Audio Mastering Guide
Audio Mastering Guide
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Arrange Mixing & Mastering Studio Audio-Mastering-Guide
INHALT
Einführung 7
Pre-Mastering 7
loudness race 8
Mastering 12
CD-Glassmaster und Master-CD 12
Audio-CD und CD-R 12
Qualität von CD-R Rohlingen 13
Qualitätsgrad und Block-Error-Rate 14
Beschichtungen von CD-Rs (Dye) 15
Andere Beschichtungen 16
Psychoakustik 17
Studio- oder Homerecording? – Rückblicke und Ausblicke 22
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Arrange Mixing & Mastering Studio Audio-Mastering-Guide
Dynamikbearbeitung 44
Breitband-Kompressor (Einzelbandkompression) 44
Make-Up-Gain und Auto-Gain 46
Hard Knee und Soft Knee 47
Opto-Kompressor und Electro-Kompressor 48
Downward- und Upward-Kompressor 48
Multibandkompression 49
Vintage-Kompressoren 50
Side-Chain 51
Downward- und Upward-Expansion 51
Normalizer 52
Frequenzspektrum des EQs 53
Frequenzbereiche und ihre Charakteristika 53
Low-Cut und High-Cut 54
Graphischer und parametrischer EQ 55
Flankensteilheit 57
EQ-Filtertypen 58
Lineare Equalizer 61
Limiter 62
Brickwall-Limiter und Soft-Limiter 63
Raumakustik 64
Reflexionen 64
Raumresonanzen 65
Diffusoren 65
Akustik im Aufnahmeraum 66
Akustik im Abhörraum 66
Aufstellung von Studiomonitoren 68
Schalldämmung 68
Absorber 69
- Poröse Absorber 69
- Akustikputz 70
Resonatoren 70
- Plattenresonatoren 70
- Helmholtz-Resonator 71
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Studiomonitore (Studiolautsprecher) 80
Frequenzgang 81
Impulswiedergabe 82
Aktive Monitore 83
Verstärkung von passiven Monitoren 83
Konstruktion und Basswiedergabe 84
Mixing 85
Aufnahmequalität und Klangmaterial 86
Pegel-Angleichung der Spuren 86
Abhörlautstärke 87
EQing 88
Kompression von Einzelsignalen 89
Komprimieren des Bassbereiches 90
Allgemeines zu Attack-Werten 90
Allgemeines zu Treshold (Schwellwert) und Ratio-Werten 91
Alles auf einen Blick: EQing und Kompressor-Tabelle 92
Anordnung der Instrumente im Stereo-Bild (Panorama) 97
Hall und Delays auf einzelnen Instrumenten 100
Monokompatibilität, Korrelationsgrad 100
Exiter auf Einzelsignalen 101
Saturationseffekte auf Einzelsignalen 102
Referenz 102
Pegelaussteuerung bei 24 Bit 102
Pre-Mastering 104
A/B-Vergleich beim (Pre-)Mastern 104
Empfohlene Sampleraten und Bitraten für das (Pre-)Mastern 105
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Mastering 118
Tracklist 118
PQ-Editing 119
Fade-Outs und Fade-Ins (Spacing) 120
Amtlicher Summenpegel 121
Anfertigen der Master-CD 122
Musikrecht 123
Urheberrecht 123
Schutz vor Urheberrechtsverletzungen 125
Urheberrechtsverletzungen –unnötige Sorge?! 126
Anhang 131
Diverse Grafiken 131
432 Hertz – Musik in neuen Tönen 133
Impressum 137
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Einführung
Pre-Mastering
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nicht viel, wenn ein amtlicher Klang erreicht werden soll. Ohne einen
professionellen Mix und qualitativ hochwertige Samples und Aufnahmen im
Stück, wird selbst das beste Pre-Mastering das Stück nicht amtlich klingen
lassen.
loudness race
Beim Pre-Mastering wird besonders viel Wert darauf gelegt, dass das
Audiomaterial möglichst laut und druckvoll klingt. Die Musik sollte bei relativ
gleicher Lautstärke mindestens so laut klingen, wie aktuelle amtliche
Produktionen des selben Genres. Eine hohe Lautstärke wird besonders für
Chartmusik angestrebt, um sich gegenüber anderen Produktionen
lautstärkemäßig durchzusetzen. Außerdem müssen die Musikstücke, die auf
dem Tonträger später zusammengestellt werden sollen, auch untereinander eine
einheitliche Lautstärke bekommen. Zusätzlich wird das Material aber auch vom
Frequenzgang und dem Klang der Produktion an sich angeglichen. So klingen
auch Stücke mit sehr unterschiedlichen Klangmaterial, oder solche, die unter
ganz verschiedenen akustischen Bedingungen aufgenommen worden,
untereinander angeglichen. Die manchmal sehr unterschiedliche Musik auf
einem Album bekommt durch Pre-Mastering also ihren Zusammenhalt.
Dadurch ist ein Pre-Mastering letztendlich mitentscheidend für den Klang des
gesamten Albums.
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Der Sinn, warum ein Stück überhaupt möglichst laut klingen soll, ist, dass alle
Produktionen im Radio oder Fernsehen, die lauter klingen als andere zu Anfang
eher die Aufmerksamkeit des Hörers auf sich ziehen. Dies ist aber nur ein
kurzzeitiger Effekt, weil sich das Ohr schnell an geänderte
Lautstärkeverhältnisse gewöhnt. Die Unterschiede zwischen lauten und leisen
Produktionen werden also nur im direkten Vergleich bemerkt.
TV- und Radio-Werbespots trimmt man so auf Lautheit, dass sie sich oft
störend vom vorhergehenden Programm abheben. Obwohl die Lautstärke der
Werbespots rein messtechnisch gesehen nicht lauter ist als das vorhergehende
Programm, wirkten sie deutlich lauter. Das Motto ist also: Wer lauter klingt als
die anderen, hat gewonnen. Es steckte somit viel Konkurrenz-. und
Geschäftsdenken dahinter und dieses Denken hat schließlich auch die Musiker
infiziert.
Deswegen versuchen viele Produzenten heute durch massiven Kompressor-
und Limiter-Einsatz, ihre Produktionen noch lauter klingen zu lassen, als die
ohnehin schon lauten Konkurrenz-Produktionen. Dieser scheinbar nicht
endende Wettstreit um die lauteste Produktion nennt sich im Fachjargon
loudness-race. Im Zuge der loudness-race wird schon mal recht grob
vorgegangen: So sind Fälle von amerikanischen Produzenten bekannt, die sogar
das Risiko von kleinen Übersteuerungen (Verzerrungen) in ihren Produktionen
in Kauf nahmen, nur um ihre Musik lauter als die der Konkurrenz zu
bekommen. Gerade im Bereich elektronischer Tanz-Musik beurteilen viele DJs
die Vorführtauglichkeit einer Produktion nach deren Lautheit. Manche weigern
sich deshalb schon im Vorfeld dazu, „leise“ Produktionen überhaupt in ihr Set
aufzunehmen. Dabei wird offensichtlich vergessen dass es Lautstärkeregler gibt,
mit denen man unterschiedliche laute Produktionen problemlos aneinander
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Es ist bedenklich, wie durch den Einsatz von übermäßig viel Kompression und
(Pre-)Limiting das letzte Quentchen Dynamik aus einer Aufnahme
rausgequescht wird, nur um konkurrenzfähig zu sein. Da heute jeder möglichst
laut produziert, setzt sich eine laute Produktion letztendlich doch nicht mehr
wirklich von aktuellen Konkurrenzproduktionen ab. Außerdem ist die Frage ob
die Aufmerksamkeit die ein lauteres Stück auf sich zieht immer positiver Art ist.
Wenn einen die Musik gefällt schon, - aber wenn nicht, wird man es eher als
störend empfinden, dass es plötzlich lauter wird. Besonders wenn statt Musik
laute Werbung in das Filmerlebnis hereinbricht. Dies ist wohl eher aufdringlich
und marktschreierisch als hörer- oder kundenfreundlich.
Die Taktik, die man mit der loudness race eingeschlagen hat ist also eine
Sackgasse, schon allein deshalb, weil es gewisse technischen Grenzen für
maximale Lautheit und Lautstärke gibt. Heute, so könnte man meinen, muss
deshalb schon möglichst viel Lautheit erreicht werden, um nicht ganz im
Schwarm der loudness-race unterzugehen. Gerade dieser Denkansatz erhält das
Phänomen der loudness race aber aufrecht. Das Argument „Das machen doch
alle so!“, ist deshalb genau die Ursache dafür, dass es auch weiterhin alle so
machen werden...
Allein das Benutzen der Wörter „Konkurrenz“ und „Produktion“ zeigt, wie
sehr es nur noch um Marketing-Interessen – also Geld – geht und darum, ganz
oben dabei zu sein. Ein druckvoller Klang und Verständlichkeit in der Musik ist
eine gute Sache, solange die Lebendigkeit der Musik dabei nicht komplett
verloren geht. Viele Aufnahmen klingen lebendiger mit mäßiger Kompression
und wirken bei zu viel Kompression schnell steril und platt. In einem echten
Orchester gibt es auch laute und leise Passagen und auch in allen anderen
natürlichen Wiedergabesituationen wird man Dynamik finden. Eine Erhaltung
eines gewissen Anteils an Dynamik bei Musikproduktionen wäre daher
wünschenswert, zumal heute die Technik soweit ist um in hoher Qualität große
Dynamikspannen wiederzugeben, was damals zu Zeiten der Vinylplatte noch
nicht möglich war. Selbst zu dieser Zeit hatten Aufnahmen dennoch wesentlich
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Mastering
Der Ausdruck Mastering wird oft synonym für das Pre-Mastern verwendet. Das
eigentliche Mastering oder Mastern besteht aber strenggenommen nur aus dem
Erstellen einer Tracklist (Auswahl und Abfolge der Musikstücke für eine
Musikzusammenstellung) und dem Zusammenstellen der Musik auf einen
vervielfältigungsfähigen physikalischen Datenträger (z.B. Vinyl-Platte, Kassette,
CD). Für CD-Produktionen muss ein sog. CD-Glassmaster gepresst werden,
das im Presswerk als Vorlage für die Herstellung der CD-Serie dient.
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Bei einer CD-R wird beim Beschreiben eine organische Beschichtung (Dye)
durch den Laserstrahl angeschmilzt, so dass sich deren Reflexionseigenschaft
ändert und es einem Pit gleicht. Durch die so erzeugten Pits und Lands
übermittelt der Laserstrahl den digitalen Code genauso effektiv wie bei einer
gepressten CD. CD-Rs haben je nach Fabrikat sehr unterschiedliche
Lebensdauern von 10 bis 100 Jahren. Mittlerweile sind auch CD-Rs im Umlauf
sind, die laut Herstellerangaben (Herstellerbehauptungen? ) bis zu 500 Jahren
ihre Daten halten können. Dies sind natürlich immer alles theoretische
Angaben, denn durch die manchmal ungenügende Verarbeitung von CD-Rs
(mangelnde Kratzfestigkeit, beschädigter Dye etc.) können Daten durchaus mal
sehr schnell verloren gehen, hierbei spielt natürlich auch die richtige Lagerung
und Handhabung eine Rolle.
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Tayio Juden, Ritek etc. hinter dem Anbieter stecken. Auch gibt es Fälle, wo
bekannte Hersteller selber als Anbieter in Erscheinung treten und dabei
ausschließlich hauseigene Rohlinge verwenden.
Sichere Auskunft über den Hersteller des CD-Rohlings, den Dye etc. liefert der
Barcode auf der CD-R-Verpackung EAN-Code (European-Article-Number
[besteht aus 13 Ziffern]) und der UPC-Code (Universal-Production-Code
[besteht aus 12 Ziffern]). Dies kann man in Internetdatenbanken recherchieren
([Link] Auch können
diese Informationen mittels spezieller Software von der CD-R im CD-Laufwerk
ausgelesen werden.
Die Qualität eines CD-R-Rohlings (Grade) wird durch die Block Error Rate
(BLER) definiert, je geringer diese ist, desto höher die Datenintegrität. Daraus
leiten sich fünf Qualitätsgrade ab:
A Grade (E-Grade)
höchster Fertigungsgrad, perfekt, exzellent
ave bler (average block error rate [= BLER bezogen auf die gesamte CD]):
unter 6
keine E22, keine E32 Fehler
(E32 sind Fehler, die unter Umständen auf Audio-CDs hörbar werden können,
E22 sind korrigierbare Fehler).
B Grade
nicht perfekt aber sehr gut
ave bler: unter 51
keine E22, keine E32 Fehler
C Grade
ave bler: mehr als 101
keine E32 Fehler
weniger als 1000 Aussetzer
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D Grade
ave bler: alle 10 Sekunden weniger als 220
F Grade
schlechteste Fertigungsqualität
ave bler: alle 10 Sekunden mehr als 220, oder Titelverlust
Cyanin (blaugrün)
Cyanin ist der Standard-Dye und kompatibel zu nahezu jedem Laser und CD-
Recorder. Cyanin in Verwendung mit einer goldenen Reflexionsschicht ergibt
eine grüne Datenschicht, bei einer silberner Reflexionsschicht ist sie blaugrün
oder blau.
Phtalocyanin (farblos)
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Azo (blau)
Azo ist blau und in Verbindung mit einer silbernen Reflexionsschicht tiefblau.
Es ist recht langlebig, aber nicht so stabil wie Phtalocyanin und Cyanin.
Andere Beschichtungen
Manche CD-Rs haben einen UV-Filter, der vor der Datenschicht liegt. Durch
diesen Filter werden Datenverluste durch Lichteinwirkung praktisch
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Insgesamt benutzen die CD-R Hersteller ihre eigenen Sorten eines bestimmten
Dye-Typs. Cyanin ist also nicht immer überall dasselbe Cyanin. Durch
verschiedene andere Beschichtungen wird auch oft versucht, die Robustheit
und Datenbeständigkeit einer CD-R zu erhöhen, sie für höhere
Brenngeschwindigkeiten zu optimieren oder ihre Kompatibilität zu steigern.
Bei guter Handhabung der CD-R (im lichtgeschützen Case o.ä. aufbewahren)
überlebt sie einen leicht. Chemisch aggressive Kleber von Etiketten können im
Lauf der Zeit die CD-R zerstören, falls diese nicht durch eine zusätzliche
Farbschicht geschützt ist. Ebenso sollten zur Beschriftung sicherheitshalber
weiche Stifte auf Wasserbasis benutzt werden.
Ist man sich über die Lebensdauer seiner CD-R nicht sicher, sollte sie alle paar
Jahre auf eine neue CD-R umkopiert und am besten gleich nach dem Brennen
auf Fehler überprüft werden. Bei der Überprüfung werden dann die gebrannten
Daten der CD-R mit den Originaldaten verglichen. Es gibt dafür verschiedene
kostenlose CD-R-Diagnose-Programme im Internet zum download.
Psychoakustik
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Auch Hörumgebung bzw. optische Faktoren spielen eine wichtige Rolle: Eine
Studie belegt, dass Probanden Musik in dunklen Räumen klanglich anders
empfinden als in hellen Räumlichkeiten. Dieses psychoakustische Phänomen
kann man auch auf Hifi-Anlagen bzw. Musikhard- und Software und deren
optisches Erscheinungsbild übertragen. Man könnte dabei sagen, dass viele
glauben das zu hören, was sie sehen: Einer „hässlichen“ Anlage traut man
nunmal keinen so guten Klang zu, weshalb solche Systeme dann unterbewertet
werden, obwohl sie durchaus gut klingen mögen. Diesen Effekt machen sich
viele Hersteller zu nutze, um den Käufer durch ein schickes Design einen
besseren Sound vorzugaukeln.
In den 50iger Jahren entdeckte man, dass weißes Rauschen, sobald man es
kaum hörbar in Büros einspielt, die Lärmbelästigung durch PC, Lüfter, Trafos
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etc. verdecken konnte und dadurch für ein stressfreieres Arbeitsklima sorgte.
Leider wurde diese Tatsache bis heute von den meisten Betrieben ignoriert.
Dazu sei gesagt: Das Hinzufügen von künstlichen Rauschen zu digitaler Musik
spielt auch beim sog. Dither-Effekt eine Rolle, um einen angenehmeren Klang
für das CD-Format zu erzielen und Rauschen ist naturgemäß auch bei analogen
Aufnahmen immer im Signal vorhanden.
Auch die Entwicklung des Hörsinns spielt eine entscheidende Rolle bei der
Beurteilung von Klangereignissen. Das Gehör vieler Leute ist so wenig
geschult, dass sie nicht in der Lage sind, kleine Spielfehler und Ungenauigkeiten
in einem vorgetragenen Stück herauszuhören. So erlebt man manchmal
Instrumentalisten, die mehr Ungenauigkeiten im Spiel haben, als fallende
Blätter im Herbstwald, was aber dem Laien normalerweise nicht auffällt.
Menschen mit einen trainierten sog. „absolutem Gehör“ schaffen es rein nach
Gehör, feinste Tonhöhen- und Rhythmusveränderung zu bemerken. Sie
können dadurch, leicht lernen, welche Tonhöhe man welcher Note zuordnet.
So ist es ihnen möglich rein nach Gehör Töne, Intervalle und Akkorde in
einem Musikstück sofort zu benennen bzw. deren Position auf einem
Instrument zuzuordnen. Auch blinde Menschen haben bekanntlich einen
außergewöhnlich weit entwickelten Hörsinn, der ihr Defizit im Sehen nahezu
ausgleicht.
Wie ein Musikstück wahrgenommen wird liegt zum großen Teil auch daran,
worauf sich die Aufmerksamkeit des Hörers fokussiert. Je nachdem wo diese
gerade liegt, werden ganz unterschiedliche Details zur Geltung kommen: z.B.
Bass, Spieltechnik, Hintergrund-Instrumente, Stimme des Sängers etc. Dies
kann man mit dem Sehsinn vergleichen, denn auch dort hat man die
Möglichkeit sich auf bestimmte Objekte im Gesichtsfeld zu fokussieren, wobei
alle anderen dann in den Hintergrund treten. Letztendlich ist Musik also ein
lebendiger Prozess, denn bei jedem Hörvorgang entsteht die Musik quasi neu
und von Hörer zu Hörer, von Situation zu Situation, kann ein und dasselbe
Stück dabei ganz unterschiedlich empfunden werden.
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Wenn z.B. einer Anlage durch eine Fachzeitschrift eine gute Testnote verliehen
wird, scheint schon im vornherein und auch beim späteren Anhören der
Anlage, der Eindruck zu entstehen, dass diese Anlage wirklich so gut sein muss,
wie es das Testergebnis verspricht. Der Käufer geht dann mit einer durch den
Testbericht geprägten Erwartungshaltung an den Kauf heran, die er unbewusst
zu bestätigen versucht. Schließlich wurde die gute Testnote von Experten
verliehen. Für den potenziellen Käufer ist somit klar, dass er als Idiot dastehen
würde, wenn er mit der Expertenmeinung nicht übereinstimmt. Daher ist es für
den potenziellen Käufer leichter, die Meinung von Experten zu übernehmen,
als sich selber eine eigene zu bilden.
Die Psychoakustik beweist: Man darf nie die Subjektivität des Hörers außer
Acht lassen. Dies ist auch für das Pre-Mastern und Mastern, ja für die gesamte
Musik maßgeblich. Niemals kann etwas wirklich rein objektiv beurteilt werden,
weil immer unsere Subjektivität unsere Wahrnehmungen beeinflussen wird.
Objektivität ist also ein Bestandteil von Subjektiviät und nichts was außen vor
steht. Auch wenn viele Leute zum selben Ergebnis kommen, heißt das nicht,
dass es deswegen eine objektive Annahme ist. Die Objektivität wird hier nur
gebildet von verschiedenen subjektiven Meinungen, die in bestimmten Punkten
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gleich sind und daher eine Schnittmenge bilden. Unser subjektives Empfinden
wird dabei entscheidend bestimmt von unseren durch die Vergangenheit
geprägten Wertmaßstäben und ist damit also auch von unserer Kultur abhängig.
Wo hier soviel von Klang von Anlagen geredet wird: Eine wirklich gute Anlage
sollte gar nicht klingen und die Musik unverfälscht wiedergeben können, so
dass man den Eindruck hat, die Musiker stünden im Raum. Es ist bislang nur
einen Audiotechniker in Deutschland Anfang der 90iger gelungen solche
Anlagen zu bauen (die Firma P-Hifi in Weißenburg). Eine bekannte
Fachzeitschrift hat dies in einer Berichterstattung dokumentiert. Das
Hörerlebnis soll dabei so gewesen sein, dass man z.B. beim Hören einer
Gitarrenaufnahme oder einer Sprechstimme, denn Eindruck hatte, der Musiker
bzw. Sprecher stünde lebendig vor einem im Raum. Dies ist dadurch gelungen,
dass bei der Konstruktion dieser Anlagen paradoxerweise genau das Gegenteil
von dem gemacht wurde, was Tontechniker als richtig bezeichnen würden. Z.B.
hatten die Boxen technisch gesehen keine linearen Klangeigenschaften, hatten
aber dennoch ein absolut neutrales Klangverhalten, also überhaupt keinen
Eigenklang. Die Membrane wurden künstlich beschwert, die Positionierung der
Boxen war genau das Gegenteil von der ansonsten empfohlenen Stereo-
Dreiecks-Aufstellung. Dennoch wurde vom Hörer ein absolut unverfälschtes
Musikerlebnis wahrgenommen, das bisher von keinem anderen
Wiedergabesystem jemals erreicht wurde. Dolby-Sourround wird bei diesen
System übrigens mit nur zwei Boxen realisiert. Das Wiedergabeverhalten
normaler Anlagen ist im Vergleich dazu sehr effektvoll und durchaus
hörenswert, aber bei genauerer Betrachtung wirklichkeitsverzerrend und damit
künstlich. Der Klang eines Wiedergabesystems legt sich nämlich immer wie ein
Filter zwischen Hörer und Musik. Genauso wie die Bildqualität von heutigen
modernen Filmmaterial im Vergleich zu dem, was man mit eigenen Augen real
sieht, übertrieben scharf und kontrastreich und damit strenggenommen
unrealistisch wirkt, obwohl sie natürlich gut aussieht. In diesem Sinne maskiert
also auch jedes normale Wiedergabesysteme die Musik. Man muss dazu z.B. nur
mal in Kinosälen auf die Geräuschkulisse acht geben: Hört man dort Geräusche
hat man als aufmerksamer Hörer immer noch nicht den Eindruck dass es
wirklich real klingt. Es klingt nur sehr voluminös und laut, aber nicht so, wie es
in Wirklichkeit klingen würde. Man höre sich im Vergleich dazu mal die
entsprechenden Geräusche real an und wird dann deutliche Unterschiede
feststellen. Z.B. klingt ein Gewitterdonner aus einer gewissen Entfernung
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Eine gute Aufnahmequalität ist innerhalb der letzten 10 bis 15 Jahren auch im
Homerecording-Bereich - nicht zuletzt durch den immensen Fortschritt in der
Computertechnologie - auch für Otto-Normal-Verdiener erschwinglich
geworden. Viele Hersteller haben es geschafft, auch in unteren Preissegmenten
so viel zu bieten, dass sich gute Klangergebnisse erreichen lassen. Das Gefälle
zwischen Amateur- und Profiequipment ist also deutlich geschrumpft.
Dennoch ist parallel dazu auch im professionellen Bereich die Soundqualität
natürlich wieder etwas gestiegen.
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z.B. an den Klang des virtuellen Absynth Synthesizer von Native Instruments,
der so manchen Hardware-Synth hinter sich lässt.
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Was bietet die Zukunft? Irgendwann wird es bestimmt möglich sein, rein
Software-basierend Musik zu produzieren, die absolut amtlich klingt. Dann
wird das Studio praktisch nur noch im PC seinen Sitz haben. Selbst heute
existieren virtuelle Studios als PC-Anwendungen die für komplette
Musikproduktionen konzipiert sind und ein PC ist in fast jeden Ton - bzw.
Projekt-Studio anzutreffen. Dort wird er aber, weil es kein gewöhnlicher
sondern speziell für Audiozwecke ausgelegter PC ist, unter der Bezeichnung
DAW (Digital Audio Workstation) oder Recording PC geführt
Auf rein virtueller Ebene kann derzeit nur selten ein wirklich professionelles
Niveau erreicht werden. So klingen analoge Hardware-Kompressoren, - EQs
und - Effektgeräte der gehobenen Preisklasse immer noch konkurrenzlos zu
deren Software-Alternativen und vielen digitalen Geräten. Die Software-
Lösungen setzen sich aber meist gegen digitale Hardware der unteren
Preisklasse in Leistungsumfang und Qualität durch.
Die Klangunterschiede von Software-Plug-Ins, die analoges Klangverhalten
von amtlicher Hardware virtuell nachzuahmen versuchen sind oft recht groß
zum Original und der pseudo-analoge Eigenklang solcher Software ist an sich
nichts Besonders. Durch ein grafisches Design, was oft dem von analoger
Hardware nachempfunden wird, gehobene Preise und unzählige teils
überflüssige Funktionen und das „Einkaufen“ von guten Testergebnissen
werden solche Plug-Ins oft überbewertet. Gerade unerfahrenen Producer
hören dann bei diesen Plug-Ins Sachen heraus, die gar nicht da sind. Dabei wird
es dem Homerecordler auch nicht gerade leicht gemacht: Ein Umstellen von
sehr subtil wirkenden Features erweckt den Eindruck, dass nun eine „große“
Klangveränderung zu erwarten ist und Parameter, die durch ihre Benennung
schon dem Benutzer vorschreiben, wie die jeweilige Einstellung klingen wird:
warm, valve (>Röhrensound), analog etc. erschweren eine unvoreingenommene
Beurteilung. Dazu noch ein dunkles formschönes Design der Plug-Ins,
vielleicht noch mit einer glühenden Röhre drauf abgebildet und ein VU-Meter
im Vintage-Look. Diese Tricks bringen einen oft dazu, eher das zu hören, was
man sieht und nicht unbedingt das, was tatsächlich zu hören ist. Schließlich will
man ja auch nicht als Idiot dastehen und zugeben, dass man eigentlich keine
besondere Klangaufwertung vernimmt. Lautstärkeveränderungen, die
insbesondere bei Plug-ins für Dynamikbearbeitung wie EQs und
Kompressoren zwangsläufig im Signal vorgenommen werden, werden schnell
mit einer gestiegenen Klangqualität verwechselt. Es ist nämlich eine
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psychophysikalische Tatsache, dass man das Signal wenn es lauter wird oft als
druckvoller oder besser klingend empfindet. Hier werden also Quantität und
Qualität leicht miteinander verwechselt. Die klanglichen Unterschiede zwischen
Software-Plug-Ins sind zweifellos vorhanden und durch aufmerksames Hören
und Ausprobieren auch leicht feststellbar, dennoch sind selbst die besten Plug-
Ins nicht so gut, wie die beste Hardware, aber zumindest in einigen Fällen eine
gute Alternative.
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Lautstärke (Schalldruck)
1 dB gilt als der Wert, den man gerade noch so raushören kann (manch einer
kann natürlich eventuell noch feinere Lautstärkeveränderungen wahrnehmen).
Eine Erhöhung um 10 dB bedeutet immer eine Verdopplung des
physiologischen Lautheitsdrucks.
Bei der digitalen Audiobearbeitung liegt der Referenzpunkt bei 0 dBFS (= dB
Full Scale, der Einfachheit halber oft nur als 0 dB angegeben). Oberhalb von 0
dBFS kommt es stets zu Verzerrungen (Clipping), weil digitale Aufnahmen nur
bis 0 dBFS reichen können. Deshalb werden alle Werte in Minuswerten von
dBFS angegeben. Ein Verstärker dessen momentan gemessene Lautstärke z.B.
bei "- 10 dBFS" liegt, könnte dann also noch um 10 dB erhöht werden, ehe die
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Durch die eben angesprochene Problematik versteht es sich von selbst, dass
möglichst hochsensible und gute Peakmeter verwendet werden sollten. Viele
Hersteller sparen leider aus Kostengründen an korrekt arbeitenden Peakmetern.
Ein Peakmeter sollte nicht mit einen VU-Meter (VU=Volume Unit)verwechselt
werden, das VU-Meter hat eine ganz andere Skala, arbeitet absolut inakkurat
(über 200 ms Ansprechzeit) und ist eher gut für die ungefähre Beurteilung der
Lautheit eines Signals, - ersetzt in diesem Zusammenhang aber niemals das
menschliche Ohr.
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Bild: VU-Meter
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Die Lautheit (Klangstärke) wird in der Einheit Sone gemessen und in der Regel
in RMS (Root-Mean-Square) angegeben. Lautheit definiert wie laut ein
Geräusch subjektiv empfunden wird. Der RMS-Wertes eines Signals wird
ermittelt, indem er in Relation zu einer Quadrat-Welle mit maximaler
Schwingung gesetzt wird, - diese stellt nämlich die „lauteste“ und somit
energiereichste mögliche Aufnahme dar. Der RMS-Wert wird durch rein
rechnerische Analyse des Signals ermittelt, wobei auch Frequenzen
berücksichtigt werden, die gar nicht hörbar sind, aber trotzdem die Energie des
Signals verstärken, z.B. Tiefbässe. Dadurch kann der RMS-Wert also höher
oder niedriger sein, als es die tatsächlich subjektiv empfundenen Lautheit
rechtfertigt. Er bezeichnet daher eher die Energie des Signals und nicht
unbedingt wie viel davon auch tatsächlich hörbar ist. Dennoch ist er ein
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Lautstärke Schallereignis
0 dB (A) Stille >Definierte Hörschwelle (da hört man nichts!)
10 dB(A) Blätterrauschen im Wald
20 dB(A) Tropfender Wasserhahn
30 dB(A) Flüstern
40 dB(A) Brummen eines Kühlschranks
50 dB(A) Leise Radiomusik, üblicher Tagespegel im Wohnbereich
60 dB(A) Umgangssprache, Pkw in 15 m Abstand
70 dB(A) Rasenmäher (von draußen!), Schreibmaschine in 1 m Abstand
80 dB(A) Pkw mit 50 km/h in 1 m Abstand, maximale Sprechlautstärke
<guter Anhaltspunkt für 85 dB!
90 dB(A) Lkw-Motor in 5 m Abstand, Pkw mit 100 km/h in 1 m Abstand
100 dB(A) Kreissäge, Lärm in einem Kraftwerk, Posaunenorchester
110 dB(A) Propellerflugzeug in 7 m (!) Abstand, Bohrmaschine, laute
Diskothek
120 dB(A) Verkehrsflugzeug in 7 m Abstand, Beginn der Schmerzgrenze
130 dB(A) Düsenjäger in 7 m Abstand, Walkman Maximalbelastung,
Schmerzgrenze
160 dB(A) Gewehrschuss in Mündungsnähe
(Diese Tabelle stellt nur einen Anhaltspunkt dar und sagt nichts über die
tatsächlich empfundene Lautheit dieser Schallereignisse aus, die ja auch, je
nachdem wie sie erzeugt werden, unterschiedliche messtechnische
Lautstärkegrade erreichen können, die von denen in dieser Tabelle abweichen
können.)
dB(A) Phon - Sone
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Höroptimum (Fletcher-Munson-Phänomen)
Der Frequenzgang des Gehörs ist abhängig von der Lautstärke (Schalldruck).
Bei 83 dBSPL nimmt das Gehör die unterschiedlichen Frequenzbereiche am
ausgewogensten wahr (sog. „Fletcher-Munson-Phänomen“).
Digitalisierung
Bei digitalen Aufnahmen wird ein analoges Schallereignis durch einen A/D-
Wandler (Analog-Digital-Wandler) in digitale Signale umgewandelt. A/D-
Wandler findet man daher in jedem digitalem Recordinggerät. Der Schall wird
pro Sekunde mit einer bestimmten Häufigkeit (Abtastrate, Samplerate) und in
einer bestimmten Messtiefe/Genauigkeit (Bitrate) abgerastert. Diesen Vorgang
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nennt man sampeln. Je nachdem mit welcher Messtiefe der Prozessor des A/D-
Wandlers maximal arbeiten kann, desto genauer kann das Signal erfasst werden.
Der Punkt, wo das Schallsignal am lautesten ist, ist der Punkt, dem der höchste
digitale Wert zugeordnet wird. Dieser Wert entspricht 0 dBFS.
Da digital recorded wird ist eine sehr genaue Erfassung möglich, viel genauer
als beim analogen Recording. Soll das digital aufgezeichnete Signal
wiedergegeben werden, werden die digitalen Bitwerte gemäß der Abtastrate
durch einen D/A-Wandler (Digital-Analog-Wandler) wieder in Spannungswerte
umgerechnet und als analoges Schallereignis wiedergegeben. Schall an sich ist
übrigens immer analog. Die durch das digitale Aufzeichnen entstehende
Schallkurve ist aber stets eckiger als das Original, aber dafür im Vergleich zu
analogen Aufnahmeverfahren eben überaus präzise. Im Innenohr passiert beim
Hören analoger Signale sogar ähnliches: Das Signal wird bei den letzten
Schritten des Hörvorgangs aufgequantelt und sozusagen digitalisiert, allerdings
wesentlich gröber als es bei heutigen Digitalaufnahmen der Fall ist.
Vielleicht liegt also der als hart empfundene Klang digitaler Aufnahmen an
deren hohen Präzision, die dadurch paradoxerweise selber eine Fehlerquelle
darstellen könnte? Schließlich wird der Schall beim digitalen Aufzeichnen ja in
einer Art Abrasterung erfasst, aber nicht als ganzes. Man stelle sich das Signal
als Kurve vor, wo man ein feines Rastergitter drüberliegt. Jedes Raster erfasst
einen Bereich der Kurve.
Befürworter digitaler Aufnahmeverfahren argumentieren, dass analoge
Aufnahmen unscharf und verwaschen wären, - hier wäre der Fehler mangelnde
Präzision. Befürworter analoger Aufnahmen sehen darin aber einen
musikalischeren Klang als den künstlicheren Charakter digitaler Signale. Somit
haben sowohl Analog als auch Digital Audio Eigenschaften, die man je
nachdem als Vorteil oder als Nachteil deuten kann. Hier haben beide Seiten auf
ihre Weise recht.
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Klangqualität
Die Klangqualität einer digitalen Audioaufnahme definiert sich also durch die
Einheiten Samplerate und Bitrate.
Samplerate
Die Samplerate (Abtastrate) legt fest, wie oft ein Audiosignal pro Sekunde
abgetastet wird (Messhäufigkeit). Bei einer Samplerate von 44.100 Hz wird das
Signal 44.100 mal pro Sekunde abgetastet. Folglich wird bei einer 44.100 Hz-
Aufnahme, 44.100 mal pro Sekunde ein Sample aus dem Signalstrom
aufgezeichnet und bei einer Wiedergabe in 44.100 Hz, 44.100 mal pro Sekunde
wiedergegeben..
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Je höher die Samplerate, desto besser ist die Klangqualität. Eine höhere
Samplerate braucht aber auch mehr Speicherplatz.
20 kHz Radio-Qualität
44.1 kHz CD-Qualität
48 kHz Studionorm
96 kHz DVD Audio
Eine Samplerate von 96 kHz kann bei der Nachbearbeitung eines Signals
Vorteile bringen, da präzisere Algorhythmen möglich werden, wodurch z.B. ein
EQ genauer arbeiten kann. Außerdem gelingen digitale Simulationen analoger
Klangeigenschaften authentischer bei 96 kHz. Eine Samplerate von 88,2 kHz
wird manchmal verwendet, da diese genauer auf das CD-Format (44,1 kHz)
runtergerechnet werden kann. Dennoch reicht es aus, wenn Audiomaterial mit
einer Samplerate von 48.000 Hz aufgenommen wird. Einige Tonstudios
erzielen nach wie vor auch noch mit 41.000 kHz gute Ergebnisse.
Die Bitrate definiert, wie schon erwähnt, die Auflösung eines einzelnen
Samples, also wie genau es pro Abtastung erfasst wird (Messtiefe). Man
bezeichnet die Bitrate auch als Wortbreite, Wortlänge oder Auflösung. Der
Einfachheit halber wird im folgenden immer der Begriff Wortlänge oder Bitrate
verwendet werden. Mit jedem zusätzlichen Bit verdoppeln sich die darstellbaren
Messwerte und es erhöht sich die Bitrate.
Je höher die Bitrate eines A/D-Wandler bzw. D/A-Wandler ist, desto mehr
Werte sind darstellbar, in die ein Sample aufgeteilt werden kann. Die jeweilige
Anzahl dieser Werte bezeichnet man als Quantisierungs - oder Lautstärkestufen
oder als Samplewert.
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Audiosignal
8 Bit-
Audiosignal
Der jeweils maximal Mal mögliche Samplewert entspricht dabei immer dem
Erreichen der 0 dBFS-Marke und daher dem lautesten Signal.
Signal-to-Noise (Rauschabstand)
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Red-Book-Format
Eine Samplerate von 44.100 Hz und 16 Bit Wortbreite legt maßgeblich den sog.
"Red-Book-Standard" fest. Dieser bereits 1981 von Sony und Phillips
entwickelte Standart definiert die Soundqualität und physikalischen
Eigenschaften einer CD-DA (Compact Disc-Digital Audio), - also einer ganz
normalen Audio-CD.
Daraus geht hervor: Will man eine Musik-CD erstellen, muss immer als letzter
Schritt vor der CD-Erstellung das Summensignal auf 16 Bit heruntergerechnet
werden.
Da man dafür normalerweise von einer Bitrate höher als 16 Bit auf die 16 Bit
runterrechnet, werden die überschüssigen Bits dabei abgeschnitten (im
Fachjargon: Truncation, (to truncate = engl. beschneiden, stutzen). Außerdem
muss die Samplerate auf 44.1 kHz runtergerechnet werden, was durch ein Re-
Sampling geschieht.
Um das Signal auf das CD-Format von 16-Bit zu bringen, muss die Bitrate also
reduziert werden. Schneidet man die überflüssigen Bits ab, ergibt sich kein
sauberes Ergebnis. Durch das Beschneiden (auch als Runterrechnen,
Quantisieren, Konvertieren oder Truncation bezeichnet) auf eine kleinere
Bitbreite entsteht ein Rundungsfehler (Quantisierungsfehler) am
niederwertigsten Bit des jeweiligen SNR. Man kann das vergleichen mit einer
Bruchrechnung die nicht aufgeht und daher einen Rest enthält, der nicht auf
oder abgerundet werden darf, dadurch koreliiert dieses fehlerhafte Bit mit dem
Grundrauschen und es kommt zu Fehlern, die sich klanglich als
Quantisierungsrauschen äußern. Klanglich besteht es aus einen weißen
Rauschen mit disharmonischen Verzerrungen (= Granulationsrauschen). Das
Quantisierungsrauschen wird dabei aber nicht direkt als verzerrt, sondern eher
als ein rauer Klang empfunden. Somit hat man es mit einen Rauschen oberhalb
des SNR zu tun, (z.B. bei 16 Bit – 98 dBFS) was dort ohne Bitfehler gar nicht
auftreten würde. Anders gesprochen verkürzt sich also praktisch der
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Da bei 24 Bit das niederwertigste Bit bei -144 dBFS liegt, fallen jedoch
Quantisierungsrauschen und dadurch auftretende Verzerrungen nicht mehr ins
Gewicht, denn die Hörschwelle liegt schließlich bei -100 dBFS (entspricht 0
dB[A])!
Außerdem ist im Vergleich sogar das Eigenrauschen von fast jedem
Wiedergabegerät schon lauter (allgemein zwischen ca. - 96 bis - 144 dBFS).
Dithering
Bei Unterhaltungsmusik, die in der Regel von der gesamten jeweils zur
Verfügung stehenden Dynamikspanne konkret oft nur die obersten 12 dB
ausnutzt, kann überhaupt kein Quantisierungsrauschen durch die
Konvertierung auf 16 Bit auftreten. - Das niederwertigste Bit liegt bei 16 Bit
nämlich bei - 96 dBFS! Es kann hier also nur dann zum
Quantisierungsrauschen kommen, wenn nach der Bitraten-Konvertierung
Signale unterhalb von – 96 dBFS wiedergegeben werden sollen. Dies ist bei
solch geringen Dynamiknutzung von 12 dB natürlich nicht der Fall. Selbst bei
Signalen unter – 96 dBFS würde das Quantisierungsrauschen nahe der
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Hörschwelle (-100 dBFS) liegen. - Man müsste also dann die leisesten Stellen
ziemlich anheben, um das noch bewusst rauszuhören. Bei der Konvertierung
auf 16 Bit macht das Hinzufügen eines Ditherrauschens um damit das
Quantisierungsrauschen zu verdecken also wenig Sinn, solange die tatsächliche
Dynamik im Stück gering ist.
Zum Verschleiern von eigentlich überhaupt nicht auftretenden und wenn dann
unter normalen Hörlautstärken nicht bewusst wahrnehmbaren
Quantisierungsrauschen bei 16 Bit macht das Hinzufügen eines
Ditherrauschens also strenggenommen keinen Sinn. Es ist dann eher so, als
hätte man einen kleinen brennenden Zweig gefunden und sagt: „Lasst ihn uns
löschen, indem wir das ganze Waldstück in Brand legen!“ Hörtests an
Probanden haben jedoch ergeben, dass Musik in 16 Bit, die ein Ditherrauschen
enthält, unbewusst als angenehmer empfunden wird, als Musik ohne
Ditherrauschen. Die im Vergleich zu analogen Aufnahmen hart klingende
digitale Musik scheint durch das Rauschen eine Art künstliche Fehlerquelle zu
bekommen, eine Ungenauigkeit im Signal, die aber auf die Ohren, wenn auch
nicht bewusst gehört, angenehm wirkt. Die klanglichen Vorteile von Dither
liegen zumindest bei 16 Bit Audio wahrscheinlich mehr am Dither selbst als an
der Negativität des Quantvisierungsrauschens.
Auf keinen Fall sollte man mehrmals Dither benutzen, also z.B. eine Datei auf
16 Bit mit Dither konvertieren und diese dann nochmal mit einen
Ditheralgorhythmus versehen, - dies verhilft nämlich nur dem Rauschen zum
Ausdruck, nicht aber der Musik. Jeder Wandler eines CD-Player enthält
übrigens intern ebenfalls ein Ditherrauschen, das der Musik hinzugefügt wird.
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Durch das Hinzufügen von Dither kann übrigens die Dynamikspanne erhöht
werden ohne dass die Bitbreite erhöht werden muss, so dass z.B. bei 16-Bit
auch leiseste Klanginformationen bis in den Bereich unterhalb von – 96 dBFS
darstellbar werden (z.B. Rauminformationen und Decayphasen), obwohl die
Bitrate nach wie vor nur 16 Bit beträgt.
Noiseshaping
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Quantisierungsfehler
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DC-Versatz
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Dynamikbearbeitung
Breitband-Kompressor (Einzelbandkompression)
Einiges über Sinn und Zweck von Kompressoren wurde bereits im Kapitel
„loudness-race“ erwähnt. Für professionelle Audiobearbeitung ist es
unabläßlich das Funktionsprinzip eines Kompressors zu verstehen. Obwohl es
viele unterschiedliche Audio-Kompressoren gibt, ist die Arbeitsweise eines
Kompressors immer die selbe:
Wenn der Pegel des zu komprimierenden Audiomaterials einen eingestellten
Wert (Treshold [Treshold=engl Schwelle; Schwellwert]) für eine bestimmte
Dauer (Attack) überschreitet, wird dieser im eingestellten Verhältnis (Ratio) für
eine gewisse Dauer (Release) abgesenkt.
Soll heißen: Mit dem Attack-Wert stellt man ein, ab „wann“ der Kompressor
das eingehende Signal beeinflussen soll: Ist Attack nun auf den Wert 2 ms
eingestellt, beeinflusst der Kompressor erst nach 2 ms das eingehende Signal.
Die ersten 2 ms des eingehenden Signals bleiben also unbeeinflußt!
Das Signal wird solange beeinflusst, wie es mittels des Release-Wertes festgelegt
wird (z.B. Release=20 ms) und in einen Verhältnis, wie es durch „Ratio“
definiert wird, (z.B. Ratio 2:1)
- Dies bedeutet: Wenn das Eingangssignal z.B. 6dB "höher" als der Schwellwert
(Threshold) liegt, wird es danach nur noch 2:1 dessen höher sein (- also nur
noch 3 dB höher!).
Der Kompressor dämpft also einfach gesprochen zu laute Signale (also Signale,
die über dem Threshold liegen) ab. Dadurch wird ein einheitlicheres
Lautstärkeverhältnis und ein dichterer Klang erreicht, da sich die Dynamik des
Signals verringert.
Durch den Kompressor entsteht jetzt ein leiseres Signal als zuvor, wodurch
man dann das Stück in seiner Gesamtlautstärke wieder auf die vorige Lautstärke
(oder höher) anheben kann und es dabei dann dichter und lauter klingt als
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vorher. Also machen Kompressoren nicht "lauter", wie es oft behauptet wird,
sondern leiser, - aber: Durch sie kann man den Mix dann letztendlich lauter
regeln, also mehr "Lautheit" rausholen, ohne dabei die kritische 0 dBFS-Grenze
zu überschreiten.
Abschnitt 1:
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Abschnitt 2:
- Der Treshold ist hier noch mal durch den gelben Pfeil markiert auf der
dBFS-Skala markiert.
- Der lila Balken stellt das Eingangsignal dar und das kleine schwarze
Kästchen unterhalb davon zeigt, dass es bei -16 dBFS liegt. 4.5 dB
kommen vom Make-Up-Gain, der dem Eingangsignal hinzugefügt
wurde, demnach beträgt der Wert vom ursprünglichen Eingangsignal -12
dBFS!.
- Nur der Teil des Eingangsignals, der über dem gelben Pfeil liegt, wird
komprimiert, - also alles von - 27 dBFS bis 0 dBFS.
- Alles was unterhalb des Treshold-Pfeils liegt (also alles von - 27 dBFS bis
- 100 dBFS) bleibt unbehandelt.
- Da das Signal in der Abbildung einen Pegel von -16 dBFS hat und der
Treshold bei – 27, 5 dBFS liegt, beträgt der Anteil vom Signal der
komprimiert wird hier 11,5 dB.
Abschnitt 3:
Hier sieht man, wie ein roter Balken anzeigt an wie groß die
Lautstärkeminderung durch die Kompression ist (Kompressionsgrad). Der
Wert beträgt 10,3 dB und wird, da es sich um eine Lautstärkeminderung
handelt mit einen Minusvorzeichen angezeigt, nicht zu verwechseln mit dBFS-
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Der Parameter Knee (Knie) regelt wie schnell die Kompression einsetzt, sobald
der Treshold überschritten und der Attack-Wert erreicht ist. Im Modus Hard
Knee setzt die Kompression sofort gemäß der Kompressoreinstellungen ein,
sobald das eingehende Signal den Treshold überschreitet.
Im Soft-Knee-Modus, setzt ein kleiner Teil die Kompression schon kurz bevor
der Treshold erreicht wird ein und erhöht sich dann erst allmählich, wenn der
Treshold überschritten wird, auf den durch Ratio festgelegten
Kompressionsgrad. Je größer der Knee-Wert, desto behutsamer und
unauffälliger wird also komprimiert, weswegen ein Kompressor im Soft-Knee-
Modus oft als musikalischer angesehen wird.
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Im Electro-Mode arbeitet ein Kompressor genau anders rum: Immer wenn die
durch den Kompressor hervorgerufene Lautstärkereduzierung das Signals um
mehr als 3 dB absenkt, wird der Release-Wert kleiner. Dann wird das Signal
also noch stärker komprimiert.
Beträgt die Lautstärkereduzierung aber weniger als 3 dB erhöht sich der
Release-Wert, wodurch etwas weniger komprimiert wird. Das Signal kann
dadurch schneller wieder lauter werden und die Kompression dadurch schneller
wieder einsetzen.
Man kann also sagen, ein Electro-Kompressor liefert einen stärkeren und
umfassenderen Kompressionsgrad und ein Opto-Kompressor einen geringeren,
wirkt aber dadurch oft musikalischer.
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Multibandkompression
Da man beim Multiband-Kompressor für jedes Band die Ratio und den
Treshold separat einstellen und die einzelne Frequenzbändern EQen kann,
kann man mit ihm recht flexibel arbeiten, aber bei falscher Anwendung auch
die gesamte Summe verderben. Der Multiband-Kompressor ist also nie besser
als die Hände, die ihn bedienen.
Bässe sorgen für die meisten Peaks im Signal und haben die meiste Energie,
dadurch spricht dort ein Kompressor schnell an und versucht diese Peaks
runterzuregeln. Bei zu schnellen Attack- und zu kurzen Release-Werten, kommt
es dann aber wieder zu Zerrungen im Bassbereich und zu Pumpeffekten, denn
durch das schnelle und häufige Wechseln von Begrenzen und Loslassen des
Signals werden die Sinuswellen zu Rechteck-Wellen verformt, die einer
Verzerrung entsprechen. Durch eher niedrigere Attack- und höhere Release-
Zeiten für den Bassbereich lassen sich solche Nebeneffekte auf der Summe
vermeiden.
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Vintage-Kompressoren
Vintage Kompressoren sind alte Kompressor-Modelle der 50` bis 60`ger Jahre,
die mit rein analogen Komponenten arbeiten. Sie haben keine Ratio-Regler
zum Festlegen des Kompressionsgrades. Der Grad der Kompression wird
durch die Stärke des anliegenden Eingangsignals bestimmt. Ein höheres
Eingangssignal führt also zu höherer Kompression, parallel dazu kann natürlich
auch das Ausgangssignal nachgeregelt werden.
Sie haben einen typisch analogen Klangcharakter, denn man mit warm, weich
und luftig umschrieben kann.
Heutzutage versuchen manche Software Hersteller die Klangeigenschaften
dieser Kompressoren digital zu simulieren, wobei auch das Design der Software
oft den Hardware Vorbildern nachempfunden wird.
Obwohl manche dieser Plug-Ins in ihren Klangverhalten den großen
Vorbildern etwas ähneln, ist der Klang von Vintage-Kompressoren derzeit mit
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digitaler Software nicht direkt zu erreichen. Teils wird auch versucht den Klang
der Hardware zu sampeln (Impulse Responses) um authentischere Ergebnisse
zu bekommen. Diese Methode erfreut sich besonders bei Halleffekten großer
Beliebtheit.
Side-Chain
Immer wenn ein Signal in den Sidechain-Input des Kompressors eingeht, wird
das ausgehende Kompressor-Signal leiser, als das im Sidechain anliegende
Signal. Das im Sidechain anliegende Signal wird dann also immer etwas lauter.
Der Sidechain wird häufig bei Radiostationen benutzt: Immer wenn der Radio-
DJ spricht, gelangt sein Mikrosignal in den Sidechain des Kompressors, der
dann automatisch die Musik leiser regelt.
Außerdem ist der Sidechain-Kompressor beliebt um z.B. das Verhältnis von
Bass und Bassdrum so zu regeln, dass sich diese Instrumente nicht gegenseitig
verdecken (da sie ja im selben Frequenzbereich liegen): Immer wenn also z.B.
das Bassdrumsignal in den Sidechain eingeht, regelt der Kompressor den Bass
etwas leiser. Dabei stellt man es so ein, dass der Bass allein, also in den
Bassdrumpausen, ungefähr so laut wird wie zuvor Bassdrum und Bass
zusammen. Es ergibt sich dadurch ein ausgeglichenes Verhältnis beim Bass,-
und Bassdrum-Zusammenspiel.
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Arrange Mixing & Mastering Studio Audio-Mastering-Guide
eines Downward-Kompressors.
Oft muss man nach dem Upward-Expander einen Limiter benutzen, um
eventuell zu hohe Pegelspitzen wieder zu senken. Dies kann unter Umständen
wieder eventuelle Pumpeffekte durch das Limitieren nach sich ziehen und den
Dynamikgewinn durch den Upward-Expander wieder etwas schmälern.
Normalizer
Beim Normalisieren eines Signals wird dessen Pegel relativ zur höchsten
Pegelspitze auf einen bestimmten Wert angehoben. Der Spitzenpegel des
Signals wird hierbei durch einen Scan ermittelt. Meist liegt der Wert für die
Pegelanhebung unterhalb von 0 dBFS, da es oberhalb von 0 dBFS stets zu
Verzerrungen kommen würde. Der Rauschabstand des Signals wird durch das
Normalisieren nicht verändert, jedoch kommt es beim Normalisieren zu einer
Anhebung des Spitzenpegels, wobei auch der Teil des Signals der das
Grundrauschen enthält angehoben wird. Außerdem stellen sich durch diesen
Bearbeitungsschritt Quantvisierungsverzerrungen ein, die ab einen gewissen
Maß störend werden.
Normalisiert werden immer nur einzelne Signale oder alle Stücke einer Audio-
Zusammenstellung, - aber niemals nur die Summe eines einzelnen Stückes.
Wird jeder Song einzeln normalisiert, wird natürlich für jeden Song ein anderer
Spitzenpegel ermittelt und somit werden die Grade der Lautstärkeanhebung
durch das Normalisieren bei jeden Song anders sein, selbst wenn jeder Song auf
den gleichen Wert normalisiert wird. Dadurch passen Songs die zusammen auf
eine CD sollen von der Lautstärke nicht mehr zusammen.
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Im EQ ist die gesamte Musik in ein Frequenzspektrum aufgeteilt, dass i.d.R. bis
ca. 20 kHz reicht. Frequenzen über 16 kHz zählen zum Ultraschallbereich und
unterhalb von 16 Hz liegt der Infraschall. - Also höchstens nur noch für
Erdbebenforscher und Fledermausohren interessant.... .
Die Einheit Hz (Hertz) in der die Frequenz angegeben wird, wird definiert mit
einer Schwingung (f) pro Sekunde. Je mehr Schwingungen pro Sekunde, desto
höher die Frequenz.
20 Hz und tiefer >Dieser Bereich ist unhörbar und kann in jedem Fall
abgeschnitten werden.
60 Hz und tiefer >Sub-Bass (Tiefbass), dieser Bereich ist nicht hörbar sondern
nur fühlbar
80-100 Hz >fühl- und hörbarer Bassbereich
100-250 Hz >tiefe Töne
250 Hz >Dieser Frequenzbereich bildet das Fundament eines Mixes, wird er zu
überbetont kommt es zu Dröhnen
250-500 Hz >Dieser Frequenzbereich kann bei Betonung einen Mix wärmer
machen, aber auch zu mulmig klingen lassen
300-400 Hz >Mittenbereich
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Aus dem gerade Gesagten geht hervor, dass in der Regel (außer bei "Club-
Musik"), alles unter 20 Hz „gecutet“ werden kann, solch einen Arbeitsschritt
bezeichnet man als "Low-Cut". Dies ist auch deswegen sinnvoll, um später die
Lautheit der Musik nicht unnötig zu begrenzen, denn solche tiefen Subbässe
können einen großen Anteil der Energie im Signal ausmachen, obwohl sie nicht
zu hören sind. Dadurch wird der Spielraum zur Steigerung der hörbaren
Lautheit unnötig gesenkt.
Bässe unter 60 Hz sollten nur beibehalten werden, wenn die Musik garantiert in
Clubs gespielt werden soll, wo ja auch solch tiefen Subbässe erwünscht sind
und durch die dortige PA fühlbar gemacht werden. Dieses Kribbeln im Bauch...
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Ein High-Cut unter 16 kHZ ist in der Regel nicht üblich. Dennoch gibt es eine
Produktion, die einen High-Cut bei 13 kHz hat und trotz dieses sehr tiefen
High-Cuts sehr gut und durckvoll klingt: Limp Bizkit - "chocolate starfish and
the hot dog flavored water".
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Hier spielt aber auch der Wirkungsbereich des EQs eine Rolle, also um wieviel
dB er maximal anheben/absenken kann und wie laut das Audio-Signal „an
sich“ ist. Mit einen EQ der einen "Range" (Umfang) von +/- 6 dB hat wird
man nichts effektiv „cutten“ können, da man für einen Cut höhere
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Flankensteilheit
Der Q-Wert regelt die Flankensteilheit eines EQ-Bandes und damit wie sehr die
Anhebung/Absenkung des EQ-Bandes benachbarte Frequenzen mit
beeinflusst.
Man kann dadurch also einen weit gefächerten (breitbandigen) oder einen eng
definierten (schmalbandigen) Bereich im Frequenzspektrum bearbeiten.
Bild: Schmalbandige Absenkung bei 377 Hz. Die hohe Flankensteilheit wird
durch den Q-Wert von 4.82 erzeugt. Benachbarte Frequenzbereiche werden
dadurch kaum beeinflusst.
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Bild: Breitbandige Absenkung bei 375 Hz, die sich durch niedrige
Flankensteilheit von 0.56 (Q-Wert) ergibt. Im Gegensatz zur schmallbandigen
Absenkung, werden die benachbarten Frequenzbereiche deutlich
mitbeeinflusst.
EQ-Filtertypen
Für die EQ-Bändern lässt sich außerdem meist ein bestimmter Filtertyp
einstellen:
Dies ist der am häufigsten verwendete Filtertyp. Ein gewisses Spektrum um die
gewählte Frequenz herum wird dabei bearbeitet. Vom Aussehen her entspricht
der Frequenzgang dann einer Glocke, daher die Bezeichnung „Glockenfilter“
(vom engl. Bell = Glocke)
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2. Shelve (Kuhschwanzfilter)
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3. Notch (Kerbfilter)
4. High-Pass (Hochpassfilter)
5. Low-Pass (Tiefpassfilter)
Der Low-Pass-Filter läßt alle tieferen Frequenzen über der gewählten Frequenz
unbeeinflusst passieren aber cuttet alles oberhalb der gewählten Frequenz je
nach Flankensteilheit mehr oder weniger steil ab. Dieser Filtertyp wird also
auch für den High-Cut benutzt.
Lineare Equalizer
EQs kolorieren stets den Klang durch sog. Phasenverschiebungen, was aber als
gewohnte und typische Eigenschaft eines EQ empfunden wird und (je nach
EQ... ) auch für einen guten Klang sorgt. Lineare Equalizer tun dies hingegen
nicht und dadurch entsteht ein transparenter Klang, der sich aufgrund seiner
Sauberkeit und Neutralität besonders für neutrale Bearbeitungen eignet.
Obwohl neutral im Klangverhalten sorgen lineare Equalizer oft für ein
qualitativ hochwertiges Klangergebnis.
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Limiter
Schnelle und kurze Signalspitzen (Transienten), die weit aus der Wellenform
des Signals herausfallen, hindern einen daran, die Lautheit und Lautstärke eines
Stücks effektiv zu erhöhen. Schließlich wird beim Normalisieren immer nur
von der höchsten Signalspitze ausgegangen und der Rest der Musik relativ dazu
mitangehoben.
Sind einzelne Signalspitze nun sehr viel größer als der Rest des Signals, wird
sich die Gesamtlautstärke insgesamt nicht so sehr erhöhen lassen, als wenn die
Signalspitze kleiner wäre. Außerdem geben zu große Signalspitzen der Musik
mehr Dynamik als vielleicht nötig.
Durch den Limiter werden Pegelspitzen deshalb also einfach abgesenkt. Viele
sprechen davon, dass ein Limiter Signalspitzen „abschneiden“ würde, dies mag
einen so erscheinen und im Sprachgebrauch so verwendet werden, ist aber
nicht so.
Man kann die Funktionsweise eines Limiters gut mit einen Kompressor mit
„unendlicher Ratio“ und sehr schnellem Attack vergleichen. Dies birgt aber
auch die Gefahr von Verzerrungen: Denn durch einen schnellen Attack und zu
kurzen Release-Zeiten des Limiters wird das Signal so schnell und häufig
abgesenkt, dass es sich von Sinuswellen quasi zu Rechteck-Wellen verformt und
dadurch zerrt. Diese Gefahr ergibt sich ja auch beim Kompressor.
Da der Limiter die Dynamik des Signals beschneidet, kann die Musik dadurch
auch zu steril klingen. Bei zu viel Limiting können die Transienten so sehr
abgesenkt und dem übrigem Signal gleichgemacht werden, dass manche
Klangbestandteile nicht mehr richtig wahrnehmbar werden und manche
Instrumente dann dumpf und unnatürlich klingen können. Wieviel gelimited
werden sollte liegt ganz am Klangmaterial, manche Sachen vertragen
Absenkungen der Pegelspitzen von bis zu 6 dB andere gar keine.
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Bild: Limitieren eines Signals. Die Pegelspitzen werden entlang der grünen Linie
abgesenkt. Das Eingangsignal wird durch die waagrechte Achse (IN), das
Ausgangsignal durch die senkrechte Achse dargestellt (OUT). Das
Eingangsignal wird hier z.B. bei - 7,8 dB auf - 12,9 dBFS limitiert usw.
Ein Brickwall-Limiter reduziert sofort jedes eingehende Signal, was über einem
bestimmten Treshold liegt. Muss der Limiter dann sehr viele Signalspitzen
schnell nacheinander limitieren, kann dies zu Verzerrungen führen. Beim Soft-
Limiter tastet der Limiter deshalb das Signal schon immer einige Millisekunden
im voraus nach Signalspitzen ab (Look-Ahead-Funktion), dadurch wird ein
verzerrungsfreies Limitieren möglich.
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Raumakustik
Reflexionen
Bei einer Mikrofonaufnahme in einem normalen Raum, klingt das Ergebnis oft
deutlich verhallt. Dies liegt an ungünstigen raumakustischen Verhältnissen, die
meist erst auf der Aufnahme deutlich hörbar werden.
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Raumresonanzen
Diffusoren
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Akustik im Aufnahmeraum
Für eine schlechte Akustik im Aufnahmeraum sind eher tiefe Frequenzen und
Mitten verantwortlich. Ein Aufnahmeraum sollte nicht total schalltot sein, ein
bisschen Raumklang darf also erhalten bleiben. Erwünscht sind Reflexionen
vom Fußboden. Dazu kleidet man den Boden mit Parkett aus. Das Parkett
sollte dann mit Filz der Trittschallmatten ausgekleidet werden um Trittschall
einzudämmen. Teppichboden würde höchstens eine geringe schalldämmende
Wirkung bringen, aber keine Reflexionen ermöglichen. Unerwünscht sind
Reflexionen von der Decke, deshalb sollte diese z.B. mit Pyramidenschaum
abgedämpft werden.
Akustik im Abhörraum
Jeder Raum hat gewissen klangliche Eigenarten. Da nur die wenigsten Leute in
schalloptimierten Räumen Musik hören, ist es wichtig Musik auch unter
gängigen raumakustischen Verhältnissen zu beurteilen. Jeder hört nun mal in
der Regel zu Hause Musik und geht dazu weder in die Besenkammer noch in
schalloptimierte Studioräume. Es sollte für den Abhörraum deshalb eine sog.
Wohnzimmerakustik hergestellt werden, also eine Raumakustik, wie sie einen
normalen häuslichen Raum entspricht. Der Abhörraum sollte seine
Eigenresonanz behalten, also nicht zu neutral klingen, aber auch keine
störenden Fehlerquellen haben: Dröhnen, Frequenzauslöschungen, übermäßige
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Für eine genaue Abbildung des Mixes, bewährt es sich, dass die Boxen nicht in
Richtung einer glatten Wand hinstrahlen, da dies zu Reflexionen führen könnte.
Man sollte dort also diffundierendes (=den Schall zerstreuendes) Material
anbringen (z.B. Diffusorplatten) oder als Notbehelf ein vollgestelltes
Bücherregal. Die Seitenwände und die Wand hinter den Boxen sollten
absorbierend gedämpft werden, und keine direkte Reflexionen ermöglichen.
Es ist ebenso sinnvoll die Decke oberhalb des Abhörbereiches abzudämpfen.
Die Boxen werden durch Gumminoppen o.ä. vom ihrer Standfläche
entkoppelt, um Resonanzen zu vermeiden, die zwar die Basswiedergabe
erhöhen, aber dabei auch die Klarheit der Basswiedergabe mindern würde. Der
Abstand zwischen den Boxen beträgt ca. 1-3 Meter zueinander und es darf
dabei nichts zwischen den Boxen stehen. Subwoofer sollten etwas vor Mittel-
und Hochtöner aufgestellt werden, da Tiefbässe aufgrund längerer
Einschwingzeiten der Membrane etwas verzögert wiedergegeben werden als
hohe Töne.
Der Abstand zur Wand hinter den Boxen sollte 0,5 bis 1 m betragen, dadurch
werden Dröhngeräusche durch Resonanzen mit der hinteren Wand vermeiden.
Schalldämmung
Generell kann man erst einmal sagen: Je schwerer ein Dämmstoff ist, umso
besser ist die schalldämmende Wirkung (=Absorbtion; lat. absorbeo =
aufsaugen, für sich in Anspruch nehmen). Es geht dabei nicht um die Dicke
und das Volumen des Materials, sondern es kommt auf dessen Dichte an. Dann
beeinflusst auch noch die Oberflächenstruktur eines Materials dessen
schalldämmende Wirkung. Für die Schalldämmung und den Wirkungsgrad von
schalldämmenden Materialien kommt es aber auch darauf an, in welchen
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Absorber
- Poröse Absorber
Dazu zählen alle offenporigen Schaumstoffe z.B. Pyramidenschaum,
Kantenabsorber (speziell für Zimmerecken) und jedes faserartige Material: z.B.
Textilien (Flachs, Flies, Baumwolle), Mineralfaser, Mineralwolle, Glasfaser etc.
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- Akustikputz
Das ist Putz, der so auf die Decke, Unterdecke oder auf anderes Material
aufgetragen wird, dass viele kleine miteinander verbundene Hohlräume
entstehen. Daraus ergibt sich je nach Dicke der Verputzung und dem Abstand
zur Decke eine gute Absorbtion.
Resonatoren
- Plattenresonatoren
Dies sind Platten aus schweren aber dennoch biegsamen Material. Sie werden je
nach Konstruktion und Maße bei bestimmten Frequenzen des Schalls zum
Mitschwingen angeregt (Resonanz, lat. resono = wiederhallen, ertönen) und
entziehen ihm somit die Schallenergie in eben diesen Frequenzbereichen. Diese
Platten befinden sich vor einem geschlossenen Luftvolumen, also z.B. vor einer
Wand. Das Luftvolumen dient als Feder, wenn die Platte vom Schall zum
Schwingen angeregt wird. Werden solche Platten in zu kleinem Abstand an eine
Wand geschraubt, wird die Schalldämmung nicht genug gemindert, da nicht
genug Lufthohlraum hinter der Platte ist. Hat die Platte gar Kontakt mit der
Wand wird gar nichts gedämmt, weil sich durch die Kontaktstellen der Schall
auf die Wand überträgt. Also müssen diese Platten in einem gewissen
Mindestabstand vor der Wand angebracht werden, ohne sie zu berühren. Das
kann man machen, indem man sie z.B. an einem Ständewerk befestigt, was vor
der Wand aufgestellt wird. Da die Platte meist irgendwo eingespannt werden
muss, schwingt sie nicht als ganzes sondern es entstehen Biegeschwingungen.
Oft werden solche Platten auch als Front eines Gehäuses angebracht, das eine
schallharte Hinterwand besitzt. Dieses Gehäuse wird dann meist noch mit
offenporigen Schaumstoff, Mineralwolle o.ä. zusätzlich ausgefüllt. Die Platte
schwingt dann auf dem Luftvolumen im Gehäuse bzw. auf dem Luftvolumen
des Schaumstoffs, der Mineralwolle o.ä. mit dem Schall mit. Der Schaumstoff
bzw. die Wolle sorgt dabei noch für eine zusätzliche Schallabsorption. Eine
solche Konstruktion sieht im Prinzip so aus, wie das Bild des perforierten
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- Helmholtz-Resonator
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Bild: Beispiel für einen perforierten Resonator. Der grau gezeichnete Bereich ist
wieder das Luftpolster.
Die Türen und Fenster sollten möglichst schwer sein. Man kann deshalb am
besten eine Stahltür einbauen oder eine hohle Tür von oben mit Sand oder
Steinen auffüllen, damit sie schwerer wird. Dabei ist darauf zu achten, wie viel
Belastung die Türscharniere aushalten, sonst bricht die Tür aus dem Rahmen.
Die Tür kann man, um sie schwerer zu machen, mit dicken Holzplatten
versteifen und/oder mit Bitumenpappe auskleiden. Bitumenpappe ist die
günstigste Lösung, weil diese auch recht schwer ist und von daher gut dämmt,
leider aber auch sehr stinkt. Generell empfehlenswert sind auch
Mineralfilzplatten. Auch hier kann man so viele Schichten anbringen, wie die
Tür aushält. Die Ritzen zwischen Tür und Türrahmen sollten auch keinen
Schall durchlassen und deshalb gut abgedichtet werden.
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im Raum, kann man auch gleich eine große dicke Holzplatte drübernageln und
diese mit dämmenden Material auskleiden oder man baut die Fenster aus und
mauert zu. Wenn weniger gedämmt werden muss, reicht es auch schwere dicke
Vorhänge mit viel Faltenwurf vor die Fenster zu hängen. Ritzen von Fenstern,
durch die Schall nach außen dringen kann, Fenster- und Fensterrahmen
unbedingt mit Dichtungsband auskleiden. Auch andere Schallbrücken im Raum
sollten ermittelt und beseitigt werden. Dazu zählen: Lüftungskanäle,
Heizungsrohe, evntl. Hohlräume in Wand, Decke und Boden, undichte Fugen,
Verglasungen, durchgehend schwimmender Estrich etc.
Der Boden kann mit mehren Schichten Dämmmaterial gedämmt werden: z.B.
Teppiche, Sperrholzplatten, Trittschalmatten, Akustikvlies, Gipskarton etc. Ein
dünner Teppichboden allein hat aber kaum eine dämmende Wirkung, daher
sollte man mehrere dicke Teppichböden nehmen. Ein Schlagzeug kann man für
bessere Dämmung des Bodens auf einem Potest aufbauen, z.B. auf
Holzpaletten und diese dann innen dicht mit Mineralfilzwolle auskleiden.
Es wurde gesagt, je schwerer und massiver etwas ist, desto besser dämmt es, -
das ist im Prinzip richtig, aber nun kann man sich meist nicht so leicht eine
neue Wand vormauern oder einen Betonklotz vor die Tür stellen. Insbesondere
darf man zumeist einen Proberaum nicht baulich verändern und neue Wände
hochziehen und es ist zudem eine nicht unerhebliche Kostenfrage dies zu tun.
Um leichter eine optimale Dämmwirkung zu erzielen, nutzt man deshalb
Plattenresonatoren. Die höchsten Dämpfungswerte werden dort bei der
Resonanzfrequenz des jeweiligen Materials erzielt: Gipskartonplatten von 12,5
mm mit ca. 10 kg/Quadratmeter haben bei 2 cm Abstand zur Wand ihre
Resonanzfrequenz bei ca. 200 Hz und Gipskartonplatten von 12,5 mm mit ca.
10 kg/Quadratmeter haben bei 10 cm Anstand zur Wand bei ca. 100 Hz ihre
Resonanzfrequenz. Plattenresonatoren sind also ideale "Tieftonschlucker".
Steigert man nun den Abstand zur Wand, wird die Schallabdämmung des
Bassbereiches noch effektiver. Da das Dämmen des Bassbereiches am
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wichtigsten ist, sollte der Abstand zur Wand also möglichst groß sein, allerdings
nicht so groß, dass man in dem Raum nicht mehr vernünftig arbeiten kann oder
er bis zur Hälfte schrumpft.
Auf dem Fußboden wird mindestens 6 cm vor der Wand eine Holzlatte
angeschraubt, dabei unbedingt Dämmfilz zwischen Holzlatte und Fußboden
setzen. Auf diese Holzlatte werden dann vertikal andere Holzlatten angebracht.
Damit ist dieses Untergestell schalltechnisch von Wand und Boden entkoppelt.
Es dient als Ständewerk für den Plattenresonator, also die jeweiligen Platten.
Alle die nicht soviel Schalldämmung erzielen müssen, können vor die Wände in
gewissen Abstand schwere Teppiche oder Speerholzplatten anbringen, was
auch bereits für eine brauchbare Abdämmung sorgt.
Zur Abdämmung der Decke wird eine zweite künstliche Decke in möglichst
großen Abstand da drunter angehängt (Unterdecke). Man befestigt dazu
mehrere Aufhänger an der Decke und diese Aufhänger tragen dann ein oder
mehrere Gestelle aus Holzlatten, die mit Mineralfilzplatten versehen sind und
mit Gipskartonplatten beschraubt werden, die auch noch mit Akustikputz
verspachtelt werden können. Es geht zwar dadurch etwas Raumhöhe verloren,
wofür sich aber die schalldämmende Wirkung erhöht.
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Wenn nicht ganz so viel Schalldämmung erforderlich ist, reicht es auch, die
Decke mit Holzlatten zu versehen und darauf die Mineralfilzplatten und den
Gipskarton anzuplanken. Auch ein dicker Teppich oder anderes
schalldämmendes Material auf der Decke angebracht kann natürlich schon eine
schalldämmende Wirkung erzielen.
PCs werden heutzutage bei Musikproduktion fast immer als DAWs (Digital
Audio Workstation) verwendet, stehen aber nicht immer getrennt vom
Aufnahmeraum. Die Betriebsgeräusche des PCs können dann nicht nur auf die
Nerven gehen und bei konzentrierter Arbeit stören, sondern später auch auf
der Mikroaufnahme zu hören sein, wenn im selben Raum recordet wird. Die
größten Lärmverursacher im PC sind Festplatten, Netzteil, Grafikkarte-, CPU -
und Gehäuse-Lüfter und zeitweise auch die Betriebsgeräusche von CD- und
DVD-Laufwerke. Sind diese Teile zu laut, wird auch die oft empfohlene
Abdämmung der Wände des PC-Gehäuses kaum den Schall dämmen.
Die mit Abstand größte Lärmquelle im PC ist meist der Lüfter des Netzteils.
Man sollte deshalb ein Netzteil benutzen, was nur einen 80 mm Lüfter hat,
dieser kann nämlich leicht durch ein leiseres Modell ersetzt werden, z.B. ein 12
dB lauter Papst-Lüfter. Wichtig ist, dass der Lüfter laut Herstellerangaben auch
für den Betrieb in Netzteilen geeignet sein muss. Meist kommen Netzteile der
300 bis 350 Watt-Klasse mit einen 80 mm Lüfter aus. Die 300 – 350 Watt-
Klasse reicht i.d. Regel für die meisten PC-Konfigurationen aus. Man muss
dabei bedenken, dass die Wattzahl ja die maximal mögliche Power ist, die das
Netzteil bietet, aber der PC nicht konstant soviel Power gleichzeitig benötigt.
Bei bescheidenen PC-Konfigurationen würde sogar ein 250 Watt Netzteil
reichen. Man kann den neuen Lüfter auch ohne Lötarbeiten durch sog.
Schnellverbinder für 2-adrige Kabel in das Netzteil einbauen. Dadurch hat man
dann sein Netzteil mit einfachen und günstigen Mitteln modifiziert und
erheblich leiser bekommen, da selbst Netzteile, die mit „silent“ beworben
werden oft noch bis über 20 dB laut sind!
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Viele CPU-Lüfter bieten viel zu viel Kühlung und sind bis Pentium 4 bzw.
AMD 3200 und mehr lizenziert, obwohl im PC viel schwächere CPUs
verwendet werden. Falls dies der Fall ist, sollte man sich einen Lüfter suchen,
dessen Kühlstärke für den jeweils verwendeten CPU ausreicht und der nicht
unnötig viel Kühlleistung liefert. Dabei darf man aber auch nicht vergessen,
dass ein stärkerer CPU-Lüfter immer noch Leistungsreserven bietet, sollte der
CPU durch höhere Gehäusetemperatur, z.B. im Sommer, doch heißer werden
als üblich.
Bei temperaturgeregelten Lüftern gilt dieser Tip aber nicht, da sie je nach
Innentemperatur ihre Geschwindigkeit und somit auch Lautstärke verändern
und deshalb auch bei leistungsstarken CPUs zeitweise auch mal sehr leise
laufen. Die Lautstärke eines CPU-Lüfters liegt idealerweise zwischen 12 und 20
dB. Oft wird hier auch die Lautstärke in der Einheit Sone angegeben, die die
tatsächlich empfundene Lautheit darstellen soll und nicht die rein
messtechnische. 1 Sone entspricht dabei ungefähr 20 dB. Hierzu ist es
interessant auch mal das Kapitel über Lautstärke und Lautheit in diesem Buch
zu lesen.
Eine Wasserkühlung anstelle eines CPU-Lüfters ist selten eine gute Alternative,
weil Wasserkühlungen auch oft ähnlich laut sind wie Lüfter.
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Die oft hohen Betriebslautstärke von CD- und DVD-Laufwerken lassen sich
mit Software-Tools wie „CD-Bremse“ o.ä. eindämmen.
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Studiomonitore (Studiolautsprecher)
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Frequenzgang
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Impulswiedergabe
Gute Verstärker und Boxen zeichnen sich durch eine gute Impulswiedergabe
und geringes Nachschwingen aus. Wie stark ausgeprägt dieser Effekt ist und
welches Resonanzverhalten die Box dadurch an den Tag legt, ist für den Klang
sehr entscheidend. Größtes Problem sind die Übergangsfrequenzen von
Basslautsprechern und Hochtonlautsprechern, denn der Basslautsprecher kann
nur den Bass- und Mittenbereich linear wiedergeben, weswegen alles darüber
von einer Frequenzweiche abgeschnitten werden muss (High-Cut). Ebenso
kann der Hochtöner nur die oberen Frequenzbereiche linear wiedergeben. -
Hier muss die Frequenzweiche dann alles unterhalb wegschneiden (Low-Cut).
Da die Übergangsfrequenz stets im hörbaren Bereich liegt, sollten die
Frequenzweichen aus Filtern mit hoher Flankensteilheit bestehen,
typischerweise 24 dB/Oktave.
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Aktive Monitore
Bei sog. „aktiven“ Boxen ist die Endstufe gleich in das Boxengehäuse integriert.
Endstufe und Box sind dabei in der Regel optimal aufeinander abgestimmt. Bei
aktiven Lautsprechern arbeitet die Frequenzweiche aktiv und kann so die
Trennfrequenz flexibel anpassen, was manchmal auch vom Anwender von
außen justiert werden kann. Aktive Boxen haben dadurch einen Vorteile
gegenüber normalen (passiven) Boxen. Weitere Vorteile aktiver Monitore sind:
kurze Kabelverbindungen zum internen Endstufe, optimales Time Alignment,
Limiter für jeden Lautsprecher in der Box und oft digitale Eingänge und oft
Bass- oder Höhenfilter für Korrekturen im Frequenzgang. Einige dieser
Merkmale finden sich aber dennoch auch bei Boxen ohne interne Endstufe
bzw. bei bestimmten externen Verstärkern. Dennoch sind nicht alle Monitore,
die als aktiv vermarktet werden, wirklich aktiv. Manchmal handelt es sich nur
um passive Lautsprecher mit interner Endstufe im Gehäuse. Dabei sollte man
aber bedenken, dass bei billigen aktiven Monitoren oft die interne Endstufe so
unterdimensioniert ist, dass eine lineare, verzerrungsfreie Wiedergabe kaum
möglich ist.
Benutzt man sog. „passive“ Lautsprecher braucht man zusätzlich immer einen
externe Endstufe. Die Endstufe muss entweder gut auf die Lautsprecher
abgestimmt oder überdimensioniert sein, das bedeutet, sie muss etwas mehr
Leistung abgeben als die Box wiedergeben kann. Man kann zwar mit der hohen
Verstärkerleistung den Lautsprecher zerstören, doch viel wahrscheinlicher ist
die Zerstörung eines Hochtöners durch verzerrte Signale eines zu schwachen,
überlasteten Verstärkers. Leistungsfähigere Verstärker bieten zudem einen
besseren Dämpfungsfaktor und die Fähigkeit, schnelle Spannungsanstiege
fehlerfrei zu übertragen. Gängige externe Verstärker haben einen deutlichen
Eigenklang, so dass ein und derselbe Abhörlautsprecher ganz anders klingen
kann, je nachdem mit welchem Verstärker er betrieben wird. Studioverstärker
hingegen geben ein „lineares“ Signal aus und arbeiten daher neutraler. Bei
normalen Verstärkern kann ein „schönender“ Effekt meist etwas umgangen
werden, indem Funktionen wie „Loudness“, „EQ“ etc. abgeschaltet werden
und alle Tonregler (Bass, Middle, Treble) neutral eingestellt werden. Eine
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Mixing
dBSPL
„Räumlichkeit“
130
85
50 Monobild Stereobild
Dynamik (Lautstärke)
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Um dies zu beheben kann man nun entweder versuchen den Pegel der
anliegenden Instrumente anzugleichen oder, falls die Spur schon als fertige
Aufnahme vorliegt, normalisieren. Durch das Normalisieren einzelner Spuren
im Mix kann erreicht werden, dass die Spuren bei gleicher Fadereinstellung
auch zumindest messtechnisch möglichst gleichlaut sind und alle LED-
Anzeigen mehr oder weniger gleichmäßig aufleuchten. Wenn dadurch keine
gravierenden Abstriche in der Soundqualität in Kauf genommen werden
müssen, sollte man alle Signale also normalisieren. Will man danach die
einzelnen Spuren noch weiter bearbeiten, etwa durch Komprimierung o.ä., ist
es möglich, dass wenn zu viel normalisiert wurde, spätestens beim
Komprimieren das Quantisierungsrauschen störend hörbar wird.
Abhörlautstärke
Die Kanalzüge des Mischpults werden allesamt resetted (nach unten geregelt).
Dann wird zunächst die Lautstärke für Bassdrum und Bass festgelegt, die so bei
– 10 dBFS liegen sollte, woran sich die anderen Lautstärkeverhältnisse dann
orientieren. Gerade den Bassbereich nimmt das Ohr bei unterschiedlichen
Lautstärke sehr unterschiedlich wahr. Bei hohen Lautstärken werden die
Bassanteile deshalb lauter empfunden. Wenn man beim Mischen zu laut dreht,
neigt man also dazu, die Bassinstrumente zu leise zu machen und umgekehrt.
Da Musik aber auch leise und sehr laut gut klingen soll, muss so gemixt werden,
dass es in jeder Lautstärke relativ gut klingt. Mixen bei sehr geringer Lautstärke
hat dabei den Vorteil, dass man Feinheiten besser raushört. Beim bereits
erwähnten Höroptimum von 83 dB werden zwar alle Frequenzen
ausgeglichener wahrgenommen, da das Gehör bei solch hoher Lautstärke
relativ schnell ermüdet, kann man jedoch nicht lange bei dieser Lautstärke
mixen. Zudem würde ein Mix der bei 83 dB optimal klingt, wenn man ihn leiser
hört wieder anders klingen, da das Höroptimum eben nur bei 83 dB
Abhörlautstärke liegt, Musik aber nun mal nicht immer bei 83 dB gehört wird.
Das Wiedergabeverhalten von Lautsprechern ist zudem ab einer bestimmten
Lautstärken in vielen Fällen nicht mehr ganz linear. Natürlich kommt es dabei
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besonders auf die verwendeten Boxen an, was es zu hören gibt. Doch dazu
später mehr. Es ist also ratsam, die Lautstärke zu finden, wo man am meisten
raushört und alles möglichst linear wiedergegeben wird. Dies kann je nach
Eigenschaften der Lautsprecher auch mal eine Lautstärke deutlich unter 83 dB
sein. Lautstärken über 83 dB sollte man aber eher vermeiden. 85 dB können
z.B. schon recht laut sein, - ab diesen Wert müssen Arbeitgeber bereits einen
Gehörschutz zur Verfügung stellen.
Im Bereich von ca. 1-4 kHz reagiert das Gehör am empfindlichsten auf
Lautstärkeschwankungen. Dieser Bereich ist gerade für E-Gitarren und Gesang
sehr prägnant, die sich deshalb dort nicht in die Quere kommen sollten.
EQing
Die einzelnen Spuren im Mix werden falls nötig mit dem EQ bearbeitet.
Man erzielt dabei einen deutlich transparenteren Klang, indem man die
Frequenzbereiche, die nicht betont werden sollen absenkt und die Frequenzen
die betont werden sollen möglichst unbearbeitet läßt. Es werden dann also zu
betonende Frequenzbereiche in den Vordergrund gebracht, ohne dass sie direkt
bearbeitet werden müssen.
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Die Arbeit mit dem EQ bringt einen weiteren Vorteil: Auch die Lautstärke der
Spur lässt sich mit dem EQ beeinflussen, da sie ja durch das boosten und
absenken bestimmter Frequenzbereiche beeinflusst wird. Den Rest der
Lautstärkeregelung macht man dann wie gewohnt über die Kanalzüge im
Mischpult. Dabei sollte immer wieder herumexperimentiert werden, solange bis
es wirklich gut klingt.
Es ist oft der Fall, dass eine Spur nicht das gesamte Stück über gleichlaut sein
sollte, daher muss der dazugehörige Kanalregler automatisiert werden, d.h. man
kann einprogrammieren, wie der Kanalregler im Laufe des Stückes die
Lautsstärke der Spur automatisch anhebt oder absenkt (Automation). Diese
Funktion bietet normalerweise jedes gute Mischpult. Dass Mixen also nur mit
den Lautstärkefadern am Mischpult erfolgt und bei der Arbeit mit dem EQ in
erster Linie nur Anhebungen benutzt werden, ist eine weit verbreiteter Irrtum.
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Bei Bass und Bassdrum und allen anderen tieffrequenten Instrumenten sollten
höhere Release-Zeiten (ab 200 ms) gewählt werden, um Pumpeffekte zu
vermeiden.
Dabei wird der Attack soweit wie möglich runtergeregelt um neue Einsätze
auch gleich aufzufangen, es sei denn ein hörbare Einschwingphase ist
gewünscht (z.B. der Kick von der Bassdrum). Hier solle man aufpassen, dass es
nicht durch zu kurze Attackzeiten zu Verzerrungen kommt. Je tiefer ein Ton
desto länger kann der Attackwert sein, da ein tieferer Ton eine längere
Einschwingdauer hat als höhere Töne.
Allgemeines zu Attack-Werten
Lange Attackzeiten heben Zisch- und Poplaute aber auch die Einschwingphase
eines Instruments, z.B. den Hit auf der Snare, Saitenanschlag oder
Anblasgeräusche hervor, da dadurch die Attacks der Instrumente unbearbeitet
durchkommen.
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Mit niedrigem Treshold (z.B. – 5 db) und wenig Ratio ergibt sich eine normale
Klangverdichtung, bei einer hohen Ratio wird diese Verdichtung noch
verstärkt. Sie wirkt sich in beiden Fällen eher auf die höheren Pegel des Signals
aus (die dann abgesenkt werden) und verändert dadurch deutlich die
ursprüngliche Dynamik.
Bei mittleren bis hohen Treshold (bis zu max - 40 dB) und geringer Ratio ergibt
sich eine tiefgreifende, aber dezente Verdichtung bei der die ursprünglichen
Dynamikverhältnisse weitesgehend erhalten bleiben, weswegen sich solche
Einstellungen auch gut für das Mastering eignen.
Bei hoher Ratio wirkt es sich stark auf den Gesamtpegel aus und es kommt bei
entsprechend kurzen Attackzeiten zu der Wirkungsweise eines Limiters, alle
Pegelspitzen werden dann radikal abgesenkt.
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Bass
EQ
cut: 20-40 Hz, 5-10 kHz
down: unter 80 Hz
alles unter 500 Hz (Fretless)
boost: bei 60-80 (Fülle)
bei 200 -300 Hz (Wärme)
500-800 Hz (Definition)
1-2 bei 4-5 kHz (knurriger Sound)
2-3 kHz (Saitengeräusche, Slap)
Kompression
Release: 3 ms (kurze Basstöne) - 1 Sek. (bei langen Basstönen),
Die Releasezeit wird immer etwas kürzer eingestellt als die jeweilige
Ausschwingzeit des Basses
Die Töne sollten nicht mit der Release-Phase des vorigen Tons überlappen.
Slap-Bass: kürzeren Attack und mehr Ratio als beim Fingered und Picked Bass
einstellen.
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Bassdrum
EQ
cut: alles unter 60 Hz
down: 300 Hz (schmallbandige Absenkung)
bei 300-500 Hz (hier mehrere [!] schmallbandige Absenkungen setzen für mehr
Druck. Um dort den richtigen Punkt zu finden die „Resonanzfrequenz“ suchen,
die läßt sich daran erkennen, dass es zu Zerrungen und einen hohlen Klang
kommt wenn man dort schmalbandig und extrem anhebt.)
Kompression
Attack: 5-50 ms, Release: 50-300 ms, Ratio 4:1 bis 8:1
Attack: 2 ms (für Pop, sanften Rock)
Attack: 5-10 (für Rn`B, Hip-Hop Dance, Techno, - der Kick bleibt erhalten)
Attack: 5-10, Release: 30 ms (für Hardrock, Metal u.ä.)
Snare
EQ
cut: alles unter 150 Hz kHz
down: 400 Hz (trocken)
boost: 100 Hz (Fülle)
bei 200 - 250 (Volumen)
3 kHz (Attack)
7 kHz (Schärfe)
Kompression
Attack: 2 ms; Release: 1 Sekunde (soft)
Attack: 5-15 ms, Release: max. 200 ms (punchy)
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Toms
EQ
cut/down: alles unter 150 Hz
(evntl. Teile des Bassbereichs cutten um Überschneidungen mit der Bassdrum
zu vermeiden.)
down: 300-500 Hz oder 400-600 Hz (Weiche)
boost: 80-120 Hz oder 200-300 Hz (Volumen)
4-6 khz (Druck)
Kompression
nur wenn nötig komprimieren, Release 20 ms
Becken
EQ
cut: unter 500 Hz
down: 6-7 kHz
boost: 8 kHz (seidig)
10 kHz, 16 kHz
Hi-Hat
EQ
cut: alles unter 600 Hz (Definition)
down: 1 kHz (schmallbandig absenken)
boost: 5 kHz
Piano
EQ
cut: alles unter 80 Hz
down: 160 Hz
boost: 2-7 kHz (Brillianz)
80-160 Hz (Tiefe)
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A-Gitarre
EQ
down: 250 Hz, 850 Hz
boost: 80-100 Hz, 100-200 Hz (leichte Anhebung!), 10 kHz (leichte Anhebung!)
80-120 Hz (Tiefe)
200-300 Hz (Fülle)
Kompression
Attack 5-10 ms, Release 80-200, Ratio 2:1
Akkordspiel: längeren Attack und Release,
Solospiel: kürzeren Attack und Release.
E-Gitarre
EQ
cut: alles unter 100 Hz
down: 1,5 kHz (gegen nasalen Klang)
1 bis 6 kHz (um Vocals hevorzuheben)
boost: 80 bis 100 Hz, 100 bis 200 Hz (leichte Anhebung!)
10 bis 15 kHz (leichte Anhebung!)
bei 80-100, 2bei 00-300 Hz (Druck & Fülle),
bei 2-3 kHz (Definition)
2-3 Khz (Bissigkeit, Gitarrensolo)
Kompression
Attack 5-10 ms, Release 80-200, Ratio 4:1 (je härter der Gitarrensound desto
weniger Ratio einstellen)
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Voice
EQ
Männliche Stimme: 120-160 Hz
Weibliche Stimme: 220-330 Hz
Vokale: 0.8-1.2 khz (A)
400-600 Hz + 2.2-2.6 khz (E)
200-400 Hz + 3-3.5 khz (I)
400-600 Hz (O)
200-400 Hz (U)
cut: alles unter 60 Hz
down: unter 80 Hz
schmallbandig bei 1 bis 2 kHz (Smoothness)
1 bis 2 kHz und 2 bis 4 kHz (Abschwächen der Stimme)
schmallbandig bei 5-7 kHz (De-Essing)
bei 200-400 (Klarheit)
boost: 100 bis 200 (Volumen)
bei 200-600 (Bass, Tiefe)
1 bis 2 kHz, 2 bis 4 kHz (Betonung)
6 kHz (offener Sound)
10-12 kHz
Kompression
Attack: 10-50 ms, Release: 200-2000 ms (Bei tiefen Stimme stellt man längere
Release Zeiten ein, bei hohen Stimmen schnelleren Attack und kürzeres
Release. Bei der Aufnahme mit mittlerer Ratio komprimieren, später dann nur
noch einmal mit kleinerer Ratio.)
Blasinstrumente
Kompression
Attack: 10-50 ms (läßt Anblasgeräusche besser durch), Release: 300 ms
Strings
Kompression
längerer Attack und Release-Werte, softe Kompression
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Arrange Mixing & Mastering Studio Audio-Mastering-Guide
Alle Instrumente im Mix sind nicht nur in einem bestimmten Lautstärke - und
Frequenzspektrum, sondern auch in der Räumlichkeit des Stereobildes
(Panorama) angesiedelt. Durch die zwei Schallquellen eines Stereo-
Wiedergabesystems ergibt sich eine ein erweiterter Bereich in der
Dimensionalität. Dieser Bereich ist aber nicht dreidimensional, sondern gleicht
eher einer gegenüber Monophonie erweiterten Zweidimensionalität. Die
Klangwahrnehmung ist also immer noch flach und liegt auf der Ebene jedoch
ist die Breite dieser Ebene größer als bei Monowiedergabe. Daher ist der
Ausdruck Stereo-Raum fehl am Platze, da man erst bei Dolby-Sourround von
einen echten 3-D-Raum sprechen kann. Dennoch kommt durch den zweiten
Lautsprecher eine Erweiterung zustande. Dies kann man gut mit dem
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Arrange Mixing & Mastering Studio Audio-Mastering-Guide
menschlichen Auge vergleichen. Mit einen Auge sieht man nur einen kleinen
Bildausschnitt, mit zwei Augen entsteht ein größerer.
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Arrange Mixing & Mastering Studio Audio-Mastering-Guide
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Arrange Mixing & Mastering Studio Audio-Mastering-Guide
Bei den Halleffekten unterscheidet man zwischen denen, die reale Räume
virtuell simulieren und solche, die künstliche Räume erzeugen. Der Halleffekt
kommt immer in den Send-Einschleifweg des Mischpultes und wird nur in
Ausnahmefällen im Insert benutzt, z.B. wenn ein sehr großer Hallanteil erzeugt
werden soll.
Monokompatibilität, Korrelationsgrad
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Arrange Mixing & Mastering Studio Audio-Mastering-Guide
Wenn nun aber weder das Korrelationsmessgerät noch die bereits erwähnten
Peak- und VU-Meter mitsamt den dBSPL und RMS-Angaben und auch
Frequenzspektrometer ein Ersatz für die Beurteilung rein nach Gehör sind,
wozu misst man überhaupt diese Sachen, wozu braucht ein Mixing und
Mastering-Engineer diese Geräte? Die Antwort ist, sie dienen lediglich als
Anhaltspunkt und ermöglichen teilweise auch Bereiche darstellbar zu machen,
die man nicht hört, z.B. tiefer Infraschall auf dem Frequenzspektrometer.
Exiter fügen dem Signal mehr Obertöne hinzu, indem sie ein neues
Obertonspektrum synthetisch auf Basis non-linearer Verzerrungen generieren.
Dadurch klingt das Signal transparenter, heller und etwas lauter. Sie werden
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Arrange Mixing & Mastering Studio Audio-Mastering-Guide
verwendet, da Signale durch lange Signalketten oft dumpf werden und daher
eine Auffrischung im Obertonbereich benötigen.
Exiter eignen sich deshalb auch besonders für die bessere Verständlichkeit von
Sprachaufnahmen (verstärken dort aber auch Zischlaute und eventuelles
Lispeln) und um den perkussiven Charakter und die Einschwingphasen
(Attacks) einzelner Instrumente mehr hervorzuheben, z.B.
Anzupfgeräusche/Anschlaggeräusche von Gitarren und Bässen,
Anblassgeräusche bei Blassinstrumente, Gesang, Attack der Snare, Chor,
Streicher (Bogenstrich, Pizzicato), Becken, und natürlich bei allen dumpfen
Sounds. Enhancer arbeite ähnlich wie Exiter bloß dass Frequenzen betont
werden, indem die Phasenlage der Frequenz geändert wird, wodurch diese dann
lauter wirkt ohne angehoben werden zu müssen. Es gibt ebenso Exiter
(Enhancer) für den Bassbereich.
Referenz
Um den Mix besser beurteilen zu können, sollte eine amtliche Produktion, die
der Musik des Mixes ähnelt im Vergleich angehört werden. Dies natürlich stets
über die selben Boxen mit denen auch der Mix angehört wird.
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Arrange Mixing & Mastering Studio Audio-Mastering-Guide
Nach dem Mixing sollte die Summe eine bestimmte Gesamtlautstärke haben
aber auch jede einzelne Spur sollte eine gewissen Spitzenpegel erreichen. Früher
galt als Faustregel, dass dieser immer 0 dBFS betragen sollte. Diese
Empfehlung entstand aber zu Zeiten wo es gängig war in 16 Bit aufzunehmen.
Mittlerweile sind aber 24 Bit zur Aufnahme und Bearbeitungszwecken Standart.
Dies bringt einige Veränderungen mit sich, die man für die Wahl des Pegels -
egal ob Summe oder Einzelsignal - beachten sollte. Da 24 Bit Aufnahmen einen
Signal-to-Noise von 139 dB haben und 16 Bit Aufnahmen nur 91 dB, besteht
keine Notwendigkeit ein 24 Bit-Signal so hoch auszusteuern wie bei 16 Bit.
Audiomaterial in 24 Bit hat also immer 48 dB mehr. Bei 16 Bit Recordings ist
es durchaus sinnvoll gewesen, dass Signal möglichst dicht an die 0 dBFS-Marke
zu bringen, damit dessen leisesten Stellen möglichst weit entfernt vom Bereich
des Noise-Levels liegen. Bei 24 Bit Audio besteht dafür jedoch keine
Notwendigkeit mehr.
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Arrange Mixing & Mastering Studio Audio-Mastering-Guide
Pre-Mastering
Der ideale Mix macht ein Pre-Mastering überflüssig. Die Stücke sind dann
bereits absolut perfekt. - Genug Lautheit, richtiger Pegel, warmer satter Sound,
amtlicher Frequenzgang etc. Dann wäre nur noch ein Mastering notwendig.
Dies ist aber ein in der Praxis eher seltener Fall, fast immer muss noch pre-
mastered werden. Durch das Pre-Mastering wird insbesondere versucht den
heute gängigen digitalen Produktionen einen analogen Anstrich zu geben.
Dabei werden oft analoge und sehr teure Hardwaregeräte eingesetzt um dieses
Ziel zu erreichen. Ein gemixtes Stück wird also niemals in der Summe
bearbeitet und dann zum Mastering gegeben, d.h. keinen EQ, keinen
Kompressore, Limiter, keinen Halleffekt, keine Saturation etc. auf der Summe.
Dadurch bleiben - sofern man nicht selber (pre)mastered – dem Mastering
Engineer alle Möglichkeiten offen. Der folgende Text bezieht sich auf das Pre-
Mastering und Mastering für ein CD-Zusammenstellung.
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Arrange Mixing & Mastering Studio Audio-Mastering-Guide
einer anderen (B) verglichen wird oder Referenz. Ziel dabei ist es, einen
Frequenzgang zu erreichen, der der amtlichen Referenzproduktion ähnelt. Man
sollte die Produktion während und nach dem (Pre-)Mastern auf verschiedenen
anderen Wiedergabesystemen im Vergleich zur Referenz-Produktion hören,
(z.B. Hifi-Anlage unterschiedlicher Art, Autoradios, Mono-Geräte). Das gibt
einen besseren Eindruck davon, wie die Produktionen unter anderen
Wiedergabebedingungen klingt und ob sie dort ähnlich klingt wie die amtliche
Referenzproduktion. Es ist logisch, dass die eigene Produktion auf einen
Küchenradio nicht mehr so gut klingt wie auf einer High-End-Anlage. Das Ziel
ist auch nicht, dass sie überall gleichgut klingt, sondern relativ (im Verhältnis
zur Referenzproduktion) ähnlich.
Die Boxen, die man hauptsächlich zum Abhören benutzen, sollten unbedingt
den gesamten Frequenzumfang des Stückes wiedergeben können.
Besonders bei Techno-Produktionen ist es deshalb wichtig, auch denn Sub-
Bassbereich beurteilen zu können, also alles ab 20 Hz. Deswegen wäre für
elektronische Musik eine zusätzliche Subwoofer-Abhöre sehr wichtig, für alle
anderen Musikarten und wenn die Musik nicht in Clubs gespielt werden soll,
reichen Boxen mit einer vernünftigen Basswiedergabe ab 50 Hz (dort hört man
auch Rumpelgeräusche, Trittschall und ähnliches gut raus). Viele Monitore
geben laut Herstellerangaben zwar theoretisch schon sehr tiefe Frequenzen ab
50 Hz wieder, aber in der Praxis hört man es nicht, da das Boxengehäuse oft
nicht genug Volumen bietet, um diese Frequenzen hörbar zu machen. Stellt
man die Boxen dicht vor einer (Gehäuse-)Wand auf, z.B. in einem Regal, kann
dies Basswiedergabe meist etwas „verbässern“ , wird dann aber auch schnell
undifferenziert.
Kopfhörer sind für das Pre-Mastern und Mixen nicht zu empfehlen, da der
Klangeindruck durch Kopfhörer in Bezug auf Hallräume, Panorama und Bässe
stets ganz anders ist als über Lautsprecher-Boxen. Sie sind höchstens gut, um
zu beurteilen ob leiseste Elemente im Mix noch leise oder bereits unhörbar sind
und um das Stereo-Bild besser beurteilen zu können.
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Arrange Mixing & Mastering Studio Audio-Mastering-Guide
Das Audio-Summe sollte mit min. 24 Bit Bitrate und mit min. 41 kHz
Sampelrate vorliegen und ca. – 10 dBFS (max. – 3 dBFS) an gemessener
Durchschnitts-Lautstärke aufweisen. Es verbessert übrigens nicht nachträglich
die Aufnahmequalität, die Samplerate hochzurechnen oder die Bitzahl zu
erhöhen, wenn der Mix in einer geringeren Bit- und Samplerate vorliegt.
Ein Stück auf 96 kHz zu konvertieren, bringt jedoch Vorteile für die
Rechengenauigkeit von digitalen EQs und bei digitalen Effekten, die analoges
Klangverhalten simulieren und ist deshalb für das Pre-Mastering sehr nützlich.
Das Konvertieren auf 44,1 kHz, gelingt bei Sampleraten die ein Vielfaches von
44,1 sind (wie z.B. 88,2 kHz) präziser.
Ingesamt ist die Wahl von 24 Bit aber wichtiger als eine Samplerate von 88,2
oder 96 kHz. Auf keinen Fall sollte die Samplerate aber unter 44,1 kHz liegen.
In der Applikation mit der pre-mastered wird, sollten die „sekundären Dateien“
mit der Auflösung erzeugt werden, in der auch das Audiomaterial vorliegt.
Von der ungemasterten Rohversion des Stückes fertigt man nun eine
Sicherungskopie auf einem hochwertigen Rohling an oder legt eine
Sicherungskopie auf der DAW ab. Falls etwas schief geht, kann man von dort
aus das Pre- Mastering erneut von vorne beginnen.
- De-Noising/De-Humming
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Arrange Mixing & Mastering Studio Audio-Mastering-Guide
- De-Clicking
- De-Essing
Entfernen von Zischlaute beim Gesang durch einen De-Esser bzw. mittels EQ-
Absenkungen im entsprechendem Bereich (vergl. EQing und Kompressor-
Tabelle).
- Stereobild-Korrektur
Sweetening mit EQ
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Arrange Mixing & Mastering Studio Audio-Mastering-Guide
Klangcharakter ist deshalb die richtige Wahl. Ein Bass- und High-Cut wird
vorgenommen, um unnötige Frequenzbereiche zu entfernen, den Bassbereich
zu mildern oder Rumpelgeräusche zu beseitigen.
Um zu Beurteilen ob ein Bass-Cut notwendig ist und in welchen Bereich er
liegen sollte, sollte unbedingt über gut eingestellte Subwoofer bzw.
Abhörmonitore gehört werden und niemals über Hifi-Subwoofer oder Auto-
Anlagen hören, da diese meist zu hot eingestellt sind. Der Subbassbereich von
20 Hz und alles da drunter kann normalerweise in jedem Fall bedenkenlos
gecuttet werden. Schwieriger wird es einzuschätzen, ob und wie viel bei dem
fühlbaren Subbassbereich von 40 Hz und tiefer und dem fühl- und hörbaren
Subbassbereich von 60 Hz und tiefer eventuell gecuttet werden soll. Dies liegt
natürlich vor allem an der Musikrichtung. Bei Rockmusik kann getrost ein Low-
Cut bei ca. 70 Hz erfolgen.
Man benutzt nicht für jedes Stück was später auf die CD soll die selben EQ-
Einstellungen benutzen, obwohl es sein kann, dass das angebracht ist, z.B.
wenn nur High- und Low-Cuts gesetzt werden sollen. Wichtig ist, dass alle
Stücke untereinander ein ähnliches Frequenzverhalten bekommen. Es bringt
also nichts zwei Stücke so zu bearbeiten, dass deren Frequenzgänge im
Vergleich mit anderen Produktion zwar amtlich klingen, wenn beide Stücke
dann dennoch solch unterschiedliches Frequenzverhalten haben, dass das eine
z.B. sehr viel wärmer klingt als das andere und dadurch innerhalb des Albums
nicht mehr zusammenpassen. Man muss also nicht nur das einzelne Stück im
Vergleich zur Referenz-Produktion hören, sondern auch die Stücke für Musik-
Zusammenstellung im Vergleich zueinander hören. Es ist klar, dass auch immer
die gleiche klangliche Färbung vom Eigenklang des EQ bei jedem Stück der
Zusammenstellung vorhanden sein sollte. Also möglichst immer denselben EQ
für das komplette Pre-Mastering aller Stücke einer Produktion nehmen.
Irgendwo muss der rote Faden ja herkommen. Das hier gesagte gilt im
übertragenden Sinne auch für das Komprimieren und Limitieren beim
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Arrange Mixing & Mastering Studio Audio-Mastering-Guide
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Arrange Mixing & Mastering Studio Audio-Mastering-Guide
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Arrange Mixing & Mastering Studio Audio-Mastering-Guide
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Arrange Mixing & Mastering Studio Audio-Mastering-Guide
- Saturation
Im Idealfall wird der Summe analoge Sättigung hinzugefügt, indem man das
digitale Musikstück mittels hochwertiger D/A-Wandler auf eine ½ Zoll 2-Spur
Bandmaschine aufnimmt und von dort aus mittels A/D-Wandler wieder zurück
auf die DAW. Damit dies möglichst korrekt funktioniert dürfen keine normalen
Wandler benutzt werden, wie man sie in Workstations, CD-Playern und DAT-
Recorden findet, sondern nur hochwertigste High-End-Wandler. Ansonsten
würde es beim Übertragen des Signals zu erheblichen Klangverlusten kommen.
Daher stammt auch die ansonsten geltende Regel niemals digitale Signale für
weitere Bearbeitung in den analogen Bereich zu übertragen, es sei denn zu
Wiedergabezwecken. Hochwertige D/A- bzw. A/D-Wandler sind daher auch
gefordert, wenn das digitale Signal noch mit analogen Hardwaregeräten wie
Kompressoren und EQs bearbeitet werden soll, die klanglich rein digitaler
Hardware überlegen sind. So können solche analogen Geräte selbst bei
ursprünglich rein digitalen Mixen noch beim Mastern eingesetzt werden.
Durch das re-recorden auf Bandmaschine wird dem Signal jede digitale Härte
genommen, was mit digital simulierten Saturationseffekten niemals so
überzeugend zu erreichen wäre. Diese Technik bezeichnet man als Layback
Mastering und sie wird von den meistern Top-Producern angewendet. Jedoch
sind die dafür zum Einsatz kommenden Bandmaschinen sehr teurer, aber
gebraucht durchaus erschwinglich. Bandmaschinen werden heutzutage außer
einigen 2 und 24 Spur-Modellen nicht mehr hergestellt und neue
Bandmaschinen sind ebenfalls recht teuer. Die gebrauchen Bandmaschinen
haben hingegen teilweise schon jahrzehntelange Arbeitszeiten hinter sich, außer
sie stammen aus unbenutzten Lagerbeständen. Bandmaschinen und Tonbänder
unterliegen stets einen gewissen Verschleiß und erfordern daher regelmäßige
Pflege, Wartung und teils auch mal eine Reparatur. Für viele alte Modelle sind
Ersatzteile schwer oder aufzutreiben und oft sehr teuer.
Wegen diesem technischen Aufwand wird Layback Mastering eher im semi-
professionellen und professionellen Bereich angewendet. Die Bandmaschine
sollte hohe Abspielgeschwindigkeiten von 38 m/Sekunde (30 inch per second)
haben, eine Rauschunterdrückung ist dann nicht mehr erforderlich. Alles unter
38 m/Sekunde ohne Rauschunterdrückung macht für Masteringzwecke keinen
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Arrange Mixing & Mastering Studio Audio-Mastering-Guide
Dennoch eignet sich Saturation– egal ob echt oder simuliert - nicht für jede
Musikart. In klassischer Musik und Jazz findet man einen sehr großen
Dynamikumfang, der fehlerfrei wiedergegeben werden will. Da sich durch die
analoge Bearbeitung der Rauschabstand verringert, begrenzt sich auch der
fehlerfrei darstellbare Dynamikumfang. Daher ist es besser Musik dieser
Stilistiken rein digital zu mastern. Außerdem verfälscht die analoge Sättigung
und Geschwindkeitsabweichungen (wow & flutter), die selbst in besten
Bandmaschinen vorkommen, den Klang der Instrumente. Der Klang der bei
Klassik und Jazz eingesetzten Naturinstrumente kann dadurch nicht mehr
originalgetreu reproduziert werden. Auch im Bereich Electronic wird wegen der
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Arrange Mixing & Mastering Studio Audio-Mastering-Guide
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Arrange Mixing & Mastering Studio Audio-Mastering-Guide
- Hall
Ein qualitativ hochwertiger kurzer Hall- oder Delay-Effekt kann auf das ganze
Stück bzw. auf der kompletten Zusammenstellung angewendet werden. Dies
wird beim Pre-Mastering recht selten gemacht, was aber nicht heißt, dass es nie
gemacht werden muss. Der Effekt sollte so minimal sein, dass man den
Hallanteil nicht deutlich raushört. Er dient nur dazu, den Instrumenten etwas
mehr Zusammenhalt und der Summe Räumlichkeit oder Tiefe zu geben, falls
das im Mix fehlt. Inwieweit das erforderlich ist, muss der Mastering-Engineer
wie immer mit Bedacht entscheiden.
Exiter (bzw. Enhancer) sollten nur äußerst vorsichtig eingesetzt werden, wenn
ein Stück wirklich zu dumpf klingt. Exiter (Enhancer) waren damals sehr
beliebt beim Mastering, da man mit ihnen analogen Aufnahmen zu mehr
Frische verhelfen konnte. Da viele digitale Aufnahmen jedoch nicht die gewisse
Dumpfheit analoger Produktionen haben, sind Exiter (Enhancer) selten
notwendig. Bei vernünftig dosierten Exiter/Enhancer-Einsatz fällt es kaum auf,
wenn der Exiter (Enhancer) stummgeschaltet wird. Je größer aber der
Unterschied im Klang der Summe ohne und mit Exiter bzw. Enhancer ist,
desto wahrscheinlicher ist es, dass der Effekt zu extrem eingesetzt wird und die
Summe bereits zu briliant klingt.
- Stereoverbreiterungs-Effekte (Stereo-Enhancer)
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Arrange Mixing & Mastering Studio Audio-Mastering-Guide
nicht bewusst hörbar sind, aber nach einer gewissen Hördauer subtil
mitempfunden werden. Das Ergebnis ist dann, dass das Gehör nach längeren
Hören gestresst wird und man das Stück leiser dreht oder ausmacht und nicht
wirklich weiß, warum. Deswegen wird die wirkliche Qualität eines
Signalprozessors erst auf dem zweiten und nicht auf dem ersten Blick
ersichtlich.
Limitieren
Als letzter Schritt der dynamischen und klanglichen Bearbeitung des Stückes -
wird ein Limiter benutzt um Pegelspitzen zu reduzieren. Es sollte nie zuviel
limitiert werden. Im Zweifelsfall limitiert man lieber sehr wenig oder gar nicht,
als zuviel. Doch was ist „zuviel“? Bei einen Stück ist bereits 1 dB zu viel, beim
anderen erst 7. Wieder eine Entscheidung die nicht pauschalisiert werden kann
und der Erfahrung des Mastering-Engineers unterliegt. Der Limiter sollte
möglichst eine Look-Ahead-Funktion bieten, damit sanftes Limiting ermöglicht
wird. Nach dem Limitieren kann die Summe, bedingt durch die
Dynamikreduzierung bzw. Herabsenkung des Höchstpegels, meist noch etwas
höher ausgesteuert werden. Dabei sollte die Summe zum Schluß nie die – 3
dBFS Marke überschreiten. (näheres hierzu im Kapitel „Verzerrungen bei +
dBFS.“)
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Arrange Mixing & Mastering Studio Audio-Mastering-Guide
Re-Sampling
Durch Re-Sampling wird das Stück auf 41,1 kHz heruntergerechnet.
Es muss ein echtes Re-sampling stattfinden, - also nicht einfach die
Summendatei unter der neuen Samplerate abspeichern! Das Re-Sampling auf
niedrigere Auflösungen gelingt in den meisten DAWs präziser, wenn die
Samplerate ein Vielfaches der Samplerate ist auf die down-gesampled werden
soll. (Z.B. 88,2 KHZ auf 44,1 kHz)
Das Re-sampling findet grundsätzlich vor der Konvertierung der Bitrate statt.
Zum Schluß wird noch die Bitrate des Stücks unter Verwendung eines Dither-
Algorhythmus (eventuell in Verbindung mit Noise-Shaping) auf 16 Bit
konvertiert.
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Mastering
Tracklist
Man überlegt sich eine musikalisch sinnvolle Reihenfolge der Stücke für die
Musik-Zusammenstellung (Tracklist). Eine normale CD im Red-Book-Format
bietet dabei Platz für 74 Min. Musik und einer maximalen Anzahl von 99 Titel.
Jeder weiß, je nachdem welche Stücke man hintereinander spielt, ergeben sich
ganz bestimmte Wirkungen. Nicht umsonst hat man früher noch für Freunde
Musik auf Kassetten überspielt und dabei genau auf die Reihenfolge und
Auswahl der Stücke geachtet. Solchen Zusammenstellungen hatte eine ganze
persönliche Note, egal ob es Stücke von verschiedenen oder ein und denselben
Interpreten waren. Das Abspielen von Songs in einer bestimmten Reihenfolge
ist wie Poesie: Zeile für Zeile entfaltet sich die Wirkung.
Bereits in klassischer Musik findet sich eine Satzform, in der die Bestandteile
eines Werkes untergliedert sind, z.B. der Sonatensatz, für den folgende Abfolge
charakteristisch ist:
Erster Satz: sehr ruhiges Stück, quasi ein Vorspiel oder gleich ein mitreißendes
schnelles Stü[Link] Satz: ruhiges Stück oder etwas beschwingtes, leichteres
im mittleren Tempo
Finale: Sehr schnelles energisches Stück. Oft wird das Tempo im Finale zum
Schluß hin nochmals gesteigert oder es folgt ein ruhiger Ausklang, der
manchmal auch an den Anfang des Werkes anknüpft. Es werden also immer
Spannungsböigen innerhalb eines gesamten Musikwerkes aufgebaut. Wäre die
Sonate also ein Musik-Album auf CD, wären die einzelnen Sätze also die
verschiedenen Musikstücke der CD. Für den Hörer wäre es auch sicher
langweilig, zwei langsame Sätze hintereinander zu hören oder mehrere schnelle.
Deshalb setzt man auf Abwechslung und eine Entwicklung und Struktur der
einzelnen Sätze und das nicht nur durch Tempos, sondern auch durch
Tonarten und Strukturen in der Musik selbst.
Eine Note ist wie ein einzelner Buchstabe und genauso wie aus Buchstaben
Wörter und aus den Wörtern Sätze und ganze Geschichten und Sinn werden,
vermag auch die Musik zu erzählen.
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PQ-Editing
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Arrange Mixing & Mastering Studio Audio-Mastering-Guide
außer vor dem ersten Track sind standardmäßig immer 2 oder 3 Sekunden
Stille. Das Setzen der Punkte für die Pause zwischen zwei Tracks nennt man
PQ-Editing. Es sollte am Anfang jedes Tracks ca. eine halbe Sekunde Stille
eingefügt werden. Billige CD-Player haben nämlich die Eigenschaft, das Signal
am Anfang der Track-ID stummzuschalten, um das Rauschen der billigen
D/A-Wandler zu verstecken.
Zum PQ-Editing gehört auch die Möglichkeit, innerhalb eines Tracks oder
einer Musikzusammenstellung beliebig Indizpunkte (Subindex) zu setzen.
Manche CD-Player können diese Punkte jeweils anspringen, sie dienen dann
sozusagen als Lesezeichen um sich flexibler durch die CD zu bewegen.
Außerdem kann für den kommerziellen Gebrauch ein ISCR-Code eingetragen
werden, der aus Länder- und Eigentümercode, Herstellungsjahr und
Seriennummer der CD besteht. Der ISCR-Code ist jedoch erst für echte
kommerzielle Zwecke wichtig. Zu den Aufgabenbereichen des PQ-Editings
zählt auch das Setzen von Kopierschutzflags, die jedoch in der Praxis nahezu
wirkungslos sind.
Durch die Option CD-Text können außerdem Infos über Songtitel, Interpret
und Album zu den einzelnen Tracks eingetragen werden, die dann bei CD-
Text-fähigen CD-Playern im Display angezeigt werden.
Hat ein Musikstück kein richtiges Ende, endet es also nicht auf einem
Schlußton, Schlussakkord oder ähnlichem, wird in der Regel ein Fade-out
gesetzt. Ein Fade-out läßt das Musikstück zum Ende hin gleichmäßig leiser
werden bis es schließlich verstummt. Bei einen Fade-In ist es genau umgekehrt.
Die Musik wird eingeblendet bis der normale Pegel erreicht ist. Selten gibt es
auch Kombinationen von Fade-outs und –Ins im Stück. Durch Fade-Outs und
Fade-Ins, deren verschiedenen Anschwell- und Ausklingzeiten und des
verschiedenen Tempos von Stücken, ergeben sich selbst wenn z.B. immer
genau 2 Sekunden Stille zwischen zwei Tracks liegt, stets ganz unterschiedliche
Pausen. Dies sollte bei der Erstellung der Tracklist also berücksichtigt werden.
So sollte man nach einen längeren Fade-out keine lange Pause setzen, da der
Hörer eventuell gar nicht mehr den letzten Teil des Fade-outs wahrnimmt und
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Arrange Mixing & Mastering Studio Audio-Mastering-Guide
durch eine nachfolgende lange Pause bis zum nächsten Titel wird der Abstand
dann vielleicht zu groß. Als Faustregel gilt: Zwischen zwei schnellen Songs lässt
man kurze, zwischen langsamen und schnellen Songs lange Pausen und
zwischen schnellen und langsamen mittelange Pausen. Im Endeffekt ist das
aber auch Geschmackssache und liegt stark an der Musik und dem
angestrebtem Konzept des Albums.
Amtlicher Summenpegel
Eine andere Methode wäre das Normalisieren in Bezug zum RMS-Level. Der
RMS-Wert wird durch einen Scan ermittelt und das Signal wird dann auf einen
bestimmten RMS-Wert angehoben. Da hierbei aber eher von der Energie des
Signals und nicht von der tatsächlich empfundenen Lautheit ausgegangen wird
und auch der Spitzenpegel nicht berücksichtigt werden, kann dies zu
Übersteuerungen führen. Andererseits kann es passieren, dass trotz eines
rechnerisch hohen RMS-Level die Musik dennoch nicht so laut klingt, wie
Produktionen mit dem selben gmessenen RMS-Level. Wobei wieder zum
Vorschein kommt, wie wichtig und unersetzlich die Ohren für die Beurteilung
von Lautheit sind. Die Lautheit der Summe sollte rein messtechnisch gesehen
idealerweise bei einem RMS-Pegel zwischen –13 und – 10 dBFS liegen, ohne
dass es zu Clipping oder Verzerrungen kommt. Der ideale messtechnische Wert
für die Lautstärke sollte nicht höher als – 3 dBFS sein. Hält man das Problem
der bereits erwähnten Verzerrungen im Inter-Sample-Bereich bei billigen D/A-
Wandlern für nicht weiter wichtig, kann der gemessene Maximalpegel auch bis
0 dBFS reichen.
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Arrange Mixing & Mastering Studio Audio-Mastering-Guide
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Musikrecht
Urheberrecht
Das Urheberrecht für ein geistiges Werk besteht immer schon bereits mit
Schaffung des Werkes. Dabei ist es bei musikalischen Schöpfungen gleichgültig,
ob sie aufgenommen, niedergeschrieben, oder sonst wie festgehalten werden.
Es reicht z.B. schon aus, wenn es als Idee im Kopf entsteht, denn bereits dann
handelt es sich ja schon um eine geistige Schöpfung. Es heißt hierbei auch
nicht, dass es unbedingt ein richtiges Musikstück im normalem Sinne sein muss.
Es reicht schon eine komponierte Abfolge von Tönen und Geräuschen. Das
Urheberrecht für geistiges Eigentum ist an die Person des Urhebers gebunden,
erlischt 70 Jahre nach seinem Tod und ist vererbbar.
Der Urheber und niemand sonst ist berechtigt, sein Werk zu verbreiten, zu
verändern und zu vervielfältigen. Wichtig ist aber, dass das Musikstück eine
persönliche geistige Schöpfung von ihm ist. Das kann nicht von jedem
Musikstück behauptet werden, jedoch gibt es kaum ein Stück, welches vom
Urheberrecht ausgeschlossen wird.
Das Urheberrecht umfasst immer das gesamte Werk als Ganzes und nicht
einzelne Teile davon, wie z.B. einzelne Melodien oder den Songtitel. Diese sind
nur dann schutzfähig, wenn sie an sich schon eine schöpferische Leistung
darstellen, auch hierfür sind die Kriterien nicht sehr streng. Natürlich umfasst
das Urheberrecht auch alle anderen geistigen Schöpfungen, wie Schriftwerke,
wissenschaftliche Arbeiten, Malerei etc. Dem Urheber stehen das
Vervielfältigungsrecht (z.B. Pressen der Musik auf CDs), das Verbreitungsrecht
(die CDs in den Verkehr bringen) und das Veröffentlichungsrecht (die CDs
öffentlich abspielen) seiner Werke uneingeschränkt zu. Diese Rechte können
auch auf andere übertragen werden, z.B. kann einer Plattenfirma das
Vervielfältigungsrecht übertragen werden und der Urheber selbst behält sich
das Veröffentlichungsrecht vor. Als öffentliche Darbietung gilt übrigens alles,
was über den privaten Rahmen hinaus öffentlich gemacht wird, - sogar eine
Telefonwarteschleife und auch das Abspielen von Musik auf einer Internet-
Seite. Jeder der Musik also öffentlich abspielen will, muss die Rechte dazu
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Arrange Mixing & Mastering Studio Audio-Mastering-Guide
Der Copyright Vermerk (©) muss nicht angebracht werden damit ein
Musikstück unter Urheberschutz steht, er wird nur bei Schriftwerken
angebracht. Für Musikaufnahmen gilt das phonorecordet-Zeichen ( ). In
manchen Staaten (z.B. den USA) ist der Copyright-Vermerk aber
Grundvoraussetzung, damit das Werk unter Urheberschutz steht.
Die Hinterlegung eines Werkes bei der GEMA sichert entgegen vieler
Behauptungen übrigens nicht das Urheberrecht und kann demnach auch nicht
im Streitfall die Urheberschaft beweisen, da die GEMA keine Information zu
den Melodien, Texten etc. des Werks speichert. Diese Infos sind aber
ausschlaggebend zum Nachweis der Urheberschaft. Auch Eintragungen der
Urheberrolle im Patentamt sind vollkommen überflüssig. Das machen Leute,
die einen Künstlernamen haben damit ihre Werke auch noch bis 70 Jahre nach
ihrem Tod geschützt sind, denn das Gesetz sagt aus, dass anonym
veröffentlichte Werke (und ein Künstlername ist ja schließlich etwas was
Anonymität verschafft) nur 70 Jahre ab Erstveröffentlichung den
Urheberschutz genießen. Solche Künstler lassen sich also die Urheberschaft für
ein Stück, was sie unter Künstlernamen veröffentlichen, auf ihren bürgerlichen
Namen durch die „Urheberrolle“ beim Patentamt bescheinigen. Das aber ist
noch kein geltendes Beweismittel, dass sie zu Recht die Urheberschaft tragen.
Haben mehrere Leute an einen Stück komponiert, haben diese alle gemeinsam
das Urheberrecht, egal wie groß die schöpferische Beteiligung der jeweiligen
Urheber war. Solche Stücke dürfen also nur dann veröffentlicht und
vervielfältigt werden, wenn alle Urheber ausdrücklich damit einverstanden sind.
Damit ein anderer zum Miturheber wird, muss seine schöpferische Leistung an
der Komposition erkennbar sein, dies kann z.B. schon ein Akkord oder eine
Melodie sein, die dem Stück eine andere Wendung gibt.
Eine schöpferische Leistung, die die Miturheberschaft rechtfertigt, ist aber nicht
der Fall, wenn z.B. nur das Arrangement verändert worden ist, bzw. die Klänge
oder der Rhythmus. Das Ändern des Arrangements und des Rhythmus und
Sounds stellt nämlich keine eigenständige Schöpfung am Musikstück an sich
dar weil die Komposition auch ohne diese Bearbeitungen eigenständig wäre.
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Arrange Mixing & Mastering Studio Audio-Mastering-Guide
Dennoch ist ein Arrangement an sich geschützt, aber der Arrangeur enthält
damit keine Urheberschaft am Musikstück, was er arrangiert hat.
Ist der Beitrag eines anderen am Stück aber sehr schöpferisch, obwohl nur
Rhythmus, Sound oder Arrangement am Stück verändert worden sind, kann er
in Ausnahmefällen dennoch die Miturheberschaft am Stück gewinnen. Hat
einer der Urheber seinen Beitrag zuvor schon als eigenständiges Stück kreiert, -
also bevor jemand anderes etwas hinzukomponierte, hat er für diese
Erstversion seines Stückes (Frühversion) natürlich das alleinige Urheberrecht.
Für die zweite Version, wo ein andere mit komponierte, sind natürlich beide die
Urheber. Die Basis muss natürlich sein, dass die Personen, die das Stück
miteinander schreiben, im gegenseitigem Einverständnis daran arbeiten.
Wirksam schützen kann man ein Musikstück nur, wenn es beim Rechtsanwalt
in einer sog. Prioritätsverhandlung hinterlegt wird. Man kann sich als
Komponist des Stückes durch die Prioritätsverhandlung die Urheberrechte
schützen bzw. sichern lassen.
Hat man das Stück nur aufgenommen kann man durch eine
Prioritätsverhandlung sichern, dass man als ausübender Musiker an diesem
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Arrange Mixing & Mastering Studio Audio-Mastering-Guide
Stück beteiligt war. Ist man sowohl ausübender Musiker, als auch Komponist in
einer Person wird natürlich beides gesichert.
Zum Beweis der Priorität hinterlegt man einen Datenträger, wo die Stücke als
Musik oder Noten gesichert sind, beim Rechtsanwalt vor, dazu ein Beiblatt wo
der Titel, die Abfolge, die Dauer der Stücke und deren Urheber und die an der
Aufnahme beteiligten Personen bezeichnet sind. Wenn einen die Urheberschaft
durch andere strittig gemacht wird, kann man durch die Hinterlegung beim
Rechtsanwalt, nun jederzeit rechtskräftig beweisen, dass man selbst tatsächlich
der Urheber des Werkes ist.
Zur Sicherung des Urheberrechts aber die Stücke per Einschreiben an sich
selbst zu schicken, ist kein ausreichender Schutz, da dieses Verfahren zu leicht
manipulierbar ist und vor Gericht daher nicht als ausschlaggebendes
Beweismittel gelten muss. Inwiefern verschiedene Anbieter, bei denen man
gegen eine Gebühr eigene Werke zur Aufbewahrung hinterlegen kann, einen
rechtlich geltenden Beweis über die Urheberschaft darstellen ist noch strittig, da
solche Dienstleistungen nicht der Hinterlegung bei einem Rechtsanwalt oder
Notar gleichkommen.
Ob ein Song Potenzial hat oder nicht entscheidet nicht nur die Meinung des
Songwriters, sondern natürlich auch die Meinung des jeweiligen Hörers. Damit
ein Stück Gefahr also läuft als Plagiat von jemand widerrechtlich ganz oder
teilweise übernommen zu werden, ist es egal, wie der Songwriter selbst über
sein eigenes Stück denkt. Es geht also erst mal nur darum, ob es andere gut
finden und wie viele von diesen anderen, bereit wären, das Stück zu klauen.
Erst durch eine hohe Beliebtheit eines Songs erwächst die Gefahr, dass jemand
versuchen könnte geistigen Diebstahl zu begehen. Was würde es aber jemanden
nun konkret bringen einen Song zu klauen?! Geld natürlich, ein anderes Motiv
gibt es selten für solche Taten. Doch es müssen bestimmte Vorbedingungen
herrschen, damit der Dieb auch erfolgreich sein könnte. Dieser jemand müsste
es schaffen, damit einen gewissen kommerziellen Erfolg zu erlangen, der genug
finanziellen Gewinn garantiert. Ist der finanzielle Anreiz zu gering, wird auch
die Lust am Klauen verschwinden, es sei denn rein persönliche Motive spielen
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Arrange Mixing & Mastering Studio Audio-Mastering-Guide
eine Rolle. Dadurch scheidet schon einmal jede Form von nicht kommerzieller
Musik größtenteils aus, weil es dort in der Regel kein Hitpotenzial gibt.
Gelingt dem Dieb Erfolg mit dem Stück, dann ist die andere Frage, ob es
überhaupt glaubhaft ist, dass es wirklich aus seiner Feder stammt. Ist der Dieb
z.B. jemand, der schon zuvor etwas veröffentlicht hat oder noch künftig
veröffentlichen will (also durch das Plagiat seine künstlerische Kajerre
voranbringen will), dann muss es in die Reihe seiner Musik passen und also
auch von Stil, Qualität und Produktion her sich angleichen.
Er muss dann also nicht nur schauen, ob ihm das Stück gefällt und es
kommerziell erfolgreich werden könnte, sondern auch, ob es glaubwürdig wäre,
dass es von ihm ist.
Zur Not müsste er sich eine neue künstlerische Identität zulegen und dann mit
dem geklauten Material versuchen sich bekannt zu machen. Oder aber er
müsste seine Kompositionen unter verschiedenen Pseudonymen
veröffentlichen und von Vertragsmusikern darbieten lassen und lediglich als
(angeblicher) Komponist und Produzent im Hintergrund agieren. Dabei ist es
auch sehr wahrscheinlich, dass er das Stück mit eigenen Mitteln selber nochmal
neu produzieren muss bzw. lernen muss, es auch live zu spielen. Solange der
Dieb keine bevorzugte Stellung im Musikbusiness hat, wird es für ihn genauso
schwer werden ein Stück, mag es auch noch soviel Hitpotenzial haben, zu
kommerziellen Erfolg zu bringen wie für jeden anderen auch, also ein nicht
unerheblicher Aufwand.
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Arrange Mixing & Mastering Studio Audio-Mastering-Guide
Künstler setzen bzw. auf bereits bestehende Topacts, ist geistiger Diebstahl
selten und selbst wenn er vorkommt musst der Urheber diesen Diebstahl erst
mal bemerken und das geschieht normalerweise erst, wenn die geklauten
Sachen kommerziell auf gewisse Weise erfolgreich werden. Deshalb kann man
davon ausgehen, dass Ideenklau entweder kaum bemerkt wird oder kaum
stattfindet. Insofern ist die Angst vor Ideenklau zunächst einmal nur eine
gedankliche Annahme, mit der man sich selbst Angst machen kann oder auch
nicht. Man könnte es tatsächlich als Beschützerinstinkt werten, dass Leute oft
so besorgt sind um ihre Werke. Genauso wie ein Vogel der seine Eier im Nest
bewacht. Dennoch ist es in keinster Weise zu verharmlosen, dass es jeden
kränkt, wenn das, was er geschaffen hat von anderen missbraucht wird, - selbst
wenn der Dieb damit keine finanziellen Erfolge erzielt. Daraus entstehendes
böses Blut und es kommt leicht zu persönliche Auseinandersetzungen, die für
beide Seiten eine Belastung werden können.
Ziehen wir nun das Pferd von hinten auf: Angenommen ein Künstler ist seit
einiger Zeit im Musikbusiness erfolgreich tätig und macht damit sein gutes
Geld. Aufeinmal kommt eine bis dato unbekannte Band und behauptet, „er“
hätte ihr Stücke geklaut und seine Top-10 CD besteht in Wirklichkeit aus den
Stücken ihrer ersten, nun schon drei Jahre alten, Demo-CD. Nun kommt diese
Band mit einen Prioritätsvertrag vom Rechtsanwalt an: Sie haben einfach
bereits vor drei Jahren die Stücke des inzwischen bekannten Künstlers auf ihren
Namen als Urheber hinterlegen lassen.
Die inoffizielle Vorgeschichte davon ist folgende: Die Band lernten denn
damals unbekannten Künstler auf einer Party in der hiesigen Dorfscheune
kennen. Er hatte ihnen zum musikalischen Austausch ein Demo mitgegeben,
das Demo gefiel der Band so gut, dass sie später dessen Stücke heimlich für ihr
Repertoire klauten, neu aufnahmen und sich das Urheberecht beim
Rechtsanwalt sichern ließen. Jetzt wo der sonst unbekannte Künstler als erster
Erfolg hatte mit diesen Stücken, freut sich die Band, denn Sie können nun als
angeblich rechtmäige Urheber Klagen einlegen. Hat der Künstler aber als erstes
seine Musik in einer Prioritätsverhandlung geschützt, was die Band ja nicht
sicher wissen kann, dann würde die Band zu Recht als Betrüger dastehen. Doch
was, wenn der Künstler es versäumt hätte seine Stücke frühzeitig zu schützen?
Um es anzudeuten: Ein Künstler, der grade eine Kajerre mit seiner Musik
anfängt, erste beachtliche kommerzielle Erfolge hat oder über gesunde
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Arrange Mixing & Mastering Studio Audio-Mastering-Guide
Beziehungen verfügt, wird sicher schnell einen Anwalt finden, der für einen
kleinen Aufschlag oder aus Gefallen eine Prioritätsverhandlung anfertigt, die
dem Künstler hilft sein Problem zu lösen. Schließlich hat nicht nur der
Künstler selbst Interesse daran, dass seine Kajerre weitergeht, sondern auch die
dahinterstehende Plattenfirma und alle anderen Beteiligten. Solche
Manipulation wäre natürlich gesetzlich nicht gerechtfertigt, was aber nicht
heißt, dass so etwas nicht geschehen „könnte“. Wenn nun eine andere Band
ankommt und behauptet, der eigentliche Urheber zu sein, ist das also eine
Bedrohung. Deshalb werden solche Streitfälle vorab meist auch
außergerichtlich durch hohe Zahlungen geklärt. Alles nur auf die
Prioritätsverhandlung zu setzen ist aber nicht nötig, denn ein Richter wird
dieser zwar viel Beweiskraft zugestehen, aber auch noch andere wichtige
Punkte beachten. Wenn jemand anhand zahlreicher Aufnahmen, Noten,
Zeugenaussagen und allgemein überzeugenden Auftreten dokumentieren kann,
dass er der rechtmäßige Urheber ist, wird er das auch ohne
Prioritätsverhandlung beweisen können. Letztendlich liegt es also nicht nur an
den Beweisstücken (Prioritätsverhandlung), sondern zu einen großen Teil auch
im Ermessen des Richters wie er diese Beweisstücke wertet, besonders wenn
die Sachlage nicht eindeutig ist.
Denn wenn die mächtigere, aber absolut unglaubwürdige Gegenpartei
aufeinmal eine frühzeitigere Prioritätsverhandlung aus dem Ärmel zaubert und
dadurch die Urheberschaft für sich gewinnt, wäre das ein sehr seltsames Ende.
Normalerweise kommen solche Betrügereien natürlich nicht vor und es soll
auch niemanden hier solche Absichten und Taten unterstellt werden. Viel eher
sollte klar werden, dass es absolute Sicherheit nicht geben kann, denn selbst
manche Richter sind korrupt und sind auch nur Menschen. Ein Spiel kann eben
nur funktionieren, wenn sich alle an die Regeln halten und auch alle mitspielen
wollen. Meistens liegt die Angst vor Ideenklau auch nur an der Überschätzung
der eigenen Kompositionen und an der Angst vor finanziellen Nachteilen, die
durch einen geistigen Diebstahl entstehen könnten. Viele malen sich immer
noch aus, dass ihr Song die große geheime Aktie wäre, die sie eines Tages in
ihre eigene Neverlandranch bringen würde, wo es dann heißt „Rock n` Roll
dreams come true“ , - aber so was ist so wahrscheinlich wie ein 6er im Lotto.
Natürlich ist aus der persönlichen Sichtweise heraus, die eigene Komposition
oft sehr gut, wenn nicht genial. Da aber jeder komplett andere Vorstellungen
davon hat, was gut ist und was nicht, wird dies alles sehr relativiert, so dass man
sich fragen muss, ob man das überhaupt pauschal beurteilen kann. Die
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Erfolgsquoten von Betrügern sind in der Praxis wirklich nur minimal und
sicherlich wird jemand, dem es um Geld geht, mit allen anderen Betrugsarten
mehr und schnellere Erfolge einkassieren, als mit geistigen Diebstahl.
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Anhang
Diverse Grafiken
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Musiker stimmen ihre Instrumente nach einen bestimmten Bezugston, der für
jedes Instrument immer derselbe ist, der sog. Kammerton. Erst dadurch kann
ein harmonisches Zusammenspiel ermöglicht werden. Da es für diesen
Kammerton immer Mal wieder unterschiedliche Definitionen gab, einigte man
sich 1939 in London darauf, den Kammerton mit a1 = 440 Hz festzulegen.
Diese Wahl war rein willkürlich und es wurde heftig dagegen demonstriert,
jedoch fand dies in den Wirrungen des 2. Weltkrieges keine Beachtung mehr.
Seitdem wird bevorzugt auf dieser Stimmung musiziert, aber nicht alle folgten
dieser Einigung: Z.B. benutzen einige Orchester eine höhere Stimmung um
einen brillanteren Klang zu erzielen oder Intonationsprobleme bei
Blasinstrumenten korrigieren zu können und in den USA wird bisweilen gar mit
einen Kammerton von a1 = 450 Hz gearbeitet.
1950 setzte die Pariser Académie des Sciensces den Kammerton für Frankreich
auf a1 = 432 Hz herab. Auch schon zu früheren Zeiten wurde generell ein
Kammerton gewählt, der tiefer liegt als 440 Hz. Mozarts Stimmgabel war auf
421,6 Hz geeicht. Würde eine Musik auf einen tieferen Kammerton als 440 Hz
nicht auch in den meisten Fällen viel eher den ursprünglichen
Klangvorstellungen des Komponisten gerecht werden?
Der Kammerton von a1 = 432 Hz war also in der Vergangenheit durchaus
geläufig, dies war übrigens auch der alte englische Kammerton. Giuseppe Verdi
(1813-1901) erließ 1884 gar ein Dekret, was die Musiker anwies, sich auf den
Kammerton von c= 126 Hz zu beziehen, - dies entspricht a1 mit 432 HZ! Die
Funde alter ägyptischer Instrumente zeigen, dass deren Instrumente auch
überwiegend auf 432 Hz gestimmt waren, ebenso die Instrumente der alten
Griechen und vieler alter Urvölker. Auch die Instrumente des indischen
Raumes waren und sind auf Frequenzen basierend auf 432 Hz gestimmt, -
selbst der berühmte Ton „Om“ basiert auf dieser Schwingung, er wird auch als
Erdton bezeichnet, da er sich aus der Eigenschwingung der Erde ableitet.
Warum also wird seit Urzeiten eine Stimmung bevorzugt, die tiefer liegt als 440
Hz, und warum kristallisieren sich dabei gerade die 432 Hz so sehr heraus? Die
Ursache hierfür scheint in den menschlichen Hörgewohnheiten und in unserer
Biologie zu liegen, der Musik basierend auf 432 Hz am besten gerecht wird. So
schwingt das Cortische Organ im Innenohr, welches auch für den
Gleichgewichtssinn verantwortlich ist, auf c 126 Hz (dies entspricht a mit 432
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Joseph Sauveur (1653-1716) konnte als einer der ersten beweisen, dass sich aus
der Frequenz c = 256 Hz auch die Schwingungszahlen der Stimmbänder beim
Singen und die der Lippen beim Blasen und Pfeifen ableiten lassen, sowie alle
Eigentöne mittönender Rezonanzkörper, die Hohlräume im menschlichen
Körper und selbst die kaum wahrnehmbar kleinen Intervalle des
Vogelgesanges. Musik auf 432 Hz ist im Stande alle Obertöne hervorzubringen,
wohingegen Musik auf 440 Hz nur 8 Obertöne durchkommen lässt. Auch der
Mathematiker Johannes Kepler (1571-1630) ermittelte für den Kammerton das
C mit 126 Hz (und somit die davon abgeleiteten 432 Hz für das a1!)
All diese Frequenzen sind ein Vielfaches von 8 Hz und somit auf 8 Hz
zurückzuführen, was hat es aber nun wiederum mit diesen 8 Hz auf sich? Die
Welt scheint auf diesen 8 Hz getaktet zu sein, so beträgt die Frequenz der Erde
(Schumann Frequenz) 8 Hz und auch die Kommunikation zwischen unseren
beiden Gehirnhälften mittels der Alphawellen erfolgt auf 8 Hz! Der zu 90%
ungenutzte Neocortex des Gehirns wird durch Schwingungen basierend auf 8
Hz vollständig aktiviert. Im Institute of Heartmath in USA wurde festgestellt,
dass ein menschliches organisches Herz im Zustand der Liebe auf 8 Hz
schwingt. Der Atomphysiker Dr. Robert Beck, ist um die ganze Erde gereist,
um die Gehirnströme von Heilern zu messen. Erkam zu den Ergebnis, dass alle
Heiler während ihrer Heilarbeit das gleiche Gehirnwellenmuster von 7,8 - 8 Hz
aufweisen, unabhängig von ihrer Methode oder den Widersprüchen Alles pure
Zufälle? Delphine sind dank ihres hochentwickelten Gehörs im Stande diese 8
Hz und somit auch unsere Gehirnaktivität z hören. Wir selbst hingegen können
nur ein vielfaches dieser Frequenz wahrnehmen, z.B. 72 Hz (9 × 8 Hz), 144 Hz
(18 × 8 Hz) und (54 × 8 Hz = 432 Hz!) Die 8 Hz findet sich auch wieder in der
DNA, die in der 66. Oktave der Eigenfrequenz unserer Erde schwingt
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(=00,00001157Hz), denn die 64 Codons der D.N.A. geben uns einen weiteren
indirekten Verweis zur 8, denn die 64 ist die Summe von 8 × 8!
Eine weitere auf 8 Hz basierende Schwingung ist 72 Hz, - auch hier gibt es
Auffälliges: So fällt es dem Herzen am leichtesten, Blut in die endokrinen
Drüsen zu leiten, wenn es mit 72 Schlägen die Minute arbeitet, - dies entspricht
dem normalen Herzschlag. Die 72 findet man auch in Zusammenhängen von
kosmischer und kultureller Bedeutung wieder, so ändert sich der sog.
„Frühlingspunkt“ durch die Pendelbewegung der Erdachse alle 72 Jahre um
einen Grad. (Der Frühlingspunkt ist die geozentrisch beobachtete
Sonnenposition zur Tagundnachtgleiche im Frühling.) Bei den Meru-Pyramide
von Borobodur, Java findet man 72 Stuppas und 432 Buddhas und in der
jüdischen Kabbala ist die Rede von 72 Gottesnamen. mDie Zahl 432 begegnet
uns auch wieder im Maßstab vieler Bauwerke alter Hochkulturen und der Gizeh
Pyramide (1 : 43.200), - ferner beträgt eine Seitenlänge dieser Pyramide 432
Erdeinheiten. 43.200 ist zudem genau die Hälfte der Sekunden eines Tages und
beschreibt damit den Zeitraum von 12 Stunden, also einer halben Umdrehung.
(Eben diese Zahl 12 hatte in vielen Kulturen eine wichtige Bedeutung. Beispiele
der Verwendung der 12 sind die 12 Monate im Jahr, zweimal 12 Stunden pro
Tag, 12 Tierkreiszeichen, 12 Zeichen in der chinesischen Astrologie.
In vielen europäischen Sprachen gibt es eigene Zahlennamen für 11 ("elf") und
12 ("zwölf"). Dies weist, wie auch die Verwendung des Dutzend, auf eine breite
Verwendung der Basis 12 hin. Zusätzlich hat die 12 die Eigenschaft, durch
relativ viele Zahlen teilbar zu sein (2, 3, 4, 6), was ihre Verwendung als
Größeneinteilung (z.B. bei Zoll und Fuß) zur Folge hatte. )
Doch kommen wir nun anstatt uns weiter mit symbolischen (analogen) und
mathematischen Verhältnissen zu beschäftigen, die manch einer aus
Unwissenheit vielleicht nur als zahlenmystische Spekulation und bloße
Zufälligkeiten oder esoterischen Schwachsinn belächeln wird, wieder auf die
tatsächlichen Erfahrungen und Zusammenhänge mit Musik basierend auf 432
Hz.
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Mixing und Mastering sind die Kardinalthemen der Audiobearbeitung und für jeden, der seine
Stücke professionell klingen lassen will ist dieses Buch der richtige Schritt dorthin.
Mixing und Mastering ist ein Prozess der mit vielen anderen Themen der Audiobearbeitung
verknüpft ist. Fehlt es dort an Hintergrundwissen führt dies schnell zur falschen Arbeitsweise
und dadurch zu mangelhaften Ergebnissen.
Daher wird in diesem Buch alles an Wissen vermittelt was man für Mixing und Mastering im
digitalen Bereich braucht. Dazu gehören z.B. Dithering, Bitrate, Raumakustik, Schalldämmung,
Kenntnisse über Dynamikbearbeitung und psychoakustische Effekte, Studiomonitore und vieles
mehr. Darüberhinaus gibt es wichtige Infos zum Thema Urheberrechtsschutz und ein Traktat
zur Bekanntmachung des Kammertones auf Basis von 432 Hertz. .
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