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Arten Der Sätze

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Arten der Sätze, nach Form und Inhalt:

I. SEMANTISCHE EINTEILUNG: („SATZARTEN”, aus kommunikativer Hinsicht - je nach der Absicht der
Mitteilung)

1. der Aussagesatz
- man behauptet etwas, man stellt etwas fest.
- wird normalerweise mit einem Punkt „ . ” abgeschlossen
- typisch im Deutschen: die finite Verbform steht an 2. Stelle:
Die Preise fallen. (Ich behaupte, ich sage dir, dass die Preise fallen)
- das finite Verb steht im Indikativ oder im Konjunktiv II:
Der Unfall könnte sich auch anders zugetragen haben.
- die Tonhöhe (Satzmelodie) ist gegen das Satzende fallend

- andere Ausdrucksmöglichkeiten: als rethorische Frage: Habe ich dir das nicht schon hundertmal
gesagt?

2. der Fragesatz
- dient dazu, Fragen zu formulieren
- endet mit einem Fragezeichen „ ? ”
- nach Form und Inhalt:
a) Entscheidungsfrage
- Wahrheitsgehalt
- Antwort ist JA oder NEIN
- die Tonhöhe (Satzmelodie) ist gegen das Satzende steigend
- finite Verbform an 1. Stelle:
Gehst du weg?
b) Ergänzungsfrage (Einzelheiten)
- finite Verbform an zweiter Stelle, nach dem Fragewort:
Wann gehst du weg?
- Fragewörter: wer, was, wann, warum, wo, wieso? Usw.
- nur der Form nach: die rethorische Frage
- dem Inhalt nach:
a) direkter Fragesatz: Wann kommst du morgen?
b) indirekter Fragesatz: Ich würde gerne wissen, wann du morgen kommst.

3. der Ausrufesatz
- drückt Bewunderung oder Verwunderung aus
- endet mit einem Ausrufezeichen „ ! ”
- die finite Verbform steht an 2. Stelle
- das finite Verb steht meistens im Indikativ
- die Tonhöhe (Satzmelodie) ist gegen das Satzende fallend

- ein Wort im Satz wird nachdrücklich stark betont


- zur Verstärkung benutzt man „aber”, „doch” usw. oder das betonte Wort steht an erster Stelle:
Das hast du aber gut gemacht!
Gut hast du das gemacht!

4. der Aufforderungssatz
- drückt Aufforderung, Bitte, Befehl aus
- endet mit einem Ausrufezeichen „ ! ”: Setzt euch!
- die finite Verbform steht an 1. Stelle
- das finite Verb steht im Imperativ (Befehlsform)
- die Tonhöhe ist gegen das Satzende fallend

- typisch deutsch : Aufforderungssatz, 1. Person Plural: Lasst uns gehen!


- andere Ausdrucksmöglichkeiten:
a) als Fragesatz: Kommst du bitte mal hierher?
b) als Infinitivsatz ohne zu: Nicht hinauslehnen! (im Zug, Fenster usw.)
c) mit müssen und sollen: Du musst kommen! Du sollst nicht stehlen!
d) als Aussagesatz mit „ ! ” : Du wirst sofort kommen!
e) Passiv ohne Subjekt: Es wird nicht mehr geredet! Nun wird geschlafen!

5. der Wunschsatz
- es werden Wünsche ausgedrückt
- die Tonhöhe ist gegen das Satzende fallend

a) realer Wunschsatz:
- die finite Verbform steht an 2. Stelle
- das finite Verb steht im Konjunktiv I
- wird mit einem „ . ” oder einem „ ! ” abgeschlossen: Lange lebe die Königin!
b) Irrealer Wunschsatz:
- die finite Verbform steht an 1. Stelle oder mit wenn an 2. Stelle
- das finite Verb steht im Konjunktiv II
- wird mit einem „ ! ” abgeschlossen: Hätte ich nur nichts gesagt!

II. NACH DER VERBSTELLUNG:


1. Stirnsatz:
- das finite Verb steht an 1. Stelle: Kauft sie ein Auto?
2. Kernsatz:
- das finite Verb steht an 2. Stelle: Sie kauft ein Auto.
3. Spannsatz
- das finite Verb steht an letzter Stelle (= Teil-/ Satz mit Verb an letzter Stelle): ..., dass sie ein Auto kauft .

III. NACH DER ANZAHL UND BEZIEHUNG FINITER VERBEN:


1. einfacher Satz
- ist auf einem einzigen Verb, dem Prädikat, aufgebaut
2. zusammengesetzter Satz
- besteht aus mehreren Teilsätzen
a) Nebenordnung (2 od. mehrere selbstständige HS): HS (Hauptsatz) + HS = Satzverbindung
Ich gehe weg und du bleibst zu Hause.
b) Unterordnung: HS + NS = Satzgefüge (auch NS + NS?)
Ich gehe weg, während du zu Hause bleibst.

IV. HAUPTSATZ UND NEBENSATZ/ GLIEDSATZ:


1. der Hauptsatz: Er kommt mit.
2. der Nebensatz:
a) nach der Form:
1. eingeleiteter Nebensatz: Er sagt, dass er sofort kommt.
2. uneingeleiteter Nebensatz: Er sagt, er komme sofort.
3. Infinitivkonstruktion: Ich bitte dich, sofort zu kommen.
4. Partizipialkonstruktion: In Paris angekommen, fuhren wir sofort zum Hotel.
b) nach der Funktion/ dem Inhalt:
1. Subjektsatz: Dass ihr hier seid, freut uns sehr.
2. Objektsatz: Ich weiß nicht, ob du Recht hast.
3. Adverbialsatz: Wir fahren weg, wenn es hell wird.
i. Temporalsatz (Zeit): Als er kam, waren sie alle da.
ii. Lokalsatz (Ort): Ich wohne da, wo die großen Häuser sind.
iii. Modalsatz (Art und Weise): Indem sie schwiegen, zeigten sie ihre Ignoranz.
iv. Konditionalsatz (Bedingung): Wenn/ Falls ich gewinne, bezahlst du.
v. Konzessivsatz (Einschränkung/ Gegengrund): Obwohl es regnet, spielen sie draußen.
vi. Kausalsatz (Grund): Du weißt viele Sachen, weil du viel liest.
vii. Komparativsatz (Vergleich): Es ist besser, als ich es mir erträumt habe.
viii. Adversativsatz (Gegenüberstellung): Während der Konzessivsatz einen logischen
Widerspruch gibt, ist das beim Adversativsatz nicht der Fall.
ix. Finalsatz (Absicht, Zweck): Ich erkläre es noch einmal, damit du es verstehst.
x. Konsekutivsatz (Folge): Er verpasste den Bus, so dass er sich verspätete.
4. Attributsatz/ Relativsatz: Hunde, die bellen, beißen nicht.
5. Prädikativsatz: Alles bleibt, wie es ist.
6. weiterführender Nebensatz: Es geht ihr gut, worüber wir uns freuen.

V. IM HINBLICK AUF SYNTAKTISCHE UNVOLLSTÄNDIGKEIT:


1. Anakoluth: unvollständiger Satz: Also ich weiß nicht...
2. Ellipse: unvollständiger Satz
3. Fragment: unvollständiger Satz
4. Nominalsatz: Hilfsverb „sein” + Prädikatsnomen: Hans ist Arzt.
VI. STRUKTURPLÄNE DER DEUTSCHEN SÄTZE (DEPENDENZ-VERB-GRAMMATIK):
- die Dependenzgrammatik untersucht die Beziehungen zwischen den Elementen eines Satzes in ihrer
hierarchischen Ordnung.
- Hauptelement im Satz ist das Verb, Regens
- Nebenelemente, die vom Verb bestimmt werden, sind Dependens:
Er wohnt in der Schweiz.
D R D
- Regens und Dependens befinden sich in einer Dependenzbeziehung

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