Kunst der
jüngsten Vergangenheit&>gegenwart<
Die folgende Zusammenstellung umreißt nur sehr subjektiv und fragmentarisch
Positionen in der zeitgenössischen Kunst. Die Gegenwart ist geprägt von einem
weiten Pluralismus der Ausdrucksabsichten und –mittel. Auch die Beispiele dienen
nur der einfachen Illustration des Textes.
Wort
Konzept
Der theoretischen Auseinandersetzung und dem
Kunstwerk als Idee wird seit der concept art der 60er
Jahre vermehrt Bedeutung verliehen.
Vertreter: Joseph Kosuth, Jenny Holzer, Joseph Beuys
Das Ding
Das Objekt dient als Träger verschiedenster
Bedeutungsebenen. Marcel Duchamps hat schon
zu Beginn des Jahrhunderts durch einfache
Kontextverschiebungen (Fundobjekt im Museum)
verblüffende Ergebnisse erzielt.
Vertreter: Marcel Duchamps, Man Ray, Mona
Hatoum,
Körpereinsatz
Der eigene Körper dient als Objekt künstlerischer
Intervention. Besonders der Wiener Aktionismus von
Hermann Nitsch, Günter Brus oder Rudolf Schwarzkogler
brach dabei viele Tabus. Der Australier Stelarc vernetzt
seinen Körper mit dem WWW. Orlan lässt ihren Körper
immer wieder von plastischen Chirurgen verändern.
Medien
Video, Computer, Internet werden
von KünstlerInnen als Mittel ihrer
Kunst eingesetzt. Traditionelle
Grenzen zwischen verschiedenen
Kunstarten werden überschritten.
Bill Viola zählt zu den
bekanntesten Videokünstlern.
Fotografie
Wurde die Fotografie in ihren Anfängen
als Hilfsmittel für Maler und Bildhauer
eingesetzt, so erhält sie zur Zeit einen
immer größeren Stellenwert in der
Bildenden Kunst selbst. Viele
KünstlerInnen thematisieren mit ihrer
Hilfe essentielle Fragen des Bildes an
sich.
Hiroschi Sugimoto beleuchtet auf
verschiedene Art und Weise das
Verhältnis von Wirklichkeit und Abbild.
Weitere Vertreter: Thomas Demand,
Cindy Sherman, Thomas Ruff, …
Malerei
Obwohl immer wieder totgesagt, spielt
die Malerei nach wie vor eine Rolle in
der Bildenden Kunst. Auch hier gibt es
eine lange Tradition der
Auseinandersetzung mit dem Medium
selbst.
Das gezeigte Bild stammt von Antoni
Tapies