SFC Für SIMATIC S7
SFC Für SIMATIC S7
05/2017
A5E41356233-AA
Rechtliche Hinweise
Warnhinweiskonzept
Dieses Handbuch enthält Hinweise, die Sie zu Ihrer persönlichen Sicherheit sowie zur Vermeidung von
Sachschäden beachten müssen. Die Hinweise zu Ihrer persönlichen Sicherheit sind durch ein Warndreieck
hervorgehoben, Hinweise zu alleinigen Sachschäden stehen ohne Warndreieck. Je nach Gefährdungsstufe werden
die Warnhinweise in abnehmender Reihenfolge wie folgt dargestellt.
GEFAHR
bedeutet, dass Tod oder schwere Körperverletzung eintreten wird, wenn die entsprechenden
Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
WARNUNG
bedeutet, dass Tod oder schwere Körperverletzung eintreten kann, wenn die entsprechenden
Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
VORSICHT
bedeutet, dass eine leichte Körperverletzung eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht
getroffen werden.
ACHTUNG
bedeutet, dass Sachschaden eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen
werden.
Beim Auftreten mehrerer Gefährdungsstufen wird immer der Warnhinweis zur jeweils höchsten Stufe verwendet.
Wenn in einem Warnhinweis mit dem Warndreieck vor Personenschäden gewarnt wird, dann kann im selben
Warnhinweis zusätzlich eine Warnung vor Sachschäden angefügt sein.
Qualifiziertes Personal
Das zu dieser Dokumentation zugehörige Produkt/System darf nur von für die jeweilige Aufgabenstellung
qualifiziertem Personal gehandhabt werden unter Beachtung der für die jeweilige Aufgabenstellung zugehörigen
Dokumentation, insbesondere der darin enthaltenen Sicherheits- und Warnhinweise. Qualifiziertes Personal ist auf
Grund seiner Ausbildung und Erfahrung befähigt, im Umgang mit diesen Produkten/Systemen Risiken zu erkennen
und mögliche Gefährdungen zu vermeiden.
Bestimmungsgemäßer Gebrauch von Siemens-Produkten
Beachten Sie Folgendes:
WARNUNG
Siemens-Produkte dürfen nur für die im Katalog und in der zugehörigen technischen Dokumentation vorgesehenen
Einsatzfälle verwendet werden. Falls Fremdprodukte und -komponenten zum Einsatz kommen, müssen diese von
Siemens empfohlen bzw. zugelassen sein. Der einwandfreie und sichere Betrieb der Produkte setzt sachgemäßen
Transport, sachgemäße Lagerung, Aufstellung, Montage, Installation, Inbetriebnahme, Bedienung und
Instandhaltung voraus. Die zulässigen Umgebungsbedingungen müssen eingehalten werden. Hinweise in den
zugehörigen Dokumentationen müssen beachtet werden.
Marken
Alle mit dem Schutzrechtsvermerk ® gekennzeichneten Bezeichnungen sind eingetragene Marken der
Siemens AG. Die übrigen Bezeichnungen in dieser Schrift können Marken sein, deren Benutzung durch Dritte für
deren Zwecke die Rechte der Inhaber verletzen kann.
Haftungsausschluss
Wir haben den Inhalt der Druckschrift auf Übereinstimmung mit der beschriebenen Hard- und Software geprüft.
Dennoch können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden, so dass wir für die vollständige Übereinstimmung
keine Gewähr übernehmen. Die Angaben in dieser Druckschrift werden regelmäßig überprüft, notwendige
Korrekturen sind in den nachfolgenden Auflagen enthalten.
1 Security-Hinweise.......................................................................................................................................11
2 Was ist neu beim SFC?..............................................................................................................................13
3 Einführung..................................................................................................................................................15
4 Erste Schritte..............................................................................................................................................19
4.1 So arbeiten Sie prinzipiell mit SFC.........................................................................................19
4.2 So erstellen Sie prinzipiell einen SFC-Plan............................................................................20
4.3 So erstellen Sie prinzipiell einen SFC-Typ.............................................................................22
4.4 So erstellen Sie prinzipiell eine SFC-Instanz.........................................................................24
5 Grundlagen des SFC..................................................................................................................................27
5.1 SFC in der STEP 7-Umgebung..............................................................................................27
5.2 SFC und Technologische Hierarchie.....................................................................................28
5.3 SFC und andere Zielsysteme.................................................................................................28
5.4 Mengengerüst des SFC.........................................................................................................28
5.5 Verwendung und Funktionalität von SFCs.............................................................................29
5.5.1 Was ist ein SFC-Plan?...........................................................................................................29
5.5.2 Was ist ein SFC-Typ/eine SFC-Instanz?...............................................................................31
5.5.3 SFC-Plan und SFC-Typ im Vergleich....................................................................................33
5.5.4 Außenansicht des SFC-Plans................................................................................................33
5.6 SFC-Elemente........................................................................................................................35
5.6.1 Was ist eine Ablaufkette?.......................................................................................................35
5.6.2 Was sind Kettenelemente?....................................................................................................36
5.6.3 Was ist ein Schritt?................................................................................................................37
5.6.4 Was ist eine Transition?.........................................................................................................38
5.6.5 Was ist ein Text?....................................................................................................................39
5.6.6 Was ist eine Sequenz?..........................................................................................................39
5.6.7 Was ist ein Parallelzweig?.....................................................................................................40
5.6.8 Was ist ein Alternativzweig?..................................................................................................41
5.6.9 Was ist eine Schleife?............................................................................................................42
5.6.10 Was ist ein Sprung?...............................................................................................................43
6 Starten und Bedienen.................................................................................................................................45
6.1 Arbeiten mit dem SFC-Editor.................................................................................................45
6.2 So starten Sie den SFC-Editor...............................................................................................45
6.3 Multi-User-Engineering..........................................................................................................46
6.4 Navigieren im SFC.................................................................................................................46
6.4.1 So navigieren Sie im SFC......................................................................................................46
6.5 Benutzungsoberfläche und Bedienungen..............................................................................47
Erweiterungen/Änderungen in V8.2
Die Version V8.2 enthält gegenüber der Version V8.1 folgende Erweiterungen oder
Änderungen:
● Berechnungen in SFC
Im SFC-Editor können Berechnungen projektiert werden in Schritten, Transitionen oder
Ablaufketten.
Im Testmodus des SFC-Editors werden die Werte der Berechnungsergebnisse und der
Ausgangsvariablen angezeigt.
Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt "Übersicht zu SFC-Berechnungen
(Seite 141)".
Erweiterungen/Änderungen in V8.1
Die Version V8.1 enthält gegenüber der Version V8.0 folgende Erweiterungen oder
Änderungen:
● Bausteinsymbole für die Prozessbilder in einem an die APL angelehnten Stil
Die Vorlagen für die Bausteinsymbole können in verschiedenen Varianten vorhanden sein.
Die Varianten "1" und "2" sind schon als Standard vorhanden.
– Variante "1" enthält Symbole im PCS 7-Standard.
– Variante "2" enthält Symbole in einem an die APL angelehnten Stil.
Weitere Informationen hierzu finden Sie im Handbuch oder in der Online-Hilfe SFC-
Visualiserung im Abschnitt "SFC-Bausteinsymbole projektieren".
● Funktion "Selektiv Laden"
Mit der neuen Funktion "Selektiv Laden" können einzelne oder mehrere geänderte CFC-
oder SFC-Pläne in ein Zielsystem geladen werden. Mit dem selektiven Laden können Sie
als Anwender genau auswählen, welche der projektierten Änderungen ins Zielsystem
übertragen, aktiviert und getestet werden.
Weitere Informationen hierzu finden Sie im Handbuch oder in der Online-Hilfe CFC für
SIMATIC S7 im Abschnitt "Einzelne Pläne selektiv laden".
● Typ-Aktualisierung im Betriebszustand RUN
Die CPU 410-5H PA unterstützt die Typ-Aktualisierung im Betriebszustand RUN. Damit ist
es möglich, nach einer Schnittstellenänderung an Bausteintypen die Instanzen zu
aktualisieren und im Betriebszustand RUN in das Zielsystem zu laden. Bei anderen
Automatisierungssystemen ist dies nur im Zustand STOP möglich.
Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt "So laden Sie Programme
(Seite 213)".
SFC-Plan
Ein SFC-Plan enthält Folgendes:
● ein standardisiertes Interface für die Steuerung des SFC durch das Anwenderprogramm
oder den Anwender
● bis zu 8 Ablaufketten zur Formulierung der Ablaufsteuerung ("graue Ablaufkette")
Die Ablaufsteuerung greift direkt auf die Bausteine und Signale der Basisautomatisierung zu
und ist deshalb nicht wieder verwendbar.
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SFC-Typ/SFC-Instanz
Ein SFC-Typ enthält Folgendes:
● ein standardisiertes Interface für die Steuerung des SFC durch das Anwenderprogramm
oder den Anwender
● bis zu 32 Ablaufketten zur Formulierung der Ablaufsteuerung ("graue Ablaufkette")
Sie können das Interface auch erweitern ("graues Interface"). Der SFC-Typ greift nur auf sein
eigenes Interface zu und kann deshalb beliebig oft als SFC-Instanz verwendet werden.
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&)&6)&,QVWDQ]
Eine SFC-Instanz wird aus einem SFC-Typ abgeleitet und hat zunächst identische
Eigenschaften wie der SFC-Typ. Sie können den SFC-Typ durch Änderungen im CFC oder
SFC an der SFC-Instanz begrenzt instanzspezifisch anpassen.
Ob Sie einen SFC-Plan oder einen SFC-Typ verwenden, entscheiden Sie nach folgenden
Kriterien in dieser Reihenfolge:
● Wirkungsbereich
● Wiederverwendung
● Änderbarkeit
Beispiel für eine Entscheidungsfindung:
Wenn der Wirkungsbereich groß ist, aber die Ablaufsteuerung mehrfach verwendet werden
soll, müssen Sie unter Umständen die Ablaufsteuerung trotzdem als SFC-Plan realisieren. Die
Wiederverwendung ist dann nur in Form von Kopien möglich. In diesem Fall gibt es keine
zentrale Änderbarkeit.
Bei einem kleinen Wirkungsbereich können Sie sowohl einen SFC-Plan als auch einen SFC-
Typ verwenden. Hier hängt die Entscheidung von der Wiederverwendbarkeit und der
Änderbarkeit ab.
Hinweis
Mit dem SFC-Editor haben Sie ein Werkzeug zum Erstellen und Testen von
Ablaufsteuerungen.
Im weiteren Sprachgebrauch ist mit der Kurzform SFC kontextabhängig entweder der Plan,
der Typ, die Instanz oder der Editor gemeint.
Prinzipielle Arbeitsweise
1. Im SFC-Editor erstellen Sie mit grafischen Mitteln die Ablaufsteuerung. Dabei platzieren
Sie die SFC-Elemente nach festgelegten Regeln in der Ablaufkette. Sie müssen sich dabei
nicht um Details wie Algorithmen oder die Zuteilung von Maschinenressourcen kümmern,
sondern können sich auf die technologischen Aspekte der Projektierung konzentrieren.
2. Nach Erstellung der Ablaufketten als Folgen von Schritten und Transitionen wechseln Sie
in die Projektierung der Objekteigenschaften von SFC, Ablaufketten, Schritten und
Transitionen und formulieren dort die jeweiligen Eigenschaften. Sie projektieren so
Folgendes:
– die Betriebsparameter des SFC
– die Startbedingungen der Ablaufketten
– die Aktionen der Schritte
– die Weiterschaltbedingungen der Transitionen
3. Nach dem Projektieren lassen Sie vom SFC den ablauffähigen Maschinencode erzeugen,
laden ihn in das AS und testen ihn mit den SFC-Testfunktionen.
SFC-Plan
Wenn Sie noch nicht mit dem SFC-Editor gearbeitet haben, beginnen Sie am besten mit einem
SFC-Plan. Dabei erhalten Sie das Verständnis für folgende Themen:
● Erstellen, Konfigurieren, Übersetzen und Laden einer Ablaufsteuerung
● Funktionsweise einer Ablaufsteuerung im AS
● Wirkungsweise von Befehlen (z. B. Starten, Abbrechen) einer Ablaufsteuerung im
Testbetrieb
Weitere Informationen
Weitere Informationen hierzu finden Sie in den Abschnitten:
So erstellen Sie prinzipiell einen SFC-Plan (Seite 20)
So erstellen Sie prinzipiell einen SFC-Typ (Seite 22)
So erstellen Sie prinzipiell eine SFC-Instanz (Seite 24)
Einleitung
Nachfolgend sehen Sie die Reihenfolge der Arbeitsschritte, die für die Projektierung von SFC-
Plänen erforderlich sind.
Vorgehen
1. Anlegen der Projektstruktur
Legen Sie im SIMATIC Manager eine Projektstruktur an, in der Sie CFC-/SFC-Pläne
projektieren.
Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt:
So legen Sie eine Projektstruktur an (Seite 61)
2. Bearbeiten der Planeigenschaften
Sie können die allgemeinen Eigenschaften (Name, Autor, Kommentar) ändern, die
Betriebsparameter anpassen und den Versionsstand ändern.
Mit der Einstellung der Betriebsparameter bestimmen Sie das Betriebsverhalten der
Ablaufsteuerung, wie Betriebsart (HAND, AUTO), Schaltmodus (T, O, T und B...) und
weitere Ablaufoptionen (z. B. Zyklischer Betrieb, Zeitüberwachung oder Autostart).
In den Planeigenschaften können Sie die Option, dass der Plan in die OS übertragen
werden soll, ändern.
Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt:
So passen Sie Plan-Eigenschaften an (Seite 81)
3. Ablaufeigenschaften
Die Ablaufeigenschaften eines SFC-Plans legen fest, wie sich dieser SFC-Plan innerhalb
der gesamten Struktur des Zielsystems in die zeitliche Abfolge der Bearbeitung einfügt.
Die Ablaufeigenschaften ändern Sie im Fenster des Ablauf-Editors vom CFC.
Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt:
Ablaufeigenschaften eines SFC (Seite 152)
Tipps
Folgende Tipps können Ihnen helfen:
● In der Bibliothek "SFC Library" finden Sie mit dem Menübefehl SFC Library > Blocks
+Templates > Templates den SFC-Plan "ChartStates". Er enthält bereits mehrere
Ablaufketten für eine zustandsorientierte Bearbeitung der Ablaufsteuerung. Diesen Plan
können Sie kopieren und als Beispiel verwenden.
● Wenn Sie zunächst nur die Arbeitsschritte zwischen Erstellung und Test einer
Ablaufsteuerung kennen lernen wollen, übersetzen, laden und testen Sie den SFC-Plan
"ChartStates" (oder einen neu erzeugten SFC-Plan) unverändert. Der SFC-Plan wird in der
Betriebsart HAND bearbeitet. So können Sie im Testmodus die Bearbeitung des SFC-Plans
mit den verfügbaren Testfunktionen beobachten und beeinflussen.
● Damit der SFC-Plan im Automatisierungssystem nicht "zu schnell" bearbeitet wird,
verschieben Sie den SFC-Plan in der Ablaufreihenfolge, z. B. in die Task "OB 32". Wählen
Sie den Menübefehl Test >Testeinstellungen und den für die Testeinstellungen im SFC
passenden Beobachtungszyklus.
Einleitung
Nachfolgend sehen Sie die Reihenfolge der Arbeitsschritte, die für die Projektierung von SFC-
Typen erforderlich sind.
Vorgehen
1. Anlegen der Projektstruktur
Legen Sie im SIMATIC Manager eine Projektstruktur an, in der Sie CFC-/SFC-Pläne und
SFC-Typen projektieren können.
Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt:
So legen Sie eine Projektstruktur an (Seite 61)
Hinweis:
Sie können einen SFC-Typ auch in einer Bibliothek erstellen.
2. Anlegen des SFC-Typs
In der Komponentensicht des SIMATIC Manager fügen Sie als neues Objekt einen SFC-
Typ in den Planordner ein. Der SFC-Typ wird in den Bausteinkatalog des CFC
aufgenommen.
Tipp: In der Bibliothek "SFC Library" finden Sie mit dem Menübefehl SFC Library > Blocks
+Templates > Templates den SFC-Typ "TypeStates". Der SFC-Typ enthält bereits mehrere
Ablaufketten für eine zustandsorientierte Bearbeitung der Ablaufsteuerung. Zusätzlich
finden Sie den SFC-Typ "TypeCtrlStrategy". Er enthält eine fahrweisenorientierte
Bearbeitung der Ablaufsteuerung. Diese Vorlagen können Sie kopieren und für die eigene
Verwendung entsprechend ändern.
Weitere Informationen hierzu finden Sie bei den Tipps im Abschnitt:
Projektierung des SFC-Typs (Seite 70)
3. Anpassen der SFC-Eigenschaften
Sie können die allgemeinen Eigenschaften (Namen, Autor, Familie, FB-Nummer,
Kommentar) ändern, die Betriebsparameter anpassen und den Versionsstand ändern.
Mit der Einstellung der Betriebsparameter bestimmen Sie das Betriebsverhalten der
Ablaufsteuerung, wie Betriebsart (HAND, AUTO), Schaltmodus (z. B. T, O, T und O) und
weitere Ablaufoptionen (z. B. Zyklischer Betrieb, Zeitüberwachung oder Autostart).
Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt:
So passen Sie die Typ-Eigenschaften an (Seite 82)
4. Erstellen des Interface
Der SFC-Typ besitzt bereits ein Standard-Interface, das in der Regel für die Verschaltungen
von SFC-Instanzen mit der Basisautomatisierung erweitert werden muss.
Weitere Informationen finden Sie in der SFC-Online-Hilfe in den Abschnitten:
Standard-Interface des SFC-Typs (Seite 163)
Interface-Erweiterungen "Anschlüsse" (Seite 170)
Interface-Erweiterungen "Merkmale" (Seite 172)
5. Optional: Projektieren der Merkmale
Zur technologischen Projektierung des Interfaces setzen Sie den Merkmale-Editor ein. Im
Merkmale-Editor definieren Sie die Merkmale und fügen z. B. Fahrweisen, Sollwerte,
Prozesswerte oder Bausteinkontakte hinzu.
Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt:
Merkmale des SFC-Typs (Seite 90)
6. Erstellen der Ablaufketten
Öffnen Sie den SFC-Typ. Der neu erstellte SFC enthält bereits eine Ablaufkette (RUN).
Weitere Ablaufketten erstellen Sie im Register der aktuellen Kette mit dem Kontextmenü
oder Sie kopieren die Ablaufketten aus den Vorlagen der SFC Library (SIMATIC Manager).
Diese Vorlagen passen Sie für die eigene Verwendung entsprechend an.
Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt:
So projektieren Sie mehrere Ablaufketten (Seite 101)
Einleitung
Nachfolgend sehen Sie die Reihenfolge der Arbeitsschritte, die für die Projektierung von SFC-
Instanzen erforderlich sind.
Vorgehen
1. Öffnen des CFC-Plans
Öffnen Sie den CFC-Plan, in dem Sie eine SFC-Instanz mit den Bausteinen der
Basisautomatisierung verschalten wollen.
Platzieren Sie aus dem Bausteinkatalog des CFC oder aus einer Bibliothek den SFC-Typ
im Plan und erzeugen Sie somit eine SFC-Instanz.
Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt:
So erzeugen Sie eine SFC-Instanz (Seite 66)
2. Festlegen der SFC-Instanz-Eigenschaften
Ändern Sie bei Bedarf im CFC in den Objekteigenschaften der SFC-Instanz die allgemeinen
Eigenschaften (Name, Kommentar).
Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt:
So passen Sie die Instanz-Eigenschaften an (Seite 85)
Projektierungsumgebung
Der SIMATIC Manager wird für alle Zielsysteme als grafische Benutzungsoberfläche und zum
Koordinieren der Werkzeuge und Objekte eingesetzt. Er verwaltet Tools und Daten und dient
u. a. zum Anlegen und Ändern einer Projektstruktur (CPU, CFC-/SFC-Pläne) sowie zum
Starten des SFC-Editors.
Das Bild zeigt die Einbettung des SFC in die STEP 7- und PCS 7-Umgebung.
Legende:
Objekt Bedeutung
TH (Technologische Hierarchie) Software-Pakete des Process Control System (PCS 7)
IEA (Import-Export-Assistent)
PO (Prozessobjektsicht)
WinCC Bedien- und Beobachtungssystem im PCS 7 (hier mit dem Opti‐
onspaket für die SFC-Visualisierung)
Hinweis
SFC-Typen können Sie nicht in der Technologischen Sicht einem Hierarchieordner zuordnen,
da sie selbst (aus Sicht des zu automatisierenden Prozesses) nicht ablaufrelevant sind.
Weitere Informationen
Weitere Informationen zur Technologischen Hierarchie finden Sie in der Online-Hilfe zur TH.
Objekt Anzahl
Ablaufketten pro SFC-Plan ≤8
Ablaufketten pro SFC-Typ ≤ 32
Schritte pro Ablaufkette 2 - 255
Objekt Anzahl
Anweisungen pro Aktion ≤ 50
Transitionen pro Ablaufkette 1 - 255
Bedingungen pro Transition / Startbedingung ≤ 16
6)& &)&
Zur Projektierung der Ablaufsteuerung ist es notwendig, die Mechanismen zur Bearbeitung
eines SFC und seiner Ablaufketten im AS zu kennen.
Weitere Informationen hierzu finden Sie in den Abschnitten:
Ablaufsteuerungen im AS (Seite 221)
Betriebsverhalten der Ablaufsteuerung (Seite 222)
Betriebszustände (Seite 226)
Betriebszustandslogik für SFC (SFC-BZL) (Seite 227)
Bearbeitung eines SFC (Seite 236)
Eigenschaften
Die Eigenschaften des SFC-Plans umfassen folgende Elemente:
● Name, Autor und Kommentar als beschreibende Daten
● die Betriebsparameter für das AS, die den Ablauf im AS bestimmen (z. B. Betriebsart,
Schaltmodus, Ablaufoptionen).
Weitere Informationen hierzu finden Sie in den Abschnitten:
Betriebsarten (Seite 222)
Schaltmodi (Seite 223)
Ablaufoptionen (Seite 224)
Betriebsverhalten der Ablaufsteuerung (Seite 222)
Sie können auch bestimmen, ob der SFC-Plan auf der OS bedient und beobachtet werden
soll (Optionskästchen "Plan zur Visualisierung in die OS übertragen"). Hierzu benötigen Sie
auf der OS das Optionspaket "SFC Visualization".
Als weitere Eigenschaften können Sie die Meldungseigenschaften und die Schriftfelddaten
des SFC-Plans projektieren.
Steuerung
Das Standard-Interface des SFC-Plans enthält die notwendigen Anschlüsse für folgende
Aufgaben:
● Steuerung des SFC-Plans in der Betriebsart AUTO durch das Anwenderprogramm
● Bedienen und Beobachten des SFC-Plans in der Betriebsart HAND durch den Anwender
Die Steuerung des SFC-Plans in der Betriebsart AUTO wird mit der Außenansicht des SFC-
Plans realisiert.
Weitere Informationen über die Außenansicht finden Sie im Abschnitt:
Außenansicht des SFC-Plans (Seite 33)
Weitere Informationen über den SFC-Plan finden Sie in der Online-Hilfe in den Abschnitten:
Anschlüsse des Standard-Interface des SFC-Plans (Seite 157)
Standard-Interface des SFC-Plans (Seite 157)
Anschlüsse des SFC-Plans nach Verwendung sortiert (Seite 162)
Ablaufketten
Die eigentliche Ablaufsteuerung wird mit Ablaufketten formuliert.
Der SFC-Plan erlaubt die Projektierung von bis zu 8 Ablaufketten zur Formulierung der
Steuerungsfunktion (im Bild: graue Ablaufkette).
Weitere Informationen über die Ablaufketten finden Sie in den Abschnitten:
Was ist eine Ablaufkette? (Seite 35)
Was ist ein SFC-Typ/eine SFC-Instanz? (Seite 31)
SFC-Plan und SFC-Typ im Vergleich (Seite 33)
SFC-Typ
Ein SFC-Typ ist eine Ablaufsteuerung, die in der Regel einen kleineren Teilbereich einer
Anlage (Teilanlage oder Anlagenteil) steuert, wobei die gleiche Steuerungsaufgabe in der
Anlage in ähnlicher Form wiederholt vorkommt. Deshalb wird mit dem SFC-Typ die
Ablaufsteuerung abstrahiert von einer konkreten Anwendung als typisierte Vorlage erstellt.
Anschließend können Sie den SFC-Typ durch Erzeugen mehrerer SFC-Instanzen mehrfach
verwenden.
Der SFC-Typ enthält ein standardisiertes Interface für die Steuerung des SFC durch das
Anwenderprogramm oder den Anwender und erlaubt die Projektierung von bis zu 32
Ablaufketten zur Formulierung der Steuerungsfunktion (im Bild: graue Ablaufkette). Zusätzlich
kann das Interface durch den Anwender erweitert werden (im Bild: Interface mit grauem
Hintergrund). Der SFC-Typ greift nur auf sein eigenes Interface zu und kann deshalb beliebig
oft als SFC-Instanz verwendet werden.
SFC-Instanz
Eine SFC-Instanz wird aus einem SFC-Typ abgeleitet und hat zunächst identische
Eigenschaften wie der SFC-Typ. Im CFC oder SFC können Sie an der SFC-Instanz begrenzt
instanzspezifische Anpassungen vornehmen. Erst durch das Verschalten der SFC-Instanz mit
Bausteinen und Signalen der Basisautomatisierung haben Sie eine funktionsfähige
Ablaufsteuerung.
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Gemeinsamkeiten
Ein SFC-Plan und ein SFC-Typ haben folgende Gemeinsamkeiten:
● Standard-Interface zur Steuerung des SFC von außen (HAND/AUTO)
● Ablaufketten zur Formulierung der Steuerungsfunktion des SFC
Unterschiede
Ein SFC-Plan und ein SFC-Typ unterscheiden sich wie folgt:
SFC-Plan SFC-Typ
direkter Zugriff auf Basisautomatisierung Zugriff auf Basisautomatisierung über Interface
einmalige Verwendung mehrfache Wiederverwendung
lokale Änderbarkeit zentrale Änderbarkeit
Interface nicht erweiterbar Interface erweiterbar
max. 8 Ablaufketten projektierbar max. 32 Ablaufketten projektierbar
Darstellung
Die Außenansicht des SFC-Plans stellt den SFC-Plan in einem CFC-Plan wie einen Baustein
mit seinem Interface dar. Zur Unterscheidung zu CFC-Bausteinen und Hierarchischen Plänen
wird die Außenansicht im Kopf mit dem "SFC-Plan"-Symbol dargestellt.
Verwendung
In der Außenansicht können Sie für die Betriebsart AUTO das Interface des SFC-Plans
parametrieren und verschalten, um den Status des SFC-Plans zu ermitteln und daraus
Steuersignale für den SFC-Plan abzuleiten. Damit beeinflussen Sie die Bearbeitung des SFC-
Plans durch das Anwenderprogramm. Wenn der SFC-Plan in der Betriebsart HAND verwendet
wird, sind nur diejenigen Anschlüsse der Außenansicht von Bedeutung, die auch in der
Betriebsart HAND bearbeitet werden.
Verschaltung
Die Anschlüsse können Sie mit textuellen Verschaltungen versehen und/oder mit kompatiblen
Anschlüssen anderer Objekte oder mit globalen Operanden verschalten. Alle Verschaltungen
führen Sie über die Randleiste aus. Sie können keine Objekte, z. B. Bausteine, in diesem
Fenster platzieren.
Eigenschaften
Die Objekteigenschaften können Sie im Kopf der Außenansicht für das gesamte Interface oder
für jeden einzelnen Anschluss aufrufen. Im Feld der Ablaufeigenschaften wird das Fenster der
Ablaufreihenfolge geöffnet.
Weitere Informationen zum Interface finden Sie in den Abschnitten:
Standard-Interface des SFC-Plans (Seite 157)
Anschlüsse des SFC-Plans nach Verwendung sortiert (Seite 162)
5.6 SFC-Elemente
Ablaufkette
Mit Ablaufketten werden zustandsabhängige und ereignisgesteuerte Bearbeitungen im SFC
ausgeführt.
Beim Anlegen erhält jede Ablaufkette eine fortlaufende Nummer. Die Nummer wird für die
"Programmierten Zielschritte" bzw. zur Interpretation der Ausgänge des SFC in der CFC-
Ansicht benötigt.
Ein SFC-Plan kann maximal 8 und ein SFC-Typ maximal 32 Ablaufketten enthalten, die durch
unterschiedlich definierte Startbedingungen gesteuert werden können.
Im Arbeitsfenster des SFC wird jeweils eine Ablaufkette dargestellt. Sie wechseln über das
Register am unteren Fensterrand zu einer anderen Ablaufkette.
Beim Neuanlegen eines SFC-Plans/-Typs wird automatisch eine Kette mit dem Namen "RUN"
und der Startbedingung RUN = TRUE erzeugt (Hinweis: Das entspricht einem Plan der V5.x).
Die Startbedingungen werden wie Transitionsbedingungen formuliert. Weitere Informationen
finden Sie im Abschnitt: Was ist eine Transition? (Seite 38). Eine leere Startbedingung wird –
im Unterschied zur Transition – als FALSE gewertet, die Kette wird nie bearbeitet.
Jede Ablaufkette enthält neben dieser Startbedingung das Attribut "Priorität" (1 – 255), mit
dem bei gleichzeitig erfüllten Bedingungen mehrerer Ablaufketten eine Startreihenfolge
festgelegt werden kann (im Register "Startbedingung" im Dialogfeld "Ketteneigenschaften").
Bei gleicher Priorität und erfüllter Bedingung ist die Position in der Registerreihenfolge für die
Bearbeitung in der CPU entscheidend (entsprechend zum Alternativzweig, Informationen
hierzu finden Sie im Abschnitt: Bearbeitung eines Alternativzweigs (Seite 247)).
Zu jeder Ablaufkette können Sie zusätzlich eine Aktion projektieren. Die Aktion besteht aus
folgenden Anteilen:
● der Vorverarbeitung, dem Anteil, der nach dem Start der Ablaufkette in jedem Zyklus vor
der Bearbeitung der Schritte und Transitionen ausgeführt wird
● der Nachverarbeitung, dem Anteil, der in jedem Zyklus nach der Bearbeitung der Schritte
und Transitionen ausgeführt wird
Damit können Sie z. B. Voreinstellungen vornehmen oder Ergebnisse der Ablaufketten-
Bearbeitung weiterleiten.
Kettenelemente
Ein SFC-Plan besteht aus 1 bis 8 Ablaufketten (Was ist eine Ablaufkette? (Seite 35)) und ein
SFC-Typ aus 1 bis 32 Ablaufketten, mit jeweils einer Sequenz von Kettenelementen
(Basiselementen). Dies sind folgende Elemente:
● Schritt
● Transition
Außerhalb einer Sequenz (frei positionierbar) gibt es noch das Element:
● Text
Die weiteren Elemente sind Strukturen, die sich aus unterschiedlichen Basiselementen
zusammensetzen:
● Sequenz
● Parallelzweig
● Alternativzweig
● Schleife
● Sprung
Ressourcen
Beim Programmieren und Parametrieren von Schritten, Transitionen, Startbedingung und
Vor-, Nachverarbeitung in den SFCs können Sie auf das Interface des SFC, die CFC-
Bausteinanschlüsse, die Ablaufgruppen, andere SFCs sowie auf alle globalen Operanden des
Anwenderprogramms zugreifen. Mit den textuellen Verschaltungen können Sie auch auf noch
nicht existierende Objekte zugreifen. Bei der Projektierung von Schritten und Transitionen in
SFC-Typen ist neben den textuellen Verschaltungen nur die Verwendung seiner Interface-
Anschlüsse möglich.
Darstellung am Bildschirm
Die Elemente eines SFC werden am Bildschirm wie folgt dargestellt:
● Alle Elemente einer Kette, einschließlich der Verbindungslinien, werden im unmarkierten
und unbearbeiteten Zustand weiß mit schwarzer Schrift dargestellt.
● Markierte Elemente, einschließlich der Verbindungslinien, werden durch Blaufärbung
gekennzeichnet.
● Bearbeitete Schritte oder Transitionen, deren Objekteigenschaften verändert wurden,
werden grau mit schwarzer Schrift dargestellt.
Hinweis
Die hier genannten Farben sind die Voreinstellungen, die Sie (zum Teil) individuell ändern
können.
Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt: Farb-Voreinstellungen (Seite 59).
Schritt
Der Schritt ist eine Kontrollinstanz für die Bearbeitung der zugeordneten Aktionen im AS. Pro
Schritt können Sie bis zu drei Aktionen projektieren (Initialisierung, Bearbeitung, Beendigung).
Aktion
Eine Aktion ist eine Folge von Anweisungen und wird folgendermaßen formuliert:
● Zuweisungen zur Parametrierung von CFC-Bausteinen oder globalen Ressourcen, z. B.:
Solltemp := 100
XYZ.Pumpe.ein := TRUE
● Aktivierung bzw. Deaktivierung eines SFC oder einer Ablaufgruppe, z. B.:
SFC_1.INTONOFF := TRUE
ABL_1.EN := FALSE
Schritt-Typen
In einer Ablaufkette werden ein Start-Schritt, maximal 253 Normalschritte und ein Ende-Schritt
eingesetzt. Beim Erzeugung einer Ablaufkette werden je ein Start- und Ende-Schritt sowie
eine Transition automatisch erzeugt. Diese drei Basiselemente bilden den Initialzustand einer
Ablaufkette, den Sie im Verlauf der Bearbeitung um weitere Planelemente ergänzen können.
Der Start-Schritt wird beim Start der Ablaufkette aktiviert und die zugehörigen Aktionen werden
entsprechend dem Zustand der Folgetransition ausgeführt. Der Ende-Schritt hat keine
Folgetransition; alle Aktionen werden genau einmal durchlaufen.
Start- und Ende-Schritt können Sie nicht kopieren, ausschneiden oder löschen. Damit ist
gewährleistet, dass in einer Ablaufkette jeweils genau ein Start- und Ende-Schritt enthalten
ist.
Alle Schritte außer Start- und Ende-Schritt sind Normalschritte.
Transition
Eine Transition enthält die Bedingungen, unter denen eine Ablaufsteuerung von einem Schritt
in einen Folgeschritt weiterschaltet. Mehrere Bedingungen können über boolesche Operatoren
miteinander verknüpft werden. Das Ergebnis der Verknüpfung entscheidet über das
Weiterschalten zum nächsten Schritt.
1DPH .RPPHQWDU
Transitionsbedingung
Das Ergebnis einer Transitionsbedingung ergibt sich bei einem SFC-Plan aus einem
booleschen Ausdruck, der durch die Verknüpfung der Werte folgender Elemente gebildet wird:
● globalen Operanden
● textuellen Verschaltungen
● CFC-Bausteinanschlüssen
● Ablaufgruppen-Zustand
● SFC-Plan-Zustand
Bei SFC-Typen ist neben den textuellen Verschaltungen nur die Verwendung seiner Interface-
Anschlüsse möglich.
Beim Übersetzen wird eine leere Transition mit dem Standardwert TRUE vorbesetzt. Diese
Vorbesetzung ist notwendig, da die Formulierung der Bedingungen optional ist, aber im AS
ein definierter Wert als Weiterschaltbedingung benötigt wird.
Wenn mehrere Transitionen gleichzeitig gültig sind, z. B. im Alternativzweig, bei einer Schleife
oder bei Sprüngen, vergibt das System automatisch von links nach rechts fallende Prioritäten.
Text
Mit dem Planelement "Text" fügen Sie beliebige statische Texte (freie Texte) in einen Plan ein.
Das Textfeld kann eine ein- oder mehrzeilige Zeichenkette enthalten. Damit fügen Sie z. B. in
der Analysephase beschreibende Texte in den SFC ein, die später durch
Automatisierungsfunktionen ersetzt werden sollen.
Freie Texte sind nicht in die topologische Kettenstruktur eingebettet. Wenn sich die Topologie
ändert, werden die Textfelder nicht neu platziert, sondern behalten ihre Position bei.
Sequenz
Eine Sequenz ist eine Folge von Schritten und Transitionen, die in wählbarer Länge erzeugt
und in die Ablaufsteuerung eingefügt werden kann.
Kette
Eine abgeschlossene Sequenz bildet innerhalb einer Ablaufsteuerung eine Kette, z. B.
zwischen der oberen und unteren Verzweigung eines Parallel- oder Alternativzweigs. Im SFC
wird auch die vollständige Ablaufkette als Kette bezeichnet. Sie geht vom Start-Schritt bis zum
Ende-Schritt.
Parallelzweig
Wenn sich der Ablauf auf zwei oder mehrere Ketten aufteilen soll, die gleichzeitig durchlaufen
werden, wird der Parallelzweig eingesetzt.
Ein Parallelzweig besteht aus mindestens zwei Ketten (Sequenzen) die gleichzeitig bearbeitet
werden.
Einem Parallelzweig geht immer eine Transition oder ein Alternativzweig voraus. Die parallelen
Ketten enden in einer Parallelzusammenführung, der immer eine Transition oder ein
Alternativzweig folgt.
Die Folgetransition schaltet erst, wenn alle Aktionen der Schritte am Ende jeder zugehörigen
Kette abgearbeitet sind (bis auf Aktion "Beendigung") und die Weiterschaltbedingung erfüllt
ist (Synchronisation).
Legende:
(1) Kette
(2) Folgetransition
Alternativzweig
Wenn sich der Ablauf auf zwei oder mehrere Ketten aufteilen soll, von denen aber nur genau
eine (alternativ) durchlaufen wird, wird der Alternativzweig eingesetzt.
Ein Alternativzweig besteht aus mindestens zwei Ketten (Sequenzen), von denen, abhängig
vom Zustand der ersten Transitionen in den einzelnen Ketten, nur eine bearbeitet wird. Es
wird diejenige Kette ausgewählt, deren Transition als erste erfüllt ist. Sind mehrere
Transitionen zugleich erfüllt, wird die am weitesten links liegende Kette mit erfüllter erster
Transition bearbeitet.
Dem Alternativzweig kann nur ein Schritt oder ein Parallelzweig vorausgehen und folgen.
Legende:
(1) Kette
(2) Folgeschritt
Schleife
Wenn in Abhängigkeit von einer Transition ein Abschnitt der Ablaufkette noch einmal
durchlaufen werden soll, dann wird eine Schleife eingesetzt.
Eine Schleife besteht aus einer Sequenz und einer Rückführung mit einer Transition, die eine
Sequenz umklammert. Der Ausgangspunkt der Schleife kann nur unmittelbar nach einem
Schritt folgen, der Rücksprungpunkt muss unmittelbar vor einem Schritt wieder einmünden.
Legende:
(1) Sequenz
(2) Rückführung
(3) Folgetransition
Die Transition der Rückführung wird zeitlich nach der Folgetransition bearbeitet.
Wenn die Folgetransition und die Transition der Rückführung gleichzeitig erfüllt sind, dann
wird der Schritt oder der Parallelzweig bearbeitet, der hinter der Folgetransition angeordnet
ist.
Hinweis
Nicht möglich sind Rückführungen aus Parallelzweigen oder Alternativzweigen heraus oder
in solche hinein.
Sprung
Mit einem Sprung wird, abhängig von einer Transitionsbedingung, der Ablauf der Kette an
einem beliebigen Schritt innerhalb derselben Kette fortgesetzt.
Ein Sprung führt stets unmittelbar nach einem Schritt (Sprungquelle) aus der Sequenz heraus,
wobei auch mehrere Sprünge möglich sind.
6
6 6 6
7
Legende:
(1) Sprungquelle
(2) Sprung
(3) Sprungziel
(4) Folgetransition
Ein Sprung besteht aus einer einleitenden Transition und einem Pfeil mit der
Sprungzielangabe. Die Sprungzielangabe ist der Name des Schritts, an dem der Ablauf bei
erfüllter Transition fortgesetzt wird. Wenn das Sprungziel noch unbestimmt ist, ist der Name
"???".
Die Transition des Sprungs wird zeitlich nach der Folgetransition bearbeitet.
Wenn die Folgetransition und eine oder mehrere Sprung-Transitionen gleichzeitig erfüllt sind,
dann wird der Schritt (oder der Parallelzweig) bearbeitet, der hinter der Folgetransition
angeordnet ist.
Das Sprungziel und die Sprungquelle müssen immer ein Schritt sein.
Hinweis
Beachten Sie bei Sprüngen in eine Kette oder aus einer Kette eines Parallelzweigs die
möglichen Konsequenzen beim Ablauf im AS.
Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt:
So erzeugen und bearbeiten Sie einen Sprung (Seite 110).
SFC-Editor
Im SFC-Editor erstellen Sie mit grafischen Mitteln die Ablaufsteuerung, indem Sie Aktionen
und Schaltbedingungen festlegen. Dabei werden die SFC-Elemente nach festgelegten Regeln
in der Ablaufkette platziert. Sie müssen sich dabei nicht um Details wie Algorithmen oder die
Zuteilung von Maschinenressourcen kümmern, sondern Sie konzentrieren sich auf die
technologischen Aspekte der Projektierung.
Nach Erstellung der Ablaufketten als Folgen von Schritten und Transitionen wechseln Sie in
die Projektierung der Objekteigenschaften von SFC, Ablaufketten, Schritten und Transitionen.
Sie projektieren die Betriebsparameter des SFC, die Startbedingungen der Ablaufketten,
sowie die Aktionen der Schritte und die Weiterschaltbedingungen der Transitionen.
Nach dem Projektieren lassen Sie vom SFC den ablauffähigen Maschinencode erzeugen,
laden ihn ins Zielsystem und testen ihn mit den SFC-Testfunktionen.
Einleitung
Sie können den SFC-Editor über den SIMATIC Manager oder direkt aufrufen.
6.3 Multi-User-Engineering
Projektieren im Netzverbund
Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, dass mehrere Bearbeiter an einem Projekt oder
Multiprojekt arbeiten. Damit können Projektierung, Test und Inbetriebsetzung von den
Zielsystemen örtlich getrennt oder im PC-Netzverbund (Multi-User-Engineering) ausgeführt
werden.
Ausführliche Informationen zum Multi-User-Engineering und zu den Konsequenzen finden Sie
in der Dokumentation CFC für SIMATIC S7 im Abschnitt "Projektieren im Netzverbund".
Einleitung
Sie haben mehrere Möglichkeiten, im SFC zu navigieren.
Darstellungsgröße ändern
● Wählen Sie einen der Menübefehle Ansicht > Zoom > Vergrößern / Verkleinern /
Normalgröße / Zoomfaktor
Damitändern Sie die Größe der dargestellten SFC-Elemente - und damit auch den
sichtbaren Ausschnitt des Fensters.
oder
● Verwenden Sie in der Funktionsleiste das Symbol für "Vergrößern" und für "Verkleinern".
SFC-Editor
Der SFC-Editor ist eine Windows-Applikation und besteht aus folgenden Elementen:
● Rahmenfenster mit Titelleiste
● Menüleiste
● Funktionsleiste
● Statuszeile
● mindesten einem Arbeitsfenster
Funktionen und Bedienungen führen Sie mit Hilfe von Menübefehlen (Menüleiste,
Kontextmenü) und bei Bedarf zusätzlich mit Dialogfeldern aus.
Sie können die Funktionen und Objekte vorrangig mit der Maus hantieren. Die meisten
Bedienungen sind zusätzlich auch mit der Tastatur ausführbar.
Legende:
(1) Werkzeugleiste
(2) Titelleiste
(3) Menüleiste
(4) Funktionsleiste
(5) Statuszeile
(6) Register
(7) Bildlaufleiste
(8) Arbeitsfenster
Fenster
Innerhalb des SFC-Editors können Sie (im Rahmen der Möglichkeiten von Windows) beliebig
viele Fenster öffnen. Jedes Fenster enthält die Ansicht eines SFC (Plan oder Typ). Sie können
auch mehrere Fenster zum selben SFC öffnen. Das jeweils oben liegende Fenster ist das
aktuelle Arbeitsfenster. Das heißt, die Menüs und Symbole der Funktionsleiste wirken auf
dieses Fenster.
Am unteren Fensterrand befindet sich die Bildlaufleiste, mit der Sie den Inhalt im sichtbaren
Bereich des Fensters verschieben können.
In dieser Leiste sind auch die Register enthalten, mit denen Sie zwischen den Ablaufketten
des Plans umschalten können.
Titelleiste
Die Titelleiste des SFC-Fensters enthält neben der Bezeichnung "SFC" die bei Windows
üblichen Symbole. Wenn ein SFC in der Ganzbilddarstellung angezeigt wird, so erscheint
zusätzlich der Name in der Titelleiste des SFC-Fensters, da jetzt die Titelleiste des
Arbeitsfensters nicht mehr dargestellt wird. Die Titelleiste des Online-Fensters kann von der
des Offline-Fensters durch eine andere Farbe des Hintergrunds und/oder des Texts
unterschiedlich dargestellt werden (einstellbar im SIMATIC Manager über den Menübefehl
Extras > Einstellungen > Register "Ansicht").
Menüleiste im SFC-Fenster
Die Menüleiste ist im SFC-Fenster unterhalb der Titelleiste immer sichtbar. Sie wird in zwei
Varianten angezeigt, abhängig davon, ob ein SFC geöffnet ist oder nicht:
● Wenn noch kein SFC geöffnet ist, wird das Fenster mit der leeren Arbeitsfläche dargestellt
und die Menüleiste ist auf vier Menütitel beschränkt (SFC, Ansicht, Extras, Hilfe).
● Wenn mindestens ein SFC geöffnet ist, wird die Menüleiste vollständig mit allen Menütiteln
angezeigt.
● Wenn mehrere Pläne auf der Arbeitsfläche geöffnet sind, ist die Menüleiste dem aktiven
Fenster zugeordnet.
Menü
Das Menü ist eine Zusammenfassung von Funktionen und wird über die Menüleiste
aufgerufen. Menübefehle, die Sie im jeweiligen Bearbeitungsschritt nicht sinnvoll einsetzen
können, sind grau geschaltet und damit nicht anwählbar.
Menü öffnen
Die Menüs öffnen Sie durch Klicken auf den Menütitel oder über die Tastatur durch Eingabe
des unterstrichenen Zeichens im Menütitel bei gedrückter <Alt>-Taste.
Wenn Sie die linke Maustaste gedrückt halten, können Sie mit dem Mauszeiger auf der
Menüleiste entlangfahren und damit die Menüs nacheinander öffnen und schließen (schnelles
Durchsehen).
Kontextmenü
Über die rechte Maustaste öffnen Sie ein Kontextmenü, das die im aktuellen Kontext häufig
benötigten Befehle aus der Menüleiste anbietet. Bei folgenden Objekten erhalten Sie ein
unterschiedliches Kontextmenü:
● freie Fläche
● SFC-Element
● Dialogfeld "Eigenschaften" im Editierfeld
● Dialogfeld "Eigenschaften" bei markierter Zeile außerhalb des Editierfeldes
Legende:
(1) Selektieren einschalten
(2) Schritt + Transition einfügen
(3) Parallelzweig einfügen
(4) Alternativzweig einfügen
(5) Schleife einfügen
(6) Sprung einfügen
(7) Text einfügen
Statuszeile
Am unteren Rand des SFC-Fensters ist die Statuszeile angeordnet, in der wichtige
Informationen angezeigt werden.
Im linken Teil der Statuszeile sehen Sie die kontextabhängigen Informationen, z. B.
Erklärungen zu Menübefehlen, Bedienaufforderungen oder Fehlermeldungen.
Im rechten Teil der Statuszeile erhalten Sie aktuelle Informationen, z. B. den Plan-
Einbauzeiger. Im Testbetrieb (Online) wird hier auch der Betriebszustand der CPU angezeigt
und zusätzlich durch eine Farbe visualisiert (Rot = STOP, Grün = RUN)
Optionale Darstellung
Während die Menüleiste immer sichtbar ist, können Sie die Funktionsleiste, Werkzeugleiste
und die Statuszeile auf Wunsch auch ausblenden, z. B. um dadurch die Arbeitsfläche zu
vergrößern. Das erreichen Sie über die entsprechenden Funktionen im Menü "Ansicht".
6.5.2 Dialogfelder
Bedienen
Beim Aufruf einiger Funktionen wird ein Dialogfeld eingeblendet. Dort können Sie
Einstellungen zu der aufgerufenen Funktion vornehmen. Bei Dialogfeldern für modale Dialoge
sind Markierungen oder Eingaben außerhalb des Feldes nicht möglich. Sie müssen das
Dialogfeld erst durch Klicken auf die Schaltfläche "OK" oder "Abbrechen" schließen. Die
Dialogfelder "Eigenschaften" und "Durchsuchen" bleiben dagegen auf der Bedienoberfläche
stehen, während Sie die Kettentopologie weiter bearbeiten oder sonstige Menüfunktionen
bedienen (außer Testmodus aktivieren: hier werden die Dialogfelder automatisch
geschlossen).
Aufbau
Einige Dialogfelder enthalten Register. Das heißt, dass mehrere Seiten (Register)
übereinander auf dem Bildschirm liegen. Zwischen diesen Registern können Sie frei hin- und
herschalten.
Zum komfortablen Projektieren haben einige Dialogfelder außer den Standardschaltflächen
(z. B. OK, Abbrechen, Hilfe) zusätzliche Schaltflächen mit nützlichen Funktionen.
Im Dialogfeld "Objekteigenschaften" können Sie mit den untenstehenden Schaltflächen
innerhalb der Kette auf die nächsten Elemente des gewählten Elementtyps (Schritt oder
Transition) zugreifen ohne das Feld jedes Mal erneut zu öffnen und zu schließen. Dabei
werden die Basiselemente in logischer und nicht in geometrischer Folge angesprungen.
Symbol Funktion
Damit springen Sie in einem Parallel- oder Alternativzweig von links nach rechts zum
jeweils ersten Element der nächsten Kette.
Damit springen Sie von rechts nach links zum jeweils letzten Element der weiter links
stehenden Kette.
Symbol Funktion
Damit gehen Sie in einer Ablaufkette von oben nach unten. Beim Erreichen eines Pa‐
rallel- oder Alternativzweigs wird nur die linke Kette durchlaufen.
Damit gehen Sie in einer Ablaufkette von unten nach oben. Beim Erreichen eines Pa‐
rallel- oder Alternativzweigs wird nur die rechte Kette durchlaufen.
Autoscrolling
Bei Verschiebeoperationen im Plan können Sie, wenn die Einbauposition außerhalb des
sichtbaren Fensterbereichs liegt, den Ausschnitt scrollen. Bei gedrückter linker Maustaste
ziehen Sie das Objekt zum Fensterrand und halten das Positionierkreuz auf der inneren
(horizontalen oder vertikalen) Linie des Fensterrahmens. Der Ausschnitt wird so lange
verschoben, bis die Plangrenze erreicht ist oder Sie das Positionierkreuz wieder von der
Begrenzungslinie abrücken.
Beispiele
Menübefehle Tasten
SFC > Neu <Alt+S+N>
Extras > Einstellungen > Farbe <Alt+X+E+F>
Hilfe zum Kontext Hilfe Wenn ein aktueller Kontext besteht, z. B. <F1>
markierter Menübefehl, wird das entspre‐
chende Hilfethema aufgerufen. Andern‐
falls das Inhaltsverzeichnis der Hilfe.
*) "Num +" / "Num –" bezeichnet die Plus- / Minustaste des numerischen Tastenblocks
Funktion Tasten
zur Menüleiste <F10>
zum Popup-Menü <Shift+F10>
zum Menü, das den unterstrichenen <Alt+X>
Buchstaben X enthält
zugeordneter Menübefehl Unterstrichener Buchstabe
im Menübefehl
einen Menübefehl nach links <Links>
einen Menübefehl nach rechts <Rechts>
einen Menübefehl nach oben <Oben>
einen Menübefehl nach unten <Unten>
Aktiviert den markierten Menübefehl <ENTER>
verlässt das Menü bzw. zurück zum Text <Esc>
Funktion Tasten
zum nächsten Eingabefeld <Tab>
(von links nach rechts und von oben nach unten)
ein Eingabefeld zurück <SHIFT+Tab>
nächste Zeile <Strg+Unten>
vorherige Zeile <Strg+Oben>
vorhergehender Operand <Strg+Links>
nächster Operand
oder bei Schritten im letzten Operanden der letzten Zeile: <Strg+Rechts>
Nächste Zeile auf nächster Seite
Funktion Tasten
Focus auf Zeile mit dieser Ziffer (einstellig) <Strg+Ziffer>
nächste Seite (bei Transitionen und Startbedingung der Ketten) <PAGE DOWN>
vorherige Seite (bei Transitionen und Startbedingung der Ketten) <PAGE UP>
nächstes Register <Strg+PAGE DOWN>
vorheriges Register <Strg+PAGE UP>
zum ersten Operand <Strg+Pos1>
zum letzten Operand <Strg+ENDE>
OS-Kommentar in Zeile mit dieser Ziffer (einstellig) ein-/ausschaltet <Strg+Alt+Ziffer>
zu dem Eingabefeld, das den unterstrichenen Buchstaben X enthält <Alt+X>
markiert in Auswahlliste Richtungstasten
öffnet eine Auswahlliste <Alt+ Unten>
markiert ein Objekt bzw. macht Markierung rückgängig <LEERTASTE>
bestätigt Einträge und schließt das Dialogfeld (Schaltfläche "OK") <ENTER>
schließt das Dialogfeld, ohne die Auswahl zu speichern <Esc>
(Schaltfläche "Abbrechen")
Funktion Tasten
eine Zeile nach oben oder ein Zeichen nach links in einem Text, der <Oben>
nur aus einer Zeile besteht
eine Zeile nach unten oder ein Zeichen nach rechts in einem Text, <Unten>
der nur aus einer Zeile besteht
ein Zeichen nach rechts <Rechts>
ein Zeichen nach links <Links>
ein Wort nach rechts <Strg+Rechts>
ein Wort nach links <Strg+Links>
zum Anfang der Zeile <Home>
zum Ende der Zeile <Ende>
einen Bildschirm nach oben <Bild auf>
einen Bildschirm nach unten <Bild ab>
zum Textanfang <Strg+Home>
zum Textende <Strg+Ende>
Funktion Tasten
ein Zeichen nach rechts <Shift+Rechts>
ein Zeichen nach links < Shift+Pfeil nach links>
ein Wort nach rechts <Strg+Shift+Rechts>
ein Wort nach links <Strg+Shift+Pfeil nach links>
bis zum Anfang der Zeile < Shift+Home>
bis zum Ende der Zeile < Shift+Ende>
eine Zeile nach oben < Shift+Oben>
eine Zeile nach unten < Shift+Unten>
einen Bildschirm nach oben < Shift+Bild auf>
einen Bildschirm nach unten < Shift+Bild ab>
bis zum Dateianfang <Strg+Shift+Home>
bis zum Dateiende <Strg+SHIFT+Ende>
Funktion Tasten
öffnet die Hilfe <F1>
Wenn ein aktueller Kontext besteht, z. B. markierter Me‐
nübefehl, wird das entsprechende Hilfethema aufgerufen.
Andernfalls das Inhaltsverzeichnis der Hilfe
schließt das Hilfefenster, zurück zum SFC- <Alt+F4>
Editor.
Funktion Tasten
Fensterausschnitt nach oben verschieben <Bild auf>
Fensterausschnitt nach unten verschieben <Bild ab>
Fensterausschnitt nach rechts verschieben <Strg+Bild auf>
Fensterausschnitt nach links verschieben <Strg+Bild ab>
Fensterausschnitt ganz oben <Strg+Home>
Fensterausschnitt ganz unten <Strg+Ende>
Fensterausschnitt ganz links <Home>
Fensterausschnitt ganz rechts <Ende>
6.8 Farb-Voreinstellungen
Übersicht
Voreinstellungen
(Ändern über den Menübefehl Extras > Einstellungen > Farben...)
Selektion blau
Schritt / Transition[Transition] parametriert [Objekt] grau
Schritt / Transition parametriert [Name] schwarz
Schritt / Transition nicht parametriert [Objekt] weiß
Schritt / Transition nicht parametriert [Name] schwarz
Schritt / Transition [Kommentar] schwarz
Schritt / Transition selektiert [Name] weiß
Schritt AKTIV [Objekt] grün
Schritt AKTIV [Name] schwarz
Schritt DURCHLAUFEN [Objekt] dunkelgrün
Schritt DURCHLAUFEN [Name] weiß
Schritt HALT [Objekt] gelb
Schritt HALT [Name] schwarz
Schritt FEHLER [Objekt] rot
Schritt FEHLER [Name] gelb
Transition FALSE [Objekt] rotbraun
Transition FALSE [Name] weiß
Transition TRUE [Objekt] dunkelgrün
Transition TRUE [Name] weiß
Bedienanforderung grau
Fehlerquittierung rot
Datensicherung im SFC-Editor
Da alle im SFC-Editor vorgenommenen Änderungen sofort gespeichert werden, gibt es keine
andere Sicherungsfunktion im SFC. Beachten Sie, dass Sie im SFC-Editor Änderungen nicht
rückgängig machen können, indem Sie den Editor ohne Speichern beenden. Dies gilt nicht für
die Projektierung von Ketten, Schritten und Transitionen im Eigenschaften-Dialogfeld. Hier ist
ein "Verwerfen" möglich.
Zur Datensicherung kopieren Sie den kompletten Programmordner in ein Backup-Projekt. So
können Sie jederzeit auf alte Stände wieder aufsetzen. Außerdem können Sie so die gesamte
Projektierung archivieren.
Mögliche Vorgehensweisen
Zum Anlegen eines Projekts verwenden Sie den SIMATIC Manager. Im SIMATIC Manager
stehen Ihnen folgende Möglichkeiten zum Anlegen eines Projekts zur Verfügung:
● PCS 7-Assistent
Mit dem Assistenten legen Sie ein Einzelprojekt oder Multiprojekt in der Technologischen
Sicht und in der Komponentensicht an. Das Multiprojekt enthält neben dem eigentlichen
Projekt auch eine Stammdatenbibliothek.
● STEP 7-Assistent
Mit dem Assistenten legen Sie ein STEP 7-Projekt mit folgenden Elemente an:
– die SIMATIC-Station
– die CPU
– das S7-Programm
– den Bausteinordner
● Menübefehle
Mit den Menübefehlen legen Sie ein Projekt neu an und fügen alle benötigten Komponenten
ein.
Wir empfehlen die Vorgehensweise mit dem PCS 7-Assistent (Punkt 1), da diese am
schnellsten und fehlersichersten ist.
Den gewünschten Assistenten, PCS 7-Assistent oder STEP 7-Assistent, stellen Sie im
SIMATIC Manager mit dem Menübefehl Extras > Einstellungen... im Register "Assistenten"
ein.
Übersicht
Sie können sowohl im SIMATIC Manager als auch im SFC-Editor Pläne und Typen neu
anlegen, zum Bearbeiten öffnen und die Eigenschaften ändern. Kopieren und löschen können
Sie Pläne und Typen nur im SIMATIC Manager. Instanzen kopieren und löschen Sie im
betreffenden CFC-Plan.
Der SFC-Plan kann im CFC in seiner Außenansicht dargestellt werden, um dadurch den SFC
durch CFC-Verschaltungen steuern zu können. Die Außenansicht zeigt den SFC wie einen
Baustein, d.h. mit dem Standard-Interface.
Einleitung
Einen neuen SFC-Plan legen Sie auf folgende Weisen an:
● in der Komponentensicht oder der Technologischen Sicht oder der Prozessobjektsicht des
SIMATIC Manager
● im SFC-Editor
Einleitung
Einen neuen SFC-Typ können Sie auf folgende Weisen anlegen:
● in der Komponentensicht des SIMATIC Manager
● im SFC-Editor
Ergebnis
Der Typ erhält vom System einen Standardnamen, z. B. SFC-Typ(1), den Sie verändern
können. Für den SFC-Typ wird automatisch die nächste freie FB-Nummer reserviert und die
Typ-Vorlage (FB 247) mit dieser Nummer in den Bausteinordner kopiert. Damit können Sie
nach dem Anlegen des Typs sowohl Meldungen projektieren als auch Instanzen des Typs
erzeugen, ohne dass der Typ übersetzt werden muss. Die FB-Nummer können Sie
nachträglich über das Objekteigenschaften-Dialogfeld verändern.
Beim erstmaligen Anlegen eines SFC-Typs werden die für das Übersetzen und für den Ablauf
im AS notwendigen Bausteine in das aktuelle Programm kopiert und danach im ES verwaltet.
Die Bausteine sind in der mitgelieferten Bausteinbibliothek enthalten.
Hinweis
SFC-Typen können nicht in der Technologischen Sicht einem Hierarchieordner zugeordnet
werden, da sie selbst (aus Sicht des zu automatisierenden Prozesses) nicht ablaufrelevant
sind.
Einleitung
Die im Planordner vorhandenen SFC-Typen werden im CFC-Bausteinkatalog angezeigt.
Entweder im Verzeichnis "Alle Bausteine" und im Verzeichnis der Familie, wenn sie einer
Familie zugeordnet sind, anderfalls im Verzeichnis "Sonstige Bausteine".
SFC-Typen können Sie auch aus den Bibliotheken (z. B. SFC Library oder
Stammdatenbibliothek) in den CFC-Plan einfügen.
Vorgehen
Ziehen Sie im CFC aus dem Bausteinkatalog oder aus einer Bibliothek den SFC-Typ in den
CFC-Plan.
Ergebnis
Die SFC-Instanz wird wie ein CFC-Instanzbaustein dargestellt. Wenn nicht genügend freier
Platz für die Positionierung der SFC-Instanz vorhanden ist, wird sie als "überlappender
Baustein" (hellgrau und ohne sichtbare Anschlüsse) dargestellt. Die überlappenden Bausteine
werden wieder als normale Bausteine dargestellt, wenn sie an eine freie Stelle im Plan
verschoben werden.
Die SFC-Instanz können Sie im CFC-Plan umbenennen, parametrieren und verschalten.
Einleitung
Im SFC existiert zunächst der Objekttyp "SFC-Plan" neben dem Objekttyp "SFC-Typ". Der
SFC-Plan ermöglicht die Definition von Ablaufsteuerungen unter Verwendung seines
vordefinierten Interfaces und beliebiger Prozesssignale der zu automatisierenden Anlage. Der
SFC-Plan ist nach einem Übersetzungsvorgang ablauffähig und wird dazu in das
Automatisierungssystem geladen und dort ausgeführt.
Ablaufeigenschaften
Ein SFC-Plan wird in die Ablaufreihenfolge eingebaut, um zu bestimmen, wann der SFC-Plan
im Automatisierungssystem bearbeitet werden soll.
Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt: Ablaufeigenschaften eines SFC
(Seite 152)
Meldungen
Zu einem SFC-Plan können Sie optional sieben quittierpflichtige Meldungen im SFC-Editor
(Menüpunkt SFC > Meldung...) projektieren. Der SFC-Plan selbst benötigt die restlichen
verfügbaren Meldungen (jeweils eine quittierpflichtige und eine nicht quittierpflichtige
Meldung).
Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt: So projektieren Sie Meldungen im
SFC (Seite 87)
Schriftfeld
Zu einem SFC-Plan können Sie optional ein Schriftfeld projektieren.
Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt: Schriftfeld definieren (Seite 277)
Testen
Im Testmodus des SFC wird der Ablauf des SFC dynamisiert und kann mit den Testfunktionen
beeinflusst werden.
Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt: Bedienen und Beobachten im Test
(Seite 253)
Beschreibung
Die Topologie (Schritt-/Transitionsfolge, Sprungzieländerung) oder Schritt- oder
Transitionsprojektierungen ändern Sie am SFC-Plan. Die Änderungen werden aber erst nach
dem Übersetzen und Laden wirksam.
Nach einer Topologieänderung können Sie inaktive Ablaufketten jederzeit laden. Für das
Laden aktiver Ablaufketten müssen Sie den SFC-Plan ausschalten.
Änderungen der Schritt- und Transitionsprojektierung können Sie jederzeit laden, auch wenn
der SFC-Plan im Automatisierungssystem gerade bearbeitet wird.
Grundsätzlich gilt, dass Änderungen am SFC-Plan, die ein Änderungsladen im RUN
verhindern oder einschränken, nur nach Rückfrage beim Anwender ausgeführt werden.
Weiteres Vorgehen
Nach der Änderungsprojektierung müssen Sie die OS übersetzen und laden, damit die
aktuellen Daten auf der OS verfügbar sind.
Einleitung
Im SFC existiert neben dem Objekttyp "SFC-Plan" auch der Objekttyp "SFC-Typ". Der SFC-
Typ ermöglicht die Definition von Ablaufsteuerungen inklusive eines Interfaces. Die Ablauflogik
des SFC-Typs basiert nur auf den Interface-Anschlüssen des SFC-Typs. Der SFC-Typ kann,
im Unterschied zum SFC-Plan, deshalb nicht auf beliebige Prozesssignale zugreifen.
Übersetzen / Laden
Der SFC-Typ wird im Kontext "Programm übersetzen" und "Zielsystem laden" mit übersetzt
und in die CPU geladen.
Weitere Informationen hierzu finden Sie in folgenden Abschnitten:
Allgemeines zum Übersetzen von Plänen, Typen und Instanzen (Seite 207)
So laden Sie Programme (Seite 213)
Tipps
Folgende Tipps können Ihnen helfen:
● In der Bibliothek "SFC Library" finden Sie mit dem Menübefehl SFC Library > Blocks
+Templates > Templates den SFC-Typ "TypeStates", der bereits mehrere Ablaufketten für
eine zustandsorientierte Bearbeitung der Ablaufsteuerung enthält. Zusätzlich finden Sie
den SFC-Typ "TypeCtrlStrategy", der eine fahrweisenorientierte Bearbeitung der
Ablaufsteuerung enthält. Diese Vorlagen können Sie kopieren und für die eigene
Verwendung entsprechend ändern.
● Bei der Erstellung eines SFC-Typs für SIMATIC BATCH müssen Sie Folgendes
berücksichtigen:
– In den Eigenschaften > Betriebsparameter AS des SFC-Typs müssen Sie die
Betriebsart "AUTO" wählen, da ansonsten die Steuerbefehle von SIMATIC BATCH nicht
wirksam werden (dies gilt auch für die SFC-Instanzen).
– In den Eigenschaften > Optionen müssen Sie eine der Kategorien "EOP" oder "EPH"
einstellen, da ansonsten der SFC-Typ für SIMATIC BATCH "unsichtbar" bleibt.
– Wenn Sie den "Kontinuierlichen Betrieb" des SFC verwenden wollen, müssen Sie die
Anschlüsse ENASTART=1 und SELFCOMP=0 setzen. Bei der Projektierung der
Startbedingung von Ablaufketten müssen Sie den Anschluss READY_TC
berücksichtigen (dies gilt auch für die SFC-Instanzen).
Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt: Startvoraussetzungen eines SFC (Plan/
Instanz) (Seite 242)
Hinweis
Wenn Sie das Laden über die Funktion des SIMATIC Managers "Objekte übersetzen und
laden" durchführen und SFCs dazu ausgeschaltet werden müssen, werden die SFCs nicht
ausgeschaltet. In diesem Fall wird das Laden nicht durchgeführt und eine Fehlermeldung im
Protokoll hinterlegt.
Einleitung
Eine SFC-Instanz ist von einem SFC-Typ abgeleitet. Dazu wird der SFC-Typ, entsprechend
einem Funktionsbausteintyp im CFC, in einen CFC-Plan eingefügt. Die SFC-Instanzen sind
damit immer einem CFC-Plan zugeordnet und werden über ihn adressiert. SFC-Instanzen
werden wie CFC-Instanzen als Bausteine dargestellt, d. h. ihr Interface ist im CFC-Plan
sichtbar.
SFC-Instanzen werden nicht im SIMATIC Manager angezeigt, da sie nur über den CFC-Plan
adressiert werden können. Über die Zuordnung des CFC-Plans zur Technologischen
Hierarchie werden indirekt auch die darin enthaltenen SFC-Instanzen der Technologischen
Hierarchie zugeordnet.
Ablaufeigenschaften
Die Ablaufeigenschaften einer SFC-Instanz sind identisch mit den Ablaufeigenschaften von
CFC-Bausteininstanzen.
Meldungen
Die Meldungen einer SFC-Instanz können Sie im SFC (Menübefehl SFC > Meldung...) und
im CFC über das Dialogfeld "Objekteigenschaften" projektieren.
Projektierung
SFC-Instanzen sind im SFC im Vergleich zu SFC-Typen nur eingeschränkt projektierbar. Das
Interface sowie die Ablaufketten können in der SFC-Instanz nicht verändert werden, da sie für
alle Instanzen identisch durch den SFC-Typ vorgegeben werden. Dagegen können Sie die
Parameter (Anfangswert und Kommentar) der Interface-Anschlüsse instanzspezifisch ändern.
Über das Dialogfeld "Eigenschaften" können Sie Folgendes einstellen:
● die "Allgemeinen" Eigenschaften (Name, Kommentar).
● die "Betriebsparameter AS" (das sind die Voreinstellungen: Schaltmodus, Betriebsart,
Befehlsausgabe, Zyklischer Betrieb, Zeitüberwachung und die Startoptionen: Autostart,
Beim SFC-Start Voreinstellungen der Betriebsparameter verwenden).
● Die "Optionen" für SIMATIC BATCH (Kategorie, Operatoranweisungen zulassen) sind hier
nicht änderbar; die projektierten Fahrweisen können hier für die Instanz freigegeben bzw.
gesperrt werden.
Hinweis
Bei Verwendung von SIMATIC BATCH dürfen SFC-Instanzen nachträglich nicht mehr
verändert werden.
Übersetzen / Laden
SFC-Instanzen werden im Kontext "Programm übersetzen" und "Zielsystem laden" mit
übersetzt und in die CPU geladen.
Weitere Informationen hierzu finden Sie in den Abschnitten:
Übersicht über die beim Übersetzen generierten Bausteine (Seite 210)
Allgemeines zum Übersetzen von Plänen, Typen und Instanzen (Seite 207)
So laden Sie Programme (Seite 213)
Tipps:
● Die SFC-Instanzen (und SFC-Pläne) können Sie mit dem Optionspaket "SFC Visualization"
auf der OS bedienen und beobachten. Die notwendigen Projektierungsarbeiten für die SFC-
Bedienung und -Beobachtung nehmen Sie ebenfalls mit "SFC Visualization" vor.
Weitere Informationen zur SFC-Visualisierung finden Sie im Handbuch SFC Visualization
für S7 oder in der Online-Hilfe von WinCC im Verzeichnis "Optionen".
Beschreibung
Auf Grund der Einschränkungen der Projektierungsmöglichkeiten bei SFC-Instanzen, können
alle Änderungen, die Sie direkt an den SFC-Instanzen ausführen, jederzeit geladen werden,
auch wenn die SFC-Instanzen im Automatisierungssystem gerade bearbeitet werden.
Weiteres Vorgehen
Nach der Änderungsprojektierung müssen Sie die OS übersetzen und laden, damit die
aktuellen Daten auf der OS verfügbar sind.
8.6 Öffnen
Einleitung
Sie können einen SFC-Plan oder einen SFC-Typ sowohl im SIMATIC Manager als auch im
SFC-Editor öffnen.
Hinweis
Im Menü "SFC" sind die vier zuletzt bearbeiteten Objekte (SFC-Pläne und/oder SFC-Typen)
als Menübefehle enthalten. Wenn Sie einen dieser Menübefehle anwählen, wird das
betreffende Objekt geöffnet.
Hinweis
Wenn dem Projekt eine Technologische Hierarchie zugeordnet ist, dann können Sie im
SIMATIC Manager SFC-Pläne auch in der Technologischen Sicht oder in der
Prozessobjektsicht öffnen. Statt des Planordners öffnen Sie hier den Hierarchieordner, der
den Plan enthält.
SFC-Typen sind nicht in der Technologischen Hierarchie enthalten, da sie aus technologischer
Sicht nicht ablaufrelevant sind.
Einleitung
SFC-Instanzen können Sie nur im CFC-Plan öffnen.
Vorgehen
1. Markieren Sie im betreffenden CFC-Plan die SFC-Instanz.
2. Wählen Sie den Menübefehl Bearbeiten > Öffnen.
Der SFC wird gestartet (wenn er noch nicht gestartet ist) und die SFC-Instanz in einem
Fenster des SFC-Editors dargestellt. Die angezeigte Topologie wird durch den zugehörigen
SFC-Typ bestimmt.
8.7 Kopieren
CPU-übergreifendes Kopieren/Verschieben
Bei CPU-übergreifendem Kopieren/Verschieben von Plänen ist zusätzlich zu beachten:
● Verschaltungen
Verschaltungen zu globalen Operanden und zu Ablaufgruppen werden nicht mitkopiert,
außer Sie kopieren einen kompletten Programmordner einschließlich Anwenderprogramm,
Planordner und Symboltabelle.
● Bausteintypen
Wenn in der Ziel-CPU nicht alle Bausteintypen identisch sind (Name, Bausteinanschlüsse),
wird das Kopieren/Verschieben verweigert. Sie müssen dann zunächst die betreffenden
Bausteintypen in den Bausteinordner der Ziel-CPU kopieren und in einen CFC des Ziel-
Planordners importieren.
● Task
Für den Einbau der kopierten/verschobenen Bausteine wird eine namensgleiche Task
verwendet. Es wird nicht geprüft, ob die namensgleichen Tasks in den beiden CPU auch
tatsächlich die gleichen Eigenschaften besitzen. Wenn in der Ziel-CPU eine Task gleichen
Namens nicht existiert, wird das Kopieren/Verschieben abgelehnt. Sie müssen dann eine
namensgleiche Task projektieren. Beim Zielsystem S7 ist die Task eine OB-Nummer; der
evtl. in der Symboltabelle vorhandene Name wird als Kommentar betrachtet und hat keine
Relevanz.
● Plannamen, Bausteinnamen
Da CFC-Bausteinnamen planweit eindeutig sind, sind Umbenennungen nicht notwendig.
Pläne müssen wenn nötig umbenannt werden.
● Besonderheit beim Kopieren/Verschieben von SFC-Plänen
Alle SFC-Anweisungen und SFC- Transitionsbedingungen die auf globale Ressourcen
zugreifen (über symbolische Adressen der Symbolliste), greifen auf die gleichen
Ressourcen in der Ziel-CPU zu. Sind diese Ressourcen in der Ziel-CPU nicht vorhanden,
so werden sie automatisch in textuelle Verschaltungen umgewandelt (siehe oben).
Informationen über textuelle Verschaltungen finden Sie in der Dokumentation CFC für
SIMATIC S7 im Abschnitt "Arbeiten mit textuellen Verschaltungen".
Einleitung
SFC-Instanzen können Sie im CFC-Plan, zwischen CFC-Plänen oder indirekt durch Kopieren/
Verschieben des CFC-Plans im SIMATIC Manager kopieren oder verschieben. Die zur SFC-
Instanz gehörigen Ablaufobjekte werden ebenfalls kopiert oder verschoben.
8.8 Löschen
Vorgehen
1. Markieren Sie in der Komponentensicht des SIMATIC Manager den SFC-Plan oder den
SFC-Typ.
2. Drücken Sie die Taste <Entf>.
SFC-Instanz löschen
Die SFC-Instanz löschen Sie im zugehörigen CFC-Plan oder indirekt durch Löschen des CFC-
Plans im SIMATIC Manager.
Die zur SFC-Instanz gehörigen Ablaufobjekte werden damit ebenfalls gelöscht.
Vorgehen
1. Markieren Sie die SFC-Instanz im CFC-Plan.
2. Drücken Sie die Taste <Entf>.
Einleitung
Sie können für den aktuellen SFC-Plan (im SFC-Editor) oder einen beliebigen SFC-Plan im
Planordner (im SIMATIC Manager) die Eigenschaften einsehen und verändern. Die Plan-
Eigenschaften werden in einem Dialogfeld mit mehreren Registern dargestellt.
Register
Die Plan-Eigenschaften können Sie in den folgenden Registern verändern:
● Allgemein
Dieses Register umfasst die Eingabe oder Änderung des Plannamens, des Autors, des
Kommentars und das Einschalten bzw. Ausschalten des Schreibschutzes. Der
eingeschaltete Schreibschutz verhindert, dass der Plan mit dem SFC-Editor oder dem
Interface-Editor versehentlich geändert werden kann.
● Betriebsparameter AS
In diesem Register können Sie folgende Optionen einstellen:
– Die Voreinstellungen für den Initialzustand des Plans: "Schaltmodus", "Betriebsart",
"Befehlsausgabe", "Zyklischer Betrieb" und "Zeitüberwachung".
– Den SFC-Anlauf nach einem CPU-Neustart
Das sind die Optionen "SFC initialisieren" oder "SFC-Zustand beibehalten". Damit
können Sie bestimmen, ob bei einem Neustart der CPU der SFC mit den Daten gestartet
wird, die er vor dem CPU-STOP hatte, oder ob er neu initialisiert wird.
– die Startoptionen des Plans aktivieren oder deaktivieren: "Autostart" und "Beim SFC-
Start Voreinstellungen der Betriebsparameter verwenden".
● OS
Mit dem aktivierten Optionskästchen "Plan zur Visualisierung in die OS übertragen" wird
der SFC-Plan beim nächsten Übersetzen der OS automatisch zur OS übertragen.
● Version
Mit den Pfeiltasten ist die Haupt- und Nebenversion separat einstellbar. Für
schreibgeschützte Pläne ist die Versionsänderung deaktiviert. Einstellbar sind die
Versionen von 0.0001 bis 255.4095. Ein neuer Plan beginnt immer mit der Versionsnummer
0.0001. Es kann keine Nummer eingestellt werden, die kleiner ist als die zuletzt
gespeicherte Version.
Mit "Datenversion" erhalten Sie die Information, mit welcher Software-Version der Plan
erstellt wurde.
Wenn in den Eigenschaften des Projekts die Versionierung eingeschaltet ist, wird nach
einer Plan-Änderung beim Schließen des Plans das Dialogfeld mit dem Register "Version"
automatisch geöffnet.
Datenversion:
Hier wird die Software-Version angezeigt, mit der das Programm erstellt oder zuletzt
bearbeitet wurde. Die Datenversion ist unabhängig von der Produktversion. Die
Datenversion wird von der Datenbank bestimmt und zeigt den aktuellen Stand ihrer
Datenstruktur.
Dialogfeld öffnen
Wählen Sie im SFC-Editor den Menübefehl SFC > Eigenschaften... oder im Planordner des
SIMATIC Manager bei markiertem SFC-Typ den Kontext-Menübefehl
Objekteigenschaften... .
Das Dialogfeld der Eigenschaften wird geöffnet.
Die Typ-Eigenschaften können Sie in den folgenden Registern verändern.
Register "Allgemein"
Dieses Register umfasst die Eingabe oder Änderung des Typ-Namens, des Autors, der
Familie, der FB-Nummer, des Kommentars und das Einschalten bzw. Ausschalten des
Schreibschutzes. Der eingeschaltete Schreibschutz verhindert, dass der Typ mit dem SFC-
Editor, dem Merkmale-Editor oder dem Interface-Editor versehentlich geändert werden kann.
Register "Optionen"
In diesem Register können Sie folgende Aktionen ausführen:
● Bereich SIMATIC BATCH
– Die Klassifizierung des SFC-Typs für SIMATIC BATCH im Feld "Kategorie":
Register "Version"
Mit den Pfeiltasten ist die Haupt- und Nebenversion separat einstellbar. Für schreibgeschützte
SFC-Typen ist die Versionsänderung deaktiviert. Einstellbar sind die Versionen von 0.0001
bis 255.4095. Ein neuer SFC-Typ beginnt immer mit der Versionsnummer 0.0001. Es kann
keine Nummer eingestellt werden, die kleiner ist als die zuletzt gespeicherte Version.
Mit "Datenversion" erhalten Sie die Information, mit welcher Software-Version der Plan erstellt
wurde.
Wenn in den Eigenschaften des Projekts die Versionierung eingeschaltet ist, wird nach einer
Typ-Änderung beim Schließen des Fensters das Dialogfeld mit dem Register "Version"
automatisch geöffnet.
Datenversion:
Hier wird die Software-Version angezeigt, mit der das Programm erstellt oder zuletzt bearbeitet
wurde. Die Datenversion ist unabhängig von der Produktversion. Die Datenversion wird von
der Datenbank bestimmt und zeigt den aktuellen Stand ihrer Datenstruktur.
Siehe auch
So passen Sie die Instanz-Eigenschaften an (Seite 85)
Aktualisieren im Multiprojekt
SFC-Typen können Sie in einem Multiprojekt aktualisieren. Das Vorgehen ist das gleiche wie
beim Aktualisieren von Bausteintypen des CFC.
Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Dokumentation CFC für SIMATIC S7 im
Abschnitt "So aktualisieren Sie Bausteintypen/SFC-Typen".
Dialogfeld öffnen
1. Markieren Sie im CFC die SFC-Instanz und wählen Sie den Menübefehl Bearbeiten >
Öffnen.
Die SFC-Instanz wird im SFC-Editor geöffnet.
2. Wählen Sie für die geöffnete SFC-Instanz im SFC-Editor den Menübefehl SFC >
Eigenschaften....
Das Dialogfeld der Eigenschaften wird geöffnet.
Register
Die Eigenschaften der SFC-Instanz können Sie in den folgenden Registern verändern:
● Allgemein
Dieses Register umfasst die Eingabe oder Änderung des Instanz-Namens und des
Kommentars. Alle weiteren Eigenschaften (siehe SFC-Typ) können nur gelesen und nicht
verändert werden. Das Optionskästchen "Schreibgeschützt" zeigt, ob der CFC-Plan
schreibgeschützt ist. In diesem Fall haben Sie bei der SFC-Instanz nur Leserechte.
● Betriebsparameter AS
In diesem Register können Sie die Betriebsparameter für die SFC-Instanz verändern (siehe
SFC-Typ).
● Optionen
In diesem Register können Sie die beim SFC-Typ eingestellten Optionen einsehen und
ändern:
– SIMATIC BATCH "Kategorie" (nur einsehen)
Das Feld zeigt die am Typ projektierte Klassifizierung an:
Eine Beschreibung der Klassifizierung finden Sie im Abschnitt "So passen Sie die Typ-
Eigenschaften an (Seite 82)".
- "keine"
- "EOP"
- "EPH"
- "EPH (abgeleitet)"
- "EPH (Schnittstelle)"
– SIMATIC BATCH "Operatoranweisungen zulassen" (nur einsehen)
Bei gesetzter Option ist im Operatordialog an der OS die Eingabe von Werten erlaubt.
– SIMATIC BATCH Auswahlfeld "Abgeleitet von Schnittstelle" (nur einsehen)
Wenn projektiert, dann wird in diesem Auswahlfeld die Schnittstelle angezeigt, von der
der SFC-Typ abgeleitet ist.
– Fahrweisenauswahl (nicht änderbar, wenn der Schreibschutz aktiviert ist)
In diesem Feld sind alle am SFC-Typ projektierten Fahrweisen aufgeführt (maximal 32).
Die vom SFC-Typ übernommenen Fahrweisen sind ausgewählt. Die Auswahl können
Sie für jede SFC-Instanz ändern. Sie können eine neue Fahrweise auswählen oder eine
bereits vorgegebene wieder abwählen.
Hinweis: Wenn Sie bei einer SFC-Instanz die Fahrweisenauswahl ändern, werden alle
späteren Änderungen der Fahrweisenauswahl am SFC-Typ nicht mehr automatisch für
diese SFC-Instanz übernommen.
– SIMATIC IT
Das Optionskästchen "MES-relevant" bestimmt, ob bei einer entsprechenden
Anforderung die Informationen der SFC-Instanz an die Unternehmensleitebenen MIS/
MES übertragen werden.
● Version
Im Feld "Version:" sehen Sie immer die Version des zugehörigen SFC-Typs. Die Version
ist an der SFC-Instanz nicht änderbar.
Datenversion:
Hier wird die Software-Version angezeigt, mit der das Programm erstellt oder zuletzt
bearbeitet wurde. Die Datenversion ist unabhängig von der Produktversion. Die
Datenversion wird von der Datenbank bestimmt und zeigt den aktuellen Stand ihrer
Datenstruktur.
Mengengerüst
Zu einem SFC-Plan können Sie die folgende Anzahl Meldungen projektieren:
● sieben quittierpflichtige Meldungen
Zu einem SFC-Typ oder einer SFC-Instanz können Sie die folgende Anzahl Meldungen
projektieren:
● sieben quittierpflichtige Meldungen
● fünf nicht quittierpflichtige Meldungen
Der SFC-Typ selbst benötigt die restlichen verfügbaren Meldungen (jeweils eine je
Meldungstyp sowie 10 Status-Meldungen für SIMATIC BATCH).
Die reservierten Meldungsereignisse sind mit Standardtexten vorbesetzt:
● "Schrittlaufzeit überschritten"
● "Bedienanforderung"
● 10 Status-Meldungen für SIMATIC BATCH (nur bei SFC-Typ/-Instanz)
– "Läuft"
– "Beendet"
– "Angehalten"
– "Abgebrochen"
– "Bereit zum Beenden"
– "Gestoppt"
– "Fehler"
– "HAND"
– "Nicht für SIMATIC BATCH freigegeben"
– "Laufzeit überschritten"
Schrittlaufzeit überschritten
Das Ereignis "Schrittfehler" ist eine quittierpflichtige Leittechnikmeldung, die über den
Meldebaustein ALARM_8P, einschließlich 3 Meldebegleitwerten gemeldet wird. Die restlichen
7 freien Meldungen (nur SFC-Typ/-Instanz) und Begleitwerte können Sie beliebig belegen.
Dazu sind am Standard-Interface Anschlüsse vorhanden, über welche die Meldungen
ausgelöst werden können (SIG_2 ... SIG_8), einschließlich der Begleitwerte AUX_PR04 ...
AUX_PR10 (bei SFC-Typ/-Instanz).
Diese Anschlüsse können Sie durch Verschaltungen in den Aktionen der Schritte oder durch
direkte Bausteinverschaltungen verwenden.
Bedienanforderung
Die Bedienanforderung ist eine nicht quittierpflichtige Meldung, die beim SFC-Plan mit dem
Meldebaustein NOTIFY und beim SFC-Typ mit dem NOTIFY_8P gemeldet wird.
Eine Tabelle der im Interface verwendeten Anschlüsse für die Meldungen finden Sie unter:
Meldungen (SFC-Anschlüsse) (Seite 198).
Hinweis
Beachten Sie bei der Projektierung von Meldungen, dass Sie die Meldungen des ALARM_8P
nur mit quittierpflichtigen Meldeklassen versehen dürfen.
Merkmale-Editor/Interface-Editor
Den Merkmale-Editor setzen Sie zur technologischen Projektierung des Interfaces für einen
SFC-Typ ein. Voraussetzung für seine Anwendung ist, dass ein SFC-Typ im SFC geöffnet ist.
Die Interface-Anschlüsse des SFC-Typs definieren Sie folgendermaßen:
● direkt im Interface-Editor:
Aufruf mit dem Menübefehl Ansicht > Anschlüsse oder über das Symbol
Hinweis
Im Interface-Editor definieren Sie einzelne Anschlüsse, die zusätzlich zu den über den
Merkmale-Editor definierten Anschlüssen zur Verfügung stehen. Diese Anschlüsse sind dem
Merkmale-Editor unbekannt und können dort nicht hantiert werden.
Bei der Definition von Merkmalen werden z. B. Sollwerte angelegt und parametriert. Aus dieser
Definition generiert der Merkmale-Editor die notwendigen Anschlüsse, die beim Wechsel zum
Interface-Editor dort angezeigt und für die Projektierung der Ablauflogik benutzt werden
können. Die vom Merkmale-Editor generierten Anschlüsse können Sie im Interface-Editor
nicht ändern (außer Systemattribute, Anfangswert, Kommentar).
Nur mit dem Merkmale-Editor können Sie Anschlüsse gruppieren. Diese Gruppen werden
beim Übersetzen in entsprechenden Plausibilitätsprüfungen, Status- und
Meldungsbearbeitungen berücksichtigt. Auch die für die Visualisierung/Bedienung auf einer
OS-Station benötigten Werte (z. B. Sollwerte), die mit dem SFC-Typ-Bildbaustein dargestellt
werden, werden mit dem Merkmale-Editor projektiert.
Weitere Informationen zum Merkmale-Editor finden Sie im Abschnitt: Merkmale des SFC-
Typs (Seite 90)
Übersicht
Ein Merkmal ist die technologieorientierte Funktionalität eines SFC-Typs, die durch einen Satz
von Attributen (z. B. Anschlussname, Datentyp, Anfangswert oder Obergrenze) beschrieben
wird.
Folgende Merkmale stehen für die Typerstellung zur Verfügung:
Merkmal Bedeutung
Fahrweisen Fahrweisen werden zur verfahrenstechnischen Strukturierung eines SFC-Typs
verwendet. Im Merkmale-Editor definieren Sie Fahrweisen, um diese bei der
Projektierung der Ablaufketten zu verwenden (z. B. Heizen oder Kühlen). Die
Fahrweise kann durch Bedienung oder durch eine überlagerte Steuerung (z. B.
SIMATIC BATCH) vorgegeben werden. Fahrweisen sind optional.
Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt:
Hinweis zur nachträglichen Änderung von Fahrweisen (Seite 91)
Sollwerte Sollwerte steuern den SFC-Typ bzw. werden von diesem zur Steuerung unter‐
lagerter Automatisierungsfunktionen verwendet. Sollwerte können durch Be‐
dienung oder durch eine überlagerte Steuerung (z. B. SIMATIC BATCH) vor‐
gegeben werden. Ein Sollwert wird beim Anlegen den zu diesem Zeitpunkt
existierenden Fahrweisen zugeordnet. Die Zuordnung können Sie für jede
Fahrweise individuell ändern.
Prozesswerte Prozesswerte steuern den SFC-Typ auf der Basis von Prozesssignalen (z. B.
der Wert für den Füllstand).
Steuerwerte Steuerwerte werden vom SFC-Typ zur Steuerung einer externen Logik einge‐
setzt.
Parameter Parameter modifizieren das Verhalten des SFC-Typs. Z. B. können Sie Para‐
meter zur Auswahl von Alternativzweigen oder zur Projektierung von Startbe‐
dingungen verwenden.
Merker Merker sind lokale Datenspeicher der zum SFC-Typ zugehörigen SFC-Instan‐
zen. In den Merkern können Sie Daten zwischenspeichern und später wieder‐
verwenden. Die Daten bleiben erhalten bis sie überschrieben bzw. gelöscht
werden.
Zeiten Zeitobjekte dienen der Projektierung zeitgesteuerter Abläufe in einem SFC-Typ.
Zeitobjekte können sowohl lokal für einen Schritt, als auch übergreifend für
Schritte und Ablaufketten verwendet werden. Zeitabläufe werden in Schritten
gestartet, gestoppt und die abgelaufene Zeit in Transitionen oder Startbedin‐
gungen überprüft. Die Zeitabläufe können Sie mit verschiedenen Modi variie‐
ren, z. B. Impuls, Verlängerter Impuls, Einschaltverzögerung, Speichernde Ein‐
schaltverzögerung, Ausschaltverzögerung.
Hinweistexte Hinweistexte werden zur Anzeige ablaufabhängiger Informationen verwendet,
die eine Aktion des Bedieners erfordern können. Ein Hinweistext wird auf der
OS im SFC-Bildbaustein angezeigt und kann dort quittiert werden.
Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt:
So projektieren Sie Hinweis- und Positionstexte (Seite 92)
Merkmal Bedeutung
Bausteinkontakte Bausteinkontakte repräsentieren Bausteine der Basisautomatisierung. Dazu
werden beim Erzeugen eines Bausteinkontakts Anschlüsse des zu repräsen‐
tierenden Bausteins im Interface des SFC-Typs angelegt. Bei der Projektierung
des SFC-Typs können Sie diese Anschlüsse stellvertretend für den später mit
einer SFC-Instanz zu verschaltenden Baustein verwenden.
Weitere Informationen finden Sie in den Abschnitten:
Anschlüsse für Merkmale (Seite 93)
Bausteinkontakte (Seite 93).
Positionstexte Positionstexte werden zur Anzeige des aktuellen Bearbeitungsfortschritts oder
Bearbeitungszustands des SFC verwendet. Ein Positionstext wird auf der OS
im SFC-Bildbaustein angezeigt.
Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt:
So projektieren Sie Hinweis- und Positionstexte (Seite 92)
Weitere Informationen
Weitere Informationen finden Sie in folgenden Abschnitten:
Anschlüsse für Merkmale (Seite 93)
Attribute für Merkmale (Seite 95)
Hinweise
Fahrweisen, die bereits verwendet wurden, z. B. in:
● Startbedingungen
● Transitionen
● Zuordnung zu Sollwerten
● Fahrweisen-Freigabe
dürfen im Merkmale-Editor nicht gelöscht oder verschoben werden, weil sonst die Fahrweisen
eine neue Nummerierung erhalten. Das gilt auch für Fahrweisen, die Sie aus einem SFC-Typ
in einen anderen SFC-Typ kopieren.
Die Nummern der Fahrweisen werden in der bestehenden Verwendung nicht angepasst.
Daher funktionieren die Zugriffe und Mechanismen, die sich auf diese Nummern bezogen
haben, nicht mehr wie ursprünglich vorgesehen.
Beispiel
Sie wollen die Fahrweise mit der Nummer "2" nicht mehr verwenden und löschen sie.
Die Fahrweisen werden neu nummeriert. Die bisherige Fahrweise "3" erhält z. B. die Nummer
"2", die Fahrweise "4" die Nummer "3".
Wenn Sie eine Fahrweise nicht mehr verwenden wollen, dann löschen Sie die Fahrweise
nicht, sondern benennen Sie diese entsprechend um, z. B. als "nicht verwendet". Damit bleibt
die Nummerierung und die Funktionalität der übrigen verwendeten Fahrweisen erhalten.
Hinweise
Beachten Sie folgende Hinweise:
● Die Anzeige von Hinweis- und Positionstexten führt nicht zur Generierung einer Meldung,
ist also im Meldesystem nicht dokumentiert. Die Quittierung eines Hinweistextes wird
dagegen als Bedienmeldung dokumentiert.
● Beim Kopieren von Hinweistexten und Positionstexten von einem SFC-Typ und Einfügen
in einen anderen SFC-Typ, werden die Nummern neu vergeben. Wenn es bereits
Verwendungen in Schritten, Transitionen und Ketten gibt, müssen Sie diese Nummern
überprüfen und gegebenenfalls korrigieren.
Weitere Informationen
Weitere Informationen finden Sie in den Abschnitten:
Interface-Parametrierungen "Merkmale" (Seite 170)
Interface-Erweiterungen "Merkmale" (Seite 172)
Standard-Interface des SFC-Typs (Seite 163)
Bausteinkontakte (Seite 93)
Attribute für Merkmale (Seite 95)
11.6 Bausteinkontakte
Bausteinkontakte
Wenn Sie die Bausteine der Basisautomatisierung über Bausteinkontakte anbinden wollen,
dann legen Sie an den Bausteintypen die zur Verbindung mit einem SFC-Typ relevanten
Anschlüsse fest.
Dazu muss in der Erstellungssprache des Bausteintyps der Bausteinanschluss das
Systemattribut "S7_contact = true" erhalten. Die technologischen Bausteine aus der PCS 7
Library sind entsprechend vorbereitet. An den ausgelieferten Bausteintypen können Sie die
Anschlüsse an die Projektbedingungen anpassen.
Hinweis
Wenn Sie am Anschluss eines Bausteintyps, der als Bausteinkontakt im SFC-Typ verwendet
wird, nachträglich das Systemattribut "S7_contact" hinzufügen oder ändern, wirkt sich die
Änderung nicht auf die Bausteinanschlüsse des SFC-Typs aus.
Wenn diese Änderungen für den SFC-Typ übernommen werden sollen, so beachten Sie
Folgendes:
● Importieren Sie mit dem Menübefehl Extras > Bausteintypen den geänderten Bausteintyp
in den CFC. Beim Import werden alle Bausteininstanzen des Typs aktualisiert.
● Aktualisieren Sie mit dem Menübefehl Extras > Bausteinkontakte im SFC die
Bausteinkontakte. Mit diesem Menübefehl werden die Änderungen am Interface des SFC-
Typs und an allen SFC-Instanzen wirksam.
Merkmale Fahr- Soll- Pro‐ Steuer- Para- Mer‐ Zeiten Hin‐ Baustein- Positi-
→ weise werte zess- werte meter ker weis- kontakte ons-
werte texte texte
Attribute
↓
Name x x x x x x x x x x
Anzeige- x x x x
name
Nummer x x x
Standard x
Datentyp x x x x x
Anschluss- x x x x x x x
name
Kommentar x x x x x x x x x x
<Sollwert> x
Anfangswert x x x x x x
Textlänge x x x x x
Präzision x x x x x
Einheit x x x x
Untergrenze x
Obergrenze x
Text0 x
Text1 x
Aufzählung x
Archivieren x
Prüfen x
Sollwert ID x
Istwert ID x
Material x
Tracking ID x
Baustein x
Bildbaustein x
Transfer ID x
Transfer Coun‐ x
ter
Attribut Bedeutung
Name Der Name ist ein Bezeichner für das Merkmal, der über alle Merkmale eines Typs hinweg eindeutig
sein muss. Er kann max. 24 Zeichen lang sein und darf keine Leerzeichen und Sonderzeichen ent‐
halten (Ausnahme: "_"). Der Name ist für die Interface-Anschlüsse nicht relevant.
Anzeigename Standardmäßig ist der Anzeigename gleich dem Namen und wird beim OS-Übersetzen mit nach
WinCC übertragen. Den Anzeigenamen können Sie nur am Typ ändern. Der Anzeigename ist erst
nach dem ersten Ändern des Anzeigenamens fremdsprachenfähig und wird dann beim OS-Überset‐
zen für die jeweilige Sprache mit nach WinCC übertragen.
Nummer Die Nummer identifiziert das zugehörige Merkmal eindeutig.
Bei den Fahrweisen wird die Nummer durch das System verwaltet und dabei von 1..32 entsprechend
der Position im Merkmale-Editor fortlaufend vergeben. Der Fahrweise <nr> ist im Anschluss SELCS
des SFC-Typs das Bit <nr-1> zugeordnet. Dieses Bit ist gesetzt, wenn die entsprechende Fahrweise
projektiert wurde. Bei SFC-Typ und SFC-Instanz wird das Bit gelöscht, wenn die entsprechende Fahr‐
weise nicht verwendet werden soll (Auswahl über den Menübefehl SFC > Eigenschaften > Optionen:
Fahrweisenauswahl).
Bei Hinweis- und Positionstexten wird die Nummer zunächst mit der nächsten freien Nummer belegt.
Sie können aber die Nummer anschließend mit einer beliebigen, aber eindeutigen Zahl aus dem
Bereich 1.. 32767 ersetzen.
Standard Mit "Standard" wird die Fahrweise gekennzeichnet, die beim Start der SFC-Instanz mit vorbereiteten
Werten verwendet werden soll.
Datentyp Zulässige Datentypen für Merkmale sind die Typen BOOL, INT, DINT, REAL und STRING. Für die
Sollwerte gibt es noch die Datentypen PI und PO, die im Wesentlichen einen REAL-Sollwert darstellen,
aber um die zusätzlichen Attribute "Material" und "Tracking ID" ergänzt sind. Den Datentypen DEST,
SOURCE, VIA und TKEY können Sie Aufzählungen zuordnen.
Abhängig vom Merkmal und dessen Datentyp sind weitere Felder editierbar oder gesperrt.
Anschlussname Der Anschlussname wird bei der Generierung der zum Merkmal gehörigen Interface-Anschlüsse be‐
nötigt. Der Anschlussname wird durch Übernahme von Zeichen aus dem Namen abgeleitet. Der An‐
schlussname kann verändert werden. Folgende Längen sind zulässig:
Sollwerten und Zeiten: max. 16 Zeichen
Bausteinkontakte: max. 10 Zeichen
alle anderen Merkmale: max. 24 Zeichen.
Beim Erzeugen der Interface-Anschlüsse werden abhängig vom Merkmal mehrere Anschlüsse gene‐
riert. Dabei wird dem Anschlussnamen jeweils ein Postfix angehängt, um die Anschlüsse eindeutig zu
benennen.
Die maximalen Längen der Anschlussnamen ergeben sich aus der unterschiedlichen Art der Gene‐
rierung von Interface-Anschlüssen. Bei Sollwerten und Zeiten sind die Postfixe systemseitig auf max.
8 Zeichen beschränkt. Bei den Bausteinkontakten ist die Länge der Postfixe vom verwendeten Bau‐
stein abhängig. Bei den übrigen Merkmalen werden keine Postfixe angehängt, sodass die Anschluss‐
namen max. 24 Zeichen lang sein können.
Kommentar Mit dem Kommentar können Sie das Merkmal näher beschreiben. Der Kommentar kann max. 80
Zeichen lang sein und darf beliebige Sonderzeichen enthalten.
<Sollwert> Sollwertauswahl für das Merkmal "Fahrweise". Der Name jedes angelegten Sollwerts wird als Spalte
dargestellt. Damit können Sie der Fahrweise durch Auswahl der entsprechenden Spalte den ge‐
wünschten Sollwert zugeordnen.
Die Zuordnung von Sollwert zu Fahrweise wird im Anschluss "<sollwert-anschlussname>_CS" pro
Sollwert hinterlegt. Dabei gilt dieselbe Codierung wie beim Anschluss SELCS, d. h. Fahrweise <nr>
ist das Bit <nr-1> zugeordnet. Dieses Bit ist gesetzt, wenn der Sollwert der Fahrweise zugeordnet ist,
d. h. zum Betrieb der Fahrweise benötigt wird.
Anfangswert Der Anfangswert entspricht dem Wert des Merkmals, wenn kein Aktualwert verfügbar ist. Das Attribut
ist an der SFC-Instanz änderbar.
Attribut Bedeutung
Textlänge Die Textlänge bestimmt beim Datentyp STRING die maximale Länge des Strings (Anzahl Zeichen: 1
bis 254).
Präzision Die Präzision bestimmt bei den Datentypen REAL, PI und PO die Anzahl der anzuzeigenden Nach‐
kommastellen (0 bis 7).
Einheit Bei den Datentypen INT, DINT, REAL, PI, PO kann eine Einheit definiert werden. Diese wird als
Systemattribut "S7_unit" an den Interface-Anschlüssen hinterlegt. Das Attribut ist an der SFC-Instanz
änderbar.
Die Einheiten sind als Grundvorrat in der ES-Datenhaltung enthalten und können im SIMATICManager
als "Globale Deklarationen" erweitert oder geändert werden.
Untergrenze Bei den Datentypen INT, DINT, REAL, PI, PO, DEST, SOURCE, VIA und TKEY kann eine Untergrenze
für den Wertebereich definiert werden. Diese wird im Anschluss "<anschlussname>_LL" hinterlegt.
Das Attribut ist an der SFC-Instanz änderbar.
Obergrenze Bei den Datentypen INT, DINT, REAL, PI, PO, DEST, SOURCE, VIA und TKEY kann eine Obergrenze
für den Wertebereich definiert werden. Diese wird im Anschluss "<anschlussname>_HL" hinterlegt.
Das Attribut ist an der SFC-Instanz änderbar.
Text0 Beim Datentyp BOOL wird damit der Wertebezeichner für den Wert FALSE festgelegt. Dieser wird als
Systemattribut "S7_string_0" an den Interface-Anschlüssen hinterlegt. Das Eingabefeld ist nur dann
bedienbar, wenn der Datentyp BOOL ist und wenn in der Spalte "Aufzählung" <keine> eingestellt ist.
Das Attribut ist an der SFC-Instanz änderbar.
Text1 Beim Datentyp BOOL wird damit der Wertebezeichner für den Wert TRUE festgelegt. Dieser wird als
Systemattribut "S7_string_1" an den Interface-Anschlüssen hinterlegt. Das Eingabefeld ist nur dann
bedienbar, wenn der Datentyp BOOL ist und wenn in der Spalte "Aufzählung" <keine> eingestellt ist.
Das Attribut ist an der SFC-Instanz änderbar.
Aufzählung Bei den Datentypen BOOL, INT, DINT, DEST, SOURCE und VIA können Sie eine Aufzählung zuord‐
nen. Diese wird als Systemattribut "S7_enum" an den Interface-Anschlüssen hinterlegt. Die Aufzäh‐
lung wird im SIMATIC Manager in den "Globalen Deklarationen" definiert. Aus einer Klappliste können
Sie den Namen der Aufzählung für das Attribut wählen. Das Attribut ist an der SFC-Instanz änderbar.
Wenn einem Bausteinparameter einer SFC-Instanz eine Aufzählung zugeordnet ist, können Sie an‐
schließend beliebige weitere Aufzählungen aus den globalen Deklarationen auswählen.
Hinweis: Wenn "S7_enum" verwendet wird, werden die Systemattribute "S7_string_0" und
"S7_string_1" nicht berücksichtigt.
Archivieren Aus der Klappliste können Sie auswählen, ob der Aktualwert des Ausgangs "<anschlussname>_AO"
in WinCC archiviert, nicht archiviert oder ins Langzeitarchiv übernommen werden soll. Das Attribut ist
an der SFC-Instanz änderbar.
Für die Archivierung wird beim OS-Übersetzen eine Archivvariable angelegt, damit der Wert in das
Archiv übernommen wird.
Prüfen Damit wird das Merkmal markiert, das bei SIMATIC BATCH im Chargenprotokoll für die Prüfung von
Hand (Fertigungsanweisung) vorgesehen werden soll.
Sollwert ID Mit der ID-Nummer legen Sie fest, ob der Merkmalwert für die Protokollierung gespeichert wird. Mit
Istwert ID einer ID > 0 wird der Sollwert oder Istwert zusätzlich für ein externes Programm zur Verfügung gestellt.
Wenn Sie den Merkmalwerten eindeutige ID-Nummern zuweisen, wird die Verarbeitung in einer ex‐
ternen Anwendung erleichtert. Sie können ID-Nummern von 0 bis 32767 eingeben.
Material Bei den Datentypen PI, PO können Sie einen Material-Bezeichner eintragen.
Tracking ID Bei den Datentypen PI, PO können Sie eine numerische Kennung zur Identifizierung des Materials
eintragen.
Attribut Bedeutung
Baustein Dieses Attribut enthält den Namen des Bausteintyps, den der Bausteinkontakt repräsentiert. Aus dem
Bausteintyp werden beim Generieren der Interface-Anschlüsse diejenigen Interface-Anschlüsse in
den SFC-Typ übernommen, bei denen das Systemattribut "S7_contact=true" gesetzt ist. Dabei werden
die Namen der Interface-Anschlüsse des Bausteintyps als Postfixe an den Anschlussnamen des
Bausteinkontakts angehängt. Eingänge und Durchgänge des Bausteintyps werden zu Ausgängen des
SFC-Typs. Ausgänge des Bausteintyps werden zu Eingängen des SFC-Typs.
Bildbaustein Hier können Sie die Parameter auswählen, die in der Parametersicht des SFC-Bildbausteins angezeigt
werden sollen.
Transfer ID Diese ID ist die eindeutige Kennung eines einzelnen Transfers in SIMATIC BATCH. Sie ist Bestandteil
des Transfer Keys (Datentyp TKEY) und wird von einer MES-Applikation vergeben.
Transfer Counter Dieses Attribut zeigt die Schleifenwiederholungsnummer der Transferphasen in SIMATIC BATCH. Er
ist Bestandteil des Transfer Keys (Datentyp TKEY) und wird von einer MES-Applikation vergeben.
Weitere Informationen
Weitere Informationen zu den Anschlüssen und Merkmalen finden Sie in folgenden
Abschnitten:
Interface-Parametrierungen "Merkmale" (Seite 170)
Interface-Erweiterungen "Merkmale" (Seite 172)
Weitere Informationen zu den Systemattributen finden Sie in der STEP 7-Online-Hilfe im
Abschnitt "Systemattribute für Bausteinanschlüsse".
Voraussetzungen
Für die Projektierung von Ablaufsteuerungen wird vorausgesetzt, dass die benötigten
Basisautomatisierungsfunktionen bereits mit CFC und/oder STEP 7-Werkzeugen erstellt
wurden. Dabei wurden auch die AS-Bausteine eingefügt, die in den SFC-Plänen bzw. SFC-
Typen verwendet werden sollen. Noch nicht vorhandene Automatisierungsfunktionen können
bei Bedarf ergänzt und anschließend im SFC benutzt werden.
Vorgehen
Wenn Sie eine Ablaufsteuerung (SFC-Plan oder SFC-Typ) konfigurieren, dann gehen Sie
folgendermaßen vor:
● Erstellen Sie die Kettentopologie mit der benötigten Anzahl Ablaufketten und mit der
gewünschten Anordnung der SFC-Elemente.
● Projektieren Sie im Dialogfeld "Eigenschaften" der Ketten die Startbedingung, die
Vorverarbeitung und die Nachverarbeitung.
● Projektieren Sie im Dialogfeld "Eigenschaften" der Schritte und Transitionen die Aktionen
und Bedingungen.
Farbkennzeichnung
Die Objekte der Ablaufsteuerung werden, je nach Zustand, in unterschiedlichen Farben
dargestellt. So sind z. B. die Elemente einer nicht selektierten Ablaufsteuerung "weiß" (nicht
parametriert) oder "grau" (parametriert) und im selektierten Zustand "blau".
Mit dem Menübefehl Extras > Einstellungen > Farben... können Sie für bestimmte Elemente
die bestehende Farbgebung individuell verändern.
Wenn Sie die Objekteigenschaften öffnen, dann haben die Registerbezeichnungen der
Register, die keine Einträge haben, die Standard-Hintergrundfarbe des Dialogfeldes. Bei
einem Register mit Inhalt ist der Hintergrund der Registerbezeichnung in der Farbe markiert,
die in den Windows-Eigenschaften für die Anzeige eingestellt ist (Rechte Maustaste auf
Desktop: Eigenschaften > Darstellung > Erweitert > Element: Markierte Elemente).
Textuelle Verschaltungen
Wenn Sie CFC-Bausteine löschen, auf die der SFC zugreift, werden diese Zugriffe als textuelle
Verschaltungen eingerichtet (Text der Operanden ist gelb gekennzeichnet).
Sie können eine textuelle Verschaltung schließen, sobald der reale Verschaltungspartner
wieder im Planordner vorhanden ist. Die textuelle Verschaltung wird dann wieder zu einer
realen Verschaltung.
Um eine textuelle Verschaltung zu schließen, wählen Sie entweder den Menübefehl Extras >
Textuelle Verschaltungen schließen oder Sie aktivieren im Dialogfeld "Übersetzen" das
Optionskästchen "Textuelle Verschaltungen schließen".
Kettendarstellung
Der neu erzeugte SFC besteht im Initialzustand aus genau einer Ablaufkette, kann aber auf
maximal 8 (SFC-Plan) oder 32 (SFC-Typ) Ablaufketten erweitert werden. Sie erstellen jede
Ablaufkette in einem eigenen Arbeitsfenster. Für jedes Arbeitsfenster wird am unteren Bildrand
ein Register mit dem Namen der Ablaufkette erzeugt (z. B. RUN oder SEQ1). Mit diesen
Registern schalten Sie zwischen den einzelnen Ablaufketten um.
Eine neu mit dem Menübefehl Einfügen > Kette > ... erzeugte Ablaufkette wird in ihrem
Initialzustand, bestehend aus Start-Schritt, Transition und Ende-Schritt, an einer ausgewählten
Position im SFC eingefügt.
Weitere Informationen dazu finden Sie im Abschnitt: So projektieren Sie mehrere
Ablaufketten (Seite 101)
Wenn Sie SFC-Elemente in die Ablaufkette einfügen oder löschen, wird deren Darstellung
nach vorgegebenen Regeln automatisch ausgeführt. Diese bestimmen die Abstände zwischen
den Elementen, die Ausdehnung von Schritten und Transitionen oder die Ausrichtung von
Alternativzweigen. Die Darstellungsregeln können Sie jederzeit über den Menübefehl Extras >
Einstellungen > Darstellung... ändern.
Die gesamte Kettentopologie können Sie im Fenster zentrieren. Mit den Zoom-Funktionen
vergrößern oder verkleinern Sie die Darstellung nach Bedarf. Die Veränderung wird in Prozent-
Schritten, vorgenommen, die vom Zoomfaktor bestimmt werden.
Elemente hinzufügen
Wenn Sie dem SFC weitere Elemente hinzuzufügen wollen, wählen Sie das gewünschte
Symbol des zu erzeugenden Elements auf der Werkzeugleiste aus.
Die Darstellung des Mauszeigers wechselt vom Pfeil zum ausgewählten Symbol mit einem
Positionierkreuz. Zum Einfügen der Kettenelemente positionieren Sie das Kreuz an die
gewünschte Stelle. Die Einbauposition wird durch eine grüne Linie gekennzeichnet. Klicken
Sie an der Einbauposition mit der linken Maustaste. Die eingefügten Elemente sind farbig
markiert.
Syntax-Regeln
Die Kettentopologie wird durch das Aufeinanderfolgen von Schritten und Transitionen gebildet.
Die grundlegende Regel für die Kettentopologie lautet, dass auf einen Schritt (S) immer eine
Transition (T) und auf eine Transition immer ein Schritt folgt (Folge: S-T-S oder T-S-T). Die
Regeln werden vom Editor automatisch eingehalten.
Beispiel:
Wenn Sie in einer Ablaufkette nach einer Transition und vor einem Schritt einen Parallelzweig
einfügen, wird zwischen dem Parallelzweig und dem Schritt automatisch eine Transition
erzeugt.
Einleitung
Ein SFC kann mehrere Ablaufketten enthalten, die für verschiedene Anwendungsfälle
verwendet werden können. Durch unterschiedliche Startbedingungen kann erreicht werden,
dass bei bestimmten Ereignissen die dafür vorgesehene Kette bearbeitet wird. So können Sie
z. B. für jeden Betriebszustand (z. B. Bereit, Aktiv oder Fehler) oder für jede Fahrweise (z. B.
Heizen, Kühlen oder Temperieren) eine eigene Kette projektieren.
Hinweis
Für verschiedene Standardszenarien stehen bereits vorgefertigte Ablaufketten zur Verfügung.
Diese Kettenvorlagen befinden sich in der Bibliothek "SFC Library".
Diese Vorlagen können Sie kopieren und für die eigene Verwendung entsprechend anpassen.
Beispiele
Beispiel 1:
Sie projektieren eine Ablaufkette, bei der als Startbedingung eine der Fahrweisen des SFC
geprüft wird. Die Formulierung ist z. B. "QCS=Heizen". Wenn sich der SFC in dieser Fahrweise
befindet, wird die Ablaufkette ausgeführt und ist in diesem Fall vom Betriebszustand des SFC
unabhängig.
Beispiel 2:
Sie projektieren eine Ablaufkette mit der Startbedingung "<SFCName>.IDLE=Idle". Wenn der
Betriebszustand "Bereit" vorliegt wird diese Ablaufkette ausgeführt.
Beispiel 3:
Für die Startbedingung kann auch ein beliebiger Prozessstatus geprüft werden.
Dazu verschalten Sie den Prozessstatus mit dem Externen Signal "LOCKERROR" (Eingang
des SFC) Wenn die Störung vorliegt, wechselt der SFC in den Zustand "Fehler". Projektieren
Sie zusätzlich eine Ablaufkette zur Störungsbehandlung, deren Startbedingung z. B.
"<SFCName>.ERROR=Error AND <Prozessstatus>=1" lautet.
Beispiel 4:
Alternativ zu Beispiel 3 kann auch eine Störungsbehandlung ohne Zustandswechsel erfolgen.
Dazu projektieren Sie eine Ablaufkette mit der Startbedingung "<Prozessstatus>=1" und
weisen ihr eine hohe Priorität zu. Diese Ablaufkette wird immer dann ausgeführt, wenn die
Störung vorliegt und die gerade bearbeitete Ablaufkette eine niedrigere Priorität hat, als die
Ablaufkette für die Störungsbehandlung. In diesem Fall verschalten Sie den Prozessstatus
nicht mit dem Eingang "LOCKERROR", da sonst in den Zustand "Fehler" gewechselt wird.
Hinweis
Beim Plan wird der Operand "<SFCName>.anschluss", beim Typ nur "anschluss" angegeben.
Hinweis
Das Einfügen funktioniert auch innerhalb des gleichen SFC-Fensters. Dann wird die kopierte/
ausgeschnittene Ablaufkette umbenannt und vor der aktuellen Ablaufkette wieder eingefügt.
Einleitung
Beim Erzeugen einer Sequenz wird je nach Position eine Transitions-Schritt-Sequenz (TS)
oder eine Schritt-Transitions-Sequenz (ST) erzeugt (siehe Bild).
Legende:
(1) TS-Sequenz
(2) ST-Sequenz
Vorgehen
1. Klicken Sie in der Werkzeugleiste auf das Symbol für Schritt/ Transition
2. Klicken auf die vertikale Verbindungslinie der Kette zwischen Schritt und Transition (oder
zwischen Transition und Schritt).
3. Wenn Sie den Mauszeiger in der Kette an eine "erlaubte" Einbauposition bewegen, wird
das durch eine horizontale grüne Linie angezeigt.
4. Wenn Sie zusätzlich die Länge der Sequenz festlegen wollen, halten Sie die linke
Maustaste gedrückt und ziehen Sie das Lasso in vertikaler Richtung.
Die aktuelle Länge (Anzahl der ST/TS-Paare) wird am Aufsetzpunkt des Lassos durch eine
Zahl angezeigt.
Ergebnis
Die Sequenz wird an der gewünschten Position eingefügt.
Einleitung
Beim Erzeugen eines Parallelzweiges werden zwei Sequenzen generiert, die jeweils aus
einem Schritt bestehen. Je nach Einbauposition wird vor oder nach dem Parallelzweig
automatisch eine weitere Transition erzeugt, damit die Syntax eingehalten wird.
Vorgehen
1. Klicken Sie in der Werkzeugleiste auf das Symbol für den Parallelzweig
2. Klicken Sie danach an die Position, an welcher der Parallelzweig eingefügt werden soll.
Wenn Sie beim Einfügen die linke Maustaste gedrückt halten und ein Lasso um Elemente
einer Sequenz aufziehen (hier S5 bis S6), dann werden die umschlossenen Elemente
Bestandteil der linken Sequenz des erzeugten Parallelzweigs.
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6 6
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Wenn Sie das Lasso so ziehen, dass nicht eine reine Schritt-Sequenz umschlossen wird
(hier: S5 bis S6), sondern eine Schritt-Transitions-Sequenz (hier: S5 bis T5), so wird aus
syntaktischen Gründen ein zusätzlicher Schritt (hier: S10) in der linken Sequenz und eine
Transition (hier: T9) nach dem Parallelzweig erzeugt.
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6
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3. Wenn Sie einen Parallelzweig erweitern wollen, wechseln Sie in den gewünschten
Einfügemodus (z. B. Alternativzweig) und klicken Sie mit dem Positionier-Cursor an die
gewünschte Position in der Nähe der oberen oder unteren Verzweigungslinie.
Einleitung
Beim Erzeugen eines Alternativzweigs werden zwei Sequenzen generiert, die aus jeweils einer
Transition bestehen. Je nach Einbauposition wird vor oder nach dem Alternativzweig
automatisch ein weiterer Schritt erzeugt, damit die Syntax eingehalten wird.
Vorgehen
1. Klicken Sie in der Werkzeugleiste auf das Symbol für den Alternativzweig
2. Klicken Sie an die Position, an welcher der Alternativzweig eingefügt werden soll.
Wenn Sie beim Einfügen die linke Maustaste gedrückt halten und ein Lasso um Elemente
einer (zukünftigen) Sequenz aufziehen, so werden die umschlossenen Elemente
Bestandteil der linken Sequenz des erzeugten Alternativzweigs.
3. Wenn Sie einen Alternativzweig erweitern wollen wechseln Sie in den gewünschten
Einfügemodus (z. B. Parallelzweig) und klicken Sie mit dem Positionier-Cursor an die
gewünschte Position in der Nähe der oberen oder unteren Verzweigungslinie.
Einleitung
Beim Erzeugen einer Schleife wird eine Sequenz, die aus einem einzelnen Schritt bestehen
kann, und eine Rückführung mit einer Transition generiert.
Vorgehen
1. Klicken Sie in der Werkzeugleiste auf das Symbol für die Schleife
2. Klicken Sie auf der vertikalen Linie auf die gewünschte Position, an der die Schleife
beginnen soll.
3. Halten Sie die Maustaste gedrückt und lassen Sie die Maustaste auf der vertikalen Linie
an der gewünschten Endposition los.
Ergebnis
Die Schleife wird um die zwischen Startposition und Endposition enthaltenen Elemente
erzeugt. Die Syntax wird wenn nötig durch Hinzufügen von weiteren Elementen eingehalten.
Schleife verschieben
Wenn Sie eine Schleife verschieben wollen, dann selektieren Sie die Schleife mit den darin
enthaltenen Elementen. Halten Sie die linke Maustaste gedrückt und platzieren Sie die
Schleife an der gewünschten Position auf der vertikalen Linie der Kette.
Rücksprungziel ändern
Um das Rücksprungziel nachträglich zu ändern, selektieren Sie die horizontale Linie der
Pfeilspitze und setzen diese bei gedrückter linker Maustaste an eine andere, syntaktisch
richtige Stelle in der Kette oberhalb des Anfangspunkts.
Wenn Sie die Pfeilspitze unterhalb des Schleifen-Anfangspunktes ziehen, wird nicht das
Rücksprungziel verschoben, sondern der Anfangspunkt.
Hinweis
Es sind keine Schleifen zugelassen, die in einen Alternativ- oder Parallelzweig hinein oder aus
einem Parallelzweig heraus führen. Durch die blockorientierte Kettentopologie können
Planelemente, wozu auch Alternativ- und Parallelzweig gehören, nur komplett in einer Schleife
liegen.
Im Rückführungszweig einer Schleife ist nur eine Transition enthalten und zugelassen.
Einleitung
Beim Einfügen eines Sprungs wird eine Transition mit einem Pfeil und der Sprungzielangabe
erzeugt.
"""
Vorgehen
1. Klicken Sie in der Werkzeugleiste auf das Symbol für den Sprung
2. Erzeugen Sie unmittelbar nach einem Schritt auf der vertikalen Verbindungslinie der
Sequenz den Sprung:
– Wenn Sie einen Sprung mit einem unbestimmten Sprungziel erzeugen wollen, klicken
Sie nach dem Schritt auf die vertikale Verbindungslinie.
Der Sprung wird erzeugt. Das Sprungziel wird mit Fragezeichen (???) dargestellt. Sie
können das Sprungziel jetzt ändern.
– Wenn Sie einen Sprung mit einem bestimmten Sprungziel erzeugen wollen, dann ziehen
Sie von der Absprungstelle mit Drag&Drop auf den gewünschten Schritt.
Der Sprung wird erzeugt. Im Sprungziel ist der Name des Schritts eingetragen.
– Wenn Sie einen Sprung mit mehreren Sprungziele erzeugen wollen, dann wiederholen
Sie die vorige Aktion.
Hinweis
Wenn der Schritt gelöscht wird, der als Sprungziel verwendet wird, dann werden alle
darauf verweisenden Sprünge unbestimmt.
Wenn der Schritt-Name eines Sprungziels nachträglich geändert wird, dann werden
automatisch alle darauf verweisenden Sprünge ebenfalls geändert.
Sprung löschen
Wählen Sie die Sprung-Tranisition aus und klicken Sie auf die Taste <Entf>.
Hinweis
Beachten Sie bei Sprüngen in eine oder aus einer Sequenz eines Parallelzweigs die möglichen
Konsequenzen beim Ablauf im AS.
Sprünge in und aus Parallelzweigen sind mit besonderer Vorsicht zu verwenden: der jeweilige
Sprung bezieht sich immer auf die Sequenz im Parallelzweig, in dem die Quelle oder das Ziel
liegt. Alle anderen Sequenzen werden beim Ablauf unbeirrt weiter bearbeitet.
Beim Sprung aus einer der Sequenzen sollte daher Folgendes sichergestellt sein:
● dass anschließend wieder ein Rücksprung in die gleiche Sequenz erfolgt
oder
● dass alle anderen Sequenzen ebenfalls durch einen Sprung verlassen werden
Es liegt in Anwenderverantwortung mit diesen Sprüngen vorsichtig und bewusst umzugehen,
um ein unerwartetes Ablaufverhalten im AS zu vermeiden.
Empfehlung: Vermeiden Sie die Verwendung von Sprüngen in oder aus Parallelzweigen.
Einleitung
Ein Textfeld können Sie an einer beliebigen freien Position im Plan einfügen, löschen, kopieren
und verschieben. Textobjekte können Sie nicht planübergreifend mit Drag&Drop verschieben.
Vorgehen
1. Klicken Sie in der Werkzeugleiste auf das Symbol für den Text
2. Klicken Sie mit dem Positionier-Cursor an der gewünschten Stelle im Fenster, um das
Textfeld zu platzieren.
Im Fenster wird ein Textfeld eingefügt und geöffnet. Der Textcursor ist aktiv.
3. Tragen Sie im Textfeld den Text ein.
Der Text wird automatisch am Zeilenende umgebrochen.
4. Klicken Sie außerhalb des Textfeldes, um den Editiermodus zu verlassen und das Textfeld
zu schließen.
Hinweis
Beachten Sie beim Platzieren, dass das Textfeld die Elemente der Kettentopologie nicht
überdeckt. Wenn dies der Fall ist, dann wird das nicht markierte Textfeld als Rahmen mit
transparenter Fläche (ohne Inhalt) dargestellt. Die darunter liegenden Planelemente sind
weiterhin sichtbar.
Textfeld verschieben
Wenn Sie das Textfeld innerhalb des Fensters an eine andere Position schieben wollen, dann
gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Klicken Sie mit der linken Maustaste auf das Textfeld.
Das Textfeld wird geöffnet.
2. Fassen Sie das Textfeld mit dem Mauszeiger an den nicht markierten Stellen des Rahmens
und verschieben Sie es mit gedrückter Maustaste an eine beliebige Stelle innerhalb des
Fensters.
Wenn Sie das Textfeld in ein anderes Fenster verschieben wollen, dann gehen Sie vor, wie
unter "Textfeld kopieren oder ausschneiden und einfügen" beschrieben.
Textfeld löschen
1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Textfeld.
Das Kontextmenü wird geöffnet.
2. Wählen Sie den Menübefehl Textfeld löschen.
Das Dialogfeld mit der Sicherheitsabfrage wird geöffnet.
3. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Ja".
Das Textfeld wird gelöscht.
Einfachselektierung
Auf folgende Arten können Sie selektieren:
● Schritte und Transitionen selektieren Sie, indem Sie diese mit der linken Maustaste
anklicken.
● Sequenzen selektieren Sie, indem Sie auf die vertikale Linie zwischen Schritt und Transition
klicken. Wenn es sich hierbei nicht um eine Sequenz in einem Parallelzweig,
Alternativzweig oder einer Schleife handelt, so wird die gesamte Kette selektiert.
● Zweige selektieren Sie, indem Sie auf die obere oder untere horizontale Linie klicken.
● Schleifen selektieren Sie, indem Sie auf die obere oder untere horizontale Linie der
Rückführung klicken (die komplette Schleife wird selektiert) oder auf die vertikale Linie
klicken (nur die Rückführung mit der Transition wird selektiert).
● Sprünge selektieren Sie, indem Sie auf die horizontale Linie des Sprungs oder auf die
senkrechte Linie unterhalb des Schritts der Sprungquelle klicken (selektiert wird die
Sprungquelle und der Sprung). Mit Klicken auf die Sprungzielangabe wird auch die
zugehörige Transition selektiert.
● Die gesamte Ablaufkette selektieren Sie, indem Sie auf die vertikale Linie einer Sequenz
klicken, die den Start- oder Ende-Schritt enthält.
● Wenn Sie auf ein Element klicken, so werden bereits selektierte Elemente wieder zu nicht-
selektierten Elementen.
● Wenn Sie mit der rechten Maustaste klicken, erscheint das Kontextmenü mit den
zulässigen Menübefehlen.
Mehrfachselektierung
Wenn Sie mehrere SFC-Elemente selektieren wollen, dann drücken Sie beim Klicken mit der
Maus zusätzlich die Taste <Strg>. Dann wird das angeklickte SFC-Element selektiert, ohne
bereits selektierte SFC-Elemente zu deselektieren. Haben Sie ein SFC-Element versehentlich
selektiert, so können Sie durch nochmaliges Klicken bei gedrückter <Strg>-Taste diese eine
Selektion wieder rückgängig machen.
Wenn Sie eine Sequenz als Ganzes selektiert haben und auf ein Einzelelement der Sequenz
bei gedrückter <Strg->Taste klicken, dann wird dieses Einzelelement deselektiert und die
Selektierung der gesamten Sequenz in eine Selektierung ihrer Einzelelemente umgewandelt.
4. Klicken Sie auf den gewünschten Schritt oder die gewünschte Transition im SFC.
Vorgehen:
1. Selektieren Sie die gewünschten Elemente und halten Sie die linke Maustaste gedrückt.
2. Drücken Sie zusätzlich die Taste <Strg>.
3. Ziehen Sie den Positionier-Cursor an die gewünschte Position in der Ablaufkette des
gleichen oder eines anderen geöffneten Fensters und lassen Sie dort die Taste los
(Drag&Drop).
Nicht zulässige Positionen werden mit dem Cursor durch das Symbol eines Verbotszeichens
angezeigt.
Textfeldern kopieren
Zum Kopieren von Textfeldern gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Öffnen Sie das Kontextmenü des Textfeldes.
2. Wählen Sie den Menübefehl Textfeld kopieren.
3. Wechseln Sie zum gewünschten Fenster.
Bei dem Fenster kann es sich um das gleiche oder ein anderes Fenster einer Ablaufkette
handeln.
4. Öffnen Sie das Kontextmenü und wählen Sie den Menübefehl Einfügen.
Der Mauszeiger wird zum Handsymbol (mit leerem Objekt nach dem Ausschneiden, mit
"+"-Objekt nach dem Kopieren).
5. Klicken Sie mit der linken Maustaste an der gewünschten Position.
Das Textfeld wird an der Cursor-Position eingefügt.
Hinweis
Mehrere selektierte Textfelder können nicht gleichzeitig kopiert werden.
Objekteigenschaften kopieren
Statt der SFC-Elemente können Sie auch nur die Objekteigenschaften von Schritten und
Transitionen kopieren und einfügen.
Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt:
So kopieren Sie Objekteigenschaften von SFC-Elementen (Seite 118)
Vorgehen
1. Selektieren Sie das SFC-Element, dessen Objekteigenschaften Sie kopieren wollen.
2. Wählen Sie im Kontextmenü den Menübefehl Objekteigenschaften kopieren.
3. Selektieren Sie das SFC-Element, das die kopierten Objekteigenschaften erhalten soll.
4. Wählen Sie im Kontextmenü den Menübefehl Objekteigenschaften einfügen.
Sie erhalten die Meldung, ob Sie die Eigenschaften wirklich ersetzen wollen.
5. Quittieren Sie die Meldung mit "Ja".
Das selektierte SFC-Element erhält die kopierten Objekteigenschaften.
Hinweis
Die Meldung erscheint bei jedem Einfügen. Wenn Sie das Optionskästchen "Diese Meldung
in Zukunft nicht mehr anzeigen" aktivieren, wird die Meldung nicht mehr ausgegeben.
Wenn Sie im SIMATIC Manager mit dem Menübefehl Extras > Einstellungen... das
Dialogfeld "Einstellungen" öffnen, können Sie im Register "Allgemein" die ausgeschalteten
Systemmeldungen wieder aktivieren.
Vorgehen
1. Selektieren Sie die gewünschten Elemente und halten Sie die linke Maustaste gedrückt.
2. Ziehen Sie mit gedrückter Maustaste den Positionier-Cursor an die gewünschte Position
in der Ablaufkette des gleichen oder eines anderen geöffneten Fensters und lassen dort
die Taste los (Drag&Drop).
Nicht zulässige Positionen werden mit dem Cursor durch das Symbol eines Verbotszeichens
angezeigt.
Textfelder verschieben
Wenn Sie das Textfeld innerhalb des Fensters an eine andere Position schieben wollen, dann
gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Klicken Sie mit der linken Maustaste auf das Textfeld.
Das Textfeld wird geöffnet.
2. Fassen Sie das Textfeld mit dem Mauszeiger an den nicht selektierten Stellen des
Rahmens und verschieben Sie es mit gedrückter Maustaste an eine beliebige Stelle
innerhalb des Fensters.
Wenn Sie das Textfeld in ein anderes Fensters verschieben wollen, dann gehen Sie
folgendermaßen vor:
1. Öffnen Sie das Kontextmenü des Textfeldes.
2. Wählen Sie den Menübefehl Textfeld ausschneiden.
3. Wechseln Sie zum gewünschten Fenster.
Bei dem Fenster kann es sich um das gleiche oder ein anderes Fenster einer Ablaufkette
handeln.
4. Öffnen Sie das Kontextmenü und wählen Sie den Menübefehl Einfügen.
Der Mauszeiger wird zum Handsymbol (mit leerem Objekt nach dem Ausschneiden, mit
"+"-Objekt nach dem Kopieren).
5. Klicken Sie mit der linken Maustaste an der gewünschten Position.
Das Textfeld wird an der Cursor-Position eingefügt.
Hinweis
Mehrere selektierte Textfelder können nicht gleichzeitig verschoben werden.
SFC-Elemente löschen
Sie können selektierte SFC-Elemente nach einer Sicherheitsabfrage löschen. Dabei gelten
folgende Ausnahmen oder Besonderheiten:
● Den Start- und Ende-Schritt einer Kette können Sie nicht komplett löschen. Wenn Sie den
Start- oder Ende-Schritt löschen, dann werden nur dessen Parametrierungen gelöscht,
aber nicht das SFC-Element.
● Wenn Sie nur ein Element aus einer syntaktischen Einheit entfernen, dann wird sofort die
Syntax wieder hergestellt, indem ein neues zur Syntax passendes Element eingefügt wird.
Damit ist nur die Parametrierung des Objekts gelöscht worden.
● In einem Parallelzweig können Sie den letzten Schritt einer Sequenz nicht löschen. Um die
Sequenz, die jetzt nur noch aus einem einzelnen Schritt besteht, löschen zu können,
müssen Sie die Sequenz selektieren. Die Sequenz selektieren Sie durch Klicken auf die
vertikale Linie.
Entsprechendes gilt für den Alternativzweig.
● Ein Textfeld können Sie löschen, indem Sie mit der rechten Maustaste über dem Feld den
Menübefehl Textfeld löschen anwählen. Mehrere Textfelder löschen Sie, indem Sie diese
selektieren (z. B. mit Lasso) und mit der rechten Maustaste über einem der Objekte den
Menübefehl Löschen anwählen.
Dialogfeld öffnen
1. Wählen Sie den Menübefehl Bearbeiten > Ketteneigenschaften... oder positionieren Sie
den Mauszeiger auf den Kettennamen im Register am unteren Fensterrand und wählen
Sie im Kontextmenü Ketteneigenschaften… .
2. Das Dialogfeld der Ketteneigenschaften wird geöffnet.
3. Legen Sie die Eigenschaften fest, indem Sie die Aktionen und Bedingungen formulieren.
Zur Bearbeitung der Kette ist das Dialogfeld "Eigenschaften" in fünf Register aufgeteilt:
● "Allgemein"
● "Startbedingung (technologisch)" (nur bei SFC-Typ)
● "Startbedingung"
● "OS-Kommentar"
● "Vorverarbeitung"
● "Nachverarbeitung"
Register "Allgemein"
Im Register "Allgemein" ändern Sie den Namen und den Kommentar der Ablaufkette. Im Feld
"Nummer" sehen Sie die vom SFC erzeugte Nummer der Ablaufkette; sie ist nicht änderbar.
Im Kombinationsfeld "Priorität" können Sie der Ablaufkette eine Priorität von 1 bis 255
zuordnen. Dabei ist 1 die niedrigste und 255 die höchste Priorität. Die Priorität entscheidet
darüber, welche Ablaufkette eines SFC gestartet wird, wenn die Startbedingungen für mehrere
Ablaufketten gleichzeitig erfüllt sind.
Register "Startbedingung"
In diesem Register definieren Sie für den SFC-Plan/-Typ die Bedingungen, die den Start der
Ablaufkette bewirken sollen (z. B. "<SFCName>.RUN = Activ" startet die Ablaufkette, wenn
sich der SFC-Plan im Betriebszustand "Aktiv" befindet).
Die weitere Bearbeitung in diesem Register ist identisch mit der Bearbeitung von Transitions-
Bedingungen. Weitere Informationen dazu finden Sie im Abschnitt "Bedingungen der
Transition formulieren (Seite 135)".
Register "OS-Kommentar"
Die Bearbeitung in diesem Register ist identisch mit der Bearbeitung von OS-Kommentaren
der Transitionen. Informationen dazu finden Sie im Abschnitt "So bearbeiten Sie die OS-
Kommentare der Transition (Seite 137)".
Wie in Schritten und Transitionen können in diesen beiden Registern auch Berechnungen
projektiert werden. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt "Übersicht zu SFC-
Berechnungen (Seite 141)".
Register "Allgemein"
Im Register "Allgemein" tragen Sie den Schrittnamen, die Laufzeit und die Kommentare für
den Schritt und die OS ein oder verändern ihn.
Die Nummer wurde vom SFC beim Erzeugen des Schritts vergeben und ist für diese
Ablaufkette eindeutig. Sie ist nur lesbar aber nicht änderbar. Die Nummernfolge ist lückenlos,
d. h., wenn ein Schritt gelöscht und später ein neuer eingefügt wird, so erhält der neue Schritt
die Nummer des vorher gelöschten Schritts.
Mit Klicken auf das Optionskästchen "Bestätigung" können Sie dem Schritt eine Kennung
zuweisen. Mit dieser Kennung wird das Verhalten des Schritts beim Ablauf im AS im Modus
"T/T und O" bestimmt. Folgetransitionen nach Schritten mit dieser Kennung werden erst aktiv
(schalten weiter), wenn sie erfüllt sind und per Bedienung quittiert werden (wie im Modus "T
und O"). Ohne diese Kennungen schalten die Folgetransitionen gleich nach Erfüllung weiter
(wie im Modus "T").
Mit "Minimal:" können Sie die Zeitdauer einstellen, die ein Schritt mindestens aktiv sein soll,
unabhängig davon, ob die Folgetransition bereits erfüllt ist.
Mit "Maximal:" können Sie für die Zeitüberwachung eine Zeitdauer vorgeben, für die der Schritt
maximal aktiv sein darf.
In den Feldern "Kommentar" und "OS-Kommentar" können Sie Texte eingeben, z. B. die
Kurzbeschreibung des Schritts. Erlaubt sind maximal 80 Zeichen für den Schritt und 512
Zeichen für die OS. Der OS-Kommentar wird in der Prozessführung zur Visualisierung des
Schritts verwendet.
Hinweis
Die Laufzeiten werden aus der CPU-Zeit gebildet, nicht aus der Anzahl der OB Zyklen.
Weckalarm-OBs in der CPU werden in gleichen Zeitabständen gestartet, aber der Zeitpunkt
der Abarbeitung kann sich durch Tätigkeiten mit höherer Priorität, temporäre Überlast der CPU
oder durch verkürzte Laufzeiten der Bausteine verändern.
Beispiel: Die projektierte Zeit kann in einem 1-Sekunden-Zyklus bis zu 1 Sekunde höher sein
als die eingestellte Zeit (2s). Um eine maximale Laufzeit von 2 Zyklen zu erhalten, stellen Sie
hier eine Laufzeit von 1,5 Sekunden ein.
Projektierung dokumentieren
Die projektierten Aktionen des Schritts können Sie dokumentieren. Mit der Schaltfläche
"Drucken" im Dialogfeld der Objekteigenschaften erhalten Sie ein Protokoll des Schritts mit
den Angaben über Eigenschaften und den Anweisungen für Initialisierung, Bearbeitung und
Beendigung.
Änderungsprojektierung
Wenn Sie die Projektierung eines Schritts ändern (Name, Kommentar, OS-Kommentar,
Attribute, Zuweisungen), dann können Sie auch nur diese Änderungen übersetzen (mit dem
Menübefehl SFC > Übersetzen..., Umfang: Änderungen) und im RUN-Zustand der CPU laden
(mit dem Menübefehl Zielsystem > Laden..., Lademodus: Änderungen), ohne den aktiven SFC
vorher auszuschalten.
Ausführliche Informationen zur Bearbeitung des Schritts finden Sie in den Abschnitten:
● So bearbeiten Sie die Aktionen des Schritts (Seite 124)
● So bearbeiten Sie die Operanden des Schritts (Seite 125)
● So kopieren Sie Objekteigenschaften von SFC-Elementen (Seite 118)
Einleitung
Die Anweisungen für die Aktionen geben Sie in einem formatierten Dialogfeld ein.
Aktionen bearbeiten
Hinweis
Beachten Sie, dass ein SFC-Typ nur auf sein eigenes Interface zugreifen kann und nicht auf
externe Objekte.
Zu jedem Schritt können Sie pro Aktion bis zu 50 Anweisungen formulieren. Im Dialogfeld sind
davon 10 sichtbar. Über die Bildlaufleiste können Sie den sichtbaren Ausschnitt verändern.
Jede Anweisungszeile besteht aus folgenden Elementen:
● Schaltfläche mit der Zeilennummer zum Aktivieren der Zeile
● Optionskästchen, mit dem Sie die Anweisung als OS-Kommentar markieren können
● Eingabefeld für den linken (ersten) Operanden, für den Operator und für den rechten
(zweiten) Operanden
● Schaltfläche "f(x)" zum erstellen bzw. editieren einer Berechnung.
Abhängig von der Registerkarte kann die Schaltfläche für das linke und/oder rechte
Eingabefeld einer Anweisungszeile vorhanden sein.
Zur Projektierung einer Berechnung muss das zugehörige Eingabefeld in der
Anweisungszeile leer sein, sonst ist die zugehörige Schaltfläche "f(x)" deaktiviert.
Mit den Nummern-Schaltflächen vor jeder Zeile können Sie jeweils eine Anweisung markieren,
um sie zu kopieren, zu löschen oder um eine zuvor kopierte Anweisung einzufügen. Wenn Sie
eine Schaltfläche markiert haben, können Sie mit der rechten Maustaste die zulässigen
Menübefehle aufrufen.
Zum Kopieren von Aktionen können Sie im Kontextmenü mit dem Menübefehl Aktion kopieren/
einfügen die Anweisungen einer Aktion vollständig kopieren und in eine andere Aktion
einfügen. Beim Kopieren muss die zu kopierende Zeile nicht markiert sein. Jedoch muss beim
Einfügen eine Zeile markiert sein, sonst kann die Aktion nicht eingefügt werden. Dadurch
kopieren Sie mit wenig Aufwand z. B. die Anweisungen aus der Aktion "Initialisierung" in die
Aktion "Beendigung".
Wenn Sie den Schreibzeiger in einem Operandenfeld positioniert haben, werden im
Kontextmenü nur die Funktionen angeboten, die zur Bearbeitung des Inhalts benötigt werden.
Gelb hinterlegte Texte referenzieren Objekte, die nicht mehr oder noch nicht real vorhanden
sind (Bausteinanschlüsse, Pläne, Ablaufgruppen).
Diese Referenz ist eine textuelle Verschaltung, die Sie mit dem Menübefehl Extras > Textuelle
Verschaltung schließen schließen können, wenn der Verschaltungspartner real vorhanden ist.
Die textuelle Verschaltung wird in der Zeile des Operanden mit gelbem Hintergrund dargestellt.
Die gleiche Darstellung wird verwendet, wenn eine vormals reale Verschaltung durch
nachträgliches Löschen des Verschaltungspartners zur textuellen Verschaltung wird.
Textuelle Verschaltungen, die nicht geschlossen werden können, werden beim Übersetzen
nicht berücksichtigt. Eine entsprechende Warnung, an welchem Anschluss noch eine textuelle
Verschaltung besteht, wird im Protokoll eingetragen. Eine nicht geschlossene textuelle
Verschaltung wird auch beim Laden toleriert.
Hinweis
Verschaltungen können nicht eingerichtet werden, wenn das Verschaltungsziel nicht eindeutig
ist, d. h. namensgleich mehrfach vorhanden ist. Die Verschaltung wird dann ebenfalls als
textuelle Verschaltung dargestellt und kann nicht geschlossen werden.
Beispiel: Der Objektname eines SFC ist gleich dem symbolischen Namen eines DB.
Weitere Informationen zur Bearbeitung des Schritts finden Sie in den Abschnitten:
● So bearbeiten Sie die Operanden des Schritts (Seite 125)
● Zulässige Datentypen (Seite 140)
● Übersicht zu SFC-Berechnungen (Seite 141)
Hinweis
Beachten Sie, dass ein SFC-Typ nur auf sein eigenes Interface zugreifen kann und nicht auf
externe Objekte.
Die Operanden für die Anweisungen editieren oder bearbeiten Sie folgendermaßen:
1. Fügen Sie die Anschlüsse oder Merkmale per Drag&Drop aus dem Interface-Editor oder
Merkmale-Editor ins Operandenfeld ein.
Hinweis: Für ein Merkmal können mehrere Anschlüsse existieren, z. B. bei Sollwerten,
Zeiten und Bausteinkontakten. In diesem Fall wird vor dem Einfügen eine Liste der
verfügbaren Anschlüsse aufgeblendet, aus der Sie den gewünschten Anschluss
auswählen können.
2. Ziehen Sie die Bausteinanschlüsse aus CFC-Plänen per Drag&Drop direkt auf das
Operandenfeld.
3. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Durchsuchen...".
Das Dialogfeld wird geöffnet
Das Dialogfeld "Durchsuchen" enthält vier verschiedene Register:
– "Technologische Sicht"
– "Komponentensicht"
– "Ablaufgruppen"
– "Symbole"
Beim Durchsuchen (z. B. von CFC-Plänen in der Technologischen Sicht oder
Komponentensicht) werden alle verfügbaren Objekte des Planordners ermittelt und
angezeigt.
Mit Klicken auf die Schaltfläche "Filter" begrenzen Sie die Liste der Anschlüsse. Es werden
nur die angezeigt, die für Ihre momentane Projektierung von Interesse sind. Weitere
Informationen zum Filtern finden Sie im Abschnitt: So filtern Sie Bausteinanschlüsse
(Seite 130).
4. Markieren Sie den gewünschten Plan und wählen Sie daraus den Baustein und den
Anschluss.
5. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Übernehmen" oder tragen Sie mit Drag&Drop die Auswahl
in das aktuelle Operandenfeld ein.
Das Dialogfeld bleibt so lange geöffnet, bis Sie es explizit mit Klicken auf die Schaltfläche
"Schließen" schließen oder bis das Dialogfeld "Objekteigenschaften" geschlossen wird.
Bei der Auswahl über "Durchsuchen" oder mit Drag&Drop aus dem CFC-Plan, werden die
Einträge um den Pfad der Technologischen Hierarchie (falls vorhanden) erweitert.
Hierarchiepfad und Plannamen werden durch einen doppelten "Schrägstrich links" ( \\ )
getrennt.
Hinweise
● Zugriffe auf CFC-Bausteine können Sie auch im zugehörigen CFC-Plan ändern. Die
Änderung beschränkt sich allerdings auf das "Umverdrahten" von SFC-Zugriffen, d. h. den
Zugriff auf einen anderen Bausteinanschluss zu verschieben (mit <Alt> + Drag&Drop).
● Schreiben Sie auf Ausgänge von Bausteinen und Plänen (CFC und SFC) keine Werte. In
der Regel werden diese durch die Bearbeitung des Bausteins bzw. Plans sofort wieder
überschrieben.
Wertebezeichnungen auswählen
Damit die Wertebezeichnungen im SFC dargestellt werden, müssen Sie den Menübefehl
Extras > Einstellungen > Darstellung... wählen und im Dialogfeld das Optionskästchen
"Parameter: Wertebezeichnung" aktivieren.
Wenn Sie einen Bausteinanschluss mit Wertebezeichnung in das Operandenfeld einfügen,
dann wird im rechten (leeren) Operandenfeld auch die Wertebezeichnung eingetragen. Wenn
mehrere Wertbezeichnungen für diesen Anschluss vorhanden sind, dann können Sie das
Kombinationsfeld mit den Wertebezeichnungen im rechten Operandenfeld öffnen und aus der
Klappliste die gewünschte Wertebezeichnung für diesen Operanden auswählen.
Operanden editieren
Bei der textuellen Eingabe müssen Sie darauf achten, dass die Namen konsistent sind. Ein in
der Symbolliste nicht vorhandenes Symbol (oder nach der Referenzierung umbenanntes
Symbol) kann im Editor nicht auf korrekte Anwendung geprüft werden und wird deshalb als
textuelle Verschaltung eingerichtet.
Hinweise
● Bei der Eingabe der Anweisungen werden Konsistenzprüfungen ausgeführt, die eine
syntaktisch und semantisch korrekte Formulierung gewährleisten. Dabei wird z. B. geprüft,
ob die Datentypen der miteinander verknüpften Operanden kompatibel sind.
● Sie können in den Operanden Zugriffe auf CFC-Bausteinanschlüsse eintragen, deren
Baustein noch nicht real im CFC-Plan vorhanden ist. Diese Anweisungen werden in der
Anweisungszeile mit gelbem Hintergrund dargestellt und als textuelle Verschaltungen
eingerichtet.
Weitere Informationen über textuelle Verschaltungen finden Sie in der Hilfe des CFC-Editors
bzw. im Dokument CFC für SIMATIC S7 im Abschnitt "Arbeiten mit textuellen Verschaltungen".
Linker Operand
SFC-Plan
Für den linken Operanden sind im SFC-Plan folgende Einträge zulässig:
● ein Bausteineingang eines Bausteins auf einem CFC-Plan
Syntax: <Planname>\<Bausteinname>.<Anschlussname>
● ein SFC-Plan (ein-/ausschalten)
Syntax: <Planname>.INTONOFF
● ein Interface-Anschluss des SFC-/CFC-Plans (des eigenen oder eines anderen SFC-Plans)
Syntax: <Planname>.<Anschlussname>
● eine Ablaufgruppe (ein-/ausschalten)
Syntax: <Gruppenname>.EN
● ein globaler Operand, auf den schreibend zugegriffen werden darf
Syntax: <symbolischer Name>
● eine textuelle Verschaltung
Syntax: <beliebige Zeichen> oder
Pfadreferenz zu einem noch nicht real vorhandenen Objekt (Syntax wie Bausteinanschluss)
● Strukturen
SFC-Typ
Für den linken Operanden sind im SFC-Typ folgende Einträge zulässig:
● Interface-Elemente (Anschlüsse, Strukturen, Substrukturen, Strukturelemente)
Rechter Operand
Für den rechten Operanden sind im SFC-Plan folgende Einträge zulässig:
SFC-Plan
● ein Bausteinanschluss eines Bausteins auf einem CFC-Plan
Syntax: <Planname>\<Bausteinname>.<Anschlussname>
● ein SFC-Plan (Zustand ein-/ausgeschaltet)
Syntax: <Planname>.BUSY
● ein Interface-Anschluss des SFC-/CFC-Plans (des eigenen oder eines anderen SFC-Plans)
Syntax: <Planname>.<Anschlussname>
● eine Ablaufgruppe (Zustand ein-/ausgeschaltet)
Syntax: <Gruppenname>.EN
● ein globaler Operand
Syntax: <symbolischer Name>
● eine textuelle Verschaltung
Syntax: <beliebige Zeichen> oder
Pfadreferenz zu einem noch nicht real vorhandenen Objekt (Syntax wie Bausteinanschluss)
● eine Konstante
Syntax: je nach Datentyp
Für die Datentypen BOOL, BYTE, INT, DINT, WORD, DWORD können statt der absoluten
Zahlenwerte auch deren symbolische Repräsentanten (Wertebezeichnungen) angegeben
werden.
● Strukturen
SFC-Typ
Für den rechten Operanden sind im SFC-Typ folgende Einträge zulässig:
● Interface-Elemente (Anschlüsse, Strukturen, Substrukturen, Strukturelemente)
Vorgehen
Im Dialogfeld "Durchsuchen", Register "CFC-Pläne", können Sie über einen Filter nur die
Bausteinanschlüsse darstellen, die für die Zuweisung in das aktuelle Operandenfeld von
Interesse sind. Im Dialogfeld "Filter – Anschlüsse" können Sie die Kriterien angeben, die
bestimmen, welche Anschlüsse des ausgewählten Bausteins angezeigt bzw. nicht angezeigt
werden sollen.
Filterkriterien
Die folgenden Filterkriterien sind durch eine UND-Verknüpfung miteinander verbunden.
Filter-Kriterium Bedeutung
Kombinationsfelder
Name: In den Kombinationsfeldern können Sie den Text eingeben, der einen Anschlussnamen bzw.
Kommentar: Anschlusskommentar identifiziert.
Das muss nicht der vollständige Name/Kommentar sein, sondern es können auch Anfangs‐
buchstaben sein (in lückenloser Reihenfolge).
Im CFC-Plan sichtbar: Ein Anschluss kann im CFC-Plan sichtbar oder, obwohl vorhanden, nicht sichtbar sein (S7_vi‐
<Beliebig> sible := 'false').
Gekennzeichnet: Gekennzeichnet bedeutet, dass diese Anschlüsse (Attribut: S7_edit := 'param' oder S7_edit :=
<Beliebig> 'signal' im SIMATIC Manager in der Prozessobjektsicht in einer Liste bearbeitet werden kön‐
nen, ohne dass der betreffende Plan geöffnet werden muss (Menübefehl Extras > Prozess‐
objekte > Anschlüsse auswählen...).
Bedienen & Beobachten: Das sind Bausteinanschlüsse, die für "B & B" an der OS vorgesehen sind (Attribut: S7_m_c :=
'true').
Im CFC-Plan verschaltet: Im CFC verschaltete Anschlüsse können vom SFC nur sinnvoll für lesende Zugriffe verwendet
werden. Bei schreibenden Zugriffen auf Bausteineingänge würden diese Werte sonst von den
Werten überschrieben, die über die CFC-Verschaltung kommen.
Im SFC schreibender Zugriff: Auf einen Bausteinanschluss kann vom SFC aus nicht mehrfach schreibend zugegriffen wer‐
den. Deshalb können bei einem schreibenden Zugriff diese Bausteinanschlüsse ausgeblen‐
det werden.
Optionskästchen
Eingänge (IN) Ausgänge Durch das Rücksetzen eines Optionskästchens werden alle Anschlüsse dieser Anschlussart
(OUT) Durchgänge nicht angezeigt.
(IN_OUT)
Zum Kontext passend Zum Kontext passend bedeutet, dass die Zuweisung für diesen Operanden zu dem Eintrag
des anderen Operanden passen muss.
Beispiel: Wenn Sie im ersten Operanden einen Anschluss mit Datentyp INT zugewiesen ha‐
ben, dann werden, wenn Sie in das Feld des zweiten Operanden klicken, im Filter nur noch
Anschlüsse des Datentyps INT angezeigt.
Gefiltert wird nur bei eindeutig zu erkennenden Kriterien, d. h. wenn ein Operand z. B. eine
Konstante ist, werden für den zweiten Operanden alle Anschlüsse ungefiltert vorgelegt.
Mit der Schaltfläche "Vorgabe" setzen Sie alle geänderten Einstellungen zurück. Die Vorgabe
für die Kombinationsfelder ist <Beliebig> und alle Optionskästchen sind aktiviert.
Einleitung
In den Schritt-Eigenschaften können Sie Struktur-Zuweisungen projektieren. Möglich sind
Strukturen, Substrukturen oder Strukturelemente nach folgender Syntax:
Struktur: <Anschlussname>
Substrukturen: <Anschlussname>.[<Substruktur>...]<Substruktur>
Strukturelement: <Anschlussname>.[<Substruktur>...]<Element>
Diese Angaben können Sie direkt oder über das "Durchsuchen"-Dialogfeld in die
Anweisungszeilen eintragen. Im "Durchsuchen"-Dialogfeld tragen Sie die gewünschte Struktur
durch Doppelklicken oder Markieren und der Schaltfläche "Übernehmen" oder über das
Kontextmenü mit dem Menübefehl Anschluss übernehmen in die Anweisungszeile ein.
Substrukturen oder Strukturelemente übernehmen Sie über das "Struktur"-Dialogfeld.
In den Transitions-Eigenschaften ist nur ein Vergleich von Strukturelementen möglich.
Struktur auswählen
1. Wählen Sie im Dialogfeld "Durchsuchen" die gewünschte Struktur aus.
2. Wählen Sie im Kontextmenü den Menübefehl Struktur öffnen.
Das Dialogfeld "Struktur" wird geöffnet.
Der Name der Struktur ist in der Titelzeile angegeben. Die Tabelle des Dialogfeldes enthält
dieselben Spalten, wie sie auch im Dialogfeld "Durchsuchen" in der Spalte "Anschlüsse"
vorkommen.
3. Doppelklicken Sie auf die Tabellenzeile oder klicken Sie auf die Schaltfläche
"Übernehmen".
Die Substruktur oder die Struktur oder das Strukturelement wird in das Dialogfeld
"Eigenschaften" übernommen.
Hinweis
Strukturen und Substrukturen werden nicht in das Dialogfeld "Eigenschaften" der Transition
übernommen.
var01_char
var04_struct
var02_bool
var02_int
var06_struct
var03_word
var03_date
var01_time
Datentyp
Zeigt den Datentyp des Strukturelements (BOOL, DINT oder CHAR) oder STRUCT bei
Substrukturen.
I/O
Zeigt den Anschlusstyp des Strukturelements oder der Substruktur (IN, IN_OUT, OUT).
CFC-Verschaltung
Ist die Struktur im CFC verschaltet, so ist dies hier durch ein "x" gekennzeichnet (gesamte
Spalte).
SFC-Zugriff (schreibend)
Ein bestehender (schreibender) Zugriff vom SFC auf ein Strukturelement wird durch ein "x"
gekennzeichnet.
Kommentar
Zeigt den Kommentar des Strukturelements, z. B.: "1=CPU DPV1 Mode".
● "Bedingung"
● "OS-Kommentar"
Register "Allgemein"
Im Register "Allgemein" können Sie den Namen und den Kommentar eingeben oder verändern.
Die Nummer wurde vom SFC beim Erzeugen der Transition vergeben und ist für diese
Ablaufkette eindeutig. Sie ist nur lesbar aber nicht änderbar. Die Nummernfolge ist lückenlos.
Wenn eine Transition gelöscht und später eine neue eingefügt wird, dann erhält die neue
Transition die Nummer der vorher gelöschten Transition.
Register "Bedingung"
Im Register "Bedingung" können Sie über eine dreistufige Transitionslogik jeweils 2 x 5 und
2 x 3 Bedingungen zu einem booleschen Ausdruck verknüpfen.
In der Anweisungszeile einer Bedingung kann alternativ zu Operanden oder textuellen
Verschaltungen eine Berechnung projektiert werden über die Schaltfläche "f(x)".
Register "OS-Kommentar"
Im Register "OS-Kommentar" können Sie zu jeder Bedingung einen Text eingeben, der auf
der OS während der Prozessführung angezeigt werden soll. Als Vorgabe ist der Text der
Bedingung eingetragen.
Projektierung dokumentieren
Die projektierten Bedingungen der Transition können Sie dokumentieren. Mit Klicken auf die
Schaltfläche "Drucken" im Dialogfeld der Objekteigenschaften erhalten Sie ein Protokoll der
Transition mit den Angaben über Eigenschaften und den Parametern der Bedingungen.
Änderungsprojektierung
Wenn Sie die Projektierung einer Transition ändern (Name, Kommentar, Bedingung, OS-
Kommentar), dann können Sie auch nur diese Änderungen mit dem Menübefehl SFC >
Übersetzen..., Umfang: Änderungen übersetzen und im RUN-Zustand der CPU mit dem
Menübefehl Zielsystem > Laden..., Lademodus: Änderungen laden, ohne den aktiven SFC
vorher auszuschalten.
Weitere Informationen zur Bearbeitung der Transition finden Sie in den Abschnitten:
● Bedingungen der Transition formulieren (Seite 135)
● So bearbeiten Sie die Operanden der Transition (Seite 135)
● So bearbeiten Sie die OS-Kommentare der Transition (Seite 137)
● So kopieren Sie Objekteigenschaften von SFC-Elementen (Seite 118)
● Übersicht zu SFC-Berechnungen (Seite 141)
Einleitung
Im Register "Bedingung" bestimmen Sie die Schaltbedingungen für die markierte Transition.
Hinweis
Beachten Sie, dass ein SFC-Typ nur auf sein eigenes Interface zugreifen kann und nicht auf
externe Objekte.
Transition formulieren
Die Transition formulieren Sie als booleschen Ausdruck, der aus jeweils 2 x 5 und 2 x 3
Bedingungen (Teilausdrücken) bestehen kann. Die Bedingungen werden über eine dreistufige
Transitionslogik verknüpft.
Die booleschen Operatoren sind als Schaltflächen ausgebildet. Sie schalten durch Klicken auf
den Operator diesen von "AND (&)" auf "OR (≥1)" um. Um aus "AND" ein "NAND" und aus
"OR" ein "NOR" zu machen, klicken Sie auf den Ausgang des Operators. Die Negierung wird
durch einen fetten Punkt auf der Ausgangslinie dargestellt.
Alternative Bedienung: Wenn Sie den Mauszeiger über einem Operator positionieren, dann
können Sie ein Kontextmenü aufrufen, das alle booleschen Operatoren zur Auswahl anbietet.
Nach Wahl des Menübefehls wird der Operator entsprechend umgeschaltet.
Weitere Informationen zur Bearbeitung der Transition finden Sie in den Abschnitten:
● So bearbeiten Sie die Operanden der Transition (Seite 135)
● Zulässige Datentypen (Seite 140)
Operanden auswählen
Die Operanden können Sie editieren oder über das Auswahldialogfeld "Durchsuchen"
bestimmen.
Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt "So bearbeiten Sie die Operanden des
Schritts (Seite 125)".
Die Eingabe über das Auswahldialogfeld sollten Sie dabei vorziehen, weil hier auf jeden Fall
die Operanden eindeutig sind. Als dritte Möglichkeit können Sie hier auch Bausteinanschlüsse
von CFC-Plänen direkt per Drag&Drop auf das Feld des Operanden ziehen.
Hinweis
Beachten Sie, dass ein SFC-Typ nur auf sein eigenes Interface zugreifen kann und nicht auf
externe Objekte.
Wie bei der Operandenauswahl bei den Schritten können Sie auch bei den Transitionen die
Wertebezeichnungen der Anschlüsse eintragen.
Bei der Auswahl über "Durchsuchen" oder mit Drag&Drop aus dem CFC-Plan werden die
Einträge um den Pfad der Technologischen Hierarchie (falls vorhanden) erweitert.
Hierarchiepfad und Plannamen werden durch einen doppelten "Schrägstrich links" ( \\ )
getrennt.
Gelb hinterlegte Texte referenzieren Objekte, die nicht mehr oder noch nicht real vorhanden
sind (Bausteinanschlüsse, Pläne, Ablaufgruppen).
Diese Referenz ist eine textuelle Verschaltung, die Sie optional beim Übersetzen oder explizit
mit dem Menübefehl Extras > Textuelle Verschaltung schließen schließen können, wenn der
Verschaltungspartner real vorhanden ist. Die textuelle Verschaltung wird in der Zeile des
Operanden mit gelbem Hintergrund dargestellt. Die gleiche Darstellung wird verwendet, wenn
eine vormals reale Verschaltung durch nachträgliches Löschen des Verschaltungspartners
zur textuellen Referenz wird.
Textuelle Verschaltungen, die nicht geschlossen werden können, werden beim Übersetzen
nicht berücksichtigt. Eine entsprechende Warnung, an welchem Anschluss noch eine textuelle
Verschaltung besteht, wird im Protokoll eingetragen. Eine nicht geschlossene textuelle
Verschaltung wird auch beim Laden toleriert.
Hinweise
● Zugriffe auf CFC-Bausteine können Sie auch im zugehörigen CFC-Plan ändern. Die
Änderung beschränkt sich allerdings auf das "Umverdrahten" von SFC-Zugriffen, d.h. den
Zugriff auf einen anderen Bausteinanschluss zu verschieben (mit <Alt> + Drag&Drop).
● Zugriffe auf Strukturen sind möglich, beschränken sich aber auf die Strukturelemente. Im
"Durchsuchen"-Dialogfeld können Sie die Struktur öffnen, indem Sie eine Struktur
markieren und im Kontextmenü Struktur öffnen wählen, und das gewünschte
Strukturelement auswählen.
● Verschaltungen können nicht eingerichtet werden, wenn das Verschaltungsziel nicht
eindeutig ist, d. h. namensgleich mehrfach vorhanden ist. Die Verschaltung wird dann als
textuelle Verschaltung dargestellt und kann nicht geschlossen werden. Beispiel: Der
Objektname eines SFC ist gleich dem symbolischen Namen eines DB.
● Bei der Eingabe von Bedingungen werden Konsistenzprüfungen ausgeführt, die eine
syntaktisch und semantisch korrekte Formulierung der Bedingung gewährleisten. Dabei
wird geprüft, ob die Datentypen der miteinander verknüpften Operanden kompatibel sind.
● Die vorgefertigte Verknüpfungslogik ist in vielen Fällen ausreichend. Wenn komplexere
Formulierungen notwendig sein sollten, dann können Sie diese mit Bausteinen auf einem
CFC-Plan erstellen und die im Plan berechneten Ergebnisse als Operanden in die
Transitionsbedingungen eintragen.
Bei globalen Operanden springen Sie nach HW Konfig, wenn die Adresse dort bekannt ist. Im
anderen Fall erhalten Sie eine Fehlermeldung.
Die "Gehe zu"-Funktion können Sie für Ablaufgruppen nicht nutzen.
OS-Kommentar eingeben
Im Register "OS-Kommentar" können Sie zu jeder Bedingung einen Text eingeben, der auf
der OS während der Prozessführung angezeigt werden soll. Als Vorgabe ist der Text der
Bedingung eingetragen.
Die booleschen Operatoren können Sie in diesem Teildialogfeld nicht verändern; die
Schaltflächen dienen nur der Visualisierung für die bestehende Verknüpfung.
Wenn die Kommentarzeilen durch das nachfolgende Zeichen gekennzeichnet sind, dann wird
der Kommentar aus der Bedingung abgeleitet (Voreinstellung).
Berechnungen:
Wenn in der Transition in einer Anweisungszeile eine Berechnung projektiert ist, dann wird im
Register "OS-Kommentar" in der zugehörigen Zeile der Name der Berechnung angezeigt.
Hinweise
● Der OS-Kommentar von SFC-Typ und SFC-Instanz kann unterschiedlich sein. Wenn beim
SFC-Typ ein Anschluss aufgeführt ist, der bei der SFC-Instanz verschaltet ist, dann wird
bei der Instanz der Verschaltungspartner angegeben. Wenn es sich dabei um einen
mehrfach verschalteten Ausgang handelt, dann wird nur eine der Verschaltungen
dargestellt.
Bei unverschalteten Anschlüssen ist der OS-Kommentar bei SFC-Typ und SFC-Instanz
gleich.
Beispiel:
SFC-Typ SFC-Instanz
verschaltet RUN = TRUE plan\baustein.anschluss = TRUE
unverschaltet RUN = TRUE plan\sfc_instanz.RUN = TRUE
● Solange der OS-Kommentar nicht durch Editieren modifiziert wird, wird bei einer Änderung
der Vergleichgsbedingung der OS-Kommentar automatisch angepasst. Auch beim
Umbenennen, Kopieren, Verschieben und Löschen der referenzierten CFC-Bausteine wird
der OS-Kommentar automatisch angepasst.
● Wenn die Bedingung geändert wird, zu der ein vom Anwender editierter Kommentartext
gehört, dann wird dieser nicht automatisch angepasst. In diesem Fall erhalten Sie ein
Dialogfeld mit der Meldung, dass Sie den Kommentartext überprüfen sollten. Die Änderung
können Sie in diesem Dialogfeld mit Klicken auf die Schaltfläche "Abbrechen"
zurücknehmen.
● Einen einzelnen OS-Kommentar können Sie im SFC-Editor durch Löschen des OS-
Kommentars initialisieren. Der Text der Vergleichsbedingung wird dann als OS-Kommentar
übernommen und ab diesem Zeitpunkt bei Änderungen der Bedingung automatisch
angepasst, solange Sie keine Änderungen (durch Editieren) vornehmen.
Alternative Bedienung: Im Kontextmenü tragen Sie mit dem Menübefehl Vorgabe
verwenden den ursprünglichen OS-Kommentar (Text der Bedingung) wieder ein.
● Die OS-Kommentare können Sie nachträglich bearbeiten.
Mit dem Menübefehl Extras > OS-Kommentare bearbeiten... rufen Sie ein Dialogfeld auf,
in dem Sie festlegen, wie Sie den OS-Kommentar für die Transitionen verwenden wollen:
– ob Sie ihn unverändert lassen
– ob Sie alle Bedingungen verwenden
In diesem Dialogfeld können Sie auch festlegen, für welchen Plan die Bearbeitung der OS-
Kommentare gelten soll:
– für den gesamten Planordner
– für den aktuellen Plan,
– für die markierten Schritte/Transitionen
Globale Operanden
Globale Operanden sind Verbindungspartner, die außerhalb der CFC-/SFC-Pläne liegen. Auf
globale Operanden kann lesend und schreibend zugegriffen werden. Beachten Sie, dass die
Datentypen des globalen Operanden und des zugreifenden Objekts (Operand einer
Anweisung oder Bedingung im SFC, Bausteinanschluss im CFC) übereinstimmen.
Sie können die Operanden symbolisch oder absolut angeben.
Weitere Informationen finden Sie in folgenden Abschnitten:
● So nehmen Sie eine symbolische Adressierung vor (Seite 139)
● Absolute Adressierung (Seite 138).
Regeln
Bei der absoluten Adressierung enthält der Operand die Adresse des Werts.
Beispiele
Folgende Beispiele sollen die Möglichkeiten für die absolute Angabe von Operanden
verdeutlichen:
Operand Bemerkung
E5.1 Zugriff auf Eingang 5.1
A5.1 Zugriff auf Ausgang 5.1
M6.7 Zugriff auf Merker 6.7
MW10 Zugriff auf Merkerwort 10
DB10.DW20 Zugriff auf Datenbaustein 10, Datenwort 20
DB20.DX2.1 Zugriff auf Datenbaustein 20, Bit 2.1
Symbolische Adressierung
Bei der symbolischen Adressierung wird der zu bearbeitende Operand symbolisch angegeben.
Symbole und Adressen werden in der Symboltabelle zugeordnet. Über den Menübefehl
Extras > Symboltabelle rufen Sie die Symboltabelle auf, um Einträge zu ergänzen oder zu
bearbeiten.
Bei der Eingabe sind die STEP 7-Konventionen für Einträge in die Symboltabelle zu beachten.
Syntaxprüfungen
Mit dem Menübefehl Plan > Konsistenz prüfen... können Sie vor dem Übersetzen prüfen
lassen, ob alle Einträge in der Symboltabelle vorhanden sind. Das Protokoll der
Konsistenzprüfung erhalten Sie mit den Menübefehl Extras > Protokolle....
Beispiele
Im Folgenden sind einige Eingabebeispiele angeführt. Folgende Beispiele sollen die
Möglichkeiten für die symbolische Angabe von Operanden verdeutlichen:
Operand Bemerkung
Endschalter Zugriff auf z. B. ein Eingangsbit.
Die Absolutadresse ist in der Symboltabelle definiert.
Rezept.Sollwert Zugriff auf einen Datenbaustein (Rezept). Das Datenbausteinelement (Sollwert)
ist durch die Struktur bzw. den Typ des Datenbausteins bestimmt.
DB17.Sollwert wie oben, aber mit absoluter Adressierung des Datenbausteins
Rezept.DW5 wie oben, aber mit absoluter Adressierung des Datenworts
"E5.1" Zugriff auf das Symbol mit dem Namen E5.1. Damit nicht anstelle des Symbols
die gleich lautende absolute Adresse angesprochen wird, muss das Symbol in
Anführungszeichen eingeschlossen werden.
Zulässige Datentypen
Folgende Datentypen sind bei der Formulierung von Aktionen und Bedingungen im SFC
zulässig:
Übersicht
Im SFC-Editor können Berechnungen projektiert werden in Schritten, Transitionen oder
Ablaufketten. Zur Überprüfung werden im Testmodus die Berechnungen mit aktuellen Werten
angezeigt.
Berechnungen können in einem SFC-Plan oder SFC-Typ projektiert und editiert werden,
jedoch nicht in einer SFC-Instanz.
Projektierung
Die Projektierung erfolgt im SFC-Editor im Dialogfeld "Berechnung für SFC".
Das Dialogfeld wird geöffnet über die Schaltfläche "f(x)" einer Anweisungszeile in folgenden
Eigenschaften-Dialogfeldern:
● Von Schritten (Register "Initialisierung", "Bearbeitung", "Beendigung")
● Von Transitionen (Register "Bedingungen")
● Von Ablaufketten (Menübefehl "Bearbeiten > Ketteneigenschaften"; Register
"Startbedingung", "Vorverarbeitung", "Nachverarbeitung")
Für die Projektierung einer Berechnung muss das entsprechende Feld in der Anweisungszeile
leer sein, sonst ist die Schaltfläche "f(x)" deaktiviert.
Weitere Informationen hierzu finden Sie in der unten stehenden Beschreibung.
Testmodus
Im Testmodus werden im Dialogfeld "Berechnung für SFC" die aktuellen Werte der
Funktionseingänge und Berechnungsergebnisse in einer eigenen Spalte angezeigt.
Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt "Berechnungen in Schritten und
Transitionen im Test (Seite 270)".
Fehlerbehandlung in der Formel
Eine Fehlerbehandlung in der Formel, z. B. bei Überlauf, Division durch Null usw., findet nicht
statt.
Drucken
Im SFC-Editor können alle, an Schritten und Transitionen projektierten Bedingungen durch
die Druckausgabe protokolliert werden, wenn der Testmodus nicht aktiv ist.
Wenn in einer Anweisungszeile eine Berechnung projektiert ist, dann wird beim Drucken der
Name der Berechnung ausgegeben, der auch in der Anweisungszeile des Schrittes bzw. der
Transition angezeigt wird.
Bei langen Namen von Berechnungen wird die verkürzte Form mit führenden Punkten „…"
dargestellt, um eine übersichtliche Ausgabe zu erreichen.
Um die Berechnung vollständig zu dokumentieren, wird in der Druckausgabe am Ende des
Bedingungsblockes zusätzlich der Inhalt der Berechnung ausgegeben.
● Konstante:
Wenn eine Konstante als Operand projektiert wird, dann wird bei der Datentypprüfung
ermittelt, welche möglichen Datentypen der eingegebene Konstanten-String zulässt. So ist
z. B. der String "1" kompatibel mit den Datentypen BOOL, BYTE, WORD, DWORD, INT,
DINT und REAL. Danach wird überprüft, ob mindestens einer dieser Datentypen in der
Menge der möglichen Datentypen für den Funktionseingang enthalten ist.
● Textuelle Verschaltung:
Wenn eine textuelle Verschaltung als Operand projektiert wird, dann findet keine
Überprüfung auf Datentypkompatibilität statt.
Die Überprüfung auf Datentypkompatibilität findet in diesem Fall bei der Operation
"Textuelle Verschaltungen schließen“ statt. Textuelle Verschaltungen werden mit gelber
Hintergrundfarbe dargestellt, wie im Eigenschaften-Dialogfeld eines Schritts bzw.
Transition.
Aufbau der Tabelle
In der Tabelle erfolgt die Projektierung der Berechnung. Dazu werden in der Spalte
"Berechnung" die gewünschten Funktionen eingefügt.
Die möglichen Funktionen und Datentypen finden Sie im Abschnitt "Funktionsumfang in SFC-
Berechnungen (Seite 148)".
Spalte "Berechnung"
● In der obersten Zelle der Spalte wird der Name der Berechnung angezeigt und kann dort
editiert werden.
Dieser Name wird in das übergeordnete Eigenschaften-Dialogfeld des Schritts bzw. der
Transition übernommen, in dem die Berechnung projektiert wird.
Beim Verlassen dieser Zelle wird eine Plausibilitätsprüfung durchgeführt, z. B. auf
Eindeutigkeit, zulässige Zeichen, Zeichenlänge. Nicht eindeutige Namen werden beim
Übernehmen der Daten in das übergeordnete Eigenschaften-Dialogfeld eindeutig gemacht,
z. B. durch den Zusatz "(1)“.
● Löschen der Berechnung:
Zum Löschen der gesamten Berechnung steht im Kontextmenü der obersten Zelle der
Menübefehl "Berechnung löschen" zur Verfügung.
● Alle nachfolgenden Zeilen zeigen die projektierten Funktionen für die Berechnung in einer
Baumstruktur an. Das Berechnungsergebnis einer Teil-Funktion wird als "Wurzel"
dargestellt, die zugehörigen Funktionseingänge als "Verzweigungen" darunter.
● Bei der obersten Funktion in dieser Spalte ist das Berechnungsergebnis der Funktion
gleichzeitig das Gesamtergebnis dieser Berechnung.
● In der Spalte können Sie Funktionen bzw. Funktionseingänge einfügen und löschen oder
Funktionen ersetzen.
● Beim Löschen einer Funktion werden alle zugehörigen Funktionseingänge gelöscht.
Ebenfalls gelöscht werden unterlagerte Funktionen, die an einem der zu löschenden
Funktionseingänge projektiert sind.
● Verschachtelungstiefe in Berechnungen:
An den Funktionseingängen einer Funktion können Funktionen eingefügt werden, die dann
eine unterlagerte Ebene bilden. Die maximale Verschachtelungstiefe ist auf 8 unterlagerte
Ebenen begrenzt.
Spalte "Datentyp"
● In der Spalte werden die Datentypen für die Funktionseingänge und das Funktionsergebnis
projektiert und angezeigt. Wenn mehrere Datentypen möglich sind, dann können Sie über
ein Auswahlfeld den gewünschten Datentyp auswählen.
● Hintergrundfarbe einer Zelle "Grau" bzw. "Weiß":
Wenn nur ein Datentyp möglich ist, dann wird die zugehörige Zelle in der Tabelle mit der
Hintergrundfarbe "Grau" angezeigt. Wenn dagegen mehrere Datentypen möglich sind,
dann kann der gewünschte Datentyp aus einer Auswahlliste gewählt werden und die
Hintergrundfarbe der Zelle ist "Weiß".
● Hintergrundfarbe "Dunkelgrau" bei manueller Datentypfestlegung:
Der Status der Datentypen ist Voraussetzung für die Schaltfläche "Übernehmen". Das
bedeutet, dass für die Übernahme der Berechnungsdaten in das Eigenschaften-Dialogfeld
des Schritts bzw. der Transition für alle Funktionseingänge/-ergebnisse in der Berechnung
ein eindeutiger Datentyp festgelegt sein muss. Es darf also keine Zelle der Spalte
"Datentyp" die Hintergrundfarbe "Weiß" zeigen.
Wenn noch Zellen in der Hintergrundfarbe "Weiß" angezeigt werden, dann müssen Sie die
Datentypfestlegung manuell ausführen.
Zur Datentypfestlegung wählen Sie die Zelle "Datentyp" eines Funktionseingangs, die in
der Hintergrundfarbe "Weiß" angezeigt wird. Im Kontextmenü der selektierten Zelle finden
Sie die Menübefehle zur Festlegung des Datentyps bzw. zum Aufheben der Festlegung.
Nach der manuellen Festlegung des Datentyps wird die Zelle in der Hintergrundfarbe
"Dunkelgrau" dargestellt.
Spalte "Verschaltung"
● In der Spalte werden die Operanden, Konstanten oder textuellen Verschaltungen für die
Funktionseingänge projektiert und angezeigt.
Bei Funktionseingängen, an denen eine unterlagerte Funktion projektiert ist, können keine
Operanden gewählt bzw. projektiert werden.
● Zur Projektierung des Operanden gibt es folgende Optionen:
– Manuelle Eingabe:
Für die manuelle Eingabe, z. B. für die Projektierung von Konstanten oder textuellen
Verschaltungen, stehen im Kontextmenü der Zelle verschiedene Funktionen zur
Verfügung.
– Bei Projektierung einer Berechnung in einem SFC-Plan:
Aus einem geöffneten CFC-Plan kann die gewünschte Variable bzw. der
Bausteinanschluss per Drag& Drop in die Zelle "Verschaltung" der Berechnung gezogen
werden.
Alternativ kann über die Schaltfläche "Durchsuchen..." ein Dialogfeld geöffnet werden
zur Auswahl eines Operanden für den gewählten Funktionseingang.
– Bei Projektierung einer Berechnung in einem SFC-Typ:
Für die Auswahl von Operanden kann nur auf die Schnittstelle des SFC-Typs
zugegriffen werden. Dabei kann ein Merkmal aus der Merkmalliste oder ein Anschluss
aus der Anschlussliste des SFC-Typs per Drag&Drop in die Zelle "Verschaltung" der
Berechnung gezogen werden.
Weitere Informationen zur Projektierung finden Sie im Abschnitt "Berechnung in SFC
projektieren (Seite 145)".
Einleitung
Die nachfolgende Beschreibung zeigt, wie Sie eine neue Berechnung in SFC erstellen in einem
der folgenden Eigenschaften-Dialogfelder:
● Von Schritten (Register "Initialisierung", "Bearbeitung", "Beendigung")
● Von Transitionen (Register "Bedingungen")
● Von Ablaufketten (Menübefehl "Bearbeiten > Ketteneigenschaften"; Register
"Startbedingung", "Vorverarbeitung", "Nachverarbeitung")
Eine Beschreibung zur Umsetzung einer Formel in eine Berechnung in SFC finden Sie im
Abschnitt "Beispiel zur Umsetzung einer Formel in eine Berechnung für SFC (Seite 149)".
Voraussetzungen
● Der SFC-Plan oder SFC-Typ, in dem Sie eine Berechnung projektieren möchten, ist im
SFC-Editor geöffnet und nicht schreibgeschützt! In einer SFC-Instanz kann keine
Berechnung erstellt, bzw. editiert werden.
● Das Projekt muss vom Typ "Multiprojekt" sein.
Vorgehensweise
1. Öffnen Sie im SFC-Editor das Dialogfeld "Eigenschaften" des gewünschten Schritts oder
einer Transition/Ablaufkette.
Wechseln Sie im Dialogfeld "Eigenschaften" auf die Registerkarte, in der Sie in einer
Anweisungszeile die Berechnung projektieren möchten, z. B. Registerkarte "Bedingung".
2. Klicken Sie in der Anweisungszeile neben dem Feld, in dem die Berechnung eingefügt
werden soll, auf die zugehörige Schaltfläche "f(x)". Das Dialogfeld "Berechnung für SFC"
wird geöffnet.
Zur Projektierung einer Berechnung muss das zugehörige Eingabefeld in der
Anweisungszeile leer sein, sonst ist das zugehörige Symbol "f(x)" deaktiviert.
Löschen Sie in diesem Fall den Inhalt des Feldes und klicken Sie danach auf die zugehörige
Schaltfläche "f(x)", um die Berechnung zu projektieren.
3. Die oberste Zelle in der Spalte "Berechnung" enthält den Namen der Berechnung. Wenn
die Berechnung neu erstellt wird, dann steht in der obersten Zelle der Text "Bitte Funktion
einfügen".
Die oberste Zelle kann erst editiert werden, wenn eine Funktion eingefügt wurde.
Wählen Sie dazu im Kontextmenü den Menübefehl "Funktion einfügen" und eine der
angezeigten Funktionen aus. Die gewählte Funktion wird in der Spalte "Berechnung"
eingefügt. Diese oberste, zuerst eingefügte Funktion bildet immer die oberste Ebene der
Struktur der Berechnung. Bei Bedarf kann diese Funktion auch nachträglich ersetzt werden.
Weitere Informationen über die zur Auswahl stehenden Funktionen und Datentypen finden
Sie im Abschnitt "Funktionsumfang in SFC-Berechnungen (Seite 148)".
4. Geben Sie in der obersten Zelle einen Namen für die Berechnung ein.
Im Kontextmenü der Zelle sind verschieden Editierfunktionen verfügbar. Der Name wird in
das übergeordnete Eigenschaften-Dialogfeld des Schritts bzw. der Transition
übernommen.
Beim Verlassen dieser Zelle wird eine Plausibilitätsprüfung durchgeführt, z. B. auf
Eindeutigkeit, zulässige Zeichen, Zeichenlänge. Nicht eindeutige Namen werden beim
Übernehmen der Daten in das übergeordnete Eigenschaften-Dialogfeld eindeutig gemacht,
z. B. durch den Zusatz "(1)“.
5. Vervollständigen Sie die Projektierung der zuerst eingefügten Funktion.
Nach dem Einfügen einer Funktion werden an jedem Funktionseingang noch folgende
zugehörige Daten projektiert:
– Der gewünschte Datentyp in der Spalte "Datentyp" (siehe Schritt 6).
– Eine Verschaltung, Konstante oder unterlagerte Funktion in der Spalte "Verschaltung"
(siehe Schritt 7).
Die Reihenfolge dieser Projektierungsschritte ist variabel. Wenn Sie z. B. unterlagerte
Funktionen einfügen möchten, dann erfolgt die Festlegung der Datentypen sinnvollerweise
erst danach.
6. Prüfen Sie an den zugehörigen Funktionseingängen den gewünschten Datentyp in der
Spalte "Datentyp" und ändern Sie den Datentyp bei Bedarf.
Wenn für einen Funktionseingang nur ein Datentyp möglich ist, dann wird die zugehörige
Zelle in der Tabelle mit der Hintergrundfarbe "Grau" angezeigt. Wenn dagegen mehrere
Datentypen möglich sind, dann kann der gewünschte Datentyp aus einer Auswahlliste
gewählt werden und die Hintergrundfarbe der Zelle ist "Weiß".
7. Selektieren Sie an einem Funktionseingang die zugehörige Zelle in der Spalte
"Verschaltung". In dieser Zelle wird der Operand für den Funktionseingang projektiert.
Zur Projektierung eines Operanden gibt es folgende Optionen:
– Manuelle Eingabe:
Für die manuelle Eingabe, z. B. für die Projektierung von Konstanten oder textuellen
Verschaltungen, stehen im Kontextmenü der Zelle verschiedene Funktionen zur
Verfügung.
– Bei Projektierung einer Berechnung in einem SFC-Plan:
Aus einem geöffneten CFC-Plan kann die gewünschte Variable bzw. der
Bausteinanschluss per Drag& Drop in die Zelle "Verschaltung" der Berechnung gezogen
werden.
Über die Schaltfläche "Durchsuchen..." kann ein Dialogfeld geöffnet werden zur
Auswahl eines Operanden für den gewählten Funktionseingang.
– Bei Projektierung einer Berechnung in einem SFC-Typ:
Für die Auswahl von Operanden kann nur auf die Schnittstelle des SFC-Typs
zugegriffen werden. Dabei kann ein Merkmal aus der Merkmalliste oder ein Anschluss
aus der Anschlussliste des SFC-Typs per Drag&Drop in die Zelle "Verschaltung" der
Berechnung gezogen werden.
8. Wenn Sie eine weitere Funktion in die Berechnung integrieren möchten, dann selektieren
Sie in der Spalte "Berechnung" einen Funktionseingang und wählen im Kontextmenü die
neue Funktion aus. Auch bei einem verschalteten Funktionseingang kann eine unterlagerte
Funktion eingefügt werden. Dabei wird der bisherige Eintrag in dieser Zelle ersetzt.
Bei Bedarf können Sie bei bestimmten Funktionen auch weitere Funktionseingänge über
das Kontextmenü hinzufügen.
Nach dem Einfügen bildet diese Funktion dann eine unterlagerte Ebene. Die maximale
Verschachtelungstiefe ist auf 8 unterlagerte Ebenen begrenzt.
Dabei bildet die oberste, zuerst eingefügte Funktion immer die oberste Ebene der Struktur.
Die Zweite und alle weiteren Ebenen können dann auch mehrere Funktionen bilden, die
an den Funktionseingängen der jeweils höheren Ebene projektiert werden.
9. Bei Bedarf können Sie auch Funktionen ersetzen oder löschen. Wählen Sie dazu in der
Spalte "Berechnung" die gewünschte Funktion und im Kontextmenü den entsprechenden
Menübefehl.
Beim Ersetzen ist die angezeigte Auswahl im Kontextmenü abhängig davon, dass die neue
Funktion ähnliche Eigenschaften besitzt, wie die zu ersetzende.
10.Prüfen Sie die Spalte "Datentyp". Für die Übernahme der Berechnungsdaten in das
Eigenschaften-Dialogfeld des Schritts bzw. der Transition muss für alle
Funktionseingänge/-ergebnisse in der Berechnung ein eindeutiger Datentyp festgelegt
sein. D. h., es darf keine Zelle der Spalte "Datentyp" die Hintergrundfarbe "Weiß" zeigen.
Wenn noch Zellen in der Hintergrundfarbe "Weiß" angezeigt werden, dann müssen Sie die
Datentypfestlegung manuell ausführen.
Wählen Sie dazu die Zelle "Datentyp" eines Funktionseingangs, dessen Datentyp noch
nicht eindeutig festgelegt ist und deshalb in der Hintergrundfarbe "Weiß" angezeigt wird.
Wählen Sie in der Auswahlliste der Zelle den gewünschten Datentyp aus.
Im Kontextmenü dieser Zelle finden Sie die Menübefehle zur Festlegung des Datentyps
bzw. zum Aufheben der Festlegung.
Wählen Sie im Kontextmenü den Menübefehl "Datentyp festlegen". Nach der manuellen
Festlegung des Datentyps wird die Zelle in der Hintergrundfarbe "Dunkelgrau" dargestellt.
Falls Sie den Datentyp doch noch einmal ändern möchten, können Sie dazu die Festlegung
über den entsprechenden Menübefehl des Kontextmenüs wieder aufheben.
Wiederholen Sie den Schritt für alle weiteren Zellen, deren Datentyp nicht festgelegt ist und
in der Hintergrundfarbe "Weiß" angezeigt werden.
11.Wenn alle gewünschten Funktionen projektiert und die Datentypen eindeutig festgelegt
sind, können die Berechnungsdaten in das Eigenschaften-Dialogfeld des Schritts bzw. der
Transition übernommen werden.
Klicken Sie dazu auf die Schaltfläche "Übernehmen". Das Dialogfeld "Berechnung für SFC"
wird geschlossen.
Die Berechnung wird in der Anweisungszeile des Eigenschaften-Dialogfelds von Schritt
bzw. Transition mit dem in der Berechnung eingegebenen Namen angezeigt.
Hinweis
Speichern der Berechnung
Die Berechnung wurde nun in die Anweisungszeile des Dialogfelds "Eigenschaften"
übernommen, ist aber noch nicht gespeichert!
Die Speicherung erfolgt erst, wenn im Dialogfeld "Eigenschaften" des Schritts bzw. der
Transition die Schaltfläche "Übernehmen" geklickt wird.
Ergebnis
In einem Schritt, Transition oder Ablaufkette von SFC wurde eine neue Berechnung erstellt.
Übersicht
In SFC stehen für die Projektierung von Berechnungen in Schritten, Transitionen oder
Ablaufketten folgende Funktionen und Datentypen zur Verfügung.
Die Tabelle zeigt die zur Verfügung stehenden Funktionen und die möglichen Datentypen der
Ein- und Ausgänge.
Multiplikation (MUL) INT, DINT, REAL 2 ... n Gleich Typ des Eingangs
Bitweises ODER (OR) BOOL, BYTE, WORD, DWORD 2 ... n Gleich Typ des Eingangs
Bitweises Exklusiv-ODER BOOL, BYTE, WORD, DWORD 2 ... n Gleich Typ des Eingangs
(XOR)
Bitweises NICHT UND (NAND) BOOL, BYTE, WORD, DWORD 2 ... n Gleich Typ des Eingangs
Bitweises NICHT ODER (NOR) BOOL, BYTE, WORD, DWORD 2 ... n Gleich Typ des Eingangs
Hinweis
Für die in der Tabelle genannten Funktionen werden in der Stammdatenbibliothek im Ordner
"Pläne" eigene Objekte angelegt. Diese Objekte dienen nur für die Berechnungen in SFC und
sind nicht identisch mit den Bibliotheksbausteinen, die z. B. im CFC-Editoren verfügbar sind.
12.4.5.4 Beispiel zur Umsetzung einer Formel in eine Berechnung für SFC
Einleitung
Das folgende Beispiel zeigt das Prinzip, wie eine Formel in eine Berechnung für SFC
umgesetzt wird.
Durch die beschriebene Vorgehensweise wird auch Projektierungsaufwand vermieden.
Beispielformel: a + b – c * d / e
Eine detaillierte Beschreibung der Projektierung finden Sie im Abschnitt "Berechnung in SFC
projektieren (Seite 145)".
Umsetzung
Die Umsetzung und Projektierung der Formel "a + b – c * d / e" in SFC erfolgt prinzipiell
in folgenden Schritten:
1. Setzen der Klammern in der Ausgangsformel
Die Klammersetzung ist erforderlich, um die korrekten Zwischenberechnungen in der
Formel zu bilden.
Gleichzeitig wird damit die Umsetzung der Ausgangsformel für die Projektierung der
Berechnung in SFC vorbereitet.
Zwischenschritt Formel
Ausgangsformel a + b – c * d / e
Klammersetzung 1 ( a + b ) – ( c * d / e )
Klammersetzung 2 ( a + b ) – (( c * d) / e )
Diese Klammer ist erforderlich für das Zwischener‐
gebnis von Produkt "c * d".
F G
Ablaufeigenschaften
Die Ablaufeigenschaften eines SFC-Plans oder einer SFC-Instanz legen fest, wie sich der
SFC innerhalb der gesamten Struktur des Zielsystems in die zeitliche Abfolge der Bearbeitung
einfügt. Diese Eigenschaften sind entscheidend für das Verhalten des Zielsystems in Hinsicht
auf Reaktionszeiten, Totzeiten oder die Stabilität von zeitabhängigen Strukturen, z. B.
Regelkreisen.
Ablaufreihenfolge bearbeiten
Sie haben mehrere Möglichkeiten, die Ablaufreihenfolge von SFC-Plänen/SFC-Instanzen zu
bearbeiten. Zur Ablaufreihenfolge gehören die Einbaupositionen der SFCs in die Tasks und
die Ablaufattribute "Untersetzung" und "Phasenverschiebung" über die Attribute der
Ablaufgruppe.
Ablaufreihenfolge ändern
1. Wählen Sie in der Funktionsleiste das Symbol
oder
wählen Sie den Menübefehl Bearbeiten > Ablaufreihenfolge.
Der SFC wird gestartet und das Fenster der "Ablaufreihenfolge" wird geöffnet. Wenn im
SFC auch der Katalog geöffnet ist, können Sie diesen schließen.
2. Markieren Sie im linken Fenster die Task, aus der Sie den SFC ausbauen wollen.
3. Markieren Sie den SFC und wählen Sie die Funktion "Ausschneiden".
4. Markieren Sie die neue Position in der Ablaufreihenfolge (Task oder Objekt in der Task)
und wählen Sie "Einfügen".
Wenn Sie eine Task markiert haben, wird der SFC innerhalb der Task am Anfang eingebaut.
Wenn Sie ein Objekt innerhalb der Task markiert haben, wird der SFC nach dem Objekt
eingebaut.
Alternativ zum Ausschneiden/Einfügen können Sie einen SFC auch aus einer geöffneten Task
mit Drag&Drop in eine andere Task ziehen.
Einleitung
SFCs können Sie in Ablaufgruppen einbauen, wenn sie die Attribute "Untersetzung" und/oder
"Phasenverschiebung" haben sollen. Die Attribute stellen Sie in den Objekteigenschaften der
Ablaufgruppe ein. Alle Pläne der Ablaufgruppe besitzen damit die gleiche "Untersetzung" und
"Phasenverschiebung".
Hinweis
Durch den Einbau in Ablaufgruppen können SFCs in unterschiedlichen zyklischen Tasks
ablaufen. Damit kann auch aus technologischer Sicht eine bessere Strukturierung des Projekts
erreicht werden, die bei Änderungsprojektierungen einen nicht unerheblichen Performance-
Gewinn versprechen (z. B. durch kürzere Übersetzungszeiten).
Hinweis
Sie können Untersetzung und Phasenverschiebung sinnvoll nur in den Tasks verwenden, die
in definierten Zyklen ablaufen, d.h. in (zyklischen) Weckalarmen. Bei allen anderen Tasks ist
Vorsicht geboten, insbesondere bei Prozessalarmtasks und Sondertasks. Dort sollten Sie die
Voreinstellung Untersetzung = 1 und Phasenverschiebung = 0 nicht verändern.
Legende
1) abhängig von "SFC-Eigenschaften/Betriebsparameter AS/Zyklischer Betrieb"
2) abhängig von "SFC-Eigenschaften/Betriebsparameter AS/Befehlsausgabe"
3) abhängig von "SFC-Eigenschaften/Betriebsparameter AS/Zeitüberwachung"
4) abhängig von "SFC-Eigenschaften/Betriebsparameter AS/Betriebsart"
5) abhängig von "SFC-Eigenschaften/Betriebsparameter AS/Schaltmodus"
Anschlüsse SFC-Plan
Die Anschlüsse vom Standard-Interface des SFC-Plans sind nach ihrer Verwendung sortiert
und in den folgenden Abschnitten zusammengefasst:
Betriebsarten (SFC-Anschlüsse) (Seite 184)
Befehle und Betriebszustände (SFC-Anschlüsse) (Seite 185)
Ablaufoptionen (SFC-Anschlüsse) (Seite 192)
Sammelanzeigen und Sammelquittierungen (SFC-Anschlüsse) (Seite 193)
Daten von zu bearbeitenden Ketten und Schritten (SFC-Anschlüsse) (Seite 193)
BATCH-Parameter (SFC-Anschlüsse) (Seite 194)
Kontinuierlicher Betrieb (SFC-Anschlüsse) (Seite 195)
Fehlerbehandlung (SFC-Anschlüsse) (Seite 196)
Meldungen (SFC-Anschlüsse) (Seite 198)
Steuerwörter (SFC-Anschlüsse) (Seite 199)
Statuswörter (SFC-Anschlüsse) (Seite 200)
Systemparameter (SFC-Anschlüsse) (Seite 204)
Reserven (SFC-Anschlüsse) (Seite 204)
Weitere Informationen
Weitere Informationen zu den Anschlüssen finden Sie in den folgenden Abschnitten:
Anschlüsse des Standard-Interface des SFC-Typs (Seite 163)
Anschlüsse des SFC-Typs nach Verwendung sortiert (Seite 169)
Interface-Parametrierungen "Merkmale" (Seite 170)
Interface-Erweiterungen "Merkmale" (Seite 172)
Änderung von Fahrweise und Sollwerten bei einer SFC-Instanz (Seite 249)
Interface-Erweiterungen "Anschlüsse" (Seite 170)
Legende
1) abhängig von der Anzahl Fahrweisen im Merkmale-Editor
2) abhängig von "SFC-Eigenschaften/Betriebsparameter AS/Zyklischer Betrieb"
3) abhängig von "SFC-Eigenschaften/Betriebsparameter AS/Befehlsausgabe"
4) abhängig von "SFC-Eigenschaften/Betriebsparameter AS/Zeitüberwachung"
5) abhängig von "SFC-Eigenschaften/Betriebsparameter AS/Betriebsart"
6) abhängig von "SFC-Eigenschaften/Betriebsparameter AS/Schaltmodus"
7) abhängig von "SFC-Eigenschaften/Optionen/Fahrweisenauswahl"
Die Anschlüsse vom Standard-Interface des SFC-Typs sind nach ihrer Verwendung sortiert
und in den folgenden Abschnitten zusammengefasst:
Betriebsarten (SFC-Anschlüsse) (Seite 184)
Befehle und Betriebszustände (SFC-Anschlüsse) (Seite 185)
Ablaufoptionen (SFC-Anschlüsse) (Seite 192)
Sammelanzeigen und Sammelquittierungen (SFC-Anschlüsse) (Seite 193)
Daten von zu bearbeitenden Ketten und Schritten (SFC-Anschlüsse) (Seite 193)
BATCH-Parameter (SFC-Anschlüsse) (Seite 194)
Kontinuierlicher Betrieb (SFC-Anschlüsse) (Seite 195)
Fehlerbehandlung (SFC-Anschlüsse) (Seite 196)
Meldungen (SFC-Anschlüsse) (Seite 198)
Zulässige Anschlüsse
Für Interface-Erweiterungen steht der Interface-Editor "Anschlüsse" zur Verfügung. Für die
Anschlüsse sind folgende Datentypen in den Abschnitten IN, OUT und IN_OUT zulässig:
INPUT (IN-Abschnitt):
BOOL, BYTE, CHAR, WORD, DWORD, INT, DINT, REAL, S5TIME, TIME, DATE,
TIME_OF_DAY, STRING
OUTPUT (OUT-Abschnitt):
BOOL, BYTE, CHAR, WORD, DWORD, INT, DINT, REAL, S5TIME, TIME, DATE,
TIME_OF_DAY, STRING
IN_OUT (IN_OUT-Abschnitt):
BOOL, BYTE, CHAR, WORD, DWORD, INT, DINT, REAL, S5TIME, TIME, DATE,
TIME_OF_DAY, STRING
Interface-Parametrierungen "Merkmale"
Die Merkmale sind nur für den SFC-Typ relevant.
Die Anschlüsse der folgenden Merkmale sind im Standard-Interface enthalten:
● Merkmal "Fahrweisen" (Seite 171)
● Merkmal für Hinweistexte (Seite 171)
● Merkmal für Positionstexte (Seite 172)
Merkmal "Fahrweisen"
Erklärungen zu den Tabelleneinträgen finden Sie im Abschnitt: Bedeutungen in der Tabelle
(Seite 161)
Legende
1) abhängig von der Anzahl Fahrweisen im Merkmale-Editor
2) abhängig von "SFC-Eigenschaften/Optionen/Fahrweisenauswahl"
Interface-Erweiterung "Merkmale"
Die Merkmale sind nur für den SFC-Typ relevant.
Die Anschlüsse für die folgenden Merkmale sind im Standard-Interface nicht enthalten und
müssen bei Bedarf projektiert werden:
Merkmal "Sollwerte" (Seite 173)
Merkmal "Prozesswerte" (Seite 181)
Merkmal "Steuerwerte" (Seite 181)
Merkmal "Parameter" (Seite 182)
Merkmal "Merker" (Seite 182)
Merkmal "Zeiten" (Seite 183)
Merkmal "Bausteinkontakte" (Seite 183)
Hinweis
In den folgenden Tabellen der Merkmale steht "name" für "Anschlussname". Es ist nicht der
Name eines Merkmals.
Merkmal "Sollwerte"
Ausführliche Informationen zu den Anschlüssen für Sollwerte finden Sie im Abschnitt:
Nutzung der Anschlüsse von Sollwerten (Seite 179)
Erklärungen zu den Tabelleneinträgen finden Sie im Abschnitt:
Bedeutungen in der Tabelle (Seite 161)
Datentyp "BOOL"
Legende
1) abhängig von der Anzahl Fahrweisen im Merkmale-Editor
2) abhängig von "<Sollwert>/Eigenschaften/Fahrweisenzuordnung"
Datentyp "INT"
Legende
1) abhängig von der Anzahl Fahrweisen im Merkmale-Editor
2) abhängig von "<Sollwert>/Eigenschaften/Fahrweisenzuordnung"
Legende
1) abhängig von der Anzahl Fahrweisen im Merkmale-Editor
2) abhängig von "<Sollwert>/Eigenschaften/Fahrweisenzuordnung"
Datentyp "REAL"
Legende
1) abhängig von der Anzahl Fahrweisen im Merkmale-Editor
2) abhängig von "<Sollwert>/Eigenschaften/Fahrweisenzuordnung"
Datentyp "STRING"
Legende
1) abhängig von der Anzahl Fahrweisen im Merkmale-Editor
2) abhängig von "<Sollwert>/Eigenschaften/Fahrweisenzuordnung"
*) Die Parameter sind als Ausgänge realisiert, da beim Datentyp "STRING" keine IN_OUT-Para‐
meter zulässig sind!
Legende
1) abhängig von der Anzahl Fahrweisen im Merkmale-Editor
2) abhängig von "<Sollwert>/Eigenschaften/Fahrweisenzuordnung"
Datentyp "PO" (Process Output = Parameter für Haupt-, Neben-, Zwischen- und Abfallprodukte)
Legende
1) abhängig von der Anzahl Fahrweisen im Merkmale-Editor
2) abhängig von "<Sollwert>/Eigenschaften/Fahrweisenzuordnung"
Datentyp "TKEY"
Legende
1) abhängig von der Anzahl Fahrweisen im Merkmale-Editor
2) abhängig von "<Sollwert>/Eigenschaften/Fahrweisenzuordnung"
Vorbereitete Sollwerte
An den Sollwert-Eingängen für die Betriebsart AUTO bzw. HAND wird der beim nächsten Start
der SFC-Instanz zu verwendende Wert "vorbereitet".
Die Eingänge der Betriebsart HAND können Sie in der Sicht "Vorbereitete Werte" des SFC-
Bildbausteins parametrieren. Die vorbereiteten Werte werden an den Ausgängen ausgegeben.
Prüfung Grenzwerte
Geänderte Sollwerte werden nur dann an den entsprechenden Ausgang übernommen, wenn
der neue Wert innerhalb der definierten Grenzen des Sollwerts liegt. Ist dies nicht der Fall,
wird die Grenzwertverletzung als Fehler am Ausgang <sw>_ERR angezeigt und der
betreffende Ausgang bleibt unverändert.
Prüfung Fahrweisenzuordnung
Der Wert des Eingangs <sw>_CS definiert die Zuordnung des Sollwerts zu den vorhandenen
Fahrweisen. Diese Zuordnung wird benötigt für die Prüfung und Übernahme von
Sollwertänderungen bzw. für die Anpassung des SFC-Bildbausteins an die jeweils
ausgewählte Fahrweise. Den Eingang <sw>_CS projektieren Sie über das Dialogfeld
"Objekteigenschaften" eines Sollwerts.
Merkmal "Prozesswerte"
Merkmal "Steuerwerte"
Merkmal "Parameter"
Merkmal "Merker"
Hinweis
Beim Merker handelt es sich um eine interne Variable, die nicht am Interface als sichtbarer
Anschluss dargestellt wird. Deshalb können Sie diese Variable z. B. nicht über das Dialogfeld
"Durchsuchen" oder den Interface-Editor in den Operanden der Schritt-/
Transitionseigenschaften übernehmen. Sie müssen den Anschlussnamen für den Merker über
die Tastatur eingeben.
Merkmal "Zeiten"
Merkmal "Bausteinkontakte"
Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt: Bausteinkontakte (Seite 93).
Legende
*) abhängig von "SFC-Eigenschaften/Betriebsparameter AS/Betriebsart"
Die Freigabe-Schaltfläche "Schloss" zeigt auch den Zustand von QENMAN bzw. QENAUT an.
Der Ausgang QFORCEMAN wird bei der Umschaltung von AUTO auf HAND für einen Zyklus
gesetzt, wenn keine Freigabe gesetzt war.
Dieser Befehl existiert wegen der Kompatibilität zu SFC V5.2 (dort <SFCName>.EN) und wird
in Schritt-Aktionen verwendet.
Hinweis
Der Anschluss INTONOFF ist ab V6.1 bei SFC-Typen nicht mehr vorhanden, sondern in einen
Reserve-Anschluss (IORES0) umgewandelt worden. Vorhandene Zugriffe auf INTONOFF
werden in textuelle Verschaltungen umgewandelt.
Spezielle Zustände
READY_TC
Der SFC stellt mit dem Ausgang READY_TC (Ready to complete) der Standardschnittstelle
ein Signal zur Synchronisierung zwischen SFC und überlagerter Steuerung für den Übergang
von "Aktiv" nach "Beendend" zur Verfügung. Das Signal READY_TC wird vom SFC auf den
Wert "1" gesetzt, wenn "Aktiv" fertig bearbeitet ist, also keine Startbedingung für eine
Ablaufkette erfüllt bzw. eine gestartete Ablaufkette vollständig bearbeitet ist. Unabhängig
davon kann READY_TC auch in Schritten gesetzt werden. Damit wird signalisiert, dass die
eigentliche SFC-Bearbeitung fertig ist. Eine dem SFC überlagerte Steuerung gibt dem SFC
den Befehl "Beenden" erst dann, wenn der Ausgang READY_TC gesetzt ist.
Wird der Betriebszustand "Aktiv" verlassen (z. B. durch "Beenden", "Anhalten" oder "Fehler"),
so wird READY_TC = 0 gesetzt. Wurde der SFC angehalten und wieder fortgesetzt, so wird
READY_TC nicht automatisch auf den vorherigen Wert zurückgesetzt, sondern es bleibt
READY_TC = 0, da der SFC nicht entscheiden kann, ob beim Fortsetzen die Bedingungen für
READY_TC = 1 wieder erfüllt sind. Das korrekte Hantieren von READY_TC liegt hier in der
Verantwortung des Projekteurs.
BUSY
BUSY = 1 zeigt an, dass der SFC "beschäftigt" ist, d. h. gestartet wurde. Dieses Signal ersetzt
in Transitionen das bis SFC V5.2 benutzte Signal <SfcName.EN>.
Hinweis
Stehen mehrere Befehle gleichzeitig an (z. B. externe und interne Befehle), wird in der Regel
ein Verschaltungsfehler (LI_ERR=1) angezeigt. Die Befehle werden nicht ausgeführt oder nur
einer der Befehle wird ausgeführt.
Mit ENTARGETSTEP können Sie in der Betriebsart HAND das manuelle Setzen von
Zielschritten freigeben oder sperren (nur relevant in HAND, im Unterschied zu anderen
"EN..."). Auf die programmierten Zielschritte hat ENTARGETSTEP keine Wirkung.
Mit TARGETSEQ und TARGETSTEP kann in jeder Kette nur ein Zielschritt gesetzt werden.
Bereits gesetzte Zielschritte werden dabei rückgesetzt.
Siehe auch
Verhalten beim Anstehen mehrerer Befehle (Seite 243)
Legende
2) abhängig von "SFC-Eigenschaften/Betriebsparameter AS/Zyklischer Betrieb"
3) abhängig von "SFC-Eigenschaften/Betriebsparameter AS/Befehlsausgabe"
4) abhängig von "SFC-Eigenschaften/Betriebsparameter AS/Zeitüberwachung"
6) abhängig von "SFC-Eigenschaften/Betriebsparameter AS/Schaltmodus"
Hinweis
Bei den schritt-/transitionsbezogenen Werten (CUSTEPx, CUTRANSx, HELDSTEPx,
HELDTRANSx, LASTSTEP) wird nur der Wert des ersten aktiven Schritts bzw. der ersten
aktiven Transition angegeben.
Wie viele Schritte/Transitionen aktiv sind, wird über xCOUNT angegeben.
Legende
*) nur bei SFC-Typ
**) nur bei SFC-Plan
Legende
*) nur bei SFC-Typ
Erläuterungen zur Kooperation von Anwendersteuerungen und SFC finden Sie im Abschnitt:
Kontinuierlicher Betrieb (Continuous) (Seite 232)
HAND
● Ablaufoptionen:
Bit 5 - SELFRESET = 1 und Bedien-und Anzeigeteil "Zyklischer Betrieb"
(es werden weder SELFRESET noch "Zyklischer Betrieb" ausgeführt)
● Interne Befehle und externe Verriegelungen
Bit 6 - mehr als ein interner Befehl gleichzeitig (z. B. INTABORT und INTCOMPLETE) (1
Zyklus)
Bit 7 - mehr als eine externe Verriegelung gleichzeitig (z.B. LOCKABORT und
LOCKCOMPLETE)
Bit 8 - Interne Befehle und externe Verriegelung gleichzeitig (INT...+LOCK...) (1 Zyklus)
Legende
*) nur bei SFC-Typ
**) nur bei SFC-Plan
Legende
*) nur bei SFC-Typ
Legende
*) nur bei SFC-Typ
BA_ADDSTATE
BA_STATE
Legende
*) nur bei SFC-Typ
**) Es wird zusätzlich der Ausgangszustand angezeigt, der vor dem Fehlerzustand aktuell war.
SFC_STATE
Bit Bedeutung
0-15 durch Anwender frei belegbar
Spezial
● Der Parameter MODE wird vom SFC-Codegenerator für den Einbau der SFC-Instanz in
den Anlauf-OB bzw. Weckalarm-OB vorbesetzt und darf nicht verändert werden.
● Der Parameter SFC_INIT dient der Initialisierung der SFC-Instanz für Testzwecke und darf
nicht verwendet werden
Übersetzen
Beim Übersetzen (Umfang: Gesamtes Programm) werden alle Pläne, SFC-Typen und SFC-
Instanzen des aktuellen Planordners in Quellsprache umgesetzt und anschließend kompiliert.
Wenn Sie einen SFC-Plan, einen SFC-Typ oder eine SFC-Instanz geändert haben, können
Sie auch nur die Änderungen übersetzen.
Grundsätzlich werden beim Übersetzen zunächst alle SFC-Typen, dann alle SFC-Instanzen
und danach alle SFC-Pläne übersetzt. Anschließend werden die CFC-Pläne übersetzt.
Der SFC-Typ wird nur übersetzt, wenn Sie seit dem letzten Übersetzen eine
übersetzungsrelevante Änderung am Typ vorgenommen haben.
Aus dem mit einem Interface versehenen SFC-Typ wird ein Funktionsbausteintyp erzeugt, der
die im Interface definierten Anschlüsse und die projektierten Ablaufketten enthält. Zusätzlich
werden, wie beim SFC-Plan, ein Aktions- und ein Transitions-FC erzeugt.
Während des Übersetzens wird automatisch eine Konsistenzprüfung ausgeführt. Diese
Prüfung können Sie auch unabhängig vom Übersetzungsvorgang mit dem Menübefehl SFC
> Konsistenz prüfen starten.
Bei der Konsistenzprüfung, beim Übersetzen und beim Laden werden Protokolle angelegt, die
Sie sich im SIMATIC Manager mit dem Menübefehl Extras > Pläne > Protokolle... und im SFC
und im CFC mit dem Menübefehl Extras > Protokolle... ansehen können.
Nach dem Übersetzen können Sie das Anwenderprogramm in das Zielsystem laden, testen
und in Betrieb nehmen.
Zielsystem vergleichen
Wählen Sie den Menübefehl Zielsystem > Vergleichen, wenn Sie vor dem Laden die
Zeitstempel der letzten Änderungen vergleichen wollen.
Es wird ein Dialogfeld geöffnet, in dem Datum und Uhrzeit folgender Änderungen aufgelistet
werden:
● Letzte laderelevante Änderung
● Letztes Übersetzen
● Übersetzung des geladenen Programms
Wenn der Zeitstempel der letzten laderelevanten Änderung älter als die letzte Offline-
Programmänderung ist, dann hat das keine weiteren Auswirkungen auf den Programmablauf
in der CPU. Sie müssen das Programm nicht neu laden.
Wenn der Zeitstempel "Letztes Übersetzen" älter als der Zeitstempel der letzten
laderelevanten Änderung ist, dann müssen Sie die Pläne übersetzen und in die CPU laden,
um Übereinstimmung zu erzielen.
Wenn der Zeitstempel "Übersetzung des geladenen Programms" älter ist als der Zeitstempel
"Letztes Übersetzen", dann müssen Sie das Anwenderprogramm vom PC/PG in die CPU
laden, um Übereinstimmung zu erzielen.
Weitere Informationen
Weitere Informationen zum Übersetzen finden Sie in folgenden Abschnitten:
Einstellungen für das Übersetzen/Laden (Seite 208)
So übersetzen Sie (Seite 209)
Übersicht über die beim Übersetzen generierten Bausteine (Seite 210)
Konsistenzprüfung (Seite 211)
Protokolle (Seite 276)
Einstellungen festlegen
Wählen Sie den Menübefehl Extras > Einstellungen > Übersetzen/Laden....
Es wird ein Dialogfeld geöffnet, in dem Sie die Informationen über die Ressourcen finden, die
im Zusammenhang mit der Übersetzung stehen:
● Sie können festlegen, welche Warngrenzen gelten sollen, damit rechtzeitig vor dem Laden
mögliche Gefahren erkannt werden.
● Sie können festlegen, welche Ressourcen beim Übersetzen des aktuellen Planordners
unbenutzt bleiben sollen.
Dies ist z. B. sinnvoll, wenn Sie die Automatisierungsaufgabe teils mit Plänen, teils mit
Programmierung (z. B. AWL-, KOP- oder SCL-Programme) lösen wollen und, wenn Sie
Funktionen (FC) oder Datenbausteine (DB) aus anderen Quellen in Ihrem
Anwenderprogramm haben.
● Sie können die Statistik einsehen, die zeigt, wie viele Ressourcen (DBs, FCs) in Ihrer CPU
für das Übersetzen verfügbar und wie viele bereits belegt sind.
● Sie können festlegen, ob ein Abbild des geladenen Programms für den Vergleich erzeugt
werden soll. Das Abbild wird als XML-Datei erstellt und dem Programm zugeordnet. Damit
können Sie vor einem erneuten Laden feststellen, welche Änderungen zwischen den zu
ladenden und den geladenen Daten bestehen.
Hinweis
Wenn Sie in Ihrem Programm ausschließlich mit CFC und SFC arbeiten, können Sie die
Standard-Einstellung für das Übersetzen unverändert lassen.
Planordner übersetzen
1. Wählen Sie den Menübefehl SFC > Übersetzen....
Ein Dialogfeld wird geöffnet, in dem Sie mit den Optionsfeldern zwischen einer Übersetzung
"Gesamtes Programm" (alle Objekte werden übersetzt) und einer Übersetzung
"Änderungen" (nur die seit der letzten Übersetzung geänderten Objekte werden übersetzt)
wählen können.
Ein Dialogfeld zum Konfigurieren der Übersetzungseinstellungen wird geöffnet.
2. Wählen Sie, ob Sie das "gesamte Programm" oder nur "Änderungen" übersetzen wollen.
3. Optional: Deaktivieren Sie das Optionskästchen "Baugruppentreiber erzeugen", wenn z.
B. Ihre Hardware bei diesem Übersetzungsvorgang noch unvollständig ist. Die
Deaktivierung gilt nur für diese Übersetzung; bei der nächsten Übersetzung ist das
Optionskästchen wieder aktiviert.
4. Optional: Aktivieren Sie das Optionskästchen"SCL-Quelle erzeugen", wenn Sie bestimmte
Programmteile z. B. aus Verständnisgründen oder zur Fehlersuche im SCL-Code
anschauen wollen.
Nur bei aktiviertem Optionskästchen wird eine SCL-Quelle erzeugt, die im Quell-Ordner
abgelegt wird. Für das Übersetzen des Programms wird diese Quelle nicht benötigt.
Das aktivierte Optionskästchen ist nur für eine Übersetzung gültig; beim nächsten
Übersetzen ist es wieder deaktiviert.
5. Klicken Sie auf die Schaltfläche "OK". Das Dialogfeld wird geschlossen und der
Übersetzungsvorgang gestartet.
Ergebnis
Die Pläne des aktuellen Programms (Planordners) werden auf Konsistenz geprüft und
anschließend übersetzt. Die Meldungen bei der Konsistenzprüfung werden in eine
Protokolldatei geschrieben. Bei "Fehlern" und "Warnungen" können Sie auf die entsprechende
Meldung doppelklicken, um zum SFC zu springen.
Während des Übersetzungslaufs wird ein Dialogfeld mit einer Fortschrittsanzeige
eingeblendet. Mit Klicken auf die Schaltfläche "Abbrechen" können Sie die Übersetzung
jederzeit abbrechen.
Hinweis
Die Konsistenzprüfung können Sie auch ohne eine Übersetzung ausführen. Dazu wählen Sie
den Menübefehl SFC > Konsistenz prüfen.
Weitere Informationen finden Sie unter: Konsistenzprüfung (Seite 211) .
Einleitung
Das Verständnis der folgenden Zusammenhänge ist hilfreich, wenn Sie die
Ressourcenvergabe im Zielsystem steuern wollen.
Übersicht
Die von Ihnen in SFCs projektierte Struktur wird auf die S7-Objekte Funktionsbaustein (FB),
Funktion (FC) und Datenbaustein (DB) abgebildet. Es werden immer alle Pläne (CFC und
SFC) eines Planordners übersetzt.
Jeder SFC des Planordners wird beim Übersetzen wie folgt abgebildet:
Wenn ein Merkmal "Zeiten" vorhanden ist, wird noch folgender Baustein benötigt:
FB 5 TIMER_P T Impulsbildner
Mit dem Neuanlegen eines SFC-Plans oder SFC-Typs werden die benötigten Bausteine
automatisch in den Bausteinordner kopiert. Für den SFC-Typ wird zusätzlich eine Kopie des
FB 247 angelegt (FB-Nummer ist die erste freie Nummer, z. B. FB 1025).
Es werden außerdem weitere FCs benötigt, um die im CFC bearbeiteten Bausteine gemäß
der projektierten Ablaufreihenfolge aufzurufen:
● für jeden benutzten OB ein FC
● für jede Ablaufgruppe ein FC
DBs werden vom CFC wie folgt genutzt:
● Für jeden eingefügten Baustein eines Bausteintyps (FB) wird ein Instanz-DB angelegt.
● Zur Ablage von Zwischenergebnissen von z. B. FCs werden Pool-DBs angelegt. Pro
Datentyp wird ein Pool-DB benötigt. Bei Erreichen der Maximallänge (4 KByte) wird ein
weiterer DB angelegt.
Je nach Zielsystem haben Sie unterschiedliche Mengen von FCs und DBs zur Verfügung.
Diese müssen Sie folgendermaßen aufteilen:
● FCs für Bausteintypen
● FCs und DBs für die mit den Programmiersprachen KOP, AWL, SCL erstellten Strukturen
● FCs und DBs für übersetzte Pläne
14.5 Konsistenzprüfung
Prüfungsumfang
Vor dem eigentlichen Übersetzungsvorgang führt das System automatisch folgende
Konsistenzprüfungen aus:
● Prüfung, ob die Bausteintypen im Anwenderprogramm mit den in den CFC importierten
Typen übereinstimmen
Inkonsistenzen können auftreten, wenn nach dem Bausteintypimport in den CFC-
Bausteintypen im Anwenderprogramm geändert oder gelöscht wurden.
● Prüfung, ob symbolische Referenzen auf globale Operanden in der Symboltabelle
eingetragen sind
Inkonsistenzen können auftreten, wenn die entsprechenden Einträge in der Symboltabelle
noch nicht vorgenommen, geändert oder gelöscht wurden.
● Prüfung, ob die Datenbausteine (DB), auf die verschaltet wurde, im Anwenderprogramm
vorhanden sind
Inkonsistenzen können auftreten, wenn nachträglich Datenbausteine im
Anwenderprogramm geändert oder gelöscht wurden.
● Prüfung, ob Durchgangsparameter oder Bausteinausgänge vom Typ "ANY", "STRING",
"DATE_AND_TIME" oder "POINTER" versorgt (d. h. verschaltet) wurden
Prüfung, ob alle Bausteine noch vorhanden sind, auf die Bedingungen oder Anweisungen
vom SFC zugreifen
Vorgehen
1. Wählen Sie den Menübefehl Plan > Konsistenz prüfen.
Überprüft werden alle Pläne des aktuellen Planordners. Nach Abschluss der Prüfung wird
das Ergebnis im Dialogfeld "Protokolle" angezeigt.
2. Das Protokoll können Sie auch zu einem späteren Zeitpunkt lesen oder ausdrucken:
3. Wählen Sie im SFC den Menübefehl Extras > Protokolle... oder im SIMATIC Manager
Extras > Pläne > Protokolle....
Weitere Informationen zu den Protokollen finden Sie unter: Protokolle (Seite 276)
Einleitung
Um die grafisch erstellten Pläne/Typen für eine CPU in Betrieb nehmen zu können, muss das
Programm zuerst übersetzt und in das Zielsystem geladen werden. Geladen wird in die CPU,
der das Anwenderprogramm mit dem aktuellen Planordner zugeordnet ist.
Hinweis
Mit dem SFC erzeugte Programme müssen auch immer aus dem SFC oder CFC heraus ins
Zielsystem geladen werden, da nur diese Ladefunktion die Konsistenz der Projektierungsdaten
mit den Zielsystem-Daten garantiert. Die gleiche Ladefunktion wird auch verwendet, wenn Sie
im SIMATIC Manager den Menübefehl Zielsystem > Objekte übersetzen und laden... wählen.
Nicht erlaubt ist dagegen das Kopieren der Bausteine im "Bausteinordner Offline" um sie in
den "Bausteinordner Online" einzufügen.
Änderungsprotokoll
Das Laden in die CPU ist - wie auch das Arbeiten im Testmodus - bei S7 eine abgesicherte
zu protokollierende Funktion, wenn der SIMATIC Logon Service installiert ist und der
Zugriffschutz und das Änderungsprotokoll aktiviert sind.
Zusätzlich zum Änderungsprotokoll des SIMATIC Manager können im ES die Aktionen beim
Laden und die Zeitstempel im ES-Protokoll aufgeführt werden, wenn der aktuelle Planordner
für das ES-Protokoll aktiviert ist. Sie aktivieren den markierten Planordner im Dialogfeld der
Objekteigenschaften im Register "ES-Protokoll".
Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Dokumentation oder der Online-Hilfe CFC für
SIMATIC S7 im Abschnitt "Das Änderungsprotokoll".
Vorgehen
1. Wählen Sie den Menübefehl Zielsystem > Laden.
Das Dialogfeld "Laden" wird geöffnet.
2. Wählen Sie mit dem Lademodus aus, ob das "gesamte Programm" oder nur "Änderungen"
in die CPU geladen werden sollen. Sie können das gesamte Programm auch in eine "Test-
CPU laden".
3. Klicken Sie auf die Schaltfläche "OK", um das Programm zu laden.
Wenn Sie vor dem Laden eine laderelevante Änderung in der Projektierung vorgenommen
und noch nicht übersetzt haben, so werden Sie dazu aufgefordert. Nach dem fehlerfreien
Übersetzen wird dann automatisch mit dem Laden begonnen.
Für die Fälle, bei denen beim Änderungsladen die Anwender-Datenbausteine unberücksichtigt
bleiben sollen, müssen Sie das Optionsfeld deaktivieren. Das kann folgende Konsequenzen
haben:
● Wenn ein Anwender-Datenbaustein im S7-Programm vorhanden aber in der CPU nicht
vorhanden ist, dann wird das Laden mit einer Fehlermeldung abgebrochen.
● Sie erhalten unter folgenden Bedingungen eine Warnung:
– wenn der Anwender-Datenbaustein in der CPU vorhanden, im S7-Programm aber nicht
mehr vorhanden ist
– wenn sich der Anwender-Datenbaustein im S7-Programm von dem in der CPU
unterscheidet.
Der korrekte Programmablauf liegt dann in Anwenderverantwortung.
Hinweis
Beachten Sie, dass nicht mit absoluter Sicherheit verhindert werden kann, dass die CPU
beim Änderungsladen in den Stoppzustand geht.
Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Dokumentation oder der Online-Hilfe CFC
für SIMATIC S7 im Abschnitt" Systemunterstützung zur Vermeidung von Stoppursachen".
Programme vergleichen
Wenn Sie für das geladene Programm ein Abbild erzeugt hatten, dann können Sie im
Dialogfeld "S7 laden" vor dem Laden mit der Schaltfläche "Änderungen anzeigen" einen
Vergleich zwischen der XML-Datei und dem zu ladenden Programm durchführen.
Für den Vergleich wird der VXM aufgerufen. Nach dem Vergleich können Sie sehen, welche
Daten sich gegenüber dem geladenen Programm geändert haben und entscheiden, ob Sie
den neuen Stand wirklich laden wollen.
Beispiel 1
Im Zustand "Fehler" ist eine Kette aktiv und diese Kette soll geladen werden.
Es ergibt sich folgender Ablauf:
Beispiel 2
Im Zustand "Abbrechend" ist eine Kette aktiv und diese Kette soll geladen werden.
Es ergibt sich folgender Ablauf:
Hinweis
Eine Kette, die im Zustand "Abbrechend" läuft, kann vom Lader nicht ausgeschaltet werden,
wenn durch den eingestellten Schaltmodus eine Bestätigung des Bedieners erforderlich ist
Beispiel 3
Im Zustand "Bereit" ist eine Kette aktiv und diese Kette soll geladen werden.
Es ergibt sich folgender Ablauf:
Weitere Informationen zu den Auswirkungen bei einem geänderten SFC-Typ finden Sie unter:
Änderungsprojektierung des SFC-Typs (Seite 72)
Voraussetzungen
● Der mit dem SFC-Editor erstellte SFC ist durch Folgendes festgelegt:
– die Ablaufketten (Startbedingung und Vor-/Nachverarbeitung) und deren
Kettentopologie
– die Aktionsfunktionen der Schritte
– die Bedingungen der Transitionen
– die Ablaufeigenschaften
● Das Programm ist übersetzt und seine Bausteine in das AS geladen.
Gruppe "Voreinstellungen"
Schaltmodus T Transition (prozessgesteuert)
Betriebsart HAND Bedienmodus
Befehlsausgabe ein
Zyklischer Betrieb aus
Zeitüberwachung aus
Gruppe "Startoptionen"
Autostart aus
Beim SFC-Start Voreinstellungen der Betriebspa‐ aus
rameter verwenden
Folgender Betriebszustand stellt sich nach dem Anlauf der CPU ein:
16.2.2 Betriebsarten
16.2.3 Schaltmodi
Übersicht
Die unterschiedlichen Schaltmodi verändern das Verhalten des SFC beim Weiterschalten von
aktiven Schritten zu den Folgeschritten.
Ein Wechsel des Schaltmodus ist in allen Betriebszuständen möglich. Die einzelnen
Schaltmodi schließen sich gegenseitig aus. Der SFC kennt folgende Schaltmodi:
Schaltmodi
T
Transition:
Die Ablaufsteuerung läuft prozessgesteuert (automatisch) ab. Bei erfüllter Transition wird
weitergeschaltet, indem Vorgängerschritte deaktiviert und Folgeschritte aktiviert werden.
Der Schaltmodus "T" ist in der Betriebsart HAND (Bedienmodus) oder AUTO (Prozessmodus)
möglich.
T oder O
Mit Transition oder Bestätigung durch Bediener:
Die Ablaufsteuerung läuft prozessgesteuert oder bedienergesteuert ab. Für jede
Folgetransition eines aktiven Schritts wird eine Bedienanforderung gesetzt und nach erfolgter
Bedienung weitergeschaltet. Wenn noch vor der Bedienung die Transition erfüllt wird, dann
wird ohne Bedienung (automatisch) weitergeschaltet.
Der Schaltmodus "T oder O" ist nur in der Betriebsart HAND (Bedienmodus) möglich.
T und O
Mit Transition und Bestätigung durch Bediener:
Die Ablaufsteuerung läuft prozessgesteuert und bedienergesteuert ab. Bei erfüllter
Folgetransition eines aktiven Schritts wird eine Bedienanforderung gesetzt und erst nach
erfolgter Bedienung weitergeschaltet.
Der Schaltmodus "T und O" ist nur in der Betriebsart HAND (Bedienmodus) möglich.
O
Bestätigung durch Bediener:
Die Ablaufsteuerung läuft ausschließlich bedienergesteuert ab. Die Transitionen müssen nicht
erfüllt sein. Es wird für alle Folgetransitionen jedes aktiven Schritts eine Bedienanforderung
gesetzt und nach der Bedienung weitergeschaltet.
Der Schaltmodus "O" ist nur in der Betriebsart HAND (Bedienmodus) möglich.
T/T und O
Schrittspezifische Bestätigung durch Bediener:
Die Kennung "Bestätigung" wird schrittspezifisch im Dialogfeld "Eigenschaften" des Schritts
gesetzt oder rückgesetzt. Die Ablaufsteuerung läuft auf folgende Arten:
● prozessgesteuert bei Schritten ohne die Option "Bestätigung".
Jede erfüllte Folgetransition eines Schritts ohne die Option "Bestätigung" schaltet ohne
Bedienung weiter (entspricht: "T")
● bedienergesteuert bei Schritten mit der Option "Bestätigung".
Bei einer erfüllten Folgetransition eines aktiven Schritts mit der Option "Bestätigung" wird
eine Bedienanforderung gesetzt und nach der Bedienung weitergeschaltet (entspricht:
"T und O")
Der Schaltmodus " T/T und O" ist in der Betriebsart HAND (Bedienmodus) oder AUTO
(Prozessmodus) möglich.
Hinweis
In den Schaltmodi "O" und "T oder O" kann die Minimallaufzeit eines Schritts durch Bedienung
übergangen werden.
16.2.4 Ablaufoptionen
Einführung
Mit den Ablaufoptionen legen Sie das Verhalten der Ablaufsteuerung fest. Die einzelnen
Ablaufoptionen sind miteinander kombinierbar.
● Zeitüberwachung
Bei "Zeitüberwachung: ein" wird nach dem Aktivieren eines Schritts die Aktivzeit
("Laufzeiten Aktuell") des Schritts laufend mit der Überwachungszeit ("Laufzeiten
Maximal") verglichen und bei Zeitüberschreitung ein Schrittfehler gemeldet.
Eine Quittierung des Schrittfehlers beendet diesen Schritt nicht.
Wenn die aktive Ablaufkette angehalten wird und RUNHOLD = 0 ist, dann gilt Folgendes:
– Die Zeitüberwachung für diesen Schritt läuft weiter.
– Bei einer Zeitüberschreitung wird der Schrittfehler gemeldet.
Bei "Zeitüberwachung: aus" findet kein Vergleich von Aktivzeit und Überwachungszeit statt.
● Autostart
Wenn ein SFC die Eigenschaft "Autostart: ein" besitzt, dann geht der SFC nach dem
Neustart der CPU ohne weitere Bedienung sofort in den Betriebszustand "Startend". Nach
einem Änderungsladen (CPU geht nicht in STOP) findet kein automatischer Start statt. Der
SFC muss vom Bediener oder über das Programm (z. B. Außenansicht im CFC) erneut
gestartet werden.
Mit "Beim SFC-Start Voreinstellungen der Betriebsparameter verwenden : ein" werden alle
bei den Ablaufeigenschaften gesetzten Voreinstellungen/Optionen beim Start des SFC-
Plans wieder wirksam, die z. B. im Testbetrieb verändert wurden.
Die Einstellung für "Autostart" ist nur im Dialogfeld SFC > Eigenschaften > Register
"Betriebsparameter AS" änderbar.
16.2.5 Betriebszustände
16.2.5.1 Betriebszustände
Betriebszustandslogik
Die Betriebszustandslogik des SFC (SFC-BZL) beschreibt Folgendes:
● die Zustände, in denen sich ein SFC-Plan oder eine SFC-Instanz befinden kann
● die Übergänge, die in einem Zustand möglich sind
● die Ereignisse, die einen Zustandsübergang bewirken
Neben der SFC-BZL existiert für die in einem SFC projektierten Ablaufketten eine eigene
(einfachere) Betriebszustandslogik, die Ablaufketten-BZL. Sie beschreibt Folgendes:
● die Zustände, in denen sich eine Ablaufkette befinden kann
● die Übergänge, die in einem Zustand möglich sind
● die Ereignisse, die einen Zustandsübergang bewirken
Der Zusammenhang zwischen SFC-BZL und Ablaufketten-BZL ergibt sich durch die
Möglichkeit, in jedem Zustand der SFC-BZL optional eine (von mehreren) Ablaufketten des
SFC bearbeiten zu lassen.
Weitere Informationen zu den Betriebszuständen finden Sie in den Abschnitten:
● Betriebszustandslogik für SFC (SFC-BZL) (Seite 227)
● Betriebszustandslogik für Ablaufketten (Ablaufketten-BZL) (Seite 234)
● Befehle (Seite 241)
Betriebszustände (SFC-BZL)
In den folgenden Tabellen sind die Übergänge zwischen den Zuständen (Quellzustands-Nr./
Zíelzustands-Nr.) sowie deren Auslöser beschrieben.
X = aus mehreren Zuständen möglich.
Hinweis
Der Wechsel von SELFCOMP=0 auf SELFCOMP=1 wird nur wirksam, wenn der Zustand
"Aktiv" und "Bereit zum Beenden" noch nicht ansteht.
Übergangszustände können natürlich auch durch eine externe Störung oder durch die Befehle
"Abbrechen" und "Stoppen" verlassen werden. Dabei wird aber der entsprechende Übergang
und nicht der implizite Übergang ausgeführt.
Zustandsmerker CONT
In der Betriebsart AUTO können Sie für die Kooperation zwischen einer Anwendersteuerung
oder SIMATIC BATCH und SFC den additiven Zustandsmerker verwenden (Eingang CONT
und Ausgang QCONT). Er ermöglicht das nochmalige Starten eines SFC ohne
zwischenzeitliches Ausschalten. Die BZL des SFC bleibt im Zustand "Aktiv" und setzt den
Ausgang QCONT = 1, wenn RUN = 1 und READY_TC = 1 sind. Wenn QCONT = 1 gesetzt
wird, wird QCONT_T_ERR = 0 gesetzt.
Befehle werden unabhängig vom Zustandsmerker verarbeitet.
Der SFC kann neu gestartet werden, wenn READY_TC = 1 gesetzt ist. Dies erfolgt durch den
SFC nach der Bearbeitung des Ende-Schrittes der im Zustand "Aktiv" zu bearbeitenden
Ablaufkette. Wird derselbe SFC neu gestartet oder abgebrochen, so wird der Zustandsmerker
QCONT = 0 gesetzt.
Wenn innerhalb einer einstellbaren Zeit (CONT_T # 0 s) der SFC nicht neu gestartet worden
ist, so wird der Fehlerausgang QCONT_T_ERR = 1 gesetzt. Mit diesem Ausgang kann
individuell auf den Fehler reagiert werden.
Weitere Informationen zum Kontinuierlichen Betrieb finden Sie in den Abschnitten:
Startvoraussetzungen eines SFC (Plan/Instanz) (Seite 242)
Kontinuierlicher Betrieb (SFC-Anschlüsse) (Seite 195)
%HUHLW
6WDUWHQ
6WDUWHQG
6(/)&203
6(/)&203 XQG $QKDOWHQG )HKOHU
%HHQGHQ
5¾FNVHW]HQ %HHQGHQG
)HKOHU
)HKOHU
)HKOHU
6WDUWHQ
$QJHKDOWHQ $QJHKDOWHQ
)HKOHU
)HKOHU
%HHQGHQG
%HHQGHW
$EEUHFKHQG 6WRSSHQG
$EJHEURFKHQ *HVWRSSW
Legende
Übersicht
Die Bearbeitung von Ablaufketten wird durch die Ablaufketten-BZL gesteuert.
Die Betriebszustandslogik der Ablaufkette ist durch das Diagramm der Zustandsübergänge
definiert. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt: Diagramm der
Zustandsübergänge für Ablaufketten-BZL (Seite 236)
Die Ablaufketten-BZL wird unabhängig von der SFC-BZL bei der Bearbeitung einer Ablaufkette
durchlaufen. Damit hat die Ablaufkette einen vom Zustand des SFC zu unterscheidenden
Zustand. Die SFC-BZL kann sich z. B. im Zustand "Anhaltend" befinden, wohingegen (durch
die Bearbeitung der Ablaufkette zum Zustand "Anhaltend") die Ablaufketten-BZL sich im
Zustand "Aktiv" befindet. Die Bearbeitung der Ablaufketten-BZL ist der SFC-BZL
untergeordnet. Das bedeutet, dass Zustandswechsel in der SFC-BZL in der Regel
Zustandswechsel in der Ablaufketten-BZL zur Folge haben.
In den folgenden Tabellen sind die Übergänge zwischen den Zuständen (Quellzustands-Nr./
Zíelzustands-Nr.) sowie deren Auslöser beschrieben.
%HUHLW
6WDUWHQ
$EEUHFKHQ $QKDOWHQ
$EJHEURFKHQ $NWLY )RUWVHW]HQ $QJHKDOWHQ
6WDUWHQ 1HXVWDUWHQ
EHHQGHW 6WDUWHQ
%HHQGHW
$EEUHFKHQ
Legende:
Bedienerbefehle
Implizite Übergänge, die vom SFC ausgelöst werden
Einleitung
Für die nachfolgende Beschreibung des prinzipiellen zyklischen Ablaufs eines SFC wird davon
ausgegangen, dass der SFC mehrere Ablaufketten mit frei definierten Startbedingungen
enthält.
Ablauf
Der SFC läuft entsprechend den am SFC-Interface anliegenden Eingangssignalen und dem
internen Status des SFC ab. Nach dem Gesamtladen eines Planordners in das
Automatisierungssystem befinden sich alle SFCs im Zustand "Bereit" oder "Startend" bei
Autostart = 1. Folgendes wird geprüft:
● Es werden die Betriebsart, Befehle, Externe und Interne Signale geprüft. Damit wird
festgestellt, welchen Betriebszustand der SFC auf Grund der Eingangssignale annehmen
soll.
● Es werden alle Startbedingungen der Ablaufketten geprüft. Damit wird festgestellt, welche
Ablaufkette abhängig von den vorhergehenden Prüfungen zu bearbeiten ist.
SFC-Betriebszustand unverändert
Wenn der SFC-Zustand unverändert ist, dann wird die Ablaufkette bearbeitet, deren
Startbedingung erfüllt ist und welche die höchste Priorität unter allen Ablaufketten mit erfüllter
Startbedingung hat. Wenn es mehrere Ketten mit erfüllter Startbedingung und gleicher Priorität
gibt, dann wird, entsprechend der Bearbeitung von Alternativzweigen, diejenige Kette
bearbeitet, deren Register im Editor am weitesten links steht. Wenn die bisher bearbeitete
Ablaufkette ungleich der neu zu bearbeitenden Ablaufkette ist, dann wird die bisherige
Ablaufkette abgebrochen und die neue Ablaufkette gestartet.
Die Startbedingung löst das Starten einer Ablaufkette aus. Während der Bearbeitung der
Ablaufkette muss die Startbedingung nicht mehr erfüllt sein. Die Ablaufkette wird so lange
bearbeitet, bis sie beendet ist oder eine Ablaufkette mit höherer Priorität und erfüllter
Startbedingung zu bearbeiten ist oder auf Grund eines Betriebszustandswechsels die
Ablaufkette abgebrochen oder angehalten wird.
In den Zuständen "Bereit", "Beendet", "Abgebrochen", "Gestoppt", "Angehalten", "Angehalten
(Fehler)", "Fehler" und "Aktiv" (bei SELFCOMP = 0) werden so lange Ablaufketten bearbeitet,
bis der Betriebszustand durch einen Befehl verlassen wird. Eine Ablaufkette kann deshalb
beliebig oft wiederholt werden, wenn die zugehörige Startbedingung erfüllt ist und kein Befehl
ansteht. Um dieses Verhalten zu verhindern, können Sie z. B. die letzte Transition der
Ablaufkette mit einer nicht erfüllten Bedingung projektieren. Damit bleibt die Ablaufkette an
dieser Transition "hängen" und wird erst durch einen Befehl verlassen.
SFC-Betriebszustand geändert
Wenn der SFC-Betriebszustand geändert ist, dann bearbeitet der SFC die bisherige und die
neue Ablaufkette abhängig vom ausgeführten Zustandsübergang:
Wenn ein Betriebszustandswechsel von "Aktiv" nach "Anhaltend" ausgeführt wird, dann wird
die aktive Ablaufkette angehalten (bei RUNHOLD = 0) oder abgebrochen (bei RUNHOLD = 1)
und die neue Ablaufkette gestartet.
Wenn die bisherige Ablaufkette fertig bearbeitet ist, dann wechselt der Betriebszustand von
"Fortsetzend" oder "Fortsetzend (Fehler)" nach "Aktiv". Die neue Ablaufkette wird beim
Übergang aus "Fortsetzend" fortgesetzt (bei RUNHOLD = 0) oder gestartet (bei
RUNHOLD = 1) und beim Übergang aus "Fortsetzend (Fehler)" gestartet.
Bei impliziten Zustandswechseln wird der Übergang ausgeführt, wenn die Ablaufkette des
Übergangszustandes vollständig bearbeitet wurde und damit beendet ist. Wenn keine
Ablaufkette mit erfüllter Startbedingung existiert, dann wird der implizite Übergang sofort
ausgeführt und die neue Ablaufkette gestartet.
Bei allen anderen Zustandswechseln durch Befehle, Externe Signale und Interne Signale wird
die bisherige Ablaufkette abgebrochen, wenn sie noch nicht fertig bearbeitet wurde, und die
neue Ablaufkette gestartet.
Ketten und Schritte werden über deren Nummer identifiziert. Diese werden in den
entsprechenden Dialogfeldern "Eigenschaften" angezeigt und können zur Projektierung von
Zielschritten verwendet werden.
Anlaufverhalten
Wenn die CPU in den Stoppzustand geht, bleibt eine laufende Kette in dem Schritt stehen,
der gerade bearbeitet wird. Bei einem Neustart der CPU wird der SFC initialisiert und die vor
dem Stopp gültigen Daten gehen verloren. Diese Eigenschaft des SFC ist der Default-Zustand.
Wenn der SFC beim Neustart der CPU seinen Zustand beibehalten soll, muss dies in den
Voreinstellungen der AS-Betriebsparameter entsprechend eingestellt werden (Plan >
Eigenschaften > Register: Betriebsparameter AS > SFC-Anlauf nach CPU-Neustart > Option:
SFC-Zustand beibehalten).
Anhand des SFC- und Prozess-Zustandes kann dann vom Bediener entschieden werden, wie
der SFC weiter bearbeitet werden soll. Ggf. muss dazu von AUTO auf HAND umgeschaltet
werden.
Dabei ist auch zu berücksichtigen, ob die CPU während einer Bausteinbearbeitung in den
Stoppzustand ging, oder ob die Bearbeitung abgeschlossen war. Im ersten Fall sind die Daten
inkonsistent. Daraus ergibt sich folgendes Vorgehen:
Der Befehl "Fortsetzen" ist unabhängig vom Betriebszustand immer zulässig, während die
Befehle "Abbrechen" und "Stoppen" nur gemäß den Zustandsübergängen der
Betriebszustandslogik zulässig sind. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt:
Betriebszustandslogik für SFC (SFC-BZL) (Seite 227)
Die Zustandssymbole werden so lange angezeigt und die Ausgänge "CPU_RESTART" und
"EXEC_ERR" so lange gesetzt, bis einer der Befehle (Fortsetzen, Abbrechen, Stoppen,
Rücksetzen) ausgeführt ist.
Den Ausgang TRIG_CPU_RESTART können Sie bei der Startbedingung der Kette
verwenden, die nach dem CPU-Neustart ablaufen soll. Dieser Ausgang wird vom System nur
gesetzt und muss durch eine projektierte Aktion (z. B. Schrittaktion TRIG_CPU_RESTART = 0)
rückgesetzt werden.
Hinweis
Nach dem CPU-Neustart werden für die Befehlstasten Fortsetzen, Abbrechen, Stoppen und
Rücksetzen die Freigaben ENRESUME, ENABORT, ENSTOP, ENRESET nicht
berücksichtigt.
Darstellung im Testmodus
Im Testmodus werden die Schritte bei einem CPU-Stopp und nach einem CPU-Neustart
entsprechend gekennzeichnet.
CPU-Stopp
Im Bedien- und Anzeigeteil werden die Symbole für "CPU-Neustart und SFC mit konsistenten
Daten" und "CPU-Neustart und SFC mit nicht konsistenten Daten" ebenfalls angezeigt.
Weitere Informationen
Weitere Informationen hierzu finden Sie in den Abschnitten:
● "Zustände der Schritte und Transitionen (Seite 261)"
● "Darstellung im Testmodus (Seite 258)"
16.3.3 Befehle
Einleitung
Bei den Befehlen zum Ändern der Betriebsart wird zwischen Befehlen für die Betriebsart
"HAND" und "AUTO" unterschieden.
Hinweis
Die als Schaltflächen im Bedienteil des Online-Fensters (Testmodus) angeordneten Befehle
sind ausschließlich für den SFC-Plan oder die SFC-Instanz und nicht für die Ablaufketten
wirksam.
Die Auswirkungen der Befehle sind in folgendem Abschnitt grafisch dargestellt: Diagramm der
Zustandsübergänge für SFC-BZL (Seite 233)
Allgemeine Voraussetzungen
Ein SFC wird nur gestartet, wenn die Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Dazu muss die
Startfreigabe gesetzt sein (ENSTART = 1) und der SFC muss sich in einem Zustand befinden,
in dem ein Starten grundsätzlich zulässig ist. Zusätzlich müssen folgende Bedingungen erfüllt
sein:
● Es steht kein Verschaltungsfehler an (LI_ERR muss = 0 sein).
● Keines der Signale INTERROR, LOCKERROR, LOCKCOMPLETE, LOCKHOLD,
LOCKABORT und LOCKSTOP steht gleichzeitig an.
● In der Betriebsart HAND steht kein Bedienfehler an (OP_ERR muss = 0 sein).
Wenn Sie bei einer SFC-Instanz Fahrweisen verwenden, dann müssen Sie eine der definierten
Fahrweisen (CS=<definierte Fahrweise>) ausgewählt haben. Bei CS=0 oder. CS>CS_HL ist
kein Starten der SFC-Instanz möglich. Wenn Sie keine Fahrweisen projektiert haben, dann
werden die Anschlüsse CS, CS_LL, CS_HL beim Übersetzen mit dem Wert 0 belegt und dürfen
nicht modifiziert werden.
Wenn Sie Sollwerte verwenden, dann müssen Sie diese innerhalb der jeweiligen Grenzen
vorgeben. Ansonsten ist ein Starten der SFC-Instanz ebenfalls nicht möglich.
Bei einer SFC-Instanz müssen Sie in der Betriebsart AUTO vor dem Start auch die
Parameterübergabe (PARAM=1) gesetzt haben. Daraufhin werden die übergebenen
Fahrweisen und Sollwerte geprüft und die Startsperre zurückgesetzt (QDIS_START=0), falls
die Parameter zulässig sind. Die Startsperre bleibt so lange bestehen, bis durch eine
Parameterübergabe PARAM gesetzt ist. Nach einem erfolgreichen Start bleibt die Startsperre
bis zur nächsten Parameterübergabe bestehen.
Wenn eine der obigen Bedingungen nicht erfüllt ist, dann ist die Startsperre (QDIS_START=1)
gesetzt und der Start wird nicht ausgeführt. Die Schaltfläche "Starten" ist dann ebenfalls
unbedienbar.
Weitere Informationen
Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt:
Startvoraussetzungen eines SFC (Plan/Instanz) (Seite 242)
Ablaufphasen
Jeder Schritt ist in drei Phasen (Aktionen) aufgeteilt:
● Initialisierung: Aktion zur erstmaligen Bearbeitung
● Bearbeitung: Aktion zur zyklischen Bearbeitung
● Beendigung: Aktion zur letztmaligen Bearbeitung
Das folgende Bild zeigt die Ablaufphasen eines Schritts in Verbindung mit einer
Folgetransition: links befinden sich die Elemente in der Kettentopologie, rechts die
zugehörigen Ablaufphasen.
,QLWLDOLVLHUXQJ
HUVWPDOLJH%HDUE
6[ %HDUEHLWXQJ
]\NOLVFKH%HDUE
7[ )ROJH7UDQVLWLRQ
QLFKWHUI¾OOW
HUI¾OOW
%HHQGLJXQJ
OHW]WPDOLJH%HDUE
DNWLY
LQDNWLY
$NWLRQHQ6
6FKULWW6 ,QLWLDOLVLHUXQJ
6
%HDUEHLWXQJ
%HHQGLJXQJ
7UDQVLWLRQ7
HUI¾OOW
7
QLFKWHUI¾OOW
DNWLY
6FKULWW6
6 LQDNWLY
$NWLRQHQ6
,QLWLDOLVLHUXQJ
%HDUEHLWXQJ
%HHQGLJXQJ
=\NOHQ
Beim Übergang von einem Schritt zum Folgeschritt findet die Ausführung der Aktion
"Beendigung" im gleichen Zyklus statt, wie die erste Aktion (Initialisierung oder Bearbeitung)
des Folgeschritts.
Damit kann das in der IEC 1131 - 3 festgelegte "nichtspeichernde Verhalten" realisiert werden.
Beispiel:
Im Schritt S4 wird in der Bearbeitung ein Ventil geöffnet, in der Beendigung wieder
geschlossen. Wenn im nächsten Schritt (S5) in der ersten Aktion dasselbe Ventil wieder
geöffnet wird, dann entfällt durch die Überlappung der beiden Aktionen (beide in einem Zyklus)
das Schließen des Ventils.
Sonderfälle
Das Beispiel im Bild zeigt das Zeitverhalten für den Fall, dass alle drei Aktionen eines Schritts
projektiert sind.
Abweichend zum Beispiel sind auch andere Kombinationen möglich:
● Wenn keine "Initialisierung" projektiert ist, dann beginnt die Ausführung der "Bearbeitung"
sofort bei der Schritt-Aktivierung.
● Wenn keine "Beendigung" projektiert ist, wird der Schritt sofort deaktiviert, sobald die
Transition erfüllt ist.
Die Zeit, in der ein Schritt mindestens aktiv ist, richtet sich nach der Anzahl der projektierten
Aktionen. Beim Normalschritt sind es eine bis zwei, beim Ende-Schritt bis zu drei Aktionen.
Wenn eine Minimallaufzeit für den Schritt eingestellt ist, dann bleibt der Schritt für diese Zeit
mindestens aktiv, auch wenn die Transitionbedingung vorher erfüllt ist.
7 7
6 6 6
7 7
6 6
/DVVR
7 7
Die Transition nach dem Parallelzweig schaltet, wenn alle Schritte am Ende der Ketten aktiv
und die Bedingungen erfüllt sind.
Wenn mehrere Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind, wird diejenige Transition wirksam, die in
der Kettentopologie am weitesten links steht.
Hinweis
In einem Alternativzweig darf am Anfang einer Kette keine unparametrierte Transition
vorkommen.
Begründung: Nicht parametrierte Transitionen sind immer mit TRUE vorbesetzt und damit
automatisch erfüllt, sie sind immer vor einer parametrierten Transition erfüllt.
,QLWLDOLVLHUXQJ
QLFKWHUI¾OOW
%HDUEHLWXQJ HUI¾OOW
6FKOHLIHQ7UDQVLWLRQ
)ROJH7UDQVLWLRQ
QLFKWHUI¾OOW
%HHQGLJXQJ
%HHQGLJXQJ
6 6
6 6 6 6
7 7 7
6 6
7 7
Legende
1 Folgetransition
2 Sprünge
3 Alternativzweig
Beispiel links im Bild: Wenn nach einer Sprungquelle (S4) mehrere Sprünge vorhanden sind,
dann wird - ähnlich der Bearbeitung im Alternativzweig - der Sprung ausgeführt, dessen
Transition als erste erfüllt ist. Wenn mehrere Transitionen gleichzeitig erfüllt sind, wird die am
weitesten links liegende Transition wirksam.
Beispiel rechts im Bild: Wenn in der Kette statt einer Folgetransition (wie T4 links im Bild) ein
Alternativzweig folgt, dann werden erst alle Transitionen der Alternativen (T5 und T7) geprüft,
bevor die Transitionen der Sprünge geprüft werden.
Einleitung
Sie können Fahrweise und/oder Sollwerte vor einem erneuten Start einer SFC-Instanz ändern
oder die Sollwerte ändern und sofort übernehmen.
sein.
Weiterführende Informationen hierzu finden Sie in der Online-Hilfe zu SFC Visualization.
In beiden Betriebsarten werden, falls die Werte zulässig sind, diese an den Ausgängen
<Sollwert>_Q für die Sollwerte angezeigt. Im Fehlerfall, wenn die Grenzen für Fahrweise
oder Sollwerte überschritten wurden, wird dies an den entsprechenden Ausgängen
<Sollwert>_ERR angezeigt. Fehlerhafte Werte werden an den Ausgängen <Sollwert>_Q
nicht übernommen.
Zusammenfassung
Bei beiden Mechanismen zeigt der Ausgang CSSPACCEPT an, ob die angeforderten
Änderungen übernommen wurden. Dieser Ausgang wird gesetzt, nach der Übernahme von
Fahrweise und/oder Sollwerten durch die SFC-Instanz an die entsprechenden Ausgänge. Der
Ausgang CSSPACCEPT ist für einen Bearbeitungszyklus gesetzt (bei 1.) oder bleibt gesetzt
bis die Anforderung TAKESP rückgesetzt wird (bei 2.).
Der Ausgang LI_ERR zeigt an, ob beim Versuch Wertänderungen zu übernehmen, ein Fehler
aufgetreten ist und deshalb die Werte nicht vollständig übernommen werden konnten. Ist
LI_ERR gesetzt, so wird QDIS_START nicht rückgesetzt und ein Start und damit die
Übernahme von Fahrweise und/oder Sollwerten verhindert (bei 1.).
Fahrweisennachführung:
HAND beim Starten, wenn CSP_DEFAULT > 0 : CSP_OP = CSP_DEFAULT
AUTO wenn CSP_DEFAULT > 0 : CSP_OP = CSP_DEFAULT
wenn CSP_DEFAULT = 0 : CSP_OP = QCSP
Sollwertnachführung: <Sollwert>_OP = <Sollwert>_Q
<Sollwert>_OPP = <Sollwert>_QP
Übersicht
Zur Unterstützung der Inbetriebnahme sind im SFC-Editor Testfunktionen integriert für
folgende Aufgabe:
● um die Arbeitsweise der Ablaufsteuerung im AS zu beobachten
● um ihre Betriebsarten zu beeinflussen
● um Sollwerte zu verändern
Testbetriebsarten
Sie können den Testmodus alternativ in den folgenden Testbetriebsarten ausführen:
● Prozessbetrieb
● Laborbetrieb
Die Wahl der Testbetriebsart können Sie im Erstellmodus über die Menübefehle im Menü
"Test" einstellen. Im Testmodus ist ein Umschalten nicht möglich.
Im Prozessbetrieb wird die Kommunikation der Online-Dynamisierung für die SFC-Pläne und
SFC-Instanzen begrenzt, um die zusätzliche CP- und Busbelastung gering zu halten. In dieser
Testbetriebsart wird bei Überlast eine Meldung ausgegeben, dass die Grenze der Buslast
erreicht ist. Beenden Sie in diesem Fall den Testbetrieb für die SFCs, die Sie zum Test nicht
unbedingt benötigen.
Im Laborbetrieb ist die Kommunikation der Online-Dynamisierung für die SFCs nicht begrenzt.
Verwenden Sie den Laborbetrieb zum komfortablen und effizienten Testen und
Inbetriebsetzen.
Testumgebung einstellen
Mit dem Menübefehl Test > Testeinstellungen... rufen Sie ein Dialogfeld auf, in dem Sie für
das aktuelle Programm den Beobachtungszyklus ändern können (Voreinstellung: 2 s).
Die Zykluszeit wird einheitlich mit dem CFC am Planordner gespeichert. Somit gilt für beide
Applikationen (SFC und CFC) der gleiche Beobachtungszyklus.
Hinweis
Eine Änderung der Zykluszeit im SFC wirkt sich im SFC auf bereits dynamisierte Pläne/
Instanzen aus. Eine Änderung im CFC wirkt sich erst für neu angemeldete SFC-Pläne/-
Instanzen aus.
Voraussetzungen
● Die zu testende Ablaufsteuerung (Plan oder Instanz) ist inklusive der benötigten
Basisautomatisierungsfunktionen (CFC-Pläne) fehlerfrei übersetzt und in die CPU geladen.
● Der Plan ist im SFC oder SIMATIC Manager, die SFC-Instanz ist im CFC-Plan geöffnet.
Hinweis
Das Arbeiten im Testmodus ist - wie auch das Laden in die CPU - bei S7 eine abgesicherte
zu protokollierende Funktion, wenn der SIMATIC Logon Service installiert und der
Zugriffschutz und das Änderungsprotokoll aktiviert sind.
Weitere Informationen dazu finden Sie in der CFC-Dokumentation unter
"Änderungsprotokoll und ES-Protokoll".
Testmodus aktivieren
Klicken Sie auf das folgende Symbol in der Funktionsleiste an oder wählen Sie den Menübefehl
Test > Testmodus.
Hinweis
Achten Sie darauf, dass sich die Ablaufsteuerung bei der Umschaltung in den Erstellmodus
nicht in einem Zustand befindet, in dem sie auf Bedienung wartet.
Die Modus-Umschaltung bezieht sich jeweils auf den aktiven SFC. Dieser SFC wird in seiner
Übersichtsdarstellung dynamisiert und zyklisch aktualisiert.
Nach der Umschaltung in den Testmodus wird der augenblickliche Zustand der
Ablaufsteuerung angezeigt. Das bedeutet, dass eine bereits gestartete Ablaufsteuerung nicht
unbedingt auch von Beginn an bedient und beobachtet werden kann. Das ist z. B. der Fall,
wenn die Ablaufsteuerung nach dem Laden ins AS ohne Bedienereingriff sofort gestartet wird
(Autostart).
Hinweis
Wenn sich die H-CPU im Solo-Betrieb befindet, z. B. durch Ausfall einer CPU, und es fand
eine CPU-Umschaltung statt, so wird bei einem Online-Zugriff (hier: Testmodus einschalten)
ein Auswahldialogfeld aufgeblendet. Darin können Sie wählen, mit welcher CPU gekoppelt
werden soll. Im Redundanzbetrieb erscheint dieses Dialogfeld nicht.
Hinweis
Aktualisieren (Taste "F5") ist im Testmodus nicht möglich.
Quittierungsinformation
In den Objekteigenschaften des Schrittes, kann im Register "Allgemein" eine
Quittierungsinformation projektiert werden. Im Schaltmodus "Schrittspezifische Bestätigung
durch Bediener (T/T und O)" wird diese Quittierungsinformation an der zugehörigen Quittier-
Schaltfläche für eine Bedienanforderung angezeigt. Den Text können Sie beliebig mit dem
Mauszeiger im Fenster positionieren, er bleibt aber durch eine Verbindungslinie mit der
Schaltfläche verbunden.
Hinweis
Wenn Sie die bestehenden SFC-Instanzen ändern wollen, müssen Sie den Testmodus
verlassen und den zugehörigen SFC-Typ ändern. Nach dem Änderungsübersetzen und dem
Änderungsladen werden alle Instanzen automatisch angepasst.
Ablaufverfolgung
Im Testmodus können Sie mit dem Menübefehl Test > Ablaufverfolgung einstellen, dass
automatisch die jeweils aktive Ablaufkette angezeigt wird. Bei nicht gesetztem Menübefehl
wird immer die explizit ausgewählte Ablaufkette angezeigt.
Hinweis
Bei eingeschalteter Ablaufverfolgung können Sie nur die Objekteigenschaften von Schritt oder
Transition aufrufen, die momentan aktiv sind. Wenn Sie die Objekteigenschaften eines nicht
aktiven Schrittes oder einer nicht aktiven Transition aufrufen, erhalten Sie ein Dialogfeld mit
der Frage, ob Sie die Ablaufverfolgung abschalten wollen.
START
4 2 5
ENDE
RUN
Dargestellt werden im Bedien- und Anzeigeteil (von links nach rechts) folgende Elemente:
● in den Feldern der ersten Reihe:
– Symbol und Bezeichnung des SFC-Betriebszustandes
– Zustandsanzeige und Name der aktiven Ablaufkette
– Zustandsanzeige und Name der angehaltenen Ablaufkette
– Feld mit Klappliste zur Anzeige und Änderung der Schaltmodi
● in den Feldern der zweiten Reihe:
– die aktuelle Betriebsart (HAND/AUTO)
– Zustandsmerker " Kontinuierlicher Betrieb" für stoßfreies Umschalten in der Betriebsart
AUTO (z. B. damit beim nochmaligen Start eines SFC dieser zwischenzeitlich nicht
ausgeschaltet werden muss. Dies wird angezeigt, wenn Ausgang QCONT = 1 ist.
– Statusanzeige " Bereit zum Beenden", wenn der SFC nicht selbstbeendend ist
(SELFCOMP = 0) und im Aktiv-Zustand auf den Befehl "Beenden" wartet (Anzeige,
wenn READY_TC=1).
oder
bei CPU-Neustart mit inkonsistenten Daten
● die Schaltflächen:
– zur Auswahl der Betriebsart "HAND" oder "AUTO"
– zur Freigabe der Umschaltung nach "AUTO"
Bedienanforderung
Eine Bedienanforderung (nicht bei "T") wird durch die folgende Schaltfläche neben dem
Transitionssymbol dargestellt.
Nach dem Klicken auf diese Schaltfläche oder die nachfolgende Schaltfläche
"Sammelquittierung" und der Fortsetzung des Ablaufs, wird die Bedienanforderung wieder
ausgeblendet.
Wenn für den Schritt eine Quittierungsinformation projektiert wurde, wird diese im Schaltmodus
"Schrittspezifische Bestätigung durch Bediener (T/T und O)" an der zugehörigen Quittier-
Schaltfläche angezeigt. Den Text können Sie beliebig mit dem Mauszeiger im Fenster
positionieren, er bleibt aber durch eine Verbindungslinie mit der Schaltfläche verbunden.
Laufzeitfehler
Die Schaltfläche ist nur vorhanden, wenn für den aktuellen Schritt ein Laufzeitfehler angezeigt
wird mit dem folgenden Symbol:
Mit Klicken auf diese Schaltfläche (oder Schaltfläche "Sammelquittierung") quittieren Sie den
anstehenden Fehler. Nach der Quittierung wird der Schritt wieder in dem Zustand dargestellt,
wie er vor Eintritt des Fehlers bestand (z. B. aktiv = "grün").
Übersicht
aktiv hellgrün
angehalten gelb
Fehler rot
CPU-Stopp rot
(nicht bei "inaktiv, nicht durchlaufen")
Transitions-Zustand Transitions-Farbe
inaktiv grau
erfüllt dunkelgrün
nicht erfüllt dunkelrot
Übersicht
Diese Option ist nur beim SFC-Plan und bei der SFC-Instanz änderbar, wenn sie nicht im
Kettenzustand "Aktiv" sind.
Das Setzen des Zielschritts bedeutet Folgendes:
– Die inaktive Ablaufkette beginnt bei der nächsten Bearbeitung am markierten Zielschritt
und nicht am Start-Schritt.
– Die angehaltene Ablaufkette wird beim Fortsetzen nach der ordnungsgemäßen
Bearbeitung der unterbrochenen Schritte am Zielschritt fortgesetzt.
Die Zielschritt-Markierung gilt nur für den nächsten "Starten"- oder "Fortsetzen"-Befehl.
Beim Ausführen dieser Befehle bzw. beim Neustart der CPU wird die Zielschritt-Markierung
gelöscht.
Als Zielschritt können auch mehrere Schritte angewählt werden. Es liegt in der
Eigenverantwortung des Anwenders, dass die Zielschritte so ausgewählt werden, dass
eine sinnvolle Bearbeitung erfolgen kann, d. h. keine Blockaden oder Endlosschleifen im
Ablauf entstehen. Ausführliche Informationen dazu finden Sie unter: Bearbeitung eines
SFC (Seite 236)
Hinweis
Beachten Sie Folgendes:
● Bei Verwendung "programmierter Zielschritte" werden die vom Bediener gesetzten
Zielschritte in den entsprechenden Ketten gelöscht.
● Zielschritte, die in der Betriebsart "HAND" gesetzt wurden, werden beim Umschalten
nach "AUTO" nicht gelöscht.
● Das Setzen oder Löschen von Zielschritten ist nur möglich, wenn ENTARGETSTEP =
1 gesetzt ist.
Im Bereich "Laufzeiten" können Sie bei SFC-Plänen die Parameter "Minimal" und
"Maximal" verändern. Durch Klicken im Eingabefeld erhalten Sie ein weiteres Dialogfeld,
in dem Sie die neue Zeit eintragen können. Die geänderten Einstellungen werden nach der
Quittierung mit Klicken auf die Schaltfläche "OK" in die ES-Datenhaltung eingetragen und
im nächsten Bearbeitungszyklus im AS wirksam.
Mit den Feldern "Aktuell", "Minimal", "Maximal" und "Rest" können Sie die Laufzeit
überwachen.
Sind bei den Laufzeiten keine Werte projektiert worden (Zeit = 0), so wird in den einzelnen
Feldern "- - -" angezeigt.
Im Feld "Kommentar:" sehen Sie den Kommentar des Schritts.
Im Feld "Quittierungsinformation" sehen Sie den Text, der dem Bediener im Schaltmodus
"Schrittspezifische Bestätigung durch Bediener (T/T und O)" als Information zur Quittierung
einer Bedienanforderung angezeigt werden soll.
Die Information erscheint im Testmodus oder in der SFC-Visualisierung an der zugehörigen
Quittier-Schaltfläche. Der Text ist beliebig im Fenster positionierbar, bleibt aber durch eine
Verbindungslinie mit der Schaltfläche verbunden.
● Register "Aktionen (technologisch)"
In diesem Register werden die technologischen Aktionen dargestellt, die in einem Schritt
einer Ablaufkette eines SFC-Typs projektiert sind.
Dieses Register wird nur beim SFC-Typ oder einer SFC-Instanz angezeigt, nicht bei einem
SFC-Plan.
Jede Anweisungszeile besteht aus folgenden Elementen:
– Anzeigefeld mit dem Namen der projektierten technologischen Aktion
– Schaltfläche "Aktion (technologisch)"
Zur Anzeige der aktuellen Prozesswerte kann über diese Schaltfläche die projektierte
technologische Aktion geöffnet werden.
Schaltflächen
Wenn es bei der Zeitüberwachung des Schritts zu einem Zeitfehler kommt, dann wird neben
dem betreffenden Schritt die folgende Schaltfläche zum Quittieren des Schrittlaufzeitfehlers
eingeblendet:
Damit können Sie auch aus dem Dialogfeld heraus den Fehler quittieren.
Hinweis
Bei einem Schrittlaufzeitfehler wird nach dessen Quittierung der Schritt wieder in dem Zustand
dargestellt, wie er vor Eintritt des Fehlers bestand (z. B. aktiv = "grün").
Mit Klicken auf die Schaltfläche "Gehe zu" springen Sie beim SFC-Plan aus dem aktuellen
Feld eines Operanden zu dessen Verwendungsstelle, z. B. zum Baustein im CFC-Plan oder
zur E/A-Adresse in HW Konfig (nicht möglich bei SFC-Instanz).
Zur Anzeige der aktuellen Prozesswerte kann über diese Schaltfläche die projektierte
technologische Bedingung geöffnet werden.
● Operatorfeld; Es zeigt den projektierten Operator.
● Mittleres Operandenfeld
● Rechtes Operandenfeld
● Linie, die eine projektierte technologische Bedingung anzeigt.
Zustand der Verknüpfung:
Im Testmodus zeigt die Farbe der Linie das binäre Verknüpfungsergebnis der technologischen
Bedingung an.
● Eine grüne Linie bedeutet "TRUE" (erfüllt).
● Eine rote Linie bedeutet "FALSE" (nicht erfüllt).
● Eine schwarze Linie bedeutet "UNDEF" (undefiniert).
Hintergrundfarben:
● Die Hintergrundfarbe z. B. "Hellgrün" in einer Zeile zeigt an, dass es eine technologische
Bedingung projektiert ist.
● Die Hintergrundfarbe z. B. "Türkis" in einer Zeile zeigt einen geforcten Wert an.
Die Farben sind einstellbar im CFC-Editor.
Schaltflächen
Wenn in der Ablaufkette für die beobachtete Transition eine Bedienanforderung gestellt wird,
dann wird neben der Transition die folgende Schaltfläche eingeblendet:
Damit können Sie auch aus dem Dialogfeld die Bedienanforderung quittieren.
Mit Klicken auf die Schaltfläche "Gehe zu" springen Sie beim SFC-Plan aus dem aktuellen
Feld eines Operanden zu dessen Verwendungsstelle, z. B. zum Baustein im CFC-Plan oder
zur E/A-Adresse in HW Konfig (nicht möglich bei SFC-Instanz).
Zur Anzeige der aktuellen Prozesswerte kann über diese Schaltfläche die projektierte
technologische Bedingung geöffnet werden.
– Operatorfeld; Es zeigt den projektierten Operator.
– Mittleres Operandenfeld
– Rechtes Operandenfeld
– Linie, die eine projektierte technologische Bedingung anzeigt.
Zustand der Verknüpfung:
Im Testmodus zeigt die Farbe der Linie das binäre Verknüpfungsergebnis der
technologischen Bedingung an.
– Eine grüne Linie bedeutet "TRUE" (erfüllt).
– Eine rote Linie bedeutet "FALSE" (nicht erfüllt).
– Eine schwarze Linie bedeutet "UNDEF" (undefiniert).
Hintergrundfarben:
– Die Hintergrundfarbe z. B. "Hellgrün" in einer Zeile zeigt an, dass es eine technologische
Bedingung projektiert ist.
– Die Hintergrundfarbe z. B. "Türkis" in einer Zeile zeigt einen geforcten Wert an.
Die Farben sind einstellbar im CFC-Editor.
● Startbedingung
Jede Zeile stellt eine Bedingung dar. Von den maximal 16 Bedingungen sind davon 2 x 5
auf der ersten Seite und 2 x 3 auf der zweiten Seite sichtbar. Zur zweiten Seite blättern Sie
um, indem Sie auf die "Pfeil"-Schaltfläche am letzten Operator klicken.
Links neben dem 1. Operanden und rechts neben dem 2. Operanden befindet sich jeweils
ein Feld mit dem aktuellen Wert des Operanden. Die Werte sind nur beim SFC-Plan
änderbar.
● OS-Kommentar (Startbedingung)
Im Unterschied zum Register "Startbedingung" wird hier, statt der Spalten mit den
formulierten Bedingungen, eine Spalte mit den OS-Kommentaren angezeigt. Alle weiteren
Details sind gleich.
● Vorverarbeitung
In diesem Register sehen Sie die Aktionen für die Vorverarbeitung der aktuellen
Ablaufkette. Die Werte sind nur beim SFC-Plan änderbar.
Jede Zeile stellt eine Anweisung dar. Es sind jeweils bis zu 50 Anweisungen möglich. Der
Ausschnitt der dargestellten Anweisungen können Sie mit der Bildlaufleiste am rechten
Rand verändern.
Jede Anweisung besteht aus einem linken Operanden, einem Operator und einem rechten
Operanden.
Links neben dem 1. Operanden und rechts neben dem 2. Operanden befindet sich jeweils
ein Feld mit dem aktuellen Wert des Operanden. Mit Klicken in eines der Felder öffnen Sie
das Dialogfeld "Wert ändern", in das Sie den neuen Wert für den Operanden eintragen
können. Der geänderte Wert wird nach Schließen des Dialogfeldes in die CPU geschrieben
und im nächsten Bearbeitungszyklus wirksam. Eine Konstante im rechten Operandenfeld
wird auch in die ES-Datenhaltung geschrieben.
● OS-Kommentar (Vorverarbeitung)
Im Unterschied zum Register "Vorverarbeitung" wird hier, statt der Spalten mit den
formulierten Bedingungen, eine Spalte mit den OS-Kommentaren angezeigt. Alle weiteren
Details sind gleich.
● Nachverarbeitung
In diesem Register sehen Sie die Aktionen für die Nachverarbeitung der aktuelle
Ablaufkette. Die Werte sind nur beim SFC-Plan änderbar. Der Aufbau des Registers ist
identisch dem Register "Vorverarbeitung" (Informationen dort).
● OS-Kommentar (Startbedingung)
Im Unterschied zum Register "Nachverarbeitung" wird hier, statt der Spalten mit den
formulierten Bedingungen, eine Spalte mit den OS-Kommentaren angezeigt. Alle weiteren
Details sind gleich.
Übersicht
Eine im SFC-Editor erstellte Berechnung in einem Schritt oder einer Transition kann im
Testmodus geprüft werden.
Dazu wird im Testmodus im Eigenschaften-Dialogfeld eines Schritts oder einer Transition über
die Schaltfläche "f(x)" das Dialogfeld "Berechnungen in SFC" geöffnet.
Die Schaltfläche "f(x)" in einer Anweisungszeile ist nur dann aktiv, wenn im Editiermodus eine
Berechnung projektiert wurde. In diesem Fall wird in der Anweisungszeile der Name der
Berechnung und der aktuelle Wert des Berechnungsergebnisses angezeigt.
Aufbau des Dialogfeldes
Der Aufbau des Dialogfeldes ist im Testmodus identisch wie beim Erstellungsmodus, jedoch
ist die Tabelle um die Spalte "Wert" erweitert.
In der Spalte "Wert" wird der aktuelle Wert angezeigt und zyklisch aktualisiert:
● Für das Gesamtergebnis der Berechnung
● Für alle Funktionseingänge mit Verschaltung zu Operanden
● Für Zwischenergebnisse, also Funktionseingänge mit Verschaltung zu unterlagerten
Funktionen.
In Testmodus sind nur die Zellen der Spalte "Wert" editierbar, alle anderen Tabellenspalten
sind nicht editierbar.
Wert eines Operanden ändern
1. Um einen Wert der Berechnung zu ändern, wählen Sie im Kontextmenü der
entsprechenden Zelle den Menübefehl "Wert ändern".
2. Das Dialogfeld "Wert ändern" wird geöffnet. Im Feld "Neuer Wert" können Sie den
gewünschten neuen Wert eingeben.
3. Über die Schaltfläche "OK" wird das Dialogfeld geschlossen und der neue Wert in das AS
und die CFC-Datenhaltung übernommen.
4. Im Dialogfeld "Berechnungen in SFC" können Sie nun die Auswirkung des neuen Wertes
in der Berechnung prüfen.
Hinweis
Fehlerbehandlung in der Formel
Eine Fehlerbehandlung in der Formel, z. B. bei Überlauf, Division durch Null usw., findet nicht
statt.
Übersicht
Die Dokumentation von SFC-Plänen/-Typen/-Instanzen umfasst Folgendes:
● den Druck des SFC in unterschiedlichen Darstellungen
● die Parametrierungen
● die Eigenschaften
● die Plan-Referenzdaten
Seiten-Layout festlegen
Wenn Sie das Layout verändern wollen, dann gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Wählen Sie den Menübefehl SFC > Seite einrichten....
Ein Dialogfeld wird geöffnet.
2. Wählen Sie in der Klappliste das Papierformat aus (z. B. "A4", "A4 mit Rand").
Druckvorschau ansehen
1. Wählen Sie den Menübefehl SFC > Druckvorschau....
Die zu druckenden Seiten werden auf dem Bildschirm dargestellt.
2. Kontrollieren Sie die Darstellung.
Den Druck können Sie auch aus dieser Vorschau anstoßen.
SFC drucken
1. Klicken Sie auf das Symbol
18.2 Plan-Referenzdaten
Anwendung starten
1. Wählen Sie den Menübefehl Extras > Plan-Referenzdaten...
oder klicken Sie auf das Symbol
Plan-Referenzdaten
Folgende Plan-Referenzdaten können Sie anzeigen und ausdrucken:
Ablaufreihenfolge
Die grafische Darstellung zeigt die gesamte Ablaufreihenfolge einer CPU.
Querverweise Planelement > Operand
Die Liste zeigt alle im Projekt verwendeten globale Operanden mit den Elementen, die darauf
zugreifen.
Querverweise SFC > Planelement
Die Liste zeigt die von beliebigen SFC-Plänen bestehenden Zugriffe auf die Anschlüsse von
CFC-Planelementen.
Querverweise Planelement > Ablaufgruppe
Die Liste zeigt für alle Ablaufgruppen die von beliebigen CFC- und SFC-Plänen bestehenden
Zugriffe.
Bausteinverschaltungen
Die Liste zeigt alle Bausteinverschaltungen des Projekts.
Zugriffe in SFC-Typen
Die Liste zeigt alle lesenden und schreibenden Zugriffe die innerhalb eines SFC-Typs
bestehen.
Bausteintypen
Die Liste zeigt die verwendeten Bausteintypen und die Stellen (CFC-Plan), an denen sie
verwendet werden.
S7-Ressource-Belegung
Die Liste zeigt die Zuordnung zwischen CFC-Projektierungsobjekten und S7-Ressourcen.
Lokaldaten
Die Liste zeigt alle im Programm vorhandenen OBs mit dem errechneten Lokaldatenbedarf
und die offline projektierten und online tatsächlich vorhandenen Lokaldatengrößen der
einzelnen Prioritätsklassen.
Bausteinaufrufhierarchie
Die grafische Darstellung zeigt die Aufrufhierarchie aller Bausteine des aktuellen Programms.
Textuelle Verschaltungen
Die Liste zeigt alle textuellen Verschaltungen (Pfadreferenz zum Verschaltungsziel) mit
Plannamen und Planelement der Verschaltungsquelle.
Statistik
Die grafische Darstellung zeigt die Anzahl aller verwendeten Objekte von CFC, SFC, der S7-
Ressourcen und die Zeitstempel des aktuellen Programms sowie die Prozessobjekte des
Projekts.
Eine ausführliche Beschreibung der Listen und die Bedeutung ihrer Spalten finden Sie in der
Online-Hilfe "Plan-Referenzdaten" des CFC im Abschnitt "Darstellung der Plan-
Referenzdaten".
Export
Die erzeugten Listen können Sie über den Menübefehl Referenzdaten > Exportdatei
erzeugen... als Datei im CSV-Format abspeichern (z. B. zur Verwendung mit Microsoft
EXCEL).
18.3 Protokolle
Register
Register "Übersetzen"
Auflistung der Meldungen, die beim Übersetzen entstanden sind (einschließlich der Compiler-
Meldungen); z. B. wenn im Projekt nur das Programm und noch keine Station vorhanden ist.
Beispielmeldung: "Das Programm ist keiner konkreten CPU zugeordnet".
Register "Konsistenz prüfen"
Auflistung der Meldungen, die beim Konsistenzprüfen entstanden sind.
Register "Laden"
Auflistung der Meldungen, die beim Laden entstanden sind, z. B. wenn das Laden fehlerfrei
durchgeführt wurde. Beispielmeldung: "0 Fehler und 0 Warnung(en) gefunden"
Register "ES-Protokoll"
Protokollierung aller abgesicherten Aktionen (Laden, Testmodus). Voraussetzung ist, dass
der SIMATIC Logon Service installiert ist.
Register "Schrittbearbeitung"
Nach der Überprüfung des SFC-Laufzeitverhaltens durch den Menübefehl Extras >
Schrittbearbeitung prüfen, werden in diesem Register die Schritte protokolliert, die in der
Beendigungsaktion eines Schrittes und der Initialisierungsaktion (oder Bearbeitungsaktion)
des Folgeschrittes denselben Operanden verwenden. Protokolliert wird, wie viele SFC-Pläne
überprüft und wie viele Zugriffe gefunden wurden, desgleichen die SFC-Pläne mit
unverändertem Laufzeitverhalten.
Register "Format umsetzen"
Nach der Konvertierung von Plänen älterer Version auf >= V5.1, werden hier die Pläne
angezeigt, die nicht mehr die gleichen Eigenschaften haben. Das sind z. B. die SFC-Pläne,
die in der älteren Version die Attribute "Untersetzung" und "Phasenverschiebung" hatten.
Protokolliert wird für jeden betroffenen Plan der Einbauort (Task) und die Werte für
Untersetzung und Phasenverschiebung.
Beispiel: "SFC1: Task OB32 Untersetzung 4 Phasenverschiebung 2"
Register "Textuelle Verschaltungen schließen"
Mit dem Menübefehl Extras > Textuelle Verschaltungen schließen werden alle offenen
textuellen Verschaltungen geschlossen, die einen konkreten Verschaltungspartner im
aktuellen Planordner haben. Angezeigt werden die mit dieser Aktion geschlossenen textuellen
Verschaltungen und Fehlermeldungen von textuellen Verschaltungen, die aus
unterschiedlichen Gründen nicht geschlossen werden konnten.
Register "Bausteintypen"
In diesem Register werden die Meldungen aufgelistet, die beim Prüfen der Bausteintypen
(beim Importieren) entstanden sind.
Register "Implizite Totzeiten"
In diesem Register werden die Warnungen aufgelistet, die beim Prüfen auf nicht auflösbare
Rückführungen entstanden sind.
Übersicht
Mit dem Menübefehl SFC > Schriftfelder... öffnen Sie ein Dialogfeld, in das Sie den Text
eintragen, der in den Schriftfeldern jeder ausgedruckten Seite erscheinen soll.
Mit dem Optionspaket DOCPRO können Sie den SFC-Plan/-Typ zusammen mit Schriftfeld-
Daten ausdrucken. Bei den Schriftfeld-Daten wird unterschieden zwischen den globalen und
spezifischen Daten (lokalen Daten).
Die globalen Daten können Sie für das Projekt über DOCPRO oder den SIMATIC Manager
eingeben, die spezifischen über den SFC-Editor. Dabei ist zu beachten, dass die spezifischen
Daten die Einträge der globalen Daten für den betreffenden SFC überschreiben.
Die spezifischen Daten können Sie auch eingeben, wenn Sie das Optionspaket DOCPRO
nicht installiert haben. Diese Daten werden gespeichert und können dann gedruckt werden,
nachdem DOCPRO für Druckaufträge zur Verfügung steht.
Spezifische Schriftfeld-Daten
Die SFC-spezifischen Schriftfelddaten können Sie in den aktiven Registern "Teil 1" bis "Teil
4" und "Freie Felder" eintragen. Das sind z. B. Unterlagenart, Erstelldatum,
Unterlagennummer, Änderungsdaten oder freie Texte.
Schlüsselwörter in Schriftfeldern
In den globalen Schriftfeldern können Sie Schlüsselwörter eintragen, die beim Ausdruck durch
die aktuellen Texte ersetzt werden. Nachfolgend sehen Sie die einsetzbaren Schlüsselwörter
mit ihren Bedeutungen:
Hinweis
Wenn mit den im SFC eingesetzten Schlüsselwörtern auch andere Objekte (z. B. AWL-
Bausteine oder auch das Inhaltsverzeichnis von DOCPRO) gedruckter werden, erscheinen
für diese Objekte die Schlüsselwörter selbst und nicht die Ersetzung im Ausdruck. Dieser
Nachteil entfällt bei Einsatz der DOCPRO-Schlüssel.
Parametersteuerung
Neben den starren Ablaufsteuerungen werden bei Batch-Prozessen auch
Parametersteuerungen eingesetzt. Parametersteuerungen sind Ablaufsteuerungen mit
variablen Parametern.
Diese variablen Parameter werden in einem globalen Datenbaustein zusammengefasst, dem
Rezept-Datenbaustein. Dem Rezept-Datenbaustein können Sie einen symbolischen Namen
zuordnen, z. B. "RezParDB".
Die Variablen des Rezept-Datenbausteins sind Werte, die den Parametern der
Basisautomatisierung bei der Projektierung zugewiesen werden.
Weitere Informationen zur Parametersteuerung finden Sie in den Abschnitten:
So projektieren Sie den Ablauf (Seite 279)
Ablauf mit unterschiedlichen Parametersätzen (Seite 280)
Beispiel eines Rezept-Datenbausteins (Seite 282)
Vorgehensweise
Den Ablauf der Parametersteuerung projektieren Sie mit dem SFC-Editor. Die
Vorgehensweise ist wie bei der Projektierung der Ablaufsteuerung. Bei der Bearbeitung im
Dialogfeld "Objekteigenschaften" weisen Sie den Parametern der Basisautomatisierung die
jeweiligen Werte aus dem Rezept-Datenbaustein zu.
7
6
7 7 7
6 6 6
7 7 7
6
7
Bedingung in T2 "RezParDB".altzwg =1
Bedingung in T3 "RezParDB".altzwg =2
Bedingung in T4 "RezParDB".altzwg =3
Änderung auf OS
Wenn Sie den Inhalt des Rezept-Datenbausteins ändern, kann die Parametersteuerung auch
mit verschiedenen Parametersätzen ablaufen. Die Parameter ändern Sie auf der OS.
Beispiele
Die verschiedenen Möglichkeiten, wie Sie den Inhalt des Rezept-Datenbausteins ändern
können, zeigen die folgenden Beispiele.
● Sie können die Variablen des Rezept-Datenbausteins als bedienbare Variable in OS-
Prozessbilder einbringen und vor dem Start der Parametersteuerung die aktuellen
Variablen über die OS-Bedienung vorgeben.
● Sie halten verschiedene Rezept-Parametersätze im AS. Die alternative Anweisung eines
Rezept-Parametersatzes an den Rezept-Datenbaustein kann z. B. in einem
Alternativzweig in der Betriebsart "T und O" oder "O" erfolgen.
6
2 2 2
6
$1:
Rezeptbaustein "RezParDB"
In der Tabelle ist ein Beispiel eines Rezeptbausteins "RezParDB" dargestellt.
Aufgaben
Mit dem SFC können Sie z. B. folgende Aufgaben erfüllen:
● hierarchische SFC-Plan-Aufrufe projektieren
oder
● die Bearbeitung von mehreren SFC-Plänen im Automatisierungssystem koordinieren.
SFC-Kontrollbaustein
Bei der Konvertierung von V5.x-ES-Daten in ES-Daten ≥ V6.x wird der SFC-Kontrollbaustein
(SFC_CTRL) eliminiert und durch die Außenansicht des SFC-Plans ersetzt. Alle platzierten
SFC-Kontrollbausteine werden gelöscht und jeweils ersetzt durch die Außenansicht des
jeweiligen SFC-Plans, die das Interface des SFC-Plans als Baustein anzeigt. Die
Parametrierungen des SFC-Kontrollbausteins sowie seine Verschaltungen werden in die
Außenansicht übernommen. Das Ablaufverhalten des SFC-Plans ändert sich hierdurch nicht.
Die Berücksichtigung in der Ablaufreihenfolge entfällt hiermit ebenfalls (bisher musste darauf
geachtet werden, dass der SFC_CTRL vor dem SFC-Plan in der Ablaufreihenfolge eingebaut
war).
Fahrweisen- und/oder Sollwertänderungen für Projekte, die mit dem SFC < V6.1 SP1 erstellt wurden
Damit die Fahrweisen- und/oder Sollwertänderungen wirksam werden können, muss vor der
Änderung der Baustein FB 245 aus der SFC Library in den Bausteinordner kopiert und
anschließend eine Gesamtübersetzung und ein Änderungsladen ausgeführt werden.
Weitere Informationen dazu finden Sie im Abschnitt:
Änderung von Fahrweise und Sollwerten bei einer SFC-Instanz (Seite 249)
Systemattribute am Standard-Interface
Bei der Umstellung von älteren Projekten werden die Systemattribute der Bausteinanschlüsse
des Standard-Interfaces vom FB247 bzw. vom FB300 der aktuellen SFC-Library übernommen.
Dabei gehen die vom Anwender veränderten Attribute bei den Bausteinanschlüssen von SFC-
Plänen, bzw. bei den Bausteinanschlüssen des Standard-Interface von SFC-Typen / SFC-
Instanzen verloren. In Bausteinanschlüssen, die durch den Merkmale-Editor bzw. Interface-
Editor angelegt wurden, bleiben die Attribute erhalten.
21.1.1 BOOL, BO
Datentyp BOOL
21.1.2 BYTE, BY
Datentyp BYTE
21.1.3 CHAR, C
Datentyp CHAR
21.1.4 DATE, D
Datentyp DATE
21.1.5 DINT, DI
Datentyp DINT
21.1.6 DWORD, DW
Datentyp DWORD
21.1.7 INT, I
Datentyp INT
21.1.8 REAL, R
Datentyp REAL
21.1.9 S5TIME, T5
Datentyp S5TIME
Hinweis
Zugriffe auf S5TIME-Operanden sind in Transitionen nicht möglich.
21.1.10 STRING, S
Datentyp STRING
Hinweis
Der Datentyp STRING wird als Operand in den Anweisungen der Schritte unterstützt. Dabei
sind als Operanden sowohl konstante STRINGs (eingeschlossen in Hochkommas) als auch
Ein- und Ausgänge von Bausteinen (FB-Instanzen, Global-DBs) möglich, z. B.:
● CFC-Plan\Baustein.EingString := 'KonstString'
● CFC-Plan\Baustein.EingString := CFC-Plan\Baustein.AusgString
21.1.11 STRUCT, ST
Datentyp STRUCT
21.1.13 TIME, TI
Datentyp TIME
21.1.14 WORD, W
Datentyp WORD
DI, 288
Diagramm
der Zustandsübergänge für Ablaufketten- F
BZL, 236
Fahrweise und Sollwerte, 251
der Zustandsübergänge für SFC-BZL, 233
nachführen, 251
Dialogfelder
Fahrweisen, 90, 171
Aufbau, 51
nachträglich ändern, 91
Bedienen, 56
Fahrweisen und Sollwerte, 249
DINT, 288
Änderungen bei einer SFC-Instanz, 249
Dokumentation, 273, 274, 277
Farb-Voreinstellungen, 59
Plan-Referenzdaten, 274
Fehlerbehandlung, 196
Protokolle, 276
SFC-Anschlüsse, 196
Schriftfelder, 277
Fensterausschnitt
SFCs, 273
ändern, 59
Doppelte ganze Zahl, 288
Filtern
Drucken
Bausteinanschluss, 130
Protokolle, 276
Folge
DW, 289
von 16 Bit, 292
DWORD, 289
von 32 Bit, 289
von 8 Bit, 287
E
Eigenschaften, 266, 269 G
Kette im Test, 269
Ganze Zahl, 289
Schritt im Test, 263
Gemeinsamkeiten, 33
Transition im Test, 266
SFC-Plan und SFC-Typ, 33
Einfügen/Erzeugen
Generierte Bausteine, 210
SFC-Elemente, 105
SFC, 210
Einstellungen, 208
Gleitpunktzahl, 289
Übersetzen/Laden, 208
Globale Operanden, 138, 139
Einzelnes Zeichen, 288
Elemente, 47
Benutzeroberfläche, 47
Erste Schritte, 19
H
Erstellen, 20, 22, 24, 100 HAND-Befehle, 241
Kettentopologie, 100 Hantieren, 63, 64
SFC-Instanz, 24 SFC, 63
SFC-Plan, 20 von Plänen, 64
SFC-Typ, 22 Hilfe
Erzeugen, 66 zugreifen mit Tastatur, 58
Alternativzweig, 108 Hinweistexte, 90
Parallelzweig, 106 Merkmale, 171
Schleife, 109 projektieren, 92
Sequenz, 105
SFC-Instanz, 66
Sprung, 110 I
Textfeld, 112
I, 289
IBS, 253, 263, 266, 269
Instanzeigenschaften, 85
anpassen, 85
INT, 289
INTEGER, 289
Interface-Editor, 89
Interface-Erweiterungen Anschlüsse, 170 M
Interface-Erweiterungen Merkmale [SFC-
Markieren, 58
Anschlüsse], 172
Texte mit Tastatur, 58
Interface-Parametrierungen Merkmale, 170
Meldungen, 198
SFC-Anschlüsse, 198
Meldungen im SFC, 87
K projektieren, 87
Kette, 39 Mengengerüst des SFC, 28
Bearbeitung, 236 Menü
Kurzbedienung mit Tastatur, 58 Ansicht, 54
Ketten, 236 Bearbeiten, 54
Kettenelemente, 36 Bedienen, 56
Kettentopologie, 100 Einfügen, 54
erstellen, 100 Extras, 54
Kettenvorlage, 101 Fenster, 54
Konfigurieren, 99, 100, 114, 115, 116, 118, 120, 125, Hilfe, 54
138, 152, 154 SFC, 54
Ablaufsteuerung, 99, 100, 105, 106, 108, 109, Test, 54
110, 112, 114, 115, 116, 118, 120, 122, 124, 125, Zielsystem, 54
132, 135, 137, 138, 152, 154 Menübefehle
Konsistenzprüfung, 211 Shortcuts, 54
Kontinuierlicher Betrieb, 195 Merker, 90
SFC-Anschlüsse, 195 Merkmal
Kontinuierlicher Betrieb [Continuous], 232 Anschlüsse, 93
Koordinierung, 236 Attribute, 95
Kette, 236 Bausteinkontakte, 93, 183
Kopieren, 77, 79, 116, 118 Editor, 89
Objekteigenschaften, 118 Fahrweisen, 91, 171
SFC-Elemente, 116 Hinweistexte, 171
SFC-Instanz, 79 Merker, 182
SFC-Plan, 77 Parameter, 182
SFC-Typ, 79 Positionstexte, 172
Prozesswerte, 181
SFC-Typ, 90
L Sollwerte, 173
Steuerwerte, 181
Laden, 208, 213
Zeiten, 183
Änderungsladen in RUN, 215
Migration von älteren Projekten, 284
Einstellungen, 208
Multi-User-Engineering, 46
Programme, 213
LI_ERR, 196
Logische Zahl, 287
Löschen, 80, 120
N
SFC-Element, 120 Nachführen, 251
SFC-Instanz, 80 Fahrweise und Sollwerten, 251
SFC-Plan, 80 Nachverarbeitung, 35, 101
SFC-Typ, 80 Navigieren
im SFC, 46
NOTIFY, 87
Protokolle speichern/drucken
dokumentieren, 276
O drucken, 276
speichern, 276
Objekteigenschaften, 118
Prozesswerte, 90
kopieren, 118
OCCUPIED, 236
Öffnen, 76, 77
SFC-Instanz, 77
Q
SFC-Plan/SFC-Typ, 76 QDIS_START, 196
OP_ERR, 196
Operanden, 128
zulässige Einträge, 128 R
R, 289
REAL, 289
P Reserven, 204
Parallelzweig, 40 SFC-Anschlüsse, 204
erzeugen, 106 Ressourcen-Bedarf, 210
im AS, 246 Rezept-Datenbaustein, 282
Parameter, 90
Parametersätze, 280
unterschiedliche, 280 S
Parametersteuerung, 279, 280
S, 290
Ablauf mit unterschiedlichen
S5TIME, 290
Parametersätzen, 280
S5-Zeitdauer, 290
Beispiel eines Rezept-Datenbausteins, 282
Sammelanzeigen, 193
Projektieren des Ablaufs, 279
SFC-Anschlüsse, 193
Plan-Eigenschaften, 81
Sammelquittierungen, 193
anpassen, 81
SFC-Anschlüsse, 193
Plan-Referenzdaten, 274
Schaltmodi, 223
dokumentieren, 274
Schleife, 42
Positionstexte, 90, 92
bearbeiten, 109
Merkmale, 172
erzeugen, 109
Priorität
im AS, 248
Befehle, 241
Schnittstellenänderungen, 72
Programme, 213
Schriftfeld, 277
laden, 213
definieren, 277
Programmierte Zielschritte, 185
Schritt, 37, 125
Projektieren, 63, 87
Aktionen bearbeiten, 124
Hinweistext, 92
allgemeine Eigenschaften bearbeiten, 124
mehrere Ablaufketten, 101
Anlaufphasen, 244
Meldungen im SFC, 87
bearbeiten, 122
Postitionstext, 92
Operanden bearbeiten, 125
SFC, 63
Zugriff auf Strukturen, 131
Projektieren im Netzverbund, 46
Schritt und Transition
Projektierung, 67, 70, 73, 283
im AS, 245
SFC-Aufrufe, 283
Selektieren, 114, 115
SFC-Instanz, 73
beim Bearbeiten von Schritten/Transitionen, 116
SFC-Plan, 67
mit Lasso, 115
SFC-Typ, 70
mit Maus, 114
Projektstruktur, 61
mit Tastatur, 115
anlegen, 61
Sequenz, 39 Änderungsprojektierung, 75
erzeugen, 105 erstellen, 24
SFC, 19, 27, 28, 63, 152, 221 erzeugen, 66
Ablaufeigenschaften, 152 kopieren/verschieben, 79
anlegen, 63 löschen, 80
Einführung, 15 öffnen, 77
hantieren, 63 Projektierung, 73
im AS, 221, 222, 223, 224, 226, 241, 244, 245, übersetzen, 207
246, 247, 248 SFC-Plan, 20, 29, 33, 64, 67, 69, 76, 77, 80, 157, 162,
in der STEP 7-Umgebung, 27 169, 207
Mengengerüst, 28 Änderungsprojektierung, 69
navigieren, 46 anlegen, 64
Parametersteuerung, 279 Anschlüsse, 162, 169
prinzipielle Arbeitsweise, 19 Außenansicht, 33
projektieren, 63 Auswahlkritieren, 15
Typ-/Instanz-Konzept, 69 erstellen, 20
und andere Zielsysteme, 28 kopieren/verschieben, 77
und Technologische Hierarchie, 28 löschen, 80
SFC-Anschlüsse, 170, 172, 184, 185, 192, 193, 194, öffnen, 76
195, 196, 198, 199, 204 Projektierung, 67
Ablaufoptionen, 192 Standard-Interface, 157
BATCH-Parameter, 194 Standard-Interface Anschlüsse [alphabetische
Befehle und Betriebszustände, 185 Reihenfolge], 157
Betriebsarten, 184 übersetzen, 207
Daten von zu bearbeitenden Ketten und SFC-Plan und SFC-Typ, 33
Schritten, 193 im Vergleich, 33
Fehlerbehandlung, 196 SFC-Plan/-Instanz
Interface-Erweiterungen Merkmale, 172 starten, 242
Interface-Parametrierungen Merkmale, 170 SFCs dokumentieren, 273
Kontinuierlicher Betrieb, 195 SFC-Typ, 22, 31, 65, 70, 76, 79, 80, 163, 207
Meldungen, 198 aktualisieren, 85
Reserven, 204 anlegen, 65
Sammelanzeigen + Sammelquittierungen, 193 Anschlüsse Standard-Interface, 163
Statuswörter, 200 Auswahlkritierien, 15
Steuerwörter, 199 erstellen, 22
Systemparameter, 204 kopieren/verschieben, 79
SFC-Aufrufe, 283 löschen, 80
Projektierung, 283 öffnen, 76
SFC-Bearbeitung nach CPU-Stopp, 239 Projektierung, 70
SFC-BZL, 227, 233 Standard-Interface, 163
SFC-Editor, 45 übersetzen, 207
arbeiten, 45 Shortcuts für Menübefehle, 54
starten, 45 Sollwerte, 90
SFC-Element, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 118, 120 Speicherbedarf, 210
löschen, 120 Speichern
verschieben, 118 Protokolle, 276
SFC-Elemente, 116 Sprung, 43
einfügen/erzeugen, 105 bearbeiten, 110
kopieren, 116 erzeugen, 110
SFC-Instanz, 15, 24, 31, 66, 73, 75, 77, 79, 80, 207, im AS, 248
249 ST, 291
Änderung von Fahrweise und Sollwerten, 249
Z
Zeichenfolge, 290
Zeitdauer, 291
Zeiten, 90
Zielschritt, 236, 263
Zielschritte, 185
programmierte, 185
Zugreifen
auf Hilfe mit Tastatur, 58
auf Strukturen, 131
Zulässige Datentypen, 140
Zulässige Einträge für Operanden, 128
Zustände
Schritte, 261
Transitionen, 261