungen zu vermeiden.
! VORSICHT
VORSICHT bedeutet, dass mittelschwere oder leichte Verletzungen eintreten können, wenn die angege-
benen Maßnahmen nicht getroffen werden.
² Beachten Sie alle Hinweise, um mittelschwere oder leichte Verletzungen zu vermeiden.
ACHTUNG
ACHTUNG bedeutet, dass Sachschäden entstehen können, wenn die angegebenen Maßnahmen nicht
getroffen werden.
² Beachten Sie alle Hinweise, um Sachschäden zu vermeiden.
HINWEIS
i ist eine wichtige Information über das Produkt, die Handhabung des Produktes oder den jeweiligen Teil der
Dokumentation, auf den besonders aufmerksam gemacht werden soll.
Bestimmungsgemäßer Gebrauch
Das Betriebsmittel (Gerät, Baugruppe) darf nur für die in den Katalogen und in der technischen Beschreibung
vorgesehenen Einsatzfälle und nur in Verbindung mit von Siemens empfohlenen und zugelassenen Fremdge-
räten und -komponenten verwendet werden.
Der einwandfreie und sichere Betrieb des Produktes setzt Folgendes voraus:
Beim Betrieb elektrischer Betriebsmittel stehen zwangsläufig bestimmte Teile unter gefährlicher Spannung.
Wenn nicht fachgerecht gehandelt wird, können Tod, schwere Verletzungen oder Sachschäden auftreten:
• Das Betriebsmittel muss vor Anschluss von Verbindungen am Erdungsanschluss geerdet werden.
• Betriebsmittel mit Stromwandlerkreisen dürfen nicht offen betrieben werden. Vor dem Abklemmen von
Betriebsmitteln ist sicherzustellen, dass die Stromwandlerkreise kurzgeschlossen sind.
• Die im Dokument genannten Grenzwerte dürfen nicht überschritten werden. Das muss auch bei der
Prüfung und der Inbetriebnahme beachtet werden.
OpenSSL
This product includes software developed by the OpenSSL Project for use in OpenSSL Toolkit (http://
www.openssl.org/).
This product includes software written by Tim Hudson ([email protected]).
This product includes cryptographic software written by Eric Young ([email protected]).
Vorwort.........................................................................................................................................................3
1 Produktübersicht........................................................................................................................................ 15
4 Grafikobjekte.............................................................................................................................................. 75
4.1 Übersicht.......................................................................................................................... 76
4.2 Aufbau der Grafikobjekte.................................................................................................. 77
4.2.1 SICAM-Grafikobjekte....................................................................................................77
4.2.2 ActiveX Controls.......................................................................................................... 77
4.3 Grafikobjekte verwenden.................................................................................................. 79
4.4 SICAM Schaltobjekte (SICAM Switch Controls)................................................................... 80
4.4.1 Darstellung von SICAM Schaltobjekten......................................................................... 81
4.4.2 Prozessanbindung der SICAM Schaltobjekte................................................................. 82
4.4.3 Erweiterte Eigenschaften von SICAM Schaltobjekten.................................................... 85
4.4.4 Farbe von SICAM Schaltobjekten..................................................................................88
4.4.5 Bild von SICAM Schaltobjekten.....................................................................................90
4.4.6 Runtime-Dialoge von SICAM Schaltobjekten................................................................. 91
4.4.7 Schalterstellung nachführen........................................................................................ 99
4.4.8 Objekteigenschaften parametrieren........................................................................... 101
4.4.9 Bedienung mit selbsterstellten Dialogen.................................................................... 106
4.4.10 Bedienung über Tastatur............................................................................................108
4.4.11 Schnittstellen für projektspezifische Dialoge...............................................................112
4.4.11.1 Funktion SetControlCommand............................................................................. 112
4.4.11.2 Funktion GetControlState.....................................................................................113
4.4.11.3 Event OnProcDataChange.................................................................................... 114
4.5 Anwendungsbeispiele für die Funktionen........................................................................ 115
4.5.1 Script zu Event OnProcDataChange............................................................................ 115
4.6 SICAM Topologie (SICAM Electrical Device Control)..........................................................117
4.7 SICAM Feldübersicht (SICAM Bay Overview).....................................................................118
4.7.1 Darstellung von Feldübersicht....................................................................................121
4.7.2 Prozessanbindung an Feldübersicht........................................................................... 123
4.7.3 Farben von Feldübersicht...........................................................................................124
4.7.4 Bild von Feldübersicht................................................................................................125
4.8 Anzeige Messwert/Zählwert............................................................................................ 126
4.8.1 Darstellung der Numerischen Anzeige........................................................................126
4.8.2 Prozessanbindung der Numerischen Anzeige............................................................. 128
4.8.3 Erweiterte Eigenschaften der Numerischen Anzeige................................................... 129
4.8.4 Grenzwerte der Numerischen Anzeige....................................................................... 130
4.8.5 Farbe der Numerischen Anzeige................................................................................ 131
4.8.6 Schrift der Numerischen Anzeige............................................................................... 133
4.8.7 Runtime-Dialoge der Numerischen Anzeige................................................................134
4.8.8 Messwertdarstellung für den Zustand ungültig.......................................................... 135
4.8.9 Unterstützung von Controllable Analogue Process Value (CDC = APC).........................136
5 Topologische Einfärbung..........................................................................................................................137
5.1 Einleitung....................................................................................................................... 138
5.2 Topologische Elemente................................................................................................... 140
5.2.1 Allgemeines.............................................................................................................. 140
5.2.2 SICAM Topologie (SICAM Electrical Device Control).................................................... 140
5.2.2.1 Funktionsbeschreibung........................................................................................ 140
5.2.2.2 Grafische Darstellung........................................................................................... 142
5.2.2.3 Eigenschaften von SICAM Electrical Device Control............................................... 142
5.2.2.4 Prozessanbindung des Einspeisers........................................................................ 147
5.2.2.5 Strukturvariablen anlegen.................................................................................... 150
5.2.3 SICAM Schaltobjekte (SICAM Switch Controls)............................................................ 151
5.2.4 SICAM Feldübersicht (SICAM Bay Overview)............................................................... 152
5.2.5 Verbinder.................................................................................................................. 152
5.2.6 Verbindungspunkt..................................................................................................... 152
5.3 Parametrierung............................................................................................................... 153
5.3.1 Datenanalyse.............................................................................................................153
5.3.2 Datenmodell............................................................................................................. 153
5.3.3 Einstellungen............................................................................................................ 156
5.3.4 Parametrierung von Elementen und Symbolen...........................................................160
5.3.5 Hinweise zur Parametrierung..................................................................................... 160
5.4 Bildübergreifende Referenzen......................................................................................... 162
5.5 Topologische Einfärbung verwenden...............................................................................164
5.6 Bildfenster verwenden.................................................................................................... 169
5.7 Fehlersuche.................................................................................................................... 171
5.7.1 Allgemeines.............................................................................................................. 171
5.7.2 Fehlermeldungen...................................................................................................... 171
5.8 Anwendungsbeispiele..................................................................................................... 173
5.8.1 Leistungsschalter mit Fahrwagen...............................................................................173
6 SICAM Add-In............................................................................................................................................175
6.1 Übersicht........................................................................................................................ 176
6.2 SICAM Menü................................................................................................................... 177
6.3 SICAM Toolbar................................................................................................................ 179
6.4 Einstellungen vornehmen............................................................................................... 180
6.4.1 Allgemeines.............................................................................................................. 180
6.4.2 Aufgaben.................................................................................................................. 181
6.5 Vorgegebene Aufgaben.................................................................................................. 183
6.6 Benutzerdefinierte Aufgaben erstellen.............................................................................186
6.6.1 Upgrade von V5.1 Messwertobjekten.........................................................................186
6.6.2 Upgrade von V5.10 Schaltgeräteobjekten.................................................................. 190
6.6.3 Elemente eines Listen- oder Kombinationsfeldes bearbeiten.......................................196
6.7 Grafikobjekt in Bibliothek ersetzen.................................................................................. 202
8 Client-Server-Systeme.............................................................................................................................. 369
8.1 Konfiguration der Bildobjekte.......................................................................................... 370
8.2 Konfiguration der Funktionen......................................................................................... 371
8.3 Konfiguration der SIMATIC WinCC-Komponenten.............................................................372
9 Redundanz................................................................................................................................................ 375
9.1 Übersicht........................................................................................................................ 376
12 Systemzeit................................................................................................................................................ 401
12.1 Übersicht........................................................................................................................ 402
12.2 Zeitzonen aktualisieren................................................................................................... 403
12.3 Zeitsynchronisation.........................................................................................................404
12.3.1 Network Time Protocol Daemon.................................................................................404
12.3.2 Konfigurationsdatei für den NTPD.............................................................................. 405
12.3.3 Uhrtreiber für Fernwirkprotokolle (Shared Memory Uhrtreiber).................................. 408
12.3.4 Beispiel – Externe Funkuhr als Zeitgeber.................................................................... 410
A Anhang..................................................................................................................................................... 541
A.1 Strukturen...................................................................................................................... 542
A.2 Qualitycodes von Variablen............................................................................................. 551
A.3 Zeichenumsetzung......................................................................................................... 552
A.4 Zusatzinformationen in Meldelisten................................................................................ 556
A.5 Performance-Messungen.................................................................................................562
Literaturverzeichnis..................................................................................................................................563
Stichwortverzeichnis................................................................................................................................ 565
• SICAM PAS/PQS
• SICAM RTUs
• IEC 61850-Geräte
• IEC 60870-5-104-Geräte
• SNMP-Geräte
SICAM SCC besteht aus:
• SICAM SCC-Komponenten
SIMATIC WinCC bietet Standard-Funktionsmodule zur Grafikdarstellung, zum Melden, Archivieren und Proto-
kollieren. Mit seiner leistungsfähigen Prozesskopplung, der schnellen Bildaktualisierung und der sicheren
Datenarchivierung gewährleistet es eine hohe Verfügbarkeit.
SICAM SCC-Komponenten
Die SICAM SCC-Komponenten bestehen aus:
• SICAM-Grafikobjekte-Bibliothek
• Meldesystemerweiterung
• SICAM Import/Export Wizard, SICAM PAS Wizard und SICAM IEC Wizard
• SICAM-Funktionen
• SICAM Normierungs-DLLs
SICAM-Grafikobjekte-Bibliothek
Die SICAM-Grafikobjekte-Bibliothek enthält typische stationsleittechnische Betriebsmittel (z.B. Schaltgeräte).
Sie erstellen damit Anlagenbilder.
In der SICAM-Grafikobjekte-Bibliothek finden Sie zum Beispiel für Schaltgeräte mehrere typische Grafikobjekte.
Aus der Bibliothek platzieren Sie die Grafikobjekte per Drag & Drop in einem Anlagenbild.
Bei den Grafikobjekten ist die Dynamisierung bereits enthalten. So enthält z.B. ein Leistungsschalter alle
notwendigen Dynamiken, um die Prozesszustände Ein, Aus, Zwischenstellung, Störstellung, Nicht aktuell, PAS
nicht ok, Feldsperre, Nachgeführt und Fernwirksperre darzustellen.
Die Topologie Ihrer Anlage können Sie im Graphics Designer schnell und effektiv parametrieren.
Meldesystemerweiterung
Durch die Meldesystemerweiterung wird das zeitfolgerichtige Melden und Archivieren von Daten sicherge-
stellt.
Die SICAM-Normierungs-DLL wertet die Daten aus und ordnet sie entsprechenden Prozessinformationen zu.
Beim Zuordnen der Prozessinformationen greift die Normierungs-DLL auf die SIMATIC WinCC-Textbibliothek
zu.
Die Texte in der Textbibliothek können Sie nach eigenen Wünschen anpassen.
Die Informationen in der Ereignisliste besitzen eine hohe Aussagekraft.
HINWEIS
i Verwenden Sie den SICAM Import/Export Wizard als Standard-Wizard (siehe 7.2.1 SICAM Import/Export
Wizard). Falls benötigt, können Sie den SICAM PAS Wizard oder den SICAM IEC Wizard über das Kontext-
menü des SICAM Import/Export Wizards starten.
Der SICAM Import/Export Wizard unterstützt Sie beim Anlegen eines neuen oder beim Aktualisieren eines
schon bestehenden WinCC-Projektes.
Folgende Aufgaben erledigen Sie mit dem Wizard:
• Importieren der Variablen aus SICAM PAS, SICAM RTUs, IEC 61850- und IEC 60870-5-104-Geräten
Sie übernehmen Informationen nach SICAM SCC.
Dadurch können Sie Informationen aus diesen Systemen unter SICAM SCC visualisieren, d.h. in Prozess-
bildern verwenden.
• Kommunikationstreiber hinzufügen
Sie fügen einen Kommunikationstreiber hinzu und legen damit den Übertragungsweg zu SICAM PAS,
SICAM RTUs, IEC 61850- und IEC 60870-5-104-Geräten fest.
SICAM-Funktionen
Die SICAM-Funktionen (VB- oder C-Scripte) ergänzen die Bibliothek der SIMATIC WinCC-Funktionen. Sie liegen
als projektspezifische Funktionen in entsprechenden Ordnern vor.
Sie setzen die SICAM-Funktionen in Anlagenbildern ein. Über diese Aktionen führen Sie z. B. Befehle aus.
Redundantes System
Aus Gründen der Ausfallsicherheit kann SICAM SCC redundant ausgeführt werden.
Bei Ausfall eines der beiden SICAM SCC Server-Rechner werden die Clients automatisch vom ausgefallenen
Server auf den aktiven SICAM SCC Server umgeschaltet. Dadurch ist die Überwachung und Bedienung des
Prozesses stets gewährleistet.
Ein redundantes SICAM PAS-System oder redundante SICAM RTUs werden unterstützt.
2.1 Installationsvoraussetzungen 20
2.2 SIMATIC WinCC installieren 22
2.3 SICAM SCC-Komponenten installieren 23
2.4 SICAM SCC-Komponenten deinstallieren 27
2.5 SIMATIC WinCC deinstallieren 28
2.1 Installationsvoraussetzungen
Betriebssystem und SIMATIC WinCC
SICAM SCC V9.08 ist eine 32-Bit-Anwendung. In der folgenden Tabelle sind die möglichen Kombinationen aus
Betriebssystem und SIMATIC WinCC aufgezeigt.
Windows SIMATIC WinCC
V7.3 V7.4 SP1 V7.5 SP2
7 Professional 32-Bit SP11 x x
7 Ultimate 32-Bit SP11
7 Enterprise 32-Bit SP11
7 Professional 64-Bit1 x x
7 Ultimate 64-Bit SP11
7 Enterprise 64-Bit SP11
8.1 Professional 32-Bit1 x x
8.1 Enterprise 32-Bit
8.1 Professional 64-Bit1 x x
8.1 Enterprise 64-Bit1
10 Professional 64-Bit1 x x
10 Enterprise 64-Bit1
10 IoT Enterprise LTSB 64-Bit1
2008 Server SP2 32-Bit1 x
2008 Server R2 SP1 64-Bit1 x x
2012 Server R2 64-Bit x x x
2016 Server 64-Bit x x
2019 Server 64-Bit x x
SIMATIC WinCC muss lizenziert und das zur installierten WinCC-Version gehörige aktuelle Update installiert
sein. Eine Auflistung der benötigten Updates finden Sie im Readme. Die Update-Pakete können Sie von der
Website SIEMENS Industry Online Support (SIOS) herunterladen.
• Windows 10
Microsoft .NET Framework 3.5 wird gegebenenfalls für die Installation des SQL Management Studio
benötigt
1 Diese Betriebssysteme können Sie als Standard- oder als MUI-Version installieren.
Diese Komponenten werden nicht weiterentwickelt. Zum Betrieb sind die Visual C++ Redistributables der
Version 2008 SP1 notwendig. Dieses Paket können Sie von den Microsoft Internet-Seiten herunterladen:
https://www.microsoft.com/en-us/download/details.aspx?id=26368
Basishardware
Für Informationen zu den Hardwareanforderungen siehe /11/ WinCC: Allgemeine Informationen und Installa-
tion.
Installationsreihenfolge
SICAM SCC besteht aus zwei Software-Paketen
• SIMATIC WinCC
• SICAM SCC-Komponenten
Installieren Sie die beiden Software-Pakete nacheinander. Die benötigten Hotfixes/Updates für SIMATIC
erhalten Sie im SIOS-Portal von SIEMENS DI. Prüfen Sie, ob für eine installierte Komponente ein neuerer
Hotfix/ein neues Update erhältlich ist.
HINWEIS
• Installieren Sie das Programmpaket über das Setup-Programm und beenden Sie das Setup-Programm.
HINWEIS
i Auf einem Rechner mit installierter Lizenz dürfen Sie keine Programme ausführen, welche die Aufteilung
oder Struktur der Festplatte(n) verändern.
Dazu zählen Programme zur Festplattenwartung, wie z.B. Reparatur, Defragmentierung, Partitionierung.
Wenn Sie derartige Programme verwenden, riskieren Sie den Verlust Ihrer Lizenzierung!
Bevor Sie Programme zur Festplattenwartung ausführen, müssen Sie die Lizenzierung vorübergehend
wieder auf den Lizenz-USB-Stick übertragen.
2.2.1 Installation
Vor der Installation von SIMATIC WinCC müssen Sie MS Message Queuing installieren. Führen Sie die Installa-
tion dieser Komponente nach der Installationsanweisung aus, die der SIMATIC WinCC Installations-DVD
beiliegt.
So installieren Sie SIMATIC WinCC:
² Legen Sie die DVD mit SIMATIC WinCC in Ihr DVD-Laufwerk ein.
² Wählen Sie Start > Ausführen.
² Geben Sie X:\Start ein, wobei X den Buchstaben Ihres DVD-Laufwerks bezeichnet.
² Klicken Sie OK.
² Wählen Sie SIMATIC WinCC installieren.
² Folgen Sie den Anweisungen zur Installation, bis Sie den Dialog Installationsart sehen. Wählen Sie dort
Paket-Installation und klicken Sie Weiter >.
² Wählen Sie im Dialog Programm-Pakete die Option WinCC-Installation und klicken Sie Weiter >.
² Folgen Sie den weiteren Anweisungen zur Installation, bis Sie das Installationsprogramm nach der Lizen-
zierung fragt.
² Beantworten Sie die Frage, ob die Lizenzierung während der Installation erfolgen soll, mit Nein. Das
Installationsprogramm überspringt die Lizenzierung.
² Führen Sie nach der Installation einen Neustart durch.
2.2.2 Lizenzieren
Durch die Übertragung der Lizenz vom Lizenz-USB-Stick auf Ihren Rechner lizenzieren Sie das Produkt.
So lizensieren Sie SIMATIC WinCC:
² Stecken Sie den mitgelieferten Lizenz-USB-Stick auf die USB-Schnittstelle.
² Starten Sie den Automation License Manager.
² Übertragen Sie die Lizenzierung von dem Lizenz-USB-Stick auf die Festplatte.
HINWEIS
i Auf einem Rechner mit installierter Lizenz dürfen Sie keine Programme ausführen, welche die Aufteilung
oder Struktur der Festplatte(n) verändern.
Dazu zählen Programme zur Festplattenwartung, wie z.B. Reparatur, Defragmentierung, Partitionierung.
Wenn Sie derartige Programme verwenden, riskieren Sie den Verlust Ihrer Lizenzen!
Bevor Sie Programme zur Festplattenwartung ausführen, müssen Sie die Lizenzen vorübergehend wieder
auf den Lizenz-USB-Stick übertragen.
2.3.1 Ausführungsvarianten
Sie können die SICAM SCC-Komponenten in einer der folgenden Varianten ausführen:
• Demo-Modus
• Trial-Modus
• Lizenzierte Version
Zur Ausführung aller Varianten müssen SIMATIC WinCC sowie die SICAM SCC-Komponenten installiert sein.
Die Entscheidung, welche Variante Sie nutzen wollen, treffen Sie mit der Lizenzierung der SICAM SCC-Kompo-
nenten.
HINWEIS
i Wenn SIMATIC WinCC nicht lizenziert ist, gelten zusätzlich zu den unten beschriebenen Einschränkungen
für die nicht lizenzierten SICAM SCC-Komponenten auch die Einschränkungen für das nicht lizenzierte
SIMATIC WinCC, siehe SIMATIC WinCC Informationssystem.
Demo-Modus
Für den Demo-Modus ist keine Lizenz für die SICAM SCC-Komponenten erforderlich. Der Demo-Modus ist nur
für SICAM SCC V8-Komponenten (oder höher) verfügbar. Komponenten älterer SICAM SCC-Versionen, die aus
Gründen der Kompatibilität weiterhin mitgeliefert werden, unterstützen ihn nicht.
Im Demo-Modus gelten folgende Einschränkungen:
• Projektierung
– 30 Minuten nach dem Start der Projektierung im Graphics Designer wird ein Hinweis auf den Demo-
Modus angezeigt. Sie können ihr Bild speichern oder den Graphics Designer, ohne zu speichern
verlassen. Um erneut 30 Minuten projektieren zu können, müssen Sie den Graphics Designer neu
starten.
– Im Graphics Designer erscheint vor dem Speichern von Bildern ein Hinweis auf den Demo-Modus.
Dieser Hinweis wird nach 30 Sekunden ausgeblendet und das Bild wird gespeichert.
– Beim Aufruf eines Wizards wird ein Hinweis auf die fehlende Lizenz angezeigt. Sie haben die
Möglichkeit, die Trial-Lizenz zu aktivieren. Wenn Sie die Trial-Lizenz durch Skip/Überspringen
ablehnen, wird der Demo-Modus aktiviert. Im Demo-Modus lassen sich die Wizards nicht starten.
– Auch die SNMP-Funktionalität (SICAM Netzwerkmanager) können Sie mit Trial-Lizenz oder 30
Minuten im Demo-Modus betreiben.
• Runtime
– Beim Start der Runtime wird ein Hinweis auf die fehlende Lizenz angezeigt. Sie haben die Möglich-
keit, die Trial-Lizenz zu aktivieren. Wenn Sie die Trial-Lizenz durch Skip/ Überspringen ablehnen,
wird der Demo-Modus aktiviert. Ein Hinweis auf den Demo-Modus wird angezeigt.
– In den Meldelisten des Alarm Logging werden alle protokollierten Meldungen in den Spalten Status
und Verursachung zusätzlich mit dem Attribut Demo-Mode versehen.
– Nach der Nutzung eines Schaltobjektes erfolgt alle 5 Minuten der Hinweis auf den Demo-Modus.
Um im Bild mit der Bedienung fortfahren zu können, müssen Sie diesen Hinweis mit OK schließen.
Trial-Modus
Wenn beim Start einer SICAM SCC-Komponente, z.B. dem SICAM PAS Wizard, auf Ihrem Rechner keine gültige
Lizenz gefunden wird, bietet SICAM SCC über den Automation License Manager eine Lizenz für den Trial-
Modus an. Wenn Sie die Lizenz für den Trial-Modus aktivieren, können Sie 14 Tage mit den SICAM SCC-
Komponenten arbeiten. Nach diesem Zeitraum läuft die Lizenz für den Trial-Modus ab. Um weiter in vollem
Umfang mit SICAM SCC arbeiten zu können, müssen Sie für die SICAM SCCKomponenten eine zeitlich unbe-
grenzte Standardlizenz übertragen, siehe 2.3.3 Lizenzieren. Die Lizenz für den Trial-Modus können Sie nur
einmalig aktivieren. Wenn der Zeitraum für den Trial-Modus abgelaufen ist, wechseln die SICAM SCC-Kompo-
nenten in den Demo- Modus. Im Demo-Modus läßt sich der SICAM Wizard nicht starten.
Lizenzierte Version
Für die Lizenzierte Version müssen Sie die Lizenzen für die SICAM SCC-Komponenten auf ihren Rechner über-
tragen, siehe 2.3.3 Lizenzieren.
2.3.2 Installieren
HINWEIS
i Vor der Installation der SICAM SCC-Komponenten müssen Sie die SIMATIC WinCC-Updates installieren. Die
SIMATIC WinCC-Updates finden Sie im SIEMENS Industry Online Support (SIOS). Eine Auflistung der benö-
tigten Updates finden Sie im Readme.
[Installation_Userdefined, 3, de_DE]
2.3.3 Lizenzieren
Das SICAM SCC-Setup unterstützt neben der Standardinstallation auch eine automatisierte Installation über
Installationsskripte oder Batch-Dateien. Bei der automatisierten Installation wird die Standardinstallation
installiert.
Um SICAM SCC unbeaufsichtigt und ohne Anwenderaktionen zu installieren, werden folgende Befehle unter-
stützt:
• Installation:
<Installationsmedium>\Setup.exe /si
Mit geändertem Installationspfad:
<Installationsmedium>\Setup.exe /si "INSTALLDIR=D:\Siemens\...\SCC”
• Deinstallation:
<Installationsmedium>\Setup.exe /sx
<SICAM-Installationsverzeichnis>\SCC\Setup\Setup.exe /arp /sx
Die Standardeinstellung für das SICAM-Installationsverzeichnis ist:
%Program-Files(x86)%\Siemens Energy\SICAM
z.B. unter Windows 7 (64-Bit): C:\Programme (x86)\Siemens Energy\SICAM
Sie können die Umgebungsvariable %ProgramFiles% oder %ProgramFiles(x86)% anstelle des Pfad-Textes
verwenden und z.B. direkt in die Adressleiste des Windows Explorers eintragen oder in der Windows Befehls-
zeile verwenden. Die Variable wird vom System automatisch in den tatsächlichen Pfad umgewandelt.
HINWEIS
i C:\Programme (x86) oder C:\Programme müssen Sie je nachdem, ob ein 64 Bit- oder ein 32 Bit-Betriebs-
system installiert ist, eintragen. Das Setup verwendet den eingetragenen Verzeichnisnamen.
HINWEIS
i Die Deinstallation über die Befehlszeile kann nur benutzt werden, wenn SICAM SCC vorher auch in diesem
Modus installiert wurde.
Das Setup überprüft bei der automatisierten Installation nicht, ob SIMATIC WinCC installiert ist. Achten Sie
darauf, dass eine für SICAM SCC freigegebene SIMATIC WinCC Version installiert ist.
HINWEIS
i Bei Installation über die Befehlszeile wird der Standardumfang installiert. Hinzufügen weiterer Kompo-
nenten durch Änderung der Installation ist nicht möglich. Deinstallieren Sie in diesem Fall SICAM SCC und
installieren Sie es im normalen Modus neu.
Durch die Übertragung der Lizenz von Ihrem Rechner auf den Lizenz-USB-Stick entfernen Sie die Lizenzierung.
HINWEIS
i Die Lizenz kann auch auf einen anderen Wechseldatenträger, z.B. USB-Stick, übertragen werden.
2.4.2 Deinstallation
Das Deinstallationsprogramm entfernt keine von Ihnen erstellten Dateien. Daher werden Verzeichnisse, die
solche Daten enthalten, nicht gelöscht.
Durch die Übertragung der Lizenz von Ihrem Rechner auf den Lizenz-USB-Stick entfernen Sie die Lizenzierung.
Um die Lizenzierung von SIMATIC WinCC zu entfernen:
² Stecken Sie den mitgelieferten Lizenz-USB-Stick auf die USB-Schnittstelle.
² Starten Sie den Automation License Manager.
² Übertragen Sie die Lizenz von der Festplatte auf den Lizenz-USB-Stick.
2.5.2 Deinstallation
Das Deinstallationsprogramm entfernt keine von Ihnen erstellten Dateien. Daher werden Verzeichnisse, die
solche Daten enthalten, nicht gelöscht.
2.5.4 Virtualisierung
Informationen zur Virtualisierung siehe /11/ WinCC: Allgemeine Informationen und Installation.
3.1 Demoprojekt 32
3.2 Neues Projekt anlegen 33
3.3 Detailbild erstellen 47
3.4 Übersichtsbild erstellen 59
3.5 Listenbild erstellen 64
3.6 Schalterleiste erstellen 65
3.7 Startbild erstellen 68
3.8 Bedienberechtigung einrichten 71
3.1 Demoprojekt
Nach der Installation von SICAM SCC steht ein WinCC-Demoprojekt zur Verfügung. Sie finden es im Installati-
onspfad unter ...\SICAM\SCC\Samples\. In diesem Demoprojekt sind wesentliche Funktionen von SICAM SCC
realisiert.
Zusätzlich finden Sie im Demoprojekt beispielhafte Projektierungen für in diesem Handbuch beschriebene
Funktionalitäten. Diese Beispielprojektierungen können Sie einfach für Ihre Projekte übernehmen.
In diesem Kapitel wird die Realisierung einiger Funktionen aus diesem Demoprojekt beispielhaft gezeigt.
Das Demoprojekt bietet Folgendes:
• Ein Feld ist zusammen mit den Daten des SICAM PAS V8.0-Demoprojekts lauffähig.
HINWEIS
i Das Demoprojekt ist lauffähig ab SIMATIC WinCC V7.4 und darf mit einer niedrigeren SIMATIC WinCC-
Version nicht bearbeitet oder gestartet werden. Beachten Sie die Hinweise in der Datei How to use the
demo project.pdf (im Verzeichnis DemoSCC).
Vorgehensweise
Um ein neues WinCC-Projekt zu erstellen, führen Sie nacheinander die folgenden Arbeitsschritte durch:
• Rechnereigenschaften festlegen
Wählen Sie die WinCC-Komponenten aus, die zur Runtime gestartet werden sollen. Stellen Sie die
gewünschte Sprache des Runtime-Systems ein. Beim Import werden die Daten in der eingestellten
Sprache des Runtime-Systems importiert.
HINWEIS
i Beim Erstellen eines neuen WinCC-Projektes unterstützt Sie der SICAM Wizard. Dieser Assistent ist eine
eigenständige Anwendung, die vom WinCC Explorer aus gestartet wird.
So starten Sie den SICAM Wizard:
• Öffnen Sie den WinCC Explorer mit Start > Siemens Energy > SICAM > SCC > SCC.
HINWEIS
i In der Projektierung der SICAM TOOLBOX II/SICAM Device Manager und in SCD/ICD/CID-Dateien dürfen
keine Sonderzeichen, z.B. ä, ö, ü, ß, enthalten sein.
Wenn Sonderzeichen enthalten sind, müssen Sie die Codierung der XML-Datei ändern.
Ändern Sie den Eintrag <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?> in der ersten Zeile wie folgt:
<?xml version="1.0" encoding="iso8859-1"?>
Vorgehensweise
Ein neues WinCC-Projekt erstellen Sie über das Menü Datei > Neu im WinCC Explorer.
[pascc301, 1, de_DE]
² Sie sehen den Dialog Neues Projekt anlegen. Wählen Sie dort einen Projektpfad und tragen Sie den
Projektnamen ein.
[pascc302, 1, de_DE]
In den Projekteigenschaften legen Sie z.B. den Betriebsmodus, das Design und die Hotkeys fest. Sie können für
Ihr Projekt Hotkeys für Logon und Logoff festlegen.
• Logon: Öffnet ein Fenster zum Anmelden eines Benutzers zur Runtime
• Logoff: Öffnet ein Fenster zum Abmelden eines Benutzers zur Runtime
So öffnen Sie den Dialog Projekteigenschaften:
² Klicken Sie im WinCC Explorer mit der rechten Maustaste auf das Projekt.
[pascc302a, 1, de_DE]
² Weisen Sie z.B. den Aktionen Logon und Logoff Hotkeys zu.
² Schließen Sie den Dialog mit OK.
Vorgehensweise
Um die Rechnereigenschaften festzulegen:
² Öffnen Sie den Dialog Eigenschaften Rechner im WinCC Explorer.
² Überprüfen Sie im Register Allgemein den Rechnernamen.
² Aktivieren Sie im Register Anlauf die benötigten Runtime-Komponenten.
² Legen Sie im Register Parameter die Sprache des Runtime-Systems fest.
² Stellen Sie im Register Graphics-Runtime die gewünschten Parameter ein.
[pascc303, 2, de_DE]
Rechnernamen überprüfen
² Klicken Sie im Dialog Eigenschaften Rechner auf das Register Allgemein und überprüfen Sie im Einga-
befeld Rechnername die Bezeichnung Ihres Rechners.
Bei Anlage eines neuen WinCC-Projektes wird der Rechnername automatisch eingetragen.
² Geben Sie den Namen Ihres Rechners ein, falls dieser nicht eingetragen ist.
[pascc304, 1, de_DE]
Runtime-Komponenten aktivieren
Um die Runtime-Komponenten zu aktivieren:
² Klicken Sie im Dialog Eigenschaften Rechner auf das Register Anlauf.
² Aktivieren Sie im Feld Reihenfolge beim Starten des WinCC Runtime die Runtime-Komponenten durch
einen Mausklick in das jeweilige Kontrollkästchen. Aktivieren Sie bei Bedarf weitere Komponenten.
[pascc305, 1, de_DE]
[pascc365, 1, de_DE]
HINWEIS
i Wenn Sie in SIMATIC WinCC die Runtime-Sprache ändern, müssen Sie vor dem Import/Update das WinCC-
Projekt schließen und wieder öffnen, damit die Texte der Importdaten für das Meldesystem in die richtige
Sprache in der Textbibliothek geschrieben werden. Bei Updates für eine Station muss immer die gleiche
Runtime-Sprache wie beim ersten Import verwendet werden.
Graphics-Runtime parametrieren
So parametrieren Sie die Graphics-Runtime:
² Klicken Sie im Dialog Eigenschaften Rechner auf das Register Graphics-Runtime.
[pascc306, 1, de_DE]
HINWEIS
i Nachdem Sie im Graphics Designer ein Startbild erstellt haben, tragen Sie dessen Bezeichnung (z.B.
start.PDL) im Eingabefeld Startbild des Registers Graphics-Runtime ein.
Runtime parametrieren
So parametrieren Sie die Graphics-Runtime:
² Klicken Sie im Dialog Eigenschaften Rechner auf das Register Runtime.
[sc_prop_runtime, 1, de_DE]
3.2.4.1 Übersicht
Das neue WinCC-Projekt initialisieren Sie mit dem SICAM Import/Export Wizard, siehe 7.2.1 SICAM Import/
Export Wizard.
Projekt initialisieren
Die Wizards unterstützen Sie bei der Initialisierung des WinCC-Projektes. Sie legen im Projekt eine neue Station
an oder aktualisieren eine bestehende Station. Dabei erledigen sie folgende Aufgaben:
Strukturvariablen erzeugen
Die Strukturvariablen sind für den Datenaustausch mit Automatisierungssystemen oder Geräten notwendig.
Sie enthalten den kompletten Aufbau einer strukturierten Variablen in SICAM SCC.
Entsprechend der unterschiedlichen Variablen gibt es verschiedene Strukturvariablen (siehe A.1 Strukturen).
HINWEIS
i Beim Versions-Upgrade von WinCC-Projekten, die mit Vorgängerversionen erstellt wurden, ist Folgendes zu
beachten:
Die Strukturtypen existierender Projekte werden automatisch auf die Version 9.00 geändert. Bestehende
Prozessvariablen werden dabei nicht verändert.
So stellen Sie bestehende Variablen auf die neuen Strukturtypen um:
Variable importieren
Der Wizard importiert die Variablen aus einer Datei, die das Zielsystem bereitstellt.
Die Variablen werden automatisch dem zugehörigen Strukturtyp zugeordnet. Jede Variable enthält dabei
mehrere Elemente. Für die Überwachungsrichtung sind dies z.B.:
• Aktueller Prozesswert
• Zusatzverursachung
Meldesystem erzeugen
Mit den Wizards legen Sie unter SICAM SCC ein Meldesystem entsprechend den Anforderungen für ein SICAM-
System an.
Das Meldesystem besteht aus Meldeblöcken, Meldeklassen, Vorlagen für Meldelisten (Vorlagen für das Alarm-
logging) und Texten. Die zugehörigen SICAM-spezifisch projektierten Objekte für
• Ereignisliste
• Warnmeldeliste
• Schutzmeldeliste
finden Sie im Graphics Designer unter Ansicht > Bibliothek > Projekt Bibliothek > Alarm Logging Vorlagen
> WinCC V7.x.
Für den Anschluss an SICAM PAS und SICAM RTUs/IEC 61850/IEC 60870-5-104 gibt es eigene Listenvorlagen.
Meldungen importieren
Der Wizard importiert die Meldungen aus der Importdatei.
Der Name der importierten Meldung in SICAM SCC entspricht dem in SICAM PAS/PQS UI – Configuration
projektierten Namen.
Zusätzlich besitzt jede importierte Meldung eine eindeutige Meldungsnummer, die SICAM Normierungs-DLL
ist zugeordnet, die Werttextgruppe 0 ist zugeordnet, die spezifischen Eigenschaften sind eingestellt und die
Meldeklasse SICAM Meldung EM oder SICAM Meldung DM/WM/RM ist zugeordnet.
Die Meldungsnummer setzt sich zusammen aus Projekt-ID * 10.000.000 + Value-ID.
HINWEIS
i Achten Sie beim Import mehrerer Stationen auf eindeutige Projekt-IDs. Im SICAM PAS-Projekt können Sie
die Projekt-ID projektieren, beim Import für den IEC-Kommunikationsanschluss (SICAM A8000, IEC 61850,
IEC 69870-5-104) werden die Projekt-IDs automatisch vergeben, siehe Hinweis nach Tabelle 7-15.
SICAM-Grafikobjekte-Bibliothek importieren
Die Wizards laden die SICAM-Grafikobjekte-Bibliothek in das aktuelle Projekt. Beim Import der SICAM-Grafikob-
jekte-Bibliothek werden die administrativen Variablen erzeugt und die SICAM-Funktionen (C-Scripte) in das
Projekt kopiert.
Archivsystem anlegen
Im Archivsystem können Sie Prozessdaten archivieren.
Das Archivsystem besteht aus:
HINWEIS
i Verwenden Sie den SICAM Import/Export Wizard als Standard-Wizard (siehe 7.2.1 SICAM Import/Export
Wizard). Falls benötigt, können Sie den SICAM PAS Wizard oder den SICAM IEC Wizard über das Kontext-
menü des SICAM Import/Export Wizards starten.
Falls Sie die alten Wizards verwenden, beachten Sie dabei den Stationstyp, den Sie an SICAM SCC anbinden
wollen. Die Vorgehensweisen sind weitgehend identisch, unterscheiden sich aber an einigen Stellen. Die
möglichen Stationstypen sind:
• SICAM PAS-Station, Initialisierung mit dem SICAM PAS Wizard, siehe 14.9.1 SICAM PAS-Station
• SICAM PAS/PQS-Station oder SITIPE, Initialisierung mit dem SICAM Import/Export Wizard, siehe
7.2.1 SICAM Import/Export Wizard
• SICAM RTUs, Initialisierung mit dem SICAM IEC Wizard, siehe 14.9.2 SICAM RTUs
• IEC 60870-5-104-Geräte, Initialisierung mit dem SICAM IEC Wizard, siehe 14.9.3 IEC 60870-5-104-Geräte
• IEC 61850-Geräte, Initialisierung mit dem SICAM IEC Wizard, siehe 14.9.4 IEC 61850-Geräte
• SICAM SAS-Station, Initialisierung mit dem SICAM Global Wizard, siehe Handbuch /9/ SICAM SCC für
SICAM SAS.
In den folgenden Abschnitten sind Details und Unterschiede in der Vorgehensweise zwischen den verschie-
denen Stationstypen beschrieben.
Die Wizards dürfen nicht im Runtime-Modus von SIMATIC WinCC gestartet werden. Während ein Wizard aktiv
ist, dürfen keine Editoren von SIMATIC WinCC gestartet oder beendet werden. Diese unterbrechen die Ankopp-
lung des Wizards und es können keine Änderungen vorgenommen werden.
Die Aufgabe der Wizards ist, Konfigurationsdaten in ein SIMATIC WinCC-Projekt zu importieren und Updates
dieser Daten durchzuführen. Die Update-Funktion ist nicht geeignet, vorhandene Daten einer Station in einem
SIMATIC WinCC-Projekt durch komplett andere Daten zu ersetzen. Das trifft auch auf gelöschte und neu
erzeugte Geräte in SICAM PAS- oder SICAM TOOLBOX II/SICAM Device Manager-Projekten und SCD-Dateien zu.
In diesen Fällen müssen Sie mit dem jeweiligen Wizard die importierten Daten löschen und dann neu impor-
tieren.
Wählen Sie auf der Seite 4/5 die Option SICAM Meldesystem erzeugen nur dann an, wenn Sie das SICAMMel-
desystem neu erzeugen müssen. Dazu müssen vorher die Meldeblöcke im Alarm Logging entfernt werden,
sonst können die Spaltenüberschriften in den Meldungslisten verschwinden.
3.2.4.2 Mengenanforderungen
Beachten Sie Folgendes beim Import der Projektierungsdaten:
Sie können
• 1 SXD-Datei,
HINWEIS
i Für IEC 61850 und IEC 60870-5-104 gilt ein Maximum von 255 Geräten pro Import (Station).
3.2.5 Verbindungsparameter
Die Vorgehensweise bei der Konfiguration der Verbindungsparameter ist davon abhängig, welche Station oder
welches Gerät an SICAM SCC angebunden werden soll.
• SICAM PAS
Bei der Anbindung einer SICAM PAS-Station ab der Version 8.00 müssen Sie keine Verbindungspara-
meter konfigurieren. Die Verbindungsparameter werden aus der SICAM PAS-Importdatei übernommen.
Für ältere SICAM PAS-Versionen werden die Verbindungsparameter mit Standardwerten vorbelegt.
Die Verbindungsparameter müssen mit den in SICAM PAS parametrierten Werten übereinstimmen. Über-
prüfen Sie die Verbindungsparameter, siehe unten.
• SICAM RTUs
Bei der Anbindung von SICAM RTUs müssen Sie keine Verbindungsparameter konfigurieren. Die Verbin-
dungsparameter einschließlich der Redundanzeinstellung sind in der SXD-Datei enthalten. Sie können die
Einstellungen in Ihrem SICAM TOOLBOX II/SICAM Device Manager-Projekt überprüfen.
• SCD-/CID-Dateien
Beim Import von SCD- und CID-Dateien müssen Sie keine Verbindungsparameter konfigurieren. Sie sind
in diesen Dateien enthalten.
• XML-Dateien
Beim Import von XML-Dateien parametrieren Sie die Verbindungsparameter, siehe 7.2.2.1 SICAM IEC
60870-5-104-Geräte.
• ICD-Dateien
Beim Import von ICD-Dateien parametrieren Sie die Verbindungsparameter, siehe 7.2.2.2 IEC 61850-
Geräte.
HINWEIS
i Bei einem Datenimport mit dem SICAM Wizard werden die manuell geänderten Verbindungsparameter mit
den Parametern aus der Importdatei überschrieben. Überprüfen Sie deshalb nach dem Datenimport die
Verbindungsparameter.
[pascc321, 1, de_DE]
² Klicken Sie , um die IP-Adresse des zugehörigen SICAM PAS-Systems einzustellen. Der Dialog PAS
Connection öffnet sich.
[pascc322, 1, de_DE]
• Schalter auswählen
Mausklick auf das Schalterobjekt öffnet den Dialog zur Auswahl der Schaltrichtung.
• Schaltrichtung auswählen
Auswahl der Schaltrichtung durch Mausklick auf die entsprechende Schaltfläche im Dialog legt den
Befehl an und blendet Schaltflächen zur Befehlsausgabe bzw. zum Abbrechen ein.
• Befehl ausgeben Mausklick auf die Freigabe-Schaltfläche im Dialog gibt den Befehl aus.
Wenn innerhalb 30 Sekunden nach Anklicken eines Schalterobjektes keine weitere Bedienhandlung folgt, wird
der Dialog ausgeblendet.
Zusätzlich zu der oben beschriebenen zweistufigen Schalthandlung ist ein ebenfalls zweistufiges, synchron-
isiertes Schalten möglich (siehe 4.3 Grafikobjekte verwenden).
Der Zustand (Status) des Schalters wird mit kleinen, farbigen Rechtecken dargestellt. Für folgende Zustände
können Sie jeweils eine Farbe wählen:
• Nicht aktuell
• PAS nicht ok
• Feldsperre
• Nachgeführt
• Fernwirksperre
Das Schalterobjekt blinkt spontan, wenn sich der Wert der zugeordneten Variablen geändert hat und als
Ursache spontan eingetragen ist.
Bei der Befehlsausgabe beginnt das Schalterobjekt im Sollzustand zu blinken, sobald die Sollschaltrichtung
(EIN oder AUS) ausgewählt ist. Das Blinken endet, wenn der Befehl beendet oder abgebrochen ist.
Die Blinkfrequenz ist im Sollzustand halb so groß wie bei der Ursache spontan.
HINWEIS
i Bei Anbindungen über IEC 60870-5-104 und IEC 61850 wird der Zustand Blockiert als Nicht aktuell darge-
stellt.
Schaltgeräteobjekte
Sie verwenden als Leistungsschalter- oder Trennerobjekte ActiveX Controls aus der SICAM-Grafikobjekte-Bibli-
othek. Diese Controls haben schon die oben beschriebenen Funktionalitäten integriert, so dass Sie sehr schnell
eine funktionsfähige Bedienoberfläche erstellen können.
[Detail1, 1, de_DE]
Vorgehensweise
Um das Detailbild zu erstellen, gehen Sie folgendermaßen vor:
• Sie legen ein neues Bild mit der Bezeichnung Detail_E01.PDL an.
• Sie zeichnen das Detailbild und setzen dabei die Objekte der SICAM-Grafikobjekte-Bibliothek ein.
Um im Detailbild zu steuern und anzuzeigen, müssen Sie die einzelnen Objekte parametrieren, d.h. ihnen Vari-
ablen zuordnen.
[pascc331, 1, de_DE]
² Damit öffnen Sie den Graphics Designer mit einer zunächst leeren Arbeitsfläche.
² Speichern Sie das Bild über Datei > Speichern unter... und tragen Sie im aufgeblendeten Dateiauswahldi-
alog als Dateiname die Bezeichnung Detail_E01.PDL ein.
Bildeigenschaften festlegen
Legen Sie für Detail_E01.PDL die Eigenschaften fest.
² Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Arbeitsfläche und wählen Sie im Kontextmenü Eigen-
schaften.
Der Dialog Objekteigenschaften wird geöffnet.
² Markieren Sie im Register Eigenschaften die Objekteigenschaft Geometrie.
So erhalten Sie ein Bild mit einer Größe von 900x700 Punkten:
² Doppelklicken Sie auf Bildbreite und tragen Sie im Dialog 900 ein. Bestätigen Sie den Eintrag mit OK.
² Doppelklicken Sie auf Bildhöhe und tragen Sie im Dialog 700 ein. Bestätigen Sie den Eintrag mit OK.
² Schließen Sie den Dialog Objekteigenschaften.
[pascc332, 1, de_DE]
Zeichenraster einstellen
Um Ihre Arbeit zu vereinfachen, stellen Sie das Zeichenraster ein:
² Öffnen Sie den Dialog Einstellungen durch Klick auf Ansicht > Raster....
² Übernehmen Sie alle Einstellungen entsprechend dem folgenden Bild.
[pascc333, 1, de_DE]
Leistungsschalter, Trenner, Erder und Einspeiser sind ActiveX Controls. Bei der Erstellung des Bildes fügen Sie
diese ein und verbinden sie anschließend mit Linien oder Verbindern.
Erder und Einspeiser platzieren Sie analog zu den Schaltobjekten. Weitere Information zu ihrer Parametrie-
rung finden Sie in 5.2.2 SICAM Topologie (SICAM Electrical Device Control).
Schaltgeräteobjekt platzieren
So platzieren Sie ein SICAM Switch Control aus der SICAM-Grafikobjekte-Bibliothek auf der Arbeitsfläche:
² Öffnen Sie die Bibliothek durch Klick auf Ansicht > Bibliothek.
² Wählen Sie Vorschau auf Grafikobjekte, indem Sie in der Symbolleiste der Bibliothek auf das Symbol
Vorschau klicken.
² Markieren Sie SICAM LS unter Schaltobjekte.
² Ziehen Sie den Mauszeiger bei gedrückter Maustaste auf die Arbeitsfläche bis das Grafikobjekt die
gewünschte Position erreicht hat.
[pascc335, 1, de_DE]
Schaltgeräteobjekt parametrieren
Die Eigenschaften der Schaltgeräteobjekte parametrieren Sie im Dialog Eigenschaften von SICAM Switch
Control.
² Doppelklicken Sie dazu auf das Grafikobjekt.
Der Dialog Eigenschaften von SICAM Switch Control wird geöffnet.
Der Dialog besteht aus 6 Registerkarten:
• In der Registerkarte Darstellung legen Sie die Darstellungsart oder die Orientierung des Leistungsschal-
ters fest (siehe Grafische Darstellung, Seite 80).
• In den Registerkarten Prozessanbindung 1 und Prozessanbindung 2 legen Sie den Protokolltyp und das
Protokoll fest, ordnen Sie dem Leistungsschalter Variablen zu, geben Sie den Tooltiptext ein (siehe
4.4.2 Prozessanbindung der SICAM Schaltobjekte).
• In der Registerkarte Erweitert ordnen Sie dem Leistungsschalter weitere Eigenschaften zu (siehe
4.4.3 Erweiterte Eigenschaften von SICAM Schaltobjekten).
• In der Registerkarte Farbe ordnen Sie den Schalterstellungen und Zuständen des Leistungsschalters
Farben zu (siehe 4.4.4 Farbe von SICAM Schaltobjekten).
• In der Registerkarte Bild ordnen Sie den Werten des Leistungsschalters Bilder zu (siehe 4.4.5 Bild von
SICAM Schaltobjekten). Sie müssen dem Schaltgeräteobjekt nur dann ein Bild zuordnen, wenn Sie in der
Registerkarte Darstellung unter Norm die Option Bild ausgewählt haben.
² Führen Sie die Parametrierung durch und klicken Sie anschließend auf OK, um die Eigenschaften zu über-
nehmen.
² Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Grafikobjekt und wählen Sie im Kontextmenü Eigen-
schaften.
Der Dialog Objekteigenschaften öffnet sich.
² Markieren Sie im Register Eigenschaften die gewünschte Objekteigenschaft (z.B. Geometrie).
² Doppelklicken Sie auf das Attribut, um den zugehörigen Parameter zu verändern.
[pascc343, 1, de_DE]
HINWEIS
i Zur Darstellung von Verbindern und Verbindungspunkten können Sie auch einfache Linien oder Rechtecke
verwenden. Diese unterstützen allerdings die topologische Einfärbung nicht.
So platzieren Sie Verbinder und Verbindungspunkte aus der SICAM-Grafikobjekte-Bibliothek auf der Arbeits-
fläche:
² Öffnen Sie die Bibliothek durch Klick auf Ansicht > Bibliothek.
² Markieren Sie einen Verbinder/Verbindungspunkt unter Topologie.
² Ziehen Sie den Mauszeiger bei gedrückter Maustaste auf die Arbeitsfläche, bis das Grafikobjekt die
gewünschte Position erreicht hat.
² Klicken Sie das Symbol Aktiviere das Bild für die Topologieberechnung:
Das komplette Projekt inklusive Verbindungsscripte wird erzeugt. Dabei werden alle geänderten Bilder
geöffnet und generiert. Wenn bei einem Bild ein Fehler auftritt (z.B. wenn ein Verbinder nicht korrekt
verbunden ist), bricht die Generierung mit dem geöffneten, defekten Bild ab. So können Sie sofort die
Fehlerkorrektur durchführen.
Den Ablauf der Generierung können Sie im Report verfolgen. Information zu Fehlermeldungen finden Sie
unter 5.3.5 Hinweise zur Parametrierung.
HINWEIS
i Die Funktion Aktuelles Bild prüfen prüft tatsächlich nur das Bild. Solange das Bild nicht abgespeichert
ist, ändert sich nichts an der bestehenden Topologie. Auch Scripte werden nicht geschrieben.
Wenn Sie das Bild speichern, wird es als geändert markiert und Sie müssen das Projekt neu erzeugen.
Ziel
In dem Detailbild zeigen Sie einen Messwert des SICAM PAS an.
Messwertobjekt einfügen
Wechseln Sie zum Graphics Designer und fügen Sie ein Messwertobjekt in Ihr Steuerbild ein:
² Öffnen Sie die Bibliothek durch Klick auf Ansicht > Bibliothek.
² Wählen Sie Vorschau auf Grafikobjekte, indem Sie in der Symbolleiste der Bibliothek auf das Symbol
Vorschau klicken.
² Markieren Sie Numeric Anzeige unter Mess/Zaehlwert.
² Ziehen Sie den Mauszeiger bei gedrückter Maustaste, bis das Grafikobjekt die gewünschte Position
erreicht hat.
Variable anbinden
² Doppelklicken Sie auf das eingefügte Messwertobjekt. Der Dialog Eigenschaften von SICAM Numeric
Control wird geöffnet.
² Wählen Sie die Registerkarte Prozessanbindung.
² Klicken Sie rechts neben dem Eingabefeld Variablenname Melderichtung auf die Schaltfläche ....
² Markieren Sie im aufgeblendeten Variablenauswahldialog die gewünschte Variable und klicken Sie auf
OK.
HINWEIS
i Nutzen Sie im Variablenauswahldialog das Feld Filter, um die Anzahl der aufgelisteten Variablen einzu-
schränken: Geben Sie z.B. *.RTInfo ein, um nur Strukturelemente vom Typ RTInfo anzuzeigen.
[pascc356, 2, de_DE]
HINWEIS
i Wenn Sie mit dem SICAM Numeric Control Sollwerte ausgeben wollen, verwenden Sie das Objekt Numeric
mit Bedienelementen aus der Bibliothek.
[sc_insert_quit-button, 2, de_DE]
[pascc358, 1, de_DE]
Die Eigenschaften der Schaltfläche sind so eingestellt, dass Sie die Schaltfläche durch einen Mausklick auf die
Schaltfläche oder durch Drücken einer Taste Ihrer Tastatur betätigen können.
Alternativ zum Einsatz eines Quittierbuttons können Sie über die integrierten Dialoge der Schaltobjekte quit-
tieren (siehe 4.4.6 Runtime-Dialoge von SICAM Schaltobjekten).
Detailbild vervollständigen
² Vervollständigen Sie das Detailbild. Fügen Sie z.B. Beschriftungen ein.
² Speichern Sie das fertiggestellte Bild.
[pascc344, 1, de_DE]
[sc_overview, 1, de_DE]
Feldübersichtsobjekt platzieren
So platzieren Sie ein SICAM Bay Overview Control aus der SICAM-Grafikobjekte-Bibliothek auf der Arbeits-
fläche:
² Öffnen Sie die Bibliothek durch Klick auf Ansicht > Bibliothek.
² Wählen Sie Vorschau auf Symbole, indem Sie in der Symbolleiste der Bibliothek auf das Symbol
Vorschau klicken.
² Markieren Sie das Grafikobjekt SICAM eckig unter Übersichtsobjekte in der Projekt Bibliothek.
² Ziehen Sie den Mauszeiger bei gedrückter Maustaste auf die Arbeitsfläche, bis das Symbol die
gewünschte Position erreicht hat.
[sc_lib_bay_overview, 1, de_DE]
Feldübersichtsobjekt parametrieren
Die Eigenschaften der Feldübersicht parametrieren Sie im Dialog Eigenschaften von SICAM Bay Overview
Control.
² Doppelklicken Sie auf das Symbol der Feldübersicht. Der Dialog Eigenschaften von SICAM Bay Over-
view Control wird geöffnet.
² Parametrieren Sie die Prozessanbindung (siehe 4.7.2 Prozessanbindung an Feldübersicht).
² Wichtig: Löschen Sie die voreingestellte Variablenverknüpfung für Schaltmittel, die im Feld nicht
vorhanden sind.
² Schließen Sie den Dialog mit OK.
Weitere Information zum Grafikobjekt Feldübersicht finden Sie im Abschnitt 4.7 SICAM Feldübersicht (SICAM
Bay Overview).
Schaltfläche einfügen
Fügen Sie ein Objekt Button in das Bild hv_overview.pdl ein. Mit dieser Schaltfläche blenden Sie das Detail-
bild detail_E01.pdl ein.
² Markieren Sie das Objekt Button in der Objektpalette unter Windows-Objekte.
² Zeichnen Sie die Schaltfläche an der gewünschten Stelle.
[pascc326, 1, de_DE]
Schaltfläche konfigurieren
Der Dialog Button Konfiguration wird geöffnet.
[sc_button_config, 1, de_DE]
[sc_button_tooltip, 1, de_DE]
Ereignisliste anlegen
In das Bild eventlist.pdl fügen Sie ein Objekt SICAM SCC Ereignisliste ohne DAF ein (Weitere Informationen
zu DAF, siehe 7.6 Dynamischer Alarmfilter (DAF).
[pascc375, 2, de_DE]
Ereignisliste einfügen
So fügen Sie eine Liste ein:
² Öffnen Sie die Bibliothek durch Klick auf Ansicht > Bibliothek.
² Wählen Sie Vorschau auf Grafikobjekte, indem Sie in der Symbolleiste der Bibliothek auf das Symbol
Vorschau klicken.
² Markieren Sie das Objekt SICAM SCC Ereignisliste unter Alarm Logging Vorlagen in der Projekt Biblio-
thek.
² Ziehen Sie den Mauszeiger bei gedrückter Maustaste auf die Arbeitsfläche, bis das Grafikobjekt die
gewünschte Position erreicht hat.
² Speichern Sie das Bild unter eventlist.pdl.
[pascc330, 1, de_DE]
² Legen Sie ein neues Bild buttonbar.PDL (Bildbreite 900 und Bildhöhe 100) an.
² Markieren Sie das Objekt Button in der Objektpalette unter Windows-Objekte.
² Zeichnen Sie die Schaltfläche an der gewünschten Stelle.
Der Dialog Button Konfiguration wird geöffnet.
[pascc359, 1, de_DE]
² Lassen Sie das Eingabefeld Bildwechsel bei Mausklick frei. Den Bildwechsel müssen Sie anschließend als
C-Aktion parametrieren.
² Schließen Sie den Dialog mit OK.
Dynamik festlegen
Hinterlegen Sie in der Dynamik der Schaltfläche die Aktion zur Anzeige der Ereignisliste (Bild eventlist.pdl).
² Doppelklicken Sie auf die neu eingefügte Schaltfläche. Der Dialog Objekteigenschaften wird geöffnet.
[pascc364, 1, de_DE]
² Wechseln Sie zum Register Ereignis und klicken Sie auf Maus.
² Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Blitz in der Zeile Mausklick.
² Wählen Sie im Kontextmenü C-Aktion.
Das Fenster Aktion editieren wird geöffnet.
[pascc384, 1, de_DE]
² Tragen Sie im Fenster Aktion editieren zwischen den geschweiften Klammern die Zeile SetProp-
Char("start.pdl","Bildfenster2", "PictureName","eventlist.pdl"); ein.
² Klicken Sie auf OK. Die Einstellungen werden übernommen.
² Falls Sie dazu aufgefordert werden neu zu übersetzen, bestätigen Sie mit Ja.
² Fügen Sie analog zur Schaltfläche Ereignisliste die Schaltfläche HV Übersicht ein. Mit ihr soll das Bild
hv_overview.PDL eingeblendet werden.
Fügen Sie der Schalterleiste noch die Schaltfläche Button Ende aus der Projekt Bibliothek > Bedienelemente
hinzu. Mit dieser Schaltfläche deaktivieren Sie die Runtime.
[pascc390, 1, de_DE]
Übersicht
Um das Startbild zu erstellen
² legen Sie ein neues Bild mit der Bezeichnung start.PDL (Bildbreite 900 und Bildhöhe 800) an.
² legen Sie für die Bilder buttonbar.PDL (900 x 100) und hv_overview.PDL (900 x 700) je ein Bildfenster an.
Bildfenster platzieren
So platzieren Sie ein Bildfenster:
² Markieren Sie in der Objektpalette unter Smart-Objekte das Objekt Bildfenster.
Sobald Sie mit dem Mauszeiger auf die Arbeitsfläche wechseln, ändert er sich in ein Fadenkreuz mit
angehängtem Objektsymbol.
² An der gewünschten Position ziehen Sie den Mauszeiger bei gedrückter Maustaste, bis das Objekt Bild-
fenster die gewünschte Größe erreicht hat.
[pascc391, 1, de_DE]
Bildfenster parametrieren
So parametrieren Sie ein Bildfenster:
² Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Bildfenster und wählen Sie im Kontextmenü Eigen-
schaften.
Die Objekteigenschaften werden geöffnet.
HINWEIS
i Im Textfeld sehen Sie den von SIMATIC WinCC automatisch vergebenen Bildnamen (z.B. Bildfenster1, Bild-
fenster2, usw.).
[pascc392, 1, de_DE]
² Damit das Bildfenster immer geöffnet ist, setzen Sie das Attribut Anzeige auf ja.
² Übernehmen Sie alle Parameter durch Schließen des Dialogs Objekteigenschaften.
Zweites Bildfenster
² Legen Sie das zweite Bildfenster an.
² Ordnen Sie dem Bildfenster2 das Bild hv_overview.pdl zu.
Projekt aktivieren
² Um das angelegte Projekt zu aktivieren, wählen Sie im Menü Datei > Aktivieren.
Sie können jetzt prüfen, ob Ihnen die projektierte Oberfläche gefällt.
Benutzergruppe anlegen
Bei der Anlage eines neuen Projektes wird die Benutzergruppe Administrator-Gruppe mit dem Benutzer
Administrator automatisch angelegt. Legen Sie eine neue Benutzergruppe an und weisen Sie ihr Rechte zu.
Die Rechte der Gruppe sind auf alle Benutzer übertragbar, die ihr angehören.
² Wählen Sie aus dem Menü Benutzer > Gruppe anlegen.
² Geben Sie den Namen der neuen Benutzergruppe (z.B. Gruppe1) ein.
² Weisen Sie der Gruppe Rechte zu, indem Sie in der Spalte Freigabe einen Doppelklick auf die gewünschte
Zeile ausführen.
[pascc380, 1, de_DE]
Benutzer anlegen
Legen Sie in der neu erstellten Gruppe einen Benutzer an und weisen Sie ihm individuelle Rechte zu.
² Markieren Sie die neu erstellte Gruppe.
² Wählen Sie aus dem Menü Benutzer > Benutzer anlegen. Der Dialog Neuen Benutzer anlegen öffnet
sich.
² Geben Sie in das Eingabefeld Login den Benutzernamen (z.B. Benutzer1) ein.
² Geben Sie ein Passwort und seine Wiederholung ein.
[pascc381, 1, de_DE]
² Weisen Sie dem Benutzer zusätzliche, individuelle Rechte (z.B. Aktionsbearbeitung) zu.
[pascc382, 1, de_DE]
4.1 Übersicht 76
4.2 Aufbau der Grafikobjekte 77
4.3 Grafikobjekte verwenden 79
4.4 SICAM Schaltobjekte (SICAM Switch Controls) 80
4.5 Anwendungsbeispiele für die Funktionen 115
4.6 SICAM Topologie (SICAM Electrical Device Control) 117
4.7 SICAM Feldübersicht (SICAM Bay Overview) 118
4.8 Anzeige Messwert/Zählwert 126
4.1 Übersicht
Die SICAM-Grafikobjekte-Bibliothek enthält Grafikobjekte, die typische stationsleittechnische Betriebsmittel
(z.B. Schaltgeräte, Anzeigen) darstellen. Außerdem stehen Grafikobjekte zur topologischen Einfärbung zur
Verfügung. Im Graphics Designer erstellen Sie mit diesen Grafikobjekten Anlagenbilder.
Dieses Kapitel beschreibt Objekte und Funktionen, die mit dieser Funktionalität für die Zielsysteme SICAM
PAS, SICAM RTUs und direkt angeschlossene IEC 61850-/IEC 60870-5-104-Geräte genutzt werden können.
In diesem Abschnitt sind die SICAM-Grafikobjekte Leistungsschalter, Trenner und Feldübersicht ab SICAM
SCC V8.00 beschrieben. Die älteren SICAM-Grafikobjekte können Sie aber weiterhin verwenden, eine Beschrei-
bung finden Sie unter 14 Komponenten und Funktionen früherer SICAM PAS CC/SCC-Versionen.
4.2.1 SICAM-Grafikobjekte
Aufbau
Ein SICAM-Grafikobjekt besteht aus der grafischen Darstellung und der Dynamisierung.
Grafische Darstellung
Die grafische Darstellung der SICAM-Grafikobjekte (z.B. Leistungsschalter) ist an die Normen ANSI/IEEE 315
1975 (R1995) und ANSI/IEEE 315A 1986 (R1995) angelehnt.
In der SICAM-Grafikobjekte-Bibliothek finden Sie für jedes Element mehrere typische Grafikobjekte.
Dynamisierung
Bei einigen Grafikobjekten ist die Dynamisierung bereits enthalten.
Über die Dynamisierung visualisieren Sie Anlagenzustände in Steuer- und Melderichtung.
Die für ein Grafikobjekt typischen Dynamiken sind standardmäßig vorgegeben. Sie müssen nur noch die Dyna-
miken über Variablen mit dem Prozess verbinden.
Die Dynamiken können Sie auf drei Arten parametrieren:
Dynamic Dialog
Beim Dynamic Dialog parametrieren Sie die Dynamik und damit die Prozessankopplung in einem Dialog-
fenster.
Dabei setzen Sie die angebotenen Dynamiken in einem fest vorgegebenen Rahmen ein.
C-Aktion
Die C-Aktion bietet Ihnen eine höhere Flexibilität bei der Dynamisierung als der Dynamic Dialog.
Sie können dabei alle von SIMATIC WinCC zur Verfügung gestellten Funktionen nutzen. Dazu gehören auch die
SICAM PAS-Verarbeitungsfunktionen.
SICAM-Grafikobjekte-Bibliothek
In der SICAM-Grafikobjekte-Bibliothek sind die Grafikobjekte zum Teil über den Dynamic Dialog, zum Teil über
die C-Aktion dynamisiert. Sie können die entsprechenden Grafikobjekte alternativ einsetzen.
• Einspeiser, Erder, Transformator und Terminierung als SICAM Electrical Device Control
Sie finden diese ActiveX Controls im Graphics Designer in der SICAM-Grafikobjekte-Bibliothek.
Aufbau
Ein ActiveX Control ist ein Windows-Steuerelement, dessen Eigenschaften (z.B. grafische Darstellung, Prozess-
anbindung) Sie mittels eines Dialoges festlegen.
Grafische Darstellung
Ein ActiveX Control (z.B. Leistungsschalter) kann auf unterschiedliche Weise grafisch dargestellt werden.
Form, Linienbreite und Ausrichtung des Grafikobjektes können eingestellt werden. Eine 3-D-Darstellung ist
möglich. Dialoge können im Bild an festen Positionen verankert werden.
Die Farbe zur Darstellung von Wert und Status ist wählbar. Zusätzlich ist das Grafikobjekt individuell
gestaltbar.
Prozessanbindung
Der Protokolltyp kann ausgewählt werden. Abhängig vom Protokolltyp kann die Prozessankopplung der
ActiveX Controls mit Variablen vorgenommen werden.
Ein Tooltiptext kann eingegeben werden.
Weitere Einstellmöglichkeiten
Die Funktionen synchronisiertes/unsynchronisieres Schalten und verriegeltes/unverriegeltes Schalten können
parametriert werden. Spontanes Blinken, Sollblinken sowie das SOLL=IST-Schalten können zugelassen
werden. Eine zweistufige Schalthandlung sowie das Blinken bei negativer Befehlsrückmeldung kann paramet-
riert werden. Die Rückmeldeüberwachungszeit ist einstellbar und die Bedienberechtigung kann ausgewählt
werden.
SICAM-Grafikobjekte-Bibliothek
Mit dem SICAM Wizard binden Sie die SICAM-Grafikobjekte-Bibliothek in das aktuelle Projekt ein.
SICAM-Grafikobjekte-Bibliothek anzeigen
Um die SICAM-Grafikobjekte-Bibliothek einzublenden, wählen Sie Ansicht > Bibliothek. Die SICAMGrafikob-
jekte finden Sie im eingeblendeten Fenster unter Projekt Bibliothek.
Grafikobjekte platzieren
Im Graphics Designer von SIMATIC WinCC platzieren Sie die Grafikobjekte per Drag & Drop aus der Bibliothek in
einem Anlagenbild.
Grafikobjekte parametrieren
Die Grafikobjekte verbinden Sie im Graphics Designer von SIMATIC WinCC mit den entsprechenden Prozessva-
riablen.
Grafische Darstellung
In der SICAM-Grafikobjekte-Bibliothek stehen die SICAM Schaltobjekte jeweils in 5 Darstellungen zur Verfü-
gung:
angelehnt an
DIN 42200
angelehnt an
IEC 445
angelehnt an
LSA
angelehnt an
LSA
(Alternative; LSA-2)
HINWEIS
HINWEIS
i Das Element Erdungstrenner ist auf einer Seite fest an Erdpotential angeschlossen, womit es für die Topo-
logieberechnung einen Einpol darstellt. Die Leitung muss an den linken Anschluss (mit einem kleinen
Quadrat markiert, siehe Kapitel 4.4 SICAM Schaltobjekte (SICAM Switch Controls)) des Erdungstrenners, das
Erde-Symbol an den rechten angeschlossen werden.
Um Fehler bei der Topologieberechnung zu vermeiden, muss der Erdungstrenner bei Bedarf über den
SICAM Switch Dialog mit dem Parameter Orientierung gedreht werden, nicht über den WinCC-Objektei-
genschaften-Dialog.
Anschlusspunkte
Die mit einem Quadrat markierten Stellen sind die linken/oberen Anschlusspunkte (im Folgenden linke
Anschlusspunkte genannt), die gegenüber (ohne Quadrat) die rechten/unteren Anschlusspunkte (im
Folgenden rechte Anschlusspunkte genannt). Siehe auch Ein- und Zweipole , Seite 155.
HINWEIS
i Die Quadrate zeigen immer die linken/oberen Anschlusspunkte, unabhängig von der Drehung des Objekts.
Jedem Leistungsschalter, Trenner etc. müssen eine Anzahl von Eigenschaften zugeordnet werden.
✧ Doppelklicken Sie auf das Grafikobjekt.
Der Dialog Eigenschaften von SICAM Switch Control wird geöffnet.
✧ Wählen Sie die Registerkarte Darstellung.
[sc_style_switch_control, 1, de_DE]
Typ
Als Typ des Grafikobjektes lässt sich Leistungsschalter, Trenner, Lasttrennschalter oder Erdungstrenner
auswählen.
Norm
Für die grafische Darstellung des Grafikobjektes gibt es die folgenden 6 Möglichkeiten:
• SICAM
• DIN 42200
• IEC 445
• LSA
• LSA-2
• Bild
Bei der Darstellungsart Bild können, abhängig von der Schalterstellung, individuelle Bilder angezeigt werden.
Die individuellen Bilder ordnen Sie in der Registerkarte Bild den Schalterstellungen zu, siehe 4.4.5 Bild von
SICAM Schaltobjekten.
Strichstärke
Die Strichstärke der Grafikobjekte können Sie einstellen, wobei die Stufe 1 für die geringste Linienbreite
steht.
Die Eingabe der Strichstärke ist in den Darstellungen nach DIN 42200, IEC 445 und LSA möglich.
Orientierung
In allen Darstellungen bis auf Bild ist die Orientierung in den Winkeln 0°, 90°, 180° und 270° möglich.
Jedem Leistungsschalter, Trenner etc. müssen Variablen zugeordnet werden. Die Zuordnungsmöglichkeiten
sind vom Protokolltyp abhängig.
Die Zuordnung der Variablen führen Sie in den Registerkarten Prozessanbindung 1 und Prozessanbindung 2
durch.
✧ Doppelklicken Sie auf das Grafikobjekt.
Der Dialog Eigenschaften von SICAM Switch Control wird geöffnet.
✧ Wählen Sie die Registerkarte Prozessanbindung 1.
[sc_switch_process1, 1, de_DE]
Protokolltyp
Wählen Sie aus der Liste den gewünschten Protokolltyp. Zur Auswahl stehen folgende Protokolltypen:
Variablenname Melderichtung
Klicken Sie auf die Schaltfläche rechts neben dem Eingabefeld. Der Dialog Variablen wird geöffnet. Wählen
Sie aus der Liste die entsprechende Variable aus und bestätigen Sie mit OK.
Variablenname Befehlsrichtung
Wenn im SICAM PAS-Importdatensatz zu einer Meldevariablen eine zugehörige Befehlsvariable angegeben ist,
wird beim Auswählen der Meldevariable automatisch die Befehlsvariable ermittelt und in das Eingabefeld
Befehlsrichtung eingetragen.
Um selbst eine Variable auszuwählen, gehen Sie wie unter Melderichtung beschrieben vor.
HINWEIS
i Wenn Sie die hinterlegte Funktionalität in Befehlsrichtung nicht nutzen wollen, löschen Sie die vorgege-
benen Scripte.
Um eine andere Variable auszuwählen, klicken Sie auf die Schaltfläche rechts neben dem Eingabefeld. Der
Dialog Variablen wird geöffnet. Wählen Sie aus der Liste die entsprechende Variable aus und bestätigen dies
mit OK.
Tooltiptext
Geben Sie in das Eingabefeld einen Text ein. Dieser Text wird im aktiven Projekt als Tooltip angezeigt.
✧ Wählen Sie die Registerkarte Prozessanbindung 2.
[sc_switch_process2, 1, de_DE]
In der Registerkarte Prozessanbindung 2 projektieren Sie für den SICAM PAS-Anschluss Variablen zur erwei-
terten Steuerung von Synchronisier- und Verriegelungsfunktionen bei der Befehlsausgabe.
Variablen können Sie in dieser Registerkarte nur dann zuweisen, wenn in der Registerkarte Prozessanbindung
1 der Protokolltyp SICAM PAS Protocol Suite gewählt wurde, d.h. die Geräte über SICAM PAS angeschlossen
sind.
• Nicht spezifiziert
Wenn Sie keine Steuerung der Synchronisier- oder Verriegelungsfunktion zur Laufzeit benötigen, wählen
Sie diese Einstellung.
Bei dieser Einstellung können Sie keine Variable zuweisen.
• PAS - ILSA-Geräte
Wenn an SICAM PAS Geräte über ILSA angeschlossen sind, wählen Sie diese Einstellung. Bei dieser
Einstellung können Sie die Befehlsvariablen für unsynchronisiertes Schalten, sowie für einen Messanstoß
zuweisen.
Tabelle 4-2 Abhängigkeit der Prozessvariablenanbindung vom Zielsystem und dem Gerätetyp
Variablenname Melderichtung
Klicken Sie auf die Schaltfläche rechts neben dem Eingabefeld. Der Dialog Variablen wird geöffnet. Wählen
Sie aus der Liste die entsprechende Variable aus und bestätigen Sie mit OK.
Variablenname Befehlsrichtung
Wenn im SICAM PAS-Importdatensatz zu einer Meldevariable eine zugehörige Befehlsvariable angegeben ist,
wird beim Auswählen der Meldevariable automatisch die Befehlsvariable ermittelt und in das Editierfeld
Befehlsrichtung eingetragen.
Um selbst eine Variable auszuwählen, gehen Sie wie unter Melderichtung beschrieben vor.
HINWEIS
i Für die Verwendung von Variablen- und Server-Präfixen, sowie der indirekten Adressierung, gelten die
Beschreibungen von SIMATIC WinCC. Eine SICAM-spezifische Behandlung ist nicht nötig.
Für die Verwendung der Quittiervariable ohne Präfix, z.B. in Bildfenstern, finden Sie Hinweise zur Projektie-
rung im SIMATIC WinCC Informationssystem unter Verwendung von Variablen-Präfix und Server-
Präfix. Ein vorangestelltes @NOTP schaltet beispielsweise die Verwendung des Variablen-Präfixes ab.
In der Registerkarte Erweitert ordnen Sie den SICAM Schaltobjekten weitere Eigenschaften zu.
✧ Doppelklicken Sie auf das Grafikobjekt.
Der Dialog Eigenschaften von SICAM Switch Control wird geöffnet.
✧ Wählen Sie die Registerkarte Erweitert.
[sc_switch_advanced, 1, de_DE]
Beim Anschluss an SICAM RTUs oder IEC 61850-/IEC 60870-5-104-Geräte muss bei der Ausgabe von Befehlen
der Befehlsmodus (Qualifier of Command, QoC) mit dem Befehl gesendet werden.
Sichtbar in RT
Aktivieren Sie unter Sichtbar in RT die Optionen, die zur Laufzeit im Schaltdialog zusätzlich eingeblendet
werden sollen und geändert werden können.
Vorgabe
Aktivieren Sie unter Vorgabe die Werte, die als Befehlskennungen gesendet werden sollen. Wenn die Option
Sichtbar in RT aktiviert ist, legen Sie hier die Vorbelegung in den Runtime-Dialogen fest. Die Optionen unter
Vorgabe können nur aktiviert werden, wenn in der Registerkarte Prozessanbindung 1 der Protokolltyp SICAM
IEC Communication Suite gewählt wurde.
Sollblinken zulassen
Das Sollblinken kann zugelassen oder verhindert werden.
Bei der Befehlsausgabe beginnt das Grafikobjekt im Sollzustand zu blinken, sobald die Sollschaltrichtung (EIN
oder AUS) ausgewählt ist. Das Blinken endet, wenn der Befehl beendet oder abgebrochen ist, also in
folgenden Fällen:
Rückmeldeüberwachungszeit
Geben Sie bei Rückmeldeüberwachungszeit die Zeit in Sekunden ein, die bis zur erfolgreichen Befehlsaus-
führung maximal gewartet werden soll. Wenn diese Zeit abgelaufen ist, wird der Befehlsvorgang geschlossen
und ein negatives Befehlsende protokolliert.
HINWEIS
i Die Rückmeldeüberwachungszeit wirkt sich bei der IEC-Verbindung lediglich auf das Schaltobjekt aus. Auf
den Befehl selbst hat sie nur bei der SICAM PAS-Anbindung Auswirkung.
Bedienberechtigung
Wählen Sie die gewünschte Bedienberechtigung. Weitere Information zu Einstellung und Vergabe von
Bedienberechtigungen finden unter 3.8 Bedienberechtigung einrichten.
Die Farbe des Grafikobjektes ist im Normalzustand von seinem Wert abhängig. Für jeden Wert ist eine
bestimmte Farbe voreingestellt. Die Farbe kann aber auch aus einer Farbpalette frei gewählt werden.
In der Registerkarte Farbe ordnen Sie den Schalterstellungen und Zuständen des SICAM Schaltobjekts Farben
zu.
✧ Doppelklicken Sie auf das Grafikobjekt.
Der Dialog Eigenschaften von SICAM Switch Control wird geöffnet.
✧ Wählen Sie die Registerkarte Farbe.
[sc_switch_color, 1, de_DE]
Wert
Die voreingestellten Farben des Grafikobjektes sind:
Wert Farbe
Ein 10, Wert = 2 Rot
Aus 01, Wert = 1 Grün
Wert Farbe
Zwischenstellung 00, Wert = 0 Gelb
Störstellung 11, Wert = 3 Gelb
Die Form des Grafikobjektes ist in den Darstellungen nach DIN 42200, IEC 445 und LSA vom Wert abhängig.
Tabelle 4-5 Voreingestellte Formen nach DIN 42200 und IEC 445
Wert Form
Ein 10, Wert = 2 Schalter geschlossen
Aus 01, Wert = 1 Schalter geöffnet
Zwischenstellung 00, Wert = 0 Schalter ein/aus gestrichelt
Störstellung 11, Wert = 3 Schalter ein/aus gestrichelt
Wert Form
Ein 10, Wert = 2 Gefüllt
Aus 01, Wert = 1 Nicht gefüllt
Zwischenstellung 00, Wert = 0 Halb gefüllt
Störstellung 11, Wert = 3 Halb gefüllt
Bei Werten, die in den Tabellen nicht aufgeführt sind (z.B. Wert=4) wird ein rotes Kreuz angezeigt.
Hintergrund
Die Hintergrundfarbe des Grafikobjektes kann individuell eingestellt werden. Voreingestellt ist die Farbe grau.
Schalterstatus
Der Schalterstatus wird mit kleinen, farbigen Rechtecken neben dem Schalter dargestellt. Für jeden Status ist
eine Farbe voreingestellt. Die Farbe kann aber auch aus einer Farbpalette frei gewählt werden.
[dw_cb_states, 1, de_DE]
Den Werten eines SICAM Schaltobjekts (Schalterstellungen) können Sie individuelle Bilder zuordnen. Damit
diese zur Laufzeit angezeigt werden, müssen Sie in der Registerkarte Darstellung unter Norm die Option Bild
aktivieren, siehe 4.4.1 Darstellung von SICAM Schaltobjekten.
Die folgenden Bilddateiformate sind möglich:
• BMP
• EMF
• JPG
• GIF
HINWEIS
i Wenn in der Registerkarte Darstellung unter Norm die Option Bild aktiviert ist, müssen Sie den Werten
Bilder zuordnen, sonst wird kein Schalterobjekt angezeigt.
[sc_switch_picture, 1, de_DE]
Eigenschaften
Unter Eigenschaften sind die Werte des Leistungsschalters/Trenners aufgelistet. Jedem Wert können Sie ein
Bild und ein Blinkbild zuordnen. Zur Runtime ergeben sichfür ein Schalterobjekt im Blinkzustand folgende
Darstellungen:
• Blinkbild zugeordnet
Die Anzeige wechselt zwischen Bild und Blinkbild.
Markieren Sie einen Wert und ordnen Sie mit einem Klick auf Durchsuchen dem Wert ein Bild zu. Im WinCC-
Projekt sind im Verzeichnis \GraCS\SicamIXPics Bilder abgelegt. Sie können diese Bilder oder auch eigene
Bilder zuordnen.
• DIST00Picture
Bild für die Darstellung von Wert 0 - Zwischenstellung
• DIST00PictureBlink
Blinkbild für die Darstellung von Wert 0 - Zwischenstellung
• DIST11Picture
Bild für die Darstellung von Wert 3 - Störstellung
• DIST11PictureBlink
Blinkbild für die Darstellung von Wert 3 - Störstellung
• OFFPicture
Bild für die Darstellung von Wert 1 - AUS
• OFFPictureBlink
Blinkbild für die Darstellung von Wert 1 - AUS
• ONPicture
Bild für die Darstellung von Wert 2 - EIN
• ONPictureBlink
Blinkbild für die Darstellung von Wert 2 - EIN
Vorschau
Das zugeordnete Bild wird in einer Vorschau angezeigt.
Zur Durchführung von Schalthandlungen, für die Statusanzeige, zum Blinken quittieren und zur Synchronisie-
rung stehen Dialoge zur Verfügung.
Diese Dialoge rufen Sie zur Runtime mit einem Mausklick auf die Grafikobjekte auf.
Die Texte der Runtime-Dialoge finden Sie in XML-Dateien, die Sie selbst anpassen können, siehe
7.10.1 Spracheinstellung für SICAM-Grafikobjekte.
Zweistufige Schalthandlung
Bei einem Klick auf das Grafikobjekt wird der Dialog für eine Schalthandlung geöffnet.
[SCC_RT_401, 1, de_DE]
Für Schalthandlungen mit SICAM RTUs und IEC 61850-/IEC 60870-5-104-Geräten verwenden Sie den
folgenden Dialog. Die Steuerung erfolgt über die SICAM IEC COMMUNICATION SUITE mit dem Kommunikati-
onsprotokoll IEC 61850/IEC 60870-5-104.
[SCC_RT_402, 1, de_DE]
Dieser Dialog ist um 2 Einstellmöglichkeiten zur Auswahl des Befehlsmodus (Qualifier of Command, QoC)
erweitert.
In den Objekteigenschaften der Schaltgeräte können Sie den Befehlsmodus mit folgenden Objekteigen-
schaften parametrieren:
• Sichtbar in RT
Aktivieren Sie unter Sichtbar in RT die Optionen, die zur Laufzeit im Schaltdialog zusätzlich eingeblendet
werden sollen und geändert werden können.
• Vorgabe
Aktivieren Sie unter Vorgabe die Werte, die gesendet werden sollen.
Wenn die Option Sichtbar in RT aktiviert ist, legen Sie hier die Vorbelegung in den Runtime-Dialogen
fest. Die Optionen unter Vorgabe können nur aktiviert werden, wenn in der Registerkarte Prozessanbin-
dung 1 der Protokolltyp SICAM IEC Communication Suite gewählt wurde.
Die Funktion Select before operate können Sie im Graphics Designer in den Eigenschaften des Schaltobjektes
parametrieren, siehe 4.4.3 Erweiterte Eigenschaften von SICAM Schaltobjekten.
Nach Klicken von EIN oder AUS wird bei Anschluss der Feldgeräte mit IEC 61850 der Select-Befehl abge-
schickt. Die Schaltflächen EIN und AUS werden gesperrt, bis eine Rückmeldung empfangen wird. Bei erfolgrei-
chem Select wird direkt der Dialog zur Freigabe (siehe Bild 4-11) geöffnet.
[SCC_RT_403, 1, de_DE]
Der Select-Befehl kann positiv oder negativ quittiert werden. Abhängig davon wird einer der folgenden
Dialoge geöffnet.
[SCC_RT_404, 1, de_DE]
Die Prüfung wurde positiv quittiert, den eigentlichen Schaltbefehl können Sie mit Freigabe ausgeben.
[SCC_RT_405, 1, de_DE]
Die Prüfung wurde negativ quittiert, der eigentliche Schaltbefehl kann nicht ausgegeben werden. Die Ausfüh-
rung der Schalthandlung muss abgebrochen werden.
[SCC_RT_402, 1, de_DE]
Wenn Sie die Option Unsynchronisiert oder Unverriegelt umschalten, wird ein Freigabedialog geöffnet.
[SCC_RT_406, 1, de_DE]
Mit einem Klick auf Freigabe wird ein Einzelbefehl mit dem Wert AUS an die Befehlsvariable Synchronisie-
rung nicht wirksam oder Unverriegelt ausgegeben.
Gleichzeitig werden alle Schaltflächen solange deaktiviert, bis eine Rückmeldung auf den Befehl eintrifft.
[SCC_RT_407, 1, de_DE]
Nachdem eine Meldung über die Meldevariable Synchronisierung nicht wirksam eingetroffen ist, wird die
Schaltfläche Sync EIN aktiviert und kann betätigt werden.
Für unverriegeltes Schalten gilt eine analoge Vorgehensweise.
[SCC_RT_408, 1, de_DE]
Bild 4-16 Erweiterter Schaltdialog für synchronisiertes Schalten, Schaltfläche Sync EIN aktiviert
Mit der Schaltfläche Sync EIN kann nun ein synchronisiertes Schalten durchgeführt werden. Die Ausgabe des
Schaltbefehles erfolgt in gewohnter Weise:
✧ Klicken Sie Sync EIN.
Das Schaltobjekt blinkt im Sollzustand und der Freigabedialog wird geöffnet.
✧ Klicken Sie Freigabe.
Der Befehl wird ausgegeben.
Solange der Befehl für synchronisiertes Schalten läuft, können Sie die Synchronisierung abbrechen.
✧ Um die Synchronisierung abzubrechen, klicken Sie auf das Grafikobjekt.
Der Schaltdialog mit der Schaltfläche Synchronisierung abbrechen wird geöffnet.
[SCC_RT_413, 1, de_DE]
[SCC_RT_409, 1, de_DE]
Wenn die Option Unsynchronisiert aktiviert ist, wird bei der nachfolgenden Befehlsausgabe die Befehlsvari-
able für unsynchronisiertes Schalten verwendet, ansonsten die normale Befehlsvariable. Die Beschriftung der
Schaltfläche wechselt von Sync EIN auf Unsync EIN.
Mit einem Klick auf Sync EIN können Sie mit der normalen Befehlsvariablen (Prozessanbindung 1) einen
Schaltbefehl für synchronisiertes Schalten senden. Die Ausgabe des Schaltbefehles erfolgt in gewohnter
Weise:
✧ Klicken Sie Sync EIN.
Das Schaltobjekt blinkt im Sollzustand und der Freigabedialog wird geöffnet.
✧ Klicken Sie Freigabe.
Der Befehl wird ausgegeben
Mit der Schaltfläche Start Mess können Sie an die Synchronisiereinheit einen Messanstoß ausgeben. Die
Messwerte werden dadurch aktualisiert, ohne dass eine Schalthandlung erfolgt.
Status
Bei einem Klick mit der rechten Maustaste auf das Grafikobjekt wird, falls in den Eigenschaften die Statusan-
zeige aktiviert ist, der Statusdialog geöffnet.
Für Informationen des Zielsystems SICAM PAS kann in Verbindung mit SICAM PAS/PQS ab V8.01 eine informa-
tionsspezifische Sperre eingelegt werden, d.h. die Prozesswert-Aktualisierung kann für einzelne Informations-
objekte, hier: Doppelmeldung, blockiert werden. Die Feldsperre/Fernwirksperre können Sie im Statusdialog der
Schaltgeräteobjekte einlegen oder aufheben. Setzen Sie dazu die entsprechende Funktion mit einem Häkchen.
[SCC_RT_410, 1, de_DE]
Der aktuelle Status wird im Statusdialog ebenfalls durch ein Häkchen angezeigt und ist am Schalter durch ein
farbiges Rechteck erkennbar, siehe Schalterstatus Bild 4-6.
Wenn die Feldsperre aktiviert wird, kann das Nachführen einer Schalterstellung mit Klick auf Nachführen
ausgeführt werden. Der Dialog zum Nachführen einer Schalterstellung wird geöffnet, siehe 4.4.7 Schalterstel-
lung nachführen.
Blinken quittieren
Bei einem Klick auf ein blinkendes Grafikobjekt öffnet sich der Dialog Blinken quittieren.
[SCC_RT_411, 1, de_DE]
Mit der Schaltfläche Einzeln wird eine Statusänderung oder spontane Meldung für diesen Schalter quittiert.
Mit der Schaltfläche Alle wird die in den Eigenschaften unter
Variablenname Quittiervariable für spontanes Blinken eingetragene Variable zum Quittieren verwendet.
Alle mit dieser Variablen verbundenen ActiveX-Schaltobjekte, die aktuell in Bildern angezeigt werden, werden
gleichzeitig quittiert.
HINWEIS
i Eine Befehlsgabe ist erst wieder möglich, nachdem das Blinken quittiert ist.
[SCC_RT_412, 1, de_DE]
In diesem Dialog legen Sie fest, wie die Schalterstellung nachgeführt werden soll. Bei einem Klick auf Nach-
führen wird der Freigabedialog geöffnet. Nach einem Klick auf Freigabe wird die Nachführung ausgeführt.
HINWEIS
i Nachführen ist nur auf IEC 61850-Datenpunkten mit Functional Constraint (FC) SV möglich, z.B. SubVal. Bei
IEC 61850-Geräten erfolgt das Nachführen in der Regel auf den XCBR- oder XCSWI-Datenpunkt.
Alternativ können Sie auch in der Datei 61850.ini unter [GENERAL] einen neuen Eintrag SubVal2IED = 1
erzeugen; dann kann direkt die Variable .stVal für das Nachführen genutzt werden.
[sc_prop_switch_control_2, 1, de_DE]
[sc_prop_switch_control, 2, de_DE]
Der Dialog Objekteigenschaften enthält die Register Eigenschaften und Ereignis. Nachfolgend sind einige
Parameter aus diesen Registern beschrieben.
So öffnen Sie den Dialog Objekteigenschaften:
✧ Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Grafikobjekt.
✧ Wählen Sie im Kontextmenü Eigenschaften.
Der Dialog Objekteigenschaften wird geöffnet.
Register Eigenschaften
[sc_switchcontrol_props, 1, de_DE]
In der folgenden Tabelle sind einige wichtige Objekteigenschaften der Leistungsschalter/Trenner aufgelistet.
Objekteigenschaften Bedeutung
Bedienfreigabe Für das SICAM Switch Control kann festgelegt werden, ob das Objekt zur Runtime
bedienbar ist oder nicht.
Damit das Objekt bedient werden kann, muss der Bediener die Berechtigung dazu
haben.
DrawWidth Strichstärke in Punkten.
Die Strichstärke der Grafikobjekte ist einstellbar. Wobei die Stufe 1 für die
geringste Linienbreite steht.
Die Auswahl der Strichstärke ist in den Darstellungen nach DIN 42200, IEC 445
und LSA möglich.
BackColor Hintergrundfarbe des Controls. Diese Farbe wird beim Blinken des Controls ange-
zeigt.
SwitchType Typ des Controls; Leistungsschalter oder Trenner.
Norm Grafische Darstellung des SICAM Schaltobjekts.
Mögliche Darstellungsarten siehe Grafische Darstellung, Seite 80
Direction Bilddrehung in Grad:
• 0
• 90
• 180
• 270
Style3D Darstellung in 3D:
• Ja
• Nein
Der 3D-Style verdeutlicht die Ansicht des angewählten Objekts.
Objekteigenschaften Bedeutung
DialogPosLeft Diese Eigenschaft legt die Position der linken Kante des Runtimedialogs fest.
DialogPosTop Diese Eigenschaft legt die Position der oberen Kante des Runtimedialogs fest.
FixDialogPosition Diese Eigenschaft legt fest, ob der Dialog am Objekt oder an der festgelegten
Position geöffnet werden soll.
ToolTipText Mit dieser Eigenschaft legen Sie im Bild einen ToolTipText fest.
ONPicture Wenn in den Eigenschaften, Registerkarte Darstellung > Norm die Einstellung
Bild ausgewählt ist, wird für den Zustand EIN (2) das unter ONPicture projek-
tierte Bild (Registerkarte Bild) angezeigt.
⇒ Der Dialog ActiveX Eigenschaftendialog wird geöffnet.
OFFPicture Wenn in den Eigenschaften, Registerkarte Darstellung > Norm die Einstellung
Bild ausgewählt ist, wird für den Zustand AUS (1) das unter OFFPicture projek-
tierte Bild (Registerkarte Bild) angezeigt.
⇒ Der Dialog ActiveX Eigenschaftendialog wird geöffnet.
DIST00Picture Wenn in den Eigenschaften, Registerkarte Darstellung > Norm, die Einstellung
Bild ausgewählt ist, wird für den Zustand Zwischenstellung (0) das unter
DIST00Picture projektierte Bild (Registerkarte Bild) angezeigt.
⇒ Der Dialog ActiveX Eigenschaftendialog wird geöffnet.
DIST11Picture Wenn in den Eigenschaften, Registerkarte Darstellung > Norm, die Einstellung
Bild ausgewählt ist, wird für den Zustand Störstellung (3) das unter
DIST11Picture projektierte Bild (Registerkarte Bild) angezeigt.
⇒ Der Dialog ActiveX Eigenschaftendialog wird geöffnet.
ONColor Mit dieser Eigenschaft legen Sie die Farbe für den EIN-Zustand fest.
OFFColor Mit dieser Eigenschaft legen Sie die Farbe für den AUS-Zustand fest.
DIST00Color Mit dieser Eigenschaft legen Sie die Farbe für die Zwischenstellung mit dem Wert
0 fest.
DIST11Color Mit dieser Eigenschaft legen Sie die Farbe für die Störstellung mit dem Wert 3
fest.
NotTopicalColor Mit dieser Eigenschaft legen Sie die Farbe für den Zustand nicht aktuell der
Geräteinformation fest. Das Gerät ist ausgeschaltet oder nicht erreichbar.
PASNotOKColor Mit dieser Eigenschaft legen Sie die Farbe für den Zustand PAS not OK fest. Es
besteht keine Verbindung zum Zielsystem.
BayBlockedColor Mit dieser Eigenschaft legen Sie die Farbe für die eingelegte Feldsperre fest.
SubstitutedColor Mit dieser Eigenschaft legen Sie die Farbe für nachgeführte Werte fest.
TeleBlockedColor Mit dieser Eigenschaft legen Sie die Farbe für eingelegte Fernwirksperre fest.
StateColorVisibleFlag Mit dieser Eigenschaft legen Sie die Anzeige folgender Zustände fest:
• 0x0100: Feldsperre
• 0x0400: Nicht aktuell
• 0x0800: Nachgeführter Wert
• 0x2000: Fernwirksperre
• 0x0008: Keine Verbindung zum Zielsystem
Vorgegeben ist der Wert 0x0100 | 0x0400 | 0x0800 | 0x2000 | 0x0008 = 11528:
Alle Zustände werden angezeigt.
CommandTimeout Befehlsausführung von SICAM PAS abgebrochen wird, wenn vom Prozess keine
Rückmeldung erfolgt. Dieser Wert kann auch über das Register Erweitert verän-
dert werden.
Das Control geht in Normalzustand oder in den Zustand Spontanes Blinken.
EnableSpontaneous- Mit dieser Eigenschaft aktivieren Sie das spontane Blinken bei spontanen
Flashing Meldungen.
Objekteigenschaften Bedeutung
EnableSetPointFlashing Mit dieser Eigenschaft aktivieren Sie das Blinken beim Auswählen der Schaltrich-
tung im Befehlsdialog.
EnableFlashingOn- Mit dieser Eigenschaft aktivieren Sie das spontane Blinken bei negativer Befehls-
NegConfirm rückmeldung.
Das Blinken wird nur für das Objekt, das bedient wurde, aktiviert. Andere Objekte
mit der gleichen Variablenanbindung oder auf dem redundantem System blinken
nicht.
EnableSETIsACTUAL Mit dieser Eigenschaft ermöglichen Sie das Schalten in den IST-Zustand des
Schaltgerätes, z.B. senden eines EIN-Befehls, wenn das Gerät sich bereits im
Zustand EIN befindet.
Authorization Mit dieser Eigenschaft vergeben Sie Berechtigungen.
0 = ohne Berechtigungsprüfung
Die Berechtigungen der User Administrator Einstellungen werden geprüft.
AckSpontanFlashing Mit dieser Eigenschaft ermöglichen Sie das gleichzeitige Quittieren mehrerer
Controls, die sich in einer Gruppe befinden.
InputValue1 Eingangspunkte für topologische Einfärbung.
InputValue2
TOPOColorINVALID Vorgabewert für die Farbe von Linien mit Status INVALID.
Dieser Wert wird an die angeschlossenen Verbinder übermittelt, wenn sich das
Grafikobjekt im INVALID-Status befindet.
TOPOColorOFF Vorgabewert für die Farbe bei der topologischen Einfärbung.
Dieser Wert wird an die angeschlossenen Verbinder übermittelt, wenn sich das
Grafikobjekt im AUS-Status befindet.
ConnectorAttributes siehe Topologische Einstellungen für ausgewählte Objekte, Seite 157
ColorUse siehe Topologische Einstellungen für ausgewählte Objekte, Seite 157
RTLanguageFile XML-Datei für die Texte der Runtime-Dialoge (siehe 4.4.6 Runtime-Dialoge von
SICAM Schaltobjekten)
Register Ereignis
[sc_switchcontrol_event, 1, de_DE]
• OnLeftClick
Über das Ereignis OnLeftClick wird standardmäßig der Schaltdialog geöffnet.
• OnRightClick
Über das Ereignis OnRightClick wird standardmäßig der Statusdialog geöffnet.
• OnExecuteCmd
Über das Ereignis OnExecuteCmd wird dem C-Script OnExecuteCmd_V800(...) die Befehlsart (intern)
und der Befehlswert übergeben.
In den Ereignissen OnLeftClick und OnRightClick werden standardmäßig Schalt- und Statusdialog geöffnet.
Die Scripte dieser Ereignisse können Sie Ihren Ansprüchen entsprechend anpassen.
Im Ereignis OnExecuteCmd wird das Befehlsausgabescript PAS_CommandExecute_V800 aufgerufen. Diesem
Script werden die Befehlsart und der Befehlswert übergeben.
Wenn Sie den integrierten Befehlsausgabemechanismus Ihren Anforderungen anpassen möchten, können Sie
die Ereignisse ergänzen.
Im folgenden Bild ist das C-Script des Ereignisses OnExecuteCmd aufgezeigt. Fügen Sie vor dem Aufruf
PAS_CommandExecute_V800 Ihre Scriptzeilen ein.
[SICAMSwitch_Script, 1, --_--]
Die für die Befehlsausgabe mit dem Grafikobjekt SICAM Switch Control und die Bearbeitung der SICAM SCC
Runtime Data Server-Variablen in C-Scripten nötigen Informationen finden Sie in der Datei SCC_Def.h. Binden
Sie diese Header-Datei in das C-Script ein.
In den nachfolgenden Tabellen sind die Werte und Bedeutungen der Variablen cmdtype und cmdvalue aufge-
listet.
Die Befehlsart Schalten wird auch zur Ausgabe der Optionen Unsynchronisiert und Unverriegelt verwendet.
Wenn es nicht ausreicht, die Ereignisscripte der normalen Dialogsteuerung anzupassen, können Sie die vorge-
gebenen Dialoge durch eigene Dialoge ersetzen. Dazu müssen Sie die Scripte, die den Schaltdialog öffnen,
bearbeiten und unter anderem Namen speichern.
Beispiel eines eigenen Schaltdialogs: Bei einem Klick auf das Schaltobjekt wird der Befehlsvariablenamen in
eine Textvariable geschrieben und der selbsterstellte Schaltdialog geöffnet.
In Ihrem Schaltdialog können Sie mit dem EIN- oder AUS-Button und dem zwischengespeicherten Befehlsvari-
ablennamen ein Befehlsausgabescript aufrufen, z.B. SCC_Command. Um eine zweistufige Befehlsausgabe zu
realisieren, können Sie in diesem Script die Erhöhung der Countervariablen an der im Script beschriebenen
Stelle (// start: execute the command) auskommentieren.
Benennen Sie das Script um, z.B. void SCC_Command_NoExecute(), und speichern Sie es unter diesem Namen
ab. Zum Absenden des Befehls nutzen Sie das Script SCC_CommandExecute_V500.
Ein Beispiel für selbsterstellte Dialoge mit großen Buttons zur Touch-Bedienung:
[scc439, 1, de_DE]
Bedienberechtigungsprüfung
Um eine Prüfung der Bedienberechtigungsstufe auch mit selbsterstellten Dialogen zu ermöglichen, fügen
Sie in die Events OnLeftClick/OnRightClick, die Sie nutzen, eine Bedienberechtigungsprüfung ein.
[sc_authorization_check, 1, --_--]
Außer mit der Maus können die SICAM Switch Controls-Grafikobjekte auch mit der Tastatur bedient werden.
Um die Schalthandlung über die Tastatur auslösen zu können, müssen Sie in Ihr Bild Buttons einfügen und für
jeden Button einen Hotkey parametrieren.
Die Schalthandlung wird ausgelöst, sobald zur Runtime die parametrierte Taste oder Tastenkombination
gedrückt wird. Für die Bedienung des Buttons kann zusätzlich eine Berechtigung vergeben werden.
Die Runtime-Dialoge von Schaltobjekten werden bei der Bedienung über Tastatur/Buttons nicht angezeigt.
Die Tastatur kann eine normale Rechnertastatur oder eine Funktionstastatur sein. Bei Einsatz der Funktions-
tastatur wird diese an Stelle der Rechnertastatur an den Bedienrechner gesteckt.
Button konfigurieren
Für jede Aktion müssen Sie in das Bild einen Button (Objektpalette > Windows-Objekt) einfügen. Nach dem
Einfügen des Buttons wird der Dialog Button Konfiguration geöffnet.
[pascc440, 1, de_DE]
Weitere Information zur Konfiguration eines Buttons erhalten Sie im WinCC Information System.
C-Script schreiben
Um bei SICAM Switch Controls eine Aktion über einen Button auslösen zu können, muss für den Button ein C-
Script erstellt werden. Wenn der Hotkey für den Button auf der Tastatur betätigt wird, führt das C-Script die
Funktion SCC_Command aus. Diese Funktion übergibt Objektname, Befehlsart und Befehlswert.
Im folgenden Beispiel soll für ein Schaltobjekt der Select-Befehl für EIN abgeschickt werden.
✧ Öffnen Sie die Objekteigenschaften des Buttons.
✧ Markieren Sie im Register Eigenschaften den Eintrag Sonstige.
✧ Projektieren Sie für das Attribut Hotkey eine Funktionstaste, auf die der Button reagieren soll.
✧ Markieren Sie im Register Ereignis den Eintrag Maus.
[pascc441, 1, de_DE]
✧ Klicken Sie mit der rechten Maustaste in der Zeile Mausklick in die Spalte Aktion.
✧ Wählen Sie im Kontextmenü C-Aktion.
Der Editor wird geöffnet und das C-Script angezeigt.
Der Name des selektierten Schaltobjektes kann dynamisch im C-Script mit der Funktion Get_Focus ermittelt
werden.
✧ Editieren Sie das C-Script.
✧ Übersetzen Sie das C-Script und schließen Sie den Editor mit OK.
Sie können weitere Buttons zum Ausschalten, zur Freigabe und zum Abbruch der Schalthandlung einfügen
und diese entsprechend parametrieren. Das Bild sieht dann, wie nachfolgend gezeigt aus.
[pascc443, 1, de_DE]
Um die Schaltobjekte mit der Tastatur selektieren zu können, legen Sie im Graphics Designer die TAB-Reihen-
folge fest. Zur Runtime können Sie dann die Schaltobjekte mit der Tab-Taste der Tastatur selektieren.
• Der Schalter befindet sich im Zustand AUS. Sie drücken auf der Tastatur den Hotkey für CB1 EIN.
• Sie drücken auf der Tastatur den Hotkey für CB1 Freigabe. Der Schaltbefehl wird ausgeführt.
• Das Schaltobjekt geht in den Zustand EIN. Die Schalthandlung ist abgeschlossen.
Rückmeldungen zur Schalthandlung sehen Sie in der Ereignisliste.
Die SICAMSwitch.dll wurde um einige Schnittstellen erweitert, die die Kommunikation selbsterstellter Dialoge
mit SICAM Switch Control in gleicher Weise wie bei den integrierten Dialogen ermöglicht.
Befehl
SetControlCommand (LONG CmdType, LONG ButtonID, LONG ButtonStates)
Parameter
CmdType übergibt den Befehlstyp.
Infospezifisches Sperren Command_Set_Blockstate -3
Nachführen Command_Substitute -2
Blinken Quittieren Command_Acknowledge -1
Schalten Command_Switch 1
Sollwert Command_Setpoint 2
Select Command_Select 3
Abbruch Command_Abort 4
[sc_fct_1, 1, --_--]
Befehl
GetControlState ( VARIANT* pVal)
[sc_fct_2, 2, --_--]
gcs_get_LimitStates Rückgabewerte:
[sc_fct_3, 2, --_--]
Im Parameter value steht der Wert, z.B. bei Befehlen die Schaltrichtung oder bei Prozesswertänderung der
neue Zustand.
Dieses Script setzt die Variable QuitBlinking bei Event OnProcDataChange des SICAM Switch Controls wie das
Switch Control-Objekt bis SICAM SCC V7:
• bReturn wird nur für VBS benötigt, enthält aber keine Information
[sc_func_ex_1p1, 1, --_--]
[sc_func_ex_1p2, 1, --_--]
Grafische Darstellung
In der SICAM-Grafikobjekte-Bibliothek stehen vier Varianten der Feldübersicht zur Verfügung:
Maximaler Feldumfang
Eine Feldübersicht kann jeweils ein Feld mit folgendem maximalen Umfang darstellen:
Die SICAM Feldübersicht wird von der Topologiekomponente nur mit 1 Sammelschienentrenner verarbeitet.
HINWEIS
i Wenn die in der Feldübersicht projektierten Schalter in einem anderen Bild als einzelne Schalter projektiert
werden, beachten Sie die Orientierung der Anschlusspunkte.
Wenn mehrere Sammelschienen berücksichtigt werden sollen, gibt es 2 Möglichkeiten der Projektierung:
• Die Sammelschienentrenner werden außerhalb des Objekts projektiert, die Feldübersicht ist dann elek-
trisch zwischen Sammelschienentrennern und Leistungsschalter angebunden.
• Die Sammelschienentrenner werden im Objekt projektiert, für die topologische Einfärbung wird die
Leitung nach oben zur Sammelschiene nicht betrachtet. Diese Leitung können Sie beliebig einfärben.
Typ
Für die grafische Darstellung des Grafikobjektes gibt es die folgenden 5 Möglichkeiten:
• SICAM eckig
• SICAM rund
• LSA eckig
• LSArund
• Bild
Bei der Darstellungsart Bild können, abhängig von der Schalterstellung, individuelle Bilder angezeigt werden.
Die individuellen Bilder müssen Sie in der Registerkarte Bild den Schalterstellungen zuordnen, siehe 4.7.4 Bild
von Feldübersicht.
• Die Option Erdung nur mit geschlossenem Leistungsschalter ist nicht aktiviert:
Die Feldübersicht wird als geerdet angezeigt, wenn der Erdungstrenner geschlossen ist.
[sc_grounding_without_cb, 1, --_--]
Strichstärke
Die Strichstärke der Grafikobjekte (nur LSA) ist einstellbar. Dabei steht die Stufe 1 für die geringste Linien-
breite.
Tooltiptext
Geben Sie in das Eingabefeld einen Text ein. Dieser Text wird im aktiven Projekt als Tooltip angezeigt.
[scc324, 1, de_DE]
Variablenzuordnung
So ordnen Sie dem Grafikobjekt eine Variable zu:
² Klicken Sie auf die Schaltfläche ... neben dem Eingabefeld.
Der Dialog Variablen wird geöffnet.
² Wählen Sie aus der Liste die entsprechende Variable aus und bestätigen dies mit OK.
HINWEIS
i Für Schaltmittel, die im Feld nicht vorhanden sind, löschen Sie die voreingestellte Variablenverknüpfung.
• Doppelklicken Sie auf die zu löschende Variable. Die Variable wird markiert.
Wert
Die Farbe und die Form des Grafikobjekts ist im Normalzustand von seinem Wert abhängig. Für jeden Wert ist
eine bestimmte Farbe voreingestellt. Sie kann aber auch aus einer Farbpalette frei gewählt werden.
Bei der SICAM-Darstellung wird je nach Wert nur die Farbe, nicht jedoch die Form verändert.
Hintergrund
Als Hintergrund ist die Farbe grau voreingestellt. Sie kann ebenso frei gewählt werden.
Status
Der Schalterstatus wird mit kleinen, farbigen Rechtecken neben dem Grafikobjekt dargestellt. Für jeden Status
ist eine Farbe voreingestellt. Die Farbe kann aus einer Farbpalette frei gewählt werden.
Die voreingestellten Farben der Rechtecke, abhängig vom Status, sind:
Den Werten der Feldübersicht können Sie individuelle Bilder zuordnen. Damit diese zur Laufzeit angezeigt
werden, müssen Sie in der Registerkarte Darstellung unter Typ die Option Bild aktivieren, siehe 4.7.1 Darstel-
lung von Feldübersicht.
Die folgenden Bilddateiformate sind möglich:
• BMP
• EMF
• JPG
• GIF
Eigenschaften
Unter Eigenschaften sind die Werte der Feldübersicht aufgelistet. Ordnen Sie jedem Wert ein Bild zu.
Markieren Sie einen Wert und ordnen Sie mit einem Klick auf Durchsuchen dem Wert ein Bild zu. Im WinCC-
Projekt sind im Verzeichnis \GraCS\SicamIXPics Bilder abgelegt. Sie können diese Bilder oder auch eigene
Bilder zuordnen.
Vorschau
Das zugeordnete Bild wird in einer Vorschau angezeigt.
Ein SICAM Numeric Control besteht aus einem Feld für den Wert und einem Feld für die Einheit.
[sc_numeric_control_1, 1, --_--]
[SICAM_Numeric_05, 2, de_DE]
Nachkommastellen
Geben Sie hier die gewünschte Anzahl an Nachkommastellen ein.
Divisor
Geben Sie hier eine Zahl an, durch die der Wert des SICAM Numeric Control vor der Anzeige geteilt werden
soll.
Einheit
Hier geben Sie den Text ein, der im Feld für die Einheit angezeigt werden soll.
Zudem können Sie hier das Größenverhältnis zwischen dem Feld für den Wert und dem Feld für die Einheit
variabel einstellen – oder ob überhaupt ein Feld für die Einheit dargestellt werden soll.
• Wenn Sie eine Einheit in Standardbreite anzeigen lassen wollen, geben Sie diese ein, z.B. "kWh".
Ohne weitere Angaben beträgt die Standardbreite des Felds für die Einheit 30 % der Breite des gesamten
Controls.
• Wenn Sie die Breite des Felds für die Einheit ändern wollen, tragen Sie den entsprechenden Prozentwert,
getrennt durch "#", hinter dem Text für die Einheit ein.
Um die Breite des Felds z.B. auf 20 % der Breite des gesamten Controls zu setzen, geben Sie "kWh#20"
ein.
• Wenn Sie ein leeres Einheitenfeld anzeigen lassen wollen, z.B. mit 15 % Breite, geben Sie "#15" ein.
• Wenn Sie keinen Text für die Einheit eintragen, wird das Einheitenfeld ausgeblendet.
HINWEIS
Touch-Bedienung
Wenn diese Option aktiviert ist, werden die Runtime-Dialoge für die Touchbedienung optimiert angezeigt (z.B.
größere Schaltflächen, anderer Stil).
[SICAM_Numeric_01, 2, de_DE]
Protokolltyp
Wählen Sie aus der Liste den gewünschten Protokolltyp. Zur Auswahl stehen folgende Protokolltypen:
Variablenname Melderichtung
Klicken Sie auf die Schaltfläche rechts neben dem Eingabefeld. Der Dialog Variablen wird geöffnet. Wählen
Sie aus der Liste die entsprechende Variable aus und bestätigen Sie mit OK.
Variablenname Befehlsrichtung
Wenn im SICAM PAS-Importdatensatz zu einer Meldevariablen eine zugehörige Befehlsvariable angegeben ist,
wird beim Auswählen der Meldevariablen automatisch die Befehlsvariable ermittelt und in das Eingabefeld
Variablenname Befehlsrichtung eingetragen. Um selbst eine Variable auszuwählen, gehen Sie wie unter
Variablenname Melderichtung beschrieben vor.
Tooltiptext
Geben Sie in das Eingabefeld einen Text ein. Dieser Text wird im aktiven Projekt als Tooltip angezeigt.
In der Registerkarte Erweitert ordnen Sie der Numerischen Anzeige weitere Eigenschaften zu.
✧ Doppelklicken Sie auf das Grafikobjekt.
Der Dialog Eigenschaften von SICAM Numeric Control wird geöffnet.
✧ Wählen Sie die Registerkarte Erweitert.
[SICAM_Numeric_02, 2, de_DE]
Sichtbar in RT
Aktivieren Sie unter Sichtbar in RT die Optionen, die zur Laufzeit im Schaltdialog zusätzlich eingeblendet
werden sollen und geändert werden können.
Vorgabe
Aktivieren Sie unter Vorgabe die Werte, die als Befehlskennungen gesendet werden sollen. Wenn die Option
Sichtbar in RT aktiviert ist, legen Sie hier die Vorbelegung in den Runtime-Dialogen fest. Die Optionen unter
Sichtbar in RT und Vorgabe können nur aktiviert werden, wenn in der Registerkarte Prozessanbindung der
Protokolltyp SICAM IEC Communication Suite gewählt wurde.
Rückmeldeüberwachungszeit
Geben Sie bei Rückmeldeüberwachungszeit die Zeit in Sekunden ein, die bis zur erfolgreichen Befehlsaus-
führung maximal gewartet werden soll. Wenn diese Zeit abgelaufen ist, wird der Befehlsvorgang geschlossen
und ein negatives Befehlsende protokolliert.
HINWEIS
i Die Rückmeldeüberwachungszeit wirkt sich bei der IEC-Verbindung lediglich auf das Schaltobjekt aus. Auf
den Befehl selbst hat sie nur bei der SICAM PAS-Anbindung Auswirkung.
Bedienberechtigung
Wählen Sie die gewünschte Bedienberechtigung. Weitere Information zu Einstellung und Vergabe von
Bedienberechtigungen finden Sie unter 3.8 Bedienberechtigung einrichten.
In der Registerkarte Grenzen geben Sie Grenzwerte für die Information und den Sollwert ein.
✧ Doppelklicken Sie auf das Grafikobjekt.
Der Dialog Eigenschaften von SICAM Numeric Control wird geöffnet.
✧ Wählen Sie die Registerkarte Grenzen.
[SICAM_Numeric_03, 2, de_DE]
Information
Für den Wert können Sie je 2 Ober- und Untergrenzen parametrieren. Bei Über-/Unterschreitung der 1. Ober- /
Untergrenze wechselt die Schriftfarbe. Bei Über-/Unterschreitung der 2. Ober-/Untergrenze blinkt die Anzeige.
Sollwert
Für den Wert können Sie einen Sollwertbereich mit Ober- und Untergrenzen parametrieren. Bei Über-/Unter-
schreitung der Ober-/Untergrenze des Sollwerts blinkt die Anzeige.
Wert
In der Registerkarte Farbe ordnen Sie Wertbereichen und Zuständen weitere Farben zu.
✧ Doppelklicken Sie auf das Grafikobjekt.
Der Dialog Eigenschaften von SICAM Numeric Control wird geöffnet.
✧ Wählen Sie die Registerkarte Farbe.
[SICAM_Numeric_04, 2, de_DE]
Hintergrund
Die Hintergrundfarbe des Grafikobjektes können Sie individuell einstellen. Voreingestellt ist die Farbe Weiß.
[le_status, 1, --_--]
Einheit
Die Farbe der Einheit können Sie individuell einstellen. Voreingestellt ist für die Schrift die Farbe Schwarz und
für den Hintergrund die Farbe Weiß.
In der Registerkarte Schriftart nehmen Sie Einstellungen für die Schrift vor.
✧ Doppelklicken Sie auf das Grafikobjekt.
Der Dialog Eigenschaften von SICAM Numeric Control wird geöffnet.
✧ Wählen Sie die Registerkarte Schriftart.
[SICAM_Numeric_06, 2, de_DE]
Schriftart
Die Schriftart wählen Sie aus einer Liste aus.
Schriftgrad
Die Schriftgröße wählen Sie aus einer Liste aus.
Darstellung
Sie können die Optionen Fett, Kursiv, Unterstrichen und Durchgestrichen aktivieren.
Sollwert ausgeben
Zur Übertragung eines Sollwertes an den Prozess stehen Dialoge zur Verfügung. Diese Dialoge rufen Sie zur
Runtime mit einem Mausklick auf die Grafikobjekte auf.
[SCC_RT_420, 1, de_DE]
[SCC_RT_421, 1, de_DE]
Status
Bei einem Klick mit der rechten Maustaste auf das Grafikobjekt wird, falls in den Eigenschaften die Statusan-
zeige aktiviert ist, der Statusdialog geöffnet.
Für Informationen des Zielsystems SICAM PAS kann in Verbindung mit SICAM PAS/PQS ab V8.01 eine informa-
tionsspezifische Sperre eingelegt werden, d.h. die Prozesswert-Aktualisierung kann für einzelne Informations-
objekte blockiert werden.
Die Feldsperre/Fernwirksperre können Sie im Statusdialog der Numerischen Anzeige einlegen oder aufheben.
Setzen Sie dazu die entsprechende Funktion mit einem Häkchen.
[SCC_RT_422, 1, de_DE]
Der aktuelle Status wird im Statusdialog ebenfalls durch ein Häkchen angezeigt und ist an der Numerischen
Anzeige durch ein farbiges Rechteck erkennbar, siehe Statusinformation Bild 4-41.
Wenn die Feldsperre aktiviert wird, kann das Nachführen des Werts der Numerischen Anzeige mit Klick auf
Nachführen ausgeführt werden.
Wert nachführen
HINWEIS
i Diese Funktion steht nur bei Anschluss an SICAM PAS zur Verfügung.
In diesem Dialog stellen Sie den gewünschten Nachführwert (Sollwert) für den Wert ein. Bei einem Klick auf
Nachführen wird der Freigabedialog geöffnet. Nach einem Klick auf Freigabe wird die Nachführung ausge-
führt.
Für das Objekt SICAM Messwert Anzeige können Sie festlegen, was beim Zustand Ungültig angezeigt
werden soll. Je nach Konfiguration wird der letzte gültige Wert oder ein Fragezeichen angezeigt.
Die Konfiguration nehmen Sie im Dialog Objekteigenschaften mit dem Attribut StateColorVisibleFlag vor.
[state_unvalid, 1, de_DE]
HINWEIS
i Die Anzeige für einen ungültigen Wert wird über das Bit 0x10000 im Attribut StateColorVisibleFlag para-
metriert.
✧ Geben Sie für das Attribut StateColorVisibleFlag den gewünschten Wert ein:
Der IEC-Kanal von SICAM SCC unterstützt die IEC 61850-CDC (Common Data Class) APC (Controllable
Analogue Process Value) in Empfangs- und Befehlsrichtung. Der aktuell eingestellte analoge Sollwert (Attribut-
name mxVal.f) eines APC-Datenobjekts wird per Reporting empfangen und im Variablenaushalt und Alarmlog-
ging abgebildet.
Über das SICAM Numeric Control kann der analoge Sollwert (Attributname ctlVal.f) in folgenden Befehlsga-
bearten zur Gegenstelle gesendet werden:
5.1 Einleitung
Der Begriff Topologie beschreibt die Struktur eines Netzes, die sich aus den Schalt- und den Betriebszuständen
der Betriebsmittel (Schaltgeräte, Transformatoren, etc.) ergibt. Ein Netz besitzt eine begrenzte, aber sehr
große Zahl möglicher Verbindungen, eine so genannte potenzielle Topologie. Der größere Teil besteht aus
schaltbaren Verbindungen in den Feldern der Schaltanlagen. Die zu einem bestimmten Zeitpunkt eingeschal-
teten Verbindungen bestimmen die aktuelle Topologie des Netzes.
Die betrieblichen Netzgegebenheiten werden in Netzbildern dargestellt.
Aus der Parametrierung der Objekte erzeugt der Übersetzer im SICAM-Addin Topologische Einfärbung –
Topologiestruktur erzeugen das Topologiemodell.
HINWEIS
i Die neue Topologische Einfärbung (ab SICAM SCC V9.0) wird für SICAM SAS-Komponenten nicht unter-
stützt.
HINWEIS
HINWEIS
i Die Projektierung der Topologischen Einfärbung funktioniert nur für Bilder im Wurzelverzeichnis des
Graphics Designers: <Projektverzeichnis>\GraCS.
Bilder aus Unterverzeichnissen sind davon ausgeschlossen.
Übersicht
Mit Hilfe der topologischen Einfärbung können Sie die Zustände eines elektrischen Netzes in SICAM SCC
farbig darstellen. Die Farbe wird, ausgehend von einem Einspeiser, an die benachbarten Grafikobjekte weiter-
gegeben. Ein offenes Schaltobjekt unterbricht die Weitergabe der Farbe.
Ein elektrisches Netz, im Sinne der topologischen Einfärbung, besteht aus Leitungen (Verbindern), Transfor-
matoren, Schaltern und weiteren Objekten. Die einzelnen Grafikobjekte müssen an ihren Verbindungspunkten
miteinander verbunden werden, damit sie die Information weitergeben können. Jeder Verbindungspunkt
besteht aus einem Eingang und einem Ausgang.
Bild 5-1 Netzwerk aus 3 Verbindern, einem Verbindungspunkt und einem Trenner
Die eingehende Information wird über das ganze Netzwerk weitergeleitet und an angeschlossenen Verbin-
dungspunkten ausgegeben. Dieser Mechanismus funktioniert in jede mögliche Richtung.
Die Funktionalität der topologischen Einfärbung wird von folgenden Grafikobjekten unterstützt:
• Feldübersicht
Dynamische Netzeinfärbung
Über die Funktion der dynamischen Netzeinfärbung kann die elektrische Verbindung verschiedener Netzab-
schnitte farblich dargestellt werden. Damit haben Sie am SICAM SCC-Bedienplatz die Möglichkeit, einen
schnellen Überblick über den Schaltzustand der Anlage zu erhalten.
Die dynamische Netzeinfärbung erkennt den Zustand gesicherte Versorgung und die Kupplung mehrerer
Einspeisungen. Diese Betriebszustände können durch die Strichbreite der Darstellung der Verbindungslei-
tungen oder durch Strichelung gesondert gekennzeichnet werden.
Die farbliche Visualisierung des Schaltzustandes kann in allen grafischen Netzdarstellungen eingesetzt
werden, z.B. in Stationsbildern oder im Weltbild. Die Verknüpfung zu den Algorithmen der dynamischen Netz-
einfärbung erfolgt über die Prozessbezüge (Variablen) der dargestellten Betriebsmittel in den Bildern, z.B.
Trennschalter, Leistungsschalter, Transformator.
Einschränkungen
Beachten Sie folgende Einschränkungen der Topologischen Einfärbung in SICAM SCC V9.08:
• Multi-Clients mit Bildern, die aktive Objekte von mehreren Servern enthalten, werden nicht unterstützt.
• Übergreifende Topologische Einfärbung über mehrere WinCC Server ist nicht möglich.
• Wenn Sie ein Bild deaktivieren und vorher eine andere Option für Einfärbung von Schaltgeräten einge-
stellt war, müssen Sie in Topologische Einstellungen für ausgewählte Objekte unter Einfärbung von
Schaltgeräten das Häkchen für Topologische Farbe verwenden entfernen, damit die Elemente wieder
mit Standardfarbe dargestellt werden. Siehe auch Topologische Einstellungen für ausgewählte Objekte,
Seite 157.
5.2.1 Allgemeines
• Verbinder
• Verbindungspunkt
Die einzelnen Typen mit ihren spezifischen Parametriermöglichkeiten sind nachfolgend beschrieben.
[sc_library_topology, 1, de_DE]
5.2.2.1 Funktionsbeschreibung
Als SICAM Electrical Device Control stehen der Einspeiser, der Erder, der Transformator (zusätzlich Spartrans-
formator 1-phasig und 3-phasig) und die Terminierung zur Verfügung. Diese sind nachfolgend beschrieben.
Einspeiser
Das Objekt Einspeiser stellt den Beginn eines topologischen Netzes dar.
Der Einspeiser ist die aktive Komponente, welche die Einfärbung im WinCC-Bild anregt. Es gibt seinen Wert an
die mit ihm verbundenen Grafikobjekte weiter.
Jedes elektrische Netzwerk, in dem die topologische Einfärbung verwirklicht werden soll, muss eine Einspei-
sung haben. Verwenden Sie für z.B. eine Sammelschiene vorzugsweise nur 1 Einspeiser. Wenn an einer
Sammelschiene mehrere Einspeisungen vorhanden sind, müssen Sie die bevorrechtigte Einspeisung festlegen.
Jeder Einspeiser muss mit einem Topologiezustand (d.h., Versorgung mit Farbe) parametriert werden (siehe
5.3.3 Einstellungen).
Ein Einspeiser hat verschiedene Zustände. Der Schaltzustand der verknüpften Prozessvariable und deren Status
bestimmen die Darstellung:
• Status gestört
Farbe für Undefiniert
• Status initial
Farbe für Initial. Diese Farbe wird für das gesamte Projekt festgelegt (siehe Topologische Projekteinstel-
lungen, Seite 158).
Erder
Der Erder ist ein Spezialfall eines Einspeisers. Es gibt immer die Farbe für Erde an die mit ihm verbundenen
Grafikobjekte weiter.
Erder dienen zur Erdung abgeschalteter Anlagenteile. Das Element ist auf einer Seite fest an Erdpotential
angeschlossen. Damit ist das Element für die Topologieberechnung ein Einpol.
Wenn der Zustand des Elements EIN ist, d.h. der Schalter geschlossen ist, wird der angeschlossene Netzab-
schnitt in der Farbe für geerdet eingefärbt.
Transformator
Der Transformator stellt eine galvanische Trennung her.
Ein Transformator kann wie das Element Einspeiser arbeiten.
Wenn der Transformator von einer Seite gespeist wird, so wird die andere Seite zu einem Einspeiser, wenn ein
Topologiezustand aus den Projekteinstellungen zugeordnet wurde.
Wenn eine Rückspeisung möglich ist, muss für beide Seiten jeweils ein eigener Versorgungstyp definiert
werden (es wird gewöhnlich ein nicht gesicherter Versorgungstyp verwendet). Wenn keine Rückspeisung exis-
tiert, ordnen Sie der entsprechenden Seite die Farbe für Spannungslos zu.
HINWEIS
i Für den Transformator muss eine Strukturvariable angelegt und zugeordnet werden (5.2.2.5 Strukturvari-
ablen anlegen).
Neben dem normalen Transformator stehen noch die Typen Spartransformator 1-phasig und Spartransfor-
mator 3-phasig zur Verfügung.
Der Zustand geerdet kann sich nicht über einen Transformator hinweg ausbreiten.
Terminierung
Das Element wird nur dann eingesetzt, wenn eine Stichleitung logisch abgeschlossen werden muss, z.B. wenn
ein Abgang zu einem Verbraucher dargestellt werden soll. Das ist z.B. bei Ausschnitten aus einem Übersichts-
bild nicht der Fall.
Erder Einpol
Transformator Zweipol
Terminierung Einpol
Darstellung
[sc_edc_style, 1, de_DE]
Typ
Folgende Typen stehen zur Verfügung:
• Einspeiser
• Erder
• Transformator
• Spartransformator 1-phasig
• Spartransformator 3-phasig
• Terminierung
Jeder Typ hat eine eigene vorgegebene Darstellung (5.2.2.2 Grafische Darstellung). Die Darstellung können
Sie aber auch Ihren Bedürfnissen und Wünschen anpassen.
Orientierung
In allen Darstellungen bis auf Bilder ist die Orientierung in den Winkeln 0°, 90°, 180° und 270° möglich.
Strichstärke
Die Strichstärke der Grafikobjekte können Sie einstellen, wobei die Stufe 1 für die geringste Linienbreite steht.
Messwert
Hier können Sie die Werte für Level EIN/AUS und Hysterese einstellen.
Dazu muss im Register Prozessanbindung der Variablentyp Messwert ausgewählt sein (siehe Prozessanbin-
dung, Seite 144).
Bilder
Wenn Sie die Option Bilder aktivieren, werden für das Objekt die im Register Bild ausgewählten Bilddateien
zur Zustandsanzeige genutzt.
Prozessanbindung
[sc_edc_process, 1, de_DE]
Variablentyp
Folgende Typen stehen zur Verfügung:
• Interne Information
Wird verwendet, um z.B. aus einem Script ermittelte Zustände einzuspielen (am Ausgang Variablen-
name Topologiesteuerung). Siehe auch 5.2.2.5 Strukturvariablen anlegen.
• Prozessinformation
Hier wird eine Einzel- oder Doppelmeldung angeschlossen, die direkt die Zustände EIN, AUS, gestört
enthält und diese weiterleitet.
• Messwert
Wird verwendet zur Ankopplung eines Messwerts als Eingangswert, der über die Projektierung des EIN/
AUS-Levels und der Hysterese den Ausgang ansteuert (Anschluss Variablenname Topologiesteuerung).
Der Variablentyp steht für Erder und Terminierung nicht zur Verfügung
Siehe auch 5.2.2.4 Prozessanbindung des Einspeisers.
Tooltiptext
Geben Sie in das Eingabefeld einen Text ein. Dieser Text wird im aktiven Projekt als Tooltipp für das Objekt
angezeigt
Farbe
[sc_edc_color, 1, de_DE]
Vordergrund
Die Vordergrundfarbe des Grafikobjektes kann individuell eingestellt werden. Voreingestellt ist die Farbe Rot.
Hintergrund
Die Hintergrundfarbe des Grafikobjektes kann individuell eingestellt werden. Voreingestellt ist die Farbe Grau.
Topologische Darstellung
Hier wählen Sie Farben für die topologische Darstellung des Objekts aus.
• Für den Einspeiser geben Sie hier die Farbe für die Versorgung an.
• Für die Transformatoren geben Sie die Farben für Primärseite (Rückspeisung) und Sekundär-/
Ausgangsseite an.
Die Farben und ihre Priorität definieren Sie über den Dialog Topologische Projekteinstellungen (siehe Topo-
logische Projekteinstellungen, Seite 158)
Bild
[sc_edc_picture, 1, de_DE]
Bilder zuordnen
Markieren Sie in Eigenschaften einen Wert und ordnen Sie diesem mit Klick auf Durchsuchen eine Bilddatei
zu.
• INVALIDPicture
Bild für die Darstellung von Status INVALID.
• OFFPicture
Bild für die Darstellung von Status OFF.
• ONPicture
Bild für die Darstellung von Status ON.
Vorschau
Das zugeordnete Bild wird in einer Vorschau angezeigt.
HINWEIS
i Damit Änderungen am SICAM Electrical Device Control (z.B. Änderung der Einspeisefarbe) wirksam werden,
müssen Sie:
[sc_edc_process, 1, de_DE]
[sc_topo_feeder_measured_value, 1, de_DE]
Der Schaltpunkt, wann die Einspeisung von AUS auf EIN wechselt, wird im Tab Darstellung projektiert.
[sc_topo_feeder_measured_value_level, 1, de_DE]
Damit bei leicht um den Schaltpunkt schwankendem Messwert kein ständiges Hin- und Herschalten der Farbe
erfolgt, kann eine Hysterese definiert werden.
HINWEIS
i Bei Ansteuerung der Einspeisung mit einem Messwert muss das Einspeiseobjekt im zur Laufzeit aufgeschal-
teten Bild aktiv sein, damit die Runtime die Änderungen mitbekommt. Der Messwert ist die Eingangsgröße,
die mit der Projektierung am Objekt (Schaltschwelle und Hysterese) die topologische Variable mit EIN/AUS
ansteuert.
Ist das Objekt nicht aktiv, wird die topologische Variable nicht genutzt.
Alternativ
• können Sie den Messwert per globalem Script auswerten und die Variable setzen.
• können Sie das Einspeiseobjekt irgendwo in den anderen Bildern unsichtbar platzieren (kein Anschluss
nötig).
[sc_topo_feeder_processinfo, 1, de_DE]
HINWEIS
Anpassungen im Variablenhaushalt
✧ Legen Sie in Strukturvariablen > PAS_InformationInternal neue Variablen an, z.B. TopoTestLoad und
TopoTestFeeder.
[sc_tagmanagement, 1, de_DE]
[sc_edc_topo, 1, de_DE]
Ein geschlossenes Schaltobjekt funktioniert wie ein Verbinder. Ein eingehender Wert wird am Ausgang des
anderen Verbindungspunktes ausgegeben. Ein geöffnetes Schaltobjekt gibt den Wert nicht weiter.
Wenn das Schaltobjekt im Zustand AUS ist, wird der für spannungslos definierte Farbwert ausgegeben.
Die Farben EIN und geerdet werden von den Schaltobjekten nicht priorisiert, sondern gleich behandelt.
Wenn sich ein Schaltobjekt in Zwischenstellung/Störstellung befindet, wird die Leitungsfarbe abhängig von
der Priorität der an einem der Eingänge anstehenden Leitungsfarbe weitergegeben: Nur wenn an einem der
Eingänge die anstehende Leitungsfarbe ungleich AUS ansteht, wird die Leitungsfarbe Undefiniert weiterge-
geben.
HINWEIS
i Das Element Erdungstrenner ist auf einer Seite fest an Erdpotential angeschlossen, womit es für die Topo-
logieberechnung einen Einpol darstellt. Die Leitung muss an den linken Anschluss (mit einem kleinen
Quadrat markiert, siehe Kapitel 4.4 SICAM Schaltobjekte (SICAM Switch Controls)) des Erdungstrenners, das
Erde-Symbol an den rechten angeschlossen werden.
Um Fehler bei der Topologieberechnung zu vermeiden, muss der Erdungstrenner bei Bedarf über den
SICAM Switch Dialog mit dem Parameter Orientierung gedreht werden, nicht über den WinCC-Objektei-
genschaften-Dialog.
Eine Feldübersicht verwenden Sie, um den Zustand eines ganzen Feldes mit einem einzigen Grafikobjekt
darzustellen.
HINWEIS
i Wenn die in der Feldübersicht projektierten Schalter in einem anderen Bild als einzelne Schalter projektiert
werden, beachten Sie die Orientierung der Anschlusspunkte.
Im topologischen Modell der Feldübersicht ist der Erdungstrenner am von der Sammelschiene abge-
wandten Anschluss des Leistungsschalters angeschlossen, sofern die Variablen dafür projektiert wurden
(siehe Bild 4-34).
5.2.5 Verbinder
Mit dem Verbinder werden topologische Grafikobjekte verbunden. Üblicherweise werden damit Leitungszüge
und Sammelschiene etc. dargestellt. Linien dürfen hierfür nicht verwendet werden.
Ein Verbinder kann an jedem seiner Enden mit einem Grafikobjekt verbunden werden. Wird beim Zeichnen ein
Ende mit einem Grafikobjekt zur Deckung gebracht, wird automatisch eine Verbindung hergestellt. Bei
erfolgter Verbindung ändert der Verbindungspunkt seine Farbe von grün nach rot.
Weitere Information zu den Verbindern finden Sie in der Online-Hilfe des Graphics Designers.
Verbindungspunkte
Wird das Grafikobjekt bewegt, geht das verbundene Ende des Verbinders mit. Der Verbinder kann nicht
bewegt werden, wenn er mit einem Grafikobjekt verbunden ist. Ein Verbinder muss immer an beiden Enden
mit einem Grafikobjekt verbunden sein.
5.2.6 Verbindungspunkt
Mit dem Grafikobjekt Verbindungspunkt werden 2 Verbinder verbunden oder ein Abzweig gebildet. Ein
Verbindungspunkt kann als Kreis oder als Rechteck dargestellt werden.
Maximal 4 Verbinder können sich einen Verbindungspunkt teilen.
HINWEIS
i Damit das Andocken an den Verbinder klappt, wählen Sie beim Zeichnen den Verbindungspunkt nicht zu
klein.
5.3 Parametrierung
5.3.1 Datenanalyse
Wenn Sie mit der dynamischen Netzeinfärbung arbeiten wollen, müssen Sie verschiedene Festlegungen für
die Darstellung der Betriebsmittel des Netzes und für die Auswertung des Netzzustandes treffen.
5.3.2 Datenmodell
Topologische Elemente
Als topologische Elemente werden alle Objekte bezeichnet, deren Meldungen für die Ermittlung des aktuellen
Schaltzustandes des Netzes benutzt werden.
Dazu zählen:
• Einspeiser
• Transformatoren
• Terminierung
Für die Konstruktion von dynamisch einfärbbaren Netzen müssen alle Betriebsmittel mit SICAM Struktur-Vari-
ablen (RTInfo) dynamisiert sein.
Bei der Bildkonstruktion müssen die Leitungen in den Objekten enden. Nur so entsteht ein elektrisch verbun-
denes Netz, in dem die Topologie berechnet werden kann.
Einfärbung – Grundlagen
Für die dynamische Netzeinfärbung wird die topologische Sicht des Netzes über Verbinder und andere topolo-
gische Elemente abgebildet. Die Funktion benötigt mindestens folgende topologische Elemente, die durch
Verbinder miteinander verbunden sind:
• Quelle (Einspeiser)
• Terminierung
[le_basic_structure, 1, --_--]
(1) Einspeiser
(2) Verbinder
(3) Terminierung
Zusätzlich werden in dieses Grundmodell die Schaltelemente eingefügt, z.B. ein Leistungsschalter.
[le_basic_structure_w_breaker, 1, --_--]
(1) Einspeiser
(2) Verbinder
(3) Terminierung
(4) Leistungsschalter
Das topologische Element Einspeiser bestimmt durch den zugeordneten Versorgungstyp die Farbe, in der die
Leitungen dargestellt werden. Die übrigen Elemente, z.B. der Leistungsschalter, geben die Farbe weiter oder
begrenzen die Einfärbung.
HINWEIS
i Der linke Anschluss der Ein- und Zweipole ist im Grafikeditor mit einem kleinen Quadrat gekennzeichnet.
Mehr Informationen zu den Anschlüssen finden Sie unter Anschlusspunkte, Seite 81
Die topologischen Grafikobjekte unterteilen sich in Einpole, Einpol mit Spezialfunktion und Zweipole:
HINWEIS
i Der linke Anschluss der Ein- und Zweipole ist im Grafikeditor mit einem kleinen Quadrat gekennzeichnet.
Leitungsknoten
Durch Verbinder (Leitungen) verbundene Anschlüsse ergeben einen Leitungsknoten.
Ein Element mit 2 Anschlüssen ist an 2 Leitungsknoten angeschlossen, z.B. ein Leistungsschalter (Zweipol).
Ein Element mit 1 Anschluss ist an 1 Leitungsknoten angeschlossen, z.B. ein Erdungsschalter (Einpol).
Jeder Leitungsknoten muss in mindestens einem Bild vollständig mit allen Elementen gezeichnet sein.
Hinweise dazu finden Sie im Kapitel 5.4 Bildübergreifende Referenzen
Aus den topologischen Berechnungen für diese Leitungsknoten leiten sich alle anderen Funktionen, wie
Einfärbung ab. Deshalb müssen die topologischen Parameter der Knoten-Elemente in allen Bildern gleich sein.
Das bedeutet, dass ein Schalter, der in verschiedenen Bildern dargestellt ist, die gleichen Nachbarn (Schalter)
haben muss. Diese müssen aber nicht zwingend gezeichnet werden, z.B. für die Felddarstellungen als
Ausschnitt aus einem Übersichtsbild.
Nach Abschluss der Parametrierung und Projektgenerierung sehen Sie in der Baumansicht der Topologie die
Knotenstruktur Ihres Netzes sowie eventuelle Fehler.
[sc_treeview, 1, de_DE]
Wenn Sie ein topologisches Element auswählen, wird das zugehörige Bild angezeigt. Das ausgewählte
Element ist markiert.
[sc_node_and_graphic, 1, de_DE]
Bild 5-18 Darstellung der topologischen Knotenstruktur im Editor mit Bildausschnitt, Beispiel
5.3.3 Einstellungen
Die beiden nachfolgend beschriebenen Dialoge für die Einstellungen erreichen Sie über das Untermenü Topo-
logische Einfärbung des SICAM Menüs (siehe 6.2 SICAM Menü).
• Bei einfarbig wird die Farbe der versorgenden Quelle mit der höchsten Priorität angezeigt.
• Bei zweifarbig werden bei Versorgung über mehrere Quellen die beiden höchstprioren Quellenfarben
gestrichelt dargestellt, ansonsten einfarbig.
• Bei gesichert, d.h. wenn der Netzabschnitt beidseitig versorgt wird, wird die Farbe der höchstprioren
Quellen angezeigt. Wenn der Neztabschnitt nicht gesichert ist, d.h. wenn nur einseitig versorgt wird,
werden die Leitungen gestrichelt dargestellt mit den Farben von der Quelle mit höchster Priorität und der
Farbe für Spannungslos.
Die Leitungsdicke legen Sie für die ungesicherte Versorgung und die gesicherte Versorgung unabhängig
voneinander fest.
Für Spannungslose Leitungen können Sie eine vom Versorgungstyp Spannungslos abweichende Farbe
verwenden.
Für die Einfärbung von Schaltobjekten gilt:
• Legen Sie fest, ob Sie für die ausgewählten Schaltobjekte die Topologische Farbe verwenden wollen.
• Da bei Schaltzustand AUS 2 verschiedene Leitungsfarben aufeinandertreffen können, müssen Sie noch
festlegen, wie das Schaltobjekt eingefärbt werden soll:
– Topologische Farbe nicht verwenden
– Farbe des oberen/linken Verbinders verwenden
– Farbe des unteren/rechtenVerbinders verwenden
HINWEIS
i Abweichende Farbe verwenden für spannungslose Leitungen wird bei dieser Einstellung ignoriert – es
wird immer die Einstellung in Topologische Projekteinstellungen verwendet.
[sc_settings_for_selected_objects, 2, de_DE]
Topologische Projekteinstellungen
Im Dialog Topologische Projekteinstellungen legen Sie projektweit geltende Standardwerte fest. Im Dialog
Topologische Einstellungen für ausgewählte Objekte (siehe oben) können Sie einzelnen Objekten davon
abweichende Werte zuweisen.
Im Register Versorgungstyp legen Sie für verfügbare Topologiezustände die Leitungsfarbe und den Zustand
Gesichert als Standardwerte für das Projekt fest.
Zudem können Sie mit Topologiezustand hinzufügen weitere Topologiezustände definieren.
Die grau hinterlegten Zustände sind vorgegeben. Im Gegensatz zu selbst definierten Zuständen (weiß hinter-
legt) kann für diese nur die Linienfarbe geändert werden, die Zustände können aber nicht umbenannt
werden.
Die Farbeinstellungen der Topologiezustände stehen für die Objekte der SICAM Topologie (SICAM Electrical
Device Controls) als Listenauswahl für den Versorgungstyp zur Verfügung (siehe Farbe, Seite 145).
[sc_settings_for_project, 2, de_DE]
Im Register Leitungsdarstellung bestimmen Sie die projektweit geltenden Standardwerte für den Leitungs-
modus und die Leitungsdicke. Weitere Informationen zu den Einstellmöglichkeiten für Leitungsmodus und
Leitungsdicke, siehe Topologische Einstellungen für ausgewählte Objekte, Seite 157.
[sc_line_representation, 1, de_DE]
HINWEIS
i Damit Änderungen wirksam werden, muss die Runtime neu gestartet werden.
HINWEIS
i Verwenden Sie das Design WinCC Classic nicht mit größeren Leitungsdicken, da 2-farbige Verbindungen
dann nicht korrekt dargestellt werden.
Verwenden Sie WinCC Classic nur mit Strichstärke 1.
[sc_settings_for_project_priority, 1, de_DE]
Bevor Sie die topologische Struktur erzeugen, erfolgt eine Überprüfung der Verbindungen. Das Ergebnis der
Überprüfung, Warnungen oder Fehlerinformationen, gibt der Report aus.
Ein Fehler wird dann ausgegeben, wenn die topologische Einfärbung zur Runtime nicht korrekt erfolgen
würde. Eine Warnung wird ausgegeben, wenn die topologische Einfärbung zwar funktionieren würde, aber
eine Unstimmigkeit vorliegt. Bei einer Warnung wird eine neue Topologieberechnung durchgeführt, bei einem
Fehler nicht.
In der folgenden Tabelle sind fehlerhafte Verbindungen aufgelistet.
[sc_node_original, 2, de_DE]
[sc_node_copy, 2, de_DE]
HINWEIS
• Verbinder und Verbindungspunkt anstelle von einfachen Linien und Kreisen einsetzen,
• Topologiestruktur erzeugen
In diesem Abschnitt ist die Erstellung eines Bildes mit topologischer Einfärbung anhand eines kleinen Beispiels
aufgezeigt. Als Quelle für die topologische Einfärbung wird ein Messwert herangezogen.
Nachfolgend wird das Zeichnen und Parametrieren eines Abzweiges erläutert. Alternativ dazu können Sie die
vorgefertigten Abzweige aus der Bibliothek verwenden.
Grafikobjekte platzieren
So platzieren Sie die Grafikobjekte auf der Arbeitsfläche:
² Öffnen Sie das Fenster Bibliothek durch Klick auf Ansicht > Bibliothek.
² Markieren Sie einen Einspeiser unter Topologie.
[sc_topo_insert_object, 1, de_DE]
² Ziehen Sie den Mauszeiger bei gedrückter Maustaste auf die Arbeitsfläche bis das Grafikobjekt die
gewünschte Position erreicht hat.
² Fügen Sie aus der Bibliothek die Schaltobjekte ein.
² Fügen Sie eine Erdung ein (bestehend aus Erdungstrenner und Erde).
Sie finden die Erdung in der Bibliothek unter Topologie.
[sc_topo_swob1, 2, --_--]
[sc_topo_swob2, 2, --_--]
HINWEIS
i Nach der Umbenennung eines aktiven Grafikobjektes (z.B. Einspeiser, Schalter, Verbindungspunkt) müssen
Sie alle Verbindungen an diesem neu anlegen. Lösen Sie dazu im Bild die Verbindung und stellen Sie
anschließend die Verbindung wieder her. In den Eigenschaften des Verbinders wird dadurch der neue
Name eingetragen.
Einspeiser parametrieren
So parametrieren Sie einen Einspeiser:
² Doppelklicken Sie auf den Einspeiser.
Der Dialog Eigenschaften von SICAM Electrical Device Control wird geöffnet.
[sc_edc_style, 1, de_DE]
² Um einen Messwert als Quelle für die topologische Einfärbung zu nehmen, wählen Sie im Register
Prozessanbindung unter Variablentyp die Option Messwert.
² Stellen Sie im Register Darstellung unter Messwert die Werte für Level EIN/AUS und Hysterese ein.
[sc_topo_tagconnection, 1, de_DE]
Topologiestruktur erzeugen
Nachdem alle Grafikobjekte eingefügt und mit Verbindern verbunden sind, muss noch die Topologiestruktur
erzeugt werden.
² Aktivieren Sie das Bild (z.B. über das entsprechende Symbol in der SICAM Toolbar):
Zunächst wird die Topologie geprüft. Anschließend werden das Modell und die Ereignisskripte an den
Objekten erzeugt. Den Ablauf können Sie im Report verfolgen. Auch Fehler werden hier angezeigt, siehe
5.7.1 Allgemeines.
Weitere Information zu Fehlermeldungen finden Sie unter 5.3.5 Hinweise zur Parametrierung.
[sc_bildfenster_prefix_obj, 1, --_--]
² Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Objekt Liste Variablenpräfixe und öffnen Sie dessen
Eigenschaften.
Unter Geometrie können Sie die Anzahl Zeilen wie gewünscht einstellen.
² Damit das Objekt Liste Variablenpräfixe zur Runtime nicht sichtbar ist, setzen Sie das Attribut Anzeige
auf nein.
5.7 Fehlersuche
5.7.1 Allgemeines
Beim Erzeugen der Topologischen Struktur aus den Bildern können Warn- oder Fehlermeldungen auftreten,
die im Reporter angezeigt werden.
[sc_error_generation, 1, de_DE]
Darüber hinaus werden Fehlermeldungen auch in der Baumansicht angezeigt, siehe Bild 5-17.
HINWEIS
i Klicken Sie auf den in der Fehlermeldung angezeigten Link, um direkt zum betroffenen Element zu
springen.
5.7.2 Fehlermeldungen
• Element kurzgeschlossen
Der linke und rechte Anschluss eines Elementes sind verbunden. Zusätzlich kann der Folgefehler nicht
angeschlossen auftreten.
• Zu oft angeschlossen
Ein Einpol hat mehr als einen Anschluss, er darf aber nur in einem Original-Knoten vorkommen.
Ein Zweipol hat mehr als 2 Anschlüsse, er darf aber nur in 2 Original-Knoten vorkommen.
• Nicht angeschlossen
In der Topologiebeschreibung muss mindestens 1 Einspeiser oder Transformator und mindestens 1
Terminierer vorhanden und verbunden sein. Alle übrigen Elemente müssen mit einer Leitung und einem
Nachbarelement verbunden sein. Anschlüsse ohne Verbindung führen zu einem Fehler.
• Inkonsistente Darstellung
Die häufigste Ursache ist eine irrtümliche Doppelverwendung einer Prozessvariablen an einem Schaltele-
ment.
Bei bildübergreifenden Darstellungen können Elemente dupliziert werden. Dann wird z.B. in einem
Detailbild eine Knoten-Kopie angelegt. Diese Knoten-Kopie darf weniger Elemente beinhalten als der
Original-Knoten, aber keine zusätzlichen. In solchen Fällen kann kein gültiger Original-Knoten ermittelt
werden.
Ergänzen Sie den Originalknoten um die fehlenden Elemente.
Schließen Sie die richtigen Nachbarelemente an.
• Type mismatch
Schaltgeräte- oder Feldübersichtsobjekte mit gleicher Variablenzuordnung wurden mit unterschiedlichen
topologischen Typen parametriert.
5.8 Anwendungsbeispiele
Bei Fahrwagendarstellungen in den Bildern werden auf beiden Seiten des Leistungsschalters Trenner darge-
stellt, die von derselben Prozessvariable versorgt werden. Da diese Darstellung topologisch nicht abbildbar ist,
darf nur einer der Trenner mit der Prozessvariable projektiert werden.
Der zweite Trenner wird an eine neu angelegte interne Strukturvariable verschaltet (Typ: PAS_InformationIn-
ternal). Den Namen können Sie frei wählen oder an den der externen Prozessvariable anpassen.
Der Trenner mit der internen Variablenverbindung kann nicht gesteuert werden. Sie können daher im Tab
Ereignis die Scripte OnLeftClick und OnRightClick entfernen.
[sc_appex_carriage_event, 1, de_DE]
Bei Prozesswertänderungen des Trenners mit der Prozessvariable werden die Daten der Prozessvariable auf die
interne Variable umkopiert. Dafür kann das C-Script
SCC_CopyTagValueRT(char* p_cSourceTagName, char* p_cDestinationIntTagName,
BOOL p_bDigitalValue) verwendet werden. Die Funktion können Sie an das Ereignis OnProcData-
Change des Trennschalters mit Prozessvariablenanbindung projektieren.
[sc_appex_carriage_script, 1, --_--]
Damit die Variable vom SICAMRTDataServer verarbeitet werden kann, wird eine .var-Datei benötigt. Die
Dateien für den SICAMRTDataServer sind im WinCC-Projekt im Unterordner GWData abgelegt.
Der Name muss auf .var enden, z.B. SICAMRTDS_TopoINT.var.
Der Aufbau der Datei ist wie folgt (identisch mit SICAMRTDS_TopoPlugIn.var):
# 2017-01-01 01:01:01.010101; SICAM_Pas803_T103M_T103IF_7SJ63_q1_einaus_INT.RTInfo;
<Generischer Typ>;
Jede manuell erzeugte Variable für einen (Fahrwagen-)Trenner muss dort eingetragen werden.
6.1 Übersicht
SICAM Add-In ist eine Erweiterung des Graphics Designers.
Damit können Sie beliebige Grafikobjekte eines Bildes mittels definierter Aufgaben parametrieren. Sie
verwenden dabei vorgegebene Aufgaben, können aber auch eigene benutzerdefinierte Aufgaben anlegen.
Mit den Aufgaben parametrieren Sie mehrere Grafikobjekte gleichzeitig. Sie können sowohl statische Werte,
Dynamisierungen von Variablen als auch Ereignisse parametrieren.
Sie können mit einer Aufgabe zum Beispiel den Schaltobjekten und Messwertobjekten eines Feldes Variablen
einer anderen Variablengruppe zuordnen.
Normalerweise ist das SICAM Add-In aktiviert. Sie können es im Graphics Designer über das Menü Extras >
Addin Manager deaktivieren/aktivieren.
Mit dem Grafikbibliothek-Explorer bearbeiten Sie Grafikobjekte in der SICAM-Grafikobjekte-Bibliothek.
HINWEIS
i Bei der Installation wird das SICAM Add-In für den angemeldeten Windows-Benutzer registriert. Falls ein
anderer Benutzer mit SIMATIC WinCC arbeitet, ist das SICAM Add-In im SIMATIC WinCC Graphics Designer
nicht zu sehen.
Um das SICAM Add-In für neu angemeldete Windows-Benutzer zu aktivieren, muss die Registrierung des
SICAM Add-In durchgeführt werden, während der neue Benutzer angemeldet ist. Eine Registrierungs-Datei
SICAMAddIn.reg, die diese Registrierung enthält, finden Sie im <Installationsverzeichnis>\bin.
• Topologische Einfärbung
– Topologische Einstellungen für ausgewählte Objekte
Öffnet den Dialog Topologische Einstellungen für ausgewählte Objekte.
– Topologische Projekteinstellung
Öffnet den Dialog Topologische Projekteinstellung, mit dem Sie Topologiezustände definieren und
für Leitungen und aktive Objekte die projektweiten Standardeinstellungen zuweisen können.
– Aktuelles Bild prüfen
Überprüft die Objektparametrierung des aktuellen Bilds und zeigt das Ergebnis sowie eventuelle
Fehler im Report an.
Diese Funktion ermöglicht die Prüfung des Bilds, ohne an dem existierenden Projekt etwas verän-
dern zu müssen. Erst wenn das Bild abgespeichert wurde, muss die topologische Struktur neu
erzeugt werden.
– Aktiviere/Deaktiviere das Bild für die topologische Einfärbung
Aktiviert/deaktiviert das aktuelle Bild und zeigt den Zustand mit einem Häkchen an.
– Topologiestruktur erzeugen
Startet die Projektgenerierung für die Topologie und zeigt das Ergebnis sowie eventuelle Fehler im
Report an.
– Baumansicht
Stellt die topologische Knotenstruktur dar.
• Aufgaben
Der Dialog zum Ausführen vorgegebener oder benutzerdefinierter Aufgaben wird angezeigt.
• Bearbeitungsbereich festlegen
Mit dieser Funktion kann im Bild durch Aufziehen eines Rechtecks mit der Maus der Bearbeitungsbereich
festgelegt werden. Er gilt für nachfolgende Funktionen.
• Markierung invertieren
Die aktuelle Auswahl wird invertiert. Markierte Grafikobjekte verlieren ihre Markierung, nicht markierte
Grafikobjekte werden markiert.
Diese Funktion wirkt auf die Grafikobjekte im gesamten Bild.
• Einstellungen...
Mit diesem Unterpunkt nehmen Sie allgemeine Einstellungen vor und legen benutzerdefinierte Aufgaben
an, siehe 6.4 Einstellungen vornehmen.
[sc_sicam_menu, 2, de_DE]
• Einspeiser, Erder
• Messwertobjekte
Bearbeitungsbereich festlegen
Die Funktion Bearbeitungsbereich festlegen hat Auswirkungen auf die beiden nächsten Funktionen in der
Aufzählung. Mit ihr definieren Sie den Bildbereich, für den die Markierfunktionen gelten. Ist kein Bearbei-
tungsbereich oder ein leerer Bearbeitungsbereich definiert, werden die Markierfunktionen auf das ganze Bild
angewendet.
Um Objekteigenschaften mehrerer gleichartiger Grafikobjekte (z.B. Schalter) in einem Schritt zu ändern,
setzen Sie die Markierfunktion ein.
So führen Sie eine Markierfunktion aus:
² Markieren Sie im Bild den Bearbeitungsbereich mit der Maus.
² Klicken Sie auf die Funktion Bearbeitungsbereich festlegen.
Die Grafikobjekte im Bearbeitungsbereich werden intern vermerkt.
² Klicken Sie im Bild auf eine freie Fläche.
Die sichtbaren Markierungen werden entfernt.
² Markieren Sie das Referenzobjekt.
² Klicken Sie auf die Funktion Gleiche Objekte in Bearbeitungsbereich markieren.
Die gleichartigen Grafikobjekte im Bearbeitungsbereich sind markiert.
Der Bearbeitungsbereich ist so lange gültig, bis ein neuer definiert wird.
² Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eines der markierten Grafikobjekte.
² Öffnen Sie den Dialog Objekteigenschaften.
Sie können nun z.B. das Attribut ColorON für alle markierten Grafikobjekte auf einmal ändern.
Die SICAM Toolbar wird angezeigt, wenn das SICAM Add-In über das Menü Extras > Addin Manager akti-
viert wurde.
Funktionen
Symbol Bedeutung
Bearbeitungsbereich festlegen
Markierung invertieren
Aufgabendialog anzeigen
Die Funktionen der SICAM Toolbar können Sie auch über das SICAM Menü aufrufen, siehe 6.2 SICAM Menü.
• Allgemeines
Dieser Eintrag ist für die Arbeit mit dem Grafikbibliothek-Explorer von Bedeutung.
• Aufgaben
Unter diesem Eintrag sind die benutzerdefinierten Aufgaben angeordnet. Die benutzerdefinierten
Aufgaben werden erst angezeigt, nachdem sie angelegt wurden.
Auf der rechten Seite des Dialoges werden die Einstellungen angezeigt und bearbeitet. Angezeigt werden
jeweils die Einstellungen, die zum markierten Eintrag im Baum gehören. Die Einstellungen sind in den
folgenden Abschnitten beschrieben.
6.4.1 Allgemeines
[sc_sicam_settings, 1, de_DE]
• ShowLibObjList
Damit legen Sie fest, wie ein geändertes Grafikobjekt im Grafikbibliothek-Explorer eingefügt wird.
Mit der Einstellung False wird das geänderte Grafikobjekt mit einem neuen Namen hinzugefügt.
Mit der Einstellung True wird der Dialog Grafikobjekt umbenennen geöffnet. In diesem Dialog können
Sie den Namen des Grafikobjektes ändern und definieren, ob es ersetzt wird.
Um das bestehende Grafikobjekt zu ersetzen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Grafikobjekt
und wählen Sie Ersetzen. Das bestehende Grafikobjekt wird durch das geänderte Grafikobjekt ersetzt,
der Name wird beibehalten.
Der Name des ersetzten Grafikobjektes bleibt in jeder vorhandenen Sprache unverändert.
6.4.2 Aufgaben
[sc_sicam_tasks, 1, de_DE]
Unterhalb des Eintrages Aufgaben können benutzerdefinierte Aufgaben angelegt und definiert werden,
siehe 6.6 Benutzerdefinierte Aufgaben erstellen.
Diese benutzerdefinierten Aufgaben rufen Sie im Graphics Designer über SICAM > Aufgabenausfüh-
rungsbox anzeigen oder ausblenden oder die SICAM Toolbar auf. Sie wirken auf die Grafikobjekte eines
Bildes.
Symbol .
[sc_tasks_given, 1, de_DE]
HINWEIS
i Wenn durch eine Aufgabe Objekte ausgetauscht wurden, prüfen Sie nach dem Austausch, ob projektierte
Scripte, die übernommen wurden, angepasst oder entfernt werden müssen.
Vorgegebene Aufgaben
Die vorgegebenen Aufgaben sind:
• Dynamik anzeigen
Mit dieser Aufgabe zeigen Sie alle dynamisierten Eigenschaften von ausgewählten Objekten an.
HINWEIS
i Bestehende SICAM SCC-Projekte aus Version 7.xx können Sie mit den bisherigen IndustrialX Controls
weiterhin betreiben, ohne den SICAM SCC Runtime Data Server zu nutzen.
Wenn Sie bisherige IndustrialX Controls (Schaltgeräteobjekte) weiterverwenden, können Sie den IX Statu-
sabgleich weiterhin benutzen.
Die optional installierbare Redundanzkomponente IX Statusabgleich wird vom SICAM SCC Runtime Data
Server vollständig ersetzt und und bei Verwendung von Schaltgeräteobjekten ab V8.0 nicht mehr benötigt.
HINWEIS
i Beachten Sie, dass unter der Option Bitmap projektierte Bilder und Einstellungen bei QoC im Befehlswert
senden nicht übernommen werden.
An Eigenschaften oder Ereignisse der Schaltgeräteobjekte projektierte Scripte oder Aktionen werden bei
der Konvertierung nicht übernommen. Sie können nicht übernommen werden, da Eigenschaftstypen und
Ereignisse teilweise nicht kompatibel sind. Die Scripte und Aktionen müssen nach der Konvertierung neu
erstellt werden.
Sie können das neue Objekt, das zum Austausch genutzt wird, vorab mit den entsprechenden Bildern
projektieren.
Alle weiteren Einstellungen der Objekte werden bei der Konvertierung übernommen.
Aufgabe ausführen
Die Ausführung der verschiedenen Aufgaben kann wegen der vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten hier
nicht ausführlich beschrieben werden. Im Dialog Aufgabe ausführen finden Sie für jede vorgegebene
Aufgabe eine Beschreibung.
Es sind drei Typen von Aufgaben möglich, siehe 6.6 Benutzerdefinierte Aufgaben erstellen.
So führen Sie zum Beispiel die vorgegebene Aufgabe Upgrade von Schalter: Objekte aus PAS CC V5.10 mit
"Activate"-Variable projektieren aus:
² Öffnen Sie im Graphics Designer das Bild, das Sie bearbeiten wollen.
² Wählen Sie im Graphics Designer aus dem Menü SICAM > Aufgabendialog anzeigen, um den Dialog
Aufgabe ausführen zu öffnen.
² Wählen Sie das Register Vorgegebene Aufgaben.
² Markieren Sie die Aufgabe Schalter: Objekte aus PAS CC V5.10 mit "Activate"-Variable projektieren.
² Markieren Sie im Bild die Schaltgeräteobjekte V5.10, für die Sie ein Upgrade ausführen wollen.
² Klicken Sie auf Ausführen.
Der Dialog Schaltobjekte: Update V5.10-Objekte mit Activate-Variable wird geöffnet. In der Spalte
Sollwert ist der Wert ActivateControls eingetragen.
² Bestätigen Sie den nächsten Dialog mit OK.
Das Upgrade der Schaltgeräteobjekte wird ausgeführt, der Sollwert wird übernommen.
Das Ergebnis wird als Report ausgegeben.
• Grafikobjekte parametrieren
Diese Aufgabe parametriert die Eigenschaften und Ereignisse einer Gruppe von Grafikobjekten.
• Grafikobjekte austauschen
Diese Aufgabe ersetzt in einem Bild existierende Grafikobjekte durch neue Grafikobjekte. Die Werte der
Eigenschaften und Ereignisse werden gemäß der Definition kopiert.
In diesem Abschnitt wird die Aufgabe Upgrade von V5.1 Messwertobjekten angelegt und anschließend
ausgeführt.
Die einzelnen Schritte sind:
• Aufgabe anlegen
• Aufgabe konfigurieren
• Aufgabe ausführen
Aufgabe anlegen
So legen Sie eine Aufgabe an:
² Wählen Sie im Graphics Designer den Menüeintrag SICAM > Einstellungen.
Der Dialog Einstellungen wird geöffnet.
[add-in501, 1, de_DE]
Aufgabe konfigurieren
Nun können Sie die Aufgabe konfigurieren. Dadurch definieren Sie die Aktionen, welche die Aufgabe durch-
führt.
² Lassen Sie unter StaticProperties und DynamicProperties den Eintrag (all) stehen.
Alle Werte der statischen und dynamischen Eigenschaften mit gleichem Eigenschaftsnamen werden beim
Upgrade von den Grafikobjekten V5.1 auf die neuen Grafikobjekte übertragen und bleiben erhalten.
² Klicken Sie in der Zeile Events auf (all) und anschließend auf die Schaltfläche mit den Punkten.
Der Dialog Events wird geöffnet.
[add-in502, 1, de_DE]
² Klicken Sie unter Aktion Ereignis mit der rechten Maustaste auf (all) und wählen Sie Löschen.
Der Eintrag (all) wird entfernt. Dadurch werden beim Upgrade die Scripte der Grafikobjekte V5.1 durch
neue Scripte ersetzt.
² Klicken Sie mit der rechten Maustaste in das leere Feld unter Aktion Ereignis und wählen Sie Über-
nehmen.
Der Löschvorgang wird übernommen.
² Schließen Sie den Dialog mit OK.
² Geben Sie für die Aufgabe unter Name die Bezeichnung Upgrade von V5.1 Messwertobjekten ein.
² Geben Sie unter Beschreibung eine kurze Erläuterung der Aufgabe mit Hinweisen zum Bedienablauf ein.
[add-in503, 1, de_DE]
Aufgabe ausführen
So führen Sie die Aufgabe aus:
² Öffnen Sie im Graphics Designer das Bild, das Sie bearbeiten wollen.
² Fügen Sie in das Bild ein Messwertobjekt der neuen Version ein.
² Wählen Sie im Graphics Designer aus dem Menü SICAM > Aufgabendialog anzeigen, um den Dialog
Aufgabe ausführen zu öffnen.
² Wählen Sie das Register Benutzerdefinierte Aufgaben.
² Markieren Sie die Aufgabe Upgrade von V5.1 Messwertobjekten.
[add-in504, 1, de_DE]
² Markieren Sie im Bild die Messwertobjekte, für die Sie ein Upgrade ausführen wollen.
² Klicken Sie auf die Schaltfläche Sammeln.
Die markierten Messwertobjekte werden vorgemerkt.
² Markieren Sie das Messwertobjekt der neuen Version.
² Klicken Sie auf Ausführen.
Das Upgrade der Messwertobjekte wird ausgeführt. Das Ergebnis wird als Report ausgegeben.
In diesem Abschnitt wird die Aufgabe Upgrade von V5.10 Schaltgeräteobjekten angelegt und anschließend
ausgeführt.
Die einzelnen Schritte sind:
• Aufgabe anlegen
• Aufgabe konfigurieren
• Aufgabe ausführen
Aufgabe anlegen
So legen Sie eine Aufgabe an:
[add-in505, 1, de_DE]
Aufgabe konfigurieren
Nun können Sie die Aufgabe konfigurieren. Dadurch definieren Sie die Aktionen, welche die Aufgabe durch-
führt.
² Klicken Sie auf DynamicProperties und anschließend auf die Schaltfläche mit den Punkten.
Der Dialog DynamicProperties wird geöffnet.
[add-in506, 1, de_DE]
² Klicken Sie unter Dynamische Eigenschaft mit der rechten Maustaste in das leere Feld und wählen Sie
Hinzufügen.
Der Dialog Hinzufügen wird geöffnet.
² Wählen Sie aus der Liste den Namen der Eigenschaft, die Sie bearbeiten möchten (hier: Activate) und
schließen Sie den Dialog mit OK.
Wenn die gewünschte Eigenschaft nicht angeboten wird, können Sie den Namen eingeben.
² Wählen Sie unter Anfangswert den Eintrag Variable.
² Geben Sie als Anfangswert ActivateControls ein.
[add-in507, 1, de_DE]
² Klicken Sie mit der rechten Maustaste in das Feld unter Dynamische Eigenschaft und wählen Sie Über-
nehmen.
Der Anfangswert wird übernommen.
² Schließen Sie den Dialog mit OK.
² Geben Sie für die Aufgabe unter Name die Bezeichnung Upgrade von V5.10 Schaltgeräteobjekten ein.
² Geben Sie unter Beschreibung einen aussagekräftigen Text ein.
[add-in508, 1, de_DE]
Aufgabe ausführen
So führen Sie die Aufgabe aus:
² Öffnen Sie im Graphics Designer das Bild, das Sie bearbeiten wollen.
² Wählen Sie im Graphics Designer aus dem Menü SICAM > Aufgabendialog anzeigen, um den Dialog
Aufgabe ausführen zu öffnen.
² Wählen Sie das Register Benutzerdefinierte Aufgaben.
² Markieren Sie die Aufgabe Upgrade von V5.10 Schaltgeräteobjekten.
² Markieren Sie im Bild die Schaltgeräteobjekte, für die Sie ein Upgrade ausführen wollen.
[add-in509, 1, de_DE]
[add-in510, 1, de_DE]
In diesem Abschnitt wird die Aufgabe Elemente eines Listen- oder Kombinationsfeldes bearbeiten ange-
legt und anschließend ausgeführt.
Die einzelnen Schritte sind:
• Aufgabe anlegen
• Aufgabe konfigurieren
• Aufgabe ausführen
Aufgabe anlegen
So legen Sie eine Aufgabe an:
² Wählen Sie im Graphics Designer den Menüeintrag SICAM Einstellungen.
Der Dialog Einstellungen wird geöffnet.
[add-in511, 1, de_DE]
Aufgabe konfigurieren
Nun können Sie die Aufgabe konfigurieren. Dadurch definieren Sie die Aktionen, welche die Aufgabe durch-
führt.
² Klicken Sie auf PropertynameCount und anschließend auf die Schaltfläche mit den Punkten.
Der Dialog PropertynameCount wird geöffnet.
[add-in512, 1, de_DE]
[add-in513, 1, de_DE]
Aufgabe ausführen
So führen Sie die Aufgabe aus:
² Öffnen Sie im Graphics Designer das Bild, das Sie bearbeiten wollen.
² Wählen Sie im Graphics Designer aus dem Menü SICAM > Aufgabendialog anzeigen, um den Dialog
Aufgabe ausführen zu öffnen.
² Wählen Sie das Register Benutzerdefinierte Aufgaben.
² Markieren Sie die Aufgabe Elemente eines Listen- oder Kombinationsfeldes bearbeiten.
² Markieren Sie im Bild die Check-Box, die Sie bearbeiten wollen.
[add-in514, 1, de_DE]
[add-in515, 1, de_DE]
[sc_lib_replace1, 1, de_DE]
[sc_lib_replace2, 1, de_DE]
Im Grafikbibliothek-Explorer werden die Grafikobjekte aufgelistet, die sich im aktuellen Verzeichnis befinden
und ersetzt werden können.
² Markieren Sie das Grafikobjekt, das ersetzt werden soll.
² Bestätigen Sie mit OK.
² Wählen Sie im nächsten Dialog Ja.
Das bestehende Grafikobjekt wird in der SICAM-Grafikobjekte-Bibliothek durch das geänderte Grafikob-
jekt ersetzt.
[sc_lib_replace3, 1, de_DE]
HINWEIS
i Die Grafikobjekte in bestehenden Bildern werden dadurch nicht verändert. Neu eingefügte Grafikobjekte
besitzen die neuen Eigenschaften.
7.1 Systemübersicht
In diesem Abschnitt erhalten Sie detaillierte Informationen zu den Anschlüssen an die unterstützten Zielsys-
teme:
• SICAM RTUs, IEC 61850- und IEC 60870-5-104-Geräte, siehe 7.1.2 Anschluss an SICAM RTUs oder IEC
61850/IEC 60870-5-104
[System_SCC_1, 1, de_DE]
Der Anschluss von SICAM SCC an SICAM PAS/PQS wird über einen in SICAM PAS/PQS integrierten SICAM SCC
Proxy Treiber realisiert. Dieser kommuniziert mit dem SICAM PAS/PQS-Kanal und ermöglicht auch den Aufbau
und Anschluss redundanter SICAM PAS/PQS- oder SICAM SCC-Systeme.
Die interne Steuerung erfolgt über administrative Variablen. Diese Variablen werden in der jeweiligen
Verbindung des Kanals im WinCC-Variablenhaushalt in einer SICAM_Admin-Variablengruppe angelegt.
Die Prozessvariablen werden entsprechend den Namen aus SICAM PAS im Variablenhaushalt angelegt. Diese
Variablen werden als Datenstrukturen (strukturierte Variable) erzeugt, damit zusätzlich zum Wert auch Infor-
mationen wie der Status oder die Verursachung übertragen werden können.
Die Prozessdaten können Sie sowohl in den Variablenhaushalt, als auch in das Meldesystem rangieren. Wenn
Sie die Variablen im Variablenhaushalt verwenden, müssen Sie die maximal lizenzierte Variablenanzahl für
SIMATIC WinCC beachten. Für SICAM SCC wird jeweils eine SICAM-Information, also eine strukturierte Vari-
able, als eine WinCC-Variable gezählt. Die Informationen für das Meldesystem unterliegen dieser Beschrän-
kung nicht.
Wenn mehrere Stationen in ein SIMATIC WinCC Projekt importiert werden, muss die Projekt-ID der import-
ierten Stationen eindeutig sein, da diese zur Unterscheidung der Meldungen in die Bildung der Meldenum-
mern einfließt, siehe Hinweis nach Tabelle 7-15.
Prozessdaten können auch ins Archivsystem rangiert werden. Für das Archivsystem gilt ebenfalls die Beach-
tung der maximalen Anzahl lizenzierter Datenpunkte. Dafür gibt es eine eigene Lizenz.
Meldepuffer
Der in SICAM PAS/PQS integrierte SICAM SCC Proxy Treiber beinhaltet einen Meldepuffer, der Meldungen
speichern kann, die bei Kommunikationsausfall oder kurzzeitigem Abschalten von SICAM SCC auftreten. Damit
in den Meldearchiven keine Lücken entstehen, werden diese gepufferten Meldungen an das WinCC-Melde-
system weitergeleitet, sobald die Kommunikation zwischen SICAM SCC und SICAM PAS/PQS wieder aufge-
nommen wurde.
Die Meldungen werden ab dem Start des SICAM SCC-Treibers im SICAM PAS-System gepuffert. Alle ab dem
Start des SICAM PAS/PQS-Systems auftretenden Zustandsänderungen, die zu SICAM SCC rangiert sind, werden
in der SICAM SCC-Meldeliste protokolliert.
Die Größe des Meldepuffers können Sie in SICAM PAS/PQS UI - Configuration einstellen. Wenn Sie die Größe
des Meldepuffers auf 0 setzen, ist er deaktiviert. Ein Überlauf des Meldepuffers wird mittels einer Systemmel-
dung in SICAM PAS/PQS signalisiert. Diese Systemmeldung kann ebenfalls zu SICAM SCC rangiert und in den
Meldelisten protokolliert werden.
HINWEIS
i Wenn an SICAM SCC ein redundantes SICAM PAS/PQS-System angeschlossen ist und ein SICAM PAS/PQS-
System nicht erreichbar ist, kann es nach Verbindungsunterbrechungen oder Start des SICAM SCC-Systems
zu Verzögerungen beim Eintrag der Meldungen in die Meldelisten kommen.
Meldearchiv zurücksetzen
So setzen Sie das Meldearchiv zurück:
• Klicken Sie im Fenster Alarm Logging mit der rechten Maustaste auf Meldungen und wählen Sie aus
dem Kontextmenü Archivkonfiguration > Rücksetzen.
Das Meldearchiv und die Meldelisten werden geleert.
[sc_archiv-reset, 1, de_DE]
[System_SCC_2, 1, de_DE]
Der Anschluss von SICAM SCC an SICAM RTUs oder an Feldgeräte über IEC 61850/IEC 60870-5-104 erfolgt
über die SICAM IEC COMMUNICATION SUITE und ermöglicht auch den Aufbau und Anschluss redundanter
Systeme.
Die interne Steuerung erfolgt über administrative Variablen, die in der jeweiligen Verbindung des Kanals im
WinCC-Variablenhaushalt in einer SICAM_Admin-Variablengruppe angelegt werden.
Die Prozessvariablen werden entsprechend den Namen aus der SICAM TOOLBOX II/SICAM Device Manager-
Projektierung oder einer SCD/CID/XML-Datei im Variablenhaushalt angelegt. Diese Variablen werden als Daten-
strukturen (strukturierte Variable) erzeugt, damit zusätzlich zum Wert auch Informationen wie der Status oder
die Verursachung übertragen werden können.
Die Prozessdaten können Sie sowohl in den Variablenhaushalt, als auch in das Meldesystem rangieren. Wenn
Sie die Variablen im Variablenhaushalt verwenden, müssen Sie die maximal lizenzierte Variablenanzahl für
SIMATIC WinCC beachten. Für SICAM SCC wird jeweils eine SICAM-Information, also eine strukturierte Vari-
able, als eine WinCC-Variable gezählt. Die Informationen für das Meldesystem unterliegen dieser Beschrän-
kung nicht.
Beim Anlegen einer Station mit dem SICAM IEC Wizard (Import im Wizard) wird eine Projekt-ID vergeben. Die
Nummerierung der verschiedenen Stationen beginnt mit 10. Sie bleibt bei einem weiteren Import mit dem
Wizard unverändert.
Achten Sie bei gemischten Projekten mit SICAM PAS-Anschlüssen auf eindeutige Projekt-IDs.
Meldearchiv zurücksetzen
So setzen Sie das Meldearchiv zurück:
• Klicken Sie im Fenster Alarm Logging mit der rechten Maustaste auf Meldearchiv und wählen Sie aus
dem Kontextmenü Zurücksetzen.
Das Meldearchiv und die Meldelisten werden geleert.
[sc_archiv-reset, 1, de_DE]
Auf redundanten SICAM SCC-Systemen kann es bei IEC 61850-, IEC 104- und SNMP-Kommunikationskanälen
zu Doppeleinträgen in den Meldelisten kommen. Dieses Verhalten tritt insbesondere nach Verbindungsunter-
brechungen oder Neustart der WinCC-Runtime bei einem der beiden redundanten Systeme auf.
Um Meldeinstanzen identifizieren und einander zuordnen zu können, werden in SICAM SCC-Projekten mit IEC-
oder SNMP-Kanal die vom Sender mitgegebenen Zeitstempel genutzt. Bei identischen Zeitstempeln kann dann
1 Instanz verworfen werden. Beim SNMP-Anschluss funktioniert das nicht, da die Meldungen ohne Zeit-
stempel gesendet werden und erst im SNMP-Kanal von SICAM SCC selbst zeitgestempelt werden. Bei allen 3
Anschlüssen werden ebenfalls Systemmeldungen ohne Zeitstempel gesendet und müssen dann vom Kanal-
treiber zeitgestempelt werden, bei IEC 104 auch Generalabfragemeldungen.
Um in diesen Fällen zu vermeiden, dass Meldungen doppelt eingetragen werden, können Sie im dynamischen
Alarmfilter (DAF) eine DAF_Marker-Variable mit den Meldungen verknüpfen, die dann nur die Meldungen des
führenden Systems protokolliert. Die Steuerung der DAF_Marker-Variable erfolgt in einer globalen Aktion.
Diese benötigt eine OPC-Verbindung zwischen den beiden redundanten WinCC-Rechnern, die die Variable
@RedundantServerState beider Systeme zur jeweils anderen Seite überträgt.
[sc_opc_neuer_treiber, 1, de_DE]
² Klicken Sie mit der rechten Maustaste im Variablenhaushalt auf OPC Groups und wählen Sie im
Kontextmenü Systemparameter.
[sc_opc_systemparameter, 1, de_DE]
² Klicken Sie Rechner... und geben Sie den Rechnernamen des redundanten Servers ein.
[sc_opc_rechnername, 1, de_DE]
[sc_opc_expand, 1, de_DE]
² Wählen Sie OPCServer.WinCC.1 und klicken Sie Browse Server (Runtime muss laufen).
² Im folgenden Dialog Filterkriterien geben Sie nichts ein und klicken Weiter->.
Der Dialog OPCServer.WinCC.1 wird geöffnet.
² Wählen Sie unter @LOCALMACHINE:: > Interne Variablen die Variable @RedundantServerState. Diese
Variable enthält zur Runtime den Redundanzstatus des jeweils „anderen“ WinCC-Rechners.
[sc_opc_internal_var, 1, de_DE]
² Im Dialog Neue Verbindung wird der Name der Verbindung automatisch vorgeschlagen. Falls
gewünscht, ändern Sie den Namen.
[sc_opc_new-conn, 1, de_DE]
[sc_opc_add_var, 1, de_DE]
[sc_opc_conn-para, 1, de_DE]
[sc_opc_connection, 1, de_DE]
[sc_global_paste, 1, de_DE]
² Im WinCC-Explorer finden Sie Ihre kopierte Aktion unter Aktionen > globale Aktionen.
[sc_glocal_explorer, 1, de_DE]
[sc_global_generate, 1, de_DE]
Damit der Kanal beim Start der Runtime keine Meldungen überträgt, bevor diese Aktion den DAF_Marker
steuern kann, enthält die Variablengruppe SICAM_Admin_xxxx in den IEC- und SNMP-Kanälen eine Variable
StartupDelayTime_xxxx, mit der Sie eine Verzögerungszeit (Startwert in Millisekunden) einstellen können,
bevor nach Verbindungsaufnahme mit den Gegenstellen die Datenübertragung startet. Diese Verzögerungs-
zeit ist abhängig vom Kommunikationsprotokoll, der Anzahl angeschlossener Geräte und der Anzahl von Infor-
mationspunkte. Deshalb muss diese Variable projektspezifisch eingestellt werden. Standardmäßig können Sie
von einem Wert von 10 Sekunden (Wert der Variable: 10 000) ausgehen. Um bei Einzelplatzsystemen ohne
Redundanz Verzögerungen zu vermeiden, ist der Wert nicht vorbelegt.
[sc_startup_delay, 1, de_DE]
Damit der DAF Doppeleinträge verhindert, müssen Filter für alle Listeneinträge, sowohl binäre als auch nume-
rische, erstellt werden.
Im Folgenden sehen Sie ein Beispiel für Doppelmeldungen.
HINWEIS
i Für jeden der 4 Zustände einer Doppelmeldung muss der DAF_Marker_1 auf den Wert 1 abgefragt werden.
Diese Variable wird durch die zuvor genannte globale Aktion auf 1 gesetzt, wenn dieser Rechner der Redun-
danz-führende ist. Das bedeutet, auf dem führenden Rechner ist sie 1, auf dem Standby-Rechner ist sie 0.
Dadurch werden nur die Meldungen des führenden Rechners protokolliert.
[sc_daf_config, 1, de_DE]
• IEC 60870-5-104-Kommunikationsverbindung
– AKServ.ini
– [DEFAULT]
– Ini-Timeout=60
[sc_SICAM_IEC_60870-5-104_Wizard_device_list, 1, de_DE]
• IEC 61850-Kommunikationsverbindung
– IEC61850.ini
– [GENERAL], Ini-Timeout=60, NoReStamping=1
– Ini-Timeout=60
– NoReStamping=1
[sc_SICAM_IEC_61850_Wizard_device_list_2, 1, de_DE]
HINWEIS
i Nach dem Runtime-Start des redundanten SCC-Servers erscheinen die neu hinzugekommen Ereignisliste-
neinträge nicht automatisch. Diese werden erst nach Beendigung des Archivabgleichs (Systemmeldung
Nummer 1012209, REDRT:<Computername>: Archivabgleich beendet) und neuem Anzeigen des Listen-
bildes hinzugefügt.
7.2 Datenimport
Übersicht
Mit dem SICAM Import/Export Wizard importieren Sie TEA-X Exportdateien von SICAM PAS/PQS oder SITIPE.
Die Funktionen des SICAM Import/Export Wizard entsprechen größtenteils denen der anderen Wizards.
Es können mehrere TEA-X-Dateien verschiedener SICAM PAS/PQS-Projekte importiert werden. Dabei erfolgt
eine automatische Erkennung, ob es sich um ein Update eines bestehenden Projekts oder den Import einer
zusätzlichen Station handelt.
Folgende Formate können importiert werden:
• TEAX
• SXD
• SCD
• CID
• ICD
• IID
• XML
Exportiert werden ausschließlich TEA-X-Dateien.
Der SICAM Import/Export Wizard kann aus SICAM SCC einzelne Stationen in eine TEA-X Datei exportieren.
Diese Datei kann mit SITIPE bearbeitet und anschließend auch in ein neues Projekt importiert werden.
HINWEIS
i Verwenden Sie den SICAM Import/Export Wizard als Standard-Wizard. Falls benötigt, können Sie den
SICAM PAS Wizard oder den SICAM IEC Wizard über das Kontextmenü des SICAM Import/Export Wizards
starten.
[sc_SICAM_Import-Export_Import, 2, de_DE]
[sc_SICAM_Import-Export_Import_1, 2, de_DE]
Abhängig vom gewählten Importformat können Sie den Stationsnamen selbst vergeben oder aber er wird von
der Importdatei vorgegeben, siehe Tabelle 7-1.
[sc_SICAM_Import-Export_Import_1_update_station_teax, 1, de_DE]
HINWEIS
i Beachten Sie bei der Projektierung des SICAM SCC-Links in der SICAM TOOLBOX II Folgendes:
Prinzipiell ist in den Hierarchie/Gruppen-Feldern der "Pfad" bis zum Gerät abgelegt, in den "…"-Text- und
Prozessinformations-Feldern der Prozessdatenpunkt selbst.
Der IEC Wizard hat den Variablennamen, falls vorhanden, als kompletten WinCC-Variablennamen über-
nommen, den Gruppennamen nur als "Unterordner" benutzt. Wenn der Variablenname leer ist, baut der
IEC Wizard den WinCC-Variablennamen aus Variablengruppe und Prozessinformation (Variablengruppe +
"_" + Prozessinformation) zusammen.
Beim Import-/Export Wizard wird der WinCC-Variablenname aus Variablengruppe und Prozessinformation
gebildet. Hier wird die Eigenschaft Variablenname im SICAM SCC-Link der SICAM TOOLBOX II nicht
verwendet.
Wenn der SICAM SCC-Link aus der Bibliothek der SICAM TOOLBOX II verwendet wird, sind die Felder mit
entsprechenden Formeln vorausgefüllt.
Für das Archiv (TagLogging) gelten für die Hierarchie und Infonamen die gleichen Regeln, die maximale
Stringlänge ist aber kürzer.
Für das Meldesystem können die Meldungsgruppe und der Meldungstext frei vergeben werden und dienen
dem Nutzer im Betrieb nur zur Identifikation der Information.
Je nach Importdatei werden Sie bei Bedarf durch die 7.2.2 Projektierung von Geräte- und Verbindungsparame-
tern geführt.
[sc_SICAM_Import-Export_Import_2, 1, de_DE]
[sc_SICAM_Import-Export_Import_3, 1, de_DE]
Der Import wird angestoßen. Je nach Größe der zu importierenden Daten kann der Import einige Zeit in
Anspruch nehmen.
[sc_SICAM_Import-Export_Import_4, 1, de_DE]
[sc_Initialize_project, 2, de_DE]
[sc_station_conversion, 2, de_DE]
Station in TEA-X umwandeln ist nur verfügbar, wenn es mindestens 1 Station gibt, die konvertiert werden
kann. Konvertierbar sind solche Stationen, die mit dem PAS Wizard oder dem IEC Wizard importiert wurden.
² Klicken Sie Weiter>.
[sc_station_conversion_1, 1, de_DE]
[sc_station_conversion_1_teax, 1, de_DE]
HINWEIS
i Die PXD-Datei und die TEA-X-Datei müssen vom gleichen Stand wie das PAS-Projekt sein.
Um das sicher zu stellen, exportieren Sie am besten eine PXD- und eine TEA-X-Datei aus dem aktuellen
Stand. Aktualisieren Sie dann das Projekt mit dem PAS Wizard und der PXD-Datei. Danach konvertieren Sie
es mit der TEA-X-Datei.
[sc_station_conversion_2, 1, de_DE]
Export
Der SICAM Import/Export Wizard kann aus SICAM SCC einzelne Stationen in eine TEA-X Datei exportieren.
Diese Datei kann mit SITIPE bearbeitet und anschließend auch in ein neues Projekt importiert werden.
² Wählen Sie Exportieren und klicken Sie Weiter>.
[sc_SICAM_Import-Export_station_1, 2, de_DE]
Exportieren ist nur verfügbar, wenn es mindestens 1 Station gibt, die exportiert werden kann. Es können
diejenigen Stationen exportiert werden, die direkt oder indirekt mit dem TEA-X Wizard (jetzt "Import/Export
Wizard") importiert wurden. Exportierbar sind solche Stationen, die nicht mit dem PAS Wizard oder dem IEC
Wizard importiert wurden.
Konvertierte Stationen (siehe Stationskonvertierung ins TEA-X-Format, Seite 229) können ebenfalls exportiert
werden.
Station löschen
² Wählen Sie Station löschen.
[sc_SICAM_Import-Export_select_Delete, 1, de_DE]
Station löschen ist nur verfügbar, wenn es mindestens 1 Station gibt, die gelöscht werden kann. Es können
diejenigen Stationen gelöscht werden, die direkt oder indirekt mit dem TEA-X Wizard (jetzt Import/Export
Wizard) importiert wurden. Das sind all jene Stationen, die nicht mit dem PAS Wizard oder dem IEC Wizard
importiert wurden.
Konvertierte Stationen (siehe Stationskonvertierung ins TEA-X-Format, Seite 229) können ebenfalls gelöscht
werden.
² Klicken Sie Weiter>.
² Wählen Sie die zu löschende Station und klicken Sie Weiter>.
Die Station wird gelöscht.
[sc_SICAM_Import-Export_delete_station, 1, de_DE]
Wenn Sie im SICAM Import/Export Wizard ein entsprechendes Format (z.B. SCD, IID, XML) gewählt haben,
werden Sie durch die Projektierung von Geräte- und Verbindungsparametern geführt.
HINWEIS
i Für den Import von IEC 60870-5-104-Daten aus einer DIGSI/XML-Datei benötigen Sie die separate Lizenz
SCC IEC 60870-5-104 data import.
Gerätedaten bearbeiten
Für den Import DIGSI/XML-Import von SICAM IEC 60870-5-104-Daten stellt der Wizard auf einigen zusätzlichen
Seiten eine Mappingoberfläche zur Verfügung, in der Sie die Informationen selektieren können, die in SICAM
SCC angelegt werden sollen. Im Weiteren können Sie in der Expertenansicht Geräte- und Verbindungspara-
meter projektieren.
[scc_104_05, 3, de_DE]
HINWEIS
i Beim Erstimport werden Ihnen alle Geräte aus dem Importverzeichnis angezeigt. Sie können nur Geräte mit
gleicher Stationsnummer auswählen. Bei einem Update dieser Station werden Ihnen nur noch Geräte mit
dieser Stationsnummer angezeigt.
Wenn in dem Verzeichnis nur eine XML-Datei vorhanden ist, wird die Geräteauswahl nicht angezeigt.
² Wählen Sie die Geräte aus, deren Daten Sie mit dem Wizard importieren wollen.
² Klicken Sie Weiter.
Das nächste Fenster wird geöffnet.
² Wählen Sie die Registerkarte Rangierung.
In der Rangierung werden alle Variablen aus den importierten *.xml-Dateien gerätespezifisch angezeigt.
HINWEIS
[scc_104_06, 3, de_DE]
In der Geräteliste links im Fenster werden die Geräte aufgelistet, die in der Geräteauswahl als Verwendet
selektiert wurden.
HINWEIS
i Sie können Geräte zu Gruppen zusammenfassen und so eine Auswahl für mehrere Geräte gleichzeitig
vornehmen, siehe Bild 7-10.
• Für das Archivsystem die Spalten Archivvariablen Hierarchie und Archivvariablen Information.
Die Texte für diese Spalten werden beim Markieren einer Prozessvariablen für die Variablen (Komponenten)
erzeugt.
[scc_104_08, 3, de_DE]
[scc_104_10, 3, de_DE]
Die Einstellungen des markierten Gerätes werden angezeigt. Sie entsprechen den Parametern in der
XMLDatei.
² Wählen Sie die Registerkarte Globale Einstellungen.
[scc_104_11, 3, de_DE]
HINWEIS
i Die Bedeutung der Parameter ist den Parametern in SICAM TOOLBOX II/SICAM Device Manager angelehnt.
Sie müssen keine Einstellungen vornehmen.
Geräte gruppieren
Nach dem ersten Start des SICAM IEC 60870-5-104 Mappings werden alle zuvor ausgewählten Geräte in der
Geräteliste unter Einzelgeräte aufgelistet. Sie können jetzt Geräte zu Gruppen zusammenfassen und anschlie-
ßend für mehrere Geräte gleichzeitig Variablen auswählen.
Die Einstellungen des ersten Gerätes der Gruppe werden automatisch auf die später hinzugefügten Geräte der
Gruppe übertragen.
Die Geräte gruppieren Sie mit Hilfe des Kontextmenüs, per Drag & Drop oder per Symbolleiste. Gruppieren Sie
nur Geräte gleichen Typs und mit gleichen Datenpunkten. Geben Sie jeder Gerätegruppe einen eindeutigen
Namen.
[scc_104_12, 3, de_DE]
HINWEIS
i Die Bedienung des SICAM IEC 60870-5-104-Mappings ist an die Bedienung des Windows Explorer ange-
lehnt.
HINWEIS
i Für den Import von IEC 61850-Daten aus einer ICD-/IID-/CID-/SCD-Datei benötigen Sie die separate Lizenz
SCD-Import für IEC 61850-Kommunikation.
HINWEIS
i Beim Import einer IEC 61850-SCL-Datei sind nur maximal 50 Reports pro Gerät möglich.
HINWEIS
i In einem statischen Dataset können maximal 499 Prozessdatenpunkte enthalten sein. Wenn in Ihrem über
IEC 61850 angebundenen Schutzgerät statische Datasets genutzt werden, müssen Sie sicherstellen, dass
alle in SICAM SCC parametrierten Informationen auch im statischen Dataset Ihres Gerätes parametriert
sind. Wenn Informationen fehlen, schaltet der Treiber auf zyklische Abfrage. In diesem Fall kann eine
korrekte Protokollierung der Informationen in ihren Meldungslisten nicht garantiert werden.
HINWEIS
i Für IEC 61850-Tools, z.B. den SysCon, werden Client-ICD-Dateien für SICAM SCC auf der DVD mitgeliefert
(Verzeichnis: ProductEnhancements\IEC61850).
Diese Dateien können in den SysCon importiert werden. Wenn Sie dann Informationen zu SICAM SCC
zuordnen, können Sie beim SCD-Import die Option SCC-relevant wählen. Dadurch werden nur die im
SysCon zugeordneten Informationen importiert.
Gerätedaten bearbeiten
Der SICAM Wizard stellt für den SCD-Import eine Mappingoberfläche zur Verfügung, in der Sie die Informati-
onen selektieren können, die in SICAM SCC angelegt werden sollen. Im Weiteren können Sie in der Experte-
nansicht Geräte- und Verbindungsparameter projektieren.
[scc_61850_05, 2, de_DE]
Wenn die Importdatei nur ein Gerät enthält, wird die Geräteauswahl nicht angezeigt.
² Klicken Sie auf Weiter.
Das nächste Fenster wird geöffnet.
[scc_61850_06, 2, de_DE]
In der Geräteliste links im Fenster werden die zuvor ausgewählten Geräte aufgelistet.
HINWEIS
i Sie können Geräte zu Gruppen zusammenfassen und so eine Auswahl für mehrere Geräte gleichzeitig
vornehmen, siehe Bild 7-18.
Statische Datasets
Wenn Sie diese Option aktivieren, werden nur die Informationspunkte angezeigt, die über statische Datasets
in der SCD-Importdatei angeboten werden.
Wenn ein Gerät keine dynamischen Datasets unterstützt, können Sie für den Import nur die in den statischen
Datasets definierten Daten auswählen. In diesem Fall können Sie diese Option nicht abwählen.
In einem statischen Dataset können maximal 499 Prozessdatenpunkte enthalten sein.
SCC relevant
Wenn Sie diese Option aktivieren, werden nur die Informationspunkte angezeigt, die im SYSCON einem oder
mehreren Clients zugeordnet wurden.
Wenn diese Option aktiviert ist, wird die Option Statische Datasets nicht bearbeitet.
² Markieren Sie ein Gerät.
Die Variablen dieses Gerätes werden rechts im Fenster aufgelistet.
² Markieren Sie in den Spalten Meldesystem, Variablenhaushalt und Archivsystem die WinCCKompo-
nenten oder in der Spalte Verwendet die Prozessvariablen, die Sie mit dem SICAM Wizard importieren
wollen.
[scc_61850_07, 2, de_DE]
Mit einem Rechtsklick in die Spaltenüberschrift der Listen Befehlsrichtung und Überwachungsrichtung
können Sie ein Kontextmenü öffnen. Über dieses Kontextmenü können Sie in die Listen zusätzliche Spalten
einblenden, um die für SIMATIC WinCC modifizierten Namen anzuzeigen.
Mit einem Klick auf Zusätzliche Spalten können Sie alle Spalten auf einmal ein- oder ausblenden.
Die zusätzlichen Spalten sind:
• Clients: Diese Spalte zeigt den Namen des Clients an, dem die jeweiligen Informationspunkte zugeordnet
sind.
• Namen des Datasets: Diese Spalte zeigt den Namen des Datasets an, dem die jeweiligen Informations-
punkte zugeordnet sind.
• Für das Archivsystem die Spalten Archivvariablen Hierarchie und Archivvariablen Information.
Die Texte für diese Spalten werden beim Markieren einer Prozessvariablen für die Variablen (Komponenten)
erzeugt.
² Mit der Schaltfläche Aktualisiere SCC-Texte übernehmen Sie die aktuell angezeigten Texte für die
markierten Geräte aus Spalte 2 erneut in die zusätzlichen Textspalten.
Dadurch werden zuvor editierte Texte wieder überschrieben.
HINWEIS
i Beachten Sie, dass Dynamisierungen in WinCC-Bildern nach einer Änderung des Variablennamens nicht
mehr funktionieren.
[scc_61850_08, 2, de_DE]
[scc_61850_09, 2, de_DE]
[scc_61850_10, 2, de_DE]
Die Einstellungen des markierten Gerätes werden angezeigt. Sie entsprechen den Parametern in der SICAM
TOOLBOX II/SICAM Device Manager.
Beim Import aus einer ICD-Datei ist die IP-Adresse des IEC 61850-Gerätes nicht enthalten. Tragen Sie die IPAd-
resse unter IP-Adresse Gegenstelle ein. Weitere Einstellungen müssen Sie nicht vornehmen.
² Wählen Sie die Registerkarte Globale Einstellungen.
[scc_61850_11, 2, de_DE]
HINWEIS
i Die Bedeutung der Parameter ist den Parametern in SICAM TOOLBOX II/SICAM Device Manager angelehnt.
Sie müssen keine Einstellungen vornehmen.
Geräte gruppieren
Nach dem ersten Start des SICAM IEC 61850-Mappings werden alle zuvor ausgewählten Geräte in der Geräte-
liste unter Einzelgeräte aufgelistet. Sie können jetzt Geräte zu Gruppen zusammenfassen und anschließend
für mehrere Geräte gleichzeitig Variablen auswählen.
Die Geräte gruppieren Sie mit Hilfe des Kontextmenüs, per Drag & Drop oder per Symbolleiste. Gruppieren Sie
nur Geräte gleichen Typs und mit gleichen Datenpunkten. Geben Sie jeder Gerätegruppe einen eindeutigen
Namen.
[scc_61850_12, 2, de_DE]
HINWEIS
i In der Tabelle werden immer die Informationen des ersten Gerätes der Gruppe angezeigt.
Alle Geräte müssen identisch projektiert sein:
• Informationen, die nicht in allen Geräten zur Verfügung stehen, werden nicht angezeigt.
• Auf Datasets, die im ersten Gerät nicht vorhanden sind, kann nicht gefiltert werden.
Für ältere Projekte können Sie weiterhin die vormaligen Wizards nutzen. Für die Anbindung von SICAM PAS/
PQS-Stationen verwenden Sie den SICAM PAS Wizard. Für die Anbindung von SICAM RTUs, IEC 61850- und
IEC 60870-5-104-Geräten verwenden Sie den SICAM IEC Wizard.
Je nach Importdatei werden Sie beim SICAM IEC Wizard durch die 7.2.2 Projektierung von Geräte- und Verbin-
dungsparametern geführt.
In diesem Abschnitt ist beispielhaft die Vorgehensweise mit dem SICAM PAS Wizard beschrieben.
Wizard starten
² Starten Sie den SICAM PAS Wizard im WinCC Explorer.
[pascc310, 2, de_DE]
HINWEIS
i Starten Sie keine Editoren in SIMATIC WinCC während der SICAM PAS Wizard aktiv ist, da sonst eventuell die
Verbindung des Wizard zu einer Komponente abgebrochen wird und Fehler beim Import/Update auftreten
können.
[pascc311, 1, de_DE]
Stationsnamen eingeben
² Um dem Projekt eine Station hinzuzufügen, markieren Sie unter Stationsauswahl den Punkt Neue
Station im Projekt anlegen.
² Geben Sie in das Eingabefeld einen eindeutigen Namen für die Station ein (z.B. station1). Der Stations-
name wird als Vorschlagsname für die logische Verbindung in der SICAM PAS PROTOCOL SUITE
verwendet.
HINWEIS
i Wenn Sie keine neue Station anlegen, sondern eine schon bestehende Station aktualisieren wollen,
müssen Sie so vorgehen:
Parameter auswählen
² Wählen Sie die gewünschte Sonderzeichenersetzung aus der Auswahlliste aus. Dadurch ersetzt der
SICAM PAS Wizard die Sonderzeichen, die in den Variablennamen enthalten sind und die SICAM SCC nicht
verwenden kann, durch SICAM SCC-konforme Zeichen.
² Markieren Sie SICAM Reporterausgabe. Dadurch startet der SICAM PAS Wizard den SICAM PASReport.
Um die Übersichtlichkeit der Liste zu erhöhen, können Sie die Einträge auf Warnungen/Fehler
beschränken.
[pascc312, 1, de_DE]
HINWEIS
[pascc313, 2, de_DE]
HINWEIS
i Wurde im Dialog 2/5 Löschen aktiviert, werden die Dialog SICAM PAS Wizard 3/5 und 4/5 übersprungen.
Stationsparameter einstellen
Im folgenden Dialog stellen Sie die Stationsparameter ein.
Die Eingaben bei Kanal Unit und Logische Verbindung sind bei SICAM PAS/PQS voreingestellt und können
bei der ersten Station ohne Änderung übernommen werden.
[pascc314, 2, de_DE]
HINWEIS
i Wählen Sie in diesem Dialog, beim Anschluss von SICAM PAS/PQS-Systemen mit unterschiedlichen Versi-
onen, die passende Kanal Unit aus.
[pascc320, 1, de_DE]
Bei der Anbindung einer SICAM PAS/PQS-Station ab der Version 8.00 müssen Sie keine Verbindungsparameter
konfigurieren. Die Verbindungsparameter werden aus der SICAM PAS/PQS-Importdatei übernommen. Für
ältere SICAM PAS/PQS-Versionen werden die Verbindungsparameter mit Standardwerten vorbelegt.
Die Verbindungsparameter müssen mit den in SICAM PAS/PQS parametrierten Werten übereinstimmen. Über-
prüfen Sie die Verbindungsparameter, siehe 3.2.5 Verbindungsparameter.
HINWEIS
i Bei einem Datenimport mit dem SICAM Wizard werden die manuell geänderten Verbindungsparameter mit
den Parametern aus der Importdatei überschrieben. Überprüfen Sie deshalb nach dem Datenimport die
Verbindungsparameter.
Projekt initialisieren
Im folgenden Dialog bestimmen Sie die Initialisierung des WinCC-Projektes.
² Aktivieren Sie SICAM Symbolbibliothek importieren, um die SICAM-Symbolbibliothek (inklusive der
ActiveX Controls) und die SICAM PAS/PQS-administrativen Variablen in das WinCC-Projekt zu importieren.
² Aktivieren Sie SICAM Textbibliothek erzeugen, um die Textbibliothek in dem WinCC-Projekt zu
erzeugen.
HINWEIS
i Beim ersten Durchlauf muss, wenn SICAM Meldesystem erzeugen aktiviert wird, auch SICAM Textbiblio-
thek erzeugen aktiviert werden.
² Aktivieren Sie SICAM Meldesystem erzeugen, um das Meldesystem in dem WinCC-Projekt zu erzeugen.
[pascc315, 1, de_DE]
Zusammenfassung
Die folgende Seite zeigt eine Zusammenfassung der zuvor gemachten Einstellungen. Überprüfen Sie diese auf
ihre Richtigkeit.
HINWEIS
i Sollte eine der Einstellungen nicht richtig sein, klicken Sie auf die Schaltfläche Zurück. Der vorherige Dialog
öffnet sich und Sie können Korrekturen vornehmen.
[pascc316, 1, de_DE]
Report einsehen
Nach Beendigung der Operationen können Sie den Report einsehen.
² Wählen Sie im Fenster Report das Register Übersicht. Unter Meldungen ist in der Zeile Ende: die Anzahl
der Fehler und Warnungen angegeben.
² Klicken Sie Schließen, um den Report zu beenden.
[pascc317, 1, de_DE]
HINWEIS
i Wenn der Report Fehler oder Warnungen anzeigt, speichern Sie die Meldungen zur späteren Einsicht-
nahme und Bearbeitung.
Sind Fehler aufgetreten, fordert der SICAM PAS Wizard beim nächsten Lauf zum Löschen der fehlerhaften
Komponenten auf.
HINWEIS
i Der SICAM PAS Wizard legt seine Meldungen in der Datei GWLog.txt ab. Sie finden diese Datei im Projekt-
pfad (z.B. ...\project1).
Der SICAM PAS Wizard überschreibt diese Datei bei jedem Lauf. Sichern Sie diese Datei deshalb bei Bedarf.
Die Online-Konfiguration für den IEC60870-5-104-Anschluss wird nur vom SICAM IEC Wizard unterstützt.
Um das Herunterfahren der SICAM SCC Runtime bei kleineren Anpassungen der Projektierung zu vermeiden,
kann in SICAM SCC eine IEC 60870-5-104-Station während der Runtime erweitert werden. Es können Geräte
sowie einzelne Informationen hinzugefügt und bestimmte Parameter geändert werden.
Voraussetzungen/Vorbereitende Tätigkeiten
Um online eine IEC 60870-5-104-Station erweitern zu können, muss mindestens 1 Gerät mit mindestens 1
Information projektiert sein.
Zur Runtime können ausschließlich existierende IEC 60870-5-104-Stationen erweitert werden. Um eine IEC
60870-5-104-Station zur Runtime hinzufügen zu können ist es notwendig, bei deaktivierter Runtime eine
Platzhalterstation (leere Station) anzulegen, die mindestens die administrativen SICAM SCC-Variablen bein-
haltet.
Einschränkungen
Beachten Sie folgende Einschränkungen im Unterschied zur Projektierung im Offline-Modus:
• Bei Variablen, die bereits im Variablenhaushalt rangiert sind, können folgende Eigenschaften nicht zur
Runtime geändert werden:
– Var-Name
– Var-Gruppe
– Var-Typ
– Rangierung in TagLogging oder AlarmLogging
– Verknüpfung von Melde- und Befehlsvariablen
• PAS- und IEC 61850-Stationen können weiterhin nur bei gestoppter Runtime projektiert werden.
Die Platzhalterstation können Sie nun während der gestarteten Runtime erweitern.
Dieses importierte Platzhaltergerät darf beim späteren Erweitern der Station nicht gelöscht werden.
Mithilfe des SICAM IEC104 XML Creators erzeugen Sie für eine SICAM RTU oder ein anderes Gerät mit IEC
60870-5-104-Kommunikationsanschluss eine Parameterdatei, z.B. Rtu1.xml. Diese XML-Datei können Sie
anschließend mit dem SICAM IEC Wizard in Ihr Projekt importieren. Die Parameterdatei beinhaltet alle für den
Import benötigten Parameter. Für jede RTU sowie jedes Gerät müssen Sie eine eigene Parameterdatei
erzeugen. Zur Erzeugung und Bearbeitung der Parameterdatei benötigen Sie Microsoft Office.
Installation
Um den SICAM IEC104 XML Creator einsetzen zu können, muss auf dem Rechner die SICA-
MIEC104XMLCreator.dll vorhanden und registriert sein.
Vorgehen
Zur Parameterdatei (XML-Datei) gelangen Sie in 3 Schritten:
• In die XLSM-Datei, z.B. Rtu1.xlsm, tragen Sie die Parameter Ihres Gerätes ein.
HINWEIS
i Die Excel-Dateien können Sie mit den Excel-Versionen ab 2007 und Office 365 bearbeiten.
XLSM-Datei
Die Einträge in der XLSM-Datei sind aufgeteilt in:
• CreateIEC104Variables
Dieses Blatt enthält die eigentlichen Parameter.
• Help
Dieses Blatt enthält Hilfetexte.
• Example
Dieses Blatt enthält ein Beispiel für eine SICAM RTU mit zwei LRU und deren Datenpunkten.
Die fett gedruckten Werte sind Vorgabewerte aus der Norm EN 60870-5-104.
HINWEIS
IEC 104-Datentypen
HINWEIS
i Auch für Datentypen ohne Zeit (TI < 30) müssen Sie die entsprechende Typkennung mit Zeit (TI > 30)
projektieren.
[excel-datei, 1, de_DE]
² Speichern Sie diese z.B. als Rtu1.xlsm (Excel-Datei mit Makros) ab. Mit dieser Datei können Sie Ihre
SICAM RTU parametrieren.
• TCP/IP-Adresse
• 1 LRU
Im Beispiel oben ist eine SICAM RTU mit 2 LRU (East, West) parametriert.
Beachten Sie die Spalte SCC Tag name: Dort stehen die Variablennamen so wie sie später in SICAM SCC ange-
zeigt werden.
Die folgenden Zeichen dürfen für die Parameter, die aus Texten bestehen, nicht benutzt werden:
• Achten Sie außerdem darauf welche Zeichen in dem Zielsystem erlaubt sind.
² Erzeugen Sie mit der Schaltfläche Create XML file die Parameterdatei, z.B. Rtu1.xml. Eventuell müssen Sie
vorher die Makros aktivieren.
Die XML-Datei hat immer den gleichen Namen wie die Excel-Datei und wird im Verzeichnis gespeichert, in
dem die Excel-Datei geöffnet wurde. In einer weiteren Rtu1.log-Datei sind alle fehlerhaften Datenpunkte
aufgeführt, die nicht in die Rtu1.xml-Datei exportiert wurden.
² Legen Sie für jede SICAM RTU eine eigene Parameterdatei an.
² Importieren Sie die Parameterdatei im WinCCExplorer mit dem SICAM Import/Export Wizard in Ihr
Projekt.
7.3 SICAM-Kommunikationsanschlüsse
SICAM SCC stellt folgende SICAM-Kommunikationsanschlüsse zur Verfügung:
Übersicht
Die SICAM PAS PROTOCOL SUITE ist zuständig für die Prozessdatenankopplung von SICAM SCC an das SICAM
PAS-System und die Steuerung der Verbindung.
Die Anbindung von SICAM PAS (Prozess) an SICAM SCC bzw. SIMATIC WinCC erfolgt über die SICAM PAS
PROTOCOL SUITE. Die SICAM PAS PROTOCOL SUITE meldet sich zur Runtime beim SICAM SCC Proxy- Treiber in
der SICAM PAS an, um Prozessinformationen auszutauschen.
[pascc403, 1, de_DE]
Leistungsmerkmale
Leistungsmerkmale der SICAM PAS PROTOCOL SUITE sind:
• Automatischer Start und Stopp durch SIMATIC WinCC und SICAM PAS UI - Operation
• Anschluss verschiedener oder redundanter SICAM PAS-Projekte parallel an SIMATIC WinCC mit automati-
scher Umschaltung bei Störungen
Aufgaben
Die SICAM PAS PROTOCOL SUITE übernimmt folgende Aufgaben:
Kompatibilitätsschlüssel
Zur Sicherstellung der Kompatibilität von SICAM PAS- und SICAM SCC-Projektdatenstand wird ein Kompatibili-
tätsschlüssel verwendet. Er wird von einem Script bei Aktivierung des Runtime-Betriebes überprüft. Wird bei
der Überprüfung des Kompatibilitätsschlüssels ein Fehler festgestellt, wird die WinCC-Runtime mit einer
Fehlermeldung gestoppt.
Bei SICAM RTUs hat der Kompatibilitätsschlüssel keine Bedeutung.
Bei Projekten mit sehr großer Anzahl von Prozessvariablen kann die Überprüfung des Kompatibilitätsschlüssels
beim Anlauf der WinCC Runtime erst nach einigen Sekunden erfolgen. Soll die Bedienung des Projektes bis zur
Überprüfung des Kompatibilitätsschlüssels verhindert werden, muss ein Bild projektiert werden, das über den
Prozessbildern liegt. Abhängig vom Ergebnis der Überprüfung des Kompatibilitätsschlüssels wird dieses Bild
ausgeschaltet. Vergleichen Sie dazu die externe und interne CompKey…- Variable des jeweiligen SICAM PAS-
Anschlusses. Legen Sie ein Bildfenster über das Startbild, das Sie ausblenden, wenn die Prozesswerte der
CompyKey…-Variablen gleich sind.
Variablen
Die SICAM PAS PROTOCOL SUITE meldet sich für die benötigten Variablen beim SICAM SCC Proxy-Treiber an.
Das sind einerseits die Variablen für Meldungen (Meldevariablen) und die zur Darstellung von Prozessbildern
notwendigen Variablen (Bildvariablen).
Zusätzlich werden systeminterne Variablen (z.B. Projekt ID, Kompatibilitätsschlüssel) vom SICAM PAS-System
benötigt.
Die Unterscheidung, ob es sich um eine Bildvariable und/oder eine Meldevariable handelt, wird den spezifi-
schen Variableninformationen entnommen, die der SICAM PAS Wizard beim Anlegen der Variablen erzeugt.
Ferner ist in diesen spezifischen Variableninformationen die ValueID der jeweiligen Variablen eingetragen.
Über die ValueID kann die SICAM PAS PROTOCOL SUITE eine Zuordnung zwischen SICAM PAS-Variablen und
WinCC-Variablen treffen.
• Im Gegensatz zu den Bildvariablen hängen die Meldevariablen nicht vom Prozessbild ab.
Lizenzierung
Im Zusammenhang mit der SICAM PAS PROTOCOL SUITE gibt es 2 unterschiedliche Lizenzen, eine für SICAM
SCC-Configuration und eine für SICAM SCC-Runtime.
• Fehlt die Lizenz für SICAM SCC-Configuration, ist der Zugriff auf Eigenschaften von Verbindungen und
Variablen verriegelt und der Import von Prozessvariablen mit dem Wizard ist nicht möglich.
• Fehlt die Lizenz für SICAM SCC-Runtime, können Sie die Runtime im Demo-Modus starten, siehe
2.3.1 Ausführungsvarianten.
Übersicht
Die SICAM IEC COMMUNICATION SUITE ist zuständig für die Prozessdatenankopplung von SICAM SCC an
SICAM RTUs sowie IEC 61850-/IEC 60870-5-104-Geräte und die Steuerung der Verbindung.
Die Anbindung von SICAM RTUs/IEC 61850/IEC 60870-5-104-Geräten an SICAM SCC oder SIMATIC WinCC
erfolgt über die SICAM IEC COMMUNICATION SUITE. Die SICAM IEC COMMUNICATION SUITE meldet sich zur
Runtime bei den Geräten an, um Prozessinformationen auszutauschen.
[pascc403_1703, 1, de_DE]
Leistungsmerkmale
Leistungsmerkmale der SICAM IEC COMMUNICATION SUITE sind:
• Anschluss verschiedener oder redundanter SICAM RTUs parallel an SIMATIC WinCC mit automatischer
Umschaltung bei Störungen
Aufgaben
Die SICAM IEC COMMUNICATION SUITE übernimmt folgende Aufgaben:
Variablen
Die SICAM IEC COMMUNICATION SUITE meldet sich für die benötigten Prozessdaten bei den SICAM RTUs/ IEC
61850-/IEC 60870-5-104-Geräten an. Das sind die Prozessinformationen für Meldungen im WinCC Alarmlog-
ging und die zur Darstellung von Prozessbildern notwendigen Variablen im Variablenhaushalt.
Beim Import erzeugt der Wizard für jede Information eine ValueID für Adressierung in WinCC. Die Zuordnung
der ValueID zur externen Telegrammadresse können Sie den spezifischen Variableninformationen (Adresspa-
rameter) entnehmen, öffnen Sie hierzu die Eigenschaften der Adresse einer Variablen.
Lizenzierung
Im Zusammenhang mit der SICAM IEC COMMUNICATION SUITE wird zwischen 2 Lizenzen, der für SICAM SCC-
Configuration und für SICAM SCC-Runtime, unterschieden.
• Fehlt die Lizenz für SICAM SCC-Configuration, ist der Zugriff auf Eigenschaften von Verbindungen und
Variablen verriegelt und der Import von Prozessvariablen mit dem Wizard ist nicht möglich.
• Fehlt die Lizenz für SICAM SCC-Runtime, können Sie die Runtime im Demo-Modus starten, siehe
2.3.1 Ausführungsvarianten.
Systemmeldungen
In SICAM TOOLBOX II/SICAM Device Manager für den IEC 60870-5-104- und IEC 61850-Anschluss sind die Vari-
ablentypen Partnerstörung und Betriebsbereit als Statusmeldungen projektierbar. Beim IEC 61850-Anschluss
ist zusätzlich die Generalabfrage als Statusmeldung projektierbar.
Beim Direktanschluss von IEC 61850-Geräten werden beim Import die Variablen ComFault, OprReady und
GIStatus als Statusmeldungen des jeweiligen Gerätes zur Rangierung angeboten. Sie können wie normale
Prozessvariablen rangiert werden.
Die Variable GIStatus kann 4 Zustandswerte haben:
• 2 = Generalabfrage läuft
• 3 = Generalabfrage fehlgeschlagen
In redundanten Systemen werden die Systemmeldungen von beiden SIMATIC WinCC-Servern in die Melde-
listen eingetragen In den Meldelisten wird in die Spalte Zusatzinformation der Name des verursachenden
Systems eingetragen.
Befehls-Protokollierung
In den Meldelisten wird in der Spalte Zusatzverursachung Folgendes protokolliert:
• Die vom Gerät im Falle einer nicht erfolgreichen Befehlsausgabe gelieferten Ursachen
1-aus-N-Befehlsverriegelung
Mit dem Parameter COMMAND_GRP werden alle Befehle einer Befehlsgruppe (d.h. alle mit der gleichen
Befehlsgruppennummer) gegeneinander verriegelt, sodass nur 1 Befehl gleichzeitig ausgeführt werden kann.
Die während der Befehlsgruppenverriegelung angeregten Befehle werden abgewiesen und mit COT=7 (Confi-
mation) PN- an SICAM SCC quittiert.
Die Parametrierung erfolgt in SICAM TOOLBOX II/SICAM Device Manager, der Import Wizard schreibt
folgenden Eintrag in die Datei AKServ.ini:
[Default]
CommandDelay=5 ; delaytime for locking of command groups [sec], default=0
CommandTimeout=200 ; timeout for unlocking of command groups [sec], default=300
Neuer Variablenparameter
Im XML-Importfile (SICAM TOOLBOX II/SICAM Device Manager):
Parametername: COMMAND_GRP (Befehlsgruppenummer)
Datentyp: Ganzzahl ohne Vorzeichen
Wertebereich: 0 bis 65535
Standardwert: 0
Beschreibung
Es erfolgt eine Log-Ausgabe in der Trace-Datei IECChannel_IEC104Driver.log:
"Command '<xxx>' rejected, because command '<yyy>' in same group is running"
Erst nach Beendigung der Befehlsgabe (Termination, Cancel oder Confirmation PN-) und nach Ablauf der
Befehlsverzögerungszeit (CommandDelay) kann eine neue Befehlsgabe erfolgen.
Eine unvollständige Befehlsgabesequenz (z.B. Termination wurde nicht empfangen) würde eine unendliche
Verriegelung der Befehlsgruppe zur Folge haben. Um dies zu verhindern gibt es den Parameter CommandTi-
meout. Nach Ablauf dieses Timers, ab Start der Befehlsgabe, wird die Befehlsgruppe entriegelt. CommandTi-
meout=0 setzt diesen Sicherheitsmechanismus außer Kraft.
Es erfolgt eine Log-Ausgabe in der Trace-Datei IECChannel_IEC104Driver.log:
"Unlocking of commandgroup <nn> which contains control: '<yyy>'"
Nachführen
HINWEIS
i Nachführen ist nur auf IEC 61850-Datenpunkten mit Functional Constraint (FC) SV möglich, z.B. SubVal. Bei
IEC 61850-Geräten erfolgt das Nachführen in der Regel auf den XCBR- oder XCSWI-Datenpunkt.
Alternativ können Sie auch in der Datei 61850.ini unter [GENERAL] einen neuen Eintrag SubVal2IED = 1
erzeugen; dann kann direkt die Variable .stVal für das Nachführen genutzt werden.
SICAM DISTO
Informationen zur Kommunikation zwischen SICAM DISTO und dem IEC 61850-Client finden Sie in
7.4.3 Kommunikation mit SICAM DISTO.
Zeitkorrektur Sommerzeit
Für SCC-Rechner mit Windows Zeitzone DST (Sommerzeit), die auf der südlichen Hemisphäre lokalisiert sind,
nutzen Sie eine Übergangslösung für die Zeitkorrektur für IEC 104 Communication Suite Prozesssignale.
Deaktivieren Sie die Sommerzeit-Einstellung in der Datei TMGF.str Projektkonfigurationsdatei (im Verzeichnis
<Projekt>\GWData\<Station>\ComConfig104 \str\). Nutzen Sie folgende Einstellungen:
/* 2. Bestimmung der Sommerzeitbeginn- u. Endezeitpunkte ****************** */
SomZt / Beginn;
/* ab Jahr Datum u. Zeit Beginn / Datum u. Zeit Ende / Offs */
SomZt / Ende;
Der IEC 61850-Treiber unterstützt Buffered Reporting unter Verwendung von dynamischen Datasets. Der
Treiber baut die Kommunikation erfolgreich auf, verwendet die persistent gespeicherte Zuordnung Datatset/
Buffered Control Block (BRCB) und fragt die seit dem letzten Verbindungsabbau geänderten gepufferten Werte
im Server ab.
In folgenden Szenarien können beim ersten Verbindungsaufbau keine gepufferten Werte vom Server abge-
fragt werden:
• Änderung des Datenmodels bzw. der Kommunikationsparameter einer IEC 61850-Verbindung mit Hilfe
des IEC-Import-Wizard
• Restart des IEC 61850-Geräts (dadurch werden die dynamischen Datasets gelöscht)
• Ein fremder IEC 61850-Client verwendet einen vom IEC 61850-Treiber reservierten BRCB.
• Durch Kopieren des SCC-Projekts wird auch die persistente Zuordnung Dataset/BRCB kopiert. Der
IEC 61850-Treiber der 2. SCC-Runtime kann diese BRCBs nicht verwenden und aktiviert seine selbster-
stellten dynamischen Datasets an freie BRCBs.
HINWEIS
i Beim Direktanschluss von IEC 61850-Geräten kann in den gerätespezifischen Parametern festgelegt
werden, ob der Kommunikationstreiber
HINWEIS
i Nachführen ist nur auf IEC 61850-Datenpunkten mit Functional Constraint (FC) SV möglich, z.B. SubVal. Bei
IEC 61850-Geräten erfolgt das Nachführen in der Regel auf den XCBR- oder XCSWI-Datenpunkt.
Alternativ können Sie auch in der Datei 61850.ini unter [GENERAL] einen neuen Eintrag SubVal2IED = 1
erzeugen; dann kann direkt die Variable .stVal für das Nachführen genutzt werden.
Weitere Informationen siehe 4.8.9 Unterstützung von Controllable Analogue Process Value (CDC = APC).
Standardmäßig werden empfangene Daten unabhängig vom Zustand des Test-Bits (Quality.test) im SICAM
SCC verarbeitet, d.h. in den Bildern und Listen angezeigt.
Damit die Daten mit gesetztem Test-Bit (Quality.test = true) im IEC 61850-Treiber verworfen werden und
nicht in SICAM SCC weiterverarbeitet werden, parametrieren Sie in der Konfigurationsdatei IEC61850.ini
Folgendes:
[GENERAL]
DiscardTestBit=1
TCP/IP-Verbindung
Die TCP/IP-Verbindung wird immer von SICAM DISTO aufgebaut. Das bedeutet, der IEC 61850-Client wartet,
bis die Verbindung aufgebaut wird. Der verwendete Port 5335 wird über den Servicenamen DISTO61850
ermittelt. Dieser Servicename muss in die Datei Services eingetragen werden. Diese Datei finden Sie im
Verzeichnis <WINDIR>\system32\drivers\etc\services.
✧ Fügen Sie in die Datei Services die folgende Zeile ein:
DISTO61850 5335/tcp #Disto
HINWEIS
i Wenn SICAM DISTO auf einem separaten Rechner verwendet wird, öffnen Sie den DISTO-Port durch Fire-
wall-Regeln.
• StatIndex = Nummer der Station in der Stationsliste im IEC 61850 Data Server (SIMATIC WinCC), begin-
nend mit der 0
• LANNr = Parametrierte LAN-Nummer für das Gerät, z.B. in SICAM TOOLBOX II/SICAM Device Manager
oder im SICAM IEC 61850 Wizard bei direktem Anschluss eines IEC 61850-Gerätes
Sehen können Sie die LAN-Stationsnummer in den Parametern einer Variablen des jeweiligen Gerätes.
[disto_01, 1, de_DE]
SICAM SCC Secure Communication ermöglicht abhörsicheren Datenverkehr über eine TCP/IP-Verbindung
zwischen SICAM SCC und einer Netzleitstelle oder einem Gerät. Verwendet wird dabei ein asymmetrisches
TLS-basiertes Verschlüsselungsverfahren (siehe 7.4.4.1 Was bedeutet Verschlüsselung?. Es können entweder
manuelle Zertifikate oder EST-Zertifikate (Enrollment over Secure Transport) verwendet werden.
Zusätzlich kann ein Authentifizierungsverfahren (siehe 7.4.4.2 Was bedeutet Authentifizierung?) eingerichtet
werden, um die Identität eines Benutzers eindeutig festzustellen, bevor kritische Aufträge ausgeführt werden.
Eine sichere Kommunikation ist beim Kommunikationsprotokoll IEC 61850 möglich.
Im Folgenden erfahren Sie, warum Sie die Kommunikation verschlüsseln sollten. Außerdem wird erklärt, wie
Sie die SICAM SCC Secure Communication für das Protokoll IEC 61850 einrichten.
Asymmetrisches Verschlüsselungsverfahren
In einem asymmetrischen Verschlüsselungsverfahren besitzt der Empfänger von zu verschlüsselnden Daten
ein Schlüsselpaar, das aus einem Private Key und einem Public Key besteht. Der Public Key ist Bestandteil des
Zertifikats. Wenn ein Sender einem Empfänger eine Nachricht schicken will, dann fordert er beim Empfänger
zuerst das Zertifikat an. Mit dem Public Key verschlüsselt er die Nachricht und sendet sie. Der Empfänger
entschlüsselt die Nachricht dann mit seinem Private Key.
Das asymmetrische Verschlüsselungsverfahren kann mit einem Briefkasten verglichen werden: Jeder kann
eine Nachricht in den Briefkasten einwerfen, aber nur der Schlüsselbesitzer kann den Briefkasten öffnen und
die Daten lesen.
In SICAM SCC Secure Communication werden die Daten durch beide Kommunikationspartner verschlüsselt.
Beide Kommunikationspartner brauchen daher ein eigenes Schlüsselpaar.
Verschlüsselung konfigurieren
Für die Verschlüsselung wird ein TLS-basiertes Verfahren verwendet. TLS (Transport Layer Security) ist ein
hybrides Verschlüsselungsprotokoll zur Datenübertragung im Internet. TLS ist die standardisierte Weiterent-
wicklung von SSL 3.0 (TLS 1.2 steht neu für SSL 3.1).
Wenn Verschlüsselung aktiviert und konfiguriert ist, werden Nachrichten zwischen SICAM SCC und der Gegen-
stelle mit TLS verschlüsselt. Dies entspricht der Verschlüsselung von sicheren Webseiten.
Folgende Schritte sind hierfür nötig:
• SICAM SCC Secure Communication muss für die Schnittstellen konfiguriert werden.
Element Beschreibung
Common Name (CN) Der Common Name muss für jedes Zertifikat eindeutig sein.
Sie können z.B. für die 2 Zertifikate folgende Common Names
verwenden:
• CA: SCC_CA_Certificate
• SICAM SCC: SCC_Client_Certificate
Organization (O) Die Einträge für Organization und Organizational Unit können für alle
Organizational Unit (OU) Zertifikate gleich sein.
HINWEIS
i Beim Erstellen der Schlüssel werden Sie gefragt, ob Sie den Schlüssel mit einem Passwort schützen wollen.
Bestätigen Sie dies, um einen Missbrauch des Private Key zu verhindern, wenn die Datei korrumpiert
wurde.
• CA-Zertifikat
– Das CA-Zertifikat muss entweder selbstsigniert sein oder eine Kette von Zertifikaten sein, an deren
Ende ein selbstsigniertes Zertifikat steht.
– Das CA-Zertifikat wird verwendet, um die Schlüssel und die CRL zu signieren.
• Zertifikate
– Die Zertifikate können nicht selbstsigniert sein, Sie müssen von der CA signiert sein.
– Die Parameter Subject, AltSubject, IP Address und DNS Name im Zertifikat müssen sowohl mit den
konfigurierten Werten (Antragstellername, Alternativer Antragstellername, IP-Adresse und DNS-
Name) übereinstimmen als auch mit den tatsächlichen Werten beim Verbindungsaufbau.
• CRL
– Die CRL muss von der CA signiert sein.
HINWEIS
i Bei Anmeldung über einen EST-Server wird die Zertifikatssperrliste online beim Start der Runtime geladen.
Dafür muss bei den globalen Einstellungen (Abschnitt Sicherheit) der Parameter CRL-Aktualisierung
gesetzt sein.
[sc_sec_projecttree, 1, de_DE]
[sc_sec_initpassword, 1, de_DE]
HINWEIS
i Nach dem Kopieren des Projekts auf einen anderen Rechner müssen Sie dieses Passwort beim Start von
SICAM Zertifikate erneut eingeben. Andernsfalls erfolgt kein Aufbau einer sicheren Verbindung.
Registerkarte Zertifikate
[sc_sec_certificates, 1, de_DE]
In der Zertifikatsliste werden die bereits importieren Zertifikate mit folgenden Eigenschaften angezeigt:
Eigenschaft Beschreibung
Name Name des Zertifikats
Ausgestellt für Name des Antragstellers des Zertifikats
Ausgestellt von Name des Ausstellers des Zertifikats
Gültig von Beginn der Gültigkeit des Zertifikats
Symbol Zertifikat noch nicht Falls das Zertifikat noch nicht gültig ist, wird der Anwender mit diesem
gültig Symbol darauf hingewiesen:
Das Ende der Gültigkeit des Zertifikats wird in bis zu 7 Tagen erreicht.
Das Ende der Gültigkeit des Zertifikats wird in bis zu 30 Tagen erreicht.
Schaltfläche Beschreibung
Importieren ... Öffnet ein Fenster zur Dateiauswahl des Zertifikats im Format P12 oder PFX.
Nach erfolgter Auswahl öffnet sich ein Fenster zur Eingabe des Passworts zum
Entschlüsseln von Zertifikat und privatem Schlüssel. Nach korrekter Eingabe des
Passworts wird das Zertifikat importiert und zur Zertifikatsliste hinzugefügt.
Andernfalls erfolgt kein Import des Zertifikats und im Report wird eine Fehlermel-
dung angezeigt.
Umbenennen Ermöglicht das Ändern des Zertifaktsnamens.
Wenn der neue Zertifikatsname bereits vorhanden ist oder ein ungültiges Zeichen
bei der Eingabe verwendet wurde, erscheint ein Hinweis und das Zertifikat behält
den ursprünglichen Namen.
Das Umbenennen kann auch durch Klick auf den Namen eines Listenelements
erfolgen.
Schaltfläche Beschreibung
Aktualisieren ... Öffnet ein Fenster zur Dateiauswahl des Zertifikats im Format P12 oder PFX.
Nach erfolgter Auswahl öffnet sich ein Fenster zur Eingabe des Passworts zum
Entschlüsseln von Zertifikat und privatem Schlüssel. Nach korrekter Eingabe des
Passworts, wird das ausgewählte Zertifikat aktualisiert. Andernfalls erfolgt keine
Aktualisierung des Zertifikats und im Report wird eine Fehlermeldung angezeigt.
Löschen ... Löscht das ausgewählte Zertifikat mit vorheriger Sicherheitsabfrage.
Mehrfachauswahl ist möglich.
Details ... Öffnet ein Fenster zur Anzeige von ausführlichen Zertifikatsinformationen.
Kann auch durch Doppelklick auf einen Listeneintrag geöffnet werden.
Registerkarte Zertifizierungsstellen
[sc_sec_ca, 1, de_DE]
In der Zertifizierungsstellenliste werden die bereits importieren Zertifizierungsstellen mit folgenden Eigen-
schaften angezeigt:
Eigenschaft Beschreibung
Name Name der Zertifizierungsstelle
Ausgestellt für Name des Antragstellers der Zertifizierungsstelle
Ausgestellt von Name des Ausstellers der Zertifizierungsstelle
Gültig von Beginn der Gültigkeit der Zertifizierungsstelle
Symbol Zertifizierungsstelle Falls die Zertifizierungsstelle noch nicht gültig ist, wird der Anwender mit
noch nicht gültig diesem Symbol darauf hingewiesen:
Schaltfläche Beschreibung
Importieren ... Öffnet ein Fenster zur Dateiauswahl der Zertifizierungsstelle im Format PEM.
Nach erfolgter Auswahl wird die Zertifizierungsstelle importiert und zur Zertifizie-
rungsstellenliste hinzugefügt.
Umbenennen Ermöglicht das Ändern des Namens der Zertifizierungsstelle.
Wenn der neue Name der Zertifizierungsstelle bereits vorhanden ist oder ein
ungültiges Zeichen bei der Eingabe verwendet wurde, erscheint ein Hinweis und
die Zertifizierungsstelle behält den ursprünglichen Namen.
Das Umbenennen kann auch durch Klick auf den Namen eines Listenelements
erfolgen.
Aktualisieren ... Öffnet ein Fenster zur Dateiauswahl des Zertifikats im Format PEM.
Nach erfolgter Auswahl wird die ausgewählte Zertifizierungsstelle aktualisiert.
Löschen ... Löscht das ausgewählte Zertifikat mit vorheriger Sicherheitsabfrage.
Mehrfachauswahl ist möglich.
Details ... Öffnet ein Fenster zur Anzeige von ausführlichen Informationen zur Zertifizie-
rungsstelle.
Kann auch durch Doppelklick auf einen Listeneitrag geöffnet werden.
CRL aktualisieren Öffnet ein Fenster zur Dateiauswahl der Zertifikatssperrliste im Format PEM oder
DER.
Nach erfolgter Auswahl wird die Zertifikatssperrliste aktualisiert.
CRL löschen Löscht die Zertifikatssperrliste.
Diese Schaltfläche ist nur aktiv, wenn bereits eine Zertifikatssperrliste importiert
wurde.
Registerkarte Einstellungen
[sc_sec_settings, 1, de_DE]
Vorbereitung
Importieren Sie zunächst eine IEC 61850-Station (SCL- oder SXD-Import), siehe 7.2 Datenimport.
[sc_sec_global, 1, de_DE]
Parameter Beschreibung
Aktiviere EST Definiert, ob eine Anmeldung über Enrollment over Secure Transport (EST)
erfolgen soll.
EST IP-Adresse IP-Adresse des EST-Servers
EST Port Port-Nummer für Kommunikation mit EST-Server
EST Zertifizierungsstelle In dieser Auswahlliste werden alle mit SICAM-Zertifikaten importierten Zertifi-
zierungsstellen angezeigt. Wählen Sie hier den Namen der Zertifizierungs-
stelle aus, mit der die Anmeldung am EST-Server erfolgen soll.
EST Client-Zertifikat In dieser Auswahlliste werden alle mit SICAM-Zertifikate importierten Client-
Zertifikaten angezeigt. Wählen Sie hier den Namen des Client-Zertifikats aus,
mit dem die Anmeldung am EST-Server erfolgen soll.
Aktiviere CRL-Aktualisierung Aktivieren Sie hier die Aktualisierung der Zertifikatssperrliste (CRL). Zertifikat-
sperrlisten enthalten Informationen zu Zertifikaten, denen nicht mehr
vertraut werden kann.
[sc_sec_device, 1, de_DE]
Parameter Beschreibung
Gesicherte Kommunikation Wählen Sie aus einer Auswahlliste den Modus der sicheren Kommunikation
aus.
Folgende Auswahlmöglichkeiten stehen zur Verfügung:
• keine
• TLS-Sicherheit A-Profil
• TLS-Sicherheit
Mit EST Kommunikation Verwende EST-Server oder manuelle Zertifikatsverwaltung
Zertifizierungsstelle In dieser Auswahlliste werden alle mit SICAM-Zertifikaten importierten Zertifi-
zierungsstellen angezeigt. Wählen Sie hier den Namen der vertrauenswür-
digen Zertifizierungsstelle aus, mit der die Verbindung aufgebaut werden
soll.
Client-Zertifikat In dieser Auswahlliste werden alle mit SICAM-Zertifikaten importierten Client-
Zertifikate angezeigt. Wählen Sie hier den Namen des Client-Zertifikats aus,
mit dem die Verbindung aufgebaut werden soll.
7.4.4.8 Runtime
Beim Start der Runtime wird die gesicherte IEC 61850-Verbindung zu den Geräten aufgebaut.
Wert Bedeutung
0 keine sichere Verbindung parametriert
1 alle Zertifikate sind mindestens noch 30 Tage gültig
2 mindestens 1 Zertifikat ist noch nicht gültig
3 mindestens 1 Zertifikat läuft innerhalb von 7 bis 30 Tagen ab
4 mindestens 1 Zertifikat läuft innerhalb von 7 Tagen ab
5 mindestens 1 Zertifikat ist abgelaufen
7.4.4.9 Diagnose
Für die Fehlersuche im Zusammenhang mit sicherer Kommunikation in SICAM SCC stehen Ihnen einige Diag-
nosemöglichkeiten zur Verfügung.
• Protokollierung in SICAMCert_System.log
Über den SICAM SCC Trace-Mechanismus werden die Log-Einträge im Zusammenhang mit der Zertifikats-
verwaltung in die Datei C:\ProgramData\Siemens Energy\SICAM SCC\Trace\SICAMCert_System.log
geschrieben. In der Konfigurierungsdatei sicam_diagnostics.ini können Sie diese Mitprotokollierung
aktivieren und das gewünschte Log-Level einstellen.
Mit folgender Konfigurationszeile werden Fehler, Warnungen und Informationen in der Datei
SICAMCert_System.log protokolliert:
SICAMCert;;;30;3;true;SICAMCert_System.log
• Protokollierung in IECChannel_IEC61850Driver.log
Über den SICAM SCC Trace-Mechanismus werden die Log-Einträge zur IEC 61850-Kommunikation
während der Laufzeit in die Datei C:\ProgramData\Siemens Energy\SICAM SCC\Trace
\IECChannel_IEC61850Driver.log geschrieben. In der Konfigurierungsdatei sicam_diagnostics.ini
können Sie diese Mitprotokollierung aktivieren und das gewünschte Log-Level einstellen.
Mit folgender Konfigurationszeile werden Fehler, Warnungen, Informationen und Debug-Ausgaben in
der Datei IECChannel_IEC61850Driver.log protokolliert:
IECChannel;_IEC61850LOG_;0;30;4;true;IECChannel_IEC61850Driver.log
Das Alarm Logging von SIMATIC WinCC wird als Basis für das Meldesystem verwendet. Es stellt das zeitfolge-
richtige Melden/Protokollieren von Daten sicher.
7.5.1 Meldesystem
Das SICAM PAS-Meldesystem unterscheidet sich vom Standardmeldesystem durch die mit einer Meldung über-
tragenen Informationen.
SIMATIC WinCC aktualisiert standardmäßig zyklisch alle Informationen über den Prozesszustand.
Für die Visualisierung in Bildern ist dieser Mechanismus völlig ausreichend.
Meldungen dagegen dürfen nicht verlorengehen und müssen zeitfolgerichtig verarbeitet werden.
Rohdatenvariable
Meldungen werden bei SICAM PAS in Form einer Rohdatenvariable mit Zeitstempel und Zusatzwerten nach
SIMATIC WinCC übertragen.
Normierungs-DLL
Für das SIMATIC WinCC Alarm Logging entschlüsselt die SICAM-Normierungs-DLL den Inhalt der Rohdatenvari-
able und erzeugt im Meldesystem eine entsprechende Meldung mit einer Auflösung von 1 ms.
Zeitfolgerichtigkeit
Durch den Zeitstempel der Rohdatenvariable können die Meldungen in den Meldelisten zeitlich sortiert
werden. So wird die Zeitfolgerichtigkeit gewährleistet.
Meldelisten
In den Meldelisten können Sie beliebige Filter auch auf textuelle Prozesswertspalten setzen (ab SIMATIC
WinCC V7.0 SP1).
7.5.2 SICAM-Normierungs-DLL
Zusammen mit dem SICAM-Kommunikationsanschluss bildet die SICAM-Normierungs-DLL die Basis für zeitfol-
gerichtiges Melden/Protokollieren von Daten.
Die SICAM-Normierungs-DLL bereitet die Daten des Quellsystems (SICAM PAS, SICAM RTUs oder IEC
61850-/IEC 60870-5-104-Geräte) SICAM-spezifisch für das Alarm Logging von SIMATIC WinCC auf.
SICAM-Normierungs-DLL
Die SICAM-Normierungs-DLL wertet die in den Prozesswerten übertragenen Zusatzinformationen aus und
erzeugt im Meldesystem eine Meldung mit den entsprechenden Meldetexten.
Sie trägt den Dateinamen PASNORM.NLL.
Die SICAM-Normierungs-DLL unterstützt das Ausblenden und Sperren von Meldungen für einen SIMATIC
WinCC-Server. Die Meldungssperre wird nicht in SICAM PAS/SICAM RTUs gesetzt. Sie muss deshalb auf jedem
SIMATIC WinCC-Rechner mit Prozessanschluss separat gesetzt werden.
Zusatzinformationen
Zusatzinformationen sind:
• Wert
• Ort
• Verursachung
• Status
• Zusatzverursachung
• Kennnummer2
• Zusatzinformation
• Zeitstatus
• Flag (SICAM PAS Flag, wird vom Meldesystem verwendet, um systeminterne Meldungen, die für typische
Anwendungen nicht relevant sind, zu unterdrücken. Diese Unterdrückung ist voreingestellt.)
Weitere Informationen finden Sie unter Strukturelemente, Seite 544.
Textbibliothek
Die Meldetexte holt sich die Normierungs-DLL aus der Textbibliothek. Die Texte sind in der Textbibliothek
sprachabhängig hinterlegt.
Sie finden die Texte im WinCC Explorer unter Text Library > Öffnen. Bei neuen Projekten stehen Texte mit
den Text-IDs 199 bis 2216 zur Verfügung. Diese Texte können projektspezifisch angepasst werden. Außerdem
ist es möglich weitere Sprachspalten mit übersetzten Texten einzufügen.
[pascc401, 1, de_DE]
Die Texte für den Wert einer Prozessvariablen (z.B. EIN/AUS) in der Textbibliothek sind in die Werttext-
gruppen 0 bis 16 eingeteilt. Die Werttextgruppe 0 ist die Standardgruppe, ihre Texte sollten nicht geändert
werden. In den Gruppen 1 bis 16 können Sie die Texte beliebig anpassen.
2 Wenn die Geräte über SICAM RTUs und direkt über IEC 61850/IEC 60870-5-104 angeschlossen sind, stehen diese Zusatzinformati-
onen nicht zur Verfügung.
Die Werttextgruppe, deren Texte in den Meldelisten angezeigt werden sollen, parametrieren Sie in der Spalte
Werttext für jede Meldung im Alarm Logging.
Ab SICAM PAS V8.02 können Sie die Werttextgruppenzuordnung in SICAM PAS - Configuration projektieren.
Bei älteren SICAM PAS-Versionen oder keiner Projektierung, wird die Werttextgruppe 0 als Standard voreinge-
stellt.
HINWEIS
i Zur schnelleren Suche bestimmter Werttextgruppen (z.B. Werttextgruppe 5) benutzen Sie die Funktion
Bearbeiten > Suchen > Werttextgruppe 5.
Soll für eine Meldung der Wert und nicht der Text ausgegeben werden, kann für diesen Wert die Werttext-
gruppe 255 eingetragen werden.
Alarm Logging
Den Editor Alarm Logging öffnen Sie im WinCC Explorer mit Alarm Logging > Öffnen. Tragen Sie in der
Spalte Werttext die Nummer der Werttextgruppe ein. Vorgegeben ist die 0 für die Standardgruppe.
[pascc402, 1, de_DE]
HINWEIS
i Die Werttextgruppe ist nur für Prozesswerte vorbelegt, für die ein Text ausgegeben werden kann. Hingegen
werden z.B. Mess-/Zählwerte immer als Zahlenwerte ausgegeben.
Um die Meldesystemerweiterung in einem Projekt verwenden zu können, muss im Projekt zuerst das Melde-
system erzeugt werden.
In dieses Meldesystem können Sie dann Meldungen von SICAM PAS importieren.
Meldesystem erzeugen
Mit dem SICAM PAS Wizard erzeugen Sie in Ihrem neuen WinCC-Projekt, entsprechend den Anforderungen
von SICAM PAS, ein Meldesystem.
• Meldeblöcken
• Meldeklassen
• Druckvorlagen
• Texten
Die zugehörigen Grafikobjekte für den Anschluss an SICAM PAS, SICAM RTUs, IEC 61850- oder IEC
60870-5-104-Geräte sind:
• Ereignisliste
• Warnmeldeliste
• Schutzmeldeliste
Sie finden diese Grafikobjekte im Graphics Designer unter Ansicht > Bibliothek > Projekt Bibliothek > Alarm
Logging Vorlagen.
Meldungen verschieben
Wenn Sie Meldungen im SICAM SCC AlarmLogging Editor in andere Meldeklassen verschieben, achten Sie
darauf, dass Meldungen aus einer Meldeklasse mit
7.5.4 Werttexte
Standardmäßig werden für die Texte der Prozesswertspalte Wert die für den Datentyp der Meldung passenden
Texte der projektierten Werttextgruppe (Standard = 0) verwendet. Die WinCC-Textbibliothek enthält 16
weitere Werttextgruppen, die Sie frei verwenden und ändern können (Gruppen 1-16).
Möchten Sie bestimmten ganzzahligen Zahlenwerten einer Prozessinformation Texte zuweisen, die nicht von
den Werttextgruppen abgedeckt werden, gehen Sie folgendermaßen vor:
[sc_value_text_txtlib, 1, de_DE]
² Wenn Sie nur große Werte benötigen (z.B. 128 bis 135), können Sie ein Offset über die Berechnung des
Werttextgruppeneintrags im Alarm Logging festlegen, damit Sie nicht 127 leere Texte (in diesem
Beispiel) in die Text Library schreiben müssen.
² Im Alarm Logging Editor geben Sie in der Spalte Werttextgruppe der Meldung die Start-ID der Textbibli-
othek ein, wobei der Startwert mindestens 256 betragen muss.
[sc_value_text_alarm, 1, de_DE]
In SIMATIC WinCC werden Meldungen je nach Meldungszustand farblich dargestellt. Die Meldungszustände
sind:
• Gekommen
• Gegangen
• Quittiert
Ab SICAM SCC V7.01 kann der Meldungszustand Meldung abgeschlossen mit einer zusätzlichen Farbe ange-
zeigt werden, z.B. wenn die Bearbeitung eines Störfalls erledigt ist.
Der Vorteil der zusätzlichen Farbe besteht darin, dass abgeschlossene Meldungen nicht mehr nur als Quittiert
oder Gegangen angezeigt werden, sondern dass eine definierte Darstellung für abgeschlossene Vorgänge
möglich ist.
Diese Funktion steht zur Verfügung, wenn Sie bei der benutzerdefinierten Installation von SICAM SCC die
Option Alarm Logging Color Extension ausgewählt haben. Dann wird beim Anlegen eines SIMATIC WinCC-
Projekts im Verzeichnis MELD des Projekts die Datei CCAlarmColorProcessExtension.ini abgelegt. Diese Datei
können Sie bearbeiten, siehe unten.
HINWEIS
i Die Option Alarm Logging Color Extension können Sie nachträglich über eine benutzerdefinierte Installa-
tion von SICAM SCC aktivieren.
Nachfolgend wird die Projektierung und Darstellung in SIMATIC WinCC bei verschiedenen Einstellungen und
Abfolgen der Meldungen in den Meldelisten beispielhaft gezeigt. Der Meldungszustand Meldung abge-
schlossen wird mit schwarzer Schrift auf grauem Hintergrund dargestellt.
[prop_colors, 1, de_DE]
✧ Projektieren Sie für die Meldungszustände Gekommen, Gegangen und Quittiert die Text- und Hinter-
grundfarbe.
So aktivieren und projektieren Sie die Einfärbung des Meldezustands Meldung abgeschlossen:
✧ Öffnen Sie die Datei CCAlarmColorProcessExtension.ini im Projektverzeichnis MELD mit einem Text-
Editor.
✧ Um die Funktion zu aktivieren (0=AUS, 1=EIN), setzen Sie unter [Settings] den Eintrag Enabled auf 1.
Damit wird die letzte Meldung eines Meldezyklus entsprechend den Einstellungen unter [GlobalColors]
angezeigt.
✧ Legen Sie mit CompletedBack und CompletedFore die Hintergrund- und die Schriftfarbe der Meldung
fest.
Im Beispiel ist der Hintergrund grau und die Schrift schwarz eingestellt. Die Eingaben entsprechen den
RGBWerten einer Farbe. Die RGB-Werte für eine Farbe können Sie im SIMATIC WinCC Graphics Designer, bei
den Farbeinstellungen eines beliebigen Objekts (Color selection - HTML code), entnehmen.
✧ Um die Anzeige benutzerdefinierter Texte im Systemmeldeblock Status des Alarm Loggings einzu-
schalten, entfernen Sie das Zeichen # am Zeilenanfang.
Angezeigt werden die Texte, die unter der jeweiligen ID in der aktuellen Runtime-Sprache in der Textbibliothek
hinterlegt sind. Sie können sowohl die ID in der INI-Datei als auch den Text in der Textbibliothek projektieren.
Alle Meldungen werden auf die gewählte Art behandelt.
Beispiel 1
Im Dialog Meldeklassen konfigurieren, Registerkarte Quittierung sind folgende Einstellungen gemacht:
[prop_example_1, 1, de_DE]
Die Meldungsfolge KOM - Quit - GEH - Quit wird in der Ereignisliste dann so angezeigt:
[list_example_11, 1, --_--]
Die Meldungsfolge KOM - GEH - Quit wird in der Ereignisliste dann so angezeigt:
[list_example_12, 1, --_--]
Beispiel 2
Im Dialog Meldeklassen konfigurieren, Registerkarte Quittierung sind folgende Einstellungen gemacht:
[prop_example_2, 1, de_DE]
Die Meldungsfolge KOM - Quit - GEH wird in der Ereignisliste dann so angezeigt:
[list_example_21, 1, --_--]
Die Meldungsfolge KOM - GEH - Quit wird in der Ereignisliste dann so angezeigt:
[list_example_22, 1, --_--]
Beispiel 3
Im Dialog Meldeklassen konfigurieren, Registerkarte Quittierung sind folgende Einstellungen gemacht:
[prop_example_3, 1, de_DE]
[list_example_31, 1, de_DE]
Für eine bessere Interaktion von SICAM SCC mit anderen Produkten, wie z.B. SIMATIC STEP7-Projekte (WinCC
OS-Projekteditor) oder PCS 7, gibt es die Möglichkeit das SICAM SCC-Meldesystem an das Meldesystem in
einem bereits existierenden SIMATIC WinCC-Projekt anzupassen.
Vorgehensweise
In SICAM SCC kann das Meldesystem flexibel projektiert werden, um Texte oder Prozesswerte in die gleichen
Spalten zu schreiben, die für SIMATIC STEP7- oder PCS 7-Projekte angelegt wurden.
In der Datei PASNorm.ini können die IDs von Meldeblöcken und Meldeklassen projektiert werden. Die Projek-
tierung wirkt auf das Erzeugen des SICAM SCC-Meldesystems beim Datenimport der Konfigurationsdaten und
während der Laufzeit auf die Normierungs-DLL, welche die aktuellen Prozessdaten in die gewünschten Daten-
blöcke schreibt. Die Standardeinträge können auf andere Meldeblock-IDs verschoben oder deaktiviert werden.
HINWEIS
i Die in der SICAM-Grafikobjekte-Bibliothek mitgelieferten Meldelisten (WinCC Alarm Control) sind für den
SICAM SCC-Standard vorprojektiert. Wenn sie verwendet werden sollen, müssen sie an die geänderte
Meldesystemstruktur angepasst werden (Anzeige und Anordnung der Spalten, SICAM-Filtereinstellungen in
den Eigenschaften unter Meldelisten > Feste Selektion > Bearbeiten).
HINWEIS
• Spalte Default ID
Entspricht der bisher fest definierten Blocknummer der Prozesswertblöcke.
7.6.1 Übersicht
Mit dem Dynamischen Alarmfilter (DAF) können Sie entscheiden, welche Zustandsänderungen einer
Meldung oder eines Analogwerts in welcher Form in die SICAM SCC-Meldelisten ausgegeben oder in eine
Auslösevariable geschrieben werden.
• Sie können mehrere DAFs anlegen. Es gibt binäre (Wert bis 32 Bit) und numerische (Analogwerte) DAFs.
• Jeder DAF wird zeilenweise in einer Tabelle beschrieben, in jeder Zeile definieren Sie einen Zustand/ein
Kriterium und eine Reaktion darauf.
• Sie können zusätzliche benutzerdefiniert Kriterien in die Entscheidungsmatrix einbinden, die Sie in WinCC
steuern können (DAF_Marker1 ... 8).
• Sie können z.B. eine spontane Meldung anders behandeln als die Befehlsrückmeldung eines Schalters.
• Sie können festlegen, dass für bestimmte Zustandsänderungen keine Einträge in den Meldelisten erzeugt
werden.
• Für Analogwerte können Wertebereiche definiert werden, bei deren Überschreitung eine Meldung ausge-
geben wird. So wird nicht bei jeder Werteänderung eine Meldung eingetragen.
• Sie können den Benutzernamen aus einer WinCC-Variable lesen und in die Meldelisten ausgeben (Benut-
zername DAF, Prozesswertblock 10).
• Sie können für jeden Zustand eine Auslösevariable beschreiben und z.B. eine Aktion auslösen.
Die projektierten DAFs können Sie einer oder mehreren Meldungen zuweisen.
HINWEIS
i Um die DAF-Funktionalität verwenden zu können, muss mindestens SIMATIC WinCC V7.4 SP1 Upd5 einge-
setzt werden.
HINWEIS
i Wenn DAF verwendet wird, muss das gesamte Projekt auf die Verwendung des DAF umgestellt werden.
Altprojekte laufen standardmäßig ohne DAF weiter.
Meldelisten mit DAF verhalten sich nicht 100% identisch zu solchen ohne DAF. Daher gibt es verschiedene
Vorlagen in der Bibliothek.
Vorteile
DAFs bieten folgende Vorteile:
• DAFs sind mehrfach verwendbar. Ein DAF kann mit mehreren Meldungen verknüpft werden, wobei diese
auf unterschiedlichen Datentypen basieren können.
• Es werden Wertebereiche definiert, bei deren Überschreitung eine Meldung ausgelöst wird. Bei Ände-
rungen des Prozesswerts, die innerhalb eines definierten Bereichs bleiben, wird keine Meldung ausgelöst.
(Treshold-Funktion).
Benutzeroberfläche
Die Funktion Dynamischer Alarmfilter wird über das Fenster SICAM Dynamischer Alarmfilter Konfigurator
mit 2 Dialogen bedient:
• Im Dialog SICAM SCC - Dynamischer Alarmfilter Konfiguration legen Sie die Zustände (Filterkriterien)
fest, die für die Variablen geprüft werden sollen. Siehe 7.6.3 Konfiguration.
• Im Dialog SICAM SCC - Dynamischer Alarmfilter Rangierung weisen Sie den Meldungen die
gewünschten DAFs zu. Siehe 7.6.4 Rangierung.
Benutzername in Meldelisten
Um den Benutzernamen in die Meldelisten zu schreiben, wird beim Erzeugen des SICAM Projekts die Textvari-
able DAF_UserName in der internen Variablengruppe SICAMDAF angelegt.
Die Länge des Textes darf maximal 30 Zeichen betragen. Der Inhalt der Variablen wird beim Erzeugen einer
Meldung in den Prozesswertblock 10 (Benutzername) des AlarmLogging geschrieben. Dieser Prozesswertblock
kann in den Meldelisten angezeigt werden. Den Inhalt der Variablen können Sie zur Laufzeit beliebig
beschreiben. So kann z.B. beim Auslösen eines Befehls der Name des aktuellen Benutzers in die Variable
geschrieben werden.
Die Variable @CurrentUserName wurde nicht verwendet, da sie rechnerspezifisch ist und z.B. auf dem WinCC
Server, der die Meldung erzeugt, ein anderer Benutzer als auf dem prozessführenden Client angemeldet sein
kann.
HINWEIS
i Diese Funktion ist nur bei Verwendung des Dynamischen Alarm Filters (DAF) verfügbar.
7.6.3 Konfiguration
[le_daf_ui_config, 3, de_DE]
• Binäre Alarmfilter
Ein binärer DAF ermöglicht die Auswertung beliebiger Zustands- und Statusbits von Meldungen, wobei
die Auswertung Bit-orientiert erfolgt. Zudem können Sie damit auch digitale Werte (z.B. Bitmuster, Zähl-
werte) auswerten.
• Numerische Alarmfilter
Ein numerischer DAF ermöglicht die Auswertung beliebiger Wertebereiche und Statusbits von in die
Meldelisten rangierten Digital- oder Analogwerten. Im Gegensatz zum binären DAF erfolgt die Auswer-
tung über numerische Werte. Es wird nicht der Rohwert ausgewertet, sondern der in den Messbereich
umgerechnete Wert (nach linearer bzw. nicht-linearer Wertanpassung).
Die Funktionen können Sie auch über ein Kontextmenü (Rechtsklick auf einen Eintrag) aufrufen.
Konfigurierte Filterkriterien
Ein DAF kann beliebig viele Filterkriterien beinhalten, die in dieser Liste mit ihren zu prüfenden Zuständen
dargestellt werden.
Die Priorität der Filterkriterien – und der damit zu prüfenden Zustände – nimmt von oben nach unten ab. Die
Prüfung beginnt also ganz oben und läuft so lange bis ein Filterkriterium zutrifft. In diesem Fall werden die
folgenden Filterkriterien nicht mehr abgeprüft.
Existieren für das zutreffende Filterkriterium ein oder mehrere Unter-Filterkriterien, so werden auch diese der
Reihenfolge nach abgeprüft. Wenn ein Unter-Filterkriterium zutrifft, werden nur die Aktionen für dieses Unter-
Filterkriterium durchgeführt, nicht die des zugehörigen Haupt-Filterkriteriums. Wenn kein Unter-Filterkriterium
zutrifft, werden die Aktionen für das Haupt-Filterkriterium durchgeführt.
Erfüllt kein Filterkriterium den aktuellen Variablenzustand oder trifft das letzte bekannte Filterkriterium wieder
zu, erfolgt kein Listeneintrag. Beim Beenden der Runtime werden die aktuell anstehenden Filterkriterien aller
Variablen gespeichert und beim Neustart der Runtime wieder eingelesen.
Die Funktionen können Sie auch über ein Kontextmenü (Rechtsklick auf einen Eintrag) aufrufen.
Standardmäßig werden in der Kopfzeile Wert, Status, Zeitstatus, Ereignisliste, Warnmeldeliste und Bemer-
kung angezeigt. Bei Rechtsklick auf die Kopfzeile erscheint ein Kontextmenü, über das Sie weitere Spalten aus
den Filterkriterien und dem Verhalten ein- und ausblenden können.
Filterkriterien
In den Filterkriterien konfigurieren Sie die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit die unter Verhalten
definierten Aktionen ausgeführt werden.
Parameter Beschreibung
Wert
Binäre Alarmfilter Es werden die einzelnen Bits (0 bis 31) des Werts der Variable aus dem
Alarm Logging dargestellt.
Diese können einzeln ausgewertet werden:
• 0 (AUS)
Bit wird auf den logischen Wert 0 geprüft
• 1 (EIN)
Bit wird auf den logischen Wert 1 geprüft
• (kein = Standard)
Bit wird ausmaskiert und bleibt unberücksichtigt
• (kommende Flanke)
Bit wechselt von 0 nach 1
• (gehende Flanke)
Bit wechselt von 1 nach 0
• (wechselnd)
Bit wechselt von 0 nach 1 oder 1 nach 0
Parameter Beschreibung
Numerische Alarmfilter Wert bzw. Wertebereich und Hysterese können angegeben werden.
• (kein = Standard)
• <
• >=
• >
• >=
• =
• [x,y] (Bereich; von x bis y)
• (Wertänderung)
Einzelmeldung mit Alarm bei AN / Es werden die beiden niederwertigsten Bits (0 und 1) des Werts der Vari-
Einzelmeldung mit Alarm bei AUS able aus dem Alarm Logging dargestellt.
Diese können einzeln wie bei binären Alarmfiltern ausgewertet werden
(siehe oben).
Bemerkung
Kommentar Geben Sie einen Kommentar ein, z.B. um die Anwendung des Filterkrite-
riums zu erklären.
Sie können den Kommentar auch direkt in der Liste Konfigurierte
Filterkriterien eingeben, indem Sie dort beim gewünschten Eintrag in
der Spalte Bemerkung doppelklicken.
Status
• Ungültig Für jeden Status sind folgende Einstellungen möglich:
• Feldsperre • 0 (AUS)
• Fernwirksperre • 1 (EIN)
• Nachgeführt • (kommend; 0 nach 1)
• Überlauf • (gehend; 1 nach 0)
• (wechselnd; 0 nach 1 oder 1 nach 0)
Zeitstatus
• Ungültig Für jeden Zeitstatus sind folgende Einstellungen möglich:
• Sommerzeit • 0 (AUS)
• Zeitstempel ersetzt • 1 (EIN)
• (kommend; 0 nach 1)
• (gehend; 1 nach 0)
• (wechselnd; 0 nach 1 oder 1 nach 0)
Parameter Beschreibung
Herkunft
Absenderkennung Für die Absenderkennung sind folgende Einstellungen möglich:
• (kein)
• Irrelevant
• Vor Ort
• Nah
• Fern
• Automatik
• Automatik Feld
• Prozess
• DIGSI vor Ort
• DIGSI fern
• Gerät ungültig
• Gerät gesperrt
Nur bei IEC-Verbindungen: Wenn die Herkunftsadresse verwendet wird, muss für IEC 61850 in der
Herkunftsadresse Datei IEC61850.INI des Treibers [GENERAL] origin_userstate=1 gesetzt
werden. Der gerätespezifische Parameter [IEDxxx] orIdent_mode muss
entsprechend der Gerätespezifikation konfiguriert werden (0 bis
SAT200: <IP-Adresse> Origin:<Herkunftsadresse> / 1 bis <Herkunftsad-
resse> (nummerisch, 1Byte)).
Für IEC60870-5-104 muss in der Datei AKServ.INI der Parameter
[DEFAULT] HerkAdrStati=1 gesetzt werden.
Verursacherkennung Für die Verursacherkennung sind folgende Einstellungen möglich:
• (kein)
• Direkt (von der Quelle)
• Herkunft unbekannt
• Prozess-Abbild
• Puffer
Pro Filterkriterium kann 1 Verursacherkennung gewählt werden.
Nur bei PAS-Verbindungen: Für die Änderungskennung sind folgende Einstellungen möglich:
Änderungskennung
• (kein)
• Initial
(Erste Änderung dieses Werts nach Neustart von SICAM PAS
[SitzungsID neu, 1. Änderung des SICAM PAS-COVCounters3])
• Keine COVCounter-Änderung
(Meldung wurde bereits empfangen, keine Änderung des Prozess-
werts [SitzungsID und COVCounter unverändert])
• Normal
(Prozesswert hat sich in Wert oder Status geändert [SitzungsID
unverändert, Erhöhung des COVCounters])
Übertragungsursache
Übertragungsursache Hier können Sie aus der Liste aller PAS-Übertragungsursachen, Seite 304
wählen.
Pro Filterkriterium kann 1 PAS-Übertragungsursache gewählt werden.
Parameter Beschreibung
Zusatzverursachung Hier können Sie aus der Liste aller PAS-Zusatzverursachungen, Seite 304
wählen.
Pro Filterkriterium kann 1 PAS-Zusatzverursachung gewählt werden.
Benutzerdefinierte Variablen
DAF_Marker_1 ... 8 Hierbei handelt es sich um Bit-Variablen. Diese werden nach dem
Wizard-Lauf automatisch angelegt.
Die Werte der Variablen können Sie zur Laufzeit beliebig steuern und
damit z.B. einzelne Filterkriterien ein- oder ausschalten oder bei
bestimmten Betriebszuständen Meldungen zu- oder abschalten.
Verhalten
Parameter Beschreibung
Systemverhalten
Kein Alt/Neu-Vergleich Wenn diese Option nicht aktiviert ist (Standard-Einstellung), werden
Meldungen verworfen, deren gefilterter Zustand dem gefilterten
Zustand der vorangegangenen Meldung gleicht.
Wenn diese Option aktiviert ist, wird der Vergleich zwischen dem aktu-
ellen und dem vorhergegangenen Filterergebnis außer Acht gelassen.
Das erlaubt beispielsweise, zyklisch übertragene Zählwerte auch dann in
die Meldelisten aufzunehmen, wenn sich die Werte nicht geändert
haben.
In Ereignisliste anzeigen Wenn diese Option aktiviert ist, wird der Zustand in der Ereignisliste
angezeigt.
Sie können diese Option auch direkt in der Liste Konfigurierte Filterkri-
terien in der Spalte Ereignisliste aktivieren.
In Warnmeldeliste anzeigen Wenn diese Option aktiviert ist, wird der Zustand in der Warnmeldeliste
angezeigt.
Sie können diese Option auch direkt in der Liste Konfigurierte Filterkri-
terien in der Spalte Warnmeldeliste aktivieren.
Quittierung für „gekommen“ bzw. Wenn In Warnmeldeliste anzeigen aktiviert ist, können Sie hier fest-
„gekommen“/“gegangen“ legen, ob die Quittierung für gekommen oder für gekommen/
gegangen erfolgen soll.
Auto-Quittieren von Alt-Einträgen Wenn In Warnmeldeliste anzeigen aktiviert ist, können Sie hier zudem
festlegen, ob die Quittierung vorhergehender Instanzen dieser Meldung
automatisch erfolgen soll.
Blinken Wenn In Warnmeldeliste anzeigen aktiviert ist, können Sie hier zudem
festlegen, ob der Zustand in der Warnmeldeliste blinkend angezeigt
werden soll.
Dazu muss im AlarmLogging in der Meldeart der Meldung und den
gewünschten Meldeblöcken das Blinken aktiviert sein. Auch im Alarm-
Control muss in den Bildern für die gewünschten Meldeblöcke das
Blinken aktiviert werden.
So können Sie verschiedene Darstellungen projektieren.
Bei Systemstart neu eintragen Wenn In Warnmeldeliste anzeigen aktiviert ist, können Sie hier zudem
festlegen, ob die erste Meldung nach dem Start der SICAM SCC Runtime
auch dann in die Warnmeldeliste eingetragen werden soll, wenn sie sich
zur vorherigen Meldung nicht geändert hat.
Parameter Beschreibung
Meldungstext
Werttextgruppe Hier wählen Sie aus, ob die Meldung aus einer Werttextgruppe (SCC-
Voreinstellung oder Gruppe 1 bis 16) oder der Prozesswert direkt ange-
zeigt werden soll.
Text Id (> 255) Alternativ können Sie hier direkt eine Text-ID für einen anzuzeigenden
Text angeben. Dieser wird anstelle des Texts aus den Werttextgruppen
verwendet.
Herkunftsadresse Text Id Hier können Sie eine Text-ID für die Herkunftsadresse angeben, die
zusätzlich in der Spalte Kennnummer angezeigt wird.
Benutzername hinzufügen Wenn Sie diese Option wählen, wird für diese Meldung der Wert aus der
internen Variable DAF_UserName in die Prozesswert-Spalte XXX hinzu-
gefügt.
Warnmeldeliste: Bei jeder Änderung einer Meldung wird der gerade
aktuelle DAF_UserName eingetragen.
Auslösevariable
Auslösevariable Als Aktion kann auch eine Variable getriggert werden.
Wählen Sie die gewünschte Auslösevariable aus dem Dialog zur Variab-
lenauswahl.
Die Variable muss eine Binäre Variable sein. Sie wird immer auf 1
gesetzt und kann vom Benutzer zurückgesetzt werden. So kann man
diese Variable z.B. als Trigger für Scripte oder als Steuerung einer
Sammelanzeige verschiedener Meldungen nutzen, die durch eine Quit-
tierung zurückgesetzt wird.
Farben Wählen Sie Hintergrund- und Schriftfarbe aus, in der die Meldung bei
diesem speziellen Meldungszustand angezeigt werden soll. Wenn diese
Option nicht angewählt ist, werden die Farben von der im Alarm
Logging konfigurierten Meldeart übernommen.
Quittierfarben Wählen Sie Hintergrund- und Schriftfarbe aus, in der die Quittiermel-
dung bei diesem speziellen Meldungszustand angezeigt werden soll.
Wenn diese Option nicht angewählt ist, werden die Farben von der im
Alarm Logging konfigurierten Meldeart übernommen.
7.6.4 Rangierung
[le_daf_ui_mapping, 1, de_DE]
Meldungen
Diese Liste zeigt alle Meldungen, die in Ihr SICAM SCC-Projekt importiert wurden.
• Meldungsgruppe (Freitext)
• Meldung (Freitext)
• Meldungsnummer (Freitext)
• Datentyp (Listbox, die automatisch alle zur Verfügung stehenden Datentypen anzeigt)
HINWEIS
i Bei den Freitexten für Meldungsgruppe und Meldung können Sie ".", "?" und "*" als Platzhalter
verwenden.
Dynamische Alarmfilter
Diese Liste zeigt alle konfigurierten DAFs.
Um einen DAF einer Meldung zuzuweisen, ziehen Sie den DAF aus dieser Liste einfach per Drag & Drop auf die
ausgewählte Meldung. Sie können Mehrfachzuweisungen vornehmen (d.h. einen DAF mehreren Meldungen
zuordnen), indem Sie vorher mehrere Meldungen mit Umschalt- oder Alt-Taste auswählen und danach den
gewünschten DAF darauf ziehen.
So können Sie z.B. den Meldungen q1_einaus, q2_einaus und q8_einaus aus dem obigen Beispiel (siehe
Auswahlfilter für Meldungen, Seite 302) in einem Schritt den DAF myBinDAF_01 zuweisen:
Sie können einzelnen Meldungen auch einen DAF zuweisen, indem Sie die Meldung in der Spalte Dynamische
Alarmfilter doppelklicken und dann den gewünschten DAF aus der Auswahlliste wählen:
Auch löschen können Sie die DAF-Zuweisungen einzeln (in der Auswahlliste (kein) wählen oder in der ausge-
wählten Zeile <Entf> drücken) oder mit Mehrfachauswahl (mehrere Zeilen auswählen, dann <Entf> drücken).
Um eine Mehrfachauswahl aufzuheben, drücken Sie <Esc>.
• Name (Freitext)
• Typ (Listbox: kein, binär, numerisch, EM mit Alarm bei AN, EM mit Alarm bei AUS)
7.6.5 Zuordnungstabellen
PAS-Übertragungsursachen
Die nachfolgende Tabelle ist eine Zuordnungstabelle von IEC-Werten auf SICAM PAS-Werte.
SICAM PAS verwendet noch weitere Werte.
PAS-Zusatzverursachungen
Die nachfolgende Tabelle ist eine Zuordnungstabelle von IEC-Werten auf SICAM PAS-Werte.
SICAM PAS verwendet noch weitere Werte.
IEC-AddCause PAS-AddCause
unknown (0) eAddCPositive (0)
not_supported (1) eAddCCommandNotAccepted (41)
IEC-AddCause PAS-AddCause
Blocked_by_switching_hierachy (2) eAddCAuthorityViolation (99)
Select_failed (3) eAddCCommandNotAccepted (41)
Invalid_position (4) eAddCPlausibilityError (114)
Position_reached (5) eAddCStateAlreadyReached (117)
Parameter_change_in_execution (6) eAddCParameterError (98)
Step_limit (7) CDC=BSC:
Value=2 (closed)
eAddCUpperBoundReached (112)
Sonst: eAddCLowerBoundReached (113)
Sonst: eAddCPositive (0)
Blocked_by_mode (8) eAddCOutputBlockageSet (102)
Blocked_by_process (9) eAddCOutputBlockageSet (102)
Blocked_by_interlocking (10) eAddCSwitchingErrorProtectionInterlock (97)
Blocked_by_synchrocheck (11) eAddCSychronizationPreconditionFailure (115)
Command_already_in_execution (12) eAddCTooManyActiveCommands 38()
Blocked_by_health (13) eAddCDeviceStatus (116)
One_of_n_control (14) eAddCOneOutOfNErrorSoftware (121)
Abortion_by_cancel (15) eAddCCommandNotAccepted (41)
Time_limit_over (16) eAddCMonitoringTimeExpired (118)
Abortion_by_trip (17) eAddCCommandNotAccepted (41)
Object_not_selected (18) eAddCCommandNotAccepted (41)
Object_already_selected (19) eAddCCommandNotAccepted (41)
No_access_authority (20) eAddCAuthorityViolation (99)
Ended_with_overshoot (21 eAddCOverload (105)
Abortion_due_to_deviation (22) eAddCCommandNotAccepted (41)
Abortion_by_communication_loss (23) eAddCCommandNotAccepted (41)
Blocked_by_command (24) eAddCOutputBlockageSet (102)
None (25) eAddCCommandNotAccepted (41)
Inconsistent_parameters (26) eAddCParameterError (98)
Locked_by_other_client (27) eAddCOneOutOfNErrorSoftware (121)
7.7 SICAM-Funktionen
Übersicht
Die SICAM-Funktionen ergänzen die Standard SIMATIC WinCC-Funktionen. Die SICAM-Funktionen sind C-
Scripte und werden als Projektfunktionen beim Anlegen eines Projektes durch einen SICAM Wizard kopiert und
verfügbar gemacht.
Sie setzen die SICAM-Funktionen zur Bearbeitung von Befehlen oder zur Verarbeitung von Meldungen und
Messwerten ein.
Die C-Scripte können Sie mit dem C-Editor öffnen und bearbeiten. Weitere Informationen dazu finden Sie in
der Dokumentation zu SIMATIC WinCC.
7.7.1 Befehle
Zur Ausgabe von Befehlen verwenden Sie die in diesem Abschnitt beschriebenen SICAM-Funktionen.
Folgende Funktionen stehen zur Verfügung:
Name Bedeutung
SCC_Command_Analog Befehlsausgabe für analoge Werte
SCC_Command Befehlsausgabe für digitale Werte
SCC_CommandExecute Befehl ausführen, zur zweistufigen Befehlsausgabe
Die SICAM-Funktionen zur Befehlsausgabe finden Sie im WinCC Explorer unter Global Script/C-Editor/Projekt-
funktionen/SICAMSCC/Command.
Die verschiedenen SICAM-Funktionen zur Befehlsausgabe setzen Sie entsprechend des jeweiligen Variablen-
typs ein.
Die Funktionen SCC_Command_Analog und SCC_Command führen standardmäßig die komplette Befehls-
ausgabe durch. Um den Befehl zweistufig abzusetzen, können Sie die Scripte anpassen und zusätzlich die
Funktion SCC_CommandExecute aufrufen. Die Beschreibung dazu finden Sie in den Scripten selbst.
[pascc701, 1, de_DE]
Format
Die SICAM-Funktion zur Befehlsausgabe mit dem Zahlenformat Fließkomma (Float) hat das Format:
Beschreibung
Mit dieser Funktion geben Sie einen Befehl mit dem Zahlenformat Fließkomma aus. Dabei übergeben Sie
der Funktion den Namen der Befehlsvariablen (z.B. Bay01_device02 oder Bay01_device02.value).
Die Variable kann ein beliebiges Strukturelement sein (Value, Cause, Valuetype, CmdCounter).
Zusätzlich übergeben Sie einen Wert vom Typ Fließkomma (z.B. um einen analogen Sollwert auszugeben), das
Zahlenformat (z.B. 22 für analogen Sollwert), die Befehlsdauer in Millisekunden (ms) und die Verursachungs-
kennung. Weitere Information zu den Zahlenformaten finden Sie im Anhang A.1.3.
Triggervorschlag
Triggervorschlag für die Funktion Befehlsausgabe mit dem Zahlenformat Fließkomma:
Als Trigger für diese Funktion verwenden Sie jede beliebige Aktion eines Objektes. Das kann z.B. ein Mausklick
auf eine Schaltfläche sein.
HINWEIS
i Über ein Windows-Objekt vom Typ Slider-Objekt (im Graphics Designer von SIMATIC WinCC) gestalten Sie
die Vorgabe eines analogen Sollwertes im Fließkommaformat über das Strukturelement value variabel.
Format
Die SICAM-Funktion zur Befehlsausgabe mit dem Zahlenformat Ganzzahl mit Vorzeichen (Integer) hat das
Format:
void SCC_Command ( char* p_cTagName, int p_iValue, DWORD p_dwValueType,
DWORD p_dwDuration, DWORD p_dwCOT, BOOL p_bNoSynch, BOOL p_bNoLock )
Beschreibung
Mit dieser Funktion geben Sie einen Befehl mit dem Zahlenformat Ganzzahl mit Vorzeichen aus. Dabei über-
geben Sie der Funktion den Namen der Befehlsvariablen (z.B. Bay01_device03 oder Bay01_device03.value).
Die Variable kann ein beliebiges Strukturelement sein (Value, Cause, Valuetype, CmdCounter).
Zusätzlich übergeben Sie die Schaltrichtung (1 = AUS, 2 = EIN bei einem Impulsbefehl), das Zahlenformat (z.B.
14 für Impulsbefehl), die Befehlsdauer in Millisekunden (ms), die Verursachungskennung und die Bits für den
Qualifier of Command (QoC, für die IEC Communication Suite). Weitere Information zu den Zahlenformaten
finden Sie im Anhang A.1.3.
Triggervorschlag
Triggervorschlag für die Funktion Befehlsausgabe mit dem Zahlenformat Ganzzahl mit Vorzeichen:
Als Trigger für diese Funktion verwenden Sie jede beliebige Aktion eines Objektes. Das kann z.B. ein Mausklick
auf eine Schaltfläche sein.
Format
Die Funktion Befehl ausführen hat das Format:
void SCC_CommandExecute(char* p_cTagName)
Beschreibung
Diese Funktion führt einen Befehl aus. Dies geschieht dadurch, dass der Wert des Strukturelementes
CmdCounter der Befehlsvariable erhöht wird. Dabei übergeben Sie der Funktion den Namen der Befehlsvari-
able.
Die Variable kann ein beliebiges Strukturelement sein (Value, Cause, Valuetype, CmdCounter).
Die Funktion Befehl ausführen setzen Sie als zweite Stufe einer Befehlsausführung ein.
Als erste Stufe können Sie z.B. die SICAM-Funktion zur Befehlsausgabe verwenden. Sie müssen dann aller-
dings im C-Script die Zeilen für die Befehlsausführung auskommentieren! (Siehe Kommentare in den
Scripten SCC_Command und SCC_Command_analog)
So kommentieren Sie Scriptzeilen aus:
✧ Öffnen Sie das C-Script mit dem C-Editor.
[pascc702, 1, de_DE]
✧ Kommentieren Sie die Zeilen zur Befehlsausführung (markierte Zeilen) aus, d. h. fügen Sie an jedem
Zeilenanfang 2 Schrägstriche ein.
✧ Speichern Sie das geänderte Script.
Triggervorschlag
Triggervorschlag für die Funktion Befehl ausführen:
Als Trigger für diese Funktion verwenden Sie jede beliebige Aktion eines Objektes. Das kann z.B. ein Mausklick
auf eine Schaltfläche sein.
7.7.2.1 Übersicht
Von SICAM SCC aus können Werte in SICAM PAS/PQS und in IEC 61850-Geräten, die das Nachführen unter-
stützen (z.B. SIPROTEC 5), manuell nachgeführt/ersetzt werden. Eine Nachführung kann z.B. dann eingesetzt
werden, wenn die Verbindung zur Geräte-Ebene/Primärtechnik fehlt, in SICAM PAS/PQS oder SICAM SCC aber
dennoch Werte benötigt werden.
Zum Nachführen stehen SICAM-Funktionen zur Verfügung.
• Bitmuster-Werte
• Den Wert der Meldung auf den nachgeführten Wert und den Status (Validity) der Meldung auf substi-
tuted setzen.
• Den Wert des Strukturelementes WBCounter (Write-Back-Counter) inkrementieren, damit der Wert in
SICAM PAS/PQS nachgeführt wird.
Information zur Struktur der Meldevariablen finden Sie im Anhang A.
Eine Nachführung ist erlaubt, wenn die Meldung eine oder mehrere der folgenden Status-Kriterien erfüllt:
• Ungültig
• Nicht aktuell
• Feldsperre gesetzt
• Nachgeführt
Folgende Funktionen stehen zur Verfügung:
Name Bedeutung
SCC_PAS_SubstituteAnalog Nachführen mit dem Zahlenformat Float
SCC_PAS_Substitute Nachführen mit dem Zahlenformat Integer
Tabelle 7-12 Zusätzliche Funktionen für die IEC Communication Suite (momentan nur IEC 61850)
Name Bedeutung
SCC_IEC_SubstituteAnalog Nachführen mit dem Zahlenformat Float
SCC_IEC_Substitute Nachführen mit dem Zahlenformat Integer
SCC_IEC_SubstituteReset Rücksetzen des nachgeführten Wertes
Die SICAM-Funktionen zum Nachführen finden Sie im WinCC Explorer unter Global Script/C-Editor/Projekt-
funktionen/SICAMSCC/misc.
Die verschiedenen SICAM-Funktionen zur Nachführung setzen Sie entsprechend des jeweiligen Zahlenfor-
mates ein.
Format
Die SICAM-Funktion zur Nachführung mit dem Zahlenformat Fließkomma (Float) hat das Format:
void SCC_PAS_SubstituteAnalog(char* p_cTagName, float p_fValue)
Beschreibung
Mit dieser Funktion führen Sie einen Wert mit dem Zahlenformat Fließkomma nach. Dabei übergeben Sie der
Funktion den Namen der Variablen und den Nachführwert.
Die Variable kann ein beliebiges Strukturelement einer SICAM-Strukturvariablen sein (Value, Cause, Value-
type, CmdCounter).
Triggervorschlag
Triggervorschlag für die Funktion Nachführen mit dem Zahlenformat Fließkomma:
Als Trigger für diese Funktion verwenden Sie jede beliebige Aktion eines Objektes. Das kann z.B. ein Mausklick
auf eine Schaltfläche sein.
Format
Die SICAM-Funktion zur Nachführung mit dem Zahlenformat Ganzzahl mit Vorzeichen (Integer) hat das
Format:
void SCC_PAS_Substitute(char* p_cTagName, int p_iValue)
Beschreibung
Mit dieser Funktion führen Sie einen Wert mit dem Zahlenformat Ganzzahl mit Vorzeichen nach. Dabei über-
geben Sie der Funktion den Namen der Variablen und den Nachführwert.
Die Variable kann ein beliebiges Strukturelement sein (Value, Cause, Valuetype, CmdCounter).
Weitere Information zu den Zahlenformaten finden Sie im Anhang A.1.3.
Triggervorschlag
Triggervorschlag für die Funktion Nachführen mit dem Zahlenformat Ganzzahl mit Vorzeichen:
Als Trigger für diese Funktion verwenden Sie jede beliebige Aktion eines Objektes. Das kann z.B. ein Mausklick
auf eine Schaltfläche sein.
Weitere Information zu der Nachführung von Schalterstellungen finden Sie unter 4.4.6 Runtime-Dialoge von
SICAM Schaltobjekten.
Die Funktion Nachführen von Schalterstellungen ist auch in den ActiveX-Schaltobjekten integriert.
Für Informationen des Zielsystems SICAM PAS kann in Verbindung mit SICAM PAS/PQS ab V8.01 eine informa-
tionsspezifische Sperre eingelegt werden. Für diese Funktion steht Ihnen ein C-Script zur Verfügung.
Format
Die Funktion Objektspezifische Sperre hat das Format:
void SCC_PAS_SetBlockState(char* p_cTagName, int p_iBayBlocked,
int p_iTelecontrolBlocked)
Beschreibung
Sie können diese Funktion nutzen, um eine Sperre für eine einzelne Prozessinformation einzulegen oder
aufzuheben. Bei Verwendung von SICAM SCC-Schaltgeräteobjekten ist diese Funktion im Statusdialog inte-
griert, siehe 4.4.6 Runtime-Dialoge von SICAM Schaltobjekten.
Die Parameter für die Funktion sind:
• Variablenname (p_cTagName)
0 Keine Änderung
1 Sperre aufheben
2 Sperre einlegen
Nach Aktivierung einer Feldsperre kann der Wert des Objekts mit den Funktionen aus 7.7.2 Werte nachführen
nachgeführt werden.
7.7.4.1 Übersicht
Zur Verarbeitung von Meldungen verwenden Sie die in diesem Abschnitt beschriebenen SICAM-Funktionen.
Folgende Funktionen stehen zur Verfügung:
Name Bedeutung
PAS_CreateMessage_V500 Meldung mit Text aus der Textbibliothek erzeugen
PAS_CreateMessageStr_V500 Meldung mit Textübergabe erzeugen
PAS_CreateMessageStr2_V500 Meldung mit der Übergabe von 2 Texten erzeugen
SCC_AcknowledgeAlarm Meldung in der Warnmeldeliste quittieren
Die SICAM-Funktionen zur Verarbeitung von Meldungen und Messwerten finden Sie im WinCC Explorer unter
Global Script/C-Editor/Projekt-Funktionen/SICAMSCC/misc.
Format
Die Funktion Meldung erzeugen hat das Format:
void PAS_CreateMessage_V500(DWORD dwMsgNr, DWORD dwZustand, DWORD dwTextID)
Beschreibung
Diese Funktion erzeugt eine Meldung im SIMATIC WinCC-Meldesystem (Alarm Logging).
Dieser Funktion übergeben Sie die Meldungsnummer, den SIMATIC WinCC-Meldungsstatus (1 = Kommend, 2
= Gehend) und die Text-ID des Textes, der in der Spalte Wert angezeigt werden soll.
HINWEIS
i Die neue Meldung mit dieser Meldenummer müssen Sie vorher im Meldesystem anlegen.
Format
Die Funktion Meldung erzeugen hat das Format:
void PAS_CreateMessageStr_V500(DWORD dwMsgNr, DWORD dwZustand, char* lpszMsgText)
Beschreibung
Diese Funktion erzeugt eine Meldung im SIMATIC WinCC-Meldesystem (Alarm Logging).
Dieser Funktion übergeben Sie die Meldungsnummer, den SIMATIC WinCC-Meldungsstatus (1 = Kommend, 2
= Gehend) und den Text, der in der Spalte Wert angezeigt werden soll.
HINWEIS
Format
Die Funktion Meldung in der Warnmeldeliste quittieren hat das Format:
void SCC_AcknowledgeAlarm(char* p_cMsgAckTagName, DWORD MsgNumber)
Beschreibung
Diese Funktion erzeugt Quittiertmeldungen in der Warnmeldeliste über die Meldenummer.
Dieser Funktion übergeben Sie den Namen der Rohdatenvariable (MSG_Ack_... für die Quittierung) des
Kommunikationskanals, über den die Meldung empfangen wird, und die Meldungsnummer.
Format
Die Funktion Variablenwerte kopieren hat das Format:
SCC_CopyTagValueRT(char* p_cSourceTagName, char* p_cDestinationIntTagName,
BOOL p_bDigitalValue)
Beschreibung
Diese Funktion kopiert die aktuellen Runtimedaten einer Variable des Typs PAS Information in eine interne
Variablenstruktur gleichen Typs. Dies wird hauptsächlich benötigt, wenn für die topologische Einfärbung ein
Schalter mehrfach verwendet werden soll, was die Plausibilitätsprüfung der topologsichen Einfärbung nicht
zulassen würde (z.B. beim Einsatz von Schaltwagen: der Trennschalter wird zweimal gezeichnet).
Übergabeparameter sind die Struktur-Variablennamen der Quell- und Zielvariablen sowie die Angabe, ob es
sich um einen digitalen oder analogen Wert handelt.
Die Namen können mit Erweiterung (z.B. .RTInfo) oder ohne übergeben werden.
p_bDigitalValue wird mit 0 für analoge und 1 für digitale Werte übergeben.
Die SICAM-Funktionen können Sie zur Dynamisierung von Grafikobjekten in Anlagenbildern von SIMATIC
WinCC einsetzen.
Dynamisierung
Über die Dynamisierung visualisieren Sie Anlagenzustände in Steuer- und Melderichtung.
C-Aktion
Über die C-Aktion können Sie alle von SIMATIC WinCC zur Verfügung gestellten Funktionen nutzen. Dazu
gehören auch die SICAM Funktionen.
Befehle
Die SICAM-Funktionen Befehle setzen Sie zur Dynamisierung in Befehlsrichtung ein.
Allgemeine SICAM-Funktionen
Über die allgemeinen SICAM-Funktionen visualisieren Sie Anlagenzustände in Melderichtung.
Die aktuell nötigen Globalen Aktionen werden beim Importieren der SICAM-Grafikobjekte-Bibliothek in das
Projekt kopiert.
Die Globalen Aktionen finden Sie im WinCC Explorer unter Global Script/C-Editor/Aktionen/globale Akti-
onen.
Weitere optionale bzw. aus früheren Versionen stammende Globale Aktionen finden Sie im Installationsver-
zeichnis im Unterordner PAS. Diese können Sie bei Bedarf in ihr Projekt kopieren.
SicamPAS_Compkey
Diese globale Aktion wird beim Import dynamisch angelegt. Sie prüft während der Runtime die Übereinstim-
mung der Kompatibilitätsschlüssel von SICAM SCC- und SICAM PAS-Projekt. Stimmen die Kompatibilitäts-
schlüssel nicht überein, wird die Runtime mit einem Hinweis beendet.
Bei SICAM RTUs, IEC 61850- und IEC 60870-5-104-Geräten findet keine Kompatibilitätsprüfung statt.
Sicam_AsyncTicks
Die Globale Aktion Sicam_AsyncTicks schreibt in die internen administrativen Variablen @AsyncTick (siehe
7.8.1 Administrative Variable). Diese Variablen werden bei der topologischen Einfärbung als Anregung zur
Ein-/Umfärbung verwendet.
SicamPas_AlarmListFilter
Mit Hilfe des C-Scripts SicamPas_AlarmListFilter.pas werden die Einstellungen, die Sie in der Checkbox
Meldelistenfilter vorgenommen haben, an die externen administrativen Variablen der angeschlossenen
Kommunikationskanäle verteilt.
Beim Beenden der Runtime kann die Einstellung des Filters für den nächsten Start gesichert werden:
• Ab SIMATIC WinCC V7.0 SP1 kann die Option Runtime Persistenz der internen Variablen @AlarmList-
Filter_ValueInt gesetzt werden.
• Bei älteren SIMATIC WinCC-Versionen (vor V7.0 SP1) muss die Variable AlarmListFilter_WriteExt auf 1
gesetzt werden. Diese Funktionalität ist im Grafikobjekt Button Ende integriert.
HINWEIS
i Die Variable AlarmListFilter_WriteExt darf nur beim Beenden der Runtime benutzt werden (Konsistenz des
Variablenhaushaltes).
SICAM_FlashSyn
Die Globale Aktion SICAM_FlashSyn schreibt in die internen administrativen Variablen @Flashxxx (siehe
7.8.1 Administrative Variable).
Dadurch wird das Blinken der IndustrialX Controls synchronisiert (bis SICAM PAS CC Version 5.10).
Sicam1703_RedundancyMaster
Das C-Script Sicam1703_RedundancyMaster.pas wird beim Import dynamisch angelegt. Es spiegelt die admi-
nistrative Variable @RM_Master auf die externe Variable RedundancyMaster_xx.
Es besteht die Möglichkeit, den Ablauf der SICAM-Funktionen zur Runtime zu beobachten. Dazu fügen Sie ein
Applikationsfenster und aus der Projekt-Bibliothek eine Checkbox in Ihr Bild ein.
Applikationsfenster einfügen
² Markieren Sie im Graphics Designer unter Smart-Objekte das Objekt Applikationsfenster .
² Platzieren Sie das Objekt in Ihrem Bild. Das Fenster Fensterinhalt wird geöffnet.
[pascc704, 1, de_DE]
² Markieren Sie Global Script und klicken Sie auf OK. Das Fenster Vorlage wird geöffnet.
[pascc705, 1, de_DE]
Checkbox einfügen
Nun müssen Sie noch das Grafikobjekt einfügen, mit dem Sie die Ausgabe von Debug-Informationen akti-
vieren/ deaktivieren können.
² Fügen Sie aus der Bibliothek das Grafikobjekt
CheckBox Scriptausgaben aktivieren in Ihr Bild ein.
[pascc706, 1, de_DE]
[pascc707, 1, de_DE]
Mit dieser Checkbox können Sie zur Runtime die Ausgabe von Debug-Informationen aktivieren/deaktivieren.
Übersicht
Sie können den SICAM PQ Analyzer (Incident Explorer) von SICAM SCC aus aufrufen. Möglich ist der Aufruf
aus:
• Einem Bild
• Der Ereignisliste
In SICAM SCC legen Sie eine Parameterdatei für den SICAM PQ Analyzer an. Im geöffneten Incident Explorer
werden die Störschriebe entsprechend der in SICAM SCC festgelegten Parameter für Topologie und Zeitbereich
angezeigt.
Voraussetzungen
Damit Sie aus SICAM SCC den SICAM PQ Analyzer aufrufen können, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt
sein:
• Der SICAM PQ Analyzer V3.03 oder höher ist auf dem SICAM SCC-Rechner mit den erforderlichen
Lizenzen installiert.
• Ein SICAM PQ Analyzer-Archiv ist entsprechend den Vorgaben konfiguriert, siehe Handbuch /10/ SICAM
PQ Analyzer, Incident Explorer.
[c-skript_editieren, 1, de_DE]
² Passen Sie folgende Parameter für die Anzeige Ihres SICAM PQ Analyzer-Archivs an:
• char *cIPAddress
Die IP-Adresse des Rechners, auf dem das Archiv liegt.
Voreingestellt ist die IP-Adresse des lokalen Rechners.
• char *cTopology
Die Topologie, die im SICAM PQ Analyzer angezeigt werden soll.
Beachten Sie die doppelte Schreibweise des Backslash-Zeichens.
HINWEIS
i Achten Sie auf korrekte Groß-/Kleinschreibung, sonst zeigt der SICAM PQ Analyzer die Topologie nicht
richtig an.
HINWEIS
i Um Parametrierhinweise zu erhalten, können Sie in das Bild ein GSC-Diagnosefenster einfügen. Gehen Sie
dazu gemäß den Anweisungen in 7.7.8 SICAM-Funktionen testen vor.
² Speichern Sie das Bild und starten Sie die SIMATIC WinCC Runtime.
[pq_analyzer_aufrufen_01, 1, de_DE]
Bild 7-49 WinCC-Runtime mit Schaltfläche zum Aufruf des SICAM PQ Analyzer
² Um die Parameterdatei für den SICAM PQ Analyzer zu erzeugen, klicken Sie PQA Aufruf aktuelle Zeit. Im
GSC-Diagnosefenster wird der Speicherort der erzeugten Parameterdatei für den SICAM PQ Analyzer
angegeben.
Der Incident Explorer wird geöffnet und die Störschriebe im parametrierten Zeitbereich werden der
Topologie entsprechend angezeigt.
[pq_analyzer_aufrufen_02, 1, de_DE]
² Mit einem Klick auf PQA Aufruf aktuelle Zeit wird der Incident Explorer im Vordergrund geöffnet. Die
Ansicht des Incident Explorers wird mit dem Inhalt des SICAM PQ Analyzer-Störschriebarchivs aktualisiert.
Sie können mehrere Schaltflächen mit unterschiedlichen Zeitparametern in einem Bild platzieren und parame-
trieren.
HINWEIS
i Bei fehlerhafter Parametrierung wird vom SICAM PQ Analyzer oder im SICAM SCC GSC-Diagnosefenster eine
entsprechende Meldung ausgegeben.
Wenn der Incident Explorer nicht geöffnet werden kann:
• Überprüfen Sie den Installationspfad Ihres SICAM PQ Analyzers und den Pfadnamen im C-Script
SCC_PQA_CreateParFile.fct.
Das C-Script können Sie im WinCC Explorer unter Global Script > C-Editor > Projekt-Funktionen >
SicamPAS > misc öffnen, ändern, neu übersetzen und speichern.
Das folgende Bild zeigt die Bedeutung der Parameter des C-Scripts für die Schaltfläche PQA Aufruf aktuelle
Zeit in Zusammenhang mit der Anzeige im Incident Explorer.
[pq_analyzer_aufrufen_03, 1, de_DE]
HINWEIS
i Um Parametrierhinweise zu erhalten, können Sie in das Bild ein GSC-Diagnosefenster einfügen. Gehen Sie
dazu gemäß den Anweisungen in 7.7.8 SICAM-Funktionen testen vor.
² Speichern Sie das Bild und starten Sie die SIMATIC WinCC Runtime.
[pq_analyzer_aufrufen_04, 1, de_DE]
Bild 7-52 WinCC-Runtime mit Schaltfläche zum Aufruf des SICAM PQ Analyzer
² Selektieren Sie das Symbol AutoScroll in der Ereignisliste für den SICAM PQ Analyzer.
² Wählen Sie die Meldung aus der Ereignisliste aus, zu der Sie sich in Ihrem SICAM PQ Analyzer-Archiv Stör-
schriebe anzeigen lassen wollen.
² Um die Parameterdatei für den SICAM PQ Analyzer zu erzeugen, klicken Sie auf die Schaltfläche PQA
Aufruf Meldezeit.
Alternativ können Sie die Parameterdatei für den SICAM PQ Analyzer mit einem Klick auf das Symbol für
den SICAM PQ Analyzer (Lupe) in der Symbolleiste der Ereignisliste erzeugen.
Der Incident Explorer wird geöffnet und die Störschriebe des SICAM PQ Analyzer-Archives werden zum
Zeitpunkt der Meldung +/- 2 Stunden angezeigt.
Im GSC-Diagnosefenster wird der Speicherort der neu erzeugten Parameterdatei für den SICAM PQ Analyzer
angegeben.
Bei einem erneuten Klick auf die Schaltfläche PQA Aufruf Meldezeit wird die Anzeige des SICAM PQ Analy-
zers aktualisiert.
Der SICAM PQ Analyzer wird im Vordergrund angezeigt.
HINWEIS
i Wenn der Incident Explorer nicht geöffnet werden kann oder die Störschriebe nicht angezeigt werden:
• Überprüfen Sie den Installationspfad Ihres SICAM PQ Analyzers und ändern Sie diesen gegebenenfalls
in dem C-Script SCC_PQA_CreateParFile.
Die C-Scripten finden Sie im WinCC Explorer unter Global Script > C-Editor > Projekt-Funktionen >
SicamPAS > misc.
Suchen Sie im C-Script nach cPQ_DEFAULT_PATH1 und ändern Sie dort die Pfadangabe. Übersetzen
und speichern Sie anschließend das geänderte C-Script.
• Wenn das SICAM PQ Analyzer-Archiv nicht auf dem SICAM SCC-Rechner liegt, müssen Sie das globale
Script SicamSCC_PQA_SetTimeRange_MsgList.pas anpassen.
Sie finden das Script im WinCC Explorer unter Global Script > C-Editor > Aktionen > globale Akti-
onen.
Suchen Sie im C-Script nach cIPAddress und ersetzen Sie dort die lokale IP-Adresse 127.0.0.1 durch
die IP-Adresse des Rechners, auf dem das SICAM PQ Analyzer-Archiv liegt.
Übersetzen und speichern Sie anschließend das geänderte C-Script.
7.8 Systemsteuerung
Übersicht
Beim Import der SICAM-Grafikobjekte-Bibliothek werden im Projekt zusätzlich interne und externe administra-
tive Variable sowie mehrere globale Aktionen angelegt. Sie dienen der Systemsteuerung.
HINWEIS
i Weitere Vorlagen für globale Aktionen, die Sie in Ihrem Projekt einsetzen können, finden Sie im Installati-
onsverzeichnis von SICAM SCC im Unterverzeichnis PAS. Beachten Sie die Projektierungshinweise innerhalb
der jeweiligen Funktion.
HINWEIS
i Die in diesem Abschnitt beschriebene Funktionalität (z.B. Feld-/Fernwirksperre) ist von der Unterstützung
des Zielsystems abhängig, siehe Dokumentation des Zielsystems.
Name Typ
TextIDOffset Vorzeichenloser 32-Bit-Wert
AckFlashing/QuitBlinking Binäre Variable
@FlashFast Vorzeichenbehafteter 32-Bit-Wert
@FlashMedium Vorzeichenbehafteter 32-Bit-Wert
@FlashSlow Vorzeichenbehafteter 32-Bit-Wert
@Language Vorzeichenloser 32-Bit-Wert
@AsyncTickx Binäre Variable
@AlarmListFilter_WriteExt Binäre Variable
@AlarmListFilter_ValueInt Vorzeichenloser 32-Bit-Wert
ActivateControls Binäre Variable
SubstVal_Float Fließkomma Wert
SICAMPASCCSynchState Textvariable 8-Bit Zeichensatz
1 = IEC 60870-5-104
2 = IEC 61850
HINWEIS
i Überprüfen Sie nach einer Änderung der Projekt-ID des SICAM PAS-Projektes oder der HMI Interface ID
die Zuordnung der externen administrativen Variablen zu den Objekten in den Bildern.
Die Projekt-ID kann z.B. in SICAM PAS UI - Configuration geändert werden.
Die HMI Interface ID kann sich nach dem Löschen und dem Neuerzeugen der SICAM SCC-Schnittstelle in
SICAM PAS UI - Configuration sowie dem Erzeugen von redundanten WinCC-Anschlüssen in einem SICAM
PAS-Projekt ändern.
Beim erstmaligen Anlegen eines SICAM TOOLBOX II/SICAM Device Manager/SCD/IEC 60870-5-104-
Projektes (Import im Wizard) wird die Projekt-ID vergeben. Die Projekt-ID beginnt mit dem Wert 10. Sie
bleibt bei einem weiteren Import mit dem Wizard unverändert.
Achten Sie bei der gemeinsamen Anbindung von SICAM PAS, SICAM RTUs, IEC 61850- und IEC 60870-5-
104-Geräten in einem SICAM SCC-Projekt auf eindeutige Projekt-IDs für jede Station.
7.8.2 Verursacherkennung
Die Verursacherkennung ist in der externen administrativen Variablen InitiatorCategory_xxx abgelegt. Die Vari-
able wird bei Ausgabe von Befehlen an das Automatisierungssystem7 mitgesendet. Der Inhalt der Variablen
hat folgende Bedeutung:
Wenn SICAM SCC als Leitstelle agieren soll, müssen Sie den Inhalt der Variablen auf den Wert 3 ändern.
So ändern Sie den Wert der Variablen InitiatorCategory_xxx:
Sie finden die Variable im WinCC Explorer unter Variablenhaushalt/SICAM PAS PROTOCOL SUITE/ PAS Data
Server/Projektname/SICAMAdmin_xxx.
² Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Variable.
² Wählen Sie im Kontextmenü Eigenschaften.
Der Dialog Eigenschaften Variable wird geöffnet.
[pascc610, 1, de_DE]
7.8.3 Meldelistenfilter
Bei welchen Änderungen der Prozessdaten Meldungen in die Melde-/Alarmliste eingetragen werden sollen,
können Sie über das Grafikobjekt Checkbox Meldelistenfilter steuern. Im C-Script SicamPas_AlarmList-
Filter.pas müssen Sie die externe administrative Variable AlarmListFilter_xxx zuordnen.
HINWEIS
i Wenn Sie das Grafikobjekt Checkbox Meldelistenfilter nicht verwenden, wird die Voreinstellung (alle Opti-
onen aktiviert, Zeitstatus deaktiviert) benutzt.
So fügen Sie das Grafikobjekt Checkbox Meldelistenfilter in Ihr Bild ein und ordnen ihm eine Variable zu:
✧ Fügen Sie im Graphics Designer aus dem Verzeichnis Projekt Bibliothek\Bedienelemente das Objekt
Checkbox Meldelistenfilter aus der Bibliothek in Ihr Bild ein.
[pascc604, 1, de_DE]
HINWEIS
i Das Meldelistenfilter ist bei SICAM RTUs und beim direkten Anschluss von IEC 61850-/IEC 60870-5-104-
Geräten nur eingeschränkt wirksam.
Sie können Meldungen, die sich auf eine Wertänderung beziehen, nicht abwählen. Sie werden immer in die
Liste eingetragen. Außer der Option Zeitstatus sind alle Optionen voreingestellt.
✧ Öffnen Sie unter globale Aktionen das C-Script SicamPas_AlarmListFilter.pas.
[pascc605, 1, de_DE]
Sie müssen den Eintrag AlarmListFilter_xxx durch die entsprechende Alarmlistfilter-Variable ersetzen.
✧ Markieren Sie den Eintrag AlarmListFilter_xxx.
✧ Wählen Sie aus dem Menü Bearbeiten > Variablenauswahl.
Der Dialog zur Variablenauswahl wird geöffnet.
[pascc615, 1, de_DE]
✧ Markieren Sie die Variable (z.B. AlarmListFilter_1011) und klicken Sie auf OK.
Die Variable wird in das C-Script eingefügt.
Nun müssen Sie die Variable AlarmListFilter_1011 noch als Trigger eintragen.
✧ Klicken Sie im C-Script mit der rechten Maustaste auf die Variable AlarmListFilter_1011 und wählen Sie
im Kontextmenü Info/Trigger.
Der Dialog Eigenschaften wird geöffnet.
[pascc616, 1, de_DE]
HINWEIS
i Möchten Sie einen festen Filter einstellen, müssen Sie die Checkbox Meldelistenfilter und die globale
Aktion nicht verwenden. Sie können den Startwert der Variablen AlarmListFilter_xxx direkt auf den
gewünschten Wert setzen.
Der Wert ist eine Bit-Kombination wie in Bild 6-36 dargestellt. Sind die Bits gesetzt, wird bei Änderung der
entsprechenden Eigenschaft einer Information eine neue Meldung in die Meldelisten eingetragen.
7.8.4 Schalthoheit
Zur Steuerung der Schalthoheiten verwenden Sie die in SICAM PAS UI - Configuration rangierten Schaltho-
heitsvariablen. Diese Variablen finden Sie bei den Statusvariablen der SICAM SCC-Schnittstelle.
Die Steuerung der Schalthoheit wird nur für das Zielsystem SICAM PAS, nicht aber bei SICAM RTUs und direkt
angeschlossene IEC 61850-/IEC 60870-5-104-Geräte unterstützt.
Rangieren Sie ausschließlich die Schalthoheitsvariablen in Melderichtung.
HINWEIS
i Zur Steuerung der Schalthoheit muss in SICAM PAS eine Zuordnung der Schalthoheitsgruppen für die
SICAM SCC-Schnittstelle gemacht worden sein.
Checkbox Schalthoheit
In diesem Dialog sehen Sie die Schaltflächen Einlesen und Steuern.
Während der Runtime wird
• durch einen Klick auf Einlesen der Inhalt der entsprechenden Schalthoheitsvariable eingelesen und ange-
zeigt.
• durch einen Klick auf Steuern der Inhalt der Checkbox in die entsprechende Schalthoheitsvariable
geschrieben.
[pascc601, 1, de_DE]
Button Schalthoheit
Dieser Dialog enthält eine Schaltfläche, mit der Sie zur Runtime zwischen Nah und Fern umschalten können.
Die Beschriftung der Schaltfläche ändert sich abhängig von der aktuellen Schalthoheit.
Nah und Fern in diesem Dialog entspricht Nah 1 und Fern 1 in der Checkbox Schalthoheit.
[pascc607, 1, de_DE]
So fügen Sie das Grafikobjekt PAS Schalthoheit in Ihr Bild ein und ordnen ihm eine Variable zu:
² Fügen Sie im Graphics Designer das Objekt PAS Schalthoheit aus der Bibliothek in Ihr Bild ein.
² Ordnen Sie dem Objekt PAS Schalthoheit die entsprechende Schalthoheitsvariable zu. Klicken Sie dazu
mit der rechten Maustaste auf das Objekt.
² Wählen Sie im Kontextmenü Eigenschaften.
Der Dialog Objekteigenschaften wird geöffnet.
[pascc602, 1, de_DE]
[pascc603, 1, de_DE]
² Markieren Sie die entsprechende Schalthoheitsvariable und klicken Sie auf OK.
Bei aktiviertem WinCC-Projekt wird im Objekt PAS Schalthoheit (PAS Schalthoheit (komplett)) die aktuelle
Einstellung der entsprechenden Schalthoheitsvariable angezeigt.
Sie können nun von SICAM PAS eine Änderung der entsprechenden Schalthoheitsvariable anfordern.
² Ändern Sie im Objekt PAS Schalthoheit die Einstellungen und senden diese mit der Schaltfläche Steuern
an SICAM PAS.
Die Einstellungen werden an SICAM PAS übermittelt und auf Zulässigkeit geprüft. Ist die angeforderte Schalt-
hoheit unzulässig, wird sie auf den vorherigen Wert zurückgesetzt.
HINWEIS
i Wenn Sie die aktuelle Schalthoheitseinstellung in den Meldelisten protokollieren möchten, müssen Sie die
Schalthoheitsvariable in SICAM PAS UI-Configuration bei den SICAM SCC Statusmeldungen in das SICAM
SCC-Meldesystem rangieren.
7.8.5 Feld-/Fernwirksperre
HINWEIS
i Bei Verbindungen über IEC 60870-5-104 und IEC 61850 können die in diesem Abschnitt beschriebenen
Funktionen nicht eingesetzt werden.
Zur Steuerung der Feld-/Fernwirksperre stehen Ihnen folgende Grafikobjekte zur Verfügung:
• Button Feldsperre, mit dieser Schaltfläche können Sie die Feldsperre einlegen/aufheben
• Button Fernwirksperre, mit dieser Schaltfläche können Sie die Fernwirksperre einlegen/aufheben
• Button Fernwirksperre ignorieren, mit dieser Schaltfläche können Sie die Fernwirksperre für eine Leit-
stelle ignorieren/beachten
[pascc611, 1, de_DE]
Die Schaltflächen ändern zur Runtime, je nach Zustand der Feld-/Fernwirksperre, ihre Beschriftung.
Den Schaltflächen (Grafikobjekten) müssen Sie die entsprechenden Variablen des Gerätes zuordnen.
So fügen Sie das Grafikobjekt Button Feldsperre in Ihr Bild ein und ordnen ihm die Variablen zu:
² Fügen Sie im Graphics Designer das Objekt Button Feldsperre aus der Bibliothek in Ihr Bild ein.
² Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Objekt.
² Wählen Sie im Kontextmenü Eigenschaften.
Der Dialog Objekteigenschaften wird geöffnet.
[pascc612, 1, de_DE]
[pascc613, 1, de_DE]
² Markieren Sie die Variable BlkOpr.Value und klicken Sie auf OK.
² Verbinden Sie das Attribut BlockAdminXXX mit der Variablen BlkAdm.
Bei aktiviertem WinCC-Projekt können Sie nun mit dem Objekt Button Feldsperre die Feldsperre einlegen
bzw. aufheben.
Die Grafikobjekte Button Fernwirksperre und Button Fernwirksperre ignorieren können Sie in gleicher
Weise einfügen und mit den entsprechenden Variablen verbinden. Die Variablen BlkOpr.Value und BlkAdm
enthalten die Information für alle 3 Grafikobjekte.
Alternativ zu den Schaltflächen können Sie das Grafikobjekt CheckboxFeld/Fernwirksperre einsetzen.
[pascc614, 1, de_DE]
Eine Vorlage für die globale Aktion Sicam_IEC61850_DeviceGI.pas zum Auslösen einer Generalabfrage an
direkt angeschlossene IEC 61850-Geräte finden Sie im Installationsverzeichnis von SICAM SCC im Unterver-
zeichnis PAS.
Diese Vorlage wird pro Gerät eingesetzt und ermöglicht eine geräteselektive Generalabfrage.
Verwenden Sie dieses Script, wenn eine Melde-/Messwertsperre, z.B. an einem SIPROTEC-Gerät, aufgehoben
wird. Das Gerät sendet dann kein aktuelles Abbild, SICAM SCC muss deshalb eine Generalabfrage durchführen.
Beachten Sie die Projektierungshinweise innerhalb der Funktion.
Vorbedingungen
In DIGSI 5 muss in den betreffenden Geräteeinstellungen als Aktive Parametergruppe die Einstellung über
Steuerung ausgewählt werden.
SICAM SCC-Funktionalität
Für die Umschaltung der Parametergruppen stehen Variablen zur Verfügung, die mit Hilfe des SICAM IEC
61850 Wizards und des SICAM SCC - IEC61850 data mapping-Editors importiert und benutzt werden
müssen.
Variablen Bedeutung
Variablenendung mit: Diese Informationsvariable zeigt die Anzahl der im
Gerät vorhandenen/möglichen Parametergruppen.
• *.SettingGroup.NumberOfSG
Oder als IEC 61850-Adresse mit:
• *.SGCB.NumOfSG
Variablenendung mit: Diese Variable gibt es in:
• *.SGCB.ActiveSG
• Befehlsrichtung (aktiviert eine/diese bestimmte
Parametergruppe)
Parametergruppe umschalten
Um die aktive Parametergruppe umzuschalten, müssen Sie die Befehlsvariable *.ActiveSG auf den Wert der
gewünschten Parametergruppe setzen:
² Um den Wert der Befehlsvariable *.ActiveSG zu ändern, nutzen Sie eine SICAM-Funktion, siehe
7.7.1 Befehle, oder das Objekt SICAM Messwert mit Bedienskript.
Vorbedingungen
In DIGSI 5 darf in den betreffenden Geräteeinstellungen die Option IEC61850-Parameteränderungen blok-
kieren nicht aktiviert sein.
SICAM SCC-Funktionalität
Für die Online-Konfiguration stehen Variablen zur Verfügung, die mit Hilfe des SICAM IEC 61850 Wizards und
des SICAM SCC - IEC61850 data mapping-Editors importiert und benutzt werden müssen.
Variablen Bedeutung
Variablenendung mit: Mit dieser Befehlsvariable wird die zu editierende
Parametergruppe ausgewählt/gesetzt.
• *.SettingGroup.EditSG
Mit dem Wert 0 werden alle Änderungen rückgängig
Oder als IEC61850-Adresse mit: gemacht bzw. verworfen.
• *.SGCB.EditSG
Variablenendung mit: Mit dieser Befehlsvariable und dem Wert 1 werden
alle Änderungen in der zu editierenden, ausge-
• *.SettingGroup.ConfirmEdit
wählten Parametergruppe bestätigt.
Oder als IEC61850-Adresse mit:
• *.SGCB.ConfirmEdit
[Runtime_Data_Server, 1, de_DE]
Der SICAM SCC Runtime Data Server versorgt die Schaltobjekte mit den relevanten, berechneten Prozessdaten,
die für die Anzeige benötigt werden. Der SICAM SCC Runtime Data Server wird automatisch mit der WinCC
Runtime gestartet und gestoppt.
In redundanten SICAM SCC-Systemen wird ein Abgleich der Blinkzustände zwischen den redundanten WinCC-
Servern durchgeführt.
HINWEIS
i Bestehende SICAM SCC-Projekte aus Version 7.xx können Sie mit den bisherigen IndustrialX Controls
weiterhin betreiben, ohne den SICAM SCC Runtime Data Server zu nutzen. Wenn Sie bisherige IndustrialX
Controls (Schaltgeräteobjekte) weiterverwenden, müssen Sie den IX Statusabgleich weiterhin benutzen.
Die optional installierbare Redundanzkomponente IX Statusabgleich wird vom SICAM SCC Runtime Data
Server vollständig ersetzt und und bei Verwendung von Schaltgeräteobjekten ab V8.0 nicht mehr benötigt.
Um den SICAM SCC Runtime Data Server bei bestehenden SICAM SCC-Projekten benützen zu können, müssen
Sie die IndustrialX Controls (Schalter und Feldübersicht) durch SICAM Switch Controls und SICAM Bay Over-
view Controls ersetzen.
In der SICAM Toolbar ist eine Aufgabe hinterlegt, mit der Sie alle IndustrialX Controls eines Bildes auf einmal
austauschen können, siehe 6.5 Vorgegebene Aufgaben.
HINWEIS
i Beachten Sie, dass unter der Option Bitmap projektierte Bilder und Einstellungen bei QoC im Befehlswert
senden nicht übernommen werden.
An Eigenschaften oder Ereignisse der Schaltgeräteobjekte projektierte Scripte oder Aktionen werden bei
der Konvertierung nicht übernommen. Sie können nicht übernommen werden, da Eigenschaftstypen und
Ereignisse teilweise nicht kompatibel sind. Die Scripte und Aktionen müssen nach der Konvertierung neu
erstellt werden.
Alle weiteren Einstellungen der Objekte werden bei der Konvertierung übernommen.
7.10 Spracheinstellungen
Übersicht
Bei SIMATIC WinCC/SICAM SCC wird bei der Sprache zwischen mehreren Systemebenen unterschieden. Die
Sprachumschaltung ist an verschiedenen Stellen vorzunehmen.
• WinCC-Oberflächensprache
Die WinCC-Oberflächensprache stellen Sie zentral im WinCC Explorer ein. Sie können jede Sprache als
WinCC-Oberflächensprache einstellen, die Sie bei der Installation von WinCC mitinstalliert haben.
• Projektiersprache
Die Projektiersprache stellen Sie jeweils direkt in dem Editor ein, in dem Sie gerade projektieren, z.B. im
Graphics Designer. Sie können weitere Sprachen zu den mit WinCC installierten Sprachen als Projektier-
sprache auswählen.
• Runtime-Sprache
Die Runtime-Sprache und die Runtime-Standardsprache stellen Sie in der Startkonfiguration des Runtime-
Rechners ein. Sie können weitere Sprachen zu den mit WinCC installierten Sprachen als Runtime-Sprache
auswählen.
Weitere Information zur Spracheinstellung finden Sie im WinCC Informations System unter Start > SIMATIC
> WinCC > WinCC Information System.
SIMATIC WinCC werden für SICAM SCC spezielle Grafikobjekte hinzugefügt. Auch für diese zusätzlichen Grafik-
objekte gilt die Unterscheidung bei der Spracheinstellung.
HINWEIS
i Stellen Sie die Runtime-Sprache vor dem ersten Datenimport auf die Sprache ein, in der die Runtime-Texte
erscheinen sollen. Ein Update der Projektierungsdaten muss in der gleichen Spracheinstellung erfolgen,
damit die Texte in der SIMATIC WinCC-Textbibliothek in der richtigen Spalte abgelegt werden.
Wenn Sie weitere Runtime-Sprachen verwenden wollen, können die Texte der SIMATIC WinCC-Textbiblio-
thek in die jeweilige Sprache übersetzt werden.
Wenn Sie in SIMATIC WinCC die Runtime-Sprache ändern, müssen Sie vor dem Import/Update das WinCC-
Projekt schließen und wieder öffnen, damit die Texte der Importdaten für das Meldesystem in die richtige
Sprache in der Textbibliothek geschrieben werden. Bei Updates für eine Station muss immer die gleiche
Runtime-Sprache wie beim ersten Import verwendet werden.
Für die SICAM-Grafikobjekte werden einige Sprachen (z.B. Englisch, Deutsch) ausgeliefert. In diese Sprachen
können Sie ohne Vorarbeiten umschalten.
Es besteht jedoch auch die Möglichkeit weitere Sprachen zu verwenden. Sie müssen dazu jedoch einige Vorar-
beiten durchführen. Diese sind nachfolgend beschrieben.
• Sonstige SICAM-Grafikobjekte
Die Dialog-/Menütexte sind sprachabhängig in mehreren Textdateien abgelegt. Für das SICAM Addin im
Graphics Designer ist dies die Datei SICAMToolbar_xxx.txt. Der Platzhalter xxx steht für den Sprachcode,
z.B. 409 für Englisch. SICAM SCC lädt beim Start diese Textdateien und zeigt die enthaltenen Texte an der
Oberfläche an.
Die Textdateien sind zeilenweise aufgebaut. Eine gültige Zeile besteht aus der Text-ID, einem oder
mehreren Leerzeichen und dem Text-String. Der Text-String steht in Anführungszeichen, er ist der ange-
zeigte Text.
Für welche Programm-Oberflächen die beschriebenen Spracheinstellungen gelten und welche Textdateien
dazu gehören, ist in der folgenden Tabelle aufgelistet.
Programm-Oberfläche Textdatei
Runtime-Dialoge von Leistungsschalter und Trenner ab SICAM SCC V8.00 SICAMSwitch.xml
Runtime-Dialoge der Messwertanzeige ab SICAM SCC V8.02 SICAMNumeric.xml
Eigenschaftsdialog von Leistungsschalter und Trenner PCCIX_xxx.txt
Runtime-Dialoge von Leistungsschalter und Trenner
Fehlermeldungen/Informationen von Leistungsschalter und Trenner
Eigenschaftsdialog von Feldübersicht PASCC_BO_xxx.txt
Fehlermeldungen/Informationen von Feldübersicht
Toolbar zur topologischen Einfärbung SICAMToolbar1_xxx.txt
(im Graphics Designer)
Dialog Upgrade Controls
im Graphics Designer über SICAM > Upgrade Controls
Bei Texten, die zur Runtime angezeigt werden (z.B. Texte in den Runtime-Dialogen), sind alle Sprachen
möglich, die als Sprache des Runtime-Systems einstellbar sind.
Die übrigen Texte (z.B. Texte der Eigenschaftsdialoge von Leistungsschalter und Trenner) können nur in den
WinCC-Oberflächensprachen ausgegeben werden.
Die Texte der Eigenschaftsdialoge für die SICAM-Grafikobjekte ab SICAM SCC V8.00 (SICAM Switch Controls
und SICAM Bay Overview Controls) liegen nicht in der Datei SICAMSwitch.xml vor. Sie sind in den Sprach- DLLs
SICAMSwitchxxx.lng und SICAMBOxxx.lng abgelegt.
Spracheinstellung vorbereiten
So bereiten Sie eine Spracheinstellung vor:
Zunächst müssen Sie die Sprachkennung der gewünschten Sprache feststellen. Im Informationssystem von
SIMATIC WinCC sind alle Sprachen, die zur Verfügung stehen aufgelistet.
✧ Öffnen Sie das Informationssystem mit Start > SIMATIC > WinCC > WinCC Information System.
✧ Suchen Sie nach dem Index Language Code und öffnen Sie die Seite Language Code.
Die zur Verfügung stehenden Sprachen werden mit der zugehörigen Sprachkennung aufgelistet (z.B.
0x040A/1034 für Spanisch).
WinCC-Oberflächensprache
Die WinCC-Oberflächensprache stellen Sie im WinCC Explorer über Extras > Sprache ein. Sie können hier in
jede Sprache umschalten, die bei der Installation von WinCC mitinstalliert wurde. Nach der Sprachumschal-
tung können Sie die SICAM-Grafikobjekte in der eingestellten Sprache parametrieren.
Wenn Sie ein Projekt in mehreren Sprachen projektiert haben, projektieren Sie für den Bediener ein Bedienele-
ment, mit dem er die Sprache zur Runtime umschalten kann. SICAM SCC bietet Ihnen ein vorkonfiguriertes
Bedienelement, das Sie in Ihrem Projekt verwenden können.
In diesem Abschnitt wird die Parametrierung einer Sprachumschaltung in die spanische Sprache gezeigt.
Damit die Sprachumschaltung funktionieren kann, müssen die Textdateien in dem Verzeichnis ...\Siemens
Energy\SICAM\SCC\bin spanisch mit der Sprachkennung 40A vorhanden sein.
[pascc423, 1, de_DE]
Das vorgegebene Bedienelement ermöglicht eine Umschaltung zwischen den Sprachen Deutsch und Englisch.
Möchten Sie zur Runtime z.B. in die spanische Sprache umschalten, müssen Sie dies parametrieren.
Sprachumschaltung parametrieren
So parametrieren Sie eine zusätzliche Umschaltung in die spanische Sprache:
² Kopieren Sie einen Button.
² Öffnen Sie die Objekteigenschaften des neuen Buttons.
² Geben Sie im Register Eigenschaften für das Attribut Text die neue Sprache ein.
² Ändern Sie das Attribut Tooltiptext.
² Passen Sie die Attribute Text und Tooltiptext auch in den anderen verwendeten Projektiersprachen an.
² Doppelklicken Sie im Register Ereignis auf Mausklick.
Der Aktion Editor wird geöffnet.
[pascc424, 1, de_DE]
[pascc425, 1, de_DE]
7.11.1 Einleitung
SNMP-Objekte werden in einer Art Datenbank in jedem zu verwaltenden Gerät (Agent) verwaltet. Die Daten-
bank enthält eine Anzahl von Objekten, die über das Netzwerk gelesen und/oder geschrieben werden können.
HINWEIS
Grundsätzliches Vorgehen
Die SNMP-Projektierung läuft prinzipiell folgendermaßen:
• Abschluss der Konfguration startet den Report; im Hintergrund werden die Parameter verarbeitet und der
Variablenhaushalt aktualisiert
• Runtime starten
HINWEIS
i Beachten Sie die Informationen in 7.1.3 Konfiguration für verbesserte Meldungsdarstellung bei Redun-
danz.
HINWEIS
i Wenn der SICAM SCC-Rechner durch ein übergeordnetes SICAM SCC per SNMP überwacht werden soll,
öffnen Sie die SNMP-Ports durch Firewall-Regeln.
SNMP-Agenten
In dieser Sicht suchen und definieren Sie Agenten und legen die verknüpften Variablen fest (identisch zur
Sicht MIB-Objekte).
Die Variablen lassen sich erst festlegen, wenn mindestens 1 MIB-Objekt (in der Sicht MIB-Objekte) definiert
wurde.
[sc_snmp_network_manager, 1, de_DE]
Element Erklärung
Neu... Öffnet den Dialog Agent bearbeiten zum Anlegen eines neuen Agenten.
Bearbeiten... Öffnet den Dialog Agent bearbeiten zum Bearbeiten des in der Liste ausgewählten
Agenten.
De/Activate Aktiviert oder deaktiviert den in der Liste ausgewählten Agenten. Der Eintrag in der
Spalte Aktiv wechselt entsprechend auf Ja oder Nein.
Löschen Löscht den in der Liste ausgewählten Agenten.
Löschen ist nur möglich, wenn keine Variable mehr verknüpft ist.
Klonen... Öffnet einen Dialog zum Klonen der Variablen des in der Liste ausgewählten Agenten
auf einen Ziel-Agenten.
Importieren... Öffnet den Dateimanager zum Importieren von exportierten Agenten.
Exportieren... Öffnet einen Dialog, mit dem Sie Agenten mit Variablen und Objekten exportieren
(und damit sichern) können.
Element Erklärung
Ping Sendet einen Ping an den in der Liste ausgewählten Agenten und zeigt das Ergebnis
(Status, Reaktionszeit) an.
Falls der Agent nicht erreichbar ist, wird "Timeout" angezeigt.
Suchen... Öffnet den Dialog Agenten suchen.
MIB-Objekte
In dieser Sicht definieren und bearbeiten Sie MIB-Objekte.
[sc_snmp_network_manager_mib, 1, de_DE]
Element Erklärung
Neu... Öffnet den Dialog Neues MIB-Objekt anlegen.
Bearbeiten... Öffnet den Dialog MIB-Objekt bearbeiten zum Bearbeiten des in der Liste ausge-
wählten MIB-Objekts.
Löschen Löscht das in der Liste ausgewählte MIB-Objekt.
Löschen ist nur möglich, wenn keine Variable mehr verknüpft ist.
Importieren... Öffnet den Dateimanager zum Importieren exportierter Objekte.
Exportieren... Öffnet einen Dialog, mit dem Sie Objekte exportieren können.
Verknüpfte Variablen
In diesem Abschnitt verknüpfen Sie Variablen. Dies ist sowohl aus der Sicht SNMP-Agenten als auch aus der
Sicht MIB-Objekte möglich.
[sc_snmp_mib_linked_vars, 1, de_DE]
Element Erklärung
Neu... Öffnet den Dialog Neue Variable anlegen.
Wenn Sie diesen Dialog aus der Sicht SNMP-Agenten öffnen, können Sie nur Objekte
aus dem ausgewählten Agenten wählen.
Wenn Sie diesen Dialog aus der Sicht MIB-Objekte öffnen, können Sie für das ausge-
wählte Objekte wählen, aus welchem Agenten es verknüpft werden soll (das gleiche
Objekt kann in mehreren Agenten existieren).
Bearbeiten... Öffnet einen Dialog zum Bearbeiten der in der Liste ausgewähltenVariable. Je nach
Variablentyp öffnet sich ein anderer Dialog.
Löschen Löscht die in der Liste ausgewählte Variable.
Alle löschen Löscht alle Variablen.
[sc_example_var_new_type, 1, de_DE]
Variablentyp Erklärung
Binär Wertebereich: 0 oder 1
Unterstützt MIB-Objekttyp Integer, Timeticks, Gauge und Counter
32-Bit, vorzeichen- Wertebereich: -2 147 483 648 bis 2 147 483 647
behaftet Unterstützt MIB-Objekttyp Integer, Timeticks, Gauge und Counter
32-Bit, vorzeichenlos Wertebereich: 0 bis 4 294 967 295
Unterstützt MIB-Objekttyp Integer, Timeticks, Gauge und Counter
Text, 8-Bit Zeichen- Unterstützt MIB-Objekttyp OctetString, Integer, Timeticks, Gauge und Counter
satz
SNMP-Zähler Wertebereich: 0 bis 4 294 967 295
Liefert die Änderung einer MIB-Variablen vom MIB-Objekttyp Integer, Timeticks oder
Gauge
Der Zähler berechnet die durchschnittliche Differenz zweier Werte im Abtand seiner
Zykluszeit und sendet diese an die Runtime.
SNMP-Tabelle Nicht unterstützt in SICAM V9.08
SNMP-Trap Unterstützt MIB-Objekttyp Trap, liefert 0->1->0 Flanken bei Auftreten des Trap.
Traps sind spontane Ereignisse, die nur bei Auftreten Information enthalten. Daher
liefert eine Variable vom Typ Trap beim Eintreffen 2 Signal-Übergänge, die wie 1 binäre
Variable behandelt werden: 0 -> 1, danach sofort 1 -> 0, also eine „Wischermeldung“.
Um die wirklich essenzielle Information aus dem Trap zu gewinnen (welcher Zustand
wirklich eingetreten ist), sollten die mit dem Trap mitkommenden Variablen auch
angelegt werden. Damit diese Variablen decodiert werden können, muss die Trap-Vari-
able wie zuvor dargestellt definiert werden, auch wenn sie nicht angezeigt wird.
Nicht unterstützt in SICAM V9.08
ICMP-Echo Über das ICMP-Echo können Komponenten überwacht werden, die keinen SNMP-Agent
haben. Die Überwachung erfolgt in diesem Fall über einen zyklischen Ping. Die Zyklus-
zeit wird vom Agenten-Zyklus abgeleitet. Dieser Variablentyp liefert ein Ergebnis von 0
(Echo/Ping erfolgreich) oder 1 (Ping nicht erfolgreich = Fehler).
HINWEIS
i Beim Anlegen einer Variable werden nur diejenigen Variablentypen angeboten, die von dem MIB-Objekte
unterstützt werden (z.B. beim MIB-Objekt „OctetString“ wird nur Variablentyp „Text, 8-Bit Zeichensatz“ zur
Auswahl aktiviert).
[sc_snmp_find_agents, 1, de_DE]
Element Erklärung
Suchen Startet die Suche nach verfügbaren Agenten.
Die Abfrage kann je nach Anzahl der Agenten einige Zeit dauern. Ob Agenten über
Router erreicht werden, hängt von der Multicast-Konfiguration der Router ab.
Der Balken unter der Schaltfläche zeigt den Fortschritt der Suche an.
Hostname Wenn diese Option aktiviert ist, wird auch der Hostname zur gefundenen IP-Adresse
über inversen Domain Name Service gesucht. Wenn diese Option nicht aktiviert ist
oder kein Name Server-Eintrag existiert, erhält der Agent automatisch einen Namen in
der Form „AGTnnn“.
HINWEIS: Die Suche nach dem Hostnamen kann je nach Systemkonfiguration mehrere
Minuten dauern.
als Liste Wenn diese Option aktiviert ist, werden die gefundenen Agenten als Liste angezeigt,
anderenfalls als Symbole.
[sc_snmp_edit_agent, 1, de_DE]
HINWEIS
i Die Kommunikation mit einer IP-Adresse, die mit .255 endet ist nicht möglich, da es sich um eine Broad-
cast-Adresse handelt. In diesem Fall verwendet die Runtime die vorher projektierte IP-Adresse des Agenten.
HINWEIS
i Um mit ComFault und OprReady den aktuellen Zustand eines Gerätes anzuzeigen, müssen Sie mindestens
1 SNMP-Variable dieses Gerätes projektieren.
Element Erklärung
Agentenname Geben Sie den Namen des Agenten ein.
IP-Adresse Geben Sie die IP-Adresse des Agenten ein.
Read Community Passwort für Lesezugriff, Standard: "public"
Write Community Passwort für Schreibzugriff, Standard: "public"
Abtastzyklus Entweder übernehmen Sie den Standardwert (0s) oder tragen einen anderen Zyklus-
wert (mit Zusatz s, m, h für Sekunden, Minuten, Stunden) für die Abfrage des Agenten
ein (z.B. 10s = 10 Sekunden oder 1m = 1 Minute). Als Mindestzeit wird 10s empfohlen.
Wenn möglich, nehmen Sie den Standardwert.
Zeitüberschreitung Zeitraum, in dem versucht wird, den Agenten zu erreichen. Bei nicht erfolgreichem
Verbindungsaufbau innerhalb dieses Zeitraums wird der Versuch abgebrochen.
Wiederholungen Anzahl der Versuche mit dem Agenten einen erfolgreichen Verbindungsaufbau herzu-
stellen.
Agent aktiv Aktiviert oder deaktiviert den Agenten.
Agentenbeschrei- Geben Sie bei Bedarf eine aussagefähige Beschreibung des Agenten ein.
bung (optional)
ComFault, OprReady Wählen Sie hier aus, wo die Informationen ComFault und OprReady ausgegeben
werden sollen.
SNMP-Version Wählen Sie die Verschlüsselung: SNMPv1, SNMPv2 oder SNMPv3
SNMPv3-Parameter Wenn Sie die sicherste SNMP-Version (v3) wählen, können Sie in diesem Abschnitt die
entsprechenden Parameter definieren, z.B. User name und Context name für den
Zugriff auf den Agenten sowie Security Level, Authentication und Privacy (Encryp-
tion).
Ping Sendet einen Ping an den Agenten und zeigt das Ergebnis (Status, Reaktionszeit) an.
Falls der Agent nicht erreichbar ist, wird "Timeout" angezeigt.
7.11.3 SNMPv3
Sicherheit
Da die SNMP-Versionen 1 und 2 nur geringe Sicherheitsmechanismen beinhalten, ermöglicht der SICAM Netz-
werkmanager auch die Nutzung von SNMPv3. Diese Version bietet eine deutlich erhöhte Sicherheit. Siemens
empfiehlt daher grundsätzlich die Verwendung von SNMPv3.
Die Parametereinstellungen dazu nehmen Sie direkt im Dialog Agent bearbeiten vor.
SNMPv3-Parameter
[sc_snmp_edit_agent, 1, de_DE]
Element Erklärung
SNMP Engine ID (as Die SNMP Engine ID dient der eindeutigen Identifizierung der Entity. Eine Entity ist
Octet string) unter SNMPv3 eine SNMP-Instanz, die als Manager, Agent oder eine Kombination aus
beiden dienen kann. Diese ID können Sie mit Klick auf Auslesen direkt beim Agenten
abgefragt werden.
Auslesen Fragt die Engine-ID direkt beim Agenten ab und trägt sie automatisch in das Feld SNMP
Engine ID (as Octet string) ein.
User name Der User name ersetzt die Community-Strings der Versionen v1 und v2c und ist
Bestandteil des User-based Security Model (USM).
Context name Ein Kontext dient der logischen Gruppierung von Managementobjekten einer Entity. Es
sind mehrere Kontexte pro SNMP-Entity möglich, die auch gleiche Objekte enthalten
können. Der Context name dient der eindeutigen Identifizierung.
Security Level Gibt an, welches Sicherheitsmodell verwendet wird:
• NoAuthNoPriv
Keine Authentication und keine Privacy (Verschlüsselung). Entspricht der SNMPv1/
SNMPv2c- Sicherheit, der User name wird als Community-String verwendet.
• AuthNoPriv
Authentication wird verwendet
• AuthPriv
Authentication und Privacy werden verwendet
Authentication
Algorithm Methode der Authentication (MD5, SH1)
Wird in den Security Levels AuthNoPriv und AuthPriv verwendet.
Password Passwort für die Authentication
Sichtbarkeit Bietet die Optionen Passwort ausblenden und Passwort anzeigen
Privacy (Encryption)
Algorithm Art der Verschlüsselung
Wird im Security Level AuthPriv verwendet.
Password Passwort für die Verschlüsselung
Sichtbarkeit Bietet die Optionen Passwort ausblenden und Passwort anzeigen
HINWEIS
i Bleibt SNMP Engine ID leer, wird die Engine ID zur Laufzeit vom Agent ausgelesen. Dies kann, insbeson-
dere bei nicht erreichbaren Agents, das Polling-Verhalten aller Agents ungünstig beeinflussen. Deshalb
wird dringend empfohlen, die SNMP Engine ID auszufüllen.
Sie können die Sammlung der MIB-Dateien selbst um weitere MIB-Dateien ergänzen.
² Kopieren Sie den Ordner mit Ihren neuen MIBs in den Ordner Default_MIB (den Sie auf einem beliebigen
Pfad Ihres Laufwerks abgelegt haben, siehe Management Information Base (MIB), Seite 344).
[sc_snmp_add_mib1, 1, de_DE]
[sc_snmp_add_mib1b, 1, de_DE]
[sc_snmp_add_mib2, 1, de_DE]
² Doppelklicken Sie in der Spalte Geladen auf nein, um die MIB-Datei zu laden.
[sc_snmp_add_mib3, 1, de_DE]
Der Eintrag zeigt nun ja und die MIB-Datei steht nun in der MIB-Sammlung zur Verfügung.
[sc_snmp_add_mib4, 1, de_DE]
Wenn Sie mehrere Netzwerkkarten in Ihrem Rechner haben, können Sie eine IP-Adresse speziell für SNMP defi-
nieren.
² Öffnen Sie über WinCC Explorer den Variablenhaushalt.
² Klicken Sie mit der rechten Maustaste den Eintrag SNMP und wählen Sie Verbindungsparameter aus
dem Kontextmenü.
[sc_snmp_add_ip1, 1, de_DE]
[sc_snmp_add_ip2, 1, de_DE]
[sc_example_open_nwm, 1, de_DE]
² Klicken Sie Suchen... in der Sicht SNMP-Agenten, um den Dialog Agenten suchen zu öffnen.
Klicken Sie Suchen im Dialog.
Alle verfügbaren Agenten werden angezeigt.
[sc_example_find_agent, 1, de_DE]
[sc_example_edit_agent, 1, de_DE]
[sc_example_nwm_with_agent, 1, de_DE]
[sc_example_mib_objects, 1, de_DE]
² Klicken Sie Datei, navigieren Sie zum Ordner mit den MIB-Dateien und wählen Sie die MIB-Containerdatei
MibSicamSCC.mcf.
Diese Datei enthält eine Sammlung aller mitgelieferten MIB-Dateien.
² Klicken Sie Öffnen.
Alle verfügbaren MIB-Dateien werden eingelesen und alle MIB-Objekte im Dialog Neues MIB-Objekt anlegen
angezeigt.
HINWEIS
i Wenn Sie mehrere MIB-Dateien mit unterschiedlichen Versionen haben, aktivieren Sie jeweils nur 1 der
MIB-Dateien.
Wählen Sie daraus ihre gewünschten Objekte. Danach können Sie den Dialog erneut öffnen, und die
andere MIB-Datei laden.
[sc_example_mib_read_agent, 1, de_DE]
² Wählen Sie das gewünschte Objekt aus und klicken Sie Hinzufügen....
Der Dialog MIB-Objekte bearbeiten wird geöffnet.
[sc_example_mib_edit_object, 1, de_DE]
² Falls gewünscht, können Sie hier den Objektnamen ändern. Standardmäßig ist Name automatisch
vergeben aktiviert.
² Klicken Sie Hinzufügen und bestätigen Sie die Meldung, dass das Objekt hinzugefügt wurde, mit OK.
² Klicken Sie Schließen, um den Dialog MIB-Objekte bearbeiten zu beenden.
² Falls gewünscht, fügen Sie auf gleiche Weise weitere MIB-Objekte hinzu.
² Klicken Sie Schließen, um den Dialog Alle MIB-Variablen lesen zu beenden.
² Klicken Sie Schließen, um den Dialog Neues MIB-Objekt anlegen zu beenden.
Das MIB-Objekt wird nun im SICAM Netzwerkmanager in der Sicht MIB-Objekte angezeigt.
[sc_example_nwm_with_mib_object, 1, de_DE]
[sc_example_var_new_type, 1, de_DE]
² Wählen Sie für dieses Beispiel Text, 8-Bit Zeichensatz und klicken Sie OK.
Der Dialog zum Konfigurieren der Variable (hier: Textvariable 8-Bit Zeichensatz) wird geöffnet.
[sc_example_var_config, 1, de_DE]
[sc_example_var_linked, 1, de_DE]
² Klicken Sie Übernehmen, um die Parameter für die verknüpfte Variable zu übernehmen.
² Falls gewünscht, fügen Sie auf gleiche Weise weitere verknüpfte Variablen hinzu.
² Klicken Sie OK, um den SICAM Netzwerkmanager zu beenden.
Im Hintergrund werden die Parameter verarbeitet und der Variablenhaushalt aktualisiert. Wenn der Report in
der Sicht SNMP-Config die Meldung "NWCCM shutting down" anzeigt, ist die Aktualisierung abgeschlossen.
[sc_example_var_report, 1, de_DE]
[sc_example_var_managment, 1, de_DE]
[client_serv01, 1, de_DE]
In einem auf dem Client projektierten Grundbild können Sie Bilder von unterschiedlichen Servern in Bildfen-
stern anzeigen. Die auf den Servern projektierten Bilder werden in Bildfenstern angezeigt. Pro Bildfenster kann
auf die Daten eines Servers zugegriffen werden. Um ein Serverbild als Bildfenster in ein Client-Bild einzu-
binden, müssen Sie dem Bilddateinamen das Serverpräfix voranstellen. Die Serverpräfixe müssen innerhalb
des verteilten Systems eindeutig sein.
Die Packages der entsprechenden Server müssen auf dem Client importiert sein.
² Öffnen Sie das Bild (Grundbild) auf dem Client, in das Sie das Bildfenster einfügen möchten.
² Wählen Sie im Graphics Designer in der Standardpalette aus der Gruppe der Smartobjekte das Bild-
fenster und fügen Sie es in das Bild ein.
² Öffnen Sie den Eigenschaftendialog durch Doppelklick auf das Bildfenster.
² Doppelklicken Sie in der Gruppe Sonstige auf der Registerkarte Eigenschaften auf das Attribut Bild-
name, um nach dem Bild zu suchen.
² Doppelklicken Sie auf das Attribut Serverpräfix, um nach dem Server zu suchen.
² Schließen Sie den Eigenschaftendialog.
Auf dem Client können Sie aber auch Bilder erstellen und anzeigen, die Daten von verschiedenen Servern
enthalten.
HINWEIS
i Auf dem Server-Rechner erzeugen Sie die Server-Packages im WinCC Explorer unter der Ebene Server. Auf
dem Client-Rechner importieren Sie das Server-Package im WinCC Explorer unter der Ebene Server (siehe
8.3 Konfiguration der SIMATIC WinCC-Komponenten und WinCC Information System).
HINWEIS
i Das Script SICAMPAS_CompKey.pas wird bei jedem Import vom SICAM PAS Wizard neu angelegt.
[client_serv02, 1, de_DE]
² Geben Sie unter Pfad den Pfad des Bilder Cache ein
² Wählen Sie unter Cache verwenden den Eintrag vorzugsweise.
Geänderte Bilder werden vom Server gelesen, nicht geänderte Bilder werden aus dem Bilder Cache
gelesen.
Wird ein Bild im Serverprojekt geändert, müssen Sie dieses manuell in den Bilder Cache des Clients kopieren.
HINWEIS
i Der erstmalige Package-Export am Server und der Import an einem Client erfolgt manuell. Die weitere Aktu-
alisierung der Packages auf Server und Client kann automatisch erfolgen. Sie können einstellen, wann die
Pakkage- Aktualisierung stattfindet und wodurch sie ausgelöst werden soll.
Weitere Informationen dazu Sie im WinCC Information System.
² Importieren Sie die neue, mit SICAM PAS erzeugte PXD-Datei auf dem WinCC-Server.
² Erzeugen Sie auf dem Server ein Package.
So laden Sie auf dem Client ein Package manuell:
² Öffnen Sie das Client-Projekt auf dem Client.
² Markieren Sie im WinCC Explorer den Eintrag Serverdata und wählen Sie im Kontextmenü Laden. Der
Dialog Datei öffnen erscheint.
² Wählen Sie das Package aus, das Sie laden möchten und klicken Sie OK.
Standardmäßig werden die Serverpackages im Verzeichnis ...\\<Server_projektname>\<Rechnername>
\Packages\ unter dem Namen <Projektname_Rechnername>*.pck abgelegt. Sie können aber auch auf
Packages zugreifen, die auf einem beliebigen Datenträger gespeichert sind.
² Betätigen Sie die Schaltfläche Öffnen. Die Daten werden geladen.
So aktualisieren Sie auf dem Client ein Package manuell:
² Öffnen Sie das Client-Projekt auf dem Client.
² Markieren Sie im WinCC Explorer den Eintrag Serverdata und wählen Sie im Kontextmenü Aktualisieren.
Die Daten werden aktualisiert.
9.1 Übersicht
Aus Sicherheitsgründen können SICAM PAS und SICAM RTUs redundant ausgeführt werden. Je nach Bedarf
können Sie eine Redundanz für einzelne Komponenten des Systems realisieren. In diesem Abschnitt ist das
Einrichten der nachfolgend aufgeführten Konfigurationen beschrieben.
• Redundante SICAM PAS-Systeme / SICAM RTUs sind mit 1 Bedien- und Anzeigesystem SICAM SCC
verbunden.
• 1 SICAM PAS-System / SICAM RTUs sind mit 2 redundanten Bedien- und Anzeigesystemen SICAM SCC
verbunden.
Weitere Redundanzen sind möglich. So können beispielsweise auch redundante SICAM PAS-Systeme / SICAM
RTUs mit einem redundanten SICAM SCC-System kombiniert werden.
Weitere Information zum Thema Redundanz finden Sie in der Dokumentation zu SIMATIC WinCC.
HINWEIS
i Beachten Sie auch den Abschnitt 7.1.3 Konfiguration für verbesserte Meldungsdarstellung bei Redundanz.
[SCC_Redundancy_settings, 1, de_DE]
Ein SICAM PAS-System kann aus 2 redundanten SICAM PAS-Systemen, die parallel laufen, aufgebaut sein.
Feldgeräte und Unterstationen sind an beide SICAM PAS-Systeme angeschlossen und SICAM SCC hat über die
SICAM PAS PROTOCOL SUITE (SICAM PAS-Kanal-DLL) Verbindung zu beiden SICAM PAS-Systemen. Bei einem
redundanten SICAM PAS-System ist die Verbindung von SICAM SCC parallel zu beiden SICAM PAS-Systemen
aktiv.
[Kanal_dll_a, 1, de_DE]
Redundanz aktivieren
HINWEIS
i Ab SICAM PAS V8.00 werden die Parameter für die Redundanz automatisch eingetragen.
[pascc404, 1, de_DE]
Ein redundantes System besteht aus parallel arbeitenden SICAM SCC-Servern. Jedes SICAM SCC hat eine SICAM
PAS PROTOCOL SUITE (SICAM PAS-Kanal-DLL)-Verbindung zu dem SICAM PAS-System.
Ein SICAM SCC (z.B. WinCC1) ist der Master Server, das andere der redundante Partner Server. Bei unge-
störtem Betrieb sind beide Verbindungen aktiv.
Es muss auf beiden SICAM SCC-Servern das SIMATIC WinCC-Redundanzpaket installiert sein, mit dem der
Abgleich der Daten und die Steuerung der Redundanz der Server erfolgt.
[Kanal_dll_1, 1, de_DE]
[sc_first_dip, 1, de_DE]
² Aktivieren Sie in der Rangierung die Informationen, die Sie in SICAM SCC verwenden wollen.
Daten exportieren
Damit Sie die projektierten und parametrierten Informationen in SICAM SCC importieren können, müssen sie
aus SICAM PAS UI - Configuration exportiert werden.
² Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Leitstelle und wählen Sie im Kontextmenü Exportieren.
Die Exportfunktion erzeugt im ausgewählten Verzeichnis eine PXD-Datei, die Sie anschließend mit dem SICAM
PAS-Wizard in SICAM SCC importieren können.
² Exportieren Sie die Projektierungsdaten.
WinCC-Projekte anlegen
² Erstellen Sie auf dem ersten Rechner ein neues WinCC-Projekt (z.B. SCC 1).
² Importieren Sie die PXD-Datei mit dem SICAM Import/Export Wizard.
² Schließen Sie das WinCC-Projekt.
Das redundante WinCC-Projekt erzeugen Sie mit dem Project Duplicator. Es muss auf einem zweiten Rechner
abgelegt werden.
² Starten Sie den Project Duplicator mit Start > SIMATIC > WinCC > Tools > Project Duplicator.
² Geben Sie als Quellprojekt SCC 1 ein.
² Geben Sie für das redundante WinCC-Projekt einen Namen (z.B. SCC 2) ein.
² Klicken Sie Duplizieren. Das redundante WinCC-Projekt wird erzeugt.
HINWEIS
i Wenn Sie die SIMATIC WinCC-Runtime starten, müssen Sie die beiden SIMATIC WinCC-Server nacheinander
starten. Lassen Sie zuerst einen Server hochlaufen und starten Sie dann den anderen, siehe auch SIMATIC
WinCC Information System.
SICAM RTUs können aus Gründen der Ausfallsicherheit redundant betrieben werden. SICAM SCC hat über die
SICAM IEC COMMUNICATION SUITE (SICAM IEC-Kanal-DLL) Verbindung zu beiden SICAM RTUs.
Bei redundanten SICAM RTUs ist die Verbindung von SICAM SCC parallel zu beiden SICAM RTUs aktiv.
Redundante und nicht redundante SICAM RTUs können nebeneinander betrieben werden.
[Kanal_1703_dll_a, 1, de_DE]
Bild 9-6 System mit redundanten SICAM RTUs und redundanten Feldgeräten
Ein redundantes System besteht aus 2 parallel arbeitenden SICAM SCC-Servern. Jedes SICAM SCC hat eine
SICAM IEC COMMUNICATION SUITE (SICAM IEC-Kanal-DLL)-Verbindung zu den Geräten.
Ein SICAM SCC (z.B. WinCC1) ist der Master Server, das andere SICAM SCC (z.B. WinCC2) der redundante
Partner Server. Bei ungestörtem Betrieb sind beide Verbindungen aktiv. Befehle werden nur vom Master
Server ausgegeben.
Auf beiden SICAM SCC-Servern muss das SIMATIC WinCC-Redundanzpaket installiert sein, mit dem der
Abgleich der Daten und die Steuerung der Redundanz der Server erfolgt.
[Kanal_1703_dll_1, 1, de_DE]
WinCC-Projekte anlegen
✧ Erstellen Sie auf dem ersten Rechner ein neues WinCC-Projekt (z.B. SCC 1).
✧ Importieren Sie die SXD-Datei mit dem SICAM IEC Wizard.
Die SXD-Datei wurde aus SICAM TOOLBOX II/SICAM Device Manager exportiert.
✧ Schließen Sie das WinCC-Projekt.
Das redundante WinCC-Projekt erzeugen Sie mit dem Project Duplicator. Es muss auf einem zweiten Rechner
abgelegt werden.
✧ Starten Sie den Project Duplicator mit Start > SIMATIC > WinCC > Tools > Project Duplicator.
✧ Geben Sie als Quellprojekt SCC 1 ein.
✧ Geben Sie für das redundante WinCC-Projekt einen Namen (z.B. SCC 2) ein.
✧ Klicken Sie Duplizieren. Das redundante WinCC-Projekt wird erzeugt.
SICAM Quittierdatenabgleich
SIMATIC WinCC unterstützt den Datenabgleich zwischen redundanten Servern. Damit für die SICAM SCC-
Komponenten der Datenabgleich zwischen den redundanten Servern funktioniert, müssen Sie Folgendes
beachten:
• Für die Applikation IX Statusabgleich gilt bei SICAM RTUs dasselbe wie bei einem SICAM PAS/PQS-
System, siehe 14.5 Applikation IX Statusabgleich.
10.1 Übersicht
Es ist möglich mehrere SICAM PAS-Systeme verschiedener Versionen an ein SICAM SCC anzuschließen.
Dafür stehen spezielle SICAM PAS-Kanäle zur Verfügung.
10.2 Einleitung
Das Stationsleitsystem SICAM PAS und SICAM SCC kommunizieren miteinander über einen Kanal in SIMATIC
WinCC. Die SICAM PAS Protocol Suite verwendet zur Kommunikation Komponenten des SICAM PAS-Systems.
Die Versionen aller beteiligten Komponenten müssen übereinstimmen. Eine SICAM PAS Protocol Suite kann
nur mit einer bestimmten SICAM PAS-Version eine Verbindung aufbauen.
Ab SICAM PAS CC/SICAM SCC V7.0 unterstützt der SICAM PAS-Kanal den Anschluss an SICAM PAS ab V7.0. Ab
diesen Versionen ist ein versionsgemischter Betrieb mit dem Standardkanal SICAM PAS Protocol Suite möglich.
Für Erweiterungen bestehender Anlagen oder Upgrades des SICAM SCC-Rechners, zum Beispiel neue SIMATIC
WinCC-Version, besteht möglicherweise die Notwendigkeit, ein SICAM PAS-System einer älteren Version oder
mehrere SICAM PAS-Systeme verschiedener Versionen an ein SICAM SCC anschließen zu müssen.
Für diese Fälle stehen spezielle SICAM PAS-Kanäle zum Anschluss an SICAM PAS V5.11 und SICAM PAS V6.00
zur Verfügung. Im SIMATIC WinCC-Variablenhaushalt können Sie die SICAM PAS Protocol Suite V5 oder die
SICAM PAS Protocol Suite V6 laden. Anschließend wählen Sie beim Datenimport im SICAM PAS Wizard den
gewünschten Kanal PAS Data Server V5 oder Kanal PAS Data Server V6 aus.
Für Anwendungen ab V7 oder mit durchgängig gleichen Softwareständen, wird der Standardkanal SICAM PAS
Protocol Suite geliefert. Im SICAM PAS Wizard verwenden Sie den Kanal PAS Data Server. Bei diesem Kanal
werden im Falle eines Upgrades von SICAM PAS oder SICAM SCC die integrierten Komponenten der Basissoft-
ware automatisch ausgetauscht, sodass nach dem Upgrade ohne weiteren Projektierungsaufwand mit dem
Projekt weitergearbeitet werden kann.
Wurden Daten in einen versionsspezifischen Kanal importiert oder sollen in einen solchen verschoben werden,
ist eine Änderung der Parametrierung nötig. Die Daten, die Sie in einen Kanal importiert haben, werden mit
dessen ID in der SIMATIC WinCC-Datenbank gespeichert.
Ab WinCC V7.3 kann die Umstellung im Configuration Studio erfolgen. Wählen Sie dazu die Kommunikations-
Verbindung aus und ändern Sie in den Eigenschaften den Kommunikationstreiber.
Beim Upgrade von SICAM PAS V5.11 auf V6.00/V7.00/V8.00 können nicht alle Umstellungen automatisch
erfolgen, die nötig sind, um die neuen Funktionen zu unterstützen.
10.3 Anwendungsfälle
In diesem Abschnitt sind verschiedene Praxisbeispiele aufgelistet. Je nachdem welche Änderung (Erweiterung/
Upgrade) am System vorgenommen wird, muss ein Kanal ausgetauscht werden oder nicht.
Den Austausch des Kanals können Sie im Configuration Studio vornehmen, siehe 14.8 Arbeiten mit dem
SIMATIC WinCC Configuration Tool.
11.1 Übersicht
Mit dem WinCC Web Navigator ist es möglich, ein WinCC-Projekt von jedem beliebigen Ort aus über das
Internet zu bedienen und zu beobachten.
Der WinCC Web Navigator besteht aus speziellen WinCC Web Navigator Server-Komponenten, die auf dem
Server-Rechner installiert werden, und aus WinCC Web Navigator Client-Komponenten, die auf dem Internet-
Rechner laufen.
HINWEIS
i SIMATIC WinCC Web UX kann nicht mit SICAM SCC mit SICAM Switch, Bay Overview oder Numeric Controls
genutzt werden. Web UX unterstützt die ActiveX-Technologie nicht.
11.2 Voraussetzungen
Für die Funktion des WinCC Web Navigators wird ein WinCC Web Navigator Server und ein WinCC Web Navi-
gator Client benötigt. Um den WinCC Web Navigator für SICAM SCC nutzen zu können, müssen bestimmte
Voraussetzungen erfüllt sein.
• ein WinCC-Projekt ist erstellt und für den WinCC Web Navigator veröffentlicht
HINWEIS
i Die Anzeige auf dem WinCC Web Navigator Client kann durch Sicherheitseinstellungen des Browsers unter-
bunden oder eingeschränkt sein.
Sonderzeichen
Wenn Sie in Ihren Bildern Scripte verwenden, so dürfen die von diesem Script angesprochenen Objekte keine
Leerzeichen oder Sonderzeichen im Objektnamen enthalten. Das Sonderzeichen "_" wird unterstützt. Das
heißt, dass Sie im Objektnamen das Sonderzeichen verwenden dürfen, z.B. Startbild_1.
Damit der WinCC Web Navigator die Prozessbilder des WinCC-Projektes darstellen kann, müssen diese auf dem
WinCC Web Navigator Server publiziert werden.
So publizieren Sie die Prozessbilder:
² Öffnen Sie im WinCC Explorer das WinCC-Projekt, das Sie mit dem WinCC Web Navigator darstellen
wollen.
² Klicken Sie im WinCC Explorer mit der rechten Maustaste auf Web Navigator und wählen Sie im Kontext-
menü Web View Publisher.
Der Web Publishing-Assistent wird geöffnet.
[pascc801, 1, de_DE]
² Geben Sie das Verzeichnis der Prozessbilder des WinCC-Projektes (...\Projektpfad\Projektname) an.
² Geben Sie das Verzeichnis für den Webzugriff (...\Projektpfad\Projektname\WebNavigator) an.
² Klicken Sie auf Weiter. Der Dialog zur Bilderauswahl wird geöffnet.
² Wählen Sie alle Bilder aus.
² Klicken Sie auf Weiter. Der Dialog zur Auswahl der Funktionen wird geöffnet.
[pascc802, 1, de_DE]
² Wählen Sie alle SICAM PAS-, SICAM SCC- und selbsterstellten Funktionen aus.
² Klicken Sie auf Weiter.
Der Dialog zur Auswahl der referenzierten Grafiken wird geöffnet.
² Klicken Sie auf Weiter.
² Klicken Sie auf Fertigstellen.
Die Bilder werden publiziert und stehen dem WinCC Web Navigator zur Verfügung.
In SIMATIC WinCC müssen Sie einen speziellen Benutzer einrichten, der vom WinCC Web Navigator Client aus
auf den WinCC Web Navigator Server zugreifen darf.
So richten Sie einen Benutzer für den WinCC Web Navigator ein:
² Legen Sie einen neuen Benutzer an.
[pascc804, 1, de_DE]
HINWEIS
i Wenn die Funktion Nummer 1002 – Web Zugriff - Nur beobachten – aktiviert ist, darf der Benutzer als
Web- Navigator-Client das WinCC-Projekt nur beobachten.
Um dies in den Dialogen der SICAM Controls angezeigt zu bekommen, muss für das Control eine Autorisie-
rung projektiert sein.
Nun muss auf dem WinCC Web Navigator Server noch eine Web-Seite generiert und dem WinCC Web Navi-
gator Client zur Verfügung gestellt werden.
² Starten Sie Ihr WinCC-Projekt.
² Klicken Sie im WinCC Explorer mit der rechten Maustaste auf Web Navigator und wählen Sie im Kontext-
menü Web Configurator.
Der WinCC Web Configurator wird geöffnet.
² Klicken Sie auf Weiter.
[pascc803, 1, de_DE]
Plug-Ins installieren
So installieren Sie die SICAM SCC Plug-Ins auf dem Client-Rechner.
² Starten Sie den Internet Explorer.
² Geben Sie die IP-Adresse des Server-Rechners ein.
² Geben Sie WinCC-Benutzername und Kennwort, wie auf dem Server angelegt, ein.
² Bestätigen Sie mit OK.
Die Verbindung zum WinCC Web Navigator-Server wird hergestellt.
² Installieren Sie den Web Navigator-Client.
² Navigieren Sie anschließend auf Download-Bereich > Download Plug-Ins.
[pascc800, 1, de_DE]
HINWEIS
i Das SICAM SCC WebPlugIn benötigt das Microsoft .NET Framework 4.7.2 und die Visual C++ Laufzeitkom-
ponenten.
Falls die Visual C++ Laufzeitkomponenten nicht auf Ihrem Rechner vorhanden sind, können Sie diese von
der SICAM SCC-DVD (..\SetupData\InstallationData\Prerequisites\vcredist_x86_xxxx.exe) installieren.
Prozessbild anzeigen
Um auf dem WinCC Web Navigator-Client das Prozessbild anzeigen zu können, muss das WinCC-Projekt auf
dem WinCC Web Navigator-Server gestartet sein.
² Navigieren Sie auf Prozessbilder. Das Prozessbild wird im Browser angezeigt.
HINWEIS
i Um auf dem Web Navigator-Client den Benutzer zu wechseln, benutzen Sie die Hotkeys Logon und Logoff.
Die Hotkeys parametrieren Sie in den Projekteigenschaften, siehe 3.2.2 Projekteigenschaften festlegen.
12.1 Übersicht
Die Zeitzoneninformation für SICAM SCC kann durch das Herunterladen der IANA-Zeitzonendatenbank aktuali-
siert werden.
Im SICAM SCC-System ist eine genaue Zeit sehr wichtig. Als Zeitgeber kann eine Funkuhr eingesetzt werden.
Die Zeit dieser Uhr wird im System verteilt. Die Funktionsweise der Zeitverteilung wird anhand von Beispiel-
konfigurationen erklärt.
12.3 Zeitsynchronisation
Innerhalb des SICAM SCC-Systems können Sie die Zeit synchronisieren mit:
• NTP-Zeitgeber (z.B. SICLOCK, Hopf Zeit-Server, Meinberg Zeit-Server), ein externes Gerät über Ethernet
mit dem SICAM PAS/PQS-Rechner verbunden
HINWEIS
i Windows 7, Windows Server 2008 und Windows Server 2012 gestatten es nicht, die Datei ntp.conf
direkt im Windows-Verzeichnis zu ändern.
Wenn Sie eines dieser Betriebssysteme nutzen, kopieren Sie die Datei ntp.conf zunächst in ein anderes
Verzeichnis (außerhalb des Windows-Verzeichnisses), z.B. auf den Desktop. Bearbeiten Sie die kopierte
Datei dort und speichern Sie sie danach in das Windows-Verzeichnis. Überschreiben Sie dabei die vorhan-
dene Datei.
Bei der Installation von SICAM PAS/SICAM SCC wird der NTPD mitinstalliert. Nach einem Neustart des Rechners
wird er aktiviert.
In einem SICAM SCC-System sind gleichzeitig mehrere NTPDs (z.B. auf der externen Funkuhr, dem SICAM
PAS/PQS und dem SICAM SCC-Rechner) aktiv. Ein NTPD kann als Server oder als Client konfiguriert sein. Der
Server teilt einem Client auf dessen Anfrage seine Zeit mit.
Mit dem NTP kann bei einem Windows-Betriebssystem eine Genauigkeit von ca. 0,1 Millisekunden erreicht
werden. Für diese Genauigkeit müssen die NTPDs des Systems umfangreiche Berechnungen durchführen. Dies
kann nach dem Systemstart einige Stunden dauern. Fällt der aktuelle Zeitmaster aus, versuchen die NTPDs die
Zeit mit Hilfe der ermittelten Daten so lange wie möglich genau zu halten.
Weitere Informationen zum NTP finden Sie im Internet unter der Adresse http://www.ntp.org.
Für die Konfiguration des NTPD ist ein Verständnis der wesentlichen Funktionen notwendig. Einige NTPDFunk-
tionen und Begriffe werden nachfolgend erläutert.
Der Offset ist die Abweichung der Zeit der Client-Uhr von der Server-Uhr. Der NTPD versucht den Offset klein
zu halten. Er ist bei der Beurteilung der Zeitqualität das wichtigste Kriterium.
Ein weiteres Kriterium zur Beurteilung der Qualität ist die Dispersion. Die Dispersion definiert die Obergrenze
für die Abweichung der Systemzeit von der 'echten' Uhrzeit. Je kleiner die Dispersion ist, desto höher ist die
Qualität der Zeit.
• Hoch bedeutet, dass das System eine Abweichung von weniger als 10 ms zur 'echten' Uhrzeit besitzt und
die Qualität der Zeitquellen ausreichend für diese Aussage ist. Eine Dispersion von unter 10 ms ist für die
Standardanforderungen in der automatisierten Energieversorgung ausreichend.
• Mittel bedeutet, dass das System eine Abweichung von weniger als 2 s zur 'echten' Uhrzeit besitzt und
die Qualität der Zeitquellen ausreichend für diese Aussage ist. Damit ist sichergestellt, dass keine Zeit-
stempel mit einer niedrigen Qualität erzeugt werden, wenn eine Schaltsekunde eingefügt wird und damit
die Uhr vorübergehend eine Abweichung von ~1 Sekunde aufweist.
• Niedrig bedeutet, dass zwar eine Uhrzeit zur Verfügung steht, diese aber so ungenau ist, dass das System
als nicht synchronisiert betrachtet werden muss.
• Unbekannt wird zugeordnet, wenn erkannt wird, dass entweder kein NTP-Dienst läuft oder dieser keine
Uhrzeitquelle ermitteln konnte.
Außerdem enthält ein SICAM SCC-interner Zeitstempel aus Kompatibilitätsgründen die Statusbits ClockSync
und ClockValid. Diese werden entsprechend der Qualität des Zeitstempels gesetzt:
• Hoch
Die Statusbits ClockSync und ClockValid werden gesetzt.
• Mittel
Die Statusbit ClockValid wird gesetzt.
• Niedrig
Es wird kein Statusbit gesetzt.
• Unbekannt
Es wird kein Statusbit gesetzt.
Bei der Installation von SICAM PAS/PQS oder SICAM SCC wird die Konfigurationsdatei ntp.conf in das
Verzeichnis ...\%windir%\system32\drivers\etc oder ...\%windir%\SysWow64\drivers\etc kopiert. Der
Verzeichnisname %windir% ist vom Betriebssystem abhängig, z.B. Windows oder WINNT.
Mit Hilfe dieser Datei konfigurieren Sie den NTPD.
In den Konfigurationsdateien der Clients sind die Zeit-Server angegeben. Im Gegensatz dazu sind in den Konfi-
gurationsdateien der Server die Clients nicht angegeben. Dadurch ist es sehr einfach einem System einen Zeit-
Client hinzuzufügen. Es muss ausschließlich die Konfigurationsdatei des neuen Clients bearbeitet werden.
Die Konfigurationsdatei enthält einige Kommentare zu ihrem Inhalt. In diesem Abschnitt sind wichtige
Einträge ausführlicher erklärt.
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter der Adresse http://www.ntp.org.
General Settings
#---------------------------------------------------------------------
# general settings
#---------------------------------------------------------------------
# -- panic threshold --
# if system clock is more than that distance from the best external source,
# stop the service because something is really weird.
tinker panic 7200.0
# -- driftfile storage --
# NTPD will store the clock drift here, so after restart the service will
# lock the FLL/PLL faster. On embedded systems, make sure that file is
# writeable and on a non-write-protected file system!
driftfile %windir%\ntp.drift
# -- logfile storage --
# make sure this is a writeable file on a non-write protected file system!
#logfile D:\tmp\ntpd.log
• Tinker panic
Die Zeit wird nicht synchronisiert, wenn die eigene Uhr mehr als 7200 Sekunden von der besten externen
Uhr abweicht. Der NTPD beendet sich oder läuft nicht an.
Im Services-Manager sehen Sie, ob der NTPD gestartet ist. Aktualisieren Sie den Services-Manager mit
<F5>. Stellen Sie die lokale Systemzeit manuell ein. Starten Sie anschließend den NTPD.
Reference Clocks
#---------------------------------------------------------------------
# reference clocks
#---------------------------------------------------------------------
Mit den Zeilen unter local system clock können Sie die lokale Uhr als Zeitgeber definieren. Parametrieren Sie
für das Stratum einen hohen Wert. Die lokale Zeit wird dann genommen, wenn keine andere, bessere Zeit zur
Verfügung steht.
#---------------------------------------------------------------------------
# shared memory clocks ('iburst' is not useful here)
#---------------------------------------------------------------------------
# channel 1
server 127.127.28.0 mode 33 minpoll 2 maxpoll 6
fudge 127.127.28.0 stratum 5
# channel 2
server 127.127.28.1 mode 33 minpoll 2 maxpoll 6
fudge 127.127.28.1 stratum 5
# channel 3
server 127.127.28.2 mode 33 minpoll 2 maxpoll 6
fudge 127.127.28.2 stratum 5
# channel 4
server 127.127.28.3 mode 33 minpoll 2 maxpoll 6
fudge 127.127.28.3 stratum 5
Diese Zeilen benötigen Sie beim Einsatz von Shared Memory Clock-Treibern. Sie werden bei der Zeitsynchro-
nisation über Fernwirkprotokolle verwendet.
• Mode
Mit mode 33 (siehe Tabelle 12-1) legen Sie adaptives Polling fest. Adaptives Polling bedeutet, dass sich
die Frequenz der Abfrage automatisch dem Ergebnis der Abfrage anpasst. Verändert sich das Ergebnis
selten, wird auch weniger häufig abgefragt.
• Minpoll, maxpoll
Die Parameter minpoll und maxpoll müssen Sie so festlegen, dass der Bereich der aktuellen Synchronisa-
tionsrate der Netzleitstelle entspricht.
Servers
#----------------------------------------------------------------------------
# servers
#----------------------------------------------------------------------------
# If the local system has no reference clock access, mention all systems that
# have reference clock access here. If there is a network path to an external
# clock source (NTP server in the control center, for example) list them
# here, too. And furthermore mention all fallback servers that can be used!
# minpoll 2 -> 4s / maxpoll 6 -> 64s, iburst -> initial burst poll
#server yyy.yyy.yyy.yyy minpoll 2 maxpoll 6 iburst
In den folgenden Zeilen sehen Sie Beispiele zur Definition von Zeit-Servern. Sie dienen nur der Demonstration.
In der Praxis müssen Sie Parameter für reale Zeit-Server eingeben.
server 139.25.31.13 minpoll 2 maxpoll 6 iburst
server 139.25.208.27 minpoll 2 maxpoll 6 iburst
server ntp.lpz.siemens.de minpoll 2 maxpoll 6 iburst
Der Treiber für Fernwirkprotokolle (Shared Memory Uhrtreiber) wurde so modifiziert wurden, dass er im
SICAM PAS/PQS-System eine gute Zeitsynchronisation gewährleistet.
Der Shared Memory Uhrtreiber ermöglicht es, die Zeit im SICAM PAS/PQS-System über Fernwirkprotokolle zu
synchronisieren.
Es werden 2 Betriebsarten (modes) unterstützt:
• Betriebsart 0
Die Betriebsart 0 entspricht der Betriebsart, wie sie in der originalen HTML-Dokumentation beschrieben
ist. Diese Betriebsart kann nicht mit SICAM PAS/PQS verwendet werden.
• Betriebsart 1
Bei der Betriebsart 1 handelt sich um einen Shared Memory Uhrtreiber mit erweiterter Funktionalität, wie
er bei SICAM PAS/PQS eingesetzt wird.
Im diesem Abschnitt wird ausschließlich die Betriebsart 1 beschrieben.
In der Konfigurationsdatei ntp.conf sind 4 Blöcke für die Zeitsynchronisation über Fernwirkprotokolle ange-
legt. Ein typischer Block sieht wie folgt aus:
server 127.127.28.0 mode 33 minpoll 2 maxpoll 6
fudge 127.127.28.0 stratum 5
Der 3. Teil der Adresse (im obigen Beispiel der Wert 28) definiert den Typ des Uhrtreibers. Mit dem 4. Teil der
Adresse (im Beispiel: 0) werden die Uhren des gleichen Typs unterschieden.
Mode
Der mode 33 ist eine erweiterte Betriebsart mit Überwachung der Zeitüberschreitung. In der Zeile fudge wird
für das Stratum der Wert 5 festgelegt.
Bei SICAM PAS/PQS dürfen für die Zeitsynchronisation über Fernwirkprotokolle nur die Modi 1 oder 33
verwendet werden.
Bei Modus 33 wird die Zeitüberschreitung automatisch überwacht. Seine Verwendung ist am einfachsten. Bei
Verwendung von Modus 1 müssen die Parameter minpoll und maxpoll mit Bedacht gewählt werden, um die
Synchronisierungsfrequenz der Netzleitstelle zu erwischen.
Der Parameter minpoll ist so zu wählen, dass 2^minpoll größer als das Synchronisationsintervall der Leitstelle
ist. Der Parameter maxpoll ist ebenfalls auf diesen Wert einzustellen.
Der Parameter mode ist als Bitmuster (Dezimalwert) zu interpretieren. Die Bedeutung der Bits ist in den
folgenden Tabellen erläutert.
Bit 7 6 5 4 3 2 1 0
Bitmuster 0 0 1 0 0 0 0 1
Wert 0 0 1 0 1
Bitposition Bedeutung
Bit 0 bis 3 Die Bits 0 bis 3 legen die Betriebsart fest.
Dieses Halbbyte muss für die Zusammenarbeit mit den Fernwirkprotokollen von SICAM
PAS/PQS den Wert 1 haben.
Bit 4 Setzen der Uhrzeit
(Bitwert 16) Ist dieses Bit gesetzt, so veranlasst der Uhrtreiber das Setzen der Uhrzeit auf den in der
Uhr vorhandenen Wert, wenn die Differenz zwischen Systemzeit und der in der Uhr
verfügbaren Zeit mehr als 10 s beträgt.
Dieser Differenzwert kann mit mittels fudge time2 vergrößert, aber nicht verkleinert
werden.
Bit 5 Überwachung der Zeitüberschreitung
(Bitwert 32) Ist dieses Bit gesetzt, so versucht der Uhrtreiber den tatsächlichen Poll-Zyklus in den
durch minpoll und maxpoll vorgegebenen Grenzen optimal anzupassen.
Bit 7 Informationen in die System-Protokolldatei schreiben
(Bitwert 128) Dieses Bit ist ausschließlich für die Diagnose von Bedeutung. Alle Informations-,
Warnund Fehlerbedingungen werden in die System-Protokolldatei geschrieben. Ist
dieses Bit nicht gesetzt, verursacht der Treiber selbst keinerlei Einträge in der Ereignis-
liste des Systems (’quiet mode’).
Minpoll, maxpoll
Bei der automatischen Zeitüberwachung (adaptive polling) versucht der NTPD das Abfrageintervall innerhalb
der von minpoll und maxpoll gewählten Grenzen einzustellen. Dazu wird das Abfrageintervall um eine Stufe
vergrößert, wenn innerhalb eines Intervalls kein Wert vom Fernwirkprotokoll geliefert wurde. Werden
dagegen mehr als 2 Werte innerhalb eines Intervalles geliefert, wird das Abfrageintervall um eine Stufe
verkleinert.
Bei Ausfall der Synchronisation durch das Fernwirkprotokoll steigt das Abfrageintervall zunächst an, bis der
maximale Intervallwert erreicht ist. Die Uhr wird als fehlerhaft markiert und das Abfrageintervall wird auf den
minimalen Wert gesetzt, um eine Wiederkehr der Synchronisation schnell zu erkennen.
Minpoll und maxpoll müssen so gewählt werden, dass sie das erwartete Uhrzeitsynchronisationsintervall des
Fernwirkprotokolls einschließen. Minpoll und maxpoll sind Exponenten zu einer Basis von 2. Praktikable Werte
sind: minpoll = 2 (22 = 4 s); maxpoll = 10 (210 =1024 s = 17 min)
Fudge
• Time1
Wie bei den meisten Uhrtreibern wird dieser Wert verwendet, um einen systematischen (konstanten)
Offset auszugleichen. Hiermit kann zum Beispiel die Laufzeit des Fernwirktelegramms zwischen Leitstelle
und Unterstation korrigiert werden. Die Angabe erfolgt als Gleitkommazahl mit der Einheit Sekunde.
• Time2
Hiermit kann der Differenzwert für das Setzen der Uhrzeit auf einen Wert über 10 s vergrößert werden,
siehe Tabelle 12-1, Bit 4. Die Angabe erfolgt als Gleitkommazahl mit der Einheit Sekunde.
Bei Systemkonfigurationen mit Ethernet-Feldbus IEC 61850 kann eine externe Funkuhr (z.B. SICLOCK, Mein-
berg, Hopf) als Zeitmaster am Ethernet eingesetzt werden. Fällt diese Uhr aus oder ist die Qualität ihrer Zeit
schlecht, wird eine andere Uhr des Systems der Zeitmaster. Welche Uhr der neue Zeitmaster wird, kann in den
Konfigurationsdateien der NTPDs definiert werden.
Sowohl auf beiden SICAM PAS/PQS-Rechnern (Full Server und DIP) als auch auf dem SICAM SCC-Rechner ist der
NTPD aktiv. Der NTPD der Funkuhr ist der Zeit-Server, die NTPDs der SICAM PAS/PQS-Rechner sind Clients.
Die Zeit kann zusätzlich von der Netzleitstelle kommen.
[pasinst72, 1, de_DE]
Die Feldgeräte am IEC 61850-Bus sind Clients und rufen die Zeit von der Funkuhr ab. Ihre Konfiguration ist
hier nicht beschrieben. Informationen finden Sie in der Dokumentation zu den entsprechenden Geräten.
Die übrigen Feldgeräte, die über IEC 60870-5-103 angeschlossen sind, erhalten die Zeit vom DIP.
Konfigurationsdateien
In diesem Abschnitt sind die Konfigurationsdateien ntp.conf für den SICAM PAS/PQS- und den SICAM SCC-
Rechner aufgelistet. Die Einträge sind passend zu dem dargestellten Beispiel gewählt. In der Praxis müssen sie
sich an der realen Systemkonfiguration (z.B. IP-Adressen) orientieren.
Änderungen an den vorgegebenen Konfigurationsdateien sind hervorgehoben.
Konfigurationsdatei des SICAM PAS/PQS DIP:
#---------------------------------------------------------------------
# general settings
#---------------------------------------------------------------------
# -- panic threshold --
# if system clock is more than that distance from the best external source,
# stop the service because something is really weird.
tinker panic 7200.0
# -- driftfile storage --
# NTPD will store the clock drift here, so after restart the service will
# lock the FLL/PLL faster. On embedded systems, make sure that file is
# writeable and on a non-write-protected file system!
driftfile %windir%\ntp.drift
# -- logfile storage --
# make sure this is a writeable file on a non-write protected file system!
#logfile D:\tmp\ntpd.log
#---------------------------------------------------------------------
# reference clocks
#---------------------------------------------------------------------
#---------------------------------------------------------------------------
# shared memory clocks ('iburst' is not useful here)
#---------------------------------------------------------------------------
# channel 1
server 127.127.28.0 mode 33 minpoll 2 maxpoll 6
fudge 127.127.28.0 stratum 5
# channel 2
server 127.127.28.1 mode 33 minpoll 2 maxpoll 6
fudge 127.127.28.1 stratum 5
# channel 3
server 127.127.28.2 mode 33 minpoll 2 maxpoll 6
fudge 127.127.28.2 stratum 5
# channel 4
server 127.127.28.3 mode 33 minpoll 2 maxpoll 6
fudge 127.127.28.3 stratum 5
#--------------------------------------------------------------------------
# peers: all time sync peers in a PAS installation
#--------------------------------------------------------------------------
# If the local system has reference clock access, mention all other systems
# (full servers and dips) in a PAS installation that can also access reference
# clocks. Peers will negotiate the leader of the pack...
# minpoll 2 -> 4s / maxpoll 6 -> 64s, iburst -> initial burst poll
peer 192.168.1.6 minpoll 2 maxpoll 6 iburst
Entsprechend tragen Sie den SICAM PAS/PQS DIP bei der Funkuhr als Peer ein. Ist das nicht möglich,
verwenden Sie die Funkuhr nicht als Peer, sondern als Server:
#----------------------------------------------------------------------------
# servers
#----------------------------------------------------------------------------
# If the local system has no reference clock access, mention all systems that
# have reference clock access here. If there is a network path to an external
# clock source (NTP server in the control center, for example) list them
# here, too. And furthermore mention all fallback servers that can be used!
# minpoll 2 -> 4s / maxpoll 6 -> 64s, iburst -> initial burst poll
server 192.168.1.6 minpoll 2 maxpoll 6 iburst
#---------------------------------------------------------------------
# general settings
#---------------------------------------------------------------------
# -- panic threshold --
# if system clock is more than that distance from the best external source,
# stop the service because something is really weird.
tinker panic 7200.0
# -- driftfile storage --
# NTPD will store the clock drift here, so after restart the service will
# lock the FLL/PLL faster. On embedded systems, make sure that file is
# writeable and on a non-write-protected file system!
driftfile %windir%\ntp.drift
# -- logfile storage --
# make sure this is a writeable file on a non-write protected file system!
#logfile D:\tmp\ntpd.log
#---------------------------------------------------------------------
# reference clocks
#---------------------------------------------------------------------
#---------------------------------------------------------------------------
# shared memory clocks ('iburst' is not useful here)
#---------------------------------------------------------------------------
# channel 1
server 127.127.28.0 mode 33 minpoll 2 maxpoll 6
fudge 127.127.28.0 stratum 5
# channel 2
server 127.127.28.1 mode 33 minpoll 2 maxpoll 6
fudge 127.127.28.1 stratum 5
# channel 3
server 127.127.28.2 mode 33 minpoll 2 maxpoll 6
fudge 127.127.28.2 stratum 5
# channel 4
server 127.127.28.3 mode 33 minpoll 2 maxpoll 6
fudge 127.127.28.3 stratum 5
#--------------------------------------------------------------------------
# peers: all time sync peers in a PAS installation
#--------------------------------------------------------------------------
# If the local system has reference clock access, mention all other systems
# (full servers and dips) in a PAS installation that can also access reference
# clocks. Peers will negotiate the leader of the pack...
# minpoll 2 -> 4s / maxpoll 6 -> 64s, iburst -> initial burst poll
#peer xxx.xxx.xxx.xxx minpoll 2 maxpoll 6 iburst
#----------------------------------------------------------------------------
# servers
#----------------------------------------------------------------------------
# If the local system has no reference clock access, mention all systems that
# have reference clock access here. If there is a network path to an external
# clock source (NTP server in the control center, for example) list them
# here, too. And furthermore mention all fallback servers that can be used!
# minpoll 2 -> 4s / maxpoll 6 -> 64s, iburst -> initial burst poll
server 192.168.1.3 minpoll 2 maxpoll 6 iburst
server 192.168.1.6 minpoll 2 maxpoll 6 iburst
HINWEIS
i Führen Sie die Konvertierungsschritte von einer älteren Version zu der neuen Version nacheinander aus.
• Die Funktion Topologische Einfärbung wurde überarbeitet. Für Versionen vor V9.00 lesen Sie
13.5 Topologie von Versionen vor V9.00 konvertieren.
• Lassen Sie den SICAM Import/Export Wizard mit den vorherigen Importdaten durchlaufen.
Für jede Station im Projekt müssen Sie den Import Wizard mit den bestehenden Importdaten einmal
ausführen, damit die Konfigurationsdaten für die aktuelle SICAM Runtime mit Dynamischem Alarm Filter
(DAF) angelegt werden. Dies ist auch nötig, wenn Sie den DAF nicht nutzen.
HINWEIS
HINWEIS
i Führen Sie die Konvertierungsschritte von einer älteren Version zu der neuen Version nacheinander aus.
HINWEIS
i Bei Projekten, die mit einer älteren Version als SICAM SCC V9.07 erzeugt wurden, ist beim Import von SCL-
Dateien (IEC 61850), XML-Dateien (IEC 60870-5-104) und SXD-Dateien (SICAM TOOLBOX II) ab der zweiten
Station das Mapping der WinCC-Variablen zu den externen Telegrammadressen nicht mehr eindeutig.
Meldungen ab der zweiten Station werden teilweise auf Variablen und Meldungen der vorhergehenden
Station angezeigt. Eine eindeutige Zuordnung zu den Telegrammen ist nicht mehr möglich. Das Projekt ist
inkonsistent.
Um das Problem in existierenden Projekten zu beheben:
• Löschen Sie mit dem SICAM Import/Export Wizard alle Stationen, die den IEC Kommunikationsan-
schluss nutzen, außer der ersten aus ihrem Projekt.
• Importieren Sie für die erste Station nochmals die aktuelle Importdatei.
• Öffnen Sie ein existierendes WinCC-Projekt und führen Sie mit einem der Wizards ein Update durch.
Wählen Sie dabei folgende Einstellung:
– SICAM Grafikobjekte-Bibliothek importieren
• Öffnen Sie den Dialog Topologische Projekteinstellung und nehmen Sie gegebenenfalls Änderungen
vor (übernehmen Sie z.B. die Farbe für Spannungslose Leitungen in die Projekteingstellungen) und
schließen Sie den Dialog mit OK.
• Wählen Sie alle Objekte aus und öffnen Sie den Dialog Topologische Einstellungen für ausgewählte
Objekte.
• Wenn Sie Topologische Projekteinstellungen verwenden ausgewählt haben, werden für die ausge-
wählten Objekte die Einstellungen verwendet, die über Topologische Projekteinstellungen vorge-
nommen wurden.
• Speichern Sie das Bild und erzeugen Sie die topologische Struktur neu.
• Öffnen Sie ein existierendes WinCC-Projekt und führen Sie mit dem Wizard ein Update durch. Wählen Sie
dabei folgende Einstellungen:
– SICAM Grafikobjekte-Bibliothek importieren
– SICAM Textbibliothek erzeugen
– SICAM Meldesystem erzeugen
• Öffnen Sie die Projekt Bibliothek und ersetzen Sie die Alarm Controls im Bild:
– SICAM SCC Warnmeldeliste
– SICAM SCC Ereignisliste
– SICAM SCC Schutzmeldeliste
• im SICAM Menü des Graphics Designers die Einstellungen für die topologische Einfärbung aktualisieren,
Die SICAM PAS Protocol Suite V7 wird nicht mehr mitgeliefert. Stellen Sie vor dem Software-Update von
SICAM SCC Ihre Projekte auf den Standardkanal SICAM PAS Protocol Suite um.
Zur Beschleunigung der Aktualisierungszeiten und Erhöhung der Mengengerüste ist ein neues Messwertobjekt
(SICAM Numeric) verfügbar, siehe 4.8 Anzeige Messwert/Zählwert.
Die bisherigen Objekte können Sie über das SICAM SCC-Menü im Graphics Designer austauschen. Wählen Sie
Aufgabendialog anzeigen und führen Sie die Schritte 1 und 2 der Aufgabe Messwert vor SCC V8.02: Aktua-
lisieren auf SICAM Numeric-Objekte aus.
HINWEIS
i Bei WinCC V7.4 kann es beim Austauschen der Objekte dazu kommen, dass die Verbindungen zu den
Connectoren verloren gehen. Dadurch kann die Topologie nicht generiert werden. Verbinden Sie in diesem
Fall die Connectoren neu mit den Schaltgeräte- und Feldübersichtsobjekten.
Bis WinCC V7.3 tritt dieses Verhalten nicht auf.
• Alternative 1
Folgen Sie der Beschreibung unter 14.8 Arbeiten mit dem SIMATIC WinCC Configuration Tool.
• Alternative 2
Löschen Sie mit dem Wizard die SICAM Prozessvariablen und anschließend manuell die Strukturtypen in
Ihrem Projekt.
Importieren Sie mit dem Wizard die SICAM Prozessvariablen erneut. Dabei werden die erweiterten
Strukturtypen generiert.
• Alternative 1
Folgen Sie der Beschreibung unter 14.8 Arbeiten mit dem SIMATIC WinCC Configuration Tool.
• Alternative 2
Löschen Sie mit dem Wizard die SICAM Prozessvariablen und anschließend manuell die Strukturtypen in
Ihrem Projekt.
Importieren Sie mit dem Wizard die SICAM Prozessvariablen erneut. Dabei werden die erweiterten
Strukturtypen generiert.
• Alternative 1
Folgen Sie der Beschreibung unter 14.8 Arbeiten mit dem SIMATIC WinCC Configuration Tool.
• Alternative 2
Löschen Sie mit dem Wizard die SICAM Prozessvariablen und anschließend manuell die Strukturtypen in
Ihrem Projekt.
Importieren Sie mit dem Wizard die SICAM Prozessvariablen erneut. Dabei werden die erweiterten
Strukturtypen generiert.
• Alternative 1
Folgen Sie der Beschreibung unter 14.8 Arbeiten mit dem SIMATIC WinCC Configuration Tool.
• Alternative 2
Löschen Sie mit dem Wizard die SICAM Prozessvariablen und anschließend manuell die Strukturtypen
für den SICAM SAS-Anschluss (ohne PAS_ im Namen) in Ihrem Projekt.
Importieren Sie mit dem Wizard die SICAM Prozessvariablen erneut. Dabei werden die erweiterten
Strukturtypen generiert.
Ersetzen Sie die IndustrialX V3-Objekte durch die aktuellen (V3-Objekte sind nur noch im Konfigurations-
modus verfügbar) mit dem SICAM Add-In (Upgrade von V3-Schaltgeräte- / Übersichtsobjekten).
Um ein korrektes Übernehmen der Eigenschaften von V3-Schalt- und Übersichtsobjekten zu gewährleisten,
müssen im Ziel-SAS-Objekt die Variablennamen und der Text für den Tooltip in den Eigenschaften der Prozess-
anbindung (Tag Connection) leer sein. Öffnen Sie vor dem Aufruf der Aktualisierung die Eigenschaften des
SAS-Objekts und löschen Sie alle Variablennamen und den Tooltip-Text unter Variablenanbindung.
Beim Austausch der Objekte werden angebundene Scripte ebenfalls übernommen.
• Prüfen Sie, ob die projektierten Scripte korrekt funktionieren (vor allem in Bezug auf verwendete Eigen-
schaften des Objekts).
• Entfernen Sie das Script am Clicked-Ereignis des Objekts. Dieses Script diente dazu die Schaltdialoge zu
öffnen, die mit dem aktuellen Objekt nicht mehr benötigt werden, da sie integriert sind.
• Ein gedoppeltes SICAM PAS-System ist mit einem Bedien- und Anzeigesystem SICAM SCC verbunden.
• 1 SICAM PAS-System ist mit 2 redundanten Bedien- und Anzeigesystemen SICAM SCC verbunden.
Weitere Doppelungen/Redundanzen sind möglich. So kann beispielsweise auch ein gedoppeltes SICAM
PASSysteme mit einem redundanten SICAM SCC-System kombiniert werden.
Weitere Information zum Thema Redundanz finden Sie in der Dokumentation zu SIMATIC WinCC.
Ein SICAM PAS-System kann aus 2 parallel laufenden SICAM PAS Full Servern aufgebaut sein. Feldgeräte und
Unterstationen sind an beide SICAM PAS Full Server angeschlossen und SICAM SCC hat über die SICAM PAS
PROTOCOL SUITE-Verbindung zu beiden SICAM PAS Full Servern.
Die Verbindung zu einem SICAM PAS Full Server (z.B. zu Server1) wird als normaler Weg, die zum anderen
SICAM PAS Full Server (z.B. zu Server2) als redundanter Weg bezeichnet. Bei ungestörtem Betrieb ist die
Verbindung über den normalen Weg aktiv.
Von SICAM SCC aus gesehen gibt es 2 Gründe, die ein Umschalten auf den redundanten Weg erforderlich
machen:
• Der normale Weg der SICAM PAS PROTOCOL SUITE zum angeschlossenen SICAM PAS Full Server ist unter-
brochen.
Die aktive Verbindung der SICAM PAS PROTOCOL SUITE zum SICAM PAS Full Server wird permanent über-
wacht. Im Fehlerfall wird automatisch auf den redundanten Weg (zum anderen SICAM PAS Full Server)
umgeschaltet, sofern dieser parametriert ist.
• Die Kommunikation des SICAM PAS Full Servers, auf den SICAM SCC zugreift, zu den Feldgeräten ist
gestört.
In diesem Fall muss ebenfalls eine Umschaltung auf den redundanten Weg erfolgen. Diese Störung kann
jedoch von der SICAM PAS PROTOCOL SUITE nicht erkannt werden. Die Feststellung der Störung und die
Umschaltung auf den redundanten Weg ist auf andere Weise möglich. Das Vorgehen ist nachfolgend
beschrieben.
HINWEIS
i Die Projektierung der SICAM PAS PROTOCOL SUITE (SICAM PAS Kanal-DLL) bei Anschluss an SICAM PAS V7.0
muss auf SICAM PAS V6-Redundanz eingestellt werden.
[Kanal_dll, 1, de_DE]
Für die Überwachung und Umschaltung der Verbindungen (normaler und redundanter Weg) sind folgende
Komponenten nötig:
• eine Prozessvariable
Prozessvariable
Zur Überwachung der Verbindung des SICAM PAS-Systems zu den Feldgeräten müssen Sie in SICAM PAS UI-
Configuration eine Prozessvariable anlegen und nach SICAM SCC rangieren. Die Prozessvariable kann z.B. eine
über CFC abgeleitete Meldung, die eine Bewertung der Güte der Verbindung zu den Feldgeräten erlaubt, sein.
Diese Prozessvariable kann mit dem WinCC-Script SicamPAS_ConnectionChange.pas oder SicamPAS_IsHe-
MasterCheck.pas ausgewertet werden. Durch die Auswertung der Prozessvariablen kann die Qualität der
aktiven Verbindung beurteilt werden.
ConnectionState
Das Bitfeld ConnectionState_xxx zeigt den Status der aktiven Verbindung zwischen der SICAM PAS
PROTOCOL SUITE und dem SICAM PAS-System an.
Das Bitfeld ist wie folgt definiert:
Bit Bedeutung
0 0 = Keine Verbindung
1 = Verbindung aktiv
1 1 = Verbindung über normalen Weg
2 1 = Verbindung über redundanten Weg
3 bis 31 systeminterne Verwendung
ForceConnectionState
Über Schreiben der Systemvariable ForceConnectionState_xxx kann das Verhalten der SICAM PAS PROTOCOL
SUITE beeinflusst werden.
Das Bitfeld kann nur komplett geschrieben werden. Lesezugriffe sind nicht möglich.
Das Bitfeld ist wie folgt definiert:
Bit Bedeutung
0 Wenn dieses Bit gesetzt ist, schaltet die SICAM PAS PROTOCOL SUITE auf den anderen
SICAM PAS Full Server um.
Die Triggerung erfolgt mit dem WinCC-Script.
1 Wenn dieses Bit gesetzt ist, wird die Verbindung über den normalen Weg aktiviert.
2 Wenn dieses Bit gesetzt ist, wird die Verbindung über den redundanten Weg aktiviert.
3 bis 31 reserviert
WinCC-Script
Mit dem WinCC-Script SicamPAS_ConnectionChange.pas wird die Prozessvariable ausgewertet. Durch diese
Auswertung kann das Funktionieren des SICAM PAS-Systems (inklusive der Kommunikation mit den ange-
schlossenen Geräten) beurteilt werden.
Wird die Qualität der aktiven Verbindung als schlecht erkannt, kann über die Systemvariable ForceConnecti-
onState_xxx auf den anderen Weg umgeschaltet werden.
Eine Vorlage des WinCC-Scriptes SicamPAS_ConnectionChange.pas wird bei der Installation in das
Verzeichnis
...\SIEMENS\SICAM\SCC\PAS kopiert.
Um das WinCC-Script nutzen zu können, gehen Sie folgendermaßen vor:
² Kopieren Sie das WinCC-Script in das Verzeichnis PAS Ihres WinCC-Projektes.
² Passen Sie das WinCC-Script mit dem Script-Editor, durch Benutzung der entsprechenden Prozessvari-
ablen, Ihren Erfordernissen an.
Redundanz aktivieren
So aktivieren Sie die Redundanz:
² Klicken Sie im WinCC Explorer mit der rechten Maustaste auf PAS Data Server und wählen Sie im
Kontextmenü Eigenschaften.
Der Dialog Eigenschaften Kanal Unit öffnet sich.
² Klicken Sie Eigenschaften.
Der Dialog Eigenschaften Verbindung öffnet sich.
² Klicken Sie Eigenschaften.
Der Dialog PAS Connection öffnet sich.
[pascc404a, 1, de_DE]
Ein redundantes System kann aus 2 parallel laufenden SICAM SCC bestehen. Jedes SICAM SCC hat eine SICAM
PAS PROTOCOL SUITE (SICAM PAS-Kanal-DLL)-Verbindung zu dem SICAM PAS-System.
Ein SICAM SCC (z.B. WinCC1) ist der Master Server, das andere der redundante Partner Server. Bei unge-
störtem Betrieb sind beide Verbindungen aktiv.
Auf beiden SICAM SCC-Servern muss das SIMATIC WinCC-Redundanzpaket installiert sein, mit dem der
Abgleich der Daten und die Steuerung der Redundanz der Server erfolgt.
[Kanal_dll_1, 1, de_DE]
[sc_first_dip, 1, de_DE]
[sc_second_dip, 1, de_DE]
✧ Kopieren Sie die Leitstelle (Control Center) des ersten DIP und fügen Sie die Kopie in den zweiten DIP
ein.
Daten exportieren
Damit Sie die projektierten und parametrierten Informationen in SICAM SCC importieren können, müssen sie
aus SICAM PAS UI - Configuration exportiert werden.
✧ Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Schnittstelle und wählen Sie im Kontextmenü Exportieren.
Die Exportfunktion erzeugt im ausgewählten Verzeichnis eine PXD-Datei, die Sie anschließend mit dem SICAM
PAS-Wizard in SICAM SCC importieren können.
✧ Exportieren Sie die Projektierungsdaten des 1. DIP.
✧ Exportieren Sie die Projektierungsdaten des 2. DIP.
WinCC-Projekte anlegen
Nun müssen Sie auf 2 Rechnern je ein WinCC-Projekt anlegen.
✧ Erstellen Sie auf dem 1. Rechner ein neues WinCC-Projekt, z.B. PAS CC 1.
✧ Importieren Sie die PXD-Datei des 1. DIP mit dem SICAM PAS-Wizard.
Die aus SICAM PAS importierten administrativen Variablen haben die Projekt- und Schnittstellen-ID als Erweite-
rung des Variablennamens.
[pascc409, 1, de_DE]
[pascc411, 1, de_DE]
Das redundante WinCC-Projekt erzeugen Sie mit dem Project Duplicator. Es muss auf einem 2. Rechner abge-
legt werden.
✧ Starten Sie den Project Duplicator mit Start > SIMATIC > WinCC > Tools > Project Duplicator.
✧ Geben Sie als Quellprojekt PAS CC 1 ein.
✧ Geben Sie für das redundante WinCC-Projekt einen Namen, z.B. PAS CC 2, ein.
✧ Klicken Sie Duplizieren. Das redundante WinCC-Projekt wird erzeugt.
✧ Rufen Sie im redundanten WinCC-Projekt den SICAM PAS-Wizard auf.
Im redundanten WinCC-Projekt müssen die administrativen Variablen mit der anderen Schnittstelle verbunden
sein.
✧ Importieren Sie die PXD-Datei des 2. DIP. Dabei werden lediglich die Bezeichnungen der administrativen
Variablen geändert.
[pascc408, 1, de_DE]
✧ Beantworten Sie die Warnung, die der SICAM PAS-Wizard ausgibt, mit Ja.
Die Projekt ID wird nicht geändert, die HMI Interface ID bekommt den Wert 9.
[pascc410, 1, de_DE]
Die geänderten Prozessvariablen erhalten die Projekt- und Schnittstellen-ID des 2. DIP als Erweiterung des Vari-
ablennamens und werden mit der redundanten Schnittstelle verbunden.
[pascc412, 1, de_DE]
SICAM Quittierdatenabgleich
SIMATIC WinCC unterstützt den Datenabgleich zwischen redundanten Servern. Damit für die SICAM SCC-
Komponenten der Datenabgleich zwischen den redundanten Servern funktioniert, müssen Sie Folgendes
beachten:
Für die Applikation IX Statusabgleich gilt bei SICAM RTUs dasselbe wie bei einem SICAM PAS-System, siehe
14.5 Applikation IX Statusabgleich.
HINWEIS
i Wenn in den Schaltobjekten eigene Bilder zur Darstellung benutzt werden (Option Bitmap), die ohne abso-
lute Pfadangabe projektiert wurden, werden diese in WinCC ab V7.2 zur Laufzeit nicht auf dem Web Navi-
gator Client angezeigt.
Der Standardsuchpfad für die Bilder ist relativ zum Verzeichnis Programme (x86)\Siemens\WinCC\WebNa-
vigatorClient\bin.
Sie können die verwendeten Bilder über diesen Pfad referenzieren oder dort ablegen.
Grafische Darstellung
In der SICAM-Grafikobjekte-Bibliothek stehen Leistungsschalter und Trenner jeweils in fünf Darstellungen zur
Verfügung:
Leistungsschalter Darstellung Grafik
SICAM CB im SICAM-Stil
Jedem Leistungsschalter und jedem Trenner müssen eine Anzahl von Eigenschaften zugeordnet werden.
✧ Doppelklicken Sie auf das Grafikobjekt.
Der Dialog Eigenschaften von SICAM SCC CB/DIS wird geöffnet.
✧ Sie finden die Darstellungseigenschaften im Register Darstellung.
[pascc336, 1, de_DE]
Typ
Als Typ des Grafikobjektes lässt sich Leistungsschalter oder Trenner auswählen.
Norm
Für die grafische Darstellung des Grafikobjektes gibt es die folgenden fünf Möglichkeiten:
• SICAM
• DIN 42200
• IEC 445
• LSA
• Bitmap
Bei der Darstellungsart Bitmap können, abhängig von der Schalterstellung, individuelle Bilder angezeigt
werden.
HINWEIS
i Wenn in den Schaltobjekten eigene Bilder zur Darstellung benutzt werden, die ohne absolute Pfadangabe
projektiert wurden, werden diese in WinCC V7.4 zur Laufzeit nicht angezeigt.
Der Standardsuchpfad für die Bilder ist relativ zum Verzeichnis Programme (x86)\Siemens\WinCC\bin.
Sie können die verwendeten Bilder über diesen Pfad referenzieren oder dort ablegen.
Strichstärke
Die Strichstärke der Grafikobjekte ist in Stufen von 1 bis 11 einstellbar. Wobei die Stufe 1 für die geringste
Linienbreite steht.
Die Auswahl der Strichstärke ist in den Darstellungen nach DIN 42200, IEC 445 und LSA möglich.
Orientierung
In allen Darstellungen bis auf Bitmap ist die Orientierung in den Winkeln 0°, 90°, 180°, und 270° möglich.
[pascc337, 1, de_DE]
Melderichtung
Klicken Sie auf die Schaltfläche Auswahl neben dem Editierfeld. Der Dialog Variablen wird geöffnet. Wählen
Sie nun aus der Liste die entsprechende Variable aus und bestätigen dies mit OK.
Befehlsrichtung
Wenn im SICAM PAS-Importdatensatz zu einer Meldevariable eine zugehörige Befehlsvariable angegeben ist,
wird beim Auswählen der Meldevariable automatisch die Befehlsvariable ermittelt und in das Editierfeld
Befehlsrichtung eingetragen.
Um selbst eine Variable auszuwählen, gehen Sie wie unter Melderichtung beschrieben vor.
HINWEIS
i Wenn Sie die hinterlegte Funktionalität in Befehlsrichtung nicht nutzen wollen, löschen Sie die vorgege-
bene Variable.
Tooltiptext
Geben Sie in das Editierfeld einen Text ein. Dieser Text wird im aktiven Projekt als Tooltip angezeigt.
WinCC Aktualisierungszyklus
Der WinCC Aktualisierungszyklus der Variablen lässt sich in den Zeitintervallen von 250 Millisekunden bis zu
einer Stunde einstellen. Außerdem ist die Einstellung Bei Änderung möglich. Voreingestellt ist der Wert 2
Sekunden.
Schalterstellung
Die Farbe des Grafikobjektes ist im Normalzustand von seinem Wert abhängig. Für jeden Wert ist eine
bestimmte Farbe voreingestellt. Die Farbe kann aber auch aus einer Farbpalette frei gewählt werden.
Im Register Farbe ordnen Sie den Schalterstellungen und Zuständen des Leistungsschalters/Trenners Farben
zu.
✧ Doppelklicken Sie auf das Grafikobjekt.
Der Dialog Eigenschaften von SICAM SCC CB/DIS wird geöffnet.
✧ Wählen Sie das Register Farbe.
[pascc339, 1, de_DE]
Wert Farbe
Ein 10, Wert = 2 Rot
Aus 01, Wert = 1 Grün
Störstellung 00, Wert = 0 Gelb
Störstellung 11, Wert = 3 Gelb
Die Form des Grafikobjektes ist in den Darstellungen nach DIN 42200, IEC 445 und LSA vom Wert abhängig.
Die voreingestellten Formen des Grafikobjektes in der Darstellung nach DIN 42200 und IEC 445 sind:
Wert Form
Ein 10, Wert = 2 Schalter geschlossen
Aus 01, Wert = 1 Schalter geöffnet
Störstellung 00, Wert = 0 Schalter ein/aus gestrichelt
Störstellung 11, Wert = 3 Schalter ein/aus gestrichelt
Die voreingestellten Formen des Grafikobjektes in der Darstellung nach LSA sind:
Wert Form
Ein 10, Wert = 2 Gefüllt
Aus 01, Wert = 1 Nicht gefüllt
Störstellung 00, Wert = 0 Halb gefüllt
Störstellung 11, Wert = 3 Halb gefüllt
Bei Werten, die in den Tabellen nicht aufgeführt sind (z.B. Wert=4) wird ein rotes Kreuz angezeigt.
Schalterstatus
Der Schalterstatus wird mit kleinen, farbigen Rechtecken neben dem Schalter dargestellt. Für jeden Status ist
eine Farbe voreingestellt. Die Farbe kann jedoch auch aus einer Farbpalette frei gewählt werden.
[pascc340, 1, --_--]
Hintergrund
Die Hintergrundfarbe des Grafikobjektes kann individuell eingestellt werden. Voreingestellt ist die Farbe grau.
[pascc342, 1, de_DE]
Beim Anschluss an SICAM RTUs oder IEC 61850-Geräte müssen bei der Ausgabe von Befehlen Befehlsken-
nungen (Qualifier of Command, QoC) mit dem Befehl gesendet werden. Um die Funktion zu aktivieren, setzen
Sie im Eigenschaftsdialog der Schaltgeräteobjekte QoC im Befehlswert senden. Dann können Sie unter
Vorgabe die Werte einstellen, die gesendet werden sollen. Sollen die Werte zusätzlich im Schaltdialog zur Lauf-
zeit eingeblendet und geändert werden können, wählen Sie die Option Sichtbar in RT.
Statusanzeige zulassen
Das Anzeigen der Statusinformationen in schriftlicher Form, bei Klick mit der rechten Maustaste, kann zu- oder
abgeschaltet werden.
3-D Darstellung
Leistungsschalter und Trenner können bei Betätigung einen dreidimensionalen Effekt simulieren.
HINWEIS
i Der 3-D-Effekt stellt das ausgewählte Objekt hervorgehoben dar. Dies ist notwendig, wenn die Bedienung
ohne Maus erfolgen soll.
Rückmeldeüberwachungszeit
Geben Sie bei Rückmeldeüberwachungszeit die Zeit in Sekunden ein, die bis zur erfolgreichen Befehlsaus-
führung maximal gewartet werden soll. Ist diese Zeit abgelaufen, wird der Befehlsvorgang geschlossen und
ein negatives Befehlsende protokolliert.
Bedienberechtigungsstufe
Geben Sie die Bedienberechtigungsstufe ein. Wählen Sie z.B. den Wert 3, um die Berechtigungsstufe 3
einzustellen. Weitere Information zu Einstellung und Vergabe von Bedienberechtigungen finden Sie unter
3.8 Bedienberechtigung einrichten.
HINWEIS
i Die Nummer der Zeile (z.B. 3) entspricht der Bedienberechtigungstufe in den Objekteigenschaften der
ActiveX Controls.
Sollblinken zulassen
Das Sollblinken kann zugelassen oder verhindert werden.
Bei der Befehlsausgabe beginnt das Grafikobjekt im Sollzustand zu blinken, sobald die Sollschaltrichtung (EIN
oder AUS) ausgewählt ist. Das Blinken endet, wenn der Befehl beendet oder abgebrochen ist, also in
folgenden Fällen:
Befehlsvariable schreiben
Deaktivieren Sie Befehlsvariable schreiben, wenn Sie verhindern wollen, dass auf die parametrierte Variable
geschrieben wird. Sie müssen dann für die Befehlsausgabe in den Objekteigenschaften, Register Ereignisse
Aktionen definieren (siehe 14.2.9 Objekteigenschaften parametrieren).
HINWEIS
i Bei Anbindung an eine SICAM PAS-Station sind zusätzliche Synchronisierfunktionen nur bei Verwendung
der Kommunikationsprotokolle IEC 61850 und SINAUT LSA ILSA möglich.
[pascc341, 1, de_DE]
• Synchronisiermodell
Bei Verwendung des Kommunikationsprotokolls IEC 61850 kann projektiert werden, ob Leistungsschalter
synchronisiert oder unsynchronisiert gesteuert werden sollen. Beim unsynchronisierten Schalten sind
weitere Einstellungen bzw. Dynamisierungen vorzunehmen. Die Steuerdialoge sind zur Runtime erwei-
tert und es kann entschieden werden, wie die Schalthandlung ablaufen soll.
• Rückmeldeüberwachungszeit
Bei Rückmeldeüberwachungszeit (Register Erweitert) geben Sie die Zeit in Sekunden ein, die bis zur
erfolgreichen Synchronisierung maximal gewartet werden soll. Ist diese Zeit abgelaufen, wird der
Befehlsvorgang geschlossen und ein negatives Befehlsende protokolliert.
[pascc341a, 1, de_DE]
• Synchronisiert schalten
Bei Verwendung des Kommunikationsprotokolls SINAUT LSA ILSA kann projektiert werden, ob Leistungs-
schalter synchronisiert oder unsynchronisiert gesteuert werden sollen. Beim synchronisierten Schalten
sind weitere Einstellungen bzw. Dynamisierungen vorzunehmen. Die Steuerdialoge zur Runtime sind
erweitert und es kann entschieden werden, wie die Schalthandlung ablaufen soll.
• Rückmeldeüberwachungszeit
Bei Rückmeldeüberwachungszeit (Register Erweitert) geben Sie die Zeit in Sekunden ein, die bis zur
erfolgreichen Synchronisierung maximal gewartet werden soll. Ist diese Zeit abgelaufen, wird der
Befehlsvorgang geschlossen und ein negatives Befehlsende protokolliert.
• Befehlsvariablenname ’Messanstoß’
Im Feld Befehlsvariablenname ’Messanstoß’ ist die Befehlsvariable anzugeben, die eine Messung in der
Synchronisiereinheit anstößt. Dadurch werden die Messwerte aktualisiert, eine Schalthandlung erfolgt
nicht.
Beim Direktanschluss von Geräten über die SICAM IEC COMMUNICATION SUITE werden in den Befehlstele-
grammen die Befehlskennungen (Qualifier of Command, QoC) mitgesendet. Diese Befehlskennungen stellen
Sie in der Registerkarte Erweitert ein.
[QoC_einstellen, 1, de_DE]
In den Objekteigenschaften der Schaltgeräte können Sie die Befehlskennungen mit folgenden Objekteigen-
schaften parametrieren:
• Vorgabe
Über diese Eigenschaft können Sie festlegen, welche Befehlskennungen voreingestellt sind.
• Sichtbar in RT
Über diese Eigenschaft können Sie festlegen, welche Befehlskennungen zur Runtime im Schaltdialog
sichtbar sind und während der Schalthandlungen geändert werden können.
Zur Durchführung von Schalthandlungen, für die Statusanzeige, zum Blinken quittieren und zur Synchronisie-
rung stehen Dialoge zur Verfügung.
Diese Dialoge rufen Sie zur Runtime mit einem Mausklick auf die Grafikobjekte auf.
Zweistufige Schalthandlung
Bei einem Klick auf das Grafikobjekt wird der Dialog für eine Schalthandlung geöffnet.
[pascc501, 1, de_DE]
Für Schalthandlungen mit SICAM RTUs und IEC 61850-Geräten verwenden Sie den folgende Dialog. Die Steue-
rung erfolgt über die SICAM IEC COMMUNICATION SUITE.
[pascc501_1703, 1, de_DE]
Dieser Dialog ist um 2 Einstellmöglichkeiten zur Befehlskennung (Qualifier of Command, QoC) erweitert.
Schaltobjekte, die die Befehlskennung bereits unterstützen, finden Sie in der SICAM-Grafikobjekte-Bibliothek,
z.B. IEC 445 LS mit QoC.
Die Funktion Select before operate können Sie im Graphics Designer in den Eigenschaften des Schaltobjektes
parametrieren, siehe 14.2.4 Erweiterte Eigenschaften von Leistungsschalter und Trenner.
Nach Betätigung der Schaltflächen EIN bzw. AUS wird bei Anschluss der Feldgeräte mit IEC 61850 der Select-
Befehl abgeschickt. Ansonsten wird direkt der Dialog zur Freigabe (siehe Bild 14-22) geöffnet. Die Schaltflä-
chen EIN bzw. AUS werden gesperrt, bis eine Rückmeldung empfangen wird.
[pascc505, 1, de_DE]
Der Select-Befehl kann positiv oder negativ quittiert werden. Abhängig davon wird einer der folgenden
Dialoge geöffnet.
[pascc506, 1, de_DE]
Die Prüfung wurde positiv quittiert, der eigentliche Schaltbefehl kann mit der Schaltfläche Freigabe ausge-
geben werden.
[pascc507, 1, de_DE]
Die Prüfung wurde negativ quittiert, der eigentliche Schaltbefehl kann nicht ausgegeben werden. Die Ausfüh-
rung der Schalthandlung muss abgebrochen werden.
Synchronisierfunktionen
Mit den Kommunikationsprotokollen IEC 61850 und SINAUT LSA ILSA sind mittels Dialogerweiterungen
verschiedene Funktionen für das synchronisierte Schalten möglich. Der Ablauf der Schalthandlung zur
Runtime ist bei den Protokollen unterschiedlich. Deshalb wird nachfolgend zwischen den Protokollen unter-
schieden.
Das synchronisierte Schalten wird von weiteren Kommunikationsprotokollen (z.B. IEC 60870-5-101-Master)
unterstützt. Dabei werden die Dialogerweiterungen aber nicht benutzt.
Die Dialogerweiterung zur Synchronisierung wird nur dann eingeblendet, wenn Sie im Dialog Eigenschaften
von SICAM SCC CB/DIS ein Kommunikationsprotokoll (nicht die Option -unsynchron-) aus der Auswahlliste
Synchronisiermodell ausgewählt haben.
[pascc508, 1, de_DE]
Wenn synchronisiert geschaltet werden soll, muss die Option Sync.wirksam ausgewählt werden. Daraufhin
wird ein Freigabedialog geöffnet.
[pascc509, 1, de_DE]
Mit einem Klick auf die Schaltfläche Freigabe wird ein Einzelbefehl mit dem Wert AUS an die Befehlsvariable
Synchronisierung nicht wirksam ausgegeben.
Gleichzeitig werden alle Schaltflächen solange deaktiviert, bis eine Rückmeldung auf den Befehl eintrifft.
[pascc510, 1, de_DE]
Nachdem eine Meldung über die Meldevariable Synchronisierung nicht wirksam eingetroffen ist, wird die
Schaltfläche Sync. EIN aktiviert und kann betätigt werden.
[pascc511, 1, de_DE]
Bild 14-27 Schaltdialog für synchronisiertes Schalten, Schaltfläche Sync. EIN aktiviert
Mit der Schaltfläche Sync. EIN kann nun ein synchronisiertes Schalten durchgeführt werden. Die Ausgabe des
Schaltbefehles erfolgt in gewohnter Weise:
✧ Klicken Sie auf die Schaltfläche Sync. EIN.
Das Schaltobjekt blinkt im Sollzustand und der Freigabedialog wird geöffnet.
✧ Klicken Sie auf die Schaltfläche Freigabe.
Der Befehl wird ausgegeben.
Der Dialog bleibt so lange geöffnet, bis die synchronisierte Schalthandlung abgeschlossen ist oder abgebro-
chen wurde.
[pascc508a, 1, de_DE]
Mit der Option unsynchronisiert deaktivieren Sie die Schaltfläche Sync. EIN. Ein synchronisiertes Schalten ist
nicht möglich.
Mit der Option synchronisiert aktivieren Sie die Schaltfläche Sync. EIN.
Mit einem Klick auf die Schaltfläche Sync. EIN kann nun ein synchronisiertes Schalten durchgeführt werden.
Die Ausgabe des Schaltbefehles erfolgt in gewohnter Weise:
✧ Klicken Sie auf die Schaltfläche Sync. EIN.
Das Schaltobjekt blinkt im Sollzustand und der Freigabedialog wird geöffnet.
✧ Klicken Sie auf die Schaltfläche Freigabe.
Der Befehl wird ausgegeben.
Der Dialog bleibt so lange geöffnet, bis die synchronisierte Schalthandlung abgeschlossen ist oder abgebro-
chen wurde.
Wenn ein Befehl mit Synchronisierung abgeschickt wurde, kann der Synchronisiervorgang mit der Schaltfläche
Synchronisierung abbrechen abgebrochen werden. Das Schaltobjekt schickt dann einen Abbruchbefehl an
die Befehlsvariable.
Mit der Schaltfläche Start Mess können Sie an die Synchronisiereinheit einen Messanstoß ausgeben. Die
Messwerte werden dadurch aktualisiert, ohne dass eine Schalthandlung erfolgt.
Status
Bei einem Klick mit der rechten Maustaste auf das Grafikobjekt wird, falls in den Eigenschaften die Statusan-
zeige aktiviert ist, der Statusdialog geöffnet.
[pascc503, 1, de_DE]
Der aktuelle Status wird durch ein Häkchen angezeigt. Bei einem Klick auf die Schaltfläche Nachführen wird
der Dialog zum Nachführen einer Schalterstellung geöffnet (siehe 14.2.8 Schalterstellung nachführen).
Blinken quittieren
Bei einem Klick auf ein blinkendes Grafikobjekt öffnet sich der Dialog Blinken quittieren.
[pascc504, 1, de_DE]
Mit der Schaltfläche Einzeln wird eine Statusänderung oder spontane Meldung für diesen Schalter quittiert.
Mit der Schaltfläche Alle wird die, in den Eigenschaften unter Variablenname Quittiervariable für spon-
tanes Blinken, eingetragene Variable zum Quittieren verwendet. Alle IndustrialX-Schaltobjekte, die mit dieser
Variablen verbunden sind, werden gleichzeitig quittiert.
[pascc503a, 1, de_DE]
In diesem Dialog legen Sie fest, wie die Schalterstellung nachgeführt werden soll. Bei einem Klick auf Nach-
führen wird der Freigabedialog geöffnet. Nach einem Klick auf Freigabe wird die Nachführung ausgeführt.
HINWEIS
i Für das Nachführen sind neue Strukturelemente nötig. Wenn Sie Projekte aus SICAM PAS CC V5.x weiter-
verwenden, müssen diese konvertiert werden (siehe 10 Verschiedene SICAM PAS-Versionen).
Der Dialog Objekteigenschaften enthält die Register Eigenschaften und Ereignis. Nachfolgend sind einige
Parameter aus diesen Registern beschrieben.
So öffnen Sie den Dialog Objekteigenschaften:
✧ Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Grafikobjekt.
✧ Wählen Sie im Kontextmenü Eigenschaften.
Der Dialog Objekteigenschaften wird geöffnet.
Register Eigenschaften
[pascc512, 1, de_DE]
In der folgenden Tabelle sind einige wichtige Objekteigenschaften der Leistungsschalter/Trenner aufgelistet.
Objekteigenschaften Bedeutung
PermissionLevel Hiermit kann für das IndustrialX Control eine Bedienberechtigungsstufe
vergeben werden. Beim Anklicken des Controls wird dieser Wert mit der in
SIMATIC WinCC vorliegenden Bedienberechtigungsstufe verglichen und das
Bedienen freigegeben oder unterbunden.
EnableSwitching Mit dieser Eigenschaft kann generell das Bedienen freigegeben oder
verwehrt werden. Einsatzbeispiel: Benutzerdefinierte Schaltfreigabe
zwischen mehreren Bedienplätzen.
LabelButton... Alle Eigenschaften, deren Name mit Label... beginnen, dienen der individu-
ellen Beschriftung von Schaltflächen.
UserStringID Mit dieser Eigenschaft kann ein vom Benutzer frei definierter Text aus einer
Auswahl von vordefinierten Texten zur Anzeige gebracht werden. Die Texte
sind in den Textdateien zur Spracheinstellung abzulegen. Der Wert von
UserStringID ist die Nummer des Textes in der Textdatei. Wenn UserStringID
den Wert 0 hat, wird kein zusätzlicher Text angezeigt.
Timeout Mit dieser Eigenschaft wird die Zeit in Sekunden eingestellt, nach der die
Befehlsausführung von SICAM PAS abgebrochen wird, wenn vom Prozess
keine Rückmeldung erfolgt. Dieser Wert kann auch über das Register Erwei-
tert verändert werden.
InputValue1 Eingangspunkte für topologische Einfärbung.
InputValue2
TOPOColorINVALID Vorgabewert für die Farbe von Linien mit Status INVALID. Dieser Wert wird
an die angeschlossenen Verbinder übermittelt, wenn sich das Grafikobjekt im
INVALID-Status befindet.Eingangspunkte für topologische Einfärbung.
Objekteigenschaften Bedeutung
TOPOColorOFF Vorgabewert für die Farbe bei der topologischen Einfärbung. Dieser Wert
wird an die angeschlossenen Verbinder übermittelt, wenn sich das Grafikob-
jekt im AUS-Status befindet.
EnableBlinkingOnNeg Wenn ein Schaltbefehl negativ verläuft, d. h. BF- zurückgemeldet wird, wech-
Confirm selt das Schaltobjekt vom langsamen Befehlsblinken in das schnelle Blinken.
Damit wird angezeigt, dass ein ungewöhnliches Ereignis eingetreten ist.
Der Vorgabewert ist Ja. Wenn dieser Parameter auf Nein gestellt wird, unter-
bleibt das schnelle Blinken. Das Schaltobjekt nimmt nach negativer Quittie-
rung die Ist-Stellung ein und beendet das Befehlsblinken.
Register Ereignis
[pascc513, 1, de_DE]
Das IndustrialX Control löst die in der Tabelle aufgeführten Ereignisse aus.
Den Ereignissen OnButton... wird in der Parameterliste der Name der Befehlsvariablen und der Name der
Meldevariablen übergeben.
Diese Ereignisse werden bei einem Schalter mit C-Script (siehe 14.2.10 Leistungsschalter/Trenner mit C-Script)
verwendet.
Objektereignis Bedeutung
Clicked Clicked wird beim Klicken auf das IndustrialX Control ausgelöst.
OnButtonON OnButtonON wird ausgelöst, wenn im Schaltdialog die Schaltfläche EIN
betätigt wird.
OnButtonOFF OnButtonOFF wird ausgelöst, wenn im Schaltdialog die Schaltfläche AUS
betätigt wird.
Objektereignis Bedeutung
OnButtonEXECUTE OnButtonEXECUTE wird ausgelöst, wenn im Schaltdialog die Schaltfläche
Freigabe betätigt wird.
OnButtonSYNC_ON OnButtonSYNC_ON wird ausgelöst, wenn im Schaltdialog für synchrones
Schalten die Schaltfläche Sync. EIN betätigt wird.
OnButtonCANCELSYNC OnButtonCANCELSYNC wird ausgelöst, wenn im Schaltdialog für
synchrones Schalten die Schaltfläche Synchronisierung Abbrechen betä-
tigt wird.
OnActivateSYNCFUNC OnActivateSYNCFUNC wird ausgelöst, wenn im Schaltdialog für synchrones
Schalten unter Synchronisierfunktion die Option Sync. wirksam aktiviert
wird.
OnDeactivateSYNCFUNC OnDeactivateSYNCFUNC wird ausgelöst, wenn im Schaltdialog für
synchrones Schalten unter Synchronisierfunktion die Option Sync. nicht
wirksam aktiviert wird.
OnOutput1 Wird ausgelöst, wenn bei Stellung EIN eine Wertänderung am Eingang
OnOutput2 InputValue1 bzw. InputValue2 stattgefunden hat.
OnILSAStartMes Wird ausgelöst, wenn im Schaltdialog für synchrones Schalten die Schalt-
fläche Start Messung betätigt wird.
Beispiel
In dem nachfolgenden Beispiel wird das C-Script für eine bedingte Befehlsausführung aufgezeigt.
So passen Sie das vorgegebene C-Script an:
✧ Öffnen Sie die Objekteigenschaften des Grafikobjektes LS/TR mit C-Script.
✧ Klicken Sie im Register Ereignis auf Objektereignisse.
✧ Klicken Sie mit der rechten Maustaste in der Zeile OnButtonON auf das Blitzsymbol und wählen Sie im
Kontextmenü C-Aktion.
Das C-Script wird angezeigt.
[pascc514, 1, --_--]
Die nachfolgende Beschreibung gilt für IndustrialX Controls (Leistungsschalter/Trenner und Feldübersicht) ab
SICAM PAS CC V5.0 und SICAM SCC V7.01.
Indirekte Adressierung
Die indirekte Adressierung kann bei den Attributen tagname, tagnameCMD, tagnameACK, tagnameSync
und tagnameSyncCmd eingesetzt werden.
Bei der indirekten Adressierung wird der Name der SICAM-Variablen in einer String-Variablen übergeben.
Verbinden Sie über den WinCC-Eigenschaftsdialog eine interne Stringvariable (z.B. TagnamePlaceholder), die
während der Laufzeit den Namen der Prozessvariablen enthält und fügen Sie vor dem Variablennamen das
Zeichen & ein (z.B. &TagnamePlaceholder). Dies interpretiert das Schaltobjekt als indirekte Adressierung.
Während der Laufzeit muss die Stringvariable den Namen der Prozessvariable ohne Erweiterung (z.B. .Value)
enthalten.
Die indirekte Adressierung parametrieren Sie wahlweise in den Dialogen:
• Objekteigenschaften
[pascc516, 1, de_DE]
Die indirekte Adressierung ist auch bei Verwendung von Server- oder Variablenpräfix möglich. Die Präfixe
können bei indirekter Adressierung nicht unterdrückt werden, siehe 14.2.12 Adressierung mit Variablen- und
Server-Präfix. Weitere Informationen finden Sie im WinCC Informations System unter Verwendung von
Variablen-Präfix und Server-Präfix.
So parametrieren Sie die indirekte Adressierung im Dialog Eigenschaften von SICAM SCC CB/DIS:
✧ Tragen Sie den Namen der String-Variablen im Register Prozessanbindung in die Eingabefelder für die
Variablennamen ein.
[pascc517, 1, de_DE]
Bild 14-36 Eigenschaften von SICAM SCC CB/DIS, indirekte Adressierung parametrieren
HINWEIS
i Im Dialog Eigenschaften von SICAM SCC CB/DIS können Sie die Schaltfläche Auswahl nicht verwenden,
da im folgenden Auswahldialog String-Variablen ausgefiltert werden.
Die indirekte Adressierung wird beim Start des IndustrialX Controls ausgewertet. Das bedeutet, dass die
String- Variable den Namen der SICAM-Variablen enthalten muss, bevor das WinCC-Bild geöffnet wird.
SIMATIC WinCC bietet vielfältige Möglichkeiten, Variablen zu definieren und zu strukturieren. Für ein Bild-
fenster können Sie ein Variablen-Präfix vergeben. Dieses Präfix wird allen im Bild verwendeten Variablen
vorangestellt.
In einem Mehrplatzsystem können eingebundene Bilder auf einem beliebigen Server liegen. Entweder wird
der Server direkt beim Einbinden eines Bildes mit dem Server-Präfix angegeben oder später über die Objektei-
genschaften des Bildfensters zugewiesen. Auch Variablen können mit dem Server-Präfix von anderen Servern
angefordert werden.
[tagprefix_1, 1, de_DE]
Die Eigenschaften des Controls, z.B. ein Leistungsschalter, sind wie folgt parametriert:
[tagprefix_2, 1, de_DE]
[serverprefix, 1, de_DE]
[tagprefix_3, 1, de_DE]
Weitere Informationen finden Sie im WinCC Informations System unter Verwendung von Variablen-Präfix
und Server-Präfix.
Außer mit der Maus können die Grafikobjekte Leistungsschalter/Trenner auch mit der Tastatur bedient
werden.
Um die Schalthandlung über die Tastatur auslösen zu können, müssen Sie in Ihr Bild Buttons einfügen und für
jeden Button einen Hotkey parametrieren.
Die Schalthandlung wird ausgelöst, sobald zur Runtime die parametrierte Taste oder Tastenkombination
gedrückt wird. Für die Bedienung des Buttons kann zusätzlich eine Berechtigung vergeben werden.
Die Runtime-Dialoge von Schaltobjekten werden bei der Bedienung über Tastatur/Buttons nicht angezeigt.
Die Tastatur kann eine normale Rechnertastatur oder eine Funktionstastatur sein. Bei Einsatz der Funktions-
tastatur wird diese an Stelle der Rechnertastatur an den Bedienrechner gesteckt.
Button konfigurieren
Für jede Aktion müssen Sie in das Bild einen Button (Objektpalette > Windows-Objekt) einfügen. Nach dem
Einfügen des Buttons wird der Dialog Button Konfiguration geöffnet.
[pascc440, 1, de_DE]
Weitere Information zur Konfiguration eines Buttons erhalten Sie im WinCC Information System.
C-Script schreiben
Um bei Leistungsschalter/Trenner eine Aktion über einen Button auslösen zu können, muss für den Button
ein C-Script erstellt werden. Bei einem Mausklick auf den Button setzt das C-Script das Attribut CommandID
des Schaltobjektes auf den parametrierten Wert.
Die folgende Tabelle listet die zulässigen Integer-Werte und ihre Bedeutung auf.
HINWEIS
i Die Befehlssteuerung für synchronisiertes/unsynchronisiertes Schalten ist sehr komplex. Eine Steue-
rung über Buttons/Tastatur wird deshalb nicht unterstützt.
Im folgenden Beispiel soll für das Schaltobjekt CB1 der Select-Befehl für EIN abgeschickt werden.
✧ Öffnen Sie die Objekteigenschaften des Buttons.
✧ Markieren Sie im Register Eigenschaften den Eintrag Schrift.
✧ Geben Sie für das Attribut Text den Beschriftungstext CB1 EIN ein.
✧ Markieren Sie im Register Ereignis den Eintrag Maus.
[pascc441, 1, de_DE]
✧ Klicken Sie mit der rechten Maustaste in der Zeile Mausklick in die Spalte Aktion.
✧ Wählen Sie im Kontextmenü C-Aktion.
Der Editor wird geöffnet.
[pascc442, 1, de_DE]
Sie können weitere Buttons zum Ausschalten, zur Freigabe und zum Abbruch der Schalthandlung einfügen
und diese entsprechend parametrieren. Das Bild sieht dann wie nachfolgend gezeigt aus.
[pascc443, 1, de_DE]
• Der Schalter befindet sich im Zustand AUS. Sie klicken auf den Button CB1 EIN.
• Sie klicken auf den Button CB1 Freigabe. Der Schaltbefehl wird ausgeführt.
• Das Schaltobjekt geht in den Zustand EIN. Die Schalthandlung ist abgeschlossen.
Rückmeldungen zur Schalthandlung sehen Sie in der Ereignisliste.
Durch eine Zusatzfunktion kann das Einblenden der Runtime-Dialoge individuell gesteuert werden. So ist es
möglich, einen Runtime-Dialog, abhängig von Bedingungen, ein- oder nicht einzublenden. Zwischen der
Anwahl des Schalters und der Ausführung des Befehls können zusätzlich eigene Dialoge, z.B. zur Authentifizie-
rung des Benutzers, eingeblendet werden.
Das Einblenden eines Runtime-Dialoges kann durch eine Wertänderung des Attributes CommandID (in den
Objekteigenschaften des Schaltobjektes) ausgelöst werden. Der Wert des Attributes kann über ein C-Script
geändert werden.
In der folgenden Tabelle sind die dazu notwendigen Werte aufgelistet.
Ablauf parametrieren
✧ Deaktivieren Sie in den Eigenschaften des Schaltobjektes die Option Integrierte Dialoge verwenden.
[pascc450, 1, de_DE]
[pascc451, 1, de_DE]
Die Funktion Clicked hat einen Parameter wmbutton. Über diesen Parameter kann festgestellt werden,
welche Maustaste gedrückt wurde.
• Der Runtime-Dialog wird nicht angezeigt. Das Clicked-Ereignis wird ausgelöst. Das C-Script wird ausge-
führt.
• Die Funktionen im C-Script werden abgearbeitet. Abhängig von den Bedingungen wird das Attribut
CommandID in den Eigenschaften des Schaltobjektes gesetzt.
• Wenn das Attribut CommandID den Wert 20 erhält, wird Schaltdialog angezeigt.
Nachdem ein Schaltobjekt die Wertänderung des Attributes CommandID verarbeitet hat, sendet es ein
Ereignis CommandResponse. Das Ereignis enthält 3 Parameter, die Auskunft über die verarbeitete Aktion
geben.
Die Funktion CommandResponse hat im C-Script folgendes Aussehen:
void CommandResponse(char* lpszPictureName, char* lpszObjectName,
long CommandID,
long ResponseID,
char* msg)
{
...
}
Die Parameter lpszPictureName und lpszObjectName sind Standardparameter von WinCC und werden hier
nicht erläutert.
Der Parameter CommandID enthält den Wert des Attributs CommandID, womit die Aktion auslöst wurde. Der
Wert des Parameters ResponseID beschreibt das Ergebnis der Aktion. Im Fehlerfall enthält der Parameter msg
eine Fehlerbeschreibung in Textform.
In der folgenden Tabelle sind die ResponseIDs und ihre Bedeutungen aufgelistet.
14.3 Feldübersicht
In diesem Abschnitt sind die SICAM-Grafikobjekte Feldübersicht bis SICAM SCC V7.02 beschrieben. Sie
wurden ab SICAM SCC V8.00 durch funtionsstärkere SICAM-Grafikobjekte ergänzt, können aber weiterhin
verwendet werden. Das neue SICAM-Grafikobjekt Feldübersicht ist in 4.7 SICAM Feldübersicht (SICAM Bay
Overview) beschrieben.
Der Ordner Übersichtsobjekte in der SICAM-Grafikobjekte-Bibliothek enthält das Benutzerobjekt Feldübersicht
(bay overview). Es ist als IndustrialX Control realisiert und enthält schon typische Funktionalitäten.
Eine Feldübersicht verwenden Sie, um den Zustand eines ganzen Feldes mit einem einzigen Grafikobjekt
darzustellen.
Grafische Darstellung
In der SICAM-Grafikobjekte-Bibliothek stehen vier Varianten der Feldübersicht zur Verfügung:
Maximaler Feldumfang
Eine Feldübersicht kann jeweils ein Feld mit folgendem maximalen Umfang darstellen:
[pascc515, 1, de_DE]
Darstellung
Für die grafische Darstellung des Grafikobjektes gibt es die folgenden fünf Möglichkeiten:
• SICAM eckig
• SICAM rund
• LSA eckig
• LSArund
• Bitmap
Bei der Darstellungsart Bitmap können, abhängig vom Wert, individuelle Bilder angezeigt werden. Es sind die
Bilddateiformate BMP, WMF, EMF, JPG und GIF erlaubt.
Strichstärke
Die Strichstärke der Grafikobjekte (nur LSA) ist in den Stufen 1 bis 10 einstellbar. Wobei die Stufe 1 für die
geringste Linienbreite steht.
WinCC Aktualisierungszyklus
Der Aktualisierungszyklus der Variablen lässt sich in den Zeitintervallen 250 Millisekunden bis zu einer
Stunde einstellen. Außerdem ist die Einstellung Bei Änderung möglich. Voreingestellt ist der Wert 2
Sekunden.
Wert
Die Farbe bzw. die Form des Grafikobjektes ist im Normalzustand von seinem Wert abhängig. Für jeden Wert
ist eine bestimmte Farbe voreingestellt. Sie kann aber auch aus einer Farbpalette frei gewählt werden.
Bei der SICAM-Darstellung wird je nach Wert nur die Farbe, nicht jedoch die Form verändert.
Die voreingestellten Farben des Grafikobjektes in der SICAM- und in der LSA-Darstellung sind:
Status
Der Schalterstatus wird mit kleinen, farbigen Rechtecken neben dem Grafikobjekt dargestellt. Für jeden Status
ist eine Farbe voreingestellt. Die Farbe kann aus einer Farbpalette frei gewählt werden.
Die voreingestellten Farben der Rechtecke, abhängig vom Status, sind:
Als Hintergrund ist die Farbe grau voreingestellt. Sie kann ebenso frei gewählt werden.
[pascc324, 1, de_DE]
Variablenname Sammelschienentrenner 1
So ordnen Sie dem Sammelschienentrenner 1 (SSTR1) eine Variable zu:
✧ Klicken Sie auf die Schaltfläche Auswahl neben dem Editierfeld.
Der Dialog Variablen wird geöffnet.
✧ Wählen Sie aus der Liste die entsprechende Variable aus und bestätigen dies mit OK.
Variablenname Sammelschienentrenner 2
So ordnen Sie dem Sammelschienentrenner 2 (SSTR2) eine Variable zu:
✧ Klicken Sie auf die Schaltfläche Auswahl neben dem Editierfeld.
Der Dialog Variablen wird geöffnet.
✧ Wählen Sie aus der Liste die entsprechende Variable aus und bestätigen dies mit OK.
Variablenname Sammelschienentrenner 3
So ordnen Sie dem Sammelschienentrenner 3 (SSTR3) eine Variable zu:
✧ Klicken Sie auf die Schaltfläche Auswahl neben dem Editierfeld.
Der Dialog Variablen wird geöffnet.
✧ Wählen Sie aus der Liste die entsprechende Variable aus und bestätigen dies mit OK.
Variablenname Leistungsschalter
So ordnen Sie dem Leistungsschalter eine Variable zu:
✧ Klicken Sie auf die Schaltfläche Auswahl neben dem Editierfeld.
Der Dialog Variablen wird geöffnet.
✧ Wählen Sie aus der Liste die entsprechende Variable aus und bestätigen dies mit OK.
Variablenname Leitungstrenner
So ordnen Sie dem Leitungstrenner eine Variable zu:
✧ Klicken Sie auf die Schaltfläche Auswahl neben dem Editierfeld.
Der Dialog Variablen wird geöffnet.
✧ Wählen Sie aus der Liste die entsprechende Variable aus und bestätigen dies mit OK.
Variablenname Erder
So ordnen Sie dem Erder eine Variable zu:
✧ Klicken Sie auf die Schaltfläche Auswahl neben dem Editierfeld.
Der Dialog Variablen wird geöffnet.
✧ Wählen Sie aus der Liste die entsprechende Variable aus und bestätigen dies mit OK.
HINWEIS
i Für Schaltmittel, die im Feld nicht vorhanden sind, löschen Sie die voreingestellte Variablenverknüpfung.
• Doppelklicken Sie auf die zu löschende Variable. Die Variable wird markiert.
Tooltiptext
Geben Sie in das Editierfeld einen Text ein. Dieser Text wird im aktiven Projekt als Tooltip angezeigt.
Text anlegen/editieren
✧ Öffnen Sie die Datei ...\Siemens Energy\SICAM\SCC\bin\PCCIX_xxx.txt mit einem Texteditor. xxx steht
dabei für die Sprachkennung.
[pascc420, 1, de_DE]
✧ Geben Sie unter user defined strings Ihren Text (z.B. Text01) zwischen Anführungszeichen ein.
Als Text-ID sind Werte zwischen 1000 und 1198 zulässig.
✧ Speichern und schließen Sie die Datei.
Objekteigenschaften parametrieren
² Öffnen Sie im Graphics Designer die Objekteigenschaften des Schalters.
[pascc421, 1, de_DE]
² Tragen Sie im Register Eigenschaften für das Attribut UserStringID die Text-ID ein. Die Text-ID ist die
Nummer des Textes in der Textdatei.
Wenn UserStringID den Wert 0 hat, wird kein zusätzlicher Text angezeigt.
² Schließen Sie den Dialog Objekteigenschaften und speichern Sie das Bild.
[pascc422, 1, de_DE]
Um den Text dynamisch anzuzeigen, muss die Text-ID im Attribut UserStringID des Schaltobjektes zur Runtime
geändert werden. Dies können Sie über eine Direktverbindung, ein C-Script oder ein VB-Script erreichen. In
diesem Abschnitt wird die Änderung des Attributes mit Hilfe einer Schaltfläche und einer Direktverbindung
gezeigt.
So bringen Sie einen Text dynamisch zur Anzeige:
Button parametrieren
² Fügen Sie in Ihr Bild ein Windows-Objekt Button ein.
Der Dialog Button Konfiguration wird geöffnet.
[pascc426, 1, de_DE]
² Geben Sie im Feld Text eine Beschriftung für den Button ein.
² Schließen Sie den Dialog mit OK.
² Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Button und wählen Sie im Kontextmenü Eigenschaften.
² Wählen Sie im Dialog Objekteigenschaften das Register Ereignis.
² Markieren Sie Maus.
² Klicken Sie mit der rechten Maustaste in der Zeile Mausklick auf die Aktion und wählen Sie im Kontext-
menü Direktverbindung.
Der Dialog Direktverbindung wird geöffnet.
[pascc427, 1, de_DE]
[pascc422, 1, de_DE]
Zum Deaktivieren des Textes schreiben Sie mit einer Direktvariablen den Wert 0 in das Attribut UserStringID.
HINWEIS
i Wenn in bestehenden SICAM SCC-Projekten weiterhin V7-Schaltgeräteobjekte genutzt werden, kann die
Applikation IX Statusabgleich weiter betrieben werden.
Mit SICAM SCC V8.00 wird diese Funktionalität für die neuen Schaltgeräteobjekte (ActiveX Controls) von
der neuen Komponente SICAM SCC Runtime Data Server erfüllt.
[synctool, 1, de_DE]
IX Statusabgleich besteht aus einer Datenverbindung zu WinCC, einer Datenbank und einer Netzwerkverbin-
dung zu IX Statusabgleich des anderen Servers.
Installation
Die Applikation IX Statusabgleich wird bei der Standardinstallation von SICAM SCC per Voreinstellung nicht
mitinstalliert. Bei der benutzerdefinierten Installation können Sie die Installation dieser Applikation als SICAM
PAS Redundanzkomponenten auswählen.
Eine nachträgliche Installation der Applikation IX Statusabgleich ist ebenfalls möglich.
So installieren Sie die Applikation IX Statusabgleich:
✧ Wählen Sie Start > Einstellungen > Systemsteuerung > Software.
✧ Markieren Sie in der Liste der Programme SICAM SCC und klicken Sie auf Ändern/Entfernen.
✧ Wählen Sie im Setup von SICAM SCC die Option Ändern.
✧ Wählen Sie die Benutzerdefinierte Installation.
✧ Aktivieren Sie die SICAM PAS Redundanzkomponenten und klicken Sie anschließend auf Weiter.
Die Applikation IX Statusabgleich wird installiert.
IX Statusabgleich starten
Für den Betrieb können Sie die Applikation IX Statusabgleich in die Anlaufliste der WinCC-Runtime eintragen
und so mit der WinCC-Runtime automatisch starten und stoppen.
Den Eintrag in die Anlaufliste nehmen Sie vor unter WinCC Projekt > Eigenschaften Rechner > Anlauf >
Zusätzliche Tasks/Applikationen.
Der Vorgabepfad der Applikation IX Statusabgleich ist C:\Programme\Siemens Energy\SICAM\SCC\bin.
Ohne laufende WinCC-Runtime beendet sich die Applikation IX Statusabgleich von selbst. Deshalb muss zur
Projektierung von IX Statusabgleich die WinCC-Runtime aktiviert sein.
Die laufende Applikation IX Statusabgleich wird in der Taskleiste von Windows als Symbol angezeigt.
Verbindung konfigurieren
Der Datenabgleich durch die Applikation IX Statusabgleich erfolgt über eine spezielle TCP-Verbindung. Für
diese Verbindung wird ein Rechner als Server, der andere Rechner als Client konfiguriert. Die Konfiguration ist
von der Funktion des Rechners im redundanten System (Master/Standby) unabhängig. Die Bezeichnung
Server/ Client bezieht sich nur auf die TCP-Verbindung und hat mit dem Client-Server-Sprachgebrauch von
SIMATIC WinCC nichts zu tun.
Diese Verbindung müssen Sie wie folgt einrichten.
✧ Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Symbol der Applikation IX Statusabgleich und wählen
Sie im Kontextmenü Control Center.
Der Dialog PAS CC IX State Sync wird geöffnet.
[synctool01, 1, de_DE]
Die Rechner versuchen die Verbindung aufzubauen. Steht die Verbindung, wird dies mit dem Status
Connected angezeigt.
Im Report werden Benutzerinformationen/Fehlermeldungen angezeigt. Wenn die Option Enable Trace
output aktiviert ist, werden im Report alle Aktionen ausgegeben. Zusätzlich werden Statusmeldungen in der
internen WinCC-Variablen SICAMPASCCSynchState ausgegeben.
Sobald die Verbindung zum anderen Rechner aufgebaut ist, sind die Schaltflächen Synchronize und Chat akti-
viert.
Durch einen Klick auf Synchronize werden die Einträge in die Datenbanktabellen auf dem anderen Rechner
gelöscht und durch Einträge aus dem lokalen Rechner ersetzt.
Durch einen Klick auf Socket info werden im Report aktuelle Informationen zur Verbindung ausgegeben.
Klicken Sie auf Chat, um ein Dialogfenster zum Kontaktieren des Partner-Rechners zu öffnen. Der aktuelle
Zustand der Verbindung wird in der Statusleiste angezeigt.
Durch einen Klick auf Reset wird die Verbindung zum WinCC-Datenmanager abgebaut und anschließend
wieder neu aufgebaut.
✧ Beenden Sie den Dialog PAS CC IX State Sync mit Close.
Die gemachten Einstellungen werden beim Beenden der Applikation gespeichert und bei einem erneuten Start
wieder verwendet. Die Applikation beenden Sie über das Kontextmenü mit Exit.
IX Statusabgleich-Datenbank konfigurieren
Für den Datenabgleich müssen Sie festlegen, welche Daten berücksichtigt werden sollen. Dies sind hauptsäch-
lich für die Darstellung von Schaltgeräten verwendete Variablen in Melderichtung, deren IX Hook-Variablen
abgeglichen werden sollen.
Tragen Sie dazu die Namen der WinCC-Variablen, welche die Daten enthalten, in die Datenbank ein. Normaler-
weise sind es die IXHook-Elemente von strukturierten Variablen des Typs PAS_Information.
Wie Sie bei einer Änderung der IX Statusabgleich-Datenbank vorgehen müssen wird nachfolgend erläutert (IX
Statusabgleich-Datenbank ändern, Seite 493).
So konfigurieren Sie die Datenbank:
✧ Starten Sie den WinCC Explorer mit Ihrem WinCC-Projekt.
✧ Starten Sie die WinCC-Runtime.
Ohne laufendes WinCC-Projekt beendet sich die Applikation IX Statusabgleich von selbst. Deshalb muss
die WinCC-Runtime zur Projektierung von IX Statusabgleich aktiviert sein.
✧ Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Symbol der Applikation IX Statusabgleich und wählen Sie
im Kontextmenü Control Center.
Der Dialog PAS CC IX State Sync wird geöffnet.
✧ Klicken Sie im Dialog PAS CC IX State Sync auf die Schaltfläche Add Tags.
Der Dialog WinCC Tag Selection wird geöffnet.
✧ Klicken Sie auf die Schaltfläche Refresh List.
Es werden die Variablen aufgelistet, welche die Filterkriterien erfüllen.
Das Sternchensymbol (*) für den Filter kann ersetzt werden, der Filtername muss jedoch in jedem Fall
mit .IXHook enden. Die Applikation sucht für jeden Eintrag den Namen der Variablenstruktur sowie den
Namen der entsprechenden Befehlsvariablenstruktur und zeigt diese Kombination in der Liste an. Informati-
onsvariablen, für die keine entsprechende Befehlsvariable zur Verfügung steht, werden ignoriert.
[synctool02, 1, de_DE]
✧ Markieren Sie die Elemente, die in die Datenbank übernommen werden sollen.
✧ Klicken Sie auf die Schaltfläche Add Selected Items to DB.
Die Elemente werden in die Datenbank eingetragen.
✧ Beenden Sie den Dialog mit Close.
✧ Wenn die Einträge in der Datenbank kontrolliert werden sollen, klicken Sie im Dialog PAS CC IX State
Sync auf die Schaltfläche View tables.
Der Dialog Main table, Information.IXHook wird geöffnet. Der Inhalt der Datenbank wird angezeigt.
[synctool03, 1, de_DE]
Tabelle 14-14 Erläuterung der Menüpunkte zum Dialogfenster Main Table, Information.IXHook
Menüpunkt Bedeutung
Close Der Dialog wird geschlossen.
Configure Delete values Die Einträge in den Spalten DMQuality und Value werden
gelöscht.
Delete table Der Inhalt der Datenbank wird gelöscht, d. h. alle Vari-
ablen werden entfernt.
Subtables Information.Counter Die entsprechende Tabelle der Datenbank wird ange-
Command.Counter zeigt. Änderungen sind in diesen Tabellen nicht möglich.
Command.ReplyCounter Diese Funktionen dienen nur zur Diagnose.
Information elements
IX Statusabgleich-Datenbanken synchronisieren
Im Anschluss an die Konfiguration der Datenbank auf einem Rechner, muss die Datenbank auf dem zweiten
Rechner mit der auf dem ersten Rechner synchronisiert werden.
So synchronisieren Sie die Datenbank auf dem zweiten Rechner:
✧ Wählen Sie im Kontextmenü Control Center.
Der Dialog PAS CC IX State Sync wird geöffnet.
✧ Klicken Sie auf die Schaltfläche Synchronize.
Dadurch wird die Applikation auf beiden Rechnern angehalten. Die Datenbank auf dem anderen Rechner
wird gelöscht und die Tabellen der lokalen Datenbank werden an den anderen Rechner gesendet.
Anschließend wird die Applikation auf beiden Rechnern neu gestartet.
HINWEIS
i Nach jeder Änderung der lokalen Datenbank müssen Sie diese mit der Datenbank des Partner-Rechners
synchronisieren.
IX Statusabgleich-Datenbank ändern
Wenn Sie eine Variable in die Datenbank aufnehmen oder eine entfernen möchten, gehen Sie wie nachfol-
gend beschrieben vor.
✧ Ändern Sie die Konfiguration der IX Statusabgleich-Datenbank auf einem SICAM SCC-Server (siehe IX
Statusabgleich-Datenbank konfigurieren, Seite 491).
✧ Synchronisieren Sie die Datenbanken der beiden SICAM SCC-Server (siehe IX Statusabgleich-Daten-
banken synchronisieren, Seite 493).
Nach erfolgter Synchronisation wird die Applikation auf beiden Servern wieder gestartet. Die Daten werden
entsprechend der neuen Konfiguration abgeglichen.
HINWEIS
i Verwenden Sie das Objekt Messwert integriertes C-Script, wenn Sie durch Script-Änderungen an
einzelnen Objekten verschiedene Funktionalitäten realisieren möchten.
Verwenden Sie das Objekt Messwert Projektfunktion, wenn Sie das Verhalten der Objekte zentral beein-
flussen möchten.
HINWEIS
i Verändern Sie nicht die in den Benutzerobjekten hinterlegten Scripte im Register Ereignis.
Wert (*.Counter)
✧ Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die grüne Glühbirne in der Spalte Dynamik der Zeile Wert
(*.Counter). Wählen Sie im Kontextmenü Variable, um dem Ausgabefeld eine SICAM PAS-Variable zuzu-
ordnen (z.B. MW1.Counter).
HINWEIS
Ober-/Untergrenze
Für den Messwert können Sie je 2 Ober- und Untergrenzen parametrieren. Bei Über-/Unterschreitung der 1.
Ober-/Untergrenze wechselt die Schriftfarbe. Bei Über-/Unterschreitung der 2. Ober-/Untergrenze blinkt die
Anzeige.
✧ Doppelklicken Sie auf Ober-/Untergrenze in der Spalte Attribut.
✧ Geben Sie den Grenzwert ein.
Aktualisieren
Für das Attribut Wert (*.Counter) ist in der Spalte Aktual. ein Parameter eingetragen, der den Aktualisie-
rungszyklus des Messwertes festlegt.
Als Parameter sind Bildzyklus, Fensterzyklus, Bei Änderung und Zeiten zwischen 250 ms und 1 Stunde
möglich. Außerdem können Benutzerzyklen eingestellt werden. Voreingestellt ist eine Zeit von 500 ms.
Die Dauer des Bildzyklus legen Sie mit dem Attribut Aktualisierungszeitraster unter Sonstige in den Eigen-
schaften des Bildes fest.
Empfehlung: 2 s.
✧ Doppelklicken Sie auf den Eintrag in der Spalte Aktual.. Es wird eine Auswahlliste aufgeblendet, in der
Sie den Parameter auswählen können.
Tooltiptext
Der Tooltiptext bezeichnet das Objekt, auf das während der Runtime mit dem Mauszeiger gezeigt wird.
✧ Doppelklicken Sie auf Tooltiptext in der Spalte Attribut.
✧ Geben Sie den gewünschten Text ein.
Divisor
Der Messwert wird durch den eingegebenen Wert geteilt und angezeigt.
✧ Doppelklicken Sie auf Divisor in der Spalte Attribut.
✧ Geben Sie den gewünschten Wert ein.
Nachkommastellen
Der Messwert wird mit der eingegebenen Anzahl an Nachkommastellen angezeigt.
✧ Doppelklicken Sie auf Nachkommastellen in der Spalte Attribut.
✧ Geben Sie den gewünschten Wert ein.
Wert Schriftfarbe
Schrift- und Hintergrundfarbe des Wertes können ausgewählt werden. Als Hintergrundfarbe ist Weiß voreinge-
stellt. Die Schriftfarbe ist zustandsabhängig. Für folgende Zustände ist jeweils eine andere Schriftfarbe vorein-
gestellt:
Einheit
Schrift- und Hintergrundfarbe der Einheit können ausgewählt werden. Voreingestellt sind die Farben Schwarz
und Weiß.
So geben Sie den Text für die Einheit ein:
✧ Doppelklicken Sie auf Einheit in der Spalte Attribut.
✧ Geben Sie den Text ein, der als Einheit ausgegeben werden soll.
Einheit
Schrift- und Hintergrundfarbe der Einheit können ausgewählt werden. Voreingestellt sind die Farben Schwarz
und Weiß.
So geben Sie den Text für die Einheit ein:
✧ Doppelklicken Sie auf Einheit in der Spalte Attribut.
✧ Geben Sie den Text ein, der als Einheit ausgegeben werden soll.
Nachführung parametrieren
So parametrieren Sie die Nachführung eines Fließkomma-Wertes:
² Fügen Sie in Ihr Bild aus der SICAM-Grafikobjekte-Bibliothek das Messwertobjekt Measured value display
ein.
Sie finden es unter Mess/Zaehlwert.
² Fügen Sie aus dem selben Ordner das Grafikobjekt Nachführdialoge ein.
Das Grafikobjekt DlgSubstitute ist der Dialog zur Eingabe des Nachführwertes. Das Grafikobjekt DlgConfirm ist
der Dialog zur Bestätigung der Nachführung.
Das Grafikobjekt CloseMeasuredValueDialoges ist für das automatische Schließen der Nachführdialoge
zuständig.
Das Messwertobjekt ist zur Runtime immer sichtbar. Die beiden Dialoge sind per Voreinstellung zur Runtime
unsichtbar. Sie werden nur bei Bedarf eingeblendet.
In einem Bild können mehrere Messwertobjekte vorhanden sein. Das Grafikobjekt Nachführdialoge muss in
jedes WinCC-Bild nur einmal eingefügt werden.
Die Dialoge werden zur Runtime in der Nähe des Messwertobjektes eingeblendet, wenn Sie mit der rechten
Maustaste auf das Messwertobjekt klicken und die Bedingungen für das Nachführen erfüllt sind. Die Position
der Dialoge können Sie im C-Script des Messwertobjektes (Funktion PAS_ShowDialogSubstitute_V600) para-
metrieren.
[pascc530, 1, de_DE]
In den Dialogen wird zur Runtime an der Stelle <name>der hintere Teil des Variablennamens eingeblendet.
Hat die Variable den Namen Fullsever1_messwert_int.* wird int eingeblendet.
Nun müssen Sie eine Prozessvariable an das Messwertobjekt anbinden.
² Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das EA-Feld und wählen Sie im Kontextmenü Eigenschaften.
² Markieren Sie im Dialog Objekteigenschaften im Register Eigenschaften den Eintrag SICAM.
² Klicken Sie mit der rechten Maustaste in der Zeile Wert (*.Counter) auf das Leuchtsymbol in der Spalte
Dynamik. Wählen Sie im Kontextmenü Variable...
² Markieren Sie die gewünschte Variable vom Typ *.Counter und klicken Sie OK.
² Schließen Sie den Dialog Objekteigenschaften.
HINWEIS
i Der Dialog wird nicht eingeblendet, wenn der Status der Meldung für eine Nachführung nicht zulässig ist.
Wenn keine Benutzeraktion erfolgt, werden die Dialoge zur Nachführung automatisch nach 30 Sekunden
geschlossen. Die Nachführung wird nicht ausgeführt.
[pascc531, 1, de_DE]
² Geben Sie den Wert ein und bestätigen Sie mit OK.
Der Dialog zur Bestätigung der Nachführung des Wertes wird angezeigt.
[pascc532, 1, de_DE]
HINWEIS
i Bei Microsoft Excel benötigen Sie den Office-Assistent, damit Warnmeldungen des SIMATIC WinCC Confi-
guration Tool ausgegeben werden können.
Das SIMATIC WinCC ConfigurationTool kann auf zwei verschieden Arten installiert werden.
Vorgehensweise 1
² Wählen Sie beim Setup von SIMATIC WinCC im Dialog Programme den Eintrag WinCC V7.0 komplett
aus.
SIMATIC WinCC wird mit den SmartTools sowie dem SIMATIC WinCC Configuration Tool und dem SIMATIC
WinCC Archive Configuration Tool installiert.
Das SIMATIC WinCC Configuration Tool starten Sie über Start > SIMATIC > WinCC > Tools.
Vorgehensweise 2
² Wechseln Sie auf der SIMATIC WinCC-DVD in das Verzeichnis InstData\WinCC\setup\Products\Configura-
tionTool.
² Doppelklicken Sie das Programm setup.exe.
² Folgen Sie den Anweisungen der Dialoge.
Das SIMATIC WinCC ConfigurationTool wird installiert.
Nach der Installation muss eine Datei mit SICAM SCC-spezifischen Erweiterungen in das Installationsver-
zeichnis des Configuration Tool kopiert werden. Sie finden auf der SICAM SCC-DVD im Verzeichnis Configura-
tionTool versionsspezifische zip-Dateien, die jeweils eine Datei resource.xla enthalten.
² Wählen Sie die zip-Datei mit der passenden Version aus und extrahieren Sie die Datei resource.xla.
² Kopieren Sie diese Datei in das Installationsverzeichnis des Configuration Tool (... SIEMENS\WinCC\Confi-
gurationTool).
Die vorhandene Datei muss überschrieben werden.
Weitere Informationen im Umgang mit dem SIMATIC WinCC Configuration Tool finden Sie in Microsoft Excel
unter dem Menüpunkt Hilfe.
[pas01, 1, de_DE]
• Eine Excel-Mappe mit den Daten eines bestehenden oder neuen Projektes anlegen (Projektmappe
erstellen)
[pas02, 1, de_DE]
Folgende Tabellen werden dann vom SIMATIC WinCC Configuration Tool angelegt:
• Projekteigenschaften
• DM-Defaultwerte
• Verbindungen
• Variablen
• Strukturvariablen
• Strukturtypen
• ALG_Defaultwerte
• Meldeblöcke
• Meldeklassen
• Gruppenmeldungen
• Einzelmeldungen
• Grenzüberwachungen
• Texte
• TLG_Defaultwerte
• Zeiten
• Prozesswertarchive
• Verdichtungsarchive
[pas03, 1, de_DE]
[pas04, 1, de_DE]
[pas05, 1, de_DE]
Bild 14-66 Projekteigenschaften eines Projektes mit Verbindung zu einem SIMATIC WinCC-Projekt
[pas06, 1, de_DE]
Bild 14-67 SICAM Struktur-Datentypen eines Projektes mit Verbindung zu einem SIMATIC-WinCCProjekt
[pas07, 1, de_DE]
Bild 14-68 SICAM Meldeklassen und ihre Formatierung eines Projektes mit Verbindung zu einem SIMATIC
WinCC-Projekt
[pas08, 1, de_DE]
Bei der Auswahl keine Verbindung wird eine Projektmappe erzeugt, die die Vorgabewerte der Projekteinstel-
lungen enthält. Sie enthält keine SICAM-spezifischen Projekteinstellungen und keine Verbindungen, Variablen,
Strukturtypen und Meldungen.
[pas09, 1, de_DE]
Bild 14-70 vorgegebene Projekteigenschaften eines Projektes ohne Verbindung zu einem SIMATIC WinCC-
Projekt
Jetzt können Sie aus der Excel-Projektmappe heraus ein WinCC-Projekt erstellen lassen.
² Wählen Sie dazu im WinCC-Menü von Microsoft Excel WinCC-Projekt erstellen.
[pas10, 1, de_DE]
² Geben Sie den Typ des Projektes (Einzelplatz-Projekt, Mehrplatz-Projekt oder Multi-Client-Projekt), einen
Projektnamen und einen Pfad an.
Es werden alle notwendigen Dateien für das SIMATIC WinCC-Projekt angelegt. Auch die Projekteigenschaften,
wie Projektname und Projekttyp, werden in der Excel-Projektmappe eingetragen.
Sie können das Projekt nun über den WinCC-Explorer modifizieren (Meldungen, Strukturtypen, Verbindungen
usw. einfügen) oder das Excel-Projekt weiterbearbeiten.
HINWEIS
Ab SIMATIC WinCC V7.3 sind die Funktionen des Configuration Tool im WinCC Configuration Studio in der
SIMATIC WinCC-Oberfläche integriert.
Öffnen Sie im WinCC Configuration Studio die Eigenschaften der Verbindung und wählen Sie den passenden
Kommunikationstreiber aus.
[sc_change_version_of_channel, 1, de_DE]
HINWEIS
Beim Arbeiten mit verschiedenen Versionen des SICAM PAS-Systems, zum Beispiel nach einem Upgrade,
müssen Sie versionsspezifische Kanäle verwenden. Dazu müssen Sie unter Umständen bestehende Projekt-
daten umkonfigurieren.
Folgende SICAM SCC-Kommunikationstreiber werden von SIMATIC WinCC unterstützt:
SICAM PAS PROTOCOL SUITE (Standardkanal) Kanal zur Kommunikation mit SICAM PAS der gleichen
Version wie aktuell installierte SICAM SCC-Version; und Stan-
dardkanal für alle Versionen ab SICAM PAS/PQS V7, SICAM
SCC V7
SICAM PAS PROTOCOL SUITE V5 Kanal zur Kommunikation mit SICAM PAS V5.11
SICAM PAS PROTOCOL SUITE V6 Kanal zur Kommunikation mit SICAM PAS V6.xx
SICAM IEC COMMUNICATION SUITE Kanal zur Kommunikation mit IEC 61850- und IEC
60870-5-104-Geräten
HINWEIS
i Beim Einsatz verschiedener Kanäle müssen Sie darauf achten, nur Kanäle verschiedener Versionen in
SIMATIC WinCC einzubinden. Der Standardkanal kann nicht mit einem versionsspezifischen Kanal der glei-
chen Version betrieben werden.
Nur wenn verschiedene SICAM PAS-Versionen an ein SICAM SCC-Projekt angeschlossen sind, müssen
verschiedene Kanäle eingesetzt werden. Mehrere SICAM PAS mit der gleichen Version können über
denselben Kanal mit SICAM SCC kommunizieren.
HINWEIS
i Wurden Daten in einen versionsspezifischen Kanal importiert oder sollen in einen solchen verschoben
werden, ist eine Änderung der Parametrierung nötig. Die Daten, die Sie in einen Kanal importiert haben,
werden mit dessen ID in der SIMATIC WinCC-Datenbank gespeichert. In der SIMATIC WinCC-Oberfläche
können die Daten deshalb nicht aus einem in einen anderen Kanal verschoben werden.
Die Standardlösung in SICAM SCC wäre, die Daten mit dem Wizard zu löschen und im anderen Kanal wieder
zu importieren. Dabei gehen jedoch alle nach dem Importieren projektierten Daten verloren. Deshalb ist
dieser Weg nicht immer sinnvoll.
Mit dem Configuration Tool von SIMATIC WinCC ist es möglich, einen Kanal für die bestehenden Daten
auszutauschen. Dazu muss das SIMATIC WinCC-Projekt in Microsoft Excel geladen und dort mit dem Confi-
guration Tool bearbeitet werden.
Zur Parametrierung
• Bei einem Upgrade erfolgt eine Aktualisierung im Standardkanal automatisch. Es müssen keine Ände-
rungen der Parametrierung vorgenommen werden.
• Daten in versionsspezifischen Kanälen mit den Versionen 5 oder 6 können nur durch eine manuelle
Änderung der Verbindung - wie im folgenden Kapitel beschrieben - wahlweise in den Standardkanal oder
in einen Kanal mit anderer Version verschoben werden.
In den folgenden Abschnitten wird eine Änderung derKanalversion bei einem schon bestehenden SIMATIC
WinCC-Projekt gezeigt.
• SICAM PAS PROTOCOL SUITE V5 für einen Kanal zur Kommunikation mit SICAM PAS V5.11
• SICAM PAS PROTOCOL SUITE V6 für einen Kanal zu SICAM PAS V6.xx.
Im folgenden Beispiel wird der Standardkanal verwendet.
[pas11, 1, de_DE]
[pas12, 1, de_DE]
✧ Klicken Sie in der Excel-Tabelle doppelt auf SICAM PAS PROTOCOL SUITE.
Es erscheint ein Auswahlmenü aller unter SIMATIC WinCC zur Verfügung stehenden Kommunikations-
treiber:
[pas13, 1, de_DE]
HINWEIS
i Bei mehreren Stationen müssen Sie für jede Station entweder den Standardkanal auswählen oder einen der
versionsspezifischen Kanäle. Sie können für mehrere Verbindungen den selben Kanal auswählen. Die
Kombination Standardkanal und versionsspezifischer Kanal gleicher Version ist nicht zulässig.
Es findet keine Prüfung statt. Eine mögliche Fehlparametrierung wird von SIMATIC WinCC nicht verriegelt.
[pas14, 1, de_DE]
[pas15, 1, de_DE]
✧ Entscheiden Sie mit Hilfe der Erläuterungen in Abschnitt Anwendungsfälle, welche Kanäle Sie einsetzen
möchten.
✧ Wählen Sie für die Verbindungen zu Ihren SICAM PAS-Systemen den passenden Kanal aus:
• SICAM PAS PROTOCOL SUITE V5 für die Kommunikation mit SICAM PAS V5.11
• SICAM PAS PROTOCOL SUITE V6 für die Kommunikation mit SICAM PAS V6.xx
Dabei können Sie die verschiedenen Kanäle kombinieren.
✧ Speichern Sie die Tabelle.
[pas16, 1, de_DE]
HINWEIS
i Achten Sie darauf, dass beim Einsatz des Standardkanals mit einem versionsspezifischen Kanal verschie-
dene Versionen verwendet werden. Überprüfen Sie dies vor allem bei Upgradeszenarien.
[pas17, 1, de_DE]
Bild 14-78 Parametrierung: Kombination von versionsspezifischem Kanal und Standardkanal in Excel
[pas18, 1, de_DE]
[pas19, 1, de_DE]
Der früher verwendete Treiber SICAM PAS PROTOCOL SUITE ist noch im Variablenhaushalt des WinCC Explo-
rers sichtbar. Diese Information kann nicht automatisch aus dem System gelöscht werden. Sie können den
Treiber aber von Hand löschen.
Die Station SubstationSouth verwendet jetzt den Treiber SICAM PAS PROTOCOL SUITE V5, während die
Station SubstationNorth den Treiber SICAM PAS PROTOCOL SUITE V6 verwendet.
Bei einer Migration von SICAM PAS/SICAM PAS CC von V5.xx auf SICAM SCC V8.04 müssen die Strukturtypen
erweitert werden, wenn neue Funktionen von SICAM PAS V7.00/V8.00 oder der SIMATIC WinCC Web- Navi-
gator genutzt werden sollen.
Für die Funktion Nachführen benötigen Sie ab SICAM PASCC V6.00 eine Erweiterung der Strukturtypen um
das Element DWORD WBCounter.
[pas20, 1, de_DE]
[pas21, 1, de_DE]
• WBCounter
[SCC_PAS_Information, 1, de_DE]
[SCC_PAS_Command, 1, de_DE]
Für den Anschluss an den SICAM Runtime Dataserver, siehe 7.9 SICAM SCC Runtime Data Server, benötigen
Sie ab SICAM SCC V8.00 (ab SIMATIC WinCC V7.0) eine Erweiterung der Strukturtypen um weitere Elemente.
• WBCounter
• COVCounter, extern
• RTInfo, intern
• RTSync, intern
Zusätzliche Strukturelemente für den Strukturtyp PAS_Command V8.00:
• COVCounter, extern
• RTCmd, intern
[pas22, 1, de_DE]
² Wählen Sie in Microsoft Excel den Menüeintrag WinCC > Strukturtyp schreiben.
[pas23, 1, de_DE]
Dabei genügt es, nur Änderungen zu schreiben - Kontrollkästchen Nur Änderungen beim Verbindungen
schreiben anwählen.
² Öffnen Sie die Tabelle Variablen.
² Wählen Sie den Menüeintrag WinCC > Variablen schreiben.
Die neuen Variablen werden in das SIMATIC WinCC-Projekt zurückgeschrieben.
[pas24, 1, de_DE]
HINWEIS
i Sichern Sie das SIMATIC WinCC-Projekt vor einer Löschaktion, da das Löschen nicht rückgängig gemacht
werden kann.
[pas25, 1, de_DE]
Beim Löschen von Strukturtypen und Strukturelementen werden automatisch die zugehörigen Strukturvari-
ablen mitgelöscht.
• SICAM PAS-Station, Initialisierung mit dem SICAM PAS Wizard, siehe 14.9.1 SICAM PAS-Station
• SICAM RTUs, Initialisierung mit dem SICAM IEC Wizard, siehe 14.9.2 SICAM RTUs
• IEC 60870-5-104-Geräte, Initialisierung mit dem SICAM IEC Wizard, siehe 14.9.3 IEC 60870-5-104-Geräte
• IEC 61850-Geräte, Initialisierung mit dem SICAM IEC Wizard, siehe 14.9.4 IEC 61850-Geräte
HINWEIS
i Verwenden Sie den SICAM Import/Export Wizard als Standard-Wizard (siehe 7.2.1 SICAM Import/Export
Wizard). Falls benötigt, können Sie den SICAM PAS Wizard oder den SICAM IEC Wizard über das Kontext-
menü des SICAM Import/Export Wizards starten.
[pascc313, 2, de_DE]
Stationsparameter einstellen
² Stellen Sie im Dialog 3/5 die Stationsparameter ein.
[pascc314, 1, de_DE]
[pascc320, 1, de_DE]
Überprüfen Sie nach Beendigung des SICAM PAS Wizards die Verbindungsparameter, siehe 3.2.5 Verbindungs-
parameter.
Projekt initialisieren
² Nehmen Sie im Dialog 4/5 die projektspezifischen Einstellungen vor.
² Klicken Sie auf Weiter.
HINWEIS
i Verwenden Sie den SICAM Import/Export Wizard als Standard-Wizard (siehe 7.2.1 SICAM Import/Export
Wizard). Falls benötigt, können Sie den SICAM PAS Wizard oder den SICAM IEC Wizard über das Kontext-
menü des SICAM Import/Export Wizards starten.
[pascc311_1703, 1, de_DE]
² Wählen Sie im Dialog 1/5 den Stationstyp (Typ der zu importierenden Datei) aus.
∙ TOOLBOX II / IEC 61850
Import einer SXD-Datei mit IEC 61850-Daten aus der SICAM TOOLBOX II/SICAM Device Manager.
∙ TOOLBOX II / IEC 60870-5-104
Import einer SXD-Datei mit IEC 60870-5-104-Daten aus der SICAM TOOLBOX II/SICAM Device Manager.
² Geben Sie für die neue Station einen Namen ein.
² Wählen Sie die Parameter aus.
[pascc311_1703_2, 1, de_DE]
Stationsparameter einstellen
² Stellen Sie im Dialog 3/5 die Stationsparameter ein.
[pascc314_1703, 1, de_DE]
Die Kanal Unit wird abhängig vom zuvor ausgewählten Stationstyp voreingestellt.
Beim Import von SICAM TOOLBOX II/SICAM Device Manager-Daten (*.sxd) werden nur Informationen für das
ausgewählte Protokoll importiert.
² Klicken Sie Weiter.
Bei der Anbindung von SICAM RTUs müssen keine Verbindungsparameter konfiguriert werden. Sie sind in der
SXD-Datei enthalten und werden in einer Konfigurationsdatei für den Kanal hinterlegt.
Projekt initialisieren
² Nehmen Sie im Dialog 4/5 die projektspezifischen Einstellungen vor.
² Klicken Sie Weiter.
² Klicken Sie im Dialog 5/5 auf Fertig stellen.
² Fahren Sie mit 3.2.5 Verbindungsparameter fort.
HINWEIS
i Für den Import von IEC 60870-5-104-Daten aus einer DIGSI/XML-Datei benötigen Sie die separate Lizenz
SCC IEC 60870-5-104 data import.
[pascc310_1703, 1, de_DE]
[scc_104_02, 2, de_DE]
² Wählen Sie im Dialog 1/5 den Stationstyp (Typ der zu importierenden Dateien) aus.
∙ XML / IEC 60870-5-104
Import von *.xml-Dateien aus DIGSI
² Geben Sie für die neue Station einen Namen ein.
² Wählen Sie die Parameter aus.
² Klicken Sie Weiter.
HINWEIS
i Wenn unter dem angegebenen Pfad mehr als 255 XML-Dateien liegen, werden nur die ersten 255 XML-
Dateien eingelesen.
[scc_104_03, 2, de_DE]
Stationsparameter einstellen
² Stellen Sie im Dialog 3/5 die Stationsparameter ein.
[scc_104_04, 2, de_DE]
Die Kanal Unit wird abhängig vom zuvor ausgewählten Stationstyp voreingestellt.
Die Logische Verbindung wird beim Anlegen einer neuen Station vom Stationsnamen abgeleitet. Sie darf nur
vor dem 1. Import angepasst werden.
² Klicken Sie Weiter.
Projekt initialisieren
² Nehmen Sie im Dialog 4/5 die projektspezifischen Einstellungen vor.
² Klicken Sie Weiter.
² Klicken Sie im Dialog 5/5 auf Fertig stellen.
Der SICAM IEC 60870-5-104 Wizard wird gestartet.
² Führen Sie zum Schluss die Projektierung von Geräte- und Verbindungsparametern gemäß 7.2.2.1 SICAM
IEC 60870-5-104-Geräte durch.
HINWEIS
i Für den Import von IEC 61850-Daten aus einer ICD-/IID-/CID-/SCD-Datei benötigen Sie die separate Lizenz
SCD-Import für IEC 61850-Kommunikation.
HINWEIS
i Beim Import einer IEC 61850-SCL-Datei sind nur maximal 50 Reports pro Gerät möglich.
HINWEIS
i In einem statischen Dataset können maximal 499 Prozessdatenpunkte enthalten sein. Wenn in Ihrem über
IEC 61850 angebundenen Schutzgerät statische Datasets genutzt werden, müssen Sie sicherstellen, dass
alle in SICAM SCC parametrierten Informationen auch im statischen Dataset Ihres Gerätes parametriert
sind. Wenn Informationen fehlen, schaltet der Treiber auf zyklische Abfrage. In diesem Fall kann eine
korrekte Protokollierung der Informationen in ihren Meldungslisten nicht garantiert werden.
HINWEIS
i Für IEC 61850-Tools, z.B. den SysCon, werden Client-ICD-Dateien für SICAM SCC auf der DVD mitgeliefert
(Verzeichnis: ProductEnhancements\IEC61850).
Diese Dateien können in den SysCon importiert werden. Wenn Sie dann Informationen zu SICAM SCC
zuordnen, können Sie beim SCD-Import die Option SCC-relevant wählen. Dadurch werden nur die im
SysCon zugeordneten Informationen importiert.
[pascc310_1703, 1, de_DE]
[scc_61850_02, 2, de_DE]
² Wählen Sie im Dialog 1/5 den Stationstyp (Typ der zu importierenden Datei) aus.
∙ SCL / IEC 61850
Import von SCL-konformen Dateien (*.scd,*.icd,*.cid,*.iid).
² Geben Sie für die neue Station einen Namen ein.
² Wählen Sie die Parameter aus.
² Klicken Sie auf Weiter.
[scc_61850_03, 2, de_DE]
Stationsparameter einstellen
² Stellen Sie im Dialog 3/5 die Stationsparameter ein.
[scc_61850_04, 1, de_DE]
Die Kanal Unit wird abhängig vom zuvor ausgewählten Stationstyp voreingestellt.
Die Logische Verbindung wird beim Anlegen einer neuen Station vom Stationsnamen abgeleitet. Sie darf nur
vor dem 1. Import angepasst werden.
² Klicken Sie auf Weiter.
Wenn Sie IEC 61850-Geräte anbinden, stellen Sie die Verbindungsparameter falls nötig (bei Import einer
ICDDatei) im SICAM IEC61850 Wizard ein. In der CID-/SCD-Datei sind die Verbindungsparameter enthalten und
werden vom SICAM IEC61850 Wizard übernommen.
Projekt initialisieren
² Nehmen Sie im Dialog 4/5 die projektspezifischen Einstellungen vor.
² Klicken Sie auf Weiter.
² Klicken Sie im Dialog 5/5 auf Fertig stellen.
Der SICAM IEC 61850 Wizard wird gestartet.
² Führen Sie zum Schluss die Projektierung von Geräte- und Verbindungsparametern gemäß 7.2.2.2 IEC
61850-Geräte durch.
A.1 Strukturen
Die PAS-Informationen (Variablen) werden in SICAM SCC als Strukturen verarbeitet, wobei eine Struktur aus
mehreren Elementen besteht. Es gibt sechs Strukturtypen.
Beim Import der Variablen aus SICAM PAS werden sie automatisch dem zugehörigen Strukturtyp zugeordnet.
In SICAM SCC greifen Sie direkt auf Elemente der Strukturtypen, d. h. auf den Wert und die Zusatzinformati-
onen, zu.
In diesem Kapitel finden Sie eine Auflistung der Strukturtypen und eine Übersicht über die Bedeutung der
Strukturelemente.
Externe Strukturtypen
Die folgenden externen SICAM SCC-Strukturtypen werden vom SICAM PAS Wizard angelegt:
• PAS_Information
• PAS_InformationFloat
• PAS_InformationSInt
• PAS_Command
• PAS_CommandFloat
• PAS_CommandSInt
HINWEIS
i WBCounter existiert nur bei neu angelegten Projekten. Alte Projekte können angepasst werden (siehe
14.8.2 Strukturtypen bearbeiten)
Zum Beobachten und Steuern greifen Sie gezielt auf die Elemente der Strukturen zu.
Strukturelemente
• Wert
Zu jedem Typ Wert sind die möglichen Varianten angegeben. Es sind nicht alle möglichen Typen,
sondern nur die wesentlichen beschrieben.
D: 00 Zwischenstellung
01 AUS
10 EIN
11 Störstellung
S: 1 AUS
2 EIN
Highword
Lowword 8 Bit-Bitmuster (Binär)
S: 0 AUS
1 EIN
S: 0 AUS
1 EIN
Wenn als Dauer 0 ms angegeben ist, wird die Zeit verwendet, die vom CFC kommt.
Werte, die sich nicht als 16 Bit-Wert darstellen lassen, werden nicht ausgegeben und mit der Zusatzverursa-
chung Plausibilitätsfehler BF-quittiert.
16 Bit-Wert, Zweierkomplement
Typ Wert 28: Messwert, Fließkomma
Highword 32 Bit Real-Wert
Lowword
16 Bit-Wert, Zweierkomplement
• Status
Das Element Status ist zweigeteilt. Byte 0 und Byte 1 enthalten den Status, Byte 2 und Byte 3 einen
Timeout in Sekunden.
Der Timeout ist die systeminterne Überwachungszeit für die Befehlsausgabe.
Wert Bedeutung
(Byte 0 und Byte 1)
Bit 0 Reserviert (System)
Bit 1 Reserviert (System)
Bit 2 Bit 2 im Status bedeutet, dass die Prozessdaten nach einem Neustart (SICAM PAS
oder SICAM SCC) zum ersten Mal in SICAM SCC geschrieben wurden. Das dient
dazu, allen Komponenten zu signalisieren, dass ein Teil des Systems neu gestartet
wurde. Die Komponenten prüfen dann, ob sie ab dem letzten bekannten Zustand
weitermachen können oder sich neu initialisieren müssen.
Bit 3 Reserviert (System)
Bit 4 Reserviert (System)
Bit 5 Reserviert (System)
Bit 6 Reserviert (System)
Bit 7 Zählerstand
Bit 8 Feldsperre gesetzt
Bit 9 Reserviert (System)
Bit 10 nicht aktualisiert
Bit 11 nachgeführt
Bit 12 Reserviert (System)
Bit 13 Fernwirksperre gesetzt
Wert Bedeutung
(Byte 0 und Byte 1)
Bit 14 ungültig
Bit 15 Überlauf
• Typ Wert
Wert Bedeutung
1 Organisatorische Meldung
2 Doppelmeldung
3 Einzelmeldung
4 Wischermeldung
5 Trafostufenmeldung
6 Meldung mit Wert
7 Bitmustermeldung, 8 Bit
8 Bitmustermeldung, 16 Bit
9 Bitmustermeldung, 24 Bit
10 Bitmustermeldung, 32 Bit
11 Organisatorische Quittung
12 Zählwert
13 Dauer Schaltbefehl
14 Impuls Schaltbefehl
15 Kontinuierlicher Stellbefehl
16 Kurzunterbrechungsstellbefehl
17 Trafostufen-Stellbefehl
18 Sollwert digital, 8 Bit
19 Sollwert digital, 16 Bit
20 Sollwert digital, 24 Bit
21 Sollwert digital, 32 Bit
22 Sollwert analog, Fließkomma
23 Sollwert analog, normiert
24 Sollwert analog, Festkomma
25 GA Anforderung
26 Umspeicherbefehl
27 Organisatorischer Befehl
28 Messwert, Fließkomma
29 Messwert, normiert
30 Messwert, Festkomma
31 Sequenz
• Verursachung
Gruppe/Wert Bedeutung
0 irrelevant
1 spontan
2 zyklisch, periodisch
3 initialisiert/Vorbelegung
4 gebuffert, buffered
Gruppe/Wert Bedeutung
8 Generalabfrage
9 Abfrage
10 Zählwertabfrage
16 Prüfung
17 Prüfungsergebnis positiv
18 Prüfungsergebnis negativ
19 Befehlsausführung
20 Befehlsannahme positiv
21 Befehlsannahme negativ
23 Befehlsrückmeldung negativ
24 Befehlsrückmeldung Störstellung
25 Abbruch
26 Abbruchdurchführung positiv
27 Abbruchdurchführung negativ
28 Befehlsausführungsende
29 Freigabeanforderung
30 Freigabeanforderung positiv
31 Freigabeanforderung negativ
32 Organisatorische Information
33 Meldungsverlust
34 Rückmeldung
35 Befehlsausführungsende positiv
36 Befehlsausführungsende negativ
Bit 7 Richtungsbit
• Zusatzverursachung
Wert Bedeutung
0 kein Fehler
32 Freigabeansteuerung
33 Rücksetzen Befehl
34 Falsche Ausgabezeit
35 Fehler bei Befehlskontrolle
36 Fehler Zählerfreigabe
37 Unbekannter I/O-Kanal
38 Zu viele Befehle aktiv
39 Falscher Befehlstyp
40 Falscher Datentyp
41 Befehl wird nicht angenommen
64 1 aus n-Fehler (Hardware)
65 Zielkontrolle
66 Spannung Befehlsrelais
67 Freigaberelais nicht absteuerbar
68 Ausgaberegister nicht plausibel
80 Spannungsfreiheit
81 Schaltstromkontrolle
82 Falscher Betriebsausgang
Wert Bedeutung
83 Befehlsausgabespannung fehlt
96 Verriegelungsbefund
97 Schaltfehlerschutzverriegelung
98 Parameterfehler
99 Verstoß Schalthoheit
100 Befehl zu alt
101 Kein Prozessausgabeobjekt
102 Ausgabesperre
103 HW-Fehler Baugruppe
104 HW-Fehler I/O-Kanal
105 Überlast
112 Obere Grenze
113 Untere Grenze
114 Plausibilitätsfehler
115 Voraussetzung für Sync. fehlt
116 Gerätezustand verhindert Befehl
117 SOLL = IST
118 Überwachungszeit abgelaufen
119 Erfassungssperre
120 Flattersperre aktiv
121 1 aus n-Fehler (Software)
• Zähler
Für Meldungen
Der Zähler (Counter) wird von der SICAM PAS PROTOCOL SUITE immer dann erhöht, wenn eine neue Informa-
tion geschickt wurde.
Der Nachführzähler (WBCounter) wird vom WinCC-Objekt immer dann erhöht, wenn eine Information im
SICAM PAS-Server nachgeführt werden soll.
Für Befehle
Wenn durch SICAM SCC ein Befehl ausgegeben werden soll, muss der Befehlszähler (CmdCounter) erhöht
werden. Daran erkennt die SICAM PAS PROTOCOL SUITE, dass sich die Information geändert hat.
Der Rückmeldezähler (ReplyCounter) wird von der SICAM PAS PROTOCOL SUITE immer dann erhöht, wenn
eine neue Information, zum Beispiel eine Befehlsrückmeldung BF+ oder BFE, geschickt wurde.
• Alarm
Dieses Element ist nur für Altanlagen relevant. Bei Altprojekten, in denen die Meldungen durch Änderungen
der Prozessvariablen ausgelöst werden (Bitmeldeverfahren), wird das Alarmbit der jeweiligen Variablen als
Trigger eingesetzt.
0 AUS
1 EIN
• IXHook
Die Variable IXHook wird als interne Variable eines ActiveX Controls angelegt. Sie enthält den aktuellen
Zustand des ActiveX Controls während der Runtime des Projektes.
• RuntimeDataServer Variablen
Die Variablen RTInfo und RTCmd werden zur internen Kommunikation der Grafikobjekte mit dem RuntimeDa-
taServer benötigt. Prozesswerte und Befehlsausgaben werden über den RuntimeDataServer geleitet, der diese
aufbereitet.
Die Variable RTSync wird verwendet, um SICAM-Informationen zwischen redundanten WinCC-Servern abzu-
gleichen.
Die Variable RTTopo wird verwendet, um die topologischen Informationen von der Topologiekomponente zu
übertragen (Farben, Stil, topologischer Zustand).
Bedeutung Q Q S S S S L L
O.K. - The value is free to move - - - - - - 0 0
High limited - The value has exceeded its high limits - - - - - - 1 0
A.3 Zeichenumsetzung
Beim Import vom SICAM PAS-Prozessvariablen oder SICAM PAS-Archivvariablen aus SICAM PAS oder SICAM
plusTOOLS werden die Variablennamen den Konventionen unter SIMATIC WinCC angepasst.
Im Folgenden finden Sie die Umsetzungstabellen, nach denen die Namen beim Import geändert werden.
Prozessvariablen
Die Art der Sonderzeichenersetzung wird bei SICAM PAS CC und SICAM SCC im SICAM PAS Wizard, für SICAM
SAS im SICAM Global Wizard, festgelegt.
Die Sonderzeichenersetzung deckt die Sonderzeichen der deutschen und englischen Tastatur ab. Alle anderen
Sonderzeichen, die bei Tastaturen für andere Sprachen vorkommen, werden in den entsprechenden ASCI-
ICode umgesetzt.
HINWEIS
SAS WinCC
\ _
Leerzeichen wird gelöscht
. _
ä ae
ö oe
ü ue
Ä AE
Ö OE
Ü UE
; _
: _
= ##
< #_
> _#
{ _
} _
[ _
] _
* _
“ _
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- _
@ _
SAS WinCC
\ _
Leerzeichen wird gelöscht
. _
; _
: _
{ _
} _
[ _
] _
* _
“ _
` _
´ _
/ _
+ _
- _
Archivvariablen
Sonderzeichen in Meldungsnamen werden beim Import wie unten beschrieben ersetzt.
Die Sonderzeichenersetzung deckt die Sonderzeichen der deutschen und englischen Tastatur ab. Alle anderen
Sonderzeichen, die bei Tastaturen für andere Sprachen vorkommen, werden in den entsprechenden ASCI-
ICode umgesetzt.
SAS WinCC
\ _
Leerzeichen wird gelöscht
. _
ä ae
ö oe
ü ue
Ä AE
Ö OE
Ü UE
; _
, _
: _
= EQ
< SM
> BG
{ _
} _
[ _
] _
* _
“ _
` _
´ _
& _
/ _
+ _
- _
@ _
Tabelle A-23 Zusatzinformationen in Meldelisten – Zeitstatus IEC Communication Suite (nur ohne
Verwendung von DAF)
Tabelle A-24 Zusatzinformationen in Meldelisten – Zeitstatus PAS Protocol Suite, globaler Zeitstatus bei
Verwendung von DAF
A.5 Performance-Messungen
Bei einem Core i5 3470 mit 8 GB RAM erhalten Sie bei der Performance-Messung folgende Ergebnisse:
Messung Wert
Durchschnittliche Prozesswertänderungen Max. 800
pro Sekunde
Kurzfristige (< 1 h) Werteanzahl 1900
Hinweis: Die maximale Anzahl von 800 Werten/s darf nicht über-
schritten werden.
Wenn Sie eine 32-Bit-Applikation verwenden, bewirken mehr Speicher und mehr Cores nicht zwangsläufig
eine Verbesserung der Performance. Weniger performante PCs führen zu einer Reduzierung des Durchsatzes.
Daher empfiehlt Siemens, bei Annäherung an die getesteten Grenzen zu prüfen, ob die geforderten Reaktions-
zeiten zu erreichen sind.
Da SICAM SCC für die Prozessdatenpunkte Strukturvariablen verwendet und jede Strukturvariable ca. 10
WinCC-Variablen besitzt, empfiehlt Siemens, das Projekt ab ca. 25 000 Datenpunkten auf mehrere WinCC-
Server aufzuspalten.
Basishardware 20
Befehlsverriegelung 269
Betriebssystem 20
F
Bildfenster 169
Fehlersuche 171
Feldübersicht 118
Frühere SICAM PAS CC/SCC-Versionen 433
C
Client-Server-Systeme 369
G
Grafikobjekte 75
D
DAF
Anpassungen 420
I
Filterkriterien 297
Konfiguration 295 IEC 60870-5-104 208
Rangierung 302 IEC 61850 208
Verhalten 300 IEC-Variablen 210
Zuordnungstabellen 304 Installationsreihenfolge 20
Datenanalyse 153 Installationsvoraussetzungen 20
Deinstallieren Installieren
SICAM SCC-Komponenten 27 Automatisiert 25
SIMATIC WinCC 28 SICAM SCC-Komponenten 24
Demo-Modus 23 SIMATIC WinCC 22
K DAF 302
Redundantes System 17
Konfiguration Redundanz 375
DAF 295
Konvertieren vorheriger Projekte 415
S
L Schalterleiste
erstellen 65
Leitungsknoten 155 Secure Communication 272
List tag prefix 169 SICAM Add-In 175
Lizenzieren SICAM Bay Overview 118
SICAM SCC-Komponenten 25 SICAM Electrical Device Control 140, 140
SIMATIC WinCC 22 parametrieren 150
Lizenzierte Version 24 SICAM Graphics Designer Erweiterung 17
Lizenzierung entfernen SICAM IEC COMMUNICATION SUITE 267
SICAM SCC-Komponenten 27 SICAM Import/Export Wizard 16, 222
SIMATIC WinCC 28 SICAM RTU 208
SICAM SCC Secure Communication 272
SICAM SCC-Komponenten 15, 24
SICAM SCC-Komponenten und Funktionen 205
M SICAM Schaltobjekte 80, 151
SICAM Switch Controls 80, 151
Meldesystemerweiterung 15 SICAM Topologie 140
Mengenanforderungen 44 SICAM-Funktionen 17
Microsoft .NET Framework 20 SICAM-Grafikobjekte-Bibliothek 15
SIMATIC WinCC
installieren 22
Strukturvariablen 150
N Systemzeit 401
T
P TEA-X-Dateien 222
Terminierung 140, 153
Parametrierung 153 Topologische Einfärbung 137
Produktübersicht Topologische Elemente 140, 153
Meldesystemerweiterung 15 Transformator 140
Redundantes System 17 Trial-Modus 24
SICAM Graphics Designer Erweiterung 17
SICAM Import/Export Wizard 16
SICAM SCC-Komponenten 15
SICAM-Funktionen 17 V
SICAM-Grafikobjekte-Bibliothek 15
Verbinder 153
Verschiedene SICAM PAS-Versionen 385
Verschlüsselung 272
Q Versorgung 147
Quelle 153
W
R WinCC Web Navigator 391
WinCC-Projekt initialisieren 41
Rangierung
Z
Zuordnungstabellen
DAF 304
Zweipol 155