Präfixverben PDF
Präfixverben PDF
com/ ~1~
Präfixe + achten
Vorsicht: ächten:
Hierzulande wird die Todesstrafe geächtet. Jedermann verdammt sie.
be-
Bitte beachten Sie unsere Warnhinweise. (die Aufmerksamkeit auf etw. richten)
(nicht trennbar)
S. die Beachtung: Seit Wochen schenkt sie ihm keine Beachtung. (Aufmerksamkeit,
Zuwendung)
beob-
Sie werden beobachtet. (Jemand schaut immer, was Sie tun). (nicht trennbar)
S. Nach meiner Beobachtung nutzen die Nachbarn ihr Haus nur in den Ferien.
er-
Der Richter erachtet es für äußerst bedeutend, dass mein Mandant die Zeugin
kennt. (etw. für wichtig halten, einschätzen) (nicht trennbar)
S. das Erachten:
Nach seinem Erachten hat er sie zuvor beeinflusst. Seines Erachtens nach spricht
sie nicht die Wahrheit.
miss-
Er missachtet mich. (Er übersieht und überhört mich). (nicht trennbar)
S. die Missachtung:
Über wen ich mich ärgere, den strafe ich mit Missachtung.
Präfixe + achten
ob-
S. die Obacht: Gib Obacht! (Pass auf!) (süddeutsch)
ver-
Er verachtet sie wegen ihrer liberalen Einstellung. (diskreditieren, ablehnen,
hassen) (nicht trennbar)
S. die Verachtung:
Sie leidet unter der Verachtung ihres Vaters.
A. Seine Stimme klingt verächtlich.
Dein Verhalten ist verachtenswert!
Präfixe + arbeiten
ab-
Bis morgen muss ich die ganze Liste abarbeiten. (Bis morgen muss ich alles
geschafft haben).
A: Sie ist abgearbeitet. (Sie ist erschöpft von der Arbeit).
auf- 1.
Die Hose ist aufgearbeitet. (Sie ist kaputt und kann nicht mehr getragen werden).
2. Ob wir unsere Vergangenheit jemals aufarbeiten können? (klären, bereinigen,
befrieden)
S. Die Aufarbeitung der NS-Diktatur ist vielen Deutschen zuwider.
aus-
Er arbeitet die Pläne aus, so dass sie klar und übersichtlich erscheinen. (Er sorgt
dafür, dass alle Details umgesetzt werden).
be-
Ihr Antrag wird schnellstmöglich bearbeitet. (Wir prüfen und beurteilen ihn). (nicht
trennbar)
S: Die Bearbeitung Ihres Antrags verzögert sich um eine Woche.
durch-
1. Sie hat das ganze Wochenende durchgearbeitet. (Sie hatte keine Pause).
2. Bis Montag muss ich das Buch durcharbeiten, es lesen und eine Inhaltsangabe
schreiben.
ein-
Wenn Sie die neue Stelle antreten, wird man Sie erst gründlich einarbeiten. (Man
wird Ihnen alles zeigen und erklären, bevor Sie die Arbeit dann selbstständig
machen).
S. Die Einarbeitung in die neue Tätigkeit dauert etwa 4 Wochen.
er-
Erfolg und Ansehen muss man sich erst erarbeiten. (Dazu braucht es Ausdauer,
Fleiß und Feingefühl).(nicht trennbar)
S: Die Erarbeitung kostet viel Zeit.
Präfixe + arbeiten
hin-
Er hat lange auf sein Ziel hingearbeitet. (Jetzt hat er es erreicht).
hinein-
In das neue Thema muss man sich hineinarbeiten. (Es dauert eine Weile, bis man
die Zusammenhänge versteht).
hinterher-
Immer muss ich dir hinterherarbeiten! (Mach deine Sache ordentlich, das macht es
mir leichter).
hoch-
Er hat sich hochgearbeitet. (Er fing als Handwerker an und ist nun Verkaufsleiter).
los-
Man kann nicht einfach losarbeiten. (Man muss zuerst einiges vorbereiten).
mit-
Gern würde ich an diesem Projekt mitarbeiten. (Darf ich teilnehmen)?
S: die Mitarbeit
Es fehlte ihm an der Bereitschaft zur Mitarbeit.
Der/die MitarbeiterIn: Die neue Mitarbeiterin hat eine schnelle Auffassungsgabe.
nach-
Was man während der Bürozeit nicht schafft, muss man zu Hause nacharbeiten.
über-
Die erste Version wurde überarbeitet. (Es wurde vieles aktualisiert und neu
gestaltet). (nicht trennbar)
S: Die Überarbeitung des Buches dauerte mehrere Monate.
A: 1. Das Buch ist mehrfach überarbeitet und auf dem neuesten Stand.
2. Er ist überarbeitet. (Er braucht unbedingt Ruhe).
um-
Das müssen wir noch einmal umarbeiten. (Es muss noch vieles verändert werden).
Präfixe + arbeiten
ver-
1. Das Gemüse wird so verarbeitet, dass die Vitamine erhalten bleiben.
2. Er hat seine Kriegserlebnisse noch nicht verarbeitet. (Jede Nacht träumt er
davon). (nicht trennbar)
S: Die Verarbeitung (technisch oder psychisch) ist bisweilen schwierig.
vor-
Er hat gut vorgearbeitet. (Jetzt kann ich gleich beginnen).
S: die Vorarbeit: Er leistete gute Vorarbeit.
voraus-
Ich arbeite schon voraus, dann kann ich übermorgen frei nehmen.
zu-
Sie arbeitet mir gut zu. (Es geht Hand in Hand).
zusammen-
Es ist schön, mit dir zusammenzuarbeiten. (Wir kooperieren gut).
S. die Zusammenarbeit:
Auf gute Zusammenarbeit!
Präfixe + bauen
auf jmdn. bauen – Ich baue auf dich! Ich verlasse mich auf deine Fähigkeiten und
deine Unterstützung.
ab-
1. Nach 4 Wochen wird der Zirkus wieder abgebaut. (demontieren)
2. Viele Menschen bauen ab, wenn sie älter werden. (Sie können dann nicht mehr
so viel leisten).
3. Bei Frauen wird der Alkohol erst sehr viel später abgebaut. (Im Körper
verarbeitet).
S. Der Abbau der Zelte dauerte nur wenige Stunden.
an-
1. Wir können doch noch ein Zimmer an unser Haus anbauen. (Dann haben wir
mehr Platz).
2. In diesem Jahr bauen wir Kartoffeln an, dann brauchen wir keine zu kaufen.
(kultivieren, anpflanzen)
S. Der Anbau von genmanipuliertem Saatgut ist umstritten.
auf-
1. Er hat sich etwas aufgebaut. Heute besitzt er ein Imperium.
2. Erst müssen wir die Zelte aufbauen, dann legen wir die Luftmatratzen hinein.
3. Nach so vielen Enttäuschungen mussten wir sie erst einmal seelisch wieder
aufbauen.
4. Sie kann auf ihren Vorkenntnissen aufbauen. (Was sie gelernt hat, kann sie für
die neue Herausforderung nutzen).
S. 1. Der Aufbau eines funktionierenden Staatswesens dauert mehrere Jahrzehnte.
2. Wer körperlich schwer gelitten hat, braucht Aufbaukost, um zu Kräften zu
kommen.
aus-
1. Du solltest deine Fähigkeiten ausbauen! Nimm Unterricht und übe fleißig!
2. Er hat sein Haus immer wieder ausgebaut. (Nun sieht es aus wie ein Schloss).
S. Der Ausbau ihres Unternehmens war überaus erfolgreich.
Präfixe + bauen
be-
Sie wollen dieses Land bebauen. (Es sollen 200 neue Wohnungen entstehen).
(nicht trennbar)
S. die Bebauung:
Immer mehr Grünflächen verschwinden durch die zunehmende Bebauung.
drauflos - darauflos
Ohne einen langfristigen Plan zu haben, wurde damals drauflos gebaut. (Deshalb
passen die Gebäude alle nicht zusammen). (getrennt)
ein-
Immer mehr Menschen lassen sich eine Sauna in ihr Haus einbauen.
S. Für die Einbauten zahlen die neuen Mieter eine hohe Summe.
S. Die meisten Wohnungen haben eine Einbauküche.
er-
1. Um sie etwas zu erbauen, machte er ihr ein Kompliment. (aufheitern, ablenken,
jmdn. fröhlich stimmen)
2. Diese Kirche wurde vor 500 Jahren erbaut. (nicht trennbar)
S. die Erbauung: Viele Sprüche dienen der seelisch-geistigen Erbauung.
A. Wie schön ist es, erbauliche Gedanken zu haben, die einen über den Tag
hinausheben!
herum
1. Es wird viel herum gebaut, ohne auf Harmonie mit der Umgebung zu achten.
2. Sie bauten eine Mauer um ihr Haus herum, um gegen neugierige Blicke
geschützt zu sein. (getrennt)
hin-
Man kann doch nicht einfach etwas dort hinbauen, ohne die Nachbarn zu fragen.
hinein-
Sie haben einen Swimming-Pool hineingebaut, obwohl der Keller ziemlich klein ist.
los-
Wenn wir die Genehmigung erhalten haben, können wir endlich losbauen
(anfangen).
Präfixe + bauen
nach-
Sie haben das originalgetreu nachgebaut. (Es ist eine Kopie, nur in klein).
S. Der Nachbau des Berliner Stadtschlosses kostet viele Millionen.
über-
Die Ruinen wurden mehrfach überbaut, so dass sie erst durch Archäologen
freigelegt werden mussten.
S. Karl Marx lieferte den geistigen Überbau (die Theorie) des Kommunismus.
um-
Sie hat das Haus ihrer Eltern komplett umgebaut: (Aus einem
heruntergekommenen Bauernhof wurde ein einladendes Hotel).
S. Der Umbau dauerte über 2 Jahre und kostete mehr als ein neues Haus.
ver-
1. Diese Stadt ist total verbaut, das Stadtbild komplett zerstört.
2. Die Hochhäuser verbauen mir den Blick in die Weite.
3. Wenn du dich nicht anstrengst, verbaust du dir deine Zukunft! (Dann hast du
schlechte Chancen auf Erfolg). (nicht trennbar)
vor-
Er hat mir ein Modell vorgebaut, das ich nun nachbauen soll.
S. der Vorbau:
Das Haus hat einen Vorbau, zum Schutz vor Wind und Regen.
zu-
Sie haben die Gegend komplett zugebaut. Es gibt keine freie Fläche mehr.
zusammen-
1. Wenn du diese Teile alle zusammenbaust, hast du ein schönes Flugzeug zum
Spielen.
2. Bei IKEA muss man alle Möbel selbst zusammenbauen.
Präfixe + bieten
an-
Darf ich Ihnen etwas anbieten (offerieren)? (Möchten Sie etwas trinken?)
S. das Angebot:
Sein Angebot gefiel ihr nicht. (Sie ignorierte es).
auf-
Sie bieten alles auf, was ihnen möglich ist. (Sie wollen einen guten Eindruck
machen).
S. Das Aufgebot steht. (Es bleibt dabei).Bald werden sie heiraten.
ge-
(Vor einer Königin macht man einen Knicks). Das gebietet die Etikette, die Regel.
(Gibt die Etikette vor, erfordert die E.)
S. der/die Gebieterin:
Du sollst mein Gebieter sein! (Arabella, Richard Strauß). Mein Herr und Gebieter.
Das Gebot: Du sollst die zehn Gebote achten. (Aufforderungen, Regeln)
A. Er hielt es für geboten (angebracht, angemessen), einen Toast auszusprechen.
mit-
Während der Auktion bieten viele Interessenten mit. (Wer am meisten zu zahlen
bereit ist, bekommt den Zuschlag).
über-
Die Bewerber überbieten sich gegenseitig. (Der Preis steigt immer höher). (nicht
trennbar)
S. Es gibt ein Überangebot an Waren. (Vieles wird nicht gebraucht).
unter-
Er hat mich im Preis unterboten. (Nun bekommt er den Auftrag). (nicht trennbar)
ver-
Ich lasse mir nichts verbieten. (Ich tue, was ich will). (nicht trennbar)
S. das Verbot: Hier gilt das Rauchverbot. Es darf hier nicht geraucht werden.
Präfixe + bilden
sich bilden:
1. Bildung erfahren, lernen, sich neue Kenntnisse aneignen
2. ohne Zutun entstehen (Beläge, Pilze, Schimmel, Pickel, Krankheitsherde)
jmdn bilden: (be-) lehren, ihm etwas beibringen, ihm etwas zeigen, „Reisen bildet“
gebildet: Sein Vater war sehr gebildet. (Er hatte gleich mehrere Doktortitel und lehrt
an einer Universität).
Ungebildet: Die Autorin hatte keinen Schulabschluss und fühlte sich Zeit ihres
Lebens ungebildet.
ab-
Das Gemälde bildet die damaligen Zustände ab. (Es zeigt, wie die Menschen früher
lebten).
S. Die Abbildung stammt aus einem Lehrbuch. (Es ist ein Foto oder eine Grafik).
S. Sie ist das Abbild ihrer Großmutter. (Sie sehen einander verblüffend ähnlich).
aus-
Sie wird zur Krankenschwester ausgebildet (geschult).
S. Ihre Ausbildung dauert 3 Jahre.
be-
A. Das Buch ist reich bebildert. Es gibt auf jeder Seite Illustrationen (Bilder).
ein-
Er bildet sich ein, etwas Besonderes zu sein. (ohne Anlass, Beweis).
S. die Einbildung:
Das ist alles nur Einbildung! Sie sind nicht krank, Ihnen fehlt nichts!
A. Manche Menschen sind schrecklich eingebildet. (Sie wirken arrogant und
versnobt).
fort-
Sie sollten sich auf diesem Gebiet fortbilden. (Mehr lernen).
S. die Fortbildung: Regelmäßige Fortbildungen sind in vielen Branchen Pflicht.
Präfixe + bilden
nach-
Man kann die Skulptur aus Ton nachbilden. (nachbauen, kopieren)
S. die Nachbildung: Statt des Originals handelt es sich um eine Nachbildung, die
aber auch viel preiswerter ist.
vor-
S. das Vorbild: Diese Sängerin ist ihr großes Vorbild. (Sie möchte auch einmal so
erfolgreich sein wie sie).
A. Seine Leistungen sind vorbildlich. (Er ist der Beste der Klasse).
um-
Das Kabinett wurde nach dem Machtwechsel völlig umgebildet. (Kaum ein Minister
behielt seinen Posten).
S. Die Umbildung der Regierungsmannschaft erforderte schwierige Verhandlungen.
Präfixe + binden
binden: Buch
jmdn an sich binden
Bindung emotional, technisch
ab-
Wir müssen den Arm abbinden, sonst verliert er zu viel Blut. (Den Blutverlust
stoppen).
an-
1. Binde den Hund an, damit er nicht wegläuft.
2. Ich fühle mich durch Mann und Kinder sehr angebunden. (Ich bin nicht frei).
3. Die Gegend ist verkehrstechnisch sehr gut angebunden. (Es gibt Busse und eine
Schnellstraße).
S. Die Anbindung an die Stadt ist vorhanden. (Infrastruktur, Verkehrswege)
auf-
Lass dir keinen Bären aufbinden! (Die wollen sich nur lustig machen über dich).
ein-
Wir werden die Neulinge in unsere Gruppe einbinden, indem wir sie erst einmal
kennenlernen.
S. Die Einbindung in die neue Umgebung geschah unproblematisch.
ent-
1. Ich werde Sie aller Ihrer Ämter entbinden. (Sie verlieren ab sofort Ihre
Funktionen).
2. Sie hat gestern entbunden. Sie brachte ein Kind zur Welt. (nicht trennbar)
S. Die Entbindung war für Mutter und Kind riskant. (Geburt)
los-
Du darfst den Hund nicht losbinden! (Er läuft sonst davon).
unter-
Wir müssen seine Pläne unterbinden. (beenden, stoppen).
(Er darf so nicht weitermachen). (nicht trennbar)
Präfixe + binden
ver-
1. Wir müssen die Wunde verbinden, damit sie sauber bleibt. (mit einer Mullbinde
umwickeln)
2. Mit meiner Familie verbindet mich nichts. Wir sind uns fremd.
3. Die beiden fühlen sich sehr miteinander verbunden. (Sie haben vieles
gemeinsam). (nicht trennbar)
S. die Verbindung:
1. Die Verkehrsverbindung von Berlin nach Hamburg ist gut.
2. Wir bleiben in Verbindung! (Wir pflegen den Kontakt).
Die Verbundenheit: Ihre Verbundenheit war beispiellos. (Sie schrieben Briefe und
riefen oft an).
zu- Kannst du mir bitte den Schuh zubinden? (Ich verliere ihn sonst).
zusammen-
Wir können die Bänder zusammenbinden (verknoten).
(Dann haben wir ein langes Band).
Präfixe + blicken
an-
Er blickte sie an. (Er sah sie an).
S: der Anblick: Bei seinem Anblick stockte ihr der Atem.
auf-
Sie blickt von ihrer Arbeit auf. (den Blick nach oben richten, …schaut auf)
aus-
S: der Ausblick: Von hier oben hat man einen herrlichen Ausblick (oder: eine schöne
Aussicht, auch zeitlich zu verwenden).
durch-
Sie ließ etwas durchblicken. (Sie machte ein Andeutung, erklärte sich aber nicht
genauer).
S. der Durchblick: Ich verliere bald den Durchblick. (Es sind einfach zu viele Details
zu beachten).
ein-
S. der Einblick: Er gewährte mir Einblick in die Akten. (Ich durfte sie prüfen).
er-
Plötzlich erblickte er die Frau in der Menge. (sah, erspähte) (nicht trennbar)
herab-
1. Wegen ihrer Größe blicken Erwachsene auf Kinder herab.
2. Man blickt auf sie herab, weil sie arm und ungebildet sind.
herüber- - rüber- Wenn er weiter zu mir (he)rüberblickt, frage ich ihn, was das soll.
hinaus-
hinein- -
hinterher-
hinüber-
hinunter- räumliche Richtungen
Präfixe + blicken
über-
1. (Dies ist ein guter Standpunkt). Von hier aus überblicke ich alles.
2 .Sie kann ihre Lage nicht überblicken. (Sie ist verwirrt). (nicht trennbar)
S. der Überblick: Vor lauter Ablenkung habe ich den Überblick verloren.
voraus-
Man sollte auch einmal vorausblicken. (Was das für Folgen haben wird).
zurück-
1. Im Alter blickt man auf vieles gelassener zurück.
2. Er kann auf eine weite Strecke zurückblicken.
Präfixe + brauchen
auf-
Wir brauchen die Reste auf, bevor wir etwas Neues kochen. (verwerten, nutzen)
ge-
Werden diese Sachen noch gebraucht? (Wenn nicht, räume ich sie weg). (nicht
trennbar)
S: Der Gebrauch von Messern ist für kleine Kinder gefährlich. (Handhabung,
Benutzung)
Für den Hausgebrauch spielt sie gut Klavier. (Für ein Studium reicht es jedoch
nicht).
A. Dies ist kein gebräuchliches Wort. (oft verwendetes, bekanntes, übliches)
Ich trage fast nur gebrauchte Sachen. (nicht neu).
miss-
1. Ich möchte sein Vertrauen nicht missbrauchen. (Ich möchte ihn nicht
enttäuschen).
2. Viele Internatsschüler wurden missbraucht. (Sie wurden geschlagen und zu
sexuellen Handlungen genötigt). (nicht trennbar)
S. der Missbrauch: In patriarchalischen Strukturen ist der Missbrauch von
Untergebenen gang und gäbe.
ver-
Wir verbrauchen im Jahr 3000 Liter Wasser. (konsumieren, verwenden) (nicht
trennbar)
S. Der Stromverbrauch steigt.
Der/die VerbraucherIn: Die zusätzlichen Kosten werden auf den Verbraucher
umgelegt.
Präfixe + brechen
ab-
1. Von meiner Tasse ist der Henkel abgebrochen (kaputt). (Ich klebe ihn wieder an).
2. Wir brechen die Verhandlungen ab (beenden, stoppen, unterbrechen), da wir im
Moment keinen Kompromiss finden.
3. Du kannst dir gern ein Stück Brot abbrechen. (Es ist ganz frisch).
S. 1. Der Abbruch (Abriss) des Hauses dauerte nur 2 Tage, dann war es dem
Erdboden gleich.
2. Die wenigen Versprecher tun seinem Vortrag keinen Abbruch.
(Verschlechterung, Makel). (Er war trotzdem exzellent).
an-
1. Jetzt brechen andere Zeiten an (beginnen). (Von nun an geht es bergauf).
2. Die Packung ist bereits angebrochen. (Wer hat sie geöffnet)?
S. der Anbruch: Bei Tagesanbruch starten wir.
A. Angebrochene (geöffnete) Ware nehmen wir nicht zurück.
auf-
1. Die Diebe haben die Tür aufgebrochen und alle Wertsachen gestohlen.
2. Wenn wir nicht bald aufbrechen (losgehen, starten), verpassen wir den Zug.
S. der Aufbruch: Die Revolution war ein Aufbruch in eine bessere Zeit. (Mit ihr
begann eine neue Ära).
aus-
1. Einige Insassen sind aus dem Gefängnis ausgebrochen. (Seitdem sucht man
sie).
2. Nach dem Erdbeben brachen Krankheiten aus.
3. 1968 begannen viele, aus den bisherigen Konventionen auszubrechen.
4. Der Vulkan brach aus.
S. 1. Der Ausbruch einer Epidemie beruht oft auf mangelnder Hygiene.
2. Ihre Rede war ein emotionaler Ausbruch.
auseinander-
1. Passt auf, dass der Stuhl nicht auseinanderbricht!
2. Seit der Scheidung bricht die Familie auseinander. (Jeder geht nun seiner Wege).
Präfixe + brechen
durch-
1. Die Demonstranten haben die Barrieren durchbrochen und gehen ungehindert
durch die Straßen.
2. Es kann sein, die Infektion innerhalb der nächsten Tage doch noch durchbricht
und Sie daran erkranken.
3. Wenn wir die Wand durchbrechen, haben wir einen großen Raum. (beide
Betonungen sind möglich)
S. der Durchbruch:
1. Bei diesem Wettbewerb erlebte sie ihren Durchbruch. (Seitdem hat sie großen
Erfolg).
2. Der Durchbruch der Mauer hat sich gelohnt.
ein-
1. Jede Nacht brechen Diebe in Häuser ein und suchen nach Verwertbarem.
(gewaltsam eindringen)
2. Seit der Finanzkrise sind die Aktienkurse eingebrochen. (Sie kosten jetzt sehr viel
weniger).
3. Nach dem Zwischenfall brach die Stimmung ein. (Keiner mochte mehr tanzen
und singen).
S. der Einbrecher: Hausbesitzer haben vor Einbrechern Angst.
S. der Einbruch:
1. Mit jedem Einbruch sind Sachschäden verbunden.
2. Der Einbruch an der Börse wirkte noch lange nach.
er-
Nach dem Essen musste sie erbrechen. (Ihr war übel geworden, ...sich übergeben).
(nicht trennbar)
S. Das Erbrochene landete in der Toilette.
entzwei-
1. Der Teller brach entzwei, nachdem er vom Tisch gefallen war.
2. Ihr Herz war entzweigebrochen, nachdem er sie verlassen hatte.
herunter- - runter-
1. Von der Decke sind schon viele Stücke heruntergebrochen.
2. Da er sich nicht vorbereitet hatte, musste er nun etwas herunterbrechen und
Dinge sagen, die er nicht wirklich guthieß.
Präfixe + brechen
hervor-
1. Plötzlich brachen sie aus ihrem Versteck hervor und erschreckten uns.
2. Im Laufe der Auseinandersetzung brechen oft Gefühle hervor, von denen man bis
dahin nichts gewusst hatte.
los-
1. Wann wird das Gewitter losbrechen, damit es endlich regnet? (anfangen,
losgehen)
2. Nach ihrem Lied brach ein Sturm der Begeisterung los; das Publikum konnte sich
minutenlang nicht beruhigen.
unter-
1. Das Spiel wird für einige Minuten unterbrochen.
2. Bitte unterbrechen Sie mich nicht, wenn ich spreche! (nicht trennbar)
S. Wegen einer technischen Störung kommt es zu einer Unterbrechung.
ver-
S. das Verbrechen: Wer ein Verbrechen begeht, wird bestraft.
S. Der Verbrecher wurde auf frischer Tat ertappt.
zer-
1. Mehrere Geschirrstücke sind bei dem Unfall zerbrochen.
2. Ihre Freundschaft zerbricht, weil er ständig neidisch ist. (nicht trennbar)
zusammen-
1. Die Sowjetunion ist 1990 zusammengebrochen.
2. Als sie das Ausmaß der Zerstörung erblickte, brach sie fassungslos zusammen.
S. der Zusammenbruch: Durch den Zusammenbruch des Kaiserreichs verloren
viele ihre Ämter.
Etwas vom Zaun brechen: Aus einer Laune heraus brach sie einen Streit vom Zaun.
(Ohne Anlass provozierte sie andere Menschen).
Präfixe + bringen
ab-
Ich lasse mich durch nichts von meinen Plänen abbringen. (Ich bleibe standhaft).
an-
1. Er bringt das Regal an der Wand an. (Er hängt es dort auf.)
2. Ich möchte bei dieser Gelegenheit etwas anbringen, was mich schon lange
beschäftigt. (äußern, bemerken, sagen)
auf-
1. Er hat die Menge gegen sich aufgebracht. (Nun sind alle wütend auf ihn).
2. Die Familie bringt das Geld für die Miete nicht auf, sie kann es nicht zahlen.
A. Sie ist sehr aufgebracht, weil er ihren Geburtstag vergessen hat. (Sie ist wütend
und enttäuscht).
aus-
Im Frühling müssen wir die Saat ausbringen (alt: säen, auf dem Feld verteilen),
dann können wir im Sommer ernten.
bei-
1. Sie hat sich das Lesen selbst beigebracht (angeeignet, lernen), schon ein Jahr
vor der Schule.
2. Wir müssen ihm beibringen, dass ihm gekündigt wird. (erklären, schonend
vermitteln)
3. Meine Klavierlehrerin hat mir sehr viel beigebracht. (jmdn. etw. lehren)
daher
Wie kannst du nur solche Freunde daher bringen! (Sie passen nicht zu unserem
Stand)! (getrennt)
drauf - darauf
Dein Hinweis hat mich drauf gebracht, wie ich mein Problem lösen kann. (getrennt)
durch-
Nach dem Krieg wussten viele Menschen nicht, wie sie sich und ihre Kinder
durchbringen (ernähren) sollten. (Sie fürchteten um ihr Leben).
Präfixe + bringen
durcheinander-
1. (Keiner betritt mein Zimmer)! Ihr bringt mir nur alles durcheinander! (Unordnung
schaffen, stören).
2. (Erzähle es ihr lieber nicht). Das wird sie nur durcheinanderbringen. (irritieren,
verwirren, stutzig machen)
ein-
1. Sie bringen die Ernte ein, bevor es wieder regnet. (ins Trockene bringen)
2. Du bringst neue Ideen ein, die unser Projekt voranbringen. (beisteuern,
bereichern)
3. Im Unterricht bringt sich der Schüler wenig ein (sich melden, mündlich
teilnehmen). (Von sich aus sagt er nicht viel).
er-
Ohne Leistung zu erbringen, kommt man nicht voran. (nicht trennbar)
S. der/die ErbringerIn: Als Erbringer staatlicher Leistungen hat das Amt das Recht
zu fragen.
entgegen-
Wenn Sie der Sache Interesse entgegenbringen, können Sie sich hier engagieren.
(Daran Interesse haben…)
fort-
Kannst du bitte die Sachen von hier fortbringen (wegbringen)? (Sie stehen im Weg).
heraus- - raus-
1. Als Verleger bringt er jede Woche eine Zeitschrift heraus.
2. Vor Aufregung konnte sie kein Wort herausbringen.
herein- - rein-
Bitte bringen Sie die Sachen herein. (Es fängt gleich an zu regnen).
hervor-
Es gelang ihr nicht hervorzubringen, was ihr auf dem Herzen lag. (Sie brachte kein
Wort davon über die Lippen).
hin-
(Morgen hast du wieder Sport). Soll ich dich hinbringen?
Präfixe + bringen
hinauf- - nauf-
(Sie möchten unbedingt auf den Berg). Ein Führer bringt sie hinauf.
hinaus-
Ich bringe die Kinder hinaus (nach draußen). (Sie sollen nicht hören, worüber wir
reden).
hindurch
Ob wir die Firma heil durch die Krise hindurch bringen? (Wird sie es überstehen)?
(getrennt)
hinein- -
Sie hatte einen Vorschlag in die Runde hineingebracht, der für Unruhe sorgte.
Er hat den Tisch in das Zimmer hineingebracht.
hinfort- - fort-
Wir sollten sie besser fortbringen. (Hier ist sie in Gefahr).
hinter-
Ich soll Ihnen eine Botschaft hinterbringen! (alt) (überbringen).
hinterher-
(Sie hat ihren Schirm vergessen). Ich bringe ihn ihr hinterher.
hinüber- -
Kannst du die Briefe zu unserem Chef hinüberbringen? (Er arbeitet auf der gleichen
Etage).
hinunter- - runter--
Bringe die Dame doch bitte die Treppe hinunter (runter), dann fühlt sie sich sicherer.
mit-
Wer Kinder besucht, sollte ihnen etwas mitbringen. (Sie freuen sich über ein kleines
Geschenk).
S. das Mitbringsel:
Timo freut sich schon auf seine Tante. Sie hat immer ein Mitbringsel für ihn dabei.
Präfixe + bringen
nahe-
1. Ihre Mutter hat ihr das Handarbeiten nahegebracht (gezeigt, vermittelt). (Heute ist
sie eine sehr geschickte Näherin).
2. Er hat ihr diese Gedanken nahegebracht. (Vertraut gemacht mit).
über-
Ich überbringe Ihnen eine freudige Nachricht! (nicht trennbar)
S. Der Überbringer einer schlechten Botschaft wurde in früheren Zeiten bestraft.
um-
Er hat mehrere Menschen umgebracht. (Nun steht der Mörder vor Gericht). (nicht
trennbar)
unter-
1. Wir können die Flüchtlinge in unseren Häusern unterbringen (wohnen lassen).
(Dort können sie bleiben, bis alles geklärt ist).
2. Meine Nachbarin bringt ihre Tochter in ihrer Firma unter. (eine Arbeit vermitteln)
3. (Ich habe so viel Geschirr). Ich weiß gar nicht, wo ich es unterbringen soll.
(hinstellen, verstauen, hintun)
S. die Unterbringung: Die Kosten für die Unterbringung trägt der Staat.
ver-
Unsere Ferien verbringen wir am liebsten am Meer. Dort haben wir schon viele
schöne Sommer verbracht. (nicht trennbar)
vor-
Ich werde meine Meinung vorbringen (sagen), auch wenn dies einige Leute
überraschen wird. (Ich nehme kein Blatt vor den Mund).
voran-
Dieses Praktikum wird dich voranbringen (verbessern). (Du hast dann wertvolle
Erfahrungen gesammelt).
weg-
Wir müssen unseren Sperrmüll wegbringen (entsorgen, fortschaffen). (Wir fahren
ihn zu einem Wertstoffhof).
Präfixe + bringen
wieder- - zurück-
Wer meinen Schlüssel findet, soll ihn mir bitte wiederbringen!
Ich hatte dir mein Buch geliehen. Bring es mir bitte wieder (zurück).
zusammen-
Ein gemeinsamer Freund hat sie zusammengebracht. (Nun sind sie ein Paar).
Redensarten:
Etwas auf Vordermann bringen (eine Sache oder einen Menschen aufputzen, aufpolieren,
im besten Licht erscheinen lassen),.
Sein Bestes bzw. sein Können zum Vorschein bringen (geben, zeigen).
Etwas zur Vollendung bringen: eine Sache (Kunstwerk, Wohnung, Mahlzeit o.ä.) optimal
beschließen.
Jemanden zur Räson bringen: jemanden, der Unrecht tut, zur Rede stellen, ihm Einhalt
gebieten.
Präfixe + dauern
an-
Ihre Schmerzen (Beschwerden) werden noch eine Weile andauern (bleiben). (Die
Medikamente wirken erst nach einigen Wochen).
Adv. Andauernd (ständig, immerzu) willst du etwas von mir! (Versuche es doch
einmal allein zu schaffen)!
aus-
S. die Ausdauer: Er hat keine Ausdauer. (Sobald es schwierig wird, gibt er auf).
be-
Ich bedaure sehr (es tut mir leid), dass ich mich nicht von ihm verabschiedet habe.
(Nun ist es zu spät). (nicht trennbar)
S. das Bedauern:
Zu ihrem größten Bedauern hatte er den Vertrag bereits unterschrieben.
A. Er ist bedauernswert: Nicht nur, dass er seine Arbeit verloren hat – nun verlässt
ihn auch noch seine Frau.
Adv. Bedauerlicherweise sind Sie für die Stelle nicht geeignet.
fort-
Auch in Zukunft wird die Misere fortdauern (andauern). Die Politik tut nichts
dagegen.
über-
Deine Werke werden dich überdauern! (nicht trennbar) (… länger vorhanden sein
als du).
Präfixe + denken
an-
S. das Andenken:
1. Wir werden das Andenken des Verstorbenen ehren. (Erinnerung, Vermächtnis)
2. Von jeder Reise bringt sie ein Andenken mit. Mal sind es Postkarten, mal ein
Handtuch, mal ein Aschenbecher. (Souvenir)
aus-
Zu seinem Geburtstag werden wir uns etwas Schönes ausdenken (überlegen,
planen). (Es soll eine große Überraschung werden).
be-
Bevor du anfängst, bedenke bitte (denke daran), was du sonst noch zu tun hast!
(nicht trennbar)
S. die Bedenken (immer im Plural): Er hat große Bedenken, ob er die Prüfung
besteht. (Er zweifelt sehr an sich).
A. Ich halte diesen Schritt für sehr bedenklich. (Ich meine, dass zu viel dagegen
spricht).
dran - daran Du solltest daran denken, was alles dazu gehört. (getrennt)
durch-
Ich werde das, was du gesagt hast, noch einmal durchdenken.
(Ich werde über das noch einmal gründlich nachdenken).
(Ich gebe dir dann Bescheid).
A. Ihre Thesen sind durchdacht und ernst zu nehmen.
er-
Ständig erdenkt er neue Projekte. (nicht trennbar)
(Ständig denkt er sich neue Projekte aus).
S. das Erdenkliche:
Wir haben alles Erdenkliche für ihn getan, allerdings ohne großen Erfolg.
ge-
An seinem Todestag gedenken wir des Komponisten und seiner Werke (… denken
wir an…). (nicht trennbar)
S. das Gedächtnis: Du hast ein gutes Gedächtnis! (Was du einmal gehört hast,
merkst du dir).
Präfixe + denken
mit-
Wenn wir gemeinsam arbeiten, sollte jeder mitdenken und seine Ideen mit
einbringen.
nach-
Ich muss erst nachdenken, bevor ich mich entscheide.
A. Er wirkt sehr still und nachdenklich. Vielleicht beschäftigt ihn etwas.
über-
Ich muss die Sache erst einmal überdenken. (Noch einmal alles bedenken).
(Noch weiß ich nicht, was ich davon halten soll). (nicht trennbar)
um-
S. das Umdenken: Die Finanzlage erfordert ein Umdenken in der Bevölkerung.
(Was ist jetzt wichtig?).
ver-
Man kann ihm nicht verdenken (übel nehmen) , dass er zögert. (Schließlich hat er
schlechte Erfahrungen gemacht). (nicht trennbar)
vor-
S. der Vordenker: Leonardo da Vinci war ein großer Vordenker. (Seine Ideen waren
ihrer Zeit weit voraus).
voraus-
er ein Unternehmen gründet, sollte weit vorausdenken, damit er seine Ziele in der
Zukunft erreicht.
Präfixe + drängen
ab-
Das Auto wurde von der Fahrbahn abgedrängt und prallte gegen die Planke (weg
schubsen, zum Platzmachen zwingen). (Der Verfolger fuhr unbeeindruckt weiter).
an-
S. Der Andrang (Ansturm, Run) auf die Konzertkarten war enorm. (Innerhalb einer
Stunde waren sie ausverkauft).
auf-
Ich möchte mich nicht aufdrängen, aber wenn ich dir helfen kann, tue ich es gern.
(zu nahe kommen, belästigen)
A. Er findet sie aufdringlich, weil sie ihn ständig verfolgt.
auseinander-
Die Polizei konnte die Menge nur mit Gewalt auseinanderdrängen (trennen).
be-
Bedränge mich nicht! (hetzen, unter Druck setzen, zu nahe kommen) (nicht
trennbar) (Ich brauche Zeit zum Überlegen).
S. die Bedrängnis: Die Flüchtlinge sind in großer Bedrängnis. (Sie haben Angst und
leiden Hunger).
hindurch-
Er musste sich durch die Leute hindurchdrängen (-drücken), um seinen Sohn auf
dem Markt nicht aus den Augen zu verlieren.
ver-
Viele haben verdrängt, was sie in ihrer Kindheit erlebten. (Viele wollen sich auch
nicht daran erinnern). (nicht trennbar)
S. Die Verdrängung schlimmer Erinnerungen schützt die Seele vor Schmerz.
vor-
An jeder Kasse gibt es Menschen, die sich vordrängen (auch: vordrängeln). (Sie
wollen nicht in der Schlage warten).
voraus-
Pioniere drängen stets voraus. Sie lassen normale Menschen hinter sich.
Präfixe + drängen
zusammen-
Die Party-Gäste drängten sich in der Küche zusammen. (Dort war es eng, aber
gemütlich).
A. Die Fahrgäste saßen zusammengedrängt auf der Rückbank.
(Sehr viele Fans wollten zum Fußballspiel).
Präfixe + drehen
ab-
1. Schau hin, dreh dein Gesicht nicht ab (weg)!
2. Wenn wir den Strom abdrehen (ausschalten), kann er nicht mehr fernsehen.
3. Er dreht immer ab, wenn er zu viel getrunken hat. (die Fassung verlieren, entartet
sein)
A. Sie war völlig abgedreht (erschöpft) und verstand gar nichts mehr.
an-
1. Du kannst gern die Heizung andrehen, wenn dir kalt ist.
2. Lass dir nichts andrehen (aufschwatzen) auf dem Basar. (Die wollen nur Geld
verdienen)!
3. Es war, als hätte er einen Schalter angedreht: plötzlich war er hellwach. (etwas
war ausgelöst oder aktivieren)
auf-
1. Wenn Leute da sind, dreht er richtig auf (aus sich herausgehen, sich extrovertiert
geben). (Dann ist er nicht mehr zu bremsen).
2. Beim Friseur lasse ich mir die Haare aufdrehen und Locken wickeln.
aus-
Drehst du bitte die Heizung aus, bevor du gehst? (abstellen). (So sparen wir Gas).
bei-
Das Schiff musste beidrehen (längsseits gehen, stoppen), um die Flüchtlinge zu
retten.
dran- - daran- (Es ist, wie es ist). Ich kann nichts dran drehen (ändern). (getrennt)
drauflos - darauflos
Ohne Plan drehte er mit seiner Kamera einfach drauflos. (Es wurde trotzdem ein
guter Film). (getrennt)
Präfixe + drehen
durch-
1. Manchmal dreht der Motor durch, wenn die Straße glatt ist.
2. Wenn sie weg geht, dreht er durch. (… wird er verrückt oder wahnsinnig)
3. Das Hackfleisch ist frisch durchgedreht. (durch den Fleischwolf gedreht,
zerkleinert)
A. Sie äußerte nur durchgedrehtes (irres, verrücktes) Zeug, das keiner verstehen
konnte.
ein- Einen Nagel schlägt man ein, eine Schraube dreht man ein.
hin-
1. Du musst die Pflanze so hindrehen, dass sie Licht bekommt.
2. Er dreht es immer so hin, dass er gut dasteht. (sich gut darstellt, erscheint).
über-
A. Das Kind ist überdreht. (überreizt, in angeheizter Stimmung). (Es macht nur
Quatsch).
um-
1. Man kann die Decke umdrehen und sie von der anderen Seite benutzen.
2. Drehen (tauschen) wir es um: nun bist du der Lehrer und ich der Schüler.
Redewendung: Sie haben den Spieß einfach umgedreht: (Jetzt geht sie arbeiten,
und er kümmert sich um die Kinder. Dieser Rollenwechsel tut beiden gut).
ver-
1. Das Kabel ist völlig verdreht. (Man muss es neu aufwickeln).
2. Wenn er etwas sagt, verdrehen (rollen) sie die Augen. (Er hat bei ihnen keine
Chance).
3. Ständig verdrehst (verwechselst) du die Tatsachen: (Es war mein Vorschlag, nicht
deiner)!
4. Sie hat ihm völlig den Kopf verdreht (mit jmdm. flirten, jmdm. schöne Augen
machen). (nicht trennbar) (Nun ist er in sie verknallt).
zu- Dreh bitte den Wasserhahn zu, während du die Zähne putzt!
Präfixe + drücken
Vorsicht! Unterscheidung zu drucken
Gutenberg ist der Erfinder des Buchdrucks. Seitdem müssen Bücher nicht mehr von
Hand abgeschrieben werden. Heutzutage kann jeder seine Briefe zu Hause
ausdrucken oder Werbematerial preisgünstig drucken lassen.
Das Substantiv für beide Verben (drucken und drücken) ist allerdings dasselbe
(Druck).
drücken
etwas mit mehr oder weniger Druck bzw. Kraft pressen, Druck ausüben
2. sich drücken: seine Verantwortung oder Verpflichtung ignorieren
ab-
1. Du kannst ruhig abdrücken; die Pistole ist nicht geladen!
2. Wir müssen die Ader abdrücken, sonst verliert die Verletzte zu viel Blut!
S. der Abdruck:
1. Er hat von seinem Gesicht einen Gipsabdruck genommen.
2. Ein Vorabdruck (von: drucken!) seines Buchs wurde in einer Zeitschrift
veröffentlicht.
3. Anhand seiner Fingerabdrücke konnte der Einbrecher ermittelt werden.
an- Wir müssen die Tapete leicht andrücken, damit sie an der Wand kleben bleibt.
auf-
Sie haben mir so viel Arbeit aufgedrückt, dass ich am Wochenende keine Freizeit
habe.
aus-
1. Wenn man die Zitrone ausdrückt, bekommt man frischen Saft.
2. Sie kann sich gut ausdrücken.( Man kann ihre Argumentation gut
nachvollziehen).
S. der Ausdruck:
1. Sein Gesichtsausdruck wirkte kühl und ungerührt.
2. Ihr sprachlicher Ausdruck war glänzend. (Sie war eine geborene Schriftstellerin).
3. Jugendliche kennen viele Kraftausdrücke, mit denen sie sich gegenseitig
beschimpfen.
4. Dieser Ausdruck passt nicht. Bestimmt findest du ein treffenderes Wort.
5. Ihre Ausdrucksweise lässt zu wünschen übrig. (Sie beherrscht ihre Sprache
nicht).
Präfixe + drücken
be-
Die Erzählungen ihrer Freundin bedrückten sie. (Sie hatte Mitleid und fühlte sich
hilflos).(nicht trennbar)
A. Die Lage in Syrien ist bedrückend, eine Lösung nicht in Sicht.
dagegen-
Drück ein wenig dagegen, bis du den Widerstand spürst. (Durch Kraft erfährst du
Gegenkraft). Du musst dagegendrücken!
durch-
1. Die Steine werden sich durch den Stoff durchdrücken und kleine Erhebungen
hinterlassen.
2. Er ist so erfolgreich, weil er seine Interessen stets beim Chef durchdrücken kann.
(Der lässt sich von ihm überzeugen).
er-
1. Die meisten Erdbebenopfer wurden von den Trümmern erdrückt. Sie bekamen
keine Luft mehr oder erlagen ihren Verletzungen.
2. Du erdrückst mich mit deinen Erwartungen! (Ich fühle mich nicht mehr frei).
(nicht trennbar)
A. Die Umstände waren erdrückend, ohne Aussicht auf ein besseres Leben.
hindurch
Sie drückte sich durch die Menge hindurch, um ins Freie zu gelangen. (getrennt)
nach-
S. der Nachdruck:
1. Er forderte uns mit Nachdruck auf, uns anzustrengen. (Es war ihm ernst damit).
2. In seiner Stimme schwang ein ernster Nachdruck mit.
A. Ich bitte Sie nachdrücklich um Ruhe. (inständig, ernsthaft)
Präfixe + drücken
unter-
1. Um an der Macht zu bleiben, unterdrücken sie ihre Untergebenen.
2. Sie konnte ihre Wut nur mit Mühe unterdrücken, doch sie wollte ihre Fassung
nicht verlieren. (nicht trennbar)
S. die Unterdrückung: Durch die Unterdrückung der Massen lebten Adel und Klerus
im Wohlstand.
zer-
Man muss die Gewürze zerdrücken, damit sie ihr Aroma entfalten. (nicht trennbar)
zu-
Drück die Tüte fest zu, sonst verlierst du noch etwas. Du musst die Tüte zudrücken.
zusammen-
Man muss die Teile fest zusammendrücken. Nur dann hält der Klebstoff.
Redewendung:
Die Daumen drücken: Ich drück' dir die Daumen! Ich wünsche dir viel Glück!
(Ursprünglich um die bösen Geister weg zu drücken)
Präfixe + eignen
an-
Sie hat sich ihr Wissen selbst angeeignet (zu eigen machen, erarbeiten, schaffen).
(Sie war in keiner Schule und hatte keinen Lehrer).
S. Die Aneignung der geforderten Fähigkeiten soll selbständig und auf eigene
Verantwortung geschehen.
er-
Im letzten Jahr haben sich viele Gewalttaten ereignet. (nicht trennbar)
(… gab es viele Gewalttaten).
S. das Ereignis: Die Ereignisse haben sich überschlagen (kamen schnell).
ent-
Juden wurden enteignet und deportiert. (Besitz beschlagnahmen, von offizieller
Seite aus) (nicht trennbar)
S. Durch die Enteignung der Juden gelangten viele Kunstschätze in fremde Hände.
über-
Mein Vater hat mir seine Firma bereits zu Lebzeiten übereignet (vermacht,
geschenkt, weitergeben). (Das erspart mir die Erbschaftssteuer). (nicht trennbar)
zu-
Dieses Werk möchte ich meinem Mentor zueignen (alt: widmen, zusprechen), der
mich stets gefördert und bestärkt hat.
S. die Zueignung: Der Autor hat seine Zueignung (Widmung) auf der ersten Seite
vermerkt.
Präfixe + fahren
A. Sie wirkte fahrig und unkontrolliert, ganz das Gegenteil von souverän.
ab-
Wir fahren morgen früh um 5 Uhr ab.
S. 1. Die Abfahrt verzögert sich um 10 Minuten.
2. Bei der Abfahrt nach Nürnberg musst du die Autobahn verlassen.
A. Die neue CD ist völlig abgefahren (ugs.) (psychedelisch)! (Da gibt es Sounds, die
hast du noch nie gehört)!
an-
Wenn ich anfahre, gebe ich oft zu viel Gas. (den Motor starten)
S. Die Anfahrt mit der Bahn dauert mehrere Stunden.( Mit dem Auto bist du
schneller da).
auf-
1. Wer zu dicht auffährt, riskiert einen Zusammenstoß. (sehr dicht an das
vorausfahrende Auto heranfahren)
2. Bei ihrer Hochzeit wurden Speisen und Getränke aufgefahren (kredenzt,
angeboten, serviert), als hätten wir eine Woche nichts zu essen bekommen.
S. Die Auffahrt zu seinem Haus wird von Kameras überwacht.
aus-
1. Hin und wieder muss das Auto ausgefahren werden (länger und schneller) ,
damit sich die Batterie wieder auflädt.
2. Er fuhr die Antenne aus, um den Radiosender besser zu empfangen.
S. die Ausfahrt:
1. Bitte die Ausfahrt freihalten! (Bitte parken Sie nicht vor unserem Zugang zur
Straße).
2. Bei gutem Wetter war sie meiner Ausfahrt in die Natur nicht abgeneigt. (Tour,
Ausflug)
Redewendung: Es ist zum Aus-der-Haut-Fahren! (vor Wut explodieren, los
schimpfen). Nie tust du, was ich dir sage.
be-
Sie befahren privates Gelände! (nicht trennbar) (Bitte entfernen Sie sich)!
A. Die A 7 ist zwischen Kassel und Göttingen stark befahren.
Präfixe + fahren
bei-
S. Als Beifahrer bleibt man am besten ruhig und mischt sich nicht ein.
Kinder unter 12 Jahren dürfen nicht auf dem Beifahrersitz mitfahren.
dagegen-
Er hat den Grenzstein nicht gesehen und ist dagegengefahren.
davon-
Ohne sich um die verletzte Person zu kümmern, ist er davongefahren.
dazwischen-
Jetzt muss ich doch einmal dazwischenfahren! (unterbrechen, einschreiten).
(Wenn wir so weiter diskutieren, kommen wir keinen Schritt voran)!
drauflos - darauflos
Auch wenn du den Führerschein hast, kannst du nicht gleich drauflos fahren.
(gedankenlos und riskant starten, fahren) (getrennt). (Das ist zu gefährlich).
drüber- - darüber-
1. Bei den neuen Touch Screens musst du einfach nur mit dem Finger
drüberfahren, um das Bild zu verändern.
2. Sie brauchte nur einmal drüber zu fahren (streichen), und schon war ihre Hand
voller Haare.
durch-
1. Wir durchfuhren eine öde Landschaft. (durchqueren, passieren)
2. Um seine Frisur zu richten, fährt er nur einmal kurz mit den Fingern durch.
ein-
S. Bitte halten Sie die Einfahrt frei. (Bitte stellen Sie nichts davor)!
er-
1. Wenn sie erfahren (lernen, wissen, Neues vernehmen) will, was es Neues gibt,
fragt sie ihre Nachbarin. (nicht trennbar)
S. die Erfahrung:
1. Auf Reisen können Sie viele Erfahrungen sammeln.
2. Ein Mann mit so viel Erfahrung ist immer gefragt.
3. Erfahrungswissen ist wertvoller als angelesenes.
A. Sie ist sehr erfahren und kann dir vieles beibringen.
Präfixe + fahren
ent- Angesichts der Zerstörung entfuhr ihr ein leiser Aufschrei. (nicht trennbar)
entlang- Wir können die Strecke einmal entlangfahren, dann kennst du sie schon.
fern-
S. Fernfahrer sind oft tagelang unterwegs. (Sie transportieren Waren in Lastwagen
von einem Ort zum anderen).
fest-
Der Wagen hat sich im Sand festgefahren(stecken bleiben, festsitzen).
(Wir kommen nicht mehr heraus).
A. (Wir kommen nicht weiter). Die Verhandlungen sind festgefahren.
fort-
1. Ich würde gern einmal wieder fortfahren (verreisen, einen Ausflug machen).
(Unser letzter Urlaub ist schon lange her).
2. Bitte fahren Sie in Ihren Ausführungen fort; machen Sie in Ihrem Vortrag weiter!
her- Ihr könnt doch einfach herfahren (kommen) und bei uns sein!
herab-
1. Der Engel fuhr vom Himmel herab.
2. Der Aufzug soll herabfahren, aber er kommt nicht.
3. Von diesem Berg herabzufahren, erfordert großes Können.
heran- - ran- 2. Du kannst ruhig näher heranfahren, dann können wir besser sehen.
herauf- - rauf-
1. Fahrt doch die Strecke zu uns herauf! (Zu Fuß ist es doch sehr anstrengend).
heraus- - raus-
1. Das Herausfahren aus der Garage sieht leichter aus als es ist.
herein- - rein-
1. Sie können mit Ihrem Auto ruhig zu uns in die Anlage hereinfahren.
(Es gibt genügend freie Parkplätze)
herüber- - rüber-
Statt zu gehen, fährt er schnell zu mir herüber.
Präfixe + fahren
herum- - rum-
Sie liebt es, herumgefahren zu werden (überall hin).
herunter- - runter-
1. Er kam mit dem Aufzug heruntergefahren, um sie am Eingang zu begrüßen.
2. Kannst du nicht einen Gang herunterfahren? (herunterschalten, langsamer
fahren, bremsen). (Mir geht das alles viel zu schnell).
hin-
(Meiner Mutter geht es nicht gut). Lass uns zu ihr hinfahren und ihr helfen!
hinauf-
Lasst uns zur Bergstation hinauffahren und dort die schöne Aussicht genießen!
hinaus-
Am Wochenende fahren viele hinaus aufs Land.
hindurch-
Mit dem Zug kann man durch den Berg hindurchfahren. (Es gibt dort einen Tunnel).
hinein-
Sie glauben, ein böser Geist sei in ihn hineingefahren, und das sei der Grund für
seine Krankheit.
hinterher-
Du musst ihm unbedingt hinterherfahren (ihm folgen). In diesem Zustand darf er
nicht allein sein.
hinüber-
Fahr doch zu ihnen hinüber und hilf mit!
hinunter-
Den Abhang hinunterzufahren trauen sich nur die größeren Kinder.
hoch-
Sie können mit dem Aufzug hochfahren. (Das macht das Tragen leichter).
A. Sie hat ein hochfahrendes Wesen, weil sie meint, anderen überlegen zu sein.
(arrogant, ungeduldig, aufbrausend)
Präfixe + fahren
ineinander
Wegen des Nebels sind viele Fahrzeuge ineinander gefahren, z.T. mit erheblichen
Sachschäden.
los- Lass uns endlich losfahren (starten). Wir haben schon lange genug gewartet.
mit-
Ich würde so gern mitfahren, aber ich habe zu viel Arbeit.
S. der/die MitfahrerIn: Seine Mitfahrer waren alle sehr freundlich und teilten ihren
Proviant miteinander.
Über eine Mitfahrzentrale findet ein Fahrer Mitfahrer für seine Fahrt.
Die Mitfahrt per Anhalter ist meistens umsonst.
nach-
Wenn du ihm jetzt nachfährst, fühlt er sich von dir bedrängt.
S. der Nachfahr: Die Nachfahren eines berühmten Menschen (Kinder und
Kindeskinder) sind selten genauso erfolgreich wie er.
über-
Jedes Jahr werden Kinder überfahren, weil sie einfach auf die Fahrbahn rennen.
(durch fahrende Autos getötet werden). (nicht trennbar)
A. Sie fühlte sich überfahren, als er plötzlich in der Tür stand. (überrumpelt,
bedrängt, genötigt)
um-
Sie sollten die Innenstadt großräumig umfahren (um etwas herum fahren, um Staus
zu vermeiden). (nicht trennbar)
Vorsicht, sonst fährst du das Schild um! (anstoßen, beschädigen, umwerfen)
(trennbar)
ver-
Ohne Karte oder Navigationsgerät kann man sich leicht verfahren (verirren).
(Man kommt vom Weg ab und kennt sich nicht mehr aus). (nicht trennbar)
S. das Verfahren:
1. Das Gerichtsverfahren gegen sie ist noch nicht abgeschlossen. (Es ist offen, ob
sie für schuldig erklärt wird oder nicht).
2. Es gibt jetzt ein neues Verfahren, wie Lebensmittel besser konserviert werden
können. (Technik, Methode)
A. Die Situation ist verfahren. (ausweglos).
Präfixe + fahren
vor-
1. Du kannst ruhig schon vorfahren. (Wir kommen dann nach).
2. Der Staatsgast fuhr in seiner Limousine vor und wurde vom Präsidenten
empfangen.
S. der Vorfahr: Seine Vorfahren waren russische Adelige, die nach Paris
emigrierten.
die Vorfahrt:
1. „Vorfahrt achten“ bedeutet das 3-eckige, rot umrandete Verkehrsschild.
2. Sie nahm ihm die Vorfahrt und prallte mit voller Wucht gegen seinen Wagen.
voran-
Fahr doch bitte voran, dann folge ich dir einfach und brauche nicht auf den Weg zu
achten.
voraus-
Der Wagen mit dem Hochzeitspaar fährt voraus, alle anderen bleiben dahinter.
weg-
Ich möchte mal wieder wegfahren und ein paar Tage woanders verbringen.
wider-
Mir ist etwas Seltsames widerfahren. (geschehen, passiert) (nicht trennbar)
zer-
A. Er ist sehr zerfahren (reizbar, unkonzentriert).
zu-
Du kannst einfach zufahren (weiterfahren). (Ich komme schon hinterher).
S. Die Zufahrt zu meinem Parkplatz ist versperrt.
zusammen-
Bei ihrem Anblick fuhr er zusammen (erschrecken, zusammenzucken, perplex
sein): (Er hatte geglaubt, dass sie tot sei).
(da)zwischen-
Wenn sich die Kinder nicht untereinander einigen können, fahre ich schon mal
dazwischen (sich einmischen, intervenieren). (Das hilft ihnen, das Problem zu
beheben).
Präfixe + fallen
S. Der Fall: Er geht dem Fall nach. (Vorfall, Ereignis, Kriminalfall, Tat, Untat,
Verbrechen) (Er möchte den Mörder finden).
Von Fall zu Fall
Im Falle eines Falles
Die Falle:
1. Um Tiere zu fangen, werden Fallen gestellt. (Diese sind auf den ersten Blick nicht
zu sehen). So fallen die Tiere hinein und können nicht mehr entfliehen.
2. Der Kommissar stellte dem Tatverdächtigen eine Falle um die Wahrheit
herauszufinden.
ab-
1. Nach dem ersten Herbststurm sind alle Blätter abgefallen. (von den Zweigen
fallen)
2. Die Mannschaft ist in Gefahr abzufallen, wenn sie nicht bald einmal wieder
gewinnt. (auf der Rangliste absteigen)
3. Damit sein Blutzuckerspiegel nicht abfällt (sinkt), isst er vorher etwas Süßes.
S. Der Abfall kommt in den Müll. (Reste, Müll, Unrat)
In jedem Park gibt es Abfalleimer, die regelmäßig geleert werden.
A. Er äußert sich sehr abfällig über sie. Sie sei faul und gewissenlos, behauptet er.
an-
1. Es fallen immer mehr Kosten an. (Das Leben wird immer teurer).
2. Mein Nachbar wurde von einem Hund angefallen. (Der biss ihn mehrfach in die
Hand).
S. der Anfall:
1. In einem Anfall von Ordnungswut räumte sie das ganze Haus auf.
2. Nach seinem Schlaganfall kann der Herr nicht mehr fließend sprechen.
A. Seine Aktionen sind immer anfallartig. (Lange tut er nichts, dann packt es ihn
plötzlich).
Sie ist sehr anfällig für Erkältungen. (Kaum friert sie ein bisschen, hat sie gleich
einen Schnupfen).
auf-
Sie fällt gern auf. (Sie trägt extravagante Kleidung und schminkt sich grell. So wird
sie von allen wahrgenommen).
A. Sich auffallend zu kleiden, wird von Stars geradezu erwartet.
Ganz unauffällig schlich er sich in die Gesellschaft ein. (Keiner bemerkte ihn).
Präfixe + fallen
aus-
1. Ich bin gespannt, wie dieses Jahr der Winter ausfällt. (Ob er wieder so mild
wird)?
2. Er ist unglücklich darüber, dass ihm die Haare ausfallen. (Bald hat er eine
Glatze).
3. Leider fällt die Sendung heute aus. (Sie wird erst in wenigen Tagen gezeigt).
4. Aufgrund des Streiks fallen morgen viele Züge aus. (Teilweise werden sie durch
Busse ersetzt).
5. Bei großer Hitze fällt die Schule aus.
S.
1. Der Ausfall hunderter Flüge kostet die Lufthansa Millionen.
2. Haarausfall lässt sich nicht verhindern.
3. Während des Stromausfalls wurden etliche Diebstähle begangen.
A. Werden Sie nicht gleich ausfällig (frech, ungehalten, beleidigend), nur weil ich
Sie auf Ihre Versäumnisse hinweise!
auseinander-
1. Der Blumenstrauß wird auseinanderfallen, wenn man das Band durchschneidet.
2. Seit der Schulzeit ist ihr Freundeskreis auseinandergefallen.( Alle zogen fort und
fanden neue Freunde).
be-
Viele Schüler werden von Läusen befallen. (Zum Glück gibt es gute Gegenmittel).
(nicht trennbar)
S. Der Befall von Ungeziefer ist für die Betroffenen lästig und beschämend.
bei-
S. der Beifall: Nach ihrer Darbietung erntete die Künstlerin tosenden Beifall. (Man
applaudierte ihr stehend).
daneben Leider ist der Ball daneben gefallen, statt in den Korb. (getrennt)
drüber- - darüber-
(Heb' deine Sachen auf vom Boden)! Fast wäre ich darüber gefallen.
Präfixe + fallen
durch-
1. Er ist durchgefallen bei der Prüfung. (Er hatte sich nicht gut genug vorbereitet).
2. Die Münze ist durch das Gitter durchgefallen. (Ich bekomme sie nicht wieder
heraus).
S. der Durchfall: Bei Durchfall (Diarrhö) helfen Bananen, Salzstangen und Cola.
ein-
1. Ihm wird schon etwas einfallen. (Er hat doch immer gute Ideen).
2. Das Dach ist unter der Schneelast eingefallen (einstürzen, zusammenkrachen).
(Man muss es reparieren).
S. der Einfall:
1. Sie hatte einen plötzlichen Einfall (Idee): „Wie wäre es mit einem Spaziergang?“
2. Nach dem Einfall der Hunnen erlitt Rom einen gewaltigen Rückschlag. (Überfall,
Eindringen, Sieg)
A. Ihr Gesicht sah eingefallen aus nach ihrer Diät. (dünn, schmal, knochig)
ent-
1. Ihm ist völlig entfallen (Er hat vergessen), dass er ihr noch Geld schuldet.
2. Hin und wieder entfallen (geschehen, passieren) ihr Bemerkungen, die ihr
hinterher leidtun (nicht trennbar)
ge-
1. Uns gefällt (gut oder schön finden, begrüßen), wie unbeschwert die Kinder
spielen.
2. Die Mädchen gefallen sich in ihren bunten Kleidern. (nicht trennbar)
S. der Gefallen:
1. Mit der Zeit finden die Schüler Gefallen (Interesse, Freude) an den neuen
Unterrichtsfächern.
2. Könntest du mir einen Gefallen tun? (Bringst du mir etwas mit)?
Die Gefälligkeit: Ich helfe meiner Nachbarin aus Gefälligkeit. (Ich hege keine
weitere Absicht).
her-
Voller Mordlust fielen sie über ihre Feinde her, bis keiner mehr am Leben war.
(töten, massakrieren, niedermachen)
herab-
Diese Straße ist gefährlich: es können Felsbrocken herabfallen und uns verletzen.
Präfixe + fallen
heraus- - raus-
Mir ist ein Ohrring herausgefallen. (Zum Glück habe ich ihn gleich gefunden).
herein- - rein-
Sie ist auf ihn hereingefallen. (Sie dachte, er würde ihr helfen, dabei hat er sie nur
ausgenutzt).
herunter- - runter-
Der Eiszapfen ist plötzlich heruntergefallen. (Ich habe mich sehr erschrocken).
hin-
Es ist normal, dass Kinder oft hinfallen, wenn sie laufen lernen.
A. Alte Leute werden oft hinfällig. (Sie können sich nur eingeschränkt bewegen und
kaum noch laufen).
hinaus-
Lehne dich nicht zu weit aus dem Fenster! Du könntest hinausfallen!
(auch im übertragenen Sinn: Wage dich nicht zu weit vor!)
hindurch
1. Mein Handy ist zwischen den Gitterstäben hindurch gefallen.( Was soll ich jetzt
machen)?
2. Sie fällt durch sämtliche Raster hindurch. (Sie ist schwer einzuordnen, zu
kategorisieren).
hinein-
1. Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.
2. (Geh nicht zu nah ans Wasser)! Du könntest hineinfallen!
hinunter- Konzentriere dich auf die Stufen, damit du die Treppe nicht hinunterfällst!
ineinander-
Nachdem die Sprengung gelungen war, fielen sämtliche Mauern des Hauses
ineinander.
miss-
Es missfällt mir (gefällt mir nicht, ärgert mich, stört mich), dass ich mich nicht auf
dich verlassen kann. (nicht trennbar)
S. das Missfallen: Helmut konnte sein Missfallen kaum verbergen. (Er fühlte sich in
dieser Umgebung nicht wohl).
Präfixe + fallen
über-
1. Ich will dich nicht überfallen, aber sag mir doch bitte, wie dein gestriger Abend
war!
2. Um die Bank zu überfallen, mussten sie die Bedingungen kennen. (nicht
trennbar)
S. Der Überfall auf die Ukraine wurde lange Zeit verleugnet.
um-
1. Die Häftlinge mussten stehen, bis sie umfielen.
2. Völlig eingeschüchtert fiel sie um und unterschrieb das Geständnis schließlich.
(aufgeben, kapitulieren)
S. Sie arbeiteten bis zum Umfallen.
ver-
1. Die Männer waren ihr verfallen. (Die Dietrich wusste das).
2. Viele Häuser auf dem Land verfallen, weil niemand sie bewohnt. (nicht
trennbar)
S. Der Verfall vieler Gebäude erweckt einen trostlosen Eindruck.
vor-
Es sind hier Dinge vorgefallen, über die kein Mensch reden will. (geschehen,
passiert)
S. Der Vorfall ereignete sich kurz nach Mitternacht.
weg-
Wenn die Kinder aus dem Haus sind, werden einige Kosten wegfallen. (ugs.
entfallen)
zer-
Häuser zerfielen, Existenzen wurden zerstört. (Nicht trennbar)
S. Der Zerfall der Moral wird vielerorts beklagt. (Degeneration, Abbau)
zu-
1. Die Tür ist zugefallen. (Hast du einen Schlüssel)?
2. jmdm. zufallen. Ihm fällt das gesamte Erbe zu.(Er erbt alles).
S. der Zufall: Es war ein Zufall, dass wir uns trafen. (Keiner hatte damit gerechnet).
A. Ganz zufällig waren sie zur selben Zeit am selben Ort. (unbeabsichtigt)
Präfixe + fallen
zusammen-
1. Bei wem Geburtstag und Weihnachten zusammenfallen (am selben Tag), der
feiert meist nur einmal.
2. Das Kartenhaus war schon sehr hoch, bevor es plötzlich zusammenfiel.
zwischen-
S. der Zwischenfall: Nach einem peinlichen Zwischenfall war ihr Verhältnis gestört.
(Ereignis, Begebenheit)
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Der Kniefall in Warschau. Aus dem Rahmen fallen
Präfixe + fangen
ab-
jmdn. abfangen:
1. Ich konnte ihn gerade noch abfangen (abpassen, erwischen, stellen), bevor er
das Gebäude betrat.
2. sich abfangen: Er konnte sich grade noch abfangen (halten, in Balance bringen),
sonst wäre er gestürzt.
an-
1. Wenn alle am Tisch sitzen, können wir anfangen (beginnen) zu essen.
2. Fange nichts mit diesem Mädchen an.( Sie hat einen schlechten Ruf). (sich
einlassen, eine Beziehung eingehen)
3. Ohne ihr Smartphone weiß sie nichts mit sich anzufangen) (sich beschäftigen,
etwas tun). (Ihr ist langweilig, und alles nervt sie.
S. der Anfang: Aller Anfang ist schwer. Am Anfang (Beginn, Start) war das Wort.
Adv.. Anfangs gefiel ihr die Puppe, doch dann warf sie sie in die Ecke.
auf-
1. Der Teller kippte vom Tisch, doch ich konnte ihn gerade noch auffangen.
2. Wenn sie demoralisiert ist, braucht sie jemanden zum Auffangen. (trösten,
stärken)
be-
S. die Befangenheit: Sie schämt sich ihrer Befangenheit, doch sie kann nichts
dagegen tun. (Zwiespältigkeit, Eingenommenheit, Skrupel)
A. Sie war befangen (unfrei, zwiespältig, voller Skrupel), weil sie ihm nicht schaden
wollte.
Schon Kinder sind heute nicht mehr unbefangen (ohne Hintergedanken, naiv, offen,
freimütig). (Sie provozieren mit Absicht).
bei-
S. Der Beifang in den Fischernetzen wird wieder ins Meer zurückgeworfen.
(Meerestiere, die geschützt, unbrauchbar oder zu klein sind)
ein-
1. Das Schwein wieder einzufangen, kostete ihn große Mühe.
2. Das Mädchen hatte sich im Kindergarten eine Erkältung eingefangen. (sich
angesteckt, infiziert)
Präfixe + fangen
heraus
Die Schäferin fing aus der Menge ein Lämmchen heraus und legte es dem Kind in
den Schoß. (getrennt)
um-
1. Sie umfing ihre Freundin mit beiden Armen. (umarmen, umschlingen)
2. (poet.) Tiefe Stille umfing uns, als wir den Wald betraten. (nicht trennbar).
S. Der Umfang eines Quadrats beträgt 4-mal die Länge einer Kante.
Ihr Bauchumfang wächst von Monat zu Monat.
Präfixe + fassen
1. Diese Flasche fasst einen Liter Flüssigkeit. (So viel passt in die Flasche hinein).
2. Bitte fasse dich kurz (zügig sprechen, ohne Umschweife, schnell zum Punkt
kommen). (Wir haben nicht viel Zeit).
3. Ich kann es nicht fassen (glauben, begreifen, annehmen). (Das hätte ich nie für
möglich gehalten)!
4. Der Befehl „Fass!“ bedeutet, der Hund soll zubeißen.
5. Die Diamanten werden in Platin gefasst, das wirkt besonders kostbar.
S. 1. In Wirtshäusern gibt es Bier, frisch vom Fass. (großer, runder Behälter aus
Holz oder Metall) Dessen Fassungsvermögen beträgt 50 oder 100 Liter.
2. a) Die Fassung des Edelsteins besteht aus Silber.
b) Die zweite Fassung (Version, Ausgabe, Auflage) seines Buches ist besser
gegliedert
c) Als ihr die Handtasche weggerissen wurde, verlor sie die Fassung
(Contenance, Beherrschung, Haltung)und schrie wild drauflos.
A. Es ist unfassbar (unbegreiflich, verrückt), was gerade auf der Welt geschieht.
ab-
1. Er konnte sie gerade noch abfassen (erwischen, abpassen, erreichen), bevor sie
die Wohnung verließ. (Sie war froh, seine Nachricht zu erfahren).
2. So ein Artikel lässt sich nicht in 2 Stunden abfassen (schreiben, fertigstellen,
abhandeln). (Das Thema ist einfach zu umfangreich).
an- Die Exponate sind nicht zum Anfassen da. (berühren, betasten)
auf-
Ich weiß nicht, wie Sie die Geschichte auffassen (verstehen, aufnehmen,
interpretieren). (Ich höre da eine große Not heraus).
S. die Auffassung: Wir sind in puncto Flüchtlingspolitik verschiedener Auffassung.
(Meinung)
Sie hat eine schnelle Auffassungsgabe. (Sie versteht die Zusammenhänge schnell,
ohne lange Erklärungen).
be-
Ich habe keine Zeit, mich mit Literatur zu befassen (beschäftigen,
auseinandersetzen). (Ich lese nicht einmal die Tageszeitung). (nicht trennbar)
Präfixe + fassen
drauf - darauf
Wenn du auf die Scheibe drauf fasst, wirst du Fingerabdrücke hinterlassen.
er-
1. Sie erfasste die Lage schnell (durchschaute, begriff, verstand).
2. Er stand zu nah an den Gleisen und wurde von einem vorbeifahrenden Zug
erfasst. (50 Meter weiter kam er schwerverletzt zum Liegen). (nicht trennbar)
S. 1. Die Erfassung unserer Daten geschieht heute elektronisch.
2. Die Erfassung des Diebes gelangt eher zufällig: eine Zeugin erkannte ihn wieder.
hin
Anschauen darf man die Waren, aber hin fassen ist nicht erlaubt. (getrennt)
hinein
Der Junge fasste in den Korb hinein und nahm eine Handvoll Lose. (getrennt)
um-
1. Beim Paartanz umfasst der Herr die Dame.
2. Das Beweismaterial umfasst Hunderte von Dokumenten und Aufzeichnungen.
(nicht trennbar)
A. Ich verlange einen umfassenden Bericht! (ausführlich, vollständig)
Adv. Die Sachlage ist noch nicht umfassend geklärt. Es gibt noch viele offene
Fragen.
ver-
Das ist die Dame, die das Buch verfasst hat; sie hat es geschrieben und
veröffentlicht. (nicht trennbar)
S. die Verfassung:
1. Nach schwerer Krankheit ist sie nun in guter Verfassung und imstande, ihrer
Arbeit wie gewohnt nachgehen.
2. Die Verfassung eines Landes besagt, wie sein Staatswesen geregelt wird.
3. Viele Daten werden vom Verfassungsschutz gespeichert, ohne Einverständnis
der Bevölkerung.
S. der/die VerfasserIn: Die Verfasserin des Protokolls hat einige Punkte nicht
genannt. (Schreiberin).
Präfixe + fassen
zusammen-
Wir fassen das Ergebnis unserer Tagung zusammen und geben es der Presse
weiter.
S. die Zusammenfassung:
Bitte geben Sie mir morgen eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse.
Präfixe + finden
ab-
sich mit etwas abfinden: Ich will mich nicht damit abfinden, dass alles ist, wie es ist.
(es tolerieren, akzeptieren, sich arrangieren)
S. die Abfindung:
Wenn er die Firma verlässt, bekommt er eine großzügige Abfindung. (Mit dem Geld
kann er über ein Jahr überbrücken).
auf-
Das Diebesgut kann nicht aufgefunden werden. (Es bleibt verschwunden).
aus-
A. Unter all den Anwesenden konnte der Täter nicht ausfindig gemacht werden.
(Man fand ihn nicht).
be-
Wo befindet sich Ihre Wohnung? In welcher Straße ist sie denn? (nicht trennbar)
S. das Befinden:
Wie ist das werte Befinden? (altmodisch, österreich.) (Wie geht es Ihnen)?
S: die Befindlichkeit:
Ihre augenblickliche Befindlichkeit interessiert hier niemanden. Auf
Tagesbefindlichkeiten können wir hier keine Rücksicht nehmen.
Der Befund: Die Untersuchung ergab zum Glück keinen Befund. (Sie ist ganz und
gar gesund).
ein-
Nach kurzer Befangenheit konnte er sich gut in die Gruppe einfinden. (integrieren).
Wir sollen uns um 12 Uhr im Park einfinden (treffen).
emp-
Was empfindest (fühlst, spürst) du für mich? (Liebst du mich noch)? (nicht
trennbar)
S. das Empfinden: Für mein Empfinden hält sie zu wenig Distanz. (Das bringt ihn in
Bedrängnis).
die Empfindlichkeit: Hier ist kein Raum für Empfindlichkeiten (Gereiztheit,
Egozentrik, Launen). (Hier geht es ums Geschäft).
die Empfindsamkeit: Ihre Empfindsamkeit (Einfühlungsvermögen, Sensibilität)
gegenüber Kindern macht sie zu einer sehr guten Therapeutin.
die Empfindung: Ich habe die Empfindung (das Gefühl, die Ahnung), dass ihn
etwas belastet.
A. 1.Als er sagte: „Sei doch nicht so empfindlich!“, wusste ich, er ist der Falsche.
2. Sie ist unguten Spannungen gegenüber sehr empfindsam.
Präfixe + finden
er-
1. Sie musste eine Geschichte erfinden, um ihr Zuspätkommen zu entschuldigen.
2. Im 19. Jahrhundert wurde die Fotografie erfunden. (Seitdem wurde fast jeder
Mensch porträtiert). (nicht trennbar)
S. die Erfindung: Die neuen Erfindungen waren bahnbrechend. (Mit ihnen kam die
industrielle Revolution in Gang).
A. Not macht erfinderisch. (Unter einem gewissen Druck entstehen neue Kräfte).
Aus unerfindlichen Gründen kam sie nie mehr zurück.
heraus- - raus-
Sie würde zu gern herausfinden, worüber die beiden gerade reden. (Aber die Tür ist
fest verschlossen).
hin-
Ich kenne zwar den Ort, doch ohne Landkarte werde ich nur schwer hinfinden.
hinaus-
Sie hatten sich im Wald verirrt und wollten wieder hinausfinden.
hindurch
Durch dieses Chaos kann ich nicht hindurch finden! (Die Seiten sind ja nicht mal
sortiert).
hinein-
Als Psychologe kann er sich gut in die Gedanken seiner Klienten hineinfinden. (Er
hat Erfahrung und versteht vieles).
statt- Wo wird das Konzert stattfinden? (In einem Saal oder im Freien)?
vor-
(Ich gebe dir die Schlüssel zu meiner Wohnung). Du wirst alles vorfinden, was du
brauchst.
wieder-
Halte Ordnung, sonst wirst du nichts wiederfinden!
zurecht-
Wie soll mich zurechtfinden, wenn nichts an seinem Platz liegt?
Präfixe + finden
zusammen- Jeden Sonntag findet sich die Gemeinde zusammen, um den
Gottesdienst zu feiern.
Präfixe + fliegen
ab-
Ich werde morgen früh abfliegen.( Mein Flugzeug startet um 7 Uhr).
S. der Abflug: Bitte fertigmachen zum Abflug!
Redewendung: Mach den Abflug! (Geh weg. Hau ab)!
an-
In wenigen Minuten werden wir den Flughafen Charles-de-Gaulle anfliegen. (Wir
werden planmäßig landen).
S. der Anflug: Beim Landeanflug bitte die Sicherheitsgurte geschlossen halten!
Ein Anflug . (Hauch, eine Andeutung, Idee)von Röte huschte über ihr Gesicht
auf-
Wenn der Skandal auffliegt (publik wird, entdeckt wird), haben wir jede Menge
schlechter Presse
aus-
Alle Bewohner sind ausgeflogen. Es ist niemand mehr da.
S. der Ausflug: Sie machen einen Ausflug ins Grüne. Abends werden sie wieder
zurück sein.
auseinander Bei der Explosion werden alle Teile auseinander fliegen. (getrennt)
dagegen
Der Kopilot wollte mit Absicht dagegen fliegen und das Flugzeug samt Passagieren
an der Felswand zum Absturz bringen.
dahin-
Die Mücken scheinen einfach so dahinzufliegen, ohne Ziel und ohne Absicht.
daneben
Der Ball wird daneben fliegen, wenn du so kraftlos aufs Tor schießt. (getrennt)
davon-
Mit Helium gefüllte Luftballons können davonfliegen, wenn man sie nicht festhält.
drauflos Man kann nicht sofort drauflos fliegen. Man muss sich erst bei der
Flugaufsicht melden. (getrennt)
drüber – darüber Wir sind von Lissabon gestartet, aber nicht drüber geflogen. Die
Route ging in eine andere Richtung. (getrennt)
Präfixe + fliegen
ein-
1. Er war so reich, dass er sich seine Freunde einfliegen ließ, wo immer er sich
aufhielt.
2. Gerade rechtzeitig sind alle Gäste eingeflogen. (übereilt angekommen, auch
ohne Flug). (So kann die Vorstellung pünktlich beginnen).
S. die Einflugschneise: Sie wohnen direkt in einer Einflugschneise. Von morgens
früh bis abends spät hören sie den Lärm der Flugzeuge.
fort- Am liebsten würde ich auch einmal weit fortfliegen und alles hinter mir lassen.
herein- - rein- Es werden Mücken hereinfliegen, wenn du bei Licht das Fenster
offen lässt.
herunter- - runter-
Die schönen Kugeln werden herunterfliegen (fallen, kaputtgehen), wenn du den
Christbaum zu sehr schüttelst!
hin-
1. (Paris soll so schön sein). Wollen wir nicht mal hinfliegen?
2. Sie ist hingeflogen (hingefallen) und hat sich das Knie aufgeschlagen.
hinauf-
Er sah das Flugzeug zu den Wolken hinauffliegen und wünschte sich, dabei zu sein.
hinaus-
1. Der Vogel würde gern hinausfliegen. (Aber er sitzt in einem Käfig).
2. Ich bin bei meiner neuen Firma hinausgeflogen. (Sie haben mir gekündigt).
hinein-
Trotz Vorwarnungen mussten sie in das Gewitter hineinfliegen und starke
Turbulenzen ertragen.
Präfixe + fliegen
hinterher
In jedem Vogelschwarm gibt es Leittiere, denen die anderen hinterher fliegen.
(getrennt)
hinüber-
Ich würde gern zu dir hinüberfliegen, um dir nahe zu sein!
hinunter- Sie flog (lief sehr schnell) die Treppe hinunter, um ihn zu begrüßen
los- Der Jungvogel zögerte noch loszufliegen, aber bald hatte er Übung darin.
mit- Lange hat es gedauert, bis sie in einem Flugzeug mitfliegen konnte.
über-
Ich habe das Buch nur überflogen, um einen ersten Eindruck zu bekommen.
(Später werde ich es dann Seite für Seite lesen). (nicht trennbar)
um-
Wir haben den Berg umflogen und wissen nun, wie er von allen Seiten aussieht.
(nicht trennbar)
ver-
Auch Piloten können sich verfliegen, wenn sie die Orientierung verloren haben.
(nicht trennbar)
vor-
Flieg du ruhig mit deinem Gleitschirm vor. (Ich folge dir beim nächsten Aufwind).
voran
Die Leitgans ist immer voran geflogen, und die anderen sind ihr gefolgt. (getrennt)
voraus-
Während ihr Flugzeug uns voraus flog, fielen wir immer weiter zurück. (getrennt)
Präfixe + fließen
ab-
(Die Badewanne ist verstopft). Das Wasser kann nicht abfließen.
S. der Abfluss: Der See hat keinen Abfluss. (Bei Regen tritt er über die Ufer).
aus-
Aus diesem Behälter kann nichts ausfließen. (Er ist absolut wasserdicht).
S. der Ausfluss: Die Ostsee hat einen Ausfluss zur Nordsee.
be-
A. Dieser Student ist sehr beflissen (engagiert, fleißig, arbeitsam). (Er arbeitet hart
und engagiert sich als freiwilliger Helfer).
Vorsicht: beeinflussen: Picasso hat mich stark beeinflusst: (Vieles seiner Malerei
habe ich übernommen).
S. Die Beeinflussung der Menschen durch die Medien ist enorm.
A. Viele Leute sind leicht beeinflussbar.
dahin-
Ich mag es nicht, wenn die Zeit so dahinfließt. Ich möchte etwas Sinnvolles tun oder
schaffen.
davon-
Dir fließt die Zeit davon, wenn du dich nicht um deine Angelegenheiten kümmerst!
(Zeit verschwenden, wichtige Termine verstreichen lassen)
durch-
Das Blut durchfließt den ganzen Körper.
S. der Durchfluss: Eine verkalkte Arterie bremst den Durchfluss des Blutes.
ein-
Bei ihren Erzählungen hat sie viele Zitate mit einfließen lassen, die sie in ihrem
Leben prägten.
S. Der Einfluss (die Manipulation, Bewertung) ihrer Mutter macht sie mutlos und
verzagt.
A. Ihr Vater ist sehr einflussreich. Er hat gute Beziehungen und kann Einfluss nehmen.
Präfixe + fließen
ent-
Die Behälter müssen dicht sein, damit ihnen nichts entfließt. (herauskommt,
ausfließt) (nicht trennbar)
ineinander-
1. In Donaueschingen fließen Breisach und Breg ineinander und bilden von nun ab
die Donau.
2. Beim Aquarellieren sollen die Farben mit Absicht ineinanderfließen.
nach-
Durch diese Investition kann er sicher sein, dass immer Geld nachfließt. (ständig
fließt, ständig Gewinne erzielt werden)
ver-
S. Die Verflossene von Jens (ugs. Ex-Freundin, ehemalige Geliebte) arbeitet
weiterhin mit ihm zusammen.
zer-
(Stell die Schokolade in den Schatten). In der Sonne wird sie zerfließen. (nicht
trennbar)
zu-
1. Die Inspiration scheint ständig ihm zuzufließen. Er gilt als Genie.
2. Herr Wirt lässt seinem Sohn etwas zufließen (er unterstützt ihn materiell), auch
wenn der bereits arbeitet und selbst Geld verdient
S. Der Zufluss seiner Nebenflüsse lässt den Rhein immer breiter und mächtiger
werden.
zusammen-
Bei Mainz fließt der Main mit dem Rhein zusammen. (mündet, vereint sich)
S. Der Zusammenfluss von Rhein und Main verursacht starke Strömungen.
(Bewegung des Wassers, Strudel)
Präfixe + folgen
Bedeutung: hinterhergehen
Folge leisten: gehorchen,
die Folge (die nächste…)
ab-
S. die Abfolge: Die Zeremonie unterliegt einer genauen Abfolge. (Jeder Schritt ist
geplant).
aufeinander-
Niemand weiß, welche Ereignisse aufeinanderfolgen werden. Besser, man lässt sie
auf sich zukommen.
be-
Die Regeln sind unbedingt zu befolgen. (Wer nicht gehorcht, wird bestraft). (nicht
trennbar)
er-
Es erfolgt eine Reihe von Ansprachen, eine öder als die andere. (nicht trennbar)
S. der Erfolg: Sie hatte mit ihren Filme großen Erfolg.
(Sie wurde reich und berühmt).
A. Jeder möchte mit dem, was er tut, erfolgreich sein.
nach-
Man weiß nicht, wer dem Präsidenten nachfolgen wird.
S. der/die NachfolgerIn: Die Nachfolgerin des vorherigen Chefs brachte frischen
Wind in das Unternehmen.
ver-
1. Die Polizei verfolgte den Täter, konnte ihn aber nicht fangen.
2. Ich verfolge jede Ihrer Sendungen. Ich lasse keine Folge aus! (nicht trennbar)
S. die Verfolgung: Der Höhepunkt eines Krimis ist meist eine Verfolgungsjagd.
Vorsicht: folgern
schlussfolgern
Präfixe + fordern
an-
Ständig mussten wir mehr Munition anfordern, da der Verbrauch enorm war.
S. die Anforderung: Das Studium stellt hohe Anforderungen an den Fleiß der
Studenten.
auf-
1. Darf ich Sie zum Tanz auffordern? (bitten, einladen)
2. Immer muss sie ihn mehrmals auffordern, bevor er reagiert.
S. die Aufforderung: Der Mieter kommt der Aufforderung zu zahlen nicht nach.
ein-
Du zwingst mich, deine Schulden vor Gericht einzufordern. Besser, du gibst mir das
Geld freiwillig zurück.
er-
Sprachen Lernen erfordert (verlangt, setzt voraus, will) (nicht trennbar) Geduld und
Disziplin.
S. das Erfordernis: Die Erfordernisse für diesen Beruf sind Sachkenntnis, gutes
Allgemeinwissen und Führungsqualitäten. (Bewerber, die diese Voraussetzungen
nicht erfüllen, haben keine Chance).
A. Um die Prüfung zu bestehen, ist gute Vorbereitung erforderlich. (nötig, wichtig,
unverzichtbar)
heraus-
Du forderst mich heraus (jmdn. mit Nachdruck auffordern, etwas zu tun). (So sage
ich dir nun die Wahrheit).
S. die Herausforderung: Dieses Projekt ist eine echte Herausforderung. (Hier muss
ich beweisen, was ich kann).
nach-
Es kann sein, dass die Bank weitere Dokumente nachfordern wird, die den
Kreditantrag vervollständigen.
S. die Nachforderung: Diese Nachforderungen sind innerhalb einer Woche zu
erbringen.
Präfixe + fordern
über-
Sie überfordert ihren Sohn, wenn sie immer nur Bestleistungen erwartet. (Er fühlt
sich unter Druck und verliert sein Selbstvertrauen). (nicht trennbar)
S. die Überforderung: Überforderung wird heute von vielen Arbeitnehmern beklagt.
(Zu viel Arbeit in zu wenig Zeit verursacht bei vielen Menschen Stress).
A. Wenn alle gleichzeitig etwas von mir wollen, fühle ich mich überfordert.
unter-
Wenn wir unserem Kind jeden Handgriff abnehmen, unterfordern wir ihn. (Er bleibt
dann ungeschickt und weiß sich nicht zu helfen). (nicht trennbar)
S. die Unterforderung: Unterforderung ist ein ebenso großes Problem wie
Überforderung. (Werden Potenziale nicht entwickelt, geraten viele Menschen in
Lethargie).
Vorsicht: fördern
Ich fördere (unterstütze) sein Talent, indem ich ihm seinen Klavierunterricht bezahle.
(Außerdem schenke ich ihm CDs und gehe mit ihm in Konzerte).
be-
1. Der Mitarbeiter wird befördert (eine höhere Position erhalten). (Er leitet nun die
Abteilung).
2. Die Verkehrsgesellschaft befördert (bringt von Ort zu Ort, fährt, transportiert)
täglich 1 Million Menschen (nicht trennbar)
S. die Beförderung:
1. Seiner Beförderung steht nun nichts mehr im Wege. (Alle Bedingungen sind
erfüllt).
2. Die Beförderung dieses Briefes dauerte 5 Tage. (Die Post hatte gestreikt).
Präfixe + fragen
ab-
Kannst du mich bitte abfragen? (Dann lerne ich die Vokabeln schneller).
S. Die Abfrage meines Anrufbeantworters meldete mehrere Anrufe.
an-
Ich wollte nur einmal anfragen, ob Sie vielleicht Arbeit für mich haben.
S. die Anfrage: Ihre (schriftliche) Anfrage wird noch bearbeitet.
aus-
Immer, wenn ich meine Tante besucht habe, fragt mich meine Mutter aus, wie es
war. (horcht aus, ist neugierig)
be-
Wir haben verschiedene Leute auf der Straße befragt, wie viel sie bereit sind, für
Fleisch auszugeben. (nicht trennbar)
S. Die Befragung zeigte, dass nur ein Bruchteil der Befragten auf artgerechte
Tierhaltung Wert legt.
dazwischen- Der Vortrag dauerte so lange, weil sehr oft dazwischengefragt wurde.
durch-
Um an Informationen zu kommen, musst du dich von einer Stelle zur anderen
durchfragen.
er- Alle meine Kenntnisse habe ich von anderen erfragt. (nicht trennbar)
gegen-
S. die Gegenfrage: Wenn es keine Gegenfragen mehr gibt, mache ich mit dem
nächsten Punkt weiter.
hinter-
Sie tendiert dazu, was sie hört, zu hinterfragen und so der Wahrheit näher zu
kommen. (nicht trennbar)
Präfixe + fragen
nach-
1. Wenn man etwas nicht verstanden hat, sollte man nachfragen.
2. Dieses Produkt wird zu wenig nachgefragt (gekauft, konsumiert); deshalb nimmt
man es aus dem Sortiment.
S. die Nachfrage: Das Angebot richtet sich nach der Nachfrage der Konsumenten.
um-
S. die Umfrage: Eine Umfrage unter Studenten ergab, dass die meisten sich
überfordert fühlen.
zwischen-
S. die Zwischenfrage: Darf ich bitte eine kurze Zwischenfrage stellen?
Präfixe + fühlen
an- Dieses Material fühlt sich an, als sei es aus Holz.
be-
Die Markttester befühlen das Produkt und prüfen seine Beschaffenheit. (nicht
trennbar)
ein-
Sie kann sich gut in andere Menschen einfühlen. Das ist eine gute Voraussetzung
für eine Schauspielerin.
S. die Einfühlung: Dass du ein gutes Einfühlungsvermögen hast, ist ja an sich toll.
Dass du aber mit allen Menschen Mitleid hast, geht zu weit!
A. Für einen Mann ist er sehr einfühlsam.
er-
(Greif doch bitte mal hinter den Schrank). Vielleicht kannst du das Spielzeugauto
erfühlen. (durch Ertasten wahrnehmen) (nicht trennbar)
ge-
S. das Gefühl:
1. Für mein Gefühl (Gespür, Dafürhalten, meine Einschätzung) stimmt da etwas
nicht.
2. Sie ließen ihren Gefühlen freien Lauf; von lautem Schreien bis leisem
Schluchzen war alles dabei.
A. Er spielte sehr gefühlvoll. (Das Publikum war tief berührt).
hin- Fühle doch bitte mal hin. (Vielleicht hat sich etwas verändert).
hindurch Durch den Stoff konnte ich den Inhalt hindurch fühlen.
mit-
Wir fühlen mit Ihnen mit und betrauern den Verlust Ihres Mannes.
S. das Mitgefühl: Sein Mitgefühl hielt sich in Grenzen. Schließlich hatte sie das
Unglück selbst verursacht.
A. Ihre mitfühlende Schwester tröstete sie und stand ihr bei.
nach- Ich kann es Ihnen nachfühlen! (Mir ist so etwas Ähnliches auch passiert).
Präfixe + fühlen
vor-
Kannst du bei Papa mal vorfühlen (vorsichtig anfragen), was er von dieser Idee
hält?
S. das Vorgefühl: Sie hatte schon so ein Vorgefühl, dass etwas Entscheidendes
geschehen würde.
A. zartfühlend
Präfixe + führen
jmdn. oder etwas führen
1. Sie nahm das Kind an der Hand und führte es aus dem Zimmer.
2. Hunde sind an der Leine zu führen.
S. Ich nehme an einer Führung durch das Museum teil.
ab-
1. Der Kommissar ließ den Mörder abführen (wegbringen). (Er kam in
Untersuchungshaft).
2. Was der Körper nicht verwerten kann, führt er ab. (scheidet er aus)
S. die Abfuhr: Er wollte sie einladen, doch sie erteilte ihm eine Abfuhr.
(Verweigerung, Ablehnung)
Die Müllabfuhr kommt einmal pro Woche und leert die Behälter.
Zur Triebabfuhr schaut er sich gern Videos an.
Sie nimmt gegen ihre Verstopfung ein Abführmittel.
an-
1. Immer will er die Gruppe anführen (leiten, befehligen). (Nie fügt er sich ein).
2. Du kannst noch so viele Argumente anführen (auflisten, aufzählen) – ich bleibe
bei meiner Meinung!
S. der/die AnführerIn: Als Anführer haben ihm alle zu gehorchen.
die Anführung: Eine direkte Rede setzt man in Anführungszeichen.
Präfixe + führen
auf-
1. Wenn wir das Stück gut geübt haben, werden wir es aufführen. (vor einem
Publikum spielen)
2. Was führst du dich so auf? (stellst dich an, zierst, empörst dich). (Es ist doch nur
ein Missverständnis)!
3. Die Oper wurde 1793 uraufgeführt. (zum ersten Mal gespielt)
S. Die Aufführung findet im Deutschen Theater statt.
aus-
Wenn wir einen Befehl bekommen, müssen wir ihn auch ausführen. (Mitdenken
oder gar Widersprechen sind nicht erwünscht).
S. die Ausführung: Dieses Modell gibt es in verschiedenen Ausführungen. Farbe,
Innenausstattung und technische Extras sind variabel.
A. Meine Kollegin nahm sich Zeit, um mir alle neuen Vorgänge ausführlich (genau,
umfassend, detailliert) zu erklären.
auseinander Wir mussten die Hunde auseinander führen. Sie bellten sich nur an.
durch-
1. Ich werde Sie durchführen (durch eine Örtlichkeit begleiten) und Ihnen die
Exponate erläutern.
2. Bevor wir das Projekt durchführen (realisieren, in die Tat umsetzen), sollten wir
es genauestens planen.
S. Die Durchführung wurde von einem Expertenteam überwacht.
ein-
1. Der neue Geschäftsleiter führte (brachte, implementierte) neue Regeln ein, die
unsere Arbeitsweise effizienter machten.
2. Das Produkt wurde erfolgreich auf dem Markt eingeführt. (verbreiten, in Umlauf
bringen)
3. Der Katheder wird über die Ader eingeführt und zum Herzen hin geschoben.
(penetriert)
S. die Einführung:
1. Vor der Vernissage gab der Künstler eine kurze Einführung zu seinen Werken.
2. Vor der Einführung (Verbreitung)^der Mobiltelefone gab es an jeder Straßenecke
öffentliche Telefonzellen.
Präfixe + führen
ent-
Die Kidnapper haben seine Tochter entführt (gewaltsam an einen fremden Ort
gebracht) und verlangen nun Lösegeld. (nicht trennbar)
S. die Entführung:
Seit der Entführung (Verschleppung, Kidnapping) der 43 Studenten war ganz
Mexiko alarmiert.
entlang- Er führte uns eine Straße entlang, die wir allein nicht betreten hätten.
fort-
Wir sollten die Kinder fortführen (an einen anderen Ort bringen). (Uns Erwachsenen
zuzuhören ist doch sehr langweilig für sie).
her-
Führe sie doch bitte zu uns her. (Dann kann Frau Meier selbst erklären, was
geschah).
herab-
Das Herabführen der Bergsteiger ist fast schwerer als der Aufstieg.
heran- - ran-
Sie wurde langsam an die neue Situation herangeführt. (gedanklich)
Das Fohlen wird an die Herde herangeführt. (in Richtung der Herde).
herbei-
Wir könnten doch ein Treffen herbeiführen, bei dem sich die beiden einmal
kennenlernen. (initiieren, in die Wege leiten)
hin- Er hatte sie hingeführt. Nun stand sie staunend vor dem Kunstwerk.
Präfixe + führen
hinauf-
hinaus-
hindurch-
hinein-
hinüber-
hinunter- Richtungen.
mit-
Im Flugzeug ist es verboten, Flüssigkeiten mitzuführen. (Es könnte sich um
Sprengstoff handeln).
über-
Der Detektiv konnte die Diebin auf frischer Tat überführen. (Die gab sich reumütig).
(nicht trennbar)
S. Die Überführung des Täters in ein anderes Gefängnis erfordert umfangreiche
Sicherheitsmaßnahmen.
unter-
S. die Unterführung: Zwischen Hauptbahnhof und Philharmonie gibt es in Berlin
eine lange Unterführung. (Der Verkehr wird mehrere Kilometer weit unter die Erde
geleitet).
ver-
1. Die schönen Kleider in den Schaufenstern verführen (verlocken, laden ein) zum
Kauf.
2. Es reizte ihn, die Frauen zu verführen. (Es war ein echter Don Juan). (nicht
trennbar)
S. die Verführung: Sie war seiner Verführung erlegen und prompt schwanger
geworden.
Kleopatra war für ihre Verführungskünste bekannt.
A. In diesem Licht sieht sie sehr verführerisch aus.
vor-
1. Ich führe Ihnen die Produkte vor, und Sie entscheiden dann, was davon Sie
bestellen möchten.
2. Soll ich dir einmal vorführen (vormachen), wie du dich benimmst?
S. die Vorführung: Gestern Abend gab es eine brillante Vorführung (Darbietung in
Theater, Oper oder Varieté). (Der Magier wird in den höchsten Tönen gelobt).
Präfixe + führen
zu-
Der Dealer führte ihnen Drogen zu (verschaffte, besorgte Drogen), erst umsonst,
dann für viel Geld.
zusammen-
Nach vielen Jahrzehnten führte das Schicksal sie wieder zusammen. (vereinte sie)
S. Die Familienzusammenführung wurde mit großem Jubel gefeiert.
Präfixe + füllen
ab-
1. Ich fülle dir einen Teil des Pulvers ab (einen Teil von einer größeren Menge in ein
Behältnis geben). (Dann kannst du es zu Hause verwenden).
2. Jedes Wochenende lässt er sich von seinen Kumpeln abfüllen (ugs. betrunken
machen), bis er sturzbetrunken nach Hause kommt.
auf-
Die Regale müssen regelmäßig aufgefüllt werden, damit die Ware stets vorrätig ist.
aus-
1. Die Möbel füllen den ganzen Raum aus; man hat kaum noch Platz, sich zu
bewegen.
2. Für meinen Antrag musste ich etliche Formulare ausfüllen (Daten eintragen,
Angaben machen, schriftlich Auskunft geben) und Dokumente beilegen.
A. Mein Leben ist ausgefüllt. Es gibt nichts, was mir fehlt.
er-
Wir haben uns einen lang gehegten Wunsch erfüllt (realisiert, wahr gemacht): (Wir
sind nach Sansibar gereist).
S. die Erfüllung: In vielen Märchen geht es um die Erfüllung dreier Wünsche oder
Aufgaben.
A. Frau Bode kann auf ein erfülltes (reiches, gelungenes) Leben zurückblicken
nach- (Die Zuckerdose ist leer). Doch vor dem Nachfüllen muss sie gereinigt
werden.
über-
S. die Überfüllung: Die Diskothek ist wegen Überfüllung geschlossen. Es darf keiner
mehr hinein.
A. Das Krankenhaus ist überfüllt. Die Betten stehen sogar in den Fluren.
Präfixe + geben
ab-
Reiche Leute sind reich, weil sie nichts abgeben. (Sie behalten alles für sich).
S. die Abgabe: Bei so vielen Abgaben (Abzug, Steuer, Versicherung, Belastung)
bleibt mir kaum etwas von meinem Lohn übrig.
Die Abgabe (Einreichung) der Arbeit erfolgte pünktlich. (Sie wurde rechtzeitig
eingereicht).
an-
1. Auf diesem Formular sollten Sie Ihre Daten vollständig angeben (nennen).
2. Er neigt dazu, mit seinen Erfolgen anzugeben. (Dabei sind die schon lange her).
S. Die genaue Angabe des Wohnorts ist wichtig für die Zustellung der Post.
Adv. Angeblich hat er schon vorher Bescheid gewusst.
auf-
1. Gib nicht gleich auf, wenn es schwierig wird.
2. Wir müssen das Paket noch aufgeben, damit es übermorgen ankommt.
3. Die Lehrerin hat uns viele Hausaufgaben aufgegeben. (Ich habe heute
Nachmittag keine Zeit zum Spielen).
4. Er hatte (sich) aufgegeben(den Mut verloren, kapituliert). (Er hatte keine
Hoffnung mehr).
S. Die Aufgabe (Haus- oder Schulaufgabe, Herausforderung, Rätsel) ist schwer zu
lösen.
Sie empfindet es als ihre Aufgabe (Pflicht, Auftrag, Berufung), anderen Menschen
zu helfen.
aus-
1. Wir dürfen künftig nicht mehr so viel ausgeben. (Wir haben nur wenig Geld).
2. Vorne bestellst und bezahlst du; hinten wird die Ware dann ausgegeben.
(überreicht)
3. Er gibt zur Feier des Tages eine Runde aus. (spendiert)
Vorsicht: sich verausgaben – Beim Marathon hat er sich völlig verausgabt. (Erst
Tage später kam er wieder zu Kräften).
S. Die Ausgabe (Aushändigung, Vergabe)der Kleidung erfolgt nur an Bedürftige.
Die Ausgaben (Kosten) stiegen in diesem Jahr um 10%.
Unter seinen Büchern befinden sich wertvolle Erstausgaben. (Edition)
Adv. Auf der Party hat er sich ausgiebig (köstlich, prächtig) amüsiert.
Präfixe + geben
be-
1. Wir begeben (fortbewegen) uns von Hütte zu Hütte.
2. Es begab sich (geschah, erfolgte, fand statt) zu der Zeit, als Kaiser Augustus
regierte.
S. die Begebenheit: Es war eine seltsame Begebenheit. (Niemand hatte mit solch
einem Ereignis gerechnet).
die Begabung: Menschen mit vielen Begabungen (Talent, Fähigkeit, Anlage) haben
oft die Qual der Wahl.
A. Hochbegabt zu sein, wünschen sich mehr Eltern als Kinder.
bekannt-
Heute werden die Namen der besten Absolventen bekanntgegeben (angekündigt,
genannt, öffentlich gemacht). Ich bin schon sehr gespannt.
S. die Bekanntgabe: Nach der Bekanntgabe der Gewinner herrschte große
Aufregung.
bei- (Es hat keinen Wert, gegen ihn zu kämpfen). Wir geben besser klein bei.
(geben auf, lassen los, ziehen uns zurück)
S. die Beigabe: Die Archäologen fanden neben der Mumie kostbare Grabbeigaben.
dran - daran Ich würde alles daran geben, ihm nahe zu sein! (getrennt)
durch- Kannst du mir bitte am Telefon durchgeben, was ich einkaufen soll?
ein-
Wenn Sie mit Ihrer Scheckkarte bezahlen, müssen Sie den PIN-Code eingeben.
(nennen, eintippen)
S. die Eingebung: Plötzlich hatte sie eine Eingebung (Idee, Erleuchtung, einen
Einfall,) und wusste genau, was zu tun war.
er-
1. Die Deutschen wollten sich nicht ergeben (kapitulierten). (Sie kämpften bis zum
letzten Mann).
2. „Ich ergebe mich!“, rief er, als er sich des Angriffs der Kinder nicht mehr erwehren
konnte. (nicht trennbar)
fort-
Man kann seine Kinder doch nicht einfach fortgeben, wenn es eng wird! (Die
Großeltern sind doch kein Ersatz für die Eltern).
Präfixe + geben
her-
1. Gib das wieder her! (Es gehört mir).
2. Wie kann man sich für so etwas hergeben? (Dieser Job ist sie doch unter ihrer
Würde)!
heraus- - raus-
1. Auf einen 50-Euro-Schein kann ich leider nicht herausgeben. (Ich habe nicht
genug Wechselgeld).
2. Ab nächsten Monat wird der Verlag eine neue Zeitschrift herausgeben. (editieren)
3. Ohne Lösegeld geben die Entführer die Geiseln nicht heraus. (lassen … nicht
frei)
hin-
1. Die Eltern haben ihr ganzes Vermögen hingegeben (ausgegeben, geopfert), um
ihr Kind zu retten.
2. Jahrelang hatte sie sich dem Vergnügen hingegeben. (Sie genoss das Leben
ohne schlechtes Gewissen).
3. Sie gab sich ihm schon vor der Ehe hin (war willfährig, widerstandslos gefügig)
und erschien mit dickem Bauch vor dem Altar.
S. die Hingabe:
1. Er spielte mit Hingabe Klavier. (emotional, gefühlvoll)
2. Im Hospiz wurde sie mit Hingabe (Aufopferungsbereitschaft, Liebe, Milde)
gepflegt.
A. Sie kümmerte sich hingebungsvoll um ihre betagte Mutter.
kund-
Heute Abend werden wir unsere Verlobung kundgeben. (ankündigen, publik
machen, bekanntgeben, häufiger: kundtun)
S. die Kundgebung: Während einer Kundgebung kam es zu gewalttätigen
Ausschreitungen zwischen den Demonstranten und der Polizei.
nach-
Du solltest nicht nachgeben (schwach werden, entgegenkommen, milde sein),
wenn er versucht, sich zu drücken. (Jeder hat seine Verpflichtungen einzuhalten).
Präfixe + geben
preis-
Sie hatte ein Geheimnis, das sie auf keinen Fall preisgeben (verraten, weitersagen)
wollte.
S. Die Preisgabe (Offenlegung, Bekanntgabe) der Daten veranlasst die
Steuersünder, sich zu stellen.
über-
1. Ich habe ihm die Dokumente übergeben (ausgehändigt). (Nun überprüft er sie).
2. In den ersten Monaten der Schwangerschaft müssen sich viele Frauen oft
übergeben. (brechen, ugs. kotzen, speien)
S. die Übergabe: Bei der Übergabe der Kunstwerke an den Besitzer herrschten
strenge Sicherheitsvorkehrungen.
um-
Ich umgebe mich gern mit schönen Dingen. (nicht trennbar)
S. die Umgebung:
In dieser Umgebung (Ambiente, Atmosphäre) fühle ich mich wohl.
unter-
S. der/die Untergebene: Die Untergebenen des Königs (Bedienstete, Volk) sind zum
Gehorsam verpflichtet.
ver-
1. Auch dieses Jahr werden wieder Preise vergeben (gestiftet, verteilt) für die
besten Schüler der Schule.
2. Bitte vergib mir! (Es tut mir leid)! (nicht trennbar)
S. Die Vergabe der Stipendien ist an eine Reihe von Voraussetzungen gebunden.
Die Vergebung: Er hatte sie oft schlecht behandelt, doch er bat sie nie um
Vergebung. (Entschuldigung)
A. Alle Bemühungen waren vergeblich. Sie konnten ihn nicht retten.
Ihr Einsatz war nicht vergebens. (Es gelangt ihr, das Unglück abzuwenden).
vor-
Frau Meier gibt vor (tut so als ob, täuscht vor), prominent zu sein. (Dabei ist es
Jahre her, dass sie Schönheitskönigin war).
Präfixe + geben
zu-
Er will einfach nicht zugeben (gestehen, einsehen), dass er sich geirrt hat.
S. die Zugabe: Durch die Zugabe von Zucker wird der Kuchen schön süß.
Die begeisterten Zuschauer forderten eine Zugabe (zusätzliche Darbietung nach
dem Ende einer Vorführung) nach der anderen.
Präfixe + gehen
ab-
1. Sehr bald wird eine Lawine abgehen (abrutschen, hinunterstürzen).
(Die Schneemassen kommen langsam ins Rutschen).
2. Was geht hier ab? (geschieht, findet in Wirklichkeit statt). (Was spielt ihr für ein
Spiel)?
3. Mein Ring geht nicht mehr vom Finger ab. (sich abziehen lassen)
4. Du gehst mir ab! (Ich vermisse dich, du fehlst mir).
S. der Abgang: Nach seinem Abgang aus der Politik war er in der Wirtschaft tätig.
an-
1. Lass es uns angehen! (Lass uns das Projekt in die Tat umsetzen).
2. Das geht Sie nichts an, das ist Privatsache!
3. Sie geht ihn um Hilfe an (bittet, ersucht), doch er wird stur bleiben.
A. Als angehender (zukünftiger) Rechtsanwalt sollte er an seiner Ausdrucksweise
arbeiten.
auf-
1. Jeden Morgen geht die Sonne auf.
2 Allmählich geht ihr ein Licht auf: sie wurde betrogen!
3. Deine Rechnung geht nicht auf. (So funktioniert das nicht).
4. Als sie begriff, was geschehen war, ging sie auf wie eine Furie. (sie war
aufbrausend, zeternd, wütend)
5. Am Ofen geht der Teig gut auf. (quillt, treibt, gärt – durch Hefe)
S. Der Aufgang (Aufstieg) zu ihrer Wohnung ist ohne Lift beschwerlich.
Bei Sonnenaufgang gehen wir los.
Präfixe + gehen
aus-
1. Er will abends mit mir ausgehen (sich amüsieren, vergnügen), zum Essen oder
ins Kino!
2. Gegen Ende des Monats geht mir immer das Geld aus. (Es wird knapp, eng, es
geht zur Neige).
3. Bitte erzähl mir, wie der Film gestern ausging! (endete).
4. Ich gehe immer davon aus, (nehme an, glaube, setze voraus,) dass Menschen
ehrlich sind.
S. der Ausgang: Die Gefangenen haben täglich eine Stunde Ausgang. (Dann dürfen
sie sich im Freien aufhalten).
Der Ausgang befindet sich am Ende des Ganges.
Es gibt aber auch einen Hinter- und einen Seitenausgang.
In Kriegszeiten herrschte abends Ausgangssperre. (Ausgangsverbot)
auseinander-
Wir wollen niemals auseinandergehen (uns trennen). (Wir wollen immer
zueinanderstehen).
be-
1. Zusammen mit dem Vermieter begehen (besichtigen, prüfen, begutachten) sie
die neuen Räume.
2. Sie würde einen Mord begehen (durchführen, tun), wenn es ihrem Ziel diente.
3. Heute begeht (feiert, würdigt) er seinen 50. Geburtstag. (nicht trennbar)
S. Die Begehung des Grundstücks ist für Unbefugte nicht möglich.
A. Neben ihrem Schlafzimmer befindet sich ein begehbarer Kleiderschrank.
daneben-
Die Sache darf nicht danebengehen! (Wir können uns kein Scheitern leisten)!
davon- Eines Tages werden sie davongehen und sich nie wieder blicken lassen.
dazwischen-
Da muss man doch dazwischengehen, wenn zwei Leute sich heftig streiten!
drauf- - darauf-
Du hättest draufgehen (ugs. sterben, umkommen) können bei diesem Abenteuer!
Wie kann man nur so waghalsig sein?
Präfixe + gehen
drauflos- - darauflos-
Am liebsten wäre er einfach drauflosgegangen, aber Frau und Kinder hielten ihn
zurück.
durch-
1. Sie können hier durchgehen (eine Räumlichkeit passieren), dann entkommen Sie
den Journalisten.
2. Ich lasse dir nicht durchgehen (ich erlaube es nicht, …gestatte …, nehme es
nicht hin), dass du dich so schlecht benimmst!
S. der Durchgang: Bitte halten Sie den Durchgang frei.
Adv. Seit Februar ist er durchgängig abwesend.
ein-
1. Er würde gern näher auf sie eingehen (sich einlassen, auseinandersetzen), doch
es fehlt ihm die Zeit.
2. Kanzler Kohl ging in die Geschichte ein. (etablierte sich, blieb als Staatsmann in
Erinnerung)
3. Durch das Waschen sind meine Kleider eingegangen. (Nun passen sie mir nicht
mehr).
S. der Eingang: Am Eingang warte ich auf dich.
A. Dieser Schlager hat eine sehr eingängige Melodie. (Sie ist gut zu merken bzw. im
Unterbewusstsein abzuspeichern) (Sie geht mir nicht aus dem Kopf).
er-
1. Wie ist es dir auf deiner Reise ergangen? (Was hast du alles erlebt)?
2. Meine Großmutter erging sich in stundenlangen Erzählungen. (Sie ließ aus, sie
erzählte ohne Rücksicht auf andere). (nicht trennbar)
S. das Ergehen: Ich bete für dein Wohlergehen!
ent-
Es ist seiner Aufmerksamkeit entgangen, dass sie eine neue Frisur hat.
(nicht trennbar)
entgegen- Ich will hier nicht warten, sondern ihnen ein Stück entgegengehen.
entlang- Immer, wenn ich hier entlanggehe, denke ich an frühere Zeiten.
entzwei-
Unsere Verbindung ist entzweigegangen (zerbrochen, kaputt), weil wir uns fremd
geworden sind.
Präfixe + gehen
her-
Sein Kumpel könnte doch hergehen (süddeutsch: kommen) und ihm mal die
Meinung sagen.
S. der Hergang: Über den Hergang des Verbrechen besteht noch keine Klarheit.
Der Tathergang ist noch unklar.
heran- - ran-
1. Wir müssen schnellstens herangehen (anfangen, beginnen) und diese wichtige
Frage erörtern.
2. Es war interessant zu sehen, wie der Künstler an das Thema heranging. (sich
stellte, sich auseinandersetzte)
S. die Herangehensweise: In der Pädagogik gibt es jetzt eine völlig neue
Herangehensweise! (Methode, Technik)
hervor- Aus diesem Brief geht hervor, dass sie der Verbindung nicht zustimmte.
hin- Ich würde gern zu ihr hingehen und sie um Verzeihung bitten.
hindurch-
Wenn man durch schwere Zeiten hindurchgegangen ist, fühlt man bestärkt und
klüger.
Er ist durch das Tor hindurchgegangen.
hinein-
Wir können doch in den Laden hineingehen und schauen, was es dort sonst noch
gibt.
hinter-
Du hintergehst (belügst, täuschst) mich! (Statt zu arbeiten, triffst du dich mit ihr)!
(nicht trennbar)
Präfixe + gehen
kaputt-
Pass auf, dass nichts kaputtgeht! (zerbricht, hinunterfällt, beschädigt wird)
los-
1. Von mir aus kann es jetzt losgehen! (beginnen)
2. Wir gehen gemeinsam los und suchen.
mit-
1. Kinder sollen nicht mit Fremden mitgehen.
2. Er hat bei seinem Besuch etwas mitgehen lassen (gestohlen): etwas Kleingeld
und ein Feuerzeug.
miteinander Seit 2 Wochen gehen sie miteinander. ( Sie sind nun ein Liebespaar).
nach-
1. Ich gehe ihm nach (folge ihm), um zu sehen, was er als nächstes tut.
2. Der Kommissar geht dem Hinweis des Zeugen nach. (verfolgt etwas, untersucht
etwas eingehender)
nahe-
Es ist nicht verwunderlich, wenn einem die Ereignisse nahegehen.( Mich
beschäftigen manche noch Jahre später).
über-
Als Kleinste und Jüngste wurde sie oft übergangen. (Die anderen Geschwister
wurden mehr beachtet). (nicht trennbar)
um-
1. Wir sollten diesen Bereich besser umgehen. Es ist dort nicht sicher genug.
2. Ein Arzt kann seine Schweigepflicht umgehen (aufheben, außer Kraft setzen),
wenn sein Patient eine Gefahr für seine Umgebung darstellt. (nicht trennbar)
3. Es ist schlimm zu beobachten, wie sie mit ihrem Kind umgeht. (behandelt)
(trennbar)
Präfixe + gehen
S. der Umgang: Dieser Mann ist kein Umgang für dich. Er hat keine Manieren.
(passende Gesellschaft, ebenbürtige Verbindung)
A. Sie zeigten sich recht umgänglich, waren freundlich und aufgeschlossen.
Es ist unumgänglich (zwingend, unvermeidbar, der Konvention entsprechend), dass
du dich bei deinen neuen Nachbarn vorstellst!
unter-
Die Titanic ist im Atlantik untergegangen. (Sie ist im Meer versunken).
S. Der Untergang (das Versinken) der Flüchtlingsschiffe ist eine Katastrophe.
Mit der Revolution begann der Untergang (Verfall, Absturz) der Aristokratie.
ver-
1. Die Jahre vergehen (passieren, gehen vorbei) wie im Flug.
2. Er vergeht (löst sich auf, stirbt) fast vor Sehnsucht nach ihr.
3. Jahrelang hat sich der Priester an ihm vergangen. (sexuell oder gewalttätig
misshandelt) (nicht trennbar)
S. das Vergehen: Der Mörder wurde für sein Vergehen (seine Straftat,
sein ungesetzliches Handeln) bestraft.
vor-
1. Du kannst ruhig schon vorgehen. (Ich folge dir dann).
2. Ich werde systematisch vorgehen (arbeiten), um die Umstände restlos
aufzuklären.
3. Was geht hier vor? (Was ist hier los)? (nicht trennbar)
S. das Vorgehen: Wir sind mit Ihrer Vorgehensweise (Arbeitsweise) nicht
einverstanden. (Sie missachten unsere Privatsphäre).
voran-
1. Er musste immer vorangehen. Er wollte stets der Erste sein.
2. Sie kontrollierte regelmäßig, wie die Dinge vorangingen. (sich entwickeln)
voraus-
1. Ein Teil der Gruppe ist schon vorausgegangen, um die Gegend zu erkunden.
2. Es ging ihm ein schlechter Ruf voraus.
3. Wir wissen nicht, was diesem Ereignis vorausgegangen ist. (Vielleicht gab es
schon früher Konflikte).
Präfixe + gehen
weg-
1. Wenn es dir auf der Party nicht gefällt, kannst du ja weggehen. (sie verlassen)
2. Wir sollten abends mal wieder weggehen und etwas unternehmen. (in ein Lokal,
Restaurant, Kino, Disko ausgehen)
zer- Das Fleisch ist so zart, dass es auf der Zunge zergeht. (nicht trennbar)
zu-
Ich bin oft auf ihn zugegangen, doch er wich mir immer aus.
S. der Zugang: Man findet zu ihm keinen Zugang. (Er bleibt verschlossen).
zusammen-
1. Wollen wir ein Stück zusammen gehen und uns unterhalten?
2. Diese Teile werden nicht zusammengehen (zueinander passen).
3. Diese zwei Dinge gehen (passen) nicht zusammen. (Du musst dich für eines
entscheiden)!
Präfixe + gleichen
ab-
Lass uns die Bestellung mit der Lieferung abgleichen (vergleichen,
nebeneinander halten, prüfen), um zu sehen, ob sie übereinstimmen.
S. der Abgleich: Der Abgleich ihrer Fingerabdrücke mit denen am Tatort ergab
100%ige Übereinstimmung.
an-
Ob es wahr ist, dass Ehepaare sich mit der Zeit immer mehr angleichen? (einander
ähnlich werden)
aus-
Wie können wir das Defizit ausgleichen? (neutralisieren, beheben)
S. der Ausgleich:
Zu meiner Arbeit im Büro brauche ich unbedingt einen Ausgleich (Gegengewicht,
Kontrastprogramm): (Ich gehe in meiner Freizeit schwimmen oder wandern).
A. Meine neue Lehrerin wirkt sehr ausgeglichen (ausbalanciert, gefestigt,
freundlich) und mit sich im Reinen.
Die Moderatorin wirkt sehr ausgleichend auf die Gruppe.
be-
Ich begleiche (zahle, überweise) meine Rechnungen immer sofort. (nicht trennbar)
ver-
1. Wenn ich die heutige Zeit mit früher vergleiche, dann war damals manches
besser. (2 oder mehrere Dinge nebeneinanderstellen und bewerten)
2. Verglichen mit der Frau meines Bruders schneide ich recht gut ab. (nicht
trennbar)
S. der Vergleich: Jeder Vergleich hinkt. (Sprichwort).
Präfixe + greifen
ab-
Hacker können unsere Daten im Internet abgreifen. (illegal abfangen, sich
aneignen, missbrauchen)
A. 1. Seine Ledertasche ist schon alt und abgegriffen (abgenutzt, aufgebraucht,
schadhaft). (Trotzdem möchte er sie behalten).
2. Dieser Witz ist abgegriffen (nichtssagend, überholt, banal). (Jeder kennt ihn, und
keiner lacht mehr darüber).
an-
Wir wurden angegriffen (attackiert) und mussten uns verteidigen.
S. Der Angriff geschah in den frühen Morgenstunden.
Er fasste ihre Bemerkung als Angriff auf.
A. Sie fühlt sich schnell angegriffen und reagiert gereizt.
Ohne Waffen fühlen sich Amerikaner leicht angreifbar.
auf-
1. In dieser Stunde werden wir das Thema erneut aufgreifen (wiederholen) und
vertiefen.
2. Der Dieb konnte sehr bald aufgegriffen und verhaftet werden.
be-
Kinder müssen die Welt sinnlich erfahren, bevor sie sie abstrakt begreifen.
(verstehen, realisieren) (nicht trennbar)
S. der Begriff:
Für dieses Phänomen gibt es einen bestimmten Begriff. (Wort, Ausdruck)
Du machst dir keinen Begriff (keine Vorstellung, Einschätzung) davon, wie schwer
diese Zeit für mich ist!
A. Er ist oft begriffsstutzig und versteht nicht, was geschieht.
durch-
In dieser Klasse heißt es: hart durchgreifen! (resolut sein, ein strenges Regiment
führen). (Sonst respektieren die Schüler Sie nicht)!
ein-
Hätte ich nicht eingegriffen (interveniert), hätte er sie geschlagen.
S. Der Eingriff (die Operation) dauerte 3 Stunden, doch dann war der Tumor
entfernt.
Präfixe + greifen
er-
1. Die Polizei ergriff (fing) den Dieb und nahm ihn fest.
2. Er konnte die Flucht ergreifen. (flüchten, entkommen) (nicht trennbar)
A. Ihre Bitte war ergreifend, und so wurden die Flüchtlinge eingelassen.
Seine Geschichte klang herzergreifend und trieb ihnen die Tränen in die Augen.
ver-
1. Fassen Sie sich gegenseitig an, aber vergreifen Sie sich nicht! (jmdn. an
empfindlichen oder intimen Stellen berühren)
2. Wenn sie sich ärgert, vergreift sie sich jedes Mal im Ton. (sich vertun, etwas
Falsches anwenden) (nicht trennbar)
A. Ihr Buch ist seit vielen Jahren vergriffen (nicht mehr im Buchhandel zu kaufen)
und nur noch antiquarisch zu erwerben.
vor-
Ich möchte deiner Geschichte nicht vorgreifen, aber das war letztlich das Ergebnis!
(etwas eigentlich später Anstehendes sagen)
zu-
1. Als der Täter wieder zuschlug, konnte die Polizei endlich zugreifen.
2. Das Angebot war einfach zum Zugreifen. (So günstig gibt es dieses Produkt nie
wieder)!
S. Der Zugriff erfolgte auf Befehl des Kommandierenden.
Präfixe + haben
ab-
Die anderen würde zu gern etwas von seinem Kuchen abhaben
(ugs. abbekommen), doch er isst ihn ganz allein.
an-
1. Du kannst mir nichts anhaben (jmdm. schaden, ihn vor Gericht belangen; nur im
Infinitiv verwendet!). (Einem Ausländer glauben sie sowieso nicht)!
2. Was wir anhaben (am Leib tragen, wie wir gekleidet sind), zeigt den Leuten, wer
wir sind.
auf-
1. In Großstädten gibt es Geschäfte, die bis spät nachts noch aufhaben. (ugs. offen
sind, geöffnet haben)
2. Wenn wir viel für die Schule aufhaben. (ugs. zu arbeiten haben), können wir nicht
draußen spielen.
aus
Morgen werden wir schon nach der 4. Stunde aus haben (Schulschluss haben,
fertig sein); dann können wir noch Fußball spielen. (getrennt)
be-
A. Unser Nachbar ist sehr behäbig (bequem, träge, langsam) und lässt sich stets
von seiner Frau bedienen.
dagegen-
Warum sollte ich etwas dagegenhaben, wenn du dich mit deinen Freunden triffst?
davon-
Wenn er schon Eintritt zahlt, möchte er auch etwas davon haben. (profitieren,
genießen) (getrennt)
drauf
Zeig uns, was du drauf hast (kannst, besondere Fähigkeiten beherrschst)! Dann
sehen wir, ob du mitmachen darfst. (getrennt)
durch
Dieses Thema hatten wir doch schon durch (beendet): Taschengeld gibt es nur
gegen Mithilfe im Haushalt! (getrennt)
Präfixe + haben
er-
S. Die Erhabenheit (Würde, Größe, Schönheit) des Bauwerks brachte uns zum
Staunen.
A. Sie ist über jeden Zweifel erhaben: (Sie strotzt vor Selbstbewusstsein).
Die Stelle unter der Haut ist ein wenig erhaben. (erhöht, hervorstehend)
ge-
Gehab' dich wohl! (als Abschiedsgruß)
S. das Gehabe: Wenn es um ihr Spezialgebiet geht, macht sie immer so ein
komisches Gehabe. (unnatürliches, geziertes Verhalten, Getue)
her- Wo soll ich das schon herhaben? (Meine Freundin hat es mir erzählt)!
heraus-
Es gibt Frauen, die es heraushaben (wissen, versiert sind), wie man einen Mann
bezirzt.
los
Du willst mich los haben (wegschicken, vergraulen) – deshalb bist du so garstig zu
mir! (getrennt)
mit-
Ich sehe nach, was wir mithaben; vielleicht ist ja dein Badezeug dabei.
(norddeutsch, ugs. dabeihaben)
über
So bald werde ich das Dessert nicht über haben. (Einer Sache leid sein, etw.
ablehnen) (Es schmeckt einfach zu köstlich)! (getrennt)
um- Sie mag ihre Stola gern umhaben, wenn es abends kühler wird.
vor-
Mal sehen, ob wir im September schon etwas vorhaben (planen, anvisieren)….
(Oh ja, dann wird unser Enkelkind eingeschult)!
voraus-
Wenn sie jetzt schon lesen lernt, wird sie ihren Klassenkameraden viel
voraushaben.
Präfixe + haben
wieder-
Wir haben euch das Boot geliehen, und nun möchten wir es wiederhaben, wie
vereinbart!
zu-
Wenn sonntags die Läden zuhaben (geschlossen sind), muss man auf das
zurückgreifen, was da ist.
zusammen-
Wer alle seine Scheine zusammenhat (komplett, vollständig hat), der kann sich zur
Prüfung melden
Präfixe + halten
der Halt
Haltung
Körperhaltung
innere Haltung
artgerechte Haltung von Nutztieren
Schonhaltung
ab-
1. Ich lasse mich durch nichts davon abhalten, mein Ziel zu erreichen! (bremsen,
stoppen)
2. Am Wochenende wird er ein Seminar abhalten (durchführen, leiten, geben), zu
dem sich schon viele Teilnehmer gemeldet haben.
an-
1. Wir werden am nächsten Parkplatz anhalten und eine Pause machen.
2. Lass mich das Kleid doch einmal anhalten. (Dann sehe ich, ob es mir steht).
3. Viele Menschen halten die Luft an (unterbrechen das Atmen), wenn sie sich
konzentrieren
4. Jetzt halt mal die Luft an! (ugs. aufhören zu übertreiben oder sich zu wichtig zu
nehmen)
S. der Anhaltspunkt: Es gibt keinen Anhaltspunkt, von dem aus wir suchen könnten.
(Uns fehlen jegliche Fakten).
der/die AnhalterIn: An der Autobahnauffahrt standen früher viele Anhalter, die
mitgenommen werden wollten.
Magdeburg ist die Hauptstadt von Sachsen-Anhalt. (Eigenname)
Adv. Die Kandidatin erzielte anhaltend (dauerhaft, wiederholt) gute Ergebnisse.
Präfixe + halten
auf-
1. Ich will dich nicht aufhalten (bremsen, stoppen), aber sag mir doch bitte, ob du
morgen kommst.
2 Könnten Sie mir bitte die Tasche aufhalten, damit ich meine Sachen hineintun
kann?
3. Niemand weiß, wo sich die Terroristen gerade aufhalten. (sind, sich befinden)
4. Als höflicher Mensch hält man anderen die Tür auf.
S. der Aufenthalt: Nach einem kurzen Aufenthalt (Zwischenstopp, Rast) fuhren sie
weiter.
aus-
1. Diese Stimmung ist nicht zum Aushalten (zu ertragen)! Ständig Missmut und
Genörgel.
2. Statt zu arbeiten lässt sie sich von ihm aushalten. (materiell versorgen)
auseinander-
1. Man kann die Zwillinge nicht auseinanderhalten – so ähnlich sehen sie sich!
2. Das sind zwei ganz verschiedene Themen. Die muss man auseinanderhalten.
(trennen, nicht vermischen)
be-
1. In Fast-Food-Restaurants darf man das Geschirr behalten. (mitnehmen, nicht
zurückgeben)
2. Du hast Recht behalten! (Deine Prognose hat sich bewahrheitet, war richtig).
3. Ich kann die Vokabeln so schlecht behalten (merken)! (Am nächsten Tag habe
ich alles vergessen)! (nicht trennbar)
S. der Behälter: Was von der Party übrig blieb, habe ich in Behälter (teilweise
verschließbare Gefäße wie Schüsseln, Töpfe, Dosen, Eimer) getan und
mitgenommen.
bein-
Diese Süßigkeiten beinhalten (sprich: be-in-halten) (enthalten) viele künstliche
Aromastoffe.
S. Der Inhalt dieser Packung besteht zu 90 % aus Zucker.
bei- Diese Strategie sollten wir beibehalten. Mit ihr sind wir sehr erfolgreich.
dafür-
S. das Dafürhalten:
Nach meinem Dafürhalten (nach meiner Meinung, Ansicht) ist die Bewerberin
qualifiziert.
Präfixe + halten
dagegen-
(So etwas darf man sich doch nicht bieten lassen)! Da muss man unbedingt
dagegenhalten!
drüber - darüber Wir müssen etwas drüber halten, sonst wird es nass.
drunter – darunter Wenn du ein Sieb darunter hältst, geht nichts verloren.
durch-
Ich bin mir nicht sicher, ob er durchhält. (Die Anforderungen sind für ihn sehr hoch).
S. Das Durchhaltevermögen vieler junger Leute ist sehr gering.
ein-
Jeder ist aufgefordert, die Verkehrsregeln einzuhalten (zu beachten, respektieren).
(Andernfalls drohen Strafen).
S. der Einhalt: Aufdringlichen Menschen muss man Einhalt gebieten. (Grenzen
ziehen, fernhalten)
er-
1. Gegen Vorlage der Quittung erhalten (bekommen, kriegen) Sie Ihre Ware.
2. Wir müssen die Natur für unsere Nachkommen erhalten. (schützen, pflegen)
(nicht trennbar)
S. der Erhalt:
1. Nach dem Erhalt (Eintreffen, der Übergabe) des Briefes war sie überglücklich.
2. Wir sollten uns für den Erhalt (Verbleib, die dauerhafte Existenz) unserer Wälder
stark machen.
A. Dieses Produkt ist in allen Supermärkten erhältlich. (zu bekommen)
ent-
1. Wenn alle anderen Alkohol trinken, ist es schwer, sich zu enthalten. (nicht
teilnehmen, nicht mitmachen)
2. Eine Pizza enthält (hat) vor allem Kohlenhydrate und Fett.
3. Bei der Wahl habe ich mich enthalten (nicht mitgestimmt). (Ich fand beide
Bewerber gleich gut). (nicht trennbar)
S. die Enthaltung: Bei dieser Wahl gab es keine Enthaltung.
entgegen-
Ich verstehe deine Argumente, aber ich muss dir entgegenhalten, (erwidern) dass
du nicht an die Allgemeinheit denkst.
Präfixe + halten
fest-
1. In der Achterbahn musst du deine Tasche gut festhalten, sonst fällt sie hinaus.
2. Ich halte also fest (fasse zusammenfassen, bringe auf den Punkt, benenne als
Ergebnis): das Gremium konnte sich auf keine Lösung verständigen.
ge-
S. das Gehalt: Für diese interessante Tätigkeit bekomme ich ein gutes Gehalt.
(Lohn, Verdienst, Vergütung)
der Gehalt: Dieses Getränk hat einen Alkoholgehalt von 33 %.
A. Herr Schulz war sehr ungehalten (unbeherrscht, aufgebracht, wütend), als er die
Nachricht erfuhr.
haus-
Wir müssen mit unserem Geld haushalten (Das Geld einteilen, sparen). (Für
außergewöhnliche Ausgaben haben wir nichts übrig). (nicht trennbar)
S. der Haushalt: Die meisten Frauen fühlen sich für den Haushalt verantwortlich,
auch wenn sie berufstätig sind.
her-
Wir sollen für deine Unzufriedenheit herhalten (Stellvertreter sein). (Dabei bist du
mit dir selbst nicht im Reinen)!
heraus- - raus-
Sie wollte sich aus dem Konflikt ihrer Eltern heraushalten. (Doch nun steht sie
zwischen den Fronten).
hin-
1. Ich halte das Bild einmal hin, dann sehen wir, ob es an die Wand passt.
2. (Wir warten nun schon so lange). Wir lassen uns nicht mehr von euch hinhalten!
(vertrösten)
hinter-
S. der Hinterhalt:
Er lockte sie in einen Hinterhalt (Versteck, uneinsehbare Stelle) und misshandelte
sie.
A. (Sie gibt sich freundlich und zugewandt). Dabei ist sie hinterhältig und gemein.
Präfixe + halten
in-
S. 1. Der Inhalt der Packung wiegt 300 Gramm.
2. Viele lesen, verstehen aber den Inhalt nicht.
Die Schüler machen zu dem Text eine Inhaltsangabe.
A. Das Gedicht klingt zwar sehr schön, gibt aber inhaltlich nicht viel her.
inne- Nach Phasen harter Arbeit sollten wir innehalten und uns regenerieren.
mit- Er ist ein sehr guter Läufer. Nur wenige können mit ihm mithalten.
nach-
S. die Nachhaltigkeit: Immer mehr Unternehmen setzen auf Nachhaltigkeit. Sie
produzieren mit erneuerbaren Energien und ohne Schadstoffe.
A. Was wir heute tun, wird unsere Zukunft nachhaltig beeinflussen.
unter-
1. Mein Onkel unterhält (betreibt, leitet) mehrere Betriebe, die ihm hohe Gewinne
einbringen.
2. Man kann sich mit ihr sehr gut unterhalten (reden, plaudern, sprechen). (Sie ist
sehr offen und hat Humor).
3. Ständig möchte er unterhalten werden. (Ob durch Unternehmung, Medien oder
Wellness – allein kann er sich nicht beschäftigen). (nicht trennbar)
S. der Unterhalt: Er zahlt Unterhalt für sein Kind aus 1. Ehe. (Alimente)
die Unterhaltung:
1. Wir führten eine sehr angeregte Unterhaltung. (Gespräch)
2. Diese Zeitschrift dient der Unterhaltung (Zerstreuung, dem Vergnügen,
Zeitvertreib): viele Bilder, wenig Text.
A. Mein Vater ist sehr unterhaltsam: (Die Leute hören ihm gern zu).
ver-
Wie kann man sich nur so verhalten? (Das ist rücksichtslos und egoistisch)! (nicht
trennbar)
S. das Verhalten: Sie ist Ethnologin; sie studiert das Verhalten von Menschen und
Tieren.
das Verhältnis:
1. In welchem Verhältnis stehen 4 und 8 zueinander? (in Relation)
2. Sie hat ein Verhältnis (Affäre, Liaison) mit einem verheirateten Mann.
3 Er kommt aus ärmlichen Verhältnissen. (Herkunft, Familie, Umwelt)
4. Im Gegensatz zu den Nachkriegsjahrzehnten werden die Verhältnisse immer
schlechter. (Lebensbedingungen, Zustände)
Adv. Verglichen mit anderen Völkern, geht es uns verhältnismäßig gut.
Präfixe + halten
vor-
1. Die Kartoffeln werden nicht lange vorhalten (ausreichen). (In spätestens einer
Woche sind sie aufgebraucht).
2. Ich lasse mir doch von dir nicht vorhalten (vorwerfen, mich … beschuldigen),
egozentrisch zu sein!
S. die Vorhaltung: Er ist ihre Vorhaltungen leid. Immer hat sie etwas zu kritisieren.
der Vorhalt: Bei diesem Zeichen handelt es sich um einen musikalischen Vorhalt.
vorbe-
Ich möchte mir das Recht vorbehalten, kurzfristig aus dem Projekt aussteigen zu
können.
S. der Vorbehalt: Ihre Zusage ist noch unter Vorbehalt. (Einschränkung, Bedenken)
zu-
Bitte halte die Stalltür zu. (Ich bringe schnell ein Schloss).
S. der Zuhälter: Diese Prostituierte hat einen Zuhälter. (Der schickt sie auf den
Strich und kassiert das Geld).
zusammen-
In dieser Situation müssen wir alle zusammenhalten. (Einzeln können wir nichts
bewirken).
S. Der Zusammenhalt in der Bevölkerung schwindet, weil viele auf ihren Vorteil
erpicht sind.
zwischen-
S. Nach einem kurzen Zwischenhalt (Zwischenstopp) fährt der Zug weiter.
Präfixe + handeln
= wirtschaften
= tun
Handel
Handlung
ab-
Wir wollen folgende Punkte abhandeln (bearbeiten, durchgehen): Finanzen,
Planungen und Personalia.
S. die Abhandlung: Das Buch ist eine Abhandlung der beiden Weltkriege, verpackt
in eine Familiensaga.
Vorsicht: abhanden kommen – verlieren, verschwinden: Mir ist meine Geldbörse
abhanden gekommen.
aus-
Bitte handelt untereinander aus (erörtert, klärt, vereinbart), wer für welche Aufgabe
zuständig sein soll.
be-
1. Die Kranken werden sehr gut behandelt (geheilt, gepflegt, versorgt). (Bald sind
sie wieder gesund).
2. Ich wünsche mir, dass du mich freundlicher behandelst. (mit mir umgehst, dich
verhältst)
S. 1. Die Behandlung des Patienten war sehr schwierig. (Er hatte gleich mehrere
Grunderkrankungen).
2. Durch deine grobe Behandlung (Art, mit etwas umzugehen) hat der Tisch Kratzer
bekommen!
A. Dr. Meier ist sein behandelnder Arzt.
ein-
Er hat sich jede Menge Ärger eingehandelt, indem er den Posten an sich gerissen
hat.
mit-
Auf der Auktion haben viele Leute mitgehandelt, als es um ein berühmtes Gemälde
ging.
Präfixe + handeln
unter-
S. Bevor die Kontrahenten sich einigten, hatten ihre Unterhändler harte Arbeit
geleistet.
ver-
1. Die genauen Konditionen müssen wir noch verhandeln. (vereinbaren, treffen,
ausdiskutieren)
2. Ob er schuldig ist oder nicht, wird vor Gericht verhandelt.
S. Die Verhandlung zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern wurde heute
fortgesetzt.
A. Die Summe der Ratenzahlung ist verhandelbar.
zwischen-
S. der Zwischenhandel: Das meiste Geld wird im Zwischenhandel erwirtschaftet.
(Groß- und Einzelhandel als Bindeglied zwischen Produzent und Käufer)
Präfixe + hängen
ab-
1. (Die Bilder gefallen mir nicht mehr). Ich werde sie abhängen und gegen neue
ersetzen.
2. Den Jugendlichen gefällt es, am Wochenende einfach nur abzuhängen. (zu
chillen, entspannen, faulenzen)
3. Es hängt von jedem einzelnen ab (liegt an ihm), ob er sich engagiert oder nur
redet.
S. der Abhang: Die Skifahrer sausen den Abhang hinunter.
die Abhängigkeit: Wer früh mit dem Rauchen beginnt, entwickelt schnell eine
Abhängigkeit.
A. Sie hat das Heroin probiert und wurde sofort abhängig.
Nach ihrer bestandenen Prüfung fühlten sie sich frei und unabhängig.
Adv. Unabhängig von seinen Eltern begann er sich für Politik zu interessieren.
an-
1. Wir möchten dir nichts anhängen (dich nicht verdächtigen, beschuldigen), aber
wir wundern uns, dass du zu dem Vorfall schweigst.
2. (Der Christbaum ist wunderschön)! Darf ich auch etwas anhängen?
S. der Anhang: 1. Im Anhang (beiliegend) des Briefes finden Sie die Kopien meiner
Zeugnisse.
2. Er besuchte uns mitsamt seinem Anhang. (Familienangehörige)
das Anhängsel:
1. Er betrachtete seine Frau stets als hübsches Anhängsel. Ihre
Persönlichkeit nahm er nicht war.
2. Wenn sie mir etwas zurückgab, dann immer mit einem kleinen Anhängsel, einer
Süßigkeit oder einem kleinen Geschenk.
A. Der Junge ist sehr anhänglich (treu, lieb, zärtlich) und genießt jede Zuwendung
Er befindet sich in einem anhängigen Verfahren. (wird gerichtlich belangt)
auf-
1. Dieses Plakat gefällt mir. Ich werde es in meinem Zimmer aufhängen.
2. Er ist so verzweifelt, dass er daran denkt sich aufzuhängen. (Suizid am Strick)
S. der Aufhänger: Dieser Titel dient als Aufhänger (Schlagzeile einer Zeitung) der
heutigen Ausgabe.
Präfixe + hängen
aus- Sie hängten Zettel aus, um eine Wohnung zu finden. (an öffentlichen Plätzen
anbringen)
S. der Aushang: Ich las ihren Aushang und melde mich nun bei Ihnen. (Inserat,
Werbung, Angebot)
Für viele Unternehmen ist die Webseite das Aushängeschild. (Werbung,
Visitenkarte)
be-
Wir behängen unseren Christbaum mit Kugeln, Sternen und Süßigkeiten.
S. Sie nutzt ihren Teppich als Wandbehang über dem Bett. (nicht trennbar)
daneben
(Wir haben zwar schon viele Bilder). Aber deines können wir noch daneben hängen.
(getrennt)
davor
Jeder kann in unseren Keller gelangen. Wir sollten ein Schloss davor hängen.
(getrennt)
dran-
Du solltest alles dranhängen (investieren, einsetzen, forcieren), diese Ausbildung
machen zu dürfen.
durch-
1. Die Zimmerdecke hängt ziemlich durch. (Wahrscheinlich wird sie bald
einstürzen).
2. Es ist keine Wunder, dass sie durchhängt. (Sie hat viel Negatives erlebt).
S. der Durchhänger: Am Wochenende hatte ich einen Durchhänger. (eine
depressive Verstimmung, Mutlosigkeit) (Ich sah alles nur grau und schwarz).
ein-
Zum Beenden des Gesprächs in einer Telefonzelle musste man den Hörer
einhängen.
er-
Aus Angst vor Rache haben sich viele Deutsche nach Ende des Krieges erhängt.
(aufgehängt, stranguliert) (nicht trennbar)
Präfixe + hängen
hin-
Ich habe die Fotos hingehängt (an einer Wand befestigt), damit jeder sie sieht.
hinein-
Er hat sich sehr hineingehängt (angestrengt, bemüht), um die Prüfung zu schaffen.
nach-
Die Ereignisse des letzten Jahres hängen ihr noch sehr nach. (beschäftigen,
verfolgen, begleiten sie)
um-
Ich werde mir den Mantel nur umhängen. (Angezogen ist er mir zu warm).
S. der Umhang: Der Ritter trug einen goldbestickten Umhang. (Cape, Stola)
ver- 1.
Wir verhängen (verdecken, kaschieren) die Fenster, damit man das Licht von
draußen nicht sieht.
2. Der Richter verhängte eine Geldstrafe. (verfügte, ordnete an) (nicht trennbar)
S. Seine Gutgläubigkeit wurde ihm zum Verhängnis. (folgenschwerer Fehler,
Unglück)
A. Das Tal ist vom Nebel verhangen.
vor-
S. Ich habe ein Vorhängeschloss für unseren Keller gekauft, damit nichts daraus
gestohlen werden kann.
der Vorhang: Ohne Rollläden oder Vorhänge an den Fenstern kann jeder in die
Häuser blicken.
zu-
Die Wand mit Postern zugehängt.( Man sieht kaum noch die Tapete).
zusammen-
1. So eng wie die beiden zusammenhängen (eng befreundet sind), kann keiner
mehr dazustoßen.
2. Wie die einzelnen Funktionen zusammenhängen (sich gegenseitig bedingen), ist
den wenigsten bekannt.
S. der Zusammenhang: Zwischen den beiden Fällen gibt es einen Zusammenhang.
(Verbindung, Korrelation)
A. Vor lauter Angst konnte er keinen zusammenhängenden Satz herausbringen.
Sie äußerte nur unzusammenhängende Worte.
Die Ereignisse schienen zunächst zusammenhanglos zu sein.
Präfixe + heben
ab-
1. Das Flugzeug hob ab (löste sich vom Boden, stieg in die Luft auf) und
verschwand kurz darauf in den Wolken
2. Seit er den Doktortitel hat, ist er ein wenig abgehoben. (Mit Nicht-Akademikern
verkehrt er nicht mehr).
3. Ich muss erst Geld von meinem Konto abheben. (von einer Bank bzw. einem
Bankautomaten Geld entnehmen)
A. Der Titel des Buches klingt zwar etwas abgehoben (hochgestochen, kompliziert),
doch sein Inhalt ist höchst interessant.
an-
1. Wenn du den Tisch etwas anhebst (hochnimmst), kann ich den Teppich
darunterschieben.
2. Die Gebühren für das Studium wurden deutlich angehoben (erhöht, gesteigert).
(Viele können es sich nun nicht mehr leisten).
3. Mich stört es, wenn die Leute immer gleich zum Jammern anheben (beginnen,
anstimmen), wenn es mal schwierig wird.
S. Die Anhebung der Steuersätze trifft viele Arbeitnehmer hart.
der Anhieb: Ute und ich verstanden uns auf Anhieb. (sofort, ohne Verzögerung)
auf-
1. Würdest du mir bitte den Brief aufheben (vom Boden hochnehmen)? (Ich kann
mich gerade nicht bücken).
2. Sie hebt alles auf (bewahrt auf, sammelt, hortet), was über ihren Sohn
geschrieben steht.
3. Die Ausgangssperre wurde aufgehoben (beendet, abgebrochen), nachdem die
Lage wieder sicher war.
S. das Aufheben: Ohne großes Aufheben (Gerede, Wichtigtun, Gewese) davon zu
machen, nahmen sie eine Familie bei sich auf.
aus-
Wir müssen eine Grube ausheben, die unserem toten Hund als Grab dienen soll.
be-
Der Schaden lässt sich wieder beheben (reparieren, korrigieren, wieder
instandsetzen).(Dafür muss das Auto aber in die Werkstatt). (nicht trennbar)
S. Die Behebung des Problems liegt in seiner Bewusstmachung.
Präfixe + heben
er-
1. Der Berg … erhebt sich über der Landschaft (… überragt die L., … ist höher als
die L.)
2. Mitte des vorigen Jahrhunderts begannen sich die Farbigen Amerikas zu erheben
(zu protestieren, sich zu wehren) und gleiche Rechte einzufordern. (nicht trennbar)
S. 1. Die Erhebung (Studie, Umfrage, Untersuchung) der Meinungsforscher brachte
Erstaunliches zutage.
2. In dieser Gegend gibt es nur wenige Erhebungen (Hügel und Berge).
A. Er ist / in erheblichem (bedenklichem)Maß / (sehr, stark) gefährdet.
Der Anteil der Frauen an der Geschichtsschreibung ist unerheblich. (bedeutungslos,
gering, nicht relevant)
ent-
Der Bundespräsident enthob den Minister seiner Funktion (setzte ihn außer Kraft).
(nicht trennbar)
hervor-
Ganz besonders möchte ich hervorheben (betonen, würdigen), wie selbstlos sich
der Verstorbene für seine Familie und seine Mitmenschen eingesetzt hat.
über-
Er hat sich mit dieser Investition überhoben und dabei viel Geld verloren.
A. Wirke ich nicht überheblich, wenn ich mich zu meiner vollen Größe aufrichte?
unter-
Wenn alle Zutaten zu einem Teig verrührt sind, sollten Sie die Rosinen vorsichtig
unterheben.
ver-
Er hat sich an dem schweren Schrank verhoben. (Nun tut ihm der Rücken weh).
Präfixe + holen
ab-
1. Könntest du mich bitte mit dem Auto abholen (in Empfang nehmen)? (Ich habe
schweres Gepäck).
2. Die Schule versucht jeden dort abzuholen, wo er steht.
auf-
Peter muss den Vorsprung der anderen aufholen, wenn er in der Mannschaft
bleiben will. (Er muss sich anstrengen, um den Anschluss zu finden)
aus-
1. Beim Tennis muss man mit dem Arm weit ausholen, um den Ball zu treffen.
2. Um dir den Sachverhalt besser zu erklären, muss ich etwas ausholen. (länger
und genauer erklären, notwendige Informationen hinzuziehen)
daher
Du kannst doch nicht irgendwelche Argumente daher holen und annehmen, dass
sie uns überzeugen! (getrennt)
A. Ich finde seine Thesen ziemlich daher geholt. (Sie entbehren jeglicher
Grundlage).
ein-
1. Nach der dritten Runde hatte Sebastian Vettel seinen Gegner eingeholt und blieb
fortan an der Spitze.
2. Die Stasi hatte Informationen über ihn eingeholt (gewonnen, bezogen), die darauf
hindeuteten, dass er Kontakte mit dem Westen pflegte.
3. Geh bitte noch mal einholen (norddeutsch: einkaufen)! (Ich brauche Kartoffeln).
er-
Nach seiner Krankheit muss er sich dringend erholen. (regenerieren, zu Kräften
kommen) (nicht trennbar)
S. die Erholung: Du brauchst Erholung. Nimm dir eine Woche frei.
A. Ein Wellness-Wochenende ist für viele sehr erholsam.
fort-
Im Morgengrauen standen sie an der Tür und haben ihn fortgeholt (mitgenommen,
verschleppt). (Wohin, wissen wir nicht).
her-
Du hast ihn weggeschickt, und nun willst du ihn wieder herholen?
Präfixe + holen
heraus- - raus-
Die Schüler sollten ihre Bücher herausholen. (aus den Ranzen bzw. Taschen
nehmen)
herein- - rein-
(Es fängt an zu regnen). Wir müssen die Kinder von draußen hereinholen.
herunter- - runter-
1. Hol mir doch bitte die Koffer vom Dachboden herunter. (Wir brauchen sie für die
Reise).
2. Mit Hilfe von Pornoheften holen sich viele Männer einen herunter. (ugs. sie
masturbieren)
hervor-
Es ist immer schön, wenn wir bei unseren Treffen alte Erinnerungen hervorholen
und über vergangene Zeiten reden.
nach-
1. Was du in den letzten Tagen versäumt hast, musst du nun nachholen.
(nacharbeiten)
2. Wir können dich am Wochenende nachholen (nachträglich holen), dann kannst
du auch bei uns im Gebirge sein!
über-
1. Wenn ein Wagen sehr langsam fährt, wird er von schnelleren überholt.
2. Das Instrument muss von Grund auf überholt (repariert, erneuert werden). (Ein
paar Teile auszutauschen führt zu nichts).
3. Martin hat alle seine Mitschüler überholt, seitdem er 4 Wochen in England war.
(Er war besser in Englisch). (nicht trennbar)
weg-
1. Bei dieser Kälte holst du dir schnell etwas weg. (ugs. sich anstecken, infizieren)
2. Der Oppositionelle rief zum Widerstand auf, wurde aber ganz schnell weggeholt.
(inhaftiert, aus dem Verkehr gezogen).
Präfixe + holen
wieder-
1. So ein schönes Ereignis lässt sich nicht wiederholen. (ein zweites oder
häufigeres Mal geschehen) (nicht trennbar)
2. (Mein Ball ist in Nachbars Garten geflogen). Würdest du ihn mir bitte
wiederholen? (zurückbringen) (trennbar)
S. die Wiederholung: Dieser Film ist eine Wiederholung. Er wurde bereits im
Februar gesendet.
Sie ist eine Wiederholungstäterin: Immer wieder muss sie etwas stehlen.
Adv. Ich habe ihn wiederholt ermahnt, doch er kann nicht von seinem
Computerspiel lassen.
zurück-
Ich habe meiner Nachbarin die Bohrmaschine geliehen. Nun muss ich sie mir
zurückholen.
zusammen-
Wir sollten alle unsere Freunde zusammenholen und uns mit ihnen beraten.
Präfixe + hören
ab-
1. Zu DDR-Zeiten wurden viele Menschen von der Stasi abgehört (belauscht). (In
ihren Wohnungen und Telefonen waren Wanzen versteckt, von denen sie nichts
wussten).
2. Der Arzt wird deinen Brustkorb abhören (mit dem Stethoskop untersuchen) um
festzustellen, ob deine Lunge in Ordnung ist.
an-
1. Ich werde mir die CD anhören, wenn ich zu Hause bin.
2. Bevor es zum Prozess kommt, werden die beiden Parteien angehört. (Vielleicht
können sie sich doch noch einigen).
S. Die Anhörung der Kontrahenten führte zu einem Kompromiss.
ange-
Mein Freund gehört einer Glaubensgemeinschaft an. (Teil einer Gruppe sein, sich
zu einer Gemeinschaft bekennen)
S. der/die Angehörige: Als der Tod nahte, versammelten sich seine Angehörigen
(Familie, Freunde) um sein Sterbebett.
auf- Hör auf mit dem Quatsch! (beende, stoppe den Quatsch)
aus-
Ich habe das Gefühl, er will mich aushören (ausfragen, seine Neugier befriedigen)
um zu erfahren, was ich über seinen neuen Nachbarn weiß.
dazu-
Um zu einer Gruppe dazuzugehören, muss man ihre Auffassung teilen. (Mitglied
sein, aufgenommen werden)
S. Die Zugehörigkeit zu Familie, Arbeitsgemeinschaft oder Freundeskreis ist für
jeden Menschen bedeutsam.
A. Ich verbrachte viel Zeit mit ihnen, doch zugehörig fühlte ich mich nicht.
ein-
In diese Art Musik muss ich mich erst einhören. (Zunächst ist sie mir noch fremd).
Präfixe + hören
er-
1. Herr, erhöre uns! (willige ein, gebe nach)
2. Nachdem er wiederholt um ihre Hand angehalten hatte, erhörte sie ihn und
willigte ein. (nicht trennbar)
A. Alle fanden sein Verhalten unerhört (unpassend, frech, ungehobelt), doch sie
hielt ihn für ehrlich und authentisch.
ge-
1. Diese Jacke gehört mir. (Ich besitze sie). (Es ist meine Jacke)!
2. Es gehört sich nicht, dass man andere um Geschenke bittet. (es ziemt sich nicht,
es ist nicht angemessen bzw. nicht höflich) (nicht trennbar)
S. der Gehorsam: Unser Vater erwartete absoluten Gehorsam von uns. (von:
gehorchen – Befehlen, Folge leisten, „spuren“; ebenso
A: gehorsam bzw. ungehorsam)
A. Dafür hätte er früher eine gehörige (ordentliche, angemessene) Tracht Prügel
bekommen!
heraus- - raus-
Wie ich aus Ihren Schilderungen heraushöre (entnehme, herausfilter), befinden Sie
sich in einer sehr kritischen Situation
hin-
(Er spricht so undeutlich). Man muss sehr genau hinhören, um ihn zu verstehen.
hinein-
Zuerst hatte ich Schwierigkeiten, aber mit der Zeit habe ich mich in die Sprache
hineingehört.
mit-
Vorsicht, es könnte jemand mithören, wenn wir telefonieren! (Viele werden
belauscht).
über-
1. Oft überhört er wichtige Aussagen und fragt dann noch mal nach. (hört er nicht,
nimmt er … nicht wahr , bekommt er … nicht mit )
2. Am besten, du überhörst seine zynischen Bemerkungen und lässt dir nicht die
Laune verderben. (weghören, bewusst vergessen, etw. keine Bedeutung
zumessen) (nicht trennbar)
um-
Wir werden uns mal umhören; vielleicht weiß jemand etwas von einer freien
Wohnung.
Präfixe + hören
ver-
1. Offenbar habe ich mich verhört (etw. missverstanden, falsch gehört): Ich habe
nämlich etwas anderes verstanden.
2. Die Angeklagte sollte verhört werden, verweigerte jedoch die Aussage. (nicht
trennbar)
S. das Verhör: In stundenlangen Verhören wurden Unschuldige gezwungen, gegen
ihre Freunde auszusagen. (Befragung von Staats wegen)
zu-
Im Unterricht ist es wichtig, dass alle Schüler dem Lehrer zuhören. Das bedeutet:
still und aufmerksam sein.
S. der/die ZuhörerIn: Die Radiosendung hat viele Zuhörer.
Präfixe + kaufen
ab-
1. Für 1.000 Euro kaufe ich dir dein Auto ab.
2. Das kaufe ich dir nicht ab, dass du nicht auf deinen Vorteil bedacht bist! (ugs. das
glaube ich nicht)
an-
Wir kaufen Ihre Wertsachen an und geben Ihnen dafür Bargeld.
S. der Ankauf: In vielen Leihhäusern wird mit „An- und Verkauf“ geworben.
auf-
Die Spekulanten haben sämtliche Grundstücke aufgekauft und errichten darauf
einen Freizeitpark.
aus-
S. Das Geschäft macht einen Ausverkauf wegen baldiger Renovierung.
A. Dieses Produkt ist leider ausverkauft. Wir müssen es erst wieder bestellen.
ein-
Fast jeden Tag geht sie einkaufen, um immer etwas Frisches zu kochen. (in einem
Geschäft oder auf dem Markt Waren erstehen)
S. der Einkauf: Ihre Einkäufe transportiert sie mit einem kleinen Wagen.
er-
Viele Erfolge sind erkauft, indem die Verantwortlichen bestochen wurden. (nicht
trennbar)
ver-
Auf dem Land werden viele Häuser verkauft, denn die jungen Leute leben lieber in
der Stadt. (nicht trennbar)
S. der Verkauf: Das Haus samt Grundstück steht zum Verkauf.
Verkäuferinnen helfen und beraten.
zusammen-
Ihre Bildersammlung hat sie in aller Welt zusammengekauft. Nun ist ist sie ein
Vermögen wert.
Präfixe + kehren
ab-
Sie hat sich von ihm abgekehrt (abgewendet, sich distanziert). (Er bemerke es nicht
einmal).
S. die Abkehr: Seit ihrer Abkehr von den Drogen ist sie ein neuer Mensch.
aus-
Ich muss den Stall noch auskehren (fegen). (Es liegt noch sehr viel Heu herum).
be-
Der Pfarrer versuchte, den Mann zum Glauben zu bekehren (zu überzeugen), und
schickte ihn zum Gottesdienst (nicht trennbar)
ein-
Wollen wir, wenn wir auf dem Berg sind, nicht in dem schönen Gasthaus
einkehren? (essen und trinken, gemütlich zusammensitzen)
S. die Einkehr: Die Almhütte lädt zur Einkehr ein.
hervor-
Du solltest deine Vorzüge hervorkehren (zeigen, zur Schau stellen), statt sie zu
verstecken.
um-
Ein Gewitter zieht auf. Wir sollten besser umkehren!
S. die Umkehr: Er vollzog eine Umkehr um 180°. Niemand hätte dies für möglich
gehalten.
A. Mein Entschluss ist unumkehrbar! Ich bleibe dabei!
ver-
Wir verkehren selbstverständlich auch mit Ausländern. (nicht trennbar)
S. der Verkehr: 1. Auf den Autobahnen herrscht dichter Verkehr, der hier und da zu
Staus führt.
2. Sie hatte ungeschützten Verkehr (Geschlechtsverkehr) und leidet seitdem an
einer Geschlechtskrankheit.
3. In unserer Bank ist reger Publikumsverkehr, ein ständiges Kommen und Gehen.
4. Nur, wer die Verkehrsregeln beherrscht, erhält den Führerschein.
A. Wie du es machst, ist es völlig verkehrt (falsch)! Hat dir denn niemand gezeigt,
wie es geht?
Präfixe + kehren
vor-
S. Wenn wir demnächst in den Urlaub fahren, müssen wir zuvor einige
Vorkehrungen treffen: den Nachbarn Bescheid sagen, die Zeitung abbestellen und
eine Reiseversicherung abschließen.
wieder-
Nächstes Jahr, wenn der Frühling wiederkehrt, werde ich mit der Schule fertig sein!
S. die Wiederkehr: Seit ihrer Wiederkehr aus Amerika ist unsere Tochter sehr
verändert.
A. Sie leiden unter wiederkehrenden Depressionen.
Präfixe + kennen
Kenner
ab-
Wegen seines Dopings wurden ihm alle seine Titel aberkannt. (weggenommen, er
wurde disqualifiziert,)
S. Die Aberkennung seiner Erfolge diente der Abschreckung möglicher Nachahmer.
aner-
1. Die Ausbildung in seinem Heimatland wird in Deutschland nicht anerkannt.
(akzeptiert, gewürdigt
) 2. Die neuen Bürger erkennen unsere Gesetze an.
S. die Anerkennung: Als Zeichen der Anerkennung erhielt sie die Goldene Palme.
A. Unsere Stadt ist ein staatlich anerkannter Luftkurort.
aus- Wo ich lebe, kenne ich mich gut aus. (Jedem Besucher zeige ich die Stadt).
be-
Ich muss bekennen (gestehen, zugeben), dass ich kein Bier trinke. (nicht trennbar)
S. das Bekenntnis: Sein Bekenntnis zum Klimaschutz hindert ihn daran,
Atomkraftwerke gut zu heißen.
Ein wichtiger Teil des Gottesdienstes ist das gemeinsame Glaubensbekenntnis.
Der/die Bekannte: Er hat eine neue Bekannte, mit der er sich jetzt manchmal trifft.
(unverbindlicher als: Freundin)
die Bekanntschaft: Ich freue mich sehr, Ihre Bekanntschaft zu machen!
Ihr Buch hat einen hohen Bekanntheitsgrad!
A. Ich bin ein bekennender Gegner jeder Form von Dogmatik.
Mir ist bekann (ich weiß, habe gehört), dass Sie sich für neue Literatur
interessieren. (Welche Schriftsteller bevorzugen Sie denn)?
er-
Ich habe erkannt (eingesehen, bin zu einem Schluss kommen), dass mir das
Studium nicht liegt.
S. die Erkenntnis: Wichtig ist nicht, was einem im Einzelnen geschieht, sondern
welche Erkenntnisse man daraus zieht.
ver-
Du sollst nicht verkennen (falsch einschätzen, vergessen, übersehen), dass du ihr
viel verdankst! (nicht trennbar)
Präfixe + kennen
vor-
S. die Vorkenntnis: Ohne Vorkenntnisse zu besitzen, kam sie schnell mit den
Menschen in Kontakt und lernte ihre Sprache.
Präfixe + klären
ab-
1. Bevor wir begonnen haben, klärten wir ab (einigten, besprachen wir uns,
vereinbaren wir), wer für welche Aufgabe zuständig ist.
2. Mein Arzt wird abklären (entscheiden, begutachten), ob ich noch weiter
krankgeschrieben werde.
S. die Abklärung: Ohne eine Abklärung der verschiedenen Interessen kann es keine
Einigung geben.
A. Der Mann wirkt sehr abgeklärt (emotionslos, kühl, sachlich), als könne ihn nichts
erschüttern.
auf-
1. Könntest du mich bitte einmal aufklären (informieren, in Kenntnis setzen), worum
es hier geht?
2. Wir wurden von niemandem sexuell aufgeklärt (haben keine Kenntnisse über
körperliche und zwischenmenschliche Prozesse vermittelt bekommen), sondern
hörten dies und jenes auf der Straße.
3. Der Fall wurde niemals aufgeklärt (gelöst, klargestellt). (Bis heute weiß niemand,
wer die Dame ermordete).
Aber: aufklaren: Nach dem Gewitter klarte der Himmel auf. (Wolken verziehen sich, so
dass der Himmel zu sehen ist)
er-
(Ich verstehe das nicht). Erkläre es mir! (Mache es verständlich, beschreibe,
erläutere, begründe es mir). (nicht trennbar)
S. die Erklärung: Für Dein Verhalten bist du mir noch eine Erklärung schuldig.
Jedes Jahr sitze ich über meiner Steuererklärung und habe das Gefühl, alles falsch
zu machen.
ver-
In seiner Erinnerung verklärt (beschönigt, idealisiert) er seine Jugend (und klammert
Negatives aus). (Alles war angeblich schön und harmonisch). (nicht trennbar)
S. Die Verklärung des Führers machte die Menschen blind für seine grausamen
Pläne.
A. Nach ihrer Begegnung mit dem Künstler schien sie ganz verklärt.
Präfixe + kleiden
an-
Meine Frau ist noch nicht fertig). Sie kleidet sich noch an. (formell: sich anziehen)
S. die Ankleide: Statt Kleiderschränken nutzen wir eine Ankleide neben dem
Schlafzimmer. (Raum zum Umziehen, in dem sich sämtliche Kleidungsstücke und
Schuhe befinden)
aus-
1. Mein Kostüm ist so kompliziert, dass ich mich ohne Hilfe nicht auskleiden kann.
(alt: ausziehen, die Kleider ablegen)
2. Die Schmuckschatulle ist mit feinem Samt ausgekleidet. (versehen, bezogen)
be-
1. Herr Weiß bekleidet ein Amt. (Hat ein Amt inne, hat eine Funktion). (Er ist der
Vorsitzende unseres Fußballvereins).
2. Naturvölker bekleiden sich nur spärlich. (Mehr als die Genitalien werden selten
verdeckt). (nicht trennbar)
S. die Bekleidung: Dies ist ein Fachgeschäft für Herrenoberbekleidung. (Vom
Freizeithemd bis zum festlichen Smoking finden Sie dort alles).
ein-
Als sie die Stelle einer Sekretärin antrat, musste sie sich erst einmal neu einkleiden.
(Schließlich sollte sie nun immer schick und elegant sein).
ent-
Das Liebespaar war schon halb entkleidet (vornehm für: ausgezogen), als jemand
an die Tür klopfte. (nicht trennbar)
um-
Bevor die Handwerker mit ihrer Arbeit beginnen, kleiden sie sich um. (Sie ziehen
sich robuste Jacken und Hosen an, die ruhig schmutzig werden dürfen).
S. die Umkleide: Statt eines großen Umkleideraums bevorzuge ich eine Kabine für
mich allein.
Präfixe + kleiden
ver-
1. Im Karneval verkleiden (kostümieren) sich die Kinder als Cowboys, Piraten und
Prinzessinnen. (nicht trennbar)
2. Die Wände unseres Kellers wurden mit Holz verkleidet, so dass wir ihn als
Partyraum nutzen können.
S. die Verkleidung:
1. Eine Verkleidung (Kostüm, Garderobe) hilft dem Schauspieler, seine Rolle besser
auszufüllen.
2. Durch die Verkleidung des Innenraums mit Stoff und Styropor wirkt der
Lieferwagen einladend.
A. Jedes Jahr laufen Tausende verkleideter Menschen durch Köln, Mainz und
Düsseldorf.
Präfixe + kommen
ab-
Wenn wir vom Weg abkommen (abdriften), finden wir uns nicht mehr zurecht.
S. das Abkommen: Die Staatschefs besiegelten ein Abkommen zur Reduzierung
der Treibhausgase.
A. Ich bin gerade nicht abkömmlich (frei, ersetzbar). (Könntest du für mich
losgehen)?
abhanden-
Pass auf, dass dir deine Sachen nicht abhandenkommen(verlorengehen, gestohlen
werden)! (Es gibt viele Diebe auf Bahnhöfen).
an-
Wir werden morgen um 17.30 Uhr am Bahnhof ankommen. (eintreffen)
S. der Ankömmling (nur männlich!): Die Ankömmlinge wurden von den Gastgebern
herzlich begrüßt.
die Ankunft: Die Ankunft des Zuges verzögert sich um mehr als 20 Minuten.
auf-
1. Ich sehe ein Gewitter aufkommen (aufziehen, herankommen). (Wir sollten schnell
nach Hause gehen).
2. Jedes Jahr kommen neue Trends auf, die die Zeitschriften schnell verbreiten.
S. Das Aufkommen immer neuer Moden hält die Wirtschaft in Gang.
aus-
1. Ihr werdet mit eurem Geld nicht auskommen, wenn ihr euch jeden Tag
Süßigkeiten kauft. (Ihr werdet das Geld nicht bis zum Ende einer Frist einteilen)
2. Mir ist der Hund ausgekommen und weggerannt.
S. das Auskommen: Der Job garantiert ihm ein Auskommen, wenn auch
bescheiden. (Er hat genügend Geld zum Leben)
A. Uns gelingt es noch, auskömmlich (ausreichend) zu wirtschaften.
be-
Zu Weihnachten bekomme (erhalte, kriege) ich viele Geschenke. (nicht trennbar)
A. Dieser Wein ist sehr bekömmlich. (Ich kenne niemand, der davon
Kopfschmerzen hatte).
Präfixe + kommen
bei-
Ihm gelingt es nicht, seiner Spielsucht beizukommen (damit vernünftig umzugehen,
einer Sache Herr werden). (Er wird wohl eine Therapie machen müssen).
daher-
Wie unsere Freunde immer daherkommen (erscheinen, sich präsentieren)! (In
Alltagskleidung und völlig unkonventionell).
davon-
(Viele hat die Finanzkrise hart getroffen). Alle anderen sind mit einer Warnung
davongekommen.
dazwischen-
Wenn nichts dazwischenkommt, sind wir heute Abend bei euch.
drauf - darauf
Ich bin nicht gleich darauf gekommen, aber dann habe ich die Ursache gefunden.
(Ich habe es nicht gleich entdeckt, geklärt) (getrennt)
durch-
1. Die syrischen Flüchtlinge hoffen, nach Europa durchzukommen. (Viele
Hindernisse stehen ihnen dabei im Weg).
2. Der Patient ist sehr krank, aber er wird durchkommen. (überleben)
ein-
S. das Einkommen: Sie verfügen über ein monatliches Einkommen von 4.000 Euro.
(Lohn oder Gehalt)
ent-
Mehrere Häftlinge sind entkommen (geflohen, geflüchtet, ausgerissen), indem sie
über den Zaun geklettert sind. (nicht trennbar)
entgegen-
Ich würde Ihnen gern entgegenkommen (helfen, die Situation erleichtern), aber mir
sind die Hände gebunden.
S. das Entgegenkommen: Sie hoffte auf sein Entgegenkommen (eine
Erleichterung), doch er verlangt die volle Summe.
fort- Wenn wir nur wüssten, wie wir von hier fortkommen! (fliehen, weggehen)
Präfixe + kommen
her-
Dort, wo wir herkommen, gibt es weder Strom noch Gas.
S. die Herkunft: Über ihre Herkunft wollte sie nicht sprechen.
heran- - ran- Als sie näher herankamen, sahen sie, dass sie sich getäuscht hatten.
heraus- - raus-
herein- - rein-
Wollen Sie nicht hereinkommen? (Sie brauchen doch nicht so lang an der Tür zu
stehen)!
herüber- - rüber-
Die netten Leute werden zu uns herüberkommen und den Abend mit uns
verbringen.
herum- - rum-
1. Sie ist in ihrem Leben viel herumgekommen. (Sie hat viel gesehen).
2. Wenn ich ihr helfe, sollte dabei etwas herumkommen (ugs. herausspringen, ich
sollte entlohnt werden). (Ganz umsonst möchte ich nicht für sie arbeiten).
herunter- - runter-
A. Das Haus wirkte heruntergekommen.(Es war seit langem nicht bewohnt).
hervor-
Sie trauten sich nicht, aus ihrem Versteck hervorzukommen.
(Zu groß war die Angst vor der Gestapo).
Präfixe + kommen
hin-
1. Wie sollen wir denn dort hinkommen, wenn kein Zug fährt?
2. Wo kommt das hin? (Wo soll ich das abstellen)?
3. Das könnte hinkommen (passen, stimmen, gelingen). (Die Menge könnte
ausreichen).
4. Wenn ich es mir recht überlege, kommt das hin (es stimmt überein).
hinauf- - nauf-
hinaus- - naus-
hindurch-
hinein- - nein-
hinfort- - fort-
hinterher-
hinüber- - nüber-
hinunter- - nunter- Richtungen
hinweg-
Die Sache ist schlimm für ihn, aber er wird schon darüber hinwegkommen. (Er wird
es hinter sich lassen, verarbeiten, vergessen).
los-
1. Es dauert immer ewig, bis wir loskommen (starten, aufbrechen). (Stets gibt es
Verzögerungen)
2. Sie hat schon einen Entzug gemacht, doch sie kommt von den Drogen nicht los.
(Abhängigkeit beenden, frei bzw. clean werden)
mit- Ich überlege noch, ob ich mitkomme. (Eigentlich habe ich dafür keine Zeit).
mitbe-
Sie hat etwas mitbekommen(erfahren, entdeckt, Verdacht geschöpft)!
(Nun weiß sie von unserem Plan)!
nach-
Du kannst ja noch nachkommen! (Es wird bestimmt länger dauern).
S. die Nachkommen (immer im Plural!): (Die Queen hat viele Nachkommen,
inzwischen sogar Urenkel).
nahe- Sie sind sich nahegekommen und haben sich ineinander verliebt.
Präfixe + kommen
nieder-
Meine Frau wird sehr bald niederkommen (gebären, entbinden), und wir haben
noch kein Bettchen für das Kind.
S.die Niederkunft: Ihre Niederkunft sollte erst in 3 Wochen sein, aber nun gebar sie
das Baby schon heute. (Geburt)
über-
A. Viele Konventionen sind überkommen (veraltet, überholt). (Heute benimmt man
sich freier).
überein-
Wir haben verschiedene Ansichten, doch in den Grundhaltungen kommen wir
überein. (sich einig werden oder sein, gleicher Meinung sein)
unter-
Wir wissen noch nicht, bei wem wir unterkommen (bleiben, wohnen, verweilen)
werden. (Aber wir haben viele Freunde).
S. die Unterkunft: Sie haben schon eine passende Unterkunft gebucht: eine
günstige Ferienwohnung.
ver-
Ohne Arbeit, ohne Geld drohen viele Menschen zu verkommen. (degenerieren,
eingehen, verkümmern)
A. Diese Person ist verkommen: Sie stiehlt und betrügt und schreckt vor keiner
Untat zurück.
Er hat einen verkommenen Charakter.
vervollkommnen
Kleine Lichtflecken vervollkommnen (perfektionieren, krönen) die realistische
Wirkung dieses Porträts.
voll-
S. Dieses Kunstwerk grenzt an Vollkommenheit. (Perfektion)
A. Niemand ist vollkommen. (perfekt, fehlerfrei)
Adv. Sie ist vollkommen (völlig, ganz und gar, absolut) verrückt geworden.
Präfixe + kommen
vor-
1. Solche Geschichten kommen in den besten Familien vor. (finden statt, ereignen
sich)
2. Das kommt mir komisch vor (erscheint mir komisch). (Da stimmt doch etwas
nicht)!
S. das Vorkommen: Wegen seiner Gasvorkommen sind viele Länder von Russland
abhängig.
voran-
Sie lernt Chinesisch, um beruflich voranzukommen. (besser werden, mehr Chancen
eröffnen, aufstreben)
weg- 1.
Können Sie uns sagen, wie wir von hier wegkommen können? (Gibt es einen Bus
oder eine Bahn)?
2. Ich verstehe nicht, dass ständig Dinge wegkommen. (verloren gehen, nicht zu
finden sind)
zu-
Wir sahen sie auf uns zukommen, aber wir konnten der Welle nicht entweichen.
(Wir sahen sie sich uns nähern)
zusammen-
1. Wenn wir wieder zusammenkommen (uns wieder treffen, versammeln),
besprechen wir die nächsten Punkte.
2. Ob die beiden jemals wieder zusammenkommen (einigen, vertragen,
aussöhnen), ist fraglich.
S. die Zusammenkunft: Bei unserer nächsten Zusammenkunft zeige ich euch meine
Urlaubsfotos.
zustande
Ob das Projekt zustande kommen wird (realisiert, in die Tat umgesetzt wird), steht in
den Sternen. (getrennt)
Präfixe + kriegen
Bedeutung: bekommen
Krieg
Krieger
ab-
1. Der Soldat hat etwas abgekriegt (ugs. abbekommen, geschädigt werden).
(Er wurde verletzt).
2. Ich hoffe sehr, dass ich von seinem Gewinn etwas abkriege (ugs. bekommen,
erhalten). (Schließlich stehen wir uns nahe).
be-
Die beiden Religionsrichtungen bekriegen sich immer härter. (sie kämpfen
gegeneinander, streiten, führen Krieg) (nicht trennbar)
dran
Er will mich dran kriegen. ( wartet, bis ich einen Fehler mache, und dann verpetzt er
mich)! (getrennt)
ein- Sie konnte sich vor Lachen nicht mehr einkriegen. (ugs.) (Es dauerte lang, bis
sie sich wieder beruhigt hatte).
genug
1. Jörg kann einfach nicht genug kriegen. (Er ist stets der Letzte auf der Party).
2. Wann kriegt dieser Mensch endlich genug und expandiert nicht noch mehr?
(getrennt)
hin-
1. (Er repariert sein Motorrad). Er versucht, es wieder hinzukriegen.
2. Wir werden es hinkriegen. (Wir werden es schaffen)!
los-
(Unser Hund hat Flöhe). Die werden wir nicht so schnell wieder loskriegen. (ugs.)
Präfixe + kriegen
mit-
1. Möchtest du nicht mitkriegen (erfahren, wissen), wie das Fußballspiel ausging?
2. (Meine Mutter ist dement). (Sie kann kaum hören, etwas verstehen,
wahrnehmen). (Sie kriegt kaum noch etwas mit).
wieder- Wenn ich mein Geld nicht wiederkriege, mache ich dir die Hölle heiß!
zu Du wirst bald deine Hose nicht mehr zu kriegen, wenn du so viel isst! (getrennt)
zusammen
Wenn wir nicht genug Stimmen zusammen kriegen, werden wir den Beschluss nicht
verhindern können. (getrennt)
Präfixe + laden
Laden – Geschäft
Ladung
geladen sein (unter Spannung / angespannt sein)
ab-
1. Bis der Wagen abgeladen ist, dauert es mindestens eine Stunde. (Er ist voll mit
schweren, sperrigen Gegenständen).
2. Ich mag es nicht, wenn Leute ihre Sorgen bei mir abladen und sich danach mit
anderen vergnügen.
auf-
1. Man sollte dem Esel nicht zu viel aufladen. (Er hat einen sehr weiten Weg vor
sich).
2. Lass dir nicht so viel Arbeit aufladen. (Die anderen können doch auch einen Teil
übernehmen).
aus-
(Mir ist nicht nach Feiern). Ich werde meine Freunde wieder ausladen. (Gegenteil
von einladen)
A. Der Baum hat sehr ausladende Äste. (Sie ragen bis in die Balkone).
Sie neigt zu ausladenden Bewegungen und nimmt sich dadurch viel Raum.
be-
Wenn wir das Auto schwer beladen, fährt es nicht so schnell. (nicht trennbar)
S. der/die Beladene: Kommt her zu ihm, mit Traurigkeit Beladene! (Messias;
Händel)
A. Eben fühlte sie sich noch beladen – jetzt war ihr leicht ums Herz!
ein-
Wir haben viele Gäste eingeladen (andere zu Gastgebeten). (Wir lieben
Geselligkeit)!
S. die Einladung: Er schickt uns eine Einladung zu seinem Geburtstag.
A. Ihre Wohnung ist geschmackvoll und einladend.
ent-
1. Beim Entladen der Fracht ging ein Karton zu Bruch.
2. In seiner Ansprache entlud sich seine aufgestaute Wut. (nicht trennbar)
Präfixe + laden
über-
A. Ihr Koffer ist überladen. (Dafür müssen Sie bezahlen).
Alles an ihr wirkte überladen: ihr Make up, ihre Kleidung, ihr Schmuck.
um- Wir müssen unser Gepäck umladen. (So fällt es beim Bremsen nach vorn).
ver-
Im Hafen werden die Container verladen, vom Schiff auf den Zug und
umgekehrt.(nicht trennbar)
vor-
Sie wurde als Zeugin (vor Gericht) vorgeladen, verweigerte aber die Aussage.
S. die Vorladung: Sie erhielt ihre Vorladung per Einschreiben.
Präfixe + langen
langen (süddeutsch für anfassen, greifen, reichen, aber auch für dauern)
be-
Ihr Sohn wird Sie später dafür belangen, dass Sie ihm Ihre Wünsche aufgezwungen
haben! (zur Verantwortung gezogen, beschuldigt haben) (nicht trennbar)
S. der Belang: Diese Sätze sind für Sie nicht von Belang. (Bedeutung, Wichtigkeit)
A. Ich fand diesen Film belanglos. (unbedeutend, unwichtig, schwach)
daneben
Mit so einer Investition kann man ziemlich danebenlangen! (süddeutsch: sich
vergreifen, fehlschlagen)
er-
Sein Vater erlangte (gewann, erreichte) ein gewisses Ansehen, indem er zum
Betriebsrat gewählt wurde.
hin-
Wenn es etwas umsonst gibt, sollte man ruhig hinlangen. (süddeutsch: zuschlagen,
zugreifen, nicht zurückhaltend sein)
ver-
1. Für eine Stunde verlangt (berechnet, fordert) sie 50 Euro.
2. Mich verlangt (gelüstet) nach Schokolade.
S. das Verlangen: Seine Briefe waren voller Sehnsucht und Verlangen. (Sie hatte
einen starken Wunsch oder ein inneres Bedürfnis)
zu-
Sie hat ganz schön zugelangt (zugegriffen, eine Chance genutzt): 3 Taschen und 5
Paar Schuhe hat sie bei dem Ausverkauf erbeutet!
Präfixe + lassen
ab-
Er kann nicht von ihr ablassen. (Ständig verfolgt und bedrängt er sie).
S. der Ablass: Vor der Reformation blühte der Ablasshandel. (Die Menschen
meinten, sich von ihren Sünden freikaufen zu können).
A. Unablässig kümmerte sie sich um andere. (Immer war sie für andere da).
an-
1. Um den Motor anzulassen, muss man den Zündschlüssel drehen.
2. Können Sie bitte das Licht anlassen? (Ich möchte noch ein bisschen lesen).
S. der Anlass: (Du führst mich aus). Gibt es einen besonderen Anlass? (Grund)
Der Anlasser muss repariert werden. (Sonst kann Ihr Auto nicht starten).
Adv. Anlässlich seines 10-jährigen Bestehens lockt das Kaufhaus mit
Sonderangeboten.
auf-
Im Sommer können wir die Fenster auch nachts auflassen. (offen lassen)
aus-
1. Beim Braten muss man als erstes die Flüssigkeit auslassen.
2. Du hast ein Wort ausgelassen (vergessen). (Das musst du bitte noch
korrigieren).
A. An diesem Abend waren alle sehr ausgelassen. (Es wurde viel gescherzt und
gelacht).
be-
Belassen wir es dabei: Du hast deine Meinung und ich habe meine.
durch-
Würden Sie mich bitte durchlassen? (Ich arbeite hier).
S. der Durchlass: Gibt es denn gar keinen Durchlass in dieser Schlange? (Die
Menschen stehen dicht an dicht)!
die Durchlässigkeit: In der Therapie wurde viel an seiner Durchlässigkeit gearbeitet.
(Er bewegt sich nun viel fließender)
A. Sie ist sehr durchlässig (empfindsam, sensibel) für die Stimmungen anderer.
Präfixe + lassen
ein-
1. Ich würde mich nicht mit Fremden einlassen (anfreunden, mit jmdm. näher bzw.
intensiver in Kontakt kommen). (Man weiß nie, was sie schon erlebt haben).
2. Ich darf Sie noch nicht einlassen! (Die Türen werden erst 10 Minuten vor Beginn
geöffnet).
3. Lass mir bitte warmes Wasser ein? (Ich möchte ein Bad nehmen).
S. der Einlass: Das Konzert beginnt um 20 Uhr. Einlass ist bereits ab 19 Uhr.
er-
Ich würde dir deine Schulden gern erlassen. Aber ich stehe selbst unter Druck.
(nicht trennbar)
S. Der Erlass der letzten Rate kam ihm sehr zugute.
Vom Landesvater erging der Erlass, dass sich alle Männer zwischen 18 und 60
Jahren zum Kriegsdienst begeben sollten.
A. Um Erfolg zu haben, sind Fleiß und Zielstrebigkeit unerlässlich.
ent- 1.
Sie entließ (verabschiedete) ihn mit der Bitte, seine Frau von ihr zu grüßen.
2. Im Zuge der Rationalisierungsmaßnahmen wurden sehr viele Mitarbeiter
entlassen. (Die meisten aber fanden bald eine neue Arbeitsstelle). (nicht trennbar)
S. die Entlassung: Nach seiner Entlassung war er zunächst völlig
niedergeschlagen.
fahrlässig:
Der Arzt handelte fahrlässig, als er sie trotz ihrer Beschwerden wieder nach Hause
schickte. (verantwortungslos)
fort- Sie wollte ihre Söhne nicht fortlassen, aus Angst sie im Kampf zu verlieren.
herab-
Ob er sich wohl dazu herablässt, im Haushalt mitzuhelfen?
A. Er behandelte sie herablassend, weil er meinte, etwas Besseres zu sein.
heran- - ran-
Lange konnte sie niemanden an sich heranlassen; zu schlimm waren die
Erinnerungen.
heraus- - raus-
Immer muss sie die Diva herauslassen (herauskehren, zur Schau stellen). (Dabei
hat sie noch nicht einmal ein Engagement)!
Präfixe + lassen
herein- - rein-
Du darfst niemanden hereinlassen (eintreten, ins Haus lassen), wenn wir nicht da
sind! (Es gibt einfach zu viele Betrüger)!
herüber- - rüber-
herum- - rum-
herunter- - runter-
hinauf- - nauf-
hinaus- - naus-
hindurch-
hinein- - nein- Richtungen
hinter-
1. Wenn der Urlaub vorbei ist, werden wir die Ferienwohnung ordentlich
hinterlassen.
2. Der Autor hat ein großes Werk hinterlassen.
S. die Hinterlassenschaft: Bitte beseitigen Sie die Hinterlassenschaften Ihres
Haustieres. (Unrat, Kot, Müll)
hinüber-
hinunter- Richtungen
los-
Es fällt ihm sehr schwer loszulassen) (freizugeben, Kontrolle abzugeben). (Stets
erwartet er, dass alles so ist, wie er es will
nach-
Du solltest mit deinen Bemühungen nicht nachlassen. (Mut, Geduld und
Beharrlichkeit führen zum Ziel).
S. der Nachlass: Seine Kinder verwalten seinen Nachlass. (Sie entscheiden, was
von seinem Werk veröffentlicht wird).
A. Der Schüler ist sehr nachlässig. (Er achtet weder auf Schrift noch auf Form).
über-
Ich überlasse mein Kind täglich einige Stunden der Kita (Kindertagesstätte). (Dort
wird es gut versorgt und bekommt neue Anregungen). (nicht trennbar)
Präfixe + lassen
unter-
Würden Sie das bitte unterlassen? (Ich mag es nicht, wenn man mich in die Seite
stößt)! (nicht trennbar)
S. die Unterlassung: Ich werde eine Unterlassungsklage gegen sie anstrengen. (Sie
hätte helfen können und hat es nicht getan)!
A. Wegen unterlassener Hilfeleistung steht er nun vor Gericht.
ver-
1. Er wurde von seiner Frau verlassen. (Bis heute versteht er nicht, warum).
2. Auf meine Freundin kann ich mich ganz und gar verlassen: was sie verspricht,
das hält sie auch! (nicht trennbar)
S. Der Verlass: Auf meine Mutter ist Verlass: jeden Sonntag ruft sie an.
vernachlässigen:
Viele Kinder werden von ihren Eltern vernachlässigt; man „parkt“ sie vor dem
Fernseher und kümmert sich nicht um sie.
S. Die Vernachlässigung ist heute eher emotionaler Natur.
A. Unser Babysitter ist sehr verlässlich und kümmert sich rührend um unser Kind.
Herr Berger ist ein zuverlässiger Fahrer: er bringt alles pünktlich und wohlbehalten
zu unseren Kunden.
vor-
Würden Sie mich bitte (an der Kasse) vorlassen? (Ich habe nur eine Sache zu
bezahlen).
zer-
Die Butter wird in der Pfanne zerlassen (geschmolzen), bis sie goldbraun ist. (nicht
trennbar)
zu-
1. Wir können unser Geschäft ruhig bis 10 Uhr morgens zulassen (geschlossen
halten). (Vorher kommen sowieso keine Kunden).
2. Wie können Sie es zulassen (dulden, hinnehmen, tolerieren), dass Ihre Kinder
Sie so respektlos behandeln?
3. Ich wurde für die Prüfung zugelassen (angenommen bzw. akzeptiert), denn ich
erfülle alle Bedingungen!
S. Die Zulassung zu bestimmten Studienfächern erfolgt zentral.
A. Es ist nicht zulässig (erlaubt), dass man sich bei uns selbst bedient.
Es ist unzulässig (verboten), nach 22 Uhr laut Musik zu machen.
Präfixe + lassen
zusammen
Wir sollten die Zwillinge zusammen lassen. (Mindestens am Beginn der Schulzeit).
(getrennt)
Präfixe + lasten
lasten
Laster
lasterhaft
an-
Damit habe ich nichts zu tun! Das lasse ich mir nicht anlasten. (aufdrücken,
vorwerfen)
aus-
1. Die Räume sind nicht ausgelastet. (Sie stehen großteils leer).
2. Sie ist vollkommen ausgelastet und kann keine weitere Arbeit mehr annehmen.
S. Die Auslastung der Mitarbeiter lässt zu wünschen übrig. (Viel zu oft haben sie
nichts zu tun und hängen herum).
be-
1. Wir sollten den Esel nicht zu sehr belasten. (Er hat schon genug Gewicht zu
tragen, und der Weg ist weit).
2. Dass er seinen Arbeitsplatz verloren hat, belastet (betrübt, bestürzt, bedrückt) die
Familie schwer. (nicht trennbar)
S. die Belastung: Keiner ist dieser hohen Belastung auf Dauer gewachsen.
(Irgendwann bricht man zusammen).
A. Die Firma sucht einen belastbaren Mitarbeiter, der gut mit Stress umgehen kann.
ent-
1. Kann ich etwas tun, um dich zu entlasten? (Kannst du nichts an mich
delegieren)?
2. Die Aussage des Zeugen entlastete sie von dem Vorwurf, mit Absicht gehandelt
zu haben. (nicht trennbar)
S. die Entlastung: Die Reduktion ihrer Arbeitszeit war eine große Entlastung für sie.
(So hatte sie mehr freie Zeit und konnte regenerieren).
Präfixe + lasten
über-
1. Man darf den Wagen nicht überlasten. (Das ist nicht gut für den Motor).
2. Wenn wir die Mitarbeiter überlasten, bringen sie weniger Leistung. (nicht
trennbar)
S. die Überlastung: Bei Überlastung bleibt der Aufzug stehen.
A. Viele Menschen fühlen sich permanent überlastet und gestresst.
Präfixe + laufen
ab-
1. Weihnachten wird ablaufen (erfolgen) wie immer: (Erst Bescherung, dann essen,
dann fernsehen).
2. Wenn das Wasser abgelaufen (abgeflossen) ist, können im Watt wandern.
S. Der Ablauf des Treffens ist schnell erzählt: Es gab nur 3 Tagesordnungspunkte.
an-
Das Geschäft muss erst anlaufen. (Das braucht seine Zeit).
S. der Anlauf: Um möglichst weit zu springen, musst du Anlauf nehmen.
auf-
Sie lässt ihn auflaufen. (Weder Komplimente noch Einladungen zeigen Wirkung).
S. 1. Was ist denn das für ein Auflauf? (Warum sind denn da plötzlich so viele
Leute)?
2. Zum Mittagessen gibt es einen Auflauf aus Nudeln, Hackfleisch und Sauce
Béchamel.
aus-
Aus der Maschine ist Wasser ausgelaufen. (Irgendwo muss eine undichte Stelle
sein).
S. der Auslauf: Tiere brauchen genügend Auslauf (Freiraum für Bewegung), sonst
fühlen sie sich nicht wohl.
auseinander-
Nach der Versammlung sind alle auseinandergelaufen. (Plötzlich war keiner mehr
da).
be-
Die Kosten für die Renovierung belaufen sich auf 8.000 Euro. (betragen …) (nicht
trennbar)
Präfixe + laufen
durch-
1. Der Rhein durchläuft (passiert, durchquert) mehrere Länder: die Schweiz,
Deutschland und die Niederlande.
2. Bei diesem Spiel musst du viele Stationen durchlaufen, bevor du ans Ziel
kommst. (nicht trennbar)
S. der Durchlauf: Beim ersten Durchlauf (Versuch, bei der ersten Probe, Runde)
gab es noch einige Komplikationen. (Beim letzten verlief alles reibungslos).
Wir haben einen Durchlauferhitzer unter dem Waschbecken. (So gibt es warmes
Wasser nach Bedarf).
ein-
1. Ich lasse mir ein Bad einlaufen (einströmen, fließen). (Ich freue mich schon auf
das warme Wasser).
2. Neue Schuhe sollte man erst einlaufen (tragen, so dass sie sich dem Fuß
anpassen), bevor man eine längere Strecke darin geht.
3. Die Schnellsten sind schon ins Ziel eingelaufen (haben das Ziel erreicht, sind
ankommen)
4. Wasch die Wäsche nicht zu heiß, sie wird sonst einlaufen! (kleiner werden)
S. der Einlauf: Um den Darm zu reinigen, bekommen manche Menschen einen
Einlauf. (Wasserspülung durch den Enddarm)
ent-
Die Affen sind aus dem Zoo entlaufen und werden nun in der Stadt gesucht. (sind
ausgebrochen, haben ein begrenztes Gelände verlassen) (nicht trennbar)
entgegen-
Wenn ich meine Enkelin besuche, kommt sie mir immer entgegengelaufen.
entlang- Wir sind den Strand entlanggelaufen und haben Muscheln gesammelt.
fort-
Fortlaufen (flüchten, weggehen, kapitulieren) ist keine Lösung.
Adv. Fortlaufend (ständig, andauernd, immerfort) beschwerst du dich bei mir.
gegen-
A. Ihr Engagement ist meinen Interessen völlig gegenläufig. (konträr,
widersprüchlich)
herab- Ich sah ihre Tränen herablaufen und bekam heftiges Mitleid.
Präfixe + laufen
heraus- - raus-
Als die Zuschauer aus dem Kino herausliefen, hatten sie versteinerte Gesichter.
herum- - rum-
Bei uns kann jede Frau jederzeit und überall herumlaufen, ohne Angst haben zu
müssen.
hin-
Viele Leute sind zu der Unfallstelle hingelaufen, aber nur wenige haben geholfen.
hinaus- - naus-
Es ist so schönes Wetter: am liebsten würde ich hinauslaufen und mich in die
Sonne setzen.
hindurch
Manche Menschen können durch ein Feuer hindurch laufen, ohne sich zu
verbrennen.
hinterher-
Männern hinterherzulaufen (sich anzubiedern, sich zu erniedrigen)
hat meistens kein gutes Ende
hinunter- - nunter-
(Es hat geklingelt). Ich muss hinunterlaufen und die Tür aufmachen.
ineinander-
Bei einem Aquarell ist es schön, wenn die Farben ineinanderlaufen und neue
Mischungen ergeben.
los- Wir wollen früh loslaufen (starten), damit wir nachmittags ankommen.
mit-
1. Ich bin ein paarmal mitgelaufen, doch das Joggen liegt mir nicht.
2. Ein ganzes Volk ist mitgelaufen (schloss sich einer Ideologie kritiklos an), als der
Führer es in den Krieg führte.
S. der/die MitläuferIn: Auch ein Mitläufer trägt Schuld.
Präfixe + laufen
nach- Als sie jung war, sind ihr die Männer nachgelaufen. (sie war sehr attraktiv)
über-
1. Das Wasser ist übergelaufen, die Umgebung überschwemmt.
2. Er ist von einer Seite zur anderen übergelaufen. (Er hat die Fronten gewechselt).
S. der/die ÜberläuferIn: Überläufer werden von vielen als Verräter beschimpft.
A. Die Diskothek ist total überlaufen. (Man hat keinen Platz zum Tanzen).
um-
Bei unserer Wanderung umlaufen wir den See in großem Bogen. (nicht trennbar)
S. der Umlauf: Es ist das Gerücht im Umlauf (am Kursieren, im Gespräch), dass der
Politiker bald zurücktreten wird.
unter-
In letzter Zeit unterlaufen (passieren, geschehen) mir ständig Fehler. (Vielleicht
sollte ich mir ein paar Tage frei nehmen). (nicht trennbar)
ver-
1. (Hier auf dem Platz sind sehr viele Leute). Aber in den Straßen verläuft
(zerstreut) es sich (verliert an Konzentration).
2. Wir haben uns total verlaufen. (Erst, als uns jemand den Weg gezeigt hatte,
fanden wir wieder zurück).
3. Unser Urlaub ist anders verlaufen als geplant.
4. (Die Schrift ist nass geworden). Nun sind die Buchstaben verlaufen und teilweise
nicht mehr zu lesen. (nicht trennbar)
S. der Verlauf: Wir werden regelmäßig über den Verlauf (Gang, die Abfolge,
Entwicklung) der Renovierung informiert.
vor-
Ich könnt ruhig schon vorlaufen. (Wir holen euch sicher ein).
S. der Vorlauf: Die Geschichte hat einen langen Vorlauf (eine Vorgeschichte,
zurückliegende Gründe), den aber nur die wenigsten kennen.
A. Eine Diagnose ist immer nur vorläufig (bis auf weiteres gültig). (Sobald weitere
Untersuchungsergebnisse bekannt sind, kann sie sich ändern).
Adv. Vorläufig (zunächst, erst einmal) befassen wir uns nur mit den Grundlagen.
voraus-
Als Fackelträger muss er der Truppe vorauslaufen, und keiner darf ihn überholen.
Präfixe + laufen
wider- Die Politik der Kanzlerin läuft ihrem Unionspartner zuwider. (ist konträr)
zer-
1. Die Farbe ist in der Hitze zerlaufen. (auseinander geflossen)
2. Beim vielen Wandern habe ich meine Schuhe ganz zerlaufen. (zerschlissen,
kaputt gemacht). (nicht trennbar)
zu-
Dieser Hund ist mir zugelaufen. (Ich weiß nicht, wem er gehört).
S. der Zulauf: Der neue Arzt hat enormen Zulauf (Zustrom, Erfolg, Anklang), selbst
von außerhalb kommen Patienten.
Präfixe + leben
ab-
S. das Ableben: Der Zeitpunkt seines Ablebens war gestern um 23.15 Uhr. (Tod)
auf-
Wenn jemand sie besucht, lebt sie auf (blüht sie auf). (Dann lacht und scherzt sie
wieder und ist plötzlich sehr aktiv).
aus-
Wir brauchen wenigstens einen Menschen, vor dem wir unsere Launen und
Gefühle ausleben dürfen (ungehemmt sein dürfen, uns nicht verstellen müssen).
auseinander-
Nach 20 Jahren Ehe haben sie sich auseinandergelebt. (Sie trennen sich nun als
gute Freunde).
be-
Die Anwesenheit der Kinder belebte das ganze Haus. (nicht trennbar)
A. Spaziergänge in der Natur wirken auf viele Menschen belebend. (vitalisierend)
dahin-
Die meisten Menschen leben einfach so dahin. (Sie stellen sich nicht mehr ernsthaft
infrage).
drauflos
Als junger Mensch lebte er einfach drauflos. (Später machte er sich dann mehr
Gedanken). (getrennt)
durch-
Sie durchlebt (durchmacht, durchläuft) gerade eine schwere Zeit. (Sie braucht dafür
Kraft und Zuversicht).
ein-
Bis sie sich in der neuen Umgebung eingelebt (eingewöhnt) haben, braucht es Zeit.
(in … heimisch wurden)
Präfixe + leben
er-
Sie hat viel erlebt, Gutes wie Schlechtes. (nicht trennbar)
S. das Erlebnis: Die Wanderung in den Bergen war ein echtes Erlebnis: (Es gab
traumhafte Ausblicke und das wunderbare Gefühl, wirklich lebendig zu sein).
fort-
Ihr Schöpfer ist zwar verstorben; seine Gedanken aber werden fortleben.
(fortdauern, bleiben)
über-
1. Nur wenige haben die Angriffe der vergangenen Nacht überlebt. (Die meisten
Menschen kamen ums Leben.)
2. Die meisten alten Bräuche haben sich überlebt. (Kaum jemand kennt sie heute
noch).
S. Das Überlebenstraining (Survival-Training) dient Managern dazu, sich auf das
Wesentliche zu besinnen.
ver-
Wir verlebten (verbringen) unsere Flitterwochen in Italien. (nicht trennbar)
A. Sie ist noch jung, doch sie sieht bereits verlebt (verbraucht, alt, erschöpft) aus.
(Kein Wunder, bei dem Alkoholkonsum)!
vor-
Wir sollten unseren Kindern vorleben (ein lebendiges Beispiel sein, zeigen), wie
man in dieser Welt trotz ihrer Widrigkeiten zufrieden sein kann.
zusammen-
Julia möchte mit ihrem Freund zusammenleben. (Sie suchen nach einer
gemeinsamen Wohnung).
S. Sie hatten euphorisch begonnen, doch mit der Zeit gestaltete sich das
Zusammenleben in der Wohngemeinschaft als schwierig.
Präfixe + legen
ab-
1. Wollt ihr nicht eure Mäntel ablegen (ausziehen), bevor ihr ins Wohnzimmer
eintretet?
2. Zuerst muss ich ein Geständnis ablegen (gestehen, zugeben, offenbaren): Ich
war es, die dein Geheimnis weitererzählt hat!
3. Nonnen müssen das Gelübde ablegen (geloben, schwören, versprechen), ihr
Leben lang enthaltsam zu sein.
4. Als wir ihn einmal privat erlebten, legte er seine Maske ab, und sein wahres
Gesicht kam zutage.
5. Wenn unsere Hühner ihre Eier ablegen, dann ich weichen Nestern aus Stroh.
6. Als Sekretärin lege ich die Dokumente in verschiedenen Ordnern ab. (sortieren,
einheften)
S. 1. Die Ablage (das systematische Einsortieren) der Korrespondenz ermöglicht
ihr müheloses Finden.
2. Auf unserer Hutablage (Vorrichtung an einer Garderobe) finden sich auch Schals
und Mützen.
3. Der Tisch dient als Ablage für Schlüssel und Briefe.
an-
1. Wer Geld hat, versucht es gewinnbringend anzulegen (zu investieren).
2. Beim Domino soll man möglichst viele Spielsteine (an die bereits bestehende
Kette) anlegen.
3. Ich habe in unserem Garten ein Beet angelegt; auf dem wachsen bald Gemüse
und Kräuter.
4. Für ein gutes Auto müssen Sie etwas anlegen (ausgeben).
5. Sie haben mit ihrem Boot am Hafen angelegt (festgemacht, angehalten,
geankert), wo sie auch übernachten werden.
S. die Anlage: In der Anlage (Beifügung, im Anhang) finden Sie meinen Lebenslauf
und meine Zeugnisse.
Viele Anlagen (Charaktereigenschaften, Wesenszüge) sind vererbt: die Statur, die
Haarfarbe, das Temperament.
Gold ist eine sichere Wertanlage. (Es wird mit der Zeit immer teurer).
Grünanlagen (Parks oder Gärten) sind Erholungsmöglichkeiten in Städten.
Mein Nachbar hat eine neue Stereoanlage. (Jetzt hört man täglich laut Musik).
(Ein neues Wohnviertel wird geplant). Die Anlage soll auch Schulen und
Einkaufsmöglichkeiten enthalten.
Der/ die AngelerIn: Anleger verfolgen den Kurs ihrer Aktien, um möglichst hohe
Gewinne zu erzielen.
Präfixe + legen
Der Boots- oder Schiffsanleger: Wir treffen uns am Anleger und nehmen dann die
Fähre auf die andere Seite.
Die Veranlagung: Er hat eine perverse Veranlagung, gegen die er vehement
ankämpft.
auf-
1. Disc-Jockeys legen Platten auf und sind für die Auswahl der Musik in
Diskotheken zuständig.
2. Ich werde ein bisschen Make-up auflegen, dann sieht man nicht, wie müde ich
bin.
3. Zur Feier des Tages werde ich heute die neue Tischdecke auflegen.
4. Ich habe ihn angerufen, aber als ich meinen Namen nannte, legte er einfach auf.
(brach ein Telefonat ab, beendete es).
S. die Auflage: 1. Dieses Buch erscheint bereits in seiner fünften Auflage. (Edition)
2. Man hat ihm zur Auflage (Pflicht, Gebot) gemacht, seinen Wohnort nicht zu
verlassen.
A. Sie ist immer gut aufgelegt (heiter, fröhlich, positiv), egal was passiert.
aus-
1. Im Schaufenster sind die neuesten Bücher ausgelegt.
2. So wie die Forscher ihre Funde auslegen (interpretieren, deuten, entschlüsseln),
handelt es sich um Fragmente einer Tempelanlage.
3. Indem sie ihre Handtücher auslegen, reservieren die Urlauber sich die
Liegeplätze.
4. Zwei Zimmer sind mit Teppichböden ausgelegt, die anderen haben Parkett.
6. Im Wartezimmer es Arztes liegen Illustrierte aus, die man liest und dann wieder
zurücklegt.
7. Könntest du mir etwas auslegen (leihen)? (Ich habe gerade kein Geld dabei).
S. die Auslage: In den Auslagen der Schaufenster gab es jede Menge
Weihnachtsgeschenke.
Die Auslegung: Oft ist es Auslegungssache, wie die Indizien bewertet werden.
auseinander
1 Ich habe die einzelnen Teile auseinander gelegt, damit man erkennt, um wie viele
es sich handelt.
2. Wir sollten ihm auseinanderlegen, warum wir uns gegen seinen Vorschlag
entschieden haben. (erklären, begreiflich machen)
Präfixe + legen
be-
1. Die erste Augustwoche ist bereits belegt (reserviert). (Erst ab der zweiten ist die
Ferienwohnung frei).
2. Diese Dokumente belegen (beweisen, bekräftigen), dass ich alle Stationen
durchlaufen habe.
3. Ich habe oft versucht ihn anzurufen, doch es war immer belegt (besetzt).
S. Das Finanzamt möchte die Belege (Nachweise, Dokumenten, Rechnungen) für
unsere Steuererklärung sehen.
Den Fußbodenbelag möchte ich lieber austauschen.
Zahnbelag führt oft zu Karies.
bereit-
Wenn ich meine Sachen abends bereitgelegt habe, brauche ich morgens nicht zu
suchen.
daneben-
Du kannst deine Sachen einfach danebenlegen; es sind ja schon viele andere
Mäntel und Jacken da.
dar-
Hör mir bitte zu: Ich möchte dir darlegen (begründen, erklären), weshalb ich mich
gegen eine Teilnahme entschieden habe.
dazu-
(Wir ruhen uns gerade aus). Wenn du willst, kannst du dich dazulegen.
drauf- - darauf-
1. Das ist ein sehr wertvolles Sofa; da darf man sich nicht einfach drauflegen!
2. Ich lege noch ein Stück Holz drauf, dann wird es richtig schön warm.
drüber- - darüber-
Wir können doch eine Decke drüberlegen. Dann wird der Sessel geschont.
drunter- - darunter-
Wir müssen etwas drunterlegen, damit der Tisch nicht nass wird.
Präfixe + legen
ein- 1.
Das Fleisch wird in eine Marinade eingelegt und erhält so seinen Geschmack.
2. Kannst du ein gutes Wort für mich einlegen? (Du weißt, sie ist im Moment nicht
gut auf mich zu sprechen.
3. Ich muss immer mal eine Pause einlegen, sonst schaffe ich das Pensum nicht.
S. die Einlage:
1. Das war eine bemerkenswerte Einlage (Vorstellung, Aufführung). (Ich hätte nicht
gedacht, dass Carlo so gut singen kann)!
2. Er hat Plattfüße und braucht Einlagen in seinen Schuhen.
3. Viele Frauen benutzen zum Schutz ihrer Wäsche Slipeinlagen.
er-
Bei der Treibjagd sind etliche Tiere erlegt (getötet, erschossen) worden.
ent-
A. Sie leben an einem entlegenen Ort, den man auf keiner Landkarte findet.
fest- Ich möchte mich jetzt noch nicht festlegen (entscheiden, Position beziehen).
(Ich brauche noch Bedenkzeit).
gelegen
S. So eine Gelegenheit (Chance, Möglichkeit, Angebot) kommt so bald nicht wieder:
ich darf mit unseren Nachbarn ans Meer fahren!
A: Das kommt mir sehr gelegen (ist passend, von Vorteil), dass ich Sie gerade
treffe.
heraus- - raus-
Kannst du mir bitte meine Kleidung für morgen herauslegen? (Du weißt immer, was
zusammenpasst).
herein-
Sie wurden hereingelegt (betrogen, getäuscht): Sie bekamen nichts für ihr Geld.
hin-
1. Sie hat sich hingelegt. (Sie war müde).
2. Ich habe ihm die beiden Versionen hingelegt. (Sie sind auf seinem Schreibtisch).
3. Beim Tanzen ist sie ausgerutscht und hat sich hingelegt (ugs. hinfallen). (Zum
Glück hat sie sich nicht verletzt).
Präfixe + legen
hinein-
1. Ich habe mich hineingelegt und bin gleich eingeschlafen.
2. (Ich liebe französisches Gebäck)! Da könnte ich mich hineinlegen! (ugs.)
ineinander-
Wenn Sie Außen- und Innenteil ineinanderlegen, haben Sie eine winddichte, warme
Jacke.
los- Endlich kann er loslegen (tatkräftig beginnen, starten) und zeigen, was er kann.
nach-
1. Wir müssen noch Kohle nachlegen, damit der Ofen über Nacht warm bleibt.
2. Sie müssen noch etwas nachlegen, damit Ihr Artikel überzeugt. (Es fehlt an
Details und Einzelheiten).
nahe-
Mein Chef hat mir nahegelegt (empfohlen, geraten), mich um die Gruppenleitung zu
bewerben.
A. Es war naheliegend, dass einige Arbeitsplätze gestrichen würden.
nieder-
Er tritt von seinem Posten zurück und legt alle seine Ämter nieder.
S. nach der Niederlegung seiner Funktionen zog er sich aus der Öffentlichkeit
zurück.
offen-
Die Angeklagte sollte offenlegen (klären, schildern, anschaulich machen), was zur
Tatzeit geschehen ist.
quer-
Immer muss er sich querlegen(ugs. opponieren, widersprechen, aus der Art
schlagen)! (Alle sind sich einig, nur er nicht).
über-
Ich musste erst einmal überlegen (nachdenken, reflektieren), worum es sich
handelte. (Doch dann erinnerte ich mich).
S. die Überlegung: Er stellte umfangreiche Überlegungen an, kam aber zu keinem
Ergebnis.
A. Die Qualität des neuen Modells ist der des alten weit überlegen (ist besser).
um-
Wenn wir die Kosten auf uns alle umlegen (verteilen, dividieren), zahlt jeder nicht
einmal 10 Euro.
unter-
Ich werde eine Folie unterlegen. (Dann bleibt der Boden unter den Pflanzen
trocken).
S. die Unterlage: 1. Zur Sicherheit geben wir dem Patienten eine Unterlage. (Tuch,
wasserdichte Folie, Windel)
2. Zur Prüfung meiner Situation benötigen sie meine Unterlagen. (immer im Plural
verwendet: Dokumente, Papier, Ausweise)
A. Ich fühle mich meiner Kollegin unterlegen (minderwertig, inferior), obwohl ich viel
mehr Erfahrung habe als sie.
ver-
1. Letzte Nacht muss ich mich verlegen (in einer unguten Haltung gelegen) haben,
denn seitdem tut mir die Schulter weh.
2. Er hat seinen Schlüssel verlegt und findet ihn nicht wieder.
3. Der Patient wurde auf die Intensivstation verlegt, kommt aber morgen wieder in
sein altes Zimmer zurück.
S. die Verlegenheit: Sie bringen mich in Verlegenheit (Scham, Peinlichkeit). (Ich
habe keine Zwiebel, die ich Ihnen borgen könnte).
A. Mit seinem Charme macht er mich jedes Mal verlegen. (betroffen, schüchtert er
mich ein,)
Meine Freundinnen sind so schnell um keine Antwort verlegen. (Redewendung: Sie
haben immer eine Antwort)
vor-
1. Er hat mir den Vertrag vorgelegt, und ich sollte unterschreiben.
2. Das Ergebnis, das Sie vorgelegt (erzielt, erreicht) haben, ist beeindruckend.
S. die Vorlage:
1. Bei dieser Vorlage (Vorarbeit des Gegners oder Kollegen) war es für den Profi ein
Leichtes zu gewinnen.
2. Sie hat das Bild nach einer Vorlage (einem Vorbild, Muster) gemalt.
Präfixe + legen
wider-
Der Gutachter konnte alle Kritikpunkte widerlegen (entkräften), so dass das
Unternehmen nun rehabilitiert ist.
zer-
1. Kleine Jungen zerlegen (demontieren, auseinanderbauen) gern ihr Spielzeug.
2. Sie wurde von ihrer Kontrahentin zerlegt (verbal angegriffen, mundtot gemacht)
und zur Schnecke gemacht.
zu-
1. Wenn wir nicht einen Zahn zulegen (schneller gehen oder fahren,
beschleunigen), kommen wir zu spät.
2. Sie hat mächtig zugelegt (ugs. an Gewicht zunehmen). (Sie ist sehr dick
geworden).
S. Wir bekommen eine Zulage (Plus, Vergütung, Zusatzlohn) für Nacht- und
Wochenenddienste.
zusammen-
1. Die beiden Schulen werden zusammengelegt (fusionieren). (Sie bilden dann eine
Gemeinschaftsschule).
2. Die Wäsche wird zusammengelegt (gefaltet) , bevor sie in den Schrank kommt.
3. (Sie braucht dringend 100 Euro). Wenn wir alle zusammenlegen, können wir ihr
das Geld doch geben.
S. Die Zusammenlegung (Fusion) der beiden Standorte geht zu Lasten der
Arbeitnehmer.
Präfixe + lehnen
ab-
Er lehnt es ab (ist dagegen, weigert sich), mit seinem Kontrahenten zu sprechen.
S. Die Ablehnung seines Vaters machte ihm zeit seines Lebens zu schaffen.
A. Frau Schwarz hat die unangenehme Aufgabe, die abgelehnten Anträge zurück
zu schicken.
an-
Manchmal würde sie sich gern bei jemandem anlehnen (sich körperlich und
emotional nah sein). (Aber die meiste Zeit fühlt sie sich sehr wohl allein).
A. Am liebsten sitzt er angelehnt in seinem Sessel und sieht fern.
auf-
Als Teenager lehnte er sich vehement gegen seine Eltern auf. (Er wehrte sich,
revoltierte, begehrte auf).
S. Die Auflehnung gegen die Obrigkeit wurde im Keim erstickt.
ent-
Mehrere Textpassagen wurden den Werken bedeutender Autoren entlehnt.
(entliehen, daraus zitiert)
hinaus-
1. Meine Nachbarin lehnt sich gern zum Fenster hinaus und beobachtet, was auf
der Straße geschieht.
2. Lehne dich nicht zu weit hinaus, sonst bekommst du gewaltigen Ärger! (ugs.:
provoziere nicht, wage nicht zu viel, werde nicht frech).
zurück-
1. (Er hat sein Leben lang gearbeitet). Nun kann er sich zurücklehnen und
genießen.
2. (Entspannen Sie sich). Lehnen Sie sich zurück und legen Sie die Hände in den
Schoß. (Nutzen Sie eine Rückenlehne, geben Sie Spannung ab).
Präfixe + leiten
Leitung
Leiter
ab-
1. Über diesen Kanal kann man das Wasser aus dem Fluss ableiten.
2. Aus dieser mathematischen Formel kann man folgende Rechnung ableiten.
an-
Am Anfang wird sie von ihrer Chefin angeleitet (geschult, ausgebildet, betreut). (So
lernt sie, das Gerät ordnungsgemäß zu bedienen).
S. die Anleitung: Unter Anleitung üben die Auszubildenden die neuen Fertigkeiten.
durch-
ein-
Bei einem Notfall ist es wichtig, schnell die nötigen Schritte einzuleiten. (zu
initiieren, aktivieren, anzustoßen)
S. die Einleitung:
1. Als Einleitung seines Vertrags erzählte er eine Anekdote.
2. Ein Drama besteht immer aus Einleitung, Hauptteil, Schluss.
Adv. Einleitend möchte ich mich für Ihre gelungene Vorstellung bedanken.
her-
Aus so wenigen Fakten lässt sich nicht herleiten (schließen, klären, beweisen), wer
der Täter war.
über-
Von diesem Thema möchte ich nun zum nächsten Punkt überleiten.
S. Aufgabe von Moderatoren ist, eine passende Überleitung zwischen zwei
Beiträgen zu finden.
Präfixe + leiten
um-
Wegen einer Baustelle wird der Straßenverlauf umgeleitet.
S. Die Umleitung führte uns viele Kilometer weit über kleine Dörfer mit engen
Straßen.
ver-
Ich hatte eigentlich schon genug, aber er hat mich dazu verleitet (überredet,
animiert, verführt), noch ein Glas zu trinken. (nicht trennbar)
Präfixe + lesen
ab-
1. Sie konnte den Text nicht auswendig; er stand auf einem Zettel, und sie hat ihn
abgelesen!
2. Am Montag wird der Strom abgelesen. (Ein Mann von den Stadtwerken wird
kommen, um den Zähler zu sichten).
auf-
1. Immer muss ich auflesen (aufheben), was du fallen gelassen hast!
2. „Wo hast du denn den aufgelesen?“
(gefunden, getroffen, tendenziell abschätzig), sagte meine Mutter über meinen
neuen Freund.
aus-
Er hat das Buch schon ausgelesen. (Nun kannst du es haben).
S. die Auslese: Die Evolution ist eine natürliche Auslese, bei der nur die stärksten
und angepasstesten Arten überleben.
2. Dieser Wein besteht aus einer Auslese der besten Trauben.
be-
A. Philosophen sind meist sehr belesen und verfügen über fundiertes Wissen.
durch-
Hast Du mein Manuskript schon durchgelesen?
(Ich bin gespannt, wie es dir gefällt)!
ein-
In dieses Fachgebiet muss ich mich erst einlesen. Es wartet bereits ein großer
Stapel an Literatur.
er-
A. Das Museum zeigt erlesene (ausgewählte, besondere) Fundstücke.
gegen-
Mein Professor und ein Kollege müssen die Arbeit erst gegenlesen, bevor ich zur
Prüfung eingeladen werde.
Präfixe + lesen
nach-
Sie können es überall nachlesen, was mein Großvater für sein Volk geleistet hat.
S. die Nachlese: Aus der Nachlese entstehen besonders aromatische Getränke.
über-
Offenbar habe ich das Kleingedruckte überlesen (nicht bemerkt); sonst wüsste ich,
wie lange der Vertrag gilt. (nicht trennbar)
ver-
Ohne es zu merken, hatte er sich verlesen, so dass der Text einen völlig neuen
Sinn bekam. (nicht trennbar)
A. Diese Schmuckstücke sind handverlesen. Es gibt davon nur sehr wenige.
vor-
Meine Mutter musste mir immer etwas vorlesen. (Anders konnte ich nicht
einschlafen).
S. der/die VorleserIn: Sie war eine sehr gute Vorleserin.
voraus
Ich musste immer schon voraus lesen, weil ich das Buch so spannend
fand.(getrennt)
zer-
A. Durch seinen häufigen Gebrauch ist das Buch ganz zerlesen. (Die Seiten fallen
schon auseinander).
Präfixe + liegen
an-
S. das Anliegen: Es ist mir ein besonderes Anliegen (Bedürfnis, Wunsch), Ihnen
meine Bewunderung auszusprechen.
A. Sie trägt ein eng anliegendes Kleid, das ihre Figur betont.
er-
1. Wenn er nicht bald in ein Krankenhaus kommt, wird er seinen Verletzungen
erliegen. (daran sterben)
Leider ist der Patient seinen Verletzungen erlegen (Partizip). (Wir konnten ihn nicht
retten).
2. Zu Ferienbeginn kommt der Verkehr auf den Autobahnen oft zum Erliegen.
(Stillstand, Zusammenbruch, Stau).
herum-, rum-
Mein Sohn lässt alles herumliegen. (Sein Zimmer ist das reinste Chaos).
unter-
jmdm. unterliegen: Die Fußballspieler unterlagen ihren Gegnern mit 0 zu 1.
(Sie haben verloren).
Präfixe + lösen
ab-
1. (Du hast schon lange gearbeitet). Nun löse ich dich ab, und du gehst nach
Hause. (ich übernehme, mache weiter)
2. Die Klebebilder lassen sich nur schwer von der Fenstern ablösen (entfernen).
(Man muss dazu Chemikalien verwenden).
S. die Ablöse: Die Wohnung gefällt uns gut, allerdings ist die Ablösesumme (Geld
für Einbauten des Vormieters) hoch.
Die Ablösung (Emanzipation, Befreiung) von ihren Eltern fiel ihr schwer. (Jahrelang
besuchte sie sie noch jedes Wochenende).
Zu jeder vollen Stunde kann man die Wachablösung (den Wechsel der Wachen) vor
dem Palast beobachten.
auf-
1. Lösen Sie die Tablette in einem Glas Wasser auf. (Dann trinken Sie es in kleinen
Schlucken).
2. Er konnte das Rätsel nicht auflösen. (Viele Fragen blieben offen).
3. Wir haben alle unsere Verträge aufgelöst (gekündigt, aufgehoben, storniert) und
können uns nun völlig frei bewegen.
4. Das Material löst sich mit der Zeit von selbst auf. (verschwindet, zerfällt, vergeht)
S. Die Auflösung ihrer Verlobung traf sie schwer.
A. 1. Plötzlich war sie wie in Luft aufgelöst, wie vom Erdboden verschwunden.
2. Völlig aufgelöst (verwirrt, erregt, niedergeschlagen) kam sie bei mir an: Sie hatte
sich mit ihrem Freund gestritten.
aus-
1. Der Tod seiner Mutter löste in ihm ein Gefühl der Verlassenheit aus. (verursachte,
aktivierte)
2. Gegen eine hohe Summe wurde der Gefangene ausgelöst. (freigekauft)
3. Ihre Rede löste eine Welle der Empörung aus. (verursachte)
ein-
1. Du musst Dein Versprechen auch einlösen (halten).
2. Diesen Gutschein werde ich für etwas Schönes zum Anziehen einlösen
(tauschen).
er-
Mein Mann hat mich erlöst. (Er befreite mich von meiner Schwermut). (nicht
trennbar)
S. die Erlösung: In seiner Not betete er um Erlösung. (Befreiung, Ende der
Schmerzen, Tod)
Präfixe + lösen
nach-
Mein Fahrschein galt nicht für Außenbereich. Ich musste nachlösen. (die Differenz
bezahlen)
ver-
losen (!) Die Veranstalter verlosen ein Auto. (Alle, die an der Lotterie teilnehmen,
können gewinnen). (nicht trennbar)
S. Die Verlosung findet unter juristischer Aufsicht statt.
Präfixe + machen
ab-
1. Kannst du mir bitte das Preisschild abmachen? (entfernen, wegtun)
2. Was haben Sie mit ihm abgemacht (verabredet, vereinbart)? (Wann sollte er hier
sein)?
3. War das so abgemacht (beschlossen, geplant)? (Oder tust du nur wieder, was du
willst)?
S. die Abmachung: Er hat unsere Abmachung einfach ignoriert.
A. Die Sache galt als abgemacht. (beschlossen, entschieden)
an-
1. Womit ist der Salat angemacht (gewürzt, Soße komponiert)? (Doch nicht mit
Essig und Öl)?
2. Ständig muss sie Leute anmachen (angehen, beschuldigen, nerven), dabei ärgert
sie sich über sich selbst.
3. Er hat sie angemacht (geflirtet, angesprochen, herausgefordert), und ihr gefiel es.
4. Sein Essen hat mich so angemacht (gelockt, angesteckt, gereizt, mir gefallen),
dass ich mir das Gleiche bestellte.
S. die Anmache: Mit seiner ständigen Anmache geht er mir auf die Nerven.
(Annäherungsversuche)
auf-
1. Ich möchte die Dose aufmachen, finde aber keinen Öffner.
2. So, wie sie sich heute Abend aufgemacht (angezogen, gekleidet, gestylt,
geschminkt, usw.) hat, wirkt sie fehl am Platz.
3. Er machte sich auf, ein besseres Leben zu beginnen. (fing an, startete, steuerte
ein Ziel an)
S. die Aufmachung: In dieser Aufmachung (Ver-Kleidung) wird dich kein Mensch
erkennen.
aus-
1. Ich habe den Fernseher ausgemacht (abgeschaltet), denn der Film war zu Ende.
2. Wir machten aus (vereinbarten, planten), uns heute Nachmittag bei mir zu treffen.
3. Es macht mir nichts aus, dass er viel arbeitet. (Aber es stört mich sehr, wenn er
auch zu Hause noch abwesend ist). (bedeuten mir nichts, berührt, beschäftig mich
nicht)
4. Das macht den Unterschied aus (das charakterisiert die Leute): der eine sagt
kaum verständlich „Hallo.“, der andere wünscht laut hörbar einen guten Tag.
5. Wir wollten uns auf der Kundgebung treffen, doch ich konnte ihn in der Menge
nicht ausmachen. (finden, entdecken)
Präfixe + machen
auseinander
Die Wollfäden haben sich verknotet. Jetzt möchte ich sie wieder auseinander
machen. (getrennt)
daneben
Mein Sohn geht schon allein zur Toilette, aber manchmal macht er noch daneben.
(getrennt)
davon-
Als es schwierig wurde, hat er sich einfach davongemacht. (ist weggegangen,
geflüchtet)
durch-
1. Wir haben keine Ahnung davon, was sie durchgemacht (erlitten, durchlebt,
erduldet) haben. (Das meiste werden wir nie erfahren).
2. Am Wochenende machen wir immer die Nächte durch. (bleiben wach, arbeiten
ohne Pause)
ein-
Früher wurden Obst und Gemüse für den Winter eingemacht (eingekocht,
konserviert). (Dann hatte man genügend Vorräte).
S. das Eingemachte: Bei ihrem Gespräch ging es schließlich auch ums
Eingemachte. (um Persönliches, Intimes, Verborgenes)
fertig-
1. (Ich komme gleich)! Ich muss nur schnell meine Arbeit fertigmachen. (beenden,
abschließen)
2. Ich werde dich fertigmachen (zerstören), wenn du mich verrätst!
fort-
Er litt unter dem Regime, wollte sich jedoch nicht fortmachen. (weggehen, den Ort
verlassen)
her-
Dieser Anzug macht etwas her (ist beeindruckend, wirkt imposant): darin sieht er
sehr vornehm aus.
heran- - ran-
Er weiß genau, wie er sich an sein Opfer heranmachen muss. (sich in Absicht
nähern, sich anschleichen)
Präfixe + machen
rüber
In der DDR gab es viele Menschen, die „rüber machen“ (in den Westen gehen)
wollten. (Dazu mussten sie aber fliehen) (getrennt)
herum- - rum-
Die beiden machten ein bisschen aneinander herum, (berührten sich intim, fassten
sich an, knutschten)
herunter- - runter-
Immer muss er sie vor anderen heruntermachen. (diffamieren, diskreditieren)
hin
1. Ich habe mir ein Kreuzchen hin gemacht (markiert, aufgezeichnet, angebracht),
damit ich weiß, welche Aufgaben ich lösen soll.
2. Er bekam ein schönes Spielzeugauto, doch in nur 2 Minuten hat er es hin
gemacht. (ugs. verstört, beschädigt) (getrennt)
kaputt- Früher hat mein Bruder alles kaputtgemacht (zerstört), was mir gehörte.
los-
1. (Ich bin angebunden). Mach mich bitte los. (entbinden, befreien)
2. Vor dem Losmachen wurden die Matrosen von ihren Familien verabschiedet. (In
der Schifffahrt: Leinen losmachen)
mit- (Wir wollen am Samstag wandern gehen). Wollt ihr nicht mitmachen?
nach-
1. Alles muss sie mir nachmachen (imitieren, kopieren). (Offenbar hat sie keine
eigenen Ideen).
2. Die Lehrerin wird von ihren Schülern oft nachgemacht. (karikiert, gehänselt,
veräppelt)
publik-
Aufgabe von Journalisten ist es, Informationen publik zu machen
S. die Publikmachung: Erst durch die Publikmachung der Affäre wurde die
Öffentlichkeit aufmerksam.
Präfixe + machen
ver-
Ich vermache (vererbe, überlasse) dir mein gesamtes Vermögen.
(Ich trete es dir ab). (nicht trennbar)
S. das Vermächtnis: Die Psychoanalyse ist Sigmund Freuds Vermächtnis. (Erbe,
Nachlass, Hauptwerk)
vor-
1. Kinder machen nach, was Erwachsene ihnen vormachen. (geben Beispiel)
2. Mir kannst du nichts vormachen (vorspielen, flunkern, mich nicht täuschen): ich
merke doch, dass etwas nicht stimmt!
weg- 1.
Die Flecken auf dem Tisch muss ich noch wegmachen. (wischen, säubern,
entfernen)
2. Sie war schwanger, aber sie hat das Kind wegmachen (abtreiben) lassen.
zu-
1. Ich muss mein Geschäft jetzt zumachen (schließen). (Es ist 20 Uhr).
2. Mach zu (beeil dich, sei schnell), sonst verpassen wir den Zug!
Präfixe + merken
an-
1. Sie ließ sich nicht anmerken, dass sie sehr enttäuscht war. (Sie ließ nicht
erkennen, gab nicht preis)
2. Zu seinem Vortrag gab es nur wenig anzumerken (hinzuzufügen, zu ergänzen, zu
korrigieren): er hätte ein wenig pointierter sein können.
S. die Anmerkung: Manche Leser schreiben Anmerkungen an den Rand ihrer Texte.
(Notizen, Erinnerungshilfen, Aphorismen)
auf-
Als sie von sich persönlich berichtete, merkten die Zuhörer plötzlich auf. (wurden
sie wach, interessiert sich )
S. die Aufmerksamkeit: Meine Damen und Herren – ich bitte um Ihre
Aufmerksamkeit!
A. 1. Er war ein aufmerksamer (wacher, engagierter) Schüler.
2. Das war sehr aufmerksam (höflich, entgegenkommend) von Ihnen, dass Sie mir die
Tür aufhielten!
be-
1. Er bemerkte (spürte) nicht, dass alle verärgert waren (Ihm wurde gewahr…)
2. Nach der Vorstellung bemerkte (äußerte, sagte, kommentierte) sie, dass sie sich
sehr gelangweilt hätte (nicht trennbar)
S. die Bemerkung: Seine unüberlegten Bemerkungen (Äußerungen, Aussprüche)
ärgern sie oft tagelang.
A. Die Leistungen der Absolventen sind in diesem Jahr bemerkenswert. (sehr gut,
beeindruckend, überragend)
ver-
In seinem Zeugnis wurde vermerkt (beschrieben, festgehalten, notiert), dass er oft
gefehlt hatte. (nicht trennbar)
S. der Vermerk: Besonders auffällige Schüler bekommen einen Vermerk im
Klassenbuch.
vor-
Kannst du das bitte vormerken (freihalten, exklusiv reservieren)? (Dieser Termin ist
außerordentlich wichtig)!
Präfixe + messen
ab-
Miss mir bitte 3 Meter ab von dem Stoff mit dem Blumenmuster. (Die brauche ich,
um ein Kleid zu nähen).
an-
A. Ich halte es für angemessen (angebracht, statthaft, richtig), meinen Geburtstag
mit allen meinen Freunden zu feiern.
Es war völlig unangemessen (unverhältnismäßig, übertrieben, ungerecht), ihr so ein
großes Geschenk zu machen.
Es war anmaßend (hochmütig, eitel) von dir, dich mit ihm in eine Reihe zu stellen.
aus- Ich muss die Räume erst ausmessen, bevor ich weiß, wie groß sie sind.
be-
Die Kosten für die Renovierung bemessen sich auf 20.000 Euro. (betragen, kosten)
(nicht trennbar)
S. die Bemessung: Für Ehepaare gilt eine steuerliche Bemessungsgrenze.
bei-
Du solltest seinen Äußerungen nicht so eine große Bedeutung beimessen. (geben,
verleihen).
durch-
Wir haben das Gelände durchmessen (geprüft, in Augenschein genommen,
begutachtet) und kommen zu dem Schluss, dass es für unser Projekt ungeeignet
ist.
er-
Noch können wir nicht ermessen (beurteilen), welche Wirkungen die Zuwanderung
für uns haben wird. (nicht trennbar)
nach- Zur Sicherheit messen wir noch einmal nach, wie hoch die Decke ist.
Präfixe + messen
ver-
Die Forscher vermessen die Fundstücke, bevor sie sie wieder zusammenfügen.
(nicht trennbar)
S. Die genaue Vermessung der Landschaft dient der Erstellung topographischer
Karten.
A. Es ist vermessen (anmaßend, arrogant) von dir anzunehmen, alle hätten sich dir
unterzuordnen.
Präfixe + nehmen
ab-
1. Kann ich dir etwas abnehmen (dich. entlasten)? (Du hast so viel zu tragen)!
2. Ich weiß nicht, ob ich dir das abnehmen (glauben) soll. (Mich überzeugt das
nicht).
3. Sie hat in der letzten Zeit sehr abgenommen (an Körpergewicht verloren). (Ob sie
eine Diät gemacht hat)?
4. Bei seiner Inhaftierung wurden ihm all seine Wertsachen abgenommen
(weggenommen, beschlagnahmt).
S. Die Abnahme (Übergabe nach Kündigung) der Wohnung erfolgt zwischen Mieter
und Vermieter.
A. Bei abnehmendem Mond schlafe ich schlechter.
an-
1. Wir haben ein fremdes Kind angenommen. (adoptiert)
2. Solch ein Geschenk kann ich doch nicht annehmen (akzeptieren, gut heißen)!
(Das ist doch viel zu groß)!
3. Er hatte angenommen (gedacht, gehofft, geglaubt), dass er befördert würde.
S. die Annahme: Gehe ich recht in der Annahme (Meinung, Glauben, Vermutung),
dass Sie Bescheid wissen?
auf-
1. Viele denken, Deutschland kann keine Flüchtlinge mehr aufnehmen. (empfangen,
versorgen)
2. Wie viel der Körper von der Nahrung aufnehmen (verwerten) kann, hängt von der
Qualität ab.
3. Ich werde die Kinder beim Spielen aufnehmen (fotografieren, filmen,
dokumentieren). (Das muss man einfach für die Zukunft festhalten).
S. die Aufnahme: 1. Herzlichen Dank für Ihre freundliche Aufnahme! (das
Willkommen, den Empfang)
2. Ich habe noch alte Aufnahmen (Fotos) von meinem Großvater.
Die Aufnahmelager sind bereits überfüllt.
Unsere Aufnahmebereitschaft ist grenzenlos.
Meine (geistige) Aufnahmekapazität ist erschöpft. (Ich brauche dringend eine
Pause).
Präfixe + nehmen
aus-
Sie wurde ausgenommen (ausgenutzt, betrogen, missbraucht) wie eine
Weihnachtsgans.
S. die Ausnahme: Wir können in Ihrem Fall keine Ausnahme machen. (Die Gesetze
gelten auch für Sie).
Adv. Ausnahmsweise machen wir heute eine Viertelstunde früher Schluss.
auseinander-
Das ist ein neues Spielzeug. Das ist nicht zum Auseinandernehmen! (demontieren,
in Einzelteile zerlegen)
be-
Unsere Eltern wollten, dass wir uns gut benehmen (höflich sind, uns rücksichtsvoll
und aufmerksam verhalten), denn gute Manieren sind die Eintrittskarte in die Welt.
(nicht trennbar)
S. der Benimm: Viele Menschen haben keinen Benimm und ecken daher ständig
an.
das Benehmen: Schlechtes Benehmen zeichnet nicht nur junge Menschen aus.
A. Nach der Fahrt im Karussell fühlte ich mich ganz benommen. (unwohl,
schwindelig, mulmig)
dazu- Wir bestellen Pizza, und ich würde gern noch einen Salat dazunehmen.
dran
Als Lehrer sollte man auch die Schüler dran nehmen (auffordern, fragen), die sich
nicht von sich aus melden. (getrennt)
durch-
Was wir heute im Unterricht durchgenommen (bearbeitet, erörtert, besprochen)
haben, war sehr interessant und nützlich.
ein-
1. Du musst deine Medikamente regelmäßig einnehmen. (essen, verspeisen)
2. Ein Gebiet nach dem anderen wurde von den Kämpfern eingenommen. (besetzt,
beschlagnahmt, okkupiert)
3. Was wir durch den Verkauf unserer Produkte einnehmen (verdienen), geben wir
an Bedürftige weiter.
S. 1. Die Einnahme der Tabletten verhindert ein erneutes Ausbrechen der
Krankheit.
2. Wegen der Einnahme ihres Landes durch den Gegner blieb ihnen nichts als die
Flucht.
Präfixe + nehmen
ent-
1. Wer die Briefe anderer entnimmt, handelt gegen das Postgeheimnis.
2. Ihren Worten war zu entnehmen (schließen, heraushören), dass sie sehr an den
Folgen der Ereignisse litt. (nicht trennbar)
entgegen-
Unsere Nachbarin hat das Päckchen entgegengenommen. (annehmen, in Empfang
nehmen)
her-
1. (Ständig stellst du Forderungen). Wo soll ich das Geld denn hernehmen?
2. Den alten Kissenbezug können wir als Lappen hernehmen. (süddeutsch:
verwenden, nutzen, umfunktionieren)
heraus- - raus-
1. Die Kinder dürfen sich etwas aus der Bonbonniere herausnehmen.
2. Was sie sich herausnimmt (traut, wagt, für sich in Anspruch nimmt)! (So etwas
hätte ich mich nie getraut zu sagen)!
hin-
Wir können doch nicht stillschweigend hinnehmen (akzeptieren, uns doch nicht
fügen), dass wir betrogen wurden.
mit-
1. Er will seine Freunde mitnehmen, wenn er das nächste Mal in die Berge fährt.
2. Wenn Schüler Spielzeug mitnehmen, gibt es im Unterricht Unruhe.
S. Die Mitnahme von Hunden ist nicht gestattet.
A. Er sah mitgenommen (erschöpft, ausgelaugt, fertig) aus, nachdem er sich so
angestrengt hatte.
übel-
Du solltest es ihm nicht übelnehmen (vorwerfen, anlasten, nicht sauer sein), dass er
deinen Geburtstag vergessen hat.
Präfixe + nehmen
über-
Wer die Führung übernimmt, ist für seine Mannschaft verantwortlich. (nicht
trennbar)
S. Die Übernahme durch seinen Sohn brachte der Firma frischen Wind.
unter-
Lass uns etwas am Wochenende unternehmen (etw. Besonderes machen, tun)!
(Aufs Land fahren oder Sport treiben). (nicht trennbar)
S. Das Unternehmen besteht bereits in der 3. Generation.
A. Unternehmerisches Denken ist eine Voraussetzung für die Selbstständigkeit.
In jungen Jahren war sie sehr unternehmungslustig.(In jeder freien Minute war sie
unterwegs).
ver-
1. Ich habe vernommen (gehört, erfahren), dass du verreist warst.
2. Nach seiner Festnahme wurde der Täter stundenlang vernommen. (ausgefragt)
(nicht trennbar)
S. die Vernunft: Komm doch wieder zur Vernunft (Besinnung, Ratio, zum Verstand,
Bewusstheit)! (Du bist ja ganz außer dir)!
A. Manches, das anfangs unvernünftig schien, erweist sich später als erfolgreich.
Mirjam ist ein sehr vernünftiges Mädchen. (Sie überlegt sehr gut, was sie sagt und
tut).
vereinnahmen
Ich werde nicht gern von anderen vereinnahmt.(Ich möchte mir meine
Gesprächspartner gern selbst aussuchen). (nicht trennbar)
vor-
Wegen seiner Flegelei werden wir ihn uns vornehmen (mit ihm ernsthaft reden) um
ihn zurechtzuweisen (einem irgendwie Abhängigen gegenüber deutlich den
Unwillen über dessen Verhalten zu äußern).
Er hatte (geplant, gewollt, beabsichtigt), sich vorgenommen, sich zurückzuhalten.
A. Das ist eine vornehme (feine, edle, elegante) Dame aus gutem Hause.
vorweg-
Du solltest das Ende nicht immer vorwegnehmen. (Dann ist das Zuhören nur halb
so schön).
S. Die Vorwegnahme des Ergebnisses lenkt den Blick auf die Details.
weg-
Ich will ihr nichts wegnehmen, doch sie ist sehr misstrauisch.
S. Durch die Wegnahme überflüssiger Accessoires wirkt der Raum viel klarer.
Präfixe + nehmen
zu-
1. Seit sie nicht mehr raucht, hat sie stark zugenommen (an Körpergewicht
gewonnen, ist dicker geworden).
2. Viele Jahre lang haben Verkehrsunfälle zugenommen. (wurden mehr, sind
angestiegen)
S. die Zunahme: Wegen der Zunahme von Diebstählen wurden Schlösser montiert.
Adv. Es werden zunehmend bilinguale (zweisprachige) Ehen geschlossen.
zusammen-
1. Wenn wir alle Ergebnisse zusammennehmen (addieren, summieren), kommen
wir zu folgendem Schluss:
2. Wenn ich ihn sehe, muss ich mich zusammennehmen (bremsen, beherrschen,
zurückhalten), damit ich nicht loslache.
Präfixe + neigen
ab-
S. die Abneigung: Ich habe eine Abneigung gegen Männer mit Bärten. Ich mag sie
einfach nicht.
A. Sie ist nicht abgeneigt (dagegen, widerwillig), mit ihm zu tanzen.
ver-
Ich verneige mein Haupt vor Ihnen, denn ich verehre Sie sehr! (den Kopf -
eventuelle sogar seinen Oberkörper - senken)
S. Die Verneigung eines Mannes nannte man zu früheren Zeiten „Diener“.
vor Wer sich zu weit vorneigt, gerät in Gefahr, seinen Halt zu verlieren.
zu-
S. die Zuneigung: Sie empfindet große Zuneigung zu ihrem Onkel. Die beiden sind
einander sehr verbunden.
A. Die beiden sind einander sehr zugeneigt. (alt: zugetan, herzlich verbunden)
Präfixe + nutzen
ab-
Mit der Zeit nutzt sich die Kleidung ab, bleicht aus oder zerreißt. (zerschleißt, geht
kaputt)
S. Die Abnutzung häufig gebrauchter Dinge ist mit der Zeit nicht zu vermeiden.
aus-
1. Diese Gelegenheit werde ich ausnutzen (verwenden, gebrauchen), um endlich
einmal allein mit ihm zu sprechen.
2. Viele Frauen lassen sich ausnutzen (übervorteilen, instrumentalisieren), ohne es
zu merken.
A. Ich fühle mich ausgenutzt und schlecht behandelt.
be-
Jedes Werkzeug benutzt man zu einem bestimmten Zweck. (nicht trennbar)
S. Die Benutzung dieses Aufzugs ist dem Personal vorbehalten.
mit- Meine Freunde können mein Atelier mitnutzen, wenn sie malen möchten.
Präfixe + ordnen
ab-
Frau Schmidt wurde von ihrem Wahlkreis abgeordnet (beauftragt), nach Berlin zu
gehen.
S. der/die Abgeordnete: Sie ist die Abgeordnete ihres Wahlkreises.
an-
Der König ordnet an, ihm ein Zehntel der Ernte zu überlassen
S. die Anordnung: Alle sollen seiner Anordnung Folge leisten.
ein-
Täglich ordne ich die Dokumente ein, um sie jederzeit wiederfinden zu können.
S. Die Einordnung in ein Register erleichtert die Übersicht.
um-
Ich werde meine Papiere umordnen, denn so muss ich zu lange suchen.
S. die Unordnung (!): Bei so viel Unordnung findet man nichts wieder.
unter-
Innerhalb einer Hierarchie musst du dich unterordnen (einfügen, anpassen,
widerspruchslos kooperieren) können!
S. Die Unterordnung unter bestehende Gebote verlangt Demut und Gehorsam.
ver-
Mein Arzt hat mir Bettruhe verordnet. Er sagte mir, ich solle mich ausruhen. (nicht
trennbar)
S. die Verordnung:
1. Ich komme mit einer ärztlichen Verordnung (Rezept, Überweisung) über 10
Sitzungen Stimmtherapie.
2. Nach der neuesten Verordnung (gesetzliche Bestimmung, Regelung) entfällt die
Praxisgebühr von 10 Euro.
zu-
Der Archäologe kann das Fundstück nicht zuordnen (eingruppieren, katalogisieren).
(Er weiß nicht, aus welcher Zeit es stammt).
S. Die Zuordnung in eine bestimmte Epoche erfolgt nach klaren Kriterien.
Präfixe + packen
ab-
A. Im Supermarkt sind die meisten Produkte abgepackt zu kaufen. (portioniert und
verschlossen)
an- Wenn wir umziehen, heißt es für alle: Anpacken, Kisten und Möbel schleppen.
aus-
1. Das Schönste an Weihnachten ist für die Kinder, Geschenke auszupacken.
2. „Pack aus (gestehe, gib wichtige Informationen preis), sonst geht’s dir an den
Kragen“
be-
Wir sollten den Wagen nicht zu schwer bepacken. (Er fährt dann umso langsamer).
(nicht trennbar)
A. Nach jedem Einkauf kommt sie bepackt zurück.
bei-
S. der Beipackzettel: Auf dem Beipackzettel stehen die schlimmsten
Nebenwirkungen.
ein-
1. Ein Geschenk muss man schön einpacken, damit es dem anderen Freude
macht.
2. Angesichts dieser Konkurrenz können wir nur einpacken (kapitulieren, aufgeben).
A. Die Lieferungen sind immer aufwändig eingepackt.
ver-
Man muss die Gläser gut verpacken, sonst zerbrechen sie unterwegs. (nicht
trennbar)
S. die Verpackung: Oft zahlt man mehr für die Verpackung als für den Inhalt.
Der Verpackungsmüll nimmt überhand.
weg-
Bitte pack' deine Sachen weg (ugs. wegnehmen, entfernen)! (Ich möchte den Tisch
decken).
Präfixe + packen
zu-
Wenn alles bis heute Nachmittag fertig sein soll, müssen alle zupacken.
(mitarbeiten, fleißig sein)
A. Sie hat ein zupackendes Wesen. Statt zu zögern, handelt sie.
zusammen-
Am Ende des Urlaubs mussten wir alles zusammenpacken (demontieren, abbauen,
verräumen) und einladen.
Präfixe + passen
ab-
(Meine Mutter ist auf dem Weg zum Bahnhof). Wir müssen sie abpassen (einholen,
stoppen) und ihr die Wahrheit sagen!
an-
Alle Lebewesen müssen sich ihrer Umgebung anpassen (sich adaptieren, fügen,
eingliedern), wenn sie überleben wollen.
S. Die Anpassung (individuelles Einfinden, Integration) der neuen Kinder an die
Klasse gelangt erstaunlich schnell.
auf-
1. Passt immer schön auf (seid aufmerksam, hört hin, gebt acht), wenn die Lehrerin
euch etwas erzählt!
2. Als älteste Tochter musste sie schon früh auf ihre Geschwister aufpassen. (sie
behüten, versorgen, betreuen)
S. der/die AufpasserIn: Unser Nachbar spielt gern den Aufpasser (Aufseher,
neugieriger Mensch). (Er weiß genau, wenn jemand Besuch bekommt).
dazu-
Ich habe ein schönes Kissen gesehen, das könnte dazupassen. (mit anderen
Dingen harmonieren)
hin-
Ich überlege, wo dein Bild hinpasst (sich an einem guten Ort befindet, gut zur
Wirkung kommt). (Vielleicht über meinen Schreibtisch)?
hinein-
1. (Sie hat vieles im Urlaub gekauft). Nicht alles wird in ihre Koffer hineinpassen.
(vom Volumen her stimmen)
2. Das Wohnzimmer wirkt sehr gemütlich, doch karierte Stoffe passen nicht hinein.
(haben einen anderen Stil)
Präfixe + passen
ver-
1. Wenn wir weiter so langsam sind, werden wir unseren Zug verpassen!
(versäumen, verfehlen)
2. Er lud sie zum Essen ein, doch sie verpasste ihm eine Abfuhr. (Redewendung:
sie lehnte ab) (nicht trennbar)
A. Viele alte Menschen beklagen ihre verpassten (ungenutzten, versäumten)
Chancen.
Präfixe + raten
ab- Ich rate Dir von dieser Entscheidung ab. (Tu es lieber nicht).
an-
Es wurde mir angeraten, Hilfe zu suchen. (Dieser Empfehlung bin ich gefolgt).
S. das Anraten: Auf Anraten meines Arztes arbeite ich nun weniger.
be-
Kai kann dich beraten. (Er kann dir sagen, was du tun kannst). (nicht trennbar)
S. 1. Ich brauche eine Beratung; jemand muss mir erklären, wie das
funktioniert.
2. Die Beraterin war sehr hilfsbereit und hat uns gute Tipps gegeben.
bei-
S. Der Beirat - eine Gruppe von Fachleuten aus Wissenschaft und Wirtschaft –
prüft, ob das Projekt gewinnbringend ist.
er-
Wie hast du das Rätsel erraten? (Wie bist du auf die Lösung gekommen)? (nicht
trennbar)
ge-
1. Ich gerate (komme) immer in Konflikte, wenn mehrere gleichzeitig etwas von mir
wollen.
2. Der Braten gerät (gelingt) mir gut. (Er hat schon eine appetitliche Kruste).
3. Der Junge ist nicht gut geraten. (Er hat keine gute Erziehung gehabt und
benimmt sich schlecht). (nicht trennbar)
miss-
Leider ist mir der Kuchen missraten (misslungen, danebengegangen). (Ich habe ihn
anbrennen lassen).
A. Angeblich hat sie völlig missratene Kinder.
Präfixe + raten
ver-
1. Willst du mir nicht verraten (sagen, anvertrauen), was dich beschäftigt?
2. Die Frau fühlt sich von ihrem Mann verraten. (Er hat ihr Vertrauen missbraucht).
(nicht trennbar)
S. der Verrat: Sein Verrat an die Stasi zerstörte ihre Freundschaft.
Der/die VerräterIn: Die Demonstranten bezeichnen die Journalisten als Verräter.
vor-
Wir bevorraten immer einige Ersatzteile, so dass wir Ihren Wagen schnell
reparieren können. (auf Lager haben)
S. Der Vorrat: Ich habe immer einen Vorrat an Lebensmitteln im Haus. (So kann ich
jederzeit Gäste bewirten).
A. Diese Sorte ist nicht mehr vorrätig. Wir müssen sie erst wieder bestellen.
Präfixe + rechnen
ab-
1. Nach der Ernte wird abgerechnet. (Jeder bekommt seinen Lohn).
2. Jetzt rechne ich mit dir ab! So leicht kommst du mir nicht davon! (Rache üben, es
jmdm heimzahlen)
S. die Abrechnung: Heute bekam ich meine Stromabrechnung: ich muss 21 Euro
nachzahlen.
an-
1. Die Universität rechnet dir deine Auslandssemester an (berücksichtigt
Ansprüche). (Dann brauchst du nicht so lange zu studieren).
2. Das rechne ich dir hoch an. Dafür schätze ich dich sehr.
auf-
1. Alles, was er für sie tut, rechnet er auf (stellt in Rechnung, führt Buch)
2. Ich rechne einen Gefallen gegen den anderen auf (gleiche aus), denn ich möchte
nicht ausgenutzt werden und niemandem etwas schuldig bleiben.
be-
Für Kost und Logis berechnen wir dir wöchentlich 100 Euro. (nicht trennbar)
S. Die Berechnung: Nach meinen Berechnungen bleiben uns zum Leben monatlich
600 Euro.
A. Sie ist in allem, was sie tut, sehr berechnend: Wenn sie keinen Vorteil sieht,
lässt sie es bleiben.
Dieser Mensch ist unberechenbar (ungestüm, rücksichtslos, wankelmütig). (Man
weiß nie, was ihm als nächstes einfällt).
durch-
Wir haben alles genau durchgerechnet (kalkuliert). (Einen Urlaub können wir uns
dieses Jahr nicht leisten).
er-
Man kann die Darlehensbelastung aus dem Zinssatz errechnen. (nicht trennbar)
Präfixe + rechnen
gegen-
In der Finanzabteilung wird der Finanzplan gegengerechnet. (kontrollieren,
überprüfen)
hinzu-
Zu all unseren Fixkosten musst du auch Geld für den täglichen Bedarf
hinzurechnen.
nach-
Du kannst es nachrechnen (rechnerisch überprüfen), dann wirst du sehen, dass das
Ergebnis stimmt.
um- Das Kleid kostet 100 Dollar, umgerechnet etwa 130 Euro.
ver-
1. Ich habe mich verrechnet. (Du schuldest mir nicht 85 Euro, sondern nur 75).
2. Da hat er sich verrechnet. (Er täuscht sich. Sein Plan wird nicht funktionieren).
3. Die Bank verrechnet (berücksichtigt) die bereits gezahlten Beträge (mit) (bei) der
endgültigen Summe. (nicht trennbar)
S. Die Verrechnung: Jedes Jahr erhält sie einen Scheck zur Verrechnung.
(Gutschrift auf das Bankkonto)
vor-
1. Der Lehrer rechnet den Schülern die Aufgabe vor. (Er erklärt die Rechnung an
der Tafel).
2. Meine Mutter rechnete mir ständig vor, wie teuer meine Schulsachen waren. (hält
mir vor, legt mir zur Last)
zu-
A. Der Patient ist nicht zurechnungsfähig (bei klarem Bewusstsein). (Er ist nicht in
der Lage, vernünftig zu handeln).
zusammen-
1. Rechne die Zahlen zusammen (addiere).
2. Da musst du nur 1 und 1 zusammenrechnen (logische folgern), und schon
verstehst du, was los ist.
zwischen-
Schon bei der Zwischenrechnung (vorläufige, noch nicht endgültige Rechnung)
ahnte ich, dass das Ergebnis sehr hoch ausfallen würde.
S. Die Zwischenrechnung
Präfixe + reden
ab-
S. die Abrede: Ich stelle dir nicht in Abrede, dass du dich bemüht hast; aber deine
Leistung reicht nicht aus. (in Abrede stellen: widersprechen, bezweifeln)
an-
Wie soll den Grafen nur anreden? „Seine Exzellenz“ oder „Euer Gnaden“?
S. Die Anrede mit „Sie“ steht für eine respektvolle Distanz.
aus-
1. Man hört seinem Gesprächspartner aufmerksam zu und lässt ihn stets ausreden.
(ohne Unterbrechung zu Ende sprechen)
2. Ständig muss ich ihr ihre Wünsche ausreden (mit Gegenargumenten
überzeugen). (Sie will so viel, das sie gar nicht braucht).
S. die Ausrede: Dass wir kein Geld haben, war eine faule Ausrede (Ausflucht,
fadenscheinige Begründung). (In Wirklichkeit hat er nur keine Lust).
be-
Lass uns die Angelegenheit in Ruhe bereden. (besprechen, klären, erläutern) (nicht
trennbar)
A. Seine Antwort war beredtes Schweigen. (alt: vielsagend)
drauflos- - darauflos-
Sie machen sich viel zu viele Gedanken anstatt einfach draufloszureden.
ein-
Er hat sich von seinen Freunden einreden (beeinflussen, indoktrinieren) lassen,
dass er sich ein besseres Handy kaufen soll.
herum- - rum-
Er wollte er um den „heißen Brei“ herumreden, doch dann sprach er „Tacheles“
(Klartext). (das anstehende Thema umgehen, statt die Sache direkt anzusprechen)
hinein-
Ich lasse mir in meine Entscheidung von niemand hineinreden. (Das ist allein meine
Sache).
Präfixe + reden
mit-
1. Als Eltern haben wir ein Wörtchen mitzureden (mit zu entscheiden), mit wem
unser Sohn in die Ferien fährt.
2. Wir durften als Kinder nie mitreden (mitdiskutieren, uns nicht einmischen,), wenn
sich Erwachsene unterhielten.
nach-
S. die Nachrede: Seitdem der Sportfunktionär unter Korruptionsverdacht steht,
leidet er unter der üblen Nachrede (den Kommentaren, Anschuldigungen,
Vorwürfen) der Journalisten
über-
Eigentlich wollte ich gar nicht mit in die Disko gehen, doch meine Freunde haben
mich dazu überredet (gedrängt). (nicht trennbar)
S. die Überredung (nur im Zusammenhang wie folgt): Sie musste all ihre
Überredungskünste aufbringen, damit er mit ihr in den Urlaub fuhr.
unter-
S. Nach der Unterredung mit seinem Vorgesetzten wurde die Sache für beendet
erklärt. (ernste Gespräch zur Klärung eines Sachverhalts)
verab-
Ich bin mit einem jungen Mann zum Essen verabredet. (Er möchte mich näher
kennenlernen). (nicht trennbar)
S. Seit ihrer ersten Verabredung (Date, Rendezvous) treffen sie sich immer
häufiger.
vor-
S. der/die VorrednerIn: Ich stimme den Aussagen meines Vorredners zu.
wider-
S. die Widerrede: Meine Mutter duldete keine Widerrede (keinen Widerspruch,
Einwand, kein Gegenargument), wenn sie uns etwas befohlen hatte.
zer-
Wenn einem etwas gefällt, muss man es nicht zerreden. (analysieren,
auseinandernehmen, interpretieren) (nicht trennbar)
zu-
Wir versuchten, ihm gut zuzureden (zu ermuntern, aufzubauen), doch er traute sich
einfach nicht.
Präfixe + regen
ab- „Reg dich ab!“, sagte die Tochter, als ihre Mutter sie beim Rauchen erwischte.
(ugs. entspannen dich , „komm runter“)
an- Die Ausstellung hat mich dazu angeregt (inspirieren, ermutigen), selbst zu
malen.
S. die Anregung: Im Gespräch mit anderen erhalten wir viele Anregungen.
(Anstöße, Impulse, Ideen)
A. Das Gespräch mit meiner Freundin war sehr anregend.
(Wir haben uns angeregt unterhalten).
auf- Mein Partner regt sich immer gleich auf, wenn ich etwas erzähle. (empört sich,
ist hitzig, impulsiv oder reagiert wütend)
S. die Aufregung: Die Nachricht über das Attentat in Istanbul sorgte für große
Aufregung. (Beunruhigung, Sorge, Empörung)
A. Sie findet es aufregend (sexuell stimulierend), mit Männern zu flirten.
er- Mit ihrer neuen Art zu malen erregten (verursachten) die Expressionisten
großes Aufsehen. (lösten aus)
S. die Erregung:
1. Er konnte die Erregung (Unruhe, Empörung, das Aufgebrachtsein) der Leute
nicht verstehen.
2. Der junge Mann konnte seine Erregung kaum verbergen. (sexuelle Stimulation)
Der Erreger: Die Krankheitserreger (Bakterien oder Viren) sind weit verbreitet; man
kann sich nicht vor ihnen schützen.
A. Durch den Film waren die Zuschauer sehr erregt. (verärgert oder sexuell
stimuliert)
Präfixe + reichen
ab-
siehe: verab-
an- Könntest du mir die Kleider bitte anreichen? (Das erleichtert mir das Anziehen).
Vorsicht anreichern: Ich reichere die Suppe mit Sesamkernen und Schnittlauch an.
(verfeinere, füge wertvolle Stoffe hinzu)
aus- Ob unsere Brotzeit ausreicht (genug ist) für eine ganztägige Wanderung?
A. Bei ihren Verwandten fanden sie ausreichende Nahrung und Unterbringung.
be-
Vorsicht bereichern: Dass wir Kinder haben, bereichert unser Leben sehr. (nicht
trennbar)
S. der Bereich:
1. Jedes Kind hat seinen eigenen Bereich, in den es sich
zurückziehen kann. (räumlich abgetrenntes Gebiet)
2. Sie ist zuständig für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit. (Fachgebiet)
Vorsicht: die Bereicherung: Trotz vieler Arbeit und gelegentlichem Stress empfindet
sie ihre Familie als Bereicherung.
durch-
Zwischen Küche und Esszimmer gibt es eine Öffnung, durch die man die Speisen
durchreichen kann.
S. die Durchreiche: Besonders stolz sind die Hausbesitzer auf die Durchreiche zum
Speisezimmer.
ein-
Sie müssen viele Dokumente einreichen (einer Behörde zusenden, vorweisen),
bevor Sie Ihr Geschäft eröffnen können.
er- 1.
Ich habe mehrmals angerufen, konnte dich aber nicht erreichen. (antreffen)
2. Wenn er das Klassenziel nicht erreicht (erfüllt, schafft, ihm Genüge tut), wird er
nicht versetzt.
3. Was möchtest du im Leben erreichen? (Was strebst du an)? (nicht trennbar)
A. Das Abitur zu machen, war für ihn unerreichbar. Die Familie hatte kein Geld.
Präfixe + reichen
hin-
Adv. Da ich nicht hinreichend (genügend, umfassend) informiert war, konnte ich
mich nicht in das Gespräch einbringen.
nach-
Wenn ein Schriftstück fehlt, können Sie es später noch nachreichen. (nachsenden,
nachschicken)
über-
Als Sieger der Veranstaltung bekam er den Pokal überreicht. (aushändigen,
übergeben)
verab-
Der Arzt verabreichte (gab) mir ein Beruhigungsmittel.
S. Die Verabreichung eines Medikaments geschieht auf ärztliche Verordnung.
zu-
A. Ihre Darbietung war völlig unzureichend (ungenügend, schlecht). Wir können sie
nicht an unserer Schule aufnehmen.
Präfixe + reißen
ab-
1. Das Haus wurde abgerissen. (Es ist nicht mehr da).
2. Bevor wir die Wände streichen, müssen wir erst die Tapeten abreißen. (in
Stücken entfernen)
S. der Abriss:
1. Seit dem Abriss des Hauses (der geordneten Zerstörung) liegt das
Grundstück brach.
2. Wir bekamen nur einen Abriss (eine kurze Skizze) über das Projekt. (Genaueres
erfahren wir dann später).
an-
Ich kann das Thema nur anreißen (kurz ansprechen, erwähnen). (Für eine
vollständige Darstellung fehlt mir die Zeit).
auf-
1. Er reißt alle Fenster auf (öffnet mit Schwung die Fenster). (Er braucht frische
Luft).
2. Die Verpackung ist aufgerissen (geöffnet, beschädigt); so wird die Ware niemand
kaufen.
3. Der Rockstar reißt viele Mädchen auf (macht an, flirtet). (Ständig hat er neue
Freundinnen).
aus-
Jan will ausreißen. (Er will nicht bei seinen Eltern bleiben).
S. Reißaus (Kein Artikel!): Am liebsten möchte ich Reißaus nehmen. (flüchten)
auseinander-
Du kannst die Geschwister nicht auseinanderreißen (gewaltsam trennen). (Sie sind
doch zusammen aufgewachsen).
durch- Vor Wut riss sie das Foto durch. (Nun liegt es in zwei Teilen auf dem Tisch).
ein-
1. Die Briefmarke wurde an einer Ecke eingerissen (beschädigt). (Jetzt ist sie
wertlos).
2. Ich möchte nicht, dass hier neue Sitten einreißen und jeder kommt und geht,
wann es ihm passt! (sich etablieren, zur Gewohnheit werden)
Präfixe + reißen
ent- Er entreißt der alten Frau die Handtasche. (Sie wird ihr mit Gewalt genommen).
entzwei- Ich reiße den Stoff entzwei, dann habe ich zwei Stücke.
fort- Sie reißt das Kind mit sich fort. (Sie nimmt das Kind mit Gewalt mit).
heraus-
1. Eine Seite aus einer Zeitschrift herauszureißen (herauszutrennen, zu entfernen),
ist den künftigen Lesern gegenüber unfair.
2. Meine neue Begegnung reißt mich völlig aus meinem Alltag heraus. (enthebt
mich auf positive Weise, distanziert mich)
herum- - rum-
1. Ich musste das Ruder herumreißen, sonst wären wir mit dem anderen Boot
kollidiert. (schnell die Richtung ändern)
2. Noch ist die Lage nicht aussichtslos: wir können das Steuer noch herumreißen!
(Redewendung: etwas Abstraktes im letzten Moment akkurat ändern)
3. Als Kind wurde immer an ihr herumgerissen (gezerrt, gezogen). (Nie wusste sie,
wo sie zuhause war).
hin-
Er lässt sich von ihr hinreißen (verleiten, verführen), eine Dummheit zu begehen.
A. Diese junge Frau ist einfach hinreißend: sie hat Charme und Humor.
los-
1. Das Kind reißt sich los und läuft fort. (befreit sich energisch)
2. Wir hatten ein sehr nettes Gespräch, doch dann musste ich mich losreißen
(abrupt aufbrechen), um nicht zu spät zu kommen.
mit-
Lass dich einfach mitreißen von dieser wunderbaren Musik. (Genieße sie)!
A. Sein Vortrag war so mitreißend, dass ich alles um mich herum vergaß.
um-
Könntest du das Projekt kurz umreißen. (Erkläre es mit wenigen Worten). (nicht
trennbar)
S. der Umriss: Ich konnte nur ihre Umrisse (äußeren Ränder, Konturen, ein
Schattenbild) erkennen, nicht ihren Gesichtsausdruck.
Präfixe + reißen
ver-
Der Kritiker hat das Buch verrissen. (Er hat es sehr schlecht bewertet). (nicht
trennbar)
S. der Verriss: Sein Verriss stand in der Zeitung – der arme Autor!
zer-
1. Er zerriss den Brief. (Jetzt liegt er in vielen kleinen Schnipseln auf dem Boden.
(nicht trennbar)
2. Es zerreißt (bricht) mir das Herz, wie rücksichtslos sie ihr Kind behandelt! (das
Herz schmerzt)
S. Die Zerrissenheit: In ihrer Zerrissenheit (Zwiespältigkeit, in ihrem inneren
Konflikt) weiß sie sich nicht zu entscheiden.
zusammen- Reiß dich zusammen! (Verliere nicht die Nerven, bleib cool)!
Präfixe + richten
ab-
Susanne richtet den Hund ab (ausbildet ihn aus, dressiert ihn). (Dann gehorcht er
auf jeden Befehl).
an-
1. Was hast du nur angerichtet? (Was hast du Schlimmes getan)?
2. Das Essen ist angerichtet. (Es steht fertig auf dem Tisch).
S. die Anrichte: Auf unserer Anrichte steht eine Blumenvase. (halbhoher Schrank)
auf-
Wenn du dich mehr aufrichtest (streckst), wirst du besser wahrgenommen.
S. Die Aufrichtung (Haltung, Körperspannung) eines Menschen ist für seine
Ausstrahlung sehr wesentlich.
A. Es tut mir aufrichtig (ehrlich, von Herzen) leid, dass ich deinen Geburtstag
vergessen habe!
aus-
1. Ich soll dir von Matthias ausrichten (übermitteln, sagen, weitergeben), dass er
später kommt.
2. Berlin wird das nächste Sportfest ausrichten. (Die Stadt organisiert das Fest).
be-
Es gibt nicht viel zu berichten. (Es gibt nichts zu erzählen). (nicht trennbar)
S. Der Bericht (die Reportage, Zusammenfassung) über das Fußballspiel steht
heute in der Zeitung.
berichtigen: korrigieren
benachrichtigen: Mein Kollege hat mich über den Vorfall benachrichtigt.
(verständigen, informieren) (nicht trennbar)
S. Die Benachrichtigung erreichte mich kurz vor der Debatte.
Präfixe + richten
ein-
1. Wir richten unsere neue Wohnung ein. (Dazu brauchen wir Möbel, Teppiche und
Gardinen).
2. Auf meiner Reise konnte ich es einrichten arrangieren, planen), meine Freundin
in Köln zu treffen.
S. 1. Die Einrichtung des Wohnzimmers besteht aus Leder, Glas und Chrom.
2.
Soziale Einrichtungen kümmern sich um Arme und Hilfsbedürftige.
er- Das Haus wurde innerhalb von 3 Monaten errichtet. (gebaut, konstruiert)
ent- Bitte entrichten (zahlen) Sie die Gebühr für die Bibliothek. (nicht trennbar)
her- Du hast den Geburtstagstisch schön hergerichtet. (Er ist sehr originell
dekoriert).
hin-
Maria Stuart wurde hingerichtet. (Sie wurde geköpft).
S. Die Hinrichtung erfolgte durch den Henker.
nach-
S. die Nachricht: In den Nachrichten erfährst du, was in der Welt geschehen ist.
(Informationssendung im Radio oder Fernsehen)
unter-
Die Lehrerin unterrichtet die Kinder. (Sie lehrt sie Lesen und Schreiben). (nicht
trennbar)
S. Der Unterricht findet in der Schulklasse statt.
ver-
Der alte Mann verrichtet (tut, erfüllt) seinen Dienst. Er führt ihn aus. (nicht
trennbar)
S. die Verrichtung: Während der Verrichtung meiner Geschäfte möchte ich nicht
gestört werden.
vor-
S. die Vorrichtung: Die Maschine hat eine Vorrichtung zum Aufschäumen der Milch.
(Sie hat eine Funktion)
Präfixe + richten
zu- Wer hat dich so zugerichtet? (Wer hat dich geschlagen und verletzt)?
Präfixe + rücken
ab-
1. Wir sollten den Schrank ein Stück von der Wand abrücken, damit sie nicht feucht
wird. (eine Distanz schaffen)
2. Sie ist von ihrem Vorhaben wieder abgerückt, da sie wichtige Details nicht
bedacht hatte. (hat innerlich Abstand genommen)
an-
Wenn die Truppen anrücken (näher kommen, bedrohlich werden), verstecken wir
uns in einer Höhle im Wald.
auf-
Wenn ihr ein bisschen aufrückt, kann ich mich auch auf das Sofa setzen.
aus-
Die Schüler sind ausgerückt (aus einer Gemeinschaft unerlaubt ausgebrochen), um
sich mit Leuten aus dem Dorf zu treffen.
auseinander-
Da nicht so viele kommen werden, können wir die Stühle weiter auseinanderrücken.
(mehr Abstand schaffen)
be-
A. Das junge Mädchen wirkte auf alle berückend. (alt: bezaubernd, entzückend)
ein-
Nachdem der Krieg erklärt wurde, rückten alle Männer ein, um Soldat zu werden.
(traten in den Kriegsdienst ein)
ent-
A. Der Dichter war entrückt (träumerisch, abwesend, nicht geistesgegenwärtig) und
nahm nichts von der Außenwelt wahr.
heran- - ran-
Wir sahen den Feind heranrücken (sich nähern, anstürmen) und fürchteten um
unser Leben.
Präfixe + rücken
heraus- - raus-
1. Wenn er mir nicht endlich das Geld herausrückt (geben, zahlen), das er mir
schuldet, werde ich gegen ihn vorgehen.
2. Rücke endlich mit der Wahrheit heraus! (Gib sie preis, gib zu!) (Ich merke doch,
dass du lügst)!
hinter-
Adv.. Das Opfer wurde hinterrücks (von hinten) erschlagen.
nach-
Es werden neue Generationen nachrücken, wenn wir Älteren uns zur Ruhe setzen.
um- Wir haben unsere Möbel umgerückt. Nun sieht das Zimmer ganz anders aus.
ver-
Immer verrückt (verschiebt) jemand die Kissen auf dem Sofa. (Bringt sie
durcheinander). (nicht trennbar)
S. der/die Verrückte: Verrückten ist egal, was andere über sie denken.
A. Die Idee klang verrückt. (Doch sie führte zum Erfolg).
vor- Wenn wir noch ein paar Plätze vorrücken, können wir vielleicht gewinnen.
zusammen-
1. Rückt ein bisschen zusammen, dann haben alle Platz.
2. (Die Zeiten werden härter). Wir müssen enger zusammenrücken (uns
gegenseitig helfen, unterstützen, solidarisch sein).
Präfixe + rufen
ab-
1. Er ruft die Informationen von ihrer Webseite ab. (Er bezieht , erhält sie). (So
erfährt er, wie man sie erreichen kann).
2. Als Diplomat wurde er abberufen (beauftragt, beordert), nach Tahiti zu gehen.
S. der Abruf: Taxifahrer und andere Dienstleister stehen auf Abruf bereit. (sie
beginnen mit ihrer Arbeit, sobald sie dazu – per Telefon – beauftragt werden)
A. Sämtliche Daten sind in kürzester Zeit abrufbar.
an-
1. Der Vater ruft an (er telefoniert). (Er ist am Telefon).
2. Jesus rief Gott um Hilfe an. (bat, flehte, ersehnte)
S. Der Anruf meiner Mutter brachte mich aus der Fassung.
auf-
1. Der Arzt ruft den nächsten Patienten auf: „Herr Meier, bitte ins Sprechzimmer!“
2. Wir wurden aufgerufen (aufgefordert, gebeten), uns an der Demonstration zu
beteiligen.
S. Der Aufruf, die Petition zu unterzeichnen, fand große Resonanz.
aus-
Am Bahnhof lässt Herr Meier seine Tochter ausrufen. (Er hat sie verloren und hofft,
dass sie die Durchsage hört).
S. der Ausruf: Durch ihren unreflektierten Ausruf brachte sie alle Anwesenden zum
Verstummen.
be-
Der berühmte Sprachwissenschaftler wurde als Professor nach Wien berufen.
(immer im Passiv!) (nicht trennbar)
S. die Berufung:
1. Der Verurteilte legt Berufung ein: er will gegen das Strafmaß ankämpfen.
2. Endlich folgt sie ihrer Berufung und geht als Ärztin nach Afrika.
S. Der Beruf eines Menschen entscheidet weitgehend über sein Lebensglück.
(die Tätigkeit, Ausbildung)
dazwischen-
Kevin muss immer dazwischenrufen. (Er stört den Vortrag mit seinen
Bemerkungen).
Präfixe + rufen
herein- - rein-
Darf ich die Bewerberin jetzt hereinrufen? (Sie wartet im Nebenzimmer).
hervor-:
1. Die Musik ruft Gefühle hervor. (Sie werden wieder ins Bewusstsein geholt).
2. Zu viel Reinlichkeit kann Allergien hervorrufen. (verursachen)
hinterher-
In Spanien ist es üblich, dass Männer den Frauen hinterherrufen (Komplimente
machen, scherzen, flirten): das ist ein Spiel.
nach-
Sie rief ihm noch etwas nach, aber er hörte es nicht mehr.
S. der Nachruf: Über den Verstorbenen steht ein Nachruf in der Zeitung.
(Schriftliche Erinnerung)
ver-
S. der Verruf: Ihr Name ist in Verruf geraten, seit sie mit diesem Betrüger liiert war.
(schlechter Ruf bzw. Reputation)
A. Dieses Stadtviertel ist verrufen. (Hier wohnen viele Kriminelle).
wider-
Er hat seine Aussage widerrufen. (Er distanziert sich von ihr). (nicht trennbar)
A. Seine Zusage ist unwiderruflich (unumkehrbar). (Ich bekomme den Job)!
zu-
Als der Papst durch die Straßen fährt, rufen ihm viele Menschen zu. (sprechen ihn
laut an, jubeln, stimmen zu)
S. der Zuruf: Die Schauspieler reagieren auf die Zurufe des Publikums.
zusammen- Lass uns die Menschen zusammenrufen. (Sie sollen es alle erfahren).
zwischen-
Wenn ihr ständig dazwischenruft, können wir den Inhalt des Films nicht verfolgen.
S. der Zwischenruf: Bei den Sitzungen kommt es öfter zu Zwischenrufen. (Das stört
die Redner und die, die zuhören wollen).
Präfixe + rühren
an-
1. Das Leid der Flüchtlinge rührt mich an.(Ich empfinde großes Mitgefühl).
2. Rühr' sie nicht an! (Fass sie nicht gewaltsam an, tritt ihr nicht zu nahe). (Sonst
bekommst du es mit mir zu tun)!
3. Man muss das Pulver nur mit Milch anrühren – schon ist die Cremespeise fertig.
4. Als die Krankenschwester das Geschirr abtrug, war das Essen der Patientin nicht
angerührt. (Sie hatte einfach keinen Appetit).
A. Es ist anrührend mitanzusehen, wie das Mädchen sich um seine kleinen
Geschwister kümmert.
auf-
Schlechte Erinnerungen sollten nicht wieder aufgerührt (in Erinnerung gerufen
rufen, wiederbelebt) werden.
S. der Aufruhr: Nachdem der Abgeordnete seine Meinung geäußert hatte, herrschte
Aufruhr (Empörung, Geschrei, Randale im Saal.
A. Durch ihre aufrührerischen Reden stachelte die Politikerin ihre Wähler zu
Untaten an.
be-
1. Die Ausstellungsstücke dürfen nicht berührt (mit den Händen angefasst) werden!
2. In einer fahrenden U-Bahn berühren sich die Fahrgäste, ohne es zu
beabsichtigen.
3. Die Erzählung hat mich sehr berührt. (innerlich ergriffen, angesprochen)
4. Frisch Verliebte berühren sich unentwegt. (Sie können nicht voneinander lassen).
S. die Berührung: Kleine Kinder brauchen viel Berührung.
A. Nach Ansicht vieler Menschen sollte eine junge Frau unberührt (jungfräulich,
rein) in die Ehe gehen.
durch-
Wenn sich alle Zutaten in der Schüssel befinden, braucht man sie nur noch kräftig
durchzurühren. (mit einem Löffel oder Handmixer vermengen)
herum- - rum-
Beim Kochen muss man nicht nur in den Töpfen herumrühren, sondern auch auf die
Temperatur und Konsistenz der Speisen achten.
Präfixe + rühren
um-
Beim Erhitzen rühre ich die Suppe immer wieder um, damit sie nicht am Boden des
Topfes ansetzt.
unter- Sie hat ein wenig Sahne untergerührt.( So ist die Soße schön sämig).
ver-
Die Gewürze wurden nicht gut verrührt (vermischt, verteilt). (Ich hatte gerade ein
Klümpchen Salz in meiner Suppe).
Präfixe + sagen
ab-
Ich sage dir für heute ab. (Ich kann nicht kommen).
S. die Absage: Sie deutete meine Absage als Affront.
an-
Unser Chef will etwas Wichtiges ansagen. (Er hat etwas zu verkünden).
S. die Ansage: Das war eine deutliche Ansage. (Jetzt wissen wir, was zu tun ist).
auf-
Lisa sagt das Gedicht auf. (Sie muss dabei nicht in das Buch schauen, sie kann es
auswendig).
aus-
Volker sagt heute vor Gericht aus. (Er ist als Zeuge geladen).
S. die Aussage: Ihre Aussage hat den Täter überführt.
be-
Das Gesetz besagt (gibt vor, verlautbart), dass man nicht stehlen darf. (Wer es
dennoch tut, wird bestraft). (nicht trennbar)
durch-
Der Zugführer sagt durch (verkündet über Lautsprecher), dass der Zug Verspätung
hat.
S. Die Durchsage der Verkehrsbetriebe erfolgte viel zu spät.
ent-
Sie entsagt dem Alkohol, sie trinkt keinen Alkohol mehr. (nicht trennbar)
S. die Entsagung: Seit ihrer Entsagung von jeglichen Drogen ist sie ein neuer
Mensch.
los- Nach langer Abhängigkeit sagte er sich von ihr los. (Nun ist er wieder frei).
Präfixe + sagen
nach-
1. Martin, du musst nicht alles nachsagen (wiederholen). (Du musst nicht immer
dasselbe sagen wie ich).
2. Ich arbeite so viel, weil ich mir nicht nachsagen (vorwerfen, unterstellen)
lassen möchte, ich sei faul.
unter-
Der Chef hat uns untersagt, im Büro zu rauchen. Nun ist es verboten. (nicht
trennbar)
ver-
1. Der Ritter hat im Kampf versagt. Er verlor. 2. Vor Schreck versagte mir die
Stimme. Ich konnte nicht mehr sprechen. 3. Seit ich mehr als 80 Kilo wiege,
versage ich mir Süßigkeiten. (verbieten, vorenthalten) (nicht trennbar)
S. das Versagen: Krieg geht stets auf das Versagen der Politik zurück. (Scheitern)
vor-
Wenn Du Deiner Klassenkameradin alles vorsagst, wird sie es nie lernen. (leise
zuflüstern)
vorher-
Wer kann schon vorhersagen, was kommen wird?
S. die Vorhersage: Die Wettervorhersage hat Regen angekündigt.
zu-
Für unsere Verabredung am Samstag sage ich dir zu. Ja, wir gehen zusammen
aus!
S. die Zusage: Ich habe auf meine Bewerbung eine Zusage bekommen. Ich habe
den Job!
Präfixe + sammeln
ab- Jeden Morgen geht die Bäuerin zum Absammeln der Eier in den Stall.
an-
1. Wenn wir umziehen, müssen wir vieles von dem, was sich über die Jahre
angesammelt (nach und nach angehäuft, addiert) hat, aussortieren.
(zusammengetragen wurde).
2. Er hat viel Wissen im Bereich Astronomie angesammelt. (Er weiß darüber sehr
viel).
S. die Ansammlung: Seine Arbeit ist nichts als eine Ansammlung von Zitaten.
auf- Das Kind sammelt die Äpfel vom Boden auf und legt sie in einen Korb.
ein- Nach der Klassenarbeit sammelt die Lehrerin die Hefte ein. Sie werden
eingesammelt.
ver-
Die Menschen versammeln sich zur Demonstration auf dem Rathausplatz. (nicht
trennbar)
S. Die Versammlung findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
A. Sie stellte ihn vor versammelter Mannschaft zur Rede. (vor allen).
zusammen-
Wir müssen alle Teile zusammensammeln. (Dann können wir das Puzzle
fertigstellen).
Wir können die Pilze zusammen sammeln. (Nicht jeder für sich).
Präfixe + schaffen
ab-
Wir werden unseren Wohnwagen abschaffen (weggeben, verkaufen). (Wir
brauchen ihn nicht mehr).
an-
1. (Unser Nachbar verdient gut). Er kann sich anschaffen (kaufen, aneignen)., was
ihm gefällt.
2. Ich lasse mir von niemandem anschaffen, was ich tun soll. (süddeutsch: sagen,
befehlen, vorschreiben)
3. Sie geht jede Nacht anschaffen (ugs. sich prostituieren, auf den Strich gehen).
S. Die Anschaffung (Investition) hat sich gelohnt: mit der Eismaschine verdienen wir
viel Geld.
be-
Es ist leicht, sich Drogen zu beschaffen. (kaufen, bekommen, kriegen) (nicht
trennbar)
S. Die Beschaffung von Alkohol und Nikotin ist kinderleicht.
Die Beschaffungskriminalität, also Einbrüche, Diebstähle und Prostitution, um Geld
für Drogen zu verdienen, steigt von Jahr zu Jahr.
Die Beschaffenheit (Eigenschaften, Merkmale) eines Stückchens Holz ist schwer zu
beschreiben.
A. (Du hast ein neues Kleid)? Wie ist es denn beschaffen (ausgestattet, mit
Eigenschaften versehen)?
drauf
Ich muss mir das Lernpensum schnell draufschaffen (aneignen, merken), damit ich
die Prüfung bestehe. ( (getrennt)
er-
Gott hat die Welt an 6 Tagen erschaffen.(kreieren) (nicht trennbar)
S. Die Erschaffung der Welt geschah angeblich in 6 Tagen.
her-
Ich soll ihm 2000 Euro geben. Doch wo soll ich das Geld denn herschaffen?
(bekommen, beziehen)
ver-
Sie verschaffte (gab) dem Täter ein Alibi. (nicht trennbar)
Präfixe + schaffen
weg-
Wir müssen die Arbeit bis zum Feierabend wegschaffen (bewältigen, fertigstellen).
Präfixe + schalten
ab-
1. Gegen Abend werden die Maschinen abgeschaltet (ausgemacht, gestoppt).
(Dann steht die Produktion still).
2. Ab und zu muss jeder einmal abschalten (den Alltag ausblenden, sich
regenerieren) und sich erholen.
an- Bevor wir mit der Arbeit beginnen, schalten wir den Ofen an.
aus- Alle Lichter sind ausgeschaltet. (Wahrscheinlich ist niemand mehr im Haus).
ein-
Schalte bitte das Radio ein! (Gleich kommen die Nachrichten).
S. Dies ist der Einschaltknopf. (Damit geht der Fernseher an).
herunter-
1. Wenn du langsamer fährst, musst du herunterschalten.
2. Sie muss unbedingt ein paar Gänge herunterschalten, sonst überarbeitet sie sich
noch. (Redewendung: kürzer treten, weniger arbeiten, loslassen)
hin
Du kannst doch nicht einfach woanders hin schalten, wenn ich mir diesen Film
ansehe! (getrennt)
um-
1. Bitte schalte um. (Diese Sendung lohnt sich nicht).
2. Sie konnte von einem Moment zum anderen völlig umschalten
(den Gemütszustand wechseln). (Von zuckersüß zu wütend-sauer).
ver-
Der Proband ist mit den Messgeräten verschaltet, so dass seine Gehirnaktivität
sichtbar wird. (nicht trennbar)
zu-
Heute Abend sind uns das schweizerische und das österreichische Fernsehen
zugeschaltet. (Wir begrüßen die Zuschauer aus beiden Ländern)!
Präfixe + schätzen
ab-
1. Es lässt sich schwer abschätzen (ermessen, berechnen, vorausplanen), ob das
Projekt gelingen wird.
2. Die Fachleute schätzen ab (ermessen den Wert, erheben den Preis), wie viel
das Erbstück wert ist.
A. Ihr geschiedener Mann sprach sehr abschätzig von ihr. (Sie sei eine schlechte
Mutter gewesen).
ein-
Wie soll ich die Dame einschätzen (beurteilen, charakterisieren)? (Sie kann viel, ist
aber wenig motiviert).
S. die Einschätzung: Meiner Einschätzung (Voraussicht) nach belaufen sich die
Kosten auf mindestens 10.000 Euro.
über-
Viele überschätzen gutaussehende Menschen. (Denn oft ist hinter ihrer Fassade
nur wenig Substanz). (nicht trennbar)
unter-
Ich habe Sie unterschätzt. (Sie können mehr, als ich dachte). (nicht trennbar)
ver-
Ich habe mich mit den Maßen verschätzt. (Ich habe die Maße falsch eingeschätzt)
(Nun sind die Vorhänge zu kurz geraten). (nicht trennbar)
ab-
(Sie ist eine sehr erfolgreiche, charismatische Frau). Von ihr können wir uns vieles
abschauen. (lernen, erkennen, nachmachen)
an-
1. Bitte sieh dir heute Abend den Film an (betrachte ihn, verfolge ihn aufmerksam)!
(Ich habe darin eine kleine Nebenrolle).
2. Schau mich bitte nicht an, als würde die Welt untergehen! (Mach kein Gesicht…,
blicken nicht drein…)
S. die Anschauung: Gert und ich sind verschiedener Anschauung (Meinung,
Auffassung), was den Umgang mit den Flüchtlingen angeht.
A. Die Dozentin hat sehr anschaulich erklärt, wie die Atmung funktioniert.
auf-
Bewundernd schaut Marie zu ihrer Lehrerin auf. (So wie sie möchte sie später auch
einmal sein). (Sie begegnet der Lehrerin mit Respekt und Ehrfurcht)
aus-
1. Wie es ausschaut (süddeutsch: scheint, aussieht), wird zu Weihnachten kein
Schnee liegen.
2. Wer so ausschaut wie Sie, braucht sich um seine Zukunft nicht zu sorgen.
drauf
Ich habe nur kurz mal drauf geschaut. (Um deine Geschichte ganz zu lesen, fehlt
mir gerade die Zeit). (getrennt)
durch-
Es ist nicht schwer zu durchschauen (erkennen, entlarven), was er beabsichtigt: Er
möchte Ihre Sympathie gewinnen.
A. Ihre Pläne sind durchschaubar, aber durchaus nachzuvollziehen.
herab-
Wegen ihrer Komplexe meint sie, dass alle auf sie herabschauen. (verachten,
diskreditieren)
Präfixe + schauen
herein- - rein-
Wir wollten nur mal kurz hereinschauen (einen kurzen Besuch abstatten) und
fragen, wie es euch geht!
herüber
Er hat schon ein paarmal herübergeschaut. (Vielleicht beobachtet er uns).
hin-
Man sollte hinschauen, wenn andere in Not sind. (Auf irgendeine Weise kann fast
jeder helfen).
hinterher-
Sie freut sich, wenn alle ihr hinterherschauen (Aufmerksamkeit / Beachtung
schenken). (Dann hat sich ihre Mühe ja gelohnt).
über-
(Ich habe so viele Bücher). Ich kann gar nicht mehr überschauen (überblicken),
welche es genau sind.
um-
Du solltest dich nach einem Job umschauen! (Nur Herumhängen geht bei mir nicht)!
S. die Umschau: In der Apothekenumschau steht viel Wissenswertes. (Magazin,
Zeitschrift oder Fernsehsendung)
vor-
S. die Vorschau: Im Kino brachten sie eine Vorschau (Trailer, Ankündigung,
Werbung) auf den neuen Film.
voraus-
A. Man sollte stets vorausschauend und defensiv Auto fahren.
zu-
Wir können doch nicht nur zuschauen. (Wir müssen selbst aktiv werden)!
S. der/die ZuschauerIn: Viele Zuschauer meldeten sich und äußerten ihre Meinung
zu der Sendung.
Präfixe + scheiden
aus-
1. Unsere Mannschaft ist nach der 5. Runde ausgeschieden. Aber immerhin
belegten wir den 7. Platz beim Turnier.
2. Einen Großteil von dem, was wir zu uns nehmen, scheiden wir wieder aus.
(gaben es als Verdauungsprodukt wieder ab)
S. die Ausscheidung: Ein Teil der Ausscheidung geschieht über die Haut: wenn wir
nämlich schwitzen.
be-
1. Wir bescheiden uns mit einem geringen Einkommen. (Dafür können wir in
unserer Freizeit machen, was uns gefällt). (sind mit wenig zufrieden)
2. Leider wurde mein Antrag auf eine Kur negativ beschieden. (formell:
entscheiden) (nicht trennbar)
S. die Bescheidenheit: Bescheidenheit ist eine Zier – doch weiter kommst du ohne
ihr. (Volksmund)
A. 1. Sie ist sehr bescheiden. (Sie braucht nicht viel für sich).
2. Das Abendessen war bescheiden (wenig, ärmlich, lieblos oder ohne Hingabe): es
gab Würstchen mit Kartoffelsalat.
dahin- Er ist sehr krank und wird bald dahinscheiden. (alt: sterben)
ent-
Wer sich nicht entscheiden kann, kommt nicht voran.
S. die Entscheidung: Entscheidungen trifft man mehr mit dem Herzen als mit dem
Verstand.
Adv. Entscheidend (ausschlaggebend, bedeutend) für den Erfolg ist, wie sehr man
an sich glaubt.
Wie großzügig er sie beurteilt, das geht entschieden (definitiv, absolut) zu weit.
Präfixe + scheiden
unter-
1. Die Zwillinge sehen sich so ähnlich, dass man sie nicht unterscheiden
(auseinanderhalten, Eigenschaften erkennen) kann.
2. Es muss unterschieden (getrennt, differenziert) werden zwischen dem, was
einer sagt, und dem, was einer tut. (nicht trennbar)
S. Der Unterschied zwischen dir und mir ist, dass du viel redest und wenig tust.
A. Da sind wir unterschiedlicher Meinung.
ver-
Der Patient ist heute Nacht verschieden (gestorben). (Er wurde bereits aufgebahrt).
(nicht trennbar)
A. Wir sind zwar sehr verschieden, mögen einander aber trotzdem.
Präfixe + schieben
ab-
Der Flüchtling wird abgeschoben. (Er muss zurück in sein Heimatland).
S. Die Abschiebung der bereits gut integrierten Familie ist sehr bedauerlich.
an-
1. (Das Auto lässt sich nicht starten). Wir müssen es anschieben. 2.
Indem wir kräftig konsumieren, schieben wir die Konjunktur an.
auf-
Kai schiebt wichtige Dinge immer wieder auf. (Er macht sie erst unter großem
Zeitdruck).
S. Wir haben für die Zahlung einen Aufschub erhalten. (Jetzt haben wir noch ein
bisschen Zeit).
Viele Menschen leiden unter der sogenannten „Aufschieberitis“.
fort- Wenn Sie Ihren Kinderwagen nicht wegstellen, werde ich ihn fortschieben!
ein-
Können wir diese aktuelle Nachricht noch in das Programm einschieben?
S. Für solch einen Einschub fehlt uns die Zeit.
herum- - rum-
1. Im Krankenhaus wurde ich ständig herumgeschoben: mal in die eine Abteilung,
mal in die andere.
2. Man kann einen Menschen nicht ewig herumschieben: er braucht ein Zuhause!
hin-
Wir können es ja so hinschieben (arrangieren, drehen, vortäuschen), dass die
Schuld auf sie fällt.
nach-
(Sie kann mit Geld nicht umgehen). Ständig muss ihr Vater nachschieben.
S. Der Nachschub an Nahrung stellte im Krieg ein großes logistisches Problem dar.
unter-
Man hatte ihm Drogen untergeschoben (heimlich zugesteckt). (Nun wird er zu
Unrecht beschuldigt).
Präfixe + schieben
ver-
Du hast die Stühle verschoben, jetzt stehen sie nicht mehr in einer Reihe. (nicht
trennbar)
vor-
Diese Argumente schiebt der Minister nur vor (er blufft, täuscht). (Eigentlich gibt es
dafür andere Gründe).
zu- Hans kann ihm einen Job zuschieben. (jemandem inoffiziell etwas verschaffen)
zusammen- Wenn wir die Tische zusammenschieben, können wir alle daran sitzen.
zwischen-
Der Zahnarzt kann sie zwischenschieben, da sie starke Zahnschmerzen hat. (So
wird sie schneller behandelt).
Präfixe + schießen
ab-
1. Viele Bauern meinten, man sollte den Bären abschießen. (mit einer Schusswaffe
töten)
2. Sie schoss den Vogel ab, als sie fragte, ob man sich so verhalten dürfe. (ein
unwillkürlich komische Bemerkung machen, die eine angeheiterte Gesellschaft zum
ungehemmten Lachen bringt)
S. der Abschuss: In der Jagdsaison sind die Hasen zum Abschuss freigegeben.
A. Wenn du die abschüssige Straße hinunterfährst, solltest du einen niedrigen Gang
einlegen. (schräg, mit starker Neigung)
be-
Tagelang wurde die Stadt beschossen. (Dann musste sie kapitulieren). (nicht
trennbar)
S. der Beschuss: Die Stadt stand unter Beschuss, doch ihre Bewohner wussten sich
zu wehren.
drauflos
Beim Fußball kann man nicht einfach drauflos schießen. (Da gibt es Regeln)!
(getrennt)
durch-
Bei dem Angriff wurde ein Fenster durchschossen.
S. der Durchschuss: Sie erlitt einen Durchschuss am Bein. Die Kugel steckt in der
Holzwand.
ein-
Die Heroinabhängige genießt es, wie die Droge in ihren Körper einschießt.
S. der Einschuss: Die Wände sind voller Einschusslöcher aus dem Krieg.
herunter-
Die Zuschauer bestaunen, wie die Skifahrer die Hänge herunterschießen. (sehr
schnell abfahren)
Präfixe + schießen
hervor-
Es ist schön, wenn die Blumen im Frühling aus der Erde hervorschießen. (schnell
wachsen)
los-
„Schieß' los!“, sagte ich zu meinem Freund, der eine Neuigkeit angekündigt hatte.
(Redensart: erzähle!, berichte!, rücke heraus!)
ver-
Der Fußballspieler hat den Elfmeter verschossen. (Der Ball flog über das Tor). (Er
verfehlte das Tor, traf nicht) (nicht trennbar)
vor-
Ich frage meinen Chef, ob er mir etwas vorschießen kann. (Geld im Voraus zahlen).
S. der Vorschuss: Ich bitte meinen Chef um einen Vorschuss. (Vorauszahlung)
zer-
Bei der Schießerei wurden etliche Schaufenster samt Auslage zerschossen.
(nicht trennbar)
zu-
Meine Mutter schießt mir jeden Monat etwas zu. (So komme ich besser über die
Runden). (Sie unterstützt mich materiell, hilft mit Geld)
S. der Zuschuss: Ohne ihren Zuschuss müsste ich sehr sparsam sein.
Präfixe + schlagen
ab-
1. Bevor der Baum transportiert werden kann, müssen seine Äste abgeschlagen
werden. (mit Axt oder Beil entfernt werden).
2. Er liebt seine Frau so sehr, dass er ihr keinen Wunsch abschlagen kann.
(verwehren, ablehnen)
S. der Abschlag: Bis er 18 Jahre alt ist, erhält er einen monatlichen Abschlag
(Teilbetrag, Anteil) von seinem Erbe.
A. Ihr Antrag wurde abschlägig (negativ, ablehnend) beschieden.
an-
1. Achte beim Anschlagen des Klaviers auf die richtige Handhaltung!
2. Was schlägst du denn da für Töne an? (Mäßige dich gefälligst)! (Das klingt
aggressiv, gereizt).
S. der Anschlag: 1. Auf den Minister wurde ein Anschlag (Attentat) verübt. (Er liegt
nun verletzt im Krankenhaus).
2. Der Pianist hat einen brillanten Anschlag. (Tastendruck)
A. 1. Ich fühle mich sehr angeschlagen (lädiert, schwach, mitgenommen). (Ich
glaube, ich werde krank).
2. Den Gäste missfiel es, dass die Tassen angeschlagen waren. (beschädigt, aber
noch funktionstüchtig)
auf-
1. Hier schlagen wir unser Lager auf! (Hier zelten, kampieren wir). (Hier verbringen
wir die Nacht).
2. Sie hat sich das Kinn aufgeschlagen (verletzt, gestoßen, blutig schlagen), als sie
vom Fahrrad fiel.
3. Bitte schlagt eure Bücher auf. (blättert…auf)
S. der Aufschlag:
1. Die Tennisspielerin hat einen harten Aufschlag.
2. Für die Benutzung des Fitnessbereichs ist ein Aufschlag (Zusatzbetrag) von
30 Euro pro Tag zu leisten.
Präfixe + schlagen
aus-
1. Vorsicht, das Pferd schlägt aus! (Es tritt mit den Hinterbeinen).
2. So ein Angebot darfst du nicht ausschlagen! (ablehnen, ignorieren)
3. Die Innenseite des Sargs ist mit Seide ausgeschlagen. (versehen, ausgestattet)
4. Wenn der Zeiger ausschlägt (sich heftig bewegt), gibt es dort Metall.
S. der Ausschlag: 1. Die Reduzierung des Preises um 20 Prozent gab den
Ausschlag für den Kauf. (letztes positives Argument)
2. Wer die Windpocken hat, leidet unter juckendem Ausschlag. (Hautausschlag,
Pusteln, raue Stellen)
3. Der Ausschlag des Zeigers wies auf eine Metallquelle hin. (ruckhafte Bewegung
eines Detektors)
be-
1 Spanische Möbel sind mit Nägeln beschlagen.
2. Bei Feuchtigkeit beschlagen die Fenster. (nicht trennbar)
S. der Beschlag:
1. Bevor wir starten, müssen wir den Beschlag an den Scheiben entfernen.
2. Immer, wenn sie ihre Heimatstadt besucht, wird sie in Beschlag genommen: alle
wollen sich mit ihr treffen.
A. Die Fenster sind beschlagen. (trüb von Feuchtigkeit)
berat-
Wir beratschlagen (diskutieren, erörtern, besprechen) uns, wie wir das Problem
lösen können.
drauf- - darauf-
1. Manche Therapeuten bieten ein Kissen zum Draufschlagen.
2. Für Verpackung und Transport hat die Firma 200 Euro draufgeschlagen.
(zusätzlich berechnet)
durch-
Die Kugel hat die Mauer durchschlagen. (Hier sieht man das Loch).
S. Hier ist ein Durchschlag Ihres Briefes. (Kopie)
A. Die Nachricht hatte eine durchschlagende Wirkung: innerhalb kürzester Zeit
hatte sie sich verbreitet!
Präfixe + schlagen
ein-
1. Heute Nacht hat ein Blitz eingeschlagen. (Zum Glück ist kein Feuer
ausgebrochen).
2. In der Pädagogik werden immer neue Wege eingeschlagen (begangen, erprobt).
3. Bei uns wurde eine Scheibe eingeschlagen (mit Gewalt zerbrochen). (Jetzt muss
der Glaser kommen).
4. Als wir uns einig waren, reichte er mir die Hand, und ich schlug ein (ich nahm
sie). (Wir hatten einen Handel beschlossen)
5. Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe. (verbreitete sich, machte Eindruck,
wurde weitererzählt)
6. Die Wurst war in Zeitungspapier eingeschlagen (einwickelt, verpackt).
S. Der Einschlag des Meteoriten ist heute noch in der Landschaft zu sehen.
A. Die Geburt meines Sohnes war ein einschlagendes (imposantes, folgenreiches,
weitreichendes) Ereignis. (Seitdem hat sich vieles verändert).
Leichte Mädchen machen in einschlägigen (speziellen, unter Kennern bekannten)
Blättern Werbung.
er-
Man erschlug ihn von hinten mit einem metallenen Kerzenständer. (Man hat ihn mit
Schlägen getötet)
A. Von der Hitze und der Arbeit waren die Erntehelfer ganz erschlagen (erschöpft,
ausgelaugt, kraftlos).
entzwei-
Vater schlägt die Holzstücke für den Kamin entzwei.
heraus- - raus-
Wenn du geschickt verhandelst, kannst du vielleicht noch mehr herausschlagen!
(profitieren, gewinnen, erzielen)
herum- - rum-
Ständig muss mich mit deinen Problemen herumschlagen! (Löse sie doch einmal
selbst)!
hinein-
Am liebsten würde ich in einen Boxsack hineinschlagen – so eine Wut habe ich!
Präfixe + schlagen
nach-
Schlag doch in einem Lexikon nach, wenn du das Wort nicht kennst!
S. der Nachschlag: (Es ist genug zu essen da). Sie können gern einen Nachschlag
(eine Extraportion, zusätzliche Menge) bekommen!
Das Nachschlagewerk ist sehr umfangreich: es enthält Definitionen, Beispiele und
zahlreiche Illustrationen.
über-
1. Sein Auto hat sich überschlagen und liegt nun auf dem Dach.
2. Sie hat die Ausgaben überschlagen (grob summiert, geschätzt) und kommt zu
einem überraschenden Ergebnis.
S. der Überschlag: Die Turnerin machte einen Handstand mit Überschlag
um-
1. Wenn die Hose zu lang ist, kannst du sie umschlagen (umklappen, hochklappen).
2. Auf dem Schwarzmarkt wurden alle möglichen Waren umgeschlagen. (verkauft,
getauscht, in Umlauf gebracht).
S. 1. Ich stecke den Brief in einen Umschlag. (Kuvert, Hülle)
2. Als ich krank war, bekam ich heiße Umschläge. (Wickel, Binden) ^
3. Der Hafen ist ein wichtiger Umschlagplatz für Waren aus aller Welt.
unter-
Sie hatte in ihrer Firma Geld unterschlagen (veruntreut, gestohlen) und wurde
gekündigt. (nicht trennbar)
veran-
Wir veranschlagen (vorausberechnen, schätzen) für den Neubau der Turnhalle
600.000 Euro. (nicht trennbar)
S. Der Kostenvoranschlag (!) beläuft sich auf 600.000 Euro.
ver-
Ich habe die Seite in meinem Buch verschlagen. (Jetzt weiß ich nicht mehr, bis wie
weit ich es gelesen hatte). (nicht trennbar)
S. der Verschlag: Der Obdachlose schlief in einem Verschlag (in einer notdürftigen
Behausung) aus Holz und Pappe.
Präfixe + schlagen
vor-
Ich möchte euch etwas vorschlagen (initiieren, einen Impuls geben): Wir bringen die
Arbeit schnell zu Ende und gehen danach noch baden!
S. der Vorschlag: Wir fanden seinen Vorschlag (Plan, seine Idee, sein Vorhaben)
gut und stimmten zu.
zer-
1. Auf dem Polterabend wurde viel Porzellan zerschlagen (kaputt gemacht). (Zum
Glück war es altes Geschirr).
2. Seine Pläne haben sich zerschlagen (aufgelöst, nicht realisiert). (Er fand keine
Investoren). (nicht trennbar)
S. die Zerschlagung: Seit der Zerschlagung (der gewaltsamen Auflösung,
Beendigung) des Aufstands wagte niemand mehr zu widersprechen.
zu-
1. Statt zu argumentieren, schlägt er immer gleich zu. (Er wird brutal, gewalttätig)
2. (Es war ein Superangebot). Da musste ich zuschlagen (zugreifen, die
Gelegenheit nutzen).
S. der Zuschlag:
1. Für ein Einzelzimmer berechnen wir einen Zuschlag. (Zusatzgebühr)
2. Der Interessent mit dem höchsten Gebot erhielt den Zuschlag. (Er wurde auf
einer Auktion zum Käufer ernannt).
zusammen-
Die Bande hat ihn zusammengeschlagen. Nun liegt er im Krankenhaus.
Präfixe + schließen
ab-
1. Schließe die Tür ab, wenn du gehst. (Der Schlüssel steckt im Schloss).
2. Er hat mit dem Leistungssport abgeschlossen (aufgehört, beendet, quittieret). (Er
trainiert nun Kinder).
3. Eva hat die Schule mit 1,3 abgeschlossen. (Durchschnittsnote im
Abschlusszeugnis).
S. Der Abschluss seiner Schullaufbahn war eindrucksvoll: er hielt eine
flammende Rede.
Adv. Erst gab es einen Sektempfang, dann einen Vortrag und abschließend ein
Abendessen.
an-
1. Ich möchte mich meiner Vorrednerin anschließen. (Ich habe eine ähnliche
Meinung).
2. (Wir arbeiten gerade an einem sehr interessanten Projekt). Möchtest du dich uns
anschließen (dabei mitwirken, mitmachen)?
S. der Anschluss: 1. Der Zug kam zu spät, deswegen habe ich den Anschluss
verpasst. (Anschlusszug, nächstes Verkehrsmittel)
2. (Sie ist sehr kontaktfreudig). Sie findet immer schnell Anschluss. (Bekannte,
Freunde, Gruppen)
Adv. (Ich muss mich beeilen). Ich habe anschließend noch einen Termin.
auf-
Er schließt die Tür auf - er öffnet sie.
S. der Aufschluss: Ihre Tagebuchaufzeichnungen geben uns Aufschluss (Einblick,
Kenntnis) über ihr Privatleben.
aus-
1. Wenn Sie weiter so laut schreien, muss ich Sie von der Versammlung
ausschließen. (Sie dürfen nicht mehr teilnehmen).
2. Ich habe mich ausgeschlossen. (Ich habe den Wohnungsschlüssel nicht dabei).
S. der Ausschluss: Seit seinem Ausschluss aus der Partei betätigt er sich in der
Wirtschaft.
A. Ausschließlich geladene Gäste dürfen das Grundstück betreten.
Präfixe + schließen
be-
1. Die Regierung beschließt ein neues Gesetz. (Es wird nächstes Jahr in Kraft
treten).
2. Wir beschlossen (entschieden, geplant, vereinbart), uns von nun an häufiger zu
treffen.
3. Die Lehrerin beschließt (beendet) den Unterricht mit einem Lied. (nicht trennbar)
S. 1. Der Beschluss, gesünder zu leben, ist für viele schwer umzusetzen.
2. Zum Jahresende wünscht man sich einen guten Beschluss.
ein-
1. Vater schließt Peter in sein Zimmer ein, damit er nicht weglaufen kann.
2. Das ist der Endpreis; darin sind Reinigung und Nebenkosten eingeschlossen.
Adv. Alle sind zum Fest erschienen, einschließlich die Nachbarn und entfernte
Bekannte.
er-
1. Das Grundstück wird erschlossen. (Es erhält Wasser- und Stromleitungen).
2. Durch die Wanderungen mit seinem Vater erschließen (präsentieren, offenbaren)
sich ihm die Wunder der Natur. (nicht trennbar)
ent-
Ich habe mich entschlossen, den Job anzunehmen. (Ich werde bei der neuen
Arbeitsstelle beginnen). (nicht trennbar)
S. der Entschluss: Meinen Entschluss, die Stelle anzutreten, habe ich nie bereut.
A. Kurz entschlossen packte ich meine Sachen.
um-
Der Wald umschließt das ganze Dorf. (Es ist rundum von Wald umgeben). (nicht
trennbar)
ver-
Hast du die Tür verschlossen? (Ist sie zu)? (nicht trennbar)
S. 1. Der Verschluss meiner Tasche ist kaputtgegangen. Meine Jacke hat einen
Reißverschluss.
2. Die Kunstwerke stehen unter Verschluss. (Nur Auserwählte dürfen sie sehen).
A. Bei meinem letzten Besuch wirkte Caro sehr verschlossen. (still, schweigsam,
introvertiert)
weg- Ich muss die Süßigkeiten wegschließen. Die Kinder essen sie sonst auf.
Präfixe + schließen
zusammen-
Nur wenn wir uns zusammenschließen (solidarisieren, vereinen), können wir etwas
erreichen.
S. Der Zusammenschluss der beiden Parteien brachte sie nach vorn.
Präfixe + schneiden
ab-
1. Ich schneide mir eine Scheibe Brot ab. (mit einem Messer abtrennen)
2. Du schneidest bei der Klassenarbeit bestimmt gut ab (bist gut, wirst gut bewertet)
(Du bekommst sicher eine gute Note).
S. der Abschnitt: Ich habe einen Abschnitt (Teil, Auszug, ein Kapitel) aus Ihrem Buch
gelesen und fand ihn sehr interessant.
an-
1. Bitte schneide den Kuchen an. (ein frisches Gebäck in mehrere Stücke teilen). 2.
Susanne schneidet ein wichtiges Thema an. Sie beginnt von ihrer Beziehung zu
sprechen.
auf-
1. Bei der Operation wird der Chirurg den Bauch aufschneiden. Sein Skalpell ist
sehr, sehr scharf.
2. Mein Schwager muss immer so aufschneiden (angeben, auftrumpfen, sich
produzieren) mit seinen Erlebnissen in Afrika.
(Er denkt, er sei ein toller Held).
S. der Aufschnitt: Geh bitte zum Fleischer und hole 200 Gramm Aufschnitt.
(Sortiment verschiedene Wurstsorten).
S. der Aufschneider: Er ist ein richtiger Aufschneider. (Jemand, der so tut, als könne
er etwas, es aber in Wirklichkeit nicht kann).
aus-
Ich schneide das Rezept aus der Zeitschrift aus (trenne es mit der Schere heraus).
S. der Ausschnitt:
1 Gestern habe ich einen Ausschnitt (Teil, eine kurze Episode, Szene) aus einem
Horrorfilm gesehen
2. Sie trägt ein Oberteil mit tiefem Ausschnitt. (Dekolleté)
Präfixe + schneiden
be-
1. In manchen Religionen werden die männlichen Kinder beschnitten.
2. Man muss den Baum beschneiden, damit er eine schöne Form bekommt.
3.Ich fühle mich von meinem Freund in meiner Freiheit beschnitten (eingeschränkt,
reglementiert). (nicht trennbar
S. 1. Die Beschneidung von Mädchen sollte verboten werden.
(Genitalverstümmelung)
2. Die Beschneidung (Reduktion, Kürzung) unseres Etats um 10 Milliarden Euro
löste große Empörung aus.
durch-
Lars schneidet die Torte durch, damit jeder ein Stück bekommt.
S. der Durchschnitt: Den Durchschnitt errechnet man durch Addition der
Teilergebnisse und anschließende Division durch ihre Anzahl.
Adv. Ein Bundesbürger verbraucht durchschnittlich 19 kg Zucker pro Jahr.
ein-
S. der Einschnitt. Die Geburt meines Sohnes war ein großer Einschnitt (eine Zäsur,
ein bedeutendes Ereignis). (Er hat mein Leben sehr verändert).
A. Der Unfall war ein einschneidendes Erlebnis. (Das wird sie so schnell nicht
vergessen).
herum-
Der Friseur hat so lange an meinen Haaren herumgeschnittten, bis ich eine Glatze
hatte.
mit-
Ich schneide die Fernsehsendung mit, dann können wir sie uns später ansehen.
(per Video aufnehmen)
S. der Mitschnitt: Über den Fernsehsender kannst du einen Mitschnitt des Films
erhalten.
über-
Die Termine überschneiden (überlappen, decken) sich, sie sind zur gleichen Zeit.
(nicht trennbar)
ver-
Der Friseur hat sich verschnitten (falsch geschnitten). (Deine Haare sind viel zu
kurz). (nicht trennbar)
Präfixe + schneiden
zer-
Sie hat das Foto ihres Freundes zerschnitten, weil sie böse auf ihn ist. (nicht
trennbar)
zu-
Das Bild kann man am Computer zuschneiden, dann hat es die richtige Größe.
zusammen-
Der Cutter schneidet die vielen Filmaufnahmen auf eine Länge von 90 Minuten
zusammen.
S. der Zusammenschnitt: Der Film ist ein Zusammenschnitt einzelner Sequenzen
Präfixe + schreiben
ab-
Leonie schreibt bei Nele die Hausaufgaben ab. (handschriftlich kopieren)
S. die Abschrift: Vor der Erfindung des Buchdrucks waren alle Bücher Abschriften
per Hand.
an-
1 Ich werde den Verlag anschreiben. Solch ein Fehler darf nicht passieren! 2. Ich
lasse beim Lebensmittelhändler anschreiben und bezahle dann am Ende des
Monats alles zusammen. (auflisten, notieren statt sofort zu bezahlen)
S. das Anschreiben: Jede Bewerbung sollte ein Anschreiben enthalten. Darin wird
begründet, warum man sich für die ausgeschriebene Stelle bewirbt und aus
welchem Grund man dafür geeignet ist.
die Anschrift: Sie wollte mir einen Brief schreiben, doch sie kannte meine Anschrift
nicht. (Adresse, Straße und Hausnummer, Postleitzahl und Wohnort)
auf-
Schreib' alles auf, was Du erlebt hast.
S. Die Aufschrift auf der Packung besagt, dass sie weniger Kalorien enthält als
normalerweise. (Etikett, Verbraucherinformation)
aus-
1. Bitte nicht abkürzen, alle Wörter ausschreiben! (mit sämtlichen Buchstaben
schreiben) 2. Bei uns in der Firma ist eine Stelle ausgeschrieben, die genau zu dir
passen würde!
S. das Preisausschreiben: Elke hat bei einem Preisausschreiben in einer Zeitschrift
gewonnen. Sie fährt für eine Woche ans Meer. (Gewinnspiel)
die Ausschreibung: Hast du von der Ausschreibung zum Bau des neuen
Schwimmbads gelesen? Es werden noch Handwerksbetriebe gesucht, die daran
mitwirken wollen! (öffentliche Bekanntgabe, Investoren oder Kooperationspartner zu
finden)
auseinander-
Dieses Wort muss man nicht auseinanderschreiben. (getrennt schreiben)
Präfixe + schreiben
be- Beschreibe das Bild, das vor Dir liegt. (verbal oder schriftlich schildern,
benennen) (Was siehst Du)? (nicht trennbar)
S. Die Beschreibung des Mannes half den Beamten, den Dieb zu finden.
A. Es ist unbeschreiblich, wie charmant er zu mir war!
durch-
S. die Durchschrift: Die Sekretärin legt eine Durchschrift (Kopie) jedes Briefes in den
Akten ab.
mit- Bei der Vorlesung schreiben manche Studenten mit, was die Professorin sagt.
S. die Mitschrift: Könntest du mir deine Mitschrift (Protokoll, Notizen) kopieren?
(Dann kann ich nachlesen, was ihr letztes Mal besprochen habt).
über- Mein Vater überschreibt mir das Haus. (Dann gehört es mir). (nicht trennbar)
S. die Überschrift: Der Artikel hat eine auffallende Überschrift (Titel, Schlagzeile).
(Man sieht sie sofort).
um- Wie kann man den Begriff umschreiben? (Welches andere Wort gibt es dafür)?
(nicht trennbar)
um- Ich schrieb das Buch auf Wunsch des Verlags noch einmal um. (trennbar)
S. die Umschreibung: Um ein Wort nicht zu wiederholen, muss man passende
Umschreibungen (Synonyme) kennen.
unter- Bitte unterschreiben Sie an dieser Stelle. (Schreiben Sie hier Ihren Namen).
(nicht trennbar)
S. die Unterschrift: Mit meiner Unterschrift bestätige ich, dass ich mit den
Vertragsbedingungen einverstanden bin.
Präfixe + schreiben
ver- 1. Ich habe mich verschrieben. (Jetzt muss ich die Postkarte noch einmal neu
schreiben).
2. Er hat sich ganz und gar der Wissenschaft verschrieben (gewidmet,
überantwortet). (Nichts anderes ist ihm mehr wichtig).
3. Mein Arzt hat mir Cortison verschrieben(empfohlen, ein Rezept ausgestellt). (Ich
löse das Rezept in der Apotheke ein). (nicht trennbar)
A. Dieses Medikament ist verschreibungspflichtig (rezeptpflichtig, nicht frei
verkäuflich). (Ohne ärztliche Verordnung kann ich es Ihnen nicht geben)!
vor- Ich lasse mir nichts vorschreiben. (Du kannst nicht bestimmen, was ich tun
soll).
S. die Vorschrift: Dein Verhalten verstößt gegen die Vorschriften! (gegen die Regeln,
das Gesetz)
zu- Dieses Gemälde wird Goya zugeschrieben. (Man vermutet, dass er das Bild
gemalt hat).
S. Die Zuschreibung (Herkunftsangabe) an Homer hat sich als falsch erwiesen. (Es
war ein weniger bekannter Dichter).
Präfixe + schreien
an- Schrei mich nicht an! (Kommuniziere nicht wütend und laut mit mir)
auf-
Sie schrie auf vor Schreck. (plötzlich kurz schreien).
S. der Aufschrei: Als er die Nachricht verkündete, ging ein Aufschrei durch die
Menge.
durch
Das Baby hat die ganze Nacht durch geschrien. (Es hat ohne Pause geweint).
(getrennt)
los-
Musst du immer gleich losschreien (plötzlich laut schreien, aufbrausen)? (Kannst du
es mir nicht in Ruhe erklären)?
ver-
1. Verschreie es nicht! (Es könnte doch klappen)! (eine Sache im Voraus schlecht
machen)
2. Das Viertel ist verschrien; es hat einen schlechten Ruf. (nicht trennbar)
Präfixe + schreiten
ab-
Der Bundespräsident schreitet mit seinem Staatsgast die Ehrenformation ab.
(Gemessenen Schrittes gehen sie an den Uniformierten vorbei).
aus-
Er schreitet aus. (Er geht mit großen Schritten).
S. Die Ausschreitung: Bei der Demonstration kam es zu gewalttätigen
Ausschreitungen. (Die Polizei nahm etliche Randalierer fest).
be-
1. Wir beschreiten nun fremdes Territorium. (Wir betreten das Land der Indianer).
2. In der Pädagogik werden immer wieder neue Wege beschritten. (erprobt,
einschlagen) (nicht trennbar)
durch-
Der Mann durchschritt den Raum von einem Ende zum anderen.
ein-
Die Polizei musste bei der Demonstration einschreiten. (intervenieren, tatkräftig
Ordnung schaffen)
fort-
1. Unsere Planung ist weit fortgeschritten (gediehen, entwickelt). (Bald sind alle
Vorbereitungen abgeschlossen).
2. Die Krankheit schreitet fort) (breitet sich aus). (Sie hat bereits den ganzen
Körper befallen)
S. Der technische Fortschritt brachte uns viele Erleichterungen. (stetige
Weiterentwicklung)
A. Das Unternehmen denkt sehr fortschrittlich. (Seine Mitarbeiter sollen sich
wohlfühlen).
heran-
Ich hörte ihn von hinten heranschreiten (näherkommen) und griff nach einer Waffe.
hinunter-
Ich möchte einmal wie ein Filmstar die Treppe hinunterschreiten. (langsam und
würdevoll gehen)
Präfixe + schreiten
über-
1. Sie überschreiten die Grenze. (Sie gehen über die Grenze).
2. Er hat das Tempolimit überschritten (ein Gebot verletzen, einen Fehltritt
begangen). (Er ist 30 Stundenkilometer zu schnell gefahren)! (nicht trennbar)
unter-
Das Fahrzeug unterschreitet die Mindestgeschwindigkeit. (Es fährt zu langsam).
(nicht trennbar)
Präfixe + sehen
ab-
1. Man konnte schon absehen (erahnen, voraussehen), wie die Geschichte endet.
2. Ich sehe davon ab, dich wegen Beleidigung anzuzeigen. (von etwas Abstand
nehmen, etwas ablehnen).
etw. beabsichtigen: Sie beabsichtigte, ihm zu schaden. (Sie will…, hat vor…,
intendiert). (nicht trennbar)
S. die Absicht: Das war keine Absicht (kein Plan, bewusster Wille) – es war ein
Versehen!
A. Sie hat ihn nicht absichtlich ins Wasser gestoßen. Dass er ins Wasser fiel,
geschah unabsichtlich.
Es war für alle absehbar (voraussehbar, offenbar, ersichtlich), was folgen würde.
an-
1. Der Junge sieht das Mädchen an. (Er betrachtet es).
2. Ich kann nicht länger mit ansehen (aushalten, dulden, hinnehmen), wie herzlos
ihr seid!
S. das Ansehen: Die Korruptionsaffäre schadet seinem Ansehen in der
Öffentlichkeit.
A. 1. Mein Onkel hatte es in seinem Leben zu einem ansehnlichen (großen,
beträchtlichen, eindrucksvollen) Vermögen gebracht.
2. Sie war auch in reiferem Alter noch eine höchst ansehnliche (gut aussehende,
attraktive Person.)
auf-
Peter sieht von seinem Buch auf. (Er sieht hoch).
etw. oder jmdn. beaufsichtigen: Eine Erzieherin beaufsichtigt (überwacht,
kontrolliert) die Kinder. (Sie leitet die Kinder an). (nicht trennbar)
S. das Aufsehen: Die Autorin hat mit ihrem Buch großes Aufsehen erregt.
(Beachtung, Aufmerksamkeit, Interesse)
die Aufsicht: In dieser Pause hat unser Lehrer die Aufsicht (Kontrolle,
Verantwortung, den Überblick) auf dem Schulhof.
Präfixe + sehen
aus-
1. Wie Du aussiehst! (von seinem Äußeren her wirken) (Ganz dreckige Kleidung
und die Haare nicht gekämmt)!
2. So wie es aussieht (scheint, sich darstellt), bleibt uns nicht mehr viel Zeit.
S. Das Aussehen eines Menschen sollte ordentlich und gepflegt sein.
be-
1. Das besehen wir uns mal! (anschauen, in Augenschein nehmen)
2. Bei Licht besehen (betrachtet), erscheint die Situation ganz anders. (nicht
trennbar)
besichtigen: In Paris haben wir viele Museen besichtigt. (genau betrachtet) (nicht
trennbar)
S. die Besichtigung: Für heute Nachmittag ist die Besichtigung der Nationalgalerie
geplant.
durch-
Der Lehrer hat die Klassenarbeiten durchgesehen. (Er hat sie korrigiert).
S. die Durchsicht: Nach der Durchsicht Ihrer Unterlagen laden wir Sie zu einem
Bewerbungsgespräch ein.
A. 1. Die Dame trägt ein durchsichtiges (durchscheinendes, transparentes) Kleid.
2. Es war für alle sehr durchsichtig (erkennbar, deutlich), dass hinter all seinen
Argumenten die Angst um den Verlust seines Vermögens stand.
ein-
Ich sehe ein, dass zu schnelles Autofahren gefährlich ist. (Ich habe es begriffen).
S. die Einsicht:
1. Ihm fehlt die Einsicht, dass Disziplin ihn weiterbringt.
2. Viele erbitten Einsicht (Einblick, Leseerlaubnis) in ihrer Stasi-Unterlagen.
er-
A. Für meine Begriffe ist nicht ersichtlich (deutlich, erkennbar, klar), dass sie sich um
Besserung bemüht.
fern-
Heute Abend sehe ich fern. (Ich schaue TV).
S. Das Fernsehen bringt uns die Welt ins Wohnzimmer.
die Fernsicht: Von diesem Gipfel aus hat man eine fantastische Fernsicht! (weite
Sicht in die Landschaft)
Präfixe + sehen
her- Seht mal her! Alle mal hersehen! (Ich habe euch etwas mitgebracht)!
nach-
1. Beim Kochen muss ich immer wieder nachsehen (prüfen, kontrollieren), ob das
Essen schon gar ist.
2. Ich habe mich verspätet. (Kannst Du mir das nachsehen) (verzeihen,
entschuldigen)?
S. das Nachsehen: Der Vater verschwendet das Geld, und die Familie hat das
Nachsehen. (den Schaden, die Nachteile, negative Konsequenzen)
Wenn du immer Nachsicht übst, wird er dich nicht ernst nehmen!
A. Sie ist meistens nachsichtig (geduldig, mitfühlend, verständnisvoll, gnädig) mit
den Kindern, doch sie kann auch streng sein.
über-
Bei den vielen Menschen hätte ich dich fast übersehen. (Ich konnte dich in der
Menschenmenge kaum erblicken). (nicht trennbar)
S. Man kann bei so vielen Dingen schnell die Übersicht (Kontrolle) verlieren.
A. In seiner Werkstatt ist alles übersichtlich (mit System, praktisch) angeordnet.
um-
Wir sehen uns in diesem Geschäft einmal um. (Wir wollen wissen, was es dort gibt).
(wir betrachten eingehend, erforschen)
S. die Umsicht: Diese Strategie zeugt von Umsicht und Sachverstand.
(weiterführendes Denken)
A. Das war sehr umsichtig von Ihnen, auch gleich an die Folgen zu denken!
ver-
Alle Briefe sind bereits mit Marken versehen (ausstatten). (Du brauchst keine mehr
aufzukleben). (nicht trennbar)
S. das Versehen: Ich habe aus Versehen (fälschlicherweise, irrtümlich) die falsche
Handtasche mitgenommen. (Das war keine Absicht).
Adv. Er ist versehentlich in eine Pfütze getreten. (Nun hat er nasse Schuhe).
vor-
Sieh dich vor (pass auf, gib acht), dass niemand von unserem Plan erfährt!
S. die Vorsicht: Nie haben die Göttlichen uns mit Vorsicht (Achtsamkeit,
Behutsamkeit) des ebenen Pfades geführt. (nach Hölderlin).
Präfixe + sehen
die Vorsehung: Sie hatte eine Vorsehung: etwas, das aus religiöser Sicht eintreten
muss.
A. Sei vorsichtig mit dem Porzellan, dass es nicht zerbricht!
Er war unvorsichtig, so dass ihm eine Tasse aus der Hand fiel.
voraus-
Ich habe vorausgesehen, dass Bayern München wieder gewinnt. (Das konnte man
schon vorher wissen).
S. die Voraussicht: Aller Voraussicht nach wird der Patient den Unfall nicht
überleben.
A. Der Zug wird voraussichtlich 10 Minuten später eintreffen.
vorher-
Dieses Ergebnis konnte niemand vorhersehen. (Niemand wusste, wie das Spiel
ausgehen würde).
A. Dieses Ergebnis war nicht vorhersehbar.
wieder-
Wir sehen uns bald wieder.
S. das Wiedersehen: „ Auf Wiedersehen“, sagen die Deutschen beim Abschied.
zu-
Der Auszubildende sieht dem Meister bei der Arbeit zu.
Adv. Der Junge wird zusehends größer.
Präfixe + sein
ab
Wenn der Verband ab ist (abgenommen, entfernt wurde), werde ich wieder laufen
können. (getrennt)
an
Das Licht ist an. (Das Fenster ist erleuchtet). (getrennt)
auf
Dürfen wir noch ein bisschen auf sein (wachsein)? (Wir wollen noch nicht
schlafen). (getrennt)
allein
Nie kann man ungestört allein sein.
aus
Der Film wird wohl schon aus sein (zu Ende sein), wenn wir ankommen. (getrennt)
auseinander
Sie waren lange ein Paar, doch jetzt sind sie auseinander. (getrennt)
da
Ich möchte immer für mein Kind da sein. (präsent, verfügbar, erreichbar) (getrennt)
S. Das Dasein (Leben, Existieren) ist Depressiven eine Qual.
dafür
Er ist dafür (befürworten es, heißt es gut), dass die Grenzen geschlossen werden.
(getrennt)
dagegen
Wie kann man nur dagegensein (opponieren, es ablehnen), wenn zwei Menschen
sich lieben?
dazwischen
Immer wird etwas dazwischensein (stören), das unser Glück überschattet.
dran
Der Kommissar ist auf einer heißen Spur. Er ist ganz nah dran. (Er verfolgt eine
Sache intensiv) (getrennt)
Präfixe + sein
durch Mit diesem Thema bin ich durch. (Es betrifft mich nicht mehr). (getrennt)
fernsein
Ich möchte dir niemals fernsein!
fortsein
Wenn wir erst fortsind, wirst du uns bald vergessen.
herum - rum
1. Immer wollen die Leute um einen herum sein(in jmds. Nähe). (Nie kann man
ungestört allein sein).
2. Wenn die Zeit herum ist (vorbei, verstrichen), werden wir wieder nach Hause
fahren. (getrennt)
hin
Wenn sie ihn trifft, ist sie immer hin und weg. (ugs. begeistert, "aus dem Häuschen")
(getrennt)
hinterher Man muss ihm stets hinterher sein (ihn kontrollieren, auf ihn aufpassen),
sonst hält er sich nicht an die Regeln. (getrennt)
hinüber Diese Schuhe sind hinüber (alt, kaputt, zerschlissen). (Ich werfe sie weg).
(getrennt)
los
"Was soll schon los sein (geschehen, im Gange sein)?", fragte er, als ich ihn zur
Rede stellte. (getrennt)
nahe Wer verliebt ist, möchte dem anderen nahe sein. (in seiner Nähe) (getrennt)
über
Früher habe ich gern Alkohol getrunken, aber jetzt bin ich seiner über. (habe genug,
bin übersättigst) (getrennt)
voraus
Sie war mir weit voraus, doch inzwischen habe ich sie eingeholt. (getrennt)
Präfixe + sein
zu
Wenn alle Geschäfte zu sind (geschlossen), können wir nichts kaufen. (getrennt)
zusammen
Seit sie zusammen (liiert, ein Paar) sind, vernachlässigen sie alles andere
(getrennt)
Präfixe + setzen
ab-
1. Darf ich meinen Koffer kurz absetzen (auf den Boden stellen)? (Er ist so schwer).
2. Ich setze dich hier ab. (aus einem Fahrzeug an einem bestimmten Punkt
aussteigen lassen) (Hier kannst du aussteigen).
3. Alles, was du für dein Geschäft kaufst, kannst du von der Steuer absetzen.
(abziehen, subtrahieren)
4. Die Leute wollen ihren Präsidenten absetzen (seines Amtes entheben). (Er ist
korrupt und treibt das Land in die Armut).
S. der Absatz: 1. Die alte Dame macht an jedem Treppenabsatz Halt. (Ebene
zwischen den Stufen)
2. Ihre Schuhe haben hohe Absätze. (erhöhter Teil der Sohle unter der Ferse)
3. Der Absatz von Winterkleidung läuft in diesem Jahr schlecht.
(Verkauf)
4. Der Text ist in mehrere Absätze (optisch getrennte Abschnitte) gegliedert.
an-
1. Jeden Herbst setzt meine Großmutter aus Beeren, Zucker und Rum einen
Rumtopf an. (Dann haben wir alkoholisierte Früchte zum Dessert).
2. Bevor er mit seiner Stellungnahme ansetzen (beginnen, anheben) konnte, hatte
sie ihm schon das Wort entrissen.
S. der Ansatz: Bereits der zarteste Ansatz (Beginn, die Regung, das Gefühl) von
Sympathie zu einer Frau brachte ihn in Verlegenheit.
auf-
1. Einen Hut aufzusetzen (zu tragen), galt früher als vornehm.
2. Der Notar setzt das Schriftstück auf. (Er entwirft ein wichtiges Dokument).
S. der Aufsatz:
1. Unser Toaster hat einen Aufsatz (eine Vorrichtung, ein Zusatzteil),
auf dem man Brötchen erwärmen kann.
2. In der Schule lernten wir, Aufsätze zu schreiben. (schriftliche Abhandlungen)
aus-
1. Du musst in dieser Runde aussetzen. (Du kannst dieses Mal nicht mitspielen).
2. Menschen mit ansteckenden Krankheiten wurden früher von der Gesellschaft
ausgesetzt (verbannt, verstoßen, weggeschickt).
S. der Aussatz: Manche Infektionskrankheiten wurden früher als Aussatz
bezeichnet.
Präfixe + setzen
auseinander-
1. Ich setze euch auseinander (Ich trenne, isoliere euch), wenn ihr im Unterricht
immer miteinander redet
2. Der Professor setzt sich mit dem Thema auseinander. (Er beschäftigt sich
intensiv damit).
S. die Auseinandersetzung: Wir hatten eine Auseinandersetzung (heftige
Diskussion, einen Disput, Streit).
(Die Differenzen zwischen uns sind beträchtlich).
be-
1. Die jungen Menschen haben das Haus besetzt. (Sie wohnen in einem Haus, das
ihnen nicht gehört).
2. Das Kleid ist über und über mit Perlen besetzt (verziert, bestickt) (nicht
trennbar)
S. Der Anzug hat einen Besatz aus Brokat.
die Besatzung: Während der Besatzung litt die Bevölkerung Hunger.
bei-
Nach seinem Tod wurde er beigesetzt. (Sein Grab liegt auf dem Waldfriedhof).
S. Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt.
daran-
Ich würde alles daransetzen (geben, opfern, investieren), einmal das Meer zu
sehen!
ein-
1. Wie viel sollen wir bei dem Glücksspiel einsetzen (investieren)?
2. Der Glaser setzte eine neue Scheibe ein. (montierte, baute ein)
3. Die Leute setzten sich sehr für den Erhalt ihres Stadtviertels ein. (sich
engagieren, bemühen, kümmern, starkmachen)
S. 1. Der Einsatz (Mindestbetrag, Teilnahmegebühr) beim Pokern betrug 500 Euro.
2. Der Topf hat einen Einsatz (eine Vorrichtung, ein Zusatzteil) zum Garen des
Gemüses.
3. Als Dank für ihren Einsatz (ihr Engagement, ihre Tatkraft) erhielt sie das
Bundesverdienstkreuz.
Präfixe + setzen
ent-
S. Die Angegriffenen reagierten mit Entsetzen (Angst, Panik, Empörung).
A. Auf der Überfahrt hatten die Flüchtlinge entsetzliche Angst.
entgegen-
Sein Gesprächspartner setzt ihm nichts entgegen. (Dabei sollte er sich wehren)!
er-
Nichts kann den Verlust meines Kindes ersetzen. (Der Schmerz wird für immer
bleiben). (nicht trennbar)
S. der Ersatz: Konsum ist kein Ersatz für fehlende Nähe.
Im Kofferraum ist ein Ersatzreifen.
A. Niemand ist unersetzlich.
fort-
Die Harry Potter Bücher wurden mehrmals fortgesetzt (weitergeführt, erweitert).
(Nun sind es 7 Bände).
S. die Fortsetzung: Die Zuschauer erwarten die Fortsetzung der Serie mit
Spannung.
A. Wenn du fortgesetzt (andauernd, ständig) störst, können wir uns nicht
konzentrieren.
gegen-
S. der Gegensatz: Ganz im Gegensatz zu dir jammere ich nicht, sondern suche
nach einer Lösung.
A. Sie waren oft gegensätzlicher Meinung.
herab-
1. Wenn sie die Preise herabsetzen (reduzieren), greife ich zu.
2. Er setzt seine Frau vor seinen Freunden herab (diskriminiert sie, macht sie
schlecht). (Dabei ist sie es, die für die Familie sorgt).
S. Die ständige Herabsetzung von Frauen ist ein Grundpfeiler patriarchalischer
Gesellschaften.
herunter-
Die Preise sind heruntergesetzt (reduziert)! (Jetzt kann ich mir etwas leisten)!
Präfixe + setzen
hin-
1. Sie musste sich hinsetzen (auf einem Sitz Platz nehmen), als sie die Nachricht
erfahren hatte.
2. Du kannst deine Stofftiere alle dort hinsetzen (platzieren, arrangieren), dann
wirken sie umso schöner.
hinein- (Das ist mein neues Auto)! Möchtest du dich einmal hineinsetzen?
hineinver-
Ich kann mich gut in dich hineinversetzen (einfühlen, mitfühlen). (Mir erging es auch
einmal so wie dir)!
nach-
Er setzte dem Dieb nach. (Er verfolgte ihn).
S. der Nachsatz: Manche Bücher haben einen Nachsatz, eine Schlussbemerkung.
über-
1. Übersetze den Artikel ins Englische! (nicht trennbar)
2. Die Fähre setzt an das andere Ufer über. (Sie überquert den Fluss). (trennbar!)
S. Die Übersetzung des Textes aus dem Amerikanischen ist gut gelungen.
um-
1. Die Lehrerin setzte den Schüler, weil er seinen Nachbarn störte. (Nun sitzt er in
der ersten Reihe).
2. Lieber wenige Pläne umsetzen (realisieren, durchführen) als viele verwerfen.
3. Was die Geschäfte an Weihnachten umsetzen, ist wesentlich für ihren Profit.
S. der Umsatz: Sein Betrieb hat einen jährlichen Umsatz von 2 Millionen Euro.
Die Umsetzung seiner Idee ließ noch viele Jahre auf sich warten.
unter-
S. der Untersatz: Das Bobby-Car dient als fahrbarer Untersatz. (Redewendung)
der Untersetzer: Hast du einen Untersetzer für den heißen Topf? (etwas, worauf man
heiße Gefäße stellen kann, um die Tischfläche zu schonen)
A. Er ist nicht schlank, eher untersetzt. (nicht trennbar)
ver-
1. Sie hat ihn versetzt. (Sie waren verabredet, und sie ist nicht gekommen).
2. Martin wurde nicht in die nächste Klasse versetzt. (nach bestandener Prüfung
höher rücken)
3. Sein anstehender Geburtstag versetzte (brachte) ihn in Vorfreude. (nicht
trennbar)
S. die Versetzung: (Martin hat sehr schlechte Noten). Seine Versetzung ist
gefährdet.
Präfixe + setzen
vor-
Meine Mutter setzt mir das Essen vor. (Ich ließ sie warten, und nun ist sie
verärgert).
S. der Vorsatz: Für das neue Jahr habe ich gute Vorsätze (Pläne, Absichten).
Unser Vorgesetzter (Chef, Leiter ) tut sich mit seiner Rolle schwer.
A. Sie hat den Mord an ihrem Ehemann vorsätzlich (absichtlich, planvoll)
begangen.
voraus-
Der Dozent setzt voraus (nimmt an, geht davon von aus, fordert), dass die
Studenten den griechischen Text beherrschen.
S. Die Voraussetzung für die Zulassung an einer Hochschule ist das Abitur.
Konjunktion: Sie bekommen die Stelle, vorausgesetzt Sie leben auch hier.
wider-
Widersetze dich nicht! (Kämpfe nicht dagegen an)! (nicht trennbar)
zer-
Die Säure zersetzt das Gewebe. (Sie zerstört es). (nicht trennbar)
S. die Zersetzung: Totalitäre Systeme fürchten die Zersetzung (Auflösung,
Dekonstruktion) der Gesellschaft durch konträre Ideen.
zu-
1. Den meisten Lebensmitteln sind Konservierungsstoffe zugesetzt (zugefügt,
hinzugetan)
2. Der Tod seiner Mutter setzt ihm sehr zu (belastet, schmerzt, bedrückt ihn sehr).
(Er leidet sehr unter dem Verlust).
S. der Zusatz: Angeblich soll der Jogurt ohne Zusatz von Aromastoffen sein.
A. Seit sie sich um ihre alte Mutter kümmert, hat sie viel zusätzliche Arbeit.
Adv. Zusätzlich zu ihrem Beruf belegt sie Kurse an einer Abendschule.
zusammen-
Dieses Gericht setzt sich aus fünf verschiedenen Zutaten zusammen.
S. Die Zusammensetzung des Gremiums besteht aus Fachleuten, Juristen und
Lobbyisten.
Präfixe + sitzen
ab-
Der Insasse sitzt seine Zeit ab. (Er ist so lange im Gefängnis, bis er freigelassen
wird).
auf-
1. Reiten kann sie schon, aber das Aufsitzen (auf ein Pferd aufsteigen) fällt ihr noch
schwer
2. Du bist einem Irrtum aufgesessen (überwiegend in der Vergangenheitsform) - da
hat jemand einen Scherz mit Dir gemacht.
aus- Der Kanzler sitzt die Probleme seines Landes aus. (Er wartet und tut nichts).
be-
Der Millionär besitzt mehrere Häuser, Autos und eine Luxusyacht. (nicht trennbar)
S. Der Besitz eines Doktortitels ist kein Garant für umfassendes Wissen.
Er befindet sich im Vollbesitz seiner Kräfte.
bei-
S. Ein Beisitzer ist eine Person, die in einem Verein, einem Ausschuss oder bei
Gericht mitwirkt.
herum- - rum- Man kann doch nicht einfach herumsitzen und nichts tun!
nach-
Weil sie im Unterricht nicht aufgepasst hat, muss sie jetzt nachsitzen. (Sie muss
länger als die anderen im Klassenraum bleiben und lernen).
vor-
S. Der Richter hat den Vorsitz inne. (Er leitet die Gerichtsverhandlung).
Der Vorsitzende wurde von einem Gremium gewählt, um einen Verein oder eine
Kommission zu leiten.
Präfixe + sitzen
zusammen-
1. Die beiden Freundinnen möchten zusammensitzen (nebeneinandersitzen)
2. Sie sitzen zusammen um einen Tisch herum und unterhalten sich
Präfixe + sorgen
sorgen für: Unser Vater sorgt durch seine Arbeit für das Wohl der Familie.
sich sorgen um: Meine Mutter sorgt sich ständig um mich, obwohl ich sehr gut allein
zurechtkomme.
sich Sorgen machen: Wir machen uns Sorgen um unsere Großmutter. (Sie vergisst
unsere Namen und erinnert sich an nichts).
sorgsam: Für meine Reise nach Schottland wähle ich meine Kleidung sorgsam aus.
(mit Überlegung, konzentriert, aufmerksam)
sorgfältig: Die Zimmer müssen sorgfältig geputzt sein. (Es darf weder Staub noch
Schmutz zu finden sein)!
be-
(Ich habe Lust auf Pizza). Soll ich uns eine besorgen? (kaufen, holen, organisieren)
S. Die Besorgung (ein bestimmter Einkauf, eine Anschaffung) muss noch vor dem
Wochenende erledigt werden.
Die Besorgnis: Die Entwicklung in unserem Heimatland erfüllt uns mit großer
Besorgnis. (Sorgen, Angst, Unbehagen)
A. Seine Mutter ist immer sehr besorgt (ängstlich, unruhig, nervös), wenn er abends
nicht nach Hause kommt.
ent-
(Batterien darf man nicht in den Hausmüll werfen). Sie müssen speziell entsorgt
werden, da sie Giftstoffe enthalten.
S. Die Entsorgung alter elektronischer Geräte übernimmt die Stadtreinigung. (Sie
stellt dafür Sammelstellen zur Verfügung).
für-
A. Die Krankenschwester ist sehr fürsorglich. (Sie kümmert sich gut um ihre
Patienten und erfüllt ihnen jeden Wunsch).
S. Die Fürsorge: 1. Dank der guten Fürsorge ihrer Eltern geht es Anne wieder viel
besser.
2. Dieser Mann ist ein Fall für die Fürsorge. (Ohne die Hilfe des Staates kann er
nicht überleben). (alt: Sozialamt, öffentliche Hilfseinrichtung)
Präfixe + sorgen
nach-
S. Die ärztliche Nachsorge nach ihrer Krebsbehandlung soll eine Neuerkrankung
verhindern.
um- Die Studentin genießt es, an den Wochenenden von ihrer Mutter umsorgt
(verwöhnt) zu werden. (Diese kocht ihre Lieblingsspeisen und wäscht ihr die
Wäsche).
ver-
1. Als Vater muss Jens seine Familie versorgen. (Er muss arbeiten und Geld
verdienen).
2. Meine Freundin Jenny versorgt mich immer mit den neuesten Nachrichten. (So
bin ich stets gut informiert).
S. Die Versorgung mit Wasser und Lebensmitteln ist in den Kriegsgebieten
unterbrochen. (Die Menschen haben nichts zu essen und zu trinken).
vor-
Man zahlt in die Rentenkasse, um für das Alter vorzusorgen. (Dann kann man sich
auch als Rentner noch vieles leisten, anstatt in Altersarmut abzurutschen).
S. Die Vorsorge ist für viele junge Menschen kein Thema. (Sie sparen nicht und
schließen keine Versicherung ab). Für seine Zukunft sollte man aber Vorsorge
treffen.
A. Seine Eltern haben für ihn vorsorglich (voraussehend) ein Konto eingerichtet,
über das er nach ihrem Tod verfügen kann.
Präfixe + spannen
ab-
(Du hast dich sehr angestrengt). Nun solltest du einmal abspannen (ausruhen,
regenerieren.
S. die Abspannung: Sie ist sehr erschöpft; man sieht ihr die Abspannung an.
(geistige oder körperliche Ermüdung)
S. der Abspann: Im Kino bleibe ich immer so lange sitzen, bis der Abspann vorbei
ist. (Auflistung sämtlicher an der Filmproduktion Beteiligten)
A. Vor den Ferien sah er sehr abgespannt aus. (Inzwischen aber hat er sich erholt).
an-
1. Lassen Sie die Pferde anspannen (Pferde mit einer Kutsche verbinden). (Wir
fahren mit der Kutsche in die Stadt).
2. Viele Menschen spannen stets die Muskeln ihrer Stirn an. (kontrahieren,
aktivieren)
S. die Anspannung: Kurz vor dem Start steht die Anspannung den Athleten ins
Gesicht geschrieben.
A. Ständig wirkt sie angespannt (überreizt, nervös, getrieben). Ich habe sie lange
nicht mehr lachen sehen.
auf-
Wir müssen das Segel aufspannen (heißen, hochziehen). (Dann nutzen wir den
Wind).
aus-
1. Ich gönne mir ein Wochenende zum Ausspannen (Erholen, Regenerieren,
Ruhen). (Ich werde nur schlafen und lesen).
2. Ihre beste Freundin hat ihr den Freund ausgespannt (weggenommen, streitig
gemacht). (Nun hat sie beide verloren).
be-
In alten Schlössern sind die Wände mit Seide bespannt. (Textilien wurden als
Wandbekleidung auf Holzrahmen gespannt). (nicht trennbar)
S. die Bespannung: Die Wände haben eine seidene Bespannung.
ein- Sie ist beruflich gerade sehr eingespannt. (Sie hat sehr viel zu tun).
Präfixe + spannen
ent-
Zum Entspannen nehme ich gern ein heißes Bad. (relaxen, erholen, runterkommen)
S. die Entspannung: Vor lauter Entspannung vergessen die meisten, dass es auch
eine gute Art von Spannung gibt.
A. Um abzuschalten lege ich entspannende Musik auf.
über-
Du solltest den Bogen nicht überspannen! (zu sehr spannen, zu starke Spannung
aufbauen). (Provoziere uns nicht weiter)!
S. die Überspanntheit: Die Überspanntheit ist ein Merkmal von Arroganz.
A. Diese Frau ist mir zu überspannt (blasiert, arrogant). (Sie ist vollkommen
egozentrisch).
unter-
A. Verspannte und unterspannte Muskelpartien stehen einander meist gegenüber.
ver-
Ich bin von der vielen Schreibtischarbeit ganz verspannt. (Ich brauche eine
Massage).
S. die Verspannung: Wenn ein Muskel sich nach längerer Kontraktion nicht mehr
entspannt, kommt es zu Verspannung und Schmerz.
A. Mein Nacken ist sehr verspannt. (Er tut weh).
vor-
Nur weil er berühmt ist, spannen sie ihn als Frontmann vor. (zum Aushängeschild
machen, als „Zugpferd“ nutzen, instrumentalisieren)
S. der Vorspann: Bevor ein Film richtig beginnt, werden im Vorspann seine
Darsteller genannt.
Präfixe + spielen
ab-
1. Er spielt die CD ab. (Die Musik läuft).
2. (Jede Nacht ist oben Krach). Was sich dort wohl abspielt (Was dort geschieht,
passiert, vor sich geht)?
an-
1. Wir spielen das Lied kurz an. (Es sind nur wenige Takte).
2. Worauf spielst du an(sprichst du indirekt an, was deutest du an, führst du im
Schilde)? (Worauf willst du hinaus)?
S. die Anspielung: Seine Anspielung auf den gestrigen Abend machte sie verlegen.
auf-
1. Spiel dich nicht so auf! (Dränge dich nicht so in den Vordergrund)! (Nimm dich
nicht so wichtig)!
2. In früheren Zeiten wurde regelmäßig zum Tanz aufgespielt. (Musik gemacht,
musiziert)
aus-
1. Martin spielt seine höchste Karte aus. (Er hofft, damit zu gewinnen).
2. Er hat ausgespielt. (Er hat verloren).
3. Mein Freund hat uns gegeneinander ausgespielt. (Er hat uns betrogen und
missbraucht).
be-
Der Tennisplatz wird gerade bespielt. (Er ist im Moment nicht frei). (nicht trennbar)
bei-
S. (Ich verstehe nicht, was du meinst). Nenne mir ein Beispiel.
A. Sieh dir Marianne an: Sie benimmt sich beispielhaft (vorbildlich).
durch-
1. Die Jugendlichen haben die ganze Nacht durchgespielt. (ohne Pause)
2. Wir haben den Ablauf einmal durchgespielt (real oder in Gedanken vollzogen,
durchgezogen) und dabei noch einige Schwachstellen erkannt.
Präfixe + spielen
ein-
In der ersten Runde war ich noch nicht eingespielt. (Erst später wurde mir warm).
S. der Einspieler: Zur Demonstration des Geschehen zeigte man einen kurzen
Einspieler (einen kurzen medialen Beitrag).
A. Sie und ihr Tanzpartner sind ein eingespieltes Team. (gut kooperierend,
verlässlich, stark)
nach-
S. Die Sache wird ein Nachspiel haben! (unangenehme Konsequenzen, Folgen)
Die Nachspielzeit ist die Verlängerung eines Fußballspiels, um Zeitverluste durch
Auswechslungen oder Verletzungen auszugleichen.
über-
1. Monique überspielt ihre Verlegenheit, wenn sie vor vielen Menschen sprechen
muss. (Sie ist verlegen, weiß es aber zu verstecken).
2. Könntest du mir die Kassette bitte überspielen? (kopieren, aufnehmen) (nicht
trennbar)
um-
Der Saum des Rockes umspielt die Knie. (literarisch, gehoben) (nicht trennbar)
ver-
Sam verspielt sein ganzes Erbe. (Er verliert sein Geld im Spiel). (Nicht trennbar)
A. Unser Sohn ist noch sehr verspielt (kindlich, verträumt, versonnen).
vor-
1. Immer, wenn Besuch kam, musste ich auf dem Klavier vorspielen. (vortragen,
zum Besten geben)
2. Du kannst mir nichts vorspielen, (mich täuschen, mir etwas vormachen), ich
weiß, dass du traurig bist.
S. das Vorspiel: Das ist erst das Vorspiel. (Das Schönste kommt erst noch)!
Jedes Jahr veranstaltet unsere Lehrerin ein Schülervorspiel.
zu- Franz spielt Simon den Ball zu. (zu ihm hin, passt)
Präfixe + spielen
zusammen-
In einem Orchester müssen alle gut zusammenspielen.
S. Das Zusammenspiel der Musiker glückte vom ersten Augenblick.
zwischen-
S. das Zwischenspiel: Sein Job als Küchengehilfe war nur ein Zwischenspiel
(Intermezzo) zwischen seinem Schulabschluss und seiner Reise.
Präfixe + sprechen
ab-
1. sich absprechen: Sie sprechen sich ab (sie planen, vereinbaren, einigen sich),
wer zuerst losläuft.
2. jmdm. etw. absprechen: Ich spreche dir ab, dass Du dich bei diesem Thema
auskennst (Ich behaupte, du tust es nicht).
S. die Absprache: Laut unserer Absprache (Vereinbarung, Abmachung) wollten wir
uns um 15 Uhr hier treffen.
an-
1. jmdn. ansprechen: Der Urlauber spricht einen Einheimischen an, um nach dem
Weg zu fragen.
2. etw. ansprechen: Ich möchte dieses Thema ansprechen. I(ch möchte über dieses
Thema reden).
3. auf etw. ansprechen: Er spricht gut auf die Behandlung an. (Die Medikamente
wirken gut bei ihm).
S. die Ansprache: 1. Zu ihrem Jubiläum hielt er eine feierliche Ansprache. (Rede,
Laudatio)
2. Kleine Kinder brauchen viel Ansprache (Aufmerksamkeit, verbale Stimulanz,
Zuwendung), damit sie selbst zu sprechen beginnen.
3. Ihr fehlt bei ihrer Arbeit die Ansprache. (Sie hat niemand, mit dem sie sich
unterhalten könnte).
A. Das Kleid ist sehr ansprechend. (Es ist geschmackvoll und modisch).
aus-
1. Weißt du, wie man dieses Wort ausspricht (artikuliert)? (Ich habe es nie zuvor
gehört).
2. Darf ich es aussprechen (preisgeben, bekanntmachen)? (Ich möchte etwas
wichtiges sagen).
3. sich aussprechen: Endlich haben wir uns ausgesprochen (offenbart, geklärt).
(So vieles stand zwischen uns).
S. die Aussprache: 1. Die korrekte Aussprache gehört zum Beherrschen einer
fremden Sprache.
2. Nach unserer Aussprache hatten wir wieder ein gutes Verhältnis zueinander.
(ehrliches, vorbehaltloses Gespräch)
Adv. Ihre Rede hat mir ausgesprochen (sehr, extrem, über die Maßen) gut gefallen!
Präfixe + sprechen
be-
Wir sollten das Problem in aller Ruhe besprechen. (ausführlich über etwas reden)
(nicht trennbar)
S. die Besprechung: Nach der Arbeit habe ich noch eine wichtige Besprechung mit
meinem Chef. (meistens beruflich)
ein-
S. der Einspruch: Gegen dieses Urteil erhebe ich Einspruch! (Ich bin damit nicht
einverstanden).
ent-
jmdm. entsprechen: Ich hoffe, das Hotel entspricht unseren Erwartungen. (genau so
wie erhofft) (nicht trennbar)
S. die Entsprechung. Seine politische Haltung findet ihre Entsprechung in den
Büchern des Autors. (…gleicht der in seinen Büchern).
Adv. Alles ist Ihren Anweisungen entsprechend erledigt. (gemäß, folgend)
für-
S. die Fürsprache. Dank ihrer Fürsprache bei ihrem Vorgesetzten wurde ihre
Freundin eingestellt. (etwas Gutes reden über jemanden)
herum- - rum-
sich herumsprechen: Im Dorf spricht sich alles sehr schnell herum. (Sofort wird alles
weitererzählt).
mit-
Bei dieser Entscheidung möchte ich auch ein Wörtchen mitsprechen (entscheiden,
debattieren). (Schließlich geht sie auch mich an)!
S. die Mitsprache: Bei allen wichtigen Beschlüssen haben die Arbeiter ein
Mitspracherecht.
nach- jmdm. nachsprechen: Sprich mir nach. (Wiederhole das, was ich sage).
ver-
sich versprechen: 1. Ich verspreche mich heute ständig. (Ich sage z.B. Mutter statt
Butter). (aus Versehen Falsches sagen)
2. jmdm. etw. versprechen: Du musst mir versprechen (geloben, dein
Einverständnis bekunden), beim Autofahren vorsichtig zu sein. (nicht trennbar)
S. der Versprecher: Die Ansagerin hat ihren Versprecher nicht bemerkt. (inkorrekte
Aussprache, falsches Wort, Verwechslung)
das Versprechen: Du hast dein Versprechen nicht gehalten! Ich bin enttäuscht von
dir!
Präfixe + sprechen
vor-
1. Wenn Du die Rolle im Film haben möchtest, musst du beim Casting vorsprechen
und zeigen, was Du kannst.
2. Für die Gehaltserhöhung werde ich beim Chef vorsprechen müssen.
(beantragen, begründen, argumentieren)
3. Ich spreche das Wort vor, und du sprichst es nach.
S. das Vorsprechen: Ihr Vorsprechen an der Schauspielschule war erfolgreich. (Sie
wird angenommen)!
wider-
Warum widersprichst du mir immer? (Warum sagst du immer das Gegenteil von
dem, was ich sage)? (nicht trennbar)
S. der Widerspruch: Sie können gegen diesen Bescheid innerhalb von 14 Tagen
Widerspruch einlegen. (Anfechtung)
A. Sie verhält sich sehr widersprüchlich (konträr, ambivalent, uneindeutig): mal geht
sie auf Abstand, mal nähert sie sich wieder an.
Adv. Sie nahm das Urteil widerspruchslos an.
zu-
Der Witwe tat es gut, dass viele Menschen ihr Mut zusprachen. (sie.mit Worten
unterstützten)
S. die Zusprache: Nur durch die Zusprache (Ermutigung, Bestätigung,
Überzeugung) meiner Familie fand ich den Mut, öffentlich aufzutreten.
Präfixe + springen
ab-
1. An meiner Tasse ist der Henkel abgesprungen. (Nun muss ich sie wegwerfen).
2. Bevor sie abspringen (vom Startblock ins Wasser springen), sind die Schwimmer
hoch konzentriert.
3. Zuerst wollten wir das Projekt zu dritt machen, aber Helmut ist abgesprungen.
(hat sich anders entscheiden, ist ausgeschieden)
S. der Absprung:
1. Vor dem Absprung geht der Skispringer in hohe Spannung.
(Sport: vom Startblock oder einer Schanze)
2. Sie wollte schon lange aussteigen, doch sie fand den Absprung nicht.
(Gelegenheit, eine Sache zu beenden)
an-
1. Heute Morgen sprang mein Motor nicht an. (Er startete, zündete nicht) (Ich
musste die U-Bahn nehmen).
2. Er stellte seine Idee vor, doch niemand sprang darauf an. (reagierte darauf,
begrüßte sie, hieß sie gut)
auf-
Es gelang dem Verfolgten, auf den fahrenden Zug aufzuspringen und sich in
Sicherheit zu bringen.
be-
Unser Hund bespringt alle anderen Hunde, egal ob männlich oder weiblich. (nicht
trennbar)
ein-
(Meine Kollegin ist krank). Ich springe für sie ein. (Ich übernehme den Dienst,
ersetze sie).
ent-
1. Der Rhein entspringt in der Schweiz. (hat seine Quelle…)
2. Solche Ansichten entspringen (entstehen, entstammen) nur einem verwirrten
Kopf. (nicht trennbar)
Präfixe + springen
heraus-
Wenn ich so ein Risiko für dich eingehe, muss dabei auch etwas für mich
herausspringen. (ugs. ich muss finanziell gewinnen, Profit darausschlagen)
um-
Wie er mit seiner Frau umspringt (ugs. umgeht, sie behandelt)!
(Immer nur Kritik und Gejammer)!
über-
Wir haben ein paar Seiten übersprungen (auslassen, weglassen), die für die
Handlung nicht wesentlich waren.
ur-
S. Der Ursprung (Anfang, Beginn, die Quelle) der Internationalen Arbeiterbewegung
war die industrielle Revolution.
Die Ursprünglichkeit der Landschaft ist nur noch in abgelegenen Gegenden zu
finden. (der Urzustand, ohne menschliche Einwirkung)
A Ursprünglich (ganz zu Anfang) war es eine Gemeinschaft von Suchenden. (Erst
später entwickelte sich eine Religion daraus).
vor-
S. der Vorsprung: Der Marathonläufer siegte mit einem Vorsprung von 300 Metern.
(Distanz zum Nachfolgenden)
Präfixe + stechen
ab-
Mit ihren Macheten stachen sie sich gegenseitig ab. (massakrierten, ermordeten
sich)
an-
Die Ärztin hat die Vene nur kurz angestochen, und schon strömte das Blut.
S. der Anstich: Zu Beginn eines jeden Oktoberfests erfolgt der Anstich des ersten
Bierfasses durch den Oberbürgermeister von München. („Ozapft is!“)
aus- Sein Gegner hat ihn ausgestochen. (Er war nur wenige Sekunden schneller).
be-
1. Viele Menschen tun ihre Arbeit nur, wenn sie mit Geld bestochen (geschmiert,
korrumpiert) werden.
2. Das Schmuckstich besticht durch seine exzellente Verarbeitung. (zeichnet sich
aus, überzeugt, glänzt) (nicht trennbar)
S. die Bestechung: Viele Funktionäre sind der Bestechung (Korruption, dem
Schmiergeld) zum Opfer gefallen.
A. Ihr Out-fit ist einfach bestechend (überzeugend, extravagant, stimmig): Elegant
und sehr modern.
durch-
Viele Eltern lassen ihren Töchtern die Ohrläppchen durchstechen, damit sie schon
früh Ohrringe tragen.
ein-
S. der Einstich. Im Moment des Einstichs tut eine Spritze fast immer weh.
hervor-
(Die meisten Mädchen sehen gleich aus). Nur wenige sind dabei, die
hervorstechen. (auffallen, sich unterscheiden, besonders sind)
zu- In einem wahren Blutrausch stach sie wieder und wieder zu.
Präfixe + stecken
ab-
1. Dieses Beet möchte ich für Gemüse abstecken. (abgrenzen)
2. Der Saum des Kleides wird mit Nadeln abgesteckt (geheftet, provisorisch
befestigt)
3. Ihm gegenüber muss ich mein Terrain deutlich abstecken. (abgrenzen, es muss
Abstand wahren, sich behaupten)
an-
1. Der Offizier steckt den Orden an die Uniform. (befestigen, anheften)
2. (Du bist krank). Du hast dich bestimmt bei deiner Schwester angesteckt (infiziert).
S. die Ansteckung: In einigen westafrikanischen Ländern ist die Ansteckungsgefahr
für Ebola groß. (nur bei Krankheiten)
A. Gute Laune wirkt manchmal ansteckend. (sie überträgt sich)
auf- Du musst die Kappe aufstecken, wenn der Filzstift nicht austrocknen soll.
aus- Bei Gewitter sollte man alle Elektrogeräte ausstecken (vom Stromnetz trennen)
durch- Das Kabel muss durchgesteckt werden. (z.B. durch eine Öffnung)
ein-
1. Du musst das Stromkabel einstecken. (mit dem Stecker in die Dose)
2. In meiner Jugend musste ich einiges einstecken (aushalten, erdulden, erleiden).
(Die anderen machten sich oft über mich lustig).
3. Ich fand ein 10-Cent-Stück und steckte es ein. (nahm es mit, behielt es)
S. das Einstecktuch: Zu guten Anzügen trägt man ein Einstecktuch, das zu 2
Dritteln in der Brusttasche steckt.
ineinander
Die Bauteile werden ineinander gesteckt. (das eine in das andere) (getrennt)
ver-
Ich habe das Geschenk versteckt. (Du musst es suchen). (nicht trennbar)
S. das Versteck: Wir hatten ein gutes Versteck, wo uns niemand finden konnte.
Das Versteckspiel: Beim Versteckspiel zählt einer bis 10, während sich alle anderen
verstecken. (Bei 10 ruft er: „Ich komme!“ und fängt dann an zu suchen).
Präfixe + stecken
zu- Die Mutter steckt ihrem Sohn Geld zu. (jmdm. etwas geben, ohne dass es
anderen auffällt)
zusammen-
1. Die Rohre kann man zusammenstecken. (miteinander verbinden)
2. Hans und Martin stecken immer zusammen. (Sie sind die besten Freunde).
Präfixe + stehen
ab-
Deine Frisur ist nicht in Ordnung: einige Haare stehen ab. (ragen in andere
Richtungen heraus)
S. der Abstand: 1. Sie sollten zu dem vor Ihnen fahrenden Wagen stets Abstand
halten. (sichere Distanz)
2. Früher haben wir uns gut verstanden, doch nun nehme ich Abstand von ihm.
3. Der Vormieter verlangt für die Einbauküche einen Abstand. (Zahlung für feste
Einbauten)
A. Lena hat abstehende Ohren. (Sie liegen nicht am Kopf an).
an-
1. Für das neue Handy stehen viele Menschen an. (Sie stehen in einer Reihe und
warten).
2. Dieses Jahr stehen einige Veränderungen an. (kommen, beginnen, treten … ein)
S. der Anstand: Der Anstand. (gute Sitten, Höflichkeit, gute Erziehung) gebietet mir,
ihre Beleidigung nicht zu erwidern
A. Es ist sehr anständig (gewissenhaft, ehrenvoll) von ihm, mich für meine Hilfe zu
entlohnen.
Was früher als unanständig galt, findet heute niemand mehr anstößig. (vulgär,
obszön, sittenwidrig)
auf-
1. Wenn der Wecker geklingelt hat, stehe ich auf. (erhebe ich mich aus dem Bett,
beginne den Tag)
2. Für ältere Menschen sollte man im Bus aufstehen (sich erheben, Platz machen),
damit sie sich setzen können.
3. Ihr solltet aufstehen und für eure Rechte kämpfen. (aktiv werden, protestieren)
S. der Aufstand: Spartacus führte den Aufstand der Sklaven an, doch die Revolte
wurde blutig niedergeschlagen.
aus-
Ich kann sie nicht ausstehen.(Ich mag sie gar nicht). (nicht trennbar)
S. der Ausstand: Abschiedsrunde mit Getränk, wenn man ein Unternehmen verlässt.
außen-
S. der/die Außenstehende: Für Außenstehende (Fremde, nicht Involvierte) erschien
es wie ein Streit, dabei machten wir nur Spaß.
Präfixe + stehen
be-
Claudia hat die Prüfung bestanden. (geschafft, gemeistert) (nicht trennbar)
S. der Bestand:
1. Unser Bestand an Kartoffeln und Vorräten hat sich stark reduziert. (das, was
vorhanden ist)
2. Nichts ist von Bestand, alles ist im Wandel. (Nichts ist verlässlich, stabil, von
Dauer)
A. Der Hund ist sein beständiger Begleiter.
bei-
jmdm. beistehen: In dieser schweren Zeit stehen wir ihr bei. (Wir sind da, wenn sie
uns braucht).
S. der Beistand: Ich leiste dir Beistand. (Ich helfe dir).
durch-
Wie stehst du diese Situation durch? (Wie kannst du sie aushalten)? (ertragen,
überleben)
ein-
Jeder steht für den anderen ein. (Wir sind ein Team und halten zusammen).
S. der Einstand: Nach seiner ersten Arbeitswoche feierte er mit seinen Kollegen
Einstand. (Er lud sie alle auf ein Getränk ein).
einge-
Nach mehreren Semestern musste er sich eingestehen (einsehen, erkennen,
zugeben), dass er das falsche Fach gewählt hatte.
S. das Eingeständnis: Sein Eingeständnis, die Keksdose genommen zu haben,
stimmte seine Eltern milde.
ent-
Aus dieser Idee kann eine ganz neue Technik entstehen. (Schritt für Schritt kann
etwas neues entwickelt werden). (nicht trennbar)
S. die Entstehung: Die Entstehungsgeschichte der Grande Nation begann bereits
zu Zeiten der Römer.
entgegen-
Wie soll ich jemals mein Ziel erreichen, wenn mir so viele Skeptiker
entgegenstehen? (widerstehen, Widerstand leisten, sabotieren)
Präfixe + stehen
er-
Dieses Gemälde konnte ich günstig erstehen (kaufen, erwerben). (nicht trennbar)
ge-
Ich muss Ihnen gestehen (zugeben, offen sagen): darauf wir ich nicht gefasst!
S. das Geständnis: Dass der Angeklagte sofort ein Geständnis ablegte, milderte
sein Strafmaß enorm.
A. Mein Großvater war ein gestandener Mann. (körperlich und mental stark,
lebenserfahren, unerschütterlich). (Alle hatten Respekt vor ihm).
nach- Er steht dir in nichts nach. Er ist genauso gut wie du.
nahe-
jmdm. nahestehen: Meine Schwester steht mir sehr nah. (Ich fühle mich ihr
verbunden).
um-
S. der Umstand: Bitte machen Sie sich keine Umstände (zusätzliche Arbeit, Mühe)
wegen mir!
A. Er ist in allem, was er tut, sehr umständlich. (Er macht viel Überflüssiges und
überlegt lange).
über-
Hoffentlich überstehe ich dieses Abenteuer ohne Schaden. (überleben, aushalten)
(nicht trennbar)
unter-
Untersteh' Dich. (Tu das auf keinen Fall)! (nicht trennbar)
S. der Unterstand: Wir fanden einen Unterstand, der uns vor dem Regen schützte.
Präfixe + stehen
ver-
Niemand versteht mich so gut wie meine Mutter. (Sie weiß genau, wie ich mich
fühle). (nicht trennbar)
Immer missverstehst du mich! (Du verstehst mich falsch). (So habe ich es doch
nicht gemeint)! (nicht trennbar)
S. das Verständnis: Für dein Verhalten fehlt mir das Verständnis. (Ich kann es nicht
nachvollziehen).
das Missverständnis: Sie denkt, ich mag sie nicht, dabei ist das nur ein
Missverständnis! (Irrtum)
A. Meine Chefin ist sehr verständnisvoll. (Sie wird mir entgegenkommen).
Dieses Buch ist leicht verständlich. (Es liest sich gut).
Bitte teile ihr unmissverständlich mit, dass sie sich keine Hoffnungen machen soll!
vor-
Matthias Müller steht dem Unternehmen vor. (Er ist der neue Chef von VW).
S. der Vorstand: Das Gremium, das einen Verband oder ein Unternehmen leitet,
nennt man Vorstand.
wider-
jmdm. oder einer Sache widerstehen: Ich kann Schokolade nicht widerstehen. (Ich
muss sie essen). (nicht trennbar)
S. der Widerstand: 1. Die Truppe stieß auf erbitterten Widerstand (Gegenwehr).
(Die Bewohner setzen sich massiv zur Wehr)
2. Wenn ich gegen etwas Festes drücke, spüre ich seinen Widerstand.
(Härte, Festigkeit)
zu-
Ein Teil des Erbes steht dir zu. (Dem Gesetz nach gehört es dir, du bist berechtigt)
(Dem Gesetz nach musst du etwas erben).
zueinander-
Wir wollen niemals auseinandergehen, wir wollen immer zueinanderstehen. (loyal
sein)
zusammen-
Als Fußballmannschaft stehen wir immer zusammen, egal, was kommt. (wir sind
loyal, halten zusammen)
Präfixe + steigen
ab-
1. Wie steige ich von diesem Pferd wieder ab (komme ich hinunter)?
2. Der Ausblick vom Gipfel des Berges war sehr schön, doch schweren Herzens
mussten wir wieder absteigen (ins Tal hinuntergehen).
3. Unser Verein wird in dieser Saison vermutlich absteigen. (sich innerhalb einer
Rangliste verschlechtern)
S. 1. Der Abstieg von der Hütte war sehr viel beschwerlicher, als ich dachte.
2. Seit ihrem Abstieg in die 2. Liga arbeitet die Mannschaft an einem Comeback.
A. Die vormalige Musterschülerin ist auf dem absteigenden Ast. (Redewendung: in
seinen Leistungen nachlassen, ins Hintertreffen geraten)
an-
1. Die Zahl der Flüchtlinge wird immer noch ansteigen (sich vergrößern,
zunehmen).
2. Wenn seine Temperatur weiter ansteigt, müssen wir einen Arzt rufen.
S. der Anstieg: Die neue Vermarktung des Produkts führte zu einem stetigen
Anstieg der Verkaufszahlen.
auf-
1. Innerhalb weniger Jahr stieg er zu einem erfolgreichen Geschäftsmann auf.
(machte Karriere, entwickelte sich positiv)
2. Hilfst du mir bitte beim Aufsteigen auf das Pferd?
S. der Aufstieg: Einem raschen Aufstieg in die internationalen Charts folgte eine
dauerhafte Karriere.
aus-
1. An der nächsten Station muss ich aussteigen. (den Zug oder Bus verlassen)
2. Sie stieg aus dem Unternehmen aus und widmete sich ihren eigenen Interessen.
(ein Projekt oder eine Arbeitsgemeinschaft verlassen)
S. der Ausstieg: 1. Nächster Halt: Landungsbrücken, Ausstieg rechts! (aus einem
Gefährt auf einen Bahnsteig treten)
2. Ihr Ausstieg aus der Politik erlaubte ihr, sich auf ihre publizistische Arbeit zu
konzentrieren.
3. Deutschland war mit das erste Land, das seinen Ausstieg aus der Atomenergie
verkündete.
Präfixe + steigen
be-
1. Diesen Berg zu besteigen (zu erklettern, erklimmen), erfordert Erfahrung und
technisches Geschick.
2. Immer, wenn er ein Flugzeug besteigt (betritt), beschleicht ihn ein mulmiges
Gefühl.
3. Allein der Platzhirsch darf seine Kühe besteigen (begatten) und sich mit ihnen
paaren. (nicht trennbar)
S. die Besteigung: Bei der Besteigung des Mount Everest kamen bereits viele
Menschen ums Leben.
drüber - darüber
Wenn man das Zimmer in deinem Zimmer öffnen möchte, muss man über alles
Mögliche drübersteigen.
durch-
1. (Das ist ein sehr komplizierter Text). Steigst du da durch (verstehst, kapierst du
das)?
2. Wir müssen durch das Dickicht durchsteigen. (Es bleibt uns kein anderer Weg).
ein-
1. Komm, steig ein! (sich in ein Auto oder Verkehrsmittel setzen) (Los geht die
Reise)!
2. Wir gründen eine neue Firma. Willst du mit einsteigen (teilnehmen, Teilhaber
werden)?
S. 1. Der Einstieg in einen Nahverkehrszug fällt älteren Menschen oft schwer.
2. Außer der Tür gibt es einen weiteren Einstieg in das Haus.
3. Sein Einstieg in die Mannschaft gelang ohne Probleme.
er-
Mein Bruder liebt es, Berge zu ersteigen, je höher, desto besser. (nicht trennbar)
Vorsicht! Nicht zu verwechseln mit ersteigern bei einer Auktion
ent-
Als die Kanzlerin ihrer Limousine entstieg, wurde sie mit Jubel empfangen. (formell)
(nicht trennbar)
herab-
Die Sportlerin musste von ihrem Podest herabsteigen. (Sie konnte die gewohnte
Leistung nicht mehr erbringen).
Präfixe + steigen
nach- Als junger Mann musste er den Mädchen nachsteigen. (Er war ein Don
Juan).
über-
Diese Strapaze übersteigt (überfordert) meine Kräfte. (Ich bin völlig am Ende).
nicht trennbar)
um-
1. An der nächsten Haltestelle werde ich umsteigen und mit der U-Bahn
weiterfahren.
2. Unser Betrieb ist von konventionellem Anbau auf ökologische Landwirtschaft
umgestiegen.
S. Der Umstieg auf regenerative Energie macht sich langfristig bezahlt.
ver-
Wohin versteigst du dich? (erdreisten, erfrechen) (Du meinst, deinen Vater
entmündigen zu dürfen)? (nicht trennbar)
A. Es ist verstiegen (frech, dreist, maßlos) von ihm, die Macht an sich zu reißen.
zu-
Am Hauptbahnhof werden viele Leute zusteigen (hinzukommen), dann wird der Zug
sehr voll.
Präfixe + stellen
ab-
1. Er stellt den Koffer an der Tür ab. (Jetzt hat er die Hände frei).
2. Diese Zustände müssen wir sofort abstellen. (beenden, stoppen)
S. die Abstellfläche: Nirgendwo finde ich ein Abstellfläche für mein Geschirr.
an-
1. (Da ist schon eine lange Warteschlange). Auch wir müssen uns anstellen (uns
einreihen, warten), bis wir ein Ticket kaufen können.
2. Stell dich nicht so an! (ugs.zier dich nicht so, widerstrebe nicht, sei nicht so
affektiert). (Sei nicht so empfindlich)!
3. Nach dem Praktikum werde ich wahrscheinlich von der Firma angestellt.
S. die Anstellung: Zu meiner Anstellung gehört, dass ich kranken- und
rentenversichert bin und Urlaubsgeld erhalte.
der/die Angestellte: Ich arbeite als Angestellte im Öffentlichen Dienst.
auf-
Die Soldaten müssen sich in einer Reihe aufstellen.
S. die Aufstellung: Vor jedem Spielbeginn bestimmt der Trainer eine neue
Aufstellung der einzelnen Spieler auf dem Spielfeld.
Bert Hellinger entwickelte das Konzept der Familienaufstellung.
aus-
1. Im Museum werden Bilder ausgestellt. (Sie werden öffentlich gezeigt).
2. Lassen Sie sich einen Passierschein ausstellen! (anfertigen, machen)
S. Die Ausstellung:
1. Wir besuchten eine Ausstellung über moderne Kunst.
2. Die Ausstellung (Anfertigung)eines neuen Personalausweises ist
gebührenpflichtig.
A. Der Rock ist unten ausgestellt. (Er ist unten weiter als oben).
be-
1. Ich bestelle im Restaurant eine Pizza. (in Auftrag geben, ordern)
2. Wenn du Axel triffst, bestelle ihm bitte einen schönen Gruß von mir!
(richte ihm … aus, gib … weiter)
3. Das Mädchen saß da wie bestellt und nicht abgeholt. (Redewendung für:
verloren, fehl am Platz) (nicht trennbar)
Präfixe + stellen
abbe-
Wenn ich mein Abonnement wieder abbestellen (eine Bestellung zurücknehmen)
möchte, muss ich bis Ende des Jahres warten.
S. die Bestellung: Geben Sie Ihre Bestellung im Internet ein. Sie erhalten die Ware
dann in wenigen Tagen.
dahin-
A. Ob es 5 oder 7 verschiedene Orte waren, sei dahingestellt (unwesentlich,
nebensächlich). (Fakt ist, dass Ihr im Urlaub viel gesehen habt).
durch-
Ich stelle Sie zu dem Leiter der Abteilung durch. (Ich verbinde Sie). (Bitte bleiben
Sie am Telefon).
ein-
1. Wie stelle ich bei der Waschmaschine das Wollprogramm ein? (Welchen Knopf
muss ich drücken oder drehen)?
2. Wir stellen zum Oktober vier neue Mitarbeiter ein. (Sie arbeiten dann in meiner
Abteilung).
3. Viele Menschen sind Neuem gegenüber skeptisch eingestellt.
4. Zucker- oder Schilddrüsenkranke müssen von ihrem Arzt eingestellt werden. (Die
passende Medikamentendosis muss ermittelt werden)
5. Das Unternehmen hat seine Produktion eingestellt (beendet). (Die Nachfrage
war zu gering).
6. Würdest du dein Verhalten bitte einstellen (alt: sein lassen, beenden)? (Du störst
uns damit)!
7. (Wir bekamen überraschend Besuch). Wir waren nicht darauf eingestellt
(vorbereitet).
8. Ich stelle mich darauf ein, dass schlechtere Zeiten kommen. (Ich bereite mich
vor).
9. Wir müssen uns auf die veränderten Umstände einstellen. (sich etw. oder jmdm.
anpassen)
S. die Einstellung:
1. Die Einstellung (Beginn der Tätigkeit) der Mitarbeiter erfolgt zum kommenden
Monat.
2. Sie hat Fremden gegenüber eine ablehnende Einstellung. (Haltung, Meinung)
Präfixe + stellen
er-
Könntest Du bitte ein Diagramm erstellen (anfertigen) mit den Verkaufszahlen des
letzten Monats? (nicht trennbar)
S. die Erstellung: Die Erstellung der Liste kostete mich viele Stunden Arbeit.
ent-
Ihr Gesicht wurde durch den Unfall schrecklich entstellt. (Es wirkt furchterregend).
(nicht trennbar)
fertig-
Bevor wir das Fahrzeug fertigstellen, muss die Mechanik noch überprüft werden.
(die Produktion abschließen)
fest-
1. Wir konnten bislang nicht feststellen (ergründen, herausfinden, klären), woher der
Attentäter stammt.
2. Nachdem sie viele Jahre verheiratet waren, stellten sie fest (bemerkten sie,
kamen zu dem Schluss), dass sie sich nichts mehr zu sagen hatten.
S. Die Feststellung, dass jeder Versuch vergeblich war, ließ sie sich neuen
Projekten zuwenden.
gegenüber-
Wir müssen den Verdächtigen dem Opfer gegenüberstellen (konfrontieren).
(Vielleicht erkennt es ihn wieder).
S. die Gegenüberstellung: Die Gegenüberstellung mit dem mutmaßlichen Täter
erfolgte hinter Glas. (So konnte das Opfer nicht gesehen werden).
her-
Die Firma stellt Staubsauger her. (Sie produziert Staubsauger).
S. die Herstellung. Für die Herstellung von Baumwolle benötigt man Unmengen von
Wasser.
Der Hersteller des Produkts bestreitet, genmanipulierte Stoffe zu verwenden.
Präfixe + stellen
hin-
1. Stelle die Torte hin, damit sie Dir nicht aus den Händen fällt. (stellen … ab,
stabilisiere die Torte)
2. Du kannst es nicht so hinstellen (drehen, hinbiegen, nicht wahrheitsgemäß
schildern), als sei alles meine Schuld!
klar-
Eins möchte ich ein für allemal klarstellen (verdeutlichen, postulieren): Es geht hier
um die Sache, nicht um die Profilierung einzelner!
nach-
Er stellt ihr nach. (Er belästigt sie, indem er sie verfolgt). (Stalking)
richtig-
Lassen Sie mich die Sache richtigstellen (korrigieren, berichtigen): Auch ich war
nicht in seine Pläne eingeweiht.
über-
Das Paket wird überstellt. (Es wird dem Empfänger ausgehändigt). (nicht trennbar)
um-
1. Meine Mutter stellt gerne die Möbel um. (Dann stehen sie an einem anderen
Platz).
2. Jens muss sich umstellen (sein Verhalten anpassen an eine neue Situation).
(In der Ausbildung wird er mehr arbeiten müssen als vorher).
S. die Umstellung: Den meisten Neulingen gelingt die Umstellung in wenigen Tagen.
unter-
1. Können wir uns bei dem Regen nicht irgendwo unterstellen? (in Sicherheit / ins
Trockene bringen)
2. Der Zeitungsartikel unterstellt, dass der Manager Geld gestohlen habe. (etw.
behaupten, ohne Beweise dafür zu haben.) (nicht trennbar)
S. die Unterstellung: Das ist eine Unterstellung! (Anschuldigung, Verleumdung,
Falschaussage). (So etwas habe ich nie gesagt)!
ver-
Du kannst dich nicht verstellen, ich weiß, dass du mich belügst (Falsches vorgibst,
schauspielerst). (Du aber tust, als sei es die Wahrheit). (nicht trennbar)
Präfixe + stellen
vor-
1. Darf ich vorstellen: das ist Frau Anita Meier. (jmdn mit jemand anderem bekannt
machen: formell)
2. Du kannst dir nicht vorstellen (ausdenken, du kannst nicht erahnen), was mir
heute passiert ist!
S. die Vorstellung: (Ich komme gerade aus dem Theater).Die Vorstellung heute war
ausverkauft.
zu-
1. Das Paket wurde pünktlich zugestellt. (Es wurde pünktlich geliefert).
2. Du hast mit deinen Kartons alles zugestellt (versperrt, Unordnung geschaffen).
(Ich komme nicht durch die Tür, weil überall Kartons stehen).
S. die Zustellung: Die Zustellung Ihres Pakets wird voraussichtlich in 3 Tagen
erfolgen.
zusammen-
Wir stellen Ihnen ein schönes Menü zusammen (wir arrangieren, komponieren).
(Wir suchen die passenden Gerichte aus).
S. die Zusammenstellung. Naturmaterialien kombiniert mit frischem Türkis sind eine
gelungene Zusammenstellung.
Präfixe + stimmen
ab-
1. Das Parlament stimmt über das Gesetz ab (Das Parlament entscheidet). (Erst
wenn es eine Mehrheit gibt, kann es in Kraft treten).
2. Der Kindergarten stimmt seine Maßnahmen mit der Grundschule ab, damit den
Kindern die Einschulung leichter gelingt. (Die Maßnahmen werden anpasst)
S: die Abstimmung: Die Befürworter des Projekts erzielten bei der Abstimmung
63 Prozent.
an- Der Chorleiter stimmt ein Lied an. (Er beginnt ein Lied zu singen).
be-
Du bestimmst immer. (Du entscheidest immer, was wir machen). (nicht trennbar)
S. die Bestimmung:
1. Es war seine Bestimmung, Arzt zu werden. (schicksalhafte Fügung, höherer
Auftrag)
2. Laut rechtlicher Bestimmungen (Regelung, Verordnung) ist das nicht erlaubt.
Adv. Bestimmt (sicher, wahrscheinlich, vermutlich) lügst du!
dagegen
Wenn zu viele dagegen stimmen, wirst du mit deinem Vorschlag nicht
durchkommen. (getrennt)
ein-
1. Alle stimmten in den Gesang mit ein. (Alle sangen ein gegebenes Lied mit).
(Alle sangen mit).
2. Sie wurden durch den Film auf ihren Urlaub eingestimmt (anregt, animiert).
S. die Einstimmung: Der Vortrag war eine schöne Einstimmung auf ihre Reise.
A. Das Komitee entschied einstimmig für den Antrag. (ohne Gegenstimme, zu 100
Prozent)
über-
Er wurde bei der Wahl überstimmt. (Sein Vorschlag bekam nicht die Mehrheit, er
verlor die Wahl). (nicht trennbar)
um- Die Tochter lässt sich nicht umstimmen. (Sie bleibt bei ihrer Einstellung).
Präfixe + stimmen
ver-
1. Dass Musikinstrumente so schnell verstimmen! (Kaum ändert sich die
Temperatur – schon klingen sie nicht mehr)!
2. Lukas ist verstimmt. (Er hat schlechte Laune). (nicht trennbar)
S. die Verstimmung: Ich weiß nicht, was ihre Verstimmung ausgelöst hat.
(Plötzliches Umschlagen von guter in schlechte Laune).
(Ob es das Telefonat mit Lukas war)?
A. Das Klavier ist sehr verstimmt. (Wir müssen es stimmen lassen).
zu-
Alle Mitglieder stimmen zu. (Sie nehmen den Vorschlag an).
S. die Zustimmung: Sein Vorschlag erhielt die sofortige Zustimmung aller
Betroffenen.
Präfixe + stoßen
ab-
Stoße dich vom Boden ab, dann hast du mehr Schwung. (mit Kraft von etwas
wegbewegen)
2. Die transplantierte Niere wurde abgestoßen. (Sie musste wieder entfernt werden,
da der Körper sie nicht angenommen hat).
S. der Abstoß: Mit einem kräftigen Abstoß vom Boden gelingt dem Tänzer ein sehr
hoher Sprung.
die Abstoßung: Eine teflonbeschichtete Pfanne garantiert die Abstoßung von Fett
und Schmutz.
A. Ich finde es abstoßend (unanständig, ekelhaft, widerwärtig), wie schamlos sie
sich an ihn heranmacht.
an-
1. Er stößt seinen Nachbarn an, (schubst ihn leicht) damit er aufwacht.
2. Lass uns auf diesen Erfolg anstoßen. (die Gläser aneinander stoßen, feiern)
3. Ich habe mich (an)gestoßen (geprellt, verletzt). (Nun habe ich eine Beule am
Kopf).
4. Mit ihrer überschwänglichen Art stößt sie überall an. (erweckt Unmut, wird
abgelehnt)
S. der Anstoß: Dass wieder ein Farbiger leichtfertig erschossen wurde, gab den
Anstoß (Auslöser, Anlass) für aufgeheizte Demonstrationen
A. Solche Karikaturen werden von manchen als anstößig empfunden. (provokativ,
geschmacklos)
auf-
1. Nach zu viel Mineralwasser muss ich immer aufstoßen. (hörbares Entweichen
von Luft aus dem Mund, verursacht durch den Magen)
2. Frank stößt die Tür zu dem Zimmer auf. (mit Schwung aufmachen)
3. Es stößt mir übel auf, dass er mich völlig ignoriert. (Es schmerzt, stört, ärgert
mich…)
aus-
1. Sie stößt einen Schrei aus. (Sie schreit)
2. Das Auto stößt Schwefeldioxid aus. (sondert … ab; Schwefeldioxid entweicht)
3. Der dicke Junge wird von seinen Mitschülern ausgestoßen. (Sie finden, er gehört
nicht zu Ihnen, und lassen ihn nicht mitspielen).
S. der Ausstoß: Das Auto hat einen zu hohen Schadstoffausstoß.
Präfixe + stoßen
durch-
Mit dem Pfeil durchstößt der Jäger das Herz des Hirschen. (Der Pfeil durchdringt
das Herz).
S. der Durchstoß: Die Entdeckung des Penicillins brachte den Durchstoß in der
Bekämpfung krankheitserregender Bakterien.
ein-
Ich hatte so einen schönen Turm gebaut, aber mein Bruder hat ihn eingestoßen
(zerstört, einschlagen, kaputtgemacht).
herum- - rum-
Ich lasse mich nicht länger von euch herumstoßen (herumschubsen, schlecht bzw.
despektierlich behandeln). (Ich entscheide nun selbst, was ich tue).
hervor- Während seines Ausbruchs stößt der Vulkan fortwährend Lava hervor.
um- Pass auf, dass du die kostbare Vase nicht umstößt! (umwirfst)
ver-
1. Der König hat seinen Sohn verstoßen. (Er hat ihn von seinem Schloss verbannt
und ihm sein Erbe abgesprochen).
2. Der Dieb hat gegen das Gesetz verstoßen. (Er hat einen Gesetzesbruch
begangen). (nicht trennbar)
S. der Verstoß: Eine Doktorarbeit abzuschreiben bedeutet einen erheblichen
Verstoß gegen geltendes Recht.
vor-
Das Regiment stößt auf feindliches Gebiet vor. (Es dringt in feindliches Gebiet ein).
S. der Vorstoß: Der Abgeordnete überraschte mit seinem Vorstoß (Antrag,
Vorschlag) sogar seine Parteigenossen.
weg-
Sein Vater hat ihn weggestoßen (heftig abwehrt), als er ihn umarmen wollte.
zer-
Die Samen des Kümmels wurden in einem Mörser zerstoßen. (Jetzt sind sie ganz
fein gemahlen). (nicht trennbar)
Präfixe + stoßen
zu-
Pass auf, dass dir nichts zustößt (geschieht, passiert, dass du nicht Schlechtes
erlebst)! (Es wurden schon so viele überfallen).
zusammen-
1. Die beiden Autos sind zusammengestoßen. (Sie hatten einen Unfall).
2. Jedes Mal, wenn die beiden zusammenstoßen (sich begegnen, treffen), gibt es
Streit.
S. der Zusammenstoß: Seit ihrem Zusammenstoß mit dem Lastwagen, hat das Auto
eine Delle.
Präfixe + streichen
ab-
Bevor du die Farbe aufträgst, muss du sie an der Dose abstreichen. (entlangfahren,
um Überschüssiges abfließen zu lassen).
S. der Abstrich:
1. Jedes Jahr nimmt die Gynäkologin einen Abstrich zur Krebsvorsorge.
2. Jetzt, wo das Kind da ist, muss das Paar finanziell Abstriche machen.
(Kürzungen, Sparmaßnahmen)
an-
1. Sie hat ihre Küchenmöbel türkis angestrichen (angemalt). (Farben und Pinsel
kaufte sie im Baumarkt).
2. Johanns Lehrer hat seine Fehler alle rot angestrichen. (markiert, gekennzeichnet)
S. der Anstrich: Unser Haus braucht einen neuen Anstrich. (neue Farbe)
auf-
Kalte Butter lässt sich nur schwer aufstreichen.
S. der Aufstrich:
1. Statt Wurst und Käse esse ich lieber vegetarische Aufstriche. (Cremes, Pasten
z.B. aus Avocado oder Auberginen)
2. Dieses Geigenstück beginnt mit einem Aufstrich. (Bogenstrich zur Saite hin)
aus-
1. Sie hat meinen Namen ausgestrichen (eliminiert). (Nun steht er nicht mehr auf
der Liste).
2. Nach dem Beklopfen streicht die Therapeutin mir den Rücken aus. (mit den
Händen abstreifen)
be- Er bestreicht sich sein Brot dick mit Butter und Käse. (nicht trennbar)
durch-
1. Wenn du etwas Falsches geschrieben hast, kannst du es mit einem Lineal
durchstreichen.
2. Er liebt es, die Wildnis zu durchstreichen. (Durch die Wildnis zu wandern, sie zu
erkunden, sie zu durchstreifen).
über-
Er hat den Fleck mit Farbe überstrichen. (Nun sieht man ihn nicht mehr).
Präfixe + streichen
unter- Was dir besonders wichtig an dem Text ist, das unterstreiche und markiere.
ver-
Es ist viel Zeit verstrichen (vergangen), seitdem wir uns das letzte Mal sahen. (
(nicht trennbar)
vor- Bevor er die Lackfarbe aufträgt, streicht er das Brett mit einer Grundierung vor.
zusammen-
Seit der Fusion der beiden Betriebe wurden viele Stellen zusammengestrichen.
(reduziert, gekürzt, wegrationalisiert)
Präfixe + streuen
aus-
Es ist glatt. Ich streue Asche auf dem Gehweg aus, damit niemand ausrutscht.
be-
Die Plätzchen sind mit Zuckerstreuseln oder Mandeln bestreut.
ein-
Bei unserem Gespräch streute ich ein paar Bemerkungen ein, auf die sie hätte
reagieren können. (Sie erwähnt ein paar Bemerkungen, bringt sie zur Sprache).
ver-
Die Kollegin verstreut gern Gerüchte. (Bringt G. in Umlauf, sendet G. aus).
(Dann gibt es in der Firma Klatsch und Tratsch).
A. Die Sachen meines Sohnes liegen verstreut (auf weiter Fläche verteilt) auf dem
Boden
zer-
Denk nicht so viel nach! Zerstreue dich lieber! (Lass dich ablenken, unterhalten,
bringe dich durch neue Eindrücke auf andere Gedanken).
S. die Zerstreuung: Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, brauche ich
unbedingt Zerstreuung! (Ich schalte gleich den Fernseher an und chatte mit meinen
Freunden).
A. Der Professor ist sehr zerstreut. (Er sucht sogar seine Brille auf der Nase).
Präfixe + suchen
ab-
Wir suchen das ganze Gebiet ab. (Wir suchen gründlich und überall).
an-
S. das Ansuchen: Erlauben Sie mir bitte, ein Ansuchen an Sie zu
richten? (formell: eine Bitte)
auf- Ich suche einen Arzt auf. (formell für: zum Arzt gehen, ihn konsultieren)
aus-
Du kannst Dir hier im Geschäft etwas Schönes aussuchen. (auswählen)
A. In diesem Laden gibt es nur ausgesucht (exklusiv, auserwählt,
besonders) schöne Dinge.
be-
Komm mich doch mal besuchen! (Komm einmal zu mir nach Hause). (nicht
trennbar)
S. der Besuch:
1. Meine Mutter hat gerade Besuch: Ihre Gäste sind gekommen.
2. Seit ihrem Besuch (Aufenthalt) hat sie den Kontakt zu uns abgebrochen.
der/die BesucherIn: Das Museum zählt in diesem Jahr 2000 Besucher.
daher
A. Seine Verkleidung ist sehr daher gesucht (wahllos zusammengesucht).
(Offenbar kann er sich kein Kostüm leisten). (getrennt)
durch-
Der Polizist durchsucht die Wohnung. (Angeblich sind hier gestohlene Dinge
versteckt). (nicht trennbar)
S. Die Durchsuchung (z.B. von Häusern bei Verdacht auf kriminelle Taten): Ohne
Durchsuchungsbefehl lasse ich Sie hier nicht herein.
er-
Ich ersuche Sie, den Vertrag zu unterschreiben (formell: bitten, auffordern) (nicht
trennbar)
heraus- Sie braucht ihr Zeugnis, doch sie muss es erst heraussuchen.
Präfixe + suchen
herum- - rum-
Meine Mutter sucht ständig in meinen Sachen herum. (Sie kramt in den Sachen,
durchstöbert sie). (Dabei tue ich nichts Verbotenes).
unter-
1. Lass dich von einem Arzt untersuchen (medizinisch begutachten, prüfen).
(Vielleicht ist es mehr als ein Husten).
2. Meine Chefin muss ständig untersuchen) (kontrollieren, nachprüfen, hinterher
sein), was wir in ihrer Abwesenheit getan haben. (Sie misstraut uns).
S. Die Untersuchung (Examination) der Laborproben hat zu keinem Befund geführt.
ver-
1. Du musst versuchen (wagen, dich trauen, dich anzustrengen), deine
Führerscheinprüfung zu machen.
2. Versuch (probiere, teste) mal diesen leckeren Kuchen (nicht trennbar)
S. die Versuchung: 1. „Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von
dem Bösen.“ (Teil des Vaterunsers: etwas was verlockend ist, aber nicht erlaubt)
2.Da ist die ständige Versuchung, noch ein Stück Schokolade zu essen.
A. Ich bin versucht (geneigt), Ihnen zu glauben, doch es bleiben gewisse Zweifel.
zusammen-
Suche deine Sachen für den Urlaub zusammen. (Lege dann alles in den Koffer).
A. Ihre Kleidung wirkt zusammengesucht, ärmlich und stillos.
Präfixe + tauchen
ab-
1. Die Ente tauchte ab (ging unter Wasser) und kam erst nach über 10 Metern
wieder zum Vorschein.
2. Der Gesuchte ist abgetaucht (verstecke sich, war unauffindbar) und wie vom
Erdboden verschwunden.
auf-
1. Nach langem Warten sahen wir Delfine auftauchen. (aus dem Wasser
hervorragen)
2. (Peter war lange Zeit weg). Nun tauchte er plötzlich wieder auf. (trat nach
längerer Abwesenheit wieder in Erscheinung).
durch-
Früher konnte ich das ganze Becken durchtauchen (von einem Ende zum anderen
tauchen). (Jetzt schaffe ich nur noch wenige Meter).
ein-
Wenn ich in das warme Badewasser eintauche, verblassen alle meine Sorgen.
entlang
Im Urlaub tauchte ich das ganze Riff entlang und sah die schönsten Korallen.
(getrennt)
hinab-
Der Held musste ein zweites Mal hinabtauchen, um einen Ring vom Meeresgrund
zu holen. (nach Schiller: Der Taucher)
hindurch Ich musste durch die Welle hindurch tauchen, sonst hätte sie mich
erschlagen. (getrennt)
hinunter- - nunter-
Die Prüflinge müssen zum Grund hinuntertauchen, um einen Plastikring zu bergen.
unter-
1. Beim Schwimmen muss ich jedes Mal mit dem Kopf untertauchen.
2. Eine Weile lang konnte ich ihn noch sehen, doch dann tauchte der Mann in der
Menge unter. (Er wurde unsichtbar, löste sich auf)
Präfixe + teilen
ab-
Lisa teilt ein Stück des Gartens ab. (abtrennen, reservieren)
(Auf diesem Teilstück möchte sie Gemüse anbauen).
S. das Abteil: In den Zügen gibt es kleine und Großraumabteile.
die Abteilung (z.B in einer Firma: Finanzabteilung) (Abgegrenzter Bereich).
der Abteilungsleiter: Mein Chef ist der Abteilungsleiter der Kundenbetreuung.
A. Die Arbeitsplätze bestehen aus mehreren abgeteilten Segmenten.
an-
S. der Anteil: Nach seinem Tod erhielt jeder Erbe seinen Anteil.
Sie nimmt großen Anteil am Schicksal ihrer Freundin. (zeigt Mitgefühl)
auf-
Wir teilen den Kuchen so auf, dass jeder ein Stück davon bekommt.
S. die Aufteilung: Unsere Eltern sorgten für eine gerechte Aufteilung des Essens.
(Wir Kinder hätten uns sonst darum gestritten).
aus-
1. Vor dem Spiel teile ich die Karten aus. (gleichmäßig vergeben)
2. Er kann gut austeilen, aber nicht gut einstecken (metaphorisch, bildlich gemeint).
(Er kritisiert viel, aber ist empfindlich gegen Kritik).
be-
teiligen: Wenn Sie sich an unserer Diskussion beteiligen möchten, können Sie sich
per Telefon, Fax oder Email zuschalten. (teilnehmen, mitmachen) (nicht trennbar)
S. die Beteiligung: Der Schüler ist im Schriftlichen gut, doch seine Beteiligung am
Unterricht lässt zu wünschen übrig.
A. Hans wirkt unbeteiligt und abwesend.
ein-
1. Teile dir die Süßigkeiten gut ein. (Gleichmäßig von etw. Gebrauch machen).
(Mehr gibt es nicht).
2. Die Gruppe wird in Raucher und Nichtraucher eingeteilt.
S. die Einteilung: Dem Projektleiter obliegt die Einteilung der Mitarbeiter auf die
einzelnen Ressorts.
Präfixe + teilen
entzwei
Du kannst den Apfel doch entzwei teilen (durchschneiden, durchbrechen), dann
bekommt jeder ein Stück. (getrennt)
er-
Der Lehrer erteilt den Schülern Unterricht. (formell: gibt)
A. Jede erteilte Stunde kostet die Eltern 20 Euro.
mit-
Sven teilt seinem Kollegen mit (sagt, informiert), dass er in eine andere Abteilung
wechselt.
S. Die Mitteilung: Wenn du weiter im Unterricht störst, schreibe ich eine Mitteilung
(Information, Notiz) an deine Eltern.
nach-
S. der Nachteil: Alles hat Vor- und Nachteile. (Gutes wie Schlechtes)
A. Die neue Hartz IV-Regelung wirkt sich auf viele Menschen nachteilig aus.
(ungünstig, belastend)
umver-
Die Mittel sollten umverteilt werden: Die Reichen geben etwas ab, und die Armen
erhalten mehr.
S. die Umverteilung: Die Umverteilung der Güter wurde staatlich angeordnet.
ur-
Wie kannst du nur so schnell über einen Menschen urteilen? (Gericht halten,
einen Menschen einschätzen, bewerten) (nicht trennbar)
S. das Urteil: Das Gericht fällte ein überraschendes Urteil: Der Angeklagte wurde
freigesprochen.
A. Viele Menschen haben eine urteilende Grundhaltung.
beur-
Wie hat dein Chef dich beurteilt (bewertet, eingestuft)? (Hält er dich für geeignet)?
(nicht trennbar)
S. Die Beurteilung der Stiftung Warentest ist für viele Konsumenten
ausschlaggebend.
verur- Wer andere schnell verurteilt, will meist von eigenen Fehlern ablenken.
(nicht trennbar)
S. Die Verurteilung (der Schuldspruch) zu 3 Jahren Haft traf den Steuersünder hart.
Präfixe + teilen
ver-
1. Kannst Du bitte die Zeitungen verteilen, so dass jeder Schüler ein Exemplar
bekommt. (etwas, das in größerer Menge vorhanden ist, an andere weitergeben)
2. Der Reichtum im Land ist ungleich verteilt. (nicht trennbar)
S. die Verteilung: Die Verteilung von Hilfsgütern an die Bevölkerung gehört zu den
wichtigsten Aufgaben unseres Auslandseinsatzes.
vor-
S. der Vorteil: Der Vorteil (das Positive an einer Sache) an dem späten Flug ist,
dass du länger schlafen kannst.
A. Sie ist etwas füllig, doch sie kleidet sich sehr vorteilhaft. (gut, das Schlechte
kaschierend, das Gute herausstellend).
Sie macht sich sehr unvorteilhaft zurecht. (Die grellen Farben lassen sie blass
erscheinen.
zer-
Das Kind kann noch nicht mit einem Messer umgehen, darum zerteile ich sein
Essen. (nicht trennbar)
S. die Zerteilung: Die Zerteilung des Kuchens in so viele Stücke macht ihn
unansehnlich.
zu-
Wir teilen Ihnen die Plätze zu. (Sie können nicht frei wählen, wo sie sitzen).
S. die Zuteilung: Zu DDR-Zeiten musste man in einem Restaurant auf die Zuteilung
eines Platzes warten.
Präfixe + tragen
ab-
1. Um an das Erz zu gelangen, mussten mehrere Schichten Gestein abgetragen.
(entfernt, weggeschafft) werden.
2. Tom hat hohe Schulden abzutragen. (Er muss der Bank viel Geld zurückzahlen).
S. die Abtragung: Die Abtragung (ratenweise Rückzahlung) seines Kredits dauert
6 Jahre.
A. Josef trägt abgetragene Schuhe. (Sie haben Löcher und eine abgenutzte Sohle).
an-
Es tut mir leid, dass ich dir so viel Arbeit antragen (geben) muss, doch es gibt
gerade sehr viel zu tun.
S. der Antrag: Klaus machte seiner Freundin einen Antrag. Nächstes Jahr werden
sie heiraten.
auf-:
1. Du musst nicht so dick auftragen. (Redewendung) (Gib doch nicht so an).
2. Ich trage die Farbe auf das Holz auf. (Ich streiche das Holz farbig).
3. Ich trage ihm auf, eine Leiter zu holen (veraltet: befehlen, anordnen).
S. der Auftrag: Die Reporterin hat einen Auftrag erhalten, eine bezahlte Tätigkeit.
aus-
1. Mein Sohn trägt Zeitungen aus. (Er steckt sie in jeden Briefkasten).
2. Bitte tragen Sie mich aus dem Mailverteiler aus. (Ich möchte keine Mails mehr
empfangen).
3. Könnt ihr eure Streitigkeiten nicht woanders austragen (ausfechten, stattfinden
lassen) ?
4. Die Winterspiele wurden in Russland ausgetragen. (durchführt, fanden statt in)
5. Es dauert über 9 Monate, bis eine Frau ihr Kind ausgetragen hat.
S. die Austragung: Um die Austragung der Fußballweltmeisterschaft in Katar gibt es
viele Gerüchte.
Präfixe + tragen
be-
1. Wie beträgt sich meine Tochter in der Schule? (Wie verhält sie sich Lehrern und
Schülern gegenüber)?
2. Wie viel betragen (ergeben) 20 mal 15? (nicht trennbar)
S. das Betragen: Das Betragen Ihrer Tochter ist vorbildlich: sie ist aufmerksam und
hilfsbereit.
der Betrag: Ich hatte nicht mit solch einem hohen Betrag gerechnet. (So viel Geld
kann ich nicht auf einmal zahlen).
bean-
Sie können eine Stundung beantragen (erbitten). (nicht trennbar)
beauf-
Ich habe meine Sekretärin beauftragt (einen Auftrag erteilt, angewiesen), Ihnen eine
Referenz zu schreiben. (nicht trennbar)
bei-
Du kannst viel dazu beitragen, dass man dich mag. (Du kannst etwas dafür tun).
S. Der Beitrag: 1. Haben Sie gestern den Beitrag (die Sendung) im Fernsehen
gesehen?
2. Der Sportverein erhebt einen monatlichen Beitrag von 14 Euro. (Geldsumme)
ein-
Ich trage mich in die Liste ein. (Ich schreibe meinen Namen hinein).
S. der Eintrag: Habt ihr denn keinen Eintrag im Telefonbuch? (Ich habe euch dort
nicht gefunden).
A. Ihr Mann hat eine sehr einträgliche Arbeit. (Sie können sich vieles leisten).
er-
1. Wie kann man so viel Leid ertragen? (Wie kann man das aushalten)?
2. Sie konnte ihren Mann nicht mehr ertragen. (Deshalb verließ sie ihn). (nicht
trennbar)
S. der Ertrag: In der Landwirtschaft ist der Ertrag (die Ernte, der Gewinn)
dieses Jahr gesunken.
A. Seine Ignoranz ist unerträglich.
Präfixe + tragen
her-
Muss sie ihren Bauch denn so vor sich hertragen? (Muss jeder sehen, dass sie ein
Kind erwartet)?
nach-
Er trägt ihr diesen Fehltritt nach. (Er kann ihr nicht verzeihen).
S. der Nachtrag: Wenn in einem Dokument eine Bemerkung am Ende steht, so
handelt es sich oft um einen Nachtrag.
A. Emil ist sehr nachtragend (unversöhnlich, engstirnig). (Er vergisst nichts).
Adv. Nachträglich (im Nachhinein, schließlich) hat er sich dann doch entschuldigt.
über-
1. Die Eltern übertrugen ihr das Haus schon zu Lebzeiten. (Das Haus gehört nun
ihr).
2. Das Fußballspiel wird live übertragen. (nicht trennbar)
S. der Übertrag: Der Übertrag des Hauses wurde notariell beglaubigt.
die Übertragung: Die Übertragung der Veranstaltung durch das Fernsehen war ein
großer Erfolg.
ver-
1. Könnt ihr Euch nicht einmal vertragen? (Müsst ihr euch immer streiten)?
2. Ich vertrage bestimmte Chemikalien nicht. (Ich reagiere allergisch auf sie). (nicht
trennbar)
S. der Vertrag: Wir machen eine schriftliche Vereinbarung, an die sich alle
Vertragspartner halten müssen.
Die Unverträglichkeit: Aufgrund der Unverträglichkeit mehrerer Inhaltsstoffe kommt
dieses Medikament nicht infrage.
A. 1. Schon als Kind war sie immer sehr verträglich. (Sie kam mit allen gut aus).
2. Dieses Medikament ist sehr gut verträglich. (Es hat keine Nebenwirkungen).
vor-
Das Kind trägt ein schönes Gedicht vor. (Es sagt anderen ein Gedicht auf).
S. der Vortrag: Heute Abend bringen sie im Radio einen Vortrag über die aktuelle
Situation in Syrien.
zu- Mir wurde zugetragen, dass er wieder heiratet. (Man hat es mir erzählt).
zusammen-
Wir tragen Holz zusammen, damit wir ein großes Feuer machen können.
Präfixe + treffen
sich verabreden
Ziel treffen
ins Schwarz treffen
an-
Ich hoffe, wir werden unseren Onkel noch antreffen (vorfinden, treffen).
(Nicht, dass er schon abgefahren ist)!
auf-
Die Raumkapsel soll in der kasachischen Wüste auftreffen. (landen, ankommen)
be-
Das sind Dinge, die Sie nicht betreffen! (Das geht Sie nichts an, das ist nicht
bedeutend für Sie).
S. der Betreff: Im Betreff steht: Antrag auf Kostenübernahme. (Zeile in Briefen oder
elektronischen Nachrichten, in der das Thema bzw. der Anlass des Schreibens
genannt wird). (nicht trennbar)
A. Die Auseinandersetzung mit ihrer Freundin machte sie sehr betroffen.
(nachdenklich, schwermütig)
Adv. Ich möchte Sie – Ihre Ausführungen betreffend – noch einmal ansprechen. (in
Bezug auf, bezüglich, im Hinblick auf)
daneben-
Mit meinem Geschenk habe ich voll danebengetroffen: Sie besaß bereits
ein Diktiergerät. (Ich lag falsch, irrte mich).
ein-
1. Die Gäste werden bald eintreffen (ankommen, landen). (Hoffentlich ist alles
bereit)!
2. Was immer der Prophet vorausgesagt hatte, traf ein (geschah, fand statt, wurde
wahr).
S. Das Eintreffen unerwarteter Ereignisse durchbricht die Routine des Alltags.
über- Heute hat er sich selbst übertroffen. (Er war so gut wie nie zuvor).
Präfixe + treffen
vor-
A. Das Theaterstück ist vortrefflich (sehr gut, toll, außerordentlich) !
(Du muss es unbedingt sehen).
zu-
Was in der Zeitung steht, muss nicht immer zutreffen (wahr sein, stimmen).
(Vieles ist erfunden oder übertrieben).
zusammen-
Wenn mehrere Faktoren zusammentreffen, ist die Lage oft unübersichtlich.
S. Das Zusammentreffen der Kontrahenten vergiftete die Atmosphäre.
Präfixe + treiben
ab- 1.
Nicole muss das Kind abtreiben. (eine Schwangerschaft unterbrechen)
2. Das Schiff treibt ab. (Die Strömung bringt es vom Kurs ab).
3. Im Spätsommer werden die Kühe von den Almen abgetrieben. (Sie verbringen
den Winter im Tal).
S. die Abtreibung: Für streng Gläubige kommt eine Abtreibung (ein Abort) nicht
infrage.
der Abtrieb: Jedes Jahr kommen Touristen, um den Almabtrieb zu betrachten.
(festlicher Zug der Kühe von dem Almen ins Tal)
an- 1.
Die Algen werden angetrieben. (sie werden an Land geschwemmt)
2. Er treibt mich zum Lernen an. (Er sagt wieder und wieder, dass ich lernen soll).
3. Die Rotoren werden vom Wind angetrieben (bewegt, aktiviert).
S. der Antrieb: Philipp tut nichts aus eigenem Antrieb. (Er hat zu nichts Lust).
der Antreiber: Ich möchte nicht immer den Antreiber spielen müssen. (Werde
endlich selbst aktiv)!
auf-
Woher soll ich das Geld auftreiben? (Woher soll ich das Geld nehmen)?
S. der Auftrieb:
1. Der Auftrieb des Wassers bringt das Schiff zum Schwimmen. (physikalische Kraft)
2. Die Begegnung mit dir hat mir wieder Auftrieb gegeben. (Kraft, Mut, Zuversicht)
aus-
Ich werde dir die Faulheit austreiben! (Ich werde dafür sorgen, dass du arbeitest!)
be-
Er betreibt eine Wäscherei. (Er ist der Inhaber). (nicht trennbar)
S. der Betrieb: 1. Michael führt einen eigenen Betrieb mit 7 Mitarbeitern.
2. Heute ist viel Betrieb auf den Straßen. Es sind viele Menschen unterwegs.
Der Betreiber des Ladens hat Konkurs angemeldet.
ein-
Er treibt das Geld ein, das Bert ihm schon lange schuldet. (Er holt sich das Geld
von Bert).
her- Du musst die Pferde vor dir hertreiben. (Nur so kannst du sie einfangen).
Präfixe + treiben
hinter-
Sie hintertreibt seinen Plan. (Sie sorgt heimlich dafür, dass der Plan nicht aufgeht).
(nicht trennbar)
über-
1. Übertreibe doch nicht so mit deinen Englischkenntnissen. (Verzerre nicht die
Wahrheit). (So gut kannst du gar nicht Englisch sprechen, wie du behauptest).
2. Du solltest deine Körperpflege nicht übertreiben! (zu viel des Guten tun) (nicht
trennbar)
S. die Übertreibung: Dass sie die Beste ihres Jahrgangs ist, ist eine Übertreibung.
A. Mit ihrer übertriebenen Begeisterung geht sie mir auf die Nerven.
um- Dieses Thema treibt mich um. (Es beschäftigt mich ständig).
unter-
Ich habe untertrieben. (In Wirklichkeit war es noch viel schlimmer, als ich es euch
erzählt habe). (nicht trennbar)
S. die Untertreibung: Aufgrund seiner ständigen Untertreibungen hielten seine
Eltern ihn für mittelmäßig.
ver-
1. Er vertreibt (verscheucht, verjagt) die Tauben von den Bäumen.
2. Ein Spaziergang an der frischen Luft vertreibt die trüben Gedanken.
3. Adam und Eva wurden aus dem Paradies vertrieben.
4. Unser Geschäft vertreibt Stoffe und Kurzwaren. (verkaufen, anbieten)
5. Er vertreibt seine Langeweile mit Computerspielen. (nicht trennbar)
S. die Vertreibung: Seit ihrer Vertreibung aus ihrer Heimat sind sie auf der Flucht.
der Vertrieb: Wer im Vertrieb arbeitet, sorgt dafür, dass die Produkte seines
Unternehmens auf den Markt kommen.
der/die Vertriebene: Die Vertriebenen aus den deutschen Ostgebieten wurden in
westdeutschen Flüchtlingslagern aufgenommen.
der Zeitvertreib: Er meint es nicht ernst mit ihr. Er nutzt sie nur zum Zeitvertreib.
voran- Der Geschäftsmann treibt die Sache voran. (beschleunigt die Sache)
Präfixe + trennen
ab-
Sie trennt den Hänger vom Auto ab. (löst den Hänger)
S. die Abtrennung: Gleich nach dem 2. Weltkrieg wurde die Abtrennung Österreichs
von Deutschland vorgenommen.
auf-
Um das Kleid zu verlängern, muss ich erst den Saum auftrennen. (Fäden lösen)
auseinander-
Das Kind trennt die Puzzleteile auseinander. (Zusammenhängendes wieder in
Einzelteile trennen)
durch-
Nach der Geburt durchtrennt (zerschneidet) die Hebamme die Nabelschnur. (nicht
trennbar)
heraus- - raus-
Darf ich das Rezept aus der Zeitschrift heraustrennen (herausreißen,
herausschneiden)? (Ich würde es gern mit nach Hause nehmen).
zer-
Sie zertrennt den Rock. (Sie schneidet ihn in mehrere Teile). (nicht trennbar)
A. Die beiden sind unzertrennlich. (Sie sind ein Herz und eine Seele).
Präfixe + treten
ab-
1. Der Kanzler tritt ab. (Er gibt sein Amt auf).
2. Ich trete meinen Gewinn an meinen Bruder ab. (Er erhält meinen Gewinn).
3. Bitte tritt dir die Füße ab, bevor du hereinkommst. (seine Schuhe auf einem
speziellen Vorleger vom Schmutz befreien, säubern)
S. der Abtritt: Seit dem Abtritt des Vorstands übernimmt sein Stellvertreter die
Leitung.
an-
1. Hillary Clinton tritt bei der nächsten Präsidentenwahl an. (sich stellen, anbieten)
2. Jeden Morgen treten die Soldaten an, in Reih' und Glied. (sich in einer Reihe in
gespannter Haltung aufstellen)
S. der Antritt: Zu ihrem Amtsantritt gelobte die Kanzlerin, ihrem Land zu dienen.
auf-
1. Wann trittst Du wieder auf der Bühne auf? Wann ist Deine nächste Vorstellung)?
2. Du solltest deinem Mann gegenüber sehr viel selbstbewusster auftreten (dich
selbstbewusster verhalten, positionieren).
S. der Auftritt: Die ganze Sendung über warteten wir auf den Auftritt unserer
Lieblingssängerin.
das Auftreten: Sicheres Auftreten in der Öffentlichkeit wird von vielen bewundert.
aus-
1. Das Pferd tritt aus. (Es schlägt mit den Beinen nach hinten).
2. Er muss austreten (veraltet: auf die Toilette gehen)
3. Ich werde aus diesem Verein wieder austreten. (Ich werde meine Mitgliedschaft
kündigen).
S. der Austritt. Seit seinem Austritt aus der Partei ist es still um ihn geworden.
A. Wir benutzen nur ausgetretene Pfade. (Schließlich wollen wir sicher gehen!
auseinander-
Der Polizist ruft den Zuschauern zu: Treten Sie auseinander, so dass der
Angeklagte durchgehen kann.
Präfixe + treten
be-
Wir betreten die Kirche. (Wir gehen in die Kirche). (nicht trennbar)
S. das Betreten: Das Betreten des Firmengeländes ist nur den Mitarbeitern
gestattet.
A. Als der Pfarrer sie an ihre christliche Nächstenliebe erinnerte, herrschte
betretenes (peinliches, beschämtes) Schweigen.
bei-
Man kann der Partei beitreten. (Dann ist man ein Parteimitglied).
S. der Beitritt: Nach seinem Beitritt zur AfD verlor der Funktionär sein Ansehen.
daneben
Passen Sie auf, dass Sie nicht daneben treten! (Es sind schon einige abgestürzt).
(getrennt)
dazwischen-
Die beiden Kontrahenten hätten sich geschlagen, wäre ich nicht energisch
dazwischengetreten (eingeschritten, interveniert)!
durch-
Der Radfahrer tritt die Pedale durch. (Er tritt kräftig drauf und fährt los).
ein-
1. Bitte treten Sie ein! (Kommen Sie herein)!
2. Vor Wut hat Paul die Tür eingetreten (mit großer Kraft mit dem Fuß dagegen
getreten). (Nun ist sie zerstört).
3. Füreinander einzutreten gebietet die Menschlichkeit. (beistehen, helfen,
zusammenhalten)
4. Ich werde wieder in die Kirche eintreten (mich zu einer Konfession bekennen).
(Ich möchte wieder Teil einer Gemeinde sein).
5. Nun ist eingetreten (geschehen, passiert), was wir schon immer befürchtet
haben.
S. der Eintritt: Wenn Sie sich die Ausstellung ansehen möchten, müssen Sie Eintritt
bezahlen. (Geld für den Einlass)
herein- - rein-
Danke für Ihre Glückwünsche! Wollen Sie nicht hereintreten und mitfeiern?
los- Die Nachricht hat eine Welle des Mitleids losgetreten (verursacht).
Präfixe + treten
nach-
Das Opfer lag bereits wehrlos am Boden, und dennoch musste der Täter noch
einmal nachtreten. (auch im übertragenen Sinne zu verwenden)
nahe- Ich möchte dir nicht zu nahetreten, doch ich muss dir sagen, dass du riechst.
über-
1. Sie übertreten die Landesgrenze. (Sie gehen über die Grenze).
2. Nachdem er mehrmals die Gesetze übertreten hatte, landete er im Gefängnis.
(nicht trennbar)
S. der Übertritt: In den meisten Bundesländern erfolgt nach der 4. Klasse der
Übertritt an eine weiterführende Schule.
ver-
1. Die Ministerin vertritt eine andere Meinung. (Sie hat eine andere Meinung).
2. Ich muss mir mal die Beine vertreten (ugs.). (Ich habe schon so lange gesessen,
jetzt muss ich mich mal bewegen).
3. Könntest du mich morgen im Unterricht vertreten (meinen Unterricht
übernehmen)? (nicht trennbar)
S. die Vertretung: (Ich bin morgen auf einem Lehrgang). Als Ersatz kommt eine
Vertretung.
der Vertreter: Mama, an der Tür steht ein Vertreter (Außendienstmitarbeiter), der
fragt, ob wir versichert sind.
der Stellvertreter: Der Vizekanzler ist, wenn der Kanzler selbst unpässlich ist, sein
Stellvertreter.
vor-
Der Schüler tritt vor. (Er steht von seinem Platz auf und geht nach vorne).
S. der Vortritt: Wenn Sie nur 2 Dinge bezahlen möchten, lasse ich Ihnen gern den
Vortritt. (z.B. an einer Supermarktkasse)
weg-
Nachdem er seinen Befehl erhalten hatte, durfte der Soldat wegtreten. (weggehen,
sich entfernen)
zer-
Das Kind zertrat (zerstampfte) das Spielzeug mit den Füßen. (Jetzt ist es kaputt).
(nicht trennbar)
Präfixe + tun
ab-
Er tut seine Verletzung als Kleinigkeit ab. (Er misst ihr keine große Bedeutung zu).
an-
jmdm. etw. antun:
1. Wie kannst du mir so etwas antun (mir Schaden zufügen, mich an Leib oder
Seele verletzen)? (Womit habe ich das verdient)!
2. (Sie ist sehr verzweifelt). Hoffentlich tut sie sich nichts an (bringt sich nicht um,
begeh nicht Suizid).
A. Ich bin von deiner Idee sehr angetan! (Sie gefällt mir sehr gut).
auf-
1. Wo hast Du die Playstation aufgetan? (Woher hast du sie)? (ugs.)
2. Da tut sich eine ganz neue Welt auf. (es eröffnen sich ganz neue Einsichten)
3. Was darf ich dir auftun? (Welche von diesen Speisen soll ich dir auf deinen Teller
legen)?
be-
A. Meine Logopädin ist sehr betulich. (Sie behandelt mich wie ein Kleinkind).
herab-
Du solltest deine Fähigkeiten nicht herabtun (ugs.:kleinmachen, unterbewerten).
(Sie sind ebenso wertvoll wie andere auch).
herum- - rum-
Tu doch nicht so herum, als ginge dich das alles nichts an! (ugs. vortäuschen,
vorgeben)
hervor-
Die Künstlerin hat sich durch ihre Gemälde hervorgetan. (hat durch ihre Gemälde
hervorgestochen, herausgeragt)
hin-
Wo bitte soll ich die Sachen hintun (ugs.: abstellen, absetzen)? (Hier auf den Tisch
vielleicht)?
Präfixe + tun
um- Er hat sich viel in der Welt umgetan. (Er kennt sich mit vielem aus).
ver- Er hat sich im Datum vertan. (Er hat sich im Datum geirrt). (nicht
trennbar)
zu-
(Talent allein genügt nicht). Da musst du schon etwas zutun.
S. das Zutun: Er hat es ganz allein, ohne mein Zutun und ohne fremde Hilfe
geschafft.
zusammen-
Jeder von uns ist Experte auf seinem Gebiet. Wenn wir uns zusammentun
(vereinen, kooperieren), können wir Großes vollbringen.
Präfixe + wachsen
an-
1. Die Muschel ist am Felsen angewachsen. (Sie hat sich mit dem Felsen
verbunden).
2. Der Plastikmüll in den Meeren wächst immer mehr an. (nimmt zu)
auf-
Sie wächst in Griechenland auf. (Dort verbringt sie ihre ersten Lebensjahre).
aus-
1. Das Problem wächst sich zu einer Katastrophe aus (entwickelt, vergrößert sich
zur K.).
2. Das wächst sich aus (bei Kindern). (Das wird sich im Laufe der Zeit
normalisieren).
3. Unser Hund ist schon 3 Jahre alt und somit ausgewachsen.
be-
Die Mauer ist stark bewachsen. (Viele Pflanzen wachsen darauf). (nicht trennbar)
S. der Bewuchs: Die Kletterpflanze muss regelmäßig beschnitten werden, sonst
nimmt der Bewuchs überhand.
durch-
A. Er hatte nicht viel geübt, daher war das Ergebnis durchwachsen (mittelmäßig,
nicht überzeugend).
er- Mit der Zeit erwachsen einem immer neue Aufgaben.(entstehen, entwickeln
sich immer neue Aufgaben) (nicht trennbar)
S. die/der Erwachsene: Viele Erwachsene sind noch gar nicht erwachsen.
A. (Du bist 18 Jahre alt). Jetzt bist du erwachsen.
ent- Er ist der Kinderkleidung entwachsen. (Er ist zu groß dafür). (nicht trennbar)
hinaus- - naus-
Er ist mit diesem Projekt über sich hinausgewachsen. (Er hat sich selbst
übertroffen). (einen großen Entwicklungsschritt gemacht)
Präfixe + wachsen
mit-
Es ist, als ob die Jacke mitwächst (sich in der Größe anpasst). (Mein Sohn trägt sie
schon 3 Jahre, und sie ist ihm noch immer nicht zu klein).
A. Ich suche ein mitwachsendes Kinderbett.
nach-
Die Haare wachsen nach. (Sie werden wieder länger).
über-
Die Terrasse ist komplett überwachsen. (Überall wuchern die Pflanzen). (nicht
trennbar)
ver-
Die Narbe wird mit der Zeit verwachsen. (Dann ist sie nicht mehr zu erkennen).
(nicht trennbar)
zusammen-
„Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört.“ (Zitat von Willy Brandt, als die
beiden deutschen Staaten sich nach dem Zusammenbruch der Mauer wieder
vereinten)
Präfixe + wandern
ab-
Jedes Jahr wandern etliche Deutsche meist aus beruflichen Gründen in andere
Länder ab.
S. Die Abwanderung guter Spieler von manchen Fußballvereinen wird von ihren
Fans sehr bedauert.
aus-
Unsere Vorfahren sind vor 100 Jahren aus Deutschland ausgewandert und haben
sich hier niedergelassen (sind emigriert).
S. Im 18. und 19. Jahrhundert erreichte die Auswanderung vieler Europäer nach
Amerika ihren Höhepunkt.
Die Auswanderer bereiteten sich eingehend auf ihre neue Heimat vor: sie
begannen, die Sprache zu lernen, sie spezialisierten sich in ihren Berufen und
sparten Geld für das erste Jahr.
be-
A. Mein Mann ist in vielen Bereichen bewandert (versiert, gebildet,
talentiert), er versteht etwas von Musik, Geschichte, Wein und Literatur und kann
fast alles reparieren.
ein-
Viele Worte aus fremden Sprachen wanderten (immigrierten) in die deutsche
Sprache ein. (Aber auch umgekehrt finden sich in anderen Sprachen deutsche
Ausdrücke).
S. Viele Menschen fürchten sich vor einer massenhaften, unkontrollierten
Einwanderung nach Deutschland.
A. Das ist ein eingewanderter Begriff; „Coffee to go“ hätte man früher nicht gesagt.
zu-
Es ist gut möglich, dass immer mehr Menschen aus dem Nahen Osten und aus
Afrika nach Europa zuwandern. (In ihrer Heimat herrscht entweder Krieg, oder es
gibt keine Arbeit).
S. Die Zuwanderung von Menschen aus anderen Kulturen ist für alle Beteiligten
eine Herausforderung.
Präfixe + warten
ab-
1. Wir warten ab, ob sich etwas ändert. (warten, ob oder bis etwas passiert)
2. Abwarten und Tee trinken. (ugs. für: gelassen bleiben, Geduld haben)
A. Seine Haltung war eher abwartend als offensiv.
an-
S. der/die AnwärterIn: Die Anwärter (Kandidaten, potentielle Amtsträger) auf das
Präsidentenamt verfolgten gespannt die Auszählung der Stimmen.
auf-
S. die Aufwartung (veraltet): Ein junger Mann macht einer jungen Frau, die er
heiraten möchte, und ihrer Familie seine Aufwartung.
er-
Ich erwarte (setze voraus, fordere, rechne damit), dass du pünktlich nach Hause
kommst (nicht trennbar)
S. Die Erwartung: Die Monate vor der Geburt verbrachte sie in freudiger Erwartung.
Präfixe + weisen
ab-
1. Der Junge wird an der Tür abgewiesen. (Er darf nicht hinein)
2. Marlene weist ihren Verehrer ab. (Sie möchte sich nicht mit ihm einlassen).
S. die Abweisung: Einige reagieren auf eine Abweisung aggressiv.
A. Sie reagiert abweisend auf seine Annäherungsversuche.
Die Oberfläche meines Arbeitsplatzes ist schmutzabweisend.
an-
Der Minister weist seine Bediensteten an (ordnet an, befiehlt), die Tür nicht zu
öffnen.
S. die Anweisung: Ich habe eine klare Anweisung erhalten. (Ich muss tun, was mir
gesagt wird).
auf-
Das Diktat weist viele Fehler auf. (Es enthält viele Fehler).
aus-
1. Weisen Sie sich bitte aus. (Ohne Pass kommen Sie nicht über die Grenze).
2. Die Menschen werden ausgewiesen. (Sie dürfen nicht in dem Land bleiben).
S. der Ausweis: Damit er von Polizisten oder Grenzbeamten identifiziert werden
kann, muss jeder Mensch einen Ausweis oder Pass besitzen.
die Ausweisung: Wer sich illegal in einem Land aufhält, dem droht die Ausweisung.
(Abschiebung, Befehl, das Land wieder zu verlassen)
be-
Können Sie beweisen, dass dieser Mann bei Ihnen eingebrochen hat? (Haben Sie
für den Diebstahl einen Beweis)? (nicht trennbar)
S. der Beweis: Erst wenn es genügend Beweise gibt, kann man einen Verdächtigen
überführen. (bestätigende Dokumente, Beobachtungen, Zeugenaussagen, Indizien)
ein-
1. Der Patient wurde in ein Krankenhaus eingewiesen. (Er muss stationär behandelt
werden).
2. (Ich würde hier gern einparken). Könntest du mich einweisen? (beim Rangieren
helfen, Abstände ermessen)
S. die Einweisung: Der Hausarzt veranlasst die Einweisung der Patientin in ein
Krankenhaus. (Nur dort bekommt sie die Hilfe, die sie braucht).
Präfixe + weisen
er-
1. Könnten Sie mir einen Gefallen erweisen? (formell) (Könnten Sie das für mich
tun)?
2. Es hat sich als gut erwiesen (herausgestellt, gezeigt), dass wir diese Schule für
unser Kind gewählt hatten.
3. Der neue Mitarbeiter erweist sich als engagiert und loyal. (Er zeigt sich als , es
stellt sich heraus, das er … ist.) (nicht trennbar)
Adv. Erwiesenermaßen enthält herkömmliches Getreide Pflanzengift.
hin-
1. Darf ich Sie auf etwas hinweisen? (aufmerksam machen)
2. Diese Szene weist bereits auf eine spätere hin, in der der Konflikt eskaliert.
(hindeuten, zeigen)
S. der Hinweis: Vielen Dank für Ihren Hinweis (Beitrag, ihre Anmerkung).
nach-
Wer weist mir den Betrug nach? (Wer kann Beweise dafür bringen)?
S. der Nachweis. Um die geltende Gesetze zu ändern, müssen Kritiker erst die
nötigen Nachweise erbringen.
Adv. Nachweislich werden die Grenzwerte von toxischen Substanzen überschritten.
über-
Der Rechnungsbetrag muss innerhalb von 14 Tagen überwiesen werden. (von
einem Konto Geld auf ein anderes Konto schicken) (nicht trennbar)
S. die Überweisung: Immer mehr Menschen nutzen für Überweisungen das online-
banking.
unter-
Kannst Du mich in der Methode des Tai Chi unterweisen? (Kannst Du mir darin
Unterricht geben)? (nicht trennbar)
S. Die Unterweisung in der neuen Technik nahm viel Zeit in Anspruch.
ver-
Der Fußballer wurde vom Schiedsrichter des Platzes verwiesen. (Er darf nicht
weiterspielen). (nicht trennbar)
S. der Verweis: Der Platzverweis war die Strafe für ein grobes Foul.
Der Text enthält mehrere Verweise auf weiterführende Literatur.
Präfixe + weisen
vor-
1. Tim weist seinen Pass vor. (zeigt den Pass)
2. Wer meine Tochter zur Frau nehmen möchte, der muss schon etwas vorweisen
können! (über Status, Vermögen und gute Bildung verfügen)
zu-
jmdm. etw. zuweisen: Ihr wurde die Startnummer 12 zugewiesen. (Sie hat die
Startnummer 12 erhalten).
S. Die Zuweisung der Startnummern geschieht durch den Veranstalter.
Präfixe + wenden
ab-
Er wendet sich ab, weil er den Anblick nicht ertragen kann. (Er dreht sich zur Seite
oder verlässt den Ort).
an-
Wenn du die Formel lernst, kannst du sie bei den Aufgaben anwenden. (benutzen,
einsetzen, gebrauchen)
S. die Anwendung: Ich kenne viele Übungen, aber nichts über ihre Anwendung in
der Praxis.
auf-
Der Sohn wendet viel Geduld auf, um das Puzzle zu vervollständigen. (Er investiert
Zeit, Geduld oder Geld, um etwas zu erreichen).
S. der Aufwand: Was für einen Aufwand du betreibst – nur weil meine Eltern zu
Besuch kommen! (zusätzliche Arbeit für ein möglichst überzeugendes Ergebnis)
die Aufwendung: Die Aufwendungen für das Auslandsstudium unserer Tochter sind
enorm hoch. (Kosten, Zahlung, Einsatz)
A. Der Tisch ist aufwändig dekoriert. (mit großer Mühe, mit vielen Details,
fantasievoll) (früher: aufwendig)
aus-
A. Kaum hat sie ein Lied einmal gehört, kann sie es auch schon auswendig. (aus
dem Kopf wiedergeben,)
be-
Lassen wir es dabei bewenden. (Lass uns mit dem Thema aufhören). (nicht
trennbar)
ein-
Alle Gäste waren zufrieden, nur eine Dame wandte ein (widersprach, entgegnete,
argumentierte), dass die Suppe versalzen gewesen sei.
S. Der Einwand, die Suppe sei versalzen, wurde schweigend abgetan.
ent- Der Beamtin wurde Geld entwendet. (Es wurde ihr gestohlen). (nicht
trennbar)
Präfixe + wenden
hin-
Er wendet den Kopf zu ihr hin. (in eine bestimmte Richtung drehen)
S. die Hinwendung: Seine Hinwendung (Neigung, Schwäche, sein Faible) zur
klassischen Musik überraschte die ganze Familie.
um-
1. Sie wandten sich um (drehten sich um), um zu sehen, wer sie von hinten
angesprochen hatte
2. Sie wendete das Blatt Papier um. (drehte es auf die andere Seite)
ver-
Sie hat zum Schreiben ein Lexikon verwendet. (benutzen) (nicht trennbar)
S. die Verwendung: Ich habe dafür keine Verwendung - ich kann es nicht
gebrauchen.
zu-
Der Mann wendet sich seinem Hund zu. (Er richtet seine Aufmerksamkeit auf das
Tier).
S. die Zuwendung
1. So ein Haustier braucht viel Zuwendung (liebevolle Aufmerksamkeit, Fürsorge,
Pflege).
2. Ohne gelegentliche Zuwendungen (Geldgeschenk, materielle Unterstützung)
hätte ich mein Studium nicht so schnell geschafft.
Präfixe + werfen
ab-
1. Die Raumsonde wirft die Triebwerke ab (stößt …ab). (Jetzt fliegt sie ohne
Triebwerke weiter).
2. Sein Betrieb wirft eine Menge Geld ab. (bringt … ein, erwirtschaftet …)
S. der Abwurf: Der Abwurf der Atombombe verursachte grenzenlose Zerstörung.
an-
Er wirft den Motor an. (Er startet den Motor).
auf-
Der Präsident warf die Frage auf, ob dieser Krieg vermeidbar ist. (Er stellt die Frage
in den Raum).
aus-
Die Maschine wirft alle zwei Sekunden ein neues Teil aus. (Sie produziert es).
S: der Auswurf. Sie hat beim Husten dickflüssigen Auswurf. (Das Sekret ist
infektiös).
be-
"Mama, Paul bewirft mich mit Dreck. (Ich bin jetzt ganz schmutzig)." (nicht
trennbar)
ein-
1. Kannst du bitte den Brief einwerfen? (Der Briefkasten ist gleich gegenüber).
2. Wenn Sie so viele Fragen einwerfen, komme ich mit meinen Ausführungen nicht
voran. (unaufgefordert sprechen, Zwischenbemerkungen machen)
S. der Einwurf: Die Einwürfe des Publikums wurden immer feindseliger.
ent-
Der Architekt entwirft ein Haus. (Es kann nach seinen Plänen gebaut werden).
S. der Entwurf: Das ist kein fertiges Bild – es ist nur ein Entwurf. (Skizze,
Handzeichnung, Idee)
fort-
So etwas Schönes darf man doch nicht fortwerfen (entsorgen, in den Müll tun)!
Das muss aufbewahren.
Präfixe + wenden
hin-
Er hat den Job hingeworfen (aus Frustration beendet, übereilt gekündigt)
(Jetzt hat er keine Arbeit mehr).
hinaus- - raus-
Der Auszubildende hielt sich nicht an die Regeln. Nun wirft der Meister ihn hinaus.
(ugs. Der Meister kündigt ihm).
über-
Sie haben sich überworfen (gestritten). (Sie sprechen nicht mehr miteinander).
(nicht trennbar)
S. der Überwurf: Zu ihrem Kostüm trägt sie einen Überwurf aus Wolle. (Umhang,
Cape)
um-
1. Das Kind wirft seinen Bruder um. (Es bringt ihn zu Fall).
2. Wir müssen unsere Strategie noch einmal umwerfen. (umgestalten, ändern)
A. Du bist umwerfend. (wunderbar, atemberaubend, toll)
unter-
Die Menschen unterwerfen sich dem Diktator. (Sie tun, was er ihnen befiehlt).
(nicht trennbar)
A. Wer sich unterwürfig verhält, erhält dafür selten Lohn.
ver-
Ich verwerfe diese Idee. (Ich verfolge sie nicht weiter). (nicht trennbar)
A. Es ist doch nicht verwerflich (unmoralisch, schlecht, unsittlich), wenn eine Frau
sich mit einem Mann einlässt!
vor-
Ständig wirft er mir das vor! (Immer kritisiert er mich wegen dieser Sache).
S. der Vorwurf: Wenn ich jetzt nichts ändere, werde ich mir immer Vorwürfe
machen.
weg-
Fast hätte ich die alten Sachen weggeworfen. (Doch nun sind sie wieder modern).
A. Ihre wegwerfenden Handbewegungen haben etwas Abwertendes.
Präfixe + wenden
zer-
S. das Zerwürfnis: Der Streit um die Ausrichtung des Jubiläums führte zum
endgültigen Zerwürfnis der Schwestern. (zum Bruch, zur Entzweiung)
zu-
1. Die Tür wurde zugeworfen. (Sie wurde mit Schwung geschlossen).
2. Wir können uns gegenseitig den Ball zuwerfen. (auch im übertragenen Sinn: wir
stehen einander in nichts nach, sind ebenbürtig)
zusammen-
1. Wir können doch zusammenwerfen. (Dann haben wir genug, um ihr ein schönes
Geschenk zu machen).
2. Du wirfst verschiedene Aspekte zusammen. (Du vermengst sie wahllos).
Präfixe + werten
ab-
Der Dollar wurde abgewertet. (Er ist nicht mehr so viel wert wie vor einer Woche).
S. Die Abwertung des Dollar machte das Reisen nach Amerika attraktiv.
A. Der ehemalige Projektleiter sprach abwertend (diskriminierend) über die
Afrikaner. (jmdn. schlechtmachen)
aus-
Die Wahl wird ausgewertet. (Die Ergebnisse werden wir gleich erfahren).
S. Die Auswertung der abgegebenen Stimmen kam zu folgendem Ergebnis:
be-
Die Klausur wird bewertet. (Es gibt Noten auf die Klausur). (nicht trennbar)
S. Die Bewertung der Arbeiten war sehr streng.
ent-
Der Zugbegleiter entwertet die Fahrkarte. (Sie kann nun nicht noch einmal benutzt
werden). (nicht trennbar)
S. Die Entwertung des Geldes führt zur Inflation.
überbe-
Seine Bilder werden überbewertet. (Sie sind nicht so gut, wie alle behaupten).
(nicht trennbar)
ver-
Man kann das Gemüse noch verwerten. (Wir können davon eine Suppe kochen).
(nicht trennbar) (etw. nutzen, das eigentlich nicht mehr im Gebrauch ist –
Stichwort: Rohstoffverwertung)
S. Die Verwertung von Speiseresten spart Geld und hilft, Müll zu vermeiden.
Präfixe + wirken
aus-
Der Klimawandel wirkt sich auf viele Länder aus. (beeinflusst, betrifft viele Länder)
S. Die Auswirkungen des Klimawandels sind bereits weltweit zu spüren.
be-
1. Was bewirkt (macht, löst…aus, aktiviert) das Medikament? (Welche Wirkung hat
es)? (nicht trennbar)
2. Der Wunsch, etwas Sinnvolles zu bewirken, ist etwas zutiefst Menschliches.
ein-
Die Salbe muss einwirken. (Es dauert etwas, bis die Wirkung einsetzt).
S. Die Einwirkzeit dieses Präparats beläuft sich auf bis zu 20 Minuten.
er-
Er erwirkte vor Gericht, dass er sein Kind häufiger sehen darf. (formell:
durchsetzen) (nicht trennbar)
hin-
Die Erzieher wirken darauf hin (beabsichtigen, arbeiten darauf hin, bezwecken),
dass die Eltern ihre Kinder pünktlich bringen.
mit-
Wirken Sie bei der neuen Theaterproduktion mit? (machen Sie mit, haben Sie teil)?
S. die Mitwirkung. Die Story war bekannt, doch durch die Mitwirkung sehr guter
Schauspieler wurde der Film interessant.
der/die Mitwirkende: Im Programmheft werden die Mitwirkenden der Aufführung
vorgestellt.
nach-
Der Film wirkt noch lange nach. (Er ist vorbei, aber er beschäftigt die Zuschauer
noch immer).
S. die Nachwirkung: Mir ist ein bisschen übel. Das kommt sicher von den
Nachwirkungen der Narkose. (Folgen, Begleiterscheinungen)
ver-
Er hat sein Leben verwirkt. (veraltet, mystisch, literarisch) (Er darf nicht weiter
leben). (nicht trennbar)
Präfixe + wischen
ab-
Bevor Sie Platz nehmen, lassen Sie mich bitte noch den Tisch abwischen. (mit
einem feuchten Lappen säubern)
auf-
Aus dem Behälter ist Flüssigkeit ausgetreten. Die muss jemand aufwischen. (mit
einem Lappen oder Tuch aufnehmen)
aus-
1. Ich putze den Kühlschrank und wische alle Fächer aus.
2. Er hat mir eins ausgewischt. (ugs. mich reingelegt, mir übel mitgespielt)
durch-
(Ich bin fast fertig mit dem Hausputz). Ich muss nur noch durchwischen. (die
Fußböden nass säubern)
er-
Man darf die Regeln brechen. Nur darf man sich dabei nicht erwischen
(beobachten, ertappen, entdecken) lassen.
ent-
Ich habe den Dieb ein paar Hundert Meter weit verfolgt, doch dann ist er mir
entwischt. (entkommen, „durch die Lappen gegangen“, verschwunden).
ver-
1. (Viele Menschen hatten das Handy in der Hand). So wurden die Spuren des
Täters verwischt. (unkenntlich gemacht)
2. (Das Foto wurde im fahrenden Auto aufgenommen). Dadurch verwischten die
Konturen. (verschwammen, gingen ineinander über)
3. In diesem Film verwischen (zerfließen) die Grenzen zwischen Realität und
Fiktion.
Präfixe + wohnen
ab-
A. Das Appartement ist sehr abgewohnt. (Es ist alt und sieht ungepflegt aus).
an-
S. der/die AnwohnerIn: Die Anwohner befürworten den Zuzug von Flüchtlingen in
ihre Nachbarschaft.
be-
Sie bewohnen eine Villa am Stadtrand. Sie wohnen in einer Villa am Stadtrand.
(nicht trennbar)
S. der/die BewohnerIn: Insgesamt hat dieses Haus 312 Bewohner in 84
Wohneinheiten.
A. Dieses Gebäude scheint nicht bewohnt zu sein.
bei-
Wohnen Sie der Gerichtsverhandlung bei? (sehr förmlich) (Nehmen Sie daran teil)?
zusammen-
Seit Michael mit seiner Freundin zusammenwohnt, ist er sehr viel freundlicher zu
seinen Eltern.
Präfixe + zahlen
ab-
Wir müssen unser Haus noch viele Jahr lang abzahlen, in monatlichen Raten.
A. Sie wohnen zwar schon darin, aber die Wohnung ist noch nicht abgezahlt.
an-
Es reicht, wenn Sie die Ware mit 50 Euro anzahlen. (Dann können Sie sie morgen
abholen).
S. die Anzahlung: Nachdem die Anzahlung erfolgt ist, haben Sie 2 Monate Zeit, um
den Rest zu entrichten.
die Anzahl: Eine große Anzahl von Menschen begrüßt die neue Regelung.
aus-
1. Er hat seine Geschwister ausgezahlt (entschädigt) und lebt nun im Haus seiner
Eltern.
2. Mein Bruttolohn ist nicht schlecht, doch was mir ausgezahlt wird, ist eher
bescheiden. (Nettozahlung nach Abzug von Steuern und Versicherungen)
S. Die Auszahlung erfolgt jeweils zum Ende des Monats
be-
1. Wir haben alles an der Kasse bezahlt. (Geld für Ware geben)
2. (In jungen Jahren wollte ich mich nicht anstrengen). Heute bezahle ich dafür.
(Ich leide an den Folgen) (nicht trennbar)
S. die Bezahlung: Wir arbeiten hart, doch die Bezahlung ist schlecht.
A. Ich brauche bezahlte Arbeit, kein Ehrenamt.
drauf
Ich habe sehr viel draufbezahlt für den Wagen. (Er war weit weniger wert).
ein-
Wenn ich regelmäßig einzahle, habe ich später eine gute Rente.
S. die Einzahlung: Bitte geben Sie bei der Einzahlung die Rechnungsnummer an.
nach-
(Diesen Winter haben wir sehr viel geheizt9. Bestimmt werden wir nachzahlen
müssen.
S. Die Nachzahlung für Gas und Strom beträgt 53 Euro.
Präfixe + zahlen
voraus
Das Geld für die Zahnarztbehandlung zahlen wir immer voraus und bekommen es
später von der Kasse zurück.
zu-
Pro Verordnung sind 10 Prozent zuzuzahlen.
S. die Zuzahlung: Bis auf eine geringe Zuzahlung Ihrerseits übernimmt die
Krankenkasse die Kosten.
Präfixe + zählen
ab-
Bevor wir losgehen, zählen wir die Schüler ab. (kontrollieren, ob etwas fehlt)
S. der Abzählvers: Mit Abzählversen wie „Ene mene muh – wie alt bist du?“ hatten
wir als Kinder viel Spaß.
auf-
Ich hasste es, wenn meine Mutter mir alle meine Missetaten aufzählte.
S. die Aufzählung: Bei einer Aufzählung werden die einzelnen Segmente durch
Kommata getrennt.
durch-
Der Lehrer lässt die Klasse durchzählen, um festzustellen, ob alle anwesend sind.
(Schüler selbst nennen für sich eine Zahl)
ein-
Bevor die Band zu spielen beginnt, muss ein Musiker das Tempo einzählen.
er-
Wir trafen uns, um uns in aller Ruhe zu erzählen (berichten, schildern,
veranschaulichen), was wir erlebt hatten:
S. die Erzählung: Neben seinen Romanen hat der Autor auch Erzählungen
veröffentlicht.
hinzu-
8Diese Stücke gehören auch noch dazu9. Die musst du noch hinzuzählen.
mit-
Wir sind insgesamt 10 Personen, die Kinder nicht mitgezählt. (dazugerechnet)
nach-
Bei jeder Lieferung muss nachgezählt werden, ob die Stückzahl stimmt.
ver-
Wenn um mich herum keine Ruhe herrscht, verzähle ich mich leicht beim Stricken.
(ich zähle dann zähle falsch) (nicht trennbar)
zusammen-
Man muss nur 1 und 1 zusammenzählen – dann ist die Sache plötzlich klar.
(addieren, kombinieren, den Zusammenhang erkennen)
Präfixe + zeichnen
ab-
1. Ich zeichne das Bild ab. (Ich skizziere es mit Bleistift auf Papier).
2. Es zeichnet sich ab, dass wir den Wettbewerb nicht gewinnen. (Es wird immer
deutlicher).
3. Meine Sekretärin hat mir einige Briefe zum Abzeichnen auf den Tisch gelegt.
(signieren, unterschreiben, bestätigen)
auf- 1.
Er hat mir den Grundriss seiner Wohnung aufgezeichnet. (grafisch dargestellt)
2. Die Sendung wurde aufgezeichnet (aufgenommen) und nachträglich bearbeitet.
S. die Aufzeichnung: Diese Sendung wird nicht live ausgestrahlt. Sie ist eine
Aufzeichnung.
aus-
1. Der Regisseur wurde für seinen Film ausgezeichnet. (Er hat einen Preis für den
Film erhalten).
2. Dieses Hotel zeichnet sich durch einen exzellenten Service aus.
(ist charakterisiert durch… , sticht hervor durch…)
3. Wie viel kostet dieses Bild? Es ist nicht ausgezeichnet. (mit einem Preisschild
versehen)
S. die Auszeichnung: Die Nobelpreisträger nahmen die Auszeichnung in Stockholm
entgegen.
A. Das Essen ist in diesem Restaurant ausgezeichnet. (vorzüglich, delikat)
be-
Man kann ihn als Held bezeichnen. (Er wird von vielen als Held gesehen). (nicht
trennbar)
S. die Bezeichnung: Kennst du die genaue Bezeichnung für dieses Mittel, das auch
Allergiker verwenden können?
Adv. Es ist bezeichnend (charakteristisch) für die meisten Mitarbeiter, dass sie nicht
mehr tun, als man ihnen sagt.
Bezeichnenderweise hat sich die Kollegin ausgerechnet dann krank gemeldet, als
die Bereichsleitung uns besuchte.
ein-
Zeichne dir in der Landkarte ein, wo wir wohnen. (markiere, mache optisch
kenntlich)
Präfixe + zeichnen
gegen-
Hier bitte gegenzeichnen. (Ich habe unterschrieben, und jetzt unterschreiben Sie).
kenn-
Bitte kennzeichnen Sie Ihre Kleidung, damit beim Waschen nichts verloren geht.
(mit einem Zeichen oder Namen versehen)
S. das Kennzeichen: Jedes Kraftfahrzeug hat ein eigenes Kennzeichen.
nach-
Die Konturen sind da, du musst sie nur nachzeichnen.
über-
Kabarettisten überzeichnen ihre Charaktere, um Wesentliches herauszuarbeiten.
A. Das ist etwas überzeichnet (übertrieben) dargestellt.
unter-
Unterzeichnen Sie bitte dieses Dokument. (Das ist eine wichtige Unterschrift).
(nicht trennbar)
ver-
1. Ich habe mich verzeichnet) (falsch gezeichnet). (Ich werde das Bild noch einmal
neu machen).
2. Alle verfügbaren Medikamente sind in der Roten Liste verzeichnet. (genannt,
aufgeführt, aufgelistet) (nicht trennbar)
S. das Verzeichnis: Das Branchenbuch enthält ein Verzeichnis aller ortsansässigen
Berufsgruppen.
vor-
1. Ich zeichne das Bild vor, und er muss nur noch ausmalen.
2. Dein Weg ist bereits vorgezeichnet. (Dein Schicksal wird sich erfüllen).
S. das Vorzeichen: Kassandra sah die Vorzeichen der Katastrophe. (mystisch:
Ankündigung, Omen)
Präfixe + zeigen
an-
1. Das Thermometer zeigt die Temperatur an. (stellt grafisch dar).
2. Ich werde Sie anzeigen, wenn Sie noch einmal vor meiner Ausfahrt parken. (bei
der Polizei melden, um den Missetäter zu bestrafen)
S. Die Anzeige wegen Hausfriedensbruch wurde abgewiesen.
Der Anzeiger: Manche Tageszeitungen nennen sich Anzeiger.
auf-
1. Die Schülerin zeigt auf. (Sie meldet sich, indem sie die Hand hebt).
2. Kannst Du uns aufzeigen (erklären, erläutern), wie wir vorgehen sollen?
her-
Wir müssen unsere Hände herzeigen. (einer vor uns stehenden Person zeigen)
hin-
Wo zeigt er hin? (In welche Richtung deutet er)?
vor-
Alle Schüler zeigen die Hefte vor. (Sie zeigen sie der Lehrerin).
A. Deine Bilder sind durchaus vorzeigbar. (Willst du sie nicht ausstellen)?
Präfixe + ziehen
ab-
1. Ich ziehe die Betten ab. (Die Bezüge sollen gewaschen werden).
2. Irgendwann werden die Truppen wieder abziehen.(weggehen, weitergehen, das
Feld räumen)
3. Kannst du mir dieses Foto noch einmal abziehen? (kopieren)
4. Für die Reparatur haben wir Ihnen 1000 Euro von Ihrer Kaution abgezogen.
(subtrahiert)
S. der Abzug:
1. Seit dem Abzug der Angreifer kehren wieder Ruhe und Ordnung ein.
2. Von diesem Bild habe ich mehrere Abzüge.
3. Über unserem Herd haben wir einen Abzug. (Vorrichtung zum Neutralisieren der
beim Kochen entstehenden Dünste und Dämpfe)
4. Durch den Abzug der Reparaturkosten betrug die zurückgezahlte Kaution nur
noch die Hälfte.
A. Abzüglich der Steuern und Versicherungen bleiben mir von meinem Lohn nur 500
Euro.
an-
1. Er zieht die Hose und das T-Shirt an (Er kleidet sich an). (Jetzt kann er nach
draußen gehen).
2. Was kann ich dafür, dass mich Männer mit blauen Augen so anziehen? (erotisch
beeindrucken, aufmerken lassen)
S. der Anzug:
Ein gutgekleideter Herr trägt Anzug und Krawatte. (Jacke und Hose aus demselben
Stoff)
die Anziehungskraft:
Charismatische Menschen haben eine große Anziehungskraft.
A. Ich finde, sie ist ein sehr anziehendes Mädchen. (attraktiv, liebenswert,
interessant)
Präfixe + ziehen
auf-
1. Sie zieht die Vorhänge auf. (Die Vorhänge sind offen).
2. Wir ziehen das Kind auf. (Es wird bei uns leben, bis es erwachsen ist).
3. Früher wurde sie wegen ihres Namens immer aufgezogen. (belächelt,
ausgelacht, Scherze wurden auf ihre Kosten gemacht)
4. Lange herrschte Chaos, doch der neue Lehrer zog andere Saiten auf.
(Redewendung: Innovationen durchsetzen, neue Regeln einführen, Ordnung in eine
Sache bringen)
S. der Aufzug:
1. In welchem Aufzug (Outfit, welcher Kleidung, Aufmachung) kommst denn du
daher? (So kannst du dich hier nicht blicken lassen)!
2. Es gibt zwar einen Aufzug, doch ich gehe lieber zu Fuß in den 2. Stock.
3. Gleich im ersten Aufzug trete ich auf. (kleine Zeitspanne in einem Drama)
aus-
1. Er zieht seine Kleidung aus. (Er legt seine Kleidung ab).
2. Unsere Nachbarn ziehen aus: (Sie verlassen ihre Wohnung).
3. Viele Menschen zogen aus, um ihr Glück in Übersee zu finden.
S. der Auszug:
1. Der Auszug aus ihrer langjährigen Wohnung war für Frau Meier schmerzlich.
2. In der Zeitung steht ein Auszug aus dem neuen Roman der Autorin. (Abschnitt,
Episode)
auseinander-
Ich ziehe die Betten auseinander. (Jetzt stehen sie nicht mehr zusammen).
Präfixe + ziehen
be-
1. Ich beziehe das Bett frisch. (Es gibt neue Laken und Bezüge).
2. Der Mann bezieht Arbeitslosengeld. (Er bekommt es vom Staat).
3. Der Himmel bezieht sich. (Die Sonne scheint nicht mehr).
4. In seiner Rede hat er sich immer wieder auf unsere Grundwerte bezogen. (nicht
trennbar)
S. der Bezug:
1. Hast du einen sauberen Bezug für das Kissen?
2. Der Bezug von staatlichen Leistungen ist für viele diskriminierend.
3. Er hat in seiner Rede auf unsere Werte Bezug genommen.
die Beziehung:
1. Die beiden leben in einer festen Beziehung, sind jedoch nicht verheiratet.
(Verbindung, Verhältnis)
2. Welche Beziehung haben Sie zu Ihrem Heimatort? (Verhältnis, Einstellung)
Adv.
Ich werde bezüglich Ihres Angebots noch auf Sie zukommen!
Was führte Sie hierher beziehungsweise (= bzw.) was interessiert Sie hier am
meisten?
durch-
1. Karsten zieht sein Ding durch. (Er macht sein Projekt fertig, auch wenn es
schwierig wird).
2. Die Demonstranten durchziehen die Straßen. (nicht trennbar)
S. der Durchzug:
1. Mit dem Durchzug eines Regengebiets fallen erhebliche Niederschläge.
2. Wenn sie zu viel redet, stell deine Ohren einfach auf „Durchzug“. (ugs.
weghören, nicht reagieren)
ein-
1. Die Familie zieht in das Haus ein. (Nach einem Umzug leben sie nun hier).
2. Die Bank hat meine Karte eingezogen. (Nun kann ich kein Geld mehr abheben).
S. der Einzug:
1. Nach ihrem Einzug gaben sie eine House-Warming-Party.
2. Der Einzug seiner Kreditkarte machte ihn handlungsunfähig.
3. Der Einzug der Gladiatoren in das Kolosseum war triumphal.
Präfixe + ziehen
einbe-
Ich möchte unseren Anwalt in unsere Verhandlungen mit einbeziehen. (Er kann uns
mit seinem Wissen bei vielen Fragen Klarheit verschaffen).
S. die Einbeziehung:
In unserer Familie ist die Einbeziehung der Kinder bei wichtigen Entscheidungen
selbstverständlich.
ent-
1. Wo meine Mutter hingegangen ist, entzieht sich meiner Kenntnis. (formell)
2. Sie macht ihm schöne Augen, doch wenn er ihr näher kommt, entzieht sie sich.
(sich entfernen, ausweichen, aus dem Weg gehen)
3. Sie haben ihr das Kind entzogen, weil sie es vernachlässigt hatte.
(weggenommen, in staatliche Obhut gegeben)
S. der Entzug:
Er ist spielsüchtig. Er braucht einen Entzug. (therapeutische Maßnahme, um von
einer Sucht loszukommen)
die Entziehung:
Um mir das Trinken abzugewöhnen, mache ich eine Entziehungskur.
entlang-
1. Wenn wir den Fluss entlangziehen, finden wir bestimmt eine Ansiedlung. (neben
dem Fluss entlanglaufen)
2. Wenn du den Strich an deinem Lineal entlangziehst, bekommst du eine
schnurgerade Linie.
er-
Sie müssen Ihr Kind besser erziehen! (Es muss wissen, was es darf und was es
nicht darf). (nicht trennbar)
S. die Erziehung:
Viele Kinder bekommen keine Erziehung: Sie dürfen tun und lassen, was sie wollen,
können sich jedoch nicht anpassen und unterordnen.
A. Dieses Kind ist unerzogen (auch: ungezogen) und frech. (Ihm fehlen klare
Regeln und ein starkes Gegenüber).
fort-
Unsere Freunde sind fortgezogen. (Sie haben sich in Irland niedergelassen).
her-
1. Andere Leute sind hier hergezogen. (Sie wohnen jetzt hier).
2. Ich mag es nicht, wenn Menschen übereinander herziehen. (lästern, intrigieren)
Präfixe + ziehen
heran- - ran-
1. Die Mutter zieht das Kind an sich heran, um es zu trösten.
2. Ich werde einen Experten heranziehen (beauftragen, konsultieren, mit
einbeziehen), der mich berät.
herauf- - rauf-
Der Mann zieht das Wasser aus dem Brunnen herauf.
heraus- - raus-
Ich ziehe das Kind aus dem Brunnen heraus. (Es war hineingefallen).
herein- - rein-
Ich ziehe dich in das Haus herein. (Draußen lauert Gefahr).
herum- - rum-
Als Sänger musst du ständig herumziehen und Konzerte geben.
herunter- - runter-
1. Willst du die Jalousien herunterziehen? (Es ist so hell hier).
2. Sieh dir einen lustigen Film an, nichts, was dich herunterzieht! (traurig stimmt,
deprimiert)
hervor-
Ich ziehe das Geschenk aus meiner Tasche hervor. (Jetzt kann es jeder sehen).
hin-
1. Das kann sich hinziehen. (Das kann noch lange dauern).
2. Wo sollen wir hinziehen? (Wo sollen wir wohnen)?
3. Es zieht ihn immer hin zu väterlichen Männern.
A. Sie fühlt sich zu älteren Männern hingezogen.
hinaus- -
Sie wollte in die Welt hinausziehen und etwas erleben.
hinein- -
Lass dich nicht in diese Sache hineinziehen (involvieren)! (Sei vorsichtig)!
Präfixe + ziehen
hinter-
Er hat viel Geld hinterzogen. (Das Geld gehörte nicht ihm, doch er hat es
gestohlen).
S. die Hinterziehung:
Er sitzt wegen Steuerhinterziehung im Gefängnis.
los-
Lass uns losziehen! (Machen wir uns auf den Weg)!
mit-
Er zieht mit. (Er macht das, was wir machen).
nach-
1. Erst lebte er allein in der Stadt, dann ist sie ihm nachgezogen. (gefolgt)
2. Sie zieht das Bein nach. (Er hinkt). (Das Bein ist nicht in Ordnung, es lässt sich
nicht anheben).
3. Sie hat die Augenbrauen nachgezogen, damit sie nicht so blass aussieht.
über-
1. Du musst dir etwas überziehen, es ist kalt. (z.B. eine warme Jacke anziehen)
2. Ich habe mein Konto überzogen(und muss einen Kredit in Anspruch nehmen).
(Dafür muss ich hohe Zinsen bezahlen).
3. Die Kekse sind mit Schokolade überzogen.
S. Die Überziehung meines Kontos kostet mich viel.
der Überzug:
1. Das Kissen hat einen hellblauen Überzug.
2. Der Überzug der Torte besteht aus Puderzucker und Himbeersaft.
um-
1. Sie ziehen nach Hamburg um. (Sie wechseln den Wohnort).
2. Bevor wir ausgehen, ziehe ich mich noch um.(Ich möchte ein schönes Kleid
anziehen).
S. Der Umzug von München nach Berlin hatte berufliche Gründe.
unter-
1. Du musst den Eischnee mit einem Holzlöffel unterziehen, auf keinen Fall mehr
mit dem Mixer schlagen!
2. Er wird einem Verhör unterzogen. (Er wird von der Polizei befragt). (nicht
trennbar)
Präfixe + ziehen
ver-
1. Die Tür hat sich verzogen. (Die Form hat sich verändert). (Sie schließt nicht
mehr).
2. Du verziehst deine Tochter, wenn du ihr alles durchgehen lässt! (Gegenteil von
erziehen, verwöhnen)
3. Verzieh' Dich (ugs., Jugendsprache: Geh weg. Hau ab).
4. Immer, wenn etwas von ihm erwartet wird, verzieht er das Gesicht. (macht eine
Grimasse) (nicht trennbar)
aber: verzeihen: Bitte verzeih mir! (entschuldige, vergib mir)
S. die Verzeihung: Ich bitte Sie um Verzeihung!
voll-
1. Der Priester vollzieht die Messe. (Rituale oder offiziell vorgegebene
Handlungsabläufe durchführen)
2. Während ihrer Ausbildung vollzog sie mehrere Stationen. (durchlaufen)
3. Innerhalb weniger Tage vollzog sich in mir ein Wandel, wie ich ihn nicht erwartet
hätte. (sich nach und nach ereignen, entwickeln, geschehen)
S. Der Vollzug seiner Strafe geschah in einer Haftanstalt. (Durchführung,
Realisation)
nachvoll-
Ich mag sie sehr, aber ich kann nicht nachvollziehen (verstehen, begreifen,
nachfühlen), warum sie sich so verhält.
A. Es ist einfach nicht nachvollziehbar, warum er sich das Leben nahm.
vor-
Ich ziehe Weißwein vor. (Weißwein mag ich lieber (als Rotwein oder Bier)).
S. der Vorzug:
1. Ich gebe dir den Vorzug. (Ich lasse dich vor.)
2. Auf dem Land zu leben, hat viele Vorzüge. (Vorteile, Annehmlichkeiten)
A. Das Essen in diesem Restaurant schmeckt vorzüglich. (sehr gut, köstlich,
wunderbar)
Vorsicht:
bevorzugen: Er bevorzugt Weißwein.
S: Die Bevorzugung meiner Schwester durch meine Eltern hat mich sehr
geschmerzt.
A. Riesling und Elbling sind seine bevorzugten Weinsorten.
Präfixe + ziehen
weg-
Schade, dass ihr schon wieder wegzieht (an einen anderen Ort zieht, weggeht)!
(Wir hatten euch gern in unserer Nachbarschaft)!
zu-
1. Wollen wir nicht die Gardinen zuziehen? (Durch das Fenster können uns alle
beobachten)!
2. Weißt du, wie viele Menschen dieses Jahr zugezogen sind?
S. Der Zuzug von Asylbewerbern fordert unsere Großherzigkeit heraus.
Adv. Die Rechnung beträgt 13 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.
zusammen-
1. Wir ziehen zusammen. (Wir haben eine gemeinsame Wohnung).
2. Du brauchst nur 1 +1 zusammenziehen (rechnen, addieren, kombinieren ), dann
weißt du, was hier gespielt wird.