Diktat e
Diktat e
150 Diktate
5. bis 10. Klasse
Dudenverlag
Mannheim • Leipzig • Wien • Zürich
5 Mehr Dreck 59
Konsonantenhäufung und
Konsonantenverdopplung: 5 Der s-Laut
6 Vom Rothirsch 60
6 Küchenunglück 61 5.1 s, ss oder ß?
Phänomene der Schärfung: Schreibung mit s:
6 Überfall in der Strumpffabrik 62 5 Leonie träumt 80
7 Wilde Musik 63
6 Fremdwörter 8 Zeichensetzung
INHALT
Merkkästen
Innerhalb der Diktate sind die Wörter oder Phänomene, welche die
jeweilige Regel betreffen, farblich hervorgehoben. Damit du dich bei den
Übungsdiktaten gut zurechtfinden kannst, steht in der Randspalte die
Klassenstufe, für die der Text geeignet ist. Dies ist aber nur eine grobe
EINLEITUN G
Einordnung zur ersten Orientierung, schließlich unterrichtet nicht jeder
Lehrer gleich, und oft werden in späteren Jahrgängen Regeln noch ein-
mal wiederholt oder erneut abgefragt. Deshalb spricht überhaupt nichts
dagegen, dass du auch die Diktate der anderen Klassen übst. Je mehr Texte
du bearbeitest, desto schneller wirst du besser!
dir einen Tipp. Du kannst deinen Partner natürlich auch schon beim Schrei-
ben fragen, wenn du bei einem bestimmten Wort unsicher bist.
Fehleranalyse
Bei einem Diktat kannst du die unterschiedlichsten Fehler machen. Meist
ist es aber so, dass man immer wieder die gleichen Fehler macht. Nimm
deine letzten drei Diktate zur Hand und schaue sie dir genau an. Wo sind
deine Fehlerschwerpunkte?
Übe diese Bereiche dann ganz gezielt. Im Inhaltsverzeichnis kannst du
die einzelnen Problemfelder schnell ausfindig machen und dann die pas-
senden Diktate schreiben.
1.1 Grundsätzliches
Substantive
Besuch
Bei jedem Besuch bringt sie zur Freude ihrer Großnichte viele Lecke-
reien mit. Zum Mittag essen beide russische Würstchen mit Senf, am
Nachmittag gibt es Kuchen und süße Schokolade, von der auch die
anderen Kinder kosten dürfen. Abends lädt die Großtante Katinka zum
Essen ein. Beim Abschied drücken beide sich ganz fest, damit Katinka
nicht gar so viel Heimweh hat.
117 Wörter
10
Die Tapferkeit Dagoberts ist überall bekannt. Onkel Hubert war einst
in Gefangenschaft geraten, doch dank Dagoberts Kühnheit konnte er
befreit werden. Die Schönheit seiner Tochter Hulda ist berühmt. Aus
purer Bosheit verbot Großvater Georg ihr jedoch das Tanzen. Damals
waren die Menschen nämlich Eigentum des Grafen. Zur Beratung
kommt oft Vetter Heribert ins Schloss. Auch der Auftritt Tante Hil-
degards ist immer ein Erlebnis, weil sie ihren ganzen Reichtum an
Schmuck zur Schau stellt. Graf Kunibert sieht vor Eitelkeit in jeden
Spiegel. Das Verhältnis zwischen Kunibert und Dagobert ist so schlecht,
dass man in der ganzen Grafschaft darüber redet.
103 Wörter
KLASSE
8. KLASSE
5.
11
Folgt nach dem Doppelpunkt ein vollständiger Satz, wird das erste Wort
großgeschrieben. (Folgendes ist wichtig: Die Fenster müssen geschlossen
bleiben.) Folgt kein selbstständiger Satz, sondern z. B. eine Aufzählung,
schreibt man das erste Wort klein. (Zum Ausflug sind mitzubringen: ein
Rucksack, Papier und Bleistift.)
Das erste Wort einer direkten Rede nach dem Doppelpunkt wird groß-
geschrieben. (Lisa fragte: „Kannst du mir bitte helfen?“)
Der Eintopf
Damit sind alle einverstanden: der kleine Bruder Lukas, die Mutter und
Jana. Lukas fragt: „Was gibt es denn dann am Sonntag?“ Die Auswahl
ist groß, denn der Vater kann gut kochen: Besonders seine Spagetti mit
Tomatensoße schmecken sehr lecker. Aber auch die Pizza ist nicht zu
verachten: mit Schinken, Salami, Pilzen und Tomaten.
Der Vater fragt: „Und wer räumt am Sonntag die Küche auf?“ Alle sind
ganz still: Das Mädchen vertieft sich in ihr Buch. Die Mutter schaut aus
6. KLASSE
dem Fenster. Lukas redet ganz leise mit der Oma. Er flüstert: „Wenn
der Vater kocht, dann muss er doch auch die Küche aufräumen.“ Die
Oma ist aber anderer Meinung. Sie sagt: „Die Kinder und ich werden
die Küche aufräumen. Und danach lade ich euch alle noch zu einem Eis
ein.“ Damit sind alle zufrieden.
191 Wörter
12
Lieber Vati,
Der ist ja auch bei den Vereinten Nationen! Aber warum muss Julian
immer damit angeben? In Religion hat Herr Friedrich uns aus der Heili-
gen Schrift, aus dem Alten Testament, vorgelesen. Was müssen die für
einen Durst gehabt haben, als sie durch die ägyptische Wüste gewan-
dert sind. So wie ich bestimmt, darum mache ich jetzt Schluss, sonst
muss Mutti Erste Hilfe bei einem Verdurstenden leisten.
13
Die Eigennamen und festen Begriffe (앖S. 13) sollte man sich einprägen
(der Rote Platz in Moskau, aber: das rote Haus; das Alte Testament, aber:
der alte Mann; Peter der Große, aber: der große Baum).
Kurznachrichten
167 Wörter
14
Reisebüroschlager
15
Unser Klassenlehrer
160 Wörter
16
Harmonisches Familienleben
Ich verstehe überhaupt nicht, warum sich meine Mutter darüber auf-
KLA S S E
regt, setzt sie sich doch am liebsten Kopfhörer auf und hört klassische
Musik wie „Mein Vaterland“ von Smetana oder „Die vier Jahreszeiten“
von Vivaldi und liest dabei das Goldene Blatt. Mit Operetten wie der
„Verkauften Braut“ oder der „Schönen Helena“ kann sie mich aus dem
8. KLASSE
Haus treiben, wenn sie laut gespielt werden, aber „Die Entführung aus
dem Serail“ von Mozart finde ich gar nicht übel und den dritten Satz
aus den „Vier Jahreszeiten“ stelle ich sogar freiwillig laut. Schade, dass
dies nicht umgekehrt für meine Musik von den Scorpions und den
Toten Hosen gilt. Nur auf „Gute Zeiten – Schlechte Zeiten“ können wir
8.–10.
195 Wörter
17
Wie ich meinen großen Bruder hasste! Er hatte gerade Abitur gemacht
und brüstete sich mit Namen, Gesetzen, Werken und Lehren von Men-
schen, von denen ich noch nie etwas gehört hatte.
Von der Lehre Platons und den schillerschen Dramen war die Rede. Ein-
mal hatte ich ein Theaterstück Schillers zur Hand genommen. Das war
wirklich nichts für mich. Da las ich lieber die Abenteuer Harry Potters,
des rowlingschen Helden. Mein Bruder wollte dagegen Philosophie
studieren.
Karl Marx und Immanuel Kant hatte er gelesen. Die marxschen Schrif-
ten standen vollständig in seinem Bücherregal. Am liebsten sprach er
über das aristotelische Denken. Aber all das waren für mich böhmische
8.–10. KLA S S E
Also stand fest, dass ich zu unbegabt für Mathe war. Und einen echt
müllerschen Dickkopf besaß.
191 Wörter
18
Urlaubsgrüße
Lieber Markus,
unsere Côte-d’Azur-Reise ist ein voller Erfolg. Es ist viel heißer als
bei uns – das Nord-Süd-Gefälle hinsichtlich der Sonneneinstrahlung
ist offensichtlich. Wegen der UV-Strahlung kremen wir uns alle mit
einem hohen Lichtschutzfaktor ein. Du fragst dich bestimmt, was uns
mehr interessiert: Kultur oder Natur? Hier gibt es kein Entweder-oder,
sondern ein Sowohl-als-auch. Papa, der vor Kurzem seine Studie zum
Schlaf-wach-Rhythmus beendet hat, genießt das In-den-Tag-hinein-
Leben. Janne dagegen ist Anhängerin des Mountainbike-Fahrens. Sie
KLA S S E
nimmt jede Steigung bei größter Hitze. Ich bin leider nicht so gut im
Den-inneren-Schweinehund-Überwinden wie sie. Du weißt, schon
damals beim Räuber-und-Gendarm-Spielen ging mir vor der Zeit die
Puste aus. Manchmal gehe ich dafür mit Mutter auf Sightseeingtour.
8. KLASSE
Manchmal macht mir das Bedeutende-Trümmer-Anschauen Spaß.
Der anschließende Halt in einer Crêperie ist das i-Tüpfelchen eines
solchen Tages.
Viele Grüße
8.–10.
Daniel
133 Wörter
19
1.2 Substantivierungen
In der Nacht schreckte Max plötzlich auf, denn er hatte ein Poltern
gehört. Über ihm rumpelte es, dann hörte er ein Springen und Schlur-
fen, als ob jemand auf dem Dachboden herumkriechen würde. Max
dachte sofort an einen Einbrecher. Beim Spielen am Nachmittag hatte
er wohl vergessen, die Dachluke zu schließen. Aber hatte ein Mensch
so schnelle Schritte? Das Trappeln wollte nicht enden. Max nahm allen
Mut zusammen und schlich die Bodentreppe hinauf. Das Treppenstei-
gen fiel ihm schwer, so sehr zitterten seine Knie. Oben machte er Licht,
konnte aber nichts sehen. Das Rumpeln und Laufen hatte aufgehört.
Eine Weile stand er still. Schließlich ging er ins Bett.
böses Fauchen zu vernehmen und kurz darauf schrilles Fiepen. Mit hef-
tigem Poltern schoss oben etwas quer über den Dachboden in Richtung
der Luke. Noch ein Knurren hörte Max, dann war alles still. Am nächs-
ten Morgen erzählte er mit einigem Zögern die seltsame Geschichte.
Sein Vater aber antwortete mit breitem Grinsen: „Weißt du, was das
Laufen und Poltern war? Ein Marder, den dann die Katze vertrieben
hat.“ Da musste auch Max lachen.
212 Wörter
20
Als Lisa die Klasse betrat, ahnte sie nichts Böses. Alle Schüler wand-
ten die Köpfe und betrachteten die Neue mit großer Neugier. Dann
geschah etwas Unerwartetes. Ein Vorlauter begann zu lachen, viele
andere fielen nacheinander ein. Das Schlimmste war, dass Lisa den
Grund nicht kannte. Verblüfft stammelte sie etwas Unverständliches.
Was sie nicht wissen konnte: Das Treppengeländer war frisch gestri-
chen worden, und da es für Lisa auf dem Weg zum Klassenzimmer
mancherlei Unbekanntes zu entdecken gegeben hatte, hatte sie das
Warnschild übersehen. Als sie sich die Haare aus dem Gesicht strich,
hatte sie sich mit Farbe beschmiert. Das Weiß leuchtete strahlend hell
im Neonlicht.
Eine kräftige Schülerin aus der letzten Reihe stand plötzlich auf und
rief um Ruhe: „Ihr seid mir die Richtigen! Empfängt man so jemand
Neues?“ Langsam verebbte das
Lachen. Die Kräftige erklärte Lisa
KLASSE
8. KLASSE
die Situation. Ein Kleiner stand
auf und entschuldigte sich für
die Klasse. Da musste Lisa selbst
grinsen. Der erste Tag enthielt tat-
sächlich viel Spannendes.
163 Wörter
5.
21
Zirkus
Der Zirkus kam in die Stadt. Nichts Eiligeres gab es dann für uns Kinder,
als schnell aus Schule und Haus zu eilen, im Laufen noch die Schuhe
anziehend. Ich war, wenngleich ein wenig kurzatmig, stets unter den
Schnellsten, denn das fahrende Volk übte eine ungewohnte Faszination
aus.
Etwas Schöneres als dieses Schauspiel konnte ich mir nicht vorstellen.
Mit Säbelrasseln und Trommelwirbel hielten sie Einzug. Allen voran
schritten in glitzernden Kostümen die Tänzerinnen, die aus bunten
Körben Gebackenes an die Gaffenden verteilten.
Dann folgte ein gewaltiger Hüne, dessen Kunst
das Feuerschlucken war. Eine Gruppe Jüngerer
hoch zu Ross übte sich im Dressurreiten. Zum Ein-
drucksvollsten aber zählte die Ankunft der Tiere.
6. KLASSE
147 Wörter
22
Nachtwache
Nun also nestelte Maxe an der Tür und ließ sich dabei nicht im Gerings-
ten stören. Er probierte mehrere Schlüssel aus, der richtige war aber
anscheinend nicht darunter. Am besten war es sicherlich, dass Sigi
sich näher heranschlich. Maxe war so in seine Schlüsselsuche vertieft,
zumal das Klimpern des Bundes ihn daran hinderte, auf andere Geräu-
sche zu achten, dass Sigi das Unglaubliche gelang: Er legte Maxe Hand-
KLASSE
8. KLASSE
schellen an, noch bevor der Gangster das Weite suchen konnte. Sigi
selber war darüber am verblüfftesten. Maxe hatte eine Reihe von
Dokumenten bei sich, die belastendsten sogar in einer Extrahülle. Im
Ganzen gesehen war es eine durchaus erfolgreiche Nacht.
174 Wörter
6.
23
Paarformen
Fußballspielen
Auch das Platzwechseln hin und her auf dem Rasen will geübt sein.
Wenn der Linksaußen Schwierigkeiten beim Köpfen hat und der Ball zu
oft ins Aus geht, heißt es einschleifen, sonst zieht die gesamte Mann-
schaft den Kürzeren. Jeder leistet sein Möglichstes, aber nur die Besten
werden aufgestellt. Das gehört zum Auf und Ab einer Spielerkarriere.
158 Wörter
24
Gefährlicher Ausflug
KLA S S E
Eindringlichste vor dem Überqueren der Brücke gewarnt.
Aber auf der anderen Seite winkte jemand mit einem Ersatzreifen. So
trat der angeblich mutigste der Schüler auf die Fahrbahn. Er schien sich
8. KLASSE
nicht im Entferntesten der Gefahr bewusst zu sein. Von fern beobach-
teten wir das Hupen und Bremsen der Fahrzeuge. Am quälendsten war
unsere Machtlosigkeit, denn über kurz oder lang musste ein Unglück
geschehen. Das war auch so. Der Junge wurde von einem Wagen an
den Füßen erfasst und verletzt. Bis auf Weiteres findet kein Fahrrad-
8.–10.
160 Wörter
25
Tageszeiten
Ermittlungen
Kommissarin Seifert und ihr Kollege Wohlers erreichten das Dorf gegen
Mittag. Es war sonnig und windstill, als das Polizeiauto vor der Brücke
hielt. War es überhaupt ein Unfall?
sich bereits an, zu Mittag zu essen. Sie hatten seit dem frühen Morgen
nichts gegessen.
Eilig machten sich die Kommissarin und ihr Kollege an die Arbeit. Sie
wollten noch vor Mitternacht wieder zurück in der Stadt sein, damit sie
die Geburtstagsfeier eines gemeinsamen Freundes, die bis zum frühen
Morgen dauern sollte, nicht verpassten.
163 Wörter
26
Wochentage schreibt man groß. Auch sie erkennt man meist am Beglei-
ter (der Montag, am Freitag, am Donnerstagabend, jeden Mittwoch).
Jojo
Jojo ist ein Inuitjunge, der, wenn er nicht im Internat ist, bei seinen
Eltern auf einer Walfangstation in Nordalaska lebt. Jeden Montagmor-
gen fahren die Männer zum Fischfang auf das Meer und sind meist vor
Freitag nicht zurück.
Für die Frauen ist der Montag der Einkaufstag. Zusammen fahren sie
in die Siedlung, um das Notwendige zu besorgen, im Winter mit dem
Schneemobil, im Sommer mit dem Landrover. Weil es bis Sonntag rei-
chen muss, gibt es immer sehr viel zu tragen. Dafür gibt es fast jeden
Dienstag frisches Gemüse.
139 Wörter
6.
27
Seit drei Tagen sind wir nun auf dieser Insel und endlich sind wir heute
Mittag auf Anzeichen einer menschlichen Besiedlung gestoßen. Bereits
gestern Nacht hörten wir Schritte, die nur von Menschen kommen
konnten, denn Affen gibt es hier nicht. Als dann morgens ein Bottich
mit Süßwasser in der Nähe des Lagers gefunden wurde, hatten wir
Gewissheit.
Zwar hatten wir Samstag den ganzen Tag über ergebnislos die Umge-
bung durchstreift, aber bei unserer Rückkunft stand wieder ein neuer
Wassertrog im Lager. Die Wache hatte nichts bemerkt. Warum nur zei-
gen sie sich nicht? Haben sie Angst?
Wie üblich sonntagmorgens feierten wir auch heute die heilige Messe.
7. KLASSE
Dann brachen wir mittags erneut auf. Obwohl der Himmel sich hier
normalerweise nachmittags bewölkt, war es diesen Sonntag unerträg-
lich heiß und still. Plötzlich rief Jackson, der Schiffsjunge, aus der Ferne
hektisch zu uns herüber. Er war auf eine Feuerstelle gestoßen, die von
gestern Abend, allerfrühestens Freitagabend stammen konnte, denn es
war noch etwas Glut vorhanden. Was wird uns morgen erwarten?
166 Wörter
28
Ein Arztbesuch
Gestern war Freitag, der Dreizehnte. Ich hatte am Morgen eine Fünf
in Mathe zurückbekommen und um vier einen Zahnarzttermin. Ganz
prima! Auf dem Weg zur Praxis fuhr mir die Neun vor der Nase weg
und ich musste zwanzig Minuten warten. Daher bin ich erst zehn nach
vier angekommen.
Das Wartezimmer war schon voll. In der Spielecke saßen mehrere Kin-
der, von denen drei sich ein nervenzehrendes Würfelspiel ausgedacht
hatten. Immer, wenn jemand eine Sechs gewürfelt hatte, musste er in
Achten über den Teppich hüpfen. Daneben saßen zwei ältere Herren,
die unentwegt über Fußball und „ihre“ Elf redeten und dabei vom Hun-
dertsten ins Tausendste kamen. Ich hätte nicht gedacht, dass man mit
sechzig so unsachlich sein kann.
KLASSE
8. KLASSE
Jedes Mal, wenn die Sprechstundenhilfe „der Nächste, bitte“ sagte,
hoffte ich, dass sie mich meinte. Natürlich kam ich erst als Zehnter
dran. Beklommen öffnete ich den Mund. Gleich als Erstes stellte die
Zahnärztin fest: „Dein Weisheitszahn muss raus.“ Das war wirklich
das Letzte, das ich mir wünschen konnte.
165 Wörter
7.
29
Vergebliche Mühe
In unserer Klasse ist einiges los. Die einen gehören zur Clique von Sonja
und ihrer Freundin Bine. Die beiden haben jede ein eigenes Pony und
sie sehen umwerfend aus. Aber eigentlich sind sie ziemlich eingebil-
det. Immer wollen sie bestimmen und es gibt nicht wenige, über die
sie bösartig herziehen. Im Stillen ärgert sich mancher über ihr Verhal-
ten, die meisten trauen sich aber nicht, es laut zu sagen. Nur in einem
bekommen sie nicht, was sie wollen. Sie sind unsterblich in Dennis
verliebt. Aber er ist der Einzige, der sich nichts aus ihnen macht. Die
beiden haben schon alles Mögliche versucht. Unter anderem sind sie
abends mit ihren Pferden an seinem
Haus vorbeigeritten. Dennis fand das
Ganze eher lächerlich. Die Einzige,
für die er sich interessiert, ist Jana.
Jana ist still, aber sie hat in vielem
7. KLASSE
155 Wörter
30
Open Air
Weil ich in Musik schon die zweite Eins geschrieben hatte, schenkte
mir meine Großtante, eine rüstige Dame von siebzig, eine Karte für
eine Opernaufführung im Park. Am Dreiundzwanzigsten sollte die
Aufführung stattfinden. Zunächst war ich nicht begeistert, denn mein
Musikgeschmack war ein anderer. Zu sechst fuhren wir mit Freunden
meiner Großtante in der Drei zum Stadtpark. Wir waren nicht die Einzi-
gen, die in den Park wollten. Gemeinsam mit uns strömten D/dutzende
von Menschen auf die Zuschauertribüne mitten im Stadtpark zu. Jeder
Zweite war wie wir beladen mit Decken und einem Picknickkorb.
Wegen des Jubiläums prangte über dem Eingang eine große Fünfund-
zwanzig. Auf unseren Plätzen in der zehnten Reihe angekommen,
KLA S S E
machten wir es uns gemütlich. Fürs Erste war ich mit dem Ausflug
einverstanden. Als die meisten der fast tausend Zuschauer ihre Plätze
eingenommen hatten, begann um neun die Vorstellung.
8. KLASSE
Aber die Musik vor der Naturkulisse, die nach zehn einsetzende Däm-
merung und die Sänger, die ihr Letztes zu geben schienen, bewirkten,
dass ich von dem Ganzen fasziniert war. Als die Vorstellung vorbei war,
standen T/tausende auf und applaudierten stürmisch.
179 Wörter
8.–10.
31
1.4 Anredepronomen
Die Höflichkeitsanrede
Als Klassenlehrerin Ihrer Kinder möchte ich Sie um Ihre Mithilfe beim
nächsten Adventsbasar bitten. Wieder einmal brauchen wir Ihre guten
Ideen und Ihre Tatkraft! In diesem Jahr wollen wir Weihnachtsmänner
aus Mürbeteig backen und anmalen.
Wer von Ihnen Zeit hat, ist am Donnerstag zum Backen und Malen
herzlich eingeladen. Denken Sie daran, Ihren Kindern eine Schürze mit-
zugeben, damit sie sich nicht die Kleidung verderben!
Wer von Ihnen ist außerdem bereit, den Schülern am Freitag beim
Aufbau ihres Verkaufsstandes zu helfen? Über Ihre Mithilfe würden
wir uns sehr freuen. Schreiben Sie eine kleine Notiz, die Sie Ihrem Sohn
oder Ihrer Tochter morgen früh mitgeben. Ich kann dann Ihren Einsatz
organisieren.
5. KLASSE
123 Wörter
32
vielen Dank für Ihren Brief. Auch ich freue mich sehr über das ehrliche
Geständnis unserer Kinder. Andere hätten mit Dreistigkeit die Beteili-
gung abgestritten.
158 Wörter
5.
33
Die Höflichkeitsanrede
in diesem Brief möchten wir Ihnen erklären, warum wir das Kinderland
errichtet haben. Glauben Sie bitte nicht, dass wir Sie nicht mögen oder
Ihre Erfahrungen nicht schätzen.
Viele Kinder fühlen sich aber von ihren Eltern und anderen Erwach-
senen bevormundet. Hier im Kinderland können sie ihr Leben in ihre
eigenen Hände nehmen. Sie bestimmen selbst ihre Rechte und ihre
Pflichten. Tatsächlich sind die Kinder gezwungen, ihre Probleme selbst
zu lösen. Dafür bekommen sie aber auch das Gefühl, für alles, was sie
tun, selbst verantwortlich zu sein.
Liebe Eltern, Sie können sicher sein, dass es Ihren Kindern im Kinder-
land gut geht und dass sie zu Ihnen zurückkehren können, sobald sie
es wünschen. Wenn Sie sich Sorgen um Ihre Kinder machen, können Sie
jederzeit die Kinderlandverwaltung anrufen. Man wird Ihnen dort gern
Auskunft geben.
6. KLASSE
144 Wörter
34
Liebe Laura,
gestern habe ich Deine Karte bekommen. Ich freue mich, dass es Dir
und Deinen Brüdern gut geht. Wie schön, dass auch sie nach dem
Umzug noch Kontakt zu ihren alten Freunden haben.
Ich kann mir gut vorstellen, wie sehr Ihr Eure vertraute Umgebung
KLASSE
8. KLASSE
vermisst. Auch ich denke oft an Dich und Deine lustigen Einfälle. Ich
werde Dich demnächst anrufen, um mit Dir ein Treffen zu vereinbaren,
auf dem wir mal so richtig tratschen können über Deinen Hannes, die
Jungs und ihre Macken im Allgemeinen.
92 Wörter
7.
35
Redekunst
133 Wörter
36
Es gibt feste Verbindungen mit einem Verb, die in allen gebeugten Verb-
formen zusammengeschrieben werden. Diese nennt man untrennbare
Zusammensetzungen (übertreten – ich übertrete niemals ein Gesetz,
widersprechen – er widersprach niemals).
Die Menschen auf der Erde übertreten Grenzen, führen daraufhin Krie-
ge und halten schließlich Konferenzen ab, um wieder Frieden zu schlie-
ßen. Doch leider haben die wenigsten Konferenzen tatsächlich Erfolg.
Die Tiere der Welt beobachten dieses Treiben der Menschen und über-
legen, wie sie diesen tödlichen Kreislauf unterbrechen können. Parallel
zur 87sten Konferenz der Staatsmänner, treffen sich die Tiere zu ihrer
ersten Zusammenkunft. Sie beschließen, den Menschen zu widerspre-
chen und sie ihrer Vernunft zu unterwerfen.
Zuerst überfallen die Nagetiere die Büros der Menschen und fressen
deren Akten. Danach werden die Motten auf die Soldaten gehetzt, um
deren Uniformen zu zerstören, denn die Militärs verkörpern die Macht
der Staatsmänner.
164 Wörter
7.
37
Es gibt Verbindungen von Präpositionen mit einem Verb, bei denen sich
die Reihenfolge im Satz ändern kann (auffallen – er fällt zwischen all den
kleinen Kindern besonders auf). Diese Verbindungen nennt man unfeste
Zusammensetzungen. Sie werden nur im Infinitiv, in den beiden Partizi-
pien und bei Endstellung im Nebensatz zusammengeschrieben.
Die Massai
Das afrikanische Volk der Massai, das in Kenia und Tansania anzutref-
fen ist, hat das Nomadenleben niemals aufgegeben. So ziehen sie auch
heute noch wie schon seit vielen Tausend Jahren durch die Savannen
Ostafrikas. Sie lehnen das moderne Leben ab und pflegen ihre traditi-
onellen Lebensgewohnheiten. Ihre Viehherden, die vor allem aus Rin-
dern, aber auch aus Schafen und Ziegen bestehen, stellen ihre Lebens-
grundlage dar. Doch essen sie nur selten Fleisch. Vielmehr ernähren
sie sich von Nahrungsmitteln, die aus der Milch ihrer Tiere gewonnen
werden können.
Der junge Massai wächst mit dem Bewusstsein auf, ein großer Krieger
zu werden, der die Gemeinschaft schützen soll, auch wenn er dafür
sein Leben aufopfern muss. Den Beweis seiner Tapferkeit erbringt er,
indem er einen Löwen im Kampf tötet.
167 Wörter
38
Die Schule
Schüler sind gar nicht so unglücklich über die Schule, wie man das aus
vielen Äußerungen schließen könnte. Natürlich möchte niemand sit-
zen bleiben/sitzenbleiben, aber die Notwendigkeit der Noten ist doch
weitgehend anerkannt. Allerdings besteht für den Großteil der Schüler
die Motivation nicht darin, in der Schule etwas lernen zu wollen. Sie
wollen vielmehr Gleichaltrige kennen lernen/kennenlernen. Für Ste-
ven, einen Schüler der 7. Klasse, ist es wichtig, gut schreiben zu lernen.
Wozu er aber die Höhen der Mathematik erklimmen müsse, könne er
gar nicht verstehen. Leonie beschwert sich dagegen über die lästigen
Hausaufgaben, die als eine traurige Gewissheit den Schüler auf dem
Nachhauseweg begleiten. Sie würde am Nachmittag lieber mit ihrer
Freundin Natascha spazieren gehen. Die Schüler einer 7. Klasse forder-
ten einstimmig, die Schule erst
gegen 10 Uhr beginnen zu lassen,
KLASSE
8. KLASSE
da man dann länger im Bett lie-
gen bleiben könne. Livia meinte
dazu: „Ich könnte mir vorstellen,
dann sogar bis nachmittags in
der Schule zu bleiben, wenn man
gemeinsam die Hausaufgaben
unter Aufsicht erledigen dürfte.“
165 Wörter
7.
39
Ein 78 Jahre alter Mann hat mit seinem Auto ein heilloses Chaos auf
einem Parkplatz in Mannheim angerichtet. Den Wagen hatte der Mann
an diesem Tag, seinem 78sten Geburtstag, geschenkt bekommen. Da
sich der Mann ungewöhnlich ungeschickt anstellte, kam es zu einer
Kettenreaktion.
Zuerst sollte der Rentner von zwei geparkten Autos gestört werden.
Die schob er einfach beiseite, sodass sie zwei weitere Autos rammten.
Es schien, als würde der Mann rasend werden, denn er gab kräftig Gas,
um vorwärts in eine Parklücke zu fahren. Dort prallte er auf ein gepark-
tes Taxi, das wiederum gegen eine junge Mutter geschleudert wurde.
Die Frau wurde dabei schwer verletzt, das Kind auf ihrem Arm konnte
sie dagegen ausreichend schützen. Das Taxi rollte daraufhin führerlos
weiter in Richtung Eingang des Supermarktes, wo es gegen eine Fisch-
bude stieß.
7. KLASSE
162 Wörter
40
Nachdem Alan mit seinen Freunden den Nachmittag auf dem Base-
ballplatz verbracht hatte, kehrte er nach Hause zurück. Im Treppenhaus
erschrak er, als ein ihm unbekanntes Mädchen plötzlich ängstlich weg-
lief. Sie schien beim Weglaufen so schnell zu sprechen, dass er kein ein-
ziges Wort verstehen konnte. Doch noch vor der Wohnungstür wurde
ihm klar, dass das Mädchen fremde Worte verwendet hatte. Spöttisch
fragte er seine Mutter nach der neuen Hausbewohnerin. „Ich wollte
mir dir darüber reden“, entgegnete die Mutter.
Das Mädchen hieß Naomi und war vor dem Krieg in Europa mit ihrer
Mutter nach New York geflohen. Die Eltern wollten, dass Alan sich ein
wenig um dieses Mädchen kümmere. Alan dachte, dass ihm dieser
Auftrag lästig fallen/lästigfallen werden würde, doch er gab schließlich
KLASSE
8. KLASSE
nach. Er versuchte, seine Treffen mit dem Mädchen vor seinen Freun-
den geheim zu halten, denn sie galt als verrückt und in gewisser Weise
war sie das auch. Sie sprach nicht direkt mit Alan, sondern benutzte
ihre Puppe. Nur so konnte sie frei sprechen. Irgendwann musste er sich
allerdings doch zu der entstehenden Freundschaft bekennen.
178 Wörter
7.
41
Faust
Goethes wohl berühmtestes Werk ist der „Faust“, eine Tragödie in zwei
Teilen. Es ist die Geschichte eines Gelehrten, der außerstande ist, mit
seinem Leben zufrieden zu sein. Um sich aus seiner lebensmüden Lage
zu befreien, schließt er einen Pakt mit dem Teufel. Zusammen gehen
sie auf Reisen, wo Faust sich in Gretchen verliebt, die jedoch schrecklich
schüchtern ist. Er umwirbt sie mit Gold und Juwelen und der Teufel tut
sein Übriges. Gretchen gibt dem Verehrer schließlich nach. Sie will in
der Nacht Faust zu sich kommen lassen, doch dafür muss die Mutter
ruhig schlafen. Den von Gretchen verabreichten Schlaftrunk überlebt
die Mutter nicht. Faust wird beim Betreten des Hauses gestört, da er
mit ihrem Bruder aneinanderstößt. Er tötet diesen. Die Tragödie endet
8.–10. KLA S S E
181 Wörter
42
Erich Kästner
KLA S S E
Kinderbüchern, z. B. „Emil und die Detektive“ aus dem Jahr 1929.
Kästner opferte sich stets für Demokratie und Frieden auf, was dem
Willen der Nationalsozialisten widersprach. Nach der Machtübernah-
8. KLASSE
me 1933 in Deutschland veranlassten sie, dass seine Bücher verbrannt
wurden. Trotz des Drucks wollte Kästner seine Auffassungen nicht
preisgeben, was ihm ab 1942 ein totales Schreibverbot einbrachte. Aber
er gab nicht auf und schrieb unter einem Pseudonym als Drehbuch-
autor weiter. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurden seine Werke mit
8.–10.
Preisen ausgezeichnet.
177 Wörter
43
148 Wörter
44
Der Käufer des Gerätes hatte sich bei der Firma beschwert, dass der
Wäschetrockner nach einmaligem Gebrauch streikte und seine blen-
dend weiße Wäsche nicht trocknete. Ein Mitarbeiter wurde mit der Feh-
lersuche betraut, wobei er den grünlich gelben Python fand. Der Ange-
stellte sei daraufhin schrecklich nervös durch die Werkhalle gelaufen.
Auf der Suche nach der Herkunft des Tieres wurde der Kunde befragt,
der nur widerwillig, aber superschlau Auskunft gab. Es stellte sich her-
aus, dass das Tier ihm gehörte und in seiner Wohnung in den Trockner
KLA S S E
gekrochen war. Wahrscheinlich liebte die Riesenschlange das feuchte
und mehr als lauwarme Klima im Innern des Trockners. Die Hitze hatte
sie wohl an ihre tropische Heimat erinnert.
8. KLASSE
Zum Glück sind Schlangen als wechsel-
warme Tiere hitzebeständig und so
konnte der Python seinem Besitzer
zurückgegeben werden.
155 Wörter
8.–10.
45
Feuer faszinierte die Menschen schon immer. Aber infolge seiner zer-
störerischen Kraft wirkt es auch abschreckend. Einem Gerücht zufolge
soll der römische Kaiser Nero Rom angezündet haben. Anstatt sich vor
dem Feuersturm zu fürchten, soll Nero beim Anblick dieses Flammen-
meeres ein Lied gesungen haben.
Feuer verkörpert sowohl das Gute als auch das Böse. Dem Menschen
wird durch das Feuer Wärme zuteil, aber er kann daran auch zugrunde
gehen. Im Christentum kann das Feuer eine Strafe Gottes sein, aber
Gott verwandelte sich auch dem Volk Israel zuliebe in eine Feuersäule,
7. KLASSE
Die griechische Mythologie hat ihre eigene Geschichte, wie das Feuer
auf die Erde kam. Prometheus brachte es zustande, den Göttern das
Feuer zu entwenden und den Menschen zu bringen. Damit stellte er
die göttliche Allmacht infrage. Aufgrund dieses Diebstahls wurde Pro-
metheus hart bestraft und an einen Felsen im Kaukasus gekettet.
149 Wörter
46
Ein kleiner Junge, sein Name ist Emil, reist alleine nach Berlin. Aufgrund
ihrer Geldknappheit kann ihn seine Mutter nicht begleiten und so
muss er die Reise alleine antreten. Am Bahnhof steckt ihm die Mutter
ihr mühselig erspartes Geld zu, das Emil nur ihr zuliebe annimmt. Im
Zug lernt er einen Mann kennen, der sich freundlich mit ihm unterhält,
dann aber ins Zugrestaurant geht. Emil wird müde, doch er wehrt sich
gegen den Schlaf, da er befürchtet, beraubt zu werden. Schließlich
schläft er inmitten der Reisenden ein.
Am Bahnhof erkennt er, dass er bereits in Berlin ist, den Zug aber zu
früh verlassen hat. Verloren steht er in den Straßen der Großstadt, doch
bald findet er Freunde, die mit ihm die Verfolgung aufnehmen. „Parole
Emil“ ist ihr Erkennungszeichen. Schließlich können sie den Dieb stel-
KLA S S E
len, der sich als ein gesuchter Schwerverbrecher entpuppt.
(Die Geschichte entstammt dem Buch „Emil und die Detektive“ von Erich
Kästner.)
8. KLASSE
195 Wörter
8.–10.
47
3.1 Dehnung
Doppelvokale
Im Watt
Mit einem Boot auf die offene See hinauszufahren, kann recht tückisch
sein. Die Gezeiten schaffen demjenigen, der das Segelgebiet nicht
kennt, unvorhersehbare Strömungen und Untiefen, sodass eine Fahrt
durchaus auf einer Sandbank enden kann. Im Sommer ist das kein Pro-
blem, man wartet, bis die Flut das Boot wieder ins Wasser setzt. Allein
der Langeweilefaktor, der einen zum Spazierengehen ins Watt verfüh-
ren kann, ist wirklich gefährlich. Im Winter dagegen bei Eis, Schnee und
Nebel besteht wirklich Lebensgefahr.
5. KLASSE
Will man die Priele, die selbst bei Ebbe mit Wasser gefüllt sind, durch-
waten, erwartet einen zuweilen eine Überraschung. War das Watt eben
noch begehbar, so kann man beim nächsten Schritt bis zu den Haaren
im Matsch versinken. Bei auflaufender Flut, umspült von Meerwasser,
ist das eine unangenehme Situation. Man meidet sie am besten, indem
man Kleewiesen zum Wandern bevorzugt.
137 Wörter
48
Ein weiteres Mittel zur Kennzeichnung langer Vokale ist das so genann-
te Dehnungs-h (Ruhm, Sohn, stehlen).
Jäger sind Frühaufsteher. Reh und Hase sind heutzutage wegen der
vielen Störungen in Wald und Flur eher nacht- oder dämmerungsaktiv.
Schon bei der Anfahrt auf den Hochsitz achtet der Jäger darauf, kei-
nen unnötigen Lärm zu verursachen. Deshalb wird der Wagen abseits
geparkt. Beim Anpirschen sollte kein Ast knacken, keine Schnupfennase
niesen. Hört er etwas, muss er zunächst wie gelähmt verharren, um
das Wild nicht zu vergrämen. Leise, jeden Schritt sehr bewusst setzend,
erreicht der Jäger den Hochsitz. So braucht man für einen Weg von
500 m schon mal eine halbe Stunde.
Auf dem Hochsitz schließlich darf sich der Weidmann nicht viel bewe-
gen, da Reh und Hirsch außerordentlich gut äugen. Manchmal werden
nach drei Stunden solcher Sitzerei sämtliche Glieder lahm. Augen-
blicklich sind diese Begleiterscheinungen verschwunden, wenn man
einen Hirsch röhren hört. Wenn man ihn hört! Oft genug war außer
dem Gesang einer einsamen Dohle nichts los. Dann schleicht der Jäger
müde nach Hause und legt sich wieder ins Bett.
KLASSE
8. KLASSE
161 Wörter
5.
49
Dehnungs-e nach i
Jeder Europäer, der schon einmal am Äquator war und den tropischen
Regenwald erlebt hat, stellt sich dieselbe Frage: Wie konnte Tarzan in
diesem Urwald überleben, und das ganz ohne Medizin? Sobald man
diese Klimazone besucht, spürt man die Schwüle, die in der Luft liegt.
Das ganze Jahr über ist es 25 bis 30 Grad warm, selbst nachts wird es
nie viel kühler. Am frühen Nachmittag beginnt es, für wenige Stun-
den zu regnen, danach erwärmen die Sonnenstrahlen wieder die Erde.
Dabei verdunstet viel Wasser, sodass das gesamte Dschungelgebiet im
Nebel liegt. Man fühlt sich jetzt wie im Dampfbad und es ist ziemlich
schwierig, sich daran zu gewöhnen, dass einem sämtliche Kleider am
Leibe kleben.
Wer es dennoch wagt, den Urwald zu betreten, dem wird dieses wun-
derbare Erlebnis ewig in Erinnerung bleiben, obwohl das Ganze nicht
gefahrlos ist. Da es im Dschungel keine Straßen gibt und nur wenige
5. KLASSE
Pfade, muss man vor allem auf gutes Schuhwerk achten. Am besten
sind kniehohe Stiefel mit dicken Sohlen, mit denen man auch mal ein
Moor durchwaten kann. Der hohe Schaft schützt zudem die Waden vor
Schlangenbissen und Ungeziefer, das den Urwaldboden in Heerscharen
bevölkert.
192 Wörter
50
Immer wieder trieb er seine Landsleute an und rief sie auf, Gerechtig-
keit, Freiheit und Würde gewaltlos einzufordern. Auf dem berühmten
Salzmarsch lief Gandhi mit einigen Anhängern fast 400 Kilometer weit
bis zum Meer, um gegen die ungerechte Salzsteuer zu protestieren.
143 Wörter
6.
51
heute war ein ganz schlimmer Tag. Die doofe Bohnenstange Susi mit
ihrer bescheuerten Föhnfrisur hat mich ganz schön im Regen stehen
lassen. Ich habe mich so über sie geärgert, ehrlich! Meinetwegen kann
sie ruhig in der Hölle schmoren!
Als ich heute in der Schule an der Tafel stand und mich zum Fenster
drehte, sah ich sie mit Tommy, dem Sohn unserer Nachbarn, Händchen
haltend langsam vorbeigehen. Dabei schaut sie mir auch noch so kühn
in die Augen. Und das, obwohl sie ganz genau weiß, dass ich seit min-
destens zehn Monaten hoffnungslos in Tommy verliebt bin. So eine
falsche Schlange nennt sich eine uralte Freundin!
Aber das zahle ich ihr heim. Wenn sie mir morgen mit ihren strahlend
weißen Zähnen entgegenkommt, um mit ihrer neuen Flamme zu prah-
len, werde ich ihr ganz kühl entgegnen: „Was begehrst du von mir,
6. KLASSE
niederträchtiges Weib! Nach dir kräht doch kein Hahn mehr! Das ist
dein Schicksal!“
154 Wörter
52
Die ersten Tiere lebten im Meer und sahen sonderbar und manche
sogar furchtbar aus. Sie hatten zum Beispiel pilzförmige Augen oder
zangenartige Kiefer. Erst viel später entwickelten sich die berühmten
Dinosaurier. Ihr Schicksal war es, die Erde für viele Millionen Jahre zu
beherrschen, dann jedoch auszusterben. Wo heute New York liegt, war
damals undurchdringlicher Urwald.
145 Wörter
KLASSE
8. KLASSE
6.
53
Löwenzahn war es, das wusste er ganz genau. Langsam und genieße-
risch ließ er sich gerade das saftige Grün im Munde zergehen, als ihm
urplötzlich ein Polizist die Dienstmarke unter die Nase hielt und Hand-
schellen anlegte.
Vor Gericht fiel das Urteil allerdings sehr günstig für das Leckermaul
aus. Denn obwohl er gegen das eherne Parkgesetz verstoßen hatte,
nach dem nichts, was dort wächst, ausgerupft, geschweige denn
gegessen werden darf, konnte ihm nichts nachgewiesen werden. Die
wichtigsten Beweismittel hatte er bereits hinuntergeschluckt.
Mittlerweile kann man mit Steve Wild Pfadfinder spielen und auf
Pflanzensuche gehen. Er liebt es, interessierten Besuchern die verbor-
genen Leckereien des Parks zu zeigen, eine kostbare Beere hier, ein
wohlschmeckender Blütenstiel dort. Wohl bekomms!
174 Wörter
54
Die Gegner der Formel 1 können auf eine große Anzahl von Katastro-
phen in den letzten Jahrzehnten hinweisen. So gibt es kaum einen
Weltklassefahrer, der sein Rennauto nicht mindestens einmal völlig
demoliert hat. Dies konnte aber bisher noch keinen der Formel-1-Pilo-
ten davon abhalten, sofort in das nächste Auto zu steigen und mit
quietschenden Reifen aus den Boxen zu rasen. Aber nicht nur die Fahrt
mit dem Rennauto birgt Gefahren, auch der Halt zum Reifenwechsel
und Tanken kann tödlich enden. Da alles blitzschnell geschehen muss,
kann es vorkommen, dass ein Mechaniker die Reifen nicht ordnungs-
gemäß befestigt. Bei hoher Geschwindigkeit löst sich dann das Rad
KLASSE
8. KLASSE
von der Aufhängung und der Rennfahrer verliert die Kontrolle über
die Maschine. Noch schlimmer ist es allerdings, wenn beim Auftanken
Benzin austritt. Es genügen schon wenige Tropfen, die sich am glühend
heißen Auspuff des Autos entzünden, um im Nu ein riesiges Flammen-
meer auflodern zu lassen.
268 Wörter
7.
55
3.2 Schärfung
Konsonantenverdopplung
Eine Möglichkeit zu zeigen, dass ein Vokal kurz gesprochen wird, ist, den
folgenden Konsonanten zu verdoppeln (Ball, Fett, Tasse, Watt, Zettel …).
Diese Kennzeichnung eines kurz gesprochenen Vokals nennt man auch
Schärfung.
Die Polizisten hatten einen Jungen im Alter von sieben Jahren auf der
Straße gefunden, der sich hoffnungslos verirrt hatte. Durch den Knall
eines Unfalls war der Junge so verstört, dass er nicht mehr zu beruhi-
gen war. Die Polizisten nahmen den Jungen mit auf die Wache, wo sie
ihn mit einem Ball ablenken wollten.
Doch all die Ablenkung half nichts. Der Junge hörte offenbar noch
immer den Knall des Unfalls. Er konnte sich einfach nicht beruhigen
und weinte hemmungslos. Den Ball beachtete er gar nicht. Die Poli-
zisten wussten nicht, was sie tun sollten.
5. KLASSE
Sie hatten schon die Hoffnung aufgegeben, als der rettende Einfall
kam. Eine Beamtin suchte nach einem Stofftier, das das traurige Kind
schließlich zum Lachen brachte. Danach konnte sich der Junge auch
wieder an seine Adresse erinnern. Teddybären sollen die Beamten nun
ständig begleiten.
161 Wörter
56
Die Kürze eines Vokals kann nicht nur durch zwei gleiche (앖S. 56), son-
dern auch durch zwei oder mehrere unterschiedliche Konsonanten
angezeigt werden (Schrank, Gift, folgen).
Der Yeti
Seit langer Zeit geht der Glaube um, dass es in den höchsten Regionen
der Welt noch unbekannte Tiere gibt. Die Berge des Himalaja sind sehr
schwer zu erforschen. Deshalb ist bis heute nicht klar, ob es den Yeti
dort wirklich gibt. Er soll ein Wesen zwischen Mensch und Affe sein, der
nur im Gebirge wohnt. Viele Wissenschaftler wollten zeigen, dass der
Schneemensch lebt. Oft war der Versuch, in diese Schneewelt zu gelan-
gen, vergeblich. Viele Forscher kamen niemals zurück.
122 Wörter
5.
57
Um zu zeigen, dass ein Vokal kurz gesprochen wird, wird der folgen-
de Konsonant verdoppelt (앖S. 56). Bei zusammengesetzten Wörtern
treffen manchmal die Konsonantenverdopplung wegen kurzen Vokals
und ein gleicher Anfangskonsonant des folgenden Wortes aufeinander.
Diese Wörter werden deshalb mit drei gleichen Konsonanten geschrie-
ben (Rollladen, Balletttänzerin).
Dass Eisberge eine Gefahr für die Schifffahrt sind, weiß man seit dem
Jahr 1912, als der größte Passagierdampfer der Welt, die „Titanic“, einen
Eisberg rammte und in den Wellen des Nordatlantiks versank.
Eine besondere Begegnung mit einem Eisberg soll vor vielen Jahren die
Besatzung eines Walfängers erlebt haben. Der Kutter fuhr in Richtung
Grönland und außer Robben hatte man noch keine Tiere gesichtet, als
eines Morgens kurz nach der Dämmerung die Warnsirene pfiff. Ein rie-
siger Eisberg kam auf sie zu. Für ein schnelles Wendemanöver war es zu
spät, ein Zusammenprall schien unvermeidlich.
vernahm dann ein lautes Krachen und der Pfeil steckte mitten in der
Eisscholle. Wie durch ein Wunder konnte dies den Eisberg stilllegen.
Er schwenkte zur Seite und blieb dann völlig ruhig im Wasser liegen.
Man erkannte das Rätsel der unheimlichen Begegnung schnell: Ein Wal
war mit dem Eisberg zusammengeprallt und mit seinem Kopf in einer
Eisplatte stecken geblieben. Er hatte gezappelt, gezerrt und dabei seine
neue „Kopfbedeckung“ vor sich her geschoben.
197 Wörter
58
Früher schrieb man kk statt ck und statt tz schrieb man zz. Heute
schreibt man im Deutschen nach einem kurz gesprochenen Vokal statt
kk meistens ck. (Ausnahmen sind Fremdwörter wie Sakko oder Mokka.)
Statt zz schreibt man meistens tz (Ausnahme z. B. Pizza).
Mehr Dreck
Doch nicht immer hilft eine Spritze in die Pobacke. Der Arzt glaubt
außerdem, dass die Menschen in der westlichen Welt so empfindlich
sind, weil sie einfach nicht mehr ausreichend mit Schmutz oder Dreck
in Berührung kommen. Sie putzen ihre Wohnung am liebsten jeden
Tag. Dabei strecken sie sich auch nach der letzten Spinnwebe an der
Zimmerdecke.
Das soll nun aber nicht heißen, dass man den Deckel jeder Mülltonne
öffnen soll, um darin herumzustöbern. Man soll sich auch nicht nach
allem bücken oder den Dackel des Nachbarn drücken und küssen. Aber
KLASSE
8. KLASSE
man muss auch kein Fracksausen haben, wenn eine Stechmücke auf
dem Arm hockt.
Man soll sich stattdessen in aller Ruhe setzen, gemütlich einen Mokka
trinken und die Mücke ignorieren.
171 Wörter
5.
59
Um zu zeigen, dass ein Vokal kurz gesprochen wird, wird der folgende
Konsonant verdoppelt. Manchmal folgen dem Vokal auch zwei oder
mehrere unterschiedliche Konsonanten (앖S. 56–59).
Wird ein Wort mit Doppelkonsonant geschrieben, so schreibt man auch
alle verwandten Wörter mit Doppelkonsonant.
Vom Rothirsch
Der Rothirsch ist eines der imposantesten Tiere unserer Wälder. Bis zu
zwei Meter fünfzig lang und mehrere Zentner schwer, entwickelt er
auch entsprechenden Appetit. Die winterlichen Verbissschäden gehen
in die Millionen.
Im Winter, wenn das Geweih abgeworfen wird und Schnee liegt, kann
man die Hirschrudel ziehen sehen. Häufiger findet man ihre Hufab-
drücke, Trittsiegel genannt. Auf der Suche nach Nahrung fallen sie in
die Schonungen ein.
6. KLASSE
139 Wörter
60
Mühsam baut Tina mit Tom das Regal wieder auf und als sie beim Ein-
räumen sind, schnuppert sie misstrauisch. Etwas stinkt. Die Suppe!
Die Haustür knarrt, Vater steht im Flur und schnüffelt: „Was ist denn
hier angebrannt?“ Unglücklich erzählt Tina, dass sie eine Suppe kochen
wollte, und die Geschichte mit dem Regal. Vater, der inzwischen den
Topf von der Platte genommen hat, lacht und meint: „Tja, mein Schatz,
dieses Abendessen ist nicht mehr zu retten“, und wirft es in die Tonne.
„Aber etwas müssen wir essen. Im Kühlschrank sind Eier und Milch,
Zucker ist ebenfalls da. Na, dann gibts eben Pfannkuchen!“ Er kann
ja eigentlich nicht kochen, aber seine Pfannkuchen sind der absolute
KLASSE
8. KLASSE
Renner!
187 Wörter
6.
61
die Täter auf und baten sie, vernünftig zu sein. Besonnen rief der
Geschäftsführer die Polizei an und bat sie, auch einen Rettungswagen
mit Sauerstoffflasche für seine asthmakranke Angestellte zu schicken.
Der Prozess gegen die Täter wird im Mai stattfinden. Es wird damit
gerechnet, dass sie zu einer Haftstrafe verurteilt werden, weil auf das
Konto der Bande auch drei Tankstellen- und zwei Ladenüberfälle gehen.
181 Wörter
62
243 Wörter
7.
63
4.1 Vokale
e und ä
Der Vokal e und der Umlaut ä klingen sehr ähnlich oder gleich (Bäcker –
lecker). Um zu unterscheiden, ob ein Wort mit e oder ä geschrieben wird,
kann man sich merken: Die meisten Wörter mit ä lassen sich von einem
Wort mit a ableiten (erklären – klar, Gelände – Land, jährlich – Jahr).
Wettkrähen
Johann, der Pächter des größten Hofes, und Hinnerk, Besitzer kleinerer
Ländereien in der Nähe des Wäldchens, versuchten, ihre Hähne zum
Krähen zu bewegen. Dabei waren sie so auf den Gegner fixiert, dass sie
gar nicht merkten, dass der Sieg an den Hahn eines kleinen Mädchens
ging. Diese hatte ihren Hahn ständig gestreichelt, statt ihn mit gehäs-
sigen Bemerkungen aufzustacheln, was Johann und Hinnerk taten.
115 Wörter
64
Du kannst auf Seite 64 lesen, dass sich die meisten Wörter mit ä von
einem Wort mit a ableiten lassen. Nur manche Wörter wie Bär oder
Käfer lassen sich von keinem Wort mit a ableiten. Diese musst du dir
merken.
Bärtiger Protest
144 Wörter
6.
65
e und ä, eu und äu
Man schreibt ein Wort mit ä, wenn es sich von einem Wort mit a ablei-
ten lässt (앖S. 64 f.).
Mit äu schreibt man ein Wort, wenn man ein anderes Wort mit au ablei-
ten kann. Die meisten anderen Wörter schreibt man mit e oder mit eu.
Bei einigen Wörtern wie Geländer, Bär, sägen, Säule, Knäuel usw. helfen
keine Ableitungen. Diese Wörter muss man sich merken.
Alle reden vom Sparen. Fast schon als Säugling bekommt man einge-
bläut, dass es eine Schande ist, Geld zu vergeuden. Doch nicht überall
wurden die Reichtümer so ängstlich gehortet. Die Indianerstämme an
Nordamerikas Westküste hatten einen Brauch, bei dem es darum ging,
Gäste möglichst aufwändig zu beschenken. Dieser äußerst unbeschei-
dene Brauch heißt Potlatch.
165 Wörter
66
Frisch Verliebte sehen die Welt mit anderen Augen. Fühlten sie sich
gestern noch einsam wie ein Waisenkind, so kommen sie sich auf ein-
mal wie der leibhaftige Kaiser von China vor. Seltsamerweise sehen
frisch Verliebte vieles seitenverkehrt. Was sie zuvor als naiv und eitel
abtaten, darauf achten sie auf einmal bis ins kleinste Detail.
KLA S S E
Doch nach dem Verliebtsein stellt sich die Frage nach der „wahren“
Liebe. Wie es dann weitergeht, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Und man beginnt zu ahnen, warum Liebespärchen im Kino erst gar
8. KLASSE
nicht zueinanderfinden können.
141 Wörter
8.–10.
67
4.2 Konsonanten
b und p
Zum Verhängnis wurde ihm, dass er auf der Flucht nicht nur mehrere
Stoppschilder überfuhr, sondern auch deutlich zu schnell war. So fiel
er einer Polizeistreife auf. Auf dem nassen Laub in der Ulmenallee kam
sein Auto dann ins Schleudern. Als die Beamten ihn aus dem Wagen
5. KLASSE
befreiten, gab er sofort alles zu. „Ich habe einfach den richtigen Maß-
stab verloren“, sagte er. „Ich hab die Leni doch lieb.“
154 Wörter
68
Wie b und p (앖S. 68) klingen auch d und t sehr ähnlich. Im Anlaut wird
d weich gesprochen, t dagegen hart (Dach, Tag). Im Wortinnern und vor
allem am Wortende sind d und t manchmal kaum zu unterscheiden.
Wenn du das Wort verlängerst oder ein verwandtes Wort suchst, hörst
du jedoch meistens, ob d oder t geschrieben werden muss (Wand –
Wände, kalt – Kälte).
Seit Langem besteht der Verdacht, Fernsehen sei schlecht für Kinder.
Mord und Gewalt, so sagen Kritiker, werden so echt dargestellt, dass
viele nur noch schlecht zwischen Spiel und Realität unterscheiden kön-
nen. Es ist erwiesen, dass gerade Kleinere alles glauben, was sie sehen.
Filme, in denen das Recht erkämpft werden muss, führen zu einem fal-
schen Bild von der Staatsgewalt. Kein Polizist hat das Recht, Menschen
einfach kaltzumachen. Und so einfach lässt sich im wahren Leben eben
nicht zwischen Gut und Schlecht unterscheiden.
Soll man das Fernsehen deshalb direkt verbieten oder sofort umschal-
ten, wenn es nicht nur um Rehe im Wald geht? Auch das wäre schlecht.
Aber man sollte regelmäßig über das Gesehene sprechen, um den Blick
für die Realität zu wahren.
KLASSE
8. KLASSE
125 Wörter
5.
69
g und k
Neben b und p sowie d und t (앖S. 68 f.) kann man auch g und k manch-
mal schlecht unterscheiden. Auch hier kannst du im Anlaut gut hören,
dass g weich ausgesprochen wird, k dagegen hart (Guss, Kuss). Im Wort-
innern klingen g und k manchmal sehr ähnlich. Am Wortende sind sie
beim Hören kaum zu unterscheiden (Sarg, Park). Oft hilft es, wenn du
ein verwandtes Wort suchst.
In Freiheit fliegt der Orca über endlose Strecken durch das Wasser.
Orcas leben in Rudeln. Ein erfahrener Orca lehrt ein Jungtier viele
Jagdtechniken, sodass ihm Robben und Fische kaum entgehen können.
Orcas können sich untereinander verständigen. Es gibt sogar unter-
schiedliche Dialekte.
Er war kein richtiges Raubtier mehr. Statt die Robben zu töten, spielte
er mit ihnen. Auch die Sprache seiner Artgenossen hatte er verlernt
und schon nach zehn Minuten Schwimmen war er vollkommen aus
der Puste.
140 Wörter
70
Oft schreibt man den f-Laut tatsächlich mit f. Die meisten Wörter, die
ein v am Wortanfang oder am Wortende haben (Vater, aktiv), werden
aber auch wie ein f ausgesprochen sowie einige Wörter, die ein v im
Wortinnern haben (Pulver, wundervoll, Larve). In einigen Fremdwörtern
schreibt man den f-Laut mit ph (Phase, Katastrophe, Philosophie), man-
che Fremdwörter lassen jedoch auch beide Schreibweisen zu (Delfin/
Delphin). Bei einem dieser Fremdwörter ist nur die Schreibweise mit f
zugelassen (Telefon).
Versunkene Legende
Die „Titanic“ war der größte Luxusdampfer seiner Zeit. Als sie 1912 aus
dem Hafen auslief, verließ man sich auf die weitverbreitete Annahme,
dass sie unsinkbar sei. Es entsprach der Philosophie dieser Zeit, dass der
Mensch sich für unfehlbar hielt. Es sprengte den Rahmen der mensch-
lichen Fantasie und war unvorstellbar, dass eine technische Meister-
leistung versagen könnte.
Die Katastrophe, die in der Nacht zum 15. April geschah, versetzte
diesem Selbstverständnis der Menschen einen Dämpfer. Ein Funker
vergaß, die Meldung über gefährliche Eisberge an den Kapitän weiter-
zuleiten. Das Schicksal nahm seinen Lauf, und ein Eisberg bohrte sich
in den Rumpf der „Titanic“. Das Schiff versank in nur drei Stunden. Alle
Hilferufe waren vergebens. Etwa 1500 Menschen verloren ihr Leben.
KLASSE
8. KLASSE
Heute liegt der Ozeanriese in 3800 Metern Tiefe und ist das Objekt der
Begierde von Forschern und Souvenirjägern. Die Verfilmung der Tragö-
die wurde zu einem der größten Kinoerfolge.
146 Wörter
6.
71
x-Laut
Es war einmal ein frecher Dachs, der war bekannt dafür, ein guter Ver-
käufer zu sein. Er war viel unterwegs und bereiste viele Länder. So war
es ihm gelungen, einem Inuit einen Kühlschrank zu verkaufen. Da traf
er eine Eidechse und erzählte ihr von seinen Erfolgen. Die Eidechse
sagte zu ihm: „Du bist doch ein rechter Ochse, aber noch lange kein
schlauer Fuchs. Erst wenn es dir gelingt, einem Elch eine Gasmaske zu
verkaufen, kannst du dich als guten Verkäufer rühmen.“
Geradewegs fuhr er nach Norden und bot den Elchen seine Gasmasken
an. Anfangs tat er sich schwer, denn die Elche zuckten nur die Achseln
und zogen weiter. Dann hatte er eine Idee. Er baute eine Fabrik, aus der
werktags Qualm aufstieg. Tags darauf kamen die Elche zu ihm und ris-
sen ihm die Gasmasken aus den Händen. Auf die Frage, was er in seiner
Fabrik mache, antwortete der Dachs: „Gasmasken.“
6. KLASSE
154 Wörter
72
Auf den Seiten 68 bis 70 kannst du nachlesen, wie du die gleich und
ähnlich klingenden Konsonanten b und p, d und t, g und k am besten
unterscheiden kannst. Vor allem am Ende des Wortes hört man oft kei-
nen Unterschied. Oft hilft es, wenn du ein verwandtes Wort suchst. Das
kannst du mit diesem Diktat üben.
Nachdem sie ihren ersten Roman geschrieben hatte, hörte ihr Leid
noch nicht auf. Neun Verleger fanden kein Lob für das Manuskript. Sie
schrieben Absagen, die sehr plump waren. Doch die Autorin gab nicht
auf und der zehnte Verlag nahm ihr Buch an.
Heute sind ihre Bücher bereits in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Harry
Potter heißt ihr Held. Seine Kindheit ist hart. Denn er ist ein Waisen-
kind und muss erkennen, dass viele Menschen nicht sehr klug sind und
meistens dumme Regeln brauchen, um einen Halt zu haben.
KLASSE
8. KLASSE
Harry entkommt dieser Welt mit einem Schlag, als er entdeckt, dass er
Zauberer ist. Dadurch öffnet sich ihm eine andere Welt. Doch auch dort
muss Harry darauf achten, wer Freund oder Feind ist.
173 Wörter
7.
73
Pinocchios Abenteuer
Diese menschliche Holzpuppe macht sich hurtig auf die Suche nach
ihrem Glück und wird auf diesem Weg mehrmals richtig diebisch übers
Ohr gehauen. Ein Fuchs und ein Kater bringen Pinocchio schließlich um
6. KLASSE
Endlich finden sich Vater und Sohn wieder. Im riesigen Bauch eines
Wales begegnen sich die beiden und fallen sich glücklich in die Arme.
Herzlich nimmt der Vater den verlorenen Sohn wieder auf.
152 Wörter
74
Bei den Wörtern Tod und tot hören sich das d bzw. t gleich an. Trotz-
dem gibt es Regeln, die dir helfen. Substantive werden meist mit d
geschrieben (Tod, Todesfall; Ausnahme: der Tote, Totgeburt, Totschlag).
Zusammengesetzte Verben und davon abgeleitete Partizipien werden
meist mit tot- gebildet (totlaufen, totgeärgert). Das Adjektiv tot wird
mit t geschrieben. Zusammengesetzte Adjektive werden meist mit tod-
gebildet (todkrank, todsicher).
Der Tod hat nicht immer und überall die gleiche Bedeutung. Früher
starben die Todgeweihten zu Hause im Kreis von Verwandten und
Freunden. So wurde der Todkranke ständig betreut und sogar nach sei-
nem Ableben gab es bis zur Beerdigung die Totenwache. Zwar waren
die Angehörigen todtraurig, doch der Umgang mit dem Tod folgte fes-
ten Regeln.
Seit dem 20. Jahrhundert wird der Tod mehr und mehr aus dem Leben
verbannt und totgeschwiegen. Der Todeskampf findet heute in Kran-
kenhäusern statt und die Zeit wird totgeschlagen, indem man dem
Todeskandidaten vortäuscht, dass der Tod heilbar und nicht todsicher
sei.
KLASSE
8. KLASSE
In allen Religionen spielt der Tod eine wichtige Rolle. Im Christentum
bedeutet der Tod Erlösung von den Sünden. Der Hinduismus betrachtet
das Leben und den Tod als Kreislauf, der sich erst totläuft, wenn der
Mensch diesen Zirkel der Wiedergeburten verlässt. Der Buddhismus
nennt die Auflösung des Ichs den „großen Tod“; für die Toten sind dann
die Grenzen zwischen dem Ich und der Welt aufgehoben. Todesangst
und Todesmut sind also Antriebsfedern jeder Kultur.
172 Wörter
7.
75
Es handelt sich dabei um eine künstlerische Aktion, die zum Teil die
Stadtverwaltung finanziert und die sogar mit dem Segen des Staats-
präsidenten stattfindet. Dass dieser Aktion stattgegeben wurde, ist für
das eher prüde Chile sehr ungewöhnlich. Die Künstler wollen die Men-
schen mit ihrem Projekt zum Nachdenken über die Grenzen zwischen
7. KL ASSE
160 Wörter
76
Der Unterschied zwischen den beiden Vorsilben ent- und end- ist nicht
zu hören. Aber es hilft dir, wenn du darüber nachdenkst, ob die Bedeu-
tung des jeweiligen Wortes etwas mit Ende zu tun hat. Denn dann
schreibt man es mit der Vorsilbe end-. Wörter mit der Vorsilbe ent-
haben inhaltlich oft mit wegnehmen, weggeben oder loswerden zu tun.
Entdeckungsreisen
Die Welt von heute ist klein geworden. Entfernungen stellen keine
entmutigenden Hindernisse mehr dar. Aber das war nicht immer so.
Früher schien die Welt unendlich groß zu sein und voll von entsetzlich
fremden Ländern und Menschen. Trotzdem entschieden sich Menschen
schon immer dafür, zu reisen und die Welt zu enträtseln. Besonders
bekannt sind die Entdecker der frühen Neuzeit. So erreichte 1498 ein
portugiesisches Schiff unter Kapitän Vasco da Gama nach beinahe end-
loser Fahrt Indien auf dem Seeweg. Bereits 1492 hatte der berühmte
Christoph Kolumbus dies versucht, stattdessen aber eine der Bahama-
inseln entdeckt. Das war nicht die Endstation seiner Reise, er erreichte
noch Kuba und Haiti. Auf seiner dritten Reise von 1493 bis 1496 betrat
er schließlich den südamerikanischen Kontinent.
163 Wörter
8. KL
7.
77
Die beiden Wörter wieder und wider klingen gleich. Besonders oft kom-
men sie in zusammengesetzten Wörtern vor (wiederholen, widerspre-
chen). Es hilft, wenn man auf den Inhalt der Wörter achtet: Wörter mit
der Vorsilbe wieder haben mit erneut, noch einmal zu tun. Wörter mit
der Vorsilbe wider haben etwas mit gegen, zurück zu tun.
Schach ist ein uraltes Spiel und übt auf einige Menschen einen unwi-
derstehlichen Reiz aus. Im Schach gibt es so viele Möglichkeiten, dass
nicht einmal ein Computer sie alle wiedergeben kann.
Manche Stellungen tauchen zwar immer wieder auf, doch schon nach
zehn Zügen können viel mehr Stellungen entstanden sein, als Men-
schen auf der Erde leben. Der größte Widersacher des Schachspielers
sind also die unzähligen Möglichkeiten. Ein etwas widersinniges indi-
sches Sprichwort heißt: Schach ist ein See, in dem eine Mücke baden
und ein Elefant ertrinken kann.
Einschätzung des Schachspiels. Für manche ist es ein Sport, für andere
eine Wissenschaft und für wieder andere eine Kunst.
166 Wörter
78
Popband
Wie fühlt ihr euch, seit ihr als Stars gefeiert werdet und nun berühmt
seid? „Eigentlich hat sich noch nicht so viel geändert. Aber diese große
Popularität genießen wir ja erst seit Kurzem. Ich hoffe dennoch, dass
ich niemals den Satz hören muss: ,Seit man euch feiert, seid ihr andere
Menschen geworden.‘ “
Ihr denkt also, dass ihr auf dem Teppich geblieben seid, seit ihr solchen
KLA S S E
Erfolg habt? „Aber ja, ich denke, dass es erst problematisch wird, wenn
alle etwas von uns wollen und jeder sagt: ,Ihr seid so oder so und müsst
jetzt dies oder jenes tun.‘ “
8. KLASSE
Seid ihr eigentlich stolz auf eure Lieder? „Nein, ich empfinde nur Stolz,
wenn ich jemanden auf der Straße eines unserer Lieder singen höre.
Seit ich denken kann, finde ich, dass Musik eigentlich niemandem
gehört. Für mich sind unsere Lieder wie Kinder; und wenn ich sie dann
auf der Straße höre, denke ich: ,Ihr seid jetzt erwachsen geworden.‘ “
8.–10.
187 Wörter
79
5.1 s, ss oder ß?
Schreibung mit s
Nach einem Konsonanten steht immer nur ein einfaches s (Hals, Erbse,
Pinsel). Ein einfaches s steht auch am Wortanfang (Sinn, sieben, Salz)
sowie nach einem Vokal, Diphthong (Doppelvokal) oder Umlaut in der
Wortmitte (Hase, Gebläse, Reise).
Leonie träumt
Leonie wollte vor die Stadt auf eine große Wiese. Dort hatte sie kürz-
lich einige Hasen gesehen. Doch Leonie wurde müde und ließ sich im
Stadtpark einfach in das Gras fallen.
Die Sonne brannte vom Himmel. Zum Glück hatte sie eine kurze Hose
an. Sie lag auf dem Rasen und schaute hinauf zu den Wolken. Anfangs
stellte sie sich vor, sie wäre auf eine einsame Insel gereist. Sie träumte
von der Insel und stellte sich vor, was sie dort sehen würde.
Da waren viele Blumen, vor allem Rosen. Sie leuchteten in allen Farben.
Und natürlich gab es einen Sandstrand. Sie spürte schon fast den wei-
5. KLASSE
Doch dann erwachte Leonie aus ihrem Traum. Sie hatte großen Durst.
An ihrem Hals spürte sie auch schon einen leichten Sonnenbrand.
Schnell lief sie nach Hause.
136 Wörter
80
Ein ß kann nur nach einem langen Vokal oder einem Diphthong stehen
(Soße, Maß, außen, weiß). Wird der vorausgehende Vokal kurz gespro-
chen, kann kein ß stehen.
Manchmal kann nach langen Vokalen oder nach Diphthongen am Wort-
ende auch das stimmlose s stehen (Pflaumenmus, Haus).
Nachdem die Schule zu Ende war, lief Leonie durch die Stadt. Sie folgte
zuerst den Straßen, ließ sich dann zum Spaß einfach treiben. Schließ-
lich erreichte sie den Rand der Großstadt. Hier war sie noch nie gewe-
sen. Es war sehr heiß, deshalb ging sie einfach in einen Garten, in dem
gerade ein Rasensprenger lief.
Plötzlich kam ein Hund auf sie zugerannt, der sie beißen wollte. Er
schnappte nach ihrem Fuß, erwischte allerdings nur ihre Hose und
versuchte, diese zu zerreißen. Zum Glück kam der Besitzer des Gartens
herbeigelaufen. Er stellte Leonie zur Rede: „Was machst du denn hier
in meinem Garten? Habt ihr denn keinen eigenen?“ Leonie antworte-
te: „Wenn wir einen Garten hätten, würde ich dann durch die Straßen
ziehen und in fremde Gärten gehen?“ Traurig und ohne Abschiedsgruß
rannte sie davon.
KLASSE
8. KLASSE
Einige Tage später brachte sie dem Besitzer des Gartens als Entschuldi-
gung ein Glas mit selbst gemachtem Apfelmus vorbei. Schließlich ist es
nicht in Ordnung, einfach in fremde Gärten einzusteigen. Dem beißen-
den Hund brachte sie jedoch nichts mit.
173 Wörter
5.
81
Schreibung mit ss
Nach einem kurzem Vokal folgt fast immer ss (essen, der Fluss).
Einige wenige Wörter werden im Singular mit einfachem s geschrieben,
obwohl ihnen ein kurzer Vokal vorausgeht (Bus, Kürbis, Iltis). Die Plural-
formen folgen allerdings wieder der Regel (Busse, Kürbisse, Iltisse).
Die Nachsilbe (Suffix) -nis wird im Plural (Mehrzahl) zu -nisse.
Was sich alles ändern würde, wenn Kinder den Lauf der Dinge bestim-
men könnten, zeigen die Ergebnisse einer Umfrage unter Fünftkläss-
lern. Alles wäre natürlich besser, wenn man nur endlich die Kinder an
die Macht lassen würde!
Die Flüsse und Meere, überhaupt die ganze Natur soll dann sauber
sein. Alle Menschen sollen etwas zu essen bekommen. Doch nicht jeder
käme in den Genuss von Vorteilen. Einige Politiker sind nach Ansicht
der Kinder überflüssig. Und auch den Lehrern ginge es an den Kragen,
zumindest denen, die zu viele Hausaufgaben stellen. Denn Wissen
allein zählt bei Kindern nicht. Und sie hassen stumpfsinnige Paukerei.
Allerdings gibt es auch Kinder, denen es gar nicht passt, die Welt zu
regieren. So meint Tobias, dass er dann jedes Land regieren müsste.
Und das wäre ihm einfach zu viel Stress.
5. KLASSE
136 Wörter
82
Diese Regeln findest du auf den Seiten 80 bis 82: Nach kurzem Vokal
folgt fast immer ss. Nach langem Vokal und Diphthong steht s oder ß.
Nach Konsonanten und am Wortanfang steht immer nur s.
Selma Lagerlöf wurde 1858 in Schweden geboren. Sie war bereits eine
bekannte Schriftstellerin, als sie den Auftrag bekam, ein Lesebuch für
die schwedische Volksschule zu schreiben.
Deshalb unternahm sie viele Reisen durch Schweden bis zum Polar-
kreis. Diese Erlebnisse flossen in das neue Lesebuch ein, in dem die
Autorin die vielfältigen Informationen zu einer interessanten Hand-
lung verknüpfte.
Den Kern der Handlung bildete eine Erzählung ihrer Großmutter. Diese
hatte beobachtet, wie eine zahme Gans des Hofes den nach Norden
ziehenden Wildgänsen gefolgt war. Die Familie hatte das sanfte Tier
bereits aufgegeben, als es sich im folgenden Jahr mit der neu gegrün-
deten Familie auf dem Hof niederließ.
145 Wörter
5.
83
Schreibung mit s
Reisefieber
Ganz verrückt kann man werden, rasend. Wenn man etwas sucht, ist
es mit Sicherheit nicht zur Stelle. Wo befindet sich mein Reiseföhn? Da
vergeht einem ja der ganze Spaß!
Mutter und Vater sind ganz nervös. Nach sieben Jahren soll es zum
ersten Mal wieder in den Urlaub gehen. Nach Casablanca! Wenn schon
Afrika, dann wäre ich noch weiter in den Süden geflogen. Den Urwald
hätte ich gern mal gesehen. Stattdessen darf ich mir in Marokko wohl
einen Turban kaufen. Und das nur, weil meine Eltern den Film so kultig
finden.
166 Wörter
84
Ein ß kann nur nach einem langen Vokal oder einem Diphthong stehen.
Wird der vorausgehende Vokal kurz gesprochen, kann kein ß stehen.
Manchmal kann nach langen Vokalen oder nach Diphthongen am Wort-
ende auch das stimmlose s stehen (앖S. 81).
Fußball
Mädchen spielen nicht Fußball, sagen Sabines Eltern. Dabei hat der
Sportverein Sangersheim mehr Mädchen in der Fußballsparte als
Jungs. Die fahren lieber mit den Inlinern auf der Straße.
Neulich hat Sabine, als den Jungs ein Ersatzspieler fehlte, sogar ein
Punktspiel als Sabu mitgemacht. Hannes erzählte, dass seine Mann-
schaft wohl die Punkte des nächsten Spiels verlieren würde, weil
mindestens ein Spieler fehlte. Draußen auf der Straße kam Sabine die
Idee, als Junge dort mitzuspielen. „Wehe, du schmeißt uns das Spiel“,
meinte der verblüffte Hannes.
Am Samstag stand sie aber mit auf dem Platz. Der Spielführer der
gegnerischen Mannschaft wollte gerade in einen Apfel beißen, als er
bemerkte, dass Sangersheim doch vollständig angetreten war. Lange
Zeit zum Überlegen hatte er nicht. Nach dem Anstoß befand sich der
Ball gleich in der gegnerischen Hälfte und zu allem Überfluss sprach
KLASSE
8. KLASSE
der Schiedsrichter den Sangersheimern einen Freistoß zu. Sabu im
gegnerischen Strafraum bekam ihn auf den Fuß und drehte den Ball in
das Tor. Es blieb bei diesem einen Tor und die Sangersheimer feierten
schließlich ihren Sieg.
173 Wörter
6.
85
Die Regeln zu diesen Diktaten kannst du auf den Seiten 80 bis 85 nach-
lesen. Hier kannst du die Schreibung aller s-Laute üben.
Lege dir bereits vor der Vorstellung ein Kartenspiel zurecht. Du musst
wissen, dass obenauf die vier Buben mit dem Rücken nach oben liegen.
Stets müssen darauf dann noch drei beliebige andere Karten liegen.
Nun nimmst du die sieben obersten Karten in die Hand, fächerst die
vier Buben auseinander und zeigst sie vor. Die drei anderen Karten blei-
ben dahinter verborgen. Nun heißt du die Besucher willkommen und
beginnst: „Das hier sind vier Landstreicher, die abends in diesem Haus
rasten wollen.“ Hierauf schließt du den Kartenfächer und legst ihn
verdeckt obenauf. Zuoberst liegen jetzt die drei Karten, die hinter dem
Fächer versteckt waren; anschließend folgen die vier Buben.
252 Wörter
86
Bevor wir nun die erste Szene proben konnten, wollten wir vorher noch
unser „echtes“ Blut testen. Sabine setzte sich in einen Sessel, öffnete
die Knöpfe am Ärmel ihrer Bluse und ließ sich ein bisschen von der
roten Soße auf den Unterarm gießen. Das „Blut“ lief ihr am Arm herun-
ter und hinterließ auf dem weißen Stoff einen schönen, wie echt aus-
sehenden „Blutflecken“. Wir waren alle begeistert von diesem Effekt
und Tobias gab Sabine als kleine Entschädigung für ihre schmutzige
Bluse einen schmatzenden Kuss auf die Backe.
Und wirklich: Als dann beim Schulfest während der Vorstellung auf den
KLASSE
8. KLASSE
weißen Laken, unter denen Frankensteins Patient lag, große, rote Fle-
cken zum Vorschein kamen, wurden einige Eltern blass. Und selbst ich
bekam eine Gänsehaut, obwohl ich doch wusste, dass alles nur Spaß
war. Unser Theaterstück wurde ein riesiger, grausig-schöner Erfolg!
259 Wörter
6.
87
Herakles
Als Erstes wurde ihm die Aufgabe gestellt, den Nemeischen Löwen
zu töten. Dem Fell dieses Tieres konnte weder durch Bogenschüsse
noch durch Schwerthiebe Schaden zugefügt werden. Trotzdem schoss
Herakles alle seine Pfeile auf die Bestie ab, allerdings erfolglos. Als auch
sein Schwert versagte, erwürgte er das Untier schließlich mit bloßen
Händen. Die zweite Prüfung verlangte von Herakles die Ermordung der
Hydra, eines hässlichen Ungeheuers von hundeähnlicher Gestalt und
mit acht oder neun Schlangenköpfen. Außerdem wusste man, dass ihr
Atem für Menschen tödlich war.
Herakles näherte sich der Hydra mit geschlossenem Mund. Ohne gebis-
7. KLASSE
198 Wörter
88
Seit dem 19. Jahrhundert wurde versucht, unter- und überlegene Ras-
sen z. B. durch das Messen des Kopfumfangs wissenschaftlich zu defi-
nieren. Alle diese Versuche scheiterten schließlich. Ziel der Rassisten
war es, die eigene, vermeintlich überlegene Rasse aus der „Natur“ her-
zuleiten. Dass Rassismus bis heute leider immer noch eine Rolle spielt,
KLA S S E
liegt daran, dass gesellschaftliche Außenseiter als Sündenbock benutzt
werden. Unter dieser Rolle müssen häufig Ausländer, Asylanten sowie
ethnische und religiöse Minderheiten maßlos leiden.
8. KLASSE
180 Wörter
8.–10.
89
das
Das Unugunu ist ein Monster, das von einem fernen Planeten auf die
Erde gekommen ist und sich bei Eddi und seinen Eltern einquartiert
hat, ohne diese um Erlaubnis zu fragen. Das zeugt nicht gerade von
guter Kinderstube! Das Ungetüm sieht aus wie ein großer, aufgebla-
sener Luftballon mit Armen und Beinen. Es sitzt den ganzen Tag im
bequemsten Sessel der Wohnung und macht sich vor allem durch fort-
währendes Essen bemerkbar. Das Unugunu kommandiert die gesamte
Familie herum und beschimpft sie dabei auch noch. So kann es nicht
weitergehen, das kannst du dir denken. Das Dumme ist nur, dass das
Unugunu ständig gelbe Wolken ausstößt, wenn es Widerstand spürt.
Eddi ist im Laufe der Zeit vom Verhalten des Ungetüms, das ihn immer
öfter an den Angeber und Klassenanführer Jürgen erinnert, ziemlich
genervt. Er schmiedet mit seinem Freund Martin einen Plan, um gegen
5. KLASSE
185 Wörter
90
Das Wörtchen dass mit ss ist eine Konjunktion, also ein Bindewort, das
zwei Sätze miteinander verbindet. (Es gefällt mir so gut, dass ich es aus-
leihen möchte.) Merke dir: Vor dass muss man immer ein Komma set-
zen! Manchmal steht das Komma auch am Ende des Nebensatzes, wenn
dieser dem Hauptsatz vorausgeht.
Das Spiel
Chris sitzt nervös in der Umkleidekabine. Eigentlich hatte sie sich da-
rauf gefreut, dass ihr großer Bruder mit ihr Tennis spielen wollte. Sie
hatte darauf gehofft, dass er ihr die Bälle so zuspielen würde, dass sie
ihre Rückhand verbessern könnte. Aber jetzt will er ein richtiges Spiel,
mit Sieger und Verlierer.
Dass ihr Bruder um Punkte mit ihr spielen will, ist ihr zu blöd. Sie denkt,
dass sie viel lieber mit ihm Tennis spielen will, nicht gegen ihn. Sie
beschließt, dass ihr das Spiel so keinen Spaß macht, dass sie dann lie-
ber nach Hause gehen will.
Sie packt ihre Tasche und verlässt die Umkleidekabine. „Gut, dass du
schon kommst“, sagt ihr Bruder. „Dann können wir ja gleich anfangen!“
Da bemerkt er, dass sie gar nicht umgezogen ist, dass sie ihre Tasche in
der Hand hat und keinen Schläger. „Dass ich ein richtiges Spiel mit dir
KLASSE
8. KLASSE
machen soll, gefällt mir nicht“, sagt Chris. Da merkt er, dass es ihr ernst
ist. Er fasst sich ein Herz und sagt: „Wenn es dir nicht gefällt, dass es
Gewinner und Verlierer geben soll, dann spielen wir eben einfach so.“
Chris ist sehr froh, dass ihr Bruder auch so mit ihr spielen will. Dann
kann sie ihre Rückhand vielleicht doch noch verbessern.
208 Wörter
5.
91
Wann man das oder dass schreibt, kannst du auf den Seiten 90 und
91 nachlesen. Außerdem kannst du dir Folgendes merken: Das mit s
schreibt man immer, wenn man ein, welches, dieses oder jenes einsetzen
kann. Dass mit ss schreibt man immer, wenn man kein anderes Wort
einsetzen kann.
„Aber Papi, das kann doch nicht dein Ernst sein. Ich bin noch zu jung,
um allein leben zu können.“ Murmel war entsetzt. „Wer zu jung ist, das
bestimme ich. Und jetzt ist Schluss.“ Papa Murmel war nicht mehr zu
überreden. Murmel machte sich davon. „Wetten, dass ich im nächsten
Winter doch wieder in seiner Höhle schlafe?“ Murmel war sich ziemlich
sicher.
ist los?“ „Ich habe es dir doch gesagt, Papa, dass ich zu klein bin, um
allein in der Wildnis zu leben.“ „Das ist richtig. Also komm, dann bleibe
noch ein Jahr bei uns“, sagte Papa. Und an Murmels Gesicht konnte
man sehen, dass er seine Wette gewonnen hatte.
180 Wörter
92
Ein sehr beeindruckendes Buch, das von einem Mädchen handelt, das
mit einem Wolfsrudel zusammenlebt, heißt „Julie von den Wölfen“. Das
Inuitmädchen Julie flieht vor einer drohenden Verheiratung mit dem
zurückgebliebenen Nachbarsjungen. Damit beginnt das Abenteuer,
das sie in die Tundra und zu einem Wolfsrudel führt. Hier gelingt ihr
das Kunststück, das Verhalten der Wölfe zu erlernen. Das macht es ihr
möglich, mit ihnen zusammenzuleben und zu überleben. Sie lernt das
Jagen nach Wolfsart und das richtige Verhalten innerhalb des Rudels,
das vom jeweiligen Rang abhängig ist.
Das Ende der Geschichte ist nicht so schön. Julie erreicht zwar das Dorf,
in dem ihr Vater lebt, aber das Wolfsrudel, das sie so lange beschützt
hat, wird von Pelzjägern beschossen.
124 Wörter
KLASSE
8. KLASSE
6.
93
dass
Geschnappt
Dass jemand aber ohne Grund zum Bahnhof ging, war unwahrschein-
lich. Schließlich hatte die Bahnhofskneipe schon vor Jahren schließen
müssen. Und jeder wusste, dass auch der Kiosk dichtmachte, sobald der
letzte Zug durchgerauscht war. Jetzt war sich Georg Gründlich ziemlich
sicher, dass er die Lösung des Rätsels am Bahnhof finden würde.
Er begab sich so schnell dorthin, dass sein Assistent ihm kaum folgen
konnte. Dass er am Bahnhof aber gleich Gelegenheit hatte, neben dem
verdächtigen Greis auch noch zwei alte Bekannte zu verhaften, hatte
6. KLASSE
164 Wörter
94
Das mit s kann drei Aufgaben haben. Du kannst sie auf Seite 90 nachle-
sen. Dass mit ss ist eine Konjunktion.
Das Computerzeitalter
Dass der Computer mal zu fast jedem Haushalt gehören würde, das
hat man sich noch vor einigen Jahrzehnten nicht träumen lassen. Das
Ungetüm, das die amerikanische Marine in den Vierzigerjahren des
20. Jahrhunderts Computer nannte, nahm noch den Raum von zwei
großen Zimmern ein. Erst durch den Einsatz von Mikrochips konnte
das Volumen der Computer verringert werden.
177 Wörter
6.
95
Die Schreibung von das oder dass hängt von der grammatischen Bedeu-
tung dieser Wörter ab (앖S. 90–95). Das schreibt man, wenn es sich um
einen bestimmten Artikel oder ein Pronomen handelt. Das kannst du dir
auch so merken: Das schreibt man, wenn man dieses, jenes oder welches
einsetzen kann.
Dass schreibt man, wenn es sich um eine Konjunktion handelt.
Freud teilte die menschliche Psyche in drei Teile. Das nach dem Lust-
prinzip arbeitende Reich unserer Triebe nannte er das Es. Das Ich ist der
an die Realität gebundene Teil der Psyche. Schließlich ist das Über-Ich
dafür verantwortlich, dass das Ich nicht nur das tut, wozu das Es Lust
hat. Das Über-Ich ist die moralische Instanz und also das Element der
Psyche, das dem Ich ein schlechtes Gewissen bereitet.
165 Wörter
96
Mit diesem Diktat kannst du üben, ob man das oder dass schreibt
(앖S. 90–96) und ob der s-Laut als ss oder ß (앖S. 81 ff.) geschrieben wird.
Abenteuergeschichten
Zu Lebzeiten Mark Twains war das Leben von Afroamerikanern wie Jim
in Amerika äußerst schlecht. Selten wurde ihren Belangen stattgege-
ben, und das Thema der Sklaverei wurde widersprüchlich diskutiert,
obwohl Sklavenhaltung seit dem Ende des Bürgerkrieges 1865 end-
KLASSE
8. KLASSE
gültig abgeschafft war. In seinem Buch, das zeitlich ein wenig früher
spielt, übt Mark Twain Kritik an der Gesellschaft. Entsprechend wird
Huck schnell klar, dass Sklavenhaltung grässlich und ungerecht ist. Auf
seine Weise widersetzt er sich immer wieder und kämpft für seinen
Freund Jim.
195 Wörter
7.
97
Lies die Regeln auf den Seiten 90 bis 92, dann kannst du die folgenden
beiden Diktate üben.
Dass die Oper unter Jugendlichen nicht allzu viele Fans hat, das ist
zwar eine Tatsache, aber doch nicht so recht verständlich. Wenn man
sich nämlich die Inhaltsangabe vieler Werke ansieht, erkennt man, dass
sie nur oberflächlich betrachtet von Königen, Helden, Fabelwesen oder
Sagengestalten handeln und dass sie bei genauerem Hinsehen oft so
allgemein gültig sind, dass man sie ohne Weiteres in die heutige Zeit
übertragen kann, dass sie also sehr modern sind. Das Musikdrama „Der
Fliegende Holländer“ von Richard Wagner ist solch ein Werk.
Der furchtlose Kapitän schwor aber bei allen Teufeln, dass er das Kap
umschiffen wolle, und sollte er auch bis zum Jüngsten Tag segeln müs-
sen. Der Teufel nahm ihn beim Wort und verdammte ihn dazu, dass er
und seine Mannschaft bis zum Jüngsten Gericht mit ihrem gespens-
tisch aussehenden Schiff umherirren müssten, es sei denn, dass der
Holländer ein Weib fände, das ihn durch seine Treue erlösen würde.
Dazu dürfe er alle sieben Jahre an Land gehen und heiraten. Trotz vieler
Versuche hat er das treue Eheweib bisher aber noch nicht gefunden.
227 Wörter
98
KLA S S E
Spanier galt. 1682 wurde er daraufhin vom englischen
König geadelt.
Die Karriere eines Piraten begann nicht selten auf einem Schiff, das von
8. KLASSE
Seeräubern gekapert wurde. Der Besatzung eines überfallenen Schiffes
blieb oft nur die Wahl zwischen Mitmachen oder dem Gang über die
Planke. Die Zustände auf Handels- und vor allem Kriegsschiffen waren
häufig so schlecht, dass die Seeleute das neue Piratendasein schließlich
sogar bevorzugten.
8.–10.
191 Wörter
99
6.1 Einzelphänomene
Langes i
Das lange i wird normalerweise als ie oder ieh geschrieben. Bei Fremd-
wörtern kann das lang gesprochene i aber auch nur durch einfaches i
markiert werden.
Ein Blick in die Gesetze ist immer wieder spannend, denn darin werden
Richtlinien unseres Lebens festgelegt. Die Justiz hat in den vielen Jahr-
hunderten ihrer Arbeit eine Reihe von Stilblüten hervorgebracht, die
hier besehen werden sollen.
So soll der Richter einem Tiger gleichen, der griesgrämig auf seinem
Richterstuhl sitzt. Das Tier im Gesetzbuch hat eine alte Tradition. So fin-
det sich noch heute ein Abschnitt über „herrenlose Bienen“ im Gesetz-
buch. Dort heißt es: „Zieht ein Bienenschwarm aus, so wird er herren-
los, wenn nicht der Eigentümer ihn verfolgt oder wenn der Eigentümer
die Verfolgung aufgibt.“
6. KLASSE
155 Wörter
100
Als einer der Pfleger in der alten Remise nach einem Ersatzteil such-
te, fand er eine mobile Zusatzpumpe. Mit dieser Maschine konnte
zumindest ein minimaler Wasseraustausch gewährleistet werden.
Kaum spürten die Tiere das frische Meerwasser, wurden sie auch schon
lebhafter. Inzwischen hatten die Bürger von Little Hamburg von der
Bedrohung der Delfine und der defekten Turbinenanlage erfahren und
veranstalteten einen Basar, um dem Delfinarium zu helfen. Es wurde
unter anderem Anchovispizza verkauft.
101
Typische Endungen
Typische Endungen von Fremdwörtern sind -ive, -ition, -eur, -ieren, -age
und -tion. Viele Fremdwörter erscheinen sowohl in Verbform als auch
in Form eines Substantivs oder mehrerer Substantive. Dabei kann sich
eine Bedeutungsverschiebung ergeben (montieren – Montage, Monteur;
motivieren – Motiv, Motivation; redigieren – Redaktion, Redakteur).
Redaktionskonferenz
Er lenkt die Aufmerksamkeit der Redakteure also auf die Themen der
Zeitung von morgen, die zusammengestellt werden müssen. Die Aus-
gabe soll auch früher als sonst redigiert werden, da noch eine Betriebs-
versammlung stattfinden soll.
93 Wörter
7. KLASSE
102
Die Planung der Zeitung von morgen wird diskutiert. Der Chefredak-
teur fragt, was es an Themen gebe. Es kommen verschiedene Vorschlä-
ge aus der Redaktion: die Stilllegung der Museumsbahn mit Dampf-
lokomotive – die Molli genannte Eisenbahn, die mitten durch die Stadt
führt, ist außerordentlich beliebt, aber unwirtschaftlich; die Arbeit der
Ingenieure, die für die Schiffbarkeit des Hafens verantwortlich sind; ein
Bericht über den Monteur, der bei Bauarbeiten aus Versehen den Muni-
tionsschrank der Baufirma in die Luft jagte, ohne dass jemand verletzt
wurde. Die Deklaration von Lebensmitteln – für den Verbraucher zum
Teil völlig undurchschaubar – soll in der Wochenendbeilage erläutert
werden.
Da stürzt der Herausgeber der Zeitung in den Raum und teilt mit, dass
der schleswig-holsteinische Verlag von Springer kassiert worden ist,
was dem Stadtanzeiger zunächst weiter die Selbstständigkeit und
Eigeninitiative ermöglicht, zumal eine große Brauerei die Zeitung
finanziell unterstützen will. Sofort sind die Redakteure, Reporter und
Fotografen wieder motiviert und hantieren, agieren, laufen, als seien
alle Probleme aus der Welt geschafft.
223 Wörter
7.
103
k statt ck
Lehrer!
Der erste große Konflikt zwischen Doktor Hasenfratz und dem Direk-
tor fand während der Projektwoche statt. Hasenfratz wollte uns zum
Abschluss zeigen, wie man eine elektrisch betriebene Rakete baut. Dies
fand der Direktor absolut unkorrekt und drohte dem Lehrer Diszipli-
narmaßnahmen an. Das Produkt dieses Versuchs flog ohnehin nicht,
weil die Elektrospule defekt war. Zum Trost spendierten wir Schüler
unserem Lehrer eine Schachtel Konfekt, denn durch den entstandenen
Ärger kam der Rektor nicht dazu, sich mit komplizierten Diktaten zu
beschäftigen.
Der nächste Ärger stand bei unserer Klassenfahrt an. Doktor Hasen-
fratz wollte als begeisterter Höhlenkundler mit uns die Laichinger
Tiefenhöhle erkunden. Stalaktiten und Stalagmiten statt Disko und
Hamburger-Buden!
166 Wörter
104
176 Wörter
7.
105
Bei der Schreibung von Fremdwörtern aus dem Englischen kann man
sich manchmal an folgenden Regeln orientieren: ee und ea stehen für
lang gesprochenes i (Teenager, Jeep, Spleen, Team, Jeans, Freak), y steht
für gesprochenes ei (Byte, Recycling, bye-bye), i steht für gesprochenes
ei (Highlight, Design).
Der Count-down lief und der Start glückte. Der Outsider der Luftfahrt
flog sich in einen Rausch, während die Fluglotsen im Tower das Schau-
spiel für einen Gag hielten.
Für die Landung reichten seine Kenntnisse allerdings nicht mehr. Nach
vier missglückten Versuchen kam es zum Crash. Bei der Landung platz-
ten die Reifen und der Propeller ging zu Bruch.
144 Wörter
106
Das Stück, das an diesem Abend gegeben wird, bereitet den Schauspie-
lern keine Schwierigkeiten, die „Fledermaus“ beherrschen sie im Schlaf.
Aber hinter der Bühne geht es rund: Die vom Intendanten aufgehäng-
ten Lampions fallen als Erstes in die kalten Platten, sie dürfen von den
Frisörinnen von Majonäse befreit werden, während die Garderobieren
verzweifelt versuchen, die bereits gefüllten Saucieren durch das Kabel-
gewirr zum Buffet zu balancieren. Prompt stolpert eine, stößt eine
Visagistin an, die in die Sahnetorte fällt.
Im Foyer baut das Orchester seine Instrumente auf. Der Posaunist wun-
dert sich über den dumpfen Ton seines Blasinstrumentes und findet
dort das Portmonee des Direktors festgeklemmt. Wütend schleudert er
den Geldbeutel weg und trifft den Installateur, der die verstopfte Toi-
lette reparieren soll, am Kopf.
KLASSE
8. KLASSE
Nach der Vorstellung ist das Chaos perfekt. Ner-
vös an einem Nugatriegel kauend, ordnet der
Intendant seine Truppen: Die Bühnenarbeiter
hängen schnell die Lampions auf, das Kostüm
der Visagistin wird mit Schminke gestaltet und
die Primaballerina sucht den Direktor, um ihm
sein Portmonee wiederzugeben.
165 Wörter
7.
107
Feine Küche
„Alles eine Soße“, schimpfte der Küchenchef. „Ich möchte einmal die
Chance haben, dieses Restaurant auf einem hohen Niveau zu führen.
Dazu brauche ich engagierte und fähige Mitarbeiter!“
Der junge Mann an der Spülmaschine sah sich um: Im Entree, das ist
der Eingang, stand, gelangweilt und in ein Fußballmagazin vertieft, der
Sommelier, das ist ein Weinkellner. Sein billiges Parfüm roch man bis
in die Küche. Der Oberkellner sortierte gerade die faulen Orangen aus
dem Obstwagen, während die anderen Kellnerinnen sich auf der Toi-
lette verabredet hatten.
Nugatkreme und der Jungkoch hatte gerade die Majonäse mit Bravour
gerührt, sodass sie geronnen war, in der Fritteuse müffelte das Fett –
aber die Kundschaft der Autobahnraststätte störte sich nicht daran.
Hauptsache, das Portmonee wird gezückt und gezahlt.
152 Wörter
108
KLA S S E
Doktoren, Professoren und andere Persönlichkeiten sind sich ihrer Ver-
antwortung zwar bewusst. Die Majorität der Bevölkerung befürchtet
aber, dass auch bei diesem Treffen kein Ergebnis erzielt werden wird.
Vor allem die ältere Generation glaubt nicht mehr an ein sozialverträg-
8. KLASSE
liches Resultat. Applaus für die Bemühungen der Kommission wird es
vorerst wohl keinen geben.
149 Wörter
109
Doch die Krise ließ noch auf sich warten. Zunächst teilte ihm sein Fah-
rer in breitestem hessischem Dialekt mit, dass der Thermostat in sei-
nem Dienstzimmer kaputt und die Heizung ausgefallen sei. Die Frank-
furter Metropole rückte immer näher und der Fahrer, immer fröhlich
brabbelnd, erzählte, auf dem Flughafen sei wegen einer Bombendro-
8.–10. KLA S S E
Über das Autotelefon kam die Nachricht, dass Alexander genau dort
erwartet werde, weil ein hoffnungslos überforderter Pädagoge die
Hälfte seiner Klasse vermisste und einer der Gymnasiasten sich bereits
in das Flugzeug nach Athen geschmuggelt hatte. Seufzend verabschie-
dete sich Alexander von seinem Vorhaben, am Abend im Stadttheater
die neunte Sinfonie von Gustav Mahler hören zu können.
171 Wörter
110
Fremde Speisen
KLA S S E
Wie viel einfacher haben es da die Chinesen! In einem Wok kann man
nahezu alles zubereiten, ohne ein spültechnisches Tohuwabohu anzu-
richten. Auch wenn die Kartoffel in neuerer Zeit in Asien bekannt wurde,
isst man immer noch viele Nudeln, die nicht wie Spagetti aus Weizen-
8. KLASSE
mehl und Wasser hergestellt sind, sondern aus Reis gemacht werden.
Benutzt der Koch ein säbelartiges Messer, mit dem er scheinbar Amok
läuft, und liegen am Ende kleine Sushiröllchen vor dem Gast, dann
befindet man sich in einem japanischen Lokal.
189 Wörter
8.–10.
111
Moderne Zeiten!
Aber richtig cool werden wir nur mit dem richtigen Lifestyle der Com-
putergeneration. Den Joystick schwingend, surfen wir durch die Home-
pages unserer Freunde und shoppen im Internet. Arbeiten müssen wir
nicht mehr, dafür sind wir
8.–10. KLA S S E
Shareholders.
143 Wörter
112
Der letzte Sonntag im Oktober 1938 war für New York der schönste
der gesamten Herbstsaison gewesen. Den ganzen Tag hatte die Sonne
geschienen und der Abend versprach herrlich lau zu werden. Um die-
sen Tag angemessen zu beenden, hatte das Ehepaar Jones beschlossen,
zusammen mit seinen Kindern, den Teenagern Billy und Carol, in ein
Restaurant essen zu gehen. Da Billy unbedingt eine Pizza essen wollte
und Carol Spagetti über alles liebte, fiel die Wahl auf das „Napoli“ im
Zentrum der Stadt.
Nachdem alle das Dinner genossen hatten und so richtig satt und
zufrieden auf ihren Stühlen saßen, winkte Herr Jones dem Kellner an
der Theke, um noch einen Whisky zu bestellen und sich die Rechnung
bringen zu lassen. Im Radio lief gerade ein Klarinettenkonzert, als die
Musik plötzlich unterbrochen und eine aktuelle Reportage angesagt
wurde.
Der Barkeeper stellte sofort den Radioapparat lauter und alle Gäste
hörten gebannt zu, als sich ein Reporter meldete, der mit aufgeregter
Stimme das Unfassbare berichtete: Vor einer Stunde war 20 Meilen
nördlich von New York ein Flugkörper niedergegangen, den eine Tou-
KLA S S E
ristengruppe beobachtet und zunächst für einen großen Meteoriten
gehalten hatte. Nachdem man sich der vermeintlichen Einschlagstelle
genähert hatte, entdeckte man, dass es sich in der Realität um ein rie-
siges Raumschiff von einem anderen Planeten handelte, das kurz zuvor
8. KLASSE
hier gelandet war. Immer mehr Schaulustige kamen herbeigeeilt und
beobachteten nun fasziniert dieses Ufo. Man wartete gespannt darauf,
dass sich die intelligenten Wesen aus dem All endlich zeigen würden,
und man ging davon aus, dass sie sympathisch sein würden.
255 Wörter
8.–10.
113
Fußballspiel
Als das Fuß-ball-spiel fast he-rum war und der Him-mel sich schon ver-
fins-tert hat-te, pfiff der Schieds-rich-ter Elf-me-ter. Kath-rin, die bes-te
Stür-me-rin auf dem Platz, nahm die Ein-la-dung zum To-re-schie-ßen
ger-ne an.
Für sie war es kei-ne Fra-ge, dass sie ein Tor er-zie-len wür-de. Doch ih-
re Mit-spie-le-rin-nen zit-ter-ten. Sie wa-ren sehr ner-vös und sie konn-
5. KLASSE
ten kaum hin-se-hen. Man-che hiel-ten sich so-gar die Au-gen zu.
Die Angst war je-doch grund-los. Kath-rin täusch-te die Tor-frau der an-
de-ren Mann-schaft und schoss das Sie-ges-tor. Da konn-te noch nicht
ein-mal ih-re Trai-ne-rin me-ckern. Kath-rin be-kam nach dem Spiel
so-gar ein Lob von der Trai-ne-rin, weil sie den Elf-me-ter so ru-hig und
ab-ge-klärt ge-schos-sen hat-te.
109 Wörter
114
Die Kat-ze ist für uns Menschen in Europa heute ein put-ziges Haustier.
Doch sie war früher ein tü-ckischer Jäger, der auf der Suche nach Beute
große Stre-cken zu-rück-legte. Das Gebiss der meis-ten Kat-zen, die
übrigens den Raubtieren zugerechnet werden, ist ausgezeichnet für
das Schlagen von Beutetieren geeignet. Manche Kat-zen haben diese
Gewohnheit beibehalten
und ziehen nachts durch
Straßen und Felder, um
mit den Tat-zen Mäuse zu
fangen.
106 Wörter
6.
115
Trennung von st
Lehrer vergessen
Auf der Rückfahrt von einer Klassenfahrt hat eine Schülergruppe den
Lehrer an einer Rast-stätte vergessen. Der Pädagoge hatte sich zu dem
von ihm angegebenen Abfahrts-termin noch in der Gast-stätte aufge-
halten. Von der Haus-tür des Gebäudes aus sah er noch den abfahren-
den Reisebus. Die Schüler bemerkten den Verlust allerdings nicht.
Bei all der Aufregung bekam der Lehrer einen fürchterlichen Hus-ten
und wollte in seiner Wes-tentasche nach Tabletten suchen. Doch auch
die Wes-te lag im Bus. Das regte den Lehrer so auf, dass er den Kassie-
rer zur Seite schubs-te. Dieser fiel hin, verletzte sich und schrie. Nun
fühlten sich auch die Gäs-te in der Rast-stätte beläs-tigt.
7. KLASSE
Schließlich muss-te die Polizei den Fall aufnehmen. Die Beamten ver-
folgten anschließend mit dem Lehrer die Schülergruppe.
159 Wörter
116
Schon beim Verteilen der Aufgaben erhob sich Tumult: Die Gar-de-ro-
bie-ren sollen Getränke und Ca-shew-nüs-se servieren, die Vi-sa-gis-
tin-nen sollen als Ani-ma-teu-rin-nen die Gäste unterhalten, während
KLA S S E
die Schauspieler in der Küche das Bü-fett zubereiten sollen. Der In-ten-
dant selbst wird sich als In-stal-la-teur der De-ko-ra-ti-on betätigen.
Die Fri-sö-re und Fri-sö-rin-nen sollen nach der Feier als Putz-ko-lon-ne
aufräumen, da am Neujahrstag eine Ma-ti-nee stattfinden wird.
8. KLASSE
Es hagelte wütende Pro-tes-te, bis der Di-rek-tor allen Anwesenden
erklärte, dass das Opernhaus schließen müsse, wenn es nicht in der
Lage sei, selbst neue Geldquellen aufzutreiben. Spon-so-ren gäbe es
leider nicht. Voller Iro-nie öffnete die Pri-ma-bal-le-ri-na ihr Port-mo-
8.–10.
136 Wörter
117
8.1 Satzschlusszeichen
Punkt
Schauspieler gesucht
Dort lernst du deinen Text und wie du dich auf der Bühne bewegen
musst. Die erfahrenen Schauspieler stehen dir mit guten Tipps zur
Seite. Du bekommst auch ein kleines Taschengeld. Der eigentliche Lohn
ist allerdings der Applaus des Publikums.
123 Wörter
118
Pläne
Nachdem Tina wieder zu Hause ist, macht sie sich Gedanken über den
nächsten Urlaub. In ihrem Brief an Jessica schreibt sie:
Viele Grüße
deine Tina
132 Wörter
5.
119
Ausrufezeichen
Das Ausrufezeichen steht nach einem Aus- oder Zuruf, nach Aufforde-
rungen, Befehlen und Anreden oder wenn eine Aussage hervorgehoben
werden soll.
Großer Sportball
Jubel, Trubel, Heiterkeit! Der Jubiläumsball der Kickers Borussia war ein
voller Erfolg. Zu Beginn des Abends ergriff der erste Vorsitzende das
Wort: „Liebe Sportfreundinnen und Sportfreunde!“, so rief er der Fest-
gesellschaft zu. „Heute Abend wollen wir miteinander feiern! Erhebt
eure Gläser und trinkt mit mir auf viele weitere Siege unseres erfolgrei-
chen Vereins!“
Als dann die erste Mannschaft der Kickers Borussia ein Männerballett
aufführte, tobte der ganze Saal. Die Zuschauer riefen immer wieder:
„Zugabe, Zugabe!“ So wurde die Festveranstaltung wirklich zu einem
5. KLASSE
vollen Erfolg für alle Beteiligten. Viele sagten: „Wir freuen uns schon
auf das nächste Jahr!“
149 Wörter
120
Auch am Ende der Freizeit waren alle Kinder noch sehr zufrieden und
als sie nach ihrer Heimkehr gefragt wurden: „Was könnte man im
nächsten Jahr besser machen?“,
KLASSE
8. KLASSE
sagten die meisten: „Nichts,
alles war wirklich super!“
132 Wörter
5.
121
Das Komma trennt die Glieder einer Aufzählung. (Zu meinem Geburts-
tag kamen Peter, Uschi, Nicole.) Kein Komma steht, wenn die Glieder der
Aufzählung mit und, oder, sowie verbunden sind. (Tick, Trick und Track
sind die Neffen von Donald Duck.)
Nachtisch: Haselnusspudding
Zuerst musst du das Eigelb mit dem warmen Wasser kremig rühren,
danach gibst du die Hälfte des Zuckers, eine Prise Salz, den Saft und die
abgeriebene Schale der Orange dazu.
Alles wird vorsichtig verrührt, und der Teig wird in eine gefettete und
mit Semmelbröseln ausgestreute Puddingform gegeben. Die geschlos-
sene Form wird ins Wasserbad gestellt und bei mäßiger Hitze in zirka
60 Minuten gegart. Zum Schluss musst du die Form unter kaltem Was-
ser abkühlen, sie öffnen und den Pudding auf einen Teller stürzen.
170 Wörter
122
Zwischen Adjektiven, von denen das erste die folgende Fügung näher
bestimmt, steht kein Komma (das große bunte Badetuch).
Urlaub
Für meinen Urlaub habe ich den kleinen spanischen Sprachführer und
einen dicken spannenden Krimi eingepackt. Der dünne spannende
Krimi würde für drei Wochen Urlaub nicht reichen. Außerdem habe
ich noch das große bunte Badetuch in meinen neuen blauen Ruck-
sack gepackt. Ich habe zwar noch den alten blauen Rucksack, aber ich
nehme lieber den neuen blauen Rucksack.
Am Urlaubsort stelle ich fest, dass ich meine alte verwaschene Jeans
vergessen habe. Auch die kurzen bunten T-Shirts liegen noch zu Hause
im Schrank. Stattdessen habe ich nur die neue rote Jeans eingepackt
und die einfarbigen Shirts mit langen Ärmeln. Dann werde ich wohl
gleich in der Stadt schwarze, weiße und bunte T-Shirts und Blusen kau-
fen müssen.
Die durchgelaufenen grauen Turnschuhe habe ich dabei, aber die guten
schwarzen Schuhe für die Disko, den festlichen Abend und die Geburts-
tagsfeier meines Vaters fehlen mir jetzt. Vielleicht finde ich in der Stadt
ein preiswertes neues Paar.
KLASSE
8. KLASSE
Von meiner Schwester werde ich mir für die Disko sicher einmal die
lange bunte Kette ausleihen können, aber ihre kitschigen knallbunten
Halstücher kann sie selbst behalten.
176 Wörter
5.
123
Das Komma trennt die Glieder einer Aufzählung (앖S. 122). Zwischen
Adjektiven, von denen das erste die folgende Fügung näher bestimmt,
steht kein Komma (앖S. 123).
Diebe
Alle, die er nach seiner Tasche fragt, können ihm nicht weiterhelfen.
Sascha, Maik und Christopher haben niemanden gesehen. Er wendet
sich auch an Martin, seinen Trainer. Auch der kann ihm nicht weiterhel-
fen. Tim darf gar nicht daran denken, dass das neue gelbe Trikot und
die passenden geringelten Strümpfe weg sind. Auch die teuren harten
Stollen wird er sich neu kaufen müssen.
Deshalb geht er erst noch einmal zu Herrn Schneider. Das ist der Haus-
meister. Dieser erzählt ihm, dass auch schon Dennis, Felix und Marco
beklaut worden sind. Herr Schneider hat die Polizei schon angerufen
und den Diebstahl gemeldet.
6. KLASSE
Gemeinsam mit den beiden anderen macht sich Tim auf die Suche.
Sie suchen im alten Vereinsheim, im neuen
Vereinsheim, in der Umkleidekabine und in
der Vereinsgaststätte. Doch die Taschen
von Tim, Dennis, Felix und Marco sind nir-
gends zu finden.
167 Wörter
124
Weil der Raum möglichst oft geöffnet sein soll, wechseln sich die Leh-
rerinnen und Lehrer und die Schülerinnen und Schüler der 10 a, b, c
und d ab. Eine halbe Stunde vor Schulbeginn, in den Pausen und zwei
Stunden nach Schulschluss ist die Mediothek immer geöffnet.
KLA S S E
benötigt, kann er es per Computer bestellen. Montags, mittwochs und
freitags kommt der Bücherbus vorbei und liefert die bestellten Bücher
oder CDs ab. Für verlorene, beschädigte oder verschmutzte Medien
muss – wie üblich – der volle Preis bezahlt werden.
8. KLASSE
185 Wörter
8.–10.
125
Nachgestellter Konjunktionalsatz
Nebensätze, die durch Konjunktionen (z.B. dass, wenn, als, ob, sobald,
weil, indem) eingeleitet werden, nennt man Konjunktionalsätze. Kon-
junktionalsätze werden, wie alle Nebensätze, mit einem Komma vom
Hauptsatz abgetrennt. Oft sind Konjunktionalsätze dem Hauptsatz
nachgestellt.
Hunde
Mit meinem neuen Hund möchte ich auch verreisen, wenn ich Ferien
habe. Im Zug kann ich ihn umsonst mitnehmen, weil er ja keinen Sitz-
platz benötigt.
Es ist jedoch nicht immer ganz leicht, einen Hund innerhalb Euro-
pas mitzunehmen, obwohl wir in Europa kaum noch Grenzen haben.
In einigen Ländern muss das Tier besonders geimpft werden, wenn
es mitreisen soll. In manchen Hotels fühlen sich die anderen Gäste
durch Hunde gestört, weil sie laut bellen oder durch die Gebäude oder
Außenanlagen laufen. Manche Menschen können Hunde überhaupt
nicht ausstehen, obwohl sie noch nie schlechte Erfahrungen mit ihnen
gemacht haben.
6. KLASSE
Meinen Hund jedenfalls werde ich gut erziehen, damit es keine Pro-
bleme mit unseren Nachbarn oder mit anderen Feriengästen gibt. Mit
einem Hund im Flugzeug zu verreisen, ist recht umständlich, sodass ich
das wohl nicht machen werde. Eine Freundin hat mir berichtet, dass sie
ihren kleinen Pudel vorher abgeben musste. Er musste dann in einem
Käfig im Frachtraum reisen, weil der Käfig dort fest angeschnallt wer-
den konnte.
164 Wörter
126
Obwohl meine Eltern oft ziemlich ängstlich sind, haben sie mir erlaubt,
mit meiner Jugendgruppe eine Bergtour zu machen. Zunächst hatten
uns unsere Jugendleiter über die Tour informiert. Weil sie diese selbst
schon einmal gegangen waren, konnten sie uns wunderschöne Dias
zeigen. Als wir diese gesehen hatten, konnten wir den Beginn unserer
Ferien gar nicht mehr erwarten.
Dass wir später auch noch einen Diaabend für die Eltern veranstaltet
haben, war eine gute Entscheidung. Obwohl immer noch nicht alle
Bedenken ausgeräumt waren, vertrauten sie jetzt darauf, dass unsere
Leiter uns gut führen würden.
Auf der Tour selbst haben wir natürlich eine Menge erlebt. Wenn das
Wetter es zuließ, sind wir sechs bis sieben Stunden pro Tag gewan-
KLASSE
8. KLASSE
dert. Wenn wir nach einem solchen Tag abends wieder an einer Hütte
ankamen, waren wir natürlich sehr erschöpft. Weil wir selbst kochen
mussten, dauerte es bis zum Abendessen dann noch etwa eine Stunde.
Danach mussten wir noch abwaschen und aufräumen und dann waren
die meisten auch schon so müde, dass sie sofort ins Bett wollten.
173 Wörter
6.
127
Eingeschobener Konjunktionalsatz
Einmal, als seine Eltern kegeln waren, war Marvin jedoch ganz allein zu
Hause. Schon fast gegen Mitternacht wachte er auf, weil es gewaltig
zu donnern begann, und bekam Angst. Trotz der Gardinen wurde sein
Zimmer immer wieder von Blitzen erleuchtet, sodass er sich ganz unter
die Bettdecke verzog, und einige Zeit später prasselte Regen gegen die
Fensterscheibe seines Zimmers.
Zu allem Überfluss machte sich jetzt auch noch jemand, weil dieser
anscheinend von dem wöchentlichen Kegeltermin seiner Eltern wuss-
te, am Kellerfenster zu schaffen. Marvin, obwohl er sich eigentlich für
mutig gehalten hatte, wurde immer kleiner und unsicherer. Was sollte
er, wenn das wirklich ein Einbrecher war, jetzt tun? Würde er es noch
bis zum Telefon schaffen, damit er bei der Polizei einen Einbruch mel-
den konnte, ohne vom Dieb bemerkt zu werden?
Marvin beschloss, weil er kein Risiko eingehen wollte, sich unter dem
Bett zu verstecken. Erst als seine Eltern nach Hause kamen, kam er wie-
6. KLASSE
der hervor. Seine Mutter ging sofort in den Keller und stellte fest, dass
Marvin wohl das Plätschern der Regentropfen für einen Einbruchsver-
such gehalten hatte.
181 Wörter
128
Das Komma trennt Haupt- und Nebensatz. Eine Form des Nebensatzes
ist der Konjunktionalsatz (앖S. 126–128).
Da unser Planet von mehreren Sonnen umgeben ist, wird es bei uns
nie dunkel. Unsere Zeit berechnen wir, weil wir von Sonne und Mond
unabhängig sind, in Einheiten von einhundert Stunden und zehn Deka-
den. Nachdem wir zehn Dekaden gearbeitet haben, haben wir die glei-
che Anzahl an freien Tagen.
168 Wörter
7.
129
Das Komma trennt Haupt- und Nebensatz. Eine Form des Nebensatzes
ist der Konjunktionalsatz (앖S. 126–128).
Luther
Als wir uns mit Luthers Leben befassten, haben wir festgestellt, dass
er ein ganz interessanter Mann war. Luthers Eltern hatten ihren Sohn
eigentlich zur Lateinschule geschickt, damit er später einmal Jurist
werden würde. Weil ihr Sohn jedoch andere Interessen hatte, ent-
schloss er sich zum Studium der Theologie und trat auch in ein Kloster
ein. Da Luther während seines Studiums erkannte, dass vieles in der
Kirche nicht in Ordnung war, forderte er Veränderungen in der Kirche.
Einige Jahre später wurde Luther sogar aus der Kirche ausgeschlossen,
weil seine Ansichten als Irrlehre verurteilt worden waren. Damit ihm
jedoch niemand etwas antun würde, ließ ihn sein Landesherr zum
Schein entführen und auf die Wartburg bringen.
Dort verbrachte Luther so viel Zeit, dass er die Bibel ins Deutsche über-
setzt hat. Weil nun alle Leute die Bibeltexte verstehen konnten, stieß
Luthers Bibelübersetzung auf großes Interesse.
184 Wörter
130
Bevor ich zum Flughafen ging, rief ich dort an. Damit ich auch alles
Wichtige über den kleinen Hobbyflughafen erfahren würde, verab-
redete ich mich mit der Leiterin des Flughafenvereins.
Nachdem wir dort angekommen waren, durfte ich sogar auf dem
Kopilotensitz Platz nehmen. Während ein Techniker nach dem Fehler
suchte, erklärte mir die Leiterin die Schwierigkeiten beim Start und
bei der Landung.
Sie konnte alles sehr gut erläutern, da sie selbst auch als Fluglehrerin
arbeitete. Wenn ich am Samstag Zeit hätte, würde sie mich bei einer
Flugstunde mitnehmen, bot sie mir an. Ich sagte sofort zu, weil ich
damit den passenden Aufmacher für meinen Artikel hatte.
KLA S S E
Als ich am Samstag zum Flughafen kam, war ideales Wetter. Die Leite-
rin war schon seit dem frühen Morgen da, weil sie das Flugzeug noch
aufgetankt und gewartet hatte. Im kleinen Flugzeug über unsere Stadt
zu fliegen, war ein beeindruckendes Erlebnis, obwohl mir bei der Lan-
8. KLASSE
dung doch ganz schön übel war.
206 Wörter
8.–10.
131
Nachgestellter Relativsatz
Die Burg
Wenn man die Vorburg passiert hat, gelangt man durch ein inneres Tor
in den Haupthof, der von wichtigen Gebäuden umgeben ist. Seitlich des
Burghofes erhebt sich ein großer Turm, der „Bergfried“ genannt wird.
Wenn die Feinde schon die Außenanlagen der Burg erobert haben,
dann flüchten sich die Bewohner in diesen Turm. Damit er nicht so
leicht eingenommen werden kann, befindet sich der Zugang hierzu
in einigen Metern Höhe. Der Turm ist nur über eine Brücke, die man
abwerfen kann, oder eine Leiter, die man leicht einziehen kann, zu
erreichen.
6. KLASSE
164 Wörter
132
Auf die Weihnachtsferien freue ich mich besonders. Ich fahre mit mei-
ner Mutter und meinem Freund Leo zu einer Hütte, die wir für eine
Woche gemietet haben. Die Hütte, die auf einem Berg liegt, ist nur mit
einem Sessellift zu erreichen. Deshalb können wir nicht so viel Gepäck
mitnehmen.
Meine Mutter genießt mehr die Zeit nach dem Schilaufen, die sie zum
Sonnenbaden nutzt. Es gibt eine schöne Berghütte, die den ganzen Tag
in der Sonne liegt. Dort gibt es Liegestühle, die man für einige Stunden
ausleihen kann. Meistens legt sich meine Mutter schon am Vormittag
dort hin und genießt die Sonne. Wenn sie sich nicht mit Sonnenmilch
einkremt, bekommt sie einen starken Sonnenbrand, der sie abends
immer schmerzt.
Auch wir haben nach dem Schilaufen natürlich noch viel Spaß mitei-
nander. Vor allem an den Abenden, die wir meistens in einer tollen
KLASSE
8. KLASSE
Disko verbringen, die mitten im Dorf liegt.
Das Beste an diesem Urlaub ist, dass ich schon für die Schifreizeit üben
kann, die wir im Januar mit der Klasse machen.
252 Wörter
6.
133
Eingeschobener Relativsatz
Annika, die gerne Schi fährt, schlägt eine Fahrt nach Österreich vor.
Unser Lehrer, der grundsätzlich nichts dagegen hat, weist aber darauf
hin, dass es nicht zu teuer werden darf.
Leo, der Klassensprecher ist, schlägt deshalb vor, im Sommer auf einen
Campingplatz, der in Holland liegt, zu fahren. Die meisten Kinder aber
sind dafür, eine Radtour zu machen, bei der man jeden Abend in einer
anderen Jugendherberge übernachtet, und sie haben schon Informa-
tionen, die das Deutsche Jugendherbergswerk zur Verfügung stellt,
besorgt. Das wenige Gepäck, das man auf jeden Fall benötigt, kann
man gut in zwei Satteltaschen verstauen.
Moritz befürchtet, dass sein altes Fahrrad, das er schon von seinem
Bruder geerbt hat, nicht mehr gut genug ist. Daraufhin schlägt Vale-
rie vor, dass man vor Beginn der Fahrt alle Fahrräder, die kaputt sind,
6. KLASSE
172 Wörter
134
208 Wörter
6.
135
Die Regeln zum Relativsatz kannst du auf den Seiten 132 bis 135 nachle-
sen. Mit den folgenden beiden Diktaten kannst du die Kommasetzung
bei Relativsätzen üben.
Dr Zoch kütt
Gegen Mittag zieht dann der Zug, der mehrere Kilometer lang ist, an
den Menschen vorüber. Dabei wechseln sich Tanzkapellen, Fußgruppen
und Wagen ab, von denen in großen Mengen Süßigkeiten und kleine
Sträußchen geworfen werden. Besonders die Kinder, die in der ersten
Reihe stehen, können dann hinterher eine gut gefüllte Tasche nach
Hause tragen.
Fußgruppen, die am Zug teilnehmen, haben sich extra für dieses Ereig-
nis zusammengetan. Sie beginnen schon im Herbst mit der Herstellung
ihrer manchmal sehr aufwendigen Kostüme, die sie selbst nähen.
173 Wörter
136
Als ich dann mit meinem Bruder, von dem ich schon einiges über sei-
nen Chor erfahren hatte, gemeinsam zur Probe kam, war ich ganz
erstaunt, dass wir uns erst einsingen mussten. Komische Zischlaute,
die zur Bildung unserer Stimme beitragen würden, sollten wir aus dem
Bauch heraus hervorbringen. Zunächst einmal musste ich über die
Sängerinnen und Sänger, deren Konzentration man an ihren Gesichtern
ablesen konnte, herzlich lachen. Deshalb erklärte mir meine Nachbarin,
der diese Übungen offensichtlich Spaß machten, dass man nach die-
sem Einsingen wirklich besser singen könne.
Ich habe mich dann gefreut, dass die beiden neuen Lieder, die in dieser
Probe einstudiert werden sollten, tolle Melodien und einen eingängi-
gen Rhythmus hatten. An den Stellen, die ich schwierig zu singen fand,
habe ich am Anfang zurückgehalten. Nach mehrmaligem Üben, das
manchmal ganz schön nervig war, habe ich mich dann jedoch getraut,
laut mitzusingen. Gut gefallen hat mir auch die Pause, die leider nur
eine Viertelstunde dauerte. Ich habe viele Chormitglieder, die mich
sofort ansprachen, kennengelernt. Eine, die in der nächsten Woche
ihren Geburtstag feiern wollte, hat mich sogar zu ihrer Party einge-
laden.
KLA S S E
182 Wörter
8. KLASSE
8.–10.
137
Bei der indirekten Rede wird das, was eine Person sagt oder denkt, von
einer anderen Person oder von derselben Person, aber in einer anderen
Situation – also indirekt – wiedergegeben. Zwischen dem vorangestell-
ten Begleitsatz und der indirekten Rede steht ein Komma.
Franziska erzählte mir, dass sie neulich bei einem Fußballspiel im Sta-
dion gewesen sei. Ich erwiderte dagegen, dass ich schon ein paarmal
eine VIP-Karte gehabt hatte. Natürlich konnte ich deshalb damit prah-
len, sowohl von dem Präsidenten als auch von dem Torwart der zwei-
ten Mannschaft ein Autogramm bekommen zu haben.
Weil ich schon seit längerer Zeit nicht mehr im Stadion gewesen war,
7. KLASSE
168 Wörter
138
Bei der indirekten Rede kann der Redebegleitsatz – wie bei der wörtli-
chen Rede – auch nachgestellt werden.
Dass sie gerne einen Schulgarten hätte, erzählt Sophia mit leuch-
tenden Augen. Dort könne man sicherlich auch einen Teich anlegen,
schwärmt Franz. Die Klasse müsse dann natürlich die Patenschaft für
dieses Projekt übernehmen, erklärt Denise als Klassensprecherin.
KLASSE
8. KLASSE
Zum Schluss schlägt die Klassenlehrerin vor, alle Vorschläge in einem
Entwurf festzuhalten und eine Beschreibung zu verfassen.
167 Wörter
7.
139
163 Wörter
140
Bei Familie Schulenberg ist eingebrochen worden. Die Polizei hat den
Dieb gefasst und hat Familie Schulenberg auf dem Revier über den
Stand der Dinge informiert.
Als Frau Schulenberg von dem Erfolg der Polizei erfuhr, überlegte sie
erwartungsvoll, wie viel Geld der Dieb jetzt an sie zahlen müsse. Leider
musste der Kommissar sie enttäuschen und ihr mitteilen, dass der Dieb
bei seiner Festnahme gefragt habe, von welchem Geld er etwas zurück-
zahlen solle. Er habe schon alles ausgegeben.
Daraufhin erkundigte sich Herr Schulenberg, wer der Familie jetzt den
Schaden ersetze. Es käme darauf an, was für eine Versicherung er abge-
schlossen habe, antwortete der Kommissar darauf. Was das denn für
eine kuriose Gesetzgebung sei, ereiferte sich Herr Schulenberg darauf.
Frau Schulenberg überlegte schnell, welche Schadensfälle die Hausrat-
versicherung abdecke. Diebstahl bei offener Tür war darin jedoch nicht
eingeschlossen.
KLASSE
8. KLASSE
Warum der Dieb denn nicht im Gefängnis arbeiten müsse, fragte die
Tochter in die Runde. Welchen Beruf er erlernt habe, wollte sie wissen.
Ihr Bruder interessierte sich dafür, welche Arbeitsmöglichkeiten es im
Gefängnis gäbe. Wie lange der Dieb wohl brauche, fragte er den Kom-
missar, um den Schaden zu ersetzen.
186 Wörter
7.
141
Wandelt man Fragen, bei denen die Personalform des Verbs am Anfang
steht, in indirekte Fragen um, so werden diese durch ob eingeleitet.
Zwischen der indirekten Frage und dem Begleitsatz steht ein Komma;
ist die indirekte Frage eingeschoben, dann wird sie in Kommas einge-
schlossen.
Nach seinem ersten Landgang unterhält Kolumbus sich mit einem der
beiden Kapitäne, die ihn begleiten.
der Kapitän neugierig. Was er auch gerne erfahren möchte, ist, ob die
mitgereisten Missionare bald an Land gehen dürfen. Kolumbus möch-
te gerne wissen, ob die Eingeborenen Tempel für ihre eigenen Götter
gebaut haben. Ob sie bald Gewürze oder Gold geschenkt bekommen,
ist für den Kapitän eine wichtige Frage.
169 Wörter
142
Bei indirekten Fragen steht zwischen dem Redebegleitsatz und der indi-
rekten Frage ein Komma (앖S. 141–142).
Weil meine Kusine vom Bauernhof kommt und später mal bei einer
großen Saatgutfirma arbeiten möchte, habe ich sie gefragt, ob ich sie
über ihre Ausbildung zur landwirtschaftlich-technischen Assistentin
befragen könne.
Ich stellte ihr die Frage, welche Aufgaben zu ihrer Arbeit gehörten.
Sie antwortete mir gerne. Allerdings war sie sich nicht sicher, ob mir
Schlagwörter wie Boden- und Düngemitteluntersuchungen und Expe-
rimente in der Pflanzenproduktion etwas sagten. Ich fragte nach, ob
sie sowohl im Labor als auch im Gewächshaus oder auf dem freien Feld
arbeite. Außerdem interessierte mich, ob sie manchmal auch mit gifti-
gen Stoffen zu tun habe.
Natürlich erkundigte ich mich auch, wie ihr die Arbeit im Labor gefalle.
KLA S S E
Ich wollte genau wissen, ob es nicht manchmal schwierig sei, die unter-
schiedlichen Apparaturen zu bedienen. Meine Kusine fragte zurück,
wann ich sie mal im Labor besuchen wolle. Neugierig hakte ich nach,
ob sie mir dann auch ein Experiment vorführen könne. Sie erkundigte
8. KLASSE
sich, ob ich mit der Untersuchung von Milch auf die Schadstoffbelas-
tung zufrieden sei.
Zum Schluss fragte ich sie noch, ob sie mir nicht eine neue Pflanze, an
deren Züchtung sie beteiligt ist, zeigen könne.
8.–10.
187 Wörter
143
Infinitivgruppen, Teil 1
Im Fach „Neue Medien“ versucht die Lehrerin gerade(,) das neue Thema
genau zu beschreiben. Die Schülerinnen und Schüler scheinen heute
sehr unruhig zu sein. André, ohne einen Moment nachzudenken, fragt
ständig bei seiner Nachbarin nach. Julia beginnt sofort(,) ihm alles
leise zu erklären. Aufgabe ist es, mithilfe der Informationen aus dem
Internet ein Referat zu einem selbst gewählten Thema zu erstellen. Die
Schülerinnen und Schüler sollen dabei auch lernen(,) das Textverar-
beitungsprogramm zu benutzen. Hinterher sollen sie in der Lage sein,
selbstständig eine mehrseitige Arbeit zu schreiben. Gerade diejenigen,
die zu Hause keinen Computer haben, brauchen keine Angst zu haben.
6. KLASSE
Sich selbst etwas zuzutrauen, das ist das Wichtigste. Zum Ende der
Reihe sollen die Schülerinnen und Schüler lernen(,) ein Referat richtig
vorzutragen. Deshalb werden alle Eltern gebeten(,) an einem Abend
in die Schule zu kommen. Ihre Söhne und Töchter werden dann einen
zehnminütigen Vortrag halten. Die Lehrerin hat allen Kindern gesagt,
dass es ganz normal ist, bei diesem Vortrag aufgeregt zu sein.
164 Wörter
144
Für die Besucher ist es natürlich ein wenig unangenehm, durch den
Regen zu laufen. Aber sie haben auch die Möglichkeit, die Tiere in den
Freilandgehegen zu besichtigen, wenn es im Tropenhaus regnet.
Im Elefantenhaus hat Lucas Mutter nicht nur die Aufgabe, die Elefan-
ten zu füttern, sie müssen auch gewaschen werden. Dabei scheinen sie
sich richtig wohlzufühlen. Obwohl es ihnen hier ja nicht möglich ist,
sich im Schlamm zu wälzen. Lucas Mutter bemüht sich auch schon seit
einigen Jahren darum, den Elefanten kleine Kunststücke beizubringen.
Wenn sie den Tieren morgens zu fressen gegeben hat, braucht sie ein
wenig Zeit, um sich um die kranken Tiere zu kümmern. Ihre Aufgabe ist
es dann, den Tieren die entsprechende Medizin zu verabreichen.
185 Wörter
KLASSE
8. KLASSE
7.
145
Infinitivgruppen, Teil 2
Fabians Mutter
Fabians Mutter hat einen Bioladen. Über diesen Laden aus Sicht der
Kunden mit einer Fotoreportage zu berichten, das hatte Fabian sich
vorgenommen, weil er Freude am Fotografieren hat.
Zu Hause entschließt sich Fabian(,) die Fotos, die er gemacht hat, auf
eine große Plakatwand zu kleben. Natürlich muss er noch weitere
Informationen hinzufügen. Denn seine Mutter hat auch viele Aufga-
ben, die nicht so spannend sind, um sie auf einem Foto festzuhalten.
Jeden Abend muss sie sich Zeit nehmen, um die Bestellung für den
übernächsten Tag festzulegen. Dabei versucht sie auch immer(,) auf
besondere Wünsche einzelner Kundinnen und Kunden einzugehen.
Außerdem darf sie auch nicht vergessen(,) die Kasse zu überprüfen.
Die offenen Rechnungen zu überweisen, das ist natürlich auch eine
wichtige Aufgabe. Als fortschrittliche Unternehmerin hat Fabians
Mutter schon begonnen(,) die Möglichkeiten des Onlinebankings zu
7. KLASSE
nutzen. So kann sie alle Rechnungen bequem von ihrem Computer aus
bezahlen und braucht sich nicht nach den Öffnungszeiten der Banken
zu richten. Um ihre Kundinnen und Kunden stets gut zu beraten, hat
Fabians Mutter sich dazu entschlossen, mehrere Fachzeitschriften zu
abonnieren. Die Wirkung bestimmter Kräuter oder Tees genau zu ken-
nen, das ist ihr großes Interesse.
191 Wörter
146
Die Schülervertretung hatte die Idee, vor den Osterferien eine Pro-
jektwoche zu veranstalten. Eine kleine Arbeitsgruppe kümmerte sich
am ersten Tag darum, möglichst viele gute Ideen zu sammeln. Für alle
Schülerinnen und Schüler ein geeignetes Projekt zu finden, das war das
Allerschwerste. Auch geeignete Projektleiterinnen und -leiter zu fin-
den(,) war nicht ganz leicht. Deshalb waren alle froh darüber, dass sich
eine pensionierte Lehrerin bereit erklärte(,) bei der Organisation der
Projekttage zu helfen.
Am zweiten Tag begannen wir die Arbeit in der Turnhalle. Wir sollten
versuchen(,) einen Erlebnislauf, den unsere Sportlehrerinnen aufgebaut
hatten, mit verbundenen Augen zu überwinden. Natürlich standen die
Mitschülerinnen und Mitschüler bereit, um uns zu helfen, wenn wir in
Not gerieten. Plötzlich lernten alle(,) sich ganz vorsichtig zu bewegen.
Am dritten Tag bekamen wir Besuch von Frauen und Männern, die über
ihren Beruf berichteten. Besonders die Mädchen freuten sich(,) mit
Frauen in typischen Männerberufen zu sprechen. Frauen, die ihren Weg
als Schlosserin oder Schreinerin gegangen sind, zu sehen, das machte
den Mädchen Mut. Eine Handwerksmeisterin ermunterte die Mäd-
KLA S S E
chen(,) sich für einen Praktikumsplatz im nächsten Jahr zu bewerben.
Die Jungen hatten die Möglichkeit, sich mit einem ehemaligen Beam-
ten zu unterhalten, der seinen sicheren Arbeitsplatz aufgegeben hatte
und jetzt als Immobilienmakler tätig war. Außerdem sprachen sie mit
8. KLASSE
einem Hausmann, dem es viel Freude bereitete, für seine Kinder da zu
sein.
220 Wörter
8.–10.
147
217 Wörter
148
Im Aquadrom
Mein Vater entspannt sich gerne im Dampfbad, einem Raum mit hei-
ßem Wasserdampf. Dort trifft er auch manchmal Bekannte, Nachbarn
KLA S S E
und Arbeitskollegen. Meine Mutter legt sich gerne mal ins Solarium.
Vorher kremt sie ihren ganzen Körper ein, besonders die Augen und
die Nase, um dort keinen Sonnenbrand zu bekommen. Wenn wir Hun-
ger haben, setzen wir uns ins Aquarestaurant. Jede darf sich dann ein
8. KLASSE
Getränk und einen kleinen Imbiss bestellen, z. B. eine Cola und eine
Portion Pommes. Meine Eltern trinken lieber heiße Getränke, meine
Mutter am liebsten Tee und mein Vater Kaffee mit Milch und Zucker,
und essen einen Salat.
170 Wörter
8.–10.
149
Kommasetzung gemischt
Regeln zur Kommasetzung findest du von Seite 122 bis Seite 149. Mit
den beiden folgenden Diktaten kannst du die Kommasetzung üben. Die
Regeln zur Zeichensetzung bei wörtlicher Rede kannst du ab Seite 152
nachlesen.
Beim Skatekurs
Gemeinsam mit unseren Eltern, die ihren Kindern etwas Gutes tun
wollten, besuchten wir nun einen Skatekurs. Als wir die praktischen
Übungen machten, in denen das Stoppen oder richtige Hinfallen
erklärt wurde, langweilten wir Kinder uns natürlich sehr. Es war aber
lustig, unsere Eltern zu sehen, die sich wirklich viel Mühe gaben(,) alles
zu erlernen.
Die Tipps der Trainerin, wie man sich in Fußgängerzonen oder auf der
Straße verhalten solle, waren allerdings interessant. Weil man sich da
-rauf konzentrieren solle, was um einen herum passiert, sollte man
stets nach vorne schauen und auch keine Kopfhörer tragen. Wenn man
ein Geschäft betritt, sollte man am besten gehen und nicht rollen, um
8.–10. KLA S S E
168 Wörter
150
Es gibt heute auf der Erde mehr als 600 aktive Vulkane, d.h. Vulkane,
die noch tätig sind. Sie sind der Beweis dafür, dass wir nicht auf einer
ruhigen Erdkugel leben, sondern dass es unter unseren Füßen nur so
brodelt. Allerdings sind die Vulkane nicht gleichmäßig über die Erde
verteilt, sondern es gibt Gebiete, wo es nahezu keinen Vulkanismus
gibt, und andere, in denen sich die Feuer speienden Berge geradezu
häufen. Letzteres gilt vor allem für die Zone rings um den Pazifischen
Ozean, der deswegen auch „Pazifischer Feuerkreis“ genannt wird. Aber
auch in den Weltmeeren selbst gibt es vulkanische Tätigkeit: Mitten
durch die Ozeane ziehen sich hohe untermeerische Gebirgsrücken, die
viele Tausend Kilometer lang und zwei- bis dreitausend Meter hoch
sind. Sie alle haben an ihren Spitzen tiefe Spalten, die bis in tiefere
Regionen der Erde hinunterreichen.
Dort unten, und zwar manchmal schon ab einer Tiefe von wenigen
Kilometern, manchmal aber erst ab 50 Kilometern, ist die Tempera-
tur der Erde so hoch, nämlich über 700 Grad Celsius, dass das Gestein
geschmolzen ist. Diese zähflüssige Masse, von den Wissenschaftlern
„Magma“ genannt, enthält oft viel Gas und sie steht deswegen unter
einem sehr hohen Druck. Wenn nun in der darüberliegenden Erdkrus-
KLA S S E
te Risse oder breite Spalten entstehen, was immer wieder vorkommt,
kann das heiße, gasreiche Magma nach oben steigen und es kommt zu
einem Vulkanausbruch: Schlackenfetzen, Gesteinsbrocken und Asche
werden in die Luft geschleudert und fallen wieder zur Erde zurück. Rot
8. KLASSE
oder gelb glühendes, flüssiges Gestein, das nach seinem Austritt nicht
mehr „Magma“, sondern „Lava“ genannt wird, fließt aus der Spalte. Alle
diese Förderprodukte bauen langsam einen Vulkankegel auf, der mit
jedem neuen Ausbruch höher wird.
273 Wörter
8.–10.
151
Bei der wörtlichen Rede steht das, was gesagt wird, in Anführungszei-
chen. Aus dem Begleitsatz erfährt man, wer etwas sagt.
Wird der Begleitsatz vorangestellt, wird er durch einen Doppelpunkt
abgeschlossen.
Erdbeben
Selim erklärt: „In meiner Heimat, der Türkei, sind dabei schon viele
Menschen verletzt worden oder gestorben, zum Glück gibt es auch
viele, die den Not leidenden Menschen helfen.“ Lea sagt: „Gegen ein
solches Erdbeben können sich die Menschen nicht schützen.“ Patrick
fügt hinzu: „Die Vulkanausbrüche zeigen, dass unsere Erde seit ihrer
Entstehung noch lange nicht zur Ruhe gekommen ist.“
5. KLASSE
141 Wörter
152
Steht der Begleitsatz nach der wörtlichen Rede, setzt man nach dem
schließenden Anführungszeichen ein Komma. Innerhalb der wörtlichen
Rede setzt man bei einfachen Aussagesätzen dann keinen Punkt.
Es war einmal ein Kamel, das durch den Wüstensand stapfte. An einer
Oase traf es auf eine Ameise, die Halme trug, die viel größer und
schwerer waren als sie selbst.
„Du hast aber eine unglaubliche Ausdauer“, sagte es. „Die Dinge, die du
trägst, sind viel größer und schwerer als du selbst“, stellte das Kamel
fest. „Und dennoch trägst du sie mit Freude und Lust. Mir werden die
Kästen, die man mir auflädt, oft viel zu schwer“, bemerkte das Kamel.
„Das ist ganz einfach, du großes Kamel“, begann die Ameise. „Du arbei-
test für deinen Herrn, ich aber arbeite für mich“, erklärte sie ihm, pack-
te ihre Halme und lief weiter.
111 Wörter
KLASSE
8. KLASSE
5.
153
Als Anna gestern ihre Freundin Paulina auf der Straße traf, fragte sie
sie: „Stimmt es, dass du vor vierzehn Tagen in Monte Carlo 100 000
Euro beim Pferderennen gewonnen hast?“ Paulina antwortete: „Ja, das
stimmt, aber es war nicht beim Pferderennen, sondern beim Roulette!“
128 Wörter
154
Wenn der Begleitsatz nach der wörtlichen Rede steht, setzt man ein
Komma nach dem schließenden Anführungszeichen. Ausrufezeichen
und Fragezeichen bleiben in der wörtlichen Rede erhalten.
Der Austausch
„Gehen wir heute Nachmittag ins Kino?“, fragt Kathrin ihre franzö-
sische Austauschschülerin Denise auf dem Heimweg von der Schule.
„Welchen Film möchtest du denn sehen?“, fragt Denise nach. Am liebs-
ten würde ich den neuen Star-Wars-Film anschauen“, sagt Kathrin. „In
den Film gehe ich nicht, der ist mir zu brutal!“, erklärt Denise ihr.
197 Wörter
5.
155
Die Regeln zur Zeichensetzung bei wörtlicher Rede kannst du auf den
Seiten 152 bis 155 nachlesen. Mit den folgenden Diktaten kannst du
deine Zeichensetzung bei wörtlicher Rede überprüfen.
Der Kinobesuch
„Du, Papa“, sagte Tom, als er aus dem Freibad nach Hause kam, „Micki
hat mich gefragt, ob ich am Samstag mit ihm ins Kino gehen darf.“
„Welchen Film wollt ihr denn sehen und wann fängt die Vorstellung
an?“, fragte sein Vater. „Ich glaube, Micki wollte sich einen Abenteuer-
film ansehen, auf jeden Fall fängt der Film um halb sechs an und dau-
ert ungefähr zwei Stunden“, antwortete Tom. „Und wie wollt ihr denn
in die Stadt und wieder nach Hause kommen?“, wollte Toms Vater wis-
sen. Tom erwiderte: „Mickis Mutter wollte uns abholen, und ich dachte,
dass du uns hinbringen könntest.“ „Das kann ich machen, wenn du mir
vorher bei der Gartenarbeit hilfst“, sagte der Vater. „Prima!“, sagte Tom,
„dann rufe ich jetzt gleich bei Micki an!“
Auto in die Stadt bringen“, erzählte Tom weiter. „Vielleicht komme ich
dann schon nachmittags bei euch vorbei“, sagte Micki. „Ich helfe bei
euch im Garten, dann werden wir auf jeden Fall rechtzeitig fertig und
können pünktlich im Kino sein.“ Tom antwortete: „Alles klar! Ich glau-
be, mein Vater wollte schon um zwei Uhr anfangen.“ „Ich werde pünkt-
lich bei euch sein“, erwiderte Micki und legte auf.
247 Wörter
156
„Moritz und ich können am Sonntag doch kochen“, schlägt Jana vor.
„Wir kochen für uns Spagetti mit Soße“, ergänzt Moritz, „und für
Mama machen wir einen Salat.“ „Und die Suppe essen wir dann am
Montag“, fügt der Vater erleichtert hinzu. „Leider kann ich dann gar
nichts für euch tun“, stellt er mit einem schelmischen Grinsen fest.
„Doch“, sagen beide Kinder wie aus einem Munde, „du spülst ab!“ „Da
habt ihr mich aber ganz schön überrumpelt“, gibt der Vater offen zu.
KLASSE
8. KLASSE
234 Wörter
6.
157
Die Regeln zur Zeichensetzung bei wörtlicher Rede kannst du mit den
Diktaten auf Seite 152 bis 157 überprüfen. Dort findest du auch die
Regeln, die dir bei folgendem Diktat helfen.
Im Freizeitpark
„In einen Freizeitpark zu fahren, war auf jeden Fall die richtige Ent-
scheidung“, sagte Rebecca zu ihrer Nachbarin im Bus. „Besonders bei
diesem guten Wetter!“, bekräftigte diese. Florian fragte: „Was machen
wir denn zuerst?“
Pascal war ganz erstaunt: „Warst du denn noch nie hier?“ „Das Tollste
hier“, erklärte er sofort, „ist die Wildwasserbahn.“ „Damit man dort
nicht so lange anstehen muss“, schaltete sich Lena ein, „sollte man
morgens dorthin gehen.“ Sie fügte hinzu: „Dann sind noch nicht so
viele Besucher im Park.“
„Ich möchte als Erstes in die Delfinshow“, sagte Marvin. Philip stimmte
ihm zu: „Es ist wirklich beeindruckend, was diese Tiere alles können.“
„Eine Fahrt mit der Geisterbahn“, schlug Paula vor, „sollten wir aber
auch machen.“ „Die Effekte sind manchmal so gruselig, dass ich mich
wirklich erschrecke“, gab Moritz ehrlich zu. Alina tat ganz cool: „Also
ich finde das kindisch. Ich werde auf jeden Fall zur Gokartbahn gehen
7. KLASSE
und dort über die Piste jagen“, verkündete sie, auf Bewunderung hof-
fend.
Jonas dachte nur ans Essen: „Gibt es hier denn auch ein vernünftiges
Hamburgerrestaurant?“ „Na klar!“, sagte Sarah, die ihn sofort begleiten
wollte.
183 Wörter
158
Zitate sind Teile aus anderen Texten. Wenn man wörtliche Übernahmen
aus geschriebenen oder gesprochenen Texten schreibt und dabei einen
Text übernimmt, muss man dies mit Anführungszeichen kenntlich
machen. Das Zitat selbst darf dabei nicht verändert werden.
Das Interview
Aylin hat mit dem neuen Lehrer an der Schule ein Interview geführt,
das sie zusammengefasst hat:
Herr Stecher sitzt mir in unserer Cafeteria gegenüber und isst, „um
etwas für seine Figur zu tun“, genüsslich ein Stück Bienenstich. Auf den
ersten Blick sollte man gar nicht meinen, dass dieser entspannt wirken-
de Mann nach eigenen Angaben „meistens eher Hummeln im Hintern“
hat. Neben seiner normalen Lehrertätigkeit leitet er noch die Theater-
AG und organisiert für die Schülerinnen und Schüler Fahrten zu „guten
Theaterinszenierungen“ in der Umgebung. Am Wochenende pfeift er
als Schiedsrichter Bezirksligaspiele und lernt dabei, wie er selbst sagt,
„die schönsten Ecken unserer Region kennen“. Außerdem spielt er in
KLA S S E
einer Kabarettgruppe, die „sich hauptsächlich aus Freude am gemein-
samen Spielen“ zusammengefunden hat. Vielleicht können wir ihn ja
demnächst auch einmal in unserer Schule in seiner „Paraderolle als
Wolfgang-Petri-Imitator“ bewundern.
8. KLASSE
An der Schule gefallen ihm besonders
die Klassenfahrten in Freizeitparks, „weil
dort alle Kids zufrieden sind“. Seinen
Urlaub verbringt der gebürtige Sauer-
8.–10.
168 Wörter
159