Nebensätze
Nebensätze
Einleitung
Hauptsätze sind Sätze, die alleine stehen können. Normalerweise bestehen sie mindestens aus
Subjekt, Verb und Objekt.
Die Wortstellung im Satz ist ein wichtiges Thema in der deutschen Sprache. Dank der Fälle
wissen wir normalerweise, ob ein Nomen/Pronomen in einem Satz als Subjekt oder Objekt
verwendet wird. Deshalb können wir das Objekt auch an den Satzanfang stellen.
Beide Sätze drücken die gleiche Situation aus, auch wenn die Wortstellung
anders ist:
Der Satzbau im Deutschen ist recht flexibel. Als Grundregel sollten wir uns merken:
Merke aber:
Wenn das direkte Objekt ein Pronomen ist, steht es vor dem indirekten Objekt.
Beispiel:
Der Lehrer hat ihn dem Schüler gestern in der Schule zurückgegeben.
Für Fortgeschrittene
Neben der Grundregel gibt es im Deutschen aber noch viel mehr Möglichkeiten, wie man die
Satzglieder anordnen kann.
Wenn wir einen Text schreiben, versuchen wir, die Sätze inhaltlich miteinander zu verbinden.
Deshalb steht an erster Position oft ein Satzglied, das diese Verbindung herstellt.
Beispiel:
Etwas bereits Erwähntes oder als bekannt Vorausgesetztes steht im Satz weiter vorn.
Unbekanntes oder Neues steht im Satz weiter hinten.
Aus diesem Grund rutscht zum Beispiel das direkte Objekt, wenn es ein Pronomen ist, vor das
indirekte Objekt. Pronomen ersetzen schließlich ein Nomen, das bereits erwähnt wurde oder als
bekannt vorausgesetzt wird.
Beispiel:
Der Lehrer hat ihn (den Test) ihm (dem Schüler) gestern in der Schule zurückgegeben.
Andererseits muss das direkte Objekt, wenn es mit einem unbestimmten Artikel verwendet wird,
immer hinter Zeit und Ort stehen. Den unbestimmten Artikel (ein…) verwenden wir schließlich,
wenn wir etwas zum ersten Mal erwähnen (also für etwas Neues).
Beispiel:
Der Lehrer hat dem Schüler gestern in der Schule einen Test zurückgegeben.
Hervorhebungen am Satzende
Das indirekte Objekt sowie die Angaben von Zeit und Ort sind austauschbar. Wenn wir eines
dieser Satzglieder besonders hervorheben wollen, können wir es hinter das direkte Objekt setzen.
Beispiel:
In der Schule hat der Lehrer gestern den Test einem Schüler zurückgegeben.
Der Lehrer hat dem Schüler den Test gestern in der Schule zurückgegeben.
Beachte aber:
Als Pronomen darf das indirekte Objekt nicht die Position wechseln.
Beispiel:
Der Lehrer hat ihm (dem Schüler) gestern in der Schule den Test zurückgegeben.
(nicht: Der Lehrer hat gestern in der Schule den Test ihm zurückgegeben.)
Die Zeitangabe sollte nur in seltenen Fällen – zur ganz besonderen Betonung und möglichst nur
in der gesprochenen Sprache – hinter der Ortsangabe stehen. Im Schriftlichen wirkt es meist
falsch, weil es im Deutschen üblich ist, die Zeit vor dem Ort zu nennen.
Beispiel:
Der Lehrer hat dem Schüler in der Schule den Test gestern zurückgegeben.
Übungen
Wähle für jedes Feld den richtigen Satzteil aus, sodass in jeder Zeile ein Satz nach dem
Schema Subjekt-Verb-Objekt entsteht. Wenn in ein Feld nichts eingesetzt wird, wähle den
Strich (-).
Rezolvari
Wähle für jedes Feld den richtigen Satzteil aus, sodass in jeder Zeile ein Satz nach dem
Schema Subjekt-Verb-Objekt entsteht. Wenn in ein Feld nichts eingesetzt wird, wähle den
Strich (-).
Nebensätze
Einleitung
Nebensätze können nicht alleine stehen – sie sind immer einem anderen Teilsatz untergeordnet.
Wir erkennen einen Nebensatz normalerweise daran, dass das finite Verb am Ende des Teilsatzes
steht. Außerdem müssen Nebensätze im Deutschen immer durch ein Komma vom Hauptsatz
getrennt werden.
Beispiel:
Ich weiß nicht, ob er dir hilft.
Steht ein Nebensatz am Satzanfang vor einem Hauptsatz, dann beginnt der Hauptsatz mit dem
finiten Verb (weil der Nebensatz die 1. Position ausfüllt).
Beispiel:
Ob er dir hilft, weiß ich nicht.
Typen von Nebensätzen
Es gibt zwei Kriterien, nach denen wir Nebensätze aufteilen können.
Unterscheiden wir Nebensätze nach ihrer Funktion im Satz, gibt es folgende Nebensatzarten:
Adverbialsatz, Attributsatz, Subjektsatz und Objektsatz.
Unterscheiden wir Nebensätze nach ihrer Verknüpfung mit anderen Satzteilen, gibt es: indirekte
Rede, Infinitivsatz, Konjunktionalsatz, Partizipialsatz und Relativsatz.
Adverbialsätze
Je nachdem, was durch den Adverbialsatz ausgedrückt wird (Gegensatz, Zweck, Grund usw.),
unterscheiden wir zwischen Adversativsatz, Finalsatz, Kausalsatz, Konditionalsatz,
Konsekutivsatz, Konzessivsatz, Lokalsatz, Modalsatz und Temporalsatz.
Beispiel:
Da ich eine Arbeit über Adverbialsätze schreibe, muss ich mir das Thema ansehen.
(Kausalsatz)
Attributsätze
Attributsätze machen nähere Angaben zu einem Subjekt oder Objekt. Attributivsätze erfragen
wir mit „Welcher/Welche/…?“ – es sind also Relativsätze. Mehr gibt es zu den Attributsätzen
nicht zu sagen, deshalb verlinken wir hier gleich auf die Relativsätzen.
Beispiel:
Das ist der Mann, den ich gesehen habe. (Welcher Mann?)
Kaufst du den Hut, der dir so gefällt? (Welchen Hut?)
Beispiel:
Ich lese, was dort steht.
(Wen/Was lese ich? → Objektsatz)
Wer fleißig lernt, wird klug.
(Wer/Was wird klug? → Subjektsatz)
Indirekte Fragen
Indirekte Fragen sind Fragen, die wir nicht direkt stellen, sondern in einem anderen Satz
einbauen.
Adverbialsätze
Je nachdem, was durch den Adverbialsatz ausgedrückt wird (Gegensatz/opozitie, contrar,
Zweck/scop, Grund, baza, principiu usw.), unterscheiden wir zwischen Adversativsatz,
Finalsatz, Kausalsatz, Konditionalsatz, Konsekutivsatz, Konzessivsatz, Lokalsatz, Modalsatz und
Temporalsatz.
Beispiel:
Da ich eine Arbeit über Adverbialsätze schreibe, muss ich mir das Thema ansehen.
(Kausalsatz)
Attributsätze
Attributsätze machen nähere Angaben zu einem Subjekt oder Objekt. Attributivsätze erfragen
wir mit „Welcher/Welche/…?“ – es sind also Relativsätze. Mehr gibt es zu den Attributsätzen
nicht zu sagen, deshalb verlinken wir hier gleich auf die Relativsätzen.
Beispiel:
Das ist der Mann, den ich gesehen habe. (Welcher Mann?)
Kaufst du den Hut, der dir so gefällt? (Welchen Hut?)
Beispiel:
Ich lese, was dort steht.
(Wen/Was lese ich? → Objektsatz)
Wer fleißig lernt, wird klug.
(Wer/Was wird klug? → Subjektsatz)
Indirekte Fragen
Indirekte Fragen sind Fragen, die wir nicht direkt stellen, sondern in einem anderen Satz
einbauen.
Beispiel:
Er will wissen, wie spät es ist.
Ich weiß nicht, wo mein Handy ist.
Es würde mich interessieren, ob er uns morgen besuchen kommt.
Infinitivsätze
Infinitivsätze mit zu verwenden wir häufig nach bestimmten Wörtern und Wendungen.
Infinitivsätze mit um zu können wir hingegen immer dann verwenden, wenn wir eine Folge
(Wozu?) angeben.
Beispiel:
Ich bin froh, dich zu sehen.
Er hat gelernt, um die Prüfung zu bestehen.
Konjunktionalsätze
Konjunktionalsätze werden mit einer untergeordneten Konjunktion (einer Subjunktion)
eingeleitet. Beispiele haben wir im Thema Sätze mit Konjunktionen unter Subjunktionen
aufgelistet.
Beispiel:
Er spricht gut Deutsch, weil er ein Jahr in Deutschland war.
Partizipialsätze
Partizipialsätze sind Nebensätze mit Partizip I oder Partizip II. Sie beziehen sich immer auf das
Subjekt im Hauptsatz.
Beispiel:
Nervös um sich schauend, stand der Räuber vor der Bank.
Auf dem Land geboren und aufgewachsen, liebt sie die Natur.
Relativsätze
Mit einem Relativsatz können wir zusätzliche Informationen geben, ohne einen neuen Satz zu
beginnen. Im Deutschen stehen Relativsätze immer in Kommas.
Beispiel:
Das ist der Film, den ich mir ansehen will.
Konditionalsätze
Konditionalsätze geben eine Bedingung an, unter der eine Handlung in der Gegenwart/Zukunft
stattfindet oder in der Vergangenheit stattgefunden hätte.
Beispiel:
Wenn ich den Job bekomme, verdiene ich viel Geld.
Wenn ich mich beworben hätte, hätte ich den Job bekommen.
Indirekte Rede
Wenn wir nicht mit den gleichen Worten wiedergeben, was jemand gesagt hat, verwenden wir
die indirekte Rede.
Beispiel:
„Mir geht es gut.“ → Sie sagt, es gehe ihr gut.
Adverbialsätze
Einleitung
typische
Typ Bedeutung Beispiel
Konjunktion
Ihm fällt Mathe leicht, wohingegen ich keine
Adversativsatz Gegensatz wohingegen
Ahnung von Mathe habe.
Finalsatz Zweck damit Sei ruhig, damit ich schlafen kann.
Kausalsatz Grund da, weil Da er krank war, blieb er zu Hause.
Konditionalsatz Bedingung falls, wenn Wenn du willst, kannst du gehen.
Er hatte so viel gelernt, dass er die Prüfung
Konsekutivsatz Folge dass, sodass
nicht fürchten musste.
etwas Sie gingen baden, obwohl das
Konzessivsatz obwohl
zum Trotz Wasser eiskalt war.
wo, woher, Wo sie ihren Urlaub verbringen, ist es sehr
Lokalsatz Ort
wohin warm.
Art und Er bereitete sich auf den Marathon vor, indem
Modalsatz indem
Weise er täglich trainierte.
nachdem, bevor, Bevor wir sie besuchen, müssen wir noch ein
Temporalsatz Zeit
seit Geschenk kaufen.
Übung
1. Kausalsatz:
Ich konnte noch nicht mit ihm sprechen, er keine Zeit hatte.
2. Temporalsatz: Die Kinder putzen sich immer die Zähne, sie schlafen gehen.
3. Konsekutivsatz:
Gestern war es schön warm, wir draußen essen konnten.
4. Modalsatz:
Sie verdunkelten den Raum, sie die Jalousien herunterließen.
5. Lokalsatz:
Er wollte uns nicht verraten, er ging.
Rezolvare:
Übung
1. Ich bringe Brot mit, falls ich an einem Bäcker vorbeikomme. → Konditionalsatz
2. Er hat den Wecker gestellt, damit er nicht verschläft. → Finalsatz
3. Wir holten uns Nachschlag, obwohl wir schon satt waren. → Konzessivsatz
4. Aschenputtels Schwestern gingen zum Ball, wohingegen sie das Haus putzen musste. →
Adversativsatz
5. Seit wir aus dem Urlaub zurück sind, regnet es ununterbrochen. → Temporalsatz
1. Kausalsatz:
Ich konnte noch nicht mit ihm sprechen, da er keine Zeit hatte.
2. Temporalsatz:
Die Kinder putzen sich immer die Zähne, bevor sie schlafen gehen.
3. Konsekutivsatz:
Gestern war es schön warm, sodass wir draußen essen konnten.
4. Modalsatz:
Sie verdunkelten den Raum, indem sie die Jalousien herunterließen.
5. Lokalsatz:
Er wollte uns nicht verraten, wohin er ging.
Relativsätze
Einleitung / Introducere
Mit einem Relativsatz können wir zusätzliche Informationen geben, ohne einen neuen Satz zu
beginnen. Im Deutschen stehen Relativsätze immer in Kommas.
Das sind die Freunde, mit denen ich viel Zeit verbringe. Bodo, den ich schon ewig kenne, ist sehr
lustig. Toni, der eine Brille trägt, geht in meine Klasse. Linda, deren Lächeln bezaubernd ist,
kann toll tanzen.
Verwendung
Nominativ:
Genitiv:
Linda, deren Lächeln bezaubernd ist, kann toll tanzen.
Dativ:
Das sind die Freunde, mit denen ich viel Zeit verbringe.
Akkusativ:
Bildung
Relativpronomen
Relativpronomen werden normalerweise flektiert, das heißt: sie passen sich in Zahl und
Geschlecht dem Nomen an, auf das sie sich beziehen (Ausnahmen: was)
Welchen Fall wir verwenden, hängt davon ab, ob das Relativpronomen im Relativsatz ein
Subjekt oder ein Objekt ersetzt. Beachte aber, dass wir im Relativsatz häufig einen anderen Fall
verwenden müssen als im Hauptsatz.
Beispiel:
In der Alltagssprache verwenden wir normalerweise eher die Relativpronomen der/die/das. Für
welcher/welche/welches entscheiden wir uns meist, um Wiederholungen des gleichen Wortes zu
vermeiden.
Beispiel:
besser:
Beispiel:
Das sind die Freunde, mit denen ich viel Zeit verbringe.
Relativpronomen was
Das Relativpronomen was bezieht sich normalerweise auf ein Indefinitpronomen (alles, nichts,
manches, vieles), gilt aber nicht für Personen (jeder, niemand, …).
Beispiel:
(aber nicht: Jeder, was ihn kennt …, sondern: Jeder, der ihn kennt …)
Relativadverbien
Relativadverbien ändern ihre Form nicht. Oft beziehen sie sich auf einen ganzen Satz. Zu den
Relativadverbien zählen zum Beispiel: wo, womit, wofür, worüber.
Beispiel:
1. Das sind die Aufgaben. Wir sollen sie bis morgen lösen.
→ Das sind die Aufgaben,
2. Das ist ein Baum. Den Baum hat mein Opa gepflanzt.
→ Das ist der Baum,
3. Österreich ist ein Land. In dem Land kann man gut Ski fahren.
→ Österreich ist ein Land,
4. Du hast mir von einer Freundin erzählt. Ist sie das?
→ Ist das die Freundin,
5. Ich habe einen Hund. Seine Augen sind blau.
→ Ich habe einen Hund,
Rezolvare:
Übung
1. Das sind die Kinder, denen wir eine Geschichte vorgelesen haben.
2. Dort steht der neue Lehrer, der Geschichte unterrichtet.
3. Wo ist der Joghurt, den ich mir gekauft habe?
4. Wer ist die Frau, deren Gepäck vor dem Hotel steht?
5. Das ist das Restaurant, in dem wir gerne essen.
1. Das sind die Aufgaben. Wir sollen sie bis morgen lösen.
→ Das sind die Aufgaben, die wir bis morgen lösen sollen.
2. Das ist ein Baum. Den Baum hat mein Opa gepflanzt.
→ Das ist der Baum, den mein Opa gepflanzt hat.
3. Österreich ist ein Land. In dem Land kann man gut Ski fahren.
→ Österreich ist ein Land, in dem man gut Ski fahren kann.
4. Du hast mir von einer Freundin erzählt. Ist sie das?
→ Ist das die Freundin, von der du mir erzählt hast?
5. Ich habe einen Hund. Seine Augen sind blau.
→ Ich habe einen Hund, dessen Augen blau sind.
Attributsätze
Einleitung
Attributsätze machen nähere Angaben zu einem Subjekt oder Objekt. Attributsätze erfragen wir
mit „Welcher/Welche/Welches/Welchen/Welchem?“. Normalerweise handelt es sich hierbei um
Relativsätze.
Beispiel:
Das ist der Mann, den ich gesehen habe. (Welcher Mann?)
Übungen
Objektsätze
Der Objektsatz ist ein Nebensatz, der ein Objekt (Genitiv-, Dativ- oder Akkusativobjekt) ersetzt.
Objektsätze erfragen wir mit „Wessen/Wem/Wen/Was?“.
Beispiel:
Subjektsätze
Der Subjektsatz ist ein Nebensatz, der ein Subjekt ersetzt. Subjektsätze erfragen wir mit
„Wer/Was?“.
Beispiel:
Übungen
Objekt-/Subjektsätze - Übungen
Wandle die unterstrichenen Sätze in Subjekt- bzw. Objektsätze um und wähle im Kästchen
rechts aus, welches Satzglied (das kursive Wort) ersetzt wurde.
Ce sunt: 1. 2. 3. 4. 5.
Rezolvari
Wandle die unterstrichenen Sätze in Subjekt- bzw. Objektsätze um und wähle im Kästchen
rechts aus, welches Satzglied (das kursive Wort) ersetzt wurde.
1. Subjekt
2. Akkusativobjekt
3. Genitivobjekt
4. Dativobjekt
5. Genitivobjekt
Infinitivsätze
Einleitung
Im Deutschen gibt es bestimmte Wendungen, nach denen wir üblicherweise einen Infinitivsatz
verwenden. Mit Infinitivsätzen mit um zu können wir das Ziel einer Handlung ausdrücken.
Ich habe vor, mit dem Tennisspielen zu beginnen. Ich bin gekommen, um mir einen guten
Tennischläger zu kaufen.
Ich bin hier, um Ihnen zu helfen. Ich empfehle Ihnen, einen Schläger für Anfänger zu nehmen.
Sie müssen erst einmal lernen, den Ball zu treffen. Wie ein Profi zu spielen, ist nahezu
unmöglich. Um so gut zu werden, haben die Profis viele Jahre lang jeden Tag trainiert.
Verwendung
Infinitivsätze verwenden wir nach bestimmten Wörtern und Wendungen (siehe Liste).
Beispiel:
Meistens stehen die Infinitivsätze hinter dem Hauptsatz, sie können aber auch am Satzanfang
stehen.
Beispiel:
Beispiel:
Sie müssen erst einmal lernen, den Ball zu treffen.
Es gibt aber auch Wörter/Wendungen, bei denen sich der Infinitivsatz auf das Objekt bezieht.
Beispiel:
Wollen wir das Ziel einer Handlung ausdrücken, verwenden wir um zu. In diesem Fall bezieht
sich der Infinitivsatz immer auf das Subjekt.
Beispiel:
Um so gut zu werden, haben die Profis viele Jahre lang jeden Tag trainiert.
Bildung
Wir erweitern den Infinitiv des Verbs mit dem Wort zu und stellen diese beiden Wörter ans Ende
des Infinitivsatzes.
Beispiel:
Ich kann bald wie ein Profi spielen. → Ich hoffe, bald wie ein Profi spielen zu können.
Kaum jemand spielt wie ein Profi. → Wie ein Profi zu spielen, ist nahezu unmöglich.
Beispiel:
Beachte
Bei zusammengesetzten Verben, die trennbar sind, steht zu zwischen den beiden Teilen des
Verbs.
Beispiel:
anziehen → anzuziehen
kennenlernen → kennenzulernen
Es gibt bestimmte Wörter und Wendungen, nach denen wir sehr oft einen Infinitivsatz
verwenden. Der Infinitivsatz kann sich dabei auf das Subjekt oder Objekt im Hauptsatz beziehen
oder auf eine unpersönliche Wendung.
Infinitivsatz bezieht sich auf das Subjekt
Bezieht sich der Infinitivsatz auf das Subjekt im Hauptsatz, führt das Subjekt auch die Handlung
im Infinitivsatz aus.
Beispiel:
Einfache Verben
Beispiel:
beabsichtigen
behaupten
beschließen
dazu beitragen
dazu neigen
dazu tendieren
drohen
geloben
glauben
hoffen
jemandem anbieten
lernen
planen
schwören
vereinbaren
vorhaben
vergessen
versäumen
versprechen
versuchen
vorhaben
vortäuschen
vorziehen
wagen
zögern
Reflexive Verben
Beispiel:
Der Verkäufer macht sich daran, die Kundin zu beraten.
Ich kann es mir nicht leisten, bei einem berühmten Tennisspieler zu trainieren.
sich bereit erklären
sich daranmachen
sich entscheiden
sich erinnern
sich leisten (Dativ)
sich sehnen
sich trauen
sich verpflichten
sich wagen (Dativ)
sich weigern
bemüht
bestrebt
beunruhigt
entschlossen
enttäuscht
erfreut
erleichtert
froh
traurig
überrascht
Ich habe die Absicht, bald so gut wie ein Profi zu spielen.
die Absicht haben
das Angebot machen/annehmen
in Betracht ziehen
die Drohung aussprechen
die Entscheidung treffen
den Entschluss fassen
die Hoffnung haben
die Neigung haben
die Notwendigkeit sehen
die Vereinbarung treffen
das Versprechen geben
den Versuch unternehmen
Vorbereitungen treffen
Bezieht sich der Infinitivsatz auf das Objekt, soll das Objekt aus dem Hauptsatz die Handlung im
Infinitivsatz ausführen.
Beispiel:
Der Verkäufer hat die Kundin überredet, einen Schläger für Anfänger zu kaufen.
bitten
dazu bringen
einladen
ermutigen
erinnern
lehren
überreden
überzeugen
veranlassen
warnen
zwingen
Der Verkäufer rät der Kundin, einen Schläger für Anfänger zu nehmen.
befehlen
beibringen
empfehlen
ermöglichen
erlauben
gelingen
gestatten
helfen
leichtfallen
raten
verbieten
Die folgenden Adjektive verwenden wir normalerweise mit der unpersönlichen Form es (im
Sinne von man).
Beispiel:
egoistisch
gerecht
klug
kompliziert
leicht
mutig
schwierig
sinnlos
traurig
unangenehm
unhöflich
unmöglich
Übungen
Infinitivsätze - Übungen
Infinitivsätze – gemischt
Übung
Rezolvari
Indirekte Fragen
Einleitung
Indirekte Fragen sind Fragen, die wir in einem anderen Satz einbauen. Wir ergänzen damit
bestimmte Wendungen, wie zum Beispiel die folgenden.
Beispiele:
Er fragt, …
Satzbau
Der Satzbau der indirekten Frage unterscheidet sich von der normalen Frage – das finite Verb
steht bei der indirekten Frage am Satzende (Fragewort + Subjekt + Objekt + Verb).
Beispiel:
Was hat sie gesagt? – Ich sage dir nicht, was sie gesagt hat.
Indirekte Fragen mit ob
Beispiel:
Bei einer indirekten Frage verwenden wir normalerweise einen Punkt und kein Fragezeichen
(siehe Beispiel oben). Das Fragezeichen steht nur, wenn die indirekte Frage Teil einer echten
Frage ist.
Beispiel:
Übungen
Indirekte Fragen - Übungen
Rezolvari:
Konjunktionalsätze
Einleitung
Sätze, die mit einer untergeordneten Konjunktion (Subjunktion) eingeleitet werden, nennen wir
Konjunktionalsätze. (siehe Sätze mit Konjunktionen).
Beispiel:
Übungen
Konjunktionalsätze - Übungen
Übung Konjunktionalsätze
Übung
1. Sie hält sich fit. Sie trainiert täglich eine halbe Stunde. (indem)
Sie hält sich fit,
2. Der Fernseher ist schon kaputt. Er ist ganz neu. (obwohl)
→ Der Fernseher ist schon kaput,
3. Ich kann Ihnen den Weg nicht erklären. Ich kenne mich hier auch nicht aus. (da)
→ Ich kann Ihnen den Weg nicht erklären,
4. Es wird noch zwei Stunden dauern. Dann sind wir am Ziel. (bis)
→ Es wird noch zwei Stunden dauern,
5. Wir sind im Urlaub. Der Nachbar füttert unsere Katzen. (solange)
→ , füttert der Nachbar unsere Katzen.
Rezolvari:
Übung
1. Sie hält sich fit. Sie trainiert täglich eine halbe Stunde. (indem)
Sie hält sich fit, indem sie täglich eine halbe Stunde trainiert.
2. Der Fernseher ist schon kaputt. Er ist ganz neu. (obwohl)
→ Der Fernseher ist schon kaput, obwohl er ganz neu ist.
3. Ich kann Ihnen den Weg nicht erklären. Ich kenne mich hier auch nicht aus. (da)
→ Ich kann Ihnen den Weg nicht erklären, da ich mich hier auch nicht auskenne.
4. Es wird noch zwei Stunden dauern. Dann sind wir am Ziel. (bis)
→ Es wird noch zwei Stunden dauern, bis wir am Ziel sind.
5. Wir sind im Urlaub. Der Nachbar füttert unsere Katzen. (solange)
→ Solange wir im Urlaub sind, füttert der Nachbar unsere Katzen.
Partizipialsätze
Einleitung
Partizipialsätze sind Nebensätze mit Partizip I oder Partizip II. Sie beziehen sich immer auf das
Subjekt des zugehörigen Hauptsatzes.
Den Föhn in der linken Hand haltend, schnitt Susi sich rechts die Haare ab.
Vom Föhn in eine Richtung geblasen, ließen sich die Haare gut schneiden.
Verwendung
Partizipialsätze sind im Deutschen relativ selten. Wir finden sie am ehesten in Romanen,
Erzählungen, aber auch in Reden.
Wir verwenden Partizipialsätze in Sätzen, bei denen Haupt- und Nebensatz das gleiche Subjekt
haben. Mit Partizipialsätzen können wir lange Nebensätze kürzen und lenken so die
Aufmerksamkeit auf die Aussage im Hauptsatz.
Partizipialsätze können wir mit dem Partizip I und dem Partizip II bilden.
Mit dem Partizip I drücken wir aus, dass beide Handlungen zur gleichen Zeit stattfinden.
Beispiel:
Den Föhn in der linken Hand haltend, schnitt Susi sich rechts die Haare ab.
Susi hielt den Föhn in der linken Hand und schnitt sich gleichzeitig rechts die Haare ab.
Mit dem Partizip II drücken wir aus, dass die Handlung im Partizipialsatz vor der Handlung im
Hauptsatz stattfand.
Beispiel:
Die Haare gewaschen, griff Susi zu Föhn und Schere.
Zuerst wusch Susi sich die Haare. Danach griff sie zu Föhn und Schere.
Das Partizip II verwenden wir auch, wenn wir einen Passivsatz in einen Partizipialsatz
umwandeln.
Beispiel:
Vom Föhn in eine Richtung geblasen, ließen sich die Haare gut schneiden.
Bildung
Im Partizipialsatz gibt es kein Subjekt. Das Subjekt im Hauptsatz ist gleichzeitig auch das Subjekt
für den Partizipialsatz.
Das Vollverb wird in ein Partizip umgewandelt und steht am Ende des Partizipialsatzes.
Konjunktionen und Hilfsverben, welche die zeitlichen Zusammenhänge verdeutlichen sollen,
entfallen im Partizipialsatz. Wir erkennen ja am Partizip, ob die Handlung vor (Partizip II) oder
zeitgleich (Partizip I) mit der Handlung im Hauptsatz stattfindet oder es sich um eine
Passivkonstruktion (Partizip II) handelt.
Beispiel:
Während Susi den Föhn in der linken Hand hielt, schnitt sie sich rechts die Haare ab.
→ Den Föhn in der linken Hand haltend, schnitt Susi sich rechts die Haare ab.
Gleichzeitigkeit → Partizip I
Nachdem sie die Haare gewaschen hatte, griff Susi zu Föhn und Schere.
→ Die Haare gewaschen, griff Susi zu Föhn und Schere.
Vorzeitigkeit → Partizip II
Die Haare wurden vom Föhn in eine Richtung geblasen und ließen sich gut schneiden.
→ Vom Föhn in eine Richtung geblasen, ließen sich die Haare gut schneiden.
Passiv → Partizip II
Bildung Partizip I
Das Partizip I bilden wir, indem wir an den Infinitiv den Buchstaben d anhängen.
Beispiel:
föhnen → föhnend
Einzige Ausnahme ist das Verb sein, bei dem wir außerdem noch ein e einschieben.
Beispiel:
sein → seiend
Bildung Partizip II
Das Partizip II bilden wir bei den regelmäßigen Verben mit ge…t und bei den meisten
unregelmäßigen Verben mit ge…en (siehe Liste der unregelmäßigen Verben).
Beispiel:
föhnen → geföhnt
waschen → gewaschen
Beispiel:
gehen – gegangen
bringen – gebracht
Endet der Wortstamm auf d/t, hängen wir bei schwachen/gemischten Verben et an.
Beispiel:
warten – gewartet
Verben mit der Endung ieren bilden das Partizip II ohne ge.
Beispiel:
studieren – studiert
Nicht trennbare Verben bilden das Partizip II ohne ge. (siehe trennbare und nicht trennbare
Verben)
Beispiel:
verstehen – verstanden
Bei trennbaren Verben steht ge hinter dem Präfix. (siehe trennbare und nicht trennbare Verben)
Beispiel:
ankommen – angekommen
Übungen
Partizipialsätze - Übungen
Rezolvare:
Konditionalsätze
Einleitung
Konditionalsatz = Bedingungssatz
Konditionalsätze drücken aus, dass eine Handlung nur unter einer bestimmten Bedingung
stattfindet.
Markus: „Wenn ich Zeit hätte, würde ich dir helfen. Aber ich
muss noch Hausaufgaben machen.“
Markus: „Wenn ich Zeit gehabt hätte, hätte ich dir geholfen.
Aber meine Hausaufgaben …“
Reale Bedingung
Hier beschreiben wir eine Bedingung, von der wir denken, dass sie erfüllbar ist (Vielleicht habe
ich später Zeit.). In beiden Satzteilen verwenden wir Präsens.
Beispiel:
Hier beschreiben wir eine Bedingung, die in der Gegenwart nicht erfüllt ist (Ich habe keine
Zeit.). In beiden Satzteilen verwenden wir Konjunktiv II für Situationen in der Gegenwart (oder
die würde-Form).
Beispiel:
Hier beschreiben wir eine Bedingung, die in der Vergangenheit nicht erfüllt wurde (Ich hatte
keine Zeit.). In beiden Satzteilen verwenden wir Konjunktiv II für Situationen in der
Vergangenheit.
Beispiel:
Die Bedingung (Zeit haben) steht im Nebensatz und beginnt mit wenn. Wenn ist eine
Subjunktion – das finite Verb muss am Ende des Teilsatzes stehen. (siehe Liste Konjunktionen
und Satzbau)
Beispiel:
Die von der Bedingung abhängige Handlung (helfen) steht im Hauptsatz. Wenn ein Satz mit
einer Bedingung (Nebensatz) beginnt, steht das Subjekt des Hauptsatzes hinter dem finiten Verb.
Beispiel:
Ich helfe dir, wenn ich Zeit habe.
Übungen
Konditionalsätze - Übungen
Konditionalsätze – gemischt
Reale Bedingung
Vervollständige die Sätze.
1. Sie wären zur Feier gekommen, wenn (sie (pl)/nicht verpassen/den Zug)
2. Wenn du nicht so viel gegessen hättest, (du/bekommen/keine
Bauchschmerzen)
3. Wenn ihr mitgemacht hättet, (wir/fertig werden/schneller)
4. (er/teilnehmen/am Marathonlauf) , wenn er nicht krank geworden wäre.
5. Ich hätte mich früher bei dir gemeldet, wenn (ich/finden/deine
Telefonnummer)
Rezolvare:
Reale Bedingung
Vervollständige die Sätze.
1. Sie wären zur Feier gekommen, wenn (sie (pl)/nicht verpassen/den Zug)sie den Zug nicht
verpasst hätten.
2. Wenn du nicht so viel gegessen hättest, hättest du keine Bauchschmerzen bekommen.
3. Wenn ihr mitgemacht hättet, wären wir schneller fertig geworden.
4. Er hätte am Marathonlauf teilgenommen, wenn er nicht krank geworden wäre.
5. Ich hätte mich früher bei dir gemeldet, wenn ich deine Telefonnummer gefunden hätte.
Indirekte Rede
Einleitung
Wenn wir berichten, was jemand gesagt hat, verwenden wir meist nicht den originalen Wortlaut
(wörtliche Rede), sondern geben den Inhalt nur sinngemäß wieder – wir verwenden die indirekte
Rede.
Beispiele:
Er sagt(e), …
Sie meint(e), …
Er behauptet(e), …
Sie gibt/gab an, …
Er erklärt(e), …
Sie erzählt(e), …
Er stellt(e) fest, …
Sie fragt(e), …
Er berichtet(e), …
Beim Umwandeln von der direkten in die indirekte Rede müssen wir folgende Punkte beachten:
Beispiel:
Er sagte: „Ich habe eine Fernsehmoderatorin gesehen.“
→ Er sagte, er habe eine Fernsehmoderatorin gesehen.
Beispiel:
Er sagte: „Sie hat ein Eis gegessen.“
→ Er sagte, sie habe ein Eis gegessen.
Aussagesätze
Aussagesätze in der indirekten Rede können wir ohne Konjunktion oder mit dass an den
Einleitungssatz anhängen.
Beispiel:
Fragesätze
Ergänzungsfragen leiten wir in der indirekten Rede mit dem Fragewort ein.
Beispiel:
Bei Entscheidungsfragen (Fragen ohne Fragewort) beginnen wir die indirekte Rede mit ob.
Beispiel:
Aufforderungen/Bitten
Bei Aufforderungen in der indirekten Rede verwenden wir normalerweise das Modalverb sollen.
Wollen wir besonders höflich klingen, nehmen wir mögen (hauptsächlich gehobene Sprache).
Beispiel:
Er sagte dem Gast: „Kommen Sie doch bitte etwas später wieder.“
→ Er sagte, der Gast möge doch bitte etwas später wiederkommen.
Wir können Aufforderungen und Bitten jedoch auch mit einem Infinitivsatz ausdrücken.
Eventuell müssen wir dafür aber einen anderen Einleitungssatz wählen.
Beispiel:
Die indirekte Rede können wir im Indikativ und im Konjunktiv wiedergeben. In der
gesprochenen Alltagssprache verwenden wir sehr häufig den Indikativ. In der geschriebenen
Sprache bevorzugen wir normalerweise den Konjunktiv.
Verwenden wir Indikativ, könnte man daraus schließen, dass wir dem Original-Sprecher glauben
bzw. zustimmen.
Beispiel:
Walter sagt, dass er krank ist.
Verwenden wir Konjunktiv, wird deutlich, dass wir nur wiederholen, was der Original-Sprecher
gesagt hat (egal, ob wir ihm glauben oder nicht). Der Konjunktiv ist also eine neutrale Form.
Deshalb wird in Nachrichten und Zeitungsartikeln die indirekte Rede immer im Konjunktiv
wiedergegeben.
Beispiel:
Walter sagt, dass er krank sei.
Geben wir die indirekte Rede im Konjunktiv wieder, verwenden wir normalerweise die Formen
von Konjunktiv I (es sei denn, diese stimmt mit dem Indikativ überein, siehe Verwendung von
Konjunktiv II und würde unten).
Stimmt eine Form des Konjunktivs mit dem Indikativ überein, müssen wir auf andere Formen
ausweichen, um deutlich zu machen, dass alle Formen konjunktivisch sind.
Stimmt die Form von Konjunktiv I mit dem Indikativ überein, nehmen wir den Konjunktiv II. Dies
ist vor allem der Fall bei der 1. Person Singular (ich) sowie der 1. und 3. Person Plural (wir, sie).
Oft bevorzugen wir auch in der 2. Person (du, ihr) den Konjunktiv II.
Beispiel:
Er sagte: „Sie haben auf uns gewartet.“
Stimmt die Form von Konjunktiv II wiederum mit dem Präteritum des Indikativs überein,
verwenden wir die Umschreibung mit würde.
Beispiel:
Er sagte: „Sie lachen viel.“
Info
Verwenden wir in der indirekten Rede Konjunktiv II, obwohl Konjunktiv I möglich wäre, könnte
man daraus schließen, dass wir an der Wahrheit der Aussage zweifeln.
Beispiel:
Schreibe die folgenden Sätze in der indirekten Rede. Verwende den Konjunktiv.
Gib die Fragesätze in der indirekten Rede wieder. Du kannst Konjunktiv oder Indikativ
verwenden.
Rezolvare:
Übung
Schreibe die folgenden Sätze in der indirekten Rede. Verwende den Konjunktiv.
Gib die Fragesätze in der indirekten Rede wieder. Du kannst Konjunktiv oder Indikativ
verwenden.
Im Restaurant
Max ist in den Ferien bei den Großeltern zu Besuch, die ein kleines Restaurant besitzen. Das ist
toll, denn Max kann jeden Tag im Restaurant essen und von der Speisekarte wählen, was ihm
gefällt. Heute hat er sich für Hühnchen mit Kartoffeln entschieden. Als Getränk hat er Limonade
bestellt. Und als Dessert gibt es eine große Portion Eis.
Mittags ist im Restaurant seiner Großeltern noch nicht viel los. Es gibt nur wenige Gäste. Außer
Max befindet sich nur ein weiterer Gast im Restaurant – eine ältere Dame. Sie hat eben die
Rechnung bestellt und trinkt noch ihren Kaffee. Max‘ Großvater, der Kellner ist, hat die
Rechnung schon an der Kasse ausgedruckt und auf das Tablett gelegt, auf dem auch ein Eis als
Dessert für Max steht.
Plötzlich hört man aus der Küche ein lautes Geschrei. Erst rennt eine Katze durch das
Restaurant, dann der Koch. Oh nein! Die Katze hat sich in der Küche einen Fisch gestohlen und
flitzt damit zur Tür. Der Koch, der den Fisch gerade noch zubereiten wollte, rennt wütend
hinterher.
„Gut, dass die Katze heute Appetit auf Fisch hatte und nicht auf Hühnchen,“ denkt sich Max,
nimmt Messer und Gabel und beginnt zu essen.
Im Park
„Was für ein schöner Tag!“ denkt Frau Meyer. „Die Sonne scheint und die Vögel zwitschern.
Das Wetter ist viel zu schön, um zu Hause zu bleiben.“
Frau Meyer ist Rentnerin und lebt in einer großen Stadt. Sie wohnt in einem Hochhaus an einer
Hauptstraße. Das gefällt ihr nicht so besonders, weil das Leben hier sehr anonym ist. Aber es
befindet sich ein Park in der Nähe. Dorthin geht Frau Meyer immer, wenn das Wetter schön ist.
So wie heute.
Im Park ist immer etwas los. Hier trifft man Jogger, Hundebesitzer, Radfahrer und Familien mit
Kindern. Diese machen oft ein kleines Picknick auf der Wiese am Teich. Da Frau Meyer sehr
kontaktfreudig ist, lernt sie immer wieder neue Leute kennen und trifft alte Bekannte, mit denen
sie sich unterhalten kann.
An den Wegen stehen Parkbänke. Einige Bänke stehen in der Sonne zwischen Sträuchern,
andere im Schatten von Bäumen. Da es nicht zu heiß ist, setzt sich Frau Meyer heute auf eine
Bank in der Sonne. Von hier aus kann sie die Enten und Fische im Teich beobachten. Außerdem
liebt sie das Plätschern des Springbrunnens.
Sie hat sich gerade hingesetzt, als ein paar Tauben angeflogen kommen. Ja, auch sie kennen Frau
Meyer schon und wissen, dass sie ihnen immer etwas mitbringt.
„Da seid ihr ja!“ sagt Frau Meyer lachend und stellt eine Tüte neben sich auf die Parkbank.
Natürlich hat sie auch heute wieder an ihre gefiederten Freunde gedacht.
Der Kopf
Das Haar hat im Deutschen zwei Bedeutungen: Es kann ein einzelnes Haar gemeint sein
oder die gesamten Haare auf dem Kopf. Die Pluralform die Haare bezeichnet entweder
ebenfalls die gesamten Haare auf dem Kopf oder mehrere einzelne Haare.
Beispiel: In meiner Suppe schwimmt ein Haar. Nein, es sind sogar zwei Haare.
Katrin hat langes dunkles Haar. = Katrin hat lange dunkle Haare.
Das Gesicht
Letzte Woche haben wir uns im Park getroffen. Leider weiß ich nicht, wie du heißt, aber ich
kann mich noch gut an dein Gesicht erinnern. Die Grübchen auf deinen Wangen und deinem
Kinn kann man nicht so schnell vergessen – sie machen dein Gesicht einzigartig.
Wir waren mit unseren Hunden im Park spazieren und die beiden spielten miteinander. Das
Lächeln auf deinem Mund war bezaubernd, und auf deiner Nase bildeten sich dabei kleine
Fältchen. Weil deine langen roten Haare dir immer in die Stirn fielen, hast du sie schließlich
hinter die Ohren geklemmt. Und dann sah ich in deine tiefblauen Augen. Dein Blick nahm mich
gefangen und erscheint mir seit Tagen in meinen Gedanken, ja sogar in meinen Träumen.
Vielleicht kannst du dich auch an mich erinnern. Ich bin der Mann mit dem dunklen Bart und
den krausen Haaren. Wenn du auch an mich gedacht hast, ruf mich bitte an. Ich würde dich gern
wiedersehen.