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Tamale

Das Dokument beschreibt die Zubereitung und Varianten von Tamales, einem traditionellen zentralamerikanischen Gericht. Tamales bestehen aus Maismehlteig, der mit Fleisch oder anderen Zutaten gefüllt und in Pflanzenblätter eingewickelt und gedämpft wird. Es werden die Zubereitung und nationale Varianten in Mexiko, Peru, den USA und anderen Ländern erläutert.

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Tamale

Das Dokument beschreibt die Zubereitung und Varianten von Tamales, einem traditionellen zentralamerikanischen Gericht. Tamales bestehen aus Maismehlteig, der mit Fleisch oder anderen Zutaten gefüllt und in Pflanzenblätter eingewickelt und gedämpft wird. Es werden die Zubereitung und nationale Varianten in Mexiko, Peru, den USA und anderen Ländern erläutert.

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Tamale (Gericht)

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Tamale und Kürbissuppe

Eine Tamale oder Tamal (aus dem Nahuatl Tamalli) (Plural Tamales) ist ein traditionelles
zentralamerikanisches Gericht, bestehend aus Masa (Maisteig), der mit Fleisch, Käse oder
anderen Zutaten gefüllt und in Pflanzenblätter eingehüllt gedämpft wird. Die Zubereitung
durch Mayas und Azteken Mitte des letzten Jahrtausends ist nachgewiesen.[1]

Inhaltsverzeichnis
• 1 Zubereitung
• 2 Nationale Varianten
o 2.1 Mexiko
o 2.2 Peru
o 2.3 USA
o 2.4 Andere Länder
• 3 Weblinks
• 4 Einzelnachweise

Zubereitung
Die Zubereitung von Tamales ist relativ arbeitsintensiv. In Zentral- und Nordmexiko wird der
Maisteig, der oft mit Schmalz (meistens vom Schwein) versetzt ist, auf ein Pflanzenblatt
(meist Mais- oder Bananenblätter) gestrichen. Anschließend wird die Füllung der Länge nach
in der Mitte des Blattes platziert; Fleisch als Bestandteil der Füllung sollte bereits vorgekocht
sein. Die Seiten des Blattes werden zur Mitte hin gefaltet und das so entstandene Päckchen in
der Regel mit Küchengarn oder einer anderen Art von Schnur gesichert. Anschließend wird
die Tamale 45 bis 60 Minuten lang gedämpft, bis der Teig eine kuchenähnliche Konsistenz
aufweist. Einmal zubereitet, können die Tamales problemlos tiefgefroren (die Blätter
verhindern ein Zusammenfrieren) und je nach Bedarf aufgewärmt werden. Die Zubereitung
ist oft ein geselliges Ereignis, bei dem sich Freunde und Verwandte treffen, um hunderte
Tamales zuzubereiten, die anschließend aufgeteilt werden.

Mittlerweile bieten auf lateinamerikanische Speisen spezialisierte Lebensmittelhersteller


Tamale als tiefgefrorene Fertiggerichte an; auch getrocknete Maisblätter (Hojas de tamal)
werden von der Industrie abgepackt verkauft und müssen vor der Verwendung in warmem
Wasser eingeweicht werden.[2]

Nationale Varianten
Mexiko

Tamales im Topf mit Gareinsatz, einer Tamalera

In Mexiko sind Tamales ein häufig zum Frühstück serviertes Gericht, das von
Straßenhändlern in großen Töpfen (Tamaleras) angeboten wird. An manchen Orten wie
Zacatecas wird die Tamale oft in kleine Weizenbrote gelegt und so zur Torta de tamal.
Übliche Füllungen sind Schweine-, Lamm- oder Hühnerfleisch mit entweder roter oder grüner
Salsa oder Mole. Für eine oft als Frühstück verwendete Variante wird der Maismischung
Zucker hinzufügt, diese mit getrockneten Früchten, Nüssen, süßen Bohnen und/oder Karamell
gefüllt und somit eine süße Tamale (Tamal de dulce) hergestellt. Eine einfache vegetarische
Alternative ist die Tamal de elote (Mais-Tamale).

Anstatt der Maisblätter werden in den tropischen Teilen des Landes, wie den Anrainerstaaten
des Golfs von Mexiko, Oaxaca, Chiapas und der Halbinsel von Yucatán, Bananenblätter
verwendet. Diese Tamales haben eine eher quadratische Form, sind meist sehr groß (~40 cm)
und dick. Eine typische Variante, besonders in Chiapas, ist Tamal de chipilin (mit würzigen
Chipilinkräutern gefüllt; ein für diese Tamales in Süd-Tamaulipas gebräuchlicher Name ist
Zacahuil). In den im Süden Mexikos angrenzenden Ländern Mittelamerikas sind diese
Bananenblatt-Tamales auch sehr verbreitet. Um eine vollwertige Mahlzeit zu erhalten, werden
Tamales oft mit Atole, heißer Schokolade oder Champurrado serviert.

Peru

Peruanische Tamales sind meist sehr scharf gewürzt, größer und in Bananenblätter
eingewickelt. Gewöhnlich sind sie mit Hühnchen oder Schwein gefüllt und werden mit
gekochten Eiern, Oliven, Erdnüssen oder einem Stück Chilischote serviert. Der Maisteig wird
oft mit Annatto eingefärbt.[3] An kleineren Tamales gibt es die in Maisblätter eingewickelten,
für gewöhnlich süß gefüllten Humitas und die durch mit Koriander versetzten Maisteig
grünen Tamalitos verdes.

USA

Der Plural Tamales ist die häufigste in den USA verwendete Form. Mittlerweile hat das
Gericht dort große Popularität erreicht, und es werden auch Füllungen beispielsweise mit
Rindfleisch oder zerkleinerten Maiskörnern verwendet. Außerdem sind Tamales im
Südwesten der Vereinigten Staaten ein beliebtes Weihnachtsgericht und auch ein gängiges
Essen in der Lower Mississippi Delta Region. Ihre Popularität wuchs seit dem frühen 19.
Jahrhundert, als mexikanische Erntehelfer sie bei den schwarzen Arbeitern auf den
Baumwollplantagen im Süden der USA einführten.

Andere Länder

Die in Nicaragua übliche Form der Tamales heißen Nacatamales. In El Salvador und
Honduras werden die Tamales wie in Süd-Mexiko und Nicaragua auch in Bananenblättern
serviert. Es gibt verschiedene Varianten wie Tamal de gallina (Huhn), Tamal pisque (Fisch),
und Tamal de elote. In Guatemala gibt es auch Varianten ohne Füllung, die als
Sättigungsbeilage zu einer Mahlzeit serviert werden, wie beispielsweise Tamal blanco (weiße
Tamal mit Mais hergestellt).

Auch in Kolumbien gibt es Tamales, die dort „Hallacas“ genannt werden; das Garen in
Bananenblättern ist dort gängig.[4] In Ecuador werden Tamales und Humitas mit frischem
Käse, Schwein, Hühnchen oder Rosinen gefüllt. Normalerweise sind die ecuadorianischen
Tamales in Mais- oder Achirablätter gewickelt. In Belize sind Tamales auch sehr verbreitet.
Dort kennt man sie auch unter den Namen Bollo sowie unter Verwendung des Plurals als
Singular als „a tamales“.

Weblinks

Commons: Tamales – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

• Tamales, Another Treat from the Delta (engl.)


• How to Make Tamales (engl.)

Einzelnachweise
• • Ernährungsgeschichte Mesoamerikas auf Foodtimeline.org
• • Linda Bladholm: Latin & Caribbean Grocery Stores Demystified. Renaissance Books,
Los Angeles 2001, ISBN 1-58063-212-2, S. 63.
• • Linda Bladholm: Latin & Caribbean Grocery Stores Demystified. Renaissance Books,
Los Angeles 2001, ISBN 1-58063-212-2, S. 133.

4. • Colombia.co: Typical Colombian Foods You Should Definitely Try While Visiting
Colombia. Abgerufen am 10. Mai 2018.

Kategorien:

• Mexikanische Küche
• US-amerikanische Küche
• Street Food

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• Diese Seite wurde zuletzt am 1. März 2020 um 16:03 Uhr bearbeitet.


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